1) Ende des Zweiten Weltkriegs
● Besatzungsmächte: Nach der Kapitulation Deutschlands 1945 teilten die Alliierten
(USA, Sowjetunion, Großbritannien, Frankreich) das Land in vier Besatzungszonen auf.
● Alltag nach dem Krieg: Hungersnot, zerstörte Städte, Schwarzmarkt, Flucht und
Vertreibung von Millionen Menschen. Die Wirtschaft lag am Boden.
2) BRD vs. DDR
● Hauptstädte: Bonn wurde Hauptstadt der BRD (Westdeutschland), Ost-Berlin
Hauptstadt der DDR.
BRD (Bundesrepublik Deutschland) – Soziale Marktwirtschaft
● Mischung aus freier Marktwirtschaft (Unternehmen und Bürger entscheiden selbst)
und sozialer Absicherung (Staat sorgt für Gerechtigkeit).
● Wichtige Prinzipien:
○ Freier Wettbewerb → Firmen konkurrieren, Innovation und Effizienz steigen.
○ Privateigentum → Unternehmen und Bürger besitzen Produktionsmittel
(Fabriken, Läden etc.).
○ Soziale Absicherung → Rentenversicherung, Arbeitslosengeld, Sozialhilfe.
○ Staat greift ein, wenn nötig → z. B. Kartellamt verhindert Monopole.
● Erfolg: Führte zum „Wirtschaftswunder“ der 1950er/60er Jahre (schneller Aufschwung).
DDR (Deutsche Demokratische Republik) – Planwirtschaft
● Der Staat kontrolliert die gesamte Wirtschaft, es gibt keinen freien Markt.
● Wichtige Prinzipien:
○ Fünfjahrespläne → Staat legt fest, was und wie viel produziert wird.
○ Alle Betriebe staatlich → Keine privaten Unternehmen.
○ Preise und Löhne festgelegt → Keine freien Preisverhandlungen.
○ Gleichheit → Alle sollten ähnlich verdienen, aber niedrige Löhne und
Versorgungsprobleme.
● Probleme:
○ Fehlende Innovation, wenig Anreiz zur Leistung.
○ Versorgungsengpässe bei Konsumgütern (z. B. lange Wartezeiten für Autos wie
den Trabant).
○ „Mangelwirtschaft“ → leere Regale, schlechte Qualität.
● Folge: Wirtschaftliche Schwäche, hohe Unzufriedenheit → führte teilweise zu Protesten.
3) Wirtschaftswunder
● Beispiele des Aufschwungs:
○ Einführung der D-Mark (1948) → mehr Vertrauen in Wirtschaft.
○ Marshallplan (US-Hilfsprogramm) half beim Wiederaufbau.
○ Wachstum durch Automobilindustrie (VW Käfer), Elektrogeräte, Chemie- und
Stahlindustrie.
4) Volksaufstand in der DDR (17. Juni 1953)
● Auslöser: Erhöhung der Arbeitsnormen (Arbeiter mussten mehr leisten ohne höhere
Löhne).
● Verlauf: Streiks und Proteste in vielen Städten, forderten bessere Bedingungen und
freie Wahlen. Der Aufstand wurde von der Sowjetarmee blutig niedergeschlagen.
5) Mauerbau (13. August 1961)
● „Wahre“ Gründe: Massenauswanderung in den Westen schwächte die DDR-Wirtschaft
→ DDR wollte Flucht stoppen.
● Rechtfertigung der DDR: DDR nannte die Mauer "antifaschistischer Schutzwall" gegen
westliche Spione und „Aggression“.
6) Stellungnahme zu einem Zitat
● Je nach Zitat musst du eine begründete Meinung abgeben. Wichtige Punkte: historische
Fakten nutzen, Perspektiven (z. B. BRD vs. DDR) berücksichtigen.