Daily
Daily
R I C H T L I N I E N
F Ü R U M B A U U N D
A U S S T A T T U N G
D E R F A H R Z E U G E
R A N G E
L I G H T
A U S G A B E 2 0 15
IVECO S.p.A
Homologation, Technical Application & Regulation
Lungo Stura Lazio, 49
10156 Torino (TO) - Italy
[Link]
VORWORT
Diese Veröffentlichung liefert Daten, Eigenschaften und Anweisungen für die Transformation und Ausstattung des Fahrzeuges;
Unter Beachtung des Inhalts, ist die für qualifiziertes und spezialisiertes Personal bestimmt.
Der Ausstatter ist für das Projekt und dessen Ausführung verantwortlich und muss die Einhaltung der Vorschriften in dieser Veröf-
fentlichung und in den geltenden Richtlinien garantieren.
Änderungen, Umbauten oder Ausstattungen, die nicht im vorliegenden Handbuch vorgesehen und nicht aus-
drücklich schriftlich genehmigt sind, werden unter Ausschluss jeder Haftung durch IVECO durchgeführt und
bewirken, falls das Fahrzeug von einer Garantie gedeckt ist, den unverzüglichen Verfall derselben.
Dies gilt auch für einzelne Baugruppen und Komponenten; alle hier aufgeführten Teile wurden Beschlüssen
sowie Zulassungs- und Abnahmeprüfungen durch IVECO unterzogen und sind Teil der Standardproduktion.
Die Benutzung irgend einer unbekannten Einheit (z.B. PTO, Reifen, Hupen, usw.) enthebt IVECO von jeder
Verantwortung.
IVECO steht Ihnen für alle Rückfragen und Erklärungen zur Verfügung, die für die Durchführung der Arbeiten erforderlich sein
können, und hilft Ihnen gerne in allen Fällen und Situationen weiter, die in der vorliegenden Veröffentlichung nicht behandelt wer-
den.
Vor jedem Eingriff muss man:
● prüfen, dass man das Handbuch in Bezug auf das Fahrzeug hat, an dem man arbeiten möchte;
● sicherstellen, dass alle Unfallverhütungsmittel (Brille, Helm, Handschuhe, Schuhe usw.) und die Arbeitswerkzeuge, Hubwerk-
zeuge und Transportmittel zur Verfügung stehen und effizient sind;
● sicherstellen, dass das Fahrzeug in den Sicherheitszustand versetzt wurde.
Nach dem Eingriff muss die Funktionstüchtigkeit, Effizienz und Sicherheit wieder hergestellt werden, die von IVECO vorgesehen
sind. Das Kundendienst für eventuelle Feineinstellungen des Fahrzeuges kontaktieren.
Die in dieser Veröffentlichung enthaltenen Angaben und Informationen können mitunter aufgrund von Änderungen, die IVECO
aus technischen oder kommerziellen Gründen oder, um das Fahrzeug an gesetzliche Bestimmungen einzelner Länder anzupassen,
vorgenommen hat, nicht den neuesten Stand darstellen.
Bei Unterschieden zwischen den Beschreibungen des Handbuchs und dem Fahrzeug muss vor irgendwelchen Eingriffen am Fahr-
zeug der Produktverantwortliche des Marktes verständigt werden.
SYMBOLE - HINWEISE
Allgemeine Gefahr
zeigt das gleichzeitige Vorkommen der beiden oben angeführten Gefahren an.
Umweltschutz
Zeigt, wie durch umweltschonenden Betrieb des Fahrzeugs einen Beitrag zum Umweltschutz geleistet werden kann.
ANMER-
Es handelt sich um eine zusätzliche Erklärung hinsichtlich der Informationen über ein bestimmtes Element.
KUNG
ALLGEMEINES 1
EINGRIFFE AM
FAHRGESTELL 2
ANBRINGUNG
DER AUFBAUTEN 3
NEBENANTRIEBE 4
ELEKTRONISCHE
UNTERSYSTEME 5
ADBLUE UND
SCRT-SYSTEM 6
EXPANSION
MODUL 7
CNG
NATURAL POWER B
AUTOMATIKGETRIEBE
Hi-MATIC C
ALLGEMEINES
1.5 VERANTWORTUNG . . . . . . . . . . . . . . . . . . 6
1.8 GARANTIEN . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 7
1.10 UNFALLVERHÜTUNG . . . . . . . . . . . . . . . . 8
1.13 FAHRZEUGBENENNUNG . . . . . . . . . . . . . 10
Zulassungsbezeichnung . . . . . . . . . . . . . . . . . . 10
1.14 IDENTIFIZIERUNGEN . . . . . . . . . . . . . . . . 11
ALLGEMEINES
1.1 ZIEL DER RICHTLINIEN
Das Ziel dieser Veröffentlichung ist die Lieferung von Daten, Eigenschaften und Anweisungen für die Ausstattung und Transforma-
tion des Original-Fahrzeuges IVECO, um dessen Funktionstüchtigkeit, Sicherheit und Zuverlässigkeit zu garantieren.
Diese Richtlinien sollen den Ausstattern außerdem folgendes anzeigen:
Es wird daran erinnert, dass die Zusammenarbeit von IVECO unter der Voraussetzung erfolgt, dass der Ausstatter seine eigenen
technischen und organisatorischen Fähigkeiten voll nutzt und dass die Ausführungen technisch perfekt zu Ende gebracht werden.
Die nachstehenden Angaben behandeln nicht komplett das Argument und begrenzen sich darauf, die Regeln und Vorsichtsmaßnah-
men zu liefern, die eine Entwicklung der technischen Initiative erlauben.
Die Defekte oder Fehler, die auf der fehlenden Anpassung, komplett oder teilweise, dieser Richtlinie beruhen, werden nicht von
der Garantie auf das Fahrgestell und die entsprechenden mechanischen Baugruppen gedeckt.
Die Anfragen für den Zugang auf die Seite, müssen unter der Adresse [Link] gestellt werden.
1.5 VERANTWORTUNG
Die von IVECO gegebene Freigabe bezieht sich nur auf die technische/konzeptgebundene Verträglichkeit der Änderung und/oder
Ausstattung.
Der Ausstatter ist für folgendes verantwortlich:
● das Projekt;
● die Auswahl der Materialien;
● die Ausführung;
● die Übereinstimmung des Projektes und der Ausführung der eventuellen speziellen Anweisungen von IVECO und der gelten-
den Richtlinien des Landes, für das das Fahrzeug bestimmt ist;
● die Auswirkungen in Bezug auf die Funktionstüchtigkeit, Sicherheit, Zuverlässigkeit und, im Allgemeinen, das gute Fahrverhal-
ten des Fahrzeuges;
● die Lieferung von Ersatzteilen für eine Mindestlaufzeit von 10 Jahren ab der letzten Ausstattung einer Bestellung und für alle
Teile und Bauteile, die installiert werden.
191319 Abbildung 1
1. IVECO 3. Ausstatter
2. Eventuell vom Vertragshändler beauftragte autorisierte 4. Kunde
Werkstatt
Auf der Basis der oben genannten Richtlinie, muss zwischen IVECO (Hersteller des Basisfahrzeuges) und einem Ausstatter, der ein
Zulassungsverfahren in mehreren Schritten erreichen möchte, ein spezieller Zusammenarbeitsvertrag, Technical Agreement genannt,
beschlossen werden, der detailliert die Inhalten und gegenseitigen Pflichten beschreibt.
Daher:
1. IVECO hat die Verantwortung, in vereinbarter Form, die Unterlagen der Zulassung (Zulassung EU/ECE) und die technischen
Informationen, die für die korrekte Ausführung der Ausstattung und/oder Transformation notwendig sind (Handbücher,
Zeichnungen, Spezifikationen) zur Verfügung zu stellen;
2. Der Ausstatter trägt die Verantwortung für Nachstehendes:
■ Entwicklung und Ausführung der Änderungen am Basisfahrzeug, das er von IVECO bekommen hat,
■ Erneute Ausführung der Zulassungen der, während einer vorherigen Phase, schon zugelassenen Systeme, wegen der
Änderungen, die am Basisfahrzeug vorgenommen wurden. Die Zulassungen müssen aktualisiert werden.
■ Einhaltung der gesetzlichen nationalen/internationalen Vorschriften in Bezug auf alle Änderungen und vor Allem derjeni-
gen, des Ziellandes.
■ Präsentation der ausgeführten Änderungen bei einem technischen Service für die Bewertung.
■ Unterlagen in geeigneter Form über die ausgeführten Änderungen, damit die objektive Beschreibung der Einhaltung
oben genannter Richtlinien hervorgehoben werden kann (z.B. Unterlagen der Zulassung/Abnahmeverbale).
Bevor IVECO das Technical Agreement unterschreibt, behält sie sich vor, die Qualifizierung zu prüfen und die Ausstattungen
und/oder die Transformationen auszuführen, für die diese Art von Zusammenarbeit angefordert wird.
Die Inhalte des Technical Agreement können, auf Anfrage des Verantwortlichen für die Ausstatter der einzelnen Märkte, detailliert
bewertet werden.
1.8 GARANTIEN
Die Garantie, dass die Arbeiten nach allen Regeln der Kunst und unter Beachtung der Vorschriften in diesen Richtlinien ausgeführt
wurden, muss vom Ausstatter geleistet werden, der die Überstruktur gebaut oder die Änderungen am Fahrzeugrahmen ausgeführt
hat.
IVECO behält sich vor, die eigene Garantie auf das Fahrzeug zurückzuziehen, wenn:
Die Verfügbarkeit der Zertifizierung ISO 9001, ist, auch wenn nicht zwingend, für IVECO ein Element äußerster Wichtigkeit.
1.10 UNFALLVERHÜTUNG
Nicht autorisiertem Personal darf es nicht gestattet sein, Eingriffe am Fahrzeug vorzunehmen oder am Fahrzeug zu arbeiten.
Die Benutzung des Fahrzeuges mit veränderten oder beschädigten Sicherheitsvorrichtungen ist verboten.
▶ Die am Fahrzeug verwendeten Strukturen und Vorrichtungen müssen den geltenden Unfallver-
hütungsvorschriften und den Sicherheitsnormen der einzelnen Länder entsprechen, in denen
die Fahrzeuge eingesetzt werden.
Außerdem müssen alle Vorsichtsmaßnahmen getroffen werden, die aus technischer Kenntnis notwendig sind, um Störungen oder
Funktionsfehler zu vermeiden.
Diese Vorschriften müssen von den Herstellern der Strukturen und der Vorrichtungen beachtet werden.
● Die Benutzung von gesundheitsschädlichen Materialien oder Risikomaterialien, wie diejenigen, die Asbest, Blei, halogene Zu-
sätze, Fluorkohlenwasserstoffe, Kadmium, Quecksilber, hexavalentes Chrom, usw. beinhalten, ist verboten;
● Es wird empfohlen, Materialien zu benutzen, deren Verarbeitung begrenzte Abfallmengen verursacht und die nach der Benut-
zung leicht recyclet werden können;
● Bei den synthetischen Komposit-Materialien sollten untereinander kompatible Materialien benutzt und die eventuelle Nutzung
von anderen reycleten Bauteilen vorgesehen werden. Die Markierungen entsprechend der geltenden Richtlinie vorsehen;
● Die Batterien beinhalten äußerst umweltschädliche Substanzen. Für den Ersatz der Batterien kann man sich an das Kunden-
dienstnetz wenden, das für die umweltgerechte Entsorgung unter Einhaltung der gesetzlichen Richtlinien ausgerüstet ist.
▶ Um die Richtlinie 2000/53 EG (ELVs) zu erfüllen, untersagt IVECO die Installation von Bauteilen,
die Blei, Quecksilber, Kadmium und hexavalentes Chrom beinhalten; Davon ausgenommen sind
Fälle, die in Anlage II der oben genannten Richtlinie benannt werden.
Wartung
Um den Fahrzeugrahmen/das Fahrzeug auch während der Lagerung in perfektem Zustand zu behalten, können Wartungsarbeiten
in bestimmten Abständen notwendig sein.
Die Kosten für die Ausführung dieser Arbeiten gehen zu Lasten des aktuellen Fahrzeughalters (Ausstatter, Vertragshändler oder
Kunde).
▶ Wird das Fahrzeug für lange Zeit nicht benutzt, wird empfohlen, den Minuspol der Batterie ab-
zuklemmen, um den optimalen Ladezustand beizubehalten.
● seine Arbeiten prüfen (am Fahrzeug und/oder das Zubehör) und die Funktionstüchtigkeit und Sicherheit kontrollieren;
● Die Kontrollen durchführen, die für die vom Eingriff betroffenen Komponenten in der bei IVECO-Netz verfügbaren Liste
"Pre-Delivery Inspection" (PDI) vorgesehenen sind; insbesondere sind Radstellung, Vorspur und Vorderfederhöhe gemäß den
IVECO-Sollwerten nachzuprüfen;
● Die Batteriespannung mit dem digitalen Multimeter messen (2 digit decimal) und dabei folgendes beachten:
■ Der optimale Wert beträgt 12,5 V,
■ zwischen 12,1 V und 12,49 V muss die Batterie langsam aufgeladen werden,
■ bei Werten unter 12,1 V muss die Batterie ersetzt werden.
Anmerkung Die Batterien müssen einer regelmäßigen Wartung unterzogen werden (siehe IVECO Std 20-1812 und/oder IVECO Std
20-1804), bis das Fahrzeug dem Kunden/Vertragshändler übergeben wird, um Problemen wegen ungenügender Batterie-
ladung, Kurzschluss oder Korrosion vorzubeugen.
IVECO behält sich das Recht vor, die Garantie auf die Batterie zu löschen, wenn die vorgeschriebenen Wartungsverfahren
nicht eingehalten wurden.
● eine Funktionsabnahme bei einer Probefahrt ausführen (im Falle der Transformation des Fahrzeuges). Eventuelle Defekte
oder Störungen sind dem IVECO-Kundendienst zu melden, um zu prüfen, ob der Aufwand den PDI-Spesen angerechnet
werden kann;
● Die notwendigen Anweisungen für den Service und die Wartung der Ausstattung und der eventuellen zusätzlichen Gruppen
vorbereiten und dem Kunden übergeben;
● Die neuen Daten auf entsprechenden Schildern anbringen;
● Die Bestätigung, dass die ausgeführten Arbeiten den Angaben des Fahrzeugherstellers und den gesetzlichen Vorschriften ent-
sprechen, ausliefern;
● Die Garantie in Bezug auf die ausgeführten Änderungen ausstellen.
1.13 FAHRZEUGBENENNUNG
Die Handelsbezeichnung von IVECO Fahrzeugen (zum Beispiel NEUER DAILY 40-150) stimmt nicht mit der Zulassungsbe-
zeichnung überein, von der nachfolgend ein vollständiges Beispiel aufgeführt ist.
Zulassungsbezeichnung
● C ‒ Hinterräder
S Einzelräder hinten
C Zwillingsräder hinten
● A ‒ Antriebsart
– Schaltgetriebe
A Automatikgetriebe
A8 Automatikgetriebe
● SV ‒ Version
– Pritschenwagen
D Doppeltes Fahrerhaus (6+1)
V Lieferwagen
SV Teilverglast
Camper Vorrüstung für Wohnmobil
● / P ‒ Luftfederungen hinten
1.14 IDENTIFIZIERUNGEN
Firmenlogos, Firmenzeichen und Identifizierungsschilder dürfen weder geändert, verschoben noch entfernt werden, um das origi-
nale Markenimage des Fahrzeugs zu schützen.
Die Anbringung der den Umbau oder die Ausstattung betreffenden Markenzeichen muss autorisiert werden, und darf nicht in der
unmittelbaren Nähe der IVECO- Firmenlogos bzw. –Firmenzeichen vorgesehen werden.
Im Fall von Windläufen darf das IVECO-Firmenzeichen an der Motohaube nur nach der Endlackierung angebracht werden, und
muss die nachfolgend abgebildeten Maße qualitativ einhalten.
222674 Abbildung 2
1. Ansicht von vorne a. Unterkante Motorhaube
2. Seitenansicht
Was die tatsächlichen Maße betrifft, sowie um eine Schablone zu realisieren, bitte Zeichnungsnummer 5801620982 nachschlagen.
IVECO behaltet sich das Recht vor, bei Nichterfüllung der oben aufgeführten Bedingungen seine Firmenlogos und Firmenzeichen
zurückzuziehen.
Ausstattungsmöglichkeit
Die Grenzwerte der Aufbaulänge sind grundsätzlich von folgenden Parametern abhängig:
Rückspiegel
Die von den gesetzlichen Vorschriften vorgesehenen hinteren Sichtwinkel können erfüllt werden, wenn je nach Aufbaubreite die
zweckmäßigste Außenspiegelausführung unter den drei im Katalog angebotenen Spiegelarmbreiten gewählt wird (SW-Nr. 8643,
8644, 76129).
204643 Abbildung 3
W = Nutzlast plus Aufbau L1 = Abstand des Massenmittelpunktes von der Mittellinie der
W1 = Höhe der Nutzlast auf der Vorderachse Hinterachse
W2 = Höhe der Nutzlast auf der Hinterachse L= Effektiver Radstand
In Bezug auf die Nutzlastverteilung auf den Achsen, muss diese gleichmäßig verteilt werden. Ausgenommen davon sind die Fälle, bei
denen die Form der Ladefläche eine andere Lastverteilung mit sich bringt.
Natürlich wird für die Ausstattungen der Schwerpunkt in der effektiven Position angenommen.
Bei der Ausführung von Aufbauten oder der Behälter müssen Systeme für die Be- und Entladung der transportierten Waren vor-
gesehen werden, welche zu starke Veränderungen der Verteilung und/oder zu hohe Lasten auf den Achsen vermeiden. Es müssen
die notwendigen Angaben für den Benutzer geliefert werden.
Ebenfalls muss der Ausstatter für geeignete Verankerungssysteme der Nutzlast an der Aufbaustruktur sorgen, damit der Transport
in absoluter Sicherheit erfolgen kann.
204644 Abbildung 4
Gleichmäßige Verteilung der Last Ungleichmäßige Verteilung der Last
204645 Abbildung 5
Gleichmäßige Verteilung der Last Ungleichmäßige Verteilung der Last (Achtung auf die
Lasten auf den Achsen und das Mindestverhältnis)
● Feste Lasten,
● Bewegliche Lasten,
● Lasten, welche hohe aerodynamische Auswirkungen haben.
a) Feste Lasten
204646 Abbildung 6
Prüfung bei voller Last
Hc = Höhe des Schwerpunkts des Fahrzeugs (in Ausrichtung Ht = Höhe des Schwerpunkts des kompletten Fahrzeuges bei
Last) voller Last
Hb = Höhe des Schwerpunkts der Nutzlast im Vergleich zum Wc = Leergewicht des Fahrzeugs
Boden Wb = Nutzlast
Wt = Fahrzeugmasse bei voller Last
Für eventuelle Prüfungen beim ausgestatteten Fahrzeug ohne Nutzlast kann man genauso vorgehen, indem man für Ws nur das
Leergewicht der Aufbaustruktur nimmt (für Hv einen geeigneten Wert nehmen, der der Last angemessen ist und zwischen dem
Radstand bei leerem Fahrzeug des Pritschenwagens und bei voller Last liegt).
In nachstehender Tabelle sind die maximalen Richthöhen des gesamten Massenmittelpunkts (Nutzlast + Kastenaufbau und/oder
Ausstattung) in Bezug auf die Querstabilität des Fahrzeugs aufgeführt.
Tabelle 1.1
Modelle Höhe Massenmitte (mm)
33S 1400
35S 1500
35C - 40C (vordere Querblattfeder) 1800
35C - 40C (vorderer Längsdrehstab) 1900
45C - 50C 1950
60C - 65C - 70C 2050
b) Bewegliche Lasten
Bei den Ausstattungen, bei denen sich die Last seitlich bewegen kann, wenn man eine Kurve fährt (z.B.: hängende Lasten, Trans-
porte von Flüssigkeiten, Tiertransporte, usw.), können starke dynamische, Querkräfte, welche die Stabilität des Fahrzeuges beein-
trächtigen können.
In Bezug auf die Angaben der Richtlinie ECE 111, muss daher auf folgendes speziell geachtet werden:
● Bei der Bestimmung der Höhe des Schwerpunktes des ausgestatteten Fahrzeuges mit voller Last;
● Bei der Bewertung der dynamischen Bewegungen und der seitlichen Verschiebung des Schwerpunktes;
● Bei der Berechnung der Dichte (im Fall von Flüssigkeiten);
● Bei der Beschreibung der angemessenen Vorsichtsmaßnahmen für das Fahrverhalten.
Eventuelle Fälle, deren Bewertung schwierig ist, müssen IVECO für die Autorisierung vorgelegt werden.
▶ Trotz niedrigem Schwerpunkt kann ein ausgestattetes Fahrzeug, das eine große Seitenfläche
besitzt, keine ausreichende waagerechte Stabilität garantieren und unterliegt der Gefahr des
Umkippens.
● Bei der Bestimmung der Höhe des Schwerpunktes des ausgestatteten Fahrzeuges mit voller Last;
● Bei der Bewertung der aerodynamischen Schubkräfte,
● Bei der Beschreibung der angemessenen Vorsichtsmaßnahmen für das Fahrverhalten.
Eventuelle Fälle, deren Bewertung schwierig ist, müssen IVECO für die Autorisierung vorgelegt werden.
Anmerkung Bei der Positionierung der Zusatzaggregate und Aufbauten muss die korrekte Lastverteilung in waagerechter Richtung
gesichert werden. Für jedes Rad kann eine Veränderung der Nennlast (50% der Last auf der entsprechenden Achse)
von ± 4% zulässig sein (Beispiel: Zulässige Last auf der Achse 3.000 kg; zulässig für jede Radseite von 1.440 bis 1.560
kg), wenn dies für die Reifen zulässig ist, ohne dass die Brems- und Stabilitätseigenschaften bei der Fahrt beeinträchtigt
werden.
Vorbehaltlich abweichender Spezialvorschriften für einzelne Fahrzeuge muss für die Masse an der Vorderachse ein Min-
destwert gleich 25% der tatsächlichen Fahrzeugmasse angenommen werden (sowohl bei gleichmäßig verteilten Lasten,
als auch bei Lasten, die sich auf den hinteren Überhang konzentrieren oder von einem eventuellen Anhänger herrühren).
Der hintere Überhang der Aufbaustruktur muss unter Einhaltung der zulässigen Achlasten, der erforderlichen Mindestlast der
Mindestvorderachslast, der Längenbeschränkungen, der Positionierung der Anhängerkupplung und des Unterfahrschutzes erfolgen,
die in den verschiedenen Normvorschriften vorgesehen sind.
Die Verringerung der zulässigen Masse der Fahrzeuge (Deklassierung), kann Eingriffe an einigen Elementen, wie die Aufhängungen,
die Bremsen mit sich bringen und eine neue Einstellung für den Bremskraftregler verlangen; In diesen Fällen können die notwendi-
gen Angaben gemacht werden.
1.16 ANWEISUNGEN FÜR DIE KORREKTE FUNKTION DER FAHRZEUGORGANE UND DIE
ZUGÄNGLICHKEIT
Bei der Ausführung der Transformationen und Anbringung irgend eines Gerätes darf das, was den korrekten Betrieb der Baugrup-
pen und Fahrzeugorgane unter den verschiedenen Betriebsbedingungen erlaubt, nicht verändert werden.
Zum Beispiel:
● der freie Zugang zu den Punkten, die einer regelmäßigen Inspektion, Wartung oder Kontrolle unterzogen werden (z.B. Ersatz
der Batterie, Zugang zur Kompressorgruppe der Luftfederung) muss garantiert sein und wenn geschlossene Aufbauten vor-
handen sind, müssen entsprechende Freiräume und Klappen vorgesehen werden;
● die Möglichkeit des Ausbaus der verschiedenen Gruppen für eventuelle Kundendiensteingriffe muss beibehalten werden;
● Bei der Ausführung von Ausstattungen, welche das Umklappen der Seitenwände vorsehen, muss beachtet werden, dass der
Platzbedarf der am meisten überstehenden Teile des Fahrzeuges beachtet werden, um Limits beim Umklappe oder Beschädi-
gungen der Teile vorzubeugen.
● Die Bedingungen für die Kühlung (Kühlergrill, Kühler, Luftdurchlässe, Kühlkreislauf, usw.), die Kraftstoffversorgung (Positionie-
rung von Pumpe, Filtern, Durchmesser der Leitungen, usw.) und der Luftansaugung des Motors dürfen nicht verändert wer-
den;
● Die Schalldämmungspaneele dürfen nicht verändert oder versetzt werden, um die in der Zulassung genannten Geräuschpegel
nicht zu verändern. Wenn Öffnungen (z.B. für den Durchgang von Schläuchen oder Zusatzprofilen) gebohrt werden müssen,
müssen diese sorgfältig verschlossen werden. Dazu Materialien mit denselben Brandschutz- und Schalldämmungseigenschaften
wie bei den ursprünglich verwendeten Materialien benutzen;
● Man muss für die angemessene Lüftung der Bremsen und eine ausreichende Lüftung des Batteriekorbes achten (speziell bei
den Ausführungen der geschlossenen Lieferwagen);
● Bei der Positionierung der Kotflügel und Radkästen muss das freie Rütteln der Hinterräder, auch bei Benutzung von Schnee-
ketten, gewährleistet sein.
● Nach der Ausstattung muss die Einstellung der Scheinwerfer des Fahrzeuges kontrolliert werden, um eventuelle Veränderun-
gen der Leuchtweitenregelung zu korrigieren; für die Einstellung arbeitet man entsprechend der Angaben im "Nutzungs- und
Wartungshandbuch";
● Für eventuell einzeln gelieferte Elemente (z.B. Ersatzrad, Unterlegkeile) muss der Ausstatter auf die Positionierung und Be-
festigung derselben achten, damit sie leicht und sicher zugänglich sind und dabei eventuelle nationale Richtlinien eingehalten
werden.
1.18 KONVENTIONEN
In diesen Richtlinien werden folgende Konventionen genutzt:
91473 Abbildung 7
EINGRIFFE AM
FAHRGESTELL
Inhalt Anhängerkupplungsarten . . . . . . . . . . . . . . . . . 24
Anhängerkupplung für Zentralachsanhänger . . . . . 24
2.1 ALLGEMEINE VORSCHRIFTEN FÜR DIE Hinterer Querträger in heruntergesetzter
VERÄNDERUNGEN AM FAHRGESTELL . . . . . . . . . 5 Position . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 25
Besondere Vorsichtsmaßnahmen . . . . . . . . . . . . . 5
2.7 EINBAU EINER ZUSÄTZLICHEN ACHSE . . . . 27
Eigenschaften der für die Änderungen am Fahrgestell
zu verwendenden Materialien . . . . . . . . . . . . . . . 6 2.8 ÄNDERUNGEN AM ANTRIEB . . . . . . . . . . . 27
Beanspruchungen am Fahrgestell . . . . . . . . . . . . . 8 Zulässige Längen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 28
2.2 BOHRUNGEN AM FAHRGESTELL . . . . . . . . . . 8 Positionierung der Abschnitte . . . . . . . . . . . . . . 30
Position und Größe der Bohrungen . . . . . . . . . . . 8 2.9 EINGRIFFE AN DEN FEDERUNGEN . . . . . . . 32
Schrauben und Muttern . . . . . . . . . . . . . . . . . . 9
SCHWEIßUNG . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 9 2.10 ÄNDERUNGEN DER LUFTANSAUGUNG
UND DER ABGASANLAGE DES MOTORS . . . . . . . 33
Zuschweißen der Bohrlöcher . . . . . . . . . . . . . . 11
Einlass . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 33
2.3 ROSTSCHUTZ UND LACKIERUNG . . . . . . . 11 Auspuff . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 34
Originalkomponenten des Fahrzeugs . . . . . . . . . 11
2.11 ÄNDERUNGEN AN DER KÜHLANLAGE DES
Hinzugefügte oder geänderte Teile . . . . . . . . . . 13 MOTORS . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 34
Vorsichtsmaßnahmen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 14
2.12 ÄNDERUNGEN AN DER HEIZUNGS-
2.4 ÄNDERUNG DES RADSTANDS . . . . . . . . . . 15 /KLIMAANLAGE . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 35
Allgemeines . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 15 Installation einer zusätzlichen Heizungsanlage . . . . 35
Genehmigung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 15 Installation einer Klimaanlage . . . . . . . . . . . . . . 38
Einfluss auf die Lenkung . . . . . . . . . . . . . . . . . 16
2.13 EINGRIFFE AUF DER KAROSSERIE . . . . . . . 39
Einfluss auf die Bremsung . . . . . . . . . . . . . . . . 16
Allgemeines . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 39
Vorgehensweise für den Eingriff . . . . . . . . . . . . 17
Eingriffe auf Fahrgestelle mit Fahrerhaus . . . . . . . 40
Prüfung der Beanspruchungen des
Eingriffe auf Kastenwagen . . . . . . . . . . . . . . . . 43
Fahrgestells . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 17
Schutz der Passagiere . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 48
Querträger . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 18
Verstärkungen am Rahmen . . . . . . . . . . . . . . . 18 2.14 ÄNDERUNG DER
Änderungen der Getriebe . . . . . . . . . . . . . . . . 19 REIFENABMESSUNGEN . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 49
Vorschriften . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 50
2.5 ÄNDERUNG DES HINTEREN
ÜBERHANGS . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 19 2.15 EINGRIFFE AN DER BREMSANLAGE . . . . . . 51
Allgemeines . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 19 Allgemeines . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 51
Genehmigung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 20 Bremsschläuche . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 51
Kürzen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 20 Bremskraftregler . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 54
Verlängerung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 20 ESP (elektronisches Stabilitätsprogramm) . . . . . . . 56
Herabstufung des ESP-Systems . . . . . . . . . . . . . 58
2.6 ANBRINGUNG DER
ANHÄNGERKUPPLUNG . . . . . . . . . . . . . . . . . . 21 2.16 ELEKTRISCHE ANLAGE: EINGRIFFE UND
Allgemeines . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 21 STROMANSCHLÜSSE . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 59
Vorsichtsmaßnahmen für die Installation . . . . . . . 22
2.22 SPRITZSCHUTZ . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 64
EINGRIFFE AM FAHRGESTELL
2.1 ALLGEMEINE VORSCHRIFTEN FÜR DIE VERÄNDERUNGEN AM FAHRGESTELL
Folgendes ist zu beachten:
● Absolut verboten sind Schweißarbeiten an den tragenden Strukturen des Rahmens (ausgenommen der Vor-
gaben im Abschnitt "Schweißarbeiten" ( ➠ Seite 9) und in den Kapiteln 2.4 ( ➠ Seite 15), und 2.5 ( ➠ Seite 19));
● es sind keine Bohrungen an den Längsträgern erlaubt (mit Ausnahme der Angaben im Kapitel und im Kapitel 3.3 -
Abschnitt "Auswahl der Anschlussart" ( ➠ Seite 12));
● in den Fällen, in denen Änderungen der Anschlüsse mit Nägeln erlaubt sind, müssen diese mit Schrauben und Muttern mit
Flanschkopf oder mit Sechskantkopf der Klasse 8.8 mit nächst großem Durchmesser und Muttern mit Losdrehsicherung er-
setzt werden. Es dürfen keine Schrauben über M14 verwendet werden (maximaler Durchmesser des Lochs 15 mm), wenn
nicht anders angegeben;
● werden Verbindungen wieder hergestellt, die den Einsatz von Schrauben erfordern, muss vor dem Einsatz geprüft werden, ob
die Schrauben geeignet sind und sie müssen mit dem passenden Drehmoment angezogen werden;
▶ Bei der Wiedermontage der Sicherheitskomponenten dürfen die bereits verwendeten Schrau-
ben nicht wieder verwendet werden und die Schrauben müssen mit dem spezifisch festgelegten
Anzugsmoment (beim Kundendienst den Wert erfragen) angezogen werden.
● bei Wiederverwendung von Sicherheitskomponenten und beim Austausch von Nägeln mit Schrauben, muss die Schließung
des Anschlusses nach einer Fahrstrecke von ca. 500 - 1000 km überprüft werden.
Besondere Vorsichtsmaßnahmen
▶ Während der Schweiß, Bohr, Schleif- und Schneidearbeiten in der Nähe der Bremsleitungen
und Stromkabeln muss die Batterie stets abgeklemmt werden, um die elektronischen Steuer-
geräte nicht zu beschädigen. Außerdem sind geeignete Maßnahmen zum Schutz der obigen Lei-
tungen und Kabel zu treffen, die ggf. ausgebaut werden müssen (die Vorschriften der Kapitel
2.15 und 5.4 einhalten).
91444 Abbildung 1
Vorsichtsmaßnahmen für den Wechselstromgenerator und die elektrischen und elektronischen Komponen-
ten
Um Schäden an der Gleichrichterdiode zu vermeiden, dürfen die Batterien nie bei laufendem Motor getrennt werden (oder der
Trennschalter geöffnet werden).
Muss das Fahrzeug durch ziehen gestartet werden (wovon stark abgeraten wird), dann muss sichergestellt sein, dass die Batterie
geladen und angeschlossen ist, um der Steuereinheit des Motors ECU die Mindestbetriebsspannung zuzusichern.
Muss die Batterie geladen werden, dann muss sie vom Fahrzeugkreislauf getrennt werden. Muss der Motor mit externen Ladegerä-
ten gestartet werden, darf die Funktion "Start" (wenn die verwendeten Geräte mit einer solchen ausgestattet sind) nicht verwendet
werden, um Stromspitzen zu vermeiden, die für die elektrischen und elektronischen Komponenten schädlich sein können.
Der Start darf nur mittels externem Batteriewagen erfolgen, wobei auf die Polarität zu achten ist.
Masseanschluss
Prinzipiell dürfen die Original-Masseanschlüsse des Fahrzeugs nicht verändert werden; sollte es sich dennoch als notwendig erwei-
sen, diese Anschlüsse zu verlegen oder zusätzliche Massepunkte zu erstellen, dann sollten hierfür wenn möglich bereits vorhandene
Löcher verwendet werden. Dabei ist auf Folgendes zu achten:
● den Lack sowohl auf der Rahmenseite als auch auf der Klemmenseite mittels Abschleifen oder einem geeigneten, chemischem
Produkt entfernen und eine glatte Auflagefläche ohne Zackungen oder Abstufungen herstellen;
● zwischen Kabelschuh und Metallfläche einen geeigneten, elektrisch hochleitenden Lack auftragen;
● die Masse innerhalb von 5 Minuten nach Aufbringen des Lacks anschließen.
Für die Masseanschlüsse der Signale (z.B. Sensoren oder Vorrichtungen mit niedriger Stromaufnahme) dürfen die Standard-Punkte
IVECO M1 (Masseanschluss der Batterien), M2 oder M8 (Masseanschluss des Anlassers, je nach Fahrposition) absolut NICHT ver-
wendet werden und die Masseanschlüsse der Signalkabel an den von den Leistungskabeln und den Kabeln, die als Radiofrequenz-
Abschirmung dienen getrennten Punkten anschließen.
Für elektronische Geräte sind verkettete Masseanschlüsse der Vorrichtungen zu vermeiden. Die Massen müssen einzeln und mit
optimierter Länge verkabelt werden (den kürzesten Weg vorziehen).
(1)
Nur 35C - 40C
(2)
Nur 45C - 50C
Beanspruchungen am Fahrgestell
Keinesfalls dürfen die nachfolgenden Beanspruchungswerte unter statischen Bedingungen überschritten werden:
Eventuelle strengere Grenzwerte innerhalb der nationalen Vorschriften müssen in jedem Fall eingehalten werden.
Alle Schweißarbeiten verursachen eine Verschlechterung der Materialeigenschaften. Daher muss bei der Beanspruchungsprüfung
im thermisch veränderten Bereich eine Reduzierung von etwa 15% der Beanspruchungseigenschaften berücksichtigt werden.
▶ Bohrungen an den Längsträgern des Fahrzeugs sind absolut untersagt, mit Ausnahme dessen,
was im Kapitel 3.3 - Abschnitt "Auswahl der Verbindungstypen" diesbezüglich angegeben ist.
In Sonderfällen (Anbringung von Konsolen, Eckablagen, etc.), für welche neue Bohrlöcher nötig sind, müssen diese an der vertikalen
Rippe des Längsträgers ausgeführt und genauestens entgratet und ausgerieben werden.
102420 Abbildung 2
Die Schrauben der Klasse 8.8 und 10.9 müssen vergütet sein und für die Anwendungen mit Durchmesser ≤ 6 mm wird die Ver-
wendung von Schutzvorrichtungen FEZnNi 7 IV empfohlen.
Die vorgesehenen Beschichtungen sind Geomet und Verzinkung. Müssen die Schrauben geschweißt werden, ist die
Geomet-Beschichtung nicht zu empfehlen.
Wenn der Platz es erlaubt, sollten möglichst Flanschkopfschrauben und -Muttern verwendet werden.
Es sollten möglichst Muttern mit Losdrehsicherung verwendet werden und es ist zu beachten, dass der Drehmoment auf die Mut-
ter bezogen ist.
SCHWEIßUNG
▶ Während aller Arbeiten (Schweißen, Bohren, Schleifen und Schneiden) im Bereich der Brems-
rohre und Elektrokabel müssen alle notwendigen Maßnahmen zu deren Schutz ergriffen wer-
den. Wenn notwendig, müssen sie eventuell ausgebaut werden (alle Vorschriften in den Kapiteln
2.15 und 5.4 beachten).
91448 Abbildung 3
Im Fall des elektrischen Bogenschweißens und zum Schutz der elektrischen Organe und elektronischen Steuerungen müssen fol-
gende Anweisungen unbedingt eingehalten werden:
● Vor dem Abtrennen der Stromkabel prüfen, dass keine elektrischen Verbraucher aktiv sind;
● falls ein elektrischer Trennschalter (Hauptstromfernschalter) vorhanden ist, abwarten, bis dieser den Abschaltvorgang been-
det;
● den Negativpol der Batterie trennen;
● den Positivpol der Batterie trennen, ohne ihn an eine Masse anzuschließen. Es ist unbedingt darauf zu achten, dass er nicht mit
dem Negativpol kurzgeschlossen wird;
● die Anschlüsse der elektronischen Steuerungen trennen. Hierbei ist besondere Vorsicht geboten, insbesondere dürfen die
Pins der Anschlüsse keinesfalls berührt werden;
● bei Schweißarbeiten im Bereich einer elektronischen Steuerung muss diese aus dem Fahrzeug ausgebaut werden;
● die Masse des Schweißgeräts direkt an das zu schweißende Teil anschließen;
● Kunststoffschläuche vor Hitze schützen und eventuell ausbauen;
● bei Schweißarbeiten im Bereich der Blattfedern und der Luftfedern müssen die Oberflächen ausreichend gegen Schweißsprit-
zer geschützt werden;
● Den Kontakt von Elektroden oder Zangen mit den Blättern der Feder vermeiden.
Schweißarbeiten
● Die Längsträger mit einem schrägen oder vertikalen Schnitt abschneiden. In den Punkten, wo schwere Beanspruchungen kon-
zentriert sind (Beispielweise Federlagerungen) sin keine Schnitte erlaubt. Die Trennlinie darf keine vorhandenen Bohrlöcher
im Längsträger betreffen (s. Abbildung 4).
91446 Abbildung 4
● An den zu verbindenden Teilen eine V-förmige 60°-Abschrägung auf der Innenseite des Längsträgers über die gesamte Länge
des zu schweißenden Bereichs anbringen (s. Abbildung 5).
91447 Abbildung 5
● Den Bogenschweißvorgang in mehreren Schritten ausführen und gut getrocknete, basische Elektroden verwenden.
Stromüberlastung vermeiden; die Schweißnaht darf keine Randeinschnitte und Rückstände aufweisen.
● Die Längsträger langsam und gleichmäßig auskühlen lassen. Nicht mit Luft, Wasser oder anderen Mitteln künstlich kühlen.
● Überschüssiges Material abschleifen.
● Interne Winkelverstärkungen aus Stahl anbringen. Der Stahl muss die gleichen Eigenschaften des Stahls des Fahrzeuggestells
aufweisen; Die Mindestrichtgrößen sind in Abbildung 3 aufgeführt.
Die Befestigung der Verstärkungen darf nur an der vertikalen Rippe des Längsträgers erfolgen und kann mit Schweißwulst,
Schweißpunkten, Schrauben oder Nägeln (auch Huck-Nägel) ausgeführt werden.
Querschnitt und Länge des Schweißwulstes, Anzahl und Verteilung der Schweißpunkte, Schrauben oder Nägel müssen so
bemessen sein, dass die Biegemomente und Sicherspannungen richtig übertragen werden.
● Nach Abschluss der Arbeit mit Rostschutz schützen (siehe Abschnitt "Hinzugefügte oder veränderte Bauteile" ( ➠ Seite 13)).
Zum Schließen von Löchern mit einem Durchmesser von mehr als 20 mm können eventuell auch abgerundete Scheiben eingesetzt
und auf beiden Seiten geschweißt werden.
Anmerkung Alle auf dem Fahrgestell montierten Komponenten müssen nach dem IVECO Standard 18-1600 Farbe IC444 RAL 7021
Glanzgrad 70/80 gloss lackiert werden.
Tabelle 2.5 - Verschiedene, nicht lackierte Aluminiumteile und -Komponenten - IVECO Standard 18 - 1600
(Prospekt IV)
IVECO Klassen
Schutzart
services; A B - B1 - B2 C D
Edelstahl (1)
18-0506 – – – –
GEO 321-8
GEO 500-8
GEO 321-8 PM
ja –
GEO 321-8 PML
GEO 321-8 PL
GEO 500-8 PL
Geomet (2)
GEO 321-5 18-1101 – –
GEO 500-5
ja
GEO 321-5 PM
GEO 321-5 PML –
GEO 321-5 PL ja
Klasse B1
GEO 500-5 PL Radbolzen
Fe/Zn 12 II
– – ja ja
Fe/Zn 7 IV
Fe/Zn 12 IV
Verzinkung (3)
18-1102 – – ja ja
Fe/Zn 7 IV LUB
Fe/Zn 7 IV S
– ja ja ja
Fe/Zn 12 IV S
Fe/Zn Ni 7 VII S
Legierung Zn-Ni FIAT 9.57409 – ja ja ja
Fe/Zn Ni 7 IV
Anodenoxidation 18-1148 ja
Aluminium ja ja ja
Lackierung Siehe Tabelle III ja
(1)
Die Verbindung mit anderen Metallmaterialien darf keinen "Batterieeffekt" hervorrufen.
(2)
Beschichtungen frei von Chromsalzen.
(3)
Beschichtungen frei von hexavalentem Chrom.
MECHANISCHE Sandstrahlen/Granalienstrahlen –
OBERFLÄCHEN- Bürsten ja (*)
– ja (*)
ja (*)
ja (*)
ja (*)
REINIGUNG (1) Schleifen
Eisen-Phosfatierung
(nur eisenhaltige Materialien, die nicht vorher beschichtet –
VORBEHANDLUNG ja (*)
– ja (*)
ja (*)
ja (*)
wurden)
Zinkphosphatierung(**) ja
Hohe Dicke (30-40 m) ja (2)
ja (*)
ja (*)
(6) ja (*)
ja (*)
KATAPHORESE Mittlere Dicke (20-30 m) ja (3)
(6)
– (6) (9) (6)
Klassen
Beschreibung Zyklusphase
A B (8)
B1 (5)
B2 C D
Zweikomponenten (30-40 µm) ja – ja ja (*)
ROSTSCHUTZ – (9)
ja (*)
Monokomponenten (30-40 µm) – ja –
STEINSCHLAGGESCHÜTZTER
Mono- (130 °C) oder Zweikomponente (30-40 µm) ja (3)
– – – – –
BODEN
Mono- (130 °C) oder Zweikomponente (30-40 µm) ja
ja (*)
– ja (*)
LACK Pulver (40-110 µm) ja (4)
– ja (*)
(7)
(1)
Vorgang ist bei Schneidgraten, Oxidation, Schweißabfällen, lasergeschnittenen Oberflächen auszuführen.
(2)
Aufbauzyklus mit zwei Schichten.
(3)
Aufbauzyklus mit drei Schichten.
(4)
Alternativ zum Mono- oder Bikomponentenlack nur für Teile des Aufbaus (Scheibenwischer, Rückspiegel, etc.).
(5)
Nur Vorder- und Hinterachsen.
Mit Ausnahme der Teile, die nicht in Behandlungsbäder oder Lackbäder eingetaucht werden können, um ihre Funktionsfähigkeit nicht zu
(6)
Mechanische Oberflächenreinigung
Bürsten/Schleifen/Sandstrahlen
(einschließlich dem Entfernen von Grat/Rost und Reinigung der beschnittenen Teile)
Vorbehandlung Entfetten
Rostschutz Zweikomponenten (30-40 µm) (2)
(1)
Änderungen an Hinterachsen, Achsen und Motor (Klassen B1 und C) sind nicht zulässig
(2)
Vorzugsweise Epoxid
(3)
Vorzugsweise Polyuretan
Tabelle 2.8 - Hinzugefügte oder geänderte Teile, nicht lackiert oder aus Aluminium
Klasse
Schutzart
A-B (1)
D
Edelstahl –
ja
Geomet –
Verzinkung (1)
– ja
(1)
Frei von hexavelentem Chrom
Vorsichtsmaßnahmen
a) Am Fahrzeug
Es müssen entsprechende Vorsichtsmaßnahmen getroffen werden, um die Teile, für die der Lack den Schutz und die Funktionsfä-
higkeit beeinträchtigen könnte, zu schützen:
● Schläuche aus Kunststoff oder Gummi für Druckluft- und Hydraulikanlagen, und speziell für die Bremsanlage;
● Dichtungen, Teile aus Gummi oder Plastik;
● Flansche der Antriebswellen und der Zapfwellen;
● Kühler;
● Kolbenstangen der Gasdruckfedern, Hydraulik- oder Pneumatikzylinder;
● Luftablassventile (mechanische Baugruppen, Luftbehälter, Behälter Vorheizung Flammstart, etc.);
● Kraftstofffilter;
● Schilder, Kürzel.
Sollte Lackierungen nach dem Ausbau der Räder notwendig sein, ist folgendes zu beachten:
● die Anschlussflächen der Radfelgen an die Radnabe und die Auflageflächen der Befestigungen;
● die Bremsscheiben ausreichend schützen.
Anmerkung Nach Abschluss des Lackiervorgangs und vor dem Trocknen im Ofen (max. Temperatur max. 80 °C), sind all die wärme-
empfindlichen Teile auszubauen oder zu schützen.
Anmerkung Jede Änderung des Radstands, die auch die elektrischen Kreisläufe betrifft und/oder die Umsetzung der
elektrischen/elektronischen Komponenten erfordert, muss genehmigt werden und entsprechend der Anweisungen in
Kapitel 5.7 ausgeführt werden.
Ganz allgemein muss die Änderung des Radstands an einem werksseitigen Radstand ausgeführt werden, der dem gewünschten am
nächsten kommt.
Wenn die Abmessungen des Aufbaus es erlauben, ist es vorzuziehen, die Radstände der normalen Produktion zu verwenden; auf
diese Weise können Original-Antriebswellen sowie bereits definierte Querträgerpositionen sowie bereits vorhandene "Datasets"
für die ESP- und AEBS-Systeme verwendet werden (s. Teil 5 - Kapitel 5.8 - Abschnitt „Elektronische Sicherheitssysteme “).
Es wird darauf hingewiesen, das ein Radstand, der unter dem zugelassenen Mindestabstand bzw. über dem zugelassenen Maximal-
abstand liegt, die Zustimmung durch IVECO benötigt.
Genehmigung
Die Änderung des Radstands bei den 4x2-Versionen ist ohne ausdrückliche Zustimmung von IVECO nur in folgenden Fällen zuläs-
sig:
a) bei Verlängerungen
● man beabsichtigt, für das Fahrzeugmodell eine andere der werkseitig vorgesehenen Längen zu verwenden;
● die Dicke des zu verlängernden Langsträgers unterscheidet sich nicht vom als Referenz verwendeten serienmäßigen Langsträ-
ger, bzw. die (negative) Abweichung beträgt nur einen Wertschritt (s. Tabelle 2.2);
● Anzahl, Typ und Positionen der Querträger, Kreise und Anlagen, die auf dem serienmäßigen Referenz-Fahrgestell vorhanden
sind, werden gleich ausgeführt.
b) bei Verkürzungen
● man beabsichtigt, für das Fahrzeugmodell eine andere der werkseitig vorgesehenen Längen zu verwenden;
● Anzahl, Typ und Positionen der Querträger, Kreise und Anlagen, die auf dem serienmäßigen Referenz-Fahrgestell vorhanden
sind, werden gleich ausgeführt.
Bei den 4x4-Versionen kann der Radstand nur nach ausdrücklicher Genehmigung durch IVECO angepasst werden.
Die Werkstatt, die den Umbau ausführt, muss in der Lage sein, ausreichende Garantien hinsichtlich Technologie und Kontrolle
(qualifiziertes Personal, angemessene Bearbeitungsprozesse, etc.) zuzusichern.
Anmerkung Die Eingriffe müssen den vorliegenden Anweisungen entsprechen, es müssen die notwendigen Einstellungen und Anpas-
sungen vorgenommen und die angemessenen Vorsichtsmaßnahmen ergriffen werden (z.B. Prüfung der Notwendigkeit
einer Anpassung der Steuerungsparameter, Einstellung der Abgasrohrleitung, Beachtung der Mindestleerlast auf der Hin-
terachse, etc.), die für die entsprechenden Original-Radabstände vorgesehen sind.
● das Fahrzeug mit Hilfe von Böcken so stellen, dass das Fahrgestell perfekt waagerecht steht;
● die Antriebswellen, die Bremsschläuche, alle Kabel und alle Geräte, die die richtige Ausführung der Arbeiten verhindern kön-
nen, ab- bzw. ausbauen;
● die Bezugspunkte auf dem Fahrgestell festlegen (z.B. Pilotbohrungen, Halterungen der Federung);
● die Bezugspunkte mit einem kleinen Kratzer an den oberen Flügeln der beiden Längsträger kennzeichnen, nachdem überprüft
wurde, dass die Verbindung perfekt rechtwinklig zur Längsachse des Fahrzeugs ist;
● bei Versetzen der Halterungen der Federung, kann die neue Position unter Zuhilfenahme der zuvor festgelegten Bezugs-
punkte festgestellt werden;
● Prüfen, dass die neuen Maße links und rechts perfekt identisch sind; die diagonale Prüfung darf bei Längen nicht unter 1500
mm nicht mehr als 2 mm Abweichung betragen;
● Als Schablone für die neuen Bohrungen können, mangels anderer Ausrüstungen, die Halterungen und die Eckbleche der
Querträger verwendet werden;
● die Halterungen und die Querträger mit Nägeln oder Schrauben befestigen; werden Schrauben verwendet, müssen die Boh-
rungen ausgerieben und Schrauben der Klasse 10.9 mit Muttern mit Losdrehsicherung verwendet werden; wenn die Größen-
voraussetzungen es erlauben, können Flanschkopfschrauben und -muttern verwendet werden;
● Wird das Fahrgestell geschnitten (entsprechend der Angaben des zweiten Punkts der "Schweißarbeiten" - Abschnitt "Schweiß-
arbeiten" ( ➠ Seite 9) auszuführen), muss eine zweite Linie mit Referenzpunkten festgelegt werden. Der vom Eingriff be-
troffene Bereich liegt zwischen dieser und der vorherigen (es muss in jedem Fall ein Abstand von nicht weniger als 1500 mm
nach Fertigstellung des Eingriffs vorgesehen werden). Auf der Innenseite der beiden Bezugslinien werden die Punkte zum Ab-
schnittsbereich aufgezeichnet, hierzu sind die Angaben in Abschnitt "Schweißarbeiten" ( ➠ Seite 9) zu beachten;
● vor den Schweißarbeiten muss es sichergestellt sein, dass die Längsträger einschließlich eventuell angefügtem Stück perfekt
ausgerichtet sind und es muss die Kontrollmessung auf beiden Seiten und in der Diagonale durchgeführt werden, wie weiter
oben angegeben. Die Verstärkungen gemäß der Vorgaben in Abschnitt "Schweißarbeiten" ( ➠ Seite 9) ausführen.
Weitere Hinweise
● Die Oberflächen gemäß der Angaben in Abschnitt "Geänderte oder hinzugefügte Teile" ( ➠ Seite 13)
● Die Brems- und Elektroanlagen gemäß der Kapitel 2.15 ( ➠ Seite 51) und 5.4 herstellen.
● Für die Eingriffe am Antrieb die Anweisungen in Kapitel 2.8 ( ➠ Seite 27) beachten.
Querträger
Die Notwendigkeit, einen oder mehrere Querträger zu verbauen, hängt von folgenden Voraussetzungen ab:
Ein eventueller zusätzlicher Querträger muss die gleichen Eigenschaften der bereits auf dem Fahrgestell vorhandenen haben (Bie-
gefestigkeit und Verdrehungsfestigkeit, Materialqualität, Verbindungen mit den Längsträgern, etc.).
In Abbildung 6 wird ein Ausführungsbeispiel gezeigt.
Auf jeden Fall muss ein zusätzlicher Querträger für Verlängerungen über 600 mm eingeplant werden.
Grundsätzlich darf der Abstand zwischen den beiden Querträger nicht mehr als 1000 - 1200 mm betragen.
Der Mindestabstand zwischen zwei Querträgern, insbesondere bei „schwerem" Einsatz, darf nicht unter 600 mm liegen; von dieser
Einschränkung ist der "leichte" Querträger zur Stützung des Antriebs und der Stoßdämpfer ausgeschlossen.
208210 Abbildung 6
Verstärkungen am Rahmen
In der Abbildung 7 sind einige realisierbare Lösungsbeispiele dargestellt.
Die Verstärkungen müssen kontinuierlich sein und müssen in der Länge das gesamte Fahrgestell des Fahrzeugs bis zur Kabine be-
treffen. Bei einem Eckprofil müssen für die Verbindung mit dem Längsträger Nägel oder Schrauben der Klasse 8,8 verwendet wer-
den; Durchmesser und Verteilung müssen so bemessen sein, dass die Profile den vorgesehenen Beitrag zur Widerstandsfähigkeit
bieten.
Im Bereich des hinteren Sprungs und über etwa die Hälfte des Radstandes (jedoch nicht weniger als 2 m von der Vorderachse)
empfehlen wir die Fertigung eines schnittfesten Anschlusses.
Auf dem so veränderten Fahrgestell müssen Biegebeanspruchungen nicht über denen des Fahrgestells des Originalfahrzeugs, in den
entsprechenden Abschnitten vorgesehen werden.
102422 Abbildung 7
1. Konsole 3. Schrauben oder Nägel
2. Platte
Um Auswirkungen auf den Widerstand der Originalquerschnitte zu vermeiden, dürfen Verstärkungsplatten nicht direkt an den
Flügeln der Längsträger mit Bohrungen angebracht werden, die mit Schweißen gefüllt sind.
Nur wenn begründete Anforderungen im Zusammenhang mit den nachfolgenden Phasen der Installation des Aufbaus bestehen,
kann IVECO eine Ausnahme genehmigen.
In diesen Fällen, wegen der Verschlechterung durch das Schweißen, ist es angebracht, eine Reduzierung der Materialeigenschaften
von 15% einzuberechnen.
Bei der Bemessung der Verstärkungen muss das in Tabelle 2.1 vorgeschlagene Material verwendet werden und die in Paragraph
"Belastungen am Rahmen ( ➠ Seite 8)" aufgeführten Werte für die statische Belastung am Rahmen dürfen nicht überschritten wer-
den.
Eventuelle strengere Grenzwerte innerhalb der nationalen Vorschriften müssen in jedem Fall eingehalten werden.
Genehmigung
Die hinteren Verlängerungen des Fahrgestells sowie die Kürzungen bis zu dem kürzesten, serienmäßigen Wert für jedes Modell
bedürfen keiner ausdrücklichen Genehmigung, vorausgesetzt sie werden unter Beachtung aller hier aufgeführten Anweisungen
ausgeführt.
Für Fahrzeuge mit Sondernutzung, für die die Lastverteilung vorgegeben und nicht änderbar ist, kann der rückseitige Sprung um
mehr als 60% des Radstandes verlängert werden, vorausgesetzt, die Anweisungen in Kapitel 1.15 ( ➠ Seite 11), die EG-Richtlinie
97/27 und die entsprechenden nationalen Umsetzungen hinsichtlich des Baugrößenbereichs werden berücksichtigt.
Anmerkung Wenn es notwendig sein sollte, die Länge der Schaltkreise anzupassen, bezieht man sich auf das Kapitel 5 "Spezielle
Anweisungen für elektronische Untersysteme”.
Kürzen
Bei Kürzungen des hinteren Überhangs des Fahrgestells muss der letzte Querträger nach vorne versetzt werden.
Wenn der hintere Querträger zu nahe an einem bereits bestehenden Querträger montiert ist, kann er, sofern die Halterungen der
Federung nicht betroffen sind, weggelassen werden.
▶ Für Fahrzeuge mit ESP-System siehe Kapitel 2.15 - Paragraph "Herabstufung des ESP-Systems".
Verlängerung
Die möglichen Lösungen sind je nach Verlängerung in den Abbildungen 8, 9 und 10 aufgeführt.
Für das Fahrgestell ist auch ein gerader Schnitt erlaubt. Die Mindestabmessungen der im Änderungsbereich anzubringenden Ver-
stärkungen sind in Abbildung 2.3 aufgeführt.
Die Abbildungen 8 und 9 zeigen die Lösung für Verlängerungen von maximal 300 ÷ 350 mm; in diesem Fall müssen die Winkel-
verstärkungen, die auch die Funktion der Verbindung zwischen Querträger und Fahrgestell haben, die gleiche Dicke und Breite des
ursprünglichen Eckblechs haben. Die Verbindung zwischen Querträger und Platten, die ursprünglich mit Nägeln ausgeführt war,
kann mit Schrauben der Klasse 8.8 mit dem nächstgrößeren Durchmesser und Muttern mit Losdrehsicherung ausgeführt werden.
▶ Für Fahrzeuge mit ESP-System siehe Kapitel 2.15 - Paragraph "Herabstufung des ESP-Systems".
208211 Abbildung 8
208212 Abbildung 9
208213 Abbildung 10
Wenn die Verlängerung beachtlich ist, muss von Fall zu Fall geprüft werden, ob ein zusätzlicher Querträger notwendig ist, um die
richtige Verdrehungsfestigkeit des Fahrgestells zu erhalten. Die Einfügung eines zusätzlichen Querträgers mit den gleichen Eigen-
schaften der Originalträger ist in jedem Fall notwendig, wenn zwischen zwei Querträgern ein Abstand von mehr als 1200 mm vor-
handen ist.
Anmerkung Ein Fahrzeug, das ursprünglich nicht als Zugfahrzeug ausgerüstet war, kann zu diesem Zweck durch Hinzufügung der
speziellen "Zugeinheit", also den verschiedenen Komponenten, welche in der Zulassung der Zugversion (Querträger Fahr-
gestell, elektrische Kupplung, Anhängerkupplung, Fahrtenschreiber, etc...) enthalten sind, angepasst werden.
Es ist jedoch zu beachten, dass der Einbau eines Fahrtenschreibers entsprechend der geltenden Bestimmungen ausschließlich vom
Kundendienstnetz IVECO ausgeführt werden darf.
Außer den Vorschriften des Herstellers der Anhängerkupplung, müssen die Grenzwerte eingehalten werden, die von den Vor-
schriften angegeben werden. Dies in Bezug auf:
● Mindest-Platzbedarf für die Gelenke der Bremsen und die elektrische Anlage;
● Abstand zwischen der Achse des Zapfens der Anhängerkupplung und hinterem Rand des Aufbaus (siehe Abbildung 11).
In der EU (Regelung UNECE n° 55) beträgt dieser Abstand normalerweise 420 mm, aber es sind Werte bis zu 550 mm zulässig,
wenn ein geeigneter Mechanismus für die sichere Aktivierung des Handhebels installiert wird. Für noch größere Werte wird emp-
fohlen, die oben genannte Regelung einzusehen.
196787 Abbildung 11
1. Freier Bereich für Anhängerkupplungen 2. Freies Feld für Kugelhaken nach Norm DIN 74058 ESC-
152
Passen die Bohrungen am Anschlussflansch der Anhängerkupplung nicht auf die vorhandenen Bohrungen des hinteren Querträgers
des Fahrzeugs, kann die erforderliche Änderung nach Anbringung der notwendigen Verstärkungen genehmigt werden.
Der Ausstatter ist verpflichtet, den Aufbau so zu erstellen und zu montieren, dass die Manöver und die Kontrolle des Anhängers
ohne Einschränkungen und Gefahren möglich sind.
Die Bewegungsfreiheit der Zugeinrichtung des Anhängers muss gewährleistet sein.
Anhängerkupplungsarten
Die Anhängerkupplungsarten sind:
1. kugelförmig
2. automatisch
Automatische Anhängerkupplungen dürfen nur auf der Version LKW und mit Einbau eines passenden Querträgers verwendet
werden.
Beide Typen, wenn nicht direkt von IVECO geliefert, müssen entsprechend der geltenden Vorschriften zugelassen werden.
In Tabelle 2.11 werden einige Daten der in der Produktionslinie verfügbaren Anhängerkupplungen aufgeführt.
193864 Abbildung 12
X. Länge der Ladefläche des Anhängers L. Theoretische Länge der Deichsel
Einige Daten für die ab Werk lieferbaren Abschleppquerträger bei Anhängern mit Mittelachse sind in Tabelle 2-12 angegeben.
173258 Abbildung 13
1. Längsträger Fahrgestell 2. Haltebügel für heruntergesetzten Querträger
173259 Abbildung 14
1. Längsträger Fahrgestell 2. Haltebügel für heruntergesetzten Querträger
Hinweisschilder
In einigen Ländern erfordern die Vorschriften, dass die Anhängerkupplung mit einem Typenschild ausgestattet wird, auf dem die
maximale Anhängelast und die maximal erlaubte Stützlast angegeben sind.
Wenn nicht schon vorhanden, ist es Aufgabe des Ausstatters, das Schild fertigen zu lassen und anzubringen.
196780 Abbildung 15
Maximal zulässige Winkel
n = Drehzahl bei Betrieb
β • n < 20.000 für Klassen 2040-2045-2050
β • n < 25.000 für Klassen 2025-2030-2035
Werte, die sowohl bei leerem Fahrzeug (nur Tara), als auch bei Fahrzeug mit statischer Belastung gültig sind, wobei die maximal
zulässige Last an der Hinterachse beachtet werden muss.
Die in diesem Handbuch enthalten Anweisungen dienen zur korrekten Funktionsweise der Getriebe, zur Einschränkung ihrer Lauf-
geräusche und zur Vermeidung von Beanspruchungen, die von der Motorantriebsgruppe ausgehen; dies befreit jedoch den Aus-
statter nicht von seiner Verantwortung für die ausgeführten Arbeiten.
Zulässige Längen
1. Die maximal möglichen Betriebslängen, sowohl für die Zwischenwellen "LG" als auch für die Steckwellen oder "LZ" (s. Abbil-
dung 16) können anhand des Außendurchmessers des auf dem Fahrzeug vorhandenen Rohrs und der maximalen Betriebs-
drehzahl festgelegt werden (siehe Formel und Tabelle 2.13).
Sollte die so berechnete Länge der Welle für die auszuführende Änderung nicht ausreichen, dann muss ein weiterer Abschnitt
mit den gleichen Eigenschaften der bereits vorhandenen eingefügt werden.
2. In einigen Fällen kann hingegen eine Antriebswelle mit einem größeren Durchmesser, welcher (ebenfalls nach Tabelle 2.13)
nach der auszuführenden Länge und den maximalen Betriebsumdrehungen bestimmt wird.
192345 Abbildung 16
LG Gesamtlänge der Steckwellen LT Gesamtlänge
LZ Länge der Zwischenwellen
Für die Steckwellen muss die Länge LG zwischen den beiden Kreuzgelenken und Schubgelenk in der mittleren Position ermittelt
werden. Immer beide Gelenke LG und LZ prüfen.
Die maximale Betriebsumdrehungszahl wird mit folgender Formel ermittelt:
nG = nmax / iG
(1)
Die Motornummer auf dem Typenschild des Motors prüfen
Anmerkung Normalerweise dürfen die Gabeln der Kreuzgelenke an der gleichen Antriebswelle nicht gedreht sein.
Rohrstärke
Die Stärke des Rohrs hängt von dem Drehmoment ab, den die Originalwelle übertragen müsste, sowie von der Bauweise des An-
triebsstrangs (Antriebsdrehmoment, Übersetzungen des Antriebsstrangs, Last auf der Motorachse).
Bei Verwendung eines Rohrs mit größerem Durchmesser als das Originalrohr, müsste man die Stärke theoretisch reduzieren, um
die gleiche Drehungsträgheit zu erreichen; es müssen jedoch auch die Größe des Wellenstummels, die eventuelle Notwendigkeit
von Adapterringen sowie die Größe der im Handel verfügbaren Rohre berücksichtigt werden.
Die Stärke des Rohrs muss also von Mal zu Mal entsprechend der Größe der Antriebswelle (z.B. Größe des Kreuzgelenks) mit den
Vertragswerkstätten der Hersteller der Antriebswellen abgestimmt werden.
Die Mindestbetriebslänge (von Flansch zu Flansch) darf nicht unter 600 mm für Steckwellen und 300 mm für Zwischenwellen lie-
gen.
208208 Abbildung 17
▶ Die oben angegebenen, maximal erreichbaren Längen beziehen sich auf Originalwellen; für die
geänderten Wellenabschnitte müssen geringere Längen (-10%) vorgesehen werden.
173260 Abbildung 18
1. Motorachse, Kupplung, Getriebe 6. Neigung Hinterachsengehäuse (max. Kompression)
2. Kugelgelenkwelle mit Steckwelle 7. Neigung Hinterachsengehäuse (Leerfahrzeug)
3. Wellenlager 8. Kugelgelenkwelle (Steckwelle) und Achse des Wellenlagers
4. Kugelgelenkwelle müssen die gleiche Neigung x° im Verhältnis zur Horizon-
5. Neigung Hinterachsengehäuse (Stützlast). talen aufweisen
Anmerkung Bei Fahrzeugen mit "Antibooming" (mit elastischer Kupplung am Getriebeausgang) ist folgende geometrische Anforderung
zu beachten: der relative Winkel zwischen der Getriebeachse und dem Abschnitt der Welle am Getriebeausgang darf
einen Wert von 1° nicht übersteigen. Wenn er zwischen 1° und 1°30' liegen sollte, muss dies von IVECO genehmigt
werden. Wenn er über 1°30' liegen sollte, ist er als nicht genehmigt zu betrachten.
Wenn eine recht große Radstandverlängerung notwendig ist, kann es sich als notwendig erweisen, einen zusätzlichen Zwischen-
abschnitt einzusetzen, wie in Abbildung 19 gezeigt. In diesem Fall muss sichergestellt sein, dass hier die gleiche Neigung eingehalten
wird, wie zwischen der Achse Motor-Schaltung, der zweiten Zwischenwelle und der Hinterachsgehäusewelle bei statischer Belas-
tung des Fahrzeugs.
173261 Abbildung 19
1. Motorachse, Kupplung, Getriebe 2. Zwischenwelle
Die Gummilager sind mit Stützplatten mit einer Stärke von mindestens 5 mm (siehe Abbildung 20) anzubringen, die mit Querträ-
gern mit vergleichbaren Eigenschaften der IVECO-Querträger, verbunden sind.
Bei Radstandskürzungen ist es angebracht, den Ausbau der Zwischenwellen vorzusehen, wenn die Länge der Kugelgelenkwelle
weniger als etwa 600 mm beträgt.
102426 Abbildung 20
1. Zwischenwelle 3. Auflageplatte
2. Halteplatte 4. Zwischenwellenlager
Die bis hier dargelegten Überlegungen gelten auch für Fahrzeuge mit getrenntem Getriebe.
Darüber hinaus sind bei diesen im Allgemeinen keine Kürzungen des Radstandes über den kürzesten, serienmäßigen Radstand
hinaus möglich (z.B.: Kipplader).
Wir empfehlen den Einsatz von Original-IVECO-Getrieben; wenn dies nicht möglich ist, können Stahlrohre mit einer Streckgrenze
von mindestens 420 N/mm2 (42 kg/mm2) verwendet werden.
Änderungen an den Kardanwellen sind nicht zulässig.
Für jede vollständige oder teilweise Änderung des Antriebs muss eine genaue, dynamische Auswuchtung für jeden der geänderten
Abschnitte durchgeführt werden.
▶ Da der Antrieb ein wichtiges Organ hinsichtlich der Fahrsicherheit des Fahrzeugs ist, muss jede
an dieser durchgeführte Änderung absolute Sicherheit garantieren können. Diese Änderungen
sollten demnach ausschließlich von hochspezialisierten und vom Hersteller des Antriebs qualifi-
zierte Fachunternehmen durchgeführt werden.
▶ Die Änderungen an den Federungen und den Federn (z.B. Hinzufügen von Blättern, Änderun-
gen der Verkleidung, etc...) betreffen die Fahrsicherheit des Fahrzeugs und können daher nur
mit Genehmigung von IVECO ausgeführt werden.
Im Allgemeinen sind keine Änderungen an den Parabolfedern erlaubt. Bei Fahrzeugen mit dieser Federart, für spezielle Ausrüs-
tungen oder Einsätze und zur Erhöhung der Festigkeit der Federung kann der Einsatz von elastischen Gummielemente genehmigt
werden. In Ausnahmefällen und für spezielle Verwendungszwecke kann die Möglichkeit untersucht werden, zusätzliche Blätter an
Parabolfedern zu erlauben; die Ausführung muss einem Federhersteller und nach Genehmigung durch IVECO übertragen werden.
Es ist nicht erlaubt auf einer Achse unterschiedliche Federn, also eine Parabolfeder auf einer Seite und eine halbelliptische Feder auf
der anderen Seite einzusetzen.
Bei Fahrzeugen mit “Bremausgleichsvorrichtung für Bremsanlagen” erfordern die Änderungen an der Hinterradaufhängung eine
Anpassung der Bremsausgleichsvorrichtung (s. Paragraph "Bremsausgleichsvorrichtung ( ➠ Seite 54)").
▶ Bei Fahrzeugen mit ESP dürfen keine Änderungen an der Federung vorgenommen werden.
Siehe Kapitel 2.15 - Paragraph "Herabstufung des ESP-Systems".
Anmerkung Die Anpassung der Federung impliziert eine entsprechende Anpassung des ESP-Stabilitätskontrollsystems (s. Paragraph
"Herabstufung des ESP-Systems" ( ➠ Seite 58)).
Sollte es nicht möglich sein, das oben genannte Verhältnis unter allen Lastbedingungen einzuhalten, muss IVECO für eine neue Prü-
fung der Entsprechung der Gesetzesvorschriften kontaktiert werden.
Die Änderung der Daten auf dem Typenschild der Bremsausgleichsvorrichtung erfordert den Austausch des Typenschilds mit den
neuen Daten.
Anmerkung Die Eigenschaften der Luftansaug- und Abgasanlagen des Motors dürfen nicht verändert werden. Eventuelle Eingriffe,
wenn sie von IVECO autorisiert wurden, dürfen die ursprünglichen Depressionswerte der Ansaugung und die Gegendruck-
werte des Auspuffs nicht verändern.
Tabelle 2.14 - Maximal zulässiger Gegendruck bei der Ansaugung und beim Ablass bei Nenndrehzahl und
voller Ladung
Min. - Max. Gegendruck an der
Motor Motornummer Gegendruck am Ablass [kPa]
Ansaugung [kPa]
.11 WG F1AFL411A*A 35 1-9
.13 WG F1AFL411B*A 37 1-9
.15 VGT F1AFL411C*A 37 1-9
.15 WG F1CFL411J*C 48 1-9
.17 VGT F1CFL411H*C 57 1-9
.21 DST F1CFL411G*C 57 1-9
.15 WG F1CFL411E*C 43 1-9
.17 VGT F1CFL411F*C 43 1-9
F1CFA401A*A
.14G WG 27 ΔP=2
F1CFA401A*B
Einlass
Die Luftansaugöffnung muss so positioniert sein, dass keine warme Luft aus dem Motorraum, staubversetzte Luft oder Wasser
angesaugt wird.
Der Ansaugraum muss absolut dicht sein und mit Gummidichtungen ausgestattet sein, die das Umwälzen der warmen Luft ver-
hindern. Die Qualität der Dichtungen muss für eine konstante Temperatur von 100 ºC mit kurzzeitigen Spitzen von 120 ºC ohne
Deformierungen oder sichtbare Beschädigungen geeignet sein. Der Ansaugraum muss den Durchflussquerschnitt der Luft über die
gesamte Strecke effizient erhalten.
Die eventuell anzubringenden Öffnungen im Aufbau müssen eine Nutzfläche von nicht weniger als etwa zwei Mal den Hauptquer-
schnitt der Rohre vor dem Filter aufweisen; diese Öffnungen (zum Beispiel Gitterlöcher) müssen eine Mindestgröße aufweisen, die
nicht verstopfen können.
Es ist nicht erlaubt:
● den Originalluftfilter zu verändern oder mit einem mit geringerer Kapazität zu ersetzen;
● Änderungen am Körper des Schalldämpfers auszuführen;
● Eingriffe an Geräten (Injektionspumpe, Regler, Einspritzdüsen, etc.) vornehmen, die den ordnungsgemäßen Motorbetrieb
verändern und die Abgase beeinflussen können;
● Die Reihenfolge Feuchtigkeitssensor → Blowby im Abschnitt zwischen Luftfilter und Turbine ändern.
Abschließend muss geprüft werden, ob eine neue Zulassung der Anlage gemäß spezifischer nationaler Normvorschriften (Lärm-
schutz, Rauchentwicklung) notwendig ist.
Auspuff
Sollte es notwendig sein, die Entwicklung der Leitungen zu ändern, obwohl verschiedene Kataloglösungen zur Verfügung stehen,
wird geraten, folgendes zu beachten:
● ein möglichst regelmäßiger Verlauf (Kurven mit einem Radius nicht unter dem 2,5-fachen Wert des Außendurchmessers,
Durchführungsquerschnitte nicht kleiner als bei der Originallösung, keine Verschlingungen);
● entsprechende Abstände (min. 150 mm) von den elektrischen Anlagen und von den Kunststoffleitungen (niedrigere Werte
erfordern entsprechende Schutzvorrichtungen aus Blech, thermische Isolierungen oder den Austausch der Kunststoffleitungen
durch Leitungen aus Stahl).
● Der Bereich zum Durchführen der kalten Luft des Kühlers darf nicht geringer als bei Fahrzeugen mit serienmäßiger Kabine
sein;
● die maximale Ableitung der Luft aus dem Motorraum muss garantiert sein, es dürfen keine Staus oder Umwälzen von warmer
Luft entstehen, etwa durch Schutzbleche oder Klappen;
● die Leistungen des Lüfters dürfen nicht verändert werden;
● die eventuelle Neuverlegung der Wasserschläuche darf das komplette Füllen des Kreislaufs (die Befüllung muss mit einem
kontinuierlichen Durchfluss bis zur kompletten Füllung erfolgen, ohne Überquellen aus dem Einfüllstutzen) und den gleich-
mäßigen Fluss des Wassers nicht behindern; darüber hinaus darf die Neuverlegung keinen Einfluss auf die maximale Stabilisie-
rungstemperatur des Wassers haben, auch unter schwersten Nutzungsbedingungen;
● der Verlauf der Schläuche muss so ausgelegt sein, dass sich keine Luftblasen bilden können (z.B. müssen siphonförmige Knicke
beseitigt oder geeignete Entlüftungen vorgesehen werden), welche den Wasserkreislauf behindern können;
● sicherstellen, dass die Wasserpumpe beim Motorstart und dem darauffolgenden Betrieb bei Mindestdrehzahl sofort anspringt
(eventuell einige Beschleunigungen durchführen), auch wenn der Kreislauf nicht unter Druck ist. Bei dieser Kontrolle auch
prüfen, dass der Förderdruck der Wasserpumpe bei maximaler Drehzahl des Motors im Stillstand nicht unter 1 bar liegt.
Zur Funktionsprüfung des Kühlkreislaufs müssen die Befüllung, die Entlüftung und der Kreislauf des Wassers berücksichtigt werden.
Gehen Sie hierzu wie folgt vor:
● den Kreislauf bei ausgeschaltetem Motor mit einem konstanten Fluss von 8 - 10 l/min füllen, bis Wasser aus dem Einfüllstutzen
austritt;
● den Motor starten und 5 Minuten bei Mindestdrehzahl laufen lassen. Der Wasserstand im Wassertank darf in diesem Zeit-
raum nicht unter die Mindestgrenze gesunken sein;
● langsam den Motor beschleunigen und prüfen, dass der Druck in den Ausgangsschläuchen der Wasserpumpe langsam und
gleichmäßig ansteigt;
● den Motor beschleunigt lassen, bis das Thermostat öffnet und den Durchlauf von Luftblasen durch die transparenten Schläu-
che prüfen. Diese sind an wie folgt installiert:
● die korrekte Funktion der anderen Anlagen des Fahrzeugs muss geschützt werden (z.B.: Motorkühlung);
● prüfen, dass die Kapazität der Batterien und die Leistung der Lichtmaschine für die höhere Stromaufnahme ausreichen (s.
Kapitel 5.4 ) und den neuen Kreislauf mit einer Schutzsicherung ausstatten;
● Zur Kraftstoffentnahme ist die Kraftstoff-Versorgungsanlage einem zusätzlichen Kraftstofftank anzuschließen. Der direkte
Anschluss an den Tank des Fahrzeugs ist nur erlaubt, wenn dieser Anschluss unabhängig von der Motorversorgung erfolgt und
der neue Kreislauf perfekt dicht ist;
● den Verlauf der Schlauchleitungen und der Elektrokabel (sowie die Anordnung der Haltebügel und flexiblen Kupplungen) ent-
sprechend der Abmessungen und des Einflusses der Hitze auf die verschiedenen Organe des Fahrgestells definieren. Exposi-
tionen vermeiden, die gefährlich sein können und wenn notwendig geeignete Schutzvorrichtungen einbauen.
Die gesamte Anordnung der Anlage muss einen guten Zugriff ermöglichen und eine schnelle Wartung erlauben.
Der Ausstatter muss die notwendigen Anweisungen für den Betrieb und die Wartung zur Verfügung stellen.
a) Wasserheizungen
Sind die Originalheiz- und Kühlkreisläufe des Motors betroffen (s. Kapitel 2.11 ( ➠ Seite 34)) müssen folgende Maßnahmen ergrif-
fen werden, um die korrekte Funktion der Anlage und die Sicherheit der Originalanlage zu gewährleisten:
● die Anschlusspunkte zwischen Zusatzkreislauf und Originalkreislauf präzise definieren, eventuell in Abstimmung mit IVECO.
die hinzugefügten Rohe müssen aus Messing oder einer anderen Legierung sein, die der Korrosion durch das Kühlmittel wi-
dersteht und die Verbindungsmuffen müssen die von der Vorschrift IVECO 18-0400 vorgeschriebenen Eigenschaften aufwei-
sen;
● es muss ein rationaler Einbau der Rohrleitungen ohne Knicke und Siphonverläufe vorgesehen werden;
● es müssen Entlüftungsventile eingebaut werden, um eine korrekte Befüllung der Anlage zu erlauben;
● es muss die komplette Entleerung des Kreislaufs zugesichert sein, eventuell durch entsprechende, zusätzliche Deckel;
● es müssen, wenn notwendig, die entsprechenden Maßnahmen zur Einschränkung des Wärmeverlusts getroffen werden.
b) Luftheizung
Mit diesen Heizgeräten, die direkt in der Kabine eingebaut werden, ist besonders auf die Abzüge (damit die Verbrennungsgase
zuverlässig aus der Kabine ausgeleitet werden) und die korrekte Verteilung der warmen Luft (um direkte Luftzüge zu vermeiden)
zu achten.
In Abbildung 21 wird ein Anlagenschema einer Zusatzheizung mit zusätzlichem Heizgerät gezeigt.
204649 Abbildung 21
1. Hauptheizgerät A. Offenes Elektroventil (3)
2. Optionale Zusatzheizung B. Geschlossenes Elektroventil (3)
3. Magnetventil
4. Zusatzheizung, eingebaut durch den Ausstatter
N.B. Die Heizungen (2) und (4) können auch einzeln vorhanden sein.
● darf die Funktionstüchtigkeit der Fahrzeugorgane, die von dem Eingriff betroffen sein können, nicht verändert werden;
● prüfen, dass die Kapazität der Batterien und die Leistung der Lichtmaschine für die höhere Stromaufnahme ausreichen (s.
Kapitel 5.4 - Abschnitt "Zusätzliche Geräte" ) und den neuen Kreislauf mit einer Schutzsicherung ausstatten;
● mit IVECO die Installationsmodalitäten des Kompressors vereinbaren, wenn ein solcher am Motor installiert wurde;
● den Verlauf der Schlauchleitungen und der Elektrokabel (sowie die Anordnung der Haltebügel und flexiblen Kupplungen)
entsprechend der Abmessungen und des Einflusses der Hitze auf die verschiedenen Organe des Fahrgestells definieren.
● Positionen, die während der Fahr gefährlich sein können, müssen vermieden oder wenn notwendig mit entsprechenden
Schutzvorrichtungen ausgestattet werden;
● Die gesamte Anordnung der Anlage muss einen guten Zugriff ermöglichen und eine schnelle Wartung erlauben.
Der Ausstatter muss die notwendigen Anweisungen für den Betrieb und die Wartung zur Verfügung stellen.
Darüber hinaus, je nach Anlagentyp:
a) Anlage in der Kabine eingebaut:
● die Positionierung des Verflüssigers darf keinen negativen Einfluss auf die originalen Motorkühleigenschaften des Fahrzeugs
haben (Verringerung des exponierten Bereichs des Motorkühlers);
● die Unterbringung des Kondensators darf nicht an den Motorkühler gekoppelt sein, sondern in einem Spezialfach, das entspre-
chend belüftet ist, außer es wird ein Kondensator verwendet, der von (Form und Leistung) her gleichwertig mit dem serien-
mäßig von IVECO vorgesehenen Kondensator ist;
● die Verdampferbaugruppe und die Gebläsebaugruppe in der Kabine (wenn nicht direkt von IVECO vorgesehen) müssen so
ausgelegt werden, dass sie keinen negativen Einfluss auf die Funktionalität der Bedienelemente und der Zugänglichkeit der
Geräte haben;
● Prüfen, dass das Gewicht des Gerätes nicht das zulässige Gewicht des Fahrerhauses überschreitet; der Ausstatter muss dar-
über hinaus die eventuelle Verstärkungen des Dachaufbaus entsprechend der Masse der Baugruppe und des Ausmaßes des
gesamten Eingriffs festlegen;
● für spezifische Anwendungen mit anderen als den Original-Verdichtern (z.B. Kühlbox) muss IVECO kontaktiert werden.
Anmerkung Denken Sie daran, dass auf Grund der Vorschrift 2006/40/EG zu den Emissionen der Klimaanlagen der Motorfahrzeuge
keine fluorierten Treibhausgase verwendet werden können, da diese eine 150 höheres Potential der Erderwärmung ha-
ben, als Kohlendioxid.
Zweiter Klimaanlagenkompressor
▶ Im Falle von Arbeiten, die den Ausbau des Antriebsriemens der Hilfsaggregate des Motors er-
fordern (z.B.: Installation eines zusätzlichen Kompressors, Kompressoren für Kühlbox usw.),
sind beim Wiedereinbau des Riemens die Anweisungen des Reparaturhandbuchs (Ausdruck
NR. 603.95.723) zu beachten, die in der Abb. 22 dargestellt sind. Insbesondere ist das bei IVECO
Parts erhältliche Spezialwerkzeug Nr. 99360191 unbedingt zu verwenden.
Ausbau
Das elastische Band (4) durchschneiden, da es nicht wiederverwen-
det werden darf.
Wiedereinbau
Auf der Riemenscheibe (1) das Aufziehwerkzeug 99360186 (2) mit
dem elastischen Band (4) ansetzen, indem Letzterer auf die Rolle
(3) und die Riemenscheibe (5) gesetzt wird. Dabei darauf achten,
dass die Rippen des Riemens in den entsprechenden Nuten der
Riemenscheiben (1 und 5) liegen.
Die Kurbelwelle gegen den Uhrzeigersinn (→) drehen, bis der Rie-
men (4) korrekt auf der Riemenscheibe (1) gespannt ist.
102201 Abbildung 22
● der Einbau ist rational, präzise und für den Fahrer leicht erreichbar;
● es werden alle von den nationalen Vorschriften vorgesehenen Sicherheits, Kontroll- und Anzeigevorrichtungen eingesetzt.
Sicherstellen, dass die Anordnung der Leitungen und Kabel korrekt erfolgt ist; es müssen die notwendigen Befestigungen verwen-
det werden, wobei auf die angemessenen Abstände von Motor, Wärmequellen und beweglichen Organe zu achten ist.
Für jede Änderung an der Struktur muss ein geeigneter Korrosionsschutz vorgesehen werden (s. Kapitel 2.3 ( ➠ Seite 11)).
Wird der Aufbau durchgeschnitten und unbehandelte Bleche geschweißt, müssen die Verbindungen ausreichend gegen Korrosion
geschützt werden. Hierzu eignet sich die Verwendung von beidseitig verzinkten Blechen (I.S. 18-1317 Klasse ZNT/F/10/2S oder I.S.
18-1318 Klasse ZNT/10/2S), auf die ein Zyklus Oberflächenschutz aufgebracht werden muss.
Besonders die Dichtungen müssen genau verlegt werden und es muss eine Dichtmasse in den Bereichen, die einen solchen Schutz
benötigen, aufgebracht werden.
Stellen Sie sicher, dass kein Wasser, Staub und Rauch eindringen kann.
Der Ausstatter muss nach dem Eingriff prüfen, dass die Eigenschaften des Karosserieinnenbereichs weiterhin den Vorschriften
entsprechen.
● Den Schnitt wie in Abbildung 23 gezeigt ausführen, dabei die angegebenen Mindestabrundungsradien beachten;
● die hintere Querbalkenstruktur im Bereich des Dachs herausnehmen;
● eine Struktur erstellen, die eine Verformung der Säulen verhindert, um die Effizienz der oberen Verankerungen der Sicher-
heitsgurte zu erhalten;
● eine solche Struktur muss eine Druckfestigkeit von mindestens 800 daN aufweisen;
● die Anbindung an die neue Struktur entsprechend der zuvor genannten, allgemeinen Hinweise ausführen.
204647 Abbildung 23
1. Dach 5. Hinterer Innenquerträger
2. Schnittgrenzbereich 6. Hintere Wand
3. Seitliche Verkleidung Dachaufbau 7. Hintere Verkleidung Türbereich
4. Ring Türfach 8. Seitliche Verkleidung
Zur Erhaltung der Integrität und Festigkeit der Kabine wird empfohlen, die hintere Struktur möglichst intakt zu belassen. Der
Schnitt kann seitlich ausgeführt werden, wobei der Türrahmenring unversehrt bleibt.
Der Ausstatter muss die notwendigen Verbindungen zur tragenden Struktur, bestehend aus Längsprofilen und Säulen, herstellen
und an dieser den neuen Boden befestigen; darüber hinaus muss er, wenn notwendig, Paneele für die Inspektion vorsehen.
Es wird empfohlen, die Oberflächen der zu schweißenden Elemente ausreichend vorzubereiten (Zinkprimer) und die notwen-
digen Vorkehrungen für eine gute Vorbereitung der Grundierung für die spätere Lackierung zu treffen (s. Kapitel ). Kapitel 2.3
( ➠ Seite 11)).
Bei der Änderung der Kabine können Komponenten wie die Luftabsaugung und Filtersystem betroffen sein. Die Verwendung von
Originalelementen, wie sie für ähnliche Ausrüstungen bereits vorgesehen sind, kann eine gute Lösung sein und die Beachtung der
gesetzlichen Vorschriften erleichtern.
▶ Eine tiefe Kabine kann das Verhalten und die Sicherheit des Fahrzeugs beeinflussen (Federung,
Steuerungen). Daher muss der Umbau sehr präzise und mit der notwendigen Umsicht ausge-
führt werden.
Anmerkung Bei Eingriffen an der Karosserie von Fahrzeugen mit vorderer Drehstabfederung muss unbedingt der Zugriff auf das
Durchhang-Einstellsystem gewährleistet sein.
208218 Abbildung 24
A. Freier Bereich für Zugriff auf Einstellsystem
● das Befestigungselement muss die Befestigungsvorrichtung des Gepäckträgers betreffen und einen ausreichenden Widerstand
gegen die Längs- und Querkräfte bieten.
● die Ladung darf insgesamt nicht mehr als 200 kg betragen, um die Stabilität des Fahrzeugs in der Kurve nicht zu gefährden;
● die zulässige Masse für jedes Befestigungselement darf nicht mehr als 25 kg betragen.
204648 Abbildung 25
Tabelle 2.15
Maße [mm] 1 2 3 4 5 6
Kleintransporter Radstand 3000 flaches Dach - kurzer Sprung 1760 754 932 1548 1548 1548
Kleintransporter Radstand 3520 SL mittleres Dach (H2) 2549 1082 935 1229 1229 1229
Kleintransporter Radstand 4100 SC mittleres Dach (H2) 3713 1082 935 1229 1229 1229
208216 Abbildung 26
1. Schnittbereich 3. Dichtungsmasse
2. Verbindungsprofil
Die Höhe des Dachs zu verändern ist ein sehr aufwändiger und kostspieliger Eingriff: dieser Eingriff sollte möglichst auf das mittlere
und hohe Dach beschränkt werden, die die gleiche Dachstruktur haben.
In Abbildung 27 wird der Querschnitt der beiden Versionen gezeigt und wo man sehen kann, dass das Dach eine einheitliche Struk-
tur ist.
Zur korrekten Verbindung mit dem Originaldach muss der Ausstatter entsprechende Eingriffe an den Tragrippen der Seite vorse-
hen.
102433 Abbildung 27
● Den Schnitt in das Blech so ausführen, dass ein Profil mit den folgenden Mindestbreiten stehen bleibt:
■ 15 mm (bei mit Dichtung befestigter Scheibe);
■ 20÷25 mm ((bei eingeklebter Scheibe).
● Eine innere Befestigungsstruktur realisieren (s. Abbildung 28), um die zur abgebildeten Verbindung notwendige Beständigkeit
sicherzustellen.
● Die Säule in dem von dem Fenster betroffenen Bereich entfernen und eine geeignete Verstärkung einsetzen.
208214 Abbildung 28
1. Interne Stützstruktur 3. Einkleben mit halbstrukturellem Material
2. Dichtung 4. Schnittbereich
f) Interne Wandgestelle
Interne Wandgestelle müssen mit ausreichender Steifigkeit und selbsttragend ausgeführt werden. Die unter Auflage erfolgt auf der
Haltestruktur des Bodens (Querträger und Längsprofile) und muss so ausgeführt werden, dass die Last gleichmäßig verteilt ist.
Die ohne Vorspanneffekt auszuführende Befestigung an der Seitenstruktur kann folgende Strukturteile betreffen:
● bei Bohrungen an den rohrförmigen Strukturabschnitten müssen die Bereiche vermieden werden, an denen sich die Bean-
spruchungen am stärksten konzentrieren (insbesondere Säulen A und B);
● die Löcher für die Befestigungen am Boden müssen gegen das Eindringen von Wasser, Staub und Abgase geschützt und abge-
dichtet werden;
● eine eventuelle Senkung der hinteren Radkästen muss das Schütteln der Federung und die Verwendung von Schneeketten
berücksichtigen. Zu diesem Zweck sind die möglichen Fälle in Abbildung 29 angegeben, die darauffolgenden, höchstzulässigen
Senkungswerte sind in Tabelle 2.16 angegeben.
173263 Abbildung 29
A. Verglaster Van/Vendor 3,5 t 1. Serienmäßiges Radkastenprofil Version Kleinlaster
B. Minibus-Vendor/Verglaste Van 4,2-4,5-5 t a. Maximal mögliche Absenkung
C. Van 6,5-7 t
Tabelle 2.16
Maximal zulässiges Gesamtgewicht [ t ] Reifen Maß bei [ mm ]
225 / 65 R16 195
3,5 (gerader Längsträger Fahrgestell)
235 / 65 R16 210
4,2 - 4,5 - 5 (gerader Längsträger Fahrgestell) 195 / 75 R16 165
6,5 - 7 (gerader Längsträger Fahrgestell) 225 / 75 R16 165
a) Airbag/Window Bag
Es dürfen keine Eingriffe oder Installationen von Komponenten in Bereichen vorgenommen werden, die die Funktion der Airbags
beeinträchtigen können.
Folgendes muss vermieden werden:
● Änderungen an der Frontstruktur des Fahrzeugs, an der Feuertrennwand, an den Kotflügeln und den Befestigungspunkten des
Armaturenbretts;
● Änderungen am Installationsbereich der Airbag-Steuerung (im Unterboden zwischen den Vordersitzen), an den vom Sensor-
system betroffenen Punkten einschließlich Verkabelung;
● Installation von Komponenten im Bereich der Öffnung im Armaturenbrett;
● Änderungen an der Lenksäule;
● Austausch oder Installation von Sitzen mit einem anderen "H-Punkt" als die Originalsitze.
Anmerkung Da die Konfiguration der Sicherheits-Elektronik absolut nicht zu ändern ist, darf das Airbag-System weder als „Retrofit“
(Nachrüstung) installiert noch eliminiert werden.
▶ Die Zusatzkreise müssen getrennt vom Hauptkreis des Fahrzeugs sein und mit entsprechender
Schmelzsicherung geschützt werden.
c) Sitze
Die Verschiebung der Sitze oder der Einbau von Zusatzsitzen (z.B. in einen Kleinlastwagen der Kat. N1) ist nur an Fahrzeugen zu-
lässig, die bereits im Original mit zusätzlichen Verbindungsstellen ausgestattet und bereits einer alternativen Zulassung unterzogen
wurden.
Für jede andere Lösung übernimmt der Ausstatter die alleinige Verantwortung sowohl für die Ausführung der Arbeiten als auch
für die Erstellung der (zerstörenden) Abnahmeprüfungen.
Anmerkung Der Austausch der Reifen mit einer anderen Größe oder Belastbarkeit als jene, die bei der Zulassung des Fahrzeugs mon-
tiert waren, erfordert die Genehmigung durch IVECO und eine Neuprogrammierung der elektronischen Steuerung der
Bremsanlage.
Das Fahrzeug muss dann bei den zuständigen Behörden für die Kontrolle und die Aktualisierung der Fahrzeugpapiere vorgestellt
werden.
Die Verwendung von größeren Reifen:
● erfordert immer die Prüfung des Platzanspruchs im Verhältnis zu den mechanischen Organen, den Radkappen, etc., in den
verschiedenen, dynamischen Bedingungen der Lenkung und der Vibration;
● der Austausch der Felgen kann erforderlich sein, woraus auch eine Prüfung und eventuelle Anpassung des Ersatzrades folgt;
● kann den Abstand vom Boden des hinteren Unterfahrschutzes beeinflussen und in diesem Fall ist zu prüfen, ob die gesetzli-
chen Vorschriften eingehalten wurden. Eventuell müssen die Konsolen durch andere, zugelassene ersetzt werden (siehe Kapi-
tel 2.20 ( ➠ Seite 63));
● erfordert die Prüfung, dass das Querprofil weiterhin den verschiedenen Gesetzgebungen entspricht.
Vorschriften
Anmerkung Der Austausch der Reifen mit anderen mit unterschiedlichem Außendurchmesser beeinflusst die Leistungen des Fahr-
zeugs (z.B. Geschwindigkeit, max. überwindbare Steigung, Zugkraft, Bremskraft, etc.); daher muss der Body Computer
(Tachometer, Fahrtenschreiber und Geschwindigkeitsbegrenzer) in einer IVECO-Werkstatt neu geeicht werden.
▶ Es ist untersagt, auf einer Achse Reifen mit unterschiedlichem Maß und unterschiedlicher Struk-
tur zu montieren.
Die Belastungsfähigkeit der Reifen und die entsprechende Bezugsgeschwindigkeit müssen den Fahrzeugleistungen angepasst sein.
Werden Reifen mit einer niedrigeren Belastungsfähigkeit oder einer geringeren Bezugsgeschwindigkeit verwendet, müssen die zu-
lässigen Lasten entsprechend reduziert werden; im Gegensatz hierzu erfordert die Verwendung von Reifen mit höherer Belas-
tungsfähigkeit nicht automatisch die Erhöhung der zulässigen Massen auf den Achsen.
Die Abmessungen und die Belastungsfähigkeit der Reifen werden auf internationaler und nationaler Ebene (Normen ETRTO, DIN,
CUNA, etc.) und in den Handbüchern der jeweiligen Hersteller aufgeführt.
Die nationalen Vorschriften können besondere Leistungswerte für spezielle Einsätze, Feuerschutz, Winterdienste, Flughafentanker,
Busse, etc. vorsehen.
▶ Müssen die Räder für die Umrüstung des Fahrzeugs abmontiert werden, ist bei der Wiedermon-
tage sicherzustellen, dass die Kontaktflächen zwischen Felge und Anschlussflansch sauber und
korrosionsfrei sind. Darüber hinaus müssen die Anzugsmomente nach der IVECO-Vorschrift
eingehalten werden (siehe nachstehende Tabelle).
(*)
Eigenschaft “S”: Sicherheitsanzugsmoment (siehe IVECO Std. 19-0405).
▶ Werden Klammern zur Befestigung von Radzierblenden zwischen Felge / Mutter oder Schraube
oder Felgen mit größerer Stärke als die Originalfelgen verwendet, muss die geometrische Funk-
tionalität der Befestigung mittels entsprechend langer Gewindeteile garantiert werden.
Wenn die nationalen Vorschriften dies vorsehen, muss das Fahrzeug für die Abnahme den zuständigen Behörden vorgestellt wer-
den.
Bremsschläuche
Anmerkung Bei Änderungen am Radstand müssen die davon betroffenen Bremsleitungen durch neue Leitungen, die nur aus einem
Stück bestehen, ersetzt werden; In den Fällen, wo es nicht möglich ist, Teile aus nur einem Stück einzusetzen, müssen die
Anschlüsse vom selben Typ sein, wie diejenigen, die ursprünglich benutzt wurden.
Im Fall von Austauschen sind die minimalen Innenabmessungen, das Material und die Biegeradien der vorher bestehenden Rohrlei-
tungen zu beachten.
Zur Materialversorgung ist der IVECO-Kundendienst zu kontaktieren, während zur Montage sind die im IVECO STD 17-2403
enthaltenen Anweisungen zu beachten.
▶ Die vollständige oder partielle Lackierung der Bremsleitungen ist absolut zu vermeiden, die
betroffenen Teile sind deswegen zweckmäßig mit einer Schutzverkleidung zu versehen.
Metallleitungen
Die Zusätze oder Austauschteile müssen folgendes umfassen:
● in Bereichen, in denen die Temperatur 80 °C übersteigen könnte (z.B. innerhalb 100 mm von der Motorauspuffanlage);
● zwischen dem Rahmen und den sich bewegenden Teilen, wo spezielle Schläuche benutzt werden müssen;
● Materialien und Abmessungen: Normen DIN 73378 und 74324 (maximaler Betriebsdruck 11 bar)
● Kurvenradius (in Bezug auf die Mitte der Leitung): min 6 mm⋅ ⌀ ext
208209 Abbildung 30
1. Identifizierung Leitungsende 2. Markierung
▶ Bei jedem Eingriff an den Leitungen prüfen, ob, je nach dem Lieferanten, immer neue
Anschlüsse benutzt werden müssen, oder ob man die ursprünglich vorhandenen unter
Benutzung von Werkzeug (Zangen) nochmals verwenden kann.
Wenn die Platzbedingungen es erfordern (z.B. in der Nähe von Kurven), können Anschlüsse mit Metalleinsatz verwendet werden.
Bevor man die Leitung in den Anschluss einsetzt, den Anschluss in seinem Gewindesitz des Bauteils (z.B. Druckluftventil) auf fol-
gende Anzugsmomente festziehen:
Tabelle 2.18
Gewinde Anzugsmoment [Nm ± 10%]
M 8 x 1 mm 20
M 12 x 1,5 mm 24
M 14 x 1,5 mm 28
Die Leitung mit der vorher markierten Länge L in den Anschluss einstecken und dabei, je nach Abmessung der Leitung, eine Kraft
von 30 und 120 N anwenden.
Der Ersatz der Bauteile (Ventile, usw.) ist möglich, da der Einsatz und der Anschluss eine interne Drehung beim Ab- und Anschrau-
ben erlauben.
208217 Abbildung 31
1. Drei Sitze für Rohre ⌀ 4 ÷ 6 3. für Rohr ⌀ 7,5 ÷ 8
2. für Rohr ⌀ 4,8
Einen geeigneten Abstand zwischen einem Befestigungselement und dem Anderen einhalten: Im Allgemeinen max 500 mm für
Kunststoffleitungen und max 600 mm für Metallleitungen vorsehen.
Um Deformationen oder Spannungen beim Anziehen der Anschlüsse zu vermeiden, muss der Verlauf und die Anbringung der
Befestigungselemente bei den Kunststoffleitungen gut geplant sein. Reibungen mit den festen Teilen des Fahrzeugrahmens sind zu
vermeiden und die notwendigen Sicherheitsabstände von den sich bewegenden Elementen und den Hitzequellen sind einzuhalten.
Bei den Durchgängen der Leitungen am Rahmen (Längsträger oder Querträger), müssen Vorsichtsmaßnahmen getroffen werden,
um Beschädigungen zu vermeiden. Als Lösung kann ein gerader oder gebogener Durchgangsanschluss oder eine Schutzöse aus
Gummi benutzt werden. Siehe dazu Abbildung 32.
193866 Abbildung 32
1. Schlauch 3. Fahrgestell
2. Durchgangsanschluss 4. Gummischutz
▶ Nach jedem Eingriff auf Anlage oder Vorrichtungen ist eine sorgfältige Entlüftung durchzufüh-
ren (bei Fahrzeugen mit ABS/ABD/EBD/ESP-System, nur mithilfe der bei den autorisierten
IVECO-Fachwerkstätten vorhandenen, spezifischen Hilfsmittel).
193866 Abbildung 32
Anmerkung Die vom Hydraulikkreis abgelassene Flüssigkeit darf nicht wieder verwendet werden, zum Nachfüllen ist ausschließlich
in den entsprechenden versiegelten Behältern enthaltene Flüssigkeit des vorgeschriebenen Typs zu verwenden, die erst
unmittelbar vor dem Gebrauch zu öffnen sind.
▶ Bei Ersatz des Modulators (von IVECO Parts geliefert und bereits in jedem seiner Teile mit
Bremsflüssigkeit befüllt) ist es ausreichend, eine manuelle Entlüftung vorzunehmen, wobei
darauf zu achten ist, ihn nicht zu entleeren und die Pumpe und das Magnetventil nicht vor der
vollständigen Befüllung laufen zu lassen.
Die ABS/ESP-Moduliervorrichtungen, die am Fahrgestell im Motorraum angeordnet sind, dürfen nicht verlagert werden.
▶ Bei den Eingriffen muss dem korrekten Anschluss der Leitungen für jedes einzelne Rad beson-
dere Aufmerksamkeit gewidmet werden. Nach jedem Eingriff die notwendigen Überprüfungen
und Kontrollen hinsichtlich des korrekten Betriebs bei den autorisierten, mit Spezialausrüstung
ausgestatteten Werkstätten durchführen.
Bremskraftregler
Für Fahrzeuge, die nach wie vor ohne ABS/ESP gewünscht werden, ist ein Bremskraftregler als Version für den Einzelkreislauf in
Verbindung mit den hinteren Zwillingsrädern (Modelle 35C) vorgesehen.
Einstellung des Bremskraftreglers
Die ursprüngliche Einstellung erfolgt im Herstellerwerk und versetzt das Fahrzeug in die Lage zum Transport von Lasten oder
zur Aufnahme normaler Aufbauten unter Beachtung der Werte für Drosselung und Haftung, die durch die entsprechenden EG-
Richtlinien gefordert werden.
Die Einstellungs- und Kontrollwerte sind auf einem entsprechenden Schild aufgeführt, dessen Position am Fahrzeug aus der spezifi-
schen Dokumentation hervorgeht.
Falls eine abweichende Einstellung des Bremskraftreglers vorgenommen werden muss, wie nachfolgend angegeben fortfahren (s.
Abbildung 33).
Anmerkung Bei neuen Federn muss vor der Einstellung die richtige Ausrichtung der Hinterradfederung vorgenommen werden.
Es wird empfohlen, dazu das Fahrzeug teilweise (circa 2/3 des maximal Zugelassenen) zu beladen, eine unebene Strecke
zu befahren und eine Reihe von Bremsvorgängen im Vorwärts- und im Rückwärtsgang vorzunehmen.
● Die Druckmesser (1) und (2) an die Anschlussstutzen vor und nach dem Bremskraftregler über Prüfanschlüsse (3) ansch-
ließen.
● Die Verbindungsschraube (8) des Hebels (7) zur Einstellung der Bremsausgleichsvorrichtung lockern.
● An der Öffnung (9) die für jedes Modell und jede Feder spezielle Einstelllast anbringen, nachdem die Motorachse gemäß den
Bezugswerten (s. Tabelle 2.19) belastet wurde.
Tabelle 2.19
Hintere Blattfeder Last auf den Hebel für Last auf den Bezugsboden
Modelle
Typ die Einstellung [kg] an der Hinterachse [kg]
35C halbelliptisch 3,5 1500
102436 Abbildung 33
1. Druckmesser vor der Bremsausgleichsvorrichtung 4. Bremskraftregler
2. Druckmesser nach der Bremsausgleichsvorrichtung 5. Stab
3. Prüfanschlüsse 6. Haupthebel
102436 Abbildung 33
7. Einstellhebel 9. Öffnung für die Anwendung der Einstelllast
8. Verbindungsschraube
204650 Abbildung 34
1. Elektrohydraulischer Modulator 3. Gier- und Beschleunigungssensor
2. Steuergerät Bremsanlage 4. Lenkwinkelsensor
Für die korrekte Programmierung des ESP-Steuergeräts (oder des Body Computers) sind folgende Parameter relevant:
Jede Änderung von einem oder mehrerer dieser Parameter setzt eine Neuprogrammierung des ESP-Steuergeräts (oder des Body
Computers) oder eine funktionale Herabstufung des Systems voraus.
Im nachfolgenden Paragraphen werden die hauptsächlichen Situationen beschrieben, die sich ereignen können.
Anmerkung Die Neuprogrammierung oder die Herabstufung des ESP-Systems darf ausschließlich durch den IVECO Kundendienst
vorgenommen werden.
▶ Die Herabstufung des ESP-Systems ist nur an besonderen Fahrzeugkategorien möglich: für ihre
Bestimmung und die entsprechenden Vorschriften auf die Anlage XI der Richtlinie 2007/46/EC in
ihrer neuesten Ausführung und nachfolgende Änderungen Bezug nehmen. Die Herabstufung des
ESP-Systems setzt die komplette Deaktivierung des Stabilitätskontrollsystems des Fahrzeugs
voraus.
Sollte eine Herabstufung durchgeführt werden, bleiben jedoch noch folgende Funktionen aktiv:
Diese Eingriffe dürfen nur nach vorheriger Genehmigung durch IVECO durchgeführt werden und setzen die Neuprogrammierung
der Software des ESP-Systems voraus.
Reifenwechsel
Siehe Kapitel 2.14 ( ➠ Seite 49)
▶ Eine Veränderung der Reifenmerkmale über die Freigaben von IVECO hinaus ist verboten.
Hupe
Das Verschieben der Hupe verpflichtet den Ausstatter zu einer neuen Zulassung. Auch in der neuen Position muss sie die akus-
tische Leistung garantieren, die von den Richtlinien vorgeschrieben wird und sie muss entsprechend vor den Umwelteinflüssen
und/oder vor Verschmutzung geschützt werden. IVECO behält sich das Recht vor, die Garantie für das versetzte Bauteil zu löschen.
Radträger
Für die Pritschenwagen ohne Ersatzradträger, oder wo es notwendig ist, die Unterbringung des Ersatzrades zu versetzen, muss eine
spezielle Halterung ausgeführt werden, welche das schnelle Entnehmen erlaubt und einen Mindest-Eingangswinkel 7° gewährleistet.
In den Abbildungen 35 und 36 sind zwei mögliche Lösungen aufgeführt.
Für die Befestigung des Ersatzrades an der Seite des Fahrzeugs mit Halterung an der Rippe des Längsträgers wird die Anbringung
einer Verstärkungsplatte empfohlen, die innerhalb oder außerhalb des Längsträgers angebracht wird und die die geeigneten Ab-
messungen für das Radmasse und eventueller weiterer Verstärkungen am Längsträger besitzt.
114198 Abbildung 35
Um die Torsionsbewegungen am Fahrzeugrahmen zu begrenzen, wird die Installation an einem Querträger vor allem dann emp-
fohlen, wenn die Gruppen ein hohes Gewicht haben.
Genauso muss bei der Installation von Behältern, Kompressoren, usw. gehandelt werden; bei deren Anbringung muss immer auch
die Gewichtsverteilung beachtet werden (siehe Kapitel 1.15 ( ➠ Seite 11)). Je nach Fahrzeugnutzung müssen all diese Installationen
immer in einen ausreichenden Abstand vom Boden gewährleisten.
Die Bohrungen, die für die neuen Installationen ausgeführt werden müssen, müssen an der Rippe des Längsträgers, nach den Vor-
schriften im Kapitel 2.2 ( ➠ Seite 8) ausgeführt werden und man muss darauf achten, dass möglichst die schon existierenden Boh-
rungen genutzt werden.
102451 Abbildung 36
Kraftstofftank
Wenn die Reichweite im Verhältnis zur Originalkonfiguration erhöht werden soll, kann der Tank durch einen anderen serienmäßig
vorgesehenen ersetzt werden.
In Abbildung 37 sind die verfügbaren IVECO Tanktypen aufgeführt.
208219 Abbildung 37
1. Profiltank, 100 Liter 4. Rechteckig, 90 Liter
2. Profiltank, 70 Liter 5. Rechteckig, 120 Liter
3. Rechteckig, 70 Liter
Um Angaben über Kraftstoffverbrauch und Reichweite zu erhalten, sind die von Kraftstoffstandanzeiger kommenden Signale der
momentanen Abflussgeschwindigkeit des Kraftstoffs aus dem Tank zuzuordnen. Diese Aufgabe wird vom Body Computer durch-
geführt (siehe Kapitel 5.1 ( ➠ Seite 5)).
Anmerkung Falls der Kraftstofftank ersetzt wird, ist die Verarbeitungslogik vom Body Computer dementsprechend anzupassen.
▶ Der Einbau einer Retarder-Bremse ist sehr komplex und erfordert eine perfekte Einbindung
mittels geeigneter "Datasets" in die elektrischen und elektronischen Fahrzeugsysteme: daher ist
immer eine Freigabe von IVECO notwendig.
Die Installierbarkeit eines Retarders am Fahrzeug (ausschließlich eines elektromagnetischen, elektronisch gesteuerten Retarders) ist
anhand folgender Parameter nachzuprüfen:
● anhand der Produktpalette (die Modelle 33S und 35S sind z.B. ausgeschlossen)
● anhand der Radstände und der zu realisierenden Ausstattungen
● anhand der Inhalte der Originalverkabelungen (die Datenübertragung zwischen Retarder und Fahrzeug muss über CAN mög-
lich sein)
Die Installation verlangt, zwischen den verschiedenen Arbeitsstufen, einen merkwürdigen Eingriff in die Gelenkwelle (Sicherheits-
teil), sie muss deswegen durch eine vom Gerätehersteller autorisierten Fachwerkstatt durchgeführt werden, die jede Verantwor-
tung dafür übernimmt.
Es wird auf jeden Fall darauf hingewiesen, dass aufgrund des Eingriffs eine Neuprogrammierung einiger Steuergeräte (von Body
Computer, Instrumententafel, vom eventuellen automatisierten Getriebe) beim IVECO Kundendienst zwingend notwendig ist.
Die Auswahl des Retarders muss auf der Basis nachstehender Formel berechnet werden:
204640 Abbildung 38
ip = Verhältnis an der Hinterachse
Cf = Maximales Bremsmoment [Nm]
R' = Radius unter Last des benutzten Reifens [m]
PTT = Gesamtgewicht am Boden [kg]
Berechnungsbeispiel für das maximale Bremsmoment
Wir betrachten ein Fahrzeug DAILY 50C15V/P, mit einem Verhältnis an der Hinterachse von 3,15 und Reifen 195/75R16.
Aus den Daten
1. 1. ip = 3,15
2. R’ = 0,317 m
3. PTT = 5.200 kg
erhalten wir:
Cf = (5.200 • 0,317) / 3,15 = 520 Nm
Es kann eine Retarder-Bremse mit einem maximalen Verlangsamungsmoment von 500 Nm angebracht werden.
● das freie Rütteln der Räder muss auch unter Benutzung von Schneeketten gewährleistet sein; eventuelle Angaben über die
Grenzwerte können beim Kundendienstservice angefordert werden;
● Die Breite des Kotflügels muss größer sein, als der maximaler Platzbedarf der Reifen, wobei die Grenzwerte, die von den
Vorschriften vorgegeben werden, eingehalten werden müssen;
● Die Stützstruktur des Kotflügels muss entsprechend robust und in der Lage sein, die Vibrationen zu begrenzen;
● Der Anschluss kann an der senkrechten Rippe der Rahmenlängsträger (nur unter Nutzung der schon existierenden Bohrun-
gen) oder direkt unter der angebrachten Aufbaustruktur erfolgen (siehe Abbildung 39).
Der erste und der zweite Punkt müssen auch für die Ausführung der Radkastenräume beachtet werden. Zu diesem Zweck sind
die möglichen Fälle in Abbildung 29 angegeben, die darauffolgenden, höchstzulässigen Senkungswerte sind in Tabelle 2.16 angege-
ben.
91472 Abbildung 39
2.22 SPRITZSCHUTZ
Wenn die gesetzlichen Vorschriften dies vorsehen und ursprünglich nicht montiert ist, muss garantiert werden, dass das komplette
Fahrzeug mit geeigneten Spritzschutzvorrichtungen ausgestattet ist. Für die Montage müssen die Abstände eingehalten werden, die
von den geltenden Vorschriften vorgeschrieben werden.
ANBRINGUNG
DER AUFBAUTEN
Material
Wenn die Beanspruchungen am Montagerahmen nicht hoch sind, kann das Material für dessen Ausführung normalerweise Ei-
genschaften besitzen, die unter denen des Rahmens liegen. Voraussetzung ist die Notwendigkeit, gute Schweißeigenschaften und
Grenzwerte zu haben, die nicht unter den Werten (1) in Tabelle 3.1 liegen.
In den Fällen, wo die Grenzwerte der Beanspruchungen es verlangen (z.B. Anbringung eines Krans), oder wenn man große Höhen
der Abschnitte vermeiden will, können Materialien mit besseren mechanischen Eigenschaften benutzt werden. Man muss jedoch
daran denken, dass eine Verringerung des Schwerpunktmoments des Verstärkungsprofils, stärkere Schwingungen und Beanspru-
chungen am Hauptrahmen mit sich bringt.
Nachstehend die Eigenschaften einiger Materialien, die für einige Anwendungen, die später genannt werden, in Betracht genommen
wurden.
Tabelle 3.1 - Material für die Ausführung von Aufbauten Std IVECO 15-2110 und 15-2812
Bruchlast Streckgrenze
Stahlbezeichnung Verlängerung
[N/mm2] [N/mm2]
IVECO Fe 360D
EUROPE S235J2G3
360 (1) 235 (1) 25% (1)
GERMANY ST37-3N
U.K. 40D
IVECO Fe E420
EUROPE S420MC
530 420 21%
GERMANY QStE420TM
U.K. 50F45
IVECO Fe 510D
EUROPE S355J2G3
520 360 22%
GERMANY ST52-3N
U.K. 50D
16 ≤ W ≤ 19 80 X 50 X 4 80 X 60 X 4 80 X 50 X 5
20 ≤ W ≤ 23 80 X 60 X 5
24 ≤ W ≤ 26 80 X 60 X 6
27 ≤ W ≤ 30 80 X 60 X 7 100 X 50 X 5
31 ≤ W≤ 33 80 X 60 X 8 100 X 60 X 5
34 ≤ W ≤ 36 100 X 60 X 6
37 ≤ W ≤ 41 100 X 60 X 7
42 ≤ W ≤ 45 80 X 80 X 8 100 X 60 X 8
46 ≤ W ≤ 52 120 X 60 X 6 120 X 60 X 7
53 ≤ W ≤ 58 120 X 60 X 8
59 ≤ W ≤ 65 140 X 60 X 7 120 X 70 X 7
66 ≤ W ≤ 72 140 X 60 X 8 120 X 80 X 8
73 ≤ W≤ 79 160 X 60 X 7
80 ≤ W ≤ 88 180 X 60 X 8
89 ≤ W ≤ 93 160 X 70 X 7 180 X 60 X 7 140 X 80 X 8
94 ≤ W ≤ 104 180 X 60 X 8
105 ≤ W ≤ 122 200 X 80 X 6 200 X 60 X 8 180 X 70 X 7
123 ≤ W ≤ 126 220 X 60 X 7
127 ≤ W≤ 141 220 X 60 X 8
142 ≤ W ≤ 160 200 X 80 X 8 240 X 60 X 8
161 ≤ W ≤ 178 220 X 80 X 8 240 X 70 X 8
179 ≤ W ≤ 201 250 X 80 X 7 260 X 70 X 8
202 ≤ W ≤ 220 250 X 80 X 8 260 X 80 X 8
221 ≤ W ≤ 224 220 X 80 X 8 280 X 70 X 8
225 ≤ W ≤ 245 250 X 100 X 8 280 X 80 X 8
246 ≤ W ≤ 286 280 X 100 X 8
290 ≤ W ≤ 316 300 X 80 X 8
316 ≤ W ≤ 380 340 X 100 X 8
440 380 X 100 X 8
480 400 X 100 X 8
Während das Widerstandsmodul für einen determinierenden Wert in Bezug auf die Beanspruchung des Materials steht, ist der
Schwerkraftmoment vor allem für die Starrheit bei Schwingungen und den Wert für den Schwingungsmoment, je nach benutzter
Verbindung wichtig.
204635 Abbildung 1
Mf = Statischer flektierender Moment, der vom Aufbau erzeugt wird [Nmm]
Mc = Teilquote des statischen flektierenden Moments M f am Konterrahmen [Nmm]
Mt = Teilquote des statischen flektierenden Moments M f am Rahmen [Nmm]
Ic = Schwerkraftmoment des Abschnitts des Konterrahmens [mm4]
It = Schwerkraftmoment des Abschnitts des Rahmens [mm4]
σc = Maximale statische Belastung am Konterrahmen [N/mm2]
σt = Maximale statische Belastung am Rahmen [N/mm2]
Wc = Widerstandsmodul des Abschnitts des Konterrahmens [mm3]
Wt = Widerstandsmodul des Abschnitts des Rahmens [mm3]
σamm = Maximal zulässige statische Belastung am Rahmen [N/mm2] siehe Kapitel 2.1, Abschnitt "Belastungen des Rahmens"
( ➠ Seite 8)
1. Wenn der Beitrag des Montagerahmens vor Allem der ist, eine gleichmäßige Gewichtsverteilung zu liefern und dem Rahmen
die Aufgabe des Widerstands überlassen wird, können Längsprofile aus Aluminium mit denselben Dimensionen benutzt wer-
den, wie diese für den Stahl angegeben sind. Typische Beispiele sind feste Aufbauten, die Lieferwagen, die Zisternen, wenn
die Auflagen fortlaufend und naheliegend sind oder sich in der sofortigen Nähe der Halterungen der Aufhängungen befinden.
Ausgenommen davon sind die Fälle, bei denen die hohen Beanspruchungen am Rahmen große Dimensionen der Verstär-
kungsprofile aus Stahl verlangen oder bei den Verbindungen, die Schnittresistent sind.
2. Wenn vom Montagerahmen verlangt wird, dass er einen Beitrag in Bezug auf den Widerstand und die Starrheit liefert (z.B.
Aufbauten mit großen konzentrierten Lasten, umklappbare Aufbauten, Kräne, Anhänger mit Mittelachse, usw.), wird von der
Benutzung von Aluminium abgeraten und sie muss jedes Mal von IVECO autorisiert werden.
Wir erinnern daran, dass bei der Definition der Mindestabmessungen der Verstärkungsprofile, außer der zulässigen Belastungs-
grenze für Aluminium, Bezug auf das unterschiedliche elastische Modul im Vergleich zum Stahl genommen werden muss (ca. 7.000
kg/mm2 im Gegensatz zu den 21.000 kg/mm2 für Stahl), was zu größeren Abmessungen der Profile selbst führt.
Genauso muss man, wenn zwischen Rahmen und Montagerahmen eine Verbindung besteht, welche die Übertragung der Schnitt-
kräfte garantiert (Verbindung mit Platten), bei der Überprüfung der Belastungen an den beiden Enden des einteiligen Abschnittes,
für diesen die neue neutrale Achse bestimmen. Dies auf der Basis des unterschiedlichen elastischen Moduls der beiden Materialien.
Die Anfrage nach Zusammenarbeit für Aluminium bringt definitiv hohe Abmessungen und wenig Vorteile mit sich.
91136 Abbildung 2
In den Fällen, wo die Bauteile der Hinterradaufhängung des Fahrerhauses (z.B. mit tiefen Fahrerhäusern) im ganzen Abschnitt kei-
nen Durchgang für das Profil erlauben, kann dieses wie in Abbildung 3 ausgeführt werden. Dies kann die Prüfung des minimalen wi-
derstandsfähigen Abschnitts erforderlich machen, wenn vorne erhöhte Biegemomente vorliegen (z.B. mit Kran hinter dem Fahrer-
haus, wenn er Richtung Vorderseite des Fahrzeugs arbeiten muss) und eine Befestigung erforderlich machen, die möglicherweise
nicht über 250 mm vom vorderen Ende des Konterrahmens liegt.
102455 Abbildung 3
Der Abschnitt des Profils wird unter Beachtung der Funktion des Konterrahmens und der Art der darüber liegenden Struktur
definiert. Empfohlen werden offene C-Profile, wenn vom Konterrahmen verlangt wird, dass er sich elastisch dem Fahrzeugrahmen
anpasst und verschachtelte Abschnitte, wenn mehr Starrheit des Gesamten verlangt wird.
Man muss darauf achten, einen schrittweisen Übergang des verschachtelten Abschnittes zum offenen Abschnitt zu erzielen, wie in
den Beispielen in Abbildung 4.
193867 Abbildung 4
1. Normale verschachtelte Profile 3. Flachband 15 mm (Breite gleich der des Profilflügels)
2. Schrittweiser Übergang vom verschachtelten auf den
offenen Bereich
Es ist notwendig, dass eine fortlaufende Auflage zwischen den Profilen des Konterrahmens und denen des Rahmens vorhanden
ist; wenn dies nicht erreicht wird, kann die fortlaufende Auflage durch das Einfügen von Blechstücken oder Leichtmetallstücken
erreicht werden.
Wenn ein reibungsfestes Element aus Gummi dazwischen gelegt wird, werden Eigenschaften und Dicken empfohlen, die denen der
normalen Produktion entsprechen (Härte 80 Shore, max. Dicke 3 mm). Die Benutzung kann Reibungsaktionen verhindern, welche
Korrosionen an der Kopplung zwischen den unterschiedlichen Materialien verursachen könnten (z.B. Aluminium und Stahl).
Die vorgeschriebenen Abmessungen für die Längsträger der verschiedenen Aufbauten sind empfohlene Mindestwerte und norma-
lerweise für Fahrzeuge mit serienmäßig vorgesehenen Radständen und hinteren Überhängen (siehe Tabellen von 3.4 bis 3.11). In
allen Fällen können ähnliche Profile benutzt werden, die aber keine niedrigeren Schwerpunktwerte und Widerstandswerte aufwei-
sen dürfen. Diese Werte können in den technischen Unterlagen der Profilhersteller gefunden werden.
Querträger
Eine ausreichende Anzahl von Querträgern, die möglichst an den Befestigungen des Rahmens positioniert werden, muss die beiden
Profile des Montagerahmens miteinander verbinden.
Die Querträger können einen offenen Abschnitt (Beisp. C), oder einen geschlossenen Abschnitt haben, wo man mehr Starrheit
möchte.
In ihrer Verbindung müssen geeignete Stücke benutzt werden, um der Verbindung den angemessenen Widerstand zu verleihen
(siehe nachstehende Abbildung links). Wenn man eine größere Starrheit der Verbindung erreichen möchte, kann die Ausführung
wie in der nachstehenden rechten Abbildung erfolgen.
193868 Abbildung 5
Im Allgemeinen muss die Benutzung von verschachtelten Längsprofilen im vorderen Teil des Montagerahmens vermieden werden.
166684 Abbildung 6
166685 Abbildung 7
▶ Bei der Verankerung der Struktur am Rahmen dürfen keine Schweißarbeiten am Fahrzeugrah-
men oder Bohrungen an dessen Flügel vorgenommen werden.
Um die Längs- und Querfestigkeit der Verbindung zu verbessern, sind Bohrungen an den Schenkeln der Längsträger nur am hin-
teren Ende derselben und in einem Abschnitt, der nicht länger als 150 mm ist, ohne die Verankerung eventueller Querträger zu
beeinträchtigen (siehe Abbildung 12).
In Alternative benutzt man die Verbindung in Abbildung 11, indem man die Schrauben benutzt, welche den hinteren Querträger
mit dem Fahrgestell verbinden.
● kleinere Höhe des Profils des Konterrahmens bei gleichem Schwingungsmoment, der auf den Abschnitt einwirkt;
● höheres zulässiges Schwingungsmoment bei gleichen Abmessungen des Profils des Konterrahmens;
● Weitere Steigerung der Widerstandskraft, wenn für den Konterrahmen Materialien mit hohen mechanischen Eigenschaften
benutzt werden.
102460 Abbildung 8
1. Konterrahmen 3. Distanzstücke
2. Fahrgestell
Für die Elastizität der Verbindung muss der Abstand, vor dem Anziehen der Befestigungsschrauben, zwischen den Konsolen des
Rahmens und des Montagerahmens bei 1 - 2 mm liegen; Größere Abstände müssen mit geeigneten Distanzstücken verringert wer-
den. Beim Anziehen der Schrauben müssen die Konsolen in Kontakt kommen.
Die Benutzung von Schrauben mit geeigneter Länge begünstigt die Elastizität der Verbindung.
Die Anbringung der Konsolen muss an der Rippe der Längsträger des Fahrzeuges mittels Schrauben oder Nägeln erfolgen.
Um die Lasten in Querrichtung besser zu begrenzen, werden die Konsolen normalerweise so angebracht, dass ein leichter senk-
rechter Überstand zum oberen Rand des Rahmens entsteht. Wenn die Konsolen jedoch genau am Rand angebracht werden müs-
sen, muss die seitliche Führung für den Aufbau durch weitere Bauteile gesichert werden (z.B. die Benutzung von Führungsplatten,
die nur am Montagerahmen oder nur am Fahrzeugrahmen verbunden sind, siehe Abbildung 11). Wenn die vordere Verbindung
elastisch ist (siehe Abbildung 9), muss die seitliche Halterung auch unter den Bedingungen der maximalen Schwingung des Rahmens
garantiert werden (z.B. Gelände).
Wenn der Fahrzeugrahmen schon mit Konsolen für die Anbringung eines Aufbaus vom von IVECO vorgesehenen Typ ausgestattet
ist, müssen diese Konsolen dazu benutzt werden. Für die Konsolen, die am Montagerahmen oder dem Aufbau angebracht werden,
sind Widerstandseigenschaften zu berücksichtigen, die nicht unter denen liegen, die ursprünglich im Fahrzeug eingebaut waren
(siehe Tabelle 2.7 und Tabelle 3.1).
193872a Abbildung 9
1. Gummipuffer 2. Spiralfeder
● die Eigenschaften des elastischen Elements der Starrheit des Aufbaus, dem Radstand und der Nutzungsart des Fahrzeuges
angemessen sein müssen (unregelmäßiger Straßenzustand);
● die Steifigkeit progressiv für die Befestigungen in der Nähe des hinteren Teils des Rahmens zunehmen muss;
● die Gesamtkapazität der Verbindungen auch die scherfesten Befestigungen umfassen muss, die bei der hinteren Aufhängung
zu positionieren sind.
Daraus folgt, dass die erste Befestigung hinter dem Fahrerhaus immer mit einer der Lösungen gemäß Abbildung 9 erfolgen muss
und dass, besonders wenn das Fahrzeug einen langen Radstand hat, diese Lösung auch für die folgenden Befestigungen wiederholt
werden muss, wobei nur die Steifigkeit verändert wird.
Zum Beispiel müssen bei Bügeln mit Gummidübeln Elemente derselben Härte (sh = 83) verwendet werden, die paarweise doppelt
im ersten Bügel und einzeln im nachfolgenden Bügel mit Schrauben M10 und Anziehdrehmomenten von 15-18 Nm montiert wer-
den.
● für Gummipuffer Materialien eingesetzt werden müssen, welche auf lange Zeit gute Elastizitätseigenschaften gewährleisten;
● jede Lösung es erforderlich macht, dass geeignete Anweisungen für die regelmäßige Überprüfung und die eventuelle Wieder-
herstellung der Anziehdrehmomente für die Teile vorgesehen sind.
● bei den Ausstattungen, wo das Anheben des Fahrzeuges mit hydraulischen Stabilisatoren vorgesehen ist (z.B. Kran, Luftplatt-
formen) das Nachgeben des elastischen Elements begrenzt werden muss, um eine geeignete Zusammenwirkung des Monta-
gerahmens zu gewährleisten und zu große Biegemomente am ursprünglichen Rahmen zu vermeiden.
1. bei Aufbauten, die hohe Schwingung und Torsionsmomente erzeugen (z.B. Kran hinter dem Fahrerhaus), der Montagerahmen
entsprechend dimensioniert sein muss, um sie zu stützen;
2. bei den Ausstattungen, wo das Anheben des Fahrzeuges mit hydraulischen Stabilisatoren vorgesehen ist (z.B. Kran, Luftplatt-
formen) das Nachgeben des elastischen Elements begrenzt werden muss, um eine geeignete Zusammenwirkung des Monta-
gerahmens zu gewährleisten und zu große Biegemomente am ursprünglichen Rahmen zu vermeiden.
193873a Abbildung 10
1. Fahrgestell 4. Verschluss mit Systemen gegen Loslösen
2. Konterrahmen 5. Abstandstücke
3. U-Bolzen 6. Führungsplatte (eventuell)
102462 Abbildung 11
Für die korrekte Benutzung dieser Platten muss man folgendes beachten:
● die Befestigung an der senkrechten Rippe der Längsträger des Rahmens darf erst ausgeführt werden, wenn geprüft wurde,
dass der Montagerahmen perfekt am Rahmen anliegt;
● die Verteilung muss auf den mittleren und hinteren Bereich des Rahmens begrenzt werden;
● die Anzahl und die Dicke der Platten und die Anzahl der Befestigungsschrauben muss geeignet sein, die Schwingungsmomente
und Schnittmomente des Abschnittes auszuhalten.
Wenn der Aufbau hohe Schwingungs- und Torsionsmomente am Rahmen erzeugt und seine Widerstandskapazität gesteigert wer-
den muss, indem man eine Verbindung zwischen Rahmen und Montagerahmen herstellt, die Schnittwiderstandsfähig ist, oder wenn
man die Höhe des Montagerahmens niedrig halten will (z.B. Ziehen von Anhängern mit Mittelachse, Kran am hinteren Überhang,
Laderampen, usw.), müssen die Angaben in der nachstehenden Tabelle beachtet werden (gültig für alle Modelle):
Tabelle 3.3
Max. Abstand Mindest-Anforderungen an die Platten
Verhältnis
zwischen der Mitte
Höhe/Abschnitt
der schnittwider- Modelle (3) Abmessungen der
Rahmen und
ständigen Platten Dicke [mm] Schrauben (2)
Montagerahmen (min. 3 Schrauben pro Platte)
[mm] (1)
>1,0 700 35C, 40C 4 M 12 (min.2 Schrauben pro Platte)
≤ 1,0 500 45C, 50C 4 M 12 (3 Schrauben pro Platte)
≤ 1,0 500 60C, 65C, 70C 5 M 12 (3 Schrauben pro Platte)
(1)
Die Steigerung der Anzahl der Befestigungsschrauben für jede Platte erlaubt, proportional den Abstand zwischen den Platten zu erhöhen
(eine doppelte Anzahl von Schrauben kann einen größeren Abstand zwischen den Platten zulassen). In den stark beanspruchten Bereichen
(z.B. Halterungen der hinteren Feder oder der hinteren Luftfedern) muss man einen möglichst geringen Abstand zwischen den Platten
einhalten.
(2)
Bei kleinen Abständen der Platten des Rahmens und des Montagerahmens wird empfohlen, die Verbindung mit Distanzbuchsen auszu-
führen, um längere Schrauben benutzen zu können.
(3)
Für die Modelle 33S und 35S muss die Anwendung von scherfesten Platten von Mal zu Mal bewertet werden.
Gemischte Verbindung
Auf der Basis der Angaben im Kapitel 3.1 ( ➠ Seite 5) in Bezug auf die Verwirklichung des Montagerahmens und der Betrachtun-
gen in Kapitel 3.3 ( ➠ Seite 12), kann die Verbindung zwischen Fahrzeugrahmen und Montagerahmen zur Verstärkung vom ge-
mischten Typ sein, d.h. sie wird durch die Benutzung von elastischen Verbindungen (Konsolen, U-Bolzen) und starren Verbindun-
gen (Längs- und Quer-Halteplatten) erreicht.
Im Allgemeinen ist es besser, elastische Verbindungen im vorderen Bereich des Montagerahmens zu haben (eine oder zwei pro
Teil), während Verbindungen mit Platten im hinteren Teil des Fahrzeuges vorzuziehen sind, wenn von der zusätzlichen Struktur ein
größerer Beitrag zur gesamten Starrheit verlangt wird (z.B. Kipper, Kran am hinteren Überhang, usw.).
Dazu können auch Verbindungen mit Schrauben am hinteren Ende des Rahmens, wie in Abbildung 12 verwendet werden.
193874 Abbildung 12
1. Montagerahmen 3. U-Bolzen
2. Fahrgestell 4. Befestigung für die Längs- und Querhalterung
Fixe Pritschen
Die Anbringung an normalen Fahrgestellen, die nur für den Straßendienst gültig sind, wird normalerweise mit einer Auflagestruktur
bestehend aus Längsprofilen und Querträgern ausgeführt. Die Mindestrichtgrößen der Längsprofile sind in Tabelle 3.4 angeführt.
Tabelle 3.4
Min. Verstärkungsprofil
Modelle
Radstand [mm] Widerstandsmodul WX [cm3]
bis 3750 9
33S, 35S
4100 16
35C, 40C, 45C, 50C Alle 16
Bis 3750 21
60C, 65C, 70C
Über 3750 26
Die Befestigung muss mittels Konsolen erfolgen, die an der senkrechten Rippe der Längsträger befestigt ist; wenn diese Verbindun-
gen nicht schon von IVECO vorgesehen wurden, müssen sie nach den Angaben im Kapitel 3.3 - Paragraph "Verbindung mit Konso-
len " ( ➠ Seite 13) realisiert werden. Damit eine geeignete Längsfestigkeit gewährleistet ist, ist bei Verbindungen mit Konsolen oder
Flanschen an den Enden des hinteren Überhangs eine starre Verbindung (eine pro Seite) mit Platten oder Schrauben am oberen
Schenkel des Längsträgers vorzusehen (siehe Abbildungen 11 und 12).
Keinesfalls dürfen neue Bohrungen an den Schenkeln der Haupt-Längsträger ausgeführt werden.
Wenn der Aufbau hohe Auflagen über dem Konterrahmen benutzt (z.B. Querträger), müssen diese Auflagen entsprechend ver-
stärkt werden, um die Längsschübe wie in Abbildung 13 klein zu halten.
Der vordere Rand des Karosserie muss den notwendigen Widerstand und die Robustheit haben, um die Schubkraft der transpor-
tierten Last bei plötzlichen und starken Abbremsungen auszuhalten.
208205 Abbildung 13
1. Konterrahmen 3. Querträger
2. Konsolen
208206 Abbildung 14
Wenn für die Ausführung des Bodens Querträger mit einem Abstand untereinander von weniger als 700 mm verwendet werden
und so verbunden sind, dass sie eine ausreichend starre Struktur (selbsttragend) bilden, müssen Längsträger nicht unbedingt einge-
baut werden (siehe Abbildung 15).
Um die notwendige Stabilität der Querträger zu gewährleisten und um eine übermäßige Steifigkeit des Fahrgestells im vorderen
Bereich zu vermeiden, wird empfohlen, die in Paragraph angegebenen Hinweise zu beachten.
102466 Abbildung 15
Die Verwendung von Kästen und im allgemeinen von Aufbauten mit erhöhter Verdrehungsfestigkeit erfordert die Verwendung
von Verbindungen des elastischen Typs gegenüber dem vorderen Teil des Aufbaus, um eine übermäßige Reduzierung der Ver-
formbarkeit des Hauptrahmens zu vermeiden.
Vordere Wand
Sie muss den notwendigen Widerstand und die Robustheit haben, um die Schubkraft der transportierten Last bei plötzlichen und
starken Abbremsungen auszuhalten.
● keine Schweißungen an den Blechen des Fahrerhauses durchgeführt und nur mechanische Befestigungen verwendet werden
dürfen;
● der Aufbau des Kleinlastwagens vom Typ selbsttragend keine Mitwirkung bei der Stützung seitens des Fahrerhauses erfordern
darf;
● die von der Transformation betroffenen Teile des Fahrerhauses vor Oxidation und Korrosion geschützt werden müssen (s.
Kapitel 2.2 ( ➠ Seite 8)).
Kipp-Pritschen
In der Regel führt der Einsatz von kippbaren Pritschen, sowohl von Einseiten- als auch Dreiseitenkipper, zu einer erhöhten Belas-
tung des Fahrgestells.
Folgende Hinweise sind daher zu beachten.
1. Der Einsatz eines Stabilisators empfiehlt sich bei Modellen, für die er von IVECO als Sonderausstattung lieferbar ist.
2. Der Konterrahmen muss die folgenden Eigenschaften haben:
■ Er muss für Fahrzeugtyp und Einsatzbedingungen geeignet sein,
■ Längs- und Querträger müssen angemessen dimensioniert sein,
■ im hinteren Teil mittels Einfassungen und gekreuzten Diagonalen versteift (siehe Abbildungen 6 und 7). Für die Befesti-
gung am Fahrgestell müssen die Verbindungen im vorderen Teil elastischer Art sein (Konsolen oder Bügel), während im
hinteren Teil die Verbindungen starr sein müssen (Platten) (siehe Abbildung 11), um eine höhere Steifigkeit des Zusatz-
aufbaus zu erreichen. Es können Omega-Konsolen bei den Fahrzeugen verwendet werden, welche ursprünglich damit
ausgestattet sind.
3. Die hinteren Kippscharniere müssen am Konterrahmen angebracht sein; er muss so nah wie möglich an der hinteren Halte-
rung der Hinterradaufhängung angebracht werden. Um die Stabilität des Fahrzeuges beim Umklappen nicht zu beeinträchtigen
und die Belastung des Rahmens nicht zu steigern, wird die Einhaltung der Abstände in Abbildung 16 empfohlen. Sollte dies
nicht möglich sein, müssen die Profile des Konterrahmens größere Maße als die normalerweise vorgesehenen aufweisen und
eine zusätzliche Versteifung des hinteren Teils eingeplant werden, um die Übermaße so klein wie möglich zu halten. Für be-
stimmte Fälle, in denen lange Pritschen für große Volumen benötigt werden, sind längere Radstände besser geeignet als lange
Überstände.
4. Besondere Vorsicht ist bei der Anbringung der Hebevorrichtung geboten, sowohl in Bezug auf die notwendige Festigkeit der
Stützen als auch bei der genauen Anbringung der Verbindungen an der am besten geeigneten Stelle. Zur Verringerung der
örtlichen Belastung empfiehlt sich jedenfalls eine Positionierung vor dem Schwerpunkt der Einheit Pritsche/Nutzlast.
5. Bei Hinterkippern empfehlen wir die Anbringung eines Stabilisators zur Seitenführung des Aufbaus, insbesondere für Aufbau-
ten mit Kippzylinder hinter dem Fahrerhaus.
6. Der Scharniermechanismus der Hebevorrichtung muss am zusätzlichen Montagerahmen angebracht werden. Der Pritschen-
laderaum hat in Bezug auf die zulässigen Achshöchstgrenzwerte dem zu transportierenden Materialvolumen zu entsprechen
(für Baumaterialien ein Volumen von ca. 1600 kg/m3 berücksichtigen). Bei Transport von Waren mit wenig Volumen, kann der
Laderaum innerhalb der festgelegten Werte für den höchsten Lastschwerpunkt (einschließlich Ausstattung) erhöht werden.
7. Der Ausstatter muss Funktionalität und Sicherheit aller Fahrzeugeinrichtungen beibehalten (z.B. Lichtstellung, Anhängerkupp-
lung etc.), außerdem hat er sich zu vergewissern, dass die Fahrzeugstabilität während der Kippvorgänge auch nach Montage
des Aufbaus sichergestellt ist.
Anmerkung Damit die Stabilität von Fahrzeugen mit Luftfederungen erhalten bleibt, müssen die Luftfedern vollständig entlüftet wer-
den.
208207 Abbildung 16
1. Konterrahmen 3. Platten
2. Konsolen 4. Band mit Scharnier
Tabelle 3.5
Min. Verstärkungsprofil
Modelle
Widerstandsmodul WX [cm3] Abmessungen [mm]
35C, 40C 19 80x50x5
45C, 50C, 60C, 65C, 70C 36 100x60x6
Anmerkung Die Baureihe umfasst keine Fahrzeuge zum Schleppen von Sattelaufliegern. Pritschenwagen (der Kategorie N2 oder N3)
dürfen nur nach spezieller Genehmigung durch IVECO umgebaut werden.
Diese Genehmigung enthält jene Angaben, die der Ausstatter einzuhalten hat, wie zulässige Gewichte und Einsatzvor-
schriften. Nachfolgend sind einige allgemeine Hinweise aufgeführt.
● Die Abmessungen der Platte müssen ausreichend sein für die senkrechten und waagerechten Belastungen, die von der Sattel-
kupplung übertragen werden;
● der für den Aufbau verwendete Werkstoff muss den Vorschriften im Kapitel 3.1 ( ➠ Seite 5) entsprechen.
● die obere und die untere Oberfläche des Aufbaus muss flach sein, um eine gute Auflage am Fahrgestell zu gewährleisten;
● die Bauteile des Aufbaus, wenn dieser aus mehreren Teilen besteht, durch Schweißen und/oder Nieten formschlüssig mitein-
ander verbinden;
● die Befestigung des Aufbaus an der Zugmaschine erfolgt mittels scherfesten Platten im mittleren und hinteren Fahrgestellbe-
reich und mittels Konsolen im vorderen Bereich. Zum Verbinden mindestens Schrauben der Klasse 8.8 (Anzahl und Durch-
messer müssen eine stoßfeste Befestigung der Längs- und Querträger gewährleisten), und Losdrehsicherungen verwenden.
Tabelle 3.6
Min. Verstärkungsprofil
Modelle Radstand [mm]
Widerstandsmodul WX [cm3] Abmessungen [mm]
35C, 50C 3450 24 100x50x4
208924 Abbildung 17
1. Längsprofile und Querträger 4. Hinterer Bereich verjüngt
2. Kurbelgehäuse oder Montageplatte der Sattelkupplung 5. Kotflügelhalterung
3. Hintere Fahrerhauskonstruktion, Halterung Brems- und 6. Verbindungen mit dem Fahrgestell
elektrische Kupplungen kann auch zum Abstützen des
Ersatzrades verwendet werden
Drehkranz
Bei den IVECO-Fahrzeugen können solche Sattelkupplungen verwendet werden, welche die Herstellerangaben zu Belastbarkeit,
Maße und Leistungen in Abhängigkeit von der jeweiligen Einsatzart erfüllen.
Sattelkupplungen müssen den nationalen und/oder internationalen gesetzlichen Vorschriften entsprechen und zugelassen sein. Zur
Befestigung der Stützkonstruktion sowie zur Bestimmung der Schraubenanzahl und der Größe und Positionierung der Längs- und
Querbefestigungen empfiehlt es sich, die Herstelleranweisungen zu befolgen.
▶ Das sie ein für die Fahrzeugsicherheit wichtiges Teil ist, darf die Sattelkupplung nicht verändert
werden.
Bremsanlage
Der Ausstatter ist für den Einbau der spezifischen Abbremsvorrichtung des Sattelaufliegers zuständig.
▶ Weil die Bremsanlage für die aktive Fahrzeugsicherheit sehr wichtig ist, muss sie besonders
sorgfältig geplant und realisiert werden. Es müssen dieselben Bauteile, Leitungen und Anschluss-
stücke des Originalfahrzeugs verwendet werden.
Abhängig vom Gesamtgewicht der Bremsanlagen (Betriebs,- Not- und Feststellbremse) müssen diese die nationalen Vorschriften
oder den EU-Richtlinien in Bezug auf Abbremsung, Verhalten bei Hitze, Ansprechzeit usw. erfüllen.
Ferner muss eine entsprechende Dokumentation in Bezug auf Haftungskurven und Kompatibilität zur Verfügung gestellt werden
(sofern nicht anders vorgesehen).
Auf Wunsch stellt IVECO die technische Dokumentation hinsichtlich Anlageneigenschaften und Bremsvermögen des Originalfahr-
zeugs zur Verfügung.
Elektrische Anlage
Die Änderungen unter Beachtung der allgemeinen Vorschriften im Kapitel 5.4 durchführen.
Anmerkung Für Fahrzeuge mit ESP-System ist der Leistungsabfall des Systems unbedingt gemäß Hinweise im Kapitel 2.15 - Abschnitt
„Kontrollvorrichtungen elektronische Bremsung ABS „ durchzuführen.
Der Einbau von Tanks oder im Allgemeinen von nicht verwindbaren Aufbauten muss so erfolgen, sodass eine ausreichende und
schrittweise Drehfähigkeit des Fahrgestells erhalten bleibt, wobei Bereiche mit erhöhter Beanspruchung zu vermeiden sind.
Wir empfehlen, die Verbindung zwischen Tank und Konterrahmen im vorderen Bereich über elastische Elemente herzustellen
(siehe Abbildung 18) und im hinteren Bereich starre Lager zur Übertragung der Längs- und Seitenkräfte vorzusehen.
193895a Abbildung 18
Wie bereits angedeutet, sind starre Verbindungen am besten geeignet, um Kräfte in die Aufhängungselemente einzuleiten; elasti-
sche Verbindungen werden hingegen im Bereich des hinteren Lagers der Vorderradaufhängung verwendet.
Bei einer anderweitigen Ausführung, ist eine Anbringung von Längsprofilen zur Verstärkung von größerer Größe, als wie in Tabelle
3.7 angegeben, erforderlich.
Zur Bestimmung der elastischen Verbindungen müssen die Steifigkeitseigenschaften des Fahrgestells, sowie die Anbringungsberei-
che der Verbindungen und die Zweckbestimmung berücksichtigt werden.
● der Abstand zwischen den Stützen wird je nach Belastung bestimmt (in der Regel sollten die Abstände nicht mehr als 800 mm
betragen);
● die Stützen müssen so angebracht sein, dass die Last gleichmäßig auf einer entsprechend großen Fläche und mit entsprechen-
den Gegenverspannungen (siehe Abbildung 18) verteilt wird, um den Längs- und Querschub einzudämmen;
● die Verankerungen müssen eine ausreichende Länge aufweisen (ca. 400 mm - siehe Abbildung 19) und in unmittelbarer Nähe
der Befestigungspunkte der Federung angebracht werden.
Besonders ist darauf zu achten, dass die vordere Verankerung entsprechende elastische Eigenschaften aufweist, um die erfor-
derlichen Verwindungsbewegungen des Fahrzeugfahrgestells zu ermöglichen;
● andere Verankerungslösungen müssen von IVECO genehmigt werden.
208921 Abbildung 19
Um die zulässigen Höchstwerte in Bezug auf die Achsen einhalten zu können, müssen Volumen-Grenzwerte, Behälterfüllgrad und
Gewicht der zu transportierenden Ware festgelegt werden. In den einzelnen Tanks und Behältern mit abgetrennten Abschnitten
ist es erforderlich, dass bei jedem Füllstand nicht nur die Höchstgrenzwerte in Bezug auf die Achsen eingehalten werden, sondern
auch das minimale Verhältnis zwischen Gewicht auf der Vorderachse und Gesamtgewicht des Fahrzeugs bei Vollbeladung (siehe
Kapitel 1.15 ( ➠ Seite 11)).
In Anbetracht der Ausstattungsart wird der Einsatz von Fahrzeug mit Stabilisatoren empfohlen, außerdem sollte besonders auf eine
möglichst niedrige Höhe des Gesamtschwerpunkts geachtet werden (siehe Kapitel 1.15 ( ➠ Seite 11)); der Einsatz von Fahrzeugen
mit Stabilisatoren ist empfehlenswert.
In den Tanks und Flüssigkeitsbehältern sind entsprechende Quer- und Längsspundwände einzuplanen. Wenn diese Behälter nämlich
nicht vollständig gefüllt sind, kann die von der Flüssigkeit während der Fahrt erzeugte Dynamik Fahrbedingungen und Fahrzeugwi-
derstand negativ beeinflussen.
Beim Einbau von Behältern für den Transport von brennbaren Flüssigkeit müssen die gültigen Sicherheitsvorschriften genau einge-
halten werden (siehe Kapitel 2.18 ( ➠ Seite 61)).
102468 Abbildung 20
▶ Der Aufbauhersteller hat die Fahrzeugstandsicherheit für jeden Fall zu überprüfen und die er-
forderlichen Vorsichtsmaßnahmen für einen korrekten Betrieb vorzusehen. Kranhersteller und
Ausstatter sind für die Bestimmung von Art und Anzahl der Stabilisatoren verantwortlich, sowie
für die Anbringung einer Montagerahmen abhängig vom maximalen Statikmoment und Kranpo-
sition.
208922 Abbildung 21
1. Verstärkungsprofil 3. Kranverbindungen
2. Konsolen 4. Abstützungen
Beim Einbau von Kränen auf Fahrzeugen mit tiefliegendem Fahrerhaus (Beisp. 6+1) muss die Fahrgestellverstärkung bis unter das
Fahrerhaus reichen (siehe Abbildung 2), andernfalls ist es erforderlich, den Drehbereich des Krans je nach Krangröße einzuschrän-
ken, um das durch das Fahrgestell erlaubte Biegemoment nicht zu überschreiten.
Der Einsatz von Kränen auf Fahrzeugen für unwegsame Straßen erfordert die Anbringung von elastischen Verbindungen zwischen
Fahrgestell und Fahrgestellverstärkung (siehe Abbildung 8) im vorderen und mittleren Bereich, um die Torsionsbewegung des Fahr-
gestells nicht übermäßig einzuschränken. Ist der Kran nur am Konterrahmen befestigt, müssen die Abmessungen der Längsprofile
für die induzierten Momente ausreichen.
Die Anbringung des Krans hinter dem Fahrerhaus erfordert in der Regel einer Rückverstellung der Pritsche oder der Ausstattung.
Insbesondere bei Kippvorrichtungen muss besonders auf die Anbringung der Stützvorrichtungen und der hinteren Kippscharniere
geachtet werden, die so wenig wie möglich nach hinten verschoben werden müssen.
Tabelle 3.8 - Hinter dem Fahrerhaus montierter Kran (Befestigung am Konterrahmen mit Konsolen)
Gesamtdrehmoment MG max [kNm]
20 30 40 50 60 70 80 90
Rahmenquerschnitt
Modell 20 30 40 50 60 70 80 90 100
[mm]
Mindestwert Widerstandsmodul Konterrahmenquerschnitt Wx [cm3] (1)
Tabelle 3.9 - Hinter dem Fahrerhaus montierter Kran (Befestigung am Konterrahmen mit scherfesten
Platten)
Gesamtdrehmoment MG max [kNm]
20 30 40 50 60 70 80 90
Rahmenquerschnitt
Modell 20 30 40 50 60 70 80 90 100
[mm]
Mindestwert Widerstandsmodul Konterrahmenquerschnitt Wx [cm3] (1)
Tabelle 3.10 - Am hinteren Überhang montierter Kran (Befestigung am Konterrahmen mit scherfes-
ten Platten)
Gesamtdrehmoment MG max [kNm]
20 30 40 50 60 70 80 90
Rahmenquerschnitt
Modell 20 30 40 50 60 70 80 90 100
[mm]
Mindestwert Widerstandsmodul Konterrahmenquerschnitt Wx [cm3] (1)
E = Von Fall zu Fall überprüfen. Die technischen Unterlagen mit den Belastungs- und Stabilitätsprüfungen an die zuständigen IVECO-Stellen
senden.
(1)
Falls der Aufbau ein höheres Widerstandsmodul erfordert, muss dieses auch für den Kran verwendet werden.
208923 Abbildung 22
1. Konterrahmen über die gesamte Aufbaulänge 4. Kranverbindungen
2. Platten 5. Abstützungen
3. Konsolen 6. Verbindungswinkel
Absattelbare Kräne
Der Einbau von absattelbaren Kränen am hinteren Überhang kann auf Grundlage der Angaben aus dem vorangehenden Absatz un-
ter der Bedingung durchgeführt werden, dass die eingesetzte Befestigungsart zwischen Kran und Montagerahmen keine zusätzliche
Beanspruchung für das Fahrzeugfahrgestell darstellt.
In Anbetracht der Möglichkeiten in Bezug auf den Einsatz eines Fahrzeugs mit oder ohne Kran (sofern zulässig) empfehlen wir, die
Position auf dem Aufbau anzuzeigen, welche die Nutzlast in beiden Fällen übernimmt.
Wenn für das Fahrzeug die Möglichkeit einer Anhängervorrichtung erhalten bleibt, müssen alle durch die Normen festgelegten
Bedingungen in Bezug auf das korrekte Ankuppeln eingehalten werden.
Anmerkung Der Einsatz von Ladebordwänden erfolgt unter Einhaltung der zulässigen Höchstlast auf die Hinterachse des Fahrzeugs
und der festgelegten zulässigen Mindestlast für die Vorderachse (siehe Kapitel 1.15 ( ➠ Seite 51)). Wenn dies nicht
möglich ist, muss der hintere Überhang verkürzt werden.
Der Befestigung der Ladebordwand erfolgt mit einem Aufbau, welche eine Verteilung der Kräfte, insbesondere bei spezifischen
Ausstattungen ohne entsprechende Fahrgestellverstärkung (z.B. bei Kästen und Pritschen mit Querträger) ermöglicht.
Die Maße der zu verwendenden Profile werden wie folgt bestimmt:
● Anhand der Tabelle 3.11, bei Wagen mit serienmäßigen hinteren Überhängen;
● Anhand der Angaben in Abbildung 23, bei Wagen mit nicht serienmäßigen Überhängen oder mit spezifischen Bordwänden
(z.B. aus Aluminium) unter Berücksichtigung, dass die Biegemomente am Rahmen je nach Tragfähigkeit der Bordwände bei
allen Einzelfällen neu zu berechnen sind;
● Durch jeweilige Bewertungen, im Fall von Kastenwagen, wenn Bordwände mit Tragfähigkeiten über 3 kN (300 kg) angewen-
det werden.
Damit der Aufbau die notwendigen Widerstandsfähigkeit und Steifheit erhält, hat die Verbindung zwischen Fahrgestell und Kon-
terrahmen besonders bei Überständen über 1200 mm über schnittfeste Platten (mit Abständen unter 400 mm) zu erfolgen, vom
Überhangbereich bis zum vorderen Lager der Hinterachsfederung (siehe Abbildung 23).
Verfahren zur Bestimmung des Biegemoments auf dem Rahmen während der Ladephase einer Ladebord-
wand.
166690 Abbildung 23
E = Von Fall zu Fall überprüfen (die technischen Unterlagen mit den Belastungs- und Stabilitätsprüfungen einsenden.
S = S = Es ist die Anbringung von Stabilisatoren erforderlich.
Die Möglichkeit, Werkstoffe mit besseren mechanischen Eigenschaften zu verwenden, erfordert eine Überprüfung des gesamten
Widerstandsmoments von Fahrgestell plus Konterrahmen.
▶ Aufmerksam die Stabilität und die Fahrzeuglage beachten, die auf der Einfederung der Aufhän-
gungen und des Rahmens während dem Betrieb der Ladebordwände auftreten. Daher muss die
Möglichkeit eines Einsatzes von Stabilisatoren stets evaluiert werden, auch wenn dies nicht auf-
grund der induzierten Belastung auf das Fahrgestell als notwendig erachtet wird.
Die Stabilisatoren müssen am Stützaufbau der Bordwand vorzugsweise mit Hydraulikbetrieb befestigt werden.
Beim Einbau von elektro-hydraulischen Ladebordwänden sind das ausreichende Leistungsvermögen der Batterien und die Leistung
der Lichtmaschine zu überprüfen (siehe Kapitel 5.4 ).
Der Fahrzeugausstatter ist außerdem für folgende Punkte zuständig:
● Eventuelle Änderung am Unterfahrschutz-Querträger, oder Einbau eines Querträgers eines anderen Typs (siehe Kapitel 2.20
( ➠ Seite 63));
● Erfüllung der Sichtbarkeitseigenschaften von Schlusslichtern,
● Erfüllung der Überhangwinkel
● Positionierung der Anhängerkupplung
Der Scharniermechanismus für die hintere Kippvorrichtung muss am Konterrahmen angebracht und die Position in Längsrichtung
muss so nah wie möglich an der hinteren Halterung der hinteren Aufhängung angebracht werden. Um die Stabilität des Fahrzeuges
beim Kippen nicht zu beeinträchtigen und um die Belastung des Rahmens nicht zu sehr zu steigern, muss der Abstand zwischen
dem Kippscharnier und der hinteren Halterung der Aufhängung dem Wert in Abbildung 16 entsprechen. Wenn dies nicht möglich
ist, müssen größere Profile des Konterrahmens als normalerweise und eine geeignete Versteifung im hinteren Bereich angebracht
werden.
Besondere Vorsicht ist bei der Anbringung der Hebevorrichtung geboten, sowohl in Bezug auf die notwendige Robustheit der Stüt-
zen als auch bei der Anbringung der Verbindungen an der korrekten und entsprechenden Stelle. Zur Verringerung der örtlichen
Belastung empfiehlt sich jedenfalls eine Positionierung vor dem Schwerpunkt der Einheit Pritsche/Nutzlast.
Der Ausstatter muss das Fahrzeug so ausstatten, dass die Stabilität beim Kippen der Ladefläche gewährleistet ist.
Die Realisierungen müssen allen eventuellen Vorschriften der nationalen Richtlinien entsprechen.
● Die Anbringung eines nach hinten zu besonders robusten Konterrahmens und elastische Verbindungen zum vorderen Bereich
des Fahrzeugs;
● Die Verkürzung des hinteren Überhangs des Fahrgestells.
Wenn sehr kurze Überhänge nötig sind, kann das Fahrgestell direkt nach der hinteren Stütze der Feder (oder nach dem Stan-
genansatz bei einer pneumatischen Federung) gekürzt werden, wobei die Verbindung des entsprechenden Querträgers am
Fahrgestell vollständig beizubehalten ist;
● Die Vertikale Anbringung des Auspuffs, hinter der Kabine;
● der Einsatz einer härteren Federung (siehe Kapitel 2.11 ( ➠ Seite 35));
● Eine Neuanordnung der Heckleuchten.
Der Einbau muss so durchgeführt werden, dass die ordnungsgemäße Funktion der Gruppen und Bestandteile des Fahrzeugs nicht
beeinträchtigt wird, unter Einhaltung der maximal zulässigen Achslasten und unter Befolgung der Anweisungen des Herstellers der
Seilwinde. Die Befestigung der Umlenkgruppe und -bestandteile muss unter Einhaltung des Kapitels 2.2 ( ➠ Seite 8) erfolgen, dabei
muss darauf geachtet werden, dass die Verankerungsbereich nicht nur lokal (siehe Kapitel 2.17 ( ➠ Seite 59)), abhängig vom Zug
der Seilwinde und besonders seiner Querkomponenten verstärkt werden, wenn der Zug schräg erfolgt.
Bei der Anbringung einer Seilwinde im Bereich hinter der Kabine muss ein Zusatzrahmen dazwischen montiert werden, dessen
Abmessungen und Struktur (Querträger und Diagonale für die Verstärkung) der Kapazität der Seilwinde entspricht.
Im Falle von Seilwinden:
● mit hydraulischer Betätigung: können hydraulische Pumpen verwendet werden, die bereits für andere Systeme installiert wur-
den (Kippaufbauten, Kran, etc.);
● mechanische: für die Übertragung der Steuerung müssen die Anweisungen in den Kapiteln 4.1 ( ➠ Seite 5) und 4.2
( ➠ Seite 7) befolgt werden;
● mit Betätigung mit Schneckenwelle: die Dimensionierung der Elemente des Abtriebs muss die geringe Leistung von Steuerun-
gen dieser Art in Betracht gezogen werden;
● mit elektrischer Betätigung: sie müssen für niedrige Leistungen und kurze Zeiträume verwendet werden, das liegt an den be-
schränkten Kapazitäten der Batterie und der Lichtmaschine des Fahrzeugs.
3.14 SONDERAUSFÜHRUNGEN
Der Ausstatter ist für die Übereinstimmung der durchgeführten Eingriffe mit den gesetzlichen Vorschriften verantwortlich, insbe-
sondere bei Ausstattungen, welche für den Personentransport bestimmt sind.
Fahrgestelle Windläufe
Diese sind besonders für spezielle Karosserien oder Ausstattungen vorgesehen (Transporter für den Detailhandel, Wohnmobile
usw.).
Die in der technischen, von IVECO zur Verfügung gestellten Dokumentation angeführten Angaben und Vorsichtmaßnahmen (Fahr-
gestellzeichnung) sind genau einzuhalten.
Wohnmobile
Die für die einzelnen Achsen und auch die insgesamt geltenden Gewichtsgrenzen strikt einhalten, darauf achtend, dass außer der
vorgesehenen Personenanzahl auch für Folgendes noch ausreichend Kapazität verfügbar ist:
Sicherstellen, dass das Ladegut in den eigens dafür vorgesehenen Abteilen untergebracht werden kann, wobei ausreichend Sicher-
heitsspielraum vorhanden sein muss und entsprechende Hinweise anzubringen sind.
Besonderes Augenmerk ist auf den Einbau von Gasflaschenräume zu legen, welche unter Einhaltung der entsprechenden geltenden
Vorschriften und der jeweilig erforderlichen Sicherheitsmaßnahmen zu realisieren sind.
Für etwaige Arbeiten am hinteren Überhang die Angaben im Kapitel 2.5 ( ➠ Seite 19) beachten.
● Das maximale statische Moment und die für den Aufbau vorgesehene Position einschätzen;
● Abrupte Querschnittsänderungen vermeiden;
● eine Befestigung wie jene der Abbildung 3 herstellen oder, bei schweren Belastungen, wie jene der Abbildung 24, in der die
erste Befestigung des Konterrahmens markiert ist.
173275 Abbildung 24
▶ Der Ausstatter hat alle Vorsichtmaßnahmen zu treffen für eine zweckgemäße Verwendung und
die Fahrzeugstabilität beim Einsatz. In diesen Zusammenhang fällt auch die Verantwortung, die
Art und Anzahl der Abstützungen zusammen mit dem Aufbauhersteller zu bestimmen.
● Herstellung der Einrichtung zur Regelung der Hebe-/Absenkgeschwindigkeit des Fahrzeugs auf den Abstützungen, wozu die
Hydraulikanlage mit geeigneten Durchflussregelventilen ausgestattet werden muss;
● darauf hinweisen, dass die Vorderachse möglichst wenig vom Boden angehoben werden darf (3-5 cm), unter der Bedingung,
dass die Fahrzeuglage horizontal bleibt.
208929 Abbildung 25
Ansicht von unten
1. Verstärkungsleiste 3. Puffer Fahrerhaus
2. Erste Befestigung Konterrahmen 4. Detailansicht des Fahrgestell-Scharnierbandes
Die Bänder müssen eine Mindeststärke von 4 mm und eine ausreichende Länge aufweisen (auf jeden Fall nie unter 1050 mm), um
die Rahmenlängsträger im Bereich vor der Fahrerhauslagerung und hinten nach der ersten Hilfsrahmenbefestigung zu bemänteln
(siehe Abbildung 25).
Die zusätzlichen Scharnierbänder sind am Fahrgestellschenkel mittels Vernietungen in Abständen von höchstens 110 mm zu befes-
tigen und müssen aus hochwiderstandsfähigem Stahl bestehen.
Anmerkung Bei den Fahrzeugen mit Profiltank von 70 bzw. 100 Liter (siehe Kapitel 2-17 ( ➠ Seite 59) - Abbildung 36) können die
Verstärkungsbänder wegen der Interferenz zwischen Nietköpfen und Kraftstofftank-Oberwand nicht installiert werden.
NEBENANTRIEBE
Inhalt
4.1 ALLGEMEINES . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 5
4.3 NEBENANTRIEB AM
DREHMOMENTVERTEILER . . . . . . . . . . . . . . . . . . 8
4.6 EINSTELLUNGEN . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 10
Verwaltung Nebenabtrieb (PTO) am
Getriebe . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 11
Multiple State Switch . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 12
NEBENANTRIEBE
4.1 ALLGEMEINES
Für den Antrieb von Zusatzaggregaten können Nebenantriebe (PTO, Power Take Off) installiert werden. Je nach Anwendungsart
und Leistungsanforderungen kann die Anbringung an den folgenden Stellen erfolgen:
● am Getriebe;
● am Antriebsstrang;
● an der Motorhinterseite.
Merkmale und technische Daten sind den nachfolgenden Abschnitten und in den auf Anforderung erhältlichen Unterlagen aufge-
führt.
Bei der Festlegung des Leistungsaufwandes für die kraftaufnehmenden Geräte, ist besonders bei hoher Leistung auch die Leistungs-
aufnahme der Bewegungsübertragung zu berücksichtigen (5 ÷ 10% bei mechanischer Kraftübertragung - Riemen, Zahnräder ,
während eine hydraulische Kraftübertragung eine höhere Leistung erfordert).
Die Übersetzung des Nebenantriebs muss so festgelegt werden, dass die Leistungsaufnahme im elastischen Drehzahlbereich des
Motors erfolgt. Für einen gleichmäßigen und ruckelfreien Fahrzeugbetrieb sollten niedrige Drehzahlen (unter 1.000 U/min) vermie-
den werden.
Der Wert der aufnehmbaren Leistung wird anhand der Nebenabtriebsdrehzahl und des vorgesehenen Drehmoments berechnet.
P [PS] = M • n • i / 7023
P [kW] = M • n • i / 9550
P = Aufnehmbare Leistung
M = Zulässiges Nebenantriebsdrehmoment
n = Motordrehzahl pro Minute
i = Übersetzungsverhältnis = U/min Nebenantriebsausgang / U/min Motor
Anwendung
Die Werte des maximalen Drehmoments beziehen sich auf eine fortlaufende Nutzung von bis zu 60’
Eventuelle höhere Drehmomente bei gelegentlicher Nutzung (unter 30') müssen je nach Nutzungsart jedes Mal vereinbart wer-
den.
Bei Dauereinsätzen von mehr als 60' ist diese Zeitspanne bedeutend länger, falls aber der Einsatz mit einem stationären Motor
vergleichbar ist, muss die Möglichkeit einer Verminderung der Drehmomentabnahmen auch abhängig von den Randbedingungen
(Kühlung des Motors, Getriebe usw.) evaluiert werden.
Beim Dauereinsatz, der hohe Öltemperaturen verursachen kann, wird empfohlen, mit dem Lieferanten der PTO die Möglichkeit
eines "externen Ölkreissets" zu nutzen.
Die Drehmomentabnahmen sind problemlos möglich, wenn die Einsatzart keine merklichen Veränderungen des Drehmoments
hinsichtlich Frequenz und Höhe mit sich bringt.
Andernfalls und zur Vermeidung von Überbelastungen (z.B.: der Hydraulikpumpen und der Verdichter) kann es erforderlich sein,
Kupplungen oder Sicherheitsventile anzubringen.
▶ Im Dauerbetrieb dürfen Getriebeöl- und Wassertemperatur nicht über 110 °C bzw. 100 °C stei-
gen.
▶ Nicht alle erhältlichen Nebenantriebe sind für den Dauerbetrieb geeignet; die besonderen Vor-
schriften für den spezifischen Nebenantrieb (Betriebszeit, Pausen usw.) sind beim Einsatz zu be-
achten.
Unter Beachtung der Vorschriften des Getriebeherstellers ist in der Planungsphase besonders auf die Kinematik (Winkel, Drehzahl,
Drehmoment) vom Nebenantrieb zum Bediengerät, sowie in der Realisierungsphase auf das dynamische Verhalten zu achten.
Das bedeutet:
● bei der Dimensionierung müssen die Kräfte berücksichtigt werden, welche sich bei Höchstleistung und Höchstdrehmoment
auftreten könnten;
● um eine gleichmäßige Geschwindigkeit zu erlangen, müssen die Winkelwerte an den Wellenenden übereinstimmen (siehe
Abbildung 1) und dieser Wert darf 7° nicht überschreiten;
● Lösung Z ist Lösung W vorzuziehen, da die Belastungen auf die Lager des PTO und der zu steuernden Gruppe geringer sind.
Insbesondere wenn es notwendig ist, einen Antriebsstrang mit geneigten Gelenkwellen in den Zwischenraum entsprechend
einem Winkel φ (wie in Abb. 2 gezeigt) einzufügen, ist darauf zu achten, dass eine gleichmäßige Geschwindigkeit der Einheit
nur dann gewährleistet wird, wenn die dazwischenliegende Gelenkwelle mit verdrehten Schaltgabeln im selben Winkel φ
versehen ist und wenn die Winkelgleichheit an den Enden Χ1 und Χ2 eingehalten wird.
Für einen mehrteiligen Antriebsstrang die Hinweise im Kapitel 2.8 ( ➠ Seite 27) beachten.
192350 Abbildung 1
Lösung Z Lösung W
91523 Abbildung 2
166057 Abbildung 3
1. Deckel für Vorrüstung Nebenantrieb
Der Einbau eines PTO (Nebenabtriebs) nach der Fahrzeugproduktion erfordert eine Neuprogrammierung des elektronischen
Steuergeräts zur Getriebesteuerung (falls es sich um ein automatisiertes Getriebe handelt), sowie einige Eingriffe an der Elektrik.
Daher ist es ratsam, zuerst das Kapitel 4.6 sorgfältig zu lesen.
Die Neuprogrammierung des Steuergeräts hat gemäß der Anweisungen aus dem IVECO-Handbuch mit den entsprechenden Dia-
gnoseinstrumenten (bei Vertragshändlern und Vertragswerkstätten verfügbar) zu erfolgen. Außerdem müssen Informationen zum
PTO zur Verfügung gestellt werden.
(1)
In Bezug auf die Fahrtrichtung
(2)
Vor dem Ausgang des PTO
Das maximale abnehmbare Drehmoment bezieht sich auf eine Ausgangsdrehzahl des PTO von 1500 U/min. Bei höheren Dreh-
(3)
▶ IVECO behält sich das Recht vor, die Garantie auf das Getriebe zu annullieren, falls die Ursachen
möglicher Funktionsstörungen auf das PTO zurückzuführen sind und wenn das vom Ausstatter
eingebaute PTO andere Leistungen als jene der Tabelle 4.1 aufweist.
▶ Bei den Drehmomentabnahmen die Werte der Tabelle 4.1 beachten. Bei einem langzeitigen
Gebrauch muss die Getriebeöltemperatur 110 °C, und die Wassertemperatur 100 °C nicht
überschreiten. Nicht alle erhältlichen Nebenabtriebe sind für den Dauerbetrieb geeignet; Die
besonderen Vorschriften für den spezifischen Nebenabtrieb (Betriebszeit, Pausen usw.) sind
beim Einsatz zu beachten.
Die von IVECO gelieferten Nebenantriebe verfügen über einen Flansch zum direkten Einbau von Pumpen mit UNI-Kupplung mit 4
Bohrungen.
Der Abtrieb erfolgt über eine Keilwelle 21 ISO 14.
● der Nebenantrieb kann nur bei stehendem Fahrzeug funktionieren. Der Nebenantrieb muss bei Getriebe im Leerlauf ein-
und ausgeschaltet werden. Beim Ein- und Ausschalten muss die Drehmomentaufnahme durch den Aufbauhersteller auf 0 Nm
reduziert werden;
● die Nebenantriebsdrehzahl ist vom eingelegten Gang abhängig;
● der Einbau hat unmittelbar nach dem Getriebe zu erfolgen; bei Fahrzeugen mit zwei oder mehreren Gelenkwellen kann der
Nebenantrieb auch entsprechend dem Schwingarm zwischen der ersten und zweiten Gelenkwelle eingebaut werden (die
Angaben aus Kapitel 2.8 ( ➠ Seite 27) sind einzuhalten);
● die Winkel der Übertragung auf horizontaler und vertikaler Ebene müssen beibehalten werden und soweit wie möglich mit
den ursprünglichen Winkeln übereinstimmen;
● das Gewicht und die Steifigkeit, die zusätzlich auf dem Antriebsstrang lasten, dürfen kein Ungleichgewicht und keine störenden
Schwingungen verursachen, andernfalls könnte es im Fahrbetrieb oder beim Einsatz des Nebenantriebs zu Schäden der An-
triebsteile (vom Motor zur Hinterachse) kommen;
● der Nebenantrieb ist am Fahrgestell mit einer entsprechenden Aufhängung zu verankern.
▶ Der Antriebsstrang ist für die Fahrzeugsicherheit im Fahrbetrieb wichtig. Jegliche Eingriffe am
Antriebsstrang dürfen ausschließlich durch hochspezialisierte Firmen durchgeführt werden, die
über eine Genehmigung durch den Hersteller verfügen.
Anmerkung Eingriffe an der Antriebswelle ohne Genehmigung durch IVECO führen zum sofortigen Verfall der Fahrzeuggarantie.
4.6 EINSTELLUNGEN
Am Fahrzeug können bis zu zwei Nebenabtriebe installiert werden, einer davon (PTO1) muss am Getriebe installiert werden.
Alternativ dazu kann die folgende Erstausstattung im Fahrzeug eingebaut werden:
a) PTO-Vorrüstung (Opt. 77910 am Getriebe 2840.6 und 2850.6; Opt. 75977 am Getriebe 2835.6)
Die PTO-Vorrüstung besteht aus:
b) PTO-Vorrüstung (Opt. 77910 am Getriebe 2840.6 und 2850.6; Opt. 75977 am Getriebe 2835.6) und Expansionsmodul
(Opt. 8657)
Das Expansionsmodul (EM) ist eine elektronische Schnittstelle die vorgerüstet wurde, um verschiedenen Ausstattungsvarianten
(zusätzliche Lichter, Alarme, PTO im „Nachmarkt“ usw...) zu verwalten.
c) PTO1 (Opt. 75076/75077/75078) und Expansionsmodul (Opt. 8657)
In diesem Fall ist der Schalter zur PTO-Aktivierung am Armaturenbrett montiert. Abbildung 4).
209819 Abbildung 4
Anmerkung Für die Beschreibung der technischen Daten und der Anwendungsmöglichkeiten des Expansionsmoduls, bitte das spezifi-
sche IVECO-Handbuch, Nr. 603.95.826 nachschlagen.
● sicherstellen, dass das Fahrzeug mit dem Opt. "Tempomat" (Cruise Control) ausgerüstet ist;
● Die entsprechende Genehmigung für den gewünschten Eingriff von IVECO zusammen mit den eventuell notwendigen, spezifi-
schen Anweisungen zu erhalten.
Anmerkung Die Nachrüstung eines Nebenabtriebs verlangt, nach Abschluss der Montage den IVECO-Kundendienst anzusprechen, um
die Software vom Motor-Steuergerät über Teleservice zu aktualisieren.
▶ Wenn ein nicht stationäres PTO eingeschaltet ist, sind für Sicherheitsgründe die Gangschalt-
vorgänge gesperrt (die das automatische Abschalten verlangen), dabei sollte das Fahrzeug eine
Fahrgeschwindigkeit von 20 km/h nicht überschreiten.
▶ Bevor der Motor über den Austatter-Steckverbinder abgestellt wird, muss das PTO getrennt
werden. Jedenfalls ist ein erneutes Anlassen des Motors über diesen Steckverbinder bei ange-
schlossenem PTO nicht möglich.
208927 Abbildung 5
Außerdem ist das Steuergerät imstande, die eingestellte Drehzahl zu Steuern und das Gleichgewicht in Abhängigkeit von der Belas-
tung aufrechtzuerhalten bzw. wiederherzustellen.
Anmerkung Die Einstellung der Motordrehzahl mittels Cruise Control (Working Engine Speed Demand) erfolgt nur zwischen 10 und
20 km/h in Abhängigkeit von der Ausstattung.
Nach Verstellen des Wahlschalters der Abbildung 5 auf ON, ermöglicht die Betätigung der Tasten + oder - den Drehzahlanstieg
bzw. -verringerung auf zwei Weisen:
a) in Schritten von 50 U/min, wenn der Hebel zwischen 0,5 und 2 Sekunden betätigt wird;
b) mit einer Steigung von 400 U/min pro Sekunde kontinuierlicher Betätigung des Hebels, nach 2 Sekunden.
Es ist möglich (bei aktiviertem PTO) eine neue Drehzahl durch längeres Drücken für mindestens 5 Sekunden der Taste RESUME
zu speichern.
Bei eingeschaltetem Tempomat (Cruise Control) kann man zur Leerlaufdrehzahl zurückkehren (Einstellung gelöscht), indem man
den Wahlschalter in Abbildung 5 auf OFF verstellt, oder indem man auf das Brems- bzw. Kupplungspedal (falls vorhanden) drückt.
Anmerkung Zur Steuerung der Motordrehzahl, des erforderlichen Drehmoments und anderer programmierbarer Parameter auf dem
Expansionsmodul siehe entsprechendes IVECO-Benutzerhandbuch.
208928 Abbildung 6
Multiple State Switch (Beispiel)
A. 12-poliger Ausstatter-Steckverbinder 1. Pull-up (im ECU)
B. Ausstatterseitig 2. Pull-down (nur für EDC7CI)
Tabelle 4.3
Widerstandswert [Ohm] R0 R1 R2 R3
120 390 900 2900
Tabelle 4.4
Programmierbare Drehzahl
PTO 0 PTO 1 PTO 2 PTO 3
[UpM] - Grundeinstellung
CM 900 1200 900 1200
CA 1200 1200 1200 1200
Funktionsweise:
1. Bei stehendem Fahrzeug mit dem Schalter auf Position 0:
■ Manueller Betrieb - die Taste RESUME an der Cruise Control drücken, um die Motordrehzahl auf die programmierte
Drehzahl zu bringen
■ Hilfsbetrieb - dafür ein Plus am Stift 15 des 20-poligen Ausstatter-Steckverbinders herstellen und die Motordrehzahl geht
auf die programmierte Drehzahl.
2. Bei stehendem Fahrzeug mit dem Schalter auf Position 0:
■ Wird die Taste RESUME nicht gedrückt, dreht der Motor weiter im Leerlauf. Bei einer Positionsveränderung des Schal-
ters wird die Motordrehzahl auf den für die jeweilige Schalterstellung programmierten Drehzahlwert gebracht.
Wird der Wahlschalter der Cruise Control auf OFF gestellt oder das Brems- oder Kupplungspedal betätigt, schaltet sich die Motor-
drehzahlsteuerung unabhängig von der Schalterposition ab.
ELEKTRONISCHE
UNTERSYSTEME
Inhalt
5.1 ELEKTRONISCHE ANLAGE . . . . . . . . . . . . . . 5
ELEKTRONISCHE UNTERSYSTEME
5.1 ELEKTRONISCHE ANLAGE
Nachfolgend ist die Einbaulage der elektronischen Steuergeräte und der Verbinder, die im Fahrzeug installiert werden können,
dargestellt.
▶ Ein direkter Anschluss von elektrischen Vorrichtungen oder Stromkreisen an die nachfolgend
beschriebenen Steuergeräte ist nicht erlaubt. Es dürfen ausschließlich die in den folgenden Ab-
schnitten beschriebenen Steckverbinder verwendet werden.
Einbaulage Steuergeräte
208934 Abbildung 1
A. Instrumententafel I. Steuergerät des automatisierten Getriebes am Fahrgestell
B. Steuergerät Anhänger L. SCM-Anschlusseinheit (Motor)
C. Lenkstockschalter und Zündschalter M. Expansionsmodul "EM"
D. Body Computer N. Steuergerät Airbag
E. Ölsteuergerät O. ABS/ESP-Steuergerät
F. Motor-Steuergerät "ECM" P. ECAS Electronic Control Air Suspension (elektronisch ge-
G. CBA1-Steuergerät an der Batterie steuerte Luftfederung)
H. CBA2-Steuergerät im Motorraum
208934 Abbildung 1
Q. Steuergerät Glühkerzen R. Steuergerät automatisiertes Getriebe
Anmerkung Unter Berücksichtigung der vervielfältigen Fahrzeugausführungen und der damit verbundenen Verkabelung wird hier
darauf hingewiesen, dass die hier angegebenen Anweisungen nur die Grundausführung der Elektroanlage betreffen; Für
mehr spezifische Anweisungen ist bei Bedarf der IVECO-Kundendienst anzusprechen.
Im Fahrzeugelektrik sind spezifische Steckverbinder vorgesehen, um den Anschluss mit den vom Fahrzeugausstatter angebrachten
Aufbauten zu ermöglichen; Der Zugang zu diesen Steckverbindern erlaubt, die funktionelle Unversehrtheit der Anlage und die
Gültigkeit der Garantie zu wahren.
Die Standard-Steckverbinder sind die Nr. 61071A und 72075A, mit dem Fahrerhaus-Armaturenbrettkabel zusammengeschaltet,
die durch Öffnen der beifahrerseitigen Ablagefachklappe zugänglich werden (siehe Abbildung 2).
▶ Signalentnahmen vom Fahrzeug zum Auf-/Umbau müssen über Dioden, Relais und
zweckmäßige Kabelstränge übertragen werden. Jeder Direktanschluss zu den Steckverbindern
61071A und 72075A ist strikt verboten, und führt zum Verfall der Garantie.
230823 Abbildung 2
1. Steckverbinder für Ausstatter 61071A 4. Steckverbinder EM 72075B
2. Steckverbinder für Ausstatter 72075A 5. Steckverbinder EM 72071
3. Steckverbinder EM 61071B
Falls das Fahrzeug zur Installation des Expansionsmoduls vorgerüstet ist, verfügt die Anlage im Fahrerhaus auch über die Steckver-
binder 61071B, 72071, 72075B (Abbildung 2), und zusätzlich auch über den Steckverbinder ST13 im Motorraum links (siehe Abbil-
dung 3).
Die Funktionen dieser Steckverbinder sind im spezifischen Abschnitt 7 dieses Handbuchs beschrieben.
230828 Abbildung 3
1. Steckverbinder ST13
101564 Abbildung 4
Auf dem Fahrzeug vorhandenes Bauteil (Stecker) Zu verbindendes Gegenstück (Buchse)
Tabelle 5.1
Code Beschreibung
500314820 EZ Kontaktstecker für 0,35 bis 0,5mm-Kabel
500314824 EZ Kontaktstecker für 0,75 bis 1,5mm² -Kabel
504005092 EZ Kontaktstecker für 2,5 bis mm² -Kabel
Eingang abgestellt
2 Motor wird abgestellt 9903 BCM F/22
max. 10 mA + 12 V = Motorstopp
Offener Stromkreis = keine Handlung
Ausgang
+12 V = Bremse aktiviert
3 Betriebsbremse 1176 max. 500 mA BCM D/57
kein Signal = Bremse nicht aktiviert
(mit Entkopplungsdiode)
Ausgang
Masse = stehendes Fahrzeug
4 Bei stillstehendem Fahrzeug 0000 max. 500 mA BCM H/32
kein Signal = Fahrzeug steht nicht
(mit Entkopplungsdiode)
Ausgang
Masse = Feststellbremse eingelegt (3)
5 Feststellbremse 6662 max. 500 mA BCM F/44
kein Signal = Feststellbremse nicht eingelegt
(mit Entkopplungsdiode)
Durch eine Sicherung geschützter Plusleiter am Body
6 Pluspol der Batterie 7772 max 15 A BCM UND/19
Computer - F33
Bei aufleuchtenden Standlichter wird ein Plussignal (4)
vom BCM
Einschaltung der Ausgang erhalten
7 3320 verwaltetes
Standlichter max. 500 mA +12 V = Standlichter aktiv
Relais
kein Signal = Standlichter nicht aktiv
8 Reserviert (5)
Angeschlos-
Kabel-
Pin Beschreibung Signal sen Anmerkungen
code
an
EDC K/44
(F1C Euro6)
Ausgang
EDC K/43 +12 V = Kupplung eingelegt
9 Betätigung der Kupplung 9273 max. 500 mA
(F1A Euro5) Offener Stromkreis = Kupplung ausgekuppelt
(mit Entkopplungsdiode)
EDC K/75
(F1C Euro5)
Ausgang
Einlegen des +12 V = Rückwärtsgang eingelegt (6)
10 2268 max. 100 mA BCM C/17
Rückwärtsgangs kein Signal = Rückwärtsgang nicht eingelegt
(mit Entkopplungsdiode)
Ausgang Durch eine am Body Computer vorhandene Sicherung -
11 Pluspol geschaltetes Plus 8879 BCM G/12
5A F49 geschütztes Zündungsplus
12 Cruise Control Command 8156 n.a. BCM H/56 Tempomat-Schnittstelle (Cruise Control) (7)
(1)
Das Fahrzeug führt keine Sicherheitskontrolle aus. Das Fahrzeug verhindert den Motorstart bei eingelegtem Gang
nicht, und überwacht das Loslassen des Kupplungspedals auch nicht. Der Fahrzeugausstatter muss die notwendigen,
vorbeugenden Maßnahmen treffen, um unbewusste Fahrzeugbewegungen zu verhindern.
Der Motorstartbefehl muss dauernd aktiv sein, bis der Motor anspringt.
Der Motor kann nur bei im Zündschloss eingestecktem und gedrehtem Zündschlüssel (K15 ON).
Wenn das Remote-Signal K15 vom Pin 5 des Steckverbinders 72075A aktiviert wird, und der Zündschlüssel dann in das Zündschloss (K15
ON) eingesteckt wird, wird der Motorstart gesperrt und ein Wegfahrsperrenfehler angemeldet. Beide Remote-Signale K15 und K15 ON
sind in diesem Fall zu löschen.
Ist der Vorgang erfolgreich abgeschlossen, bleibt er für den ganzen Zyklus K15 ON gültig, was dem Fahrzeugausstatter erlaubt, den Motor
mehrmals abzustellen und neu zu starten, bis das K15 aktiv bleibt.
Der Anlasser wird nur bei NICHT laufendem Motor aktiviert.
(2)
Das Abstellen des Motors ist nur bei stillstehendem Fahrzeug oder bei Fahrgeschwindigkeit < 4 km/h erlaubt.
Der Motor-Stoppbefehl muss dauernd aktiv sein, bis der Motor abgestellt wird.
(3)
Zeigt das Signal “Feststellbremse eingelegt” die Meldung "Masse" an, ist die Feststellbremse nicht vollständig losge-
lassen. Deswegen kann ein restliches Bremsmoment an der Hinterachse noch vorhanden sein. IVECO empfiehlt, das
Signal nicht als Meldung für stillstehendes Fahrzeug zu verwenden.
Es ist obligatorisch, einen Pull-Up-Widerstand von 10 kOhm zwischen 61071A / Pin 11 (Signal K15) und 61071A / Pin 05 wie in Abbildung
5 dargestellt einzuschalten.
230048 Abbildung 5
1. Ausstattung 2. Steckverbinder 61071A
(4)
Das Ausgangssignal der Begrenzungsleuchten kann auch aus den Steckverbinder am Fahrgestell ST38 entnommen werden. Bei Bedarf
ist der Kapitel 5.4 – Abschnitt "Unterbringung der Seitenbegrenzungsleuchten (Side Marker Lamps) nachzuschlagen ( ➠ Seite 47)".
bar.
IVECO empfiehlt deshalb die Verendung eines Relais, das die Motordreh-
zahl von der Klemme 10 des 12-poligen Steckverbinders 72075A "able-
sen" kann (siehe Beispiel in Abbildung 6).
Diese Relais ist so einzustellen, dass bei einer Motordrehzahl >400 UpM
einen 12V-Ausgang aktiviert wird, der als D+ Signal verwendet werden
kann.
Die Drehzahlschwelle, bei der das Signal vorhanden sein muss, ist von
400 bis 2000 UpM einstellbar und kann auch für andere Anwendungen
gebraucht werden, die ein Motordrehzahlsignal verlangen.
Falls der UpM-Ausgang des Steckverbinders 72075A / Pin
10 kein Signal liefert, muss die ECM-Programmierung ak-
tualisiert werden; Der IVECO-Kundendienst ist zu diesem
Zweck anzusprechen.
230049 Abbildung 6
Anschluss:
● X: Nicht verwendet
● Y: Signaleingang Steckverbinder 72075A / Pin 10
● Z: Nicht verwendet
● C: Nicht verwendet
● 15: Nicht verwendet
● 30: Gemeinsamer Plusleiter Steckverbinder 61071A / Pin 11
● 31: Minusleiter Steckverbinder 61071A / Pin 17
● 87: Normalerweise geöffnet (Schließer), als "D+ Signal” zu verwenden
● 87a: Normalerweise geschlossen (Öffner)
● Nennspannung : 9 ÷ 15 V
● Maximaler Umschaltstrom: 10 A
● Betriebsstrom: 10 ÷ 100 mA
● Navi-Schutz: IP52
(6)
Bei Fahrzeugen in Hi-MATIC-Version, die Angaben in Appendix C ( ➠ Seite 9) beachten
(7)
Nur in Verbindung mit dem "Tempomat" Sonderwunsch (Cruise Control) gestützt.
Die Widerstände sind zwischen Pin 12 und Pin 13 anzuschließen. Je nach Widerstandswert können verschiedene Funktionen aktiviert wer-
den:
R = 2490 Ohm: CC bleibt aktive, wie all die PTO-Betriebsmodi (wichtig für Fahrzeuge ohne Cruise Control "Tempomat")
Die Drehzahl steigt um +50 UpM nach jedem Impuls (nur bei still stehendem Fahrzeug) oder je nach Geschwindigkeitsregelung vom
R = 649 Ohm SET+:
CC (nur bei V > 30 km/h)
Die Drehzahl sinkt um -50 UpM nach jedem Impuls (nur bei still stehendem Fahrzeug) oder je nach Geschwindigkeitsregelung vom
R = 261 Ohm SET-:
CC (nur bei V > 30 km/h)
R = 133 Ohm RES: Aktivierung von ISC-MEMO-Drehzahl oder Wiedereinstellung der im CC gespeicherten Geschwindigkeit
208225 Abbildung 7
A. Stift 12 20-poliger Ausstatter-Steckverbinder B. Stift 13 20-poliger Ausstatter-Steckverbinder (Masse)
208225 Abbildung 7
C. Pin 4 20-poliger Ausstatter-Steckverbinder (Masse bei D. Stift 11 20-poliger Ausstatter-Steckverbinder (+15)
V=0)
Zu diesem Zweck empfiehlt IVECO ein Relais anzuwenden, das die Ver-
wendung der gleichen Funktionen erlaubt, die am Lenkstockschalterhebel
verfügbar sind.
Es ist somit unbedingt erforderlich, dass der "Tempomat"-Sonderwunsch
(Cruise Control) bei beiden Systemen, ECM und BCM, konfiguriert wird.
Es ist außerdem zu berücksichtigen, dass der Fahrer den Tempomat-
schalter am Lenkstockhebel auf OFF stellen muss, sonst werden die
Außenbefehle ignoriert.
101554 Abbildung 9
Auf dem Fahrzeug vorhandenes Bauteil (Stecker) Zu verbindendes Gegenstück (Buchse)
Tabelle 5.3
Code Beschreibung
500314820 EZ Kontaktstecker für 0,35 bis 0,5mm²-Kabel
500314824 EZ Kontaktstecker für 0,75 bis 1,5mm²-Kabel
504005092 EZ Kontaktstecker für 2,5 bis mm² -Kabel
Angeschlos-
Kabel-
Pin Beschreibung Signal sen Anmerkungen
code
an
9 Reserviert
EDC K/70
(F1C Euro6)
EDC K/52 Motordrehzahlsignal (5)
10 Motordrehzahl (U/min) 5587 n.a.
(F1A Euro5) 4 Impulse/Umdrehung
EDC K/48
(F1C Euro5)
Beim Vorhandensein vom elektrischen TGC (Hauptstromfernschal-
Batterievertei- ter) (Opt. 2546)
11 Notschaltersteuerung OFF 7772 10 mA ler Pin +12V = Notschalteraktivierung OFF
2 Offener Stromkreis = keine Tätigkeit
Für Einzelheiten die Betriebs- und Wartungsanleitung nachschlagen
Beim Vorhandensein vom elektrischen TGC (Opt. 2546)
Batterievertei-
+12V = TGC-Aktivierung
12 TGC-Steuerung On 7772 10 mA ler Pin
Offener Stromkreis = keine Tätigkeit
3
Für Einzelheiten die Betriebs- und Wartungsanleitung nachschlagen
(1)
Will man den Einstellwert des 2. Geschwindigkeitsbegrenzers mithilfe des bei IVECO-Kundendienst vorhandenen Instruments ändern,
sind folgende Punkte zu beachten:
Die Signale zum Multiple-State-Switch können auch gleichzeitig mit Anforderungen auftreten, die aus dem Expansionsmodul durch CA-
(2)
Nopen (Objekt 0x2001, Sub 0x0C) oder durch die Aktivierung von "PTO1/PTO2/PTO3 Memo Speed" kommen. Bei Gleichzeitigkeit hat der
höchste Wert Vorrang.
230827 Abbildung 10
Widerstandswert [Ohm] R0 R1 R2 R3
120 390 900 2900
Zu diesem Zweck empfiehlt IVECO ein (nicht mit dem der Tempomat-
Schnittstelle identisches) Relais anzuwenden, das die Verwendung der
gleichen Funktionen erlaubt, die am Lenkstockschalterhebel verfügbar
sind.
Es ist somit unbedingt erforderlich, dass der "Tempomat"-Sonderwunsch
(Cruise Control) bei beiden Systemen, ECM und BCM, konfiguriert wird.
Es ist außerdem zu berücksichtigen, dass der Fahrer den Tempomat-
schalter am Lenkstockhebel auf OFF stellen muss, sonst werden die
Außenbefehle ignoriert.
(3)
Es ist obligatorisch, einen Pull-Up-Widerstand von 5 kΩ wie auch eine Diode wie in Abbildung 12 dargestellt einzu-
schalten.
Der Pull-Up-Wiederstand und die Diode müssen vom Fahrzeugausstatter eingebaut werden.
Der Widerstand muss zwischen 72075A / Pin 4 und 61071A / Pin11 geschaltet werden.
Ohne Pull-Up-Widerstand ist kein B7-Signal verfügbar.
230825 Abbildung 12
1. Ausstattung 2. Steckverbinder 61071A
3. Steckverbinder 72075A
230830 Abbildung 13
1. Geschwindigkeitssignal (Klemme B3) des am Reduktions- 2. Form und Zeitdiagramm des Impuls-
getriebe eingebauten Wegsensors Geschwindigkeitssignals (Klemme B7) vom Tachograf
a. Impulsverzögerung: max 40 μs ± 10 μs jitter
(4)
ACHTUNG:
Bei aktiviertem K15-Remote-Befehl, falls der Bediener den Zündschlüssel bei laufendem Motor abzieht, würde der
Motor nicht abgestellt, und die Fahrzeugbewegung bei blockierter Lenkung ermöglicht. Daher:
Sollte trotzdem der Motorbetrieb noch möglich sein, empfiehlt IVECO die vom Expansionsmodul (falls vorhanden) angebotene RunLock-
Funktion zu verwenden: Zu diesem Zweck ist das spezifische Handbuch EM 603.95.826 nachzuschlagen (das zurzeit gerade aktualisiert
wird).
Es wird darauf hingewiesen, dass wegen der Wegfahrsperre kann der Motor ohne eingesteckten Zündschlüssel nicht angelassen werden.
(5)
Motordrehzahlsignal
Das Motordrehzahlsignal ist ein Rechteckwellen-Signal.
Die Eigenschaften des Motordrehzahlsignals sind:
Legende:
● C_EMI: EMI-Kapazität an den Steckverbinderklemmen
● C_IO: Kapazität zwischen Ein- und Ausgang (im Fall von Ausgangsstufe: C_IO ist nur bei ausgeschalteter Ausgangsstufe gültig)
● I_Out: Ausgangsstrom
● I_Out_SC: Ausgangsstrom
● I_Leak_Off: Stromverlust, wenn das ECU nicht mehr versorgt wird
● I_Out_Diag: Stromverlust bei versorgtem ECU, aber bei nicht mehr versorgtem PS. Dieser Parameter beschreibt die Fähigkeit der Hardware, einen
Diagnosestrom zu liefern. Das aktuelle Vorhandensein des Diagnosestroms ist von der Software-Konfiguration abhängig
● V_OC: Spannung zwischen CON_PIN und Masse bei offenem Kreis
● V_THR: Schwellspannung offene Last
● V_Out: Ausgangsspannung
● V_Out_High: Ausgangsspannung, Niveau HIGH
● V_Out_Low: Ausgangsspannung, Niveau LOW
● R_ON: Ausgangswiderstand ON
● E_Clamp: Energie an den Ausgangsklemmen
● V_Out_Clamp: Spannung an den Ausgangsklemmen
● R_Load-Diag: Max. diagnostizierbarer Belastungswiderstand
● t_Fall: Signal-Ausfallzeit von 90% bis 10%
208224 Abbildung 14
1. Ausstatter-Steckverbinder 3. Schnittstelle durch den Planer des Signalprozessors zu
2. OBLIGATORISCHE Trenndiode bewerkstelligen
4. Signalprozessor
Der Ausstatter muss eine spezielle Trenndiode einbauen, um einen Abfall der Spannung VON zu verhindern.
Der Konstrukteur des Signalgebers muss am Eingang die gleiche Schnittstelle garantieren, die durch eine maximale Spannung VCC max von
5 V und ”Pull-Up / Pull-Down” dargestellt wird, um die Spannungen VON nicht zu reduzieren, und um die von der Fahrzeug-Schnittstelle
erzwungenen Ansprechzeit zu erhöhen.
● Darauf achten, dass beim Anschließen und Trennen der Batterieklemmen Spannungen entstehen, die Störungen an den elek-
tronischen Systemen und an den Fahrzeugssteuergeräten verursachen könnten;
● die Steckverbinder nie von den Steuergeräten abziehen bzw. anstecken während der Motor läuft oder die Steuergeräte unter
Spannung stehen;
● sollten gewisse Eingriffe Temperaturen über 80 ºC erfordern, die elektronischen Steuergeräte zuvor abklemmen.
● unbedingt vermeiden, ein Schnellladegerät als Starthilfe zu benutzen, weil dadurch Schäden an der Elektronik und insbeson-
dere an den für Zündung und Kraftstoffzufuhr zuständigen Steuergeräten entstehen können;
● die über elektronische Steuergeräte versorgten Bauteile niemals direkt mit der Nennspannung des Fahrzeugs über Behelfska-
bel versorgen;
● die mit einem Metallgehäuse ausgestatteten Steuergeräte mittels Schraube oder Bolzen an die Masse der Anlage anschließen,
falls nicht anders vorgeschrieben.
● CBA1 von der positiven Batterieklemme trennen und nicht mit Fahrgestellmasse verbinden;
● den Verbinder von den Steuergeräten trennen;
● das Steuergerät vom Fahrgestell abnehmen (bei Schweißarbeiten in der Nähe des Steuergeräts);
● die Schweißarbeiten mit Gleichstrom durchführen;
● das Schweißgerät möglichst nah bei der Schweißstelle erden;
● die Batteriekabel nicht parallel zu den elektrischen Fahrzeugkabeln verlegen.
▶ Nur Sicherungen mit den für die jeweilige Funktion vorgeschriebenen Eigenschaften. IN KEI-
NEM FALL SICHERUNGEN MIT HÖHERER LEISTUNG ALS DIE VORGESCHRIEBENE VER-
WENDEN. Die Sicherungen nur bei Zündschlüssel auf Stellung Aus und abgeschalteten Ver-
brauchern.
Bei Arbeiten an der Elektroanlage des Fahrzeugs muss nach deren Fertigstellung der ursprüngliche Zustand der Verkabelungen
(Wege, Schutzmaßnahmen, Schellen) wiederhergestellt werden, wobei unbedingt zu vermeiden ist, dass die Kabel Metallteile der
Konstruktion berühren und dadurch beschädigt werden.
Hinweise
Der Fahrzeugbetrieb wird durch hochentwickelte elektrische/elektronische Systeme gesteuert (wie ABS, EDC usw.).
Daher empfiehlt es sich, vor einem Einbau von zusätzlichen Heizgeräten, Nebenabtrieben, Geschwindigkeitsbegrenzer, Diebstahl-
sicherungen, Handys, Verdichter für Kühlanlagen, welche die Funktion dieser Systeme stören könnten, die Machbarkeit des Einbaus
mit IVECO abzuklären.
Ferner sind entsprechende Diagnoseprüfungen durchzuführen, um sicherzustellen, dass die Anlage einwandfrei realisiert wurde.
Weitere Informationen zur elektrischen Anlage des Fahrzeugs sind in den entsprechenden Werkstatthandbüchern verfügbar.
▶ Eingriffe an der Elektrik (z. B. Ausbau von Kabeln, Einbau von Zusätzlichen Kreisen, Austausch
von Vorrichtungen oder Sicherungen usw), bei denen die von IVECO erteilten Anweisungen
nicht befolgt oder die von unqualifiziertem Personal durchgeführt werden, können schwere
Schäden an den Steuergeräten verursachen und die Fahrsicherheit beeinträchtigen.
▶ Nicht vorschriftmäßig durchgeführte Eingriffe auf die Elektrik können schwere Beschädigun-
gen als Folge haben (z.B. Kurzschlüsse mit möglichen Brandgefahr bis zur Zerstörung des Fahr-
zeugs), und können außerdem IVECO berechtigen, die vertraglichen Garantieansprüche außer
Kraft zu setzen.
▶ Es ist strikt verboten, die CAN-Leitungen zu ändern oder anders anzuschließen, die sind als ab-
solut unberührbar zu berücksichtigen. Eventuelle Diagnose- und Wartungseingriffe dürfen aus-
schließlich von befugtem Personal mit von IVECO zugelassenen Geräten vorgenommen wer-
den.
Anmerkung Jede Abweichung von den Einbaurichtlinien bedarf einer schriftlichen Genehmigung durch IVECO.
Die Nichtbeachtung der obigen Vorschriften bewirkt den Verfall der Garantie.
▶ Eingriffe an der Anlage (z. B. Ausbau Kabelstrang, Realisierung zusätzlicher Kreise, Austausch
von Geräten, Sicherungen usw.), bei denen die von IVECO erteilten Angaben nicht befolgt
oder die von unqualifiziertem Personal durchgeführt werden, können schwere Schäden an den
Bordanlagen (Steuergeräte, Verkabelungen usw.) verursachen sowie die Fahrsicherheit und
die Funktionstüchtigkeit des Fahrzeugs beeinträchtigen. Dadurch können erhebliche, von der
vertragsmäßigen Garantie nicht gedeckte Schäden (z. B. Kurzschlüsse mit Brandgefahr und
Ausbrennen des Fahrzeugs) entstehen.
● Die Steuergeräte müssen am Fahrgestell oder am Fahrerhaus der ursprünglichen Befestigungen entsprechend eingebaut wer-
den (dafür vorgesehener Bügel). Das Gerät darf nicht in Bezug auf das Fahrgestell gedreht werden, um Funktionsstörungen zu
vermeiden (z.B. Wassereintritte). Daher muss auch die ursprüngliche Ausrichtung beibehalten werden;
● Eine Anbringung der Steuergeräte am Hilfsrahmen ist nicht zulässig;
● Die Verkleidung muss immer wieder installiert werden;
● die Steuergeräte sind vor Stößen durch Trümmer oder Steine zu schützen, die von der Fahrbahn aufgewirbelt werden.
Anmerkung Weitere Informationen zur elektrischen Anlage des Fahrzeugs sind im Werkstatthandbuch NEUER DAILY, Druckerzeug-
nis Nr. 603.95.722, verfügbar.
Das Handbuch steht beim Kundendienstnetz zur Verfügung und kann auch beim Verkaufsbüro angefordert werden.
▶ Eingriffe an der Anlage (z. B. Ausbau Kabelstrang, Realisierung zusätzlicher Kreise, Austausch
von Geräten, Sicherungen usw.), bei denen die von IVECO erteilten Angaben nicht befolgt
oder die von unqualifiziertem Personal durchgeführt werden, können schwere Schäden an den
Bordanlagen (Steuergeräte, Verkabelungen usw.) verursachen sowie die Fahrsicherheit und
die Funktionstüchtigkeit des Fahrzeugs beeinträchtigen. Dadurch können erhebliche, von der
vertragsmäßigen Garantie nicht gedeckte Schäden (z. B. Kurzschlüsse mit Brandgefahr und
Ausbrennen des Fahrzeugs) entstehen.
Vor dem Ausbau von elektrischen und/oder elektronischen Bauteilen zuerst das Massekabel vom Minuspol der Batterie abklem-
men, dann das Pluskabel.
Um Schäden an der elektrischen Anlage des Fahrzeuges zu vermeiden, müssen die Anweisungen des Kabelherstellers genau befolgt
werden.
● Die Kabel müssen den geeigneten Durchmesser für die Last und Positionierung dieser Last im Fahrzeug haben.
● Die Leistungskabel (+ direkt) müssen:
■ einzeln in die Wellrohre (mit geeignetem Durchmesser) eingezogen und nicht zusammen mit anderen Signal- und Masse-
kabeln verlegt;
■ mindestens 100 mm (Bezugswert = 150 mm) von Hitzequellen (Turbine, Motor, Abgaskrümmer, usw.) entfernt positio-
niert werden;
■ mindestens 50 mm von Chemiemittelbehältern entfernt positioniert werden (z.B. Batterien, usw.);
■ in einem Abstand von mindestens 50 mm von den beweglichen Organen positioniert werden.
● Der Kabelverlauf muss mit Bügeln und speziellen naheliegenden Schellen verlegt werden, um hängende Teile zu vermeiden
und die Installation nach Reparaturen oder Eingriffen wieder herstellen zu können.
● Die Kabel müssen den geeigneten Durchmesser für die Last und Positionierung dieser Last im Fahrzeug haben.
● Der Durchgang von Kabeln in Bohrungen und an den Blechrändern muss neben dem Wellrohr auch durch Dichtungen der
Kabeldurchführungen abgesichert werden
Es ist verboten, den Rahmen für die Durchführung von Kabeln zu durchbohren.
● Das Wellrohr muss das komplette Kabel schützen und (mit durch Wärmeeinwirkung schrumpfende Materialien oder Klebe-
band) an den Gummihauben an den Klemmen angeschlossen werden.
● Alle Plusklemmen und Kabelenden müssen durch Gummihauben geschützt werden (hermetisch in den Bereichen, die atmo-
sphärischen Einwirkungen oder eventuellen Wasseransammlungen ausgesetzt sind).
Sicherungen mit der vorgeschriebenen Leistung für die spezielle Funktion benutzen. Niemals Sicherungen mit einer höheren Leis-
tung einsetzen.
Den ursprünglichen Zustand der Verkabelungen wieder herstellen (Verlauf, Schutzvorrichtungen, Schellen) und dabei absolut ver-
meiden, dass das Kabel mit Metalloberflächen des Aufbaus in Berührung kommt, welche Schäden verursachen könnten.
Massepunkte
Grundsätzlich sind Änderungen an den Original-Masseanschlüssen des Fahrzeugs nicht zulässig; sollte es sich dennoch als notwendig
erweisen, diese Anschlüsse zu verlegen oder zusätzliche Massepunkte zu erstellen, sollten möglicherweise bereits am Fahrgestell
vorhandene Löcher verwendet werden. Dabei ist auf Folgendes zu achten:
● den Lack sowohl auf der Fahrzeugstellseite als auch auf der Klemme mittels Abschleifen oder einem geeigneten, chemischem
Produkt entfernen und eine glatte Auflagefläche ohne Zackungen oder Abstufungen herstellen;
● zwischen Kabelschuh und Metallfläche einen geeigneten, elektrisch hochleitenden Lack auftragen;
● die Masse innerhalb von 5 Minuten nach Aufbringen des Lacks anschließen.
Die Standard-Massepunkte für die Erdung von Motor und Fahrgestell dürfen unter keinen Umständen für die Masseanschlüsse auf
Signalebene (z. B. Sensoren oder Vorrichtungen mit geringer Leistungsaufnahme) verwendet werden.
Die zusätzlichen Signalmassen müssen an anderen Stellen positioniert werden als die Leistungsmassen.
191316 Abbildung 15
1. Masseanschlüsse: (A) korrekter Anschluss; (B) falscher 2. Korrekte Befestigung des Kabels am Massepunkt unter
Anschluss Verwendung von: (A) Schraube, (B) Kabelschuh, (C) Unter-
legscheibe, (D) Mutter
3. Geerdetes Kabel
208939 Abbildung 16
Lage der Massenpunkte am Fahrzeug
m1. Masse am Kurbelgehäuse m5. Masse Motorraum nahe Scheinwerfer vorne links
m2. Masse Motorraum am linken Fahrgestell-Längsträger m6/ms6. Masse Kabineninnenraum mittlerer Bereich
m3/ms3. Masse Motorraum unter Servobremse m7. Masse Kabineninnenraum mittlerer Bereich
m4. Masse Motorraum nahe Scheinwerfer vorne rechts m8. Masse Kabineninnenraum Bereich vorne rechts
208940 Abbildung 17
m2. Masse Motorraum am linken Fahrgestell-Längsträger 1. Masse Motor
2. Masse Batterie
3. Masse Fahrgestellkabel
208941 Abbildung 18
m3/ms3. Masse Leistung/Signal Motorraum unter Servobremse
208942 Abbildung 19
m4. Masse Motorraum nahe Scheinwerfer vorne rechts
208943 Abbildung 20
m5. Masse Motorraum nahe Scheinwerfer vorne links
208944 Abbildung 21
m6/ms6. Masse Leistung/Signal Fahrerhausinnenraum am mitt- m7. Masse Fahrerhausinnenraum am mittleren Karosseriebe-
leren Karosseriebereich unter dem Tachograf reich unter dem Tachograf
208945 Abbildung 22
m8. Masse Kabineninnenraum Bereich vorne rechts
Die an einen Massepunkt der Anlage angeschlossenen Minusleiter müssen möglichst kurz und in Sternschaltung miteinander ver-
bunden sein; dabei ist darauf zu achten, dass sie ordentlich und vorschriftsmäßig festgezogen werden.
Weiterhin sollten für die elektronischen Bauteile folgende Hinweise beachtet werden:
191317 Abbildung 23
191318 Abbildung 24
Elektromagnetische Kompatibilität
Es wird empfohlen, elektrische, elektromechanische und elektronische Geräte zu verwenden, welche die nachstehenden Vorschrif-
ten zur elektromagnetischen Verträglichkeit bezüglich Störfestigkeit und Emissionen (sowohl durch Strahlung als auch durch Kon-
duktion) erfüllen.
In 1 m Abstand von der Übertragerantenne muss die elektromagnetische Störfestigkeit für die im Fahrzeug montierten elektroni-
schen Geräte die folgenden Werte haben:
● Störfestigkeit 50 V/m für Einrichtungen mit Sekundärfunktion (die die direkte Fahrzeugsteuerung beeinflussen), für zwischen
20 MHz und 2 GHz veränderbare Frequenzen
● Störfestigkeit 100 V/m für Einrichtungen mit Primärfunktion (die die direkte Fahrzeugsteuerung beeinflussen), für zwischen 20
MHz und 2 GHz veränderbare Frequenzen.
Der max. zulässige Wert der Einschwingspannung bei 12 V Geräteversorgung beträgt +60 V, an den Klemmen der Netznachbil-
dung (L.I.S.N.) am Prüfstand gemessen; anderenfalls muss die Messung bei der Prüfung im Fahrzeug an der zugänglichsten Stelle
unmittelbar bei der Störquelle erfolgen.
Anmerkung Die mit 12 V versorgten Geräte dürfen auf negative Störungen wie Spitzen von - 300 V, positive Spitzen + 100 V, Burst
von +/-150 V nicht anfällig sein.
Sie müssen bei Spannungsabfall auf 5 V in 40 ms und bei Spannungsabfall auf 0 V in 2 ms richtig funktionieren.
Außerdem müssen sie Load Dumps bis 40 V standhalten.
Die Höchstwerte der am Prüfstand gemessenen Abstrahlungen und der geführten, von den 12V-Geräten sowie von den anderen
Vorrichtungen erzeugten Emissionen sind in der folgenden Tabelle angegeben:
Nur elektrische/elektronische Geräte verwenden, die der UNECE-Vorschrift zur elektromagnetischen Verträglichkeit entsprechen.
Es sind nur Geräte zulässig, die über ein Homologationszertifikat verfügen und mit der e-Kennzeichnung versehen sind: die CE-
Kennzeichnung alleine reicht nicht aus.
Es folgt ein Beispiel hierzu einer Kennzeichnung, wie sie von der UNECE-Vorschrift 10R3 für den Fahrzeugsektor vorgesehen ist:
191312 Abbildung 25
bei ≥ 6 mm
Die Werte der vorigen Tabelle werden eingehalten, wenn die betreffende Vorrichtung von IVECO-Spare-Parts geliefert wurde
oder gemäß den internationalen Standards ISO, VDE, CISPR zertifiziert ist.
Werden Geräte verwendet, die das Stromnetz (220V Wechselstrom) als Primär- oder Sekundäreinspeisung benutzen, ist zu prü-
fen, ob die Merkmale dieser Geräte den IEC-Normen entsprechen.
Allgemeine Angaben
1. Die Geräte müssen laut Gesetzesvorschrift zugelassen und fest (nicht tragbar) angebracht sein.
Die Verwendung von nicht zugelassenen Sende- und Empfangsgeräten oder der Einsatz von zusätzlichen Verstärkern kann die
Funktion der elektrischen und elektronischen Ausrüstungen beeinträchtigen, mit denen das Fahrzeug normalerweise ausge-
stattet ist. Dies beeinträchtigt die Sicherheit des Fahrzeugs und/oder des Fahrers.
2. Zur Versorgung der Sende- und Empfangsgeräte muss die am Fahrzeug vorbereitete Anlage verwendet werden. Der An-
schluss an die Klemme K30 des Steckverbinders ST40 (und an K15, falls erforderlich) muss über eine zusätzliche Sicherung
erfolgen.
Zusätzliche Versorgungsleitungen müssen unter Beachtung der richtigen Dimensionierung der Kabel und der Schutzeinrich-
tung ausgeführt werden.
3. Bei der Positionierung des koaxialen Antennenkabels ist Folgendes zu beachten:
■ Verwendung eines Produkts mit hoher Qualität und niedrigem Verlust mit gleicher Impedanz des Senders und der An-
tenne (siehe Abbildung 27);
■ Einhaltung einer angemessenen Distanz (so kurz wie möglich aber mind. 50 mm) von der vorhandenen Verkabelung
oder von anderen Kabeln (Radio, Verstärker und andere elektronische Geräte) zur Vermeidung von Störungen und
Funktionsbeeinträchtigungen, unter Einhaltung des Mindestabstands von der Metallstruktur der Kabine und unter Ver-
wendung der in den Blechteilen bereits vorhandenen Löcher;
■ keine Verkürzungen oder Verlängerungen vornehmen; unnötige Knäuel, Spannungen, Biegungen und Quetschungen
vermeiden.
4. Die Fahrzeugantenne muss außen am Fahrerhaus installiert werden, nach Möglichkeit auf einer großflächigen Metallhalterung;
sie muss in möglichst vertikaler Stellung mit nach unten gerichtetem Anschlusskabel montiert sein. Die Montagevorschriften
und die Hinweise des Herstellers sind auf jeden Fall zu beachten (siehe Abb. 26).
Die beste Lösung ist die Installation in der Mitte des Fahrzeugdaches, da die Grundplane in alle Richtungen proportional ist.
Im Fahrgastraum müssen die Sende- und Empfangsgeräte so angeordnet sein, wie in Abb. 28 dargestellt.
5. Die Qualität der Antenne, die Lage, in der sie befestigt wird, und die einwandfreie Anbindung an die Fahrzeugstruktur (Masse)
sind grundlegend wichtige Faktoren, um die hohe Leistung des Sende-/Empfangsgeräts zu garantieren.
98915 Abbildung 26
1. Antennenhalterung 4. Befestigungsschraube M6x8,5 (auf 2 Nm anziehen)
2. Dichtung 5. Antenne
3. Feste Gelenkabdeckung 6. Dach
7. Antennen-Verlängerungskabel
99349 Abbildung 27
1. Antennenstecker 8. Schutzhaube
2. Massestift 9. Steckverbinder (N.C. SO - 239) Seite Funkgerät
3. Isolierung 10. Abnahmekleber
4. Signalstift 11. Der 100pF-Kondensator wird am unteren Stift angelötet
5. Kondensator (100 pF) und mit dem Massegeflecht vercrimpt
6. Kabel RG 58 (Kennimpedanz = 50 Ω) 12. Der untere Stift wird an die innere Kabellitze angelötet
7. Schelle 13. Mutter
● Das Stehwellenverhältnis (SWR) muss möglichst bei eins liegen (1,5 wird empfohlen), während der Höchstwert 2 nicht über-
schreiten darf.
● Die Werte des ANTENNENGEWINNS müssen so hoch wie möglich sein und ein ausreichendes Einheitlichkeitsmerkmal im
Raum besitzen, das sich durch Abweichungen vom Mittelwert um zirka 1,5 dB in der typischen CB-Bandbreite (26,965-27,405
MHz) auszeichnet.
● Der Wert des BESTRAHLTEN FELDES im Fahrerhaus muss so niedrig wie möglich sein, und zwar jedenfalls < 1 V/m.
In keinem Fall dürfen die von der gültigen europäischen Richtlinie vorgeschriebenen Grenzwerte überschritten werden.
Für die gute Funktionsweise des Systems und zur Bestimmung der richtigen Einstellung der Antenne wird empfohlen, auf folgende
Angaben zu achten:
1. Wenn der SWR-Wert in den unteren Kanälen höher ist als in den oberen, muss die Antenne verlängert werden
2. Wenn der SWR-Wert in den oberen Kanälen höher ist als in den unteren, muss die Antenne verkürzt werden
Nach der Einstellung der Antenne ist eine erneute Kontrolle des SWR-Werts auf allen Kanälen empfehlenswert.
208937 Abbildung 28
1. Lage CB-Funkgerät (City Band)
Bluetooth-Vorrüstung
Die Bluetooth-Vorrüstung umfasst:
● ein spezielles über dem Autoradio eingebautes Steuergerät, das durch eine Kunststoffblende abgedeckt ist,
● Tasten am Lenkrad;
● Deckenleuchte mit Mikrofon;
● USB-Anschluss;
● Kabel.
208938 Abbildung 29
1. Lenkradtasten 2. USB-Anschluss
Bei den Ausführungen ohne Kabine wird die Deckenleuchte mit Mikrofon in der Kiste des Ausstattungsmaterials geliefert.
Falls für die Installation im Fahrerhaus erforderlich, kann das Mikrofon herausgenommen und wieder eingesetzt werden. Es muss
auf jeden Fall an einer von Lärmquellen entfernt gelegenen Stelle und innerhalb des Empfangsbereichs angebracht werden, wie er
in der folgenden Abbildung zu sehen ist.
208949 Abbildung 30
1. Fahrerseite 2. Beifahrerseite
208947 Abbildung 31
1. Bluetooth-Mikrofon
Tabelle 5.8
Pin Beschreibung Kabel
1 Masse Weiß
2 Signal + V DC Abgeschirmt
Der Anschlussstecker des Mikrofons an der Seite des Fahrerhauskabels befindet sich an den Steckern für die Deckenleuchte.
Außerdem:
● Das Stehwellenverhältnis (SWR) muss nahe Eins liegen (1,5 wird empfohlen), der Höchstwert darf im GPS-Frequenzbereich
(1575,42 ± 1,023 MHz) 2 nicht überschreiten.
● Die Werte des ANTENNENGEWINNS müssen so hoch wie möglich sein und ein ausreichendes Merkmal des einheitlichen
Raums gewährleisten, das sich durch Abweichungen vom Mittelwert um zirka 1,5 dB in der Bandbreite 1575,42 ± 1,023 MHz
auszeichnet.
Zusatzgeräte
Sollte eine andere Spannung als die Anlagenspannung erforderlich sein, müssen die Geräte über einen entsprechenden 12-24V
DC/DC-Wandler versorgt werden, sollte dieser noch nicht vorhanden sein. Die Versorgungskabel müssen so kurz wie möglich sein
und Windungen (Verwicklungen) sind zu vermeiden. Der Mindestabstand von der Referenzebene muss eingehalten werden.
Anmerkung Beim Einbau von Geräten, die mit den schon vorhandenen Systemen interagieren können (Retarder, Zusatzheizer, Ne-
benabtriebe, Klimaanlagen, Automatikgetriebe, Telematik und Geschwindigkeitsbegrenzer) ist Iveco anzusprechen, um die
Verträglichkeitskontrollen festzustellen.
▶ Die Verwendung von nicht zugelassenen Sende- und Empfangsgeräten oder der Einsatz von zu-
sätzlichen Verstärkern kann die Funktionstüchtigkeit der elektrischen und elektronischen Aus-
rüstungen beeinträchtigen, mit denen das Fahrzeug normalerweise ausgestattet ist, und die Si-
cherheit des Fahrzeugs und/oder des Fahrers beeinträchtigen.
▶ Schaden, die zur Verwendung nicht zugelassenen Funkgeräte bzw. zur Anbringung zusätzlicher
Verstärker zuzuschreiben sind, sind von der Garantie nicht bedeckt.
Die Fahrzeuganlage ist so vorgesehen, dass die notwendige Leistung für die mitgelieferten Geräte geliefert werden kann. Je nach
Funktion wird der jeweilige Schutz und die korrekte Abmessung der Kabel garantiert.
Die Anbringung von zusätzlichen Geräten muss geeignete Schutzvorrichtungen vorsehen und darf die Anlage nicht überlasten.
Der Masseanschluss der zusätzlichen Abnehmer muss über ein Kabel mit den geeigneten Abmessungen erfolgen. So kurz wie mög-
lich und so verlegt, dass die eventuelle Bewegung des zusätzlichen Gerätes zum Fahrzeugrahmen möglich sind.
Wenn man Batterien mit größerer Leistung wegen der zusätzlichen Belastungen benötigt, ist es empfehlenswert, das Optional mit
größeren Batterien und Lichtmaschinen anzufordern.
In jedem Fall wird empfohlen, keine Steigerung der Batteriekapazität von mehr als 20 - 30% der Maximalwerte auszuführen, die als
Optional von IVECO geliefert werden, um einige Bauteile der Anlage nicht zu beschädigen (z.B. Anlasser). Wenn größere Kapazitä-
ten notwendig sein sollten, müssen zusätzliche Batterien benutzt werden, wobei man wie nachstehend für deren Aufladung sorgen
muss.
Zusätzliche Batterien
Der Anschluss einer zusätzlichen Batterie an die Fahrzeugelektrik erfordert einen Kreis zum Trennen der Zusatzbatterie von der
ursprünglichen Batterie beim Anlassen. Unter Anbetracht der neuen „intelligenten“ Ladestrategien muss die Zusatzbatterie in
puncto Technologie der ursprünglich Verbauten entsprechen und die gleiche Kapazität besitzen (110 Ah).
Wenn parallel zur Serienbatterie eine zusätzliche Batterie verwendet werden soll, wird der Einsatz einer stärkeren Lichtmaschine
oder einer zusätzlichen Lichtmaschine empfohlen.
Es kann sich dabei um herkömmliche oder Rekombinationsbatterien handeln (AGM oder Gel).
Aufgrund der normalen chemischen Reaktion, die beim Laden Säuredämpfe erzeugt, muss die Installation die Sicherheit der Perso-
nen und den Schutz des Fahrzeugs gewährleisten.
Unabhängig vom eingesetzten Batterietyp und falls man nicht über ein getrenntes Fach verfügt, ist Folgendes vorzusehen:
a) ein vom Innenraum vollständig abgeschotteter Behälter mit einem Entlüftungssystem, das die Dämpfe an die Umgebung abgibt,
oder
b) Verwendung einer Batterie mit im Deckel eingebauten Entlüftungssystem, einem Flammenrückschlag (Flame Arrestor) und
einem Röhrchen zur Entlüftung nach außen.
Es wird außerdem daran erinnert, dass:
▶ Der Masseanschluss der zusätzlichen Batterie muss mit einem möglichst kurzen Kabel mit ge-
eignetem Querschnitt ausgeführt werden.
208936 Abbildung 32
1. Serienmäßige Batterie 7. Body Computer
2. Zusätzliche Batterie 8. Motorsteuergerät
3. Lichtmaschine mit eingebautem Regler 9. Sekundärverbraucher
4. Anlasser 10. Fahrzeugverbrauch
5. Zündschlüssel 11. LIN-Bus
6. Fernschalter
▶ Es muss der Schutz aller Leitungen nach allen Batterien unter allen möglichen Fehlerbedingung
gewährleistet werden. Der fehlende Schutz kann Personen gefährden und Brände verursachen.
Zusätzliche Lichtmaschinen
a) Die Dieselversionen des NEUEN DAILY sind mit einer Lichtmaschine fortgeschrittenen Typs („Smart“) ausgerüstet, die vom
Motor-Steuergerät verwaltet wird.
Diese Lichtmaschine erzeugt Strom nur wenn dieser wirklich benötigt wird und gewährleistet stets einen einwandfreien Ladezu-
stand der Batterie, dank dem am Minuspol derselben eingebauten Sensor.
Bei besonders starken Stromverbrauchern kann eine zweite Lichtmaschine eingesetzt werden; der Einbau muss die mechanischen
Anforderungen zur Kompatibilität mit dem Fahrzeug beachten und erfolgt unter der Verantwortung des Fahrzeugausstatters) nach
dem in der Abbildung 33 dargestellten Schaltplan.
Das Zusatzgerät muss eine Lichtmaschine herkömmlicher Art sein, mit angeschlossenem Pin L, damit die Erregung mit einer Strom-
stärke zwischen 150 und 200 mA. Die Diagnoseleuchte ist wahlfrei, jedoch wird ein Widerstand für die Erregung benötigt.
Beim Betrieb mit zwei Lichtmaschinen erzeugt die herkömmliche Zusatzlichtmaschine unter jeder Bedingung Strom (weil nicht
gesteuert), während die werkseitige Smart-Lichtmaschine sich bei negativem Stromhaushalt einschaltet (es wird der Ladezustand
der Batterien überwacht)
Die folgenden Leuchten erlauben eine Diagnose der beiden Lichtmaschinen:
208950 Abbildung 33
1. Als Erstausstattung installierte Lichtmaschine „smart“ 6. Body Computer
2. Zusätzliche Standard-Lichtmaschine 7. Instrumententafel
3. Batterie 8. Diagnoseleuchte oder LED +Wid. (Stromstärke zwischen
4. Verbraucher 150 und 200 mA)
5. Signal +15 von Startschalter 9. Motorsteuergerät
b) Am NEUEN DAILY mit Erdgasmotor ist die „Smart“-Lichtmaschine nicht vorgesehen, was die Verbindung mit eine Zusatz-
gruppe wird es deswegen auf die Angaben in der Appendix B verwiesen.
Die Anbringung von zusätzlichen Geräten muss geeignete Schutzvorrichtungen vorsehen und darf die Anlage nicht überlasten.
Die zusätzlichen Lichtmaschinen müssen vom Typ Gleichrichter mit Zener-Dioden sein, um Schäden der elektri-
schen/elektronischen Geräte aufgrund von unbeabsichtigtem Abschalten der Batterien zu vermeiden. Außerdem muss jede
Lichtmaschine mit einer Kontrollleuchte oder LED für die Meldung der fehlenden Batterieladung ausgestattet sein.
Die zusätzliche Lichtmaschine muss die identischen elektrischen Eigenschaften haben, wie die serienmäßig installierte Lichtmaschine
und die Kabel müssen die richtigen Abmessungen haben.
Sollte es erforderlich sein, Änderungen an der Anlage vorzunehmen, die von denen abweichen, die in diesem Handbuch beschrie-
ben sind (z. B. das Hinzufügen mehrerer parallel geschalteter Batterien), muss diese Änderung Iveco mitgeteilt werden.
209809 Abbildung 34
1. CBA2 3. Ausstatter-Steckverbinder (Fahrerhausinnere)
2. Kabeldurchgang zwischen Fahrerhaus und Motorraum
▶ Es ist streng verboten, Strom an nicht eigens zugelassenen Stellen abzunehmen. BRANDGE-
FAHR.
209810 Abbildung 35
HI. Durch Sicherung FF geschützter Stromentnahmepunkt MI. Durch Sicherung FG geschützter Stromentnahmepunkt
Die Sicherungen FF und FG haben je 30 A Leistung. Bei Bedarf können Sie durch Sicherungen höherer Leistung ersetzt werden,
wobei die gesamte Stromaufnahme (Summe der beiden Sicherungen) max. 130 A betragen darf
Ausschließlich bei Fahrzeugen ohne Retarder bietet die Klemme vor der FN-Sicherung einen zusätzlichen Stromabnahmepunkt,
wobei die höchstzulässige Stromabnahme 160 A beträgt.
Anmerkung Jeder Anschluss an CBA2 muss unbedingt unter Beachtung der seiner Unversehrtheit und der korrekten Positionierung
des Schutzdeckels durchgeführt werden.
b) Sicherungen
● Sicherungen am CBA1-Steuergerät
208221 Abbildung 36
● Sicherungen am CBA2-Steuergerät
209812 Abbildung 37
119355 Abbildung 38
▶ Schäden, die auf Nichtbeachtung des Verfahrens zurückzuführen sind, werden von der Garantie
nicht gedeckt.
Zusatzkreise
Die Zusatzkreise müssen getrennt vom Hauptkreis des Fahrzeugs sein und mit entsprechender Schmelzsicherung geschützt wer-
den.
Wie schon im Kapitel 5.4 ( ➠ Seite 22) Abschnitt "Vorsichtsmaßnahmen für Eingriffe an der Anlage" gesehen, müssen die Abneh-
mer:
● die geeigneten Abmessungen haben und mit einer guten ursprünglichen Isolierung versehen sein;
● an der Originalanlage mittels dichten äquivalenten Verbindungen angeschlossen sein und von Hüllen (nicht aus PVC) geschützt
oder durch Polyamid-Wellrohre vom Typ 6 umhüllt sein;
● vor Aufprällen, Hitzequellen, Reibungen mit anderen Bauteilen geschützt sein (speziell an den scharfen Kanten der Karosserie);
● getrennt mit isolierten Kabelhalterungen (z. B. Nylon) in entsprechenden Abständen (ca. 200 mm) angebracht werden.
Der Durchgang durch Querträger und/oder Profile muss entsprechende Kabelführungen oder Schutzvorrichtungen vorsehen; das
Durchbohren des Rahmens und/oder der Karosserie ist verboten
Bei externen Verkleidungen ein geeignetes Dichtmittel sowohl auf das Kabel als auch auf die Verkleidung auftragen, um Eindringen
von Wasser, Staub und Abgase zu verhindern.
Man sollte, wo dies möglich ist, einen anderen Verlauf nehmen, als den der Kabel mit störenden starken Signalen (z.B. elektrische
Motoren, E-Ventile) und Signalen die eine niedrige Intensität haben (z.B. Sensoren); Bei beiden muss man eine Positionierung mög-
lichst in der Nähe der Metallstruktur des Fahrzeuges beibehalten.
Die Steckverbindungen und Klemmen müssen mit Schutzvorrichtungen versehen und witterungsbeständig sein und es sollten nur
Bauteile der selben Art verwendet werden, welche ursprünglich im Fahrzeug angebracht wurden.
Je nach Stromabnahme sind Kabel und Sicherungen mit den in nachfolgender Tabelle genannten Merkmalen zu verwenden:
Tabelle 5-11 - Verwendung von Kabeln und Sicherungen in Abhängigkeit von der Stromentnahme
Max. Dauerstromstärke (1)
(A) Kabelquerschnitt (mm 2) Schaltvermögen (2)
(A)
0÷4 0,5 5
4÷8 1 10
8 ÷ 16 2,5 20
16 ÷ 25 4 30
25 ÷ 33 6 40
33 ÷ 40 10 50
40 ÷ 60 16 70
60 ÷ 80 25 100
80 ÷ 100 35 125
100 ÷ 140 50 150
(1)
Für Stromabnahmen über 30 Sekunden.
(2)
In Abhängigkeit von der Einbauposition und somit von der in der jeweiligen Aufnahme erreichten Temperatur sind Sicherungen
zu wählen, die bis zu 70-80 % von ihrer maximalen Stromfestigkeit belastet werden können.
▶ Sicherungen müssen immer so nah wie möglich beim Stromentnahmepunkt verbunden sein.
Vorsichtsmaßnahmen
● Ein fehlerhafter Anschluss von elektrischem Zubehör kann die Sicherheit der Fahrgäste und schwere Schäden am Fahrzeug
verursachen.
Bei Fragen IVECO kontaktieren.
● Kopplungen mit Signalübertragungsleitungen (z. B. ABS), die wegen elektromagnetischen Anforderungen (EMI) gesonderte
Leitungsverläufe erfordern, sind zu vermeiden.
Zu beachten ist, dass bei der gemeinsamen Verlegung mehrerer Kabel die zu übertragende Leistung gegenüber dem Nenn-
wert eines einzelnen Kabels reduziert werden muss, um die geringere Wärmeableitung zu kompensieren.
● Bei Fahrzeugen, an denen der Motor häufig angelassen wird, bei Stromentnahmen und bei begrenzter Betriebszeit des Motors
(z.B. Fahrzeuge mit Kühlzellen) muss man die Batterie regelmäßig aufladen, um ihre Funktionstüchtigkeit zu wahren.
● Die Steckverbindungen und Klemmen müssen mit Schutzvorrichtungen versehen und witterungsbeständig sein und es sollten
nur Bauteile der selben Art verwendet werden, welche ursprünglich im Fahrzeug angebracht wurden.
● Falls eine Vorrichtung bei einem Kabel der ursprünglichen Anlage installiert werden muss, darf das Kabel nicht beschädigt wer-
den; besonders darauf achten, das Kabel nicht durchzuschneiden.
209813 Abbildung 39
▶ Schäden, die auf Nichtbeachtung des Verfahrens zurückzuführen sind, werden von der Garantie
nicht gedeckt.
209814 Abbildung 40
A. Seitenansicht 1. Elektronisches Anhänger-Steuergerät
B. Rückansicht 2. Haltebügel
3. Abdeckung
209816 Abbildung 41
Fahrgestellkabel mit 13-poligem Steckverbinder und Anhänger-Steuergerät
1. Fahrgestellkabel 4. 13-polige Anhängerbuchse
2. Verbindungen mit Fahrerhauskabel 5. Schlussleuchten
3. Elektronisches Anhänger-Steuergerät
209815 Abbildung 42
1. Steckverbinder 86046_1 zu verbinden mit Steckverbinder 2. Steckverbinder ST63 zur verbinden mit dem Fahrgestell-
1 (OUT) am Anhänger-Steuergerät kabel
3. 13-polige Anhängerbuchse 72016
Für weiter Informationen zu Verbindungen und Installation die Schaltpläne bei IVECO anfordern.
▶ Die Garantie deckt keine Schäden, die auf Nichtbeachtung der obigen Anleitung zurückzuführen
sind.
▶ Der elektrische Anschluss eines Anhängers bedingt eine merkwürdige Erhöhung der Kabellän-
gen, was einen größeren Spannungsabfall in der Linie als Folge hat. Es wird deshalb empfohlen,
Kabel mit möglichst großen Querschnitten zu verwenden, soweit vom Layout der Anlage und
von der 13-poliger Steckdose erlaubt; auf diese muss dann der Masserücklauf durch Verwendung
aller drei Pins, 3, 11 und 13 verteilt werden.
ST 38
1
2
3
208946 Abbildung 43
Tabelle 5.13
Code Beschreibung
98435331 EZ 3-wege Stecker
98457375 EZ Kontaktstecker für 0,35 bis 0,5mm-Kabel
98455370 EZ Kontaktstecker für 0,5 bis 1,5mm-Kabel
● die Opt. 5864 „Zentralverriegelung + Vorrüstung für ein zusätzliches Hecktür-Zentralverriegelungssystem“, die eine Steck-
dose an der mittleren Säule zur Verfügung stellt. Der Ausstatter kann den Aufbau mit einer ferngesteuerten Tür versehen, in
Verbindung der ferngesteuerten Zentralverriegelung (verriegeln/entriegeln).
● die Opt. 5865 "Alarmanlage + Vorbereitung für ein zusätzliches Hecktür-Zentralverriegelungssystem" umfasst die Alarmanlage
kombiniert mit RCL (Remote Control Lock) + Vorbereitung für Hecktür.
Diese Optionen umfassen den Schlüssel mit 3-Tasten-Fernbedienung (eine Taste für die Hecktür) zum Steuern der zusätzlichen
Hecktür und eine Taste (Ver-/Entriegeln aller Türen) am Armaturenbrett.
Der Verbinder befindet sich unter der Kunststoffverkleidung an der Säule hinter dem Beifahrersitz (siehe Abb. 44).
139393 Abbildung 44
Das folgende Schema (Abbildung 45) zeigt die Verbindungen zwischen der Hintertür-Steckdose und dem Stellantrieb/Schalter zur
Türverriegelung.
208226 Abbildung 45
Anschlussschema Vorrüstung für hintere Tür
A. Buchse hintere Tür 1. Pin 1: Stellantrieb hintere Tür
B. Ausstatter-Stellantrieb 2. Pin 2: Signal Tür geschlossen
C. Taste Ausstatter-Schalter 3. Pin 3: Stellantrieb hintere Tür
4. Pin 4: Signal Tür geschlossen
Anmerkung Das Fahrzeug wird mit einem Verbinder für die Simulation einer „geschlossenen Tür“ ausgeliefert, der sich im Vorrüstungs-
Steckverbinder ST62 befindet. Ohne diese Funktion würde der Body Computer dem Armaturenbrett ein Signal „Tür offen“
senden und die Zentralverriegelung nicht betätigen.
Beim Ausstatten des Fahrzeugs muss man daher den für die Simulation gelieferten Steckverbinder trennen und jenen der
Ausstattung verbinden.
208228 Abbildung 46
Der Ausstatter hat denselben Anschluss auch für die Fahrer- und Beifahrertüren für die Anschlüsse der Seitentüren vorzusehen.
208226 Abbildung 47
Anschlussschema Fahrer- und Beifahrertür (1)
A. Buchse hintere Tür 1. Pin 1: Stellantrieb Fahrer- und Beifahrertür
B. Ausstatter-Stellantrieb 2. Pin 2: Signal Tür geschlossen
C. Taste Ausstatter-Schalter 3. Pin 3: Stellantrieb Fahrer- und Beifahrertür
4. Pin 4: Signal Tür geschlossen
(1)
Nur für Ausführungen mit Windlauf, reduziertem Windlauf, und reduziertem Windlauf für Wohnmobile
Geschlossener Kreis → bei geschlossener Tür
Offener Kreis → bei offener Tür
Diebstahlsicherung
Zusätzlich zur Zentralverriegelung kann das Fahrzeug mit einer vom Body Computer überwachten Alarmanlage mit Öffnungsmel-
dern ausgestattet werden.
Diese Anlage umfasst:
208227 Abbildung 48
Anschlussschema Taste für Motorhaube (2)
A. Anschluss Motorhaube 1. Pin 1: Signal Tür geschlossen
B. Taste Ausstatter-Schalter 2. Pin 2: Signal Tür geschlossen
(2)
Nur für Ausführungen mit reduziertem Windlauf, Windlauf und reduzierter Windlauf für Wohnmobile Opt. 5865
Offener Kreis → bei geschlossener Tür
Geschlossener Kreis → bei offener Tür
208229 Abbildung 49
1. Öffnungssensor Motorhaube 2. Anschluss Motorhaube
3. Alarmsirene
ADBLUE UND
SCRT-SYSTEM
Inhalt
6.1 ALLGEMEINES . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 5
6.3 VORSCHRIFTEN . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 6
Werkstoffe . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 6
AdBlue-Tank . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 6
6.1 ALLGEMEINES
Um die Euro-VI-Abgasvorschriften zu erfüllen, hat IVECO das SCRT-System (Selective Catalytic Reduction Tecnology) entwickelt,
das die Funktion eines Partikelfilters (DPF) sowie der Abgasnachbehandlung (SCR) kombiniert.
Diese Nachbehandlung erfordert die Benutzung eines Additivs, das im Handel unter dem Namen AdBlue (Lösung aus Harnstoff +
Wasser) bekannt ist.
Hauptbauteile SCRT-System
208930 Abbildung 1
1. Diesel Oxidation Catalyst 6. Temperatursensoren
2. Diesel Particulate Filter 7. DPF Δp-Sensoren
3. Selective Catalytic Reduction 8. NOx-Sensoren
4. Clean Up Catalyst 9. NH3-Sensor
5. Dosing Module 10. Mixer
6.3 VORSCHRIFTEN
Die Vorschriften in diesem Abschnitt beziehen sich auf das AdBlue-Einspritzsystem vom Typ Bosch DeNOX 3.1.
Anmerkung Werkstoffe und Layouts der normalen IVECO-Produktion sind spezifisch homologiert; All die Änderungsvorschläge müssen
spezifisch freigegeben werden.
Falls Änderungen am Fahrzeugrahmen auch dieses System betreffen, sind die folgenden Punkte unbedingt einzuhalten:
● Beim Einbau sämtlicher Komponenten des Nachbehandlungsystems muss absolute Sauberkeit gewährleistet werden;
● die Schutzabdeckungen des SM, des DM und des Bündels der AdBlue-Leitungen müssen nur unmittelbar vor dem Einbau
entfernt werden;
● die Anschlussstücke des SM und des DM sorgfältig handhaben;
● die Befestigungsschrauben des SM und des DM sind auf das in den jeweiligen Einbauzeichnungen vorgeschriebene Anzugsmo-
ment festzuziehen;
● die Dichtung am Flansch des DM auf der ATS-Seite ist bei jedem Ausbau des DM auszutauschen (die Dichtung kann nur ein
Mal verwendet werden);
● Die After-Run-Phase darf nicht mit dem manuellen Batterietrennschalter oder mit dem ADR-Schalter unterbrochen werden
(die AdBlue-Leitungen müssen immer entleert werden, um eine Kristallisierung oder Schäden wegen Gefrieren zu vermei-
den).
Werkstoffe
Die AdBlue-Lösung kann die eisenhaltigen Stähle verätzen, und kann ihrerseits von den Zusatzstoffen kontaminiert werden, die zur
Herstellung von Kunststoffteilen verwendet werden. Eventuelle Teile mit spezifischer Gestalt können deswegen nur nach IVECO-
Genehmigung, und nur mit den folgenden Materialien hergestellt werden:
AdBlue-Tank
▶ Der ursprüngliche Tank muss absolut nicht geändert werden; Der eventuelle Austausch ist da-
gegen unter der Voraussetzung erlaubt, dass eine für die normale Produktion verwendete Aus-
führung gewählt wird (s. Abbildung 5).
208931 Abbildung 2
1. AdBlue-Tank 5. Ringmutter zur Befestigung
2. AdBlue-Einfüllstutzen 6. Heating Pot
3. Beheizte AdBlue-Zufuhrleitung zum DM-Dosiermodul 7. An der Behälterhülle geschweißter Sicherungsring
4. Pumpenmodul SM
● Der Behälter muss mit einem Entlüftungsanschluss und mit einem Anschluss zum Befüllen mit AdBlue ausgestattet sein; die
Verbindung zwischen Behälteranschlüsse und Stutzen mussen abgedichtet sein.
● Die Mindesthöhe des Behälters muss 200 mm bei leerem Fahrzeug betragen, jedenfalls muss er auf Höhe bzw. oberhalb von
der Unterseite der Auspuffanlage liegen.
● Der Tank ist am Rahmen mithilfe spezifischer Konsolen befestigt; Eventuelle Änderungen müssen von IVECO genehmigt wer-
den.
● Die aus Heating Pot (6) / Supply Module (4) / Tank (1) bestehende Einheit kann nur von den IVECO-Fachwerkstätten ausge-
baut werden, und muss gemäß dem homologierten, normalerweise produzierten Layout wieder positioniert werden; Eventu-
elle Änderungen müssen freigegeben werden.
● Hydraulikanschlüsse haben die SAE_J2044 ¼ einzuhalten.
● Um die Dichtheit des Pumpenmoduls SM am Behälter zu gewährleisten, muss die Ringmutter auf 85 Nm angezogen werden.
AdBlue-Einfüllstutzen
Die Einfüllstutzeneinheit umfasst:
● einen Stutzen mit einem speziellen Verschluss für AdBlue-Füllpistolen, einen Filter und ein Magnet zum Öffnen des Ventils der
Pistole;
● eine Leitung zur Verbindung von Stutzen und Behälterentlüftung.
Anmerkung Im Fall einer Änderung der an der Karosserie vorhandenen Tür, muss die ursprüngliche Zugänglichkeit zum darunter
liegenden Kraftstoff-Einfüllstutzen unverändert gehalten werden.
Weil AdBlue bei - 11 °C gefriert, müssen die folgenden Anweisungen strikt befolgt werden:
Anmerkung Kunststoffbauteile sind mit mindestens 200 mm Abstand von Wärmequellen (wie Auspuffanlagen) zu installieren; bei
Verwendung von wärmedämmenden Platten kann dieser Abstand auf 80 mm reduziert werden.
208932 Abbildung 3
1. SCR-Katalysator 5. AdBlue-Vorlaufleitung
2. Pumpenmodul (SM) 6. DPF-Partikelfilter
3. AdBlue-Tank 7. Dosiermodul (DM)
4. AdBlue-Einfüllstutzen
▶ Falls die Fahrzeugausstattung Änderungen an der Einbaulage eines oder mehrerer Bauteile der
AdBlue-Anlage als Folge hat, muss das neue Layout einem der Layouts normaler Produktion
entsprechen.
Anmerkung Nach einem Versetzen des AdBlue-Tanks muss der IVECO Kundendienst kontaktiert werden, um die Software für die
Steuerung der entsprechenden Anlage zu aktualisieren.
Repräsentative Fahrzeuge
In der Tabelle 6-1 sind 17 Bezugsfahrzeuge aufgelistet, die mit den verschiedenen AdBlue-Anlagen ausgerüstet sind, die für die
Produktion der ganzen Daily-MCA-Baureihe Verwendet werden.
Die nachfolgenden Tabellen stellen die Anwendungskriterien der wichtigsten Anlagenteile auf oben aufgeführten 17 Fahrzeuge dar.
Es wird noch einmal unterstrichen dass, falls die Fahrzeugausstattung Änderungen am originalen Layout der AdBlue-Anlage als Folge
hat, ist einer der 17 Grundlayouts unbedingt anzuwenden.
Tabelle 6-1
Fahrzeug Beschreibung
Fahrzeug 1 CAB 35C-50C, Radstand 3450
Fahrzeug 2 CAB 35C-50C, Radstand 3750
Fahrzeug 3 FAHRGESTELL MIT DOPPELKABINE 6+1 35C-50C, Radstand 3750
Fahrzeug 4 CAB 60C-70C, Radstand 3750
Fahrzeug 5 FAHRGESTELL MIT DOPPELKABINE 6+1 60C-70C, Radstand 3750
Fahrzeug 6 VAN 35S, Radstand 3520
Fahrzeug 7 VAN 35S, Radstand 4100
Fahrzeug 8 VAN 35C-50C, Radstand 3520
Fahrzeug 9 VAN 60C-70C, Radstand 3520
Fahrzeug 10 VENDOR 35S, Radstand 3520, Linkslenker
Fahrzeug 11 VENDOR 35S, Radstand 3520, Rechtslenker
Fahrzeug 12 VENDOR 35C-50C, Radstand 3520, Linkslenker
Fahrzeug 13 VENDOR 35C-50C, Radstand 3520, Rechtslenker
Fahrzeug 14 VENDOR 35C-50C, Radstand 4100, Linkslenker
Fahrzeug 15 VENDOR 35C-50C, Radstand 4100, Rechtslenker
Fahrzeug 16 VAN 35S, Radstand 3450
Fahrzeug 17 BUS VAN 60C-70C, Radstand 4100
Die CUT-AWAY-Linkslenker verwenden das gleiche Layout der AdBlue-Anlage als die CAB- Linkslenker.
Die CUT-AWAY-Rechtslenker verwenden das gleiche Layout der AdBlue-Anlage als die VENDOR-Rechtslenker.
AdBlue-Rohrleitung
222675 Abbildung 4
Tabelle 6-2
Länge
Fahrzeug 10
Fahrzeug 11
Fahrzeug 12
Fahrzeug 13
Fahrzeug 14
Fahrzeug 15
Fahrzeug 16
Fahrzeug 17
Fahrzeug 1
Fahrzeug 2
Fahrzeug 3
Fahrzeug 4
Fahrzeug 5
Fahrzeug 6
Fahrzeug 7
Fahrzeug 8
Fahrzeug 9
Leitung
Druckleitung
zum DM
3040 X X X X X
1890 X X
1550 X X X X X X
1430 X X X X
AdBlue-Tank
224302 Abbildung 5
Tabelle 6-3
Fahrzeug 10
Fahrzeug 11
Fahrzeug 12
Fahrzeug 13
Fahrzeug 14
Fahrzeug 15
Fahrzeug 16
Fahrzeug 17
Fahrzeug 1
Fahrzeug 2
Fahrzeug 3
Fahrzeug 4
Fahrzeug 5
Fahrzeug 6
Fahrzeug 7
Fahrzeug 8
Fahrzeug 9
Tank
einzeln
Typ A X X X X X
Typ B X X X X X X X X X X
Typ C X X
AdBlue-Einfüllstutzen
224303 Abbildung 6
Tabelle 6-4
Länge Länge
Fahrzeug 10
Fahrzeug 11
Fahrzeug 12
Fahrzeug 13
Fahrzeug 14
Fahrzeug 15
Fahrzeug 17
Versorgungsleitung Entlüftungsleitung
A B
[mm] [mm]
486 520 X X
312 315 X X X X
429,5 414 X
224304 Abbildung 7
Tabelle 6-5
Länge der Versorgungs-
Fahrzeug 16
Fahrzeug 1
Fahrzeug 2
Fahrzeug 3
Fahrzeug 4
Fahrzeug 5
Fahrzeug 6
Fahrzeug 7
Fahrzeug 8
Fahrzeug 9
und Entlüftungsleitung
Außenstrecke
[mm]
557,5 X X X X X X X X X X
224305 Abbildung 8
Tabelle 6-6
Länge Länge
Fahrzeug 16
Fahrzeug 1
Fahrzeug 2
Fahrzeug 3
Fahrzeug 4
Fahrzeug 5
Fahrzeug 6
Fahrzeug 7
Fahrzeug 8
Fahrzeug 9
Versorgungsleitung Entlüftungsleitung
A B
Innenstrecke Innenstrecke
[mm] [mm]
560 501 X
503 451 X
Länge Länge
Fahrzeug 16
Fahrzeug 1
Fahrzeug 2
Fahrzeug 3
Fahrzeug 4
Fahrzeug 5
Fahrzeug 6
Fahrzeug 7
Fahrzeug 8
Fahrzeug 9
Versorgungsleitung Entlüftungsleitung
A B
Innenstrecke Innenstrecke
[mm] [mm]
677 640 X X X X
471 435 X X X X
Zugelassene Layouts
224306 Abbildung 9
Fahrzeug 1
Diese Einbaulage des AdBlue-Behälters gilt auch für folgende Fahrzeuge:
Tabelle 6-7
Fahrzeugart Version Radstand
PRITSCHENWAGEN 29L - 35S 3450 - 3750 - 4100
FAHRGESTELLE Hubmast-Arbeitskorb 35S 3450 - 3750
U.P.S.-FAHRGESTELLE 35S 3450
PRITSCHENWAGEN 35C - 40C 3450 - 4100
PRITSCHENWAGEN 45C - 50C 3450 - 4350 - 4750
LASTWAGEN und WINDLÄUFE 35S 3750
FAHRGESTELLE MIT DOPPELKABINE 6+1 35S 3750
FAHRGESTELLE MIT DOPPELKABINE 6+1 35C - 40C 4100
PRITSCHENWAGEN 60C - 70C 3450 - 4100 - 4350 - 4750
224307 Abbildung 10
Fahrzeug 2
Diese Einbaulage des AdBlue-Behälters gilt auch für folgende Fahrzeuge: FAHRGESTELLE 70C, Radstand 3750 mm.
224308 Abbildung 11
Fahrzeug 3
224309 Abbildung 12
Fahrzeug 4
Diese Einbaulage des AdBlue-Behälters gilt auch für folgende Fahrzeuge: FAHRGESTELLE 35C, Radstand 3750 mm.
224310 Abbildung 13
Fahrzeug 5
224311 Abbildung 14
Fahrzeug 6
Diese Einbaulage des AdBlue-Behälters gilt auch für folgende Fahrzeuge: VAN 29L, Radstand 3520 mm.
224312 Abbildung 15
Fahrzeug 7
Diese Einbaulage des AdBlue-Behälters gilt auch für folgende Fahrzeuge: VAN 29L und CAMPER 29L - 35S, Radstand 4100 mm.
224313 Abbildung 16
Fahrzeug 8
Diese Einbaulage des AdBlue-Behälters gilt auch für folgende Fahrzeuge: VAN 35C - 50C, Radstand 4100 mm.
224314 Abbildung 17
Fahrzeug 9
Diese Einbaulage des AdBlue-Behälters gilt auch für folgende Fahrzeuge: VAN 60C - 70C, Radstand 4100 mm.
224315 Abbildung 18
Fahrzeug 10
224316 Abbildung 19
Fahrzeug 11
224317 Abbildung 20
Fahrzeug 12
Diese Einbaulage des AdBlue-Behälters gilt auch für folgende Fahrzeuge: VENDOR 40C, Radstand 3520 mm, Rechtslenker.
224318 Abbildung 21
Fahrzeug 13
Diese Einbaulage des AdBlue-Behälters gilt auch für folgende Fahrzeuge: VENDOR 40C, Radstand 3520 mm, Linkslenker.
224319 Abbildung 22
Fahrzeug 14
Diese Einbaulage des AdBlue-Behälters gilt auch für folgende Fahrzeuge: VENDOR 40C - 50C, Radstand 3520 mm.
224320 Abbildung 23
Fahrzeug 15
Diese Einbaulage des AdBlue-Behälters gilt auch für folgende Fahrzeuge: VENDOR 40C, Radstand 4100 mm, Rechtslenker.
224321 Abbildung 24
Fahrzeug 16
Diese Einbaulage des AdBlue-Behälters gilt auch für: (siehe Fahrzeug 1 und Tabelle 6-7.
224322 Abbildung 25
Fahrzeug 17
Diese Einbaulage des AdBlue-Behälters gilt auch für folgende Fahrzeuge: VENDOR 60C - 70C, Radstand 4100 mm.
224323 Abbildung 26
A. Nullachse des Fahrzeugs
Tabelle 6-8
Fahrzeuge Z [mm] X1 [mm] X2 [mm]
Fahrzeug 1 19.5 392.5 1680
Fahrzeug 2 19.5 392.5 1883
Fahrzeug 3 19.5 417.5 1680
Fahrzeug 4 58 392.5 1863
Fahrzeug 5 27 377.5 1763
Fahrzeug 6 19.5 354.5 1931
Fahrzeug 7 19.5 362.5 1893
Fahrzeug 8 19.5 354.5 1718
Fahrzeug 9 58 354.5 1738
Fahrzeug 10 19.5 393 2072.5
Fahrzeug 11 19.5 363 2072.5
Fahrzeug 12 19.5 422 2072
Fahrzeug 13 21 330 2268
Fahrzeug 14 21 330 2268
Fahrzeug 15 21 362.5 2809
Fahrzeug 16 19.5 392.5 1680
Fahrzeug 17 21 393 2799
EXPANSION
MODUL
Inhalt
Allgemeines . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 5
7.2 SCHALTPLAN . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 12
Sonderwunsch-Steckverbinder für
Expansionsmodul . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 12
20-poligerEM-Steckverbinder, schwarz
(61071B) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 12
12-poligerEM-Steckverbinder, schwarz
(72075B) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 14
9-poligerEM-Steckverbinder, schwarz
(72071) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 16
Schwarzer 12-poliger EM-Verbinder (ST13) . . . . . 17
Stromanschlüsse zur PTO2-Verbindung . . . . . . . . 18
7.3 ZUSATZFUNKTIONEN . . . . . . . . . . . . . . . 18
Kompatibilität zwischen PTO und zusätzlichen
Funktionen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 19
1. „Run-Lock" . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 19
2. Sicherheits-/Alarmfunktion . . . . . . . . . . . . . . 21
3. Zusatzleuchten . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 23
EXPANSION MODUL
Allgemeines
Das in Abbildung 1 dargestellte Expansionsmodul (EM) ist eine elektronische Schnittstelle, die zur Verwaltung verschiedener Aus-
stattungen vorgerüstet wurde.
126269 Abbildung 1
In diesem Handbuch werden Hinweise geliefert, die die folgenden Punkte betreffen:
233492 Abbildung 2
Um das PTO2 ein- bzw. abzuschalten ist dagegen ein stabiler Schalter notwendig, der zusammen mit den elektrischen Anschlüssen
zwischen demselben PTO2 und dem verfügbaren Steckverbinder in Zuständigkeit des Ausstatters fällt (siehe Kapitel 7.2 - Abschnitt
"Elektrische Anschlüsse für PTO2" ( ➠ Seite 18).
Standardmäßige PTO-Konfiguration
IVECO kann das Fahrzeug ab Werk mit dem EM-Steuergerät, mit standardmäßig konfiguriertem PTO1 sowie mit der Steuertaste
ausrüsten.
Das erlaubt, das PTO1 gemäß den in der Betriebs- und Wartungsanleitung des Fahrzeugs beschriebenen Verfahren ein- und auszu-
schalten.
Benutzerspezifische PTO-Konfigurationen
Um eine spezifische Funktionsweise eines Nebenabtriebs zu aktivieren, muss das Expansionsmodul seitens IVECO-Kundendienst
neu programmiert werden.
Anhand der folgenden Angaben kann der Ausstatter im Vorfeld eine Systemkonfiguration zusammenstellen.
IVECO-Kundendienst kann für jeden Nebenabtrieb verschiedene Parameter konfigurieren:
● Einschaltbeschränkungen;
● Ausschaltbedingungen;
● Motorsteuerungen (Drehzahlanfrage, Einstellung der Höchstdrehzahl, Einstellung des höchstzulässigen Drehmoments).
Anmerkung Der Parameter „Motorsteuerungen“ kann bei Erdgasmotoren nicht konfiguriert werden.
a) Einschaltbeschränkungen
Einschaltbeschränkungen verwendet man, um die Einschaltung des PTO beim Eintreten bestimmter Bedingungen zu verhindern.
Die Bedingungen der Beschränkung werden nur als solche angesehen, wenn sie eine Dauer von einigen Sekunden oder mehr ha-
ben. Nach Ablauf dieser Zeitspanne erfasst das EM-Steuergerät die vorhandene Beschränkung, die Instrumententafel zeigt eine
Warnmeldung an und der Einschaltvorgang findet nicht statt.
Die folgende Tabelle listet alle möglichen Einschaltbeschränkungen auf; unter den aufgeführten Bedingungen wählt der Benutzer
diejenigen aus, die für seine Anwendung zu verwenden sind.
Tabelle 7.1
Möglichkeit Möglichkeit
Parameter
Beschränkung 1 Beschränkung 2
Betriebsbremse Gedrückt Nicht gedrückt
Feststellbremse Betätigt Nicht betätigt
Kupplungspedal (#) Gedrückt Nicht gedrückt
Kühlflüssigkeitstemperatur 40 - 150 °C
Getriebe im Leerlauf (+) Leerlauf Gang eingelegt
Rückwärtsgang Eingeschaltet Nicht eingeschaltet
Stromkreis offen am eventuell am PTO2 installierten Druckschalter (§)
Kurzschluss nach Masse am eventuell am PTO2 installierten Druckschalter (§)
Niedriger Motoröldruck
Minimale Einschaltdrehzahl
Maximale Einschaltdrehzahl
Min. Fahrzeuggeschwindigkeit
Max. Fahrzeuggeschwindigkeit
Niedrigster eingelegter Gang (+)
Höchster eingelegter Gang (+)
Anmerkung Diese Bedingungen können ausschließlich durch den IVECO-Kundendienst geändert werden.
b) Ausschaltbedingungen
Die Ausschaltbedingungen bewirken eine automatische Ausschaltung des PTO. Die Ausschaltbedingungen werden nur als sol-
che angesehen, wenn sie eine Dauer von einigen Sekunden oder mehr haben. Nach Ablauf dieser Zeitspanne erfasst das EM-
Steuergerät die vorhandene Ausschaltbedingung, die Instrumententafel zeigt eine Warnmeldung an und das PTO schaltet sich auto-
matisch aus.
Anmerkung Die automatische Abschaltung durch das EM hängt von der Last des PTO ab. In bestimmten Situationen findet keine
automatische Ausschaltung des PTO statt, obwohl eine Warnmeldung in der Instrumententafel erscheint. In diesem Fall
wie folgt vorgehen:
a) Schaltgetriebe
• Kupplung bei stehendem Fahrzeug betätigen
• im Fahrbetrieb den Leerlauf einlegen
b) automatisiertes Getriebe
• im Fahrbetrieb den Leerlauf einlegen
Die folgende Tabelle listet alle möglichen Ausschaltbedingungen auf; unter den aufgeführten Bedingungen wählt der Benutzer dieje-
nigen aus, die für seine Anwendung zu verwenden sind.
Tabelle 7.2
Möglichkeit Möglichkeit
Parameter
Ausschaltbedingung 1 Ausschaltbedingung 2
Betriebsbremse Gedrückt Nicht gedrückt
Feststellbremse Betätigt Nicht betätigt
Kupplungspedal (#) Gedrückt Nicht gedrückt
Kühlflüssigkeitstemperatur 40 - 150 °C
Getriebe im Leerlauf (+) Leerlauf Gang eingelegt
Rückwärtsgang Eingeschaltet Nicht eingeschaltet
Stromkreis offen am eventuell am PTO2 installierten Druckschalter (§)
Kurzschluss nach Masse am eventuell am PTO2 installierten Druckschalter (§)
Niedriger Motoröldruck
Minimale Ausschaltdrehzahl
Max. Motordrehzahl zum Ausschalten
Min. Fahrzeuggeschwindigkeit
Max. Fahrzeuggeschwindigkeit
Niedrigster eingelegter Gang (+)
Höchster eingelegter Gang (+)
Prozentualer Kupplungsschlupf (@)
Anmerkung Diese Bedingungen können ausschließlich durch den IVECO-Kundendienst geändert werden.
Motorsteuerungen
Die folgenden Motorsteuerungen können mit der PTO-Einschaltung verbunden werden:
Anmerkung Während der Steuerung „Drehzahlanforderung“ kann die Motordrehzahl nicht durch den Befehl „Cruise Control“
und/oder über das Fahrpedal geändert werden.
Tabelle 7.3
Parameter Konfiguration
Keine Steuerung angefordert
PTO[x]_SwActCfg
Anforderung Motorsteuerung, sobald die PTO-Einschalttaste gedrückt wird
▶ Falls dieser Parameter eingestellt wurde und Einschaltbeschränkungen vorliegen, wird die Mo-
torsteuerung für eine bestimmte Zeit (einige Sekunden) angewendet, bis das EM-Steuergerät
die Beschränkung erfasst.
Anmerkung Diese Bedingungen können ausschließlich durch den IVECO-Kundendienst geändert werden.
Der Parameter PTO[x]_FbkActCfg (x = 1, wobei 2 das betroffene PTO kennzeichnet) definiert, ob die Motorsteuerung mit
der effektiven PTO-Einschaltung verbunden ist, d.h. die Aktivierung erfolgt nur, nachdem der Motor eine positive Rückmeldung an
das EM gesendet hat:
Tabelle 7.4
Parameter Konfiguration
Keine Steuerung angefordert
PTO[x]_FbkActCfg
Anforderung Motorsteuerung, erst nachdem das PTO tatsächlich eingeschaltet wurde
Anmerkung Diese Bedingungen können ausschließlich durch den IVECO-Kundendienst geändert werden.
Tabelle 7.6
Schaltge- Automatisiertes
Parameter Beschreibung Einheit Einheit
triebe Getriebe
Anforderung
Keine Steuerung angefordert ja ja
Motorsteuerung auf
Einschaltanforde- – –
Anforderung Motorsteuerung, erst nachdem das
rung nein nein
PTO tatsächlich eingeschaltet wurde
PTO1
Anforderung
Keine Steuerung angefordert ja ja
Motorsteuerung auf
Einschaltrückmel- – –
Anforderung Motorsteuerung, erst nachdem das
dung nein nein
PTO tatsächlich eingeschaltet wurde
PTO1
Keine Anforderung / Deaktiviert ja ja
Drehzahlanforderung nein nein
Motorsteuerungsart Drehmomentanforderung nein – nein –
Anforderung Drehmomentbegrenzung / Anfor-
nein nein
derung Drehzahlbegrenzung
Drehzahlsteuerung / Anforderung Drehzahlbe-
PTO[X]TSC1FIELD5 grenzung nein U/min nein U/min
Legende:
n.a. = nicht anwendbar
Anmerkung Bei Erdgasmotoren sind die Motorsteuerungen (Drehzahlanfrage, Einstellung der Höchstdrehzahl, Einstellung des höchst-
zulässigen Drehmoments) nicht verfügbar.
Anmerkung Während der Steuerung „Drehzahlanforderung“ kann die Motordrehzahl nicht durch den Befehl „Cruise Control“
und/oder über das Fahrpedal geändert werden.
Anmerkung Der Parameter PTO[x]_ERtimeout kann durch den IVECO-Kundendienst eingestellt werden.
Disengagement Timeout
Wenn das PTO2 eine Ausschaltzeit von mehr als zwei Sekunden benötigt, kann der Parameter PTO[x]_SCtimeout (x = 2,
wobei 2 das betroffene PTO kennzeichnet) angepasst werden, der die Zeitschwelle festlegt, über der eine Ausschaltbedingung
(sofern konfiguriert) als solche angesehen wird.
Das EM-Steuergerät ermittelt die erfolgreiche Ausschaltung des PTO2 und zeigt, falls keine Ausschaltung möglich ist, erst nach
Verstreichen der Disengagement-Timeout-Zeitspanne einen eventuellen Disengagement-Timeout-Fehler an.
Danach, am Ende des Disengagement Timeout, erfasst das EM-Steuergerät die vorhandene Ausschaltbedingung, innerhalb von 10
Sekunden zeigt die Instrumententafel eine Warnmeldung an und das PTO schaltet sich automatisch aus.
Anmerkung Der Parameter PTO[x]_SCtimeout kann durch den IVECO-Kundendienst eingestellt werden.
7.2 SCHALTPLAN
Um die funktionelle Unversehrtheit der Elektrik zu gewährleisten, hat IVECO spezifische Anschlusspunkte vorgesehen, die für die
zusätzlichen Anlagen verwendet werden können (siehe Kapitel 5.4 - Abschnitt "Stromaufnahmen und Sicherungen" ( ➠ Seite 39)).
101564 Abbildung 3
Auf dem Fahrzeug vorhandenes Bauteil (Stecker) Zu verbindendes Gegenstück (Buchse)
Tabelle 7.7
Code Beschreibung
500314820 EZ Kontaktstecker für 0,35 bis 0,5mm-Kabel
500314824 EZ Kontaktstecker für 0,75 bis 1,5mm²-Kabel
504005092 EZ Kontaktstecker für 2,5 bis mm² -Kabel
Angeschlos-
Kabel-
Pin Beschreibung Signal sen Anmerkungen
code
an
Vom Ausstatter bei aktiver Ausstatter-Mission zu aktivieren
Eingang
18 Aufbauherstellerfreigabe 0991 EM X3/17 Masse = Schalteraktivierung, niedrige Seite
5 mA
Offener Stromkreis = keine Tätigkeit
19 Frei 5983 EM X4/29
Neukonfiguration über Kundendienst (CS) möglich
Ausgang
20 „Run-Lock“-Relais 6987 EM X4/1 +12 V = RunLock aktiviert
1A
Kein Signal = RunLock nicht aktiviert
(1)
Aktivierung nur über Neuprogrammierung seitens Kundendienst. IVECO-Kundendienst ansprechen.
Ausgang nur bei eingeschaltetem K15 unterstützt. Bei ausgeschaltetem K15 sind die Ausgänge gesperrt.
(2)
Bei zugelassener "Zusatzleuchten"-Funktion sind die PTO-Funktionen nicht mehr verfügbar (siehe Kapitel 7.3 ( ➠ Seite 18)).
Das gilt auch für die Aktivierung der für die PTO 1, 2 und 3 eingespeicherten PTO/ISC-Drehzahlwerte; Diese Funktionen sind auch nicht
mehr verfügbar.
(3)
Falls das Zusatzlicht 1 oder das Blaue Licht 1 vom Kundendienst aktiviert wurden, dann ist die volle Funktionstüch-
tigkeit vom Fahrzeug-CAN 72075B/12 nicht mehr verfügbar (siehe Kapitel 7.3 ( ➠ Seite 18)).
Um mögliche Probleme zu vermeiden, verlangt IVECO das Relais zu auszubauen, um die volle Funktionstüchtigkeit vom Fahrzeug-CAN zu
gewährleisten.
(4)
Die RunLock-Funktion findet bei Fahrzeugeinsätzen Anwendung, bei denen der Bediener sich nicht im Fahrerhaus befindet.
(5)
Das EM bietet verschieden Konfigurationen an, die auf spezifische Kundenanfrage gewählt werden können. Eine Übersicht der verfügba-
ren Kombinationen ist im Kapitel 7.3 - Abschnitt "Verträglichkeit zwischen PTO und Zusatzfunktionen" ( ➠ Seite 19) dargestellt.
101554 Abbildung 4
Auf dem Fahrzeug vorhandenes Bauteil (Stecker) Zu verbindendes Gegenstück (Buchse)
Tabelle 7.9
Code Beschreibung
500314820 EZ Kontaktstecker für 0,35 bis 0,5mm-Kabel
500314824 EZ Kontaktstecker für 0,75 bis 1,5mm²-Kabel
504005092 EZ Kontaktstecker für 2,5 bis mm² -Kabel
197421 Abbildung 5
Auf dem Fahrzeug vorhandenes Bauteil (Stecker) Zu verbindendes Gegenstück (Buchse)
Dieser Steckverbinder ist nur bei installiertem EM mit CANopen (Opt. 75979) vorhanden.
Tabelle 7.11
Code Beschreibung
500314820 EZ Kontaktstecker für 0,35 bis 0,5mm-Kabel
500314824 EZ Kontaktstecker für 0,75 bis 1,5mm²-Kabel
504005092 EZ Kontaktstecker für 2,5 bis mm² -Kabel
156853 Abbildung 6
Auf dem Fahrzeug vorhandenes Bauteil (Stecker) Zu verbindendes Gegenstück (Buchse)
Tabelle 7.13
Code Beschreibung
1/09314/54 EZ Kontaktstecker für 0,35 bis mm² -Kabel
504079557 EZ Kontaktstecker für 0,5 bis 1,0mm-Kabel
504079558 EZ Kontaktstecker für 1,0 bis 2,5mm-Kabel
210241 Abbildung 7
1. 20-poligerEM-Steckverbinder, schwarz (61071B) a. Solenoid
2. Nebenabtriebsschalter 2 b. Feedback
c. Druckschalter
7.3 ZUSATZFUNKTIONEN
Das Expansionsmodul-Steuergerät stellt weitere Funktionen zur Verfügung:
1. „Run-Lock“;
2. Sicherheit / Alarm;
3. Zusatzleuchten 1 und Zusatzleuchten 2.
Tabelle 7.15
Schluss- Zusatzleuchten Zusatzleuchten Szenen-
NR. PTO1 PTO2 „Run-Lock“ Lichthupe
leuchten 1 2 leuchten
1 X X
2 X X X X
3 X X X
4 X X X X X
5 X X X X X X
6 X X X X X
7 X X X X X X
8 X X X X X
9 X X X X X
10 X X X X
11 X X X X
12 X X X X
13 X X X X
14 X X X X
15 X X
16 X X
17 X X X
18 X X X
19 X X X
20 X X X
21 X X X
1. „Run-Lock"
Das Expansionsmodul kann ein Bypass-Relais vom Anlassschalter steuern um zu ermöglichen, den Zündschlüssel bei stillstehendem
Fahrzeug herauszuziehen, ohne den Motor abzustellen. Diese Funktion findet bei Polizeifahrzeugen und Krankenwagen Anwen-
dung, um die verschiedenen Elektrogeräte versorgen zu können.
Weitere mögliche Anwendungen sind die Fernbedienung eines Nebenabtriebs von Fahrzeug, die Steuerung von
Hubmast-Arbeitskörben und Plattformen, usw.
Anschlüsse
Abbildung 8 stellt die Anschlüsse dar, zur Verwendung der „Run-Lock“-Funktion herzustellen sind. Der Schalter ist Low-Active.
Ausstatterseitige Arbeiten:
210242 Abbildung 8
1. 20-poligerEM-Steckverbinder, schwarz (61071B) a. „Run-Lock"-Steuerung
2. 12-poliger Ausstatter-Steckverbinder, schwarz (72075A) b. „Run-Lock“-Schalter
„Run-Lock”-Einschaltvorgang
● laufendem Motor
● Bei stillstehendem Fahrzeug
● Getriebe in Neutralstellung und Kupplung nicht betreten (bei Schaltgetriebe) oder Getriebe in Neutralstellung (bei automati-
siertem Getriebe)
● Feststellbremse eingelegt
● den „Run-Lock“-Schalter betätigen;
● Zündschlüssel abziehen
Anmerkung Im „Run-Lock“-Betriebsmodus wird der Motor beim Auftreten einer der folgenden Bedingungen abgestellt:
• Kupplung betreten (bei Schaltgetriebe) oder Getriebe nicht in Neutralstellung (bei automatisiertem Getriebe)
• Lösen der Feststellbremse
• Fahrzeuggeschwindigkeit > 0 km/h
„Run-Lock”-Ausschaltvorgang
● Den Zündschlüssel auf Stellung 2 setzen
● den „Run-Lock“-Schalter auf OFF-Stellung setzen
2. Sicherheits-/Alarmfunktion
Die Sicherheits-/Alarmfunktion kann jedes Mal angewendet werden, wenn Unbefugte versuchen, das Fahrzeug aufzubrechen. In
dieser Situation wird der Motor abgestellt bzw. die Motordrehzahl beschränkt; außerdem ist der Blinkbetrieb der Abblendlichter
möglich.
Der Sicherheitsmodus wird über den Alarm-State-Schalter aufgerufen.
Das Expansionsmodul wendet eine unterschiedliche Strategie an, je nach dem, ob das Fahrzeug steht oder fährt. Dies bedeutet:
a) bei stehendem Fahrzeug:
● der Motor wird abgestellt und gesperrt und kann nur dann angelassen werden, wenn der Alarm-State-Schalter auf OFF-
Stellung ist;
● beide Abblendlichter blinken (die werkseitig eingestellte Standard-Blinkdauer beträgt 1 Sekunde);
Anschlüsse
In Abbildung 9 sind die zu realisierenden Anschlüsse dargestellt, um die „Run-Lock“-Funktion benutzen zu können. Der Schalter ist
High-Active.
Ausstatterseitige Arbeiten:
Anmerkung Der IVECO-Kundendienst ist für die Deaktivierung der Diagnose des Relais T01 zuständig.
210243 Abbildung 9
1. 12-poligerEM-Steckverbinder, schwarz (72075B) a. Alarmschalter
2. 20-poliger Ausstatter-Steckverbinder, blau (61071A) b. Steuerung Motorstopp
c. Relais rechtes Abblendlicht
d. Relais linkes Abblendlicht
Anmerkung Falls die Zusatzleuchten 1 und/oder die Zusatzleuchten 2 (siehe Abschnitt "3. Zusatzleuchten" ( ➠ Seite 23)) sowie die
Alarmfunktion als vorhanden konfiguriert wurden, und falls jede Funktion das Blinken der Abblendlichter verlangt, wird
vom System das kürzestmögliche Blinkintervall, nämlich die höchste Frequenz angewendet.
Anmerkung Die Blinkdauer kann ausschließlich durch den IVECO-Kundendienst geändert werden.
Geschwindigkeitsbegrenzung
Die Geschwindigkeitsbegrenzung für die Alarmfunktion ist werkseitig auf 30 km/h eingestellt, kann jedoch geändert werden. Man
beachte, dass der Grenzwert nicht über den vom primären Geschwindigkeitsbegrenzer (Speed Limiter) festgestellten Schwellwert
angehoben werden kann.
Anmerkung Falls die Zusatzleuchten 1 und/oder die Zusatzleuchten 2 (siehe Abschnitt "3. Zusatzleuchten" ( ➠ Seite 23)) und/oder
die Alarmfunktion und/oder die Szenenleuchten als vorhanden konfiguriert wurden und wenn für jedes davon eine Ge-
schwindigkeitsbegrenzung angefordert wurde, wählt das System stets den Minimalwert unter den Grenzwerten.
Anmerkung Die Geschwindigkeitsbegrenzung kann ausschließlich durch den IVECO-Kundendienst geändert werden.
3. Zusatzleuchten
Die Zusatzleuchten-Funktion erlaubt dem Benutzer, verschiedene Zusatzleuchten einzubauen, die direkt vom Expansionsmodul-
Steuergerät angesteuert werden:
● Zusatzleuchten 1
● Zusatzleuchten 2
● Szenenleuchten
● Schlussleuchten
Anschlüsse
Abbildung 10 stellt die Anschlüsse dar, die zur Verwendung der Zusatzleuchten-Funktion herzustellen sind.
Alle Schalter sind High-Active.
Ausstatterseitige Arbeiten:
Anmerkung Der IVECO-Kundendienst ist für die Deaktivierung der Diagnose des Relais T01 zuständig.
210244 Abbildung 10
1. 20-poligerEM-Steckverbinder, schwarz (61071B) f. Zusatzleuchten 1 - 21 W
2. 12-poligerEM-Steckverbinder, schwarz (72075B) g. Szenenleuchtenschalter
h. Schalter für Zusatzleuchten 1
a. Bremslicht rechts - 21 W i. Schalter für Zusatzleuchten 2
b. Fahrtrichtungsanzeiger rechts - 21 W j. Relais rechtes Abblendlicht
c. Bremslicht links - 21 W k. Relais linkes Abblendlicht
d. Fahrtrichtungsanzeiger links - 21 W l. Standlichter - 10 W
e. Zusatzleuchten 2 - 21 W m. Szenenleuchtenrelais
a) Zusatzleuchten 1
Die Zusatzleuchten 1 können beispielsweise aus den blauen Rundumkennleuchten von Krankenwagen und Polizeifahrzeugen beste-
hen.
Die maximale Stromaufnahme beträgt 3 A, während die maximale Leistung bei 36 W liegt.
Die Zusatzleuchten sind mit verschiedenen Funktionen nach Wunsch des Ausstatters konfigurierbar:
Anmerkung Die Blinkdauer kann ausschließlich durch den IVECO-Kundendienst geändert werden.
Anmerkung Falls die Zusatzleuchten 1 und die Zusatzleuchten 2 und/oder die Alarmfunktion als vorhanden konfiguriert wurden, und
falls jede Funktion das Blinken der Abblendlichter verlangt, wird vom System das kürzestmögliche Blinkintervall, nämlich
die höchste Frequenz angewendet.
Anmerkung Die Blinkdauer kann ausschließlich durch den IVECO-Kundendienst geändert werden.
Geschwindigkeitsbegrenzung
Eine Geschwindigkeitsbegrenzung kann bei Zusatzlichtern 1 auf ON und/oder auf OFF konfiguriert werden.
Diese Option ist werkseitig deaktiviert.
Anmerkung Falls die Zusatzleuchten 1 und/oder die Zusatzleuchten 2 und/oder die Alarmfunktion und/oder die Szenenleuchten als
vorhanden konfiguriert wurden, und falls jede Funktion eine Geschwindigkeitsbegrenzung verlangt, wird vom System der
kleinstmögliche Grenzwert angewendet.
Anmerkung Die Geschwindigkeitsbegrenzungen können ausschließlich durch den IVECO-Kundendienst geändert werden.
b) Zusatzleuchten 2
Die Zusatzleuchten 2 können beispielsweise aus den blauen Rundumkennleuchten von Krankenwagen und Polizeifahrzeugen beste-
hen.
Die maximale Stromaufnahme beträgt 1,5 A, während die maximale Leistung bei 21 W liegt.
Die Zusatzleuchten sind mit verschiedenen Funktionen nach Wunsch des Ausstatters konfigurierbar:
Anmerkung Die Zusatzleuchten 2 sind nicht mit dem Einsatz des PTO2 kompatibel.
c) Szenenleuchten
Die maximale Stromabnahme beträgt 1 A.
Geschwindigkeitsbegrenzung
Es ist möglich, eine Geschwindigkeitsbegrenzung bei den Zusatzleuchten auf ON und/oder auf OFF zu konfigurieren.
Diese Option ist werkseitig deaktiviert.
Anmerkung Falls die Zusatzleuchten 1 und/oder die Zusatzleuchten 2 und/oder die Alarmfunktion und/oder die Szenenleuchten als
vorhanden konfiguriert wurden, und falls jede Funktion eine Geschwindigkeitsbegrenzung verlangt, wird vom System der
kleinstmögliche Grenzwert angewendet.
Anmerkung Die Geschwindigkeitsbegrenzung kann ausschließlich durch den IVECO-Kundendienst geändert werden.
d) Schlussleuchten
Sie bestehen aus:
Wie in Abbildung 10 vom Abschnitt ”Sicherheits-/Alarmfunktion - Anschlüsse” ( ➠ Seite 21) dargestellt, können weitere Schluss-
leuchten unter der Voraussetzung installiert werden, dass die maximale Leistung der einzelnen Lichter 21W bei "Fahrtrichtungsan-
zeigern" und "Bremslichtern", 5W bei den "Standlichtern" beträgt.
Die maximale Stromabnahme beträgt 7 A.
Inhalt
A.1 FAHRGESTELL . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 5
Transport . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 5
Anheben für den Transport auf Schiffen, Zügen
usw. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 5
Übergabe . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 5
Lagerung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 5
Gewichte und Abwiegen . . . . . . . . . . . . . . . . . . 5
A.4 SCHALLISOLIERUNG . . . . . . . . . . . . . . . . . 12
Außenlärm . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 12
Innenlärm . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 12
Schallisolierung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 12
A.6 STROMENTNAHME . . . . . . . . . . . . . . . . . 14
CBA Ausführung Personentransport . . . . . . . . . 14
A.7 AUSSTATTER-STECKVERBINDER . . . . . . . . . 15
A.8 FUNKTIONSPRÜFUNGEN IM
FAHRBETRIEB . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 17
A.1 FAHRGESTELL
Transport
Das nicht ausgestattete Fahrgestell ist nicht fahrtüchtig und muss deshalb auf einem Autotransporter befördert werden.
Anmerkung Es ist strengstens untersagt, die Seile des Krans an den Quer- oder Längsträgern zu befestigen.
Das Fahrgestell darf nur an den Achsen am Transportfahrzeug befestigt werden und das Gewicht muss allein von den Rädern ge-
tragen werden.
Übergabe
Vor der Auslieferung wird das Fahrgestell strengen Qualitätskontrollen unterzogen.
Bei der Auslieferung muss der Ausstatter eine Überprüfung vornehmen, um Materialmängel oder Defekte festzustellen, die wäh-
rend des Transports entstanden sein können.
IVECO akzeptiert keine Reklamationen nach der Auslieferung bzw. ohne Vermerk in den entsprechenden, vom LKW-Fahrer ge-
gengezeichneten Formularen.
Bei jeder Reklamation muss die Fahrzeugidentifikationsnummer angegeben werden: Diese Nummer befindet sich in der Mitte des
rechten Längsträgers im Radkastenbogen in der Nähe der Aufhängung.
Lagerung
Wenn das Fahrzeug längere Zeit nicht in Betrieb genommen wird, muss es je nach Umweltbedingungen ausreichend geschützt
werden.
Der Ausstatter ist insbesondere für den Schutz von Armaturenbrett, Batterien, Sicherungs- und Relaisgehäuse usw. verantwortlich,
deren Lebensdauer und Zuverlässigkeit nicht beeinträchtigt werden dürfen.
Hauptabmessungen
Bei allen Fahrzeugen müssen die Ein- und Ausgangswinkel 7° oder mehr betragen.
Die Konstruktion der Karosserie muss Lenkradien gemäß den Bestimmungen der Regelung 107/ECE bzw. den entsprechenden
Rechtsvorschriften des Landes, in welchem das Fahrzeug angemeldet wird, erlauben.
Bei den Fahrzeugen muss bei jedem Rad hinten ein Spritzschutz bis 75 mm Höhe über Boden angebracht werden.
Die Konfiguration der Karosserie muss so ausgelegt sein, dass die Fahrzeugidentifikationsnummer leicht abzulesen ist.
b) Sonnenschutzblende
Für den Fahrer muss eine auch während der Fahrt leicht höhenverstellbare und klappbare Sonnenschutzblende vorgesehen sein. Es
kann auch ein Sonnenschutzrollo oder eine teilweise oder zur Gänze getönte Scheibe montiert werden.
d) Ergonomie am Fahrerplatz
Falls die mit dem Fahrzeug mitgelieferte Instrumentengruppe zerlegt und in ein Armaturenbrett eigener Herstellung eingebaut
wird, ist es ratsam, die jeweilige Position der Instrumente und Bedienelemente beizubehalten.
Da das mitgelieferte Armaturenbrett der Richtlinie über „Anzeigen, Bedienelemente und Lichtblenden“ entspricht, hat der Ausstat-
ter die Konformität nach jedem Umbau zu überprüfen und, falls nötig, eine erneute Zulassung zu beantragen.
Beim Einbau des Fahrersitzbezugs muss darauf geachtet werden, den Pedalweg nicht einzuschränken.
Brandschutzanforderungen an Werkstoffe
Die im Motorraum verwendeten Verkleidungsmaterialien dürfen nicht entflammbar und nicht kraftstoff- und schmiermitteldurch-
lässig sein, außer das Material ist mit einer undurchlässigen Schicht überzogen.
Das restliche Material der Karosserie muss je nach Anzahl der beförderbaren Passagiere und/oder entsprechend der im Bestim-
mungsland des Fahrzeuges geltenden Rechtsvorschriften flammhemmend oder selbstlöschend sein.
Die Polyamidleitungen oder die Kabelgeflechte, die in der Nähe eines heißen Motorbereichs verlaufen (Auspuffkrümmer oder -
rohre, Turbolader usw.) müssen durch eine Aluminium- oder Edelstahlabdeckung mit einer Verkleidung aus isolierendem Material
geschützt werden.
Anmerkung Die Verankerungen der Sitze am Rahmen sind vollständig durch den Ausstatter zu bewerkstelligen, der auch für die
Durchführung der (destruktiven) Abnahme- und Zulassungsprüfungen zuständig ist.
Die folgenden Abbildungen enthalten einige Details der Konstruktionen und Befestigungsweisen für fest eingebaute und auf Füh-
rungen montierten Sitze. Die Abbildungen sind den IVECO-Zeichnungen 5801805133 und 5801752010 entnommen.
Die vollständigen Zeichnungen können unter [Link] angefordert werden.
173264 Abbildung 1
Bodenrahmen zur Sitzbefestigung
173265 Abbildung 2
Beispiel: Installationsschema feste Sitze (siehe Zeichn. 5801805133)
173266 Abbildung 3
Beispiel: Installationsschema Sitze auf Führungen (siehe Zeichn. 5801752010)
Hinterer Kofferraum
Das Volumen des Kofferraums hängt vom technisch zulässigen Gesamtgewicht des Fahrzeugs und jenes der Achsen ab; die Dimen-
sionierung und Positionierung muss durch strukturelle und rechnerische Tests validiert werden, die vom Ausstatter durchzuführen
sind.
Seitlicher Zugang
Die Herstellung eines seitlichen Zugangs, der größer ist, als jener der standardmäßigen Minibusversion, darf die Unverformbarkeit
der Karosseriestruktur im betreffenden Bereich nicht beeinträchtigen.
Anmerkung Eine Höhenänderung der seitlichen Türöffnung ist nur im oberen oder im unteren Karosseriebereich zulässig, niemals aber
in beiden Bereichen gleichzeitig.
Die Abmessungen der Öffnung und der Zugangsstufen müssen der Richtlinie ECE107 entsprechen.
Um eventuelle Kontakte mit diesen Umbauteilen zu vermeiden, kann der AdBlue-Behälter etwas entlang des Fahrgestell-
Längsträgers verschoben werden. In diesem Fall, um längere, aber ohne Weiteres durch IVECO Parts lieferbare Leitungen
verwenden zu können, empfiehlt es sich, eine der für die Fahrzeuge Daily Vendor und Minibus vorgesehenen werkseitigen
Positionen zu verwenden.
Man rät dazu, den Abschnitt 6 durchzulesen, in dem die oben erwähnten Positionen und weitere Informationen zur AdBlue-Anlage
und zu den zugehörigen Leitungen aufgeführt sind.
Falls das oben beschriebene Verfahren wegen zu großer Verschiebung nicht möglich, muss der Umbau zuvor genehmigt werden.
208203 Abbildung 4
Rollstuhlhebebühne
Für diese Transportart muss die Öffnung der Eingangstüre mit einer Hebevorrichtung ausgestattet werden; ferner ist ein reservier-
ter Bereich entsprechender Größe im Fahrzeuginneren vorzusehen. Jedenfalls muss die europäische Richtlinie 2001/85/EG oder
ECE107 eingehalten werden.
Wird die hintere Tür als Rollstuhleingang verwendet, sind die Angaben zur Befestigung der Ladebordwände zu beachten (siehe
Kapitel 3.9 ( ➠ Seite 30)).
A.4 SCHALLISOLIERUNG
Der Ausstatter muss darauf achten, dass das fertige Fahrzeug die jeweiligen Schallemissionsrichtwerte einhält; gegebenenfalls ist er
zu einer Zulassung/Neuzulassung des Fahrzeugs verpflichtet.
Außenlärm
Gemäß Richtlinie 2007/34/EG dürfen die Schallemissionen der Daily-Fahrzeuge „für die Personenbeförderung“ den Wert von 79
dB(A), gemessen beim Auspuffschalldämpfer, nicht überschreiten.
Innenlärm
Die Messungen müssen im Einklang mit den Bestimmungen der ISO-Norm 5128 und bei gleichmäßiger Geschwindigkeit erfolgen:
a) 60, 80 und 100 km/h im vorletzten Gang
b) 80 und 100 km/h im letzten Gang
sowohl mit Schaltgetriebe als auch mit automatisiertem Getriebe.
Was die Position des Phonometers anbelangt, muss man zwischen Folgendem unterscheiden:
Unter diesen Bedingungen dürfen die Ergebnisse in keinem Fall die folgenden Werte überschreiten:
Tabelle A.1
Ohne Klimaanlage mit Klimaanlage
Fahrzeug
bei max. Leistung bei max. Leistung
Überlandverkehr 72 dBA 74 dBA
Einsatz im Stadt- und Vorstadtgebiet 74 dBA 76 dBA
Schallisolierung
Für eine gute Isolierung darauf achten, die Schalldämmmaterialien so dicht wie möglich und ohne Lücken anzubringen; besonders
wichtig ist die Dichtheit der Klappen, welche den Innenraum mit den Motor, Getriebe, Achsebereichen usw. verbinden.
Für die Verkleidung von Böden im Fahrgastbereich, Türöffnungen und Stufen wird die Verwendung einer Holzplatte mit Mindestdi-
cke 15 mm und einer dazwischenliegenden, Septumschicht empfohlen.
Die Befestigungen der Treppenöffnungen dürfen keine Risse oder Lücken aufweisen, durch die Geräusche ins Innere gelangen
könnten; dasselbe gilt auch für den Bereich unter den Türen.
Die Isolier- und Schalldämmstoffe müssen fest und dauerhaft befestigt sein, damit sie sich nicht lösen und mit heißen Stellen oder
beweglichen Teilen in Berührung kommen. Es wird empfohlen, hochwertige Klebstoffe, Metallgeflecht oder andere Befestigungen
zu verwenden.
● Erhöhung der Leistung oder der Isolierung, wenn die Heizprüfung niedrige Temperaturen erfasst;
● Erhöhung des Luftdurchsatzes und Reduzierung der Isolierung, wenn die Kühlprüfung zu hohe Temperaturen erfasst.
Es wird empfohlen, IVECO über die erzielten Ergebnisse zu informieren und eventuelle Anpassungen der Feineinstellung erst nach
Absprache vorzunehmen.
Übertemperaturen
Die kritischsten Bereiche im Hinblick auf die Wärmeisolierung befinden sich in der Nähe des Turboladers, des Auspuffkrümmers
und der Auspuffrohre, des Schalldämpfers und der Rotoren des elektrischen Retarders.
Ein in der Nähe eines kritischen Bereichs sich befindender, nichtmetallischer Bauteil der Karosserie muss beispielsweise mithilfe
einer Schicht Isolierfilz mit einer Aluplattenverkleidung geschützt werden, die einer stabilisierten Temperatur von 250 °C bei einem
maximalen Leitfähigkeitsbeiwert von 0,1 W/mK widerstehen kann.
In jedem Fall darf der Mindestabstand zwischen einer kritischen Stelle und der Isolierung nicht weniger als 80 mm betragen.
Wenn wenig Raum zur Verfügung steht und vor allem um die Polyamidrohre und die elektrischen Kabelstränge zu schützen, sollte
eine aus Aluminiumblech mit Sandwichisolierung bestehende Abschirmung mit der gleichen Wärmeleitzahl wie Filz eingesetzt wer-
den; der Abstand zwischen dem geschützten Bauteil und der Abschirmung sollte mindestens 20 mm betragen.
Um eine angenehme Temperatur im Fahrzeuginneren zu erhalten, muss die sich im Motor-/Getrieberaum befindende Isolierung
einen Leitfähigkeitsbeiwert von mindestens 0,08 W/mK und eine Mindesttemperatur von 85 °C aufweisen.
Dieses Schallschutz- und Wärmedämmungsmaterial muss die gesamte Trennfläche zwischen Motorgehäuse und Innenraum, einsch-
ließlich Treppen, Wänden und anderen Flächen, in denen Wärme eindringen kann, bedecken.
In den Bereichen, wo eine akustische Isolierung nicht notwendig ist, wie z. B. in der Nähe des elektrischen Retarders, ist eine Wär-
meisolierung mit Polyurethanschaum mit ähnlichen Eigenschaften wie die zuvor beschriebenen zulässig.
Was die Wärmeübertragung betrifft, gibt es auch nicht kritische Punkte, die jedoch trotzdem von Teilen oder Anlagen der Karos-
serie isoliert werden müssen, die durch eine übermäßige Temperatur beschädigt werden können.
Zweiter Klimaanlagenkompressor
▶ Im Falle von Arbeiten, die den Ausbau des Antriebsriemens der Hilfsaggregate des Motors er-
fordern (z.B.: Installation eines zusätzlichen Verdichters) ist der Wiedereinbau des Antriebsrie-
mens unter Beachtung der Angaben der Reparaturanleitung (Veröffentlichung Nr. 603.95.723)
durchzuführen, siehe auch Abbildung 5. Insbesondere ist das bei IVECO Parts erhältliche Spezi-
alwerkzeug Nr. 99360191 unbedingt zu verwenden.
Ausbau
Das elastische Band (4) durchschneiden, da es nicht wiederverwen-
det werden darf.
Wiedereinbau
Auf der Riemenscheibe (1) das Aufziehwerkzeug 99360186 (2) mit
dem elastischen Band (4) ansetzen, indem Letzterer auf die Rolle
(3) und die Riemenscheibe (5) gesetzt wird. Dabei darauf achten,
dass die Rippen des Riemens in den entsprechenden Nuten der
Riemenscheiben (1 und 5) liegen.
Die Kurbelwelle gegen den Uhrzeigersinn (→) drehen, bis der Rie-
men (4) korrekt auf der Riemenscheibe (1) gespannt ist.
102201 Abbildung 5
A.6 STROMENTNAHME
CBA Ausführung Personentransport
Das Verteilungs- und Schutzsteuergerät an der Batterie verfügt über einen Trennschalter zum Abtrennen der Verbraucher im
Notfall.
208221 Abbildung 6
Sicherungs- und Relaiskasten an der Batterie (CBA 1)
Tabelle A.2
Bez. Auslösestrom der Sicherung Funktion
1 150A Stromversorgung CBA 2
2 200A Stromversorgung SCM und Ausstatter
3 500A Anlasser und Retarder
4 80A Stromversorgung Body Computer
5 Batterietrennschalter
A.7 AUSSTATTER-STECKVERBINDER
Anmerkung Für weitere Angaben über den 20-poligen Steckverbinder (61071A) bitte Abschnitt 5 - Kapitel "Steckverbinder 61071A,
blau, 20-polig" ( ➠ Seite 8) nachschlagen.
101554 Abbildung 7
Auf dem Fahrzeug vorhandenes Bauteil (Stecker) Zu verbindendes Gegenstück (Buchse)
Tabelle A.3
Code Beschreibung
500314814 Türanschluss 12-poliger Stecker
500314820 Kontaktstecker für 0,3-0,5mm2-Kabel
500314821 Kontaktstecker für 1-1,5mm2-Kabel
Angeschlos-
Kabel-
Pin Beschreibung Signal sen Anmerkungen
code
an
Ausgang
Nur in Verbindung mit Sonderwunsch "Drehschiebetür" vorhanden
Zustand 10 mA Türsteuerung
3 0003 Masse = Drehschiebetür offen
Drehschiebetürsteuerung (Schnittstelle mit A/03
Offener Kreis = Drehschiebetür geschlossen
Trenndiode)
Einschaltung von 5kΩ-Pull-Up (1) obligatorisch
4 Geschwindigkeitssignal (B7) 5517 BCM D/56 K15-Signal von 61071A/Pin 11 verwenden
Impulssignal, siehe Beschreibung Tachografsignal B7
Eingang
5 Abschreckungslichter/-LED 8879 BCM H/23 Zeigt die CDL-Funktionen (2)
an
500 mA
PTO 1 Feedback
Eingang
6 Signal PTO 1 in Betrieb 6993 EM X3/08 Masse = PTO 1 eingelegt
10 mA
Offener Kreis = PTO 1 nicht eingelegt
Fernaktivierung des Warnsummers
Ausgang
7 Hupe 0000 BCM D/51 Masse = Hupe ein
10 mA
Offener Stromkreis = keine Tätigkeit
Ausgang Nur in Verbindung mit Sonderwunsch "Drehschiebetür" vorhanden
Sperre vom 10 mA Erweiterung Zentralverriegelung zum Notgriff
8 6606 BCM F/56
Drehschiebetür-Notgriff (Schnittstelle mit Masse = Türgriff blockiert
Trenndiode) Offener Kreis = Öffnung vom Tür-Notgriff erlaubt
Nur in Verbindung mit Sonderwunsch "Drehschiebetür" vorhanden
Eingang / Ausgang
BCM F/42 Masse = Funktionsstörung Türsteuerung vorhanden
Funktionsstörung 10 mA
9 6625 Türsteuerung Offener Kreis = Keine Funktionsstörung vorhanden
Drehschiebetürsteuerung (Schnittstelle mit
A/07 Bemerkung Das Massesignal kann auch vom Ausstatter aktiviert
Trenndiode)
werden. Eine Fehlermeldung wird am Display angezeigt.
EDC K/70
(F1C Euro6)
EDC K/52 Motordrehzahlsignal (3)
10 Motordrehzahl (U/min) 5587
(F1A Euro5) 4 Impulse/Umdrehung
EDC K/48
(F1C Euro5)
Beim Vorhandensein vom elektrischen TGC (Hauptstromfernschal-
Batterievertei- ter) (Opt. 2546)
11 Notschaltersteuerung OFF 7772 ler Pin +12V = Notschalteraktivierung OFF
2 Offener Stromkreis = keine Tätigkeit
Für Einzelheiten die Betriebs- und Wartungsanleitung nachschlagen
Beim Vorhandensein vom elektrischen TGC (Opt. 2546)
Batterievertei-
+12V = TGC-Aktivierung
12 TGC-Steuerung ON 7772 ler Pin
Offener Stromkreis = keine Tätigkeit
3
Für Einzelheiten die Betriebs- und Wartungsanleitung nachschlagen
(1)
Abschnitt 5 - Kapitel "Steckverbinder 72075A, schwarz, 12-polig" ( ➠ Seite 13) nachschlagen
Das Signal zeigt an, dass die Zentralverriegelung die Türen gesperrt hat. Der Ausstatter ist erlaubt, eine zusätzliche Abschreckungs-
(2)
Warnleuchte zu installieren. Die Funktionsweise ist der Abschreckungsanzeige vom Fahrzeug gleich.
(3)
Abschnitt 5 - Kapitel "Steckverbinder 72075A, schwarz, 12-polig" ( ➠ Seite 13) nachschlagen
● Reifendruck;
● Füllstandskontrolle von Bremsflüssigkeit, Lenköl, Motorkühlwasser;
● Funktionstüchtigkeit der Feststellbremse;
● Funktionstüchtigkeit von Türen, Notschaltern, Scheibenwischer, Scheibenwaschanlage, Signalhorn, Außenlichtern, Abstellen
des Motors vom Innenraum
● Fluchtung der Karosserie zum Fahrgestell, Aufhängungshöhe, Abwesenheit von Interferenzen mit den Lenkorganen;
● Sichtbarkeit und Funktionstüchtigkeit der optischen und akustischen Anzeigeinstrumente.
b) Während einer Probefahrt von 50 km auf eine Strecke verschiedener Eigenschaften (Ebene, Abbiegungen, Steigungen,
Gefällen und unebene Fahrbahn) sind folgende Punkte nachzuprüfen:
● Die verschiedenen Gruppen von Fahrgestell und Karosserie keine Schwingungen oder abnormale Geräusche erzeugen;
● Keine Störungs- oder Gefahrmeldungen am Instrumentenbrett erscheinen;
● Die Reaktionszeiten des Retarders (falls vorhanden) kurz sind, und seine Wirkung immer progressiv ist;
● der Geschwindigkeitsbegrenzer darf kein Ruckeln auslösen;
● Die Betätigung vom "Batterie-OFF"-Schalters den Motor abstellt, den Alarm aktiviert und die Batterien deaktiviert;
● Heizung und Klimaanlage funktionieren einwandfrei;
● Die inneren Lärmpegel die Vorschriften erfüllen;
● Armaturenbrett und Fahrersitz (falls von den Originalteilen abweichend) die Schalthebelbewegungen nicht beeinträchtigen;
● Stellung, Längsverstellung und Rückenlehneneinstellung vom Fahrersitz gut wirksam sind;
● Das Lenkrad (falls vom Originalteil abweichend) die korrekte Sicht des Instrumentenbretts nicht beeinträchtigt.
● sicherstellen, dass kein Wassereindringen während und nach der Wasserstrahlprobe unter Druck (Laubentest) vorhanden ist
● Eventuelle Flüssigkeits-Leckstellen (Wasser, Öl, Kraftstoff, Bremsflüssigkeit, Lenköl, Kupplungsöl) herausfinden;
● Radbolzen auf 290 ÷ 350 Nm festziehen.
CNG
NATURAL POWER
Inhalt
B.1 ALLGEMEINES . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 5
B.5 NEBENABTRIEBE . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 11
B.1 ALLGEMEINES
Anmerkung Die in diesem Appendix enthaltenen Angaben schließen die Notwendigkeit nicht aus, auch die Angaben der „Betriebs-
und Wartungsanleitung“ zu beachten.
Für weitere Hinweise bitte sich an IVECO-Kundendienst wenden.
Das Erdgas ist eine Mischung aus Methan (Hauptanteil), Ethan, Propan, Butan, Kohlendioxid und Stickstoff.
Für die Verwendung als Kraftstoff wird diese Mischung in zweckmäßige Gasflaschen verdichtet, dadurch die „CNG“-Bezeichnung
(Compressed Natural Gas).
In der DAILY-Baureihe unterscheiden sich die CNG-Versionen (auch „Natural Power“ benannt) durch die Spezifitäten des Motors
und der elektronischen Steuerung, durch die Glasflaschen und deren Rohrleitungen, wie auch durch einen (über Sonderwunsch
lieferbaren) Benzintank als Kraftstoffreserve/Notbehälter.
Diese höhere technische Komplexität ist deswegen beim Studieren und Realisieren von Umbauten sorgfältig zu berücksichtigen.
▶ Wegen der hohen Entflammbarkeit von komprimiertem Gas ist die Ausstattung oder der Um-
bau von Fahrzeugen für die Brandbekämpfung oder den Einsatz in potenziell gefährlichen Berei-
chen (z. B. Flughäfen, Raffinerien usw.) nicht zulässig.
Anmerkung IVECO plant, genehmigt und baut CNG-Fahrzeuge unter Beachtung der geltenden ECE110-Regelungen.
Eingriffe in die Motor-Kraftstoffversorgungsanlage, welche:
a) von den Originalteilen abweichende Bauteile verwenden (auch wenn als Unabhängige Technische Einheit zugelassen),
b) den Originalaufbau ändern (Verlegen oder Hinzufügen von Flaschen, Befestigungsart der Flaschen usw.)
erfordern eine Neuzulassung des Fahrzeugs.
Dazu kann die zuständige Behörde die kompletten Unterlagen (Berechnungen, Pläne, Prüfberichte) anfordern, welche
nachweisen, dass alle an der Originalanlage vorgenommenen Änderungen der ECE 110 Regelung entsprechen.
Die Kosten einer Neuhomologation des Fahrzeuges gehen zu Lasten des Ausstatters.
▶ Im Fall von Gasleckagen besteht EXPLOSIONSGEFAHR; Die Ursache muss deswegen schnell-
möglichts festgestellt werden.
Anmerkung Für jede Änderung am Aufbau der Anlage ist eine Neuhomologation des Fahrzeugs Pflicht.
● Vor jedem Eingriff, die Hähne der Magnetventile an jeder Gasflasche schließen, anschließend den Motor anlassen und laufen
lassen, bis das in den Leitungen vorhandene Gas vollständig aufgebraucht wurde und der Motor abstirbt. Bei für Zweistoff-
betrieb vorgerüsteten Fahrzeugen den Motor anlassen und laufen lassen, bis der „Recovery Mode“ eingeschaltet ist und die
Anlage mit Benzin betrieben wird.
● Besonders darauf achten, dass die Teile so sauber wie möglich sind, und bei Handhabung und Montage vermeiden, dass
Schlamm oder Fremdkörper die Teile beschmutzen. Aus diesem Grund dürfen die Schutzkappen der hydraulischen Bauteile
und der Sensoren erst unmittelbar vor dem Einbau entfernt werden.
● Bei sämtlichen elektrischen Anschlüssen muss auf die Einbaurichtung geachtet werden.
● Sämtliche Verschraubungen müssen auf das vorgeschriebene Anziehdrehmoment festgezogen werden (siehe Abschnitt „An-
zugsmomente ( ➠ Seite 7)“).
▶ Die Bauteile des Versorgungssystems sind nicht überholbar, deswegen: sie müssen bei Fehlfunk-
tionen unbedingt ersetzt werden.
Anzugsmomente
Tabelle B.1
DREHMOMENT
BAUTEIL
Nm kgm
Methananlage
Anschluss (M12x1) Hochdruckschlauch am Füllstutzen (Typ Italien) 24 ÷ 26 2,4 ÷ 2,6
Anschluss (M12x1) Hochdruckschlauch am Füllstutzen (Typ EWG) 33 ÷ 37 3,3 ÷ 3,7
Anschluss (M12x1) Hochdruckschlauch an Rückschlagventil auf VBE-Magnetventil 33 ÷ 37 3,3 ÷ 3,7
Anschlussstücke am Hochdruckschlauch 38 ÷ 42 3,8 ÷ 4,2
Anschluss (M18x1,5) Mitteldruckschlauch am Druckminderventil 67 ÷ 73 6,7 ÷ 7,3
Anschluss (M18x1,5) Mitteldruckschlauch am Anschluss auf dem Motorkopf 67 ÷ 73 6,7 ÷ 7,3
Anschluss (M12x1) Stahlrohrleitung am Druckminderer 33 ÷ 37 3,3 ÷ 3,7
Anschluss (M12x1) rostfreie Rohrleitung am Magnetventil VBE (gegenüber dem Rückschlagventil) 24 ÷ 26 2,4 ÷ 2,6
Anschluss (M12x1) rostfreie Rohrleitungen an Magnetventilen VBE 24 ÷ 26 2,4 ÷ 2,6
Blindstopfen (M12x1) auf Magnetventil 33 ÷ 37 3,3 ÷ 3,7
Anschlussstücke (M14x1,5) der Leitungen an T-förmigen Anschlüssen und Schottverschraubungen 74 ÷ 82 7,4 ÷ 8,2
Anschluss (M14x1,5) Schottverschraubung am Fahrgestell 67 ÷ 70 6,7 ÷ 7,0
Befestigung (M24x1) Füllstutzen an Halterung 60 ÷ 70 6,0 ÷ 7,0
Befestigung (W28.8x1/14") Magnetventile auf Gasflaschen 260 ÷ 280 26,0 ÷ 28,0
Befestigung (M14x2) Haltebügel Gasbehälter am Fahrgestell und am hinteren Querträger 151 ÷ 184 15,1 ÷ 1,84
Befestigung (M10x1,5) Haltebänder Gasbehälter 33 ÷ 35 3,3 ÷ 3,5
Befestigung (M12x1,75) am Fahrgestell Bügel für hinteren Querträger Halterung Gasbehälter 74 ÷ 90 7,4 ÷ 9,0
Befestigung (M10x1,25) hinterer Querträger Gasbehälterabstützung 42 ÷ 51 4,2 ÷ 5,1
Befestigung (M8x1,25) Schutzvorrichtungen Gasbehälter 21 ÷ 26 2,1 ÷ 2,6
Anmerkung Die angegebenen Anzugsmomente beziehen sich nur auf die als Erstausstattung installierten Sonderteile.
Gasleitungen
▶ Aus Sicherheitsgründen ist es strikt verboten, sowohl beim Aufbau als bei der Wartung die Gas-
leitungen als Befestigung anderer Rohre zu verwenden.
Bei verengten Platzverhältnissen ist einzig die Befestigung von Stromkabeln an den Gasleitungen (mit Schellen) zulässig, vorausge-
setzt, die Gasschläuche fungieren ausschließlich als Führung und nicht als Halterung.
Während dieser Wartungsarbeiten sorgfältig darauf achten, dass die Rohre nicht beschädigt werden und frei von Schrammen,
Kratzern, Einschnitten und Verformungen sind. Falls notwendig, müssen die Leitungen entsprechend geschützt werden.
▶ Vor jeder wichtigen Schweißarbeit am Fahrzeug, sowie vor jedem Wartungseingriff am Mo-
tor, ist die Gasanlage zu „entlüften“ (entleeren). Die Entleerung ist bei abgestelltem Motor, im
Freien und bei mindestens 5 Meter von möglichen Feuerquellen entfernt.
In der Regel reicht eine teilweise Entleerung, d. h. nur der Leitungen; Um jedoch unter höheren Sicherheitsbedingungen arbeiten zu
können empfiehlt es sich, eine vollständige Entleerung der Anlage (einschließlich der Gasflaschen) durchzuführen.
208204 Abbildung 1
1. Druckminderventil 4. Magnetventil VBE
2. Hochdruck-Gasleitung 5. Hahn (A = offen, C = geschlossen)
3. Gasflasche
a) Teilweise Entleerung
Dieser Vorgang garantiert nur die Belüftung der Anlage nach den Gasflaschen.
● Einen mit dem verwendeten Gas kompatiblen Gummischlauch bereitstellen, dessen Durchmesser an dem der anzuschließen-
den Rohrleitung passt (Pos. 2, Abbildung 1.
● Das freie Gummischlauchende muss mindestens 5 Meter von den Gasflaschen und von jeder Zündquelle entfernt sein; Die
andere Schlauchende in der Nähe vom Druckminderventil positionieren.
● Die Elektrik durch Abschalten des Hauptschaltschützes von der Stromversorgung trennen (falls vorhanden).
● Die Batteriekabel abklemmen und das Fahrzeug elektrisch erden.
● Sicherstellen, dass die Magnetventilhähne aller Flaschen geschlossen sind, d.h. sie sind auf Stellung C.
● Die Gasdruckleitung (2) langsam vom Druckminderventil (1) lösen, um eine brüske Gasdekompression und die darauffolgen-
den Nebeneffekte (Erfrierungen) zu vermeiden.
● Die Gasdruckleitung (2) trennen und schnellmöglichst an das vorher bereitgestellte Gummischlauch anschließen.
● Nach einigen Minuten prüfen, dass der Druck in der Anlage gleich Null ist.
b) Vollständige Entleerung
Die vollständige Entleerung der Anlage erfordert auch die Gasflaschenentlüftung; dabei die Verschlüsse der VBE-Ventile wie nach-
folgen beschrieben ausbauen.
117660 Abbildung 2
117661 Abbildung 3
● Mithilfe eines Schraubendrehers (1) die Drehung des Gewindestifts (4) blockieren und mit dem Schlüssel (2) die Mutter (3)
zur Befestigung der Spule (5) entfernen.
● Die Spule (5) aus der Pinole (6) herausziehen.
117662 Abbildung 4
▶ Im Ventil bleibt eine kleine Gasmenge unter Hochdruck. Um diesen Druck abzulassen, die Nut-
mutter (2) an der Pinole des Spulenträgers (1) langsam aufschrauben.
● Wenn kein Druck mehr vorhanden ist, die Pinole von Spule (1) samt O-Ring (3) vollständig ausbauen.
1 5 6 7 8
225683 Abbildung 5
● Den Kolben (6) zusammen mit dem Verschluss (8) und der Feder (5) von der Spulenpinole (1) herausziehen, darauf achtend,
dass der Stift (7), der den Verschluss am Kolben befestigt, nicht verloren geht.
● Die leere Spulenpinole wieder samt seinem O-Ring aufschrauben und auf ein Anziehdrehmoment von 28 Nm festziehen.
● die vorigen Schritte für alle VBE-Ventile der Gasbehälter wiederholen.
▶ Bei diesem Arbeitsgang strömt das Druckgas in die vorher entleerten Leitungen: daher
äußerste Vorsicht walten lassen.
Nach der Entleerung überprüfen, dass der Motor nicht gestartet werden kann.
B.5 NEBENABTRIEBE
Die Einschalt- und Abschaltvorgänge der Nebenabtriebe sind analog derer, die unter Abschnitt 4 für Fahrzeuge mit Dieselkraft-
stoffmotor beschrieben sind, vorbehaltlich der Notwendigkeit (in der Einschaltphase) die Motordrehzahl auf 1200 UpM zu bringen,
bevor den in Abbildung 4.4 dargestellten PTO-Schalter zu betätigen.
Anmerkung Für Informationen zu den Steckverbindern für Ausstatter auf die Ausführungen unter Abschnitt 5 - 5.2 Bezug nehmen.
209811 Abbildung 6
1. Als Erstausstattung installierte Standard-Lichtmaschine 6. Body Computer
2. Zusätzliche Standard-Lichtmaschine 7. Instrumententafel
3. Batterien 8. Diagnoseleuchte oder LED +Wid. (Stromstärke zwischen
4. Verbraucher 150 und 200 mA)
5. Signal +15 von Startschalter
AUTOMATIKGETRIEBE
HiMATIC
Inhalt
C.1 ALLGEMEINES . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 5
C.2 LAYOUT . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 5
C.3 VORSCHRIFTEN . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 6
Getriebe-Entriegelungshebel . . . . . . . . . . . . . . . 6
Bowdenzug . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 6
Zusatzgeräte . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 7
Antriebswelle . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 7
Zusätzliche Strukturen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 7
Kühlung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 8
C.4 MELDUNGEN . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 9
Getriebeöltemperatur . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 9
Signal Rückwärtsgang eingelegt . . . . . . . . . . . . . . 9
AUTOMATIKGETRIEBE Hi-MATIC
C.1 ALLGEMEINES
Die vorliegende Veröffentlichung behandelt die wichtigsten, mit dem Einbau des Hi-MATIC-Automatikgetriebes am Fahrzeug ver-
bundene spezifischen Aspekte, und liefert außerdem die vor jedem Auf- bzw. Umbau unbedingt zu berücksichtigenden Anweisun-
gen aus.
Für weitere Hinweise wird es empfohlen, die Umbau- und Ausstattungsrichtlinien der Fahrzeuge mit Schaltgetriebe nachzuschlagen.
C.2 LAYOUT
210248 Abbildung 1
Einige unvermeidbare technische Spezifitäten (Motor, Gelenkwelle, Motorhauben- und Armaturenbrettverkabelung, zusätzliche
Getriebe-Kühlanlage) wie auch die Notwendigkeit, das Fahrzeug neu zu homologieren, machen der Umbau vom Schaltgetriebe auf
Automatikgetriebe unmöglich, es sei denn, der ganze „Power-Pack“ (Motor/Getriebe) ersetzt wird.
C.3 VORSCHRIFTEN
Getriebe-Entriegelungshebel
210249 Abbildung 2
Der Hebel kann aus seiner ursprünglichen Stellung versetzt werden, wenn:
Bowdenzug
210250 Abbildung 3
Um die Funktionstüchtigkeit (Wirkungsgrad) des Entriegelungssystems aufzubewahren, muss die Bowdenzuglänge unverändert
bleiben, auch bei neuen Befestigungspunkten und darausfolgendem neuem Layout.
Bowdenzugabbiegungen unter 150° sind außerdem absolut zu vermeiden.
Anmerkung Der Austausch des Bowdenzugs durch Bowdenzüge anderer Typen oder Längen führt zum Verfall der Garantie.
Zusatzgeräte
Beim Vorhandensein eines Automatikgetriebes darf das Fahrzeug weder mit jeglichem Nebenabtrieb, noch mit Retarders am
Triebstrang ausgerüstet werden.
Antriebswelle
222671 Abbildung 4
Das Automatikgetriebe bedingt den Einbau einer spezifischen Gelenkwelle (im Vergleich mit den Schaltgetriebeversionen), was die
folgenden Punkte betrifft:
● Länge;
● Getriebe-Anschlussflansch;
● eine elastische Kupplung (“rubber joint”);
● Zentrierplatte (“centering plate”).
Jeder Umbau, die Änderungen dieser Eigenschaften als Folge hat (beispielsweise: Radstandänderung) unterliegt der vollständigen
Verantwortung des jeweiligen Ausstatters.
Zusätzliche Strukturen
Um das Automatikgetriebe von hinten abzustützen ist ein spezifischer Querträger vorgesehen (siehe folgende Abbildung); Im Ver-
gleich mit den Fahrzeugen mit Schaltgetriebe bleibt trotzdem die Möglichkeit, eine Struktur hinter dem Fahrerhaus zu installieren
(beispielsweise: Kran) unverändert.
Es wird auf jeden Fall empfohlen, alle Aspekte sorgfältig nachzuprüfen, bevor vorzugehen.
222672 Abbildung 5
Kühlung
222673 Abbildung 6
Die optimalen Betriebsbedingungen sowie die beste Wirksamkeit werden dann erreicht, wann die Gruppen/Komponenten der
Getriebe-Kühlanlage sich in den ursprünglichen Einbaulagen befinden, deswegen sind alle Änderungen am Layout strikt verboten.
● Den Ölstand vorschriftsmäßig aufrechterhalten, wie in der mit dem Fahrzeug mitgelieferten Dokumentation angegeben;
● Die originalen Leitungsanschlüsse am Wärmetauscher und Getriebe aufbewahren, um jedes Ausrutschen sowie jede mögliche
Ölverschmutzung zu vermeiden.
Leichte Versetzungen sind ohne vorherige Genehmigung seitens IVECO sind nur zulässig, um die notwendige Zugänglichkeit bei der
Aufbauinstallation zu erhalten und vorausgesetzt, dass die Leitungen nicht getrennt werden.
Schwerwiegende, endgültige Versetzungen und/oder Versetzungen mit besonderen Eigenschaften sind an IVECO Engineering zur
Bewertung vorzuliegen, die sich vorbehält, korrekte Einbauanweisungen zu liefern.
b) Gebläse
Der Luftstrom zum Gebläse darf im Vergleich mit der ursprünglichen Situation weder reduziert noch verändert werden.
Ebenfalls muss auch die Einbaulage vom Gebläse am Wärmetauscher unverändert bleiben.
C.4 MELDUNGEN
Getriebeöltemperatur
Die Temperatur vom Hi-MATIC-Getriebe wird von im mechatronischem Modul angebrachten Sensoren ermittelt.
Die drin erzeugten Signale werden vom selben Modul verarbeitet, um das Getriebe zu schützen.
In Detail:
● Bei T ≥ 120 °C erscheint am Instrumentenbrett im Fahrerhaus eine Meldung und brennt eine rote Warnleuchte, dann ist das
Fahrzeug wegen Übertemperatur des Getriebeöls anzuhalten;
● Bei T ≥ 125 °C zwingt das elektronische Steuergerät des Automatikgetriebes das Motor-EDC-Steuergerät, Drehmoment /
Leistung zu reduzieren (Derating). Die Derating-Funktion “GET_M_MOTMAX” beschränkt außerdem den Betrieb nur auf 6
Gang;
● Bei T ≥ 142 °C und bei noch laufendem Fahrzeug führt das elektronische Automatikgetriebe-Steuergerät den “Shut-Down”
aus, stellt den Motor ab und hält das Fahrzeug an.
● ein Signal vom 2-poligen Steckverbinder entnehmen, der an die linke Seite vom Unterfahrschutz vorhanden ist (Rückfahr-
scheinwerfer)
● Wie folgt vorgehen:
233486 Abbildung 7
1. Body Computer - Steckverbinder F - Klemme LF04 2. 20-poliger Ausstatter-Steckverbinder - 61071A - Klemme
10
Die Auswahl des Verbindungstyps zwischen Rahmen und Konterrahmen ist entscheidend für die Widerstandsfähigkeit und Starrheit des Aufbaus. Er kann elastisch (z.B. mit Konsolen oder Flanschen) sein, was begrenzte Bewegungen ermöglicht, oder starr, was eine höhere Widerstandsfähigkeit gegen Scherkräfte bietet. Die Auswahl sollte basierend auf dem Aufbautyp und den Belastungen erfolgen, die während der Nutzung auftreten. Beide Verbindungstypen beeinflussen maßgeblich die strukturelle Stabilität und Funktionalität des Fahrzeugs .
Abbildung 21 zeigt ein Anlagenschema einer Zusatzheizung mit einem zusätzlichen Heizgerät. Die hervorgehobenen Komponenten umfassen das Hauptheizgerät, eine optionale Zusatzheizung, ein Magnetventil sowie die eingebauten Zusatzheizungen durch den Ausstatter. Diese Konfiguration zeigt auf, dass die Heizungen unabhängig voneinander vorhanden sein können .
Um sicherzustellen, dass die Verdampfer- und Gebläsebaugruppe einer nachträglich eingebauten Klimaanlage die Funktionalität der Bedienelemente nicht beeinträchtigt, muss sie so ausgelegt werden, dass sie die Zugänglichkeit der Geräte nicht negativ beeinflusst. Die Positionierung von Komponenten wie dem Verflüssiger muss so erfolgen, dass die originalen Motorkühleigenschaften des Fahrzeugs nicht verschlechtert werden, und jede Veränderung der Masse darf das zulässige Gewichtsniveau des Fahrerhauses nicht überschreiten .
Beim Einbau von Steuerungen und Geräten in der Fahrerkabine muss darauf geachtet werden, dass diese rational, präzise und leicht erreichbar für den Fahrer installiert sind. Zudem müssen alle in den nationalen Vorschriften vorgesehenen Sicherheits-, Kontroll- und Anzeigevorrichtungen integriert werden. Die Leitungen und Kabel müssen korrekt verlegt und mit geeigneten Befestigungen gesichert werden, die einen angemessenen Abstand zu Hitzequellen, beweglichen Teilen und dem Motor gewährleisten .
Der zusätzliche Kraftstoffkreislauf muss mit einer Schutzsicherung ausgestattet werden, und der direkte Anschluss an den Tank des Fahrzeugs ist nur erlaubt, wenn dieser Anschluss unabhängig von der Motorversorgung erfolgt und der neue Kreislauf perfekt dicht ist. Zudem sollte der Verlauf von Schlauchleitungen und Elektrokabeln unter Berücksichtigung der Dimensionen und Hitzeeinflüsse auf das Fahrgestell definiert werden. Hierbei müssen potentielle Gefahren vermieden oder durch Schutzvorrichtungen entschärft werden. Die Anordnung sollte einen guten Zugriff ermöglichen und eine schnelle Wartung erlauben .
Geeignete Materialien für die Herstellung von Bauteilen des AdBlue-Systems sind austenitische Nickel-Chrom-Molybdän-Stähle gemäß DIN EN 10088, Polyethylen HD, Polypropylen HD, Polyfluorethylen, Polyvinylidenfluorid, Perfluoroalkoxy, Polyisobutylen, Titan und Viton. Diese Materialien widerstehen der Korrosion durch AdBlue und vermeiden Kontamination durch Zusatzstoffe .
Bei der Veränderung des Fahrerhausgewichts ist es wichtig, die Positionierung der Nutzlast zu berücksichtigen, damit die zulässige Massenverteilung auf den Achsen eingehalten wird. Es muss sichergestellt werden, dass diese Änderungen die Funktionalität von Bedienelementen und die Widerstandsfähigkeit tragender Elemente nicht beeinträchtigen. Jede erlaubte Massenänderung sollte auch genehmigt werden, um strukturelle Risiken zu minimieren .
Es ist wichtig, den Verlauf der Schlauchleitungen und Elektrokabel zu berücksichtigen, um eine sichere und funktionale Integration in das Fahrzeug zu gewährleisten. Faktoren wie die Abmessungen, die Hitzeeinflüsse auf die verschiedenen Organe des Fahrgestells und die potenzielle Gefährdung durch Positionen, die während der Fahrt gefährlich sein könnten, müssen beachtet werden. Eine entsprechende Schutzvorrichtung muss ggf. installiert werden, um Risiken zu minimieren .
Die Verwendung korrosionsresistenter Materialien ist entscheidend, um die Langlebigkeit und Sicherheit der Verbindungen zwischen der Fahrzeugstruktur und dem Rahmen zu gewährleisten. Empfohlen werden beidseitig verzinkte Bleche nach der Klasse I.S. 18-1317 ZNT/F/10/2S oder Klasse I.S. 18-1318 ZNT/10/2S, die ausreichend gegen Korrosion geschützt werden müssen. So wird sichergestellt, dass keine Wasser-, Staub- oder Raucheintrittsmöglichkeiten entstehen .
Um Schäden durch Kristallisation oder Gefrieren der AdBlue-Lösung zu verhindern, muss sichergestellt werden, dass die AdBlue-Leitungen stets entleert werden. Dies darf nicht während der After-Run-Phase durch manuelle Batterietrennschalter oder ADR-Schalter unterbrochen werden, um die Leitungen zu schützen. Auch sollten geeignete Materialien für Komponenten verwendet werden, um Korrosion und Kontamination zu vermeiden .