FB 08 Informatik
Lehrstuhl für "Efficient Computing and Storage"
Prof. Dr.-Ing. André Brinkmann
Fabian Kreppel
Technische Informatik - WS 2024/25
8. Übungsblatt
(Abgabe: 09:00 Uhr, 06. Januar 2025)
Hinweis: Optimieren Sie alle Funktionen z.B. mit Hilfe einer Karnaugh-Map, sofern nicht explizit anders
angegeben. Damit sparen Sie am Ende mehr Zeit.
Aufgabe 1: (25 Punkte)
Gegeben sei der folgende PLA mit einer Funktion F : B 4 → B 3 :
x0 2 0 2 2 3 2 0 0
x1 3 2 0 0 0 2 3 0
x2 0 3 3 3 2 3 2 2
x3 0 0 0 3 0 0 2 3
0 1 0 1 0 0 0 1 f0
0 0 0 0 1 1 1 0 f1
1 0 1 0 0 0 1 0 f2
(a) Bestimmen Sie die Funktion F , die der PLA darstellt. (10 Punkte)
(b) Realisieren Sie F mit einem PLA, in dessen Und-Ebene nur die Baustein-Typen 0
und 2 vorkommen. Fügen Sie dazu je eine zusätzliche Zeile für jeden Input mit dessen
Komplement ein. Die Anzahl der Spalten im PLA soll dabei minimal sein! Verwenden
Sie die punktorientierte Schreibweise. (15 Punkte)
Hinweis: Betrachten Sie die einzelnen Outputs der DNF. Welche Produkte können Sie
erweitern, so dass die Produkte in mehreren Outputs verwendet werden können? Ein
Beispiel dazu gab es in der Vorlesung.
Aufgabe 2: (40 Punkte)
Eine LED-Anzeige zur Darstellung von Ziffern hat sieben Leuchtsegmente. Ein Decoder
zur Ansteuerung der sieben Segmente hat vier Eingänge w, x, y, z und sieben Ausgänge
a, b, c, d, e, f, g. Die Zuordnung der Ausgänge zu den sieben Segmenten ist:
1
Die Ziffern 0 bis 9 werden nach folgendem Schema in der Anzeige dargestellt:
Die Ziffern sind über die Eingängen w, x, y, z binär kodiert:
• Eingang w hat Wertigkeit 23
• Eingang x hat Wertigkeit 22
• Eingang y hat Wertigkeit 21
• Eingang z hat Wertigkeit 20
Zur Anzeige einer Ziffer müssen die entsprechenden Segmente der Anzeige den Wert 1
haben. Segmente mit Wert 0 leuchten hingegen nicht. Für die Eingabewerte 10 bis 15 ist
nicht spezifiziert, was in der Anzeige angezeigt wird.
Ein Beispiel: Ziffer 3 entspricht w = x = 0 und y = z = 1. Die Ausgänge a, b, c, d, g
müssen den Wert 1 aufweisen, während f, e den Wert 0 annehmen.
(a) Geben Sie die optimierten Funktionen für alle sieben Segmente an. (30 Punkte)
(b) Realisieren Sie die Schaltfunktionen in einem PLA. (10 Punkte)
Aufgabe 3: (35 Punkte)
Gegeben sei ein synchrones Schaltwerk, das die Bitsequenzen 0110 erkennt, mit einer
Eingabe w und einer Ausgabe z. Die Ausgabe ist z = 1, falls während der Taktzyklen
tn und tn−3 die Eingabe w = 0 war und in den Taktzyklen tn−1 und tn−2 die Eingabe
w = 1 war. Ansonsten ist die Ausgabe z = 0. Die Änderungen von w geschehen nur bei
der aktiven Taktflanke.
(a) Modellieren Sie diese Schaltung als Moore-Automat. Konstruieren Sie ein Zustands-
diagramm und ein Algorithmic State Machine (ASM) Chart, die die obigen Spezifi-
kationen darstellen. (20 Punkte)
Hinweis: Wenn Sie sich ihren Moore-Automaten anschauen, werden Sie sehen, dass
Sie keine Box vom Mealy-Typ im ASM-Chart brauchen.
(b) Realisieren Sie die Schaltung mit einem passenden PLA. (15 Punkte)