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Tutorial 6

Das Dokument ist ein Übungsblatt für das Fach Technische Informatik, das Aufgaben zu Schaltungen, Mealy-Automaten und Ringzählern enthält. Es umfasst drei Hauptaufgaben, die sich mit der Analyse und Minimierung von Zuständen, der Erstellung von Schaltwerken und der Durchführung von Tests befassen. Die Abgabe der Lösungen ist bis zum 9. Dezember 2024 um 09:00 Uhr vorgesehen.

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FB 08 Informatik

Lehrstuhl für "Efficient Computing and Storage"


Prof. Dr.-Ing. André Brinkmann
Fabian Kreppel

Technische Informatik - WS 2024/25

6. Übungsblatt
(Abgabe: 09:00 Uhr, 09. Dezember 2024)

Aufgabe 1: (15 Punkte)

Gegeben sei folgende Schaltung mit folgenden Eigenschaften:


• Für alle Flip-Flops beträgt die Zeit zum Einrichten Tsetup = 10ps, und die Ausbrei-
tungsverzögerung Tpcq = 100ps.
• Für alle logischen Gatter beträgt die Ausbreitungsverzögerung: Tpd(gate) = 80ps.

(a) Geben Sie eine Belegung der Eingänge für den kritischen Pfad (critical path) an. (10
Punkte)
(b) Berechnen Sie die maximale Taktfrequenz für die Schaltung. (5 Punkte)

Aufgabe 2: (35 Punkte)

Gegeben sei das folgende Zustandsdiagramm eines Mealy-Automaten mit einem Eingang
w und einem Ausgang z:

1
(a) Minimieren Sie die Zustände und stellen Sie die Zustandstabelle des minimierten
Automaten auf. Zeigen Sie den Lösungsweg Schritt-für-Schritt und versuchen Sie die
Anzahl der Zustände zu minimieren. (20 Punkte)
(b) Erstellen Sie das Schaltnetz mit JK-Flip-Flops. (15 Punkte)

Aufgabe 3: (50 Punkte)

Ein Zwei-Bit-Ringzähler hat einen Eingang w. Wenn w = 0 ist, zählt der Ringzähler
wie ein Modulo-4-Ringzähler. Wenn w = 1 ist, zählt der Ringzähler rückwärts. Die zwei
Ausgänge werden y0 für das erste Bit von rechts (20 ) und y1 für das zweite Bit (21 )
genannt. Nennen Sie den Takt clock.
(a) Bestimmen Sie die Anzahl der Zustände für den Zwei-Bit-Ringzähler und zeichnen
Sie das Zustandsdiagramm und die Zustandstabelle für einen Moore-Automaten.
Angenommen es gibt N Zustände. Dann sind die Namen der Zustände Si , mit i ∈
{0, ..., N − 1}. Beispiel: Bei N = 3 werden der Zustand 0 mit S0 , der Zustand 1 mit
S1 und der Zustand 2 mit S2 angegeben. (15 Punkte)
(b) Erstellen Sie zu diesem Schaltwerk einen Moore-Automaten. Geben Sie dazu die
formale Definition des Automaten an. Wandeln Sie diesen in eine Schaltung mit
JK-Flip-Flops um. Wir nennen diese Schaltung R4. (15 Punkte)
Hinweis: Für b) müssen Sie die Schaltung nicht zeichnen, sondern lediglich die Funk-
tionen der Konfiguration von jedem Flip-Flop und die Ausgänge angeben.
(c) Entwerfen Sie R4 mit Logisim. (10 Punkte)
Hinweis: Flip-Flops finden Sie im Menü unter Speicher. Die Clock bzw. den Takt und
Konstanten finden Sie unter Wiring. Sie sehen hier ein Beispiel für Input, Output,
Konstante und Takt:

2
(d) Erstellen Sie eine Testbench für 8 Zyklen und die Werte von w sind 00111010. Der
Wert von w kann sich nur verändern, wenn der Takt den Wert 1 hat. Plotten Sie mit
dem Skript waveform_ring.py die Waveform. (10 Punkte)
Hinweis: Sie können, ähnlich wie bei vergangenen Aufgaben, oben links die Hand
auswählen (Tastenkürzel Strg+1) und den Eingang w auf 1 bzw. 0 schalten. Zudem
können Sie auf den Takt klicken. Leuchtet der Takt dunkelgrün, gibt dieser den
Wert 0 aus und die Schaltung befindet sich am Beginn eines Zyklus. Klicken Sie
auf den Takt, so wird dieser hellgrün und gibt den Wert 1 aus. Sie sollten nun an
y1 und y0 ablesen können, ob der Ringzähler hoch- bzw. runtergezählt hat. Nun
können Sie w umschalten, sofern notwendig. Betätigen Sie erneut den Takt, so dass
dieser wieder dunkelgrün leuchtet und den Wert 0 ausgibt. Wiederholen Sie dies, bis
Sie die 8 Zyklen haben. Sie können auch Strg+T verwenden, um den Takt einmal
weiterzuschalten.

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