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Ferrinject

Ferinject ist ein intravenös verabreichtes Eisenpräparat zur Behandlung von Eisenmangelzuständen, wenn orale Präparate unwirksam sind. Die Dosierung erfolgt basierend auf dem Körpergewicht und Hämoglobinwerten, wobei die maximale Dosis 1.000 mg Eisen pro Woche nicht überschreiten darf. Besondere Vorsicht ist bei Patienten mit Allergien, chronischen Infektionen und während der Schwangerschaft geboten.

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Ferrinject

Ferinject ist ein intravenös verabreichtes Eisenpräparat zur Behandlung von Eisenmangelzuständen, wenn orale Präparate unwirksam sind. Die Dosierung erfolgt basierend auf dem Körpergewicht und Hämoglobinwerten, wobei die maximale Dosis 1.000 mg Eisen pro Woche nicht überschreiten darf. Besondere Vorsicht ist bei Patienten mit Allergien, chronischen Infektionen und während der Schwangerschaft geboten.

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Fachinformation

Ferinject 50 mg Eisen/ml
▼ Dieses Arzneimittel unterliegt einer zu-
sätzlichen Überwachung. Dies ermöglicht
Schritt 1: Ermittlung des Eisenbedarfs
Der individuelle Eisenbedarf zur Wiederauf-
mal tägliche Höchstdosis von 200 mg Eisen
nicht überschritten werden (siehe auch Ab-
füllung der Eisenspeicher mithilfe von Fer- schnitt 4.4).
eine schnelle Identifizierung neuer Erkennt- inject wird anhand des Körpergewichts und
nisse über die Sicherheit. Angehörige von Hämoglobin (Hb)-Spiegels des Patienten er- Kinder und Jugendliche
Gesundheitsberufen sind aufgefordert, je- mittelt. Zur Bestimmung des Eisenbedarfs Die Anwendung von Ferinject wurde bei
den Verdachtsfall einer Nebenwirkung zu sollte Tabelle 1 herangezogen werden. Kindern nicht untersucht und wird daher bei
melden. Hinweise zur Meldung von Neben- Kindern unter 14 Jahren nicht empfohlen.
Der Eisenmangel muss wie unter 4.1 ange-
wirkungen siehe Abschnitt 4.8.
geben durch Laboruntersuchungen bestä- Art der Anwendung
tigt sein. Ferinject darf nur intravenös verabreicht
1. BEZEICHNUNG DES ARZNEIMITTELS
Schritt 2: Berechnung und Verabreichung werden:
Ferinject 50 mg Eisen/ml, Injektions- und • als Injektion oder
der maximalen Eisendosis/-dosen
Infusionslösung.
Auf Basis des ermittelten Eisenbedarfs sollte • als Infusion oder
Ferinject in geeigneten Dosen verabreicht • während der Hämodialyse unverdünnt
2. QUALITATIVE UND QUANTITATIVE
werden. Dabei gilt: direkt in die venöse Leitung des Dialyse-
ZUSAMMENSETZUNG
Eine Einzeldosis Ferinject sollte folgende gerätes gespritzt.
Ein ml Lösung enthält 50 mg elementares, Werte nicht überschreiten:
dreiwertiges Eisen als Eisencarboxymaltose. Ferinject darf nicht subkutan oder intra-
• 15 mg Eisen/kg Körpergewicht (Verab-
muskulär verabreicht werden.
Jede 2-ml-Durchstechflasche enthält reichung als intravenöse Injektion) oder
100 mg elementares, dreiwertiges Eisen als 20 mg Eisen/kg Körpergewicht (Verab- Intravenöse Injektion
Eisencarboxymaltose. reichung als intravenöse Infusion) Ferinject kann als intravenöse Injektion un-
Jede 10-ml-Durchstechflasche enthält • 1.000 mg Eisen (20 ml Ferinject) ter Verwendung der unverdünnten Lösung
500 mg elementares, dreiwertiges Eisen als Die maximal empfohlene kumulative Dosis verabreicht werden. Die maximal zulässige
Eisencarboxymaltose. Ferinject beträgt 1.000 mg Eisen (20 ml Einzeldosis liegt bei 15 mg Eisen/kg Kör-
Jede 20-ml-Durchstechflasche enthält Ferinject) pro Woche. pergewicht, darf aber 1.000 mg Eisen nicht
1000 mg elementares, dreiwertiges Eisen überschreiten. Die Verabreichungsraten ent-
als Eisencarboxymaltose. Schritt 3: Kontrollen nach Wiederauf-
nehmen Sie Tabelle 2.
füllung der Eisenspeicher
Ein ml Lösung enthält bis zu 5,5 mg Je nach Verfassung des jeweiligen Patien- Intravenöse Infusion
(0,24 mmol) Natrium, siehe Abschnitt 4.4. ten sollte der Mediziner eine erneute Kon- Ferinject kann als intravenöse Infusion ver-
Vollständige Auflistung der sonstigen Be- trolle durchführen. Der Hb-Spiegel sollte abreicht werden und muss in diesem Fall
standteile siehe Abschnitt 6.1. frühestens vier Wochen nach der letzten verdünnt werden. Die maximal zulässige
Verabreichung von Ferinject erneut kontrol- Einzeldosis liegt bei 20 mg Eisen/kg Kör-
3. DARREICHUNGSFORM liert werden, um ausreichend Zeit für Ery-
pergewicht, darf aber 1.000 mg Eisen nicht
thropoiese und Eisenverwertung einzuräu-
Injektions- und Infusionslösung. Dunkel- überschreiten.
men. Falls für den Patienten eine weitere
braune, nicht durchsichtige, wässrige Lö-
Auffüllung der Eisenspeicher erforderlich ist, Bei einer Infusion darf Ferinject nur mit steri-
sung.
sollte der Eisenbedarf gemäß Tabelle 1 neu ler 0,9%iger (m/V) Kochsalzlösung verdünnt
berechnet werden. (Siehe Abschnitt 5.1.) werden, wie in Tabelle 3 gezeigt. Hinweis:
4. KLINISCHE ANGABEN
Besondere Bevölkerungsgruppen – Aus Stabilitätsgründen darf Ferinject nicht
4.1 Anwendungsgebiete auf Konzentrationen unter 2 mg Eisen/ml
Patienten mit hämodialysepflichtiger
Ferinject ist indiziert zur Behandlung von chronischer Nierenerkrankung verdünnt werden (ohne Berücksichtigung
Eisenmangelzuständen, wenn orale Eisen- Bei Patienten mit hämodialysepflichtiger des Lösungsvolumens von Eisencarboxy-
präparate unwirksam sind oder nicht an- chronischer Nierenerkrankung darf eine ein- maltose).
gewendet werden können. Die Diagnose
eines Eisenmangels muss durch geeignete
Laboruntersuchungen bestätigt sein. Tabelle 1: Bestimmung des Eisenbedarfs

4.2 Dosierung, Hb Körpergewicht des Patienten


Art und Dauer der Anwendung g/dl mmol/l unter 35 kg 35 kg bis < 70 kg 70 kg und mehr
Während und nach jeder Anwendung von < 10 < 6,2 500 mg 1.500 mg 2.000 mg
Ferinject müssen die Patienten sorgfältig auf 10 – < 14 6,2 – < 8,7 500 mg 1.000 mg 1.500 mg
Anzeichen oder Symptome von Überemp-
≥ 14 ≥ 8,7 500 mg 500 mg 500 mg
findlichkeitsreaktionen überwacht werden.
Ferinject sollte nur angewendet werden,
wenn in der Erkennung und Behandlung Tabelle 2: Verabreichungsraten für die intravenöse Injektion von Ferinject
anaphylaktischer Reaktionen geschulte Erforderliches Entspricht einer Verabreichungsrate/Minimale
Fachkräfte unverzüglich verfügbar sind und Ferinject-Volumen Eisendosis von Verabreichungsdauer
die kardio-pulmonale Reanimation durch
2 bis 4 ml 100 bis 200 mg Keine Mindestdauer vorgeschrieben
eine entsprechende Ausrüstung sicherge-
stellt ist. Der Patient sollte für mindestens >4 bis 10 ml > 200 bis 500 mg 100 mg Eisen/min
30 Minuten nach jeder Ferinject-Gabe hin- > 10 bis 20 ml > 500 bis 1.000 mg 15 Minuten
sichtlich des Auftretens von Nebenwirkun-
gen beobachtet werden (siehe Ab-
schnitt 4.4). Tabelle 3: Verdünnungsschema für Ferinject bei intravenöser Infusion
Dosierung Erforderliches Entspricht einer Höchstmenge steriler Minimale
Die Dosierung von Ferinject wird in mehre- Ferinject-Volumen Eisendosis von 0,9%iger (m/V) Verabreichungsdauer
ren Schritten bestimmt: [1] Bestimmung Kochsalzlösung
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des individuellen Eisenbedarfs, [2] Berech- 2 bis 4 ml 100 bis 200 mg 50 ml Keine Mindestdauer
nung und Verabreichung der Eisendosis/ vorgeschrieben
-dosen und [3] Kontrollen nach Wiederauf- >4 bis 10 ml > 200 bis 500 mg 100 ml 6 Minuten
füllung der Eisenspeicher. Diese Schritte
werden im Folgenden näher beschrieben: > 10 bis 20 ml > 500 bis 1.000 mg 250 ml 15 Minuten
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Ferinject 50 mg Eisen/ml
4.3 Gegenanzeigen wägung von Nutzen und Risiken verabreicht Nach parenteraler Eisengabe kann es zu
werden. Die Verabreichung von parentera- fetaler Bradykardie kommen. Diese ist in
Die Anwendung von Ferinject ist kontraindi-
lem Eisen bei Patienten mit Leberfunktions- der Regel vorübergehend und tritt infolge
ziert bei:
störungen, bei denen Eisenüberladung ein einer Überempfindlichkeitsreaktion der Mut-
• Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff,
auslösender Faktor ist, und speziell bei ter auf. Das ungeborene Kind sollte während
gegen Ferinject oder einen der in Ab-
Porphyria cutanea tarda (PCT), sollte ver- einer intravenösen Verabreichung parente-
schnitt 6.1 genannten sonstigen Bestand-
teile. mieden werden. Zur Verhinderung einer Ei- raler Eisenpräparate an schwangere Frauen
• Schwere bekannte Überempfindlichkeit senüberladung wird eine sorgfältige Über- sorgfältig überwacht werden.
gegen andere parenterale Eisenpräparate. wachung des Eisenstatus empfohlen.
Tierexperimentelle Studien lassen darauf
• nicht durch Eisenmangel bedingter An- Für hämodialysepflichtige Patienten mit chro- schließen, dass das aus Ferinject freige-
ämie, z. B. bei sonstigen Formen der mi- nischer Nierenkrankheit liegen keine Infor-
krozytären Anämie. setzte Eisen die Plazentaschranke über-
mationen zur Sicherheit von Einzeldosen schreiten kann und die Anwendung dieses
• Anhaltspunkten für eine Eisenüberladung über 200 mg vor.
oder Eisenverwertungsstörungen. Arzneimittels während der Schwangerschaft
Infektionen Auswirkungen auf die Skelettentwicklung
4.4 Besondere Warnhinweise und Vor- Bei akuten oder chronischen Infektionen, des Feten haben kann (siehe Abschnitt 5.3).
sichtsmaßnahmen für die Anwendung Asthma, Ekzem oder atopischen Allergien
Stillzeit
darf parenterales Eisen nur mit Vorsicht
Überempfindlichkeitsreaktionen Klinische Studien haben nur einen vernach-
angewendet werden. Es wird empfohlen,
Parenteral verabreichte Eisenpräparate kön- lässigbar geringen (≤ 1 %) Übertritt von Eisen
die Behandlung mit Ferinject bei Patienten von Ferinject in die Muttermilch ergeben.
nen Überempfindlichkeitsreaktionen ein-
mit fortbestehender Bakteriämie abzubre- Die begrenzten Daten über stillende Mütter
schließlich schwerwiegende und potenziell
chen. Daher ist bei Patienten mit chroni- deuten darauf hin, dass ein Risiko durch
tödlich verlaufende anaphylaktische/ana-
schen Infektionen eine Nutzen-Risiken-Ab- Ferinject für das gestillte Kind unwahrschein-
phylaktoide Reaktionen hervorrufen. Auch
wägung unter Berücksichtigung der Sup- lich ist.
nach vorherigen komplikationslos vertrage-
pression der Erythropoese erforderlich.
nen Injektionen parenteraler Eisenpräparate
Fertilität
wurde über Überempfindlichkeitsreaktionen Extravasation Es gibt keine Daten über die Wirkung von
berichtet. Bei der Verabreichung von Ferinject ist Vor-
Ferinject auf die Fertilität des Menschen. In
Das Risiko ist erhöht bei Patienten mit be- sicht geboten, um eine paravenöse Injekti-
tierexperimentellen Studien hatte die Be-
on zu vermeiden. Ein paravenöses Auslau-
kannten Allergien, einschließlich Arzneimit- handlung mit Ferinject keinen Einfluss auf
fen von Ferinject an der Verabreichungs-
telallergien, sowie bei solchen mit schwe- die Fertilität (siehe Abschnitt 5.3).
stelle kann zu Hautreizungen und möglicher-
rem Asthma, Ekzem oder anderer atopi-
weise langanhaltenden braunen Verfärbun-
scher Allergie in der Vorgeschichte. 4.7 Auswirkungen auf die Verkehrs-
gen an der Verabreichungsstelle führen.
Bei Patienten mit immunologischen oder tüchtigkeit und die Fähigkeit zum
inflammatorischen Erkrankungen (z. B. sys- Bestandteile Bedienen von Maschinen
temischer Lupus Erythematodes, rheuma- Ein ml unverdünntes Ferinject enthält bis zu
0,24 mmol (5,5 mg) Natrium. Dies ist zu Es ist unwahrscheinlich, dass Ferinject einen
toide Arthritis) besteht ebenfalls ein erhöhtes
berücksichtigen bei Personen unter Natrium Einfluss auf die Verkehrstüchtigkeit und die
Risiko für Überempfindlichkeitsreaktionen
bei der parenteralen Anwendung von Eisen- kontrollierter (natriumarmer/kochsalzarmer) Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen hat.
komplex-Präparaten. Diät.
4.8 Nebenwirkungen
Ferinject sollte nur angewendet werden, Kinder und Jugendliche
wenn in der Erkennung und Behandlung Die Anwendung von Ferinject bei Kindern In Tabelle 4 auf Seite 3 sind unerwünschte
anaphylaktischer Reaktionen geschulte wurde bisher nicht untersucht. Arzneimittelwirkungen (UAW) aufgeführt,
Fachkräfte unverzüglich verfügbar sind und die im Rahmen von klinischen Studien, in
die kardio-pulmonale Reanimation durch 4.5 Wechselwirkungen mit anderen denen > 8.000 Probanden Ferinject erhiel-
eine entsprechende Ausrüstung sicherge- Arzneimitteln und sonstige ten, und im Rahmen der Erfahrung nach
stellt ist. Jeder Patient sollte für mindestens Wechselwirkungen Markteinführung aufgetreten sind (weitere
30 Minuten nach jeder Ferinject-Gabe hin- Details siehe Fußnoten).
Die Absorption von oral aufgenommenem
sichtlich des Auftretens von Nebenwirkun- Eisen ist bei gleichzeitiger Verabreichung Die am häufigsten berichtete UAW ist
gen beobachtet werden. Wenn während der von parenteralen Eisenpräparaten reduziert. Übelkeit (trat bei 2,9 % der Probanden auf),
Behandlung Überempfindlichkeitsreaktionen Gegebenenfalls sollte daher vor Beginn ei- gefolgt von Reaktionen an der Injektions-/
oder Anzeichen einer Unverträglichkeit auf- ner oralen Eisentherapie ein Mindestab- Infusionsstelle, Hypophosphatämie, Kopf-
treten, muss die Behandlung sofort abge- stand von 5 Tagen nach der letzten Verab- schmerzen, Gesichtsrötung (Flush), Schwin-
brochen werden. Eine Ausrüstung zur kardio- reichung von Ferinject eingehalten werden. del und Hypertonie. Zu den Reaktionen an
pulmonalen Reanimation sowie zur Behand- der Injektions-/Infusionsstelle gehören ver-
lung einer akuten anphylaktischen/anaphy- 4.6 Fertilität, Schwangerschaft und schiedene UAW, die jeweils gelegentlich
laktoiden Reaktion sollte verfügbar sein, Stillzeit oder selten auftreten.
einschließlich einer injizierbaren 1 : 1.000 Schwangerschaft Bei Probanden, die im Rahmen von klini-
Adrenalinlösung. Falls erforderlich, sollte Es liegen nur begrenzte Daten zu einer schen Studien eine Abnahme des Serum-
eine zusätzliche Behandlung mit Antihista- Anwendung von Ferinject bei Schwangeren phosphats zeigten, wurden die niedrigsten
minika und/oder Kortikosteroiden erfolgen. vor (siehe Abschnitt 5.1). Eine sorgfältige Werte nach etwa 2 Wochen gemessen, und
Hypophosphatämie Nutzen-Risiko-Abwägung ist daher vor in den meisten Fällen kehrten die Werte
Parenteral verabreichte Eisenpräparate kön- Anwendung während der Schwangerschaft 12 Wochen nach der Behandlung mit Fer-
nen Hypophosphatämie verursachen, die in erforderlich und Ferinject sollte nicht wäh- inject zu den Baselinewerten zurück. Die
den meisten Fällen vorübergehend ist und rend der Schwangerschaft angewendet schwerwiegendsten UAW waren anaphylak-
werden, es sei denn, es ist eindeutig erfor- toide/anaphylaktische Reaktionen (selten);
keine klinischen Symptome hervorruft. Fälle
derlich. es wurden Todesfälle berichtet. Weitere In-
von Hypophosphatämie, die medizinisch be-
handelt werden müssen, wurden in erster Im ersten Trimester einer Schwangerschaft formationen siehe Abschnitt 4.4.
Linie bei Patienten mit bestehenden Risiko- auftretende Eisenmangelanämien können Meldung des Verdachts auf Nebenwir-
faktoren und nach einer längeren, hochdo- in vielen Fällen mit oral verabreichten Eisen- kungen
sierten intravenösen Behandlung mit Eisen präparaten behandelt werden. Die Be- Die Meldung des Verdachts auf Nebenwir-
beobachtet. handlung mit Ferinject sollte auf das zweite kungen nach der Zulassung ist von großer
Eingeschränkte Leber- oder und dritte Trimester begrenzt werden, so- Wichtigkeit. Sie ermöglicht eine kontinuier-
Nierenfunktion fern der Nutzen der Therapie höher als das liche Überwachung des Nutzen-Risiko-Ver-
Patienten mit Leberfunktionsstörungen darf potenzielle Risiko für Mutter und Fötus ein- hältnisses des Arzneimittels. Angehörige von
parenterales Eisen nur nach sorgfältiger Ab- geschätzt wird. Gesundheitsberufen sind aufgefordert, je-
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Ferinject 50 mg Eisen/ml
Tabelle 4: Arzneimittelnebenwirkungen, die im Rahmen von klinischen Studien und der Erfahrung nach Markteinführung beobachtet
wurden
Systemorganklasse Häufig Gelegentlich Selten
(≥ 1/100, < 1/10) (≥ 1/1.000, < 1/100) (≥ 1/10.000, < 1/1.000)
Erkrankungen des Immunsystems Überempfindlichkeit anaphylaktoide/anaphylaktische
Reaktionen
Stoffwechsel- und Hypophosphatämie
Ernährungstörungen
Erkrankungen des Nervensystems Kopfschmerzen, Schwindel Parästhesie, Verlust des Bewusstseins(1)
Dysgeusie
Psychiatrische Erkrankungen Angst(2)
Herzerkrankungen Tachykardie
Gefäßerkrankungen Flush, Hypertonie Hypotonie Phlebitis, Synkope(2), Präsynkope(2)
Erkrankungen der Atemwege, Dyspnoe Bronchspasmen(2)
des Brustraums und Mediastinums
Erkrankungen des Gastro- Übelkeit Erbrechen, Dyspepsie, Abdominal- Flatulenz
intestinaltrakts schmerz, Verstopfung, Diarrhoe
Erkrankungen der Haut und des Pruritus, Urtikaria, Erythem, Angioödem(2), Blässe(2) und
Unterhautzellgewebes Ausschlag(3) Gesichtsödem(1)
Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- Myalgie, Rückenschmerzen,
und Knochenerkrankungen Arthralgie, Schmerz in einer
Extremität, Muskelspasmen

Allgemeine Erkrankungen und Reaktionen an der Injek- Fieber, Müdigkeit, Schmerzen im Unwohlsein, grippeähnliche
Beschwerden am Verabreichungsort tions-/Infusionsstelle(4) Brustkorb, peripheres Ödem, Symptome (die innerhalb weniger
Schüttelfrost Stunden oder mehrerer Tage
einsetzen können)(2)
Untersuchungen Vorübergehender Abfall der
Serumphosphatspiegel, Anstieg
der Alanin-Aminotransferase, An-
stieg der Aspartat-aminotransfe-
rase, Anstieg der Gamma-Gluta-
myltransferase, Anstieg der Lac-
tatdehydrogenase im Blut, Anstieg
der alkalischen Phosphatase im
Blut
1 UAW, die nur im Rahmen der Erfahrungen nach Markteinführung berichtet wurden.
2 UAW, die im Rahmen der Erfahrungen nach Markteinführung berichtet wurden, werden auch im klinischen Rahmen beobachtet.
3 Beinhaltet die folgenden bevorzugten Begriffe: Ausschlag (gelegentlich auftretende Einzel-UAW) und erythematöser, generalisierter, makulöser,

makulopapulöser, juckender Ausschlag (alle selten auftretende Einzel-UAW).


4 Beinhaltet unter anderem die folgenden bevorzugten Begriffe: Schmerzen, Hämatom, Verfärbung, Extravasation, Irritation, Reaktionen an der Injekti-

ons-/Infusionsstelle (alle gelegentlich auftretende Einzel-UAW) und Parästhesie an der Injektions-/Infusionsstelle (selten auftretende Einzel-UAW).
Anmerkung: UAW = unerwünschte Arzneimittelwirkung.

den Verdachtsfall einer Nebenwirkung über 5. PHARMAKOLOGISCHE EIGEN- spiegel auf Werte innerhalb des Normbe-
das SCHAFTEN reichs.
Bundesinstitut für Arzneimittel und
5.1 Pharmakodynamische Eigenschaften Klinische Wirksamkeit und Sicherheit
Medizinprodukte
Abt. Pharmakovigilanz Pharmakotherapeutische Gruppe: Die Wirksamkeit und Sicherheit von Fer-
Kurt-Georg-Kiesinger Allee 3 inject wurde in verschiedenen Therapiebe-
Dreiwertiges Eisen, Parenteralia,
D-53175 Bonn reichen, bei denen zur Behebung eines Ei-
ATC-Code: B03A C01
Website: [Link] senmangels eine intravenöse Eisengabe
anzuzeigen. Ferinject Injektions-/Infusionslösung ist eine nötig war, untersucht. Die Hauptstudien
kolloidale Lösung des Eisencarboxymaltose- sind im Folgenden detaillierter beschrieben.
4.9 Überdosierung Eisenkomplexes. Kardiologie
Der Komplex wurde entwickelt, um auf kon-
Die Verabreichung von Ferinject in Dosen, Chronische Herzinsuffizienz
trollierte Weise Eisen zuzuführen, das für die
welche die zur Korrektur des Eisenmangels Die Studie CONFIRM-HF war eine doppel-
körpereigenen Eisentransport- und -lage-
zum Zeitpunkt der Verabreichung benötigte blinde, randomisierte, zweiarmige Studie,
rungsproteine verwendbar ist (Transferrin
Menge übersteigen, kann zur Kumulation in der Ferinject (n = 150) und ein Placebo
von Eisen in den Eisenspeichern und damit bzw. Ferritin).
(n = 151) über einen Behandlungszeitraum
schließlich zu Hämosiderose führen. Die 24 Tage nach der Dosisgabe lag die von von 52 Wochen an Probanden mit chro-
Überwachung von Eisenparametern wie den roten Blutzellen verwendete Menge an nischer Herzinsuffizienz und Eisenmangel
59Fe aus radioaktiv markiertem Ferinject bei
Serumferritin und Transferrinsättigung kann (ID) verglichen wurden. An Tag 1 und in
beim Erkennen einer Eisenanreicherung Probanden mit Eisenmangel (ID)-Anämie im Woche 6 (Korrekturphase) erhielten die
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helfen. Wenn es zur Eisenkumulation ge- Bereich von 91 % bis 99 % und bei Proban- Probanden entweder Ferinject nach einem
kommen ist, ist diese gemäß medizinischer den mit renaler Anämie von 61 % bis 84 %. vereinfachten Dosierschema, das unter
Standardpraxis zu behandeln, z. B. kann Bei Patienten mit ID-Anämie führte eine Berücksichtigung des Baseline-Hb-Werts
die Anwendung eines Eisenkomplexbild- Ferinject-Behandlung zu einer Zunahme der und des Körpergewichts beim Screening
ners in Erwägung gezogen werden. Retikulozyten-Zahl und der Serumferritin- ermittelt wurde (siehe Abschnitt 4.2), das
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Ferinject 50 mg Eisen/ml
Placebo oder keine Dosis. In den Wochen reichtem Eisensulfat zur Reduktion von ID- begrenzt werden, sofern der Nutzen der
12, 24 und 36 (Erhaltungsphase) wurde Anämie bei Probanden mit entzündlicher Therapie höher als das potenzielle Risiko
den Probanden Ferinject (500 mg Eisen) Darmerkrankung (IBD) verglichen wurde. für Mutter und Fötus eingeschätzt wird.
oder das Placebo verabreicht, sofern der Die Probanden erhielten entweder einmal Siehe Abschnitt 4.6.
Serumferritinspiegel bei < 100 ng/ml oder wöchentlich Ferinject (n = 111) in Einzel-
Begrenzte Daten zu schwangeren Frauen
100 – 299 ng/ml und die Transferrinsätti- dosen von bis zu 1.000 mg Eisen, bis die
liegen aus der Studie FER-ASAP-2009-01
gung (TSAT) bei < 20 % lag, oder keine individuelle berechnete Eisendosis (nach
vor, einer randomisierten Open-Label-Stu-
Dosis. Die Behandlungsvorteile von Ferin- der Ganzoni-Formel) erreicht war (mittlere
die, in der Ferinject (n = 121) und orales
ject gegenüber dem Placebo zeigten sich kumulative Eisendosis: 1.490 mg), oder
Eisensulfat (n = 115) über einen Behand-
beim primären Wirksamkeitsendpunkt, in 12 Wochen lang 100 mg Eisen BID als Eisen-
lungszeitraum von 12 Wochen an schwan-
den veränderten Ergebnissen des 6- sulfat (n = 49). Probanden, die Ferinject er-
geren Frauen im zweiten und dritten Tri-
Minuten-Gehtests (6MWT) von der Baseli- hielten, zeigten von Baseline bis Woche 12
mester mit Eisenmangelanämie verglichen
ne bis Woche 24 (p = 0,002). Dieser Effekt einen mittleren Hb-Anstieg von 3,83 g/dl,
wurden. Die Probandinnen erhielten Ferin-
setzte sich während der Studie bis Wo- der gegenüber der 12-wöchigen zweimal
täglichen Therapie mit Eisensulfat nicht ject in kumulativen Dosen von 1000 mg
che 52 fort (p < 0,001).
unterlegen war (3,75 g/dl; p = 0,8016). oder 1500 mg Eisen (mittlere kumulative
Nephrologie Dosis: 1029 mg Eisen) je nach Hb-Wert
Die Studie FER-IBD-07-COR war eine ran-
Hämodialysepflichtige chronische domisierte Open-Label-Studie, in der die und Körpergewicht beim Screening, oder
Nierenerkrankung Wirksamkeit von Ferinject vs. Eisensucrose 100 mg Eisen in oraler Form zweimal täg-
Die Studie VIT-IV-CL-015 war eine rando- bei Probanden mit remittierender oder lich über einen Zeitraum von 12 Wochen.
misierte Open-Label-Parallelgruppenstudie leichter IBD verglichen wurde. Probanden, Die Häufigkeit therapiebedingter uner-
bei Probanden mit ID-Anämie, die sich einer die Ferinject erhielten, wurden gemäß eines wünschter Ereignisse war vergleichbar bei
Hämodialyse unterzogen. In der Studie vereinfachten Dosierschemas anhand des mit Ferinject behandelten Frauen und Frau-
wurde Ferinject (n = 97) mit Eisensucrose Hb-Baselinewerts und des Körpergewichts en, die mit oralem Eisen behandelt wurden
(n = 86) verglichen. Die Probanden erhielten dosiert (siehe Abschnitt 4.2) und erhielten (11,4 % bei der Ferinject-Gruppe; 15,3 %
2 – 3-mal pro Woche Ferinject oder Eisen- Einzeldosen von bis zu 1.000 mg Eisen, bei der Gruppe mit oralem Eisen). Die am
sucrose in Einzeldosen von 200 mg Eisen während Probanden, die Eisensucrose er- häufigsten berichteten therapiebedingten
direkt in das Dialysegerät. Die Behandlung hielten, entsprechend individuell berechne- unerwünschten Ereignisse waren Übelkeit,
erfolgte so lange, bis die individuell berech- ter Eisendosierungen nach der Ganzoni- Schmerzen im Oberbauch und Kopfschmer-
nete kumulative Eisendosis erreicht war Formel dosiert wurden. Sie erhielten so zen. Die Apgar-Werte und Eisenparameter
(durchschnittliche kumulative Eisendosis bei lange Dosierungen von 200 mg Eisen, bis der Neugeborenen in den Behandlungs-
Ferinject: 1.700 mg). Der primäre Wirksam- die kumulative Eisendosis erreicht war. Die gruppen waren vergleichbar.
keitsendpunkt war der prozentuale Anteil an Probanden wurden 12 Wochen lang nach- Überwachung des Ferritinspiegels nach
Probanden, die 4 Wochen nach Baseline beobachtet. In Woche 12 zeigten 65,8 % Ersatztherapie
einen Hb-Anstieg von ≥ 1,0 g/dl erreichten. der Probanden, die Ferinject erhielten Aus der Studie VIT-IV-CL-008 liegen einge-
4 Wochen nach Baseline zeigten 44,1 % (n = 240; mittlere kumulative Eisendosis: schränkte Daten vor, die nachweisen, dass
ein Ansprechen auf die Ferinject-Behand- 1.414 mg), vs. 53,6 %, die Eisensucrose der Ferritinspiegel stark zwischen 2 – 4 Wo-
lung (d. h. einen Hb-Anstieg von ≥ 1,0 g/dl) erhielten (n = 235; mittlere kumulative Do- chen nach der Ersatztherapie absinkt; da-
im Vergleich zu 35,3 % mit Eisensucrose sis 1.207 mg; p = 0,004), ein Ansprechen nach verlangsamt sich dessen Abnahme.
(p = 0,2254). (definiert als Hb-Anstieg ≥ 2 g/dl). In Wo- Der mittlere Ferritinspiegel sank nicht auf
Nicht-dialysepflichtige chronische che 12 erreichten 83,8 % der mit Ferinject ein Niveau ab, das eventuell Anlass für die
Nierenerkrankung behandelten Probanden vs. 75,9 % der mit Erwägung einer neuerlichen Therapie wäh-
Die Studie 1VIT04004 war eine randomi- Eisensucrose behandelten Probanden er- rend der 12-wöchigen Nachbeobachtung
reichten einen Hb-Anstieg ≥ 2 g/dl oder gegeben hätte. Die verfügbaren Daten wei-
sierte aktiv-kontrollierte Open-Label-Studie,
hatten Hb-Werte, die sich innerhalb des sen daher nicht deutlich auf einen optima-
in der die Sicherheit und Wirksamkeit von
Normalbereichs befanden (p = 0,019). len Zeitpunkt für eine neuerliche Prüfung des
Ferinject (n = 147) vs. oral verabreichtem
Eisen (n = 103) verglichen wurde. Proban- Frauengesundheit Ferritinspiegels hin. Allerdings erscheint
den der Ferinject-Gruppe erhielten zu Base- Post partum eine Kontrolle des Ferritinspiegels vor Ab-
line 1.000 mg Eisen und an Tag 14 und Die Studie VIT-IV-CL-009 war eine rando- lauf der 4 Wochen nach der Ersatztherapie
Tag 28 500 mg Eisen, falls beim jeweiligen misierte, Open-Label-Nichtunterlegenheits- als verfrüht. Es wird daher empfohlen, dass
Besuch der TSAT-Wert < 30 % und der studie, in der die Wirksamkeit von Ferinject der Mediziner je nach Verfassung der jewei-
Serumferritinwert < 500 ng/ml betrugen. (n = 227) vs. Eisensulfat (n = 117) bei Frauen, ligen Patientin eine erneute Kontrolle des
Probanden im Arm mit oral verabreichtem die nach der Entbindung an Anämie litten, Ferritinspiegels durchführt.
Eisen erhielten von Baseline bis Tag 56 untersucht wurde. Die Probandinnen erhiel-
65 mg Eisen TID als Eisensulfat. Die Pro- 5.2 Pharmakokinetische Eigenschaften
ten entweder Ferinject in Einzeldosen von
banden wurden bis Tag 56 nachbeobach- bis zu 1.000 mg Eisen, bis ihre individuell Mithilfe der Positronenemissionstomogra-
tet. Der primäre Wirksamkeitsendpunkt berechnete kumulative Eisendosis (nach phie (PET) wurde nachgewiesen, dass 59Fe
war der prozentuale Anteil an Probanden, der Ganzoni-Formel) erreicht war oder und 52Fe aus Ferinject rasch aus dem Blut
die zu irgendeinem Zeitpunkt zwischen 12 Wochen lang 100 mg Eisen BID als oral eliminiert, in das Knochenmark transportiert
Baseline und Studienende oder zur Zeit der verabreichtes Eisensulfat. Die Probandin- und in Leber und Milz gespeichert wurden.
Intervention einen Anstieg des Hb-Wertes nen wurden 12 Wochen lang nachbeob-
von ≥ 1,0 g/dl erreichten. Dies wurde von Nach Verabreichung einer Einzeldosis Fer-
achtet. Die mittlere Veränderung des Hb- inject von 100 bis 1.000 mg Eisen werden
60,54 % der Probanden, die Ferinject er- Werts von Baseline bis Woche 12 betrug in bei ID-Probanden mit Eisenmangel maxi-
hielten, erreicht vs. 34,7 % der Probanden der Ferinject-Gruppe 3,37 g/dl (n = 179; male Gesamteisenspiegel im Serum von
in der Gruppe mit oral verabreichtem Eisen mittlere kumulative Eisendosis: 1.347 mg) 37 μg/ml bis zu 333 μg/ml nach 15 Minu-
(p < 0,001). Die mittlere Veränderung des vs. 3,29 g/dl in der Eisensulphatgruppe ten bzw. 1,21 Stunden erreicht. Das Volu-
Hämoglobins bis Tag 56/Studienende be- (n = 89). Die Nichtunterlegenheit zwischen men des zentralen Kompartiments ent-
trug in der Ferinject-Gruppe 1,0 g/dl und in den Behandlungen wurde somit nachge- spricht im Wesentlichen dem Plasmavolu-
der Gruppe mit oral verabreichtem Eisen wiesen. men (ungefähr 3 Liter).
0,7 g/dl (p = 0,034; 95 % CI: 0,0; 0,7).
Schwangerschaft Das injizierte oder infundierte Eisen wurde
Gastroenterologie Intravenöse Eisenpräparate sollten nicht rasch aus dem Plasma eliminiert. Die ter-
Entzündliche Darmerkrankung während der Schwangerschaft angewen- minale Halbwertszeit reichte von 7 bis
Die Studie VIT-IV-CL-IV-008 war eine ran- det werden, es sei denn, es ist eindeutig 12 Stunden und die mittlere Verweildauer
domisierte Open-Label-Studie, in der die erforderlich. Die Behandlung mit Ferinject von 11 bis 18 Stunden. Die renale Elimina-
Wirksamkeit von Ferinject vs. oral verab- sollte auf das zweite und dritte Trimester tion des Eisens war vernachlässigbar gering.
4 010495-43316
Fachinformation

Ferinject 50 mg Eisen/ml
5.3 Präklinische Daten zur Sicherheit 2 ml Lösung, entsprechend 100 mg elemen-
tarem Eisen. Erhältlich in Packungsgrößen
Basierend auf den konventionellen Studien
mit 1, 2 und 5 Durchstechflaschen.
zur Sicherheitspharmakologie, Toxizität bei
10 ml Lösung, entsprechend 500 mg ele-
wiederholter Gabe und Genotoxizität las-
mentarem Eisen. Erhältlich in Packungs-
sen die präklinischen Daten keine beson-
größen mit 1, 2 und 5 Durchstechflaschen.
deren Gefahren für den Menschen erken-
20 ml Lösung, entsprechend 1000 mg ele-
nen. Präklinische Untersuchungen deuten
mentarem Eisen. Erhältlich in einer Pa-
darauf hin, dass das aus Ferinject freige-
ckungsgröße mit 1 Durchstechflasche.
setzte Eisen die Plazentaschranke über-
schreitet und in begrenzten, kontrollierten Es werden möglicherweise nicht alle Pa-
Mengen in die Muttermilch ausgeschieden ckungsgrößen in den Verkehr gebracht.
wird. In Studien zur Fortpflanzungstoxizität
an Kaninchen (ohne Eisenmangel) war Fer- 6.6 Besondere Vorsichtsmaßnahmen
inject mit geringfügigen Skelettanomalien für die Beseitigung und sonstige
beim Feten assoziiert. In einer Fertilitäts- Hinweise zur Handhabung
studie bei Ratten wurden keine Wirkungen Die Durchstechflaschen sind vor Gebrauch
auf die Fruchtbarkeit männlicher oder weib- visuell auf Sedimente und Beschädigungen
licher Tiere festgestellt. Zur Beurteilung des zu prüfen. Nur homogene, sedimentfreie
karzinogenen Potentials von Ferinject wur- Lösungen sind zu verabreichen.
den keine Langzeitstudien an Tieren durch-
geführt. Es gibt keine Anhaltspunkte für ein Jede Durchstechflasche Ferinject ist nur für
allergenes oder immunotoxisches Potenzial. den einmaligen Gebrauch vorgesehen. Nicht
Ein kontrollierter in-vivo Test zeigte keine verwendetes Arzneimittel oder Abfallmate-
Kreuzreaktivität von Ferinject mit Anti-Dex- rial ist entsprechend den nationalen Anfor-
tran-Antikörpern. Nach intravenöser Verab- derungen zu entsorgen.
reichung wurden keine lokalen Reizerschei- Ferinject darf nur mit steriler 0,9 %iger (m/V)
nungen oder Unverträglichkeiten beobachtet. Natriumchloridlösung gemischt werden.
Andere intravenöse Verdünnungslösungen
6. PHARMAZEUTISCHE ANGABEN und Arzneimittel dürfen nicht verwendet
6.1 Liste der sonstigen Bestandteile werden, weil eine Gefahr für Sedimentbil-
dung und/oder Wechselwirkungen besteht.
Natriumhydroxid (zur Einstellung des Hinweise für die Verdünnung siehe Ab-
pH-Werts) schnitt 4.2.
Salzsäure (zur Einstellung des pH-Werts)
Wasser für Injektionszwecke 7. INHABER DER ZULASSUNG

6.2 Inkompatibilitäten Vifor France


100-101 Terrasse Boieldieu
Das Arzneimittel darf, außer mit den unter Tour Franklin La Défense 8
Abschnitt 6.6 aufgeführten, nicht mit ande- 92042 Paris La Défense Cedex
ren Arzneimitteln gemischt werden. Frankreich
Die Kompatibilität mit Behältnissen aus an-
deren Materialien als Polyethylen und Glas Mitvertreiber
ist nicht bekannt. Vifor Pharma Deutschland GmbH
Baierbrunner Straße 29
6.3 Dauer der Haltbarkeit D-81379 München
Tel. 089 324918 600
Haltbarkeit des Arzneimittels im Fax 089 324918 601
unversehrten Behältnisses: e-mail: info-de@[Link]
3 Jahre.
Haltbarkeit nach Anbruch der 8. ZULASSUNGSNUMMER
Durchstechflaschen: 66227.00.00
Vom mikrobiologischen Standpunkt aus
sollen Präparate für die parenterale Verab- 9. DATUM DER ERTEILUNG DER
reichung sofort verwendet werden. ZULASSUNG/VERLÄNGERUNG
Haltbarkeit nach Verdünnung mit steriler DER ZULASSUNG
0,9 %iger (m/V) Natriumchloridlösung: Datum der Erteilung der Zulassung
Vom mikrobiologischen Standpunkt aus 20. August 2007
sollen Präparate für die parenterale Verab- Datum der letzten Verlängerung der Zulas-
reichung nach Verdünnung mit steriler sung 18. Juni 2012
0,9 %iger (m/V) Natriumchloridlösung so-
fort verwendet werden. 10. STAND DER INFORMATION
Oktober 2019
6.4 Besondere Vorsichtsmaßnahmen
für die Aufbewahrung
11. VERKAUFSABGRENZUNG
In der Originalverpackung aufbewahren, um
Verschreibungspflichtig
den Inhalt vor Licht zu schützen. Nicht über
30 °C lagern. Nicht einfrieren. Zentrale Anforderung an:
Oktober 2019

6.5 Art und Inhalt des Behältnisses Rote Liste Service GmbH
Ferinject wird in einer Durchstechflasche Fachinfo-Service
(Typ-I-Glas) mit einem Stopfen (Bromobu-
tylkautschuk) und Aluminiumbördelkappe Mainzer Landstraße 55
wie folgt angeboten: 60329 Frankfurt
010495-43316 5

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