Tutorial de
Tutorial de
Trainingshandbuch
Version 6
6.4.0
[Link]
1 VORBEMERKUNG
Dieses Trainingshandbuch gibt eine schnelle Einführung in die Benutzung
des ElektronikCADPakets EAGLE.
Es macht Sie mit der Installation und der Anwendung von EAGLE,
einschließlich SchaltplanEditor, LayoutEditor und Autorouter, bekannt. Es
ist so angelegt, dass Sie die Arbeitsschritte in der natürlichen Reihenfolge
kennen lernen: angefangen mit dem Entwurf eines Schaltplans, dem Anlegen
der Platine, über die Verwendung des Autorouters, bis zur Erzeugung von
Fertigungsdaten.
Der Umgang mit den grundlegenden Bedienfunktionen Ihres Betriebssystems
sollte Ihnen bekannt sein. Ausdrücke wie zum Beispiel Vergrößern Sie das
EditorFenster werden deshalb ohne weitere Erklärung verwendet.
Ziel des Trainingshandbuches ist es, den Benutzer, also Sie verehrter Leser,
in die Lage zu versetzen, ein ernsthaftes Projekt durchzuführen. Im Laufe der
ersten Entwicklungen sollten Sie mit Hilfe des EAGLEHandbuchs und der
HilfeFunktion Ihre Kenntnisse vertiefen, damit Sie EAGLE voll ausnutzen
können.
Das Handbuch reißt zwar einen großen Teil der zur Verfügung stehenden
Befehle an, geht aber nicht auf die vielen Feinheiten ein, die das Programm
ungemein flexibel machen – etwa auf die Möglichkeiten der Befehle SET,
SCRIPT und RUN (siehe HilfeFunktion).
Änderungen, die nach Erstellung dieses Handbuchs durchgeführt wurden,
entnehmen Sie bitte der Datei README. Außerdem sollten Sie sich die
Dateien mit der Extension *.txt im eagle/docVerzeichnis der Installation
ansehen.
Diese Einführung geht davon aus, dass Sie die deutschsprachige EAGLE
Version installiert haben. Die Bedienungsunterschiede zwischen Windows,
Linux und Mac sind minimal.
6
EAGLE Version 6 – Trainingshandbuch
Professional-Edition
Allgemein
Maximale Zeichenfläche 4000 mm x 4000 mm (ca. 150 x 150 Inch)
Auflösung 0,003125 µm (Micron)
Raster in Millimeter und Inch einstellbar
Bis zu 255 Zeichnungslayer
Ausführen von Befehlsdateien (ScriptDateien)
Cähnliche Benutzersprache (EAGLE UserLanguage) für den Daten
Import und Export und die Realisierung eigener Befehle
Lesbare, vollständig dokumentierte XMLDatenstruktur
Einfaches Bearbeiten von Bibliotheken
Zusammenstellen von eigenen Bibliotheken aus vorhandenen durch
Drag&Drop
Einfaches Erzeugen neuer PackageVarianten aus anderen
Bibliotheken durch Drag&Drop
PackageVarianten können in beliebigen Winkeln gedreht angelegt
werden (0.1GradSchritte)
Beliebige Padformen im PackageEditor
Bibliotheksbrowser und bequeme BauteilSuchfunktion
Unterstützung verschiedener BauteileTechnologien (z. B. 74L00,
74LS00...)
Einfaches Erzeugen von beschrifteten Zeichnungsrahmen mit
Referenzkoordinaten
Frei definierbare Attribute, anwendbar auf Bauteile in der Bibliothek
und auch in Schaltplan oder Layout
Unterstützung von Bestückungsvarianten
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EAGLE Version 6 – Trainingshandbuch
Komfortable Bemaßungsfunktion
Zusammenfügen von verschiedenen Projekten mit Beibehaltung
der Konsistenz (Design Reuse)
Integrierte Exportfunktion für PDFDateien
ExportFunktion für Grafikdateien (BMP, TIF, PNG...)
Ausdruck über SystemDruckertreiber mit Druckvorschau
StücklistenErzeugung mit DatenbankSupport ([Link])
Drag&DropFunktion im Control Panel
Frei definierbares Kontextmenü mit spezifischen Befehlen für jedes
Objekt über die rechte Maustaste erreichbar
Eigenschaften eines Objekts über das Kontextmenü erreichbar und
gegebenenfalls veränderbar
Automatische BackupFunktion
Layout-Editor
Konventionelle und SMDTechnik (auf beiden Seiten)
Blind und BuriedViaTechnik
Drehen von Objekten in beliebigen Winkeln (0.1GradSchritte)
Bauteile können gegen Verschieben gesperrt werden
Texte können in beliebiger Ausrichtung platziert werden
Dynamisches Berechnen der Signallinien beim Entflechten der Platine
MagnetischePadsFunktion beim Verlegen von Leiterbahnen
Verlegen der Leiterbahnen in beliebigen Radien möglich
Mitering zum Glätten von Leiterbahnknicken
Design Rule Check (prüft z. B. Platine auf Kurzschlüsse oder
bestimmte Maße von Pads und Leiterbahnen)
Copper Pouring (Auffüllen, zum Beispiel mit Massefläche)
Einfache Nutzung verschiedener PackageVarianten
Verlegen von DifferentialPairSignalen
Automatische Erzeugung von Mäandern zum Längenausgleich von
Signalen
Vom Benutzer frei programmierbare UserLanguage, zur Erzeugung
von Daten: zum Beispiel für Bestückungs, Test und Fräsautomaten
oder beliebigen anderen Datenformaten
Erzeugung von Fertigungsdaten für Plotter, Fotoplotter,
Bohrmaschinen mit dem CAMProzessor
Schaltplan-Editor
Bis zu 999 Blätter pro Schaltplan
Verkleinerte Seitenvorschau
Sortieren der Schaltplanseiten durch Drag&Drop
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EAGLE Version 6 – Trainingshandbuch
Querverweise für Netze
Automatisches Erzeugen eines Kontaktspiegels
Einfaches Kopieren von Bauteilen
ReplaceFunktion für Bauteile unter Einhaltung der Konsistenz
zwischen Schaltplan und Layout
OnlineForward&BackAnnotation zwischen Schaltplan und Platine
Automatische PlatinenGenerierung
Automatische Verdrahtung der Versorgungsspannung
Electrical Rule Check (prüft die SchaltplanLogik und die Konsistenz
zwischen Schaltplan und Platine)
Autorouter-Modul
Vollständig in die BasisSoftware integriert
Verwendet die im Layout gültigen DesignRegeln
Wechsel zwischen manuellem und automatischem Routen in jedem
Entwicklungsstadium der Platine
Grundlage für den FollowmeRouter, ein erweiterter Betriebsmodus
beim Entflechten der Platine, der eine mit der Maus ausgewählte
Signallinie vollautomatisch verlegen kann
RipupundRetryAlgorithmus
Steuerung durch Kostenfaktoren (vom Benutzer definierbar)
Kleinstes RoutingRaster 0,02 mm
Platzierungsraster beliebig
Bis zu 16 Signallayer (mit einstellbaren Vorzugsrichtungen)
Volle Unterstützung von Blind und BuriedVias
Berücksichtigt verschiedene Netzklassen
Standard-Edition
Einschränkungen gegenüber der ProfessionalEdition:
Es können Layouts mit einer maximalen Fläche einer Europakarte
(160 mm x 100 mm) erzeugt werden.
Es sind maximal 6 Signallagen erlaubt (Top, Route2, Route3,
Route14, Route15, Bottom).
Der Schaltplan darf maximal 99 Seiten haben.
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EAGLE Version 6 – Trainingshandbuch
Es stehen 4 Signallayer zur Verfügung (Top, Route2, Route15,
Bottom).
Ein Schaltplan kann aus maximal 4 Seiten bestehen.
Die FreemiumLizenz ist auf einen einzelnen Benutzer und Computer
beschränkt und erfordert eine aktive InternetVerbindung.
30 Tage nach der Installation läuft die Lizenz ab.
Light-Edition
Die LightEdition hat folgende Einschränkungen:
Die Platinenfläche ist auf 100 x 80 mm begrenzt. Außerhalb dieses
Koordinatenbereichs können keine Bauteile platziert bzw. Signale
verlegt werden.
Es stehen nur zwei Signallayer zur Verfügung (keine Innenlagen).
Ein Schaltplan kann nur aus einem Blatt bestehen.
Zusammenfügen von verschiedenen Projekten wird nicht unterstützt.
Größere Layouts und Schaltpläne können auch mit den kleinen Versionen
gedruckt werden. Der CAMProzessor kann auch Fertigungsdaten erstellen.
Die LightEdition ist als Freeware für Testzwecke und für den nicht
kommerziellen Einsatz frei verfügbar.
3 INSTALLATION
Windows
Die Installationsdatei für EAGLE für Windows ist ein selbstextrahierendes
Archiv. Doppelklicken Sie auf die ausführbare Datei eaglewin[Link] um
die Installation zu starten.
Die Versionsnummer im Namen kann, je nach EAGLEVersion, abweichen.
Die Installationsroutine beginnt mit dem Entpacken der einzelnen Dateien
aus dem Archiv. Klicken Sie auf Setup, um diesen Vorgang zu starten. Danach
startet die eigentliche Installation. Folgen Sie den Anweisungen Schritt für
Schritt:
Am Ende der Installation werden Sie gefragt, wie EAGLE lizenziert werden
soll:
Lizenzdatei verwenden
Das setzt voraus, dass Sie eine EAGLELizenz gekauft haben. In diesem
Fall müssen Sie im folgenden Dialog den Pfad zur Lizenzdatei
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EAGLE Version 6 – Trainingshandbuch
Linux
EAGLE für Linux kommt als selbstextrahierendes ShellSkript mit Setup
Dialog. Sie können EAGLE als Root/Administrator oder auch als einfacher
Benutzer installieren.
Starten Sie den Installationsvorgang durch einen Doppelklick in einem
Dateimanager auf das ShellSkript eaglelin[Link].
Überprüfen Sie bitte vorher, ob die Datei als ausführbar markiert ist. Wenn
nicht, ändern Sie die DateiEigenschaften, zum Beispiel mit dem chmod
Befehl in der Konsole. Sie können das Skript auch direkt in einem Konsolen
Fenster starten:
/pfad_angabe/[Link]
Die Versionsnummer im Namen kann, je nach EAGLEVersion, abweichen.
Die Installationsroutine beginnt mit dem Entpacken der einzelnen Dateien
aus dem Archiv. Danach startet die eigentliche Installation. Folgen Sie den
Anweisungen Schritt für Schritt.
Zum Schluss werden Sie gefragt, wie EAGLE lizenziert werden soll:
Lizenzdatei verwenden
Das setzt voraus, dass Sie eine EAGLELizenz gekauft haben. In diesem
Fall müssen Sie im folgenden Dialog den Pfad zur Lizenzdatei
„seriennummer“.key angeben und den persönlichen Installationscode,
den Sie von CadSoft erhalten haben, eintippen.
FreemiumCode benutzen
Wenn Sie sich auf [Link]
registriert und einen FreemiumCode erhalten haben, wählen Sie diese
Option.
Als Freeware lizenzieren
EAGLE wird als eingeschränkte Version mit den Limitierungen der
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EAGLE Version 6 – Trainingshandbuch
Mac OS X
Um die Installation zu starten, doppelklicken Sie auf das Installationsarchiv
mit dem Namen eaglemac[Link]. Das Installationspaket wird jetzt zuerst
automatisch entpackt. Es erscheint das Icon eaglemac[Link] auf dem
Desktop. Klicken Sie es an, um die SetupRoutine zu starten.
Die Versionsnummer im Namen kann, je nach EAGLEVersion, abweichen.
Folgen Sie der Installationsroutine Schritt für Schritt.
Bestätigen die die EAGLE Lizenzvereinbarungen mit einem Klick auf
Fortfahren, wenn Sie damit einverstanden sind. Wenn nicht, können Sie, mit
einem Klick auf Zurück, die Installation abbrechen.
Jetzt wird das Verzeichnis und gegebenenfalls das ZielVolume festgelegt, in
welches EAGLE installiert werden soll. Mit Fortfahren übernehmen Sie den
Vorschlag, mit einem Klick auf Auswählen, dürfen Sie ein beliebiges anderes
Verzeichnis wählen. Nach einer erneuten Bestätigung des Installationspfades
beginnt der Installationsvorgang.
Nach dem Beenden der Installation starten Sie EAGLE, indem Sie im Finder
unter Programme/EAGLE auf das EAGLEIcon klicken. Beim ersten EAGLE
Start werden Sie gefragt, wie EAGLE lizenziert werden soll:
Lizenzdatei verwenden
Das setzt voraus, dass Sie eine EAGLELizenz gekauft haben. In diesem
Fall müssen Sie im folgenden Dialog den Pfad zur Lizenzdatei
„seriennummer“.key angeben und den persönlichen Installationscode,
den Sie von CadSoft erhalten haben, eintippen.
FreemiumCode benutzen
Wenn Sie sich auf [Link]
registriert und einen FreemiumCode erhalten haben, wählen Sie diese
Option.
Als Freeware lizenzieren
EAGLE wird als eingeschränkte Version mit den Limitierungen der
LightEdition lizenziert. Diese Lizenz kann jederzeit durch eine
gekaufte Lizenz ohne NeuInstallation ersetzt werden.
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EAGLE Version 6 – Trainingshandbuch
4 SPRACHE EINSTELLEN
EAGLE entscheidet anhand der Spracheinstellung des Betriebssystems welche
Sprache verwendet wird. Wenn die Systemsprache beispielsweise englisch
ist, erscheint EAGLE in englisch. Falls Sie die automatisch erkannte Sprache
nicht verwenden wollen, haben Sie folgende Möglichkeiten diese zu ändern.
Windows
EAGLE beachtet die Umgebungsvariable LANG. Um sie zu ändern, gehen Sie
an die entsprechende Stelle in der Windows Systemsteuerung. Definieren Sie
ein Variable mit Namen LANG. Für deutsch setzen Sie den Wert der
Variablen typischerweise auf de_DE, de_AT oder de_CH. Für englisch ist der
typische Wert en_US oder en_GB.
Falls Sie EAGLE lieber über eine Batchdatei starten wollen, könnte diese
folgendermaßen aussehen:
SET LANG=de_DE
cd C:\Programme\eagle-6.x.x
start bin\[Link]
Das ist sinnvoll, wenn auch andere Anwendungen auf die Variable LANG
reagieren. Diese Batchdatei betrifft nur EAGLE.
EAGLE soll in Zukunft weitere Sprachen unterstützen. Bitte sehen Sie in die
Datei [Link], um Informationen über derzeit verfügbare Sprachen zu
erhalten.
5 INDIVIDUELLE PROGRAMMEINSTELLUNGEN
EAGLE erlaubt eine Vielzahl individueller Einstellungen, bis hin zur
Konfiguration von Menüs, Funktionstasten und Bildschirmfarben. Viele dieser
Einstellungen nehmen Sie im Control Panel oder in einem der EditorFenster
über das OptionenMenü vor.
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EAGLE Version 6 – Trainingshandbuch
BibliotheksEditor in Form von EAGLEBefehlen vornehmen. Wer diese
Möglichkeiten nutzen will, sollte sich mit der Kommandosprache vertraut
machen. Die genaue Syntax der EAGLEBefehle finden Sie in der
Befehlsreferenz in den HilfeSeiten.
User Interface
Die Benutzeroberfläche von EAGLE lässt sich individuell einstellen. Die
Einstellungen erfolgen im Control Panel oder in einem der EditorFenster
über das Menü Optionen/Benutzeroberfläche. Im Trainingshandbuch gehen
wir jedoch davon aus, dass Sie EAGLE mit der voreingestellten Oberfläche
verwenden.
Funktionstasten
Einige der Funktionstasten sind bereits mit Befehlen vorbelegt. Die Belegung
lässt sich jederzeit ändern. Lediglich die betriebssystemspezifischen Tasten
(wie F1 für die Hilfe unter Windows) dürfen nicht neu definiert werden.
Folgende Tasten sind direkt im EAGLEProgramm zugeordnet:
Einige weitere Tastenbelegungen sind direkt in der Datei [Link] über den
ASSIGNBefehl zugeordnet. Diese Einstellungen werden als Grundeinstellung
für neue Schaltplan, Layout und Bibliotheksdateien verwendet.
Die aktuellen Tastenbelegungen für das jeweilige EditorFenster finden Sie
im Menü Optionen/Tastenbelegung. An dieser Stelle können Sie auch weitere
Belegungen definieren oder bestehende ändern.
Layer-Farben
LayerFarben lassen sich frei definieren. Im Menü Optionen/Einstellungen,
Farben kann man eigene Farbwerte festlegen. Dabei definiert man immer ein
Farbenpaar:
Die normale Farbe des Layers und die so genannte HighlightFarbe, die zum
Hervorheben des Objekts beim SHOW oder MOVEBefehl verwendet wird.
Zugeordnet werden die Farben im DISPLAYMenü, Schaltfläche Ändern unter
Farbe.
Weitere Informationen zu diesen Themen finden Sie auch in den HilfeSeiten
des Programms. Sehen Sie dazu die Stichpunkte SET, ASSIGN, User Interface,
CHANGE und Projekt.
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EAGLE Version 6 – Trainingshandbuch
6 DAS EAGLE-BEDIENUNGSKONZEPT
EAGLE ist intern so angelegt, dass jede Aktion aufgrund eines Textbefehls
ausgeführt wird. Der Benutzer gibt diese Befehle normalerweise durch
Anklicken von Menüpunkten oder Symbolen (Icons) in Symbolleisten ein.
Sind Werte anzugeben, dann trägt er sie in dafür vorgesehene Felder oder in
der Kommandozeile ein.
Alternativ kann man Objekte mit der rechten Maustaste anklicken und aus
dem Kontextmenü einen Befehl wählen.
Die Kenntnis der internen Kommandosprache ist nicht Voraussetzung, um mit
EAGLE erfolgreich Schaltungen und Platinen zu entwerfen. Allerdings bietet
dieses Konzept weitere Möglichkeiten, die EAGLE zum überaus flexiblen
Werkzeug machen:
Jeder Befehl kann zum Beispiel auch in Textform über die Kommandozeile
eingegeben oder von einer Datei eingelesen werden. Außerdem lassen sich
die Funktionstasten individuell mit Befehlen belegen (ASSIGNBefehl). Es ist
unter anderem möglich, ganze Befehlssequenzen auf Funktionstasten zu
legen oder mit wenigen Mausklicks (SCRIPTBefehl) auszuführen.
In diesem Handbuch werden der Übersichtlichkeit halber verschiedene
Aktionen in EAGLE mit einer vereinfachten Schreibweise dargestellt, die im
Folgenden an Beispielen erläutert werden soll.
Mausklick
Das Betätigen der linken Maustaste wird durch einen fetten Punkt
symbolisiert. Beispiel:
MOVE und
Im Klartext: Klicken Sie mit der linken Maustaste den MOVEBefehl an, und
betätigen Sie anschließend die F1Taste.
Ein Doppelklick mit der linken Maustaste wird durch zwei fette Punkte
symbolisiert.
Beispiel:
[Link]
Im Klartext: Selektieren Sie aus dem Menü die Datei [Link] mit einem
Doppelklick der linken Maustaste.
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EAGLE Version 6 – Trainingshandbuch
Verschiedene Eingabe-Alternativen
EAGLEBefehle lassen sich alternativ mit der Tastatur, durch Anklicken von
Icons oder durch Anklicken von Menüpunkten eingeben.
Folgende Aktionen führen zum Beispiel zur Aktivierung des MOVEBefehls:
Anklicken des Icons , dann auf das Objekt
Eingabe von MOVE in die Kommandozeile, abgeschlossen mit der
EnterTaste, dann Klick auf das Objekt
Eingabe von MOVE und dem Objektnamen, abgeschlossen mit der
EnterTaste, z. B. MOVE IC1
Rechter Mausklick auf das Objekt und Auswahl von Move aus dem
Kontextmenü
Betätigen der mit dem MOVEBefehl vordefinierten Funktionstaste F7
Selektieren des Menüpunkts Bearbeiten/Move
Tastenkombinationen
Ein PlusZeichen bedeutet, dass die erste Taste gedrückt ist, während die
zweite betätigt wird. Beispiel:
Alt+F2
Die AltTaste ist gedrückt, während die F2Taste betätigt wird.
Das Kontextmenü
Man kann jedes Objekt mit der rechten Maustaste anklicken, wobei sich ein
Kontextmenü öffnet. Das Menü enthält Befehle, die auf dieses Objekt
anwendbar sind.
Außerdem gibt es den Eintrag Eigenschaften, der es gegebenenfalls erlaubt,
Eigenschaften des Objekts direkt zu ändern. Dieses Fenster können Sie auch
direkt über den INFOBefehl erreichen.
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EAGLE Version 6 – Trainingshandbuch
Im Klartext: Tippen Sie USE in die Kommandozeile ein und drücken Sie
anschließend die EnterTaste.
Alles, was Sie so eingeben müssen, wie es gedruckt ist, erscheint in
Schreibmaschinenschrift, wie im folgenden Beispiel:
CHANGE WIDTH 0.024
Im allgemeinen unterscheidet EAGLE nicht zwischen Groß und
Kleinschreibung, Sie können den obigen Befehl deshalb auch so eingeben:
change width 0.024
Da EAGLE Schlüsselwörter auch erkennt, wenn sie so weit abgekürzt sind,
dass sie nicht mit einem anderen verwechselt werden, können Sie die
Eingaben in den meisten Fällen abkürzen. Obiger Befehl wäre auch so gültig:
cha wid 0.024
Aus Gründen der Klarheit wird in diesem Trainingshandbuch aber immer die
ausgeschriebene Schreibweise verwendet.
Die folgenden Bilder zeigen die Zuordnung von Befehlen und Icons im
Schaltplan und im LayoutEditor und den Aufbau eines EditorFensters am
Beispiel des LayoutEditors.
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EAGLE Version 6 – Trainingshandbuch
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EAGLE Version 6 – Trainingshandbuch
➢ Das LayoutEditorFenster
Von oben nach unten: Titelzeile mit Angabe der EAGLEVersion, Menüleiste,
Aktionsleiste, Parameterleiste und die Koordinatenanzeige mit der
Kommandozeile.
Links das Befehlsmenü:
Das WIREIcon wird durch die Direkthilfe bezeichnet. Unten in der
Statuszeile sehen Sie eine kurze Erklärung zum Befehl.
Die Symbolleisten können über das Menü Optionen/Benutzeroberfläche ein
oder ausgeblendet werden. Zusätzlich gibt es die Möglichkeit, anstatt des
Befehlsmenüs ein Textmenü zu verwenden.
Im LayoutEditor sehen Sie immer von oben durch die Platine hindurch.
Genauso als würden Sie die Leiterplatte vor sich in den Händen halten.
7 CONTROL PANEL
Nach dem Start von EAGLE öffnet sich das Control Panel, die Steuerzentrale
des Programms. Von hier legt man neue Projekte an und verwaltet sie.
Rechter Mausklick auf einen Eintrag (im Zweig Projekte) öffnet ein
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EAGLE Version 6 – Trainingshandbuch
Kontextmenü, über das man beispielsweise ein Projekt anlegen kann
( Neu/Projekt).
Die BaumAnsicht des Control Panels erlaubt eine Übersicht über die
BauteileBibliotheken (Zweig Bibliotheken). Wenn Sie einen der Bibliotheks
einträge aufklappen, sehen Sie den Inhalt der Bibliothek. Selektieren Sie
einen Device oder PackageEintrag, wird dieser rechts in der Voransicht
gezeigt. Falls vorhanden, werden Beschreibung und Attribute angezeigt. Ein
Lineal an der PackageVoransicht hilft beim Einschätzen der
Größenverhältnisse.
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EAGLE Version 6 – Trainingshandbuch
verschiedene Optionen (Drucken, Öffnen, Kopieren, Umbenennen usw.)
anbietet.
Mit den Pfeiltasten navigieren Sie sehr schnell durch die Baumstruktur. Mit
der PfeilnachrechtsTaste klappt man einen Zweig auf. Mit Pfeilnachlinks
kommt man schnell an den übergeordneten Knoten zurück. Noch einmal
Pfeilnachlinks schließt den Zweig wieder. Mit Pfeilnachoben/unten
blättern Sie zum vorherigen/nächsten Eintrag.
Die Pfade für die einzelnen Zweige der BaumAnsicht werden im Menü
Optionen/Verzeichnisse... eingestellt.
EAGLE-Dateien
Die Tabelle zeigt die wichtigsten Dateiarten, die Sie in EAGLE bearbeiten
können:
Dateiart Fenster Name
Platine Layout-Editor *.brd
Schaltplan Schaltplan-Editor *.sch
Bibliothek Bibliotheks-Editor *.lbr
Script-Datei Texteditor *.scr
User-Language-Prog. Texteditor *.ulp
Beliebige Textdatei Texteditor *.*
Backup-Dateien
EAGLE erstellt Sicherungskopien von Schaltplan, Board und
Bibliotheksdateien. Sie werden mit modifizierten Dateiendungen gespeichert:
.brd wird zu .b#1, .sch zu .s#1 und .lbr zu .l#1.
EAGLE legt maximal neun Sicherungskopien an.
Außerdem kann EAGLE Daten in bestimmten Zeitabständen automatisch
speichern. In diesem Fall erhalten die Dateien die Endungen b##, s## bzw.
l##. Durch Umbenennen der entsprechenden Datei, wird sie wieder nutzbar.
Einstellungen dazu treffen Sie unter Optionen/Sicherung im Control Panel.
EAGLE-Projekt anlegen
Nach dem ersten Aufruf des Programms legen wir zunächst ein neues Projekt
an. Zuerst auf das +Zeichen des Zweiges Projekte, dann auf das +
Zeichen der Einträge examples und tutorial in der BaumAnsicht. Es erscheint
der Inhalt des Verzeichnisses tutorial. mit der rechten Maustaste auf
tutorial. Wählen Sie die Option Neues Projekt aus dem Kontextmenü. Geben
Sie dem Projekt einen beliebigen Namen, z. B. MyProject und bestätigen Sie
die Eingabe mit der EnterTaste. Dabei wird ein Verzeichnis MyProject im
Ordner tutorial erzeugt. In diesem Verzeichnis sollen alle relevanten Daten
dieses Projekts abgelegt werden. Sie dürfen beliebig viele Unterverzeichnisse
anlegen.
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EAGLE Version 6 – Trainingshandbuch
In welchem Ordner Sie Ihre ProjektVerzeichnisse anlegen, bestimmen Sie
über Optionen/Verzeichnisse... im Feld Projekte.
Mit rechtem Mausklick auf den ProjektEintrag legen Sie über das
Kontextmenü neue Schaltpläne, Layouts und Bibliotheken an.
In jedem ProjektVerzeichnis legt EAGLE eine Datei [Link] an, in der
projektspezifische Optionen und die Fenster, die aktiv waren, als das
Programm verlassen wurde, gespeichert werden.
Das aktuelle Projekt wird im Control Panel mit einer grünen Markierung
gekennzeichnet. Beim nächsten Programmstart wird dieser Zustand wieder
hergestellt. Das Projekt, das zuletzt benutzt wurde, wird mit anderen
benutzerspezifischen Parametern in der Datei ~/.eaglerc (Linux, Mac) bzw.
[Link] (Windows) gespeichert.
Für die im Folgenden besprochenen Übungen, kopieren wir zuerst die Datei
[Link], [Link] und [Link] aus dem Verzeichnis tutorial in das
Verzeichnis MyProject. Halten Sie dazu die CtrlTaste gedrückt, klicken Sie
auf die gewünschte Datei, und ziehen Sie bei gedrückter Maustaste die Datei
auf den Eintrag MyProject. Die gedrückte CtrlTaste bewirkt, dass die
Dateien kopiert werden, ohne würden die Dateien verschoben werden.
EAGLE für Mac verhält sich hier abweichend:
Nach Ctrl + Mausklick öffnet sich ein Kontextmenü. Aus diesem wählen Sie
die Option Kopieren und geben dann den Zielordner im Dateidialog an.
Klicken Sie zuerst das Icon in der Aktionsleiste an, um in die Zeichnung
hinein zu zoomen. Der WINDOWBefehl kann auch über die Funktionstaste
F3 ausgeführt werden.
Wenn Sie mit einer Rädchenmaus arbeiten, kann man durch Drehen des
Mausrads in die Zeichnung hinein bzw. heraus zoomen. Der Zoomfaktor
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EAGLE Version 6 – Trainingshandbuch
kann über MausradZoomfaktor im Menü Optionen/Benutzeroberfläche
festgelegt werden.
Diese Funktion lässt sich mit der Einstellung MausradZoomfaktor = 0
deaktivieren.
Mit Klick auf oder durch Drücken der Funktionstaste F4 zoomen Sie aus
der Zeichnung heraus.
Wenn Sie dieses Icon anklicken, wird die Zeichnung bildschirmfüllend
dargestellt (entspricht der Tastenkombination Alt+F2).
Um einen bestimmten Bildschirmausschnitt zu wählen, klicken Sie auf das
Icon und ziehen mit gedrückter Maustaste einen Rahmen um den
gewünschten Bereich.
Man kann einen beliebigen Bildausschnitt als sogenannten Alias definieren,
den man dem WINDOWBefehl als Parameter übergeben kann. Damit kann
man schnell zwischen verschiedenen Bildausschnitten wechseln. Definiert
wird ein Alias über das Kontextmenü des WindowSelectIcons. Klicken Sie
dazu mit einem Rechtsklick auf das Icon. Über den Eintrag Neu erzeugen Sie
den Alias.
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EAGLE Version 6 – Trainingshandbuch
erste legt das neue Zentrum fest, und die beiden nächsten definieren den
Zoomfaktor. Ist der dritte Punkt weiter vom ersten entfernt als der zweite
Punkt, dann wird in die Zeichnung hinein gezoomt, und umgekehrt.
Probieren Sie es einfach aus.
Weitere Informationen zum WINDOWBefehl finden Sie in der Hilfe
Funktion, die Sie zum Beispiel durch Eintippen von
HELP WINDOW
in die Kommandozeile aufrufen können.
Bauteile auf dem TopLayer können Sie nur dann in der Zeichnung
bewegen oder für andere Operationen selektieren, wenn Layer 23
tOrigins eingeblendet ist. Das gleiche gilt für Bauteile auf dem Bottom
Layer und den Layer 24 bOrigins.
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EAGLE Version 6 – Trainingshandbuch
In den HilfeSeiten unter dem Begriff Layer erfahren Sie mehr über die
Bedeutung der einzelnen Layer.
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EAGLE Version 6 – Trainingshandbuch
Der WIRE-Befehl
Der WIREBefehl dient dazu, Linien zu zeichnen.
Klicken Sie den WIREBefehl im Befehlsmenü an. Alle für diesen Befehl
möglichen Parameter lassen sich jetzt in der Parameterleiste einstellen.
Wählen Sie zunächst den Layer 94 Symbols aus dem LayerAuswahlfeld aus.
In diesem Layer soll ein rechteckiger Linienzug gezeichnet werden.
Definieren Sie mit linkem Mausklick den Anfangspunkt des Linienzugs.
Bewegen Sie den Mauszeiger etwas nach rechts oben, und wählen Sie dann
aus der Parameterleiste die unterschiedlichen Knickwinkel (WireBend).
Unter verschiedenen diagonalen und orthogonalen Modi finden Sie auch
welche zum Zeichnen von 90° bzw. freien Bögen.
Wenn die Verbindung einen rechten Winkel bildet, drücken Sie die linke
Maustaste, um ihre Position zu fixieren. Bewegen Sie den Mauszeiger nun
wieder zum Anfangspunkt, und , um die Linie abzusetzen.
Sie sollten nun einen rechteckigen Linienzug sehen.
Wie Sie soeben feststellen konnten, lässt sich der Knickwinkel zwischen
WireSegmenten über die Symbole in der Parameterleiste einstellen.
Effektiver geht es allerdings mit der rechten Maustaste.
Die verschiedenen Knickwinkel lassen sich durch wiederholtes Klicken der
rechten Maustaste umschalten.
Die drei BogenModi sind im SchaltplanEditor jedoch nur über die
Parameterleiste, nicht mit der rechten Maustaste wie es im LayoutEditor der
Fall ist, wählen!
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EAGLE Version 6 – Trainingshandbuch
Halten Sie beim rechten Mausklick die ShiftTaste gedrückt, kehrt sich die
Auswahlrichtung um. Mit gedrückter CtrlTaste schaltet man zwischen den
komplementären WireBends um.
Verwenden Sie den WIREBefehl nicht zum Zeichnen von Netzen und
Bussen in Schaltplänen. Dazu dienen die Befehle NET und BUS!
In der Platine werden Signallinien mit ROUTE und nicht mit WIRE
entflochten, sonst werden beim Layerwechsel Durchkontaktierungen nicht
automatisch gesetzt.
Linienstärke ändern
Während der WIREBefehl aktiv ist, können Sie die Strichstärke (Width) im
entsprechenden Auswahlmenü in der Parameterleiste wählen, oder einen
bestimmten Wert, getrennt für jedes Segment, dort eintragen.
Um die Linienstärke eines existierenden Objekts zu ändern,
CHANGE in der Befehlsleiste. Ein PopupMenü öffnet sich.
WIDTH und ein weiteres Menü erscheint, in dem die gegenwärtige
Strichstärke markiert ist.
Wählen Sie die gewünschte Strichstärke durch einen Mausklick, und klicken
Sie dann das Objekt, dessen Strichstärke zu ändern ist, mit der linken
Maustaste an.
Wenn Sie eine Strichstärke einstellen wollen, die nicht im Menü des
CHANGEBefehls erscheint, klicken Sie auf den Eintrag ... ganz unten im
Menü und geben dann den gewünschten Wert ein.
Alternativ können Sie die Kommandozeile zur Eingabe benutzen. Tippen Sie
zum Beispiel
CHANGE WIDTH 0.017
und klicken Sie das betreffende WireSegment an, um die Breite zu ändern,
beziehungsweise beginnen Sie einen neuen Wire zu zeichnen.
Über CHANGE lässt sich auch die Linienart verändern. CHANGE und Style
bietet eine Auswahl von Linienarten an. Selektieren Sie die gewünschte
Linienart und ordnen Sie diese mit auf den Wire zu.
WireEigenschaften, wie Width, Style und Layer, können Sie auch über
das Kontextmenü bequem ändern. Klicken Sie dazu mit der rechten
Maustaste auf den Wire und wählen Sie den MenüEintrag Eigenschaften.
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EAGLE Version 6 – Trainingshandbuch
Undo/Redo-Funktion
Eine der nützlichsten Eigenschaften von EAGLE ist die unbegrenzte
UndoFunktion. Klicken Sie das linke Icon beliebig oft an, um vorherige
Aktionen rückgängig zu machen. Verwenden Sie das rechte Icon, um
rückgängig gemachte Aktionen erneut auszuführen.
UNDO LIST
in die Kommandozeile eingetippt, zeigt eine Liste der bisher ausgeführten
Aktionen. Über diese Liste kann man gezielt Schritte rückgängig machen
bzw. wieder ausführen.
Der CIRCLE-Befehl
Um den Befehl CIRCLE, der zum Zeichnen von Kreisen dient, zu
aktivieren,
CIRCLE
Um einen Kreis zu definieren, sind zwei Mausklicks erforderlich: der erste
legt den Mittelpunkt fest, der zweite definiert einen Punkt auf dem
Kreisumfang. Bewegen Sie den Mauszeiger zum gewünschten Kreismittel
punkt und . Bewegen Sie nun den Mauszeiger einige Rastereinheiten nach
rechts, aber bleiben Sie auf derselben Rasterlinie in YRichtung. Wenn Sie
den gewünschten Radius erreicht haben, um den Kreis zu fixieren.
Die Strichstärke des Kreises lässt sich genauso ändern, wie Sie es bereits bei
Wires getan haben. Ein Kreis mit Strichstärke 0 wird gefüllt.
Beispiel für das Zeichnen eines Kreises mit Hilfe von Koordinatenangaben:
Ein Kreis mit dem Mittelpunkt auf der Koordinate x = 10 und y = 25 mit
einem Radius von 15 mm soll gezeichnet werden.
Stellen Sie zuerst ein MillimeterRaster ein:
GRID MM
Dann zeichnen Sie den Kreis:
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EAGLE Version 6 – Trainingshandbuch
CIRCLE (10 25) (10 40)
oder
CIRCLE (10 25) (10 10)
Die zweite Koordinate gibt einen beliebigen Punkt auf der Kreislinie an,
daher sind verschiedene Eingaben möglich, um ein und denselben Kreis zu
zeichnen.
Wenn Sie mehr über den CIRCLEBefehl erfahren wollen, drücken Sie F1,
während der Befehl aktiviert ist, oder tippen Sie
HELP CIRCLE
ein.
Wenn Sie einen Befehl abbrechen wollen, klicken Sie das Icon mit dem
StopschildIcon an, oder aktivieren Sie den nächsten Befehl.
Wenn Sie die EscTaste drücken, können Sie im allgemeinen ein Objekt vom
Mauszeiger lösen.
Der ARC-Befehl
Um den Befehl ARC zum Zeichnen von Kreisbögen zu aktivieren,
ARC
Ein Kreisbogen wird mit drei Mausklicks definiert: der erste legt den
Anfangspunkt fest, der zweite den Kreisdurchmesser und der dritte den
Endpunkt.
Platzieren Sie den Mauszeiger am gewünschten Anfangspunkt und .
Bewegen Sie den Mauszeiger einige Rasterpunkte nach rechts, aber bleiben
Sie auf der gleichen YRasterlinie. Es erscheint ein Kreis, der den
Durchmesser des Kreisbogens angibt. und der Kreis wird zum Kreisbogen.
Sie können jetzt die Richtung des Kreisbogens mit der rechten Maustaste
ändern. Klicken Sie mehrfach die rechte Maustaste, und Sie sehen, was
gemeint ist. Sie können auch den Kreisbogen größer oder kleiner machen,
indem Sie die Maus bewegen. Wenn Sie die gewünschte Form erreicht
haben. um den Kreisbogen zu fixieren.
Die Parameter Flat bzw. Round bestimmen die Form der Bogenenden.
Zeichnen Sie einige Kreisbögen zur Übung. Wenn Sie mehr über den ARC
Befehl erfahren wollen, verwenden Sie die HilfeFunktion.
Alle Bögen können auch mit dem Befehl WIRE gezeichnet werden!
Der RECT-Befehl
Um den Befehl RECT, der zum Zeichnen von gefüllten Rechtecken dient,
zu aktivieren,
RECT
Zum Definieren eines Rechtecks sind zwei Mausklicks erforderlich: Der erste
legt eine Ecke fest, der zweite die Position des Eckpunkts gegenüber.
29
EAGLE Version 6 – Trainingshandbuch
Bewegen Sie den Mauszeiger zu der Stelle, an der eine Ecke des Rechtecks
liegen soll, und . Bewegen Sie den Mauszeiger etwas nach rechts und nach
oben. Wenn das Rechteck die gewünschte Größe erreicht hat, um es zu
fixieren. Das Rechteck ist mit der Farbe des verwendeten Layers gefüllt.
Mehr über den RECTBefehl erfahren Sie in der HilfeFunktion.
Der TEXT-Befehl
Aktivieren Sie den Befehl TEXT zum Platzieren von Texten mit
TEXT
Es öffnet sich ein TexteingabeFenster. Dort tippen Sie den gewünschten Text
ein. Für mehrzeilige Texte fügen sie mit der Tastenkombination Shift + Enter
einen Zeilenumbruch ein. Nach OK platzieren Sie den Text mit . Nun
hängt eine Kopie desselben Textes am Mauszeiger. Falls Sie keine Texte
mehr platzieren wollen, klicken Sie den nächsten Befehl oder das StopIcon
an.
Soll ein weiterer Text, der unterschiedlich ist, platziert werden, tippen Sie
ihn in der Kommandozeile ein und schließen die Eingabe mit der EnterTaste
ab. Anschließend platzieren Sie den Text mit der Maus.
Texte, die mehrere aufeinander folgende Leerstellen oder einen Strichpunkt
enthalten, schließen Sie in einfache Hochkommas ein. Auch wenn Sie eine
Fehlermeldung erhalten, weil ein Text mit einem Befehl verwechselt wird,
schließen Sie den Text in einfache Hochkommas ein, also beispielsweise:
'Das ist ein Text'
Size, Ratio, Font, Ausrichtung und Layer, sowie der Text selbst können
über den Eintrag Eigenschaften im Kontextmenü des Textes geändert
werden. Dieses öffnen Sie mit einem rechten Mausklick auf den
Aufhängepunkt des Textes.
30
EAGLE Version 6 – Trainingshandbuch
Im LayoutEditor kann man dagegen über die Option Spin erreichen (in der
Parameterleiste bei aktivem TEXT, MOVE, ROTATEBefehl), dass Texte aus
allen vier Richtungen lesbar werden.
Wenn Sie einen Text ändern wollen:
CHANGE
TEXT
auf den Aufhängepunkt des Textes
Dann editieren Sie den Text und OK.
Beim VektorFont (nicht mit Proportional oder FixedSchrift) kann man mit
CHANGE
RATIO
das Verhältnis von Strichstärke zu Texthöhe ändern.
Platzhaltertexte
Wenn Sie den Text
>SHEET
platzieren, erscheint an dieser Stelle die aktuelle Seitennummer des
Schaltplans in der Form 1/1 (Blatt 1 von 1).
EAGLE kennt noch mehr solcher Platzhalter, z. B. für Uhrzeit und Datum der
letzten Änderung (>LAST_DATE_TIME) oder des Ausdrucks
(>PLOT_DATE_TIME).
Bei der Bauteiledefinition in Bibliotheken werden üblicherweise
Platzhaltertexte für den Namen >NAME und den Wert >VALUE verwendet.
Außerdem kann man für Symbole >PART und >GATE verwenden.
Abgesehen von den vordefinierten Platzhaltern interpretiert EAGLE jeden
Text, der mit dem Zeichen '>' beginnt, als Platzhalter für ein
benutzerdefiniertes, bauteilspezifisches oder globales Attribut. Mehr dazu
finden Sie in der Hilfe zum ATTRIBUTEBefehl.
12 BIBLIOTHEKEN BENUTZEN
Im Lieferumfang von EAGLE sind zahlreiche Bibliotheken enthalten, sowohl
mit bedrahteten als auch mit SMDBauelementen. Eine Übersicht und eine
Beschreibung der Bibliotheken erhalten Sie im Control Panel in der Baum
Ansicht.
In diesem Abschnitt werden Sie lernen, wie man Devices aus der Bibliothek
in den Schaltplan holt und wie man sie dort verwendet.
Um eine leere Zeichenfläche zu erhalten, schließen Sie zunächst alle Editor
Fenster und öffnen Sie einen neuen Schaltplan:
Datei/Neu/Schaltplan
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EAGLE Version 6 – Trainingshandbuch
Der ADD-Befehl
Um Bauteile aus einer Bibliothek auszuwählen, ADD im Befehlsmenü,
und der ADDDialog erscheint. Links im Dialog sollte eine Liste der
verfügbaren Bibliotheken erscheinen. Die einzelnen Bibliothekseinträge
lassen sich aufklappen (Klick auf das +Zeichen). Jetzt sehen Sie den Inhalt
gelistet. Selektieren Sie einen Eintrag, sehen Sie rechts die entsprechende
Voransicht.
Mit den PfeilTasten können Sie sehr schnell durch die angezeigte Liste
navigieren. Pfeilnachrechts klappt eine Bibliothek oder ein Device auf. Mit
Pfeilnachlinks kommt man schnell an den übergeordneten Eintrag zurück.
Noch einmal Pfeilnachlinks schließt den Eintrag wieder. Mit Pfeilnach
oben/unten blättern Sie zum vorherigen/nächsten Eintrag.
Wenn Sie einen Buchstaben eintippen, wird der erste Eintrag, der mit diesem
Buchstaben beginnt, selektiert. Tippen Sie mehrere in rascher Reihenfolge
hintereinander ein, zum Beispiel con, so wird der erste Eintrag beginnend mit
con gewählt.
In die SuchenZeile kann man einen oder mehrere Suchbegriffe eingeben. Ein
Suchbegriff kann der Name eines Bauteils, oder ein Stichwort aus der
Beschreibung eines Bauteils sein. Es dürfen Platzhalter wie * und ?
verwendet werden. Über die Optionen Pads, Smds und Beschreibung, können
Sie bestimmen wo gesucht werden soll: In Bauteilen mit Pads, mit Smds und
in der Beschreibung.
32
EAGLE Version 6 – Trainingshandbuch
Sehen Sie nach dem ersten ADDBefehl keine Einträge im Fenster, sind keine
Bibliotheken geladen. In diesem Fall lesen Sie bitte zuerst den nächsten
Abschnitt Der USEBefehl.
Wir wollen beispielsweise den Baustein 74LS00 platzieren. Tippen Sie in die
SuchenZeile
74*00* oder 74LS00*
ein. * steht hier als Platzhalter für die Technologie bzw. für die Package
Variante. Das Suchergebnis bietet den entsprechenden Baustein in
verschiedenen Package und TechnologieVarianten an. Selektieren Sie das
gewünschte Device und auf OK. Jetzt kann der Baustein im Schaltplan
abgesetzt werden.
Platzieren Sie den Mauszeiger etwas links von der Bildschirmmitte und .
Bewegen Sie den Mauszeiger nach rechts und setzen Sie ein weiteres Gatter
mit dem nächsten Mausklick ab. Platzieren Sie auf diese Weise vier Gatter
um das Zentrum der Zeichenfläche herum.
Nun platzieren Sie ein fünftes Gatter irgendwo daneben. Beachten Sie, dass
EAGLE den ersten vier Gattern die Namen IC1A..IC1D zugewiesen hat,
während das fünfte Gatter den Namen IC2A erhalten hat, weil dafür der
nächste Baustein erforderlich ist.
Wenn Sie nun den Layer 93 Pins einblenden, entweder wie vorher
beschrieben oder, indem Sie
DISPLAY PINS
in die Kommandozeile eintippen, sind weitere PinParameter grün
dargestellt. Zoomen Sie in die Zeichnung, so dass ein Gatter groß dargestellt
wird. Sie werden sehen, dass die Pins als Input (In) oder Output (Out)
gekennzeichnet sind, und dass eine Zahl den Swaplevel angibt. Der
Swaplevel 1 besagt, dass dieser Pin mit einem anderen desselben Gatters
getauscht werden kann, der ebenfalls Swaplevel 1 hat (Befehl PINSWAP).
Dasselbe gilt für alle anderen Zahlen außer 0. Der Swaplevel 0 besagt, dass
dieser Pin nicht getauscht werden kann.
Solange der ADDBefehl aktiv ist, hängt immer noch das GatterSymbol am
Mauszeiger.
Benutzen Sie nun das VerkleinernIcon oder die F4Taste, um einen größeren
Bereich der Schaltung auf den Bildschirm zu bekommen. Dann drücken Sie
die EscTaste, um in das Auswahlmenü des ADDBefehls zurückzukehren.
Tippen Sie in die SuchenZeile die Bezeichnung:
*555N* oder *555*
Selektieren Sie aus der [Link] zum Beispiel den Baustein LM555N mit
Doppelklick, rotieren Sie ihn um 180 Grad mit zwei Klicks der rechten
Maustaste, und platzieren Sie ihn irgendwo auf der Arbeitsfläche mit der
linken Maustaste.
33
EAGLE Version 6 – Trainingshandbuch
Wiederholen Sie diesen Vorgang mit anderen Symbolen. Sie werden
feststellen, dass einige Symbole auch in amerikanischer Darstellungsart
vorhanden sind. Wählen Sie selbst, welche Alternative Sie bevorzugen.
Drücken Sie bei aktivem ADDBefehl die EscTaste, kehren Sie in das ADD
Menü zurück. Erneutes Drücken der EscTaste beendet den Befehl.
Klickt man mit der rechten Maustaste auf das ADDIcon, erscheint ein Popup
Menü mit einer Liste der bisher geholten Bauteile. Wählen Sie daraus ein
Bauteil und platzieren Sie es.
Es ist auch möglich, Bauteile aus der Bibliotheksübersicht des Control Panels
in einen Schaltplan oder in ein Layout zu ziehen. Ordnen Sie das Control
Panel und das SchaltplanFenster so an, dass Sie beide Fenster sehen.
Selektieren Sie zum Beispiel das Device LM555N im BibliothekenZweig aus
der [Link]. Über Drag&Drop können Sie das Device in das Schaltplan
Fenster ziehen. Bei Devices mit mehreren Package bzw. Technologie
Varianten erfolgt vor dem Absetzen eine Abfrage, welche Variante gewählt
werden soll.
Der USE-Befehl
Der ADDBefehl durchsucht per Default alle Bibliotheken in den
Verzeichnissen, die im BibliothekenPfad unter Optionen/Verzeichnisse... im
Control Panel angegeben sind.
Man kann direkt im BibliothekenZweig der BaumAnsicht verschiedene
Bibliotheken von der Suche ausschließen, indem man auf die grüne
Markierung klickt. Grün bedeutet benutzt, grau unbenutzt.
Diese Vorgehensweise entspricht dem USEBefehl, den Sie auch über die
Kommandozeile eingeben können.
Mit dem Befehl
USE *
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EAGLE Version 6 – Trainingshandbuch
lädt man beispielsweise alle Bibliotheken, die im Bibliothekspfad gefunden
werden. Weiteres dazu ist in der HilfeFunktion beschrieben.
Der INVOKE-Befehl
Der INVOKEBefehl dient unter anderem dazu, Versorgungspins an
andere Signale als die vordefinierten Versorgungssignale (z. B. VCC und
GND) anschließen zu können. Um seine Wirkungsweise zu verstehen,
INVOKE
und klicken Sie das Symbol IC2A mit der linken Maustaste an. Ein Popup
Menü erscheint.
PWRN in diesem Menü und die Versorgungspins von IC2 können an
beliebiger Stelle in der Zeichnung platziert und mit einem beliebigen Netz
verbunden werden.
Eine andere Eigenschaft des INVOKEBefehls ermöglicht es Ihnen, die
Reihenfolge zu ändern, in der die Gatter eines Bausteins platziert werden.
Sofern der INVOKEBefehl noch aktiv ist, IC2A, und das PopupMenü
erscheint wieder. Der Text für Gatter A ist grau und zeigt so an, dass dieses
Gatter schon in die Zeichnung geholt wurde; die Gatter, die mit schwarzem
Text geschrieben sind, können noch platziert werden. Wenn Sie nun Gatter C
vor Gatter B platzieren wollen, C im PopupMenü, und das Gatter kann
mit der linken Maustaste an beliebiger Stelle abgesetzt werden.
Auch wenn Gatter C in der Zeichnung platziert ist, verwendet EAGLE erst die
noch verfügbaren Gatter dieses Bausteins, bevor ein neuer Baustein in die
Zeichnung geholt wird.
Wollen Sie die Gatter eines Bausteins über mehrere SchaltplanSeiten
verteilen, verwenden Sie auf einer neuen Seite den Befehl INVOKE und
tippen den Namen des Bauteils in die Kommandozeile ein. Dann erscheint
das PopupMenü.
Experimentieren Sie etwas mit unterschiedlichen Bibliotheken und mit dem
Platzieren und Rotieren von Symbolen.
13 SCHALTPLAN ERSTELLEN
In diesem Abschnitt werden Sie lernen, wie man Netze und Busse in einer
Schaltung verwendet. Damit sind Sie bereits in der Lage, eine Schaltung zu
erstellen.
35
EAGLE Version 6 – Trainingshandbuch
Um eine leere Zeichenfläche zu erhalten, öffnen Sie einen neuen Schaltplan.
Vergrößern Sie das SchaltplanFenster.
Raster
Das Standardraster für Schaltpläne ist 0.1 inch. Symbole sollten nur in
diesem Raster oder einem Vielfachen davon platziert werden, da sonst
unter Umständen keine Netze an die Pins angeschlossen werden können!
Das alternative Raster könnte man auf 0.025 inch stellen und so mit
gedrückter AltTaste beispielsweise Labels, also Netzbeschriftungen, in einem
feineren Raster anordnen.
Zeichnungsrahmen anlegen
Beginnen Sie damit, einen Zeichnungsrahmen aus einer Bibliothek zu holen.
Die EAGLEBibliothek [Link] enthält verschiedene vordefinierte Rahmen.
ADD, und geben Sie im ADDDialog den Suchbegriff A4 oder frame ein.
Wählen Sie aus dem Suchergebnis einen geeigneten Rahmen zum Beispiel
mit DINA4_L aus. Am Mauszeiger hängt ein Rahmen mit Schriftfeld, der
auf eine DINA4Seite im Querformat (Landscape) passt.
Wenn Sie ihn nicht ganz sehen können, drücken Sie die F4Taste, bis der
Bildausschnitt groß genug ist. Platzieren Sie ihn mit der linken Maustaste so,
dass seine linke untere Ecke auf dem Koordinatenursprung (X=0, Y=0) zu
liegen kommt.
Nun hängt ein weiterer Rahmen am Mauszeiger. Klicken Sie auf das Stop
Icon , um den ADDBefehl zu beenden. Drücken Sie Alt+F2 um den
Rahmen bildschirmfüllend darzustellen, oder klicken sie das
ZeichnungsgrenzenIcon in der Aktionsleiste an.
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EAGLE Version 6 – Trainingshandbuch
Bringen Sie nun das Schriftfeld des Rahmens so in das EditorFenster, dass es
vollständig zu sehen ist. Nun klicken Sie das Icon für den TEXTBefehl an
und tragen in das sich öffnende Feld den Text
CadSoft
ein. Nachdem Sie die Schaltfläche OK angeklickt haben, hängt der Text am
Mauszeiger und kann mit der linken Maustaste platziert werden. Bewegen
Sie den Text in die obere leere Zeile des Textfeldes und setzen Sie ihn mit
ab. Eine weitere Kopie des Textes hängt jetzt am Mauszeiger. Sie
verschwindet, sobald ein neuer Befehl aktiviert oder das StopschildIcon
angeklickt wird.
Falls Sie die passende Textgröße nicht festgelegt haben, solange der TEXT
Befehl aktiv war, können Sie den CHANGEBefehl dazu verwenden.
CHANGE
Aus dem sich öffnenden Menü wählen Sie
SIZE
und ein weiteres Menü öffnet sich, in dem die gegenwärtig eingestellte
Texthöhe in der aktuell gültigen Einheit (siehe GRIDBefehl) markiert ist.
0.15
und bewegen Sie den Mauszeiger zur linken unteren Ecke (dort wo der
Aufhängepunkt sichtbar ist) des Textes CadSoft. Drücken Sie die linke
Maustaste, und die Texthöhe wird auf 0.15 Zoll geändert. Falls Sie einen
Wert einstellen wollen, der nicht im CHANGESIZEMenü vorhanden ist, zum
Beispiel 0.17, tippen Sie ein
CHANGE SIZE 0.17
und klicken Sie anschließend auf die linke untere Ecke des Textes.
Man kann bei der Angabe eines Wertes auch direkt die Einheit angeben.
Wenn Sie einen Wert in Millimetern bevorzugen (ohne das Raster
umzustellen):
CHANGE SIZE 3.5mm
Je nach Anwendung kann es sinnvoll sein, die Ausrichtung des Textes zu
ändern. Es gibt neun verschiedene Möglichkeiten, die aus Kombinationen von
links, rechts, mitte, oben und unten bestehen.
Änderungen können bei schon platziertem Text über den CHANGEBefehl
(CHANGE ALIGN) oder über das Kontextmenü, Eigenschaften gemacht
werden. Ist der Text noch nicht platziert, kann man die Ausrichtung über das
AlignFeld in der Parameterleiste definieren.
37
EAGLE Version 6 – Trainingshandbuch
Üben Sie die Bearbeitung von Texten, indem Sie eine Adresse oder eine
Dokumentennummer zum Textfeld hinzufügen:
TITLE: zeigt den Dateinamen (Platzhalter >DRAWING_NAME).
DATE: zeigt Datum und Uhrzeit, als die Datei zuletzt gespeichert wurde
(Platzhalter >LAST_DATE_TIME).
Beide Felder werden automatisch mit den aktuellen Daten ausgefüllt, wenn
die Zeichnung abgespeichert wird, da an diesen Stellen die entsprechenden
Platzhalter bei der Definition des Zeichnungsrahmens in der Bibliothek
eingesetzt wurden.
F1 DINA4_L frames 1
Platzieren Sie mit dem ADDBefehl die aufgeführten Bausteine.
Die Rasterlinien bzw. punkte können Sie über das Icon des GRIDBefehls
oder bequemer mit der F6Taste ein und ausschalten.
Mit dem MOVEBefehl lässt sich die Platzierung der Symbole jederzeit
ändern: Aktivieren Sie MOVE im Befehlsmenü und auf das zu
verschiebende Symbol. EAGLE stellt das Symbol heller dar, um anzuzeigen,
dass es selektiert ist und verschoben werden kann. Bewegen Sie das Symbol
mit der Maus zur gewünschten Stelle, und platzieren Sie es mit der linken
Maustaste. Der MOVEBefehl ist noch aktiv, und das nächste Objekt kann
38
EAGLE Version 6 – Trainingshandbuch
verschoben werden. Wenn Sie ein Objekt drehen wollen, betätigen Sie die
rechte Maustaste, solange es am Mauszeiger hängt.
Werden mehrere gleiche Bauteile (z.B. C1 und C2) verwendet, kann man
diese auch mit COPY vervielfältigen.
Sobald die Symbole platziert sind, beginnen Sie mit dem Befehl NET die
Netze (elektrische Signale im Schaltplan) zu verlegen.
Der NET-Befehl
Netze müssen exakt im PinAnschlusspunkt beginnen und enden.
Ansonsten kommt keine Verbindung zwischen Pin und Netz zustande.
Blenden Sie zur Kontrolle den Layer 93 Pins ein (DISPLAYBefehl). Der Pin
Anschlusspunkt wird durch einen grünen Kreis markiert.
EAGLE vergibt automatisch Namen für Netze. Im Schaltplan [Link] haben
z. B. die Netze an C5 Pin +, U1 Pin 3(VI) und JP2 Pin16 den gleichen
Namen. Die Pins sind deshalb elektrisch verbunden, obwohl die Netzlinien
nicht durchgehend sind. Aktivieren Sie den SHOWBefehl und klicken Sie auf
ein Netzsegment: das gesamte Netz wird hell dargestellt.
Bei aktivem NETBefehl zeigt die Statuszeile die Eigenschaften des Netzes.
Der NAME-Befehl
EAGLE vergibt automatisch Namen, zum Beispiel B$.. für Busse, P$.. für
Pins und N$.. für Netze.
NAME und anschließend auf das Netz, das an IC1 Pin OSC1 (16)
angeschlossen ist. Ein PopupMenü zeigt den vordefinierten Namen des
Netzes. Tragen Sie
OSC1
ein und OK. Ab sofort trägt das Netz diesen Namen.
Namen von Bauelementen und Bussen lassen sich auf die gleiche Weise
ändern.
Der LABEL-Befehl
Der LABELBefehl dient dazu, Bus oder Netzbeschriftungen, so
genannte Labels, an beliebigen Stellen in der Schaltung zu platzieren.
LABEL, bewegen Sie den Mauszeiger über das Netz MCLR/PGM und .
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EAGLE Version 6 – Trainingshandbuch
Der Netzname hängt jetzt am Mauszeiger und eine Linie zeigt auf den
nächstgelegenen Punkt des zugehörigen Netzes. Der Text kann mit der
rechten Maustaste rotiert und mit der linken platziert werden. Platzieren Sie
das Label etwa so, wie in der Zeichnung dargestellt (in der Nähe von JP1 Pin
3).
Werden Signal oder BusNamen geändert, ändern sich die zugehörigen
Labels automatisch. Labels werden nicht mit CHANGE TEXT, sondern mit
NAME und Klick auf das Netz bzw. den Bus geändert. CHANGE FONT bzw.
SIZE ändert die Schriftart bzw. die Texthöhe.
Wenn Schaltpläne über mehrere Seiten gezeichnet werden (nicht in der
LightEdition möglich), kann man für Labels die Option XREF setzen. Das
bedeutet, dass automatisch ein Querverweis auf das entsprechende Netz auf
der nächsten folgenden Seite gesetzt wird. Diese Option funktioniert nur in
Zusammenarbeit mit Zeichnungsrahmen, die über FRAME gezeichnet
wurden. Details dazu finden Sie in der HilfeFunktion zu LABEL und FRAME.
Der DELETE-Befehl
Mit diesem Befehl löschen Sie Objekte. Wird er für Netze, Wires oder
Busse verwendet, löscht man jeweils ein einzelnes Segment. Um diesen
Befehl zu benutzen, DELETE im Befehlsmenü, bewegen Sie den Mauszeiger
zum Objekt, das gelöscht werden soll, und .
Hält man während des Löschens eines Objektes die ShiftTaste gedrückt,
löscht man ein ganzes Netz bzw. den ganzen Bus. Mehr dazu finden Sie in
der HilfeFunktion.
Auch hier funktionieren UNDO und REDO.
Eine Gruppe von Objekten lässt sich, nach dem Markieren mit GROUP, durch
Ctrl+DELETE und rechtem Mausklick in die Zeichnung löschen.
Der JUNCTION-Befehl
Wird ein Netz auf einem anderen Netz abgesetzt, entsteht zwischen
diesen beiden eine Verbindung. Es wird automatisch ein Verbindungspunkt
(Junction) gesetzt. Das kann über die Option Junctions automatisch setzen
( Optionen/Einstellungen/Verschiedenes) ausgeschaltet werden.
Setzt man eine Junction auf zwei sich kreuzende Netze, werden diese beiden
miteinander verbunden.
JUNCTION im Befehlsmenü, und ein Punkt hängt am Mauszeiger. Bewegen
Sie den Mauszeiger über den Kreuzungspunkt zweier zu verbindender
Netzlinien und .
Der SHOW-Befehl
An dieser Stelle lässt sich der SHOWBefehl gut demonstrieren, der
Namen und andere Details von Bauelementen und Objekten anzeigt. Sie
können komplette Netze (im Schaltplan) oder Signale (im Layout) heller
darstellen. Um beispielsweise V+ anzuzeigen, SHOW im Befehlsmenü,
bewegen Sie den Mauszeiger an den Endpunkt von IC2 Pin VI (3), und .
40
EAGLE Version 6 – Trainingshandbuch
Beachten Sie, dass EAGLE alle Netzlinien, alle angeschlossenen Pins und die
dazugehörigen PinNamen heller darstellt. Damit lässt sich sehr einfach
feststellen, ob optisch verbundene Netze auch tatsächlich zusammengehören.
Zusätzlich erscheint
Net: V+, Class: 1 Power
unten in der Statuszeile.
Solange der SHOWBefehl aktiv ist, bleibt das Netz auch beim Verschieben
des Bildausschnitts (bei gedrückter mittlerer Maustaste und Bewegen der
Maus) oder über den WINDOWBefehl, markiert. Beenden Sie den SHOW
Befehl durch Klick auf das StopIcon oder Drücken der EscTaste. Danach ist
das Objekt nicht mehr markiert.
Wenn Sie ein Objekt mit einem bestimmten Namen anzeigen wollen,
SHOW, und tippen Sie den Namen (z. B. RA4 ) in die Kommandozeile ein.
Drücken Sie dann die EnterTaste.
Sie können der Reihe nach weitere Namen eintippen, ohne den SHOWBefehl
erneut aktivieren zu müssen.
SHOW RA4
RA3
RA2
Auf diese Weise wird immer ein Netz markiert.
Der SHOWBefehl erlaubt auch Platzhalter. Tippen Sie
SHOW RA*
ein, um alle Netze mit RA beginnend gleichzeitig anzeigen zu lassen.
Beenden Sie SHOW mit einem Klick auf das StopIcon.
Wollen Sie mehrere Netze gleichzeitig markieren, klicken Sie mit der Maus
zum Beispiel auf das Netz RA2. Drücken Sie jetzt die CtrlTaste und klicken
Sie auf RA3 und RA4. Jetzt sind alle drei Netze markiert.
Klicken Sie nochmal mit gedrückter CtrlTaste auf RA3, wird dieses Netz
nicht mehr heller dargestellt. Ctrl invertiert die aktuelle Markierung.
Existiert das mit SHOW gesuchte Objekt nicht, öffnet sich das SHOWFenster
mit dem Eintrag ' – ' in der Spalte Sheet. Das bedeutet, dieses Objekt ist auf
keiner Schaltplanseite enthalten.
Der MOVE-Befehl
Wenn Sie im Schaltplan ein Netz mit MOVE über einen Pin bewegen
und absetzen, entsteht keine elektrische Verbindung!
Wenn Sie aber ein Bauteil so verschieben, dass ein Pin über einem Netz
platziert ist, dann fängt dieser Pin das Netz ein. Es entsteht eine Verbindung.
Passiert das versehentlich, machen Sie die Aktion mit UNDO rückgängig,
oder löschen Sie das Netz mit DELETE.
Eine Überprüfung der Verbindungen ist mit dem SHOWBefehl möglich
(Netz und angeschlossener Pin werden heller dargestellt), aber auch durch
Ausgabe einer Netzliste oder Pinliste mit EXPORT.
41
EAGLE Version 6 – Trainingshandbuch
History-Funktion
Mit den Tasten Pfeil nach oben und Pfeil nach unten können Sie einen der
letzten mit der Tastatur eingegebenen Befehle in die Kommandozeile bringen
und mit der EnterTaste ausführen. Die EscTaste löscht die Kommandozeile.
Drücken Sie Alt+F2, um die ganze Schaltung auf den Bildschirm zu bringen,
dann tippen Sie
SHOW R1
SHOW C1
SHOW IC1
Beenden Sie den SHOWBefehl mit Klick auf das StopIcon. Betätigen Sie die
Tasten Pfeil nach oben und Pfeil nach unten etliche Male. Wie Sie sehen,
können Sie durch die Liste der zuletzt eingetippten Befehle gehen. Sobald
der gewünschten Befehl erscheint, drücken Sie die EnterTaste.
Zeichnung vervollständigen
Verwenden Sie den ADDBefehl, um die restlichen Bauelemente und die
Symbole für +5V, V+ und GND aus [Link] zu platzieren.
Suchbegriff: *supply*.
Die SupplySymbole repräsentieren die Versorgungsspannungen im
Schaltplan und veranlassen den ERC (Electrical Rule Check), besondere
Prüfungen durchzuführen.
Bitte erinnern Sie sich daran, dass Sie mit der rechten Maustaste die Symbole
rotieren können, bevor Sie sie absetzen, und dass Sie alle Objekte mit dem
MOVEBefehl verschieben können.
Mit dem NETBefehl verbinden Sie die Pins der Symbole. Zeichnen Sie die
restlichen Verbindungen, wie im Schaltplan dargestellt. Verwenden Sie die
rechte Maustaste bei aktivem NETBefehl, um den Winkel zwischen den
Netzsegmenten einzustellen. Verwenden Sie , um ein Segment zu fixieren.
Trifft ein Netz exakt auf einen PinAnschlusspunkt, fällt es von der Maus ab.
Treffen Sie diesen Punkt nicht, bleibt es an der Maus hängen.
42
EAGLE Version 6 – Trainingshandbuch
Der SMASH-Befehl
Beim Rotieren von Bauteilen werden Sie festgestellt haben, dass die
Texte für Name und Wert ebenfalls rotiert werden (immer so, dass der Text
von unten oder von rechts zu lesen ist). Mit dem SMASHBefehl lassen sich
diese Texte von einem Symbol loslösen, so dass man sie individuell mit
MOVE bewegen und rotieren kann. Zur einfachen Zuordnung zu welchem
Bauteil der Text gehört, wird beim Verschieben eine Linie vom Text zum
Aufhängepunkt des zugehörigen Bauteils angezeigt.
Um den Befehl zu aktivieren,
SMASH
den Mauszeiger auf dem DiodenSymbol platzieren und . Alternativ kann
man den Bauteilnamen in der Kommandozeile eingeben und die EnterTaste
drücken.
Es gibt noch eine weitere Möglichkeit, den SMASHBefehl auszuführen:
Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf ein Objekt, so erscheint dessen
Kontextmenü. Hier kann man über Eigenschaften die Option Smashed ein
bzw. ausschalten.
Nach dem Lösen der Texte, MOVE, bewegen Sie den Mauszeiger zum Text
D1 und . Der Selektionspunkt des Textes wird als Kreuz angezeigt und ist
normalerweise links unten, er kann bei rotierten Texten auch rechts oben
liegen. Der Name der Diode kann jetzt an eine andere Stelle bewegt und mit
der rechten Maustaste rotiert werden. Mit setzen Sie den Namen an der
neuen Stelle ab.
43
EAGLE Version 6 – Trainingshandbuch
Wenn Sie die Größe von Texten ändern wollen, die mit dem SMASHBefehl
vom Symbol losgelöst wurden, verwenden Sie den CHANGEBefehl (klicken
Sie das CHANGEIcon an, und selektieren Sie Size).
SMASH kann auch auf Gruppen angewendet werden. Aktivieren Sie dazu den
SMASHBefehl und klicken Sie bei gedrückter CtrlTaste mit der rechten
Maustaste in die Zeichnung.
Halten Sie die ShiftTaste während eines Linksklicks auf ein Objekt gedrückt,
werden alle Texte wieder an das Bauteil gebunden und erscheinen an der
ursprünglichen Stelle (unsmash).
Für eine Gruppe müssen also die Tasten Ctrl und Shift gleichzeitig gedrückt
werden, damit der Befehl sofort ausgeführt wird. Drücken Sie nur Shift,
erscheint das Kontextmenü, aus dem man wieder die Option Smash:Gruppe
wählen kann.
Der VALUE-Befehl
Mit diesem Befehl definieren oder ändern Sie den Wert von
Bauelementen wie Widerständen oder Kondensatoren. Bei ICs gibt dieser
Parameter im allgemeinen den Typ an (z. B. 74LS00N).
VALUE
WiderstandsSymbol
tragen Sie 2.2k in das Menü ein, OK, und der neue Wert ist definiert.
Wenn Sie mehreren Bauteilen denselben Wert geben wollen, klicken Sie mit
der rechten Maustaste auf das Icon. Es zeigt eine Liste der bisherigen
vergebenen Values aus der Sie einen Wert wählen können. Klicken Sie dann
nacheinander auf die Bauteile, die diesen Wert erhalten sollen.
Ändern Sie nun die Namen von Bauelementen und Bussen so, wie es aus dem
Schaltbild hervorgeht. Netznamen müssen nicht geändert werden, es sei
denn, man möchte später eine aussagekräftige Netzliste ausgeben.
44
EAGLE Version 6 – Trainingshandbuch
Da die beiden Warnungen im Schaltplan kein Problem darstellen und in
diesem Fall nur durch Ändern der Namen der Versorgungsspannungspins in
der Bibliothek zu vermeiden wären, kann man sie Billigen. Die Einträge
verschwinden aus dem WarnungenZweig und werden in den GebilligtZweig
des Menüs verschoben.
Bitte bedenken Sie, dass der ERC nur Hinweise auf eventuelle Fehler
geben kann. Interpretieren müssen Sie das Ergebnis selbst!
Wenn Sie mehr über den ERCBefehl erfahren wollen, tippen Sie
HELP ERC in der Kommandozeile.
Der BUS-Befehl
Laden Sie zunächst den Schaltplan [Link] aus dem Verzeichnis
/eagle/examples/tutorial.
Sie sehen eine Schaltung mit einem Bus. Der Bus wird mit dem BUSBefehl
gezeichnet und erhält einen automatisch generierten Namen (B$1..).
Ein Bus hat keine logische Bedeutung. Er stellt lediglich ein Zeichenelement
dar. Logische Verbindungen (Netze) werden ausschließlich mit Hilfe des
NETBefehls definiert. Netze mit demselben Namen sind identisch, selbst
wenn sie sich auf verschiedenen Blättern eines Schaltplans befinden oder
optisch nicht zusammenhängen.
Der BusName bestimmt die Signale, die darin geführt werden. Unser Bus
führt die Signale VALVE0 bis VALVE11 und das Signal EN. Daher wurde ihm
mit dem NAMEBefehl der Name EN,VALVE[0..11] zugeordnet.
Um diese Netze aus dem Bus herauszuführen, verwenden Sie den NET
Befehl. Das ist nur dann möglich, wenn Sie den Bus so benannt haben, wie
vorher beschrieben.
Sie sehen, dass links von IC7 noch einige Verbindungen fehlen. Die sollen
jetzt eingezeichnet werden. Beginnen Sie nun folgende Signale an IC7
anzuschließen.
EN IC7 Pin 14 EN
VALVE0 IC7 Pin 16 INA
VALVE1 IC7 Pin 15 INB
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EAGLE Version 6 – Trainingshandbuch
VALVE2 IC7 Pin 10 INC
VALVE3 IC7 Pin 9 IND
NET im Befehlsmenü und bewegen Sie den Mauszeiger über den Bus, eine
Rasterlinie über dem Anschluss IC714. Damit das Signal gleich den richtigen
Namen erhält, müssen Sie das Netz auf der blauen BusLinie beginnen. um
den Anfangspunkt auf dem Bus zu fixieren. Ein Menü mit den vom Busnamen
abgeleiteten Signalnamen erscheint. Wählen Sie daraus mit auf EN den
Namen EN für das Netz. Bewegen Sie jetzt den Mauszeiger auf IC714 und
benutzen Sie die rechte Maustaste, um die Netzlinie in die gewünschte Form
zu bringen. Mit fixieren Sie den Endpunkt der Netzlinie auf dem Pin
Anschlusspunkt.
Wiederholen Sie diesen Vorgang für VALVE0 bis VALVE3, um alle
Verbindungen zu erhalten.
Mit dem LABELBefehl können Sie die Netze beschriften.
Wenn Sie eine Aktion zurücknehmen wollen, klicken Sie das UNDOIcon an,
oder Sie verwenden die F9Taste. Durch Anklicken des REDOIcons bzw.
Taste F10 führen Sie die zurückgenommene Aktion wieder aus.
Verwenden Sie den MOVEBefehl, um einzelne Segmente eines Busses zu
verschieben. Selektieren Sie ein Segment in der Nähe des Endpunktes, um
den Endpunkt zu verschieben. Selektieren Sie ein Segment etwa in der Mitte,
um es parallel zu verschieben. Mit DELETE können Sie einzelne Segmente
löschen.
Sind schon Netze des Busses verlegt, wandern diese beim Verschieben mit
MOVE nicht mit! Verwenden Sie GROUP und MOVE um mehrere Objekte
gemeinsam zu verschieben.
Der Mauszeiger nimmt die Form von vier Pfeilen an, sobald Sie ein
Objekt selektieren wollen, dessen Aufhängepunkt dem Aufhängepunkt
eines anderen Objekts sehr nahe ist. In diesem Fall drücken Sie die linke
Maustaste, um das hell dargestellte Objekt zu selektieren. Drücken Sie die
rechte Maustaste, falls Sie zum nächsten in Frage kommenden Objekt
weiterschalten wollen. Gleichzeitig werden in der Statuszeile des Editor
Fensters Informationen zum gerade selektierten Objekt angezeigt.
14 AUTOMATISCHE FORWARD&BACK-ANNOTATION
Unter der Kontrolle der Forward&BackAnnotation zieht jede Änderung im
Schaltplan eine entsprechende Änderung in der Platine nach sich, und
umgekehrt. Dabei können manche Änderungen sowohl in der Schaltung als
auch in der Platine durchgeführt werden (z. B. das Benennen von
Bauelementen, Netzen etc.), andere sind nur im Schaltplan möglich (z. B.
das Hinzufügen von Bauelementen). Wenn EAGLE eine derartige Operation
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EAGLE Version 6 – Trainingshandbuch
in der Platine nicht zulässt, weist das Programm Sie darauf hin, dass die
entsprechende Aktion im Schaltplan auszuführen ist.
Sie sollten Ihre Platinen immer unter Kontrolle der Forward&Back
Annotation entwickeln, damit sie sicher mit dem Schaltplan übereinstimmen.
Das ist automatisch der Fall, wenn eine Schaltung und eine dazu konsistente
Platinendatei geladen sind. EAGLE lädt immer beide Dateien, falls Sie im
selben Verzeichnis existieren. Konsistent heißt in diesem Zusammenhang,
dass die Netzlisten, Bauteile, PackageVarianten, Technologien, Values und
Signalklassen gleich sind.
Wenn Sie eine Schaltung laden, zu der eine Platinendatei mit gleichem
Namen existiert (oder umgekehrt), führt EAGLE eine Konsistenzprüfung
durch. Werden Unterschiede festgestellt, haben Sie die Möglichkeit, den
Electrical Rule Check (ERC) zu starten, dessen Ergebnis im ERCFenster
angezeigt wird. Im Zweig Konsistenzfehler werden die Unterschiede zwischen
Schaltplan und Board gezeigt. Mit diesen Angaben sind Sie in der Lage, die
Unterschiede manuell zu beheben.
Die Forward&BackAnnotation wird dann aufgehoben, wenn nur das
Schaltplan oder nur das PlatinenFenster aktiviert ist. Nehmen Sie dann
Änderungen vor, führt das zu inkonsistenten Dateien.
Beachten Sie deshalb bitte:
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EAGLE Version 6 – Trainingshandbuch
Der LayoutEditor zeigt die Platine in der Draufsicht. Stellen Sie sich vor,
Sie haben die Platine in der Hand und schauen von oben durch. Daher
sind, zum Beispiel, die Texte auf der Unterseite gespiegelt dargestellt.
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EAGLE Version 6 – Trainingshandbuch
Die Platinenumrisse müssen mit dem WIREBefehl im Layer 20 Dimension
gezeichnet werden: WIRE, und wählen Sie aus dem Auswahlfeld in der
Parameterleiste den Layer 20 aus.
Positionieren Sie den Mauszeiger auf den Koordinatennullpunkt und , um
den Anfangspunkt der Umrisslinie festzulegen. Bewegen Sie den Mauszeiger
etwas nach rechts. Betätigen Sie die rechte Maustaste, bis beide
Liniensegmente einen Winkel von 90 Grad bilden, und positionieren Sie den
Mauszeiger in der Nähe der Koordinaten (4.00 3.00).
Fixieren Sie den bisherigen Verlauf mit , und bewegen Sie den Mauszeiger
zurück zum Koordinatennullpunkt.
Mit legen Sie den Endpunkt fest. Damit sind die Platinenumrisse definiert.
Sie können mit MOVE die Kanten verschieben oder mit UNDO (F9) bzw.
UNDO LIST und REDO (F10) vorherige Aktionen zurücknehmen bzw. erneut
ausführen.
Alt+F2 bzw. Anklicken des Icons Zeichnungsgrenzen stellt die Platine so dar,
dass sie das Arbeitsfenster ausfüllt.
Platzierungsraster
Bevor man Bauteile platziert, muss man das richtige Raster einstellen. Das
Platzierungsraster kann anders sein als das Raster, in dem die Umrisse
gezeichnet worden sind, und es ist meist anders als das Raster, in dem die
Leitungen verlegt werden. In diesem Fall wählen wir das StandardRaster
von 0,05 Zoll, das bereits eingestellt ist.
Bauteile platzieren
ADD im Befehlsmenü , und suchen Sie nach DIL14.
Nach auf den Eintrag eines 14poligen DILGehäuses, hängt das Package
am Mauszeiger und kann mit der rechten Maustaste rotiert bzw. mit der
linken Maustaste platziert werden. Platzieren Sie zwei DIL14Gehäuse.
Benutzen Sie die F3Taste und die F4Taste, um den Bildausschnitt zu
verkleinern und zu vergrößern.
Soll das Bauteil auf der Platine in einem beliebigen Winkel gedreht abgesetzt
werden, kann man, solange es an der Maus hängt, in der Parameterleiste im
Feld Winkel einen beliebigen Winkel angeben. Klicken Sie dazu mit der Maus
in das Feld, tippen Sie den Winkel ein und drücken Sie die EnterTaste. Jetzt
hängt das Bauteil schon gedreht an der Maus.
Bauteile können auch nach dem Platzieren mit Hilfe des ROTATEBefehls
gedreht werden.
ROTATE dreht das Bauteil standardmäßig um 90°.
Wird bei aktivem ROTATEBefehl ein Winkel im Eingabefeld der
Parameterleiste angegeben, wird das Bauteil um diesen Wert weiter gedreht.
Hält man nach dem Anklicken des Bauteils die Maustaste gedrückt, kann man
durch Bewegen der Maus das Bauteil in beliebigen Winkeln drehen. Der
aktuelle Drehwinkel wird dabei in der Parameterleiste angezeigt.
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EAGLE Version 6 – Trainingshandbuch
Soll anstatt eines vorgegebenen Packages ein anderes verwendet werden
(zum Beispiel ein SMDBauteil anstatt eines bedrahteten Packages), kann
man es über den REPLACEBefehl austauschen. Mehr Informationen finden
Sie dazu in der HilfeFunktion.
SMD-Bauteile platzieren
Platzieren Sie nun mit ADD zwei WiderstandPackages 1210 (Suchbegriff:
R1210) auf der Platine. Wenn Sie den Gehäusenamen kennen, geht das auch,
indem Sie
ADD R1210
oder
ADD R1210@smd-ipc
in die Kommandozeile eintippen, um das Package aus einer bestimmten
Bibliothek zu holen.
Soll das Package in einem beliebigen Winkel platziert werden, kann man den
Winkel direkt angeben:
ADD R1210@[Link] R22.5
Die SMDPads erscheinen in Rot, das bedeutet, sie befinden sich auf der
Oberseite (Layer 1 Top) der Platine. Um sie auf die Unterseite zu bringen,
verwendet man den MIRRORBefehl. Klicken Sie das MIRRORIcon im
Befehlsmenü und auf das Package oder geben Sie den Namen des SMDs in
der Kommandozeile an.
Sie können das Package mit weiteren Mausklicks auf die jeweils andere
Platinenseite bringen, solange der MIRRORBefehl aktiv ist. Für die folgende
Übung sollten Sie die Packages auf dem TopLayer (rot) platzieren.
Wenn die Position eines Bauteils fest steht und nicht mehr verändert werden
soll, kann man es mit dem LOCKBefehl fixieren. Zur Verdeutlichung wird
der Aufhängepunkt als 'x' dargestellt.
Shift + LOCK und ein Mausklick auf das Bauteil gibt es wieder frei.
Namen vergeben
Um den gerade platzierten Packages Namen zu geben,
NAME im Befehlsmenü
Bewegen Sie den Mauszeiger in die Nähe des Aufhängepunkts des ersten
DIL14, der mit einem Kreuz markiert ist, und . Es erscheint ein PopupMenü.
Tippen Sie
IC1
und das Bauteil erhält diesen Namen. Wiederholen Sie diesen Vorgang mit
den restlichen Bauteilen, denen Sie die Namen IC2, R1 und R2 geben.
Man kann Objektnamen auch direkt über die Kommandozeile ändern, zum
Beispiel:
NAME R22 R2
Das bisherige Bauteil R22 heißt jetzt R2.
Werte vergeben
Um den Bauteilen Werte zuzuweisen,
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EAGLE Version 6 – Trainingshandbuch
VALUE im Befehlsmenü
Bewegen Sie den Mauszeiger in die Nähe des Aufhängepunkts des ersten
DIL14 und .
Es erscheint ein PopupMenü. Tippen Sie
CD4001
und IC1 hat jetzt den Wert CD4001. Weisen Sie auf die gleiche Art IC2 den
Wert CD4002 und den Widerständen R1 und R2 die Werte 100k und 22k zu.
Signale definieren
Im nächsten Schritt sollen Signale definiert werden, die in Form von
Luftlinien (Airwires) mit dem SIGNALBefehl eingezeichnet werden.
Zunächst sollen die Versorgungsanschlüsse der beiden ICs verbunden
werden.
SIGNAL , und tippen Sie
GND
auf Pad 7 von IC1 (IC17), bewegen Sie den Mauszeiger zu IC27 und ,
um die GNDLuftlinie zu beenden.
Damit sind die beiden Pads an das Signal GND angeschlossen.
Nun tippen Sie
VCC
IC114, bewegen Sie den Mauszeiger zu IC214 und , um die VCC
Luftlinie zu beenden.
Definieren Sie weitere Verbindungen auf die gleiche Weise.
Wenn Sie keinen Wert auf einen bestimmten Signalnamen legen, starten Sie
eine Luftlinie ohne vorherige Eingabe eines Namens mit auf das erste Pad
und beenden Sie mit oder durch Anklicken des StopschildIcons. EAGLE
generiert dann automatisch Signalnamen, die Sie nachträglich mit dem
NAMEBefehl ändern können.
Luftlinien können mit DELETE gelöscht werden, sofern Sie nicht unter
Kontrolle der Forward&BackAnnotation arbeiten (in diesem Fall sind die
Verbindungen im Schaltplan zu löschen).
Selbstverständlich funktionieren auch UNDO (F9) und REDO (F10).
Netzklassen festlegen
Der CLASSBefehl ( Bearbeiten/Netzklassen..) erlaubt es für bestimmte
Arten von Signalen, besondere Vorgaben zu definieren:
Width definiert die Mindestleiterbahnbreite,
Clearance bestimmt den Mindestabstand zu Signalen anderer Netzklassen,
Drill definiert den Mindestbohrdurchmesser für Durchkontaktierungen.
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EAGLE Version 6 – Trainingshandbuch
Beispielsweise werden Versorgungsspannungen oft mit etwas breiteren
Leiterbahnen (höhere Ströme) und etwas höheren Abständen zu anderen
Signalen (höhere Spannungen) verlegt. Auch der Autorouter/Followme
Router berücksichtigt diese Werte. Default ist 0 für alle Eigenschaften (keine
Klasse festgelegt). Das bedeutet, es gelten die in den DesignRegeln
festgelegten Mindestwerte.
Sind Angaben in den DesignRegeln und für die Netzklassen gemacht, gilt der
jeweils größere Wert.
Wenn Sie verschiedene Mindestabstände zwischen den einzelnen Netzklassen
vorgeben wollen, öffnen Sie die Clearance Matrix durch einen Klick auf die
Schaltfläche >> .
In der Beispieldatei [Link] sind verschiedene Netzklassen definiert.
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EAGLE Version 6 – Trainingshandbuch
Alternativ kann man ein Bauteil auch über den Namen ansprechen.
MOVE und tippen Sie in der Kommandozeile
JP1
und dieses Bauteil hängt an der Maus.
Soll ein Bauteil an einer bestimmten Position fixiert werden? Dann sichern
Sie es mit dem LOCKBefehl gegen Verschieben.
Klicken Sie das RATSNESTIcon, um die Luftlinien so berechnen zu lassen,
dass sie die kürzesten Verbindungen darstellen. Geben Sie diesen Befehl
immer wieder, wenn Sie beurteilen wollen, wie gut Ihre Platzierung ist
(möglichst kurze Wege, möglichst keine verdrehten Signalbündel etc.).
EAGLE ordnet die Bauteile zunächst automatisch links von der Platine im
negativen Koordinatenbereich an. Sie dürfen die Bauteile z. B. in der
LightEdition nur innerhalb des Koordinatenbereichs 100 mm x 80 mm
absetzen. Um Signale zu verlegen oder auch später den Autorouter bzw.
den FollowmeRouter zu nutzen, müssen Sie die Bauteile in diesen
Bereich schieben.
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EAGLE Version 6 – Trainingshandbuch
Will man nur einseitig routen, kann man für die Oberseite eine
Sperrfläche mit dem RECTBefehl, im Layer 41 tRestrict, über die ganze
Platine legen.
Manuell routen
Der ROUTEBefehl verwandelt Luftlinien in Leitungen.
ROUTE im Befehlsmenü.
Anfangspunkt einer Luftlinie oder Angabe des Signalnamens in
der Kommandozeile. Der Startpunkt des Routings liegt dann der
aktuellen Mausposition am nächsten.
Über die Parameterleiste können Sie weitere Eigenschaften, etwa die Breite
(Width) der Leiterbahn oder den Layer, definieren. Die eingestellte Leiter
bahnbreite gilt so lange bis Sie einen neuen Wert wählen.
Wenn die Luftlinie an einer bereits verlegten Leiterbahn mit anderer Breite
beginnt und Sie die neue Leiterbahn auch mit dieser Breite verlegen wollen,
halten Sie die ShiftTaste gedrückt während Sie mit ROUTE auf die
Signallinie klicken.
Alle Angaben beziehen sich auf das aktuell eingestellte Raster (GRID).
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EAGLE Version 6 – Trainingshandbuch
springt die Leiterbahn in den Mittelpunkt des Pads oder SMDs (Magnetische
PadsFunktion). Im Menü Optionen/Einstellungen/Verschiedenes legen Sie den
Wert des Fangradius fest.
Sollen Knicke in Leiterbahnen abgeschrägt werden, kann man das mit Hilfe
des MITERBefehls erreichen. Es gibt die Möglichkeit, geradlinige oder
gerundete Abschrägungen durch Angabe eines MiterRadius zu definieren.
Der MiterRadius wirkt sich auch auf verschiedene WireKnickwinkel aus.
Details finden Sie in der HilfeFunktion zum MITER, SET und WIREBefehl.
Follow-me-Router
Der ROUTEBefehl kennt zwei Betriebsarten, Knickmodus 8 und 9, die es
ermöglichen, eine gewählte Signallinie vollautomatisch zu verlegen. Mit der
Position des Mauszeigers bestimmen Sie den Verlauf der Leiterbahn. Der
sogenannte FollowmeRouter arbeitet entweder im PartialModus oder
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EAGLE Version 6 – Trainingshandbuch
Weitere Hinweise zum FollowmeRouter finden Sie in der HilfeFunktion
zum ROUTEBefehl und im EAGLEHandbuch.
Platine ändern
Wenn Sie die Platine fertig geroutet haben, können Sie nachträgliche
Änderungen durchführen. Sie können:
Leitungssegmente und Bauteile mit MOVE und SPLIT
bewegen und anordnen,
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EAGLE Version 6 – Trainingshandbuch
und deselektieren Sie mit der Maus Layer 21 tPlace, dieser Layer enthält die
Information für den Bestückungsdruck auf der TopSeite der Platine, und die
Layer 23 tOrigins, 25 tNames, 27 tValues und 51 tDocu.
Um die Änderungen wirksam zu machen, Übernehmen oder OK, um das
DisplayMenü zu verlassen.
Man kann für bestimmte LayerKombinationen so genannte Aliase definieren.
Damit hat man die Möglichkeit, zwischen verschieden LayerKombinationen
einfach umzuschalten. Ein Alias lässt sich über das PopupMenü des
DISPLAYIcons erstellen. Weitere Informationen dazu finden Sie in der Hilfe
zum DISPLAYBefehl.
MOVE-Befehl
Mit dem MOVEBefehl lassen sich Wires (Linien bzw. Leitungen)
bewegen. Wenn Sie ein Segment in der Nähe eines Endpunkts selektieren,
wird nur der Endpunkt bewegt. Bei gedrückter CtrlTaste springt der
Endpunkt ggf. auf das aktuelle Raster.
Selektieren Sie es mehr in der Mitte, bewegen Sie das WireStück parallel.
Halten Sie beim Selektieren die CtrlTaste gedrückt, erzeugen Sie einen
gebogenen Wire.
Sie können auch Vias (Durchkontaktierungen) bewegen. Die angeschlossenen
Wires bewegen sich mit.
Bauteile auf dem TopLayer lassen sich nur bewegen, wenn der Layer 23
tOrigins eingeblendet ist. Entsprechendes gilt für Bauteile auf dem Layer
16 Bottom und den Layer 24 bOrigins.
Während der MOVEBefehl aktiv ist, können Sie mit der rechten Maustaste
das selektierte Objekt um jeweils 90° weiter drehen oder auch direkt über
die Parameterleiste einen beliebigen Drehwinkel angeben.
Bei Texten (nur im LayoutEditor) kann man über die Eigenschaft Spin
bestimmen, ob dieser bei einem Drehwinkel von 180° auf dem Kopf stehen
oder normal von unten lesbar sein soll (default). Das funktioniert auch mit
dem ROTATEBefehl.
In der Statuszeile werden Informationen über das mit MOVE gewählte
Objekt angezeigt.
GROUP-Befehl
Einer der nützlichsten EAGLEBefehle ist der GROUPBefehl. Er erlaubt
es, mehrere Objekte zusammenzufassen, mit CHANGE ihre Eigenschaften zu
ändern oder sie gemeinsam zu verschieben, zu rotieren oder auf die andere
Seite zu spiegeln.
Um den Befehl anzuwenden, GROUP, und definieren Sie mit Einzelklicks
der linken Maustaste ein Rahmen um verschiedene Objekten herum.
Schließen Sie den Gruppendefinitionsbereich mit der rechten Maustaste. Die
selektierten Objekte erscheinen nun heller auf dem Bildschirm.
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EAGLE Version 6 – Trainingshandbuch
Alternativ kann man auch einfach ein Rechteck bei gedrückter linker
Maustaste aufziehen, das den Bereich der Gruppe markiert.
Der Befehl GROUP ALL wählt alle Objekte, sofern die entsprechenden Layer
eingeblendet sind und Bauteile nicht mit dem LOCKBefehl verriegelt sind.
Drücken Sie beim ersten Mausklick zur Definition der Gruppe die ShiftTaste,
wird eine bestehende Gruppe, falls schon vorhanden, um die gewählten
Objekte erweitert.
Mit Ctrl +GROUP können Sie für einzelne Objekte die Gruppenzugehörigkeit
alternierend ändern.
Bitte beachten Sie, dass nur Objekte selektiert werden, die sich in einem
sichtbaren Layer befinden. Packages auf dem TopLayer können nur
selektiert werden, wenn der Layer 23 tOrigins eingeblendet ist, und
Packages auf dem BottomLayer können nur selektiert werden, wenn der
24 bOriginsLayer eingeblendet ist (DISPLAYBefehl).
Nun aktivieren Sie den MOVEBefehl, drücken die CtrlTaste und benutzen
die rechte Maustaste, um die Gruppe an den Mauszeiger zu heften. Sie
können jetzt alle Objekte gemeinsam bewegen. Mit der rechten Maustaste
rotieren Sie die Gruppe gegen den Uhrzeigersinn um den angegebenen
Winkel. Drücken Sie zusätzlich die ShiftTaste, wird die Gruppe im
Uhrzeigersinn gedreht. Standardmäßig wird um einen Winkel von 90 Grad
gedreht. Einen beliebig anderen Winkel geben Sie direkt in der
Parameterleiste im WinkelFeld an. Mit der linken Maustaste fixieren Sie die
Gruppe wieder.
Wenn eine Gruppe mit GROUP definiert wurde, können die Eigenschaften
der darin enthaltenen Objekte mit dem CHANGEBefehl geändert werden.
Selektieren Sie eine Gruppe, die einige Wires enthält, CHANGE im
Befehlsmenü, Width, und 0.032. Halten Sie dann die CtrlTaste gedrückt
und klicken Sie mit der rechten Maustaste in die Zeichnung.
Mit UNDO machen Sie die Aktion rückgängig.
SPLIT-Befehl
Mit dem SPLITBefehl fügen Sie einen Knick in einen Wire ein.
SPLIT im Befehlsmenü
ein WireSegment
Verschieben Sie den Knickpunkt etwas, und Sie werden sehen, dass das
längere Segment gerade bleibt, während sich das ursprünglich kürzere
Segment aufteilt. Der Winkel zwischen den beiden neuen Segmenten wird
mit der rechten Maustaste eingestellt. Klicken Sie mehrfach mit der rechten
Maustaste um die einzelnen Knickmodi kennen zu lernen.
Ein weiterer Klick mit der linken Maustaste fixiert das WireSegment. Jetzt
hängt bereits das folgende Segment an der Maus. Auf diese Weise kann man
sehr schnell einer bereits verlegten Leiterbahn einen neuen Verlauf geben.
Der bisherige Verlauf der Leiterbahn kann zum Beispiel mit MOVE und
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EAGLE Version 6 – Trainingshandbuch
RIPUP aufgelöst werden.
Mit der EscTaste oder Klick auf das StopIcon bricht man den Befehl ab.
CHANGE-Befehl
Verwenden Sie den CHANGEBefehl, um die Breite von Wires zu ändern
oder ein WireSegment auf einen anderen Layer zu legen. Um die Wire
Breite zu ändern,
CHANGE
WIDTH im PopupMenü
den Wert für die neue Breite
Dann bewegen Sie den Mauszeiger zum WireSegment, dessen Breite
geändert werden soll, und .
Um eine Breite einzustellen, die nicht im Menü erscheint, zum Beispiel
0.23 inch, klicken Sie auf den untersten Eintrag (drei Punkte ...) und
tippen den Wert im PopupFenster ein.
Alternativ geht das Ganze auch über die Kommandozeile:
CHANGE WIDTH .23
und Klick auf das WireSegment.
Um ein WireSegment auf einen anderen Layer zu legen,
CHANGE
LAYER
gewünschten Layer
WireSegment
Falls eine Durchkontaktierung (Via) erforderlich ist, damit keine Leitung
aufgetrennt wird, setzt EAGLE es automatisch. Sollte ein Via überflüssig
werden, entfernt EAGLE es automatisch.
ROUTE-Befehl
Verwenden Sie den ROUTEBefehl, um eine Luftlinie in einen Wire zu
verwandeln. Mit fixieren Sie die Position eines Segments. Dann bewegen
Sie den Mauszeiger in eine andere Richtung, fixieren das nächste Segment
usw., bis das ganze Signal verlegt ist.
Siehe auch den Abschnitt Manuell routen weiter vorne.
RIPUP-Befehl
Wenn Sie ein geroutetes Stück wieder in eine Luftlinie wandeln wollen,
klicken Sie mit RIPUP auf das Leiterbahnstück.
Wenn Sie z. B. die Signale GND und VCC auflösen wollen, klicken Sie das
RIPUPIcon im Befehlsmenü an, und tippen Sie
GND VCC
Zweimal F9 macht die Aktion wieder rückgängig.
Wenn Sie alle Signale außer GND und VCC auflösen wollen, tippen Sie bei
aktivem RIPUPBefehl:
! GND VCC
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EAGLE Version 6 – Trainingshandbuch
Es werden jetzt die beiden Signal in der HighlightFarbe dargestellt. Klicken
Sie jetzt auf das AmpelIcon um den Befehl auszuführen.
Gibt man das Semikolon gleich in der Kommandozeile an, also
! GND VCC ;
wird der Befehl sofort ausgeführt.
SHOW-Befehl
Verwenden Sie den SHOWBefehl, um Luftlinien, Wires oder Bauteile
heller darzustellen. Klicken Sie das WindowfitIcon und anschließend das
SHOWIcon an. Dann tippen Sie
IC1
um IC1 zu lokalisieren. Die Statuszeile zeigt Informationen zum Objekt.
Wenn es sich um ein kleineres Objekt handelt, kann es sein, dass es trotz
heller dargestellten Farben nicht leicht zu entdecken ist. In diesem Fall
verwenden Sie SHOW mit der Option @:
SHOW @ IC1
zeichnet einen Rahmen um das Objekt und weist mit einem Zeiger darauf
hin. Falls Sie einen konsistenten Schaltplan dazu geladen haben, wird auch
dort das Objekt entsprechend markiert.
Bildschirm auffrischen
Benutzen Sie die Taste F2, um den Bildschirminhalt aufzufrischen, oder
klicken Sie das RedrawIcon an.
Undo/Redo-Funktion
Alle genannten Aktionen lassen sich mit dem UNDOIcon in der
Aktionsleiste rückgängig machen und mit dem REDOIcon erneut ausführen.
UNDO LIST
in der Kommandozeilen öffnet eine Liste der bisher ausgeführten Aktionen.
Sie können gezielt eine bestimmte Anzahl von Schritten rückgängig machen
oder wieder ausführen lassen.
Innenlayer
InnenLayer (Route2...15) können zum Routen von Signalen in der gleichen
Weise verwendet werden wie Top und BottomLayer.
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EAGLE Version 6 – Trainingshandbuch
angeschlossen. Der dazu erforderliche Befehl ist der POLYGONBefehl. Sie
können mehrere Polygone auf einem Layer anlegen, etwa um
unterschiedliche Grundflächen zu realisieren, oder Sie können Polygone auf
unterschiedlichen Layern anlegen.
Sie sollen nun den TopLayer einer Platine mit dem GNDSignal füllen. Laden
Sie die Platine [Link], und lösen Sie das GNDSignal auf:
RIPUP GND
Blenden Sie mit dem DISPLAYBefehl die Layer 1 Top, 17 Pads, 18 Vias und
20 Dimension ein. Benutzen Sie die Schaltfläche Keine im Menü, um vorher
alle anderen Layer auszublenden.
Klicken Sie das POLYGONIcon im Befehlsmenü an und tippen Sie
GND
ein. Das zu definierende Polygon erhält den Namen GND und gehört somit
zum GNDSignal.
Wählen Sie aus dem Auswahlfeld in der Parameterleiste den Layer Top aus.
Dann:
linke obere Ecke des Platinenumrisses,
rechte obere Ecke,
rechte untere Ecke,
linke untere Ecke.
Mit dem Doppelklick schließt sich das Polygon.
Die Kontur eines Polygons wird in der Umrissdarstellung als gepunktete Linie
dargestellt.
Um die Berechnung der gefüllten Bereiche zu starten, klicken Sie das
RATSNESTIcon an.
Da es sich dabei um eine sehr komplexe Operation handelt, kann dieser
Vorgang eine Weile dauern.
Wie vorher sind die zum GNDSignal gehörenden Pads mit Thermal
Symbolen angeschlossen. Überprüfen Sie das mit
SHOW GND
Nach dem Laden einer Platine sind Polygone nur mit ihren Umrissen
dargestellt. Erst der Befehl RATSNEST führt zur gefüllten Darstellung.
Umgekehrt kann man mit RIPUP und Klick auf eine Polygonkante gezielt
Polygone auf Umrissdarstellung umschalten.
In der Hilfe erfahren Sie mehr über die Möglichkeiten des POLYGONBefehls.
16 AUTOROUTER
Kein Autorouter der Welt wird Ihr Layout genau so entwerfen, wie Sie es
haben wollen. Aber er kann Ihnen eine ganze Menge stumpfsinniger Arbeit
61
EAGLE Version 6 – Trainingshandbuch
abnehmen. In diesem Kapitel wollen wir an einem Beispiel zeigen, dass man
manuelles und automatisches Routen bequem miteinander verbinden kann.
Laden Sie die Platine [Link].
Blenden Sie mit Hilfe des DISPLAYBefehls die Layer 21 tPlace, 23 tOrigins,
25 tNames, 27 tValues und 51 tDocu aus, damit die Bauelemente nicht mehr
dargestellt werden.
Auf dieser Platine sind die beiden Signale AC1 und AC2 von Hand verlegt
worden. Außerdem sind mit Rechtecken (RECT) in den Layern 41 tRestrict
und 42 bRestrict Sperrflächen für den Autorouter angelegt worden. Innerhalb
dieser Flächen darf er im Layer 1 Top bzw. 16 Bottom keine Leitungen
verlegen. Das Bauteil B1 liegt in einer Sperrfläche im Layer 43 vRestrict. Das
bedeutet, hier dürfen keine Durchkontaktierungen gesetzt werden.
Starten Sie den Autorouter mit dem AUTOIcon im Befehlsmenü.
Es öffnet sich ein Menü, in dem Sie individuelle Einstellungen vornehmen
können (Siehe HilfeFunktion und EAGLEHandbuch).
Je nach dem wie das Programm installiert wurde, könnte es sein, dass Sie
nicht genügend Rechte im Verzeichnis haben, um den Job auszuführen.
Wenden Sie sich in diesem Fall an Ihren Systemadministrator oder
kopieren Sie den Inhalt des Ordners in einen privaten Bereich auf den Sie
volle Zugriffsrechte haben.
Für das [Link] sollten Sie das Raster (Routing Grid) auf den Wert 10
mil bzw. 0,254 mm einstellen.
Sie können auch über die Schaltfläche Laden.. die AutorouterParameter aus
der Steuerdatei [Link] einlesen.
Da Sie alle nicht gerouteten Leitungen entflechten wollen, OK.
Sofern Sie die Parametereinstellungen nicht verändern wollen, können Sie
den Autorouter auch durch Tippen von
AUTO;
in der Kommandozeile starten. Das Menü erscheint dann nicht.
Beobachten Sie die Statusmeldungen in der Statuszeile. Darin erfahren Sie
unter anderem, wie viel Prozent der Signale schon verlegt sind oder wie viele
Durchkontaktierungen der Autorouter im Augenblick benötigt. Sie werden
sehen, dass diese Zahl bei den Optimierungsläufen niedriger wird.
Falls Sie den Autorouter unterbrechen wollen, klicken Sie das Stopschild
Icon an.
Ein Protokoll des RoutingVorgangs legt der Autorouter in der Datei
[Link] ab. Sehen Sie sich die Datei mit Hilfe des Texteditors an.
Die vom Autorouter entflochtene Platine können Sie weiter bearbeiten, wie
jede andere Platine auch. Sollte das RouteErgebnis nicht 100% sein, können
Sie einzelne Signale oder Signalbündel mit RIPUP auflösen und per Hand
62
EAGLE Version 6 – Trainingshandbuch
oder mit dem Autorouter gezielt neu verlegen. Wollen Sie den
ursprünglichen Zustand erreichen, lösen Sie mit
RIPUP ! AC1 AC2
alle automatisch verlegten Signale auf.
Der Autorouter verlegt Leiterbahnen mit der Breite, die in den DesignRegeln
( Bearbeiten/DesignRegeln, SizesTab, Minimum width) vorgegeben ist. Falls
über den CLASSBefehl Netzklassen definiert wurden (wie es in der
Beispieldatei [Link] der Fall ist), werden auch diese Einträge
berücksichtigt. In diesem Fall gilt der größere Wert von beiden.
Sperrflächen für den Autorouter kann man in den Layern 41 tRestrict für die
TopSeite beziehungsweise 42 bRestrict für die BottomSeite zeichnen.
Sperrflächen im Layer 43 vRestrict verbieten dem Autorouter,
Durchkontaktierungen zu setzen.
63
EAGLE Version 6 – Trainingshandbuch
Der Strichpunkt verhindert das Erscheinen des Menüs und startet den Befehl
sofort.
Nun wird eine Anzahl von Fehlern in der Statuszeile gemeldet werden. Es
öffnet sich gleichzeitig ein Fenster mit der Liste der DRCFehler.
Selektiert man einen Fehler, zeigt EAGLE die entsprechende Stelle im Layout.
Fehler sind durch ein Fehlerpolygon markiert.
In manchem Fällen will man eventuell Fehler tolerieren: Das kann man über
die Schaltfläche Billigen. Das Fehlerpolygon wird für diesen Fehler nicht
mehr angezeigt.
Haben Sie einen Fehler korrigiert, können sie diesen als Behandelt markieren.
Mit Löschen entfernen Sie einen Fehler ganz aus der Liste.
Wenn Sie in einer Platine Objekte finden, die Sie nicht löschen können,
könnte es sich um Fehlermarkierungen handeln, die der DRC hinterlassen
hat. Diese kann man mit ERRORS CLEAR entfernen.
18 BIBLIOTHEKEN
Die Bauelemente, die Sie in Schaltungen verwenden, sind in Bibliotheken
gespeichert. Der BibliotheksEditor hat dieselbe Bedieneroberfläche wie der
Schaltplan und der LayoutEditor. Damit ist für das Definieren von Bauteilen
nur die Kenntnis einiger zusätzlicher Funktionen erforderlich.
Eine Bibliothek besteht im Normalfall aus drei Bestandteilen:
Package: Das Gehäuse in der Platine
Symbol: Die Schaltplandarstellung des Bauteils
Device: Der reale Baustein, also die Kombination aus
Symbolen und Packages
Falls Ihre EAGLELizenz nur den SchaltplanEditor oder nur den Layout
Editor beinhaltet, können Sie trotzdem vollständige Bauelemente in den
Bibliotheken definieren.
64
EAGLE Version 6 – Trainingshandbuch
Widerstands-Package
Wählen Sie den PackageEditierModus in der Aktionsleiste, und tragen
Sie in das Feld Neu den PackageNamen R10 ein. Die Frage Neues Package
'R10' anlegen? beantworten Sie mit Ja. Später müssen Sie auch
entsprechende Fragen beim Anlegen eines neuen Symbols und eines neuen
Device mit Ja beantworten.
Stellen Sie mit dem GRIDBefehl das passende Raster für die Platzierung
der Pads ein. Für bedrahtete StandardBauelemente wird für gewöhnlich
0.05 inch bzw. 50 mil verwendet.
Wenn es sich um einen bedrahteten Widerstand handelt, selektieren Sie
PAD und stellen in der Parameterleiste PadForm und den Bohrdurchmesser
ein. Der DefaultWert für den PadDurchmesser ist auto. Die endgültigen
Maße ergeben sich aus den Einstellungen in den DesignRegeln. Dann
platzieren Sie zwei Pads im gewünschten Abstand. Der Zeichnungsnullpunkt
ist später der Aufhängepunkt des Bauteils, an dem es selektiert wird. Er sollte
deshalb etwa in der Mitte des Bauteils liegen.
Wenn es sich um einen SMDWiderstand handelt, selektieren Sie SMD
und stellen in der Parameterleiste die Maße des SMDPads ein. Sie können
einen der vorgegebenen Werte selektieren oder in das Feld direkt Länge und
Breite eintippen.
Als Layer wählen Sie Top, auch wenn das Bauteil später auf der Unterseite
der Platine platziert werden soll. SMDBauelemente werden in der Platine
mit dem MIRRORBefehl auf die andere Seite gebracht. Dabei wandern die
Objekte in allen t..Layern in die entsprechenden b..Layer.
Platzieren Sie dann die zwei SMDPads (in EAGLE nur SMD genannt) im
gewünschten Abstand. Mit der rechten Maustaste drehen Sie das SMD.
Um runde SMDs zu verwenden (BGAs), legen Sie zunächst quadratische an
und verändern den Parameter Roundness = 100 %.
Sie können nun mit dem NAMEBefehl die Namen der Pads bzw. SMDs
eingeben, etwa 1 und 2.
Bei Bauteilen mit vielen fortlaufend nummerierten Pads empfiehlt sich
allerdings ein anderes Vorgehen:
Selektieren Sie den PADBefehl, tippen Sie den Namen des ersten Pads,
z. B. '1' ein (die Hochkommas müssen mit eingegeben werden), und setzen
Sie die Pads der Reihe nach ab.
Zeichnen Sie nun mit dem WIREBefehl das BestückungsplanSymbol in
den Layer 21 tPlace. Dieser Layer enthält den Platinenaufdruck. Stellen Sie
ein feineres Raster ein, falls erforderlich.
Bitte orientieren Sie sich beim Entwurf von Bauteilen an den Angaben, die
Sie in der Datei [Link] (Verzeichnis /eagle/doc) finden.
65
EAGLE Version 6 – Trainingshandbuch
Sie können auch die Befehle ARC, CIRCLE, RECT und POLYGON zum
Zeichnen des BestückungsplanSymbols verwenden.
Der Layer 51 tDocu ist nicht für den Platinenaufdruck, sondern als Ergänzung
der grafischen Darstellung vorgesehen, wie sie etwa für gedruckte Unterlagen
verwendet werden kann. Während man in Layer 21 tPlace darauf achten
muss, dass keine Lötflächen überdeckt werden, kann man in Layer 51 tDocu
eine realistische Darstellung anstreben, für die diese Einschränkung nicht
gilt. Im Beispiel des Widerstands kann man das gesamte Symbol im Layer 21
tPlace zeichnen, nur die Wires, die die Pads überdecken, zeichnet man im
Layer 51 tDocu.
Mit dem TEXTBefehl platzieren Sie die Texte >NAME (im Layer 25
tNames) und >VALUE (im Layer 27 tValues) dort, wo im Board der aktuelle
Name und der aktuelle Wert des Bauteils erscheinen sollen.
Die Position dieser Texte relativ zur PackageDarstellung kann in der Platine
später mit SMASH und MOVE geändert werden.
Widerstands-Symbol
Wählen Sie den SymbolEditierModus, und tragen Sie in das Feld Neu
den SymbolNamen R ein. Dieser Name hat nur interne Bedeutung und
erscheint nicht in der Schaltung.
Stellen Sie nun sicher, dass als Raster 0.1 inch eingestellt ist. Die Pins der
Symbole müssen in diesem Raster platziert werden, da EAGLE darauf
abgestimmt ist.
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EAGLE Version 6 – Trainingshandbuch
Widerstands-Device
Legen Sie mit Hilfe dieses Icons das neue Device R10 an. Wenn Sie das
Bauteil mit dem ADDBefehl später in die Schaltung holen, wählen Sie es
unter diesem Namen aus. Die Namen für das Device und das Package sind
hier übrigens nur zufällig gleich.
Bei Bauteilen mit verschiedenen Technologien oder PackageVarianten muss
man Platzhalter für die Bezeichner im DeviceNamen vorsehen.
* steht für die Technologie, ? für die PackageVariante. Definieren Sie z. B.
einen Baustein 7400 in L, LSTechnologie, lautet der richtige DeviceName
74*00. Die Bezeichnung der PackageVariante wird automatisch am Ende des
Namens angefügt. Soll der Variantenname beispielsweise am Anfang stehen,
muss das Fragezeichen verwendet werden: ?74*00.
Mit einem Klick auf die Schaltfläche Neu rechts unten in DeviceEditor
Fenster ordnen Sie das (zuvor definierte) Gehäuse für das Device zu. Im Fall
des Widerstands wählen Sie R10. Über Neu lassen sich auch mehrere
PackageVarianten, die von diesem Device verwendet werden sollen,
definieren.
PREFIX legt einen Präfix für den Namen fest, der in der Schaltung zunächst
automatisch vergeben wird. Beim Widerstand ist das sinnvollerweise R. Die
Widerstände werden dann mit R1, R2, R3 usw. bezeichnet. Die Namen lassen
sich jederzeit mit dem NAMEBefehl ändern.
Mit VALUE legen Sie fest, ob in der Schaltung bzw. im Board der Wert des
Device verändert werden kann. Beim Widerstand ist das zwingend
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EAGLE Version 6 – Trainingshandbuch
erforderlich (On). Bei anderen Bauelementen kann es sinnvoll sein, den Wert
auf Off zu setzen.
Mit dem ADDBefehl holen Sie das vorher definierte Widerstands
Symbol in das Device.
Besteht ein Device aus mehreren Schaltplansymbolen, die unabhängig
voneinander in der Schaltung platziert werden sollen (in EAGLE Gates
genannt), dann ist jedes Gate einzeln mit dem ADDBefehl dem Device
hinzuzufügen.
Stellen Sie in der Parameterleiste als Addlevel Next und als Swaplevel 0 ein,
und platzieren Sie das Gate in der Nähe des Nullpunkts.
Der Swaplevel des Gates verhält sich analog zum Swaplevel eines Pins. Der
Wert 0 besagt, das Gate ist nicht mit einem anderen Gate des Device
austauschbar. Ein Wert größer als 0 besagt, das Gate kann in der Schaltung
mit einem anderen Gate desselben Device und gleichem Swaplevel
ausgetauscht werden. Der dazu erforderliche Befehl lautet GATESWAP.
Mit dem NAMEBefehl können Sie den Namen des oder der Gates
verändern. Bei einem Device mit nur einem Gate spielt der Name keine
Rolle, da er nicht in der Schaltung erscheint. Bei Devices mit mehreren Gates
wird in der Schaltung der jeweilige GateName dem Namen des Bauteils
angefügt.
Beispiel: Die Gates heißen A, B, C, D, und der Bauteilname in der Schaltung
ist IC1, dann erscheinen die Namen IC1A, IC1B, IC1C und IC1D.
Mit dem CONNECTBefehl legen Sie fest, welche Pins an welchen Gehäuse
Pads herausgeführt sind.
Klicken Sie dazu auf die Schaltfläche Connect.
➢ Das ConnectFenster
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EAGLE Version 6 – Trainingshandbuch
➢ Der DeviceEditor
Das Device kann mit DESCRIPTION beschrieben werden. Die Beschreibung
erscheint im Control Panel, wenn das Bauteil in der BaumAnsicht selektiert
ist. Sie wird auch von der Suchfunktion des ADDBefehls berücksichtigt,
sofern die Option Beschreibung aktiviert ist.
Damit ist der Widerstand vollständig definiert, und kann in eine Schaltung
geholt werden.
Denken Sie daran, dass die neue Bibliothek zuerst mit USE geladen
werden muss. Nur so steht sie beim ADDBefehl zur Verfügung.
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EAGLE Version 6 – Trainingshandbuch
Der PRINTBefehl kann auch direkt Dateien im PDFFormat erzeugen.
Den CAMProzessor verwendet man, um Film und Fertigungsdaten zu
erzeugen. Rufen Sie den CAMProzessor über das Icon in der Aktionsleiste im
LayoutEditorFenster auf.
Er verwendet eigene Gerätetreiber, die der Benutzer modifizieren kann
(siehe Datei [Link] im Verzeichnis eagle/bin).
Über verschiedene UserLanguageProgramme kann man Daten für eine
Stückliste, für Bestückungs, Test oder Fräsautomaten usw. ausgeben.
Informationen zu den einzelnen Programmen finden Sie in der jeweiligen
ulpDatei im Dateikopf bzw. mit Hilfe der Beschreibung im Control Panel.
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EAGLE Version 6 – Trainingshandbuch
Die Datei [Link], die sich im DefaultVerzeichnis für CAMJobs
befindet, automatisiert die Ausgabe von heute üblichen ExtendedGerber
Daten für zweilagige Platinen.
Informieren Sie sich vor der Ausgabe der Daten bei Ihrem Leiterplatten
Hersteller, welche Daten er benötigt.
Laden Sie den Job in den CAMProzessor, indem Sie entweder im Control
Panel im Zweig CAMJobs auf den Eintrag [Link] doppelklicken oder
indem Sie vom LayoutEditorFenster aus das CAMProzessorIcon anklicken
und im CAMProzessorFenster die Datei [Link] über das Menü
Datei/Öffnen/Job selektieren.
Falls Sie den CAMProzessor über das Control Panel gestartet haben, laden
Sie noch die Boarddatei [Link], von der die Gerberdaten erzeugt werden
sollen: Datei/Öffnen/Board und [Link]
Klicken sie die Schaltfläche Job ausführen an. Jetzt werden alle
erforderlichen Dateien in das Verzeichnis, in dem sich die Boarddatei
befindet, geschrieben.
Die Dateien haben folgende Bedeutung:
[Link] Bestückungsseite
[Link] Lötseite
[Link] Bestückungsdruck
[Link] Lötstopmaske für Bauteilseite
[Link] Lötstopmaske für Lötseite
[Link] Infodatei, hier nicht relevant
Die ersten fünf Dateien schicken Sie Ihrem Leiterplattenhersteller.
Bohrdaten erzeugen
Zusätzlich müssen Sie noch Bohrdaten erzeugen. Dazu verwenden Sie den
Job [Link]. Dieser Job besteht nur aus einem einzigen Schritt. Der
EXCELLONTreiber erzeugt eine Datei, die Bohrkoordinaten und
Bohrertabelle gemeinsam enthält. Die Ausgabedatei hat die Endung .drd.
Diese geben Sie gemeinsam mit den Gerberdateien an den Leiterplatten
Hersteller weiter.
Weitere Informationen finden Sie in den CAMProzessorHilfeSeiten und im
Handbuch.
Weitere Fertigungsdaten
EAGLE stellt eine Reihe von sogenannten UserLanguageProgrammen zur
Verfügung, mit denen es möglich ist, verschiedenste Daten zur erzeugen.
Darunter auch Daten für Bestückungsautomaten, Testautomaten,
Statistikdaten für den LeiterplattenHersteller (wie viele Bohrungen,
Bauteile, Layer usw.), Stücklisten oder auch Daten zur Erstellungen von
Prototypen mit einer Fräsmaschine.
Im UserLanguageProgrammeZweig der BaumAnsicht im Control Panel
finden Sie eine Auflistung aller ULPs. Klicken Sie auf die einzelnen Einträge,
um die Beschreibung der Programme zu sehen.
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EAGLE Version 6 – Trainingshandbuch
20 DATENAUSTAUSCH
Die EAGLE-User-Language
EAGLE enthält eine integrierte, Cähnliche Benutzersprache in Form eines
Interpreters. Sie lässt den Zugriff auf beliebige Daten (in EAGLE oder auch
extern) zu. Damit steht ein leistungsfähiges Werkzeug für die Erzeugung
beliebiger Ausgabeformate und ein flexibles Importwerkzeug zur Verfügung.
Ein anschauliches Beispiel ist die Datei [Link] zur Erzeugung von
Stücklisten.
Mit Hilfe der UserLanguage lassen sich auch benutzerspezifische Befehle
realisieren, die mit Hilfe des ASSIGNBefehls sogar eigenen Tasten
zugeordnet werden können.
Sehen Sie sich die Dateien mit der Extension *.ulp und den entsprechenden
Abschnitt der HilfeFunktion an, um einen Eindruck von den Möglichkeiten
der UserLanguage zu bekommen.
Ein UserLanguageProgramm startet man mit dem RUNIcon in der
Aktionsleiste.
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