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Das Dokument enthält Übungsaufgaben zur Pneumatik und SPS-Steuerung, einschließlich der Berechnung von Zylinderdurchmessern, der Erstellung von Pneumatikschaltplänen und der Entwicklung von SPS-Programmen. Es werden spezifische Aufgaben für verschiedene Maschinen wie eine Kniehebelpresse, einen Turmdrehkran und eine Demontagepresse beschrieben. Zudem werden Anforderungen an Sicherheitsfunktionen und Kostenberechnungen für den Luftverbrauch behandelt.

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Das Dokument enthält Übungsaufgaben zur Pneumatik und SPS-Steuerung, einschließlich der Berechnung von Zylinderdurchmessern, der Erstellung von Pneumatikschaltplänen und der Entwicklung von SPS-Programmen. Es werden spezifische Aufgaben für verschiedene Maschinen wie eine Kniehebelpresse, einen Turmdrehkran und eine Demontagepresse beschrieben. Zudem werden Anforderungen an Sicherheitsfunktionen und Kostenberechnungen für den Luftverbrauch behandelt.

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Gewerbeschule SPS

Lörrach Übungsaufgaben

1 Kniehebelpresse
Um Wälzlager für die Wellenlagerung in das Gehäuse des Seiltrommelgetriebes einzupressen,
setzt der Betrieb eine pneumatische Kniehebelpresse ein.
Der Arbeitsdruck der Pneumatikanlage beträgt
9 bar. Der doppeltwirkende Zylinder hat einen doppeltwirkender
Wirkungsgrad von 83 %. Das Stellglied wird von Zylinder
einer Feder zurückgestellt. Die Druckkraft des
Presszylinders soll 3000 N nicht übersteigen, um
Beschädigungen am Lager zu vermeiden. Es muss
aber mindestens eine Presskraft von 2000 N -BG2 -BG1

Schutztür
erzeugt werden. Die Aus- und Einfahrgeschwindig-
keiten des Zylinderkolbens sollen einstellbar sein.
Die Presse ist betriebsbereit, wenn der Resettaster -SF1
-SF1 betätigt wurde. Nach zehn Pressvorgängen -SF0
muss der Resettaster -SF1 erneut betätigt werden. -SF2
Dadurch soll der Maschinenbediener an eine
Zwischenkontrolle erinnert werden.
Der Zylinderkolben darf erst ausfahren, wenn der
-BG4
Starttaster -SF2 gedrückt wird, der Zylinderkolben -BG3
eingefahren ist (-BG1), ein Werkstück vorhanden
(-BG3) und die Schutztür (-BG4) geschlossen ist. Die Presszeit beträgt 5 s.
Ist die Presszeit abgelaufen, soll der Zylinder selbsttätig zurückfahren.
Wird Not-Aus -SF0 betätigt, soll der Zylinder sofort wieder einfahren.
1.1 Berechnen Sie den erforderlichen Zylinderdurchmesser
1.2 Bestimmen Sie den geeigneten Normzylinder.
1.3 Weisen Sie nach, ob die Presskraft im geforderten Bereich liegt.
Für den in 1.2 gewählten Normzylinder liegen weitere Daten vor.
Hub: s = 200 mm
Kosten: k = 2 Cent/m3
Hubzahl: n = 20 min-1
Zeitraum: Arbeitstag mit 8 Stunden
1.4 Dokumentieren Sie den Luftverbrauch und die Kosten für den gewählten Zylinder pro
Arbeitstag.
1.5 Zeichnen Sie den Pneumatikschaltplan in die Vorlage auf dem Arbeitsblatt 1.
Benennen Sie die Schaltzeichen mit Namen und Nummerierung.
1.6 Die Zuordnungsliste und der Anschlussplan sind nicht vollständig. Stellen Sie die
Zuordnungsliste und den Anschlussplan auf dem Arbeitsblatt vollständig dar.
1.7 Entwickeln Sie das Programm in der Funktionsbausteinsprache (FBS).

19.11.2019 © [Link] SPS_Ub.odt, Seite 1 / 21


Gewerbeschule SPS
Lörrach Übungsaufgaben
Arbeitsblatt zu Aufgabe 1.5: Pneumatikschaltplan

19.11.2019 © [Link] SPS_Ub.odt, Seite 2 / 21


Gewerbeschule SPS
Lörrach Übungsaufgaben
Arbeitsblatt zu Aufgabe 1.6: Zuordnungsliste
Bauteil Anschluss betätigt Funktion/Bemerkung

-SF0 E0.0 0 - Signal Notaus-Schalter, Öffner

-SF1 E0.1 1 - Signal Rücksetztaster -SF1, Schließer

-SF2 E0.2 1 - Signal Starttaster -SF2, Schließer

-BG1 E0.3 1 - Signal

-BG2 E0.4 1 - Signal

-BG3 E0.5 1 - Signal

-BG4 E0.6 1 - Signal

-MB1 A0.1 1 - Signal

Arbeitsblatt zu Aufgabe 1.6: Anschlussplan

E0.0 E0.1 E0.2 E0.3 E0.4 E0.5 E0.6 E0.7

+
24 V STOP RUN
-

A0.0 A0.1 A0.2 A0.3 A0.4 A0.5 A0.6 A0.7

19.11.2019 © [Link] SPS_Ub.odt, Seite 3 / 21


Gewerbeschule SPS
Lörrach Übungsaufgaben

2 Turmdrehkran mit Fernbedienung

-BG3 -BG4

-BG1

-SF1
-SF3 -SF4
-SF2

Not-Aus
Parkposition

-BG2 -SF5 -SF0

In die Fernbedienung eines Turmdrehkranes mit zwei Joysticks und einigen Tastern sind die
Bezeichnungen der Sensoren -SF0 bis -SF5 eingetragen.
Die Kranbewegungen sollen mit SPS gesteuert werden. Funktionen ohne Sensorbezeichnung
sind nicht Teil der Aufgabe.
Beim Drücken der Taster -SF1 bis -SF4 fährt der Kranhaken in die entsprechenden Richtungen.
Nach Loslassen der Taster bleibt der Kranhaken an seiner aktuellen Position stehen.
Motor -MA1 bewegt die Last vertikal, und zwar mit den Relais -KF1 nach oben und mit -KF2
nach unten. Motor -MA2 bewegt die Laufkatze (Relais -KF3 nach innen, -KF4 nach außen).
Die induktiven Sensoren -BG1 bis -BG4 überwachen die Endlagen von Kranhaken und
Laufkatze. Ihre Positionen sind im Bild symbolisch dargestellt.
Das gleichzeitige Bewegen in unabhängige Richtungen ist möglich. Es muss aber verhindert
werden, dass ein Motor gleichzeitig in entgegengesetzte Richtungen angesteuert wird.
Die Parkposition ist oben innen. Sie wird angefahren, …
… während der Taster -SF5 betätigt wird. (Variante I)
… wenn der Taster -SF5 betätigt wurde. (Variante II)
Bei Betätigung des NOT-AUS -SF0 müssen sofort alle Bewegungen abbrechen und der Kran in
der aktuellen Position stehen bleiben.
2.1 Entwerfen Sie die Zuordnungsliste auf dem Arbeitsblatt.

2.2 Zeichnen Sie den Anschlussplan auf dem Arbeitsblatt.

2.3 Entwickeln Sie ein SPS-Programm in der Funktionsbausteinsprache (FBS).

19.11.2019 © [Link] SPS_Ub.odt, Seite 4 / 21


Gewerbeschule SPS
Lörrach Übungsaufgaben
Arbeitsblatt
Zu Aufgabe 2.1: Zuordnungsliste
Bauteil Anschluss Funktion - Bemerkung

Zu Aufgabe 2.2: Anschlussplan

+
24 V STOP RUN
-

19.11.2019 © [Link] SPS_Ub.odt, Seite 5 / 21


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Lörrach Übungsaufgaben

3 Steuerung einer Demontagepresse


-SF0 Programmabbruch -BG3
-SF1 Anlage einschalten
a b
-MB3 -MB4
-SF2 Starttaster
-BG4

-BG1 -BG2

-BG5
a b
-MB1 -MB2

Die Demontagepresse wird verwendet, um in Naben eingepresste Lager oder ähnliche


Baugruppen zu trennen. Der Zyklus kann mit dem Taster -SF2 gestartet werden, wenn
eine Baugruppe eingelegt ist (-BG5) und sich die Zylinder in Grundstellung befinden.
Zuerst spannt der Zylinder 1 das Werkstück. Danach fährt der Zylinder 2 langsam nach
unten und schnell wieder nach oben. Wenn der Zylinder 2 in der oberen Endlage ange-
kommen ist, wird das Werkstück wieder entspannt. Die Stopptaste -SF0 beendet den
Zyklus.

Aufgaben
3.1 Pneumatikschaltplan
3.2 Zuordnungsliste
3.3 Anschlussplan für die SPS
3.4 Funktionsblockschema für die SPS-Steuerung, zunächst ohne -SF0 und -SF1

Erweiterungen:
3.5 Die Anlage soll mit dem Taster -SF1 eingeschaltet werden (Betriebsbereitschaft).
Ergänzen Sie das Funktionsblockschema.
3.6 Nach Betätigen des Tasters -SF0 soll der Pressvorgang abgebrochen werden und alle
Zylinder sollen in Grundstellung fahren.
3.7 Zweihandsicherheitsschaltung
3.8 Zeitschaltung, Presszeit t = 4s
3.9 Stellglieder mit Federrückstellung

19.11.2019 © [Link] SPS_Ub.odt, Seite 6 / 21


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Lörrach Übungsaufgaben

4 Kistenkennzeichnung
Eine Holzkiste wird von Hand eingelegt und mit dem Taster -SF1 der Stempelvorgang
eingeleitet. Zuerst wird das Schutzgitter langsam geschlossen (Zylinder 3). Danach wird
die Kiste gespannt (Zylinder 1) und die Kennzeichnung mit einem heißen Stempel
eingebrannt (Zylinder 2). Dabei ist eine Einbrenndauer von 10 Sekunden erforderlich.
Nach der Wartezeit fährt der Stempel nach oben, die Kiste wird entspannt und die
Schutztür geöffnet.
Wird beim Schließen des Schutzgitters der Ultraschallsensor -BG7 von einem Hindernis
betätigt, soll sich das Schutzgitter wieder öffnen und der Start muss wieder mit S1
eingeleitet werden.
Wird der Schalter -SF0 für den Programmabbruch betätigt, sollen alle Zylinder sofort in die
Grundstellung zurückkehren.

-SF0 Programmabbruch Zylinder 2 Zylinder 3

-SF1 Start

Zylinder 1

Holzkiste
-BG7
Schutzgitter

Aufgaben
4.1 Pneumatikschaltplan für den Energieteil mit Nummerierung der Sensoren und
Ansteuerungen der Stellglieder und mit Benennung der Ventile
4.2 Zuordnungsliste
4.3 Anschlussplan für die SPS
4.4 FBS für die SPS

19.11.2019 © [Link] SPS_Ub.odt, Seite 7 / 21


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Lörrach Übungsaufgaben

Lösungsvorschläge
1 Kniehebelpresse 1
Durch Hebelpresse oder Biegepresse ersetzen.
1.1 Auswahl des Normzylinders
F F 2000 N 2000 N 2
η⋅p= ⇒ Aerf = = = =26,8 cm
A p⋅η 9 bar⋅83 % 9⋅10 N /cm 2⋅0,83

A= π⋅d 2 ⇒
4
d=
4⋅Aerf
π = √
4⋅26,8 cm 2
π √
=5,84 cm=58,4 mm

1.2 Gewählt wird der nächstgrößere Normzylinder mit KolbenØ d1 = 63 mm und Kolbenstan-
genØ d2 = 20 mm (→ [EuroTabM] „Pneumatikzylinder, Abmessungen“)
Hinweis: Man kann auch den erforderlichen Durchmesser für die höchstzulässige Kraft
berechnen, muss dann aber einen kleineren Durchmesser wählen, weil sonst die höchst-
zulässige Kraft überschritten wird.
1.3 Erzeugte Kraft
2
π⋅(63 mm)
A= π⋅d 1=
2 2
=3117 mm
4 4
F 2 N 2
η⋅p= ⇒ F = p⋅A⋅η=9 bar⋅3117 mm ⋅83%=9⋅10 2⋅31,17 cm ⋅0,83=2328 N
A cm
Die erzeugte Kraft liegt im geforderten Bereich zwischen 2000 N und 3000 N.
1.4 I. Lösung zu Fuß unter Berücksichtigung der Kolbenstange 2
Kolbenflächen
2
π⋅d 1 π⋅(63 mm) 2
A Aus = = =3117 mm2
4 4
2 2
π⋅(d 1 −d 2 ) π⋅(632−202 )mm2 2
ARück = = =2803 mm
4 4
(Doppel-)Hubraum eines Zylinders
V 2 Hub=A Aus⋅s + A Ein⋅s=3117 mm2⋅200 mm+ 2803 mm2⋅200 mm=0,624 dm 3+ 0,551 dm 3=1,184 dm 3
Luftverbrauch (ist bezogen auf Umgebungsdruck)
pe + pamb 3 1 9 bar +1 bar dm 3 m3 m3
Q=V 2 Hub⋅n⋅ =1,184 dm ⋅20 ⋅ =236,8 =14,2 =113,7
p amb min 1 bar min h A−Tag
Kosten
3
dm Cent €
Kosten=Q⋅k=113,7 ⋅2 3 =2,27
Arbeitstag m Arbeitstag

II Bevorzugte Lösung mit TabB-Formel ohne Berücksichtigung der Kolbenstange


p e + pamb 3 1 9 bar +1 bar dm 3 m3
Q≈2⋅A⋅s⋅n⋅ =2⋅3117 mm ⋅200 mm⋅20 ⋅ =249,4 =119,7
p pe min 1 bar min A−Tag
3
m Cent €
Kosten=Q⋅k=119,7 ⋅2 3 =2,39
Arbeitstag m Arbeitstag

1 Vgl: tgtm NP 2011/12-3


2 Gemäß einer Fußnote im Tabellenbuch liegt der tatsächliche Luftverbrauch wegen der Toträume um bis zu 25% über dem errechneten.
Lösung I mit Berücksichtigung der Kolbenstange ist also nicht nur aufwändiger, sondern auch noch ungenauer!

19.11.2019 © [Link] SPS_Ub.odt, Seite 8 / 21


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Lörrach Übungsaufgaben
1.5 Pneumatikschaltplan
-BG1 -BG2
Doppeltwirkender [EuroTabM47] / [EuroTabM48] →
-MM1 Zylinder mit
einstellbarer Pneumatikschaltplan
Endlagendämpfung → S.420f/428f Schaltzeichen Ventile
→ S.423f/431f Kennbuchstaben
-RZ1 -RZ2 → S.426 /434 Beispiel Versorgungsglied
Drosselrück- Oberes Beispiel nach DIN EN 81346 !
schlagventile → S.448 /456 Beispiel Elektropneumatik

Zuordnungsliste (früher: Belegungsliste)


→ S.448 /456 Beispiel Zuordnungsliste

Anschlussplan (auch: Anschlussbild)


→ S.438 / 446 Schaltzeichen Elektropneumatik
-QM1 → S.448 / 456 Beispiel Anschlussplan
Stellglied
-MB1 5/2-Wegeventil Frage:
Warum -MB1 für die Ansteuerung des Stellgliedes?
Laut S.424 / 432 steht MA für „Antreiben elektromagnetisch“ mit dem
-S1
Beispiel Elektromotor, während MB für „Antreiben magnetisch“ steht
Hauptventil mit dem Beispiel Ventilmagnet. [Link]
3/2-Wegeventil (11.12.2018) nennt als Beispiel für MB Elektromagnet..

-G1 -A1
Druckluftanschluss
+Wartungseinheit

1.6 Belegungsliste, Zuordnungsliste


Bauteil Anschluss betätigt Funktion/Bemerkung
-SF0 E0.0 0 - Signal Öffner → Notaus-Schalter
-SF1 E0.1 1 - Signal Schließer, Rücksetztaster → Presse wird betriebsbereit
-SF2 E0.2 1 - Signal Schließer, Starttaster → Zylinder ausfahren
-BG1 E0.3 1 - Signal Endlagenschalter ← Zylinder hinten (eingefahren)
-BG2 E0.4 1 - Signal Endlagenschalter ← Zylinder vorne (ausgefahren)
-BG3 E0.5 1 - Signal Sensor ← Werkstück vorhanden
-BG4 E0.6 1 - Signal Sensor ← Schutztür geschlossen
1-Signal → Zylinder fährt aus, Pressvorgang
-MB1 A0.1 1 - Signal
0-Signal → Zylinder fährt ein
Anschlussplan
Ein Anschlussplan ist eine grafische
-SF0 -SF1 -SF2 -BG1 -BG2 -BG3 -BG4 Darstellung der Zuordnungsliste. Bei
komplexen Steuerungen ist sie
industriell nicht üblich.

[EuroTabM47] S.448
[EuroTabM48] S.456
E0.0 E0.1 E0.2 E0.3 E0.4 E0.5 E0.6 E0.7 Statt:
E0.0, E0.1 .. für Eingänge und
A0.0, A0.1 .. für Ausgänge
verwenden einige Steuerungen die
Bezeichnungen:
+ I1, I2 .. (In) und
24 V SPS Q1, Q2 .. (Quit).
-

A0.0 A0.1 A0.2 A0.3 A0.4 A0.5 A0.6 A0.7


-MB1

19.11.2019 © [Link] SPS_Ub.odt, Seite 9 / 21


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Lörrach Übungsaufgaben
1.7 FBS
Netzwerk 1: Betriebsbereitschaft
Hinweis 1: Z1.Q wird von -SF1 auf 1 und nach 10 Pressvorgängen zurück auf 0 gesetzt.
bereit Z1.Q muss also am R-Eingang invertiert werden.

SR
-SF1 S M0.1
Q =
Z1.Q R1

Netzwerk 2:Pressen

AND
M0.1
-SF2
-BG1
pressen
-BG3
SR
-BG4 S
M1.0
Q =
OR
T1.Q R1
-SF0

Netzwerk 3: Pressdauer oder in Netzwerk 2 integriert (hier mit TON 5s)


T1
TON AND
-BG2 IN Q M0.1
-SF2
T=5s PT ET -BG1
pressen
-BG3
SR
-BG4 S
Darstellung „TON 5s“
[EuroTabM47] → S.446, S.449 M1.0
T1 =
[EuroTabM48] → S.454, S.457 Q
TON 5s OR
-BG2 R1
Netzwerk 4: Zähler -SF0
Z1
CTD
-BG2 CD Q
-SF1 LOAD
n=10 PV CV

Befehlsausgabe
M1.0 -MB1

19.11.2019 © [Link] SPS_Ub.odt, Seite 10 / 21


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Lörrach Übungsaufgaben

2 Lösungsvorschläge Turmdrehkran mit Fernbedienung


2.1 Belegungsliste, Zuordnungsliste
[EuroTabM47] → S.424f Kennbuchstaben; → S.448 Beispiel Zuordnungsliste
[EuroTabM48] → S.432f Kennbuchstaben; → S.456 Beispiel Zuordnungsliste

Bauteil Anschluss Funktion – Bemerkung


-SF0 E0.0 Öffner: Not-Aus
-SF1 E0.1 Schließer: Seilwinde zieht hoch
-SF2 E0.2 Schließer: Seilwinde lässt ab
-SF3 E0.3 Schließer: Laufkatze fährt nach innen
-SF4 E0.4 Schließer: Laufkatze fährt nach außen
-SF5 E0.5 Schließer: Laufkatze und Seilwinde fahren in Parkposition
-BG1 E0.6 Sensor ← 1-Signal; Endlage Seil (oben)
-BG2 E0.7 Sensor ← 1-Signal; Endlage Seil (unten)
-BG3 E1.0 Sensor ← 1-Signal; Endlage Laufkatze (innen)
-BG4 E1.1 Sensor ← 1-Signal; Endlage Laufkatze (außen)
Dieser Ausgang wird hier ausgelassen, um die Verwechslungsgefahr zu verringern. Dadurch
A0.0 passt nämlich „Seilwinde zieht nach oben“ einheitlich zu -SF1/E0.1 zu -KF1/A0.1 usw.

-KF1 A0.1 1-Signal → Relais; Seilwinde zieht nach oben


-KF2 A0.2 1-Signal → Relais; Seilwinde fiert nach unten
-KF3 A0.3 1-Signal → Relais; Laufkatze fährt nach innen
-KF4 A0.4 1-Signal → Relais; Laufkatze fährt nach außen

2.2 Anschlussplan
[EuroTabM47] → S.438 Schaltzeichen Elektropneumatik; → S.448 Beispiel Anschlussplan
[EuroTabM48] → S.446 Schaltzeichen Elektropneumatik; → S.456 Beispiel Anschlussplan

-SF0 -SF1 -SF2 -SF3 -SF4 -SF5 -BG1 -BG2 -BG3 -BG4

E 0.0 E 0.1 E 0.2 E 0.3 E 0.4 E 0.5 E 0.6 E 0.7 E 1.0 E 1.1

+
24 V STOP RUN
-

A 0.0 A 0.1 A 0.2 A 0.3 A 0.4 A 0.5 A 0.6 A 0.7 A 1.0 A 1.1
-KF1 -KF2 -KF3 -KF4

19.11.2019 © [Link] SPS_Ub.odt, Seite 11 / 21


Gewerbeschule SPS
Lörrach Übungsaufgaben
2.3 FBS
2.4 (Schritte „nach oben“ und „nach innen“ zunächst ohne parken.Q und OR-Glied)
Schritt: Nach oben: Schritt: Nach unten:
parken.Q OR
-SF1 AND -SF2 AND
-BG1 -KF1 -BG2 -KF2
-KF2 -KF1
-SF0 -SF0

Schritt: Nach innen: Schritt: Nach außen:


parken.Q OR
-SF3 AND -SF4 AND
-BG3 -KF3 -BG4 -KF4
-KF4 -KF3
-SF0 -SF0

2.5 Parkposition anfahren (Variante I): In den obigen Schaltungen werden OR-Glieder und
„-SF5“ an der Stelle von „parken.Q“ eingesetzt.
2.6 Parkposition anfahren (Variante II) erfordert einen Speicherbaustein:

parken
SR
-SF5 S Q
-BG1 AND
-BG3 OR R1
-SF0

Hinweise:
Schritt „nach unten“: -KF1 statt -SF1 am Eingang verhindert, dass -KF2 geschaltet wird,
wenn parken.Q aktiv ist.

19.11.2019 © [Link] SPS_Ub.odt, Seite 12 / 21


Gewerbeschule SPS
Lörrach Übungsaufgaben

3 Lösungsvorschläge Steuerung einer Demontagepresse


3.1 Pneumatikschaltplan3
[EuroTabM47] → S.426 und S.448
[EuroTabM48] → S.434 und S.456

-BG1 -BG2 -BG3 -BG4

-MM1 -MM2

-RZ4

-QM1 4 2 -QM2 4 2

-MB1 -MB2 -MB3 -MB4


3 1 5 3 1 5

1 3
-S1
-A1
-G1

3.2 Belegungsliste, Zuordnungsliste (→ [EuroTabM47] S.448)


Bauteil Anschluss Funktion – Bemerkung
-SF0 E0.0 Öffner 0 → Not-Aus
-SF1 E0.1 Taster 1 → Betriebsbereitschaft herstellen
-SF2 E0.2 Taster 1 → Programmstart
-BG1 E0.3 Schließer (betätigt) 1 ← Zyl. 1 ein = Werkstück entspannt
-BG2 E0.4 Schließer 1 ← Zyl. 1 aus = Werkstück gespannt
-BG3 E0.5 Schließer (betätigt) 1 ← Zyl. 2 ein = Presse oben
-BG4 E0.6 Schließer 1 ← Zyl. 2 aus = Presse unten
-BG5 E0.7 Schließer (betätigt) 1 ← Werkstück eingelegt
-MB1 A0.1 1 → Zyl. 1 fährt aus, spannt Werkstück
-MB2 A0.2 1 → Zyl. 1 fährt ein, entspannt Werkstück
-MB3 A0.3 1 → Zyl. 2 fährt aus, presst
-MB4 A0.4 1 → Zyl. 2 fährt ein

3 Die Bezeichnungen -RZ1 bis -RZ3 wurden hier aus systematischen Gründen übersprungen, damit der Drosselrückschlagventil an der
vierten Stellen die Nummer -RZ4 erhält. Das muss aber nicht so sein.

19.11.2019 © [Link] SPS_Ub.odt, Seite 13 / 21


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Lörrach Übungsaufgaben
3.3 Anschlussplan 4
[EuroTabM47] → S.448
[EuroTabM48] → S.456
-SF0 -SF1 -SF2 -BG1 -BG2 -BG3 -BG4 -BG5

E0.0 E0.1 E0.2 E0.3 E0.4 E0.5 E0.6 E0.7

+
24 V STOP RUN
-

A0.0 A0.1 A0.2 A0.3 A0.4 A0.5 A0.6 A0.7


-MB1 -MB2 -MB3 -MB4

4 Die Endlagenschalter -BG1 bis -BG4 sind hier mit Rollenbetätigung dargestellt. Das ist nicht die neueste Technik, aber leichter zu zeichnen
als ein Reed-Kontakt ;)

19.11.2019 © [Link] SPS_Ub.odt, Seite 14 / 21


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Lörrach Übungsaufgaben
3.4 FBS (Grundprogramm)
[EuroTabM47] → S.448
[EuroTabM48] → S.456
Schritt 1: Zyl. -MM1 ausfahren (spannen)

-SF2 AND
-BG1
spannen
-BG3
SR
-BG5 S
M1.0
Q = M1.0 -MB1
M2.0 R1

Schritt 2: Zyl. -MM2 ausfahren (pressen)


pressen
-BG2 AND
SR
M1.0 S
M2.0
Q = M2.0 -MB3
M3.0 R1

Schritt 3: Zyl. -MM2 einfahren (pressen beenden)


"entpressen"
-BG4 AND
SR
M2.0 S
M3.0
Q = M3.0 -MB4
M4.0 R1

Schritt 4: Zyl. -MM1 einfahren (spannen beenden)


entspannen
-BG3 AND
SR
M3.0 S
M4.0
Q = M4.0 -MB2
M1.0 R1

Hinweise:
M4.0 muss Schritt 1 nur dann aktivieren, wenn das Programm mehrmals hintereinander
ablaufen soll.

19.11.2019 © [Link] SPS_Ub.odt, Seite 15 / 21


Gewerbeschule SPS
Lörrach Übungsaufgaben
3.5 FBS mit Ein-Schalter -SF1 der Betriebsbereitschaft
Schritt 0: Betriebsbereitschaft herstellen
bereit
SR
-SF1 S M0.1
Q =
nicht definiert R1

Schritt 1: Zyl. 1A1 ausfahren (spannen)

-SF2 AND
-BG1
-BG3
spannen
-BG5
SR
M0.1 S
M1.0
Q = M1.0 -MB1
M2.0 R1

Schritte 2 - 4: unverändert

19.11.2019 © [Link] SPS_Ub.odt, Seite 16 / 21


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Lörrach Übungsaufgaben
3.6 FBS mit Not-Aus S0 und Ein-Schalter S1 für die Betriebsbereitschaft
Schritt 1: Zyl. -MM1 ausfahren (spannen)

-SF1 AND
-BG1
-BG3 spannen
-BG5 SR
M0.1
S M1.0
Q = M1.0 -MB1
-SF0 OR R1
M2.0

Schritt 2: Zyl. -MM2 ausfahren (pressen)


pressen
-BG2 AND
SR
M1.0 S
M2.0
Q = M2.0 -MB3
-SF0 OR R1
M3.0

Schritt 3: Zyl. -MM2 einfahren (pressen beenden)


"entpressen"
-BG4 AND
SR
M2.0 S
M3.0
Q = M3.0 OR -MB4
-SF0 OR R1
-SF0
M4.0
Dargestellt sind 2 Methoden, Not-Aus -SF0 anzubinden. Eine davon genügt.
Schritt 4: Zyl. -MM1 einfahren (spannen beenden) 5
entspannen
-BG3 AND
SR
M3.0 S
M4.0
Q = M4.0 OR -MB2
-SF0 OR R1
-SF0
M1.0

Schritt 0: Betriebsbereitschaft6
bereit
-SF1 OR
SR
-SF0 AND S M0.1
-BG1 Q =
-BG3 nicht definiert R1

5 Hinweis: SF0 ˅ (BG3 ˄ M3.0) → entspannen.S / M1.0 → entspannen.R1 ( kein SF0 → MB2 würde erst dann mit M4.0 'entspannen', wenn
'pressen beenden' beendet ist
6 Anschließend heißt: SF0 ist nicht nur betätigt, sondern auch die Grundstellungen erreicht: SF0˄BG1˄BG2. Das setzt voraus, dass SF0
solange betätigt bleibt oder erfordert einen zusätzlichen RS-Speicher.

19.11.2019 © [Link] SPS_Ub.odt, Seite 17 / 21


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3.7 Zweihandsicherheitsschaltung
-SF2 AND
statt -SF2
-SF3

3.8 Zeitschaltung (Pressdauer)


Schritt 3: Zeit zwischengeschaltet

T1
"entpressen"
-BG4 AND TON 4s
SR
M2.0 S
M3.0
Q = M3.0 OR
-SF0 OR R1 -MB1
-SF0
M4.0

3.9 FBS (Stellglieder mit Federrückstellung)


Hinweis: Ein beidseitig magnetisch angesteuertes Stellglied wirkt wie ein mechanischer
Speicher. Diese Speicherung entfällt nunmehr, die Ansteuerung muss bei Bedarf aktiv
aufrecht erhalten werden; zum Rückstellen genügt es, die Ansteuerung wegzulassen.
Die Schritte 1 bis 4 mit den Ausgangssignale M1.0 bis M4.0 können unverändert bleiben,
aber die Ansteuerungen der Stellglieder wird geändert.

-MB1: -MB3

M1.0 OR -MB1
M2.0 M2.0 OR -MB3
M3.0 -SF0
-SF0

-MB2 und -MB4 gibt es nicht mehr. Zylinder -MM2 fährt ein, sobald M2.0 entfällt, und
Zylinder -MM1 fährt danach ein, sobald M3.0 (nach M1.0 und M2.0) entfällt.

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4 Lösungsvorschläge Kistenstempelung
4.1 Pneumatikschaltplan7
[EuroTabM47] → S.426 und S.448
[EuroTabM48] → S.434 und S.456

-BG1 -BG2 -BG3 -BG4 -BG5 -BG6


-MM1 -MM2 -MM3

-RZ6

-QM1 -QM2 -QM3

-MB1 -MB2 -MB3 -MB5 -MB6

-S1

-A1
-G1

Ventile von oben nach unten: Doppeltwirkende Zylinder (-MM), Drosselrückschlagventil (-


RZ), 5/2-Wegeventile als Stellglieder (-QM), 3/2-Wegeventil als Hauptschalter (-S1),
Wartungseinheit (-A1), Druckluftquelle (-G1)
4.2 Belegungsliste, Zuordnungsliste (→ [EuroTabM47] S.448f)
Bauteil Anschluss Funktion – Bemerkung
-SF0 E0.0 Öffner 0 → Programmabbruch
-SF1 E0.1 Schließer 1 → Start
-BG1 E0.2 Schließer (betätigt) 1 ← Zyl. 1 ein = Werkstück entspannt
-BG2 E0.3 Schließer 1 ← Zyl. 1 aus = Werkstück gespannt
-BG3 E0.4 Schließer (betätigt) 1 ← Zyl. 2 ein = Stempel oben
-BG4 E0.5 Schließer 1 ← Zyl. 2 aus = Stempel unten
-BG5 E0.6 Schließer (betätigt) 1 ← Zyl. 3 ein = Schutzgitter offen
-BG6 E0.7 Schließer 1 ← Zyl. 3 aus = Schutzgitter geschlossen
-BG7 E1.0 Öffner 0 ← Schutzgitter blockiert
-MB1 A0.1 1 → Zyl. 1 fährt aus, spannt Kiste
-MB2 A0.2 1 → Zyl. 1 fährt ein, entspannt Kiste
-MB3 A0.3 1 → Zyl. 2 fährt aus, presst
-MB5 A0.4 1 → Zyl. 3 fährt aus, schließt Schutzgitter
-MB6 A0.5 1 → Zyl. 2 fährt ein, öffnet Schutzgitter

7 Die Bezeichnung -BG4 wurde hier aus systematischen Gründen übersprungen. Das muss nicht so sein.

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4.3 Anschlussplan
[EuroTabM47] → S.448
[EuroTabM48] → S.456

-SF0 -SF1 -BG1 -BG2 -BG3 -BG4 -BG5 -BG6 -BG7

E 0.0 E 0.1 E 0.2 E 0.3 E 0.4 E 0.5 E 0.6 E 0.7 E 1.0

+
24 V STOP RUN
-

A 0.0 A 0.1 A 0.2 A 0.3 A 0.4 A 0.5

-MB1 -MB2 -MB3 -MB5 -MB6

4.4 Schritt 1: Zyl. -MM3 ausfahren – Schutzgitter schließen 8


-SF1 AND
-BG1 schließen
-BG3 SR
-BG5 S M1.0
Q =

-SF0 OR R1
M2.0
-BG7

Schritt 2: Zyl. -MM1 ausfahren – spannen


spannen
-BG6 AND SR
M1.0 S M2.0
Q =

-SF0 OR R1
M3.0

Schritt 3: Zyl. -MM2 ausfahren – stempeln


stempeln
1B2 AND SR
M2.0 S M3.0
Q =

-SF0 OR R1
M4.0

8 -BG7 am Set-Eingang würde nur den Start des Schließens verhindern. Wenn das Schließen bereits begonnen hat, würde es nicht mehr
abgebrochen werden.

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Schritt 4: Zyl. -MM2 einfahren – stempeln beenden
T1
TON
-BG4 IN Q AND entstempeln T1 SR
SR oder -BG4 AND TON 10s
10s PT M3.0 S M4.0 M3.0 S
Q =
-SF0 OR R1
M5.0

Schritt 5: Zyl. -MM1 einfahren – pressen beenden


entpressen
-MB3 AND SR
M4.0 S M5.0
4.5 Q =

-SF0 OR R1
M6.0

Schritt 6: Zyl. -MM3 einfahren – Schutzgitter öffnen


öffnen
-MB1 AND SR
M5.0 S M6.0
Q =

-SF0 OR R1
-MB5

Befehlsausgabe
M1.0 -MB5

M2.0 -MB1

M3.0 -MB3

M4.0

M5.0 OR -MB2
-SF0

M6.0 OR -MB6
-SF0
-BG1

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