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Kármán-Linie: Inhaltsverzeichnis

Die Kármán-Linie ist eine gedachte Grenze in 100 km Höhe, die Luftfahrt von Raumfahrt unterscheidet, da oberhalb dieser Höhe Fliehkraft anstelle von dynamischem Auftrieb für Höhengewinne verantwortlich ist. Sie wurde von Theodore von Kármán definiert und ist wichtig für die Klassifikation von Flugleistungen, hat jedoch keine völkerrechtliche Bedeutung. Verschiedene Definitionen existieren, wie die der USA, die eine Höhe von 50 Meilen (ca. 80 km) verwenden.

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Kármán-Linie: Inhaltsverzeichnis

Die Kármán-Linie ist eine gedachte Grenze in 100 km Höhe, die Luftfahrt von Raumfahrt unterscheidet, da oberhalb dieser Höhe Fliehkraft anstelle von dynamischem Auftrieb für Höhengewinne verantwortlich ist. Sie wurde von Theodore von Kármán definiert und ist wichtig für die Klassifikation von Flugleistungen, hat jedoch keine völkerrechtliche Bedeutung. Verschiedene Definitionen existieren, wie die der USA, die eine Höhe von 50 Meilen (ca. 80 km) verwenden.

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Kármán-Linie – Wikipedia [Link]

org/wiki/K%C3%A1rm%C3%A1n-Linie

Kármán-Linie
Die Kármán-Linie ist eine gedachte Grenze in einer Höhe von 100 km über dem
Meeresspiegel, die dazu genutzt wird, um die Luftfahrt von der Raumfahrt zu unterscheiden.
Oberhalb dieser Grenze sollen Höhengewinne von Luftfahrzeugen überwiegend auf der für
Orbitalflüge nötigen Fliehkraftwirkung anstelle des von Flugzeugen genutzten dynamischen
Auftriebs beruhen. Festgelegt wurde diese Grenzhöhe von der Fédération Aéronautique
Internationale (FAI) und benannt zu Ehren des Luftfahrttechnikers Theodore von Kármán, der
entscheidend an ihrer Definition mitwirkte.

Die im Zweiten Weltkrieg eingesetzte deutsche A4 („V2“) mit der Bezeichnung MW 18014 war
als ballistische Artillerierakete großer Reichweite konzipiert und das erste von Menschen
konstruierte Objekt, das eine Höhe von über 100 km erreichte. Der erste Mensch, der die
Kármán-Linie überschritt, war der sowjetische Kosmonaut Juri Gagarin am 12. April 1961.

Inhaltsverzeichnis
Hintergrund und Bedeutung
Andere Definitionen
Weblinks
Literatur
Einzelnachweise

Hintergrund und Bedeutung


Anfang der 1950er wollte von Kármán die Luftfahrt von der Raumfahrt unterscheiden können.
Dafür benötigte er eine Definition und korrespondierte deshalb mit zahlreichen führenden
Wissenschaftlern aus diesen zwei Bereichen. Die Idee bei der Erstellung einer Grenze war, dass
ein Flugobjekt, je höher es steigt, immer höhere Geschwindigkeiten benötigt, um durch die
aerodynamischen Kräfte kontrolliert fliegen zu können. Ab einer bestimmten Geschwindigkeit
bzw. Höhe ist die Zentrifugalkraft größer als die aerodynamischen Kräfte. Die Luftfahrt ist
damit bedeutungslos. Dafür wurden zahlreiche Berechnungen durchgeführt, die ergaben, dass
die Grenze bei einer Höhe von circa 100 Kilometer gesetzt werden kann. Von Kármán schlug die
gerundete Höhe von 100 Kilometer vor, die von den anderen Wissenschaftlern akzeptiert wurde
und relativ nah an den berechneten Ergebnissen liegt.[2]

Die Kármán-Linie dient im Wesentlichen der Klassifikation von Flugleistungen, da diese in den
beiden Bereichen unterhalb und oberhalb von ihr nicht vergleichbar sind. So wurde sie
beispielsweise bei der Auslobung des X-Prize für den ersten privat finanzierten Weltraumflug
als Kriterium verwendet.

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Kármán-Linie – Wikipedia [Link]

Die Kármán-Linie hat – wie auch andere Eingrenzungen von


„Weltraum“ – keine völkerrechtliche Bedeutung. Nach
internationalen Rechtsstandards befinden sich alle Luftfahrzeuge
und Raketen oberhalb eines Staatsgebiets in dessen nationalem
Luftraum, egal wie hoch sie fliegen.[3]

Andere Definitionen
Die Streitkräfte der Vereinigten Staaten orientieren sich anstelle
der Kármán-Linie an einer in den 1950er-Jahren vom National
Advisory Committee for Aeronautics (NACA) festgelegten
Flughöhe von 50 Meilen (etwa 80 km). Dieser Definition liegt die
Annahme zugrunde, dass für die aerodynamische Steuerung eines
Luftfahrzeugs ein dynamischer Druck auf die Steuerflächen von
mindestens 1 lbF/ft² (47,88 Pa) nötig ist. So verlieh die U.S. Air
Force Astronautenabzeichen an Piloten wie William John Knight,
die mit dem Experimentalflugzeug X-15 die Grenze von
50 Meilen, aber nicht von 100 km überschritten. Nach demselben
Kriterium vergibt die Luftfahrtbehörde FAA seit 2004
Astronautenabzeichen an „kommerzielle Astronauten“.

Internationale Rechtsnormen betrachten jeden Orbitalflug als


Raumflug, egal in welcher Höhe er stattfindet.[3]

Einzelne Staaten können den ihrer Lufthoheit unterliegenden


Luftraum mit nationalen Regelungen eingrenzen. Österreich
definiert dazu seine „obere Staatsgrenze“ als die „Höhe, in der
sich Luftfahrzeuge nicht mehr aufgrund des aerodynamischen
Auftriebs, sondern nur aufgrund der Keplerschen Kraft zu
bewegen vermögen“, ohne eine konkrete Höhe anzugeben.[4]
Diese der Kármán-Linie ähnliche Definition ist insofern nicht
vereinbar mit den physikalischen Gegebenheiten, als der
dynamische Auftrieb mit zunehmender Höhe stetig ab- und die
„Keplersche Kraft“ mit zunehmender Geschwindigkeit stetig
zunimmt. Ein plötzlicher Wechsel zwischen aerodynamischen
und astrodynamischen Kräften findet nicht statt.

Weblinks
Hintergrundinformationen der FAI ([Link]
undary) (englisch)
Extra Feature: A word about the definition of space ([Link]
[Link]/centers/dryden/news/X-Press/stories/2005/10210
5_Schneider.html) (englisch). NASA-Information
Anita Vonmont: Kármán-Linie – Wo fängt das Weltall an? (http
s://[Link]/wissen/weltraum/k-rm-n-linie-wo-faengt-das-wel

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Kármán-Linie – Wikipedia [Link]

tall-an) In: [Link], 10. März 2023.

Literatur Schichten der Atmosphäre.[1]


(nicht maßstabsgetreu)

Jonathan C. McDowell: The edge of space: Revisiting the Karman Line. Acta Astronautica,
Volume 151, Oktober 2018, S. 668–677 (abstract ([Link]
ticle/pii/S0094576518308221)).

Einzelnachweise
1. Peeling Back the Layers of the Atmosphere ([Link]
ack-layers-atmosphere) (englisch). NOAA National Environmental Satellite, Data, and
Information Service (NESDIS), 22. Februar 2016. Abgerufen am 3. September 2018
(englisch).
2. S. Sanz Fernández de Córdoba: 100km Altitude Boundary for Astronautics. ([Link]
[Link]/page/icare-boundary) Fédération Aéronautique Internationale, 25. Mai 2012, abgerufen
am 3. September 2018 (englisch).
3. Space Environment and Orbital Mechanics. ([Link]
[Link] Federation of American
Scientists, archiviert vom Original ([Link]
[Link]%2Fspp%2Fmilitary%2Fdocops%2Farmy%2Fref_text%[Link]) am
2. September 2016; abgerufen am 17. Februar 2024 (englisch).
4. Luftverkehrsregeln 2014 ([Link]
rmen&gesetzesnummer=20008992), § 3 Abs. 5.

Abgerufen von „[Link]

Diese Seite wurde zuletzt am 28. Januar 2025 um 18:36 Uhr bearbeitet.

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