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Erdatmosphäre: Inhaltsverzeichnis

Die Erdatmosphäre ist die gasförmige Hülle der Erde, die hauptsächlich aus Stickstoff (78,08 %) und Sauerstoff (20,95 %) besteht und in verschiedene Schichten unterteilt ist, darunter die Troposphäre, Stratosphäre und Mesosphäre. Wetterphänomene treten vorwiegend in der Troposphäre auf, während die höheren Schichten weniger Einfluss auf das Wetter haben. Die Atmosphäre hat sich über Milliarden Jahre entwickelt, wobei Prozesse wie Vulkanismus und die Photosynthese von Mikroorganismen eine entscheidende Rolle spielten.

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Erdatmosphäre: Inhaltsverzeichnis

Die Erdatmosphäre ist die gasförmige Hülle der Erde, die hauptsächlich aus Stickstoff (78,08 %) und Sauerstoff (20,95 %) besteht und in verschiedene Schichten unterteilt ist, darunter die Troposphäre, Stratosphäre und Mesosphäre. Wetterphänomene treten vorwiegend in der Troposphäre auf, während die höheren Schichten weniger Einfluss auf das Wetter haben. Die Atmosphäre hat sich über Milliarden Jahre entwickelt, wobei Prozesse wie Vulkanismus und die Photosynthese von Mikroorganismen eine entscheidende Rolle spielten.

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Erdatmosphäre – Wikipedia [Link]

org/wiki/Erdatmosph%C3%A4re

Erdatmosphäre
Die Atmosphäre der Erde, auch Erdatmosphäre (von
altgriechisch ἀτμός atmós, deutsch ‚Dampf‘ und σφαῖρα
sphaira, deutsch ‚Kugel‘) ist die gasförmige Hülle der
Erdoberfläche und eine der sogenannten Erdsphären. Sie
hat einen hohen Anteil an Stickstoff und Sauerstoff und
somit oxidierende Verhältnisse.

Ihre vertikale Gliederung ist durch unterschiedliche


Temperaturen bedingt. Das Wettergeschehen findet in den Atmosphäre der Erde,
aufgenommen von der ISS (2013)
unteren etwa 10 Kilometern statt, der Troposphäre. Die
höheren Schichten haben keinen großen Einfluss mehr.

Inhaltsverzeichnis
Zusammensetzung
Aufbau
Schichtung
Grenze zum Weltraum
Erforschung
Entwicklung
Literatur
Weblinks
Einzelnachweise

Zusammense ung
→ Hauptartikel: Luft
Die bodennahen Schichten bis in etwa 90 km Höhe (Kármán-Linie der Raumfahrt) haben eine
recht gleichförmige Zusammensetzung, weshalb man auch von Homosphäre spricht. Was als
Luft bezeichnet wird, besteht im Wesentlichen bei Außerachtlassen des wechselnden
Wasserdampfgehalts (d. h. in Volumenprozent trockener, wasserdampffreier Luft) aus:
78,08 % Stickstoff (N2), 20,95 % Sauerstoff (O2) und 0,93 % Argon (Ar), dazu Aerosole und
Spurengase, darunter Kohlenstoffdioxid (CO2, mit derzeit 0,04 %, nach Wasserdampf der
wichtigste Verursacher des Treibhauseffekts), ferner Methan (CH4), Ozon (O3),
Fluorchlorkohlenwasserstoffe, Schwefeldioxid (SO2) und Stickstoffverbindungen.[1]

Siehe auch: Kohlenstoffdioxid in der Erdatmosphäre

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Erdatmosphäre – Wikipedia [Link]

Tabellarische Auflistung einiger


Gase in der Atmosphäre

Gas Prozentanteil

Stickstoff 78,08 %

Sauerstoff 20,95 %

Argon 0,93 %

Kohlenstoffdioxid 0,04 %

Für die Entstehung des Wetters ist neben der Energie-


zufuhr durch die Sonnenstrahlung und ihrer tages- und
jahreszeitlichen Schwankung hauptsächlich der Gehalt an
Wasserdampf verantwortlich. Dieser kommt in wechselnder
Konzentration von 0 % Vol. bis etwa 4 % Vol. in der Luft
vor, siehe Luftfeuchtigkeit. Die regionale
Sonneneinstrahlung hängt über den Gehalt an Aerosolen
auch von der Transparenz der Atmosphäre ab.
Hurrikan Isabel von der ISS
Die Hochatmosphäre ist ein bereits sehr dünnes Gas, in das
auch hochenergetische Anteile der Sonnenstrahlung noch
eindringen können. Durch kurzwelliges UV-Licht werden die Moleküle dissoziiert und teilweise
ionisiert. Ferner kommt es in Höhen über etwa 100 km auch zu einer Entmischung der
Bestandteile nach ihrer unterschiedlichen molaren Masse, weshalb dieser Abschnitt auch
Heterosphäre genannt wird. Mit wachsender Höhe nehmen daher die Anteile leichterer
Teilchen wie Wasserstoffatome und Helium zu. Diese beiden Elemente entweichen thermisch
bedingt allmählich in den Weltraum.

Au au

Schichtung
Die Atmosphäre weist eine Masse von etwa
5,15 · 1018 kg auf (5,15 Billiarden Tonnen), also
knapp ein Millionstel der Erdmasse. Sie besteht
hinsichtlich ihres vertikalen Temperaturverlaufs,
insbesondere dessen Gradienten, aus mehreren
Schichten:

Troposphäre von der Erdoberfläche bis zur


Tropopause in Höhen zwischen 7 km
(Polargebiete) und 17 km (Tropen)
Stratosphäre bis zur Stratopause in 50 km
Höhe
Aufbau der Atmosphäre der Erde
Mesosphäre bis zur Mesopause in 80 bis
85 km Höhe
Thermosphäre (siehe auch unten, Ionosphäre)
Exosphäre darüber.

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Erdatmosphäre – Wikipedia [Link]

Die Troposphäre wird auch als untere Atmosphäre


bezeichnet, Stratosphäre und Mesosphäre gemeinsam als
mittlere Atmosphäre und die Thermosphäre als obere
Atmosphäre.

Vor allem in der Troposphäre – der Wettersphäre – zeigt


sich eine Dynamik innerhalb der Temperaturschichtung und
Video: Die Schichten der
des Gehalts an Wasserdampf, weshalb dort auch die
Erdatmosphäre
jeweilige Schichtungsstabilität eine große Rolle spielt. Außer
nach dem Temperaturverlauf lässt sich die Lufthülle auch
nach anderen Gesichtspunkten einteilen:

Nach dem aerodynamischen Zustand

Prandtl-Schicht (etwa 0–50 m)


Ekman-Schicht (etwa 50–1000 m)
Prandtl-Schicht + Ekman-Schicht = planetare
Grenzschicht = Peplosphäre
Freie Atmosphäre (>1 km)

Nach dem Durchmischungsgrad

Die Homosphäre ist turbulent durchmischt und reicht bis Durchschnittliche Temperatur und
zur Homopause in etwa 100 km Höhe. molare Masse der Luft in
Abhängigkeit von der Höhe
Darüber beginnt die Heterosphäre. Hier trennen sich die
Teilchen nach ihrer Molmasse, da die molekulare
Diffusion dominiert.

Nach dem radio-physikalischen Zustand der


Atmosphäre

Neutrosphäre (Gase überwiegend im neutralen, also


nichtionisierten Zustand)
Ionosphäre (ionisierte Gase, in der Thermosphäre
eingelagert, >80 km)
Plasmasphäre (vollständige Ionisation aller Teilchen,
>1000 km)
Magnetosphäre
Nach chemischen Gesichtspunkten lassen sich außerdem Durchschnittlicher Luftdruck und
die Ozonosphäre (Ozonschicht in 16–50 km Höhe) und eine Luftdichte in Abhängigkeit von der
Chemosphäre (20–600 km) abgrenzen. Höhe

Grenze zum Weltraum


Der Übergang zwischen Exosphäre und Weltraum ist kontinuierlich, man kann keine scharfe
Obergrenze der Atmosphäre ziehen. In der Exosphäre (oberhalb der Exobase in ~600 km Höhe)
ist die mittlere freie Weglänge so groß, dass Teilchen entweichen können, wenn sie die
Fluchtgeschwindigkeit erreichen können. Einzelnen Wasserstoffteilchen wird das durch
Zusammenstöße bereits bei mittleren Geschwindigkeiten von 3–4 km/s möglich.

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Seitens der Fédération Aéronautique Internationale wird die


Homopause bzw. eine Höhe von rund 100 km (Kármán-
Linie) als Grenze angesehen. Diese Definition ist
international weitestgehend anerkannt, wenn sie auch keine
uneingeschränkte Gültigkeit besitzt. So wird zum Beispiel
von der NASA die Mesopause (etwa 80 km) als Grenze
definiert.

Erforschung
Die untere Atmosphäre, insbesondere die Troposphäre, ist Standardatmosphäre 1976 bis
das Forschungsfeld der Meteorologie, wohingegen die 90 km Höhe
mittlere und obere Atmosphäre (Stratosphäre, Mesosphäre)
in den Bereich der Aerologie gehören.

Messungen erfolgen in Bodennähe mit dem vollen Spektrum der meteorologischen Messgeräte.
In der Höhe, besonders in Bezug auf Höhenprofile, stellen Radiosonden, meteorologische
Raketen, Lidars, Radars und Wetter- beziehungsweise Umweltsatelliten die wichtigsten
Messverfahren dar. In der Zukunft werden voraussichtlich auch Höhenplattformen wie das
High Altitude and Long Range Research Aircraft eine größere Rolle spielen.

Entwicklung
→ Hauptartikel: Entwicklung der Erdatmosphäre
Die Entwicklung der Atmosphäre ist ein Teil der chemischen Evolution der Erde und zudem ein
wichtiges Element der Klimageschichte. Sie wird heute in vier wesentliche Entwicklungsstufen
unterschieden.

Am Anfang stand die Entstehung der Erde vor etwa 4,56 Milliarden Jahren. Dabei verfügte sie
schon sehr früh über eine vermutlich aus Wasserstoff (H2) und Helium (He) bestehende
Gashülle, die jedoch wieder verloren ging.

Durch die langsame Abkühlung der Erde und den dabei


auftretenden Vulkanismus kam es zu einer umfangreichen
Ausgasung aus dem Erdinneren. Die dadurch erzeugte
Atmosphäre bestand zu etwa 80 % aus Wasserdampf (H2O),
zu 10 % aus Kohlendioxid (CO2) und zu 5 bis 7 % aus
Schwefelwasserstoff. Dabei handelt es sich um die Produkte
des Vulkanismus, die auch heute noch beobachtet werden
können. Der hohe Anteil des Wasserdampfs erklärt sich
Der Vulkanismus als wesentlicher
dadurch, dass die Atmosphäre zu diesem Zeitpunkt noch zu Faktor der Atmosphärenentwicklung
warm war, um Niederschläge bilden zu können. Es gab also
noch keine Gewässer auf der Erde. Der eigentliche Ursprung
des Wassers ist umstritten.

Nachdem die Temperatur der Atmosphäre unter den Siedepunkt des Wassers gefallen war, kam
es zu einem extrem langen Dauerregen, nach dessen Ende sich die Ozeane gebildet hatten und

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Erdatmosphäre – Wikipedia [Link]

dementsprechend die anderen Atmosphärengase relativ zum Wasserdampf angereichert


wurden.

Die hohe UV-Einstrahlung bedingte eine photochemische Zerlegung der Wasser-, Methan- und
Ammoniakmoleküle, wodurch sich Kohlenstoffdioxid und Stickstoff relativ anreicherten. Die
leichten Gase wie Wasserstoff oder Helium verflüchtigten sich in den Weltraum.
Kohlenstoffdioxid wurde in großen Mengen in den Ozeanen gelöst und von C-autotrophen
Mikroorganismen zum Teil verbraucht. Unverändert blieb der inerte Stickstoff. Dieser wurde
mit der Zeit weiter relativ angereichert und bildete vor etwa 3,4 Milliarden Jahren den
Hauptbestandteil der Atmosphäre.

Der Sauerstoff O2 spielt die Hauptrolle bei der weiteren


Entwicklung zur heutigen Atmosphäre. Cyanobakterien mit
oxygener Photosynthese führten als C-Autotrophe zu einem
weiteren Absinken der Kohlenstoffdioxidkonzentration,
bildeten aber vor allem (möglicherweise schon vor etwa 3,5
Milliarden Jahren beginnend) Sauerstoff. Die
Sauerstoffkonzentration der Atmosphäre blieb jedoch
zunächst gering, weil der gebildete Sauerstoff in den
Ozeanen bei der Oxidation von Eisen(II)-Ionen und Entwicklung des O2-Gehaltes
Schwefelwasserstoff verbraucht wurde. Erst vor etwa zwei während der letzten Jahrmilliarde
Milliarden Jahren begann Sauerstoff in die Atmosphäre zu
entweichen, als die mit Sauerstoff reagierenden Stoffe
knapp wurden. Vor einer Milliarde Jahren überstieg die Sauerstoffkonzentration der
Atmosphäre drei Prozent, wodurch sich im Verlauf der nächsten 400 Millionen Jahre
allmählich eine erste Ozonschicht bilden konnte. Vor 500–600 Millionen Jahren stieg der
Sauerstoffgehalt, bedingt durch das erste massenhafte Auftreten von Landpflanzen, rapide an
und erreichte vor 350 Millionen Jahren erstmals das heutige Niveau. Nach mehreren starken
Schwankungen während des Erdmittelalters erreichte der Luftsauerstoffgehalt schließlich den
heutigen Wert von 21 %.

Literatur
Helmut Kraus: Die Atmosphäre der Erde – Eine Einführung in die Meteorologie. Springer,
Berlin 2004, ISBN 3-540-20656-6.
Kshudiram Saha: The Earth’s Atmosphere – Its Physics and Dynamics. Springer, Berlin
2008, ISBN 978-3-540-78426-5
Mark Z. Jacobson: 0-521-54865-9 of Atmospheric Modeling. Cambridge University Press,
Cambridge 2005, ISBN 0-521-54865-9
C. N. Hewitt, Andrea V. Jackson (Herausgeber): Handbook of Atmospheric Science –
Principles and Applications. Blackwell, Malden (Massachusetts) 2003, ISBN 0-632-05286-4
Kristian Schlegel: Vom Regenbogen zum Polarlicht – Leuchterscheinungen in der
Atmosphäre. Springer Spektrum, Heidelberg 2001, ISBN 3-8274-1174-2
Edmond Murad, Iwan P. Williams: Meteors in the Earth’s Atmosphere – Meteoroids and
Cosmic Dust and their Interactions with the Earth’s Upper Atmosphere. Cambridge
University Press, Cambridge 2002, ISBN 0-521-80431-0

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Erdatmosphäre – Wikipedia [Link]

Weblinks
Commons: Erdatmosphäre ([Link]
arth%27s_atmosphere?uselang=de) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Wiktionary: Atmosphäre – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme,
Übersetzungen
Literatur von und über Erdatmosphäre ([Link]
h&query=4003397-1) im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
Aufbau der Erdatmosphäre – bildungsserver ([Link]
[Link]/Aufbau_der_Atmosph%C3%A4re) – Aufbau
[Link]: Atmosphäre – Mesosophäre ([Link]
[Link])
Atmosphärenmodelle des National Space Science Data Center ([Link]
modelweb/) (englisch)
Das Klimainformationsprojekt für Schule und Bevölkerung ([Link]
ojects_start_page/Themenwahl_____io.html)
[Link]: Erdatmosphäre reicht bis zum Mond ([Link]
rdatmosphaere-reicht-bis-zum-mond/) 22. Februar 2019

Einzelnachweise
1. [Link] ([Link]
[Link]/[Link]) (Memento vom 20. August 2016 im Internet Archive)

Normdaten (Sachbegriff): GND: 4003397-1 | LCCN: sh85009271 | NDL: 00572535

Abgerufen von „[Link]

Diese Seite wurde zuletzt am 17. Januar 2025 um 13:41 Uhr bearbeitet.

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