Modellsatz
Modellsatz
Kultusministerkonferenz
DSD I PRO
Modellsatz 2
© Dieser Testsatz wurde erstellt vom Bundesamt für Auswärtige Angelegenheiten - Zentralstelle für das
Auslandsschulwesen.
DSD I PRO
Modellsatz 2
Leseverstehen
Der Prüfungsteil Leseverstehen besteht aus fünf Teilen. Notieren Sie Ihre Lösungen zuerst auf den
Aufgabenblättern. Sie haben insgesamt 60 Minuten Zeit, um die fünf Teile zu bearbeiten. Danach haben
Sie 10 Minuten Zeit, um Ihre Lösungen auf das Antwortblatt zu übertragen.
Teil 1
Sie finden unten einen kurzen Lesetext. Der Text hat vier Lücken (Aufgabe 1–4). Setzen Sie
aus der Wortliste (A–H) das richtige Wort in jede Lücke ein. Einige Wörter bleiben übrig.
Wortliste
(Z) Messe (A) Aussage (B) warten (C) gelten (D) Bestätigung (E) hinweisen
(F) Anlage (G) erläutern (H) Garantie
vielen Dank für das angenehme Gespräch auf der (0) ___Z___ für Wäscherei und Textilreinigung.
Sie haben nach Informationen zu unserer Industriewaschmaschine DX 376 für Wäschereien gefragt.
Wie Sie es gewünscht hatten, nenne ich Ihnen in der (1) ______ den Einzelpreis und die Sonderpreise
beim Kauf von fünf, zehn oder mehr Geräten.
Ich möchte Sie auch auf unsere günstigen Wartungsverträge (2) ______. Wenn Sie einen
Wartungsvertrag abschließen, bekommen Sie zusätzlich zu unserem Service zehn Prozent Rabatt auf
die Ersatzteile.
Die Preise in der Preisliste (3) _______ bis zum 31. Dezember dieses Jahres. Wir geben zwei Jahre
(4) _______ auf die Geräte.
Ich hoffe, dass die Preise für Sie passen. Weitere Fragen beantworte ich Ihnen gerne am Telefon.
Markus Motz
KORBAI GmbH
(Quelle: frei)
Achtung!
Wählen Sie jetzt noch eine passende Betreffzeile zum Text aus!
Aufgabe 5: Welche Betreffzeile passt am besten zum Text? Kreuzen Sie an.
A Auftrag
B Angebot
C Dokumente
Ende Teil 1
Teil 2
Praktikumsberichte
Auf der nächsten Seite finden Sie acht kurze Abschnitte aus Praktikumsberichten.
Lesen Sie die Aufgaben (6–9) und die Abschnitte aus den Berichten (A–H).
Welcher Abschnitt passt zu welcher Aufgabe?
Aufgaben 6–9
Berichte A–H
Ich bekam eine Anleitung, wie man als Technischer Zeichner die verschiedenen
Materialoberflächen zeichnet. In der Anleitung gab es eine Liste von Symbolen. Dann
Z überprüfte ich, ob die Zeichnungen die richtigen Symbole für die verschiedenen
Oberflächen enthielten.
Als ich an einem Fahrzeug die Reifen wechseln sollte, kontrollierte ich im Lager die
A genaue Bezeichnung auf den Reifen. Ich verglich sie mit den Angaben auf dem
Auftragsschein. Dann brachte ich die neuen Reifen zu dem Fahrzeug und montierte sie.
Ich sollte das erste Mal ganz allein einen Gast bedienen. Der Kunde war ein älterer
B Mann. Er hatte einige Sonderwünsche und wollte bei der Auswahl des Weins beraten
werden. Am Ende war er sehr zufrieden und bedankte sich bei mir.
Der Ausbilder zeigte mir die ganze Lagerhalle. Dabei sollte ich besonders auf Warn-
C oder Hinweisschilder achten. Ausführlich erklärte er mir, was die Zeichen auf den
Schildern bedeuten, und wie wichtig der Feuerschutz in einem Lager ist.
Ich reinigte alle Maschinenteile sorgfältig und behandelte sie dann mit einer chemischen
D
Flüssigkeit. Sie sollte das Metall vor Schäden schützen, z. B. damit es nicht rostet.
Als die Waren vom Auto abgeladen waren, überprüfte ich, ob nichts fehlte. Ich scannte
den Code der Aufkleber ein, um zu sehen, ob es die richtigen Produkte waren. Dann
E
zählte ich die Kisten und schaute nach, ob die Menge die gleiche wie auf dem
Bestellschein ist.
Heute bereitete ich eine Salatsoße zu. Ich suchte die passende Rezeptkarte und stellte die
F Zutaten zusammen. Von jeder Zutat musste ich genau die richtige Menge abmessen.
Zum Schluss vermischte ich die einzelnen Zutaten.
Der Ausbilder zeigte mir zuerst, wie man das Messer richtig hält. Dann zeigte er mir die
G verschiedenen Arten, wie man Gemüse schneiden kann. Ich übte den restlichen
Vormittag das Schneiden in Streifen, Scheiben und Quadrate.
Ich arbeitete mit dem Zimmermädchen auf dem ersten Stock. Sie zeigte mir, wie man
H die Betten richtig macht. Dann half ich beim Reinigen des Badezimmers. Sie erklärte
mir, welche Reinigungsmittel ich verwenden sollte und wie man sie benutzt.
(Quelle: frei)
Ende Teil 2
Teil 3
Alte Berufe verschwinden, neue entstehen. Vorhersagen für die Zukunft sind schwierig.
Ein Beispiel: Seitdem wir alle Digitaluhren tragen, wollen nur noch sehr wenige Jugendliche
Uhrmacher werden. Dennoch gibt es einige wenige Werkstätten, die teure mechanische Uhren
herstellen. Dort arbeiten natürlich noch Uhrmacher. Der Ausbildungsleiter einer solchen
Uhrenwerkstatt berichtet, dass Ausbildungsstellen zum Uhrmacher im Durchschnitt erst nach einem
Jahr besetzt werden können, weil es so wenige Bewerber gibt.
Ein Beispiel für einen Beruf mit Zukunft: Gamedesigner, also Entwickler von Computerspielen. Der
Markt für Computerspiele ist riesig, gute Leute braucht man dringend. Ältere Mitarbeiter, die so
etwas entwickeln können, gibt es praktisch nicht. Deshalb sucht man junge Leute. Und so finden es
neuerdings auch einige Eltern gut, wenn ihre Kinder am Computer spielen. Das ist nämlich eine gute
Vorbereitung auf das Studium des Game-Designs, ohne das man in dem Beruf nicht arbeiten kann.
Aktuell auf dem Arbeitsmarkt gesuchte Berufe können aber auch schon bald verschwinden.
Beispielsweise werden momentan überall LKW-Fahrer gesucht. Aber schon in wenigen Jahren
könnten automatische Fahrsysteme dafür sorgen, dass die Fahrzeuge ganz ohne Fahrer bewegt
werden. Berufskraftfahrer ist daher ein Beruf, der heute stark gesucht ist, der aber in Zukunft
vielleicht ganz wegfallen wird. Logistikspezialist oder Informatiker für Logistik dagegen sind
grundsätzlich zukunftsorientiertere Berufe. Man denke nur an den wachsenden Internethandel.
Fazit: Wer sich an den großen Trends am Arbeitsmarkt orientiert, findet am sichersten einen Beruf,
den es auch in Zukunft noch geben wird.
bearbeitet)
Aufgaben 10–14
richtig falsch
Eine Ausbildung zum Uhrmacher kann man auch heute noch
10
machen.
11 Häufig entwickeln ältere Programmierer Computerspiele.
Ende Teil 3
Teil 4
Licht am Arbeitsplatz
Rund ein Drittel der Menschen, die in einem Büro arbeiten, berichtet über Probleme mit den Augen,
über Müdigkeit und Kopfschmerzen. Auch viele Schüler und Studenten kennen diese Probleme aus
eigener Erfahrung. Der Grund dafür kann eine Augenkrankheit sein. Oft entstehen Augenprobleme
aber nur deshalb, weil die Licht- und Sehbedingungen am Arbeitsplatz oder in der Klasse schlecht
sind.
Ein häufiges Problem ist falsches Licht. Grundsätzlich sollte möglichst viel Tageslicht, das heißt das
natürliche Licht der Sonne, im Raum sein. Das ist nicht nur angenehm für die Augen, sondern es
sorgt auch dafür, dass sich die Menschen wohlfühlen. Viele Menschen fühlen sich deutlich besser,
wenn sie ab und zu vom Bildschirm aufblicken und aus dem Fenster sehen können. Auch für die
Augen ist die Abwechslung gut. Trotzdem braucht man am Arbeitsplatz immer künstliches Licht.
Hier kann professionelles Planen durch Innenarchitekten viel helfen, damit die Menschen sich auch
am Schreibtisch wohlfühlen und die Stimmung gut ist. Zuerst ist es wichtig, dass das Licht in einem
Raum überall gleich hell ist. Große Unterschiede zwischen ganz hellen und ganz dunklen Bereichen
sollte man vermeiden. Das Büro sieht dadurch nicht besser aus, und dunkle Schatten in einem Raum
finden die meisten Menschen unangenehm.
Gute Deckenlichter ersetzen nicht die Schreibtischlampe an jedem Arbeitsplatz. Am besten stellt man
Schreibtischlampen seitlich auf. Rechtshänder brauchen sie auf der linken Seite, Linkshänder auf der
anderen. Schreibtischlampen sollten ganz nach eigenen Wünschen einstellbar sein.
Die Helligkeit des künstlichen Lichts kann man automatisch verändern. Dazu benutzt man
Lichtfühler oder Sensoren. Das sind elektronische Geräte, die das Tageslicht messen. Wenn tagsüber
sehr helles Licht von außen kommt, wird das elektrische Licht auf eine etwas geringere Leistung
eingestellt. Damit wird auch der Energieverbrauch reduziert.
Auch die Farben im Büro sind wichtig. Für die Belastung der Augen sind sie zwar egal, aber sie
können Einfluss auf die Stimmung haben. Grundsätzlich gilt: Jedes Mal, wenn man die Art seiner
Arbeit ändert, ändert sich auch die Belastung für die Augen. Man sollte also nicht stundenlang auf
den Bildschirm schauen, auch wenn die Beleuchtung dort sehr gut ist. Ideal wäre es, in der Pause das
Gebäude zu verlassen.
Aufgaben 15–20
16 Im Büro
18 Schreibtischlampen
19 Mit Sensoren
A draußen arbeitet.
B bestimmte Farben verwendet.
C öfter am Tag die Tätigkeit wechselt.
Ende Teil 4
Teil 5
Gesundheitsberufe
Lesen Sie die Texte 21–24 und die Aussagen A–H. Was passt zusammen?
Beispiel
Als angestellter oder freiberuflicher Physiotherapeut (früher: Krankengymnast)
hilfst du deinen Patienten bei ihren körperlichen Krankheiten an Armen, Schultern,
Beinen oder Rücken. Dabei ist es egal, ob es um die Behandlung nach einem Z
0
Unfall, nach einer Krankheit oder Operation geht. Als Physiotherapeut kannst du
in der eigenen Praxis oder als Angestellter in Krankenhäusern oder
Rehabilitations-Kliniken arbeiten. Du arbeitest dann z. B. in
Behandlungszimmern, in einer Turnhalle oder auch im Schwimmbad.
Als Ergotherapeut hilfst du Menschen vor allem dann, wenn sie nach schwerer
Krankheit körperlich und psychisch wieder lernen müssen, im Alltag alles
Notwendige zu schaffen. Hier kannst du deine Kreativität und Phantasie einsetzen.
21
Ob mit spielerischen Bastelübungen, Malen, Musik oder Gymnastik: Du wählst die
richtige Methode für deinen Patienten aus. Und mit Büroarbeit hast du nur wenig
zu tun.
Als Medizinische Fachangestellte (früher: Arzthelferin) hast du zwei Jobs in
einem: Krankenpflegerin und Sekretärin. Du lernst also, den Tagesablauf zu
planen. Du sorgst dafür, dass die Arztpraxis ohne Pro-bleme funktioniert.
22
Außerdem hilfst du den Ärzten bei Behandlungen. Du arbeitest also im
Behandlungszimmer oder am Schreibtisch – deine Arbeitsorte sind so
unterschiedlich wie deine Aufgaben.
Als Gesundheits- und Krankenpfleger bist du immer für die Patienten im
Krankenhaus da. Du hilfst bei der Körperpflege und unterstützt die Ärzte bei
Untersuchungen. Drei Jahre lang lernst du alle praktischen Tricks, vor allem aber
23
die Theorie: Diese Ausbildung hat einen sehr hohen Theorieanteil. Das bedeutet,
dass du viele Texte lesen musst. Wenn du dich spezialisieren möchtest, kannst du
dich weiterbilden, z. B. für einen Arbeitsplatz im Operationssaal.
Aussagen A–H
H Sie wollen Kunst und Sport für die Heilung von Patienten einsetzen.
Ende Teil 5
Sie haben jetzt 10 Minuten Zeit, um Ihre Lösungen auf das Antwortblatt
zu übertragen.
Name Vorname
Sie haben 10 Minuten Zeit, um Ihre Lösungen auf das Antwortblatt zu übertragen.
Markieren Sie mit schwarzem Schreiber:
so: so nicht:
Wenn Sie eine Markierung korrigieren möchten, füllen Sie das falsch markierte Feld ganz aus:
und markieren Sie anschließend das richtige Feld so:
Teil 1: Industriewaschmaschine
A B C D E F G H
1
2
3
4
5
Teil 2: Praktikumsberichte
A B C D E F G H
6
7
8
9
Teil 3: Ratgeber: Berufe der Zukunft Teil 4: Licht am Arbeitsplatz
richtig falsch A B C
10 15
11 16
12 17
13 18
14 19
20
Teil 5: Gesundheitsberufe
A B C D E F G H
21
22
23
24
Teil 1: Industriewaschmaschine
A B C D E F G H
1 X
2 X
3 X
4 X
5 X
Teil 2: Praktikumsberichte
A B C D E F G H
6 X
7 X
8 X
9 X
Teil 3: Ratgeber: Berufe der Zukunft Teil 4: Licht am Arbeitsplatz
richtig falsch A B C
10 X 15 X
11 X 16 X
12 X 17 X
13 X 18 X
14 X 19 X
20 X
Teil 5: Gesundheitsberufe
A B C D E F G H
21 X
22 X
23 X
24 X
DSD I PRO
Modellsatz 2
Hörverstehen
Hörtexte
Teil 1
Alltagsszenen
Szene 1
Mann Martina, ich habe gestern zwei Ersatzteile bestellt. Sind die Teile schon da?
Martina Ja, die sind angekommen. Aber ich musste so viel für Frau Merck kopieren, da
konnte ich das Paket noch nicht öffnen.
Mann Dann machen Sie das doch bitte gleich, ja? Ich muss noch kurz zum Chef und hole
mir dann die Teile.
Martina Sofort! Und entschuldigen Sie bitte.
Mann Kein Problem, bis später.
Szene 2
Frau Ach, László, gut, dass ich Sie treffe. Sie waren ja leider bei der letzten
Klassenarbeit krank. Das Attest von Ihrem Arzt habe ich bekommen. Aber die
Arbeit müssen Sie nachschreiben.
László Ja, ich weiß. Wann ist es denn soweit?
Frau Heute. Wir haben ja gleich eine Stunde zusammen. Die Aufgaben habe ich dabei.
László Aber heute schreiben wir schon eine Klassenarbeit in Materialkunde.
Frau Na gut, dann also nächsten Mittwoch. Bereiten Sie sich noch einmal gut vor.
Szene 3
Andreas Hallo Salima! Weißt du schon, ob du Urlaub für die Hochzeit deiner Freundin
bekommst?
Salima Mein Ausbildungsbetrieb ist einverstanden. Die Erlaubnis habe ich schon. Nun
fehlt noch meine Schule. Meine Eltern haben dort schon für mich einen
Urlaubsantrag gestellt. Ob die mir den Sonderurlaub wohl genehmigt?
Andreas Na ja, es ist ja eine Ausnahme. Aber du hast so gute Noten, da werden sie das
sicher tun.
Salima Ich hoffe es!
Szene 4
Mann Technische Abteilung, Köber.
Frau Hier Kutesa, vom Einkauf. Ich muss dringend Daten zu unserer Nebenstelle
schicken. Aber plötzlich habe ich keinen Zugang mehr zu unserem Netzwerk.
Können Sie mir weiterhelfen?
Mann Wir haben heute die neuen Passwörter verteilt. Haben Sie denn diesen neuen
Zugangscode eingegeben?
Frau Ach, das habe ich ganz vergessen! Ich versuche es gleich noch einmal …
Mann Okay. Rufen Sie mich an, wenn es nicht klappt.
Frau In Ordnung, herzlichen Dank!
Szene 5
Frau Du, Markus, hast du am Tag der offenen Tür an unserer Schule schon eine
Aufgabe?
Mann Hallo, Tina. Ja, ich empfange die Besucher und soll Informationsmaterial
verteilen. Total langweilig.
Frau Na dann hab ich was Interessantes für dich. Wir brauchen nämlich noch jemanden
für die Führung durch die Bibliothek.
Mann Ja, das würde ich sehr gerne machen. Die Besucher kann auch jemand anders
begrüßen. Das kläre ich gleich.
Frau Also abgemacht. Super!
Ende Teil 1
Teil 2
Aufgabe 6
Hallo Dora, hier noch einmal Sergéj! Ich habe dir den Text für meinen Vortrag geschickt. Kannst du
bitte prüfen, ob ich nichts vergessen habe? Fehler brauchst du nicht zu korrigieren. Es wäre toll, wenn
du ihn bis morgen Abend lesen könntest. Dann kann ich am Wochenende weiter daran arbeiten.
Danke, tschüss.
Aufgabe 7
Guten Tag, hier Firma BÄR. Sie haben sich Anfang Februar für einen Praktikumsplatz bei uns
beworben und sich auch vorgestellt. Leider war damals kein Platz frei, aber nächsten Monat steht
wieder ein Praktikumsplatz zur Verfügung. Wenn Sie noch Interesse haben, rufen Sie uns doch bitte
an.
Aufgabe 8
Liebe Messebesucher, wir bitten um Ihre Aufmerksamkeit. In Kürze beginnt der Workshop zum
Thema „Vorstellungsgespräch“. Der Workshop findet im ersten Stock statt. Wir bitten alle
Teilnehmer, zum Treffpunkt beim Informationsstand in Halle 3 zu kommen. Bitte beachten Sie, dass
Sie nur an dem Workshop teilnehmen können, wenn Sie sich dazu angemeldet haben. Für heute gibt
es keine freien Plätze mehr.
Aufgabe 9
Hallo, Sorin. Ich rufe wegen unseres gemeinsamen Fachprojekts an. Wir möchten uns morgen zur
Besprechung treffen. Du wolltest uns ja dein Material zeigen. Aber du warst heute krank. Wenn du
morgen nicht dabei sein kannst, verschieben wir das Treffen, bis du wieder gesund bist. Sag mir bitte
heute noch Bescheid. Bis später und gute Besserung.
Ende Teil 2
Teil 3
Guten Morgen. Mein Name ist Vahlkamp. Ich bin hier stellvertretender Betriebsleiter und
Ansprechpartner für die Praktikanten. Dann gehen wir doch gleich mal los. Ach ja, noch eine Frage:
Darf ich du sagen? Wir duzen uns hier alle …
Sicher!
Also, Selina: Was weißt du schon über unseren Betrieb und was möchtest du gerne wissen?
Hm, also, ich weiß, dass die APFELBAU GmbH 35 Mitarbeiter beschäftigt und dass auf einer
Fläche von ca. 100 Hektar Äpfel angebaut werden. Den Betrieb gibt es seit 25 Jahren, und es
wird ökologisch produziert, das hat mir besonders gut gefallen.
Richtig, uns ist Umweltschutz sehr wichtig. Von den 100 Hektar Anbaufläche werden jedes Jahr neun
bis zehn Hektar neu bepflanzt, das sind 50. bis 60.000 Jungbäume. Wir brauchen etwa fünfzehn
Jahre, um alle Bäume einmal zu erneuern.
Nein, das nicht, aber die Kunden möchten nicht immer dieselben Äpfel kaufen. So bleiben wir
flexibel und können immer neue Sorten anbieten.
Das hängt vom Wetter ab, aber in der Regel so Anfang bis Mitte August. Bei uns wird übrigens nicht
maschinell gepflückt, sondern ausschließlich mit der Hand. Nach der Qualitätskontrolle kommen die
Äpfel dann in spezielle Kühllager. Aber das wirst du bald alles miterleben.
Hier sind wir jetzt bei Bäumen mit Äpfeln, die früh reifen. Ich mache jetzt eine Produktkontrolle.
Dabei prüfe ich, ob die Äpfel schon reif sind. Dazu haben wir mehrere Möglichkeiten. Schau dir doch
mal die Farbe an!
Die meisten Äpfel sind noch grün, aber sie haben schon viele rote Flecken.
Richtig, das sieht schon ziemlich gut aus. Nun versuche mal, an einem Apfel zu ziehen.
Das bedeutet, dass der Apfel noch nicht reif ist. Wenn sie reif sind, lassen sich die Äpfel leicht lösen.
Und mit diesem Gerät hier prüfe ich, wie fest das Fruchtfleisch ist. Bei einem bestimmten Wert weiß
ich dann, ob die Äpfel reif sind. Zwei Wochen werden sie wohl noch brauchen.
Keine Sorge, es gibt genug zu tun. Wir verkaufen unsere Äpfel auch in unserem Laden. Zuerst wirst
du mit dem Lehrling Äpfel aus dem Lager holen. Dann müssen die Äpfel im Laden für unsere
Verkäuferin sortiert und verpackt werden. Komm, wir gehen gleich mal rüber.
Ende Teil 3
Teil 4
Berufskraftfahrerin
[Mann]: Jedes Jahr unterschreiben rund 7000 junge Menschen einen Ausbildungsvertrag als
Berufskraftfahrer. Nur etwa zwei Prozent davon sind Mädchen. Eine von ihnen wird uns erzählen,
wie es ihr in ihrer Ausbildung als Lastwagenfahrerin geht.
[junge Frau]: Hallo, ich heiße Leyla und mache eine Ausbildung zur Berufskraftfahrerin. Ich hatte
schon als Kind eine Vorliebe für Technik und Fahrzeuge, vor allem für Lastwagen. Für mich sind
Lastwagen einfach schön! Kleinere Autos haben mich als Kind nie begeistert, und ich hatte auch nie
ein Fahrrad. Aber so ein großes, kraftvolles Fahrzeug zu lenken, das fand ich toll. Einen anderen
Berufswunsch hatte ich nie.
Es stimmt, dass es nicht viele Frauen in diesem Beruf gibt. Aber ganz allein bin ich trotzdem nicht: In
meiner Berufsschulklasse sind wir drei Mädchen. Die Jungs haben damit kein Problem; den meisten
gefällt es sogar, dass sich auch Mädchen für den Beruf interessieren.
In meinem Ausbildungsbetrieb ist das ein bisschen anders. Ich bin das erste Mädchen, das dort als
Fahrerin ausgebildet wird. Meine Kollegen hatten Zweifel, als ich die Stelle bekam. Sie dachten, dass
ich nicht durchhalten würde. Der Chef nicht; der hat sofort gemerkt, wie ernst es mir mit meinem
Berufswunsch war. Mich haben die Zweifel der Kollegen auch nicht gestört. Das war eher eine
Herausforderung: Ich wollte allen zeigen, was ich kann. In der Zwischenzeit nehmen mich die
Kollegen ernst und wissen, dass ich den Job schaffe.
Heute kann ich die Kollegen um Hilfe bitten, ohne dass sie sich über mich lustig machen. Denn ab
und zu brauche ich tatsächlich ihre Hilfe bei Arbeiten, für die man viel Kraft braucht! Es wäre gut,
wenn ich etwas größer und stärker wäre. Aber deswegen verliere ich nicht die Freude an meinem
Beruf! Im Gegenteil, die Ausbildung macht mir eigentlich immer mehr Spaß.
Ich bin eine Woche pro Monat in der Berufsschule, und drei Wochen fahre ich Lastwagen. Meistens
fahre ich Strecken in einem Umkreis von 150 Kilometern. Manchmal sind aber auch
Deutschlandtouren dabei. Die dauern bis zu einer Woche. Ab und zu fahre ich auch eine
Nachtschicht. Ins Ausland darf ich nur als Beifahrerin; allein ins Ausland fahren darf ich erst, wenn
ich 21 Jahre alt bin. Dann habe ich auch meine Ausbildung abgeschlossen.
Als Berufskraftfahrerin kann man sich für den Transport von Waren oder für Personentransport
entscheiden. Für mich war klar, dass ich Waren transportieren möchte. Zu meinen Aufgaben gehört
dabei auch die Überwachung des Ein- und Ausladens. Als Fahrerin bin ich für meinen LKW
verantwortlich. Ich kontrolliere ihn regelmäßig und mache einfache Wartungsarbeiten. Im Notfall
muss ich auch kleine Reparaturen durchführen.
Was ich an meinem Beruf mag? Ich komme viel herum, später auch ins Ausland! Ich mag die Ruhe
in meiner Fahrerkabine. Dort bin ich allein die Chefin! Was ich weniger mag, sind Autofahrer, die
uns Lastwagenfahrer beschimpfen. Fahren können wir nämlich wirklich gut!
Ende Teil 4
Teil 5
Nummer 0
Ich hatte mir die Umstellung von der Schule auf die Ausbildung leichter vorgestellt. Vor allem war
für mich schwierig, dass ich in eine andere Stadt ziehen musste. Ich konnte nur am Wochenende nach
Hause. Meine Familie und meine Freunde haben mir sehr gefehlt.
.
Nummer 21
Der Grund für den Abbruch waren die Mängel in der Ausbildung. Auch nach Monaten musste ich
Arbeiten erledigen, die nichts mit meinem Beruf zu tun hatten. Ich bekam einfach keine Chance, das
zu lernen, was man im Beruf braucht.
Nummer 22
Ich muss zugeben, dass ich mich zu wenig über den Beruf informiert habe. Erst während der
Ausbildung wurde mir klar, dass ich ein falsches Bild von dem Beruf und falsche Erwartungen hatte.
Da hab ich die Ausbildung lieber gleich abgebrochen und gekündigt.
Nummer 23
Mit der Qualität der Ausbildung hatte das nichts zu tun; ich hatte persönliche Gründe für den
Abbruch. Es gab dauernd Streit mit meinem Chef. Ich hatte von Anfang an den Eindruck, dass er
mich nicht mochte. Im neuen Betrieb macht die Ausbildung Spaß!
Nummer 24
Der Abbruch ist mir nicht leicht gefallen, aber es musste sein. Ich hatte eine schlimme Allergie gegen
die chemischen Mittel entwickelt, mit denen ich arbeiten musste. Nun mache ich eine Ausbildung zur
Handelskauffrau. Jetzt geht es mir wieder besser, und ich bin nicht mehr krank.
Ende Teil 5
DSD I PRO
Modellsatz 2
Hörverstehen
Aufgaben
Der Prüfungsteil Hörverstehen besteht aus fünf Teilen. Alle Arbeitsanweisungen und Pausen sind
auf der CD enthalten. In den Pausen sollen Sie die Aufgaben lösen. Notieren Sie Ihre Lösungen
zuerst auf den Aufgabenblättern. Nach dem Abspielen der CD haben Sie 10 Minuten Zeit, um Ihre
Lösungen auf das Antwortblatt zu übertragen.
Teil 1
Alltagsszenen
Sie hören gleich fünf Szenen. Sie spielen im Alltag verschiedener Personen.
Lesen Sie zuerst die Aufgaben 1–5. Sie haben dafür eine Minute Zeit.
Hören Sie nun die Szenen. Lösen Sie die Aufgaben beim Hören.
Kreuzen Sie bei jeder Aufgabe die richtige Lösung (A oder B oder C) an. Danach hören
Sie die Szenen noch einmal.
Aufgaben 1–5
2 László soll
3 Um zur Hochzeit ihrer Freundin fahren zu können, braucht Salima noch die
4 Frau Kutesa
A Informationsmaterial kopieren.
B Besucher betreuen.
C eine Führung übernehmen.
Ende Teil 1
Teil 2
Lesen Sie zuerst die Aufgaben 6–9. Sie haben dafür eine Minute Zeit.
Hören Sie nun die Durchsagen und Telefonansagen. Lösen Sie die Aufgaben beim Hören.
Kreuzen Sie bei jeder Aufgabe die richtige Lösung (A oder B oder C) an.
Aufgaben 6–9
6 Dora soll
A Fehler korrigieren.
B am Wochenende arbeiten.
C einen Text durchlesen.
A bittet um Rückruf.
B sagt das Praktikum ab.
C lädt zum Vorstellungsgespräch ein.
Ende Teil 2
Teil 3
Sie hören ein Gespräch am ersten Praktikumstag. Herr Vahlkamp ist stellvertretender Leiter eines
Apfelbaubetriebs. Selina ist noch Schülerin und beginnt heute ein Praktikum.
Lesen Sie zuerst die Sätze 10–14. Sie haben dafür eine Minute Zeit.
Hören Sie nun das Gespräch. Lösen Sie die Aufgaben beim Hören.
Kreuzen Sie bei jeder Aufgabe (10–14) an: richtig oder falsch?
Aufgaben 10–14
richtig falsch
10 Die Apfelbau GmbH plant, in Zukunft ökologisch zu arbeiten.
Ende Teil 3
Teil 4
Berufskraftfahrerin
Sie hören einen Bericht von Leyla. Sie erzählt über ihre Ausbildung zur Berufskraftfahrerin.
Lesen Sie zuerst die Aufgaben 15–20. Sie haben dafür eine Minute Zeit.
Hören Sie nun den Bericht. Lösen Sie die Aufgaben beim Hören.
Kreuzen Sie bei jeder Aufgabe die richtige Lösung (A oder B oder C) an.
Danach hören Sie den Bericht noch einmal.
Aufgaben 15–20
15 Als Kind
16 In der Berufsschulklasse
18 Ihre Arbeit
A � nur am Tag.
B � auch Wochentouren.
C � allein ins Ausland.
Ende Teil 4
Teil 5
Sie hören Ausschnitte aus einem Pausengespräch zum Thema „Abbruch der
Berufsausbildung“. Jugendliche erzählen, warum sie ihre Ausbildung nicht beendet oder
die Ausbildungsstelle gewechselt haben.
Lesen Sie zuerst die Aussagen (A–H). Sie haben dafür 30 Sekunden Zeit.
Notieren Sie beim Hören zu jeder Meinung (Nummer 21–24) den richtigen
Buchstaben (A–H).
Sie hören die Meinungen nur einmal. Zuerst hören Sie ein Beispiel.
Nummer Buchstabe
(A) Ich musste aus gesundheitlichen Gründen den Beruf
wechseln. 0 Z
(G) Ich habe mich für einen Wechsel zur Uni entschieden.
Ende Teil 5
Sie haben jetzt 10 Minuten Zeit, um Ihre Lösungen auf das Antwortblatt zu
übertragen.
Name Vorname
Sie haben 10 Minuten Zeit, um Ihre Lösungen auf das Antwortblatt zu übertragen.
Markieren Sie mit schwarzem Schreiber:
so: so nicht:
Wenn Sie eine Markierung korrigieren möchten, füllen Sie das falsch markierte Feld ganz aus:
und markieren Sie anschließend das richtige Feld so:
Teil 1: Alltagsszenen Teil 2: Durchsagen und Telefonansagen
A B C A B C
1 6
2 7
3 8
4 9
5
A B C D E F G H
21
22
23
24
A B C D E F G H
21 X
22 X
23 X
24 X
DSD I PRO
Modellsatz 2
Schriftliche Kommunikation
Aufgabe
Berufswahl
Hallo,
bald ist die Schule zu Ende, und nach den Ferien beginnt die Berufsausbildung. Alle reden
darüber, was sie mal werden wollen.
Die Frage, was man werden will, ist doch leicht zu beantworten. Man informiert sich im
Internet darüber, welche Berufe am besten bezahlt werden und wo man die besten
Aufstiegschancen hat. Und das wird man dann. Der Spaß bei der Arbeit ist nicht so wichtig.
Dafür habe ich ja meine Freizeit.
Fatma
Sie möchten das Thema in den Schüler-Blog auf der Internetseite Ihrer Berufsschule
bringen. Schreiben Sie einen zusammenhängenden Beitrag für den Schüler-Blog.
• Geben Sie den Forumsbeitrag von Fatma mit eigenen Worten wieder.
• Ist bei der Berufswahl nur wichtig, viel Geld zu verdienen? Begründen Sie Ihre
Meinung ausführlich.
Familienname, Vorname
Modellsatz 2 DSD I PRO, Seite 31
Deutsches Sprachdiplom der KMK
DSD I PRO
Schriftliche Kommunikation
Aufgabe und Schreibblätter
Seite: _1
10
15
20
Familienname, Vorname
Seite: _2
25
30
35
40
45
Familienname, Vorname
Seite: _3
50
55
60
65
DSD I PRO
Modellsatz 2
Mündliche Kommunikation
Themenkatalog
Suchen Sie aus dem Themenkatalog zwei bis vier Fragen heraus, die während der
Prüfung als Gesprächsimpulse dienen.
Die Schülerinnen und Schüler halten eine Präsentation aus dem berufsbildenden
Bereich und beantworten Fragen dazu.