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Garnison

Garnison Köln 1914

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„Die Soldaten kommen“

Jan/2006
Militärische Vorgeschichte und Festungsbau
Nachdem Köln von 1794 –1814 durch Napoleonische Truppen besetzt war, kommt am
15. Januar 1814 der erste preußische Stadtkommandant. Damit beginnt die Geschichte der
Garnison und Festung Köln, die bis zum Ende des [Link] dauern soll.
Am 11.3.1815 ergeht Kabinettsorder des preußischen Königs Friedrich Wilhelm III.
Köln zur „Festung ersten Ranges“ auszubauen. Der daraufhin 1816 von Oberstleutnant Keibel
vorgelegte Plan beruht auf der von den Militärfachleuten von Brese, von Prittwitz und von
Aster entworfenen „neupreußischen“ Befestigungsmanier. Er soll 2 Befestigungslinien
umfassen. Zum einen soll die mittelalterliche Befestigung wieder hergestellt und ausgebaut
werden. Zum anderen soll in einigem Abstand zu diesem Befestigungsring ein Kranz aus
vorgeschobenen („detachierten“ Forts) entstehen.

Der Umbau der bestehenden Befestigungsanlagen


In den Jahren 1822-1830 erfolgt die Verstärkung und Wiederherstellung bzw. der
Umbau der auf die mittelalterlichen Befestigungsanlagen zurückgehenden Anlagen. Dieser
Ausbau beinhaltet einen stadtauswärts durch eine Mauer begrenzten Graben vor dem
eigentlichen Wall sowie einer zusätzlichen Umwallung (Erdanschüttung). Dieser Graben folgt
den Bastionen vor- und zurückspringend in typischem Festungsgrundriss. 15 von 22 der 1815
noch existierenden Bastionen werden während des preußischen Umbaus übernommen, die
restlichen 7 werden zu, in der Grabensohle gelegenen, erdgedeckten Grabenwehren umgebaut.

Die vorgeschobene Fortlinie


Die Arbeiten an der vorgeschobenen Fortlinie beginnen 1816, schon vor dem Umbau
der vorhandenen mittelalterlichen Befestigungen. In ca. 500 –560m vor dem Hauptwall werden
elf detachierte und sieben kleinere, etwas zurückgesetzte Werke (Lünetten) errichtet.
Zwischen 1816 und 1825 entsteht zuerst nur jedes zweite Fort, denen Friedrich Wilhelm III.
nach ihrer Fertigstellung Namen gibt.
Fort II - Großfürst Nikolaus von Russland; Fort IV - Erbgroßherzog Paul von Mecklenburg;
Fort VI - Prinz Heinrich von Preußen; Fort VIII - Prinz Friedrich der Niederlande;
Fort X - Prinz Wilhelm von Preußen.
Erst 1841- 1825 entstehen die restlichen Forts mit den ungeraden Nummern, die keine
zusätzliche Bezeichnung mehr erhalten.

Die Deutzer „neupreußische“ Befestigung


Als rechtsrheinische Ergänzung wird 1818 – 1840 um das damals unbefestigte Deutz
herum ebenfalls ein Graben angelegt. 1859-1863 werden um Deutz 3 Forts und 2 Lünetten
entsprechend der linksrheinischen Befestigung gebaut.

Die „neudeutschen“ Befestigungsanlagen Kölns


Als um 1860 das gezogene Geschütz mit seiner höheren Reichweite, Genauigkeit und
Zerstörungskraft aufkommt, muss die Konstruktion des bisherigen Festungswerkes als veraltet
und nicht mehr unüberwindlich gelten. Daher soll in der neu entwickelten „neudeutschen“
Befestigungsmanier die Verteidigung in einen mehrere Kilometer vorgelagerten Ring aus
Einzelwerken verlagert werden.

Der äußere Fortgürtel


1873/74 – 1877 entstehen die Forts I-VIII, fast zeitgleich 1875 – 1876 die kleineren
Zwischenwerke . 1877 – 1881 werden im rechtsrheinischen die Forts IX – XII und 1876/77 die
dazugehörigen Zwischenwerke. Im Linksrheinischen wird auf der stadtwärts gelegenen Seite

2
der Forts die durch eine Hainbuchenhecke gegen Sicht geschützte Militärringstraße gebaut.
Diese dient zum Munitionstransport und wird für Truppenbewegungen genutzt.

Die innere Umwallung


1881, nach Fertigstellung des äußeren Fortgürtels, gibt der preußische Staat die auf der
mittelalterlichen Mauer basierende Umwallung auf und beginnt mit dem Bau einer neuen
Umwallung weiter außerhalb. Dabei werden die inneren Forts IV, V, VII und VIII sowie die
Lünetten zugunsten der Stadterweiterung aufgegeben, während die Forts I, VI, IX, X und XI in
die neue Umwallung integriert werden. Das im erweiterten Stadtgebiet gelegene Fort III wird
vom Militär als Festungsgefängnis weitergenutzt.

Die Festung Köln und die Brisanzwaffen


Eine weitere Verstärkung der Festungsanlagen wird durch die Entwicklung der
Brisanzwaffen ab 1885 nötig. Da diese ihre Sprengwirkung erst beim Einschlag entfalten und
dadurch eine wesentlich höhere Durchschlagskraft erreichen, werden die Außenwerke 1887 -
1890 nachträglich mit Sandpolster- und Betonverstärkungen kugelsicher gemacht. 1907 - 1914
werden weitere kleinere Werke und Anlagen für den Infanterie-Nahkampf errichtet.
Durch den 42 km langen Festungsring mit seinen 182 Werken ist Köln schließlich zur größten
Festung Deutschlands geworden.

Der Festungsring Köln ca. 1911

3
Das Verhältnis der Kölner zu „Ihrer“ Garnison
Obwohl das strenge, sparsame Preußentum eigentlich im strengen Kontrast zu der
zwanglosen, lebensfrohen Art der Rheinländer und besonders der Kölner stand, wurden diese
Gegensätze bald durch die Jugend überwunden. Ehen zwischen preußischen Soldaten und
kölschen Mädchen waren nicht ungewöhnlich, wie die Kirchenbücher dieser Zeit belegen.
Die jungen männlichen Kölner konnten bald aus eigener Erfahrung feststellen, dass der
preußische Kommiss wohl doch nicht so streng und schrecklich war, wie er immer dargestellt
wurde. Das ergibt sich aus der Tatsache, dass das rheinische Kürassierregiment Nr. 8 in Deutz
und das bergische Feld-Artillerieregiment Nr. 59 später fast ausschließlich aus Freiwilligen
bestanden und sich ihre Soldaten aussuchen konnten.
Die Kölner Bürger betrachteten die Kürassiere, die sie wegen ihrer weißen Uniformen
freundschaftlich spöttich „Mehlsäcke“ nannten, als ihr „Hausregiment“. Das Infanterie-
Regiment Nr. 65 erhielt den Namen „Regiment Schmitz“ wegen den vielen Soldaten, die
diesen rheinischen Namen trugen. „Kronensöhne“ waren dagegen die Musketiere des
Infanterie-Regiments Nr. 53, da sie auf den Schulteklappen statt der Regimentsnummer nur
eine Krone trugen. Sie trugen diese als besondere Auszeichnung und als Hinweis auf ihren
Regiments-Chef, den Kronprinzen Friedrich (den späteren Kaiser Friedrich III.). Die Fuß-
Artillerie trug, wie wohl überall, die Bezeichnung „die Bumsköppe“. Das Infanterie-Regiment
Nr.16 trug den Namen „Die Hacketäuer“ nach ihrem noch aus den Freiheitskriegen
stammenden Schlachtruf „Hacke tau! (Hau drauf !).

Da die Kölner von jeher eine


Vorliebe für farbenfrohe
Spektakel hatten, waren die
bunten Uniformen der
damaligen Zeit natürlich
beliebt. Besonders beliebt
waren bei den Kölnern die
Militärspektakel wie Paraden
oder die alljährliche Feier des
Kaisergeburtstags auf dem
Neumarkt. Diese wurde von
101 Schuss Salut für „Seine
Majestät“ begleitet.
Parade auf dem Neumarkt 1908

Auch die sonntäglichen Stadt- und Militärkonzerte in Bier- und Kaffeegärten wie
Stadtgarten, Volksgarten, am Stapelhaus oder im Zoo wurden gerne besucht. Die Musikkorps
der verschiedenen Regimenter spielten auch bei den Sitzungen der Karnevalsvereine. So war es
kein Wunder, dass die Stabstrompeter und Musikmeister der Regimenter bei der Bevölkerung
bekannter waren als die Kommandeure.
Die Soldaten der Garnison sorgten für Umsatz in den beliebten Kölner Tanzlokalen wie
dem „Karl dem Großen“ in der Aachener Straße, dem „Edengarten“ am Friesenplatz, dem
„Riehler Ballhaus“, dem „Ahle Kohberg“ vor den Siebenburgen, der „Decksteiner Mühle“ und
wie sie alle hießen. Dabei bevorzugte jeder Truppenteil sein eigenes Lokal und jeder Besuch
eines Soldaten von einer anderen Einheit kam fast einer Herausforderung gleich.

4
Die Garnison Köln im August 1914
Zwischen 1815 und 1914 veränderte sich durch Verlegungen und Umgruppierungen der
Armee die Zusammensetzung der Garnison Köln mehrfach. So waren im Laufe der Jahre
verschiedene Einheiten wie z.B. die Festungsartillerie, die im Deutsch-Französischen Krieg
1870/71 als Belagerungsartillerie verwendet wurde, hier stationiert.

Zum Zeitpunkt der Mobilisierung im August 1914 stellte sich schließlich die Garnison
Köln wie folgt dar:

Nr. Name Stiftung/Gründung Kaserne(n) 1914


IR16 Infanterie-Regiment Freiherr 1.7.1813 Hacketäuerkaserne Mülheim
v. Sparr (3. westfälisches) Nr.16

IR53 5. westfälisches Infanterie- 5.5.1860 Stab und III/53 Ulrichgasse


Regiment Nr. 53 I/53 u. II/53 Kronprinzenkaserne
Kalk, MG-Komp. Urbanstr. Deutz

IR65 5. rheinisches Infanterie- 5.5.1860 Boltensternstraße


Regiment Nr. 65

IR161 10. rheinisches Infanterie- 31.3.1897 III/161 Weidenbachkaserne


Regiment Nr. 161

KR8 Kürassier-Regiment Graf Geßler 7.3.1815 Deutz (heute


(rheinisches) Nr. 8 Landschaftsverband)

FuAR7 Fußartillerie-Regiment Nr.7 16.6.1864 I/7 Zugweg; II/7 Bonner Straße 500

FuAR9 Fußartillerie-Regiment Stab I/9 Haus „Karl der Große“


Batt. in den Forts und Kavalieren

FAR59 Feldartillerie-Regiment 25.3.1899 Amsterdammer- /Barbarastraße


(bergisches) Nr. 59

PB7 Pionier-Bataillon 27.3.1816 Boltensternstraße


(1. westfälisches) Nr. 7

PB24 Pionier-Bataillon 1.10.1908 Boltensternstraße


(2. westfälisches) Nr. 24

LSB3 Luftschiffer-Bataillon Nr.3 1911 Bickendorf (Stab und [Link].


Butzweiler Hof)

FB3 Flieger-Bataillon Nr.3 Stab und 1. Komp. Kaserne Butz-


weiler Hof

FFsK6 Festungfernsprech-Kompanie Wahrscheinlich äußere Forts

FMGA7 Festung-Maschinengewehr- Zugeteilt zu IR65


Abteilung

5
Außer den genannten Einheiten gab es noch andere Einrichtungen und militärische
Befehlsstellen, die zur Garnison und Festung Köln gehörten:

Kommandantur und Stab 15. Division Weidenbachkaserne

3. Fußartillerieinspektion Weidenbachkaserne

Festungsgeschirrhof,
Artilleriedepot und
Festungsinspektion zwischen Weidenbach und Waisenhausgasse

Linienkommandantur und
Proviantamt Heutige Bundesbahndirektion / Rheinufer

Stab der 15. Kavallerie-Brigade Urbanstraße Deutz

Lazarett 1 ehem. Kloster Karthäusergasse

Lazarett 2 Siegburger Straße, Deutz

Militär-Arrestanstalt Schnurgasse

Festungsgefängnis Bonner Wall

Gouvernement der Festung Köln Am Apostelnkloster

Der erste Weltkrieg


Einen genauen Überblick über alle Gefechte, an denen Kölner Regimenter beteiligt
waren, würde den Rahmen bei weitem sprengen, daher folgt auf den folgenden Seiten zu den
einzelnen Einheiten nur eine kurze Übersicht.
Gliederung bei Kriegsbeginn:

1./- PB7 13. Feldartillerie-Brigade 13. Infanterie-Division

4./- PB7 28. Res.-Infanterie-Brigade 13. Reserve-Division

IR16, IR53 24. Infanteriebrigade 14. Infanterie-Division


2./- und 3./- PB7 14. Feldartillerie-Brigade 14. Infanterie-Division

IR65, IR161, KR8 80. Infanteriebrigade 15. Infanterie-Division


FAR59 15. Feldartillerie-Brigade 15. Infanterie-Division

PB24 wurde zu Kriegsbeginn zum PR24 mit 6 Kompanien aufgestockt und


als Heerestruppe in den Kampfschwerpunkten, häufig bis zu den
Kompanien aufgeteilt, eingesetzt.

FuAR7 wurde als Heeres-Artillerie Bataillonsweise eingesetzt.

FuAR9 wurde zum Mörser-Regiment Nr.9 aufgestockt.

6
Infanterieregiment Freiherr v. Sparr (3. westf.) Nr. 16
Aus einem aktiven und zwei Reservebataillonen des 3. ostpreußischen Infanterie-
regiments wurde in Berlin 1813 das 4. Reserve-Infanterieregiment zusammengestellt. Es erhielt
1815 die Bezeichnung „Infanterieregiment Nr. 16“, ab 1816 die Bezeichnung
„3. westf. Infanterieregiment Nr. 16“. 1889 wurde dem
Regiment der Name „Freiherr v. Sparr“ verliehen. Sparr
(1605—68) war kaiserlicher u. brandenburgischer
Feldmarschall, hatte zwei eigene Regimenter und hat als
Generalfeldzeugmeister unter dem Großen Kurfürsten die
Reorganisation des brandenburgischen Geschützwesens
durchgeführt.
Das Regiment lag 1820-33, 1836-48, 1856-60,
1870-1918 wenigstens mit Teilen in Köln, Deutz oder
Mülheim. Vor 1820 in Luxemburg, Trier, Saarlouis, Mainz,
1833-36 Düsseldorf, Soest, Wesel, 1849-51 im Einsatz,
1851-56 Minden, Bielefeld, 1860-66 Düsseldorf, Hamm,
Soest, 1866-70 Hannover, Osnabrück.
Als Unterkünfte sind erwähnt: 1829 die
Richmodkaserne, 1836-48 die Neumarktkaserne,
die Kasematten in Deutz und die
Machabäerkaserne, 1870-97 die Neumarkt- u.
Richmodkaserne, 1894-97 die Machabäerkaserne,
1896 die Ulrichkaserne (I./-), 1897-1902 lag II./- in
der Weidenbachkaserne, 1902-18 IR 16 in der
Hacketäuerkaserne.

Freiheitskriege. 1813-15 Bei der Nordarmee,


Schlachten: Großbeeren (23. 8. 13),
Dennewitz (6. 9. 13), Leipzig (18. 10. 13), Laon (8.-10. 3. 14).
Beute: 1 Fahne, 4 Kanonen, 5 Haubitzen, 5000 Gewehre.
Gefangene: 1 Gen., 52 Offz., 2000 Mann.
Tote u. Verw.: 34 Offz., 1279 Mannsch.

1837-38 In den revolutionären Wirren erhielten die Angehörigen des Regiments wegen ihres
schon in den Freiheitskriegen gebrauchten westfälischen Schlachtrufs „Hacke tau“
(Hau zu!) den Schimpfnamen „Hacketäuer“, der später zum Ehrennamen wurde.

Deutscher Krieg 1866. Im Verband der Elbarmee Schlacht bei Königgrätz (3. 7. 66).
Verluste an Toten: 5 Offz., 141 Uffz. u. Mannsch., davon 51 durch Krankheit.

Krieg mit Frankreich 1870/71. Bei 2. Armee, [Link]. 18 Schlachten und Ge-
fechte, insbesondere Mars la Tour (16. 8.) und Beaune la Rolande (28. 11.).
Gefallen: 32 Offz., 653 Uffz. u. Mannsch., gestorben infolge Krankheit: 2. Offz., 42
Uffz. u. Mannsch.,
Verwundet: 32 Offz., 922 Uffz. u. Mannsch.

1900 Niederschlagung des Boxeraufstandes in China.


Beteiligt: 2 Offz., 11 Uffz., 56 Mannsch.

1904/05 in Deutsch-Südwestafrika gegen Hottentottenaufstand.

7
Beteiligt: 5 Offz., 15 Uffz., 50 Mannsch.

Erster Weltkrieg 1914-18: Im Verband der 14. ID


1914: Einnahme von Lüttich (7. 8.), Schlacht zwischen Mons u. Namur (22.-24. 8.),
St. Quentin (30. 8.), Marneschlacht (6.-11. 9:), vor Reims, Schlacht bei Lille
(15.—28. 10.), la Bassée,

1915: Schlacht. bei Neuve Chapelle (10.-12. 3.), Herbstschlacht bei la


Bassée (21. 9.-13. 10),
1916: Schlacht um Verdun (25. 6.-25. 8.), Stellungskämpfe am Toten Mann und
Douaumont,
1917: Doppelschlacht Aisne-Champagne (27. 4.-14. 5.), Chemin des Dames, Schl.
a. d. Laffaux-Ecke (17. 9.-25. 10.),
1918: Große Schlacht in Frankreich (23. 3.-13. 4.), Stoß Richtung Compiégne (11.-30. 6.),
Doppelschlacht Marne-Champagne (11. 7.-22. 8.), Abwehrschlacht in der
Champagne (29. 8.-13. 10.), Schlacht bei le Câteau (4. 11.)
Gefallen: 89 Offz., 4113 Uffz. und Mannsch. - Auflösung in Coesfeld.

Chefs des Regiments:


1823-39 Landgraf Ludwig v. Hessen-Homburg (1770-1839), General d. Infanterie,
Brigadekommandeur. des Regiments. in den Freiheitskriegen.
1842-59 Erzherzog Johann v. Österreich (1782-1859), bewährt i. 2. Koalitionskrieg gegen
Frankreich, 1848 Reichsverweser,
1861-96 Prinz Alexander v. Preußen (1820-96), Urenkel Friedrich Wilhelm I.,
Neffe Kaiser Wilhelm I.,
1901-09 General der Infanterie Richard v. Seeckt (1833-1909), hatte 1851-62 beim Regiment
Dienst getan, zuletzt als Adjutant, Vater v. General-Oberst Hans v. Seeckt (1866-1936),
des Schöpfers der Reichswehr,
1913-15 General.-Feldmarschall. v. Bock u. Polach (1842-1915), zuletzt General.-Inspekteur.
der 3. Armee-Inspektion.
1918 General-Oberst v. Einem (1853-1934), Kriegsminister., Kommandierender
General VII. AK, zuletzt Oberbefehlshaber der 3. Armee im 1. Weltkrieg

Gefallenenehrung. Traditionsraum in der Jugendherberge Köln-Mülheim, Hacketäuerkaserne,


im 2. Weltkrieg durch Bomben zerstört. — Bronzetafel am Kreis-Kriegerverbands-
Ehrenmal im Fort 1.
Traditionsnachfolge in der Reichswehr: 7/18. Inf. Rgt., Münster, in der Wehr-
macht: Stb., II., 13. 14./Inf. Rgt. 77, Köln.

5. westfälisches Infanterieregiment Nr. 53


Aus den Landwehrbataillonen Münster, Borken und Warendorf wurde 1889 das
13. Landwehr-Stamm-Infanterieregiment gebildet, das 1860 den Namen „5. westfälisches
Infanterieregiment Nr. 53“ und 1861 seine Fahnen erhielt. 1888 wurde dem Regiment die
Krone auf der Schulterklappe statt der Nummer verliehen. Daher kommt die Bezeichnung
„Kronensöhne“ für die Angehörigen des Regiments.
Das Regiment lag zunächst in den Aufstellungsorten, 1866 wurde es nach Wesel und
Cleve verlegt, 1871 nach Münster und Paderborn, 1877 nach Aachen und Jülich. Von 1893 ab
lag es ständig in Köln-Kalk, Kronprinzenkaserne und mit dem III./- 1895-97 in der
Weidenbachkaserne und 1897-1918 in der Ulrichkaserne.

8
Dänischer Krieg 1864. Im Verband des VII. AK, 13. Inf. Div. 25. Inf. Brig. Sturm auf
die Düppeler Schanzen (18. 4.). Der Regimentskommandeur, 1 Bataillonskommandeur,
und 2 Leutnants wurden mit dem Pour le Merite ausgezeichnet. - Kämpfe auf Alsen.
Verluste: 3 Offz., 42 Uffz. u. Mannsch.
Deutscher Krieg 1866. Vormarsch gegen Hannover, Gefechte bei Zella, Kissingen,
Aschaffenburg, Tauberbischofsheim, Würzburg.
Verluste: 2 Offz., 31 Uffz.u. Mannsch.
Krieg gegen Frankreich 1870/71. Im Verband des VII. AK, 14. Division, 28. Infanteriebrig.
Schlachten bei Spichern (6. 8.), Colombay-Nouilly (14. 8.), Gravelotte u.
St. Privat (18. 8.), Belagerungen von Metz, Diedenhofen und Meziéres. -
Verluste: 13 Offz., 73 Uffz. u. Mannsch.
Erster Weltkrieg 1914-18. Aktives Regiment im Verband der 14. Division:
1914 Eroberung von Lüttich (7. 8.), Schlacht b. Mons und Gharleroi (Lobbes,
22. u. 23. 8.), St. Quentin (30. 8.), Marneschlacht (6-11. 9.), Kämpfe bei
Reims und bei la Bassée,
1915 im Verband der 50. Div.: Bewaffnung mit russ. Beutegewehren, Stellungskämpfe
i. d. Champagne, Minenkrieg b. Somme-Py, Umbewaffnung auf
Gew. 88 mit Patronen S. 98, behelfsmäß. Gasmasken, Herbstschlacht i. d.
Champagne (Perthes, Tahure 20. 9.-10. 10.), Stellungskämpfe vor Reims,
wieder Gew. 98, Ledergasmasken,
1916 Kämpfe vor Verdun, Erstürmung des Fort Vaux (2. 6.),
1917 Kämpfe i. d. Argonnen, Doppelschlacht Aisne-Champagne (Juvincourt
16.-20. 4.), Kämpfe an der Laffaux-Ecke und am Chemin des Dames,
1918 Große Schlacht in Frankreich (21. 3.-3. 4., Einnahme von Nesle) Schlacht
bei Soissons und Reims, Vorstoß zur Marne (27. 5.-13. 6.), Abwehrschlacht
zwischen Marne und Vesle (15.-25. 7.) Kämpfe um die Hundingstellung (25.-31.10.).
Erwähnung des Regiments im Heeresbericht.
Verluste: 146 Offz., 3649 Uffz. u. Mannsch.

Chefs des Regiments


1864-88 Kronprinz Friedrich v. Preußen, Kaiser Friedrich
1898-1918 Prinzessin Adolf zu Schaumburg-Lippe, Prinzessin v. Preußen,
Tochter des obengenannten und Schwester Kaiser Wilhelms II.
Ab 1876 stand beim Regiment der spätere General der Infanterie Dr. v. Kuhl (geb. 1856),
im 1. Weltkrieg Chef des General-Stabes des 1. Armee, der 6. Armee und des
Heeresgruppe Kronprinz Rupprecht.
Pour le Merite für seine militärischen Leistungen und Friedens-Pour-1e-merite für
kriegsgeschichtliche Werke. Er ist 1958 mit 102 Jahren gestorben.
Traditionsnachfolge: Im Reichsheer übernahm die 15./18. Infanterie Regiment in Detmold
die Tradition des Inf. Rgt. Nr. 53, in der Wehrmacht wurde sie durch 1./IR 77
fortgeführt.

9
5. rheinisches Infanterieregiment Nr. 65

Die Kölsche Junge im Feld (PK gestempelt 12.4.1915)

Das Regiment wurde 1859 aus den Landwehrbataillonen Aachen, Jülich und Malmedy
als Landwehr-Infanterieregiment Nr. 25 gebildet und erhielt 1860 seinen endgültigen Namen
und seine Fahnen.

Manöver in Eisenborn 1906

Das Regiment lag ab 1860 in Köln, nur vorübergehend lag 1 Btl. in Jülich. Als
Unterkünfte in Köln sind bekannt: 1860-1909 Richmodkaserne, 1866-85 Machabäerkaserne,
1880-85 Ulrichkaserne. Von 1895-1902 lagen 2 Btl. in der Kaserne Mülheim (spätere
Hacketäuerkaserne), 1 Btl. 1895-1910 in der Machabäerkaserne. Von 1902-12 war das
Regiment in der Weidenbachkaserne und in den Forts 10 u. 11 untergebracht. 1912 bezog es
die neue Kaserne in der Mülheimer Heide.
In Köln wurde das IR65 als „Regiment Schmitz“ bezeichnet, weil in ihm zahlreiche Träger
dieses rheinischen Namens dienten.

Deutscher Krieg 1866. Im Verband der Elbarmee, des VIII. AK u. d. 15. Div.
Schlacht b. Königgrätz (3. 7.), Verfolgung bis vor Wien.
10
Verluste: 13 Offz., 15 Uffz. u. 209 Mannsch., davon 63 durch die Cholera.
Krieg gegen Frankreich 1870/71. Belagerungen von Diedenhofen und Verdun.
Im Verband des VIII. AK, 15. Div. Schlachten b. Amiens (27. 11.), Bapaume
(2.-3. 1. 71) u. St. Quentin (18.-19. 1. 71)
Verluste 29. Offz., 622 Uffz. u. Mannsch.
1900 u. 1904 Teilnahme an den Expeditionskorps gegen den Boxeraufstand in
China und den Hottentottenaufstand in Deutsch-Südwest-Afrika.
1912 erhielt die 12. Komp. den Kaiserpreis für hervorragende Schießleistungen.
Erster Weltkrieg 1914-18. Im Verband der 4. Armee, des VIII. AK. u. der 15. Division:
1914 Gefecht bei Montgon, Marneschlacht, Winterschlacht in der Champagne,
1915 Angriff im Ailly-Wald, Schlacht bei la Bassée u. Arras (Lorettohöhe),
Stellungskämpfe an der Aisne.
1916 im Verband der 185. Division: Sommeschlacht
1917 Kämpfe um Ypern, Frühjahrsschlacht bei Arras.
Erwähnung des Regiments im Heeresbericht, Kämpfe im Artois, Herbstschlacht in
Flandern, Tankschlacht bei Cambrai.
1918 Große Schlacht in Frankreich, Stellungskämpfe vor Arras, Schlachten zwischen
Albert und Peronne und zwischen Cambrai und St. Quentin, Schlacht bei Solesmes.
Verluste: 92 Offz., 368 Uffz. u. 2617 Mannsch.

Reserve-Infanterieregiment. Nr. 65. Bei 16. Reserve-Division:


1914 Schlachten bei Neufchateau und an der Maas, Marneschlacht, Kämpfe bei Perthes,
1915 Winter- und Herbstschlacht in der Champagne,
1916 Stellungskämpfe in der Champagne, Sommeschlacht, im Verband der 208. Division:
Schlacht zwischen Narajowka und Zlota Lipa, Sommeschlacht,
1917 Stellungskämpfe an der Yser, Schlacht bei Arras, Flandernschlacht, Tank-
schlacht von Cambrai,
1918 Grosse Schlacht in Frankreich, Abwehrschlachten a. d. Somme, bei Cambrai
und St. Quentin.

Landwehr-Infanterieregiment Nr. 65, aufgestellt vom Infanterieregiment v. Goeben


(2. rhein.) Nr. 28 in Neuwied:
1914 Kriegsbesatzung von Metz, Gefechte bei Metz,
1915 Stellungskämpfe in der Woevre-Ebene; im Verband der 5. Landwehr-Division:
Combrehöhe, Osterschlacht zwischen Maas und Mosel, Priesterwald,
1916 Schlacht um Verdun,
1917 Stellungskämpfe im Bois Brulée (St.-Mihiel-Bogen),
1918 Schlacht im St.-Mihiel-Bogen. Auflösung des Regiments in Vechta.

Chefs des Regiments :


1878-79 Prinz Heinrich von den Niederlanden. - A la suite des Regiments stand
General der Infanterie Riemann, 1914 Kommandeur 15. ID.,
1914-46 Kommandierender General VIII. Ak., zuletzt Kommandierender
General VI. AK.
Traditionsnachfolge in der Reichswehr 16./16. Infanterieregiment, Osnabrück,
in der Wehrmacht III./Infanterieregiment 78, Düren.

Im ersten Weltkrieg erhielten aus den Reihen des Regiments den Pour le Merite:
Hauptmann Kleine als Kommandeur eines Kampfgeschwaders,
General der Infanterie Riemann als Kommandeur der 15. Division,
Major Sander als Kommandeur des Reserve-Regiments.

11
10. rheinisches Infanterieregiment Nr. 161
Das Regiment wurde am 31. 3. 1897 aus Stämmen der Infanterieregimenter 29, 30, 60
und 70 in Köln gegründet. Es wechselte mehrfach seinen Standort und lag bei Beginn des
1. Weltkrieges mit Stab u. I./- in Trier, mit II./- in Eschweiler, mit III./- in Köln. Die in Köln
liegenden Teile des Regiments waren von 1897-99 in der Neumarktkaserne, von 1912-18
(III./-) in der Weidenbachkaserne untergebracht.
Im ersten Weltkrieg kämpfte das Regiment zunächst im Verband der 15. Division, ab
August 1916 im Verband der 185. Division.

Es hat die gleiche Kriegsgeschichte wie Infanterieregiment Nr. 65.

Verluste : 88 Offz., 2520 Uffz. u. Mannsch.

Traditionsnachfolge in der Reichswehr: 3./17. IR, Braunschweig, in der Wehrmacht:


II./Grz. Inf. Rgt. 124, Trier.

Aus den Reihen des Regiments erhielten im ersten Weltkrieg den Pour le Merite:
Oberstleutnant u. Regiments-Kommandeur Schütz und
Hauptmann Seiler

Westfälisches Fußartillerieregiment Nr.7


Vorbemerkung. Die Bedienung von
Geschützen war ursprünglich ein zunftmäßig
betriebenes Handwerk. Eine militärisch organisierte
Artillerie bestand in Brandenburg seit 1683. Eine
Aufgabenteilung zwischen Artillerie des Feldheeres
und Festungsartillerie wurde Mitte des
19. Jahrhunderts vorgenommen. Aus der
Festungsartillerie ist, als eine gewisse Beweglichkeit
des Einsatzes erreicht war, 1872 die Fußartillerie
entstanden, die dann um die Jahrhundertwende zur
“Schweren Artillerie des Feldheeres“ wurde.
Die „Kompanien“ der Festungs- oder Fußartillerie
bedienten anfangs von Fall zu Fall Geschütz-
„Batterien“ verschiedener Modelle. Nach Einführung
„truppeneigener“ Geschütze wurden 1908 die
Kompanien in Batterien umbenannt.
Gründung und Unterkunft. 1864 wurde in
Köln aus der allgemeinen Artillerie, der 7.
Artilleriebrigade von 1816, als selbständige
Waffengattung das westfälische Festungs-
artillerieregiment Nr. 7 gebildet, das ab 1872
westfälisches Fußartillerieregiment Nr. 7 genannt
wurde. Die Tradition geht bis auf die Kompanien
zurück, aus denen die 7. Artillerie-Brigade. zusammengestellt wurde. Deshalb wurde unserem
Regiment 1900 die alte Fahne der 7. Artillerie-Brigade verliehen, die noch erhalten und im
Museum aufbewahrt wird.

12
Das Regiment lag ohne Unterbrechung in Köln, nur das II. Btl. lag von 1860-81 in
Wesel. - Als Unterkünfte in Köln dienten dem 1. Bataillon von 1881—1904 das Fort 2 (am
Toten Juden) und das Fort VIII (Rodenkirchen), von 1904-1919 die Zugwegkaserne. Das II.
Bataillon lag 1881-89 in der Dominikanerkaserne, 1889 bis 1904 in der Zugwegkaserne,
1904-11 in den Forts VII u. VIII (Komar und Rodenkirchen), 1911-18 in der Kaserne Bonner
Straße und in Fort VIII.

Krieg gegen Dänemark 1864. Nur Stb. II. Btl., 4. u. 8. Kompanie mobilisiert. Einsatz
vor den Düppeler Schanzen und beim Übergang nach Alsen mit 57 Gesch.,
meist 24-pfündige Mörser, -15000 Schuss.
Verluste: 4 Gefallene, 3 Verstorbene, 1 Offz. u. 3 Mann verw.
Deutscher Krieg 1866. 1. Komp. mit l2pfünd. Mörsern mobilisiert, aber nicht
mehr zum Einsatz gekommen.
Krieg mit Frankreich 1870/71. Zersplitterter Einsatz der Kompanien mit 12- u.
15-cm-Kanonen, 15- u. 28-cm-Mörsern bei den Belagerungen von Straßburg,
Schlettstadt, Neubreisach, Belfort und Paris.
Verluste: 1 Offz. u. 32 Mannsch. gefallen, 14 Mann verstorben, 6 Offz. u.
35 Mannsch. verw.
Erster Weltkrieg 1914-18. Bei der Mobilmachung waren 1. Btl. mit 4 Batt. sFH, II.
u. III. Btl. mit je 2 Batt. 21-cm-Mörsern ausgerüstet. Im Verlauf des Krieges hat
das Regiment 9 höhere Artilleriestäbe, 4 Reg.-Stäbe, 30 Btls.-Stäbe und 115
Batt. aufgestellt. Da die Fußartillerie Heeresartillerie war, erfolgte der
Einsatz bataillonsweise, wobei oft auch dieser Verband auseinandergerissen
werden mußte. Im folgenden sind nur die größeren Kampfhandlungen er-
wähnt:
1. Btl. 1914 Lüttich, Arras, Lilie; 1915 la Bassée; 1916 Somme, Ancre;
(1.), 2.-[Link]. 1917 Siegfr.-Stellung., Arras, Wytschaetebogen; 1918 Große Schlacht in
Frankreich, Kämpfe westlich Metz,
II. Btl. 1914 Fort Ayelles, Champagne, Arras, la Bassée; 1915 Loretto-
5.-6. Batt. höhe, Serbien, Donauübergang bei Semendria; 1916 Angriff auf
Verdun (Toter Mann), Somme; 1917 Siegfried-Stellung., Frühlings-
schlacht bei Arras, Flandern, Wytschaetebogen, Herbstschlacht. in
Flandern; 1918 Große Schlacht in Frankreich., Durchbruch bei St. Quentin,
III. Btl. 1914 Fort Ayelles, Champagne; 1915 Champagne; 1916 Verdun,
7-8. Batt. Fort Vaux, Douaumont, Rumänien; 1917 Sereth-Übergang,
Italien, vom Isonzo zum Piave; 1918 Große Schlacht in Frankreich,
Mondidier, Champagne, Lothringen,
1. Res. Btl. 1914 Maubeuge, Antwerpen, Dixmuiden; 1915 Ypern; 1916
2., 4. u. Verdun, Somme, Champagne; 1917 Verdun, Woevre-Ebene,
19. Batt. Italien vom Isonzo zum Piave; 1918 Durchbruch bei St. Quentin,
Mihielbogen,
II. Res. Btl. 1914 Lüttich, Namur, Maubeuge, Antwerpen, Verdun; 1915
5., 6., 10. Arras, Champagne; 1916 Verdun, Somme; 1917 Reims, Verdun;
u. 11. Batt. 1918 Große Schlacht in Frankreich zwischen Somme und Maas,
[Link]. Batt. 1914 Antwerpen, Langemarck; 1915-17 Ypern; Italien vom
7., 8. u. Isonzo zum Piave; 1918 Große Schlacht in Frankreich, St. Quentin,
15. Batt. Champagne, Mihielbogen,
V. Res. Btl. 1914 Langemarck, Ostpreußen; 1915 Narew, Champagne; 1916
Somme; 1917 Arras, Dixmuiden; 1918 Große Schlacht in Frankreich,
Angriff bei Armentières, Somme.
Andere Batterien kämpften in den Dolomiten und auf Gaillipoli. Das Regiment und
seine Kriegsformationen wurden im Sennelager aufgelöst.

13
Verluste des Regiments. und seiner Kriegsformationen: 124 Offz., über 2000 Uffz.
u. Mannsch.
Ehrenstätten. Gefallenen-Ehrenmal für Fußart.-Rgt. 7 u. 9 in Minden, Bronzetafel am
Kreis-Kriegerverbands-Denkmal in Fort 1, Hindenburgpark.
Verschiedenes: Der rhein. Schriftsteller und Dichter Jos. Lauff diente von 1872
ab im Regiment. Er ist als Major ausgeschieden und wurde später geadelt. -
Als hervorragender Flugzeugbeobachter hat sich 1914 Leutnant. Freiherr. v. Pechmann
erwiesen; er wurde deshalb zur Feldfliegerabt. 6 versetzt, hatte insgesamt 700
Feindflüge und erhielt die höchste Auszeichnung, den Pour le merite.
Traditionsnachfolge: Im Reichsheer übernahm die 6./6. AR, Minden, die
Tradition des westf. Fußartillerieregiments Nr. 7‚ in der Wehrmacht wurde sie
fortgeführt durch II./AR 62 in Düsseldorf.

Schleswig-holsteinisches Fußartillerieregiment Nr.9


Aus Kompanien des Garde-Fest.-Art.-Rgts. und der Fest.-Art.-Regimenter Nr. 1 und 2
wurde am 27. 9. 1866 in Sonderburg die „Festungsartillerieabteilung in den Elbherzogtümern“
zusammengestellt. Sie wurde 1867 in „Schlesw. Fest.-Art.-Abt. Nr. 9“, 1874 in „Schlesw.
Fußart.-Btl. Nr. 9“ umbenannt. Dieses Bataillon wurde 1887 nach Köln verlegt und 1893 als
[Link]. mit anderen Verbänden zum „Schlesw.-Holst. Fußartillerieregiment Nr. 9“ vereinigt.
Regimentsstab und II. Battaillon lagen auf dem Ehrenbreitstein. Das Regiment erhielt 1900 die
Fahne des Feldartillerieregiments Nr. 9 von 1867.
Der Stab des 1. Battaillons. lag in Köln bis 1910 in der Neumarktkaserne, dann im Haus
„Karl der Große“, Aachener Straße. Die Kompanien bzw. Batterien lagen im Kavalier VIII/IX
am Zülpicher Wall, im Kavalier VI/VIl am Luxemburger Wall und in den Forts VI, Deckstein,
und VII, Komar.

Dänischer Krieg 1864. Die 1. Komp. war an der Beschießung der Düppeler
Schanzen beteiligt.
Französischer Krieg 1870/71. Schwerpunktaufgabe: Küstenverteidigung in
Schleswig. Die mobil gemachten 6.-8. Komp. hatten an der Belagerung von
Straßburg, Schlettstadt, Diedenhofen, Belfort, Verdun, Montmedy und
Mezières teil.
Erster Weltkrieg 1914-18. Aus dem Kölner 1. Btl. wurde das Mörser-Regiment Nr. 9
mit 2 Batl. je 2 Batt. je 2 Mrs. gebildet. Das II. Btl., Ehrenbreitstein, wurde
III. Btl. mit 4 Batterien je 4 sFH. 1916 wurden die Mörserbataillone auf 3 Batt.
je 3 Gesch. verstärkt. 1918 wurde je 1 Batt. der Mörserbattaillone mit der neuen
15-cm-Kanone 16 (mot.), Schußweite 26 km, ausgerüstet. Das Friedensregiment hat
zusätzlich aufgestellt: Das Res.-Fußart.-Rgt. Nr. 9, 3 Rgts.-Stäbe, 12 selbstst.
Bataillone., 32 schwere und schwerste Batt. sowie Landw.-, Landsturm-,
Schallmeß- u. a. Formationen. Im Ersatzbataillon Ehrenbreitstein wurden insgesamt
70000 Mann eingestellt.
1914 Belagerungen von Lüttich, Maubeuge und Antwerpen,
1915 Galizien, Vormarsch über Lemberg bis Rawa-Ruska, I./- im Herbst vor
Dünaburg.
1916 Schlacht vor Verdun. Dort wurden 3 Geschütz-Garnituren verbraucht,
60.000 Schuss abgegeben,
1917 bei Armee Mackensen zum Schwarzen Meer,
1918 Große Schlacht in Frankreich, Kämpfe am Chemin des Dames.

14
Gesamt-Munitionsverbrauch 280.000 Schuß.

Verluste des Regiments einschl. der Kriegsformationen: 78 Offz., 184 Uffz., 1184 Mannsch.

Das Regiment wurde in Quakenbrück und Bersenbrück, Bez. Osnabrück, demobilisiert


und aufgelöst.

Chef des Regiments:


General der Artillerie v. Lauter, letzter Inspekteur der schweren
Artillerie, 1897—1900 Kommandeur. des Fußart.-Rgts. Nr. 9.
Ehrenstätten: Gemeinsames Gefallenen-Ehrenmal für die Fußart.-Regimenter Nr. 7
u. 9 in Minden, errichtet von den Kameradschaften Köln und Koblenz.
Bronzetafel am Ehrenmal des Kreis-Kriegerverbands Köln im Fort 1, im Hin-
denburgpark.
Denkmal der 7./Res.-Fuß.-AR 9 auf der Höhe Hücheln-Buschbell bei Köln.
Traditionsnachfolge. In der Reichswehr übernahm die [Link], Minden die Tradition,
in der Wehrmacht die 11./AR 42, Bielefeld. (Diese Abteilung ist in der über 5 Monate
dauernden Abschließung auf der Krim 1943/44 fast völlig aufgerieben worden.)
Die Pflege der Tradition hat auch die 1921 gegründete Kameradschaft des ehemaligen
schleswig-holsteinischen Fußart.-Regiments Nr. 9 in Köln übernommen.

Bergisches Feldartillerieregiment Nr.59


Aus der 7.-9. Batt. des Feldartillerieregiments Nr. 23, die seit 1896 in Köln lagen, und
der 10.—12. Batt. des gleichen Regiments in Koblenz wurde 1899 das bergische
Feldartillerieregiment Nr. 59 gebildet. Es ist das einzige Regiment der preußischen Armee mit
der Landschaftsbezeichnung „bergisch“. Sein Schlachtruf war „Roemryke Berge“.
Das Regiment lag in der Barbara- und Fischer-Kaserne in Köln-Riehl, Amsterdamer
Strasse.

Erster Weltkrieg 1914-18. Im Verband der 15. Inf.-Div.


1914 Schlachten bei Neufchâteau, an der Maas und an der Marne,
Stellungskämpfe in der Champagne (Perthes),
1915 Winterschlacht in der Champagne, Schlacht bei la Bassée und Arras,
1916 Stellungskämpfe an der Aisne, Schlacht an der Somme,
1917 am Styr und Stochod, zwischen Maas und Mosel, Doppelschlacht Aisne-
Champagne, Stellungskämpfe am Chemin des Dames, in Lothringen und vor Verdun,
Schlacht in Flandern,
1918 Flandern, Große Schlacht in Frankreich, Abwehrschlachten
zwischen Soissons und Reims, zwischen Oise und Aisne und zwischen Marne und
Vesle, Champagne, Rückmarsch.

Das Regt. erhielt 1917 eine III. Abt., die im Felde aufgestellt wurde. Der erste Abschuß eines
französischen Fliegers, der überhaupt durch Artillerie-Beschuß erzielt wurde, gelang 6./AR 59
1915 bei Somme-Py.

Res. Feldart.-Rgt. Nr. 15, 1914 mit 6 Kan.-Batt. aufgestellt, 1915 durch
die III. Abteilung verstärkt, kämpfte im Verband der 15. Res.-Div.
1914 Schlacht b. Sedan, Stellungskämpfe in der Champagne,
1915 Kämpfe bei Somme_Py, Winterschlacht in der Champagne (16. 2.) vor

15
Perthes, Herbstschlacht vor Perthes.
1916-18 Stellungskämpfe an der Aisne, Somme-Schlacht, Arras, Galizien,
Verdun, Flandern.

Landw. Feldart.-Rgt. Nr. 255, als 1. Ers.-Abt./Feldart.-Rgt. 59 aufgestellt, 1916 durch


II. Ers.-Abt. verstärkt, 1917 durch 2 weitere Abteilungen. Das Rgt. kämpfte im Verband
der 38. Landw.-Div.
1914 Besatzung von Brüssel, Belagerung von Antwerpen, Schlacht an der Yser,
1915 Flandern, Ypern, Schlacht b. La Bassée und Arras, Herbstschlacht ebenda,
Stellungskämpfe im Artois,
1916 Artois und Flandern,
1917 Flandern,
1918 Abwehrschlacht in Flandern.
Verluste: 48 Offz., 501 Uffz. u. Mannsch.

Auflösung. Nach dem Rückmarsch wurden das Regiment und seine Kriegsformationen in
Wildeshausen/Oldenburg aufgelöst.

Ehrenmal bei Schloß Burg an der Wupper. Bronzene Ehrentafel am Kreisverbands-Ehrenmal


im Fort 1, Hindenburgpark in Köln.

Traditionsnachfolge. In der Reichswehr übernahm 1./6. AR., Münster, die Tradition, die in der
Wehrmacht auf 11./AR 26, Aachen, überging.

1. Westfälisches Pionierbataillon Nr. 7


Das Bataillon wurde aus mehreren preußischen Pionierkompanien, die bereits den Feldzügen
des Freiheitskrieges mitgekämpft hatten, am 27. 3. 1816 gegründet. Es gehörte Zeit seines
Bestehens zum VII. AK und unterstand truppendienstlich der 2. Pionier-Inspektion.
Sein dauernder Standort war Köln. Bis 1859 war es im Bruderhaus am Weidenbach
untergebracht, danach in den Bastionen 2 und 3 in Deutz. 1909 bekam es in der Mülheimer
Heide neue Kasernen. Der Wasserübungsplatz befand sich auf dem heutigen Messegelände, ab
1909 am linken Rheinufer nahe der Kaserne.

Freiheitskriege 1813-15: Als Sturmkompanien waren 1813 die 3. preußische Feld-


Pionierkompanie, ab 1815 die 8. Feld-Pionierkompanie, insbesondere bei den
Belagerungen von Torgau und Wittenberg eingesetzt.

Dänischer Krieg 1864: Missunde, Eckernsund, Rackebüll, Belagerung und Erstürmung


der Düppeler Schanzen, Übergang nach Alsen, Belagerung Fridericia.

Deutscher Krieg 1866: 2. u. 3. Kompanie bei der Elbarmee: Königgrätz (3.7.)


1. und 4. Kompanie bei der Mainarmee: Kissingen.

Französischer Krieg 1870/71. Als Mobilmachungsformationen waren 3 Feld- und 3 Festungs-


Kompanien aufgestellt worden. Sie nahmen an den Schlachten von Spichern (6. 8.),
Colombay-Nouilly (14. 8.), den Belagerungen von Metz, Straßburg, Schlettstadt,
Diedenhofen, Belfort, Montmedy und an den Gefechten von Rocroy, an der Lisaine, am
Ognon, bei Quingey und Chaffoi teil.

16
Erster Weltkrieg 1914-18. Die Pioniereinheiten traten kriegsgliederungsmäßig in den Verband
der Infanterie-Divisionen, und zwar:
Stab., 1, u. 2/- zur 13. Division
3. u. 5./- zur 14. Division
4./- zur 13. Res.-Division
1. u. 2./Res. Pi. B. 7 zur 14. Res.-Division,
1. u. 2. Landw. Pi. Komp. VII. AK als Pionierbataillon 410
zur Armeeabteilung C,
[Link].-Pion.-Komp. VII. AK zur 23. Ldw.-Div.,
2. u. 4. Ldst.-Pion.-Komp. zur 44. Ldw.-Div.,
3. Ldst.-Pion.-Komp. zur 2. Armee,
5. Ldst.-Komp. zur 10. Armee.

Neben diesen Verbänden stellte das Bataillon zahlreiche neue Kriegsformationen auf.
Auch nur einen Abriss der Kriegsgeschichten zu geben, ist aus Raummangel unmöglich. Für
die bei der 14. ID kämpfenden 3. und 5. Komp. kann auf die Angaben bei Inf.-Rgt. 16
verwiesen werden. Für die 2. Komp. sind im „Ehrenbuch der Pioniere‘ die Schlachten von
Neufchapelle (26. 10. 14) und der Ancre-Übergang in der Großen Schlacht in Frankreich, März
18, besonders hervorgehoben.

Die Verluste an Toten des Pionierbataillons einschließlich seiner Kriegsformationen und des
aus ihm hervorgegangenen Sturm-Bataillons 5 betrugen:
90 Offz., 311 Uffz. und 2314 Mannsch.

Die Tradition der Pionierbataillone 7 und 24 übernahm in der Reichswehr die 1./6. (preuß.)
Pionierbataillon in Minden. In der Wehrmacht wurde die Tradition des Pionier-
Bataillons Nr. 7 im Pionierbataillon 26, Köln, fortgeführt.

2. Westfälisches Pionierbataillon Nr. 24


Das Bataillon wurde am 31. 3. 1908 aufgestellt. Es gehörte im Frieden zum VII. AK,
unterstand dem Kommandeur der Pioniere VII. AK, truppendienstlich auch der 2. Pionier-
Inspektion.
Das Bataillon lag neben dem Pionier-Bataillon. Nr. 7 in den Kasernen in der Mülheimer
Heide und hatte unweit davon seinen Wasserübungsplatz. Bei Ausbruch des Weltkrieges wurde
das Bataillon zum Pionierregiment Nr. 24 mit 6 Kompanien verstärkt. Es wurde als
Heerestruppe in den Kampfschwerpunkten, häufig bis zu den Kompanien aufgeteilt, eingesetzt.

Ein Abriß der Kriegsgeschichte kann hier nicht gegeben werden. Es sei nur auf folgende
Waffentaten verwiesen:

Teile der 1. Kompanie marschierten an der Spitze der Sturmkolonne, die zum Handstreich auf
Lüttich (6. 8. 14) angesetzt, durch die Fortlinie in die Stadt eindrang.
Die 4. Komp. brachte am 13. 8. 14 eine bis dahin geheime Waffe, den schweren Minenwerfer,
bei der Bekämpfung des Forts Fléuron der Festung Lüttich zum Einsatz. Diese erste im Kriege
abgeschossene schwere Mine durchschlug die Fortdecke und zwang die Besatzung zur
Übergabe.
Einer Beschießung mit schweren Minen fiel auch das Fort Boussois bei Maubeuge
am 4. 9. 14 zum Opfer.
Die 3. Komp. bahnte beim Sturm auf die Redoute Dorpvelde der Festung Antwerpen

17
am 1. 10. 14 den Weg, indem sie mit geballten Ladungen die Betonwände des Forts
durchschlug.
Die 1., 3.u. 4. Komp. sind mehrfach bei Marne-Übergängen in den Angriffskämpfen
1918 hervorgetreten.
Im Okt. 1918 unterstanden: Stab, 1.-4./- der 18. Armee, 1. Res.-Komp. der 3. Mar.-Div.,
2. Res.-Komp. der 205. ID, 3. Res.-Komp. der 207. ID,
1. Ers.-Komp. der 79. Res.-Div., 2. Ers.-Komp. dem Pionier-Bataillon 40.
Kriegsverluste an Toten: 39 Offz., 112 Uffz. und. 947 Pioniere.
Gen. Unverzagt, als Oberst Kommandeur des Bataillons, ist als General der
Pioniere einer Armee im Sommer 1918 bei einem Brückenschlag über die Marne
gefallen.

Die Tradition der Pionier-Bataillone Nr. 7 und 24 übernahm in der Reichswehr die
1./6 .(preuß.) Pionier-Bataillone in Minden.
In der Wehrmacht wurde sie von Pionier-Bataillon 46, Köln, fortgeführt.

Luftschifferbataillon Nr.3
Das Luftschifferbataillon Nr. 3 — unter Major von Schulz — wurde am 1. 10. 1911 in
Köln aufgestellt und blieb mit Stab und 1. Komp. unter Hptm. Horn dort in Garnison. Die
Übungen dienten bis zum Kriege der Erprobung der Luftschiffsysteme Zeppelin, Groß-
Basenach und Parseval.

Mit der Mobilmachung bildete der Stab die Ersatzabteilung, die in Köln blieb, und
stellte die Feldluftschifferabteilungen 2, 6 und 7 auf. Aus der [Link] ging der Lenkluft-
schifftruppe 4 hervor. Major von Schulz stellte bald darauf das Luftschifferbataillon Brüssel
auf mit 3 Lenkluftschifftrupps in Brüssel und je 1 in Gontrode und Maubeuge. Das Bataillon
Brüssel wurde als Luftschifferbataillon Stollwerck Ende 1914 als Fußtruppe an der Westfront
eingesetzt.
Die Feldluftschifferabteilungen bedienten Fesselballone, die in den Materialschlachten
der Westfront für Beobachtung und Feuerleitung von Bedeutung waren. Die Beobachter haben
Großes geleistet, sie hielten meist im Korbe aus, bis der Ballon in Brand geschossen war. Es
kam häufig vor, daß ein Beobachter mehrmals am Tage mit dem Fallschirm „aussteigen“
mußte.
Die Lenkluftschifftrupps stellten die Besatzungen für die Schiffe. Sie flogen zahlreiche
Angriffe gegen London und Paris, die um so verlustreicher wurden, je mehr die Abwehr
entwickelt wurde.
Der erste Luftangriff auf England wurde am 19.1.1915 geflogen. Im Verlaufe des
Krieges waren folgende Luftschiffe in Köln untergebracht:

Z VI Hptm. Kleinschmidt -. Das Schiff unterstützte am 5./6.8.14 den Angriff auf


Lüttich und strandete angeschossen zwischen Köln und Bonn,
„Sachsen“ Ltn.z.S.d.R. Lehmann, der später mit dem Luftschiff „Hindenburg“ bei
Lakehurst verbrannte,
L.Z.37 Obl. van der Haegen -‚ am 7.6.15 bei Gent nach erfolgreichem Angriff auf
Calais brennend abgeschossen,
L.Z.35 Hptm. Masius -. Angriff auf Paris 20./21.3.15.
L.Z.93 Hptm. Bode .

18
Der bedeutendste Kölner Luftschifferoffizier war Hptm. Horn der Angriffe auf Paris
und London geflogen ist. Er fiel an Bord des L.Z.77 bei Revigny am 21.2.1916.

Die Tradition der preußischen Luftschiffertruppe wurde in der Reichswehr von der
2./3. Kf.-Abteilung Döberitz fortgeführt. In der Wehrmacht übernahm die Ballonabteilung 16
die Tradition des Luftschifferbataillons Nr.3

Fliegerbataillon Nr.3
Gegründet 1911

Am 15. September 1912 wird der Grundstein zur militärischen Fliegerstation „Butzweiler Hof“
gelegt. Das militärische Vorkommando, welches am 1. Dezember 1912 bezeichnenderweise
ohne Flugzeuge in Köln eintrifft, beginnt mit den ersten Arbeiten für die Anlage und
Errichtung einer militärischen Fliegerstation.

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Literatur
- Deutsche Garnisonen: Köln Harri Bernhardt Verl. Bernhard & Graefe 1959

- Köln und seine Klaus Schlegel Bachem Verlag 1979


preußischen Soldaten

- Ruhmeshalle unserer Diverse Militär-Verlag ca. 1930


alten Armee

- Die preußische Festung Köln Henriette Meynen Neusser Druckerei 2000

- Erinnerungsblätter deutscher Claus Piedmont Verlag Stalling 1927


Regimenter IR65 ([Link].) Hugo Pieper

- Der Flughafen Köln in der Oskar Türk Deutsche Flughäfen 1936


Geschichte der Kölner Luft- Heft 6/7; [Link]; S. 10
fahrt

Erläuterung der Abkürzungen

1./65 1. Kompanie IR65 Ldw. Landwehr


I. /65 1. Bataillon IR65 Inf.-Rgt. Infanterie-Regiment
Offz. Offizier Komp. Kompanie
Uffz. Unteroffizier Batt. Batterie
Hptm. Hauptmann sFH schwere Feldhaubitze
Rgt. Regiment Ltn.z.S.d.R. Leutnant zur See der Reserve
Mar.-Div. Marine-Division Ldst. Landsturm

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