Engine Handbuch
Engine Handbuch
B e n u t z e r h a n d bu c h
Benutzerhandbuch
für
Engine 2.0
Die in diesem Dokument enthaltene Information kann ohne Vorankündigung geändert werden
und stellt keine Verpflichtung der Best Service GmbH dar. Die Software, die in diesem Dokument
beschrieben ist, wird unter einer Lizenzvereinbarung zur Verfügung gestellt und darf nicht kopiert
werden. Ohne ausdrückliche schriftliche Erlaubnis durch die Best Service GmbH darf kein Teil
dieses Handbuches für irgendwelche Zwecke oder in irgendeiner Form mit irgendwelchen Mitteln
reproduziert oder übertragen werden. Alle Produkt- und Firmennamen sind ™- oder ®-Marken oder
Kennzeichnungen der entsprechenden Firmen.
Willkommen............................................................................................................�� 10
Pro Edit......................................................................................................................�� 48
Module Editor........................................................................................................��� 50
Output Einstellungen.........................................................................................����51
Key Switch..........................................................................................................����52
Keyboard Options..............................................................................................����54
Filter....................................................................................................................����56
Skip......................................................................................................................����57
Volume AHDSR...................................................................................................����57
Flexible Modifiers.................................................................................................��� 61
External Sources................................................................................................����65
Fix Value........................................................................................................����65
Velocity..........................................................................................................����65
Release Velocity...........................................................................................����66
Random.........................................................................................................����66
Pitchbend......................................................................................................����66
Modwheel......................................................................................................����66
Mono Aftertouch (channel pressure)..........................................................����66
Poly Aftertouch (key pressure)...................................................................����66
MIDI Automation...........................................................................................����66
Host Automation...........................................................................................����66
Custom Control............................................................................................����66
Key Position (keyboard tracking)...............................................................����66
Key Distance.................................................................................................����67
Key Up...........................................................................................................����67
Key Down......................................................................................................����67
Internal Sources.................................................................................................����67
LFO (Low Frequency Oscillator).................................................................����68
AHDSR Hüllkurve.........................................................................................����70
Free Envelope Unipolar / Bipolar................................................................����70
Step Modulator Unipolar / Bipolar..............................................................����72
Glide (Portamento).......................................................................................����74
Step Sequencer............................................................................................����75
Arpeggiator...................................................................................................����77
Arranger........................................................................................................����79
Time Modulator.............................................................................................����89
Insert FX..............................................................................................................����91
Browser.....................................................................................................................�� 92
Übersicht................................................................................................................��� 92
Bedienung..............................................................................................................��� 93
Suche nach Dateien. ...........................................................................................��� 95
Dateianzeige..........................................................................................................��� 96
Information Batch................................................................................................��� 97
MIDI Dateien. .........................................................................................................��� 98
Mischer......................................................................................................................100
Content Editor.......................................................................................................� 101
Group Editor..........................................................................................................� 102
Show/Hide Editor. ................................................................................................� 103
MIDI input pull-down menu. ..............................................................................� 103
Channel Display. ..................................................................................................� 104
Layer Channel.......................................................................................................� 104
Insert Button.......................................................................................................��105
Group Name........................................................................................................��105
BUS sends..........................................................................................................��106
Audio Ausgang Auswahl Pull-Down Menü......................................................��107
Solo und Mute Button........................................................................................��107
Lautstärke Index.................................................................................................��107
Lautstärke Regler und grafische Pegelanzeige..............................................��107
Lautstärke Anzeige............................................................................................��107
Channel Arten. ......................................................................................................� 108
Automation. ............................................................................................................109
Einrichten einer Automation.............................................................................� 109
Zusätzliche Automationsfunktionen...............................................................� 111
Optische Darstellung von automatisierten Parametern............................� 113
Credits........................................................................................................................165
Lizenzbestimmungen. ......................................................................................166
Lizenzbestimmung Software. ...........................................................................� 166
Index............................................................................................................................168
10 KAPITEL 1
Willkommen
Willkommen
Vielen Dank dass sie sich für Engine entschieden haben - dem innovativen Best Service
Sample Player.
In enger Kooperation zwischen Best Service und yellow tools wurde mit Engine der bei
weitem flexibelste und leistungsstärkste Sampler Player entwickelt.
Engine basiert vollständig auf der ausgereiften yellow tools Sampler Technologie von
“Independence” und beinhaltet die identische, mehrfach ausgezeichnete Audio Engine.
Engine ist jedoch weit mehr als nur ein Sample Player! Es handelt sich vielmehr um
eine Plattform für eine Vielzahl hochqualitativer Instrumente und Sound Libraries
verschiedenster Hersteller, vereint in einer kreativen Software, die sowohl den
intuitiven und schnellen Zugang zu den Instrumenten bietet - als auch grenzenlose
Bearbeitungsmöglichkeiten bis in die kleinsten Details. Darüber hinaus können sie alle
Engine Instrumente auch in den yellow tools Sampler “Independence” laden, und somit
ihre Sound Libraries ständig erweitern.
Mit der Veröffentlichung von Engine haben Best Service und yellow tools wieder einmal
neue Maßstäbe für sample basierte Instrumente gesetzt:
Durch die individualisierte Quick Edit Seite verfügt nun jedes Engine Produkt über eine
eigene Benutzeroberfläche, die sowohl vom Design und den Parametern als auch der
Ergonomie vollständig an das jeweilige Instrument angepasst ist.
Unterstützt durch ein klar strukturiertes User Interface, die Flexibilität eines voll-modularen
Aufbaus, einer überragenden Filter und Effekt Einheit und letztendlich der Vielzahl
einzigartiger Features ist Engine höchst benutzerfreundlich und bietet sofortigen Zugriff auf
eine fantastische und intuitive Bedienung.
Und nun lassen Sie sich von Engine inspirieren - viel Spaß dabei!
best service ENGINE 2.0 11
Handbuch
Das Userinterface von Engine ist in mehrere Hauptkategorien unterteilt, zwischen denen
sie jederzeit umschalten können. Dies beinhalten jegliche Bedienelemente und Parameter,
die sie für die Umsetzung authentischer Instrumenten benötigen. Die klar und übersichtlich
strukturierten Kategorien ermöglichen ihnen einen intuitiven und benutzerfreundlichen
Arbeitsablauf.
Für den sofortigen Zugriff auf die wichtigsten Parameter und Einstellungen von Engine
Sound Libraries gibt es die “Quick Edit” Seite, die standardmäßig beim Start von Engine
angezeigt wird.
Eine der Stärken von Engine ist, dass jedes Instrument über eine speziell angepasste,
eigene Quick Edit Seite verfügen kann - optisch wie auch funktionell.
Hier einige Quick Edit Beispiele verschiedener Engine Produkte:
Sobald sie ein Instrument in Engine laden oder auswählen, wird automatisch die
dazugehörige Quick Edit Seite angezeigt.
Die Controller der Quick Edit Seite können Buttons, Drehregler, Schieberegler und Pull-
Down Menüs sein. Deren Bedienung ist weitestegehend selbsterklärend.
Wie für alle anderen Parameter von Engine stehen auch auf der Quick Edit Seite die
innovativen Funktionen der MIDI und Host Automationen zur Verfügung.
12 KAPITEL 1
Willkommen
Eines der leistungsstärksten Features von Engine ist die Pro ediT Seite, insbesondere
die Flexiblen Modifier. Mit diesen können sie ihre Sounds und Instrumente in jeder
erdenklichen Art und Weise an ihre Bedürfnisse anpassen, da sie völlig frei jede Quelle mit
jedem Ziel verbinden können.
Geschwindigkeits-synchronisierte LFOs, die Nutzung eines beliebigen externen MIDI
Controllers, Zufallsgeneratoren und flexible, freie Kurvenverläufe - Engine bietet ihnen
alle Optionen der Modifizierung. Die durchdachte Struktur der Modifier und die perfekte
Integration in die Benutzeroberfläche ermöglichen einen schnellen, einfachen und
unschlagbaren Workflow.
Auf dieser Seite können sie ihren Instrumenten auch Filter und Effekt Inserts zuweisen.
Durch einen Klick auf den „Insert FX“ Button, wechselt der rechte Bereich der Modifier zur
Insert FX Darstellung. Hier können sie eine unbegrenzte Anzahl von Effekten einfügen.
Alle Inserts unterstützen „Drag‘n‘Drop“, sodass sie auch die Reihenfolge der Inserts
beliebig ändern können. Klicken sie den „Insert FX“ Button erneut um wieder zur Modifier
Ansicht zurückzukehren.
best service ENGINE 2.0 13
Handbuch
Der vielseitige BROWSER von Engine ermöglicht ihnen sofortigen, schnellen und
einfachen Zugriff auf all ihre Daten, die sie in Engine benutzen können.
Sie erhalten eine Übersicht ihrer Engine Projects, Layers und Sections und aller
verfügbaren MIDI und Audio Daten in ihrem Engine Root Folder Ordner. - somit haben sie
5 Browser in einem.
Neben der klar strukturierten Übersicht können sie durch vielfältige Funktionen auch nach
ihren Daten suchen, wie es nie zuvor in Software Sample Playern möglich war. Wenn sie
nach Engine Projects oder Layers suchen, so können sie dieses nicht nur über die Datei
Namen ausführen, sondern auch über Kategorien, Datum, Authoren, etc. Die Suche nach
MIDI Daten kann zusätzlich über die Attribute Bars, BPM, Meter, etc. definiert werden.
Für MIDI Daten steht ihnen im Browser sogar eine automatische “pre-listen” Funktion zur
Verfügung. Zusätzlich können sie auswählen, ob MIDI Dateien in ihrem Original Tempo
oder dem aktuellen Engine Tempo abgespielt werden sollen. Mit der information batch
Option können sie die Informationen für Projects und Layers umgehend ersetzen oder
anfügen.
14 KAPITEL 1
Willkommen
Sie können ihrem Projekt eine unbegrenzte Anzahl von BUS Channels hinzufügen. Für
ihre individuellen Einstellungen verfügt jeder Layer über 5 BUS Sends (auswählbar als pre
und post). Darüber hinaus können sie eine unbegrenzte Anzahl von “Custom” Channels
(interne virtuelle Channels) hinzufügen, über die sie die Sections ihres Layers speziell
anpassen können. Somit können sie zusätzliche virtuelle Channels für eine wesentlich
leichtere und komfortablere Bearbeitung ihrer Layer nutzen.
Ganz besonders beim Mischer haben der schnellstmögliche Zugriff auf all ihre Spuren,
vollste Kontrolle und bestmögliche Übersicht über alle Spuren oberste Priorität.
All diese Features, die individuelle Zuweisung ihrer Spuren zu Gruppen und die
schnelle view/hide Übersicht machen diesen Bestandteil von Engine zum bei weitem
professionellsten und leistungsstärksten Plug-In Mischer überhaupt.
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Handbuch
Auf der Engine “HELP” Seite befinden sich mehrere Links zu PDF Dokumenten
(Handbücher, Shortcut Übersicht, Tips & Tricks) und einige Online Links zu den neuesten
Updates, Tutorials und mehr.
Für die Nutzung der Online Links benötigen sie eine Internetverbindung und für die PDF
Dokumente benötigen sie den kostenlosen Adobe Acrobat Reader oder ein anderes
Programm mit dem sie PDF Dokumente öffnen können.
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Handbuch
Nachdem sie Engine gestartet haben, können sie nun ihre Sound Libraries hinzufügen.
Hierfür wechseln sie bitte auf die “Preferences” Seite und klicken dort auf den Reiter
“Sound Libraries”.
Über den Button “add library” können sie nun Instrumente hinzufügen.
Bitte wählen sie ihren Produkt Ordner aus, in dem sich die Layers, Image Files sowie
Presets und weitere Dateien befinden.
Engine fügt die Library entsprechend mit allen Inhalten und Einstellung automatisch hinzu
und sie können nach Speichern der Preferences die Instrumente laden.
Wenn sie eine neue Sound Library hinzugefügt haben, ist beim ersten Laden eines
Instruments gegebenenfalls eine Produktaktivierung nötig.
In diesem Fall öffnet sich automatisch der E-License Manager und sie können mit der
Aktivierung beginnen.
Diese Aktivierung ist ein einmaliger Vorgang pro Computer, auf dem sie die Aktivierung
vornehmen.
WICHTIG: Für die Installation und Aktivierung ihres Produktes sind separate
Handbücher verfügbar. Bitte lesen sie diese sorgfältig durch.
18 KAPITEL 2
Grundlagen & Benutzeroberfläche
Auf Grund der Vielzahl unterschiedlicher Sequenzer lesen sie bitte in dem Handbuch ihrer
Host Applikation nach, wie sie Instrumente Plug-ins laden können. Es gibt keine speziellen
Voraussetzungen um Engine als Plug-in zu benutzen.
Die Engine Standalone Versionen für Mac (PowerPC und IntelMacs) und Windows XP/
Vista sind extrem stabil und leistungsstark und ermöglichen die Anpassung von Engine an
ihre digitale Audio Workstation.
Wenn sie die Engine Standalone Version das erste Mal starten, erscheinen die beiden
folgenden Setup Fenster:
Audio Preferences
Engine erkennt alle verfügbaren Audio Karten, deren I/O Buffer Size und Sample Rates
automatisch:
Nach der Auswahl der gewünschten Audio Karte empfehlen wie die Einstellung der I/O
Buffer Size auf einene Minimum Wert von 512 Frames. Hier einige Details zu diesem
Parameter:
Die I/O Buffer Size ist der Puffer ihrer Audio Karte. Dieser Puffer ermöglicht das fehlerfreie
und stetige Funktionieren der Karte. Auf der anderen Seite müssen sie bedenken, dass je
höher sie den Puffer Wert setzen, eine immer größer werdende Latenz der Karte entsteht.
Dies bedeutet, dass sie die beste Balance zwischen der benötigten Leistungsfähigkeit und
einer akzeptablen Latenz der Audio Karte herausfinden sollten.
Das Sample Rate Menü bietet die Auswahl der Auflösungen, die ihre Audio Karte
unterstützt.
Wenn sie ihre Einstellungen abgeschlossen haben klicken sie auf den “OK” Button um
fortzufahren. Sie können die Einstellungen ihres Audio Setups auch jederzeit nachträglich
ändern.
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Handbuch
MIDI Preferences
Engine kann bis zu 32 MIDI Ports verwalten (bis zu 512 MIDI Kanäle gleichzeitig!).
Engine erkennt alle verfügbaren physikalischen und virtuellen MIDI Ports automatisch.
Klicken sie einfach auf die Pull-Down Menüs um die MIDI Ports auszuwählen, die sie mit
Engine verwenden möchten.
Benutzen sie die die Felder neben den Ports um die entsprechenden MIDI ports zu
aktivieren oder zu deaktivieren.
Bitte beachten sie immer mindestens ein MIDI-in Port auszuwählen - anderenfalls wird
Engine keinen MIDI Input empfangen können.
Sie können die Einstellungen der MIDI Preferences auch jederzeit nachträglich ändern.
20 KAPITEL 2
Grundlagen & Benutzeroberfläche
Zone
Der kleinste aber sicherlich wichtigste Bestandteil ist die Zone. Eine Zone kann ein Sample
eines Instruments oder auch ein Audio Loop, eine MIDI oder eine Audio Datei sein.
Section
Sections sind Gruppen aus mehreren Zones und somit sehr hilfreiche Elemente um
mehrere Zones gleichzeitig zu bearbeiten. Viele Engine Libraries benutzen Sections
hauptsächlich, um verschiedene Artikulationen, Dynamiken oder Spielarten für eine
leichtere Bearbeitung zusammenzufassen. Verfügbare Sections können auf der Pro Edit
Seite ausgewählt und bearbeitet werden.
Alternate
Wenn jede Note eines Instruments in mehreren Artikulationen aufgenommen wurde, haben
sie für jede dieser Artikulationen eine eigene Section. Für eine leichtere und wesentlich
schnellere Bearbeitung können all diese Sections zu einem “Alternate” gruppiert werden.
Somit ermöglicht ein Alternate die Bearbeitung von Parametern für eine ganze Gruppe von
Sections mit nur einem Mausklick.
Layer
Ein „Layer“ ist der wichtigste Bestandteil von Engine, der ALLE Einstellungen eines
Instruments beinhaltet - einschließlich aller Module.
Project
Projects beinhalten ALLE Einstellungen der integrierten Layers, Alternates, Sections und
Zones.
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Handbuch
Grundsätzliche Bedienung
Die Bedienung von Engine ist extrem intuitiv und benutzerfreundlich. Es gibt einige
grundsätzliche Bedienelemente, die wir im Folgenden kurz erklären werden:
Eingabefelder
Diese sind die häufigsten Bedienelemente von Engine. Es gibt mehrere Möglichkeiten für
die Nutzung der Eingabefelder:
1.) Über die Tastatur: Doppelklicken sie auf ein Eingabefeld, geben sie einen Wert ein
und drücken sie die Eingabetaste um den neuen Wert zu aktivieren.
2.) Mit der Maus:
Klicken (und halten) sie mit der Maustaste auf ein Eingabefeld. Halten sie die
Maustaste gedrückt und bewegen sie die Maus nach oben, um den Wert zu erhöhen oder
bewegen sie die Maus nach unten, um den Wert zu verringern. Je schneller sie die Maus
bewegen, um so schneller verändert sich der Wert des Parameters. Bei der Bedienung mit
der Maus können sie zusätzlich folgende Tastatur Short Cuts benutzen:
• Für Feineinstellungen drücken und halten sie die “shift” Taste.
• Um das Eingabefeld auf den Standardwert zurückzusetzen, drücken und halten sie
die “command” (Mac) oder die “ctrl” Taste (Win) und klicken auf das Feld.
Pull-Down Menüs
Engine‘s „Pull-Down“ Menüs sind mit einem kleinen Dreieck vor dem Parameternamen
gekennzeichnet. Um das Menü zu öffnen klicken sie auf den Namen oder das Dreieck.
Buttons
Die meisten Buttons von Engine sind selbsterklärend. Hier einige spezielle Buttons, die wir
dennoch kurz erklären möchten:
• „content“ button:
• „bypass“ buttons:
Für Layers, Sections, Alternates und Legatos gibt es “add” Buttons, allerdings können
sie neue Einheiten auch einfach durch einen Doppelklick hinzufügen. Alle Scrollbalken in
Engine unterstützen das Drehrad ihrer Maus, sodass sie Inhalte einfach über ihre Maus
oder durch Betätigen der Scrollbalken verschieben können.
22 KAPITEL 2
Grundlagen & Benutzeroberfläche
Drag‘n‘Drop Unterstützung
Sie können MIDI und Audio Dateien direkt von jedem Ort auf ihrem Computer aus
importieren. Der Audio File Import ist in Engine auf 25 Dateien begrenzt.
Ziehen sie die gewünschten MIDI/Audio Dateien auf das Layer Display und lassen sie dort
die Maustaste los. Wenn sie die Dateien an eine freie Stelle des Displays ziehen, wird
automatisch ein neuer Layer erstellt. Sobald sie die Maustaste loslassen, erscheint - je
nach Datein - der MIDI Import Dialog...:
Wenn sie die Dateien auf einen bestehenden Layer ziehen, werden die MIDI/Audio Dateien
in diesen Layer hinein importiert.
best service ENGINE 2.0 23
Handbuch
Engine ist neben den eigenen Instrumenten auch in der Lage VST Effekt und VST
Instrument Plug-Ins von Drittanbietern zu laden!
Um ihre VST Effekt & VST Instrument Plug-Ins in Engine laden zu können, müssen sie
diese zuerst in den Ordner “VST Plug-Ins” innerhalb ihres Engine Application Folders
kopieren:
Während des ersten Starts nach diesem Vorgang beginnt Engine mit der Validierung aller
neuen VST Effekte & Instrumente. Alle VST Plug-Ins die diese Validierung bestehen,
werden anschließend verfügbar sein. Engine erkennt automatisch, welche Plug-Ins Effekte
und welche Instrumente sind, sodass sie sich nicht um die unterschiedlichen Plug-In Arten
kümmern müssen. Im Layer Menü sind ausschließlich VST Instrumente verfügbar - und
das Layer & Mischer FX Menü beinhaltet nur die VST Effekte.
HINWEIS: Der “VST Plug-Ins” Ordner innerhalb des Engine Application Ordner
unterstützt Unterordner. Wenn sie viele VST Plug-Ins in Engine
nutzen möchten, können sie sich für eine bessere Übersicht eigene
Unterordner erstellen und ihre Plug-Ins in diese Ordner kopieren.
WICHTIG: Engine überprüft den VST Plug-Ins Ordner des Engine Application
Folders bei jedem Start. Alle neuen Plug-Ins, die die Validierung
bestehen, sind sofort verfügbar. Bei einer hohen Anzahl an Plug-Ins kann
die Validierung einige Zeit in Anspruch nehmen.
VST Instrumente können in der gleichen Weise wie alle Instrumente in Engine geladen
werden. Klicken sie auf den Namen des Layers, den sie für das VST Instrument
verwenden möchten, um das Layer Pull-Down Menü zu öffnen und wählen sie “VST
Instruments”. Alle verfügbaren VST Instrumente innerhalb ihres VST Plug-Ins Ordners des
Engine Application Folders werden entsprechend angezeigt:
best service ENGINE 2.0 25
Handbuch
Nun können sie das VST Instrument auswählen, das sie in Engine laden möchten.
Nach dem erfolgreichen Laden wechselt der Name des Layers zu dem Namen des VST
Instruments. Layers die ein VST Instrument beinhalten werden mit einem VST Layer Icon
sowie dem zusätzlichen “EDIT” Button angezeigt.
Klicken sie auf den “EDIT” Button um die Benutzeroberfläche des geladenen VST
Instruments zu öfnen. Sie können nun beliebig ihre Presets laden und das VST Instrument
ohne Einschränkungen in Engine benutzen.
WICHTIG: Entfernen sie niemals VST Plug-Ins die sie mit einem Project, Layer oder
Insert FX gespeichert haben. Anderenfalls können die Projects nicht mehr
korrekt geladen werden.
HINWEIS: Wenn sie Engine Projects, die VST Plug-Ins von Drittanbietern
beinhalten, zwischen Mac OS X und Windows XP/Vista verschieben
möchten, stellen sie bitte sicher, dass diese Plug-Ins auch auf beiden
Plattformen verfügbar sind! Die meisten Entwickler von VST Plug-Ins
unterstützen sowohl die Mac als auch die Windows Plattform.
26 KAPITEL 2
Grundlagen & Benutzeroberfläche
Wie bereits erwähnt wurde können die VST Effekt Plug-Ins sowohl im Engine Layer Insert
FX Bereich als auch innerhalb der Mischer Umgebung geladen werden. Öffnen sie das
“add insert fx” Pull-Down Menü und wählen sie ein VST Effekt Plug-in aus:
Benutzeroberfläche
Die Benutzeroberfläche von Engine ist in den Hauptbereich auf der linken Seite und
die verschiedenen Arbeitsbereiche auf der rechten Seite unterteilt. Zwischen diesen
Arbeitsbereichen kann mit den Hauptnavigationsbuttons jederzeit umgeschaltet werden.
Für eine bestmögliche Übersicht beinhalten einige Arbeitsbereiche einen zusätzlichen
“Content” Button, der den Arbeitsbereich auf die gesamte Breite von Engine vergrößert und
- so lange er aktiviert ist - die Layer Details auf der linken Seite ausblendet.
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Project Bereich
Ein Engine Project beinhaltet ALLE Einstellungen der integrierten Layers, Alternates,
Sections und Zones. Somit betrifft jede Änderung der hier verfügbaren Parameter immer
alle geladenen Instrumente.
Über das Pull-Down Menü können sie ihre Engine Projects speichern und laden. Sie
können ein Project auch als „autoload“ Datei abspeichern! Engine startet dann automatisch
immer mit den kompletten Inhalten und Einstellungen ihres Projects. Speichern (ersetzen)
sie ihr Project einfach als Datei „[Link]“ in dem „basics“ Ordner ihres Engine User
Folder. In den project preferences können sie die folgenden drei Basis Optionen aktivieren/
deaktivieren.
• MIDI thru:
Aktivieren sie diese Option um eingehende MIDI Signale von Engine zu
einer weiteren angeschlossenen externen Hardware oder Software zu routen, die
mit Engine via MIDI kommuniziert. Dies kann ein externes Mischpult sein (z.B.
ein Yamaha 02R96) oder eine Software (z.B. Cubase oder ein anderer Host). Dadurch
können sie sogar die Engine Mischer oder Insert Parameter benutzen um die
Fader und Regler eines externen Hardware Mischpults zu steuern.
• Program Change:
Benutzen sie diese Option um das „program change“ Feature in Engine global
ein- oder auszuschalten. Somit müssen sie program change nicht für jeden geladenen
Layer separat deaktivieren wenn sie diese Funktion evtl. vorübergehend nicht nutzen
möchten. Diese Option funktioniert sozusagen als „program change bypass“ Feature.
Das MIDI-IN icon zeigt ihnen eingehende MIDI Signale an und somit eine bestehende MIDI
Verbindung. Sollte Engine während ihrer Arbeit nicht mehr fehlerfrei funktionieren, können
sie über den „MIDI panic/bypass“ Button alle MIDI note-on Signale sofort stummschalten
und zurücksetzen.
Über den Volume Wert weisen sie die grundsätzliche Lautstärke für das gesamte Project
zu. Der Pitch Parameter kann in Halbtonschritten und Hertz eingestellt werden und betrifft
die allgemeine Tonhöhe. Dies ist sehr nützlich, da sie beispielsweise sofort zu einer „443“
oder „448“ Hertz Stimmung wechseln können. Der Wertebereich für Halbton Schritte liegt
zwischen +/- 60, der Wertebereich in Hertz zwischen 380 und 500. Sie können zwischen
den beiden Optionen mit einem Klick auf das Pull-Down Menü wechseln. Wenn sie nur die
Tonhöhe eines einzelnen Layers ändern möchten und nicht die des gesamten Projects,
lesen sie bitte die Kapitel „Layer Bereich“ auf den folgenden Seiten.
Wenn sie Engine als Plug-In in ihrem Sequenzer benutzen, wird eine automatische
Synchronisierungsverbindung aufgebaut, die die reibungslose Synchronisierung mit ihrem
Host garantiert. Bei jeder Tempoänderung in ihrem Host werden sie bemerken, dass
automatisch das Tempo in Engine entsprechend auf den gleichen Wert geändert wird.
WICHTIG: Wenn sie Engine im standalone Modus nutzen und sie mehrere
Module oder Insert Effekte und Filter hinzufügen, die eine Tempoangabe
benötigen, müssen sie diesen Wert in das Project Tempo Feld eingeben!
30 KAPITEL 2
Grundlagen & Benutzeroberfläche
Layer Bereich
„Layer“ ist der wichtigste Bestandteil von Engine und das Grundelement, das ALLE
Parameter eines Instruments inklusive der Pro Edit Einstellungen beinhaltet!!!
Da der Layer die Sounds und Instrumente beinhaltet, bietet dieser Bereich auch die
detailliertesten Einstellungsmöglichkeiten.
Layer Display
Um ein Instrument zu laden, klicken sie auf den “add layer” button um einen neuen leeren
Layer hinzuzufügen oder doppeklicken sie in das Layer Display. Klicken sie anschließend
auf den Layer Namen um das “Layer Pull-Down” Menü zu öffnen und ihr Instrument
auszuwählen. Neben der Liste aller verfügbaren Instrumente und den Standardparametern
wie laden, speichern, entfernen, etc., beinhaltet dieses Pull-Down Menü auch weitere
Optionen für ihren Layer, wie z.B. das pre-cache Feature und die Importoptionen für Audio
und MIDI Dateien.
Die verfügbaren Instrumente bzw. Layers sind abhängig von den ENGINE Produkten, die
sie installiert haben und ist somit variabel.
best service ENGINE 2.0 31
Handbuch
Die “keep settings” Option am Ende des Layer Pull-Down Menüs ist eine hilfreiche
Funktion um ALLE aktuellen Einstellungen der Layer Settings, MIDI Settings, des
Miscellaneous Bereichs sowie aller Parameter der “Pro Edit” Seite des selektierten Layers
auf ein neues Instrument zu übertragen. Wenn sie ihre Einstellungen dieser Bereiche
auf ein neues Instrument anwenden möchten, dann klicken sie zuerst auf “keep settings”
und laden sie anschließend ein neues Instrument in den zuvor ausgewählen Layer - sie
ersetzen quasi den Inhalt des Layers durch ein neues Instrument, behalten aber die
Einstellungen des vorherigen Instrumentes bei.
Über die Funktion “keep custom control settings” können sie die aktuell zugewiesenen
Automationen der Quick Edit Page Parameter ebenso auf einen neuen Layer übertragen.
Das Instrument, dass sie in diesem Menü auswählen wird immer in den Layer geladen, für
den sie das Pull-Down Menü geöffnet haben.
32 KAPITEL 2
Grundlagen & Benutzeroberfläche
Sobald sie einen Layer laden wird im rechten Arbeitsbereich die Meldung „Locating Audio/
Image files. Please be patient“ eingeblendet.
Nachdem der Ladevorgang abgeschlossen ist, wechselt der Name des Layers von “New
Layer” in den Namen des Layers, den sie geladen haben. Oberhalb des Layer Namens
befindet sich der Hersteller- oder Produktname des geladenen Layers. Zusätzlich
beinhaltet jeder Layer ein „Layer Icon“, das links neben der Anzeige des Layers dargestellt
wird.
Abhängig von dem Layer, den sie geladen haben, können sie diesen sofort über ihr
Keyboard oder einen anderen MIDI Controller spielen. Einige Layer Programme beinhalten
bereits vorgefertigte Controller Einstellungen, wie zum Beispiel das Key Switch Feature
oder andere Controller Befehle.
Layer Parameter
Neben dem Layer Namen sind ganz rechts jeweils 2 kleine Pfeile dargestellt, die ein
schnelles Umschalten zwischen den verfügbaren Layern ermöglichen.
Die Reihenfolge des Umschaltens entspricht der Struktur ihrer Layer Programme im Layer
Pull-Down Menü. Klicken sie also auf den Pfeil nach oben, wird der ausgewählte Layer
durch den nächsten Layer ersetzt, der oberhalb des ausgewählten Layers im Pull-Down
Menü aufgelistet wird. Der Pfeil nach unten hat die umgekehrte Wirkung: Es wird zum
nächsten, unterhalb folgenden Layer gewechselt.
Sobald sie Einstellungen eines Layers verändern und dann über die Pfeile zu einem
anderen Layer wechseln möchten, erscheint ein Warndialog, der verhindert, dass sie
unbeabsichtigt ihre nicht gespeicherten Änderungen des Layers verlieren.
WICHTIG: Sobald sie mit den Pfeilen zu einem anderen Layer wechseln, werden ihre
aktuellen MIDI Eingangskanäle beibehalten, um ein weiteres Spielen zu
ermöglichen.
Unter den Pfeilen ist ein kleines aber sehr nützliches Levelmeter dargestellt, das die
aktuelle Lautstärke des Layers anzeigt - somit müssen sie nicht ständig zum Mischer
wechseln. Um einen oder mehrere Layer gleichzeitig zu entfernen, drücken und halten sie
die “shift” Taste ihrer Tastatur, klicken sie auf die Layer, die sie entfernen möchten, und
klicken sie anschließend auf dens “remove Layer” Button. Um ungewolltes Löschen von
Layern zu verhindern wird ein entsprechender Warndialog erscheinen.
best service ENGINE 2.0 33
Handbuch
Der Layer „solo“ Button aktiviert eine erweiterte „solo“ Funktionalität. Dieses Feature hilft
ihnen, die ständige Aus- und Abwahl verschiedener Layer für unterschiedliche “Solo”
Einstellungen wesentlich zu vereinfachen.
Selektieren sie einen Layer (oder drücken und halten sie die “shift” Taste, um mehrere
Layer gleichzeitig auszuwählen) und klicken sie den „solo“ Button. Die Farbe des/der
ausgewählten Layer wechselt von hellblau in grün und stellt den “solo” Status somit
grafisch dar. Nun sind ausschließlich die grünen Layer hörbar. Solange der „solo“ Status
aktiviert ist können sie mit gedrückter “shift” Taste und ihrer Maus weitere Layer hinzufügen
oder auch entfernen. Um die „solo“ Funktion wieder zu deaktivieren klicken sie einfach
erneut auf den „solo“ Button. Es werden nun alle Layer wieder in ihren Ausgangsstatus
zurückgesetzt und die Farbe wechselt wieder zu hellblau.
Jeder Layer beinhaltet einen nützlichen Notepad Editor (Layer Info). Nutzen sie diese
Option um sich einige Notizen für ihre Layer zu machen oder auch um die Internetseite
des Herstellers zu besuchen. Hier können sie auch Einträge in den Bereichen Keywords,
Categories und Attributes für den aktuell ausgewählten Layer vornehmen. Auf diese
Begriffe kann die Suchfunktion des Engine Browsers zurückgreifen. Im Browser können
sie auch die “Information Batch” Funktion benutzen, um Informationen für mehrere Layer
gleichzeitig zu ersetzen oder hinzuzufügen.
Auf der Engine Preferences Seite können sie die “Default Author Name” und “Default
Author Weblink” Informationen als Standard definieren. Diese Informationen werden dann
automatisch zu jedem neuen Layer hinzugefügt. Das Layer Info File können sie durch
Klicken auf den Button “Layer Info” oberhalb des Layer Displays öffnen:
34 KAPITEL 2
Grundlagen & Benutzeroberfläche
Klicken sie auf den „bypass“ Button um einen Layer zu “muten”. Alternativ können sie
auch den folgenden Shortcut benutzen: Drücken und halten die die “alt” Taste und klicken
auf den gewünschten Layer. Die Farbe des Layer Namens wechselt von hellblau in grau,
wodurch der “mute” Status grafisch dargestellt wird.
Über das Format Pull-Down Menü können sie einstellen, ob das ausgewählte Instrument
als MONO, STEREO oder SURROUND (incl. all surround formats) Layer prozessiert wird.
Weitere Details über die Pro Surround Umgebung von Engine können sie in dem Kapitel
“Pro Surround Umgebung” nachlesen.
best service ENGINE 2.0 35
Handbuch
Das Read Model ist ein sehr wichtiges Feature und erlaubt ihnen das Wechseln zwischen
ihrem Arbeitsspeicher (RF-RAM) und ihrer Festplatte (RF-HDD) als Speicher für alle
geladenen Samples.
Die yellow tools RF-HDD Technologie ermöglicht das Laden und Spielen von Instrumenten
völlig unabhängig ihrer physikalischen Größe - selbst wenn diese Größe die Kapazität
ihres verfügbaren Arbeitsspeichers überschreitet. Es wird nur ein kleiner Teil vom Anfang
jeder benötigten Audio Datei in den Arbeitsspeicher geladen; der Rest “bleibt” auf der
Festplatte. Die gesamte Audio Datei wird immer nur dann nachgeladen, wenn sie auch
benötigt wird. Dies ist eine sehr komplexe Technologie, die ihnen eine enorme Leistung
und bislang unerreichte Ladekapazitäten ermöglicht. Die Parameter für das Read Model
können sie in den Engine Präferenzen (-> siehe das Kapitel “Präferenzen”) einstellen. Um
zwischen den beiden Read Models zu wechseln, klicken sie auf das Pull-Down Menü und
wählen das gewünschte Model aus.
Neben den Optionen “read from HDD” und “read from RAM” können sie hier auch die
Elastique Time-Stretching & Pitch-Shifting Option aktivieren. Alle weiteren Informationen zu
dieser Funktion werden im Kapitel “Elastique” detailliert erklärt.
Für den Sofortigen Zugriff auf ihre MIDI Kanal Einstellungen beinhaltet jeder Layer sein
eigenes MIDI Kanal Pull-Down Menü. Wenn sie Engine als Standalone Version benutzen
erhalten sie zusätzlich das MIDI Port Pull-Down Menü mit bis zu 32 virtuellen und/oder
physikalischen Ports:
36 KAPITEL 2
Grundlagen & Benutzeroberfläche
Der „Transpose“ Parameter hat einen Wertebereich von -60 bis +60 Halbtonschritten und
ermöglicht die Anpassung der Layerposition auf ihrem Keyboard.
In „Key Range“ stellen sie den Bereich ein, indem der ausgewählte Layer eingehende MIDI
Signale empfangen darf. Dadurch können sie den spielbaren Bereich des Layers auf ihrem
Keyboard festlegen, da alle Noten außerhalb des Bereiches ignoriert werden.
„Vel Range“ (velocity range) erlaubt die Begrenzung der Spielbarkeit von Sounds in
Abhängigkeit der Velocity der Noten. Das Sample wird nur dann abgespielt, wenn die
Velocity des eingehenden Note-On MIDI Befehls innerhalb des eingestellten Bereichs liegt.
Somit können sie den Layer vertikal begrenzen - sehr nützlich wenn sie mehrere Layer
miteinander kombinieren und spielen.
- aktiver Layer
- aktiver Layer
- aktiver Layer
best service ENGINE 2.0 37
Handbuch
- aktiver Layer
- aktiver Layer
- aktiver „solo“Layer
- muted Layer
Sie können die Reihenfolge der Layer einfach per drag’n’drop ändern. Klicken (und halten)
sie auf den gewünschten, ziehen sie ihn an die gewünschte Position und lassen die
Maustaste wieder los.
38 KAPITEL 2
Grundlagen & Benutzeroberfläche
MIDI Programme
Das MIDI Programme Feature kann als eine sehr leistungsfähige Fernbedienung für
Engine und alle enthaltenen Layer benutzt werden.
Wenn sie gewohnt sind mit mehreren Computern zu arbeiten, können sie Engine
beispielsweise auf einem separaten Rechner ohne angeschlossenen Monitor installieren
und Engine dann über ihren Host auf einem anderen Rechner steuern. Um zwischen den
verschiedenen Layern umzuschalten, müssen sie nun Engine auf dem anderen Computer
nicht einmal anfassen: sie können ganz einfach und komfortabel mit der „program change“
Funktion ihrer Host Applikation umschalten.
Ein weiterer Vorteil dieses Features ist die Kompatiblität zu MIDI Dateien (Format 1):
Sobald sie eine MIDI Datei, die eine „program change“ Nummer beinhaltet, in ihren
Hardware oder Software Sequenzer geladen haben, wird Engine das entsprechende Layer
Patch automatisch laden!
Abschließend macht „MIDI Programs“ aus Engine eine extrem leistungsstarke Workstation
für Live-Einsätze: Sie können zwischen den aktuell geladenen Layer Patches direkt
über ihr MIDI Keyboard ohne jegliche zusätzliche Ladezeiten umschalten (pre-caching
aktiviert!). Um ein Layer Patch als MIDI Programm zu speichern, müssen sie den
gewünschten Layer zuerst in Engine laden. Nachdem der Ladevorgang abgeschlossen
ist, öffnen sie bitte das Layer interne Pull-Down Menü (Klicken auf den Layer Namen) und
wählen die Option “save layer as midi program”:
• Layer Name: Geben sie einen Namen für das MIDI Programm ein.
• Bank Number: Geben sie die Nummer der MIDI Bank ein, in welche sie den Layer
speichern möchten. Sollte die Banknummer noch nicht existieren, wird
Engine eine neue Bank entsprechend erstellen.
• Program Number: Geben sie die Nummer des MIDI Programms ein. Diese ist
letztendlich die „Fernsteuerungs ID“. Sobald ihr MIDI Keyboard oder
Hardware/Software Host diese Nummer an Engine sendet,
wird der Layer geladen und aktiviert.
best service ENGINE 2.0 39
Handbuch
Selbstverständlich können sie die “midi programs” Layers auch über das Layer Pull-Down
Menü laden. Benutzen sie dieses Menü auch als Übersicht aller existierenden Bänke und
MIDI Programme.
Engine kann bis zu 16.383 verschiedene Bänke verwalten. Jede Bank wiederum kann bis
zu 128 verschiedene MIDI Programme beinhalten, von 0 bis 127 - ein Maximum also von
über 2.000.000 zuweisbarer MIDI Programme!
Pre-cache
Engine ist eine sample-basierte Workstation. Insofern müssen sie bedenken, dass Engine
mehrere Gigabytes an Audio Daten gleichzeitig verwalten muss. Dies verursacht ständige
Lade- und Entladevorgänge - die letztendlich Zeit dauern...
Um diesen Prozess und somit ihre Arbeit zu beschleunigen, wurde eine leistungsstarke
„pre-cache“ Option integriert.
Alle Layer die Bestandteil der von ihnen ausgewählten pre-cache Option sind, werden
in Engine vor-geladen und sind sofort nach Aktivierung verfügbar - ohne zusätzliche
Ladezeiten. „Pre-cache“ ist extrem nützlich für jede Art der Live Performance mit Engine:
Wählen sie einfach ihre pre-cache Option aus, und sie können zwischen mehreren
Gigabyte großen Instrumenten sofort umschalten!
WICHTIG: Die Nutzung des „pre-cache“ Features ist nicht von der Leistung ihres
Rechners abhängig. Wenn sie diese Funktion aktivieren wird KEIN
zusätzlicher RAM oder andere Ressourcen ihres Computers benötigt.
40 KAPITEL 2
Grundlagen & Benutzeroberfläche
Auto-Mapping-Import
Neben den verschiedenen Engine Sound Libraries bietet Engine auch ein Auto-Mapping-
Import Feature für AIFF und WAV Dateien. Hierdurch können sie bis zu 25 Audio Samples
in Engine importieren. Sie können die „import audio files“ Option im Layer Pull-Down
Menü aufrufen. Sie können einzelne oder mehrere Samples importieren und diese in
zwei einfachen Schritten automatisch auf ihr Keyboard mappen: Zuerst wählen sie
die Audio Dateien aus, die sie importieren möchten und wählen dann die gewünschte
Mapping Struktur. Die Voraussetzung für den Auto-Mapping-Import ist eine einheitliche
Namensgebung der Audio Dateien, die sie importieren und mappen möchten. Diese
Struktur hängt von der Mapping Art ab und ist auf den folgenden Seiten erklärt. Um das
Auto-Mapping-Import Feature zu starten, klicken sie auf einen Layer um das Pull-Down
Menü zu öffnen und wählen dann “import audio files”. Nun wählen sie eine oder mehrere
Audio Dateien aus und klicken dann auf den “open” Button um fortzufahren.
Nach der Auswahl der Audio Dateien erscheint das folgende Fenster:
X-Y-Z Mapping
Diese Mapping Option importiert und mappt komplette Instrumente inklusive mehrfach
Velocity und erkennt alle verfügbaren Sections/Alternates. Alle Informationen für das
Mapping sind im Dateinamen enthalten. Ein gültiger Name ist z.B.: „Concert Guitar XC2
Y04 Z02“.
Das “X” weist die Taste auf ihrem Keyboard oder anderen MIDI Controller zu, das “Y” die
Velocity Zone und das “Z“ weist die Section oder das Alternate für die Audio Datei zu.
Somit wären die Informationen der Audio Datei unseres Beispiels:
XC2 = die Audio Datei wird auf “C2” gemappt
Y04 = die Audio Datei wird als vierte Velocity Zone auf C2 gemappt
Z02 = die Audio Datei ist Teil der zweiten Section/des zweiten Alternates
Normalerweise ist die letzte Velocity Zone (z.B. Y12) die lauteste Audio Datei. Dennoch
können sie dies mit einem Klick auf die Checkbox „first velocity is the loudest“ umkehren
- sollte dies für ihren Import zutreffen. Wenn sie darüberhinaus für jede einzelne Velocity
eine eigene Section/ein eigenes Alternate erstellen möchten, klicken sie bitte auf die
entsprechende Checkbox.
Diese Mapping Option ist die gängigste für den Import anderer Sampling Libraries.
In den meisten Fällen beinhaltet der Dateiname bereits die Taste/Note. Somit bezieht sich
diese Mapping Option auf eine “Notenzuweisung” am Ende des Dateinamens, wie z.B.
“C2”, “D#4”, etc.
Das Multi Key Mapping kann mehrere Audio Dateien für die gleiche Note (z.B. long notes
und Slides) importieren und wird jeder dieser Noten immer der volle Dynamik Umfang
zugewiesen (Velocity 0 bis 127). Somit werden diese Noten auf die gleiche Taste gemappt
und überlappen sich dementsprechend. In diesem Fall können sie die Option „create
Sections automatically“ aktivieren. Nach dem erfolgten Import können sie das Mapping
entsprechend anpassen, indem sie die verschiedenen Sections einzeln bearbeiten - zum
Beispiel durch die Zuweisung verschiedener Velocity Bereiche für jede Section.
42 KAPITEL 2
Grundlagen & Benutzeroberfläche
Chromatic Mapping
Diese Mapping Option wird für den Import von Audio Loops oder Effektsamples empfohlen.
Alle ausgewählten Audio Dateien werden nacheinander gemappt, beginnend bei der
zugewiesenen Startnote. Der Velocity Bereich für jede Audio Datei ist dabei immer von 0
bis 127. Wenn sie zusätzlich für jede Taste eine eigene Section erstellen möchten, klicken
sie einfach auf die entsprechende Checkbox.
Diese Mapping Option wird für den Import von Sounds “Taste für Taste” empfohlen und
ermöglicht den Import von mehreren Audio Dateien, die durch ihre Velocities pro Note
unterteil sind - meist bei Schlagzeug oder Percussion Instrumenten. Somit bezieht sich
diese Mapping Option auf die “Velocity” Angabe am Ende des Dateinamens, z.B. “02”, “15”,
etc. Wie bereits erwähnt, ist normalerweise die letzte Velocity (z.B. 15) auch die lauteste
Audio Datei. Dennoch können sie dies mit einem Klick auf die Checkbox „first velocity is
the loudest“ umkehren - sollte dies für ihren Import zutreffen. Wenn sie darüberhinaus
für jede einzelne Note eine eigene Section erstellen möchten, klicken sie bitte auf die
entsprechende Checkbox.
Quick Mapping
Mit dieser Option können sie EINE Audio Datei importieren, die automatisch über die
gesamte Key Range gemappt wird (von C-2 bis G8). Der Root Key liegt auf C3.
best service ENGINE 2.0 43
Handbuch
Sound Libraries und Virtuelle Instrumente können in zwei allgemeine Kategorien aufgeteilt
werden: Multi-gesamplete Instrumente und Loops. Audio Loops haben den generellen
Nachteil, dass sie in einem bestimmten Tempo vorliegen, das eventuell nicht immer zu
dem Tempo ihres Arrangements passt. Hierfür bietet Engine mit Elastique (by zplane.
development) eine Funktion, die ihnen Tempo- und Tonhöhenänderungen von Audio Loops
in hoher Qualität ermöglicht.
Darüber hinaus kann Elastique natürlich auch für Tempo- und Tonhöhenänderungen von
mutli-gesampleten Instrumenten verwendet werden. Dies ist sehr gut für Verfremdungen,
Effekte und experimentelles Sound Design geeignet.
Laden sie einen Layer mit Loops oder importieren sie Audio Loops in einen leeren Layer.
Anschließend wählen sie im “read model” Pull-Down Menü die Option “Elastique” aus.
Ab sofort werden die Audio Loops automatisch an das Engine Tempo oder das Tempo ihrer
Sequenzer Software angepasst.
Sie können in einen Layer auch mehrere Audio Loops mit unterschiedlicher
Geschwindigkeit laden. Jegliche Unterschieden werden ebenfalls automatisch
ausgeglichen, sodass alle Audio Loops in gleichem Tempo abgespielt werden - losgelöst
ihres orginal BPM Wertes.
44 KAPITEL 3
Elastique Time-Stretch & Pitch-Shifting
Wechseln sie nach dem Auswählen von “Elastique” im “read model” Pull-Down Menü
zur “Pro Edit” Seite. Hier sind mit den Buttons “auto tempo” und “formants” zwei neue
Funktionen hinzugefügt worden:
„auto tempo“: In aktiviertem Zustand werden die aktuellen BPM Werte für alle Audio
Daten berücksichtigt - sofern BPM Werte vorhanden sind. In diesem Fall
werden alle weiteren Manipulationen der Parameter
„tempo“ und „pitch“ auf der „Modules“ Seite auf den vorhandenen BPM
Werten basieren. Wenn „auto tempo“ ausgeschaltet ist, werden alle Dateien
ohne Berücksichtigung ihrer BPM Angaben verarbeitet.
Pitch: Verändert die Tonhöhe der Audio Dateien unter Beibehaltung des
orginal Tempos. Sehr gut für Verfremdung und Effekte geeignet.
Tempo: Verändert die Länge der Audio Datei. Somit kann diese schneller
oder langsamer abgespielt werden. 100% entspricht dem Orginaltempo.
Höhere Werte entsprechen einer Beschleunigung - niedrigere Werte
einer Verlangsamung.
46 KAPITEL 4
Quick Edit
Quick Edit
Für den sofortigen Zugriff auf die wichtigsten Parameter und Einstellungen von Engine
Sound Libraries gibt es die “Quick Edit” Seite, die standardmäßig beim Start von Engine
angezeigt wird.
Eine der Stärken von Engine ist, dass jedes Instrument über eine speziell angepasste,
eigene Quick Edit Seite verfügen kann - optisch wie auch funktionell.
Hier einige Quick Edit Beispiele verschiedener Engine Produkte:
best service ENGINE 2.0 47
Handbuch
Alle Parameter der jeweiligen Quick Edit Seiten werden in den produktbezogenen
Handbüchern detailliert erklärt.
Sobald sie ein Instrument in Engine laden oder auswählen, wird automatisch die
dazugehörige Quick Edit Seite angezeigt.
Die Controller der Quick Edit Seite können Buttons, Drehregler, Schieberegler und Pull-
Down Menüs sein. Deren Bedienung ist weitestegehend selbsterklärend, dennoch einige
grundlegende Informationen zur Bedienung:
Wie für alle anderen Parameter von Engine stehen auch auf der Quick Edit Seite die
innovativen Funktionen der MIDI und Host Automationen zur Verfügung.
Das Automationsmenü kann durch einen Mausklick mit der rechten Taste oder auch durch
drücken der “ctrl” Taste und die linke Maustaste geöffnet werden:
Die Optionen für eine Automation unterscheiden sich je nach Controller (Button oder
Regler). Weitere Informationen über die Funktionen und deren grafische Darstellung im
Detail entnehmen sie bitte dem Kapitel “Automation”.
48 KAPITEL 5
Pro Edit
Pro Edit
Neben den Standardparametern, die sie bereits auf den ersten Blick erkennen, beinhaltet
der Engine Pro Edit Bereich einige einzigartige und besonders durchdachte Features!
Dieser Bereich ist für einen schnellen und intuitive Arbeitsablauf in zwei Hauptteile
aufgeteilt: Der Module Editor im oberen Bereich und der Flexible Modifier Editor im unteren
Bereich.
Abhängig von dem geladenen Layer kann es sein, dass nicht von Beginn an alle
Parameter/Eingabefelder sichtbar sind und Werte enthalten. Ebenso ist es von dem
geladenen Layer abhängig, wieviele Sections oder Alternates im Content Browser
angezeigt werden.
Das “select” Pull-Down Menü ermöglicht das Umschalten zwischen den verfügbaren
Sections/Alternates des Layers und dem gesamten Layer, sodass Einstellungen sowohl für
nur Teile als auch für den gesamten Layer vorgenommen werden können.
Das „select“ Pull-Down Menü ermöglicht die Aus-/Abwahl der verfügbaren Sections oder
Alternates in Gruppen. Um eine Gruppe auszuwählen klicken sie auf das Pull-Down Menü,
gehen zur gewünschten Auswahl und lassen die Maustaste anschließend los.
WICHTIG: Nachdem sie eine oder mehrere Layers, Sections oder Alternates
ausgewählt haben, werden ALLE verfügbaren Bearbeitungs-
möglichkeiten des Module Bereichs immer ausschließlich diese
Auswahl betreffen! Diese Art der Aufteilung der Bearbeitungsparameter
ermöglicht die spezifischsten und detailliertesten Möglichkeiten für die
Manipulation und Bearbeitung.
Für eine bessere Übersicht über die verfügbaren Sections/Alternates können sie zusätzlich
den benutzfreundlichen “Content Browser” öffnen. Wenn sie auf den “content” Button in der
oberen rechten Ecke des Pro Edit Bereichs klicken, öffnet sich der Content Browser auf
der linken Seite von Engine. Neben der Möglichkeit, eine oder mehrere Sections/Alternates
(“shift” Taste für eine mehrfache Auswahl) wesentlich schneller für die Bearbeitung
auswählen zu können, zeigt dieser Browser auch wichtige zusätzliche Informationen für
jede verfügbare Section und jedes Alternate an. Key Switches werden z.B. mit “(C#0)”,
benutzte Insert Effekt mit “i”, benutzte Modifier mit “m”, etc. dargestellt.
50 KAPITEL 5
Pro Edit
Module Editor
Die Leistung ihrer Instrumente kann durch die Einstellung der maximal erlaubten Anzahl an
voices erheblich optimiert werden. Es gibt immer eine “interne” Begrenzung - abhängig von
der Leistungsfähigkeit ihres Computers - die niemals überschritten werden kann. Engine
allerdings hat KEINE interne Begrenzung (no limit) für gespielte Tasten pro Layer oder
für gespielte Tasten allgemein. Sie können jedoch auch selber eine eigene Begrenzung
unterhalb der physikalischen Begrenzung bestimmen - sowohl pro Layer als auch pro
Taste. Sollte diese “weiche” Begrenzung überschritten werden, wird Engine die älteste
Note mit der eingestellten release Zeit automatisch beenden.
Um Engine bestmöglich an die Leistung ihres Computers anzupassen, können sie im
Polyphony Bereich die maximale Anzahl der Tasten pro Layer, Section oder Alternate
(abhängig von ihrer Auswahl) inkl. der Release Zeiten einstellen. Die Release Zeiten legen
die Fadeout Zeit für die „alten“ Noten fest, die durch die „Keys per Selection“ Begrenzung
ausgeschaltet werden.
Engine bietet nicht nur diese “horizontale” Begrenzung, sondern auch eine “vertikale”
Polyphony Begrenzung pro Taste - gleichzusetzen mit der Option noch mehr CPU Leistung
einzusparen. Diese Funktion hilft darüberhinaus auch, das natürliche Klangverhalten
von echten Instrumenten zu simulieren, da Noten entfernt werden, die sich in einer
unrealistischen Weise aufsummieren würden. Ein Beispiel: Wenn sie eine Sourdo live
spielen, werden sie spätestens nach dem vierten Schlag den ersten Schlag nicht mehr
hören können. Engine ermöglicht genau dieses Verhalten durch das „limit/key“ Feature,
das natürlich auch die Einstellung für die „Key/Release“ Zeit erlaubt.
best service ENGINE 2.0 51
Handbuch
Output Einstellungen
Die Output Einstellungen befinden sich auf der rechten Seite der oberen Parameter-Leiste.
Hier können sie ihre bestehende Auswahl umgehend zu sogenannten “Custom Channels”
routen (interne virtuelle Channels).
Engine kann eine unbegrenzte Anzahl an Custom Channels verwalten. Diese ermöglichen
ihnen, einen Layer in mehrere zusätzliche interne Channels aufzusplitten, die sie dann
unabhängig voneinander mit zusätzlichen Modifiern oder Insert Filtern und Effekten
bearbeiten können.
WICHTIG: Neben einer oder mehrerer Sections und Alternates eines Layers können
sie auch komplette Layer zu einem Custom Channel routen!
Wählen sie zuerst eine oder mehrere Sections oder Alternates aus und klicken sie auf das
„Output“ Pull-Down Menü:
Dieses Pull-Down Menü beinhaltet eine Liste, aus der sie den gewünschten Custom
Channel für ihre Auswahl selektieren können. Sobald sie einen neuen Custom Channel
hinzufügen, wird im Engine Mischer automatisch der entsprechende Channel erstellt.
TIP: Sie können ihre Layers, Sections oder Alternates sowohl zu einem einzigen neuen
oder bereits bestehenden Custom Channel routen, als auch jeden Layer/
Section/Alternate zu einem separaten Custom Channel und somit die weitere
Bearbeitung wesentlich übersichtlicher vornehmen zu können.
52 KAPITEL 5
Pro Edit
Der linke Bereich der Basis Einstellungen des Module Editors beinhaltet die Key Switch
Funktion, das Keyboard Options Feature, den Filter Bereich und das “Skip” Feature.
Key Switch
Engine beinhaltet Key Switch Funktionen um sowohl zwischen Layern als auch sogar nur
zwischen den Sections und Alternates eines Layers sofort umschalten zu können - ohne
dabei den übergeordneten Key Switch des Layers zu beeinflussen! Dadurch können
sie beispielsweise zwischen verschiedenen E-Bass Layern über den Layer Key Switch
umschalten, und gleichzeitig innerhalb der Layer über den internen Key Switch zwischen
verschiedenen Spieltechniken eines Basses wechseln, wie z.B. long notes, vibrato notes,
tappings, 8th notes, slides, etc. - vorausgesetzt diese Spieltechniken existieren in eigenen
Sections oder Alternates.
Um einen Switch zu erstellen, wählen sie einen Layer oder eine oder mehrere Sections
oder Alternates aus. Anschließend weisen sie ihrer Auswahl die gewünschte Key Switch
Note zu. Neben der manuellen Auswahl können sie auch die “Learn” Funktion aktivieren.
Beim Klicken auf das Key Switch Pull-Down Menü erscheint folgende Liste:
best service ENGINE 2.0 53
Handbuch
Wählen sie die “learn” Option und drücken anschließend die gewünschte Taste auf ihrem
Keyboard (oder anderen MIDI Controller). Die gedrückte Taste ist nun die Key Switch
Taste für ihre Auswahl und wird entsprechend im Key Switch Display angezeigt. Durch den
„bypass“ Button können sie die Key Switch Funktion vorübergehend deaktivieren.
WICHTIG: Die beiden Modus “next note” und “hold” können NUR mit Sections
oder Alternates verwendet werden!
54 KAPITEL 5
Pro Edit
Keyboard Options
Über das Keyboard Options Feature können sie zwei Grundeinstellungen für das
Keyboardverhalten festelegen.
1.) Playing Direction: Es kann die Wiedergabe eines Layers, einer Section oder eines
Alternates abhängig von der Spielrichtung auf ihrem Keyboard eingestellt werden:
• Upwards & Downwards: Der ausgewählte Layer/Section/Alternate wird IMMER
abgespielt.
• Upwards: Der ausgewählte Layer/Section/Alternate wird nur dann abgespielt, wenn die
nächste gespielte Note OBERHALB der vorherigen liegt.
• Downwards: Der ausgewählte Layer/Section/Alternate wird nur dann abgespielt, wenn
die nächste gespielte Note UNTERHALB der vorherigen liegt.
Kombiniert mit dem Tune Model ermöglicht „Playing Direction“ die individuelle Einstellung,
welche Note eine zusätzliche Stimmung erzeugen soll und auch wann dies geschehen soll.
Darüberhinaus können sie „playing direction“ auch für eine Noten-Verdopplung auf ihrem
Keyboard verwenden.
2.) Dynamic Split: Dieses Feature wurde speziell für den Live Einsatz von Engine
entwickelt: Layers, Sections und Alternates können einer bestimmten „Spielhand“
zugeordnet werden (linke Hand, rechte Hand, beide Hände).
Beide Hände bedeutet, dass ein Instrument „normal“ über das gesamte Keyboard gespielt
wird. Diese Einstellung ist der Standardmodus für Instrumente.
best service ENGINE 2.0 55
Handbuch
Wenn sie mehrere Instrumente gleichzeitig live spielen möchten, sie aber nur ein Keyboard
zur Verfügung haben, dann können sie Layers/Sections/Alternates auch gezielt einer
Hand zuweisen und ihr Keyboard somit „virtuell“ aufsplitten - hierbei ist die Note C3
standardmäßig der sogenannte „Split Key“; dieser kann aber auch verändert werden.
Dynamic Split erlaubt es hierbei, die jeweiligen Instrumente auch über den eingestellten
Split Key hinaus spielen zu können, sollte dieser überschritten werden - es findet
sozusagen ein automatisches, dynamisches Verschieben des Split Keys angepasst an ihre
Live Perfomance statt. Den Split Key können sie im „keyboard split note“ Pull-Down Menü
ändern.
BEISPIEL: Einem Bass Instrument wird die Option “left hand” und einer akustische
Gitarre die Option “right hand” zugewiesen. Als Split Key wird C3 eingestellt.
Bei einem Standard Keyboard Split würden nun alle Bass Noten über C3
sowie alle Gitarren Noten unterhalb C3 automatisch auf das jeweils andere
Instrument übergehen. Mit Dynamic Split können sie nun z.B. die
Gitarre auch unterhalb C3 spielen - da das Keyboard virtuell mit ihrer
Performance nach unten verschoben wird.
3.) Repetition Note: in diesem Modus wird die zu letzt gespielte Note automatisch
wiederholt. Dies ist beispeilsweise für Bässe sehr nützlich, da hier die Performance von
sechzehntel Noten wesentlich vereinfacht wird.
56 KAPITEL 5
Pro Edit
Filter
Da Filter mittlerweile ein gängiges Element darstellen, wird ihre Funktionalität hier nicht
detaillierter beschrieben. Um die Filter einzuschalten, klicken sie bitte auf den “bypass”
Button links neben der Filter Überschrift. Klicken anschließend auf das Pull-Down Menü
um einen Filter auszuwählen:
Über den Punkt in der 2D Anzeige können sie die beiden Parameter “Frequenz” und
“Resonanz” gleichzeitig editieren. In der Praxis ist dies sehr nützlich, dennoch können sie
beide Parameter auch getrennt durch die jeweiligen Eingabefelder ändern.
Das besondere Feature dieses Filter Bereichs ist die „absolute“ Funktion. Hier ein Beispiel,
wie diese funktioniert:
Wenn sie Filter für ein gesamtes Layer Patch aktiviert haben, werden die Einstellungen
immer ALLE enthaltenen Sections und Alternates betreffen. Zusätzlich zu den
Grundeinstellungen können sie einer oder mehreren Sections oder Alternates auch noch
eigene, zusätzliche Frequenz oder Resonanz Einstellungen zuweisen. Engine wird diese
individuellen Werte dann zu den allgemeinen Werten des Layers “hinzufügen” und intern
neue Werte berechnen (relative).
Wenn sie hingegen die aktuelle Auswahl von den generellen Filtereinstellungen des
Layers “abtrennen” möchten, um den Sections/Alternates individuelle Filtertypen und
Einstellungen zuzuweisen, müssen sie nur den “abs.” Button klicken. Nun werden die
generellen Filtereinstellungen des Layer für ihre gesamte Auswahl ignoriert.
BEISPIEL: Ein Layer Patch mit 2 Sections ist ausgewählt und der Filter Bereich ist
aktiviert. Der aktuelle Resonanz Wert ist “40%”. Nun wählen sie die
erste Section aus und setzen den Resonanz Wert für diese Section auf
“75%”. Da der “abs.” Button nicht aktiviert ist, werden die generellen
Filtereinstellungen berücksichtig und die „40%“ werden nun als „100%ige
Skala angesehen. Dadurch wird der neu berechnete Resonanz Wert für die
ausgewählte Section “70%” sein und für den Rest des Layers “40%”.
Wenn sie den “abs.” Button für die erste Section aktivieren, werden die
generellen Filtereinstellungen des Layers ignoriert und der Resonanz Wert
für die erste Section wird “75%”, der Wert für den Rest des Layers “40%”.
Um den Filter Bereich zu deaktiveren, klicken sie bitte den “bypass” Button links neben
der Filter Überschrift. Wie sie ihrer Auswahl einen dynamischen Filterverlauf hinzufügen
best service ENGINE 2.0 57
Handbuch
können - sei es durch externe Controller wie z.B. Velocity, Modwheel, MIDI/Host
Automation, etc. oder durch interne Module, wie Free Envelope, Step Modulator, AHDSR
Kurve, etc, können sie im Bereich „Flexible Modifiers“ nachlesen.
Skip
Skip ist ein sehr einfaches und sehr nützliches Feature.
Die grundsätzliche Abspielposition für jedes Sample wird im Audio Editor eingestellt.
Zusätzlich können sie “Skip” benutzen, um die Startposition für eine oder mehrere
Sections oder Alternates (inklusive aller enthaltenen Zonen) mit nur einem einzigen
Parameter zu ändern. Damit die Startposition selbst bei einer sample rate von 96kHz
noch frame-genau bearbeiten können, haben wir diesen Parameter für die ersten 100
Millisekunden um zwei Kommastellen erweitert. Benutzen sie “Skip” um ihren Songs ein
natürlicheres Verhalten zu geben. Beispielsweise wird eine Gruppe von Live-Musikern nur
selten eine Note zum exakt gleichen Zeitpunkt spielen. “Skip” ermöglicht es ihnen, diese
minimalen Zeitunterschiede zwischen den Instrumenten einzustellen und so die leichte
“Ungenauigkeit” von Live Sessions zu simulieren. Um das “Skip” zu deaktiveren, klicken
sie bitte den “bypass” Button links neben der Skip Überschrift.
WICHTIG: Wie der Filter Bereich kann auch der “Skip” Parameter mit “absoluten”
oder “relativen” Einstellungen benutzt werden. Die Funktionalität dieser
Option wurde im Filterbereich detailliert beschrieben.
Volume AHDSR
Der rechte Bereich unterhalb der Grundeinstellungen des Module Editors beinhaltet das
Volume AHDSR Feature (Volume Attack, Hold, Decay, Sustain, Release Curve).
Wenn ein mechanisches Instrument einen Ton produziert, verändert sich die relative
Lautstärke dieses Tons mit der Zeit. Die Veränderung variiert von Instrument zu Instrument.
Beispielsweise spielt eine Pfeifenorgel einen Ton bei gedrückter Taste mit konstanter
Lautstärke. Sobald die Taste losgelassen wird endet auch der umgehend der Ton. Der
Ton einer Gitarre ist im Gegensatz zur Orgel am lautesten nachdem er gespielt wurde und
klingt mit der Zeit aus. Somit hat jedes Instrument eine völlig eigenständige Lautstärke
Charakteristik.
Die AHDSR Hüllkurve beinhaltet nun die Möglichkeit, dieses Verhalten auch für eine
Stimme” eines Synthesizers einzustellen. Obwohl diese Einstellungen meist in Verbindung
mit der Lautstärke angewendet werden, ist es durchaus auch üblich andere Klangbereiche
wie z.B. Filterfrequenzen oder Oszillator Tonhöhen mit einer AHDSR Hüllkurve zu steuern.
58 KAPITEL 5
Pro Edit
Mit der VOL. AHDSR Hüllkurve können sie zeitglich den zeitlichen Verlauf und den
Lautstärke Verlauf von Layern, Sections oder Alternates anpassen.
Die AHDSR Kurve wird generell im „retrigger“ Modus genutzt. Dies bedeutet, dass für
jede neu gespielte Zone der Kurvenverlauf wieder von vorne begonnen wird. Diesen
Modus können sie jederzeit durch Klicken des „retr.“ Buttons in der oberen rechten Ecke
ausschalten.
Alle zeitbezogenen Parameter verfügen über eine zusätzliche Kurve (in %) oder
zusätzliche Lautstärkeeinestellungen, die ihnen noch feinere Anpassungen ermöglicht.
Benutzen sie die „v.“ (vertikal) und „h.“ (horizontal) Zoom Funktionen für eine Anpassung
der Darstellung der Kurve. Neben diesen Eingabefeldern können sie den zu vergrößernden
Bereich der Kurve auch mit der Maus umrahmen.
Um einen bereits horizontale gezoomten Bereich zu bewegen, drücken und halten sie die
“shift” Taste, klicken mit der Maus auf die Kurve und ziehen diese nach rechts oder links.
Über den “fit” Button wechselt die Darstellung wieder zur Ausgangsansicht.
best service ENGINE 2.0 59
Handbuch
Sie können ihre gesamten Parameter Einstellungen als eigenständige Presets abspeichern
oder durch „copy & paste“ auf andere Layer, Sections oder Alternates übertragen.
Um ihre Einstellungen zu speichern, klicken sie auf das „presets“ Pull-Down Menü und
wählen “save as”. Es erscheint ein Dialogfenster, in das sie den gewünschten Namen
für das Preset eingeben können. Das neue Preset wird automatisch zu der Preset Liste
hinzugefügt.
60 KAPITEL 5
Pro Edit
Neben der “save as” Funktion können sie ihre gesamten aktuellen VOL. AHDSR
Einstellungen auch ohne ein vorheriges Abspeichern ihrer Änderungen auf andere Layer,
Sections oder Alternates übertragen.
Um ihre Einstellungen zu kopieren, klicken sie auf das “presets” Pull-Down Menü und
wählen die Option “copy”. Anschließend wählen sie den Layer, die Section oder das
Alternate aus, auf welches sie die aktuellen Einstellungen übertragen möchten, klicken
erneut auf das “select” Pull-Down Menü der AHDSR Kurve und wählen “paste”. Nun
werden ALLE Parameter Einstellungen ihrer aktuellen AHDSR Kurve auf die Werte der
vorherigen Kurve aktualisiert.
Um die „VOL. AHDSR“ Kurve vorübergehend zu deaktivieren, klicken sie den „bypass“
Button in der oberen rechten Ecke.
WICHTIG: Wie Filter Bereich kann auch die „VOL. AHDSR“ Kurve mit “absoluten”
oder “relativen” Einstellungen genutzt werden. Die Erklärung zu diesen
Funktionsweisen können sie im Filter Bereich nachlesen.
TIP: Mit Engine’s Flexiblen Modifiern können sie ihren Filtern, Volume AHDSR
Kurven und Skip Einstellungen auch voll-dynamische Modifikationen zuweisen.
best service ENGINE 2.0 61
Handbuch
Flexible Modifiers
Mit Hilfe der Flexiblen Modifier und ihren Modulen können sie ihren Layern, Sections und
Alternates auch während des Spielens zusätzliche und sehr spezifische Modifikationen
zuweisen. Diese Modifikationen können sowohl gezielt eingestellt als auch zufällig
generiert werden. Der Flexible Modifier Editor ist ein extrem mächtiger und kreativer
Bestandteil von Engine!
BEISPIEL: Anhand eines „LFOs“ (interner Modulator) als „Quelle“ (source) und
„pitch“ als “Ziel” (destination) können sie ein Vibrato erzeugen. Gleichzeitig
können sie beispielsweise auch die Intensität der Modifikation einstellen,
indem sie den „modwheel“ Controller als Quelle und die “LFO intensity“
als „destination“ wählen. Mit dieser Kombination erstellen sie ein typisches
Synth Vibrato. Wenn sie hingegen “volume” anstelle von “pitch” als Ziel für
den ersten Modifier wählen, erstellen sie ein typisches Tremolo.
Schauen wir uns nun alle internen und externen Modifier etwas genauer an:
Klicken sie das „new modifier“ Pull-Down Menü. Alle Quellen sind für einmalige oder
mehrfache Nutzung verfügbar.
Sobald sie einen Modifier ausgewählt haben - z.B. mod wheel (ctrl. #1) - wird eine kleiner
Kasten zu dem Modifier Fenster hinzugefügt.
Mit diesem ersten Schritt haben sie “Quelle” (source) ausgewählt. Um nun das “Ziel”
(destination) zuzuweisen, klicken sie auf das entsprechende Pull-Down Menü und wählen
z.B. “volume”.
best service ENGINE 2.0 63
Handbuch
Wenn sie nun das Instrument spielen und gleichzeitig das Mod Wheel ihres Keyboards
noch oben oder unten bewegen werden sie entsprechend die Lautstärke ihres Instruments
in Echtzeit ändern. Benutzen sie die beiden Parameter Eingabefenster unterhalb der
“source” und “destination” Pull-Down Menüs um den gültigen Bereich ihrer Modifikation
festzulegen. Zusätzlich können sie den Charakter der Kurve für die Modifikation einstellen
und somit den Übergang zwischen der unteren und der oberen Begrenzung festlegen. Um
die Kurve anzuzeigen und bearbeiten zu können, klicken sie den “curve” Button.
Neben dem generellen Kurvencharakter können sie auch ihre eigene Controllerkurve für
externe Modifier zeichnen. Dies ermöglicht es ihnen, völlig eigene und flexible Wechsel/
Überblendungen zwischen Instrumenten, die externe Controller benutzen, zu erstellen.
Für ein leichteres Zeichnen ihrer Steps können sie auch die Anzahl der Steps (Controller
Werte) zuweisen und ihre Einstellungen sogar kopieren, einfügen oder als Presets
abspeichern. Klicken sie auf den “controller” Button um zur Controller Matrix zu wechseln.
Über den “x-blend” Parmeter können sie zudem ihren eigenen Kurvencharakter einstellen.
Hier einige Beispiele, wie der Controller genutzt werden kann:
SHORTCUT: Mit gedrückter “ctrl” Taste zeichnen sie Steps mit einer roten Hilfslinie.
TIP: Sie können jeglichen externen MIDI controller (breath controller, mod wheel, etc.)
mit dem “controller” Feature nutzen, um zwischen mehreren Layers, Section und
Alternates zu wechseln/überblenden. Dadurch können sie zwischen zwei oder
mehreren Spieltechniken (z.B. long notes, vibrato, tremolo, etc.) einfach mit ihrem
MIDI Controller umschalten.
64 KAPITEL 5
Pro Edit
WICHTIG: Einige Flexible Modifier beinhalten zusätzliche interne Module, wie z.B.
LFO, Free Envelope, Step Modulator, etc. Diese Module werden im
rechten Bereich des Flexible Modifier Editor dargestellt:
Sie werden immer erst die Liste aller grundsätzlichen Ziele engezeigt
[Link] sie einen Flexiblen Modifier hinzufügen, der ein
zusätzliches internes Modul beinhaltet, wird die Liste der verfügbaren
Ziele automatisch um dieses Modul erweitert.
Neben den internen und externen Sourcen stehen als Destinations auch eine Vielzahl
an Parametern der Insert Filter und Effekte zur Verfügung - diese werden automatisch
im Menü angeboten. Durch diese Funktion kann z.B. die Veränderung des “Frequency”
Parameterwerts (Destination) eines 6 Band Equalizers mit dem Modwheel (Source)
vorgenommen werden. Ebenso möglich ist die Veränderung des “dry/wet” Wertes
von einem Origami Impulse Response Prozessor (Destination) auf den Verlauf eines
Stepmodulators (Source) zu legen. In diesem Fall wird der “dry/wet” Wert entsprechend
des gezeichneten Stepmodulator Verlaufs verändert.
TIP: Achten sie bei Verwendung von internen Sourcen (LFO, Stepmodulator, Free
Envelope, etc.) mit dieser Funktion darauf, den “retrigger” Parameter
für die internen Sourcen entsprechend zu aktivieren oder zu deaktivieren. Dadurch
wird festgelegt, ob der aktuelle Verlauf der Sequenz jedesmal wenn neue Tasten
gespielt werden von vorne gestartet wird (retrigger “an”) oder aber ob der Verlauf
der Sequenz fortgesetzt wird (retrigger “aus”).
best service ENGINE 2.0 65
Handbuch
Neben den verfügbaren Modifiern beinhaltet das “modifier” Pull-Down Menü auch das
“preset” Untermenü. Presets ersetzen immer alle aktuell geladenen Modifier! Nutzen
sie die “append” Funktion wenn sie Presets zu ihren bereits vorhandenen Modifiern
hinzufügen möchten. Mit “copy/paste” und “save” können sie eigene Presets erstellen.
TIP: Wenn sie regelmäßig einen externen MIDI Controller mit den Flexiblen Modifiern
benutzen, können sie sich alle ihre Einstellungen als Modifier Presets abspeichern.
Dadurch müssen sie ihr Grund Setup nicht jedesmal neu erstellen.
External Sources
Engine beinhaltet die folgenden Externen Quellen:
Fix Value
Der einzig wirklich statische Modifier von Engine, der den eingehenden MIDI note-on
Befehl von ihrem Controller an das ausgewählte Ziel routet.
Velocity
Der Wert des ausgewählten Flexible Modifier Ziels ist von dem Velocity Wert des
eingehenden MIDI Befehls abhängig.
66 KAPITEL 5
Pro Edit
Release Velocity
Wird nur von einigen MIDI Controllern unterstützt, meistens Keyboards. Der Wert des
ausgewählten Flexible Modifier Ziels hängt von der Geschwindigkeit ab, wie schnell sie die
Taste ihres Keyboards loslassen.
Random
Jeder eingehende MIDI note-on Befehl erzeugt einen Zufallswert innerhalb des
festgelegten Bereichs für das Flexible Modifier Ziel.
Pitchbend
Der Wert des ausgewählten Flexible Modifier Ziels ist von der Position des Pitchbend
Controllers ihres Keyboards abhängig (meist ein Rad oder eine Joystick).
Modwheel
Der Wert des ausgewählten Flexible Modifier Ziels ist von der Position des Modwheel
Controllers ihres Keyboards abhängig (meist ein Rad oder eine Joystick).
MIDI Automation
Hier können sie völlig frei aus 128 MIDI CCs (Continuous Controllers) auswählen und
diese einem Flexible Modifier Ziel zuweisen.
Der “L” Button aktiviert die “MIDI learn” Funktion. Wenn sie diesen Button aktiveren und
danach einen beliebigen Controller bewegen, wird Engine diese CC Nummer und die
aktuelle Position des Werts automatisch übernehmen.
Host Automation
Ermöglicht die direkte Automation von Flexible Modifier Zielen durch ihre Sequenzer
Software.
WICHTIG: Die MIDI und Host Automation in diesem Bereich betrifft nur die Flexiblen
Modifier. Für die leistungsstarke Automation des Engine Mischers
und der Insert Filter und Effekte lesen sie bitte das Kapitel “Automation” .
Custom Control
Ermöglicht die direkte Zuweisung eines Flexible Modifier Parameters direkt auf einen der 8
frei zuweisbaren „Custom Remote“ Regler oder Schalter auf der Quick Edit Seite.
Key Distance
Der Wert des ausgewählten Flexible Modifier Ziels ist von dem Abstand zwischen der
vorherigen und der kommenden Note auf ihrem Keyboard (MIDI Controller) abhängig.
Key Up
Funktioniert wie „Key Distance“, jedoch nur für Tasten innerhalb der Spielrichtung nach
oben.
Key Down
Funktioniert wie „Key Distance“, jedoch nur für Tasten innerhalb der Spielrichtung nach
unten.
Internal Sources
Grundsätzlich beinhaltet jeder interne Flexible Modifier von Engine sein eigenes „preset“
Pull-Down Menü, sodass sie neben den allgemeinen Presets ihrer Flexible Modifier auch
zusätzlich Presets für jeden einzelnen internen Flexible Modifier separat verwalten können.
Diese “preset” Pull-Down Menüs beinhalten ebenfalls die copy/paste Funktion für eine
sofortige Übernahme der Einstellungen zu anderen internen Flexiblen Modifiern, ohne
dass sie ihre Änderungen vorher abspeichern müssen. Zusätzlich können die das Display
jedes Modifiers minimieren, indem die einfach auf das kleine Dreieck-Symbol in der oberen
linke Ecke jedes Modifiers klicken. Selbst in zugeklapptem Modus haben sie immer noch
volle Kontrolle über die Grundparameter des internen Modifiers. Abhängig ihres Setups
kann die Liste der genutzten Internen Modifier sehr lang werden (Beispiel A). Für einen
besseren Workflow - besonders wenn sie mit einer hohen Anzahl an Internen Quellen
arbeiten - können sie den „solo view“ Button einschalten. Sobald aktiviert wird immer nur
die momentan ausgewählte Interne Quelle komplett dargestellt und alle anderen werden
automatisch minimiert (Beispiel B).
Zusätzlich zu dem/den Haupt-Oszillator/en eines Synthesizers - der für die Erzeugung des
Audio Signals zuständig ist - ist ein LFO ein zusätzlicher Oszillator, der in vergleichsweise
tieferen Frequenzen operiert (daher sein Name) und der das Audio Signal auf eine
Art und Weise moduliert, die einen hörbaren Unterschied im Signal erzeugt ohne eine
aktuelle Hinzunahme einer weiteren Sound Quelle. LFOs wurden als Konzept erstmals
in modularen Synths der 60er und 70er verwendet - meist entstanden die Effekte eher
zufällig; genauso war es mit den umfangreichen Möglichkeiten eines modularen Synth
Benutzers, der die Instrumente miteinander verbunden hat, um eine immense Zahl von
verschiedenen Konfigurationen zu erstellen. Seit dieser Zeit waren LFOs in nahezu
jedem Synthesizer vertreten und auch andere elektronische Instrumente wie z.B. Sampler
integrierten LFOs, um so die Möglichkeiten für Sound Veränderung zu steigern.
Das Prinzip von LFOs im Sinne einer Signal Modulation - im Gegensatz zu dem
Hinzufügen eines Signals - ist dass ihre hörbare Frequenzen niedriger als die hörbaren
Frequenzen des menschlichen Ohrs sind (20Hz bis 20kHz). Das heißt die Frequenz ist zu
niedrig um noch als Ton gehört werden zu können.
Ein LFO kann dazu verwendet werden eine Vielzahl an unterschiedlichen Paramtern
zu steuern, wie z.B. die Frequenz des Audio Oszillators, der Phase, Panning, Filter
Frequenz, oder die Velocity des Synthesizer Ausgangs. Wenn ein LFO beispielsweise zu
“pitch” geroutet wird, funktioniert er als eine Art Vibrato; und wenn ein LFO die Amplitude
(Lautstärke) moduliert, entsteht ein Tremolo.
best service ENGINE 2.0 69
Handbuch
Für die meisten Synthesizer und Sound Module gibt es eine Menge unterschiedlicher
Möglichkeiten, durch die der Benutzer die Effekte, die durch einen LFO entstehen,
verändern kann. Diese kann eine Vielzahl unterschiedlicher Wellenformen sein, oder
auch eine Rate Kontrolle, Routing Optionen (wie oben beschrieben), eine Tempo
Synchronisations Feature und eine Möglichkeit, den Umfang zu kontrollieren, bei dem der
LFO das Audio Signal moduliert.
Elektronische Musiker nutzen LFOs für eine Vielzahl von Anwendungen. Angefangen
beim Hinzufügen eines einfachen Vibratos oder Tremolos zu einer Melodie bis hin zu sehr
komplexen Anwendungen, wie z.B. das Triggern eines Gate Envelopes. Unterschiedliche
LFO Geschwindigkeiten erzeugen auch viele bereits bekannte Effekte in der modernen
Musik: Eine sehr geringe Geschwindigkeit kann beispielsweise benutzt werden, um die
Filter Frequenz zu modulieren, wodurch die charakteristische, stufenweise Empfindung
erzeugt wird, dass dem Zuhörer der Ton mit der Zeit immer klarer und näher erscheint. Im
Gegensatz dazu kann eine hohe Geschwindigkeit für einen bizarr klingenden “Riffelungs”
Sound Effekt benutzt werden (natürlich ist ein weiterer wichtiger Anwendungsbereich für
LFOs die Nutzung für verschiedene Sound Effekte in Filmen). Wie dem auch sei, all diese
Effekte sind recht schwierig zu beschreiben, dafür aber wesentlich verständlicher wenn
man sie einfach anhört.
Sie können zwischen den folgenden Wellenformen wählen: Sinus, Triangel, Viereck,
Sägezahn und Zufall.
Der “retr.” Button ermöglicht die Einstellung, ob der LFO Verlauf für jede neu gespielte
Note immer wieder von vorne gestartet werden soll.
Frequency:
Hier können sie die Anzahl der Wellenform Wiederholungen pro Sekunde einstellen und
somit die Geschwindigkeit des LFO in Hertz. 1.00 Hz = eine vollständige Wellenform
Wiederholung pro Sekunde.
Sync:
Nutzen sie diese Option zur Synchronisierung ihres LFO Tempos zu ihrem Host oder zum
Engine internen Tempo. Wenn aktiviert, wechselt das Frequenz Eingabefeld zu einem Pull-
Down Menü, in dem sie dann die Art der Synchronisierung speziell einstellen können.
Delay:
Hier können sie ihrem LFO ein Delay zuweisen. Kombinieren sie diese Option mit einer
zusätzlichen AHDSR Kurve um einen Fade-in ihres LFOs zu erzeugen.
70 KAPITEL 5
Pro Edit
AHDSR Hüllkurve
Free Envelope ermöglicht ihnen, den gesamten Verlauf einer kommenden Modulation
bereits im Vorfeld festzulegen.
Im Gegensatz zu der AHDSR Hüllkurve, die maximal mit 10 Parametern eingestellt werden
kann, erlaubt Free Envelope eine unbegrenzte Anzahl frei zuweisbarer Marker.
WICHTIG: Ein Free Envelope Marker beinhaltet auch immer einen „level“ und einen
„position“ Wert. Zusätzlich können sie über den “curve” Parameter
einstellen, wie der ausgewählte Marker erriecht werden soll.
Marker hinzufügen:
Um ihrem Free Envelope Marker hinzuzufügen, klicken sie einfach auf die gewünschte
Position im Bearbeitungs Display, an der sie den Marker hinzufügen möchten.
best service ENGINE 2.0 71
Handbuch
Marker löschen:
Zum Löschen klicken einfach sie “kurz” auf den Marker! (Anderenfalls selektieren sie den
Marker).
Marker bearbeiten/verschieben:
Grundsätzlich können sie die “level” und “curve” Parameter wie gewohnt durch die
Eingabefelder oder durch Klicken und Ziehen auf das Feld mit der Maus bearbeiten.
Zusätzlich können sie Marker auch direkt mit der Maus bearbeiten und bewegen. Klicken
und halten sie hierfür auf einen Marker, den sie bearbeiten möchten, und ziehen sie
an die gewünschte Position. Die “level” und “position” Werte werden sich automatisch
entsprechend ändern.
Wenn sie mehrere Marker gleichzeitig verschieben möchten, , drücken und halten sie die
“alt” Taste bevor sie den Marker auswählen. Nun werden auch alle Marker RECHTS von
dem ausgewählten Marker automatisch mit ausgewählt (in roter Farbe) und sie können die
Gruppe an eine neue Position schieben. Um beim Verschieben den eingestellten Abstand
zwischen zwei Markern beizubehalten, klicken und halten sie die grüne Verbindungslinie
zwischen zwei Markern (die Farbe der Linie ändert sich in rot). Wenn sie die beiden Marker
nun an eine neue Position ziehen, wird sich der (Zeit)-Abstand nicht verändern.
TIP: Für das Fine-Tuning von Markern können sie auch die “shift” Taste vor der
Auswahl des Markers drücken und halten. Wenn sie nun den Marker verschieben,
werden alle Änderungen Kommastellen genau umgesetzt.
Sie können grundsätzlich einstellen, ob der Free Envelope „unipolar“ oder „bipolar“
dargestellt werden soll. Einziger Unterschied ist, dass im “bipolaren” Modus auch negative
Werte der Marker dargestellt werden, was ihnen die Arbeit wesentlich erleichtert, sollte
der zugewiesene Wertebereich des Flexible Modifier Ziels negative und positive Werte
beinhalten.
BEISPIEL: Ihr Flexible Modifier Ziel ist “pitch” und der zugewiesene Bereich ist von
“0” bis “+10” Halbtönen. Hier ist der unipolare Free Envelope völlig
ausreichend, da der “level” Wert “0%” auch “0” Halbtönen und der Wert
“100%” zufolge „+10“ Halbtönen entspricht.
Wenn sie nun einen “pitch” Bereich von “-10” bis “+10” einstellen und
weiter im unipolaren Modus arbeiten, müssen sie ständig bedenken,
dass nun der “level” Wert “0%” gleich “-10” Halbtönen, der “level” Wert
“50%” gleich “0” Halbtönen und der “level” Wert “100%” gleich “+10”
Halbtönen entspricht. Dies macht es recht umständlich, da sie den
Wertebereich ständig bedenken müssen.
Wechseln sie nun zum bipolaren Modus, wird das Free Envelope Display
auch die negativen Werte anzeigen. Das heißt, dass nun der “level” Wert
“0%” gleich “0”, “-100%” gleich “-10” und “100%” gleich “+10” Halbtönen
entspricht.
72 KAPITEL 5
Pro Edit
Nutzen sie diese Option zur Synchronisierung ihres Free Envelopes zu ihrem Host oder
zum Engine intern. Wenn aktiviert wird sich die obere Zeitleiste und der “position” Wert
entsprechend ändern. Der kleinste gültige Wert für die Sync Option ist 1/128.
Der “retr.” (retrigger) Button ermöglicht die Einstellung, ob der Free Envelope Verlauf für
jede neu gespielte Note immer wieder von vorne gestartet werden soll.
Der „loop“ Button aktiviert einen ständigen Loop zwischen den zwei festen Loop Markern,
sichtbar durch die zwei horizontalen gestrichelten Linien.
Um in die aktuelle Ansicht des Free Envelopes hinein oder heraus zu zoomen, geben sie
einfach den gewünschten Zoom Faktor in das Eingabefeld ein oder ändern sie den Wert
mit der Maus. Mit dem Scroll-Balken können sie an die gewünschte Position scrollen. Um
zu der Ausgangsdarstellung des gesamten Free Envelopes zurückzugelangen, klicken sie
den “fit” Button.
TIP: Sie können auch die blaue Zeitleiste benutzen, um pixelgenau an die gewünschte
Stelle des Free Envelopes zu scrollen. Klicken und halten sie einfach eine Position
in der Zeitleiste und ziehen sie diese mit der Maus nach rechts oder links.
Der Step Modulator ermöglicht eine sogenannte “gestepptes” Modulation. In der Praxis
wir dieser interne Flexible Modifier häufig mit “pitch” oder “cutoff filter” benutzt, um so
einen typischen “zerlegten” Verlauf zu erzeugen. Um noch genauere Einstellungen zu
ermöglichen, ist Engine‘s Step Modulator auf 128 Steps erweitert. Zusätzlich können sie
auch zwischen der “unipolaren“ und „bipolaren“ Ansicht ihrer Einstellungen umschalten
(siehe Kapitel „Free Envelope“). Um den Verlauf einzuzeichnen oder zu ändern, klicken
(und halten) sie auf den entsprechenden Balken im Step Modulator Bearbeitungsfenster.
Nun können sie durch hoch oder runter ziehen der Maus das Niveau anpassen. Um
mehrere Balken zeitgleich zu bearbeiten, halten sie die Maustaste gedrückt und bewegen
sie die Maus nach rechts oder links.
SHORTCUT: Drücken und halten sie die “ctrl” Taste, um ihre Steps mit einer roten
Hilfslinie zu zeichnen.
best service ENGINE 2.0 73
Handbuch
WICHTIG: Für das leichtere Anpassen ihres Verlaufs können sie die Parameter
Einstellungen ihres Step Modulators sogar während des Abspielens ihrer
Sequenz in Echtzeit verändern.
Schauen wir uns die Parameter des Step Modulators nun genauer an:
Steps:
Benutzen sie das “steps” Eingabefeld, um die Anzahl der benutzten Steps festzulegen. Die
maximale Anzahl benutzter Steps ist zur Zeit 128.
Frequency:
Hier können sie die Geschwindigkeit in Hertz einstellen. 1.00 Hz = eine komplette Step
Modulator Abfolge pro Sekunde.
X-fade:
Hier können sie einen weichen Übergang zwischen zwei aufeinanderfolgende Steps
einstellen.
TIP: Wenn sie recht große Werte für den X-fade Parameter eingeben, erhalten sie
einen extrem weichen Step-Übergang, was sehr schöne und interessante
Sequenzen erzeugen kann.
Delay:
Hier können sie ihrem Step Modulator ein Delay zuweisen. Kombinieren sie diese Option
mit einer zusätzlichen AHDSR Hüllkurve, um einen Fade-in ihres Step Modulators zu
erzeugen.
Shuffle:
Selbsterklärend ;-)
74 KAPITEL 5
Pro Edit
Glide (Portamento)
Portamento erzeugt ein ständiges hoch und runter “Gleiten” in der Frequenz der
vorherigen Note, eher zu verstehen als ein eigenständiges Wechseln von einer zu
der nächsten Note. Dies wird am häufigsten bei Saiteninstrumenten wie Gitarre oder
Streichinstrumenten angewendet, die eher einen fortlaufenden Frequenzbereich erzeugen,
als auf eine chromatische oder diatonische Skala beschränkt zu sein - und ist unmöglich
für ein festgestimmtes Instrument, wie das Klavier.
Portamento kann von Synthesizern häufig automatisch erzeugt werden, immer dann,
wenn eine Parametereinstellung für die Geschwindigkeitskontrolle genutzt werden kann,
und so festlegt, wann sich ein Oszillator zu einem neuen Pitch bewegt. Häufig wird dieser
Parameter „glide“ genannt. Alternativ dazu können Portamento Effekte auch manuell über
das Pitch Wheel des Synthesizers erzeugt werden. Synth Spuren mit viel Portamento sind
typisch für West Coast G funk Mitte der 90er und werden auch weiterhin ein markanter
Bestandteilt der heutigen elektronischen Musik sein.
Für MIDI Sequenzen kann Portamento durch eine Channel Nachricht erstellt werden, die
einen gleitenden Effekt erzeugt, indem sie Tonlage der zuletzt gespielten Note sehr weich
auf die Tonlage der aktuell gespielten Note ändert. Zusätzlich ermöglicht Engine auch die
Nutzung anderer Destinations als “pitch” - was sehr nützlich sein kann und auch recht
interessant klingt.
Die „glide“ Parameter von Engine sind:
Legato Button:
Wenn aktiviert wird die “glide” Funktion nur dann genutzt, falls sich 2 oder mehr Noten
gegenseitig überlappen.
Time:
Legt die Zeit für den Wechsel von einer Note zur Nächsten fest.
Chromatic Button:
Wenn dieser Button aktiviert ist, wird der Abstand zwischen der gespielten und der
nächsten Note berechnet und die Zeit ihres “glide“ entsprechend erweitert.
BEISPIEL: Ihre aktuelle Zeit für „glide“ ist auf 100ms eingestellt. Wenn sie nun den
„chromatic“ Button aktivieren und zuerst die Note C3 und danach D#3
spielen, wird die neu errechnete Zeit für “glide” 300ms sein.
Key Limit:
Hier können sie den Parameter „chromatic“ eingrenzen und die maximale zu
berücksichtigende Entfernung für zwei nacheinander gespielte Noten einstellen.
Wenn sie diesen Wert auf beispielsweise 5 Halbtöne setzen, wird die neu errechnete Zeit
best service ENGINE 2.0 75
Handbuch
für glide nie größer als 5 Halbtonschritte sein, selbst wenn die tatsächliche Entfernung
zwischen den beiden gespielten Noten größer als 5 Halbtöne ist.
Curve:
Selbsterklärend ;-)
Step Sequencer
Wie der Step Modulator ermöglicht auch der Step Sequencer eine sogenannte “gesteppte”
Modulation. Im Gegensatz zu dem Step Modulator (wird häufig mit “pitch” oder “cutoff
filter” benutzt), benutzt der Step Sequencer ausschließlich die Destination „note on“, um so
einen typischen “zerlegten” Verlauf zu erzeugen.
Um noch genauere Einstellungen zu ermöglichen, ist Engine‘s Step Sequencer auf 64
Steps erweitert. Um den Verlauf einzuzeichnen oder zu ändern, klicken (und halten) sie auf
den entsprechenden Balken im Step Modulator Bearbeitungsfenster. Nun können sie durch
hoch oder runter ziehen der Maus das Niveau anpassen. Um mehrere Balken zeitgleich zu
bearbeiten, halten sie die Maustaste gedrückt und bewegen sie die Maus nach rechts oder
links.
SHORTCUTS: Mit gehaltener “shift” Taste (Mac und Windows XP) können sie die
Balken in kleineren, feineren Schritten bearbeiten.
TIP: Der Step Sequencer benutzt den gesamten Keyboard Bereich. Dies ermöglicht
ihnen beispielsweise auch recht schöne Sequenzen für Streicher zu erstellen.
Da Engine eine unbegrenzte Anzahl an Step Sequencern pro Layer erlaubt,
können sie den Step Sequencer auch zum Erstellen von ganz eigenen Schlagzeug
Sequenzen benutzen! Sie können einen Step Sequencer pro einzelne Taste ihres
Keyboards hinzufügen (eine Taste pro Schlagzeug Element) und somit eine
typische Drummachine erstellen.
„sustain” Button:
Falls aktiviert, werden die Steps bis zum Erreichen des jeweils nächsten Steps abgespielt.
76 KAPITEL 5
Pro Edit
„hold” Button:
Normalerweise wird einen MIDI Datei immer nur solange abgespielt, wie die zugewiesene
Taste auf dem Keyboard gedrückt wird. Wenn sie den “hold” Button aktivieren, müssen sie
die Taste zum Abspielen der MIDI Datei nur einmal drücken. Wenn sie die Taste erneut
drücken wird das Abspielen der Datei gestoppt.
Grid:
Die Hintergrund-Matrix um die Ansicht des Step Sequencer anzupassen.
Steps:
Benutzen sie das “steps” Eingabefeld, um die Anzahl der benutzten Steps festzulegen. Die
maximale Anzahl benutzter Steps ist zur Zeit 64.
Shuffle:
Selbsterklärend ;-)
best service ENGINE 2.0 77
Handbuch
Arpeggiator
Der Arpeggiator ermöglicht ihnen das automatische Abspielen abwechselnder Noten oder
Akkorde abhängig von ihrem Signaleingang - meistens ein MIDI Controller (Keyboard,
etc.). Dieser erzeugt ein elektronisch erstelltes Arpeggio. Arpeggiatoren reichen von
einfachen Strukturen bis hin zu komplexen, vom Benutzer kontrollierbaren Sequenzen.
Diese Sequenzen sind sehr populär im Bereich der Dance Musik (z.B. Techno) reichen
allerdings auch zurück bis zur frühen Zeit der analogen Synthesizer der 70er und 80er
Jahre. Mit dem Engine Arpeggiator werden sie viel Spaß haben und kann sie zu wirklich
einzigartigen Ideen inspirieren - ganz zu schweigen von den Möglichkeiten, auch Musikern
ohne viel Erfahrung die Nutzung komplexer Verläufe nutzbar zu machen, die ohne die Hilfe
eines Arpeggiators kaum zu realisieren wären.
Der Engine Arpeggiator erlaubt zudem das Importieren eigener MIDI Dateien über das
“midi file” Pull-Down Menü. Der Root Key von importierten MIDI Dateien ist “C3”.
Sie können MIDI Dateien auch direkt von ihrem Desktop oder aus anderen Ordnern in das
Apreggiator Display ziehen.
“dynamic”:
Falls deaktiviert, wird die Abspielvelocity des Arpeggiators immer das Maximum “127” sein.
Wenn sie lieber anderes statische Velcity Werte verwenden möchten, passen sie einfach
den Wert des “vel. offset” Parameters entsprechend an.
Durch Aktivieren des “dynamic” Buttons wird die Abspielvelocity des Arpeggiators immer
von der gespielten Velocity auf ihrem Keyboard abhängen.
“vel. offset”:
Nutzen sie diesen Parameter für eigene statische Velocity Werte. Der Wertebereich geht
von -127 bis zu +127.
„octave”:
Hier können sie die Oktaven Anzahl für ihre Arpeggiator Sequenz eingeben.
Shuffle:
Selbsterklärend ;-)
WICHTIG: Möglicherweise benötigen sie einen “gate” Parameter für ihren Arpeggiator.
Da die AHDSR Kurve von Engine wesentlich mehr Möglichkeiten
als ein einfacher “gate” Parameter beinhaltet, empfehlen wir ihnen die
Nutzung dieses Features für individuellere Einstellungen.
best service ENGINE 2.0 79
Handbuch
Arranger
Der yellow tools Arranger ist ein einzigartiger und inspirierender MIDI File Player mit
automatischer Akkord Erkennung.
Das bedeutet, dass sie eine oder mehrere MIDI Dateien (z.B. ein kleines Streicher
Arrangement) in den Arranger importieren können und diese MIDI Datei(en) zu Akkorden
zuweisen. Wenn sie nun die Akkorde auf ihrem Keyboard spielen, werden die MIDI Dateien
gestartet und der Arranger transponiert die MIDI Dateien automatisch zu der richtigen
Position - abhängig von der Position des Akkordes und der Oktave.
Schauen sie sich einfach die verfügbaren Arranger Layer im Ordner “Inspiring Instruments/
Arranger” an, und sie werden sehen wie dieser MIDI File Player genutzt werden kann.
Neben dem Basisfenster verfügt der Arranger auch über ein zusätzliches Editor Fenster,
das durch einen Klick auf den “edit” Button geöffnet wird:
Den Editor Bereich werden sie nur dann benötigen, wenn sie eigene “Arrangements”
erstellen oder die Parameter bereits verfügbarer Presets verändern möchten.
Der Arranger arbeitet in vier verschiedenen Modus: Im “easy mode” benötigen sie für
ihr Arrangement zwei MIDI Dateien - eine für ihre die Dur Akkorde und eine für die Moll
Akkorde. Bitte wählen sie “easy mode” im “mode” Pull-Down Menü aus...
80 KAPITEL 5
Pro Edit
und importieren abschließend ihre MIDI Datei (hier die MIDI Datei für die Moll Akkorde).
best service ENGINE 2.0 81
Handbuch
Sie können MIDI Dateien auch per Drag’n’Drop von ihrem Desktop oder einem beliebigen
Ordner direkt importieren.
Wiederholen sie den Vorgang und weisen eine andere MIDI Datei für die Dur Akkorde aus.
Sie können die “auto import MIDI file(s)” Option für den Import mehrerer MIDI Dateien
gleichzeitig verwenden. Wichtig für diesen Vorgang ist die Namensgebung der MIDI
Dateien. Engine sucht nach einem “X” und einem “Akkord” im Namen, sodass kompatible
MIDI Dateien folgendermaßen aussehen können: “meinedatei X C [Link]” oder
“meinedatei X D# [Link]”. Wenn sie nun Akkorde auf ihrem Keyboard spielen, werden
sie feststellen, dass für Moll Akkorde andere MIDI Dateien abgespielt werden als für
Dur Akkorde. Zusätzlich werden alle Dur und Moll Akkorde die sie spielen, automatisch
richtig transponiert, insofern müssen sie für die gesamte Performance lediglich 2 MIDI
Akkorde arrangieren! Nun werden sie vielleicht denken, dass Dur und Moll Akkorde nicht
ausreichend sind - selbstverständlich gibt es noch eine Vielzahl an weiteren Akkorden
die sie spielen können... Aus diesem Grund gibt es die drei weiteren Modus, sodass sie
noch wesentlich komplexere Arrangements erstellen können. Neben MIDI Dateien für Dur
und Moll Akkorde können sie im “medium” Modus zusätzlich auch MIDI Dateien füe alle
anderen Akkorde zuweisen:
82 KAPITEL 5
Pro Edit
WICHTIG: Der “auto chord harmonizer” ist ein sehr ausgefeilter Algorithmus der selbst
im “easy” und “medium” Modus die Nutzung des key pull-down Menüs
erlaubt! Selbst wenn sie nur sehr wenige MIDI Dateien für ihre Chords
haben, können sie den “auto chord harmonizer” aktivieren und dieser wird
dann automatisch alle anderen Chords und Skalen automatisch und in
Echtzeit erstellen und anpassen - entsprechend des ausgewählten Keys.
Sollte ihnen selbst diese Zuweisung nicht ausreichend sein, können sie im “complexe”
Modus MIDI Dateien für jede einzelne Note separat zuweisen:
best service ENGINE 2.0 83
Handbuch
Abhängig von ihrem Arrangement haben sie eventuell sehr viele MIDI Dateien zuzuweisen.
Über das “key” Pull-Down Menü können sie den Root Key für alle MIDI Dateien in nur
einem Schritt ändern.
Nutzen sie den Arranger im “single” Modus wenn sie MIDI Dateien zu jeder Note einzeln
zuweisen möchten. In diesem Modus ist die automatische Akkorderkennung deaktiviert,
sodass der Arranger wie ein einfacher MIDI Player für Grooves oder Lines arbeitet.
84 KAPITEL 5
Pro Edit
Der Arranger verfügt über eine eigene Key Switch Funktion, über die sie verschiedene
Arranger Bänke ansteuern können:
Wählen sie zuerst die Option “create new bank”...
... und weisen sie anschließend die gewünschte Key Switch Note zu.
Jede Key Switch Note kann somit unterschiedliche Midi Files beinhalten - 20 Arranger in
einem sozusagen.
best service ENGINE 2.0 85
Handbuch
„follow” Button:
Wenn sie einen Akkord spielen, wird die zugehörige MIDI Datei immer von Beginn an
abgespielt. Aktivieren sie diesen Button, wenn sie die MIDI Datei jedoch von der Position
des vorherigen gespielten Akkordes und nicht von Anfang an beginnen möchten.
„dynamic” Button:
Alle MIDI Dateien werden normalerweise mit ihren Original Velocity Einstellungen
abgespielt. Aktivieren sie diesen Button, wenn sie die MIDI Dateien lieber abhängig von
der gespielten Velocity auf ihrem Keyboard abspielen möchten.
• next bar: Die MIDI Datei wird synchronisiert zu ihrem Host Tempo oder dem
Engine internen Tempo abgespielt. Das bedeutet, dass die MIDI
Datei immer pünktlich zum nächsten Bar gestartet wird.
• previous bar: Die MIDI Datei wird synchronisiert zu ihrem Host Tempo oder dem
Engine internen Tempo abgespielt. Das bedeutet, dass die MIDI
Datei immer sofort abgespielt wird. Die Startposition ist abhängig von der
aktuellen Abspielposition des vorherigen Bars.
„edit” Button:
Öffnet das Arranger Editor Fenster.
„hold” Button:
Normalerweise wird einen MIDI Datei immer nur solange abgespielt, wie die zugewiesene
Taste auf dem Keyboard gedrückt wird. Wenn sie den “hold” Button aktivieren, müssen sie
die Taste zum Abspielen der MIDI Datei nur einmal drücken. Spielen sie neue Akkorde ist
“hold” weiterhin aktiv, sodass sie auch diesen Akkord nicht halten brauchen. Erst wenn sie
den gleichen Akkord zweimal hintereinander spielen, stoppt das Abspielen der Datei.
„shuffle“:
Selbsterklärend ;-)
“duration”:
Dieser Parameter betrifft die Länge der Noten innerhalb der MIDI Datei (NICHT die Länge
der MIDI Datei!). Werte unterhalb von 100% verkürzen die Noten.
Zufallsgeneratoren “time”, “velocity”, „note”:
Engine beinhaltet drei leistungsstarke “Humanizer” Funktionen. Diese verleihen ihren MIDI
Dateien einen unglaublich realistischen und menschlichen Charakter.
88 KAPITEL 5
Pro Edit
„note offset“:
Über diesem Parameter können sie die gesamte MIDI Datei in Halbtonschritten
transponieren.
“play range”:
Es werden ausschließlich MIDI Dateien abgespielt, die sich innerhalb des hier definierten
Bereichs befinden.
„transpose” Button:
Hier können sie das automatische Transponieren von MIDI Dateien aktivieren - nur im
“Expert” Modus verfügbar.
WICHTIG: Wenn sie MIDI Dateien für die Umkehrungen von Akkorden zuweisen,
beachten sie bitte, dass sie hierfür MIDI Dateien benötigen die eine Oktave
unterhalb der original Akkorde liegen.
best service ENGINE 2.0 89
Handbuch
Time Modulator
DerTime Modulator ist ein sehr nützlicher Modifier für die zeitbezogene Anpassung des
note-on und note-off Verhaltens ihrer Instrumente.
Für ein besseres Verständnis hier ein Beispiel:
Wenn sie ein Conga Set über ihr Keyboard spielen, werden sie feststellen, dass es neben
den reinen Instrumenten Samples auch einige Handgeräusch Effekte gibt.
Wenn sie eine Taste ihres Keyboard drücken, wird ein note-on Signal gesendet und somit
das Instrument Sample abgespielt. Sobald sie die Taste loslassen, wird ein note-off Signal
gesendet und ein Handgeräusch Effekt abgespielt.
In der Praxis kann die ständige Wiederholung dieses Effekts auch manchmal unerwünscht
sein - wenn sie die Taste z.B. für eine längere Zeit drücken und halten. In diesem Fall
haben sie eine natürliche Ausklangphase des Instruments und ein note-off Handgeräusch
Effekt wird nun nicht wie das natürliche Verhalten eines echten, live gespielten Instruments
klingen. Der Engine Time Modulator ist die Lösung dieses Problems:
Sie können einen Zeitbereich festlegen - abhängig von ihrem Instrument - in dem note-off
Signale abgespielt werden. Jegliche note-off Signale außerhalb dieses Bereichs werden
nicht abgespielt.
Im Detail:
Note-off Signale die vor dem eingegebenen Minimum Wert gesendet werden, werden
normal abgespielt. Note-off Signale die innerhalb des eingegebenen Minimum und
Maximum Werts gesendet werden, werden abhängig des zugewiesenen Modifiers
abgespielt - von 100% zu 0%. Note-off Signale die über dem eingegebenen Maximum
Wert gesendet werden, werden nicht abgespielt.
Für das Conga Beispiel würde das Time Modulator Setup folgendermaßen aussehen:
• Für sehr kurz gespielte Noten wollen wir die Handgeräusch Effekte immer hören sobald
die Taste losgelassen wird, sodass wir den Minimum Wert auf 300 Millisekunden setzen.
Dies bedeutet, dass wenn sie die Taste innerhalb von 300 Millisekunden loslassen, die
Handgeräusch Effekte abgespielt werden.
• Ein natürlich klingender Maximum Wert für Congas liegt bei 2 Sekunden. Dies bedeutet,
dass wenn sie die Taste zwischen 300 Millisekunden und 2 Sekunden loslassen, die
Handgeräusch Effekte mit absteigender Velocity abgespielt werden - von 100% zu 0%
der Velocity, die sie auf dem Keyboard gespielt haben Dies simuliert natürlich klingende
Handgeräusch Effekte abhängig von der Geschwindigkeit ihres Spielens.
• Jegliche note-off Signale oberhalb 2 Sekunden werden nicht abgespielt.
TIP: Um eine noch höhere Authentizität und ein unglaublich echt klingendes Live
Gefühl der Conga Performance zu erhalten, können sie den Modifier “random”
hinzufügen und “volume” als Destination zuweisen.”
90 KAPITEL 5
Pro Edit
Der Time Modulator bietet eine Menge weiterer Möglichkeiten als nur die Verwaltung ihres
note-off Verhaltens. Durch die Auswahl der verfügbaren Modus des Time Modulators und
die Zuweisung verschiedener Destinations können sie ganz eigene und experimentell
klingende Effekte erzielen. Probieren sie einfach einmal einige der folgenden Setups aus:
• Time Modulator Modus “poly note-on to note on” mit “pitch” Destination.
• Time Modulator Modus “poly note-off to note on” mit “volume” Destination.
• Time Modulator Modus “mono note-off to note on” mit “filter frequency” Destination.
• “poly note-on to note off”: Time Modulator startet mit dem note-off Signal.
• “poly note-on to note on”: Time Modulator startet mit dem zweiten note-on Signal das
nicht von einem note-off Signal unterbrochen wurde.
• “poly note-off to note on”: Time Modulator startet mit dem erstent note-on Signal nach
einem note-off Signal.
• Die “mono” Modus funktionieren genauso wie die “poly” Modus, wurden allerdings
speziell für Legato Performances erstellt.
best service ENGINE 2.0 91
Handbuch
Insert FX
In der oberen rechten Ecke des Flexible Modifier Editors befindet sich ein zusätzlicher
„insert FX“ Button. Wenn sie diesen aktivieren, wechselt das interne Flexible Modifier
Fenster zu dem Effekt Bereich. Hier können sie nun alle verfügbaren Insert Filter und
Effekte von Engine zu beliebigen Layern, Sections oder Alternates zuweisen - völlig
unabhängig von ihren Insert FX Einstellungen in dem Mischer Bereich.
Sobald sie einen Insert Filter oder Effekt zu ihrem Layer hinzugefügt haben, ändert sich
die Schriftfarbe des „insert FX“ buttons in orange. Dadurch können sie immer sehen ob ein
Layer Insert Effekte beinhaltet, auch wenn dieser Bereich von Engine evtl. ausgeblendet
ist. Im Gegensatz zu dem Mischer (dort werden die Insert FX Einstellungen nur in Projects
gespeichert) werden alle Insert FX Einstellungen des Pro Edit Bereichs automatisch in
ihrem Layer abgespeichert und sind somit sofort nach Laden des Layers auch zu einem
späteren Zeitpunkt verfügbar. Die Funktionen und Bedienung dieses “Insert FX” Bereichs
sind mit der Bedienung im Mischer Bereich identisch. Da Engine sehr mächtige Insert Filter
und Effekte besitzt, lesen sie alles Weitere hierzu bitte in dem Kapitel „Insert Filter und
Effekte“.
92 KAPITEL 6
Browser
Browser
Übersicht
Der vielseitige Browser von Engine ermöglicht ihnen sofortigen, schnellen und einfachen
Zugriff auf all ihre Daten, die sie in Engine benutzen können.
Sie erhalten eine Übersicht ihrer Engine Projects, Layer Sets, Layers und Sections und
aller verfügbaren MIDI Daten in ihrem Engine User Folder. - somit haben sie 5 Browser in
einem.
Neben der klar strukturierten Übersicht können sie durch vielfältige Funktionen auch nach
ihren Daten suchen, wie es nie zuvor in Software Sample Playern möglich war. Wenn sie
nach Engine Projects oder Layers suchen, so können sie dieses nicht nur über die Datei
Namen ausführen, sondern auch über Kategorien, Datum, Authoren, etc. Die Suche nach
MIDI Daten kann zusätzlich über die Attribute Bars, BPM, Meter, etc. definiert werden.
Für MIDI Daten steht ihnen im Browser sogar eine automatische “pre-listen” Funktion zur
Verfügung. Wenn diese nicht deaktiviert ist, werden diese Dateien immer automatisch
abgespielt sobald sie die Datei anklicken. Zusätzlich können sie auswählen, ob MIDI
Dateien in ihrem Original Tempo oder dem aktuellen Engine Tempo abgespielt werden
sollen.
best service ENGINE 2.0 93
Handbuch
Bedienung
Im oberen Bereich des Browser befinden sich die 4 Hauptbuttons für die unterstützen
Dateitypen. Unterhalb dieser Buttons befinden sich zwei „Navigationspfeile“ um durch die
Ordner zu klicken, ein “refresh” Button für den Engine User Folder und ein “home” Button
um auf die oberste Ebene des ausgewählten Dateityps zu wechseln. Ich obere rechten
Bereich befindet sich die Suchfunktion. Diese werden wir etwas später genauer erklären.
... oder sie können den Ordner durch einen Doppelklick auf den Namen öffnen:
Um Projects, Layers und Sections zu laden, können sie die Buttons unten rechts benutzen
oder die gewünschten Dateien einfach doppelklicken. Layers können auch zu bereits
vorhandenen Layers hinzugefügt werden. In diesem Fall werden die Layers nicht in den
aktuell ausgewählten Layer geladen (und ersetzen somit nicht den Inhalt des Layers)
sondern werden als ein neuer Layer hinzugefügt.
Sollte kein Layer vorhanden sein und sie importieren Layers, Sections oder MIDI Dateien,
so wird automatisch ein neuer Layer erstellt.
best service ENGINE 2.0 95
Handbuch
Eine der ausgefeiltesten Features des Engine Browsers ist die Suchfunktion. Sie können
hier nicht nur Suchbegriffe eingeben, sondern auch festlegen, „wo“ Engine nach den
eingegebenen Suchbegriffen suchen soll.
Bitte klicken sie auf das „Search“ Pull-Down Menü um die zusätzlichen Parameter zu
öffnen.
Nun können sie ihre Suche durch Aktivieren/Deaktivieren der verfügbaren Suchoptionen
individuell anpassen.
Um nach einer Datei zu suchen, geben sie einfach ein oder mehrere Suchbegriffe in das
Eingabefeld „search here...“ ein. Bereits bei der Eingabe des ersten Zeichens beginnt
Engine umgehend mit dem Suchvorgang.
Die letzten 20 von ihnen eingegebenen Suchbegriffe werden im Bereich „recent searches“
gespeichert.
96 KAPITEL 6
Browser
Dateianzeige
Der Engine Browser kann ihnen auch viele Attribute ihrer Dateien anzeigen. Dadurch
können sie die Dateianzeige beliebig anpassen und bekommen immer genau die Details
ihrer Dateien angezeigt, die sie benötigen.
Drücken und halten sie die „ctrl.“ Taste oder benutzen sie die rechte Maustaste und
klicken sie auf die Überschriftenleiste der Browseranzeige. Das „attributes“ Menü wird nun
geöffnet und sie können die gewünschten Anzeige der verfügbaren Attribute auswählen.
Zusätzlich können sie auch die Breite der Spalten verändern. Klicken sie auf den
gewünschten Trennstrich der Spalte, die sie vergrößern oder verkleinern möchten, und
siehen sie diese nun auf die gewünschte Größe. Mit ihrem Mausrad oder den Scrollbalken
können sie den Inhalt der Dateianzeige beliebig verschieben.
best service ENGINE 2.0 97
Handbuch
Information Batch
Für Projects und Layers steht ihnen eine Information Batch Option im unteren Bereich
der Browser Seite zur Verfügung. In dem Pull-Down Menü können sie auswählen,
welche Informationen sie ersetzen oder anfügen möchten. Anschließend geben sie die
gewünschten Informationen in das Textfeld ein und klicken den “batch” Button um den
Vorgang für ihre ausgewählten Projects oder Layers zu starten.
98 KAPITEL 6
Browser
MIDI Dateien
Wie bereits erwähnt verfügt der Browser für die Suche und Anzeige von MIDI Dateien über
einige besondere Optionen.
Über die „play“ und „stop“ Buttons unten links können sie das Abspielen der MIDI Dateien
starten oder stoppen. Somit können sie jede MIDI Datei auch anhören, bevor sie diese
evtl. laden. Für das Abspielen der MIDI Datei werden immer die Instrumente des aktuell
ausgewählten Layers bzw. mehrerer ausgewählten Layers verwendet.
Wenn sie den „autoplay“ Button aktivieren, wird die MIDI Datei immer sofort abgespielt
sobald sie auf den Dateinamen klicken. Die Abspeilgeschwindigkeit einer MIDI Datei
basiert grundsätzlich immer auf dem Originaltempo der Datei. Durch Klicken auf
den „original tempo“ Button wenn sie die MIDI Dateien lieber in der aktuellen Engine
Geschwindigkeit abspielen möchten. Durch Doppelklicken auf den Dateinamen oder
über den „execute“ Button können sie MIDI Dateien in den aktuell ausgewählten Layer
importieren. Im links des „execute“ Buttons befindlichen Pull-Down Menü können sie Taste
auswählen, auf die die MIDI Datei importiert werden soll.
best service ENGINE 2.0 99
Handbuch
Die Suchparameter für MIDI Dateien unterscheiden sich von den Projects, Layers und
Sections Parametern. Klicken sie auf das “search” Pull-Down Menü um die Parameter für
ihre Suche auszuwählen.
Auch für MIDI Dateien Suche werden die letzten 20 eingegebenen Suchbegriffe im Bereich
“recent searches” gespeichert.
In dem Pull-Down Menü neben dem “original tempo” Button können sie zusätzlich die
Abspielgeschwindigkeit in den Schritten “1/2 x speed”, “1 x speed” und “2 x speed”
einstellen.
100 KAPITEL 7
Mischer
Mischer
„Der Mischer von Engine ist absolut innovativ und einer der durchdachtesten plug-in
Mischer weltweit!“ - yellow tools CTO Drazen Vlahovic.
Der Engine Mischer ermöglicht ihnen einen extrem schnellen Arbeitsablauf und enthält
alles, was sie zum abrunden und perfektionieren ihrer bereits geleisteten Arbeit benötigen.
Um zusätzliche Insert Filter und Effekte hinzuzufügen und sie nach Bedarf anzupassen
müssen sie Engine erst gar nicht verlassen - alles ist vorhanden.
Neben vielen Standard-Inserts enthält Engine auch viele speziell optimierte Filter und
Effekte. Genauer gesagt: Engine enthält eine ganze Batterie (built-in Inserts) von über 40
integrierten Filtern und Effekten.
Der Engine Mischer ist in 4 Bereiche aufgeteilt: Content Editor, Group Editor, Show/Hide
Editor und das Channel Display.
best service ENGINE 2.0 101
Handbuch
Content Editor
Unterhalb des „edit content“ Pull-Down Menüs befindet sich ihr “Edit Selection” Fenster,
das eine Übersicht aller benutzen und existierenden Layer Channels, Custom Channels
(virtuelle interne Channels), BUS Channels und Output Channels beinhaltet.
Ganz einfach können sie hier einen oder mehrere Channels jeglicher Art auswählen.
Klicken sie auf einen Channel um diesen sofort anzuzeigen und verknüpfen sie ihn
anschließend mit weiteren Funktionen, z.B. können sie das „show/hide“ Pull-Down
Menü benutzen um den ausgewählten Channel zu entfernen oder anzuzeigen. Nutzen
sie den Group Editor um mehrere ausgewählte Channels zu einer neuen Gruppe
zusammenzufassen.
Nun aber zurück zu dem „edit content“ Menü, das wir durch folgendes Beispiel erklären
möchten:
Group Editor
Vielleicht haben sie sich gewundert, warum sie im vorherigen Kapitel “Mapping
Editor” den Namen “Section” für die Auswahl mehrere Zonen benutzen - und nicht
den üblichen Namen “Group”. Nun, hier ist der Grund: “Group” ist ein für den Mischer
reservierter Begriff, der eine Mehrfach-Auswahl verschiedener Channels beschreibt.
Dieser Verwendung von “Group” ist in der Musik wesentlich gebräuchlicher als eine
Mehrfachselektion von Zonen. Der “Group Editor” beinhaltet ein “select group” Pull-Down
Menü und ein Auswahl Fenster. Wählen sie mehrere Channels aus (auch verschiedene
Arten), klicken sie Pull-Down Menü und wählen zwischen folgenden Optionen:
Klicken sie „new group“ um eine Gruppe für die selektierten Channels zu erstellen. Den
Namen der Gruppe geben sie anschließend ein.
TIP: Zur besseren Übersicht verwenden sie am besten immer eindeutige Namen für
ihre GROUPS (z.B. „Drum Kit Room 2 Complete“). Wenn sie keinen Namen
eingeben, benennt Engine ihre Gruppen automatisch nach dem Schema
„group 1“, „group 2“, etc.
WICHTIG: Das Arbeiten mit dem Group Editor vereinfacht und beschleunigt ihre Arbeit
mit Channels enorm. Wenn sie mehrere Channels zu einer Gruppe
zusammenfassen, können sie beispielsweise die SOLO Buttons oder auch
die Lautstärke für alle Channels dieser Gruppe gleichzeitig editieren.
Die weiteren Optionen des Group Editors sind eindeutig und selbsterklärend, wie z.B.
“rename group”: Wählen sie aus dem “rename group” Menü die Gruppe aus, die sie
umbenennen möchten und geben sie in das Textfenster danach den neuen Namen ein.
Durch Drücken der “enter” Taste wird der neue Name aktiviert.
Show/Hide Editor
Klicken sie auf die gewünschte Bearbeitungsoption, z.B. „hide selected“, und sie werden
erkennen, dass nun alle zuvor ausgewählten Channels nun wieder deselektiert werden
und auch die Channel Anzeige im unteren Teil des Mischer nun weniger Channels anzeigt.
Sobald eine MIDI Automation aktiviert ist akzeptiert der Engine Mischer grundsätzlich
den Eingang von ALLEN MIDI Kanälen (1 bis 16). Über das Pull-Down Menü können sie
den MIDI Eingang für nur einen bestimmtem MIDI Kanal auswählen. Diese Option ist
besonders nützlich wenn sie mit mehreren automatisierten Mischer Parametern oder Insert
FX Parametern arbeiten.
104 KAPITEL 7
Mischer
Channel Display
Im unteren Teil der Mixer Seite werden alle existierenden Channels nebeneinander
angezeigt. Engine’s Mischer beinhaltet 5 verschiedene Channel Arten:
- Layer Channels (Farbe des Namens: blau)
- Custom Channels (Farbe des Namens: grün)
- BUS Channels (Farbe des Namens: orange)
- Output Channels (Farbe des Namens: gelb)
- Surround Channels (Farbe des Namens: gelb)
Diese werden automatisch in der oberen Reihenfolge dargestellt. ABER: Sie können
jederzeit auch ihre eigene Anordnung der Channels vornehmen. Selektieren sie einfach
einen oder mehrere Channels und bewegen sie diese per drag‘n‘drop nach rechts oder
links. Sie werden sehen, dass die Channels nun in einer neuen - ihrer - Reihenfolge
angeordnet sind. Die Channels unterscheiden sich in und ihrer Funktionalität:
Layer Channel
3 1. Insert Button
9. Panoramaanzeige
8
10. Art und Nummer des Layer
9
10
best service ENGINE 2.0 105
Handbuch
Insert Button
A B
Der Standard-Status dieses Buttons ist „A“. Wenn sie den Button anklicken, öffnet sich das
Insert Fenster rechts des Layers und der Status wechselt zu „C“.
Im geöffneten Insert Fenster können sie nun die leistungsstarken, in Engine enthaltenen
Insert Filter und Effekte instanzieren und bearbeiten. Sie können jedem Layer eine
unbegrenzte Anzahl an Inserts hinzufügen und deren Reihenfolge dynamisch per
drag’n’drop ändern.
Wenn sie den Insert Button nach dem Hinzufügen von Insert Filtern und Effekten erneut
klicken, wird sich das Fenster wieder schließen und der Status des Buttons wechselt zu
„B“.
Alle weiteren Informationen über die Engine Filter und Effekte wird ausführlich im Kapitel
“Insert Filter und Effekte” erklärt.
WICHTIG: Sobald sie einem Layer zusätzliche Insert Filter und Effekte hinzufügen,
wird dem Channel Namen sowohl im “Edit Content” als auch im Show/
Hide” Fenster ein kleines “Insert” Kennzeichen hinzugefügt. Dies ist in
der Praxis extrem hilfreich, da es die bestmögliche Übersicht unterstützt.
Group Name
Diese Anzeige beinhaltet den Namen der Gruppe, der der Channel zugehört - falls eine
Gruppe existiert.
106 KAPITEL 7
Mischer
BUS sends
Engine erlaubt eine unbegrenzte Anzahl an BUS Channels - und ganz besonders durch die
Möglichkeit so viele zusätzliche Custom Channels wie gewünscht hinzuzufügen, sind sie in
der Lage ihre ganz persönliche Arbeitsumgebung zu erstellen.
Für jeden Layer Channel können sie 5 zusätzliche BUS Sends benutzen; jeden davon mit
den folgenden Parametern:
Pre oder Post Auswahl, Bypass, Anpassung der BUS Send Lautstärke und die Möglichkeit,
zu einem neuen oder bereits existierenden BUS Channel zu routen.
WICHTIG: „Pre“ oder „Post“ legt fest, ob das eingehende Signal mit seinen
original Lautstärkeeinstellungen (pre) geroutet werden soll, oder inklusive
der Werte des Lautstärkeparameters (post) und dadurch mit geänderten
Lautstärkeeinstellungen.
Mit der ersten Belegung wird immer automatisch “post” ausgewählt. Sie
können diese Auswahl natürlich auch jederzeit über das Pull-Down Menü
ändern.
SHORTCUTS: Um einen BUS Channel zu umgehen, drücken sie die “alt” Taste (Mac
OS X und Windows XP/Vista) und klicken sie anschließend den
Channel, den sie “bypassen” möchten.
best service ENGINE 2.0 107
Handbuch
Diese Pull-Down Menü zeigt eine Auflistung aller verfügbaren Ausgänge. Wählen sie
einfach den gewünschten Ausgang aus und ihr Channel wir entsprechend geroutet.
Das Audio Ausgang Menü beinhaltet alle aktuell verfügbaren Ausgang Channels. Somit
können sie beliebig Mono, Stereo oder Surround (nur Engine Surround Extension)
Channels auswählen.
Solo und Mute sind Standard Parameter, um den ausgewählten Channel abzuspielen oder
stummzuschalten.
Lautstärke Index
Eine sehr nützliche Anzeige! Es wird immer die maximal erreichte Lautstärke ihrer Session
angezeigt. Wenn sie eine erneute Berechnung wünschen, können sie die Anzeige durch
einen Klick auf den Wert zurücksetzen. Der vorherige Wert wird gelöscht und der aktuelle
Wert neu berechnet.
SHORTCUTS: Wenn sie die “mac” Taste (MAC OS X) oder die “strg” Taste (Windows
XP/Vista) drücken und anschließend auf die Anzeige klicken,
werden ALLE Lautstärkeanzeigen von ALLEN Channels ihres
Projects zurückgesetzt.
Lautstärke Anzeige
Neben dem Lautstärke Regler können sie auch diesen Parameter benutzen um die
Lautstärke zu ändern. Diese Lautstärke Anzeige zeigt zusätzlich auch die genaue Position
in dB an.
TIP: Um noch feinere Anpassungen der Lautstärke vorzunehmen, können sie den
gewünschten Wert auch direkt eingeben oder die “shift” Taste (Mac OS X und
Windows XP/Vista) drücken und dann auf den Wert klicken und diesen mit der
Maus nach oben oder unten ziehen.
108 KAPITEL 7
Mischer
Panorama Anzeige
Dieser Parameter ist nur für Mono und Stereo Channels verfügbar und verändert das
Panorama Verhältnis des gesamten Channels.
Channel Arten
Automation
Engine ermöglicht pro Instanz MIDI Automation durch 128 MIDI CCs (Continuous
Controller) und Host Automation durch 128 Host Channels. Die können die MIDI und
Host Automation für die Channel Parameter “volume”, “panorama”, “solo”, “mute” und
“BUS volume” im Engine Mischer UND für alle Insert Filter und Effekte im Mischerbereich
und im Modulesbereich benutzen. Auf den folgenden Seiten wird die MIDI und Host
Automationszuweisung für Parameter in Engine erklärt. Die notwendigen Einstellungen
für Automationsprozesse in ihrem Host entnehmen sie bitte dem Benutzerhandbuch ihrer
Sequenzer Software.
Wählen sie den MIDI Controller Nummer „26“ und bewegen sie anschließend den
Controller 26 ihres MIDI Keyboards (oder anderem MIDI Controller) und sie werden
feststellen, dass sich der „Frequency“ Wert entsprechend verändert. Um ihnen die
Zuweisung von MIDI Controllern zu erleichtern haben wir neben der manuellen Zuweisung
auch eine „midi learn“ Funktion integriert. Klicken sie einfach nur auf diese Option und
bewegen sie anschließend den Controller ihres MIDI Keyboards, über den sie „Frequency“
steuern möchten. Engine erkennt die CC Nummer und die Position automatisch und weist
„Frequency“ diese Controller Nummer entsprechend zu.
Die „custom learn“ Option ist nur bei Layer Inserts verfügbar - nicht im Mischer. Nutzen sie
diese Option um den ausgewählten Parameter einem der Custom Remote Control Regler
oder Schalter auf der Quick Edit Seite zuzuweisen - oder öffnen sie das „custom ctrl #“
Menü für eine manuelle Zuweisung.
Sie können die aktuell ausgewählte Controller Nummer eins Parameters jederzeit im „midi
ctrl #“, „host ctrl #“ oder „custom ctrl #“ Menü einsehen und natürlich manuell ändern.
Die Host Automation funktioniert nach dem gleichen Schema - sie können Host Controller
Channels sowohl manuell als auch durch „host learn“ zuweisen (Beispiel: „BUS volume“
Parameter eines „Layer Channels“ im Mischer):
Die mit einem “*” markierten Nummern kennzeichnen eine bereits zugewiesene/benutze
Controller Nummer für eine MIDI oder Host Automation.
best service ENGINE 2.0 111
Handbuch
Zusätzliche Automationsfunktionen
Das Automations Pull-Down Menü beinhaltet neben der „learn“ und manuellen Zuweisung
von Automationscontrollern weitere drei sehr nützliche Parameter:
• „off“: Durch „off“ können sie ihre Automation des zugewiesenen Parameters löschen.
• „bypass“: Hier wird die Automation nicht gelöscht, sondern lediglich kurzfristig
stummgeschaltet. Die zugewiesene Controller Nummer wird beibehalten.
• „invert“: Wenn sie diese Option aktivieren, werden die von ihrem Controller
gesendeten Werte von Engine invertiert (umgekehrt) verarbeitet.
• „set automation minimum value“ & „set automation maximum value“:
Neben der grundsätzlichen Automation von Parametern können
sie darüber hinaus auch noch für jeden Parameter einen Minimum und
Maximum Automationswert einstellen. Das bedeutet, dass sie den
gesamten Wertebereich (0% bis 100%) des zufewiesenen Controllers
für nur einen speziell definierten Wertebereich des zugewiesenen
(automatisierten) Parameters verwenden können!
Setzen sie den Parameter auf das gewünschte Minimum/Maximum und
wählen anschließend die Minimum/Maximum Option im Pull-Down Menü.
• „recall automation minimum value“ & „recall automation maximum value“:
Mit dieser Option wechselt der Parameter Wert umgehend zu seinem
zugewiesenen Minimum/Maximum Wert.
• „reset automation range“: Mit dieser Option setzen sie sowohl den aktuellen Minimum-
als auch Maximumwert des automatisierten Parameters zurück.
112 KAPITEL 8
Automation
• „no automation range scaling“: Wählen sie dise Option um einen Parameter nur in
seiner zugewiesenen Range zu automatisieren. Oberhalb bzw.
unterhalb dieser Range wird der Parameter nicht mehr verändert (der letzte
gültige Wert der Range wird oberhalb/unterhalb des Maximums/Minimums
verwendet). Diese Option ist sehr nützlich, wenn sie mehrere Parameter
dem gleichen Custom Regler zuweisen. Ein Beispiel:
Die folgenden Parameter werden dem gleichen Custom Regler zugewiesen:
Volume von 0% bis 100% - Panorama von 30% bis 80% - Reverb WET von
50% bis 100%.
Abhängig ihrer Automation erhalten sie mit nur einem Regler großartig
klingende Fades zwischen verschiedenen Parameterwerte Änderungen.
• „curve“: Für die aktiven Automationsprozesse können darüber hinaus auch noch
die Einstellungen des Kurvenverlaufs von dem unteren zum oberen Wert
angepasst werden. Diese Werte können zwischen 2, 3 und 4-fach schneller/
langsamer als die Orginalkurve gewählt werden.
Besonders nützlich ist dies wenn sie zwischen 2 Parametern x-faden - z.B.
zwischen den Parametern „dry“ und „wet“ eines Origami Impulse Response
Prozessors.
best service ENGINE 2.0 113
Handbuch
Sobald ein Parameter in Engine automatisiert wird, ändert sich die Farbe des
Parameterwerts. Parameterwerte können in vier unterschiedlichen Status angezeigt
werden (Bsp.: „Frequency“):
2.) „midi learn“/„host learn“ Darstellung: Für den Parameter „Frequency“ wurde eine „learn“
Option aktiviert (Farbe: orange).
3.) Automatisierte Darstellung: Der Parameter „Frequency“ ist automatisiert (Farbe: grün).
WICHTIG: Die Prozessierung der aktivierten Inserts wird immer von oben nach unten
berechnet.
Über die copy/paste Option können sie ihre aktuellen Einstellungen zu einem anderen
Layer, Section oder Alternate übertragen, ohne diese vorher speichern zu müssen. Falls
sie Presets während ihrer Arbeit in den Engine User Folder Ordner kopiert haben, können
sie mit dem “rebuild menu“ Befehl sie das Preset Pull-Down Menü aktualisieren.
WICHTIG: Wenn sie eine Insert FX Bank laden, werden automatisch ALLE aktuell
geladenen Insert Filter und Effekte ersetzt!
Die andere Möglichkeit ist, einzelne Insert Filter und Effekte zu laden oder zu speichern.
Klicken sie auf das “add insert fx” Pull-Down Menü. Es wird eine Liste mit allen verfügbaren
Inserts eingeblendet - aufgeteilt in neun Hauptkategorien. Wählen sie nun den Insert
aus den sie hinzufügen möchten. Der ausgewählte Insert wird automatisch ihrer Insert
Anzeige unterhalb des Pull-Down Menüs hinzugefügt - immer unterhalb des letzten Inserts
in der Anzeige. Sie können eine unbegrenzte Anzahl Inserts einfügen und so ihr eigenes
virtuelles Insert Filter und Effekt Rack erstellen.
Um einen geladenen Insert wieder zu entfernen, wählen sie diesen aus und klicken den
“remove” Button in der oberen rechte Ecke ihrer Insert Anzeige. Um mehrere Inserts
gleichzeitig zu entfernen, drücken und halten sie die “shift” Taste und klicken sie auf die
gewünschten Inserts. Um ein ungewolltes Löschen der Inserts zu verhindern, müssen sie
diese Aktion zusätzlich bestätigen. Es gibt einen Haupt- “bypass” Button in der oberen
linke Ecke der Insert Anzeige. Sobald aktiviert, werden ALLE momentan geladenen Insert
Filter und Effekte stumm geschaltet. Natürlich besitzt auch jeder einzelne Insert einen
eigenen “bypass” Button.
116 KAPITEL 9
Insert Filter und Effekte
WICHTIG: Wenn sie die Einstellungen eines Inserts als “[Link]” Datei in
dem jeweiligen Ordner des Inserts abspeichern, werden die
aktuell eingestellten Parameterwerte als Standardwerte
verwendet, sobald sie diesen Insert erneut hinzufügen.
Equalizers
4 band parametric EQ
Lowshelf: Unterhalb der eingestellten Frequenz wird das Audiosignal betont (positive
dB Werte) oder abgeschwächt (negative dB Werte).
Band 1: In Abhängigkeit zur gewählten Kurvensteigung (Wert 3) wird die eingestellte
Frequenz betont (positive dB Werte) oder abgeschwächt
(negative dB Werte).
Band 2: In Abhängigkeit zur gewählten Kurvensteigung (Wert 3) wird die eingestellte
Frequenz betont (positive dB Werte) oder abgeschwächt
(negative dB Werte).
Highshelf: Oberhalb der eingestellten Frequenz wird das Audiosignal betont (positive
dB Werte) oder abgeschwächt (negative dB Werte).
Output Gain: Die Lautstärke, in der das Audiosignal ausgegeben wird.
best service ENGINE 2.0 117
Handbuch
6 band parametric EQ
Die Funktionsweise des 6 Band EQs ist identisch mit dem 4 Band EQ.
Zusätzlich stehen ihnen hier für präzisere Manipulationen insgesamt 4 Bänder zur
Verfügung.
Vintage 3 band EQ
Wie der Name bereits vermuten lässt: Eine präzise Nachbildung eines Vintage EQs.
Die Kurvensteigung für jedes Band ist bereits festgesetzt.
Filters
2D Filter
X-Filter
Über X-Filter kann eine stufenlose Überblendung zwischen den drei Filtertypen „Low
Pass“, „Band Pass“ und „High Pass“ eingestellt werden.
Frequency: Legt die Frequenz fest, oberhalb/unterhalb derer das Audiosignal betont/
abgeschwächt wird.
Resonance: Die Betonung der ausgewählten Frequenz von 0% (keine) bis 100%
(maximale).
Slope: Auswahlmenü der Filtersteigung.
Filter Mode: Überblendung zwischen „Low Pass“, „Band Pass“ und „High Pass“ von 0%
bis 100%.
best service ENGINE 2.0 119
Handbuch
Filter Follower
Die Funktionsweise des Filter Followers ist identisch mit dem X-Filter. Zusätzlich verändert
der Filter Follower die Einstellungen für „Frequency“ und „Resonance“ des ausgewählten
„Slope“ und „Filter Mode“ in einem dynamischen Verhältnis zur Lautestärke des
Audiosignals.
Frequency: Legt die Frequenz fest, oberhalb/unterhalb derer das Audiosignal betont/
abgeschwächt wird.
Resonance: Die Betonung der ausgewählten Frequenz von 0 (keine) bis 100%
(maximale).
Slope: Auswahlmenü der Filtersteigung.
Filter Mode: Überblendung zwischen „Low Pass“, „Band Pass“ und „High Pass“ von 0 bis
100%.
Intensity: Die Intensität des Filters.
Attack: Der Zeitpunkt, ab dem der Filter nach Start der Audiodatei eingreift.
Release: Der Zeitpunkt, ab dem der Filter nach leiser werdendem Audio Signal nicht
mehr eingreift.
Output Gain: Die Lautstärke, in der das Audiosignal ausgegeben wird.
Mit dem Low Cut Filter können sie abhängig der gewählten Kurvensteigung tiefe
Frequenzbereiche des Audiosignals absenken.
Mit dem High Cut Filter können sie abhängig der gewählten Kurvensteigung hohe
Frequenzbereiche des Audiosignals absenken.
Der „Multimode Filter“ ermöglicht die Nutzung aller drei Filter Arten „Low Pass“, „Band
Pass“ und „High Pass“ gleichzeitig.
LFE Filter
Wenn sie in einem Surround Format arbeiten, das einen LFE beinhaltet, können sie mit
diesem Filter hohe Freqenzbereiche abhängig des ausgewählten Slope absenken.
LFE creator: Erstellt einen neuen, zusätzlichen LFE Kanal aus allen verfügbaren
Kanälen.
Slope: Auswahlmenü der Filtersteigung.
Frequency: Legt die Frequenz fest, oberhalb derer das Audiosignal abgeschwächt wird.
Output Gain: Die Lautstärke, in der das Audiosignal ausgegeben wird.
WICHTIG: Um die „LFE creator“ Option benutzen zu können, müssen sie in den
Input und Output Pull-Down Menüs ein Surround Format auswählen, das
einen LFE Kanal erlaubt (z.B. 5.1).
Satellites HP Filter
Wenn sie in einem Surround Format arbeiten, das einen LFE beinhaltet, können sie mit
diesem Filter niedrige Freqenzbereiche abhängig des ausgewählten Slope absenken.
Dynamics
Compressor
Mit Hilfe des „Compressor“ können sie die Dynamik ihres Audiosignals verringern und
somit die Unterschiede zwischen lauten und leisen Signalen reduzieren. Dadurch haben
sie die Möglichkeit, das gesamte Audiosignal anzuheben, ohne dass es dadurch zu
ungewünschten Verzerrungen kommt. Das Ergebnis ist die Steigerung der gesamten
Präsenz und des Drucks ihres Audiosignals.
Input Gain: Hier können sie die Lautstärke des Input Signals bereits vor der
Kompression erhöhen oder verringern.
Treshold: Über diesen Wert setzen sie den Bereich fest, ab dem die Kompression des
Audiosignals einsetzen soll.
Ratio: Bestimmt den Grad der Kompression.
Attack: Der Zeitpunkt, ab dem die Kompression nach Überschreiten der Treshold
Schwelle einsetzen soll.
Release: Der Zeitpunkt, ab dem die Kompression nach Unterschreiten der Treshold
Schwelle nachlassen soll.
Knee: Der Kurvencharakter der beginnenden Kompression nach Überschreiten der
Treshold Schwelle. 0% ist ein harter Beginn, 100% ein extrem weicher.
Lookahead: Dieser Wert gleicht kurzfristige Schwankungen des Audiosignals innerhalb
der eingegebenen Zeit in Millisekunden aus.
Output Gain: Die Lautstärke, in der das Audiosignal ausgegeben wird.
best service ENGINE 2.0 123
Handbuch
Limiter
Ein Limiter regelt den Ausgangspegel des Audiosignals sanft herunter, bevor eine
Übersteuerung stattfinden kann. Man kann bei einem Limiter auch von der „Extremform“
des Kompressors sprechen, da er zwar nach dem gleichen Prinzip wie der Kompressor
arbeitet, jedoch der Grad der Kompression wesentlich höher ist.
Treshold: Über diesen Wert setzen sie den Bereich fest, um wieviel dB das
Audiosignal angehoben werden soll.
Release: Der Zeitpunkt, ab dem der Limiter nach Unterschreiten der Treshold
Schwelle nachlassen soll.
Output Gain: Die Lautstärke, in der das Audiosignal ausgegeben wird.
Gater
Die Funktionsweise des Gaters besteht darin, dass Signalpegel erst ab einer einstellbaren
Stärke durchgeleitet werden. Dies dient häufig dazu, Rauschen des Audiosignals zu
vermeiden und deren Dynamik zu kontrollieren.
Treshold: Die Lautstärke fest, ab dem der Gater das Audiosignal weiterleitet.
Attack: Die Anstiegszeit des Audiosignals nach Überschreiten der Treshold Schwelle.
Hold: Dieser Wert gleicht kurzfristige Schwankungen des Audiosignals innerhalb der
eingegebenen Zeit in Millisekunden aus.
Release: Der Zeitpunkt, ab dem der Gater nach Unterschreiten der Treshold Schwelle
nachlassen soll.
124 KAPITEL 9
Insert Filter und Effekte
Modulation
Chorus
Chorus ist ein Modulations-Effekt, bei dem dem Audiosignal verdoppelte, leicht verstimmte
Signale zugemischt werden. Dadurch bekommt das Signal mehr Fülle, klingt weicher und
ist besser wahrzunehmen.
Flanger
Beim Flanger wird das Eingangssignal zunächst in zwei Signalzweige aufgeteilt. Der eine
Zweig führt das Eingangssignal unverändert weiter, das Signal des anderen Zweigs wird
zeitlich verzögert.
Phaser
Wie auch bei „Flanger“ teilt der „Phaser“ Effekt das Eingangssignal zunächst in zwei
Signalzweige auf. Der eine Zweig führt das Eingangssignal unverändert weiter, im Signal
des anderen Zweigs wird das Frequenzspektrum manipuliert.
Im Vergleich zum „Flanger“ Effekt klingt „Phaser“ weicher und dezenter.
Ring Modulator
Rotary
Vinylizer
Engine‘s Vinylizer beinhaltet drei verschiedene Vinyl Arten (33, 45, 78 Tempo) um den
Klang alter Schallplatten zu simulieren. Neben den unterschiedlichen Tempi können sie
zusätzlich zwischen diesen drei Kategorien wählen:
1 = new recording (neue Aufnahme)
2 = old recording (alte Aufnahme)
3 = very old recording (sehr alte Aufnahme)
Distortion
Time clipper
Time Clipper „zerhackt“ das Audiosignal und erzeugt eine analoge, rhythmische
Verzerrung. Diese Verzerrung ist allerdings nicht statisch, sondern dynamisch in
Abhängigkeit zu den „Depth“ und „Speed“ Parametern.
Treshold: Über diesen Wert setzen sie den Bereich fest, ab dem die Modulation des
Audiosignals einsetzen soll.
Gain: Bestimmt die Lautstärke der Modulation in dB.
Depth: Bestimmt den Grad der Modulation in %.
Speed: Bestimmt die Geschwindigkeit der Modulation in Hertz.
Volume: Die Lautstärke, in der das Audiosignal ausgegeben wird.
Sync: Ermöglicht die Synchronisation des „Speed“ Parameters (ändert sich zu einem
Pull-Down Menü) an die Geschwindigkeit ihrer Sequenzer Software (Host).
Bit reduction
Bit reduction reduziert die Originalauflösung des Audiosignals. Dadurch wird die
Klangqualität (die Audio-CD Qualität ist beispielsweise 16 bit) entsprechend verringert und
es lassen sich dadurch die Klangqualitäten älterer Geräte simulieren.
Bit Reduct: Hier können sie die zu berechnende Ziel-Auflösung des Audiosignals
einstellen. 24 bit entsprechen der aktuell standardisierten Tonstudio-
Auflösung, 16 bit einer Audio-CD. 8 bit älteren Samplern und
Drummachines, 4 bit sehr minderwertigen Klangerzeugern.
Sample Red.: Reduziert die Anzahl an frames und erzeut so interessante Effekte.
Aliased: Zur Verhinderung unerwünschter Klicks bei genutzter sample reduction.
Drive: Erzeugt eine digitale Distortion.
best service ENGINE 2.0 129
Handbuch
Dual Band Distortion erzeugt eine analoge Verzerrung des Audiosignals, indem dieses in 2
Bänder aufgeteilt wird. Jedes Band wird separat moduliert.
Frequency: Bei der hier eingestellten Frequenz wird das Audiosignal in 2 Bänder
aufgeteilt.
Drive A: Ist der Bereich unterhalb der eingegebenen Frequenz. Der gewählte dB
Wert bestimmt die Lautstärke der Modulation.
Drive B: Ist der Bereich oberhalb der eingegebenen Frequenz. Der gewählte dB Wert
bestimmt die Lautstärke der Modulation.
Color: Mit Color lässt sich das modulierte Audiosignal insgesamt dunkler oder heller
machen. Negative Werte machen das Signal dumpfer, positive Werte heller.
Volume: Die Lautstärke, in der das Audiosignal ausgegeben wird.
Tube distortion
Tube Distortion erzeugt eine analoge symmetrische oder asymmetrische Verzerrung des
Audiosignals.
Delay
Sample delay
Über Sample Delay kann eine zeitliche Verschiebung des Audiosignals eingestellt werden.
Delay
Delay kann eine oder mehrere verzögerte Kopien des Eingangssignals ausgeben und
erzielt so einen echoähnlichen Klang.
Delay L: Hier stellen sie für den linken Kanal den zeitlichen Abstand zwischen dem
original Audiosignal und dem ersten Echo ein - und bestimmen somit das
Intervall ihres Delay Effekts.
Feedback L: Schickt einen Teil des Audiosignals in % zurück zum Eingang des Delay
Effekts und erzeugt dadurch wiederholte Echos. 0% bedeutet kein Delay,
100% bedeuten mehrere Delays.
Pan L: Panoramaeinstellungen des Delay des linken Kanals von 100L (links) bis
100R (rechts).
Dry/Wet L: Lautstärkeverhältnis zwischen dem unverarbeiteten (dry) und dem
verarbeiteten (wet) linken Kanal des Audiosignals.
Delay R: Hier stellen sie für den rechten Kanal den zeitlichen Abstand zwischen dem
original Audiosignal und dem ersten Echo ein - und bestimmen somit das
Intervall ihres Delay Effekts.
best service ENGINE 2.0 131
Handbuch
Feedback R: Schickt einen Teil des Audiosignals in % zurück zum Eingang des Delay
Effekts und erzeugt dadurch wiederholte Echos. 0% bedeutet kein Delay,
100% bedeuten mehrere Delays.
Pan R: Panoramaeinstellungen des Delay des rechten Kanals von 100L (links) bis
100R (rechts).
Dry/Wet R: Lautstärkeverhältnis zwischen dem unverarbeiteten (dry) und dem
verarbeiteten (wet) rechten Kanal des Audiosignals.
Sync: Ermöglicht die Synchronisation der „Delay L“ und „Delay R“ Parameter
(ändern sich zu einem Auswahl Pull-Down Menü) an die Geschwindigkeit
ihrer Sequenzer Software (Host).
Filter Delay
Die Funktionsweise von „Filter Delay“ ist identisch mit dem „Delay“ Effekt.
Zusätzlich stehen ihnen hier noch zwei weitere Parameter zur Verfügung.
Low Cut: Legt die Frequenz fest, unterhalb derer das Audiosignal abgeschwächt wird.
High Cut: Legt die Frequenz fest, oberhalb derer das Audiosignal abgeschwächt wird.
WICHTIG: Die Parameter „Low Cut“ und „High Cut“ beziehen sich ausschließlich auf
das verarbeitete (wet) Signal.
Doubler
132 KAPITEL 9
Insert Filter und Effekte
Time: Hier stellen sie den zeitlichen Abstand zwischen dem original Audiosignal und
dem verdoppelten Signal ein.
Panorama: Panoramaeinstellungen des verdoppelten Signals von 100L (links) bis 100R
(rechts).
Sync: Ermöglicht die Synchronisation des „Time“ Parametes (ändert sich zu einem
Pull-Down Menü) an die Geschwindigkeit ihrer Sequenzer Software (Host).
Dry/Wet: Lautstärkeverhältnis zwischen dem unverarbeiteten (dry) und dem
verarbeiteten (wet) Audiosignal.
Echo
Mit Echo lassen sich die typischen Echo Effekte von Vintage Geräten simulieren.
Variation: Hier wählen sie den Lautstärkeverlauf des Echo Effekts. „Ramp Down“ startet
das erste Echo mit der Originallautstärke und die folgenden Echos werden
leiser. „Ramp Up“ startet leise und wird lauter. Bei „Constant“ werden alle
Echos in der Originallautstärke ausgegeben.
Delay: Hier stellen sie den zeitlichen Abstand zwischen dem original Audiosignal und
dem ersten Echo ein - und bestimmen somit das Intervall ihres Effekts.
Echoes: Anzahl der Echos.
De-Pan: Automatisches Bewegen der Echos zwischen dem linken und rechten Kanal.
100% entspricht einer Bewegung im gesamten Stereo Panorama, bei
0% findet keine Bewegung statt.
HF Damp: Alle Frequenzen oberhalb des eingegebenen Werts werden abgeschwächt.
Dry/Wet: Lautstärkeverhältnis zwischen dem unverarbeiteten (dry) und dem
verarbeiteten (wet) Audiosignal.
Sync: Ermöglicht die Synchronisation des „Delay“ Parametes (ändert sich zu einem
Pull-Down Menü) an die Geschwindigkeit ihrer Sequenzer Software (Host).
best service ENGINE 2.0 133
Handbuch
Helper
Volume
Panorama
Hier können sie das Panorama Verhältnis des gesamten Audiosignals einstellen.
XY panorama
Phase invert
Hier können sie bei Bedarf die Phase des linken und/oder rechten Kanals umdrehen.
Level meter
Der „Level Meter“ zeigt die aktuelle Output Lautstärke des Audiosignals.
Calibration
Nutzen sie diesen Helper um die Lautsprecher in einer Surround Umgebung zu kalibireren.
best service ENGINE 2.0 135
Handbuch
Metronome
Sie können Engine’s Metronome mit eigenem Tempo, zu dem Tempo von Engine
synchronisiert oder auch zu dem Tempo ihres Hosts synchronisiert benutzen.
Reference Tone
Nutzen sie diesen Helper um ihre Engine Instrumente oder auch Gitarren, Bässe etc. zu
stimmen.
Channel Manager
Ein sehr eistungsstarker Surround Helper der auch im Stereo Format arbeiten kann.
Zusätzlich können sie jeden beliebigen Channel ihres Surround Formats zu „L“ (left) und
„R“ (right) routen und so einen Mix Down ihres Surround Formats zu Stereo erzeugen.
Bitte lesen sie das Kapitel “Pro Surround Umgebung” für weitere Details.
136 KAPITEL 9
Insert Filter und Effekte
Surround Panner
Der Surround Panner ermöglicht die Nutzung von Instrumenten die stereo, mono oder
Surround Audio Dateien beinhalten in jeglicher Engine Surround Umgebung. Entsprechend
der Position der stereo (L & M), mono (M) oder Surround (S) Icons werden für alle
bestehenden Kanäle des gerade ausgewählten Surround Formates neue Lautstärke Werte
errechnet.
Radius: Hier können sie den Radius des Surround Panners einstellen. Der innere
orangene Kreis stellt den “center” dB Wert dar und der äußere rote Kreis den
“rear minimum” dB Wert des neu erzeugten Audio Signals.
Mode: Hier können sie den mono (für mono Audio Dateien) oder stereo (für stereo
Audio Dateien) Surround Panner auswählen.
best service ENGINE 2.0 137
Handbuch
Angle: Bestimmt den Winkel des rechten Audio Signals von 0° to 360°.
Distance: Bestimmt die Entfernung des rechten Audio Signals von dem Zentrum des
Surround Formats.
Front max.: Maximale Lautstärke für die Frontposition des Audio Signals.
Front min.: Minimale Lautstärke für die Frontposition des Audio Signals.
Center: Lautstärke für die Centerposition des Audio Signals.
Rear max.: Maximale Lautstärke für die Rearposition des Audio Signals.
Rear min.: Minimale Lautstärke für die Rearposition des Audio Signals.
TIP 1: Der Distance Parameter erlaubt auch negative Werte bis zu -100%. Dadurch
können sie z.B. die Audio Signale von der Position “vorne links” mit nur einer
Bewegung zu der Position “hinten rechts” bewegen.
TIP 2: Nutzen sie den Surround Panner im Surround Modus um ihre Surround Audio
Dateien auszubalancieren. Bedenken sie, dass jegliche Positionsänderungen
der Surround Audio Datei Phasern erzeugen können. Nutzen sie den “Channel
Manager” Helper Insert um dieses Problem zu verhindern.
138 KAPITEL 9
Insert Filter und Effekte
Reverb
Reverb
Reverb TWO
Die Funktionsweise von „Reverb TWO“ ist identisch mit dem „Reverb“ Effekt.
Zusätzlich stehen ihnen hier noch weitere Parameter für eine noch realistischere Hall-
Simulation zur Verfügung. Ein echter Hall besteht immer aus drei Teilen: Das Original-
Audiosignal, der ersten kurzen Reflektion des Audiosignals und abschließend dem durch
den Impuls erzeugten Raumhall.
Early Refl.: Auswahl des Raumes für die erste kurze Reflektion.
Special
Origami ist ein von yellow tools Software Entwicklern und Audio Engineuren entwickelter
high-end Impulse Response Prozessor für die Nutzung und Bearbeitung von Impulse
Response Dateien. In Engine sind Origami und Origami LE bereits integriert. Unterstützt
durch IR Dateien der fantastischen „INSP:IR Impulse Library“ von Inspired Acoustics,
ermöglicht ihnen Origami eine atemberaubende Hör-Erfahrung - als ob sie sich selbst
in dem Raum befinden würden! Um ihnen darüber hinaus die Möglichkeit zu bieten ihre
Instrumente innerhalb des geladenen Raumes frei zu bewegen, haben wir Origami um
das “Positioner” Feature erweitert. Nachdem sie den Positioner aktiviert haben, können
sie ihre Audio Quelle - ihr Instrument - völlig frei in dem geladenen Raum bewegen und
positionieren - wie immer in Engine natürlich in Echtzeit!!!
Presets: Über dieses Pull-Down Menü können sie sowohl die bereits in Engine
enthaltenen Impulse Response Dateien als auch eigene Presets laden.
WICHTIG: Die Verarbeitung von Impulse Response Dateien ist ein extrem
rechenintensiver Prozess und belastet ihre CPU elementar höher als alle
anderen Engine Inserts.
144 KAPITEL 9
Insert Filter und Effekte
IR file info: Der “IR file info” Button oben links ermöglicht das Umschalten zu der Info
Seite der aktuell geladenen Impulse Response Datei. Hier können sie ihre
eigenen Anmerkungen eintragen und sie erhalten - sofern
verfügbar - Informationen über den Ort des aufgenommenen Raums sowie
weitere Urheberinformationen. Nach dem ersten Klick wechselt der “IR
file info” Button in den Status “back”. Um wieder zu der Haupt-Anzeige
zurückzukehren, klicken sie diesen Button einfach erneut.
Positioner: Durch einen Klick können sie das „Positioner“ Feature öffnen. Dieses wird
im weiteren Verlauf dieses Kapitels erklärt.
Pre-delay: Zeitpunkt, ab dem der IR Prozessor nach Eingang des Audio Signals
einsetzen soll. Es können positive und negative Werte eingestellt werden.
Positive Werte erzeugen eine verspäteten Einsatz des IR Prozessors,
durch negative Werte wird der Anfang der IR Datei übersprungen.
Time: Hier können sie einstellen, ob die IR Datei vollständig oder nur prozentual
von der Gesamtlänge verwendet werden soll.
Tail: Hier können sie abhängig vom eingestellten „Time“ Wert die Länge des
Ausklingen der IR Datei bestimmen. 100 Prozent entsprechen der
Gesamtlänge der IR Datei abzüglich des „Time“ Anteils.
Tail Curve: Der Kurvencharakter der Ausklingphase (Tail).
High Cut: Alle Frequenzen der IR Datei oberhalb des eingestellten Werts werden
abgeschwächt.
best service ENGINE 2.0 145
Handbuch
true Button: Origami verwaltet „true stereo“ (eine Mehrkanal Audio Datei mit 4
separaten Kanälen) und „true surround“ Prozessierung bis zu 8.1
(Eine interleaved Audio Datei mit bis zu 81 separaten Kanälen).
Sogar im „true stereo“ und „true surround“ Modus können sie immer noch
das „positioner“ Feature und den „Channel Manager“ insert benutzen.
Origami Positioner
Wenn sie den “Positioner” Button in der oberen rechte Ecke anklicken, wechselt die
Anzeige in den Positioner Modus und der Button ändert seinen Status in “back”. Falls der
Positioner noch nicht aktiviert ist, klicken sie einfach auf den orangenen Button innerhalb
der 3D Anzeige um den Positioner zu aktiveren und ihre Instrumente im virtuellen Raum zu
bewegen.
best service ENGINE 2.0 147
Handbuch
Sobald aktiviert, erscheint ein kleines “Lautsprecher” Symbol in der Mitte der 3D Matrix und
der Status des Buttons wechselt in “active”.
Durch verschieben des Lautsprechers bewegen sie nun ihr Audio Signal im virtuellen
Raum. Um zu der Ursprungsposition des Audio Signals in die Mitte des Raumes
zurückzukehren, drücken sie die alt” Taste und klicken sie auf das Lautsprecher Icon.
Damit wurde die Position des Audio Signals zurückgesetzt.
Wenn sie mit der Positionierung ihres Audio Signals zufrieden sind, können sie
durch Klicken auf den “back” Button in der oberen rechte Ecke zu der Haupt-Anzeige
zurückkehren. Sobald der Positioner aktiviert ist, wird der “positioner” Button in der Haupt-
Anzeige und in der “IR file info” Anzeige durch eine helle Umrandung gekennzeichnet.
148 KAPITEL 9
Insert Filter und Effekte
Preamp Modeler
Model: Benutzen sie dieses Pull-Down Menü um ihr Preamp Model auszuwählen.
Presence: Dieser DSP Parameter erhöht die hohen Mittelfrequenzbereiche des Audio
Signals. Dadurch erhält der Sound mehr Präsenz.
Output Gain: Die Lautstärke, in der das Audiosignal ausgegeben wird.
.
best service ENGINE 2.0 149
Handbuch
Cabinet Modeler
Der Cabinet Modeler bietet die Simulation des typischen Cabinet Sounds für all ihre
Instrumente - wurde allerdings speziell für elektrische Gitarren und elektrische Bässe
entwickelt. Sie können zwischen 6 legendären Cabinet Modellen unterschiedlicher Größe
und mit verschiedenen Mikrofonpositionen auswählen.
Model: Über dieses Pull-Down Menü können sie ihr Cabinet Modell auswählen.
Color: Über diesen Parameter können sie die EQ Farbe ihres Audiosignals
bearbeiten.
Output Gain: Die Lautstärke, in der das Audiosignal ausgegeben wird.
150 KAPITEL 9
Insert Filter und Effekte
Mic Modeler
Der Mic Modeler ermöglicht ihnen die sofortige Zuweisung von unterschiedlichen Mikrofon
Charakteren zu ihren Instrumenten. Es sind 14 verschiedene legendäre Mikrofon Modelle
aus den Kategorien „condenser“, „dynamic“ und „tube“ verfügbar.
Abhängig von dem Mikrofon Modell können sie sogar noch aus den unterschiedlichen
Positionen und Charakteren „omni directional“, „directional close“, „directional far“ und
„directional farer“ auswählen.
Model: Über dieses Pull-Down Menü können sie ihr Mic Modell auswählen.
Output Gain: Die Lautstärke, in der das Audiosignal ausgegeben wird.
best service ENGINE 2.0 151
Handbuch
Einzigartig in Engine ist die völlige Flexibilität aller Formate: Sie können jederzeit
zwischen allen verfügbaren Surround Formaten umschalten und Engine routet alle Kanäle
automatisch zu der Kanalzuweisung des neuen Formats. Zusätzlich können sie die
Surround Formate für jeden Layer individuell zuweisen, denn Engine kann unterschiedliche
Surround Formate gleichzeitig verwalten. Neben der Auswahl der Sourround Formate im
Layer Bereich gibt es auch noch weitere Surround Einstellungen auf der “Preferences”
Seite von Engine. Dort können sie die Voreinstellungen für ihre Surround Dateien
vornehmen und haben darüber hinaus die Möglichkeit, die generelle Kanal Zuweisung für
alle Multichannel Dateien für drei Formate einzustellen:
Channel Manager
Dieser Helper zeigt automatisch alle verfügbaren Kanäle des gerade ausgewählten Output
Formats, sodass wenn sie von dem Format “stereo”
zu “5.1 DTS” wechseln, dann wechselt auch die Channel Manager Anzeige entsprechend:
Zusätzlich können sie jeden beliebigen Channel ihres Surround Formats zu „L“ (left) und
„R“ (right) routen und so einen Mix Down ihres Surround Formats zu Stereo erzeugen. Sie
können den Channel Manager auch für das Finetuning von volume, delay und den output
Kanälen ihres Output Formats benutzen.
best service ENGINE 2.0 153
Handbuch
Calibration
Abhängig von ihrer Lautsprecherposition und ihrer Raumgröße können sie diesen Helper
für die Kalibrierung ihres Lautsprecher verwenden:
LFE Filter
Wenn sie in einem Surround Format arbeiten, das einen LFE beinhaltet, können sie mit
diesem Filter hohe Freqenzbereiche abhängig des ausgewählten Slope absenken.
Der “LFE creator” Button erstellt einen neuen zusätzlichen LFE Kanal aus allen
verfügbaren Kanälen
Satellites HP Filter
Wenn sie in einem Surround Format arbeiten, das einen LFE beinhaltet, können sie mit
diesem Filter niedrige Freqenzbereiche abhängig des ausgewählten Slope absenken.
154 KAPITEL 10
Pro Surround Umgebung
Surround Panner
Der Surround Panner ermöglicht die Nutzung von Instrumenten die stereo, mono oder
Surround Audio Dateien beinhalten in jeglicher Engine Surround Umgebung. Entsprechend
der Position der stereo (L & M), mono (M) oder Surround (S) Icons werden für alle
bestehenden Kanäle des gerade ausgewählten Surround Formates neue Lautstärke Werte
errechnet.
best service ENGINE 2.0 155
Handbuch
Wie bereits zu Beginn erwähnt sind alle Engine Filter und Effekte vollständig Surround
kompatibel. Sie können jederzeit zwischen den verfügbaren Formaten wechseln und alle
Inserts schalten automatisch zu dem neuen Format um.
Die folgenden Beispiele betreffen den Insert “Filter Delay”:
Format: Stereo
Engine Einstellungen
Obwohl Computer immer besser und schneller werden, ist RAM immer noch ein sehr
wertvoller Bestandteil. Diese Übersicht gibt ihnen eine ständige Zusammenfassung der
aktuellen RAM Auslastung von Engine. “Allocated RAM” zeigt die maximale RAM Nutzung
von Engine während ihrer gesamten Session. Mit dem “Purge Memory” Button können
sie momentan ungenutze Datein aus dem RAM entfernen. Diese Funktion ist sinnvoll, um
System Ressourcen verfügbar zu machen, nachdem sie Projects, Layer Sets oder Layer
aus ihrer aktuellen Session gelöscht oder ersetzt haben.
“Used RAM” ist ein sich ständig ändernder Wert, der den exakten aktuell genutzten RAM
anzeigt. Es gibt mehrere Wege die RAM Nutzung ihres Computers zu optimieren. Lesen
sie hierfür bitte den folgenden Abschnitt über das RF-HDD (Read From Hard Disk Drive)
Feature und den Auto-RAM-Cleaner.
Engine unterstützt die Reservierung und Zuweisung von Multi Core Butzung (bis zu
acht Cores). Dadurch erhält Engine Prioritätszugriff für die Anzahl an Cores die sie
zugwiesenen haben, sobald zusätzliche CPU Ressourcen benötigt werden. Abhängig
vo ihrem Computer können sie dieses Feature dazu benutzen, die Performance einer
einzigen Engine Instanz elementar zu steigern.
Das Pull-Down Menü zeigt immer die Anzahl verfügbarer Cores ihres Computers an. Wenn
sie beispielsweise einen DualCore Comptuer haben, werden nur 2 Cores aufgelistet.
Die Unterstützung von mehreren Cores und letztendlich die Möglichkeit einer gezielten
Zuweisung von Cores für Engine ist ein unglaublich leistungsstarkes und für Software
158 KAPITEL 11
Präferenzen & Help Page
Sampler einzigartiges Feature - denn sie können nun nicht nur Prozessoren sondern sogar
deren Cores individuell zuweisen. Wenn sie z.B. einen acht Core Computer besitzen, so
können sie nun sechs Cores für Engine reservieren und die beiden übrigen Cores bleiben
frei verfügbar - z.B. für ihre Host Applikation. Dadurch wird es nun niemals zu Prozessen
von Engine und ihrer Host Applikation kommen, die zur gleichen Zeit den gleichen Core
verwenden - und genau dieses Ergebnis verschafft eine einzigartige und unschlagbare
Performance!
Unsere aktuellen und zukünftigen Virtual Instruments und Sample Libraries sind für
professionellste und realistischste Anwendungen konzipiert. Dieser Anspruch bringt einen
hohen Speicherbedarf mit sich. Die Lösung: „RF-HDD“, eine innovative und völlig neue
Streaming Technologie, exklusiv von yellow tools Software Ingenieuren entwickelt:
Preload time
Wenn ein Layer geladen wird, wird nur die hier eingestellte Länge jeder Audio Datei in den
RAM ihres Computers “vorgeladen”. Der “Rest” jeder Audio Datei bleibt auf der Festplatte
und wird nur im geladen, wenn die Datei genutzt/gespielt wird. In PRELOAD TIME können
sie diesen Wert einstellen; momentan zwischen 200 Millisekunden und 3 Sekunden pro
Audiodatei. Sie können auch das Pull-Down Menü zum Abrufen der Presets benutzen.
Unload time
Dieser Parameter entlädt unbenutzte Audio Dateien nach der hier eingegebenen Zeit. Jede
gespielte Audio Datei erhält ihre eigene “Start Zeit”. Nach Ablaufen der eingegebenen Zeit
wird das Sample umgehend entladen. Dieser Vorgang entlastet den RAM ihres Computers
und lässt sie Engine somit besser an die Leistung ihres Computers anpassen. Momentan
können sie hier Werte zwischen 0 Millisekunden und 20 Sekunden eingeben.
Sie können auch das rechte Pull-Down Menü zum Abrufen der Presets benutzen.
best service ENGINE 2.0 159
Handbuch
Block size
Da Engine für eine extrem schnelle Performance entwickelt wurde und gleichzeitig eine
enorme Datenmenge verwalten muss, mussten wir diesen dritten Parameter hinzufügen.
Während des Ladevorgangs ermöglicht Block Size größere Ladeschritte und verringert so
die ständigen und zeitintensiven Bewegungen des Lesekopfes ihrer Festplatte. Abhängig
von der Grundgeschwindigkeit ihrer Festplatte können sie eigene Werte eingeben oder
auch das rechte Pull-Down Menü zum Abrufen der Presets benutzen.
In der Praxis bekommen dadurch selbst langsamere Festplatten eine Performance
Steigerung in Geschwindigkeit und Ladestabilität. Obwohl das RF-HDD Feature
Bestandteil aller Engine Versionen ist kann es sein, dass diese drei Parameter evtl. nicht
in ihren Präferenzen sichtbar sind. In diesem Fall downloaden und installieren sie sich bitte
die aktuellste Version unter [Link].
TIP: Abhängig von ihrem Computer, Betriebssystem und ihrer System Konfiguration
empfehlen wir ihnen, mehrere Varianten mit unterschiedlichen Werten für die drei
Parameter auszuprobieren. Auf diesem Weg können sie die für sie besten
Einstellungen herausfinden und ihr System bestmöglich optimieren.
Engine beinhaltet eine automatische Erkennung und sofortige interne Anpassung an die
Einstellungen ihres Sequenzers. Momentan wird die Kompatibilität bis zu 32 Bit/192 kHz
garantiert, sprich zu jeglichen Sequenzern und zusätzlich benutzter Hardware. Davon
abgesehen können sie entscheiden, die Audio Dateien bereits während des Ladens zu der
entsprechenden BIT Rate konvertieren oder aber sie erst dann vom RAM zu konvertieren,
wenn sie benötigt werden.
Library Einstellungen
In diesem Bereich können Sie Libraries für Engine hinzufügen - völlig losgelöst wo sich
diese auf ihrem Computer befinden. Der Ort wird bei der Auswahl abgespeichert. Sollten
Sie diesen anschließend ändern, erscheint der Hinweis “missing”.
160 KAPITEL 11
Präferenzen & Help Page
Hier können sie den Ort ihres Benutzer-Ordners ändern. In diesem Ordner befinden sich
alle benutzerbezogenen Daten (Layers, Presets, Audio Files, Projects, etc.).
Die Engine System-Daten befinden sich nicht in dem Benutzer-Ordner, sodass die
grundlegende Funktionalität durch Änderungen dieses Ordner nicht beeinflusst wird.
Neben dem User Folder stehen Ihnen drei weitere “Quick Links” zur Verfügung.
Mit den Quick Links können sie ausschließlich Audio Files für die Nutzung in Engine
verwenden!
best service ENGINE 2.0 161
Handbuch
Da Engine bereits viele verschiedene Schnittstellen unterstützt und auf Grund der vielen
Sequenzer Programme, kann es manchmal notwendig oder hilfreich sein, die Anzahl der
verfügbaren Ausgänge zu erhöhen oder zu verringern.
WICHTIG: Durch Änderungen der Outputs können sie die Leistung ihres Computer
sowohl verbessern als auch verschlechtern. Momentan ist die maximale
Anzahl an Ausgängen 64 MONO und 64 STEREO Ausgänge pro Instanz.
Leider haben viele Sequenzer Programme unterschiedliche Wege,
zusätzliche Output Channels von Plug-Ins zu verwalten. Bitte lesen sie bzgl.
der Verwaltung zusätzlicher Outputs das Handbuch ihres Sequenzers.
Wenn sie einen neuen Layer zu ihrem Project hinzufügen, wird auch ein neuer Output
Channel im Mischer entsprechend angelegt. Das Output Format von diesem Kanal im
Mischer wird das Default Format sein, das sie hier auswählen.
162 KAPITEL 11
Präferenzen & Help Page
Surround
Alle Surround Präferenzen werden immer mit ihrem Engine Project abgespeichert. Wenn
sie Multi-Kanal Dateien in Engine importieren, können sie hier über die entsprechenden
Pull-Down Menüs ihre Standard Kanalzuweisung abspeichern. Zusätzlich können sie hier
ihre Standardeinstellungen für drei unterschiedliche Surround Output Formate abspeichern
und auch eigene Presets erstellen.
Weitere Einstellungen
Wenn sie Audio Dateien importieren möchten, die keine “root key” Informationen
beinhalten, wird die in diesem Menü ausgewählte Taste als Standard Root Key verwendet.
Die “Default Author Name” und “Default Author Weblink” Informationen werden
automatisch zu jedem neuen von ihnen erstellten Project, Layer Set und Layer
hinzugefügt. Sie können diese Informationen natürlich auch jederzeit nachträglich auf den
entsprechenden “info” Seiten ändern.
Debug Log
Mit dieser Option können sie das Erstellen einer Log Datei aktivieren bzw. deaktivieren.
Log Dateien helfen bei der Fehlersuche, sollte das Programm nicht einwandfrei
funktionieren.
164 KAPITEL 11
Präferenzen & Help Page
Help Page
Auf der Engine “Help” Seite befinden sich mehrere Links zu PDF Dokumenten
(Handbücher, Shortcut Übersicht, Tips & Tricks) und einige Online Links.
Für die Nutzung der Online Links benötigen sie eine Internetverbindung und für die PDF
Dokumente benötigen sie den kostenlosen Adobe Acrobat Reader oder ein anderes
Programm mit dem sie PDF Dokumente öffnen können.
best service ENGINE 2.0 165
Handbuch
Credits
Idee und Konzeption: Drazen Vlahovic
Produktdesign und Projektmanagement: Christian Hellinger, Klaus Kandler, Robert Leutner
Leitender Software Entwickler: Roman Glomb
Impulse Response Dateien: Inspired Acoustics „INSP:IR impulse library“; Entel Ltd.,
Ungarn
Lizenzbestimmungen
Lizenzbestimmung Software
Der Lizenzgeber räumt dem Lizenznehmer ein zeitlich unbeschränktes jedoch nicht
übertragbares und nicht ausschließliches Recht ein, die in dieser Verpackung
enthaltene Datenträgerkopie der YELLOW TOOLS Software und die hierzu gehörende
Programmbeschreibung in der EU zu den nachstehenden Bedingungen zu nutzen.
Der Lizenznehmer ist berechtigt, das Programm auf mehreren Datenverarbeitungsanlagen
einzusetzen, solange die Software nicht zeitgleich auf mehreren
Datenverarbeitungsanlagen benutzt wird. Eine Nutzung durch den Zugriff Dritter ist von der
Lizenz nicht umfasst. Die gestattete Nutzung umfasst das Einspeichern der Software in
der Datenverarbeitungsanlage, die Verarbeitung der Datenbestände sowie die Herstellung
einer Sicherheitskopie der Software zum Zwecke der Sicherung der künftigen Benutzung.
Der Lizenznehmer ist nicht berechtigt, das Programm in irgendeiner Weise selbst
oder durch Dritte zu verändern. Dies gilt auch für alle in der Software enthaltenen
Schutzvermerke wie z.B. Copyrightvermerke und Rechtsvorbehalte. Dritten gegenüber darf
das Programm nicht zugänglich gemacht werden.
Diese YELLOW TOOLS Software ist urheberrechtlich geschützt. Mit dem Kauf des
Datenträgers erwirbt der Lizenznehmer daher kein Eigentum an dem in der Software
verkörperten geistigen Inhalt, sondern lediglich Nutzungsrechte in dem hier vereinbarten
Umfang.
Der Lizenzgeber weist den Lizenznehmer ausdrücklich auf die Verpflichtung zur Einhaltung
urheber- und leistungsschutzrechtlicher Vorschriften bei der Benutzung der Software hin.
Der Lizenznehmer verpflichtet sich, die jeweils anwendbaren Vorschriften zum Schutze
des geistigen Eigentums und der verwandten Schutzrechte dritter Personen zu beachten
und die Software nicht zum Zwecke entsprechender Rechtsverletzungen zu missbrauchen.
Ohne vorherige Einwilligung der berechtigten Urheber- und Leistungsschutzberechtigten
darf der Lizenznehmer die Software nur im Rahmen der gesetzlich gestatteten
Vervielfältigung zum privaten- und sonstigen eigenen Gebrauch einsetzen. Bei einem
Verstoß gegen urheberrechtliche Vorschriften durch den Lizenznehmer, stellt dieser den
Lizenzgeber ausdrücklich von jeder Haftung gegenüber Dritten frei.
best service ENGINE 2.0 167
Handbuch
Bei der Herstellung des Programms und dessen Dokumentation wurde mit
größter Sorgfalt vorgegangen, um die Richtigkeit und Funktionsfähigkeit zu
gewährleisten. Die Vertragsparteien sind sich jedoch darüber einig, dass es nicht
möglich ist, Softwareprogramme so zu entwickeln, dass sie für alle möglichen
Anwendungsbedingungen fehlerfrei ablaufen. Aus diesem Grund können Autor und
Hersteller keine Gewährleistung für die Funktionsfähigkeit und die Funktionseigenschaften
des Programms übernehmen. Die in der Programmbeschreibung aufgeführten
Funktionseigenschaften werden ausdrücklich nicht zugesichert. Ansprüche des
Lizenznehmers aus Gewährleistungsrecht oder Produkthaftungsrecht gelten daher soweit
gesetzlich nicht zwingend vorgeschrieben zwischen den Vertragsparteien als abbedungen.
Die Lizenz zur Nutzung des Programms sowie jede gesetzlich zwingende
Gewährleistungspflicht des Lizenzgebers erlöschen, wenn der Lizenznehmer gegen die
vorliegenden Lizenzbedingungen verstößt.
Falls eine oder mehrere Bestimmungen dieses Lizenzvertrages unwirksam sein sollten,
so berührt dies die Wirksamkeit der anderen Bestimmungen nicht. Die unwirksame
Bestimmung ist durch eine ihrem gewollten Inhalt am nächsten kommende, wirksame
Bestimmung zu ersetzen.
Auf diesen Vertrag findet das Recht der Bundesrepublik Deutschland Anwendung. Für
Streitigkeiten aus diesem Lizenzvertrag sind die Gerichte der Bundesrepublik Deutschland
zuständig. Soweit der Lizenznehmer einen kaufmännischen Betrieb unterhält, gilt
Karlsruhe als Gerichtsstand vereinbart.
Index
Symbole B
Bandpass—56
2-pole—56 BIT rate—159
4 band parametric EQ—116 Bit Reduction—128
4-pole—56 Block size—159
6 band parametric EQ—116, 117 Browser—13, 92
6-pole—56 BUS Channels—104
10-pole—121 BUS sends—106
12-pole—121 Buttons—21
A Bypass button—21
Content button—21
Absolute—56 Bypass button—21
add library—17
AHDSR envelope—57, 70 C
AIFF—40 Cabinet Modeler—149
Alternate—20, 49 Calibration—134, 153
Alternate Mode—93 Channel display—103
Arpeggiator—77, 79 Channel Manager—135, 152
Arranger—79 Channels—103
Attack—57 Custom Channel—51
Attribute—33, 92 Layer Channel—104
Audio Out—107 Output Channel—104
Audio Preferences—18 Channel types—108
Authorization Key Chorus—124
Key status—164 Chromatic Mapping—42
Auto Chord Harmonizer—82 Compressor—122
Auto Import MIDI file(s)—81 Content Browser—49
Autoload—28, 116 Content button—21
Auto-Mapping-Import—40 Content Editor—101
Multi Key Mapping—41 Controller—63
One Key Mapping—42 CPU Leistung—50
X-Y-Z Mapping—41 Credits—46, 151, 165
Automation—48, 109 Custom Channel—51, 104
Host Automation—110 Custom Learn—110
MIDI Automation—109
auto tempo—44
best service ENGINE 1.0 169
Handbuch
D G
Dateianzeige—96 Glide—61, 74
Dateisuche—95 Grafische Pegelanzeige—107
Debug Log—163 Group—49, 102
Decay—57 Group Editor—102
Default Layer Format—161 Group Name—105
Delay—129
Destination (Ziel)—62 H
Distortion—128 Halbtonschritte—29
Doubler—131 Help Page—164
Downwards—54 Help Seite—16
Drag‘n‘Drop MIDI Files—22 Hertz—29
Dynamics—120 High Cut Filter—120
Dynamic Split—54, 55 Highpass—56
E Hold—57
Host Automation—66, 110
Echo—132
Effekte—114 I
Elastique—43 Import—40
Engine Einstellungen—157 Impulse Response—140
Equalizer—116 Information Batch—97
Externe Quellen—61, 65 Input Fields—21
F Insert button—105
Insert Filter & Effects—154
Filter Delay—131 Insert FX—91
Filters—56, 114, 117 Inserts—91, 114
Fix Value—65 Instrumente—17
Flexible Modifiers—61 Interne Module—64
External Sources—65 Interne Quellen—61, 67
Externe Quellen—61 I/O Buffer—18
Internal Sources—67
Interne Quellen—61 K
Formanten—44
Free Envelope—61, 70 Kategorien—33
Frequenz—56, 73 keep settings—31
Keyboard—27
Key Distance—67
Key Down—67
Key Position—66
Key Position (keyboard tracking)—66
Key Range—36
170 KAPITEL 14
Index
U
Unload time—158
Upwards—54
Upwards & Downwards—54
User Folder—160
V
Velocity—61, 65
Velocity range—36
Version overview—164
Vintage 3 band EQ—117
Volume—133
Volume AHDSR—57
Volume attack—57
Volume chart—107
Volume fader—107
VST Effekte—26
VST Instruments—24
VST Plug-Ins—23
W
WAV—40
X
XY panorama—133
X-Y-Z Mapping—41
Z
Zone—20
Zoom—58