0% fanden dieses Dokument nützlich (0 Abstimmungen)
10 Ansichten175 Seiten

Engine Handbuch

Das Benutzerhandbuch für Engine 2.0 beschreibt die Funktionen und Bedienung des Sample Players von Best Service, der eine flexible Plattform für verschiedene Instrumente und Soundbibliotheken bietet. Es enthält Anleitungen zur Benutzeroberfläche, zur Verwendung von VST-Plugins, zur Projektverwaltung und zu den umfangreichen Bearbeitungsmöglichkeiten. Zudem werden spezielle Funktionen wie die Quick Edit-Seite und der integrierte Mixer hervorgehoben, die eine intuitive und kreative Musikproduktion ermöglichen.

Hochgeladen von

Mihaeluka
Copyright
© All Rights Reserved
Wir nehmen die Rechte an Inhalten ernst. Wenn Sie vermuten, dass dies Ihr Inhalt ist, beanspruchen Sie ihn hier.
Verfügbare Formate
Als PDF, TXT herunterladen oder online auf Scribd lesen
0% fanden dieses Dokument nützlich (0 Abstimmungen)
10 Ansichten175 Seiten

Engine Handbuch

Das Benutzerhandbuch für Engine 2.0 beschreibt die Funktionen und Bedienung des Sample Players von Best Service, der eine flexible Plattform für verschiedene Instrumente und Soundbibliotheken bietet. Es enthält Anleitungen zur Benutzeroberfläche, zur Verwendung von VST-Plugins, zur Projektverwaltung und zu den umfangreichen Bearbeitungsmöglichkeiten. Zudem werden spezielle Funktionen wie die Quick Edit-Seite und der integrierte Mixer hervorgehoben, die eine intuitive und kreative Musikproduktion ermöglichen.

Hochgeladen von

Mihaeluka
Copyright
© All Rights Reserved
Wir nehmen die Rechte an Inhalten ernst. Wenn Sie vermuten, dass dies Ihr Inhalt ist, beanspruchen Sie ihn hier.
Verfügbare Formate
Als PDF, TXT herunterladen oder online auf Scribd lesen

Ultimate Sample Player

B e n u t z e r h a n d bu c h
Benutzerhandbuch

für

Engine 2.0
Die in diesem Dokument enthaltene Information kann ohne Vorankündigung geändert werden
und stellt keine Verpflichtung der Best Service GmbH dar. Die Software, die in diesem Dokument
beschrieben ist, wird unter einer Lizenzvereinbarung zur Verfügung gestellt und darf nicht kopiert
werden. Ohne ausdrückliche schriftliche Erlaubnis durch die Best Service GmbH darf kein Teil
dieses Handbuches für irgendwelche Zwecke oder in irgendeiner Form mit irgendwelchen Mitteln
reproduziert oder übertragen werden. Alle Produkt- und Firmennamen sind ™- oder ®-Marken oder
Kennzeichnungen der entsprechenden Firmen.

© Best Service GmbH, 2010. Alle Rechte vorbehalten. 3. Auflage.


Inhaltsverzeichnis

Willkommen............................................................................................................�� 10

Grundlagen & Benutzeroberfläche..........................................................�� 17


Erster Start von Engine......................................................................................��� 17
Engine als Plug-in benutzen.............................................................................��� 18
Engine als Standalone benutzen.....................................................................��� 18
Audio Preferences.............................................................................................����18
MIDI Preferences................................................................................................����19
Projects, Layers, Alternates, Sections & Zones..........................................��� 20
Zone.....................................................................................................................����20
Section................................................................................................................����20
Alternate..............................................................................................................����20
Layer....................................................................................................................����20
Project.................................................................................................................����20
Grundsätzliche Bedienung................................................................................��� 21
Eingabefelder.....................................................................................................����21
Pull-Down Menüs...............................................................................................����21
Buttons................................................................................................................����21
Drag‘n‘Drop Unterstützung...............................................................................����22
VST Effects & VST Instruments Import..........................................................��� 23
Installation von VST Plug-Ins............................................................................����23
Laden von VST Instruments in Engine............................................................����24
Laden von VST Effekten in Engine...................................................................����26
Benutzeroberfläche.............................................................................................��� 27
Project Bereich...................................................................................................����28
Layer Bereich.....................................................................................................����30
Layer Parameter.................................................................................................����32
MIDI Programme.................................................................................................����38
Pre-cache............................................................................................................����39
Auto-Mapping-Import.........................................................................................����40
X-Y-Z Mapping...............................................................................................����41
Multi Key Mapping........................................................................................����41
Chromatic Mapping......................................................................................����42
One Key Mapping.........................................................................................����42
Quick Mapping..............................................................................................����42

Elastique: Echtzeit Time-Stretching & Pitch-Shifting. .................�� 43


Einleitung...............................................................................................................��� 43
Vorgehensweise bei der Verwendung mit Audio Loop Dateien..............��� 43
Vorgehensweise bei dynamischer Verwendung..........................................��� 44
Quick Edit. ...............................................................................................................�� 46

Pro Edit......................................................................................................................�� 48
Module Editor........................................................................................................��� 50
Output Einstellungen.........................................................................................����51
Key Switch..........................................................................................................����52
Keyboard Options..............................................................................................����54
Filter....................................................................................................................����56
Skip......................................................................................................................����57
Volume AHDSR...................................................................................................����57
Flexible Modifiers.................................................................................................��� 61
External Sources................................................................................................����65
Fix Value........................................................................................................����65
Velocity..........................................................................................................����65
Release Velocity...........................................................................................����66
Random.........................................................................................................����66
Pitchbend......................................................................................................����66
Modwheel......................................................................................................����66
Mono Aftertouch (channel pressure)..........................................................����66
Poly Aftertouch (key pressure)...................................................................����66
MIDI Automation...........................................................................................����66
Host Automation...........................................................................................����66
Custom Control............................................................................................����66
Key Position (keyboard tracking)...............................................................����66
Key Distance.................................................................................................����67
Key Up...........................................................................................................����67
Key Down......................................................................................................����67
Internal Sources.................................................................................................����67
LFO (Low Frequency Oscillator).................................................................����68
AHDSR Hüllkurve.........................................................................................����70
Free Envelope Unipolar / Bipolar................................................................����70
Step Modulator Unipolar / Bipolar..............................................................����72
Glide (Portamento).......................................................................................����74
Step Sequencer............................................................................................����75
Arpeggiator...................................................................................................����77
Arranger........................................................................................................����79
Time Modulator.............................................................................................����89
Insert FX..............................................................................................................����91

Browser.....................................................................................................................�� 92
Übersicht................................................................................................................��� 92
Bedienung..............................................................................................................��� 93
Suche nach Dateien. ...........................................................................................��� 95
Dateianzeige..........................................................................................................��� 96
Information Batch................................................................................................��� 97
MIDI Dateien. .........................................................................................................��� 98

Mischer......................................................................................................................100
Content Editor.......................................................................................................� 101
Group Editor..........................................................................................................� 102
Show/Hide Editor. ................................................................................................� 103
MIDI input pull-down menu. ..............................................................................� 103
Channel Display. ..................................................................................................� 104
Layer Channel.......................................................................................................� 104
Insert Button.......................................................................................................��105
Group Name........................................................................................................��105
BUS sends..........................................................................................................��106
Audio Ausgang Auswahl Pull-Down Menü......................................................��107
Solo und Mute Button........................................................................................��107
Lautstärke Index.................................................................................................��107
Lautstärke Regler und grafische Pegelanzeige..............................................��107
Lautstärke Anzeige............................................................................................��107
Channel Arten. ......................................................................................................� 108

Automation. ............................................................................................................109
Einrichten einer Automation.............................................................................� 109
Zusätzliche Automationsfunktionen...............................................................� 111
Optische Darstellung von automatisierten Parametern............................� 113

Insert Filter und Effekte................................................................................... 114


Laden, Speicher, und Entfernen von Insert Filtern und Effekten............� 114
Equalizers. .............................................................................................................� 116
4 band parametric EQ........................................................................................�� 116
6 band parametric EQ........................................................................................�� 117
Vintage 3 band EQ.............................................................................................�� 117
Filters. .....................................................................................................................� 118
2D Filter...............................................................................................................�� 118
X-Filter.................................................................................................................�� 118
Filter Follower.....................................................................................................�� 119
Low Cut Filter.....................................................................................................�� 119
High Cut Filter....................................................................................................��120
Multi Mode Filter.................................................................................................��120
LFE Filter.............................................................................................................��121
Satellites HP Filter..............................................................................................��121
Dynamics................................................................................................................� 122
Compressor........................................................................................................��122
Limiter.................................................................................................................��123
Gater....................................................................................................................��123
Modulation.............................................................................................................� 124
Chorus.................................................................................................................��124
Flanger................................................................................................................��124
Phaser.................................................................................................................��125
Ring Modulator...................................................................................................��126
Rotary..................................................................................................................��126
Vinylizer..............................................................................................................��127
Distortion................................................................................................................� 128
Time clipper........................................................................................................��128
Bit reduction.......................................................................................................��128
Dual band distortion..........................................................................................��129
Tube distortion...................................................................................................��129
Delay........................................................................................................................� 130
Sample delay......................................................................................................��130
Delay....................................................................................................................��130
Filter Delay..........................................................................................................��131
Doubler................................................................................................................��131
Echo....................................................................................................................��132
Helper......................................................................................................................� 133
Volume................................................................................................................��133
Panorama............................................................................................................��133
XY panorama......................................................................................................��133
Phase invert........................................................................................................��134
Level meter.........................................................................................................��134
Level meter Pro..................................................................................................��134
Calibration..........................................................................................................��134
Metronome..........................................................................................................��135
Reference Tone..................................................................................................��135
Channel Manager...............................................................................................��135
Surround Panner................................................................................................��136
Reverb.....................................................................................................................� 138
Reverb.................................................................................................................��138
Reverb TWO........................................................................................................��139
Special. ...................................................................................................................� 140
Origami & Origami LE........................................................................................��140
Origami Positioner.............................................................................................��146
Preamp Modeler.................................................................................................��148
Cabinet Modeler.................................................................................................��149
Mic Modeler........................................................................................................��150

Pro Surround Umgebung...............................................................................151


Channel Manager.................................................................................................� 152
Calibration..............................................................................................................� 153
LFE Filter................................................................................................................� 153
Satellites HP Filter. ..............................................................................................� 153
Surround Panner..................................................................................................� 154
Insert Filter & Effekte..........................................................................................� 155

Präferenzen & Help Page. ..............................................................................156


Engine Einstellungen..........................................................................................� 157
Current RAM overview........................................................................................� 157
Multi Core Unterstützung...................................................................................� 157
RF-HDD (Read From Hard Disk Drive)............................................................� 158
Preload time........................................................................................................��158
Unload time.........................................................................................................��158
Block size............................................................................................................��159
Use original BIT rate / Pre-convert to 32 BIT................................................� 159
Library Einstellungen..........................................................................................� 159
User Folder Einstellungen.................................................................................� 160
Output und Surround Einstellungen. .............................................................� 161
Default Layer Format. .........................................................................................� 161
Surround. ...............................................................................................................� 162
Weitere Einstellungen.........................................................................................� 163
Default Root Key..................................................................................................� 163
Default Author Name...........................................................................................� 163
Debug Log..............................................................................................................� 163
Help Page...............................................................................................................� 164

Credits........................................................................................................................165

Lizenzbestimmungen. ......................................................................................166
Lizenzbestimmung Software. ...........................................................................� 166

Index............................................................................................................................168
10 KAPITEL 1
Willkommen

Willkommen
Vielen Dank dass sie sich für Engine entschieden haben - dem innovativen Best Service
Sample Player.

In enger Kooperation zwischen Best Service und yellow tools wurde mit Engine der bei
weitem flexibelste und leistungsstärkste Sampler Player entwickelt.
Engine basiert vollständig auf der ausgereiften yellow tools Sampler Technologie von
“Independence” und beinhaltet die identische, mehrfach ausgezeichnete Audio Engine.
Engine ist jedoch weit mehr als nur ein Sample Player! Es handelt sich vielmehr um
eine Plattform für eine Vielzahl hochqualitativer Instrumente und Sound Libraries
verschiedenster Hersteller, vereint in einer kreativen Software, die sowohl den
intuitiven und schnellen Zugang zu den Instrumenten bietet - als auch grenzenlose
Bearbeitungsmöglichkeiten bis in die kleinsten Details. Darüber hinaus können sie alle
Engine Instrumente auch in den yellow tools Sampler “Independence” laden, und somit
ihre Sound Libraries ständig erweitern.

Mit der Veröffentlichung von Engine haben Best Service und yellow tools wieder einmal
neue Maßstäbe für sample basierte Instrumente gesetzt:
Durch die individualisierte Quick Edit Seite verfügt nun jedes Engine Produkt über eine
eigene Benutzeroberfläche, die sowohl vom Design und den Parametern als auch der
Ergonomie vollständig an das jeweilige Instrument angepasst ist.

Unterstützt durch ein klar strukturiertes User Interface, die Flexibilität eines voll-modularen
Aufbaus, einer überragenden Filter und Effekt Einheit und letztendlich der Vielzahl
einzigartiger Features ist Engine höchst benutzerfreundlich und bietet sofortigen Zugriff auf
eine fantastische und intuitive Bedienung.

Um ihnen größtmögliche Kontrolle und Flexibilität für ihre Musikproduktionen zu


gewährleisen, ist auch in Engine das Laden von Drittanbieter VST Effekten UND VST
Instrumenten möglich!
Ob sie in Mono, Stereo oder einer Surround Umgebung bis zu 8.1 arbeiten möchten,
Engine ist auf alles vorbereitet und bietet ihnen kreative, flexible und sofortige Lösungen
für jegliche Ansprüche von Musikproduzenten, Filmkomponisten, Sound Designer, Song-
Schreibern und Remixern.

Und nun lassen Sie sich von Engine inspirieren - viel Spaß dabei!
best service ENGINE 2.0 11
Handbuch

Das Userinterface von Engine ist in mehrere Hauptkategorien unterteilt, zwischen denen
sie jederzeit umschalten können. Dies beinhalten jegliche Bedienelemente und Parameter,
die sie für die Umsetzung authentischer Instrumenten benötigen. Die klar und übersichtlich
strukturierten Kategorien ermöglichen ihnen einen intuitiven und benutzerfreundlichen
Arbeitsablauf.
Für den sofortigen Zugriff auf die wichtigsten Parameter und Einstellungen von Engine
Sound Libraries gibt es die “Quick Edit” Seite, die standardmäßig beim Start von Engine
angezeigt wird.
Eine der Stärken von Engine ist, dass jedes Instrument über eine speziell angepasste,
eigene Quick Edit Seite verfügen kann - optisch wie auch funktionell.
Hier einige Quick Edit Beispiele verschiedener Engine Produkte:

Sobald sie ein Instrument in Engine laden oder auswählen, wird automatisch die
dazugehörige Quick Edit Seite angezeigt.
Die Controller der Quick Edit Seite können Buttons, Drehregler, Schieberegler und Pull-
Down Menüs sein. Deren Bedienung ist weitestegehend selbsterklärend.
Wie für alle anderen Parameter von Engine stehen auch auf der Quick Edit Seite die
innovativen Funktionen der MIDI und Host Automationen zur Verfügung.
12 KAPITEL 1
Willkommen

Eines der leistungsstärksten Features von Engine ist die Pro ediT Seite, insbesondere
die Flexiblen Modifier. Mit diesen können sie ihre Sounds und Instrumente in jeder
erdenklichen Art und Weise an ihre Bedürfnisse anpassen, da sie völlig frei jede Quelle mit
jedem Ziel verbinden können.
Geschwindigkeits-synchronisierte LFOs, die Nutzung eines beliebigen externen MIDI
Controllers, Zufallsgeneratoren und flexible, freie Kurvenverläufe - Engine bietet ihnen
alle Optionen der Modifizierung. Die durchdachte Struktur der Modifier und die perfekte
Integration in die Benutzeroberfläche ermöglichen einen schnellen, einfachen und
unschlagbaren Workflow.

Auf dieser Seite können sie ihren Instrumenten auch Filter und Effekt Inserts zuweisen.
Durch einen Klick auf den „Insert FX“ Button, wechselt der rechte Bereich der Modifier zur
Insert FX Darstellung. Hier können sie eine unbegrenzte Anzahl von Effekten einfügen.
Alle Inserts unterstützen „Drag‘n‘Drop“, sodass sie auch die Reihenfolge der Inserts
beliebig ändern können. Klicken sie den „Insert FX“ Button erneut um wieder zur Modifier
Ansicht zurückzukehren.
best service ENGINE 2.0 13
Handbuch

Der vielseitige BROWSER von Engine ermöglicht ihnen sofortigen, schnellen und
einfachen Zugriff auf all ihre Daten, die sie in Engine benutzen können.
Sie erhalten eine Übersicht ihrer Engine Projects, Layers und Sections und aller
verfügbaren MIDI und Audio Daten in ihrem Engine Root Folder Ordner. - somit haben sie
5 Browser in einem.
Neben der klar strukturierten Übersicht können sie durch vielfältige Funktionen auch nach
ihren Daten suchen, wie es nie zuvor in Software Sample Playern möglich war. Wenn sie
nach Engine Projects oder Layers suchen, so können sie dieses nicht nur über die Datei
Namen ausführen, sondern auch über Kategorien, Datum, Authoren, etc. Die Suche nach
MIDI Daten kann zusätzlich über die Attribute Bars, BPM, Meter, etc. definiert werden.
Für MIDI Daten steht ihnen im Browser sogar eine automatische “pre-listen” Funktion zur
Verfügung. Zusätzlich können sie auswählen, ob MIDI Dateien in ihrem Original Tempo
oder dem aktuellen Engine Tempo abgespielt werden sollen. Mit der information batch
Option können sie die Informationen für Projects und Layers umgehend ersetzen oder
anfügen.
14 KAPITEL 1
Willkommen

Der professionelle, integrierte MISCHER von Engine ermöglicht die Bearbeitung,


Abmischung und Fertigstellung aller Instrument Projekte völlig unabhängig von ihrem Host
Programm.

Sie können ihrem Projekt eine unbegrenzte Anzahl von BUS Channels hinzufügen. Für
ihre individuellen Einstellungen verfügt jeder Layer über 5 BUS Sends (auswählbar als pre
und post). Darüber hinaus können sie eine unbegrenzte Anzahl von “Custom” Channels
(interne virtuelle Channels) hinzufügen, über die sie die Sections ihres Layers speziell
anpassen können. Somit können sie zusätzliche virtuelle Channels für eine wesentlich
leichtere und komfortablere Bearbeitung ihrer Layer nutzen.

Ganz besonders beim Mischer haben der schnellstmögliche Zugriff auf all ihre Spuren,
vollste Kontrolle und bestmögliche Übersicht über alle Spuren oberste Priorität.
All diese Features, die individuelle Zuweisung ihrer Spuren zu Gruppen und die
schnelle view/hide Übersicht machen diesen Bestandteil von Engine zum bei weitem
professionellsten und leistungsstärksten Plug-In Mischer überhaupt.
best service ENGINE 2.0 15
Handbuch

Die PREFERENCES Seite beinhaltet jegliche Parameter um Engine an die


Leistungsfähigkeit ihres Computers anzupassen. Viele der Standard-Parameter kennen sie
gegebenenfalls bereits.
Die Preferences Seite beeinflusst immer das gesamte Plug-in, sodass es sehr wichtig ist,
dass sie die Einstellungen der verfügbaren Parameter mit der entsprechenden Vorsicht
vornehmen! Änderungen können zur Inkompatibilität mit anderen Projects führen und
notwendige Einstellungen können fehlerhaft sein, was wiederum zu Fehlfunktion einiger
Parameter oder auch Performance Verlusten führen kann.

Die Preferences Seite ist in 5 Bereiche unterteilt:


Neben den grundlegenden Output und MIDI Einstellungen können sie hier auch
die Grundeinstellungen für ihr Surround Setup vornehmen - und dieses in Presets
abspeichern.
Innerhalb der Preferences können Sie darüber hinaus weitere Libraries hinzufügen,
die Einstellungen ihres User Folders ändern sowie die RAM, Multi Core und
Festplatteneinstellungen ändern.
Bitte denken sie daran nach jeglichen Änderungen in diesem Bereich immer den “save
preferences” Button zu klicken und anschließend Engine neu zu starten.
16 KAPITEL 1
Willkommen

Auf der Engine “HELP” Seite befinden sich mehrere Links zu PDF Dokumenten
(Handbücher, Shortcut Übersicht, Tips & Tricks) und einige Online Links zu den neuesten
Updates, Tutorials und mehr.
Für die Nutzung der Online Links benötigen sie eine Internetverbindung und für die PDF
Dokumente benötigen sie den kostenlosen Adobe Acrobat Reader oder ein anderes
Programm mit dem sie PDF Dokumente öffnen können.
best service ENGINE 2.0 17
Handbuch

Grundlagen & Benutzeroberfläche


Erster Start von Engine

Nachdem sie Engine gestartet haben, können sie nun ihre Sound Libraries hinzufügen.
Hierfür wechseln sie bitte auf die “Preferences” Seite und klicken dort auf den Reiter
“Sound Libraries”.

Über den Button “add library” können sie nun Instrumente hinzufügen.
Bitte wählen sie ihren Produkt Ordner aus, in dem sich die Layers, Image Files sowie
Presets und weitere Dateien befinden.
Engine fügt die Library entsprechend mit allen Inhalten und Einstellung automatisch hinzu
und sie können nach Speichern der Preferences die Instrumente laden.

Wenn sie eine neue Sound Library hinzugefügt haben, ist beim ersten Laden eines
Instruments gegebenenfalls eine Produktaktivierung nötig.
In diesem Fall öffnet sich automatisch der E-License Manager und sie können mit der
Aktivierung beginnen.
Diese Aktivierung ist ein einmaliger Vorgang pro Computer, auf dem sie die Aktivierung
vornehmen.

WICHTIG: Für die Installation und Aktivierung ihres Produktes sind separate
Handbücher verfügbar. Bitte lesen sie diese sorgfältig durch.
18 KAPITEL 2
Grundlagen & Benutzeroberfläche

Engine als Plug-in benutzen

Auf Grund der Vielzahl unterschiedlicher Sequenzer lesen sie bitte in dem Handbuch ihrer
Host Applikation nach, wie sie Instrumente Plug-ins laden können. Es gibt keine speziellen
Voraussetzungen um Engine als Plug-in zu benutzen.

Engine als Standalone benutzen

Die Engine Standalone Versionen für Mac (PowerPC und IntelMacs) und Windows XP/
Vista sind extrem stabil und leistungsstark und ermöglichen die Anpassung von Engine an
ihre digitale Audio Workstation.
Wenn sie die Engine Standalone Version das erste Mal starten, erscheinen die beiden
folgenden Setup Fenster:

Audio Preferences
Engine erkennt alle verfügbaren Audio Karten, deren I/O Buffer Size und Sample Rates
automatisch:

Nach der Auswahl der gewünschten Audio Karte empfehlen wie die Einstellung der I/O
Buffer Size auf einene Minimum Wert von 512 Frames. Hier einige Details zu diesem
Parameter:
Die I/O Buffer Size ist der Puffer ihrer Audio Karte. Dieser Puffer ermöglicht das fehlerfreie
und stetige Funktionieren der Karte. Auf der anderen Seite müssen sie bedenken, dass je
höher sie den Puffer Wert setzen, eine immer größer werdende Latenz der Karte entsteht.
Dies bedeutet, dass sie die beste Balance zwischen der benötigten Leistungsfähigkeit und
einer akzeptablen Latenz der Audio Karte herausfinden sollten.
Das Sample Rate Menü bietet die Auswahl der Auflösungen, die ihre Audio Karte
unterstützt.

Wenn sie ihre Einstellungen abgeschlossen haben klicken sie auf den “OK” Button um
fortzufahren. Sie können die Einstellungen ihres Audio Setups auch jederzeit nachträglich
ändern.
best service ENGINE 2.0 19
Handbuch

WICHTIG: Die Engine Standalone Version unterstützt bis zu 64 Mono und 64


Stereo Outputs gleichzeitig. Um diese maximale Output Anzahl zu erreichen,
benötigen sie mehrere Audio Interfaces. Die Einstellungen für die Nutzung
mehrerer Audio Interfaces gleichzeitig nehmen sie bitte in den Audio/
MIDI Einstellungen (Mac OS X) oder den Einstellungen ihres ASIO
Multimedia Treibers (Windows XP/Vista) vor.

MIDI Preferences
Engine kann bis zu 32 MIDI Ports verwalten (bis zu 512 MIDI Kanäle gleichzeitig!).
Engine erkennt alle verfügbaren physikalischen und virtuellen MIDI Ports automatisch.
Klicken sie einfach auf die Pull-Down Menüs um die MIDI Ports auszuwählen, die sie mit
Engine verwenden möchten.

Benutzen sie die die Felder neben den Ports um die entsprechenden MIDI ports zu
aktivieren oder zu deaktivieren.
Bitte beachten sie immer mindestens ein MIDI-in Port auszuwählen - anderenfalls wird
Engine keinen MIDI Input empfangen können.
Sie können die Einstellungen der MIDI Preferences auch jederzeit nachträglich ändern.
20 KAPITEL 2
Grundlagen & Benutzeroberfläche

Projects, Layers, Alternates, Sections & Zones

Um ihnen jegliche Optionen für ihre persönlichen Anpassungen ihrer Instrumente zu


ermöglichen, basiert Engine auf einer sehr durchdachten Architektur und Datei Verwaltung
- ist aber dennoch intuitiv und einfach zu benutzen.

Zone
Der kleinste aber sicherlich wichtigste Bestandteil ist die Zone. Eine Zone kann ein Sample
eines Instruments oder auch ein Audio Loop, eine MIDI oder eine Audio Datei sein.

Section
Sections sind Gruppen aus mehreren Zones und somit sehr hilfreiche Elemente um
mehrere Zones gleichzeitig zu bearbeiten. Viele Engine Libraries benutzen Sections
hauptsächlich, um verschiedene Artikulationen, Dynamiken oder Spielarten für eine
leichtere Bearbeitung zusammenzufassen. Verfügbare Sections können auf der Pro Edit
Seite ausgewählt und bearbeitet werden.

Alternate
Wenn jede Note eines Instruments in mehreren Artikulationen aufgenommen wurde, haben
sie für jede dieser Artikulationen eine eigene Section. Für eine leichtere und wesentlich
schnellere Bearbeitung können all diese Sections zu einem “Alternate” gruppiert werden.
Somit ermöglicht ein Alternate die Bearbeitung von Parametern für eine ganze Gruppe von
Sections mit nur einem Mausklick.

Layer
Ein „Layer“ ist der wichtigste Bestandteil von Engine, der ALLE Einstellungen eines
Instruments beinhaltet - einschließlich aller Module.

Project
Projects beinhalten ALLE Einstellungen der integrierten Layers, Alternates, Sections und
Zones.
best service ENGINE 2.0 21
Handbuch

Grundsätzliche Bedienung

Die Bedienung von Engine ist extrem intuitiv und benutzerfreundlich. Es gibt einige
grundsätzliche Bedienelemente, die wir im Folgenden kurz erklären werden:

Eingabefelder
Diese sind die häufigsten Bedienelemente von Engine. Es gibt mehrere Möglichkeiten für
die Nutzung der Eingabefelder:
1.) Über die Tastatur: Doppelklicken sie auf ein Eingabefeld, geben sie einen Wert ein
und drücken sie die Eingabetaste um den neuen Wert zu aktivieren.
2.) Mit der Maus:
Klicken (und halten) sie mit der Maustaste auf ein Eingabefeld. Halten sie die
Maustaste gedrückt und bewegen sie die Maus nach oben, um den Wert zu erhöhen oder
bewegen sie die Maus nach unten, um den Wert zu verringern. Je schneller sie die Maus
bewegen, um so schneller verändert sich der Wert des Parameters. Bei der Bedienung mit
der Maus können sie zusätzlich folgende Tastatur Short Cuts benutzen:
• Für Feineinstellungen drücken und halten sie die “shift” Taste.
• Um das Eingabefeld auf den Standardwert zurückzusetzen, drücken und halten sie
die “command” (Mac) oder die “ctrl” Taste (Win) und klicken auf das Feld.

Pull-Down Menüs
Engine‘s „Pull-Down“ Menüs sind mit einem kleinen Dreieck vor dem Parameternamen
gekennzeichnet. Um das Menü zu öffnen klicken sie auf den Namen oder das Dreieck.

Buttons
Die meisten Buttons von Engine sind selbsterklärend. Hier einige spezielle Buttons, die wir
dennoch kurz erklären möchten:
• „content“ button:

Die verschiedenen Arbeitsbereiche von Engine beinhalten rechts oben


einen „content“ Button. Mit diesem Button können zwischen der linken Layer
Parameter Anzeige und dem Content Browser umschalten. Über den Content
Browser haben sie sofortigen Zugriff auf alle Sections und Alternates des
selektierten Layers.

• „bypass“ buttons:

Viele Features und Parameter besitzen einen zusätzlichen „bypass“ Button


über den sie ihre Änderungen vorübergehend deaktivieren können.

Für Layers, Sections, Alternates und Legatos gibt es “add” Buttons, allerdings können
sie neue Einheiten auch einfach durch einen Doppelklick hinzufügen. Alle Scrollbalken in
Engine unterstützen das Drehrad ihrer Maus, sodass sie Inhalte einfach über ihre Maus
oder durch Betätigen der Scrollbalken verschieben können.
22 KAPITEL 2
Grundlagen & Benutzeroberfläche

Drag‘n‘Drop Unterstützung

Sie können MIDI und Audio Dateien direkt von jedem Ort auf ihrem Computer aus
importieren. Der Audio File Import ist in Engine auf 25 Dateien begrenzt.

Ziehen sie die gewünschten MIDI/Audio Dateien auf das Layer Display und lassen sie dort
die Maustaste los. Wenn sie die Dateien an eine freie Stelle des Displays ziehen, wird
automatisch ein neuer Layer erstellt. Sobald sie die Maustaste loslassen, erscheint - je
nach Datein - der MIDI Import Dialog...:

... oder der Audio File Import Dialog:

Wenn sie die Dateien auf einen bestehenden Layer ziehen, werden die MIDI/Audio Dateien
in diesen Layer hinein importiert.
best service ENGINE 2.0 23
Handbuch

VST Effects & VST Instruments Import

Engine ist neben den eigenen Instrumenten auch in der Lage VST Effekt und VST
Instrument Plug-Ins von Drittanbietern zu laden!

Installation von VST Plug-Ins

Um ihre VST Effekt & VST Instrument Plug-Ins in Engine laden zu können, müssen sie
diese zuerst in den Ordner “VST Plug-Ins” innerhalb ihres Engine Application Folders
kopieren:

Während des ersten Starts nach diesem Vorgang beginnt Engine mit der Validierung aller
neuen VST Effekte & Instrumente. Alle VST Plug-Ins die diese Validierung bestehen,
werden anschließend verfügbar sein. Engine erkennt automatisch, welche Plug-Ins Effekte
und welche Instrumente sind, sodass sie sich nicht um die unterschiedlichen Plug-In Arten
kümmern müssen. Im Layer Menü sind ausschließlich VST Instrumente verfügbar - und
das Layer & Mischer FX Menü beinhaltet nur die VST Effekte.

WICHTIG: Engine akzeptiert ausschließlich VST Effect & VST Instrument


Plug-Ins! Alle anderen Plug-In Arten werden automatisch ignoriert.
24 KAPITEL 2
Grundlagen & Benutzeroberfläche

HINWEIS: Der “VST Plug-Ins” Ordner innerhalb des Engine Application Ordner
unterstützt Unterordner. Wenn sie viele VST Plug-Ins in Engine
nutzen möchten, können sie sich für eine bessere Übersicht eigene
Unterordner erstellen und ihre Plug-Ins in diese Ordner kopieren.

WICHTIG: Engine überprüft den VST Plug-Ins Ordner des Engine Application
Folders bei jedem Start. Alle neuen Plug-Ins, die die Validierung
bestehen, sind sofort verfügbar. Bei einer hohen Anzahl an Plug-Ins kann
die Validierung einige Zeit in Anspruch nehmen.

Laden von VST Instruments in Engine

VST Instrumente können in der gleichen Weise wie alle Instrumente in Engine geladen
werden. Klicken sie auf den Namen des Layers, den sie für das VST Instrument
verwenden möchten, um das Layer Pull-Down Menü zu öffnen und wählen sie “VST
Instruments”. Alle verfügbaren VST Instrumente innerhalb ihres VST Plug-Ins Ordners des
Engine Application Folders werden entsprechend angezeigt:
best service ENGINE 2.0 25
Handbuch

Nun können sie das VST Instrument auswählen, das sie in Engine laden möchten.
Nach dem erfolgreichen Laden wechselt der Name des Layers zu dem Namen des VST
Instruments. Layers die ein VST Instrument beinhalten werden mit einem VST Layer Icon
sowie dem zusätzlichen “EDIT” Button angezeigt.

Klicken sie auf den “EDIT” Button um die Benutzeroberfläche des geladenen VST
Instruments zu öfnen. Sie können nun beliebig ihre Presets laden und das VST Instrument
ohne Einschränkungen in Engine benutzen.

WICHTIG: Entfernen sie niemals VST Plug-Ins die sie mit einem Project, Layer oder
Insert FX gespeichert haben. Anderenfalls können die Projects nicht mehr
korrekt geladen werden.

HINWEIS: Wenn sie Engine Projects, die VST Plug-Ins von Drittanbietern
beinhalten, zwischen Mac OS X und Windows XP/Vista verschieben
möchten, stellen sie bitte sicher, dass diese Plug-Ins auch auf beiden
Plattformen verfügbar sind! Die meisten Entwickler von VST Plug-Ins
unterstützen sowohl die Mac als auch die Windows Plattform.
26 KAPITEL 2
Grundlagen & Benutzeroberfläche

Laden von VST Effekten in Engine

Wie bereits erwähnt wurde können die VST Effekt Plug-Ins sowohl im Engine Layer Insert
FX Bereich als auch innerhalb der Mischer Umgebung geladen werden. Öffnen sie das
“add insert fx” Pull-Down Menü und wählen sie ein VST Effekt Plug-in aus:

Das Plug-In wird in das VST Plug-In Fenster geladen.


Klicken sie auf den “edit” Button um die Benutzeroberfläche des geladenen VST Effekts zu
öffnen. Sie können nun ihre Presets des VST Effekts laden und sowohl die Engine Insert
Filter & Effekte als auch andere VST Effekte in Engine benutzen.
best service ENGINE 2.0 27
Handbuch

Benutzeroberfläche

Die Benutzeroberfläche von Engine ist in den Hauptbereich auf der linken Seite und
die verschiedenen Arbeitsbereiche auf der rechten Seite unterteilt. Zwischen diesen
Arbeitsbereichen kann mit den Hauptnavigationsbuttons jederzeit umgeschaltet werden.
Für eine bestmögliche Übersicht beinhalten einige Arbeitsbereiche einen zusätzlichen
“Content” Button, der den Arbeitsbereich auf die gesamte Breite von Engine vergrößert und
- so lange er aktiviert ist - die Layer Details auf der linken Seite ausblendet.

1 3

4
2

1: Project Bereich mit globalen Lautstärke Einstellungen, Tonhöhe Einstellungen in


Halbtonschritten oder Hertz und dem Synchronisierungsbereich.
2: Layer Bereich mit individuellen Einstellungen für jeden Layer. Die Position des Layers
kann per drag’n’drop beliebig geändert werden. Zusätzlich gibt es einen “Solo”
Button für sofortiges Solo Playback eines Layers.
3: Arbeitsbereich Auswahl für sofortigen Wechsel zwischen den Haupt-Arbeitsbereichen
„Quick Edit“ „Pro Edit“, „Browser“, „Mixer“, „Preferences“ und „Help“.
4: Arbeitsbereich der immer die jeweiligen Einstellungen des selektierten Layers anzeigt.
5: Das Keyboard kann durch den “Keyboard Button” oben links ein- und ausgeblendet
werden. Die Farbbelegung der Tasten: Keyswitches (gelb), MIDI Files (grün), C1 (blau),
Dynamic Split (lila), belegte Tasten (weiss), freie Tasten (grau), Repetition Taste (rot).
28 KAPITEL 2
Grundlagen & Benutzeroberfläche

Project Bereich

Ein Engine Project beinhaltet ALLE Einstellungen der integrierten Layers, Alternates,
Sections und Zones. Somit betrifft jede Änderung der hier verfügbaren Parameter immer
alle geladenen Instrumente.

Project pull-down MIDI panic/bypass

Project name MIDI-IN icon

Project volume Project levelmeter

Project pitch Project sync

Über das Pull-Down Menü können sie ihre Engine Projects speichern und laden. Sie
können ein Project auch als „autoload“ Datei abspeichern! Engine startet dann automatisch
immer mit den kompletten Inhalten und Einstellungen ihres Projects. Speichern (ersetzen)
sie ihr Project einfach als Datei „[Link]“ in dem „basics“ Ordner ihres Engine User
Folder. In den project preferences können sie die folgenden drei Basis Optionen aktivieren/
deaktivieren.

• MIDI thru:
Aktivieren sie diese Option um eingehende MIDI Signale von Engine zu
einer weiteren angeschlossenen externen Hardware oder Software zu routen, die
mit Engine via MIDI kommuniziert. Dies kann ein externes Mischpult sein (z.B.
ein Yamaha 02R96) oder eine Software (z.B. Cubase oder ein anderer Host). Dadurch
können sie sogar die Engine Mischer oder Insert Parameter benutzen um die
Fader und Regler eines externen Hardware Mischpults zu steuern.

• Remember Layer editing page:


Falls aktiviert wird jeder Layer den sie auswählen automatisch zu seiner zuletzt
benutzten Editing Page wechseln. In nicht aktiviertem Zustand bleiben sie beim
Wechsel zu einem andere Layer immer auf der aktuell angezeigten Seite.
best service ENGINE 2.0 29
Handbuch

• Program Change:
Benutzen sie diese Option um das „program change“ Feature in Engine global
ein- oder auszuschalten. Somit müssen sie program change nicht für jeden geladenen
Layer separat deaktivieren wenn sie diese Funktion evtl. vorübergehend nicht nutzen
möchten. Diese Option funktioniert sozusagen als „program change bypass“ Feature.

Das MIDI-IN icon zeigt ihnen eingehende MIDI Signale an und somit eine bestehende MIDI
Verbindung. Sollte Engine während ihrer Arbeit nicht mehr fehlerfrei funktionieren, können
sie über den „MIDI panic/bypass“ Button alle MIDI note-on Signale sofort stummschalten
und zurücksetzen.

WICHTIG: ALLE Project Parameter betreffen die gesamte Engine Instanz!

Über den Volume Wert weisen sie die grundsätzliche Lautstärke für das gesamte Project
zu. Der Pitch Parameter kann in Halbtonschritten und Hertz eingestellt werden und betrifft
die allgemeine Tonhöhe. Dies ist sehr nützlich, da sie beispielsweise sofort zu einer „443“
oder „448“ Hertz Stimmung wechseln können. Der Wertebereich für Halbton Schritte liegt
zwischen +/- 60, der Wertebereich in Hertz zwischen 380 und 500. Sie können zwischen
den beiden Optionen mit einem Klick auf das Pull-Down Menü wechseln. Wenn sie nur die
Tonhöhe eines einzelnen Layers ändern möchten und nicht die des gesamten Projects,
lesen sie bitte die Kapitel „Layer Bereich“ auf den folgenden Seiten.

Wenn sie Engine als Plug-In in ihrem Sequenzer benutzen, wird eine automatische
Synchronisierungsverbindung aufgebaut, die die reibungslose Synchronisierung mit ihrem
Host garantiert. Bei jeder Tempoänderung in ihrem Host werden sie bemerken, dass
automatisch das Tempo in Engine entsprechend auf den gleichen Wert geändert wird.

WICHTIG: Wenn sie Engine im standalone Modus nutzen und sie mehrere
Module oder Insert Effekte und Filter hinzufügen, die eine Tempoangabe
benötigen, müssen sie diesen Wert in das Project Tempo Feld eingeben!
30 KAPITEL 2
Grundlagen & Benutzeroberfläche

Layer Bereich

„Layer“ ist der wichtigste Bestandteil von Engine und das Grundelement, das ALLE
Parameter eines Instruments inklusive der Pro Edit Einstellungen beinhaltet!!!

Da der Layer die Sounds und Instrumente beinhaltet, bietet dieser Bereich auch die
detailliertesten Einstellungsmöglichkeiten.

Add Layer Solo (Layer Priority)

Remove Layer Keyboard

Instrument Icon Layer Info

Layer Display

Um ein Instrument zu laden, klicken sie auf den “add layer” button um einen neuen leeren
Layer hinzuzufügen oder doppeklicken sie in das Layer Display. Klicken sie anschließend
auf den Layer Namen um das “Layer Pull-Down” Menü zu öffnen und ihr Instrument
auszuwählen. Neben der Liste aller verfügbaren Instrumente und den Standardparametern
wie laden, speichern, entfernen, etc., beinhaltet dieses Pull-Down Menü auch weitere
Optionen für ihren Layer, wie z.B. das pre-cache Feature und die Importoptionen für Audio
und MIDI Dateien.
Die verfügbaren Instrumente bzw. Layers sind abhängig von den ENGINE Produkten, die
sie installiert haben und ist somit variabel.
best service ENGINE 2.0 31
Handbuch

Die “keep settings” Option am Ende des Layer Pull-Down Menüs ist eine hilfreiche
Funktion um ALLE aktuellen Einstellungen der Layer Settings, MIDI Settings, des
Miscellaneous Bereichs sowie aller Parameter der “Pro Edit” Seite des selektierten Layers
auf ein neues Instrument zu übertragen. Wenn sie ihre Einstellungen dieser Bereiche
auf ein neues Instrument anwenden möchten, dann klicken sie zuerst auf “keep settings”
und laden sie anschließend ein neues Instrument in den zuvor ausgewählen Layer - sie
ersetzen quasi den Inhalt des Layers durch ein neues Instrument, behalten aber die
Einstellungen des vorherigen Instrumentes bei.
Über die Funktion “keep custom control settings” können sie die aktuell zugewiesenen
Automationen der Quick Edit Page Parameter ebenso auf einen neuen Layer übertragen.

Das Instrument, dass sie in diesem Menü auswählen wird immer in den Layer geladen, für
den sie das Pull-Down Menü geöffnet haben.
32 KAPITEL 2
Grundlagen & Benutzeroberfläche

Sobald sie einen Layer laden wird im rechten Arbeitsbereich die Meldung „Locating Audio/
Image files. Please be patient“ eingeblendet.
Nachdem der Ladevorgang abgeschlossen ist, wechselt der Name des Layers von “New
Layer” in den Namen des Layers, den sie geladen haben. Oberhalb des Layer Namens
befindet sich der Hersteller- oder Produktname des geladenen Layers. Zusätzlich
beinhaltet jeder Layer ein „Layer Icon“, das links neben der Anzeige des Layers dargestellt
wird.

Abhängig von dem Layer, den sie geladen haben, können sie diesen sofort über ihr
Keyboard oder einen anderen MIDI Controller spielen. Einige Layer Programme beinhalten
bereits vorgefertigte Controller Einstellungen, wie zum Beispiel das Key Switch Feature
oder andere Controller Befehle.

Layer Parameter

Neben dem Layer Namen sind ganz rechts jeweils 2 kleine Pfeile dargestellt, die ein
schnelles Umschalten zwischen den verfügbaren Layern ermöglichen.
Die Reihenfolge des Umschaltens entspricht der Struktur ihrer Layer Programme im Layer
Pull-Down Menü. Klicken sie also auf den Pfeil nach oben, wird der ausgewählte Layer
durch den nächsten Layer ersetzt, der oberhalb des ausgewählten Layers im Pull-Down
Menü aufgelistet wird. Der Pfeil nach unten hat die umgekehrte Wirkung: Es wird zum
nächsten, unterhalb folgenden Layer gewechselt.
Sobald sie Einstellungen eines Layers verändern und dann über die Pfeile zu einem
anderen Layer wechseln möchten, erscheint ein Warndialog, der verhindert, dass sie
unbeabsichtigt ihre nicht gespeicherten Änderungen des Layers verlieren.

WICHTIG: Sobald sie mit den Pfeilen zu einem anderen Layer wechseln, werden ihre
aktuellen MIDI Eingangskanäle beibehalten, um ein weiteres Spielen zu
ermöglichen.

Unter den Pfeilen ist ein kleines aber sehr nützliches Levelmeter dargestellt, das die
aktuelle Lautstärke des Layers anzeigt - somit müssen sie nicht ständig zum Mischer
wechseln. Um einen oder mehrere Layer gleichzeitig zu entfernen, drücken und halten sie
die “shift” Taste ihrer Tastatur, klicken sie auf die Layer, die sie entfernen möchten, und
klicken sie anschließend auf dens “remove Layer” Button. Um ungewolltes Löschen von
Layern zu verhindern wird ein entsprechender Warndialog erscheinen.
best service ENGINE 2.0 33
Handbuch

Der Layer „solo“ Button aktiviert eine erweiterte „solo“ Funktionalität. Dieses Feature hilft
ihnen, die ständige Aus- und Abwahl verschiedener Layer für unterschiedliche “Solo”
Einstellungen wesentlich zu vereinfachen.
Selektieren sie einen Layer (oder drücken und halten sie die “shift” Taste, um mehrere
Layer gleichzeitig auszuwählen) und klicken sie den „solo“ Button. Die Farbe des/der
ausgewählten Layer wechselt von hellblau in grün und stellt den “solo” Status somit
grafisch dar. Nun sind ausschließlich die grünen Layer hörbar. Solange der „solo“ Status
aktiviert ist können sie mit gedrückter “shift” Taste und ihrer Maus weitere Layer hinzufügen
oder auch entfernen. Um die „solo“ Funktion wieder zu deaktivieren klicken sie einfach
erneut auf den „solo“ Button. Es werden nun alle Layer wieder in ihren Ausgangsstatus
zurückgesetzt und die Farbe wechselt wieder zu hellblau.

Jeder Layer beinhaltet einen nützlichen Notepad Editor (Layer Info). Nutzen sie diese
Option um sich einige Notizen für ihre Layer zu machen oder auch um die Internetseite
des Herstellers zu besuchen. Hier können sie auch Einträge in den Bereichen Keywords,
Categories und Attributes für den aktuell ausgewählten Layer vornehmen. Auf diese
Begriffe kann die Suchfunktion des Engine Browsers zurückgreifen. Im Browser können
sie auch die “Information Batch” Funktion benutzen, um Informationen für mehrere Layer
gleichzeitig zu ersetzen oder hinzuzufügen.
Auf der Engine Preferences Seite können sie die “Default Author Name” und “Default
Author Weblink” Informationen als Standard definieren. Diese Informationen werden dann
automatisch zu jedem neuen Layer hinzugefügt. Das Layer Info File können sie durch
Klicken auf den Button “Layer Info” oberhalb des Layer Displays öffnen:
34 KAPITEL 2
Grundlagen & Benutzeroberfläche

Klicken sie auf den „bypass“ Button um einen Layer zu “muten”. Alternativ können sie
auch den folgenden Shortcut benutzen: Drücken und halten die die “alt” Taste und klicken
auf den gewünschten Layer. Die Farbe des Layer Namens wechselt von hellblau in grau,
wodurch der “mute” Status grafisch dargestellt wird.

Über das Format Pull-Down Menü können sie einstellen, ob das ausgewählte Instrument
als MONO, STEREO oder SURROUND (incl. all surround formats) Layer prozessiert wird.
Weitere Details über die Pro Surround Umgebung von Engine können sie in dem Kapitel
“Pro Surround Umgebung” nachlesen.
best service ENGINE 2.0 35
Handbuch

Das Read Model ist ein sehr wichtiges Feature und erlaubt ihnen das Wechseln zwischen
ihrem Arbeitsspeicher (RF-RAM) und ihrer Festplatte (RF-HDD) als Speicher für alle
geladenen Samples.

Die yellow tools RF-HDD Technologie ermöglicht das Laden und Spielen von Instrumenten
völlig unabhängig ihrer physikalischen Größe - selbst wenn diese Größe die Kapazität
ihres verfügbaren Arbeitsspeichers überschreitet. Es wird nur ein kleiner Teil vom Anfang
jeder benötigten Audio Datei in den Arbeitsspeicher geladen; der Rest “bleibt” auf der
Festplatte. Die gesamte Audio Datei wird immer nur dann nachgeladen, wenn sie auch
benötigt wird. Dies ist eine sehr komplexe Technologie, die ihnen eine enorme Leistung
und bislang unerreichte Ladekapazitäten ermöglicht. Die Parameter für das Read Model
können sie in den Engine Präferenzen (-> siehe das Kapitel “Präferenzen”) einstellen. Um
zwischen den beiden Read Models zu wechseln, klicken sie auf das Pull-Down Menü und
wählen das gewünschte Model aus.
Neben den Optionen “read from HDD” und “read from RAM” können sie hier auch die
Elastique Time-Stretching & Pitch-Shifting Option aktivieren. Alle weiteren Informationen zu
dieser Funktion werden im Kapitel “Elastique” detailliert erklärt.

Für den Sofortigen Zugriff auf ihre MIDI Kanal Einstellungen beinhaltet jeder Layer sein
eigenes MIDI Kanal Pull-Down Menü. Wenn sie Engine als Standalone Version benutzen
erhalten sie zusätzlich das MIDI Port Pull-Down Menü mit bis zu 32 virtuellen und/oder
physikalischen Ports:
36 KAPITEL 2
Grundlagen & Benutzeroberfläche

Der „Transpose“ Parameter hat einen Wertebereich von -60 bis +60 Halbtonschritten und
ermöglicht die Anpassung der Layerposition auf ihrem Keyboard.
In „Key Range“ stellen sie den Bereich ein, indem der ausgewählte Layer eingehende MIDI
Signale empfangen darf. Dadurch können sie den spielbaren Bereich des Layers auf ihrem
Keyboard festlegen, da alle Noten außerhalb des Bereiches ignoriert werden.
„Vel Range“ (velocity range) erlaubt die Begrenzung der Spielbarkeit von Sounds in
Abhängigkeit der Velocity der Noten. Das Sample wird nur dann abgespielt, wenn die
Velocity des eingehenden Note-On MIDI Befehls innerhalb des eingestellten Bereichs liegt.
Somit können sie den Layer vertikal begrenzen - sehr nützlich wenn sie mehrere Layer
miteinander kombinieren und spielen.

Engine stellt die verschiedenen Layer Status in unterschiedlichen Farben dar:

• aktiver Layer: blauer Schrift


• selektierter Layer: hellblaue Schrift
• solo Layer: grüne Schrift
• gemutete Layer: graue Schrift
• Key Switch Layer: orangener Layer Name

Hier einige Beispiele, wie Layer dargestellt werden können:

- aktiver Layer

- aktiver Layer

- aktiver Layer

- Layer mit aktivem Bypass

- selektierter, aktiver Layer mit key switch


best service ENGINE 2.0 37
Handbuch

- aktiver Layer

- aktiver Layer

- aktiver und selektierter Layer

- gemuteter und selektierter Layer

- aktiver und selektierter Layer mit key switch

- aktiver Layer (gemutet)

- aktiver „solo“Layer

- aktiver Layer (gemutet)

- muted Layer

- aktiver Layer (gemutet)

Sie können die Reihenfolge der Layer einfach per drag’n’drop ändern. Klicken (und halten)
sie auf den gewünschten, ziehen sie ihn an die gewünschte Position und lassen die
Maustaste wieder los.
38 KAPITEL 2
Grundlagen & Benutzeroberfläche

MIDI Programme

Das MIDI Programme Feature kann als eine sehr leistungsfähige Fernbedienung für
Engine und alle enthaltenen Layer benutzt werden.
Wenn sie gewohnt sind mit mehreren Computern zu arbeiten, können sie Engine
beispielsweise auf einem separaten Rechner ohne angeschlossenen Monitor installieren
und Engine dann über ihren Host auf einem anderen Rechner steuern. Um zwischen den
verschiedenen Layern umzuschalten, müssen sie nun Engine auf dem anderen Computer
nicht einmal anfassen: sie können ganz einfach und komfortabel mit der „program change“
Funktion ihrer Host Applikation umschalten.
Ein weiterer Vorteil dieses Features ist die Kompatiblität zu MIDI Dateien (Format 1):
Sobald sie eine MIDI Datei, die eine „program change“ Nummer beinhaltet, in ihren
Hardware oder Software Sequenzer geladen haben, wird Engine das entsprechende Layer
Patch automatisch laden!
Abschließend macht „MIDI Programs“ aus Engine eine extrem leistungsstarke Workstation
für Live-Einsätze: Sie können zwischen den aktuell geladenen Layer Patches direkt
über ihr MIDI Keyboard ohne jegliche zusätzliche Ladezeiten umschalten (pre-caching
aktiviert!). Um ein Layer Patch als MIDI Programm zu speichern, müssen sie den
gewünschten Layer zuerst in Engine laden. Nachdem der Ladevorgang abgeschlossen
ist, öffnen sie bitte das Layer interne Pull-Down Menü (Klicken auf den Layer Namen) und
wählen die Option “save layer as midi program”:

Es wird ein weiteres Fenster mit folgenden Eingabemöglichkeiten erscheinen:

• Layer Name: Geben sie einen Namen für das MIDI Programm ein.
• Bank Number: Geben sie die Nummer der MIDI Bank ein, in welche sie den Layer
speichern möchten. Sollte die Banknummer noch nicht existieren, wird
Engine eine neue Bank entsprechend erstellen.
• Program Number: Geben sie die Nummer des MIDI Programms ein. Diese ist
letztendlich die „Fernsteuerungs ID“. Sobald ihr MIDI Keyboard oder
Hardware/Software Host diese Nummer an Engine sendet,
wird der Layer geladen und aktiviert.
best service ENGINE 2.0 39
Handbuch

Selbstverständlich können sie die “midi programs” Layers auch über das Layer Pull-Down
Menü laden. Benutzen sie dieses Menü auch als Übersicht aller existierenden Bänke und
MIDI Programme.
Engine kann bis zu 16.383 verschiedene Bänke verwalten. Jede Bank wiederum kann bis
zu 128 verschiedene MIDI Programme beinhalten, von 0 bis 127 - ein Maximum also von
über 2.000.000 zuweisbarer MIDI Programme!

Pre-cache

Engine ist eine sample-basierte Workstation. Insofern müssen sie bedenken, dass Engine
mehrere Gigabytes an Audio Daten gleichzeitig verwalten muss. Dies verursacht ständige
Lade- und Entladevorgänge - die letztendlich Zeit dauern...
Um diesen Prozess und somit ihre Arbeit zu beschleunigen, wurde eine leistungsstarke
„pre-cache“ Option integriert.
Alle Layer die Bestandteil der von ihnen ausgewählten pre-cache Option sind, werden
in Engine vor-geladen und sind sofort nach Aktivierung verfügbar - ohne zusätzliche
Ladezeiten. „Pre-cache“ ist extrem nützlich für jede Art der Live Performance mit Engine:
Wählen sie einfach ihre pre-cache Option aus, und sie können zwischen mehreren
Gigabyte großen Instrumenten sofort umschalten!

WICHTIG: Die Nutzung des „pre-cache“ Features ist nicht von der Leistung ihres
Rechners abhängig. Wenn sie diese Funktion aktivieren wird KEIN
zusätzlicher RAM oder andere Ressourcen ihres Computers benötigt.
40 KAPITEL 2
Grundlagen & Benutzeroberfläche

Auto-Mapping-Import

Neben den verschiedenen Engine Sound Libraries bietet Engine auch ein Auto-Mapping-
Import Feature für AIFF und WAV Dateien. Hierdurch können sie bis zu 25 Audio Samples
in Engine importieren. Sie können die „import audio files“ Option im Layer Pull-Down
Menü aufrufen. Sie können einzelne oder mehrere Samples importieren und diese in
zwei einfachen Schritten automatisch auf ihr Keyboard mappen: Zuerst wählen sie
die Audio Dateien aus, die sie importieren möchten und wählen dann die gewünschte
Mapping Struktur. Die Voraussetzung für den Auto-Mapping-Import ist eine einheitliche
Namensgebung der Audio Dateien, die sie importieren und mappen möchten. Diese
Struktur hängt von der Mapping Art ab und ist auf den folgenden Seiten erklärt. Um das
Auto-Mapping-Import Feature zu starten, klicken sie auf einen Layer um das Pull-Down
Menü zu öffnen und wählen dann “import audio files”. Nun wählen sie eine oder mehrere
Audio Dateien aus und klicken dann auf den “open” Button um fortzufahren.

Nach der Auswahl der Audio Dateien erscheint das folgende Fenster:

Der Auto-Mapping-Import bietet folgende 5 verschiedenen Mapping Strukturen an:


best service ENGINE 2.0 41
Handbuch

X-Y-Z Mapping

Diese Mapping Option importiert und mappt komplette Instrumente inklusive mehrfach
Velocity und erkennt alle verfügbaren Sections/Alternates. Alle Informationen für das
Mapping sind im Dateinamen enthalten. Ein gültiger Name ist z.B.: „Concert Guitar XC2
Y04 Z02“.
Das “X” weist die Taste auf ihrem Keyboard oder anderen MIDI Controller zu, das “Y” die
Velocity Zone und das “Z“ weist die Section oder das Alternate für die Audio Datei zu.
Somit wären die Informationen der Audio Datei unseres Beispiels:
XC2 = die Audio Datei wird auf “C2” gemappt
Y04 = die Audio Datei wird als vierte Velocity Zone auf C2 gemappt
Z02 = die Audio Datei ist Teil der zweiten Section/des zweiten Alternates
Normalerweise ist die letzte Velocity Zone (z.B. Y12) die lauteste Audio Datei. Dennoch
können sie dies mit einem Klick auf die Checkbox „first velocity is the loudest“ umkehren
- sollte dies für ihren Import zutreffen. Wenn sie darüberhinaus für jede einzelne Velocity
eine eigene Section/ein eigenes Alternate erstellen möchten, klicken sie bitte auf die
entsprechende Checkbox.

Multi Key Mapping

Diese Mapping Option ist die gängigste für den Import anderer Sampling Libraries.
In den meisten Fällen beinhaltet der Dateiname bereits die Taste/Note. Somit bezieht sich
diese Mapping Option auf eine “Notenzuweisung” am Ende des Dateinamens, wie z.B.
“C2”, “D#4”, etc.
Das Multi Key Mapping kann mehrere Audio Dateien für die gleiche Note (z.B. long notes
und Slides) importieren und wird jeder dieser Noten immer der volle Dynamik Umfang
zugewiesen (Velocity 0 bis 127). Somit werden diese Noten auf die gleiche Taste gemappt
und überlappen sich dementsprechend. In diesem Fall können sie die Option „create
Sections automatically“ aktivieren. Nach dem erfolgten Import können sie das Mapping
entsprechend anpassen, indem sie die verschiedenen Sections einzeln bearbeiten - zum
Beispiel durch die Zuweisung verschiedener Velocity Bereiche für jede Section.
42 KAPITEL 2
Grundlagen & Benutzeroberfläche

Chromatic Mapping

Diese Mapping Option wird für den Import von Audio Loops oder Effektsamples empfohlen.
Alle ausgewählten Audio Dateien werden nacheinander gemappt, beginnend bei der
zugewiesenen Startnote. Der Velocity Bereich für jede Audio Datei ist dabei immer von 0
bis 127. Wenn sie zusätzlich für jede Taste eine eigene Section erstellen möchten, klicken
sie einfach auf die entsprechende Checkbox.

One Key Mapping

Diese Mapping Option wird für den Import von Sounds “Taste für Taste” empfohlen und
ermöglicht den Import von mehreren Audio Dateien, die durch ihre Velocities pro Note
unterteil sind - meist bei Schlagzeug oder Percussion Instrumenten. Somit bezieht sich
diese Mapping Option auf die “Velocity” Angabe am Ende des Dateinamens, z.B. “02”, “15”,
etc. Wie bereits erwähnt, ist normalerweise die letzte Velocity (z.B. 15) auch die lauteste
Audio Datei. Dennoch können sie dies mit einem Klick auf die Checkbox „first velocity is
the loudest“ umkehren - sollte dies für ihren Import zutreffen. Wenn sie darüberhinaus
für jede einzelne Note eine eigene Section erstellen möchten, klicken sie bitte auf die
entsprechende Checkbox.

TIP : Neben dem Auto-Mapping-Import Feature gibt es auch eine „Engine


Edition“ des Sampler Disk und Format Konverters „Translator“. Mit dieser Software
von Chicken Systems können sie die Hard- und Softwareformate anderer
Hersteller in das Engine Format konvertieren.

Quick Mapping

Mit dieser Option können sie EINE Audio Datei importieren, die automatisch über die
gesamte Key Range gemappt wird (von C-2 bis G8). Der Root Key liegt auf C3.
best service ENGINE 2.0 43
Handbuch

Elastique: Echtzeit Time-Stretching & Pitch-Shifting


Einleitung

Sound Libraries und Virtuelle Instrumente können in zwei allgemeine Kategorien aufgeteilt
werden: Multi-gesamplete Instrumente und Loops. Audio Loops haben den generellen
Nachteil, dass sie in einem bestimmten Tempo vorliegen, das eventuell nicht immer zu
dem Tempo ihres Arrangements passt. Hierfür bietet Engine mit Elastique (by zplane.
development) eine Funktion, die ihnen Tempo- und Tonhöhenänderungen von Audio Loops
in hoher Qualität ermöglicht.
Darüber hinaus kann Elastique natürlich auch für Tempo- und Tonhöhenänderungen von
mutli-gesampleten Instrumenten verwendet werden. Dies ist sehr gut für Verfremdungen,
Effekte und experimentelles Sound Design geeignet.

Vorgehensweise bei der Verwendung mit Audio Loop Dateien

Laden sie einen Layer mit Loops oder importieren sie Audio Loops in einen leeren Layer.
Anschließend wählen sie im “read model” Pull-Down Menü die Option “Elastique” aus.

Ab sofort werden die Audio Loops automatisch an das Engine Tempo oder das Tempo ihrer
Sequenzer Software angepasst.
Sie können in einen Layer auch mehrere Audio Loops mit unterschiedlicher
Geschwindigkeit laden. Jegliche Unterschieden werden ebenfalls automatisch
ausgeglichen, sodass alle Audio Loops in gleichem Tempo abgespielt werden - losgelöst
ihres orginal BPM Wertes.
44 KAPITEL 3
Elastique Time-Stretch & Pitch-Shifting

Vorgehensweise bei dynamischer Verwendung

Generell erzeugen jegliche „pitch“ Parameter in Samplern Tonhöhenveränderungen durch


Beschleunigung oder Verlangsamung des Abspielens von Audio Daten - die Tonhöhe wird
sozusagen beibehalten und nur die Abspielgeschwindigkeit verändert.
„Elastique“ hingegen verändert durch Umrechnung in Echtzeit die tatsächliche Tonhöhe
unter Beibehaltung der Abspielgeschwindigkeit. Sobald also „Elastique“ aktiviert wurde,
wird der Parameter „pitch“ auf der Engine Pro Edit Seite automatisch entsprechend
umgestellt.
Der Pitcher auf der Modules Page ist für dynamische Tonhöhenveränderungen geeignet.
Es können z.B. Tonhöhenveränderungen (Destination „pitch“) und Tempoveränderungen
(Destination „tempo“) durch die internen Sources wie z.B. LFO, Step Modulator, Free
Envelope, etc. vorgenommen werden.

Wechseln sie nach dem Auswählen von “Elastique” im “read model” Pull-Down Menü
zur “Pro Edit” Seite. Hier sind mit den Buttons “auto tempo” und “formants” zwei neue
Funktionen hinzugefügt worden:

„auto tempo“: In aktiviertem Zustand werden die aktuellen BPM Werte für alle Audio
Daten berücksichtigt - sofern BPM Werte vorhanden sind. In diesem Fall
werden alle weiteren Manipulationen der Parameter
„tempo“ und „pitch“ auf der „Modules“ Seite auf den vorhandenen BPM
Werten basieren. Wenn „auto tempo“ ausgeschaltet ist, werden alle Dateien
ohne Berücksichtigung ihrer BPM Angaben verarbeitet.

„formants“: (preserve formants) In aktiviertem Zustand werden die Formanten der


Audio Datei während der Bearbeitung beibehalten und somit die Time-
Stretch Qualität verbessert.
best service ENGINE 2.0 45
Handbuch

Die für Elastique relevanten Destinations sind „pitch“ und „tempo“:

Pitch: Verändert die Tonhöhe der Audio Dateien unter Beibehaltung des
orginal Tempos. Sehr gut für Verfremdung und Effekte geeignet.

Tempo: Verändert die Länge der Audio Datei. Somit kann diese schneller
oder langsamer abgespielt werden. 100% entspricht dem Orginaltempo.
Höhere Werte entsprechen einer Beschleunigung - niedrigere Werte
einer Verlangsamung.
46 KAPITEL 4
Quick Edit

Quick Edit
Für den sofortigen Zugriff auf die wichtigsten Parameter und Einstellungen von Engine
Sound Libraries gibt es die “Quick Edit” Seite, die standardmäßig beim Start von Engine
angezeigt wird.
Eine der Stärken von Engine ist, dass jedes Instrument über eine speziell angepasste,
eigene Quick Edit Seite verfügen kann - optisch wie auch funktionell.
Hier einige Quick Edit Beispiele verschiedener Engine Produkte:
best service ENGINE 2.0 47
Handbuch

Alle Parameter der jeweiligen Quick Edit Seiten werden in den produktbezogenen
Handbüchern detailliert erklärt.
Sobald sie ein Instrument in Engine laden oder auswählen, wird automatisch die
dazugehörige Quick Edit Seite angezeigt.

Die Controller der Quick Edit Seite können Buttons, Drehregler, Schieberegler und Pull-
Down Menüs sein. Deren Bedienung ist weitestegehend selbsterklärend, dennoch einige
grundlegende Informationen zur Bedienung:

Wie für alle anderen Parameter von Engine stehen auch auf der Quick Edit Seite die
innovativen Funktionen der MIDI und Host Automationen zur Verfügung.
Das Automationsmenü kann durch einen Mausklick mit der rechten Taste oder auch durch
drücken der “ctrl” Taste und die linke Maustaste geöffnet werden:

Die Optionen für eine Automation unterscheiden sich je nach Controller (Button oder
Regler). Weitere Informationen über die Funktionen und deren grafische Darstellung im
Detail entnehmen sie bitte dem Kapitel “Automation”.
48 KAPITEL 5
Pro Edit

Pro Edit
Neben den Standardparametern, die sie bereits auf den ersten Blick erkennen, beinhaltet
der Engine Pro Edit Bereich einige einzigartige und besonders durchdachte Features!
Dieser Bereich ist für einen schnellen und intuitive Arbeitsablauf in zwei Hauptteile
aufgeteilt: Der Module Editor im oberen Bereich und der Flexible Modifier Editor im unteren
Bereich.

Abhängig von dem geladenen Layer kann es sein, dass nicht von Beginn an alle
Parameter/Eingabefelder sichtbar sind und Werte enthalten. Ebenso ist es von dem
geladenen Layer abhängig, wieviele Sections oder Alternates im Content Browser
angezeigt werden.

WICHTIG: ALLE Parameter in diesem Bereich (außer Polyphony Range und


Outputs) können vollständig mit internen Modifiern, internen Modulen,
jedem externen MIDI Controller oder auch direkt mit ihrer Sequenzer
Software automatisiert werden. Alle Details über die Automation werden
auf Seite in diesem Kapitel und im Kapitel „Automation“ erklärt.
best service ENGINE 2.0 49
Handbuch

Das “select” Pull-Down Menü ermöglicht das Umschalten zwischen den verfügbaren
Sections/Alternates des Layers und dem gesamten Layer, sodass Einstellungen sowohl für
nur Teile als auch für den gesamten Layer vorgenommen werden können.

Das „select“ Pull-Down Menü ermöglicht die Aus-/Abwahl der verfügbaren Sections oder
Alternates in Gruppen. Um eine Gruppe auszuwählen klicken sie auf das Pull-Down Menü,
gehen zur gewünschten Auswahl und lassen die Maustaste anschließend los.

WICHTIG: Nachdem sie eine oder mehrere Layers, Sections oder Alternates
ausgewählt haben, werden ALLE verfügbaren Bearbeitungs-
möglichkeiten des Module Bereichs immer ausschließlich diese
Auswahl betreffen! Diese Art der Aufteilung der Bearbeitungsparameter
ermöglicht die spezifischsten und detailliertesten Möglichkeiten für die
Manipulation und Bearbeitung.

Für eine bessere Übersicht über die verfügbaren Sections/Alternates können sie zusätzlich
den benutzfreundlichen “Content Browser” öffnen. Wenn sie auf den “content” Button in der
oberen rechten Ecke des Pro Edit Bereichs klicken, öffnet sich der Content Browser auf
der linken Seite von Engine. Neben der Möglichkeit, eine oder mehrere Sections/Alternates
(“shift” Taste für eine mehrfache Auswahl) wesentlich schneller für die Bearbeitung
auswählen zu können, zeigt dieser Browser auch wichtige zusätzliche Informationen für
jede verfügbare Section und jedes Alternate an. Key Switches werden z.B. mit “(C#0)”,
benutzte Insert Effekt mit “i”, benutzte Modifier mit “m”, etc. dargestellt.
50 KAPITEL 5
Pro Edit

Module Editor

Neben den selbsterklärenden Standardparametern wie Volume, Panorama, Pitch und


Delay, haben sie hier zusätzlich die Möglichkeit einige sehr spezifische Polyphony-
Begrenzungen einstellen zu können, die ausschließlich für ihre Sections oder Alternates
gelten sollen.

BEISPIEL: Um den sogenannten „Hihat Effekt“ mit einem Drumkit zu erreichen,


wählen sie zuerst ihre Hihat Section über das „select“ Pull-Down Menü
oder den Content Browser aus. Geben sie nun den Wert „1“ in das Feld
„key/sel.“ (erlaubte Tasten pro Auswahl). Spielen sie die Hihat Zonen auf
ihrem Keyboard (oder anderem MIDI Controller) und sie werden feststellen,
dass immer wenn sie eine neue Note spielen, die Vorherige unterbrochen
wird. Zusätzlich können sie die Fade-out Zeit für die vorherige Note mit dem
„sel. rel.“ (Selection Release) Parameter anpassen.

Die Leistung ihrer Instrumente kann durch die Einstellung der maximal erlaubten Anzahl an
voices erheblich optimiert werden. Es gibt immer eine “interne” Begrenzung - abhängig von
der Leistungsfähigkeit ihres Computers - die niemals überschritten werden kann. Engine
allerdings hat KEINE interne Begrenzung (no limit) für gespielte Tasten pro Layer oder
für gespielte Tasten allgemein. Sie können jedoch auch selber eine eigene Begrenzung
unterhalb der physikalischen Begrenzung bestimmen - sowohl pro Layer als auch pro
Taste. Sollte diese “weiche” Begrenzung überschritten werden, wird Engine die älteste
Note mit der eingestellten release Zeit automatisch beenden.
Um Engine bestmöglich an die Leistung ihres Computers anzupassen, können sie im
Polyphony Bereich die maximale Anzahl der Tasten pro Layer, Section oder Alternate
(abhängig von ihrer Auswahl) inkl. der Release Zeiten einstellen. Die Release Zeiten legen
die Fadeout Zeit für die „alten“ Noten fest, die durch die „Keys per Selection“ Begrenzung
ausgeschaltet werden.
Engine bietet nicht nur diese “horizontale” Begrenzung, sondern auch eine “vertikale”
Polyphony Begrenzung pro Taste - gleichzusetzen mit der Option noch mehr CPU Leistung
einzusparen. Diese Funktion hilft darüberhinaus auch, das natürliche Klangverhalten
von echten Instrumenten zu simulieren, da Noten entfernt werden, die sich in einer
unrealistischen Weise aufsummieren würden. Ein Beispiel: Wenn sie eine Sourdo live
spielen, werden sie spätestens nach dem vierten Schlag den ersten Schlag nicht mehr
hören können. Engine ermöglicht genau dieses Verhalten durch das „limit/key“ Feature,
das natürlich auch die Einstellung für die „Key/Release“ Zeit erlaubt.
best service ENGINE 2.0 51
Handbuch

Output Einstellungen

Die Output Einstellungen befinden sich auf der rechten Seite der oberen Parameter-Leiste.
Hier können sie ihre bestehende Auswahl umgehend zu sogenannten “Custom Channels”
routen (interne virtuelle Channels).
Engine kann eine unbegrenzte Anzahl an Custom Channels verwalten. Diese ermöglichen
ihnen, einen Layer in mehrere zusätzliche interne Channels aufzusplitten, die sie dann
unabhängig voneinander mit zusätzlichen Modifiern oder Insert Filtern und Effekten
bearbeiten können.

WICHTIG: Neben einer oder mehrerer Sections und Alternates eines Layers können
sie auch komplette Layer zu einem Custom Channel routen!

Wählen sie zuerst eine oder mehrere Sections oder Alternates aus und klicken sie auf das
„Output“ Pull-Down Menü:

Dieses Pull-Down Menü beinhaltet eine Liste, aus der sie den gewünschten Custom
Channel für ihre Auswahl selektieren können. Sobald sie einen neuen Custom Channel
hinzufügen, wird im Engine Mischer automatisch der entsprechende Channel erstellt.

TIP: Sie können ihre Layers, Sections oder Alternates sowohl zu einem einzigen neuen
oder bereits bestehenden Custom Channel routen, als auch jeden Layer/
Section/Alternate zu einem separaten Custom Channel und somit die weitere
Bearbeitung wesentlich übersichtlicher vornehmen zu können.
52 KAPITEL 5
Pro Edit

Der linke Bereich der Basis Einstellungen des Module Editors beinhaltet die Key Switch
Funktion, das Keyboard Options Feature, den Filter Bereich und das “Skip” Feature.

Key Switch
Engine beinhaltet Key Switch Funktionen um sowohl zwischen Layern als auch sogar nur
zwischen den Sections und Alternates eines Layers sofort umschalten zu können - ohne
dabei den übergeordneten Key Switch des Layers zu beeinflussen! Dadurch können
sie beispielsweise zwischen verschiedenen E-Bass Layern über den Layer Key Switch
umschalten, und gleichzeitig innerhalb der Layer über den internen Key Switch zwischen
verschiedenen Spieltechniken eines Basses wechseln, wie z.B. long notes, vibrato notes,
tappings, 8th notes, slides, etc. - vorausgesetzt diese Spieltechniken existieren in eigenen
Sections oder Alternates.
Um einen Switch zu erstellen, wählen sie einen Layer oder eine oder mehrere Sections
oder Alternates aus. Anschließend weisen sie ihrer Auswahl die gewünschte Key Switch
Note zu. Neben der manuellen Auswahl können sie auch die “Learn” Funktion aktivieren.
Beim Klicken auf das Key Switch Pull-Down Menü erscheint folgende Liste:
best service ENGINE 2.0 53
Handbuch

Wählen sie die “learn” Option und drücken anschließend die gewünschte Taste auf ihrem
Keyboard (oder anderen MIDI Controller). Die gedrückte Taste ist nun die Key Switch
Taste für ihre Auswahl und wird entsprechend im Key Switch Display angezeigt. Durch den
„bypass“ Button können sie die Key Switch Funktion vorübergehend deaktivieren.

Zusätzlich stehen drei Key Switch Modus zur Verfügung:


• default mode: dies ist der normale Key Switch Modus, den sie bereits kennen.
• next note mode: sobald sie eine Taste dieses Key Switch Modus drücken, wird NUR
EINE Note (die nächste) mit dem neuen Key Switch abgespielt und nach dieser Note wird
automatisch wieder zum vorherigen Key Switch gewechselt.
• hold mode: in diesem Modus müssen sie eine Taste drücken und gedrückt halten,
solange sie die Samples dieses Key Switch splielen möchten. Sobald sie die Taste
loslassen wird automatisch wieder zum vorherigen Key Switch gewechselt.

WICHTIG: Die beiden Modus “next note” und “hold” können NUR mit Sections
oder Alternates verwendet werden!
54 KAPITEL 5
Pro Edit

Keyboard Options

Über das Keyboard Options Feature können sie zwei Grundeinstellungen für das
Keyboardverhalten festelegen.

1.) Playing Direction: Es kann die Wiedergabe eines Layers, einer Section oder eines
Alternates abhängig von der Spielrichtung auf ihrem Keyboard eingestellt werden:
• Upwards & Downwards: Der ausgewählte Layer/Section/Alternate wird IMMER
abgespielt.
• Upwards: Der ausgewählte Layer/Section/Alternate wird nur dann abgespielt, wenn die
nächste gespielte Note OBERHALB der vorherigen liegt.
• Downwards: Der ausgewählte Layer/Section/Alternate wird nur dann abgespielt, wenn
die nächste gespielte Note UNTERHALB der vorherigen liegt.
Kombiniert mit dem Tune Model ermöglicht „Playing Direction“ die individuelle Einstellung,
welche Note eine zusätzliche Stimmung erzeugen soll und auch wann dies geschehen soll.
Darüberhinaus können sie „playing direction“ auch für eine Noten-Verdopplung auf ihrem
Keyboard verwenden.

2.) Dynamic Split: Dieses Feature wurde speziell für den Live Einsatz von Engine
entwickelt: Layers, Sections und Alternates können einer bestimmten „Spielhand“
zugeordnet werden (linke Hand, rechte Hand, beide Hände).
Beide Hände bedeutet, dass ein Instrument „normal“ über das gesamte Keyboard gespielt
wird. Diese Einstellung ist der Standardmodus für Instrumente.
best service ENGINE 2.0 55
Handbuch

Wenn sie mehrere Instrumente gleichzeitig live spielen möchten, sie aber nur ein Keyboard
zur Verfügung haben, dann können sie Layers/Sections/Alternates auch gezielt einer
Hand zuweisen und ihr Keyboard somit „virtuell“ aufsplitten - hierbei ist die Note C3
standardmäßig der sogenannte „Split Key“; dieser kann aber auch verändert werden.
Dynamic Split erlaubt es hierbei, die jeweiligen Instrumente auch über den eingestellten
Split Key hinaus spielen zu können, sollte dieser überschritten werden - es findet
sozusagen ein automatisches, dynamisches Verschieben des Split Keys angepasst an ihre
Live Perfomance statt. Den Split Key können sie im „keyboard split note“ Pull-Down Menü
ändern.

BEISPIEL: Einem Bass Instrument wird die Option “left hand” und einer akustische
Gitarre die Option “right hand” zugewiesen. Als Split Key wird C3 eingestellt.
Bei einem Standard Keyboard Split würden nun alle Bass Noten über C3
sowie alle Gitarren Noten unterhalb C3 automatisch auf das jeweils andere
Instrument übergehen. Mit Dynamic Split können sie nun z.B. die
Gitarre auch unterhalb C3 spielen - da das Keyboard virtuell mit ihrer
Performance nach unten verschoben wird.

3.) Repetition Note: in diesem Modus wird die zu letzt gespielte Note automatisch
wiederholt. Dies ist beispeilsweise für Bässe sehr nützlich, da hier die Performance von
sechzehntel Noten wesentlich vereinfacht wird.
56 KAPITEL 5
Pro Edit

Filter
Da Filter mittlerweile ein gängiges Element darstellen, wird ihre Funktionalität hier nicht
detaillierter beschrieben. Um die Filter einzuschalten, klicken sie bitte auf den “bypass”
Button links neben der Filter Überschrift. Klicken anschließend auf das Pull-Down Menü
um einen Filter auszuwählen:

Über den Punkt in der 2D Anzeige können sie die beiden Parameter “Frequenz” und
“Resonanz” gleichzeitig editieren. In der Praxis ist dies sehr nützlich, dennoch können sie
beide Parameter auch getrennt durch die jeweiligen Eingabefelder ändern.
Das besondere Feature dieses Filter Bereichs ist die „absolute“ Funktion. Hier ein Beispiel,
wie diese funktioniert:
Wenn sie Filter für ein gesamtes Layer Patch aktiviert haben, werden die Einstellungen
immer ALLE enthaltenen Sections und Alternates betreffen. Zusätzlich zu den
Grundeinstellungen können sie einer oder mehreren Sections oder Alternates auch noch
eigene, zusätzliche Frequenz oder Resonanz Einstellungen zuweisen. Engine wird diese
individuellen Werte dann zu den allgemeinen Werten des Layers “hinzufügen” und intern
neue Werte berechnen (relative).
Wenn sie hingegen die aktuelle Auswahl von den generellen Filtereinstellungen des
Layers “abtrennen” möchten, um den Sections/Alternates individuelle Filtertypen und
Einstellungen zuzuweisen, müssen sie nur den “abs.” Button klicken. Nun werden die
generellen Filtereinstellungen des Layer für ihre gesamte Auswahl ignoriert.

BEISPIEL: Ein Layer Patch mit 2 Sections ist ausgewählt und der Filter Bereich ist
aktiviert. Der aktuelle Resonanz Wert ist “40%”. Nun wählen sie die
erste Section aus und setzen den Resonanz Wert für diese Section auf
“75%”. Da der “abs.” Button nicht aktiviert ist, werden die generellen
Filtereinstellungen berücksichtig und die „40%“ werden nun als „100%ige
Skala angesehen. Dadurch wird der neu berechnete Resonanz Wert für die
ausgewählte Section “70%” sein und für den Rest des Layers “40%”.
Wenn sie den “abs.” Button für die erste Section aktivieren, werden die
generellen Filtereinstellungen des Layers ignoriert und der Resonanz Wert
für die erste Section wird “75%”, der Wert für den Rest des Layers “40%”.

Um den Filter Bereich zu deaktiveren, klicken sie bitte den “bypass” Button links neben
der Filter Überschrift. Wie sie ihrer Auswahl einen dynamischen Filterverlauf hinzufügen
best service ENGINE 2.0 57
Handbuch

können - sei es durch externe Controller wie z.B. Velocity, Modwheel, MIDI/Host
Automation, etc. oder durch interne Module, wie Free Envelope, Step Modulator, AHDSR
Kurve, etc, können sie im Bereich „Flexible Modifiers“ nachlesen.

Skip
Skip ist ein sehr einfaches und sehr nützliches Feature.

Die grundsätzliche Abspielposition für jedes Sample wird im Audio Editor eingestellt.
Zusätzlich können sie “Skip” benutzen, um die Startposition für eine oder mehrere
Sections oder Alternates (inklusive aller enthaltenen Zonen) mit nur einem einzigen
Parameter zu ändern. Damit die Startposition selbst bei einer sample rate von 96kHz
noch frame-genau bearbeiten können, haben wir diesen Parameter für die ersten 100
Millisekunden um zwei Kommastellen erweitert. Benutzen sie “Skip” um ihren Songs ein
natürlicheres Verhalten zu geben. Beispielsweise wird eine Gruppe von Live-Musikern nur
selten eine Note zum exakt gleichen Zeitpunkt spielen. “Skip” ermöglicht es ihnen, diese
minimalen Zeitunterschiede zwischen den Instrumenten einzustellen und so die leichte
“Ungenauigkeit” von Live Sessions zu simulieren. Um das “Skip” zu deaktiveren, klicken
sie bitte den “bypass” Button links neben der Skip Überschrift.

WICHTIG: Wie der Filter Bereich kann auch der “Skip” Parameter mit “absoluten”
oder “relativen” Einstellungen benutzt werden. Die Funktionalität dieser
Option wurde im Filterbereich detailliert beschrieben.

Volume AHDSR
Der rechte Bereich unterhalb der Grundeinstellungen des Module Editors beinhaltet das
Volume AHDSR Feature (Volume Attack, Hold, Decay, Sustain, Release Curve).
Wenn ein mechanisches Instrument einen Ton produziert, verändert sich die relative
Lautstärke dieses Tons mit der Zeit. Die Veränderung variiert von Instrument zu Instrument.
Beispielsweise spielt eine Pfeifenorgel einen Ton bei gedrückter Taste mit konstanter
Lautstärke. Sobald die Taste losgelassen wird endet auch der umgehend der Ton. Der
Ton einer Gitarre ist im Gegensatz zur Orgel am lautesten nachdem er gespielt wurde und
klingt mit der Zeit aus. Somit hat jedes Instrument eine völlig eigenständige Lautstärke
Charakteristik.
Die AHDSR Hüllkurve beinhaltet nun die Möglichkeit, dieses Verhalten auch für eine
Stimme” eines Synthesizers einzustellen. Obwohl diese Einstellungen meist in Verbindung
mit der Lautstärke angewendet werden, ist es durchaus auch üblich andere Klangbereiche
wie z.B. Filterfrequenzen oder Oszillator Tonhöhen mit einer AHDSR Hüllkurve zu steuern.
58 KAPITEL 5
Pro Edit

Die AHDSR Hüllkurve wird durch fünf Parameter festgelegt:


• Attack: Legt fest, wie schnell ein Ton eine volle Lautstärke erreicht, nachdem er
aktiviert wurde (die Taste ist gedrückt). Für die meisten mechanischen
Instrumente ist dieser Moment praktisch sofort.
• Hold: Legt fest, wie lange die Hüllkurve auf dem höchsten Lautstärkeniveau bleiben
soll, bevor sie in die Decay Phase übergeht.
• Decay: Legt fest, wie schnell der Ton seine Lautstärke nach dem ersten Höchstwert
und der Hold Zeit abbauen soll.
• Sustain: Legt die “konstante” Lautstärke fest, die der Ton nach der Decay Phase
haben soll, bis die Taste losgelassen wird. Bedenken sie, dass dieser
Parameter einen Lautstärkewert und nicht eine Zeitdauer angibt.
• Release: Legt fest, wie schnell ein Ton ausgeblendet wird nachdem die Taste
losgelassen wurde. Diese Zeit ist oft sehr kurz. Längere Release Zeiten können
z.B perkussive Instrumente wie das Glockenspiel sein, oder ein Piano
mit gehaltenem Sustain Pedal.

Mit der VOL. AHDSR Hüllkurve können sie zeitglich den zeitlichen Verlauf und den
Lautstärke Verlauf von Layern, Sections oder Alternates anpassen.

Die AHDSR Kurve wird generell im „retrigger“ Modus genutzt. Dies bedeutet, dass für
jede neu gespielte Zone der Kurvenverlauf wieder von vorne begonnen wird. Diesen
Modus können sie jederzeit durch Klicken des „retr.“ Buttons in der oberen rechten Ecke
ausschalten.
Alle zeitbezogenen Parameter verfügen über eine zusätzliche Kurve (in %) oder
zusätzliche Lautstärkeeinestellungen, die ihnen noch feinere Anpassungen ermöglicht.
Benutzen sie die „v.“ (vertikal) und „h.“ (horizontal) Zoom Funktionen für eine Anpassung
der Darstellung der Kurve. Neben diesen Eingabefeldern können sie den zu vergrößernden
Bereich der Kurve auch mit der Maus umrahmen.

Um einen bereits horizontale gezoomten Bereich zu bewegen, drücken und halten sie die
“shift” Taste, klicken mit der Maus auf die Kurve und ziehen diese nach rechts oder links.
Über den “fit” Button wechselt die Darstellung wieder zur Ausgangsansicht.
best service ENGINE 2.0 59
Handbuch

WICHTIG: Die Engine Volume AHDSR Kurve erlaubt sogar positive


Lautstärke Werte bin hin zu zusätzlichen 12dB für die „Hold Level“ und
„Sustain Level“ Parameter. Bitte benutzen sie diese Einstellung sehr
vorsichtig, da dies möglicherweise ungewollte Übersteuerungen ihrer
Layers, Sections oder Alternates verursachen kann! Positive Werte immer
sofort in “rot” dargestellt.

WICHTIG: In ausgeschaltetem Zustand betrifft die „retrigger“ Funktion ausschließlich


Audio Dateien, die NICHT Teil einer Section oder eines Alternates sind,
sondern nur die Teil eines Layers sind. Wenn sie die Retrigger Funktion
für Sections oder Alternates benutzen möchten, müssen sie die AHDSR
Kurve der „internen Modifier“ benutzen.

Sie können ihre gesamten Parameter Einstellungen als eigenständige Presets abspeichern
oder durch „copy & paste“ auf andere Layer, Sections oder Alternates übertragen.

Um ihre Einstellungen zu speichern, klicken sie auf das „presets“ Pull-Down Menü und
wählen “save as”. Es erscheint ein Dialogfenster, in das sie den gewünschten Namen
für das Preset eingeben können. Das neue Preset wird automatisch zu der Preset Liste
hinzugefügt.
60 KAPITEL 5
Pro Edit

Neben der “save as” Funktion können sie ihre gesamten aktuellen VOL. AHDSR
Einstellungen auch ohne ein vorheriges Abspeichern ihrer Änderungen auf andere Layer,
Sections oder Alternates übertragen.
Um ihre Einstellungen zu kopieren, klicken sie auf das “presets” Pull-Down Menü und
wählen die Option “copy”. Anschließend wählen sie den Layer, die Section oder das
Alternate aus, auf welches sie die aktuellen Einstellungen übertragen möchten, klicken
erneut auf das “select” Pull-Down Menü der AHDSR Kurve und wählen “paste”. Nun
werden ALLE Parameter Einstellungen ihrer aktuellen AHDSR Kurve auf die Werte der
vorherigen Kurve aktualisiert.

Um die „VOL. AHDSR“ Kurve vorübergehend zu deaktivieren, klicken sie den „bypass“
Button in der oberen rechten Ecke.

WICHTIG: Wie Filter Bereich kann auch die „VOL. AHDSR“ Kurve mit “absoluten”
oder “relativen” Einstellungen genutzt werden. Die Erklärung zu diesen
Funktionsweisen können sie im Filter Bereich nachlesen.

TIP: Mit Engine’s Flexiblen Modifiern können sie ihren Filtern, Volume AHDSR
Kurven und Skip Einstellungen auch voll-dynamische Modifikationen zuweisen.
best service ENGINE 2.0 61
Handbuch

Flexible Modifiers

Mit Hilfe der Flexiblen Modifier und ihren Modulen können sie ihren Layern, Sections und
Alternates auch während des Spielens zusätzliche und sehr spezifische Modifikationen
zuweisen. Diese Modifikationen können sowohl gezielt eingestellt als auch zufällig
generiert werden. Der Flexible Modifier Editor ist ein extrem mächtiger und kreativer
Bestandteil von Engine!

BEISPIEL: Anhand eines „LFOs“ (interner Modulator) als „Quelle“ (source) und
„pitch“ als “Ziel” (destination) können sie ein Vibrato erzeugen. Gleichzeitig
können sie beispielsweise auch die Intensität der Modifikation einstellen,
indem sie den „modwheel“ Controller als Quelle und die “LFO intensity“
als „destination“ wählen. Mit dieser Kombination erstellen sie ein typisches
Synth Vibrato. Wenn sie hingegen “volume” anstelle von “pitch” als Ziel für
den ersten Modifier wählen, erstellen sie ein typisches Tremolo.

Engine bietet eine unbegrenzte Anzahl an möglichen Kombination aller verfügbaren


Parameter und in beliebiger Reihenfolge. Der gleichzeitige und mehrfache Zugriff auf die
gleichen Parameter garantiert die vollkommene Flexibilität in allen Bereichen.
Engine‘s Modifier sind in zwei Gruppen unterteilt:
• Externe Quellen: Eingehende MIDI Befehle, wie z.B. velocity, pitchbend, modwheel oder
jeder andere MIDI CC Befehl von ihrem Keyboard oder von ihrem
Sequenzer Programm durch MIDI und Host Automation.
• Interne Quellen: Dies sind die Engine internen Module, wie z.B. LFO, Glide,
Step Modulator, AHDSR Kurve, Free Envelope, Step Sequencer,
Arranger, Arpeggiator und Time Modulator.
62 KAPITEL 5
Pro Edit

Schauen wir uns nun alle internen und externen Modifier etwas genauer an:
Klicken sie das „new modifier“ Pull-Down Menü. Alle Quellen sind für einmalige oder
mehrfache Nutzung verfügbar.

Sobald sie einen Modifier ausgewählt haben - z.B. mod wheel (ctrl. #1) - wird eine kleiner
Kasten zu dem Modifier Fenster hinzugefügt.

Mit diesem ersten Schritt haben sie “Quelle” (source) ausgewählt. Um nun das “Ziel”
(destination) zuzuweisen, klicken sie auf das entsprechende Pull-Down Menü und wählen
z.B. “volume”.
best service ENGINE 2.0 63
Handbuch

Wenn sie nun das Instrument spielen und gleichzeitig das Mod Wheel ihres Keyboards
noch oben oder unten bewegen werden sie entsprechend die Lautstärke ihres Instruments
in Echtzeit ändern. Benutzen sie die beiden Parameter Eingabefenster unterhalb der
“source” und “destination” Pull-Down Menüs um den gültigen Bereich ihrer Modifikation
festzulegen. Zusätzlich können sie den Charakter der Kurve für die Modifikation einstellen
und somit den Übergang zwischen der unteren und der oberen Begrenzung festlegen. Um
die Kurve anzuzeigen und bearbeiten zu können, klicken sie den “curve” Button.

Neben dem generellen Kurvencharakter können sie auch ihre eigene Controllerkurve für
externe Modifier zeichnen. Dies ermöglicht es ihnen, völlig eigene und flexible Wechsel/
Überblendungen zwischen Instrumenten, die externe Controller benutzen, zu erstellen.
Für ein leichteres Zeichnen ihrer Steps können sie auch die Anzahl der Steps (Controller
Werte) zuweisen und ihre Einstellungen sogar kopieren, einfügen oder als Presets
abspeichern. Klicken sie auf den “controller” Button um zur Controller Matrix zu wechseln.
Über den “x-blend” Parmeter können sie zudem ihren eigenen Kurvencharakter einstellen.
Hier einige Beispiele, wie der Controller genutzt werden kann:

SHORTCUT: Mit gedrückter “ctrl” Taste zeichnen sie Steps mit einer roten Hilfslinie.

TIP: Sie können jeglichen externen MIDI controller (breath controller, mod wheel, etc.)
mit dem “controller” Feature nutzen, um zwischen mehreren Layers, Section und
Alternates zu wechseln/überblenden. Dadurch können sie zwischen zwei oder
mehreren Spieltechniken (z.B. long notes, vibrato, tremolo, etc.) einfach mit ihrem
MIDI Controller umschalten.
64 KAPITEL 5
Pro Edit

WICHTIG: Einige Flexible Modifier beinhalten zusätzliche interne Module, wie z.B.
LFO, Free Envelope, Step Modulator, etc. Diese Module werden im
rechten Bereich des Flexible Modifier Editor dargestellt:

Sie werden immer erst die Liste aller grundsätzlichen Ziele engezeigt
[Link] sie einen Flexiblen Modifier hinzufügen, der ein
zusätzliches internes Modul beinhaltet, wird die Liste der verfügbaren
Ziele automatisch um dieses Modul erweitert.

Neben den internen und externen Sourcen stehen als Destinations auch eine Vielzahl
an Parametern der Insert Filter und Effekte zur Verfügung - diese werden automatisch
im Menü angeboten. Durch diese Funktion kann z.B. die Veränderung des “Frequency”
Parameterwerts (Destination) eines 6 Band Equalizers mit dem Modwheel (Source)
vorgenommen werden. Ebenso möglich ist die Veränderung des “dry/wet” Wertes
von einem Origami Impulse Response Prozessor (Destination) auf den Verlauf eines
Stepmodulators (Source) zu legen. In diesem Fall wird der “dry/wet” Wert entsprechend
des gezeichneten Stepmodulator Verlaufs verändert.

TIP: Achten sie bei Verwendung von internen Sourcen (LFO, Stepmodulator, Free
Envelope, etc.) mit dieser Funktion darauf, den “retrigger” Parameter
für die internen Sourcen entsprechend zu aktivieren oder zu deaktivieren. Dadurch
wird festgelegt, ob der aktuelle Verlauf der Sequenz jedesmal wenn neue Tasten
gespielt werden von vorne gestartet wird (retrigger “an”) oder aber ob der Verlauf
der Sequenz fortgesetzt wird (retrigger “aus”).
best service ENGINE 2.0 65
Handbuch

Neben den verfügbaren Modifiern beinhaltet das “modifier” Pull-Down Menü auch das
“preset” Untermenü. Presets ersetzen immer alle aktuell geladenen Modifier! Nutzen
sie die “append” Funktion wenn sie Presets zu ihren bereits vorhandenen Modifiern
hinzufügen möchten. Mit “copy/paste” und “save” können sie eigene Presets erstellen.

TIP: Wenn sie regelmäßig einen externen MIDI Controller mit den Flexiblen Modifiern
benutzen, können sie sich alle ihre Einstellungen als Modifier Presets abspeichern.
Dadurch müssen sie ihr Grund Setup nicht jedesmal neu erstellen.

External Sources
Engine beinhaltet die folgenden Externen Quellen:

Fix Value
Der einzig wirklich statische Modifier von Engine, der den eingehenden MIDI note-on
Befehl von ihrem Controller an das ausgewählte Ziel routet.

Velocity
Der Wert des ausgewählten Flexible Modifier Ziels ist von dem Velocity Wert des
eingehenden MIDI Befehls abhängig.
66 KAPITEL 5
Pro Edit

Release Velocity
Wird nur von einigen MIDI Controllern unterstützt, meistens Keyboards. Der Wert des
ausgewählten Flexible Modifier Ziels hängt von der Geschwindigkeit ab, wie schnell sie die
Taste ihres Keyboards loslassen.

Random
Jeder eingehende MIDI note-on Befehl erzeugt einen Zufallswert innerhalb des
festgelegten Bereichs für das Flexible Modifier Ziel.

Pitchbend
Der Wert des ausgewählten Flexible Modifier Ziels ist von der Position des Pitchbend
Controllers ihres Keyboards abhängig (meist ein Rad oder eine Joystick).

Modwheel
Der Wert des ausgewählten Flexible Modifier Ziels ist von der Position des Modwheel
Controllers ihres Keyboards abhängig (meist ein Rad oder eine Joystick).

Mono Aftertouch (channel pressure)


Der Wert des ausgewählten Flexible Modifier Ziels wird durch das erneute, nachhaltige
Drücken einer bereits gedrückten Taste erzeugt.

Poly Aftertouch (key pressure)


Funktioniert wie „Mono Aftertouch“, jedoch für jede Taste einzeln.

MIDI Automation
Hier können sie völlig frei aus 128 MIDI CCs (Continuous Controllers) auswählen und
diese einem Flexible Modifier Ziel zuweisen.
Der “L” Button aktiviert die “MIDI learn” Funktion. Wenn sie diesen Button aktiveren und
danach einen beliebigen Controller bewegen, wird Engine diese CC Nummer und die
aktuelle Position des Werts automatisch übernehmen.

Host Automation
Ermöglicht die direkte Automation von Flexible Modifier Zielen durch ihre Sequenzer
Software.

WICHTIG: Die MIDI und Host Automation in diesem Bereich betrifft nur die Flexiblen
Modifier. Für die leistungsstarke Automation des Engine Mischers
und der Insert Filter und Effekte lesen sie bitte das Kapitel “Automation” .

Custom Control
Ermöglicht die direkte Zuweisung eines Flexible Modifier Parameters direkt auf einen der 8
frei zuweisbaren „Custom Remote“ Regler oder Schalter auf der Quick Edit Seite.

Key Position (keyboard tracking)


Der Wert des ausgewählten Flexible Modifier Ziels ist von der Position der Taste innerhalb
des gesamten Bereichs ihres Keyboards (oder anderem MIDI Controller) abhängig.
best service ENGINE 2.0 67
Handbuch

Key Distance
Der Wert des ausgewählten Flexible Modifier Ziels ist von dem Abstand zwischen der
vorherigen und der kommenden Note auf ihrem Keyboard (MIDI Controller) abhängig.

Key Up
Funktioniert wie „Key Distance“, jedoch nur für Tasten innerhalb der Spielrichtung nach
oben.

Key Down
Funktioniert wie „Key Distance“, jedoch nur für Tasten innerhalb der Spielrichtung nach
unten.

Internal Sources
Grundsätzlich beinhaltet jeder interne Flexible Modifier von Engine sein eigenes „preset“
Pull-Down Menü, sodass sie neben den allgemeinen Presets ihrer Flexible Modifier auch
zusätzlich Presets für jeden einzelnen internen Flexible Modifier separat verwalten können.
Diese “preset” Pull-Down Menüs beinhalten ebenfalls die copy/paste Funktion für eine
sofortige Übernahme der Einstellungen zu anderen internen Flexiblen Modifiern, ohne
dass sie ihre Änderungen vorher abspeichern müssen. Zusätzlich können die das Display
jedes Modifiers minimieren, indem die einfach auf das kleine Dreieck-Symbol in der oberen
linke Ecke jedes Modifiers klicken. Selbst in zugeklapptem Modus haben sie immer noch
volle Kontrolle über die Grundparameter des internen Modifiers. Abhängig ihres Setups
kann die Liste der genutzten Internen Modifier sehr lang werden (Beispiel A). Für einen
besseren Workflow - besonders wenn sie mit einer hohen Anzahl an Internen Quellen
arbeiten - können sie den „solo view“ Button einschalten. Sobald aktiviert wird immer nur
die momentan ausgewählte Interne Quelle komplett dargestellt und alle anderen werden
automatisch minimiert (Beispiel B).

Beispiel A: “solo view” Button nicht aktiv.


68 KAPITEL 5
Pro Edit

Beispiel B: „solo view“ Button aktiv.

LFO (Low Frequency Oscillator)

Zusätzlich zu dem/den Haupt-Oszillator/en eines Synthesizers - der für die Erzeugung des
Audio Signals zuständig ist - ist ein LFO ein zusätzlicher Oszillator, der in vergleichsweise
tieferen Frequenzen operiert (daher sein Name) und der das Audio Signal auf eine
Art und Weise moduliert, die einen hörbaren Unterschied im Signal erzeugt ohne eine
aktuelle Hinzunahme einer weiteren Sound Quelle. LFOs wurden als Konzept erstmals
in modularen Synths der 60er und 70er verwendet - meist entstanden die Effekte eher
zufällig; genauso war es mit den umfangreichen Möglichkeiten eines modularen Synth
Benutzers, der die Instrumente miteinander verbunden hat, um eine immense Zahl von
verschiedenen Konfigurationen zu erstellen. Seit dieser Zeit waren LFOs in nahezu
jedem Synthesizer vertreten und auch andere elektronische Instrumente wie z.B. Sampler
integrierten LFOs, um so die Möglichkeiten für Sound Veränderung zu steigern.
Das Prinzip von LFOs im Sinne einer Signal Modulation - im Gegensatz zu dem
Hinzufügen eines Signals - ist dass ihre hörbare Frequenzen niedriger als die hörbaren
Frequenzen des menschlichen Ohrs sind (20Hz bis 20kHz). Das heißt die Frequenz ist zu
niedrig um noch als Ton gehört werden zu können.
Ein LFO kann dazu verwendet werden eine Vielzahl an unterschiedlichen Paramtern
zu steuern, wie z.B. die Frequenz des Audio Oszillators, der Phase, Panning, Filter
Frequenz, oder die Velocity des Synthesizer Ausgangs. Wenn ein LFO beispielsweise zu
“pitch” geroutet wird, funktioniert er als eine Art Vibrato; und wenn ein LFO die Amplitude
(Lautstärke) moduliert, entsteht ein Tremolo.
best service ENGINE 2.0 69
Handbuch

Für die meisten Synthesizer und Sound Module gibt es eine Menge unterschiedlicher
Möglichkeiten, durch die der Benutzer die Effekte, die durch einen LFO entstehen,
verändern kann. Diese kann eine Vielzahl unterschiedlicher Wellenformen sein, oder
auch eine Rate Kontrolle, Routing Optionen (wie oben beschrieben), eine Tempo
Synchronisations Feature und eine Möglichkeit, den Umfang zu kontrollieren, bei dem der
LFO das Audio Signal moduliert.
Elektronische Musiker nutzen LFOs für eine Vielzahl von Anwendungen. Angefangen
beim Hinzufügen eines einfachen Vibratos oder Tremolos zu einer Melodie bis hin zu sehr
komplexen Anwendungen, wie z.B. das Triggern eines Gate Envelopes. Unterschiedliche
LFO Geschwindigkeiten erzeugen auch viele bereits bekannte Effekte in der modernen
Musik: Eine sehr geringe Geschwindigkeit kann beispielsweise benutzt werden, um die
Filter Frequenz zu modulieren, wodurch die charakteristische, stufenweise Empfindung
erzeugt wird, dass dem Zuhörer der Ton mit der Zeit immer klarer und näher erscheint. Im
Gegensatz dazu kann eine hohe Geschwindigkeit für einen bizarr klingenden “Riffelungs”
Sound Effekt benutzt werden (natürlich ist ein weiterer wichtiger Anwendungsbereich für
LFOs die Nutzung für verschiedene Sound Effekte in Filmen). Wie dem auch sei, all diese
Effekte sind recht schwierig zu beschreiben, dafür aber wesentlich verständlicher wenn
man sie einfach anhört.

Sie können zwischen den folgenden Wellenformen wählen: Sinus, Triangel, Viereck,
Sägezahn und Zufall.
Der “retr.” Button ermöglicht die Einstellung, ob der LFO Verlauf für jede neu gespielte
Note immer wieder von vorne gestartet werden soll.

Die LFO Parameter im Detail:

Frequency:
Hier können sie die Anzahl der Wellenform Wiederholungen pro Sekunde einstellen und
somit die Geschwindigkeit des LFO in Hertz. 1.00 Hz = eine vollständige Wellenform
Wiederholung pro Sekunde.

Sync:
Nutzen sie diese Option zur Synchronisierung ihres LFO Tempos zu ihrem Host oder zum
Engine internen Tempo. Wenn aktiviert, wechselt das Frequenz Eingabefeld zu einem Pull-
Down Menü, in dem sie dann die Art der Synchronisierung speziell einstellen können.

Delay:
Hier können sie ihrem LFO ein Delay zuweisen. Kombinieren sie diese Option mit einer
zusätzlichen AHDSR Kurve um einen Fade-in ihres LFOs zu erzeugen.
70 KAPITEL 5
Pro Edit

AHDSR Hüllkurve

Dieser interne Flexible Modifier ermöglicht die Einstellung einer spezifischen


Modulationskurve für das ausgewählte Ziel. Alle Parameter sind identisch mit der Haupt-
AHDSR Hüllkurve des Module Editors.

Free Envelope Unipolar / Bipolar

Free Envelope ermöglicht ihnen, den gesamten Verlauf einer kommenden Modulation
bereits im Vorfeld festzulegen.
Im Gegensatz zu der AHDSR Hüllkurve, die maximal mit 10 Parametern eingestellt werden
kann, erlaubt Free Envelope eine unbegrenzte Anzahl frei zuweisbarer Marker.

WICHTIG: Ein Free Envelope Marker beinhaltet auch immer einen „level“ und einen
„position“ Wert. Zusätzlich können sie über den “curve” Parameter
einstellen, wie der ausgewählte Marker erriecht werden soll.

Marker hinzufügen:
Um ihrem Free Envelope Marker hinzuzufügen, klicken sie einfach auf die gewünschte
Position im Bearbeitungs Display, an der sie den Marker hinzufügen möchten.
best service ENGINE 2.0 71
Handbuch

Marker löschen:
Zum Löschen klicken einfach sie “kurz” auf den Marker! (Anderenfalls selektieren sie den
Marker).

Marker bearbeiten/verschieben:
Grundsätzlich können sie die “level” und “curve” Parameter wie gewohnt durch die
Eingabefelder oder durch Klicken und Ziehen auf das Feld mit der Maus bearbeiten.
Zusätzlich können sie Marker auch direkt mit der Maus bearbeiten und bewegen. Klicken
und halten sie hierfür auf einen Marker, den sie bearbeiten möchten, und ziehen sie
an die gewünschte Position. Die “level” und “position” Werte werden sich automatisch
entsprechend ändern.
Wenn sie mehrere Marker gleichzeitig verschieben möchten, , drücken und halten sie die
“alt” Taste bevor sie den Marker auswählen. Nun werden auch alle Marker RECHTS von
dem ausgewählten Marker automatisch mit ausgewählt (in roter Farbe) und sie können die
Gruppe an eine neue Position schieben. Um beim Verschieben den eingestellten Abstand
zwischen zwei Markern beizubehalten, klicken und halten sie die grüne Verbindungslinie
zwischen zwei Markern (die Farbe der Linie ändert sich in rot). Wenn sie die beiden Marker
nun an eine neue Position ziehen, wird sich der (Zeit)-Abstand nicht verändern.

TIP: Für das Fine-Tuning von Markern können sie auch die “shift” Taste vor der
Auswahl des Markers drücken und halten. Wenn sie nun den Marker verschieben,
werden alle Änderungen Kommastellen genau umgesetzt.

Sie können grundsätzlich einstellen, ob der Free Envelope „unipolar“ oder „bipolar“
dargestellt werden soll. Einziger Unterschied ist, dass im “bipolaren” Modus auch negative
Werte der Marker dargestellt werden, was ihnen die Arbeit wesentlich erleichtert, sollte
der zugewiesene Wertebereich des Flexible Modifier Ziels negative und positive Werte
beinhalten.

BEISPIEL: Ihr Flexible Modifier Ziel ist “pitch” und der zugewiesene Bereich ist von
“0” bis “+10” Halbtönen. Hier ist der unipolare Free Envelope völlig
ausreichend, da der “level” Wert “0%” auch “0” Halbtönen und der Wert
“100%” zufolge „+10“ Halbtönen entspricht.
Wenn sie nun einen “pitch” Bereich von “-10” bis “+10” einstellen und
weiter im unipolaren Modus arbeiten, müssen sie ständig bedenken,
dass nun der “level” Wert “0%” gleich “-10” Halbtönen, der “level” Wert
“50%” gleich “0” Halbtönen und der “level” Wert “100%” gleich “+10”
Halbtönen entspricht. Dies macht es recht umständlich, da sie den
Wertebereich ständig bedenken müssen.
Wechseln sie nun zum bipolaren Modus, wird das Free Envelope Display
auch die negativen Werte anzeigen. Das heißt, dass nun der “level” Wert
“0%” gleich “0”, “-100%” gleich “-10” und “100%” gleich “+10” Halbtönen
entspricht.
72 KAPITEL 5
Pro Edit

Nutzen sie diese Option zur Synchronisierung ihres Free Envelopes zu ihrem Host oder
zum Engine intern. Wenn aktiviert wird sich die obere Zeitleiste und der “position” Wert
entsprechend ändern. Der kleinste gültige Wert für die Sync Option ist 1/128.
Der “retr.” (retrigger) Button ermöglicht die Einstellung, ob der Free Envelope Verlauf für
jede neu gespielte Note immer wieder von vorne gestartet werden soll.
Der „loop“ Button aktiviert einen ständigen Loop zwischen den zwei festen Loop Markern,
sichtbar durch die zwei horizontalen gestrichelten Linien.
Um in die aktuelle Ansicht des Free Envelopes hinein oder heraus zu zoomen, geben sie
einfach den gewünschten Zoom Faktor in das Eingabefeld ein oder ändern sie den Wert
mit der Maus. Mit dem Scroll-Balken können sie an die gewünschte Position scrollen. Um
zu der Ausgangsdarstellung des gesamten Free Envelopes zurückzugelangen, klicken sie
den “fit” Button.

TIP: Sie können auch die blaue Zeitleiste benutzen, um pixelgenau an die gewünschte
Stelle des Free Envelopes zu scrollen. Klicken und halten sie einfach eine Position
in der Zeitleiste und ziehen sie diese mit der Maus nach rechts oder links.

Step Modulator Unipolar / Bipolar

Der Step Modulator ermöglicht eine sogenannte “gestepptes” Modulation. In der Praxis
wir dieser interne Flexible Modifier häufig mit “pitch” oder “cutoff filter” benutzt, um so
einen typischen “zerlegten” Verlauf zu erzeugen. Um noch genauere Einstellungen zu
ermöglichen, ist Engine‘s Step Modulator auf 128 Steps erweitert. Zusätzlich können sie
auch zwischen der “unipolaren“ und „bipolaren“ Ansicht ihrer Einstellungen umschalten
(siehe Kapitel „Free Envelope“). Um den Verlauf einzuzeichnen oder zu ändern, klicken
(und halten) sie auf den entsprechenden Balken im Step Modulator Bearbeitungsfenster.
Nun können sie durch hoch oder runter ziehen der Maus das Niveau anpassen. Um
mehrere Balken zeitgleich zu bearbeiten, halten sie die Maustaste gedrückt und bewegen
sie die Maus nach rechts oder links.

SHORTCUT: Drücken und halten sie die “ctrl” Taste, um ihre Steps mit einer roten
Hilfslinie zu zeichnen.
best service ENGINE 2.0 73
Handbuch

WICHTIG: Für das leichtere Anpassen ihres Verlaufs können sie die Parameter
Einstellungen ihres Step Modulators sogar während des Abspielens ihrer
Sequenz in Echtzeit verändern.

Schauen wir uns die Parameter des Step Modulators nun genauer an:

„loop“ Pull-Down Menü:


Hier können sie zwischen den folgenden drei verschiedenen Loop Arten wählen:
• loop: ständiges Wiederholen ihrer Sequenz; immer wieder von Anfang an.
• loop FB (loop forward/backward): ständiges Wiederholen ihrer Sequenz; jedoch
jeweils von Anfang bis Ende der Sequenz und wieder zurück.
• no loop: einmaliges Abspielen ihrer Sequenz bis zum Ende.
Benutzen sie den „sync“ Button um den Step Modulator mit ihrem Host oder Engine intern
zu synchronisieren. Sobald aktiviert, ändert sich das “frequency” Eingabefeld in ein Pull-
Down Menü, indem sie zwischen den verschiedenen Sync Optionen auswählen können.
Zusätzlich wird der „input quant.“ Button für die MIDI Input Quantisierung unten links im
Step Modulator Fenster eingeblendet.
Benutzen sie den „retr.“ Button, das „presets“ Pull-Down Menü und den „bipolar“ Button
wie bereits in diesem Kapitel erklärt.

Steps:
Benutzen sie das “steps” Eingabefeld, um die Anzahl der benutzten Steps festzulegen. Die
maximale Anzahl benutzter Steps ist zur Zeit 128.

Frequency:
Hier können sie die Geschwindigkeit in Hertz einstellen. 1.00 Hz = eine komplette Step
Modulator Abfolge pro Sekunde.

X-fade:
Hier können sie einen weichen Übergang zwischen zwei aufeinanderfolgende Steps
einstellen.

TIP: Wenn sie recht große Werte für den X-fade Parameter eingeben, erhalten sie
einen extrem weichen Step-Übergang, was sehr schöne und interessante
Sequenzen erzeugen kann.

Delay:
Hier können sie ihrem Step Modulator ein Delay zuweisen. Kombinieren sie diese Option
mit einer zusätzlichen AHDSR Hüllkurve, um einen Fade-in ihres Step Modulators zu
erzeugen.

Shuffle:
Selbsterklärend ;-)
74 KAPITEL 5
Pro Edit

Glide (Portamento)

Portamento erzeugt ein ständiges hoch und runter “Gleiten” in der Frequenz der
vorherigen Note, eher zu verstehen als ein eigenständiges Wechseln von einer zu
der nächsten Note. Dies wird am häufigsten bei Saiteninstrumenten wie Gitarre oder
Streichinstrumenten angewendet, die eher einen fortlaufenden Frequenzbereich erzeugen,
als auf eine chromatische oder diatonische Skala beschränkt zu sein - und ist unmöglich
für ein festgestimmtes Instrument, wie das Klavier.
Portamento kann von Synthesizern häufig automatisch erzeugt werden, immer dann,
wenn eine Parametereinstellung für die Geschwindigkeitskontrolle genutzt werden kann,
und so festlegt, wann sich ein Oszillator zu einem neuen Pitch bewegt. Häufig wird dieser
Parameter „glide“ genannt. Alternativ dazu können Portamento Effekte auch manuell über
das Pitch Wheel des Synthesizers erzeugt werden. Synth Spuren mit viel Portamento sind
typisch für West Coast G funk Mitte der 90er und werden auch weiterhin ein markanter
Bestandteilt der heutigen elektronischen Musik sein.
Für MIDI Sequenzen kann Portamento durch eine Channel Nachricht erstellt werden, die
einen gleitenden Effekt erzeugt, indem sie Tonlage der zuletzt gespielten Note sehr weich
auf die Tonlage der aktuell gespielten Note ändert. Zusätzlich ermöglicht Engine auch die
Nutzung anderer Destinations als “pitch” - was sehr nützlich sein kann und auch recht
interessant klingt.
Die „glide“ Parameter von Engine sind:

Legato Button:
Wenn aktiviert wird die “glide” Funktion nur dann genutzt, falls sich 2 oder mehr Noten
gegenseitig überlappen.

Time:
Legt die Zeit für den Wechsel von einer Note zur Nächsten fest.

Chromatic Button:
Wenn dieser Button aktiviert ist, wird der Abstand zwischen der gespielten und der
nächsten Note berechnet und die Zeit ihres “glide“ entsprechend erweitert.

BEISPIEL: Ihre aktuelle Zeit für „glide“ ist auf 100ms eingestellt. Wenn sie nun den
„chromatic“ Button aktivieren und zuerst die Note C3 und danach D#3
spielen, wird die neu errechnete Zeit für “glide” 300ms sein.

Key Limit:
Hier können sie den Parameter „chromatic“ eingrenzen und die maximale zu
berücksichtigende Entfernung für zwei nacheinander gespielte Noten einstellen.
Wenn sie diesen Wert auf beispielsweise 5 Halbtöne setzen, wird die neu errechnete Zeit
best service ENGINE 2.0 75
Handbuch

für glide nie größer als 5 Halbtonschritte sein, selbst wenn die tatsächliche Entfernung
zwischen den beiden gespielten Noten größer als 5 Halbtöne ist.

Curve:
Selbsterklärend ;-)

Step Sequencer

Wie der Step Modulator ermöglicht auch der Step Sequencer eine sogenannte “gesteppte”
Modulation. Im Gegensatz zu dem Step Modulator (wird häufig mit “pitch” oder “cutoff
filter” benutzt), benutzt der Step Sequencer ausschließlich die Destination „note on“, um so
einen typischen “zerlegten” Verlauf zu erzeugen.
Um noch genauere Einstellungen zu ermöglichen, ist Engine‘s Step Sequencer auf 64
Steps erweitert. Um den Verlauf einzuzeichnen oder zu ändern, klicken (und halten) sie auf
den entsprechenden Balken im Step Modulator Bearbeitungsfenster. Nun können sie durch
hoch oder runter ziehen der Maus das Niveau anpassen. Um mehrere Balken zeitgleich zu
bearbeiten, halten sie die Maustaste gedrückt und bewegen sie die Maus nach rechts oder
links.

SHORTCUTS: Mit gehaltener “shift” Taste (Mac und Windows XP) können sie die
Balken in kleineren, feineren Schritten bearbeiten.

TIP: Der Step Sequencer benutzt den gesamten Keyboard Bereich. Dies ermöglicht
ihnen beispielsweise auch recht schöne Sequenzen für Streicher zu erstellen.
Da Engine eine unbegrenzte Anzahl an Step Sequencern pro Layer erlaubt,
können sie den Step Sequencer auch zum Erstellen von ganz eigenen Schlagzeug
Sequenzen benutzen! Sie können einen Step Sequencer pro einzelne Taste ihres
Keyboards hinzufügen (eine Taste pro Schlagzeug Element) und somit eine
typische Drummachine erstellen.

Die Step Sequencer Parameter im Detail:

„sustain” Button:
Falls aktiviert, werden die Steps bis zum Erreichen des jeweils nächsten Steps abgespielt.
76 KAPITEL 5
Pro Edit

„midi thru” Button:


Benutzen sie diesen Button, um die MIDI Noten die der Step Sequenzer generiert zu ihrem
MIDI Output oder ihrer Sequenzer Software zu routen. Sie können dieses Feature dazu
benutzen, die MIDI Noten in ihrer Sequenzer Software aufzunehmen oder die Noten zu
einem anderen Hardware oder Software Instrument zu triggern.

„loop“ Pull-Down Menü:


Hier können sie zwischen den folgenden zwei verschiedenen Loop Arten wählen:
• loop: ständiges Wiederholen ihrer Sequenz; immer wieder von Anfang an.
• no loop: einmaliges Abspielen ihrer Sequenz bis zum Ende.

„hold” Button:
Normalerweise wird einen MIDI Datei immer nur solange abgespielt, wie die zugewiesene
Taste auf dem Keyboard gedrückt wird. Wenn sie den “hold” Button aktivieren, müssen sie
die Taste zum Abspielen der MIDI Datei nur einmal drücken. Wenn sie die Taste erneut
drücken wird das Abspielen der Datei gestoppt.
Grid:
Die Hintergrund-Matrix um die Ansicht des Step Sequencer anzupassen.

„Time” Pull-Down Menü:


Hier können sie die Abspielgeschwindigkeit der Sequenz auswählen:
• 1/2 x speed: Abspielen in halber Geschwindigkeit des Originaltempos der Sequenz
(Host Tempo oder Engine internes Tempo).
• 1 x speed: Abspielen im Originaltempo der Sequenz
(Host Tempo oder Engine internes Tempo).
• 2 x speed: Abspielen in doppelter Geschwindigkeit des Originaltempos der Sequenz
(Host Tempo oder Engine internes Tempo).

Steps:
Benutzen sie das “steps” Eingabefeld, um die Anzahl der benutzten Steps festzulegen. Die
maximale Anzahl benutzter Steps ist zur Zeit 64.

“rate” Pull-Down Menü:


Hier können sie die Länge ihrer Sequenz in Viertel-Schritten auswählen.
Wenn sie z.B. “1” auswählen, beträgt die Länge ihrer Sequenz ein Viertel.

„input quant.“ Button:


Automatische Anpassung des Starts ihrer Sequenz an das Tempo ihrer Host Applikation.

„delay“ Pull-Down Menü:


Hier können sie dem Startpunkt des Abspielens ihrer Sequenz ein Delay zuweisen.

Shuffle:
Selbsterklärend ;-)
best service ENGINE 2.0 77
Handbuch

Arpeggiator

Der Arpeggiator ermöglicht ihnen das automatische Abspielen abwechselnder Noten oder
Akkorde abhängig von ihrem Signaleingang - meistens ein MIDI Controller (Keyboard,
etc.). Dieser erzeugt ein elektronisch erstelltes Arpeggio. Arpeggiatoren reichen von
einfachen Strukturen bis hin zu komplexen, vom Benutzer kontrollierbaren Sequenzen.
Diese Sequenzen sind sehr populär im Bereich der Dance Musik (z.B. Techno) reichen
allerdings auch zurück bis zur frühen Zeit der analogen Synthesizer der 70er und 80er
Jahre. Mit dem Engine Arpeggiator werden sie viel Spaß haben und kann sie zu wirklich
einzigartigen Ideen inspirieren - ganz zu schweigen von den Möglichkeiten, auch Musikern
ohne viel Erfahrung die Nutzung komplexer Verläufe nutzbar zu machen, die ohne die Hilfe
eines Arpeggiators kaum zu realisieren wären.
Der Engine Arpeggiator erlaubt zudem das Importieren eigener MIDI Dateien über das
“midi file” Pull-Down Menü. Der Root Key von importierten MIDI Dateien ist “C3”.
Sie können MIDI Dateien auch direkt von ihrem Desktop oder aus anderen Ordnern in das
Apreggiator Display ziehen.

Die Arpeggiator Parameter im Detail:


„midi thru” Button:
Benutzen sie diesen Button, um die MIDI Noten die der Arpeggiator generiert zu ihrem
MIDI Output oder ihrer Sequenzer Software zu routen. Sie können dieses Feature dazu
benutzen, die MIDI Noten in ihrer Sequenzer Software aufzunehmen oder die Noten zu
einem anderen Hardware oder Software Instrument zu triggern.

„loop“ Pull-Down Menü:


Hier können sie zwischen den folgenden zwei verschiedenen Loop Arten wählen:
• loop: ständiges Wiederholen ihrer Arpeggiator Sequenz; immer wieder von Anfang an.
• no loop: einmaliges Abspielen ihrer Arpeggiator Sequenz bis zum Ende.
78 KAPITEL 5
Pro Edit

“dynamic”:
Falls deaktiviert, wird die Abspielvelocity des Arpeggiators immer das Maximum “127” sein.
Wenn sie lieber anderes statische Velcity Werte verwenden möchten, passen sie einfach
den Wert des “vel. offset” Parameters entsprechend an.
Durch Aktivieren des “dynamic” Buttons wird die Abspielvelocity des Arpeggiators immer
von der gespielten Velocity auf ihrem Keyboard abhängen.

“vel. offset”:
Nutzen sie diesen Parameter für eigene statische Velocity Werte. Der Wertebereich geht
von -127 bis zu +127.

„octave”:
Hier können sie die Oktaven Anzahl für ihre Arpeggiator Sequenz eingeben.

“mode” pull-down menu:


Hier können sie zwischen 15 unterschiedlichen Abspielrichtungen der Arpeggiator Sequenz
auswählen, wie z.B. “up”, “down”, “up & down”, etc.

„input quant.“ Button:


Automatische Anpassung des Starts ihrer Arpeggiator Sequenz an das Tempo ihrer Host
Applikation.

„Time” Pull-Down Menü:


Hier können sie die Abspielgeschwindigkeit der Arpeggiator Sequenz auswählen:
• 1/4 x speed: Abspielen in einem Viertel der Geschwindigkeit des Originaltempos der
Arpeggiator Sequenz (Host Tempo oder Engine internes Tempo).
• 1/2 x speed: Abspielen in halber Geschwindigkeit des Originaltempos der Arpeggiator
Sequenz (Host Tempo oder Engine internes Tempo).
• 1 x speed: Abspielen im Originaltempo der Arpeggiator Sequenz (Host Tempo oder
Engine internes Tempo).
• 4 x speed: Abspielen in vierfacher Geschwindigkeit des Originaltempos der
Arpeggiator Sequenz (Host Tempo oder Engine internes Tempo).

„delay“ Pull-Down Menü:


Hier können sie dem Startpunkt des Abspielens ihrer Arpeggiator Sequenz ein Delay
zuweisen.

Shuffle:
Selbsterklärend ;-)

WICHTIG: Möglicherweise benötigen sie einen “gate” Parameter für ihren Arpeggiator.
Da die AHDSR Kurve von Engine wesentlich mehr Möglichkeiten
als ein einfacher “gate” Parameter beinhaltet, empfehlen wir ihnen die
Nutzung dieses Features für individuellere Einstellungen.
best service ENGINE 2.0 79
Handbuch

Arranger

Der yellow tools Arranger ist ein einzigartiger und inspirierender MIDI File Player mit
automatischer Akkord Erkennung.
Das bedeutet, dass sie eine oder mehrere MIDI Dateien (z.B. ein kleines Streicher
Arrangement) in den Arranger importieren können und diese MIDI Datei(en) zu Akkorden
zuweisen. Wenn sie nun die Akkorde auf ihrem Keyboard spielen, werden die MIDI Dateien
gestartet und der Arranger transponiert die MIDI Dateien automatisch zu der richtigen
Position - abhängig von der Position des Akkordes und der Oktave.
Schauen sie sich einfach die verfügbaren Arranger Layer im Ordner “Inspiring Instruments/
Arranger” an, und sie werden sehen wie dieser MIDI File Player genutzt werden kann.
Neben dem Basisfenster verfügt der Arranger auch über ein zusätzliches Editor Fenster,
das durch einen Klick auf den “edit” Button geöffnet wird:

Den Editor Bereich werden sie nur dann benötigen, wenn sie eigene “Arrangements”
erstellen oder die Parameter bereits verfügbarer Presets verändern möchten.

Der Arranger arbeitet in vier verschiedenen Modus: Im “easy mode” benötigen sie für
ihr Arrangement zwei MIDI Dateien - eine für ihre die Dur Akkorde und eine für die Moll
Akkorde. Bitte wählen sie “easy mode” im “mode” Pull-Down Menü aus...
80 KAPITEL 5
Pro Edit

wählen anschließend einen Akkord aus...

und importieren abschließend ihre MIDI Datei (hier die MIDI Datei für die Moll Akkorde).
best service ENGINE 2.0 81
Handbuch

Sie können MIDI Dateien auch per Drag’n’Drop von ihrem Desktop oder einem beliebigen
Ordner direkt importieren.
Wiederholen sie den Vorgang und weisen eine andere MIDI Datei für die Dur Akkorde aus.
Sie können die “auto import MIDI file(s)” Option für den Import mehrerer MIDI Dateien
gleichzeitig verwenden. Wichtig für diesen Vorgang ist die Namensgebung der MIDI
Dateien. Engine sucht nach einem “X” und einem “Akkord” im Namen, sodass kompatible
MIDI Dateien folgendermaßen aussehen können: “meinedatei X C [Link]” oder
“meinedatei X D# [Link]”. Wenn sie nun Akkorde auf ihrem Keyboard spielen, werden
sie feststellen, dass für Moll Akkorde andere MIDI Dateien abgespielt werden als für
Dur Akkorde. Zusätzlich werden alle Dur und Moll Akkorde die sie spielen, automatisch
richtig transponiert, insofern müssen sie für die gesamte Performance lediglich 2 MIDI
Akkorde arrangieren! Nun werden sie vielleicht denken, dass Dur und Moll Akkorde nicht
ausreichend sind - selbstverständlich gibt es noch eine Vielzahl an weiteren Akkorden
die sie spielen können... Aus diesem Grund gibt es die drei weiteren Modus, sodass sie
noch wesentlich komplexere Arrangements erstellen können. Neben MIDI Dateien für Dur
und Moll Akkorde können sie im “medium” Modus zusätzlich auch MIDI Dateien füe alle
anderen Akkorde zuweisen:
82 KAPITEL 5
Pro Edit

WICHTIG: Der “auto chord harmonizer” ist ein sehr ausgefeilter Algorithmus der selbst
im “easy” und “medium” Modus die Nutzung des key pull-down Menüs
erlaubt! Selbst wenn sie nur sehr wenige MIDI Dateien für ihre Chords
haben, können sie den “auto chord harmonizer” aktivieren und dieser wird
dann automatisch alle anderen Chords und Skalen automatisch und in
Echtzeit erstellen und anpassen - entsprechend des ausgewählten Keys.

Sollte ihnen selbst diese Zuweisung nicht ausreichend sein, können sie im “complexe”
Modus MIDI Dateien für jede einzelne Note separat zuweisen:
best service ENGINE 2.0 83
Handbuch

Abhängig von ihrem Arrangement haben sie eventuell sehr viele MIDI Dateien zuzuweisen.
Über das “key” Pull-Down Menü können sie den Root Key für alle MIDI Dateien in nur
einem Schritt ändern.

Nutzen sie den Arranger im “single” Modus wenn sie MIDI Dateien zu jeder Note einzeln
zuweisen möchten. In diesem Modus ist die automatische Akkorderkennung deaktiviert,
sodass der Arranger wie ein einfacher MIDI Player für Grooves oder Lines arbeitet.
84 KAPITEL 5
Pro Edit

Der Arranger verfügt über eine eigene Key Switch Funktion, über die sie verschiedene
Arranger Bänke ansteuern können:
Wählen sie zuerst die Option “create new bank”...

... und weisen sie anschließend die gewünschte Key Switch Note zu.

Jede Key Switch Note kann somit unterschiedliche Midi Files beinhalten - 20 Arranger in
einem sozusagen.
best service ENGINE 2.0 85
Handbuch

Die Arranger Parameter im Detail:

„follow” Button:
Wenn sie einen Akkord spielen, wird die zugehörige MIDI Datei immer von Beginn an
abgespielt. Aktivieren sie diesen Button, wenn sie die MIDI Datei jedoch von der Position
des vorherigen gespielten Akkordes und nicht von Anfang an beginnen möchten.

„dynamic” Button:
Alle MIDI Dateien werden normalerweise mit ihren Original Velocity Einstellungen
abgespielt. Aktivieren sie diesen Button, wenn sie die MIDI Dateien lieber abhängig von
der gespielten Velocity auf ihrem Keyboard abspielen möchten.

„midi thru” Button:


Aktivieren sie diesen Button, wenn sie ihr MIDI Arrangement zu einem anderen Generator
(Sampler oder Synthesizer) routen möchten oder wenn sie das Arrangement in ihrem Host
Programm aufnehmen möchten.

„presets” Pull-Down Menü:


Hier können sie ihre Arranger Presets laden und speichern.

„input quant.” (Input Quantization) Pull-Down Menü:

• off: Die MIDI Datei wird sofort abgespielt.


• live mode 1: Die MIDI Datei wird sofort abgespielt, allerdings werden note-off Signale
ignoriert. Empfohlen für Streicher oder Pad Arrangements.
• live mode 2: Die MIDI Datei wird sofort abgespielt, allerdings haben note-off Signale
eine leichter Verspätung. Empfohlen für Arrangements mit schnellen
Wechseln zwischen unterschiedlichen Akkorden.
• next beat: Die MIDI Datei wird synchronisiert zu ihrem Host Tempo (Engine
als Plug-In) oder dem Engine internen Tempo (Engine als
standalone) abgespielt. Das bedeutet, dass die MIDI Datei immer pünktlich
zum nächsten Beat gestartet wird.
• next count: Die MIDI Datei wird synchronisiert zu ihrem Host Tempo oder dem
Engine internen Tempo abgespielt. Das bedeutet, dass die MIDI
Datei immer pünktlich zum nächsten Count gestartet wird.
86 KAPITEL 5
Pro Edit

• next bar: Die MIDI Datei wird synchronisiert zu ihrem Host Tempo oder dem
Engine internen Tempo abgespielt. Das bedeutet, dass die MIDI
Datei immer pünktlich zum nächsten Bar gestartet wird.
• previous bar: Die MIDI Datei wird synchronisiert zu ihrem Host Tempo oder dem
Engine internen Tempo abgespielt. Das bedeutet, dass die MIDI
Datei immer sofort abgespielt wird. Die Startposition ist abhängig von der
aktuellen Abspielposition des vorherigen Bars.

„edit” Button:
Öffnet das Arranger Editor Fenster.

„hold” Button:
Normalerweise wird einen MIDI Datei immer nur solange abgespielt, wie die zugewiesene
Taste auf dem Keyboard gedrückt wird. Wenn sie den “hold” Button aktivieren, müssen sie
die Taste zum Abspielen der MIDI Datei nur einmal drücken. Spielen sie neue Akkorde ist
“hold” weiterhin aktiv, sodass sie auch diesen Akkord nicht halten brauchen. Erst wenn sie
den gleichen Akkord zweimal hintereinander spielen, stoppt das Abspielen der Datei.

„vel. offset” (velocity offset):


Hiermit können sie die Velocity der gesamten MIDI Datei ändern - und somit die Dynamik.
Sollten die Einstellung der MIDI Datei nicht der gewünschten Dynamik entsprechen,
können sie diese über Erhöhen/Verringern des Wertes anpassen. Wenn sie beispielsweise
den Wert “-20 vel” eingeben, wird die gesamte Dynamik der MIDI Datei geändert und alle
zugehörigen Audio Dateien in verringerten Velocitywerten abgespielt (Originalwert - 20).
„scale vel.” (scale velocity):
Mit dieser Option können sie den gesamten Dynamikbereich der MIDI Datei (velocity
0-127) proportional in einen niedrigeren Bereich skalieren. Sie können sogar invertierte
Werte benutzen, womit sich sehr schöne Effekte erstellen lassen.
best service ENGINE 2.0 87
Handbuch

„note filter” Pull-Down Menü:


Über dieses Menü können sie unerwünschte Noten ihrer MIDI Datei “filtern” und somit die
Komplexität verändern. Der Wert, den sie hier ausgewählen stellt die obere Begrenzung
dar. Alle Noten unterhalb dieses Wertes werden gefiltert.

„shuffle“:
Selbsterklärend ;-)

“duration”:
Dieser Parameter betrifft die Länge der Noten innerhalb der MIDI Datei (NICHT die Länge
der MIDI Datei!). Werte unterhalb von 100% verkürzen die Noten.
Zufallsgeneratoren “time”, “velocity”, „note”:
Engine beinhaltet drei leistungsstarke “Humanizer” Funktionen. Diese verleihen ihren MIDI
Dateien einen unglaublich realistischen und menschlichen Charakter.
88 KAPITEL 5
Pro Edit

„note offset“:
Über diesem Parameter können sie die gesamte MIDI Datei in Halbtonschritten
transponieren.

“play range”:
Es werden ausschließlich MIDI Dateien abgespielt, die sich innerhalb des hier definierten
Bereichs befinden.

„speed” Pull-Down Menü:


Hier können sie die Abspielgeschwindigkeit ihrer MIDI Dateien festlegen:
• 1/4 x speed: Abspielen in 1/4 der Geschwindigkeit des Originaltempos der MIDI Datei
(Host Tempo oder Engine internes Tempo).
• 1/2 x speed: Abspielen in halber Geschwindigkeit des Originaltempos der MIDI Datei
(Host Tempo oder Engine internes Tempo).
• 1 x speed: Abspielen im Originaltempo der MIDI Datei
(Host Tempo oder Engine internes Tempo).
• 2 x speed: Abspielen in doppelter Geschwindigkeit des Originaltempos der MIDI Datei
(Host Tempo oder Engine internes Tempo).
• 4 x speed: Abspielen in vierfacher Geschwindigkeit des Originaltempos der MIDI Datei
(Host Tempo oder Engine internes Tempo).

„transpose” Button:
Hier können sie das automatische Transponieren von MIDI Dateien aktivieren - nur im
“Expert” Modus verfügbar.

„auto select” Button:


Wenn sie diese Funktion einschalten, wird automatisch jeder Akkord den sie auf ihrem
Keyboard spielen in dem “select chord” Pull-Down Menü ausgewählt. Dies ist bei der
Erstellung ihrer eigenen Arrangements sehr hilfreich.

WICHTIG: Wenn sie MIDI Dateien für die Umkehrungen von Akkorden zuweisen,
beachten sie bitte, dass sie hierfür MIDI Dateien benötigen die eine Oktave
unterhalb der original Akkorde liegen.
best service ENGINE 2.0 89
Handbuch

Time Modulator

DerTime Modulator ist ein sehr nützlicher Modifier für die zeitbezogene Anpassung des
note-on und note-off Verhaltens ihrer Instrumente.
Für ein besseres Verständnis hier ein Beispiel:
Wenn sie ein Conga Set über ihr Keyboard spielen, werden sie feststellen, dass es neben
den reinen Instrumenten Samples auch einige Handgeräusch Effekte gibt.
Wenn sie eine Taste ihres Keyboard drücken, wird ein note-on Signal gesendet und somit
das Instrument Sample abgespielt. Sobald sie die Taste loslassen, wird ein note-off Signal
gesendet und ein Handgeräusch Effekt abgespielt.
In der Praxis kann die ständige Wiederholung dieses Effekts auch manchmal unerwünscht
sein - wenn sie die Taste z.B. für eine längere Zeit drücken und halten. In diesem Fall
haben sie eine natürliche Ausklangphase des Instruments und ein note-off Handgeräusch
Effekt wird nun nicht wie das natürliche Verhalten eines echten, live gespielten Instruments
klingen. Der Engine Time Modulator ist die Lösung dieses Problems:
Sie können einen Zeitbereich festlegen - abhängig von ihrem Instrument - in dem note-off
Signale abgespielt werden. Jegliche note-off Signale außerhalb dieses Bereichs werden
nicht abgespielt.
Im Detail:
Note-off Signale die vor dem eingegebenen Minimum Wert gesendet werden, werden
normal abgespielt. Note-off Signale die innerhalb des eingegebenen Minimum und
Maximum Werts gesendet werden, werden abhängig des zugewiesenen Modifiers
abgespielt - von 100% zu 0%. Note-off Signale die über dem eingegebenen Maximum
Wert gesendet werden, werden nicht abgespielt.

Für das Conga Beispiel würde das Time Modulator Setup folgendermaßen aussehen:
• Für sehr kurz gespielte Noten wollen wir die Handgeräusch Effekte immer hören sobald
die Taste losgelassen wird, sodass wir den Minimum Wert auf 300 Millisekunden setzen.
Dies bedeutet, dass wenn sie die Taste innerhalb von 300 Millisekunden loslassen, die
Handgeräusch Effekte abgespielt werden.
• Ein natürlich klingender Maximum Wert für Congas liegt bei 2 Sekunden. Dies bedeutet,
dass wenn sie die Taste zwischen 300 Millisekunden und 2 Sekunden loslassen, die
Handgeräusch Effekte mit absteigender Velocity abgespielt werden - von 100% zu 0%
der Velocity, die sie auf dem Keyboard gespielt haben Dies simuliert natürlich klingende
Handgeräusch Effekte abhängig von der Geschwindigkeit ihres Spielens.
• Jegliche note-off Signale oberhalb 2 Sekunden werden nicht abgespielt.

TIP: Um eine noch höhere Authentizität und ein unglaublich echt klingendes Live
Gefühl der Conga Performance zu erhalten, können sie den Modifier “random”
hinzufügen und “volume” als Destination zuweisen.”
90 KAPITEL 5
Pro Edit

Der Time Modulator bietet eine Menge weiterer Möglichkeiten als nur die Verwaltung ihres
note-off Verhaltens. Durch die Auswahl der verfügbaren Modus des Time Modulators und
die Zuweisung verschiedener Destinations können sie ganz eigene und experimentell
klingende Effekte erzielen. Probieren sie einfach einmal einige der folgenden Setups aus:

• Time Modulator Modus “poly note-on to note on” mit “pitch” Destination.
• Time Modulator Modus “poly note-off to note on” mit “volume” Destination.
• Time Modulator Modus “mono note-off to note on” mit “filter frequency” Destination.

Die verschiedenen Modus des Time Modulator sind:

• “poly note-on to note off”: Time Modulator startet mit dem note-off Signal.
• “poly note-on to note on”: Time Modulator startet mit dem zweiten note-on Signal das
nicht von einem note-off Signal unterbrochen wurde.
• “poly note-off to note on”: Time Modulator startet mit dem erstent note-on Signal nach
einem note-off Signal.
• Die “mono” Modus funktionieren genauso wie die “poly” Modus, wurden allerdings
speziell für Legato Performances erstellt.
best service ENGINE 2.0 91
Handbuch

Insert FX

In der oberen rechten Ecke des Flexible Modifier Editors befindet sich ein zusätzlicher
„insert FX“ Button. Wenn sie diesen aktivieren, wechselt das interne Flexible Modifier
Fenster zu dem Effekt Bereich. Hier können sie nun alle verfügbaren Insert Filter und
Effekte von Engine zu beliebigen Layern, Sections oder Alternates zuweisen - völlig
unabhängig von ihren Insert FX Einstellungen in dem Mischer Bereich.

Sobald sie einen Insert Filter oder Effekt zu ihrem Layer hinzugefügt haben, ändert sich
die Schriftfarbe des „insert FX“ buttons in orange. Dadurch können sie immer sehen ob ein
Layer Insert Effekte beinhaltet, auch wenn dieser Bereich von Engine evtl. ausgeblendet
ist. Im Gegensatz zu dem Mischer (dort werden die Insert FX Einstellungen nur in Projects
gespeichert) werden alle Insert FX Einstellungen des Pro Edit Bereichs automatisch in
ihrem Layer abgespeichert und sind somit sofort nach Laden des Layers auch zu einem
späteren Zeitpunkt verfügbar. Die Funktionen und Bedienung dieses “Insert FX” Bereichs
sind mit der Bedienung im Mischer Bereich identisch. Da Engine sehr mächtige Insert Filter
und Effekte besitzt, lesen sie alles Weitere hierzu bitte in dem Kapitel „Insert Filter und
Effekte“.
92 KAPITEL 6
Browser

Browser
Übersicht

Der vielseitige Browser von Engine ermöglicht ihnen sofortigen, schnellen und einfachen
Zugriff auf all ihre Daten, die sie in Engine benutzen können.
Sie erhalten eine Übersicht ihrer Engine Projects, Layer Sets, Layers und Sections und
aller verfügbaren MIDI Daten in ihrem Engine User Folder. - somit haben sie 5 Browser in
einem.
Neben der klar strukturierten Übersicht können sie durch vielfältige Funktionen auch nach
ihren Daten suchen, wie es nie zuvor in Software Sample Playern möglich war. Wenn sie
nach Engine Projects oder Layers suchen, so können sie dieses nicht nur über die Datei
Namen ausführen, sondern auch über Kategorien, Datum, Authoren, etc. Die Suche nach
MIDI Daten kann zusätzlich über die Attribute Bars, BPM, Meter, etc. definiert werden.
Für MIDI Daten steht ihnen im Browser sogar eine automatische “pre-listen” Funktion zur
Verfügung. Wenn diese nicht deaktiviert ist, werden diese Dateien immer automatisch
abgespielt sobald sie die Datei anklicken. Zusätzlich können sie auswählen, ob MIDI
Dateien in ihrem Original Tempo oder dem aktuellen Engine Tempo abgespielt werden
sollen.
best service ENGINE 2.0 93
Handbuch

Bedienung

Im oberen Bereich des Browser befinden sich die 4 Hauptbuttons für die unterstützen
Dateitypen. Unterhalb dieser Buttons befinden sich zwei „Navigationspfeile“ um durch die
Ordner zu klicken, ein “refresh” Button für den Engine User Folder und ein “home” Button
um auf die oberste Ebene des ausgewählten Dateityps zu wechseln. Ich obere rechten
Bereich befindet sich die Suchfunktion. Diese werden wir etwas später genauer erklären.

Es gibt zwei Möglichkeiten durch ihre Dateien zu navigieren:


Sie können auf das kleine Dreicksymbol links neben jedem Ordner klicken um den Inhalt
dieses Ordners aufzuklappen...
94 KAPITEL 6
Browser

... oder sie können den Ordner durch einen Doppelklick auf den Namen öffnen:

Um Projects, Layers und Sections zu laden, können sie die Buttons unten rechts benutzen
oder die gewünschten Dateien einfach doppelklicken. Layers können auch zu bereits
vorhandenen Layers hinzugefügt werden. In diesem Fall werden die Layers nicht in den
aktuell ausgewählten Layer geladen (und ersetzen somit nicht den Inhalt des Layers)
sondern werden als ein neuer Layer hinzugefügt.
Sollte kein Layer vorhanden sein und sie importieren Layers, Sections oder MIDI Dateien,
so wird automatisch ein neuer Layer erstellt.
best service ENGINE 2.0 95
Handbuch

Suche nach Dateien

Eine der ausgefeiltesten Features des Engine Browsers ist die Suchfunktion. Sie können
hier nicht nur Suchbegriffe eingeben, sondern auch festlegen, „wo“ Engine nach den
eingegebenen Suchbegriffen suchen soll.
Bitte klicken sie auf das „Search“ Pull-Down Menü um die zusätzlichen Parameter zu
öffnen.

Nun können sie ihre Suche durch Aktivieren/Deaktivieren der verfügbaren Suchoptionen
individuell anpassen.
Um nach einer Datei zu suchen, geben sie einfach ein oder mehrere Suchbegriffe in das
Eingabefeld „search here...“ ein. Bereits bei der Eingabe des ersten Zeichens beginnt
Engine umgehend mit dem Suchvorgang.
Die letzten 20 von ihnen eingegebenen Suchbegriffe werden im Bereich „recent searches“
gespeichert.
96 KAPITEL 6
Browser

Dateianzeige

Der Engine Browser kann ihnen auch viele Attribute ihrer Dateien anzeigen. Dadurch
können sie die Dateianzeige beliebig anpassen und bekommen immer genau die Details
ihrer Dateien angezeigt, die sie benötigen.
Drücken und halten sie die „ctrl.“ Taste oder benutzen sie die rechte Maustaste und
klicken sie auf die Überschriftenleiste der Browseranzeige. Das „attributes“ Menü wird nun
geöffnet und sie können die gewünschten Anzeige der verfügbaren Attribute auswählen.
Zusätzlich können sie auch die Breite der Spalten verändern. Klicken sie auf den
gewünschten Trennstrich der Spalte, die sie vergrößern oder verkleinern möchten, und
siehen sie diese nun auf die gewünschte Größe. Mit ihrem Mausrad oder den Scrollbalken
können sie den Inhalt der Dateianzeige beliebig verschieben.
best service ENGINE 2.0 97
Handbuch

Information Batch

Für Projects und Layers steht ihnen eine Information Batch Option im unteren Bereich
der Browser Seite zur Verfügung. In dem Pull-Down Menü können sie auswählen,
welche Informationen sie ersetzen oder anfügen möchten. Anschließend geben sie die
gewünschten Informationen in das Textfeld ein und klicken den “batch” Button um den
Vorgang für ihre ausgewählten Projects oder Layers zu starten.
98 KAPITEL 6
Browser

MIDI Dateien

Wie bereits erwähnt verfügt der Browser für die Suche und Anzeige von MIDI Dateien über
einige besondere Optionen.
Über die „play“ und „stop“ Buttons unten links können sie das Abspielen der MIDI Dateien
starten oder stoppen. Somit können sie jede MIDI Datei auch anhören, bevor sie diese
evtl. laden. Für das Abspielen der MIDI Datei werden immer die Instrumente des aktuell
ausgewählten Layers bzw. mehrerer ausgewählten Layers verwendet.
Wenn sie den „autoplay“ Button aktivieren, wird die MIDI Datei immer sofort abgespielt
sobald sie auf den Dateinamen klicken. Die Abspeilgeschwindigkeit einer MIDI Datei
basiert grundsätzlich immer auf dem Originaltempo der Datei. Durch Klicken auf
den „original tempo“ Button wenn sie die MIDI Dateien lieber in der aktuellen Engine
Geschwindigkeit abspielen möchten. Durch Doppelklicken auf den Dateinamen oder
über den „execute“ Button können sie MIDI Dateien in den aktuell ausgewählten Layer
importieren. Im links des „execute“ Buttons befindlichen Pull-Down Menü können sie Taste
auswählen, auf die die MIDI Datei importiert werden soll.
best service ENGINE 2.0 99
Handbuch

Die Suchparameter für MIDI Dateien unterscheiden sich von den Projects, Layers und
Sections Parametern. Klicken sie auf das “search” Pull-Down Menü um die Parameter für
ihre Suche auszuwählen.
Auch für MIDI Dateien Suche werden die letzten 20 eingegebenen Suchbegriffe im Bereich
“recent searches” gespeichert.

Auch die Dateianzeige bietet im MIDI Bereich andere Spalten an.


Drücken und halten sie die „ctrl.“ Taste oder benutzen sie die rechte Maustaste und
klicken sie auf die Überschriftenleiste der Browseranzeige. Das „attributes“ Menü wird nun
geöffnet und sie können die gewünschten Anzeige der verfügbaren Attribute auswählen.

In dem Pull-Down Menü neben dem “original tempo” Button können sie zusätzlich die
Abspielgeschwindigkeit in den Schritten “1/2 x speed”, “1 x speed” und “2 x speed”
einstellen.
100 KAPITEL 7
Mischer

Mischer
„Der Mischer von Engine ist absolut innovativ und einer der durchdachtesten plug-in
Mischer weltweit!“ - yellow tools CTO Drazen Vlahovic.

Der Engine Mischer ermöglicht ihnen einen extrem schnellen Arbeitsablauf und enthält
alles, was sie zum abrunden und perfektionieren ihrer bereits geleisteten Arbeit benötigen.
Um zusätzliche Insert Filter und Effekte hinzuzufügen und sie nach Bedarf anzupassen
müssen sie Engine erst gar nicht verlassen - alles ist vorhanden.

Neben vielen Standard-Inserts enthält Engine auch viele speziell optimierte Filter und
Effekte. Genauer gesagt: Engine enthält eine ganze Batterie (built-in Inserts) von über 40
integrierten Filtern und Effekten.

Der Engine Mischer ist in 4 Bereiche aufgeteilt: Content Editor, Group Editor, Show/Hide
Editor und das Channel Display.
best service ENGINE 2.0 101
Handbuch

Content Editor

Unterhalb des „edit content“ Pull-Down Menüs befindet sich ihr “Edit Selection” Fenster,
das eine Übersicht aller benutzen und existierenden Layer Channels, Custom Channels
(virtuelle interne Channels), BUS Channels und Output Channels beinhaltet.
Ganz einfach können sie hier einen oder mehrere Channels jeglicher Art auswählen.
Klicken sie auf einen Channel um diesen sofort anzuzeigen und verknüpfen sie ihn
anschließend mit weiteren Funktionen, z.B. können sie das „show/hide“ Pull-Down
Menü benutzen um den ausgewählten Channel zu entfernen oder anzuzeigen. Nutzen
sie den Group Editor um mehrere ausgewählte Channels zu einer neuen Gruppe
zusammenzufassen.
Nun aber zurück zu dem „edit content“ Menü, das wir durch folgendes Beispiel erklären
möchten:

Das Problem und die Lösung:


Durch ihre Arbeit mit sehr umfangreichen Projects wird es normalerweise vorkommen,
dass einige ihrer erstellten Custom und BUS Channels nicht mehr benötigt und somit
überflüssig werden. Beispielsweise haben sie einfach mehrere Effekte für unterschiedliche
Layer oder Gruppen ausprobiert, die nun nicht mehr in Benutzung sind. Genau diese
typische Arbeitsweise ist der Grund für dieses tolle Feature - sie werden es mit Sicherheit
lieben!
Die Aktivierung der Funktion ist ganz einfach:
- klicken sie auf das „edit content“ Pull-Down Menü.
- wählen sie eine der drei Optionen, z.B. „remove all unused bus & custom channels“.
- nach Loslassen der Maustaste wird Engine alle BUS und Custom Channels
überprüfen und abschließend alle unbenutzen Channels löschen.

SHORTCUTS: Um mehrere Channels gleichzeitig zu selektieren und zu editieren,


drücken sie die “Mac” Taste (Mac OS X) oder die “Strg” Taste (Windows
XP/Vista) und klicken sie auf die gewünschten Channels.
102 KAPITEL 7
Mischer

Group Editor

Vielleicht haben sie sich gewundert, warum sie im vorherigen Kapitel “Mapping
Editor” den Namen “Section” für die Auswahl mehrere Zonen benutzen - und nicht
den üblichen Namen “Group”. Nun, hier ist der Grund: “Group” ist ein für den Mischer
reservierter Begriff, der eine Mehrfach-Auswahl verschiedener Channels beschreibt.
Dieser Verwendung von “Group” ist in der Musik wesentlich gebräuchlicher als eine
Mehrfachselektion von Zonen. Der “Group Editor” beinhaltet ein “select group” Pull-Down
Menü und ein Auswahl Fenster. Wählen sie mehrere Channels aus (auch verschiedene
Arten), klicken sie Pull-Down Menü und wählen zwischen folgenden Optionen:

Klicken sie „new group“ um eine Gruppe für die selektierten Channels zu erstellen. Den
Namen der Gruppe geben sie anschließend ein.

TIP: Zur besseren Übersicht verwenden sie am besten immer eindeutige Namen für
ihre GROUPS (z.B. „Drum Kit Room 2 Complete“). Wenn sie keinen Namen
eingeben, benennt Engine ihre Gruppen automatisch nach dem Schema
„group 1“, „group 2“, etc.

WICHTIG: Das Arbeiten mit dem Group Editor vereinfacht und beschleunigt ihre Arbeit
mit Channels enorm. Wenn sie mehrere Channels zu einer Gruppe
zusammenfassen, können sie beispielsweise die SOLO Buttons oder auch
die Lautstärke für alle Channels dieser Gruppe gleichzeitig editieren.

Die weiteren Optionen des Group Editors sind eindeutig und selbsterklärend, wie z.B.
“rename group”: Wählen sie aus dem “rename group” Menü die Gruppe aus, die sie
umbenennen möchten und geben sie in das Textfenster danach den neuen Namen ein.
Durch Drücken der “enter” Taste wird der neue Name aktiviert.

SHORTCUTS: Um mehrere Channels gleichzeitig zu selektieren/editieren, halten sie


die “mac” (Mac) oder “string” Taste (Win) bei der Auswahl gedrückt.
best service ENGINE 2.0 103
Handbuch

Show/Hide Editor

Dies ist die definitiv am häufigsten benutzte Bearbeitungsfunktion des Mischers!


Der show/hide Editor beinhaltet das folgende Pull-Down Menü:

Klicken sie auf die gewünschte Bearbeitungsoption, z.B. „hide selected“, und sie werden
erkennen, dass nun alle zuvor ausgewählten Channels nun wieder deselektiert werden
und auch die Channel Anzeige im unteren Teil des Mischer nun weniger Channels anzeigt.

WICHTIG: Der show/hide Editor “versteckt” die Channels ausschließlich visuell


und ermöglicht somit eine bessere und schnellere Übersicht während ihrer
Arbeit. Es wird aus ihrem Project nichts gelöscht oder entfernt und sie
können jede Aktion zu jeder Zeit widerrufen.

MIDI input pull-down menu

Sobald eine MIDI Automation aktiviert ist akzeptiert der Engine Mischer grundsätzlich
den Eingang von ALLEN MIDI Kanälen (1 bis 16). Über das Pull-Down Menü können sie
den MIDI Eingang für nur einen bestimmtem MIDI Kanal auswählen. Diese Option ist
besonders nützlich wenn sie mit mehreren automatisierten Mischer Parametern oder Insert
FX Parametern arbeiten.
104 KAPITEL 7
Mischer

Channel Display

Im unteren Teil der Mixer Seite werden alle existierenden Channels nebeneinander
angezeigt. Engine’s Mischer beinhaltet 5 verschiedene Channel Arten:
- Layer Channels (Farbe des Namens: blau)
- Custom Channels (Farbe des Namens: grün)
- BUS Channels (Farbe des Namens: orange)
- Output Channels (Farbe des Namens: gelb)
- Surround Channels (Farbe des Namens: gelb)

Diese werden automatisch in der oberen Reihenfolge dargestellt. ABER: Sie können
jederzeit auch ihre eigene Anordnung der Channels vornehmen. Selektieren sie einfach
einen oder mehrere Channels und bewegen sie diese per drag‘n‘drop nach rechts oder
links. Sie werden sehen, dass die Channels nun in einer neuen - ihrer - Reihenfolge
angeordnet sind. Die Channels unterscheiden sich in und ihrer Funktionalität:

Layer Channel

1 Der Layer Channel ist eine grafische Darstellung des geladenen


2 Layer Patches. Sobald sie einen neuen Layer in Independence
laden, wird automatisch ein neuer Channel zum Mischer
hinzugefügt.

Ein Layer Channel beinhaltet folgende Parameter:

3 1. Insert Button

2. Name der Gruppe

3. Fünf aufeinanderfolgende BUS Sends inklusive Lautstärke

4 4. Auswahl Pull-Down Menü des Audio Ausgangs


5 5. Solo und Mute Button
6
6. Lautstärke Index - maximale erreichte Lautstärke

7. Lautstärke Regler und grafische Pegelanzeige


7
8. Lautstärke Anzeige

9. Panoramaanzeige
8
10. Art und Nummer des Layer
9
10
best service ENGINE 2.0 105
Handbuch

Insert Button

Der Insert Button hat drei verschiedene Status:

A B

A - Layer Channel beinhaltet KEINE Insert Filter und Effekte


B - Layer Channel beinhaltet Insert Filter und Effekte und/oder das Insert Fenster ist
geöffnet

Der Standard-Status dieses Buttons ist „A“. Wenn sie den Button anklicken, öffnet sich das
Insert Fenster rechts des Layers und der Status wechselt zu „C“.
Im geöffneten Insert Fenster können sie nun die leistungsstarken, in Engine enthaltenen
Insert Filter und Effekte instanzieren und bearbeiten. Sie können jedem Layer eine
unbegrenzte Anzahl an Inserts hinzufügen und deren Reihenfolge dynamisch per
drag’n’drop ändern.
Wenn sie den Insert Button nach dem Hinzufügen von Insert Filtern und Effekten erneut
klicken, wird sich das Fenster wieder schließen und der Status des Buttons wechselt zu
„B“.
Alle weiteren Informationen über die Engine Filter und Effekte wird ausführlich im Kapitel
“Insert Filter und Effekte” erklärt.

WICHTIG: Sobald sie einem Layer zusätzliche Insert Filter und Effekte hinzufügen,
wird dem Channel Namen sowohl im “Edit Content” als auch im Show/
Hide” Fenster ein kleines “Insert” Kennzeichen hinzugefügt. Dies ist in
der Praxis extrem hilfreich, da es die bestmögliche Übersicht unterstützt.

Group Name

Diese Anzeige beinhaltet den Namen der Gruppe, der der Channel zugehört - falls eine
Gruppe existiert.
106 KAPITEL 7
Mischer

BUS sends

Engine erlaubt eine unbegrenzte Anzahl an BUS Channels - und ganz besonders durch die
Möglichkeit so viele zusätzliche Custom Channels wie gewünscht hinzuzufügen, sind sie in
der Lage ihre ganz persönliche Arbeitsumgebung zu erstellen.

Für jeden Layer Channel können sie 5 zusätzliche BUS Sends benutzen; jeden davon mit
den folgenden Parametern:
Pre oder Post Auswahl, Bypass, Anpassung der BUS Send Lautstärke und die Möglichkeit,
zu einem neuen oder bereits existierenden BUS Channel zu routen.

WICHTIG: „Pre“ oder „Post“ legt fest, ob das eingehende Signal mit seinen
original Lautstärkeeinstellungen (pre) geroutet werden soll, oder inklusive
der Werte des Lautstärkeparameters (post) und dadurch mit geänderten
Lautstärkeeinstellungen.
Mit der ersten Belegung wird immer automatisch “post” ausgewählt. Sie
können diese Auswahl natürlich auch jederzeit über das Pull-Down Menü
ändern.

SHORTCUTS: Um einen BUS Channel zu umgehen, drücken sie die “alt” Taste (Mac
OS X und Windows XP/Vista) und klicken sie anschließend den
Channel, den sie “bypassen” möchten.
best service ENGINE 2.0 107
Handbuch

Audio Ausgang Auswahl Pull-Down Menü

Diese Pull-Down Menü zeigt eine Auflistung aller verfügbaren Ausgänge. Wählen sie
einfach den gewünschten Ausgang aus und ihr Channel wir entsprechend geroutet.
Das Audio Ausgang Menü beinhaltet alle aktuell verfügbaren Ausgang Channels. Somit
können sie beliebig Mono, Stereo oder Surround (nur Engine Surround Extension)
Channels auswählen.

Solo und Mute Button

Solo und Mute sind Standard Parameter, um den ausgewählten Channel abzuspielen oder
stummzuschalten.

Lautstärke Index

Eine sehr nützliche Anzeige! Es wird immer die maximal erreichte Lautstärke ihrer Session
angezeigt. Wenn sie eine erneute Berechnung wünschen, können sie die Anzeige durch
einen Klick auf den Wert zurücksetzen. Der vorherige Wert wird gelöscht und der aktuelle
Wert neu berechnet.

SHORTCUTS: Wenn sie die “mac” Taste (MAC OS X) oder die “strg” Taste (Windows
XP/Vista) drücken und anschließend auf die Anzeige klicken,
werden ALLE Lautstärkeanzeigen von ALLEN Channels ihres
Projects zurückgesetzt.

Lautstärke Regler und grafische Pegelanzeige

Nur eine kurze Anmerkung zu diesen selbsterklärenden Parametern:


Abhängig von der Art des Channels (Mono, Stereo, Surround 5.0, 5.1, etc.) wechselt die
dynamische Pegelanzeige automatisch in die “korrekte” Anzeige. Somit wird ein Mono
Channel beispielsweise mit nur einem Balken dargestellt, ein Surround 5.0 Channel mit 5
kleineren Balken.

Lautstärke Anzeige

Neben dem Lautstärke Regler können sie auch diesen Parameter benutzen um die
Lautstärke zu ändern. Diese Lautstärke Anzeige zeigt zusätzlich auch die genaue Position
in dB an.

TIP: Um noch feinere Anpassungen der Lautstärke vorzunehmen, können sie den
gewünschten Wert auch direkt eingeben oder die “shift” Taste (Mac OS X und
Windows XP/Vista) drücken und dann auf den Wert klicken und diesen mit der
Maus nach oben oder unten ziehen.
108 KAPITEL 7
Mischer

Panorama Anzeige

Dieser Parameter ist nur für Mono und Stereo Channels verfügbar und verändert das
Panorama Verhältnis des gesamten Channels.

Channel Arten

Um die ständige Übersicht in


ihrem Mischer zu behalten,
beinhaltet jeder Channel im
unteren Teil seinen Namen,
Art und Nummer (z.B. Bus
Stereo 2). Der Name kann
durch einen Doppelklick
geändert werden.
Zusätzlich sind die
verschiedenen Channel
Arten durch unterschiedliche
Farben gekennzeichnet.
Dieser Bereich ist ebenfalls
sehr nützlich, um Channels
an eine andere Position zu
verschieben (drag‘n‘drop)
oder eine oder mehrere
Channels hinzuzufügen/
zu einer neuen Gruppe
zusammenzufassen.

Der Engine Mischer


beinhaltet die folgenden 5
Channel Arten:
A - Layer Channel
B - Custom Channel
C - BUS Channel
D - Output Channel
E - Surround Output Channel
A B C D E

Output Channels sind sozusagen die physikalische Weiterleitung an ihre Sequenzer


Software oder ihren DA Konverter und ist darüber hinaus auf 64 Mono und 64 Stereo
Channels pro Instanz beschränkt. Wie sie diese Anzahl entsprechend anpassen können,
lesen sie bitte im Kapitel „Präferenzen“.
best service ENGINE 2.0 109
Handbuch

Automation
Engine ermöglicht pro Instanz MIDI Automation durch 128 MIDI CCs (Continuous
Controller) und Host Automation durch 128 Host Channels. Die können die MIDI und
Host Automation für die Channel Parameter “volume”, “panorama”, “solo”, “mute” und
“BUS volume” im Engine Mischer UND für alle Insert Filter und Effekte im Mischerbereich
und im Modulesbereich benutzen. Auf den folgenden Seiten wird die MIDI und Host
Automationszuweisung für Parameter in Engine erklärt. Die notwendigen Einstellungen
für Automationsprozesse in ihrem Host entnehmen sie bitte dem Benutzerhandbuch ihrer
Sequenzer Software.

WICHTIG: Durch die Flexibilität und nahezu unendlichen Möglichkeiten in


Engine werden für die Automation von Parametern keine
Parameternamen sondern ausschließlich Nummern verwendet. Dadurch
haben sie die Möglichkeit, einen Insert Filter oder Effekt mehrfach in
Engine zu nutzen und den gleichen Parametern unterschiedliche
Automationen zuzuweisen.

Einrichten einer Automation


Um einen Parameter zu automatisieren, klicken sie mit gedrückter „ctrl“ Taste auf den
gewünschten Parameter und das Automations Pull-Down Menü zu öffnen (Beispiel MIDI
Automation für „Multi Mode Filter“ mit Parameter „Frequency“):
110 KAPITEL 8
Automation

Wählen sie den MIDI Controller Nummer „26“ und bewegen sie anschließend den
Controller 26 ihres MIDI Keyboards (oder anderem MIDI Controller) und sie werden
feststellen, dass sich der „Frequency“ Wert entsprechend verändert. Um ihnen die
Zuweisung von MIDI Controllern zu erleichtern haben wir neben der manuellen Zuweisung
auch eine „midi learn“ Funktion integriert. Klicken sie einfach nur auf diese Option und
bewegen sie anschließend den Controller ihres MIDI Keyboards, über den sie „Frequency“
steuern möchten. Engine erkennt die CC Nummer und die Position automatisch und weist
„Frequency“ diese Controller Nummer entsprechend zu.

Die „custom learn“ Option ist nur bei Layer Inserts verfügbar - nicht im Mischer. Nutzen sie
diese Option um den ausgewählten Parameter einem der Custom Remote Control Regler
oder Schalter auf der Quick Edit Seite zuzuweisen - oder öffnen sie das „custom ctrl #“
Menü für eine manuelle Zuweisung.

Sie können die aktuell ausgewählte Controller Nummer eins Parameters jederzeit im „midi
ctrl #“, „host ctrl #“ oder „custom ctrl #“ Menü einsehen und natürlich manuell ändern.

Die Host Automation funktioniert nach dem gleichen Schema - sie können Host Controller
Channels sowohl manuell als auch durch „host learn“ zuweisen (Beispiel: „BUS volume“
Parameter eines „Layer Channels“ im Mischer):

Die mit einem “*” markierten Nummern kennzeichnen eine bereits zugewiesene/benutze
Controller Nummer für eine MIDI oder Host Automation.
best service ENGINE 2.0 111
Handbuch

Zusätzliche Automationsfunktionen

Das Automations Pull-Down Menü beinhaltet neben der „learn“ und manuellen Zuweisung
von Automationscontrollern weitere drei sehr nützliche Parameter:

• „off“: Durch „off“ können sie ihre Automation des zugewiesenen Parameters löschen.
• „bypass“: Hier wird die Automation nicht gelöscht, sondern lediglich kurzfristig
stummgeschaltet. Die zugewiesene Controller Nummer wird beibehalten.
• „invert“: Wenn sie diese Option aktivieren, werden die von ihrem Controller
gesendeten Werte von Engine invertiert (umgekehrt) verarbeitet.
• „set automation minimum value“ & „set automation maximum value“:
Neben der grundsätzlichen Automation von Parametern können
sie darüber hinaus auch noch für jeden Parameter einen Minimum und
Maximum Automationswert einstellen. Das bedeutet, dass sie den
gesamten Wertebereich (0% bis 100%) des zufewiesenen Controllers
für nur einen speziell definierten Wertebereich des zugewiesenen
(automatisierten) Parameters verwenden können!
Setzen sie den Parameter auf das gewünschte Minimum/Maximum und
wählen anschließend die Minimum/Maximum Option im Pull-Down Menü.
• „recall automation minimum value“ & „recall automation maximum value“:
Mit dieser Option wechselt der Parameter Wert umgehend zu seinem
zugewiesenen Minimum/Maximum Wert.
• „reset automation range“: Mit dieser Option setzen sie sowohl den aktuellen Minimum-
als auch Maximumwert des automatisierten Parameters zurück.
112 KAPITEL 8
Automation

• „no automation range scaling“: Wählen sie dise Option um einen Parameter nur in
seiner zugewiesenen Range zu automatisieren. Oberhalb bzw.
unterhalb dieser Range wird der Parameter nicht mehr verändert (der letzte
gültige Wert der Range wird oberhalb/unterhalb des Maximums/Minimums
verwendet). Diese Option ist sehr nützlich, wenn sie mehrere Parameter
dem gleichen Custom Regler zuweisen. Ein Beispiel:
Die folgenden Parameter werden dem gleichen Custom Regler zugewiesen:
Volume von 0% bis 100% - Panorama von 30% bis 80% - Reverb WET von
50% bis 100%.
Abhängig ihrer Automation erhalten sie mit nur einem Regler großartig
klingende Fades zwischen verschiedenen Parameterwerte Änderungen.
• „curve“: Für die aktiven Automationsprozesse können darüber hinaus auch noch
die Einstellungen des Kurvenverlaufs von dem unteren zum oberen Wert
angepasst werden. Diese Werte können zwischen 2, 3 und 4-fach schneller/
langsamer als die Orginalkurve gewählt werden.
Besonders nützlich ist dies wenn sie zwischen 2 Parametern x-faden - z.B.
zwischen den Parametern „dry“ und „wet“ eines Origami Impulse Response
Prozessors.
best service ENGINE 2.0 113
Handbuch

Optische Darstellung von automatisierten Parametern

Sobald ein Parameter in Engine automatisiert wird, ändert sich die Farbe des
Parameterwerts. Parameterwerte können in vier unterschiedlichen Status angezeigt
werden (Bsp.: „Frequency“):

1.) Standard Darstellung: Parameter ohne Automation (Farbe: gelb).

2.) „midi learn“/„host learn“ Darstellung: Für den Parameter „Frequency“ wurde eine „learn“
Option aktiviert (Farbe: orange).

3.) Automatisierte Darstellung: Der Parameter „Frequency“ ist automatisiert (Farbe: grün).

4.) „bypass“ Darstellung: Der Parameter „Frequency“ ist automatisiert aber


stummgeschaltet (Farbe “grau”).
114 KAPITEL 9
Insert Filter und Effekte

Insert Filter und Effekte


Manipulation ist ein sehr beliebtes Mittel für die Bearbeitung und Anpassung von Sounds.
Hierfür bietet ihnen Engine über 45 atemberaubende Filter und Effekte von höchster
Qualität. Da sie die verfügbaren Filter und Effekte sowohl zu Channels in ihrem Mischer
als auch im Flexible Modifier Editor pro Layer, Section oder Alternate hinzufügen können,
beziehen sich alle Details und Erklärungen dieses Kapitels auf die Inserts im Allgemeinen -
unabhängig davon wo sie diese [Link]ätzlich gilt:
• Sie können eine unbegrenzte! Anzahl an Insert Filtern und Effekten hinzufügen.
• Sie können die Reihenfolge der Inserts einfach per drag’n’drop beliebig.
• Jeder Insert, der einen „sync“ Button beinhaltet, ist vollständig mit ihrer Sequenzer
Software (Host) oder zum Engine internen Tempo synchronisierbar und sie
können auch die Art der Synchronisierung auswählen.
• Neben dem Haupt-„insert fx bank“ Pull-Down Menü, über das sie bereits vorhandene
Presets mehrerer Inserts laden, speichern und kopieren/einfügen können, beinhaltet
auch jeder einzelne Filter oder Effekt ein eigenes “preset” Pull-Down, das ebenfalls alle
diese Optionen beinhaltet.
• Sie können das Bearbeitungsfenster jedes Inserts durch klicken auf das öffnen/
schließen Dreieck in der oberen linke Ecke auf- und zuklappen.
• Losgelöst von dem Bereich in dem sie ein Preset ihrer eigenen Insert Einstellungen
abspeichern: Dies wird automatisch immer in den Pull-Down Menüs beider Bereiche
angezeigt - im Mischer und bei den Flexible Modifiers.

WICHTIG: Die Prozessierung der aktivierten Inserts wird immer von oben nach unten
berechnet.

Laden, Speicher, und Entfernen von Insert Filtern und Effekten


Sobald sie mit Engine’s Insert Filtern und Effekten arbeiten, erscheint die obere “Insert
Menüleiste”. Es gibt zwei Wege einen Insert Effekt/Filter zu laden oder zu speichern. Über
das „insert fx bank“ Menü können sie eine Gruppe von Inserts laden.
best service ENGINE 2.0 115
Handbuch

Über die copy/paste Option können sie ihre aktuellen Einstellungen zu einem anderen
Layer, Section oder Alternate übertragen, ohne diese vorher speichern zu müssen. Falls
sie Presets während ihrer Arbeit in den Engine User Folder Ordner kopiert haben, können
sie mit dem “rebuild menu“ Befehl sie das Preset Pull-Down Menü aktualisieren.

WICHTIG: Wenn sie eine Insert FX Bank laden, werden automatisch ALLE aktuell
geladenen Insert Filter und Effekte ersetzt!

Die andere Möglichkeit ist, einzelne Insert Filter und Effekte zu laden oder zu speichern.
Klicken sie auf das “add insert fx” Pull-Down Menü. Es wird eine Liste mit allen verfügbaren
Inserts eingeblendet - aufgeteilt in neun Hauptkategorien. Wählen sie nun den Insert
aus den sie hinzufügen möchten. Der ausgewählte Insert wird automatisch ihrer Insert
Anzeige unterhalb des Pull-Down Menüs hinzugefügt - immer unterhalb des letzten Inserts
in der Anzeige. Sie können eine unbegrenzte Anzahl Inserts einfügen und so ihr eigenes
virtuelles Insert Filter und Effekt Rack erstellen.

Um einen geladenen Insert wieder zu entfernen, wählen sie diesen aus und klicken den
“remove” Button in der oberen rechte Ecke ihrer Insert Anzeige. Um mehrere Inserts
gleichzeitig zu entfernen, drücken und halten sie die “shift” Taste und klicken sie auf die
gewünschten Inserts. Um ein ungewolltes Löschen der Inserts zu verhindern, müssen sie
diese Aktion zusätzlich bestätigen. Es gibt einen Haupt- “bypass” Button in der oberen
linke Ecke der Insert Anzeige. Sobald aktiviert, werden ALLE momentan geladenen Insert
Filter und Effekte stumm geschaltet. Natürlich besitzt auch jeder einzelne Insert einen
eigenen “bypass” Button.
116 KAPITEL 9
Insert Filter und Effekte

WICHTIG: Wenn sie die Einstellungen eines Inserts als “[Link]” Datei in
dem jeweiligen Ordner des Inserts abspeichern, werden die
aktuell eingestellten Parameterwerte als Standardwerte
verwendet, sobald sie diesen Insert erneut hinzufügen.

Equalizers

Equalizer ermöglichen ihnen die Betonung oder Abschwächung bestimmter


Frequenzbereiche des Audiosignals.

4 band parametric EQ

Lowshelf: Unterhalb der eingestellten Frequenz wird das Audiosignal betont (positive
dB Werte) oder abgeschwächt (negative dB Werte).
Band 1: In Abhängigkeit zur gewählten Kurvensteigung (Wert 3) wird die eingestellte
Frequenz betont (positive dB Werte) oder abgeschwächt
(negative dB Werte).
Band 2: In Abhängigkeit zur gewählten Kurvensteigung (Wert 3) wird die eingestellte
Frequenz betont (positive dB Werte) oder abgeschwächt
(negative dB Werte).
Highshelf: Oberhalb der eingestellten Frequenz wird das Audiosignal betont (positive
dB Werte) oder abgeschwächt (negative dB Werte).
Output Gain: Die Lautstärke, in der das Audiosignal ausgegeben wird.
best service ENGINE 2.0 117
Handbuch

6 band parametric EQ

Die Funktionsweise des 6 Band EQs ist identisch mit dem 4 Band EQ.
Zusätzlich stehen ihnen hier für präzisere Manipulationen insgesamt 4 Bänder zur
Verfügung.

Vintage 3 band EQ

Wie der Name bereits vermuten lässt: Eine präzise Nachbildung eines Vintage EQs.
Die Kurvensteigung für jedes Band ist bereits festgesetzt.

Band 1: Die im „Frequency“ Feld eingestellte Frequenz kann betont (positive dB


Werte) oder abgeschwächt (negative dB Werte) werden.
Frequency: Legt die Frequenz fest, oberhalb/unterhalb derer das Audiosignal betont/
abgeschwächt wird.
Output Gain: Die Lautstärke, in der das Audiosignal ausgegeben wird.
118 KAPITEL 9
Insert Filter und Effekte

Filters

2D Filter

Über den 2D Filter können sie abhängig von ihrer Auswahl


der Filtertypen und ihrer Kurvensteigungen die
Frequenzbereiche erheben oder absenken. Durch den
Punkt in der 2D Matrix können sie die beiden Parameter
„Frequency“ und „Resonance“ gleichzeitig verändern.

Slope: Auswahlmenü des Filtertyps und der Filtersteigung.


Frequency: Legt die Frequenz fest, oberhalb/unterhalb derer das Audiosignal betont/abge
schwächt wird.
Resonance: Die Betonung der ausgewählten Frequenz von 0% (keine) bis 100%
(maximale).

X-Filter

Über X-Filter kann eine stufenlose Überblendung zwischen den drei Filtertypen „Low
Pass“, „Band Pass“ und „High Pass“ eingestellt werden.

Frequency: Legt die Frequenz fest, oberhalb/unterhalb derer das Audiosignal betont/
abgeschwächt wird.
Resonance: Die Betonung der ausgewählten Frequenz von 0% (keine) bis 100%
(maximale).
Slope: Auswahlmenü der Filtersteigung.
Filter Mode: Überblendung zwischen „Low Pass“, „Band Pass“ und „High Pass“ von 0%
bis 100%.
best service ENGINE 2.0 119
Handbuch

Filter Follower

Die Funktionsweise des Filter Followers ist identisch mit dem X-Filter. Zusätzlich verändert
der Filter Follower die Einstellungen für „Frequency“ und „Resonance“ des ausgewählten
„Slope“ und „Filter Mode“ in einem dynamischen Verhältnis zur Lautestärke des
Audiosignals.

Frequency: Legt die Frequenz fest, oberhalb/unterhalb derer das Audiosignal betont/
abgeschwächt wird.
Resonance: Die Betonung der ausgewählten Frequenz von 0 (keine) bis 100%
(maximale).
Slope: Auswahlmenü der Filtersteigung.
Filter Mode: Überblendung zwischen „Low Pass“, „Band Pass“ und „High Pass“ von 0 bis
100%.
Intensity: Die Intensität des Filters.
Attack: Der Zeitpunkt, ab dem der Filter nach Start der Audiodatei eingreift.
Release: Der Zeitpunkt, ab dem der Filter nach leiser werdendem Audio Signal nicht
mehr eingreift.
Output Gain: Die Lautstärke, in der das Audiosignal ausgegeben wird.

Low Cut Filter

Mit dem Low Cut Filter können sie abhängig der gewählten Kurvensteigung tiefe
Frequenzbereiche des Audiosignals absenken.

Slope: Auswahlmenü des Filtertyps und der Filtersteigung.


Frequency: Legt die Frequenz fest, unterhalb derer das Audiosignal abgeschwächt wird.
120 KAPITEL 9
Insert Filter und Effekte

High Cut Filter

Mit dem High Cut Filter können sie abhängig der gewählten Kurvensteigung hohe
Frequenzbereiche des Audiosignals absenken.

Slope: Auswahlmenü des Filtertyps und der Filtersteigung.


Frequency: Legt die Frequenz fest, oberhalb derer das Audiosignal abgeschwächt wird.

Multi Mode Filter

Der „Multimode Filter“ ermöglicht die Nutzung aller drei Filter Arten „Low Pass“, „Band
Pass“ und „High Pass“ gleichzeitig.

Slope: Auswahlmenü der Filtersteigung.


Frequency: Legt die Frequenz fest, oberhalb/unterhalb derer das Audiosignal betont/
abgeschwächt wird.
Resonance: Die Betonung der ausgewählten Frequenz von 0 (keine) bis 100%
(maximale).
Low Pass: Lautstärke des Low Pass Anteils.
Band Pass: Lautstärke des Band Pass Anteils.
High Pass: Lautstärke des High Pass Anteils.
best service ENGINE 2.0 121
Handbuch

LFE Filter

Wenn sie in einem Surround Format arbeiten, das einen LFE beinhaltet, können sie mit
diesem Filter hohe Freqenzbereiche abhängig des ausgewählten Slope absenken.

LFE creator: Erstellt einen neuen, zusätzlichen LFE Kanal aus allen verfügbaren
Kanälen.
Slope: Auswahlmenü der Filtersteigung.
Frequency: Legt die Frequenz fest, oberhalb derer das Audiosignal abgeschwächt wird.
Output Gain: Die Lautstärke, in der das Audiosignal ausgegeben wird.

WICHTIG: Um die „LFE creator“ Option benutzen zu können, müssen sie in den
Input und Output Pull-Down Menüs ein Surround Format auswählen, das
einen LFE Kanal erlaubt (z.B. 5.1).

Satellites HP Filter

Wenn sie in einem Surround Format arbeiten, das einen LFE beinhaltet, können sie mit
diesem Filter niedrige Freqenzbereiche abhängig des ausgewählten Slope absenken.

Slope: Auswahlmenü der Filtersteigung.


Frequency: Legt die Frequenz fest, unterhalb derer das Audiosignal abgeschwächt wird.
Output Gain: Die Lautstärke, in der das Audiosignal ausgegeben wird.
122 KAPITEL 9
Insert Filter und Effekte

Dynamics

Compressor

Mit Hilfe des „Compressor“ können sie die Dynamik ihres Audiosignals verringern und
somit die Unterschiede zwischen lauten und leisen Signalen reduzieren. Dadurch haben
sie die Möglichkeit, das gesamte Audiosignal anzuheben, ohne dass es dadurch zu
ungewünschten Verzerrungen kommt. Das Ergebnis ist die Steigerung der gesamten
Präsenz und des Drucks ihres Audiosignals.

Input Gain: Hier können sie die Lautstärke des Input Signals bereits vor der
Kompression erhöhen oder verringern.
Treshold: Über diesen Wert setzen sie den Bereich fest, ab dem die Kompression des
Audiosignals einsetzen soll.
Ratio: Bestimmt den Grad der Kompression.
Attack: Der Zeitpunkt, ab dem die Kompression nach Überschreiten der Treshold
Schwelle einsetzen soll.
Release: Der Zeitpunkt, ab dem die Kompression nach Unterschreiten der Treshold
Schwelle nachlassen soll.
Knee: Der Kurvencharakter der beginnenden Kompression nach Überschreiten der
Treshold Schwelle. 0% ist ein harter Beginn, 100% ein extrem weicher.
Lookahead: Dieser Wert gleicht kurzfristige Schwankungen des Audiosignals innerhalb
der eingegebenen Zeit in Millisekunden aus.
Output Gain: Die Lautstärke, in der das Audiosignal ausgegeben wird.
best service ENGINE 2.0 123
Handbuch

Limiter

Ein Limiter regelt den Ausgangspegel des Audiosignals sanft herunter, bevor eine
Übersteuerung stattfinden kann. Man kann bei einem Limiter auch von der „Extremform“
des Kompressors sprechen, da er zwar nach dem gleichen Prinzip wie der Kompressor
arbeitet, jedoch der Grad der Kompression wesentlich höher ist.

Treshold: Über diesen Wert setzen sie den Bereich fest, um wieviel dB das
Audiosignal angehoben werden soll.
Release: Der Zeitpunkt, ab dem der Limiter nach Unterschreiten der Treshold
Schwelle nachlassen soll.
Output Gain: Die Lautstärke, in der das Audiosignal ausgegeben wird.

Gater

Die Funktionsweise des Gaters besteht darin, dass Signalpegel erst ab einer einstellbaren
Stärke durchgeleitet werden. Dies dient häufig dazu, Rauschen des Audiosignals zu
vermeiden und deren Dynamik zu kontrollieren.

Treshold: Die Lautstärke fest, ab dem der Gater das Audiosignal weiterleitet.
Attack: Die Anstiegszeit des Audiosignals nach Überschreiten der Treshold Schwelle.
Hold: Dieser Wert gleicht kurzfristige Schwankungen des Audiosignals innerhalb der
eingegebenen Zeit in Millisekunden aus.
Release: Der Zeitpunkt, ab dem der Gater nach Unterschreiten der Treshold Schwelle
nachlassen soll.
124 KAPITEL 9
Insert Filter und Effekte

Modulation

Chorus

Chorus ist ein Modulations-Effekt, bei dem dem Audiosignal verdoppelte, leicht verstimmte
Signale zugemischt werden. Dadurch bekommt das Signal mehr Fülle, klingt weicher und
ist besser wahrzunehmen.

Depth: Bestimmt den Grad der Modulation in %.


Speed: Bestimmt die Geschwindigkeit der Modulation in Hertz.
HF Damp: Alle Frequenzen oberhalb des eingegebenen Werts werden abgeschwächt.
Spread: Einschränken des Panoramaverhältnisses von beiden Seiten gleichzeitig.
100% entspricht dem vollen Stereo Panorama, 0% entspricht Mono.
Dry/Wet: Lautstärkeverhältnis zwischen dem unverarbeiteten (dry) und dem
verarbeiteten (wet) Audiosignal.
Sync: Ermöglicht die Synchronisation des „Speed“ Parameters (ändert sich zu einem
Pull-Down Menü) an die Geschwindigkeit ihrer Sequenzer Software (Host).

Flanger

Beim Flanger wird das Eingangssignal zunächst in zwei Signalzweige aufgeteilt. Der eine
Zweig führt das Eingangssignal unverändert weiter, das Signal des anderen Zweigs wird
zeitlich verzögert.

Depth: Bestimmt den Grad der Modulation in %.


Speed: Bestimmt die Geschwindigkeit der Modulation in Hertz.
HF Damp: Alle Frequenzen oberhalb des eingegebenen Werts werden abgeschwächt.
Feedback: Leitet das Audiosignal zu einer erneuten Verarbeitung zum Eingang in den
Insert Effekt zurück. Hohe Werte verstärken den Flanger Effekt.
best service ENGINE 2.0 125
Handbuch

Spread: Einschränken des Panoramaverhältnisses von beiden Seiten gleichzeitig.


100% entspricht dem vollen Stereo Panorama, 0% entspricht Mono.
Dry/Wet: Lautstärkeverhältnis zwischen dem unverarbeiteten (dry) und dem
verarbeiteten (wet) Audiosignals.
Sync: Ermöglicht die Synchronisation des „Speed“ Parameters (ändert sich zu einem
Pull-Down Menü) an die Geschwindigkeit ihrer Sequenzer Software (Host).

Phaser

Wie auch bei „Flanger“ teilt der „Phaser“ Effekt das Eingangssignal zunächst in zwei
Signalzweige auf. Der eine Zweig führt das Eingangssignal unverändert weiter, im Signal
des anderen Zweigs wird das Frequenzspektrum manipuliert.
Im Vergleich zum „Flanger“ Effekt klingt „Phaser“ weicher und dezenter.

Speed: Bestimmt die Geschwindigkeit der Modulation in Hertz.


Start Freq: Hier kann die Start Frequenz für den Phaser Effekt eingegeben werden.
Range: In „Range“ können sie den Bereich um die Start Frequenz festlegen, innerhalb
der die Modulation stattfindet. 0% bedeutet keine Modulation, 100% bedeutet
maximale Modulation.
Feedback: Leitet das Audiosignal zu einer erneuten Verarbeitung zum Eingang in den
Insert Effekt zurück. Hohe Werte verstärken den Phaser Effekt.
Spread: Einschränken des Panoramaverhältnisses von beiden Seiten gleichzeitig.
100% entspricht dem vollen Stereo Panorama, 0% entspricht Mono.
Dry/Wet: Lautstärkeverhältnis zwischen dem unverarbeiteten (dry) und dem
verarbeiteten (wet) Audiosignals.
Sync: Ermöglicht die Synchronisation des „Speed“ Parameters (ändert sich zu
einem Auswahl Pull-Down Menü) an die Geschwindigkeit ihrer Sequenzer
Software (Host).
126 KAPITEL 9
Insert Filter und Effekte

Ring Modulator

Der Ring Modulator moduliert bestimmte eingestellte Frequenzbereiche.

Shape: Bestimmt die Art des Modulationsverlaufes (sinus, square, saw).


Frequency: Hier kann der Frequenzbereich von 10Hz bis 20kHz eingegeben werden.

Rotary

Dieser Effekt ist die Simulation eines Rotary Speakers.

Crossover: Hier wird der Frequenzbereich der Signalverarbeitung getrennt - in oberhalb


und unterhalb des eingegebenen Bereichs.
Depth: die zeitliche Länge der Rotary Prozessierung
Dry/Wet: hier kann das Verhältnis zwischen unverarbeitetem (dry) und verarbeitetem
(wet) Signal eingestellt werden.
Output Gain: Die Lautstärke, in der das Audiosignal ausgegeben wird.
Low Rate: die Frequenz des unteren Oszillators
Low Trem.: die Stärke des unteren Oszillators
High Rate: die Frequenz des oberen Oszillators
High Trem.: die Stärke des oberen Oszillators
Sync: Ermöglicht die Synchronisation der „Low Rate“ und „High Rate“ Parameter
an die Geschwindigkeit ihrer Sequenzer Software (Host).
best service ENGINE 2.0 127
Handbuch

Vinylizer

Engine‘s Vinylizer beinhaltet drei verschiedene Vinyl Arten (33, 45, 78 Tempo) um den
Klang alter Schallplatten zu simulieren. Neben den unterschiedlichen Tempi können sie
zusätzlich zwischen diesen drei Kategorien wählen:
1 = new recording (neue Aufnahme)
2 = old recording (alte Aufnahme)
3 = very old recording (sehr alte Aufnahme)

Model: Auswahl der Vinyl Art.


Model Vol: Lautstärke der geladenen Vinyl Art.
Clicks: Simulation der „Knister“ Geräusche alter Schalplatten. 0% bedeuten keine
Geräusche, 00% bedeuten sehr viele Geräusche.
Ein realistischer Wert liegt zwischen 3% und 7%.
Clicks Vol: Die Lautstärke der „Knister“ Geräusche in dB.
Noise: Simulation von „Rausch“ Geräuschen alter Schallplatten in dB.
Lowpass: Alle Frequenzen oberhalb des eingegebenen Werts werden abgeschwächt.
Highpass: Alle Frequenzen unterhalb des eingegebenen Werts werden abgeschwächt.
Output Gain: Die Lautstärke, in der das Audiosignal ausgegeben wird.
128 KAPITEL 9
Insert Filter und Effekte

Distortion

Time clipper

Time Clipper „zerhackt“ das Audiosignal und erzeugt eine analoge, rhythmische
Verzerrung. Diese Verzerrung ist allerdings nicht statisch, sondern dynamisch in
Abhängigkeit zu den „Depth“ und „Speed“ Parametern.

Treshold: Über diesen Wert setzen sie den Bereich fest, ab dem die Modulation des
Audiosignals einsetzen soll.
Gain: Bestimmt die Lautstärke der Modulation in dB.
Depth: Bestimmt den Grad der Modulation in %.
Speed: Bestimmt die Geschwindigkeit der Modulation in Hertz.
Volume: Die Lautstärke, in der das Audiosignal ausgegeben wird.
Sync: Ermöglicht die Synchronisation des „Speed“ Parameters (ändert sich zu einem
Pull-Down Menü) an die Geschwindigkeit ihrer Sequenzer Software (Host).

Bit reduction

Bit reduction reduziert die Originalauflösung des Audiosignals. Dadurch wird die
Klangqualität (die Audio-CD Qualität ist beispielsweise 16 bit) entsprechend verringert und
es lassen sich dadurch die Klangqualitäten älterer Geräte simulieren.

Bit Reduct: Hier können sie die zu berechnende Ziel-Auflösung des Audiosignals
einstellen. 24 bit entsprechen der aktuell standardisierten Tonstudio-
Auflösung, 16 bit einer Audio-CD. 8 bit älteren Samplern und
Drummachines, 4 bit sehr minderwertigen Klangerzeugern.
Sample Red.: Reduziert die Anzahl an frames und erzeut so interessante Effekte.
Aliased: Zur Verhinderung unerwünschter Klicks bei genutzter sample reduction.
Drive: Erzeugt eine digitale Distortion.
best service ENGINE 2.0 129
Handbuch

Dual band distortion

Dual Band Distortion erzeugt eine analoge Verzerrung des Audiosignals, indem dieses in 2
Bänder aufgeteilt wird. Jedes Band wird separat moduliert.

Frequency: Bei der hier eingestellten Frequenz wird das Audiosignal in 2 Bänder
aufgeteilt.
Drive A: Ist der Bereich unterhalb der eingegebenen Frequenz. Der gewählte dB
Wert bestimmt die Lautstärke der Modulation.
Drive B: Ist der Bereich oberhalb der eingegebenen Frequenz. Der gewählte dB Wert
bestimmt die Lautstärke der Modulation.
Color: Mit Color lässt sich das modulierte Audiosignal insgesamt dunkler oder heller
machen. Negative Werte machen das Signal dumpfer, positive Werte heller.
Volume: Die Lautstärke, in der das Audiosignal ausgegeben wird.

Tube distortion

Tube Distortion erzeugt eine analoge symmetrische oder asymmetrische Verzerrung des
Audiosignals.

Drive: Der gewählte dB Wert bestimmt die Lautstärke der Modulation.


Low Cut: Legt die Frequenz fest, unterhalb derer das Audiosignal abgeschwächt wird.
HF Damp: Alle Frequenzen oberhalb des eingegebenen Werts werden abgeschwächt.
Shape: In diesem Menü können sie zwischen symmetrischer und asymmetrischer
Verarbeitung wählen.
Volume: Die Lautstärke, in der das Audiosignal ausgegeben wird.
130 KAPITEL 9
Insert Filter und Effekte

Delay

Sample delay

Über Sample Delay kann eine zeitliche Verschiebung des Audiosignals eingestellt werden.

Time L: Die Verzögerung des linken Kanals in Millisekunden.


Time R: Die Verzögerung des rechten Kanals in Millisekunden.
Link Button: Wenn aktiviert, wird die eingegebene Zeit eines Kanals automatisch für den
anderen übernommen. Ändern sie den Zeitwert eines Kanals mit der Maus,
wird der Wert des anderen Kanals entsprechend skaliert.
Sync Button: Ermöglicht die Synchronisation der Verzögerung an die Geschwindigkeit
ihrer Sequenzer Software (Host).

Delay

Delay kann eine oder mehrere verzögerte Kopien des Eingangssignals ausgeben und
erzielt so einen echoähnlichen Klang.

Delay L: Hier stellen sie für den linken Kanal den zeitlichen Abstand zwischen dem
original Audiosignal und dem ersten Echo ein - und bestimmen somit das
Intervall ihres Delay Effekts.
Feedback L: Schickt einen Teil des Audiosignals in % zurück zum Eingang des Delay
Effekts und erzeugt dadurch wiederholte Echos. 0% bedeutet kein Delay,
100% bedeuten mehrere Delays.
Pan L: Panoramaeinstellungen des Delay des linken Kanals von 100L (links) bis
100R (rechts).
Dry/Wet L: Lautstärkeverhältnis zwischen dem unverarbeiteten (dry) und dem
verarbeiteten (wet) linken Kanal des Audiosignals.
Delay R: Hier stellen sie für den rechten Kanal den zeitlichen Abstand zwischen dem
original Audiosignal und dem ersten Echo ein - und bestimmen somit das
Intervall ihres Delay Effekts.
best service ENGINE 2.0 131
Handbuch

Feedback R: Schickt einen Teil des Audiosignals in % zurück zum Eingang des Delay
Effekts und erzeugt dadurch wiederholte Echos. 0% bedeutet kein Delay,
100% bedeuten mehrere Delays.
Pan R: Panoramaeinstellungen des Delay des rechten Kanals von 100L (links) bis
100R (rechts).
Dry/Wet R: Lautstärkeverhältnis zwischen dem unverarbeiteten (dry) und dem
verarbeiteten (wet) rechten Kanal des Audiosignals.
Sync: Ermöglicht die Synchronisation der „Delay L“ und „Delay R“ Parameter
(ändern sich zu einem Auswahl Pull-Down Menü) an die Geschwindigkeit
ihrer Sequenzer Software (Host).

Filter Delay

Die Funktionsweise von „Filter Delay“ ist identisch mit dem „Delay“ Effekt.
Zusätzlich stehen ihnen hier noch zwei weitere Parameter zur Verfügung.

Low Cut: Legt die Frequenz fest, unterhalb derer das Audiosignal abgeschwächt wird.
High Cut: Legt die Frequenz fest, oberhalb derer das Audiosignal abgeschwächt wird.

WICHTIG: Die Parameter „Low Cut“ und „High Cut“ beziehen sich ausschließlich auf
das verarbeitete (wet) Signal.

Doubler
132 KAPITEL 9
Insert Filter und Effekte

Doubler erzeugt eine einfache Verdopplung des Audiosignals.

Time: Hier stellen sie den zeitlichen Abstand zwischen dem original Audiosignal und
dem verdoppelten Signal ein.
Panorama: Panoramaeinstellungen des verdoppelten Signals von 100L (links) bis 100R
(rechts).
Sync: Ermöglicht die Synchronisation des „Time“ Parametes (ändert sich zu einem
Pull-Down Menü) an die Geschwindigkeit ihrer Sequenzer Software (Host).
Dry/Wet: Lautstärkeverhältnis zwischen dem unverarbeiteten (dry) und dem
verarbeiteten (wet) Audiosignal.

Echo

Mit Echo lassen sich die typischen Echo Effekte von Vintage Geräten simulieren.

Variation: Hier wählen sie den Lautstärkeverlauf des Echo Effekts. „Ramp Down“ startet
das erste Echo mit der Originallautstärke und die folgenden Echos werden
leiser. „Ramp Up“ startet leise und wird lauter. Bei „Constant“ werden alle
Echos in der Originallautstärke ausgegeben.
Delay: Hier stellen sie den zeitlichen Abstand zwischen dem original Audiosignal und
dem ersten Echo ein - und bestimmen somit das Intervall ihres Effekts.
Echoes: Anzahl der Echos.
De-Pan: Automatisches Bewegen der Echos zwischen dem linken und rechten Kanal.
100% entspricht einer Bewegung im gesamten Stereo Panorama, bei
0% findet keine Bewegung statt.
HF Damp: Alle Frequenzen oberhalb des eingegebenen Werts werden abgeschwächt.
Dry/Wet: Lautstärkeverhältnis zwischen dem unverarbeiteten (dry) und dem
verarbeiteten (wet) Audiosignal.
Sync: Ermöglicht die Synchronisation des „Delay“ Parametes (ändert sich zu einem
Pull-Down Menü) an die Geschwindigkeit ihrer Sequenzer Software (Host).
best service ENGINE 2.0 133
Handbuch

Helper

Volume

Hier können sie eine Lautstärkeänderung des gesamten Audiosignals einstellen.

Panorama

Hier können sie das Panorama Verhältnis des gesamten Audiosignals einstellen.

Panorama: Panoramaeinstellungen von 100L (links) bis 100R (rechts).


Spread: Einschränken des Panoramaverhältnisses von beiden Seiten gleichzeitig.
100% entspricht dem vollen Stereo Panorama, 0% entspricht Mono.
Auto Pan: Automatisches Bewegen des Audiosignals zwischen dem linken und rechten
Kanal. 100% entspricht einer Bewegung im gesamten Stereo Panorama, bei
0% findet keine Bewegung statt.
A.P. Speed: Die Geschwindigkeit der „Auto Pan“ Bewegung in Hertz. Eine komplette
Bewegung in einer Sekunde entspricht dem Wert 1.00 Hertz.
Sync Button: Ermöglicht die Synchronisation der automatischen Bewegung an die
Geschwindigkeit ihrer Sequenzer Software (Host).

XY panorama

Einschränken des Panoramaverhältnisses des Audiosignals. Es können beide Seiten mit


unterschiedlichen Werten eingestellt werden.
134 KAPITEL 9
Insert Filter und Effekte

Phase invert

Hier können sie bei Bedarf die Phase des linken und/oder rechten Kanals umdrehen.

Level meter

Der „Level Meter“ zeigt die aktuelle Output Lautstärke des Audiosignals.

Level meter Pro

Der „Levelmeter Pro“ zeigt RMS und Peak Werte gleichzeitig an

Calibration

Nutzen sie diesen Helper um die Lautsprecher in einer Surround Umgebung zu kalibireren.
best service ENGINE 2.0 135
Handbuch

Metronome

Sie können Engine’s Metronome mit eigenem Tempo, zu dem Tempo von Engine
synchronisiert oder auch zu dem Tempo ihres Hosts synchronisiert benutzen.

Reference Tone

Nutzen sie diesen Helper um ihre Engine Instrumente oder auch Gitarren, Bässe etc. zu
stimmen.

Channel Manager

Ein sehr eistungsstarker Surround Helper der auch im Stereo Format arbeiten kann.
Zusätzlich können sie jeden beliebigen Channel ihres Surround Formats zu „L“ (left) und
„R“ (right) routen und so einen Mix Down ihres Surround Formats zu Stereo erzeugen.
Bitte lesen sie das Kapitel “Pro Surround Umgebung” für weitere Details.
136 KAPITEL 9
Insert Filter und Effekte

Surround Panner

Der Surround Panner ermöglicht die Nutzung von Instrumenten die stereo, mono oder
Surround Audio Dateien beinhalten in jeglicher Engine Surround Umgebung. Entsprechend
der Position der stereo (L & M), mono (M) oder Surround (S) Icons werden für alle
bestehenden Kanäle des gerade ausgewählten Surround Formates neue Lautstärke Werte
errechnet.

Radius: Hier können sie den Radius des Surround Panners einstellen. Der innere
orangene Kreis stellt den “center” dB Wert dar und der äußere rote Kreis den
“rear minimum” dB Wert des neu erzeugten Audio Signals.

Mode: Hier können sie den mono (für mono Audio Dateien) oder stereo (für stereo
Audio Dateien) Surround Panner auswählen.
best service ENGINE 2.0 137
Handbuch

Center: Lautstärke des Center Kanals.


LFE: Lautstärke des LFE Kanals.
Output gain: Ausgangslautstärke für alle Audiokanäle.
Angle: Bestimmt den Winkel des linken Audio Signals von 0° to 360°.
Distance: Bestimmt die Entfernung des linken Audio Signals von dem Zentrum des
Surround Formats.
Type: In diesem Pull-Down Menü können sie auswählen, wie die Audiosignale
bewegt werden sollen:
• free: jedes Audio Signal wird einzeln bewegt
• x mirror: Die Audio Signale werden an der X-Achse gespiegelt.
• y mirror: Die Audio Signale werden an der Y-Achse gespiegelt.
• xy mirror: Die Audio Signale werden an der X- und Y-Achse gespiegelt.
• sync: Parallele Bewegung der Audio Signale an der X- und Y-Achse.

Angle: Bestimmt den Winkel des rechten Audio Signals von 0° to 360°.
Distance: Bestimmt die Entfernung des rechten Audio Signals von dem Zentrum des
Surround Formats.
Front max.: Maximale Lautstärke für die Frontposition des Audio Signals.
Front min.: Minimale Lautstärke für die Frontposition des Audio Signals.
Center: Lautstärke für die Centerposition des Audio Signals.
Rear max.: Maximale Lautstärke für die Rearposition des Audio Signals.
Rear min.: Minimale Lautstärke für die Rearposition des Audio Signals.

TIP 1: Der Distance Parameter erlaubt auch negative Werte bis zu -100%. Dadurch
können sie z.B. die Audio Signale von der Position “vorne links” mit nur einer
Bewegung zu der Position “hinten rechts” bewegen.

TIP 2: Nutzen sie den Surround Panner im Surround Modus um ihre Surround Audio
Dateien auszubalancieren. Bedenken sie, dass jegliche Positionsänderungen
der Surround Audio Datei Phasern erzeugen können. Nutzen sie den “Channel
Manager” Helper Insert um dieses Problem zu verhindern.
138 KAPITEL 9
Insert Filter und Effekte

Reverb

Reverb

Reverb erzeugt - anders als Echo - kontinuierliche Schallreflexionen des Audiosignals.


Dadurch kann der Hall von verschiedenen Räumen täuschend echt simuliert werden.

Model: Auswahl an bereits vorgefertigten Raumklangsimulationen.


Level: Hier können sie die Lautstärke des Input Signals bereits vor der
Modulation erhöhen oder verringern.
Time: Bestimmt die zeitliche Dauer des Halls in Millisekunden. Kurze Zeiten
entsprechen kleineren Räumen, lange Zeiten entsprechen großen Räumen.
Spread: Einschränken des Panoramaverhältnisses von beiden Seiten gleichzeitig.
100% entspricht dem vollen Stereo Panorama, 0% entspricht Mono.
HF Cut: Alle Frequenzen oberhalb des eingegebenen Werts werden abgeschwächt.
Predelay: Der Grad der Verzögerung in Millisekunden, ab dem die Modulation nach
Eingang des Audio Signals einsetzen soll.
Dry/Wet: Lautstärkeverhältnis zwischen dem unverarbeiteten (dry) und dem
verarbeiteten (wet) Audiosignals.
best service ENGINE 2.0 139
Handbuch

Reverb TWO

Die Funktionsweise von „Reverb TWO“ ist identisch mit dem „Reverb“ Effekt.
Zusätzlich stehen ihnen hier noch weitere Parameter für eine noch realistischere Hall-
Simulation zur Verfügung. Ein echter Hall besteht immer aus drei Teilen: Das Original-
Audiosignal, der ersten kurzen Reflektion des Audiosignals und abschließend dem durch
den Impuls erzeugten Raumhall.

Early Refl.: Auswahl des Raumes für die erste kurze Reflektion.

Level: Lautstärke der ersten Reflektion.


Spread: Einschränken des Panoramaverhältnisses der ersten Reflektion von beiden
Seiten gleichzeitig. 100% entspricht dem vollen Stereo Panorama, 0%
entspricht Mono.
Predelay: Der Grad der Verzögerung der ersten Reflektion in Millisekunden, ab dem die
Modulation nach Eingang des Audio Signals einsetzen soll.
Frequency: Bestimmt die Geschwindigkeit der Modulation des verarbeiteten Signals in
Hertz.
Depth: Bestimmt den Grad der Modulation des verarbeiteten Signals in %.
Dry/Wet: Lautstärkeverhältnis zwischen dem unverarbeiteten (dry) und dem
verarbeiteten (wet) Audiosignals.
140 KAPITEL 9
Insert Filter und Effekte

Special

Origami & Origami LE

Origami ist ein von yellow tools Software Entwicklern und Audio Engineuren entwickelter
high-end Impulse Response Prozessor für die Nutzung und Bearbeitung von Impulse
Response Dateien. In Engine sind Origami und Origami LE bereits integriert. Unterstützt
durch IR Dateien der fantastischen „INSP:IR Impulse Library“ von Inspired Acoustics,
ermöglicht ihnen Origami eine atemberaubende Hör-Erfahrung - als ob sie sich selbst
in dem Raum befinden würden! Um ihnen darüber hinaus die Möglichkeit zu bieten ihre
Instrumente innerhalb des geladenen Raumes frei zu bewegen, haben wir Origami um
das “Positioner” Feature erweitert. Nachdem sie den Positioner aktiviert haben, können
sie ihre Audio Quelle - ihr Instrument - völlig frei in dem geladenen Raum bewegen und
positionieren - wie immer in Engine natürlich in Echtzeit!!!

ORIGAMI beinhaltet darüber hinaus den Èlastique SOLOIST Time-Stretch Algorithmus


von [Link]. Hierdurch lassen sich alle Audio & Impulse Response Dateien
in ihrer Abspielzeit und Stimmung verändern und anpassen, was zu hochqualitativen
Verfremdungen und Manipulationen führt. Dies eignet sich hervorragend für das Erzielen
von Effekten.
best service ENGINE 2.0 141
Handbuch

IR format: Multi-channel Audio Dateien (interleaved) müssen vor der Nutzung


in Origami entsprechend spezifiziert werden. Eine IR Datei mit 5
Kanälen kann beispielsweise 5.0 DD, DTS oder Music sein. In diesem
Pull-Down Menü können sie das Format für die Prozessierung ihrer Impulse
Response Dateien auswählen - unabhängig von dem ausgewählten Input/
Output Format! Dadurch können sie beispielsweise eine 5.0
IR Datei auch in 5.1 oder jedem anderen Format bis zu 8.1 verwenden...
ohne die Datei vorher konvertieren zu müssen!
142 KAPITEL 9
Insert Filter und Effekte

Presets: Über dieses Pull-Down Menü können sie sowohl die bereits in Engine
enthaltenen Impulse Response Dateien als auch eigene Presets laden.

Origami beinhaltet bereits eine hohe Anzahl an hervorragenden Impulse


Response Dateien, die sofort in ihren Produktionen einsetzen können.
Diese Presets befinden sich im Bereich “IA Production Responses”.

Sie können auch die Quelldateien (Sources) aller enthaltenen Impulse


Response Dateien laden und diese nach Belieben verändern und anpassen.
best service ENGINE 2.0 143
Handbuch

Da Origami auch Surround Impulse Response Dateien unterstützt, befindet


sich in der Auswahlliste auch ein Bereich für die bereits enthaltenen Surround
Presets. Diese Presets ermöglichen ihnen sofortigen Zugriff auf die
erstklassigen Surround Impulses für ihre Musikproduktion.

WICHTIG: Die Verarbeitung von Impulse Response Dateien ist ein extrem
rechenintensiver Prozess und belastet ihre CPU elementar höher als alle
anderen Engine Inserts.
144 KAPITEL 9
Insert Filter und Effekte

IR file info: Der “IR file info” Button oben links ermöglicht das Umschalten zu der Info
Seite der aktuell geladenen Impulse Response Datei. Hier können sie ihre
eigenen Anmerkungen eintragen und sie erhalten - sofern
verfügbar - Informationen über den Ort des aufgenommenen Raums sowie
weitere Urheberinformationen. Nach dem ersten Klick wechselt der “IR
file info” Button in den Status “back”. Um wieder zu der Haupt-Anzeige
zurückzukehren, klicken sie diesen Button einfach erneut.

Positioner: Durch einen Klick können sie das „Positioner“ Feature öffnen. Dieses wird
im weiteren Verlauf dieses Kapitels erklärt.
Pre-delay: Zeitpunkt, ab dem der IR Prozessor nach Eingang des Audio Signals
einsetzen soll. Es können positive und negative Werte eingestellt werden.
Positive Werte erzeugen eine verspäteten Einsatz des IR Prozessors,
durch negative Werte wird der Anfang der IR Datei übersprungen.
Time: Hier können sie einstellen, ob die IR Datei vollständig oder nur prozentual
von der Gesamtlänge verwendet werden soll.
Tail: Hier können sie abhängig vom eingestellten „Time“ Wert die Länge des
Ausklingen der IR Datei bestimmen. 100 Prozent entsprechen der
Gesamtlänge der IR Datei abzüglich des „Time“ Anteils.
Tail Curve: Der Kurvencharakter der Ausklingphase (Tail).
High Cut: Alle Frequenzen der IR Datei oberhalb des eingestellten Werts werden
abgeschwächt.
best service ENGINE 2.0 145
Handbuch

true Button: Origami verwaltet „true stereo“ (eine Mehrkanal Audio Datei mit 4
separaten Kanälen) und „true surround“ Prozessierung bis zu 8.1
(Eine interleaved Audio Datei mit bis zu 81 separaten Kanälen).
Sogar im „true stereo“ und „true surround“ Modus können sie immer noch
das „positioner“ Feature und den „Channel Manager“ insert benutzen.

Folgende Prozessierungen werden unterstützt:

mono zu: mono, stereo, surround


stereo zu: mono, stereo, true stereo, surround, true surround
surround zu: mono, stereo, true stereo, surround, true surround

EQ: Siehe Kapitel „Equalizer“.


Dry: Lautstärke des unverarbeiteten Audiosignals.
Wet: Lautstärke des verarbeiteten Audiosignals.
Pitch: Verändert die Tonhöhe der Impulse Response Datei.
Sehr gut für Verfremdung und Effekte geeignet.
Tempo: Verändert die Länge der Impulse Response Datei. Somit kann diese
schneller oder langsamer abgespielt werden. 100% entspricht dem
Orginaltempo. Höhere Werte entsprechen einer Beschleunigung -
niedrigere Werte einer Verlangsamung.
Formants Button: (preserve formants) In aktiviertem Zustand werden die Formanten der
Audio Datei während der Bearbeitung beibehalten und somit die Time-
Stretch Qualität verbessert.
o. tempo Button: Hier kann das Orginal Tempo der Impulse Response Datei in das
Wertefeld eingegeben werden. Dies ist primär bei der Verwendung
eines Loops geeignet. Durch einen Klick auf den Button wird die
geladene Datei gescannt und das Tempo automatisch erkannt.
Je nach Taktlänge der Datei ist eventuell eine manuelle Korrektur des
Tempos nötig.
Output Gain: Die Lautstärke, in der das Audiosignal ausgegeben wird.
146 KAPITEL 9
Insert Filter und Effekte

Origami Positioner

Wenn sie den “Positioner” Button in der oberen rechte Ecke anklicken, wechselt die
Anzeige in den Positioner Modus und der Button ändert seinen Status in “back”. Falls der
Positioner noch nicht aktiviert ist, klicken sie einfach auf den orangenen Button innerhalb
der 3D Anzeige um den Positioner zu aktiveren und ihre Instrumente im virtuellen Raum zu
bewegen.
best service ENGINE 2.0 147
Handbuch

Sobald aktiviert, erscheint ein kleines “Lautsprecher” Symbol in der Mitte der 3D Matrix und
der Status des Buttons wechselt in “active”.

Durch verschieben des Lautsprechers bewegen sie nun ihr Audio Signal im virtuellen
Raum. Um zu der Ursprungsposition des Audio Signals in die Mitte des Raumes
zurückzukehren, drücken sie die alt” Taste und klicken sie auf das Lautsprecher Icon.
Damit wurde die Position des Audio Signals zurückgesetzt.

Wenn sie mit der Positionierung ihres Audio Signals zufrieden sind, können sie
durch Klicken auf den “back” Button in der oberen rechte Ecke zu der Haupt-Anzeige
zurückkehren. Sobald der Positioner aktiviert ist, wird der “positioner” Button in der Haupt-
Anzeige und in der “IR file info” Anzeige durch eine helle Umrandung gekennzeichnet.
148 KAPITEL 9
Insert Filter und Effekte

Preamp Modeler

Engine beinhaltet eine Auswahl von 12 Premium Preamps.

Model: Benutzen sie dieses Pull-Down Menü um ihr Preamp Model auszuwählen.
Presence: Dieser DSP Parameter erhöht die hohen Mittelfrequenzbereiche des Audio
Signals. Dadurch erhält der Sound mehr Präsenz.
Output Gain: Die Lautstärke, in der das Audiosignal ausgegeben wird.
.
best service ENGINE 2.0 149
Handbuch

Cabinet Modeler

Der Cabinet Modeler bietet die Simulation des typischen Cabinet Sounds für all ihre
Instrumente - wurde allerdings speziell für elektrische Gitarren und elektrische Bässe
entwickelt. Sie können zwischen 6 legendären Cabinet Modellen unterschiedlicher Größe
und mit verschiedenen Mikrofonpositionen auswählen.

Model: Über dieses Pull-Down Menü können sie ihr Cabinet Modell auswählen.
Color: Über diesen Parameter können sie die EQ Farbe ihres Audiosignals
bearbeiten.
Output Gain: Die Lautstärke, in der das Audiosignal ausgegeben wird.
150 KAPITEL 9
Insert Filter und Effekte

Mic Modeler

Der Mic Modeler ermöglicht ihnen die sofortige Zuweisung von unterschiedlichen Mikrofon
Charakteren zu ihren Instrumenten. Es sind 14 verschiedene legendäre Mikrofon Modelle
aus den Kategorien „condenser“, „dynamic“ und „tube“ verfügbar.
Abhängig von dem Mikrofon Modell können sie sogar noch aus den unterschiedlichen
Positionen und Charakteren „omni directional“, „directional close“, „directional far“ und
„directional farer“ auswählen.

Model: Über dieses Pull-Down Menü können sie ihr Mic Modell auswählen.
Output Gain: Die Lautstärke, in der das Audiosignal ausgegeben wird.
best service ENGINE 2.0 151
Handbuch

Pro Surround Umgebung


Engine beinhaltet eine der ausgefeiltesten Surround Umgebungen die sie in Software
Sample Playern finden werden und unterstützt alle professionellen Surround Formate, wie
z.B. Dolby Surround, Dolby Digital, DTS, ITU, SDDS und viele weitere bis zu 7.1. Bitte
beachten sie, dass sie nach der Auswahl in dem Pull-Down Menü das entsprechende
Surround Format auch dem Output Channel im Mischer zuweisen. Selbstverständlich sind
alle Filter und Effekte von Engine vollständig Surround kompatibel.
152 KAPITEL 10
Pro Surround Umgebung

Einzigartig in Engine ist die völlige Flexibilität aller Formate: Sie können jederzeit
zwischen allen verfügbaren Surround Formaten umschalten und Engine routet alle Kanäle
automatisch zu der Kanalzuweisung des neuen Formats. Zusätzlich können sie die
Surround Formate für jeden Layer individuell zuweisen, denn Engine kann unterschiedliche
Surround Formate gleichzeitig verwalten. Neben der Auswahl der Sourround Formate im
Layer Bereich gibt es auch noch weitere Surround Einstellungen auf der “Preferences”
Seite von Engine. Dort können sie die Voreinstellungen für ihre Surround Dateien
vornehmen und haben darüber hinaus die Möglichkeit, die generelle Kanal Zuweisung für
alle Multichannel Dateien für drei Formate einzustellen:

Channel Manager
Dieser Helper zeigt automatisch alle verfügbaren Kanäle des gerade ausgewählten Output
Formats, sodass wenn sie von dem Format “stereo”

zu “5.1 DTS” wechseln, dann wechselt auch die Channel Manager Anzeige entsprechend:

Zusätzlich können sie jeden beliebigen Channel ihres Surround Formats zu „L“ (left) und
„R“ (right) routen und so einen Mix Down ihres Surround Formats zu Stereo erzeugen. Sie
können den Channel Manager auch für das Finetuning von volume, delay und den output
Kanälen ihres Output Formats benutzen.
best service ENGINE 2.0 153
Handbuch

Calibration
Abhängig von ihrer Lautsprecherposition und ihrer Raumgröße können sie diesen Helper
für die Kalibrierung ihres Lautsprecher verwenden:

LFE Filter

Wenn sie in einem Surround Format arbeiten, das einen LFE beinhaltet, können sie mit
diesem Filter hohe Freqenzbereiche abhängig des ausgewählten Slope absenken.
Der “LFE creator” Button erstellt einen neuen zusätzlichen LFE Kanal aus allen
verfügbaren Kanälen

Satellites HP Filter

Wenn sie in einem Surround Format arbeiten, das einen LFE beinhaltet, können sie mit
diesem Filter niedrige Freqenzbereiche abhängig des ausgewählten Slope absenken.
154 KAPITEL 10
Pro Surround Umgebung

Surround Panner

Der Surround Panner ermöglicht die Nutzung von Instrumenten die stereo, mono oder
Surround Audio Dateien beinhalten in jeglicher Engine Surround Umgebung. Entsprechend
der Position der stereo (L & M), mono (M) oder Surround (S) Icons werden für alle
bestehenden Kanäle des gerade ausgewählten Surround Formates neue Lautstärke Werte
errechnet.
best service ENGINE 2.0 155
Handbuch

Insert Filter & Effekte

Wie bereits zu Beginn erwähnt sind alle Engine Filter und Effekte vollständig Surround
kompatibel. Sie können jederzeit zwischen den verfügbaren Formaten wechseln und alle
Inserts schalten automatisch zu dem neuen Format um.
Die folgenden Beispiele betreffen den Insert “Filter Delay”:

Format: Stereo

Format: 5.0 SMPTE / ITU / Music

Format: 7.1 SDDS Film


156 KAPITEL 11
Präferenzen & Help Page

Präferenzen & Help Page


Die Präferenzen Seite beinhaltet viele Standard Parameter, die sie möglicherweise bereits
kennen. Obwohl sie ihr persönliches Setup umgehend erstellen können, sind einige
weitere Details bzgl. der verfügbaren Optionen vielleicht ganz hilfreich.
Abhängig von der Engine Version die sie installiert haben, sind einige Parameter evtl.
nicht sichtbar oder können nicht geändert werden. Alle Parameter ihrer Version können
sie selbstverständlich auch frei bearbeiten. Die Präferenzen Seite beeinflusst das
gesamte Plug-in! Somit ist es sehr wichtig, dass sie mit den verfügbaren Parameter in
diesem Bereich sehr vorsichtig umgehen. Änderungen können unter Umständen zu
Inkompatibilität mit anderen Projects führen, benötigen Einstellungen werden evtl. nicht
korrekt vorgenommen, was wiederum zur Sperrung verschiedener Parameter oder sogar
zu Performanceverlust führen kann.

WICHTIG: Änderungen der Präferenzen Parameter betreffen das grundlegende


ROUTING SETUP von Engine. Um ihre Änderungen zu aktivieren,
müssen sie Engine zuvor beenden und neu starten. Klicken sie auf
„SAVE PREFERENCES“ nachdem sie ihre Einstellungen beendet haben,
schließen sie Engine und wählen das Plug-in anschließend erneut
aus der Plug-In Liste ihrer Sequenzer Software.
best service ENGINE 2.0 157
Handbuch

Engine Einstellungen

Current RAM overview

Obwohl Computer immer besser und schneller werden, ist RAM immer noch ein sehr
wertvoller Bestandteil. Diese Übersicht gibt ihnen eine ständige Zusammenfassung der
aktuellen RAM Auslastung von Engine. “Allocated RAM” zeigt die maximale RAM Nutzung
von Engine während ihrer gesamten Session. Mit dem “Purge Memory” Button können
sie momentan ungenutze Datein aus dem RAM entfernen. Diese Funktion ist sinnvoll, um
System Ressourcen verfügbar zu machen, nachdem sie Projects, Layer Sets oder Layer
aus ihrer aktuellen Session gelöscht oder ersetzt haben.
“Used RAM” ist ein sich ständig ändernder Wert, der den exakten aktuell genutzten RAM
anzeigt. Es gibt mehrere Wege die RAM Nutzung ihres Computers zu optimieren. Lesen
sie hierfür bitte den folgenden Abschnitt über das RF-HDD (Read From Hard Disk Drive)
Feature und den Auto-RAM-Cleaner.

Multi Core Unterstützung

Engine unterstützt die Reservierung und Zuweisung von Multi Core Butzung (bis zu
acht Cores). Dadurch erhält Engine Prioritätszugriff für die Anzahl an Cores die sie
zugwiesenen haben, sobald zusätzliche CPU Ressourcen benötigt werden. Abhängig
vo ihrem Computer können sie dieses Feature dazu benutzen, die Performance einer
einzigen Engine Instanz elementar zu steigern.
Das Pull-Down Menü zeigt immer die Anzahl verfügbarer Cores ihres Computers an. Wenn
sie beispielsweise einen DualCore Comptuer haben, werden nur 2 Cores aufgelistet.
Die Unterstützung von mehreren Cores und letztendlich die Möglichkeit einer gezielten
Zuweisung von Cores für Engine ist ein unglaublich leistungsstarkes und für Software
158 KAPITEL 11
Präferenzen & Help Page

Sampler einzigartiges Feature - denn sie können nun nicht nur Prozessoren sondern sogar
deren Cores individuell zuweisen. Wenn sie z.B. einen acht Core Computer besitzen, so
können sie nun sechs Cores für Engine reservieren und die beiden übrigen Cores bleiben
frei verfügbar - z.B. für ihre Host Applikation. Dadurch wird es nun niemals zu Prozessen
von Engine und ihrer Host Applikation kommen, die zur gleichen Zeit den gleichen Core
verwenden - und genau dieses Ergebnis verschafft eine einzigartige und unschlagbare
Performance!

RF-HDD (Read From Hard Disk Drive)

Unsere aktuellen und zukünftigen Virtual Instruments und Sample Libraries sind für
professionellste und realistischste Anwendungen konzipiert. Dieser Anspruch bringt einen
hohen Speicherbedarf mit sich. Die Lösung: „RF-HDD“, eine innovative und völlig neue
Streaming Technologie, exklusiv von yellow tools Software Ingenieuren entwickelt:

Preload time
Wenn ein Layer geladen wird, wird nur die hier eingestellte Länge jeder Audio Datei in den
RAM ihres Computers “vorgeladen”. Der “Rest” jeder Audio Datei bleibt auf der Festplatte
und wird nur im geladen, wenn die Datei genutzt/gespielt wird. In PRELOAD TIME können
sie diesen Wert einstellen; momentan zwischen 200 Millisekunden und 3 Sekunden pro
Audiodatei. Sie können auch das Pull-Down Menü zum Abrufen der Presets benutzen.

Unload time
Dieser Parameter entlädt unbenutzte Audio Dateien nach der hier eingegebenen Zeit. Jede
gespielte Audio Datei erhält ihre eigene “Start Zeit”. Nach Ablaufen der eingegebenen Zeit
wird das Sample umgehend entladen. Dieser Vorgang entlastet den RAM ihres Computers
und lässt sie Engine somit besser an die Leistung ihres Computers anpassen. Momentan
können sie hier Werte zwischen 0 Millisekunden und 20 Sekunden eingeben.
Sie können auch das rechte Pull-Down Menü zum Abrufen der Presets benutzen.
best service ENGINE 2.0 159
Handbuch

Block size
Da Engine für eine extrem schnelle Performance entwickelt wurde und gleichzeitig eine
enorme Datenmenge verwalten muss, mussten wir diesen dritten Parameter hinzufügen.
Während des Ladevorgangs ermöglicht Block Size größere Ladeschritte und verringert so
die ständigen und zeitintensiven Bewegungen des Lesekopfes ihrer Festplatte. Abhängig
von der Grundgeschwindigkeit ihrer Festplatte können sie eigene Werte eingeben oder
auch das rechte Pull-Down Menü zum Abrufen der Presets benutzen.
In der Praxis bekommen dadurch selbst langsamere Festplatten eine Performance
Steigerung in Geschwindigkeit und Ladestabilität. Obwohl das RF-HDD Feature
Bestandteil aller Engine Versionen ist kann es sein, dass diese drei Parameter evtl. nicht
in ihren Präferenzen sichtbar sind. In diesem Fall downloaden und installieren sie sich bitte
die aktuellste Version unter [Link].

TIP: Abhängig von ihrem Computer, Betriebssystem und ihrer System Konfiguration
empfehlen wir ihnen, mehrere Varianten mit unterschiedlichen Werten für die drei
Parameter auszuprobieren. Auf diesem Weg können sie die für sie besten
Einstellungen herausfinden und ihr System bestmöglich optimieren.

Use original BIT rate / Pre-convert to 32 BIT

Engine beinhaltet eine automatische Erkennung und sofortige interne Anpassung an die
Einstellungen ihres Sequenzers. Momentan wird die Kompatibilität bis zu 32 Bit/192 kHz
garantiert, sprich zu jeglichen Sequenzern und zusätzlich benutzter Hardware. Davon
abgesehen können sie entscheiden, die Audio Dateien bereits während des Ladens zu der
entsprechenden BIT Rate konvertieren oder aber sie erst dann vom RAM zu konvertieren,
wenn sie benötigt werden.

Library Einstellungen

In diesem Bereich können Sie Libraries für Engine hinzufügen - völlig losgelöst wo sich
diese auf ihrem Computer befinden. Der Ort wird bei der Auswahl abgespeichert. Sollten
Sie diesen anschließend ändern, erscheint der Hinweis “missing”.
160 KAPITEL 11
Präferenzen & Help Page

User Folder Einstellungen

Hier können sie den Ort ihres Benutzer-Ordners ändern. In diesem Ordner befinden sich
alle benutzerbezogenen Daten (Layers, Presets, Audio Files, Projects, etc.).
Die Engine System-Daten befinden sich nicht in dem Benutzer-Ordner, sodass die
grundlegende Funktionalität durch Änderungen dieses Ordner nicht beeinflusst wird.
Neben dem User Folder stehen Ihnen drei weitere “Quick Links” zur Verfügung.
Mit den Quick Links können sie ausschließlich Audio Files für die Nutzung in Engine
verwenden!
best service ENGINE 2.0 161
Handbuch

Output und Surround Einstellungen

Da Engine bereits viele verschiedene Schnittstellen unterstützt und auf Grund der vielen
Sequenzer Programme, kann es manchmal notwendig oder hilfreich sein, die Anzahl der
verfügbaren Ausgänge zu erhöhen oder zu verringern.

WICHTIG: Durch Änderungen der Outputs können sie die Leistung ihres Computer
sowohl verbessern als auch verschlechtern. Momentan ist die maximale
Anzahl an Ausgängen 64 MONO und 64 STEREO Ausgänge pro Instanz.
Leider haben viele Sequenzer Programme unterschiedliche Wege,
zusätzliche Output Channels von Plug-Ins zu verwalten. Bitte lesen sie bzgl.
der Verwaltung zusätzlicher Outputs das Handbuch ihres Sequenzers.

Default Layer Format

Wenn sie einen neuen Layer zu ihrem Project hinzufügen, wird auch ein neuer Output
Channel im Mischer entsprechend angelegt. Das Output Format von diesem Kanal im
Mischer wird das Default Format sein, das sie hier auswählen.
162 KAPITEL 11
Präferenzen & Help Page

Surround

Alle Surround Präferenzen werden immer mit ihrem Engine Project abgespeichert. Wenn
sie Multi-Kanal Dateien in Engine importieren, können sie hier über die entsprechenden
Pull-Down Menüs ihre Standard Kanalzuweisung abspeichern. Zusätzlich können sie hier
ihre Standardeinstellungen für drei unterschiedliche Surround Output Formate abspeichern
und auch eigene Presets erstellen.

WICHTIG: Nachdem sie ihre Routing Einstellungen vorgenommen haben, können


sie zwischen allen verfügbaren Surround Formaten über das “format”
Pull-Down Menü individuell und jederzeit pro Layer wechseln.
best service ENGINE 2.0 163
Handbuch

Weitere Einstellungen

Default Root Key

Wenn sie Audio Dateien importieren möchten, die keine “root key” Informationen
beinhalten, wird die in diesem Menü ausgewählte Taste als Standard Root Key verwendet.

Default Author Name

Die “Default Author Name” und “Default Author Weblink” Informationen werden
automatisch zu jedem neuen von ihnen erstellten Project, Layer Set und Layer
hinzugefügt. Sie können diese Informationen natürlich auch jederzeit nachträglich auf den
entsprechenden “info” Seiten ändern.

Debug Log

Mit dieser Option können sie das Erstellen einer Log Datei aktivieren bzw. deaktivieren.
Log Dateien helfen bei der Fehlersuche, sollte das Programm nicht einwandfrei
funktionieren.
164 KAPITEL 11
Präferenzen & Help Page

Help Page

Auf der Engine “Help” Seite befinden sich mehrere Links zu PDF Dokumenten
(Handbücher, Shortcut Übersicht, Tips & Tricks) und einige Online Links.
Für die Nutzung der Online Links benötigen sie eine Internetverbindung und für die PDF
Dokumente benötigen sie den kostenlosen Adobe Acrobat Reader oder ein anderes
Programm mit dem sie PDF Dokumente öffnen können.
best service ENGINE 2.0 165
Handbuch

Credits
Idee und Konzeption: Drazen Vlahovic
Produktdesign und Projektmanagement: Christian Hellinger, Klaus Kandler, Robert Leutner
Leitender Software Entwickler: Roman Glomb

Èlastique SOLOIST by [Link].

Impulse Response Dateien: Inspired Acoustics „INSP:IR impulse library“; Entel Ltd.,
Ungarn

Benutzeroberfläche: Hans van Even (musicworx, Frankreich), yt art division


Grafik Design, künstlerische Leitung, Packungsdesign: yt art division, Best Service

Special Thanks To:


Slavica, Enna und Adrian Vlahovic für ihre grenzenlose Geduld,
Gabriele & Amelie Hellinger einfach für alles,
Roman Glomb für seine 36 Stunden Tage,
Rita Schaupp, Rolf und Ariane Hellinger, Adelheid Nehring von Oettingen für ihre
Unterstützung,
Michael Lips vom Gravis Shop Karlsruhe, Rudi Metzler und RockShop Karlsruhe für ihre
Unterstützung, Manfred Graf, Reinhold Rausch, KUK GmbH, WIBU Systems AG,
Wolfgang Völker, Patrick Kirst, Zlatko Dozic, Torsten Wieseler, Marcel Millot, Umbo, Martin
Straka, Matthias & Markus Loris, Frank Lemmert, Christian Auer, Casi, Pedro Weis,
den Firmen Apple, Emagic, Digidesign, Entel, Shirokuma und Chicken Systems,
allen yellow tools Beta-Testern

und allen unseren weltweiten Wiederverkäufern und Vertriebspartnern.


166 KAPITEL 13
Lizenzbestimmungen

Lizenzbestimmungen
Lizenzbestimmung Software

BITTE LESEN SIE DIESE LIZENZBESTIMMUNGEN SORGFÄLTIG DURCH BEVOR SIE


DIE SOFTWARE BENUTZEN. SOBALD SIE DIE SOFTWARE BENUTZEN SIND SIE
AN DIESE LIZENZVEREINBARUNG GEBUNDEN. WENN SIE DEN BESTIMMUNGEN
DIESER LIZENZ NICHT ZUSTIMMEN, GEBEN SIE DIE UNBENUTZTE SOFTWARE
UMGEHEND DORT ZURÜCK, WO SIE SIE ERWORBEN HABEN UND SIE ERHALTEN
IHR GELD ZURÜCK ERSTATTET.

Der Lizenzgeber räumt dem Lizenznehmer ein zeitlich unbeschränktes jedoch nicht
übertragbares und nicht ausschließliches Recht ein, die in dieser Verpackung
enthaltene Datenträgerkopie der YELLOW TOOLS Software und die hierzu gehörende
Programmbeschreibung in der EU zu den nachstehenden Bedingungen zu nutzen.
Der Lizenznehmer ist berechtigt, das Programm auf mehreren Datenverarbeitungsanlagen
einzusetzen, solange die Software nicht zeitgleich auf mehreren
Datenverarbeitungsanlagen benutzt wird. Eine Nutzung durch den Zugriff Dritter ist von der
Lizenz nicht umfasst. Die gestattete Nutzung umfasst das Einspeichern der Software in
der Datenverarbeitungsanlage, die Verarbeitung der Datenbestände sowie die Herstellung
einer Sicherheitskopie der Software zum Zwecke der Sicherung der künftigen Benutzung.
Der Lizenznehmer ist nicht berechtigt, das Programm in irgendeiner Weise selbst
oder durch Dritte zu verändern. Dies gilt auch für alle in der Software enthaltenen
Schutzvermerke wie z.B. Copyrightvermerke und Rechtsvorbehalte. Dritten gegenüber darf
das Programm nicht zugänglich gemacht werden.

Diese YELLOW TOOLS Software ist urheberrechtlich geschützt. Mit dem Kauf des
Datenträgers erwirbt der Lizenznehmer daher kein Eigentum an dem in der Software
verkörperten geistigen Inhalt, sondern lediglich Nutzungsrechte in dem hier vereinbarten
Umfang.
Der Lizenzgeber weist den Lizenznehmer ausdrücklich auf die Verpflichtung zur Einhaltung
urheber- und leistungsschutzrechtlicher Vorschriften bei der Benutzung der Software hin.
Der Lizenznehmer verpflichtet sich, die jeweils anwendbaren Vorschriften zum Schutze
des geistigen Eigentums und der verwandten Schutzrechte dritter Personen zu beachten
und die Software nicht zum Zwecke entsprechender Rechtsverletzungen zu missbrauchen.
Ohne vorherige Einwilligung der berechtigten Urheber- und Leistungsschutzberechtigten
darf der Lizenznehmer die Software nur im Rahmen der gesetzlich gestatteten
Vervielfältigung zum privaten- und sonstigen eigenen Gebrauch einsetzen. Bei einem
Verstoß gegen urheberrechtliche Vorschriften durch den Lizenznehmer, stellt dieser den
Lizenzgeber ausdrücklich von jeder Haftung gegenüber Dritten frei.
best service ENGINE 2.0 167
Handbuch

Bei der Herstellung des Programms und dessen Dokumentation wurde mit
größter Sorgfalt vorgegangen, um die Richtigkeit und Funktionsfähigkeit zu
gewährleisten. Die Vertragsparteien sind sich jedoch darüber einig, dass es nicht
möglich ist, Softwareprogramme so zu entwickeln, dass sie für alle möglichen
Anwendungsbedingungen fehlerfrei ablaufen. Aus diesem Grund können Autor und
Hersteller keine Gewährleistung für die Funktionsfähigkeit und die Funktionseigenschaften
des Programms übernehmen. Die in der Programmbeschreibung aufgeführten
Funktionseigenschaften werden ausdrücklich nicht zugesichert. Ansprüche des
Lizenznehmers aus Gewährleistungsrecht oder Produkthaftungsrecht gelten daher soweit
gesetzlich nicht zwingend vorgeschrieben zwischen den Vertragsparteien als abbedungen.
Die Lizenz zur Nutzung des Programms sowie jede gesetzlich zwingende
Gewährleistungspflicht des Lizenzgebers erlöschen, wenn der Lizenznehmer gegen die
vorliegenden Lizenzbedingungen verstößt.

Falls eine oder mehrere Bestimmungen dieses Lizenzvertrages unwirksam sein sollten,
so berührt dies die Wirksamkeit der anderen Bestimmungen nicht. Die unwirksame
Bestimmung ist durch eine ihrem gewollten Inhalt am nächsten kommende, wirksame
Bestimmung zu ersetzen.
Auf diesen Vertrag findet das Recht der Bundesrepublik Deutschland Anwendung. Für
Streitigkeiten aus diesem Lizenzvertrag sind die Gerichte der Bundesrepublik Deutschland
zuständig. Soweit der Lizenznehmer einen kaufmännischen Betrieb unterhält, gilt
Karlsruhe als Gerichtsstand vereinbart.

Sollten sie Fragen oder Anmerkungen bezüglich den Lizenzbestimmungen haben,


schreiben sie uns an Yellow Tools GBR, Richard-Wagner-Str. 14, 76185 Karlsruhe,
Deutschland.
Email: info@[Link].
168 KAPITEL 14
Index

Index

Symbole B
Bandpass—56
2-pole—56 BIT rate—159
4 band parametric EQ—116 Bit Reduction—128
4-pole—56 Block size—159
6 band parametric EQ—116, 117 Browser—13, 92
6-pole—56 BUS Channels—104
10-pole—121 BUS sends—106
12-pole—121 Buttons—21
A Bypass button—21
Content button—21
Absolute—56 Bypass button—21
add library—17
AHDSR envelope—57, 70 C
AIFF—40 Cabinet Modeler—149
Alternate—20, 49 Calibration—134, 153
Alternate Mode—93 Channel display—103
Arpeggiator—77, 79 Channel Manager—135, 152
Arranger—79 Channels—103
Attack—57 Custom Channel—51
Attribute—33, 92 Layer Channel—104
Audio Out—107 Output Channel—104
Audio Preferences—18 Channel types—108
Authorization Key Chorus—124
Key status—164 Chromatic Mapping—42
Auto Chord Harmonizer—82 Compressor—122
Auto Import MIDI file(s)—81 Content Browser—49
Autoload—28, 116 Content button—21
Auto-Mapping-Import—40 Content Editor—101
Multi Key Mapping—41 Controller—63
One Key Mapping—42 CPU Leistung—50
X-Y-Z Mapping—41 Credits—46, 151, 165
Automation—48, 109 Custom Channel—51, 104
Host Automation—110 Custom Learn—110
MIDI Automation—109
auto tempo—44
best service ENGINE 1.0 169
Handbuch

D G
Dateianzeige—96 Glide—61, 74
Dateisuche—95 Grafische Pegelanzeige—107
Debug Log—163 Group—49, 102
Decay—57 Group Editor—102
Default Layer Format—161 Group Name—105
Delay—129
Destination (Ziel)—62 H
Distortion—128 Halbtonschritte—29
Doubler—131 Help Page—164
Downwards—54 Help Seite—16
Drag‘n‘Drop MIDI Files—22 Hertz—29
Dynamics—120 High Cut Filter—120
Dynamic Split—54, 55 Highpass—56
E Hold—57
Host Automation—66, 110
Echo—132
Effekte—114 I
Elastique—43 Import—40
Engine Einstellungen—157 Impulse Response—140
Equalizer—116 Information Batch—97
Externe Quellen—61, 65 Input Fields—21
F Insert button—105
Insert Filter & Effects—154
Filter Delay—131 Insert FX—91
Filters—56, 114, 117 Inserts—91, 114
Fix Value—65 Instrumente—17
Flexible Modifiers—61 Interne Module—64
External Sources—65 Interne Quellen—61, 67
Externe Quellen—61 I/O Buffer—18
Internal Sources—67
Interne Quellen—61 K
Formanten—44
Free Envelope—61, 70 Kategorien—33
Frequenz—56, 73 keep settings—31
Keyboard—27
Key Distance—67
Key Down—67
Key Position—66
Key Position (keyboard tracking)—66
Key Range—36
170 KAPITEL 14
Index

Key status—164 MIDI learn—66


Key Switch—52 MIDI panic/bypass—29
Key Up—67 MIDI Programme—38
MIDI programs—38
L MIDI settings—34
Laden—32 MIDI thru—28
Layer—20 Mischer—14
Auto-Mapping-Import—40 Mix Down—152
MIDI Basics Settings—34 Mixer—100
Notepad—33 Content editor—101
Layer Area—30, 32 Group editor—102
Layer Channel—104 Show/Hide editor—103
Learn—53 Module Editor—50
Level indicator—107 Modules—48
Level meter—130, 134 Modules Editor—12
Level Meter Pro—134 Modwheel—61, 66
LFE Filter—121, 153 Mono—34
LFO—61, 68 Mono Aftertouch—66
library—17 Mono Aftertouch (channel pressu-
Library Einstellungen—159 re)—66
License agreements—166 Multi Core Unterstützung—157
Software—166 Multi Key Mapping—41
Limiter—122, 123, 124, 128, 129 Mute—36, 107
Loop—73, 75, 77 N
Loops—43
Low Cut Filter—119 Note-off—89
Lowpass—56 Note-on—89
Notepad—33
M
O
Mapping—40
Marker—70 One Key Mapping—42
Metronome—135 Origami—140
Mic Modeler—150 Origami LE—140, 149, 150
MIDI Automation—66 Output Channels—104
MIDI Bank—38 Outputs—51, 107
MIDI Dateien—98 Output Settings—51, 157, 161, 163
MIDI Eingangskanäle—32
MIDI File Import—81 P
MIDI Import—98 Panorama chart—108
MIDI-IN icon—29 Parameter—99
MIDI input—103 Phase invert—134
best service ENGINE 1.0 171
Handbuch

Phaser—125 Reverb TWO—139


Pitch—29, 44 RF-HDD—35, 158
Pitchbend—61, 66 Ring Modulator—126
Pitch-Shifting—43 Root Key—161, 163
Playing Direction—54 Rotary—126
Plug-in—18 Routen—51
Poly Aftertouch—66
Poly Aftertouch (key pressure)—66 S
Polyphony—50 Sample delay—134
Portamento—74 Sample Rate—18
Positioner—146 Satellites HP Filter—121, 153
POST—106 Section—20, 49
PRE—106 Sequenzer—48
Preamp Modeler—148 Set Automation Maximum Value—111
Pre-cache—39 Set Automation Minimum Value—111
Preferences—156 Show/Hide Editor—103
Pre-listen—92 Skip—54, 57
Preload time—158 Solo—33, 107
Priority—36 Source (Quelle)—62
Program Change—37 Standalone—18
Project—20 Step Modulator—72
Pro Surround Environment—151 Steps—73
Pull-Down Menus—21 Step Sequencer—75
Q Stereo—34
Suchbegriff—95
Quick Edit—46 Suche—95
Quick Links—160 Surround—34, 151, 162
Surround Panner—135, 154
R Sustain—57
RAM—35, 157 Sync—69
RAM overview—157 T
Random—66
Read Model—40, 158 Tempo—43
Reference Tone—135 Time Modulator—61, 89
Relative—56 Time-Stretching—43
Release Kurve—57 Transpose—36
Release Velocity—66 True stereo—145
Remember Layer editing page—28 True surround—145
Resonanz—56 Tube distortion—129
Retrigger—58, 72
Reverb—138
172 KAPITEL 14
Index

U
Unload time—158
Upwards—54
Upwards & Downwards—54
User Folder—160

V
Velocity—61, 65
Velocity range—36
Version overview—164
Vintage 3 band EQ—117
Volume—133
Volume AHDSR—57
Volume attack—57
Volume chart—107
Volume fader—107
VST Effekte—26
VST Instruments—24
VST Plug-Ins—23

W
WAV—40

X
XY panorama—133
X-Y-Z Mapping—41

Z
Zone—20
Zoom—58

Das könnte Ihnen auch gefallen