MB KT
MB KT
Der Versicherungsschutz
§1
Gegenstand, Umfang und Geltungsbereich des Versicherungsschutzes
(1) Der Versicherer bietet Versicherungsschutz gegen Verdienstausfall als Folge von Krankheiten
oder Unfällen, soweit dadurch Arbeitsunfähigkeit verursacht wird. Er zahlt im Versicherungsfall für
die Dauer einer Arbeitsunfähigkeit ein Krankentagegeld in vertraglichem Umfang.
(2) Versicherungsfall ist die medizinisch notwendige Heilbehandlung einer versicherten Person we-
gen Krankheit oder Unfallfolgen, in deren Verlauf Arbeitsunfähigkeit ärztlich festgestellt wird. Der
Versicherungsfall beginnt mit der Heilbehandlung; er endet, wenn nach medizinischem Befund keine
Arbeitsunfähigkeit und keine Behandlungsbedürftigkeit mehr bestehen. Eine während der Behand-
lung neu eingetretene und behandelte Krankheit oder Unfallfolge, in deren Verlauf Arbeitsunfähigkeit
ärztlich festgestellt wird, begründet nur dann einen neuen Versicherungsfall, wenn sie mit der ersten
Krankheit oder Unfallfolge in keinem ursächlichen Zusammenhang steht. Wird Arbeitsunfähigkeit
gleichzeitig durch mehrere Krankheiten oder Unfallfolgen hervorgerufen, so wird das Krankentage-
geld nur einmal gezahlt.
(3) Arbeitsunfähigkeit im Sinne dieser Bedingungen liegt vor, wenn die versicherte Person ihre be-
rufliche Tätigkeit nach medizinischem Befund vorübergehend in keiner Weise ausüben kann, sie
auch nicht ausübt und keiner anderweitigen Erwerbstätigkeit nachgeht. Können zuvor arbeitsunfä-
hige Versicherte nach ärztlicher Feststellung ihre bisherige Tätigkeit teilweise verrichten und durch
eine stufenweise Wiederaufnahme ihrer Tätigkeit voraussichtlich wieder besser in das Erwerbsleben
eingegliedert werden, so besteht während der Wiedereingliederung ein Anspruch auf Krankentage-
geld, sofern der Tarif oder die Tarifbedingungen dies vorsehen.
(4) Der Umfang des Versicherungsschutzes ergibt sich aus dem Versicherungsschein, späteren
schriftlichen Vereinbarungen, den Allgemeinen Versicherungsbedingungen (Musterbedingungen mit
Anhang, Tarif mit Tarifbedingungen) sowie den gesetzlichen Vorschriften. Das Versicherungsver-
hältnis unterliegt deutschem Recht.
(5) Der Versicherungsnehmer kann die Umwandlung der Versicherung in einen gleichartigen Versi-
cherungsschutz verlangen, sofern die versicherte Person die Voraussetzungen für die Versiche-
rungsfähigkeit erfüllt. Der Versicherer nimmt einen Antrag auf Umwandlung in angemessener Frist
an. Die erworbenen Rechte bleiben erhalten; die nach den technischen Berechnungsgrundlagen
gebildete Rückstellung für das mit dem Alter der versicherten Person wachsende Wagnis (Alterungs-
rückstellung) wird nach Maßgabe dieser Berechnungsgrundlagen angerechnet. Soweit der neue
Versicherungsschutz höher oder umfassender ist, kann insoweit ein Risikozuschlag (§ 8 a Abs. 3
und 4) verlangt oder ein Leistungsausschluss vereinbart werden; ferner sind für den hinzukommen-
den Teil des Versicherungsschutzes Wartezeiten einzuhalten. Der Umwandlungsanspruch besteht
bei Anwartschafts- und Ruhensversicherungen nicht, solange der Anwartschaftsgrund bzw. der Ru-
hensgrund nicht entfallen ist 1; mit Ausnahme einer Befristung nach § 196 VVG besteht der Um-
wandlungsanspruch auch nicht bei befristeten Versicherungsverhältnissen. Die Umwandlung des
Versicherungsschutzes aus einem Tarif, bei dem die Beiträge geschlechtsunabhängig kalkuliert wer-
den, in einen Tarif, bei dem dies nicht der Fall ist, ist ausgeschlossen.
(7) Bei einem vorübergehenden Aufenthalt im europäischen Ausland wird für im Ausland akut ein-
getretene Krankheiten oder Unfälle das Krankentagegeld in vertraglichem Umfang für die Dauer
einer medizinisch notwendigen stationären Heilbehandlung in einem öffentlichen Krankenhaus ge-
zahlt. Für einen vorübergehenden Aufenthalt im außereuropäischen Ausland können besondere
Vereinbarungen getroffen werden.
(8) Verlegt eine versicherte Person ihren gewöhnlichen Aufenthalt in einen anderen Mitgliedstaat
der Europäischen Union oder einen anderen Vertragsstaat des Abkommens über den Europäischen
Wirtschaftsraum, wird für in diesem Staat akut eingetretene Krankheiten oder Unfälle das Kranken-
tagegeld in vertraglichem Umfang für die Dauer einer medizinisch notwendigen stationären Heilbe-
handlung in einem öffentlichen Krankenhaus gezahlt.
§ 1a
Krankentagegeld während der Mutterschutzfristen und am Entbindungstag
(1) Versicherungsfall ist auch der Verdienstausfall der weiblichen Versicherten, der während der
Schutzfristen nach § 3 Absatz 1 und Absatz 2 des Mutterschutzgesetzes sowie am Entbindungstag
entsteht, wenn die Versicherte in diesem Zeitraum nicht oder nur eingeschränkt beruflich tätig ist.
Für diesen Versicherungsfall gelten die Bestimmungen der § 1 und §§ 2 bis 18 sinngemäß, soweit
sich aus den nachfolgenden Absätzen keine Abweichungen ergeben.
(2) Der Versicherer zahlt für die Dauer dieser Schutzfristen und am Entbindungstag ein Krankenta-
gegeld in vertraglichem Umfang ungeachtet der Leistungsausschlüsse nach § 5. Soweit der versi-
cherten Person in diesem Zeitraum ein Anspruch auf Mutterschaftsgeld nach dem Sozialgesetzbuch
Fünftes Buch oder nach dem Mutterschutzgesetz, auf Elterngeld nach dem Bundeselterngeld- und
Elternzeitgesetz oder auf einen anderen anderweitigen angemessenen Ersatz für den während die-
ser Zeit verursachten Verdienstausfall zusteht, wird dieser auf das vereinbarte Krankentagegeld an-
gerechnet. Wenn die versicherte Person während der gesetzlichen Mutterschutzfristen oder am Ent-
bindungstag arbeitsunfähig mit Anspruch auf Bezug von Krankentagegeld ist oder wird, wird das
Krankentagegeld nur einmal bis zur vereinbarten Höhe gezahlt.
(3) Das während der Mutterschutzfristen und am Entbindungstag gezahlte Krankentagegeld darf
zusammen mit dem Mutterschaftsgeld nach dem Sozialgesetzbuch Fünftes Buch und nach dem
Mutterschutzgesetz, dem Elterngeld nach dem Bundeselterngeld- und Elternzeitgesetz und anderen
Ersatzleistungen für den während dieser Zeit verursachten Verdienstausfall das auf den Kalendertag
umgerechnete, aus der beruflichen Tätigkeit herrührende Nettoeinkommen nicht übersteigen. Maß-
gebend für die Berechnung des Nettoeinkommens ist der Durchschnittsverdienst der letzten 12 Mo-
nate vor Beginn der Mutterschutzfrist nach § 3 Absatz 1 des Mutterschutzgesetzes.
1
Die BaFin vertritt die Auffassung, dass der VN gemäß § 204 VVG einen Anspruch auf Umwandlung einer Anwartschafts- oder Ru-
hensversicherung bezüglich eines Tarifs in eine solche bezüglich eines anderen Tarifs mit gleichartigem Versicherungsschutz habe;
die Regelung also gegen § 208 VVG verstoße.
(4) Der Eintritt und die Dauer der Schutzfristen nach § 3 Absatz 1 und Absatz 2 des Mutterschutz-
gesetzes und der Tag der Entbindung sind durch den Versicherungsnehmer nachzuweisen. Dieser
trägt etwaige Kosten des Nachweises.
§2
Beginn des Versicherungsschutzes
§3
Wartezeiten
(2) Die allgemeine Wartezeit beträgt drei Monate. Sie entfällt bei Unfällen.
(3) Die besonderen Wartezeiten betragen für Psychotherapie, Zahnbehandlung, Zahnersatz und
Kieferorthopädie acht Monate.
(4) Sofern der Tarif es vorsieht, können die Wartezeiten aufgrund besonderer Vereinbarung erlassen
werden, wenn ein ärztliches Zeugnis über den Gesundheitszustand vorgelegt wird.
(5) Personen, die aus der privaten oder gesetzlichen Krankenversicherung ausgeschieden sind, wird
bis zur Höhe des bisherigen Krankentagegeld- oder Krankengeldanspruchs die nachweislich dort
ununterbrochen zurückgelegte Versicherungszeit auf die Wartezeiten angerechnet. Voraussetzung
ist, dass die Versicherung spätestens zwei Monate nach Beendigung der Vorversicherung zusam-
men mit einer Krankheitskostenversicherung beantragt wurde und der Versicherungsschutz in Ab-
weichung von § 2 im unmittelbaren Anschluss beginnen soll. Entsprechendes gilt beim Ausscheiden
aus einem öffentlichen Dienstverhältnis mit Anspruch auf Heilfürsorge.
(6) Bei Vertragsänderungen gelten die Wartezeitenregelungen für den hinzukommenden Teil des
Versicherungsschutzes.
§4
Umfang der Leistungspflicht
(1) Höhe und Dauer der Versicherungsleistungen ergeben sich aus dem Tarif mit Tarifbedingungen.
(2) Das Krankentagegeld darf zusammen mit sonstigen Krankentage- und Krankengeldern das auf
den Kalendertag umgerechnete, aus der beruflichen Tätigkeit herrührende Nettoeinkommen nicht
übersteigen. Maßgebend für die Berechnung des Nettoeinkommens ist der Durchschnittsverdienst
der letzten 12 Monate vor Antragstellung bzw. vor Eintritt der Arbeitsunfähigkeit, sofern der Tarif
keinen anderen Zeitraum vorsieht.
(3) Der Versicherungsnehmer ist verpflichtet, dem Versicherer unverzüglich eine nicht nur vorüber-
gehende Minderung des aus der Berufstätigkeit herrührenden Nettoeinkommens mitzuteilen.
(4) Sinkt das durchschnittliche Nettoeinkommen der versicherten Person in einem Zeitraum von 12
Monaten unter die Höhe des dem Vertrage zugrunde gelegten Nettoeinkommens, kann der Versi-
cherer, auch wenn der Versicherungsfall bereits eingetreten ist, das Krankentagegeld und den Bei-
trag entsprechend dem geminderten Nettoeinkommen herabsetzen.
Für einen Arbeitnehmer sind die letzten 12 Monate vor der Kenntniserlangung des Versicherers der
maßgebende Zeitraum. Ist bei Kenntniserlangung des Versicherers bereits Arbeitsunfähigkeit ein-
getreten, ist auf die letzten 12 Monate vor Beginn der Arbeitsunfähigkeit als maßgebenden Zeitraum
abzustellen.
Für selbstständig Tätige ist das letzte abgelaufene Kalenderjahr vor Kenntniserlangung des Versi-
cherers der maßgebende Zeitraum. Ist bei Kenntniserlangung des Versicherers bereits Arbeitsunfä-
higkeit eingetreten, ist auf das letzte abgelaufene Kalenderjahr vor Beginn der Arbeitsunfähigkeit als
maßgebenden Zeitraum abzustellen.
(5) Die Zahlung von Krankentagegeld setzt voraus, dass die versicherte Person während der Dauer
der Arbeitsunfähigkeit durch einen niedergelassenen approbierten Arzt oder Zahnarzt bzw. im Kran-
kenhaus behandelt wird.
(6) Der versicherten Person steht die Wahl unter den niedergelassenen approbierten Ärzten und
Zahnärzten frei.
(7) Eintritt und Dauer der Arbeitsunfähigkeit sind durch Bescheinigung des behandelnden Arztes
oder Zahnarztes nachzuweisen. Etwaige Kosten derartiger Nachweise hat der Versicherungsneh-
mer zu tragen. Bescheinigungen von Ehegatten, Lebenspartnern gemäß § 1 Lebenspartnerschafts-
gesetz in der bis 22.12.2018 geltenden Fassung, Eltern oder Kindern reichen zum Nachweis der
Arbeitsunfähigkeit nicht aus.
(8) Bei medizinisch notwendiger stationärer Heilbehandlung hat die versicherte Person freie Wahl
unter den öffentlichen und privaten Krankenhäusern, die unter ständiger ärztlicher Leitung stehen,
über ausreichende diagnostische und therapeutische Möglichkeiten verfügen und Krankengeschich-
ten führen.
(9) Bei medizinisch notwendiger stationärer Heilbehandlung in Krankenanstalten, die auch Kuren
bzw. Sanatoriumsbehandlung durchführen oder Rekonvaleszenten aufnehmen, im Übrigen aber die
Voraussetzungen von Abs. 8 erfüllen, werden die tariflichen Leistungen nur dann erbracht, wenn der
Versicherer diese vor Beginn der Behandlung schriftlich zugesagt hat. Bei Tbc-Erkrankungen wird
in vertraglichem Umfange auch bei stationärer Behandlung in Tbc-Heilstätten und –Sanatorien ge-
leistet.
(10) Der Versicherer gibt auf Verlangen des Versicherungsnehmers oder der versicherten Person
Auskunft über und Einsicht in Gutachten oder Stellungnahmen, die der Versicherer bei der Prüfung
der Leistungspflicht, für die Feststellung einer Arbeitsunfähigkeit oder einer Berufsunfähigkeit (vgl.
§ 15 Abs. 1 Buchstabe b), eingeholt hat. Wenn der Auskunft an oder der Einsicht durch den Versi-
cherungsnehmer oder die versicherte Person erhebliche therapeutische Gründe oder sonstige er-
hebliche Gründe entgegenstehen, kann nur verlangt werden, einem benannten Arzt oder Rechts-
anwalt Auskunft oder Einsicht zu geben. Der Anspruch kann nur von der jeweils betroffenen Per-
son oder ihrem gesetzlichen Vertreter geltend gemacht werden. Hat der Versicherungsnehmer das
Gutachten oder die Stellungnahme auf Veranlassung des Versicherers eingeholt, erstattet der Ver-
sicherer die entstandenen Kosten.
§5
Einschränkung der Leistungspflicht
a) wegen solcher Krankheiten einschließlich ihrer Folgen, sowie wegen Folgen von Unfällen,
die durch Kriegsereignisse verursacht oder als Wehrdienstbeschädigungen anerkannt
und nicht ausdrücklich in den Versicherungsschutz eingeschlossen sind;
b) wegen auf Vorsatz beruhender Krankheiten und Unfälle einschließlich deren Folgen sowie
wegen Entziehungsmaßnahmen einschließlich Entziehungskuren;
c) wegen Krankheiten und Unfallfolgen, die auf eine durch Alkoholgenuss bedingte Be-
wusstseinsstörung zurückzuführen sind;
f) wenn sich die versicherte Person nicht an ihrem gewöhnlichen Aufenthalt in Deutschland
aufhält, es sei denn, dass sie sich - unbeschadet des Absatzes 2 - in medizinisch notwen-
diger stationärer Heilbehandlung befindet (vgl. § 4 Abs. 8 und 9). Wird die versicherte Per-
son in Deutschland außerhalb ihres gewöhnlichen Aufenthalts arbeitsunfähig, so steht ihr
das Krankentagegeld auch zu, solange die Erkrankung oder Unfallfolge nach medizini-
schem Befund eine Rückkehr ausschließt;
(2) Während des Aufenthaltes in einem Heilbad oder Kurort - auch bei einem Krankenhausaufent-
halt - besteht keine Leistungspflicht. Die Einschränkung entfällt, wenn die versicherte Person dort
ihren gewöhnlichen Aufenthalt hat oder während eines vorübergehenden Aufenthaltes durch eine
vom Aufenthaltszweck unabhängige akute Erkrankung oder einen dort eingetretenen Unfall arbeits-
unfähig wird, solange dadurch nach medizinischem Befund die Rückkehr ausgeschlossen ist.
§6
Auszahlung der Versicherungsleistungen
(1) Der Versicherer ist zur Leistung nur verpflichtet, wenn die von ihm geforderten Nachweise er-
bracht sind; diese werden Eigentum des Versicherers.
(2) Im Übrigen ergeben sich die Voraussetzungen für die Fälligkeit der Leistungen des Versicherers
aus § 14 VVG.
(3) Der Versicherer ist verpflichtet, an die versicherte Person zu leisten, wenn der Versicherungs-
nehmer ihm diese in Textform als Empfangsberechtigte für deren Versicherungsleistungen benannt
hat. Liegt diese Voraussetzung nicht vor, kann nur der Versicherungsnehmer die Leistung verlan-
gen.
(4) Kosten für die Überweisung der Versicherungsleistungen und für Übersetzung können von den
Leistungen abgezogen werden.
(5) Ansprüche auf Versicherungsleistungen können weder abgetreten noch verpfändet werden. Das
Abtretungsverbot nach Satz 1 gilt nicht für ab dem 1. Oktober 2021 abgeschlossene Verträge; ge-
setzliche Abtretungsverbote bleiben unberührt.
§7
Ende des Versicherungsschutzes
Der Versicherungsschutz endet - auch für schwebende Versicherungsfälle - mit der Beendigung des
Versicherungsverhältnisses (§§ 13 bis 15). Kündigt der Versicherer das Versicherungsverhältnis ge-
mäß § 14 Abs. 1, so endet der Versicherungsschutz für schwebende Versicherungsfälle erst am
dreißigsten Tage nach Beendigung des Versicherungsverhältnisses. Endet das Versicherungsver-
hältnis wegen Wegfalls einer der im Tarif bestimmten Voraussetzungen für die Versicherungsfähig-
keit oder wegen Eintritts der Berufsunfähigkeit, so bestimmt sich die Leistungspflicht nach § 15 Abs.
1 Buchstabe a oder b.
§8
Beitragszahlung
(1) Der Beitrag ist ein Jahresbeitrag und wird vom Versicherungsbeginn an berechnet. Er ist zu
Beginn eines jeden Versicherungsjahres zu entrichten, kann aber auch in gleichen monatlichen Bei-
tragsraten gezahlt werden, die jeweils bis zur Fälligkeit der Beitragsrate als gestundet gelten. Die
Beitragsraten sind am Ersten eines jeden Monats fällig. Wird der Jahresbeitrag während des Versi-
cherungsjahres neu festgesetzt, so ist der Unterschiedsbetrag vom Änderungszeitpunkt an bis zum
Beginn des nächsten Versicherungsjahres nachzuzahlen bzw. zurückzuzahlen.
(2) Wird der Vertrag für eine bestimmte Zeit mit der Maßgabe geschlossen, dass sich das Versiche-
rungsverhältnis nach Ablauf dieser bestimmten Zeit stillschweigend um jeweils ein Jahr verlängert,
sofern der Versicherungsnehmer nicht fristgemäß gekündigt hat, so kann der Tarif anstelle von Jah-
resbeiträgen Monatsbeiträge vorsehen. Diese sind am Ersten eines jeden Monats fällig.
(3) Der erste Beitrag bzw. die erste Beitragsrate ist, sofern nicht anders vereinbart, unverzüglich
nach Ablauf von zwei Wochen nach Zugang des Versicherungsscheines zu zahlen.
(4) Kommt der Versicherungsnehmer mit der Zahlung einer Beitragsrate in Verzug, so werden die
gestundeten Beitragsraten des laufenden Versicherungsjahres fällig. Sie gelten jedoch erneut als
gestundet, wenn der rückständige Beitragsteil einschließlich der Beitragsrate für den am Tage der
Zahlung laufenden Monat und die Mahnkosten entrichtet sind.
(5) Nicht rechtzeitige Zahlung des Erstbeitrages oder eines Folgebeitrages kann unter den Voraus-
setzungen der §§ 37 und 38 VVG zum Verlust des Versicherungsschutzes führen. Ist ein Beitrag
bzw. eine Beitragsrate nicht rechtzeitig gezahlt und wird der Versicherungsnehmer in Textform ge-
mahnt, so ist er zur Zahlung der Mahnkosten verpflichtet, deren Höhe sich aus dem Tarif ergibt.
(6) Wird das Versicherungsverhältnis vor Ablauf der Vertragslaufzeit beendet, steht dem Versicherer
für diese Vertragslaufzeit nur derjenige Teil des Beitrags bzw. der Beitragsrate zu, der dem Zeitraum
entspricht, in dem der Versicherungsschutz bestanden hat. Wird das Versicherungsverhältnis durch
Rücktritt auf Grund des § 19 Abs. 2 VVG oder durch Anfechtung des Versicherers wegen arglistiger
Täuschung beendet, steht dem Versicherer der Beitrag bzw. die Beitragsrate bis zum Wirksamwer-
den der Rücktritts- oder Anfechtungserklärung zu. Tritt der Versicherer zurück, weil der erste Beitrag
bzw. die erste Beitragsrate nicht rechtzeitig gezahlt wird, kann er eine angemessene Geschäftsge-
bühr verlangen.
(7) Die Beiträge sind an die vom Versicherer zu bezeichnende Stelle zu entrichten.
§ 8a
Beitragsberechnung
(1) Die Berechnung der Beiträge erfolgt nach Maßgabe der Vorschriften des Versicherungsauf-
sichtsgesetzes (VAG) und ist in den technischen Berechnungsgrundlagen des Versicherers festge-
legt.
(2) Bei einer Änderung der Beiträge, auch durch Änderung des Versicherungsschutzes, wird das
Geschlecht und das (die) bei Inkrafttreten der Änderung erreichte tarifliche Lebensalter (Lebensal-
tersgruppe) der versicherten Person berücksichtigt; dies gilt in Ansehung des Geschlechts nicht für
Tarife, deren Beiträge geschlechtsunabhängig erhoben werden. Dabei wird dem Eintrittsalter der
versicherten Person dadurch Rechnung getragen, dass eine Alterungsrückstellung gemäß den in
(3) Bei Beitragsänderungen kann der Versicherer auch besonders vereinbarte Risikozuschläge ent-
sprechend ändern.
(4) Liegt bei Vertragsänderungen ein erhöhtes Risiko vor, steht dem Versicherer für den hinzukom-
menden Teil des Versicherungsschutzes zusätzlich zum Beitrag ein angemessener Zuschlag zu.
Dieser bemisst sich nach den für den Geschäftsbetrieb des Versicherers zum Ausgleich erhöhter
Risiken maßgeblichen Grundsätzen.
§ 8b
Beitragsanpassung
(1) Im Rahmen der vertraglichen Leistungszusage können sich die Leistungen des Versicherers z.B.
wegen häufigerer Arbeitsunfähigkeit der Versicherten, wegen längerer Arbeitsunfähigkeitszeiten o-
der aufgrund steigender Lebenserwartung ändern. Dementsprechend vergleicht der Versicherer zu-
mindest jährlich für jeden Tarif die erforderlichen mit den in den technischen Berechnungsgrundla-
gen kalkulierten Versicherungsleistungen und Sterbewahrscheinlichkeiten. Ergibt diese Gegenüber-
stellung für eine Beobachtungseinheit eines Tarifs eine Abweichung von mehr als dem gesetzlich
oder tariflich festgelegten Vomhundertsatz, werden alle Beiträge dieser Beobachtungseinheit vom
Versicherer überprüft und, soweit erforderlich, mit Zustimmung des Treuhänders angepasst. Unter
den gleichen Voraussetzungen kann auch ein vereinbarter Risikozuschlag entsprechend geändert
werden.
(2) (entfallen)
(3) Beitragsanpassungen sowie Änderungen von evtl. vereinbarten Risikozuschlägen werden zu Be-
ginn des zweiten Monats wirksam, der auf die Benachrichtigung des Versicherungsnehmers folgt.
§9
Obliegenheiten
(1) Die ärztlich festgestellte Arbeitsunfähigkeit ist dem Versicherer unverzüglich, spätestens aber
innerhalb der im Tarif festgesetzten Frist, durch Vorlage eines Nachweises (§ 4 Abs. 7) anzuzeigen.
Bei verspätetem Zugang der Anzeige kann das Krankentagegeld bis zum Zugangstage nach Maß-
gabe des § 10 gekürzt werden oder ganz entfallen; eine Zahlung vor dem im Tarif vorgesehenen
Zeitpunkt erfolgt jedoch nicht. Fortdauernde Arbeitsunfähigkeit ist dem Versicherer innerhalb der im
Tarif festgesetzten Frist nachzuweisen. Die Wiederherstellung der Arbeitsfähigkeit ist dem Versiche-
rer binnen drei Tagen anzuzeigen.
(2) Der Versicherungsnehmer und die als empfangsberechtigt benannte versicherte Person (vgl. § 6
Abs. 3) haben auf Verlangen des Versicherers jede Auskunft zu erteilen, die zur Feststellung des
Versicherungsfalles oder der Leistungspflicht des Versicherers und ihres Umfanges erforderlich ist.
Die geforderten Auskünfte sind auch einem Beauftragten des Versicherers zu erteilen.
(3) Auf Verlangen des Versicherers ist die versicherte Person verpflichtet, sich durch einen vom
Versicherer beauftragten Arzt untersuchen zu lassen.
(4) Die versicherte Person hat für die Wiederherstellung der Arbeitsfähigkeit zu sorgen; sie hat ins-
besondere die Weisungen des Arztes gewissenhaft zu befolgen und alle Handlungen zu unterlas-
sen, die der Genesung hinderlich sind.
(6) Der Neuabschluss einer weiteren oder die Erhöhung einer anderweitig bestehenden Versiche-
rung mit Anspruch auf Krankentagegeld darf nur mit Einwilligung des Versicherers vorgenommen
werden.
§ 10
Folgen von Obliegenheitsverletzungen
(1) Der Versicherer ist mit den in § 28 Abs. 2 bis 4 VVG vorgeschriebenen Einschränkungen ganz
oder teilweise von der Verpflichtung zur Leistung frei, wenn eine der in § 9 Abs. 1 bis 6 genannten
Obliegenheiten verletzt wird.
(2) Wird eine der in § 9 Abs. 5 und 6 genannten Obliegenheiten verletzt, so kann der Versicherer
unter der Voraussetzung des § 28 Abs. 1 VVG innerhalb eines Monats nach dem Bekanntwerden
der Obliegenheitsverletzung ohne Einhaltung einer Frist auch kündigen.
(3) Die Kenntnis und das Verschulden der versicherten Person stehen der Kenntnis und dem Ver-
schulden des Versicherungsnehmers gleich.
§ 11
Anzeigepflicht bei Wegfall der Versicherungsfähigkeit
Der Wegfall einer im Tarif bestimmten Voraussetzung für die Versicherungsfähigkeit oder der Eintritt
der Berufsunfähigkeit (vgl. § 15 Abs. 1 Buchstabe b) einer versicherten Person ist dem Versicherer
unverzüglich anzuzeigen. Erlangt der Versicherer von dem Eintritt dieses Ereignisses erst später
Kenntnis, so sind beide Teile verpflichtet, die für die Zeit nach Beendigung des Versicherungsver-
hältnisses empfangenen Leistungen einander zurückzugewähren.
§ 12
Aufrechnung
Der Versicherungsnehmer kann gegen Forderungen des Versicherers nur aufrechnen, soweit die
Gegenforderung unbestritten oder rechtskräftig festgestellt ist. Gegen eine Forderung aus der Bei-
tragspflicht kann jedoch ein Mitglied eines Versicherungsvereins nicht aufrechnen.
§ 13
Kündigung durch den Versicherungsnehmer
(1) Der Versicherungsnehmer kann das Versicherungsverhältnis zum Ende eines jeden Versiche-
rungsjahres mit einer Frist von drei Monaten kündigen.
(2) Die Kündigung kann auf einzelne versicherte Personen oder Tarife beschränkt werden.
MB/KT 2009 - 10 -
- 10 -
(4) Erhöht der Versicherer die Beiträge aufgrund der Beitragsanpassungsklausel oder vermindert er
seine Leistungen gemäß § 18 Abs. 1 oder macht er von seinem Recht auf Herabsetzung gemäß § 4
Abs. 4 Gebrauch, so kann der Versicherungsnehmer das Versicherungsverhältnis hinsichtlich der
betroffenen versicherten Person innerhalb von zwei Monaten vom Zugang der Änderungsmitteilung
an zum Zeitpunkt des Wirksamwerdens der Änderung kündigen. Bei einer Beitragserhöhung kann
der Versicherungsnehmer das Versicherungsverhältnis auch bis und zum Zeitpunkt des Wirksam-
werdens der Erhöhung kündigen.
(5) Der Versicherungsnehmer kann, sofern der Versicherer die Anfechtung, den Rücktritt oder die
Kündigung nur für einzelne versicherte Personen oder Tarife erklärt, innerhalb von zwei Wochen
nach Zugang dieser Erklärung die Aufhebung des übrigen Teils der Versicherung zum Schlusse des
Monats verlangen, in dem ihm die Erklärung des Versicherers zugegangen ist, bei Kündigung zu
dem Zeitpunkt, in dem diese wirksam wird.
(6) Kündigt der Versicherungsnehmer das Versicherungsverhältnis insgesamt oder für einzelne ver-
sicherte Personen, haben die versicherten Personen das Recht, das Versicherungsverhältnis unter
Benennung des künftigen Versicherungsnehmers fortzusetzen. Die Erklärung ist innerhalb zweier
Monate nach der Kündigung abzugeben. Die Kündigung ist nur wirksam, wenn der Versicherungs-
nehmer nachweist, dass die betroffenen versicherten Personen von der Kündigungserklärung
Kenntnis erlangt haben.
§ 14
Kündigung durch den Versicherer
(1) Der Versicherer kann das Versicherungsverhältnis zum Ende eines jeden der ersten drei Versi-
cherungsjahre mit einer Frist von drei Monaten kündigen, sofern kein gesetzlicher Anspruch auf
einen Beitragszuschuss des Arbeitgebers besteht.
(2) Die gesetzlichen Bestimmungen über das außerordentliche Kündigungsrecht bleiben unberührt.
(3) Die Kündigung kann auf einzelne versicherte Personen, Tarife oder auf nachträgliche Erhöhun-
gen des Krankentagegeldes beschränkt werden.
(4) Der Versicherer kann, sofern der Versicherungsnehmer die Kündigung nur für einzelne versi-
cherte Personen oder Tarife erklärt, innerhalb von zwei Wochen nach Zugang der Kündigung die
Aufhebung des übrigen Teils der Versicherung zu dem Zeitpunkt verlangen, in dem diese wirksam
wird. Das gilt nicht für den Fall des § 13 Abs. 3.
MB/KT 2009 - 11 -
- 11 -
§ 15
Sonstige Beendigungsgründe
a) bei Wegfall einer im Tarif bestimmten Voraussetzung für die Versicherungsfähigkeit zum Ende
des Monats, in dem die Voraussetzung weggefallen ist. Besteht jedoch zu diesem Zeitpunkt in
einem bereits eingetretenen Versicherungsfall Arbeitsunfähigkeit, so endet das Versicherungs-
verhältnis nicht vor dem Zeitpunkt, bis zu dem der Versicherer seine im Tarif aufgeführten Leis-
tungen für diese Arbeitsunfähigkeit zu erbringen hat, spätestens aber drei Monate nach Wegfall
der Voraussetzung;
b) mit Eintritt der Berufsunfähigkeit. Berufsunfähigkeit liegt vor, wenn die versicherte Person nach
medizinischem Befund im bisher ausgeübten Beruf auf nicht absehbare Zeit mehr als 50 % er-
werbsunfähig ist. Besteht jedoch zu diesem Zeitpunkt in einem bereits eingetretenen Versiche-
rungsfall Arbeitsunfähigkeit, so endet das Versicherungsverhältnis nicht vor dem Zeitpunkt, bis
zu dem der Versicherer seine im Tarif aufgeführten Leistungen für diese Arbeitsunfähigkeit zu
erbringen hat, spätestens aber drei Monate nach Eintritt der Berufsunfähigkeit;
c) mit dem Bezug von Altersrente, spätestens, sofern tariflich vereinbart, mit Vollendung des
65. Lebensjahres. Sofern eine Beendigung mit Vollendung des 65. Lebensjahres vereinbart ist,
hat die versicherte Person das Recht, nach Maßgabe von § 196 VVG den Abschluss einer
neuen Krankentagegeldversicherung zu verlangen.
d) mit dem Tod. Beim Tode des Versicherungsnehmers haben die versicherten Personen das
Recht, das Versicherungsverhältnis unter Benennung des künftigen Versicherungsnehmers
fortzusetzen. Die Erklärung ist innerhalb zweier Monate nach dem Tode des Versicherungsneh-
mers abzugeben;
e) bei Verlegung des gewöhnlichen Aufenthaltes in einen anderen Staat als die in § 1 Abs. 8 ge-
nannten, es sei denn, dass das Versicherungsverhältnis aufgrund einer anderweitigen Verein-
barung fortgesetzt wird.
(2) Der Versicherungsnehmer und die versicherten Personen haben das Recht, einen von ihnen
gekündigten oder einen wegen Eintritts der Berufsunfähigkeit gemäß Abs. 1 Buchstabe b) beende-
ten Vertrag nach Maßgabe des Tarifs in Form einer Anwartschaftsversicherung fortzusetzen, sofern
mit einer Wiederaufnahme der Erwerbstätigkeit zu rechnen ist.
Sonstige Bestimmungen
§ 16
Willenserklärungen und Anzeigen
§ 17
Gerichtsstand
(1) Für Klagen aus dem Versicherungsverhältnis gegen den Versicherungsnehmer ist das Gericht
des Ortes zuständig, an dem der Versicherungsnehmer seinen Wohnsitz oder in Ermangelung eines
solchen seinen gewöhnlichen Aufenthalt hat.
MB/KT 2009 - 12 -
- 12 -
(2) Klagen gegen den Versicherer können bei dem Gericht am Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufent-
halt des Versicherungsnehmers oder bei dem Gericht am Sitz des Versicherers anhängig gemacht
werden.
(3) Verlegt der Versicherungsnehmer nach Vertragsschluss seinen Wohnsitz oder gewöhnlichen
Aufenthalt in einen Staat, der nicht Mitgliedstaat der Europäischen Union oder Vertragsstaat des
Abkommens über dem Europäischen Wirtschaftsraum ist oder ist sein Wohnsitz oder gewöhnlicher
Aufenthalt im Zeitpunkt der Klageerhebung nicht bekannt, ist das Gericht am Sitz des Versicherers
zuständig.
§ 18
Änderungen der Allgemeinen Versicherungsbedingungen
(1) Bei einer nicht nur als vorübergehend anzusehenden Veränderung der Verhältnisse des Gesund-
heitswesens können die Allgemeinen Versicherungsbedingungen und die Tarifbestimmungen den
veränderten Verhältnissen angepasst werden, wenn die Änderungen zur hinreichenden Wahrung
der Belange der Versicherungsnehmer erforderlich erscheinen und ein unabhängiger Treuhänder
die Voraussetzungen für die Änderungen überprüft und ihre Angemessenheit bestätigt hat. Die Än-
derungen werden zu Beginn des zweiten Monats wirksam, der auf die Mitteilung der Änderungen
und der hierfür maßgeblichen Gründe an den Versicherungsnehmer folgt.
MB/KT 2009 - 13 -
- 13 -
Versicherungsnehmer, die mit Entscheidungen des Versicherers nicht zufrieden sind, oder deren
Verhandlungen mit dem Versicherer nicht zu dem gewünschten Ergebnis geführt haben, können
sich an den Ombudsmann Private Kranken- und Pflegeversicherung wenden.
Der Ombudsmann Private Kranken- und Pflegeversicherung ist eine unabhängige und für Verbrau-
cher kostenfrei arbeitende Schlichtungsstelle. Der Versicherer hat sich verpflichtet, an dem
Schlichtungsverfahren teilzunehmen.
Verbraucher, die ihren Vertrag online (z. B. über eine Webseite) abgeschlossen haben, können
sich mit ihrer Beschwerde auch online an die Plattform [Link] wen-
den. Ihre Beschwerde wird dann über diese Plattform an den Ombudsmann Private Kranken- und
Pflegeversicherung weitergeleitet.
Hinweis: Der Ombudsmann Private Kranken- und Pflegeversicherung ist keine Schiedsstelle und
kann einzelne Streitfälle nicht verbindlich entscheiden.
Sind Versicherungsnehmer mit der Betreuung durch den Versicherer nicht zufrieden oder treten
Meinungsverschiedenheiten bei der Vertragsabwicklung auf, können sie sich auch an die für den
Versicherer zuständige Aufsichtsbehörde wenden. Als Versicherungsunternehmen unterliegt der
Versicherer der Aufsicht der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht.
Hinweis: Die BaFin ist keine Schiedsstelle und kann einzelne Streitfälle nicht verbindlich entschei-
den.
Unabhängig von der Möglichkeit, sich an die Verbraucherschlichtungsstelle oder die Versiche-
rungsaufsicht zu wenden, steht dem Versicherungsnehmer der Rechtsweg offen.
MB/KT 2009