und Abrisswut in der Nachkriegszeit schmälerten ihren Charme.
Dennoch lässt sich die ursprüngliche Gestalt
der Neustadt in mehreren Vierteln noch gut nachvollziehen: Dazu zählen die Südstadt (Ubierring, Alteburger
Straße – hauptsächlich Jugendstil), das Universitätsviertel (Zülpicher Straße, Rathenauplatz – hauptsächlich
historisierende wilhelminische Häuser), die Patrizierhäuser im Belgischen Viertel (Aachener Straße, Lütticher
Straße) und das Agnesviertel. Die Kirche St. Agnes, nach der das Viertel benannt wurde, ist ein Beispiel
rheinischer Neugotik. Heute ist die Neustadt kein reines Wohngebiet mehr, sondern Zentrum verschiedener
kultureller und geschäftlicher Aktivitäten (Mediapark, Galerien, Kneipenviertel etc.).
1914 investierte die Stadt fünf Millionen Mark in die Kölner Werkbundausstellung, bei der führende
Architekten des Deutschen Werkbundes exemplarische und zeitgemäße Gebäude errichteten.
Zwischen den Weltkriegen
Unter dem damaligen Oberbürgermeister Konrad Adenauer entstanden in den 1920er-Jahren in Köln einige
bedeutende Bauwerke. Das Messegelände (heute „Koelnmesse“) mit dem markanten Messeturm ist im Stil des
Backsteinexpressionismus errichtet, wobei die Bauten über ein Skelett aus Stahlbeton verfügen und die
ornamentale Fassade aus Blendklinkern besteht. Im selben Stil ist das Hansahochhaus am Innenstadtring
gebaut worden. Zum Zeitpunkt des Richtfestes 1924 war es das höchste Haus Europas.
Adenauer ernannte 1926 den Künstler Richard Riemerschmid zum Gründungsdirektor der stadtkölnischen
Kunsthochschule Kölner Werkschulen, einer Parallelgründung zum Bauhaus in Dessau.
Ein Beispiel für den Baustil der Neuen Sachlichkeit ist das Disch-Haus, die Universität wurde im Stil des
Werkbundes bis 1929 errichtet. In den 1920er-Jahren erlebte der Siedlungsbau in Köln einen Höhepunkt:
Ganze Stadtteile wie Zollstock und Höhenhaus wurden von Wohnungsbaugenossenschaften zumeist nach den
städtebaulichen Idealen der Zeit und oft nach den Prinzipien der Gartenstadt errichtet.
In der Zeit der nationalsozialistischen Diktatur sollte Köln als Gauhauptstadt einen entsprechenden Rahmen
erhalten: Geplant war der Abriss von Teilen der Altstadt und großen Teilen des Stadtteiles Deutz, um Platz für
Aufmarschstraßen und ein gigantisches Gauforum auf der rechten Rheinseite zu schaffen. Das als
erhaltenswert eingestufte Altstadtgebiet um Groß St. Martin wurde bis 1939 komplett saniert. Die
Abrissarbeiten für die großzügig geplante Verkehrsschneise in West-Ost-Richtung konnte wegen des Krieges
lediglich begonnen werden.
Nachkriegszeit und neue Entwicklungen
Nachdem 1945 große Teile von Köln zerstört waren, übernahm die
amerikanische, später die britische Militärregierung erste Schritte zur
Wiedererrichtung der Stadt. Der vollständige autogerechte Neubau der
Innenstadt wurde bald zugunsten einer Kompromisslösung aufgegeben, die
das Straßennetz mit dem tradierten, schmalen Zuschnitt der Grundstücke
beibehielt und breite Trassen durch die Innenstadt vorsah. Die Schaffung
günstigen Wohnraumes stand im Vordergrund, so dass sich das Stadtbild
des Nachkriegs-Köln durch architektonisch wenig interessante, hastig Museum Ludwig
errichtete Mietshäuser häufig sehr gleichförmig darstellte.
Gleichwohl ragen aus dieser Zeit einzelne stilbildende und wegweisende Projekte heraus, die Köln in den
1950er-Jahren zu einem bedeutenden Ort des modernen Städtebaus machten. Zu erwähnen ist die Gestaltung
des Domplatzes mit dem Blau-Gold-Haus, der von Wilhelm Riphahn gestaltete Komplex aus Oper und
Schauspielhaus und die West-Ost-Achse, die bereits Ende der 1940er-Jahre mit lichten Pavillons und
werksteinverkleideten Geschossbauten ausgestaltet wurde. Der Gebäudekomplex der Gerling-Versicherung
war aufgrund seiner Formensprache aus den 1930er-Jahren dagegen sehr umstritten. 1967 wurde die Hohe
Straße, eine bekannte Kölner Einkaufsstraße, als erste Straße in Köln in eine Fußgängerzone umgewandelt.
Die 1960er- und 1970er-Jahre bescherten Köln vor allem Architektur aus funktionalem Beton, die Schäden am
Stadtbild verursachte, die teilweise bis heute nicht behoben werden konnten. Erst in den 1980er-Jahren
besannen sich die Kölner wieder mehr auf Qualität: Nach dem Bau des Fernmeldeturmes Colonius wurde
verstärkt die Aufwertung der Innenstadt betrieben. Das Museum Ludwig,
die Kölner Philharmonie und der Rheinufertunnel verbinden die Stadt seit
1986 durch eine ansprechend eingerahmte Uferpromenade wieder mit dem
Rhein; gleichzeitig wurde der Innenstadtring durch die teilweise Verlegung
der Stadtbahn in Tunnel entlastet und 1987 in neuer Gestaltung
eingeweiht.
In den 1990er-Jahren folgten der Mediapark auf dem Gelände des
ehemaligen Güterbahnhofs sowie die KölnArena (heute Lanxess Arena) in
Deutz. Der Rheinauhafen mit den markanten Kranhäusern, das Wallraf-
Richartz-Museum und das Weltstadthaus sind Beispiele für die
Umgestaltung der Innenstadt. In den ersten Jahren des neuen Kölntriangle bei Sonnenuntergang
Jahrtausends entstand mit dem Kölntriangle im rechtsrheinischen Stadtteil
Deutz ein neues Hochhaus mit einer Aussichtsplattform in 103 Metern
Höhe.
Bedeutende Sakralbauten
Das hervorragendste Kölner Wahrzeichen ist der gotische Dom St. Petrus,
einer der größten Kirchenbauten der Gotik. Bis zu seiner Vollendung
vergingen etwa 600 Jahre; erst 1880 wurde er fertiggestellt. Hier sind die Luftbild der Kölner Altstadt
Reliquien der Heiligen Drei Könige aufbewahrt, die Köln zu einem (Martinsviertel)
Pilgerziel ersten Ranges machten. Sie sind im prunkvoll gestalteten
Dreikönigenschrein (spätes 12. Jahrhundert bzw. erste Hälfte 13.
Jahrhundert) im Chorraum des Domes aufbewahrt.
Kulturgeschichtlich nicht weniger bedeutsam sind die insgesamt zwölf
großen romanischen Kirchen im Innenstadtbereich: St. Severin, St. Maria
in Lyskirchen, Basilika St. Andreas, St. Aposteln, St. Gereon, St. Ursula, St.
Pantaleon, St. Maria im Kapitol, Groß St. Martin, St. Georg, St. Kunibert
und St. Cäcilien. Die meisten von ihnen wurden im Krieg schwer
beschädigt, erst 1985 war die Wiedererrichtung abgeschlossen.
Groß St. Martin ist die größte und
In der Innenstadt finden sich außerdem die gotischen Kirchen St. Peter und
markanteste der romanischen
die Minoritenkirche sowie die Antoniterkirche und die Kartäuserkirche, Kirchen. Im Vordergrund die
weiter die Barockkirchen St. Mariä Himmelfahrt, St. Maria in der Rheinfront mit Stapelhaus.
Kupfergasse, St. Maria vom Frieden und die Ursulinenkirche St. Corpus
Christi. Die Protestanten durften in Köln erst ab 1802 öffentliche
Gottesdienste feiern. Zu diesem Zweck bekamen sie von den Franzosen die gotische Antoniterkirche
übereignet. Ähnlich verhält es sich mit der Kartäuserkirche, welche 1923 in evangelischen Besitz überging. Die
in der Nähe des Heumarkts befindliche Trinitatiskirche ist die erste als solche errichtete evangelische Kirche
im linksrheinischen Köln. Im Stadtteil Mülheim, das damals zum Herzogtum Berg gehörte, wurde allerdings
bereits 1786 die Friedenskirche errichtet. Zwei Vorgängerbauten wurden zerstört. St. Engelbert in Köln-Riehl
ist der erste moderne Kirchenbau Kölns.
Zwei Kirchenruinen sind noch im Stadtbild vertreten: Alt St. Alban in der Nähe des Rathauses mit einer von
Käthe Kollwitz entworfenen Skulptur im ehemaligen Kirchenschiff und die Reste von St. Kolumba. Hier wurde
in den 1950er-Jahren um eine erhalten gebliebene Marienfigur die Kapelle St. Maria in den Trümmern
errichtet, die völlig zerstörte Kirche behielt nur provisorisch gesicherte Stümpfe der Umfassungsmauern. 2005
wurde auf diesen Ruinen das neue Diözesanmuseum von Peter Zumthor errichtet, dessen Neubau die
Integration der Überreste deutlich betont.
In der Neustadt und den Vororten gibt es zahlreiche weitere Sakralbauten, unter anderem mehrere kleine
romanische und gotische Kirchen sowie Beispiele für den modernen Kirchenbau. Besonders sehenswerte
Bauten werden in den Artikeln der jeweiligen Stadtteile beschrieben.
Rheinbrücken und weitere Querungen des Flusses
Die erste Rheinbrücke in Köln, die Konstantinbrücke, wurde von den
Römern 310 erbaut und zwei Jahrhunderte später von den Franken
zerstört. Die Reste wurden wahrscheinlich um 960 entfernt. 1822 wurde
eine Pontonbrücke zwischen Köln und Deutz und 1889 eine weitere
zwischen Köln-Riehl und Mülheim errichtet.[108] 1945 wurde nach den
kriegsbedingten Zerstörungen aller Brücken als erste eine amerikanische
Pontonbrücke zwischen Bayenthal und Poll errichtet. Sie wurde im Juni
1945 wieder abgebaut, nachdem zwischen Köln und Deutz neben der Blick von Süden: Severinsbrücke,
eingestürzten Hindenburgbrücke ein provisorischer Rheinübergang Deutzer Brücke,
fertiggestellt wurde.[109] Einen weiteren provisorischen Rheinübergang, Hohenzollernbrücke
eine Bailey-Brücke (Pattonbrücke), unterhielt die englische Armee über
den Rhein 1946 bis 1951 in Höhe des Rheinparks.[110] Die Brücke verlief
genau an der Südseite der Bastei hinüber nach Deutz ein Stück nördlich des
heutigen Tanzbrunnens, wenige Meter an den alten Messehallen vorbei
mündete sie in den Auenweg ein. Es war die erste Nachkriegsbrücke mit
freier Durchfahrt für den Schiffsverkehr.[111]
Acht Brücken überspannen heute im Kölner Stadtgebiet den Rhein auf
seiner Stromlänge von acht Kilometer durch die Stadt; davon sind zwei
Eisenbahnbrücken und sechs Straßenbrücken:
Blick vom Kölntriangle auf die
die Hohenzollernbrücke in der Achse des Domes ist eine der am Hohenzollernbrücke
meisten befahrenen Eisenbahnbrücken Europas,
die Südbrücke entlastet die Hohenzollernbrücke vom Güterverkehr.
Zwei Autobahnbrücken verbinden die links- und rechtsrheinischen Teile
des Kölner Autobahnrings:
die Rodenkirchener Autobahnbrücke im Süden und
die Rheinbrücke Leverkusen im Norden zwischen Köln-Merkenich und
Leverkusen.
Charakteristisch für vier der acht Brücken im inneren Stadtgebiet ist die
Anstrichfarbe, die die Bezeichnung Kölner Brückengrün erhielt. Im Jahre Severinsbrücke von Westen
1929 wurde diese spezielle Farbe vom damaligen Oberbürgermeister (Februar 2005)
Konrad Adenauer beim Bau der Mülheimer Brücke durchgesetzt.
die Deutzer Brücke war der erste Brückenneubau der Nachkriegszeit,
nachdem die amerikanische Armee neben der im Zweiten Weltkrieg
eingestürzten Hindenburgbrücke 1945 bis 1946 eine Pfahlbrücke über
den Rhein gebaut hatte.[112]
die Mülheimer Brücke ist ähnlich ihrem Vorkriegsmodell eine
Hängebrücke nach Mülheim;
die Severinsbrücke, eine Schrägseilbrücke von 1959, bietet der
Innenstadt ebenso wie Rodenkirchener Autobahnbrücke,
die Zoobrücke weiter nördlich eine Anbindung an das rechtsrheinische Poller Wiesen bei Niedrigwasser im
Autobahnsystem. Herbst 2018
Eine weitere Rheinquerung ist ein 1984 geschaffener, begehbarer,
470 Meter langer Fernwärmetunnel des Kölner Energieversorgers
Rheinenergie, unter dem Rhein nördlich der Hohenzollernbrücke.[113][114] Dieser Tunnel ist nicht allgemein
zugänglich, jedoch werden gelegentlich Termine zur Besichtigung der Tunnelanlage angeboten.[115]
Neben den Brücken bestehen in Köln drei Fährverbindungen über den Rhein:
Autofähre von Köln-Langel nach Leverkusen[116]
Personenfähre von Köln-Altstadt nach Messe/Rheinpark[117]
Personenfähre von Köln-Weiß nach Porz-Zündorf[118]
Parks und Grünflächen
Siehe auch: Liste Kölner Parkanlagen
Köln besitzt linksrheinisch zwei Grüngürtel – den Inneren und den
Äußeren. Der Innere Grüngürtel ist sieben Kilometer lang, mehrere 100
Meter breit und hat eine Fläche von 120 Hektar. Die Festungsgürtel der
Stadt mussten nach dem Ersten Weltkrieg im Rahmen der Versailler
Verträge abgerissen werden, so dass hier diese große städtische Grünanlage Fernwärmetunnel unter dem Rhein
entstehen konnte. Durch Aufschüttung von Trümmern des Zweiten
Weltkrieges entstand im Inneren Grüngürtel der heute dicht bewachsene
25 Meter hohe Herkulesberg. Der Innere Grüngürtel beherbergt 25 Baumarten,
Wiesen und mehrere Wasserflächen.
Der Äußere Grüngürtel ist auf dem Gelände des äußeren Festungsringes
entstanden. Die zum Teil baumbestandene größte Kölner Grünanlage sollte
ursprünglich fast die gesamte Stadt umschließen, was aus wirtschaftlichen
Gründen nie realisiert wurde. Dennoch entstanden in den 1920er-Jahren 800
Hektar Grünfläche, unter anderem der Beethovenpark. Die Festungsanlagen auf
der rechten Rheinseite wurden, wo möglich, in Grünanlagen umgewandelt.
Der fünf Hektar (ursprünglich elf Hektar) große Stadtgarten ist der älteste Park in
Köln. Er wurde 1827/1828 als Landschaftspark angelegt und besitzt seit über
Wasserterrassen im
100 Jahren ein Restaurant mit Biergarten. Dort ist heute ein Jazzclub zu finden.
Botanischen Garten Köln
Im über 100 Jahre alten Volksgarten der Südstadt finden in der warmen
Jahreszeit nächtelange Grill-Happenings statt, zu denen sich oft Trommler und andere Instrumentalisten
einfinden. Klein- und Straßenkünstler sind hier zu finden. Der Park ist außerdem Ort für viele kulturelle
Veranstaltungen, so werden beispielsweise in der Orangerie Theaterstücke aufgeführt.
Die auf einer Anhöhe gelegene Grünfläche am Aachener Weiher ist insbesondere bei Studenten ein beliebter
Treffpunkt. Der sanfte Hügel entstand ebenfalls durch Aufschüttung von Trümmern des Zweiten Weltkriegs.
Seit dem 7. August 2004 erinnert ein neuer Name an die Opfer des Krieges: Hiroshima-Nagasaki-Park. Köln ist
seit 1985 Mitglied des internationalen Städtebündnisses gegen Atomwaffen, des so genannten „Hiroshima-
Nagasaki-Bündnisses“.
Der Blücherpark im Stadtteil Bilderstöckchen und der Vorgebirgspark in Raderthal wurden beide, obwohl sehr
unterschiedlich gestaltet, Anfang des 20. Jahrhunderts nach den Plänen des Gartenarchitekten Fritz Encke
angelegt. Der Klettenbergpark in Köln-Klettenberg wurde zwischen 1905 und 1908 in einer ehemaligen
Kiesgrube als Höhenpark angelegt. Der Fritz-Encke-Volkspark in Köln-Raderthal ist trotz der Verluste
(teilweise Bebauung in den 1950er-Jahren) eine der bedeutendsten Anlagen der 1920er-Jahre.
Die mit der Stadterweiterung nach 1881 angelegte Ringstraße auf den ehemaligen Bollwerken vor der
mittelalterlichen Stadtmauer war mit zahlreichen parkähnlichen Anlagen ausgestattet, so am Sachsenring,
Kaiser-Wilhelm-Ring, Hansaring und Hansaplatz, Ebertplatz und Theodor-Heuss-Ring. Nach dem Zweiten
Weltkrieg wurden die Anlagen verändert oder weitgehend entfernt, und nur der westliche Teil des Parks am
Theodor-Heuss-Ring mit Weiher befindet sich noch fast im ursprünglichen Zustand.
Auf der rechten Rheinseite liegt der Rheinpark, das weitläufige Gelände der Bundesgartenschau 1957 und 1971
in Deutz, das durch die Rheinseilbahn mit den linksrheinischen Anlagen Zoo und Flora verbunden ist. Etwas
weiter entfernt liegen die Groov in Zündorf sowie der Thurner Hof.
Im Kölner Norden befindet sich das Naherholungs- und Sportgebiet Fühlinger See. Es besteht aus sieben
miteinander verbundenen Seen und einer Regattastrecke. Das Areal bietet sich zum Baden, Schwimmen,
Tauchen, Angeln, Windsurfen, Kanufahren und Rudern an. Die U-förmig um die Regattastrecke verlaufende
Straße wird häufig von Inline-Skatern genutzt.
Die Naherholungsgrünzonen am Rande Kölns werden durch einen Rundwanderweg, den Kölnpfad, dessen
Etappen durch öffentliche Verkehrsmittel erreichbar sind, erschlossen und verbunden.
Der nahe gelegene Naturpark Rheinland jenseits der Ville dient ebenfalls der Stadtbevölkerung als
Erholungsgebiet. Die Stadt gehört zu den Trägern des Naturparks.
Zoos und botanische Gärten
Der Kölner Zoo wurde 1859 erbaut, ist etwa 20 ha groß und beherbergt 700 Tierarten mit etwa 7000 Tieren.
Besonders bekannt ist er für die vielen in den Jahren 2006 und 2007 geborenen Elefanten. Das neue Heim der
Elefanten, der Elefantenpark, wurde 2005 mit Hilfe privater Spenden erbaut und hat etwa 15 Millionen Euro
gekostet.
Im Kölner Stadtwald gibt es seit 1908 eine als Lindenthaler Tierpark bezeichnete Einrichtung wesentlich
kleineren Umfanges.
Der Botanische Garten Kölns wird Flora genannt. Er ist in das European Garden Heritage Network
eingebunden und 2004/2005 als herausragend in die Straße der Gartenkunst zwischen Rhein und Maas
aufgenommen worden. Im äußeren Grüngürtel im Stadtteil Rodenkirchen liegt der Forstbotanische Garten mit
seiner Landschaftsparkerweiterung, dem Friedenswald.
Theater
Die Geschichte des Kölner Theaters hat ihre Wurzeln im Mittelalter. Im heutigen Köln sind zahlreiche Theater
ansässig. Die Stadt ist Träger der „Bühnen der Stadt Köln“ mit Schauspielhaus und Oper Köln.
In der Stadt Köln gibt es zudem rund 60 professionelle freie und private Theater als Tourneetheater oder
solche mit eigenen Spielstätten.[119] Der Großteil der Theater ist in der „Kölner Theaterkonferenz e. V.“
organisiert, der auch die städtischen Bühnen angehören. Eine Besonderheit in der Kölner Theaterlandschaft ist
die Initiative „JuPiTer“ (Junges Publikum ins Theater), in der Kindertheatermacher gemeinsam für die
Stärkung des Kinder- und Jugendtheaters arbeiten. Die Kölner Theaterszene bildet das gesamte Spektrum vom
Autorentheater über experimentelles Theater, Kabarett, klassisches Sprechtheater, Figurentheater,
Märchenspiele, Performance, Tanztheater bis hin zum Volkstheater ab.
Bekannte Bühnen sind:
Arkadaş Theater
Artheater
Atelier-Theater
Casamax-Theater
Cassiopeia Theater
Comedia Theater
Drama Köln
Freies Werkstatt-Theater
Gloria-Theater
Hänneschen-Theater (Puppenspiele der Stadt Köln)
Horizont-Theater
Kölner Künstler-Theater
Klüngelpütz Kabarett-Theater
Millowitsch-Theater
Piccolo Puppenspiele
Senftöpfchen
Studiobühne Köln
Theater am Dom
Theater am Sachsenring
Theater der Keller
Theater im Bauturm
Theater im Hof
Theater in der Filmdose
Theater Tiefrot
Theaterhaus Köln
Musik
Sinfonie- und Kammerorchester
In Köln sind mehrere renommierte Sinfonie- und Kammerorchester zu
Hause. Das Gürzenich-Orchester wurde 1857 anlässlich der Einweihung
des gleichnamigen Kölner Konzertsaals als Nachfolgeorganisation der
„Musikalischen Gesellschaft“ gegründet. Seit 1888 ist die Stadt Träger des
Orchesters. Es spielt in der Oper Köln und gibt zahlreiche Konzerte, zum
Beispiel in der Kölner Philharmonie. Bekannte Musikdirektoren des
Orchesters waren Conradin Kreutzer, Hermann Abendroth und Günter
Wand. Von 2003 bis 2014 war Markus Stenz Generalmusikdirektor des
Gürzenich-Orchesters. Seit 2015 wird es von François-Xavier Roth geleitet.
Das zweite Sinfonieorchester ist das WDR-Sinfonie-Orchester; es wird seit
2010 von Jukka-Pekka Saraste geleitet. Dieses Orchester wurde 1945 als
Nachfolgeeinrichtung des 1926 gegründeten Orchesters des Reichssenders
Köln gegründet. An Kammerorchestern, teilweise mit hochspezialisiertem
Repertoire und internationalem Renommee (Alte Musik), sind zu nennen: Der Kölner Gürzenich
Camerata Köln (gegründet 1979), das Kölner Kammerorchester (gegründet
1923; 1976 bis 1986 als Capella Clementina, in der Nachfolge von Hermann
Abendroth, Erich Kraack und Helmut Müller-Brühl hat seit 2013 Christoph
Poppen die Leitung inne),[120] Cappella Coloniensis (in Trägerschaft des
WDR), Collegium Aureum (gegründet 1964, aufgelöst in den 1990er-
Jahren), Concerto Köln (gegründet 1985) und Musica Antiqua Köln
(gegründet 1973, aufgelöst 2006).
Opernhaus am Offenbachplatz (bis
Chöre auf Weiteres geschlossen)
Köln verfügt über eine reichhaltige Chorszene. Ein Dutzend Konzertchöre
sind im Netzwerk Kölner Chöre organisiert,[121] einer bundesweit einmaligen Lobbyorganisation.
Bach-Verein Köln, gegründet 1931 von Heinrich Boell
Gürzenich-Chor Köln, ältester Konzertchor Kölns, gegründet 1827 von Carl Leibl
Kartäuserkantorei Köln, gegründet 1970 von Peter Neumann
Kölner Kantorei, gegründet 1968 von Volker Hempfling
Kölner Kurrende, gegründet 1970 von Elke Mascha Blankenburg
Oratorienchor Köln, gegründet 1957 von Gerhard Bork
Philharmonischer Chor Köln, gegründet 1947 von Philipp Röhl
Rheinischer Kammerchor, gegründet 1962 von Hermann Schroeder
Rodenkirchener KammerChor, gegründet 1975 von Anselm Rogmans
Die Kölner Dommusik besteht aus vier Chören. Dem Kölner Domchor (Knabenchor), dem Mädchenchor am
Kölner Dom, der Domkantorei Köln und dem Vokalensemble Kölner Dom.
Der Kölner Jugendchor Sankt Stephan wurde 1984 gegründet und zählt zu den größten und erfolgreichsten
Jugendchören Deutschlands.