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Sandmann Skript

Nathanael ist von der Schönheit der geheimnisvollen Olimpia fasziniert, die er durch ein Fernrohr beobachtet. Trotz ihrer starren Augen fühlt er sich magisch zu ihr hingezogen und hofft, sie bei einem Fest näher kennenzulernen. Als er schließlich mit ihr tanzt, ist er von ihrem Anblick und ihrer Stimme überwältigt, doch ein unerwartetes Ereignis lässt ihn an seiner Wahrnehmung zweifeln.

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Sandmann Skript

Nathanael ist von der Schönheit der geheimnisvollen Olimpia fasziniert, die er durch ein Fernrohr beobachtet. Trotz ihrer starren Augen fühlt er sich magisch zu ihr hingezogen und hofft, sie bei einem Fest näher kennenzulernen. Als er schließlich mit ihr tanzt, ist er von ihrem Anblick und ihrer Stimme überwältigt, doch ein unerwartetes Ereignis lässt ihn an seiner Wahrnehmung zweifeln.

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Version 1: Moderne Sprache

Nachdem Nathanael das kleine Fernrohr von Coppola gekauft hatte, fiel sein Blick sofort auf
das Fenster gegenüber. Dort saß Olimpia an einem Tisch, die Arme darauf gelegt und die
Hände gefaltet. Nathanael konnte durch das Glas erstmals ihr wunderschönes Gesicht
deutlich erkennen. Doch etwas Seltsames fiel ihm auf: Ihre Augen wirkten starr und leblos,
als wären sie gar nicht echt. Trotzdem war er von ihrem Anblick wie verzaubert.

Nathanael: (für sich) "Was für eine wunderbare Frau... aber ihre Augen... Warum wirken sie
so leer? Nein, das ist unwichtig. Sie ist einfach perfekt!"
Je länger er durch das Fernrohr schaute, desto mehr schien Leben in ihre Blicke zu kommen –
oder bildete er sich das nur ein? Alles erschien ihm perfekt. Wie eine magische Kraft zog sie
ihn in ihren Bann, und er konnte sich nicht von ihrem Anblick losreißen.

In den folgenden Tagen konnte Nathanael kaum an etwas anderes denken. Olimpia schien
ihn magisch anzuziehen. Ihr Bild tauchte immer wieder vor seinem inneren Auge auf, ob er
nun schlief oder wachte. Sie war zu einem zentralen Punkt seiner Gedanken geworden.
Selbst als er schrieb oder lernte, schweifte sein Blick immer wieder zum Fenster, wo er sie
manchmal sitzen sah. Doch er merkte, dass sie ihn kaum wahrzunehmen schien, außer durch
diesen starren Blick, der ihn dennoch tief berührte.

Nathanael: (flüsternd, als er sie beobachtet) "Sieh mich an, meine Schöne... Spürst du nicht,
wie sehr ich dich verehre?"
Als Professor Spalanzani ankündigte, ein großes Fest mit Konzert und Tanz zu geben, bei dem
Olimpia erstmals offiziell vorgestellt würde, war Nathanael aufgeregt. Endlich würde er ihr
näher kommen können. Nathanael konnte seine Aufregung kaum zähmen. Dies wäre seine
Gelegenheit, ihr wirklich zu begegnen.

Nathanael: (aufgeregt) "Endlich! Endlich werde ich mit ihr sprechen können. Vielleicht wird
sie mich wahrnehmen – mich wirklich sehen!"
Am Abend des Festes sah Nathanael Olimpia unter den vielen Gästen. Sie trug ein
prunkvolles Kleid und wirkte wunderschön, auch wenn ihr Auftreten etwas steif war. Als sie
am Klavier spielte und sang, war Nathanael tief berührt.

Nathanael: (leise, während er sie beobachtet) "Ihre Stimme... Sie singt nur für mich. Das
kann kein Zufall sein. Sie versteht mich!"
Doch nicht alle Anwesenden waren so beeindruckt wie er. Einige murmelten, dass ihr
Auftreten etwas Steifes habe, fast mechanisch wirke. Nathanael bemerkte das kaum. Für ihn
war sie die Verkörperung vollkommener Schönheit. Er beobachtete sie durch das Fernrohr,
das er heimlich mitgebracht hatte, und durch das ihre Züge noch makelloser erschienen. Es
war, als würde sie nur für ihn singen.

Nathanael: (innerlich triumphierend) "Das ist wahre Liebe! Ich werde sie gewinnen – ganz
sicher."
Nach dem Konzert wagte Nathanael es, sie um einen Tanz zu bitten.
Nathanael: (zögernd) "Darf ich? Es wäre mir eine Ehre, mit Ihnen zu tanzen."
Olimpia: (mit einem leisen, monotonen Ton) "Ach..."
Sie nickte nur und legte ihre Hand in seine. Ihr Griff war fest, aber fühlte sich irgendwie...
anders an. Doch Nathanael bemerkte dies kaum, denn er war völlig verloren in ihrer Nähe.
Ihr Griff war fest, aber fühlte sich irgendwie... anders an. Doch Nathanael bemerkte dies
kaum, denn er war völlig verloren in ihrer Nähe. Ihre Bewegungen waren präzise und
anmutig, auch wenn sie etwas Kühles hatten.

Nathanael: (begeistert) "Dieser Moment... Er ist wie aus einem Traum. Sie gehört zu mir!"
Er yappt sie die nächsten Tagen komplett an und so.

Am nächsten Tag konnte er nicht widerstehen und suchte Spalanzani auf, um mit ihm über
Olimpia zu sprechen. Er wollte ihre Hand anhalten, so sicher war er, die Frau seines Lebens
gefunden zu haben. Doch als er das Haus betrat, hörte er lautes Geschrei aus dem
Arbeitszimmer. Er stürmte hinein und sah etwas, das ihm das Blut in den Adern gefrieren
ließ.

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