Spezialreport:
Blutwerte
Das sagen das kleine und das große Blutbild
Die Werte im Detail
• Thrombozyten • MCV-, MCH- und MCHC
• Leukozyten
• Erythrozyten
•
•
Granulozyten
Monozyten
G R AT I S
r-
Sonde e
• Hämatokrit • Lymphozyten
b
ausga
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Inhalt
Blutwerte: Das sagen das kleine und große Blutbild aus .......................3
Die Werte im Detail: Das kleine Blutbild ...............................................4
Thrombozyten ....................................................................................4
Leukozyten .........................................................................................5
Erythrozyten .......................................................................................6
Hämatokrit .........................................................................................6
Hämoglobin ........................................................................................6
MCV ....................................................................................................7
MCH ....................................................................................................8
MCHC .................................................................................................8
Das große Blutbild ................................................................................9
Granulozyten ......................................................................................9
Monozyten ........................................................................................10
Lymphozyten: ...................................................................................11
Vorsicht: Keine voreiligen Schlüsse ziehen .........................................11
Impressum .........................................................................................12
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Blutwerte: Das sagen das kleine
und große Blutbild aus.
Diagnostiziert der Arzt bei Ihnen Bluthochdruck, wird er stets ver-
suchen, die Ursache herauszufinden. Nur dann kann er sicherstellen,
dass die Therapie möglichst zielgerichtet erfolgt. Ein wichtiges In-
strument hierfür ist das Blutbild.
Beim Hausarzt werden Sie ins Labor geschickt, wo man Ihnen zwei
Ampullen Blut abnimmt. Diese werden automatisiert und maschinell ausge-
wertet. Dabei bestimmen die Labormitarbeiter die genaue Zusammenset-
zung Ihres Blutes, aus denen der Arzt die möglichen Ursachen für Ihre
Hypertonie ableiten kann.
Kleines und großes Blutbild
Standardmäßig wird der Arzt ein kleines Blutbild heranziehen, um eine
Diagnosestellung zu ermöglichen. Dieses ermittelt folgende Werte:
• Thrombozyten: Anzahl der Blutplättchen
• Leukozyten: Anzahl der weißen Blutkörperchen
• Erythrozyten: Anzahl der roten Blutkörperchen
• Hämatokrit: Anteil aller festen Blutbestandteile im Blut
• Hämoglobin: Menge des roten Blutfarbstoffes
• MCV: durchschnittliches Volumen eines einzelnen, roten Blutkörperchen
• MCH: durchschnittlicher Anteil an Hämoglobin der roten Blutkörperchen
• MCHC: durchschnittliche Menge des Hämoglobins eines einzelnen roten
Blutkörperchens
Das kleine Blutbild ist eine erste Maßnahme, um einen Hinweis auf mögliche
Ursachen zu finden. Möchte der Arzt mehr über die Zusammensetzung des
Bluts erfahren, kann er zusätzlich ein Differenzialblutbild und damit ein
großes Blutbild anordnen.
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Dabei werden zusätzlich alle Unterarten der Leukozyten bestimmt und die
Form der Blutzellen beurteilt. Insbesondere wenn die Anzahl der Leukozyten
vom Normalwert stark abweicht, ist ein großes Blutbild anzuraten. Dabei
sieht sich der Arzt insbesondere folgende Untergruppen genauer an:
• stabkernige, segmentkernige, eosinophile und basophile Granulozyten
• Lymphozyten
• Monozyten
Schwierige Interpretation für Laien
Das Problem ist: Der Laie kann im Regelfall mit all diesen Fachbegriffen
nicht viel anfangen. Der Arzt tritt Aussagen wie „Die Leukozyten sind leicht
erhöht.“ oder „Das Blutbild ist unauffällig.“ Die Interpretation dieser Aus-
sagen oder auch der konkreten Werte ist für den Laien kaum möglich.
Zwar stehen bei den Laborergebnissen gewöhnlich die Vergleichs- bzw.
Normalwerte daneben. Doch mit deren Hilfe kann der Betroffene auch nur
ermitteln, ob Werte abweichen – jedoch nicht, was diese Abweichung
bedeutet.
Die Werte im Detail: Das kleine
Blutbild
Was die einzelnen Werte in Bezug auf den Bluthochdruck bedeuten
können, erfahren Sie hier. Dabei sei zunächst das kleine Blutbild
unter die Lupe genommen:
Thrombozyten
Die Thrombozyten sind die gesamten Blutplättchen im Blut. Sie sind ent-
scheidend für die Blutgerinnungsfunktion und zeigen demnach Blutgerin-
nungsstörungen an, wenn die Werte vom Normalzustand zu stark
abweichen. Normal sind für Frauen und Männer gleichermaßen 150.000 bis
350.000 pro μl Blut.
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Eine erhöhte Thrombozytenanzahl entsteht, wenn Sie beispielsweise infolge
einer Operation oder einer Verletzung viel Blut verloren haben oder eine
schwere Infektion in Ihrem Körper gewütet hat. Eine zu geringe
Thrombozytenanzahl kann eine Vielzahl von Erkrankungen bzw.
Mangelerscheinungen anzeigen.
• Vitamin B12-Mangel
• Folsäure-Mange
• Schädigung durch Strahlen
• Nebenwirkungen von Medikamenten
• Infektionen
• Allergien
• unkontrollierte Blutgerinnung
• Milzvergrößerung
Leukozyten
Die Leukozyten geben die Anzahl der weißen Blutkörperchen im Blut wieder.
Dieser Bestandteil des Blutes ist für die Abwehr von Krankheitserregern
zuständig und ist somit ein guter Indikator für ein stabiles Immunsystem.
Für Frauen und Männer gilt gleichermaßen der Normwert von 3.800 bis
10.500 pro μl Blut.
Sind zu viele Leukozyten im Blut nachweisbar, deutet dies darauf hin, dass
eine bakterielle Infektion vorliegt, eine Behandlung mit Kortison erfolgt ist
oder Leukämie (Blutkrebs) vorliegt. Zudem kann die Leukozyten-Zahl durch
bestimmte Medikamente, eine Schwangerschaft, Stress oder Rauchen
erhöht sein.
Zu niedrige Werte können ebenfalls auf Erkrankungen hinweisen:
• Autoimmunerkrankung
• Krebs
• Knochenmarkerkrankung
• Virusinfektion
• Nebenwirkungen von Medikamenten (z. B. Rheumamittel,
Schmerzmittel)
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Erythrozyten
Als Erythrozyten bezeichnet man die roten Blutkörperchen im Blut. Sie
bestehen zum Großteil aus Hämoglobin und sind für den Sauerstofftransport
im Körper zuständig. Hier bestehen unterschiedliche Normwerte für Frauen
und Männer:
• Frauen: 3,9 bis 5,3 Mio. pro μl Blut
• Männer: 4,3 bis 5,7 Mio. pro μl Blut
Ein zu hoher Erythrozyten-Wert deutet auf eine Austrocknung des Körpers
oder eine zu starke Vermehrung der Blutzellen hin. Zu wenige Erythrozyten
hingegen lassen eine Blutarmut (Anämie) oder eine Überwasserung
vermuten.
Hämatokrit
Der Hämatokrit-Wert gibt an, wie hoch der Anteil der roten Blutkörperchen
im Blut ist. Je höher der Wert ist, desto dicker ist das Blut. Er lässt Rück-
schlüsse auf den Wasserhaushalt zu. Folgende Normwerte sollten im
Idealfall vorliegen:
• Frauen: 37 bis 48 Prozent
• Männer: 40 bis 52 Prozent
Ein zu niedriger Hämatokrit-Wert zeigt an, dass der Körper überwässert ist,
einen Blutverlust erleiden musste oder zu wenige rote Blutkörperchen ge-
bildet werden. Ist er hingegen zu hoch, deutet dies darauf hin, dass zu viele
rote Blutkörperchen gebildet werden oder der Körper austrocknet (Deyh-
drierung).
Hämoglobin
Der Hämoglobin-Wert gibt an, wie viel roter Blutfarbstoff in den roten
Blutkörperchen steckt. Ist er erhöht, kann dies eine Austrocknung des
Körpers oder eine zu starke Blutzellenvermehrung bedeuten.
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Ein zu niedriger Wert zeigt eine Blutarmut oder eine Überwässerung an. Fol-
gende Werte liegen im Normbereich:
• Frauen: 12 bis 16 g/dl bzw. 74, bis 9,9 mmol/l
• Männer: 13,5 bis 17 g/dl bzw. 8,3 bis 10,5 mmol/l
Die Blutabnahme verursacht bei vielen ein mulmiges Gefühl. Oft hilft es, sich
dabei hinzulegen.
MCV
Der MCV-Wert (mean cell volume / mean corpuscular volume) gibt an, wie
groß die roten Blutkörperchen durchschnittlich sind. Dieses mittlere
korpuskuläre Zellvolumen kann eine vorliegende Blutarmut anzeigen.
Bei Frauen wie bei Männern sollte dieser Wert zwischen 80 und 96 fl
(Femtoliter) liegen.
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Abweichungen vom Normalwert können unterschiedliche Ursachen haben:
MCV-Wert < 80 fl MCV-Wert > 96 fl
• Blutarmut infolge eines • tumorbildende Erkrankungen
Eisenmangels • Vitamin B12-Mangel
• Blutarmut infolge eines • Folsäuremangel
Vitamin B6- oder Kupfermangels • übermäßiger Alkoholgenuss
• genetisch bedingte Blutarmut • Toxine
MCH
Der MCH-Wert (mean corpuscular hemoglobin) beschreibt den durch-
schnittlichen Hämoglobingehalt eines roten Blutkörperchens. Er unterstützt
den Arzt bei der Suche nach der Ursache für eine Blutarmut. Frauen
wie Männer sollten einen MCH-Wert von 28 bis 34 pg (pico-Gramm)
aufweisen.
Der MCH-Wert erhöht sich, wenn Ihr Körper mit Vitamin B12 oder Folsäure
unterversorgt ist. Ein verringerter durchschnittlicher Hämoglobingehalt
hingegen entsteht durch eine Anämie infolge von Eisenmangel, Tumoren
oder Infektionen.
Dass der MCH-Wert immer im Kontext anderer Werte wie dem MCV- und
MCHC-Wert gesehen werden muss, ist bei der Ursache „Alkoholismus“ zu
erkennen. Sind der MCH- und der MCV-Wert gleichzeitig erhöht, spricht dies
für Alkoholismus. Dieselbe Diagnose ist allerdings zu stellen, wenn der MCH-
und der MCHC-Wert zugleich zu niedrig sind.
MCHC
Der MCHC-Wert (mean cellular hemoglobin concentration) gibt den
durchschnittlichen Hämoglobingehalt einer Blutzelle an. Frauen gleicher-
maßen wie Männer sollten im Idealfall einen Wert von 33 bis 36 g/dl
aufweisen.
Je nachdem, wie sich der MCH- und der MCV-Wert verhalten, kann eine der
folgenden Ursachen für einen zu niedrigen oder zu hohen Wert verantwor-
tlich sein:
• Eisenmangel
• Mangel an Vitamin B6
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• Nierenerkrankungen
• Krebs
• Verdauungsstörungen
• Alkoholismus
• Leberzirrhose
Das große Blutbild: Von
Granulozyten, Monozyten und
Lymphozyten
Sind die Blutwerte des kleinen Blutbilds auffällig oder hat der Arzt
bereits eine konkrete Vermutung in Hinblick auf eine Erkrankung,
kann er zusätzlich ein Differenzialblutbild und damit ein großes
Blutbild anordnen.
Dieses zerlegt die weißen Blutkörperchen in ihre Unterarten und untersucht
deren Verhältnisse zueinander. Daraus lassen sich wiederum nützliche Hin-
weise auf bestehende Erkrankungen ableiten. Beim gesunden Erwachsenen
liegen die verschiedenen Unterarten in folgenden Verhältnissen vor:
• segmentkernige neutrophile Granulozyten: 54 – 62 Prozent
• stabkernige neutrophile Granulozyten: 3 – 5 Prozent
• eosinophile Granulozyten: 1 – 4 Prozent
• basophile Granulozyten: 0 – 1 Prozent
• Monozyten: 3 – 8 Prozent
• Lymphozyten: 25 – 45 Prozent
Doch was hat es eigentlich konkret zu bedeuten, wenn die Werte in der
Praxis von diesen Normwerten abweichen?
Granulozyten
Die Granulozyten sind essenziell für die Bekämpfung von Pilzen, Bakterien
und Viren im Körper.
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Die eosinophilen und basophilen Granulozyten haben zudem
mit allergischen Reaktionen zu tun. Gerade diese Größe ist deshalb beson-
ders wichtig für die Diagnose von Erkrankungen. Je nachdem, ob die
Granulozyten-Zahl erhöht oder abgesenkt ist, können unterschiedliche
Erkrankungen vorliegen:
Zu viele Granulozyten Zu wenige Granulozyten
• bestehende Infektion • Mangel an Vitamin B12 oder
• Parasiten Folsäure
• Vergiftung des Körpers • Stress
• Allergien • Kortisonbehandlung
• Blutkrebs • Cushing-Syndrom
• Stress und körperliche • erhöhter
Belastungen Granulozytenverbrauch
• Schwangerschaft (z. B. durch eine beginnende
• schwerwiegende Infektion)
Schilddrüsenüberfunktion • Schädigung des
• Einnahme bestimmter Knochenmarks
Medikamente
Monozyten
Die Monozyten übernehmen ebenfalls eine wichtige Aufgabe im Körper: Sie
verdauen Erreger und aktivieren das Immunsystem. Ist ihre Anzahl zu
gering, deutet dies auf eine Schädigung des Rückenmarks hin, wo die Mono-
zyten gebildet werden. Ist sie hingegen zu hoch, lässt dies eine Erkrankung
vermuten, die das Immunsystem stark belastet, beispielsweise:
• Pfeiffersches Drüsenfieber
• Tuberkulose
• Malaria
• Lues
• Darmerkrankungen in Verbindung mit Entzündungen
• Krebserkrankung / Chemotherapie
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Lymphozyten
Die Lymphozyten bilden die Antikörper gegen Erreger und steuern wichtige
Teile der Immunabwehr. Eine verminderte Lymphozytenanzahl deutet darauf
hin, dass Schäden im lymphatischen System vorliegen, beispielsweise durch
AIDS, oder durch die Folgen von Vergiftungen oder Strahlung. Weitere
krankhafte Ursachen sind beispielsweise im Cushing-Syndrom oder in
Morbus Hodgkin zu sehen.
Eine erhöhte Lymphozytenzahl kann sehr unterschiedliche Diagnosen nach
sich ziehen:
• eine abheilende Infektionskrankheit
• Virusinfektion
• bakterielle Erkrankung (z. B. Tuberkulose, Brucellose)
• lymphatische Leukämie
Vorsicht: Keine voreiligen Schlüsse ziehen
! Diese Informationen dienen lediglich dazu, dass Sie die Ausführungen
Ihres Arztes und seine Interpretationen besser nachvollziehen und
verstehen können. Es ist davon abzuraten, sich anhand der schriftlichen
Laborergebnisse als Laie zu einer Selbstdiagnose hinreißen zu lassen.
Ein einzelner Wert macht noch keine Krebserkrankung oder Infektion
und längst nicht immer ist „nur Stress“ die Ursache für von der Norm
abweichende Werte – erst das Zusammenspiel aus verschiedenen Werten
sowie gegebenenfalls weitere diagnostische Verfahren können zu einer
gesicherten Diagnose führen.
Dennoch kann es sinnvoll sein, sich selbst mit seinen Blutwerten zu
beschäftigen und bei Zweifeln entweder mit dem behandelnden Arzt noch
einmal darüber zu sprechen oder gegebenenfalls auch eine zweite Meinung
einzuholen.
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Haftungsausschluss:
Die Inhalte dieses eBooks wurden sorgfältig recherchiert, dennoch haftet der Autor nicht
für die Folgen von Irrtümern, mit denen der jeweilige Text behaftet sein könnte. Der Autor
gibt keine Garantie für die Vollständigkeit, Genauigkeit und Praktikabilität der gegebenen
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Die Verantwortung für die Anwendung der Tipps und Anregungen liegt allein beim Leser
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Alle Rechte der deutschsprachigen Ausgabe bei der [Link] UG.
Nachdrucke und Veröffentlichungen, auch auszugsweise,
sind nicht gestattet.
Bildnachweise
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S. 7: Guido Grochowski / Adobe Stock
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Geheimwissen
Bluthochdruck
Ursachen • Symptome • Hausmittel • Therapie
In diesem Ratgeber finden Sie nützliche Infor-
mationen zum Thema Bluthochdruck, sowie Tipps
zu Ernährung und Lebensführung und eine Über-
sicht der gängigen Medikamente.
GR AT I S
2
Inhalt
Wie Bluthochdruck entsteht .................................................................3
Arten von Hypertonie .........................................................................4
Blutdruck messen: Wann liegt Bluthochdruck vor? ...............................5
Das Messergebnis verstehen und richtig deuten .................................8
Ursachen der Hypertonie: Wer an Bluthochdruck erkrankt ...................9
Symptome und Risiken des Bluthochdrucks ........................................13
Diagnose. Wie der Arzt den Bluthochdruck feststellt ..........................15
Behandlung: Was Sie selbst tun können .............................................21
Gesunde Ernährung: Basis eines beschwerdefreien Lebens ..............23
Medikamentöse Behandlung: Betablocker, ACE-Hemmer & Co. ...........28
ACE-Hemmer ....................................................................................29
AT1-Rezeptor-Antagonisten (Sartane) .............................................30
Diuretika ..........................................................................................31
Kalziumantagonisten / Kalziumkanalblocker ....................................34
Nebenwirkungen vermeiden .............................................................35
Homöopathie: Natürliche Hilfe gegen Bluthochdruck ..........................38
Ohne Medikamente gegen Bluthochdruck: Hausmittel
aus der Natur .....................................................................................40
Bluthochdruck bei speziellen Zielgruppen ..........................................45
Hoher Blutdruck bei Kindern ............................................................46
Bluthochdruck bei älteren Menschen ................................................48
Bluthochdruck in der Schwangerschaft .............................................49
Impressum .........................................................................................53
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3
Wie Bluthochdruck entsteht
Volkskrankheit Bluthochdruck – der schleichende Tod betrifft
immer mehr Menschen. Haben Sie sich in letzter Zeit testen
lassen? Sehr viele Deutsche wissen gar nicht, dass ihr
Blutdruck zu hoch ist.
Rund jeder vierte Deutsche, etwas weniger Frauen als Männer, leiden
unter Bluthochdruck (Hypertonie). Damit ist der Bluthochdruck längst
zur am stärksten verbreiteten Volkskrankheit in Deutschland geworden.
Besonders stark betroffen sind ältere Menschen. Beinahe jeder Dritte
zwischen 45 und 64 Jahren leidet unter hohem Blutdruck, über 65
Jahren ist es sogar jeder Zweite. Die Dunkelziffer dürfte noch einmal
deutlich höher liegen, denn viele Menschen sind sich dessen nicht
bewusst, dass ihr Blutdruck nicht stimmt.
Wie der Blutdruck im Körper entsteht
Der Blutdruck an sich ist keine Krankheit sondern ein wichtiger
Mechanismus im menschlichen Körper, der dafür sorgt, dass das Blut
vom Herzen aus in alle zu versorgenden Körperteile gepumpt wird.
Das Herz spannt sich in einem steten Rhythmus an und entspannt
sich wieder, um das Blut in die Arterien zu pumpen.
Auch in den Blutgefäßen und in den Arterien ist die durch diesen
Pumpvorgang entstehende Druckwelle zu spüren. Den Druck in den
Arterien, der ebenfalls stetig steigt und fällt, bezeichnet man als
Blutdruck.
Schwankungen des Blutdrucks sind normal
Misst man bei einem gesunden Menschen regelmäßig über den
Tag verteilt mehrfach den Blutdruck, lässt sich eine relativ
große Schwankungsbreite feststellen. Je nach Aktivität pumpt das
Herz schneller oder langsamer und der Druck steigt oder fällt.
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So können beispielsweise folgende Faktoren Schwankungen des
Blutdrucks bedingen:
• Körperhaltung (z. B. Liegen, Stehen oder Sitzen)
• Atmung
• körperliche Belastung (z. B. Sport, körperliche Arbeit)
• seelische Belastung (z. B. Stress, Streitigkeiten, Trauer, Angst)
• Schlaf
• Schmerzen
• Anstrengung (auch geistig)
Es handelt sich dabei aber stets nur um kurzfristige Schwankungen,
die sich binnen kürzester Zeit nach Beseitigung der Ursache wieder
normalisieren. Beim gesunden Menschen pendelt sich der Blutdruck
stets wieder auf dasselbe Mittelmaß ein. Besorgniserregend ist es
hingegen, wenn der Blutdruck dauerhaft hoch bleibt, auch wenn es
keine akute Ursache hierfür gibt. Die Ärzte sprechen von Bluthoch-
druck, wenn der Blutdruck dauerhaft bei Werten von über 140/90
mmHg liegt.
Arten von Hypertonie
Es lassen sich drei Arten des Bluthochdrucks unterscheiden:
• primäre Hypertonie: Eine primäre Hypertonie tritt auf, ohne
dass eine spezielle Grunderkrankung dafür verantwortlich wäre.
Rund neun von zehn Patienten sind dieser Gruppierung zuzu
schreiben, bei der überwiegend die Kombination aus zahlreichen
Einzelfaktoren zu der Erkrankung führt.
• sekundäre Hypertonie: Von einer sekundären Hypertonie spricht
man, wenn sie von einer anderen Erkrankung verursacht wird,
beispielsweise durch ein Nierenleiden oder eine
Stoffwechselerkrankung.
• hypertensive Krise: Eine hypertensive Krise liegt vor, wenn der
Blutdruck auf über 230/120 mmHg ansteigt. Häufigste Ursache
hierfür ist, dass Bluthochdruckpatienten ihre Medikamente nicht
korrekt oder gar nicht einnehmen.
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5
Blutdruck messen: Wann liegt
Bluthochdruck vor?
Es gibt verschiedene Wege der Blutdruckmessung. In jedem
Fall kommt es aber auf die richtige Interpretation des systo-
lischen und des diastolischen Werts an, um den Gesundheitszu-
stand zu beurteilen.
Um beurteilen zu können, wie hoch Ihr Bluthochdruck ist, muss
zunächst der Blutdruck gemessen werden. Diese Messung kann im
Prinzip jeder durchführen, der über ein Blutdruckmessgerät verfügt.
Möglich ist es beispielsweise bei Ärzten und in Apotheken, es gibt
aber auch Geräte für den Heimgebrauch.
Die Blutdruckmessung: Oszillometrisch oder au-
skultatorisch?
Unterschieden werden die folgenden Methoden:
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• Auskultatorische Blutdruckmessgeräte: Diese Modelle sind
besonders genau und werden überwiegend in Arztpraxen
eingesetzt. Die angelegte Manschette wird manuell aufgepumpt,
bis die Arterie verschließt. Nach Ablassen des Drucks beginnt
das Blut wieder zu fließen und die sogenannten Korotkoff-Töne
sind zu hören, die den systolischen und diastolischen Blutdruck
wiedergeben. Teilweise sind die Messgeräte mit einem
Stethoskop gekoppelt.
• Oszillometrische Blutdruckmessgeräte: Hierbei handelt es sich
um elektronische Geräte. Die angeschlossene Manschette wird
angelegt, automatisch aufgepumpt und schließlich der Druck
abgelassen. Die Berechnung des Blutdrucks erfolgt algorithmisch
und wird auf dem Display angezeigt. Diese Geräte eignen sich
besonders gut für den Heimgebrauch, sind aber etwas ungenauer
als auskultatorische Geräte.
Zusätzlich gibt es Blutdruckmessgeräte, die den Blutdruck am Finger
messen können. Diese sind allerdings nur bedingt empfehlenswert, da
eine schlechte Durchblutung die Genauigkeit des Messergebnisses
negativ beeinflussen kann.
So messen Sie richtig
Damit die Blutdruckmessung korrekte Werte ergibt, ist es wichtig,
dass Sie die folgenden Ratschläge beherzigen:
• Wählen Sie eine Manschette, die an Ihren Armumfang
angepasst ist. Ist sie nämlich zu klein, wird ein zu hoher
Blutdruck ausgewiesen.
• Messen Sie beim ersten Mal den Blutdruck an beiden Armen,
da es hier nicht selten enorme Unterschiede gibt. Verwenden
Sie die nächsten Male den Arm mit dem höheren Ergebnis.
• Die Manschette muss auf der Höhe des Herzens liegen. Bei der
Messung am Oberarm ist dies gewöhnlich automatisch gegeben,
nicht so jedoch bei Geräten, bei denen eine Unterarmmessung
möglich ist.
• Lassen Sie nach Beginn der Messung die Luft langsam und
gleichmäßig ab.
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• Ehe Sie die Messung durchführen, sollten Sie 5 Minuten einfach
sitzen bleiben und zur Ruhe kommen. Durch Stress, Angst oder
Aufregung können fälschlicherweise zu hohe Werte gemessen
werden.
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eine Langzeit-bzw. 24-Stunden-Blutdruckmessung anordnen, um so ein
homogenes Bild über die tatsächlichen Schwankungen Ihres Blutdrucks
zu erhalten.
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Als Ergebnis einer Blutdruckmessung erhalten Sie stets zwei Werte.
Der höhere Wert wird „systolisch“ genannt. Er bezeichnet den
höchsten Druck, der in der Arterie vorherrscht, wenn die Manschette
komplett aufgepumpt ist. Die niedrigere Zahl entspricht dem
„diastolischen“ Wert, dem niedrigsten Blutdruck, der vorliegt, wenn
alle Luft aus der Manschette entwichen ist. Angegeben wird der
Blutdruck in der Einheit mmHg (Millimeter Quecksilbersäule). Der für
den Gesunden optimale Blutdruck „120/80 mmHg“ wird als
„120 zu 80“ angegeben und bedeutet, dass der systolische Wert 120
und der diastolische Wert 80 mmHg beträgt.
Die beim Erwachsenen gemessenen Ergebnisse können Sie anhand
der folgenden Tabelle deuten:
Einteilung des Blutdrucks Systolischer Diastolischer
Wert Wert
Optimal < 120 mmHg < 80 mmHg
Normal 120-129 mmHg 80-84 mmHg
Hoch-Normal/Übergangsstadium 130-139 mmHg 85-89 mmHg
Hypertonie Grad I 140-159 mmHg 90-99 mmHg
(leichter Bluthochdruck)
Hypertonie Grad II (mittel- 160-179 mmHg 100-109 mmHg
schwerer Bluthochdruck)
Hypertonie Grad III (schwerer > 180 mmHG > 110 mmHg
Bluthochdruck)
isolierte systolische Hypertonie >140 mmHG < 90 mmHG
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Ursachen der Hypertonie: Wer
an Bluthochdruck erkrankt
Neben einer Vielzahl von Erkrankungen, die den Blutdruck
negativ beeinflussen können, gibt es insbesondere eine Vielzahl
von Einzelfaktoren, die zu einem primären Bluthochdruck führen
können. Stress, Übergewicht, Rauchen und Alkohol sind nur
einige davon!
Was genau Bluthochdruck verursacht, ist bisher nicht geklärt.
Es lassen sich aber zwei grundsätzliche Gruppen unterscheiden:
Beim primären Bluthochdruck lässt sich keine eindeutige Ursache
feststellen, beim sekundären Bluthochdruck liegt hingegen eine
konkrete Erkrankung zugrunde.
Risikofaktoren im Rahmen des primären
Bluthochdrucks
Bei einem primären Bluthochdruck kann der Arzt keine bestimmte
Ursache feststellen. In etwa neun von zehn Fällen ist es die
Kombination aus mehreren Risikofaktoren, die zur Entwicklung eines
zu hohen Blutdrucks führt:
• familiäre Neigung zu Bluthochdruck
• Übergewicht
• zu wenig Bewegung
• zu viel Salz in der Ernährung
• Stress
• übermäßiger Alkoholgenuss
• Kaliummangel
• Rauchen
• Alter (erhöhtes Risiko ab 55 Jahren bei Männern und ab 65
Jahren bei Frauen)
• Wechseljahre (erhöhtes Risiko nach dem Wechsel)
• Einnahme von Kontrazeptiva (z. B. Verhütung mit der
Antibabypille)
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• Einnahme bestimmter Appetitzügler
• Nutzung von nichtsteroidalen Antirheumatika
• übermäßiger Verzehr von Lakritz
• Drogenmissbrauch (z. B. Kokain, Ecstasy, Amphetamine)
Besonders häufig lässt sich ein hoher Blutdruck in Zusammenhang mit
dem sogenannten Metabolischen Syndrom beobachten.
So kämpfen Menschen mit Bluthochdruck häufig zugleich auch mit
erhöhten Blutfettwerten, Typ 2-Diabetes und/oder Übergewicht. Von
Übergewicht spricht man bei Männern ab einem Bauchumfang von
102 cm und bei Frauen ab 88 cm.
Ursachen für sekundäre Hypertonie
Nur in etwa 10 Prozent der Fälle ist der Bluthochdruck eindeutig
auf eine andere Erkrankung zurückzuführen. Der Fall ist dies unter
anderem bei den folgenden Krankheiten:
Erkrankung Auswirkung Behandlung
Nierenerkrankungen gestörter je nach Art der
(z. B. Nierenarterien- Hormonstoffwechsel, Erkrankung
stenose, Zystennieren, eingeschränkte
chronische Nierenfunktion
Glomerulonephritis)
Schlafapnoe erhöhter Atmungstherapie, HNO
Sympathikotonus, -ärztliche Maßnahmen
gestörte Gefäßfunktion
Cushing-Syndrom Produktion von zu operative Entfernung
viel der Adenome an Hy-
Kortisol pophyse oder Neben-
nieren oder
Bestrahlung
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Erkrankung Auswirkung Behandlung
Conn-Syndrom Überproduktion des operative Entfernung
Hormons Aldosteron des Tumors oder
durch gut- oder selte- medikamentöse
ner bösartigen Tumor Behandlung
an der Nebenniere
Phäochromozytom übermäßige Produktion operative Entfernung
der Stresshormone des Tumors
wie Noradrenalin,
Adrenalin und Metane-
phrine
Akromegalie unkontrollierbare operative Entfernung
Produktion von des Tumors, Bestrah-
Wachstumshormonen lung oder medikamen-
durch einen meist töse Behandlung
gutartigen Tumor im
Vorderlappen der
Hirnanhangsdrüse
Androgenitales Syn- Stoffwechselkrankheit, nicht behandelbar, Gen-
drom die zu einer gestörten defekt, lediglich Ersatz
Aldosteron-und er fehlenden Hormone
Kortisol-Produktion in
der Nebenniere führt
Schilddrüsenüber- der systolische Blut- Medikamentöse Behan-
funktion druck ist hoch, während dlung - Bluthochdruck
der diastolische Blut- verschwindet mit Ein-
druck eher niedrig ist stellung der Schilddrüse
Besonders problematisch sind in diesem Zusammenhang Nierenleiden.
Ein dauerhaft zu hoher Blutdruck in Kombination mit einer Nierener-
krankung schädigt die Organe und damit auch die Nieren, sodass sich
unbehandelt beide Probleme gegenseitig verstärken.
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Ernährung.
Ihr Schritt 6: Schluss mit Rückenschmerzen.
Ihr Schritt 7: So werden Sie Stress los.
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Symptome und Risiken des
Bluthochdrucks
Anfänglich geht Bluthochdruck mit keinerlei spürbaren Symp-
tomen einher – und das, obwohl die Organe längst Schäden
davon tragen. Dabei ist eine möglichst frühe Erkennung der
Krankheit besonders wichtig, denn nur so lassen sich schwer-
wiegende Folgeerkrankungen vermeiden.
Dass so viele Menschen unbemerkt an Bluthochdruck erkranken, liegt
vor allem an der Symptomlosigkeit der Erkrankung im frühen Sta-
dium.
Obwohl der dauerhaft erhöhte Blutdruck längst Schäden an den
inneren Organen hinterlässt, bemerkt der Betroffene zunächst
überhaupt nichts davon, wenn er nicht zufällig an einer Blutdruck-
kontrolle teilnimmt. Im Anfangsstadium gibt es keine sicht-oder
spürbaren Symptome der Volkskrankheit.
Symptome des Bluthochdrucks
Oftmals schwelt das Problem mehrere Jahre lang, bis schließlich erste
Symptome auftreten. Sehr oft handelt es sich dabei allerdings um
eher unspezifische und allgemeine Beschwerden wie...
• Kopfschmerzen (vor allem im Hinterkopf, gleich nach dem
Aufstehen)
• Schlaflosigkeit bzw. Müdigkeit
• Nasenbluten
• Übelkeit und Erbrechen
• Konzentrationsprobleme
• Nervosität und Gereiztheit
• Erektionsstörungen
Solange diese Symptome jedoch nicht ständig auftreten, werden viele
Betroffene in diesem fortgeschrittenen Stadium immer noch nicht auf
den Bluthochdruck aufmerksam, da sie beispielsweise auch auf Stress
oder eine ungesunde Ernährungsweise zurückgeführt werden können.
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Kommen jedoch bei einer schweren Hypertonie Schmerzen in der
Brust, Kurzatmigkeit unter Belastung oder Sehstörungen hinzu, ist
davon auszugehen, dass bereits Organschäden eingetreten sind.
Typische Anzeichen sind außerdem, dass Sie übermäßig schwitzen,
sehr häufig Durst und Harndrang verspüren.
! Achtung: Steigt der Blutdruck ohne Vorankündigung auf mehr
als 230/130 mmHg, spricht man von einem hypertensiven Notfall.
Wird in diesem Fall nicht sofort ein Notarzt verständigt, besteht die
Gefahr, dass Organe akut geschädigt werden und beispielsweise ein
Herzinfarkt auftritt. Sofort Hilfe holen sollten Sie auch, wenn eines
oder mehrere der folgenden Symptome auftreten:
• starke Atemnot
• Enge in der Brust
• Sehstörungen
• Schwindelgefühl
• Bewusstseinsstörungen
Die schweren Folgen unbehandelten Bluthoch-
drucks
Bereits von Beginn an werden die Organe durch den Bluthochdruck
geschädigt. Diese Schäden sind irreparabel, durch die richtige
Behandlung lässt sich der Fortschritt jedoch aufhalten. Besonders
betroffen sind die folgenden Organe:
Organ Schaden Folgen
Herz Die linke Herzkammer ist Herzmuskelschwäche (Herzin-
ständig damit beschäftigt, suffizienz), Arteriosklerose der
den zu hohen Druck auszu- Herzkranzgefäße, koronare
gleichen. Dadurch vergrößert Herzkrankheit, Herzinfarkt
sie sich krankhaft (Hyperto-
nie).
Gehirn Die Hirngefäße werden Schlaganfall
geschädigt.
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Organ Schaden Folgen
Nieren Die Nierengefäße verändern abnehmende Nierenfunktion
sich. (Niereninsuffizienz),
Nierenversagen
Augen Es entsteht eine Schädigung Sehbehinderungen, Erblindung
der Gefäße im Augenhinter-
grund.
Gliedmaße Durchblutungsstörungen in
den Beinen
Je länger der Bluthochdruck nicht behandelt wird, desto
schwerwiegender sind die Organschäden und desto höher ist die
Wahrscheinlichkeit von schweren Folgeerkrankungen.
Diagnose: Wie der Arzt den
Bluthochdruck feststellt
Dem Arzt steht eine große Palette an Methoden zur Verfügung,
um einen Bluthochdruck eindeutig festzustellen. Neben der
Blutdruckmessung bieten ihm Blut-und Urin-Untersuchungen,
Ultraschall, EKG und weitere Methoden ein breites Spektrum an
Möglichkeiten.
Besteht der Verdacht, dass ein hoher Blutdruck vorliegt, beispielsweise
weil Sie passende Symptome an sich entdecken oder Ihr Blutdruck
bei einer routinemäßigen Kontrolle zu hoch war, sollten Sie diese
Vermutung von einem Arzt bestätigen lassen. Er wird zunächst die
Anamnese erheben und verschiedene Untersuchungen veranlassen.
Die Krankengeschichte im Detail
Zu Beginn spricht der Arzt mit Ihnen und erhebt Ihre Kranken-
geschichte (Anamnese). Dadurch versucht er herauszufinden, ob es
erbliche Belastungen oder andere Risikofaktoren gibt, die für Bluthoch-
druck sprechen.
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Er stellt beispielsweise folgende Fragen:
• Nehmen Sie regelmäßig Medikamente ein?
• Leiden Sie unter Stress und einer starken Alltagsbelastung?
• Sind Sie übergewichtig?
• Bestehen Vorerkrankungen wie Nierenleiden, Herzprobleme
oder Stoffwechselkrankheiten?
• Haben nahe Verwandte in der Vergangenheit einen Herzinfarkt
oder einen Schlaganfall erlitten oder sind von Bluthochdruck,
einem hohen Cholesterinspiegel oder Gicht betroffen?
• Rauchen Sie?
Körperliche Untersuchungen: Das Basisprogramm
Im Anschluss folgen die körperlichen Untersuchungen. Das Basis-
programm an Untersuchungen ergänzt der Arzt ggf. um weitere
Methoden, falls sich im Rahmen der Anamnese weitere abzuklärende
Verdachtsmomente ergeben oder Organschäden abzuklären sind.
Blutdruckmessung: Zunächst misst der Arzt Ihren Blutdruck. Dabei
verlässt er sich nicht auf eine einzelne Messung, da ein einmalig er-
höhter Blutdruck auch auf eine Praxishypertonie, die auch als
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Weißkittel-Hochdruck bekannt ist, zurückzuführen sein kann. Aufregung
durch den Arztbesuch oder Nervosität lassen den Blutdruck nämlich
mitunter zumindest vorübergehend ansteigen und führen zu Fehlinter-
pretationen. Deshalb werden stets mehrere Messungen durchgeführt.
Von einem Bluthochdruck geht man nur dann aus, wenn sich
der zu hohe Blutdruck an mehreren Tagen zu unterschiedli-
chen Uhrzeiten bestätigt. Alternativ kann der Arzt auch eine
24-Stunden-Blutdruckmessung anordnen. Dabei wird Ihnen eine Man-
schette an den Oberarm angelegt. Angeschlossen ist ein elektroni-
sches Gerät, das tagsüber automatisch alle 15 Minuten, nachts alle
30 Minuten eine Blutdruckmessung veranlasst. Die gemessenen Werte
werden gespeichert und können später in Form eines Protokolls durch
den Arzt ausgewertet werden. Wichtig ist, dass Sie während der Mes-
sungen protokollieren, was Sie gerade tun. Nur so kann der behan-
delnde Arzt später herausfinden, auf welche Umstände Ihr Blutdruck
wie reagiert. Die Schwankungsbreite der Druckwerte ist dabei ebenso
relevant wie die Ausprägung des Bluthochdrucks.
Labormedizinische Untersuchung: Ihr Urin und Ihr Blut können über
Ihren allgemeinen Gesundheitszustand Aufschluss geben. Der Arzt wird
deshalb regelmäßig beides labormedizinisch untersuchen lassen. Davon
erhofft er sich folgende Informationen:
• Blutfettwerte (HDL-, LDL-und Gesamt-Cholesterin, Triglyzeride)
• Blutzucker
• Blutsalze (z. B. Natrium, Kalium, Harnsäure, Kreatinin)
• Leberwerte (Gamma-GT)
• TSH, ein Hormon aus der Hirnanhangdrüse (Anzeichen für eine
Über-oder Unterfunktion der Schilddrüse)
• Eiweiß und rote Blutkörperchen (Anzeichen für Fehlfunktionen
der Niere)
• Mikroalbuminurie (Nachweis zeigt eine Schädigung der Nieren
und der Gefäße an)
Elektrokardiogramm (EKG): Beim Elektrokardiogramm wird eine Herz-
stromkurve aufgezeichnet. Sie zeigt den vorherrschenden Herzrhythmus
auf. Dies lässt Rückschlüsse darauf zu, ob ein eventuell bestehender
Bluthochdruck bereits Schäden am Herzen hinterlassen hat,
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beispielsweise in Form einer Herzmuskelschädigung oder einer Verdic-
kung des Herzmuskels.
Weiterführende Untersuchungen
Je nach Bedarf kann der Arzt zusätzlich eine oder mehrere der fol-
genden Zusatzuntersuchungen verordnen, insbesondere um etwaige
durch den Bluthochdruck verursachte Schäden aufzudecken:
Unter- Bereich Ablauf
suchung
Belastungs - Herz, Kreislauf Sie laufen auf einem Laufband (Lauf-
EKG bandergometrie) oder fahren auf einem
Fahrrad (Fahrradergometrie) gegen einen
zunehmenden Widerstand an. Dabei wird
protokolliert, wie Herz und Kreislauf auf
die steigende Belastung reagieren. Insbe-
sondere die Entwicklung des Blutdrucks
und der Herzfrequenz sowieStörungen
der Durchblutung oder des Herzrhythmus
werden durch das dabei geschriebene EKG
deutlich.
Herz- Herz Durch eine Echokardiografie und eine
Ultraschall Farbdopplersonografie kann ein Herz-
spezialist krankhafte Veränderungen am
Herzen sichtbar machen. Zu sehen sind
dann beispielsweise eine Verdickung der
Herzmuskulatur oder auch eine vergrößer-
te linke Herzkammer. Durch den Doppler
kann der Arzt die Blutströme im Herzen
messen und so herausfinden, ob die Herz-
klappenrichtig funktionieren.
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Unter- Bereich Ablauf
suchung
Ultraschall Hals- und Ebenfalls mittels Doppelsonografie unter-
der Gefäße Beingefäße sucht man den Blutfluss in den Gefäßen.
Die lässt Rückschlüsse darauf zu, wie die
Gefäße beschaffen sind. Besonders wich-
tig sind die Halsgefäße, weil sie das
Gehirn versorgen. Entstehen hier durch
einen Bluthochdruck Schäden, erhöht
sich das Risiko, einen Schlaganfall zu
erleiden, deutlich.
Augen- Augen Bei der Augenspiegelung untersucht der
spiegelung Augenarzt die Netzhaut am Augenhin-
tergrund. Dort verlaufen Arterien, deren
Netzhautgefäße durch den Blutdruck
geschädigt worden sein könnten
(hypertensive Retinopathie). Die Folge
wären Einblutungen, Verengungen der
Gefäße oder im schlimmsten Fall sogar
eine direkte, negative Beeinflussung des
Sehvermögens.
Schlafapnoe Atmung Durch ein Schlafapnoe-Screening werden
-Screening verschiedene Parameter erfasst,
beispielsweise der Atemluftstrom, der
Puls, die Sauerstoffsättigung im Blut,
Schnarchgeräusche und weitere. Das
Messgerät wird vorprogrammiert und
zuhause angelegt, ehe man sich schla-
fen legt.
Diagnose eines sekundären Bluthochdrucks
Um festzustellen, ob ein sekundärer, durch eine andere Erkrankung
hervorgerufener Bluthochdruck vorliegt, muss überprüft werden, ob
eine entsprechende Störung vorliegt. Zum Einsatz kommen dabei die
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jeweiligen Diagnoseverfahren, mit denen die Erkrankungen diagnostiziert
werden können. Hormonelle Grunderkrankungen werden häufig über
die Bestimmung der jeweiligen Hormonkonzentration im Blut festge-
stellt. Steht der Verdacht einer Schilddrüsenerkrankung im Raum,
bezieht der Arzt einen Endokrinologen ein, der die Diagnose stellt.
Behandlung: Was Sie selbst tun
können
Ob Ihr Bluthochdruck erfolgreich behandelt werden kann, hängt
insbesondere von der Mitarbeit des Betroffenen ab. Einer der
wichtigsten Faktoren ist nämlich eine Veränderung der
persönlichen Lebensführung.
Wenn kein sekundärer Bluthochdruck vorliegt, sind fast immer
schlechte Gewohnheiten dafür verantwortlich. Eine ungesunde
Ernährung, zu wenig Bewegung und zu viel Stress sind Stellschrau-
ben, an denen nur Sie selbst drehen können, um Ihre Genesung zu
beschleunigen. Liegt nur ein leichter Bluthochdruck vor, kann die Än-
derung der Lebensumstände ausreichen, um auf die Behandlung mit
Medikamenten verzichten zu können. Doch selbst wenn dies nicht der
Fall ist und es sich um eine starke Hypertonie handelt, kann eine
gesündere Lebensweise den Gesundheitszustand stark verbessern.
Gewicht reduzieren – Blutdruck reduzieren
Übergewicht ist einer der Risikofaktoren, die Bluthochdruck begünsti-
gen. Die Gewichtsreduzierung ist deshalb eine der wichtigsten
Maßnahmen, um die Hypertonie selbst und damit auch die Folge-
schäden zu verringern. Ihr Blutdruck kann sich je abgenommenes
Kilo um 1,5 bis 2,5 mmHg reduzieren.
Bei der Gewichtsabnahme ist einer nachhaltigen Ernährungsumstellung
stets der Vorrang vor einseitigen Modediäten zu geben.
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Diese versprechen stets nur einen kurzfristigen Erfolg – die abgenom-
menen Kilos werden gewöhnlich kurze Zeit später mit einem kleinen
Zuschlag wieder zugenommen (Jojo-Effekt). Langfristig verschlimmert
sich das Problem durch ständig wechselnde Diäten nur zusätzlich.
Achtung: Bestimmte Appetitzügler begünstigen die Bildung von
Bluthochdruck zusätzlich, weshalb von der Einnahme solcher Präparate
ohne vorherige Abstimmung mit dem behandelnden Arzt abzuraten ist.
Gesunde Ernährung: Basis eines
beschwerdefreien Lebens
Eine gesunde Ernährung erfordert anfänglich viel Disziplin und
Durchhaltevermögen. Haben sich die neuen Gewohnheiten jedoch erst
einmal etabliert, fällt es zunehmend leichter, sich richtig zu ernähren.
Wichtig ist, dass möglichst viele Speisen selbst zubereitet werden, da
sich nur so kontrollieren lässt, welche Zutaten und Inhaltsstoffe
verwendet werden.
Tipps für eine gesunde und ausgewogene Ernährung:
• mehrere Portionen Obst und Gemüse täglich
• täglich Milchprodukte
• regelmäßig fettreicher Seefisch mit wertvollen Omega-3-Fettsäuren
• Verzicht auf Fast Food und Convenience-Produkte
• wenig Fleisch
• viele Ballaststoffe (z. B. Vollkornprodukte, Vollkornreis, Getreideflocken)
• Süßigkeiten nur in kleinen Mengen
• fettarme Zubereitung von Speisen
• zuckerfreie Getränke (z. B. Wasser, Tee)
Versuchen Sie nicht, jeden dieser Bereiche auf einmal anzugehen
– regelmäßig wird die Flut an Änderungen Sie wie bei jeder anderen
Diät innerhalb kürzester Zeit „in die Knie zwingen“. Tasten Sie sich
stattdessen langsam heran. Ersetzen Sie beispielsweise ab sofort das
Schokoladen-Croissant zum Frühstück durch Quark mit Obst.
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Steigen Sie nicht von zuckerhaltigen Limonaden direkt auf pures
Wasser um, sondern versuchen Sie es zunächst mit dünnen Saft-
schorlen und tasten Sie sich langsam heran. Der Erfolg dauert so
zwar etwas länger, wird aber nachhaltiger anhalten.
Tipp: Die meisten gesetzlichen Krankenkassen bieten ihren Versicher-
ten ein umfangreiches Kursprogramm im Bereich der Ernährung, in
dem Sie kostenfrei oder gegen eine geringe Aufwandsentschädigung
lernen, sich gesund zu ernähren und selbst zu kochen.
Weniger Salz, mehr Kräuter
Komplett ohne Salz könnte der Mensch nicht überleben. In den
Industrienationen wird jedoch überwiegend viel zu viel davon
verzehrt – dies begünstigt die Entstehung von Bluthochdruck.
Empfohlen wird allgemein eine Salzmenge von 5 bis 6 g pro Tag
– bei von Bluthochdruck Betroffenen sollte der Verzehr keinesfalls
darüber liegen. Die Wirklichkeit sieht allerdings anders aus:
Die meisten Menschen nehmen deutlich mehr Salz auf, teilweise das
Doppelte oder gar Dreifache der täglichen Empfehlung.
Wenn Sie unter Bluthochdruck leiden, sollten Sie grundsätzlich mit
Salz sparsam umgehen und selbst gekochte Speisen mehr mit
aromatischen Kräutern würzen. Dies reduziert nicht nur die benötigte
Salzmenge, sondern bringt zugleich auch mehr Abwechslung in den
Speiseplan. Insbesondere die mediterrane Küche sollte Ihnen hierfür
als Vorlage dienen.
Die meisten Lebensmittel, die einen starken Verarbeitungsgrad auf-
weisen, sind besonders salzhaltig. Dies gilt übrigens sogar für süße
Speisen. Beispiele für Lebensmittel, die Sie meiden sollten, sind:
• gepökelte, gesalzene oder geräucherte Fleisch-und Wurstwaren
sowie Fisch
• Backwaren
• Dauerwurst
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25
• Fertigprodukte (z. B. Tütensuppe, Fertiggerichte aus dem
Tiefkühlfach)
• Konserven
• Salzgebäck (z. B. Salzstangen)
Zur Verdeutlichung: Alleine in 100 g Salzstangen stecken etwa
4,5 g Salz – also fast der gesamte Tagesbedarf. Mit 100 g Salzhering
nehmen Sie durchschnittlich sogar etwa 14,8 g Salz auf.
Tipp: Die Hersteller müssen auf der Verpackung von Lebensmitteln
den Salzgehalt nicht zwingend angeben, wohl aber den Natrium-
gehalt. Multiplizieren Sie diesen Wert mit dem Faktor 2,5, um die
Salzmenge zu erhalten. Gewöhnen Sie sich an, im Supermarkt stets
die Nährwertangaben zu studieren, ehe ein neues Lebensmittel in
den Einkaufswagen wandert.
Weniger Alkohol, mehr Lebensfreude
Alkohol wirkt sich negativ auf den Bluthochdruck aus. Nach einem
normalen Alkoholverzehr steigt er kurzfristig an und senkt sich dann
wieder. Ein regelmäßiger Alkoholgenuss kann allerdings auch einen
längerfristigen Anstieg des Blutdrucks zur Folge haben. Sie sollten
daher als Betroffener so weit möglich auf Alkohol verzichten. Da die
Alkoholmenge in Getränken variiert, rechnet man sie in Alkoholein-
heiten um. Hierfür verwenden Sie die folgende Formel:
(Menge des Getränks in ml * Alkoholgehalt in %) : 1.000
= Alkoholeinheiten
Beispiel: (500 ml Wein * 10 % Alkoholgehalt ) : 1.000
= 5 Alkoholeinheiten.
Männer mit Bluthochdruck sollten ihren Konsum auf maximal
21 Einheiten pro Woche beschränken. Für Frauen liegt der
Grenzwert bei 14 Einheiten pro Woche.
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26
Spannen Sie aus und reduzieren Sie Stress
Auch zu viel Stress beeinflusst Ihren Blutdruck negativ. Dazu zählen
neben Stress im Beruf auch seelischer Kummer oder ungelöste Kon-
flikte. Erlernen Sie Entspannungsmethoden wie Yoga oder progressive
Muskelrelaxation, um sich zu beruhigen und den Stress hinter sich
zu lassen. Legen Sie regelmäßig Pausen ein und nehmen Sie sich
Zeit für sich selbst, auch wenn es im hektischen Alltag oft schwer
fallen mag.
Sollten Ihre seelischen Probleme zu schwer wiegen, sollten
Sie mit Ihrem Arzt darüber sprechen. Eventuell kann Ihnen eine
therapeutische Unterstützung helfen.
Aktiv werden und in Bewegung bleiben
Zu wenig Bewegung ist mit einer der Risikofaktoren für Bluthoch-
druck. Werden Sie wieder aktiv, um Ihren Gesundheitszustand zu
verbessern. Dabei müssen Sie nicht direkt an ein umfangreiches und
schweißtreibendes Trainingsprogramm in einem Fitnessstudio denken.
Tun Sie etwas, das im Rahmen Ihrer Möglichkeiten liegt.
Beginnen Sie langsam, beispielsweise mit regelmäßigen zügigen Spa-
ziergängen, oder versuchen Sie es mit Joggen oder Radfahren. Jede
Bewegung ist besser als überhaupt keine. Sollten Sie starkes Überge-
wicht und/oder körperliche Probleme (z. B. mit Gelenken) haben, sol-
lten Sie Ihr Bewegungsprogramm zur Sicherheit vorab mit Ihrem Arzt
besprechen.
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Medikamentöse Behandlung:
Betablocker, ACE-Hemmer
& Co.
Auch wenn die Änderung der persönlichen Lebensführung einen
wichtigen Teil der Genesung ausmacht, kann besonders bei
stärkerem Bluthochdruck auf eine medikamentöse Behandlung
oftmals nicht verzichtet werden. Je nach individueller
Ausprägung und Ursachen der Hypertonie kommen hierfür
jedoch unterschiedliche Medikamentengruppen zum Einsatz.
Welches Medikament für Ihre Situation die richtige Wahl ist, bestimmt
der Arzt in Abhängigkeit von der Diagnose, also unter anderem in
Hinblick auf die tatsächliche Höhe des Blutdrucks sowie damit einher-
gehende oder zugrunde liegende Erkrankungen. Es gibt verschiedene
Medikamentengruppen, die das Problem auf unterschiedliche Arten
angehen.
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Die wichtigsten Medikamentengruppen
gegen Bluthochdruck
Zu unterscheiden sind diese Arten von Medikamenten gegen Hypertonie:
Betablocker: Betablocker tragen dafür Sorge, dass das Herz etwas
langsamer arbeitet. Dadurch gelangt weniger Blut in den Körper-
kreislauf und der Blutdruck sinkt. Erreicht wird das, indem der Wirk-
stoff die Beta-Rezeptoren am Herzen blockiert. Dadurch werden Stres-
shormone wie Adrenalin oder Noradrenalin daran gehindert, den
Blutdruck und die Herzfrequenz zu beschleunigen. Zudem stoppen
Betablocker die Bildung des Hormons Renin in der Niere, das an der
Bildung von Angiotensin-II beteiligt ist und somit eine Erhöhung des
Blutdrucks nach sich ziehen kann.
Der Körper muss sich an den gesenkten Blutdruck erst gewöhnen,
weshalb Sie zu Beginn der Behandlung eventuell mit Müdigkeit zu
kämpfen haben. Eine mögliche Nebenwirkung ist außerdem die Veren-
gung der Bronchien. Bei Patienten, die gleichzeitig unter Asthma
leiden, kann dies Asthmaanfälle begünstigen. Ein Absetzen von
Betablockern sollte stets langsam und über Tage hinweg von statten
gehen, da andernfalls ein extremer Blutdruckanstieg die Folge sein
kann.
Beispiele für Arzneistoffe:
• Propanolol
• Bisoprolol
• Metoprolol
ACE-Hemmer: Im Körper gibt es ein Enzym, das Angiotensin I in
Angiotensin II verwandeln kann. Letzteres ist dafür verantwortlich,
dass die Gefäße im Körper enger werden, wodurch der Blutdruck ste-
igt. ACE-Hemmer blockieren dieses sogenannte ACE-Enzym (Angioten-
sin Converting Enzyme). Dadurch wird die Umwandlung verhindert und
die Gefäßverengung bleibt aus. Der Blutdruck sinkt und bleibt stabil.
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Bei der Therapie mit ACE-Hemmern ist anfänglich eine sehr langsame
Steigerung der Dosierung erforderlich, um sich an den Optimalwert
heranzutasten. Da die Aktivität des ACE-Enzyms nicht richtig vorher-
gesehen werden kann, könnten sonst Überdosierungen entstehen.
Besonders vorsichtig muss bei der Kombinationstherapie mit Diuretika
umgegangen werden, weil durch diese Medikamente die Aktivität des
Enzyms verstärkt wird. Deshalb könnte die Reaktion des Körpers auf
den ACE-Hemmer überraschend stark ausfallen. Einmal richtig einge-
stellt senken sie aber zuverlässig den Blutdruck, verringern die
Auswirkungen einer Herzinsuffizienz und können bei Diabetes und
bestimmten Nierenleiden die Nieren schützen.
Typische Nebenwirkungen sind ein trockener Reizhusten, der oft erst
einige Zeit nach Beginn der Therapie auftritt, Hautausschläge, Ödeme,
ein starker Blutdruckabfall oder auch Störungen der Nierenfunktion.
ACE-Hemmer können nicht eingesetzt werden, wenn bei Ihnen
eine Schwangerschaft vorliegt, ein Herzklappenfehler oder auch
Nierenschäden diagnostiziert wurden.
Beispiele für Arzneistoffe:
• Benazepril
• Ramipril
• Zofenopril
• Fosinopril
• Lisinopril
• Captopril
• Perindopril
AT1-Rezeptor-Antagonisten (Sartane): Ebenso wie ACE-Hemmer
setzen AT1-Rezeptor-Antagonisten an der Wirkung von Angiotensin II
an. Allerdings verhindern sie nicht etwa dessen Produktion, sondern
blockieren vielmehr die Rezeptoren, die Andockstellen, des Hormons,
die die gefäßverändernde Wirkung des Enzyms überhaupt erst er-
möglichen. Trotz der Produktion von Angiotensin II sinkt deshalb der
Blutdruck, weil die Gefäße weit bleiben.
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AT1-Rezeptor-Antagonisten sind teurer als ACE-Hemmer und werden
deshalb meist nur dann verschrieben, wenn letztere nicht gut ver-
tragen werden. Die Nebenwirkungen sind bei den Sartanen nämlich
deutlich weniger stark ausgeprägt. Der bei ACE-Hemmern sehr häufig
auftretende Reizhusten tritt hier allenfalls selten auf. Typische Neben-
wirkungen sind hier eher Kopfschmerzen, Schwindel und Müdigkeit.
Beispiele für Arzneistoffe:
• Irbesartan
• Candesartan
• Valsartan
• Losartan
• Telmisartan
• Eprosartan
Diuretika: Diuretika bezeichnet man auch als harntreibende Medika-
mente oder „Wassertabletten“. Sie haben eine entwässernde Wirkung
und sorgen dafür, dass vermehrt Wasser und Salze aus dem Körper
ausgeschieden werden. Durch den sinkenden Wasserhaushalt nimmt
auch das Blutvolumen im Körper ab. Der Druck in den Gefäßen und
damit auch der Blutdruck sinken in der Folge. Diuretika wirken in
der Niere, wo sie sie dazu zwingen, Mineralstoffe auszuscheiden, statt
sie wieder zurück in den Blutkreislauf zu schicken, wo sie wiederum
Wasser binden würden. Insbesondere Mineralstoffe wie Natrium,
Kalium, Kalzium und Magnesium werden dadurch vermehrt zusammen
mit Wasser über den Urin ausgeschieden.
Am häufigsten eingesetzt werden Thiazide (=Thiaziddiuretika), da sie
durch ihre mittlere, lange Wirksamkeit für die Langzeittherapie gut
geeignet sind und sich hervorragend mit anderen Medikamenten
kombinieren lassen. Thiazide wirken sich zusätzlich auch auf die
Gefäße aus. Sie werden unempfindlicher und bleiben entspannter.
Grundsätzlich müssen sie erst einige Wochen lang eingenommen wer-
den, ehe ihre Wirksamkeit überprüft werden kann, da sich ihr Effekt
frühestens nach ein bis zwei Wochen zeigt.
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Mögliche Nebenwirkungen der Gabe von Thiaziddiuretika sind Übelkeit,
Erbrechen und Verdauungsbeschwerden. Außerdem besteht die Gefahr,
dass durch den Eingriff in den Salzhaushalt des Körpers, den die
Niere eigentlich auf natürliche Weise im Gleichgewicht hält, zu viele
Mineralstoffe ausgeschieden werden und die Salzregulierung nicht mehr
richtig funktioniert.
Thiazide sind nicht geeignet, wenn bei Ihnen eine Einschränkung der
Nierenfunktion vorliegt, weil die Wirkung dann nicht mehr eintritt.
In diesem Fall kommen jedoch andere Diuretika zum Einsatz, insbe-
sondere sogenannte Schleifendiuretika. Ihre Bezeichnung rührt von der
sogenannten Henle’sche Schleife her, die in der Niere sitzt und den
Ansatzpunkt dieses Medikaments darstellt. Schleifendiuretika führen zu
einer stärkeren Entwässerung, deren Wirkung sich auch bei einer
schlechten Nierenfunktion entfaltet.
Diese Medikamentengruppe wird überwiegend dann eingesetzt, wenn
der Blutdruck sehr hoch oder sogar entgleist ist und rasch gesenkt
werden muss. Allerdings gehen Schleifendiuretika häufiger mit Neben-
wirkungen einher. Bemerkbar macht sich dies bei Ihnen insbesonde-
re durch starken Durst, Kopfschmerzen und Schwierigkeiten mit dem
Kreislauf. Auch hier kann Ihr Salzhaushalt durcheinander kommen.
Eine für Diuretika sehr typische Nebenwirkung ist ein Kaliummangel
(Hypokaliämie), da durch die vermehrte Wasser-und Salzausscheidung
zu viel Kalium ausgeschieden wird. Deshalb empfiehlt der Arzt im
Regelfall, während der Behandlung auf kaliumreiche Lebensmittel
zurückzugreifen, zum Beispiel:
• Pilze
• Spinat
• Fenchel
• Avocado
• Hülsenfrüchte
• Kartoffeln
• Nüsse und Mandeln
• Samen
• Tomatenmark
• Obst-und Gemüsesäfte
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34
• viele Kohlsorten
• Vollkornbrot
• Müsli
• Bananen
Zusätzlich kann es Sinn machen, ein Nahrungsergänzungspräparat
einzunehmen. Dieses empfiehlt der Arzt in Abhängigkeit von den
gemessenen Blutwerten. Hierfür wird er regelmäßig eine Blutentnahme
für die Kontrolle des Mineralstoffhaushalts anordnen. Besonders
wichtig ist die regelmäßige Kaliumzufuhr bei älteren Menschen sowie
bei aktiven Sportlern. Tritt ein Kaliummangel auf, können Muskel-
krämpfe, Müdigkeit oder auch Verstopfung auftreten.
Hinweis: Eine typische Begleiterscheinung der Behandlung mit
Diuretika ist - zumindest während der ersten Einnahme-Wochen -
vermehrter Harndrang und auch eine erhöhte Harnmenge. Die
Trinkmenge sollte infolgedessen allerdings nicht gesenkt, sondern
entsprechend der Empfehlung des Arztes entweder beibehalten oder
sogar gesteigert werden, ansonsten drohen die Austrocknung des
Körpers und ein akuter Salzmangel.
Beispiele für Arzneistoffe:
• Hydrochlorothiazid (HCT)
• Xipamid
• Indapamid
• Chlorthalidon
Kalziumantagonisten / Kalziumkanalblocker: Muskelzellen benötigen
Kalzium, damit sie sich zusammenziehen können. Dasselbe gilt auch
für die Gefäße im Körper, die sich, um Blut pumpen zu können,
stetig anspannen und entspannen. An diesem Punkt setzen Kalzium-
antagonisten an. Je mehr Kalzium in die Gefäße gelangt, desto
stärker ziehen sie sich zusammen und desto höher steigt der Blut-
druck. Das Medikament blockiert den Kanal, durch den das Kalzium
in das Gefäß eindringt.
Durch diese Blockade gelangt weniger Kalzium hinein, sodass sich das
Gefäß nicht mehr so stark anspannen kann. In der Folge sinkt der
Blutdruck.
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35
Dabei lassen sich zwei grundsätzliche Arten von Medikamenten unter-
scheiden:
• Dihydropyridine (z. B. Nifedipin, Amlodipin): Diese Medikamen-
te gehen mit einer Beschleunigung des Pulses einher. Leiden Sie
beispielsweise an der Koronaren Herzkrankheit oder Herzrhythmus-
störungen, dürften Sie diesen Kalziumkanalblocker nicht einnehmen.
Eine weitere typische Nebenwirkung sind Wassereinlagerungen
(Ödeme).
• Phenylalkylamine/Benzothiazepine (z. B. Verapamil, Diltia-
zem): Diese Medikamente verlangsamen den Herzschlag, was die
Sauerstoffversorgung erleichtert. Damit wird dem natürlichen
Versuch des Herzens, dem gesenkten Blutdruck mit einem
höheren Puls entgegenzusteuern (wie bei den Dihydropyridinen
zu beobachten), vorgebeugt. Deshalb werden diese Medikamente
gleichermaßen zur Behandlung von Herzrhythmusstörungen
eingesetzt.
Allen Kalziumantagonisten ist gemein, dass sie Kopfschmerzen,
Schwindel, ein Schwächegefühl und auch Gesichtsrötungen verursachen
können.
Beispiele für Arzneistoffe:
• Amlodipin
• Nifedipin
• Verapamil
• Diltiazem
Nebenwirkungen vermeiden
Da jedes Medikament gegen Bluthochdruck irgendwelche Nebenwirkun-
gen mit sich bringt, lassen sich diese nicht von vornherein vollständig
vermeiden. Durch den richtigen Umgang mit den Medikamenten lassen
sich die möglicherweise negativen Auswirkungen jedoch verringern.
Zu diesem Zweck startet man zunächst mit einer geringen Dosierung
und steigert diese allmählich, bis das notwendige Niveau erreicht ist,
um den Bluthochdruck unter Kontrolle zu bekommen.
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36
Beherzigen Sie außerdem die folgenden Tipps, um die Verträglichkeit
zu verbessern und Nebenwirkungen zu vermeiden:
• Wenn der Bluthochdruck bereits seit längerer Zeit bestand, hat
sich der Körper bereits daran gewöhnt. Wird der Blutdruck dann
gesenkt, werden Sie sich schlapp und müde fühlen und wahr-
scheinlich auch mit Kreislaufproblemen zu kämpfen haben. Sehen
Sie dies zunächst nicht als Zeichen einer Unverträglichkeit, son-
dern lediglich als Begleiterscheinung der Umstellung im Körper.
Verändert sich der Zustand auch nach zwei bis drei Wochen
nicht, sollten Sie mit Ihrem Arzt darüber sprechen.
• Nehmen Sie Nahrungsergänzungsmittel nur in Absprache mit dem
behandelnden Arzt ein. Hier gilt nämlich nicht „viel hilft viel“,
sondern die richtige Ergänzung in der perfekt abgestimmten Men-
ge muss es sein. Nehmen Sie bestimmte Präparate in zu hoher
Dosierung ein, kann dies die Wirkung Ihrer Blutdruckmedikamente
verstärken oder auch einschränken.
• Wenn Sie nicht sofort ab Beginn der Therapie eine Besserung
Ihres Blutdrucks erkennen, sollten Sie nicht gleich die Flinte ins
Korn werfen. Einige Medikamentengruppen entfalten ihre volle Wir-
kung erst nach ein bis zwei Wochen, sodass erste Erfolge frühe-
stens nach zwei bis drei Wochen wirklich sichtbar werden
• Achten Sie darauf, Ihre Medikamente regelmäßig einzunehmen, so
wie der Arzt sie verordnet hat. Nur dann entfalten sie ihre volle
Wirkung. Die erfolgreiche Einstellung von Bluthochdruck scheitert
sehr häufig an der falschen oder unregelmäßigen Einnahme der
Medikamente
• Setzen Sie blutdrucksenkende Medikamente nie auf eigene Faust
ab, sondern stets nur in Rücksprache mit dem Arzt. Einige Präpa-
rate sollten Sie langsam ausschleichen lassen, da sonst ein über-
mäßig schneller Blutdruckanstieg zu verzeichnen wäre.
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Ihr Schritt 5: Abnehmen durch die richtige
Ernährung.
Ihr Schritt 6: Schluss mit Rückenschmerzen.
Ihr Schritt 7: So werden Sie Stress los.
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38
Homöopathie: Natürliche Hilfe
gegen Bluthochdruck
Nicht nur schulmedizinische Arzneimittel können gegen
Bluthochdruck helfen – auch die klassische Homöopathie
verspricht Linderung. Doch was ist dran an Mistel,
Tollkirsche & Co.?
Mehr als jeder zweite Deutsche hat bereits homöopathische
Arzneimittel genutzt. Obwohl die Wirkung bei den Gegnern umstritten
ist, schwören überzeugte Homöopathen auf die Hilfe aus der Natur.
Auch bei Bluthochdruck können die Wirk-und Inhaltsstoffe aus dem
Bereich der Homöopathie eine gute Wahl sein.
Selbstbehandlung bei Bluthochdruck gefährlich
Eines sei gleich vorweg geschickt: Bluthochdruck ist eine Erkrankung,
die eine gezielte Behandlung erfordert. Experimente, die im Bereich
der Selbstmedikation mit homöopathischen Mitteln liegen, sind nicht
zu empfehlen.
Damit sie ihre Wirkung voll entfalten können, müssen homöo-
pathische Wirkstoffe sehr gezielt anhand der vorliegenden Symptome
ausgewählt und richtig potenziert werden – eine Aufgabe für einen
ausgebildeten Homöopathen oder Heilpraktiker, der im Idealfall mit
dem behandelnden Arzt im Austausch steht. Da ein nicht bzw. falsch
behandelter Bluthochdruck im Körper langfristig schwere Schäden an-
richten kann, kann eine unbedachte Selbstbehandlung durchaus
gefährliche Folgen nach sich ziehen.
Die Homöopathie ist stets eine gute Ergänzung zur schul-
medizinischen Behandlung. Bei milden Formen kann die naturheil-
kundliche Behandlung ausreichend sein, um den Bluthochdruck auf das
richtige Niveau einzupendeln. Bei schwerwiegenderen Formen ist zwar
eine alleinige homöopathische Behandlung meist nicht sinnvoll.
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39
Sie kann dann aber ergänzend eingesetzt werden und so dafür sor-
gen, dass die oft mit Nebenwirkungen verbundenen Medikamente nur
noch in geringerer Dosierung eingenommen werden müssen.
Hilfreiche homöopathische Mittel
Typische Beispiele für Wirkstoffe aus der Homöopathie sind:
Wirkstoff Pflanze Anwendungsgebiet: Bluthochdruck in
Verbindung mit...
Crataegus Weißdorn Schwächegefühl, Stress, Kurzatmigkeit
Aconitum Eisenhut plötzlichem Herzklopfen, Unruhe, Angst,
auch bei einer Blutdruckkrise
Belladonna Tollkirsche plötzlichen, klopfenden Kopfschmerzen
Arnica Arnika Gesichtsrötungen, Nasenbluten,
Ohrensausen, Kopfschmerzen
Viscum album Weißbeerige klopfenden und drückenden Kopfschme-
Mistel rzen
Glonoinum sehr starken Kopfschmerzen, hämmernd
Cactus Königin der Blutandrang im Kopf, Angst, Schwindel,
Nacht Melancholie
Secale Mutterkorn Kältegefühl, Nasenbluten, Migräne,
kribbelnde Extremitäten
Viele dieser Wirkstoffe besitzen eine gefäßerweiternde Wirkung und
können den Bluthochdruck deshalb sogar direkt senken.
Es gibt homöopathische Kombiprodukte, die die Vorzüge dieser Wirk-
stoffe miteinander kombinieren und so in der Behandlung von
Bluthochdruck eingesetzt werden. Dass diese dieselbe Wirkung wie
schulmedizinische Medikamente haben können, bewies eine Studie an
der Herz-Kreislauf-Klinik Bevensen.
Einen Monat lang wurde eine Patientengruppe mit Betablockern und
eine mit einem Komplex-Homöopathikum behandelt. In beiden Grup-
pen beobachteten die Forscher dieselbe Blutdrucksenkung um 5 bis
10 Prozent.
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40
Ohne Medikamente gegen
Bluthochdruck: Hausmittel
aus der Natur
Es gibt viele Hausmittel, die gegen Blutdruck ganz natürlich
und wirkungsvoll vorgehen können. Lesen Sie hier mehr über
Misteln, Honig und Teemischungen gegen Bluthochdruck!
Blutdruck ist keine neuartige Erscheinung – auch wenn sich die
Erkrankung in den letzten Jahren stark ausbreitet und mittlerweile
zur Volkskrankheit Nr. 1 mutiert ist, gab es sie schon vor vielen
Jahrhunderten. Obwohl man damals von Betablockern & Co. noch
nichts wusste, konnte man das Krankheitsbild behandeln. Möglich
wurde dies durch die Kräfte der Natur, der zahlreiche Hausmittel
entspringen.
Hausmittel gegen Bluthochdruck
Hilfe gegen Bluthochdruck kann aus den verschiedensten Ecken kommen:
Basis Wirkung Verzehrempfehlung
Knoblauch, Entspannung der eine Knoblauchzehe oder
Zwiebeln Muskeln der eine halbe Zwiebel pro
Arterienwände, Tag
Blutdrucksenkung,
Gefäßöffnung
Honig Vitamine, Enzyme, Zum Süßen von Speisen
Aminosäuren und Eiweiße und Getränken Honig ver-
senken den wenden
Blutdruck
Apfelessig Das im Apfelessig 2 TL Apfelessig und ein
enthaltene Kalium Glas Wasser mischen und
fördert die Ausscheidung regelmäßig täglich ein bis
von Salzen aus dem zwei Gläser trinken
Körper.
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Basis Wirkung Verzehrempfehlung
Misteltee Misteltee stabilisiert ho- Misteltee kalt ansetzen,
hen ebenso wie niedrigen 1 TL in 250 ml Wasser
Blutdruck durch die Beru- über Nacht ziehen
higung und Normalisierung lassen, pro Tag drei
des Herzens. Begleiter- Tassen schluckweise
schein- trinken
ungen von Bluthochdruck
werden gemildert.
Hirtentäschel Die Heilpflanze wirkt 1TL Tee mit 250 ml
-Tee ebenfalls regulierend bei kochendem Wasser über-
hohem und niedrigem brühen und 10 bis 15
Blutdruck. Min. ziehen lassen, 2 Tas-
sen täglich trinken
Teemischungen bei Hypertonie
Es gibt eine Vielzahl weiterer Kräuter, die gegen Bluthochdruck
helfen können, beispielsweise die Blüten des Weißdorns, die Blätter
der Melisse oder die Baldrianwurzel. Wann welche Kombination am
besten geeignet ist, hängt vom persönlichen Geschmack, aber vor
allem auch vom individuellen Krankheitsbild und der Symptomatik ab.
Hier einige Beispiele für mögliche Teemischungen:
Mischung Zubereitung Verzehrempfehlung
50 g Baldrianwu- 1 TL auf 250 ml je eine Tasse mor-
rzel, 50 g Mistel- kochendes Wasser, 7 – 8 gens und abends
kraut, 20 g Me- Min. Ziehzeit
lissenblätter, 30 g
Weißdornblüten
20 g Weißdorn- 1 TL auf 250 ml Je eine Tasse mor-
blüten, 20 g kochendes Wasser, 7 –8 gens und abends
Schachtelhalmkraut, Min. Ziehzeit
40 g Mistelkraut
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Ihr Schritt 1: Kommen Sie in Bewegung.
Ihr Schritt 2: Finden Sie den richtigen
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Ihr Schritt 3: Besser schlafen für mehr
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Ihr Schritt 4: Mit Sport endlich abnehmen.
Ihr Schritt 5: Abnehmen durch die richtige
Ernährung.
Ihr Schritt 6: Schluss mit Rückenschmerzen.
Ihr Schritt 7: So werden Sie Stress los.
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Mischung Zubereitung Verzehrempfehlung
Olivenblätter 1 – 2 TL auf 250 ml drei Tassen täglich in
kochendes Wasser, kleinen Schlucken
10 – 15 Min. Ziehzeit
40 g Pfefferminze, 20 g Teemischung auf dreimal täglich eine
30 g Mistelkraut, eine Tasse kochendes Tasse Tee
20 g Steinklee, Wasser, 10 Min. Ziehzeit
10 g Kamillenblüten
! Beachten Sie: Trinken Sie keine dieser Arzneitees länger als sechs
Wochen am Stück. Nach mehreren Wochen sollten Sie auf eine der anderen
Mischungen ausweichen, um für Abwechslung zu sorgen.
Wirkungsvoller Sud gegen Hypertonie
Auch die folgenden Sudrezepte können helfen, den Blutdruck schonend und
natürlich zu senken:
• Zwei Knoblauchzehen, zwei Zwiebeln und zwei Zitronen mit Schale grob
zerkleinern und in 1 l Wasser für 8 Min. köcheln lassen. Den Sud in eine
Flasche abfüllen und jeweils morgens und abends ein kleines Glas
davon zu sich nehmen.
• Rotsalbei aus der Apotheke kleinschneiden und in einer durchsichtigen
Flasche mit Rotwein auffüllen. Einen Monat lang an einem warmen
Ort ziehen lassen, dann abseihen und den Sud in eine dunkel gefärbte
Flasche füllen. Jeweils morgens und abends ein doppeltes Schnapsglas
voll davon trinken.
• 3 Biozitronen (heiß abgewaschen) und 25 geschälte Knoblauchzehen
mit 500 ml Wasser pürieren, weitere 500 ml Wasser angießen. Mas-
se auf 70°C erhitzen, abseihen und den Sud in eine Flasche abfüllen.
Sechs Wochen lang ein Schnapsglas pro Tag trinken.
Weitere Tipps bei Bluthochdruck
Sie können auch fernab von Teemischungen etwas für die Regulierung Ihres
Blutdrucks tun.
© [Link]
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Einige Vorschläge:
• Vitamin D: Gehen Sie täglich an die Sonne und laden Sie so Ihre Vita-
min D-Speicher auf. Vitamin D vermag den Blutdruck zu regulieren.
• Sport: Treiben Sie sanften Ausdauersport, um Ihre allgemeine Fitness
zu verbessern.
• Kräuterkissen: Füllen Sie einen Kissenbezug mit Basilikum, Liebstöc-
kel, Chrysantemeblüten und Angelikawurzel und schlafen Sie nachts
darauf.
• Ananas: Verzehren Sie regelmäßig frische Ananas oder trinken Sie
Ananassaft.
• Entspannung: Nutzen Sie Entspannungstechniken (z. B. Autogenes
Training, Meditation, Yoga), um Ihren Blutdruck zu senken.
• Reflexzonen: Massieren Sie den Rand Ihres Ohres von oben nach
unten, um die Reflexzonen zu aktivieren. Ebenso können Sie Ihre
Hände massieren, nämlich von der Mitte der Handfläche aus bis hinauf
zur Spitze des Mittelfingers. Zudem bietet sich eine Fußreflexzonen-
massage an, um Stress und Anspannung vorzubeugen.
• Kneipp’sche Anwendungen: Führen Sie Wechselduschen durch oder
nehmen Sie ansteigende Armbäder.
• Saunieren: Gehen Sie regelmäßig in die Sauna. Bei Bluthochdruck
verzichten Sie besser auf das schnelle Abkühlen. Stattdessen kühlen
Sie die einzelnen Körperteile nach und nach langsam ab.
• Schüssler Salze: Nehmen Sie Schüssler Salze ein, z. B. Nr. 3 Ferrum
phosphoricum gegen Kreislaufprobleme oder Nr. 5 Kalium phosphori-
cum gegen Erschöpfung und Herzschwäche.
• Blutspenden: Durch Blutspenden reduziert sich die Blutmenge im
Körper und damit auch der Bluthochdruck.
• Wirbelsäulentherapie: In manchen Fällen wird ein Bluthochdruck
durch eine Fehlstellung am ersten Halswirbel bewirkt. Eine Wirbelsäu-
lentherapie kann dann Fortschritte bringen.
Selbstverständlich können Sie nicht jede dieser Methoden anwenden –
dies wäre auch nicht sinnvoll. Wählen Sie stattdessen wenige Möglichkeiten
aus und befolgen Sie diese dann aber regelmäßig, um die bestmöglichen
Erfolge zu erzielen.
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Bluthochdruck bei speziellen
Zielgruppen
Bluthochdruck wirkt sich bei einigen speziellen Zielgruppen beson-
ders heftig aus oder ist schwer zu behandeln.
Zu dem bisher Gesagten kann es bei speziellen Zielgruppen Abweichungen
geben, insbesondere was die Ursachen, die Diagnose, die Risiken und die
Behandlung angeht. Besondere Vorsicht ist bei den folgenden Patienten-
gruppen geboten:
Bluthochdruck bei Diabetikern
Diabetiker sind überdurchschnittlich häufig von Bluthochdruck betroffen.
Während beim Typ-1-Diabetes immerhin nur knapp jeder Dritte erkrankt,
wird bei vier von fünf Typ-2-Diabetikern Bluthochdruck diagnostiziert. Wenn
man bedenkt, dass die Risikofaktoren für die Entstehung von Hypertonie
und Diabetes dieselben sind, verwundert dies nicht allzu stark.
Das Problem ist: Typ- 2-Diabetes wird ebenso wie der Bluthochdruck oft
erst sehr spät erkannt. Diese Kombination kann tödlich sein, denn beide Er-
krankungen haben alle Zeit der Welt, um die Gefäße stark zu schädigen.
Eine vorzeitige Arterienverkalkung in den großen Schlagadern sowie in
kleineren Gefäßen ist die Folge. Sie erhöht das Risiko, einen Herzinfarkt
oder einen Schlaganfall zu erleiden oder an einer peripheren arteriellen
Verschlusskrankheit zu erkranken.
Neben dem Diabetes ist es deshalb von größter Wichtigkeit, auch den
Bluthochdruck zu behandeln und richtig einstellen. Dass dies durchaus einen
Unterschied machen kann, zeigt eine Langzeitstudie. Sie bewies, dass die
Risiken bezüglich diabetesbedingter Schädigungen, Augen- und Nierener-
krankungen und Schlaganfällen rückläufig sind, wenn der Blutdruck gut
eingestellt ist.
Gemäß der aktuellen Empfehlungen der European Society of Hyperten-
sion sollte das Ziel der Blutdrucksenkung im Bereich zwischen 130/80 und
139/85 mmHg liegen.
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46
Hoher Blutdruck bei Kindern
Bei Kindern und Jugendlichen ist der Bluthochdruck nicht annähernd so ver-
breitet wie beim Erwachsenen – man geht davon aus, dass etwa 3 Prozent
der Minderjährigen betroffen sind. Für sie ist diese Entwicklung jedoch umso
schlimmer, denn Gefäßschäden, die bereits im Kindesalter entstehen, führen
häufig zu Folgeerkrankungen im Erwachsenenalter.
Dies gilt besonders, wenn der Bluthochdruck nicht behandelt wird. Die
Wahrscheinlichkeit der Entwicklung einer Arteriosklerose, eines Herzinfarkts
oder eines Schlaganfalls steigt enorm an.
Das große Problem ist bei Kindern, dass es schwierig ist, den Bluthochdruck
sicher zu diagnostizieren. Während der Blutdruck beim Erwachsenen mehr
oder weniger stabil ist, steigt er bei Kindern mit zunehmendem Alter und
Körpergröße an. Es ist deshalb keine leichte Aufgabe, feste Grenzwerte zu
ziehen.
Man geht deshalb weniger von absoluten Werten aus, sondern
arbeitet ähnlich wie bei der Einschätzung von Gewicht und Größe des
Kindes mit Perzentilen.
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Hierzu sollten Sie wissen:
• Von einer kindlichen Hypertonie spricht man ab einem Blutdruck
oberhalb der 95. Perzentile.
• Liegt der Blutdruck zwischen der 90. und 95. Perzentile, liegt eine
sogenannte Prähypertonie vor.
• Eine schwere Hypertonie diagnostiziert der Arzt bei einem Blutdruck
von 30 mmHg über der 95. Perzentile.
Insbesondere bei der Prähypertonie versucht man zunächst eine nicht-
medikamentöse Therapie, also beispielsweise den Bluthochdruck durch
eine Gewichtsreduzierung und moderaten Sport zu senken. Ab der 95.
Perzentile ist jedoch eine medikamentöse Behandlung meist unumgänglich.
Dies gilt umso mehr, wenn bereits Organschäden aufgetreten sind. Auch
bei einer schweren Hypertonie müssen sofort Medikamente zum Einsatz
kommen. Die Verordnung ist hier für den Arzt ebenfalls keine leichte
Aufgabe, denn viele der üblichen Bluthochdruck-Medikamente sind für
Kinder entweder nicht zugelassen oder in Hinblick auf ihre Langzeit-
wirkungen noch nicht ausreichend erforscht. Man befolgt deshalb dabei
einen Stufenplan und beginnt zunächst mit einem Medikament in geringer
Dosierung und steigert diese allmählich, bis die gewünschte Wirkung
erzielt wird.
Bluthochdruck bei älteren Menschen
Ältere Menschen sind besonders häufig von Bluthochdruck betroffen. Doch
auch in einem Alter jenseits der 75 Jahre lässt sich die Erkrankung noch gut
behandeln und so die Lebenserwartung verlängern. Bei den meisten Betrof-
fenen liegt eine primäre Hypertonie vor, die also nicht auf eine bestimmte
Krankheit zurückzuführen ist. Neben den typischen Ursachen gibt es bei
Senioren weitere mögliche Gründe:
• regelmäßige Einnahme von nichtsteroidalen Antirheumatika wie
Ibuprofen oder Diclofenac (z. B. gegen Gelenkerkrankungen)
• abnehmende Nierenfunktion, durch die weniger Salz und Wasser
ausgeschieden werden
• geringere Bildung der Stickstoffverbindung Stickoxid, das für die
Entspannung der Gefäßmuskulatur zuständig ist
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Ob eine medikamentöse Bluthochdrucktherapie sinnvoll ist, muss vom
Einzelfall abhängig gemacht werden. Liegt der Blutdruck trotz einer nicht-
medikamentösen Behandlung jenseits eines Werts von 160/100 mmHg,
sollten Medikamente in Erwägung gezogen werden.
Dasselbe gilt, wenn infolge des Bluthochdrucks bereits Schäden am Herzen
oder an den Arterien entstanden sind. Bei einem Blutdruck zwischen 140
und 160 mmHg entsteht nicht immer tatsächlich eine Besserung, weshalb
der Arzt die Behandlung auf die bestehenden Begleiterkrankungen abstellen
wird. Bei der Therapie des Bluthochdrucks bei älteren Menschen ist insbe-
sondere auf folgende Aspekte zu achten:
• Senioren leiden häufig unter mehreren Krankheiten und müssen eine
Vielzahl von Medikamenten einnehmen. Hier ist verstärkt auf Wechsel-
wirkungen zu achten.
• Für eine erfolgreiche Bluthochdrucktherapie ist eine regelmäßige
Einnahme der Medikamente erforderlich. Ist dies aufgrund von Gedächt-
nisproblemen erschwert, sollte es durch schriftliche Niederschrift der
Verordnung, die Verschreibung von Kombipräparaten oder das Befüllen
von Tablettenbehältern für eine ganze Woche im Voraus sichergestellt
werden.
• Im Idealfall ist ein Medikament zu wählen, das nur einmal pro Tag
eingenommen werden muss, um die Therapie zu vereinfachen.
• Eine Ernährungsumstellung ist nur unter erschwerten Bedingungen
möglich, da Senioren häufig unregelmäßig, zu wenig oder zu einseitig
essen, weil im Alter der Appetit oft nachlässt.
• Die Behandlung sollte mit einer sehr geringen Dosierung begonnen
und allmählich gesteigert werden.
• Die im Alter oft verringerte Nierenfunktion gestaltet die Behandlung
oftmals schwierig.
Bluthochdruck in der Schwangerschaft
In der Schwangerschaft sind zwei Arten von Bluthochdruck zu unter-
scheiden. Eine normale Hypertonie tritt bei etwa jeder zehnten
Schwangeren auf und lag entweder bereits vor der Schwangerschaft vor
oder entsteht vor der 20. Schwangerschaftswoche.
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Bei einer Entwicklung ab der 20. Woche spricht man von einer sogenannten
Präeklampsie (Gestationshypertonie), die bei etwa 5 Prozent der Schwan-
geren auftritt. Dabei geht der Bluthochdruck mit einer verstärkten Eiwe-
ißausscheidung im Urin einher.
Was genau eine Präeklampsie auslöst, ist bisher noch nicht ausreichend
geklärt. Bekannt ist aber, dass Bluthochdruck, Herzerkrankungen, Fettleibig-
keit, Diabetes, Nierenerkrankungen und ein höheres Alter der Schwangeren
Risikofaktoren darstellen. Bei einer Präeklampsie verengen sich die Blutge-
fäße, woraus Bluthochdruck, Durchblutungsstörungen und Einschränkungen
bei der Sauerstoffversorgung resultieren.
Wird eine Präeklampsie über einen längeren Zeitraum hinweg nicht ent-
deckt, können die Blutgefäße der Plazenta Schaden nehmen, was die Ver-
sorgung des Ungeborenen mit Sauerstoff und Nährstoffen einschränkt. Ein
sichtbares Anzeichen auf die Erkrankung ist deshalb ein hinter den Erwar-
tungen zurückbleibendes Wachstum des Kindes. Ebenfalls erkennbar sind
Wassereinlagerungen (Ödeme) in Verbindung mit einer plötzlichen
Gewichtszunahme sowie neurologischen Symptomen.
In der Schwangerschaft kann ein Bluthochdruck zu lebensgefährlichen
Komplikationen führen:
• Eklampsie: Die Schwangere wird bewusstlos oder erleidet einen
Krampfanfall. Im schlimmsten Fall kann es zum Atemstillstand
kommen – für das Kind besteht ebenso wie für die Mutter akute
Lebensgefahr. Sobald der Zustand der Mutter stabilisiert werden
konnte, wird gewöhnlich die Entbindung eingeleitet, sofern die
36. Schwangerschaftswoche bereits erreicht wurde. Eine Eklampsie
kann nämlich nur durch eine Beendigung der Schwangerschaft
wirkungsvoll bekämpft werden. Vor der 36. Schwangerschaftswoche
versucht man, die Schwangerschaft vorerst aufrecht zu erhalten,
sofern die Gesundheit der Mutter dies zulässt, um eine Frühgeburt
zu vermeiden.
• HELLP-Syndrom: Auch bei dieser Komplikation ist das Leben von
Mutter und Kind in Gefahr. Das Syndrom macht sich durch starke
Schmerzen im rechten Oberbauch bemerkbar, die mit Übelkeit und
neurologischen Symptomen einhergehen. Die Leber wird in ihrer
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• Funktion gestört, wodurch sich die roten Blutkörperchen auflösen
und die Blutplättchen vermindert werden. Das HELLP-Syndrom kann
zu einer Ruptur der Leber, Gehirnblutungen oder zu einem Nieren-
versagen führen. Deshalb wird infolge der Diagnose des
HELLP-Syndroms unverzüglich die Schwangerschaft durch eine
Einleitung beendet, um das Leben von Mutter und Kind zu retten.
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