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A2.3. - Viren - 11 - 23 - 24 Kopie

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A2.3.

Viren
Eine Grippe beginnt oft mit Husten, Schnupfen und Augentränen. Starkes Fieber,
Schüttelfrost, Kopf- und Gliederschmerzen, Appetitlosigkeit und Müdigkeit folgen. Nach
einigen Tagen lassen die Beschwerden zwar nach, trotzdem fühlt man sich noch schwach.
Durch Husten oder Schnupfen gelangen die Grippeerreger in die Luft. Deine Mitmenschen
atmen die Krankheitserreger mit der Luft ein. Sie haben sich angesteckt (Tröpfcheninfektion).
Nach mehreren Stunden, teilweise auch erst nach mehreren Tagen, treten die oben
genannten Krankheitsbilder bei ihnen ein.

Lange Zeit ist angenommen worden, dass auch Grippe


von Bakterien ausgelöst wird. Dies ist nicht der Fall.
Viren sind viel kleiner als Bakterien. Ihre Größe reicht
von 0,02µm bis zu 0,7µm.
Ein Virus ist folgendermaßen aufgebaut: Es besteht
zunächst aus seiner Erbinformation (DNA oder RNA).
Diese ist von einer Hülle aus Proteinen (Protein =
Eiweiß) umgeben, die als Kapsid bezeichnet wird. Abbildung 1: Aufbau eines Virus

Um das Kapsid befindet sich bei einigen Viren eine Membran, die so genannte Virushülle.
Außen auf dieser Virushülle befinden sich bestimmte Moleküle, die bei der Infektion der
Wirtszelle eine Rolle spielen. Viren haben keinen eigenen Stoffwechsel, keine eigene
Fortpflanzung, keine eigene Bewegung und kein Wachstum. Sie benötigen eine lebendige
Wirtszelle, die den Eindringling mit den notwendigen Materialien (Nährstoffe, Baustoffe)
„bewirten“ muss.

Bakteriophagen – Die Parasiten der Bakterien

Viren, die Bakterien infizieren, bezeichnet man als Bakteriophagen oder Phagen (griech.
Phagos = Esser). Der allgemeine Aufbau von Bakteriophagen ist in der folgenden Abbildung
dargestellt:

Abbildung 2:
Animation Infektion
eines Bakteriums
durch
Bakteriophagen
Abbildung 3: Bau eines Bakteriophagen
Phagen erkennen ihre Wirtszelle über Capsidproteine, die an spezifische Rezeptorproteine
der Zellwand des Bakteriums andocken.
Über schwanzförmige Strukturen, auch als Spikes bezeichnet, wird die Phagen-DNA durch die
Zellwand in das Bakterium injiziert (Abb.2). Nachdem die DNA in die Wirtszelle gelangt ist,
kann sich entweder das Virus sofort vermehren und die Wirtszelle töten (lytischer Zyklus) oder
die Vermehrung wird aufgeschoben, indem die DNA in das Nukleoid integriert und zu einem
späteren Zeitpunkt aktiviert wird (lysogener Zyklus).

Lytischer Zyklus Lysogener Zyklus


(stille Vermehrung des Phagen)
(Zerstörung des Bakteriums und schnelle
Ausbreitung des Phagen)
• Identifikation der Wirtszelle
• Binden an die Oberfläche = Injektion des Erbguts des Phagen

• DNA der Wirtszelle wird abgebaut • Phagen-DNA wird in das Erbgut


• Neue Phagen-DNA wird aus der integriert = inaktiver Prophage
Wirts-DNA gebildet • Vermehrung der Wirtszelle inklusive
• Translation und Transkription von des Prophagen
Phagenproteinen • Spezielle Auslöser führen zur
• Zusammenbau der neuen Phagen Aktivierung und zum Übergang in
• Abschluss des Aufbaus von Phagen den lytischen Zyklus, dies erfolgt
• Freisetzung der Phagen (Lyse) nach Herauslösung der Phagen-
• Zyklusneubeginn bei neuer DNA aus dem Wirtsgenom
Wirtszelle

Aufgabe:
Beschrifte die Abbildung mit den entsprechenden Phasen der Vermehrungszyklen.

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