Der Bundestag
Als erstes Verfassungsorgan im Grundgesetz wird der Bundestag genannt. In den Artikeln 38–49
werden die Rahmenbedingungen für die Arbeit des Bundestags festgelegt.
Aufgabe:
1. Selle die Aufgaben des Bundestages in einem Schaubild dar. Es sollte folgende Fragen beantworten:
− Wie und von wem wird der Bundestag gewählt?
− Welche Voraussetzungen gelten für Abgeordnete?
− Wie wird die Arbeit des Bundestages geschützt?
− Wen und was kontrolliert der Bundestag?
− Wer kontrolliert den Bundestag?
2. Ein wichtiger Teil der Arbeit des Bundestags sind die Ausschüsse. Fasse die Aufgaben der
Ausschüsse mithilfe folgender Webseite zusammen:
[Link]
Der Bundesrat
Über den Bundesrat haben die Bundesländer auch Einfluss auf die Bundespolitik. Wie sieht das konkret
aus?
Aufgaben:
1. Lies den Text und betrachte die Grafik.
2. Richtig oder falsch? Kreuze an. Korrigiere falsche Aussagen.
3. Beschreibe, in welchen Fällen und warum der Bundesrat bei der Gesetzgebung angehört wird.
4. Erläutere: Warum braucht es zur Gesetzgebung neben dem Bundestag den Bundesrat
Der Bundesrat vertritt die Länder auf Bundesebene. Er hat 69 Mitglieder, die von den
Landesregierungen entsendet werden. Jedes Bundesland hat mindestens drei und höchstens sechs
Stimmen. Je mehr Einwohner ein Bundesland hat, desto mehr Stimmen hat es. Der Bundesrat wählt
einen Bundesratspräsidenten, der sein Amt ein Jahr lang ausübt.
Die meisten Bundesgesetze betreffen auch die Angelegenheiten der Bundesländer. Deshalb ist die
Mitwirkung an der Gesetzgebung die wichtigste Aufgabe des Bundesrats. Gleichzeitig kontrolliert er
die Bundesregierung und den Bundestag. Der Bundesrat muss folgenden Gesetzen zustimmen:
− Gesetze, die die Verfassung ändern;
− Gesetze mit Auswirkungen auf die Finanzen der Länder;
− Gesetze, die von den Ländern auszuführen sind.
Der wichtigste Teil der Arbeit findet in den Ausschüssen statt. Hier werden alle Gesetzesvorlagen –
egal, ob sie von der Bundesregierung, vom Bundestag oder von einem Bundesland kommen – beraten.
Jedes Land schickt dazu in jeden Ausschuss ein Mitglied. Meist sind das die Landesminister, deren
Fachbereich zum Ausschuss passt, z. B. ist der Verkehrsminister eines Landes Mitglied im
Verkehrsausschuss. Vorlagen, die von den Ausschüssen beraten wurden, werden dann im Bundesrat
zur Abstimmung freigegeben.
richtig falsch
Die Bürger haben keinen Einfluss auf die Zusammensetzung des Bundesrats.
Der Bundesrat ist die Vertretung der Länder auf Bundesebene.
Der Bundesrat hat 69 Mitglieder, die von den Bürgern direkt gewählt werden.
Jedes Bundesland hat gleich viele Stimmen im Bundesrat.
Der Bundesratspräsident wird vom Bundestag gewählt.
Die Amtszeit eines Bundesratspräsidenten dauert drei Jahre.
Die wichtigste Aufgabe des Bundesrats ist das Mitwirken an der Gesetzgebung.
Der Bundesrat kontrolliert den Bundespräsidenten und das Bundesverfassungsgericht.
Neuen Gesetzen, die Auswirkungen auf die Finanzen der Länder haben oder von diesen auszuführen
sind, muss der Bundesrat zustimmen.
Die hauptsächliche Arbeit des Bundesrats findet in den Ausschüssen statt.
In den Ausschüssen wird der Menüplan der Bundesratskantine beraten.
Die Abstimmung im Bundesrat findet vor der Beratung in den Ausschüssen statt.
Aufgaben:
Gesetzgebung Verwaltung EU
Bundesrat
Bundesregierung
Ausschüsse
Bundestag
Landesregierungen
Ministerpräsidenten
Landesparlamente
Bürger in den Ländern
Der Bundespräsident
Der Bundespräsident ist offiziell das deutsche Staatsoberhaupt. Sein Amt bildet das einzige Verfassungsorgan, das nur aus
einer Person besteht. Im Grundgesetz beschäftigen sich die Artikel 54–61 mit diesem Amt.
Aufgaben:
1. Besuche die Website [Link]/ und bearbeite folgende Aufgaben:
− Nennt den Namen des aktuellen Bundespräsidenten.
− Benennt den genauen Amtssitz des Bundespräsidenten.
− Beschreibt die Aufgaben des Bundespräsidenten.
2. Beschreibe anhand der Grafik das Vorgehen bei einer Bundespräsidentenwahl.
3. Stelle Vermutungen an, warum der Bundespräsident nicht direkt gewählt wird.
- mind. 40 Jahre alt
- deutscher
Bundespräsident Staatsbürger
- Wahlrecht zum
Bundestag
- Amtszeit 5 Jahre,
Wiederwahl einmal
möglich
Bundesversammlung
gleiche Anzahl
wählen
Länderparlamente
Bundestag
Die Bundesregierung
Die Bundesregierung bildet die Exekutive unseres politischen Systems. Fast immer sind die einzelnen
Mitglieder der Bundesregierung jedoch zugleich Mitglieder des Bundestages. Die Bundesregierung darf
auch eigene Gesetzesentwürfe einbringen.
Aufgaben
1. Sieh dir das Erklärvideo zur Regierungsbildung unter [Link]
aufmerksam an. Erstellt ein Schaubild aus den einzelnen grafischen Elementen.
2. Nenne die Mitglieder der aktuellen Regierung. Du findest sie z. B. auf
[Link]/ unter dem Stichwort „Bundeskabinett“.
3. Kreuzworträtsel einmal anders: Erstelle passende Aufgaben zu den Lösungen.
Bundespräsident
Bundestag
Bürger
Bundeskanzler
Bundesminister
VI. Die Bundesregierung
Artikel 62
Die Bundesregierung besteht aus dem Bundeskanzler und aus den Bundesministern.
Artikel 64
(1) Die Bundesminister werden auf Vorschlag des Bundeskanzlers vom Bundespräsidenten ernannt und entlassen.
[…]
Artikel 65
Der Bundeskanzler bestimmt die Richtlinien der Politik und trägt dafür die Verantwortung. Innerhalb dieser
Richtlinien leitet jeder Bundesminister seinen Geschäftsbereich selbständig und unter eigener Verantwortung. […]
Artikel 67
(1) Der Bundestag kann dem Bundeskanzler das Misstrauen nur dadurch aussprechen, dass er mit der Mehrheit
seiner Mitglieder einen Nachfolger wählt und den Bundespräsidenten ersucht, den Bundeskanzler zu entlassen. Der
Bundespräsident muss dem Ersuchen entsprechen und den Gewählten ernennen. […]
Artikel 68
(1) Findet ein Antrag des Bundeskanzlers, ihm das Vertrauen auszusprechen, nicht die Zustimmung der Mehrheit
der Mitglieder des Bundestages, so kann der Bundespräsident auf Vorschlag des Bundeskanzlers binnen
einundzwanzig Tagen den Bundestag auflösen. Das Recht zur Auflösung erlischt, sobald der Bundestag mit der
Mehrheit seiner Mitglieder einen anderen Bundeskanzler wählt. […]
Artikel 69
(1) Der Bundeskanzler ernennt einen Bundesminister zu seinem Stellvertreter.
(2) Das Amt des Bundeskanzlers oder eines Bundesministers endigt in jedem Falle mit dem Zusammentritt eines
neuen Bundestages, das Amt eines Bundesministers auch mit jeder anderen Erledigung des Amtes des
Bundeskanzlers. […]
Das Bundesverfassungsgericht
Das Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe wacht über die Einhaltung des Grundgesetzes. Es ist
gleichzeitig Gericht und Verfassungsorgan.
Aufgaben
1. Verbinde die Aufgaben des Bundesverfassungsgerichts mit der jeweiligen Erklärung.
2. Erläutere die Zusammensetzung des Bundesverfassungsgerichts anhand der Grafik.
3. Erkläre, was das Bundesverfassungsgericht von anderen Gerichten unterscheidet.
Gibt es Streit zwischen Bundesorganen über ihre Rechte und Pflichten,
Verfassungsbeschwerde
kann das Bundesverfassungsgericht angerufen werden.
Auf Antrag prüft das Bundesverfassungsgericht, ob bei Bundestags- oder
Organstreitigkeiten
Europawahlen das Wahlrecht beachtet wurde.
Das Bundesverfassungsgericht prüft, ob eine Rechtsnorm, also ein
Bund-Länder-Streit
Gesetz, mit dem Grundgesetz vereinbar ist.
Das Bundesverfassungsgericht kann Unklarheiten über Zuständigkeiten
Normenkontrolle und Rechte zwischen Bund und Ländern gemäß dem Grundgesetz
überprüfen.
Auf Antrag des Bundestags, des Bundesrats oder der Bundesregierung
Wahlprüfungsbeschwerde kann das Bundesverfassungsgericht verfassungsfeindliche Parteien
verbieten.
Bürger können kostenfrei überprüfen lassen, ob ein Gesetz, eine
Parteiverbotsverfahren
Behörde oder ein Gericht die Grundrechte verletzt.