360.
255 Elektrodynamik Rechenübungen 2023S
D. Waldhör, V. Sverdlov, H. Kosina
3. Übungsblatt
Abgabe in TUWEL bis 30.03.2023 08:00
Aufgabe 1
Eine Ladungsanordnung erzeuge das folgende elektrostatische Potential:
e−λr
ϕ(r) = C
r
a) Bestimmen Sie die Feldstärke E(r) und die zugehörige Ladungsverteilung ρ(r).
b) Überprüfen Sie Ihr Ergebnis aus a) mit dem Gaußschen Integralsatz.
Aufgabe 2
Es befinde sich eine geladene Kugel mit Radius R aus einem nichtleitenden, homogenen, isotropen
und linearen Dielektrium εr = 3 im ansonsten leeren Raum. Diese Kugel trage die ortsabhängige
Raumladungsdichte
r 3
ρ(r) = ρ0 .
R
a) Bestimmen Sie die elektrische Feldstärke E(r) im Inneren der Kugel und im Außenraum.
b) Berechnen Sie den Wert des Skalarpotential ϕ im Zentrum der Kugel, wenn für r → ∞
das Potential verschwindet.
c) Es wird nun zusätzlich eine entlang der Kugeloberfläche konstante Flächenladung aufge-
bracht. Bestimmen Sie, bei welcher Flächenladungsdichte σ das resultierende elektrische
Feld überall stetig wird.
Aufgabe 3
Gegeben sei eine homogen mit ρ0 geladene Kugel mit Radius R und der Permittivität ε = ε0 .
In einem Abstand r0 vom Mittelpunkt befindet sich allerdings ein kugelförmiger ladungsfreier
Raum mit Radius b.
Berechnen Sie die Feldstärke E(r) für einen allgemeinen Punkt innerhalb dieses Hohlraums mit
Hilfe des Superpositionsprinzips.
Aufgabe 4
Für eine allgemeine Ladungsansammlung gilt bekanntlich das Superpositionsprinzip, woraus sich
die elektrische Feldstärke ergibt als
r − r0
Z
1
E(r) = ρ(r0 ) dV 0 .
4πε0 |r − r0 |3
Unter bestimmten Annahmen für die Ladungsverteilung lassen sich daraus jedoch noch andere
Darstellungen für E ableiten.
a) Es sei ein beliebiger gleichmäßig geladener Körper V gegeben. Die Ladungsverteilung
nimmt also folgende Form an:
(
ρ0 wenn r ∈ V
ρ(r) =
0 sonst
Zeigen Sie, dass das von diesem Körper verursachte elektrische Feld in einem allgemeinen
Feldpunkt r dargestellt werden kann als
Z
ρ0 1
E(r) = dA0 .
4πε0 |r − r0 |
∂V
b) Zeigen Sie weiters, dass sich unter der Annahme einer räumlich begrenzten, ansonsten aber
beliebigen, Ladungsverteilung das elektrische Feld ergibt als
∇0 ρ(r0 )
Z
1
E(r) = − dV 0 .
4πε0 |r − r0 |
Ankreuzbar: 1ab, 2abc, 3, 4a, 4b