Philipp von Hilgers: Kriegsspiele. Eine Geschichte der Ausnahmezustände und Unberechenbarkeiten.
Paderborn 2008; Digitalisat
Rolf F. Nohr, Stefan Böhme: „Die Au ri e des Krieges sinnlich machen“. Johann C. L. Hellwig und das
Braunschweiger Kriegsspiel. Appelhans, Braunschweig 2009, ISBN 978-3-941737-02-0; nuetzliche-
[Link] (PDF; 3,7 MB).
Neuestes Conversa ons Lexicon, 1829, Band 10, S. 393 f.
Kriegsspiel. In: Heinrich August Pierer, Julius Löbe (Hrsg.): Universal-Lexikon der Gegenwart und
Vergangenheit. 4. Auflage. Band 9: Johannes–Lackenbach. Altenburg 1860, S. 822 (Digitalisat. [Link]).
Kriegsspiel. In: Brockhaus’ Kleines Konversa ons-Lexikon. 5. Auflage. Band 1. Brockhaus, Leipzig 1911, S.
1023 (Digitalisat. [Link]).
Kriegsspiel. In: Meyers Großes Konversa ons-Lexikon. 6. Auflage. Band 11: Kimpolung–Kyzĭkos.
Bibliographisches Ins tut, Leipzig / Wien 1907, S. 679 (Digitalisat. [Link]).
Wilhelm von Are n: Strategonon: Versuch die Kriegführung durch ein Spiel anschaulich darzustellen.
Dollfuss, Ansbach 1830, Digitalisat
John Clerk: An Essay on Naval Tac cs, Systema cal and Historical. Band 1, 1. Auflage, 1790, 2. Auflage
1804 3. Auflage 1827
Weblinks
Anleitung zur Darstellung militairischer Manöver mit dem Apparat des Kriegs-Spiels – Digitalisat (Uni
Halle), digitalisat (e|rara, ETH Zürich)
Kriegsspiel News. Website zum Kriegsspiel (englisch)
Philipp von Hilgers: Eine Anleitung zur Anleitung. Das tak sche Kriegsspiel 1812–1824. (Memento vom 2.
Februar 2014 im Internet Archive; PDF; 586 kB) [Link] (erschien 2000 in der Zeitschri
Boardgame Studies).
Konrad Lischka: Wie preußische Militärs den Rollenspiel-Ahnen erfanden. Spiegel Online, 22. Juni 2009.
Mar n Klöffler: Im Nebel des Krieges – Ein Erfahrungsbericht über die Rekonstruk on von Kriegsschule
und Kriegsspiel in Preußen ab 1815. In: eJournal Napoleon Online (2022), [Link]
Schulreferat Preussen
Kriegsspiel (Planspiel)
Offiziere bri scher Freiwilligen-einheiten spielen das „Kriegsspiel“ (The Graphic, 1872)
Das Kriegsspiel ist ein historisches militärisches Planspiel zu militärischen Zwecken, das im 19.
Jahrhundert in Preußen entwickelt wurde. Es diente zur Durchführung von Gefechtsübungen auf
Spielplänen, wobei es im Laufe der Zeit unterschiedliche Spielregeln und Spielpläne gab.
Inhaltsverzeichnis
1 Geschichte
2 Spiel
2.1 Zweck
2.2 Varianten
2.3 Weiterentwicklung
3 Werke
4 Siehe auch
5 Literatur
6 Weblinks
7 Einzelnachweise
Schulreferat Preussen Frankfurt 2024
Geschichte
Das Kriegsspiel wurde 1824 durch den jungen preußischen Ar llerieoffizier Bernhard von Reißwitz aus
dem Kriegsschachspiel des 18. Jahrhunderts entwickelt. Im Unterschied zu den populären Vorgängern
stand dabei nicht die Unterhaltung zumeist ziviler Spieler im Blickpunkt, sondern die Ausbildung von
Offizieren. Reißwitz’ Vater Ho riegsrat Georg Leopold von Reiswitz ha e 1812 offenbar Grundlagen
dafür geschaffen, die der Sohn for ührte. In der Berliner Garnison, besonders in der 1. Garde-Division,
ha e sich um Reiswitz ein kleiner Kreis aus spielenden Offizieren formiert. Als der Kronprinz und
Divisionskommandeur Wilhelm davon erfuhr, befahl er eine Demonstra on des Spiels in seiner
Anwesenheit und der von mehreren Generälen. Auf die anfängliche Skepsis folgte bald Begeisterung der
Zuschauer. Insbesondere Karl von Müffling genannt Weiß, der Chef des Generalstabs und Geograf, setzte
sich dafür ein, dass das Spiel innerhalb weniger Monate in allen preußischen Regimentern zur
Offiziersausbildung eingeführt wurde.[1]
Anfangs äußerten sich insbesondere ältere Offiziere skep sch gegen die neue Ausbildungsmethode. Bei
jüngeren erfreute sich das Kriegsspiel hingegen großer Beliebtheit, auch weil diese keine
Einsatzerfahrung im Krieg gesammelt ha en und die preußische Armee nur selten Manöver ausführte.
Das Kriegsspiel bot einen Ersatz für diese Form der Praxiserfahrung. Reiswitz überarbeitete die
Spielregeln in einer Neuauflage von 1828. In den folgenden Jahrzehnten wurden militärtechnische
Neuerungen zügig in das Regelwerk aufgenommen und Materialien zum Nachspielen kürzlich
vergangener militärischer Konflikte veröffentlicht. In zahlreichen preußischen Garnisonen bildeten sich