Das Handgelenk
Hand und Handgelenk
Anatomie und Biomechanika
- Alle Carpalen Knochen sind intercaläre Knochen, mit Ausnahme Os Pisiforme (Sesamknochen für M. Flex. Carpi Ulnaris)
- Radiocarpal ist die proximale reihe Konvex zum Radius
- Die Distale Reihe ist Konvex zur Proximalen
- Das Scaphoid ist Bikonvex => Das Os Trapecium ist Konkav zum Scphoid
- Das Os Lunatum ist Konvex zum Radius - Das Capitatum Konvex zum Lunatum
- Die Intercarpalen Verbindungen sind Flach
- Carpimetacarpale I und V sind Sattelgelenke
- Daumen Flex/Ext MC Konkav - Abd/Add Konvex
- Dig. V Flex/Ext Konvex - Abd/Add Konkav
- DIPs/PIPs und restliche CMC => Distal Konkav
- Der radius steht weiter nach distal =>
Translationsrichtung: Dorsodistal/Palmarproximal
- Der Radius ist zur Ulna Konkav => Während der Rotation
dreht der Radius sich um die Ulna
- Der Meniskus (TFCC = Trianguläre Fibrocartlaginöse Komplex)
- Formt ein Konkaves Gelenk von Ulna/Radius zum Triquetum
- Liegt Zentral, aber arthrokinematisch in der Ulnären Säule
- Macht sekundäre Rotationen
Hand und Handgelenk
Ligamente und Muskeln
- Die Hand besteht aus 33 isolierten Kasulären Ligamenten, bekleidet
mit Tunica Synovialis
- Diese begleiten die Bewegungen und sind füt die Propriocepsis
verantwortlich
- Während der Handgelenksbewegungen entsteht immer Reibung zwischen den
Intercalären Carpalen Knochen => Dies macht eine indirekte Steuerung durch die
Hand- und Fingermuskulatur möglich
- Man Unterteilt die Ligamente in zwei Gruppen:
Extrinsike Gruppe: Verbindet die Carpalen Knochen mit den Umliegenden Knochen
=> Radius, Ulna und Metacarpale
Intrinsike Gruppe: Verbindet die Carpalen Knochen Untereinander
Die Muskulatur besteht aus 26 Sehnen
6 Extensoren: - M. Extensor pollicis brevis, M. Abductor Pollicis Longus
- M. Extensor Carpi Radialis Longus und Brevis
- M. Extensor Pollicis Longus
- M. Extensor Digitorum en Indicis
- M. Extensor Digiti Minimi
- M. Extensor Carpi Ulnaris
Funktionelle Biomechanische Aspekte
Art. Elipsoidea (Radiocarpales Gelenk)
- Convexe carpale Partner: Scaphoid, Lunatum und Triquetum,
sind in der Saggitalen Ebene stärker gekrümmt, als in der Frontalen
- Die Konkavität wird durch Radius und Discus Articularis geformt
=> Winkel von 25° in dorsopalmare und Radioulnare Richtung
Die Intercarpalen Verbindungen der Proximalen Reihe
- Flach artikulierende Gelenke, die durch Ligg. Interossea verbunden sind
=> weniger straff als distale Reihe
- Palmare Ligg. Interossea zwischen Scaphoid und Lunatum, sowie
Lunatum/riquetrum
können nach einem Dorsalflektionstrauma Ruptureren => Instabilität
Passives Anguläres Bewegen
- Palmar/Dorsalflektion: -90°/0°/90° (Nulldurchgangsmethode)
- Radial/Ulnardeviation: 15°/0°/45°
- Pronation/Supination: 90°/0°/90° (um den dritten Strahl)
- Radialer Strahl: Radius/Scaphoid/Trapezium/ Trapezoideum
- Zentraler Strahl: Lunatum/Capitatum
- Ulnäre Strahl: TFCC, Ulna, Triquetrum, Hamatum, Pisiforme
Hand und Handgelenk
Funktionelle Aspekte des TFCC
Triangulärer Fibrokartilaginärer Komplex oder Discus Articularis
- Scheidet das Art. Radioulnaris distalis von dem Art. Radiocarae
- Fascetten des TFCC sind bikonkav und werden erst durch den Discus Kongruent
- Stützt die Ulnare und Zentrale Säule des Carpus während der Stützfunktion in
dorsalflektion und Endstandiger Palmarflektion, sowie Ulnärabduktion
- In Pronation kommt der ulnare Teil auf Spannung
- In Supination der dorsale Teil
- Bei längerer dorsalflektion kommt das mit Knorpel bedeckte Zentrum unter Druck
durch den Proximalen spitzen Punkt des Os Truiquetrum => Neurogene Entzündung
möglich
- Zentrum kann traumatisch perforiert sein, sodass die Gelenksflächen der beiden
Gelenke aufeinander liegen
Dorsalextension
- Scaphoid rollt nach dorsal und gleitet nach Plamär - Trapezium rollt nach dorsal
und gleitet nach dorsal => Trapezium steht in aufrechter Position auf dem Scaphoid
- Lunatum rollt zum Radius nach dorsal und gleitet nach palmar - Capitatum rollt nach
dorsal und gleitet nach Palmar => Scaphoid macht während der dorsalbewegung eine
Supination diese wird durch eine Pronationsbewegung des Lunatum kompensiert
=> Lunatum und Scaphoid werden stabilisiert durch Lig. Scaphoideolunatum => bei Ruptur Terry Thomas sighn
(x-Ray in dorsalfelktion = größerer Abstand zwischen Lunatum und Scaphoid) = Operation
=> Carpaler Tunnel flacht ab => Kompression (Phalentest)
- Die ganze proximale Reihe rollt nach dorsal und gleitet nach palmar
- Die sekundären Bewegungselemente sind: Proximal - Ulnardeviation
Distal - Radialdeviation
Von der Ulnärdeviation zur Radialdeviation
- Die proximale Reihe rollt nach radial und gleitet nach ulnär und proximal
- Scaphoidkippung: Secundäre Palmärflektion und pronation des Os Scaphoideum
=> Palmärflektion: Scaphoid rollt nach palmär/proximal und gleitet nach dorso/distal
=> Die Pronation ist eine Kreiselbewegung
=> Die Tuberositas des Os Scaphoid ist an der palmären Seite gut zu palpieren
=> Os Lunatum folgt der Bewegung
=> Ring Sighn: Bei einer physiologischen Handgelnksfunktion, ist in Endstandiger
Radialabduction der distale Teil des Os Scaphoid in maximaler plamärflektion
auf dem X-Ray als kleiner Ring zu sehen.
Bei Scapholunärer Dissoziation kann auch ein relativer Flektionsstand auftreten,
also im neutralstand ein Ring zu sehen
Hand und Handgelenk
Von der Ulnärdeviation zur Radialdeviation
=> Watson Test: Von Ulnär zur Radialdeviation mit Fixation Scaphoid => normalerweise fühlt man das
Scaphoid gegen den Finger drücken, ein Klick ist abweichend
- Trapezium und Trapezoideum sind Konkav: Sie rollen und gleiten nach radial
=> “Steigen auf das Scaphoid” durch die sekundäre Palmärflektion die das Scaphoid macht
- Die ganze proximale Reihe macht eine sekundäre Palmärflektionsbewegung, die durch eine
Dorsalextensionsbewegung der distalen Reihe kompensiert wird (Umgekehrtes Bewegungsverhalten)
DISI: Dorsal Intercalated Segmental Instability
- Scaphoid-lunatum Dissoziation
- Kombination des Ring Signs und des Terry Thomas Signs (vergrößerter Abstand)
- Das Scaphoid ist auf dem zweiten Platz der meist vorkommenden Dislokationen der Carpalen Knochen
VISI: Volar Intercalated Segmental Instability
- Lunatum-Triquetrum (Bandriss) Dissoziation
Hyperdorsalflektion
- Lunatumbleibt Palmär stehen => Manipulation nach dorsal
Trauma
- Meiste Schmerzprobleme entstehen nach Traumata
- Aufpassen auf Compley Regional Painsyndrom CRPS:
CRPS Typ I: Posttraumatische Dystrophie oder Sympathische Reflexdystrophie
CRPS Typ II: Causalgie (Nerven)
Arthrose Art. Radiocarpae, Art. Mediocarpae und Art. Carpometacarpale
Art. Radiocarpale
Prävalenz
- Meist zwischen Radius und Carpale Knochen
- Dann meist Scaphoid/Trapezium/Trapezoideum und Scaphoid/Lunatum/Capitatum
- >50
- Frauen>Männer
- Schwere Belastung erhöht das Risiko
Pathophysiologie
- Degeneration
- Vorherige Frakturen, Bänderrisse, Infekte oder Reumatoide Erkrankungen
- Risikofaktoren: Hohes Alter, BMI, Rauchen vermindert Risiko, Genetische Faktoren
Klinik
Symptome
- Schmerz
- Bewegungseinschränkung
- Steifheit
- Kraftverlust
- Parethesien
Diagnostik
- Röntgen
- ROM Untersuchung
- DASH (Disabilities of the Arm, Shoulder and Hand)
- VAS
Behandlung
Konservativ
- Mobilisieren
- Manipulieren
Operativ
- Swanson Implantat - Handwurzelprothese 60% ROM
- Saffar tötet Nervenenden ab
- Ist das Capitatum nicht betroffen wird die erste Reihe ersetzt - 80% Kraft und 60% ROM
Art. Carpometacarpale I
- Ritzarthrose
- Trapezoideum und Daumengelenk, als Sattelgelenk kann es in alle drei Richtungen Bewegen => Verschleiß
Prävalenz
- Höhere Lebenszeit
- Frauen Postmenopauze
- Frauen > Männer 6:1
Klinik
- Schmerzen an der Basis des Daumens, ausstrahlend zum Daumen
- Schmerzen nehmen bei Belastung zu
- Kann konstanter Schmerz vorhanden sein
- Verminderter ROM => Abduction
- Verminderte Kraft
- Immer mehr Adductionsstand => Osteophyten
Arthrose Art. Radiocarpae, Art. Mediocarpae und Art. Carpometacarpale
Diagnostik
- Inspection => Adductions oder Hyperextensionsstand
- Vergrößerte Prominenz dorsoradial
- Druckschmerz bei Palpation
- Verringerte Abduction
- Crepitationen
- Grindtest => Kompression und Rotation
- Distraction/Torque Test => Traktion und Rotation (Reduktion)
- Röntgen in drei Positionen Klassifikation nach Eaton und Glickel:
1 Normale Gelenkskonturen mit > 1/3 Subluxation
2 Verengtes Gelenk mit Osteophyten und/oder losen Teilen <2mm
Instabilität unter Traktion > 1/3 Subluxation
3 Verengtes Gelenk, Subchondrale Sclerose, Osteophyten und lose Teile >2mm
1/3 Subluxation
4 Schwerer Schaden auch am Scaphotrapezialgelenk
Messinstrumente
- Performancetest: Backman Hand function test und Kneifkraft
- Fragenlisten: Osteoarthritis Hand Index (AUSCAN)
- ROM: insufitient
- Dauer der Morgensteifheit
- Entzündung
- Deformitäten
Behandlung
Konservativ
- Kraftaufbau
- Kompensation des normalen Handgriffs
- Mobilisation
- Manipulieren
- Immobilisieren
- Corticosteroide
Bei Klasse 1:
- Anpassen der Aktivitäten
- Schiene
- NSAIDs
Bei 2 und 3:
- Schiene
- NSAIDs
- Corticosteroide
- Operation
Bei 4:
- Operation
SN 94 SP 87
Arthrose Art. Radiocarpae, Art. Mediocarpae und Art. Carpometacarpale
Behandlung mit MT
- In ruhiger Phase Kompensationsstrategien
- CMC I Quärfriktion des palmären und Lateralen Aspektes des Kapsel Bandapparates, Mobilisationen
Liuzhen 2011:
- Meist im CMC I Gelenk
- Kommt 13-26% vor
- Keine deutlichen Interventionen
- Nur Nachtschiene scheint effektiv zu sein auf Dauer
- Übungen und sind Effektiv für Kraft und ROM
- Low Level Laser
- Ergebnisse scheinen schlechter zu sein als für Kniearthrose
Behandelinterventionen ausserhalb MT
- Flexible Schiene
- Selten OP
- Corticosteroide
American College of Reumathology 2012
- Evaluation Activitäten
- Instruktionen Gelenksschutz
- Hilfsmittel anbieten
- Thermale Anweisungen
- Spreizschienen bei Trapeziometacarpalen Problemen
- NSAIDs, Capsaicin und Tramadol
Frakturen (Smith, Colles, Naviculare)
Prävalenz
- Scaphoidfrakturen häfig bei junge Menschen 15-30 (2-7% aller Frakturen)
- 90% aller Carpaler Frakturen sind Scaphoidfrakturen
- Verspätete Behandlung kann ernste Folgen haben:
- Schlechte Knochenheilung
- Pseudoarthrose
- Avasculäre Necrose
- Instabilität
Anatomie
- Retrograde Blutversorgung => A. Radialis
- Dorsaler Ast kommt durch Foramina und versorgt 75%
- Palmärer Ast via Tuberositas
- Distaler Teil und Tuberositas haben Unabhängige Blutversorgung zum Proximalen Teil
- Dieser ist vollständig abhängig von der interossalen Durchblutung von Distal nach proximal
- Große Chance auf Störungen
Pathophysiologie
- Häufigste Ursache: Fall auf Dorsalflektierte Radialdeviierte Hand
- Vor allem die Radialdeviation sorgt für Kompression des Scaphoids
- Stumpfer tiefer Schmerz an der Radialen Seite des Gelenks => nimmt zu beim Kneifen
- Leichte Schwellung Tabatiere Anatomieque
Screening und Untersuchung
- Druckschmerz Tabatiere Anatomique SN 100 SP 9
- Druckschmerz Tuberositas Scaphoid Palmär SN 100 SP 30
- Druckschmerz im ersten Strahl SN 100 SP 57
- Verminderte Kneifkraft 50%
Anfüllende Diagnostik
- Scaphoidröntgen 78% gefunden
- Skelettscintegraphie SN 95% SP 60-95%
- MRT/CT SN 95-100% SP 100%
Klassifikation
Drei klassifikationen:
- Mavo Clinic-classification: Lokalisation
Proximales 30%, Mittleres 65% und Distales Drittel 5%
Beim Distalen Teil wird unterschieden in: Distale Artikulierende Fläche, Tuberkulum und Distales Drittel
Genesungschance Proximal, Mittel und Distal: 64, 80, 100%
Frakturen (Smith, Colles, Naviculare)
Klassifikation
Herbertklassification: Stabilitätseinteilung
- Instabile Frakturen weisen eine Dislokation >1mm und eine Angulation >15° auf
Additionelle Frakturen, Transscaphoid-perilunatum- Dislokatinen, alle proximalen Poolfrakturen
- Chance von Non-union bei Instabilen Frakturen 50% bei stabilen 15%
Klassifikation van Russe: Anatomische Klassifikation nach Heilungchance
- Horizontale Fraktur beste Chance, Vertikale schlechteste
- Transverse Frakturen kommen am häufigsten vor und haben eine mittlere Chance
Genesung
- Non-dislocated 10% auf non-union, dislocated 50%
- Nach sieben Jahren: Kraftverlust (11%), Schmerz bei Bewegen (10%), verminderte Funktion (6%) und
Schmerzen im Ruhezustand (3%)
- Nach 7 Jahren 89% genesen, aber nur 60% Schmerzfrei, nur 73% hatten vollständige Funktion
Behandlung
Konservativ oder Operativ (minimal verschoben)
- Kein großer Unterschied Schmerz, ROM, und Kosten
- Mehr Komplikationen bei der Chirurgie
Buijze 2010
- Operation => schnelleres Funktionieren und Arbeiten
- Konservativ mehr non-union gegen 30% weniger Komplikationen
Modi 2009
- Stabile Frakturen Unterarmgips mit freiem Daumen
- Instabile Frakturen Percutan oder Offen
- Patientspezifische Entscheidung
- keine funktionelle Behandlung => non-union
Komplikationen
- Pseudoarthrose
- Avaskuläre Nekrose
- Karpale Instabilität bei einer Scapho-lunatum dislokation von mehr als 3mm
- Handgelenksarthrose
- Sudeck-Dystrophie
Andere Frakturen
Einteilung:
- Colles (Fractura Radii Typica)
- Smith (Fractura Radii atypica)
- Barton (Intra-articulär)
Frakturen (Smith, Colles, Naviculare)
Einteilung nach Frykman
Prävalenz
- 10-20% aller Frakturen
- 9-18 und >50 Jahre
- Osteoporose
- Frauen-Männer 6:1 bei 75+ 10:1
Operationsindikation:
- Colles und Smith mit Insuffiziente Reposition
- Colles Und Smith gut reponiert, aber nach einer Woche dislokiert
- Barton mit Dislokation
Instabilität
Pathophysiologie
- Kann statisch und dynamisch sein
- Häufig nach Trauma
TFCC Läsionen - Klassifikation nach K. Palmer
Klasse 1: Traumatische Läsionen
1A - Zentraler Riss
1B - Ulnäre Seite Perifärer Ansatz mit oder ohne Fraktur Ulna
1C - Volärer Riss der Ulnären Extrinsiken Ligamente
1D - Radiale Seite mit oder ohne Sigmoid Fraktur
Klasse 2: Degenerative Läsionen
2A - TFCC verschleiß
2B - TFCC Verschleiß mit lunärer oder Ulnärer Chondromalacie
2C - TFCC Perforation mit lunärer oder Ulnärer Chondromalacie und LT Ligament Perfuration
2D - TFCC Perforation mit lunärer oder Ulnärer Chondromalacie und LT Ligament Perfuration und Ulnocarpale Arthritis
Weiter Unterteilung an Hand der Lokalisation und Knorpelzustand
Aufbau
- Ulnäre Seite TFCC besteht aus drei Teilen:
- Proximales Triangulares Ligament
- Disatler Hammock Struktur
- Ulnäres Collaterales Ligament
- Das UCL unterstützt den den distalen Teil des Ulnäeren Corpus
- Das Trianguläre Ligament stabilisiert das distale Radioulnäre Gelenk (DRUJ) => Palmäre und Dorsale Ligamente
- Die Fova Ulnaris ist ein Ansatzort für das TFCC und die Ulnocarpale Ligamente
- Schlüsselrolle für Stabilität des DRUJ
- Das TFCC ist vor allem ein Schockdämpfer
- Durch Trauma können verschiedene Instabilitäten entsehen:
- Midcarpale Instabilität: Läsionen der Ligamente
- Palmäre Midcarpale Instabilität (PMCI): Kommt am häufigsten vor, Dysfunktion des Ulnären Teils des
Palmären Arcuate Ligaments (Triquetrohamate- Capitate) oder dorsale Radiotriquete Lig.
Mayo Klassifikation:
1: Dissociative Carpale Instabilität CID, Abnormale Kinematika der Knochen in der Carpalen Reihe
2: Non-Dissociatieve Carpale Instabilität CIND, Abnormale Kinematik zwischen den Carpalen Reihen mit MCI
3: Komplexe Carpale Instabilität CIC Kombination 1 und 2
4: Adapitve Carpale Instabilität CIA, Carpales Malalignment durch Ursache ausserhalb des Handgelenks
Die Unterarminstabilität ist ein Komplexes Problem: Radiuskopf, Membrana Interossea und TFCC
- Diagnose ist wichtig da OP mötig
- 25% wird korrekt diagnostiziert
Klinik:
TFCC Riss:
- Schmerzen Ulnär
- Kreufkraftverlust
- Rotationsverminderung
- Klinische Symptome DRUJ Instabilität
- Funktionsverminderung der Hand
Instabilität
Unterarminstabilität
- Translation des Radius nach Proximal, wodurch die Ulna länger wirkt => Impingement Handgelenk
- Keine Kraftübertragung zwischen Ulna und Radius mehr möglich, alle Last auf Radius
- Oben genannte TFCC Symptome
Diagnostik
- Gute Anamnese mit Traumanalyse
TFCC Riss:
- Ulnär Fovea Sign: Druckschmerz auf der Ulnären Kapsel Palmär des M. Extensor Carpi Ulnaris und dorsal des
M. Flexor Carpi Ulnaris. Der Schmerz wird stärker bei Rotation und Klick ist möglich. Wiederstand ist schwach
und schmerzhaft
- Bei Druj Instabilität => Balottement Test: Passive anteroposterio und visa versa Translation Ulna gegen Radius
und vollständige Pro- Supination. Pos wenn ünermässige Translation möglich ist. Weiches Endgefühl Risikofaktor
- Röntgen
- MRI
- Arthroscopie
- Echo
Verlauf
- Bei nicht Veränderung der Ulna ist ein Drittel der Patienten ohne Eingriff nach 9.5 Jahren Beschwärdefrei
- Bei Veränderung werden die Beschwärden schlimmer
- TFCC macht in 25% selbst nachOP Probleme => Druj Instabilität
Behandlung
TFCC:
Instabilität
Behandlung
- Entzündungshemmer
- Gips
- OP
Komplikationen
- Infekt
- Steifheit
- Raparaturfehler
- Arthroscopische Probleme
- Anhaltender Schmerz
- Verminderte Kraft
- Hardware Failure => Fixationsmaterial
- Nonunion
- Nerven
- Secundäre Arthrose
- Impingement
Karpaltunnelsyndrom
Hintergrung
- Kompression des N. Medianus
- Begrenzung durch das Lig. Carpi Transversum
- Durch den Tunnel laufen der Nerv Medianus und Sehnen der Flektoren des Handgelenks
Prävalenz
- Frauen 9%
- Männer 0.6%
Risikofaktoren:
- Weibliches Geschlecht
- Hohes Lebensalter
- Übergewicht
- Posttraumatische und Congenitale Formabweichungen Karpaler Tunnel
- Rheumatoide Arthritis
- Schwangerschaft
- Ovariectomie (Gebärmutter)
- Diabetes Mellitus (7.4% hat auch das Karpale Tunnelsyndrom)
- Über und Unterfunktion der Schilddrüse
Arbeitsrelatierte Risikofaktoren:
- Snel repertierenden Bewegungen
- Hand-Arm Zitterbewegungen
- Ungünstige Arbeitshaltung
Pathologische Entstehung
- Druckerhöhung im Karpalen Tunnel
- Ischemie im N. Medianus => verminderte Nervenleitgeschwindigkeit
=> Sensibler Ausfall und Schmerz
- häufig Schwellung der Sehnenscheiden
- hormonelle Ursachen
- Schwangerschaft
Klinik
- Intimitierender Handgelenksschmerz
- Paraestesien und Gefühlsverlust
- Radiale 3-5 Finger
- Meist Nachts und bei Aktivität
- Schwellungsgefühl und Ungeschicktheit
- Kraftverlust im M. Abduktor Pollicis Brevis und/oder M. Openens Pollicis
- Atrophie
Karpaltunnelsyndrom
Verlauf
- Nach einem Jahr Spontane Verbesserung bei 25%
- Bei 50% unverändert
- Bei 25% verschlechtern diese sich
Ungünstige Prognostische Faktoren
- Höheres Lebensalter
- Weibliches Geschlecht
- Länger als drei Monate nach dem ersten Auftreten
- Neigung zum Somatisieren
- Gefühl wenig Kontrolle über Beschwerden und Schmerz zu haben
Diagnostik und Untersuchung
- Anamnese und Physische Untersuchung
Klinische Punkte:
- Lokalisation
- Ursache (rezentes oder älteres Trauma)
- Artz der Beschwerden
- Aktualität
- Zeitpunkte der Beschwerden
- ADL Tätigkeiten
Differentialdiagnostik:
Karpaltunnelsyndrom
- Die körperliche Untersuchung ist eingeschränkt
- Provokationstests sind nicht angeraten, da ein positives Ergebnis nicht differenziert zwischen KTS und anderen
Erkrankungen
Behandlung
Konservativ:
- Relative Ruhe, vermeiden der provozierenden Bewegungen
- Schiene (muss verbesserung innerhalb von 4-6 Wochen auftreten)
Medikamentöse Behandlung:
- Corticosteroide 2.5 mal höhere Chance auf Genesung als Placebo
Operativ:
- Durchschneiden des Transversalen Ligaments
Quervain (Sehnenscheidenentzündung)
Prävalenz
- Frauen zwischen 35-55
- Männer Frauen 1:10
Pathophysiologie
- Unbekannte Ursache
- Vermutlich repertierende Bewegungen
Klinik
- Drückender und Klopfender Schmerz Processus Styloideus Radii
- Ausstrahlungen zum Daumen und Handgelenk
- Schmerz bei extension und Abduktion des Daumens; Ulnärdeviation
- Schwellung
- Dorsalsnapping
Diagnostik
Quervain Screening Tool mit 7 Diagnostischen Kriterien (DQST):
- Schmerz
- Überempfindlichkeit
- Positiver Finkelsteintest (Ulnärdeviation mit Daumen in Faust)
- Verdickung der Sehnen
- Schwellung
- Schmerzen bei Daumenwiederstand
- Ganglion, Krepitationen, Empfindliches Radio-Ulnares Gelenk
Score: 0 = kein Quervain
1-2 Unwahrscheinlich
3-4 Wahscheinlich
5-7 Beinah sicher
Finkelsteintest:
- Provokationstest Gleitmechanismus Sehnen M. Extensor Policis Brevis und Abductor Pollicis Longus in der
Extensorenloge
- Eine Tendosynovitis, Tendovaginitis oder Tendinitis in dieser Region wird Quervain Syndrom genannt
Finkelstein I: Passive anguläre Ulnarabduction mit Daumen in Faust
Finkelstein II: Ulnarabduction mit gestrecktem Daumen, Differenzierung CMC I Arthrose
- Der positive Test gibt mehr Informationen über M. Extensor Policis Brevis als den M. Abductor Pollicis Longus
Verlauf
- Selbständige Heilung
- Falls Beschwärden nach 6 Monaten noch anwesend sind, wird Operiert
Konservativ
- Keine evidenz Für Iontopharese und Ultraschall
- Injektionen
- Schiene und NSAIDs
- Dehnen und Kraftverstärken
Operativ
- Nach OP Daumen bewegen aber nicht belasten
- 5-7 Tage nach OP Verbandwechsel
- 14 Tage nach OP Verband entfernen und Nähte ziehen
- 3-4 mal am Tag üben im kalten Wasser
- 2-3 Wochen wieder arbeiten
- Narben können noch empfindlich sein 3-6 Monate