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Verfasser:
Arbeitsgruppe Bedingungen und betriebliche Grundsatzfragen der Kommission Kraftfahrt Betrieb (KKB)
C Beitragszahlung 27
C.1 Zahlung des ersten oder einmaligen Beitrags 27
C.2 Zahlung des Folgebeitrags 28
C.3 Nicht rechtzeitige Zahlung bei Fahrzeugwechsel 28
C.4 Zahlungsperiode 28
C.5 Beitragspflicht bei Nachhaftung in der Kfz-Haftpflichtversicherung 28
D Ihre Pflichten bei Gebrauch des Fahrzeugs und Folgen einer Pflichtverletzung 29
D.1 Welche Pflichten haben Sie bei Gebrauch des Fahrzeugs? 29
D.1.1 Bei allen Versicherungsarten 29
D.1.2 Zusätzlich in der Kfz-Haftpflichtversicherung 29
D.1.3 Zusätzlich in der Fahrerschutzversicherung 30
D.2 Welche Folgen hat eine Verletzung dieser Pflichten? 30
E Ihre Pflichten im Schadenfall und Folgen einer Pflichtverletzung 30
E.1 Welche Pflichten haben Sie im Schadenfall? 30
E.1.1 Bei allen Versicherungsarten 30
E.1.2 Zusätzlich in der Kfz-Haftpflichtversicherung 31
E.1.3 Zusätzlich in der Kaskoversicherung 31
E.1.4 Zusätzlich beim Autoschutzbrief 31
E.1.5 Zusätzlich in der Kfz-Unfallversicherung 32
E.1.6 Zusätzlich in der Fahrerschutzversicherung 32
E.2 Welche Folgen hat eine Verletzung dieser Pflichten? 33
I Schadenfreiheitsrabatt-System 38
I.1 Einstufung in Schadenfreiheitsklassen (SF-Klassen) 38
I.2 Ersteinstufung 38
I.2.1 Ersteinstufung in SF-Klasse 0 38
I.2.2 Sonderersteinstufung eines Pkw in SF-Klasse ½, 1 oder 3 38
I.2.3 Anrechnung des Schadenverlaufs der Kfz-Haftpflichtversicherung in der Vollkaskoversicherung 39
I.2.4 Führerscheinsonderregelung 39
I.2.5 Gleichgestellte Fahrerlaubnisse 39
I.3 Jährliche Neueinstufung 39
I.3.1 Wirksamwerden der Neueinstufung 39
I.3.2 Besserstufung bei schadenfreiem Verlauf 39
I.3.3 Besserstufung bei Saisonkennzeichen 39
I.3.4 Besserstufung bei Verträgen mit SF-Klassen 3, 1, ½, 0 oder M 40
I.3.5 Rückstufung bei schadenbelastetem Verlauf 40
I.4 Was bedeutet schadenfreier oder schadenbelasteter Verlauf? 40
I.4.1 Schadenfreier Verlauf 40
I.4.2 Schadenbelasteter Verlauf 40
I.5 Wie Sie eine Rückstufung in der Kfz-Haftpflichtversicherung vermeiden können 41
I.6 Übernahme eines Schadenverlaufs 41
I.6.1 In welchen Fällen wird ein Schadenverlauf übernommen? 41
I.6.2 Welche Voraussetzungen gelten für die Übernahme? 41
I.6.3 Wie wirkt sich eine Unterbrechung des Versicherungsschutzes auf den Schadenverlauf aus? 42
I.6.4 Übernahme des Schadenverlaufs nach Betriebsübergang 42
I.7 Einstufung nach Abgabe des Schadenverlaufs 43
I.8 Auskünfte über den Schadenverlauf 43
M 46
N Bedingungsänderung 46
Anhang 1: Tabellen zum Schadenfreiheitsrabatt-System 47
1 Pkw 47
1.1 Einstufung von Pkw in Schadenfreiheitsklassen (SF-Klassen) und Beitragssätze 47
1.2 Rückstufung im Schadenfall bei Pkw 47
2 Krafträder 47
2.1 Einstufung von Krafträdern in Schadenfreiheitsklassen (SF-Klassen) und Beitragssätze 47
2.2 Rückstufung im Schadenfall bei Krafträdern 47
3 Leichtkrafträder 47
3.1 Einstufung von Leichtkrafträdern in Schadenfreiheitsklassen (SF-Klassen) und Beitragssätze 47
3.2 Rückstufung im Schadenfall bei Leichtkrafträdern 47
4 Taxen und Mietwagen 47
4.1 Einstufung von Taxen und Mietwagen in Schadenfreiheitsklassen (SF-Klassen) und Beitragssätze 47
4.2 Rückstufung im Schadenfall bei Taxen und Mietwagen 48
5 Campingfahrzeuge 48
5.1 Einstufung von Campingfahrzeugen in Schadenfreiheitsklassen (SF-Klassen) und Beitragssätze 48
5.2 Rückstufung im Schadenfall bei Campingfahrzeugen 48
6 Lieferwagen, Lkw, Zugmaschinen, Krankenwagen, Leichenwagen, Busse (nur Kfz-Haftpflicht), Abschleppwagen (nur
Kfz-Haftpflicht) und Stapler (nur Kfz-Haftpflicht) 48
6.1 Einstufung von Lieferwagen, Lkw, Zugmaschinen, Krankenwagen, Leichenwagen, Busse (nur Kfz-Haftpflicht),
Abschleppwagen (nur Kfz-Haftpflicht) und Stapler (nur Kfz-Haftpflicht) in Schadenfreiheitsklassen (SF-Klassen) und
Beitragssätze 48
6.2 Rückstufung im Schadenfall bei Lieferwagen, Lkw, Zugmaschinen, Krankenwagen, Leichenwagen, Busse,
Abschleppwagen und Stapler 48
A.2 Kaskoversicherung –
für Schäden an Ihrem Fahrzeug
<Redaktioneller Hinweis: Falls eine Kaskoklausel nicht für mitversicherte Teile gelten soll,
müsste dies in der jeweiligen Klausel ausdrücklich ausgeschlossen werden.>
Beitragsfrei mitversicherte Teile
A.[Link] Soweit in A.[Link] nicht anders geregelt, sind folgende Fahrzeugteile und folgendes Fahr-
zeugzubehör des versicherten Fahrzeugs ohne Mehrbeitrag mitversichert:
a Fest im Fahrzeug eingebaute oder fest am Fahrzeug angebaute Fahrzeugteile
b Fest im Fahrzeug eingebautes oder am Fahrzeug angebautes oder im Fahrzeug unter
Verschluss verwahrtes Fahrzeugzubehör. Voraussetzung ist, dass es ausschließlich dem
Gebrauch des Fahrzeugs dient (z. B. Schonbezüge, Pannenwerkzeug) und nach
allgemeiner Verkehrsanschauung nicht als Luxus angesehen wird.
c Im Fahrzeug unter Verschluss verwahrte Fahrzeugteile, die zur Behebung von Betriebs-
störungen des Fahrzeugs üblicherweise mitgeführt werden (z. B. Sicherungen und
Leuchtmittel)
d Schutzhelme (auch mit Wechselsprechanlage), solange sie bestimmungsgemäß ge-
braucht werden oder mit dem abgestellten Fahrzeug so fest verbunden sind, dass ein
unbefugtes Entfernen ohne Beschädigung nicht möglich ist
e Planen, Gestelle für Planen (Spriegel)
f Folgende außerhalb des Fahrzeugs unter Verschluss gehaltene Teile:
• ein zusätzlicher Satz Räder mit Winter- oder Sommerbereifung,
• Dach-/Heckständer, Hardtop, Schneeketten und Kindersitze,
• nach a bis f mitversicherte Fahrzeugteile und Fahrzeugzubehör während einer Repa-
ratur.
Abhängig vom Gesamtneuwert mitversicherte Teile
A.[Link] Die nachfolgend unter a bis e aufgeführten Teile sind ohne Beitragszuschlag mitversichert,
wenn sie im Fahrzeug fest eingebaut oder am Fahrzeug fest angebaut sind:
⚫ bei Pkw, Krafträdern, xx < Alle gewünschten WKZ aufführen > bis zu einem Gesamt-
neuwert der Teile von xx EUR (brutto) und
⚫ bei sonstigen Fahrzeugarten (z. B. Lkw, xx < Als Beispiele gewünschte WKZ auffüh-
ren >) bis zu einem Gesamtneuwert der Teile von xx EUR (brutto)
a Radio- und sonstige Audiosysteme, Video-, technische Kommunikations- und Leitsyste-
me (z. B. fest eingebaute Navigationssysteme),
b zugelassene Veränderungen an Fahrwerk, Triebwerk, Auspuff, Innenraum oder Karos-
serie (Tuning), die der Steigerung der Motorleistung, des Motordrehmoments, der Ver-
änderung des Fahrverhaltens dienen oder zu einer Wertsteigerung des Fahrzeugs füh-
ren,
c individuell für das Fahrzeug angefertigte Sonderlackierungen und -beschriftungen sowie
besondere Oberflächenbehandlungen,
d Beiwagen und Verkleidungen bei Krafträdern, Leichtkrafträdern, Kleinkrafträdern, Trikes
und Quads,
e Spezialaufbauten (z. B. Kran-, Tank-, Silo-, Kühl- und Thermoaufbauten) und Spezialein-
richtungen (z. B. für Werkstattwagen, Messfahrzeuge, Krankenwagen).
Ist der Gesamtneuwert der unter a bis e aufgeführten Teile höher als die genannte
Wertgrenze, ist der übersteigende Wert nur mitversichert, wenn dies ausdrücklich vereinbart
ist.
Bis zur genannten Wertgrenze verzichten wir auf eine Kürzung der Entschädigung wegen
Unterversicherung.
Nicht versicherbare Gegenstände
A.[Link] Nicht versicherbar sind alle sonstigen Gegenstände, z. B. Mobiltelefone und mobile Naviga-
tionsgeräte, auch bei Verbindung mit dem Fahrzeug durch eine Halterung, Reisegepäck,
persönliche Gegenstände der Insassen.
A.[Link] Wir zahlen die über den Wiederbeschaffungswert hinausgehende Neupreisentschädigung nur
in der Höhe, in der gesichert ist, dass die Entschädigung innerhalb von zwei Jahren nach
ihrer Feststellung für die Reparatur des Fahrzeugs oder den Erwerb eines anderen Fahrzeugs
verwendet wird.
Abzug bei fehlender Wegfahrsperre im Falle eines Diebstahls
A.[Link] Bei Totalschaden, Zerstörung oder Verlust eines Pkw, xx < gewünschte WKZ aufführen > in-
folge Diebstahls vermindert sich die Entschädigung um xx %. Dies gilt nicht, wenn das
Fahrzeug zum Zeitpunkt des Diebstahls durch eine selbstschärfende elektronische Weg-
fahrsperre gesichert war.
Die Regelung über die Selbstbeteiligung nach A.2.5.8 bleibt hiervon unberührt.
Was versteht man unter Totalschaden, Wiederbeschaffungswert, Restwert und Neupreis?
A.[Link] Ein Totalschaden liegt vor, wenn die erforderlichen Kosten der Reparatur des Fahrzeugs
dessen Wiederbeschaffungswert übersteigen.
A.[Link] Wiederbeschaffungswert ist der Preis, den Sie für den Kauf eines gleichwertigen gebrauch-
ten Fahrzeugs am Tag des Schadenereignisses bezahlen müssen.
A.[Link] Restwert ist der Veräußerungswert des Fahrzeugs im beschädigten oder zerstörten Zu- stand.
A.[Link] Neupreis ist der Betrag, der für den Kauf eines neuen Fahrzeugs in der Ausstattung des
versicherten Fahrzeugs aufgewendet werden muss. Wird der Typ des versicherten Fahr-
zeugs nicht mehr hergestellt, gilt der Preis für ein vergleichbares Nachfolgemodell. Maßgeb-
lich ist jeweils die unverbindliche Preisempfehlung des Herstellers am Tag des Schadener-
eignisses abzüglich orts- und marktüblicher Nachlässe.
A.2.5.3 Sachverständigenkosten
Die Kosten eines Sachverständigen erstatten wir nur, wenn wir dessen Beauftragung veran-
lasst oder ihr zugestimmt haben.
A.2.5.4 Mehrwertsteuer
Mehrwertsteuer erstatten wir nur, wenn und soweit diese für Sie bei der von Ihnen gewähl-
ten Schadenbeseitigung tatsächlich angefallen ist. Die Mehrwertsteuer erstatten wir nicht,
soweit Vorsteuerabzugsberechtigung besteht.
A.2.5.8 Selbstbeteiligung
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Ist eine Selbstbeteiligung vereinbart, wird diese bei jedem Schadenereignis von der Ent-
schädigung abgezogen. Ihrem Versicherungsschein können Sie entnehmen, ob und in wel-
cher Höhe Sie eine Selbstbeteiligung vereinbart haben.
A.2.8 Können wir unsere Leistung vom Fahrer zurückfordern, wenn Sie nicht selbst gefah-
ren sind?
Fährt eine andere Person berechtigterweise das Fahrzeug und kommt es zu einem Scha-
denereignis, fordern wir von dieser Person unsere Leistungen bei schuldloser oder einfach
fahrlässiger Herbeiführung des Schadens nicht zurück.
Jedoch sind wir bei grob fahrlässiger Herbeiführung des Schadens berechtigt, unsere Leis-
tung soweit zurückzufordern, wie dies der Schwere des Verschuldens entspricht. Lebt der
Fahrer bei Eintritt des Schadens mit Ihnen in häuslicher Gemeinschaft, fordern wir unsere
Ersatzleistung selbst bei grob fahrlässiger Herbeiführung des Schadens nicht zurück.
Bei vorsätzlicher Herbeiführung des Schadens sind wir berechtigt, unsere Leistungen in vol-
ler Höhe zurückzufordern.
Die Absätze 1 bis 3 gelten entsprechend, wenn eine in der Kfz-Haftpflichtversicherung ge-
mäß A.1.2 mitversicherte Person sowie der Mieter oder der Entleiher einen Schaden herbei-
führt.
A.2.9.3 Kein Versicherungsschutz besteht für beschädigte oder zerstörte Reifen. Versicherungs-
schutz für Reifenschäden besteht jedoch, wenn durch dasselbe Ereignis gleichzeitig andere
unter den Schutz der Kaskoversicherung fallende Schäden am Fahrzeug verursacht wur- den.
Erdbeben, Kriegsereignisse, innere Unruhen, Maßnahmen der Staatsgewalt
A.2.9.4 Kein Versicherungsschutz besteht für Schäden, die durch Erdbeben, Kriegsereignisse, inne-
re Unruhen oder Maßnahmen der Staatsgewalt unmittelbar oder mittelbar verursacht wer-
den.
Schäden durch Kernenergie
A.2.9.5 Kein Versicherungsschutz besteht für Schäden durch Kernenergie.
A.3 Autoschutzbrief –
Hilfe für unterwegs als Service oder Kostenerstattung
A.3.7 Hilfe bei Krankheit, Verletzung oder Tod auf einer Reise
Wir erbringen die nachfolgenden Leistungen unter den Voraussetzungen, dass auf einer
Reise mit dem versicherten Fahrzeug
⚫ Sie oder eine mitversicherte Person unvorhersehbar erkranken oder der Fahrer stirbt
und
⚫ dies an einem Ort geschieht, der mindestens xx km Luftlinie von Ihrem ständigen
Wohnsitz in Deutschland entfernt ist.
Als unvorhersehbar gilt eine Erkrankung, wenn diese nicht bereits innerhalb der letzten
sechs Wochen vor Beginn der Reise (erstmalig oder zum wiederholten Male) aufgetreten ist.
Krankenrücktransport
A.3.7.1 Müssen Sie oder eine mitversicherte Person infolge Erkrankung an Ihren ständigen Wohnsitz
zurücktransportiert werden, organisieren wir für Sie die Durchführung des Rücktransports. Wir
übernehmen dessen Kosten. Art und Zeitpunkt des Rücktransports müssen medizinisch
notwendig sein. Unsere Leistung erstreckt sich auch auf die Begleitung des Erkrankten durch
einen Arzt oder Sanitäter, wenn diese behördlich vorgeschrieben ist. Außerdem übernehmen
wir die bis zum Rücktransport entstehenden Übernachtungskosten.
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Diese müssen jedoch durch die Erkrankung bedingt sein und sind begrenzt auf höchstens
drei Übernachtungen bis zu je xx Euro pro Person.
Rückholung von Kindern
A.3.7.2 Wir organisieren für Sie die Abholung und Rückfahrt mitreisender minderjähriger Kinder mit
einer Begleitperson zu ihrem Wohnsitz, wenn
⚫ der Fahrer erkrankt ist oder stirbt und
⚫ die Kinder weder von Ihnen noch von einem anderen Insassen betreut werden
können.
Wir übernehmen die hierdurch entstehenden Kosten. Wir erstatten dabei die Bahnkosten 2.
Klasse einschließlich Zuschlägen sowie die Kosten für nachgewiesene Taxifahrten bis zu
xx Euro.
Fahrzeugabholung
A.3.7.3 Wir organisieren für Sie die Verbringung des Fahrzeugs zu Ihrem ständigen Wohnsitz, wenn
⚫ der Fahrer länger als drei Tage erkrankt oder stirbt und
⚫ das Fahrzeug weder von ihm noch von einem Insassen zurückgefahren werden kann.
Wir übernehmen die hierdurch entstehenden Kosten.
Veranlassen Sie die Verbringung selbst, erhalten Sie als Kostenersatz bis xx Euro je Kilometer
zwischen Ihrem Wohnsitz und dem Schadenort. Außerdem erstatten wir in jedem Fall die bis
zur Abholung der berechtigten Insassen entstehenden und durch den Fahrerausfall bedingten
Übernachtungskosten. Die Leistung ist begrenzt auf drei Übernachtungen bis zu je xx Euro
pro Person.
Was versteht man unter einer Reise?
A.3.7.4 Reise ist jede Abwesenheit von Ihrem ständigen Wohnsitz bis zu einer Höchstdauer von
fortlaufend xx Wochen. Als Ihr ständiger Wohnsitz gilt der Ort in Deutschland, an dem Sie
behördlich gemeldet sind und sich überwiegend aufhalten.
Fahrzeugunterstellung
a Wir übernehmen die Kosten für eine Fahrzeugunterstellung, wenn das gestohlene
Fahrzeug
• nach dem Diebstahl im Ausland wieder aufgefunden wird und
• bis zur Durchführung des Rücktransports oder der Verzollung bzw. Verschrottung un-
tergestellt werden muss.
Wir übernehmen die Kosten höchstens für xx Wochen.
Mietwagen
b Wir helfen Ihnen, ein gleichwertiges Fahrzeug anzumieten. Mieten Sie ein Fahrzeug nach
A.3.6.3 an, übernehmen wir die Kosten hierfür, bis Ihr Fahrzeug wieder fahrbereit zur
Verfügung steht. Wir zahlen höchstens xx Euro.
Fahrzeugverzollung und -verschrottung
c Muss das Fahrzeug nach dem Diebstahl im Ausland verzollt werden, helfen wir bei der
Verzollung. Wir übernehmen die hierbei anfallenden Verfahrensgebühren mit Ausnahme
des Zollbetrags und sonstiger Steuern. Lassen Sie Ihr Fahrzeug verschrotten, um die
Verzollung zu vermeiden, übernehmen wir die Verschrottungskosten.
A.3.8.3 Im Todesfall
Im Fall Ihres Todes auf einer Reise mit dem versicherten Fahrzeug im Ausland sorgen wir
nach Abstimmung mit den Angehörigen
⚫ für die Bestattung im Ausland oder
⚫ für die Überführung nach Deutschland.
Wir übernehmen hierfür die Kosten.
Diese Leistung gilt nicht bei Tod einer mitversicherten Person.
A.4 Kfz-Unfallversicherung –
wenn Insassen verletzt oder getötet werden
Bei Teilverlust oder teilweiser Funktionsbeeinträchtigung gilt der entsprechende Teil der ge-
nannten Invaliditätsgrade.
Bemessung außerhalb der Gliedertaxe
A.[Link] Für andere Körperteile oder Sinnesorgane richtet sich der Invaliditätsgrad danach, in wel-
chem Umfang die normale körperliche oder geistige Leistungsfähigkeit insgesamt dauerhaft
beeinträchtigt ist. Maßstab ist eine durchschnittliche Person gleichen Alters und Ge- schlechts.
Die Bemessung erfolgt ausschließlich nach medizinischen Gesichtspunkten.
Minderung bei Vorinvalidität
A.[Link] Eine Vorinvalidität besteht, wenn betroffene Körperteile oder Sinnesorgane schon vor dem
Unfall dauerhaft beeinträchtigt waren. Sie wird nach A.[Link] und A.[Link] bemessen.
Der Invaliditätsgrad mindert sich um diese Vorinvalidität.
Invaliditätsgrad bei Beeinträchtigung mehrerer Körperteile oder Sinnesorgane
A.[Link] Durch einen Unfall können mehrere Körperteile oder Sinnesorgane beeinträchtigt sein. Dann
werden die Invaliditätsgrade, die nach den vorstehenden Bestimmungen ermittelt wurden,
zusammengerechnet.
Mehr als 100% werden jedoch nicht berücksichtigt.
Invaliditätsleistung bei Tod der versicherten Person
A.[Link] Stirbt die versicherte Person vor der Bemessung der Invalidität, zahlen wir eine Invaliditäts-
leistung unter folgenden Voraussetzungen:
§ Die versicherte Person ist nicht unfallbedingt innerhalb des ersten Jahres nach dem
Unfall verstorben und
§ die sonstigen Voraussetzungen für die Invaliditätsleistung nach A.4.5.1 sind erfüllt.
Wir leisten nach dem Invaliditätsgrad, mit dem aufgrund der ärztlichen Befunde zu rechnen
gewesen wäre.
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A.4.6 Tagegeld
Voraussetzungen für die Leistung
A.4.6.1 Die versicherte Person ist unfallbedingt
⚫ in ihrer Arbeitsfähigkeit beeinträchtigt und
⚫ in ärztlicher Behandlung.
Höhe und Dauer der Leistung
A.4.6.2 Grundlagen für die Berechnung der Leistung sind
⚫ die vereinbarte Versicherungssumme und
⚫ der unfallbedingte Grad der Beeinträchtigung der Arbeitsfähigkeit.
Der Grad der Beeinträchtigung bemisst sich
⚫ nach der Fähigkeit der versicherten Person, ihrem bis zu dem Unfall ausgeübten Be-
ruf weiter nachzugehen.
⚫ nach der allgemeinen Fähigkeit der versicherten Person, Arbeit zu leisten, wenn sie
zum Zeitpunkt des Unfalls nicht berufstätig war.
Das Tagegeld wird nach dem Grad der Beeinträchtigung abgestuft.
Wir zahlen das Tagegeld für die Dauer der ärztlichen Behandlung, längstens für ein Jahr ab
dem Tag des Unfalls.
A.4.7 Krankenhaustagegeld
Voraussetzungen für die Leistung
A.4.7.1 Die versicherte Person
⚫ ist unfallbedingt in medizinisch notwendiger vollstationärer Heilbehandlung oder
⚫ unterzieht sich unfallbedingt einer ambulanten chirurgischen Operation und ist des-
wegen für mindestens xx Tage ununterbrochen und vollständig in der Ausübung ihres
Berufs beeinträchtigt. War die versicherte Person zum Zeitpunkt des Unfalls nicht be-
rufstätig, kommt es auf die allgemeine Fähigkeit an, Arbeit zu leisten.
Kuren oder Aufenthalte in Sanatorien und Erholungsheimen gelten nicht als medizinisch
notwendige Heilbehandlung.
Höhe und Dauer der Leistung
A.4.7.2 Wir zahlen das vereinbarte Krankenhaustagegeld
⚫ für jeden Kalendertag der vollstationären Behandlung, längstens für xx Jahre ab dem
Tag des Unfalls.
⚫ für xx Tage bei ambulanten chirurgischen Operationen.
<Redaktioneller Hinweis: In den bisherigen AKB war eine Regelung zur Leistung
Genesungsgeld enthalten. Entsprechend der Regelungen in den AUB 2014 wurde dieses
auch nicht in die Kfz-Unfallversicherung aufgenommen. Versicherer, die diese Leistungsart
anbieten wollen, müssen eine entsprechende Regelung aufnehmen.>
A.4.8 Todesfallleistung
Voraussetzungen für die Leistung
A.4.8.1 Die versicherte Person stirbt unfallbedingt innerhalb eines Jahres nach dem Unfall.
Beachten Sie dann die Verhaltensregeln nach E.1.5.1.
Art und Höhe der Leistung
A.4.8.2 Wir zahlen die Todesfallleistung in Höhe der vereinbarten Versicherungssumme.
A.4.9 Was passiert, wenn Unfallfolgen mit Krankheiten oder Gebrechen zusammentreffen?
Krankheiten und Gebrechen
A.4.9.1 Wir leisten ausschließlich für Unfallfolgen. Dies sind Gesundheitsschädigungen und ihre
Folgen, die durch das Unfallereignis verursacht wurden.
Wir leisten nicht für Krankheiten oder Gebrechen.
Mitwirkung
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A.4.9.2 Treffen Unfallfolgen mit Krankheiten oder Gebrechen zusammen, gilt Folgendes:
A.[Link] Entsprechend dem Umfang, in dem Krankheiten oder Gebrechen an der Gesundheitsschä-
digung oder ihren Folgen mitgewirkt haben (Mitwirkungsanteil), mindert sich
⚫ bei der Invaliditätsleistung der Prozentsatz des Invaliditätsgrads.
⚫ bei der Todesfallleistung und, soweit nicht etwas anderes bestimmt ist, bei den ande-
ren Leistungsarten die Leistung selbst.
A.[Link] Beträgt der Mitwirkungsanteil weniger als 25 %, nehmen wir keine Minderung vor.
A.4.10 Fälligkeit
Wir erbringen unsere Leistungen, nachdem wir die Erhebungen abgeschlossen haben, die
zur Feststellung des Versicherungsfalls und des Umfangs unserer Leistungspflicht notwen-
dig sind. Dazu gilt Folgendes:
Erklärung über die Leistungspflicht
A.4.10.1 Wir sind verpflichtet, innerhalb eines Monats in Textform zu erklären, ob und in welchem
Umfang wir unsere Leistungspflicht anerkennen. Bei Invaliditätsleistung beträgt die Frist drei
Monate.
Die Fristen beginnen, sobald uns folgende Unterlagen zugehen:
⚫ Nachweis des Unfallhergangs und der Unfallfolgen.
⚫ Bei Invaliditätsleistung zusätzlich der Nachweis über den Abschluss des Heilverfah-
rens, soweit dies für die Bemessung des Invaliditätsgrads notwendig ist.
Beachten Sie dabei auch die Verhaltensregeln nach E.1.5.
Die ärztlichen Gebühren, die Ihnen zur Begründung des Leistungsanspruchs entstehen,
übernehmen wir
⚫ bei Invaliditätsleistung bis zu 2% der versicherten Summe.
⚫ bei Tagegeld und Krankenhaustagegeld jeweils bis zu 10 Tagessätze.
Sonstige Kosten übernehmen wir nicht.
Leistung innerhalb von zwei Wochen
A.4.10.2 Erkennen wir den Anspruch an oder haben wir uns mit Ihnen über Grund und Höhe geeinigt,
leisten wir innerhalb von zwei Wochen.
Vorschüsse
A.4.10.3 Steht die Leistungspflicht zunächst nur dem Grunde nach fest, zahlen wir – auf Ihren Wunsch
– angemessene Vorschüsse.
Vor Abschluss des Heilverfahrens kann eine Invaliditätsleistung innerhalb eines Jahres nach
dem Unfall nur bis zur Höhe einer vereinbarten Todesfallsumme beansprucht werden.
Neubemessung des Invaliditätsgrads
A.4.10.4 Nach der Bemessung des Invaliditätsgrads können sich Veränderungen des Gesundheits-
zustands ergeben.
Sie und wir sind berechtigt, den Grad der Invalidität jährlich erneut ärztlich bemessen zu
lassen.
Dieses Recht steht Ihnen und uns längstens bis zu drei Jahren nach dem Unfall zu. Bei
Kindern bis zur Vollendung des 5. Lebensjahres verlängert sich diese Frist von drei auf 5
Jahre.
⚫ Wenn wir eine Neubemessung wünschen, teilen wir Ihnen dies zusammen mit der Er-
klärung über unsere Leistungspflicht mit.
⚫ Wenn Sie eine Neubemessung wünschen, müssen Sie uns dies vor Ablauf der Frist
mitteilen.
Ergibt die endgültige Bemessung eine höhere Invaliditätsleistung, als wir bereits gezahlt
haben, ist der Mehrbetrag mit 4% jährlich zu verzinsen.
A.5 Fahrerschutzversicherung –
wenn der Fahrer verletzt oder getötet wird
Die Fahrerschutzversicherung ist eine Kfz-Unfallversicherung, deren Leistungen sich nach
dem tatsächlich entstandenen Personenschaden richten.
Zum Lenken des Fahrzeugs gehört z. B. nicht das Ein- und Aussteigen oder das Be- und
Entladen.
A.5.4.3 Unsere Leistung für ein Schadenereignis ist beschränkt auf die Höhe der vereinbarten Ver-
sicherungssumme. Mehrere zeitlich zusammenhängende Schäden, die dieselbe Ursache
haben, gelten als ein einziges Schadenereignis. Die Höhe Ihrer Versicherungssumme kön-
nen Sie dem Versicherungsschein entnehmen.
<Redaktioneller Hinweis: Wenn unter A.5.4.1 die Leistungspositionen der Höhe nach limitiert
sind, kann die Aufführung der Versicherungssumme entbehrlich sein. Sind nur einzelne
Leistungspositionen limitiert, sollte nachfolgender Hinweis erfolgen:>
[Hinweis: Beachten Sie zu den Summenbegrenzungen für einzelne Leistungen A.5.4.1.]
B.2.1 Händigen wir Ihnen die Versicherungsbestätigung aus oder nennen wir Ihnen bei elektroni-
scher Versicherungsbestätigung die Versicherungsbestätigungs-Nummer, haben Sie in der
Kfz-Haftpflichtversicherung und beim Autoschutzbrief vorläufigen Versicherungsschutz zu
dem vereinbarten Zeitpunkt, spätestens ab dem Tag, an dem das Fahrzeug unter Verwen-
dung der Versicherungsbestätigung zugelassen wird. Ist das Fahrzeug bereits auf Sie zuge-
lassen, beginnt der vorläufige Versicherungsschutz ab dem vereinbarten Zeitpunkt.
Kasko-, Kfz-Unfall- und Fahrerschutzversicherung
B.2.2 In der Kasko-, Kfz-Unfall- und Fahrerschutzversicherung haben Sie vorläufigen Versiche-
rungsschutz nur, wenn wir dies ausdrücklich zugesagt haben. Der Versicherungsschutz be-
ginnt zum vereinbarten Zeitpunkt.
Übergang des vorläufigen in den endgültigen Versicherungsschutz
B.2.3 Sobald Sie den ersten oder einmaligen Beitrag nach C.1.1 gezahlt haben, geht der vorläufi-
ge in den endgültigen Versicherungsschutz über.
Rückwirkender Wegfall des vorläufigen Versicherungsschutzes
B.2.5 Sie und wir sind berechtigt, den vorläufigen Versicherungsschutz jederzeit zu kündigen. Un-
sere Kündigung wird erst nach Ablauf von zwei Wochen ab Zugang der Kündigung bei Ihnen
wirksam.
Beendigung des vorläufigen Versicherungsschutzes durch Widerruf
B.2.7 Für den Zeitraum des vorläufigen Versicherungsschutzes haben wir Anspruch auf einen der
Laufzeit entsprechenden Teil des Beitrags.
C Beitragszahlung
C.1 Zahlung des ersten oder einmaligen Beitrags
Rechtzeitige Zahlung
C.1.1 Der im Versicherungsschein genannte erste oder einmalige Beitrag wird in 14 Tagen nach
Zugang des Versicherungsscheins fällig. Sie haben diesen Beitrag dann unverzüglich (d. h.
spätestens innerhalb von 14 Tagen) zu zahlen.
Nicht rechtzeitige Zahlung
C.1.2 Zahlen Sie den ersten oder einmaligen Beitrag nicht rechtzeitig, haben Sie von Anfang an
keinen Versicherungsschutz, es sei denn, Sie haben die Nichtzahlung oder verspätete Zah-
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lung nicht zu vertreten. Haben Sie die nicht rechtzeitige Zahlung jedoch zu vertreten, be- ginnt
der Versicherungsschutz erst ab der Zahlung des Beitrags.
C.1.3 Außerdem können wir vom Vertrag zurücktreten, solange der Beitrag nicht gezahlt ist. Der
Rücktritt ist ausgeschlossen, wenn Sie die Nichtzahlung nicht zu vertreten haben. Nach dem
Rücktritt können wir von Ihnen eine Geschäftsgebühr verlangen. Diese beträgt xx % des
Jahresbeitrags für jeden angefangenen Monat ab dem beantragten Beginn des Versiche-
rungsschutzes bis zu unserem Rücktritt, jedoch höchstens bis xx % des Jahresbeitrags.
C.2.1 Ein Folgebeitrag ist zu dem im Versicherungsschein oder in der Beitragsrechnung angege-
benen Zeitpunkt fällig und zu zahlen.
Nicht rechtzeitige Zahlung
C.2.2 Zahlen Sie einen Folgebeitrag nicht rechtzeitig, fordern wir Sie auf, den rückständigen Bei-
trag zuzüglich des Verzugsschadens (Kosten und Zinsen) innerhalb von zwei Wochen ab
Zugang unserer Aufforderung zu zahlen.
C.2.3 Tritt ein Schadenereignis nach Ablauf der zweiwöchigen Zahlungsfrist ein und sind zu die-
sem Zeitpunkt diese Beträge noch nicht bezahlt, haben Sie keinen Versicherungsschutz. Wir
bleiben jedoch zur Leistung verpflichtet, wenn Sie die verspätete Zahlung nicht zu ver- treten
haben.
C.2.4 Sind Sie mit der Zahlung dieser Beträge nach Ablauf der zweiwöchigen Zahlungsfrist noch in
Verzug, können wir den Vertrag mit sofortiger Wirkung kündigen. Unsere Kündigung wird
unwirksam, wenn Sie diese Beträge innerhalb eines Monats ab Zugang der Kündigung zah-
len. Haben wir die Kündigung zusammen mit der Mahnung ausgesprochen, wird die Kündi-
gung unwirksam, wenn Sie innerhalb eines Monas nach Ablauf der in der Mahnung genann-
ten Zahlungsfrist zahlen.
Für Schadenereignisse, die in der Zeit nach Ablauf der zweiwöchigen Zahlungsfrist bis zu
Ihrer Zahlung eintreten, haben Sie keinen Versicherungsschutz. Versicherungsschutz besteht
erst wieder für Schadenereignisse nach Ihrer Zahlung.
C.4 Zahlungsperiode
Beiträge für Ihre Versicherung müssen Sie entsprechend der vereinbarten Zahlungsperiode
bezahlen. Die Zahlungsperiode ist die Versicherungsperiode nach § 12 Versicherungsver-
tragsgesetz. Welche Zahlungsperiode Sie mit uns vereinbart haben, können Sie Ihrem Ver-
sicherungsschein entnehmen.
Die Laufzeit des Vertrags, die sich von der Zahlungsperiode unterscheiden kann, ist in Ab-
schnitt G geregelt.
Hinweis: Beachten Sie auch Ihre Pflichten nach D.1.1.4 und die Ausschlüsse nach A.1.5.2,
A.2.9.2, A.3.9.2, A.4.12.3 und A.5.6.5.
D.2.1 Verletzen Sie vorsätzlich eine Ihrer in D.1 geregelten Pflichten, haben Sie keinen Versiche-
rungsschutz. Verletzen Sie Ihre Pflichten grob fahrlässig, sind wir berechtigt, unsere Leis- tung
in einem der Schwere Ihres Verschuldens entsprechenden Verhältnis zu kürzen. Wei- sen Sie
nach, dass Sie die Pflicht nicht grob fahrlässig verletzt haben, bleibt der Versiche- rungsschutz
bestehen.
Bei einer Verletzung der Pflicht in der Kfz-Haftpflichtversicherung aus D.1.2 Satz 2 sind wir
Ihnen, dem Halter oder Eigentümer gegenüber nicht von der Leistungspflicht befreit, soweit
Sie, der Halter oder Eigentümer als Fahrzeuginsasse, der das Fahrzeug nicht geführt hat,
einen Personenschaden erlitten haben.
D.2.2 Abweichend von D.2.1 sind wir zur Leistung verpflichtet, soweit die Pflichtverletzung weder
für den Eintritt des Versicherungsfalls noch für den Umfang unserer Leistungspflicht ursäch-
lich ist. Dies gilt nicht, wenn Sie die Pflicht arglistig verletzen.
Beschränkung der Leistungsfreiheit in der Kfz-Haftpflichtversicherung
D.2.3 In der Kfz-Haftpflichtversicherung ist die sich aus D.2.1 ergebende Leistungsfreiheit bzw.
Leistungskürzung Ihnen und den mitversicherten Personen gegenüber auf den Betrag von
höchstens je xx Euro beschränkt.1.
Dies gilt entsprechend, wenn wir wegen einer von Ihnen vorgenommenen Gefahrerhöhung
(§§ 23, 26 Versicherungsvertragsgesetz) vollständig oder teilweise von der Leistungspflicht
befreit sind.
D.2.4 Gegenüber einem Fahrer, der das Fahrzeug durch eine vorsätzlich begangene Straftat er-
langt (z. B. durch Diebstahl), sind wir vollständig von der Verpflichtung zur Leistung frei.
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Gem. § 5 Abs. 3 KfzPflVV darf die Leistungsfreiheit höchstens auf 5.000 Euro beschränkt werden.
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⚫ Sie dürfen den Unfallort nicht verlassen, ohne die gesetzlich erforderlichen Feststel-
lungen zu ermöglichen oder die dabei erforderliche Wartezeit zu beachten. Ist die er-
forderliche Wartezeit abgelaufen oder haben Sie sich berechtigt oder entschuldigt vom
Unfallort entfernt, müssen Sie die Feststellungen unverzüglich nachträglich ermögli-
chen (Unfallflucht nach § 142 StGB).
⚫ Sie müssen unsere Fragen zu den Umständen des Schadenereignisses, zum Umfang
des Schadens und zu unserer Leistungspflicht wahrheitsgemäß und vollständig be-
antworten. Wir können verlangen, dass Sie uns in Textform antworten.
⚫ Sie müssen uns angeforderte Nachweise vorlegen, soweit es Ihnen billigerweise zu-
gemutet werden kann, diese zu beschaffen.
⚫ Sie müssen unsere für die Aufklärung des Schadens erforderlichen Weisungen befol-
gen, soweit dies für Sie zumutbar ist.
⚫ Sie müssen uns Untersuchungen zu den Umständen des Schadenereignisses und zu
unserer Leistungspflicht ermöglichen, soweit es Ihnen zumutbar ist.
Schadenminderungspflicht
E.1.1.4 Sie sind verpflichtet, bei Eintritt des Schadenereignisses nach Möglichkeit für die Abwen- dung
und Minderung des Schadens zu sorgen.
Sie haben hierbei unsere Weisungen, soweit für Sie zumutbar, zu befolgen.
E.1.4.2 Sie müssen uns jede zumutbare Untersuchung über die Ursache und Höhe des Schadens
und über den Umfang unserer Leistungspflicht gestatten. Außerdem müssen Sie Originalbe-
lege zum Nachweis der Schadenhöhe vorlegen und die behandelnden Ärzte im Rahmen von
§ 213 Versicherungsvertragsgesetz von der Schweigepflicht entbinden.
E.2.1 Verletzen Sie vorsätzlich eine Ihrer in E.1.1 bis E.1.6 geregelten Pflichten, haben Sie keinen
Versicherungsschutz. Verletzen Sie Ihre Pflichten grob fahrlässig, sind wir berechtigt, unse-
re Leistung in einem der Schwere Ihres Verschuldens entsprechenden Verhältnis zu kürzen.
Weisen Sie nach, dass Sie die Pflicht nicht grob fahrlässig verletzt haben, bleibt der Versi-
cherungsschutz bestehen.
Für die vollständige oder teilweise Leistungsfreiheit bei Verletzung einer Auskunfts- oder
Aufklärungspflicht im Schadenfall gilt folgende weitere Voraussetzung: Wir haben Sie durch
gesonderte Mitteilung in Textform auf diese Rechtsfolge hingewiesen.
E.2.2 Abweichend von E.2.1 sind wir zur Leistung verpflichtet, soweit Sie nachweisen, dass die
Pflichtverletzung weder für die Feststellung des Versicherungsfalls noch für die Feststellung
oder den Umfang unserer Leistungspflicht ursächlich war. Dies gilt nicht, wenn Sie die Pflicht
arglistig verletzen.
Beschränkung der Leistungsfreiheit in der Kfz-Haftpflichtversicherung
E.2.3 In der Kfz-Haftpflichtversicherung ist die sich aus E.2.1 ergebende Leistungsfreiheit bzw.
Leistungskürzung Ihnen und den mitversicherten Personen gegenüber auf den Betrag von
höchstens je xx Euro2 beschränkt.
E.2.4 Die Leistungsfreiheit erweitert sich auf einen Betrag von höchstens je xx Euro3, wenn Sie
die Aufklärungs- oder Schadenminderungspflicht nach E.1.1.3 und E.1.1.4
⚫ vorsätzlich und
⚫ in besonders schwerwiegender Weise
verletzt haben. Dies ist z. B. bei unerlaubtem Entfernen vom Unfallort trotz eines Personen-
oder schweren Sachschadens der Fall.
Vollständige Leistungsfreiheit in der Kfz-Haftpflichtversicherung
E.2.5 Verletzen Sie Ihre Pflichten in der Absicht, sich oder einem Anderen einen rechtswidrigen
Vermögensvorteil zu verschaffen, sind wir von unserer Leistungspflicht hinsichtlich des er-
langten Vermögensvorteils vollständig frei.
Besonderheiten in der Kfz-Haftpflichtversicherung bei Rechtsstreitigkeiten
2
Gem. § 6 Abs. 1 KfzPflVV darf die Leistungsfreiheit höchstens auf 2.500 Euro beschränkt werden.
3
Gem. § 6 Abs. 3 KfzPflVV darf die Leistungsfreiheit höchstens auf 5.000 Euro beschränkt werden.
34
G.1.2 Ist der Vertrag mit einer Laufzeit von einem Jahr abgeschlossen, verlängert er sich zum Ab-
lauf um jeweils ein weiteres Jahr, wenn nicht Sie oder wir den Vertrag kündigen.
Dies gilt auch, wenn für die erste Laufzeit nach Abschluss des Vertrags deshalb weniger als
ein Jahr vereinbart ist, um die folgenden Versicherungsjahre zu einem bestimmten
Kalendertag beginnen zu lassen.
Verträge mit einer Laufzeit unter einem Jahr
G.1.3 Ist die Laufzeit ausdrücklich mit weniger als einem Jahr vereinbart, endet der Vertrag zu
dem vereinbarten Zeitpunkt, ohne dass es einer Kündigung bedarf.
G.2 Wann und aus welchem Anlass können Sie den Versicherungsvertrag kündigen?
Kündigung zum Ablauf des Versicherungsjahres
G.2.1 Sie können den Vertrag zum Ablauf des Versicherungsjahres kündigen. Die Kündigung ist
nur wirksam, wenn sie uns spätestens einen Monat vor Ablauf zugeht.
Kündigung des vorläufigen Versicherungsschutzes
G.2.2 Sie sind berechtigt, einen vorläufigen Versicherungsschutz zu kündigen. Die Kündigung wird
sofort mit ihrem Zugang bei uns wirksam.
Kündigung nach einem Schadenereignis
G.2.3 Nach dem Eintritt eines Schadenereignisses können Sie den Vertrag kündigen. Die Kündi-
gung muss uns innerhalb eines Monats nach Beendigung der Verhandlungen über die Ent-
schädigung zugehen oder innerhalb eines Monats zugehen, nachdem wir in der Kfz-
Haftpflichtversicherung unsere Leistungspflicht anerkannt oder zu Unrecht abgelehnt haben.
Das gleiche gilt, wenn wir Ihnen in der Kfz-Haftpflichtversicherung die Weisung erteilen, es
über den Anspruch des Dritten zu einem Rechtsstreit kommen zu lassen. Außerdem können
Sie in der Kfz-Haftpflichtversicherung den Vertrag bis zum Ablauf eines Monats seit der
Rechtskraft des im Rechtsstreit mit dem Dritten ergangenen Urteils kündigen.
G.2.4 Sie können bestimmen, ob die Kündigung sofort oder zu einem späteren Zeitpunkt, spätes-
tens jedoch zum Ablauf des Vertrags, wirksam werden soll.
Kündigung bei Veräußerung oder Zwangsversteigerung des Fahrzeugs
G.2.5 Veräußern Sie das Fahrzeug oder wird es zwangsversteigert, geht der Vertrag nach G.7.1
oder G.7.6 auf den Erwerber über. Der Erwerber ist berechtigt, den Vertrag innerhalb eines
35
Monats nach dem Erwerb zu kündigen. Bei fehlender Kenntnis vom Bestehen der Versiche-
rung beginnt die Kündigungsfrist des Erwerbers erst ab Kenntnis.
Der Erwerber kann bestimmen, ob der Vertrag mit sofortiger Wirkung oder spätestens zum
Ablauf des Vertrags endet.
G.2.6 Schließt der Erwerber für das Fahrzeug eine neue Versicherung ab und legt er bei der Zu-
lassungsbehörde eine Versicherungsbestätigung vor, gilt dies automatisch als Kündigung des
übergegangenen Vertrages. Die Kündigung wird zum Beginn der neuen Versicherung
wirksam.
Kündigung bei Beitragserhöhung
G.2.7 Erhöhen wir aufgrund unseres Beitragsanpassungsrechts nach J.1 bis J.3 den Beitrag, kön-
nen Sie den Vertrag innerhalb eines Monats nach Zugang unserer Mitteilung über die Bei-
tragserhöhung kündigen. Die Kündigung ist sofort wirksam, frühestens jedoch zu dem Zeit-
punkt, zu dem die Beitragserhöhung wirksam geworden wäre. Wir teilen ihnen die Beitrags-
erhöhung spätestens einen Monat vor dem Wirksamwerden mit und weisen Sie auf Ihr Kün-
digungsrecht hin.
Kündigung bei geänderter Verwendung des Fahrzeugs
G.2.8 Ändert sich die Art und Verwendung des Fahrzeugs nach K.5 und erhöht sich der Beitrag
dadurch um mehr als 10%, können Sie den Vertrag innerhalb eines Monats nach Zugang
unserer Mitteilung ohne Einhaltung einer Frist kündigen.
[ xx Kündigung bei Bedingungsänderung
<Achtung! Nur, wenn Bedingungsänderung gem. N vereinbart>
G.2.9 Machen wir von unserem Recht zur Bedingungsanpassung nach N Gebrauch, können Sie
den Vertrag innerhalb von sechs Wochen nach Zugang unserer Mitteilung über die Bedin-
gungsanpassung kündigen. Die Kündigung ist sofort wirksam, frühestens jedoch zum Zeit-
punkt des Wirksamwerdens der Bedingungsänderung. Wir teilen Ihnen die Änderung spä-
testens sechs Wochen vor dem Wirksamwerden mit und weisen Sie auf Ihr Kündigungs- recht
hin.]
G.3 Wann und aus welchem Anlass können wir den Versicherungsvertrag kündigen?
Kündigung zum Ablauf
G.3.1 Wir können den Vertrag zum Ablauf des Versicherungsjahres kündigen. Die Kündigung ist nur
wirksam, wenn sie Ihnen spätestens einen Monat vor Ablauf zugeht.
Kündigung des vorläufigen Versicherungsschutzes
G.3.2 Wir sind berechtigt, einen vorläufigen Versicherungsschutz zu kündigen. Die Kündigung wird
nach Ablauf von zwei Wochen nach ihrem Zugang bei Ihnen wirksam.
Kündigung nach einem Schadenereignis
G.3.3 Nach dem Eintritt eines Schadenereignisses können wir den Vertrag kündigen. Die Kündi-
gung muss Ihnen innerhalb eines Monats nach Beendigung der Verhandlungen über die
Entschädigung oder innerhalb eines Monats zugehen, nachdem wir in der Kfz-
Haftpflichtversicherung unsere Leistungspflicht anerkannt oder zu Unrecht abgelehnt ha- ben.
Das gleiche gilt, wenn wir Ihnen in der Kfz-Haftpflichtversicherung die Weisung erteilen, es
über den Anspruch des Dritten zu einem Rechtsstreit kommen zu lassen. Außerdem können
wir in der Kfz-Haftpflichtversicherung den Vertrag bis zum Ablauf eines Monats seit der
Rechtskraft des im Rechtsstreit mit dem Dritten ergangenen Urteils kündigen.
Unsere Kündigung wird einen Monat nach ihrem Zugang bei Ihnen wirksam.
Kündigung bei Nichtzahlung des Folgebeitrags
G.3.4 Haben Sie einen ausstehenden Folgebeitrag zuzüglich Kosten und Zinsen trotz unserer
Zahlungsaufforderung nach C.2.2 nicht innerhalb der zweiwöchigen Frist gezahlt, können wir
den Vertrag mit sofortiger Wirkung kündigen. Unsere Kündigung wird unwirksam, wenn Sie
diese Beträge innerhalb eines Monats ab Zugang der Kündigung zahlen (siehe auch C.2.4).
Kündigung bei Verletzung Ihrer Pflichten bei Gebrauch des Fahrzeugs
G.3.5 Haben Sie eine Ihrer Pflichten bei Gebrauch des Fahrzeugs nach D verletzt, können wir in-
nerhalb eines Monats, nachdem wir von der Pflichtverletzung Kenntnis erlangt haben, den
Vertrag mit sofortiger Wirkung kündigen. Dies gilt nicht, wenn Sie nachweisen, dass Sie die
Pflicht weder vorsätzlich noch grob fahrlässig verletzt haben.
36
G.3.6 Ändert sich die Art oder Verwendung des Fahrzeugs nach K.5, können wir den Vertrag mit
sofortiger Wirkung kündigen. Können Sie nachweisen, dass die Änderung weder auf Vor- satz
noch auf grober Fahrlässigkeit beruht, wird die Kündigung nach Ablauf von einem Mo- nat
nach ihrem Zugang bei Ihnen wirksam.
Kündigung bei Veräußerung oder Zwangsversteigerung des Fahrzeugs
G.3.7 Bei Veräußerung oder Zwangsversteigerung des Fahrzeugs nach G.7 können wir dem Er-
werber gegenüber kündigen. Wir haben die Kündigung innerhalb eines Monats ab dem
Zeitpunkt auszusprechen, zu dem wir von der Veräußerung oder Zwangsversteigerung
Kenntnis erlangt haben. Unsere Kündigung wird einen Monat nach ihrem Zugang beim Er-
werber wirksam.
G.4.2 Sie und wir sind berechtigt, bei Vorliegen eines Kündigungsanlasses zu einem dieser Ver-
träge die gesamte Kfz-Versicherung für das Fahrzeug zu kündigen.
G.4.3 Kündigen wir von mehreren für das Fahrzeug abgeschlossenen Verträgen nur einen, kön- nen
Sie die Kündigung auf die gesamte Kfz-Versicherung ausdehnen. Hierzu müssen Sie uns
innerhalb von zwei Wochen nach Zugang unserer Kündigung mitteilen, dass Sie mit ei- ner
Fortsetzung der anderen Verträge nicht einverstanden sind. Entsprechend haben wir das
Recht, die gesamte Kfz-Versicherung zu kündigen, wenn Sie von mehreren nur einen Vertrag
kündigen.
G.4.4 Kündigen Sie oder wir nur den Autoschutzbrief, gelten G.4.2 und G.4.3 nicht.
G.7.1 Veräußern Sie Ihr Fahrzeug, geht die Versicherung auf den Erwerber über. Dies gilt nicht für
die Kfz-Unfall- und die Fahrerschutzversicherung.
G.7.2 Wir sind berechtigt und verpflichtet, den Beitrag entsprechend den Angaben des Erwerbers,
wie wir sie bei einem Neuabschluss des Vertrags verlangen würden, anzupassen. Das gilt
auch für die SF-Klasse des Erwerbers, die entsprechend seines bisherigen Schadenverlaufs
ermittelt wird. Der neue Beitrag gilt ab dem Tag, der auf den Übergang der Versicherung folgt.
G.7.3. Den Beitrag für die laufende Zahlungsperiode können wir entweder von Ihnen oder vom Er-
werber verlangen.
Anzeige der Veräußerung
G.7.4 Sie und der Erwerber sind verpflichtet, uns die Veräußerung des Fahrzeugs unverzüglich
anzuzeigen. Unterbleibt die Mitteilung, droht unter den Voraussetzungen des § 97 Versiche-
rungsvertragsgesetz der Verlust des Versicherungsschutzes.
Kündigung des Vertrags
G.7.5 Im Falle der Veräußerung können der Erwerber nach G.2.5 und G.2.6 oder wir nach G.3.7
den Vertrag kündigen. Dann können wir den Beitrag nur von Ihnen verlangen.
Zwangsversteigerung
G.7.6 Die Regelungen G.7.1 bis G.7.5 sind entsprechend anzuwenden, wenn Ihr Fahrzeug
zwangsversteigert wird.
37
H.1.1 Wird das versicherte Fahrzeug außer Betrieb gesetzt und soll es zu einem späteren Zeit-
punkt wieder zugelassen werden, wird dadurch der Vertrag nicht beendet.
H.1.2 Der Vertrag geht in eine beitragsfreie Ruheversicherung über, wenn die Zulassungsbehörde
uns die Außerbetriebsetzung mitteilt. Dies gilt nicht, wenn die Außerbetriebsetzung weniger
als zwei Wochen beträgt oder Sie die uneingeschränkte Fortführung des bisherigen Versi-
cherungsschutzes verlangen.
H.1.3 Die Regelungen nach H.1.1 und H.1.2 gelten nicht für Wohnwagenanhänger sowie bei Ver-
trägen mit ausdrücklich kürzerer Vertragsdauer als ein Jahr.
Umfang der Ruheversicherung
H.1.4 Mit der beitragsfreien Ruheversicherung gewähren wir Ihnen während der Dauer der Außer-
betriebsetzung eingeschränkten Versicherungsschutz.
Der Ruheversicherungsschutz umfasst
⚫ die Kfz-Haftpflichtversicherung,
⚫ die Teilkaskoversicherung, wenn für das Fahrzeug im Zeitpunkt der Außerbetriebset-
zung eine Voll- oder eine Teilkaskoversicherung bestand.
Ihre Pflichten bei der Ruheversicherung
H.1.5 Während der Dauer der Ruheversicherung sind Sie verpflichtet, das Fahrzeug
⚫ in einem Einstellraum (z. B. einer Einzel- oder Sammelgarage) oder
⚫ auf einem umfriedeten Abstellplatz (z. B. durch Zaun, Hecke, Mauer umschlossen)
nicht nur vorübergehend abzustellen. Sie dürfen das Fahrzeug außerhalb dieser
Räumlichkeiten auch nicht gebrauchen. Verletzen Sie Ihre Pflichten, sind wir unter den
Voraussetzungen nach D.2 leistungsfrei.
Wiederanmeldung
H.1.6 Wird das Fahrzeug wieder zum Verkehr zugelassen (Ende der Außerbetriebsetzung), lebt der
ursprüngliche Versicherungsschutz wieder auf. Das Ende der Außerbetriebsetzung ha- ben
Sie uns unverzüglich mitzuteilen.
Ende des Vertrags und der Ruheversicherung
H.1.7 Der Vertrag und damit auch die Ruheversicherung enden xx Monate nach der Außerbe-
triebsetzung des Fahrzeugs, ohne dass es einer Kündigung bedarf.
H.1.8 Melden Sie das Fahrzeug während des Bestehens der Ruheversicherung mit einer Versi-
cherungsbestätigung eines anderen Versicherers wieder an, haben wir das Recht, den Ver-
trag fortzusetzen und den anderen Versicherer zur Aufhebung des Vertrags aufzufordern.
H.2.2 Außerhalb der Saison haben Sie Ruheversicherungsschutz nach H.1.4 und H.1.5.
H.2.3 Für Fahrten außerhalb der Saison haben Sie innerhalb des für den Halter zuständigen Zu-
lassungsbezirks und eines angrenzenden Bezirks in der Kfz-Haftpflichtversicherung Versi-
cherungsschutz, wenn diese Fahrten
⚫ im Zusammenhang mit dem Zulassungsverfahren oder
38
H.3.2 Zulassungsfahrten sind Fahrten, die im Zusammenhang mit dem Zulassungsverfahren ste-
hen. Dies sind:
⚫ Fahrten zur Zulassungsstelle zur Anbringung der Stempelplakette sowie Fahrten zur
Durchführung einer Hauptuntersuchung oder einer Sicherheitsprüfung innerhalb des
zuständigen Zulassungsbezirks und eines angrenzenden Bezirks mit ungestempelten
Kennzeichen, wenn die Zulassungsbehörde vorab ein solches erteilt hat.
⚫ Fahrten nach Entfernung der Stempelplakette mit dem bisher zugeteilten Kennzei- chen
bis zum Ablauf des Tages der Außerbetriebsetzung des Fahrzeugs.
I Schadenfreiheitsrabatt-System
I.1 Einstufung in Schadenfreiheitsklassen (SF-Klassen)
In der Kfz-Haftpflicht- und der Vollkaskoversicherung richtet sich die Einstufung Ihres Ver-
trags in eine SF-Klasse und der sich daraus ergebende Beitragssatz nach Ihrem Schaden-
verlauf. Siehe dazu die Tabellen in Anhang 1.
Dies gilt nicht für Fahrzeuge ... < xx alle gewünschten WKZ und Kennzeichenarten
aufführen >
I.2 Ersteinstufung
Beginnt Ihr Vertrag für einen Pkw ohne Übernahme eines Schadenverlaufs nach I.6, wird er
in die SF-Klasse 3 eingestuft, wenn
• auf Sie, Ihren Ehepartner, Ihren eingetragenen Lebenspartner oder Ihren mit Ihnen in
häuslicher Gemeinschaft lebenden Lebenspartner bereits ein Pkw zugelassen ist, der zu
diesem Zeitpunkt in der Kfz-Haftpflichtversicherung mindestens in die SF-Klasse 3
eingestuft ist, und
• Sie seit mindestens einem Jahr eine Fahrerlaubnis für Pkw oder Krafträder besitzen, die
von einem Mitgliedstaat des Europäischen Wirtschaftsraums erteilt wurde oder nach
I.2.5 gleichgestellt ist, und
• der hinzukommende Pkw ausschließlich von Ihnen und Ihrem Ehepartner, Ihrem einge-
tragenen Lebenspartner oder Ihrem mit Ihnen in häuslicher Gemeinschaft lebenden Le-
benspartner gefahren wird und Sie und der jeweilige Fahrer mindestens das xx. Le-
bensjahr vollendet haben. Liegen diese Voraussetzungen nicht mehr vor, wird Ihr Ver-
trag ab diesem Zeitpunkt in diejenige SF-Klasse eingestuft, die sich ergeben hätte, wenn
der Vertrag bei Beginn nach I.2.2.2 eingestuft worden wäre.
I.2.4 Führerscheinsonderregelung
Hat Ihr Vertrag für einen Pkw oder ein Kraftrad in der Klasse SF 0 begonnen, stufen wir ihn
auf Ihren Antrag besser ein, sobald Sie drei Jahre im Besitz einer Fahrerlaubnis für Pkw oder
Krafträder sind und folgende Voraussetzungen gegeben sind:
⚫ Der Vertrag ist schadenfrei verlaufen und
⚫ Ihre Fahrerlaubnis ist von einem Mitgliedsstaat des Europäischen Wirtschaftsraums
(EWR) ausgestellt worden oder dieser nach I.2.5. gleichgestellt.
I.6.3 Wie wirkt sich eine Unterbrechung des Versicherungsschutzes auf den Schadenver-
lauf aus?
Im Jahr der Übernahme
I.6.3.1 Nach einer Unterbrechung des Versicherungsschutzes (Außerbetriebsetzung, Saisonkenn-
zeichen außerhalb der Saison, Vertragsbeendigung, Veräußerung, Wagniswegfall) gilt:
a Beträgt die Unterbrechung höchstens sechs Monate, übernehmen wir den Schadenver-
lauf, als wäre der Versicherungsschutz nicht unterbrochen worden.
b Beträgt die Unterbrechung mehr als sechs und höchstens zwölf Monate, übernehmen wir
den Schadenverlauf, wie er vor der Unterbrechung bestand.
c Beträgt die Unterbrechung mehr als zwölf Monate, ziehen wir beim Schadenverlauf für
jedes weitere angefangene Kalenderjahr seit der Unterbrechung ein schadenfreies Jahr
ab.
d Beträgt die Unterbrechung mehr als sieben Jahre, übernehmen wir den schadenfreien
Verlauf nicht.
Sofern neben einer Rückstufung aufgrund einer Unterbrechung von mehr als einem Jahr
gleichzeitig eine Rückstufung aufgrund einer Schadenmeldung zu erfolgen hat, gilt
Folgendes: Zunächst ist die Rückstufung aufgrund des Schadens, danach die Rückstufung
aufgrund der Unterbrechung vorzunehmen.
Im Folgejahr nach der Übernahme
I.6.3.2 In dem auf die Übernahme folgenden Kalenderjahr richtet sich die Einstufung des Vertrags
nach dessen Schadenverlauf und danach, wie lange der Versicherungsschutz in dem Ka-
lenderjahr der Übernahme bestand:
a Bestand der Versicherungsschutz im Kalenderjahr der Übernahme mindestens sechs
Monate, wird der Vertrag entsprechend seines Verlaufs so eingestuft, als hätte er ein
volles Kalenderjahr bestanden.
b Bestand der Versicherungsschutz im Kalenderjahr der Übernahme weniger als sechs
Monate, unterbleibt eine Besserstufung trotz schadenfreien Verlaufs.
⚫ Der bisherige Betriebsinhaber ist mit der Übernahme des Schadenverlaufs durch Sie
einverstanden und gibt damit den Schadenfreiheitsrabatt in vollem Umfang auf,
⚫ Sie machen glaubhaft, dass sich durch die Übernahme des Betriebs die bisherige Ri-
sikosituation nicht verändert hat.
J.2 Regionalklasse
Richtet sich der Versicherungsbeitrag nach dem Wohnsitz des Halters, wird Ihr Fahrzeug
einer Regionalklasse zugeordnet. Maßgeblich ist der Wohnsitz, den uns die Zulassungsbe-
hörde zu Ihrem Fahrzeug mitteilt. Ihrem Versicherungsschein können Sie entnehmen, wel-
cher Regionalklasse Ihr Fahrzeug zu Beginn des Vertrags zugeordnet worden ist.
Ein unabhängiger Treuhänder ermittelt jährlich, ob und in welchem Umfang sich der Scha-
denbedarf der Region, in welcher der Wohnsitz des Halters liegt, im Verhältnis zu allen Re-
44
gionen erhöht oder verringert hat. Ändert sich der Schadenbedarf Ihrer Region im Verhältnis
zu dem aller Regionen, kann dies zu einer Zuordnung in eine andere Regionalklasse führen.
Die damit verbundene Beitragsänderung wird mit Beginn des nächsten Versicherungsjahres
wirksam.
[ xx Die Klassengrenzen können Sie der Tabelle im Anhang 4 entnehmen.]
J.3 Tarifänderung
< xx Redaktioneller Hinweis: Ein Mustertext wie zu § 9a AKB a. F. wird nicht bekannt ge-
macht. >
J.4 Kündigungsrecht
Führt eine Änderung nach J.1 bis J.3 in der Kfz-Haftpflichtversicherung zu einer Beitragser-
höhung, so haben Sie nach G.2.7 ein Kündigungsrecht. Werden mehrere Änderungen
gleichzeitig wirksam, so besteht Ihr Kündigungsrecht nur, wenn die Änderungen in Summe zu
einer Beitragserhöhung führen.
Dies gilt für die Kaskoversicherung [und xxx] entsprechend.
<Redaktioneller Hinweis: Ist auch in weiteren Sparten ein Tarifänderungsrecht nach J.3 vor-
gesehen, ist dies hier aufzunehmen.>
K.2.1 Ändert sich während der Laufzeit des Vertrags ein im Versicherungsschein unter der Über-
schrift xx aufgeführtes Merkmal zur Beitragsberechnung, berechnen wir den Beitrag neu. Dies
kann zu einer Beitragssenkung oder zu einer Beitragserhöhung führen.
< xx Alternativformulierung für Versicherer, die die Anhänge 2 und 5 verwenden:
K.2.1 Ändert sich während der Laufzeit des Vertrags ein Merkmal zur Beitragsberechnung gemäß
Anhang 2 “Merkmale zur Beitragsberechnung“ und Anhang 5 „Berufsgruppen (Tarifgrup-
pen)“ berechnen wir den Beitrag neu. Dies kann zu einer Beitragssenkung oder zu einer
Beitragserhöhung führen. >
Auswirkung auf den Beitrag
K.2.2 Der neue Beitrag gilt ab dem Tag der Änderung.
K.2.3 Ändert sich die im Versicherungsschein aufgeführte Jahresfahrleistung, gilt abweichend von
K.2.2der neue Beitrag rückwirkend ab Beginn des laufenden Versicherungsjahres.
K.4.1 Die Änderung eines im Versicherungsschein unter der Überschrift < xx konkrete Be-
zeichnung eintragen > aufgeführten Merkmals zur Beitragsberechnung müssen Sie uns un-
verzüglich anzeigen.
Überprüfung der Merkmale zur Beitragsberechnung
K.4.2 Wir sind berechtigt zu überprüfen, ob die bei Ihrem Vertrag berücksichtigten Merkmale zur
Beitragsberechnung zutreffen. Auf Anforderung haben Sie uns entsprechende Bestätigun-
gen oder Nachweise vorzulegen.
Folgen von unzutreffenden Angaben
K.4.3 Haben Sie unzutreffende Angaben zu Merkmalen zur Beitragsberechnung gemacht oder
Änderungen nicht angezeigt und ist deshalb ein zu niedriger Beitrag berechnet worden, gilt
rückwirkend ab Beginn des laufenden Versicherungsjahres der Beitrag, der den tatsächli-
chen Merkmalen zur Beitragsberechnung entspricht.
K.4.4 Haben Sie vorsätzlich unzutreffende Angaben gemacht oder Änderungen vorsätzlich nicht
angezeigt und ist deshalb ein zu niedriger Beitrag berechnet worden, ist zusätzlich zur Bei-
tragserhöhung eine Vertragsstrafe in Höhe von xx zu zahlen.
Folgen von Nichtangaben
K.4.5 Kommen Sie unserer Aufforderung schuldhaft nicht nach, Bestätigungen oder Nachweise
vorzulegen, sind wir berechtigt, den Beitrag rückwirkend ab Beginn des laufenden Versiche-
rungsjahres nach den für Sie ungünstigsten Annahmen zu berechnen, wenn
⚫ wir Sie in Textform auf den dann zu zahlenden Beitrag und die dabei zugrunde geleg-
ten Annahmen hingewiesen haben
⚫ und Sie auch innerhalb einer von uns gesetzten Antwortfrist von mindestens X [nicht
weniger als 4] Wochen die zur Überprüfung der Beitragsberechnung angeforderten
Bestätigungen oder Nachweise nicht nachreichen.
Wir möchten, dass Sie mit uns zufrieden sind. Sollte dies einmal nicht der Fall sein, nehmen Sie bitte
direkt Kontakt mit uns auf, damit wir die Angelegenheit klären können.
L.1.1 Wenn Sie als Verbraucher mit unserer Entscheidung nicht zufrieden sind oder eine Ver-
handlung mit uns einmal nicht zu dem von Ihnen gewünschten Ergebnis geführt hat, können
Sie sich an den Ombudsmann für Versicherungen wenden.
Versicherungsombudsmann e.V.
Postfach 080632
10006 Berlin
E-Mail: beschwerde@[Link]
Internet: [Link]
Telefon 0800 3696000, Fax 0800 3699000 (kostenfrei aus dem deutschen Telefonnetz)
Der Ombudsmann für Versicherungen ist eine unabhängige und für Verbraucher kostenfrei
arbeitende Schlichtungsstelle. Wir haben uns verpflichtet, an dem Schlichtungsverfahren
teilzunehmen
46
Verbraucher, die diesen Vertrag online (z. B. über eine Webseite oder per E-Mail) abge-
schlossen haben, können sich mit ihrer Beschwerde auch online an die Plattform
[Link] wenden. Ihre Beschwerde wird dann über diese Platt-
form an den Versicherungsombudsmann weitergeleitet. Für Fragen können Sie sich auch per
E-Mail an uns wenden: xxxx@[Link].
Versicherungsaufsicht
L.1.2 Sind Sie mit unserer Betreuung nicht zufrieden oder treten Meinungsverschiedenheiten bei
der Vertragsabwicklung auf, können Sie sich auch an die für uns zuständige Aufsicht wen-
den. Als Versicherungsunternehmen unterliegen wir der Aufsicht der Bundesanstalt für Fi-
nanzdienstleistungsaufsicht.
Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin)
Sektor Versicherungsaufsicht
Graurheindorfer Straße 108
53117 Bonn
E-Mail: poststelle@[Link]
Telefon 0228 4108-0, Fax 0228 4108 – 1550
Bitte beachten Sie, dass die BaFin keine Schiedsstelle ist und einzelne Streitfälle nicht
verbindlich entscheiden kann.
Rechtsweg
L.2 Gerichtsstände
Wenn Sie uns verklagen
L.2.1 Ansprüche aus Ihrem Versicherungsvertrag können Sie insbesondere bei folgenden Gerich-
ten geltend machen:
⚫ dem Gericht, das für Ihren Wohnsitz örtlich zuständig ist,
⚫ dem Gericht, das für unseren Geschäftssitz oder für die Sie betreuende Niederlas-
sung örtlich zuständig ist.
Wenn wir Sie verklagen
L.2.2 Wir können Ansprüche aus dem Versicherungsvertrag insbesondere bei folgenden Gerich-
ten geltend machen:
⚫ dem Gericht, das für Ihren Wohnsitz örtlich zuständig ist,
⚫ dem Gericht des Ortes, an dem sich der Sitz oder die Niederlassung Ihres Betriebs
befindet, wenn Sie den Versicherungsvertrag für Ihren Geschäfts- oder Gewerbebe-
trieb abgeschlossen haben.
Sie haben Ihren Wohnsitz oder Geschäftssitz ins Ausland verlegt
L.2.3 Für den Fall, dass Sie Ihren Wohnsitz, Geschäftssitz oder gewöhnlichen Aufenthalt außer-
halb Deutschlands verlegt haben oder Ihr Wohnsitz, Geschäftssitz oder gewöhnlicher Auf-
enthalt im Zeitpunkt der Klageerhebung nicht bekannt ist, gilt abweichend der Regelungen
nach L.2.2 das Gericht als vereinbart, das für unseren Geschäftssitz zuständig ist.
M
- Abschnitt gestrichen -
N Bedingungsänderung
< xx Redaktioneller Hinweis: Ein Mustertext wird nicht bekannt gemacht. >
47
xx xx xx xx xx
…
1.2.2 Vollkaskoversicherung
xx xx xx xx xx
…
2 Krafträder
2.2.2 Vollkaskoversicherung
… < xx Tabelle >
3 Leichtkrafträder
3.2.2 Vollkaskoversicherung
… < xx Tabelle >
4.2.2 Vollkaskoversicherung
… < xx Tabelle >
5 Campingfahrzeuge
5.2.2 Vollkaskoversicherung
… < xx Tabelle >
1.1 Abstellort
Regelmäßiger nächtlicher Abstellort:
⚫ abschließbare Einzelgarage
⚫ abschließbare Doppelgarage
⚫ Mehrfachtiefgarage
⚫ gesichertes Grundstück
⚫ Carport
1.2.1 Kfz-Haftpflichtversicherung:
Fahrleistungsklasse
49
von XX km bis XX km
1.2.2 Vollkaskoversicherung:
Fahrleistungsklasse
von XX km bis XX km
1.2.3 Teilkaskoversicherung:
Fahrleistungsklasse
von XX km bis XX km
Unabhängig von der Fahrleistung gilt bei Verträgen für Pkw, die mit einem Saison-, Oldtimer-, Ausfuhr,
Kurzzeit- oder roten Kennzeichen zugelassen sind, die Fahrleistungsklasse xx als vereinbart.
1 Kfz-Haftpflichtversicherung:
Typklasse Schadenbedarfs-Indexwerte
von bis unter
2 Vollkaskoversicherung:
Typklasse Schadenbedarfs-Indexwerte
von bis unter
3 Teilkaskoversicherung:
Typklasse Schadenbedarfs-Indexwerte
von bis unter
50
1 Für Pkw
5 Für Campingfahrzeuge
2 Berufsgruppe B
Die Beiträge der Berufsgruppe B gelten in der Kfz-Haftpflicht-, Vollkasko- und in der Teilkas-
koversicherung beschränkt auf Pkw, Campingfahrzeuge, Krafträder und Leichtkrafträder – für
Versicherungsverträge von Kraftfahrzeugen, die zugelassen sind auf
a Gebietskörperschaften, Körperschaften, Anstalten und Stiftungen des öffentlichen Rechts;
b juristische Personen des Privatrechts, wenn sie im Hauptzweck Aufgaben wahrnehmen,
die sonst der öffentlichen Hand obliegen würden, und wenn
⚫ an ihrem Grundkapital juristische Personen des öffentlichen Rechts mit mindestens 50
% beteiligt sind oder
⚫ sie Zuwendungen aus öffentlichen Haushalten zu mehr als der Hälfte ihrer Haus-
haltsmittel erhalten (§ 23 Bundeshaushaltsordnung oder die entsprechenden haus-
haltsrechtlichen Vorschriften der Länder);
c mildtätige und kirchliche Einrichtungen (§§ 53, 54 Abgabenordnung);
d als gemeinnützig anerkannte Einrichtungen (§ 52 Abgabenordnung), die im Hauptzweck
der Gesundheitspflege und Fürsorge oder der Jugend- und Altenpflege dienen oder die
52
im Hauptzweck durch Förderung der Wissenschaft, Kunst, Religion, der Erziehung oder
der Volks- und Berufsbildung dem Allgemeinwohl auf materiellem, geistigem oder sittli-
chem Gebiet nutzen;
e Selbsthilfeeinrichtungen der Angehörigen des öffentlichen Dienstes;
f Beamte, Richter, Angestellte und Arbeiter der unter 2.a bis 2.e genannten juristischen
Personen und Einrichtungen, sofern ihre nicht selbstständige und der Lohnsteuer unter-
liegende Tätigkeit für diese mindestens 50 % der normalen Arbeitszeit beansprucht und
sofern sie von ihnen besoldet oder entlohnt werden, sowie die bei diesen juristischen
Personen und Einrichtungen in einem anerkannten Ausbildungsverhältnis stehenden
Personen, ferner Berufssoldaten und Soldaten auf Zeit der Bundeswehr (nicht Wehr- bzw.
Zivildienstpflichtige und freiwillige Helfer);
g Beamte, Angestellte und Arbeiter überstaatlicher oder zwischenstaatlicher Einrichtun-
gen; für sie gilt das gleiche wie für die nach 2.f genannten Beamten, Angestellten und
Arbeiter;
h Pensionäre, Rentner und beurlaubte Angehörige des öffentlichen Dienstes, wenn sie die
Voraussetzungen von 2.f oder 2.g unmittelbar vor ihrem Eintritt in den Ruhestand bzw. vor
ihrer Beurlaubung erfüllt haben und nicht anderweitig berufstätig sind, sowie nicht
berufstätige versorgungsberechtigte Witwen / Witwer von Beamten, Richtern, Angestell-
ten, Arbeitern, Berufssoldaten und Soldaten auf Zeit der Bundeswehr, Pensionären und
Rentnern, die jeweils bei ihrem Tode die Voraussetzungen von 2.f, 2.g oder 2.h erfüllt
haben;
i Familienangehörige von Beamten, Richtern, Angestellten, Arbeitern, Berufssoldaten und
Soldaten auf Zeit der Bundeswehr, Pensionären und Rentnern, die die Voraussetzungen
von 2.f, 2.g oder 2.h erfüllen. Voraussetzung ist, dass die Familienangehörigen nicht er-
werbstätig sind und mit den vorher genannten Personen in häuslicher Gemeinschaft le-
ben und von ihnen unterhalten werden.
3 Berufsgruppe D
Die Beiträge der Berufsgruppe D gelten in der Kfz-Haftpflicht- und der Kaskoversicherung –
in der Teilkaskoversicherung beschränkt auf Pkw, Campingfahrzeuge, Krafträder und
Leichtkrafträder – für Verträge von Kraftfahrzeugen, die zugelassen sind auf privatisierte,
ehemals öffentlich-rechtliche Banken und Sparkassen, andere privatisierte, ehemals öffent-
lich-rechtliche Einrichtungen (z. B. Telekom, Deutsche Bahn, Deutsche Post, Postbank,
Lufthansa) und deren Tochterunternehmen, sonstige Finanzdienstleistungs-, Wohnungsbau-
oder Energieversorgungsunternehmen, Krankenhäuser, Kliniken, Sanatorien, Pflegeheime,
kirchliche Einrichtungen, sonstige mildtätige oder gemeinnützige Einrichtungen und deren
Beschäftigte, wenn sie nicht bereits die Voraussetzungen der Berufsgruppe B erfüllen.
3 Krafträder
Krafträder sind alle Krafträder und Kraftroller, die ein amtliches Kennzeichen führen müssen,
mit Ausnahme von Leichtkrafträdern.
4 Pkw
Pkw sind als Personenkraftwagen zugelassene Kraftfahrzeuge mit höchstens acht Sitzplät-
zen außer dem Fahrersitz, mit Ausnahme von Mietwagen, Taxen und Selbstfahrervermiet-
fahrzeugen.
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5 Mietwagen
Mietwagen sind Pkw, mit denen ein genehmigungspflichtiger Gelegenheitsverkehr ge-
werbsmäßig betrieben wird (unter Ausschluss der Taxen, Kraftomnibusse, Güterfahrzeuge
und Selbstfahrervermietfahrzeuge).
6 Taxen
Taxen sind Pkw, die der Unternehmer an behördlich zugelassenen Stellen bereithält und mit
denen er - auch am Betriebssitz oder während der Fahrt entgegengenommene - Beförde-
rungsaufträge zu einem vom Fahrgast bestimmten Ziel ausführt.
7 Selbstfahrvermietfahrzeuge
Selbstfahrvermietfahrzeuge sind Kraftfahrzeuge und Anhänger, die gewerbsmäßig ohne
Gestellung eines Fahrers vermietet werden.
8 Leasingfahrzeuge
Leasingfahrzeuge sind Kraftfahrzeuge und Anhänger, die gewerbsmäßig ohne Gestellung
eines Fahrers vermietet werden und auf den Mieter zugelassen sind oder bei Zulassung auf
den Vermieter dem Mieter durch Vertrag mindestens sechs Monate überlassen werden.
9 Kraftomnibusse
Kraftomnibusse sind Kraftfahrzeuge und Anhänger, die nach ihrer Bauart und Ausstattung zur
Beförderung von mehr als neun Personen (einschließlich Fahrer) geeignet und bestimmt sind.
10.1 Linienverkehr ist eine zwischen bestimmten Ausgangs- und Endpunkten eingerichtete re-
gelmäßige Verkehrsverbindung, auf der Fahrgäste an bestimmten Haltestellen ein- und
aussteigen können, sowie Verkehr, der unter Ausschluss anderer Fahrgäste der regelmäßi-
gen Beförderung von Personen zum Besuch von Märkten und Theatern dient.
10.2 Gelegenheitsverkehr sind Ausflugsfahrten und Ferienziel-Reisen sowie Verkehr mit Miet-
omnibussen.
10.3 Nicht unter 10.1 oder 10.2 fallen sonstige Busse, insbesondere Hotelomnibusse, Werk-
omnibusse, Schul-, Lehr- und Krankenomnibusse.
10 Campingfahrzeuge
Campingfahrzeuge sind als Wohnmobil zugelassene Fahrzeuge.
11 Werkverkehr
Werkverkehr ist die Güterbeförderung mit Kraftfahrzeugen, Anhängern und Aufliegern nur für
eigene Zwecke durch Personal eines Unternehmens oder von Personal, das dem Unter-
nehmen im Rahmen einer vertraglichen Verpflichtung zur Verfügung gestellt worden ist.
12 Gewerblicher Güterverkehr
Gewerblicher Güterverkehr ist die geschäftsmäßige, entgeltliche Beförderung von Gütern mit
Kraftfahrzeugen, Anhängern und Aufliegern für andere.
13 Umzugsverkehr
Umzugsverkehr ist die ausschließliche Beförderung von Umzugsgut.
14 Wechselaufbauten
Wechselaufbauten sind Aufbauten von Kraftfahrzeugen, Anhängern und Aufliegern, die zur
Güterbeförderung bestimmt sind und mittels mechanischer Vorrichtungen an diesen Fahr-
zeugen ausgewechselt werden können.
15 Landwirtschaftliche Zugmaschinen
Landwirtschaftliche Zugmaschinen oder Anhänger sind Zugmaschinen und Raupenschlep-
per oder Anhänger, die wegen ihrer Verwendung in der Land- und Forstwirtschaft von der
Kraftfahrzeugsteuer freigestellt sind und ein amtliches grünes Kennzeichen führen.
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18 Milchtankwagen
Milchtankwagen sind Fahrzeuge, die dem Transport der Milch zwischen Molkereien oder von
Molkereien zum Verteiler oder Verbraucher dienen. Sie gelten nicht als landwirtschaftli- che
Sonderfahrzeuge, sondern als Güterfahrzeuge.
19 Selbstfahrende Arbeitsmaschinen
Selbstfahrende Arbeitsmaschinen sind Fahrzeuge, die nach ihrer Bauart und ihren besonde-
ren mit dem Fahrzeug fest verbundenen Einrichtungen zur Verrichtung von Arbeit - nicht zur
Beförderung von Personen oder Gütern - bestimmt und geeignet sind und die zu einer vom
Bundesminister für Verkehr bestimmten Art solcher Fahrzeuge gehören (z. B. Selbstlader,
Bagger, Greifer, Kran-Lkw sowie Räum- und Bergungsfahrzeuge, auch wenn sie zu Ab-
schleppzwecken mitverwendet werden).
22 Zugmaschinen
Zugmaschinen sind Kraftfahrzeuge, die ausschließlich oder überwiegend zum Ziehen von
Anhängern oder Aufliegern gebaut sind, mit Ausnahme von landwirtschaftlichen Zugma-
schinen.