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Allgemeine Bedingungen für die Kfz-Versicherung

AKB 2015 – Stand: 17.04.2024

Verfasser:

Arbeitsgruppe Bedingungen und betriebliche Grundsatzfragen der Kommission Kraftfahrt Betrieb (KKB)

Unverbindliche Bekanntgabe des


Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft e.V. (GDV)
zur fakultativen Verwendung.
Abweichende Vereinbarungen sind möglich.
Inhaltsverzeichnis
A Welche Leistungen umfasst Ihre Kfz-Versicherung? 6
A.1 Kfz-Haftpflichtversicherung – für Schäden, die Sie mit Ihrem Fahrzeug Anderen zufügen 6
A.1.1 Was ist versichert? 6
A.1.2 Wer ist versichert? 7
A.1.3 Bis zu welcher Höhe leisten wir (Versicherungssummen)? 7
A.1.4 In welchen Ländern besteht Versicherungsschutz? 7
A.1.5 Was ist nicht versichert? 7
A.2 Kaskoversicherung – für Schäden an Ihrem Fahrzeug 8
A.2.1 Was ist versichert? 8
A.2.2 Welche Ereignisse sind versichert? 9
A.2.3 Wer ist versichert? 11
A.2.4 In welchen Ländern besteht Versicherungsschutz? 11
A.2.5 Was zahlen wir im Schadenfall? 11
A.2.6 Sachverständigenverfahren bei Meinungsverschiedenheit über die Schadenhöhe 14
A.2.7 Fälligkeit unserer Zahlung 14
A.2.8 Können wir unsere Leistung vom Fahrer zurückfordern, wenn Sie nicht selbst gefahren sind? 14
A.2.9 Was ist nicht versichert? 14
A.3 Autoschutzbrief – Hilfe für unterwegs als Service oder Kostenerstattung 15
A.3.1 Was ist versichert? 15
A.3.2 Wer ist versichert? 15
A.3.3 Versicherte Fahrzeuge 15
A.3.4 In welchen Ländern besteht Versicherungsschutz? 15
A.3.5 Hilfe bei Panne oder Unfall 15
A.3.6 Zusätzliche Hilfe bei Panne, Unfall oder Diebstahl ab xx km Entfernung 16
A.3.7 Hilfe bei Krankheit, Verletzung oder Tod auf einer Reise 16
A.3.8 Zusätzliche Leistungen bei einer Auslandsreise 17
A.3.9 Was ist nicht versichert? 18
A.3.10 Anrechnung ersparter Aufwendungen 18
A.3.11 Verpflichtung Dritter 18
A.4 Kfz-Unfallversicherung – wenn Insassen verletzt oder getötet werden 19
A.4.1 Was ist versichert? 19
A.4.2 Wer ist versichert? 19
A.4.3 In welchen Ländern besteht Versicherungsschutz? 20
A.4.4 Welche Leistungen umfasst die Kfz-Unfallversicherung? 20
A.4.5 Leistung bei Invalidität 20
A.4.6 Tagegeld 22
A.4.7 Krankenhaustagegeld 22
A.4.8 Todesfallleistung 22
A.4.9 Was passiert, wenn Unfallfolgen mit Krankheiten oder Gebrechen zusammentreffen? 22
A.4.10 Fälligkeit 23
A.4.11 Zahlung für eine mitversicherte Person 23
A.4.12 Was ist nicht versichert? 24
A.5 Fahrerschutzversicherung – wenn der Fahrer verletzt oder getötet wird 24
A.5.1 Was ist versichert? 24
A.5.2 Wer ist versichert? 25
A.5.3 In welchen Ländern besteht Versicherungsschutz? 25
A.5.4 Was leisten wir in der Fahrerschutzversicherung? 25
A.5.5 Fälligkeit, Abtretung, Zahlung für eine mitversicherte Person 26
A.5.6 Was ist nicht versichert? 26

B Beginn des Vertrags und vorläufiger Versicherungsschutz 26


B.1 Wann beginnt der Versicherungsschutz? 27
B.2 Vorläufiger Versicherungsschutz 27

C Beitragszahlung 27
C.1 Zahlung des ersten oder einmaligen Beitrags 27
C.2 Zahlung des Folgebeitrags 28
C.3 Nicht rechtzeitige Zahlung bei Fahrzeugwechsel 28
C.4 Zahlungsperiode 28
C.5 Beitragspflicht bei Nachhaftung in der Kfz-Haftpflichtversicherung 28

D Ihre Pflichten bei Gebrauch des Fahrzeugs und Folgen einer Pflichtverletzung 29
D.1 Welche Pflichten haben Sie bei Gebrauch des Fahrzeugs? 29
D.1.1 Bei allen Versicherungsarten 29
D.1.2 Zusätzlich in der Kfz-Haftpflichtversicherung 29
D.1.3 Zusätzlich in der Fahrerschutzversicherung 30
D.2 Welche Folgen hat eine Verletzung dieser Pflichten? 30
E Ihre Pflichten im Schadenfall und Folgen einer Pflichtverletzung 30
E.1 Welche Pflichten haben Sie im Schadenfall? 30
E.1.1 Bei allen Versicherungsarten 30
E.1.2 Zusätzlich in der Kfz-Haftpflichtversicherung 31
E.1.3 Zusätzlich in der Kaskoversicherung 31
E.1.4 Zusätzlich beim Autoschutzbrief 31
E.1.5 Zusätzlich in der Kfz-Unfallversicherung 32
E.1.6 Zusätzlich in der Fahrerschutzversicherung 32
E.2 Welche Folgen hat eine Verletzung dieser Pflichten? 33

F Rechte und Pflichten der mitversicherten Personen 33


G Laufzeit und Kündigung des Vertrags, Veräußerung des Fahrzeugs,
Wagniswegfall 34
G.1 Wie lange läuft der Versicherungsvertrag? 34
G.2 Wann und aus welchem Anlass können Sie den Versicherungsvertrag kündigen? 34
G.3 Wann und aus welchem Anlass können wir den Versicherungsvertrag kündigen? 35
G.4 Kündigung einzelner Versicherungsarten 36
G.5 Zugang der Kündigung 36
G.6 Beitragsabrechnung nach Kündigung 36
G.7 Was ist bei Veräußerung des Fahrzeugs zu beachten? 36
G.8 Wagniswegfall (z. B. durch Fahrzeugverschrottung) 37

H Außerbetriebsetzung, Saisonkennzeichen, Fahrten mit ungestempelten


Kennzeichen 37
H.1 Was ist bei Außerbetriebsetzung zu beachten? 37
H.2 Welche Besonderheiten gelten bei Saisonkennzeichen? 37
H.3 Fahrten mit ungestempelten Kennzeichen 38

I Schadenfreiheitsrabatt-System 38
I.1 Einstufung in Schadenfreiheitsklassen (SF-Klassen) 38
I.2 Ersteinstufung 38
I.2.1 Ersteinstufung in SF-Klasse 0 38
I.2.2 Sonderersteinstufung eines Pkw in SF-Klasse ½, 1 oder 3 38
I.2.3 Anrechnung des Schadenverlaufs der Kfz-Haftpflichtversicherung in der Vollkaskoversicherung 39
I.2.4 Führerscheinsonderregelung 39
I.2.5 Gleichgestellte Fahrerlaubnisse 39
I.3 Jährliche Neueinstufung 39
I.3.1 Wirksamwerden der Neueinstufung 39
I.3.2 Besserstufung bei schadenfreiem Verlauf 39
I.3.3 Besserstufung bei Saisonkennzeichen 39
I.3.4 Besserstufung bei Verträgen mit SF-Klassen 3, 1, ½, 0 oder M 40
I.3.5 Rückstufung bei schadenbelastetem Verlauf 40
I.4 Was bedeutet schadenfreier oder schadenbelasteter Verlauf? 40
I.4.1 Schadenfreier Verlauf 40
I.4.2 Schadenbelasteter Verlauf 40
I.5 Wie Sie eine Rückstufung in der Kfz-Haftpflichtversicherung vermeiden können 41
I.6 Übernahme eines Schadenverlaufs 41
I.6.1 In welchen Fällen wird ein Schadenverlauf übernommen? 41
I.6.2 Welche Voraussetzungen gelten für die Übernahme? 41
I.6.3 Wie wirkt sich eine Unterbrechung des Versicherungsschutzes auf den Schadenverlauf aus? 42
I.6.4 Übernahme des Schadenverlaufs nach Betriebsübergang 42
I.7 Einstufung nach Abgabe des Schadenverlaufs 43
I.8 Auskünfte über den Schadenverlauf 43

J Beitragsänderung aufgrund tariflicher Maßnahmen 43


J.1 Typklasse 43
J.2 Regionalklasse 43
J.3 Tarifänderung 44
J.4 Kündigungsrecht 44
J.5 Gesetzliche Änderung des Leistungsumfangs in der Kfz-Haftpflichtversicherung 44

K Beitragsänderung aufgrund eines bei Ihnen eingetretenen Umstands 44


K.1 Änderung des Schadenfreiheitsrabatts 44
K.2 Änderung von Merkmalen zur Beitragsberechnung 44
K.3 Änderung der Regionalklasse wegen Wohnsitzwechsels 44
K.4 Ihre Mitteilungspflichten zu den Merkmalen zur Beitragsberechnung 44
K.5 Änderung der Art oder Verwendung des Fahrzeugs 45

L Meinungsverschiedenheiten und Gerichtsstände 45


L.1 Wenn Sie mit uns einmal nicht zufrieden sind 45
Wir möchten, dass Sie mit uns zufrieden sind. Sollte dies einmal nicht der Fall sein, nehmen Sie bitte direkt Kontakt mit uns
auf, damit wir die Angelegenheit klären können. 45
Darüber hinaus haben Sie auch folgende Möglichkeiten: 45
L.2 Gerichtsstände 46

M 46
N Bedingungsänderung 46
Anhang 1: Tabellen zum Schadenfreiheitsrabatt-System 47
1 Pkw 47
1.1 Einstufung von Pkw in Schadenfreiheitsklassen (SF-Klassen) und Beitragssätze 47
1.2 Rückstufung im Schadenfall bei Pkw 47
2 Krafträder 47
2.1 Einstufung von Krafträdern in Schadenfreiheitsklassen (SF-Klassen) und Beitragssätze 47
2.2 Rückstufung im Schadenfall bei Krafträdern 47
3 Leichtkrafträder 47
3.1 Einstufung von Leichtkrafträdern in Schadenfreiheitsklassen (SF-Klassen) und Beitragssätze 47
3.2 Rückstufung im Schadenfall bei Leichtkrafträdern 47
4 Taxen und Mietwagen 47
4.1 Einstufung von Taxen und Mietwagen in Schadenfreiheitsklassen (SF-Klassen) und Beitragssätze 47
4.2 Rückstufung im Schadenfall bei Taxen und Mietwagen 48
5 Campingfahrzeuge 48
5.1 Einstufung von Campingfahrzeugen in Schadenfreiheitsklassen (SF-Klassen) und Beitragssätze 48
5.2 Rückstufung im Schadenfall bei Campingfahrzeugen 48
6 Lieferwagen, Lkw, Zugmaschinen, Krankenwagen, Leichenwagen, Busse (nur Kfz-Haftpflicht), Abschleppwagen (nur
Kfz-Haftpflicht) und Stapler (nur Kfz-Haftpflicht) 48
6.1 Einstufung von Lieferwagen, Lkw, Zugmaschinen, Krankenwagen, Leichenwagen, Busse (nur Kfz-Haftpflicht),
Abschleppwagen (nur Kfz-Haftpflicht) und Stapler (nur Kfz-Haftpflicht) in Schadenfreiheitsklassen (SF-Klassen) und
Beitragssätze 48
6.2 Rückstufung im Schadenfall bei Lieferwagen, Lkw, Zugmaschinen, Krankenwagen, Leichenwagen, Busse,
Abschleppwagen und Stapler 48

[Anhang 2: Merkmale zur Beitragsberechnung] 48


1 Individuelle Merkmale zur Beitragsberechnung bei Pkw 48
1.1 Abstellort 48
1.2 Jährliche Fahrleistung 48
1.3 Weitere Merkmale zur Beitragsberechnung 49
2 Merkmale zur Beitragsberechnung bei Krafträdern und Leichtkrafträdern 49
3 Merkmale zur Beitragsberechnung bei Lkw, Zugmaschinen, Bussen, Anhängern 49

[Anhang 3: Tabellen zu den Typklassen] 49


1 Kfz-Haftpflichtversicherung: 49
2 Vollkaskoversicherung: 49
3 Teilkaskoversicherung: 49

[Anhang 4: Tabellen zu den Regionalklassen] 50


1 Für Pkw 50
1.1 In der Kfz-Haftpflichtversicherung: 50
1.2 In der Vollkaskoversicherung: 50
1.3 In der Teilkaskoversicherung: 50
2 Für Krafträder, Leichtkrafträder, Quads und Trikes 50
2.1 In der Kfz-Haftpflichtversicherung: 50
2.2 In der Vollkaskoversicherung: 50
2.3 In der Teilkaskoversicherung: 50
3 Für Lkw im Werkverkehr 50
3.1 In der Kfz-Haftpflichtversicherung: 50
3.2 In der Vollkaskoversicherung: 50
3.3 In der Teilkaskoversicherung: 50
4 Für landwirtschaftliche Zugmaschinen 50
4.1 In der Kfz-Haftpflichtversichrung: 50
4.2 In der Teilkaskoversicherung: 51
5 Für Campingfahrzeuge 51
5.1 In der Kfz-Haftpflichtversicherung 51
5.2 In der Vollkaskoversicherung 51
5.3 In der Teilkaskoversicherung 51

[Anhang 5: Berufsgruppen (Tarifgruppen)] 51


1 Berufsgruppe A 51
2 Berufsgruppe B 51
3 Berufsgruppe D 52

[Anhang 6: Art und Verwendung von Fahrzeugen] 52


1 Leichtkrafträder 52
2 < - entfällt - > 52
3 Krafträder 52
4 Pkw 52
5 Mietwagen 53
6 Taxen 53
7 Selbstfahrvermietfahrzeuge 53
8 Leasingfahrzeuge 53
9 Kraftomnibusse 53
10 Campingfahrzeuge 53
11 Werkverkehr 53
12 Gewerblicher Güterverkehr 53
13 Umzugsverkehr 53
14 Wechselaufbauten 53
15 Landwirtschaftliche Zugmaschinen 53
16 Melkwagen und Milchsammel-Tankwagen 54
17 Sonstige landwirtschaftliche Sonderfahrzeuge 54
18 Milchtankwagen 54
19 Selbstfahrende Arbeitsmaschinen 54
20 Lkw bis 3,5 t zulässige Gesamtmasse 54
21 Lkw über 3,5 t zulässige Gesamtmasse 54
22 Zugmaschinen 54
6

Allgemeine Bedingungen für die Kfz-Versicherung (AKB 2015)


Sie als Versicherungsnehmer sind unser Vertragspartner.
Die Kfz-Versicherung umfasst je nach dem Inhalt des Versicherungsvertrags folgende Ver-
sicherungsarten:
⚫ Kfz-Haftpflichtversicherung (A.1)
⚫ Kaskoversicherung (A.2)
⚫ Autoschutzbrief (A.3)
⚫ Kfz-Unfallversicherung (A.4)
⚫ Fahrerschutzversicherung (A.5)
Diese Versicherungen werden als jeweils rechtlich selbstständige Verträge abgeschlossen.
Ihrem Versicherungsschein können Sie entnehmen, welche Versicherungen Sie für Ihr
Fahrzeug abgeschlossen haben.
Es gilt deutsches Recht. Die Vertragssprache ist deutsch.
Sämtliche Personenbezeichnungen in den AKB gelten gleichermaßen für männliche, weibli-
che und anderweitige Geschlechter.

A Welche Leistungen umfasst Ihre Kfz-Versicherung?


A.1 Kfz-Haftpflichtversicherung –
für Schäden, die Sie mit Ihrem Fahrzeug Anderen zufügen

A.1.1 Was ist versichert?


Sie haben mit Ihrem Fahrzeug einen Anderen geschädigt
A.1.1.1 Wir stellen Sie von Schadenersatzansprüchen frei, wenn durch den Gebrauch des Fahr-
zeugs
a Personen verletzt oder getötet werden,
b Sachen beschädigt oder zerstört werden oder abhanden kommen,
c Vermögensschäden verursacht werden, die weder mit einem Personen- noch mit einem
Sachschaden mittelbar oder unmittelbar zusammenhängen (reine Vermögensschäden),
und deswegen gegen Sie oder uns Schadenersatzansprüche aufgrund von
Haftpflichtbestimmungen des Bürgerlichen Gesetzbuchs oder des Straßenverkehrsgesetzes
oder aufgrund anderer gesetzlicher Haftpflichtbestimmungen des Privatrechts geltend
gemacht werden. Zum Gebrauch des Fahrzeugs gehört neben dem Fahren z. B. das Ein- und
Aussteigen sowie das Be- und Entladen.
Begründete und unbegründete Schadenersatzansprüche
A.1.1.2 Sind Schadenersatzansprüche begründet, leisten wir Schadenersatz in Geld.
A.1.1.3 Sind Schadenersatzansprüche unbegründet, wehren wir diese auf unsere Kosten ab. Dies gilt
auch, soweit Schadenersatzansprüche der Höhe nach unbegründet sind.
Regulierungsvollmacht
A.1.1.4 Wir sind bevollmächtigt, gegen Sie geltend gemachte Schadenersatzansprüche in Ihrem
Namen zu erfüllen oder abzuwehren und alle dafür zweckmäßig erscheinenden Erklärungen
im Rahmen pflichtgemäßen Ermessens abzugeben.
Mitversicherung von Anhängern, Aufliegern und abgeschleppten Fahrzeugen
A.1.1.5 Ist mit dem versicherten Kraftfahrzeug ein Anhänger oder Auflieger verbunden, erstreckt sich
der Versicherungsschutz auch hierauf. Der Versicherungsschutz umfasst auch Fahr- zeuge,
die mit dem versicherten Kraftfahrzeug abgeschleppt oder geschleppt werden, wenn für diese
kein eigener Haftpflichtversicherungsschutz besteht.
Dies gilt auch, wenn sich der Anhänger oder Auflieger oder das abgeschleppte oder
geschleppte Fahrzeug während des Gebrauchs von dem versicherten Kraftfahrzeug löst und
sich noch in Bewegung befindet.
7

A.1.2 Wer ist versichert?


Der Schutz der Kfz-Haftpflichtversicherung gilt für Sie und für folgende Personen (mitversi-
cherte Personen):
⚫ den Halter des Fahrzeugs,
⚫ den Eigentümer des Fahrzeugs,
⚫ den Fahrer des Fahrzeugs,
⚫ die Technische Aufsicht für Fahrzeuge mit autonomer Fahrfunktion,
⚫ den Beifahrer, der im Rahmen seines Arbeitsverhältnisses mit Ihnen oder mit dem
Halter den berechtigten Fahrer zu seiner Ablösung oder zur Vornahme von Lade- und
Hilfsarbeiten nicht nur gelegentlich begleitet,
⚫ Ihren Arbeitgeber oder öffentlichen Dienstherrn, wenn das Fahrzeug mit Ihrer Zu-
stimmung für dienstliche Zwecke gebraucht wird,
⚫ den Omnibusschaffner, der im Rahmen seines Arbeitsverhältnisses mit Ihnen oder mit
dem Halter des versicherten Fahrzeugs tätig ist,
⚫ den Halter, Eigentümer, Fahrer, die Technische Aufsicht, den Beifahrer und Omni-
busschaffner eines nach A.1.1.5 mitversicherten Fahrzeugs.
Diese Personen können Ansprüche aus dem Versicherungsvertrag selbstständig gegen uns
erheben.

A.1.3 Bis zu welcher Höhe leisten wir (Versicherungssummen)?


Höchstzahlung
A.1.3.1 Unsere Zahlungen für ein Schadenereignis sind jeweils beschränkt auf die Höhe der für
Personen-, Sach- und Vermögensschäden vereinbarten Versicherungssummen. Mehrere
zeitlich zusammenhängende Schäden, die dieselbe Ursache haben, gelten als ein einziges
Schadenereignis. Die Höhe Ihrer Versicherungssummen können Sie dem Versicherungs-
schein entnehmen.
A.1.3.2 Bei Schäden von Insassen in einem mitversicherten Anhänger gelten xx < die gesetzlichen
Mindestversicherungssummen oder höhere individuell vereinbarte Versicherungssummen; ist
keine Begrenzung gewünscht, entfällt Klausel A.1.3.2 >.
Übersteigen der Versicherungssummen
A.1.3.3 Übersteigen die Ansprüche die Versicherungssummen, richten sich unsere Zahlungen nach
den Bestimmungen des Versicherungsvertragsgesetzes und der Kfz-Pflichtversicherungs-
verordnung. In diesem Fall müssen Sie für einen nicht oder nicht vollständig befriedigten
Schadenersatzanspruch selbst einstehen.

A.1.4 In welchen Ländern besteht Versicherungsschutz?


Versicherungsschutz in Europa und in der EU
A.1.4.1 Sie haben in der Kfz-Haftpflichtversicherung Versicherungsschutz in den geographischen
Grenzen Europas sowie den außereuropäischen Gebieten, die zum Geltungsbereich der
Europäischen Union gehören. Ihr Versicherungsschutz richtet sich nach dem im Besuchs-
land gesetzlich vorgeschriebenen Versicherungsumfang, mindestens jedoch nach dem Um-
fang Ihres Versicherungsvertrags.
Internationale Versicherungskarte
A.1.4.2 Haben wir Ihnen die Internationale Versicherungskarte ausgehändigt, gilt: Ihr Versiche-
rungsschutz in der Kfz-Haftpflichtversicherung erstreckt sich auch auf die dort genannten
nichteuropäischen Länder, soweit Länderbezeichnungen nicht durchgestrichen sind. Hin-
sichtlich des Versicherungsumfangs gilt A.1.4.1 Satz 2.

A.1.5 Was ist nicht versichert?


Vorsatz
A.1.5.1 Kein Versicherungsschutz besteht für Schäden, die Sie vorsätzlich und widerrechtlich her-
beiführen.
Motorsportveranstaltungen oder -aktivitäten
A.1.5.2 Kein Versicherungsschutz besteht für Schäden aus dem Gebrauch des Fahrzeugs bei einer
Motorsportveranstaltung oder Motorsportaktivität, einschließlich Rennen, Wettbewerben,
Trainings, Tests und Demonstrationen, wenn
8

• das Fahrzeug in einem hierfür abgegrenzten Gebiet mit Zugangsbeschränkungen


gebraucht wird und
• für diesen Gebrauch des Fahrzeugs eine Motorsporthaftpflichtversicherung nach
Maßgabe des § 5d des Pflichtversicherungsgesetzes besteht.
Hinweis: Beachten Sie auch Ihre Pflichten nach D.1.1.4 und D.1.2.2.

Beschädigung des versicherten Fahrzeugs


A.1.5.3 Kein Versicherungsschutz besteht für die Beschädigung, die Zerstörung oder das Abhan-
denkommen des versicherten Fahrzeugs.
Beschädigung von Anhängern oder abgeschleppten Fahrzeugen
A.1.5.4 Kein Versicherungsschutz besteht für die Beschädigung, die Zerstörung oder das Abhan-
denkommen
⚫ eines mit dem versicherten Fahrzeug verbundenen Anhängers oder Aufliegers
⚫ eines mit dem versicherten Fahrzeug geschleppten oder abgeschleppten Fahrzeugs.
Versicherungsschutz besteht jedoch, wenn mit dem versicherten Kraftfahrzeug ein betriebs-
unfähiges Fahrzeug im Rahmen üblicher Hilfeleistung ohne gewerbliche Absicht abge-
schleppt wird und dabei am abgeschleppten Fahrzeug Schäden verursacht werden.
Beschädigung von beförderten Sachen
A.1.5.5 Kein Versicherungsschutz besteht bei Schadenersatzansprüchen wegen Beschädigung,
Zerstörung oder Abhandenkommens von Sachen, die mit dem versicherten Fahrzeug beför-
dert werden.
Versicherungsschutz besteht jedoch für Sachen, die Insassen eines Kraftfahrzeugs übli-
cherweise mit sich führen (z. B. Kleidung, Brille, Brieftasche). Bei Fahrten, die überwiegend
der Personenbeförderung dienen, besteht außerdem Versicherungsschutz für Sachen, die
Insassen zum persönlichen Gebrauch üblicherweise mit sich führen (z. B. Reisegepäck,
Reiseproviant). Kein Versicherungsschutz besteht für Sachen unberechtigter Insassen.
Ihr Schadenersatzanspruch gegen eine mitversicherte Person
A.1.5.6 Kein Versicherungsschutz besteht für Sach- oder Vermögensschäden, die eine mitversi-
cherte Person Ihnen, dem Halter oder dem Eigentümer durch den Gebrauch des Fahrzeugs
zufügt. Versicherungsschutz besteht jedoch für Personenschäden, wenn Sie z. B. als Bei-
fahrer Ihres Fahrzeugs verletzt werden.
Nichteinhaltung von Liefer- und Beförderungsfristen
A.1.5.7 Kein Versicherungsschutz besteht für reine Vermögensschäden, die durch die Nichteinhal-
tung von Liefer- und Beförderungsfristen entstehen.
Vertragliche Ansprüche
A.1.5.8 Kein Versicherungsschutz besteht für Haftpflichtansprüche, soweit sie aufgrund Vertrags oder
besonderer Zusage über den Umfang der gesetzlichen Haftpflicht hinausgehen.
Schäden durch Kernenergie
A.1.5.9 Kein Versicherungsschutz besteht für Schäden durch Kernenergie.

A.2 Kaskoversicherung –
für Schäden an Ihrem Fahrzeug

A.2.1 Was ist versichert?


A.2.1.1 Ihr Fahrzeug
Versichert ist Ihr Fahrzeug gegen Beschädigung, Zerstörung, Totalschaden oder Verlust in-
folge eines Ereignisses nach A.2.2.1 (Teilkasko) oder A.2.2.2 (Vollkasko).

A.2.1.2 Mitversicherte Teile und nicht versicherbare Gegenstände


Versichert sind auch die unter A.[Link] und A.[Link] als mitversichert aufgeführten Fahr-
zeugteile und als mitversichert aufgeführtes Fahrzeugzubehör, sofern sie straßenverkehrs-
rechtlich zulässig sind (mitversicherte Teile). Bei Beschädigung, Zerstörung, Totalschaden
oder Verlust von mitversicherten Teilen gelten die nachfolgenden Regelungen in A.2 ent-
sprechend, soweit nichts anderes geregelt ist.
9

<Redaktioneller Hinweis: Falls eine Kaskoklausel nicht für mitversicherte Teile gelten soll,
müsste dies in der jeweiligen Klausel ausdrücklich ausgeschlossen werden.>
Beitragsfrei mitversicherte Teile
A.[Link] Soweit in A.[Link] nicht anders geregelt, sind folgende Fahrzeugteile und folgendes Fahr-
zeugzubehör des versicherten Fahrzeugs ohne Mehrbeitrag mitversichert:
a Fest im Fahrzeug eingebaute oder fest am Fahrzeug angebaute Fahrzeugteile
b Fest im Fahrzeug eingebautes oder am Fahrzeug angebautes oder im Fahrzeug unter
Verschluss verwahrtes Fahrzeugzubehör. Voraussetzung ist, dass es ausschließlich dem
Gebrauch des Fahrzeugs dient (z. B. Schonbezüge, Pannenwerkzeug) und nach
allgemeiner Verkehrsanschauung nicht als Luxus angesehen wird.
c Im Fahrzeug unter Verschluss verwahrte Fahrzeugteile, die zur Behebung von Betriebs-
störungen des Fahrzeugs üblicherweise mitgeführt werden (z. B. Sicherungen und
Leuchtmittel)
d Schutzhelme (auch mit Wechselsprechanlage), solange sie bestimmungsgemäß ge-
braucht werden oder mit dem abgestellten Fahrzeug so fest verbunden sind, dass ein
unbefugtes Entfernen ohne Beschädigung nicht möglich ist
e Planen, Gestelle für Planen (Spriegel)
f Folgende außerhalb des Fahrzeugs unter Verschluss gehaltene Teile:
• ein zusätzlicher Satz Räder mit Winter- oder Sommerbereifung,
• Dach-/Heckständer, Hardtop, Schneeketten und Kindersitze,
• nach a bis f mitversicherte Fahrzeugteile und Fahrzeugzubehör während einer Repa-
ratur.
Abhängig vom Gesamtneuwert mitversicherte Teile
A.[Link] Die nachfolgend unter a bis e aufgeführten Teile sind ohne Beitragszuschlag mitversichert,
wenn sie im Fahrzeug fest eingebaut oder am Fahrzeug fest angebaut sind:
⚫ bei Pkw, Krafträdern, xx < Alle gewünschten WKZ aufführen > bis zu einem Gesamt-
neuwert der Teile von xx EUR (brutto) und
⚫ bei sonstigen Fahrzeugarten (z. B. Lkw, xx < Als Beispiele gewünschte WKZ auffüh-
ren >) bis zu einem Gesamtneuwert der Teile von xx EUR (brutto)
a Radio- und sonstige Audiosysteme, Video-, technische Kommunikations- und Leitsyste-
me (z. B. fest eingebaute Navigationssysteme),
b zugelassene Veränderungen an Fahrwerk, Triebwerk, Auspuff, Innenraum oder Karos-
serie (Tuning), die der Steigerung der Motorleistung, des Motordrehmoments, der Ver-
änderung des Fahrverhaltens dienen oder zu einer Wertsteigerung des Fahrzeugs füh-
ren,
c individuell für das Fahrzeug angefertigte Sonderlackierungen und -beschriftungen sowie
besondere Oberflächenbehandlungen,
d Beiwagen und Verkleidungen bei Krafträdern, Leichtkrafträdern, Kleinkrafträdern, Trikes
und Quads,
e Spezialaufbauten (z. B. Kran-, Tank-, Silo-, Kühl- und Thermoaufbauten) und Spezialein-
richtungen (z. B. für Werkstattwagen, Messfahrzeuge, Krankenwagen).
Ist der Gesamtneuwert der unter a bis e aufgeführten Teile höher als die genannte
Wertgrenze, ist der übersteigende Wert nur mitversichert, wenn dies ausdrücklich vereinbart
ist.
Bis zur genannten Wertgrenze verzichten wir auf eine Kürzung der Entschädigung wegen
Unterversicherung.
Nicht versicherbare Gegenstände
A.[Link] Nicht versicherbar sind alle sonstigen Gegenstände, z. B. Mobiltelefone und mobile Naviga-
tionsgeräte, auch bei Verbindung mit dem Fahrzeug durch eine Halterung, Reisegepäck,
persönliche Gegenstände der Insassen.

A.2.2 Welche Ereignisse sind versichert?


A.2.2.1 Welche Ereignisse sind in der Teilkasko versichert?
10

Versicherungsschutz besteht bei Beschädigung, Zerstörung, Totalschaden oder Verlust des


Fahrzeugs einschließlich seiner mitversicherten Teile durch die nachfolgenden Ereignisse:
Brand und Explosion
A.[Link] Versichert sind Brand und Explosion. Als Brand gilt ein Feuer mit Flammenbildung, das oh-
ne einen bestimmungsgemäßen Herd entstanden ist oder ihn verlassen hat und sich aus ei-
gener Kraft auszubreiten vermag. Nicht als Brand gelten Schmor- und Sengschäden. Explo-
sion ist eine auf dem Ausdehnungsbestreben von Gasen oder Dämpfen beruhende, plötz- lich
verlaufende Kraftäußerung.
Entwendung
A.[Link] Versichert ist die Entwendung in nachfolgenden Fällen:
a Versichert sind Diebstahl und Raub sowie die Herausgabe des Fahrzeugs aufgrund räu-
berischer Erpressung.
b Unterschlagung ist nur versichert, wenn dem Täter das Fahrzeug weder zum Gebrauch in
seinem eigenen Interesse, noch zur Veräußerung noch unter Eigentumsvorbehalt
überlassen wird.
c Unbefugter Gebrauch ist nur versichert, wenn der Täter in keiner Weise berechtigt ist, das
Fahrzeug zu gebrauchen. Nicht als unbefugter Gebrauch gilt insbesondere, wenn der
Täter vom Verfügungsberechtigten mit der Betreuung des Fahrzeugs beauftragt wird (z.
B. Werkstatt- oder Hotelmitarbeiter). Außerdem besteht kein Versicherungsschutz, wenn
der Täter in einem Näheverhältnis zu dem Verfügungsberechtigten steht, z. B. dessen
Arbeitnehmer, Familien- oder Haushaltsangehöriger ist.
Sturm, Hagel, Blitzschlag, Überschwemmung
A.[Link] Versichert ist die unmittelbare Einwirkung von Sturm, Hagel, Blitzschlag oder Überschwem-
mung auf das Fahrzeug. Als Sturm gilt eine wetterbedingte Luftbewegung von mindestens
Windstärke 8. Eingeschlossen sind Schäden, die dadurch verursacht werden, dass durch
diese Naturgewalten Gegenstände auf oder gegen das Fahrzeug geworfen werden. Ausge-
schlossen sind Schäden, die auf ein durch diese Naturgewalten veranlasstes Verhalten des
Fahrers zurückzuführen sind.
Zusammenstoß mit Haarwild
A.[Link] Versichert ist der Zusammenstoß des in Fahrt befindlichen Fahrzeugs mit Haarwild im Sinne
von § 2 Abs. 1 Nr. 1 des Bundesjagdgesetzes (z. B. Reh, Wildschwein).
Glasbruch
A.[Link] Versichert sind Bruchschäden an der Verglasung des Fahrzeugs. Als Verglasung gelten Glas-
und Kunststoffscheiben (z. B. Front-, Heck-, Dach-, Seiten- und Trennscheiben), Spiegelglas
und Abdeckungen von Leuchten. Nicht zur Verglasung gehören Glas- und Kunststoffteile von
Mess-, Assistenz-, Kamera- und Informationssystemen, Solarmodulen, Displays, Monitoren
sowie Leuchtmittel. Nicht versichert sind Folgeschäden.
Kurzschlussschäden an der Verkabelung
A.[Link] Versichert sind Schäden an der Verkabelung des Fahrzeugs durch Kurzschluss. Folgeschä-
den sind nicht versichert.

A.2.2.2 Welche Ereignisse sind in der Vollkasko versichert?


Versicherungsschutz besteht bei Beschädigung, Zerstörung, Totalschaden oder Verlust des
Fahrzeugs, einschließlich seiner mitversicherten Teile durch die nachfolgenden Ereignisse:
Ereignisse der Teilkasko
A.[Link] Versichert sind die Schadenereignisse der Teilkasko nach A.2.2.1.
Unfall
A.[Link] Versichert sind Schäden am Fahrzeug durch Unfall. Ein Unfall ist ein unmittelbar von außen
plötzlich mit mechanischer Gewalt auf das Fahrzeug einwirkendes Ereignis.
Keine Unfallschäden sind deshalb insbesondere:
⚫ Schäden am Fahrzeug, die ihre alleinige Ursache in einem Bremsvorgang haben,
z. B. Schäden an der Bremsanlage oder an den Reifen.
⚫ Schäden am Fahrzeug, die ausschließlich aufgrund eines Betriebsvorgangs eintreten,
z. B. durch falsches Bedienen, falsches Betanken oder verrutschende Ladung.
11

⚫ Schäden am Fahrzeug, die ihre alleinige Ursache in einer Materialermüdung, Über-


beanspruchung oder Abnutzung haben.
⚫ Schäden zwischen ziehendem und gezogenem Fahrzeug oder Anhänger ohne Ein-
wirkung von außen, z. B. Rangierschäden am Zugfahrzeug durch den Anhänger.
⚫ Verwindungsschäden.
Vorhersehbare Beschädigungen des Fahrzeugs, die üblicherweise im Rahmen der
bestimmungsgemäßen Verwendung des Fahrzeugs entstehen, gelten nicht als
Unfallschaden. Beispiel: Schäden an der Ladeoberfläche eines Lkw durch Beladen mit Kies.
Mut- oder böswillige Handlungen
A.[Link] Versichert sind mut- oder böswillige Handlungen von Personen, die in keiner Weise berech-
tigt sind, das Fahrzeug zu gebrauchen. Als berechtigt sind insbesondere Personen anzuse-
hen, die vom Verfügungsberechtigten mit der Betreuung des Fahrzeugs beauftragt wurden (z.
B. Werkstatt- oder Hotelmitarbeiter) oder in einem Näheverhältnis zu dem Verfügungsbe-
rechtigten stehen (z. B. dessen Arbeitnehmer, Familien- oder Haushaltsangehörige).

A.2.3 Wer ist versichert?


Der Schutz der Kaskoversicherung gilt für Sie und, wenn der Vertrag auch im Interesse ei-
ner weiteren Person abgeschlossen ist, z. B. des Leasinggebers als Eigentümer des Fahr-
zeugs, auch für diese Person.

A.2.4 In welchen Ländern besteht Versicherungsschutz?


Sie haben in Kasko Versicherungsschutz in den geographischen Grenzen Europas sowie den
außereuropäischen Gebieten, die zum Geltungsbereich der Europäischen Union gehö- ren.

A.2.5 Was zahlen wir im Schadenfall?


Nachfolgende Entschädigungsregeln gelten bei Beschädigung, Zerstörung, Totalschaden
oder Verlust des Fahrzeugs. Sie gelten entsprechend auch für mitversicherte Teile, soweit
nichts anderes geregelt ist.
<Redaktioneller Hinweis: Falls etwas anderes gewollt ist, z. B. bei Werkstattsteuerung, bitte
in der entsprechenden Entschädigungsregelung ergänzen: „Dies gilt nicht für... “>

A.2.5.1 Was zahlen wir bei Totalschaden, Zerstörung oder Verlust?


Wiederbeschaffungswert abzüglich Restwert
A.[Link] Bei Totalschaden, Zerstörung oder Verlust des Fahrzeugs zahlen wir den Wiederbeschaf-
fungswert unter Abzug eines vorhandenen Restwerts des Fahrzeugs. Lassen Sie Ihr Fahr-
zeug trotz Totalschadens oder Zerstörung reparieren, gilt A.[Link].
< Achtung! Es folgen zwei Varianten der Neupreisentschädigung >
Neupreisentschädigung bei Totalschaden, Zerstörung oder Verlust
A.[Link] Wir zahlen bei Pkw (ausgenommen Mietwagen, Taxen und Selbstfahrervermiet-Pkw) den
Neupreis nach A.[Link] unter folgenden Voraussetzungen:
⚫ Innerhalb von xx Monaten nach Erstzulassung tritt ein Totalschaden, eine Zerstörung
oder ein Verlust des Pkw ein und
⚫ der Pkw befindet sich bei Eintritt des Schadenereignisses im Eigentum dessen, der ihn
als Neufahrzeug vom Kfz-Händler oder Kfz-Hersteller erworben hat.
Ein vorhandener Restwert des Pkw wird abgezogen.
[ xx Neupreisentschädigung
A.[Link] Wir zahlen bei Pkw (ausgenommen Mietwagen, Taxen und Selbstfahrervermiet-Pkw) den
Neupreis nach A.[Link] unter folgenden Voraussetzungen:
⚫ Innerhalb von xx Monaten nach Erstzulassung tritt eine Zerstörung oder ein Verlust des
Pkw ein oder die erforderlichen Reparaturkosten betragen mindestens xx % des
Neupreises und
⚫ der Pkw befindet sich bei Eintritt des Schadenereignisses im Eigentum dessen, der ihn
als Neufahrzeug vom Kfz-Händler oder Kfz-Hersteller erworben hat.
Ein vorhandener Restwert des Pkw wird abgezogen.]
12

A.[Link] Wir zahlen die über den Wiederbeschaffungswert hinausgehende Neupreisentschädigung nur
in der Höhe, in der gesichert ist, dass die Entschädigung innerhalb von zwei Jahren nach
ihrer Feststellung für die Reparatur des Fahrzeugs oder den Erwerb eines anderen Fahrzeugs
verwendet wird.
Abzug bei fehlender Wegfahrsperre im Falle eines Diebstahls
A.[Link] Bei Totalschaden, Zerstörung oder Verlust eines Pkw, xx < gewünschte WKZ aufführen > in-
folge Diebstahls vermindert sich die Entschädigung um xx %. Dies gilt nicht, wenn das
Fahrzeug zum Zeitpunkt des Diebstahls durch eine selbstschärfende elektronische Weg-
fahrsperre gesichert war.
Die Regelung über die Selbstbeteiligung nach A.2.5.8 bleibt hiervon unberührt.
Was versteht man unter Totalschaden, Wiederbeschaffungswert, Restwert und Neupreis?
A.[Link] Ein Totalschaden liegt vor, wenn die erforderlichen Kosten der Reparatur des Fahrzeugs
dessen Wiederbeschaffungswert übersteigen.
A.[Link] Wiederbeschaffungswert ist der Preis, den Sie für den Kauf eines gleichwertigen gebrauch-
ten Fahrzeugs am Tag des Schadenereignisses bezahlen müssen.
A.[Link] Restwert ist der Veräußerungswert des Fahrzeugs im beschädigten oder zerstörten Zu- stand.
A.[Link] Neupreis ist der Betrag, der für den Kauf eines neuen Fahrzeugs in der Ausstattung des
versicherten Fahrzeugs aufgewendet werden muss. Wird der Typ des versicherten Fahr-
zeugs nicht mehr hergestellt, gilt der Preis für ein vergleichbares Nachfolgemodell. Maßgeb-
lich ist jeweils die unverbindliche Preisempfehlung des Herstellers am Tag des Schadener-
eignisses abzüglich orts- und marktüblicher Nachlässe.

A.2.5.2 Was zahlen wir bei Beschädigung?


Reparatur
A.[Link] Wird das Fahrzeug beschädigt, zahlen wir die für die Reparatur erforderlichen Kosten bis zu
folgenden Obergrenzen:
a Wenn das Fahrzeug vollständig und fachgerecht repariert wird, gilt:
Wir zahlen die hierfür erforderlichen Kosten bis zur Höhe des Wiederbeschaffungswerts
nach A.[Link], wenn Sie uns dies durch eine Rechnung nachweisen. Fehlt dieser
Nachweis, zahlen wir entsprechend A.[Link].b.
b Wenn das Fahrzeug nicht, nicht vollständig oder nicht fachgerecht repariert wird, gilt:
Wir zahlen die erforderlichen Kosten einer vollständigen Reparatur bis zur Höhe des um
den Restwert verminderten Wiederbeschaffungswerts (siehe A.[Link] und A.[Link]).
< xx Den folgenden Hinweis sollten Verwender der zweiten Variante von A.[Link] einfü-
gen:>
[Hinweis: Beachten Sie auch die Regelung zur Neupreisentschädigung in A.[Link] ]
Abschleppen
A.[Link] Bei Beschädigung des Fahrzeugs ersetzen wir die Kosten für das Abschleppen vom Scha-
denort bis zur nächstgelegenen für die Reparatur geeigneten Werkstatt. Dabei darf ein-
schließlich unserer Leistungen wegen der Beschädigung des Fahrzeugs nach A.[Link] die
Obergrenze nach A.[Link].a oder A.[Link].b nicht überschritten werden.
Wir zahlen nicht, wenn ein Dritter Ihnen gegenüber verpflichtet ist, diese Kosten zu
übernehmen.
Abzug neu für alt
A.[Link] Wir ziehen von den Kosten der Ersatzteile und der Lackierung einen dem Alter und der Ab-
nutzung der alten Teile entsprechenden Betrag ab (neu für alt), wenn
⚫ bei der Reparatur alte Teile gegen Neuteile ausgetauscht werden oder
⚫ das Fahrzeug ganz oder teilweise neu lackiert wird.
Der Abzug neu für alt ist auf die Bereifung, Batterie und Lackierung beschränkt, wenn das
Schadenereignis
⚫ bei Pkw, Krafträdern und Omnibussen in den ersten xx Jahren
⚫ bei den übrigen Fahrzeugarten in den ersten xx Jahren
13

nach der Erstzulassung eintritt.

A.2.5.3 Sachverständigenkosten
Die Kosten eines Sachverständigen erstatten wir nur, wenn wir dessen Beauftragung veran-
lasst oder ihr zugestimmt haben.

A.2.5.4 Mehrwertsteuer
Mehrwertsteuer erstatten wir nur, wenn und soweit diese für Sie bei der von Ihnen gewähl-
ten Schadenbeseitigung tatsächlich angefallen ist. Die Mehrwertsteuer erstatten wir nicht,
soweit Vorsteuerabzugsberechtigung besteht.

A.2.5.5 Zusätzliche Regelungen bei Entwendung


Wiederauffinden des Fahrzeugs
A.[Link] Wird das entwendete Fahrzeug innerhalb eines Monats nach Eingang der in Textform ab-
gegebenen Schadenanzeige wieder aufgefunden, sind Sie zur Rücknahme des Fahrzeugs
verpflichtet. Voraussetzung ist, dass Sie das Fahrzeug innerhalb dieses Zeitraums mit ob-
jektiv zumutbaren Anstrengungen wieder in Besitz nehmen können.
A.[Link] Wir zahlen die Kosten für die Rückholung des Fahrzeugs, wenn es in einer Entfernung von
mehr als xx km (Luftlinie) aufgefunden wird. Ersetzt werden die Kosten in Höhe einer Bahn-
fahrkarte 2. Klasse für Hin- und Rückfahrt bis zu einer Höchstentfernung von xx km (Bahnki-
lometer). Maßgeblich ist jeweils die Entfernung vom regelmäßigen Standort des Fahrzeugs
zum Fundort.
A.[Link] Haben wir die Versicherungsleistung wegen einer Pflichtverletzung (z. B. nach D.1.1, E.1.1
oder E.1.3 oder wegen grober Fahrlässigkeit nach A.2.9.1 Satz 2) gekürzt und wird das
Fahrzeug wieder aufgefunden, gilt: Ihnen steht ein Anteil am erzielbaren Veräußerungserlös
nach Abzug der erforderlichen Kosten zu, die im Zusammenhang mit der Rückholung und
Verwertung entstanden sind. Der Anteil errechnet sich entsprechend der Quote, um die wir
Ihre Entschädigung gekürzt haben.
Eigentumsübergang nach Entwendung
A.[Link] Müssen Sie das Fahrzeug nicht zurücknehmen, weil die Monatsfrist bereits abgelaufen ist,
werden wir dessen Eigentümer.
Wir werden jedoch nicht Eigentümer, wenn
⚫ Sie der Eigentümer des Fahrzeugs bleiben wollen oder
⚫ ein Anderer der Eigentümer des Fahrzeugs ist (z. B. der Leasinggeber) und dieser
das Eigentum nicht auf uns übertragen möchte.
Sie müssen uns dies unverzüglich mitteilen, nachdem wir Sie über das Wiederauffinden in-
formiert oder Sie in anderer Weise Kenntnis erlangt haben. Kosten für die Rückholung zah-
len wir nicht.
Werden wir nicht Eigentümer, rechnen wir den erzielbaren Veräußerungserlös des wieder-
aufgefundenen Fahrzeugs auf unsere Entschädigung an. Wenn wir Sie bereits entschädigt
haben, müssen sie uns den erzielbaren Veräußerungserlös zurückzahlen.

A.2.5.6 Bis zu welcher Höhe leisten wir (Höchstentschädigung)?


Unsere Höchstentschädigung ist beschränkt auf den Neupreis des Fahrzeugs nach A.[Link].

A.2.5.7 Was wir nicht ersetzen und Rest- und Altteile


Was wir nicht ersetzen
A.[Link] Wir zahlen nicht für Veränderungen, Verbesserungen, Alterungs- und Verschleißschäden.
Ebenfalls nicht ersetzt werden Folgeschäden wie Verlust von Treibstoff und Betriebsmittel (z.
B. Öl, Kühlflüssigkeit), Wertminderung, Zulassungskosten, Überführungskosten, Verwal-
tungskosten, Nutzungsausfall oder Kosten eines Mietfahrzeugs.
Rest- und Altteile
A.[Link] Rest- und Altteile sowie das unreparierte Fahrzeug verbleiben bei Ihnen und werden zum
Veräußerungswert auf die Entschädigung angerechnet.

A.2.5.8 Selbstbeteiligung
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Ist eine Selbstbeteiligung vereinbart, wird diese bei jedem Schadenereignis von der Ent-
schädigung abgezogen. Ihrem Versicherungsschein können Sie entnehmen, ob und in wel-
cher Höhe Sie eine Selbstbeteiligung vereinbart haben.

A.2.6 Sachverständigenverfahren bei Meinungsverschiedenheit über die Schadenhöhe


A.2.6.1 Bei Meinungsverschiedenheiten zur Schadenhöhe einschließlich der Feststellung des Wie-
derbeschaffungswerts oder über den Umfang der erforderlichen Reparaturarbeiten kann auf
Ihren Wunsch vor Klageerhebung ein Sachverständigenausschuss entscheiden.
A.2.6.2 Für den Ausschuss benennen Sie und wir je einen Kraftfahrzeugsachverständigen. Wenn Sie
oder wir innerhalb von zwei Wochen nach Aufforderung keinen Sachverständigen be- nennen,
wird dieser von dem jeweils anderen bestimmt.
A.2.6.3 Soweit sich der Ausschuss nicht einigt, entscheidet ein weiterer Kraftfahrzeugsachverstän-
diger als Obmann. Er soll vor Beginn des Verfahrens von dem Ausschuss gewählt werden.
Einigt sich der Ausschuss nicht über die Person des Obmanns, wird er über das zuständige
Amtsgericht benannt. Die Entscheidung des Obmanns muss zwischen den jeweils von den
beiden Sachverständigen geschätzten Beträgen liegen.
A.2.6.4 Die Kosten des Sachverständigenverfahrens sind im Verhältnis des Obsiegens zum Unter-
liegen von uns bzw. von Ihnen zu tragen.
Hinweis: Außerdem haben Sie die Möglichkeit, den Rechtsweg zu beschreiten.

A.2.7 Fälligkeit unserer Zahlung


A.2.7.1 Sobald wir unsere Zahlungspflicht und die Höhe der Entschädigung festgestellt haben, zah-
len wir diese spätestens innerhalb von zwei Wochen.
A.2.7.2 Sie können einen angemessenen Vorschuss auf die Entschädigung verlangen, wenn
⚫ wir unsere Zahlungspflicht festgestellt haben und
⚫ sich die Höhe der Entschädigung nicht innerhalb eines Monats nach Schadenanzeige
feststellen lässt.
A.2.7.3 Ist das Fahrzeug entwendet worden, ist zunächst abzuwarten, ob es wieder aufgefunden wird.
Deshalb zahlen wir die Entschädigung frühestens nach Ablauf eines Monats nach Ein- gang
der in Textform abgegebenen Schadenanzeige.

A.2.8 Können wir unsere Leistung vom Fahrer zurückfordern, wenn Sie nicht selbst gefah-
ren sind?
Fährt eine andere Person berechtigterweise das Fahrzeug und kommt es zu einem Scha-
denereignis, fordern wir von dieser Person unsere Leistungen bei schuldloser oder einfach
fahrlässiger Herbeiführung des Schadens nicht zurück.
Jedoch sind wir bei grob fahrlässiger Herbeiführung des Schadens berechtigt, unsere Leis-
tung soweit zurückzufordern, wie dies der Schwere des Verschuldens entspricht. Lebt der
Fahrer bei Eintritt des Schadens mit Ihnen in häuslicher Gemeinschaft, fordern wir unsere
Ersatzleistung selbst bei grob fahrlässiger Herbeiführung des Schadens nicht zurück.
Bei vorsätzlicher Herbeiführung des Schadens sind wir berechtigt, unsere Leistungen in vol-
ler Höhe zurückzufordern.
Die Absätze 1 bis 3 gelten entsprechend, wenn eine in der Kfz-Haftpflichtversicherung ge-
mäß A.1.2 mitversicherte Person sowie der Mieter oder der Entleiher einen Schaden herbei-
führt.

A.2.9 Was ist nicht versichert?


Vorsatz und grobe Fahrlässigkeit
A.2.9.1 Kein Versicherungsschutz besteht für Schäden, die Sie vorsätzlich herbeiführen. Bei grob
fahrlässiger Herbeiführung des Schadens, sind wir berechtigt, unsere Leistung in einem der
Schwere Ihres Verschuldens entsprechenden Verhältnis zu kürzen.
Motorsportveranstaltungen oder -aktivitäten
A.2.9.2 Kein Versicherungsschutz besteht für Schäden aus dem Gebrauch des Fahrzeugs bei einer
behördlich genehmigten Motorsportveranstaltung oder Motorsportaktivität, bei der es auf die
Erzielung einer Höchstgeschwindigkeit ankommt, einschließlich Rennen, Wettbewerben,
Trainings, Tests und Demonstrationen.
Hinweis Beachten Sie auch Ihre Pflichten nach D 1.1.4.
Reifenschäden
15

A.2.9.3 Kein Versicherungsschutz besteht für beschädigte oder zerstörte Reifen. Versicherungs-
schutz für Reifenschäden besteht jedoch, wenn durch dasselbe Ereignis gleichzeitig andere
unter den Schutz der Kaskoversicherung fallende Schäden am Fahrzeug verursacht wur- den.
Erdbeben, Kriegsereignisse, innere Unruhen, Maßnahmen der Staatsgewalt
A.2.9.4 Kein Versicherungsschutz besteht für Schäden, die durch Erdbeben, Kriegsereignisse, inne-
re Unruhen oder Maßnahmen der Staatsgewalt unmittelbar oder mittelbar verursacht wer-
den.
Schäden durch Kernenergie
A.2.9.5 Kein Versicherungsschutz besteht für Schäden durch Kernenergie.

A.3 Autoschutzbrief –
Hilfe für unterwegs als Service oder Kostenerstattung

A.3.1 Was ist versichert?


Wir erbringen nach Eintritt der in A.3.5 bis A.3.8 genannten Schadenereignisse die dazu im
Einzelnen aufgeführten Leistungen als Service oder erstatten die von Ihnen aufgewendeten
Kosten im Rahmen dieser Bedingungen.

A.3.2 Wer ist versichert?


Versicherungsschutz besteht für Sie, den berechtigten Fahrer und die berechtigten Insas- sen,
soweit nachfolgend nichts anderes geregelt ist.

A.3.3 Versicherte Fahrzeuge


Versichert ist das im Versicherungsschein bezeichnete Fahrzeug sowie ein mitgeführter
Wohnwagen-, Gepäck- oder Bootsanhänger.

A.3.4 In welchen Ländern besteht Versicherungsschutz?


Sie haben mit dem Schutzbrief Versicherungsschutz in den geographischen Grenzen Euro-
pas sowie den außereuropäischen Gebieten, die zum Geltungsbereich der Europäischen
Union gehören, soweit nachfolgend nicht etwas anderes geregelt ist.

A.3.5 Hilfe bei Panne oder Unfall


Kann das Fahrzeug nach einer Panne oder einem Unfall die Fahrt aus eigener Kraft nicht
fortsetzen, erbringen wir folgende Leistungen:
Wiederherstellung der Fahrbereitschaft
A.3.5.1 Wir organisieren für Sie die Wiederherstellung der Fahrbereitschaft an der Schadenstelle
durch ein Pannenhilfsfahrzeug und übernehmen die hierdurch entstehenden Kosten. Der
Höchstbetrag für diese Leistung beläuft sich einschließlich der vom Pannenhilfsfahrzeug
mitgeführten und verwendeten Kleinteile auf xx Euro.
Abschleppen des Fahrzeugs
A.3.5.2 Kann das Fahrzeug an der Schadenstelle nicht wieder fahrbereit gemacht werden,
organisieren wir für Sie das Abschleppen des Fahrzeugs. Dies schließt das Gepäck und die
nicht gewerblich beförderte Ladung mit ein.
Wir übernehmen die hierdurch entstehenden Kosten. Der Höchstbetrag für diese Leistung
beläuft sich auf xx Euro; hierauf werden durch den Einsatz eines Pannenhilfsfahrzeugs
entstandene Kosten angerechnet.
Bergen des Fahrzeugs
A.3.5.3 Ist das Fahrzeug von der Straße abgekommen, organisieren wir für Sie die Bergung des
Fahrzeugs. Dies schließt das Gepäck und nicht gewerblich beförderte Ladung mit ein.
Wir übernehmen die hierdurch entstehenden Kosten.
Was versteht man unter Panne oder Unfall?
A.3.5.4 Unter Panne ist jeder Betriebs-, Bruch- oder Bremsschaden zu verstehen. Unfall ist ein un-
mittelbar von außen plötzlich mit mechanischer Gewalt auf das Fahrzeug einwirkendes Er-
eignis.
16

A.3.6 Zusätzliche Hilfe bei Panne, Unfall oder Diebstahl ab xx km Entfernung


Bei Panne, Unfall oder Diebstahl des Fahrzeugs erbringen wir nachfolgende Leistungen un-
ter den Voraussetzungen, dass
⚫ die Hilfeleistung an einem Ort erfolgt, der mindestens xx km Luftlinie von Ihrem stän-
digen Wohnsitz in Deutschland entfernt ist und
⚫ das Fahrzeug weder am Schadentag noch am darauf folgenden Tag wieder fahrbereit
gemacht werden kann oder es gestohlen worden ist.
Weiter- oder Rückfahrt
A.3.6.1 Folgende Fahrtkosten werden erstattet:
a Eine Rückfahrt vom Schadenort zu Ihrem ständigen Wohnsitz in Deutschland oder
b eine Weiterfahrt vom Schadenort zum Zielort, jedoch höchstens innerhalb des
Geltungsbereichs nach A.3.4 und
c eine Rückfahrt vom Zielort zu Ihrem ständigen Wohnsitz in Deutschland,
d eine Fahrt einer Person von Ihrem ständigen Wohnsitz oder vom Zielort zum
Schadenort, wenn das Fahrzeug dort fahrbereit gemacht worden ist.
Die Kostenerstattung erfolgt bei einer einfachen Entfernung unter 1.200 Bahnkilometern bis
zur Höhe der Bahnkosten 2. Klasse. Bei größerer Entfernung werden diese bis zur Höhe der
Bahnkosten 1. Klasse oder der Liegewagenkosten jeweils einschließlich Zuschlägen
übernommen. Zusätzlich erstatten wir die Kosten für nachgewiesene Taxifahrten bis zu
xx Euro.
Übernachtung
A.3.6.2 Wir helfen Ihnen auf Wunsch bei der Beschaffung einer Übernachtungsmöglichkeit und
übernehmen die Kosten für höchstens drei Übernachtungen. Wenn Sie die Leistung Weiter-
oder Rückfahrt nach A.3.6.1 in Anspruch nehmen, zahlen wir nur eine Übernachtung. Sobald
das Fahrzeug Ihnen wieder fahrbereit zur Verfügung steht, besteht kein Anspruch auf weitere
Übernachtungskosten. Wir übernehmen die Kosten bis höchstens xx Euro je Übernachtung
und Person.
Mietwagen
A.3.6.3 Wir helfen Ihnen, ein gleichwertiges Fahrzeug anzumieten. Wir übernehmen die Kosten des
Mietwagens, bis Ihnen das Fahrzeug wieder fahrbereit zur Verfügung steht. Voraussetzung
ist, dass Sie weder die Leistung Weiter- oder Rückfahrt nach A.3.6.1 noch Übernachtung nach
A.3.6.2 in Anspruch genommen haben.
Wir zahlen höchstens für sieben Tage und maximal xx Euro je Tag.
Fahrzeugunterstellung
A.3.6.4 Muss das Fahrzeug nach einer Panne oder einem Unfall bis zur Wiederherstellung der
Fahrbereitschaft oder bis zur Durchführung des Transports in einer Werkstatt untergestellt
werden, sind wir Ihnen hierbei behilflich. Wir übernehmen die hierdurch entstehenden Kosten,
jedoch höchstens für zwei Wochen.

A.3.7 Hilfe bei Krankheit, Verletzung oder Tod auf einer Reise
Wir erbringen die nachfolgenden Leistungen unter den Voraussetzungen, dass auf einer
Reise mit dem versicherten Fahrzeug
⚫ Sie oder eine mitversicherte Person unvorhersehbar erkranken oder der Fahrer stirbt
und
⚫ dies an einem Ort geschieht, der mindestens xx km Luftlinie von Ihrem ständigen
Wohnsitz in Deutschland entfernt ist.
Als unvorhersehbar gilt eine Erkrankung, wenn diese nicht bereits innerhalb der letzten
sechs Wochen vor Beginn der Reise (erstmalig oder zum wiederholten Male) aufgetreten ist.
Krankenrücktransport
A.3.7.1 Müssen Sie oder eine mitversicherte Person infolge Erkrankung an Ihren ständigen Wohnsitz
zurücktransportiert werden, organisieren wir für Sie die Durchführung des Rücktransports. Wir
übernehmen dessen Kosten. Art und Zeitpunkt des Rücktransports müssen medizinisch
notwendig sein. Unsere Leistung erstreckt sich auch auf die Begleitung des Erkrankten durch
einen Arzt oder Sanitäter, wenn diese behördlich vorgeschrieben ist. Außerdem übernehmen
wir die bis zum Rücktransport entstehenden Übernachtungskosten.
17

Diese müssen jedoch durch die Erkrankung bedingt sein und sind begrenzt auf höchstens
drei Übernachtungen bis zu je xx Euro pro Person.
Rückholung von Kindern
A.3.7.2 Wir organisieren für Sie die Abholung und Rückfahrt mitreisender minderjähriger Kinder mit
einer Begleitperson zu ihrem Wohnsitz, wenn
⚫ der Fahrer erkrankt ist oder stirbt und
⚫ die Kinder weder von Ihnen noch von einem anderen Insassen betreut werden
können.
Wir übernehmen die hierdurch entstehenden Kosten. Wir erstatten dabei die Bahnkosten 2.
Klasse einschließlich Zuschlägen sowie die Kosten für nachgewiesene Taxifahrten bis zu
xx Euro.
Fahrzeugabholung
A.3.7.3 Wir organisieren für Sie die Verbringung des Fahrzeugs zu Ihrem ständigen Wohnsitz, wenn
⚫ der Fahrer länger als drei Tage erkrankt oder stirbt und
⚫ das Fahrzeug weder von ihm noch von einem Insassen zurückgefahren werden kann.
Wir übernehmen die hierdurch entstehenden Kosten.
Veranlassen Sie die Verbringung selbst, erhalten Sie als Kostenersatz bis xx Euro je Kilometer
zwischen Ihrem Wohnsitz und dem Schadenort. Außerdem erstatten wir in jedem Fall die bis
zur Abholung der berechtigten Insassen entstehenden und durch den Fahrerausfall bedingten
Übernachtungskosten. Die Leistung ist begrenzt auf drei Übernachtungen bis zu je xx Euro
pro Person.
Was versteht man unter einer Reise?
A.3.7.4 Reise ist jede Abwesenheit von Ihrem ständigen Wohnsitz bis zu einer Höchstdauer von
fortlaufend xx Wochen. Als Ihr ständiger Wohnsitz gilt der Ort in Deutschland, an dem Sie
behördlich gemeldet sind und sich überwiegend aufhalten.

A.3.8 Zusätzliche Leistungen bei einer Auslandsreise


Ereignet sich der Schaden an einem Ort im Ausland (Geltungsbereich nach A.3.4 ohne
Deutschland), der mindestens xx km Luftlinie von Ihrem ständigen Wohnsitz in Deutschland
entfernt ist, erbringen wir zusätzlich folgende Leistungen:
A.3.8.1 Bei Panne und Unfall:
Ersatzteilversand
a Können Ersatzteile zur Wiederherstellung der Fahrbereitschaft des Fahrzeugs an einem
ausländischen Schadenort oder in dessen Nähe nicht beschafft werden, organisieren wir
für Sie, dass Sie diese auf schnellstmöglichem Wege erhalten. Wir übernehmen alle
entstehenden Versandkosten.
Fahrzeugtransport
b Wir organisieren für Sie den Transport des Fahrzeugs zu einer Werkstatt und übernehmen
die hierdurch entstehenden Kosten bis zur Höhe der Rücktransportkosten an Ihren
Wohnsitz, wenn
• das Fahrzeug an einem ausländischen Schadenort oder in dessen Nähe nicht inner-
halb von drei Werktagen fahrbereit gemacht werden kann und
• die voraussichtlichen Reparaturkosten nicht höher sind als der Kaufpreis für
ein gleichwertiges gebrauchtes Fahrzeug.
Mietwagen
c Wir helfen Ihnen, ein gleichwertiges Fahrzeug anzumieten. Mieten Sie ein Fahrzeug nach
A.3.6.3 an, übernehmen wir die Kosten hierfür bis Ihr Fahrzeug wieder fahrbereit zur
Verfügung steht. Wir leisten bis zu einem Betrag von xx Euro.
Fahrzeugverzollung und -verschrottung
d Muss das Fahrzeug nach einem Unfall im Ausland verzollt werden, helfen wir bei der
Verzollung. Wir übernehmen die hierbei anfallenden Verfahrensgebühren mit Ausnahme
des Zollbetrags und sonstiger Steuern. Lassen Sie Ihr Fahrzeug verschrotten, um die
Verzollung zu vermeiden, übernehmen wir die Verschrottungskosten.
A.3.8.2 Bei Fahrzeugdiebstahl:
18

Fahrzeugunterstellung
a Wir übernehmen die Kosten für eine Fahrzeugunterstellung, wenn das gestohlene
Fahrzeug
• nach dem Diebstahl im Ausland wieder aufgefunden wird und
• bis zur Durchführung des Rücktransports oder der Verzollung bzw. Verschrottung un-
tergestellt werden muss.
Wir übernehmen die Kosten höchstens für xx Wochen.
Mietwagen
b Wir helfen Ihnen, ein gleichwertiges Fahrzeug anzumieten. Mieten Sie ein Fahrzeug nach
A.3.6.3 an, übernehmen wir die Kosten hierfür, bis Ihr Fahrzeug wieder fahrbereit zur
Verfügung steht. Wir zahlen höchstens xx Euro.
Fahrzeugverzollung und -verschrottung
c Muss das Fahrzeug nach dem Diebstahl im Ausland verzollt werden, helfen wir bei der
Verzollung. Wir übernehmen die hierbei anfallenden Verfahrensgebühren mit Ausnahme
des Zollbetrags und sonstiger Steuern. Lassen Sie Ihr Fahrzeug verschrotten, um die
Verzollung zu vermeiden, übernehmen wir die Verschrottungskosten.
A.3.8.3 Im Todesfall
Im Fall Ihres Todes auf einer Reise mit dem versicherten Fahrzeug im Ausland sorgen wir
nach Abstimmung mit den Angehörigen
⚫ für die Bestattung im Ausland oder
⚫ für die Überführung nach Deutschland.
Wir übernehmen hierfür die Kosten.
Diese Leistung gilt nicht bei Tod einer mitversicherten Person.

A.3.9 Was ist nicht versichert?


Vorsatz und grobe Fahrlässigkeit
A.3.9.1 Kein Versicherungsschutz besteht für Schäden, die Sie vorsätzlich herbeiführen. Bei grob
fahrlässiger Herbeiführung des Schadens sind wir berechtigt, unsere Leistung in einem der
Schwere Ihres Verschuldens entsprechenden Verhältnis zu kürzen.
Motorsportveranstaltungen oder -aktivitäten
A.3.9.2 Kein Versicherungsschutz besteht für Schäden aus dem Gebrauch des Fahrzeugs bei einer
behördlich genehmigten Motorsportveranstaltung oder Motorsportaktivität, bei der es auf die
Erzielung einer Höchstgeschwindigkeit ankommt, einschließlich Rennen, Wettbewerben,
Trainings, Tests und Demonstrationen.
Hinweis Beachten Sie auch Ihre Pflichten nach D 1.1.4.
Erdbeben, Kriegsereignisse, innere Unruhen und Staatsgewalt
A.3.9.3 Kein Versicherungsschutz besteht für Schäden, die durch Erdbeben, Kriegsereignisse, innere
Unruhen oder Maßnahmen der Staatsgewalt unmittelbar oder mittelbar verursacht werden.
Schäden durch Kernenergie
A.3.9.4 Kein Versicherungsschutz besteht für Schäden durch Kernenergie.

A.3.10 Anrechnung ersparter Aufwendungen


Haben Sie aufgrund unserer Leistungen Kosten erspart, die Sie ohne das Schadenereignis hätten
aufwenden müssen, können wir diese von unserer Zahlung abziehen.

A.3.11 Verpflichtung Dritter


A.3.11.1 Soweit im Schadenfall ein Dritter Ihnen gegenüber aufgrund eines Vertrags oder einer
Mitgliedschaft in einem Verband oder Verein zur Leistung oder zur Hilfe verpflichtet ist, gehen
diese Ansprüche unseren Leistungsverpflichtungen vor.
A.3.11.2 Wenden Sie sich nach einem Schadenereignis allerdings zuerst an uns, sind wir Ihnen
gegenüber abweichend von A.3.11.1 zur Leistung verpflichtet.
19

A.4 Kfz-Unfallversicherung –
wenn Insassen verletzt oder getötet werden

A.4.1 Was ist versichert?


Unfälle bei Gebrauch des Fahrzeugs
A.4.1.1 Wir bieten den vereinbarten Versicherungsschutz bei Unfällen der versicherten Person, die in
unmittelbarem Zusammenhang mit dem Gebrauch Ihres Fahrzeugs oder eines damit ver-
bunden Anhängers stehen (z. B. Fahren, Ein- und Aussteigen, Be- und Entladen).
Unfallbegriff
A.4.1.2 Ein Unfall liegt vor, wenn die versicherte Person durch
⚫ ein plötzlich von außen auf ihren Körper wirkendes Ereignis (Unfallereignis)
⚫ unfreiwillig eine Gesundheitsschädigung
erleidet.
Erweiterter Unfallbegriff
A.4.1.3 Als Unfall gilt auch, wenn sich die versicherte Person durch eine erhöhte Kraftanstrengung
⚫ ein Gelenk an Gliedmaßen oder der Wirbelsäule verrenkt,
⚫ Muskeln, Sehnen, Bänder oder Kapseln an Gliedmaßen oder der Wirbelsäule zerrt
oder zerreißt.
Meniskus und Bandscheiben sind weder Muskeln, Sehnen, Bänder noch Kapseln. Deshalb
werden sie von dieser Regelung nicht erfasst.
Eine erhöhte Kraftanstrengung ist eine Bewegung, deren Muskeleinsatz über die normalen
Handlungen des täglichen Lebens hinausgeht. Maßgeblich für die Beurteilung des
Muskeleinsatzes sind die individuellen körperlichen Verhältnisse der versicherten Person.

A.4.2 Wer ist versichert?


A.4.2.1 Pauschalsystem
Mit der Kfz-Unfallversicherung nach dem Pauschalsystem sind die jeweiligen berechtigten
Insassen des Fahrzeugs versichert. Ausgenommen sind bei Ihnen angestellte Berufsfahrer
und Beifahrer, wenn sie als solche das Fahrzeug gebrauchen.
Bei zwei und mehr berechtigten Insassen erhöht sich die Versicherungssumme um xx Prozent
und teilt sich durch die Gesamtzahl der Insassen, unabhängig davon, ob diese zu Schaden
kommen.
A.4.2.2 Kfz-Unfall-Plus-Versicherung
Mit der Kfz-Unfall-Plus-Versicherung sind die jeweiligen berechtigten Insassen des Fahrzeugs
mit der für Invalidität und Tod vereinbarten Versicherungssumme versichert. Wird der
jeweilige Fahrer verletzt und verbleibt eine unfallbedingte Invalidität von xx Prozent, erhöht
sich die für Invalidität vereinbarte Versicherungssumme für ihn um xx Prozent.
A.4.2.3 Platzsystem
Mit der Kfz-Unfallversicherung nach dem Platzsystem sind die im Versicherungsschein
bezeichneten Plätze oder eine bestimmte Anzahl von berechtigten Insassen des Fahrzeugs
versichert. Ausgenommen sind bei Ihnen angestellte Berufsfahrer und Beifahrer, wenn sie als
solche das Fahrzeug gebrauchen. Befinden sich in dem Fahrzeug mehr berechtigte Insassen
als Plätze oder Personen im Versicherungsschein angegeben, verringert sich die
Versicherungssumme für den einzelnen Insassen entsprechend.
A.4.2.4 Was versteht man unter berechtigten Insassen?
Berechtigte Insassen sind Personen (Fahrer und alle weiteren Insassen), die sich mit Wissen
und Willen des Verfügungsberechtigten in oder auf dem versicherten Fahrzeug befinden oder
in unmittelbarem Zusammenhang mit ihrer Beförderung beim Gebrauch des Fahrzeugs tätig
werden.
A.4.2.5 Berufsfahrerversicherung
Mit der Berufsfahrerversicherung sind versichert
a die Berufsfahrer und Beifahrer des im Versicherungsschein bezeichneten Fahrzeugs,
20

b die im Versicherungsschein namentlich bezeichneten Berufsfahrer und Beifahrer unab-


hängig von einem bestimmten Fahrzeug oder
c alle bei Ihnen angestellten Berufsfahrer und Beifahrer unabhängig von einem bestimm-
ten Fahrzeug.
A.4.2.6 Namentliche Versicherung
Mit der namentlichen Versicherung ist die im Versicherungsschein bezeichnete Person
unabhängig von einem bestimmten Fahrzeug versichert. Diese Person kann ihre Ansprüche
selbstständig gegen uns geltend machen.

A.4.3 In welchen Ländern besteht Versicherungsschutz?


Sie haben in der Kfz-Unfallversicherung Versicherungsschutz in den geographischen Gren-
zen Europas sowie den außereuropäischen Gebieten, die zum Geltungsbereich der Europä-
ischen Union gehören.

A.4.4 Welche Leistungen umfasst die Kfz-Unfallversicherung?


Ihrem Versicherungsschein können Sie entnehmen, welche der nachstehenden Leistungen
mit welchen Versicherungssummen vereinbart sind.

A.4.5 Leistung bei Invalidität


A.4.5.1 Voraussetzungen für die Leistung
Invalidität
A.[Link] Die versicherte Person hat eine Invalidität erlitten.
Eine Invalidität liegt vor, wenn unfallbedingt
⚫ die körperliche oder geistige Leistungsfähigkeit
⚫ dauerhaft
beeinträchtigt ist.
Dauerhaft ist eine Beeinträchtigung, wenn
⚫ sie voraussichtlich länger als drei Jahre bestehen wird und
⚫ eine Änderung dieses Zustands nicht zu erwarten ist.
Eintritt und ärztliche Feststellung der Invalidität
A.[Link] Die Invalidität ist innerhalb von 15 Monaten nach dem Unfall
⚫ eingetreten und
⚫ von einem Arzt schriftlich festgestellt worden.
Ist eine dieser Voraussetzungen nicht erfüllt, besteht kein Anspruch auf Invaliditätsleistung.
Geltendmachung der Invalidität
A.[Link] Sie müssen die Invalidität innerhalb von 15 Monaten nach dem Unfall bei uns geltend ma-
chen. Geltend machen heißt: Sie teilen uns mit, dass Sie von einer Invalidität ausgehen.
Versäumen Sie diese Frist, ist der Anspruch auf Invaliditätsleistung ausgeschlossen.
Nur in besonderen Ausnahmefällen lässt es sich entschuldigen, wenn Sie die Frist versäumt
haben.
Keine Invaliditätsleistung bei Unfalltod im ersten Jahr
A.[Link] Stirbt die versicherte Person unfallbedingt innerhalb eines Jahres nach dem Unfall, besteht
kein Anspruch auf Invaliditätsleistung.
In diesem Fall zahlen wir eine Todesfallleistung (A.4.8), sofern diese vereinbart ist.

A.4.5.2 Art und Höhe der Leistung


Berechnung der Invaliditätsleistung
A.[Link] Die Invaliditätsleistung erhalten Sie als Einmalzahlung.
Grundlagen für die Berechnung der Leistung sind
⚫ die vereinbarte Versicherungssumme und
21

⚫ der unfallbedingte Invaliditätsgrad.


Bemessung des Invaliditätsgrads, Zeitraum für die Bemessung
A.[Link] Der Invaliditätsgrad richtet sich
⚫ nach der Gliedertaxe (A.[Link]), sofern die betroffenen Körperteile oder Sinnesorga-
ne dort genannt sind,
⚫ ansonsten danach, in welchem Umfang die normale körperliche oder geistige Leis-
tungsfähigkeit dauerhaft beeinträchtigt ist (A.[Link])
Maßgeblich ist der unfallbedingte Gesundheitszustand, der spätestens am Ende des dritten
Jahres nach dem Unfall erkennbar ist. Dies gilt sowohl für die erste als auch für spätere
Bemessungen der Invalidität (A.4.10.4).
Gliedertaxe
A.[Link] Bei Verlust oder vollständiger Funktionsunfähigkeit eines der folgenden Körperteile oder
Sinnesorgane gelten ausschließlich die hier genannten Invaliditätsgrade:
Arm 70%
Arm bis oberhalb des Ellenbogengelenks 65%
Arm unterhalb des Ellenbogengelenks 60%
Hand 55%
Daumen 20%
Zeigefinger 10%
anderer Finger 5%
Bein über der Mitte des Oberschenkels 70%
Bein bis zur Mitte des Oberschenkels 60%
Bein bis unterhalb des Knies 50%
Bein bis zur Mitte des Unterschenkels 45%
Fuß 40%
große Zehe 10%
andere Zehe 2%
Auge 50%
Gehör auf einem Ohr 30%
Geruchssinn 10%
Geschmackssinn 5%

Bei Teilverlust oder teilweiser Funktionsbeeinträchtigung gilt der entsprechende Teil der ge-
nannten Invaliditätsgrade.
Bemessung außerhalb der Gliedertaxe
A.[Link] Für andere Körperteile oder Sinnesorgane richtet sich der Invaliditätsgrad danach, in wel-
chem Umfang die normale körperliche oder geistige Leistungsfähigkeit insgesamt dauerhaft
beeinträchtigt ist. Maßstab ist eine durchschnittliche Person gleichen Alters und Ge- schlechts.
Die Bemessung erfolgt ausschließlich nach medizinischen Gesichtspunkten.
Minderung bei Vorinvalidität
A.[Link] Eine Vorinvalidität besteht, wenn betroffene Körperteile oder Sinnesorgane schon vor dem
Unfall dauerhaft beeinträchtigt waren. Sie wird nach A.[Link] und A.[Link] bemessen.
Der Invaliditätsgrad mindert sich um diese Vorinvalidität.
Invaliditätsgrad bei Beeinträchtigung mehrerer Körperteile oder Sinnesorgane
A.[Link] Durch einen Unfall können mehrere Körperteile oder Sinnesorgane beeinträchtigt sein. Dann
werden die Invaliditätsgrade, die nach den vorstehenden Bestimmungen ermittelt wurden,
zusammengerechnet.
Mehr als 100% werden jedoch nicht berücksichtigt.
Invaliditätsleistung bei Tod der versicherten Person
A.[Link] Stirbt die versicherte Person vor der Bemessung der Invalidität, zahlen wir eine Invaliditäts-
leistung unter folgenden Voraussetzungen:
§ Die versicherte Person ist nicht unfallbedingt innerhalb des ersten Jahres nach dem
Unfall verstorben und
§ die sonstigen Voraussetzungen für die Invaliditätsleistung nach A.4.5.1 sind erfüllt.
Wir leisten nach dem Invaliditätsgrad, mit dem aufgrund der ärztlichen Befunde zu rechnen
gewesen wäre.
22

A.4.6 Tagegeld
Voraussetzungen für die Leistung
A.4.6.1 Die versicherte Person ist unfallbedingt
⚫ in ihrer Arbeitsfähigkeit beeinträchtigt und
⚫ in ärztlicher Behandlung.
Höhe und Dauer der Leistung
A.4.6.2 Grundlagen für die Berechnung der Leistung sind
⚫ die vereinbarte Versicherungssumme und
⚫ der unfallbedingte Grad der Beeinträchtigung der Arbeitsfähigkeit.
Der Grad der Beeinträchtigung bemisst sich
⚫ nach der Fähigkeit der versicherten Person, ihrem bis zu dem Unfall ausgeübten Be-
ruf weiter nachzugehen.
⚫ nach der allgemeinen Fähigkeit der versicherten Person, Arbeit zu leisten, wenn sie
zum Zeitpunkt des Unfalls nicht berufstätig war.
Das Tagegeld wird nach dem Grad der Beeinträchtigung abgestuft.
Wir zahlen das Tagegeld für die Dauer der ärztlichen Behandlung, längstens für ein Jahr ab
dem Tag des Unfalls.

A.4.7 Krankenhaustagegeld
Voraussetzungen für die Leistung
A.4.7.1 Die versicherte Person
⚫ ist unfallbedingt in medizinisch notwendiger vollstationärer Heilbehandlung oder
⚫ unterzieht sich unfallbedingt einer ambulanten chirurgischen Operation und ist des-
wegen für mindestens xx Tage ununterbrochen und vollständig in der Ausübung ihres
Berufs beeinträchtigt. War die versicherte Person zum Zeitpunkt des Unfalls nicht be-
rufstätig, kommt es auf die allgemeine Fähigkeit an, Arbeit zu leisten.
Kuren oder Aufenthalte in Sanatorien und Erholungsheimen gelten nicht als medizinisch
notwendige Heilbehandlung.
Höhe und Dauer der Leistung
A.4.7.2 Wir zahlen das vereinbarte Krankenhaustagegeld
⚫ für jeden Kalendertag der vollstationären Behandlung, längstens für xx Jahre ab dem
Tag des Unfalls.
⚫ für xx Tage bei ambulanten chirurgischen Operationen.
<Redaktioneller Hinweis: In den bisherigen AKB war eine Regelung zur Leistung
Genesungsgeld enthalten. Entsprechend der Regelungen in den AUB 2014 wurde dieses
auch nicht in die Kfz-Unfallversicherung aufgenommen. Versicherer, die diese Leistungsart
anbieten wollen, müssen eine entsprechende Regelung aufnehmen.>

A.4.8 Todesfallleistung
Voraussetzungen für die Leistung
A.4.8.1 Die versicherte Person stirbt unfallbedingt innerhalb eines Jahres nach dem Unfall.
Beachten Sie dann die Verhaltensregeln nach E.1.5.1.
Art und Höhe der Leistung
A.4.8.2 Wir zahlen die Todesfallleistung in Höhe der vereinbarten Versicherungssumme.

A.4.9 Was passiert, wenn Unfallfolgen mit Krankheiten oder Gebrechen zusammentreffen?
Krankheiten und Gebrechen
A.4.9.1 Wir leisten ausschließlich für Unfallfolgen. Dies sind Gesundheitsschädigungen und ihre
Folgen, die durch das Unfallereignis verursacht wurden.
Wir leisten nicht für Krankheiten oder Gebrechen.
Mitwirkung
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A.4.9.2 Treffen Unfallfolgen mit Krankheiten oder Gebrechen zusammen, gilt Folgendes:
A.[Link] Entsprechend dem Umfang, in dem Krankheiten oder Gebrechen an der Gesundheitsschä-
digung oder ihren Folgen mitgewirkt haben (Mitwirkungsanteil), mindert sich
⚫ bei der Invaliditätsleistung der Prozentsatz des Invaliditätsgrads.
⚫ bei der Todesfallleistung und, soweit nicht etwas anderes bestimmt ist, bei den ande-
ren Leistungsarten die Leistung selbst.
A.[Link] Beträgt der Mitwirkungsanteil weniger als 25 %, nehmen wir keine Minderung vor.

A.4.10 Fälligkeit
Wir erbringen unsere Leistungen, nachdem wir die Erhebungen abgeschlossen haben, die
zur Feststellung des Versicherungsfalls und des Umfangs unserer Leistungspflicht notwen-
dig sind. Dazu gilt Folgendes:
Erklärung über die Leistungspflicht
A.4.10.1 Wir sind verpflichtet, innerhalb eines Monats in Textform zu erklären, ob und in welchem
Umfang wir unsere Leistungspflicht anerkennen. Bei Invaliditätsleistung beträgt die Frist drei
Monate.
Die Fristen beginnen, sobald uns folgende Unterlagen zugehen:
⚫ Nachweis des Unfallhergangs und der Unfallfolgen.
⚫ Bei Invaliditätsleistung zusätzlich der Nachweis über den Abschluss des Heilverfah-
rens, soweit dies für die Bemessung des Invaliditätsgrads notwendig ist.
Beachten Sie dabei auch die Verhaltensregeln nach E.1.5.
Die ärztlichen Gebühren, die Ihnen zur Begründung des Leistungsanspruchs entstehen,
übernehmen wir
⚫ bei Invaliditätsleistung bis zu 2% der versicherten Summe.
⚫ bei Tagegeld und Krankenhaustagegeld jeweils bis zu 10 Tagessätze.
Sonstige Kosten übernehmen wir nicht.
Leistung innerhalb von zwei Wochen
A.4.10.2 Erkennen wir den Anspruch an oder haben wir uns mit Ihnen über Grund und Höhe geeinigt,
leisten wir innerhalb von zwei Wochen.
Vorschüsse
A.4.10.3 Steht die Leistungspflicht zunächst nur dem Grunde nach fest, zahlen wir – auf Ihren Wunsch
– angemessene Vorschüsse.
Vor Abschluss des Heilverfahrens kann eine Invaliditätsleistung innerhalb eines Jahres nach
dem Unfall nur bis zur Höhe einer vereinbarten Todesfallsumme beansprucht werden.
Neubemessung des Invaliditätsgrads
A.4.10.4 Nach der Bemessung des Invaliditätsgrads können sich Veränderungen des Gesundheits-
zustands ergeben.
Sie und wir sind berechtigt, den Grad der Invalidität jährlich erneut ärztlich bemessen zu
lassen.
Dieses Recht steht Ihnen und uns längstens bis zu drei Jahren nach dem Unfall zu. Bei
Kindern bis zur Vollendung des 5. Lebensjahres verlängert sich diese Frist von drei auf 5
Jahre.
⚫ Wenn wir eine Neubemessung wünschen, teilen wir Ihnen dies zusammen mit der Er-
klärung über unsere Leistungspflicht mit.
⚫ Wenn Sie eine Neubemessung wünschen, müssen Sie uns dies vor Ablauf der Frist
mitteilen.
Ergibt die endgültige Bemessung eine höhere Invaliditätsleistung, als wir bereits gezahlt
haben, ist der Mehrbetrag mit 4% jährlich zu verzinsen.

A.4.11 Zahlung für eine mitversicherte Person


Sie können die Auszahlung der auf eine mitversicherte Person entfallenden Versicherungsleistung an
Sie selbst nur mit der Zustimmung der versicherten Person verlangen.
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A.4.12 Was ist nicht versichert?


Straftat
A.4.12.1 Kein Versicherungsschutz besteht bei Unfällen, die der versicherten Person dadurch zusto-
ßen, dass sie vorsätzlich eine Straftat begeht oder versucht.
Geistes- oder Bewusstseinsstörungen / Trunkenheit
A.4.12.2 Kein Versicherungsschutz besteht bei Unfällen des Fahrers durch Geistes- oder Bewusst-
seinsstörungen, auch soweit diese auf Trunkenheit beruhen, sowie durch Schlaganfälle, epi-
leptische Anfälle oder andere Krampfanfälle, die den ganzen Körper des Fahrers ergreifen.
Versicherungsschutz besteht jedoch, wenn diese Störungen oder Anfälle durch ein
Unfallereignis verursacht sind, das unter diesen Vertrag oder unter eine für das Vorfahrzeug
bei uns abgeschlossene Kfz-Unfallversicherung fällt.
Motorsportveranstaltungen oder -aktivitäten
A.4.12.3 Kein Versicherungsschutz besteht für Schäden aus dem Gebrauch des Fahrzeugs bei einer
behördlich genehmigten Motorsportveranstaltung oder Motorsportaktivität, bei der es auf die
Erzielung einer Höchstgeschwindigkeit ankommt, einschließlich Rennen, Wettbewerben,
Trainings, Tests und Demonstrationen.
Hinweis Beachten Sie auch Ihre Pflichten nach D 1.1.4.
Erdbeben, Kriegsereignisse, innere Unruhen, Maßnahmen der Staatsgewalt
A.4.12.4 Kein Versicherungsschutz besteht bei Unfällen, die durch Erdbeben, Kriegsereignisse, inne-
re Unruhen oder Maßnahmen der Staatsgewalt unmittelbar oder mittelbar verursacht wer-
den.
Kernenergie
A.4.12.5 Kein Versicherungsschutz besteht bei Schäden durch Kernenergie.
Bandscheiben, innere Blutungen
A.4.12.6 Kein Versicherungsschutz besteht bei Schäden an Bandscheiben sowie bei Blutungen aus
inneren Organen und Gehirnblutungen. Versicherungsschutz besteht jedoch, wenn über-
wiegende Ursache ein unter diesen Vertrag fallendes Unfallereignis nach A.4.1.2 ist.
Infektionen
A.4.12.7 Kein Versicherungsschutz besteht bei Infektionen. Bei Wundstarrkrampf und Tollwut besteht
jedoch Versicherungsschutz, wenn die Krankheitserreger durch ein versichertes Unfaller-
eignis sofort oder später in den Körper gelangen. Bei anderen Infektionen besteht Versiche-
rungsschutz, wenn die Krankheitserreger durch ein versichertes Unfallereignis, das nicht nur
geringfügige Haut- oder Schleimhautverletzungen verursacht, sofort oder später in den Kör-
per gelangen. Bei Infektionen, die durch Heilmaßnahmen verursacht sind, besteht Versiche-
rungsschutz, wenn die Heilmaßnahmen durch ein unter diesen Vertrag fallendes Unfaller-
eignis veranlasst waren.
Psychische Reaktionen
A.4.12.8 Kein Versicherungsschutz besteht bei krankhaften Störungen infolge psychischer Reaktio-
nen, auch wenn diese durch einen Unfall verursacht wurden.
Bauch- und Unterleibsbrüche
A.4.12.9 Kein Versicherungsschutz besteht bei Bauch- oder Unterleibsbrüchen. Versicherungsschutz
besteht jedoch, wenn sie durch eine unter diesen Vertrag fallende gewaltsame, von außen
kommende Einwirkung entstanden sind.

A.5 Fahrerschutzversicherung –
wenn der Fahrer verletzt oder getötet wird
Die Fahrerschutzversicherung ist eine Kfz-Unfallversicherung, deren Leistungen sich nach
dem tatsächlich entstandenen Personenschaden richten.

A.5.1 Was ist versichert?


Versichert sind Personenschäden des berechtigten Fahrers, die dadurch entstehen, dass er
durch einen Unfall beim Lenken des versicherten Fahrzeugs verletzt oder getötet wird.
Ein Unfall liegt vor, wenn der Fahrer durch ein plötzlich von außen auf seinen Körper wir-
kendes Ereignis (Unfallereignis) unfreiwillig eine Gesundheitsschädigung erleidet.
25

Zum Lenken des Fahrzeugs gehört z. B. nicht das Ein- und Aussteigen oder das Be- und
Entladen.

A.5.2 Wer ist versichert?


Versichert ist der berechtigte Fahrer des Fahrzeugs. Berechtigter Fahrer ist eine Person, die
mit Wissen und Willen des Verfügungsberechtigten das Fahrzeug lenkt.
Im Todesfall des Fahrers sind seine Hinterbliebenen bezüglich ihrer gesetzlichen Unter-
haltsansprüche mitversichert.

A.5.3 In welchen Ländern besteht Versicherungsschutz?


In der Fahrerschutzversicherung besteht Versicherungsschutz in den geographischen Gren-
zen Europas sowie den außereuropäischen Gebieten, die zum Geltungsbereich der Europä-
ischen Union gehören.
<Redaktioneller Hinweis: Alternativ könnte z. B. der Geltungsbereich KH inklusive Internati-
onale Versicherungskarte Geltungsbereich vereinbart werden.>

A.5.4 Was leisten wir in der Fahrerschutzversicherung?


<Achtung! Es folgen zwei Varianten von A.5.4.1>
Was wir ersetzen
A.5.4.1 Wir ersetzen den unfallbedingten Personenschaden (z. B. Verdienstausfall, Hinterbliebenen-
rente, [Schmerzensgeld]) so, als ob ein Dritter schadenersatzpflichtig wäre. Dabei leisten wir
nach den deutschen gesetzlichen Schadenersatzbestimmungen des Privatrechts.
<Redaktioneller Hinweis: Sollen bestimmte Leistungspositionen (z. B. Schmerzensgeld,
Rechtsanwaltsgebühren) nicht ersetzt werden, sind diese hier aufzuführen.>
[Wir zahlen nicht für ]
<Redaktioneller Hinweis: Versicherer, die nicht den vollständigen Leistungsumfang analog
Schadenersatzrecht nach KH abdecken wollen, können alternativ die versicherten
Leistungspositionen abschließend aufzählen und ggf. limitieren.>
[Was wir ersetzen
A.5.4.1 Wir ersetzen den unfallbedingten Personenschaden so, als ob ein Dritter schadenersatz-
pflichtig wäre. Dabei leisten wir nach den deutschen gesetzlichen Schadenersatzbestim-
mungen des Privatrechts in folgendem Umfang:
⚫ Verdienstausfall [bis xx Euro]
⚫[ ]]
Vorrangige Leistungspflicht Dritter
A.5.4.2 Wir erbringen keine Leistungen, soweit Sie gegenüber Dritten (z. B. Schädiger, Haftpflicht-
versicherer, Krankenkasse, Rentenversicherungsträger, Berufsgenossenschaft, Arbeitge-
ber) Anspruch auf Ersatz Ihres Schadens oder Anspruch auf deckungsgleiche (kongruente)
Leistungen haben.
Ausnahme: Soweit Sie einen solchen Anspruch nicht erfolgversprechend durchsetzen
können, leisten wir dennoch, wenn nachfolgende Voraussetzungen vorliegen:
⚫ Sie haben den Anspruch in Textform geltend gemacht.
⚫ Sie haben weitere zur Durchsetzung Ihres Anspruchs erforderliche Anstrengungen
unternommen, die Ihnen billigerweise zumutbar waren.
⚫ Sie haben Ihren Anspruch wirksam an uns abgetreten.
Hinweis: Ansprüche gegen Dritte sind nicht immer wirksam abtretbar. Unter anderem können
Ansprüche gegen Sozialversicherungsträger (z. B. Krankenkasse,
Rentenversicherungsträger) häufig nicht oder nur mit deren Zustimmung abgetreten werden.
In diesen Fällen können wir nicht im Voraus Leistungen erbringen, sondern erst dann, wenn
abschließend geklärt ist, dass keine Ansprüche gegenüber Dritten bestehen.
Vereinbarungen, die Sie mit Dritten über diese Ansprüche treffen (z. B. ein
Abfindungsvergleich), binden uns nur, wenn wir vorher zugestimmt haben.
Bis zu welcher Höhe leisten wir (Versicherungssumme)?
26

A.5.4.3 Unsere Leistung für ein Schadenereignis ist beschränkt auf die Höhe der vereinbarten Ver-
sicherungssumme. Mehrere zeitlich zusammenhängende Schäden, die dieselbe Ursache
haben, gelten als ein einziges Schadenereignis. Die Höhe Ihrer Versicherungssumme kön-
nen Sie dem Versicherungsschein entnehmen.
<Redaktioneller Hinweis: Wenn unter A.5.4.1 die Leistungspositionen der Höhe nach limitiert
sind, kann die Aufführung der Versicherungssumme entbehrlich sein. Sind nur einzelne
Leistungspositionen limitiert, sollte nachfolgender Hinweis erfolgen:>
[Hinweis: Beachten Sie zu den Summenbegrenzungen für einzelne Leistungen A.5.4.1.]

A.5.5 Fälligkeit, Abtretung, Zahlung für eine mitversicherte Person


Fälligkeit der Leistung und Vorschusszahlung
A.5.5.1 Wir sind verpflichtet, innerhalb eines Monats in Textform zu erklären, ob und in welchem
Umfang wir unsere Leistungspflicht anerkennen. Die Frist beginnt, wenn uns Ihr Leistungs-
antrag und die zu dessen Beurteilung erforderlichen Unterlagen vorliegen.
Erkennen wir den Anspruch an oder haben wir uns mit Ihnen über Grund und Höhe geeinigt,
leisten wir innerhalb von zwei Wochen.
Steht die Leistungspflicht zunächst nur dem Grunde nach fest, zahlen wir – auf Ihren Wunsch
– angemessene Vorschüsse.
Zahlung für eine mitversicherte Person
A.5.5.2 Sie als Versicherungsnehmer können unsere Zahlung für eine mitversicherte Person an Sie
selbst nur mit Zustimmung der mitversicherten Person verlangen.

A.5.6 Was ist nicht versichert?


Straftat
A.5.6.1 Kein Versicherungsschutz besteht bei Unfällen, die dem Fahrer dadurch zustoßen, dass er
vorsätzlich eine Straftat begeht oder versucht.
Psychische Reaktionen
A.5.6.2 Kein Versicherungsschutz besteht bei krankhaften Störungen infolge psychischer Reaktio-
nen, auch wenn diese durch einen Unfall verursacht wurden.
Schäden an der Bandscheibe
A.5.6.3 Kein Versicherungsschutz besteht bei Schäden an Bandscheiben. Versicherungsschutz be-
steht jedoch, wenn ein unter diesen Vertrag fallendes Unfallereignis diese Gesundheits-
schäden überwiegend (das heißt: zu mehr als 50 %) verursacht.
Ansprüche Dritter
A.5.6.4 Ansprüche, die von anderen Versicherern, Arbeitgebern, Dienstherrn und Sozialversiche-
rungsträgern gegen uns geltend gemacht werden, sind ausgeschlossen.
Motorsportveranstaltungen oder -aktivitäten
A.5.6.5 Kein Versicherungsschutz besteht für Schäden aus dem Gebrauch des Fahrzeugs bei einer
behördlich genehmigten Motorsportveranstaltung oder Motorsportaktivität, bei der es auf die
Erzielung einer Höchstgeschwindigkeit ankommt, einschließlich Rennen, Wettbewerben,
Trainings, Tests und Demonstrationen.
Hinweis Beachten Sie auch Ihre Pflichten nach D 1.1.4.
Erdbeben, Kriegsereignisse, innere Unruhen, Maßnahmen der Staatsgewalt
A.5.6.6 Kein Versicherungsschutz besteht für Schäden, die durch Erdbeben, Kriegsereignisse, inne-
re Unruhen oder Maßnahmen der Staatsgewalt unmittelbar oder mittelbar verursacht wer-
den.
Schäden durch Kernenergie
A.5.6.7 Kein Versicherungsschutz besteht für Schäden durch Kernenergie.

B Beginn des Vertrags und vorläufiger Versicherungsschutz


Der Versicherungsvertrag kommt dadurch zustande, dass wir Ihren Antrag annehmen. Re-
gelmäßig geschieht dies durch Zugang des Versicherungsscheins bei Ihnen.
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B.1 Wann beginnt der Versicherungsschutz?


Der Versicherungsschutz beginnt erst, wenn Sie den in Ihrem Versicherungsschein genann-
ten fälligen Beitrag gezahlt haben, jedoch nicht vor dem vereinbarten Zeitpunkt. Zahlen Sie
den ersten oder einmaligen Beitrag nicht rechtzeitig, richten sich die Folgen nach C.1.2 und
C.1.3.

B.2 Vorläufiger Versicherungsschutz


Bevor der Beitrag gezahlt ist, haben Sie nach folgenden Bestimmungen vorläufigen Versi-
cherungsschutz:
Kfz-Haftpflichtversicherung und Autoschutzbrief

B.2.1 Händigen wir Ihnen die Versicherungsbestätigung aus oder nennen wir Ihnen bei elektroni-
scher Versicherungsbestätigung die Versicherungsbestätigungs-Nummer, haben Sie in der
Kfz-Haftpflichtversicherung und beim Autoschutzbrief vorläufigen Versicherungsschutz zu
dem vereinbarten Zeitpunkt, spätestens ab dem Tag, an dem das Fahrzeug unter Verwen-
dung der Versicherungsbestätigung zugelassen wird. Ist das Fahrzeug bereits auf Sie zuge-
lassen, beginnt der vorläufige Versicherungsschutz ab dem vereinbarten Zeitpunkt.
Kasko-, Kfz-Unfall- und Fahrerschutzversicherung

B.2.2 In der Kasko-, Kfz-Unfall- und Fahrerschutzversicherung haben Sie vorläufigen Versiche-
rungsschutz nur, wenn wir dies ausdrücklich zugesagt haben. Der Versicherungsschutz be-
ginnt zum vereinbarten Zeitpunkt.
Übergang des vorläufigen in den endgültigen Versicherungsschutz
B.2.3 Sobald Sie den ersten oder einmaligen Beitrag nach C.1.1 gezahlt haben, geht der vorläufi-
ge in den endgültigen Versicherungsschutz über.
Rückwirkender Wegfall des vorläufigen Versicherungsschutzes

B.2.4 Der vorläufige Versicherungsschutz entfällt rückwirkend, wenn


⚫ wir Ihren Antrag unverändert angenommen haben und
⚫ Sie den ersten oder einmaligen Beitrag nicht unverzüglich (d. h. spätestens innerhalb
von 14 Tagen) nach Ablauf von zwei Wochen nach Zugang des Versicherungsscheins
bezahlt haben.
Sie haben dann von Anfang an keinen Versicherungsschutz. Dies gilt nur, wenn Sie die nicht
rechtzeitige Zahlung zu vertreten haben.
Kündigung des vorläufigen Versicherungsschutzes

B.2.5 Sie und wir sind berechtigt, den vorläufigen Versicherungsschutz jederzeit zu kündigen. Un-
sere Kündigung wird erst nach Ablauf von zwei Wochen ab Zugang der Kündigung bei Ihnen
wirksam.
Beendigung des vorläufigen Versicherungsschutzes durch Widerruf

B.2.6 Widerrufen Sie den Versicherungsvertrag nach § 8 Versicherungsvertragsgesetz, endet der


vorläufige Versicherungsschutz mit dem Zugang Ihrer Widerrufserklärung bei uns.
Beitrag für vorläufigen Versicherungsschutz

B.2.7 Für den Zeitraum des vorläufigen Versicherungsschutzes haben wir Anspruch auf einen der
Laufzeit entsprechenden Teil des Beitrags.

C Beitragszahlung
C.1 Zahlung des ersten oder einmaligen Beitrags
Rechtzeitige Zahlung

C.1.1 Der im Versicherungsschein genannte erste oder einmalige Beitrag wird in 14 Tagen nach
Zugang des Versicherungsscheins fällig. Sie haben diesen Beitrag dann unverzüglich (d. h.
spätestens innerhalb von 14 Tagen) zu zahlen.
Nicht rechtzeitige Zahlung

C.1.2 Zahlen Sie den ersten oder einmaligen Beitrag nicht rechtzeitig, haben Sie von Anfang an
keinen Versicherungsschutz, es sei denn, Sie haben die Nichtzahlung oder verspätete Zah-
28

lung nicht zu vertreten. Haben Sie die nicht rechtzeitige Zahlung jedoch zu vertreten, be- ginnt
der Versicherungsschutz erst ab der Zahlung des Beitrags.

C.1.3 Außerdem können wir vom Vertrag zurücktreten, solange der Beitrag nicht gezahlt ist. Der
Rücktritt ist ausgeschlossen, wenn Sie die Nichtzahlung nicht zu vertreten haben. Nach dem
Rücktritt können wir von Ihnen eine Geschäftsgebühr verlangen. Diese beträgt xx % des
Jahresbeitrags für jeden angefangenen Monat ab dem beantragten Beginn des Versiche-
rungsschutzes bis zu unserem Rücktritt, jedoch höchstens bis xx % des Jahresbeitrags.

C.2 Zahlung des Folgebeitrags


Rechtzeitige Zahlung

C.2.1 Ein Folgebeitrag ist zu dem im Versicherungsschein oder in der Beitragsrechnung angege-
benen Zeitpunkt fällig und zu zahlen.
Nicht rechtzeitige Zahlung

C.2.2 Zahlen Sie einen Folgebeitrag nicht rechtzeitig, fordern wir Sie auf, den rückständigen Bei-
trag zuzüglich des Verzugsschadens (Kosten und Zinsen) innerhalb von zwei Wochen ab
Zugang unserer Aufforderung zu zahlen.
C.2.3 Tritt ein Schadenereignis nach Ablauf der zweiwöchigen Zahlungsfrist ein und sind zu die-
sem Zeitpunkt diese Beträge noch nicht bezahlt, haben Sie keinen Versicherungsschutz. Wir
bleiben jedoch zur Leistung verpflichtet, wenn Sie die verspätete Zahlung nicht zu ver- treten
haben.

C.2.4 Sind Sie mit der Zahlung dieser Beträge nach Ablauf der zweiwöchigen Zahlungsfrist noch in
Verzug, können wir den Vertrag mit sofortiger Wirkung kündigen. Unsere Kündigung wird
unwirksam, wenn Sie diese Beträge innerhalb eines Monats ab Zugang der Kündigung zah-
len. Haben wir die Kündigung zusammen mit der Mahnung ausgesprochen, wird die Kündi-
gung unwirksam, wenn Sie innerhalb eines Monas nach Ablauf der in der Mahnung genann-
ten Zahlungsfrist zahlen.
Für Schadenereignisse, die in der Zeit nach Ablauf der zweiwöchigen Zahlungsfrist bis zu
Ihrer Zahlung eintreten, haben Sie keinen Versicherungsschutz. Versicherungsschutz besteht
erst wieder für Schadenereignisse nach Ihrer Zahlung.

C.3 Nicht rechtzeitige Zahlung bei Fahrzeugwechsel


Versichern Sie anstelle Ihres bisher bei uns versicherten Fahrzeugs ein anderes Fahrzeug
bei uns (Fahrzeugwechsel), wenden wir für den neuen Vertrag bei nicht rechtzeitiger Zah-
lung des ersten oder einmaligen Beitrags die für Sie günstigeren Regelungen zum Folgebei-
trag nach C.2.2 bis C.2.4 an. Außerdem berufen wir uns nicht auf den rückwirkenden Weg-
fall des vorläufigen Versicherungsschutzes nach B.2.4. Dafür müssen folgende Vorausset-
zungen gegeben sein:
⚫ Zwischen dem Ende der Versicherung des bisherigen Fahrzeugs und dem Beginn der
Versicherung des anderen Fahrzeugs sind nicht mehr als sechs Monate vergangen,
⚫ Fahrzeugart und Verwendungszweck der Fahrzeuge sind gleich.
Kündigen wir das Versicherungsverhältnis wegen Nichtzahlung, können wir von Ihnen eine
Geschäftsgebühr entsprechend C.1.3 verlangen.

C.4 Zahlungsperiode
Beiträge für Ihre Versicherung müssen Sie entsprechend der vereinbarten Zahlungsperiode
bezahlen. Die Zahlungsperiode ist die Versicherungsperiode nach § 12 Versicherungsver-
tragsgesetz. Welche Zahlungsperiode Sie mit uns vereinbart haben, können Sie Ihrem Ver-
sicherungsschein entnehmen.
Die Laufzeit des Vertrags, die sich von der Zahlungsperiode unterscheiden kann, ist in Ab-
schnitt G geregelt.

C.5 Beitragspflicht bei Nachhaftung in der Kfz-Haftpflichtversicherung


Bleiben wir in der Kfz-Haftpflichtversicherung aufgrund § 117 Abs. 2 Versicherungsvertrags-
gesetz gegenüber einem Dritten trotz Beendigung des Versicherungsvertrages zur Leistung
verpflichtet, haben wir Anspruch auf den Beitrag für die Zeit dieser Verpflichtung. Unsere
Rechte nach § 116 Abs. 1 Versicherungsvertragsgesetz bleiben unberührt.
29

D Ihre Pflichten bei Gebrauch des Fahrzeugs und Folgen einer


Pflichtverletzung
D.1 Welche Pflichten haben Sie bei Gebrauch des Fahrzeugs?

D.1.1 Bei allen Versicherungsarten


Nutzung nur zum vereinbarten Verwendungszweck
D.1.1.1 Das Fahrzeug darf nur zu dem im Versicherungsvertrag angegebenen Zweck verwendet
werden.
< xx Alternativformulierung für die Versicherer, die den Anhang verwenden: >
[ xx siehe Tabelle zur Begriffsbestimmung für Art und Verwendung des Fahrzeugs]

Nutzung nur durch den berechtigten Fahrer


D.1.1.2 Das Fahrzeug darf nur von einem berechtigten Fahrer gebraucht werden. Berechtigter Fah-
rer ist, wer das Fahrzeug mit Wissen und Willen des Verfügungsberechtigten gebraucht.
Außerdem dürfen Sie, der Halter oder der Eigentümer des Fahrzeugs es nicht wissentlich
ermöglichen, dass das Fahrzeug von einem unberechtigten Fahrer gebraucht wird.
Fahren nur mit Fahrerlaubnis
D.1.1.3 Der Fahrer des Fahrzeugs darf das Fahrzeug auf öffentlichen Wegen oder Plätzen nur mit der
erforderlichen Fahrerlaubnis benutzen. Außerdem dürfen Sie, der Halter oder der Eigen-
tümer das Fahrzeug nicht von einem Fahrer benutzen lassen, der nicht die erforderliche
Fahrerlaubnis hat.
Nicht genehmigte Rennen
D.1.1.4 Das Fahrzeug darf nicht zu behördlich nicht genehmigten Fahrveranstaltungen verwendet
werden, bei denen es auf Erzielung einer Höchstgeschwindigkeit ankommt (Rennen). Dies
gilt auch für die dazugehörigen Übungsfahrten.
Hinweis: Beachten Sie auch Ihre Pflichten nach D.1.2.2 und die Ausschlüsse nach A.1.5.2,
A.2.9.2, A.3.9.2, A.4.12.3 und A.5.6.5.
Fahrzeuge mit Wechselkennzeichen
D.1.1.5 Der Fahrer darf ein mit einem Wechselkennzeichen zugelassenes Fahrzeug auf öffentlichen
Wegen oder Plätzen nur benutzen, wenn das Wechselkennzeichen vollständig angebracht
ist. Außerdem dürfen Sie, der Halter oder der Eigentümer das Fahrzeug nur von einem Fah-
rer benutzen lassen, wenn das Wechselkennzeichen vollständig angebracht ist.

D.1.2 Zusätzlich in der Kfz-Haftpflichtversicherung


Alkohol und andere berauschende Mittel
D.1.2.1 Das Fahrzeug darf nicht gefahren werden, wenn der Fahrer durch alkoholische Getränke
oderandere berauschende Mittel nicht in der Lage ist, das Fahrzeug sicher zu führen.
Außerdem dürfen Sie, der Halter oder der Eigentümer des Fahrzeugs dieses nicht von ei-
nem Fahrer fahren lassen, der durch alkoholische Getränke oder andere berauschende Mit-
tel nicht in der Lage ist, das Fahrzeug sicher zu führen.
Hinweis: Beachten Sie auch Ihre Pflichten nach D.1.3.1 und die Ausschlüsse nach A.2.9.1,
A.3.9.1 und A.4.12.2.
Motorsportveranstaltungen oder -aktivitäten
D.1.2.2 Das Fahrzeug darf nur dann bei einer Motorsportveranstaltung oder Motorsportaktivität, ein-
schließlich Rennen, Wettbewerben, Trainings, Tests und Demonstrationen, gebraucht wer-
den, wenn
⚫ das Fahrzeug in einem hierfür abgegrenzten Gebiet mit Zugangsbeschränkungen ge-
braucht wird und
⚫ für diesen Gebrauch des Fahrzeugs eine Motorsporthaftpflichtversicherung nach
Maßgabe § 5d des Pflichtversicherungsgesetzes besteht.
Außerdem dürfen Sie, der Halter oder der Eigentümer das Fahrzeug nur unter den genann-
ten Voraussetzungen für diese Fahrten gebrauchen lassen.
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Hinweis: Beachten Sie auch Ihre Pflichten nach D.1.1.4 und die Ausschlüsse nach A.1.5.2,
A.2.9.2, A.3.9.2, A.4.12.3 und A.5.6.5.

D.1.3 Zusätzlich in der Fahrerschutzversicherung


Alkohol und andere berauschende Mittel
D.1.3.1 Das Fahrzeug darf nicht gefahren werden, wenn der Fahrer durch alkoholische Getränke oder
andere berauschende Mittel nicht in der Lage ist, das Fahrzeug sicher zu führen.
Hinweis: Beachten Sie auch Ihre Pflichten nach D.1.2.1 und die Ausschlüsse nach A.2.9.1,
A.3.9.1 und A.4.12.2.
Gurtpflicht
D.1.3.2 Der Fahrer muss während der Fahrt einen vorgeschriebenen Sicherheitsgurt angelegt ha-
ben, es sei denn, das Nichtanlegen ist gesetzlich erlaubt.

D.2 Welche Folgen hat eine Verletzung dieser Pflichten?


Leistungsfreiheit bzw. Leistungskürzung

D.2.1 Verletzen Sie vorsätzlich eine Ihrer in D.1 geregelten Pflichten, haben Sie keinen Versiche-
rungsschutz. Verletzen Sie Ihre Pflichten grob fahrlässig, sind wir berechtigt, unsere Leis- tung
in einem der Schwere Ihres Verschuldens entsprechenden Verhältnis zu kürzen. Wei- sen Sie
nach, dass Sie die Pflicht nicht grob fahrlässig verletzt haben, bleibt der Versiche- rungsschutz
bestehen.
Bei einer Verletzung der Pflicht in der Kfz-Haftpflichtversicherung aus D.1.2 Satz 2 sind wir
Ihnen, dem Halter oder Eigentümer gegenüber nicht von der Leistungspflicht befreit, soweit
Sie, der Halter oder Eigentümer als Fahrzeuginsasse, der das Fahrzeug nicht geführt hat,
einen Personenschaden erlitten haben.

D.2.2 Abweichend von D.2.1 sind wir zur Leistung verpflichtet, soweit die Pflichtverletzung weder
für den Eintritt des Versicherungsfalls noch für den Umfang unserer Leistungspflicht ursäch-
lich ist. Dies gilt nicht, wenn Sie die Pflicht arglistig verletzen.
Beschränkung der Leistungsfreiheit in der Kfz-Haftpflichtversicherung

D.2.3 In der Kfz-Haftpflichtversicherung ist die sich aus D.2.1 ergebende Leistungsfreiheit bzw.
Leistungskürzung Ihnen und den mitversicherten Personen gegenüber auf den Betrag von
höchstens je xx Euro beschränkt.1.
Dies gilt entsprechend, wenn wir wegen einer von Ihnen vorgenommenen Gefahrerhöhung
(§§ 23, 26 Versicherungsvertragsgesetz) vollständig oder teilweise von der Leistungspflicht
befreit sind.
D.2.4 Gegenüber einem Fahrer, der das Fahrzeug durch eine vorsätzlich begangene Straftat er-
langt (z. B. durch Diebstahl), sind wir vollständig von der Verpflichtung zur Leistung frei.

E Ihre Pflichten im Schadenfall und Folgen einer Pflichtverlet-


zung
E.1 Welche Pflichten haben Sie im Schadenfall?

E.1.1 Bei allen Versicherungsarten


Anzeigepflicht
E.1.1.1 Sie sind verpflichtet, uns jedes Schadenereignis, das zu einer Leistung durch uns führen kann,
innerhalb einer Woche anzuzeigen.
E.1.1.2 Ermittelt die Polizei, die Staatsanwaltschaft oder eine andere Behörde im Zusammenhang mit
dem Schadenereignis, sind Sie verpflichtet, uns dies unverzüglich mitzuteilen. Dies gilt auch,
wenn Sie uns das Schadenereignis bereits gemeldet haben.
Aufklärungspflicht
E.1.1.3 Sie müssen alles tun, was zur Aufklärung des Versicherungsfalls und des Umfangs unserer
Leistungspflicht erforderlich ist. Sie müssen dabei insbesondere folgende Pflichten beach-
ten:

1
Gem. § 5 Abs. 3 KfzPflVV darf die Leistungsfreiheit höchstens auf 5.000 Euro beschränkt werden.
31

⚫ Sie dürfen den Unfallort nicht verlassen, ohne die gesetzlich erforderlichen Feststel-
lungen zu ermöglichen oder die dabei erforderliche Wartezeit zu beachten. Ist die er-
forderliche Wartezeit abgelaufen oder haben Sie sich berechtigt oder entschuldigt vom
Unfallort entfernt, müssen Sie die Feststellungen unverzüglich nachträglich ermögli-
chen (Unfallflucht nach § 142 StGB).
⚫ Sie müssen unsere Fragen zu den Umständen des Schadenereignisses, zum Umfang
des Schadens und zu unserer Leistungspflicht wahrheitsgemäß und vollständig be-
antworten. Wir können verlangen, dass Sie uns in Textform antworten.
⚫ Sie müssen uns angeforderte Nachweise vorlegen, soweit es Ihnen billigerweise zu-
gemutet werden kann, diese zu beschaffen.
⚫ Sie müssen unsere für die Aufklärung des Schadens erforderlichen Weisungen befol-
gen, soweit dies für Sie zumutbar ist.
⚫ Sie müssen uns Untersuchungen zu den Umständen des Schadenereignisses und zu
unserer Leistungspflicht ermöglichen, soweit es Ihnen zumutbar ist.
Schadenminderungspflicht
E.1.1.4 Sie sind verpflichtet, bei Eintritt des Schadenereignisses nach Möglichkeit für die Abwen- dung
und Minderung des Schadens zu sorgen.
Sie haben hierbei unsere Weisungen, soweit für Sie zumutbar, zu befolgen.

E.1.2 Zusätzlich in der Kfz-Haftpflichtversicherung


Bei außergerichtlich geltend gemachten Ansprüchen
E.1.2.1 Werden gegen Sie Ansprüche geltend gemacht, sind Sie verpflichtet, uns dies innerhalb ei-
ner Woche nach der Erhebung des Anspruchs mitzuteilen.
Anzeige von Kleinschäden
E.1.2.2 Wenn Sie einen Sachschaden, der voraussichtlich nicht mehr als xx Euro beträgt, selbst re-
gulieren oder regulieren wollen, müssen Sie uns den Schadenfall erst anzeigen, wenn Ihnen
die Selbstregulierung nicht gelingt.
Bei gerichtlich geltend gemachten Ansprüchen
E.1.2.3 Wird ein Anspruch gegen Sie gerichtlich geltend gemacht (z. B. Klage, Mahnbescheid), ha-
ben Sie uns dies unverzüglich anzuzeigen.
E.1.2.4 Sie müssen uns die Führung des Rechtsstreits überlassen. Wir sind berechtigt, auch in Ih-
rem Namen einen Rechtsanwalt zu beauftragen. Diesem müssen Sie Vollmacht sowie alle
erforderlichen Auskünfte erteilen und angeforderte Unterlagen zur Verfügung stellen.
Bei drohendem Fristablauf
E.1.2.5 Wenn Ihnen bis spätestens zwei Tage vor Fristablauf keine Weisung von uns vorliegt, müs-
sen Sie gegen einen Mahnbescheid oder einen Bescheid einer Behörde fristgerecht den er-
forderlichen Rechtsbehelf (z. B. Widerspruch) einlegen.

E.1.3 Zusätzlich in der Kaskoversicherung


Anzeige des Versicherungsfalls bei Entwendung des Fahrzeugs
E.1.3.1 Bei Entwendung des Fahrzeugs oder mitversicherter Teile sind Sie abweichend von E.1.1.1
verpflichtet, uns dies unverzüglich in Textform anzuzeigen.
Einholen unserer Weisung
E.1.3.2 Vor Beginn der Verwertung oder der Reparatur des Fahrzeugs bzw. mitversicherter Teile
müssen Sie unsere Weisungen einholen, soweit die Umstände dies gestatten. Sie müssen
unsere Weisungen befolgen, soweit Ihnen dies zumutbar ist.
Anzeige bei der Polizei
E.1.3.3 Übersteigt ein Entwendungs-, Brand- oder Wildschaden den Betrag von xx Euro, sind Sie
verpflichtet, das Schadenereignis der Polizei unverzüglich anzuzeigen.

E.1.4 Zusätzlich beim Autoschutzbrief


Einholen unserer Weisung
E.1.4.1 Vor Inanspruchnahme einer unserer Leistungen müssen Sie unsere Weisungen einholen,
soweit die Umstände dies gestatten, und befolgen, soweit Ihnen dies zumutbar ist.
Untersuchung, Belege, ärztliche Schweigepflicht
32

E.1.4.2 Sie müssen uns jede zumutbare Untersuchung über die Ursache und Höhe des Schadens
und über den Umfang unserer Leistungspflicht gestatten. Außerdem müssen Sie Originalbe-
lege zum Nachweis der Schadenhöhe vorlegen und die behandelnden Ärzte im Rahmen von
§ 213 Versicherungsvertragsgesetz von der Schweigepflicht entbinden.

E.1.5 Zusätzlich in der Kfz-Unfallversicherung


Anzeige des Todesfalls innerhalb 48 Stunden
E.1.5.1 Hat der Unfall den Tod einer versicherten Person zur Folge, müssen die aus dem Versiche-
rungsvertrag Begünstigten uns dies innerhalb von 48 Stunden melden. Dies gilt auch, wenn
der Unfall schon angezeigt ist. Uns ist das Recht zu verschaffen, eine Obduktion durch ei-
nen von uns beauftragten Arzt vornehmen zu lassen.
Medizinische Versorgung
E.1.5.2 Nach einem Unfall, der zu einer Leistung durch uns führen kann, müssen Sie unverzüglich
einen Arzt hinzuziehen, seine Anordnungen befolgen und uns unterrichten.
Medizinische Aufklärung
E.1.5.3 Für die Prüfung unserer Leistungspflicht benötigen wir möglicherweise Auskünfte von
⚫ Ärzten, die Sie vor oder nach dem Unfall behandelt oder untersucht haben.
⚫ anderen Versicherern, Versicherungsträgern und Behörden.
Sie müssen es uns ermöglichen, die erforderlichen Auskünfte zu erhalten. Dazu können Sie
den Ärzten und den genannten Stellen erlauben, uns die Auskünfte direkt zu erteilen.
Ansonsten müssen Sie die Auskünfte selbst einholen und uns zur Verfügung stellen.
Wir beauftragen Ärzte, falls dies für die Prüfung unserer Leistungspflicht erforderlich ist. Von
diesen Ärzten müssen Sie sich untersuchen lassen. Wir tragen die notwendigen Kosten und
den Verdienstausfall, der durch die Untersuchung entsteht.
Sie haben erforderlichenfalls darauf hinzuwirken, dass angeforderte Berichte alsbald erstellt
werden.
Frist zur Feststellung und Geltendmachung der Invalidität
E.1.5.4 Beachten Sie auch die 15-Monatsfrist für die Feststellung und Geltendmachung der Invalidi-
tät nach A.[Link].

E.1.6 Zusätzlich in der Fahrerschutzversicherung


Medizinische Versorgung
E.1.6.1 Nach einem Unfall, der zu einer Leistung durch uns führen kann, müssen Sie unverzüglich
einen Arzt hinzuziehen, seine Anordnungen befolgen und uns unterrichten.
Medizinische Aufklärung
E.1.6.2 Für die Prüfung unserer Leistungspflicht benötigen wir möglicherweise Auskünfte von
⚫ Ärzten, die Sie vor oder nach dem Unfall behandelt oder untersucht haben.
⚫ anderen Versicherern, Versicherungsträgern und Behörden.
Sie müssen es uns ermöglichen, die erforderlichen Auskünfte zu erhalten. Dazu können Sie
den Ärzten und den genannten Stellen erlauben, uns die Auskünfte direkt zu erteilen.
Ansonsten müssen Sie die Auskünfte selbst einholen und uns zur Verfügung stellen.
Wir beauftragen Ärzte, falls dies für die Prüfung unserer Leistungspflicht erforderlich ist. Von
diesen Ärzten müssen Sie sich untersuchen lassen. Wir tragen die notwendigen Kosten und
den Verdienstausfall, der durch die Untersuchung entsteht.
Sie haben erforderlichenfalls darauf hinzuwirken, dass angeforderte Berichte alsbald erstellt
werden.
Aufklärung Ihrer Ansprüche gegen Dritte
E.1.6.3 Sie müssen alles tun, was der Aufklärung möglicher Ansprüche gegen Dritte dienen kann.
Insbesondere müssen Sie unsere Fragen zu möglichen Ansprüchen gegen Dritte, die sich auf
den Umfang unserer Leistungspflicht auswirken können, wahrheitsgemäß und vollstän- dig
beantworten. Entsprechende Nachweise müssen Sie uns vorlegen.
Wahrung Ihrer Ansprüche gegen Dritte
E.1.6.4 Sie haben Ihren Anspruch gegen den Dritten unter Beachtung der Form- und Fristvorschrif-
ten zu wahren, soweit Ihnen dies zumutbar ist.
33

E.2 Welche Folgen hat eine Verletzung dieser Pflichten?


Leistungsfreiheit bzw. Leistungskürzung

E.2.1 Verletzen Sie vorsätzlich eine Ihrer in E.1.1 bis E.1.6 geregelten Pflichten, haben Sie keinen
Versicherungsschutz. Verletzen Sie Ihre Pflichten grob fahrlässig, sind wir berechtigt, unse-
re Leistung in einem der Schwere Ihres Verschuldens entsprechenden Verhältnis zu kürzen.
Weisen Sie nach, dass Sie die Pflicht nicht grob fahrlässig verletzt haben, bleibt der Versi-
cherungsschutz bestehen.
Für die vollständige oder teilweise Leistungsfreiheit bei Verletzung einer Auskunfts- oder
Aufklärungspflicht im Schadenfall gilt folgende weitere Voraussetzung: Wir haben Sie durch
gesonderte Mitteilung in Textform auf diese Rechtsfolge hingewiesen.

E.2.2 Abweichend von E.2.1 sind wir zur Leistung verpflichtet, soweit Sie nachweisen, dass die
Pflichtverletzung weder für die Feststellung des Versicherungsfalls noch für die Feststellung
oder den Umfang unserer Leistungspflicht ursächlich war. Dies gilt nicht, wenn Sie die Pflicht
arglistig verletzen.
Beschränkung der Leistungsfreiheit in der Kfz-Haftpflichtversicherung
E.2.3 In der Kfz-Haftpflichtversicherung ist die sich aus E.2.1 ergebende Leistungsfreiheit bzw.
Leistungskürzung Ihnen und den mitversicherten Personen gegenüber auf den Betrag von
höchstens je xx Euro2 beschränkt.

E.2.4 Die Leistungsfreiheit erweitert sich auf einen Betrag von höchstens je xx Euro3, wenn Sie
die Aufklärungs- oder Schadenminderungspflicht nach E.1.1.3 und E.1.1.4
⚫ vorsätzlich und
⚫ in besonders schwerwiegender Weise
verletzt haben. Dies ist z. B. bei unerlaubtem Entfernen vom Unfallort trotz eines Personen-
oder schweren Sachschadens der Fall.
Vollständige Leistungsfreiheit in der Kfz-Haftpflichtversicherung

E.2.5 Verletzen Sie Ihre Pflichten in der Absicht, sich oder einem Anderen einen rechtswidrigen
Vermögensvorteil zu verschaffen, sind wir von unserer Leistungspflicht hinsichtlich des er-
langten Vermögensvorteils vollständig frei.
Besonderheiten in der Kfz-Haftpflichtversicherung bei Rechtsstreitigkeiten

E.2.6 Verletzen Sie Ihre Pflichten nach


⚫ E.1.2.1 (Anzeige außergerichtlich geltend gemachter Ansprüche),
⚫ E.1.2.3 (Anzeige gerichtlich geltend gemachter Ansprüche) oder
⚫ E.1.2.4 (Prozessführung durch uns)
und führt dies zu einer rechtskräftigen Entscheidung, die über den Umfang der nach Sach-
und Rechtslage geschuldeten Entschädigung erheblich hinausgeht, gilt:
⚫ Bei vorsätzlicher Verletzung sind wir hinsichtlich des von uns zu zahlenden Mehrbe-
trags vollständig von unserer Leistungspflicht frei.
⚫ Bei grob fahrlässiger Verletzung sind wir berechtigt, unsere Leistung hinsichtlich die-
ses Mehrbetrags in einem der Schwere Ihres Verschuldens entsprechenden Verhältnis
zu kürzen.

F Rechte und Pflichten der mitversicherten Personen


Pflichten mitversicherter Personen
F.1 Für mitversicherte Personen finden die Regelungen zu Ihren Pflichten sinngemäße Anwen-
dung. Dies gilt für die Technische Aufsicht nur insoweit, wie es nach der Kraftfahrzeug-
Pflichtversicherungsverordnung zulässig ist.
Ausübung der Rechte
F.2 Die Ausübung der Rechte der mitversicherten Personen aus dem Versicherungsvertrag steht
nur Ihnen als Versicherungsnehmer zu, soweit nichts anderes geregelt ist. Andere Re-
gelungen sind:

2
Gem. § 6 Abs. 1 KfzPflVV darf die Leistungsfreiheit höchstens auf 2.500 Euro beschränkt werden.
3
Gem. § 6 Abs. 3 KfzPflVV darf die Leistungsfreiheit höchstens auf 5.000 Euro beschränkt werden.
34

⚫ Geltendmachen von Ansprüchen in der Kfz-Haftpflichtversicherung nach A.1.2,


⚫ Geltendmachen von Ansprüchen durch namentlich Versicherte in der Kfz-
Unfallversicherung nach A.4.2.6.
Auswirkungen einer Pflichtverletzung auf mitversicherte Personen
F.3 Sind wir Ihnen gegenüber von der Verpflichtung zur Leistung frei, so gilt dies auch gegen-
über allen mitversicherten Personen.
Eine Ausnahme hiervon gilt in der Kfz-Haftpflichtversicherung:
Gegenüber mitversicherten Personen können wir uns auf die Leistungsfreiheit nur berufen,
wenn
⚫ die der Leistungsfreiheit zugrunde liegenden Umstände in der Person des Mitversi-
cherten vorliegen oder
⚫ diese Umstände der mitversicherten Person bekannt oder infolge grober Fahrlässig-
keit nicht bekannt waren.

G Laufzeit und Kündigung des Vertrags, Veräußerung des


Fahrzeugs, Wagniswegfall
G.1 Wie lange läuft der Versicherungsvertrag?
Vertragsdauer
G.1.1 Die Laufzeit Ihres Vertrags ergibt sich aus Ihrem Versicherungsschein.
Automatische Verlängerung

G.1.2 Ist der Vertrag mit einer Laufzeit von einem Jahr abgeschlossen, verlängert er sich zum Ab-
lauf um jeweils ein weiteres Jahr, wenn nicht Sie oder wir den Vertrag kündigen.
Dies gilt auch, wenn für die erste Laufzeit nach Abschluss des Vertrags deshalb weniger als
ein Jahr vereinbart ist, um die folgenden Versicherungsjahre zu einem bestimmten
Kalendertag beginnen zu lassen.
Verträge mit einer Laufzeit unter einem Jahr

G.1.3 Ist die Laufzeit ausdrücklich mit weniger als einem Jahr vereinbart, endet der Vertrag zu
dem vereinbarten Zeitpunkt, ohne dass es einer Kündigung bedarf.

G.2 Wann und aus welchem Anlass können Sie den Versicherungsvertrag kündigen?
Kündigung zum Ablauf des Versicherungsjahres

G.2.1 Sie können den Vertrag zum Ablauf des Versicherungsjahres kündigen. Die Kündigung ist
nur wirksam, wenn sie uns spätestens einen Monat vor Ablauf zugeht.
Kündigung des vorläufigen Versicherungsschutzes

G.2.2 Sie sind berechtigt, einen vorläufigen Versicherungsschutz zu kündigen. Die Kündigung wird
sofort mit ihrem Zugang bei uns wirksam.
Kündigung nach einem Schadenereignis

G.2.3 Nach dem Eintritt eines Schadenereignisses können Sie den Vertrag kündigen. Die Kündi-
gung muss uns innerhalb eines Monats nach Beendigung der Verhandlungen über die Ent-
schädigung zugehen oder innerhalb eines Monats zugehen, nachdem wir in der Kfz-
Haftpflichtversicherung unsere Leistungspflicht anerkannt oder zu Unrecht abgelehnt haben.
Das gleiche gilt, wenn wir Ihnen in der Kfz-Haftpflichtversicherung die Weisung erteilen, es
über den Anspruch des Dritten zu einem Rechtsstreit kommen zu lassen. Außerdem können
Sie in der Kfz-Haftpflichtversicherung den Vertrag bis zum Ablauf eines Monats seit der
Rechtskraft des im Rechtsstreit mit dem Dritten ergangenen Urteils kündigen.

G.2.4 Sie können bestimmen, ob die Kündigung sofort oder zu einem späteren Zeitpunkt, spätes-
tens jedoch zum Ablauf des Vertrags, wirksam werden soll.
Kündigung bei Veräußerung oder Zwangsversteigerung des Fahrzeugs

G.2.5 Veräußern Sie das Fahrzeug oder wird es zwangsversteigert, geht der Vertrag nach G.7.1
oder G.7.6 auf den Erwerber über. Der Erwerber ist berechtigt, den Vertrag innerhalb eines
35

Monats nach dem Erwerb zu kündigen. Bei fehlender Kenntnis vom Bestehen der Versiche-
rung beginnt die Kündigungsfrist des Erwerbers erst ab Kenntnis.
Der Erwerber kann bestimmen, ob der Vertrag mit sofortiger Wirkung oder spätestens zum
Ablauf des Vertrags endet.
G.2.6 Schließt der Erwerber für das Fahrzeug eine neue Versicherung ab und legt er bei der Zu-
lassungsbehörde eine Versicherungsbestätigung vor, gilt dies automatisch als Kündigung des
übergegangenen Vertrages. Die Kündigung wird zum Beginn der neuen Versicherung
wirksam.
Kündigung bei Beitragserhöhung
G.2.7 Erhöhen wir aufgrund unseres Beitragsanpassungsrechts nach J.1 bis J.3 den Beitrag, kön-
nen Sie den Vertrag innerhalb eines Monats nach Zugang unserer Mitteilung über die Bei-
tragserhöhung kündigen. Die Kündigung ist sofort wirksam, frühestens jedoch zu dem Zeit-
punkt, zu dem die Beitragserhöhung wirksam geworden wäre. Wir teilen ihnen die Beitrags-
erhöhung spätestens einen Monat vor dem Wirksamwerden mit und weisen Sie auf Ihr Kün-
digungsrecht hin.
Kündigung bei geänderter Verwendung des Fahrzeugs

G.2.8 Ändert sich die Art und Verwendung des Fahrzeugs nach K.5 und erhöht sich der Beitrag
dadurch um mehr als 10%, können Sie den Vertrag innerhalb eines Monats nach Zugang
unserer Mitteilung ohne Einhaltung einer Frist kündigen.
[ xx Kündigung bei Bedingungsänderung
<Achtung! Nur, wenn Bedingungsänderung gem. N vereinbart>

G.2.9 Machen wir von unserem Recht zur Bedingungsanpassung nach N Gebrauch, können Sie
den Vertrag innerhalb von sechs Wochen nach Zugang unserer Mitteilung über die Bedin-
gungsanpassung kündigen. Die Kündigung ist sofort wirksam, frühestens jedoch zum Zeit-
punkt des Wirksamwerdens der Bedingungsänderung. Wir teilen Ihnen die Änderung spä-
testens sechs Wochen vor dem Wirksamwerden mit und weisen Sie auf Ihr Kündigungs- recht
hin.]

G.3 Wann und aus welchem Anlass können wir den Versicherungsvertrag kündigen?
Kündigung zum Ablauf

G.3.1 Wir können den Vertrag zum Ablauf des Versicherungsjahres kündigen. Die Kündigung ist nur
wirksam, wenn sie Ihnen spätestens einen Monat vor Ablauf zugeht.
Kündigung des vorläufigen Versicherungsschutzes

G.3.2 Wir sind berechtigt, einen vorläufigen Versicherungsschutz zu kündigen. Die Kündigung wird
nach Ablauf von zwei Wochen nach ihrem Zugang bei Ihnen wirksam.
Kündigung nach einem Schadenereignis

G.3.3 Nach dem Eintritt eines Schadenereignisses können wir den Vertrag kündigen. Die Kündi-
gung muss Ihnen innerhalb eines Monats nach Beendigung der Verhandlungen über die
Entschädigung oder innerhalb eines Monats zugehen, nachdem wir in der Kfz-
Haftpflichtversicherung unsere Leistungspflicht anerkannt oder zu Unrecht abgelehnt ha- ben.
Das gleiche gilt, wenn wir Ihnen in der Kfz-Haftpflichtversicherung die Weisung erteilen, es
über den Anspruch des Dritten zu einem Rechtsstreit kommen zu lassen. Außerdem können
wir in der Kfz-Haftpflichtversicherung den Vertrag bis zum Ablauf eines Monats seit der
Rechtskraft des im Rechtsstreit mit dem Dritten ergangenen Urteils kündigen.
Unsere Kündigung wird einen Monat nach ihrem Zugang bei Ihnen wirksam.
Kündigung bei Nichtzahlung des Folgebeitrags

G.3.4 Haben Sie einen ausstehenden Folgebeitrag zuzüglich Kosten und Zinsen trotz unserer
Zahlungsaufforderung nach C.2.2 nicht innerhalb der zweiwöchigen Frist gezahlt, können wir
den Vertrag mit sofortiger Wirkung kündigen. Unsere Kündigung wird unwirksam, wenn Sie
diese Beträge innerhalb eines Monats ab Zugang der Kündigung zahlen (siehe auch C.2.4).
Kündigung bei Verletzung Ihrer Pflichten bei Gebrauch des Fahrzeugs

G.3.5 Haben Sie eine Ihrer Pflichten bei Gebrauch des Fahrzeugs nach D verletzt, können wir in-
nerhalb eines Monats, nachdem wir von der Pflichtverletzung Kenntnis erlangt haben, den
Vertrag mit sofortiger Wirkung kündigen. Dies gilt nicht, wenn Sie nachweisen, dass Sie die
Pflicht weder vorsätzlich noch grob fahrlässig verletzt haben.
36

Kündigung bei geänderter Verwendung des Fahrzeugs

G.3.6 Ändert sich die Art oder Verwendung des Fahrzeugs nach K.5, können wir den Vertrag mit
sofortiger Wirkung kündigen. Können Sie nachweisen, dass die Änderung weder auf Vor- satz
noch auf grober Fahrlässigkeit beruht, wird die Kündigung nach Ablauf von einem Mo- nat
nach ihrem Zugang bei Ihnen wirksam.
Kündigung bei Veräußerung oder Zwangsversteigerung des Fahrzeugs
G.3.7 Bei Veräußerung oder Zwangsversteigerung des Fahrzeugs nach G.7 können wir dem Er-
werber gegenüber kündigen. Wir haben die Kündigung innerhalb eines Monats ab dem
Zeitpunkt auszusprechen, zu dem wir von der Veräußerung oder Zwangsversteigerung
Kenntnis erlangt haben. Unsere Kündigung wird einen Monat nach ihrem Zugang beim Er-
werber wirksam.

G.4 Kündigung einzelner Versicherungsarten


G.4.1 Die Kfz-Haftpflicht-, Kasko-, Autoschutzbrief-, Kfz-Unfall- und Fahrerschutzversicherung sind
jeweils rechtlich selbstständige Verträge. Die Kündigung eines dieser Verträge berührt das
Fortbestehen anderer nicht.

G.4.2 Sie und wir sind berechtigt, bei Vorliegen eines Kündigungsanlasses zu einem dieser Ver-
träge die gesamte Kfz-Versicherung für das Fahrzeug zu kündigen.

G.4.3 Kündigen wir von mehreren für das Fahrzeug abgeschlossenen Verträgen nur einen, kön- nen
Sie die Kündigung auf die gesamte Kfz-Versicherung ausdehnen. Hierzu müssen Sie uns
innerhalb von zwei Wochen nach Zugang unserer Kündigung mitteilen, dass Sie mit ei- ner
Fortsetzung der anderen Verträge nicht einverstanden sind. Entsprechend haben wir das
Recht, die gesamte Kfz-Versicherung zu kündigen, wenn Sie von mehreren nur einen Vertrag
kündigen.

G.4.4 Kündigen Sie oder wir nur den Autoschutzbrief, gelten G.4.2 und G.4.3 nicht.

G.5 Zugang der Kündigung


Eine Kündigung ist nur wirksam, wenn sie innerhalb der jeweiligen Frist zugeht.

G.6 Beitragsabrechnung nach Kündigung


Bei einer Kündigung vor Ablauf des Versicherungsjahres steht uns der auf die Zeit des Ver-
sicherungsschutzes entfallende Beitrag anteilig zu.

G.7 Was ist bei Veräußerung des Fahrzeugs zu beachten?


Übergang der Versicherung auf den Erwerber

G.7.1 Veräußern Sie Ihr Fahrzeug, geht die Versicherung auf den Erwerber über. Dies gilt nicht für
die Kfz-Unfall- und die Fahrerschutzversicherung.

G.7.2 Wir sind berechtigt und verpflichtet, den Beitrag entsprechend den Angaben des Erwerbers,
wie wir sie bei einem Neuabschluss des Vertrags verlangen würden, anzupassen. Das gilt
auch für die SF-Klasse des Erwerbers, die entsprechend seines bisherigen Schadenverlaufs
ermittelt wird. Der neue Beitrag gilt ab dem Tag, der auf den Übergang der Versicherung folgt.
G.7.3. Den Beitrag für die laufende Zahlungsperiode können wir entweder von Ihnen oder vom Er-
werber verlangen.
Anzeige der Veräußerung
G.7.4 Sie und der Erwerber sind verpflichtet, uns die Veräußerung des Fahrzeugs unverzüglich
anzuzeigen. Unterbleibt die Mitteilung, droht unter den Voraussetzungen des § 97 Versiche-
rungsvertragsgesetz der Verlust des Versicherungsschutzes.
Kündigung des Vertrags
G.7.5 Im Falle der Veräußerung können der Erwerber nach G.2.5 und G.2.6 oder wir nach G.3.7
den Vertrag kündigen. Dann können wir den Beitrag nur von Ihnen verlangen.
Zwangsversteigerung
G.7.6 Die Regelungen G.7.1 bis G.7.5 sind entsprechend anzuwenden, wenn Ihr Fahrzeug
zwangsversteigert wird.
37

G.8 Wagniswegfall (z. B. durch Fahrzeugverschrottung)


Fällt das versicherte Wagnis endgültig weg, steht uns der Beitrag bis zu dem Zeitpunkt zu,
zu dem wir vom Wagniswegfall Kenntnis erlangen.

H Außerbetriebsetzung, Saisonkennzeichen, Fahrten mit unge-


stempelten Kennzeichen
H.1 Was ist bei Außerbetriebsetzung zu beachten?
Ruheversicherung

H.1.1 Wird das versicherte Fahrzeug außer Betrieb gesetzt und soll es zu einem späteren Zeit-
punkt wieder zugelassen werden, wird dadurch der Vertrag nicht beendet.

H.1.2 Der Vertrag geht in eine beitragsfreie Ruheversicherung über, wenn die Zulassungsbehörde
uns die Außerbetriebsetzung mitteilt. Dies gilt nicht, wenn die Außerbetriebsetzung weniger
als zwei Wochen beträgt oder Sie die uneingeschränkte Fortführung des bisherigen Versi-
cherungsschutzes verlangen.

H.1.3 Die Regelungen nach H.1.1 und H.1.2 gelten nicht für Wohnwagenanhänger sowie bei Ver-
trägen mit ausdrücklich kürzerer Vertragsdauer als ein Jahr.
Umfang der Ruheversicherung

H.1.4 Mit der beitragsfreien Ruheversicherung gewähren wir Ihnen während der Dauer der Außer-
betriebsetzung eingeschränkten Versicherungsschutz.
Der Ruheversicherungsschutz umfasst
⚫ die Kfz-Haftpflichtversicherung,
⚫ die Teilkaskoversicherung, wenn für das Fahrzeug im Zeitpunkt der Außerbetriebset-
zung eine Voll- oder eine Teilkaskoversicherung bestand.
Ihre Pflichten bei der Ruheversicherung

H.1.5 Während der Dauer der Ruheversicherung sind Sie verpflichtet, das Fahrzeug
⚫ in einem Einstellraum (z. B. einer Einzel- oder Sammelgarage) oder
⚫ auf einem umfriedeten Abstellplatz (z. B. durch Zaun, Hecke, Mauer umschlossen)
nicht nur vorübergehend abzustellen. Sie dürfen das Fahrzeug außerhalb dieser
Räumlichkeiten auch nicht gebrauchen. Verletzen Sie Ihre Pflichten, sind wir unter den
Voraussetzungen nach D.2 leistungsfrei.
Wiederanmeldung

H.1.6 Wird das Fahrzeug wieder zum Verkehr zugelassen (Ende der Außerbetriebsetzung), lebt der
ursprüngliche Versicherungsschutz wieder auf. Das Ende der Außerbetriebsetzung ha- ben
Sie uns unverzüglich mitzuteilen.
Ende des Vertrags und der Ruheversicherung

H.1.7 Der Vertrag und damit auch die Ruheversicherung enden xx Monate nach der Außerbe-
triebsetzung des Fahrzeugs, ohne dass es einer Kündigung bedarf.

H.1.8 Melden Sie das Fahrzeug während des Bestehens der Ruheversicherung mit einer Versi-
cherungsbestätigung eines anderen Versicherers wieder an, haben wir das Recht, den Ver-
trag fortzusetzen und den anderen Versicherer zur Aufhebung des Vertrags aufzufordern.

H.2 Welche Besonderheiten gelten bei Saisonkennzeichen?


H.2.1 Für Fahrzeuge, die mit einem Saisonkennzeichen zugelassen sind, gewähren wir den ver-
einbarten Versicherungsschutz während des auf dem amtlichen Kennzeichen dokumentier-
ten Zeitraums (Saison).

H.2.2 Außerhalb der Saison haben Sie Ruheversicherungsschutz nach H.1.4 und H.1.5.

H.2.3 Für Fahrten außerhalb der Saison haben Sie innerhalb des für den Halter zuständigen Zu-
lassungsbezirks und eines angrenzenden Bezirks in der Kfz-Haftpflichtversicherung Versi-
cherungsschutz, wenn diese Fahrten
⚫ im Zusammenhang mit dem Zulassungsverfahren oder
38

⚫ wegen der Hauptuntersuchung, Sicherheitsprüfung oder Abgasuntersuchung


durchgeführt werden.

H.3 Fahrten mit ungestempelten Kennzeichen


Versicherungsschutz in der Kfz-Haftpflichtversicherung und beim Autoschutzbrief

H.3.1 In der Kfz-Haftpflichtversicherung und beim Autoschutzbrief besteht Versicherungsschutz


auch für Zulassungsfahrten mit ungestempelten Kennzeichen. Dies gilt nicht für Fahrten, für
die ein rotes Kennzeichen oder ein Kurzzeitkennzeichen geführt werden muss.
Was sind Zulassungsfahrten?

H.3.2 Zulassungsfahrten sind Fahrten, die im Zusammenhang mit dem Zulassungsverfahren ste-
hen. Dies sind:
⚫ Fahrten zur Zulassungsstelle zur Anbringung der Stempelplakette sowie Fahrten zur
Durchführung einer Hauptuntersuchung oder einer Sicherheitsprüfung innerhalb des
zuständigen Zulassungsbezirks und eines angrenzenden Bezirks mit ungestempelten
Kennzeichen, wenn die Zulassungsbehörde vorab ein solches erteilt hat.
⚫ Fahrten nach Entfernung der Stempelplakette mit dem bisher zugeteilten Kennzei- chen
bis zum Ablauf des Tages der Außerbetriebsetzung des Fahrzeugs.

I Schadenfreiheitsrabatt-System
I.1 Einstufung in Schadenfreiheitsklassen (SF-Klassen)
In der Kfz-Haftpflicht- und der Vollkaskoversicherung richtet sich die Einstufung Ihres Ver-
trags in eine SF-Klasse und der sich daraus ergebende Beitragssatz nach Ihrem Schaden-
verlauf. Siehe dazu die Tabellen in Anhang 1.
Dies gilt nicht für Fahrzeuge ... < xx alle gewünschten WKZ und Kennzeichenarten
aufführen >

I.2 Ersteinstufung

I.2.1 Ersteinstufung in SF-Klasse 0


Beginnt Ihr Vertrag ohne Übernahme eines Schadenverlaufs nach I.6, wird er in die SF-
Klasse 0 eingestuft.

I.2.2 Sonderersteinstufung eines Pkw in SF-Klasse ½, 1 oder 3


I.2.2.1 Sonderersteinstufung in SF-Klasse ½ aufgrund Führerscheins
Beginnt Ihr Vertrag für einen Pkw ohne Übernahme eines Schadenverlaufs nach I.6, wird er
in die SF-Klasse ½ eingestuft, wenn
• Sie seit mindestens drei Jahren eine Fahrerlaubnis für Pkw oder Krafträder besitzen, die
von einem Mitgliedstaat des Europäischen Wirtschaftsraums erteilt wurde oder nach
I.2.5 gleichgestellt ist.

I.2.2.2 Sonderersteinstufung in SF-Klasse 1 bei Zweitwagen


Beginnt Ihr Vertrag für einen Pkw ohne Übernahme eines Schadenverlaufs nach I.6, wird er
in die SF-Klasse 1 eingestuft, wenn
• auf Sie, Ihren Ehepartner, Ihren eingetragenen Lebenspartner oder Ihren mit Ihnen in
häuslicher Gemeinschaft lebenden Lebenspartner bereits ein Pkw zugelassen ist, der zu
diesem Zeitpunkt in der Kfz-Haftpflichtversicherung mindestens in die SF-Klasse 1
eingestuft ist, und
• Sie seit mindestens einem Jahr eine Fahrerlaubnis für Pkw oder Krafträder besitzen, die
von einem Mitgliedstaat des Europäischen Wirtschaftsraums erteilt wurde oder nach
I.2.5 gleichgestellt ist.

I.2.2.3 Sondereinstufung in SF-Klasse 3 bei Zweitwagen und Fahreralter mindestens xx Jahre


39

Beginnt Ihr Vertrag für einen Pkw ohne Übernahme eines Schadenverlaufs nach I.6, wird er
in die SF-Klasse 3 eingestuft, wenn
• auf Sie, Ihren Ehepartner, Ihren eingetragenen Lebenspartner oder Ihren mit Ihnen in
häuslicher Gemeinschaft lebenden Lebenspartner bereits ein Pkw zugelassen ist, der zu
diesem Zeitpunkt in der Kfz-Haftpflichtversicherung mindestens in die SF-Klasse 3
eingestuft ist, und
• Sie seit mindestens einem Jahr eine Fahrerlaubnis für Pkw oder Krafträder besitzen, die
von einem Mitgliedstaat des Europäischen Wirtschaftsraums erteilt wurde oder nach
I.2.5 gleichgestellt ist, und

• der hinzukommende Pkw ausschließlich von Ihnen und Ihrem Ehepartner, Ihrem einge-
tragenen Lebenspartner oder Ihrem mit Ihnen in häuslicher Gemeinschaft lebenden Le-
benspartner gefahren wird und Sie und der jeweilige Fahrer mindestens das xx. Le-
bensjahr vollendet haben. Liegen diese Voraussetzungen nicht mehr vor, wird Ihr Ver-
trag ab diesem Zeitpunkt in diejenige SF-Klasse eingestuft, die sich ergeben hätte, wenn
der Vertrag bei Beginn nach I.2.2.2 eingestuft worden wäre.

I.2.3 Anrechnung des Schadenverlaufs der Kfz-Haftpflichtversicherung in der Vollkasko-


versicherung
Ist das versicherte Fahrzeug ein Pkw, ein Kraftrad oder ein Campingfahrzeug und schließen Sie neben
der Kfz-Haftpflichtversicherung eine Vollkaskoversicherung mit einer Laufzeit von einem Jahr ab (siehe
G.1.2), können Sie verlangen, dass die Einstufung nach dem Schadenverlauf der Kfz-
Haftpflichtversicherung erfolgt. Dies gilt nicht, wenn für das versicherte Fahrzeug oder für ein Vorfahr-
zeug im Sinne von I.6.1.1 innerhalb der letzten 12 Monate vor Abschluss der Vollkaskoversicherung
bereits eine Vollkaskoversicherung bestanden hat; in diesem Fall übernehmen wir den Schadenverlauf
der Vollkaskoversicherung nach I.6.

I.2.4 Führerscheinsonderregelung
Hat Ihr Vertrag für einen Pkw oder ein Kraftrad in der Klasse SF 0 begonnen, stufen wir ihn
auf Ihren Antrag besser ein, sobald Sie drei Jahre im Besitz einer Fahrerlaubnis für Pkw oder
Krafträder sind und folgende Voraussetzungen gegeben sind:
⚫ Der Vertrag ist schadenfrei verlaufen und
⚫ Ihre Fahrerlaubnis ist von einem Mitgliedsstaat des Europäischen Wirtschaftsraums
(EWR) ausgestellt worden oder dieser nach I.2.5. gleichgestellt.

I.2.5 Gleichgestellte Fahrerlaubnisse


Fahrerlaubnisse aus Staaten außerhalb des Europäischen Wirtschaftsraums (EWR) sind
Fahrerlaubnissen aus einem Mitgliedsstaat des EWR gleichgestellt, wenn diese nach der
Fahrerlaubnisverordnung
⚫ ohne weitere theoretische oder praktische Fahrprüfung umgeschrieben werden kön-
nen oder
⚫ nach Erfüllung der Auflagen umgeschrieben sind.

I.3 Jährliche Neueinstufung


Wir stufen Ihren Vertrag zum 1. Januar eines jeden Jahres nach seinem Schadenverlauf im
vergangenen Kalenderjahr neu ein.
Bei einem Schadenereignis ist der Tag der Schadenmeldung maßgeblich dafür, welchem
Kalenderjahr der Schaden zugeordnet wird.

I.3.1 Wirksamwerden der Neueinstufung


Die Neueinstufung gilt ab der ersten Beitragsfälligkeit im neuen Kalenderjahr.

I.3.2 Besserstufung bei schadenfreiem Verlauf


Ist Ihr Vertrag während eines Kalenderjahres schadenfrei verlaufen und hat der Versiche-
rungsschutz während dieser Zeit ununterbrochen bestanden, wird Ihr Vertrag in die nächst
bessere SF-Klasse nach der jeweiligen Tabelle im Anhang 1 eingestuft.

I.3.3 Besserstufung bei Saisonkennzeichen


Ist das versicherte Fahrzeug mit einem Saisonkennzeichen zugelassen (siehe H.2), nehmen
wir bei schadenfreiem Verlauf des Vertrags eine Besserstufung nach I.3.2 nur vor, wenn die
Saison mindestens sechs Monate beträgt.
40

I.3.4 Besserstufung bei Verträgen mit SF-Klassen 3, 1, ½, 0 oder M


I.3.4.1 Besserstufung nach SF 1 nach einem vollen Kalenderjahr aus der SF-Klasse ½, 0 oder M
Hat der Versicherungsschutz während des gesamten Kalenderjahres ununterbrochen be-
standen, stufen wir Ihren Vertrag aus der SF-Klasse, ½, 0 oder M bei schadenfreiem Verlauf
in die SF-Klasse 1 ein.
I.3.4.2 Besserstufung nach einem halben Kalenderjahr aus der SF-Ersteinstufung 3, 1, ½ oder
0
Hat Ihr Vertrag in der Zeit vom 2. Januar bis 1. Juli eines Kalenderjahres mit einer Einstu- fung
nach I.2 in SF-Klasse 3, 1, ½ oder 0 begonnen und bestand bis zum 31. Dezember
mindestens sechs Monate Versicherungsschutz, wird er bei schadenfreiem Verlauf zum
1. Januar des folgenden Kalenderjahres wie folgt eingestuft:
von SF-Klasse 3 nach SF-Klasse 4,
von SF-Klasse 1 nach SF-Klasse 2,
von SF-Klasse ½ nach SF-Klasse 1,
von SF-Klasse 0 nach SF-Klasse ½.

I.3.5 Rückstufung bei schadenbelastetem Verlauf


Ist Ihr Vertrag während eines Kalenderjahres schadenbelastet verlaufen, wird er nach der
jeweiligen Tabelle in Anhang 1 zurückgestuft.

I.4 Was bedeutet schadenfreier oder schadenbelasteter Verlauf?

I.4.1 Schadenfreier Verlauf


I.4.1.1 Ein schadenfreier Verlauf des Vertrags liegt unter folgenden Voraussetzungen vor:
⚫ Der Versicherungsschutz hat von Anfang bis Ende eines Kalenderjahres ununterbro-
chen bestanden und
⚫ uns wurde in dieser Zeit kein Schadenereignis gemeldet, für das wir Entschädigungen
leisten oder Rückstellungen bilden mussten. Dazu zählen nicht Kosten für Gutachter,
Rechtsberatung und Prozesse.
I.4.1.2 Trotz Meldung eines Schadenereignisses gilt der Vertrag jeweils als schadenfrei, wenn eine
der folgenden Voraussetzungen vorliegt:
a Wir leisten Entschädigungen oder bilden Rückstellungen nur:
• aufgrund von Abkommen der Versicherungsunternehmen untereinander oder mit
Sozialversicherungsträgern oder
• wegen der Ausgleichspflicht aufgrund einer Mehrfachversicherung.
b Wir lösen Rückstellungen für das Schadenereignis in den drei auf die Schadenmeldung
folgenden Kalenderjahren auf, ohne eine Entschädigung geleistet zu haben.
c Der Schädiger oder dessen Haftpflichtversicherung erstatten uns unsere Entschädigung
in vollem Umfang.
d Wir leisten Entschädigungen in der Vollkaskoversicherung oder bilden Rückstellungen
für ein Schadenereignis, das unter die Teilkaskoversicherung fällt.
e Sie nehmen Ihre Vollkaskoversicherung nur deswegen in Anspruch, weil:
• eine Person mit einer gesetzlich vorgeschriebenen Haftpflichtversicherung für das
Schadenereignis zwar in vollem Umfang haftet,
• Sie aber gegenüber dem Haftpflichtversicherer keinen Anspruch haben, weil dieser
den Versicherungsschutz ganz oder teilweise versagt hat.

I.4.2 Schadenbelasteter Verlauf


I.4.2.1 Ein schadenbelasteter Verlauf des Vertrags liegt vor, wenn Sie uns während eines Kalen-
derjahres ein oder mehrere Schadenereignisse melden, für die wir Entschädigungen leisten
oder Rückstellungen bilden müssen. Hiervon ausgenommen sind die Fälle nach I.4.1.2.
I.4.2.2 Gilt der Vertrag trotz einer Schadenmeldung zunächst als schadenfrei, leisten wir jedoch in
einem folgenden Kalenderjahr Entschädigungen oder bilden Rückstellungen für diesen
Schaden, stufen wir Ihren Vertrag zum 1. Januar des dann folgenden Kalenderjahres zu- rück.
41

I.5 Wie Sie eine Rückstufung in der Kfz-Haftpflichtversicherung vermeiden können


Sie können eine Rückstufung in der Kfz-Haftpflichtversicherung vermeiden, wenn Sie uns
unsere Entschädigung freiwillig, also ohne vertragliche oder gesetzliche Verpflichtung erstat-
ten.
Um Ihnen hierzu Gelegenheit zu geben, unterrichten wir Sie nach Abschluss der Schaden-
regulierung über die Höhe unserer Entschädigung. Voraussetzung ist, dass unsere Ent-
schädigung nicht mehr als 500 Euro beträgt.
Erstatten Sie uns die Entschädigung innerhalb von sechs Monaten nach unserer Mitteilung,
wird Ihr Kfz-Haftpflichtversicherungsvertrag als schadenfrei behandelt.
Haben wir Sie über den Abschluss der Schadenregulierung und über die Höhe des Erstat-
tungsbetrags unterrichtet und müssen wir eine weitere Entschädigung leisten, führt dies nicht
zu einer Erhöhung des Erstattungsbetrags.

I.6 Übernahme eines Schadenverlaufs

I.6.1 In welchen Fällen wird ein Schadenverlauf übernommen?


Der Schadenverlauf eines anderen Vertrags - auch wenn dieser bei einem anderen Versi-
cherer bestanden hat - wird auf den Vertrag des versicherten Fahrzeugs unter den Voraus-
setzungen nach I.6.2 und I.6.3 in folgenden Fällen übernommen:
Fahrzeugwechsel
I.6.1.1 Sie haben das versicherte Fahrzeug anstelle eines anderen Fahrzeugs angeschafft.
Rabatt-Tausch
I.6.1.2 a Sie besitzen neben dem versicherten Fahrzeug noch ein anderes Fahrzeug. Sie veräußern
dieses oder setzen es ohne Ruheversicherung außer Betrieb und beantragen die Übernah-
me des Schadenverlaufs.
I.6.1.2 b Sie versichern ein weiteres Fahrzeug. Dieses soll überwiegend von demselben Personen- kreis
benutzt werden, wie das bereits versicherte Fahrzeug. Sie beantragen, dass der
Schadenverlauf von dem bisherigen auf das weitere Fahrzeug übertragen wird.
Schadenverlauf einer anderen Person
I.6.1.3 Das Fahrzeug einer anderen Person wurde überwiegend von Ihnen gefahren und Sie bean-
tragen die Übernahme des Schadenverlaufs.
Versichererwechsel
I.6.1.4 Sie sind mit Ihrem Fahrzeug von einem anderen Versicherer zu uns gewechselt.

I.6.2 Welche Voraussetzungen gelten für die Übernahme?


Für die Übernahme eines Schadenverlaufs gelten folgende Voraussetzungen:
Fahrzeuggruppe
I.6.2.1 Die Fahrzeuge, zwischen denen der Schadenverlauf übertragen wird, gehören derselben
Fahrzeuggruppe an, oder das Fahrzeug, von dem der Schadenverlauf übernommen wird,
gehört einer höheren Fahrzeuggruppe an als das Fahrzeug, auf das übertragen wird.
a Untere Fahrzeuggruppe:
Pkw, Leichtkrafträder, Krafträder, Campingfahrzeuge, Lieferwagen, Gabelstapler, Kran-
ken- und Leichenwagen.
b Mittlere Fahrzeuggruppe:
Taxen, Mietwagen, Lkw und Zugmaschinen im Werkverkehr.
c Obere Fahrzeuggruppe:
Lkw und Zugmaschinen im gewerblichen Güterverkehr, Kraftomnibusse sowie Ab-
schleppwagen.
Eine Übertragung ist zudem möglich
⚫ von einem Lieferwagen auf einen Lkw oder eine Zugmaschine im Werkverkehr bis xx
kW,
⚫ von einem Pkw mit 7 bis 9 Plätzen einschließlich Mietwagen und Taxen auf einen
Kraftomnibus mit nicht mehr als xx Plätzen (ohne Fahrersitz).
42

Gemeinsame Übernahme des Schadenverlaufs in der Kfz-Haftpflicht- und der Vollkaskover-


sicherung
I.6.2.2 Wir übernehmen die Schadenverläufe in der Kfz-Haftpflicht- und in der Vollkaskoversiche-
rung nur zusammen.
Dies gilt nicht, wenn der Versicherungsnehmer die Vollkaskoversicherung aus einem anderen
für ihn bestehenden Vertrag aufgibt, um den Schadenverlauf für das versicherte Fahrzeug zu
nutzen.
Zusätzliche Regelung für die Übernahme des Schadenverlaufs von einer anderen Person
nach I.6.1.3
I.6.2.3 Wir übernehmen den Schadenverlauf von einer anderen Person nur für den Zeitraum, in dem
das Fahrzeug der anderen Person überwiegend von Ihnen gefahren wurde. Zusätzlich
müssen folgende Voraussetzungen erfüllt sein:
a Es handelt sich bei der anderen Person um Ihren Ehepartner, Ihren eingetragenen Le-
benspartner, Ihren mit Ihnen in häuslicher Gemeinschaft lebenden Lebenspartner, ein
Elternteil, Ihr Kind oder Ihren Arbeitgeber;
b Sie machen den Zeitraum, in dem das Fahrzeug der anderen Person überwiegend von
Ihnen gefahren wurde glaubhaft; hierzu gehört insbesondere
• eine Erklärung in Textform von Ihnen und der anderen Person; ist die ande-
re Person verstorben, ist die Erklärung durch Sie ausreichend;
• die Vorlage einer Kopie Ihres Führerscheins zum Nachweis dafür, dass Sie für den
entsprechenden Zeitraum im Besitz einer gültigen Fahrerlaubnis waren;
c die andere Person ist mit der Übertragung ihres Schadenverlaufs an Sie einverstanden
und gibt damit ihren Schadenfreiheitsrabatt in vollem Umfang auf;
d die Nutzung des Fahrzeugs der anderen Person durch Sie liegt bei der Übernahme nicht
mehr als xx Monate zurück.

I.6.3 Wie wirkt sich eine Unterbrechung des Versicherungsschutzes auf den Schadenver-
lauf aus?
Im Jahr der Übernahme
I.6.3.1 Nach einer Unterbrechung des Versicherungsschutzes (Außerbetriebsetzung, Saisonkenn-
zeichen außerhalb der Saison, Vertragsbeendigung, Veräußerung, Wagniswegfall) gilt:
a Beträgt die Unterbrechung höchstens sechs Monate, übernehmen wir den Schadenver-
lauf, als wäre der Versicherungsschutz nicht unterbrochen worden.
b Beträgt die Unterbrechung mehr als sechs und höchstens zwölf Monate, übernehmen wir
den Schadenverlauf, wie er vor der Unterbrechung bestand.
c Beträgt die Unterbrechung mehr als zwölf Monate, ziehen wir beim Schadenverlauf für
jedes weitere angefangene Kalenderjahr seit der Unterbrechung ein schadenfreies Jahr
ab.
d Beträgt die Unterbrechung mehr als sieben Jahre, übernehmen wir den schadenfreien
Verlauf nicht.
Sofern neben einer Rückstufung aufgrund einer Unterbrechung von mehr als einem Jahr
gleichzeitig eine Rückstufung aufgrund einer Schadenmeldung zu erfolgen hat, gilt
Folgendes: Zunächst ist die Rückstufung aufgrund des Schadens, danach die Rückstufung
aufgrund der Unterbrechung vorzunehmen.
Im Folgejahr nach der Übernahme
I.6.3.2 In dem auf die Übernahme folgenden Kalenderjahr richtet sich die Einstufung des Vertrags
nach dessen Schadenverlauf und danach, wie lange der Versicherungsschutz in dem Ka-
lenderjahr der Übernahme bestand:
a Bestand der Versicherungsschutz im Kalenderjahr der Übernahme mindestens sechs
Monate, wird der Vertrag entsprechend seines Verlaufs so eingestuft, als hätte er ein
volles Kalenderjahr bestanden.
b Bestand der Versicherungsschutz im Kalenderjahr der Übernahme weniger als sechs
Monate, unterbleibt eine Besserstufung trotz schadenfreien Verlaufs.

I.6.4 Übernahme des Schadenverlaufs nach Betriebsübergang


Haben Sie einen Betrieb und dessen zugehörige Fahrzeuge übernommen, übernehmen wir
den Schadenverlauf dieser Fahrzeuge unter folgenden Voraussetzungen:
43

⚫ Der bisherige Betriebsinhaber ist mit der Übernahme des Schadenverlaufs durch Sie
einverstanden und gibt damit den Schadenfreiheitsrabatt in vollem Umfang auf,
⚫ Sie machen glaubhaft, dass sich durch die Übernahme des Betriebs die bisherige Ri-
sikosituation nicht verändert hat.

I.7 Einstufung nach Abgabe des Schadenverlaufs


I.7.1 Die Schadenverläufe in der Kfz-Haftpflicht- und der Vollkaskoversicherung können nur zu-
sammen abgegeben werden.
I.7.2 Nach einer Abgabe des Schadenverlaufs Ihres Vertrags stufen wir diesen in die SF-Klasse
ein, die Sie bei Ersteinstufung Ihres Vertrages nach I.2 bekommen hätten. Befand sich Ihr
Vertrag in der SF-Klasse M, bleibt diese Einstufung bestehen.
I.7.3 Wir sind berechtigt, den Mehrbeitrag aufgrund der Umstellung Ihres Vertrags nachzuerhe-
ben.

I.8 Auskünfte über den Schadenverlauf


I.8.1 Wir sind berechtigt, uns bei Übernahme eines Schadenverlaufs folgende Auskünfte vom
Vorversicherer geben zu lassen:
⚫ Art und Verwendung des Fahrzeugs,
⚫ Beginn und Ende des Vertrags für das Fahrzeug,
⚫ Schadenverlauf des Fahrzeugs in der Kfz-Haftpflicht- und der Vollkaskoversicherung,
⚫ Unterbrechungen des Versicherungsschutzes des Fahrzeugs, die sich noch nicht auf
dessen letzte Neueinstufung ausgewirkt haben,
⚫ ob für ein Schadenereignis Rückstellungen innerhalb von drei Jahren nach deren Bil-
dung aufgelöst worden sind, ohne dass Zahlungen geleistet worden sind und
⚫ ob Ihnen oder einem anderen Versicherer bereits entsprechende Auskünfte erteilt
worden sind.
I.8.2 Versichern Sie nach Beendigung Ihres Vertrags in der Kfz-Haftpflicht- und der Vollkaskover-
sicherung Ihr Fahrzeug bei einem anderen Versicherer, sind wir berechtigt und verpflichtet,
diesem auf Anfrage Auskünfte zu Ihrem Vertrag und dem versicherten Fahrzeug nach I.8.1
zu geben.
Unsere Auskunft bezieht sich nur auf den tatsächlichen Schadenverlauf. Sondereinstufun-
gen – mit Ausnahme der Regelung nach I.2.2.1 und I.2.2.2 – werden nicht berücksichtigt.
Sondereinstufungen aufgrund der Regelung nach I.2.2.3 werden so bestätigt, als wäre der
Vertrag bei Beginn nach I.2.2.2 eingestuft worden.

J Beitragsänderung aufgrund tariflicher Maßnahmen


J.1 Typklasse
Richtet sich der Versicherungsbeitrag nach dem Typ Ihres Fahrzeugs, können Sie Ihrem
Versicherungsschein entnehmen, welcher Typklasse Ihr Fahrzeug zu Beginn des Vertrags
zugeordnet worden ist.
Ein unabhängiger Treuhänder ermittelt jährlich, ob und in welchem Umfang sich der Scha-
denbedarf Ihres Fahrzeugtyps im Verhältnis zu dem aller Fahrzeugtypen erhöht oder verrin-
gert hat. Ändert sich der Schadenbedarf Ihres Fahrzeugtyps im Verhältnis zu dem aller
Fahrzeugtypen, kann dies zu einer Zuordnung in eine andere Typklasse führen. Die damit
verbundene Beitragsänderung wird mit Beginn des nächsten Versicherungsjahres wirksam.
[ xx Die Klassengrenzen können Sie der Tabelle im Anhang 3 entnehmen.]

J.2 Regionalklasse
Richtet sich der Versicherungsbeitrag nach dem Wohnsitz des Halters, wird Ihr Fahrzeug
einer Regionalklasse zugeordnet. Maßgeblich ist der Wohnsitz, den uns die Zulassungsbe-
hörde zu Ihrem Fahrzeug mitteilt. Ihrem Versicherungsschein können Sie entnehmen, wel-
cher Regionalklasse Ihr Fahrzeug zu Beginn des Vertrags zugeordnet worden ist.
Ein unabhängiger Treuhänder ermittelt jährlich, ob und in welchem Umfang sich der Scha-
denbedarf der Region, in welcher der Wohnsitz des Halters liegt, im Verhältnis zu allen Re-
44

gionen erhöht oder verringert hat. Ändert sich der Schadenbedarf Ihrer Region im Verhältnis
zu dem aller Regionen, kann dies zu einer Zuordnung in eine andere Regionalklasse führen.
Die damit verbundene Beitragsänderung wird mit Beginn des nächsten Versicherungsjahres
wirksam.
[ xx Die Klassengrenzen können Sie der Tabelle im Anhang 4 entnehmen.]

J.3 Tarifänderung
< xx Redaktioneller Hinweis: Ein Mustertext wie zu § 9a AKB a. F. wird nicht bekannt ge-
macht. >

J.4 Kündigungsrecht
Führt eine Änderung nach J.1 bis J.3 in der Kfz-Haftpflichtversicherung zu einer Beitragser-
höhung, so haben Sie nach G.2.7 ein Kündigungsrecht. Werden mehrere Änderungen
gleichzeitig wirksam, so besteht Ihr Kündigungsrecht nur, wenn die Änderungen in Summe zu
einer Beitragserhöhung führen.
Dies gilt für die Kaskoversicherung [und xxx] entsprechend.
<Redaktioneller Hinweis: Ist auch in weiteren Sparten ein Tarifänderungsrecht nach J.3 vor-
gesehen, ist dies hier aufzunehmen.>

J.5 Gesetzliche Änderung des Leistungsumfangs in der Kfz-Haftpflichtversicherung


In der Kfz-Haftpflichtversicherung sind wir berechtigt, den Beitrag zu erhöhen, sobald wir
aufgrund eines Gesetzes, einer Verordnung oder einer EU-Richtlinie dazu verpflichtet wer-
den, den Leistungsumfang oder die Versicherungssummen zu erhöhen.

K Beitragsänderung aufgrund eines bei Ihnen eingetretenen


Umstands
K.1 Änderung des Schadenfreiheitsrabatts
Ihr Beitrag kann sich aufgrund der Regelungen zum Schadenfreiheitsrabatt-System nach
Abschnitt I ändern.

K.2 Änderung von Merkmalen zur Beitragsberechnung


Welche Änderungen werden berücksichtigt?

K.2.1 Ändert sich während der Laufzeit des Vertrags ein im Versicherungsschein unter der Über-
schrift xx aufgeführtes Merkmal zur Beitragsberechnung, berechnen wir den Beitrag neu. Dies
kann zu einer Beitragssenkung oder zu einer Beitragserhöhung führen.
< xx Alternativformulierung für Versicherer, die die Anhänge 2 und 5 verwenden:
K.2.1 Ändert sich während der Laufzeit des Vertrags ein Merkmal zur Beitragsberechnung gemäß
Anhang 2 “Merkmale zur Beitragsberechnung“ und Anhang 5 „Berufsgruppen (Tarifgrup-
pen)“ berechnen wir den Beitrag neu. Dies kann zu einer Beitragssenkung oder zu einer
Beitragserhöhung führen. >
Auswirkung auf den Beitrag
K.2.2 Der neue Beitrag gilt ab dem Tag der Änderung.
K.2.3 Ändert sich die im Versicherungsschein aufgeführte Jahresfahrleistung, gilt abweichend von
K.2.2der neue Beitrag rückwirkend ab Beginn des laufenden Versicherungsjahres.

K.3 Änderung der Regionalklasse wegen Wohnsitzwechsels


Wechselt der Halter seinen Wohnsitz und wird dadurch Ihr Fahrzeug einer anderen Regio-
nalklasse zugeordnet, richtet sich der Beitrag ab der Ummeldung bei der Zulassungsbehör-
de nach der neuen Regionalklasse.

K.4 Ihre Mitteilungspflichten zu den Merkmalen zur Beitragsberechnung


Anzeige von Änderungen
45

K.4.1 Die Änderung eines im Versicherungsschein unter der Überschrift < xx konkrete Be-
zeichnung eintragen > aufgeführten Merkmals zur Beitragsberechnung müssen Sie uns un-
verzüglich anzeigen.
Überprüfung der Merkmale zur Beitragsberechnung

K.4.2 Wir sind berechtigt zu überprüfen, ob die bei Ihrem Vertrag berücksichtigten Merkmale zur
Beitragsberechnung zutreffen. Auf Anforderung haben Sie uns entsprechende Bestätigun-
gen oder Nachweise vorzulegen.
Folgen von unzutreffenden Angaben

K.4.3 Haben Sie unzutreffende Angaben zu Merkmalen zur Beitragsberechnung gemacht oder
Änderungen nicht angezeigt und ist deshalb ein zu niedriger Beitrag berechnet worden, gilt
rückwirkend ab Beginn des laufenden Versicherungsjahres der Beitrag, der den tatsächli-
chen Merkmalen zur Beitragsberechnung entspricht.
K.4.4 Haben Sie vorsätzlich unzutreffende Angaben gemacht oder Änderungen vorsätzlich nicht
angezeigt und ist deshalb ein zu niedriger Beitrag berechnet worden, ist zusätzlich zur Bei-
tragserhöhung eine Vertragsstrafe in Höhe von xx zu zahlen.
Folgen von Nichtangaben

K.4.5 Kommen Sie unserer Aufforderung schuldhaft nicht nach, Bestätigungen oder Nachweise
vorzulegen, sind wir berechtigt, den Beitrag rückwirkend ab Beginn des laufenden Versiche-
rungsjahres nach den für Sie ungünstigsten Annahmen zu berechnen, wenn
⚫ wir Sie in Textform auf den dann zu zahlenden Beitrag und die dabei zugrunde geleg-
ten Annahmen hingewiesen haben
⚫ und Sie auch innerhalb einer von uns gesetzten Antwortfrist von mindestens X [nicht
weniger als 4] Wochen die zur Überprüfung der Beitragsberechnung angeforderten
Bestätigungen oder Nachweise nicht nachreichen.

K.5 Änderung der Art oder Verwendung des Fahrzeugs


Ändert sich die im Versicherungsschein ausgewiesene Art oder Verwendung des Fahrzeugs
< xx bei Verwendung des Anhangs: „gemäß der Tabelle in Anhang 6“ >, müssen Sie uns dies
anzeigen. Bei der Zuordnung nach der Verwendung des Fahrzeugs gelten ziehendes
Fahrzeug und Anhänger als Einheit, wobei das höhere Wagnis maßgeblich ist.
Wir können in diesem Fall den Versicherungsvertrag nach G.3.6 kündigen oder den Beitrag
ab der Änderung anpassen.
Erhöhen wir den Beitrag um mehr als 10 %, haben Sie ein Kündigungsrecht nach G.2.8.

L Meinungsverschiedenheiten und Gerichtsstände


L.1 Wenn Sie mit uns einmal nicht zufrieden sind

Wir möchten, dass Sie mit uns zufrieden sind. Sollte dies einmal nicht der Fall sein, nehmen Sie bitte
direkt Kontakt mit uns auf, damit wir die Angelegenheit klären können.

Darüber hinaus haben Sie auch folgende Möglichkeiten:


Versicherungsombudsmann

L.1.1 Wenn Sie als Verbraucher mit unserer Entscheidung nicht zufrieden sind oder eine Ver-
handlung mit uns einmal nicht zu dem von Ihnen gewünschten Ergebnis geführt hat, können
Sie sich an den Ombudsmann für Versicherungen wenden.
Versicherungsombudsmann e.V.
Postfach 080632
10006 Berlin
E-Mail: beschwerde@[Link]
Internet: [Link]
Telefon 0800 3696000, Fax 0800 3699000 (kostenfrei aus dem deutschen Telefonnetz)
Der Ombudsmann für Versicherungen ist eine unabhängige und für Verbraucher kostenfrei
arbeitende Schlichtungsstelle. Wir haben uns verpflichtet, an dem Schlichtungsverfahren
teilzunehmen
46

Verbraucher, die diesen Vertrag online (z. B. über eine Webseite oder per E-Mail) abge-
schlossen haben, können sich mit ihrer Beschwerde auch online an die Plattform
[Link] wenden. Ihre Beschwerde wird dann über diese Platt-
form an den Versicherungsombudsmann weitergeleitet. Für Fragen können Sie sich auch per
E-Mail an uns wenden: xxxx@[Link].
Versicherungsaufsicht

L.1.2 Sind Sie mit unserer Betreuung nicht zufrieden oder treten Meinungsverschiedenheiten bei
der Vertragsabwicklung auf, können Sie sich auch an die für uns zuständige Aufsicht wen-
den. Als Versicherungsunternehmen unterliegen wir der Aufsicht der Bundesanstalt für Fi-
nanzdienstleistungsaufsicht.
Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin)
Sektor Versicherungsaufsicht
Graurheindorfer Straße 108
53117 Bonn
E-Mail: poststelle@[Link]
Telefon 0228 4108-0, Fax 0228 4108 – 1550
Bitte beachten Sie, dass die BaFin keine Schiedsstelle ist und einzelne Streitfälle nicht
verbindlich entscheiden kann.
Rechtsweg

L.1.3 Außerdem haben Sie die Möglichkeit, den Rechtsweg zu beschreiten.


Hinweis: Bei Meinungsverschiedenheiten zur Schadenhöhe in der Kaskoversicherung kön-
nen Sie auch das Sachverständigenverfahren nach A.2.6 nutzen.

L.2 Gerichtsstände
Wenn Sie uns verklagen

L.2.1 Ansprüche aus Ihrem Versicherungsvertrag können Sie insbesondere bei folgenden Gerich-
ten geltend machen:
⚫ dem Gericht, das für Ihren Wohnsitz örtlich zuständig ist,
⚫ dem Gericht, das für unseren Geschäftssitz oder für die Sie betreuende Niederlas-
sung örtlich zuständig ist.
Wenn wir Sie verklagen

L.2.2 Wir können Ansprüche aus dem Versicherungsvertrag insbesondere bei folgenden Gerich-
ten geltend machen:
⚫ dem Gericht, das für Ihren Wohnsitz örtlich zuständig ist,
⚫ dem Gericht des Ortes, an dem sich der Sitz oder die Niederlassung Ihres Betriebs
befindet, wenn Sie den Versicherungsvertrag für Ihren Geschäfts- oder Gewerbebe-
trieb abgeschlossen haben.
Sie haben Ihren Wohnsitz oder Geschäftssitz ins Ausland verlegt

L.2.3 Für den Fall, dass Sie Ihren Wohnsitz, Geschäftssitz oder gewöhnlichen Aufenthalt außer-
halb Deutschlands verlegt haben oder Ihr Wohnsitz, Geschäftssitz oder gewöhnlicher Auf-
enthalt im Zeitpunkt der Klageerhebung nicht bekannt ist, gilt abweichend der Regelungen
nach L.2.2 das Gericht als vereinbart, das für unseren Geschäftssitz zuständig ist.

M
- Abschnitt gestrichen -

N Bedingungsänderung
< xx Redaktioneller Hinweis: Ein Mustertext wird nicht bekannt gemacht. >
47

Anhang 1: Tabellen zum Schadenfreiheitsrabatt-System


1 Pkw

1.1 Einstufung von Pkw in Schadenfreiheitsklassen (SF-Klassen) und Beitragssätze


[ Anpassung der SF-Klassen in allen nachfolgenden Tabellen]-…
… < xx Tabelle >

1.2 Rückstufung im Schadenfall bei Pkw


1.2.1 Kfz-Haftpflichtversicherung

Aus 1 Schaden 2 Schäden 3 Schäden 4 und mehr


SF Klasse Schäden
Nach Klasse

xx xx xx xx xx

1.2.2 Vollkaskoversicherung

Aus 1 Schaden 2 Schäden 3 Schäden 4 und mehr


SF Klasse Schäden
Nach Klasse

xx xx xx xx xx

2 Krafträder

2.1 Einstufung von Krafträdern in Schadenfreiheitsklassen (SF-Klassen) und Beitragssät-


ze
… < xx Tabelle >

2.2 Rückstufung im Schadenfall bei Krafträdern


2.2.1 Kfz-Haftpflichtversicherung
… < xx Tabelle >

2.2.2 Vollkaskoversicherung
… < xx Tabelle >

3 Leichtkrafträder

3.1 Einstufung von Leichtkrafträdern in Schadenfreiheitsklassen (SF-Klassen) und Bei-


tragssätze
… < xx Tabelle >

3.2 Rückstufung im Schadenfall bei Leichtkrafträdern


3.2.1 Kfz-Haftpflichtversicherung
… < xx Tabelle >

3.2.2 Vollkaskoversicherung
… < xx Tabelle >

4 Taxen und Mietwagen

4.1 Einstufung von Taxen und Mietwagen in Schadenfreiheitsklassen (SF-Klassen) und


Beitragssätze
… < xx Tabelle >
48

4.2 Rückstufung im Schadenfall bei Taxen und Mietwagen


4.2.1 Kfz-Haftpflichtversicherung
… < xx Tabelle >

4.2.2 Vollkaskoversicherung
… < xx Tabelle >

5 Campingfahrzeuge

5.1 Einstufung von Campingfahrzeugen in Schadenfreiheitsklassen (SF-Klassen) und


Beitragssätze
… < xx Tabelle >

5.2 Rückstufung im Schadenfall bei Campingfahrzeugen


5.2.1 Kfz-Haftpflichtversicherung
… < xx Tabelle >

5.2.2 Vollkaskoversicherung
… < xx Tabelle >

6 Lieferwagen, Lkw, Zugmaschinen, Krankenwagen, Leichenwagen, Busse (nur Kfz-


Haftpflicht), Abschleppwagen (nur Kfz-Haftpflicht) und Stapler (nur Kfz-Haftpflicht)

6.1 Einstufung von Lieferwagen, Lkw, Zugmaschinen, Krankenwagen, Leichenwagen,


Busse (nur Kfz-Haftpflicht), Abschleppwagen (nur Kfz-Haftpflicht) und Stapler (nur Kfz-
Haftpflicht) in Schadenfreiheitsklassen (SF-Klassen) und Beitragssätze
… < xx Tabelle >

6.2 Rückstufung im Schadenfall bei Lieferwagen, Lkw, Zugmaschinen, Krankenwagen,


Leichenwagen, Busse, Abschleppwagen und Stapler
6.2.1 Kfz-Haftpflichtversicherung
… < xx Tabelle >

6.2.2 Vollkaskoversicherung (nur Lieferwagen, Lkw, Zugmaschinen, Krankenwagen,


Leichenwagen)
… < xx Tabelle >

[Anhang 2:Merkmale zur Beitragsberechnung]


1 Individuelle Merkmale zur Beitragsberechnung bei Pkw

1.1 Abstellort
Regelmäßiger nächtlicher Abstellort:
⚫ abschließbare Einzelgarage
⚫ abschließbare Doppelgarage
⚫ Mehrfachtiefgarage
⚫ gesichertes Grundstück
⚫ Carport

1.2 Jährliche Fahrleistung


Fahrleistungsklassen:

1.2.1 Kfz-Haftpflichtversicherung:
Fahrleistungsklasse
49

von XX km bis XX km

1.2.2 Vollkaskoversicherung:
Fahrleistungsklasse
von XX km bis XX km

1.2.3 Teilkaskoversicherung:
Fahrleistungsklasse
von XX km bis XX km

Unabhängig von der Fahrleistung gilt bei Verträgen für Pkw, die mit einem Saison-, Oldtimer-, Ausfuhr,
Kurzzeit- oder roten Kennzeichen zugelassen sind, die Fahrleistungsklasse xx als vereinbart.

1.3 Weitere Merkmale zur Beitragsberechnung


⚫ Selbstgenutztes Wohneigentum
⚫ Nutzerkreis
⚫ Nutzeralter
⚫ Fahrzeugalter beim Erwerb durch Sie
⚫ … xx

2 Merkmale zur Beitragsberechnung bei Krafträdern und Leichtkrafträdern


⚫ Nutzeralter
⚫ Motorleistung
⚫ … xx

3 Merkmale zur Beitragsberechnung bei Lkw, Zugmaschinen, Bussen, Anhängern


Bei der Beitragsberechnung werden die nachfolgenden Merkmale berücksichtigt:
⚫ Aufbau
⚫ Motorleistung
⚫ Anzahl der Plätze
⚫ zulässiges Gesamtgewicht

[Anhang 3:Tabellen zu den Typklassen]


Für Pkw, Taxen, Mietwagen und Selbstfahrervermiet-Pkw gelten folgende Typklassen:

1 Kfz-Haftpflichtversicherung:
Typklasse Schadenbedarfs-Indexwerte
von bis unter

2 Vollkaskoversicherung:
Typklasse Schadenbedarfs-Indexwerte
von bis unter

3 Teilkaskoversicherung:
Typklasse Schadenbedarfs-Indexwerte
von bis unter
50

[Anhang 4:Tabellen zu den Regionalklassen]


Es gelten folgende Regionalklassen:

1 Für Pkw

1.1 In der Kfz-Haftpflichtversicherung:


Regionalklasse Schadenbedarfs-Indexwerte
von bis unter

1.2 In der Vollkaskoversicherung:


Regionalklasse Schadenbedarfs-Indexwerte
von bis unter

1.3 In der Teilkaskoversicherung:


Regionalklasse Schadenbedarfs-Indexwerte
von bis unter

2 Für Krafträder, Leichtkrafträder, Quads und Trikes

2.1 In der Kfz-Haftpflichtversicherung:


Regionalklasse Schadenbedarfs-Indexwerte
von bis unter

2.2 In der Vollkaskoversicherung:


Regionalklasse Schadenbedarfs-Indexwerte
von bis unter

2.3 In der Teilkaskoversicherung:


Regionalklasse Schadenbedarfs-Indexwerte
von bis unter

3 Für Lkw im Werkverkehr

3.1 In der Kfz-Haftpflichtversicherung:


Regionalklasse Schadenbedarfs-Indexwerte
von bis unter

3.2 In der Vollkaskoversicherung:


Regionalklasse Schadenbedarfs-Indexwerte
von bis unter

3.3 In der Teilkaskoversicherung:


Regionalklasse Schadenbedarfs-Indexwerte
von bis unter

4 Für landwirtschaftliche Zugmaschinen

4.1 In der Kfz-Haftpflichtversichrung:


Regionalklasse Schadenbedarfs-Indexwerte
von bis unter
51

4.2 In der Teilkaskoversicherung:


Regionalklasse Schadenbedarfs-Indexwerte
von bis unter

5 Für Campingfahrzeuge

5.1 In der Kfz-Haftpflichtversicherung


Regionalklasse Schadenbedarfs-Indexwerte
von ... bis unter

5.2 In der Vollkaskoversicherung


Regionalklasse Schadenbedarfs-Indexwerte
von ... bis unter

5.3 In der Teilkaskoversicherung


Regionalklasse Schadenbedarfs-Indexwerte
von ... bis unter

[Anhang 5:Berufsgruppen (Tarifgruppen)]


1 Berufsgruppe A
Die Beiträge der Berufsgruppe A gelten in der Kfz-Haftpflichtversicherung bei Pkw für
a Landwirte und Gartenbaubetriebe
landwirtschaftliche Unternehmer im Sinne des § 123 Abs. 1 Nr. 1 Sozialgesetzbuch VII,
die Mitglieder einer landwirtschaftlichen Berufsgenossenschaft oder der Gartenbaube-
rufsgenossenschaft sind, deren Betrieb eine Mindestgröße von 1/2 ha - bei einem Gar-
tenbaubetrieb jedoch eine Mindestgröße von 2 ha - hat, und die diesen Betrieb selbst
bewirtschaften;
b Ehemalige Landwirte
ehemalige landwirtschaftliche Unternehmer, wenn sie die Voraussetzungen nach 1.a
unmittelbar vor Übergabe des Betriebes erfüllt haben und nicht anderweitig berufstätig
sind;
c Witwen und Witwer
nicht berufstätige Witwen/Witwer von Personen, die bei ihrem Tod die Voraussetzungen
nach 1.a oder 1.b erfüllt haben.

2 Berufsgruppe B
Die Beiträge der Berufsgruppe B gelten in der Kfz-Haftpflicht-, Vollkasko- und in der Teilkas-
koversicherung beschränkt auf Pkw, Campingfahrzeuge, Krafträder und Leichtkrafträder – für
Versicherungsverträge von Kraftfahrzeugen, die zugelassen sind auf
a Gebietskörperschaften, Körperschaften, Anstalten und Stiftungen des öffentlichen Rechts;
b juristische Personen des Privatrechts, wenn sie im Hauptzweck Aufgaben wahrnehmen,
die sonst der öffentlichen Hand obliegen würden, und wenn
⚫ an ihrem Grundkapital juristische Personen des öffentlichen Rechts mit mindestens 50
% beteiligt sind oder
⚫ sie Zuwendungen aus öffentlichen Haushalten zu mehr als der Hälfte ihrer Haus-
haltsmittel erhalten (§ 23 Bundeshaushaltsordnung oder die entsprechenden haus-
haltsrechtlichen Vorschriften der Länder);
c mildtätige und kirchliche Einrichtungen (§§ 53, 54 Abgabenordnung);
d als gemeinnützig anerkannte Einrichtungen (§ 52 Abgabenordnung), die im Hauptzweck
der Gesundheitspflege und Fürsorge oder der Jugend- und Altenpflege dienen oder die
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im Hauptzweck durch Förderung der Wissenschaft, Kunst, Religion, der Erziehung oder
der Volks- und Berufsbildung dem Allgemeinwohl auf materiellem, geistigem oder sittli-
chem Gebiet nutzen;
e Selbsthilfeeinrichtungen der Angehörigen des öffentlichen Dienstes;
f Beamte, Richter, Angestellte und Arbeiter der unter 2.a bis 2.e genannten juristischen
Personen und Einrichtungen, sofern ihre nicht selbstständige und der Lohnsteuer unter-
liegende Tätigkeit für diese mindestens 50 % der normalen Arbeitszeit beansprucht und
sofern sie von ihnen besoldet oder entlohnt werden, sowie die bei diesen juristischen
Personen und Einrichtungen in einem anerkannten Ausbildungsverhältnis stehenden
Personen, ferner Berufssoldaten und Soldaten auf Zeit der Bundeswehr (nicht Wehr- bzw.
Zivildienstpflichtige und freiwillige Helfer);
g Beamte, Angestellte und Arbeiter überstaatlicher oder zwischenstaatlicher Einrichtun-
gen; für sie gilt das gleiche wie für die nach 2.f genannten Beamten, Angestellten und
Arbeiter;
h Pensionäre, Rentner und beurlaubte Angehörige des öffentlichen Dienstes, wenn sie die
Voraussetzungen von 2.f oder 2.g unmittelbar vor ihrem Eintritt in den Ruhestand bzw. vor
ihrer Beurlaubung erfüllt haben und nicht anderweitig berufstätig sind, sowie nicht
berufstätige versorgungsberechtigte Witwen / Witwer von Beamten, Richtern, Angestell-
ten, Arbeitern, Berufssoldaten und Soldaten auf Zeit der Bundeswehr, Pensionären und
Rentnern, die jeweils bei ihrem Tode die Voraussetzungen von 2.f, 2.g oder 2.h erfüllt
haben;
i Familienangehörige von Beamten, Richtern, Angestellten, Arbeitern, Berufssoldaten und
Soldaten auf Zeit der Bundeswehr, Pensionären und Rentnern, die die Voraussetzungen
von 2.f, 2.g oder 2.h erfüllen. Voraussetzung ist, dass die Familienangehörigen nicht er-
werbstätig sind und mit den vorher genannten Personen in häuslicher Gemeinschaft le-
ben und von ihnen unterhalten werden.

3 Berufsgruppe D
Die Beiträge der Berufsgruppe D gelten in der Kfz-Haftpflicht- und der Kaskoversicherung –
in der Teilkaskoversicherung beschränkt auf Pkw, Campingfahrzeuge, Krafträder und
Leichtkrafträder – für Verträge von Kraftfahrzeugen, die zugelassen sind auf privatisierte,
ehemals öffentlich-rechtliche Banken und Sparkassen, andere privatisierte, ehemals öffent-
lich-rechtliche Einrichtungen (z. B. Telekom, Deutsche Bahn, Deutsche Post, Postbank,
Lufthansa) und deren Tochterunternehmen, sonstige Finanzdienstleistungs-, Wohnungsbau-
oder Energieversorgungsunternehmen, Krankenhäuser, Kliniken, Sanatorien, Pflegeheime,
kirchliche Einrichtungen, sonstige mildtätige oder gemeinnützige Einrichtungen und deren
Beschäftigte, wenn sie nicht bereits die Voraussetzungen der Berufsgruppe B erfüllen.

[Anhang 6:Art und Verwendung von Fahrzeugen]


1 Leichtkrafträder
Leichtkrafträder sind Krafträder und Kraftroller mit einem Hubraum von mehr als 50 ccm und
nicht mehr als 125 ccm und einer Nennleistung von nicht mehr als 11 kW.

2 < - entfällt - >

3 Krafträder
Krafträder sind alle Krafträder und Kraftroller, die ein amtliches Kennzeichen führen müssen,
mit Ausnahme von Leichtkrafträdern.

4 Pkw
Pkw sind als Personenkraftwagen zugelassene Kraftfahrzeuge mit höchstens acht Sitzplät-
zen außer dem Fahrersitz, mit Ausnahme von Mietwagen, Taxen und Selbstfahrervermiet-
fahrzeugen.
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5 Mietwagen
Mietwagen sind Pkw, mit denen ein genehmigungspflichtiger Gelegenheitsverkehr ge-
werbsmäßig betrieben wird (unter Ausschluss der Taxen, Kraftomnibusse, Güterfahrzeuge
und Selbstfahrervermietfahrzeuge).

6 Taxen
Taxen sind Pkw, die der Unternehmer an behördlich zugelassenen Stellen bereithält und mit
denen er - auch am Betriebssitz oder während der Fahrt entgegengenommene - Beförde-
rungsaufträge zu einem vom Fahrgast bestimmten Ziel ausführt.

7 Selbstfahrvermietfahrzeuge
Selbstfahrvermietfahrzeuge sind Kraftfahrzeuge und Anhänger, die gewerbsmäßig ohne
Gestellung eines Fahrers vermietet werden.

8 Leasingfahrzeuge
Leasingfahrzeuge sind Kraftfahrzeuge und Anhänger, die gewerbsmäßig ohne Gestellung
eines Fahrers vermietet werden und auf den Mieter zugelassen sind oder bei Zulassung auf
den Vermieter dem Mieter durch Vertrag mindestens sechs Monate überlassen werden.

9 Kraftomnibusse
Kraftomnibusse sind Kraftfahrzeuge und Anhänger, die nach ihrer Bauart und Ausstattung zur
Beförderung von mehr als neun Personen (einschließlich Fahrer) geeignet und bestimmt sind.
10.1 Linienverkehr ist eine zwischen bestimmten Ausgangs- und Endpunkten eingerichtete re-
gelmäßige Verkehrsverbindung, auf der Fahrgäste an bestimmten Haltestellen ein- und
aussteigen können, sowie Verkehr, der unter Ausschluss anderer Fahrgäste der regelmäßi-
gen Beförderung von Personen zum Besuch von Märkten und Theatern dient.
10.2 Gelegenheitsverkehr sind Ausflugsfahrten und Ferienziel-Reisen sowie Verkehr mit Miet-
omnibussen.
10.3 Nicht unter 10.1 oder 10.2 fallen sonstige Busse, insbesondere Hotelomnibusse, Werk-
omnibusse, Schul-, Lehr- und Krankenomnibusse.

10 Campingfahrzeuge
Campingfahrzeuge sind als Wohnmobil zugelassene Fahrzeuge.

11 Werkverkehr
Werkverkehr ist die Güterbeförderung mit Kraftfahrzeugen, Anhängern und Aufliegern nur für
eigene Zwecke durch Personal eines Unternehmens oder von Personal, das dem Unter-
nehmen im Rahmen einer vertraglichen Verpflichtung zur Verfügung gestellt worden ist.

12 Gewerblicher Güterverkehr
Gewerblicher Güterverkehr ist die geschäftsmäßige, entgeltliche Beförderung von Gütern mit
Kraftfahrzeugen, Anhängern und Aufliegern für andere.

13 Umzugsverkehr
Umzugsverkehr ist die ausschließliche Beförderung von Umzugsgut.

14 Wechselaufbauten
Wechselaufbauten sind Aufbauten von Kraftfahrzeugen, Anhängern und Aufliegern, die zur
Güterbeförderung bestimmt sind und mittels mechanischer Vorrichtungen an diesen Fahr-
zeugen ausgewechselt werden können.

15 Landwirtschaftliche Zugmaschinen
Landwirtschaftliche Zugmaschinen oder Anhänger sind Zugmaschinen und Raupenschlep-
per oder Anhänger, die wegen ihrer Verwendung in der Land- und Forstwirtschaft von der
Kraftfahrzeugsteuer freigestellt sind und ein amtliches grünes Kennzeichen führen.
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16 Melkwagen und Milchsammel-Tankwagen


Melkwagen und Milchsammel-Tankwagen sind Fahrzeuge mit Vorrichtungen zur mechani-
schen Milchentnahme, die dem Transport der Milch von Weiden und Gehöften zu den Mol-
kereien der Einzugsgebiete dienen.

17 Sonstige landwirtschaftliche Sonderfahrzeuge


Sonstige landwirtschaftliche Sonderfahrzeuge sind Fahrzeuge, die als Sonderfahrzeuge für
die Land- und Forstwirtschaft zugelassen werden und ein amtliches grünes Kennzeichen
führen.

18 Milchtankwagen
Milchtankwagen sind Fahrzeuge, die dem Transport der Milch zwischen Molkereien oder von
Molkereien zum Verteiler oder Verbraucher dienen. Sie gelten nicht als landwirtschaftli- che
Sonderfahrzeuge, sondern als Güterfahrzeuge.

19 Selbstfahrende Arbeitsmaschinen
Selbstfahrende Arbeitsmaschinen sind Fahrzeuge, die nach ihrer Bauart und ihren besonde-
ren mit dem Fahrzeug fest verbundenen Einrichtungen zur Verrichtung von Arbeit - nicht zur
Beförderung von Personen oder Gütern - bestimmt und geeignet sind und die zu einer vom
Bundesminister für Verkehr bestimmten Art solcher Fahrzeuge gehören (z. B. Selbstlader,
Bagger, Greifer, Kran-Lkw sowie Räum- und Bergungsfahrzeuge, auch wenn sie zu Ab-
schleppzwecken mitverwendet werden).

20 Lkw bis 3,5 t zulässige Gesamtmasse


Lkw bis 3,5 t zulässige Gesamtmasse sind zur Güterbeförderung zugelassene Kraftfahrzeu-
ge mit einer Gesamtmasse von bis zu 3,5 t.

21 Lkw über 3,5 t zulässige Gesamtmasse


Lkw über 3,5 t zulässige Gesamtmasse sind zur Güterbeförderung zugelassene Kraftfahr-
zeuge mit einer zulässigen Gesamtmasse von mehr als 3,5 t.

22 Zugmaschinen
Zugmaschinen sind Kraftfahrzeuge, die ausschließlich oder überwiegend zum Ziehen von
Anhängern oder Aufliegern gebaut sind, mit Ausnahme von landwirtschaftlichen Zugma-
schinen.

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