0% fanden dieses Dokument nützlich (0 Abstimmungen)
17 Ansichten450 Seiten

MG61 012 R02a

Hochgeladen von

Thodoris Kougioufas
Copyright
© All Rights Reserved
Wir nehmen die Rechte an Inhalten ernst. Wenn Sie vermuten, dass dies Ihr Inhalt ist, beanspruchen Sie ihn hier.
Verfügbare Formate
Als PDF, TXT herunterladen oder online auf Scribd lesen
0% fanden dieses Dokument nützlich (0 Abstimmungen)
17 Ansichten450 Seiten

MG61 012 R02a

Hochgeladen von

Thodoris Kougioufas
Copyright
© All Rights Reserved
Wir nehmen die Rechte an Inhalten ernst. Wenn Sie vermuten, dass dies Ihr Inhalt ist, beanspruchen Sie ihn hier.
Verfügbare Formate
Als PDF, TXT herunterladen oder online auf Scribd lesen

MESSSYSTEME

OSP-P200M
BEDIENUNGSHANDBUCH
(2. Ausgabe)
Pub. Nr. MG61-012-R2 Februar 2007
MG61-012 S-(i)
SICHERHEITSMASSNAHMEN

SICHERHEITSMASSNAHMEN
Die Maschine ist mit Sicherheitsmaßnahmen ausgestattet, die das PersonalEeoemr5pl001
und die Maschine
selbst vor gefährlichen Situationen und Unfällen schützen. Der Bediener darf sich jedoch nicht aus-
schließlich auf diese Sicherheitsvorrichtungen verlassen: Alle mit dem Maschinenbetrieb betrauten
Personen müssen sich mit den nachfolgend aufgeführten Sicherheitsvorschriften und –maßnahmen
hinreichend vertraut machen, um einen störungsfreien, sicheren Betrieb zu gewährleisten.
Dieses Bedienungshandbuch sowie die an der Maschine angebrachten Warn- und Sicherheitsschilder
können naturgemäß nur die von Okuma vorhersehbaren Gefahren abdecken. Zusätzlich muß der
Maschinenbetrieb fortlaufend auf weitere nicht vorhersehbare Gefahrenquellen überprüft werden.

1. Vorsichtsmaßnahmen bei Maschineninstallation


(1) Der Aufstellort der Maschine muß folgende Bedingungen erfüllen (Voraussetzung für das Errei-
chen der zugesicherten Maschinenpräzision):
Eeoemr5pl002
• Umgebungstemperatur: 17 bis 25°C
• Luftfeuchtigkeit: 40% bis 75% bei 20°C (ohne Kondensation)
• Der Aufstellort darf keiner direkten Sonneneinstrahlung oder übermäßigen Vibrationen aus-
gesetzt sein; die Umgebung muß außerdem weitestgehend frei von Staub, Säure, korrosi-
ven Gasen und Salzspray sein.
(2) Der primäre Netzanschluß der Maschine muß folgende Bedingungen erfüllen:
• Spannung: 200 V
• Spannungsschwankung: max. ±10%
• Netzfrequenz: 50/60 Hz
• Die Maschine darf nicht zusammen mit einer anderen ebenfalls stark rauscherzeugenden
Maschine (wie z. B. einem elektrischen Schweißgerät oder einer EDM-Maschine) an eine Ver-
teilertafel angeschlossen werden, da dies zu Störungen in der CNC-Steuerung führen kann.
• Wann immer möglich, muß die Maschine getrennt geerdet werden. Ist die Erdung über
gemeinsame Masse unumgänglich, darf das andere Gerät kein starkes Störrauschen erzeu-
gen (die gemeinsame Erdung zusammen mit einem elektrischen Schweißgerät oder einer
EDM-Maschine ist daher unzulässig).
(3) Umgebungsbedingungen am Aufstellort
Bei Installation des elektrischen Schaltschranks sind folgende Punkte zu beachten:
• Die CNC-Steuerung darf keiner direkten Sonneneinstrahlung ausgesetzt sein.
• Sicherstellen, daß keine Späne, Wasser oder Öl auf den elektrischen Schaltschrank gelangen.
• Elektrischer Schaltschrank und Bedienungstafel dürfen nicht zu hohen Vibrationen oder Stö-
ßen ausgesetzt werden.
• Der max. zulässige Umgebungstemperaturbereich für den elektrischen Schaltschrank liegt
zwischen 0 und 40 °C.
• Die max. zulässige Feuchtigkeit am Aufstellort liegt für den elektrischen Schaltschrank zwi-
schen 30 und 95 % (ohne Kondensation).-
• Der elektrische Schaltschrank darf auf einer max. Höhe von 1000 m über Meeresspiegel
aufgestellt werden.

2. Prüfpunkte vor Einschalten der Stromversorgung


(1) Alle Türen des elektrischen Schaltschranks und der Bedientafel müssen geschlossen sein, um
das Eindringen von Wasser, Spänen und Staub zu vermeiden.
Eeoemr5pl003
(2) Vor Start des Maschinenbetriebs muss in jedem Fall sichergestellt werden, dass sich keine Per-
sonen in der Nähe der beweglichen Maschinenteile aufhalten und die Maschinenbewegungen
nicht durch Gegenstände blockiert werden können.
(3) Das Einschalten der Maschine erfolgt in der folgenden Reihenfolge: Einschalten des Haupt-
schalters, dann Drücken der Taste STEUERUNG EIN auf der Bedienungstafel.
MG61-012 S-(ii)
SICHERHEITSMASSNAHMEN

3. Vorsichtsmaßnahmen während des Betriebs


Eeoemr5pl004
(1) Nach Einschalten der Stromzufuhr die Prüf- und Einstellarbeiten entsprechend der täglichen
Prüfanweisungen in dieser Anleitung durchführen.
(2) Werkzeugabmessungen und –typen müssen für die jeweils durchgeführte Bearbeitung geeig-
net sein und den Maschinenspezifikationen entsprechen. Stark verschlissene Werkzeuge sind
eine potentielle Unfallquelle.
(3) Während des Spindelschaltvorgangs auf keinen Fall die Spindel oder das Werkzeug berühren,
da sich die Spindel drehen kann: Dies ist gefährlich.
(4) Sicherstellen, daß das Werkstück und Werkzeug sicher gespannt sind.
(5) Ein Werkstück oder Werkzeug nicht während der Drehung berühren: Dies ist besonders gefähr-
lich.
(6) Keine Späne mit der Hand während der Bearbeitung entfernen, da dies gefährlich ist. Stoppen
Sie die Maschine zuerst und entfernen dann die Späne mit einer Bürste oder einem Besen.
(7) Die Maschine nicht nach Entfernen der Sicherheitsvorrichtungen in Betrieb nehmen. Die
Maschine nicht ohne Abdeckungen betreiben, außer wenn dies unbedingt erforderlich ist.
(8) Vor dem Einsetzen oder Entnehmen eines Werkzeugs die Maschine stoppen.
(9) Während des Betriebs nicht in die Nähe eines sich bewegenden Maschinenteils kommen oder
dieses berühren.
(10) Keine Tasten oder Schalter mit nassen Händen berühren. Dies kann zu extrem gefährlichen
Situationen führen.
(11) Vor Betätigen von Tasten oder Schaltern auf der Bedienungstafel muss sichergestellt sein, dass
es sich auch um die gewünschte Funktion handelt.

4. Vorsichtsmaßnahmen bezüglich des AWW


(1) Die Werkzeugklemmvorrichtungen an Magazin, Spindel usw. sind für höchsteEeoemr5pl010
Betriebszuverläs-
sigkeit ausgelegt, es kann sich jedoch ein Werkzeug lösen und bei einem nicht vorhersehbaren
Unfall herunterfallen, was zu Gefahrensituationen führt: Den AWW-Mechanismus während des
AWW-Betriebs nicht berühren oder in die Nähe des Mechanismus kommen.
(2) Die Werkzeuge im Magazin immer prüfen und den Werkzeugwechsel bei manueller Unterbre-
chung der AWW-Bewegung auswechseln.
(3) Am Magazin anhaftende Späne in geeigneten Intervallen abführen, da sie zum fehlerhaften
Betrieb führen können.- Zur Späneabfuhr keine Druckluft verwenden, da hierdurch die Späne
nur weiter hereingedrückt werden.
(4) Stoppt der AWW während des Betriebs aus irgendeinem Grund und muss ohne Ausschalten
der Stromzufuhr überprüft werden, darf er nicht berührt werden, da es zu plötzlichen Bewegun-
gen kommen kann.

5. Nach Ende der Arbeit


(1) Bei Bearbeitungsende die Maschinenumgebung reinigen. Eeoemr5pl005
(2) AWW, APW und andere Geräte an ihre vordefinierte Rückzugsposition rückstellen.
(3) Vor dem Verlassen der Maschine immer die Stromzufuhr ausschalten.
(4) Zum Ausschalten der Stromzufuhr zunächst die Taste STEUERUNG EIN auf der Bedienungsta-
fel und dann den Hauptschalter ausschalten.
MG61-012 S-(iii)
SICHERHEITSMASSNAHMEN

6. Vorsichtsmaßnahmen während der Wartung/Inspektion


und nach Auftreten einer Störung
Eeoemr5pl006
Um unvorhersehbare Unfälle, Schäden an der Maschine usw. zu vermeiden, sind bei Durchführung
von Wartungsarbeiten/Inspektionen und bei Überprüfung nach Auftreten einer Störung folgende
Vorsichtsmaßnahmen zu beachten.
(1) Nach Auftreten einer Störung sofort die Nothalttaste auf der Bedienungstafel drücken, um den
Maschinenbetrieb zu stoppen.
(2) Danach den zuständigen Wartungstechniker befragen, welche Gegenmaßnahmen zu ergreifen
sind.
(3) Müssen zwei oder mehrere Personen zusammenarbeiten, sind aus Sicherheitsgründen alle
Arbeiten durch Verabreden entsprechender Signale vor Aufnahme eines neuen Arbeitsgangs
zu koordinieren.
(4) Es dürfen ausschließlich die vorgeschriebenen Ersatzteile und Sicherungen verwendet werden.
(5) Vor der Inspektion oder dem Auswechseln von Teilen die Stromzufuhr ausschalten.
(6) Werden während Inspektions oder Reparaturarbeiten Teile ausgebaut, sind diese beim Wieder-
einbau wieder an ihrer ursprünglichen Position zu installieren und korrekt mit den zugehörigen
Schrauben usw. zu sichern.
(7) Bei der Inspektion unter Einsatz von Meßgeräten – wie z B. einem Spannungsmesser – sicher-
stellen, daß das Gerät korrekt geeicht ist.
(8) Brennbare Materialien oder Metalle dürfen nicht innerhalb des elektrischen Schaltschranks
oder des Anschlußkastens verbleiben.
(9) Alle Kabel und Drähte müssen auf ihren einwandfreien Zustand hin überprüft werden: Beschä-
digte Kabel und Drähte führen zu Kriechstrom und zu elektrischen Schlägen.
(10) Wartung innerhalb des elektrischen Schaltschranks AUS
a) Vor Öffnen der elektrischen Schaltschranktür den Hauptschalter ausschalten AUS.
b) Auch bei ausgeschaltetem Hauptschalter kann noch Restspannung in Servoverstärker und
Spindelantriebseinheit verbleiben; daher sind solche Arbeiten ausschließlich dem zuständigen
Wartungspersonal vorbehalten. Außerdem sind folgende Vorsichtsmaßnahmen zu beachten:
• MCS-Antrieb (Servo/Spindel)
Die Restspannung entlädt sich innerhalb von zwei Minuten nach Ausschalten des Haupt-
schalters.
c) Der elektrische Schaltschrank nimmt dieNC-Steuerung auf; die NC-Steuerung verfügt wie-
derum über eine Platine, in deren Speicher die Bearbeitungsprogramme, Parameter usw.
gespeichert sind. Damit der Speicherinhalt auch bei Ausschalten der Stromzufuhr erhalten
bleibt, ist der Speicher batteriegestützt. Bei unvorsichtigem Umgang mit diesen Platinen
kann der Speicherinhalt zerstört werden. Aus diesem Grund ist der Umgang mit den Plati-
nen ausschließlich dem Wartungspersonal vorbehalten.
(11) Regelmäßige Wartung des elektrischen Schaltschranks
a) Reinigen der Kühleinheit
Die Kühleinheit in der Tür des elektrischen Schaltschranks verhindert einen zu hohen Wär-
meanstieg innerhalb des Schaltschranks und erhöht dadurch die Zuverlässigkeit der NC-
Steuerung. Alle drei Monate sind folgende Punkte zu prüfen:-
• Arbeitet der Gebläsemotor innerhalb der Kühleinheit?
Der Motor arbeitet normal, wenn aus der Einheit ein starker Luftstrom spürbar ist.
• Ist der externe Lufteinlaß blockiert?
Den Lufteinlaß gegebenenfalls mit Druckluft reinigen.
MG61-012 S-(iv)
SICHERHEITSMASSNAHMEN

7. Allgemeine Sicherheitsmaßnahmen
(1) Den Bereich um die Maschine sauber und aufgeräumt halten. Eeoemr5pl007
(2) Geeignete Kleidung tragen und die Anweisungen der entsprechend ausgebildeten und mit dem
Maschinenbetrieb vertrauten Personen beachten.
(3) Alle Bediener müssen darauf achten, daß sich weder Kleidung noch Haare in der Maschine ver-
fangen können. Die Bediener müssen Sicherheitskleidung wie Sicherheitsschuhe, Schutzbrille
usw. tragen.-
(4) Die Maschinenbediener müssen die vorliegende Bedienungsanleitung sorgfältig durchlesen
und sich mit den korrekten Betriebsabläufen vertraut machen, bevor die Maschine bedient wer-
den darf.-
(5) Die Position der Nothalttaste muß bekannt sein, damit sie im Störungsfall sofort und von jeder
Position ausgedrückt werden kann.
(6) Die Bediener dürfen keine hochspannungsführenden Teile, wie z. B. Steuertafel, Transformator,
Motor usw. und keine extrem gefährlichen Maschinenkomponenten berühren.
(7) Müssen zwei oder mehrere Personen zusammenarbeiten, sind aus Sicherheitsgründen alle
Arbeiten durch Verabreden entsprechender Signale vor Aufnahme eines neuen Arbeitsgangs
zu koordinieren.

8. Symbole in diesem Handbuch


Eeoemr5pl008
Die folgenden Symbole und Mutationen in diesem Handbuch ziehen die Aufmerksamkeit des Lesers
auf besonders wichtige oder sicherheitsgefährdende Punkte. Beachten Sie diese Hinweise beson-
ders sorgfältig und befolgen stets alle darin enthaltenen Anweisungen.

GEFAHR
Hinweis auf eine unmittelbare Gefahrenquelle, die bei Nichtbeachtung der
Sicherheitsvorschriften zu schwerwiegenden Unfällen und Verletzungen – im Extremfall mit
Todesfolge – führen können.

WARNUNG
Hinweis auf eine mittelbare Gefahr, die bei Nichtbeachtung der Sicherheitsvorschriften zu
schwerwiegenden Unfällen – im Extremfall mit Todesfolge – führen kann.

ACHTUNG
Hinweis auf eine mittelbare Gefahr, die bei Nichtbeachtung der Sicherheitsvorschriften zu
geringen oder mittelschweren Verletzungen führen kann.

ACHTUNG
Hinweis auf eine mittelbare Gefahr, die bei Nichtbeachtung der Sicherheitsvorschriften zu
Sachbeschädigung führen kann.

SICHERHEITSANWEISUNG

gibt allgemeine Hinweise für einen sicheren Betrieb.


MG61-012 S-(i)
INHALTSVERZEICHNIS

INHALTSVERZEICHNIS
KAPITEL 1 AUTOMATISCHE WERKZEUGLÄNGENVERSATZ-/
WERKZEUGBRUCHERKENNUNGSFUNKTION ....................................1
1. Überblick..................................................................................................................................... 1
1-1. Anzeige der Messergebnisse .............................................................................................. 2
1-2. Funktionsmenü .................................................................................................................... 3
2. Ablauf von Automatischem Werkzeuglängenversatz/Automatischer
Werkzeugbrucherkennung.......................................................................................................... 9
2-1. Nullpunkteinstellung des Berührungssensors ................................................................... 10
2-2. Einstellung der Zuordnungstabelle Werkzeugstationsnummer/
Werkzeugnummern ........................................................................................................... 16
2-3. Wahl der Betriebsart .......................................................................................................... 17
2-4. Automatische Werkzeuglängenversatzfunktion................................................................. 19
2-5. Einstellung der Werkzeugwechselposition (außer MC-H) ................................................. 23
2-6. Automatische Werkzeugbrucherkennung.......................................................................... 24
2-7. Reduzierung der Zykluszeit bei der automatischen Werkzeugversatz-/
Werkzeugbrucherkennungsfunktion .................................................................................. 29
2-8. Neue Funktion zur Reduzierung der Zykluszeit bei der automatischen Werkzeugversatz-/
Werkzeugbrucherkennungsfunktion .................................................................................. 31
3. Automatischer Werkzeuglängenversatz-/Automatische Werkzeugbrucherkennung für
Spezialwerkzeuge und Zusatzausrüstung ................................................................................ 35
3-1. Automatischer Werkzeuglängenversatz-/Automatische Werkzeugbrucherkennung für
horizontale Werkzeuge horizontale Werkzeugmaschinen................................................. 35
3-2. Ablauf des automatischen Werkzeuglängenversatzes/der automatischen
Werkzeugbrucherkennung -für die angeschlossene B-/C-Achse, das 90° Winkelzubehör
sowie Verlängerungen (Option) ......................................................................................... 42
3-3. Funktion und Bedienung des Automatischen Werkzeuglängenversatzes/der Automatischen
Werkzeugbruch--erkennung bei einem 30° Winkelzubehör (Option) ................................ 51
3-4. Betrieb von automatischer Werkzeuglängenkorrektur/automatische
Werkzeugbrucherfassung mit 45° Winkelvorsätzen (Option) ............................................ 63
4. Freifahrposition in der Y-Achse (MCM-B/MCR-B II/MCR-A/VH-40) ......................................... 76
4-1. Einstellung der Y-Achsenfreifahrposition........................................................................... 76
4-2. Werkzeugbewegungen während des automatischen Werkzeuglängenversatzes
(Fräserradiuskorrektur)/der automatischen Werkzeugbrucherkennung ............................ 77
5. Kollisionsschutzmaßnahmen für MCV-A/MCV-A II während der Ausführung eines
automatischen Werkzeuglängenversatz-/-brucherkennungszyklus.......................................... 78
5-1. Verriegelung des Sensorbetriebs ...................................................................................... 78
5-2. Kollisionsschutzmaßnahmen während der Ausführung des automatischen
Werkzeuglängenversatzes/der automatischen Werkzeugbrucherkennung ...................... 78
6. In Unterprogrammen benutzte Variablen.................................................................................. 80
6-1. Tabelle der Unterprogramme und Variablen ..................................................................... 80
6-2. Tabelle der Unterprogramme und Variablen (MCM Horizontale Werkzeuge) ................... 83
MG61-012 S-(ii)
INHALTSVERZEICHNIS

6-3. Arbeiten mit Variablen - Verwendung ................................................................................ 86


7. Vorsichtmaßnahmen während des Betriebs............................................................................. 94
8. Programmbeispiele................................................................................................................... 96
8-1. Automatischer Werkzeuglängenversatz ............................................................................ 96
8-2. Automatische Werkzeugbrucherkennung.......................................................................... 98
9. Alarm Liste.............................................................................................................................. 101

KAPITEL 2 AUTOMATISCHE MESSFUNKTION....................................................110


1. Überblick................................................................................................................................. 110
1-1. Abmessungsprüffunktion ................................................................................................. 110
1-2. Automatische Nullpunktkorrekturfunktion ........................................................................ 110
2. Anwendung der Automatischen Meßfunktion ......................................................................... 111
2-1. Einstellen des Nullpunkts der Bezugsbohrung ................................................................ 112
2-2. Korrektur des Berührungsmeßfühlerradius ..................................................................... 114
2-3. Längenkorrektur des Berührungsmeßfühlers .................................................................. 119
2-4. Innendurchmessermeßfunktion (ID) ................................................................................ 121
2-5. Außendurchmesser-Meßfunktion (OD) ........................................................................... 123
2-6. Stirnflächen-Meßzyklus ................................................................................................... 126
2-7. Speichern der Meßzyklusergebnisse .............................................................................. 131
2-8. Berechnung des Mittelpunkts und Abstands zwischen zwei Punkten ............................. 132
2-9. Berechnung des Mittelpunkts und Abstands zwischen zwei Stirnflächen ....................... 134
[Link] Nullpunktkorrekturfunktion ....................................................................... 137
[Link] der Berührungsmeßfehler-Korrekturdaten ...................................................... 138
3. Automatische Meßfunktion für B-/C-Achse, Zubehörvorrichtungen für 90° Winkel- und
Verlängerungsteile (Option).................................................................................................... 139
3-1. Automatische Messung für das 90° Winkelzubehör und Zubehör der B-/C-Achse
(PAB=90°) ....................................................................................................................... 141
3-2. Automatische Messung für das Verlängerungszubehör und Zubehör der B-/C-Achse
(PAB=90°) ....................................................................................................................... 142
4. Spannung Ein-/Ausschaltzyklus des Renishaw-Berührungstasters (MP7/MP9/MP10)
und des HF-Berührungstasters (RMP60) ............................................................................... 143
4-1. Zyklusbefehle für Stromzufuhr EIN/AUS ......................................................................... 143
4-2. Zyklusbetrieb für Stromzufuhr EIN/AUS .......................................................................... 144
5. Weitere Einzelheiten............................................................................................................... 146
5-1. Verfahrbewegungen des Berührungsmeßfühlers............................................................ 146
5-2. Annäherungsgeschwindigkeit zum Werkstück ................................................................ 149
5-3. Wartezeit während Messarbeit ........................................................................................ 151
5-4. Reduzieren der Zeit vor Bewegung des Berührungstasters ............................................ 151
5-5. In Unterprogrammen verwendete Variablen.................................................................... 152
6. Sicherheitsmaßnahmen für den Berührungsmeßfühler.......................................................... 167
6-1. Überprüfen der Näherungsschalterfunktion..................................................................... 167
MG61-012 S-(iii)
INHALTSVERZEICHNIS

6-2. Auswechseln der Berührungsmeßfühlerbatterie ............................................................. 168


7. Zusatzinformation ................................................................................................................... 169
8. Programmbeispiele................................................................................................................. 171
8-1. ID-Messung ..................................................................................................................... 171
8-2. OD-Messung ................................................................................................................... 172
8-3. Stirnflächenmessung an der Z-Achse ............................................................................. 173
8-4. Abstand zwischen Stirnflächen (X-Achsenrichtung) ........................................................ 174
8-5. Automatische Nullpunktkorrektur..................................................................................... 175
8-6. Beispielprogramm für MCM Horizontale Spindel............................................................. 176
9. Beispiele für Meßergebnisanzeige ......................................................................................... 179
10. Alarm Liste.............................................................................................................................. 182
[Link] Liste...................................................................................................................... 182
[Link] nicht möglich Ursachencodeliste (Alarm B 2305) ............................................. 184

KAPITEL 3 AUSGABE DER MESSWERTE IN DATEI ...........................................191


1. Beschreibung.......................................................................................................................... 191
2. Parameter ............................................................................................................................... 191
2-1. NC optionaler Parameter Bit............................................................................................ 191
3. Bezeichnung des Anzeigegeräts ............................................................................................ 192
4. Druckbefehl............................................................................................................................. 192
4-1. Systemvariablen für das Drucken.................................................................................... 193

KAPITEL 4 MANLLS MESSEN ...............................................................................195


1. Überblick................................................................................................................................. 195
1-1. Spezifikationen ................................................................................................................ 195
1-2. Überblick über die Manuellen Meßfunktionen ................................................................. 196
1-3. Liste der Bildschirmanzeigen........................................................................................... 200
2. Grundsätzlicher Meßablauf..................................................................................................... 201
3. Vorbereitung für die Messung................................................................................................. 202
3-1. Vorbereitung für Werkstückmeßzyklus/Werkzeuglängen-Meßzyklus ............................. 202
3-2. Vorbereitung für Fräserradius-Korrekturzyklus................................................................ 209
4. Werkstückmessung ................................................................................................................ 211
4-1. Stirnflächenmessung (X, Y, Z)......................................................................................... 211
4-2. Messen des ID-Mittelpunkts ............................................................................................ 216
4-3. Messen des OD-Mittelpunkts .......................................................................................... 221
4-4. Messen des Mittelpunkts an Innenflächen ...................................................................... 227
4-5. Messen des Mittelpunkts an Außenflächen ..................................................................... 239
4-6. Messen der Neigung und Rundung ................................................................................. 251
5. Werkzeuglängenmessung ...................................................................................................... 258
6. Fräserradiusmessung ............................................................................................................. 261
MG61-012 S-(iv)
INHALTSVERZEICHNIS

7. Vergleich und Berechnung der Meßergebnisse ..................................................................... 264


7-1. Übertragung von Meßergebnissen .................................................................................. 264
7-2. Vergleich mit Meßdaten................................................................................................... 266
7-3. Beispiel für die Anzeige von Rechenergebnissen ........................................................... 266
8. Fehlerliste ............................................................................................................................... 269

KAPITEL 5 FUNKTION INTERAKTIVES MESSEN ................................................271


1. Spezifikationen ....................................................................................................................... 271
2. Liste der Bildschirme und Menüs............................................................................................ 272
3. Tasten und Schalter................................................................................................................ 273
3-1. Bedienungstafel für interaktives Messen ......................................................................... 273
4. Terminologie ........................................................................................................................... 274
5. Grundsätzlicher Meßablauf..................................................................................................... 275
6. Überblick über die Interaktive Messfunktion ........................................................................... 276
7. Werkstückmessfunktion.......................................................................................................... 282
7-1. Bildschirm PARAMETER (WORK) .................................................................................. 282
7-2. Bildschirm PREPARATION (WORK)............................................................................... 283
7-3. X, Y, Z END FACE .......................................................................................................... 289
7-4. I.D. CENTER ................................................................................................................... 292
7-5. O.D. CENTER ................................................................................................................. 295
7-6. IN MITTE ENDE .............................................................................................................. 297
7-7. [Link] ENDE............................................................................................................. 300
7-8. INCLINE, CORNER ......................................................................................................... 303
8. Werkzeuglängenmessung ...................................................................................................... 306
8-1. Parameter (Werkzeuglänge) ........................................................................................... 306
8-2. Vorbereitung (Werkzeuglänge)........................................................................................ 307
8-3. Werkzeuglängenmessung ............................................................................................... 310
9. Ergänzende Erläuterungen..................................................................................................... 313
10. Ablauf - Vorgehensweise........................................................................................................ 315
11. Fehlerliste ............................................................................................................................... 316

KAPITEL 6 BERECHNUNGSFUNKTION FÜR KONTAKTLOSEN SENSOR.........318


1. Was ist ein kontaktloser Sensor? ........................................................................................... 318
2. Überblick................................................................................................................................. 319
3. Unterprogramm des Herstellers im Meßmodus mit beweglichem Sensor.............................. 320
4. Unterprogramm des Herstellers im Meßmodus mit feststehendem Sensor ........................... 341
5. Unterprogramm des Herstellers zum Messen eines vertikalen Spindelwerkzeugs
im Meßmodus mit feststehendem Sensor .............................................................................. 342
6. Unterprogramm des Herstellers zum Messen eines horizonalen Spindelwerkzeugs
im Meßmodus mit feststehendem Sensor .............................................................................. 354
7. Alarmliste ................................................................................................................................ 366
MG61-012 S-(v)
INHALTSVERZEICHNIS

KAPITEL 7 MESSFUNKTION MIT KONTAKTFREIEM SENSOR FÜR HORIZONTALE


MASCHINE...........................................................................................368
1. Was ist ein kontaktfreier Sensor? ........................................................................................... 368
2. Beschreibung.......................................................................................................................... 369
3. Messen mit einem festen Sensor ........................................................................................... 369
4. Alle Herstellerunterprogramme für den festen Sensor ........................................................... 370
5. Alarmliste ................................................................................................................................ 388

KAPITEL 8 SONDERFUNKTION SPERRE FÜR HORIZONTALE


MASCHINE...........................................................................................389
1. Beschreibung.......................................................................................................................... 389
2. Detaillierte Beschreibung........................................................................................................ 389
2-1. Parametereinstellung....................................................................................................... 389
2-2. Einstellen von Objekten................................................................................................... 390
2-3. Einstellbeispiel für Sperrbereich ...................................................................................... 391
2-4. Sperralarm und Rückstellmethode .................................................................................. 391
3. Alarme .................................................................................................................................... 392
3-1. Alarm A............................................................................................................................ 392

KAPITEL 9 MESSFUNKTION MIT KONTAKTFREIEM SENSOR FÜR


MCR-AF................................................................................................393
1. Was ist ein kontaktfreier Sensor? ........................................................................................... 393
2. Beschreibung.......................................................................................................................... 394
3. Herstellerunterprogramme für den festen Sensor .................................................................. 395
4. Herstellerunterprogramm für das Messen vertikaler Spindelwerkzeuge
mit dem festen Sensor............................................................................................................ 395
5. Alarmliste ................................................................................................................................ 414

KAPITEL 10 MESSFUNKTION MIT KONTAKTFREIEM SENSOR FÜR 30°/45°


ANSCHLÜSSE (103 VERSIONEN)......................................................415
1. Was ist ein kontaktfreier Sensor? ........................................................................................... 415
2. Beschreibung.......................................................................................................................... 416
3. Herstellerunterprogramme für den festen Sensor .................................................................. 417
4. Herstellerunterprogramm für das 30°/45° AT Messen mit dem festen Sensor....................... 418
5. Alarmliste ................................................................................................................................ 438
MG61-012 S-1
KAPITEL 1 AUTOMATISCHE WERKZEUGLÄNGENVERSATZ-/WERKZEUGBRUCHERKENNUNGSFUNKTION

KAPITEL 1 AUTOMATISCHE WERKZEUGLÄNGEN-


VERSATZ-/WERKZEUGBRUCHERKEN-
NUNGSFUNKTION

1. Überblick
Die automatische Werkzeuglängenversatz-/Werkzeugbrucherkennungsfunktion Eeoemr5s1001
berechnet automa-
tisch die Werkzeugversatzdaten und erkennt gebrochene Werkzeuge, wie Bohrer, Gewindebohrer,
Reibahlen und Bohrstangen.
Die Spezifikationen dieser Funktion lassen sich in die folgenden zwei Typen unterteilen:
• Nur Spezifikationen für automatischen Werkzeuglängenversatz, und
• Spezifikationen für automatischen Werkzeuglängenversatz und automatische Werkzeugbruch-
erkennung

In der Maschine ist ein Berührungssensor installiert: Das Werkzeug in der Spindel wird mit diesem
Berührungssensor in Kontakt gebracht, um den Werkzeuglängenversatz festzulegen und das Werk-
zeug auf Bruch zu prüfen.
Bezüglich Werkzeugen, die ohneAWW ge- und entladen werden, siehe Werkzeugverwaltungs-funk-
tion unter Optionen/Speziellen Spezifikationen im Bedienungshandbuch.
(1) Automatischer Werkzeuglängenversatz
Bei der Werkzeuglängenversatzfunktion wird das in die Spindel eingesetzte Werkzeug mit dem
Berührungssensor in Kontakt gebracht und auf diese Weise der Versatz berechnet. Hierfür wird
ein gesondertes Unterprogramm erstellt und ausgeführt.
(2) Automatische Werkzeugbrucherkennung
Bei der automatischen Werkzeugbrucherkennung wird derselbe Berührungsmesszyklus wie für
die Werkzeuglängenversatzfunktion zur Ermittlung der Werkzeuglänge verwendet.
Die Funktion vergleicht die gemessene Werkzeuglänge mit den im CNC-Speicher abgelegten
Werkzeugversatzdaten und bewertet auf diese Weise, ob das Werkzeug gebrochen ist oder
nicht.
Ist das Werkzeug gebrochen, wird es gegen ein Ersatzwerkzeug ausgewechselt.
MG61-012 S-2
KAPITEL 1 AUTOMATISCHE WERKZEUGLÄNGENVERSATZ-/WERKZEUGBRUCHERKENNUNGSFUNKTION

1-1. Anzeige der Messergebnisse


Der Bildschirm MEßERGEBNISSE wird wie folgt aufgerufen und angezeigt: Eeoemr5s1004

Vorgehensweise :
1 Zunächst eine Betriebsart wählen (Automatik, MDI, manuell).

2 Dann den Softkey [F8] (ANZEIGE WECHSEL) drücken.


Das Fenster ANZEIGE WECHSEL wird geöffnet.

3 Im Fenster ANZEIGE WECHSEL die Option “MEßERGEBNISSE”. Wählen.

4 Dann den Softkey [F8] (BEENDEN). Betätigen.


Daraufhin wird der unten abgebildete Bildschirm MEßERGEBNISSE angezeigt.

EIOEMR5S1001R01
MG61-012 S-3
KAPITEL 1 AUTOMATISCHE WERKZEUGLÄNGENVERSATZ-/WERKZEUGBRUCHERKENNUNGSFUNKTION

1-2. Funktionsmenü
Eeoemr5s1005
Durch Drücken der ganz rechten Erweiterungstaste neben [F8] (ANZEIGE WECHSEL) werden die
untenstehenden Softkeys für die Anzeige der Messergebnisse angezeigt.

EIOEMR5S1002R01

Nach Drücken der Erweiterungstaste:

EIOEMR5S1003R01

Das Funktionsmenü für die Verarbeitung der Messergebnisse wird nachfolgend näher erläutert.

Funktionsmenü Beschreibung
WKZ./NULL Zeigt den derzeit gesetzten Nullpunktversatz/die aktuelle
Werkzeugversatznummer an.
MSB NULL EIN/AUS Zeigt die derzeit gesetzten Versatzdaten für die einzelnen
Nullpunktvertsatz-nummern an.
MSB WKZ. EIN/AUS Zeigt die derzeit gesetzten Korrekturdaten für Werkzeuglängen- und
Schneidendurchmesserversatznummer an.
TASTstat AN/AUS Zeigt den für die Systemvariable VNCOM gesetzten Wert und den
Sensorkontaktstatusan.
VARI. EIN/AUS Zeigt die für die Systemvariablen gesetzten Werte an.

Einzelheiten zu den Tastenfunktionen siehe Softkeys [1-2-1. WKZ./NULL] bis [1-2-5. VARI. EIN/
AUS].
MG61-012 S-4
KAPITEL 1 AUTOMATISCHE WERKZEUGLÄNGENVERSATZ-/WERKZEUGBRUCHERKENNUNGSFUNKTION

1-2-1. Softkey WKZ./NULL


Eeoemr5s1006
Das Pop-up-Fenster WKZ./NULL zeigt die aktuell gesetzte Nullpunktversatznummer und die Werk-
zeugversatznummern an. Dieses Pop-up-Fenster WKZ./NULL wird wie folgt aufgerufen:

Vorgehensweise :
1 Zunächst wird der Bildschirm MEßERGEBNISSE angezeigt.
Einzelheiten hierzu finden Sie im Abschnitt [1-1. Anzeige der Messergebnisse].

2 Anschließend wird das zugehörige Funktionsmenü durch Drücken der Erweiterungstaste auf-
gerufen.

3 Hier den Softkey [F2] (WKZ./NULL) drücken.


Hierdurch wird das Pop-up-Fesnter WKZ./NULL geöffnet.

EIOEMR5S1004R01

Das Pop-up-Fenster WKZ./NULL wird durch erneutes Drücken des Softkey [F2] (WKZ./NULL)
wieder geschlossen.
MG61-012 S-5
KAPITEL 1 AUTOMATISCHE WERKZEUGLÄNGENVERSATZ-/WERKZEUGBRUCHERKENNUNGSFUNKTION

1-2-2. Softkey MSB NULL EIN/AUS


Eeoemr5s1007
Das Pop-up-Fenster MSB (VSZO✽[N]) zeigt die Versatzdaten für die einzelnen Nullpunktversatz-
nummern an. Dieses Pop-up-Fenster MSB (VSZO✽[N]) wird wie folgt aufgerufen:

Vorgehensweise :
1 Zunächst wird der Bildschirm MEßERGEBNISSE angezeigt.
Einzelheiten hierzu finden Sie im Abschnitt [1-1. Anzeige der Messergebnisse].

2 Anschließend wird das zugehörige Funktionsmenü durch Drücken der Erweiterungstaste auf-
gerufen.

3 Hier den Softkey [F4] (MSB NULL EIN/AUS) drücken.


Das Pop-up-Fenster MSB NULPKT. KORR.(VSZO✽[N]) wird geöffnet.

EIOEMR5S1005R01

Das Pop-up-Fenster MSB NULPKT. KORR.(VSZO✽[N]) wird durch erneutes Drücken des Soft-
key [F4] (MSB NULL EIN/AUS) wieder geschlossen.
MG61-012 S-6
KAPITEL 1 AUTOMATISCHE WERKZEUGLÄNGENVERSATZ-/WERKZEUGBRUCHERKENNUNGSFUNKTION

1-2-3. Softkey MSB [Link]/AUS

Das Pop-up-Fenster WKZ. VERSATZ/KOMPENSATION zeigt die Korrekturdaten Eeoemr5s1008


für die einzelnen
Werkzeuglängenversatz- und Schneidenradiuskompensationsdaten an. Dieses Pop-up-Fenster wird
wie folgt aufgerufen:

Vorgehensweise :
1 Zunächst wird der Bildschirm MEßERGEBNISSE angezeigt.
Einzelheiten hierzu finden Sie im Abschnitt [1-1. Anzeige der Messergebnisse].

2 Anschließend wird das zugehörige Funktionsmenü durch Drücken der Erweiterungstaste auf-
gerufen.

3 Hier den Softkey [F5] (MSB [Link]/AUS) drücken.


Das Pop-up-Fenster MSB WKZ. LÄNGEN KORREKT. (VSTOH[N])/MSB SCHNTRADS KOMP.
(VSTOD[N]) wird geöffnet.

EIOEMR5S1006R01

Das Pop-up-Fenster MSB WKZ. LÄNGEN KORREKT. (VSTOH[N])/MSB SCHNTRADS KOMP.


(VSTOD[N]) wird durch erneutes Drücken des Softkey [F5] (MSB [Link]/AUS) wieder
geschlossen.
MG61-012 S-7
KAPITEL 1 AUTOMATISCHE WERKZEUGLÄNGENVERSATZ-/WERKZEUGBRUCHERKENNUNGSFUNKTION

1-2-4. Softkey TASTstat AN/AUS

Das Pop-up-Fenster NC KOMMUNIKATION (VNCOM[N]) zeigt die Werte fürEeoemr5s1009


die Systemvariablen
und den Kontaktstatus des Sensors an. Dieses Pop-up-Fenster MSB (VSZO[N]) wird wie folgt auf-
gerufen:

Vorgehensweise :
1 Zunächst wird der Bildschirm MEßERGEBNISSE angezeigt.
Einzelheiten hierzu finden Sie im Abschnitt [1-1. Anzeige der Messergebnisse].

2 Anschließend wird das zugehörige Funktionsmenü durch Drücken der Erweiterungstaste auf-
gerufen.

3 Hier den Softkey [F6] (TASTstat AN/AUS) drücken.


Das Pop-up-Fenster NC KOMMUNIKATION (VNCOM[N]) wird geöffnet.

EIOEMR5S1007R01

Das Pop-up-Fenster NC KOMMUNIKATION (VNCOM[N]) wird durch erneutes Drücken des


Softkey [F6] (TASTstat AN/AUS) wieder geschlossen.
MG61-012 S-8
KAPITEL 1 AUTOMATISCHE WERKZEUGLÄNGENVERSATZ-/WERKZEUGBRUCHERKENNUNGSFUNKTION

1-2-5. Softkey VARI. EIN/AUS


Eeoemr5s1010
Das Pop-up-Fenster VARI. DATEN zeigt die Werte der einzelnen Systemvariablen an. Dieses Fen-
ster wird wie folgt aufgerufen:

Vorgehensweise :
1 Zunächst wird der Bildschirm MEßERGEBNISSE angezeigt.
Einzelheiten hierzu finden Sie im Abschnitt [1-1. Anzeige der Messergebnisse].

2 Anschließend wird das zugehörige Funktionsmenü durch Drücken der Erweiterungstaste auf-
gerufen.

3 Hier den Softkey [F7] (VARI. EIN/AUS) drücken.


Das Pop-up-Fenster VARI. DATEN wird geöffnet.

EIOEMR5S1010R01

The VARI. Das Pop-up-Fenster VARI. DATEN wird durch erneutes Drücken des Softkey [F7]
(VARI. EIN/AUS) wieder geschlossen.
MG61-012 S-9
KAPITEL 1 AUTOMATISCHE WERKZEUGLÄNGENVERSATZ-/WERKZEUGBRUCHERKENNUNGSFUNKTION

2. Ablauf von Automatischem Werkzeuglängenversatz/Auto-


matischer Werkzeugbrucherkennung
Eeoemr5s1011
Nachfolgend erhalten Sie einen Überblick über Funktionsweise und Bedienschritte zur Durchfüh-
rung von automatischem Werkzeuglängenversatz und Werkzeugbrucherkennung.

Setzen des Nullpunkts für den Das Setzen des Nullpunkts ist nur einmal bei Installation der Maschine
Berührungssensor erforderlich.
(Ist jedoch eine höhere Messgenauigkeit erforderlich, empfiehlt es
sich,den Nullpunkt von Zeit zu Zeit neu zu setzen.

Einstellung der Entsprechung zwischen Werden Werkzeuge im Magazin ausgewechselt, muss die
Stations-/Werkzeugnummern Zuordnung zwischen Werkzeugstationsnummern und
Werkzeugnummer aktualisiert werden.

Automatischer
Werkzeuglängenversatzzyklus für das Sicherstellen, dass der Werkzeuglängenversatzwert “0±
für die Nullpunktseinstellung des 0.005mm“ oder die “PLI Einstellung ± 0.005mmm“ ist.
Sensors verwendete Werkzeug

Ausführung der automatischen Längen- Das einzustellende Werkzeug aus dem Magazin aufrufen und in
versatzfunktion für andere Werkzeuge die Spindel einsetzen, dann den automatischen
Werkzeuglängenversatzzyklus aufrufen.
Dieser Vorgang wird dann für alle Werkzeuge wiederholt, für die
eine Längenversatzdaten erforderlich ist.
Einstellung der Daten für die
Werkzeugwechselposition Bei MC-H kann dieser Schritt entfallen.

Automatischer Normalerweise wird eine Werkzeugbrucherkennung nach jedem


Werkzeugbrucherkennungszyklus Bearbeitungszyklus für das benutzte Werkzeug durchgeführt.
Für auf Bruch überprüfte Werkzeuge müssen vorab die
Längenversatzdaten gesetzt worden sein.

Überprüfen auf Anhand des Ergebnisses des Brucherkennungszyklus legt die


Werkzeugbruch Funktion dann fest,ob die Bearbeitung programmgemäß fortgesetzt
Werkzeug oder ein Fehler erkannt und ausgegeben wird.
Werkzeug
nicht gebrochen Dieser Schritt entfällt, wenn vorab festgelegt wurde, dass die
gebrochen Erkennung eines Werkzeugbruchs zum Maschinenstopp mit
Alarmstatus führt.

Wurde vorab die automatische Einwechslung eines


Palettenwechsel Ersatzwerkzeugs nach Werkzeugbruch festgelegt, wird der Fehler
wie folgt verarbeitet: Die CNC bewertet das mit dem gebrochenen
Werkzeug bearbeitete Werkstück als defekt, wechselt eine neue
Palette ein und setzt die Bearbeitung an einem neuen Werkstück
fort.

EIOEMR5S1009R01

[Ergänzung]
Bei einem Doppelständer-Bearbeitungszentrum, bei dem sich der Berührungssensor an einer
anderen Position als dem Querschlitten (z.B. am Tisch) befindet, muss nach der Positionierung
des Querschlittens der Z-Achsennullpunkt gesetzt werden.
MG61-012 S-10
KAPITEL 1 AUTOMATISCHE WERKZEUGLÄNGENVERSATZ-/WERKZEUGBRUCHERKENNUNGSFUNKTION

2-1. Nullpunkteinstellung des Berührungssensors

2-1-1. Nullpunkteinstellung des Berührungssensors (Z-Achse)


Eeoemr5s1012
Der Versatzwert in Z-Achsenrichtung für den Nullpunkt des Berührungssensors muss so eingestellt
werden, dass automatischer Werkzeuglängenversatz und automatische Werkzeugbrucherkennung
korrekt durchgeführt werden.

[Ergänzung]

Muss die Y-Achse für das Setzen des Sensornullpunkts zurückgezogen werden, muss diese
Rückzugsposition zuerst gesetzt werden; siehe hierzu [4. Freifahrposition – Y-Achse (MCM-B/
MCR-B II/MCR-A/VH-40)]

Vorgehensweise :
1 Nach Wahl des MDI-Modus wird “VFST=✽✽” eingegeben und dann die Taste ZYKLUSSTART
gedrückt.
Dann einen geeigneten Wert für "✽✽" eingeben; siehe hierzu [2-3. Wahl der Betriebsart]. Bei
dieser Einstellung kann entweder der automatische Werkzeuglängenversatzmodus oder der
automatische Werkzeugbrucherkennungszyklus gewählt werden.
Der Einstellwert kann durch Öffnen des Pop-up-Fensters VARI. DATEN auf dem Bildschirm
MEßERGEBNISSE überprüft werden.

EIOEMR5S1010R01

Das Öffnen des Pop-up-Fensters VARI. DATEN ist in Abschnitt [1-2-5. Softkey VARI. EIN/AUS
beschrieben.
2 Befehl M144 für den Sensorvorschub im MDI Modus ausführen. (bei beweglichem Sensortyp)
3 Das Bezugswerkzeug in die Spindel einsetzen und die Werkzeugschneide an den Sensor in
der Z-Achse annähern.
Dabei kommt es unweigerlich zu einer leichten Abweichung zwischen Sensormittelpunkt und
Mittelpunkt des Bezugswerkzeugs. Diese Abweichung stellt jedoch für den weiteren Ablauf
kein Problem dar.
MG61-012 S-11
KAPITEL 1 AUTOMATISCHE WERKZEUGLÄNGENVERSATZ-/WERKZEUGBRUCHERKENNUNGSFUNKTION

[Ergänzung]
The “reference tool” means the tool used for setting the zero point in a work coordinate system.

4 An dieser Position wird nun in den Automatikbetrieb gewechselt und das folgende Programm
ausgeführt:
CALL OO30 PAXI=7 PLI=✽✽ (VFST=✽✽)
M02

[Ergänzung]
PLI muss wie folgt eingestellt sein:

Versatztyp Einstellung von PLl


Relativer Versatztyp 0
Absoluter Versatztyp Länge ab Spindelstockstirnseite

Normalerweise wird das für die Nullpunkteinstellung im Werkstückkoordinatensystem benutzte


Werkzeug auch für die Nullpunkteinstellung des Sensors verwendet. Daher besteht kein Werk-
zeuglängendifferenz zwischen den für die beiden Nullpunkteinstellzyklen benutzten Werzeu-
gen; die Einstellung von PLI muss “NUllPLI = 0) sein
Beim absoluten Versatz muss die präzise Länge des aktuell in die Spindel eingesetzten Werk-
zeugs eingegeben werden (siehe Abbildung).
Ist kein Wert für PLI gesetzt, wird entweder “PLI = 150 mm.” oder “PLI = 200 mm” angenom-
men. Welcher der beiden Werte benutzt wird, ist abhängig vom Maschinenmodell.

Typ relativer Versatz

PLI = 0

Typ absoluter Versatz

PLI

EIOEMR5S1011R01
MG61-012 S-12
KAPITEL 1 AUTOMATISCHE WERKZEUGLÄNGENVERSATZ-/WERKZEUGBRUCHERKENNUNGSFUNKTION

[Ergänzung]
VFST kann auch erst in diesem Schritt – und nicht als erstes im MDI-Modus – gesetzt
werden.
Bei Ausführung des obenstehenden Programms tastet das Werkzeug den Berührungssensor
in der Z-Achse automatisch an ; daraufhin wird der Nullpunktversatz in der Z-Achse
durchgeführt.
Der Nullpunktversatz wird in der X- und Y-Achse so durchgeführt, dass die aktuelle Position
des Bezugswerkzeugs X = 0, Y = 0 ist.
Der Bewegungsablauf des Bezugswerkzeugs während der Programmausführung ist in
Abschnitt 2-1-2. Ablauf der Werkzeugbewegungen während der Nullpunkteinstellung des Z-
Achsensensors] erläutert.
MG61-012 S-13
KAPITEL 1 AUTOMATISCHE WERKZEUGLÄNGENVERSATZ-/WERKZEUGBRUCHERKENNUNGSFUNKTION

5 Befehl M144 für den Sensorvorschub im MDI Modus ausführen. (bei beweglichem Sensortyp)

6 Einen Bohrer mit kleinem Durchmesser in die Spindel einsetzen.

7 Die Bohrerspitze manuell an den Berührungssensor annähern und die Spindelspitze (Bohrer-
mittelpunkt) mit dem Sensormittelpunkt ausrichten.

8 An dieser Position wird nun in den Automatikbetrieb gewechselt und das folgende Programm
ausgeführt:
CALL OO30 PAXI=3
M02
X- und Y-Achsenversatz werden so ausgeführt, dass die aktuelle Bohrerposition X = 0, Y = 0
ist. (Die Z-Achse verfährt nicht.)
Nach Ausführung des Nullpunktversatzes in X-/Y-Achse verfährt die Z-Achse im Eilgang zum
positiven Hubende (+) und der Sensor wird zurückgezogen. Damit ist die Nullpunkteinstellung
des Berührungssensors beendet.
Das Ergebnis wird in die Versatzdaten von Systemwerkstückkoordinatensystem Nr. 1 übertra-
gen.
Die gesetzten Versatzdaten können durch Öffnen des Pop-up-Fensters MSB NULPKT. KORR.
(VSZO✽[N]) auf dem Bildschirm MEßERGEBNISSE überprüft werden. Die Versatzdaten der
X-, Y- und Z-Achse werden in den Spalten X, Y und Z in Zeile NO. 1 angezeigt.

EIOEMR5S1012R01

[Ergänzung]
Da das Systemwerkstückkoordinatensystem Nr. 1 ausschließlich für den automatischen
Werkzeuglängenversatz und die automatische Werkzeugbrucherkennung benutzt wird, kann
es nicht normal gesetzt oder als Bezug verwendet werden.
Das Öffnen des Pop-up-Fensters MSB NULPKT. KORR. (VSZO✽[N]) ist im Abschnitt [1-2-2.
Softkey MSB NULL EIN/AUS] beschrieben.

Damit ist die Nullpunkteinstellung des Berührungssensors in der Z-Achse beendet.


MG61-012 S-14
KAPITEL 1 AUTOMATISCHE WERKZEUGLÄNGENVERSATZ-/WERKZEUGBRUCHERKENNUNGSFUNKTION

2-1-2. Bewegungsablauf des Bezugswerkzeugs während der Nullpunkteinstellung


des Sensors in der Z-Achse
Eeoemr5s1013
Während der Nullpunkteinstellung des Berührungsensors in Z-Achsenrichtung führt das Bezugs-
werkzeug die folgenden Bewegungen aus:

Maschinenbetrieb
(1) Die Z-Achse verfährt im Eilgang an ihr positives Verfahrende (+).
(2) Die Spindel wird ausgerichtet.
(3) Bei Verwendung eines beweglichen Sensors bewegt sich dieser einmal kurz zurück und ver-
fährt dann vorwärts.
(4) Die Z-Achse verfährt mit Annäherungsgeschwindigkeit in Minusrichtung (-), bis das Werkzeug
den Berührungssensor antastet.
(5) Die Z-Achse stoppt bei Antasten des Sensors durch das Werkzeug.
(6) Die Z-Achse verfährt im Eilgang an ihr positives Verfahrende (+).
(7) Bei Verwendung eines beweglichen Sensors fährt dieser nun zurück

2-1-3. Nullpunkteinstellung des Berührungssensors (Y-Achse)


Eeoemr5s1014
Ist die Maschine mit dem automatischen Werkzeuglängenversatz und der automatischen Werk-
zeugbrucherkennung in Y-Achsenrichtung (Durchmesserrichtung) ausgestattet, muss zuerst die
Rückzugsposition des Sensors in der Y-Achse gesetzt werden (siehe hierzu Abschnitt 2-4. Automa-
tischer Werkzeuglängenversatz.

Vorgehensweise :
1 Nach Wahl des MDI-Modus wird “VFST=✽✽” eingegeben und dann die Taste ZYKLUSSTART
gedrückt.
Dann einen geeigneten Wert für "✽✽" eingeben; siehe hierzu [2-3. Wahl der Betriebsart]. Bei
dieser Einstellung kann entweder der automatische Werkzeuglängenversatzmodus oder der
automatische Werkzeugbrucherkennungszyklus gewählt werden.
Ist bereits ein geeigneter Wert für VFST,gesetzt, kann dieser Schritt hier entfallen.
Der Einstellwert kann durch Öffnen des Pop-up-Fensters VARI. DATEN auf dem Bildschirm
MEßERGEBNISSE überprüft werden. Das Öffnen des Pop-up-Fensters VARI. DATEN ist in
Abschnitt [1-2-5. Softkey VARI. EIN/AUS beschrieben.

2 Befehl M144 für den Sensorvorschub im MDI Modus ausführen. (bei beweglichem Sensortyp)

3 Das Bezugswerkzeug in die Spindel einsetzen und die Werkzeugschneide an den Sensor in
der Y-Achse annähern.
Den Mittelpunkt des Bezugswerkzeugs mit dem Mittelpunkt des Berührungssensors in der Y-
Achse ausrichten.

4 An dieser Position wird nun in den Automatikbetrieb gewechselt und das folgende Programm
ausgeführt:

CALL OO30 PAXI=#17H PLI=0 (oder präzise Länge des Bezugswerkzeugs)

PY= präziser Radius des Bezugswerkzeugs (VFST=**)

M02 EIOEMR5S1013R01

Bei der eigentlichen Programmierung sind die obenstehenden drei Programmzeilen – wie
unten gezeigt – in einer Zeile zusammengefasst.
MG61-012 S-15
KAPITEL 1 AUTOMATISCHE WERKZEUGLÄNGENVERSATZ-/WERKZEUGBRUCHERKENNUNGSFUNKTION

[Beispiel]

CALL OO30 PAXI=#17H PLI=0 PY=10 (VFST=1)

φ oder präzise Länge des Bezugswerkzeugs präziser Radius des Bezugswerkzeugs


EIOEMR5S1014R01

[Ergänzung]
1) Bei Einstellung von PLI sind dieselben Punkte wie in Abschnitt [2-1-1. Nullpunkteinstellung des
Berührungssensors (Z-Achse)] zu beachten.
2) PY muss immer gesetzt werden. Andernfalls wird “PY = 0” angenommen .
3) VFST kann auch erst in diesem Schritt – und nicht als erstes im MDI-Modus – gesetzt werden.
Bei Ausführung des obenstehenden Programms tastet das Werkzeug den Berührungssensor in
der Y-Achse automatisch an ; daraufhin wird der Nullpunktversatz in der Y-Achse durchgeführt. Der
Nullpunktversatz in der Z- und X-Achse wird gleichzeitig ausgeführt-
Der Bewegungsablauf des Bezugswerkzeugs während der Programmausführung ist in Abschnitt 2-
1-4. Ablauf der Werkzeugbewegungen während der Nullpunkteinstellung des Y-Achsensensors]
erläutert.
Das Ergebnis wird in die Versatzdaten von Systemwerkstückkoordinatensystem Nr. 4 übertragen.
Die gesetzten Versatzdaten können durch Öffnen des Pop-up-Fensters MSB NULPKT. KORR.
(VSZO✽[N]) auf dem Bildschirm MEßERGEBNISSE überprüft werden. Die Versatzdaten der X-, Y-
und Z-Achse werden in den Spalten X, Y und Z angezeigt.

[Ergänzung]
Da das Systemwerkstückkoordinatensystem Nr. 4 ausschließlich für den automatischen
Werkzeuglängenversatz und die automatische Werkzeugbrucherkennung benutzt wird, kann es
nicht normal gesetzt oder als Bezug verwendet werden.

Das Öffnen des Pop-up-Fensters MSB NULPKT. KORR. (VSZO✽[N]) ist im Abschnitt [1-2-2. Softkey
MSB NULL EIN/AUS] beschrieben.
Damit ist die Nullpunkteinstellung des Berührungssensors in der Y-Achse beendet.

2-1-4. Bewegungsablauf des Bezugswerkzeugs während der Nullpunkteinstellung


des Sensors in der Y-Achse
Eeoemr5s1015
Während der Nullpunkteinstellung des Berührungsensors in Y-Achsenrichtung führt das Bezugs-
werkzeug die folgenden Bewegungen aus:
Maschinenbetrieb
(1) Die Z-Achse verfährt im Eilgang an ihr positives Verfahrende (+).
(2) Die Spindel wird ausgerichtet.
(3) Bei Verwendung eines beweglichen Sensors bewegt sich dieser einmal kurz zurück und ver-
fährt dann vorwärts.
(4) Die Z-Achse verfährt Sensorposition in der Y-Achse (an die Position, zu der die Z-Achse zuerst
manuell bewegt wurde).
(5) Die Y-Achse verfährt mit Annäherungsgeschwindigkeit, bis das Werkzeug den Berührungssen-
sor antastet.
(6) Die Y-Achse stoppt bei Antasten des Sensors durch das Werkzeug.
(7) Die Y-Achse verfährt im Eilgang zur Annäherungsstartposition.
(8) Die Z-Achse verfährt im Eilgang an ihr positives Verfahrende (+).
(9) Bei Verwendung eines beweglichen Sensors fährt dieser nun zurück
MG61-012 S-16
KAPITEL 1 AUTOMATISCHE WERKZEUGLÄNGENVERSATZ-/WERKZEUGBRUCHERKENNUNGSFUNKTION

2-2. Einstellung der Zuordnungstabelle Werkzeugstationsnummer/


Werkzeugnummern
Die Entsprechung zwischen Werkzeugnummer und Werkzeugstationsnummern Eeoemr5s1016
wird in der entspre-
chenden Zuordnungstabelle gesetzt.
Die nachfolgend eingestellte Beispieltabelle bezieht sich auf ein Magazin mit einer Kapazität von 10
Werkzeugen.

Jedem Werkzeug wird eine


Werkzeugnummer zugeordnet.

Magazinkapazität: 10 Werkzeuge
Die Gesamtanzahl für die Bearbeitung
verschiedener Werkstücktypen verwendeter
Werkzeuge beträgt 300.

Entsprechungstabelle

Nummer der Werkzeugstation Werkzeugnummer Bei Auswechslung von Werkzeugen im


Magazin für eine neue Einrichtung muss die
1 1 Entsprechung zwischen Werkzeug- und
Stationsnummern auf dem Bildschirm
2 2
eingegeben werden.
3 3 Der Speicher der OSP erhält die
Standzeitdaten von bis zu 300 Werkzeugen.
4 20
Max. Werkzeugnummer
5 30 Standard 50
6 31 Option 300

7 32
8 105
9 270
10 271

EIOEMR5S1015R01
Die durch den automatischen Werkzeuglängenversatz ermittelten Versatzdaten werden für die Ver-
satznummer des aktuell benutzten Werkzeugs (aktives Werkzeug) gesetzt. Genauso gilt – die für
den automatischen Werkzeuglängenversatz benutzte und verglichene Versatznummer entspricht
der Versatznummer des aktiven Werkzeugs.
MG61-012 S-17
KAPITEL 1 AUTOMATISCHE WERKZEUGLÄNGENVERSATZ-/WERKZEUGBRUCHERKENNUNGSFUNKTION

[Ergänzung]
Um ein Werkzeug automatisch gegen ein Ersatzwerkzeug einzuwechseln, müssen die Werkzeug
vorab in einer Werkzeuggruppe gespeichert werden.
Das Registrieren von Werkzeugen in einer Gruppe ist im Rahmen der Werkzeugverwaltungsfunktion
(Optionen/Spezielle Spezifikationen) im Bedienungshandbuch beschrieben.

2-3. Wahl der Betriebsart


Eeoemr5s1017
Die Grundbetriebsart für automatischen Werkzeuglängenversatz und automatische Werkzeugbru-
cherkennung wird über die Systemvariable VFST gesetzt.
Da die Systemvariable VFST im Speicher der CNC abgelegt ist, muss sie nur einmal – und nicht
jedesmal erneut bei Aufruf der MSB der automatischen Werkzeuglängenversatz-/automatischen
Werkzeugbrucherkennungsfunktion – eingegeben werden.
VFST umfasst ein Byte (8 Bit), wobei jedes Bit die folgende Wertigkeit hat.

VFST Bit 7 Bit 6 Bit 5 Bit 4 Bit 3 Bit 2 Bit 1 Bit 0


EIOEMR5S1016R01

Bit-Nr. Einstellung Beschreibung


0 Automatischer Werkzeugbrucherkennungszyklus
Bit 0
1 Automatischer Werkzeuglängenversatzzyklus
Führt den automatischen Werkzeuglängenversatz/die automatische
Bit 1 1
Werkzeugbrucherkennung in Y-Achsenrichtung durch.
Führt den automatischen Werkzeuglängenversatz/die automatische
Werkzeugbrucherkennung nach der Durchführung in Z-Achsenrichtung
entsprechend in Y-Achsenrichtung aus.
Bit 2 1
Um den automatischen Werkzeuglängenversatz/die automatische
Werkzeugbrucherkennung nur in Z-Achsenrichtung auszuführen,
müssen Bit 1 und Bit 2 beide auf “0” gesetzt werden.
Keine X-Achsenbewegung bei Positionierung eines Bezugswerkzeugs
an der Sensorposition.
Bit 3 1 Bei Maschinen, bei denen der Berührungssensor unabhängig von der X-
Achsenbewegung installiert (z.B. MCV), muss Bit 3 auf „1“ gesetzt
werden.
Bit 4 0 Immer auf ”0” setzen.
Bit 5 0 Immer auf ”0” setzen.
Bit 6 0 Immer auf ”0” setzen.
Legt den relativen Versatztyp fest.
Die Werkzeuglänge in Bezug auf das für die Nullpunkteinstellung
0
ineinem Werkstückkoordinatensystem benutzte Bezugswerkzeug wird
Bit 7 als Werkzeuglängenversatzwert benutzt.
Legt den absoluten Versatztyp fest.
1 Die Länge des Werkzeugs ab Spindelkopfoberfläche wird als
Werkzeuglängenversatzwert benutzt.
MG61-012 S-18
KAPITEL 1 AUTOMATISCHE WERKZEUGLÄNGENVERSATZ-/WERKZEUGBRUCHERKENNUNGSFUNKTION

Die folgende Tabelle zeigt ein Beispiel für die VFST Einstellungen.

Relativer/ X-Achsen- Automatischer Werkzeuglän-


Z-Achsen-/ VFST
Modell absoluter bewegung genversatz/Automatische
Y-Achsenversatz Wert
Versatztyp Ja/Nein Werkzeugbrucherkennung
Automatischer Werkzeug-
#01H
Relativer Nur längenversatz
Ja
Versatz Z-Achsenversatz Automatische Werkzeug-
#00H
MC-H brucherkennung
MC-V Automatischer Werkzeug-
#81H
Absoluter Nur längenversatz
Ja
Versatz Z-Achsenversatz Automatische Werkzeug-
#80H
brucherkennung
Automatischer Werkzeug-
#09H
Nur längenversatz
Z-Achsenversatz Automatische Werkzeug-
#08H
brucherkennung
Automatischer Werkzeug-
#0BH
Relativer Nur längenversatz
Nr.
Versatz Y-Achsenversatz Automatische Werkzeug-
#0AH
brucherkennung
Automatischer Werkzeug-
Y-Achsenversatz #0DH
MCV längenversatz
nach
MCR Z-Achsenversatz Automatische Werkzeug-
#0CH
MCM brucherkennung
(Verti- Automatischer Werkzeug-
kale #89H
Nur längenversatz
Spindel) Z-Achsenversatz Automatische Werkzeug-
#88H
brucherkennung
Automatischer Werkzeug-
#8BH
Absoluter Nur längenversatz
Nr.
Versatz Y-Achsenversatz Automatische Werkzeug-
#8AH
brucherkennung
Automatischer Werkzeug-
Y-Achsenversatz #8DH
längenversatz
nach
Z-Achsenversatz Automatische Werkzeug-
#8CH
brucherkennung

[Ergänzung]
Einzelheiten zu den beiden Funktionen bezüglich horizontaler Werkzeuge bei horizontalen
Bearbeitungszentren finden Sie im Abschnitt [3-1. Automatischer Werkzeuglängenversatz/
Automatische Werkzeugbrucherkennung.
MG61-012 S-19
KAPITEL 1 AUTOMATISCHE WERKZEUGLÄNGENVERSATZ-/WERKZEUGBRUCHERKENNUNGSFUNKTION

2-4. Automatische Werkzeuglängenversatzfunktion


Die automatische Werkzeuglängenversatzfunktion korrigiert automatisch dieEeoemr5s1018
Werkzeuglänge um
denmit Hilfe des Bezugswerkzeugs gesetzten Versatzwert.

2-4-1. Automatischer Werkzeuglängenversatz in der Z-Achse


Eeoemr5s1019
Der automatische Werkzeuglängenversatz in Z-Achsenrichtung wird wie folgt durchgeführt:

[Ergänzung]

Zunächst sicherstellen, dass der Nullpunkt des Berührungssensors in der Z-Achse vor
Ausführung des automatischen Längenversatzes gesetzt wurde. Der automatische
Werkzeuglängenversatz in der Z-Achse darf niemals ohne vorheriges Setzen dieses Nullpunkts
erfolgen.

Vorgehensweise :
1 Nach Wahl des MDI-Modus wird “VFST=✽✽” eingegeben und dann die Taste ZYKLUSSTART
gedrückt.
Dann einen geeigneten Wert für "✽✽" eingeben; siehe hierzu [2-3. Wahl der Betriebsart].
Der Einstellwert kann durch Öffnen des Pop-up-Fensters VARI. DATEN auf dem Bildschirm
MEßERGEBNISSE überprüft werden. Siehe Softkey [1-2-5. VARI. EIN/AUS].

2 Das Werkzeug, für den der Längenversatz durchgeführt werden soll, in die Spindel einsetzen.
Wird das Werkzeug manuell in die Spindel eingesetzt, muss sichergestellt werden, dass die-
Nummer des aktiven Werkzeugs auf dem Bildschirm angezeigt wird. ANZEIGE (SPEICHER-
RANDOM) (für AWW mit wahlfreiem Speicherzugriff) bzw. dem Bildschirm TOPF NR./
[Link](FESTE ADRESSE) (für Modelle mit Festadresse) mit der Nummer des in die
Spindel eingesetzten Werkzeugs übereinstimmt.
Dieser Vorgang ist nicht erforderlich, wenn das Werkzeug entweder im Automatik- oder im
MDI-Betrieb mit Befehl M06 in die Spindel eingesetzt wird.

3 Dann wählt der Bediener den Automatikmodus und führt das folgende Programm aus:
CALL OO30 (VFST=✽✽) (PLI = erwartete Werkzeuglänge)
M02
Bei Ausführung des Programms tastet das Werkzeug den Berührungssensor in der Z-Achse
an, die Werkzeuglängenversatzdaten werden berechnet und im CNC-Speicher abgelegt.
Die eingestellten Werkzeuglängenversatzdaten können durch Aufruf der Anzeige WKZ.LÄN-
GEN KORREKT./SCHNTRADS KOMPENSATION auf dem Bildschirm [Link] überprüft
werden.
MG61-012 S-20
KAPITEL 1 AUTOMATISCHE WERKZEUGLÄNGENVERSATZ-/WERKZEUGBRUCHERKENNUNGSFUNKTION

Die ermittelten Ergebnisse werden auch auf dem Bildschirm MEßERGEBNISSE angezeigt.

EIOEMR5S1017R01
Damit ist die Verarbeitung des automatischen Werkzeuglängenversatzes in der Z-Achse beendet.

[Ergänzung]
1) VFST kann auch erst in diesem Schritt – und nicht als erstes im MDI-Modus – gesetzt werden.
2) Die erwartete Werkzeuglänge wird in PLI eingegeben.
Wird für PLI kein Wert eingegeben, wird automatisch der über den optionalen CNC Parameter (lan-
ges Wort) Nr. 43 (Ab-stand zur Spindelmittellinie) gesetzte Wert als erwartete Werkzeuglänge ver-
wendet.

Maschinenbetrieb
Während der Ausführung des Längenversatzes in der Z-Achse bewegt sich das Werkzeug wie
unten dargestellt.

(1) Die Z-Achse verfährt im Eilgang an ihr positives Verfahrende (+).


(2) Die Spindel wird ausgerichtet.
(3) X- und Y-Achse verfahren im Eilgang und richten die Werkzeugschneide mit dem Mittelpunkt
des Berührungssensors aus.
Befindet sich die Schneide eines Werkzeugs nicht an der Spindelmittellinie, siehe Abschnitte
(6) PX und (7) PY in [6-3. Erläuterung derVariablen.
(4) Die Z-Achse verfährt mit schneller Annäherungsgeschwindigkeit, bis das Werkzeug den Berüh-
rungssensor antastet.
(5) Die Z-Achse stoppt bei Antasten des Sensors durch das Werkzeug.
(6) Die Z-Achse fährt mehrere Millimeter im Eilgang zurück.
(7) Die Z-Achse verfährt mit Annäherungsgeschwindigkeit, bis das Werkzeug den Berührungssen-
sorerneut antastet.
(8) Die Z-Achse stoppt bei Antasten des Sensors durch das Werkzeug.
Das Messergebnis wird unter derselben Werkzeuglängenversatznummer wie der Nummer des
aktiven Werkzeugs gespeichert.
(9) Die Z-Achse verfährt im Eilgang an ihr positives Verfahrende (+).
MG61-012 S-21
KAPITEL 1 AUTOMATISCHE WERKZEUGLÄNGENVERSATZ-/WERKZEUGBRUCHERKENNUNGSFUNKTION

2-4-2. Automatischer Werkzeuglängenversatz in der Y-Achse


Eeoemr5s1021
Der automatische Werkzeuglängenversatz in Z-Achsenrichtung wird wie folgt durchgeführt:

[Ergänzung]

1) Vor Ausführung des automatischen Werkzeuglängenversatzes in der Y-Achse muss


derNullpunkt für den Berührungssensor in der Z- und Y-Achse gesetzt werden. Der
automatische Werkzeuglängenversatz in der Y-Achse darf niemals ohne vorheriges Setzen
dieses Nullpunkts erfolgen.
2) Vor Ausführung des automatischen Werkzeuglängenversatzes in Y-Achsenrichtung müssen
die Längenversatzdaten der Werkzeuge gesetzt werden.
Die Werkzeuglängenversatzdaten in der Z-Achse können entweder durch Ausführung des
automatischen Werkzeuglängenversatzes in der Z-Achse oder durch Eingabe eines
geeigneten Wertes auf dem [Link] eingegeben werden.

Vorgehensweise :
1 Nach Wahl des MDI-Modus wird “VFST=✽✽” eingegeben und dann die Taste ZYKLUSSTART
gedrückt.
Dann einen geeigneten Wert für "✽✽" eingeben; siehe hierzu [2-3. Wahl der Betriebsart].
Der Einstellwert kann durch Öffnen des Pop-up-Fensters VARI. DATEN auf dem Bildschirm
MEßERGEBNISSE überprüft werden. Siehe Softkey [1-2-5. VARI. EIN/AUS].

2 Das Werkzeug, für den der Längenversatz in Y-Achsenrichtung durchgeführt werden soll, in die
Spindel einsetzen.
Wird das Werkzeug manuell in die Spindel eingesetzt, muss sichergestellt werden, dass die-
Nummer des aktiven Werkzeugs auf dem Bildschirm angezeigt wird. Die auf dem Bildschirm
ANZEIGE (SPEICHER-RANDOM) (für AWW mit wahlfreiem Speicherzugriff) bzw. dem Bild-
schirm TOPF NR./[Link](FESTE ADRESSE) (für Modelle mit Festadresse) ange-
zeigte Nummer stimmt mit der Nummer des in die Spindel eingesetzten Werkzeugs überein.
Dieser Vorgang ist nicht erforderlich, wenn das Werkzeug entweder im Automatik- oder im
MDI-Betrieb mit Befehl M06 in die Spindel eingesetzt wird.

3 Dann wählt der Bediener den Automatikmodus und führt das folgende Programm aus:
CALL OO30 PY= erwarteter Futterradius(VFST=✽✽)
M02
Bei Ausführung des Programms tastet das Werkzeug den Berührungssensor in der Z-Achse
an, die Fräserradiuskorrekturdaten werden berechnet und im CNC-Speicher abgelegt.
Die eingestellten Fräserradiuskorrekturdaten können durch Aufruf der Anzeige WKZ.LÄNGEN
KORREKT./SCHNTRADS KOMPENSATION auf dem Bildschirm [Link] überprüft wer-
den. Die ermittelten Ergebnisse werden auch auf dem Bildschirm MEßERGEBNISSE ange-
zeigt.
Damit ist die Verarbeitung des automatischen Werkzeuglängenversatzes in der Y-Achse been-
det.

[Ergänzung]
VFST kann auch erst in diesem Schritt – und nicht als erstes im MDI-Modus – gesetzt werden.
MG61-012 S-22
KAPITEL 1 AUTOMATISCHE WERKZEUGLÄNGENVERSATZ-/WERKZEUGBRUCHERKENNUNGSFUNKTION

Maschinenbetrieb
Während der Ausführung des Längenversatzes in der Y-Achse bewegt sich das Werkzeug wie unten
dargestellt.

(1) Die Z-Achse verfährt im Eilgang an ihr positives Verfahrende (+).


(2) Die Spindel wird ausgerichtet.
(3) X- und Y-Achse verfahren im Eilgang und richten die Werkzeugschneide mit dem Mittelpunkt
des Berührungssensors in der Z-Achse aus.
(4) Die Z-Achse verfährt mit schneller Annäherungsgeschwindigkeit und richtet die Werkzeug-
schneide mit dem Mittelpunkt des Berührungssensors in der Y-Achse aus.
(5) Die Y-Achse verfährt mit Annäherungsgeschwindigkeit, bis das Werkzeug den Berührungssen-
sor in der Y-Achseantastet.
(6) Die Y-Achse stoppt bei Antasten des Sensors durch das Werkzeug.
Das Messergebnis wird unter derselben Fräserradiuskorrekturnummer wie der Nummer des
aktiven Werkzeugs gespeichert.
(7) Die Y-Achse kehrt im Eilgang zurück.
(8) Die Z-Achse verfährt im Eilgang an ihr positives Verfahrende (+).

2-4-3. Kontinuierlicher automatischer Werkzeuglängenversatz in der Z- und Y-


Achse
Eeoemr5s1023
Um den automatischen Werkzeuglängenversatz in der Z- und Y-Achse kontinuierlich durchzuführen,
gehen Sie wie folgt vor.
Bezüglich Vorsichtsmaßnahmen und Einzelheiten zum Werkzeuglängenversatz siehe Abschnitte [2-
4-1. Automatischer Werkzeuglängenversatz in der Z-Achse] und [2-4-2. Automatischer Werk-
zeuglängenversatz in der Y-Achse].

Vorgehensweise :
1 Nach Wahl des MDI-Modus wird “VFST=✽✽” eingegeben und dann die Taste ZYKLUSSTART
gedrückt.

2 Dann wählt der Bediener den Automatikmodus und führt das folgende Programm aus:
CALL OO30 PY= erwarteter Futterradius (PLI = erwartete Werkzeuglänge) (VFST=✽✽)
M02
Das Werkzeug tastet zuerst den Berührungssensor in der Z-Achse, dann den Sensor in der Y-
Achse an.
Damit ist die Verarbeitung des automatischen Werkzeuglängenversatzes in der Y-Achse been-
det.
MG61-012 S-23
KAPITEL 1 AUTOMATISCHE WERKZEUGLÄNGENVERSATZ-/WERKZEUGBRUCHERKENNUNGSFUNKTION

2-5. Einstellung der Werkzeugwechselposition (außer MC-H)


Eeoemr5s1024
Wird ein Werkzeug während des Zyklus für die automatische Werkzeugbrucherkennung als gebro-
chen erkannt, kann das defekte Werkzeug mit Hilfe eines Unterprogramms automatisch in das
Magazin zurückgestellt werden.
Hierfür muss bei vertikalen Maschinen und bei Doppelständer-Beargbeitungszentren im Gegensatz
zu horizontalen Modellen zuvor die Werkzeugwechselposition definiert werden.
Ohne das Setzen der Werkzeugwechselposition bei diesen Bearbeitungszentren erfolgt derWerk-
zeugwechsel unmittelbar über dem Berührungssensor. Da dies bei einigen Werkstücktypen zu Pro-
blemen führenkann, muss die Werkzeugwechselposition für vertikale und Doppelständer-
Bearbeitungszentren gesetzt werden.

Vorgehensweise :
1 Die Spindel an die gewünschte Wechselposition bewegen.
Beachten Sie, dass X- und Y-Achse an der gewünschten Werkzeugwechselposition positioniert
werden müssen. Eine Positionierung der Z-Achse ist nicht erforderlich.

2 An dieser Position wird nun in den Automatikbetrieb gewechselt und das folgende Programm
ausgeführt:
CALL OO31
M02
Die Achsen verfahren auch bei Ausführung eines Programms nicht.
Die gesetzten Werkzeugwechselpositionsdaten können durch Öffnen des Pop-up-Fensters
MSB NULPKT. KORR. (VSZO✽[N]) auf dem Bildschirm MEßERGEBNISSE überprüft werden.
Die Werkzeugwechselpositionsdaten der X-, Y- und Z-Achse werden in den Spalten X, Y und Z
in Zeile NO. 2 angezeigt.
Damit ist die Einstellung der Werkzeugwechselposition beendet.

[Ergänzung]
Da das Systemwerkstückkoordinatensystem Nr. 2 ausschließlich für den automatischen
Werkzeuglängenversatz und die automatische Werkzeugbrucherkennung benutzt wird, kann es
nicht normal gesetzt oder als Bezug verwendet werden.
MG61-012 S-24
KAPITEL 1 AUTOMATISCHE WERKZEUGLÄNGENVERSATZ-/WERKZEUGBRUCHERKENNUNGSFUNKTION

2-6. Automatische Werkzeugbrucherkennung

2-6-1. Automatische Werkzeugbrucherkennung in der Z-Achse

Die automatische Werkzeugbrucherkennung in Z-Achsenrichtung wird wie folgtEeoemr5s1025


durchgeführt:

[Ergänzung]

Vor Ausführung der automatischen Werkzeugbrucherkennung in der Z-Achse muss sichergestellt


werden, dass der Nullpunkt des Berührungssensors und die Werkzeugwechselposition gesetzt sind.

Vorgehensweise :
1 Nach Wahl des MDI-Modus wird “VFST=✽✽” eingegeben und dann die Taste ZYKLUSSTART
gedrückt.
Dann einen geeigneten Wert für "✽✽" eingeben; siehe hierzu [2-3. Wahl der Betriebsart].

2 Das Werkzeug, für das eine Werkzeugbrucherkennung durchgeführt werden soll, in die Spin-
del einsetzen.
Wird das Werkzeug manuell in die Spindel eingesetzt, muss sichergestellt werden, dass die-
Nummer des aktiven Werkzeugs auf dem Bildschirm angezeigt wird. ANZEIGE (SPEICHER-
RANDOM) (für AWW mit wahlfreiem Speicherzugriff) bzw. dem Bildschirm TOPF NR./
[Link](FESTE ADRESSE) (für Modelle mit Festadresse) mit der Nummer des in die
Spindel eingesetzten Werkzeugs übereinstimmt.
Dieser Vorgang ist nicht erforderlich, wenn das Werkzeug entweder im Automatik- oder im
MDI-Betrieb mit Befehl M06 in die Spindel eingesetzt wird.

3 Dann wählt der Bediener den Automatikmodus und führt das folgende Programm aus:
CALL OO30 PLE1 PLE1= Bewertungsergebnis derWerkzeugbrucherkennung (PGO=✽✽)
M02
Bei Ausführung des Programms wird das Werkzeug automatisch mit dem Berührungssensor in
Kontakt gebracht und auf diese Weise die Werkzeuglänge ermittelt.
Die ermittelte Werkzeuglänge wird mit dem im CNC- Speicher abgelegten Versatzwert vergli-
chen; ist die Differenz größer als der für PLE1 gesetzte Wert, wird ein Werkzeugbruchalarm
ausgegeben.
Ein Werkzeugbruchalarm tritt auch auf, wenn die Werkzeugschneide den Berührungssensor
während der Programmausführung nicht antastet.
Damit ist die Verarbeitung der automatischen Werkzeugbrucherkennung in der Z-Achse been-
det.

[Ergänzung]
1) VFST kann auch erst in diesem Schritt – und nicht als erstes im MDI-Modus – gesetzt werden.
2) Um ein defektes Werkzeug gegen ein Ersatzwerkzeug auszuwechseln, muss PGO anggeben
werden.
Einzelheiten zu PGO siehe (11) PGO(P GO) im Abschnitt [6-3. Verwendung von Variablen].
MG61-012 S-25
KAPITEL 1 AUTOMATISCHE WERKZEUGLÄNGENVERSATZ-/WERKZEUGBRUCHERKENNUNGSFUNKTION

Maschinenbetrieb
Während der Ausführung der automatischen Werkzeugbrucherkennung in der Z-Achse bewegt sich
das Werkzeug wie unten dargestellt.

(1) Die Z-Achse verfährt im Eilgang an ihr positives Verfahrende (+).


(2) Die Spindel wird ausgerichtet.
(3) X- und Y-Achse verfahren im Eilgang und richten die Werkzeugschneide mit dem Mittelpunkt
des Berührungssensors in der Z-Achse aus.
Befindet sich die Schneide eines Werkzeugs nicht an der Spindelmittellinie, siehe Abschnitte
(6) PX und (7) PY in [6-3. Erläuterung derVariablen]
(4) Die Werkzeugkante bewegt sich im Eilgang zu einer Position vor dem Berührungssensor mit
einem Abstand entsprechend des Sicherheitsabstands (PUDT).(*1)
Wenn PUDT nicht angegeben wurde, bewegt sich die Achse im Eilgang zu einer Position vor
dem Berührungssensor mit einem Abstand von 5 mm..
(5) Die Z-Achse fährt mit Annäherungsgeschwindigkeit bis auf 10 mm an die Kontaktposition zwi-
schen Werkzeugschneide und Sensor heran.
• Ist das Werkzeug nicht gebrochen oder ist der Bruchbetrag kleiner als 10 mm:
Tastet die Werkzeugschneide den Berührungssensor an und die Z-Achse stoppt. Die Werk-
zeuglänge berechnet sich aus dem Koordinatenwert an der Kontaktposition und wird vor-
übergehend im CNC-Speicher abgelegt.
• Ist das Werkzeug gebrochen (oder ist der Bruchbetrag größer als 10 mm:
Tastet die Werkzeugschneide den Berührungssensor nicht an.
(6) Die Z-Achse verfährt im Eilgang an ihr positives Verfahrende (+).

(*1) Wird das optionale NC-Parameterbit Nr. 74 markiert, wird die Einstellung von „Verfahren im
Eilgang“ zu „Verfahren mit schneller Vorschubrate“ geändert.
MG61-012 S-26
KAPITEL 1 AUTOMATISCHE WERKZEUGLÄNGENVERSATZ-/WERKZEUGBRUCHERKENNUNGSFUNKTION

2-6-2. Automatische Werkzeugbrucherkennung in der Y-Achse

Die automatische Werkzeugbrucherkennung in Y-Achsenrichtung wird wie folgtEeoemr5s1027


durchgeführt:

[Ergänzung]

Vor Ausführung der automatischen Werkzeugbrucherkennung in der Z-Achse muss sichergestellt


werden, dass der Nullpunkt des Berührungssensors gesetzt ist.

Vorgehensweise :
1 Nach Wahl des MDI-Modus wird “VFST=✽✽” eingegeben und dann die Taste ZYKLUSSTART
gedrückt.
Dann einen geeigneten Wert für "✽✽" eingeben; siehe hierzu [2-3. Wahl der Betriebsart].

2 Das Werkzeug, für das eine Werkzeugbrucherkennung durchgeführt werden soll, in die Spin-
del einsetzen.
Wird das Werkzeug manuell in die Spindel eingesetzt, muss sichergestellt werden, dass die
Nummer des aktiven Werkzeugs auf dem Bildschirm angezeigt wird. ANZEIGE (SPEICHER-
RANDOM) (für AWW mit wahlfreiem Speicherzugriff) bzw. dem Bildschirm TOPF NR./
[Link](FESTE ADRESSE) (für Modelle mit Festadresse) mit der Nummer des in die
Spindel eingesetzten Werkzeugs übereinstimmt.
Dieser Vorgang ist nicht erforderlich, wenn das Werkzeug entweder im Automatik- oder im
MDI-Betrieb mit Befehl M06 in die Spindel eingesetzt wird.

3 Dann wählt der Bediener den Automatikmodus und führt das folgende Programm aus:
CALL OO30 PLEY=Bewertungsergebnis der Werkzeugbrucherkennung PY=erwarteter Frä-
serradius (VFST=✽✽)
M02
Bei Ausführung des Programms wird das Werkzeug automatisch mit dem Berührungssensor in
Kontakt gebracht und auf diese Weise der Fräserradius ermittelt.
Der ermittelte Fräserradius wird mit dem im CNC- Speicher abgelegten Versatzwert verglichen;
ist die Differenz größer als der für PLEY gesetzte Wert, wird ein Werkzeugbruchalarm ausge-
geben.
Ein Werkzeugbruchalarm tritt auch auf, wenn die Werkzeugschneide den Berührungssensor
während der Programmausführung nicht antastet.
Damit ist die Verarbeitung der automatischen Werkzeugbrucherkennung in der Y-Achse been-
det.

[Ergänzung]
1) VFST kann auch erst in diesem Schritt – und nicht als erstes im MDI-Modus – gesetzt werden.
2) Um ein defektes Werkzeug gegen ein Ersatzwerkzeug auszuwechseln, muss PGO anggeben wer-
den.
MG61-012 S-27
KAPITEL 1 AUTOMATISCHE WERKZEUGLÄNGENVERSATZ-/WERKZEUGBRUCHERKENNUNGSFUNKTION

Maschinenbetrieb
Während der Ausführung der automatischen Werkzeugbrucherkennung in der Y-Achse bewegt sich
das Werkzeug wie unten dargestellt.

(1) Die Z-Achse verfährt im Eilgang an ihr positives Verfahrende (+).


(2) Die Spindel wird ausgerichtet.
(3) X- und Y-Achse verfahren im Eilgang und richten die Werkzeugschneide mit dem Mittelpunkt
des Berührungssensors aus.
(4) Die Z-Achse verfährt mit schneller Annäherungsgeschwindigkeit und richtet die Werkzeug-
schneide mit dem Mittelpunkt des Berührungssensors in der Y-Achse aus.
(5) Die Y-Achse fährt mit Annäherungsgeschwindigkeit bis auf 10 mm an die Kontaktposition zwi-
schen Werkzeugschneide und Sensor heran.
• Ist das Werkzeug nicht gebrochen oder ist der Bruchbetrag kleiner als 10 mm:
Tastet die Werkzeugschneide den Berührungssensor an und die Z-Achse stoppt. Der Frä-
serradius berechnet sich aus dem Koordinatenwert an der Kontaktposition und wird vorüber-
gehend im CNC-Speicher abgelegt.
• Ist das Werkzeug gebrochen (oder ist der Bruchbetrag größer als 10 mm:
Tastet die Werkzeugschneide den Berührungssensor nicht an.
(6) Die Y-Achse kehrt im Eilgang zurück.
(7) Die Z-Achse verfährt im Eilgang an ihr positives Verfahrende (+).

2-6-3. Kontinuierliche automatische Werkzeugbrucherkennung in der Z- und Y-


Achse
Eeoemr5s1028
Um die automatische Werkzeugbrucherkennung in der Z- und Y-Achse kontinuierlich durchzufüh-
ren, gehen Sie wie folgt vor.
Bezüglich Vorsichtsmaßnahmen und Einzelheiten zum Werkzeuglängenversatz siehe Abschnitte [2-
6-1. Automatische Werkzeugbrucherkennun in der Z-Achse] und [2-6-2. Automatische Werkzeug-
brucherkennun in der Y-Achse].

Vorgehensweise :
1 Nach Wahl des MDI-Modus wird “VFST=✽✽” eingegeben und dann die Taste ZYKLUSSTART
gedrückt.

2 Dann wählt der Bediener den Automatikmodus und führt das folgende Programm aus:

CALL OO30 (VFST=**) PY= erwarteter Fräserradius


PLE1=Bewertungsergebnis der Werkzeugbrucherkennung (Z-Achse)
PLEY= Bewertungsergebnis der Werkzeugbrucherkennung (Y-Achse)

M02
EIOEMR5S1018R01

3 Das Werkzeug wird zuerst mit dem Berührungssensor in der Z-Achse in Kontakt gebracht, um
auf Werkzeugbruch in Z-Achsenrichtung zu prüfen. Wird in dieser Richtung kein Werkzeug-
bruch erkannt, erfolgt die Prüfung auf Werkzeugbruch in Y-Achsenrichtung.
MG61-012 S-28
KAPITEL 1 AUTOMATISCHE WERKZEUGLÄNGENVERSATZ-/WERKZEUGBRUCHERKENNUNGSFUNKTION

2-6-4. Bewertung der Werkzeugbruchprüfung


Eeoemr5s1029
Bei Einwechseln eines Ersatzwerkzeugs nach Brucherkennung wird der Betrieb nicht gestoppt.
Daher muss die Überprüfung auf Werkzeugbruch am Ende des automatischen Brucherkennungszy-
klus erfolgen und das Programmin Abhängigkeit vom Bewertungsergebnis verzweigt werden.
• Die Bewertung auf Werkzeugbruch ja/nein erfolgt durch Lesen der Systemvariablen VOK1.
VOK1 = 0 Werkzeug ist nicht gebrochen.
VOK1 ≠ 0 Werkzeug ist gebrochen.
VOK1 zeigt das Ergebnis des vorherigen automatischen Brucherkennungszyklus an.
• Für die Bewertung steht noch eine andere Systemvariable - VOK2 – zur Verfügung.
VOK2 zeigt das Ergebnis des automatischen Brucherkennungszyklus nach Rückzug zu Sicher-
heitsabstand 0 (VOK2 = 0)an. Wird auch nur einmal ein Werkzeugbruch erkannt, ist der für
VOK2 gesetzte Wert “VOK2 ≠ 0”.
• VOK1 und VOK2 werden bei einer Rückstellung der CNC nicht auf 0 rückgesetzt.

[Ergänzung]
Erkennt die automatische Werkzeugbrucherkennung einen Werkzeugbruch, speichert die Werkzeug-
verwaltungsfunktion die Nummer als die eines defekten Werkzeugs.
Soll nach Durchführung der entsprechenden Maßnahmen (z.B. Einwechseln eines neuen Werkzeugs)
dieselbe Werkzeugnummer erneut verwendet werden, muss der Eintrag des defekten Werkzeugs
gelöscht werden.
Wie ein solcher Eintrag eines defekten Werkzeugs gelöscht wird, ist im Rahmen der Werkzeugverwal-
tungsfunktion unter Optionen/Spezielle Spezifikationen im Bedienungshandbuch beschrieben.
MG61-012 S-29
KAPITEL 1 AUTOMATISCHE WERKZEUGLÄNGENVERSATZ-/WERKZEUGBRUCHERKENNUNGSFUNKTION

2-7. Reduzierung der Zykluszeit bei der automatischen Werkzeugver-


satz-/Werkzeugbrucherkennungsfunktion
Eeoemr5s1031
Durch Zustellung eines Werkzeugs in die Nähe des Berührungssensors im Eilgang lässt sich die
Zykluszeit beim automatischen Werkzeuglängenversatz/der automatischen Werkzeugbrucherken-
nung reduzieren.

Stirnseite des Spindelkopfs

Werkzeug
Max.
G0 (4) Werk-
zeug- Erwartete
länge Werkzeuglänge

G31F=PF1 (5) VLTL PL1


G31F2000 (6) Sicherheitsabstand PUDT

Sensor

Abb.1-1 Reduzierung der Zykluszeit


EIOEMR5S1019R01

Für das Arbeiten mit dieser Funktion müssen die folgenden Parameter verwendet werden.
• Optionaler Parameter (Bit) Nr. 36, Bit 3
Standardwert für max. Werkzeuglänge bei automatischem Werkzeuglängenversatz/automati-
scher Werkzeugbrucherkennung
Mit Prüfzeichen) Wirksam
Ohne Prüfzeichen) Unwirksam (Anfangswert)
• Optionaler Parameter (langes Wort) Nr. 44 Max. Werkzeuglänge
In diesen Parameter wird die max. Werkzeuglänge aller zu verwendenden Werkzeuge einge-
setzt.
Einstellbereich: 0 bis 999
Einheit: mm
Anfangseinstellung: 0

[Ergänzung]

In den Parameter für die Einstellung der max. Werkzeuglänge muss ein geeigneter Wert
eingegeben werden, da als Anfangswert „0“ gesetzt ist.
MG61-012 S-30
KAPITEL 1 AUTOMATISCHE WERKZEUGLÄNGENVERSATZ-/WERKZEUGBRUCHERKENNUNGSFUNKTION

2-7-1. Automatischer Werkzeuglängenversatzzyklus


Maschinenbetrieb Eeoemr5s1090
(1) Die Z-Achse verfährt im Eilgang an ihr positives Verfahrende (+).
(2) Die Spindel wird ausgerichtet.
(3) X- und Y-Achse verfahren im Eilgang und richten die Werkzeugschneide mit dem Mittelpunkt
des Berührungssensors aus.
(4) Die Z-Achse verfährt im Eilgang zu einer Position, die um den Sicherheitsab-stand (PUDT) +
max. Werkzeuglänge (VLTL)” vom Berührungssensor entfernt liegt.
Je nach Einstellung des folgenden Parameters wird dieser Vorgang ausgeführt wird oder nicht.
(5) Die Z-Achse fährt mit der über PF1 definierten Sprungvorschubgeschwindigkeit zu einer Posi-
tion, die um die “erwartete Werkzeuglänge (PLI) + Sicherheitsabstand (PUDT)” vom Berüh-
rungssensor entfernt liegt.
Ist der Befehl PLI nicht angegeben, fährt die Z-Achse fährt mit der über PF1 definierten
Sprungvorschubgeschwindigkeit zu einer Position, die um den “Sicherheitsabstand (PUDT)”
vom Berührungssensor entfernt liegt. Ist der Befehl PF1 nicht angegeben, verfährt die Z-Achse
mit F2000.
(6) Die Z-Achse fährt mit F2000 zu einem Punkt, der 10 mm hinter dem erwarteten Kontaktpunkt
liegt.
Die Achse stoppt bei Kontakt zwischen Werkzeug und Berührungssensor.
(7) Die Z-Achse kehrt an eine Position 5 mm vor dem Kontaktpunkt zurück.
(8) Die Z-Achse verfährt mit der über PF2 definierten Sprungvorschubgeschwindigkeit zu einer
Position 10 mm hinter dem Kontaktpunkt.
Die Achse stoppt bei Kontakt zwischen Werkzeug und Berührungssensor.
(9) Der Werkzeuglängenversatz wird in die aktive Werkzeugnummer oder die über den PH Befehl
programmierte Versatznummer geschrieben.
(10) Die Z-Achse verfährt im Eilgang an ihr positives Verfahrende (+).

2-7-2. Automatischer Werkzeugbrucherkennungszyklus


Maschinenbetrieb Eeoemr5s1091
(1) Dieselben Schritte 1) bis 4) wie für den automatischen Werkzeuglängenversatz werden ausge-
führt.
(2) Die Z-Achse bewegt sich im Eilgang zu dem Punkt 5 mm entfernt von dem vorweg genomme-
nen Kontaktpunkt. (*1)
(3) Die Z-Achse fährt mit Sprungvorschubgeschwindigkeit F1000 zu einem Punkt 10 mm hinter
dem erwarteten Kontaktpunkt.
Die Achse stoppt bei Kontakt zwischen Werkzeug und Berührungssensor.
(4) Die Z-Achse verfährt im Eilgang an ihr positives Verfahrende (+).

(*1) Wird das optionale NC-Parameterbit Nr. 74 markiert, wird die Einstellung von „Verfahren im
Eilgang“ zu „Verfahren mit schneller Vorschubrate“ geändert.
MG61-012 S-31
KAPITEL 1 AUTOMATISCHE WERKZEUGLÄNGENVERSATZ-/WERKZEUGBRUCHERKENNUNGSFUNKTION

2-8. Neue Funktion zur Reduzierung der Zykluszeit bei der automati-
schen Werkzeugversatz-/Werkzeugbrucherkennungsfunktion
Eeoemr5s1032
Die normale Reduzierung der Zykluszeit bei der automatischen Werkzeuglängenversatz-/automati-
schen Werkzeugbrucherkennung kann durch eine weiter Verkürzung der einzelnen Schritte noch
mehr reduziert werden.
Diese neue Funktion für die Reduzierung der Zykluszeit ist ausschließlich in vertikaler Werkzeug-
richtung möglich.

2-8-1. Befehlsformat und Variablen der neuen Funktion zur Reduzierung der Zyklsuzeit

Nachfolgend sind das Befehlsformat und die Variablen für die neue Funktion Eeoemr5s1033
zur Reduzierung der
Zykluszeit näher erläutert.
• Befehlsformat
Die Verwendung der Funktion zur Zykluszeitreduzierung wird anhand des folgenden Beispiel-
befehls erklärt.
CALL OO30 PZRC=1 PSFT=10 POVT=20 PF1=5000 PF2=2000 M02
• Variablen
PZRC Wählt zwischen der neuen oder herkömmlichen Funktion zur Reduzierung der
Zykluszeit
“1” wählt die neue, “0” die herkömmliche Funktion zur Zykluszeitreduzierung
Standardmäßig ist "0" gewählt.
PUDT: Unterlauf (Sicherheitsabstand)
Definiert bei Annäherung eines Schneidwerkzeugs an den Berührungssensor den
Punkt, an dem von hohe auf langsame Annäherungsgeschwindigkeit
umgeschaltet wird. Legt den Abstand zwischen Berührungssensor und
Werkzeugschneide fest.
Beim automatischen Werkzeugbrucherkennungszyklus ist dieser Wert auf 5 mm
festgelegt.
POVT: Überlaufbetrag (Sicherheitsweg zur Vermeidung von Sensorbruch)
Der Standardwert ist 10 mm.
PFA: Annäherungsgeschwindigkeit zum Unterlaufpunkt
Beim automatischen Werkzeugbrucherkennungszyklus ist der Standardwert
F4000 mm/min.
PF2: Annäherungsgeschwindigkeit zum Überlaufpunkt
Beim automatischen Werkzeugbrucherkennungszyklus ist der Standardwert
F1000 mm/min.
VMSBU: einstellung des optionalen CNC Parameters (Bit) Nr. 36
Ist Bit 3 dieses Parameters auf „1“ und PZRC auf „0“ gesetzt, ist die
herkömmlicheFnktion zur Reduzierung der Zykluszeit gewählt.
VLTL: Max. Werkzeuglänge
Wert des optionalen CNC Parameters (langes Wort) Nr. 44
PSFT: Weg für Umschalten der Vorschubgeschwindigkeit
Definiert bei Annäherung eines Schneidwerkzeugs an den Berührungssensor den
Punkt, an dem von Eilgang auf hohe Geschwindigkeit umgeschaltet wird (niedrige
Geschwindigkeit [Link] nicht programmiert). Legt den Abstand zwischen
Berührungssensor und Werkzeugschneide fest.
Der Standardwert ist 5 mm.
MG61-012 S-32
KAPITEL 1 AUTOMATISCHE WERKZEUGLÄNGENVERSATZ-/WERKZEUGBRUCHERKENNUNGSFUNKTION

2-8-2. Werkzeugbewegungen bei der neuen Funktion zur Zykluszeitreduzierung

Während der Ausführung dieses neuen Zyklus bewegt sich das Werkzeug wieEeoemr5s1034
folgt. Beachten Sie,
dass die Werkzeugbewegungen in Abhängigkeit von der Einstellung der Variablen unterschiedlich
sind

Variableneinstellung: PZRC = 0, Bit 3 von VMSBU = 0

Maschinenbetrieb
(1) Die Z-Achse verfährt im Eilgang an ihr positives Verfahrende (+).
(2) Die Spindel wird ausgerichtet.
(3) Y- und X-Achse verfahren im Eilgang und in dieser Reihenfolge, um die Werkzeugschneide mit
dem Mittelpunkt des Berührungssensors auszurichten.
(4) Die Z-Achse verfährt mit der über PFA definierten Sprungvorschubgeschwindigkeit zu der Posi-
tion PUDT oberhalb des Nullpunkts des Berührungssensors.
Die Z-Achse stoppt bei Kontakt zwischen Werkzeug und Berührungssensor.
(5) Die Z-Achse verfährt mit der über PF2 definierten Sprungvorschubgeschwindigkeit zu der Posi-
tion PUVT unterhalb des Nullpunkts des Berührungssensors.
Die Z-Achse stoppt bei Kontakt zwischen Werkzeug und Berührungssensor.
(6) Die Z-Achse verfährt im Eilgang an ihr positives Verfahrende (+).

2)
Eilgang 3)
Eilgang 1)

Eilgang 6)
PFA 4)

Nullpunkt des
Berührungssensors PF2 5) PUDT
POVT

EIOEMR5S1020R01
MG61-012 S-33
KAPITEL 1 AUTOMATISCHE WERKZEUGLÄNGENVERSATZ-/WERKZEUGBRUCHERKENNUNGSFUNKTION

Variableneinstellung: PZRC = 0, Bit 3 von VMSBU = 1

Maschinenbetrieb
(1) Die Z-Achse verfährt im Eilgang an ihr positives Verfahrende (+).
(2) Die Spindel wird ausgerichtet.
(3) Y- und X-Achse verfahren im Eilgang und in dieser Reihenfolge, um die Werkzeugschneide mit
dem Mittelpunkt des Berührungssensors auszurichten.
(4) Die Z-Achse verfährt im Eilgang, bis die Stirnseite des Spindelkopfes den Punkt VLTL oberhalb
des Nullpunkts des Berührungssensors erreicht.
(5) Die Z-Achse verfährt mit der über PFA definierten Sprungvorschubgeschwindigkeit zu der Posi-
tion PUDT oberhalb des Nullpunkts des Berührungssensors.
Die Z-Achse stoppt bei Kontakt zwischen Werkzeug und Berührungssensor.
(6) Die Z-Achse verfährt mit der über PF2 definierten Sprungvorschubgeschwindigkeit zu der Posi-
tion PUVT unterhalb des Nullpunkts des Berührungssensors.
Die Z-Achse stoppt bei Kontakt zwischen Werkzeug und Berührungssensor.
(7) Die Z-Achse verfährt im Eilgang an ihr positives Verfahrende (+).

2)
Eilgang 3)
Eilgang 4)
Eilgang 1)

Eilgang 7)
PFA 5)

VLTL

PF2 6) PUDT
POVT

EIOEMR5S1021R01
MG61-012 S-34
KAPITEL 1 AUTOMATISCHE WERKZEUGLÄNGENVERSATZ-/WERKZEUGBRUCHERKENNUNGSFUNKTION

Variableneinstellung: PZRC = 1, Bit 3 von VMSBU = 0 oder 1


Wenn “PUDT > PSFT”, der Alarm (Alarm B 2305 Unbemannt: messen nicht möglich 64) erscheint.

Maschinenbetrieb
(1) Liegt die Werkzeugschneide unterhalb des Sensornullpunkts + PSFT”, fährt die Z-Achse im Eil-
gang zum “Sensornullpunkt + PSFT”
(2) Die Spindel wird ausgerichtet.
(3) Y- und X-Achse verfahren im Eilgang und in dieser Reihenfolge, um die Werkzeugschneide mit
dem Mittelpunkt des Berührungssensors auszurichten.
(4) Die Z-Achse fährt im Eilgang zum „Sensornullpunkt + PSFT.
(5) Die Z-Achse verfährt mit Sprungvorschubgeschwindigkeit PFA zum “Sensornullpunkt + PUDT”.
(6) Die Z-Achse verfährt mit Sprungvorschubgeschwindigkeit PF2 nach unten zum “Sensornull-
punkt + POVT”.
(7) Die Z-Achse fährt im Eilgang nach oben zum „Sensornullpunkt + PSFT.

2)
Eilgang 3)
Eilgang 4)
Eilgang 1)

Eilgang 7)
2)

PFA 5) PSFT
PUDT
POVT
PF2 6)
EIOEMR5S1022R01
MG61-012 S-35
KAPITEL 1 AUTOMATISCHE WERKZEUGLÄNGENVERSATZ-/WERKZEUGBRUCHERKENNUNGSFUNKTION

3. Automatischer Werkzeuglängenversatz-/Automatische
Werkzeugbrucherkennung für Spezialwerkzeuge und
Zusatzausrüstung
Eeoemr5s1035
Der vorliegende Abschnitt erläutert den automatischen Werkzeuglängenversatz/die automatische
Werkzeugbrucherkennung für spezielle Werkzeuge und Zusatzgeräte. Ist Ihre Maschine nicht mit
dieser optionalen Ausrüstung ausgestattet, kann dieses Kapitel übersprungen werden.

3-1. Automatischer Werkzeuglängenversatz-/Automatische Werkzeug-


brucherkennung für horizontale Werkzeuge horizontale Werkzeug-
maschinen
Eeoemr5s1036
Nachfolgend wird der Ablauf des automatischen Werkzeuglängenversatzes/der automatischen
Werkzeugbrucherkennung bei horizontalen Werkzeugmaschinen beschrieben.

[Ergänzung]

Da die Abläufe und Operationen dieser beiden Funktionen bei horizontalen Maschinen ähnlich
denenbei vertikalen Maschinen sind, werden Erläuterungen bei Übereinstimmung teilweise
weggelassen.
Diese Informationen können in Kapitel [2. Automatischer Werkzeuglängenversatz/automatische
Werkzeugbrucherkennung] nachgelesen werden.

Maschinenbetrieb
Während der Ausführung des automatischen Werkzeugversatzes/der automatischen Werkzeugbrucher-
kennung bei horizontalen Bearbeitungszentren führt das Werkzeug die folgenden Bewegungen aus.

(1) Die Z-Achse verfährt im Eilgang an ihr positives Verfahrende (+).


(2) M76 und M19 werden ausgeführt.
Der Schwenkkopf wird an die rechte Position geschaltet und die Spindel ausgerichtet.
(3) Die Y-Achse verfährt im Eilgang an eine Position unmittelbar vor dem Berührungssensor.
(4) Die Z-Achse verfährt im Eilgang an die Sensorposition für das horizontale Werkzeug.
(5) Ab hier ist der weitere Bewegungsablauf wie bei vertikalen Werkzeugen
Beachten Sie jedoch, dass die Z-Achsenbewegungen des vertikalen Werkzeugs bei horizonta-
len Bearbeitungszentren durch die Y-Achsenbewegungen des horizontalen Werkzeugs ersetzt
werden.

3)
2)

1) 4)

5)

EIOEMR5S1023R01
MG61-012 S-36
KAPITEL 1 AUTOMATISCHE WERKZEUGLÄNGENVERSATZ-/WERKZEUGBRUCHERKENNUNGSFUNKTION

3-1-1. Einstellung der unteren Verfahrgrenze der Z-Achse

Bei Ausführung des automatischen Werkzeuglängenversatzes/der automatischen Eeoemr5s1038


Werkzeugbruch-
erkennung bei horizontalen Bearbeitungszentren kann es während der Abwärtsbewegung der Z-
Achse zu einer Kollision mit der Spindel kommen.
Um dieses Problem zu vermeiden, muss die untere Verfahrgrenze der Z-Achse so nah wie möglich
am Sensor liegen, ohne dass hier Spindel und andere Maschinenteile mit der Sensoreinheit kollidie-
ren können.
Die untere Verfahrgrenze der Z-Achse wird wie folgt gesetzt:

Vorgehensweise :
1 Die Y-Achse an eine Position bewegen, an der die untere Verfahrgrenze der Z-Achse gesetzt
werden soll.
Bei diesem Vorgang können sich X- und Z-Achse an jeder beliebigen Position befinden.

2 An dieser Position wird nun in den Automatikbetrieb gewechselt und das folgende Programm
ausgeführt:
CALL OO32
M02
Bei Ausführung dieses Satzes erfolgt keine Achsbewegung.
Nach der Ausführung wird die aktuelle Position der Z-Achse im Systemwerkstückkoordinaten-
system Nr. 9 als untere Z-Achsenverfahrgrenze gespeichert.
Die Einstellwert kann durch Öffnen des Pop-up-Fensters MSB NULPKT. KORR. (VSZO✽[N])
auf dem Bildschirm MEßERGEBNISSE überprüft werden. Die Koordinate der unteren Z-Ach-
senverfahrgrenze wird in der Y-Spalte in Zeile NR. 9 angezeigt.

[Ergänzung]
Da das Systemwerkstückkoordinatensystem Nr. 9 ausschließlich für den automatischen
Werkzeuglängenversatz und die automatische Werkzeugbrucherkennung benutzt wird, kann es
nicht normal gesetzt oder als Bezug verwendet werden.
MG61-012 S-37
KAPITEL 1 AUTOMATISCHE WERKZEUGLÄNGENVERSATZ-/WERKZEUGBRUCHERKENNUNGSFUNKTION

3-1-2. Wahl der Betriebsart


Eeoemr5s1039
Wie auch bei vertikalen Werkzeugen wird die Grundbetriebsart für ein horizontales Werkzeug über
die Systemvariable VFST gesetzt
Die Einstellung der Systemvariablen VFST entspricht der bei einer vertikalen Spindel – mit dem
Unterschied, dass Bit 6 auf “1” gesetzt wird.
VFST umfasst ein Byte (8 bit), wobei jedes Bit die folgende Wertigkeit hat.

VFST Bit 7 Bit 6 Bit 5 Bit 4 Bit 3 Bit 2 Bit 1 Bit 0


EIOEMR5S1024R01

Bit-Nr. Einstellung Beschreibung


0 Automatischer Werkzeugbrucherkennungszyklus
Bit 0
1 Automatischer Werkzeuglängenversatzzyklus
Führt den automatischen Werkzeuglängenversatz/die automatische
Bit 1 1
Werkzeugbrucherkennung in (radialer) Z-Achsenrichtung durch.
Führt den automatischen Werkzeuglängenversatz/die automatische
Werkzeugbrucherkennung nach der Durchführung in Z-Achsenrichtung
entsprechend in Y-Achsenrichtung aus.
Bit 2 1
Um den automatischen Werkzeuglängenversatz/die automatische
Werkzeugbrucherkennung nur in Y-Achsen(Werkzeuglängs-)richtung
auszuführen, müssen Bit 1 und Bit 2 beide auf “0” gesetzt werden.
Keine X-Achsenbewegung bei Positionierung des Werkzeugs an der
Bit 3 1
Position des Berührungssensors.
Bit 4 0 Immer auf ”0” setzen.
Bit 5 0 Immer auf ”0” setzen.
Führt den automatischen Werkzeuglängenversatz/die automatische
0
Werkzeugbrucherkennung für ein vertikales Werkzeug aus.
Bit 6
Führt den automatischen Werkzeuglängenversatz/die automatische
1
Werkzeugbrucherkennung für ein horizontales Werkzeug aus.
Legt den relativen Versatztyp fest.
Die Werkzeuglänge in Bezug auf das für die Nullpunkteinstellung
0
ineinem Werkstückkoordinatensystem benutzte Bezugswerkzeug wird
Bit 7 als Werkzeuglängenversatzwert benutzt.
Legt den absoluten Versatztyp fest.
1 Die Länge des Werkzeugs ab Spindelkopfoberfläche wird als
Werkzeuglängenversatzwert benutzt.
MG61-012 S-38
KAPITEL 1 AUTOMATISCHE WERKZEUGLÄNGENVERSATZ-/WERKZEUGBRUCHERKENNUNGSFUNKTION

Die folgende Tabelle zeigt ein Beispiel für die VFST Einstellungen.

Relativer/ X-Achsen- Versatz in Werk- Automatischer Werkzeuglän-


VFST
Modell absoluter bewegung zeuglängsrichtung/radia- genversatz/Automatische
Wert
Versatztyp Ja/Nein ler Werkzeugrichtung Werkzeugbrucherkennung
Automatischer Werkzeug-
#49H
Versatz nur Werk- längenversatz
zeuglängsrichtung Automatische Werkzeug-
#48H
brucherkennung
Automatischer Werkzeug-
#4BH
Relativer Versatz nur radialer längenversatz
Nr.
Versatz Werkzeugrichtung Automatische Werkzeug-
#4AH
brucherkennung
Automatischer Werkzeug-
Zuerst Versatz in Werk- #4DH
längenversatz
MCM zeuglängs- dann in radia-
ler Werkzeugrichtung Automatische Werkzeug-
Horizon- #4CH
brucherkennung
tales
Werk- Automatischer Werkzeug-
#C9H
zeug: Versatz nur Werk- längenversatz
zeuglängsrichtung Automatische Werkzeug-
#C8H
brucherkennung
Automatischer Werkzeug-
#CBH
Absoluter Versatz nur radialer längenversatz
Nr.
Versatz Werkzeugrichtung Automatische Werkzeug-
#CAH
brucherkennung
Automatischer Werkzeug-
Zuerst Versatz in Werk- #CDH
längenversatz
zeuglängs- dann in radia-
ler Werkzeugrichtung Automatische Werkzeug-
#CCH
brucherkennung
MG61-012 S-39
KAPITEL 1 AUTOMATISCHE WERKZEUGLÄNGENVERSATZ-/WERKZEUGBRUCHERKENNUNGSFUNKTION

3-1-3. Einstellung des Nullpunkts des Berührungssensors bei horizontalen Werk-


zeugen
Eeoemr5s1040
Der Nullpunkt des Berührungssensors wird bei horizontalen Bearbeitungszentren wie folgt gesetzt:

Vorgehensweise :
1 Den MDI Modus wählen und M144 ausführen, um das Bezugswerkzeug an den Berührungs-
sensor des horizontalen Werkzeugs anzunähern.
Da der Vorgang bis zu diesem Schritt mit dem bei vertikalen Werkzeugen identisch ist, siehe
hierzu [2-1. Nullpunkt des Berührungssensors] für weitere Einzelheiten.

2 Dann wählt der Bediener den Automatikmodus und führt das folgende Programm aus:
• Einstellung des Sensornullpunkts für die Messung in Werkzeuglängs(Y-Achsen)-rich-
tung
CALL OO30 PAXI=#27H PLI=0 (oder präzise Bezugswerkzeuglänge) (VFST=✽✽)
M02
• Einstellung des Sensornullpunkts für die Messung in radialer Werkzeug(Z-Achsen)-rich-
tung

CALL
CALLOO30
OO30PAXI=#47H
PAXI=#47HPLI=0
PLI=0(oder präzise Länge des Bezugswerkzeugs) (VFST=**)
PZ= präziser Radius des Bezugswerkzeugs
M02
M02
EIOEMR5S1025R01

Das Messergebnis wird im Systemwerkstückkoordinatensystem Nr. 7 (Nullpunkt des


Sensors für die Werkzeugmessung in Längs(Y-Achsen)-richtung) und Systemwerkstück-
koordinatensystem Nr. 8 (Nullpunkt des Sensors für die Werkzeugmessung in radialer
Werkzeug(Z-Achsen)-richtung gespeichert.
Die Einstellwert kann durch Öffnen des Pop-up-Fensters MSB NULPKT. KORR.
(VSZO✽[N]) auf dem Bildschirm MEßERGEBNISSE überprüft werden.

[Ergänzung]
Vor Einstellung des Nullpunkts muss der Schwenkkopf an die folgende Position geschaltet
werden:
Vertikales Werkzeug: Vordere Position (M73)
Horizontales Werkzeug: Rechte Position (M76)
MG61-012 S-40
KAPITEL 1 AUTOMATISCHE WERKZEUGLÄNGENVERSATZ-/WERKZEUGBRUCHERKENNUNGSFUNKTION

3-1-4. Automatischer Werlzeuglängenversatz für horizontale Werkzeuge

Der automatische Werkzeuglängenversatz für horizontale Werkzeuge wird wieEeoemr5s1041


folgt ausgeführt:

[Ergänzung]

Vor Ausführung dieser Versatzfunktion muss sichergestellt sein, dass der Nullpunkt des Sensors
für die Messung horizontaler Werkzeuge gesetzt ist.

Vorgehensweise :
1 Nach Wahl des MDI-Modus wird “VFST=✽✽” eingegeben und dann die Taste ZYKLUSSTART
gedrückt.
Dann einen geeigneten Wert für "✽✽" eingeben; siehe hierzu [3-1.-2 Wahl der Betriebsart].

2 Das Werkzeug, für den der automatische Längenversatz durchgeführt werden soll, in die Spin-
del einsetzen.

3 Dann wählt der Bediener den Automatikmodus und führt das folgende Programm aus:
• In Werkzeuglängs(Y-Achsen)-richtung
CALL OO30 (VFST=geeigneter Wert) (PLI=erwartete Werkzeuglänge)
M02
• In radialer Werkzeug(Z-Achsen)-richtung
CALL OO30 (VFST=geeigneter Wert) (PZ=erwarteter Werkzeugradius)
M02
• In Werkzeuglängs(Y-Achsen)-richtung und radialer Werkzeug(Z-Achsen)-richtung
CALL OO30 (VFST=geeigneter Wert) (PZ=erwarteter Werkzeugradius) (PLI=erwartete
Werkzeuglänge)
M02
Bei Ausführung des Programms tastet das Werkzeug den Berührungssensor automatisch an,
die Fräserradiuskorrekturdaten werden berechnet und im CNC-Speicher abgelegt.
Die Messergebnisse können durch Aufruf der Anzeige WKZ.LÄNGEN KORREKT./
SCHNTRADS KOMPENSATION auf dem Bildschirm [Link] überprüft werden. Die
ermittelten Ergebnisse werden auch auf dem Bildschirm MEßERGEBNISSE angezeigt.
MG61-012 S-41
KAPITEL 1 AUTOMATISCHE WERKZEUGLÄNGENVERSATZ-/WERKZEUGBRUCHERKENNUNGSFUNKTION

3-1-5. Automatische Werkzeugbrucherkennung für horizontale Werkzeuge


Eeoemr5s1042
Die automatische Werkzeugbrucherkennung für horizontale Werkzeuge wird wie folgt ausgeführt:

[Ergänzung]

Vor Ausführung dieser Überwachungsfunktion muss sichergestellt sein, dass der Nullpunkt des
Sensors für die Messung horizontaler Werkzeuge gesetzt ist.

Vorgehensweise :
1 Nach Wahl des MDI-Modus wird “VFST=✽✽” eingegeben und dann die Taste ZYKLUSSTART
gedrückt.
Dann einen geeigneten Wert für "✽✽" eingeben; siehe hierzu [3-1.-2 Wahl der Betriebsart].

2 Das Werkzeug, für das eine automatische Werkzeugbrucherkennung durchgeführt werden


soll, in die Spindel einsetzen.

3 Dann wählt der Bediener den Automatikmodus und führt das folgende Programm aus:
• In Werkzeuglängs(Y-Achsen)-richtung
CALL OO30 PLE1=Ergebniswert der Brucherkennung (VFST=geeigneter Wert)
M02
• In radialer Werkzeug(Z-Achsen)-richtung
CALL OO30 PLEZ=Bewertungsergebnis der Werkzeugbrucherkennung PZ=erwarteter
Werkzeugradius (VFST=erwarteter Wert)
M02
• In Werkzeuglängs(Y-Achsen)-richtung und radialer Werkzeug(Z-Achsen)-richtung

CALL OO30 PZ= Erwarteter Werkzeugradius


PLE1= Ergebnis der Werkzeugbrucherkennungsfunktion (Werkzeuglängsrichtung)
PLEZ= Ergebnis der Werkzeugbrucherkennungsfunktion (radiale Werkzeugrichtung)
(VFST= geeigneter Wert)
M02
EIOEMR5S1026R01

Bei Ausführung des Programms wird das Werkzeug automatisch mit dem Berührungs-
sensor in Kontakt gebracht und auf diese Weise die Werkzeuglänge ermittelt.
Die Funktion vergleicht die ermittelte Werkzeuglänge mit dem im CNCSpeicher abgeleg-
ten Wert, und bewertet das Werkzeug als gebrochen, wenn die Differenz größer ist als
der zuvor definierte Voreinstellwert
Die ermittelten Ergebnisse werden auch auf dem Bildschirm MEßERGEBNISSE ange-
zeigt.

[Ergänzung]
Vor Ausführung des automatischen Werkzeuglängenversatzes/der automatischen
Werkzeugbrucherkennung muss der Schwenkkopf an die folgende Position geschaltet werden:
Vertikales Werkzeug: Vordere Position (M73)
Horizontales Werkzeug: Rechte Position (M76)
Alle anderen Zusätze und Abläufe sind mit denen bei vertikalen Werkzeugen identisch.
MG61-012 S-42
KAPITEL 1 AUTOMATISCHE WERKZEUGLÄNGENVERSATZ-/WERKZEUGBRUCHERKENNUNGSFUNKTION

3-2. Ablauf des automatischen Werkzeuglängenversatzes/der automa-


tischen Werkzeugbrucherkennung -für die angeschlossene B-/C-
Achse, das 90° Winkelzubehör sowie Verlängerungen (Option)
Eeoemr5s1043
Dieser Abschnitt beschreibt die Funktionen des automatischen Werkzeuglängenversatzes/der auto-
matischen Werkzeugbrucherkennung für in die zusätzliche B/C-Achseneiheit eingesetzte Werk-
zeuge, das 90°

(PAC = 90°)

(PAC = 180°)

(PAC = 0°)

Z+ (PAC = 270°)

Y+
X+

EIOEMR5S1027R01

Abb.1-2 Verhältnis zwischen PAC Winkeln und X-, Y-, Z-Achse des 90° Winkelzubeheörs

PAC = 90°

PAC = 180°

PAC = 0°

PAC = 270°

PAB

Z+

Y+
X+

EIOEMR5S1028R01

Abb.1-3 Verhältnis zwischen PAC Winkeln und X-, Y-, Z-Achse der B-/C-Achseneinheit
MG61-012 S-43
KAPITEL 1 AUTOMATISCHE WERKZEUGLÄNGENVERSATZ-/WERKZEUGBRUCHERKENNUNGSFUNKTION

[Ergänzung]
1) Für die Verwendung eines Zusatzgerätes muss PAB zu 0° oder 90° geschaltet werden.
2) Den Bildschirm VORSATZKOPF (PAC, PAB) BOHRWIRBELKOPF KOMP. aufrufen und die hier
angezeigten Datem auf dem Bildschirm VORSATZKOPF BOHRWIRBELKOPF KOMP. setzen.
Die Entsprechung zwischen den auf dem Bildschirm VORSATZKOPF (PAC, PAB)
BOHRWIRBELKOPF KOMP. angezeigten Daten und denen auf dem Bildschirm
VORSATZKOPF BOHRWIRBELKOPF KOMP. ist unten erläutert.

Bildschirm Bildschirm
VORSATZKOPF (PAC, PAB) VORSATZKOPF
BOHRWIRBELKOPF KOMP. BOHRWIRBELKOPF KOMP.

Daten für PAC = 0 PAB = 0 H* auf dem Bildschirm LOWER (G185)


Daten für PAC = 0 PAB = 90 H* auf dem Bildschirm FRONT (G181)
Daten für PAC = 90 PAB = 90 H* auf dem Bildschirm LEFT (G182)
Daten für PAC = 180 PAB = 90 H* auf dem Bildschirm REAR (G183)
Daten für PAC = 270 PAB = 90 H* auf dem Bildschirm RIGHT (G184)
EIOEMR5S1029R01

H*: Korrekturnummern H1 bis H8 für Zusatzausrüstung


Werden zwei B-/C-Achsenzusatzeinheiten verwendet, müssen die Daten für beide Einheiten
mit unterschiedlichen Korrekturnummer eingegeben werden.
MG61-012 S-44
KAPITEL 1 AUTOMATISCHE WERKZEUGLÄNGENVERSATZ-/WERKZEUGBRUCHERKENNUNGSFUNKTION

3-2-1. Wahl der Betriebsart


Eeoemr5s1044
Mit der Systemvariablen “VFST” werden die Grundbetriebsarten für automatischen Werkzeuglän-
gen- versatz oder automatische Werkzeugbrucherkennung gesetzt.
Da die Systemvariable VFST im Speicher der CNC abgelegt ist, muss sie nur einmal – und nicht
jedesmal erneut bei Aufruf der MSB der automatischen Werkzeuglängenversatz-/automatischen
Werkzeugbrucherkennungsfunktion – eingegeben werden.
VFST umfasst ein Byte (8 bit), wobei jedes Bit die folgende Wertigkeit hat.

VFST Bit 7 Bit 6 Bit 5 Bit 4 Bit 3 Bit 2 Bit 1 Bit 0


EIOEMR5S1030R01

Bit-Nr. Einstellung Beschreibung


0 Automatischer Werkzeugbrucherkennungszyklus
Bit 0
1 Automatischer Werkzeuglängenversatzzyklus
Führt den automatischen Werkzeuglängenversatz/die automatische
Bit 1 1
Werkzeugbrucherkennung in Werkzeugradiusrichtung durch.
Führt den automatischen Werkzeuglängenversatz/die automatische
Werkzeugbrucherkennung in Werkzeugradiusrichtung nach der
jeweiligen Ausführung in Werkzeuglängsrichtung durch.
Bit 2 1
Um den automatischen Werkzeuglängenversatz/die automatische
Werkzeugbrucherkennung nur in Z-Achsenrichtung auszuführen,
müssen Bit 1 und Bit 2 beide auf “0” gesetzt werden.
Keine X-Achsenbewegung bei Positionierung eines Bezugswerkzeugs
an der Sensorposition.
Bit 3 1 Bei Maschinen, bei denen der Berührungssensor unabhängig von der X-
Achsenbewegung installiert (z.B. MCV), muss Bit 3 auf „1“ gesetzt
werden.
Bit 4 0 Immer auf ”0” setzen.
Bit 5 0 Immer auf ”0” setzen.
Führt den automatischen Werkzeuglängenversatz/die
0 automatische -Werkzeugbrucherkennung für ein vertikales Werkzeug in
der Verlängerung oder der B-/C-Achseneinheit (PAB = 0°)aus.
Bit 6
Führt den automatischen Werkzeuglängenversatz/die
1 automatische -Werkzeugbrucherkennung für ein Werkzeug im 90°
Winkelzubehör oder der B-/C-Achseneinheit (PAB = 90°)aus.
0 Legt den relativen Versatztyp fest.
Bit 7
1 Legt den absoluten Versatztyp fest.
MG61-012 S-45
KAPITEL 1 AUTOMATISCHE WERKZEUGLÄNGENVERSATZ-/WERKZEUGBRUCHERKENNUNGSFUNKTION

3-2-2. Befehlsformat
Eeoemr5s1045
Das für den Aufruf des automatischen Werkzeuglängenversatzes/der automatischen Werkzeugbru-
cherkennung bei der B-/C-Achseneinheit , beim 90° Winkelzubehör oder der Verlängerung benutzte
Befehlsformat ist unten näher erläutert.

CALL(OO30 PAXI=*........) PAT=*

Konventionelle Übertragungsvariable
EIOEMR5S1031R01

PAT: Korrekturnummer für Schwenk des Zusatzgerätes (Einstellbereich: 1 bis 7)

[Ergänzung]
1) Der Einbauwinkel des 90° Winkelzubehörs oder der B-/C-Achseneinheit (PAB = 90°) muss auf
270°gesetzt sein.
2) Für vertikales Werkzeug/Verlängerung/90° Zusatzgerät (PAB = 0°) und eine 90° Einheit/B/C-Ach-
seneinheit (PAB = 90°) wird derselbe Sensornullpunkt verwendet. Der Sensornullpunkt wird so
gesetzt, dass Messzyklen ohne Kollision anderer Zusatzgeräte durchgeführt werden können.

3-2-3. Wahl der Zusatzausrüstung


Eeoemr5s1046
Der Typ des zu verwendenden Zusatzgerätes wird durch Einstellung von VFST, PAXI and PAT – wie
nachfolgend gezeigt -definiert.

PAXI PAT
Bit 6 von VFST
Bit 6 Bit 5 Bit 4 Befehl
Vertikale Spindel 0 0 0 0/1 Keine
Verlängerung
Zusatzgerät – B-/C-Achseneiheit 0 0 0 0/1 1 bis 7
(PAB = 0°)
9090° Winkelzubehör
Zusatzgerät – B-/C-Achseneiheit 1 0/1 0/1 0 1 bis 7
(PAB = 90°)

3-2-4. Werkzeugbewegungen in 90°Winkelzubehör/B-/C-Achseneinheit (PAB = 90°)


Eeoemr5s1047
Bei Einsatz eines Werkzeugs in das 90° Winkelzubehör oder die B-/C-Achseneinheit (PAB = 90°)
wird der Zyklus auf dieselbe Weise ausgeführt wir für ein in die horizontale Spindel eines Bearbei-
tungszentrums eingesetztes Werkzeug
In diesem Fall wird jedoch die untere Verfahrgrenze der Z-Achse unter Berücksichtigung des Korrek-
turbetrags für den Schwenk des Zusatzgerätes festgelegt.
Einzelheiten und Zusatzinformationen über die Bewegungen eines Werkzeugs in 90° Zubehör-oder
B-/C-Achseneinheit (PAB = 90°) siehe [3-1. Automatischer Werkzeuglängenversatz/Automatische
Werkzeugbrucherkennung für horizontale Werkzeuge von Bearbeitungszentren.

3-2-5. Einstellung der Werkzeugwechselposition


Eeoemr5s1048
Nach Erkennung eines Werkzeugbruchs (PGO = 2) im entsprechenden Überwachungszyklus ver-
fahren die Achsen zur Werkzeugwechselposition.
Die Werkzeugwechselposition muss so festgelegt werden, dass es bei der Positionierung an dieser
Position zu keinerlei Kollision zwischen Werkzeug/Werkstück und einem Zusatzgerät gleich welcher
Art (vertikales Werkzeug, 90° Winkelzubehör, Verlängerung, B-/C-Achsenseinheit (PAB = 0°, 90°)
kommen kann.
MG61-012 S-46
KAPITEL 1 AUTOMATISCHE WERKZEUGLÄNGENVERSATZ-/WERKZEUGBRUCHERKENNUNGSFUNKTION

[Ergänzung]

Wenn die Maschine mit dem B/C-Achsen Vorsatz (PAB = 90°) ausgerüstet ist, „PGO=12“
einstellen, um Achsenbewegungen zur Werkzeugwechselposition bei Erfassung eines
Werkzeugbruchs auszuführen. Für Details zu PGO siehe Objekt (11) PGO (P GO) unter 6-3.
„Verwendung von Variablen“.

3-2-6. Einstellung der unteren Verfahrgrenze der Z-Achse


Eeoemr5s1049
Um die untere Z-Achsenverfahrgrenze zu setzen, muss die Übertragungsvariable PAT in das nor-
male Programm eingefügt werden.
CALL OO32 PAT=✽
PAT:Korrekturnummer für Schwenk des Zusatzgerätes (Einstellbereich: 1 bis 7)

3-2-7. Einstellung der Korrekturdaten für den Schwenk des Zusatzgerätes


Eeoemr5s1050
Um die beiden Funktionen für automatischen Werkzeuglängenversatz und automatische Werkzeug-
brucherkennung verwenden zu können, müssen die Korrekturdaten für den Schwenk des Zusatzge-
rätes korrekt eingestellt werden.
Die Korrekturdaten für das 90° Winkelzubehör werden auf dem Bildschirm VORSATZKOPF BOHR-
WIRBELKOPF KOMP. (G181 bis G184), die Daten für die Verlängerung auf dem Bildschirm VOR-
SATZKOPF BOHRWIRBELKOPF KOMP. (G185) eingegeben.

3-2-8. Messen der Korrekturdaten für den Schwenk des Zusatzgerätes


Eeoemr5s1051
Die Korrekturdaten für den Schwenkbetrag der verschiedenen Zusatzgerätetypen und ihrePositio-
nen werden gemessen, indem die untenstehende Prozedur wiederholt und die ermittelten Datenin
das entsprechende Element (G181 bis G185) auf dem Bildschirm VORSATZKOPF BOHRWIRBEL-
KOPF KOMP. eingetragen werden.

Vorgehensweise :
1 Das Bezugswerkzeug in die Spindel ohne Zusatzgerät einsetzen und ein Feinmessgerätin der
Tischmitte anbringen.

2 Die X-, Y- und Z-Achse an eine Position bewegen, an der das Feinmessgerät „0“ anzeigt.

3 Den gewünschten Nullpunkt wählen und die Nullpunktversatzdaten eingeben.


Für die aktuellen Positionsdaten “0” eingeben und diese Position als Bezug für die folgende-
Operation verwenden.

4 Das Spindelwerkzeug gegen ein Zusatzgerät austauschen (90° Winkelzubehör oder Verlänge-
rung) und das Bezugswerkzeug am Zusatzgerät anbringen.

5 Anschließend die Positionierung so vornehmen, dass das Feinmessgerät “0” anzeigt, und die
Koordinaten an dieser Position setzen.
• 9090° Winkelzubehör
Das Zusatzgerät an vier Positionen schalten, 0° (vorne), 90° (links), 180° (hinten) und
270° (rechts) und eine Positionierung an den einzelnen Schaltpositionen des Zusatzge-
rätes vornehmen.
• Verlängerung
Das die Verlängerung im festen Winkel installiert wird, muss auch die Positionierung im
voreingestellten Winkel erfolgen.

6 Für die Einstellung der Korrekturdaten wird der Bildschirm VORSATZKOPF BOHRWIRBEL-
KOPF KOMP. aufgerufen.
MG61-012 S-47
KAPITEL 1 AUTOMATISCHE WERKZEUGLÄNGENVERSATZ-/WERKZEUGBRUCHERKENNUNGSFUNKTION

• Verlängerung
Die in Schritt 5) oben ermittelten Koordinaten werden auf dem Bildschirm VORSATZ-
KOPF BOHRWIRBELKOPF KOMP. eingegeben (G185).
• 9090° Winkelzubehör
Die Korrekturdaten für jeden Schaltwinkel (PAC = 0, 90, 180, 270) werden anhand der in
Schritt 5) ermittelten Koordinaten berechnet und und das Ergebnis an entsprechender
Stelle auf dem Bildschirm VORSATZKOPF BOHRWIRBELKOPF KOMP. eingetragen
(G181 to G184).
Bezüglich der Berechnung der Korrekturdaten für die einzelnen Schaltwinkel siehe [3-2-
9. Be--rechnung der Korrekturdaten für ein 90° Winkelzubehör].
Die Entsprechung zwischen dem PAC Winkel und der Einstellung ist unten dargestellt.
PAC = 0: G181 (vorne) auf dem Bildschirm VORSATZKOPF BOHRWIRBELKOPF
KOMP.
PAC = 90: G182 (links) auf dem Bildschirm VORSATZKOPF BOHRWIRBELKOPF
KOMP.
PAC = 180: G183 (vhinten) auf dem Bildschirm VORSATZKOPF BOHRWIRBELKOPF
KOMP.
PAC = 270: G184 (rechts) auf dem Bildschirm VORSATZKOPF BOHRWIRBELKOPF
KOMP.

Bezugswerkzeug

Y
Z
EIOEMR5S1032R01
MG61-012 S-48
KAPITEL 1 AUTOMATISCHE WERKZEUGLÄNGENVERSATZ-/WERKZEUGBRUCHERKENNUNGSFUNKTION

Beispiel für die Nummernzuordnung von Zusatzgeräten


G181 G182 G183 G184 G185
(Vorne) (Links) (Hinten) (Rechts) (Unten)
(2 Stationen)
T301
H1 H1 H1 H1 -
(90° Winkelzubehör)
T302
- - - - -
(Abdeckung des Zusatzgerätes)
(3 Stationen)
T301
H1 H1 H1 H1 -
(90° Winkelzubehör)
T302
- - - - -
(Abdeckung des Zusatzgerätes)
T303
- - - - H3
(Verlängerung)
(6 Stationen)
T301
- - - - H1
(Verlängerung)
T302
- - - - -
(universelles Zusatzgerät)
T303
- - - - -
(spezielles 90° Winkelzubehör)
T304
H4 H4 H4 H4 -
(90° Winkelzubehör)
T305 (nicht belegt) - - - - -
T306
- - - - -
(Abdeckung des Zusatzgerätes)
MG61-012 S-49
KAPITEL 1 AUTOMATISCHE WERKZEUGLÄNGENVERSATZ-/WERKZEUGBRUCHERKENNUNGSFUNKTION

3-2-9. Berechnung der Korrekturdaten für ein 90° Winkelzubehör

Bei Verwendung eines 90° Winkelzubehörs müssen die Korrekturtdaten für den Eeoemr5s1052
Geräteschwenk mit
Hilfe der in Schritt 5) in Abschnitt [3-2-8. Messen der Korrekturdaten für den Schwenk des
Zusatz--gerätes] ermittelten Koordinaten berechnet werden.
Mit Hilfe der nachfolgenden Formeln wird der Mittelpunkt des vertikalen Bezugswerkzeugs mitder
horizontalen Werkzeugschneide ausgerichtet.

Vertikales Bezugswerkzeug

Horizontales Bezugswerkzeug

EIOEMR5S1033R01

In den nachfolgenden Erläuterungen steht D1 für den Durchmesser des in die vertikale Spindel ein-
gesetzten Bezugswerkzeugs und D2 für den Durchmesser des in die horizontalen Spindel einge-
setzten Bezugswerkzeugs.
• PAC = 0°

Vertikales Bezugswerkzeug

Horizontales Bezugswerkzeug
EIOEMR5S1034R01

• PAC = 90°

Vertikales Bezugswerkzeug

Horizontales Bezugswerkzeug
EIOEMR5S1035R01
MG61-012 S-50
KAPITEL 1 AUTOMATISCHE WERKZEUGLÄNGENVERSATZ-/WERKZEUGBRUCHERKENNUNGSFUNKTION

• PAC = 180°

EIOEMR5S1036R01

• PAC = 270°

EIOEMR5S1037R01
MG61-012 S-51
KAPITEL 1 AUTOMATISCHE WERKZEUGLÄNGENVERSATZ-/WERKZEUGBRUCHERKENNUNGSFUNKTION

3-3. Funktion und Bedienung des Automatischen Werkzeuglängenver-


satzes/der Automatischen Werkzeugbruch--erkennung bei einem
30° Winkelzubehör (Option)
(1) Automatische Werkzeuglängenversatzfunktion Eeoemr5s1053
Die automatische Werkzeuglängenversatzfunktion ermöglicht die Messung der Längenversatz-
daten eines in das 30° Winkelzubehör eingesetzten Werkzeugs.
Beachten Sie, dass diese Funktion für die Messung der Fräserradiuskorrekturdaten mit in das
30° Winkelzubehör eingesetztem Werkzeug nicht zur Verfügung steht.
(2) Automatische Werkzeugbrucherkennungsfunktion
Die automatische Werkzeugbrucherkennung ermöglicht die Überwachung eines in das 30°
Winkelzubehör einggesetzten Werkzeu auf Werkzeugbruch oder zu hohen Verschleiß. Wie bei
der Werkzeuglängenversatzfunktion kann diese Funktion das Werkzeug nicht auf Bruch in
radialer Richtung überwachen.

3-3-1. Ablauf von Automatischem Werkzeuglängenversatz/Automatischer Werk-


zeugbrucherkennung
Messen des Längenversatzwertes des in die vertikale Spindel eingesetztenEeoemr5s1056
Bezugswerkzeugs

Messen des Längenversatzwertes des in das 30° Winkelzubehör eingesetzten Bezugswerkzeugs

Einstellung der relativen Versatzdaten zwischen den Bezugswerkzeugen (VSTOH [20])

Einstellung der unteren Verfahrgrenze der Z-Achse

Einstellung des Nullpunkts für den Berührungssensor des 30° Winkelzubehörs

Messen des Längenversatzwertes für ein in das 30° Winkelzubehör eingesetztes Werkzeug
.
.
.
Überprüfen eines in das 30° Winkelzubehör eingesetzten Werkzeugs auf Werkzeugbruch
.
.
.
MG61-012 S-52
KAPITEL 1 AUTOMATISCHE WERKZEUGLÄNGENVERSATZ-/WERKZEUGBRUCHERKENNUNGSFUNKTION

3-3-2. Relative Versatzdaten zwischen den Bezuegswerkzeugen (VSTOH [20])

Für die Verwendung des automatischen Werkzeuglängenversatzes/der automatischen Eeoemr5s1057


Werkzeug-
brucherkennung zusammen mit einem anderen als dem 90° Winkelzubehör(30°, 45°, 60°) wird ein
spezielles Werkzeug – genannt Bezugswerkzeug B – benutzt, um die Korrekturdaten ders Zusatz-
gerätes zu messen. In Abweichung zum herkömmlichbenutzten Bezugswerkzeug – genannt
Bezugswerkzeug A – mit zylindrischer Kontur weist Bezugswerkzeug B eine kugelförmige Kontur
auf.
Bei Einstellung des Sensornullpunkts wird der Nullpunkt in vertikaler und horizontaler Richtung nor-
malerweise durch die Länge von Bezugswerkzeug A bestimmt, der wiederum durch den Spezifikati-
onscode (Bit 7 des Spezifikationscodes Nr. 24) festgelegt ist.
Für die Einstellung des Sensornullpunkts eines Winkelzubehörs wird Bezugswerkzeug B benutzt.
Das bedeutet, dass die präzise Länge des Bezugswerkzeugs vorab bekannt sein muss. Der für die
Berechnung der Länge von Bezugswerkzeug B benutzte Wert wird “relative Versatzdaten zwischen
den Bezugswerkzeugen“ genannt.
Wird ein Wert für PLI (Erläuterung siehe [3-3-5. Einstellung des Nullpunkts des Berührungssen-
sors]) gesetzt, entfällt diese Einstellung der "relativen Versatzdaten zwischen Bezugswerkzeugen“.
Die relativen Versatzdaten zwischen Bezugswerkzeugen lassen sich wie folgt problemlos ermitteln.

Vorgehensweise :
1 Bezugswerkzeug B in die vertikale Spindel einsetzen und die Z-Koordinate ablesen, indem der
Bezugsblock mit dem Werkzeug angetastet wird.
Angenommen, die abgelesene Koordinate ist “B”.

2 Bezugswerkzeug A in die vertikale Spindel einsetzen und die Z-Koordinate ablesen, indem der
Bezugsblock mit dem Werkzeug angetastet wird.
Angenommen, die abgelesene Koordinate ist “A”.

3 Die relativen Versatzdaten zwischen Bezugswerkzeugen werden dann anhand der folgenden
Formel berechnet:

Relative Versatzdaten zwischen Bezugswerkzeugen = Länge von Bezugswerkzeug B


(Koordinatenwert B)
- Länge von Bezugswerkzeug A
(Koordinatenwert A)

EIOEMR5S1038R01
MG61-012 S-53
KAPITEL 1 AUTOMATISCHE WERKZEUGLÄNGENVERSATZ-/WERKZEUGBRUCHERKENNUNGSFUNKTION

3-3-3. Wahl der Betriebsart (VFST)


Eeoemr5s1058
Mit der Systemvariablen “VFST” werden die Grundbetriebsarten für automatischen Werkzeuglän-
gen-- versatz oder automatische Werkzeugbrucherkennung für ein 30° Winkelzubehör gesetzt.
VFST umfasst ein Byte (8 Bit), wobei jedes Bit die folgende Wertigkeit hat.

VFST Bit 7 Bit 6 Bit 5 Bit 4 Bit 3 Bit 2 Bit 1 Bit 0


EIOEMR5S1039R01

Bit-Nr. Einstellung Beschreibung


0 Automatischer Werkzeugbrucherkennungszyklus
Bit 0
1 Automatischer Werkzeuglängenversatzzyklus
Bit 1 0 Immer auf ”0” setzen.
Bit 2 0 Immer auf ”0” setzen.
Keine X-Achsenbewegung bei Positionierung eines Bezugswerkzeugs
an der Sensorposition.
Wurden vor dieser Einstellung die Nullpunkte von Berührungssensor und
0
X-Achse nicht gesetzt, kann es zu sehr gefährlichen Situationen
Bit 3 kommen, da in diesem Fall die Positionierung zum Maschinennullpunkt
erfolgt.
Keine X-Achsenbewegung bei Positionierung eines Bezugswerkzeugs
1
an der Sensorposition.
Bit 4 0 Immer auf ”0” setzen.
Bit 5 0 Immer auf ”0” setzen.
Bit 6 0 Immer auf ”0” setzen.
0 Legt den relativen Versatztyp fest.
Bit 7
1 Legt den absoluten Versatztyp fest.

[Ergänzung]

Bei Einstellung der Systemvariablen VFST ist Vorsicht geboten, da sie auch für den
automatischen Werkzeuglängenversatz/die automatische Werkzeugbrucherkennung – und zwar
für vertikale Werkzeuge, die B-/C-Achsenzusatzeinheit, Verlängerungen sowie das 90°
Winkelzubehör – benutzt wird.
Die Betriebsart wird zwar im CNC-Speicher abgelegt, es wird jedoch empfohlen, den Modus bei
jeder Ausführung der beiden Korrekturfunktionen erneut zu setzen, da die Einstellung – wie oben
beschrieben – auch für andere Anwendungen benutzt wird.
MG61-012 S-54
KAPITEL 1 AUTOMATISCHE WERKZEUGLÄNGENVERSATZ-/WERKZEUGBRUCHERKENNUNGSFUNKTION

3-3-4. Einstellung der unteren Verfahrgrenze der Z-Achse (OO32)


Eeoemr5s1059
Bei Ausführung eines automatischen Werkzeuglängenversatz-/-brucherkennungszyklus muss der
Berührungssensor im rechten Winkel durch das Werkzeug angetastet werden. Daher wird das
Werkzeug vor Ausführung der Korrekturzyklen mit dem 30° Winkelzubehör so positioniert, dass es
im rechten Winkel zum Berührungssensor steht.
Die Position, an die die Y-Achse vor Positionierung zum Annäherungsstartpunkt zurückgezogen
werden muss, um eine Kollision mit dem Werkstück zu vermeiden, nennt man untere Z-Achsenver-
fahrgrenze.
Einzelheiten zum Annäherungsstartpunkt siehe [3-3-5. Einstellung des Sensornullpunkts].
Bei Modellen wie dem MCR-B II, bei denen die Sensoreinheit während des Vorschubs/Rückzugs mit
der Spindel kollidieren kann, wird die untere Z-Achsenverfahrgrenze während dieses Vorgangs auch
als Rückzugsposition für die Spindel benutzt.
Beachten Sie, dass die untere Z-Achsenverfahrgrenze für den automatischen Werkizeuglängenver-
satz/die automatische Werkzeugbrucherkennung von horizontalen Werkzeuge bei MCM, die B-/C-
Achsenzusatzeinheit sowie das 45° Winkelzubehör benutzt wird. Werden diese Spezifikationen
daher in Kombination verwendet, ist bei Einstellung der unteren Z-Achsenverfahrgrenze besondere
Vorsicht geboten.

Vorgehensweise :
1 Die Y-Achse an eine Position bewegen, an der die untere Verfahrgrenze der Z-Achse gesetzt
werden soll.
Bei diesem Vorgang können sich Z- und X-Achse an jeder beliebigen Position befinden.

2 An dieser Position wird in den MDI- oder Automatikbetrieb gewechselt und das folgende Pro-
gramm ausgeführt:
CALLOO32
Bei Ausführung dieses Programmes erfolgt keine Achsbewegung.
Nach der Ausführung wird die aktuelle Position der Z-Achse im Systemwerkstückkoordinaten-
system Nr. 9 als untere Z-Achsenverfahrgrenze gespeichert.
Die Einstellwert kann durch Öffnen des Pop-up-Fensters MSB NULPKT. KORR. (VSZO✽[N])
auf dem Bildschirm MEßERGEBNISSE überprüft werden.
MG61-012 S-55
KAPITEL 1 AUTOMATISCHE WERKZEUGLÄNGENVERSATZ-/WERKZEUGBRUCHERKENNUNGSFUNKTION

3-3-5. Nullpunkteinstellung des Berührungssensors


Eeoemr5s1060
Vor Ausführung eines automatischen Werkzeuglängenversatz-/-brucherkennungszyklus mit dem
30° Winkelzubehör muss der Nullpunkt des Berührungssensors gesetzt werden.
Für die Einstellung des Sensornullpunkts sind die folgenden Schritte erforderlich:

Vorgehensweise :
1 Die Variable VFST (Betriebsart) im MDI- oder Automatikmodus setzen.
Bei diesem Vorgang ist nur Bit 7 (Wahl absoluter/inkrementaler Versatz) signifikant. Die ande-
ren Bit werden auf “0” gesetzt.

2 M144 (Vorschub Sensoreinheit) im MDI- oder Automatikbetrieb setzen.


Bei Ausführung von M144 ist Vorsicht geboten, da die Sensoreinheit bei einigen Modellen wäh-
rend dieser Vorschubbewegung mit der Spindel kollidieren kann.

3 Bezugswerkzeug B in das 30° Winkelzubehör einsetzen und das Zusatzgerät ausrichten.

4 Das Werkzeug bis auf ca. 10 mm an den Berührungssensor annähern, so dass es den Sensor
bei Bewegung in Werkzeuglängsrichtung im rechten Winkel antastet.

5 Anschließend auf MDI-Modus umschalten und das folgende Programm eingeben:


CALL OO34 PAXI=#07H
Nach Ausführung dieses Satzes sind die Koordinaten (X, Y, Z) des Sensornullpunkts durch die
Angabe von PAXI gesetzt.
Einzelheiten über die Angabe von PAXI siehe [3-3-11. Variablen].
Beachten Sie, dass zwischen den Bezugswerkzeugen die relative Versatzdaten (VSTOH[20])
benutzt werden, da PLI nicht angegeben ist.

[Ergänzung]

Bei Angabe von PLI ist der zu übertragende Wert unterschiedlich und hängt von dem gewählten
Werkzeuglängenversatztyp (VFST ab. Beim absoluten Versatz wird die Länge von
Bezugswerkzeug B ab der Messlinie PLI gesetzt. Beim relativen Versatz wird die relative Länge
von Bezugswerkzeug B im Verhältnis zu Bezugswerkzeug A gesetzt.

Einzelheiten zum relativen Versatz zwischen Bezugswerkzeugen siehe [3-3-2. Relative Versatzda-
ten zwischen BezugswerkzeugenVersatzdaten zwischen Bezugswerkzeugen (VSTOH [20])].
Der Bewegungsablauf des Bezugswerkzeugs während der Programmausführung ist in Abschnitt [3-
3-6. Bewegungsablauf des Bezugswerkzeugs während der Nullpunkteinstellung des Sensors] erläu-
tert.
Das Ergebnis wird als Nullpunktdaten in Systemwerkstückkoordinatensystem Nr. 13 übertragen.
Die gesetzten Nullpunktdaten können durch Öffnen des Pop-up-Fensters MSB NULPKT. KORR.
(VSZO✽[N]) auf dem Bildschirm MEßERGEBNISSE überprüft werden.
MG61-012 S-56
KAPITEL 1 AUTOMATISCHE WERKZEUGLÄNGENVERSATZ-/WERKZEUGBRUCHERKENNUNGSFUNKTION

3-3-6. Bewegungsablauf des Bezugswerkzeugs während der Nullpunkteinstellung


des Sensors
Eeoemr5s1061
Während der Einstellung des Sensornullpunkts für ein 30° Winkelzubehör bewegt sich das Bezugs-
werkzeug wie nachfolgend erläutert.

Maschinenbetrieb
(1) Das Bezugswerkzeug bewegt sich zum Annäherungsstartpunkt (Y- und Z-Achse).
Der Annäherungsstartpunkt ergibt sich, wenn man eine gedachte Linie aus dem 30° Winkelzu-
behör in Werkzeuglängsrichtung verlängert. . Auf dieser verlängerten Linie werden zwei Posi-
tionen berechnet: zum einen die Position, an der sich die Z-Achse an ihrer
positivenVerfahrgrenze befindet, zum anderen die Position, an der sich die Y-Achse an der
unteren Z-Achsenverfahrgrenze befindet. Von diesen beiden Positionenwird der näher am Sen-
sor liegende Punkt als Annäherungsstartpunkt verwendet.
Da die Sensorposition bei Start der Nullpunkteinstellung nicht gemessen wurde, wird die Posi-
tion 10 mm vor der Position, zu der das Werkzeug in Schritt 4) bewegt wurde (siehe [3-3-5. Ein-
stellung des Sensornullpunkts], als Sensorposition des 30° Winkelzubehörs -angesehen.
(2) Die Spindel wird ausgerichtet.
(3) Das Bezugswerkzeug bewegt sich zur unteren Z-Achsenverfahrgrenze (Y-Achse).
(4) Die Sensoreinheit wird zurückgezogen.
(5) Die Sensoreinheit wird vorgeschoben.
(6) Das Bezugswerkzeug bewegt sich zum Annäherungsstartpunkt (Y-Achse).
(7) Das Bezugswerkzeug wird mit dem Sensor in Kontakt gebracht (Z- und Y-Achse).
(8) Das Bezugswerkzeug bewegt sich zum Annäherungsstartpunkt (Z- und Y-Achse).
(9) Das Bezugswerkzeug wird zur unteren Z-Achsenverfahrgrenze (Y-Achse) zurückgezogen.
(Wenn PRET ≠ 1)
(10) Die Sensoreinheit wird zurückgezogen. (Wenn PRET ≠ 1)
Damit ist die Nullpunkteinstellung des Berührungssensors beendet.
MG61-012 S-57
KAPITEL 1 AUTOMATISCHE WERKZEUGLÄNGENVERSATZ-/WERKZEUGBRUCHERKENNUNGSFUNKTION

3-3-7. Automatische Werkzeuglängenversatzfunktion


Eeoemr5s1062
Für die Längenmessung des in das 30° Winkelzubehör eingesetzten Werkzeugs sind die folgenden
Schritte erforderlich.

[Ergänzung]

Vor Ausführung des automatischen Werkzeuglängenversatzes muss sichergestellt werden, dass


der Nullpunkt des Berührungssensors gesetzt ist.

Vorgehensweise :
1 Die Variable VFST (Betriebsart) im MDI- oder Automatikmodus setzen.
Bei diesem Vorgang sind nur die folgenden Bit signifikant: Die anderen Bit werden auf “0” gesetzt.
• Bit 7 (Wahl absoluter/inkrementaler Versatz)
Denselben Wert wie bei der Nullpunkteinstellung des Sensors eingeben.
• Bit 3 (X-Achsenpositionierung wirksam/unwirksam)
“0” (X-Achsenpositionierung wirksam) kann nur dann gewählt werden, wenn PAXI bei
der Nullpunkteinstellung des Sensors benutzt wurde.
Wird “0” eingegeben, obwohl der X-Achsennullpunkt nicht gesetzt ist, kann es zu gefähr-
lichen Situationen kommen, da die X-Achse hierdurch am Maschinennullpunkt positio-
niert wird.
• Bit 0 (Wahl automatischer Werkzeuglängenversatz/automatische Werkzeugbrucherken-
nung)
Da in diesem Fall ein „automatischer Werkzeuglängenversatz“ ausgeführt werden soll,
muss hier „1“ gesetzt werden.
2 Das Werkzeug, für das ein automatischer Längenversatz durchgeführt werden soll, in das 30°
Winkelzubehör-einsetzen und das Zusatzgerät ausrichten.
Wird das Werkzeug manuell eingesetzt, muss der Parameter PH eingegeben werden, da die
Werkzeugnummer unbekannt ist.
Die ermittelten Versatzdaten werden als Längenversatzdaten unter der über Parameter PH
übertragenen Werkzeugnummer gespeichert.
Der Parameter PH muss nicht programmiert werden, wenn das Werkzeug über M-Codebefehl
eingesetzt wird.
3 Dann wählt der Bediener den MDI- oder Automatikmodus und führt das folgende Programm aus:
CALL OO34 (PLI = erwartete Werkzeuglänge) (PH=Werkzeugnummer)
Während der Programmausführung wird die Werkzeuglänge dann gemessen.
Die gemessenen Werkzeuglängendaten werden als entsprechende Versatzdaten unter der
überParameter PH übertragenen Werkzeugnummer abgelegt. Wird ParameterPH nicht pro-
grammiet, werden die Daten als Längenversatzdaten des aktiven Werkzeugs gespeichert.

[Ergänzung]

Wird keine erwartete Werkzeuglänge eingegeben, wird hierfür automatisch die minimale Werk-
zeuglänge gesetzt.
Daher muss die minimale Werkzeuglänge vorab über den optionalen Parameter (langes Wort) Nr.
43 als Absolutwert in mm definiert werden.
Bei Eingabe eines ungeeigneten Wertes in diesen Parameter kann es zu einer Kollision zwischen
dem 30° Winkelzubehör und der Sensoreinheit kommen. Der Eingabewert für die minimale Werk-
zeuglänge muss um 10 mm höher sein als die kleinste messbare Länge (festgelegt durch die
Maschinenspezifikationen).
Wird die kleinste messbare Länge als minimale Werkzeuglänge gesetzt, kollidiert das 30° Winkel-
zubehör mit dem Sensor, falls das Werkzeug den Sensor nicht antastet.
MG61-012 S-58
KAPITEL 1 AUTOMATISCHE WERKZEUGLÄNGENVERSATZ-/WERKZEUGBRUCHERKENNUNGSFUNKTION

Maschinenbetrieb
Während der Ausführung des automatischen Längenversatzes für das in das 30° Winkelzubehör--
eingesetzte Werkzeug bewegt sich das Werkzeug wie folgt:

(1) Die Z-Achse verfährt ab der aktuellen Position um 1 mm nach oben oder an das positive Verfah-
rende (+).
Wurde die X-Achsenpositionierung gewählt, wird diese nun ausgeführt.
(2) Die Spindel wird ausgerichtet.
(3) Das Werkzeug wird zur unteren Z-Achsenverfahrgrenze (Y-Achse) zurückgezogen.
(4) Die Sensoreinheit wird vorgeschoben.
(5) Das Werkzeug bewegt sich zum Annäherungsstartpunkt (Z-,Y-Achse).
Wurde die Angabe der maximalen Werkzeuglänge gewählt, erfolgt die Bewegung nun zu dieser
Position (Z-, Y-Achse).
(6) Das Werkzeug wird mit dem Sensor in Kontakt gebracht (Z-, Y-Achse).
(7) Das Werkzeug bewegt sich zum Annäherungsstartpunkt (Z-,Y-Achse).
(8) Das Werkzeug wird zur unteren Z-Achsenverfahrgrenze (Y-Achse) zurückgezogen. (Wenn
PRET ≠ 1)
(9) Die Sensoreinheit wird zurückgezogen. (Wenn PRET ≠ 1)

3-3-8. Einstellfunktion der Werkzeugwechselposition

Hat die automatischer Werkzeugbrucherkennung ein gebrochenes Werkzeug Eeoemr5s1064


erkannt, kann das
defekte Werkzeug automatisch mit Hilfe eines Unterprogramms in das Magazin rückgestellt werden.
Während der Rückstellung eines Werkzeugs in das Magazin kann es je nach Werkstückkontur zu
Kollisionen mit dem Werkstück kommen Um dies zu vermeiden, muss das Werkstück zurückgezo-
gen werden. Zu diesem Zweck steht die Einstellfunktion der Werkzeugwechselposition zur Verfü-
gung.
Die Spindel wird in der X- und Y-Achse zur Werkzeugwechselposition bewegt. Beachten Sie, dass
durch Einstellung von Bit 3 von Parameter VFST gewählt wird, ob eine Bewegun in der X-Achse
erfolgt oder nicht. Die X-Achse verfährt nur, wenn dieses Bit auf „0“ gesetzt ist.

Vorgehensweise :
1 Die Spindel an die gewünschte Wechselposition in der Y-Achse bewegen.
Wurde das Verfahren der X-Achse durch entsprechende Biteinstellung aktiviert, muss auch die
X-Achse bewegt werden.

2 Dann wählt der Bediener den MDI- oder Automatikmodus und führt das folgende Programm
aus:
CALL OO31
Die Achsen verfahren auch bei Ausführung eines Programms nicht.
Nach der Programmausführung wird die aktuelle Position als Werkzeugwechselposition in
Systemwerkstückkoordinatensystem Nr. 2 gesetzt.
Die gesetzten Werkzeugwechselpositionsdaten können durch Öffnen des Pop-up-Fensters
MSB NULPKT. KORR. (VSZO✽[N]) auf dem Bildschirm MEßERGEBNISSE überprüft werden.
MG61-012 S-59
KAPITEL 1 AUTOMATISCHE WERKZEUGLÄNGENVERSATZ-/WERKZEUGBRUCHERKENNUNGSFUNKTION

3-3-9. Automatische Werkzeugbrucherkennung


Eeoemr5s1065
Die automatische Werkzeugbrucherkennung wird wie folgt für das in das 30° Winkelzubehör einge-
setzte Werkzeug ausgeführt.

[Ergänzung]

Vor Ausführung der automatischen Werkbrucherkennung muss sichergestellt werden, dass der
Nullpunkt des Berührungssensors gesetzt ist.

Vorgehensweise :
1 Die Variable VFST (Betriebsart) im MDI- oder Automatikmodus setzen.
Bei diesem Vorgang sind nur die folgenden Bit signifikant: Die anderen Bit werden auf “0”
gesetzt.
• Bit 7 (Wahl absoluter/inkrementaler Versatz)
Denselben Wert wie bei der Nullpunkteinstellung des Sensors eingeben.
• Bit 3 (X-Achsenpositionierung wirksam/unwirksam)
“0” (X-Achsenpositionierung wirksam) kann nur dann gewählt werden, wenn PAXI bei
der Nullpunkteinstellung des Sensors benutzt wurde.
Wird “0” eingegeben, obwohl der X-Achsennullpunkt nicht gesetzt ist, kann es zu gefähr-
lichen Situationen kommen, da die X-Achse hierdurch am Maschinennullpunkt positio-
niert wird.
• Bit 0 (Wahl automatischer Werkzeuglängenversatz/automatische Werkzeugbrucherken-
nung)
Da in diesem Fall ein „automatischer Werkzeuglängenversatz“ ausgeführt werden soll,
muss hier „1“ gesetzt werden.

2 Das Werkzeug, für das ein automatischer Längenversatz durchgeführt werden soll, in das 30°
Winkelzubehör-einsetzen und das Zusatzgerät ausrichten.
Wird das Werkzeug manuell eingesetzt, muss der Parameter PH eingegeben werden, da die
Werkzeugnummer unbekannt ist.
Die Funktion vergleicht die gemessenen Längenversatzdaten der über ParameterPH übertra-
genen Werkzeugnummer mit der vordefinierten Bruchgrenze des Werkzeugs.
Der Parameter PH muss nicht programmiert werden, wenn das Werkzeug über M-Codebefehl
eingesetzt wird.

3 Dann wählt der Bediener den MDI- oder Automatikmodus und führt das folgende Programm aus:

CALL OO34 (Werkzeugbruchtoleranz (Bewertung))


(max. Änderung des Versatzwertes (Aktualisierung))
(Verarbeitung nach Erkennen auf Werkzeugbruch)
EIOEMR5S1040R01

• Werkzeugbruchtoleranz (PLE1)
Wird für PLE1 kein Wert gesetzt, wird als Bruchtoleranz der Wert 0.1 mm verwendet.
Das Werkzeug gilt dann als gebrochen, wenn die absolute Differenz zwischen der vor-
eingestellten Werkzeuglänge und der gemessenen Werkzeuglänge grösser ist als die
über PLE1 gesetzte Toleranz.
• Max. Änderung des Versatzwertes (PLE2)
Wird ein Wert für PLE2 gesetzt, werden die aktuellen Werkzeuglängenversatzdaten auf-
die gemessene Werkzeuglänge aktualisiert, unter der Voraussetzung dass die absolute
Differenz zwischen der voreingestellten Werkzeuglänge und dem Messwert kleiner ist
als die über PLE1 gesetzte Toleranz und größer als der max. Änderungswert.
MG61-012 S-60
KAPITEL 1 AUTOMATISCHE WERKZEUGLÄNGENVERSATZ-/WERKZEUGBRUCHERKENNUNGSFUNKTION

• Verarbeitung nach Erkennen auf Werkzeugbruch (PGO)


Wird ein Werkzeug als gebrochen bewertet, ohne dass ein Wert für PGO gesetzt ist,
wird ein Alarm ausgegeben und der automatische Werkzeugbrucherkennungszyklus
ohne Rückstellung des defekten Werkzeug in das Magazinbeendet.
Wurde für PGO ein Wert gesetzt (Verarbeitung nach Erkennen auf Werkzeugbruch),
erfolgtbei Eintreten eines Werkzeugbruchs die entsprechende Verarbeitung ohne Alarm-
ausgabe.
PGO = 1: Das Werkzeug wird ohne Positionierung an der Werkzeugwechselposition in
das Magazin rückgestellt.
PGO = 2: Das Werkzeug wird zuerst an die Werkzeugwechselposition bewegt und dann
in das Magazin rückgestellt.
PGO = 3: Das Werkzeug wird nicht in das Magazin rückgestellt.
Da nach Eingabe eines Wertes für PGO kein Alarm ausgegeben wird, muss die Werk-
zeugbrucherkennung im Programm definiert werden.
Einzelheiten zur programmierten Werkzeugbrucherkennung siehe [3-3-10. Bewertung
auf Werkzeugbruch].

Maschinenbetrieb
Während der Ausführung der automatischen Brucherkennung für das in das 30° Winkelzubehör-ein-
gesetzte Werkzeug bewegt sich das Werkzeug wie folgt:

(1) Die Z-Achse verfährt ab der aktuellen Position um 1 mm nach oben oder an das positive Verfah-
rende (+).
Wurde die X-Achsenpositionierung gewählt, wird diese nun ausgeführt.
(2) Die Spindel wird ausgerichtet.
(3) Das Werkzeug wird zur unteren Z-Achsenverfahrgrenze (Y-Achse) zurückgezogen.
(4) Die Sensoreinheit wird vorgeschoben.
(5) Das Werkzeug bewegt sich zum Annäherungsstartpunkt (Z-,Y-Achse).
Wurde die Angabe der maximalen Werkzeuglänge gewählt, erfolgt die Bewegung nun zu dieser
Position (Z-, Y-Achse).
(6) Das Werkzeug wird mit dem Sensor in Kontakt gebracht (Z-, Y-Achse).
(7) Das Werkzeug wird als gebrochen bewertet.
(8) Das Werkzeug bewegt sich zum Annäherungsstartpunkt (Z-,Y-Achse).
(9) Das Werkzeug wird zur unteren Z-Achsenverfahrgrenze (Y-Achse) zurückgezogen. (Wenn
PRET ≠ 1)
(10) Die Sensoreinheit wird zurückgezogen. (Wenn PRET ≠ 1)
Die Verarbeitung nach Erkennen auf Werkzeugbruch ist abhängig von der Einstellung von
Parameter PGO.
• PGO = 1:
Das Werkzeug wird ohne Positionierung an der Werkzeugwechselposition in das Magazin
rückgestellt.
• PGO = 2:
Das Werkzeug wird nach Positionierung an der Werkzeugwechselposition in der X- und Y-
Achse in das Magazin rückgestellt.
MG61-012 S-61
KAPITEL 1 AUTOMATISCHE WERKZEUGLÄNGENVERSATZ-/WERKZEUGBRUCHERKENNUNGSFUNKTION

3-3-10. Bewertung der Werkzeugbruchprüfung

Wird nach Erkennen auf Werkzeugbruch ein Ersatzwerkzeug gewählt, erfolgtEeoemr5s1067


auch bei Alarmaus-
gabe kein Maschinenhalt. Daher muss die Bewertung auf Werkzeugbruch nach Ende des automati-
schen Brucherkennungszyklus erfolgen und das Programm je nach Ergebnis der Prüfungverzweigt
werden.
• Systemvariable VOK1
VOK1 = 1: Das Werkzeug ist nicht gebrochen.
VOK1 ≠ 0: Das Werkzeug ist gebrochen.
Die Systemvariable VOK1 speichert das Ergebnis der unmittelbar vor der Variablenangabe
durchgeführten Werkzeugbrucherkennung.
• Systemvariable VOK2
Systemvariable VOK2 wird auch für das Speichern des Ergebnisses des Werkzeugbrucherken-
nungszyklus verwendet. Abweichend zur Systemvariablen VOK1 gibt sie jedoch das Ergebnis
aller Brucherkennungszyklen nach ihrer Rückstellung auf 0 (VOK2 = 0) wieder. Wird in diesen
Zyklen auch nur einmal ein Werkzeugbruch erkannt, ist der für VOK2 gesetzte Wert nicht Null
(VOK2 ≠ 0.)
• VOK1 und VOK2 werden bei einer Rückstellung der CNC nicht auf 0 rückgesetzt.

[Ergänzung]
Die Nummer eines im Brucherkennungszyklus als gebrochen bewerteten Werkzeugs wird von der
Werkezugverwaltungsfunktion als „gebrochenes Werkzeug“ registriert.
Um nach Auswechseln des Werkzeugs dieselbe Werkzeugnummer erneut zu verwenden, muss
der registrierte Status als „gebrochenes Werkzeug“ gelöscht werden.
Einzelheiten zur entsprechenden Vorgehensweise siehe Werkzeugverwaltungsfunktion unter
Optionen/Spezifikationen im Bedienungshandbuch.
MG61-012 S-62
KAPITEL 1 AUTOMATISCHE WERKZEUGLÄNGENVERSATZ-/WERKZEUGBRUCHERKENNUNGSFUNKTION

3-3-11. Variablen
Eeoemr5s1069
In Unterprogrammen verwendete Variablen, über die der automatischer Werkzeuglängenversatz/die
automatischer Werkzeugbrucherkennung für das 30° Winkelzubehör ausgeführt werden.
PH: Werkzeugversatznummer
Wird für die Angabe einer Werkzeugversatznummer verwendet, sofern für den automati-
schenWerkzeuglängenversatz/die automatische Werkzeugbrucherkennung nicht die Ver-
satznummer des aktuellen Werkzeugs benutzt werden soll.
PAXI: 1 Byte (8 Bit) Übertragungsvariable, die bei Setzen des Nullpunkts verwendet wird. Die
einzelnen Bit haben die folgende Bedeutung:

PAXI Bit 7 Bit 6 Bit 5 Bit 4 Bit 3 Bit 2 Bit 1 Bit 0


EIOEMR5S1041R01

Bit-Nr. Beschreibung
Bit 0 Setzt den X-Achsennullpunkt.
Bit 1 Setzt den Y-Achsennullpunkt.
Bit 2 Setzt den Z-Achsennullpunkt.
Bit 3 Immer auf ”0” setzen.
Bit 4 Immer auf ”0” setzen.
Bit 5 Immer auf ”0” setzen.
Bit 6 Immer auf ”0” setzen.
Bit 7 Immer auf ”0” setzen.

VFST: Wählt die Betriebsart. Einzelheiten siehe [3-3-3. Wahl der Betriebsart (VFST)].
PLE1: Legt den Toleranzwert für die Bewertung auf Werkzeugbruch fest. Einzelheiten siehe [3-
3-9. Automatische Werkzeugbrucherkennung].
PLE2: Lewgt den max. zulässigen Änderungsbetrag des Versatzwertes fest. Einzelheiten siehe
[3-3-9. Automatische Werkzeugbrucherkennung].
PLI: Definiert die Länge des Bezugswerkzeugs bei Einstellung des Sensornullpunktes.
Definiert die erwartete Werkzeuglänge bei Messen der Werkzeuglänge.
PRS: Hierbei handelt es sich um einen RS-Befehl für die Mehrfachausrichtfunktion der Spin-
del.
PRET: Befehl, der den Sensorrückzug verhindert
Diese Funktion verhindert, dass der Berührungssensor am Ende von Nullpunkteinstel-
lung, automatischem Werkzeuglängenversatz und/oder automatischer Werkzeugbruch-
erkennung zurückgezogen wird.
PGO: Definiert die weitere Verarbeitung nach Erkennen auf Werkzeugbruch. Einzelheiten
siehe [3-3-9. Automatische Werkzeugbrucherkennung].
PX: Definiert den Versatz in X-Achsenrichtung während der Positionierung an der Sensor-
position.
MG61-012 S-63
KAPITEL 1 AUTOMATISCHE WERKZEUGLÄNGENVERSATZ-/WERKZEUGBRUCHERKENNUNGSFUNKTION

3-4. Betrieb von automatischer Werkzeuglängenkorrektur/automati-


sche Werkzeugbrucherfassung mit 45° Winkelvorsätzen (Option)
(1) Automatische Werkzeuglängenkorrektur Funktion
Die automatische Werkzeuglängenkorrektur Funktion ermöglicht die Messung der
Werkzeuglängenkorrekturdaten eines Werkzeugs, das im 45° Winkelvorsatz montiert ist.
Beachten Sie, dass diese Funktion nicht verwendet werden kann, um die
Fräserradiuskompensationsdaten zu messen, während ein Werkzeug im 45° Winkelvorsatz
montiert ist.

(2) Automatische Werkzeugbrucherfassung Funktion


Die automatische Werkzeugbrucherfassung Funktion ermöglicht die Erfassung eines
Werkzeugbruchs oder übermäßiger Verschleiß eines Werkzeugs, das im 45° Winkelvorsatz
montiert ist. Wie bei der automatischen Werkzeuglängenkorrekturfunktion kann diese
automatische Werkzeugbrucherfassung keinen Werkzeugbruch in radialer Richtung erfassen.

3-4-1. Betriebsablauf der automatischen Werkzeuglängenkorrektur/automatische


Werkzeugbrucherfassung
Messen des Werkzeuglängenkorrekturwerts des in der vertikalen Spindel montierten
Referenzwerkzeugs.

Messen des Werkzeuglängenkorrekturwerts des in dem 45° Winkelvorsatz montierten
Referenzwerkzeugs.

Einstellen der relativen Korrekturdaten zwischen den Referenzwerkzeugen (VSTOH[20])

Einstellen der unteren Grenzpositionsdaten der Z-Achse

Einstellen des Nullpunkts des Berührungssensors des 45° Winkelvorsatzes

Messen der Werkzeuglängenkorrekturdaten für ein Werkzeug, dass in dem 45° Winkelvorsatz
montiert ist.
.
.
.
Kontrolle des Bruchs eines Werkzeugs, dass in dem 45° Winkelvorsatz montiert ist.
.
.
.
MG61-012 S-64
KAPITEL 1 AUTOMATISCHE WERKZEUGLÄNGENVERSATZ-/WERKZEUGBRUCHERKENNUNGSFUNKTION

3-4-2. Einstellen der unteren Grenzposition der Z-Achse (OO32)


Zur Verwendung der automatischen Werkzeuglängenkorrektur/automatische
Werkzeugbrucherfassung bei einem Winkelvorsatz mit einem anderen Winkel als 90° (30°, 45°, 60°)
muss ein spezielles Referenzwerkzeug, genannt Referenzwerkzeug B, zur Messung der
Vorsatzkompensationsdaten verwendet werden. Im Unterschied zum normalerweise verwendeten
Referenzwerkzeug - genannt Referenzwerkzeug A - , das eine zylindrische Form besitzt, hat das
Referenzwerkzeug B eine kugelförmige Spitze.
Beim Einstellen des Nullpunkts des Berührungssensors werden der Nullpunkt des Sensors in
vertikaler und horizontaler Richtung durch die Länge des Referenzwerkzeugs A bestimmt, die durch
den Spezifikationscode (Bit 7 des Spezifikationscode Nr. 24) angegeben wird.
Beim Einstellen des Nullpunkts des Berührungssensors des Winkelvorsatzes wird jedoch das
Referenzwerkzeug B verwendet. Dies bedeutet, dass die genaue Länge des Referenzwerkzeugs
vorher bekannt sein muss. Der Wert, der zur Berechnung der Länge des Referenzwerkzeugs B auf
Basis der Länge des Referenzwerkzeugs A verwendet wird, heißt „relativer Korrekturwert zwischen
Referenzwerkzeugen“.
Wenn ein Wert für PLI gesetzt wird, wie unter [3-4-5. Einstellen des Nullpunkts des
Berührungssensors] erklärt wird, ist eine Einstellung des „relativen Korrekturwerts zwischen
Referenzwerkzeugen“ nicht erforderlich.
Der relative Korrekturwert zwischen Referenzwerkzeugen kann einfach mit folgender
Vorgehensweise erhalten werden.

Vorgehensweise :
1 Das Referenzwerkzeug B in der vertikalen Spindel montieren und den Koordinatenwert der Z-
Achse ablesen, indem die Achse in Kontakt mit dem Referenzblock gebracht wird.
Den abgelesenen Koordinatenwert der Z-Achse als „B“ annehmen.

2 Das Referenzwerkzeug A in der vertikalen Spindel montieren und den Koordinatenwert der Z-
Achse ablesen, indem die Achse in Kontakt mit dem Referenzblock gebracht wird.
Den abgelesenen Koordinatenwert der Z-Achse als „A“ annehmen.

3 Den relativen Korrekturwert zwischen den Referenzwerkzeugen mit folgender Formel


berechnen.

Relative offset data between reference tools = Length of reference tool B


(coordinate value B)
- Length of reference tool A
(coordinate value A)
ME51221R0900300780001
MG61-012 S-65
KAPITEL 1 AUTOMATISCHE WERKZEUGLÄNGENVERSATZ-/WERKZEUGBRUCHERKENNUNGSFUNKTION

3-4-3. Bestimmung des Betriebsmodus (VFST)


Die Systemvariable „VFST“ verwenden, um die Basis-Betriebsmodi für die automatische
Werkzeuglängenkorrektur oder automatische Werkzeugbrucherkennung eines 45° Winkelvorsatzes
zu bestimmen.
VFST besteht aus einem Byte (8 Bit), die Bits haben die folgende Bedeutung.

VFST Bit 7 Bit 6 Bit 5 Bit 4 Bit 3 Bit 2 Bit 1 Bit 0


ME51221R0900300790001

Bit Nr. Einstellung Beschreibung


0 Zyklus automatische Werkzeugbruchprüfung
Bit 0
1 Zyklus automatische Werkzeuglängenkorrektur
Bit 1 0 Immer „0“ einstellen
Bit 2 0 Immer „0“ einstellen
Bewegt die X-Achse beim Positionieren eines Referenzwerkzeugs an
der Berührungssensorposition.
Wenn diese Einstellung ausgeführt wird, obwohl der Nullpunkt des
0
Berührungssensors und die X-Achse nicht eingestellt wurden, führt dies
Bit 3 zu einer gefährlichen Situation, da in diesem Fall die Positionierung zum
Nullpunkt der Maschine hin ausgeführt wird.
Bewegt nicht die X-Achse beim Positionieren eines Referenzwerkzeugs
1
an der Berührungssensorposition.
Bit 4 0 Immer „0“ einstellen
Bit 5 0 Immer „0“ einstellen
Bit 6 0 Immer „0“ einstellen
0 Bestimmt den Typ der relativen Korrektur.
Bit 7
1 Bestimmt den Typ der absoluten Korrektur.

[Ergänzung]

Seien Sie bei der Einstellung der Systemvariable VFST vorsichtig, da diese auch für die
automatische Werkzeuglängenkorrektur / automatische Werkzeugbrucherkennung eines
vertikalen Werkzeugs, B/C-Achsenvorsatz, Erweitungsvorsatz und 90° Winkelvorsatz verwendet
wird.
Obwohl der Betriebsmodus im CNC-Speicher gesichert wird, wird empfohlen, den Modus für jede
Ausführung der automatischen Werkzeuglängenkorrektur / automatischen
Werkzeugbrucherkennung zu setzen, da diese auch, wie oben beschrieben, für andere
Anwendungen verwendet wird.
MG61-012 S-66
KAPITEL 1 AUTOMATISCHE WERKZEUGLÄNGENVERSATZ-/WERKZEUGBRUCHERKENNUNGSFUNKTION

3-4-4. Einstellen der unteren Grenzposition der Z-Achse (OO32)


Bei Ausführung des Zyklus für die automatischen Werkzeuglängenkorrektur / automatische
Werkzeugbrucherfassung muss ein Werkzeug im rechten Winkel mit dem Berührungssensor in
Kontakt gebracht werden. Daher wird das Werkzeug in der Richtung positioniert, bei der sich der
Berührungssensor im rechten Winkel befindet, bevor diese Zyklen mit dem 45°
Winkelvorsatzwerkzeug ausgeführt werden. Der Punkt, an dem das Werkzeug positioniert wird,
wird „Anfahr-Startposition“ genannt.
Die Position, an die die Y-Achse zurück fahren muss, um eine Kollision mit dem Werkstück vor der
Positionierung an der Anfahr-Startposition zu vermeiden wird untere Grenzposition Z-Achse
genannt.
Details zu der Anfahr-Startposition finden Sie unter [3-4-5. Einstellung Nullpunkt
Berührungssensor].
Die untere Grenzposition Z-Achse wird auch als Rückzugsposition für die Vor- /
Rückwärtsbewegung der Sensoreinheit bei Modellen wie MCR-B II verwendet, bei denen die
Sensoreinheit während der Vor- / Rückwärtsbewegung der Sensoreinheit mit der Spindel kollidieren
kann.
Beachten Sie, dass die untere Grenzposition Z-Achse auch für die automatische
Werkzeuglängenkorrektur / automatische Werkzeugbrucherkennung des MCM
Horizontalwerkzeugs und den B/C-Achsenvorsatz, 90° Winkelvorsatz und 30° Winkelvorsatz
verwendet wird. Daher muss, wenn diese Spezifikationen im Kombination verwendet werden, der
untere Grenzwert Z-Achse mit Sorgfalt eingestellt werden.

Vorgehensweise :
1 Die Y-Achse zu der Position bewegen, bei der die untere Grenzposition Z-Achse eingestellt
werden soll.
Bei dieser Funktion können sich die Z- und die X-Achse an jeder Position befinden.

2 Nun muss, nach Auswahl des MDI- oder Automatikmodus, das folgende Programm ausgeführt
werden.
CALLOO32
Während dieses Programm ausgeführt wird, bewegen sich die Achsen nicht.
Nach der Ausführung des Programms wird die aktuelle Position der Z-Achse als untere
Grenzposition der Z-Achse im Arbeits-Koordinatensystem Nr. 9 des Systems gespeichert.
Der eingestellte Wert kann durch Öffnen des Pop-Up Fensters MSB NULL-KORREKTUR
(VSZO*[N]) in der Maske MESSERGEBNISSE kontrolliert werden.
MG61-012 S-67
KAPITEL 1 AUTOMATISCHE WERKZEUGLÄNGENVERSATZ-/WERKZEUGBRUCHERKENNUNGSFUNKTION

3-4-5. Einstellen des Nullpunkts des Berührungssensors


Vor Ausführen der automatischen Werkzeuglängenkorrektur / automatische
Werkzeugbrucherfassung mit dem 30° Windelvorsatz muss der Nullpunkt des Berührungssensors
eingestellt werden.
Folgende Vorgehensweise beachten, um den Nullpunkt des Berührungssensors einzustellen.

Vorgehensweise :
1 Im MDI- oder Automatikmodus den VFST (Betriebsmodus) einstellen.
Für diese Funktion hat nur Bit 7 (inkremental/absolut Korrekturtyp Auswahl) eine Bedeutung.
Für die anderen Bits kann „0“ eingestellt werden.

2 Im MDI- oder Automatikmodus M144 (Vorschub Sensoreinheit) ausführen.


Auf die Ausführung von M144 achten, da bei manchen Modellen die Sensoreinheit mit der
Spindel kollidieren kann.

3 Referenzwerkzeug B an dem 45° Winkelvorsatz montieren, und den Vorsatz ausrichten.

4 Das Werkzeug in einer Entfernung von ca. 10 mm vom Berührungssensor positionieren, damit
es den Berührungssensor im rechten Winkel berührt, wenn es in Richtung der Werkzeuglänge
bewegt wird.

5 Den MDI- oder Automatikmodus wählen, und folgendes Programm ausführen.


CALL OO87 PAXI=#07H
Nach Ausführung des obigen Programms werden die Koordinatenwerte des Nullpunkts des
Berührungssensors (X, Y, Z) mit der Zuordnung für PAXI eingestellt.
Details zur PAXI Zuordnung finden Sie unter [3-4-11. Variablen].
Beachten, dass die relativen Korrekturwerte zwischen den Referenzwerkzeugen (VSTOH[20])
verwendet werden, da PLI nicht zugeordnet wird.

[Ergänzung]

Wenn PLI zugeordnet wird, weicht der zu transferierende Wert je nach Typ der
Werkzeuglängenkorrektur ab (VFST Einstellung). Für den Typ absolute Korrektur muss die
Länge vom Referenzwerkzeug B bis zur Maßlinie PLI eingestellt werden. Für den Typ relative
Korrektur muss die relative Länge des Referenzwerkzeugs B im Bezug zum Referenzwerkzeug A
eingestellt werden.

Details zu den relativen Korrekturdaten zwischen den Referenzwerkzeugen siehe [3-4-2. Relative
Korrekturdaten zwischen Referenzwerkzeugen (VSTOH[20])].
Wie sich das Referenzwerkzeug während der Ausführung des Programms bewegt, wird unter [3-4-
6. Bewegungen Referenzwerkzeug während Nullpunkteinstellung Berührungssensor] erklärt.
Das Ergebnis wird als Nullpunktdaten zum Arbeits-Koordinatensystem des Systems Nr. 21
rückgemeldet.
Die eingestellten Nullpunktdaten können durch Öffnen des Pop-Up Fensters MSB NULL-
KORREKTUR (VSZO*[N]) in der Maske MESSERGEBNISSE kontrolliert werden.
MG61-012 S-68
KAPITEL 1 AUTOMATISCHE WERKZEUGLÄNGENVERSATZ-/WERKZEUGBRUCHERKENNUNGSFUNKTION

3-4-6. Bewegungen Referenzwerkzeug während Nullpunkteinstellung Berührungs-


sensor
Während der Ausführung der Nullpunkteinstellung des Berührungssensors für einen 45°
Winkelvorsatz bewegt sich das Referenzwerkzeug wie folgt beschrieben.

Maschinenbetrieb
(1) Das Referenzwerkzeug bewegt sich zum Anfahr-Startpunkt (Y- und Z-Achse).
Der Anfahr-Startpunkt wird durch eine Verlängerungslinie vom Berührungssensor des 45°
Winkelvorsatzes in Werkzeuglängsrichtung berechnet. Die folgenden beiden Punkte werden
auf der Verlängerungslinie berechnet: Die Position, an der sich die Z-Achse an der
Verfahrgrenze in positiver Richtung befindet, und die Position, an der sich die Y-Achse an der
unteren Grenzposition der Z-Achse befindet. Jene dieser beiden Positionen, die sich näher am
Berührungssensor befindet, wird als Anfahr-Startpunkt verwendet.
Da die Sensorposition nicht zu Beginn der Nullpunkteinstellung Berührungssensor gemessen
wurde, wird die Position 10 mm vor dem Punkt, zu dem das Werkzeug in Schritt 4) der
Operation [3-4-5. Einstellung Nullpunkt Berührungssensor] bewegt wurde, als Position
Berührungssensor 45° Winkelvorsatz betrachtet.
(2) Die Spindel ist ausgerichtet.
(3) Das Referenzwerkzeug bewegt sich zur untere Grenzposition der Z-Achse (Y-Achse).
(4) Die Sensoreinheit bewegt sich zurück.
(5) Die Sensoreinheit bewegt sich vorwärts.
(6) Das Referenzwerkzeug bewegt sich zum Anfahr-Startpunkt (Y-Achse).
(7) Das Referenzwerkzeug wird in Kontakt mit dem Sensor gebracht (Z- und Y-Achse).
(8) Das Referenzwerkzeug bewegt sich zum Anfahr-Startpunkt (Z- und Y-Achse).
(9) Das Referenzwerkzeug bewegt sich zur untere Grenzposition der Z-Achse zurück (Y-Achse).
(Wenn PRET ≠ 1)
(10) Die Sensoreinheit bewegt sich zurück. (Wenn PRET ≠ 1)
Hiermit wird die Einstellung des Nullpunkts des Berührungssensors beendet.
MG61-012 S-69
KAPITEL 1 AUTOMATISCHE WERKZEUGLÄNGENVERSATZ-/WERKZEUGBRUCHERKENNUNGSFUNKTION

3-4-7. Automatische Werkzeuglängenkorrektur Funktion


Um die Werkzeuglängenkorrektur des Werkzeugs zu messen, dass sich in dem 45° Winkelvorsatz
befindet, ist die folgende Vorgehensweise zu befolgen.

[Ergänzung]

Vor der Ausführung der automatischen Werkzeuglängenkorrektur sicherstellen, das der Nullpunkt
des Berührungssensors eingestellt wurde.

Vorgehensweise :
1 Im MDI- oder Automatikmodus den VFST (Betriebsmodus) einstellen.
Für diese Funktion haben nur die folgenden Bits eine Bedeutung. Für die anderen Bits kann
„0“ eingestellt werden.

• Bit 7 (inkremental/absolut Korrekturtyp Auswahl)


Den gleichen Wert wie bei der Einstellung des Nullpunkts des Berührungssensors
einstellen.

• Bit 3 (Positionierung X-Achse gültig/ungültig)


„0“ (Positionierung X-Achse gültig) darf nur eingestellt werden, wenn PAXI verwendet
wurde, um den Nullpunkt bei der Einstellung des Nullpunkts des Berührungssensors
einstellen.
Wenn „0“ eingestellt wird, obwohl der Nullpunkt der X-Achse nicht eingestellt wurde, führt
dies zu einer gefährlichen Situation, da in diesem Fall die X-Achse zum Nullpunkt der
Maschine hin positioniert wird.

• Bit 0 (Auswahl automatischen Werkzeuglängenkorrektur/automatische


Werkzeugbrucherfassung)
Da die auszuführende Operation „automatische Werkzeuglängenkorrektur“ ist, sollte hier
„1“ eingestellt werden.

2 Das Werkzeug, für das die automatische Werkzeuglängenkorrekturdaten ausgeführt werden


soll, in dem 45° Winkelvorsatz montieren, und die Winkelvorsatzrichtung einstellen.
Wenn das Werkzeug von Hand montiert wird, muss der PH-Parameter angegeben werden, da
die Werkzeugnummer unbekannt ist.
Die erhaltenen Korrekturwerte werden als Werkzeuglängenkorrekturwerte für die
Werkzeugnummer eingestellt, die durch den PH-Parameter übertragen wird.
Der PH-Parameter muss nicht angegeben werden, wenn das Werkzeug mit Hilfe eines M-
Code Befehls montiert wird.

3 Nach Auswahl des MDI- oder Automatikmodus folgendes Programm ausführen.


CALL OO87 (PLI=vorweg genommene Werkzeuglänge) (PH=WErkzeugnummer)
Während das Programm ausgeführt wird, wird die Werkzeuglänge gemessen.
Die gemessenen Werkzeuglängenwerte werden als Werkzeuglängenkorrekturwerte für die
Werkzeugnummer eingestellt, die durch den PH-Parameter übertragen wird. Wenn kein PH-
Parameter angegeben wird, werden die Werte als Werkzeuglängenkorrekturwerte für die
aktive Werkzeugnummer eingestellt.
MG61-012 S-70
KAPITEL 1 AUTOMATISCHE WERKZEUGLÄNGENVERSATZ-/WERKZEUGBRUCHERKENNUNGSFUNKTION

[Ergänzung]

Wenn keine vorweg genommene Werkzeuglänge eingestellt wird, wird die minimale
Werkzeuglänge als vorweg genommene Werkzeuglänge verwendet.
Daher muss die minimale Werkzeuglänge vorher als optionaler Parameter (Langwort) Nr. 43 als
absoluter Wert in Millimeter eingestellt werden.
Wenn die Einstellung für diesen Parameter ungeeignet ist, kann der 45× Winkelvorsatz mit der
Sensoreinheit kollidieren. Einen Wert als minimale Werkzeuglänge einstellen, der 10 mm länger
ist, als die minimal messbare Länge (bestimmt durch Maschinenspezifikation).
Wenn die minimal messbare Länge als minimale Werkzeuglänge eingestellt wird, trifft der 45×
Windelvorsatz die Sensoreinheit, wenn der Werkzeug nicht den Sensor erreicht.

Maschinenbetrieb
Während der Ausführung der automatischen Werkzeuglängenkorrektur des Werkzeugs, das im 45°
Winkelvorsatz montiert ist, bewegt sich das Werkzeug wie folgt beschrieben.

(1) Die Z-Achse bewegt sich von der aktuellen Position um einen Millimeter nach oben, oder zum
Verfahrende in positiver (+) Richtung.
Wenn die Positionierung der X-Achse gültig ist, wird die Positionierung der X-Achse ausgeführt.

(2) Die Spindel ist ausgerichtet.

(3) Das Werkzeug bewegt sich zur untere Grenzposition der Z-Achse zurück (Y-Achse).

(4) Die Sensoreinheit bewegt sich vorwärts.

(5) Das Werkzeug bewegt sich zum Anfahr-Startpunkt (Z- und Y-Achse).
Wenn die Angabe der maximalen Werkzeuglänge gültig ist, bewegt sich das Werkzeug zur
eingestellten Position der maximalen Werkzeuglänge (Z- und Y-Achse).

(6) Das Werkzeug wird in Kontakt mit dem Berührungssensor gebracht (Z- und Y-Achse).

(7) Das Werkzeug bewegt sich zum Anfahr-Startpunkt (Z- und Y-Achse).

(8) Das Werkzeug bewegt sich zur untere Grenzposition der Z-Achse zurück (Y-Achse). (Wenn
PRET ¼ 1)

(9) Die Sensoreinheit bewegt sich zurück. (Wenn PRET ¼ 1)


MG61-012 S-71
KAPITEL 1 AUTOMATISCHE WERKZEUGLÄNGENVERSATZ-/WERKZEUGBRUCHERKENNUNGSFUNKTION

3-4-8. Einstellfunktion Werkzeugwechselposition


Wenn der Zyklus für die automatische Werkzeugbrucherfassung ein kaputtes Werkzeug erfasst,
kann das kaputte Werkzeug mit einem Unterprogramm automatisch zum Magazin zurück gekehrt
werden.
Wenn ein Werkzeug zum Magazin zurück gekehrt wird, kann es, je nach Form des Werkstücks, mit
diesem kollidieren. Um dies zu vermeiden, muss das Werkstück zurück bewegt werden. Die
Einstellfunktion der Werkzeugwechselposition wird verwendet, um die Werkzeugwechselposition für
diesen Zweck einzustellen.
Die Spindel wird durch Bewegung der X-, und Y-Achse zur Werkzeugwechselposition bewegt.
Beachten Sie, dass durch Einstellung des Bit 3 von VEST angegeben wird, ob sich die X-Achse
bewegt oder nicht. Die X-Achse bewegt sich nur, wenn „0“ für diesen Bit eingestellt wird.

Vorgehensweise :
1 Bewegt die Spindel in Richtung der Y-Achse zur Werkzeugwechselposition.
Wenn die Einstellung, die Bewegungen der X-Achse erlaubt aktiviert ist, bewegt sich die X-
Achse auch.

2 Nach Auswahl des MDI- oder Automatikmodus folgendes Programm ausführen.


CALL OO31
Die Achsen bewegen sich nicht, obwohl ein Programm ausgeführt wird.
Nach der Ausführung des Programms wird die aktuelle Position im Arbeits-Koordinatensystem
Nr. 2 des Systems als Werkzeugwechselposition gespeichert.
Die eingestellte Werkzeugwechselposition kann durch Öffnen des Pop-Up Fensters MSB
NULL-KORREKTUR (VSZO*[N]) in der Maske MESSERGEBNISSE kontrolliert werden.
MG61-012 S-72
KAPITEL 1 AUTOMATISCHE WERKZEUGLÄNGENVERSATZ-/WERKZEUGBRUCHERKENNUNGSFUNKTION

3-4-9. Automatische Werkzeugbrucherfassung


Die automatische Werkzeugbrucherfassung wird für das Werkzeug, das im 45° Winkelvorsatz
montiert ist, auf folgend angezeigte Weise ausgeführt.

[Ergänzung]

Vor der Ausführung der automatischen Werkzeugbrucherfassung sicherstellen, das der Nullpunkt
des Berührungssensors eingestellt wurde.

Vorgehensweise :
1 Im MDI- oder Automatikmodus den VFST (Betriebsmodus) einstellen.
Für diese Funktion haben nur die folgenden Bits eine Bedeutung. Für die anderen Bits kann
„0“ eingestellt werden.

• Bit 7 (inkremental/absolut Korrekturtyp Auswahl)


Den gleichen Wert wie bei der Einstellung des Nullpunkts des Berührungssensors
einstellen.

• Bit 3 (Positionierung X-Achse gültig/ungültig)


„0“ (Positionierung X-Achse gültig) darf nur eingestellt werden, wenn PAXI verwendet
wurde, um den Nullpunkt bei der Einstellung des Nullpunkts des Berührungssensors
einstellen.
Wenn „0“ eingestellt wird, obwohl der Nullpunkt der X-Achse nicht eingestellt wurde, führt
dies zu einer gefährlichen Situation, da in diesem Fall die X-Achse zum Nullpunkt der
Maschine hin positioniert wird.

• Bit 0 (Auswahl automatischen Werkzeuglängenkorrektur/automatische


Werkzeugbrucherfassung)
Da die auszuführende Operation „automatische Werkzeuglängenkorrektur“ ist, sollte hier
„1“ eingestellt werden.

2 Das Werkzeug, für das die automatische Werkzeuglängenkorrekturdaten ausgeführt werden


soll, in dem 45° Winkelvorsatz montieren, und die Winkelvorsatzrichtung einstellen.
Wenn das Werkzeug von Hand montiert wird, muss der PH-Parameter angegeben werden, da
die Werkzeugnummer unbekannt ist.
Die Funktion vergleicht die gemessenen Werte der Werkzeuglängenkorrekturwerte der
Werkzeugkorrekturnummer, die vom PH übermittelt werden, um einen Bruch des Werkzeugs
zu beurteilen.
Der PH-Parameter muss nicht angegeben werden, wenn das Werkzeug mit Hilfe eines M-
Code Befehls montiert wird.

3 Nach Auswahl des MDI- oder Automatikmodus folgendes Programm ausführen.

CALL OO87 (PLE1=Tool breakage judgement value)


(PLE2=Offset value update permissible amount)
(PGO=Processing at the occurrence of tool breakage)
ME51221R0900300850001

• Beurteilungswert Werkzeugbruch (PLE1)


Wenn für PLE1 kein Wert eingestellt wurde, wird ein Beurteilungswert von 0,1 mm
angenommen.
Das Werkzeug wird als gebrochen beurteilt, wenn der absolute Differenzwert zwischen
der voreingestellten Werkzeuglänge und der gemessenen Werkzeuglänge größer als der
eingestellte Beurteilungswert für PLE1 ist.
MG61-012 S-73
KAPITEL 1 AUTOMATISCHE WERKZEUGLÄNGENVERSATZ-/WERKZEUGBRUCHERKENNUNGSFUNKTION

• Korrekturwert Aktualisierung zulässiger Betrag (PLE2)


Bei Einstellung eines Werts für PLE2 wird der aktuelle Werkzeuglängenkorrekturwert auf
die gemessene Werkzeuglänge aktualisiert, unter der Annahme, dass der absolute
Differenzwert zwischen der voreingestellten Werkzeuglänge und der gemessenen
Werkzeuglänge kleiner als der für PLE1 eingestellte Beurteilungswert und größer als der
zulässige Betrag des aktualisierten Korrekturwerts ist.

• Verarbeitung bei Auftreten eines Werkzeugbruchs (PGO)


Wenn ein Werkzeug als gebrochen erfasst wird, ohne das ein PGO Wert eingestellt
wurde, tritt ein Alarm auf, und der Zyklus Werkzeugbrucherfassung endet, ohne das
gebrochene Werkzeug zum Magazin zurück zu kehren.
Wenn ein Wert für PGO eingestellt wird, um die Verarbeitung bei Auftreten eines
Werkzeugbruchs zu verarbeiten, wird die angegebene Verarbeitung ausgeführt, ohne bei
Erfassung eines Werkzeugbruchs einen Alarm zu generieren.
PGO = 1: Das Werkzeug wird ohne Bewegung zur Werkzeugwechselposition zum
Magazin zurück gekehrt.
PGO = 2: Das Werkzeug wird nach der Positionierung zur Werkzeugwechselposition
zurück gekehrt.
PGO = 3: Das Werkzeug wird zum Magazin zurück gekehrt.
Da kein Alarm auftritt, wenn ein Wert bei PGO eingestellt wurde, muss der
Werkzeugbruch in einem Programm beurteilt werden.
Details zur Beurteilung eines Werkzeugbruchs in einem Programm finden Sie unter [3-4-
10. Beurteilung Werkzeugbruch].

Maschinenbetrieb
Während der Ausführung der automatischen Werkzeugbrucherfassung des Werkzeugs, das im 45°
Winkelvorsatz montiert ist, bewegt sich das Werkzeug wie folgt beschrieben.

(1) Die Z-Achse bewegt sich von der aktuellen Position um einen Millimeter nach oben, oder zum
Verfahrende in positiver (+) Richtung.
Wenn die Positionierung der X-Achse gültig ist, wird die Positionierung der X-Achse ausgeführt.
(2) Die Spindel ist ausgerichtet.
(3) Das Werkzeug bewegt sich zur untere Grenzposition der Z-Achse zurück (Y-Achse).
(4) Die Sensoreinheit bewegt sich vorwärts.
(5) Das Werkzeug bewegt sich zum Anfahr-Startpunkt (Z- und Y-Achse).
Wenn die Angabe der maximalen Werkzeuglänge gültig ist, bewegt sich das Werkzeug zur
eingestellten Position der maximalen Werkzeuglänge (Z- und Y-Achse).
(6) Das Werkzeug wird in Kontakt mit dem Berührungssensor gebracht (Z- und Y-Achse).
(7) Das Werkzeug wird als gebrochen eingeteilt.
(8) Das Werkzeug bewegt sich zum Anfahr-Startpunkt (Z- und Y-Achse).
(9) Das Werkzeug bewegt sich zur untere Grenzposition der Z-Achse zurück (Y-Achse). (Wenn
PRET ≠ 1)
(10) Die Sensoreinheit bewegt sich zurück. (Wenn PRET ≠ 1)
Die Verarbeitung nach der Werkzeugbrucherfassung hängt von der PGO Einstellung ab.

• PGO = 1:
Das Werkzeug wird ohne Bewegung zur Werkzeugwechselposition zum Magazin zurück
gekehrt.

• PGO = 2:
Das Werkzeug wird nach der Positionierung der X- und Y-Achse zur
Werkzeugwechselposition zurück gekehrt.
MG61-012 S-74
KAPITEL 1 AUTOMATISCHE WERKZEUGLÄNGENVERSATZ-/WERKZEUGBRUCHERKENNUNGSFUNKTION

3-4-10. Beurteilung Werkzeugbruch

Wenn bei Erfassung eines Werkzeugbruchs ein Reservewerkzeug gewählt wird, wird die Maschine
nicht durch einen Alarm gestoppt, selbst wenn ein Werkzeugbruch erfasst wird. Es ist daher
erforderlich, am Ende des automatischen Zyklus zur Werkzeugbrucherkennung zu beurteilen, ob
ein Werkzeug gebrochen ist oder nicht, und in ein Teilprogramm zu verzweigen, entsprechend des
Ergebnisses der Beurteilung.

• Systemvariable VOK1
VOK1 = 1: Das Werkzeug ist nicht gebrochen.
VOK1 ¼ 0: Das Werkzeug ist gebrochen.
Die Systemvariable VOK1 speichert das Ergebnis des Zyklus zur Werkzeugbrucherfassung,
der unmittelbar vor deren Angabe ausgeführt wurde.

• Systemvariable VOK2
Die Systemvariable VOK2 wird auch verwendet, um das Ergebnis des Zyklus zur
Werkzeugbrucherfassung zu speichern. Abweichend zur Systemvariablen VOK1 zeigt sie das
Auftreten eines Werkzeugbruchs in allen Erfassungszyklen, die nach der Rückstellung auf 0
(VOK2 = 0) ausgeführt wurden. Wenn auch nur ein Werkzeugbruch in einem dieser Zyklen
erfasst wurde, ist der Wert von VOK2 nicht 0 (VOK2 ¼ 0).

• VOK1 und VOK2 werden durch Rückstellen der CNC nicht zurückgesetzt.

[Ergänzung]

Die Werkzeugnummer des Werkzeugs, das in einem Zyklus zur Werkzeugbrucherfassung als
kaputt erfasst wurde, wird durch die Werkzeugmanagementfunktion als gebrochenes Werkzeug
registriert.
Um die gleiche Werkzeugnummer nach dem Ersatz des gebrochenen Werkzeugs zu verwenden,
muss der registrierte Status gebrochenes Werkzeug zurück gesetzt werden.
Siehe Werkzeugmanagementfunktion in den Spezialspezifikationen des Bedienerhandbuchs für
die Vorgehensweise zum Zurücksetzen dieses Status.
MG61-012 S-75
KAPITEL 1 AUTOMATISCHE WERKZEUGLÄNGENVERSATZ-/WERKZEUGBRUCHERKENNUNGSFUNKTION

3-4-11. Variablen

Variablen, die in den Subroutinen verwendet werden, die die automatische


Werkzeuglängenkorrektur / automatische Werkzeugbrucherfassung des 45× Winkelvorsatzes
ausführen.
PH: Werkzeug-Versatzwert
Wird verwendet, um eine andere Werkzeugkorrekturnummer als die Werkzeugnummer
des aktiven Werkzeugs für die automatische Werkzeuglängenkorrektur / automatische
Werkzeugbrucherfassung zu verwenden.
PAXI: Transfervariable mit einem Byte (8 Bit), die verwendet wird, wenn der Sensornullpunkt
gesetzt wird. Die Bits haben die folgende Bedeutung.

PAXI Bit 7 Bit 6 Bit 5 Bit 4 Bit 3 Bit 2 Bit 1 Bit 0


ME51221R0900300870001

Bit Nr. Beschreibung


Bit 0 Stellt den Nullpunkt der X-Achse ein.
Bit 1 Stellt den Nullpunkt der Y-Achse ein.
Bit 2 Stellt den Nullpunkt der Z-Achse ein.
Bit 3 Immer „0“ einstellen
Bit 4 Immer „0“ einstellen
Bit 5 Immer „0“ einstellen
Bit 6 Immer „0“ einstellen
Bit 7 Immer „0“ einstellen

VFST: Bestimmt des Betriebsmodus. Details finden Sie unter [3-4-3. Bestimmung des
Betriebsmodus (VFST)].
PLE1: Bestimmt den Beurteilungswert für den Werkzeugbruch. Details finden Sie unter [3-4-9.
Automatische Werkzeugbrucherfassung].
PLE2: Bestimmt den zulässigen Betrag der Korrekturwert Aktualisierung. Details finden Sie
unter [3-4-9. Automatische Werkzeugbrucherfassung].
PLI: Bestimmt die Länge des Referenzwerkzeugs bei Einstellung des Nullpunkts des
Berührungssensors.
Bestimmt die vor weg genommene Werkzeuglänge bei Messung der Werkzeuglänge.
PRS: Dies ist ein RS-Befehl für Multipunkt-Spindelorientierungsbetrieb.
PRET: Präventivbefehl Rückzug Berührungssensor
Dies ist eine Funktion um den Rückzug des Berührungssensors am Ende der
Nullpunkteinstellung Berührungssensor, automatische Werkzeuglängenkorrektur und
automatische Werkzeugbrucherkennung zu verhindern.
PGO: Bestimmt die folgende Verarbeitung bei Erfassung eines Werkzeugbruchs. Details
finden Sie unter [3-4-9. Automatische Werkzeugbrucherfassung].
PX: Bestimmt den Versatz in Richtung X-Achse während Positionierung zur Sensorposition.
MG61-012 S-76
KAPITEL 1 AUTOMATISCHE WERKZEUGLÄNGENVERSATZ-/WERKZEUGBRUCHERKENNUNGSFUNKTION

4. Freifahrposition in der Y-Achse (MCM-B/MCR-B II/MCR-A/


VH-40)
Eeoemr5s1070
Während der Ausführung eines automatischen Werkzeuglängenversatzes (Fräserradiuskorrektur)
odereiner Werkzeugbrucherkennung an der vertikalen oder horizontalen Spindel MCM-B/MCR-B II/
MCR-A kann das Werkzeugm it der Abdeckung der Sensoreinheit kollidieren.
Beim VH-40 kann es außerdem während des automatischen Werkzeuglängenversatzes oder der
Brucherkennung zu einer Kollision zwischen Tisch und Sensoreinheit kommen.
Um solche Kollisionen zu vermeiden muss zunächst die Freifahrposition der Y-Achse festgelegt und
die Achse dann freigefahren werden.

4-1. Einstellung der Y-Achsenfreifahrposition


Einstellung der Y-Achsenfreifahrposition für die vertikale Spindel Eeoemr5s1071
Die Freifahrposition der Y-Achse für die vertikale Spindel (einschließlich VH-40) wird wie folgt gesetzt:

Vorgehensweise :
1 Zunächst die Y-Achse an die gewünschte Freifahrposition stellen.
Bei diesem Vorgang können sich X- und Z-Achse an jeder beliebigen Position befinden.

2 An dieser Position wird nun in den Automatikbetrieb gewechselt und das folgende Programm
ausgeführt:
CALL OO33
M02
Bei Ausführung dieses Programmes erfolgt keine Achsbewegung.
Nach der Ausführung wird die aktuelle Position der Y-Achse im Systemwerkstückkoordinaten-
system Nr. 12 als untere Y-Achsenfreifahrposition gespeichert.
Die Einstellwert kann durch Öffnen des Pop-up-Fensters MSB NULPKT. KORR. (VSZO✽[N])
auf dem Bildschirm MEßERGEBNISSE überprüft werden.

Einstellung der Y-Achsenfreifahrposition für die horizontale Spindel


Die Freifahrposition der Y-Achse für die horizontale Spindel (einschließlich VH-40) wird wie folgt gesetzt:

Vorgehensweise :
1 Zunächst die Y-Achse an die gewünschte Freifahrposition stellen.
Bei diesem Vorgang können sich X- und Z-Achse an jeder beliebigen Position befinden.

2 An dieser Position wird nun in den Automatikbetrieb gewechselt und das folgende Programm
ausgeführt:
ALL OO32
M02
Bei Ausführung dieses Programmes erfolgt keine Achsbewegung.
Nach der Ausführung wird die aktuelle Position der Y-Achse im Systemwerkstückkoordinaten-
system Nr. 9 als untere Y-Achsenfreifahrposition gespeichert.
Die Einstellwert kann durch Öffnen des Pop-up-Fensters MSB NULPKT. KORR. (VSZO✽[N])
auf dem Bildschirm MEßERGEBNISSE überprüft werden.

[Ergänzung]
1) Da die Systemwerkstückkoordinatensysteme Nr. 9 und Nr. 12 ausschließlich für den
automatischen Werkzeuglängenversatz und die automatische Werkzeugbrucherkennung
benutzt werden, kann es nicht normal gesetzt oder als Bezug verwendet werden.
2) Die Freifahrposition der Y-Achse wird an einer Position gesetzt, an der jede Kollision zwischen
Werkzeug und Abdeckung der Sensoreinheit ausgeschlossen ist.
MG61-012 S-77
KAPITEL 1 AUTOMATISCHE WERKZEUGLÄNGENVERSATZ-/WERKZEUGBRUCHERKENNUNGSFUNKTION

4-2. Werkzeugbewegungen während des automatischen Werkzeuglän-


genversatzes (Fräserradiuskorrektur)/der automatischen Werk-
zeugbrucherkennung
Eeoemr5s1073
Während des automatischen Werkzeuglängenversatzes (Fräserradiuskorrektur)/der automatischen
Werkzeugbrucherkennung bewegt sich das Werkzeug wie unten erläutert.
Maschinenbetrieb bei vertikalen Bearbeitungszentren (einschließlich VH-40)
(1) Die Z-Achse verfährt im Eilgang an ihr positives Verfahrende (+).
(2) Die Y-Achse verfährt im Eilgang zur Freifahrposition (der in
Systemwerkstückkoordinatensyste4m Nr. 9 gesetzten Position).
(3) Die Spindel wird ausgerichtet.
(4) Bei Verwendung eines beweglichen Sensors bewegt sich dieser einmal kurz zurück* und ver-
fährt dann vorwärts.
* Befindet sich der Sensor bereits an der Rückzugsposition entfällt diese Bewegung.
(5) X- und Y-Achse verfahren im Eilgang und richten die Werkzeugschneide mit dem Mittelpunkt
des Berührungssensors aus.
(6) Das Werkzeug wird gemäß dem gewählten Zyklus (automatischer Werkzeuglängenversatz (Fräser-
radiuskorrektur)/automatische Werkzeugbrucherkennung) mit dem Sensor in Kontakt gebracht.
(7) Die Z-Achse verfährt im Eilgang an ihr positives Verfahrende (+).
(8) Die Y-Achse verfährt im Eilgang zur Freifahrposition (der in
Systemwerkstückkoordinatensyste4m Nr. 12 gesetzten Position).
(9) Bei Verwendung eines beweglichen Sensors fährt dieser nun zurück

[Ergänzung]
Beim VH-40 bewegt sich in Schritt 5) nur die X-Achse, da der Nullpunkt des Sensors in Y-
Achsenrichtung mit der Freifahrpsition der Y-Achse zusammenfällt.

Maschinenbetrieb bei horizontalen Bearbeitungszentren


(1) Die Z-Achse verfährt im Eilgang an ihr positives Verfahrende (+).
(2) Die Y-Achse verfährt im Eilgang zur Freifahrposition (der in
Systemwerkstückkoordinatensyste4m Nr. 9 gesetzten Position).
(3) Die Spindel wird ausgerichtet.
(4) Bei Verwendung eines beweglichen Sensors bewegt sich dieser einmal kurz zurück* und ver-
fährt dann vorwärts.
* Befindet sich der Sensor bereits an der Rückzugsposition entfällt diese Bewegung.
(5) X- und Y-Achse verfahren im Eilgang und richten die Werkzeugschneide mit dem Mittelpunkt
des Berührungssensors aus.
(6) Das Werkzeug wird gemäß dem gewählten Zyklus (automatischer Werkzeuglängenversatz (Fräser-
radiuskorrektur)/automatische Werkzeugbrucherkennung) mit dem Sensor in Kontakt gebracht.
(7) Die Z-Achse verfährt im Eilgang an ihr positives Verfahrende (+).
(8) Die Y-Achse verfährt im Eilgang zur Freifahrposition (der in
Systemwerkstückkoordinatensyste4m Nr. 9 gesetzten Position).
(9) Bei Verwendung eines beweglichen Sensors fährt dieser nun zurück
MG61-012 S-78
KAPITEL 1 AUTOMATISCHE WERKZEUGLÄNGENVERSATZ-/WERKZEUGBRUCHERKENNUNGSFUNKTION

5. Kollisionsschutzmaßnahmen für MCV-A/MCV-A II wäh-


rend der Ausführung eines automatischen Werkzeuglän-
genversatz-/-brucherkennungszyklus
Eeoemr5s1075
Diese Funktion verhindert eine Kollision zwischen Berührungssensor und Kühlmittelauffangbehälter
sowie zwischen Spindelwerkzeug und Späneabdeckung während der Ausführung des automati-
schen Werkzeuglängenversatzes (Fräserradiuskorrektur)/der automatischen Werkzeugbrucherken-
nung für MCV-A/MCV-A II.
Um diese Funktion zu aktivieren, wird der CNC optionale Parameter (Bit) Nr. 36 Bit 4 auf „1“ gesetzt.

5-1. Verriegelung des Sensorbetriebs


Im Kühlmittelauffangbehälter befindet sich ein Kerbe; der Sensornullpunkt Eeoemr5s1076
wird oberhalb dieser
Kerbe gesetzt, damit es nicht zu einer Kollision zwischen Behälter und Sensor kommen kann.
Ein Vorschub des Sensors ist nur am Nullpunkt möglich. Bei Ausführung von Befehl M144 (Sensor-
vorschub), während sich die X-Achse noch am Sensornullpunkt befindet, bewegt sich der Sensor
nicht. In diesem Fall wird der untenstehende Alarm ausgegeben:
Der Sensor kann nur durch den gekerbten Teil vorgeschoben werden.
2437 Alarm B Falscher M-Code 5
Der hier beschriebene Sensornullpunkt in der X-Achse ist der in Z-Achsenrichtungeingestellte Sen-
sornullpunkt und entspricht der X-Koordinate im Systemwerkstückkoordinatensystem Nr. 1.

5-2. Kollisionsschutzmaßnahmen während der Ausführung des auto-


matischen Werkzeuglängenversatzes/der automatischen Werk-
zeugbrucherkennung
Um Kollisionen zwischen Werkzeug und Späneabdeckung zu vermeiden, mussEeoemr5s1077
der Sensornullpunkt
in der X-Achse im Mittelpunkt der Kerbe in der Abdeckung gesetzt werden, so dass das Werkzeug
durch diesen Punkt läuft.

5-2-1. Provisorische Einstellung des Sensornullpunktes in der X-Achse


Da der Befehl M144 (Sensorvorschub) nur dann gültig ist , wenn die X-Achse am Eeoemr5s1078
Sensornullpunkt steht,
muss vor Setzen des Sensornullpunkts ein provisorischer X-Achsennullpunkt gesetzt werden.
Beachten Sie, dass diese Einstellung bei Änderung eines bereits gesetzten Sensornullpunkts entfällt.

Vorgehensweise :
1 Die X-Achse manuell verfahren, um den Sensor mit der Kerbmitte im Kühlmittelauffangbehälter
auszurichten.

2 Den MDI-Modus wählen und “VFST=✽✽” ausführen.


Für "✽✽" einen geeigneten Wert eingeben; siehe hierzu [6-3. Arbeiten mit Variablen]. Als
Betriebsmodus kann hier entweder automatischer Werkzeuglängenversatz oder automatische
Werkzeugbrucherkennung gewählt sein

3 Den MDI-Modus wählen und “VFST=” ausführen.

4 M144 ausführen.

[Ergänzung]
Den Sensornullpunkt durch Angabe von “PAXI=7”.in Z-Richtung setzen.
MG61-012 S-79
KAPITEL 1 AUTOMATISCHE WERKZEUGLÄNGENVERSATZ-/WERKZEUGBRUCHERKENNUNGSFUNKTION

5-2-2. Automatischer Werkzeuglängenversatz/Automatische Werkzeugbrucherken-


nung
Eeoemr5s1080
Vor Ausführung einer dieser beiden Korrekturzyklen muss Bit 3 vonVFST auf „0“ gesetzt werden, um
die X-Achsenbewegung zu aktivieren.
VFST Einstellung für die Ausführung von Automatischem Werkzeuglängenversatz/Automatischer
Werkzeugbrucherkennung
• Relativer Versatz
Automatischer Werkzeuglängenversatz: 1
Automatische Werkzeugbrucherkennung: 0
• Absoluter Versatz
Automatischer Werkzeuglängenversatz: #81H
Automatische Werkzeugbrucherkennung: #80H

In diesem Bedienungshandbuch ist festgelegt, dass sich das Werkzeug während der Ausführung
von automatischem Werkzeuglängenversatz/automatischer Werkzeubrucherkennung in folgender
Reihenfolge zum zum Berührungssensor bewegt:
Obere Z-Achsenverfahrgrenze → Sensorposition in der Y-Achse→ Sensorposition in der X-Achse
Bei dieser Reihenfolge der Werkzeugbewegungen kommt es jedoch zu einer Kollision des Werk-
zeugs mit der Späneabdeckung.
Durch die obenstehende Einstellung ändert sich die Reihenfolge in:
Obere Z-Achsenverfahrgrenze → Sensorposition in der Z-Achse→ Sensorposition in der Y-Achse
Ähnlich gilt: Wird “PGO = 2” angegeben, ändert sich die Reihenfolge der Werkzeugbewegungen zur
Werkzeugwechselposition (der über OO312 gesetzten Position), zu der sich das Werkzeug nach
Erkennen auf Werkzeugbruch bewegt, wie folgt:
Obere Z-Achsenverfahrgrenze → Werkzeugwechselposition in der Y-Achse→ Werkzeugwechselpo-
sition in der X-Achse
MG61-012 S-80
KAPITEL 1 AUTOMATISCHE WERKZEUGLÄNGENVERSATZ-/WERKZEUGBRUCHERKENNUNGSFUNKTION

6. In Unterprogrammen benutzte Variablen


Eeoemr5s1081
Das Grundbefehlsformat der automatischen Werkzeuglängenversatz-/automatischen Werkzeug-
bruch-erkennungsfunktion wurde bereits in den letzten Abschnitten erklärt.
In diesem Unterabschnitt werden die für den effektiven Einsatz dieser Funktionen erforderlichen
Variablen näher beschrieben.

6-1. Tabelle der Unterprogramme und Variablen


Eeoemr5s1082
Variablen,
Unterpro- Variablen, für die ein numeri- Variablen, für die ein numeri- die nicht
gramm- scher Wert gesetzt werden scher Wert nach Bedarf verwendet
name muss gesetzt werden kann werden
dürfen
Einstellung des OO30 PAXI: PLI: Präzise Länge des Keine
Sensornull- =3 Einstellung des X- für die Nullpunktein-
punkts in der Z- und Y-Achsennull- stellung benutzten
Achse punkts Bezugswerkzeugs
=4 Einstellung des Z- PRS: Spindelausrichtwin-
Achsennullpunkts kel
=7 Einstellung des X-, PRET: Sensor wird nicht
Y- und Z-Achsennull- =1 zurückgezogen.
punkts PH: Werkzeuglängenver-
VFST: Betriebsmodus satznummer
PD: Werkzeugradiuskor-
rekturnummer
Einstellung des OO30 PAXI: PRS: Spindelausrichtwin- Keine
Sensornull- =#17H Einstellung des X-, kel
punkts in der Y- Y- und Z-Achsennull-
Achse punkts PRET: Sensor wird nicht
VFST: Betriebsmodus =1 zurückgezogen.
PLI: Präzise Länge des PH: Werkzeuglängenver-
für die Nullpunktein- satznummer
stellung benutzten PD: Werkzeugradiuskor-
Bezugswerkzeugs rekturnummer
PY: Präzise Schneiden-
radius des für die
Nullpunkteinstellung
benutzten Bezugs-
werkzeugs
Einstellung der OO31 Keine Keine Keine
Werkzeugwech-
selposition
(bei MC-H nicht
erforderlich)
MG61-012 S-81
KAPITEL 1 AUTOMATISCHE WERKZEUGLÄNGENVERSATZ-/WERKZEUGBRUCHERKENNUNGSFUNKTION

Variablen,
Unterpro- Variablen, für die ein numeri- Variablen, für die ein numeri- die nicht
gramm- scher Wert gesetzt werden scher Wert nach Bedarf verwendet
name muss gesetzt werden kann werden
dürfen
Automatischer OO30 VFST: Betriebsmodus PLI: Erwartete Werk- PAXI
Werkzeuglängen- PY: Ungefährer Versatz zeuglänge
versatz der Werkzeug- PX: Ungefährer Versatz
schneide von der der Werkzeug-
Spindelmittellinie in schneide von der
Y-Achsenrichtung Spindelmittellinie in
(d.h. Fräserradius) X-Achsenrichtung+/-
Muss bei Ausführen Werte sind möglich
des automatischen PY: Ungefährer Versatz
Werkzeuglängenver- der Werkzeug-
satzes in der Y- schneide von der
Achse immer gesetzt Spindelmittellinie in
werden. Y-Achsenrichtung
PFA: Vorschubgeschwin-
digkeit der Bewe-
gung vom Sensor
zum Unterlaufpunkt,
PUDT (Sicherheits-
abstand)
PF1: Sprungvorschubge-
schwindigkeit für den
ersten Kontaktmess-
zyklus
PF2: Sprungvorschubge-
schwindigkeit für den
zweiten Kontakt-
messzyklus
PRS: Spindelausrichtwin-
kel
PRET:
=1 Sensor wird nicht
zurückgezogen.
PH: Werkzeuglängenver-
satznummer
PD: Werkzeugradiuskor-
rekturnummer
MG61-012 S-82
KAPITEL 1 AUTOMATISCHE WERKZEUGLÄNGENVERSATZ-/WERKZEUGBRUCHERKENNUNGSFUNKTION

Variablen,
Unterpro- Variablen, für die ein numeri- Variablen, für die ein numeri- die nicht
gramm- scher Wert gesetzt werden scher Wert nach Bedarf verwendet
name muss gesetzt werden kann werden
dürfen
Automatische OO30 VFST: Betriebsmodus PX: Ungefährer Versatz PAXI
Werkzeubruch- PY: Ungefährer Versatz der Werkzeug-
erkennung der Werkzeug- schneide von der
schneide von der Spindelmittellinie in
Spindelmittellinie in X-Achsenrichtung+/-
Y-Achsenrichtung Werte sind möglich
(d.h. Fräserradius) PY: Ungefährer Versatz
Muss bei Ausführen der Werkzeug-
des automatischen schneide von der
Werkzeuglängenver- Spindelmittellinie in
satzes in der Y- Y-Achsenrichtung+/-
Achse immer gesetzt Werte sind möglich
werden. PLE1: Werkzeugbruchtole-
ranzwert in Z-Ach-
senrichtung
PLEY: Werkzeugbruchtole-
ranzwert in Y-Ach-
senrichtung
PLE2: Max. zulässige
Änderung des Ver-
satzwertes (Aktuali-
sierung)
PGO: Verarbeitung nach
Erkennen auf Werk-
zeugbruch
PRS: Spindelausrichtwin-
kel
PRET:
=1 Sensor wird nicht
zurückgezogen.
PH: Werkzeuglängenver-
satznummer
PD: Werkzeugradiuskor-
rekturnummer
PFA: Vorschubgeschwin-
digkeit der Bewe-
gung vom Sensor
zum Unterlaufpunkt,
PUDT (Sicherheits-
abstand)
PF1: Sprungvorschubge-
schwindigkeit für den
ersten Kontaktmes-
szyklus
PF2: Sprungvorschubge-
schwindigkeit für den
zweiten Kontaktmes-
szyklus
MG61-012 S-83
KAPITEL 1 AUTOMATISCHE WERKZEUGLÄNGENVERSATZ-/WERKZEUGBRUCHERKENNUNGSFUNKTION

6-2. Tabelle der Unterprogramme und Variablen (MCM Horizontale


Werkzeuge)
Eeoemr5s1083
Variablen,
Unterpro- Variablen, für die ein numeri- Variablen, für die ein numeri- die nicht
gramm- scher Wert gesetzt werden scher Wert nach Bedarf gesetzt verwendet
name muss werden kann werden
dürfen
Einstellung des OO30 PAXI: PLI: Präzise Länge des für Keine
Sensornullpunkts =#23H Einstellung des X- die Nullpunkteinstel-
in Werkzeuglängs- und Y-Achsennull- lung benutzten
richtung punkts Bezugswerkzeugs
(Y-Achse) =#24H Einstellung des Z- PRS: Spindelausrichtwinkel
Achsennullpunkts
=#27H Einstellung des X-, PRET: Sensor wird nicht
Y- und Z-Achsennull- =1 zurückgezogen.
punkts Werkzeuglängenver-
VFST: Betriebsmodus PH: satznummer
Werkzeugradiuskor-
PD: rekturnummer
Einstellung des OO30 PAXI PRS: Spindelausrichtwinkel Keine
Sensornullpunkts =#47H Einstellung des X-, PRET:
in Werkzeugradius- Y- und Z-Achsennull- =1 Sensor wird nicht
richtung punkts zurückgezogen.
(Z-Achse) VFST: Betriebsmodus PH: Werkzeuglängenver-
PLI: Präzise Länge des satznummer
für die Nullpunktein- PD: Werkzeugradiuskor-
stellung benutzten rekturnummer
Bezugswerkzeugs
PZ: Präzise Schneiden-
radius des für die
Nullpunkteinstellung
benutzten Bezugs-
werkzeugs
Einstellung der OO32 Keine Keine Keine
unteren Z-Achsen-
verfahrgrenze
MG61-012 S-84
KAPITEL 1 AUTOMATISCHE WERKZEUGLÄNGENVERSATZ-/WERKZEUGBRUCHERKENNUNGSFUNKTION

Variablen,
Unterpro- Variablen, für die ein numeri- Variablen, für die ein numeri- die nicht
gramm- scher Wert gesetzt werden scher Wert nach Bedarf gesetzt verwendet
name muss werden kann werden
dürfen
Automatischer OO30 VFST: Betriebsmodus PLI: Erwartete Werk- PAXI
Werkzeuglängen- Ungefährer Versatz zeuglänge
versatz der Werkzeug- PX: Ungefährer Versatz
schneide in Radius- der Werkzeug-
richtung (Z- schneide von der
Achsenrichtung) Spindelmittellinie in
PZ: Muss bei Ausführung X-Achsenrichtung
des automatischen PZ: Ungefährer Versatz
Werkzeuglängenver- der Werkzeug-
satzes immer schneide von der
gesetztwerden. Spindelmittellinie in Z-
Achsenrichtung
PFA: Vorschubgeschwin-
digkeit der Bewegung
vom Sensor zum
Unterlaufpunkt,
PUDT (Sicherheitsab-
stand)
PF1: Sprungvorschubge-
schwindigkeit für den
ersten Kontaktmes-
szyklus
PF2: Sprungvorschubge-
schwindigkeit für den
zweiten Kontaktmes-
szyklus
PRS: Spindelausrichtwinkel
PRET:
=1 Sensor wird nicht
zurückgezogen.
PH: Werkzeuglängenver-
satznummer
PD: Werkzeugradiuskor-
rekturnummer
MG61-012 S-85
KAPITEL 1 AUTOMATISCHE WERKZEUGLÄNGENVERSATZ-/WERKZEUGBRUCHERKENNUNGSFUNKTION

Variablen,
Unterpro- Variablen, für die ein numeri- Variablen, für die ein numeri- die nicht
gramm- scher Wert gesetzt werden scher Wert nach Bedarf gesetzt verwendet
name muss werden kann werden
dürfen
Automatische OO30 VFST: Betriebsmodus PX: Ungefährer Versatz PAXI
Werkzeubruch- Ungefährer Versatz der Werkzeug-
erkennung der Werkzeug- schneide von der
schneide in Radius- Spindelmittellinie in
richtung (Z- X-Achsenrichtung
Achsenrichtung) PZ: Ungefährer Versatz
PZ: Muss bei Ausführung der Werkzeug-
des automatischen schneide von der
Werkzeuglängenver- Spindelmittellinie in Z-
satzes immer Achsenrichtung
gesetztwerden. PLE1: Werkzeugbruchtole-
ranzwert in Werk-
zeuglängsrichtung (Y-
Achsenrichtung)
PLEZ: Werkzeugbruchtole-
ranzwert in Werk-
zeugradiusrichtung
(Z-Achsenrichtung)
PLE2: Max. zulässige Ände-
rung des Versatzwer-
tes (Aktualisierung)
PGO: Verarbeitung nach
Erkennen auf Werk-
zeugbruch
PRS: Spindelausrichtwinkel
PRET:
=1 Sensor wird nicht
zurückgezogen.
PH: Werkzeuglängenver-
satznummer
PD: Werkzeugradiuskor-
rekturnummer
PFA: Vorschubgeschwin-
digkeit der Bewegung
vom Sensor zum
Unterlaufpunkt,
PUDT (Sicherheitsab-
stand)
PF1: Sprungvorschubge-
schwindigkeit für den
ersten Kontaktmes-
szyklus
PF2: Sprungvorschubge-
schwindigkeit für den
zweiten Kontaktmes-
szyklus
MG61-012 S-86
KAPITEL 1 AUTOMATISCHE WERKZEUGLÄNGENVERSATZ-/WERKZEUGBRUCHERKENNUNGSFUNKTION

6-3. Arbeiten mit Variablen - Verwendung


Eeoemr5s1084
Im Folgenden wird beschrieben, wie die in den Tabellen [6-1. Tabelle der Unterprogramme und
Variablen] und [6-2. Tabelle der Unterprogramme und Variablen (MCM Horizontale Werkzeuge)] ver-
wendet werden.
Die Eingabe der numerischen Werte muss in der derzeit festgelegten Einheit erfolgen.
(1) VFST (V FIRST)
• VFSTsetzt den Grundbetriebsmodus für die automatische Werkzeuglängenkorrektur und die
automatische Werkzeugbrucherkennung.
• Da die Systemvariable VFST im CNC-Speicher abgelegt ist, muss sie nur einmal – und
nichtbei jedem Aufruf von OO30 – eingegeben werden.
• Die beiden Zyklen für automatischen Werkzeuglängenversatz und automatische Werkzeug-
brucherkennung können auch in ein und demselben Programm ausgeführt werden. In die-
sem Fall wird Bit 0 von VFST bei Ausführen des automatischen Längenversatzzyklus auf „1“
gesetzt. Für die Ausführung eines automatischen Brucherkennungszyklus wird Bit 0 von
VFST auf „0“ gesetzt.
• VFST umfasst ein Byte (8 Bit), wobei jedes Bit die folgende Wertigkeit hat.

VFST Bit 7 Bit 6 Bit 5 Bit 4 Bit 3 Bit 2 Bit 1 Bit 0

EIOEMR5S1042R01

Bit-Nr. Einstellung Beschreibung


0 Automatischer Werkzeugbrucherkennungszyklus
Bit 0
1 Automatischer Werkzeuglängenversatzzyklus
Führt den automatischen Werkzeuglängenversatz/die auto-
Bit 1 1 matische Werkzeugbrucherkennung in Werkzeugradiusrich-
tung durch.
Führt den automatischen Werkzeuglängenversatz/die auto-
matische Werkzeugbrucherkennung nach der Durchführung in
Z-Achsenrichtung entsprechend in Y-Achsenrichtung aus.
Bit 2 1
Um den automatischen Werkzeuglängenversatz/die automati-
sche Werkzeugbrucherkennung nur in Z-Achsenrichtung aus-
zuführen, müssen Bit 1 und Bit 2 beide auf “0” gesetzt werden.
Keine X-Achsenbewegung bei Positionierung eines Bezugs-
werkzeugs an der Sensorposition.
Bit 3 1 Bei Maschinen, bei denen der Berührungssensor unabhängig
von der X-Achsenbewegung installiert ist, z.B. MCV, MCM and
MCR, muss Bit 3 auf „1“ gesetzt werden.
Bit 4 0 Immer auf ”0” setzen.
Bit 5 0 Immer auf ”0” setzen.
Es wird kein automatischer Werkzeuglängenversatz/kein auto-
0 matische Werkzeugbrucherkennung bei MCM horizontalen
Werkzeugen ausgeführt.
Bit 6
Automatischer Werkzeuglängenversatz/automatische Werk-
1 zeugbrucherkennung bei MCM horizontalen Werkzeugen wer-
den ausgeführt.
0 Legt den relativen Versatztyp fest.
Bit 7
1 Legt den absoluten Versatztyp fest.
MG61-012 S-87
KAPITEL 1 AUTOMATISCHE WERKZEUGLÄNGENVERSATZ-/WERKZEUGBRUCHERKENNUNGSFUNKTION

(2) PLE1 (P LENGTH ERR 1)


• Definiert den Werkzeugbruchtoleranzwert und muss als absoluter Wert eingegeben werden.
• Ein Werkzeug wird als gebrochen bewertet, wenn
PLE1 < | (voreingestellte Werkzeuglängenversatzdaten) - (gemessene Werkzeuglänge) |
• Wird PLE1 bei Ausführung eines automatischen Werkzeugbrucherkennungszyklus nicht
gesetzt, wird automatisch 0.1 mm für PLE1 im Unterprogramm gesetzt.
(3) PLE2 (P LENGTH ERR 2)
• Definiert den max. zulässigen Änderungswert und muss als absoluter Wert eingegeben wer-
den.
• Wird in einem Brucherkennungszyklus kein Werkzeugbruch erkannt, und ist die folgende
Bedingung erfüllt, werden die Werkzeuglängenversatzdaten entsprechend der gemessenen
Werkzeuglänge aktualisiert.
PLE2 < | (voreingestellte Werkzeuglängenversatzdaten) - (gemessene Werkzeuglänge) | <
PLE1
• Da die Werkzeuglängenversatzdaten bei jeder Ausführung des Korrekturzyklus aktualisiert
werden, ist bei Verwendung dieser Variablen hinsichtlich eines WerkzeugbruchsVorsicht
geboten Wird PLE2 nicht gesetzt, werden die Längenversatzdaten auch nicht aktualisiert.
(4) PLEY (P LENGTH ERROR Y-AXIS)
• Definiert den Werkzeugbruchtoleranzwert in Y-Achsenrichtung und muss als absoluter Wert
eingegeben werden.
• Ein Werkzeug wird als gebrochen bewertet, wenn
PLE1 < | (voreingestellte Werkzeugschneidenradiuskorrekturdaten) - (gemessener Fräserra-
dius) |
• Wird PLE2 bei Ausführung eines automatischen Werkzeugbrucherkennungszyklus nicht
gesetzt, wird automatisch 0.1 mm für PLE1 im Unterprogramm gesetzt.
(5) PAXI
• Definiert die Achse, für die der Sensornullpunkt gesetzt wird.
• PAXI umfasst ein Byte (8 Bit), wobei jedes Bit die folgende Wertigkeit hat.

PAXI Bit 7 Bit 6 Bit 5 Bit 4 Bit 3 Bit 2 Bit 1 Bit 0

EIOEMR5S1043R01
MG61-012 S-88
KAPITEL 1 AUTOMATISCHE WERKZEUGLÄNGENVERSATZ-/WERKZEUGBRUCHERKENNUNGSFUNKTION

Bit-Nr. Beschreibung
Bit 0 Setzt den X-Achsennullpunkt.
Bit 1 Setzt den Y-Achsennullpunkt.
Bit 2 Setzt den Z-Achsennullpunkt.
Bit 3 Immer auf ”0” setzen.
0: Setzt den Sensornullpunkt für die Messung in Werkzeuglängsrichtung
für ein vertikales Werkzeug.
Bit 4
1: Setzt den Sensornullpunkt für die Messung in Werkzeugradiusrichtung
für ein vertikales Werkzeug.
Setzt den Sensornullpunkt für die Messung in Werkzeuglängsrichtung für
Bit 5
ein horizontales Werkzeug.
Setzt den Sensornullpunkt für die Messung in Werkzeugradiusrichtung für
Bit 6
ein horizontales Werkzeug.
Bit 7 Immer auf ”0” setzen.
Einstellwert für PAXI
Sensorrichtung
Vertikales Werkzeug MCM Horizontales Werkzeug
Achsenbezeichnung Messung in Messung in
Messung in Messung in
Radiusrich- Radiusrich-
Längsrichtung Längsrichtung
tung tung
Einstellung des X- und Y-
3 (#13H) #23H (#43H)
Achsennullpunkts
Einstellung des Z-
4 (#14H) #24H (#44H)
Achsennullpunkts
Einstellung des X-, Y- und Z-
7 #17H #27H #47H
Achsennullpunkts
(6) PX
• Bezeichnet den ungefähren Versatz der Werkzeugschneide von der Werkzeugmittelinie
(Spindel) in X-Achsenrichtung. Die Angabe von positiven und negativen Werten ist möglich.
Ist PX nicht gesetzt, wird “PX = 0” automatisch in ein Unterprogramm eingegeben.
• Bewegen sich X- und Y-Achse während des automatischen Werkzeuglängenversatzes/der
automatischen Werkzeugbrucherkennung zum Sensormittelpunkt, stoppt das Werkzeug um
den Betrag PX vor diesem Punkt, so dass die Schneide mit dem Mittelpunkt ausgerichtet ist.
• Da der Berührungssensor nahe an der Verfahrgrenze installiert ist, muss PX sorgfältig ein-
gestellt werden, so dass der hierdurch definierte Punkt nicht außerhalb der Verfahrgrenze
liegt.
(7) PY
Bezeichnet den ungefähren Versatz der Werkzeugschneide von der Werkzeugmittlinie (Spin-
del) in Y-Achsenrichtung. Bezüglich weiterer Einzelheiten siehe Erklärung für “PX”.
Bei Einstellung des Y-Achsennullpunkts muss für PY der präzise Fräserradius (Versatz der
Werkzeugschneide in Y-Achsenrichtung) des für die Nullpunkteinstellung benutzten Bezugs-
werkzeugs eingegeben werden.
MG61-012 S-89
KAPITEL 1 AUTOMATISCHE WERKZEUGLÄNGENVERSATZ-/WERKZEUGBRUCHERKENNUNGSFUNKTION

(8) PZ
Bezeichnet den ungefähren Versatz der Werkzeugschneide von der Werkzeugmittlinie (Spin-
del) in Z-Achsenrichtung. Bezüglich weiterer Einzelheiten siehe Erklärung für “PX”.
(9) PLI
• Einstellung des Sensornullpunkts
Bei dieser Einstellung muss fürPLI die Länge des Bezugswerkzeugs eingegeben werden.
• Relativer Versatztyp
Die Länge des für die Nullpunkteinstellung benutzten Bezugswerkzeug wird in Bezug auf
die Länge desjenigen Werkzeugs angegeben, das für die Nullpunkteinstellung des Werk-
stückkoordinatensystems verwendet wird.
Erfolgt hier keine Einstellung, wird automatisch “PLI = 0” angenommen.
• Absoluter Versatztyp
Die Länge des für die Nullpunkteinstellung benutzten Werkzeugs wird in Bezug auf die
Oberfläche der Werkzeugschneide gesetzt.
Erfolgt hier keine Einstellung, wird automatisch “PLI = 150 mm” oder “PLI = 200 mm”
angenommen. Welcher der beiden Werte benutzt wird, ist abhängig vom Maschinenmo-
dell.
• Ausführung des automatischen Werkzeuglängenversatzzyklus
Die erwartete Werkzeuglänge wird in PLI eingegeben.
• Relativer Versatztyp
Die relative Länge des Werkzeugs wird in Bezug auf die Bezugswerkzeuglänge (200
oder 150 mm) eingegeben.
Dies entspricht Maß „a“ (Werkzeuglänge – Bezugswerkzeuglänge) in der untenstehen-
den Abbildung.
• Absoluter Versatztyp
Die Werkzeuglänge wird als Abstand zwischen Spindelkopf (Messlinie) und Werkzeug-
schneide eingegeben. Dies entspricht Maß „b“ in der untenstehenden Abbildung.
Bezugswerkzeug

a b
Spindelkopfoberfläche

EIOEMR5S1044R01

Bewegt sich das Spindelwerkzeug zum Berührungssensor, erfolgt die Zustellung bis zur
imaginären Position 10 mm hinter der eigentlichen Kontaktposition mit dem Sensor. Wird
PLI nicht gesetzt, wird als Werkzeuglänge die über den optionalen CNC Parameter (lan-
ges Wort) Nr. 43 definierte minimale Werkzeuglänge übernommen.
MG61-012 S-90
KAPITEL 1 AUTOMATISCHE WERKZEUGLÄNGENVERSATZ-/WERKZEUGBRUCHERKENNUNGSFUNKTION

(10) PFA/PF1/PF2
Diese Variablen definieren die Annäherungs- oder Sprungvorschubgeschwindigkeit für Werk-
zeugbewegungen zum Sensor.
• PFA: Vorschubgeschwindigkeit der Bewegung vom Sensor zum Unterlaufpunkt, PUDT
(Sicherheitsabstand)
• PF1: Sprungvorschubgeschwindigkeit für den ersten Kontaktmesszyklus
• PF2: Sprungvorschubgeschwindigkeit für den zweiten Kontaktmesszyklus
PFA ohne PLI Beeinflussung wirksam
(erwartete Werkzeuglänge)
• Ohne Angabe des PFA Befehls:
F=PF1 (Automatischer Werkzeuglängenversatz)
F4000 (Automatische Werkzeugbrucherkennung)
• Mit Angabe des PFA Befehls:
F=PF1 (Automatischer Werkzeuglängenversatz)
F=PFA (Automatische Werkzeugbrucherkennung)
PFA mit PLI Beeinflussung wirksam
(erwartete Werkzeuglänge)
• Ohne Angabe des PFA Befehls:
F=PF1 (Automatischer Werkzeuglängenversatz)
F4000 (Automatische Werkzeugbrucherkennung)
• Mit Angabe des PFA Befehls:
F=PFA
Sprungvorschubgeschwindig- Beeinflussung wirksam
keit für den ersten Kontaktmess-
• Ohne Angabe des PF1 Befehls:
zyklus
F2000
• Mit Angabe des PF1 Befehls:
F=PF1
Sprungvorschubgeschwindig- Beeinflussung wirksam
keit für den zweiten Kontakt-
• Ohne Angabe des PF2 Befehls:
messzyklus
F1000
• Mit Angabe des PF1 Befehls:
F=PF2
(11) PGO(P GO)
Definiert die weitere Verarbeitung nach Erkennen auf Werkzeugbruch. Hier besteht die Auswahl
zwischen “Alarm – Stopp” und “Ersatzwerkzeugwahl”.
• Ohne Angabe von PGO:
Wird während des automatischen Werkzeugbrucherkennungszyklus ein Werkzeugbruch
erkannt, stoppt die CNC nach Ende des Zyklus und geht in den Alramstatus ü.
• Bei Einstellung von “PGO = 1”:
Wird während des automatischen Werkzeugbrucherkennungszyklus ein Werkzeugbruch
erkannt, wird das defekte Werkzeug nach Zyklusende in das Magazin rückgestellt. Dann
wird das aktive Werkstückprogramm fortgesetzt.
Bei MC-V und Doppelständer-Bearbeitungszentren wird der Werkzeugwechselzyklus an der
X-, Y- und Z-Koordinate, wo der Zyklus ausgeführt wurde, vorgenommen. Daher darf bei die-
sen Modellen nicht “PGO = 1” gesetzt werden.
MG61-012 S-91
KAPITEL 1 AUTOMATISCHE WERKZEUGLÄNGENVERSATZ-/WERKZEUGBRUCHERKENNUNGSFUNKTION

• Bei Einstellung von “PGO = 2”:


Bei MC-H ist dieser Schritt unzulässig.
Bei MC-H darf PGO nicht auf “2” gesetzt werden.
Wird während des automatischen Werkzeugbrucherkennungszyklus ein gebrochenes Werk-
zeug erkannt, verfahr. Dann wird das defekte Werkzeug in das Magazin rückgestellt und das
Werkstückprogramm fortgesetzt.
Die Werkzeugwechselposition muss vorab über den entsprechenden Zyklus gesetzt wer-
den.
• Bei Einstellung von “PGO = 3”:
Auch wenn während eines automatischen Werkzeugbrucherkennungszyklus ein defektes
Werkzeug erkannt wird, wird das Programm nach Zyklusende fortgesetzt.
• Wenn die Einstellung „PGO=11“ ist (nur für BC-Achsen Vorsatz)
Die Maschine arbeitet auf die gleiche Weise, wie in der Einstellung „PGO=1“ beschrieben.
„PGO=11“ einstellen, wenn der Maschinenbetrieb auf Basis der Einstellung „PGO=1“ für
den BC-Achsen Vorsatz erforderlich ist.
• Wenn die Einstellung „PGO=12“ ist (nur für BC-Achsen Vorsatz)
Die Maschine arbeitet auf die gleiche Weise, wie in der Einstellung „PGO=2“ beschrieben.
„PGO=12“ einstellen, wenn der Maschinenbetrieb auf Basis der Einstellung „PGO=2“ für
den BC-Achsen Vorsatz erforderlich ist.

Ist PGO auf “1”, “2”, “3”, “11” oder “12” gesetzt, stoppt die CNC auch bei erkanntem Werk-
zeugbruch nicht und das Programm wird fortgesetzt, unabhängig davon, ob das defekte
Werkzeug ins Magazin rückgestellt wird oder nicht.
Daher müssen Werkzeuge programmgesteuert auf Bruch überprüft und im Falles eines
Bruchs die entsprechenden Maßnahmen im Programm vorgesehen werden.
Das Ergebnis des Werkzeugbrucherkennungszyklus wird in Systemvariable VOK1 gesetzt.
VOK1 = 1: Das Werkzeug ist nicht gebrochen.
VOK1 ≠ 1: Das Werkzeug ist gebrochen.
Wird ein Alarm wegen nicht durchführbarer Messung ausgegeben, stoppt die CNC in jedem
Fall im Alarmstatus nach Ende des automatischen Werkzeugbrucherkennungszyklus, und
zwar unabhängig von der Einstellung von PGO.

ACHTUNG
1) Bei MC-V und Doppelständer-Bearbeitungszentren ist die Einstellung “PGO = 1”
unzulässig. Diese Einstellung kann zu Kollisionen zwischen Werkzeugwechselarm und
Werkstück führen, sofern ein Werkzeugwechselzyklus nach einem automatischen
Werkzeugbrucherkennungszyklus gestartet wird.
2) Die Einstellung “PGO = 2” ist bei MC-H unzulässig, da es in diesem Fall während der X-
und Y-Achsenbewegung nach einem automatischen Brucherkennungszyklus zu
Kollisionen mit dem Werkzeug oder zwischen Spindel und Werkstück kommen könnte.
MG61-012 S-92
KAPITEL 1 AUTOMATISCHE WERKZEUGLÄNGENVERSATZ-/WERKZEUGBRUCHERKENNUNGSFUNKTION

(12) PRS (P RS)


Bei Verwendung eines Spezialwerkzeugs – wie zum Beispiel einer Bohrstange – berührt die
Werkzeugschneide in manchen Fällen den Sensor nicht, sofern an der voreingestellten POsi-
tion ein ausgerichteter Spindelhalt durchgeführt wird. In solchen Fällen muss die Spindel in die
gewünschte Winkelposition geschaltet werden. Der gewünschte Schaltwinkel wird dabei über
PRS gesetzt.
Beispiel:Im Falle des untenstehenden Werkzeugs wird für PRS “270“ gesetzt, um die Spindel
so zu schalten, dass das Werkzeug den Sensor antasten kann.

Werkzeug

Y+ Y-
Sensor

EIOEMR5S1045R01

“CALL OO30 PRS = 270” ausführen

Y+ Y-

EIOEMR5S1046R01

[Ergänzung]
Am positiven Z-Achsenverfahrende wird automatisch eine Spindelausrichtung durchgeführt.

(13) PRET (P RETRACT)


Bei Verwendung eines beweglichen Sensors wird dieser am Zyklusende zurückgezogen. Ist
diese Variable auf „1“ gesetzt, wird der Zyklus nach Vorschub des Sensors beendet.
(14) PH/PD
• Versatzdaten (Werkzeuglängenversatz-, Fräserradiuskorrekturdaten) beziehen sich norma-
lerweise auf die mit der aktuellen Werkzeugnummer identis chen Versatznummer. Durchi
Einstellung von PH und/oder PD können die Versatzdaten jedoch auch für eine beliebige
andere Versatznummer eingegeben werden.
PH: Werkzeuglängenversatznummer (Standard: aktuelle Werkzeugnummer)
PD Werkzeugradiuskorrekturnummer (Standard: PH Nummer)
• Einstellbereich: 1 bis Anzahl der Werkzeugdatensätze
MG61-012 S-93
KAPITEL 1 AUTOMATISCHE WERKZEUGLÄNGENVERSATZ-/WERKZEUGBRUCHERKENNUNGSFUNKTION

[Ergänzung]
Auch wenn nur die Fräserradiuskorrektur ausgeführt wird, müssen PH und PD gesetzt
werden, da auch auf die Werkzeuglängenversatzdaten Bezug genommen wird.

(15) VLTL (Max. Werkzeuglänge)


Die für den automatischen Werkzeugversatz und die Werkzeugbrucherkennung benutzte max.
Werkzeuglänge VLTL wird zu den Systemparametern hinzugefügt. Die Wirksamkeit von Schritt
4) in Abb. 1-1 Reduzierung der Zykluszeit auf Seite 28 ist abhängig von der Einstellung dieses
Parameters:
• Optionaler Parameter (Bit) Nr. 36, Bit 3
1: wirksam
0: unwirksam (Anfangseinstellung)
• Optionaler Parameter (langes Wort) Nr. 44 Max. Werkzeuglängendaten
Als maximale Werkzeuglänge wird die Länge des längsten der benutzten Werkzeuge einge-
geben.
Einstellbereich: 0 bis 999
Einheit: mm
Anfangseinstellung: 0 (kann geändert werden)

[Ergänzung]

Da die Anfangseinstellung für die maximale Werkzeuglänge „0“ ist, muss für VLTL ein
geeigneter Wert gesetzt werden.

(16) PUDT (Unterlaufbetrag (Sicherheitsabstand)


Bei einer Werkzeugbewegung in Richtung Sensor schaltet die Werkzeuggeschwindigkeit von
hoch auf langsam. Die Umschaltposition wird in dieser Variablen gesetzt, und zwar unter Ver-
wendung des Abstands zwischen Sensor und Werkzeugschneide. Siehe Abb. 1-1 Reduzierung
der Zykluszeit auf Seite 28.
Diese Variable wird bei Aufruf des Unterprogramms angegeben.
Ist PUDT nicht gesetzt, wird der folgende Wert als Unterlauf betrachtet:
• Automatischer Werkzeuglängenversatzzyklus
Sowohl PLI als auch PFA werden angegeben: 5.460 kg
Entweder PLI oder PFA werden angegeben: 5.460 kg
• Automatischer Werkzeugbrucherkennungszyklus
Unterlaufbetrag: 5.460 kg
(17) POVT (Überlaufbetrag (Sensorschutzabstand))
Diese Variable dient zum Schutz des Sensors, wenn er bei Antasten durch das Werkzeug nicht
funktioniert.
Es wird der Abstand von der angenommenen Sensorkontaktposition bis zur Position gesetzt,
an der der Achsenvorschub bei Nichtansprechen des Sensors stoppen soll.
Diese Variable wird bei Aufruf des Unterprogramms angegeben. If POVT is not set, “10 mm” is
automatically set for it.
MG61-012 S-94
KAPITEL 1 AUTOMATISCHE WERKZEUGLÄNGENVERSATZ-/WERKZEUGBRUCHERKENNUNGSFUNKTION

7. Vorsichtmaßnahmen während des Betriebs


Eeoemr5s1085
(1) Ohne Nullpunkteinstellung funktioniert der Berührungssensor nicht korrekt. Daher muss der
Sensornullpunkt über den entsprechenden Zyklus bei Installation der Maschine gesetzt wer-
den. Für MCM muss die Nullpunkteinstellung für den horizontalen Spindelsensor ausgeführt
werden.
• Der Sensornullpunkt wird für Systemwerkstückkoordinatensystem Nr. 1 (Z-Achsensensor)
und Systemwerkstückkoordinatensystem Nr. 4 (Y-Achsensensor) gesetzt.
• Die Systemwerkstückkoordinatensysteme Nr. 1 und Nr. 4 dienen ausschließlich automati-
sierten Anwendungen, d.h. sie können weder über Parameter gesetzt noch kann darauf
Bezug genommen werden.
• Die Systemwerkstückkoordinatensysteme Nr. 1 und Nr. 4 können nur Aufruf des Pop-up-
Fensters MSB NULPKT. KORR. (VSZO✽[N]) pauf dem BildschirmMEßERGEBNISSE über-
prüft werden.
(2) Wird bei MC-V oder Doppelständer-Bearbeitungszentren “PGO = 2 (PGO = 12)” gesetzt, muss
zuvor die Werkzeugwechselposition eingestellt werden.
Die Werkzeugwechselposition für die automatische Werkzeugbrucherkennung wird in System-
werkstückkoordinatensystem Nr. 2 gesetzt. Dieses Koordinatensystem wird ausschließlich für
automatisierte Anwendungen benutzt und kann weder über Parameter eingestellt noch kann
darauf Bezug genommen werden.
(3) Zum Schutz der Sensoren ist in das System ein Nothaltendschalter integriert. Dieser Endschal-
ter stoppt die Achsbewegung, wenn ein Sensor zu weit eingedrückt wird.
In diesem Fall leuchtet die Nothaltanzeigelampe auf der Bedienungstafel. Um die Nothaltbedin-
gung rückzustellen, muss in den manuellen Modus gewechselt, der Freigabeschalter zum Auf-
heben des Nothalts aktiviert und der Sensor durch Verfahren der Achse mit dem Impulshandrad
in entgegengesetzter (Rückstell-)Richtung zurückgezogen werden.
(4) Ein Unterprogramm für den automatischen Werkzeuglängenversatz/die automatische Werk-
zeugbrucherkennung darf nicht aufgerufen werden, solange noch ein Verschiebungsbetrag
nach manuellem Bedienereingriff verbleibt oder die Spiegelfunktion noch wirksam ist. Wird in
diesem Fall dennoch ein Unterprogramm aufgerufen, tritt ein Alarm wegen nicht durchführbarer
Messung auf.
(5) Da die Funktionen für automatischen Werkzeuglängenversatz/automatische Werkzeugbrucher-
kennung in Kombination mit der Werkzeugverwaltungsfunktion verwendet werden, muss sich
der Bediener vor Arbeiten mit diesen beiden Funktionen umfassend mit der Werkzeugverwal-
tungsfunktion vertraut machen
(6) Die Erläuterungen in diesem Handbuch beziehen sich auf Werkzeuge mit vorderer Schneid-
kante, wie zum Beispiel Bohrer, Gewindebohrer und Reibahlen. Für exzentrische Werkzeuge,
deren Schneidkante zur Spindelmittellinie versetzt ist, wie zum Beispiel bei Bohrstangen, müs-
sen die Variablen PRS und PX oder PY in Übereinstimmung mit der Versatzrichtung der Werk-
zeugschneide gesetzt werden.
(7) Die Funktionen für automatischen Werkzeuglängenversatz/automatische Werkzeugbrucher-
kennung können nicht für Werkzeuge verwendet werden, dessen Halter vor der Werkzeug-
schneide mit Berührungssensor oder Sensoreinheit in Kontakt kommt.
(8) Numerische Werte müssen in der aktuellen Einheit in Unterprogramme eingegeben werden.
Beachten Sie, dass reelle Zahlen nicht benutzt werden dürfen.
(9) Der Fräserradiuskorrekturmodus und das lokale Koordinatensystem werden gelöscht, wenn ein
Unterprogramm für automatischen Werkzeuglängenversatz oder automatische Werkzeugbru-
cherkennung ausgeführt werden; einmal gelöscht, werden sie nach Ende des Unterprogramms
nicht wieder hergestellt.
(10) Unterprogramme für automatischen Werkzeuglängenversatz/automatische Werkzeugbrucher-
kennung müssen in einem Werkstückkoordinatensystem aufgerufen werden. Bei Aufruf eines
MG61-012 S-95
KAPITEL 1 AUTOMATISCHE WERKZEUGLÄNGENVERSATZ-/WERKZEUGBRUCHERKENNUNGSFUNKTION

Unterprogramms im Maschinenkoordinatensystem wird ein Alarm ausgegeben. Es ist zu


beachten, dass ein Werkstückkoordinatensystem während der Ausführung eines Unterpro-
gramms für automatischen Werkzeuglängenversatz/automatische Werkzeugbrucherkennung
nicht geändert werden kann.
(11) Der Benutzerbereich darf nicht zum Speichern von Programmen, Werkstückkoordinatensyste-
men und allgemeinen Variablen sowie Unterprogrammen für automatischen Werkzeuglängen-
versatz/automatische Werkzeugbrucherkennung verwendet werden,
(12) Die maximale Verschachtelungstiefe in Unterprogrammen für automatischen Werkzeuglängen-
versatz/automatische Werkzeugbrucherkennung beträgt zwei. Das bedeutet, dass die max.
zulässige Verschachtelungstiefe bei Ausführung dieser Programme sechs ist.
(13) Manueller Vorschub/Rückzug der Sensoreinheit für Wekzeugbrucherkennung
Bei MCM und MCR kann der Berührungssensor manuell vor- und zurückbewegt werden.
a) Den Betriebsartwahlschalter (Schlüsselschalter) auf der CNC Bedienungstafel auf EIN stel-
len, um den unabhängigen manuellen Betrieb zu wählen.
b) Den Wahlschalter auf VORWÄRTS stellen.
c) Die Taste ZYKLUSSTART drücken.
Nach Loslassen dieser Taste wird die Abdeckung geöffnet und der Sensor vorgeschoben.
d) Den Wahlschalter auf RÜCKWÄRTS stellen.
e) Die Taste ZYKLUSSTART drücken.
Nach Loslassen dieser Taste wird der Sensor zurückgezogen und die Abdeckung geschlos-
sen.
f) Den Betriebsartwahlschalter (Schlüsselschalter) auf der CNC Bedienungstafel auf AUS stel-
len, um den unabhängigen manuellen Betrieb zu wählen.
(14) Ist bei Ausführung eines automatischen Werkzeuglängenversatzes/einer automatischen Werk-
zeugbrucherkennung die aktuelle Werkzeugnummer „0“, wird normalerweise ein Alarm ausge-
geben. Daher wird in diesem Fall empfohlen, einen Werkzeugwechsel im MDl oder
Automatikmodus durchzuführen.
MG61-012 S-96
KAPITEL 1 AUTOMATISCHE WERKZEUGLÄNGENVERSATZ-/WERKZEUGBRUCHERKENNUNGSFUNKTION

8. Programmbeispiele

8-1. Automatischer Werkzeuglängenversatz


• Relativer Versatztyp Eeoemr5s1086
T2 T6

PY=30
Bohrer Bohrstange

EIOEMR5S1047R01

N1 T2
N2 M6
N3 T6

N4 CALL OO30VFST=1(PLI=40)(PF1=1000) ............. Werkzeuglängenversatzzyklus für T2


N5 M6 PLI ................................................................... Erwartete Werkzeuglänge (relative Länge) in
Bezug zum Standardwerkzeug

N6 T5 PF1 ................................................................... Erste Annäherungsgeschwindigkeit

N7 CALL OO30 PY=30................................................ Werkzeuglängenversatzzyklus für T6

N8 M6 PY..................................................................... Schneidenversatzbetrag zur Spindelmittellinie (Y-


Richtung) = 30 mm

:
:
EIOEMR5S1048R01
MG61-012 S-97
KAPITEL 1 AUTOMATISCHE WERKZEUGLÄNGENVERSATZ-/WERKZEUGBRUCHERKENNUNGSFUNKTION

• Absoluter Versatztyp

N1 T2
N2 M6
N3 T6
N4 CALL OO30 VFST=#81H (PLI=240) (PF1=1500) ...... Werkzeuglängenversatzzyklus für T2
N5 M6 PL1 ........................................................................ Erwartete Werkzeuglänge
(Absolute Länge)

N6 T5
N7 CALL OO30 PY=30 ...................................................... Werkzeuglängenversatzzyklus für T6
N8 M6
:
:

EIOEMR5S1049R01

Befehle in ( ) können ausgelassen werden.


Die Variable VFST muss nicht jedesmal bei Aufruf eines Werkzeuglängenversatzzyklus gesetzt wer-
den. Wie bereits erklärt, muss der Sensornullpunkt vor Ausführung eines Werkzeuglängenversatz-
zyklus gesetzt werden. Für die Einstellung des Sensornullpunkts wird derselbe Versatztyp (relativ
oder absolut) wie für den automatischen Werkzeuglängenversatz gewählt.
MG61-012 S-98
KAPITEL 1 AUTOMATISCHE WERKZEUGLÄNGENVERSATZ-/WERKZEUGBRUCHERKENNUNGSFUNKTION

8-2. Automatische Werkzeugbrucherkennung


• Stopp mit Alarmstatus Eeoemr5s1087
T3

PY=30

Bohrstange
EIOEMR5S1050R01

N1 T1 .............................. Bohrer
N2 M6
N3 T3 .............................. Bohrstange
N4 S300
N5 G81 G56 X40 Y20 Z-30 R3 F80 H1
:
:
:
N12 CALL OO30 VFST=0 (PLE1=0.2)*1 (PLE2=0.05) .. Werkzeugbrucherkennungszyklus für T1
N13 M6
N14 T2 PLE1 ................................................................... Werkzeugbruchtoleranz (Bewertung)

N15 G0 X30 Y10 .............................................................. Ohne Eingabe eines


Werkzeugbruchtoleranzwertes wird
automatisch „0.1 mm“ als Toleranz gesetzt.

:
N29 CALL OO30 PY=30 (PLE1=0.1) ............................... Werkzeugbrucherkennungszyklus für T3
Exzenterbetrag der Werkzeugschneide

:
:
:
EIOEMR5S1051R01

Befehle in ( ) können ausgelassen werden.


MG61-012 S-99
KAPITEL 1 AUTOMATISCHE WERKZEUGLÄNGENVERSATZ-/WERKZEUGBRUCHERKENNUNGSFUNKTION

Wird das Werkzeug als „gebrochen“ bewertet, d.h. die gemessene Werkzeuglänge ist kürzer als die
(die Z-Achse wird am positiven Verfahrende positioniert).
*1: Bei Setzen der Variablen “PLE2” werden die Werkzeuglängenversatzdaten aktualisiert.
Ist die im Werkzeugbrucherkennungszyklus gemessene Werkzeuglänge um 0.051 oder 0.2
mm (also um den über “PLE1” und “PLE2” gesetzten Bereich), kürzer als die anfangs im
automatischen Werkzeuglängenversatzzyklus gemessene Werkzeuglänge, werden die
Längenversatzdaten automatisch aktualisiert, und zwar anhand der im Werkzeugbruchzyklus
gemessenen Werkzeuglänge, um auf diese Weise den Verschleißbetrag auszugleichen.
Wird PLE2 nicht gesetzt, werden die Längenversatzdaten nicht aktualisiert.
• Automatische Wahl eines Ersatzwerkzeugs (MC-H)

T1 T3

PY=30
Bohrer Bohrstange
EIOEMR5S1052R01
MG61-012 S-100
KAPITEL 1 AUTOMATISCHE WERKZEUGLÄNGENVERSATZ-/WERKZEUGBRUCHERKENNUNGSFUNKTION

N1 T1 .............................. T1: Bohrer


N2 M6
N3 T3 .............................. T2: Bohrstange
N4 G0 X40 Y10 S300
N5 G56 Z40 H1* M3
:
:
:
N18 CALL OO30 VFST=0 (PLE1=0.1) PGO=2 ......Werkzeugbrucherkennungszyklus für T1
Werkzeugbruchtoleranz
= 0.1mm
N19 IF [VOK1 NE 0] N999 .....................................
Sprung zu N999, wenn Werkzeug
“gebrochen”
N20 M6 VOK1: Bewertung auf Werkzeugbruch
N21 T9
N22 G0 X100 Y20
N23 G56 Z20 H3 :
:
:
N42 CALL OO30 PY=30 PGO=2 ...........................Werkzeugbrucherkennungszyklus für T3
N43 IF [VOK1 NE 0] N999 ......................................Werkzeugbruchtoleranzwert =
: 0.1 mm
Versatzbetrag der defekten Werkzeugschneide
: von der Spindelmittellinie = 30 mm
N999 M60 ...............................................................Palettenwechselbefehl
Part program for the next workpiece .......................
Wird in diesem Programm ein defektes
Werkzeug aufgerufen, wird aus
derselben Werkzeuggruppe automatisch
ein Ersatzwerkzeug gewählt.
Gleichzeitig mit der Wahl eines
Ersatzwerkzeugs werden die
Werkzeugversatzdaten für dieses
Werkzeug neu geschrieben.
Auch die Fräserradiuskorrekturdaten
werden neu geschrieben.

EIOEMR5S1053R01

Die Variable VFST muss nicht jedesmal bei Aufruf eines Werkzeugbrucherkennungszyklus gesetzt
werden.
*: Statt H1 kann auch HA gesetzt werden. Einzelheiten bezüglich spezieller Spezifikationen siehe
Bedienungshandbuch.
MG61-012 S-101
KAPITEL 1 AUTOMATISCHE WERKZEUGLÄNGENVERSATZ-/WERKZEUGBRUCHERKENNUNGSFUNKTION

9. Alarm Liste
Alarmbezeichnung Vermutliche Ursache Eeoemr5s1088
Gegenmaßnahmen
Unbemannt: Am Ende der Messen nicht möglich Siehe Messen nicht möglich
Messen nicht möglich Meldung wird der Ursachencode Ursachencodeliste, dann Ursache
(ALARM-B 2305) angezeigt. beseitigen.
ALARM-B
2305 UNTENDED:
gauging impossible ××

Cause code

Unbemannt: Es wurde ein Versuch unternommen, VFST Einstellung prüfen.


Keine Unterprogramm- den Zyklus zur
Funktion Werkzeugbrucherkennung auszuführen,
(ALARM-B 2311) obwohl die entsprechende Funktion
nicht unterstützt wird.
Unbemannt: Beim Zyklus zur
Werkzeugbruch Werkzeugbrucherkennung wird ein
(ALARM-B 2309) Werkzeugbruch festgestellt.
Falscher Indexausdruck Werkzeugnummer ist „0“. Beim manuellen Wechsel eines
(ALARM-B 2231) PH bzw. PD Einstellung ist falsch. Werkzeugs muss die aktive
Werkzeugnummer eingestellt werden.
Unbemannt: • Der Wert des PAT-Befehls liegt
Befehl fehlt außerhalb des möglichen Bereichs
(ALARM-B 2308) (außerhalb des Bereichs 1 bis 7).
• Falscher PAC-Befehl
• Der PAT-Befehl ist nicht zugeordnet,
obwohl „1“ für VFST Bit 6
eingestellt wurde.
Plus Hub limit over Der PLI zugeordnete Wert ist zu groß. Es darf für PLI kein Wert eingestellt
(ALARM-B 2268) werden, der größer als die maximal
messbare Werkzeuglänge ist.
Siehe Technische Daten der
Endmaschine / -steuerung für die
maximal zulässige Länge des zu
messenden Werkzeugs.
Der eingestellte Wert für den Nullpunkt Stellen Sie den Nullpunkt des
des Berührungssensors ist falsch. Berührungssensors erneut ein.
Der Nullpunkt des Berührungssensors Beachten Sie, dass der gleiche
wurde als Typ relativer Versatz Versatztyp (relativ/absolut) für die
eingestellt, und die Messung erfolgt als Einstellung und Messung verwendet
Typ absoluter Versatz, oder der wird.
Nullpunkt des Berührungssensors
wurde als Typ absoluter Versatz
eingestellt, und die Messung erfolgt als
Typ relativer Versatz.
MG61-012 S-102
KAPITEL 1 AUTOMATISCHE WERKZEUGLÄNGENVERSATZ-/WERKZEUGBRUCHERKENNUNGSFUNKTION

Alarmbezeichnung Vermutliche Ursache Gegenmaßnahmen


Minus Hub limit over Der eingestellte Wert für den optionalen Es darf für den optionalen CNC
(ALARM-B 2269) CNC Parameter Nr. 43 (minimal Parameter (langes Wort) Nr. 43 kein
messbare Werkzeuglänge) ist zu klein. Wert eingestellt werden, der kleiner als
die minimal messbare Werkzeuglänge
ist.
Siehe Technische Daten der
Endmaschine / -steuerung für die
minimal zulässige Länge des zu
messenden Werkzeugs.
Der PLI zugeordnete Wert ist zu klein. Es darf für PLI kein Wert angegeben
werden, der kleiner als die minimal
messbare Werkzeuglänge ist.
Siehe Technische Daten der
Endmaschine / -steuerung für die
minimal zulässige Länge des zu
messenden Werkzeugs.
Der Nullpunkt des Berührungssensors Stellen Sie den Nullpunkt des
wurde als Typ relativer Versatz Berührungssensors erneut ein.
eingestellt, und die Messung erfolgt als Beachten Sie, dass der gleiche
Typ absoluter Versatz, oder der Versatztyp (relativ/absolut) für die
Nullpunkt des Berührungssensors Einstellung und Messung verwendet
wurde als Typ absoluter Versatz wird.
eingestellt, und die Messung erfolgt als
Typ relativer Versatz.
Messen nicht möglich Ursachencodeliste <Alarm B 2305>

Code Verwendete
Vermutliche Ursache Gegenmaßnahmen
(HEX) Unterprogramme
1 Ein Hersteller-Unterprogramm wird Ein Hersteller-Unterprogramm aufrufen, OO10
aufgerufen, während das nachdem ein Arbeitskoordinatensystem OO30
Maschinenkoordinatensystem (H0) (z.B. G15 H1) ausgewählt wurde. OO50
ausgewählt ist.
2 Die Spiegelabbild Funktion ist aktiv. Zuerst die Spiegelabbild Funktion OO10
löschen. OO30
OO50
3 Manueller Verschiebewert (gesamt) Den manuellen Verschiebewert OO10
verbleibt. (gesamt) auf Null löschen. OO30
OO50
4 Im G11 Modus (parallele oder Zuerst den G11 Modus löschen. OO10
kreisförmige Verschiebung einer
Koordinate)
5 Im G51 Modus (Grafikvergrößerung /- Zuerst den G51 Modus löschen. OO10
verkleinerung)
6 T Nummer ist gleich Null (0), oder kein • Geben Sie eine T Nummer an. OO30
Werkzeug ist eingestellt.
• Geben Sie den PTLN Befehl an.
7 Die angegebene T Nummer oder Geben Sie ein T Nummer oder PTLN OO30
PTLN Befehl ist größer als die Befehl innerhalb des zulässigen
maximale Versatzzahl. Bereichs an.
MG61-012 S-103
KAPITEL 1 AUTOMATISCHE WERKZEUGLÄNGENVERSATZ-/WERKZEUGBRUCHERKENNUNGSFUNKTION

Code Verwendete
Vermutliche Ursache Gegenmaßnahmen
(HEX) Unterprogramme
8 Die Stromversorgung des Tasters ist Überprüfen Sie folgendes: OO15
nicht eingeschaltet während der
• Befinden sich Hindernisse
Anblinkzyklus versucht wird.
zwischen Empfängerkopf und
Taster?
• Ist der Spindelschaltwinkel des
Tasters korrekt?
• Blinkt der Empfängerkopf?
9 Der Betrag des Versatzes vom Positionieren Sie die Y- und Z-Achsen OO30
Positionierpunkt für den Zyklusstart vom Nullpunkt des Berührungssensors
zum Nullpunkt des Berührungssensors aus innerhalb des Bereiches des
ist größer als PCHK (nur für Y- und Z- PCHK.
Achse).
A Der Mikrocomputer des Prüfen Sie, ob sich Späne am OO10
Berührungstasters bleibt Näherungsschalter ansammeln.
eingeschaltet.
B Das Ergebnis der Berührungstaster Prüfen Sie die Batterie des OO10
Prüfung ist NG. Berührungstasters.
Das Signal des Berührungstasters
kann nicht bestätigt werden.
C Der Berührungstaster hat während Der Empfang von Signalen ist mit dem OO10
des Vorschubs im Eilgang Kontakt mit Berührungstaster Typ FM falsch.
dem Werkstück (X-Achse).
• Startpunkt Messzyklus
• PUDT Einstellung
D Der Berührungstaster hat während Der Empfang von Signalen ist bei OO10
des Vorschubs mit mittlerer Verwendung des Berührungstasters
Geschwindigkeit keinen Kontakt mit Typ FM falsch.
dem Werkstück (X-Achse). • Startpunkt Messzyklus
• POVT Einstellung
E Der Berührungstaster hat während Prüfen Sie die Batterie des OO10
des Vorschubs mit der Berührungstasters.
Endanäherungsgeschwindigkeit
keinen Kontakt mit dem Werkstück (X-
Achse).
Der Empfang von Signalen ist bei
Verwendung des Berührungstasters
Typ FM falsch.
F Der Näherungsschalter wird nicht Prüfen Sie, ob der Berührungstaster OO10
eingeschaltet, obwohl der geprellt wurde.
Berührungstaster Kontakt mit einem
Werkstück hat (X-Achse).
10 Der Berührungstaster hat während Überprüfen Sie folgendes: OO10
des Vorschubs im Eilgang Kontakt mit • Startpunkt Messzyklus
dem Werkstück (Y-Achse). Der
Empfang von Signalen ist bei • PUDT Einstellung
Verwendung des Berührungstasters
Typ FM falsch.
MG61-012 S-104
KAPITEL 1 AUTOMATISCHE WERKZEUGLÄNGENVERSATZ-/WERKZEUGBRUCHERKENNUNGSFUNKTION

Code Verwendete
Vermutliche Ursache Gegenmaßnahmen
(HEX) Unterprogramme
11 Der Berührungstaster hat während Überprüfen Sie folgendes: OO10
des Vorschubs mit mittlerer • Startpunkt Messzyklus
Geschwindigkeit keinen Kontakt mit
dem Werkstück (Y-Achse). Der • POVT Einstellung
Empfang von Signalen ist bei
Verwendung des Berührungstasters
Typ FM falsch.
12 Der Berührungstaster hat während Prüfen Sie die Batterie des OO10
des Vorschubs mit der Berührungstasters.
Endanäherungsgeschwindigkeit
keinen Kontakt mit dem Werkstück (Y-
Achse). Der Empfang von Signalen ist
bei Verwendung des
Berührungstasters Typ FM falsch.
13 Der Näherungsschalter wird nicht Prüfen Sie, ob der Berührungstaster OO10
eingeschaltet, obwohl der geprellt wurde.
Berührungstaster Kontakt mit einem
Werkstück hat (X-Achse).
14 Der Berührungstaster hat während Überprüfen Sie folgendes: OO10
des Vorschubs im Eilgang Kontakt mit
• Startpunkt Messzyklus
dem Werkstück (Z-Achse). Der
Empfang von Signalen ist bei • PUDT Einstellung
Verwendung des Berührungstasters
Typ FM falsch.
15 Der Berührungstaster hat während Überprüfen Sie folgendes: OO10
des Vorschubs mit mittlerer
• Startpunkt Messzyklus
Geschwindigkeit Kontakt mit dem
Werkstück (Z-Achse). Der Empfang • POVT Einstellung
von Signalen ist bei Verwendung des
Berührungstasters Typ FM falsch.
16 Der Berührungstaster hat während Prüfen Sie die Batterie des OO10
des Vorschubs mit der Berührungstasters.
Endanäherungsgeschwindigkeit
keinen Kontakt mit dem Werkstück (Z-
Achse). Der Empfang von Signalen ist
bei Verwendung des
Berührungstasters Typ FM falsch.
17 Der Näherungsschalter wird nicht Prüfen Sie, ob der Berührungstaster OO10
eingeschaltet, obwohl der geprellt wurde.
Berührungstaster Kontakt mit einem
Werkstück hat (Z-Achse).
18 Der Berührungstaster hat bei der Überprüfen Sie folgende Punkte: OO10
Annäherung an den
• Startpunkt des Messzyklus
Außendurchmesser während des AD-
Messzyklus Kontakt mit dem • Angenommener AD Wert
Werkstück.
19 PLH ist nicht zugeordnet. Stellen Sie die Werkzeuglängen-
Offsetwert für PLH ein.
1A PDH ist nicht zugeordnet. Stellen Sie den Cutterradius-
Kompensationswert für PDH ein.
MG61-012 S-105
KAPITEL 1 AUTOMATISCHE WERKZEUGLÄNGENVERSATZ-/WERKZEUGBRUCHERKENNUNGSFUNKTION

Code Verwendete
Vermutliche Ursache Gegenmaßnahmen
(HEX) Unterprogramme
1B Beim Messzyklus der C-Achse wird Überprüfen Sie folgende Punkte: OO10
ein Kontakt während der Annäherung
• Ist der Startpunkt des Messzyklus
an den Messpunkt festgestellt.
der C-Achse korrekt?
• Ist der PDI Wert korrekt?
• Ist der PGI Wert korrekt?
1C Bei Bewegung in X-Achsenrichtung OO100
wurde kein Kontakt des
Berührungstasters innerhalb des
Bereichs von PUDT und POVT
festgestellt (Kontaktwertfehler).
1D Bei Bewegung in Y-Achsenrichtung OO100
wurde kein Kontakt des
Berührungstasters innerhalb des
Bereichs von PUDT und POVT
festgestellt (Kontaktwertfehler).
1E Bei Bewegung in Z-Achsenrichtung OO100
wurde kein Kontakt des
Berührungstasters innerhalb des
Bereichs von PUDT und POVT
festgestellt (Kontaktwertfehler).
1F Beim Nullwert-Einstellzyklus des Prüfen Sie den Startpunkt des Zyklus, OO30
Berührungssensors für die ist er in der Nähe des
Längsrichtung der senkrechten Berührungssensors
Spindel hat das Schneidwerkzeug (innerhalb von 10 mm)?
keinen Kontakt mit dem Sensor.
20 Beim Nullwert-Einstellzyklus des Prüfen Sie den Startpunkt des Zyklus, OO30
Berührungssensors für die ist er in der Nähe des
Querrichtung der senkrechten Spindel Berührungssensors
hat das Schneidwerkzeug keinen (innerhalb von 10 mm)?
Kontakt mit dem Sensor.
21 Beim Nullwert-Einstellzyklus des Prüfen Sie den Startpunkt des Zyklus, OO30
Berührungssensors für die ist er in der Nähe des
waagerechte Richtung der Berührungssensors
senkrechten Spindel hat das (innerhalb von 10 mm)?
Schneidwerkzeug keinen Kontakt mit
dem Sensor.
22 Beim Zyklus für den automatischen Prüfen Sie den Startpunkt des Zyklus, OO30
Werkzeuglängenversatz / ist er in der Nähe des
automatische Berührungssensors
Werkzeugbrucherfassung für die (innerhalb von 10 mm)?
Querrichtung der waagerechten
Spindel hat das Schneidwerkzeug
keinen Kontakt mit dem Sensor.
23 Bei Bewegung der Achse um 0,5 mm OO100
in positiver Richtung, ausgehend vom
Kontakterfassungspunkt ist das
Kontaktsignal bereits aktiviert (X-
Richtung).
MG61-012 S-106
KAPITEL 1 AUTOMATISCHE WERKZEUGLÄNGENVERSATZ-/WERKZEUGBRUCHERKENNUNGSFUNKTION

Code Verwendete
Vermutliche Ursache Gegenmaßnahmen
(HEX) Unterprogramme
24 Bei Bewegung der Achse um 0,5 mm
in positiver Richtung, ausgehend vom
Kontakterfassungspunkt ist das
Kontaktsignal bereits aktiviert (Y-
Richtung).
25 Bei Bewegung der Achse um 0,5 mm
in positiver Richtung, ausgehend vom
Kontakterfassungspunkt ist das
Kontaktsignal bereits aktiviert (Z-
Richtung).
26 Bei Rückkehr der Achse um 0,5 mm
von der festgestellten Kontaktposition
nach der Annäherung (X-Richtung),
wird der Wert erneut als
Koordinatenwert in Richtung der
Werkzeugmessung genommen.
27 Bei Rückkehr der Achse um 0,5 mm
von der festgestellten Kontaktposition
nach der Annäherung (Y-Richtung),
wird der Wert erneut als
Koordinatenwert in Richtung der
Werkzeugmessung genommen.
28 Bei Rückkehr der Achse um 0,5 mm
von der festgestellten Kontaktposition
nach der Annäherung (Z-Richtung),
wird der Wert erneut als
Koordinatenwert in Richtung der
Werkzeugmessung genommen.
29 Beim Zyklus für den automatischen Prüfen Sie, ob die vorgesehene OO30
Werkzeuglängenversatz / Werkzeuglänge korrekt ist (für
automatische Werkzeuglängenversatzzyklus).
Werkzeugbrucherfassung für die
Längsrichtung der senkrechten
Spindel hat das Schneidwerkzeug
keinen Kontakt mit dem Sensor.
2B Beim Zyklus für den automatischen Überprüfen Sie folgende Punkte: OO30
Werkzeuglängenversatz /
• Ist die vorgesehene
automatische
Werkzeuglänge korrekt (für
Werkzeugbrucherfassung für die
Werkzeuglängenversatzzyklus)?
Längsrichtung der waagerechten
Spindel hat das Schneidwerkzeug • Ist der Cutterradius-Versatzwert
keinen Kontakt mit dem Sensor. eingestellt (für den
Werkzeugbrucherfassungszyklus)?
2C Beim Zyklus für den automatischen Überprüfen Sie folgende Punkte: OO30
Werkzeuglängenversatz / • Ist der vorgesehene Cutterradius
automatische korrekt (für
Werkzeugbrucherfassung für die Werkzeuglängenversatzzyklus)?
Querrichtung der senkrechten Spindel
hat das Schneidwerkzeug keinen • Ist der Cutterradius-Versatzwert
Kontakt mit dem Sensor. eingestellt (für den
Werkzeugbrucherfassungszyklus)?
MG61-012 S-107
KAPITEL 1 AUTOMATISCHE WERKZEUGLÄNGENVERSATZ-/WERKZEUGBRUCHERKENNUNGSFUNKTION

Code Verwendete
Vermutliche Ursache Gegenmaßnahmen
(HEX) Unterprogramme
2D Beim automatischen Prüfen Sie ob PL1 korrekt eingestellt OO30
Werkzeuglängenversatzzyklus in wurde.
Richtung X-Achse (mit winkligem
Vorsatz) hat das Schneidwerkzeug
keinen Kontakt mit dem Sensor.
33 Beim Nullstellungszyklus der U-Mitte Überprüfen Sie folgende Punkte:
hat die Schneidplatte Kontakt mit dem • Ist der Nullpunkt des Sensors
Sensor, oder das Kontaktsignal geht in
korrekt eingestellt?
einer Sequenz ein, in der die
Schneidplatte keinen Kontakt mit dem • Hängen an der Schneideplatte
Sensor haben dürfte. Späne ?
• Ist das Sensorsignal korrekt?
34 Beim Nullstellungszyklus der U-Mitte Überprüfen Sie folgende Punkte:
geht kein Kontaktsignal ein.
• Ist der PD Wert korrekt?
• Wird das Sensorsignal korrekt in
die CNC eingegeben?
35 Beim Radiuseinstellzyklus der U-Mitte Überprüfen Sie folgende Punkte:
hat die Schneidplatte Kontakt mit dem • Ist der Befehlswert korrekt?
Berührungstaster , während die Y-
Achse in einer Sequenz bewegt wird, • Wird das Sensorsignal korrekt in
in der kein Kontakt erfasst werden die CNC eingegeben?
dürfte. • Hängen an der Schneideplatte
Späne ?
36 Beim Radiuseinstellzyklus der U-Mitte Überprüfen Sie folgende Punkte:
hat die Schneidplatte keinen Kontakt
• Ist der Befehl der U-Achse zu
mit dem Berührungssensor.
groß?
• Wird das Sensorsignal korrekt in
die CNC eingegeben?
37 Beim Radiuseinstellzyklus der U-Mitte Prüfen Sie, ob das Sensorsignal korrekt
hat die Schneidplatte während einer in die CNC eingegeben wird.
Sequenz keinen Kontakt, in der der
Korrekturwert der U-Achse an der Y-
Achse geprüft wird.
38 Beim Überprüfen Sie folgende Punkte:
Werkzeugbrucherfassungszyklus hat • Ist der Nullpunkt des Sensors
die Schneidplatte Kontakt mit dem korrekt eingestellt?
Berührungstaster, während die Y-
Achse in einer Sequenz bewegt wird, • Wird das Sensorsignal korrekt in
in der kein Kontakt erfasst werden die CNC eingegeben?
dürfte. • Hängen an der Schneideplatte
Späne?
MG61-012 S-108
KAPITEL 1 AUTOMATISCHE WERKZEUGLÄNGENVERSATZ-/WERKZEUGBRUCHERKENNUNGSFUNKTION

Code Verwendete
Vermutliche Ursache Gegenmaßnahmen
(HEX) Unterprogramme
39 Beim Überprüfen Sie folgende Punkte:
Werkzeugverschleißkompensierungsz • Ist der Befehlswert korrekt?
yklus hat die Schneidplatte während
einer Sequenz Kontakt mit dem • Hängen an der U-Mitte-
Berührungstaster, in der die Schneideplatte Späne?
Positionierung der Y-Achse zu einem • Wird das Sensorsignal korrekt in
Punkt ausgeführt wird, der um den die CNC eingegeben?
Kompensierungsbetrag von der
aktuellen Position entfernt ist.
3A Beim Prüfen Sie, ob das Sensorsignal korrekt
Werkzeugverschleißkompensierungsz in die CNC eingegeben wird.
yklus hat die Schneidplatte während
einer Sequenz keinen Kontakt mit dem
Berührungssensor, in der die radiale
Position der Schneideplatte im
Korrekturzyklus der U-Achse korrigiert
wird.
3B Nach dem Abschluss der U- Prüfen Sie, ob das Sensorsignal korrekt
Achsenkompensierung im in die CNC eingegeben wird.
Werkzeugverschleißkompensierungsz
yklus hat die Schneidplatte während
einer Sequenz keinen Kontakt, in der
der Korrekturwert der U-Achse in der
Y-Achsenbewegung geprüft wird.
3C Wenn der Messzyklus mit einem Führen Sie den Messzyklus aus, OO10
Berührungstaster ausgeführt wird, der nachdem der Drehkopf in die M75
in die senkrechte Spindel des MCM (hinten) Position geschaltet wurde.
eingesetzt ist, befindet sich der
Drehkopf nicht in der M75 (hinten)
Position.
3D Beim Nullwert-Einstellzyklus des • Führen Sie den Zyklus aus, OO30
Berührungssensors für die nachdem der Drehkopf in die M73
Längsrichtung des MCM an der (vorne) Position geschaltet wurde.
senkrechten Spindel ist der Drehkopf
• Prüfen Sie, ob die PAXI Daten
nicht in der M73 (vorne) Position, oder
korrekt sind.
die waagerechte Spindel wird
verwendet.
3E Beim Nullwert-Einstellzyklus des • Führen Sie den Zyklus aus, OO30
Berührungssensors für die nachdem der Drehkopf in die M73
Querrichtung des MCM an der (vorne) Position geschaltet wurde.
senkrechten Spindel ist der Drehkopf
• Prüfen Sie, ob die PAXI Daten
nicht in der M73 (vorne) Position, oder
korrekt sind.
die waagerechte Spindel wird
verwendet.
3F Beim Nullwert-Einstellzyklus des • Führen Sie den Zyklus aus, OO30
Berührungssensors für die nachdem der Drehkopf in die M76
Längsrichtung des MCM an der (rechts) Position geschaltet wurde.
waagerechten Spindel ist der Drehkopf
• Prüfen Sie, ob die PAXI Daten
nicht in der M76 (rechts) Position, oder korrekt sind.
die waagerechte Spindel wird
verwendet.
MG61-012 S-109
KAPITEL 1 AUTOMATISCHE WERKZEUGLÄNGENVERSATZ-/WERKZEUGBRUCHERKENNUNGSFUNKTION

Code Verwendete
Vermutliche Ursache Gegenmaßnahmen
(HEX) Unterprogramme
40 Beim Nullwert-Einstellzyklus des • Führen Sie den Zyklus aus, OO30
Berührungssensors für die nachdem der Drehkopf in die M76
Querrichtung des MCM an der (rechts) Position geschaltet wurde.
waagerechten Spindel ist der Drehkopf • Prüfen Sie, ob die PAXI Daten
nicht in der M76 (rechts) Position, oder korrekt sind.
die waagerechte Spindel wird
verwendet.
41 Die Werkzeugnummer für den Prüfen Sie, ob der T-Befehl korrekt ist.
winkligen Vorsatz ist T52 oder T53
(Beim winkligen Vorsatzwerkzeug
kann nur T51 (90° Winkelvorsatz) als
Werkzeuglängenversatz zu
verwenden.
42 Die Stromversorgung für den OO16
optischen Berührungstaster kann nicht OO18
eingeschaltet werden.
43 Die Stromversorgung für den OO17
optischen Berührungstaster kann nicht OO19
ausgeschaltet werden.
MG61-012 S-110
KAPITEL 2 AUTOMATISCHE MESSFUNKTION

KAPITEL 2 AUTOMATISCHE MESSFUNKTION

1. Überblick
Die Automatische Meßfunktion prüft automatisch die Werkstückabmessungen Eeoemr5s2001
durch Ausführung
eines Unterprogramms. Ein Berührungsmeßfühler mit gleicher Schaftkontur wie das Bearbeitungs-
werkzeug wird in die Spindel eingesetzt und mit der Meßfläche des Werkstücks in Kontakt gebracht,
um die Koordinatenwerte des Kontaktpunkts abzulesen. Die Werkstückabmessung wird dann auto-
matisch mit diesen Koordinatenwerten berechnet.
Die Meßergebnisse werden am Bildschirm angezeigt. Hierbei kann auch beurteilt werden, ob das
Meßergebnis im Teileprogramm akzeptabel ist oder nicht. Optional steht eine Funktion zur Ausgabe
der Meßergebnisse zum Drucker zur Verfügung.
Die Nullpunktkorrektur eines beliebigen Werkstückkoordinatensystems kann auf der Basis der Meß-
ergebnisse eingestellt werden.
Die Automatische Meßfunktion wird in zwei Haupttypen unterteilt.
• Abmessungsprüffunktion
• Automatische Nullpunktkorrekturfunktion (einschließlich der Abmessungsprüffunktion)

1-1. Abmessungsprüffunktion
Eeoemr5s2002
Die folgenden vier Meßmuster stehen für die Abmessungsprüffunktion zur Verfügung.
(1) Messen des Innendurchmessers (ID)
Diese Funktion mißt automatisch den Mittelpunkt und den Innendurchmesser des Werkstücks.
Die Ergebnisse können ausgewertet werden.
(2) Messen des Außendurchmessers (OD)
Diese Funktion mißt automatisch den Mittelpunkt und Außendurchmesser des Werkstücks.
Die Ergebnisse können ausgewertet werden.
(3) Messen der Stirnfläche
Diese Funktion mißt automatisch die Stirnflächenposition in einer der folgenden Richtungen: X-
Achse, Y-Achse und Z-Achsenrichtung.
Die Ergebnisse können ausgewertet werden.
(4) Berechnung des Mittelpunkts und Abstands zwischen zwei Punkten
Mit dieser Funktion wird der Mittelpunkt und Abstand zwischen zwei Punkten anhand einer der
oben beschriebenen drei Muster (1) bis (3) berechnet.
Da die im Meßzyklus erzielten Ergebnisse (Meßergebnisse) automatisch mit den theoretischen
Werten (angenommenen Werten) verglichen werden und die berechnete Abweichung darauf-
hin beurteilt wird, ob das Meßergebnis akzeptabel ist oder nicht, kann diese Funktion für fol-
gende Zwecke eingesetzt werden.
• Kontrollieren der Werkstückabmessungen
• Erkennen des Werkstücktyps (oder Palettentisch)
• Bestätigung des Nullpunkts

1-2. Automatische Nullpunktkorrekturfunktion


Eeoemr5s2003
Bei der automatischen Nullpunktkorrekturfunktion wird der Nullpunkt so versetzt, daß die Koordina-
tenwerte derjenigen Position, an der die Abmessungsprüfung erfolgt, mit den gewünschten Koordi-
natenwerten übereinstimmen.
Hierdurch kann die Nullpunktkorrektur für jedes beliebige Werkstückkoordinatensystem erfolgen.
MG61-012 S-111
KAPITEL 2 AUTOMATISCHE MESSFUNKTION

2. Anwendung der Automatischen Meßfunktion


Eeoemr5s2004
Die folgenden Flußdiagramme zeigen die Anwendung der automatischen Meßfunktion.

Handelt es sich um Nein


das Maschinenmodell
MCM?

Ja

Diese Schritte einmal wöchentlich ausführen, um die Präzision


Nein Ist der Berührungsmeßfühler der automatischen Messung beizubehalten.
in die vertikale Spindel Zusätzlich zu dieser Korrektur in regelmäßigen Abständen
eingesetzt? empfiehlt es sich, diese Schritte auszuführen, wenn ein neuer
Berührungsmeßfühler in das Magazin eingesetzt wird.
Die Nullpunkteinstellung der Bezugsbohrung ist nur erforderlich,
Ja
wenn ein Berührungsmeßfühler in die Vertikalspindel
(Horizontalspindel für MC.-H) eingesetzt wird.
Festlegen des Nullpunkts der
Bezugsbohrung

Den Status EIN/AUS des


Berührungsmeßfühlers überprüfen.

Die Radiuskorrektur des


Berührungsmeßfühlers ausführen.

Die Längenkorrektur des


Berührungsmeßfühlers ausführen.

Die Abmessung des Werkstücks Diese Funktion zur Überwachung der Werkstückabmessungen,
prüfen Beurteilung der Werkstückarten für die automatische Korrektur
des Nullpunkts verwenden.

Diese Funktion ausführen, um den Nullpunkt automatisch


Automatische Nullpunktkorrektur entsprechend der Ergebnisse für die Abmessungsprüffunktion zu
korrigieren.
EIOEMR5S2001R01

[Ergänzung]
Die Erklärung in diesem Abschnitt geht davon aus, daß die Funktionen im Automatikbetrieb
ausgeführt werden. Daher müssen Programme für die einzelnen Ablaufschritte vorbereitet
werden. Die Vorbereitung der Programme anhand der Programmeditierfunktion ausführen.
MG61-012 S-112
KAPITEL 2 AUTOMATISCHE MESSFUNKTION

2-1. Einstellen des Nullpunkts der Bezugsbohrung


Eeoemr5s2005
Der Nullpunkt der Bezugsbohrung muß nur festgelegt werden, wenn ein Berührungsmeßfühler in
die horizontale Spindel (bei MC-H) oder vertikale Spindel (bei MC-V) eingesetzt wird.
Wird ein Berührungsmeßfühler in die horizontale Spindel des MCM eingesetzt, erfolgt keine Einstel-
lung des Nullpunkts.

Vorgehensweise :
1 Einen Block mit Bezugsbohrung (Hauptbezugsring) einsetzen, der über eine exakt gemessene
Bohrung von φ20 mm oder einem größeren Durchmesser verfügt.

2 Den Mittelpunkt der Bezugsbohrung exakt mit der Spindelmitte ausrichten; hierzu eine
Anschlagleere oder ein ähnliches Werkzeug verwenden. Bei dieser Funktion das Impulshand-
rad verwenden.

3 Den Nullpunkt festlegen.

4 Den ModusMDI wählen und die Positionierung zum Nullpunkt im Eilgang durchführen. Am
Nullpunkt den Meßwert erneut prüfen.

5 Danach nur die Z-Achse in positiver Richtung (+) verfahren, um die Anschlagleere zu entfernen
und den Berührungsmeßfühler in die Spindel einsetzen.

6 Die Z-Achse in negativer Richtung (-) zu derjenigen Position bewegen, an welcher die Kugel
des Berührungsmeßfühlers in die Bezugsbohrung eindringt.

7 Danach die Z-Achse so verfahren, daß die Kugel des Berührungsmeßfühlers 5 bis 7 mm von
der Oberfläche des Bezugsblocks in die Bezugsbohrung eindringt.

8 Den Modus MDI wählen und das folgende Programm ausführen.


CALL OO21
M02
Wird dieses Programm ausgeführt, so wird der Nullpunkt an der aktuellen Position des Berüh-
rungsmeßfühlers gesetzt, wobei diese X=0, Y=0, Z=0 im System-Werkstückkoordinatensystem
Nr. 3 entspricht.
MG61-012 S-113
KAPITEL 2 AUTOMATISCHE MESSFUNKTION

Das Einstellergebnis kann durch Öffnen des Pop-up-FenstersMSB NULPKT. KORR.


(VSZO✽[N]) am Bildschirm MEßERGEBNISSE bestätigt werden. Die Werte X, Y und Z werden
in den Spalten X, Y und Z der Zeile NO. 3 aufgeführt.

EIOEMR5S2002R01

[Ergänzung]
Da das System-Werkstückkoordinatensystem Nr. 3 ausschließlich für die automatische
Meßfunktion verwendet wird, kann es normalerweise nicht eingestellt oder als Bezugswert
festgelegt werden.

Bezüglich der Vorgehensweise zum Öffnen des Pop-up-Fensters MSB NULPKT. KORR.
(VSZO✽[N]) siehe KAPITEL 1 [1-2-2. MSB NULL EIN/AUS Funktionstaste].
MG61-012 S-114
KAPITEL 2 AUTOMATISCHE MESSFUNKTION

2-2. Korrektur des Berührungsmeßfühlerradius


Nachfolgend wird die Korrektur des Berührungsmeßfühlerradius beschrieben. Eeoemr5s2006
Zur Gewährleistung einer hohen Meßgenauigkeit muß die Korrektur des Berührungsmeßfühlerra-
dius mindestens einmal wöchentlich erfolgen.

2-2-1. Vorgehensweise zur Korrektur des Berührungsmeßfühlerradius

Die allgemeine Vorgehensweise zur Korrektur des Berührungsmeßfühlerradius Eeoemr5s2007


wird nachfolgend
beschrieben.
Die die Korrektur des Berührungsmeßfühlerradius der horizontalen Spindel für MCM siehe [2-2-2.
Vorgehensweise bei der Korrektur des Berührungsmeßfühlerradius (MCM Horizontale Spindel)].

ACHTUNG
Wird der Radiuskorrekturzyklus des Berührungsmeßfühlers vor der Einstellung des Nullpunkts für
die Bezugsbohrung ausgeführt, kann es zu unvorhergesehenen Maschinenreaktionen kommen.
Den Korrekturzyklus für den Berührungsmeßfühlerradius nur nach Einstellen des Nullpunkts für
die Bezugsbohrung ausführen.

Vorgehensweise :
1 Den Einstellzyklus für den Nullpunkt der Bezugsbohrung ausführen.

2 Im Modus MDI ”VNCOM[1] = 8” eingeben und den Berührungsmeßfühler mit der Hand berüh-
ren, um zu prüfen, ob das Erkennungssignal für Kontakt korrekt auf EIN und AUS gesetzt wird.
Den Status EIN/AUS des Erkennungssignals für den Kontakt kann durch Anzeige des Bild-
schirms AKTUELLE POSITION oder durch Beobachtung der Anzeigelampen auf der Bedie-
nungstafel geprüft werden.

3 Den Berührungsmeßfühler in die Spindel einsetzen.

4 Den Automatikmodus wählen und folgendes Programm ausführen.


CALL OO10 PMOD=9 PDI=(Durchmesser der Bezugsbohrung) POVT=3
M02
Der Befehl muß im derzeit gewählten Einheitensystem definiert werden.
Wird das Programm ausgeführt, dringt der Berührungsmeßfühler automatisch in die Bezugs-
bohrung ein und der Radiuskorrekturzyklus wird ausgeführt.
Die Zyklusergebnisse werden für die nachfolgend angezeigte Werkzeugradiuskorrekturnum-
mer gesetzt.

Richtung
Systemvariable
Radiuskorrekturdaten
X+ VSTOD [1]
X- VSTOD [2]
Y+ VSTOD [3]
Y- VSTOD [4]
Z+ -
Z- VSTOD [5]
MG61-012 S-115
KAPITEL 2 AUTOMATISCHE MESSFUNKTION

Die Einstellwerte können durch Öffnen des Pop-up-Fensters MSB WKZ. LÄNGEN KORREKT.
(VSTOH[N])/MSB SCHNTRADS KOMP. (VSTOD[N]) wie nachfolgend gezeigt geprüft werden.

EIOEMR5S2003R01

Für die Vorgehensweise zum Öffnen des Pop-up-Fensters MSB [Link]/AUS siehe KAPITEL
1 [1-2-3. MSB [Link]/AUS Funktionstaste].
Nach Überprüfung, daß die Korrekturdaten des Berührungsmeßfühlerradius für die Werkzeug-
radiuskorrekturnummer gesetzt wurden, die folgenden Schritte ausführen.

5 Anhand der Bohrung, für welche der Korrekturzyklus des Berührungsmeßfühlerradius ausge-
führt wurde, den ID-Meßzyklus ausführen.
Für den ID-Meßzyklus siehe [2-4. Innendurchmesser-Meßfunktion (ID)].

6 Am Bildschirm MEßERGEBNISSE den angenommenen Mittelpunktwert mit dem gemessenen


Mittelpunktwert vergleichen und sicherstellen, daß die Abweichung geringer ist, als einige
Mikrometer.

7 Den Berührungsmeßfühler aus der Spindel entfernen und stattdessen die Anschlagleere ein-
setzen.

8 Die Anschlagleere am gemessenen Mittelpunkt drehen und den Meßwert, den Ablesewert der
Anschlagleere sowie den angenommenen Mittelpunkt vergleichen. Sicherstellen, daß die
Abweichungen zwischen diesen drei Werten nur einige Mikrometer betragen.
Hierdurch ist die Korrektur des Berührungsmeßfühlerradius abgeschlossen.

[Ergänzung]
Da die Radiuskorrekturnummern 1 bis 20 im System nur für die automatische Meßfunktion
verwendet werden, können sie normalerweise nicht eingestellt oder als Bezugswerte definiert
werden.
MG61-012 S-116
KAPITEL 2 AUTOMATISCHE MESSFUNKTION

Maschinenbetrieb
Während der Ausführung des Korrekturzyklus für den Berührungsmeßfühlerradius bewegt sich der
Meßfühler wie folgt.

(1) Die Z-Achse verfährt im Eilgang zur Verfahrgrenze in positiver Richtung (+).
(2) Die Spindel wird ausgerichtet.
Die Spindeldrehung kann erfolgen, nachdem die Spindel eine halbe Drehung zur Prüfung des
Berührungsmeßfühlersignals ausgeführt hat.
Bezüglich weiterer Einzelheiten siehe [6-1. Überprüfen der Näherungsschalterfunktion].
(3) Die X- und Y-Achse bewegen sich im Eilgang zum Mittelpunkt der Bezugsbohrung.
(4) Die Z-Achse verfährt im Eilgang abwärts, bis die Meßfühlerkugel einen Punkt in 30 mm Entfer-
nung von der Bezugsbohrung erreicht.
(5) Hiernach bewegt sich die Z-Achse weiter im Eilgang um 30 mm abwärts und die Meßfühlerku-
gel dringt in die Bezugsbohrung ein.
(6) Der Bezugsbohrungsmeßzyklus wird in folgender Reihenfolge ausgeführt: Richtung X+, Rich-
tung X-, Richtung Y+ und Richtung Y-.
(7) Danach verfährt die Z-Achse im Eilgang zur Verfahrgrenze in positiver Richtung (+).

2-2-2. Korrektur des Berühruntsmeßfühlerradius (MCM Horizontale Spindel)


Eeoemr5s2009
Die Vorgehensweise zur Korrektur des Berührungsmeßfühlerradius wird für einen in die horizontale
Spindel MCM eingesetzten Berührungsmeßfühler nachfolgend beschrieben.
Bezüglich der allgemeinen Vorgehensweise bei der Korrektur des Berührungsmeßfühlerradius siehe
[2-3. Längenkorrektur des Berührungsmeßfühlers].

Vorgehensweise :
1 Einen Block mit Bezugsbohrung (Hauptmeßring) einsetzen, der über eine exakt gemessene
Bohrung vonφ20 mm oder einem größeren Durchmesser verfügt.

2 Den Mittelpunkt der Bezugsbohrung exakt mit der Spindelmitte ausrichten; hierzu eine
Anschlagleere oder ein ähnliches Werkzeug verwenden. Bei dieser Funktion das Impulshand-
rad verwenden.

3 Den Nullpunkt festlegen.


Hierzu den Nullpunkteinstellmodus wählen und den Wert über die Tastatur eingeben.

4 Den ModusMDI wählen und die Positionierung zum Nullpunkt im Eilgang durchführen. Am
Nullpunkt den Meßwert erneut prüfen.

5 Nur die Z-Achse in positiver Richtung (+) bewegen, um die Anschlagleere zu entfernen und
den Berührungsmeßfühler in die Spindel einsetzen.
Bei TOPF NR./[Link](FESTE ADRESSE) im Bildschirmmodus WKZ. DAT. ESTLN
die Einnstellung HORIZONTAL TOOL USED for ACTUAL TOOL NO vornehmen.

6 Die Z-Achse in negativer Richtung (-) zu derjenigen Position bewegen, an welcher die Kugel
des Berührungsmeßfühlers in die Bezugsbohrung eindringt.

7 Danach die Z-Achse so verfahren, daß die Kugel des Berührungsmeßfühlers 5 bis 7 mm von
der Oberfläche des Bezugsblocks in die Bezugsbohrung eindringt.
MG61-012 S-117
KAPITEL 2 AUTOMATISCHE MESSFUNKTION

8 Im Modus MDI ”VNCOM[1] = 8” eingeben und den Berührungsmeßfühler mit der Hand berühren,
um zu prüfen, ob das Erkennungssignal für Kontakt korrekt auf EIN und AUS gesetzt wird.
Den Status EIN/AUS des Erkennungssignals für den Kontakt kann durch Anzeige des Bild-
schirms AKTUELLE POSITION oder durch Beobachtung der Anzeigelampen auf der Bedie-
nungstafel geprüft werden.
9 Den Berührungsmeßfühler in die Spindel einsetzen.
10 Den Automatikmodus wählen und folgendes Programm ausführen.
CALL OO10 PMOD=9 PDI=(Durchmesser der Bezugsbohrung) POVT=3
M02
Der Befehl muß im derzeit gewählten Einheitensystem definiert werden.
Wird das Programm ausgeführt, dringt der Berührungsmeßfühler automatisch in die Bezugs-
bohrung ein und der Radiuskorrekturzyklus wird ausgeführt.

[Ergänzung]
Damit die CNC die Richtung des Berührungsmeßfühlers automatisch erkennen kann, muß
dieser im Automatikmodus oder MDI in die Spindel eingesetzt werden.

Die Zyklusergebnisse werden für die nachfolgend angezeigte Werkzeugradiuskorrekturnum-


mer gesetzt.

Richtung
Radiuskorrekturdaten Systemvariable
M73 (Vorne) M74 (Links) M75 (Hinten) M76 (Rechts)
X+ - VSTOD [9] VSTOH [3] VSTOD [17]
X- VSTOH [1] VSTOD [10] - VSTOD [18]
Y+ VSTOD [7] VSTOH [2] VSTOD [15] -
Y- VSTOD [8] - VSTOD [16] VSTOH [4]
Z+ VSTOD [5] VSTOD [11] VSTOD [13] VSTOD [19]
Z- VSTOD [6] VSTOD [12] VSTOD [14] VSTOD [20]

Die Einstellwerte können durch Öffnen des Pop-up-Fensters MSB WKZ. LÄNGEN KORREKT.
(VSTOH[N])/MSB SCHNTRADS KOMP. (VSTOD[N]) wie nachfolgend gezeigt geprüft werden.

EIOEMR5S2004R01
MG61-012 S-118
KAPITEL 2 AUTOMATISCHE MESSFUNKTION

Für die Vorgehensweise zum Öffnen des Pop-up-Fensters MSB [Link]/AUS siehe KAPITEL
1 [1-2-3. MSB [Link]/AUS Funktionstaste].
Nach Überprüfung, daß die Korrekturdaten des Berührungsmeßfühlerradius für die Werkzeug-
radiuskorrekturnummer gesetzt wurden, die folgenden Schritte ausführen.

11 Anhand der Bohrung, für welche der Korrekturzyklus des Berührungsmeßfühlerradius ausge-
führt wurde, den ID-Meßzyklus ausführen.
Für den ID-Meßzyklus siehe [2-4. Innendurchmesser-Meßfunktion (ID)].

12 Am Bildschirm MEßERGEBNISSE den angenommenen Mittelpunktwert mit dem gemessenen


Mittelpunktwert vergleichen und sicherstellen, daß die Abweichung geringer ist, als einige
Mikrometer.

13 Den Berührungsmeßfühler aus der Spindel entfernen und stattdessen die Anschlagleere ein-
setzen.

14 Die Anschlagleere am gemessenen Mittelpunkt drehen und den Meßwert, den Ablesewert der
Anschlagleere sowie den angenommenen Mittelpunkt vergleichen. Sicherstellen, daß die
Abweichungen zwischen diesen drei Werten nur einige Mikrometer betragen.
Hiernach ist die Korrektur des Berührungsmeßfühlerradius für einen in die horizontale Spindel
MCM eingesetzten Berührungsmeßfühler beendet.

[Ergänzung]
Da die Radiuskorrekturnummern 1 bis 20 im System nur für die automatische Meßfunktion
verwendet werden, können sie normalerweise nicht eingestellt oder als Bezugswerte definiert
werden.

Maschinenbetrieb
Bei der Ausführung des Korrekturzyklus für den Berührungsmeßfühlerradius bei einem in die hori-
zontale Spindel MCM eingesetzten Meßfühler verfährt der Berührungsmeßfühler wie nachfolgend
gezeigt.

(1) Die Spindel wird ausgerichtet.


Die Spindeldrehung kann erfolgen, nachdem die Spindel eine halbe Drehung zur Prüfung des
Berührungsmeßfühlersignals ausgeführt hat.
Bezüglich weiterer Einzelheiten siehe [6-1. Überprüfen der Näherungsschalterfunktion].
(2) Der Meßzyklus für die Bezugsbohrung wird in der folgenden Reihenfolge ausgeführt.
Meßfolge
Berührungsmeßfühlerrichtung
1 2 3 4
M73 (Vorne) Y+ Y- Z+ Z-
MCM M74 (Links) X+ X- Z+ Z-
Horizontale
Spindel M75 (Hinten) Y+ Y- Z+ Z-
M76 (Rechts) X+ X- Z+ Z-
(3) Die Z-Achse bewegt sich zum Mittelpunkt der Bezugsbohrung und stoppt dort.
MG61-012 S-119
KAPITEL 2 AUTOMATISCHE MESSFUNKTION

2-3. Längenkorrektur des Berührungsmeßfühlers


Eeoemr5s2011
Nachfolgend wird die Längenkorrektur des Berührungsmeßfühlers beschrieben.
Zur Gewährleistung einer hohen Meßgenauigkeit muß die Längenkorrektur des Berührungsmeßfüh-
lers mindestens einmal wöchentlich erfolgen.
Bezugswerkzeug

(Geschätzte Längenkorrekturdaten des


PLI
Berührungsmeßfühlers in Bezug auf das
Referenzwerkzeug)

PEI (Koordinatenwert der Z-Achsen-


Werkstück Meßfläche)

EIOEMR5S2005R01

Die Vorgehensweise für die Längenkorrektur des Berührungsmeßfühlers wird nachfolgend beschrieben.

Vorgehensweise :
1 Die X-, Y- und Z-Achse so positionieren, daß der Meßfühler bei Ausführung des Meßzyklus die
Stirnseite berührt.
Für diese Positionierung ein Teileprogramm verwenden (der manuelle oder in MDI Modus ist
ebenfalls zulässig).
Der Abstand zwischen Berührungsmeßfühlerkugel und Meßfläche kann beliebig definiert wer-
den.

2 Den Automatikmodus wählen und folgendes Programm ausführen.

CALL OO10 PMOD=8 PEI= (Z-Koordinatenwert der Meßfläche)


PLI = (Geschätzte Längenkorrekturdaten des Berührungsmeßfühlers)
M02
EIOEMR5S2006R01

Bei Ausführung des Programms werden die Längenkorrekturdaten des Meßfühlers automa-
tisch gemessen.
Der Korrekturwert wird so berechnet, daß das Ergebnis des Meßzyklus auf der gleichen Meß-
seite dem bei PEI gesetzten Wert sowie der Systemlängen-Korrekturnummer 5 entspricht.
Für MCM wird der Korrekturwert der Systemlängen-Korrekturnummern 1 bis 5 wie folgt
gesetzt.

Richtung
Nr. Vertikales MCM Horizontales Werkzeug
Werkzeug M73 (Vorne) M74 (Links) M75 (Hinten) M76 (Rechts)
Werkzeuglän-
VSTOH [5] VSTOH [1] VSTOH [2] VSTOH [3] VSTOH [4]
genkorrektur-Nr.
MG61-012 S-120
KAPITEL 2 AUTOMATISCHE MESSFUNKTION

Die Einstellwerte können durch Öffnen des Pop-up-Fensters MSB WKZ. LÄNGEN KORREKT.
(VSTOH[N])/MSB SCHNTRADS KOMP. (VSTOD[N]) wie nachfolgend gezeigt geprüft werden.

EIOEMR5S2007R01

Hiernach ist die Längenkorrektur des Berührungsmeßfühlerradius beendet.

[Ergänzung]
Da die Radiuskorrekturnummern 1 bis 20 im System nur für die automatische Meßfunktion
verwendet werden, können sie normalerweise nicht eingestellt oder als Bezugswerte definiert
werden.

Für die Vorgehensweise zum Öffnen des Pop-up-Fensters MSB [Link]/AUS siehe KAPITEL 1 [1-
2-3. MSB [Link]/AUS Funktionstaste].

Maschinenbetrieb
Bei der Ausführung des Längenkorrekturzyklus für den Berührungsmeßfühler verfährt dieser wie
nachfolgend gezeigt.

(1) Die Spindel wird ausgerichtet.


Die Spindeldrehung kann erfolgen, nachdem die Spindel eine halbe Drehung zur Prüfung des
Berührungsmeßfühlersignals ausgeführt hat.
Bezüglich weiterer Einzelheiten siehe [6-1. Überprüfen der Näherungsschalterfunktion].
(2) Der Berührungsmeßfühler bewegt sich zur Meßfläche, um diese zu messen.
(3) Der Meßfühler verfährt in Längsrichtung und stoppt an der vorherigen Position.
Bei der Ausführung des Längenkorrekturzyklus für den Berührungsmeßfühler verfährt dieser
nicht in Radiusrichtung.
MG61-012 S-121
KAPITEL 2 AUTOMATISCHE MESSFUNKTION

2-4. Innendurchmessermeßfunktion (ID)


Bei der ID-Meßfunktion werden Mittelpunkt und Durchmesser der ZielbohrungEeoemr5s2014
automatisch gemes-
sen.
Gleichzeitig kann das Meßergebnis bei dieser Funktion ausgewertet werden.
Die Vorgehensweise bei der ID-Messung wird nachfolgend beschrieben.

Vorgehensweise :
1 Die Berührungsmeßfühlerkugel am geschätzten Mittelpunkt der Zielbohrung unter Verwen-
dung eines Teileprogramms positionieren.

2 Den Automatikmodus wählen und folgendes Programm ausführen.


CALL OO10 PMOD=7 PDI=(Geschätzter Bohrungsdurchmesser)
M02

3 Bei der Ausführung dieses Programms wird der ID-Meßzyklus automatisch ausgeführt.
Ist ein Berührungsmeßfühler in die MCM horizontale Spindel eingesetzt, erkennt die Funktion
automatisch die Meßfühlerrichtung und führt den ID-Meßzyklus entsprechend aus.

[Ergänzung]
Soll die CNC die Richtung des Berührungsmeßfühlers automatisch erkennen, muß dieser im
Automatikmodus oder MDI in die Spindel eingesetzt werden.

Die Meßergebnisse werden am Bildschirm MEßERGEBNISSE angezeigt.


Für die Anzeige des Bildschirms MEßERGEBNISSE siehe KAPITEL 1 [1-1. Anzeige des Meß-
ergebnisses].

EIOEMR5S2008R01
MG61-012 S-122
KAPITEL 2 AUTOMATISCHE MESSFUNKTION

4 Den Berührungsmeßfühler mit Hilfe eines Teileprogramms zurückziehen.


Hierdurch ist die ID-Messung beendet.
Beispielprogramm

G0 X0 Y0
G56 Z50 H1
M130
R100 G1 Z-5 F1000
M131
CALL OO10 PMOD=7 PDI=200
G0 Z500
M02
H1: Werkzeuglängenkorrekturdaten des Berührungsmeßfühlers
EIOEMR5S2009R01

Maschinenbetrieb
Während der Ausführung des ID-Meßzyklus bewegt sich der Meßfühler wie folgt.

(1) Die Spindel wird ausgerichtet.


Die Spindeldrehung kann erfolgen, nachdem die Spindel eine halbe Drehung zur Prüfung des
Berührungsmeßfühlersignals ausgeführt hat.
Bezüglich weiterer Einzelheiten siehe [6-1. Überprüfen der Näherungsschalterfunktion].
(2) Die Funktion mißt den Bohrungs-ID durch Verfahren des Berührungsmeßfühlers in folgender
Reihenfolge in Richtung: X+, X-, Y+, Y-, X+ und X-.
Bei MCM hängt die Reihenfolge der Achsenverfahrbewegungen von der nachfolgend gezeigten
Richtung des Berührungsmeßfühlers ab. Dieser stoppt am Mittelpunkt der als Ergebnis des ID-
Meßzyklus erzielten Bohrung.
Berührungsmeßfühler Meßreihenfolge
Richtung 1 2 3 4 5 6
Vertikale Spindel X+ X- Y+ Y- X+ X-
M73 Y+ Y- Z+ Z- Y+ Y-
(Vorne)
M74 X+ X- Z+ Z- X+ X-
MCM (Links)
Horizontale
Spindel M75 Y+ Y- Z+ Z- Y+ Y-
(Hinten)
M76 X+ X- Z+ Z- X+ X-
(Rechts)
(3) Dieser stoppt am Mittelpunkt der als Ergebnis des ID-Meßzyklus erzielten Bohrung.
Die Berührungsmeßfühlerachse in Längsrichtung verfährt bei der Ausführung des ID-Meßzy-
klus nicht.
MG61-012 S-123
KAPITEL 2 AUTOMATISCHE MESSFUNKTION

[Ergänzung]

1) Bei Angabe des PMSR-Befehls (PMSR=1), findet der Messzyklus in der Reihenfolge 1 bis 4
gemäß obiger Tabelle statt.
2) Bei Angabe des PMTR-Befehls (PMTR=1), findet der Messzyklus in der Reihenfolge 1 bis 3
gemäß obiger Tabelle statt.
3) Wenn die Befehle PMSR und PMTR gleichzeitig angegeben werden, hat der PMTR-Befehl
Vorrang.
4) Vor Beginn der Messung an drei Punkten mit dem PMTR-Befehl, ist der Taster in Y-Richtung
(Z-Richtung bei MCM Horizontale Bearbeitungsmaschine) so nah als möglich zur Kreismitte
zu bringen. Wenn die Tasterposition in Y-Richtung weit von der Kreismitte entfernt ist,
verursacht selbst ein Abstand von mehreren Millimetern einen Messfehler von deutlich mehr
als zehn µ.
Details zur Einstellung der Variablen PMSR und PMTR finden Sie unter (10) PMSR (P MESSEN)
und (11) PMTR (P MESSEN DREI) unter 5-5-2 "Verwendung von Variablen".

2-5. Außendurchmesser-Meßfunktion (OD)


Die OD-Meßfunktion mißt automatisch den Mittelpunkt und Durchmesser einesEeoemr5s2017
Werkstücks.
Gleichzeitig kann das Meßergebnis bei dieser Funktion ausgewertet werden.
Die OD-Messung wird nachfolgend beschrieben.

Vorgehensweise :
1 Die Meßfühlerkugel zum geschätzten Mittelpunkt des gewünschten Außendurchmessers mit
Hilfe eines Teileprogramms positionieren.
Bei dieser Positionierung die Meßfühlerkugel ca. 10 mm vom Meßpunkt entfernt bewegen.

2 Den Automatikmodus wählen und folgendes Programm ausführen.


CALL OO10 PMOD=6 PDI=(Geschätzter Außendurchmesser) *PIN=(Vorschubabstand in
Zustellrichtung)
M02
* PZIN kann anstelle von PIN verwendet werden.
Für das Argument PIN (PZIN) einen relativen Wert (positiven Inkrementalwert) definieren.

3 Bei Ausführung des Programms wird der OD-Meßzyklus automatisch ausgeführt.


Die Meßergebnisse werden am Bildschirm MEßERGEBNISSE angezeigt.
MG61-012 S-124
KAPITEL 2 AUTOMATISCHE MESSFUNKTION

Für die Anzeige des Bildschirms MEßERGEBNISSE siehe KAPITEL 1 [1-1. Anzeige des Meß-
ergebnisses].

EIOEMR5S2010R01

4 Den Berührungsmeßfühler mit Hilfe eines Teileprogramms zurückziehen.


Hiermit ist die OD-Messung beendet.
Beispielprogramm

G0 X0 Y0
0
10

G56 Z10 H1
R

CALL OO10 PMOD=6 PDI=200 PZIN=15


G0 Z500
M02
H1: Werkzeuglängenkorrekturdaten des Berührungsmeßfühlers

Meßtaster
PIN(PZIN)
In diesem Programm erfolgt die Z-
Achsenpositionierung im Eilgang.

EIOEMR5S2011R01
MG61-012 S-125
KAPITEL 2 AUTOMATISCHE MESSFUNKTION

Maschinenbetrieb
Bei der Ausführung des OD-Meßzyklus verfährt der Berührungsmeßfühler wie nachfolgend gezeigt.

Berührungsmeßfühler
a

PIN(PZIN) b

Werkstück OD
c

EIOEMR5S2012R01

(1) Die Spindel wird ausgerichtet.


Die Spindeldrehung kann erfolgen, nachdem die Spindel eine halbe Drehung zur Prüfung des
Berührungsmeßfühlersignals ausgeführt hat.
Bezüglich weiterer Einzelheiten siehe [6-1. Überprüfen der Näherungsschalterfunktion].
(2) Die Funktion mißt den Bohrungs-ID durch Verfahren des Berührungsmeßfühlers in folgender
Reihenfolge in Richtung: X+, X-, Y+, Y-, X+ und X-.
Bei MCM hängt die Reihenfolge der Achsenverfahrbewegungen von der nachfolgend gezeigten
Richtung des Berührungsmeßfühlers ab.
Berührungsmeßfühler Meßreihenfolge
Richtung 1 2 3 4 5 6
Vertikale Spindel X+ X- Y+ Y- X+ X-
M73 Y+ Y- Z+ Z- Y+ Y-
(Vorne)
M74 X+ X- Z+ Z- X+ X-
MCM (Links)
Horizontale
Spindel M75 Y+ Y- Z+ Z- Y+ Y-
(Hinten)
M76 X+ X- Z+ Z- X+ X-
(Rechts)
(3) Der Berührungsmeßfühler stoppt an dem als Ergebnis des OD-Meßzyklus erzielten Mittelpunkt.

[Ergänzung]

1) Bei Angabe des PMSR-Befehls (PMSR=1), findet der Messzyklus in der Reihenfolge 1 bis 4
gemäß obiger Tabelle statt.
2) Bei Angabe des PMTR-Befehls (PMTR=1), findet der Messzyklus in der Reihenfolge 1 bis 3
gemäß obiger Tabelle statt.
3) Wenn die Befehle PMSR und PMTR gleichzeitig angegeben werden, hat der PMTR-Befehl
Vorrang.
4) Vor Beginn der Messung an drei Punkten mit dem PMTR-Befehl, ist der Taster in Y-Richtung
(Z-Richtung bei MCM Horizontale Bearbeitungsmaschine) so nah als möglich zur Kreismitte
zu bringen. Wenn die Tasterposition in Y-Richtung weit von der Kreismitte entfernt ist,
verursacht selbst ein Abstand von mehreren Millimetern einen Messfehler von deutlich mehr
als zehn µ.
Details zur Einstellung der Variablen PMSR und PMTR finden Sie unter (10) PMSR (P MESSEN)
und (11) PMTR (P MESSEN DREI) unter 5-5-2 "Verwendung von Variablen".
MG61-012 S-126
KAPITEL 2 AUTOMATISCHE MESSFUNKTION

2-6. Stirnflächen-Meßzyklus
Der Stirnflächen-Meßzyklus mißt automatisch die Stirnflächenposition in einerEeoemr5s2020
der folgenden Rich-
tungen: X-Achse, Y-Achse und Z-Achsenrichtung.
Gleichzeitig kann das Meßergebnis bei dieser Funktion ausgewertet werden.

2-6-1. Funktion für X-Achsen-Stirnfläche

Nachfolgend wird der Meßvorgang für die X-Achsen-Stirnfläche beschrieben. Eeoemr5s2021

Vorgehensweise :
1 Die Berührungsmeßfühlerkugel mit Hilfe eines Teileprogramms in die Nähe der gewünschten
X-Achsenstirnfläche verfahren.
Bei dieser Positionierung die Meßfühlerkugel ca. 10 mm vom Meßpunkt entfernt bewegen.

2 Den Automatikmodus wählen und folgendes Programm ausführen.


CALL OO10 PMOD=1 PEI=(Geschätzte X-Achsen-Stirnflächenposition)
M02
Bei Ausführung des Programms wird die Richtung der X-Achsenverfahrbewegung automatisch
bestimmt, danach wird der Meßzyklus für die X-Achsen-Stirnfläche automatisch ausgeführt.
Die Meßergebnisse werden am Bildschirm MEßERGEBNISSE angezeigt.
Für die Anzeige des Bildschirms MEßERGEBNISSE siehe KAPITEL 1 [1-1. Anzeige des Meß-
ergebnisses].

EIOEMR5S2013R01
MG61-012 S-127
KAPITEL 2 AUTOMATISCHE MESSFUNKTION

3 Den Berührungsmeßfühler mit Hilfe eines Teileprogramms zurückziehen.


Hiermit ist der OD-Meßvorgang für die X-Achsen-Stirnfläche beendet.
Beispielprogramm

G0 X-120 Y0
100 G56 Z50 H1
Berührungsmeßfühler
M130
G1 Z-5 F1000
M131
CALL OO10 PMOD=1 PEI=-100
PEI G0 Z500
M02
H1: Werkzeuglängenkorrekturdaten des
Berührungsmeßfühlers
EIOEMR5S2014R01

Maschinenbetrieb
Bei der Ausführung des Meßzyklus für die X-Achsen-Stirnfläche verfährt der Berührungsmeßfühler
wie nachfolgend gezeigt.

(1) Die Spindel wird ausgerichtet.


Die Spindeldrehung kann erfolgen, nachdem die Spindel eine halbe Drehung zur Prüfung des
Berührungsmeßfühlersignals ausgeführt hat.
Bezüglich weiterer Einzelheiten siehe [6-1. Überprüfen der Näherungsschalterfunktion].
(2) Die X-Achse verfährt zur gewählten Meß-Stirnfläche und ihre Position wird gemessen.
(3) Die X-Achse kehrt zur vorherigen Position zurück und stoppt dort.
Es ist zu beachten, daß die Y- und Z-Achse während des Meßzyklus für die X-Achsen-Stirnflä-
che nicht verfahren werden.
MG61-012 S-128
KAPITEL 2 AUTOMATISCHE MESSFUNKTION

2-6-2. Funktion für Y-Achsen-Stirnfläche


Nachfolgend wird der Meßvorgang für die Y-Achsen-Stirnfläche beschrieben. Eeoemr5s2023

Vorgehensweise :
1 Die Berührungsmeßfühlerkugel mit Hilfe eines Teileprogramms in die Nähe der gewünschten
Y-Achsenstirnfläche verfahren.
Bei dieser Positionierung die Meßfühlerkugel ca. 10 mm vom Meßpunkt entfernt bewegen.

2 Den Automatikmodus wählen und folgendes Programm ausführen.


CALL OO10 PMOD=2 PEI=(Geschätzte Y-Achsen-Stirnflächenposition)
M02
Bei Ausführung des Programms wird die Richtung der Y-Achsenverfahrbewegung automatisch
bestimmt, danach wird der Meßzyklus für die Y-Achsen-Stirnfläche automatisch ausgeführt.
Die Meßergebnisse werden am Bildschirm MEßERGEBNISSE angezeigt.
Für die Anzeige des Bildschirms MEßERGEBNISSE siehe KAPITEL 1 [1-1. Anzeige des Meß-
ergebnisses].

EIOEMR5S2015R01

3 Den Berührungsmeßfühler mit Hilfe eines Teileprogramms zurückziehen.


Hiermit ist der OD-Meßvorgang für die Y-Achsen-Stirnfläche beendet.
Maschinenbetrieb
Bei der Ausführung des Meßzyklus für die Y-Achsen-Stirnfläche verfährt der Berührungsmeßfühler
wie nachfolgend gezeigt.

(1) Die Spindel wird ausgerichtet.


Die Spindeldrehung kann erfolgen, nachdem die Spindel eine halbe Drehung zur Prüfung des
Berührungsmeßfühlersignals ausgeführt hat.
Bezüglich weiterer Einzelheiten siehe [6-1. Überprüfen der Näherungsschalterfunktion].
(2) Die Y-Achse verfährt zur gewählten Meß-Stirnfläche und ihre Position wird gemessen.
(3) Die Y-Achse kehrt zur vorherigen Position zurück und stoppt dort.
Es ist zu beachten, daß die X- und Z-Achse während des Meßzyklus für die Y-Achsen-Stirnflä-
che nicht verfahren werden.
MG61-012 S-129
KAPITEL 2 AUTOMATISCHE MESSFUNKTION

2-6-3. Funktion für Z-Achsen-Stirnfläche

Nachfolgend wird der Meßvorgang für die Z-Achsen-Stirnfläche beschrieben. Eeoemr5s2025

Vorgehensweise :
1 Die Berührungsmeßfühlerkugel mit Hilfe eines Teileprogramms in die Nähe der gewünschten
Z-Achsenstirnfläche verfahren.
Bei dieser Positionierung die Meßfühlerkugel ca. 10 mm vom Meßpunkt entfernt bewegen.

2 Den Automatikmodus wählen und folgendes Programm ausführen.


CALL OO10 PMOD=3 PEI=(Geschätzte Z-Achsen-Stirnflächenposition)
M02
Bei Ausführung des Programms wird die Richtung der Z-Achsenverfahrbewegung automatisch
bestimmt, danach wird der Meßzyklus für die Z-Achsen-Stirnfläche automatisch ausgeführt.
Die Meßergebnisse werden am Bildschirm MEßERGEBNISSE angezeigt.
Für die Anzeige des Bildschirms MEßERGEBNISSE siehe KAPITEL 1 [1-1. Anzeige des Meß-
ergebnisses].

EIOEMR5S2016R01

3 Den Berührungsmeßfühler mit Hilfe eines Teileprogramms zurückziehen.


Hiermit ist der OD-Meßvorgang für die Z-Achsen-Stirnfläche beendet.
MG61-012 S-130
KAPITEL 2 AUTOMATISCHE MESSFUNKTION

Maschinenbetrieb
Bei der Ausführung des Meßzyklus für die Z-Achsen-Stirnfläche verfährt der Berührungsmeßfühler
wie nachfolgend gezeigt.

(1) Die Spindel wird ausgerichtet.


Die Spindeldrehung kann erfolgen, nachdem die Spindel eine halbe Drehung zur Prüfung des
Berührungsmeßfühlersignals ausgeführt hat.
Bezüglich weiterer Einzelheiten siehe [6-1. Überprüfen der Näherungsschalterfunktion].
(2) Die Z-Achse verfährt zur gewählten Meß-Stirnfläche und ihre Position wird gemessen.
(3) Die Z-Achse kehrt zur vorherigen Position zurück und stoppt dort.
Es ist zu beachten, daß die X- und Y-Achse während des Meßzyklus für die Z-Achsen-Stirnflä-
che nicht verfahren werden.
MG61-012 S-131
KAPITEL 2 AUTOMATISCHE MESSFUNKTION

2-7. Speichern der Meßzyklusergebnisse


Die Meßzyklusergebnisse werden im CNC Speicher abgelegt und durch neue Eeoemr5s2027
Ergebnisse aktuali-
siert, wenn ein folgender Meßzyklus ausgeführt wird.
Der Datenspeicherbereich, in dem die Daten bei der Ausführung jedes Meßzyklus aktualisiert wer-
den, wird als Speicher A bezeichnet.
Der CNC Speicher umfaßt ebenfalls einen speziellen Bereich, in dem die Ergebnisse vorheriger
Meßzyklen abgelegt werden; auf diesen Bereich kann nach Bedarf zugegriffen werden. Dieser
Datenspeicherbereich wird als Speicher B bezeichnet.
Die Vorgehensweise zum Übertragen des Inhalts von Speicher A zu Speicher B wird nachfolgend
beschrieben.

Vorgehensweise :
1 Einen Meßzyklus für den ersten Meßpunkt ausführen.
Das Ergebnis des Meßzyklus wird im Speicher A abgelegt.

2 Den Automatikmodus wählen und folgendes Programm ausführen. Dieses Beispielprogramm


ist anwendbar, wenn sich der Meßpunkt an einem Innendurchmesser befindet.
CALL OO10 PMOD=15 PAXI=3
Nach der Ausführung des Programms werden die Daten im Speicher A und B ausgetauscht
und die Daten im Speicher A werden im Speicher B abgelegt.
Die Achsen verfahren nicht, selbst wenn die Meßergebnisdaten im Speicher B abgelegt wer-
den.
Je nach Meßzyklustyp ist die Einstellung für das Argument PAXI unterschiedlich. Siehe die fol-
gende Tabelle bezüglich dieser Einstellung.

Meßzyklustyp PAXI = Im Speicher A abgelegte Daten


3 Mittelpunkt der X- und Y-Achse
Mittelpunkt der X- und Z-Achse
ID-Messung 5
(Nur für MCM horizontale Spindel)
OD-Messung
Mittelpunkt der Y- und Z-Achse
6
(Nur für MCM horizontale Spindel)
Messen der X-Achsen-
1 Meßpunkt auf der X-Achsen-Stirnfläche
Stirnfläche
Messen der Y-Achsen-
2 Meßpunkt auf der Y-Achsen-Stirnfläche
Stirnfläche
Messen der Z-Achsen-
4 Meßpunkt auf der Z-Achsen-Stirnfläche
Stirnfläche

3 Einen Meßzyklus für den nächsten Meßpunkt ausführen.


Das Ergebnis des Meßzyklus wird im Speicher A abgelegt. Da das vorherige Meßergebnis
bereits im Speicher B abgelegt wurde, wird dieses durch das neue Meßergebnis nicht über-
schrieben.
MG61-012 S-132
KAPITEL 2 AUTOMATISCHE MESSFUNKTION

2-8. Berechnung des Mittelpunkts und Abstands zwischen zwei Punkten


Eeoemr5s2028
Die Rechenfunktion für Mittelpunkt/Abstand (zwischen zwei Punkten) berechnet den Mittelpunkt und
Abstand zwischen zwei Punkten, die im Speicher A und B abgelegt sind.
Der Abstand wird separat für die X- und Y-Achsenkomponente berechnet.
Nachfolgend wird die Vorgehensweise zum Messen der zwei Punkte (Punkt 1 und Punkt 2) sowie
die Berechnung des Mittelpunkts und Abstands zwischen ihnen beschrieben.

Vorgehensweise :
1 Einen Meßzyklus an Punkt 1 ausführen.
Die bei der Messung des Punkts 1 erzielten Ergebnisse werden im Speicher A abgelegt.

2 Den Automatikmodus wählen und folgendes Programm ausführen. Dieses Beispielprogramm


ist anwendbar, wenn sich der Meßpunkt an einem Innendurchmesser befindet.
CALL OO10 PMOD=15 PAXI=3
Nach Ausführung des Programms werden die Daten des Speichers A im Speicher B abgelegt.

3 Einen Meßzyklus an Punkt 2 ausführen.


Die bei der Messung des Punkts 2 erzielten Ergebnisse werden im Speicher A abgelegt.

4 Den Automatikmodus wählen und folgendes Programm ausführen. Dieses Beispielprogramm


ist anwendbar, wenn sich der Meßpunkt an einem Innendurchmesser befindet.
CALL OO10 PMOD=14 PAXI=3
Bezüglich der Einstellung des Arguments PAXI siehe die Tabelle unter 2-7.
Bei der Ausführung des Programms werden Mittelpunkt und Abstand zwischen Punkt 1 und 2
berechnet und im Speicher A abgelegt.
Hiernach ist die Berechnung des Mittelpunkts/Abstands (zwischen zwei Punkten) beendet.
Die Meßergebnisse werden am Bildschirm MEßERGEBNISSE angezeigt.
Für die Anzeige des Bildschirms MEßERGEBNISSE siehe KAPITEL 1 [1-1. Anzeige des Meß-
ergebnisses].

EIOEMR5S2017R01
MG61-012 S-133
KAPITEL 2 AUTOMATISCHE MESSFUNKTION

[Ergänzung]
Während der Ausführung der Rechenfunktion für Mittelpunkt/Abstand (zwischen zwei
Punkten) verfahren die Achsen nicht.

Beispielprogramm

0
R10 G0 X0 Y0
G56 Z-5 H1
CALL OO10 PMOD=7 PDI=200
300 CALL OO10 PMOD=15 PAXI=3

300
Punkt 1 G0G56 Z10 H1
X300 Y-300
Mittelpunkt zwischen
Z-5
0
zwei Punkten R15 CALL OO10 PMOD=7 PDI=300
CALL OO10 PMOD=14 PAXI=3
G0 Z500
M02
Punkt 2 H1: Werkzeuglängenkorrekturdaten des Berührungsmeßfühlers

EIOEMR5S2018R01
MG61-012 S-134
KAPITEL 2 AUTOMATISCHE MESSFUNKTION

2-9. Berechnung des Mittelpunkts und Abstands zwischen zwei Stirn-


flächen
Eeoemr5s2029
Die Rechenfunktion für Mittelpunkt/Abstand (zwischen zwei Stirnflächen) berechnet den Mittelpunkt
und Abstand zwischen zwei Stirnflächen (Abstand/Mittelpunkt zwischen Innenflächen, Abstand/Mit-
telpunkt zwischen Außenflächen eines Vorsprungs).

2-9-1. Verfahrbewegungen des Berührungsmeßfühlers beim Meßvorgang für den


Abstand zwischen zwei Stirnflächen
(1) Messen des Mittelpunkts/Abstands zwischen Innenflächen Eeoemr5s2030

Sprungvorschub
Eilgang
EIOEMR5S2019R01

(2) Messen des Mittelpunkts/Abstands zwischen Außenflächen eines Vorsprungs

EIOEMR5S2020R01
MG61-012 S-135
KAPITEL 2 AUTOMATISCHE MESSFUNKTION

2-9-2. Befehlsformat des Meßprogramms für Mittelpunkt/Abstand (zwischen Stirn-


flächen)
Eeoemr5s2031
(1) Meßzyklus zur Berechnung des Mittelpunkts/Abstands zwischen Innenflächen

CALL OO10 PMOD=** PEL1=**


(PELE=**) (PCE=**) (PGO=*) (PUDT=**) (POVT=**) (VNUM=**)
PELI : Geschätzter Abstand zwischen zwei Stirnflächen

PCE : Zulässiger Mittelpunktfehler

PGO= 1: Der Berührungsmeßfühler stoppt nicht bei Auftreten eines Alarms durch einen zu großen Fehler.

0: Der Berührungsmeßfühler stoppt bei Auftreten eines Alarms durch einen zu großen Fehler.
PMOD= 11: Richtung X

12: Richtung Y
13: Richtung Z
PELE : Zulässiger Abstandsfehler
PUDT : Unterlaufabstand (Sicherheitsabstand zum Sensor)
POVT : Überlaufabstand (Abstand zum Schutz vor Sensorbeschädigung)
VNUN : Meßzyklusnummer

PMOD und PELI müssen immer definiert werden

EIOEMR5S2021R01

Die Variablen in ( ) nach Bedarf definieren.


(2) Meßzyklus zur Berechnung des Mittelpunkts/Abstands zwischen den Außenflächen eines Vor-
sprungs

CALL OO10 PMOD= ** PELI=** PIN=**


(PELE=**) (PCE=**) (PGO=*) (PUDT=**) (POVT=**) (VNUM=**)
PIN: Vorschubabstand in Zustellrichtung

EIOEMR5S2022R01

Sonstige Variablen: Entsprechend (1)


PMOD, PELI und PIN müssen immer definiert werden.
Variablen in ( ) können nach Bedarf definiert werden.
MG61-012 S-136
KAPITEL 2 AUTOMATISCHE MESSFUNKTION

2-9-3. Bildschirm für Meßergebnis

Die Ergebnisse des Meßzyklus für Mittelpunkt/Abstand (zwischen Stirnflächen)Eeoemr5s2032


können wie nachfol-
gend gezeigt am Bildschirm MEßERGEBNISSE dargestellt werden.
Für die Anzeige des Bildschirms MEßERGEBNISSE siehe KAPITEL 1 [1-1. Anzeige des Meßergeb-
nisses].

EIOEMR5S2023R01

a: EXPECTED CENTER POSITION


Hier wird der Positionspunkt am Anfang des Meßzyklus dargestellt. Der Koordinatenwert wird nur für
die Meßachse angezeigt.
b: PERMISSIBLE ERROR (Einstellwert für PCE).
Es wird nur ein Wert angezeigt, wenn PCE definiert ist.
c: MEASURED CENTER POSITION
Der Koordinatenwert wird nur für die Meßachse angezeigt.
d: EXPECTED DISTANCE (Einstellwert für PELI)
Es wird nur ein Wert angezeigt, wenn PELI definiert ist.
e: PERMISSIBLE ERROR (Einstellwert für PELE)
Es wird nur ein Wert angezeigt, wenn PELE definiert ist.
f: MEASURED DISTANCE
Der Abstand (Achsenkomponente) wird nur für die Meßachse angezeigt.
g: Ergebnisauswertung
”DECISION OK” wird angezeigt, wenn die Meßergebnisse zulässig sind. In anderen Fällen werden
Alarminhalte angezeigt.
MG61-012 S-137
KAPITEL 2 AUTOMATISCHE MESSFUNKTION

2-10. Automatische Nullpunktkorrekturfunktion


Eeoemr5s2033
Die automatische Nullpunktkorrektur versetzt den Nullpunkt automatisch, sodaß der bei der Abmes-
sungsprüffunktion gemessene Punkt die gewünschten Koordinatenwerte übernimmt.
Die Nullpunktkorrektur ist nur im gewünschten Werkstückkoordinatensystem möglich.

Vorgehensweise :
1 Den Abmessungsprüfzyklus für denjenigen Punkt ausführen, der als Nullpunkt definiert wer-
den soll.
Ein Mittelpunkt, der als Ergebnis der Rechenfunktion für Mittelpunkt/Abstand erzielt wurde,
kann als Nullpunkt gesetzt werden.

2 Den Automatikmodus wählen und folgendes Programm ausführen.


CALL OO20 PHN=(Werkstückkoordinatensystem-Nr. zur Ausführung der Nullpunktkorrektur)
PX=(Koordinatenwert des X-Meßpunkts nach Ausführung der Nullpunktkorrektur)
PY=(Koordinatenwert des Y-Meßpunkts nach Ausführung der Nullpunktkorrektur)
PZ=(Koordinatenwert des Z-Meßpunkts nach Ausführung der Nullpunktkorrektur)

[Ergänzung]
1) Nur die Achse (PX, PY oder PZ) definieren, für den die Nullpunktkorrektur erforderlich ist.
2) Keine Achse angeben, bei der der Abmessungsprüfzyklus noch nicht ausgeführt wurde.
3) Die Nullpunktkorrektur wird nur ausgeführt, wenn PHN festgelegt wurde.
Ein Alarm (ALARM-B 2308) wird angezeigt.
Nach Ausführen des Programms wird der durch PHN festgelegte Nullpunkt des
Werkstückkoordinatensystems korrigiert, sodaß die Koordinatenwerte des Meßpunkts den
Vorgabewert für PX, PY und/oder PZ übernehmen. Der Nullpunkt wird nicht für Achsen
geändert, die nicht angegeben wurden.
Die Ergebnisse können durch Aufruf des Bildschirms NULL. KORREK. geprüft werden.
Bei der Ausführung der automatischen Nullpunktkorrektur verfahren die Achsen nicht.
4) Die automatische Nullpunktkorrektur ist nicht möglich, wenn die CNC nach Durchführung der
Abmessungsprüffunktion rückgestellt wird. Ein Alarm (ALARM-B 2310) tritt auf.
5) Die automatische Nullpunktkorrekturfunktion sofort nach Ausführen eines Meßzyklus (ID, OD,
Stirnfläche) oder eines Berechnungszyklus für Mittelpunkt/Abstand ausführen.

Beispielprogramm (Festlegen des ID-Mittelpunkts X=0, Y=0)

G0 X0 Y0
G56 Z-5 H1
CALL OO10 PMOD=7 PDI=300
300 CALL OO20 PHN=1 PX=0 PY=0
G0 Z500
M02

H1: Werkzeuglängenkorrekturdaten des Berührungsmeßfühlers


EIOEMR5S2024R01
MG61-012 S-138
KAPITEL 2 AUTOMATISCHE MESSFUNKTION

2-11. Kopieren der Berührungsmeßfehler-Korrekturdaten


Eeoemr5s2034
Die Kopierfunktion für die Berührungsmeßfühler-Korrekturdaten ist nur für die MCM wirksam.
Bei Verwendung dieser Funktion können die Korrekturdaten für Meßfühlerlängenkorrektur/-radius,
gemessen in der vertikalen Spindel, als Berührungsmeßfühler-Korrekturdaten der horizontalen
Spindel angewendet werden. Diese Funktion eignet sich für Bearbeitungsschritte, die eher einfache
Abläufe als hohe Genauigkeit erfordern.

Vorgehensweise :
1 Die Längen- und Radiuskorrekturdaten des in die vertikale Spindel eingesetzten Meßfühlers
messen.

2 Den Automatikmodus wählen und folgendes Programm ausführen.


CALL OO22
M02
Nach Ausführung des Programms werden die Berührungsmeßfühler-Korrekturdaten bei
VSTOH[5] und VSTOD[1] bis [4] für VSTOH[1] bis [4] und VSTOD[5] bis [20] gesetzt, wobei die
Korrekturdaten für die einzelnen Richtungen (M73, M74, M75 und M76) des MCM eingestellt
werden.
Das Einstellergebnis kann durch Öffnen des Pop-up-FenstersMSB NULLKORREKT.
(VSZO✽[N]) im Bildschirm MEßERGEBNISSE überprüft werden.

EIOEMR5S2025R01

[Ergänzung]
Wurden die Berührungsmeßfehler-Korrekturdaten bereits gesetzt, werden diese
entsprechend der Korrekturdaten für den in die vertikale Spindel eingesetzten
Berührungsmeßfühler aktualisiert.
MG61-012 S-139
KAPITEL 2 AUTOMATISCHE MESSFUNKTION

3. Automatische Meßfunktion für B-/C-Achse, Zubehörvor-


richtungen für 90° Winkel- und Verlängerungsteile
(Option)
Eeoemr5s2035
Diese Funktion führt die automatische Messung des in die Spindel eingesetzten Zubehörs für die
vertikale Spindel (auch als Zubehörabdeckung bezeichnet), 90° Winkelzubehörs, Verlängerungszu-
behörs und Zubehörs der B-/C-Achse aus.

(PAC = 90°)

(PAC = 180°)

(PAC = 0°)

Z+ (PAC = 270°)

Y+
X+

EIOEMR5S2026R01

Abb.2-1 Verhältnis zwischen PAC-Winkeln und X-, Y-, Z-Achse des 90° Winkelzubeheörs

PAC = 90°

PAC = 180°

PAC = 0°

PAC = 270°

PAB

Z+

Y+
X+

EIOEMR5S2027R01

Abb.2-2 Verhältnis zwischen PAC-Winkeln und X-, Y-, Z-Achse des Zubehörs der B-/C-Achse
MG61-012 S-140
KAPITEL 2 AUTOMATISCHE MESSFUNKTION

[Ergänzung]
1) Der PAB-Schaltwinkel muß PAB = 0° oder PAB = 90° entsprechen.
2) Das Verhältnis zwischen den Einträgen am Bildschirm VORSATZKOPF (PAC, PAB)
BOHRWIRBELKOPF KOMP. und demjeneigen am Bildschirm VORSATZKOPF
BOHRWIRBELKOPF KOMP. wird nachfolgend aufgeführt.
Bildschirm Bildschirm
VORSATZKOPF (PAC, PAB) VORSATZKOPF
BOHRWIRBELKOPF KOMP. BOHRWIRBELKOPF KOMP.

Daten für PAC=0 PAB=0 H* am Bildschirm LOWER (G185)


Daten für PAC=0 PAB=90 H* am Bildschirm LOWER (G181)
Daten für PAC=90 PAB=90 H* am Bildschirm LOWER (G182)
Daten für PAC=180 PAB=90 H* am Bildschirm LOWER (G183)
Daten für PAC=270 PAB=90 H* am Bildschirm LOWER (G184)
EIOEMR5S2028R01

H*: Zubehör-Korrekturnummern H1 bis H7


Werden zwei Zubehöreinheiten für die B-/C-Achse verwendet, deren Daten bei den einzelnen
Korrekturnummern eingeben.
MG61-012 S-141
KAPITEL 2 AUTOMATISCHE MESSFUNKTION

3-1. Automatische Messung für das 90° Winkelzubehör und Zubehör


der B-/C-Achse (PAB=90°)
Eeoemr5s2036
Die Programme zur Ausführung der Meßfunktionen werden nachfolgend aufgeführt.
(1) Korrektur des Berührungsmeßfühlerradius
CALL OO10 PMOD=9 PDI=✽ PAT=✽ PAC=✽
PDI: Bezugsbohrungsdurchmesser
(2) Längenkorrektur des Berührungsmeßfühlers
CALL OO10 PMOD=8 PEI=✽ PLI=✽ PAT=✽ PAC=✽
PEI: Z-Koordinatenwert der Meßfläche
PLI: Geschätzte Länge des Meßfühlers
(3) ID-Messung
CALL OO10 PMOD=7 PDI=✽ PAT=✽ PAC=✽
PDI: Geschätzter Durchmesser der Zielbohrung
(4) OD-Messung
CALL OO10 PMOD=6 PDI=✽ PIN=✽ PAT=✽ PAC=✽
PDI: Geschätzter Außendurchmesser
PIN: Vorschubabstand in Zustellrichtung
(5) Stirnflächenmessung (X-Achse)
CALL OO10 PMOD=1 PEI=✽ PAT=✽ PAC=✽
PEI: Geschätzte Position der X-Stirnfläche
(6) Stirnflächenmessung (Y-Achse)
CALL OO10 PMOD=2 PEI=✽ PAT=✽ PAC=✽
PEI: Geschätzte Position der Y-Stirnfläche
(7) Stirnflächenmessung (Z-Achse)
CALL OO10 PMOD=3 PEI=✽ PAT=✽ PAC=✽
PEI: Geschätzte Position der Z-Stirnfläche
(8) Zusätzliche Variablen
PAT: Korrektur-Nr. für Zubehörschalter (1 bis 7)
PAC: Richtung des 90° Winkelzubehörs, Zubehörs der B-/C-Achse (0, 90, 180, 270)

[Ergänzung]
1) Der Meßzyklus wird mit der vertikalen Spindel ausgeführt, wenn PAT nicht definiert wird.
2) Der Einstellwert für PAC ist nur wirksam, wenn PAT definiert wurde.
Wurde PAC nicht definiert, wird von ”PAC=0” ausgegangen.
3) Der PAC-Wert muß entsprechend des Einsetzwinkels für das 90° Winkelzubehör oder das
Zubehör der B-/C-Achse (PAB=90°) eingestellt werden.
4) Ansonsten gibt es keine weiteren Änderungen in der automatischen Meßfunktion.
MG61-012 S-142
KAPITEL 2 AUTOMATISCHE MESSFUNKTION

3-2. Automatische Messung für das Verlängerungszubehör und Zube-


hör der B-/C-Achse (PAB=90°)
Eeoemr5s2037
Die Programme zur Ausführung der Meßfunktionen werden nachfolgend aufgeführt.
(1) Korrektur des Berührungsmeßfühlerradius
CALL OO10 PMOD=9 PDI=✽ PAT=✽ PAV=1
PDI: Bezugsbohrungsdurchmesser
(2) Längenkorrektur des Berührungsmeßfühlers
CALL OO10 PMOD=8 PEI=✽ PLI=✽ PAT=✽ PAV=1
PEI: Z-Koordinatenwert der Meßfläche
PLI: Geschätzte Länge des Meßfühlers
(3) ID-Messung
CALL OO10 PMOD=7 PDI=✽ PAT=✽ PAV=1
PDI: Geschätzter Durchmesser der Zielbohrung
(4) OD-Messung
CALL OO10 PMOD=6 PDI=✽ PIN=✽ PAT=✽ PAV=1
PDI: Geschätzter Außendurchmesser
PIN: Vorschubabstand in Zustellrichtung
(5) Stirnflächenmessung (X-Achse)
CALL OO10 PMOD=1 PEI=✽ PAT=✽ PAV=1
PEI: Geschätzte Position der X-Stirnfläche
(6) Stirnflächenmessung (Y-Achse)
CALL OO10 PMOD=2 PEI=✽ PAT=✽ PAV=1
PEI: Geschätzte Position der Y-Stirnfläche
(7) Stirnflächenmessung (Z-Achse)
CALL OO10 PMOD=3 PEI=✽ PAT=✽ PAV=1
PEI: Geschätzte Position der Z-Stirnfläche
(8) Zusätzliche Variablen
PAT: Korrektur-Nr. für Zubehörschalter (1 bis 7)
PAV: Zubehörtype (1: Verlängerungszubehör / Zubehör für B-/C-Achse (PAB=0°), 0 oder Aus-
lassung: 90° Winkelzubehör / Zubehör für B-/C-Achse (PAB=90°))

[Ergänzung]
1) Der Meßzyklus wird mit der vertikalen Spindel ausgeführt, wenn PAT nicht definiert wird.
2) Der Einstellwert für PAV ist nur wirksam, wenn PAT definiert wurde.
Wurde PAV nicht definiert, wird von ”PAV = 0 (90° Winkelzubehör/Zubehör für B-/C-Achse
(PAB=90°))” ausgegangen.
3) Wurde ein Meßzyklus mit Verwendung des Verlängerungszubehörs über Zubehörs der B-/C-
Achse (PAB=0°) ausgeführt, immer ”PAV = 1” setzen.
4) Ansonsten gibt es keine weiteren Änderungen in der automatischen Meßfunktion.
MG61-012 S-143
KAPITEL 2 AUTOMATISCHE MESSFUNKTION

4. Spannung Ein-/Ausschaltzyklus des Renishaw-


Berührungstasters (MP7/MP9/MP10) und des HF-
Berührungstasters (RMP60)
Eeoemr5s2038
Nachfolgend wird der Zyklus für Stromzufuhr EIN/AUS des optischen Berührungsmeßfühlers von
Renishaw betrieben.

4-1. Zyklusbefehle für Stromzufuhr EIN/AUS


Die Zyklusbefehle für Stromzufuhr EIN werden nachfolgend aufgeführt. Eeoemr5s2039
(1) MP7
CALL OO16
(2) MP9
CALL OO16
(3) MP10
CALL OO18 (PRS=*)
PRS:Den Spindelschaltwinkel angeben. Wurde PRS nicht definiert, stoppt die Spindel an der
Ausrichtungsposition.
(4) RMP60
CALL OO16 PSD=650

Die Zyklusbefehle für Stromzufuhr AUS werden nachfolgend aufgeführt.


(1) MP7
CALL OO17
(2) MP9
Die Stromzufuhr schaltet ca. 3 Minuten nach dem Einschalten EIN aus.
(3) MP10
CALL OO19 (PRS=*)
PRS:Den Spindelschaltwinkel angeben. Wurde PRS nicht definiert, stoppt die Spindel an der
Ausrichtungsposition.
(4) RMP60
CALL OO17 PSD=650
MG61-012 S-144
KAPITEL 2 AUTOMATISCHE MESSFUNKTION

4-2. Zyklusbetrieb für Stromzufuhr EIN/AUS

4-2-1. Zyklusbetrieb für Stromzufuhr EIN


• OO16 [PSD=*] (MP7/MP9/RMP60) Eeoemr5s2041
Maschinenbetrieb
a) An der Istposition dreht die Spindel mit der mit PSD spezifizierten Geschwindigkeit. Wird
kein PSD-Befehl spezifiziert, dreht die Spindel mit 500 Min-1.
Beachten Sie, dass nichts geschieht, wenn die Versorgungsspannung bereits eingeschaltet
ist.
b) Nach einer Pause von 1,5 Sekunden stoppt die NC die Spindel. Nach einer weiteren Pause
von 3 Sekunden kontrolliert die NC, ob die Stromversorgung eingeschaltet ist.
Wenn die Stromversorgung AUS ist, wartet die NC für 7 Sekunden, führt eine Spindeldre-
hung aus und stoppt wieder. Wenn die Stromversorgung immer noch AUS ist, generiert die
NC folgenden Alarm, und stoppt die Maschine direkt.
2305 ALARM B UNBEMANNT: Messen nicht möglich 42
c) Hierdurch ist der Zyklus für Stromzufuhr EIN beendet.
• OO18 (MP10)

Maschinenbetrieb
a) Die Spindel stoppt an der angegebenen Schaltposition oder Ausrichtungsposition, danach
wird intern ein M-Code (M127) ausgegeben.
Hierbei ist zu beachten, daß nichts passiert, wenn die Stromzufuhr bereits auf EIN steht.
b) Nach einer Pause von 1.5 Sekunden kontrolliert die NC, ob die Stromversorgung einge-
schaltet ist.
Wenn die Stromversorgung AUS ist, wartet die NC für 5 Sekunden, und gibt den M-Code
Befehl für eine Dauer von 1,5 Sekunden aus. Wenn die Stromversorgung immer noch AUS
ist, generiert die NC folgenden Alarm, und stoppt die Maschine direkt.
2305 ALARM B UNBEMANNT: Messen nicht möglich 42
c) Hierdurch ist der Zyklus für Stromzufuhr EIN beendet.
MG61-012 S-145
KAPITEL 2 AUTOMATISCHE MESSFUNKTION

4-2-2. Zyklusbetrieb für Stromzufuhr AUS


• OO17 [PSD=*] (MP7/RMP60) Eeoemr5s2042
Maschinenbetrieb
a) An der Istposition dreht die Spindel mit der mit PSD spezifizierten Geschwindigkeit. Wird
kein PSD-Befehl spezifiziert, dreht die Spindel mit 500 Min-1.
Beachten Sie, dass nichts geschieht, wenn die Versorgungsspannung bereits ausgeschaltet
ist.
b) Nach einer Pause von 1,5 Sekunden stoppt die NC die Spindel. Nach einer weiteren Pause
von 3 Sekunden kontrolliert die NC, ob die Stromversorgung eingeschaltet ist.
Wenn die Stromversorgung EIN ist, wartet die NC für 7 Sekunden, führt eine Spindeldre-
hung aus und stoppt wieder. Wenn die Stromversorgung immer noch EIN ist, generiert die
NC folgenden Alarm, und stoppt die Maschine direkt.
2305 ALARM B UNBEMANNT: Messen nicht möglich 42
c) Hierdurch ist der Zyklus für Stromzufuhr AUS beendet.
• OO19 (MP10)

Maschinenbetrieb
a) Die Spindel stoppt an der angegebenen Schaltposition oder Ausrichtungsposition, danach
wird intern ein M-Code (M127) ausgegeben.
Hierbei ist zu beachten, daß nichts passiert, wenn die Stromzufuhr bereits auf AUS steht.
b) Nach einer Pause von 1.5 Sekunden kontrolliert die NC, ob die Stromversorgung einge-
schaltet ist.
Wenn die Stromversorgung EIN ist, wartet die NC für 5 Sekunden, und gibt den M-Code
Befehl für eine Dauer von 1,5 Sekunden aus. Wenn die Stromversorgung immer noch EIN
ist, generiert die NC folgenden Alarm, und stoppt die Maschine direkt.
2305 ALARM B UNBEMANNT: Messen nicht möglich 42
c) Hierdurch ist der Zyklus für Stromzufuhr AUS beendet.

[Ergänzung]

Wird das Unterprogramm OO16 oder OO17 ausgeführt, wird der Wert des Spindeldrehzahl-
Befehls (S-Befehl) auf die Drehzahl von PSD geändert (oder auf 500 min-1, wenn kein Befehl
gegeben wird). Folglich muss die benötigte Spindeldrehzahl spezifiziert werden, um die
Spindeldrehung nach der Ausführung von OO16 oder OO17 zu starten.
Der Wertebereich für den PSD-Befehl in OO16- und OO17 entspricht dem des Spindeldrehzahl-
Befehls. Spezifizieren Sie den PSD-Befehl für die Drehzahl, die nicht den Berührungstaster
beschädigt.
MG61-012 S-146
KAPITEL 2 AUTOMATISCHE MESSFUNKTION

5. Weitere Einzelheiten
Eeoemr5s2043
Die vorherigen Abschnitte haben die grundsätzliche Vorgehensweise zur Anwendung der automati-
schen Meßfunktion beschrieben.
Dieser Abschnitt gibt detaillierte Angaben zu den automatischen Meßfunktionen.

5-1. Verfahrbewegungen des Berührungsmeßfühlers


Die Verfahrbewegungen des Berührungsmeßfühlers werden nachfolgend imEeoemr5s2044
Detail beschrieben,
wobei eine Messung am Innendurchmesser als Beispiel angewendet wird.

(3)’ (3)
(2)’ (1)

(2) (1)’
(6)’ (5)

(6) (5)’ : Schnittvorschub-


geschwindigkeit
(4) (4)’ : Eilgang

EIOEMR5S2029R01

Die Verfahrbewegungen des Berührungsmeßfühlers beim ID-Meßzyklus bestehen aus sechs


Durchgängen (1) bis (6), wie in der obigen Abbildung aufgezeigt. Jede dieser Verfahrbewegungen
(1) bis (6) kann als Einzelmeßzyklus an einer Stirnfläche betrachtet werden.
Daher werden die Verfahrbewegungen des Berührungsmeßfühlers detailliert für einen Meßzyklus in
Bezug auf eine einzelne Stirnfläche beschrieben.

PUDT POVT

(1)
Position C
Position A (2)
Position B

(2)’
: Schnittvorschubgeschwindigkeit
(3) : Eilgang

(3)’
Geschätzte Position der Stirnfläche
EIOEMR5S2030R01
MG61-012 S-147
KAPITEL 2 AUTOMATISCHE MESSFUNKTION

Maschinenbetrieb
(1) Die aktuelle Position des Berührungsmeßfühlers beim Aufruf des Unterprogramms OO10 in
den Speicher CNC wird als Position A bezeichnet.
(2) Die Position mit dem Abstand zur geschätzten Position der Stirnfläche, die um den für PUDT
definierten Wert gemessen werden soll, wird berechnet.
Diese Position wirs als Position B gesetzt. Wurde PUDT beim Aufruf des Unterprogramms
OO10 nicht definiert, wird PUDT automatisch als 10 mm gesetzt.
(3) Befindet sich Position A bereits näher an der zu messenden geschätzten Position für die Stirn-
fläche als Position B, so wird Bewegung 4) übersprungen und Bewegung 5) ausgeführt.
(4) Der Berührungsmeßfühler wird im Eilgang zur Position B vorgeschoben.
Weicht die aktuelle Position stark von der geschätzten Position für die zu messende Stirnfläche
ab, berührt der Meßfühler bei der Annäherung im Eilgang die zu messende Stirnfläche. In die-
sem Fall wird der Meßfühler im Eilgang zur Position A rückgestellt und stoppt dort, wobei ein
Fehler für die nicht durchführbare Messung wirksam wird.
Stoppt der Berührungsmeßfühler beim Vorschub aufgrund eines Signalempfangsfehlers (für
Berührungsmeßfühler des Typs FM), wird er im Eilgang zu Position A rückgestellt und danach
erneut zur Position B vorgeschoben.
Stoppt er erneut bei diesem zweiten Vorschub aufgrund eines Signalempfangsfehlers, so wird
er im Eilgang zur Position A rückgestellt und stoppt dort mit einem Fehler für nicht mögliche
Ausführung des Meßvorgangs.
(5) Die Funktion berechnet die Position über die geschätzte Position der zu messenden Stirnfläche
um den über POVT vorgegebenen Wert. Diese Position wird als Position C festgelegt.
Wurde POVT bei Aufruf des Unterprogramms OO10 nicht definiert, so wird ”POVT = 10 mm”
angenommen.
(6) Der Berührungsmeßfühler wird bei der Annäherung im Eilgang zur Position C vorwärts bewegt.
Berührt er bei diesem Vorschub die zu messende Stirnfläche, stoppt er an der betreffenden
Position.
Weicht die aktuelle Position stark von der geschätzten Position der zu messenden Stirnfläche
ab, kann der Meßfühler die zu messende Fläche nicht berühren, selbst wenn er Position C
erreicht hat. In diesem Fall erfolgt die Rückstellung des Meßfühlers im Eilgang zur Position A;
dort stoppt er, wobei ein Fehler für nicht mögliche Messung ausgegeben wird.
Stoppt der Berührungsmeßfühler beim Vorschub aufgrund eines Signalempfangsfehlers (für
Berührungsmeßfühler des Typs FM), so wird er im Eilgang zu Position B rückgestellt und
danach erneut zur Position C vorgeschoben.
Stoppt er erneut bei diesem zweiten Vorschub aufgrund eines Signalempfangsfehlers, so wird
er im Eilgang zur Position A rückgestellt und stoppt dort mit einem Fehler für nicht mögliche
Ausführung des Meßvorgangs.
(7) Der Berührungsmeßfühler wird im Eilgang zu einer Position, 0,5 mm entfernt von der Kontakt-
Erkennungsposition rückgestellt.
(8) Danach wird er mit niedriger Annäherungsgeschwindigkeit zu einer Position, 1 mm über die
Kontakt-Erkennungsposition an der Stirnfläche hinaus, vorwärtsbewegt.
Berührt der Meßfühler die zu messende Stirnfläche erneut beim Vorschub, stoppt er sofort.
Wenn der Berührungsmeßfühler beim Vorschub aufgrund eines Signalempfangsfehlers (für
Berührungsmeßfühler des Typs FM) stoppt, wird er im Eilgang zu einer Position, 0,5 mm von
der Kontakterkennungsposition entfernt, rückgestellt. Danach erfolgt erneut der Vorschub zur
zu messenden Stirnfläche.
Stoppt er erneut bei diesem zweiten Vorschub aufgrund eines Signalempfangsfehlers, so wird
er im Eilgang zur Position A rückgestellt und stoppt dort mit einem Fehler für nicht mögliche
Ausführung des Meßvorgangs.
MG61-012 S-148
KAPITEL 2 AUTOMATISCHE MESSFUNKTION

(9) Der Berührungsmeßfühler wird im Eilgang zur Position A rückgestellt.

[Ergänzung]
1) Die Position, an welcher der Berührungsmeßfühler die zu messende Stirnfläche berührt,
entspricht derjenigen Position, an welcher der Endschalter im Meßfühler aktiviert wird. Daher
ragt die aktuelle Position der Meßfühlerkugel um 0,1 bis 0,2 mm über die Position hinaus, an
der sie mit der zu messenden Stirnfläche in Berührung kommt.
2) Wurde der Meßzyklus abgeschlossen, stoppt der Berührungsmeßfühler in der Mitte der
Bohrung, an welcher die Messung im ID/OD-Meßzyklus ausgeführt wurde.
3) Für POVT und PUDT einen größeren Wert als 3 mm setzen.
MG61-012 S-149
KAPITEL 2 AUTOMATISCHE MESSFUNKTION

5-2. Annäherungsgeschwindigkeit zum Werkstück


Eeoemr5s2045
Nachfolgend wird die Annäherungsgeschwindigkeit, mit welcher der Berührungsmeßfühler zum
Werkstück hin verfährt, beschrieben.

Berührungsmeßfühler

(1)

(2) (3)

Werkstück

EIOEMR5S2031R01

(1) Erste Annäherungsgeschwindigkeit


Die erste Annäherungsgeschwindigkeit entspricht dem Achsenvorschub, bei dem der Berüh-
rungsmeßfühler zum Punkt, der um den ”Sicherheitsabstand” entfernt vom geschätzten Meß-
punkt liegt.
Dieser Vorschub wird als PF1=✽✽beim Aufruf einer Unterroutine definiert.
Die Vorschubübersteuerungsfunktion ist für diesen Vorschub wirksam.
• Die Annäherungsgeschwindigkeit zum Werkstück bei PF1 wird definiert als
X/Y-Richtung: PF1 Wert
Z-Richtung: 1/2 PF1 Wert
• Annäherungsgeschwindigkeit zum Werkstück, wenn PF1 nicht definiert ist
X/Y-Richtung: F4000
Z-Richtung: F2000
(2) Zweite Annäherungsgeschwindigkeit
Die zweite Annäherungsgeschwindigkeit entspricht dem Achsenvorschub, bei dem der Berüh-
rungsmeßfühler vom ersten Annäherungspunkt zu dem Punkt verfährt, an welchem er das
Werkstück berührt.
Dieser Vorschub wird bezeichnet als PF2=✽✽ beim Aufruf einer Unterroutine.
Die Vorschubübersteuerungsfunktion ist für diesen Vorschub wirksam.
• Annäherungsgeschwindigkeit zum Werkstück, wenn PF 2 definiert ist als
X/Y/Z-Richtung: PF2 Wert
• Annäherungsgeschwindigkeit zum Werkstück, wenn PF2 nicht definiert ist
X/Y/Z-Richtung: F1000
MG61-012 S-150
KAPITEL 2 AUTOMATISCHE MESSFUNKTION

(3) Dritte Annäherungsgeschwindigkeit


Die dritte Annäherungsgeschwindigkeit entspricht dem Achsenvorschub, bei dem der Berüh-
rungsmeßfühler von einem Punkt, 0,5 mm von der Kontakt-Erkennungsposition, zu derjenigen
Position verfährt, an welcher der Berührungsmeßfühler das Werkstück erneut berührt.
Der Vorschub ist auf F100 festgelegt und die Übersteuerungsfunktion ist unwirksam.
Diese Geschwindigkeit kann mit PF=3** zum Aufruf einer Subroutine angegeben werden.
Die Übersteuerungsfunktion ist bei dieser Geschwindigkeit ungültig.
- Anfahrgeschwindigkeit zu dem Werkstück wenn der Befehl PF3 ausgegeben wird
X-, Y- und Z-Achsen Richtung: PF3 Wert
- Anfahrgeschwindigkeit zu dem Werkstück wenn kein PF3 Befehl ausgegeben wird
X-, Y- und Z-Achsen Richtung: F100
Beispiel eines OD Messzyklus (CALL O10 PMOD=6)

(1)

(8) (9)
G00
(16)
(7)
G31
(2) (6) (14) (15)
(10)
(5) (13)
(4) (12)
(3) (11)

EIOEMR5S2032R01

[Ergänzung]

Wenn der PTCH Befehl (PTCH=1) Befehl ausgegeben wird, berührt der Taster das Werkstück
nur einmal. Bei dieser Operation führt der Sensor nur die erste und zweite Annäherung aus,
indem die zweite Annäherung übersprungen wird. PF3=** angeben, um die
Anfahrgeschwindigkeit mit dem PTCH Befehl einzustellen.
Je nach PUDT Wert (Sicherheitsabstand) kann die Angabe des PTCH Befehls die Messdauer
verlängern. Beachten Sie, dass die Messgenauigkeit abnimmt, wenn der PF3 Wert zu groß ist.
MG61-012 S-151
KAPITEL 2 AUTOMATISCHE MESSFUNKTION

5-3. Wartezeit während Messarbeit


Dieser Unterabschnitt erklärt die verwendete Wartezeit, während der Berührungstaster in Kontakt
mit dem Werkstück kommt. Die Wartezeit tritt in folgenden drei Fällen auf:
(1) Bei der ersten Berührung des Berührungstasters.
(2) Bei 0,5 mm Rückzug des Berührungstasters nach der ersten Berührung
(3) Bei der zweiten Berührung des Berührungstasters
Diese drei Wartezeiten können mit dem Befehl PDWL=** durch Aufruf einer Subroutine eingestellt
werden.

Berührungstaster

(2)
(1)
(3)

Werkstück
ME51221R0900400510001

Die Einstelleinheit ist Sekunden.


Ohne PDWL Befehl werden alle Wartezeiten auf 0,5 Sekunden eingestellt.

[Ergänzung]

Die obigen drei Wartezeiten können nicht unabhängig eingestellt werden.

5-4. Reduzieren der Zeit vor Bewegung des Berührungstasters


Nach dem Aufruf des Unterprogramms OO10 erfolgt eine Verzögerung, bis der Berührungstaster
beginnt, sich in Richtung Werkstück zu bewegen (die Zeitdauer hängt von den Spezifikationen ab,
liegt aber in der Regel zwischen 0,8 und 1,5 Sekunden).
Um diese Verzögerung zu reduzieren, muss PQIK=1 beim Aufruf einer Subroutine angegeben
werden.

Nach der Angabe wird die Verzögerung reduziert und der Berührungstaster fängt ein wenig früher
an sich zu bewegen.

[Ergänzung]

Beachten Sie die folgenden Beschränkungen bei der Verwendung von PQIK=1.
• Bei manueller Unterbrechung werden der Versatzbetrag der X-, Y- und Z-Achse (gesamt) alle
gelöscht.
• Der Befehl kann nur verwendet werden, wenn die Tastrichtung mit der Richtung der vertikalen
Spindel übereinstimmt.
• Der Befehl kann nur bei einen Typ FM oder optischen Taster verwendet werden.
• Die variable Einheiteneinstellung (0,001 mm oder 0,0001 Zoll) die an MSB übertragen werden
soll, wird ungültig. (NC optionaler Parameter Bit Nr. 36, Bit 0)
MG61-012 S-152
KAPITEL 2 AUTOMATISCHE MESSFUNKTION

5-5. In Unterprogrammen verwendete Variablen


Eeoemr5s2046
In diesem Abschnitt werden die Variablen zur effektiven Verwendung der automatischen Meßfunk-
tionen beschrieben.

5-5-1. Tabelle der Unterprogramme und Variablen


Eeoemr5s2047
Variablen,
Variablen für die
Unter- Variablen für die die nicht
numerische Werte als
programm- numerische Werte verwendet
erforderlich eingestellt
name eingestellt werden müssen werden
werden sollten
dürfen
Nullpunkt- OO21 Keine VNUM: Nummer Messzyklus Keine
einstellung
Bezugsbohrung
Kompensierung OO10 PMOD= 9 VNUM: Nummer Messzyklus Keine
Berührungstaster PDI: Durchmesser PUDT: Abstand Unterhub
radius Bezugsbohrung POVT: Abstand Überhub
PTCH:
=1 Einzelberührung
Taster
PQIK:
=1 Zeitreduzierung für
Achsenbewegung
VNUM: Nummer Messzyklus
PDWL: Wartezeit
PF1: Geschwindigkeit 1.
Annäherung
PF2: Geschwindigkeit 2.
Annäherung
PF3: Geschwindigkeit 3.
Annäherung
Längenkorrektur OO10 PMOD= 8 VNUM: Nummer Messzyklus Keine
Berührungstaster PEI: Z-Koordinatenwert Abstand Unterhub
für Bezug Stirnseite PUDT: Abstand Überhub
PLI: Z-Seite POVT:
Ca. Wert PTCH: Einzelberührung
Längenkorrektur =1 Taster
Berührungstaster PQIK:
=1 Zeitreduzierung für
Achsenbewegung
VNUM: Nummer Messzyklus
PDWL: Wartezeit
PF1: Geschwindigkeit 1.
Annäherung
PF2: Geschwindigkeit 2.
Annäherung
PF3: Geschwindigkeit 3.
Annäherung
MG61-012 S-153
KAPITEL 2 AUTOMATISCHE MESSFUNKTION

Variablen,
Variablen für die
Unter- Variablen für die die nicht
numerische Werte als
programm- numerische Werte verwendet
erforderlich eingestellt
name eingestellt werden müssen werden
werden sollten
dürfen
Innendurchmess OO10 PMOD= 7 PDE: Zulässiger Keine
er Messung PDI: Vor weg Durchmesserfehler
genommener PCE: Zulässiger Fehler
Bohrungsdurch- Bohrungsmittelpunkt
messer PGO:
=1 Verursacht keinen
Alarmstopp bei
Auftreten von
übermäßigem Fehler
PUDT: Abstand Unterhub
POVT: Abstand Überhub
PTCH:
=1 Einzelberührung
PMSR: Taster
=1
Zweite Messung
PMTR nicht ausgeführt
=1
PQIK 3 Punkt Messung
=1
Zeitreduzierung für
Achsenbewegung
VNUM: Nummer Messzyklus
PDWL: Wartezeit
PF1: Geschwindigkeit 1.
Annäherung
PF2: Geschwindigkeit 2.
Annäherung
PF3: Geschwindigkeit 3.
Annäherung
MG61-012 S-154
KAPITEL 2 AUTOMATISCHE MESSFUNKTION

Variablen,
Variablen für die
Unter- Variablen für die die nicht
numerische Werte als
programm- numerische Werte verwendet
erforderlich eingestellt
name eingestellt werden müssen werden
werden sollten
dürfen
Außendurch- OO10 PMOD= 6 PDE: Zulässiger Keine
messer Messung PDI: Vor weg Durchmesserfehler
genommener PCE: Zulässiger Fehler
PIN: Nabendurchmesser Mittelpunkt
Vorschubabstand PGO:
Vorschubrichtung =1 Verursacht keinen
(PZIN) Alarmstopp bei
Auftreten von
übermäßigem Fehler
PUDT: Abstand Unterhub
POVT: Abstand Überhub
PTCH:
=1 Einzelberührung
PMSR: Taster
=1
Zweite Messung
PMTR nicht ausgeführt
=1
PQIK 3 Punkt Messung
=1
Zeitreduzierung für
Achsenbewegung
VNUM: Nummer Messzyklus
PDWL: Wartezeit
PF1: Geschwindigkeit 1.
Annäherung
PF2: Geschwindigkeit 2.
Annäherung
PF3: Geschwindigkeit 3.
Annäherung
MG61-012 S-155
KAPITEL 2 AUTOMATISCHE MESSFUNKTION

Variablen,
Variablen für die
Unter- Variablen für die die nicht
numerische Werte als
programm- numerische Werte verwendet
erforderlich eingestellt
name eingestellt werden müssen werden
werden sollten
dürfen
Stirnseiten- OO10 PMOD= 1 PEE: Zulässiger Fehler Keine
messung PEI: Vor weg der Position der
(X-Achse) genommene PGO: Stirnseite X-Achse
Position der =1
Stirnseite X-Achse Verursacht keinen
Alarmstopp bei
Auftreten von
PUDT: übermäßigem Fehler
POVT: Abstand Unterhub
PTCH: Abstand Überhub
=1
PQIK Einzelberührung
=1 Taster

Zeitreduzierung für
VNUM: Achsenbewegung
Nummer Messzyklus
PDWL: Wartezeit
PF1: Geschwindigkeit 1.
Annäherung
PF2: Geschwindigkeit 2.
Annäherung
PF3: Geschwindigkeit 3.
Annäherung
Stirnseiten- OO10 PMOD= 2 PEE: Zulässiger Fehler Keine
messung PEI: Vor weg der Position der
(Y-Achse) genommene PGO: Stirnseite Y-Achse
Position der =1
Stirnseite Y-Achse Verursacht keinen
Alarmstopp bei
Auftreten von
PUDT: übermäßigem Fehler
POVT: Abstand Unterhub
PTCH: Abstand Überhub
=1
PQIK Einzelberührung
=1 Taster

Zeitreduzierung für
VNUM: Achsenbewegung
Nummer Messzyklus
PDWL: Wartezeit
PF1: Geschwindigkeit 1.
Annäherung
PF2: Geschwindigkeit 2.
Annäherung
PF3: Geschwindigkeit 3.
Annäherung
MG61-012 S-156
KAPITEL 2 AUTOMATISCHE MESSFUNKTION

Variablen,
Variablen für die
Unter- Variablen für die die nicht
numerische Werte als
programm- numerische Werte verwendet
erforderlich eingestellt
name eingestellt werden müssen werden
werden sollten
dürfen
Stirnseiten- OO10 PMOD= 3 PEE: Zulässiger Fehler Keine
messung PEI: Vor weg der Position der
(Z-Achse) genommene PGO: Stirnseite Z-Achse
Position der =1
Stirnseite Z-Achse Verursacht keinen
Alarmstopp bei
Auftreten von
PUDT: übermäßigem Fehler
POVT: Abstand Unterhub
PTCH: Abstand Überhub
=1
PQIK Einzelberührung
=1 Taster

Zeitreduzierung für
VNUM: Achsenbewegung
Nummer Messzyklus
PDWL: Wartezeit
PF1: Geschwindigkeit 1.
Annäherung
PF2: Geschwindigkeit 2.
Annäherung
PF3: Geschwindigkeit 3.
Annäherung
Messzyklus für OO10 PMOD: PCE: Zulässiger
Berechnung =11 X Richtung Mittenfehler
Mittelpunkt / =12 Y Richtung PGO:
Abstand =13 Z Richtung =1 Verursacht keinen
zwischen inneren PELI: Vor weg Alarmstopp bei
Stirnflächen genommene Auftreten von
Abstand zwischen übermäßigem
zwei Stirnseiten PELE: Fehler.
Zulässiger
PUDT: Abstandsfehler
POVT: Abstand Unterhub
PTCH: Abstand Überhub
=1
PQIK Einzelberührung
=1 Taster

Zeitreduzierung für
VNUM: Achsenbewegung
Nummer Messzyklus
PDWL: Wartezeit
PF1: Geschwindigkeit 1.
Annäherung
PF2: Geschwindigkeit 2.
Annäherung
PF3: Geschwindigkeit 3.
Annäherung
MG61-012 S-157
KAPITEL 2 AUTOMATISCHE MESSFUNKTION

Variablen,
Variablen für die
Unter- Variablen für die die nicht
numerische Werte als
programm- numerische Werte verwendet
erforderlich eingestellt
name eingestellt werden müssen werden
werden sollten
dürfen
Messzyklus für OO10 PMOD: PCE: Zulässiger
Berechnung =11 X Richtung Mittenfehler
Mittelpunkt / =12 Y Richtung PGO:
Abstand =13 Z Richtung =1 Verursacht keinen
zwischen PELI: Vor weg Alarmstopp bei
äußeren genommene Auftreten von
Stirnflächen Abstand zwischen übermäßigem
PIN: zwei Stirnseiten PELE: Fehler.
Bewegung in Zulässiger
Längsrichtung PUDT: Abstandsfehler
POVT: Abstand Unterhub
PTCH: Abstand Überhub
=1
PQIK Einzelberührung
=1 Taster

Zeitreduzierung für
VNUM: Achsenbewegung
Nummer Messzyklus
PDWL: Wartezeit
PF1: Geschwindigkeit 1.
Annäherung
PF2: Geschwindigkeit 2.
Annäherung
PF3: Geschwindigkeit 3.
Annäherung
Speichern der OO10 PMOD= 15 Keine
Messergebnis- PAXI:
daten =1 Speichern der X-
Achsendaten
=2 Speichern der Y-
Achsendaten
=3 Speichern der X-/Y-
Achsendaten
=4 Speichern der Z-
Achsendaten
=5 Speichern der X-/Z-
Achsendaten
=6 Speichern der Y-/Z-
Achsendaten
=7 Speichern der X-/Y-/
Z-Achsendaten
MG61-012 S-158
KAPITEL 2 AUTOMATISCHE MESSFUNKTION

Variablen,
Variablen für die
Unter- Variablen für die die nicht
numerische Werte als
programm- numerische Werte verwendet
erforderlich eingestellt
name eingestellt werden müssen werden
werden sollten
dürfen
Messzyklus für OO10 PMOD= 14 PE: Zulässiger Fehler Keine
Berechnung PAXI: PXCI: Vor weg
Mittelpunkt / =1 Berechnung auf der genommener
Abstand X-Achse PXCE: Mittelpunkt - X
zwischen zwei =2 Berechnung auf der Zulässiger Fehler
Punkten Y-Achse PXLI: Mittelpunkt - X
=3 Berechnung auf der Vor weg
X-/Y-Achse PXLE: genommener
=4 Berechnung auf der Abstand - X-X
Z-Achse PYCI: Zulässiger
=5 Berechnung auf der Abstandsfehler - X-X
X-/Z-Achse PYCE: Vor weg
=6 Berechnung auf der genommener
Y-/Z-Achse PYLI: Mittelpunkt - Y
=7 Berechnung auf der Zulässiger Fehler
X-/Y-/Z-Achse PYLE: Mittelpunkt - Y
Vor weg
PZCI: genommener
Abstand - Y-Y
PZCE: Zulässiger
Abstandsfehler - Y-Y
PZLI: Vor weg
genommener
PZLE: Mittelpunkt - Z
Zulässiger Fehler
PGO: Mittelpunkt - Z
=1 Vor weg
genommener
Abstand - Z-Z
Zulässiger
Abstandsfehler - Z-Z

Verursacht keinen
Alarmstopp bei
Auftreten von
übermäßigem
Fehler.
Automatische OO20 PHN: Koordinatensystemn Keine
Nullpunktkorrektur ummer, für die der
Nullpunkt korrigiert
PX: wird
X-Koordinatenwert
PY: nach Nullkorrektur
Y-Koordinatenwert
PZ: nach Nullkorrektur
Z-Koordinatenwert
nach Nullkorrektur
MG61-012 S-159
KAPITEL 2 AUTOMATISCHE MESSFUNKTION

5-5-2. Verwendung der Variablen


(1) PMOD (P MODE) Eeoemr5s2048
Legt den automatischen Meßmodus fest.
PMOD Einstellung Meßmodus
1 Stirnflächen-Meßzyklus (X-Achse)
2 Stirnflächen-Meßzyklus (Y-Achse)
3 Stirnflächen-Meßzyklus (Z-Achse)
6 OD-Meßzyklus
7 ID-Meßzyklus
8 Längenkorrektur des Berührungsmeßfühlers
9 Korrektur des Berührungsmeßfühlerradius
Berechnung des Mittelpunkts und
14
Abstands zwischen zwei Punkten
15 Speichern der Meßergebnisse
(2) PDI (P DIAMETER IDEAL VALUE)
Legt den geschätzten Durchmesser beim ID/OD-Meßzyklus fest.
(3) PDE (P DIAMETER ERROR LIMIT)
Legt den zulässigen Durchmesserfehler für ID/OD-Meßzyklus als Absolutwert fest.
Ein Alarm für Überschreiten des Bohrungsdurchmesserfehlers tritt auf wenn:
PDE < | PDl - (Aktueller Durchmesser-Meßwert) |
Der bei der Messung in X-Achsenrichtung erzielt Wert wird als aktueller Meßwert angewendet.
Bei der horizontalen Spindel des MCM wird der in X- oder Y-Achsenrichtung gemessene Wert
als aktueller Meßwert angewendet.
Der gemessene Durchmesser wird nicht ausgewertet, wenn PDE nicht definiert ist. In diesem
Fall wird das Beurteilungsergebnis immer als OK angesehen.
(4) PCE (P CENTER ERROR LIMIT)
Legt den zulässigen Mittelpunktfehler eines Kreises als Absolutwert für ID/OD-Meßzyklus fest.
Der zulässige Fehler für die X-Achse, Y-Achse und Z-Achse kann nicht einzeln definiert werden.
Ein Alarm für zu starke Mittelpunktabweichung tritt auf, wenn
PCE < | (Geschätzter X-Achsenmittelpunkt ) - (Aktuell gemessener X-Achsenmittelpunkt) |
PCE < | (Geschätzter Y-Achsenmittelpunkt ) - (Aktuell gemessener Y-Achsenmittelpunkt) |
PCE < | (Geschätzter Z-Achsenmittelpunkt ) - (Aktuell gemessener Z-Achsenmittelpunkt) | (für
MCM horizontale Spindel)
Der geschätzte Mittelpunkt der X-, Y- und Z-Achse entspricht der aktuellen Position der X-, Y-
und Z-Achse, wenn die Unterprogramme für ID/OD-Messung bei der Ausführung eines Teile-
programms aufgerufen werden.
Der Fehler für den gemessenen Mittelpunkt wird nicht ausgewertet, wenn PCE nicht gesetzt ist.
(5) PIN (P IN)/PZIN (P Z IN)
Den Zustellabstand in Z-Achsenrichtung als relativen Wert (positiver inkrementaler Wert) für
den OD-Meßzyklus definieren
(6) PIN (P EDGE IDEAL VALUE)
Legt die Stirnflächenposition des Meßzielpunkts bei Meßzyklen für die X-, Y- und Z-Achsen-
Stirnfläche sowie den Längenkorrekturzyklus des Berührungsmeßfühlers fest.
(7) PEE (P EDGE ERROR LIMIT)
Legt den zulässigen Fehler der Stirnflächenposition für einen Stirnflächenmeßzyklus fest.
Ein Alarm für zu starke Mittelpunktabweichung tritt auf, wenn
PEE< | PEI - (Aktuell gemessener Stirnflächenwert) |
Der Fehler bei der gemessenen Stirnflächenposition wird nicht ausgewertet, wenn PCE nicht
gesetzt ist.
MG61-012 S-160
KAPITEL 2 AUTOMATISCHE MESSFUNKTION

(8) PUDT (P UNDER TRAVEL)


Legt den Unterlaufabstand als Absolutwert fest.
Bei der Ausführung eines Meßzyklus verfährt der Berührungsmeßfühler im Eilgang zu einer
Position, die um einen bestimmten Betrag von der angenommenen Kontakt-Erkennungsposi-
tion entfernt ist. Dieser Wert wird mit Hilfe von PUDT gesetzt.
Wurde für PUDT kein Wert definiert, so wird der Unterlaufabstand automatisch als 10 mm gesetzt.
Der Alarm für eine nicht mögliche Messung tritt auf, wenn der Berührungsmeßfühler das Werk-
stück beim Vorschub im Eilgang bis zu dieser Position berührt. Wird ein solcher Fehler ange-
nommen, PUDT festlegen. Normalerweise einen Wert über 3 mm definieren.
Bezüglich der Festlegung für PUDT siehe Beispiel 1 bis 4.
(9) POVT (P OVER TRAVEL)
Hier wird der Überlaufabstand als Absolutwert definiert.
Bei der Ausführung eines Meßzyklus verfährt der Berührungsmeßfühler im Eilgang zu einer
Position, die um PUDT von der angenommenen Kontakt-Erkennungsposition entfernt ist. Nach
dieser Positionierung bewegt sich der Berührungsmeßfühler mit mittlerer Vorschubgeschwin-
digkeit zu einer Position, die um einen bestimmten Betrag von der geschätzten Kontakt-Erken-
nungsposition entfernt ist. Dieser Betrag wird mit Hilfe von POVT gesetzt.
Wurde für POVT kein Wert definiert, so wird der Überlaufabstand automatisch als 10 mm gesetzt.
Ein Alarm für nicht mögliche Messung wird ausgegben, wenn der Berührungsmeßfühler das
Werkstück nicht berührt, selbst wenn er die durch POVT definierte Position erreicht. Wird ein
solcher Fehler angenommen, POVT festlegen.
Für die Definition von POVT siehe Beispiel 1 bis 4.

ACHTUNG
Da der Berührungsmeßfühler beim Berühren des Werkstücks stoppt, ergibt sich durch die
Festlegung eines größeren Wertes für POVT kein Problem. Hierbei kann der
Berührungsmeßfühler jedoch möglicherweise gegen das Werkstück schlagen, wenn kein
Kontaktsignal aufgrund eines Berührungsmeßfühlerdefekts ausgegeben wird.
Wird ein Achsenverfahrbefehl gesetzt, der größer ist als der vorgegebene Verfahrweg des
Berührungsmeßfühlers, so wird der Meßfühler beschädigt, wenn das Kontaktsignal aufgrund
eines Meßfühlerdefekts nicht ausgegeben wird.
Daher keinen unnötig großen Wert für POVT setzen.

Beispiel 1: PUDT und POVT wurde nicht definiert.


Werden PUDT und POVT nicht definiert, so wird der Unterlauf- und Überlaufabstand
automatisch auf 10 mm gesetzt.
Programmbeispiel:
CALL OO10 PMOD=1 PEI=40

Angenommene Aktuelle
Position Position

X30 X40 X43 X50

Der Berührungsmeßfühler
stoppt, wenn kein Kontaktsignal
ausgegeben wird.

PUDT=10 POVT=10
EIOEMR5S2033R01
MG61-012 S-161
KAPITEL 2 AUTOMATISCHE MESSFUNKTION

Beispiel 2: Nur POVT wurde definiert


Programmbeispiel:
CALL OO10 PMOD=1 PEI=40 POVT=2

X30 X35 X40 X42

Der Berührungsmeßfühler stoppt,


wenn kein Kontaktsignal
ausgegeben wird.

PUDT=10 POVT=2 Den Wert so festlegen, daß dieser Abstand kleiner


ist als der zulässige Überfahrweg des
7mm Berührungsmeßfühlers.

EIOEMR5S2034R01

Beispiel 3 Nur PUDT wurde definiert (PUDT = 15)


Programmbeispiel:
CALL OO10 PMOD=1 PEI=40 PUDT=15

X25 X30 X40 X50

Der Berührungsmeßfühler
stoppt, wenn kein Kontaktsignal
ausgegeben wird.

PUDT=15 POVT=10

EIOEMR5S2035R01

[Ergänzung]
Den Wert für PUDT unter Berücksichtigung des zulässigen Überfahrwegs für den
Berührungsmeßfehler definieren.

Beispiel 4: Sowohl POVT als auch PUDT wurde definiert (POVT = 5, PUDT = 15)
Programmbeispiel:
CALL OO10 PMOD=1 PEI=40 POVT=5

X25 X35 X40 X45

Der Berührungsmeßfühler
stoppt, wenn kein

PUDT=15 POVT=5
EIOEMR5S2036R01
MG61-012 S-162
KAPITEL 2 AUTOMATISCHE MESSFUNKTION

(10) PMSR (P MEASURE)


Normalerweise wird die Kontakterkennung zwei Mal bei Ausführung eines ID/OD-Meßzyklus in
X-Achsenrichtung ausgeführt. Wird aber ”PMSR = 1” gesetzt, so wird der zweite Kontakterken-
nungszyklus nicht ausgeführt.
Wenn der Berührungsmeßfühler in die horizontale Spindel des MCM eingesetzt ist, erfolgt kein
zweiter Kontakterkennungszyklus in X- oder Y-Achsenrichtung.
(11) PMTR (P MEASURE THREE)
Wenn PMTR=1 bei einem ID oder OD Messzyklus angegeben wird, misst das System den
Durchmesser nur durch Messung an den X+, X- und Y+ Punkten (bei MCM Horizontal-Bearbei-
tungszentrum misst das System den Durchmesser nur durch Messung an den Y+, Y-, Z+ Punk-
ten oder X+, X- und Z+ Punkten).
Obwohl die Messzeit mit den PMTR Befehl kürzer als mit dem PMSR Befehl ist, besteht die
Tendenz zu einem Messfehler.
(12) PTCH (P TOUCH)
Normalerweise berührt der Berührungstaster das Werkstück zweimal (zweite und dritte Annä-
herung). Wenn PTCH=1 angegeben wurde, berührt der Taster das Werkstück nur einmal (dritte
Annäherung), um den Durchmesser zu messen. PF3=** angeben, um die Anfahrgeschwindig-
keit für diese Messung einzustellen.

[Ergänzung]

Je nach PUDT Wert kann die Angabe des PTCH Befehls die Messdauer verlängern. Beachten
Sie, dass die Messgenauigkeit abnimmt, wenn der PF3 Wert zu groß ist.

(13) PQIK (P QUICK)


Nach dem Aufruf des Unterprogramms OO10 erfolgt eine Verzögerung, bis der Berührungsta-
ster beginnt, sich in Richtung Werkstück zu bewegen Diese Verzögerung kann durch Angabe
von PQIK=1 ein wenig reduziert werden.

[Ergänzung]

Beachten Sie die folgenden Beschränkungen bei der Verwendung von PQIK=1.
• Bei manueller Unterbrechung werden der Versatzbetrag der X-, Y- und Z-Achse (gesamt) alle
gelöscht.
• Der Befehl kann nur verwendet werden, wenn die Tastrichtung mit der Richtung der vertikalen
Spindel übereinstimmt.
• Der Befehl kann nur bei einen Typ FM oder optischen Taster verwendet werden.
• Die variable Einheiteneinstellung (0,001 mm oder 0,0001 Zoll) die an MSB übertragen werden
soll, wird ungültig. (NC optionaler Parameter Bit Nr. 36, Bit 0)

(14) PDWL (P DWELL)


Stellt die verwendete Wartezeit in Sekunden ein, während der Berührungstaster in Kontakt mit
dem Werkstück kommt.
Die Wartezeit ist in folgenden drei Fällen erforderlich:
- Bei der ersten Berührung des Berührungstasters
- Bei 0,5 mm Rückzug des Berührungstasters nach der ersten Berührung
- Bei der zweiten Berührung des Berührungstasters
Diese drei Wartezeiten können mit dem Befehl PDWL=** durch Aufruf einer Subroutine einge-
stellt werden.
Ohne PDWL Befehl werden alle Wartezeiten auf 0,5 Sekunden eingestellt.

[Ergänzung]

Die obigen drei Wartezeiten können nicht unabhängig eingestellt werden.


MG61-012 S-163
KAPITEL 2 AUTOMATISCHE MESSFUNKTION

(15) PGO (P GO)


• Wurde ”PGO = 1” gesetzt, so wird kein Alarm ausgegeben, wenn das Meßzyklusergebnis
den zulässigen Bereich überschreitet. Bei Vorgabe von ”PGO = 1” werden die Meßergeb-
nisse (OK/NG) in einem Teileprogramm durch Einlesen der Systemvariablen VOK1 nach
Ende des Unterprogramms für die automatische Messung beurteilt.
Entspricht ”VOK1 = 0” ist das Ergebnis OK.
• Eine andere Systemvariable, VOK2, wird ebenfalls zum Speichern des Meßzyklusergebnis-
ses verwendet. Abweichend von der Systemvariablen VOK1, die das Ergebnis des zuvor
ausgeführten Abmessungsprüfzyklus vor ihrer Festlegung beibehält, zeigt VOK2 für den Fall
”VOK2 ≠ 0” an, das eines der Ergebnisse für einen der Abmessungsprüfzyklen den
zulässigen Fehler bei der Ausführung dieser Zyklen überschritten hat, nachdem VOK2 auf 0
(VOK2 = 0) rückgestellt wurde.
• Bei Auftreten eines Alarms für eine nicht mögliche Messung, für die nicht mögliche Null-
punktkorrektur, bei einem Alarm für einen fehlenden Befehl oder keine Unterprogrammfunk-
tion wird die CNC mit Alarmstatus gestoppt, selbst wenn ”PGO = 1” gesetzt ist.
Wurde PGO nicht gesetzt, so stoppt CNC ebenfalls mit Alarmstatus, wenn die Meßzykluser-
gebnisse den zulässigen Fehlerwert überschreiten.

.
Programmbeispiel mit der Einstellung “PGO = 1”
.
N24 CALL OO10 PMOD=7 PDI=80 PDE=0.05 PGO=1..........
N25 IF [VOK1 EQ 0] N29 ........................................................ ID-Messung
N26 IF [VC930 GT 80000] N100.............................................. Sprung zu N29, wenn das Ergebnis OK ist.
Sprung zu N100, wenn der Durchmesser
N27 M0 größer ist als φ 80,05 mm.
N28 GOTO N18 ....................................................................... Erneute Bearbeitung
N29 M6
N30 T10
N31 G0 X140 Y0
.
.

EIOEMR5S2037R01

Bei dem obigen Programm wird der durch Aufbohren der Bohrung erzielte Durchmesser
gemessen (N24). Ist der Bohrungsdurchmesser innerhalb des vorgegebenen Bereichs
(φ79.95 to φ80,05 mm), wird der Bearbeitungszyklus fortgesetzt. Überschreitet der Durch-
messer φ80,05 mm, wird das Werkstück als Defekt beurteilt und der Bearbeitungszyklus
wird gestoppt.
Ist der Durchmesser kleiner als φ79,95 mm, wird die Programmausführung durch Befehl M0
in N27 gestoppt. Hierdurch kann der Bediener die Bohrerspitze einstellen, um den Bohrzy-
klus an der gleichen Bohrung wieder aufzunehmen.
(16) VNUM (V NUM BER)
Legt die Meßzyklusnummer fest (Bereich: 0 bis 9999).
Vor der Ausführung eines ID/OD-Meßzyklus, einer Berührungsmeßfühler-Längenkorrektur oder
eines Korrekturzyklus für Berührungsmeßfühlerradius, wurde der aktuelle Wert VNUM um ”1”
erhöht und der neue Wert wurde als Meßzyklusnummer ausgedruckt.
Nach einmaliger Festlegung wird VNUM automatisch bei jeder Ausführung eines auszudruk-
kenden Meßzyklus um ”1” erhöht.
Wenn die Messzykluszahl einzeln erhöht wird und 10000 erreicht, wird der Zähler zurück
gesetzt, und „0“ gedruckt. Dann wird die Anzahl, wie oben erläutert, einzeln von „0“ hoch
gezählt.
MG61-012 S-164
KAPITEL 2 AUTOMATISCHE MESSFUNKTION

(17) PAXI (P AXIS)


Hier werden die Zielachsen zum Speichern der Meßzyklusergebnisse oder zur Berechnung des
Mittelpunkts und Abstands zwischen zwei Punkten gesetzt.
PAXI Einstellung Zielachsen
1 X-Achse
2 Y-Achse
3 X- und Y-Achse
4 Z-Achse
5 X- und Z-Achse
6 Y- und Z-Achse
7 X-, Y- und Z-Achse
(18) PHN (P H NUMBER)
Hier wird die Werkstückkoordinatensystemnummer gesetzt, für die die Nullpunktkorrektur unter
Verwendung der automatischen Nullpunktkorrektur ausgeführt werden soll.
Wurde PHN nicht gesetzt, führt dies zu einem Alarm für einen fehlenden Befehl.
(19) PX, PY, PZ
Diese Variablen legen die Koordinatenwerte fest, welche die aktuelle Position nach Korrektur
des Nullpunkts durch die automatische Nullpunktkorrektur erhalten soll.
Den Koordinatenwert nur für diejenigen Achsen setzen, für die eine Nullpunktkorrektur erforder-
lich ist.
Für die nicht angegebenen Achsen bleiben die Nullpunktkorrekturwerte unverändert.
Beispiel: Nachfolgend wird die Korrektur eines Nullpunkts im Werkstückkoordinatensystem
Nr. 2 beschrieben, sodaß der Mittelpunkt eines Innendurchmessers die
Koordinatenwerte X = 10, Y = 50 erhält.
a) Den ID-Meßzyklus ausführen.
b) Das folgende Programm ausführen.
CALL OO20 PHN=2 PX=10 PY=50
(20) PXCI (P X CENTER IDEAL VALUE)/PYCI (P Y CENTER IDEAL VALUE)
/PZCI (P Z CENTER IDEAL VALUE)
Diese Variablen definieren die geschätzten Werte des Mittelpunkts zwischen zwei Punkten (X-
X, Y-Y, Z-Z) bei der Berechnung des Mittelpunkts/Abstands zwischen zwei Punkten.
Wurden diese Werte nicht gesetzt, kann der Mittelpunkt als Ergebnis eines Meßzyklusresultats
nicht ausgewertet werden.
(21) PXCE (P X CENTER ERROR LIMIT)/PYCE (P Y CENTER ERROR LIMIT)
/PZCE (P Z CENTER ERROR LIMIT)
Diese Variablen legen die zulässigen Fehler bei der Position des Mittelpunkts zwischen zwei
Punkten (X-X, Y-Y, Z-Z) bei der Berechnung des Mittelpunkts/Abstands zwischen zwei Punkten
fest. Diese Werte als Absolutwerte definieren.
Wurden diese Werte nicht gesetzt, wird der als Ergebnis eines Meßzyklus erzielte Mittelpunkt
nicht ausgewertet.
(22) PXLI (P X LENGTH IDEAL VALUE)/PYLI(P Y LENGTH IDEAL VALUE)
/PZLI (P Z LENGTH IDEAL VALUE)
Diese Variablen legen die geschätzten Abstände zwischen zwei Punkten (X-X, Y-Y, Z-Z) bei der
Berechnung des Mittelpunkts/Abstands zwischen zwei Punkten fest.
Wurden diese Werte nicht gesetzt, so wird der als Ergebnis eines Meßzyklus erzielte Abstand
zwischen zwei Punkten nicht ausgewertet.
MG61-012 S-165
KAPITEL 2 AUTOMATISCHE MESSFUNKTION

(23) PXLE (P X LENGTH ERROR LIMIT)/PYLE (P Y LENGTH ERROR LIMIT)


/PZLE (P Z LENGTH ERROR LIMIT)
Diese Variablen legen die zulässigen Fehler bei Abständen zwischen zwei Punkten (X-X, Y-Y,
Z-Z) bei der Berechnung des Mittelpunkts/Abstands zwischen zwei Punkten fest. Diese Werte
als Absolutwerte definieren.
Wurden diese Werte nicht gesetzt, so wird der als Ergebnis eines Meßzyklus erzielte Abstand
zwischen zwei Punkten nicht ausgewertet.
(24) PE (P ERROR)
Bei der Festlegung eines Zyklus zur Berechnung des Mittelpunkts/Abstands zwischen zwei
Punkten kann die Variable PE die Festlegung für PXCE, PYCE, PZCE, PXLE, PYLE und PZLE
ersetzen, wenn der gleiche Wert als zulässiger Fehlerwert für Mittelpunkt und Abstand definiert
wird.
Die folgenden zwei Programme haben die gleiche Auswirkung.
PXCE=0.01 PYCE=0.01 PZCE=0.01 PXLE=0.01 PYLE=0.01 PZLE=0.01
PE=0.01
Hierbei ist zu beachten, daß PE Priorität erhält vor PXCE, PYCE, PZCE, PXLE, PYLE und
PZLE. Daher bei der Verwendung von PE mit anderen Variablen darauf achten.
Entspricht die Einstellung z.B. der folgenden
PE=0.01 PZCE=0.02 PZLE=0.03
so entspricht dies
PE=0.01 PZCE=0.01 PZLE=0.01
(25) PELI (P EDGE LENGTH IDEAL VALUE)
Hier wird der geschätzte Abstand zwischen zwei Flächen bestimmt.
(26) PELE (P EDGE LENGTH ERROR LIMIT)
Der zulässige Fehler zwischen dem vorgegebenen Abstand für PELI und dem aktuell gemesse-
nen Wert wird definiert.
MG61-012 S-166
KAPITEL 2 AUTOMATISCHE MESSFUNKTION

5-5-3. Gemeinsame Variablen zum Speichern von Meßzyklusergebnissen


Eeoemr5s2049
Nach der Ausführung eines automatischen Meßzyklus können die erzielten Ergebnisse anhand des
Bildschirms MEßERGEBNISSE überprüft werden. Zusätzlich zu dieser Überprüfung können die
Ergebnisse in einem Teileprogramm zur Steuerung des Programmflusses und sonstiger Bearbei-
tungsschritte verwendet werden, da sie bei den nachfolgend aufgeführten gemeinsamen Variablen
gespeichert werden.

Gemein- Gemein- Gemein-


Meßzyklus-
Meßzyklustyp same Meßzyklustyp same same
typ
Variable Variable Variable
Stirnflächen-
messung: X-
Speichern der Daten: X- VS26 VS29
ID-Messung: Mittel- VS29 Achsenda-
Achsendaten
punkt (X) ten
Stirnflächen-
messung: Y-
Speichern der Daten: Y- VS25 VS28
ID-Messung: Mittel- VS28 Achsenda-
Achsendaten
punkt (Y) ten
Stirnflächen-
Speichern der Daten: Z-
ID-Messung: ID VS30 messung: Z-
Achsendaten VS24 VS27
Achsenda-
ten
OD-Messung: Mittel-
Mittelpunkt zwischen zwei
punkt (X) VS29 VS29
Punkten (X)

Mittelpunkt zwischen zwei


OD-Messung: Mittel- VS28 VS28 — —
Punkten (Y)
punkt (Y)
Mittelpunkt zwischen zwei
VS30 VS27
Punkten (Z)
OD-Messung: OD

Es ist zu beachten, daß die Bezugnahme auf die oben aufgeführten gemeinsamen Variablen bei der
normalen Bezugsmethode für gewöhnliche gemeinsame Variablen unzulässig ist. Zur Verwendung
der bei diesen gemeinsamen Variablen gespeicherten Werte den Wert zu anderen gemeinsamen
Variablen verschieben, auf die Bezug genommen werden kann.
Für die Bezugnahme aus das Stirnflächen-Meßergebnis in X-Achsenrichtung den Wert für VC1 z.B.
durch Eingabe von ”VC1 = VS29” verschieben, danach die gemeinsame Variable VC1 in einem Tei-
leprogramm einlesen.

[Ergänzung]
Wird die CNC rückgestellt oder erfolgt ein Betriebsartwechsel auf manuellen Betrieb nach der
Ausführung eines Meßzyklus, so werden die in diesem Meßzyklus erzielten Daten gelöscht. In
diesem Fall muß der Meßzyklus erneut ausgeführt werden.
MG61-012 S-167
KAPITEL 2 AUTOMATISCHE MESSFUNKTION

6. Sicherheitsmaßnahmen für den Berührungsmeßfühler

6-1. Überprüfen der Näherungsschalterfunktion


Das Berührungsmeßfühlersignal wird durch den Näherungsschalter übertragen.Eeoemr5s2050
Haften aber Späne
am Näherungsschalter an, wird das Meßfühlersignal möglicherweise nicht übertragen.
Zur Überprüfung der korrekten Funktionsweise des Näherungsschalters wird bei der Ausführung
eines automatischen Meßzyklus der folgende Ablauf durchgeführt.

Maschinenbetrieb
(1) Beim Aufruf des Unterprogramms OO10 für einen automatischen Meßzyklus wird das Berüh-
rungsmeßfühlersignal überprüft.
(2) Erfolgt keine Signalausgabe, verfährt die Z-Achse zur Verfahrgrenze in positiver Richtung (+)
und die Spindel läuft für die Späneabfuhr an.
(3) Wird die Signalausgabe nicht bestätigt, selbst nach mehrmaliger Wiederholung des obigen
Schritts, stoppt die Funktion mit Alarmstatus für nicht ausführbare Messung.
Wird die Signalausgabe bestätigt, verfahren die Achsen im Eilgang zum Startpunkt für den
Meßzyklus.

[Ergänzung]
1) Wird der Berührungsmeßfühler manuell in die Spindel eingesetzt, diese Funktion ausführen,
um das übertragende Signal zu bestätigen, selbst wenn der Näherungsschalter anscheinend
korrekt funktioniert.
2) Wurde der Berührungsmeßfühler manuell in die Spindel eingesetzt, die Spindel immer vor
Aufruf eines Unterprogramms für einen automatischen Meßzyklus ausrichten.
3) Bei Verwendung des Berührungsmeßfühlers vom Typ FM muß die Funktionsweise des
Näherungsschalters nicht geprüft werden.
MG61-012 S-168
KAPITEL 2 AUTOMATISCHE MESSFUNKTION

6-2. Auswechseln der Berührungsmeßfühlerbatterie


Das Gehäuse des FM-Berührungsmeßfühlers beinhaltet eine Batterie. Eeoemr5s2051
Wird ein Meßzyklus bei niedriger Batteriespannung ausgeführt, funktioniert der Meßfühler nicht nor-
mal und es wird ein Alarm für nicht möglichen Meßzyklus ausgegeben.
(1) Überprüfen der Batterie
Die Batterietaste EIN halb herunterdrücken, wobei der Berührungsmeßfühler von der Spindel
entfernt ist.
Bei dieser Bedingung muß die LED für niedrige Batteriespannung leuchten.
Ist dies nicht der Fall, die Batterie auswechseln.
Blinkt die LED für niedrige Batteriespannung bei in die Spindel eingesetzten Berührungsmeß-
fühler, die Batterie möglichst bald auswechseln.
(2) Auswechsweln der Batterie
Zum Wechsel die folgenden Schritte durchführen. Hierbei darauf achten, daß beim Batterie-
wechsel Antenne und Batteriehalter nicht geknickt werden.

Batterie und Halter


Abdeckung
Taste Batterie EIN Abdeckungsklemmutter
Meßtaster

Übertragungsantenne LED für niedrige


Batteriespannung
Es gibt zwei Tasterarten für Batterie EIN
EIOEMR5S2038R01

Vorgehensweise :
1 Die Abdeckungsklemmutter und die Abdeckung entfernen.
Hiernach ist die im Meßfühlergehäuse integrierte Batterie frei zugänglich.

2 Die Batterie aus dem Batteriehalter entnehmen.

3 Den Batteriestecker abziehen und eine neue Batterie einsetzen.

[Ergänzung]
1) Batterietyp: Typ OO6P (9 V, 2 Stck.)
2) Batterielebensdauer: Ca. 40 Stunden im Dauerbetrieb
3) Es empfielt sich, die Batterie aus dem Berührungsmeßfühler zu entnehmen und korrekt zu
lagern, wenn der Meßfühler nicht verwendet wird.
MG61-012 S-169
KAPITEL 2 AUTOMATISCHE MESSFUNKTION

7. Zusatzinformation
Nachfolgend wird Zusatzinformation bezüglich der automatischen MeßfunktionEeoemr5s2054
aufgeführt. Vor der
Anwendung dieser Funktion sicherstellen, daß die nachfolgenden Angaben vollständig verstanden sind.
(1) Alle Programmbefehle werden in Einheiten von 1 mm oder 0,001 mm eingegeben. Die Befehle
müssen mit den derzeit gewählten Einheiten programmiert werden.
Die Eingabe von Befehlen in Einheiten von 0,01 mm ist nicht möglich.
(2) Der Befehl zum Aufheben des Fräserradiuskorrekturmodus (G40) wird im Unterprogramm für
einen automatischen Meßzyklus ausgeführt.
Durch die Ausführung des Unterprogramms für einen automatischen Meßzyklus können die S-
Befehle geändert werden.
(3) Das Unterprogramm für einen automatischen Meßzyklus nicht aufrufen, während ein Verschie-
bungsbetrag bei manuellem Eingriff während des Betriebs wirksam bleibt.
Wird bei dieser Bedingung das Unterprogramm für einen automatischen Meßzyklus aufgerufen,
führt dies zur Alarmausgabe für eine nicht mögliche Messung.
(4) Während der Ausführung eines Unterprogramms für einen automatischen Meßzyklus kann das
Werkstückkoordinatensystem nicht geändert werden.
(5) Bei der Ausführung des Unterprogramms für einen automatischen Meßzyklus wird der anwen-
derspezifische Bereich für Länge der Lochstreifenlagerung, Anzahl der Werkstückkoordinaten-
sätze, Anzahl der Werkzeugkorrekturpaare und gemeinsame Variablen nicht verwendet.
(6) Einen automatischen Meßzyklus/automatischen Nullpunktkorrekturzyklus nicht ausführen, während
ein lokales Koordinatensystem oder der Modus für Zoomen von Grafiken verwendet wird.
(7) Die zulässige Verschachtelungsebene von Unterroutinen während der Ausführung eines Unter-
programms für automatische Messung ist auf zwei festgelegt.
Entsprechend ist eine max. Verschachteleung von sechs Ebenen nur möglich, wenn die auto-
matische Meßfunktion aktiviert ist.
(8) Ein Unterprogramm für automatische Messung nicht im Maschinenkoordinatensystem (H=) aufrufen.
(9) Wie bei anderen Werkzeugen empfiehlt es sich, die gleiche Nummer als Berührungsmeßfühler-
Werkzeugnummer bei VSTOH[5] als Werkzeugkorrekturnummer zu setzen. Hierdurch wird die
Programmierung und sonstige Prüfung erleichtert, da die Berührungsmeßfühler-Längenkorrek-
turdaten auf gleiche Weise wie bei anderen Werkzeugen geprüft werden können.
(10) Wird ein Wert für POVT gesetzt, sind die nachfolgend aufgeführten Einschränkungen wirksam.
Bei Festlegung der Vorschubübersteuerung mit 100% entspricht der Vorschub F1000.
Beispiel
1. Annäherungsgeschwindigkeit
(Einstellung der Min. POVT Einstellung
Vorschubübersteuerung)
F1000 (100%) 2 mm
F1500 (150%) 3 mm
F2000 (200%) 4 mm

[Ergänzung]
Je nach Servoeigenschaften variiert der Mindestwert für POVT im Bereich von 2 bis 5 mm.

(11) Der Durchmesser von Bohrungen oder Naben für den Meßvorgang muß größer sein als φ20 mm.
(12) Bei Bearbeitungszentren der Serie MCM den Schwenkkopf zur hinteren Position (M75) schal-
ten, wenn ein Berührungsmeßfühler in die vertikale Spindel eingesetzt wird.
Ist der Berührungsmeßfühler in der vertikalen Spindel mit Schwenkkopf an einer anderen Posi-
tion als der hinteren Position eingesetzt, führt dies zu einem Alarm (UNTENDED: messen nicht
möglich 3C).
MG61-012 S-170
KAPITEL 2 AUTOMATISCHE MESSFUNKTION

Es ist zu beachten, daß beim Einsetzen des Berührungsmeßfühlers in die vertikale Spindel der
Automatikmodus oder MDI Modus gewählt sein muß.
(13) Bei Bearbeitungszentren der Serie MCM den Einstellzyklus für den Nullpunkt (OO21) für die
Bezugsbohrung mit horizontaler Spindel niemals ausführen.
(14) Die Einsetzrichtung des Berührungsmeßfühlers in die Spindel wird durch das Maschinenmodell
definiert.
Daher beim manuellen Einsetzen des Meßfühlers in die Spindel auf die Richtung achten.
(15) Zur Prüfung der Berührungsmeßfühlerfunktion die folgenden Schritte ausführen.
a) Nach Eingabe von ”VNCOM[1] = 8” ím MDI Modus die Taste ZYKLUSSTART drücken.
b) Den Berührungsmeßfühler manuell nach rechts und links bewegen.
c) Die Zeichen ”Berührungsmeßfühler” am Bildschirm (Positionsanzeige) werden bei korrek-
tem Funktionieren des Berührungsmeßfühlers farbig hervorgehoben.
Der Wert bei VNCOM[1] wird auf ”0” rückgestellt, wenn die CNC rückgestellt oder ein manu-
eller Betrieb gewählt wird.
Bei dieser Bedingung ändern sich die Zeichen in der Anzeige nicht, selbst wenn der Berüh-
rungsmeßfühler verfahren wird.

ACHTUNG
Wird der Berührungsmeßfühler manuell in die horizontale Spindel eines Bearbeitungszentrums
der Serie MCM zur Ausführung eines Korrekturzyklus für den Meßfühlerradius eingesetzt, den
Werkzeugbefehl für die horizontale Spindel immer am Bildschirm [Link] setzen.
Andernfalls verfährt die Z-Achse und der Meßfühler wird beschädigt.
MG61-012 S-171
KAPITEL 2 AUTOMATISCHE MESSFUNKTION

8. Programmbeispiele
Eeoemr5s2055
Nachfolgend werden Programmbeispiele zur Verwendung der automatischen Meßfunktion beschrie-
ben.
Diese Beispiele können als Referenz beim Erstellen eigener Programme verwendet werden.

8-1. ID-Messung
. Eeoemr5s2056
.
N36 T1......................................................................................... T1: Berührungsmeßfühler)
N37 M6
N38 T17
Positionierung zum geschätzten
N39 G0 X250 Y190.................................................................... Bohrungsmittelpunkt für die Messung

N40 G56 Z-10 H1....................................................................... Einsetzen der Meßfühlerkugel in die


Bohrung
(H1: Werkzeugkorrekturnummer des
Berührungsmeßfühlers)
N41 CALL OO10 PMOD=7 PDI=50 (PDE=0.1 PCE=0.05)........ (PDI: Geschätzter ID)
(PDE. Zulässiger ID-Fehler)
. (PCE. Zulässiger Fehler der
. Mittelpunktposition)

Ausführen des ID-Meßzyklus


.
N42 G0 Z300.............................................................................. Nach Ausführen des Meßzyklus
verbleibt die Meßtasterkugel in der
Bohrung. Den Meßfühler in Richtung
Z+ verfahren.
.
.

EIOEMR5S2039R01

Berührungsmeßfühler
(X,Y)=250.190

PDI=50
EIOEMR5S2040R01

Die in Klammern ( ) angegebenen Variablen PDE und PCE können ausgelassen werden.
Werden sie nicht definiert, so können jedoch die Fehler nicht ausgewertet werden.
MG61-012 S-172
KAPITEL 2 AUTOMATISCHE MESSFUNKTION

8-2. OD-Messung

.
Eeoemr5s2057
.
N62 T1......................................................................... (T1: Berührungsmeßfühler)
N63 M6
N64 T12
N65 G0 X310 Y210 ..................................................... Positionierung zum geschätzten Mittelpunkt
der Nabe (OD) für die Messung

N66 G56 Z40 H1.......................................................... Positionierung der Z-Achse zu einem


Punkt, der um 10 oder mehrere Zentel mm
über dem Meßpunkt liegt (siehe folgende
Abbildung).
N67 CALL OO10 PMOD=6 PDI=50 PZIN=30
(PDE=0.1 PCE=0.05)............ Ausführen des OD-Meßzyklus
(PDI: Geschätzter OD)
. (PZIN: Zustellbetrag in Z-Richtung)
. (ODE: Zulässiger OD-Fehler)
(PCE: Zulässiger Fehler der
Mittelpunktposition)

EIOEMR5S2041R01

Positionierpunkt vor Beginn


des Meßzyklus

Positinierung der Z-Achse


zur Meßebene
Zu messendes
Werkstück
Berührungs-
meßfühler

PZIN = 30 mm

Für PZIN den Abstand (Z-Achse I) von der


PDI = 50 mm Positionierebene zur Meßebene setzen.

EIOEMR5S2042R01

Die in Klammern ( ) angegebenen Variablen PDE und PCE können ausgelassen werden.
Werden sie nicht definiert, so können jedoch die Fehler nicht ausgewertet werden.
Nach Ende des Meßzyklus stoppt der Berührungsmeßfühler am Mittelpunkt des gemessenen OD
(die Z-Achse wird zum Positionierpunkt rückgestellt).
MG61-012 S-173
KAPITEL 2 AUTOMATISCHE MESSFUNKTION

8-3. Stirnflächenmessung an der Z-Achse

.
Eeoemr5s2058
.
N95 T1.............................................................................. (T1: Berührungsmeßfühler)
N96 M6
N97 T4
N98 G0 X-25 Y60 Positionieren zu einem Punkt, der um 10 oder mehrere Zentel mm
von der zu messenden Z-Stirnfläche entfernt ist
N99 G56 Z80 H1
N100 CALL OO10 PMOD=3 PEI=35 (PEE=0.1).............. (PEI: Geschätzte
Stirnflächenposition)
(PEE: Zulässiger Fehler)
N101 G0 Z300
.
.
EIOEMR5S2043R01

Die Meßfühlerkugel zu einer Position, die um 10


oder mehrere Zentel mm von der gewünschten
Stirnfläche entfernt ist, positionieren.

Nach Beendigung des Meßzyklus


kehrt der Berührungsmeßfühler zu
der Position zurück, an der die
erste Positionierung beendet
wurde.

PEI =
35 mm
EIOEMR5S2044R01

Die in Klammern ( ) angegebene Variablen PEE kann ausgelassen werden.


Wird diese Variable nicht definiert, kann jedoch der Fehler nicht ausgewertet werden.
MG61-012 S-174
KAPITEL 2 AUTOMATISCHE MESSFUNKTION

8-4. Abstand zwischen Stirnflächen (X-Achsenrichtung)

.
Eeoemr5s2059
.
N242 G0 X-20 Y60 Positionierung zu einem Punkt, der um 10 bis mehrere Zehntel mm
von einer der gewünschten Stirnflächen (Stirnfläche A) entfernt ist.
N243 G56 Z-10 H1
N244 CALL OO10 PMOD=1 PEI=0 ........................... Stirnflächenmeßzyklus an Stirnfläche A
N245 CALL OO10 PMOD=15 PAXI=1......................... Speichern des Meßergebnisses in
Speicher B

N246 G0 Z300
N247 X90 Positionierung zu einem Punkt, der um 10 bis mehrere Zehntel mm
von anderen gewünschten Stirnflächen (Stirnfläche A) entfernt ist.
N248 G56 Z-10 H1
N249 CALL OO10 PMOD=1 PEI=70 .......................... Stirnflächenmeßzyklus an Stirnfläche B
N250 CALL OO10 PMOD=14 PAXI=1
(PXCI=35 PXCE=0.05 PXLI=70 PXLE=0.05)............ Abstandsberechnungszyklus
(PXCI: Geschätzte Mittelpunktposition)
(PXCE: Zulässiger
Mittelpunktpositionsfehler)
(PXLI: Geschätzter Abstand zwischen
Stirnflächen)
(PXLE: Zulässiger Abstandsfehler
N251 G0 Z300
zwischen Stirnflächen)
.
.
N250 CALL OO10 PMOD=14...................................... Bei der Ausführung des
Abstandsberechnungszyklus erfolgt
keine Achsenbewegung

EIOEMR5S2045R01

Stirnfläche A Stirnfläche B

PXCI = 35

10 bis mehrere 10 bis mehrere


Zehntel mm Zehntel mm
PXCI = 70

Programmnullpunkt
EIOEMR5S2046R01

Die in Klammern ( ) angegebenen Variablen können ausgelassen werden.


Werden sie nicht definiert, so werden die Fehler jedoch nicht ausgewertet.
Bei der Messung des Mittelpunkts und Abstands zwischen zwei Punkten sind die Befehle zum Spei-
chern der ersten Meßdaten im Speicher B erforderlich (Beispiel: N245 CALL OO10 PMOD=15).
MG61-012 S-175
KAPITEL 2 AUTOMATISCHE MESSFUNKTION

Werden diese Befehle nicht eingegeben, wird das Ergebnis des ersten Meßzyklus durch das Ergeb-
nis des nächsten Meßzyklus überschrieben.
Bezüglich weiterer Einzelheiten zum Speichern der Meßergebnisdaten siehe [2-7. Speichern von
Meßzyklusergebnissen].

8-5. Automatische Nullpunktkorrektur

.
Eeoemr5s2060
.
N412 G0 X40 Y50
N413 G56 Z-40 H1
N414 CALL OO10 PMOD=7 PDI=45 (PCE=0.03 PDE=0.05).. ID-Meßzyklus
N415 CALL OO20 PHN=5 PX=0 PY=0.................................... Beim Koordinatensystem Nr. 5 wird
der Nullpunkt (X= 0, Y= 0) am
Bohrungsmittelpunkt, der durch
Ausführung des ID-Meßzyklus
festgelegt wurde, definiert.
(PHN: Koordinatensystem Nr.)

N416 G0 Z300
N417 X60 Y60
N418 G56 Z-20 H1
N419 CALL OO10 PMOD=3 PEI=-30 (PEE=0.05)................... Stirnflächen-Meßzyklus an der Z-Achse
N420 CALL OO20 PHN=5 PZ=0.............................................. Beim Koordinatensystem Nr. 5 wird
der Nullpunkt (Z=0) an der
Stirnflächenposition definiert, die
durch Ausführen des
Stirnflächenmeßzyklus erzielt wurde
(Z-Achse), N421 G0 Z300

EIOEMR5S2047R01

Der Nullpunkt des Koordinatensystems


Nr. 5 wird am Bohrungsmittelpunkt der
Stirnfläche (Fläche A) festgelegt.

Fläche A

30

Programmnullpunkt
EIOEMR5S2048R01

Bei der Ausführung der Sätze N415 und N420 erfolgt keine Achsenbewegung.
Den automatischen Nullpunktkorrekturzyklus direkt nach dem Meßzyklus (ID/OD-Meßzyklus, Stirn-
flächenmeßzyklus, Berechnungszyklus für Mittelpunkt/Abstand zwischen zwei Punkten) ausführen.
Es wird ein Alarm ausgegeben, und die Nullpunktkorrektur wird nicht ausgeführt, wenn PHN nicht
gesetzt wurde; daher die Einstellung immer vornehmen.
MG61-012 S-176
KAPITEL 2 AUTOMATISCHE MESSFUNKTION

8-6. Beispielprogramm für MCM Horizontale Spindel

φ100 4-M20 Eeoemr5s2061


2-10
DRILL

φ75 4-M6
Z X
Y

EIOEMR5S2049R01
MG61-012 S-177
KAPITEL 2 AUTOMATISCHE MESSFUNKTION

.
.
N1 G15 H1......................................................... Wahl des Werkstückkoordinatensystems Nr. 1
N2 G0 X-500 Y800 G56 H1
N3 T1................................................................. T1: Berührungsmeßfühler
N4 M6
N5 T10 .............................................................. T10: φ17.5 Bohrer
N6 G0 X0 Y0...................................................... Die X- und Y-Achse zum geschätzten
Mittelpunkt der φ100mm-Bohrung verfahren

N7 Z-5 H1.......................................................... Die Meßfühlerkugel in die Bohrung bewegen


(H1: Berührungsmeßfühler-Längenkorrektur)

N8 CALL OO10 PMOD=7 PDI=100 POVT=3.... ID-Meßzyklus bei φ100mm-Bohrung


(PDI: Geschätzter Bohrungsdurchmesser)
(POVT: Überlaufabstand)

N9 CALL OO20 PX=0 PY=0 PHN=1................. Nullpunktkorrektur entsprechend der


Meßergebnisse
(PX: X-Koordinatenwert nach Nullpunktkorrektur)
(PY: Y-Koordinatenwert nach Nullpunktkorrektur)
(PHN: Koordinatensystem Nr.)

N10 G0 Z100
N11 X75
Positionierung der Z-Achse in die Nähe der
N12 G56 Z30 H1...............................................
Stirnfläche (Z-Achse)

N13 CALL OO10 PMOD=3 PEI=0 POVT=3 Stirnflächen-Meßzyklus (Z-Achse)


(PEI: Geschätzte Stirnflächenposition)
Nullpunktkorrektur entsprechend der
N14 CALL OO20 PZ=0 PHN=1......................... Meßergebnisse
(PZ: Z-Koordinatenwert nach Nullpunktkorrektur)
N15 G0 Z400
N16 X500 Y800
N17 M6
N18 T11............................................................. T11: M20-Gewindebohrer
N19 NCYL G81 G56 R5 Z-58 F90 S450 H10.... Teileprogramm zur Bearbeitung einer
Werkstückoberseite

EIOEMR5S2050R01
MG61-012 S-178
KAPITEL 2 AUTOMATISCHE MESSFUNKTION

.
.
N49 G0 Z400
N50 X500 Y800
N51 M67
N52 M77
N53 T15
N54 G0 Y0 M75 ................................................ M75: Schalten des Schwenkkopfs zur hinteren
Position

N55 G54 X-500 H1


N56 Z-170 ........................................................ Verfahren der Y- und X-Achse Achse zum
geschätzten Mittelpunkt der φ75 mm-Bohrung

N57 X-270 ........................................................ Bewegen des Berührungsmeßfühlers in die Bohrung


N58 CALL OO10 PMOD=7 PDI=75.................. ID-Meßzyklus bei φ75mm-Bohrung
N59 CALL OO20 PY=0 PZ=0 PHN=2 .............. Nullpunktkorrektur entsprechend der
N60 G0 X-400 Meßergebnisse

N61 Y60
N62 G54 X-300 H1............................................ Positionierung der X-Achse in die Nähe der
Stirnfläche (X-Achse)

N63 CALL OO10 PMOD=1 PEI=-280 .............. Stirnflächen-Meßzyklus (X-Achse)


N64 CALL OO20 PX=0 PHN=2 ....................... Nullpunktkorrektur entsprechend der
N65 G0 X-400 Meßergebnisse

.
.
Normales Teileprogramm
.
.
EIOEMR5S2051R01
MG61-012 S-179
KAPITEL 2 AUTOMATISCHE MESSFUNKTION

9. Beispiele für Meßergebnisanzeige


(1) Ergebnis der ID-Messung Eeoemr5s2064

EIOEMR5S2053R01

(2) Ergebnis der OD-Messung

EIOEMR5S2054R01
MG61-012 S-180
KAPITEL 2 AUTOMATISCHE MESSFUNKTION

(3) Ergebnis der Stirnflächenmessung (X-Achse)

EIOEMR5S2055R01

(4) Ergebnis der Stirnflächenmessung (Y-Achse)

EIOEMR5S2056R01
MG61-012 S-181
KAPITEL 2 AUTOMATISCHE MESSFUNKTION

(5) Ergebnis der Stirnflächenmessung (Z-Achse)

EIOEMR5S2057R01

(6) Ergebnis der Berechnung des Mittelpunkts/Abstands zwischen zwei Punkten

EIOEMR5S2058R01
MG61-012 S-182
KAPITEL 2 AUTOMATISCHE MESSFUNKTION

10. Alarm Liste

10-1. Alarm Liste

Alarmbezeichnung Vermutliche Ursache Eeoemr5s2062


Gegenmaßnahmen
Unbemannt: Am Ende der Messen nicht möglich Siehe Messen nicht möglich
Messen Meldung wird der Ursachencode Ursachencodeliste, dann Ursache
nicht möglich angezeigt. beseitigen.
(ALARM-B 2305)
"ALARM-B 230
UNTENDED:
gauging impossible ××"

Cause code

Unbemannt: Obwohl keine Vorgabe für einen —


Keine automatischen Nullversatz vorliegt,
Unterprogramm- wurde versucht, ein Unterprogramm
Funktion für einen automatischen Nullversatz
(ALARM-B 2311) aufzurufen.
Unbemannt: Für die Variable PMOD wurde eine Prüfen Sie den bei PMOD
Befehl undefinierte Zahl gesetzt. eingestellten Wert.
fehlt Es liegt keine PDI Einstellung für den Stellen Sie beim ID/AD Messzyklus
(ALARM-B 2308) ID/AD Messzyklus oder einen vorweg genommenen
Kompensierungszyklus des Durchmesser für PDI ein. Stellen Sie
Berührungssensorradius vor. für den Kompensierungszyklus des
Berührungssensorradius einen
genauen ID für PDI ein.
Innerhalb der Befehle für den Stellen Sie die Zahl des
automatischen Nullversatz befindet Arbeitskoordinatensystems ein, für
sich keine PHN-Einstellung. das der Nullversatz des PHN
ausgeführt werden soll.
Es liegt keine PEI Einstellung für den Stellen Sie beim
Stirnflächenmesszyklus (X, Y oder Z) Stirnflächenmesszyklus eine vorweg
oder für den Berührungssensor- genommene Stirnflächenposition für
Längenversatzzyklus vor. PEI ein. Stellen Sie für den
Berührungssensor-
Längenversatzzyklus die genauen
Daten der Z-Stirnflächenposition für
PEI ein.
Unbemannt: Die Differenz zwischen dem vorweg —
Bohrdurchm. genommenen Durchmesser und dem
Toleranz tatsächlichen Durchmesser, als
überschritten Ergebnis des ID/AD Messzyklus, hat
(ALARM-B 2306) die zulässige Toleranz überschritten
(PDE).
MG61-012 S-183
KAPITEL 2 AUTOMATISCHE MESSFUNKTION

Alarmbezeichnung Vermutliche Ursache Gegenmaßnahmen


Unbemannt: Die Differenz zwischen dem vorweg —
Aus der Mitte genommenen Zentrum und dem
(ALARM-B 2307) tatsächlichen Zentrum, als Ergebnis
des ID/AD Messzyklus, hat die
zulässige Toleranz überschritten
(PCE).
Die Differenz zwischen der vorweg —
genommenen Position der
Stirnfläche und der tatsächlichen
Position der Stirnfläche, als Ergebnis
des Stirnflächen-Messzyklus (X, Y,
Z), hat die zulässige Toleranz
überschritten (PEE).
Unbemannt: Die Differenz zwischen dem vorweg —
Bohrabstand genommenen Wert (Bohrabstand
Toleranz und Abstand zwischen zwei Punkten)
überschritten und dem tatsächlichen Wert, als
(ALARM-B 2312) Ergebnis der Mess- und
Berechnungszyklen, hat die
zulässige Toleranz überschritten.
Unbemannt: Da die Ergebnisse der Maßprüfung, —
Nullpunktkorrektur die unmittelbar vor der
nicht möglich automatischen Nullversatzfunktion
(ALARM-B 2310) ausgeführt wurden NG waren, ist die
Einstellung eines Nullversatzes nicht
möglich.
Der automatische Nullversatz wird Der automatische Nullversatz ist erst
ausgeführt, obwohl keine möglich nachdem eine Maßprüfung
Maßprüfung ausgeführt wurde. ausgeführt wurde.
Der automatische Nullversatz wird Wenn die RESET Taste nach dem
ausgeführt, nachdem die RESET Ausführen der Maßprüfung gedrückt
Taste, nach einer Maßprüfung wird, werden die Ergebnisse des
gedrückt wird. Messzyklus gelöscht, wodurch der
automatische Nullversatz unmöglich
wird. In diesem Fall muss die
Maßprüfung erneut ausgeführt
werden.
Berührungstaster Die Batterie in dem Kuroda Die Batterie ersetzen.
Batterie Berührungstaster ist leer. Die
(ALARM-D 4223) Erschöpfungsanzeige hat sich
eingeschaltet.
<I/O Bit>
I/O Prüfung Nr. 22 Bit 7 (MX-V Reihe)
EIN (grün): Anormal
AUS: Normal
Die Position des Input Bit ist je nach
Maschinenmodell unterschiedlich.
Details zur Bit Position finden Sie im
Schaltschema.
MG61-012 S-184
KAPITEL 2 AUTOMATISCHE MESSFUNKTION

10-2. Messen nicht möglich Ursachencodeliste (Alarm B 2305)

Code Eeoemr5s2063
Verwendete
Vermutliche Ursache Gegenmaßnahmen
(HEX) Unterprogramme
1 Ein Hersteller-Unterprogramm wird Ein Hersteller-Unterprogramm aufrufen, OO10
aufgerufen, während das nachdem ein Arbeitskoordinatensystem OO30
Maschinenkoordinatensystem (H0) (z.B. G15 H1) ausgewählt wurde.
ausgewählt ist.
2 Die Spiegelabbild Funktion ist aktiv. Zuerst die Spiegelabbild Funktion OO10
löschen. OO30
3 Manueller Verschiebewert (gesamt) Den manuellen Verschiebewert OO10
verbleibt. (gesamt) auf Null löschen. OO30
4 Im G11 Modus (parallele oder Zuerst den G11 Modus löschen. OO10
kreisförmige Verschiebung einer
Koordinate)
5 Im G51 Modus Zuerst den G51 Modus löschen. OO10
(Grafikvergrößerung /-verkleinerung)
6 T Nummer ist gleich Null (0), oder kein • Geben Sie eine T Nummer an. OO30
Werkzeug ist eingestellt. • Geben Sie den PTLN Befehl an.
7 Die angegebene T Nummer oder Geben Sie ein T Nummer oder PTLN OO30
PTLN Befehl ist größer als die Befehl innerhalb des zulässigen
maximale Versatzzahl. Bereichs an.
8 Die Stromversorgung des Tasters ist Überprüfen Sie folgendes: OO15
nicht eingeschaltet während der
• Befinden sich Hindernisse
Anblinkzyklus versucht wird. zwischen Empfängerkopf und
Taster?
• Ist der Spindelschaltwinkel des
Tasters korrekt?
• Blinkt der Empfängerkopf?
9 Der Betrag des Versatzes vom Positionieren Sie die Y- und Z-Achsen OO30
Positionierpunkt für den Zyklusstart vom Nullpunkt des Berührungssensors
zum Nullpunkt des Berührungssensors aus innerhalb des Bereiches des
ist größer als PCHK PCHK.
(nur für Y- und Z-Achse).
A Der Mikrocomputer des Prüfen Sie, ob sich Späne am OO10
Berührungstasters bleibt Näherungsschalter ansammeln.
eingeschaltet.
B Das Ergebnis der Berührungstaster Prüfen Sie die Batterie des OO10
Prüfung ist NG. Berührungstasters.
Das Signal des Berührungstasters
kann nicht bestätigt werden.
C Der Berührungstaster hat während Der Empfang von Signalen ist mit dem OO10
des Vorschubs im Eilgang Kontakt mit Berührungstaster Typ FM falsch.
dem Werkstück (X-Achse).
• Startpunkt Messzyklus
• PUDT Einstellung
MG61-012 S-185
KAPITEL 2 AUTOMATISCHE MESSFUNKTION

Code Verwendete
Vermutliche Ursache Gegenmaßnahmen
(HEX) Unterprogramme
D Der Berührungstaster hat während Der Empfang von Signalen ist bei OO10
des Vorschubs mit mittlerer Verwendung des Berührungstasters
Geschwindigkeit keinen Kontakt mit Typ FM falsch.
dem Werkstück (X-Achse). • Startpunkt Messzyklus
• POVT Einstellung
E Der Berührungstaster hat während Prüfen Sie die Batterie des OO10
des Vorschubs mit der Berührungstasters.
Endanäherungsgeschwindigkeit
keinen Kontakt mit dem Werkstück (X-
Achse).
Der Empfang von Signalen ist bei
Verwendung des Berührungstasters
Typ FM falsch.
F Der Näherungsschalter wird nicht Prüfen Sie, ob der Berührungstaster OO10
eingeschaltet, obwohl der geprellt wurde.
Berührungstaster Kontakt mit einem
Werkstück hat (X-Achse).
10 Der Berührungstaster hat während Überprüfen Sie folgendes: OO10
des Vorschubs im Eilgang Kontakt mit • Startpunkt Messzyklus
dem Werkstück (Y-Achse). Der
Empfang von Signalen ist bei • PUDT Einstellung
Verwendung des Berührungstasters
Typ FM falsch.
11 Der Berührungstaster hat während Überprüfen Sie folgendes: OO10
des Vorschubs mit mittlerer • Startpunkt Messzyklus
Geschwindigkeit keinen Kontakt mit
dem Werkstück (Y-Achse). Der • POVT Einstellung
Empfang von Signalen ist bei
Verwendung des Berührungstasters
Typ FM falsch.
12 Der Berührungstaster hat während Prüfen Sie die Batterie des OO10
des Vorschubs mit der Berührungstasters.
Endanäherungsgeschwindigkeit
keinen Kontakt mit dem Werkstück (Y-
Achse). Der Empfang von Signalen ist
bei Verwendung des
Berührungstasters Typ FM falsch.
13 Der Näherungsschalter wird nicht Prüfen Sie, ob der Berührungstaster OO10
eingeschaltet, obwohl der geprellt wurde.
Berührungstaster Kontakt mit einem
Werkstück hat (X-Achse).
14 Der Berührungstaster hat während Überprüfen Sie folgendes: OO10
des Vorschubs im Eilgang Kontakt mit • Startpunkt Messzyklus
dem Werkstück (Z-Achse). Der
Empfang von Signalen ist bei • PUDT Einstellung
Verwendung des Berührungstasters
Typ FM falsch.
MG61-012 S-186
KAPITEL 2 AUTOMATISCHE MESSFUNKTION

Code Verwendete
Vermutliche Ursache Gegenmaßnahmen
(HEX) Unterprogramme
15 Der Berührungstaster hat während Überprüfen Sie folgendes: OO10
des Vorschubs mit mittlerer • Startpunkt Messzyklus
Geschwindigkeit Kontakt mit dem
Werkstück (Z-Achse). Der Empfang • POVT Einstellung
von Signalen ist bei Verwendung des
Berührungstasters Typ FM falsch.
16 Der Berührungstaster hat während Prüfen Sie die Batterie des OO10
des Vorschubs mit der Berührungstasters.
Endanäherungsgeschwindigkeit
keinen Kontakt mit dem Werkstück (Z-
Achse). Der Empfang von Signalen ist
bei Verwendung des
Berührungstasters Typ FM falsch.
17 Der Näherungsschalter wird nicht Prüfen Sie, ob der Berührungstaster OO10
eingeschaltet, obwohl der geprellt wurde.
Berührungstaster Kontakt mit einem
Werkstück hat (Z-Achse).
18 Der Berührungstaster hat bei der Überprüfen Sie folgende Punkte: OO10
Annäherung an den • Startpunkt des Messzyklus
Außendurchmesser während des AD-
Messzyklus Kontakt mit dem • Angenommener AD Wert
Werkstück.
19 PLH ist nicht zugeordnet. Stellen Sie die Werkzeuglängen-
Offsetwert für PLH ein.
1A PDH ist nicht zugeordnet. Stellen Sie den Cutterradius-
Kompensationswert für PDH ein.
1B Beim Messzyklus der C-Achse wird Überprüfen Sie folgende Punkte: OO10
ein Kontakt während der Annäherung
• Ist der Startpunkt des Messzyklus
an den Messpunkt festgestellt.
der C-Achse korrekt?
• Ist der PDI Wert korrekt?
• Ist der PGI Wert korrekt?
1C Bei Bewegung in X-Achsenrichtung OO100
wurde kein Kontakt des
Berührungstasters innerhalb des
Bereichs von PUDT und POVT
festgestellt (Kontaktwertfehler).
1D Bei Bewegung in Y-Achsenrichtung OO100
wurde kein Kontakt des
Berührungstasters innerhalb des
Bereichs von PUDT und POVT
festgestellt (Kontaktwertfehler).
1E Bei Bewegung in Z-Achsenrichtung OO100
wurde kein Kontakt des
Berührungstasters innerhalb des
Bereichs von PUDT und POVT
festgestellt (Kontaktwertfehler).
MG61-012 S-187
KAPITEL 2 AUTOMATISCHE MESSFUNKTION

Code Verwendete
Vermutliche Ursache Gegenmaßnahmen
(HEX) Unterprogramme
1F Beim Nullwert-Einstellzyklus des Prüfen Sie den Startpunkt des Zyklus, OO30
Berührungssensors für die ist er in der Nähe des
Längsrichtung der senkrechten Berührungssensors
Spindel hat das Schneidwerkzeug (innerhalb von 10 mm)?
keinen Kontakt mit dem Sensor.
20 Beim Nullwert-Einstellzyklus des Prüfen Sie den Startpunkt des Zyklus, OO30
Berührungssensors für die ist er in der Nähe des
Querrichtung der senkrechten Spindel Berührungssensors
hat das Schneidwerkzeug keinen (innerhalb von 10 mm)?
Kontakt mit dem Sensor.
21 Beim Nullwert-Einstellzyklus des Prüfen Sie den Startpunkt des Zyklus, OO30
Berührungssensors für die ist er in der Nähe des
waagerechte Richtung der Berührungssensors
senkrechten Spindel hat das (innerhalb von 10 mm)?
Schneidwerkzeug keinen Kontakt mit
dem Sensor.
22 Beim Zyklus für den automatischen Prüfen Sie den Startpunkt des Zyklus, OO30
Werkzeuglängenversatz / ist er in der Nähe des
automatische Berührungssensors
Werkzeugbrucherfassung für die (innerhalb von 10 mm)?
Querrichtung der waagerechten
Spindel hat das Schneidwerkzeug
keinen Kontakt mit dem Sensor.
23 Bei Bewegung der Achse um 0,5 mm OO100
in positiver Richtung, ausgehend vom
Kontakterfassungspunkt ist das
Kontaktsignal bereits aktiviert (X-
Richtung).
24 Bei Bewegung der Achse um 0,5 mm
in positiver Richtung, ausgehend vom
Kontakterfassungspunkt ist das
Kontaktsignal bereits aktiviert (Y-
Richtung).
25 Bei Bewegung der Achse um 0,5 mm
in positiver Richtung, ausgehend vom
Kontakterfassungspunkt ist das
Kontaktsignal bereits aktiviert (Z-
Richtung).
26 Bei Rückkehr der Achse um 0,5 mm
von der festgestellten Kontaktposition
nach der Annäherung (X-Richtung),
wird der Wert erneut als
Koordinatenwert in Richtung der
Werkzeugmessung genommen.
27 Bei Rückkehr der Achse um 0,5 mm
von der festgestellten Kontaktposition
nach der Annäherung (Y-Richtung),
wird der Wert erneut als
Koordinatenwert in Richtung der
Werkzeugmessung genommen.
MG61-012 S-188
KAPITEL 2 AUTOMATISCHE MESSFUNKTION

Code Verwendete
Vermutliche Ursache Gegenmaßnahmen
(HEX) Unterprogramme
28 Bei Rückkehr der Achse um 0,5 mm
von der festgestellten Kontaktposition
nach der Annäherung (Z-Richtung),
wird der Wert erneut als
Koordinatenwert in Richtung der
Werkzeugmessung genommen.
29 Beim Zyklus für den automatischen Prüfen Sie, ob die vorgesehene OO30
Werkzeuglängenversatz / Werkzeuglänge korrekt ist (für
automatische Werkzeuglängenversatzzyklus).
Werkzeugbrucherfassung für die
Längsrichtung der senkrechten
Spindel hat das Schneidwerkzeug
keinen Kontakt mit dem Sensor.
2A Beim Zyklus für den automatischen Überprüfen Sie folgende Punkte: OO30
Werkzeuglängenversatz / • Ist die vorgesehene
automatische Werkzeuglänge korrekt (für
Werkzeugbrucherfassung für die Werkzeuglängenversatzzyklus)?
Querrichtung der senkrechten Spindel
hat das Schneidwerkzeug keinen • Ist der Cutterradius-Versatzwert
Kontakt mit dem Sensor. eingestellt (für den
Werkzeugbrucherfassungszyklus)?
2B Beim Zyklus für den automatischen Überprüfen Sie folgende Punkte: OO30
Werkzeuglängenversatz / • Ist die vorgesehene
automatische Werkzeuglänge korrekt (für
Werkzeugbrucherfassung für die Werkzeuglängenversatzzyklus)?
Längsrichtung der waagerechten
Spindel hat das Schneidwerkzeug • Ist der Cutterradius-Versatzwert
keinen Kontakt mit dem Sensor. eingestellt (für den
Werkzeugbrucherfassungszyklus)?
2C Beim Zyklus für den automatischen Überprüfen Sie folgende Punkte: OO30
Werkzeuglängenversatz /
• Ist der vorgesehene Cutterradius
automatische
korrekt (für
Werkzeugbrucherfassung für die
Werkzeuglängenversatzzyklus)?
Querrichtung der senkrechten Spindel
hat das Schneidwerkzeug keinen • Ist der Cutterradius-Versatzwert
Kontakt mit dem Sensor. eingestellt (für den
Werkzeugbrucherfassungszyklus)?
2D Beim automatischen Prüfen Sie ob PL1 korrekt eingestellt OO30
Werkzeuglängenversatzzyklus in wurde.
Richtung X-Achse (mit winkligem
Vorsatz) hat das Schneidwerkzeug
keinen Kontakt mit dem Sensor.
33 Beim Nullstellungszyklus der U-Mitte Überprüfen Sie folgende Punkte:
hat die Schneidplatte Kontakt mit dem • Ist der Nullpunkt des Sensors
Sensor, oder das Kontaktsignal geht in korrekt eingestellt?
einer Sequenz ein, in der die
Schneidplatte keinen Kontakt mit dem • Hängen an der Schneideplatte
Sensor haben dürfte. Späne?
• Ist das Sensorsignal korrekt?
MG61-012 S-189
KAPITEL 2 AUTOMATISCHE MESSFUNKTION

Code Verwendete
Vermutliche Ursache Gegenmaßnahmen
(HEX) Unterprogramme
34 Beim Nullstellungszyklus der U-Mitte Überprüfen Sie folgende Punkte:
geht kein Kontaktsignal ein.
• Ist der PD Wert korrekt?
• Wird das Sensorsignal korrekt in
die CNC eingegeben?
35 Beim Radiuseinstellzyklus der U-Mitte Überprüfen Sie folgende Punkte:
hat die Schneidplatte Kontakt mit dem
• Ist der Befehlswert korrekt?
Berührungstaster , während die Y-
Achse in einer Sequenz bewegt wird, • Wird das Sensorsignal korrekt in
in der kein Kontakt erfasst werden die CNC eingegeben?
dürfte. • Hängen an der Schneideplatte
Späne?
36 Beim Radiuseinstellzyklus der U-Mitte Überprüfen Sie folgende Punkte:
hat die Schneidplatte keinen Kontakt
• Ist der Befehl der U-Achse zu
mit dem Berührungssensor. groß?
• Wird das Sensorsignal korrekt in
die CNC eingegeben?
37 Beim Radiuseinstellzyklus der U-Mitte Prüfen Sie, ob das Sensorsignal korrekt
hat die Schneidplatte während einer in die CNC eingegeben wird.
Sequenz keinen Kontakt, in der der
Korrekturwert der U-Achse an der Y-
Achse geprüft wird.
38 Beim Überprüfen Sie folgende Punkte:
Werkzeugbrucherfassungszyklus hat
• Ist der Nullpunkt des Sensors
die Schneidplatte Kontakt mit dem
korrekt eingestellt?
Berührungstaster, während die Y-
Achse in einer Sequenz bewegt wird, • Wird das Sensorsignal korrekt in
in der kein Kontakt erfasst werden die CNC eingegeben?
dürfte. • Hängen an der Schneideplatte
Späne?
39 Beim Überprüfen Sie folgende Punkte:
Werkzeugverschleißkompensierungsz
• Ist der Befehlswert korrekt?
yklus hat die Schneidplatte während
einer Sequenz Kontakt mit dem • Hängen an der U-Mitte-
Berührungstaster, in der die Schneideplatte Späne?
Positionierung der Y-Achse zu einem • Wird das Sensorsignal korrekt in
Punkt ausgeführt wird, der um den die CNC eingegeben?
Kompensierungsbetrag von der
aktuellen Position entfernt ist.
3A Beim Prüfen Sie, ob das Sensorsignal korrekt
Werkzeugverschleißkompensierungsz in die CNC eingegeben wird.
yklus hat die Schneidplatte während
einer Sequenz keinen Kontakt mit dem
Berührungssensor, in der die radiale
Position der Schneideplatte im
Korrekturzyklus der U-Achse korrigiert
wird.
MG61-012 S-190
KAPITEL 2 AUTOMATISCHE MESSFUNKTION

Code Verwendete
Vermutliche Ursache Gegenmaßnahmen
(HEX) Unterprogramme
3B Nach dem Abschluss der U- Prüfen Sie, ob das Sensorsignal korrekt
Achsenkompensierung im in die CNC eingegeben wird.
Werkzeugverschleißkompensierungsz
yklus hat die Schneidplatte während
einer Sequenz keinen Kontakt, in der
der Korrekturwert der U-Achse in der
Y-Achsenbewegung geprüft wird.
3C Wenn der Messzyklus mit einem Führen Sie den Messzyklus aus, OO10
Berührungstaster ausgeführt wird, der nachdem der Drehkopf in die M75
in die senkrechte Spindel des MCM (hinten) Position geschaltet wurde.
eingesetzt ist, befindet sich der
Drehkopf nicht in der M75 (hinten)
Position.
3D Beim Nullwert-Einstellzyklus des • Führen Sie den Zyklus aus, OO30
Berührungssensors für die nachdem der Drehkopf in die M73
Längsrichtung des MCM an der (vorne) Position geschaltet wurde.
senkrechten Spindel ist der Drehkopf • Prüfen Sie, ob die PAXI Daten
nicht in der M73 (vorne) Position, oder korrekt sind.
die waagerechte Spindel wird
verwendet.
3E Beim Nullwert-Einstellzyklus des • Führen Sie den Zyklus aus, OO30
Berührungssensors für die nachdem der Drehkopf in die M73
Querrichtung des MCM an der (vorne) Position geschaltet wurde.
senkrechten Spindel ist der Drehkopf • Prüfen Sie, ob die PAXI Daten
nicht in der M73 (vorne) Position, oder korrekt sind.
die waagerechte Spindel wird
verwendet.
3F Beim Nullwert-Einstellzyklus des • Führen Sie den Zyklus aus, OO30
Berührungssensors für die nachdem der Drehkopf in die M76
Längsrichtung des MCM an der (rechts) Position geschaltet wurde.
waagerechten Spindel ist der Drehkopf • Prüfen Sie, ob die PAXI Daten
nicht in der M76 (rechts) Position, oder korrekt sind.
die waagerechte Spindel wird
verwendet.
40 Beim Nullwert-Einstellzyklus des • Führen Sie den Zyklus aus, OO30
Berührungssensors für die nachdem der Drehkopf in die M76
Querrichtung des MCM an der (rechts) Position geschaltet wurde.
waagerechten Spindel ist der Drehkopf • Prüfen Sie, ob die PAXI Daten
nicht in der M76 (rechts) Position, oder korrekt sind.
die waagerechte Spindel wird
verwendet.
41 Die Werkzeugnummer für den Prüfen Sie, ob der T-Befehl korrekt ist.
winkligen Vorsatz ist T52 oder T53
(Beim winkligen Vorsatzwerkzeug kann
nur T51 (90° Winkelvorsatz) als
Werkzeuglängenversatz zu verwenden.
42 Die Stromversorgung für den OO16
optischen Berührungstaster kann nicht OO18
eingeschaltet werden.
43 Die Stromversorgung für den OO17
optischen Berührungstaster kann nicht OO19
ausgeschaltet werden.
MG61-012 S-191
KAPITEL 3 AUSGABE DER MESSWERTE IN DATEI

KAPITEL 3 AUSGABE DER MESSWERTE IN DATEI

1. Beschreibung
Der Druckbefehl wird verwendet, um die Daten und Zeichenfolgen derEeoemr5sb001
Variablen auf dem
Pultbildschirm oder ein externes Gerät (wie einem Drucker) auszugeben.
Zusätzlich zu diesen Ausgabeoperationen erlaubt diese Funktion die Ausgabe der Variablen in eine
Datei (MD1:[Link]).

2. Parameter

2-1. NC optionaler Parameter Bit


Eeoemr5sb002
Nr. bit Beschreibung

2 4 Die Druckfunktion gibt die Daten der Variablen nach Außer


In Betrieb
Empfang eines Druckbefehls an ein externes Gerät aus. Betrieb
16 3 Wenn ein Druckbefehl gegeben wird, während auf die
Alarm C Alarm D
Datei im Programmbetriebsmodus zugegriffen wird, oder
"3237" "4262"
MD1: nicht genug Platz hat, tritt ein Alarm C auf.
32 5 Die Druckfunktion gibt Daten in eine Datei ([Link]) aus,
unabhängig von den Daten der Variablen (VPRT) und Ja Nein
Bezeichnung des Anzeigegeräts.
MG61-012 S-192
KAPITEL 3 AUSGABE DER MESSWERTE IN DATEI

3. Bezeichnung des Anzeigegeräts


Das Bezeichnungssignal des Anzeigegeräts wird mit einer Variablen VPRTEeoemr5sb003
ausgegeben, wie in
folgender Tabelle dargestellt.

Einheit der Variablendaten


Ausgabegerät Minimum Standard
Einheitensystem Einheitensystem
Keine Ausgabe VPRT = 0 VPRT = 4
Ausgabe an ein externes Gerät VPRT = 1 VPRT = 5
Ausgabe an den Pultbildschirm VPRT = 2 VPRT = 6
Ausgabe an ein externes Gerät und den VPRT = 3 VPRT = 7
Pultbildschirm
Ausgabe in eine Datei VPRT = 8 VPRT = 12
Ausgabe an ein externes Gerät und in eine Datei VPRT = 9 VPRT = 13
Ausgabe an den Pultbildschirm und in eine Datei VPRT = 10 VPRT = 14
Ausgabe an ein externes Gerät, den Pultbildschirm VPRT = 11 VPRT = 15
und in eine Datei

Hinweis 1 : Die Ausgabe an ein externes Gerät ist nur dann aktiv, wenn das Kontrollkästchen
des NC optionalen Parameters (Bit) Nr. 2, Bit 4 markiert ist.
Hinweis 2 : Wenn das Kontrollkästchen des NC optionalen Parameter (Bit) Nr. 32 bit 5 markiert
ist, werden die Daten in die Datei (MD1:[Link]) ausgegeben, unabhängig von der
Variablen (VPRT) zur Bestimmung des Anzeigegeräts.
Hinweis 3 : Die Messdaten, die durch Ausführung eines MSB erhalten werden, werden selbst
dann nicht in eine Datei ausgegeben, wenn der entsprechende Wert für die
Variable VPRT gesetzt wird.
Diese werden nur dann ausgegeben, wenn das Kontrollkästchen des NC
optionalen Parameters (Bit) Nr. 32, Bit 5 markiert ist.
Hinweis 4 : Für die Ausgabe im Minimum Einheitensystem oder Standard Einheitensystem
siehe Erklärung über den Druckbefehl der Fließkomma-Variablen, beschrieben
unter 4-1, *3.

4. Druckbefehl
Eeoemr5sb004
Der Wert oder die Zeichenfolge der angegebenen Variablen wird an ein externes Gerät, wie einem
Drucker, dem Pultbildschirm oder in eine Datei ausgegeben, entsprechend der Variablen (VPRT)
zur Bestimmung des Anzeigegeräts.
Wenn eine Variable oder eine Zeichenfolge weggelassen wird, erfolgt lediglich einen
Zeilenvorschub. Der Bereich zur Anzeige der Daten der Variablen und Zeichenfolge ist bereits
unterteilt und jeder verwendeten Systemvariablen zugeordnet. Wenn ein Leerzeichen als
Trennzeichen verwendet wird, werden die Daten der Variablen oder Zeichenfolge direkt nach den
zuvor gedruckten Daten ohne Zeilenvorschub ausgegeben.
Befehlsformat 1) PRINT [<Ausdruck> ---]
2) LPRINT [<Ausdruck> ---]
3) SPRINT [<Ausdruck> ---]

Beispiel PRINT "ABC"


MG61-012 S-193
KAPITEL 3 AUSGABE DER MESSWERTE IN DATEI

Wenn der Befehl 1) gegeben wird, werden die angegebenen Daten der Variablen und die
Zeichenfolgen mit normalen Zeichen dargestellt. Wenn der Befehl 2) gegeben wird, werden sie mit
vergrößerten Zeichen dargestellt. Wenn der Befehl 3) gegeben wird, werden sie mit normalen
Zeichen ohne Zeilenvorschub dargestellt.
Hinweis 1: Der LPRINT Befehl (vergrößerte Anzeige) kann nur bei dem Drucker OKUMA PP-
5000-EPSON eingesetzt werden. Eine vergrößerte Anzeige von Zeichen ist am
Bildschirm oder in einer Datei nicht möglich. Sie werden mit normalen Zeichen
dargestellt, obwohl der LPRINT Befehl verwendet wurde.

4-1. Systemvariablen für das Drucken

<Ausdruck> Bereich Eeoemr5sb005


Ausgabebeispiel
VINTG -99999999 bis 99999999 " -99999999"
Variable Typ integer [12 Zeichen]
[Beispielaussage] PRINT VINTG
VNUM -999 bis 999 "NR. 9"
[Beispielaussage] PRINT VNUM [7 Zeichen]
VOK1 0 bis 5, 10 bis 15 Normale Zeichen (vergr.
[Beispielaussage] PRINT VOK1 Zeichen)
" " VOK1=0 (VOK1=10)
" OK" VOK1=1 (VOK1=11)
"+OK" VOK1=2 (VOK1=12)
"+NG" VOK1=3 (VOK1=13)
"-NG" VOK1=4 (VOK1=14)
" NG" VOK1=5 (VOK1=15)
[3 Zeichen]
VOK2 1, 2 "TOTAL OK" VOK2=1
[Beispielaussage] PRINT VOK2 "TOTAL NG" VOK2=2
[8 Zeichen]
VPCNT 0 bis 255 $1F (hexadezimal 1 Byte)
Variable für Druckersteuercode (0 bis 127) *2 Wenn VPCNT=31
[Beispielaussage] SPRINT VPCNT
VC**, VPRT -99999999 bis 999999999 In Millimeter
Fließkomma Variable (Max. 8 Zeichen) " -99999,999"
[Beispielaussage] PRINT VC1 In Zoll
" -9999,9999"
[12 Zeichen]
"--------" Maximale Zeichenanzahl: 80 "ABC"
Zeichenfolge
[Beispielaussage] PRINT "ABC"
#----H Maximale Zeichenanzahl: 4 "aiue"
Zeichendarstellung als hexadezimal
[Beispielaussage] PRINT #B1B2B3B4H

*1 : Wenn die Variable LEER ist, wird „ “ ausgegeben.


*2 : Wenn Sie den Drucker-Kontrollcode (VPCNT) ausgeben, ohne dass das Kontrollkästchen
des NC optionalen Parameter (Bit) Nr. 8 Bit 0 (8 Bit JIS) markiert ist, werden die Daten von
0 bis 127 ($00 bis $7F) mit dem Parity Bit (Bit 7) ausgegeben.
Wenn der Befehl PRINT VPCNT angegeben wird, wird der Zeilenvorschubbefehl nach dem
Druckersteuercode ausgegeben. Daher müssen Sie, wenn Sie nur den Druckersteuercode
ausgeben möchten, SPRINT VPCNT angeben.
MG61-012 S-194
KAPITEL 3 AUSGABE DER MESSWERTE IN DATEI

*3 : Für die Fließkomma Variable ändern sich die angezeigten Daten je nachdem, ob das
Minimum Einheitensystem oder das Standard Einheitensystem für den VPRT gewählt wird,
der das Anzeigegerät bestimmt (siehe Punkt 3. Bestimmung des Anzeigegeräts).

Beschreibung der Fließkomma


Einheit Ausgabebeispiel
Variablen
Standard Metrisch VC**=12.34 12.340
Einheitensystem Zoll VC**=12.34 12.3400
VPRT = 4 bis 7
Minimum Metrisch VC**=12.34 0.012
Einheitensystem Zoll VC**=12.34 0.0012
VPRT = 0 bis 3

* Wenn das Kontrollkästchen des NC optionalen Parameters (Bit) Nr. 3, Bit 0 markiert ist
wird das Zollsystem gewählt. Andernfalls wird das metrische System gewählt.
Die Daten, die im Minimum Einheitensystem angezeigt werden, können bei der
Umwandlung in das Standard Einheitensystem 8 Ziffern überschreiten. In diesem Fall
erscheint folgende Meldung:
„ +OVER FLOW“ oder „ -OVER FLOW“

*4 : Nur folgende Codes werden in eine Datei ausgegeben (MD1:[Link]):


Leerzeichen ! " # $ % & ' ( ) * + , - . / 0 bis 9 : ; < = > ? @ A bis Z [ \ ] a bis z { | }(
Andere Codes werden durch ein „?“ ersetzt.
MG61-012 S-195
KAPITEL 4 MANLLS MESSEN

KAPITEL 4 MANLLS MESSEN

1. Überblick

1-1. Spezifikationen
Eeoemr5s4001
Die manuelle Meßfunktion dient zur Einstellung des Nullpunkts, der Werkzeuglängenkorrekturdaten
usw. mit Hilfe eines Berührungsmeßtasters oder Berührungssensors.
Abweichend von der automatischen Meßfunktion und der automatischen Werkzeuglängenkorrektur
legt die manuelle Meßfunktion die Daten im Dialog unter Verwendung der am Bildschirm angezeig-
ten Kommentare fest und unter Verwendung der speziellen Bedienelemente. Daher muß der Bedie-
ner keine speziellen Meßfunktionsprogramme erlernen.
Diese Funktion ermöglicht eine schnelle und einfache Dateneinstellung ohne Bezugnahme auf die
Programmieranleitung, daß sie sinnvoll in folgenden Fällen eingesetzt werden kann:
• Einstellen des Nullpunkts oder der Werkzeuglängenkorrekturdaten für die Bearbeitung eines
einmaligen Werkstücktyps.
• Einstellen des Nullpunkts und der Werkzeuglängenkorrekturdaten zur Bearbeitung des ersten
Werkstücks und zur Aufnahme der Produktion mit dem nächsten Werkstück unter Verwendung
der Einstelldaten.
• Einstellen des Nullpunkts oder der Werkzeugkorrekturdaten bei Durchführung von Bearbei-
tungsabläufen durch Unterbrechung der Lotproduktion unter Verwendung des gleichen Teile-
programms.
MG61-012 S-196
KAPITEL 4 MANLLS MESSEN

1-2. Überblick über die Manuellen Meßfunktionen


Eeoemr5s4002
Die nachfolgenden Erklärungen geben einen Überblick über die manuelle Meßfunktionen.
Die allgemeine Konfiguration der manuellen Meßfunktionen wird unter [1-3. Liste der Bildschirman-
zeigen] aufgeführt.

1-2-1. Werkstückmeßfunktion
Eeoemr5s4003
Die Werkstückmeßfunktion dient zur Messung von Werkstücklänge, Bohrungsdurchmesser, Mittel-
punkt usw. mit Hilfe eines Berührungsmeßfühlers sowie der Ausführung der Nullpunktkorrektur. Null-
punktkorrektur erfolgt automatisch nach der Beendigung eines Meßzyklus. Soll nur eine Messung
erfolgen, die Nullpunktkorrektur überspringen.
Diese Werkstückmeßfunktion umfaßt die folgenden Meßmuster. Das geeignete Muster je nach
gewünschter zu messender Kontur wählen.
(1) Stirnfläche (X, Y, Z)
(2) ID-Mittelpunkt
(3) OD-Mittelpunkt
(4) Mittelpunkt zwischen zwei Innenflächen
(5) Mittelpunkt zwischen zwei Außenflächen
(6) Neigung und Rundung

EIOEMR5S4001R01

[Ergänzung]
Siehe auch [3-1. Vorbereitung für Werkstückmeßzyklus/Werkzeuglängen-Meßzyklus] bezüglich
der erforderlichen Vorbereitungsarbeiten vor Aufnahme eines Werkstückmeßzyklus.
MG61-012 S-197
KAPITEL 4 MANLLS MESSEN

1-2-2. Werkzeuglängenmeßfunktion

Die Werkzeuglängenmeßfunktion dient zur Messung der Werkzeuglänge Eeoemr5s4004


mit Hilfe eines
Berührungsmeßfühlers sowie der Ausführung der Werkzeugkorrektur je nach Meßergebnis.
Ein Bezugswerkzeug, bzw. ein Werkzeug, dessen Länge von der Meßlinie zur Werkzeugspitze
bekannt ist, als Meßleere verwenden.

EIOEMR5S4002R01
Eine der folgenden zwei Werkzeugkorrekturarten wird ausgeführt.
• Relativer Versatztyp
Die Abweichung zwischen Meßlänge und Länge des als Meßleere verwendeten Werkzeugs
wird für die Werkzeuglängenkorrekturdaten benutzt.

Bezugswerkzeug

“L” wird als Werkzeuglängenkorrekturwert gespeichert.


EIOEMR5S4003R01

• Absoluter Versatztyp
Die Länge von der Werkzeuglinie bis zur Werkzeugspitze wird als Werkzeuglängenkorrek-
turwert verwendet.
Meßlinie

“L” wird als Werkzeuglängenkorrekturwert gespeichert.

EIOEMR5S4004R01
MG61-012 S-198
KAPITEL 4 MANLLS MESSEN

[Ergänzung]
Siehe auch [3-1. Vorbereitung für Werkstückmeßzyklus/Werkzeuglängen-Meßzyklus] bezüglich
der erforderlichen Vorbereitungsarbeiten vor der Aufnahme eines Werkzeuglängenmeßzyklus.

1-2-3. Fräserradius-Meßfunktion
Eeoemr5s4005
Die Fräserradius-Meßfunktion dient zur Messung eines Werkzeugradius mit horizontal ausgerichte-
tem Berührungssensor sowie der Ausführung der Fräserradiuskorrektur je nach Meßergebnis.
Ein Bezugswerkzeug bzw. ein Werkzeug mit bekanntem Radius als Meßleere verwenden.

EIOEMR5S4005R01

[Ergänzung]
Siehe auch [3-2. Vorbereitung des Fräserradius-Korrekturzyklus] für die erforderlichen
Vorbereitungsarbeiten vor Aufnahme eines Fräserradius-Meßzyklus.
MG61-012 S-199
KAPITEL 4 MANLLS MESSEN

1-2-4. Vorbereitungsfunktion für die Messung


Eeoemr5s4006
Mit Hilfe der Vorbereitungsfunktion für die Messung werden die für die Werkstückmessung, Werk-
zeuglängenmessung oder Fräserradius-Meßfunktion erforderlichen Vorbereitungen durchgeführt.
Diese Vorbereitungsfunktion für die Messung vor Aufnahme eines manuellen Meßzyklus ausführen.

EIOEMR5S4006R01

• Vorbereitung für Beginn eines Werkstückmeßzyklus


Vor Aufnahme eines Werkstückmeßzyklus die Längenkorrekturdaten und Radiuskorrekturdaten
(in vier Richtungen X+, X-, Y+ und Y-) des Berührungsmeßtasters einstellen.
Nach Wahl von ”A. VORBEREITUNG WERKSTÜCK/WKZ.LÄNGENMESSUNG” die Vorberei-
tungsfunktionen in der nachfolgenden Reihenfolge ausführen.
a) A-1. BEZUGSFLÄCHE EINSTL(BEZUGS WKZ.)
b) A-2. MEßTASTER LÄNGENVERSATZ
c) A-3. MEßTASTER RADIUSKOMPENSATION

[Ergänzung]
1) Wurden Werkzeuglängenkorrektur und Radiuskorrektur einmal für den Berührungstaster
ausgeführt, ist ihre erneute Ausführung bei jedem Werkstückmeßzyklus überflüssig. Die
Funktionen gelegentlich nach Bedarf ausführen.
2) Wurde ein Fühler ersetzt oder berührt er ein Werkstück oder einen anderen Gegenstand, muß
die Längenkorrektur/Radiuskorrektur für den Berührungsmeßtaster immer ausgeführt werden.
3) Zur Erhöhung der Genauigkeit während der Werkstückmessung den Unrundlauf des
Meßtasters minimieren.

• Vorbereitung für Aufnahme eines Werkzeuglängenmeßzyklus


Vor der Aufnahme Aufnahme eines Werkzeuglängen-Meßzyklus zunächste ”A. VORBEREI-
TUNG WERKSTÜCK/WKZ.LÄNGENMESSUNG” wählen und danach ”A-1. BEZUGSFLÄCHE
EINSTL(BEZUGS WKZ.)” ausführen.
• Vorbereitung vor Aufnahme eines Fräserradius-Meßzyklus
Vor der Aufnahme eines Fräserradius-Meßzyklus ”[Link] SCHNITT RADIUS
MESSUNG” wählen und danach ”B-1. [Link] F. SCHNT RAD. KOMP.” aus-
führen.
1-3.

gend aufgeführt.

Manuelles Meßmenu

Meß-Vorbereitungsmenü
Werkzeugmeßmenu Werkzeuglängenmessung Fräserradiusmessung
Liste der Bildschirmanzeigen

Stirnfläche OD- Mittelpunkt zwischen Mittelpunkt zwischen Neigung und


ID-
(X, Y, Z) Mittelpunkt zwei Außenflächen zwei Innenflächen Rundung
Mittelpunkt

Bezugsflächeneinstellung Berührungsmeßtaster- Korrektur des Bezugspunkteinstellung für


(Bezugswerkzeug) Längenkorrektur Berührungsmeßtasterradius Fräserradiuskorrektur
Die für die manuelle Meßfunktion und ihre Konfiguration verwendeten Bildschirme
KAPITEL 4 MANLLS MESSEN
MG61-012 S-200

EIOEMR5S4007R01
Eeoemr5s4007
werden nachfol-
MG61-012 S-201
KAPITEL 4 MANLLS MESSEN

2. Grundsätzlicher Meßablauf
Da der manuelle Meßvorgang im manuellen Betrieb erfolgt, sind alle manuellenEeoemr5s4008
Funktionen wie z.B.
Eilgang, Tippvorschub und Impulshandradvorschub während der Ausführung eines Meßzyklus
zulässig. Wird eine Achse zu dicht an die Zielposition angefahren, die Achse im Eilgang bewegen
und für die Erkennung des Kontakts mit dem Berührungsmeßtaster oder Berührungssensor die
Achse mit dem Impulshandrad verfahren.
Die gewünschte manuelle Meßfunktion kann mit Menü MANUELLES MESSEN MENÜ gewählt wer-
den.
Das Menü MANUELLES MESSEN MENÜ anhand der folgenden Schritte aufrufen und danach die
gewünschte Funktion ausführen.

Vorgehensweise :
1 Den manuellen Modus wählen.

2 Funktionstaste [F1] (MANUELL MESSEN) drücken.


Die Betriebsart wechselt zum manuellen Meßmodus und der Bildschirm MANUELLES MES-
SEN MENÜ wird angezeigt.

[Ergänzung]
Wurde die Funktionstaste [F1] (MANUELL MESSEN) nicht angezeigt, die Taste [EXTENSION] so
lange drücken, bis für [F1] die Funktion MANELL MESSEN zugeordnet wird.

EIOEMR5S4008R01
MG61-012 S-202
KAPITEL 4 MANLLS MESSEN

3. Vorbereitung für die Messung


Die Vorbereitungsfunktion der Messung führt die für eine Werkstückmessung,Eeoemr5s4009
Werkzeuglängen-
messung oder Fräserradius-Meßfunktion erforderlichen Vorbereitungsschritte aus. Diese Funktion
vor Aufnahme eines manuellen Meßzyklus anhand der folgenden Schritte ausführen.

3-1. Vorbereitung für Werkstückmeßzyklus/Werkzeuglängen-


Meßzyklus

Vorgehensweise :
Eeoemr5s4010
1 Einen Berührungssensor, Berührungsmeßtaster, Bezugsring und eine Anschlagleere vorberei-
ten.

2 Den Berührungssensor und Bezugsring am Tisch anbringen.

3 Den manuellen Betriebsmodus wählen.


Der folgende Bildschirm wird aufgerufen.

EIOEMR5S4009R01

4 Die Funktionstaste [F1] (MANUELL MESSEN) drücken.


MG61-012 S-203
KAPITEL 4 MANLLS MESSEN

Der nachfolgend gezeigte Bildschirm MANUELLES MESSEN MENÜ wird aufgerufen.

EIOEMR5S4010R01

5 Die Funktionstaste [F4] (MESSEN VORBER) drücken.


Der nachfolgend gezeigte Menübildschirm MESSEN VORBEREITEN wird aufgerufen.

EIOEMR5S4011R01

[Ergänzung]
Der Kommentar ”CURSOR BEWEGN [Link] DRÜCKN” wird im Menü angezeigt.
Bei dieser Kommentaranzeige kann der gewünschte Eintrag mit Hilfe des Cursors und der
Taste WRITE wie bei Verwendung der Funktionstasten gewählt werden.
MG61-012 S-204
KAPITEL 4 MANLLS MESSEN

6 Die Funktionstaste [F1] (WERK./ WKZ.LÄNG) drücken.


Der nachfolgende Bildschirm A-1. BEZUGSFLÄCHE EINSTL(BEZUGS WKZ.) wird aufgeru-
fen.

EIOEMR5S4012R01

7 Den Tisch zu einer Position verfahren, an der die Funktion AWW keine Kollisionsmöglichkeit
verursacht.

8 Danach den Cursor auf ”NXT WKZ.” bewegen, die Werkzeugnummer des Bezugswerkzeugs
eingeben und die Taste WRITE drücken.

9 Die Taste 1 ZYKLUSSTART auf der Bedientafel AWW drücken, um das Bezugswerkzeug in die
Spindel einzusetzen.

10 Das Bezugswerkzeug über das Impulshandrad mit dem Berührungssensor in Kontakt bringen.
Das Bezugswerkzeug mit der Skaleneinstellung ”x1” vorwärtsbewegen, um den Kontakt fest-
zustellen.
Die rote LED des Berührungssensors leuchtet, wenn das Bezugswerkzeug den Berührungs-
sensor berührt.

Bezugswerkzeug

Rote LED (leuchtet) Berührungssensor

EIOEMR5S4013R01

Die Nullpunktkorrektur an dieser Position ausführen, um die Berührungssensorposition zu


speichern.
System-Nullpunktkorrektur Nr. 10 wird ausschließlich zum Speichern der Berührungssensor-
position, und nicht für den normalen Programmbetrieb verwendet.
MG61-012 S-205
KAPITEL 4 MANLLS MESSEN

11 Den Cursor auf ”NULL KORREK. X” bewegen, wonach der folgende Kommentar angezeigt
wird.
”SCHRB 0”

EIOEMR5S4014R01

12 Den Wert ”0” entsprechend der Anweisung im Kommentar eingeben.


Die Nullpunktkorrekturdaten X werden überschrieben und der X-Koordinatenwert für AKT
POSIT wechselt auf ”0”.
Der Cursor bewegt sich automatisch zu ”NULL KORREK. Y”.

13 Ebenfalls für Y den Wert ”0” eingeben.


Der Y-Koordinatenwert für AKT POSIT wechselt auf ”0” und der Cursor bewegt sich automa-
tisch auf ”NULL KORREK. Z”.
Der folgende Kommentar wird angezeigt, wenn sich der Cursor auf ”NULL KORREK. Z”
bewegt.
”SCHR.0 [Link] [Link]. DIE WKZ-L [Link].”

14 ”0” eingeben und die Taste WRITE drücken.


Die am Bildschirm angezeigten Nullpunktkorrekturdaten werden automatisch überschrieben
und der Z-Koordinatenwert für AKT POSIT wechselt auf ”0”.
Hiernach sind die Vorbereitungsschritte für den Werkzeuglängenmeßvorgang beendet.
Für einen Werkzeugmeßzyklus wie folgt nach Drücken der Funktionstaste [F7] (NÄCHSTE)
vorgehen.

[Ergänzung]
Ist die absolute Korrekturfunktion gewählt, wird der Abstand zwischen Meßlinie und
Werkzeugspitze eingegeben. In diesem Fall entspricht der Eingabewert dem Koordinatenwert
für AKT POSIT.
MG61-012 S-206
KAPITEL 4 MANLLS MESSEN

15 Das Bezugswerkzeug im Handradmodus vom Berührungssensor entfernen und den Tisch


danach zu einer Position verfahren, an der es durch die Funktion AWW nicht zu einer Kollision
kommt.

16 Nach Aufruf der Bildschirmanzeige A-1. BEZUGSFLÄCHE EINSTL(BEZUGS WKZ.) die


Funktionstaste [F7] (NÄCHSTE) drücken.
Der nachfolgend gezeigete Bildschirm A-2. MEßTASTER LÄNGENVERSATZ wird aufgerufen.
Die Werkzeuglängenkorrektur Nr. 21 wird ausschließlich zum Speichern der Längenkorrektur-
daten des Berührungsmeßtasters verwendet.

EIOEMR5S4015R01

17 Den Cursor auf ”NXT WKZ.” bewegen, wonach der folgende Kommentar erscheint.
”SCHRB D. NÄCHST. MESSWKZ. NR. BEI EINSTLN U. START [Link] 1 ZYKLS”

18 Die Werkzeugnummer des Berührungsmeßtasters entsprechend der Aufforderung im Kom-


mentar eingeben.

19 Die Taste 1 ZYKLUSSTART auf der AWW Bedientafel drücken, um den Berührungsmeßtaster
in die Spindel einzusetzen. Hiernach entspricht der Eintrag in der Spalte ”NXT WKZ.” der Fest-
legung NONE.

20 Der Cursor verfährt automatisch zu ”WKZ. LÄNG. KORREKT.” und der folgende Kommentar
wird ausgegeben.
”DRÜCKE SCHRBTASTE”

21 Den Berührungsmeßtaster im Handradmodus mit dem Berührungssensor in Kontakt bringen.


Den Berührungsmeßtaster mit der Skaleneinstellung ”x1” vorwärtsbewegen, um den Kontakt
festzustellen.
Die rote LED des Berührungssensors und Berührungsmeßtasters leuchtet, wenn der Meßtas-
ter den Berührungssensor berührt.

22 An der Kontaktposition die Taste WRITE drücken.


Die Werkzeuglängenkorrekturdaten werden überschrieben.
Hiernach ist die Längenkorrektur für den Berührungsmeßtaster beendet. Die Funktionstaste
[F7] (NÄCHSTE) drücken, um die Kontur des Berührungsmeßtasterradius auszuführen.
MG61-012 S-207
KAPITEL 4 MANLLS MESSEN

23 Wird der Bildschirm A-2. MEßTASTER LÄNGENVERSATZ angezeigt, die Funktionstaste [F7]
(NÄCHSTE) drücken.
Nach Aufruf des Bildschirms A-3. MEßTASTER RADIUSKOMPENSATION erscheint folgender
Kommentar.
”FINDE BEZUGSRINGMITTE [Link]ÜCKE SCHRBTASTE AUF POS.”

EIOEMR5S4016R01

24 Den Cursor auf ”BEZUGSRINGDM.” bewegen, wonach der folgende Kommentar angeführt
wird.
”SCHREIBE DES DM F. BEZUGS RING”

25 Den Durchmesser des Bezugsrings eingeben und die Taste WRITE drücken.
Der Cursor bewegt sich auf ”BEZUGSPOSITION X” und folgender Kommentar wird angezeigt.
”FINDE BEZUGSRINGMITTE [Link]ÜCKE SCHRBTASTE AUF POS.”

26 Den Berührungsmeßtaster manuell aus der Spindel entfernen und die Anschlagleere anbrin-
gen.

27 Durch Verwendung des Impulshandrads die Anschlagleere mit dem Bezugsring in Kontakt
bringen. Die Spindelmitte durch Drehen der Spindel mit der Bezugsringmitte ausrichten.

Anschlagleere
Bezugsring

Tisch
EIOEMR5S4017R01

28 Während die Spindelmitte mit der Bezugsringmitte ausgerichtet ist, sicherstellen, daß der Cur-
sor auf ”BEZUGS RING MITTE X” steht und die Taste WRITE drücken.
MG61-012 S-208
KAPITEL 4 MANLLS MESSEN

29 Den Cursor auf ”BEZUGSRINGMITTE Y” stellen und die Taste WRITE drücken.
Der Wert AKT POSIT für X und Y entspricht ”X0” und ”Y0”. Es ist zu beachten, daß der Koordi-
natenwert der Z-Achse nicht gesetzt werden darf.

30 Die Anschlagleere manuell aus der Spindel entfernen und den Berührungsmeßtaster einset-
zen.

31 Die Spindel manuell ausrichten.

32 Durch Verwendung des Impulshandrads den Berührungsmeßtaster manuell um ca. 7 mm in


den Bezugsring bewegen und ihn danach zur Seite X+ bewegen (Position 1 im Hinweisbild),
damit der Meßtaster den Bezugsring berührt.
Sicherstellen, daß die Skaleneinstellung ”x1” gewählt ist, um den Meßtaster mit dem Bezugs-
ring in Kontakt zu bringen.
Die rote LED des Berührungsmeßtasters leuchtet bei Erkennung eines Kontaktes.

33 Den Cursor auf ”RAD KOMP 1 (+X Ds21)” stellen und die Taste WRITE drücken.

34 Die gleichen Schritte für ”RAD KOMP 2”, ”RAD KOMP 3” und ”RAD KOMP 4” ausführen.
Hierbei ist zu beachten, daß der Wert für AKT POSIT ”0” entsprechend muß, wenn die Korrek-
turdaten für den Berührungsmeßtasterradius wie folgt eingestellt sind.
AKT POSIT Y = 0 für Einstellung ”RAD KOMP 1 (+X)” und ”RAD KOMP 2 (-X)”
AKT POSIT X = 0 für Einstellung ”RAD KOMP 3 (+Y)” und ”RAD KOMP 4 (-Y)”

35 Werden die Korrekturdaten für alle Einträge ”RAD KOMP 1 (+X)” bis ”RAD KOMP 4 (-Y)” ange-
zeigt, die Anzeigewerte prüfen.
Die beidseitigen Abweichungen sollten möglichst innerhalb von 0,03 mm liegen.
Hiernach ist die Korrektur des Berührungsmeßtasterradius beendet.

36 Dann den Softkey [F8] (BEENDEN) betätigen.


Danach wird der Bildschirm MESSEN VORBEREITUNG wieder aufgerufen.

37 Dann den Softkey [F8] (BEENDEN) betätigen.


Die Bildschirmanzeige kehrt zurück zu MANUELLES MESSEN MENÜ.
MG61-012 S-209
KAPITEL 4 MANLLS MESSEN

3-2. Vorbereitung für Fräserradius-Korrekturzyklus

Vorgehensweise :
Eeoemr5s4011
1 Nach Aufruf der Menüanzeige MANLLS MESSEN die Funktionstaste [F2] (SCHNITT RADIUS)
drücken.
Für den Aufruf der Anzeige des Menübildschirms MANLLS MESSEN siehe [3-1. Vorbereitung
für den Werkstückmeßzyklus/Werkzeuglängenmeßzyklus].
Der nachfolgend aufgeführte Bildschirm B-1. [Link] F. SCHNT RAD. KOMP.
wird aufgerufen.

EIOEMR5S4018R01

2 Nach Bewegen des Cursors auf ”BEZUGSWKZ. DM.” den Durchmesser des Bezugswerk-
zeugs eingeben und die Taste WRITE drücken.
Der Cursor bewegt sich zu ”BEZUGSPOSITION X” und der folgende Kommentar wird ausge-
geben.
”ANTASTEN UND SCHREIBTASTE DRÜCKEN”

3 Die Spindel manuell ausrichten.

4 Das Bezugswerkzeug über das Impulshandrad mit dem Berührungssensor in Kontakt bringen.
Das Bezugswerkzeug mit der Skaleneinstellung ”x1” vorwärtsbewegen, um den Kontakt fest-
zustellen.
Die rote LED des Berührungssensors leuchtet, wenn das Bezugswerkzeug den Berührungs-
sensor berührt.

5 An der Position, an welcher der Kontakt festgestellt wird, die Taste WRITE drücken.
Die Daten bei ”BEZUGSPOSITION X” werden überschrieben und der X-Koordinatenwert für
AKT POSIT ändert sich auf ”0”.
Der Cursor bewegt sich auf ”BEZUGSPOSITION Y”.

6 Die Taste WRITE drücken.


Der Wert bei ”BEZUGSPOSITION Y” wird überschrieben und der Y-Koordinatenwert für AKT
POSIT wechselt auf ”0”.
Der Cursor wird auf ”BEZUGSPOSITION Z” bewegt.
MG61-012 S-210
KAPITEL 4 MANLLS MESSEN

7 Die Taste WRITE drücken.


Der Wert bei ”BEZUGSPOSITION Z” wird überschrieben und der Z-Koordinatenwert für AKT
POSIT wechselt auf ”0”.
Hiernach ist die Vorbereitung für die Fräserradiusmessung beendet.

8 Dann den Softkey [F8] (BEENDEN) betätigen.


Die Bildschirmanzeige kehrt zurück zu MESSEN VORBEREITUNG.

9 Dann den Softkey [F8] (BEENDEN) betätigen.


Danach wird der Bildschirm MANUELLES MESSEN MENÜ aufgerufen.
MG61-012 S-211
KAPITEL 4 MANLLS MESSEN

4. Werkstückmessung

4-1. Stirnflächenmessung (X, Y, Z)


Eeoemr5s4012
Die Stirnflächenmessung wird zur Einstellung des Nullpunkts an einer Stirnfläche verwendet.

Vorgehensweise :
1 Nach Aufruf des Menübildschirms MANLLS MESSEN die Funktionstaste [F1] (WERKST. MES-
SEN) drücken.
Bezüglich der Vorgehensweise zum Aufruf des Menübildschirms MANLLS MESSEN siehe [2.
Grundsätzliche Vorgehensweise].
Der nachfolgend gezeigte Bildschirm WERKST. MESSEN wird aufgerufen.

EIOEMR5S4019R01

[Ergänzung]
Der Kommentar ”CURSOR BEWEGN [Link] DRÜCKN” wird am Menübildschirm
angezeigt. Bei dieser Kommentaranzeige kann der gewünschte Eintrag mit Hilfe des Cursors
und der Taste WRITE wie bei Verwendung der Funktionstasten gewählt werden.
MG61-012 S-212
KAPITEL 4 MANLLS MESSEN

2 Die Funktionstaste [F1] (X,Y,Z STIRNS.) drücken.


Der nachfolgend aufgeführte Bildschirm WERKST. MESSEN 1. X,Y,Z STIRNS. wird aufgeru-
fen.

EIOEMR5S4020R01

Der Cursor bewegt sich zu ”ACHSWAHL” und folgender Kommentar wird aufgeführt.
”ACHSE [Link] WÄHLEN [Link] DRÜCKEN”
MG61-012 S-213
KAPITEL 4 MANLLS MESSEN

3 Den Cursor zu einer Achsenposition (+X, -X, +Y, -Y, +Z, -Z) entsprechend der Anweisung im
Kommentar bewegen und danach die Taste WRITE für die Achsenwahl betätigen.
Die Achsenbezeichnung der gewählten Achse wird bei ”ACHSWAHL” aufgeführt und der Cur-
sor bewegt sich zu ”ENDBENE POS”.

EIOEMR5S4021R01

Für ”NULL KORREK. NR.” und die Nummer ”H” bei AKT POSIT wird die aktuell wirksame Null-
punktkorrekturnummer angezeigt. Im obigen Beispielbildschirm wird ”H1” für beide Einträge
genannt.

[Ergänzung]
Soll nur ein Meßzyklus ohne Nullpunktkorrektur folgen, die Nullpunktkorrekturnummer des im
Modus MDI auszuführenden Meßzyklus wählen und einen manuellen Meßvorgang
ausführen.

Folgender Kommentar wird angezeigt.


”BERÜHR FLÄCHE UND DRÜCKE SCHRBTASTE”

4 Den Berührungsmeßtaster entsprechend der Aufforderung im Kommentar mit der zu messen-


den Stirnfläche in Kontakt bringen. Für diese Funktion das Impulshandrad verwenden.
Den Berührungsmeßtaster mit der Skaleneinstellung ”x1” vorwärtsbewegen, um den Kontakt
festzustellen.
Die rote LED des Berührungsmeßtasters leuchtet, wenn er die Stirnfläche berührt.
MG61-012 S-214
KAPITEL 4 MANLLS MESSEN

5 An der Position, an welcher der Kontakt festgestellt wird, die Taste WRITE drücken.
Die im aktuell gewählten Koordinatensystem wirksame Stirnflächenposition wird angezeigt und
der Cursor bewegt sich zu ”NULL KORREK. NR.”.

EIOEMR5S4022R01

Folgender Kommentar wird aufgeführt.


”SCHRB [Link] ZUR ERSTL. [Link]-VRSTZ”

6 Die Nummer des Werkstückkoordinatensystems entsprechend der Aufforderung im Kommen-


tar eingeben und die Taste WRITE drücken.
Die Daten aller Einträge für ”ENDBENE POS”, ”NULL KORREK.” und ”AKT POSIT” ändern
sich auf den Wert im gewählten Werkstückkoordinatensystem.
Wird ”NULL KORREK. NR.” eingegeben, bewegt sich der Cursor zur Datenposition ”NULL
KORREK.”.

EIOEMR5S4023R01
MG61-012 S-215
KAPITEL 4 MANLLS MESSEN

Folgender Kommentar wird aufgeführt.


”SCHREIBE DER POS. NEUEN KOORDN.”

7 Die Positionsdaten der Stirnfläche (X, Y, Z) entsprechend der Aufforderung im Kommentar in


das neue Werkstückkoordinatensystem eingeben und die Taste WRITE drücken.
Zur Festlegung der Stirnflächenposition ”0” den Wert ”0” eingeben und zur Einstellung der Stir-
nflächenposition ”-50” den Wert ”-50” eingeben.
Die festgelegte Stirnflächenposition (X, Y, Z) wird bei ”ENDBENE POS” am Bildschirm aufge-
führt und der Wert für NULL KORREK. wird automatisch überschrieben.
Der Cursor kehrt zurück zu ”ACHSWAHL”.

EIOEMR5S4024R01

8 Soll der gleiche Meßzyklus für andere Achsen ausgeführt werden, die Schritte 3) bis 7) für die
gewünschten Achsen wiederholen.

9 Nach Beenden der Messung für alle gewünschten Achsen die Funktionstaste [F8] (BEENDEN)
drücken.
Der Menübildschirm WERKST. MESSEN wird wieder aufgerufen.

10 Dann den Softkey [F8] (BEENDEN) betätigen.


Der Bildschirm MANUELLES MESSEN MENÜ wird aufgerufen.
MG61-012 S-216
KAPITEL 4 MANLLS MESSEN

4-2. Messen des ID-Mittelpunkts


Die Messung des ID-Mittelpunkts dient zur Festlegung des Nullpunkts für den Eeoemr5s4013
ID-Mittelpunkt.
Diese Funktion berechnet den Mittelpunkt des festgelegten ID, in dem der Berührungsmeßtaster
den ID an vier Stellen berührt.

Vorgehensweise :
1 Nach Aufruf des Menübildschirms MANLLS MESSEN die Funktionstaste [F1] (WERKST. MES-
SEN) drücken.
Bezüglich der Vorgehensweise zur Anzeige des Menübildschirms MANLLS MESSEN siehe [2.
Grundsätzliche Vorgehensweise].
Der nachfolgend gezeigte Bildschirm WERKST. MESSEN wird aufgerufen.

EIOEMR5S4025R01

[Ergänzung]
Der Kommentar ”CURSOR BEWEGN U. SCHR. TASTE DRÜCKN” wird am Menübildschirm
aufgeführt. Bei dieser Kommentaranzeige kann der gewünschte Eintrag mit Hilfe des Cursors
und der Taste WRITE wie bei Verwendung der Funktionstasten gewählt werden.
MG61-012 S-217
KAPITEL 4 MANLLS MESSEN

2 Die Funktionstaste [F2] (I.D. MITTE) drücken.


Der nachfolgend aufgeführte Bildschirm WERKST. MESSEN 2. I.D. MITTE wird angezeigt.

EIOEMR5S4026R01

Der Cursor wird auf ”TASTEPOSIT. 1” gestellt, wobei folgender Kommentar angezeigt wird.
”POS. V .MEßTASTR F. ERMITTLUNG D. MITTE
BERÜHR TASTPOSIT.1 IN X RICHTUNG UND DRÜCKE SCHRBTASTE”

3 Den Berührungsmeßtaster in der Nähe der Kontaktposition 1 positionieren (Position 1 im Refe-


renzbild) und ihn an Position 1 entsprechend der Aufforderung im Kommentar mit dem ID in
Kontakt bringen. Das Impulshandrad verwenden, um den Berührungsmeßtaster zur Kontakter-
kennung zu bewegen.
Den Berührungsmeßtaster mit der Skaleneinstellung ”x1” vorwärtsbewegen, um den Kontakt
festzustellen.
Die rote LED des Berührungsmeßtasters leuchtet bei Erkennung eines Kontaktes.

4 Die Taste WRITE drücken.


Der Koordinatenwert der im aktuell gewählten Koordinatensystem definierten Kontaktposition
wird angezeigt.
Der Cursor bewegt sich zu ”TASTEPOSIT. 2” und folgender Kommentar wird ausgegeben.
”BERÜHR TASTPOSIT.2 IN X RICHTUNG UND DRÜCKE SCHRBTASTE”

5 Den Berührungsmeßtaster in die Nähe der Kontaktposition 2 positionieren (Position 2 im Refe-


renzbild); hierzu den Meßtaster nur in X-Achsenrichtung verfahren und ihn entsprechend der
Aufforderung im Kommentar an Position 2 mit dem ID in Kontakt bringen. Das Impulshandrad
verwenden, um den Berührungsmeßtaster zur Kontakterkennung zu bewegen.
Den Berührungsmeßtaster mit der Skaleneinstellung ”x1” vorwärtsbewegen, um den Kontakt
festzustellen.
Die rote LED des Berührungsmeßtasters leuchtet bei Erkennung eines Kontaktes.
Wird die Y-Achse während dieser Positionierung verfahren, tritt ein Alarm auf und folgende
Alarmmeldung wird angezeigt.
4244 Die nicht programmierte Achse wurde bewegt
Dieser Alarm wird automatisch gelöscht, wenn der Y-Achsen-Koordinatenwert im Maschi-
nenkoordinatensystem mit den Y-Daten für TASTEPOSIT. übereinstimmt. 1.
MG61-012 S-218
KAPITEL 4 MANLLS MESSEN

6 Die Taste WRITE drücken.


Der Koordinatenwert der im aktuell gewählten Koordinatensystem definierten Kontaktposition
wird angezeigt.
Der Cursor bewegt sich zu ”TASTEPOSIT. 3” und der folgende Kommentar wird ausgegeben.
”BERÜHR TASTPOSIT.1 IN X RICHTUNG UND DRÜCKE SCHRBTASTE
BERÜHR TASTPOSIT.3 IN Y RICHTUNG UND DRÜCKE SCHRBTASTE”
7 Den Berührungsmeßtaster in die Nähe der Kontaktposition 3 positionieren (Position 3 im Refe-
renzbild); hierzu den Meßtaster entsprechend der Aufforderung im Kommentar an Position 3
mit dem ID in Kontakt bringen. Das Impulshandrad verwenden, um den Berührungsmeßtaster
zur Kontakterkennung zu bewegen.
Den Berührungsmeßtaster mit der Skaleneinstellung ”x1” vorwärtsbewegen, um den Kontakt
festzustellen.
Die rote LED des Berührungsmeßtasters leuchtet bei Erkennung eines Kontaktes.
8 Die Taste WRITE drücken.
Die Koordinatenwerte der im aktuell gewählten Koordinatensystem definierten Kontaktposition
werden angezeigt.
Der Cursor bewegt sich zu ”TASTEPOSIT. 4” und der folgende Kommentar wird ausgegeben.
”BERÜHR TASTPOSIT.4 IN Y RICHTUNG UND DRÜCKE SCHRBTASTE”
9 Den Berührungsmeßtaster in die Nähe der Kontaktposition 4 positionieren (Position 4 im Refe-
renzbild); hierzu den Meßtaster nur in Y-Achsenrichtung verfahren und ihn entsprechend der
Aufforderung im Kommentar an Position 4 mit dem ID in Kontakt bringen. Das Impulshandrad
verwenden, um den Berührungsmeßtaster zur Kontakterkennung zu bewegen.
Den Berührungsmeßtaster mit der Skaleneinstellung ”x1” vorwärtsbewegen, um den Kontakt
festzustellen.
Die rote LED des Berührungsmeßtasters leuchtet bei Erkennung eines Kontaktes.
Wird die X-Achse während dieser Positionierung verfahren, tritt ein Alarm auf und folgende
Alarmmeldung wird ausgegeben.
4244 Die nicht programmierte Achse wurde bewegt
Dieser Alarm wird automatisch gelöscht, wenn der X-Achsen-Koordinatenwert im Maschi-
nenkoordinatensystem mit den Y-Daten für TASTEPOSIT. übereinstimmt. 3.
10 Die Taste WRITE drücken.
Die Koordinatenwerte der im aktuell gewählten Koordinatensystem definierten Kontaktposition
werden angezeigt. Der Cursor bewegt sich zu ”MITTE POS/RAD”.

EIOEMR5S4027R01
MG61-012 S-219
KAPITEL 4 MANLLS MESSEN

11 Steht der Cursor auf ”MITTE POS/RAD”, die Taste WRITE drücken.
Die Daten werden automatisch entsprechend der folgenden Anzeige aufgeführt und der Cur-
sor bewegt sich zu ”NULL KORREK. NR.”.

EIOEMR5S4028R01

Gelangt der Cursor zu ”NULL KORREK. NR.”, wird der folgende Kommentar ausgegeben.
”SCHRB [Link] ZUR ERSTL. [Link]-VRSTZ”

12 Die Nummer des Werkstückkoordinatensystems entsprechend der Aufforderung im Kommen-


tar eingeben und die Taste WRITE drücken.
Der Wert für ”TASTEPOSIT.”, ”MITTE POS/RAD”, ”NULL KORREK.” und ”AKT POSIT” wird,
mit Ausnahme von ”D” entsprechend der Koordinatenwerte im eingestellten Koordinatensys-
tem aktualisiert.

EIOEMR5S4029R01
MG61-012 S-220
KAPITEL 4 MANLLS MESSEN

Wird der Wert für ”NULL KORREK. NR.” gesetzt, bewegt sich der Cursor zu ”NULL KORREK.
X” und der folgende Kommentar wird ausgegeben.
NULL KORREK. X” und der folgende Kommentar wird ausgegeben.

13 Den X- und Y-Koordinatenwert der ID-Mitte im neuen Koordinatensystem eingeben und die
Taste WRITE drücken.
Die vorgegebenen Koordinatenwerte des ID-Mittelpunktes X und Y werden bei ”MITTE POS”
aufgeführt und der Wert bei ”TASTEPOSIT.”, ”NULL KORREK.” und ”AKT POSIT” wird entspre-
chend aktualisiert.
Danach kehrt der Cursor automatisch zu ”TASTEPOSIT..1” zurück.

EIOEMR5S4030R01

Hiernach ist die Messung des ID-Mittelpunkts beendet.

14 Dann den Softkey [F8] (BEENDEN) betätigen.


Der Bildschirm kehrt zu WERKST. MESSEN zurück.

15 Dann den Softkey [F8] (BEENDEN) betätigen.


Hiernach wird der Bildschirm MANUELLES MESSEN MENÜ aufgerufen.
MG61-012 S-221
KAPITEL 4 MANLLS MESSEN

4-3. Messen des OD-Mittelpunkts


Die Messung des OD-Mittelpunkts dient zur Einstellung des Nullpunkts für denEeoemr5s4014
ID-Mittelpunkt.
Diese Funktion berechnet den Mittelpunkt des festgelegten ID, in dem der Berührungsmeßtaster
den ID an vier Stellen berührt.

Vorgehensweise :
1 Nach Aufruf des Menübildschirms MANLLS MESSEN die Funktionstaste [F1] (WERKST. MES-
SEN) drücken.
Bezüglich der Vorgehensweise zur Anzeige des Menübildschirms MANLLS MESSEN siehe [2.
Grundsätzliche Vorgehensweise].
Der nachfolgend gezeigte Bildschirm WERKST. MESSEN wird aufgerufen.

EIOEMR5S4031R01

[Ergänzung]
Der Kommentar ”CURSOR BEWEGN [Link] DRÜCKN” wird am Menübildschirm
angezeigt. Bei dieser Kommentaranzeige kann der gewünschte Eintrag mit Hilfe des Cursors
und der Taste WRITE wie bei Verwendung der Funktionstasten gewählt werden.
MG61-012 S-222
KAPITEL 4 MANLLS MESSEN

2 Die Funktionstaste [F3] (A.D. MITTE) drücken.


Der nachfolgend aufgeführte Bildschirm WERKST. MESSEN 3. A.D. MITTE wird angezeigt.

EIOEMR5S4032R01

Der Cursor wird auf ”TASTEPOSIT. 1” gestellt, wobei folgender Kommentar am Bildschirm
angezeigt wird.
”MEßTASTERVORSCHUB BEENDET WERKSTÜCKPOSITION1
BERÜHR TASTPOSIT.1 IN X RICHTUNG UND DRÜCKE SCHRBTASTE”

3 Den Berührungsmeßtaster in der Nähe der Kontaktposition 1 positionieren (Position 1 im Refe-


renzbild) und ihn an Position 1 entsprechend der Aufforderung im Kommentar mit dem ID in
Kontakt bringen. Das Impulshandrad verwenden, um den Berührungsmeßtaster zur Kontakter-
kennung zu bewegen.
Den Berührungsmeßtaster mit der Skaleneinstellung ”x1” vorwärtsbewegen, um den Kontakt
festzustellen.
Die rote LED des Berührungsmeßtasters leuchtet bei Erkennung eines Kontaktes.

4 Die Taste WRITE drücken.


Die Koordinatenwerte der im aktuell gewählten Koordinatensystem definierten Kontaktposition
werden angezeigt.
Der Cursor bewegt sich zu ”TASTEPOSIT. 2” und folgender Kommentar wird ausgegeben.
”[Link]ßTASTR F.2 MEßPKT.(RNDTL) iN ZEICHNG Z.Z & X ACHSBEWEG.
BERÜHR TASTPOSIT.2 IN X RICHTUNG UND DRÜCKE SCHRBTASTE”

5 Den Berührungsmeßtaster in die Nähe der Kontaktposition 2 positionieren (Position 2 im Refe-


renzbild); hierzu den Meßtaster nur in X- und Z-Achsenrichtung verfahren und ihn entspre-
chend der Aufforderung im Kommentar an Position 2 mit dem AD in Kontakt bringen. Das
Impulshandrad verwenden, um den Berührungsmeßtaster zur Kontakterkennung zu bewegen.
Den Berührungsmeßtaster mit der Skaleneinstellung ”x1” vorwärtsbewegen, um den Kontakt
festzustellen.
Die rote LED des Berührungsmeßtasters leuchtet bei Erkennung eines Kontaktes.
Wird die Y-Achse während dieser Positionierung verfahren, tritt ein Alarm auf und folgende
Alarmmeldung wird angezeigt.
4244 Die nicht programmierte Achse wurde bewegt
Dieser Alarm wird automatisch gelöscht, wenn der Y-Achsen-Koordinatenwert im Maschi-
nenkoordinatensystem mit den Y-Daten für TASTEPOSIT. übereinstimmt. 1.
MG61-012 S-223
KAPITEL 4 MANLLS MESSEN

6 Die Taste WRITE drücken.


Die Koordinatenwerte der im aktuell gewählten Koordinatensystem definierten Kontaktposition
werden angezeigt.
Der Cursor bewegt sich zu ”TASTEPOSIT. 3” und der folgende Kommentar wird ausgegeben.
”BERÜHR TASTPOSIT.3 IN X RICHTUNG UND DRÜCKE SCHRBTASTE
BERÜHR TASTPOSIT.3 IN Y RICHTUNG UND DRÜCKE SCHRBTASTE”

7 Den Berührungsmeßtaster in die Nähe der Kontaktposition 3 positionieren (Position 3 im Refe-


renzbild); hierzu den Meßtaster entsprechend der Aufforderung im Kommentar an Position 3
mit dem ID in Kontakt bringen. Das Impulshandrad verwenden, um den Berührungsmeßtaster
zur Kontakterkennung zu bewegen.
Den Berührungsmeßtaster mit der Skaleneinstellung ”x1” vorwärtsbewegen, um den Kontakt
festzustellen.
Die rote LED des Berührungsmeßtasters leuchtet bei Erkennung eines Kontaktes.

8 Die Taste WRITE drücken.


Die Koordinatenwerte der im aktuell gewählten Koordinatensystem definierten Kontaktposition
werden angezeigt.
Der Cursor bewegt sich zu ”TASTEPOSIT. 4” und der folgende Kommentar wird ausgegeben.
”[Link]ßTASTR F0,4 MEßPKT.(RNDTL) iN ZEICHNG Z.Z & X ACHSBEWEG.
BERÜHR TASTPOSIT.4 IN Y RICHTUNG UND DRÜCKE SCHRBTASTE”

9 Den Berührungsmeßtaster in die Nähe der Kontaktposition 4 positionieren (Position 4 im Refe-


renzbild); hierzu den Meßtaster nur in Y- und Z-Achsenrichtung verfahren und ihn entspre-
chend der Aufforderung im Kommentar an Position 4 mit dem AD in Kontakt bringen. Das
Impulshandrad verwenden, um den Berührungsmeßtaster zur Kontakterkennung zu bewegen.
Den Berührungsmeßtaster mit der Skaleneinstellung ”x1” vorwärtsbewegen, um den Kontakt
festzustellen.
Die rote LED des Berührungsmeßtasters leuchtet bei Erkennung eines Kontaktes.
Wird die X-Achse während dieser Positionierung verfahren, tritt ein Alarm auf und folgende
Alarmmeldung wird ausgegeben.
4244 Die nicht programmierte Achse wurde bewegt
Dieser Alarm wird automatisch gelöscht, wenn der X-Achsen-Koordinatenwert im Maschi-
nenkoordinatensystem mit den Y-Daten für TASTEPOSIT. übereinstimmt. 3.
MG61-012 S-224
KAPITEL 4 MANLLS MESSEN

10 Die Taste WRITE drücken.


Die Koordinatenwerte der im aktuell gewählten Koordinatensystem definierten Kontaktposition
werden angezeigt. Der Cursor bewegt sich zu ”MITTE POS/RAD”.

EIOEMR5S4033R01

Folgender Kommentar wird aufgeführt.


”DRÜCKE SCHRBTASTE”

11 Steht der Cursor auf ”MITTE POS/RAD”, die Taste WRITE drücken.
Die Daten werden automatisch entsprechend der folgenden Anzeige aufgeführt und der Cur-
sor bewegt sich zu ”NULL KORREK. NR.”.

EIOEMR5S4034R01

Gelangt der Cursor zu ”NULL KORREK. NR.”, wird der folgende Kommentar ausgegeben.
”SCHRB [Link] ZUR ERSTL. [Link]-VRSTZ”
MG61-012 S-225
KAPITEL 4 MANLLS MESSEN

12 Die Nummer des Werkstückkoordinatensystems entsprechend der Aufforderung im Kommen-


tar eingeben und die Taste WRITE drücken.
Der Wert für ”TASTEPOSIT.”, ”MITTE POS/RAD”, ”NULL KORREK.” und ”AKT POSIT” wird,
mit Ausnahme von ”D” entsprechend der Koordinatenwerte im eingestellten Koordinatensys-
tem aktualisiert.

EIOEMR5S4035R01

Wird der Wert für ”NULL KORREK. NR.” gesetzt, bewegt sich der Cursor zu ”NULL KORREK.
X” und der folgende Kommentar wird ausgegeben.
”SCHREIBE DER POS. NEUEN KOORDN.”
MG61-012 S-226
KAPITEL 4 MANLLS MESSEN

13 Den X- und Y-Koordinatenwert der ID-Mitte im neuen Koordinatensystem eingeben und die
Taste WRITE drücken.
Die vorgegebenen Koordinatenwerte des AD-Mittelpunktes X und Y werden bei ”MITTE POS”
aufgeführt und der Wert bei ”TASTEPOSIT.”, ”NULL KORREK.” und ”AKT POSIT” wird entspre-
chend aktualisiert.
Danach kehrt der Cursor automatisch zu ”TASTEPOSIT..1” zurück.

EIOEMR5S4036R01

Hiernach ist die Messung des AD-Mittelpunkts beendet.

14 Dann den Softkey [F8] (BEENDEN) betätigen.


Der Bildschirm kehrt zu WERKST. MESSEN zurück.

15 Dann den Softkey [F8] (BEENDEN) betätigen.


Hiernach wird der Bildschirm MANUELLES MESSEN MENÜ aufgerufen.
MG61-012 S-227
KAPITEL 4 MANLLS MESSEN

4-4. Messen des Mittelpunkts an Innenflächen


Eeoemr5s4015
Die Meßfunktion für den Mittelpunkt zwischen zwei Innenflächen (Nutenmittelpunkt-Meßfunktion)
dient zur Einstellung des Nullpunkts am Mittelpunkt zwischen zwei Innenflächen.
Bei dieser Funktion sind zwei Vorgehensweisen zur Berechnung des Kontakts zwischen Mittelpunkt
- 2 Punkten und 3 Punkten möglich.

4-4-1. Wahl des Kontakts mit 2 Punkten/3 Punkten


Eeoemr5s4016
Über Parametervorgabe oder Verwendung einer der Tasten am Bildschirm kann festgelegt werden,
welcher Meßmodus verwendet werden soll.
• Wahl über Parametervorgabe
Nur Wahl des Kontaktmodus über Parametervorgabe den optionalen Parameter (Bit) Nr. 48, Bit
3 für CNC verwenden.
Ohne Prüfmarke: Kontakt an 2 Punkten
Mit Prüfmarke : Kontakt an 3 Punkten

[Ergänzung]
Wurde der Meßmodus über Parameter gewählt, wechselt die Bildschirmanzeige nur, wenn
der Bildschirm verlassen und erneut angezeigt wird.

• Wahl über Tasten


Zur Wahl des Meßmodus sind die Tasten [2 POSIT.] und [3 POSIT.] am Bildschirm vorgesehen.
Das gewünschte Meßmuster durch Drücken der entsprechenden Taste anwählen.

EIOEMR5S4037R01
MG61-012 S-228
KAPITEL 4 MANLLS MESSEN

Vorgehensweise :
1 Den Cursor auf die Taste [2 POSIT.] und [3 POSIT.] bewegen.

2 Die Taste WRITE drücken.


Der Meßmodus wird gewählt und der entsprechende Bildschirm aufgerufen.

4-4-2. Messen des Mittelpunkts an Innenflächen im Kontaktmodus an 2 Punkten


Eeoemr5s4017
Diese Funktion berechnet den Mittelpunkt zwischen zwei Innenflächen, in dem der Berührungs-
meßtaster mit den Innenflächen an zwei Punkten in Kontakt kommt.
Zur Verwendung dieser Funktion muß der Kontaktmodus an 2 Punkten gewählt sein. Ist derzeit der
Kontaktmodus für 3 Punkte gewählt, den Meßmodus auf den Kontaktmodus für 2 Punkte ändern,
siehe hierzu [4-4-1. Wahl des Kontakts an 2 Punkten/3 Punkten].

Vorgehensweise :
1 Nach Aufruf des Menübildschirms MANLLS MESSEN die Funktionstaste [F1] (WERKST. MES-
SEN) drücken.
Bezüglich der Vorgehensweise zur Anzeige des Menübildschirms MANLLS MESSEN siehe [2.
Grundsätzliche Vorgehensweise].
Der nachfolgend gezeigte Bildschirm WERKST. MESSEN wird aufgerufen.

EIOEMR5S4038R01

[Ergänzung]
Der Kommentar ”CURSOR BEWEGN [Link] DRÜCKN” wird am Menübildschirm
angezeigt. Bei dieser Kommentaranzeige kann der gewünschte Eintrag mit Hilfe des Cursors
und der Taste WRITE wie bei Verwendung der Funktionstasten gewählt werden.
MG61-012 S-229
KAPITEL 4 MANLLS MESSEN

2 Die Funktionstaste [F4] (INNEN ABSTAND) drücken.


Der nachfolgend aufgeführte Bildschirm WERKST. MESSEN 4. IN MITTE ENDE wird aufgeru-
fen.

EIOEMR5S4039R01

Folgender Kommentar wird ausgegeben.


”ACHSE [Link] WÄHLEN [Link] DRÜCKEN”

3 Die Achse (X oder Y) für den Meßvorgang wählen und die Taste WRITE entsprechend der
Aufforderung im Kommentar drücken.
Die gewählte Achse wird bei ”ACHSWAHL” aufgeführt und der Cursor bewegt sich zu ”TASTE-
POSIT. 1”.

EIOEMR5S4040R01

Der folgende Kommentar wird ausgegeben.


”BERÜHR FLÄCHE UND DRÜCKE SCHRBTASTE”.
MG61-012 S-230
KAPITEL 4 MANLLS MESSEN

4 Den Berührungsmeßtaster mit Hilfe des Impulshandrads in der gewählten Achsenrichtung ver-
fahren, damit er die Stirnfläche berührt.
Den Berührungsmeßtaster mit der Skaleneinstellung ”x1” vorwärtsbewegen, um den Kontakt
festzustellen.
Die rote LED des Berührungsmeßtasters leuchtet, wenn er die Stirnfläche berührt.

5 An der Position, an welcher der Kontakt festgestellt wird, die Taste WRITE drücken.
Die Stirnflächenposition im aktuell gewählten Koordinatensystem wird angezeigt und der Cur-
sor bewegt sich zu ”TASTEPOSIT. 2”.

6 In ähnlicher Weise vorgehen, damit der Berührungsmeßtaster die andere Stirnfläche berührt
und danach die Taste WRITE drücken..
Ist Position 2 gesetzt, bewegt sich der Cursor zu ”MITTE POS”.

EIOEMR5S4041R01

Folgender Kommentar wird ausgegeben.


”DRÜCKE SCHRBTASTE”
MG61-012 S-231
KAPITEL 4 MANLLS MESSEN

7 Die Taste WRITE entsprechend der Anweisung im Kommentar drücken.


Die Kommentarwerte des Mittelpunkts werden automatisch angezeigt und der Cursor bewegt
sich zu ”NULL KORREK. NR.”.

EIOEMR5S4042R01
Der folgende Kommentar wird ausgegeben.
”SCHRB [Link] ZUR ERSTL. [Link]-VRSTZ”

8 Die Nummer des Werkstückkoordinatensystems entsprechend der Aufforderung im Kommen-


tar eingeben und die Taste WRITE drücken.
Der Wert für ”TASTEPOSIT.”, ”MITTE POS/RAD”, ”NULL KORREK.” und ”AKT POSIT” wird,
mit Ausnahme von ”L” entsprechend der Koordinatenwerte im eingestellten Koordinatensystem
aktualisiert.
Wird der Wert für ”NULL KORREK. NR.” gesetzt, bewegt sich der Cursor zu ”NULL KORREK.
X” und der folgende Kommentar wird ausgegeben.

EIOEMR5S4043R01
MG61-012 S-232
KAPITEL 4 MANLLS MESSEN

”SCHREIBE DER POS. NEUEN KOORDN.”

9 Den X- und Y-Koordinatenwert des Mittelpunkts zwischen zwei Innenflächen im neuen Koordi-
natensystem eingeben und die Taste WRITE drücken.
Die eingestellten Mittelpunkt-Koordinatenwerte, X und Y, werden bei ”MITTE POS” angezeigt
und der Wert für ”TASTEPOSIT.”, ”NULL KORREK.” und ”AKT POSIT” wird entsprechend
aktualisiert.
Danach kehrt der Cursor automatisch zu ”ACHSWAHL” zurück.

EIOEMR5S4044R01

Hiernach ist der Meßvorgang für den Mittelpunkt an Innenflächen beendet.

10 Dann den Softkey [F8] (BEENDEN) betätigen.


Der Bildschirm kehrt zu WERKST. MESSEN zurück.

11 Dann den Softkey [F8] (BEENDEN) betätigen.


Hiernach wird der Bildschirm MANUELLES MESSEN MENÜ aufgerufen.
MG61-012 S-233
KAPITEL 4 MANLLS MESSEN

4-4-3. Messen des Mittelpunkts an Innenflächen im Kontaktmodus an 3 Punkten


Eeoemr5s4018
Diese Funktion berechnet den Mittelpunkt zwischen zwei Innenflächen, in dem der Berührungs-
meßtaster mit den Innenflächen an drei Punkten in Kontakt kommt.
Zur Verwendung dieser Funktion muß der Kontaktmodus an 3 Punkten gewählt sein. Ist derzeit der
Kontaktmodus für 2 Punkte gewählt, den Meßmodus auf den Kontaktmodus für 3 Punkte ändern,
siehe hierzu [4-4-1. Wahl des Kontakts an 2 Punkten/3 Punkten].

[Ergänzung]
Selbst wenn der Kontaktmodus für 3 Punkte gewählt ist, kann der Mittelpunkt berechnet werden,
indem der Berührungsmeßtaster mit den Innenflächen an zwei Punkten in Kontakt gebracht wird.
Bezüglich weiterer Einzelheiten siehe [4-4-4. Messung mit nur zwei Punkten im Kontaktpunkt für 3
Punkte].

Vorgehensweise :
1 Nach Aufruf des Menübildschirms MANLLS MESSEN die Funktionstaste [F1] (WERKST. MES-
SEN) drücken.
Bezüglich der Vorgehensweise zur Anzeige des Menübildschirms MANLLS MESSEN siehe [2.
Grundsätzliche Vorgehensweise].
Der nachfolgend gezeigte Bildschirm WERKST. MESSEN wird aufgerufen.

EIOEMR5S4045R01

[Ergänzung]
Der Kommentar "CURSOR BEWEGN [Link] DRÜCKN” wird am Menübildschirm
angezeigt. Bei dieser Kommentaranzeige kann der gewünschte Eintrag mit Hilfe des Cursors
und der Taste WRITE wie bei Verwendung der Funktionstasten gewählt werden.
MG61-012 S-234
KAPITEL 4 MANLLS MESSEN

2 Die Funktionstaste [F4] (INNEN ABSTAND) drücken.


Der nachfolgend aufgeführte Bildschirm WERKST. MESSEN 4. IN MITTE ENDE wird unter
”TASTEPOSIT. 1” aufgerufen.

EIOEMR5S4046R01

Der folgende Kommentar wird ausgegeben.


”BERÜHR FLÄCHE UND DRÜCKE SCHRBTASTE IBEI 2 POSITIONMESSEN,ACHSE
WÄHLEN”

[Ergänzung]
Zur Ausführung des Meßvorgangs mit einem Meßtasterkontakt an nur zwei Punkten den
Cursor auf ”ACHSWAHL” stellen, eine Achse (X oder Y) wählen und danach den Cursor
erneut auf ”TASTEPOSIT. stellen.

3 Den Berührungsmeßtaster mit Hilfe des Impulshandrads in der gewählten Achsenrichtung ver-
fahren und ihn mit der Innenfläche an Position 1 (Position 1 im Referenzbild) in Kontakt brin-
gen.
Den Berührungsmeßtaster mit der Skaleneinstellung ”x1” vorwärtsbewegen, um den Kontakt
festzustellen.
Die rote LED des Berührungsmeßtasters leuchtet, wenn er die Stirnfläche berührt.

4 An der Position, an welcher der Kontakt festgestellt wird, die Taste WRITE drücken.
Die Stirnflächenposition im aktuell gewählten Koordinatensystem wird angezeigt und der Cur-
sor bewegt sich zu ”TASTEPOSIT. 2”.
Der folgende Kommentar wird ausgegeben.
”BERÜHR FLÄCHE UND DRÜCKE SCHRBTASTE
BEI AUSWAHL V.2 [Link],DIESE [Link] MESSEN”
MG61-012 S-235
KAPITEL 4 MANLLS MESSEN

5 In ähnlicher Weise vorgehen, sodaß der Berührungsmeßtaster Position 2 und Position 3 (Posi-
tion 2 und 3 im Referenzbild) berührt.

[Ergänzung]
1) An Position 1 und 2 wird der Meßvorgang nur an der Innenfläche ausgeführt und an
Position erfolgt der Meßvorgang an der anderen Innenfläche, die parallel zur ersten
Innenfläche ausgerichtet ist.
2) Für die Ausführung dieses Meßvorgangs den Berührungsmeßtaster mit den Innenflächen
an zwei Punkten in Kontakt bringen und den Kontakt an Position 2 (TASTEPOSIT.
überspringen. 2).
Wurde Position 2 und 3 definiert, bewegt sich der Cursor auf ”MITTE POS”.

EIOEMR5S4047R01

Der folgende Kommentar wird ausgegeben.


”DRÜCKE SCHRBTASTE”
MG61-012 S-236
KAPITEL 4 MANLLS MESSEN

6 Die Taste WRITE entsprechend der Anweisung im Kommentar drücken.


Der Wert wird automatisch für ”MITTE POS”, ”Abstand zwischen Stirnflächen (L)” und ”Nei-
gungswinkel(β)” aufgeführt, danach bewegt sich der Cursor auf ”NULL KORREK. NR.”.

EIOEMR5S4048R01

Die Daten werden für die nachfolgend aufgeführten Einträge wie folgt erzielt.
MITTE POS.: Der Mittelpunkt zwischen Position 1 und 3 wird unter der
Annahme berechnet, daß die Stirnflächen parallel
zueinander ausgerichtet sind.
Abstand zwischen Stirnflächen Der Abstand zwischen den zwei Stirnflächen im rechten
(L): Winkel zu den Flächen wird unter Annahme berechnet, daß
die Neigungsfläche an Position 1 und 2 gemessen wird und
die andere Fläche an Position 2 gemessen wird, wobei diese
parallel zueinander ausgerichtet sind.
Neigungswinkel (β): Der Winkel zwischen der an Position 1 und 2 gemessenen
Neigungsfläche und der X-Achse wird berechnet.
Der folgende Kommentar wird ausgegeben.
”SCHRB [Link] ZUR ERSTL. [Link]-VRSTZ”
MG61-012 S-237
KAPITEL 4 MANLLS MESSEN

7 Die Nummer des Werkstückkoordinatensystems entsprechend der Aufforderung im Kommen-


tar eingeben und die Taste WRITE drücken.
Die eingegebene Nummer wird bei ”NULL KORREK. NR.” aufgeführt und der Cursor bewegt
sich zur Datenposition von ”NULL KORREK.”.

EIOEMR5S4049R01
Der folgende Kommentar wird ausgegeben.
”SCHREIBE DER POS. NEUEN KOORDN.”

8 Den X- und Y-Koordinatenwert des Mittelpunkts zwischen den zwei Stirnflächen im neuen
Koordinatensystem eingeben und die Taste WRITE drücken.
Die eingestellten Mittelpunkt-Koordinatenwerte, X und Y, werden bei ”MITTE POS” angezeigt
und der Wert für ”TASTEPOSIT.”, ”NULL KORREK.” und ”AKT POSIT” wird entsprechend
aktualisiert.
Danach kehrt der Cursor automatisch zu ”ACHSWAHL” zurück.

EIOEMR5S4050R01
MG61-012 S-238
KAPITEL 4 MANLLS MESSEN

Hiernach ist der Meßvorgang für den Mittelpunkt an Innenflächen (Kontaktmodus für 3 Punkte)
beendet.

9 Dann den Softkey [F8] (BEENDEN) betätigen.


Der Bildschirm kehrt zu WERKST. MESSEN zurück.

10 Dann den Softkey [F8] (BEENDEN) betätigen.


Hiernach wird der Bildschirm MANUELLES MESSEN MENÜ aufgerufen.

4-4-4. Messung an nur zwei Punkten im Kontaktmodus für 3 Punkte


Eeoemr5s4019
Soll der Mittelpunkt nach Wahl des Kontaktmodus für 3 Punkte nur festgelegt werden, indem der
Berührungsmeßtaster nur eine Berührung an zwei Punkten vornimmt, ist die Vorgehensweise
unterschiedlich vom normalen Messen in Bezug auf folgende Punkte.
• Die Wahl einer Achse ist erforderlich.
• Die Kontakterkennung erfolgt nicht an Position 2, sondern muß an Position 1 und 3 durchge-
führt werden.
• Die Berechnung für ”Mittelpunkt”, ”Abstand zwischen Stirnflächen” und ”Neigungswinkel” ges-
chieht folgendermaßen.
Mittelpunkt: Mittelpunkt zwischen Position 1 und 3
Abstand zwischen Stirnflächen (L): Abstand zwischen Position 1 und 3
Neigungswinkel (β): Wurde die X-Achse bei ”ACHSWAHL” gewählt, entspricht
dieser Winkel 90°.
Wurde die Y-Achse für ”ACHSWAHL” gewählt, entspricht
dieser Winkel 0°.

[Ergänzung]
Soll die Messung nur an zwei Punkten erfolgen, obwohl der Kontaktmodus für 3 Punkte gewählt
wurde, dürfen bei ”TASTEPOSIT. 2” keine Daten angezeigt werden (direkt nach Löschen der
Daten oder am Anfang dieses Meßvorgangs).

Bezüglich weiterer Einzelheiten siehe [4-4-3. Messung des Mittelpunkts an Innenflächen mit Kon-
taktmodus für 3 Punkte].
MG61-012 S-239
KAPITEL 4 MANLLS MESSEN

4-5. Messen des Mittelpunkts an Außenflächen


Eeoemr5s4020
Die Meßfunktion für den Mittelpunkt zwischen zwei Außenflächen (Meßfunktion des Mittelpunkts für
einen Vorsprung) dient zur Festlegung des Nullpunkts am Mittelpunkt zwischen zwei externen
Flächen.
Bei dieser Funktion sind zwei Vorgehensweisen zur Berechnung des Kontakts zwischen Mittelpunkt
- 2 Punkten und 3 Punkten möglich.

4-5-1. Wahl des Kontakts mit 2 Punkten/3 Punkten


Eeoemr5s4021
Über Parametervorgabe oder Verwendung einer der Tasten am Bildschirm kann festgelegt werden,
welcher Meßmodus verwendet werden soll.
• Wahl über Parametervorgabe
Nur Wahl des Kontaktmodus über Parametervorgabe den optionalen Parameter (Bit) Nr. 48, Bit
3 für CNC verwenden.
Ohne Prüfmarke: Kontakt an 2 Punkten
Mit Prüfmarke : Kontakt an 3 Punkten

[Ergänzung]
Wurde der Meßmodus über Parameter gewählt, wechselt die Bildschirmanzeige nur, wenn
der Bildschirm verlassen und erneut angezeigt wird.

• Wahl über Tasten


Zur Wahl des Meßmodus sind die Tasten [2 POSIT.] und [3 POSIT.] am Bildschirm vorgesehen.
Das gewünschte Meßmuster durch Drücken der entsprechenden Taste anwählen.

EIOEMR5S4051R01

Vorgehensweise :
1 Den Cursor auf die Taste [2 POSIT.] und [3 POSIT.] bewegen.

2 Die Taste WRITE drücken.


Der Meßmodus wird gewählt und der entsprechende Bildschirm aufgerufen.
MG61-012 S-240
KAPITEL 4 MANLLS MESSEN

4-5-2. Messen des Mittelpunkts für Außenflächen beim Kontaktmodus für 2 Punkte
Eeoemr5s4022
Diese Funktion berechnet den Mittelpunkt zwischen zwei Außenflächen, in dem der Berührungs-
meßtaster mit den Außenflächen an zwei Punkten in Kontakt kommt.
Zur Verwendung dieser Funktion muß der Kontaktmodus an 2 Punkten gewählt sein. Ist derzeit der
Kontaktmodus für 3 Punkte gewählt, den Meßmodus auf den Kontaktmodus für 2 Punkte ändern,
siehe hierzu [4-5-1. Wahl des Kontakts an 2 Punkten/3 Punkten].

Vorgehensweise :
1 Nach Aufruf des Menübildschirms MANLLS MESSEN die Funktionstaste [F1] (WERKST. MES-
SEN) drücken.
Bezüglich der Vorgehensweise zur Anzeige des Menübildschirms MANLLS MESSEN siehe [2.
Grundsätzliche Vorgehensweise].
Der nachfolgend gezeigte Bildschirm WERKST. MESSEN wird aufgerufen.

EIOEMR5S4052R01

[Ergänzung]
Der Kommentar "CURSOR BEWEGN [Link] DRÜCKN” wird am Menübildschirm
angezeigt. Bei dieser Kommentaranzeige kann der gewünschte Eintrag mit Hilfe des Cursors
und der Taste WRITE wie bei Verwendung der Funktionstasten gewählt werden.
MG61-012 S-241
KAPITEL 4 MANLLS MESSEN

2 Die Funktionstaste [F5] (STEG MITTE) drücken.


Der nachfolgend aufgeführte Bildschirm WERKST. MESSEN 5. AU. MITTE ENDE wird auf-
gerufen.

EIOEMR5S4053R01

Der folgende Kommentar wird ausgegeben.


”ACHSE [Link] WÄHLEN [Link] DRÜCKEN”

3 Die Achse (X oder Y) für den Meßvorgang wählen und die Taste WRITE entsprechend der
Aufforderung im Kommentar drücken.
Die gewählte Achse wird bei ”ACHSWAHL” aufgeführt und der Cursor bewegt sich zu ”TASTE-
POSIT. 1”.

EIOEMR5S4054R01
MG61-012 S-242
KAPITEL 4 MANLLS MESSEN

Der folgende Kommentar wird ausgegeben.


”BERÜHR FLÄCHE UND DRÜCKE SCHRBTASTE”.

4 Den Berührungsmeßtaster mit Hilfe des Impulshandrads in der gewählten Achsenrichtung ver-
fahren, damit er die Stirnfläche berührt.
Den Berührungsmeßtaster mit der Skaleneinstellung ”x1” vorwärtsbewegen, um den Kontakt
festzustellen.
Die rote LED des Berührungsmeßtasters leuchtet, wenn er die Stirnfläche berührt.

5 An der Position, an welcher der Kontakt festgestellt wird, die Taste WRITE drücken.
Die Stirnflächenposition im aktuell gewählten Koordinatensystem wird angezeigt und der Cur-
sor bewegt sich zu ”TASTEPOSIT. 2”.

6 In ähnlicher Weise vorgehen, damit der Berührungsmeßtaster die andere Stirnfläche berührt
und danach die Taste WRITE drücken.
Ist Position 2 gesetzt, bewegt sich der Cursor zu ”MITTE POS”.

EIOEMR5S4055R01

Der folgende Kommentar wird ausgegeben.


”DRÜCKE SCHRBTASTE”
MG61-012 S-243
KAPITEL 4 MANLLS MESSEN

7 Die Taste WRITE entsprechend der Anweisung im Kommentar drücken.


Die Kommentarwerte des Mittelpunkts werden automatisch angezeigt und der Cursor bewegt
sich zu ”NULL KORREK. NR.”.

EIOEMR5S4056R01

Der folgende Kommentar wird ausgegeben.


”SCHRB [Link] ZUR ERSTL. [Link]-VRSTZ”

8 Die Nummer des Werkstückkoordinatensystems entsprechend der Aufforderung im Kommen-


tar eingeben und die Taste WRITE drücken.
Der Wert für ”TASTEPOSIT.”, ”MITTE POS”, ”NULL KORREK.” und ”AKT POSIT” wird, mit Aus-
nahme von ”L” entsprechend der Koordinatenwerte im eingestellten Koordinatensystem aktua-
lisiert.
Wird ”NULL KORREK. NR.” eingegeben, bewegt sich der Cursor zu ”NULL KORREK.”. X”,

EIOEMR5S4057R01
MG61-012 S-244
KAPITEL 4 MANLLS MESSEN

Der folgende Kommentar wird ausgegeben.


”SCHREIBE DER POS. NEUEN KOORDN.”

9 Den X- und Y-Koordinatenwert des Mittelpunkts zwischen zwei Außenflächen im neuen Koordi-
natensystem eingeben und die Taste WRITE drücken.
Die eingestellten Mittelpunkt-Koordinatenwerte, X und Y, werden bei ”MITTE POS” angezeigt
und der Wert für ”TASTEPOSIT.”, ”NULL KORREK.” und ”AKT POSIT” wird entsprechend
aktualisiert.
Danach kehrt der Cursor automatisch zu ”ACHSWAHL” zurück.

EIOEMR5S4058R01

Hiernach ist der Meßvorgang für den Mittelpunkt an Außenflächen beendet.

10 Dann den Softkey [F8] (BEENDEN) betätigen.


Der Bildschirm kehrt zu WERKST. MESSEN zurück.

11 Dann den Softkey [F8] (BEENDEN) betätigen.


Hiernach wird der Bildschirm MANUELLES MESSEN MENÜ aufgerufen.
MG61-012 S-245
KAPITEL 4 MANLLS MESSEN

4-5-3. Messen des Mittelpunkts für Außenflächen beim Kontaktmodus für 3 Punkte
Eeoemr5s4023
Diese Funktion berechnet den Mittelpunkt zwischen zwei Außenflächen, in dem der Berührungs-
meßtaster mit den Außenflächen an drei Punkten in Kontakt kommt.
Zur Verwendung dieser Funktion muß der Kontaktmodus an 3 Punkten gewählt sein. Ist derzeit der
Kontaktmodus für 2 Punkte gewählt, den Meßmodus auf den Kontaktmodus für 3 Punkte ändern,
siehe hierzu [4-5-1. Wahl des Kontakts an 2 Punkten/3 Punkten].

[Ergänzung]
Selbst wenn der Kontaktmodus für 3 Punkte gewählt ist, kann der Mittelpunkt berechnet werden,
indem der Berührungsmeßtaster mit den Außenflächen an zwei Punkten in Kontakt gebracht wird.
Bezüglich weiterer Einzelheiten siehe [4-5-4. Messung mit nur zwei Punkten im Kontaktpunkt für 3
Punkte].

Vorgehensweise :
1 Nach Aufruf des Menübildschirms MANLLS MESSEN die Funktionstaste [F1] (WERKST. MES-
SEN) drücken.
Bezüglich der Vorgehensweise zur Anzeige des Menübildschirms MANLLS MESSEN siehe [2.
Grundsätzliche Vorgehensweise].
Der nachfolgend gezeigte Bildschirm WERKST. MESSEN wird aufgerufen.

EIOEMR5S4059R01

[Ergänzung]
Der Kommentar "CURSOR BEWEGN [Link] DRÜCKN” wird am Menübildschirm
angezeigt. Bei dieser Kommentaranzeige kann der gewünschte Eintrag mit Hilfe des Cursors
und der Taste WRITE wie bei Verwendung der Funktionstasten gewählt werden.
MG61-012 S-246
KAPITEL 4 MANLLS MESSEN

2 Die Funktionstaste [F5] (STEG MITTE) drücken.


Der nachfolgend aufgeführte Bildschirm WERKST. MESSEN 5. AU MITTE ENDE wird unter
”TASTEPOSIT. 1” aufgerufen.

EIOEMR5S4060R01

Der folgende Kommentar wird ausgegeben.


”BERÜHR FLÄCHE UND DRÜCKE SCHRBTASTE
BEI 2 POSITIONMESSEN,ACHSE WÄHLEN”

[Ergänzung]
Zur Ausführung des Meßvorgangs mit einem Meßtasterkontakt an nur zwei Punkten den
Cursor auf ”ACHSWAHL” stellen, eine Achse (X oder Y) wählen und danach den Cursor
erneut auf ”TASTEPOSIT. 1” stellen.

3 Den Berührungsmeßtaster mit Hilfe des Impulshandrads in der gewählten Achsenrichtung ver-
fahren und ihn mit der Innenfläche an Position 1 (Position 1 im Referenzbild) in Kontakt brin-
gen.
Den Berührungsmeßtaster mit der Skaleneinstellung ”x1” vorwärtsbewegen, um den Kontakt
festzustellen.
Die rote LED des Berührungsmeßtasters leuchtet, wenn er die Stirnfläche berührt.

4 An der Position, an welcher der Kontakt festgestellt wird, die Taste WRITE drücken.
Die Stirnflächenposition im aktuell gewählten Koordinatensystem wird angezeigt und der Cur-
sor bewegt sich zu ”TASTEPOSIT. 2”.
Der folgende Kommentar wird ausgegeben.
”BERÜHR FLÄCHE UND DRÜCKE SCHRBTASTE
BEI AUSWAHL V.2 [Link],DIESE [Link] MESSEN”
MG61-012 S-247
KAPITEL 4 MANLLS MESSEN

5 In ähnlicher Weise vorgehen, sodaß der Berührungsmeßtaster Position 2 und Position 3 (Posi-
tion 2 und 3 im Referenzbild) berührt.

[Ergänzung]
1) An Position 1 und 2 wird der Meßvorgang nur an der Innenfläche ausgeführt und an
Position erfolgt der Meßvorgang an der anderen Innenfläche, die parallel zur ersten
Innenfläche ausgerichtet ist.
2) Für die Ausführung dieses Meßvorgangs den Berührungsmeßtaster mit den Außenflächen
an zwei Punkten in Kontakt bringen und den Kontakt an Position 2 (TASTEPOSIT.
überspringen. 2).
Wurde Position 2 und 3 definiert, bewegt sich der Cursor auf ”MITTE POS”.

EIOEMR5S4061R01

Der folgende Kommentar wird ausgegeben.


”DRÜCKE SCHRBTASTE”
MG61-012 S-248
KAPITEL 4 MANLLS MESSEN

6 Die Taste WRITE entsprechend der Anweisung im Kommentar drücken.


Der Wert wird automatisch für ”MITTE POS”, ”Abstand zwischen Stirnflächen (L)” und ”Nei-
gungswinkel (b)” aufgeführt, danach bewegt sich der Cursor auf ”NULL KORREK. NR.”.

EIOEMR5S4062R01

Die Daten werden für die nachfolgend aufgeführten Einträge wie folgt erzielt.
MITTE POS.: Der Mittelpunkt zwischen Position 1 und 3 wird unter der
Annahme berechnet, daß die Stirnflächen parallel
zueinander ausgerichtet sind.
Abstand zwischen Stirnflächen (L): Der Abstand zwischen den zwei Stirnflächen im rechten
Winkel zu den Flächen wird unter Annahme berechnet,
daß die Neigungsfläche an Position 1 und 2 gemessen wird
und die andere Fläche an Position 2 gemessen wird, wobei
diese parallel zueinander ausgerichtet sind.
Neigungswinkel (β): Der Winkel zwischen der an Position 1 und 2 gemessenen
Neigungsfläche und der X-Achse wird berechnet.
Der folgende Kommentar wird ausgegeben.
”SCHRB [Link] ZUR ERSTL. [Link]-VRSTZ”
MG61-012 S-249
KAPITEL 4 MANLLS MESSEN

7 Die Nummer des Werkstückkoordinatensystems entsprechend der Aufforderung im Kommen-


tar eingeben und die Taste WRITE drücken.
Die eingegebene Nummer wird bei ”NULL KORREK. NR.” aufgeführt und der Cursor bewegt
sich zur Datenposition von ”NULL KORREK.”.

EIOEMR5S4063R01
Der folgende Kommentar wird ausgegeben.
”SCHREIBE DER POS. NEUEN KOORDN.”

8 Den X- und Y-Koordinatenwert des Mittelpunkts zwischen den zwei Stirnflächen im neuen
Koordinatensystem eingeben und die Taste WRITE drücken.
Die eingestellten Mittelpunkt-Koordinatenwerte, X und Y, werden bei ”MITTE POS” angezeigt
und der Wert für ”TASTEPOSIT.”, ”NULL KORREK.” und ”AKT POSIT” wird entsprechend
aktualisiert.
Danach kehrt der Cursor automatisch zu ”ACHSWAHL” zurück.

EIOEMR5S4064R01
MG61-012 S-250
KAPITEL 4 MANLLS MESSEN

Hiernach ist der Meßvorgang für den Mittelpunkt an Außenflächen (Kontaktmodus für 3
Punkte) beendet.

9 Dann den Softkey [F8] (BEENDEN) betätigen.


Der Bildschirm kehrt zu WERKST. MESSEN zurück.

10 Dann den Softkey [F8] (BEENDEN) betätigen.


Hiernach wird der Bildschirm MANUELLES MESSEN MENÜ aufgerufen.

4-5-4. Messung an nur zwei Punkten im Kontaktmodus für 3 Punkte


Eeoemr5s4024
Soll der Mittelpunkt nach Wahl des Kontaktmodus für 3 Punkte nur festgelegt werden, indem der
Berührungsmeßtaster nur eine Berührung an zwei Punkten vornimmt, ist die Vorgehensweise
unterschiedlich vom normalen Messen in Bezug auf folgende Punkte.
• Die Wahl einer Achse ist erforderlich.
• Die Kontakterkennung erfolgt nicht an Position 2, sondern muß an Position 1 und 3 durchge-
führt werden.
• Die Berechnung für ”Mittelpunkt”, ”Abstand zwischen Stirnflächen” und ”Neigungswinkel” ges-
chieht folgendermaßen.
Mittelpunkt: Mittelpunkt zwischen Position 1 und 3
Abstand zwischen Stirnflächen (L): Abstand zwischen Position 1 und 3
Neigungswinkel (β): Wurde die X-Achse bei ”ACHSWAHL” gewählt, entspricht
dieser Winkel 90°.
Wurde die Y-Achse für ”ACHSWAHL” gewählt, entspricht
dieser Winkel 0°.

[Ergänzung]
Soll die Messung nur an zwei Punkten erfolgen, obwohl der Kontaktmodus für 3 Punkte gewählt
wurde, dürfen bei ”TASTEPOSIT. 2” keine Daten angezeigt werden (direkt nach Löschen der
Daten oder am Anfang dieses Meßvorgangs).

Bezüglich weiterer Einzelheiten siehe [4-5-3. Messung des Mittelpunkts an Außenflächen mit Kon-
taktmodus für 3 Punkte].
MG61-012 S-251
KAPITEL 4 MANLLS MESSEN

4-6. Messen der Neigung und Rundung


Eeoemr5s4025
Diese Funktion wird verwendet zur Festlegung des Nullpunkts für die X- und Y-Achse bei Werkstüc-
ken, die nicht parallel zu diesen Achsen eingesetzt sind.
Es ist zu beachten, daß die Nullpunktkorrektur für die Neigung nicht automatisch erfolgt, obwohl die
Nullpunktkorrektur automatisch für die X- und Y-Achse ausgeführt wird; daher müssen die Daten
nach Bedarf im Teileprogramm übernommen werden.

Vorgehensweise :
1 Nach Aufruf des Menübildschirms MANLLS MESSEN die Funktionstaste [F1] (WERKST. MES-
SEN) drücken.
Bezüglich der Vorgehensweise zur Anzeige des Menübildschirms MANLLS MESSEN siehe [2.
Grundsätzliche Vorgehensweise].
Der nachfolgend gezeigte Bildschirm WERKST. MESSEN wird aufgerufen.

EIOEMR5S4065R01

[Ergänzung]
Der Kommentar "CURSOR BEWEGN [Link] DRÜCKN” wird am Menübildschirm
angezeigt. Bei dieser Kommentaranzeige kann der gewünschte Eintrag mit Hilfe des Cursors
und der Taste WRITE wie bei Verwendung der Funktionstasten gewählt werden.
MG61-012 S-252
KAPITEL 4 MANLLS MESSEN

2 Dann die Funktionstaste [F2] (SCHRÄGE ECKE) drücken.


Der nachfolgend aufgeführte Bildschirm WERKST. MESSEN 6. SCHRÄGE ECKE wird ange-
zeigt.

EIOEMR5S4066R01

Der folgende Kommentar wird ausgegeben.


”ECKE M .CURSOR WÄHLEN [Link] DRÜCKEN”

3 Die Ecke, für die die Messung erfolgen soll, entsprechend der Aufforderung im Kommentar bei
”ECKE MESSEN (A, B, C, D)” auswählen und danach die Taste WRITE drücken.
Die Farben des Pfeilsymbols über die entsprechende Nummer und Eckenbezeichnung ändern
sich automatisch.

EIOEMR5S4067R01
MG61-012 S-253
KAPITEL 4 MANLLS MESSEN

Die Meßrichtung für die Kontakt-Erkennungsposition ist je nach gewählter Ecke wie nachfol-
gend gezeigt unterschiedlich.

ECKE MESSEN Kontaktposition 1 Kontaktposition 2 Kontaktposition 3


ECKE A Y+ Y+ X+
ECKE B Y+ Y+ X-
ECKE C Y- Y- X-
ECKE D Y- Y- X+

Der Cursor bewegt sich auf ”TASTEPOSIT. 1”.

EIOEMR5S4068R01

Der folgende Kommentar wird ausgegeben.


”ANTASTEN UND SCHREIBTASTE DRÜCKEN”

4 Den Berührungsmeßtaster an Position 1 mit Hilfe des Impulshandrads mit dem Werkstück in
Kontakt bringen (Position 1 im Referenzbild), entsprechend der Aufforderung im Kommentar.
Den Berührungsmeßtaster mit der Skaleneinstellung ”x1” vorwärtsbewegen, um den Kontakt
festzustellen.
Die rote LED des Berührungsmeßtasters leuchtet, wenn er die Stirnfläche berührt.

5 An der Position, an welcher der Kontakt festgestellt wird, die Taste WRITE drücken.
Die Eckenposition im aktuell gewählten Koordinatensystem wird angezeigt und der Cursor
bewegt sich auf ”TASTEPOSIT. 2”.
MG61-012 S-254
KAPITEL 4 MANLLS MESSEN

6 Die Messung an Kontaktposition 2 und 3 (Position 2 und 3 im Referenzbild) in gleicher Weise


ausführen.
Der Cursor bewegt sich zu ”ECKE POS/WINKEL”.

EIOEMR5S4069R01

Der folgende Kommentar wird ausgegeben.


”DRÜCKE SCHRBTASTE”

7 Die Taste WRITE entsprechend der Anweisung im Kommentar drücken.


Die Daten für Ecke und Winkel werden automatisch angezeigt und der Cursor bewegt sich zu
”NULL KORREK. NR.”.

EIOEMR5S4070R01

Der folgende Kommentar wird ausgegeben.


”SCHRB [Link] ZUR ERSTL. [Link]-VRSTZ”
MG61-012 S-255
KAPITEL 4 MANLLS MESSEN

8 Die Nummer des Werkstückkoordinatensystems entsprechend der Aufforderung im Kommen-


tar eingeben und die Taste WRITE drücken.
Die Daten für ”TASTEPOSIT.”, ”ECKE POS/WINKEL”, ”NULL KORR. NR.” und ”AKT POSIT”
mit Ausnahme von ”Winkel β” werden entsprechend der Koordinatenwerte im eingestellten
Koordinatensystem aktualisiert.

9 Wurde die Nullpunktkorrekturnummer gesetzt, bewegt sich der Cursor auf ”ECKE EINSTLN”.

EIOEMR5S4071R01

Der folgende Kommentar wird ausgegeben.


”SCHREIBE DER [Link] KOORDINATE”

10 Den X- und Y-Koordinatenwert der Ecke im neuen Koordinatensystem eingeben und die Taste
WRITE drücken.
MG61-012 S-256
KAPITEL 4 MANLLS MESSEN

Der Cursor bewegt sich zu ”NULL KORREK.”.

EIOEMR5S4072R01

Der folgende Kommentar wird ausgegeben.


”DRÜCKE SCHRBTASTE”

11 Die Taste WRITE entsprechend der Anweisung im Kommentar drücken.


Die Daten für ”TASTEPOSIT.”, ”ECKE POS/WINKEL”, ”NULL KORR. NR.” und ”AKT POSIT”
werden automatisch aktualisiert und der Cursor wird auf ”ECKE MESSEN” rückgestellt.

EIOEMR5S4073R01

Hiernach ist der Meßvorgang für Neigung/Rundung beendet.

12 Dann den Softkey [F8] (BEENDEN) betätigen.


Der Bildschirm kehrt zu WERKST. MESSEN zurück.
MG61-012 S-257
KAPITEL 4 MANLLS MESSEN

13 Dann den Softkey [F8] (BEENDEN) betätigen.


Hiernach wird der Bildschirm MANUELLES MESSEN MENÜ aufgerufen.

[Ergänzung]
1) Die Funktion geht davon aus, daß es sich bei den Winkeln einer Ecke (A, B, C, D) um rechte
Winkel handelt.
2) Der Winkelwert (β) entspricht dem Winkel zwischen der X-Achse und der Linie, die durch
Kontakterkennungspositionen 1 und 2 bestimmt ist.
3) Der Winkelwert (β), der bei ”β” für ”BER. ERGEBNIS” aufgeführt wird, wird bei den
gemeinsamen Systemvariablen VS65 gespeichert.
4) Der Einstellwert für VS65 kann nicht direkt am Bildschirm angezeigt werden. Er wird bei
Ausschalten der Stromzufuhr gelöscht.
Zur Überprüfung des für VS65 vorgegebenen Wertes oder zur Beibehaltung des Wertes nach
Ausschalten der Stromzufuhr die folgenden Schritte ausführen.

Vorgehensweise :
1 Den Modus MDI wählen.

2 ”VC✽✽=VS65” eingeben.
Eine normale gemeinsame Variablennummer für ”✽✽” eingeben.

3 Die Taste WRITE drücken.

4 Die Taste ZYKLUSSTART drücken.


Der Vorgabewert für VS65 wird bei VC✽✽ gesetzt.
Nach einmaliger Festlegung eines Wertes für eine gemeinsame Variable kann der Wert am
Bildschirm für Parametereinstellung überprüft werden.

[Ergänzung]

In einem Programm Befehle wie ”G11 P=VC✽✽” programmieren.


MG61-012 S-258
KAPITEL 4 MANLLS MESSEN

5. Werkzeuglängenmessung
Eeoemr5s4026
Die Werkzeuglängen-Meßfunktion dient zur Einstellung der Werkzeuglängen-Korrekturdaten.

Vorgehensweise :
1 Bei Anzeige des Bildschirms MANUELLES MESSEN MENÜ die Funktionstaste [F2] (WERK-
ZEUGLÄNGE MESSEN) drücken.
Bezüglich der Vorgehensweise zur Anzeige des Bildschirms MANUELLES MESSEN MENÜ
siehe [2. Grundsätzliche Vorgehensweise].
Der nachfolgend gezeigte Bildschirm WERKZEUGLÄNGE MESSEN wird aufgerufen.

EIOEMR5S4074R01

[Ergänzung]
Der Kommentar "CURSOR BEWEGN [Link] DRÜCKN” wird am Menübildschirm
angezeigt. Bei dieser Kommentaranzeige kann der gewünschte Eintrag mit Hilfe des Cursors
und der Taste WRITE wie bei Verwendung der Funktionstasten gewählt werden.

Der folgende Kommentar wird ausgegeben.


”SCHRB D.NÄ[Link] EINSTLN [Link] [Link] 1 ZYKLS ”

2 Die Werkzeugnummer des zu messenden Werkzeugs bei ”NXT WKZ.” eingeben und entspre-
chend der Aufforderung im Kommentar die Taste WRITE drücken.
MG61-012 S-259
KAPITEL 4 MANLLS MESSEN

3 Die Taste [1 ZYKLUSSTART] auf der AWW Bedientafel drücken, um das zu messende Werk-
zeug in die Spindel einzusetzen.
Die Werkzeugnummer des in die Spindel eingesetzten Werkzeugs wird bei ”AKT WKZ.” ange-
zeigt.

EIOEMR5S4075R01

Der Cursor bewegt sich auf ”WKZ. -L KORR. NR.” und der folgende Kommentar wird ausgege-
ben.
”SCHREIBE DER WKZ.LÄNGEN [Link].”

4 Entsprechend der Aufforderung im Kommentar die Werkzeuglängen-Korrekturnummer einge-


ben und die Taste WRITE drücken.
Der Cursor bewegt sich zu ”WKZ. -L KORR. NR.”.

EIOEMR5S4076R01
MG61-012 S-260
KAPITEL 4 MANLLS MESSEN

Der folgende Kommentar wird ausgegeben.


”ANTASTEN UND SCHREIBTASTE DRÜCKEN”.

5 Das Werkzeug entsprechend der Aufforderung im Kommentar mit Hilfe des Impulshandrads in
Kontakt mit dem Berührungssensor bringen.
Das Werkzeug mit der Skaleneinstellung ”x1” vorwärtsbewegen, um den Kontakt festzustellen.
Die rote LED des Berührungsmeßtasters leuchtet bei Erkennung eines Kontaktes.

6 An der Position, an welcher der Kontakt festgestellt wird, die Taste WRITE drücken.
Die Werkzeuglängen-Korrekturdaten werden angezeigt.
Hiernach ist der Meßvorgang für die Werkzeuglänge beendet, wenn keine Werkzeugkorrektur-
daten für andere Werkzeuge gemessen werden.
Zur Ausführung des Werkzeuglängen-Meßzyklus für andere Werkzeug wie folgt fortfahren.

7 Den Cursor auf ”AKT WKZ.” stellen.

8 Die Werkzeugnummer bei ”AKT WKZ.” eingeben und die Taste WRITE drücken.
Der Cursor bewegt sich zu ”TOPF NR.” und folgender Kommentar wird ausgegeben.
”SCHRB [Link]. DRCH ESTLN (✽ WENN NICHT GESETZT)”

9 Die Rückstellwerkzeug-Stationsnummer eingeben oder ”✽” entsprechend der Aufforderung im


Kommentar eingeben und die Taste WRITE drücken.
Wurde die Rückstellstationsnummer gesetzt, die Taste [1 ZYKLUSSTART] auf der AWW
Bedientafel drücken, wonach das Werkzeug zur angegebenen Station rückgestellt wird.
Beim Versuch, ein anderes Werkzeug durch Eingabe der Werkzeugnummer bei ”NXT WKZ.”
aufzurufen, während die Rückstellstationsnummer bei ”TOPF NR.” gesetzt ist, wird ein Alarm
ausgegeben und folgende Alarmmeldung erscheint auf dem Bildschirm.
”5266 Befehl für Station vorhanden”.
Um diese Meldung zu vermeiden, ”✽” für ”TOPF NR.” eingeben und die Taste WRITE drücken.
Hierdurch wird ”NA” für ”TOPF NR.” gesetzt, sodaß das als nächstes gesetzte Werkzeug für
”NXT WKZ.” aufgerufen werden kann..
Nach Aufruf des nächsten Werkzeugs die Schritte 4) bis 9) für alle Werkzeug wiederholen,
deren Werkzeuglängen-Korrekturdaten gesetzt werden sollen.

10 Dann den Softkey [F8] (BEENDEN) betätigen.


Hiernach wird der Bildschirm MANUELLES MESSEN MENÜ aufgerufen.
MG61-012 S-261
KAPITEL 4 MANLLS MESSEN

6. Fräserradiusmessung
Eeoemr5s4027
Die Fräserradius-Meßfunktion dient zur Festlegung der Fräserradius-Korrekturdaten.

Vorgehensweise :
1 Bei Anzeige des Bildschirms MANUELLES MESSEN MENÜ die Funktionstaste [F3] (SCH-
NITT RADIUS) drücken.
Bezüglich der Vorgehensweise zur Anzeige des Bildschirms MANUELLES MESSEN MENÜ
siehe [2. Grundsätzliche Vorgehensweise].
Der nachfolgend gezeigte Bildschirm SCHNITTRADIUS MESSEN wird aufgerufen.

EIOEMR5S4077R01

[Ergänzung]
Der Kommentar "CURSOR BEWEGN [Link] DRÜCKN” wird am Menübildschirm
angezeigt. Bei dieser Kommentaranzeige kann der gewünschte Eintrag mit Hilfe des Cursors
und der Taste WRITE wie bei Verwendung der Funktionstasten gewählt werden.

Der folgende Kommentar wird ausgegeben.


”ACHSE [Link] WÄHLEN [Link] DRÜCKEN”
MG61-012 S-262
KAPITEL 4 MANLLS MESSEN

2 Die Meßrichtung (+X, -X, +Y, -Y) durch Bewegen des Cursors zur gewünschten Richtung
wählen, entsprechend der Aufforderung im Kommentar und die Taste WRITE drücken.

-Y

+X -X

+Y
EIOEMR5S4078R01

Abb.4-1 Wahl der Meßachse


Der Cursor bewegt sich zu ”NXT WKZ.” und die folgende Meldung wird angezeigt.
”SCHRB D.NÄ[Link] EINSTLN [Link] [Link] 1 ZYKLS”

3 Die Werkzeugnummer des zu messenden Werkzeugs bei ”NXT WKZ.” eingeben und entspre-
chend der Aufforderung im Kommentar die Taste WRITE drücken.

4 Die Taste [1 ZYKLUSSTART] auf der AWW Bedientafel drücken, um das zu messende Werk-
zeug in die Spindel einzusetzen.

5 Die Spindel wird ausgerichtet.


Der Cursor bewegt sich auf ”SCHIND. -R KOMP. NR” und der folgende Kommentar wird ausge-
geben.
”SCHREIBE DER SCHNITTRADIUSKOMPENSATIONSNR.”

6 Die Fräserradius-Korrekturnummer entsprechend der Aufforderung im Kommentar eingeben


und die Taste WRITE drücken.
Der Cursor bewegt sich auf ”SCHIND. -R KOMP.”.

EIOEMR5S4079R01

Der folgende Kommentar wird ausgegeben.


”ANTASTEN UND SCHREIBTASTE DRÜCKEN”.
MG61-012 S-263
KAPITEL 4 MANLLS MESSEN

7 Das Werkzeug entsprechend der Aufforderung im Kommentar mit Hilfe des Impulshandrads in
Kontakt mit dem Berührungssensor bringen.
Das Werkzeug mit der Skaleneinstellung ”x1” vorwärtsbewegen, um den Kontakt festzustellen.
Die rote LED des Berührungsmeßtasters leuchtet bei Erkennung eines Kontaktes.

8 An der Position, an welcher der Kontakt festgestellt wird, die Taste WRITE drücken.
Die Fräserradius-Korrekturdaten werden angezeigt.
Hiernach ist der Meßvorgang für den Fräserradius beendet, wenn keine weiteren Fräserradius-
Korrekturdaten für andere Werkzeuge gemessen werden.

9 Zur Ausführung des Fräserradius-Meßzyklus für andere Werkzeuge die oben aufgeführten
Schritte des Meßvorgangs für alle Werkzeuge wiederholen, deren Fräserradius-Korrekturdaten
gesetzt werden sollen.
Hiernach ist der Fräserradius-Meßvorgang beendet.

10 Dann den Softkey [F8] (BEENDEN) betätigen.


Hiernach wird der Bildschirm MANUELLES MESSEN MENÜ aufgerufen.
Bezüglich der Vorgehensweise zur Einstellung von "AKT WKZ." und "TOPF NR." siehe [5. Wer-
kzeuglängenmessung].
MG61-012 S-264
KAPITEL 4 MANLLS MESSEN

7. Vergleich und Berechnung der Meßergebnisse


Bei der herkömmlichen Messung werden absolute Meßergebnisse im derzeit Eeoemr5s4028
gewählten Werkstüc-
kkoordinatensystem erzielt. Die neue manuelle Meßfunktion ermöglicht das Speichern von Meßer-
gebnissen mit Hilfe der Datenübertragungsfunktion sowie die Durchführung einer Messung beim
Vergleich und der Berechnung von Meßergebnissen für verschiedene Meßzyklen.
Eine beliebige Kombination von Meßzyklen, z.B. ”SCHRÄGE ECKE” und ”INNEN ABSTAND”, ”ID
MESSEN” und ”A.D. MESSEN” sowie andere ist zulässig, solange die Meßergebnisse (später
erklärt auf dem Bildschirm WERKST. MESSEN verbleiben. Die Bildschirmanzeigen der Ergebnisse
für den Vergleich/die Berechnung (Winkel, Abstand, Koordinatenwert, usw.) WERKST. MESSEN ist
ebenfalls möglich.

EIOEMR5S4080R01

7-1. Übertragung von Meßergebnissen


Eeoemr5s4029
Nachfolgend wird die Übertragung von Meßergebnissen nach Beendigung eines Meßzyklus bes-
chrieben.

Vorgehensweise :
1 Nach Beendigung des Werkstückmeßzyklus die Funktionstaste [F7] (TRANSFER) am Bilds-
chirm WERKST. MESSEN drücken.
Ein ähnlicher Kommentar wie nachfolgend gezeigt wird aufgeführt.
”KEINE (H0) X162.475 KEINE (H0) Y147.078 KEINE b45.000 DIES SIND FRÜHERE MES-
SERGEBNISSE WELCHES ERGEBNIS WOLLEN SIE TRANSFERIEREN?”
Der im Kommentar angegebene Begriff ”KEINE” zeigt den Meßzyklusmodus an, der für das
Ergebnis ausgeführt wurde.
Der Kommentar ”KEINE (H0) X162.475” im obigen Beispielbildschirm bedeutet, daß die Daten
für die Übertragung des X-Achsen-Meßergebnisses bei einer Messung des Mittelpunkts an der
Innenfläche erzielt wurde und das der Wert ”162.475” im Maschinenkoordinatensystem (H0)
entspricht.
Der angezeigte Kommentar beinhaltet einen der folgenden Begriffe, die auf den verwendeten
Meßmodus hinweisen.
• ”STIRNSEITE”: Datenübertragung als Ergebnis einer Stirnflächenmessung
• ”INNEN DM.”: Datenübertragung als Ergebnis einer ID-Messung
• ”AUSSEN DM.”: Datenübertragung als Ergebnis einer OD-Messung
MG61-012 S-265
KAPITEL 4 MANLLS MESSEN

• ”INN. MITTE”: Datenübertragung als Ergebnis einer Messung des Mittelpunkts an der
innenliegenden Stirnseite
• ”AUßN MITTE”: Datenübertragung als Ergebnis einer Messung am Mittelpunkt der
außenliegenden Stirnseite
• ”ECKE”: Datenübertragung als Ergebnis einer Messung für Neigung/Ecke

[Ergänzung]
Die bei den Übertragungsdaten aufgeführten X- und Y-Werte entsprechen den
Koordinatenwerten im Maschinenkoordinatensystem (H0).
Der Wert ”β” steht für einen Winkelwert.

2 Bei dieser Bedingung die zu übertragenden Daten mit Hilfe der entsprechenden Funktions-
taste wählen.
• [F1] POSIT: Übertragung der Positionsdaten.
• [F2] WINKEL: Übertragung der Winkeldaten.
• [F3] POSIT & WINKEL: Übertragung der Positions- und Winkeldaten.
Sollen keine Daten übertragen werden, die Funktionstaste [F8] (LÖSCHEN) drücken.
Wird eine der Funktionstasten [F1] (POSIT), [F2] (WINKEL) und [F3] (POSIT & WINKEL)
betätigt, so werden die im letzten Meßzyklus erzielten Daten übertragen und im CNC Speicher
abgelegt.
Der aktuelle zu übertragende Wert hängt vom jeweils ausgeführten Werkstückmeßzyklus ab.
Siehe die nachfolgende Tabelle für den Zusammenhang zwischen einem Werkstückmeßzyklus
und den zu übertragenden Daten.

Werkstückmeßzyklus Übertragende Daten mit [F1] Übertragende Daten mit [F2]


Stirnflächenmessung (X, Y, Z) Stirnflächenposition 0
ID-Mittelpunkt ID-Mittelpunktposition 0
OD-Mittelpunkt OD-Mittelpunktposition 0
Mittelpunkt zwischen zwei innenlie- Mittelpunkt zwischen zwei
genden Flächen innenliegenden Flächen 0
(Kontaktmodus für 2 Punkte) (nur für die gewählte Achse)
Mittelpunkt zwischen zwei innenlie- Mittelpunktposition zwis-
genden Flächen chen zwei innenliegenden Stirnflächenwinkel
(Kontaktmodus für 3 Punkte) Flächen
Mittelpunktposition zwis-
Mittelpunkt zwischen zwei außenlie-
chen zwei außenliegenden
genden Flächen 0
Flächen
(Kontaktmodus für 2 Punkte)
(nur für die gewählte Achse)
Mittelpunkt zwischen zwei außenlie- Mittelpunktposition zwis-
genden Flächen chen zwei außenliegenden Stirnflächenwinkel
(Kontaktmodus für 3 Punkte) Flächen
Neigung/Ecke Eckenposition Werkstückwinkel

Wird die Funktionstaste [F3] (POSIT & WINKEL) betätigt, werden die über [F1] (POSIT) und
[F2] (WINKEL) gewählten Datenarten übertragen.
Wird eine der Funktionstasten ([F1], [F2], [F3]) vor dem Ende eines Meßzyklus betätigt, erfolgt
keine Datenübertragung und folgender Kommentar wurde ausgegeben. Die zuvor übertragen-
den Daten bleiben erhalten.
”KEIN MEßERGBNS! MESSUNG FORTSETZEN”

3 Bei der Anzeige des obigen Kommentars die Funktionstaste [F8] (LÖSCHEN) drücken.
Hiernach wird die Datenübertragung abgebrochen und der Betrieb kann fortgesetzt werden.
MG61-012 S-266
KAPITEL 4 MANLLS MESSEN

7-2. Vergleich mit Meßdaten


Eeoemr5s4030
Die in anderen Meßzyklen erzielten Daten werden in pseudo-lokale Koordinatensystem-Meßwerte
auf der Basis der Übertragungsdaten umgewandelt. Winkel, Abstand und Koordinantenwerte (in
Bezug auf den Nullpunkt im lokalen Koordinatensystem) werden jeweils am Bildschirm WERKST.
MESSEN angezeigt.
Hierbei ist zu beachten, daß je nach Meßfunktion, wie nachfolgend gezeigt, die Rechenergebnisse
möglicherweise nicht berechnet und angezeigt werden können.

Meßablauf Berechnung
Stirnflächenmessung —
ID-Mittelpunkt {
OD-Mittelpunkt {
Mittelpunkt zwischen zwei

innenliegenden Flächen (2 Punkte)
Mittelpunkt zwischen zwei
{
innenliegenden Flächen (3 Punkte)
Mittelpunkt zwischen zwei

außenliegenden Flächen (2 Punkte)
Mittelpunkt zwischen zwei
{
außenliegenden Flächen (3 Punkte)
Neigung/Ecke {

{: Die Rechenergebnisse werden angezeigt.


—:Die Rechenergebnisse werden nicht angezeigt.

7-3. Beispiel für die Anzeige von Rechenergebnissen


Nachfolgend wird die Anzeige von Rechenergebnissen beschrieben. Eeoemr5s4031
Es wird davon ausgegangen, daß das nachfolgend gezeigte Werkstück A in einem bestimmten
Winkel zum Maschinenkoordinatensystem auf dem Tisch aufgesetzt wird. Nachfolgend wird bes-
chrieben, wie der Abstand zwischen der Bezugseckenposition und dem Mittelpunkt der Bohrung ”a”
sowie den Koordinatenwerten des Bohrungsmittelpunkts ”a” im xy-Koordinatensystem (pseudo-
lokales Koordinatensystem) erzielt werden können.

ym Bohrung ”a”
Werkstück A
y

75 150

Bezugseckenposition

0 xm

(xm, ym)........ Maschinenkoordinatensystem


(x, y)............. Pseudo-lokales Koordinatensystem
EIOEMR5S4081R01
MG61-012 S-267
KAPITEL 4 MANLLS MESSEN

Vorgehensweise :
1 Am Bildschirm WERKST. MESSEN 6. SCHRÄGE ECKE ”A” für den Eckenmeßvorgang
wählen.
2 Den Berührungsmeßtaster bei TASTEPOSIT. 1, TASTEPOSIT. 2 und TASTEPOSIT. 3 in dieser
Reihenfolge mit dem Werkstück in Kontakt bringen, um die Eckenpositionsdaten und die Nei-
gung zu ermitteln.
3 Die Funktionstaste [F7] (TRANSFER) am Bildschirm WERKST. MESSEN 6. SCHRÄGE ECKE
drücken, um die Eckenpositionsdaten und die Neigung entsprechend Schritt 1) zu übertragen.
Der folgende Kommentar wird ausgegeben.
”DIES SIND FRÜHERE MESSERGEBNISSE WELCHES ERGEBNIS WOLLEN SIE TRANS-
FERIEREN?”
4 Die Funktionstaste [F3] (POSIT & WINKEL) drücken.
Die Eckenpositionsdaten und der Neigungswinkel des Werkstücks werden übertragen.
Es wird angenommen, daß die übertragenen X- und Y-Koordinatenwerte sowie die Neigung
der Ecke beispielsweise x0, y0, β0 im Maschinenkoordinatensystem (H0) entsprechen.

ym
Werkstück A

X- und Y-Koordinatenwert der Ecke


A A entspricht (x0 , y0).
β0
y0 H(0)X...................x0
H(0)Y...................y0
Neigungswinkel ..β0

0 x0 xm
EIOEMR5S4082R01

Abb.4-2 Neigung und Eckenmessung


5 Den Bildschirm WERKST. MESSEN 6. SCHRÄGE ECKE einmal verlassen und den Bildschirm
WERKST. MESSEN 2. I.D. MITTE aufrufen.
6 Den Berührungsmeßtaster in Bohrung ”a” einsetzen und mit dem Bohrungs-ID bei TASTEPO-
SIT. 1, TASTEPOSIT. 2, TASTEPOSIT. 3 und TASTEPOSIT. 4 in Kontakt bringen, um die Kon-
taktpositionsdaten zu ermitteln.
7 Sicherstellen, daß sich der Cursor auf ”MITTE POS/RAD” befindet (der Cursor bewegt sich
automatisch zu ”MITTE POS/RAD”, wenn die Daten bei ”TASTEPOSIT. 4” gesetzt werden);
danach die Taste WRITE drücken.
Die Mittelpunktposition (xt, yt) sowie der Durchmesser (D) werden berechnet und angezeigt.

ym Bohrung ”a”

yt D

Werkstück A

0 xt xm
EIOEMR5S4083R01

Abb.4-3 Messen des ID-Mittelpunkts


MG61-012 S-268
KAPITEL 4 MANLLS MESSEN

Der X- und Y-Koordinatenwert (xt, yt) des Bohrungsmittelpunkts ”a” wird bei der Rechenergeb-
nisanzeige am Bildschirm aufgeführt. Diese Koordinatenwerte werden auf der Basis der
Eckenpositionsdaten (x0, y0), die in Schritt 5) übertragen wurden, berechnet; sie werden als
Koordinatenwerte im lokalen Koordinatensystem (x, y), das durch Drehen des Maschinenkoor-
dinatensystems (xm, ym) um den übertragenen Winkelwert β. definiert wurde, ausgedrückt.
Der Abstand zum berechneten Mittelpunkt bei der ID-Messung wird gleichzeitig erzielt und am
Bildschirm dargestellt.

ym Bohrung ”a”
Werkstück A
y

x
75

L
150
Drehung um ß
y0
Bezugseckenposition

0 x0 xm
EIOEMR5S4084R01

Abb.4-4 Lokales Koordinatensystem nach Vergleich/Berechnung


Der Anzeigebereich für das Rechenergebnis zeigt folgende Angaben.
CAL. RESULT X: Der Abstand zwischen dem Bezugspunkt (x0, y0) und dem Mittelpunkt der
Bohrung ”a” entlang der X-Achse im lokalen Koordinatensystem (x, y).
CAL. RESULT Y: Der Abstand zwischen dem Bezugspunkt (x0, y0) und dem Mittelpunkt der
Bohrung ”a” entlang der Y-Achse im lokalen Koordinatensystem (x, y).
CAL. RESULT L: Der Abstand zwischen dem Bezugspunkt (x0, y0) und dem Mittelpunkt der
Bohrung ”a”.
CAL. RESULT β: Der Winkel zwischen der X-Achse und dem Segment L im lokalen
Koordinatensystem.

[Ergänzung]

Der Winkel β der bei CAL. RESULT β angezeigt wird, weicht vollständig vom Winkel β ab, der bei
der Messung erzielt wird und übertragen wird.
MG61-012 S-269
KAPITEL 4 MANLLS MESSEN

8. Fehlerliste
Fehler Nr. Beschreibung Eeoemr5s4032
Cutterr. Comp Inputwert. Dieser Fehler tritt in einem der folgenden Fälle auf.
2713
(1) Der zugeordnete Kompensationswert des Cutterradius ist „0“
oder kleiner, oder größer als der Wert der Kompensationspaare,
der in der Maschinenspezifikation gewählt wurde.
a. Werkzeugdaten 300-Paar Spezifikation: Der Inputwert ist
größer als 301.
b. Werkzeugdaten 200-Paar Spezifikation: Der Inputwert ist
größer als 201.
c. Werkzeugdaten 100-Paar Spezifikation: Der Inputwert ist
größer als 101.
(2) Der Kompensationswert des Cutterradius wurde nicht
zugeordnet, obwohl diese Daten eingegeben hätten werden
müssen.
Null Einst. Inputwert. Dieser Fehler tritt in einem der folgenden Fälle auf.
2714
(1) Der zugeordnete Nullversatzwert ist „0“ oder kleiner, oder größer
als der Wert des Arbeitskoordinatensystems, der in der
Maschinenspezifikation gewählt wurde.
a. Arbeitskoordinate 100-Paar Systemspezifikation:
Der Nullversatzwert ist größer als 101.
b. Arbeitskoordinate 50-Paar Systemspezifikation:
Der Nullversatzwert ist größer als 51.
c. Arbeitskoordinate 20-Paar Systemspezifikation:
Der Nullversatzwert ist größer als 21.
(2) Der Nullversatzwert wurde nicht zugeordnet, obwohl diese Daten
eingegeben hätten werden müssen.
Werkzeuglängenversatz Dieser Fehler tritt in einem der folgenden Fälle auf.
Inputwert.
(1) Der zugeordnete Werkzeuglängenversatzwert ist „0“ oder
2715
kleiner, oder größer als der Wert des
Werkzeuglängenversatzpaars, der in der Maschinenspezifikation
gewählt wurde.
a. Werkzeugdaten 300-Paar Spezifikation: Der Inputwert ist
größer als 301.
b. Werkzeugdaten 200-Paar Spezifikation: Der Inputwert ist
größer als 201.
c. Werkzeugdaten 100-Paar Spezifikation: Der Inputwert ist
größer als 101.
(2) Der Werkzeuglängenversatzwert wurde nicht zugeordnet,
obwohl diese Daten eingegeben hätten werden müssen.
MG61-012 S-270
KAPITEL 4 MANLLS MESSEN

Fehler Nr. Beschreibung


Dateneinst. limit over Dieser Fehler tritt in einem der folgenden Fälle auf (Punkte 3 und 4
2716 gelten bei Verwendung der interaktiven Messfunktion).
(1) Beim Zuordnen des REF Ringdurchmessers liegen die
Inputdaten außerhalb des Bereichs von 0 bis 1000,000.
(2) Beim Zuordnen des Referenzwerkzeugdurchmessers liegen die
Inputdaten außerhalb des Bereichs von 0 bis 1000,000.
(3) Beim Zuordnen des Aufwärtshubs der Z-Achse für den AD-
Messmodus liegen die Inputdaten außerhalb des Bereichs von 0
bis 2000,000.
(4) Beim Zuordnen des maximalen Kontakterfassungshubs liegen
die Inputdaten außerhalb des Bereichs von 0 bis 2000,000.
Datensatz nicht bereit Dieser Fehler tritt in einem der folgenden Fälle auf.
2718
(1) Im Arbeitsmessmodus (1. X, Y, Z, END FACE) wurde versucht
ein Nullversatzwert zuzuordnen, wobei die Position der
Referenzoberfläche noch nicht bestimmt wurde.
(2) Im Arbeitsmessmodus (2. I.D. CENTER, 3. O.D. CENTER) wurde
versucht Nullversatzdaten zuzuordnen, wobei die
Zentrumsposition noch nicht bestimmt wurde.
(3) Im Arbeitsmessmodus (4. INT END CENTER, 5. EXT END
CENTER) wurde versucht Nullversatzdaten zuzuordnen, wobei
die Zentrumsposition noch nicht bestimmt wurde.
(4) Im Arbeitsmessmodus (6. INCLINE, CORNER) wurde versucht
Nullversatzdaten zuzuordnen, wobei die Eckposition und der
Neigungswinkel noch nicht bestimmt wurden.
MG61-012 S-271
KAPITEL 5 FUNKTION INTERAKTIVES MESSEN

KAPITEL 5 FUNKTION INTERAKTIVES MESSEN

1. Spezifikationen
Eeoemr5s5001
Die Einstellung von Nullpunkt und Werkzeugversatz erfolgt mit Messfühler oder Berührungssensor.
In Abweichung von herkömmlichen automatischen Werkzeugmessfunktionen kann der Bediener
Messungen manuell über die entsprechenden Tasten und geführt durch klare Anweisungen auf dem
Bildschirm vornehmen. Er muss sich daher keine speziellen Messprogramme beherrschen.
Diese Funktion ermöglicht Ihnen das einfache und schnelle Messen und Einstellen von Daten ohne
Bezugnahme auf das Programmierhandbuch und lässt sich effektiv für folgende Operationen ein-
setzen:
(1) Einstellung der Nullpunkt- oder Werkzeuglängenversatzdaten für die Bearbeitung eines Werk-
stücktyps.
(2) Einstellung der Nullpunkt- oder Werkzeuglängenversatzdaten für die Bearbeitung des ersten
Werkstücks und Start der Produktion ab dem nächsten Werkstück unter Berücksichtigung
dieser Einstelldaten.
(3) Einstellung der Nullpunkt- oder Werkzeuglängenversatzdaten während der Bearbeitung durch
Unterbrechung der Losproduktion unter Verwendung desselben Teileprogramms.
2.
Bildschirm PARAMETER (WERKSTÜCK) Bildschirm X, Y, Z STIRNSEITE

Z
L
Bildschirm I.D. MITTE

Bildschirm Bildschirm Bildschirm Bildschirm


Bildschirm
[Link] - BEZUGSFLÄCHE MEßTASTER MEßTASTER Bildschirm A.D. MITTE
VORBEREITUNG LÄNGEN VERS RADIUSKOMP
BEARB. (WERKSTÜCK) EINSTLN
REF TOOL

t
REF FACE (0) REF FACE (0) Bildschirm INNEN ABSTAND

EIN/AUS-Schalter für
Bildschirm
Interaktive Messfunktion
WSTK. MESSNG Bildschirm AUSSEN ABSTAND

Bildschirm SCHRÄGE ECKE


Bildschirm
PARAMETER L
(Wkz. LÄNGEN)
Liste der Bildschirme und Menüs

REF TOOL
Bildschirm Bildschirm
[Link] -
VORBEREITUNG
Wkz. LÄNGENMESSUNG
(Wkz. LÄNGEN)

Bildschirm
Wkz. LÄNGEN
MESSUNG
KAPITEL 5 FUNKTION INTERAKTIVES MESSEN
MG61-012 S-272

EIOEMR5S5001R01
Eeoemr5s5002
MG61-012 S-273
KAPITEL 5 FUNKTION INTERAKTIVES MESSEN

3. Tasten und Schalter

3-1. Bedienungstafel für interaktives Messen

MESS- WERK- WERK-


ZYKLUS ZEUG- STÜCK-
MODUS MESSUNG MESSUNG

+BLOCK -BLOCK AUTO-


MODUS MODUS MODUS

BERÜH-
RUNGS-
SIGNAL

ME61012R0100800030001

Eeoemr5s5004
(1) Schalter MESSZYKLUS MODUS
Dieser Schalter ist aktiv, wenn die Betriebsart MANUELL am NC-Schaltpult ausgewählt wurde.
Beim Drücken dieser Taste wird die Maske INTERAKTIVES MESSEN angezeigt. Die
Meldeleuchte der Taste leuchtet auf, wenn der Messzyklusmodus aktiv ist.

(2) Schalter WERKZEUGMESSUNG


Drücken Sie diese Taste um die Werkzeuglänge zu messen. Die Meldeleuchte der Taste
leuchtet auf und die Maske zur Werkzeuglängenmessung wird angezeigt.

(3) Schalter WERKSTÜCKMESSUNG


Drücken Sie diese Taste um die Werkstückmaße zu messen. Die Meldeleuchte der Taste
leuchtet auf und die Maske zur Werkzeugstückmessung wird angezeigt.

(4) Wahltaste +BLOCK MODUS


Der Messzyklus, bei dem sich die Spindel nur in positiver Richtung bewegt wird aufgerufen.

(5) Wahltaste -BLOCK MODUS


Der Messzyklus, bei dem sich die Spindel nur in negativer Richtung bewegt wird aufgerufen.

(6) Wahltaste AUTOMODUS


Der zuvor gespeicherte automatische Messzyklus wird aufgerufen. In diesem Fall wird die
Richtung der Achsenbewegung nicht eingeschränkt.

(7) BERÜHRUNGSSIGNAL
Diese Leuchte schaltet sich ein, wenn der Taster oder Berührungssensor ein Werkstück oder
Werkzeug im Messzyklusmodus berührt, der durch Drücken des Schalters MESSZYKLUS
MODUS aktiviert wurde.

Diese Meldeleuchten blinken, wenn der gewählte Zyklus aktiv ist. Entsprechend des Auswahlstatus
blinkt entweder eine oder mehrere der Meldeleuchten.
Wenn die Modusauswahl mit den obigen Tasten (4) bis (6) aktiv ist, blinken deren Meldeleuchten
weiterhin.
MG61-012 S-274
KAPITEL 5 FUNKTION INTERAKTIVES MESSEN

4. Terminologie
(1) EINGABE Eeoemr5s5005
Setzt die Eingabedaten als neue Daten. Für das Aktivieren des EINGABE Befehls wird die
Funktionstaste [F1] (EINGABE) gedrückt, die erforderlichen Daten über die Tastatur eingege-
ben und die Eingabe dann mit der Taste WRITE abgeschlossen.
Die Daten werden erst dann übernommen, wenn die Taste WRITE gedrückt wurde.
(2) DATEN RECHNEN
Setzt die durch Addition/Subtraktion der Eingabedaten berechneten bzw. voreingestellten
Daten als neue Daten. Für das Aktivieren des DATEN RECHNEN Befehls wird die Funktion-
staste [F3] (DATEN RECHNEN) gedrückt, die erforderlichen Daten über die Tastatur eingege-
ben und die Eingabe dann mit der Taste WRITE abgeschlossen.
Die Daten werden erst dann übernommen, wenn die Taste WRITE gedrückt wurde.
(3) NULL KORREK. NR. 10 (für System)
Unter dieser Versatznummer wird als vorbereitender Schritt vor dem eigentlichen Messbetrieb
die Sensorposition (Einstellung der Bezugsoberfläche) registriert. In normalen Bearbeitung-
sprogrammen kann diese Versatnummer nicht verwendet werden. Die Nummer kann durch Ver-
schieben des Cursors auf dem Bildschirm nicht geändert werden.
(4) WKZ. LÄ[Link]. NR. 5 (für System)
Als Vorbereitung auf den Messbetrieb wird diese Versatznummer als Werkzeugversatznummer
speziell für den Berührungssensor verwendet. Die Nummer kann durch Verschieben des Cur-
sors auf dem Bildschirm nicht geändert werden.
(5) BEZUGSRINGMITTE HS3
Dies ist das Koordinatensystem, das als Vorbereitung auf den Messbetrieb für die Ermittlung
des Bezugsringmittelpunkts für die Korrektur des Messfühlerdurchmessers benutzt wird. Das
Koordinatensystem kann durch Verschieben des Cursors auf dem Bildschirm nicht geändert
werden.
(6) Relativer Versatz
Die Bezugswerkzeuglänge wird als „0“ angenommen, und der Werkzeugversatz erfolgt anhand
der Differenz zwischen der Länge des betreffenden Werkzeugs und der Bezugswerkzeuglänge.
(7) Absoluter Versatz
Die Länge der einzelnen Werkzeuge wird direkt eingegeben und der Werkzeugversatz anhand
der eingegebenen Länge festgelegt.
Die Bezugswerkzeuglänge ist: 150 mm (5.91 “) für NT Nr. 40 und 200 mm (7 .87 “) für NT Nr.
50.
(8) Einstellung der Grundstellung [Link] SETZEN (AWW)
Diese Option ist bei vertikalen Bearbeitungszentren wirksam.
Dabei wird die Werkzeugwechselposition für den Werkzueglängenmesszyklus gesetzt. Nach
Bewegen des Werkzeugs an eine Position, an der der automatische Werkzeugwechsel sicher
durchgeführt werden kann, wird die Funktionstaste [F4] ([Link] SETZEN) gedrückt. Die
Position wird als Grundstellung des AWW gespeichert.
Der automatische Werkzeuglängenmesszyklus ist erst nach Setzen der Grundstellung zulässig.
Die gesetzte Grundstellung bleibt bis zum Ausschalten der Stromversorgung wirksam.
Bei Ausschalten des Systems geht die Grundstellung verloren. Nach dem Wiedereinschalten
muss die Grundstellung daher erneut gesetzt werden.
MG61-012 S-275
KAPITEL 5 FUNKTION INTERAKTIVES MESSEN

5. Grundsätzlicher Meßablauf
Eeoemr5s5006
Da die manuelle Messung im manuellen Betrieb durchgeführt wird, sind alle manuellen Operationen
– wie zum Beispiel Eilgang, Schnittvorschub und Impulshandradvorschub, während dieses Zyklus
erlaubt. Der Messfühler oder Berührungssensor wird also manuell in die Nähe des Messkontakt-
punktes gebracht.
Bei Antasten des Messobjekts mit Messfühler oder Berührungssensor muss der Modus über die
Tasten -EINZEL, +EINZEL, oder AUTO auf der gesonderten Bedienungstafel INTERAKTIVES MES-
SEN gewählt und dann die Taste ZYKLUSSTART gedrückt werden, um den Messbetrieb zu starten.
Die Schlittenhalt- und Beeinflussungsfunktion sind nur im automatischen Messzyklus wirksam.
Im Schlittenhaltmodus ist ein manueller Vorschub möglich; um danach den automatischen Mess-
betrieb neu zu starten, muss die ZYKLUSSTART Taste gedrückt werden.
Die Anzeigelampen über diesen Zykluswahltasten blinken, wenn der betreffende Zyklus gewählt
werden kann. Wird danach einer dieser Zyklen gewählt, leuchtet die zugehörige Anzeigelampe kon-
tinuierlich, während die anderen Lampen erlöschen. In diesem Status kann der gewählte Zyklus
durch Drücken der ZYKLUSSTART Taste gestartet werden.

Vorgehensweise :
1 Durch Drücken der Taste MANUELL auf der NC Bedienugstafel kann der Bediener in den man-
uellen Modus schalten.

2 Den EIN/AUS-Schalter für interaktives Messen auf MESSEN stellen.


Wählen Sie durch Drücken des Schalters WERKSTÜCKMESSUNG oder WERKZEUGMES-
SUNG am Schaltpult für interaktive Messung entweder den Werkstückmessmodus oder den
Werkzeugmessmodus.
MG61-012 S-276
KAPITEL 5 FUNKTION INTERAKTIVES MESSEN

6. Überblick über die Interaktive Messfunktion


Eeoemr5s5007
Die interaktive Messfunktion umfasst die folgenden Spezifikationen. Bezüglich allgemeiner Spezi-
fikationen siehe Kapitel 2, "LISTE DER BILDSCHIRME UND MENÜS".
(1) Werkstückmessfunktion
Mit dieser Funktion wird der Nullpunktversatz mit Hilfe des Berührungssensors eingestellt. Die
Funktion bietet die folgenden fünf Messfunktionen für die unterschiedlichen Werkstückkonturen:
1. X, Y, Z STIRNSEITE
2. I.D MITTE
3. A.D MITTE
4. INNEN ABSTAND
5. AUSSEN ABSTAND
6. SCHRÄGE ECKE

EIOEMR5S5004R01

Vor Ausführung der Werkstückmessfunktion müssen immer erst die Messvorbereitungen durch-
geführt und die erforderlichen Parameter gesetzt werden VORBEREITUNG (BEARB.) und
PARAMETER (BEARB.).
MG61-012 S-277
KAPITEL 5 FUNKTION INTERAKTIVES MESSEN

(2) Werkzeuglängenmessfunktion
Mit dieser Funktion wird der Werkzeuglängenversatz mit Hilfe des Berührungssensors eingest-
ellt.
Bei dieser Funktion wird ein Bezugswerkzeug oder ein Werkzeug, dessen Länge zwischen
Messlinie und Werkzeugschneide bekannt ist, als “Mass“ benutzt.
Als Versatzdaten stehen zwei verschiedene Typen zur Verfügung – relative Versatzdaten und
absolute Versatzdaten. Die relativen Werkzeugversatzdaten arbeiten mit Längendifferenzen
zwischen Bezugswerkzeug und zu messendem Werkzeug.
Die absoluten Werkzeugversatzdaten arbeiten mit der Länge des zu messenden Werkzeugs
zwischen Messlinie und Werkzeugschneide.

EIOEMR5S5005R01

(Relativer Versatz) Bezugswerkzeug (Absoluter Versatz) Meßlinie

Wert „L“ ist als Werkzeuglängenversatzdaten registriert. Wert „L“ ist als Werkzeuglängenversatzdaten registriert.
EIOEMR5S5006R01

Vor Ausführung der Werkzeuglängenmessung müssen immer die vorbereitende Längenmes-


sung durchgeführt und die Messparameterdaten gesetzt werden.
MG61-012 S-278
KAPITEL 5 FUNKTION INTERAKTIVES MESSEN

(3) Vorbereitung für die Werkstückmessung und Parametereinstellung


Vor Durchführung eines Werkstückmesszyklus müssen die erforderlichen Daten auf den Bild-
schirmen INTERKTV MESSEN VORBEREITUNG (WSTK.) und INTERKTV MESSEN PARAM-
ETER (WSTK.) eingegeben werden.
a) Vorbereitender Schritt

EIOEMR5S5007R01

Vor Durchführung der Werkstückmessfunktion müssen die Werkzeugversatz- und Fräserra-


diuskorrekturdaten (in 4 Richtungen: +X, -X, +Y, -Y) des Messfühlers selbst gesetzt werden.
Längenversatz und Radiuskorrektur des Messfühlers sind nur dann erforderlich, wenn ein
Messfühler ausgewechselt wurde oder mit einem Gegenstand/Messobjekt kollidiert ist.
b) Einstellung der Messparameter

EIOEMR5S5008R01
MG61-012 S-279
KAPITEL 5 FUNKTION INTERAKTIVES MESSEN

Parametereinstellungen bleiben so lange wirksam, bis sie wieder geändert werden.


Es wird zwischen den folgenden beiden Werkstückmessparametern unterschieden:
• Max. Verfahrweg bis Antastung (MAX BERÜHRUNGSWEG)
Definiert den max. Verfahrweg des Messfühlers, bis nachmanueller Positionierung an der
Startposition des automatischen Messzyklus automatisch eine Antastung erkannt wird.
Wird nach Abfahren der hier gesetzten max. Strecke kein Kontaktsignal empfangen, gibt
das System einen Alarm aus, und der Messfühler kehrt zum Startpunkt zurück.
Die Anfangseinstellung beträgt 50 mm.
• Spindelrückzug während der Außendurchmessermessung (SPIDL. BEWEG. BEI
[Link])
Im AD Messmodus wird die Spindel nach oben zurückgezogen, um eine Kollision des
Messfühlers mit dem Werkstück zu verhindern.
Dieser Weg wird über diesen Parameter gesetzt.
Die Anfangseinstellung beträgt 50 mm.
(4) Vorbereitung für die Werkzeugmessung und Parametereinstellung
Vor Durchführung eines Werkzeugmesszyklus müssen die erforderlichen Daten auf den Bild-
schirmen INTERKTV MESSEN VORBEREITUNG (WSTK.) und INTERKTV MESSEN PARAM-
ETER (WSTK.) eingegeben werden.
a) Vorbereitender Schritt

EIOEMR5S5040R01

Vor Durchführung des Werkzeuglängenmesszyklus müssen Sensorposition und Bezug-


swerkzeuglänge eingegeben werden.
Die Sensorposition wird über „HS1“ im Systemwerkstückkoordinatensystem gesetzt (dieses
Koordinatensystem wird speziell und ausschließlich für die Einstellung der Sensorpositions-
daten benutzt; die Verwendung für die Bearbeitung ist nicht zulässig). Handelt es sich um
einen stationären Berührungssensor, ist die Einstellung nur einmal erforderlich. Handelt es
sich hingegen um einen beweglichen Berührungssensor, müssen die Daten jedesmal neu
gesetzt werden.
Wird BEZUGSWkz.LÄNGE auf “0” gesetzt, werden die relativen Werkzeuglängenversatz-
daten ermittelt; wird hingegen die Länge zwischen Messlinie und Werkzeugschneide
gesetzt, werden die absoluten Versatzdaten gemessen.
Die Länge des von Okume mitgelieferten Bezugswerkzeugs beträgt 150 mm (5.91“) für
Konus Nr. 40 und 200 mm (7.87 Zoll) für Konus Nr. 50.
MG61-012 S-280
KAPITEL 5 FUNKTION INTERAKTIVES MESSEN

b) Einstellung der Messparameter

EIOEMR5S5010R01

Parametereinstellungen bleiben so lange wirksam, bis sie wieder geändert werden.


Es wird zwischen den folgenden beiden Parameterarten für die Werkzeuglängenmessung
unterschieden:
• Max. Verfahrweg bis Antastung (MAX BERÜHRUNGSWEG)
Definiert den max. Verfahrweg des Messfühlers, bis nach manueller Positionierung an
der Startposition des automatischen Messzyklus eine Antastung in -RICHTUNG erkannt
wird.
Wird nach Abfahren der hier gesetzten max. Strecke kein Kontaktsignal empfangen, gibt
das System einen Alarm aus, und der Messfühler kehrt zum Startpunkt zurück.
Die Anfangseinstellung beträgt 50 mm (1.97 Zoll).
MG61-012 S-281
KAPITEL 5 FUNKTION INTERAKTIVES MESSEN

• Max. Werkzeuglänge (MAX Wkz. LÄNGE)


Hier wird die Länge des längsten im Werk des Anwenders benutzten Werkzeugs gesetzt.
Die hier einzugebenden Daten sind unterschiedlich, je nach dem ob relative oder abso-
lute Werkzeuglängenversatzdaten ermittelt werden sollen.
Die Einstellung dieses Parameters legt den Vorschubbetrag des Werkzeugs im Eilgang
bis zum Berührungssensor fest, wenn die Werkzeuglängenversatzdaten im AUTO Modus
nach Einstellung der Grundstellung eingelesen werden. Ist der Einstellwert zu klein, kolli-
diert das Werkzeug mit dem Sensor; daher ist hierbei ein entsprechender Sicherheitsab-
stand zu berücksichtigen.

Grundstellung (HP) 5

1 2

Max. Werkzeuglänge + 10 mm
3 4

Eilgang

Schnittvorschub

Ablaufreihenfolge
Messzyklus im Automatikmodus

Berührungssensor

EIOEMR5S5011R01

ACHTUNG
Ist die gesetzte max. Werkzeuglänge kleiner als die Länge des aktuellen Werkzeugs,
kollidieren Werkzeug und Berührungssensor.
Daher darf die eingegebene max. Werkzeuglänge niemals kürzer sein als die Länge des
aktuellen Werkzeugs.
MG61-012 S-282
KAPITEL 5 FUNKTION INTERAKTIVES MESSEN

7. Werkstückmessfunktion

7-1. Bildschirm PARAMETER (WORK)

Vorgehensweise :
Eeoemr5s5008
1 Wählen Sie den Modus MANUELL, und schalten Sie Schalter MESSZYKLUS MODUS des
Zusatzpults für interaktive Messung ein. Drücken Sie dann den Schalter WERKSTÜCKMES-
SUNG. Folgende Maske wird angezeigt.

EIOEMR5S5004R01

2 Die Funktionstaste [F8] (MESSEN PARAM.) drücken. Daraufhin erscheint der folgende Bild-
schirm.

EIOEMR5S5008R01
MG61-012 S-283
KAPITEL 5 FUNKTION INTERAKTIVES MESSEN

3 Den Cursor in die Spalte unter MAX BERÜHRUNGSWEG L= bewegen. Nach Eingabe des
Wertes die Funktionstaste [F1] (EINGABE) drücken.

4 Den Curosr unter SPIDL. BEWEG. BEI [Link] stellen. Nach Eingabe des Wertes die
Funktionstaste [F1] (EINGABE) drücken.

5 Dann nacheinander die Funktionstasten [F7] (SICHER STELLUNG) und [F8] (BEENDEN)
drücken.

7-2. Bildschirm PREPARATION (WORK)


Folgendes bereitstellen: Eeoemr5s5009
- Messfühler
- Bezugsring
- Schwenkmaß
- Bezugsblock
- Bezugswerkzeug

Vorgehensweise :
1 Wählen Sie den Modus MANUELL, und schalten Sie Schalter MESSZYKLUS MODUS des
Zusatzpults für interaktive Messung ein. Drücken Sie dann den Schalter WERKSTÜCKMES-
SUNG. Folgende Maske wird angezeigt.

EIOEMR5S5004R01
MG61-012 S-284
KAPITEL 5 FUNKTION INTERAKTIVES MESSEN

2 Die Funktionstaste [F7] (MESSEN VORBER.) drücken. Daraufhin erscheint der folgende Bild-
schirm.

EIOEMR5S5009R01

3 Den Cursor in die Spalte NÄCH. WKZ. bewegen und die Speichernummer des Bezug-
swerkzeugs eingeben.
Die Achsen an Positionen bewegen, an denen ein automatischer Werkzeugwechsel möglich
ist, und dann die ZYKLUSSTART Taste drücken.
Das Bezugswerkzeug wird aus dem AWW Magazin geholt und in die Spindel eingesetzt.

4 Danach wird das Bezugswerkzeug manuell mit dem Bezugsblock in Kontakt gebracht.
Dann den Cursor in die Spalte NULL KORREK. bewegen. Z.

5 Wird der Cursor in die Spalte NULL KORREK. Z bewegt, erscheint die Meldung "Write the REF
block thickness" auf dem Bildschirm. Hier die Dicke (L) des Bezugsblocks eingeben.
MG61-012 S-285
KAPITEL 5 FUNKTION INTERAKTIVES MESSEN

6 Die Funktionstaste [F5] (NÄCHSTE) drücken. Daraufhin erscheint der folgende Bildschirm.

EIOEMR5S5012R01

7 Den Cursor in die Spalte NÄCH. WKZ. bewegen und die Speichernummer des Messfühlers
eingeben.
Die Achsen an Positionen bewegen, an denen ein automatischer Werkzeugwechsel möglich
ist, und dann die ZYKLUSSTART Taste drücken.

8 Nach Einsatz des Messfühlers in die Spindel wird der Cursor in die Spalte WKZ. LÄ[Link]-
REKT. bewegt.

9 Sicherstellen, dass die Meldung "Position near REF face and select cycle" auf dem Bildschirm
angezeigt wird und dann den Messfühler manuell an die Bezugsfläche annähern.
Die Taste “Z” drücken, um die Z-Achse als Messachse festzulegen.
Die Taste -RICHTUNG auf der Bedienungstafel INTERAKTIVES MESSEN und dann die ZYK-
LUSSTART Taste drücken.
Der Messfühler startet nun den automatischen Messzyklus.

10 Die Werkzeugversatzwerte werden eingegeben, sobald der Messfühler die Bezugsfläche


antastet.
MG61-012 S-286
KAPITEL 5 FUNKTION INTERAKTIVES MESSEN

11 Die Funktionstaste [F5] (NÄCHSTE) drücken. Daraufhin erscheint der folgende Bildschirm:

EIOEMR5S5013R01

12 Den Bezugsring auf dem Tisch fixieren.

13 Den Cursor in die Spalte BEZUGSRINGDM. bewegen und den Durchmesser des Bezugsrings
eingeben.

14 Nach Durchführung von Schritt (13) wird die Meldung "Find the ref ring center and press
WRITE button at that pos" angezeigt. Der Cursor springt in die Spalte BEZUGSRINGMITTE.

15 Den Messfühler manuell aus der Spindel entnehmen und daschwenkmass gegen die Spindel-
drücken.
Vor Entnahme aus der Spindel muss der Messfühler entsprechend markiert werden, um die
korrekte Phasenausrichtung mit dem Antriebskeil zu gewährleisten.

16 Den Mittelpunkt des Bezugsrings ermitteln, indem das Schwenkmaß manuell verschoben und
die Mittelpunkte von Bezugsring und Spindel aufeinander ausgerichtet werden.

Schwenkmaß

Bezugsring

Tisch
EIOEMR5S5014R01
MG61-012 S-287
KAPITEL 5 FUNKTION INTERAKTIVES MESSEN

An dieser Position die Taste WRITE drücken. Die NULL KORREK. Daten eingeben. NR. Die
Werte für NULL KORREK. NR. 3 (für System) (X, Y) werden geändert und der Cursor springt
in die Spalte RAD KOMP.

EIOEMR5S5015R01

17 Die X- und Y-Achse am Mittelpunkt des Bezugsrings halten und die Z-Achse zurückziehen.
Das Schwenkmaß aus der Spindel entfernen und den Messfühler in die Spindel einsetzen;
dabei die Markierung am Fühler mit dem Antriebskeil ausrichten.
Dann die Spindel manuell ausrichten. Wird die Fräserradiuskorrektur ohne vorherige Spindel-
ausrichtung ausgeführt, kann es zu Messfehlern kommen.

18 Die Z-Achse absenken, bis die Messfühlerspitze in den Bezugsring läuft. Anschließend die X-
Achse durch Drücken der Taste “X” wählen und dann die Tasten AUTOM NETZTR und ZYK-
LUSSTART in dieser Reihenfolge drücken.
MG61-012 S-288
KAPITEL 5 FUNKTION INTERAKTIVES MESSEN

19 Der Messfühler führt nun den automatischen Messzyklus aus, wobei die Werte für RAD KOMP
1, 2, 3 und 4 gesetzt werden.

EIOEMR5S5007R01

3 3

2 1

2 6 5 1

6 5

4 4 Durchgezogene Linie: Schnittvorschub


Gestrichelte Linie: Eilgang

Automatischer Messfühlerzyklus

EIOEMR5S5016R01

20 Dann nacheinander die Funktionstasten [F7] (SICHER STELLUNG) und [F8] (BEENDEN)
drücken. Bildschirm MESSNG MENÜ
MG61-012 S-289
KAPITEL 5 FUNKTION INTERAKTIVES MESSEN

7-3. X, Y, Z END FACE

Vorgehensweise :
Eeoemr5s5010
1 Wählen Sie den Modus MANUELL, und schalten Sie Schalter MESSZYKLUS MODUS des
Zusatzpults für interaktive Messung ein. Drücken Sie dann den Schalter WERKSTÜCKMES-
SUNG. Folgende Maske wird angezeigt.

EIOEMR5S5004R01

2 Den Cursor unter "1. X, Y, Z STIRNSEITE" auf dem obenstehenden Bildschirm MENÜ stellen
und die Taste WRITE drücken. Daraufhin erscheint der folgende Bildschirm.

EIOEMR5S5017R01
MG61-012 S-290
KAPITEL 5 FUNKTION INTERAKTIVES MESSEN

3 Die NULL KORREK. Daten eingeben. NR. (Werkstückkoordinate Nr.)


Es kann eine beliebige Werkstückkoordinatensystem Nr. – unabhängig von der aktuellen Num-
mer – gewählt werden.

4 Nach Durchführung von Schritt 3 werden die Nullpunktversatzwerte und aktuellen Positions-
daten im gewählten Werkstückkoordinatensystem angezeigt.

EIOEMR5S5018R01

5 Den Messfühler nahe an die Messposition bringen.

6 Dann durch Drücken einer beliebigen ACHSENWAHL Taste die Achse wählen, in der der
Messzyklus ausgeführt werden soll.
Nach der Achswahl springt der Cursor automatisch in die Spalte NULL KORREK. der
gewählten Achse..

7 Die lampen für +RICHTUNG und -RICHTUNG blinken.


Die Richtung wählen, in die der Messfühler bewegt werden soll. Die Lampe der gewählten
Richtung blinkt weiter, die andere hört auf zu blinken.

8 Durch Drücken der ZYKLUSSTART Taste wird der automatische Messzyklus in der gewählten
Richtung gestartet.

9 Der Messfühler bewegt sch mit der über den Schalter für die Schnittvorschubbeinflussung
gewählten Geschwindigkeit, bis er das Werkstück antastet.

10 Nach Antasten des Werkstücks wird er einmal um 0.5 mm vom Werkstück zurückgezogen,
bevor er das Werkstück wieder berührt. Diese Bewegung erfolgt mit konstanter Geschwind-
igkeit; die Einstellung des Schalters für die Schnittvorschubbeeinflussung wird dabei ignoriert.

11 Nach dem zweiten Kontakt kehr der Messfühler zur vorhergehenden Messposition zurück.

12 Die Nullpunktversatzdaten werden geändert und der Nullpunktversatz wird automatisch aus-
geführt, so dass der Koordinatenwert der Kontaktposition “0” wird.

13 Um die Nullpunktversatzdaten so zu setzen, dass die Koordinate an der Kontaktposition ungle-


ich “0” ist, wird mit einer der ACHSENWAHL Tasten eine Achse gewählt; daraufhin bewegt sich
der Cursor in den Datenbereich für diese Achse. Die Funktionstaste [F3] (DATEN RECHNEN)
drücken und den erforderlichen Wert eingeben.
MG61-012 S-291
KAPITEL 5 FUNKTION INTERAKTIVES MESSEN

[Ergänzung]
1) Nach Wahl einer falschen Bewegungsrichtung mit +RICHTUNG oder -RICHTUNG oder
Eingabe falscher Versatzdaten wird entweder die Funktionstaste [F7] (QUIT) oderr die Taste
RÜCKSETZEN gedrückt.
2) In den folgenden Fällen wird ein Alarm ausgegeben, der anzeigt, dass der Messzyklus nicht
möglich ist:
- Der Kontakt wurde nicht innerhalb des über Parameter gesetzten Wegs erkannt.
- Nach Wahl des Impulshandradvorschubs und der Bewegungsrichtung über +RICHTUNG
oder -RICHTUNG wird die ZYKLUSSTART Taste gedrückt.
Durch Drücken der Taste RÜCKSETZEN wird der Alarmstatus wieder aufgehoben.
3) Die Richtung, in der sich die Achse im Automatikzyklus bewegt, stimmt mit der über die
ACHSENWAHL Taste gewählten Richtung überein.
Nach Wahl einer falschen Achse bewegt sich der Messfühler nicht in der gewählten Richtung.
Für die ID oder AD Messung muss im automatischen Messzyklus die X-Achse gewählt
werden.
Der Cursor bewegt sich auf dem Bildschirm zu der mit der ACHSENWAHL Taste gewählten
Achse. Das bedeutet – wurde die X-Achse gewählt, springt der Cursor zu der Spalte mit den X-
Achsendaten hinter NULL KORREK..

PULSE
HANDLE
22

X 27
4 28

Y 29
5 30

Z 31
6 32

EIOEMR5S5020R01

EIOEMR5S5018R01

War HANDRAD mit der ACHSENWAHL Taste gewählt, wird der Cursor auf dem Bildschirm
gelöscht; wird der Messzyklus unter dieser Bedingung gestartet, gibt das System einen Alarm
aus.
MG61-012 S-292
KAPITEL 5 FUNKTION INTERAKTIVES MESSEN

7-4. I.D. CENTER

Vorgehensweise :
Eeoemr5s5011
1 Wählen Sie den Modus MANUELL, und schalten Sie Schalter MESSZYKLUS MODUS des
Zusatzpults für interaktive Messung ein. Drücken Sie dann den Schalter WERKSTÜCKMES-
SUNG. Folgende Maske wird angezeigt.

EIOEMR5S5004R01

2 Den Cursor auf dem obenstehenden Bildschirm in die Spalte "2. I.D. MITTE" bewegen und
dann die WRITE Taste drücken.
Daraufhin erscheint der folgende Bildschirm.

EIOEMR5S5021R01

3 Die NULL KORREK. Daten eingeben. NO. (Werkstückkoordinate Nr.)


MG61-012 S-293
KAPITEL 5 FUNKTION INTERAKTIVES MESSEN

4 Die Lampen für +RICHTUNG und AUTOM NETZTR blinken.

5 Die Meldung "Position near end-face, select axis, then select cycle" wird auf dem Bildschirm
angezeigt.
Den Messfühler manuell an die folgende Position bewegen und dann in die Bohrung zustellen.
AUTOM NETZTR .... In die Bohrungsmitte
+RICHTUNG .... In die Nähe der Bohrlochwand in +X-Achsenrichtung

[Ergänzung]
Die Wahl von AUTOM NETZTR und +RICHTUNG muss in Bezug auf das
Innendurchmessermaß erfolgen.
AUTOM NETZTR ......... Der ID entspricht max. 2 x dem max. Verfahrweg zum Antastpunkt.
+RICHTUNG ...... Der ID ist größer als 2 x der max. Verfahrweg zum Antastpunkt.
Die Angangseinstellung dieses Parameters ist 50 mm.
Die Einstellung kann nach Bedarf geändert werden.

6 AUTOM NETZTR
Nach Wahl von AUTOM NETZTR blinkt die zugehörige Lampe weiter.
Die X-Achse mit der ACHSENWAHL Taste wählen und die Taste ZYKLUSSTART drücken.
Der Messzyklus wird gestartet und die Messung erfolgt in der Reihenfolge: X-Achse, Y-Achse,
X-Achse. Danach stoppt der Messfühler in der Bohrungsmitte und der Messzyklus wird been-
det. Der Nullpunktversatz der X- und Y-Achse wird so vorgenommen, dass die X- und Y-Koordi-
naten des Bohrungsmittelpunkts (0,0) sind.

7 +RICHTUNG
Nach Wahl der +RICHTUNG blinkt die zugehörige Lampe weiter.

MESS- WERK- WERK-


ZYKLUS ZEUG- STÜCK-
MODUS MESSUNG MESSUNG

+BLOCK -BLOCK AUTO-


MODUS MODUS MODUS

BERÜH-
RUNGS-
SIGNAL

EIOEMR5S5022R01
MG61-012 S-294
KAPITEL 5 FUNKTION INTERAKTIVES MESSEN

(1) Den Messfühler manuell nahe an den Punkt „1“ in der untenstehenden Abbildung
annähern und in die Bohrung zustellen.
Y

Manueller Vorschub

X
2 1

EIOEMR5S5023R01

(2) Die X-Achse mit der ACHSENWAHL Taste wählen und die Taste ZYKLUSSTART
drücken.
(3) Der Messzyklus wird gestartet, der Messfühler bewegt sich in positiver X-Achsenrich-
tung und kehrt nach der Kontakterkennung zur vorherigen Position zurück.
(4) Die Anzeigelampe AUTOM NETZTR blinkt weiter, die der Taste +RICHTUNG hört auf zu
blinken.
(5) Den Messfühler wie in (1) gezeigt manuell zu Punkt “2” bewegen.
Bei dieser Bewegung darf nur die X-Achse – nicht die Y-Achse – verfahren werden. Bei
Verfahren der Y-Achse kommt es zu falschen Messergebnissen.
(6) Die X-Achse mit der ACHSENWAHL Taste wählen und die Taste ZYKLUSSTART
drücken.

GAUGING
TOOL WORK
CYCLE
GAUGING GAUGING
MODE

+BLOCK -BLOCK AUTO


MODE MODE MODE

TOUCH
SIGNAL

EIOEMR5S5024R01

(7) Der Messzyklus wird gestartet, der Messfühler bewegt sich in negativer X-Achsenrich-
tung und kehrt nach der Kontakterkennung zur Mittenposition zurück. Danach wird der
Messzyklus kontinuierlich in der Y-Achse und X-Achse – in dieser Reihenfolge – durch-
geführt. Am Ende stoppt der Messfühler in der Bohrlochmitte.
Der Nullpunktversatz der X- und Y-Achse wird so vorgenommen, dass die X- und Y-
Koordinaten des Bohrungsmittelpunkts (0,0) sind. Gleichzeitig wird die ID Messung
angezeigt.
(8) Soll der Nullpunktversatz so vorgenommen werden, dass die ermittelte Koordinate des
Bohrlochmittelpunkts nicht „0“ ist, muss die entsprechende Achse mit der Taste ACH-
SENWAHL gewählt werden. Der Cursor springt dann in den Datenbereich der abwe-
ichend gewählten Achse auf dem Bildschirm. Die Funktionstaste [F3] (DATEN
RECHNEN) drücken und den erforderlichen Wert eingeben.
MG61-012 S-295
KAPITEL 5 FUNKTION INTERAKTIVES MESSEN

7-5. O.D. CENTER

Vorgehensweise :
Eeoemr5s5012
1 Wählen Sie den Modus MANUELL, und schalten Sie Schalter MESSZYKLUS MODUS des
Zusatzpults für interaktive Messung ein. Drücken Sie dann den Schalter WERKSTÜCKMES-
SUNG. Folgende Maske wird angezeigt.

EIOEMR5S5004R01

2 Den Cursor auf dem obenstehenden Bildschirm in die Spalte "3. A.D. MITTE" bewegen und
dann die WRITE Taste drücken.
Daraufhin erscheint der folgende Bildschirm.

EIOEMR5S5025R01

3 Die NULL KORREK. Daten eingeben. NO. (Werkstückkoordinate Nr.)


MG61-012 S-296
KAPITEL 5 FUNKTION INTERAKTIVES MESSEN

4 Die Anzeigelampe für -RICHTUNG blinkt.


5 Den Messfühler manuell zu Position „1“ in der untenstehenden Abbildung bewegen.

Manueller Vorschub

2 1

EIOEMR5S5026R01

Nach Positionierung der X- und Y-Achse wird der Messfühler nach unten bewegt; der Zustell-
betrag (“A” in der obenstehenden Abbildung) muss kleiner sein als der über SPIDL. BEWEG.
BEI [Link]. gesetzte Rückzugsbetrag der Spindel.
6 Die X-Achse mit der ACHSENWAHL Taste wählen, -RICHTUNG wählen und die Taste ZYK-
LUSSTART drücken.
7 Der Messzyklus wird gestartet, der Messfühler bewegt sich in negativer X-Achsenrichtung und
kehrt nach der Kontakterkennung zur vorherigen Position zurück. Danach verfährt die Z-Achse
nach oben.
Die Aufwärtsbewegung der Z-Achse erfolgt um den über SPIDL. BEWEG. BEI [Link]
gesetzten Betrag. Die Anfangseinstellung von Parameter beträgt 50 mm. Bei Bedarf kann die
Einstellung geändert werden.
8 Der Messfühler wird dann manuell zu Position „2“ ((5) in der Zeichnung) bewegt. Bei dieser
Achsbewegung darf nur die X- nicht die Y-Achse bewegt werden. Bei Verfahren der Y-Achse
würde es zu falschen Messergebnissen kommen.
9 Die X-Achse mit der ACHSENWAHL Taste wählen, AUTOM NETZTR wählen und die Taste
ZYKLUSSTART drücken.
10 Der Messzyklus wird gestartet und der Messfühler bewegt sich in positiver X-Achsenrichtung;
nach der Kontakterkennung verfährt die Z-Achse nach oben und dann zum AD Mittelpunktzu.
Während die Z-Achse nach oben und unten verfährt, erfolgt die Messung zuerst in der Y- dann
in der X-Achse. Am Ende stoppt der Messfühler in der Bohrlochmitte.
Der Nullpunktversatz der X- und Y-Achse wird so vorgenommen, dass die X- und Y-Koordi-
naten des Bohrungsmittelpunkts (0,0) sind.
Gleichzeitig wird auch die AD Messung angezeigt.
11 Soll der Nullpunktversatz so vorgenommen werden, dass die ermittelte Koordinate des Bohr-
lochmittelpunkts nicht „0“ ist, muss die entsprechende Achse mit der Taste ACHSENWAHL
gewählt werden. Der Cursor springt dann in den Datenbereich der abweichend gewählten
Achse auf dem Bildschirm. Die Funktionstaste [F3] (DATEN RECHNEN) drücken und den
erforderlichen Wert eingeben.
MG61-012 S-297
KAPITEL 5 FUNKTION INTERAKTIVES MESSEN

7-6. IN MITTE ENDE

Vorgehensweise :
Eeoemr5s5013
1 Wählen Sie den Modus MANUELL, und schalten Sie Schalter MESSZYKLUS MODUS des
Zusatzpults für interaktive Messung ein. Drücken Sie dann den Schalter WERKSTÜCKMES-
SUNG. Folgende Maske wird angezeigt.

EIOEMR5S5004R01

2 Den Cursor auf dem obenstehenden Bildschirm in die Spalte "4. I.D. MITTE ENDE" bewegen
und dann die WRITE Taste drücken.
Daraufhin erscheint der folgende Bildschirm.

EIOEMR5S5027R01
MG61-012 S-298
KAPITEL 5 FUNKTION INTERAKTIVES MESSEN

3 Die NULL KORREK. Daten eingeben. NO. (Werkstückkoordinate Nr.)


4 Die Lampen für +RICHTUNG und AUTOM NETZTR blinken.
5 Die Meldung "Position near end-face, select axis, then select cycle" wird auf dem Bildschirm
angezeigt.
Den Messfühler manuell an die folgende Position bewegen und dann in die Nut zustellen.
AUTOM NETZTR .... In der Nähe der Innenstirnseite
+RICHTUNG .... In der Nähe der Nutwand in Plusrichtung der gewählten Achse

[Ergänzung]
Die Wahl von AUTOM NETZTR und +RICHTUNG muss in Bezug auf das Innenstirnseiten-
maß erfolgen.
AUTOM NETZTR ........ Wenn die Innenstirnseite max. 2 x dem max. Verfahrweg zum
Antastpunkt entspricht.
+RICHTUNG ..... Wenn die Innenstirnseite größer ist als 2 x der max. Verfahrweg zum
Antastpunkt.
Die Angangseinstellung dieses Parameters ist 50 mm. Die Einstellung kann nach Bedarf
geändert werden.

6 AUTOM NETZTR
Nach Wahl von AUTOM NETZTR blinkt die zugehörige Lampe weiter.
Die Achse mit der ACHSENWAHL Taste wählen, in der die Messung durchgeführt werden soll,
und dann die ZYKLUSSTART Taste drücken.
Der Messzyklus wird gestartet. Der Nullpunktversatz wird so durchgeführt, dass die Mit-
telpunktkoordinate der Innenstirnseite „0“ ist.

1 Y

Manueller
Vorschub

X
2

Y-Achsennullpunktkorrektur

2 1

X-Achsennullpunktkorrektur

EIOEMR5S5028R01
MG61-012 S-299
KAPITEL 5 FUNKTION INTERAKTIVES MESSEN

7 +RICHTUNG
Nach Wahl von +RICHTUNG (oder -RICHTUNG) blinkt die zugehörige Lampe weiter.
(1) Den Messfühler manuell nahe an den Punkt „1“ in der untenstehenden Abbildung
annähern und in die Nut zustellen.

2 1

EIOEMR5S5029R01

(2) Die eine Achse mit der ACHSENWAHL Taste wählen und die Taste ZYKLUSSTART
drücken.
(3) Der Messzyklus wird gestartet. Nach Ende des Messzyklus kehrt der Messfühler zur
vorhergehenden Position zurück.
(4) Anschließend den Messfühler an die gegenüberliegende Nutwand annähern.
(5) Eine Achse mit der ACHSENWAHL Taste wählen, -RICHTUNG wählen und die Taste
ZYKLUSSTART drücken.
Nach Ende der Messung wird der Nullpunktversatz in der Messachse so ausgeführt,
dass die Koordinate des Mittelpunkts „0“ ist. Gleichzeitig wird auch das Maß der Innen-
stirnseite (Wandabstand der Nut) angezeigt.
(6) Soll der Nullpunktversatz so vorgenommen werden, dass die ermittelte Koordinate des
Mittelpunkts nicht „0“ ist, muss die entsprechende Achse mit der Taste ACHSENWAHL
gewählt werden. Der Cursor springt dann in den Datenbereich der abweichend
gewählten Achse auf dem Bildschirm. Die Funktionstaste [F3] (DATEN RECHNEN)
drücken und den erforderlichen Wert eingeben.

[Ergänzung]
In diesem Beispiel wird nach dem Messzyklus in +RICHTUNG ein weiterer Messzyklus in -
RICHTUNG durchgeführt. Dieser Vorgang kann auch in umgekehrter Reihenfolge ausgeführt
werden.
MG61-012 S-300
KAPITEL 5 FUNKTION INTERAKTIVES MESSEN

7-7. [Link] ENDE

Vorgehensweise :
Eeoemr5s5014
1 Wählen Sie den Modus MANUELL, und schalten Sie Schalter MESSZYKLUS MODUS des
Zusatzpults für interaktive Messung ein. Drücken Sie dann den Schalter WERKSTÜCKMES-
SUNG. Folgende Maske wird angezeigt.

EIOEMR5S5004R01

2 Den Cursor auf dem obenstehenden Bildschirm in die Spalte "5. [Link] ENDE" bewegen
und dann die WRITE Taste drücken.
Daraufhin erscheint der folgende Bildschirm.

EIOEMR5S5030R01
MG61-012 S-301
KAPITEL 5 FUNKTION INTERAKTIVES MESSEN

3 Die NULL KORREK. Daten eingeben. NO. (Werkstückkoordinate Nr.)

4 Die Anzeigelampe für -RICHTUNG blinkt.

5 Den Messfühler manuell zu Position „1“ in der untenstehenden Abbildung bewegen.


Nach Positionierung der X- und Y-Achse wird der Messfühler nach unten bewegt; der Zustell-
betrag (“A” in der obenstehenden Abbildung) muss kleiner sein als der über SPIDL. BEWEG.
BEI [Link]. gesetzte Rückzugsbetrag der Spindel.

Y-Achsennullpunktkorrektur

2 1 X-Achsennullpunktkorrektur
Y

EIOEMR5S5031R01

6 Dann durch Drücken einer beliebigen ACHSENWAHL Taste die Achse wählen, in der der
Messzyklus ausgeführt werden soll.
Die Taste -RICHTUNG und dann die ZYKLUSSTART Taste drücken.

7 Der Messzyklus wird gestartet. Nach Ende des Messzyklus kehrt der Messfühler zur vorherge-
henden Position zurück.

8 Den Messfühler manuell an die gegenüberliegende Wand annähern.

9 Eine Achse mit der ACHSENWAHL Taste wählen, -RICHTUNG wählen und die Taste ZYK-
LUSSTART drücken.
Nach Ende der Messung wird der Nullpunktversatz in der Messachse so ausgeführt, dass die
Koordinate des Mittelpunkts „0“ ist. Gleichzeitig wird das Maß der Außenstirnseite angezeigt.

10 Soll der Nullpunktversatz so vorgenommen werden, dass die ermittelte Koordinate des Mit-
telpunkts nicht „0“ ist, muss die entsprechende Achse mit der Taste ACHSENWAHL gewählt
werden. Der Cursor springt dann in den Datenbereich der abweichend gewählten Achse auf
dem Bildschirm. Die Funktionstaste [F3] (DATEN RECHNEN) drücken und den erforderlichen
Wert eingeben.
MG61-012 S-302
KAPITEL 5 FUNKTION INTERAKTIVES MESSEN

[Ergänzung]
In diesem Beispiel wird nach dem Messzyklus in +RICHTUNG ein weiterer Messzyklus in -
RICHTUNG durchgeführt. Dieser Vorgang kann auch in umgekehrter Reihenfolge ausgeführt
werden.
In dem untenstehenden Fall wird "5. [Link] ENDE" gewählt; hierbei wird mit dem Messfühler
zweimal in derselben Richtung angetastet.

EIOEMR5S5032R01
MG61-012 S-303
KAPITEL 5 FUNKTION INTERAKTIVES MESSEN

7-8. INCLINE, CORNER

Vorgehensweise :
Eeoemr5s5015
1 Wählen Sie den Modus MANUELL, und schalten Sie Schalter MESSZYKLUS MODUS des
Zusatzpults für interaktive Messung ein. Drücken Sie dann den Schalter WERKSTÜCKMES-
SUNG. Folgende Maske wird angezeigt.

EIOEMR5S5004R01

2 Den Cursor unter "6. SCHRÄGE ECKE" auf dem obenstehenden Bildschirm MENÜ stellen
und die Taste WRITE drücken, um den folgenden Bildschirm aufzurufen..

EIOEMR5S5033R01
MG61-012 S-304
KAPITEL 5 FUNKTION INTERAKTIVES MESSEN

3 Die NULL KORREK. Daten eingeben. NO. (Werkstückkoordinate Nr.) und die Taste WRITE
drücken.

EIOEMR5S5034R01

4 Gemäß der Meldung "1 Position near end-face and select cycle"´wird der Messfühler manuell
an die Position “1” auf dem Bildschirm angenähert und "+RICHTUNG" gedrückt. Dann die
Taste ZYKLUSSTART drücken.

5 Nach Ende des Messzyklus kehrt der Messfühler zur Ausgangsposition zurück. Der zu diesem
Zeitpunkt ermittelte Wert wird nicht auf dem Bildschirm angezeigt.

6 Gemäß der Meldung "2 Position near end-face and select cycle"´wird der Messfühler manuell
an die Position “2” auf dem Bildschirm angenähert und "+RICHTUNG" gedrückt. Dann die
Taste ZYKLUSSTART drücken.

7 Gemäß der Meldung "3 Position near end-face and select cycle"´wird der Messfühler manuell
an die Position “3” auf dem Bildschirm angenähert. Im Falle einer Ecke A wird "+RICHTUNG",
im Falle einer Ecke B "-RICHTUNG" gewählt, und dann die Taste ZYKLUSSTART gedrückt.
MG61-012 S-305
KAPITEL 5 FUNKTION INTERAKTIVES MESSEN

8 Nach Ende des Messzyklus werden Eckenposition und –winkel automatisch angezeigt.

EIOEMR5S5035R01

9 Nach dem Messbetrieb kehrt der Bediener durch Drücken von [F8] (BEENDEN) zum Aus-
gangsbildschirm zurück.

[Ergänzung]
1) Der während der Messung ermittelte Winkel wird in der allgemeinen Systemvariablen VS65
gespeichert.
Dieser unter VS65 abgelegte Wert kann nicht auf dem Bildschirm überprüft werden und geht
nach Ausschalten der Stromversorgung verloren. Um (a) den Wert zu überprüfen, oder (b)
den Wert auch bei Ausschalten der Stromversorgung zu halten, sind die folgenden Schritte
erforderlich.
- Die Taste (MDI) zur Wahl des MDI Betriebs drücken.
- VC{{=VS65 über die Tastatur eingeben.
- Die Taste ZYKLUSSTART drücken.
Der Wert von VS65 wird in VC{{ eingegeben.
VC ist hier{{ eine allgemeine Variable, deren Wert auf dem Bildschirm PARAMTR ESTLN
überprüft werden kann.
2) Das folgende Programm erstellen:
:
G11 P=VC{{
:
MG61-012 S-306
KAPITEL 5 FUNKTION INTERAKTIVES MESSEN

8. Werkzeuglängenmessung
8-1. Parameter (Werkzeuglänge)
Vorgehensweise : Eeoemr5s5016
1 Wählen Sie den Modus MANUELL, und schalten Sie Schalter MESSZYKLUS MODUS des
Zusatzpults für interaktive Messung ein. Drücken Sie dann den Schalter WERKSTÜCKMES-
SUNG. Folgende Maske wird angezeigt.

EIOEMR5S5005R01

2 Die Funktionstaste [F3] (MESSEN PARAM.) drücken.


Daraufhin erscheint der folgende Bildschirm.

EIOEMR5S5010R01
MG61-012 S-307
KAPITEL 5 FUNKTION INTERAKTIVES MESSEN

3 Den Cursor in die Spalte MAX BERÜHRUNGSWEG L= bewegen und die Funktionstaste [F1]
(EINGABE) drücken. Den Wert eingeben.

4 Den Cursor in die Spalte MAX Wkz. LÄNGE bewegen und die Funktionstaste [F1] (EINGABE)
drücken. Den Wert eingeben.

5 Dann nacheinander die Funktionstasten [F7] (SICHER STELLUNG) und [F8] (BEENDEN)
drücken.

8-2. Vorbereitung (Werkzeuglänge)


Folgendes bereitstellen: Eeoemr5s5017
- Bohrer mit kleinem Durchmesser
- Bezugswerkzeug

Vorgehensweise :
1 Wählen Sie den Modus MANUELL, und schalten Sie Schalter MESSZYKLUS MODUS des
Zusatzpults für interaktive Messung ein. Drücken Sie dann den Schalter WERKSTÜCKMES-
SUNG. Folgende Maske wird angezeigt.

EIOEMR5S5005R01
MG61-012 S-308
KAPITEL 5 FUNKTION INTERAKTIVES MESSEN

2 Nachdem die Meldung "Write the next gauging tool number and start AWW 1 ZYKLUS" auf
dem obenstehenden Bildschirm angezeigt wird, die Funktionstaste [F1] (EINGABE) drücken
und die Nummer eingeben, unter der Bohrer mit kleinem Durchmesser gespeichert ist. (Dieser
Vorgang ist erforderlich, um den Bohrermittelpunkt (X-, Y-Achse) mit dem Mittelpunkt des
Messfühlers auszurichten.

EIOEMR5S5041R01

3 Die 1 ZYKLUSSTART Taste drücken und den Bohrer mit kleinem Durchmesser in die Spindel
einsetzen.

4 Die Mitte des Bohrers (X-, Y-Achse) mit dem Mittelpunkt des Messfühlers ausrichten. (nach
Augenmaß ausreichend)

5 Die Funktionstaste [F2] (MESSEN VORBER.) drücken.

6 Dann den Cursor in die Spalte NULL KORREK. X bewegen und die WRITE. Taste drücken.
Daraufhin wird der Nullpunktversatz in der X-Achse durchgeführt.

7 Dann den Cursor in die Spalte NULL KORREK. Y bewegen und die WRITE. Taste drücken.
Daraufhin wird der Nullpunktversatz in der Y-Achse durchgeführt.

8 Die Z-Achse nach oben fahren – dabei X- und Y-Achse in ihrer Position belassen -, den kleinen
Bohrer aus der Spindel entfernen und stattdessen das Bezugswerkzeug einsetzen.
MG61-012 S-309
KAPITEL 5 FUNKTION INTERAKTIVES MESSEN

9 Die Z-Achse manuell nach unten fahren und das Bezugswerkzeug nahe am Messfühler posi-
tionieren.
Der Abstand zwischen Bezugswerkzeug und Messfühler muss kleiner sein als der für MAX
BERÜHRUNGSWEG L gesetzte Wert.
Die Angangseinstellung dieses Parameters ist 50 mm.

EIOEMR5S5036R01

10 Nach Drücken der Taste -RICHTUNG wird die Z-Achse mit der ACHSENWAHL Taste gewählt.
Dann die Taste ZYKLUSSTART drücken.

11 Der Messzyklus wird gestartet. Nachdem das Bezugswerkzeug den Messfühler angetastet hat,
kehrt das Bezugswerkzeug zu vorhergehenden Position zurück.

12 Dann nacheinander die Funktionstasten [F7] (SICHER STELLUNG) und [F8] (BEENDEN)
drücken.

13 Die Z-Achse nach oben fahren. Das Bezugswerkzeug manuell aus der Spindel entfernen und
stattdessen den kleinen Bohrer einsetzen.

14 Die Spindel an eine Position bewegen, an der ein sicherer automatischer Werkzeugwechsel
möglich ist (positive Z-Achsenverfahrgrenze, kollisionsfreie Position in der Y- und Z-Achse).
Anschließend die Funktionstaste [F4] ([Link] SETZEN) drücken. Diese Position ist als
Grundstellung für den Werkzeugwechsel definiert.

15 Die 1 ZYKLUSSTART Taste drücken, ohne die Daten für das nächste Werkzeug einzugeben.
Das kleine Bohrer wird in das Werkzeugmagazin des AWW rückgestellt.

16 Um den Werkzeuglängenversatzzyklus fortzusetzen, wird die Nummer des nächsten


Werkzeugs unter NÄCH. WKZ. eingegeben und die 1 ZYKLUSSTART Funktion ausgeführt.
MG61-012 S-310
KAPITEL 5 FUNKTION INTERAKTIVES MESSEN

8-3. Werkzeuglängenmessung
Eeoemr5s5018
Der Werkzeuglängenmesszyklus umfasst zwei Modi - -RICHTUNG und AUTOM NETZTR.
-RICHTUNG .... Hierbei erfolgt der Messzyklus nach manueller Positionierung eines
Schneidwerkzeugs oberhalb des Merssfühlers. In diesem Modus wird
nur die Z-Achse gesteuert; nach der Kontakterkennung kehrt ddas
Schneidwerkzeug zur vorhergehenden Position zurück.
AUTOM .... Der Zyklus wird nach Setzen der Grundstellung (AWW Position im
NETZTR interaktiven Mess-modus) aktiviert. Das Schneidwerkzeug wird
automa-tisch an einer Position oberhalb des Messfühlers positioniert;
anschließend fährt die Z-Achse nach unten, bis ein Kontakt erkannt wird.
Nach Erkennen des Kontakts kehrt das Schneidwerkzeug zur in die
Grund-stellung zurück.
Sowohl für -RICHTUNG als auch für AUTOM NETZTR muss die Z-Achse mit der ACHSENWAHL
Taste gewählt
werden.
Diese Modi werden für die Werkzeuglängenmessung von Bohrstangen, Stirnfräsern und anderen
Typen von Bearbeitungswerkzeugen mit exzentrischer Schneide benutzt, da manuelle Bedienerein-
griffe (Spindelfreigabe, Handradvorschub, Eilgang) im Schlittenhaltmodus zulässig sind.
Um den Betrieb nach einem Schlittenhalt neu zu starten, wird die ZYKLUSSTART Taste gedrückt.

Vorgehensweise :
1 Wählen Sie den Modus MANUELL, und schalten Sie Schalter MESSZYKLUS MODUS des
Zusatzpults für interaktive Messung ein. Drücken Sie dann den Schalter WERKSTÜCKMES-
SUNG. Folgende Maske wird angezeigt.

EIOEMR5S5005R01

2 Der Cursor steht in Spalte unter NÄCH. WKZ.. Nach Eingabe der Speichernummer des zu
messenden Werkzeugs, die 1 ZYKLUSSTART Taste drücken.
MG61-012 S-311
KAPITEL 5 FUNKTION INTERAKTIVES MESSEN

3 Der Cursor springt daraufhin in die Spalte WKZ.-L KORRE. NR. Die Werkzeuglängenver-
satznummer eingeben.

EIOEMR5S5037R01

4 Danach leuchten die Anzeigenlampen über -RICHTUNG und AUTOM NETZTR.

5 Der Cursor springt in die Spalte WKZ.-L KORREKT..

6 -RICHTUNG

EIOEMR5S5038R01

(a) Das Schneidwerkzeug manuell an eine Position oberhalb des Messfühlers bewegen und
die Z-Achse mit der ACHSENWAHL wählen.
MG61-012 S-312
KAPITEL 5 FUNKTION INTERAKTIVES MESSEN

(b) Die Taste -RICHTUNG und dann die ZYKLUSSTART Taste drücken.
(c) Wird das Schneidwerkzeug mit dem Messfühler in Kontakt gebracht, erfolgt automatisch
die Anzeige des Werkzeuglängenversatzwertes und die Z-Achse fährt nach oben.

7 AUTOM NETZTR
(a) Die Taste AUTOM NETZTR und dann die ZYKLUSSTART Taste drücken. Das
Schneidwerkzeug bewegt sich nun von der Grundstellung automatisch bis zur Antastpo-
sition mit dem Messfühler.
(b) Nach Kontakt mit dem Messfühler werden die Werkzeuglängenversatzdaten automa-
tisch angezeigt.
(c) Das Schneidwerkzeug kehrt automatisch in die Grundstellung zurück.

[Ergänzung]
Einstellung der Grundstellung (HP = Home Position)
Nach Positionierung des Schneidwerkzeugs an einer Position (X, Y, Z), an der es bei einem
automatischen Werkzeugwechsel nicht zu einer Kollision kommen kann, wird die
Funktionstaste [F4] ([Link] SETZEN) gedrückt
Da die gesetzte Grundstellung bei Ausschalten der Stromversorgung verloren geht, muss sie
beim Wiedereinschalten jedes Mal wieder neu gesetzt werden.
MG61-012 S-313
KAPITEL 5 FUNKTION INTERAKTIVES MESSEN

9. Ergänzende Erläuterungen
Bei Durchführung des Werkstückmesszyklus wird bei Zyklusende automatischEeoemr5s5019
ein Nullpunktversatz
ausgeführt. Ist jedoch eine automatischer Nullpunktversatz nicht erforderlich und soll nur das Werk-
stück gemessen werden,. muss Bit 7 des optionalen NC Parameters (Bit) Nr. 46 auf “0” gesetzt wer-
den. Bei Lieferung der Maschine ist dieses Bit werkseitig auf „1“ gesetzt.

EIOEMR5S5038R01

Bei Ausführung eines Werkzeuglängenmesszyklus wird in diesem Handbuch davon ausgegangen,


dass alle Werkzeug im Magazin gespeichert sind und das zu messende automatisch in die Spindel
eingewechselt wurde (AWW). Mit anderen Worten – zuerst wird die Nummer des zu messenden
Werkzeug hinter NÄCH. WKZ. eingegeben und dann das betreffende Werkzeug über einen autom-
atischen Werkzeugwechselzyklus in die Spindel eingesetzt.
Wird das zu messende Werkzeug nicht automatisch (AWW) sondern manuell in die Spinel eing-
esetzt, und wird dieses Werkzeug dann später über einen automatischen Werkzeugwechsel in das
Magazin rückgestellt, muss die Nummer des manuell geladenen Werkzeugs hinter AKT WKZ.
eingegeben werden. Für die Rückstellung des Werkzeugs in die erforderliche Station im Magazin
wird unter TOPF. NR..die Stationsnummer vor Start des automatischen Werkzeugwechselzyklus
eingegeben. Kann das Werkzeug in jede beliebige Station rückgestellt werden, wird der automa-
tische Werkzeugwechselzyklus ohne Angabe einer Stationsnummer ausgeführt.
In diesem Fall wird das Werkzeug automatisch in eine leere Station rückgestellt.
(1) NC-Parameter
a) Es muss angegeben werden, ob bei Ausführung eines Werkstückmesszyklus automatisch
ein Nullpunktversatz durchgeführt wird oder nicht.
NC optionaler Parameter (Bit) Nr. 46 Bit 7
1 : Nullpunktversatz wird automatisch ausgeführt.
0 : Es wird nur ein Messzyklus ausgeführt.
b) Es muss festgelegt werden, ob bei Start eines Werkstückmesszyklus nur der Automatikzyk-
lus oder sowohl Automatik- als auch Einzelsatzzyklen wirksam sind.
NC optionaler Parameter (Bit) Nr. 46 Bit 6
1 : Einzelsatz- und Automatikzyklen sind wirksam.
0 : Nur der Automatikmodus ist wirksam.
MG61-012 S-314
KAPITEL 5 FUNKTION INTERAKTIVES MESSEN

+RICHTUNG -RICHTUNG AUTOM NETZTR


X, Y, Z STIRNSEITE { { –
I.D MITTE Δ – {
(Erst in + RICHTUNG,
A.D MITTE { – dann in AUTOM
NETZTR)
INNEN ABSTAND Δ Δ {
AUSSEN ABSTAND { { –

{ : Unabhängig von der Parametereinstellung wirksam (die


Anzeigelampe blinkt)
Δ : Bei Angabe über Parameter wirksam.
– : Nein
c) Wahl des Einheitensystems für Anzeige und Parametereinstellung
NC optionaler Parameter Bit Nr. 9
Bit-Nr. Inhalt EINGABE 1 EINGABE 0 Werkseitiger Anfangswert
Bei der Dateneinstellung ist das
0 Längeneinheitensystem ”Zoll” oder Zoll mm 0
”mm”.
Bei der Dateneinstellung ist die min. 1 mm,
Einstelleinheit 1 mm, 1 Zoll, 1 Grad 1 Zoll, Min.
1 1
oder 1 s. 1°, Einstelleinheit
1s
2 0
3 0
4 0
5 0
Bei der Dateneinstellung bezeichnet Einstellung
6 Grundeinheit 0
der Dezimalpunkt 1 mm, 1 Zoll, 1 Grad. von Bit 1
7 0
Den Messfühler manuell an das Werkstück annähern (aber innerhalb des Verfahrwegs bis zur
10.
Bildschirm Ode Kontakterkennung). Dann einen Zyklus in - RICHTUNG oder + RICHTUNG ausführen.
X, Y, Z -RICHTUNG r oder +RICHTUNG
STIRNSEITE

Den Messfühler manuell nahe an den Bohrungsmittelpunkt bringen und einen AUTOM NETZTR
ausführen. Dieser Zyklus wird für das Messen des Innendurchmessers benutzt, der kleiner ist als der
AUTOM NETZTR max. Verfahrweg bis zur Kontakterkennung.
Bildschirm

I.D. MITTE Den Messfühler manuell zu Position “1” in der Abbildung bewegen. Nach einem Zyklus in +
3 Manueller RICHTUNG wird der Messfühler manuell zu Position “2” bewegt. Dann wird ein AUTOM NETZTR
+RICHTUNG Vorschub Zyklus durchgeführt. Mit diesem Zyklus wird der Innendurchmesser gemessen, der kleiner ist als das
AUTOM NETZTR Zweifache des max. Verfahrwegs bis zu Kontakterkennung.
2 0 1

4
Den Messfühler manuell zu Position “1” in der Abbildung bewegen. Nach einem RICHTUNG Zyklus
Bildschirm wird der Messfühler manuell an Position “2” angenähert. Dann einen AUTOM NETZTR Zyklus
Manueller
-RICHTUNG Vorschub AUTOM NETZTR durchführen.
A.D. MITTE
3

Bildschirm
INTERAKT. 2 0 1 Den Messfühler manuell nahe an den Nutmittelpunkt bringen und einen AUTOM NETZTR
MESSEN - WSTK. ausführen. Dieser Zyklus wird für die Messung der Breite zwischen den Nutwänden benutzt, wobei
die Breite kleiner ist als das Zweifache des max. Abstand bis zur Kontakterkennung.
MESSNG MENÜ 4 AUTOM NETZTR
Bildschirm
Den Messfühler manuell zu Position “1” in der Abbildung bewegen. Nach einem Zyklus in +
INNEN ABSTAND RICHTUNG wird der Messfühler manuell zu Position “2” bewegt.
Manueller Dann einen Zyklus in - RICHTUNG ausführen. Dieser Zyklus wird zum Messen der Breit zwischen
Ablauf - Vorgehensweise

2 +RICHTUNG Vorschub AUTOM NETZTR


1
0
Den Messfühler manuell zu Position “1” in der Abbildung bewegen und einen Zyklus in + RICHTUNG
Bildschirm Manueller ausführen. Den Messfühler manuell zu Position “2” in der Abbildung bewegen und erneut einen
Vorschub +RICHTUNG Zyklus in + RICHTUNG ausführen. Dann den Messfühler manuell an Position “3” annähern und einen
AUSSEN ABSTAND -RICHTUNG Zyklus in - RICHTUNG oder + RICHTUNG ausführen.
2 1
0

Bildschirm Manueller
+RICHTUNG Vorschub +RICHTUNG
SCHRÄGE
ECKE
Manueller Den Messfühler manuell zu Position “1” in der Abbildung bewegen und einen Zyklus in + RICHTUNG
Vorschub Ode ausführen. Den Messfühler manuell zu Position “2” in der Abbildung bewegen und erneut einen
-RICHTUNG oder +RICHTUNG Zyklus in + RICHTUNG ausführen. Dann den Messfühler manuell an Position “3” annähern und einen
Zyklus in - RICHTUNG oder + RICHTUNG ausführen.

Den Messfühler manuell an eine sichere Position bewegen, an der es bei einem automatischen
Werkzeugwechsel nicht zu einer Kollision kommen kann. An dieser Position wird die Grundstellung
Einstellung der
AUTOM NETZTR gesetzt und dann ein Automatikzyklus durchgeführt. Nach Ende des Werkzeuglängenmesszyklus
Bildschirm Grunstellung
INTERAKT. Bildschirm kehrt das Schneidwerkzeug in Grundstellung zurück. Damit ist der Messzyklus beendet. Die gesetzte
Grundstellung bleibt bis zum Ausschalten der Stromversorgung wirksam.
MESSEN -
WKZ. LÄNGEN
WKZ. LÄNGEN MESSUNG
MESSUNG Nach Zustellung der Werkzeugschneide (um nicht mehr als den max. Verfahrweg bis zur
Kontakterkennung) wird ein Zyklus in -RICHTUNG ausgeführt.
-RICHTUNG
KAPITEL 5 FUNKTION INTERAKTIVES MESSEN
MG61-012 S-315

EIOEMR5S5039R01
Eeoemr5s5020
MG61-012 S-316
KAPITEL 5 FUNKTION INTERAKTIVES MESSEN

11. Fehlerliste
Nr. Fehlermeldungsinhalt Eeoemr5s5021
Cutterr. Comp (1) Der zugeordnete Kompensationswert des Cutterradius ist „0“ oder
Inputwert. kleiner, oder größer als der Wert der Kompensationspaare, der in der
2713 Anwenderspezifikation gewählt wurde.
a. Werkzeugdaten 300-Paar Spezifikation:
Der Inputwert ist größer als 301.
b. Werkzeugdaten 200-Paar Spezifikation:
Der Inputwert ist größer als 201.
c. Werkzeugdaten 100-Paar Spezifikation:
Der Inputwert ist größer als 101.
(2) Der Kompensationswert des Cutterradius wurde nicht zugeordnet,
obwohl diese Daten eingegeben hätten werden müssen.
Null Einst. Inputwert. (1) Der zugeordnete Nullversatzwert ist „0“ oder kleiner, oder größer als
2714 der Wert des Arbeitskoordinatensystems, der in der
Anwenderspezifikation gewählt wurde.
a. Arbeitskoordinate 100-Paar Systemspezifikation:
Der Nullversatzwert ist größer als 101.
b. Arbeitskoordinate 50-Paar Systemspezifikation:
Der Nullversatzwert ist größer als 51.
c. Arbeitskoordinate 20-Paar Systemspezifikation:
Der Nullversatzwert ist größer als 21.
(2) Der Nullversatzwert wurde nicht zugeordnet, obwohl diese Daten
eingegeben hätten werden müssen.
Werkzeuglängenver (1) Der zugeordnete Werkzeuglängenversatzwert ist „0“ oder kleiner, oder
satz Inputwert. größer als der Wert des Werkzeuglängenversatzpaars, der in der
2715 Anwenderspezifikation gewählt wurde.
a. Werkzeugdaten 300-Paar Spezifikation:
Der Inputwert ist größer als 301.
b. Werkzeugdaten 200-Paar Spezifikation:
Der Inputwert ist größer als 201.
c. Werkzeugdaten 100-Paar Spezifikation:
Der Inputwert ist größer als 101.
(2) Der Werkzeuglängenversatzwert wurde nicht zugeordnet, obwohl diese
Daten eingegeben hätten werden müssen.
Dateneinst. limit (1) Beim Zuordnen des REF Ringdurchmessers liegen die Inputdaten
over außerhalb des Bereichs von 0 bis 1000,000.
2716
(2) Beim Zuordnen des Referenzwerkzeugdurchmessers liegen die
Inputdaten außerhalb des Bereichs von 0 bis 1000,000.
(3) Beim Zuordnen des Aufwärtshubs der Z-Achse für den AD-Messmodus
liegen die Inputdaten außerhalb des Bereichs von 0 bis 2000,000.
(4) Beim Zuordnen des maximalen Kontakterfassungshubs liegen die
Inputdaten außerhalb des Bereichs von 0 bis 2000,000.
Hinweis: Oben genannte Ursachen (3) und (4) treffen zu, wenn die
interaktive Messfunktion verwendet wird.
MG61-012 S-317
KAPITEL 5 FUNKTION INTERAKTIVES MESSEN

Nr. Fehlermeldungsinhalt
Datensatz nicht (1) Im Arbeitsmessmodus (1. X, Y, Z, END FACE) wurde versucht ein
bereit Nullversatzwert zuzuordnen, wobei die Position der
2718 Referenzoberfläche noch nicht bestimmt wurde.
(2) Im Arbeitsmessmodus (2. I.D. CENTER, 3. O.D. CENTER) wurde
versucht Nullversatzdaten zuzuordnen, wobei die Zentrumsposition
noch nicht bestimmt wurde.
(3) Im Arbeitsmessmodus (4. INT END CENTER, 5. EXT END CENTER)
wurde versucht Nullversatzdaten zuzuordnen, wobei die
Zentrumsposition noch nicht bestimmt wurde.
(4) Im Arbeitsmessmodus (6. INCLINE, CORNER) wurde versucht
Nullversatzdaten zuzuordnen, wobei die Eckposition und der
Neigungswinkel noch nicht bestimmt wurden.
MG61-012 S-318
KAPITEL 6 BERECHNUNGSFUNKTION FÜR KONTAKTLOSEN SENSOR

KAPITEL 6 BERECHNUNGSFUNKTION FÜR


KONTAKTLOSEN SENSOR

1. Was ist ein kontaktloser Sensor?


Im Gegensatz zu herkömmlichen Sensoren mit mechanischen oder elektrischen Eeoemr5s6001
Kontakten verwen-
det der kontaktlose Sensor einen Laserstrahl zur Messung. Dieser optische Sensor kann durch den
Vorteils des kontaktlosen Sensors eine Messung selbst an einem drehenden Werkzeug durchfüh-
ren, was mit herkömmlichen Sensoren bisher nicht möglich war. Der Sensor erhöht die Meßge-
schwindigkeit und ermöglicht die Messung der Genauigkeit für eine Kugelform, unter Verwendung
eins linearen Sensors. Der für die lineare Messung verwendete Blocksensor kann jedoch je nach
Sensorposition nicht die max. Länge (oder den Radiuswert) eines unregelmäßig geformten Werk-
zeugs messen. Dieses Nachteil wird durch die Abtast-Messung* aufgehoben. Diese Meßmethode
ermöglicht die Messung für ein drehendes Werkzeug bzw. die Messung während der Suche nach
der maximalen Länge.

Den Sensor kann aus verschiedenen


Richtungen berührt werden, was einer
charakteristischen Eigenschaft des li-
nearen Sensors entspricht.

EIOEMR5S6001R01

* Abtast-Messen: Der Sensor mißt ein Werkzeug in Meßrichtung (z.B. der Y-Achse) und
verschiebt sich entlang der Achse im rechten Winkel zur Meßachse (z.B. der Z-Achse). Durch
mehrmalige Wiederholung des obigen Meßvorgangs erkennt der Sensor die max.
Werkzeuglänge (bzw. den Durchmesser).
MG61-012 S-319
KAPITEL 6 BERECHNUNGSFUNKTION FÜR KONTAKTLOSEN SENSOR

2. Überblick
Eeoemr5s6002
Die kontaktlose Sensormessung wird grob in zwei Arten unterteilt, je nach Einbauposition des Sen-
sors: in die Messung mit feststehendem Sensor und die Messun mit beweglichem Sensor. Ein fest-
stehender Sensor kann ein horizontales Spindelwerkzeug messen (ein Zubehörwerkzeug). Ein
beweglicher Sensor kann jedoch nur ein vertikales Spindelwerkzeug messen.
Beweglicher Sensor zum Messen eines vertikalen oder horizontalen
Spindelwerkzeugs
Feststehender Sensor zum Messen eines vertikalen oder horizontalen
Spindelwerkzeugs
zur Messung eines vertikalen Spindelwerkzeugs

Feststehender Sensor Beweglicher Sensor


EIOEMR5S6002R01

Der Sensormodus (feststehend/beweglich) kann über Bit 3 der Systemvariablen VFST umgeschal-
tet werden.
Bit 3 von VFST 0 ...... Beweglicher Sensor
1 ...... Feststehender Sensor
Das Werkzeug-Meßprogramm besteht aus folgenden Unterprogrammen des Herstellers:
• Vorbereitungsprogramm für die Messung
• Meßprogramm
• Programm für Werkzeugbrucherkennung

Programme, die aufgrund der Sensorposition unterschieden werden, sind auf den folgenden Seiten
aufgeführt.
MG61-012 S-320
KAPITEL 6 BERECHNUNGSFUNKTION FÜR KONTAKTLOSEN SENSOR

3. Unterprogramm des Herstellers im Meßmodus mit beweg-


lichem Sensor
Der Sensormodus (feststehend/beweglich) kann über Bit 3 der SystemvariablenEeoemr5s6003
VFST umgeschal-
tet werden. Bei der Wahl des Modus für den beweglichen Sensor, Bit 3 der Variablen deaktivieren.

Beweglicher Sensor

EIOEMR5S6003R01

Bei Verwendung eines beweglichen Sensors kann die Sensorposition mit den Bits 0 und 1 des NC
optionalen Parameters Nr. 72 eingestellt werden. Vier Positionen sind, wie in folgender Abbildung
dargestellt, verfügbar. Die bewegte Achse und die Annäherungsrichtung ist für die vier Positionen
unterschiedlich.

2 0
Y+

3
X+
Vor eingestellte Position
EIOEMR5S6009R01

Sensor- NC optionaler Parameter Bit Nr. 72


Annäherungsrichtung
position Bit 1 Bit 0
0 0 0 Negative Richtung X-Achse → Positive Richtung
X-Achse
1 0 1 Negative Richtung Y-Achse → Positive Richtung
Y-Achse
2 1 0 Positive Richtung X-Achse → Negative Richtung
X-Achse
3 1 1 Positive Richtung Y-Achse → Negative Richtung
Y-Achse
MG61-012 S-321
KAPITEL 6 BERECHNUNGSFUNKTION FÜR KONTAKTLOSEN SENSOR

[Vorbereitungsliste für den Meßzyklus]


OO31 Positionseinstellzyklus für den Werkzeugwechsel
OO33 Positionseinstellzyklus für Y-Achsenrückzug
OO93 Sensor-Nullpunkteinstellzyklus in Längsrichtung
OO94 Sensor-Nullpunkteinstellzyklus in Radialrichtung
[Liste für den Meßzyklus]
OO95 Messen in Längsrichtung
OO96 Messen in Radialrichtung
OO99 Messen der Genauigkeit für die Kugelform
[Zyklusliste für Werkzeugbrucherkennung]
OO95 Werkzeugbrucherkennung in Längsrichtung
OO96 Werkzeugbrucherkennung in Radialrichtung
OO97 Hochleistungs-Werkzeugbrucherkennung
[Einstellzyklus für Werkzeugwechselposition (OO31)]
Bei einer Maschine, für welche die Werkzeugwechselfunktion auf EIN gesetzt ist (Bit 0 des NC
Spezifikationscode Nr. 21 ist aktiviert), führt die NC den Werkzeugwechsel durch Übertragung
des Arguments PGO=2 bei Erkennung von Werkzeugbruch durch. Der Zyklus legt die für
diesen Zweck verwendete Werkzeugwechselposition fest.
Die Werkzeugwechselposition wird im System-Werkstückkoordinatensystem Nr. 2
gespeichert.
Für weitere Einzelheiten siehe “Section 1. AUTOMATIC TOOL LENGTH OFFSET /
AUTOMATIC TOOL BREAKAGE DETECTION FUNCTION”.
CALL OO31
[Einstellzyklus für Y-Achsenrückzugposition (OO33)]
Bei einigen Maschinen kann es beim Vorschub oder Rückzug der Y-Achse zu Kollisionen
kommen.
Ist eine Kollision voraussehbar, die Y-Achse vor dem Sonsorvorschub –der –rückzug zu ihrer
Rückzugsposition verfahren. Siehe gegebenenfalls Einzelheiten unter “Section 1.
AUTOMATIC TOOL LENGTH OFFSET / AUTOMATIC TOOL BREAKAGE DETECTION
FUNCTION”.
CALL OO33
[Spindeldrehzahl]
Bei Durchführung des Meßvorgangs während der Spindeldrehung die Spindeldrehzahl unter
Angabe des Drehzahlwertes, der durch die folgende Formel errechnet wird, definieren.
S=F/N
Hierbei gilt:
S entspricht der aktuellen Spindeldrehzahl. Dies ist der S-Befehlswert multipliziert mit der
Spindeldrehzahlübersteuerung.
F ist die aktuelle Vorschubgeschwindigkeit. Wird PFI (1. Sensornäherungsgeschwindigkeit)
nicht mit einem Argument definiert, so wird dieser Wert mit der Schnittvorschubübersteuerung
um 2,000 multipliziert. Wird PFI mit einem Argument definiert, entspricht dieser Wert dem
Vorgabewert, der mit der Schnittvorschubübersteuerung multipliziert wurde.
N entspricht der Anzahl der Werkzeugschneiden.
MG61-012 S-322
KAPITEL 6 BERECHNUNGSFUNKTION FÜR KONTAKTLOSEN SENSOR

[Sensor-Nullpunkteinstellzyklus in Längsrichtung (OO93)]


Dieser Zyklus bestimmt die verwendete Sensorposition für die Messung der Werkzeuglänge
und Werkzeugbrucherkennung.
Die Korrekturmethode kann durch Umschalten von Bit 7 für VFST gewechselt werden.
Bit 7 von VFST AUS : Relative Positionskorrektur
EIN : Absolute Positionskorrektur
Diese Einstellung nach Wahl der Korrekturmethode nicht mehr ändern. Die Meßergebnisse
werden im System-Werkstückkoordinatensystem Nr. 20 abgelegt.
MG61-012 S-323
KAPITEL 6 BERECHNUNGSFUNKTION FÜR KONTAKTLOSEN SENSOR

• Aufruffolge
CALL OO93 PAXI=* PLI=* [PRS=*] [PSPN=* [PPIC=*] [PTOL=*]] [PUDT=*] [POVT=*] [PAT=*]
[PRET=1] [PCON=1] [PF1=*] [PF2=*] [PF3=*] [PF4=*] [PSBA=*]
PAXI: Achse, deren Nullpunkt gesetzt wird (Bit0: X-Achse, Bit1: Y-Achse, Bit2: Z-Achse)
Wenn die Sensorposition 0 oder 2 ist muss PAXI auf #06H gesetzt werden.
Wenn ein beweglicher Sensor verwendet wird, können der Sensor und das
Werkzeug kollidieren, wodurch die Maschine beschädigt wird, falls die Position
der Y-Achse nicht eingestellt wird.
Wenn die Sensorposition 1 oder 3 ist muss PAXI auf #05H gesetzt werden.
Wenn ein beweglicher Sensor verwendet wird, können der Sensor und das
Werkzeug kollidieren, wodurch die Maschine beschädigt wird, falls die Position
der X-Achse nicht eingestellt wird.
PLI: Bezugswerkzeuglänge
Für die absolute Positionskorrektur (wie bereits erwähnt) die Länge von der
Meßlinie bis zum Ende des Bezugswerkzeugs definieren. Für die relative
Positionskorrektur die Abweichung zwischen der Bezugswerkzeuglänge für die
relative Positionskorrektur und der Bezugswerkzeuglänge für den einzelnen
Meßvorgang feststellen. Sind sie identisch, den Wert 0 eingeben.
PRS: Spindelausrichtposition
Bei Auslassen von PRS und Eingabe eines M-Codes für Spindeldrehung (M03
oder M04) wird das Werkzeug während der Drehung gemessen. Wird PRS
idefiniert, stoppt die Spindelausrichtung und der Sensor mißt das gestoppte
Werkzeug. Ohne Angabe des obigen M-Code stoppt die Spindelausrichtung
jedoch und der Sensor mißt das gestoppte Werkzeug, selbst wenn PRS
ausgelassen wird.
PSPN [PPIC] [PTOL]: Meßbreite beim Abtasten [Abtastvorschub beim Abtasten] [Sprungwert
beim Abtasten]
Die Meßbreite in einer Richtung angeben. Beim Abtast-Meßvorgang mißt der
Sensor das Werkzeug in positiver und negativer Richtung. Bei fehlender
Definition für PSPN kann der Sensor das Werkzeug nicht messen. Der
standardmäßige Abtastvorschub beim Meßvorgang entspricht 0,1 mm. Der
Abtast-Meßvorgang dient zur Festlegung der maximalen
Werkzeuglängenposition.
Verringert sich der Meßwert, ist davon auszugehen, daß die folgenden
Meßdaten nicht mehr ansteigen. In anderen Worten bedeutet dies, daß der
Sensor den Meßvorgang nicht fortsetzen muß. um die Breite für PSPN
abzudecken. The criterion for stopping gauging is called skip value. The default
is 0.005 mm (0.00020 in.).
MG61-012 S-324
KAPITEL 6 BERECHNUNGSFUNKTION FÜR KONTAKTLOSEN SENSOR

PUDT: Unterlaufwert beim ersten Annähern. (Standardwert: 50 mm (1.97 in.))


POVT: Überlaufwert beim ersten Annähern. (Standardwert: 50 mm (1.97 in.))
PAT: Zubehör-Korrekturnummer
Den Korrekturbetrag auf VATSC [185, Zubehör-Korrekturnummer] definieren. Diese
Nummer für den Sensor-Nullpunkteinstellzyklus mit Zubehör verwenden. Der
bewegliche Sensor kann kein horizontales Werkzeug messen. Daher gilt diese
Nummer nur für das Messen von Verlängerungszubehör.
PCON: Parameter zum Blockieren des Z-Achsenrückzugs*
Normalerweise wird die Z-Achse in die Nähe der positiven Verfahrgrenze bewegt, an
welcher der Meßzyklus beendet wird. Zur Beibehaltung der Z-Achse nach dem
Meßvorgang "1" für PCON eingeben.
PRET: Parameter zum Blockieren des Sensorrückzugs*
Normallerweise wird der Sensor nach der Messung zurückgezogen. Zur
Beibehaltung der Sensorposition nach dem Meßvorgang "1" für PRET eingeben.
* Wird der Parameter zum Blockieren des Z-Achsenrückzugs auf "1" gesetzt, so
wird der Parameter zum Blockieren des Sensorrückzugs ebenfalls automatisch
auf "1" gesetzt. Die Begründung liegt darin, daß der Sensor je nach
Achsenposition oder Maschine mit einem Maschinenteil beim Vorschub oder
Rückzug kollidieren kann.
PF1: 1. Sensornäherungsgeschwindigkeit
PF2: 2. Sensornäherungsgeschwindigkeit
PF3: 3. Sensornäherungsgeschwindigkeit und 1. Näherungsgeschwindigkeit im Abtastzyklus
PF4: 4. Sensornäherungsgeschwindigkeit und 2. Näherungsgeschwindigkeit im Abtastzyklus
Normalerweise nähert sich das Werkzeug dem Sensor viermal. Beim Abtast-
Meßvorgang nähert sich das Werkzeug dem Sensor zweimal. Hierbei die
Näherungsgeschwindigkeit festlegen. Als Standardvorgabe ist jeweils 2,000 mm/
min, 1,000 mm/min, 100 mm/min und 3 mm/min definiert. Beim Messen eines sich
drehenden Werkzeugs hängt die 4. Näherungsgeschwindigkeit von der Drehzahl
(0.001 x S [mm]/min) ab.
PSBA: Verweilzeit [s] für Sensorgebläse (Standard 3 [s])
• Meßablauf
1. Das Bezugswerkzeug einsetzen.
2. Den Sensor über M144 vorschieben. (Sicherstellen, daß für den Sensor keine
Kollisionsmöglichkeit besteht.)
3. Den Laser über M375 einschalten. (Der Laser wird durch M374 ausgeschaltet.)
4. Das Werkzeug in der Nähe des Sensors mit der Hand ansetzen. (Das Werkzeug in einer
Position ansetzen, bei welcher der Sensor durch Z-Achsenverfahrbewegung funktioniert)
5. Den Sensor-Nullpunkteinstellzyklus im Automatikbetrieb oder MDI Modus ausführen.
MG61-012 S-325
KAPITEL 6 BERECHNUNGSFUNKTION FÜR KONTAKTLOSEN SENSOR

• Zyklusablauf
1. Der Sensor wird in die Nähe der positiven Z-Achsenverfahrgrenze positioniert.
2. Der Sensor wird zur Y-Achsenrückzugsposition verfahren, wenn vor Aufnahme des
Meßvorgangs der Y-Achsenrückzug für die Maschine erfolgen soll.
3. Die Spindelausrichtung erfolgt, außer beim Messen des drehenden Werkzeugs.
4. Die Sensoreinheit wird vorgeschoben.
5. Die Y-Achse wird positioniert.
6. Die X-Achse wird positioniert.
7. Die Z-Achse verfährt bis zur Unterlaufposition.
8. Die Laserabdeckung wird geöffnet.
9. Der Meßzyklus beginnt. (Das Sensorgebläse schaltet für die 1. Messung ein.)
10. Die Z-Achse verfährt bis zur Sensorposition.
11. Der Abtastzyklus beginnt, wenn der Zyklus gewählt wird.
12. Der Sensor wird in die Nähe der positiven Z-Achsenverfahrgrenze positioniert.
13. Die Laserabdeckung wird geschlossen.
14. Der Y-Achsenrückzug erfolgt, wenn dies so definiert ist.*
15. Der Sensor wird zurückgezogen.*
* Die Positionierung zur positiven Verfahrgrenze durch Satz-Nr. 12 wird ausgelassen, wenn
PCON definiert wurde.
Der Sensorrückzug durch Satz-Nr. 14 und 15 erfolgt nicht, wenn PRET definiert wurde.
MG61-012 S-326
KAPITEL 6 BERECHNUNGSFUNKTION FÜR KONTAKTLOSEN SENSOR

[Sensor-Nullpunkteinstellzyklus in Radialrichtung (OO94)]


Dieser Zyklus bestimmt die Sensorposition für die Messung des Schneidenradius und die
Erkennung von Werkzeugbruch.
Die Meßergebnisse werden im System-Werkstückkoordinatensystem Nr. 20 abgelegt.
• Aufruffolge
CALL OO94 PAXI=* PRI=* PLI=* [PIN=*] [PRS=*] [PSPN=* [PPIC=*] [PTOL=*]] [PUDT=*]
[POVT=*] [PAT=*] [PRET=*] [PCON=*] [PF1=*] [PF2=*] [PF3=*] [PF4=*] [PSBA=*]
PAXI: Achse, deren Nullpunkt gesetzt wird (Bit0: X-Achse, Bit1: Y-Achse, Bit2: Z-Achse)
Wenn die Sensorposition 0 oder 2 ist muss PAXI auf #01H gesetzt werden.
Wenn die Sensorposition 1 oder 3 ist muss PAXI auf #02H gesetzt werden.
PRI: Radiales Bezugswerkzeug
Den Schneidenradius des Bezugswerkzeugs bestimmen.
PLI: Bezugswerkzeuglänge
Siehe die Sensor-Nullpunkteinstellzyklus in Längsrichtung.
PIN: Z-Achsenzustellbetrag
Bei Ausführung des Sensor-Nullpunkteinstellzyklus beginnt der Sensor den
Meßvorgang durch Verschiebung vom Startpunkt in negativer Richtung um den bei
PIN definierten Abstand.
PRS: Spindelausrichtposition
Siehe die Sensor-Nullpunkteinstellzyklus in Längsrichtung.
PSPN [PPIC] [PTOL]: Meßbreite beim Abtasten [Abtastvorschub beim Abtasten] [Sprungwert
beim Abtasten]
Siehe die Sensor-Nullpunkteinstellzyklus in Längsrichtung.
PUDT: Unterlaufwert beim ersten Annähern. (Standardwert: 50 mm (1.97 in.))
POVT: Überlaufwert beim ersten Annähern. (Standardwert: 50 mm (1.97 in.))
PAT: Zubehör-Korrekturnummer
Siehe die Sensor-Nullpunkteinstellzyklus in Längsrichtung.
PRET: Parameter zum Blockieren des Sensorrückzugs*
Siehe die Sensor-Nullpunkteinstellzyklus in Längsrichtung.
PCON: Parameter zum Blockieren des Z-Achsenrückzugs*
Siehe die Sensor-Nullpunkteinstellzyklus in Längsrichtung.
* Hinweise, die beim Sensor-Nullpunkteinstellzyklus in Längsrichtung zu
beachten sind, gelten auch für diesen Parameter.
PF1: 1. Sensornäherungsgeschwindigkeit
PF2: 2. Sensornäherungsgeschwindigkeit
PF3: 3. Sensornäherungsgeschwindigkeit und 1. Näherungsgeschwindigkeit im Abtastzyklus
PF4: 3. Sensornäherungsgeschwindigkeit und 1. Näherungsgeschwindigkeit im Abtastzyklus
Siehe die Sensor-Nullpunkteinstellzyklus in Längsrichtung.
PSBA: Verweilzeit [s] für Sensorgebläse (Standard 3 [s])
MG61-012 S-327
KAPITEL 6 BERECHNUNGSFUNKTION FÜR KONTAKTLOSEN SENSOR

• Meßablauf
1. Das Bezugswerkzeug einsetzen.
2. Den Sensor über M144 vorschieben. (Sicherstellen, daß für den Sensor keine
Kollisionsmöglichkeit besteht.)
3. Den Laser über M375 einschalten. (Der Laser wird durch M374 ausgeschaltet.)
4. Das Werkzeug in der Nähe des Sensors mit der Hand ansetzen. (Das Werkzeug in einer
Position ansetzen, bei welcher der Sensor durch Y- oder X-Achsenverfahrbewegung
funktioniert.
5. Den Sensor-Nullpunkteinstellzyklus im Automatikbetrieb oder MDI Modus ausführen.
• Zyklusablauf
1. Der Sensor wird in die Nähe der positiven Z-Achsenverfahrgrenze positioniert.
2. Der Sensor wird zur Y-Achsenrückzugsposition verfahren, wenn vor Aufnahme des
Meßvorgangs der Y-Achsenrückzug für die Maschine erfolgen soll.*3
3. Die Spindelausrichtung erfolgt, außer beim Messen des drehenden Werkzeugs.
4. Die Sensoreinheit wird vorgeschoben.
5. Die Y-Achse wird zur Startposition des Meßvorgangs positioniert.*2
6. Die X-Achse wird zur Unterlaufposition positioniert.*2
7. Die Z-Achse wird zur Startposition des Meßvorgangs positioniert. (Bei Festlegung von PIN
wird die Z-Achse um den bei PIN angegebenen Abstand von der Startposition in negativer
Richtung verschoben.)
8. Die Laserabdeckung wird geöffnet.
9. Der Meßzyklus beginnt. (Das Sensorgebläse schaltet für die 1. Messung ein.)
10. Die X-Achse verfährt bis zur Sensorposition.*2
11. Der Abtastzyklus beginnt, wenn der Zyklus gewählt wird.
12. Der Sensor wird in die Nähe der positiven Z-Achsenverfahrgrenze positioniert.
13. Die Laserabdeckung wird geschlossen.
14. Der Y-Achsenrückzug erfolgt, wenn dies so definiert ist.*,*3
15. Der Sensor wird zurückgezogen.*
* Die Positionierung zur positiven Verfahrgrenze durch Satz-Nr. 12 wird ausgelassen, wenn
PCON definiert wurde.
Der Sensorrückzug durch Satz-Nr. 14 und 15 erfolgt nicht, wenn PRET definiert wurde.
*2 Wenn die Sensorposition 1 oder 3 (für Messungen in Richtung der Y-Achse) ist, bewegt
sich in obigen Schritten 6 und 10 die Y-Achse anstatt der X-Achse und im Schritt 5 bewegt
sich die X-Achse anstatt der Y-Achse.
*3 Wenn die Sensorposition 1 oder 3 (für Messung in Richtung der Y-Achse) ist, findet der
Rückzug der Y-Achse nicht statt.
MG61-012 S-328
KAPITEL 6 BERECHNUNGSFUNKTION FÜR KONTAKTLOSEN SENSOR

[Messen in Längsrichtung]
Dieser Zyklus mißt die Werkzeuglänge. Beim Messen der Werkzeuglänge Bit 0 der
Systemvariablen VFST aktivieren.
• Aufruffolge
CALL OO95 PLI=* [PRS=*] [PSPN=* [PPIC=*] [PTOL=*]] [PUDT=*] [POVT=*] [PAT=*] [PH=*]
[PRET=*] [PCON=*] [PF1=*] [PF2=*] [PF3=*] [PF4=*] [PSBA=*] [PSAM=*]
[PSPR=*] [PSRA=*] [PRTY=*]
PLI: Werkzeuglänge
Die (erwartete) Werkzeuglänge bestimmen.
PRS: Spindelausrichtposition
Siehe die Sensor-Nullpunkteinstellzyklus in Längsrichtung.
PSPN [PPIC] [PTOL]: Meßbreite beim Abtasten [Abtastvorschub beim Abtasten] [Sprungwert
beim Abtasten]
Siehe die Sensor-Nullpunkteinstellzyklus in Längsrichtung.
PUDT: Unterlaufwert beim ersten Annähern. (Standardwert: 10 mm (0.39 in.))
POVT: Überlaufwert beim ersten Annähern. (Standardwert: 10 mm (0.39 in.))
PAT: Zubehör-Korrekturnummer
Der Versatzwert muss bei VATSC eingestellt werden [185, Anschluss-Versatz
Zuordnungsnummer]. Verwenden Sie diese Einstellung für die Ausführung eines
Sensor Nullwert-Einstellzyklus mit Verwendung eines Anschlusses. Die
Anschlussnummer muss außerdem mit der Versatznummer des Anschlusses
übereinstimmen. Stellen Sie die Versatznummer der Anschlussdrehung (G181 bis
G185) für den Anschluss in ansteigender Folge ein.

Beispiel:
T301: Versatznummer 1 (PAT = in diesem Augenblick 1)
T302: Versatznummer 2 (PAT = in diesem Augenblick 2)
T303: Versatznummer 3 (PAT = in diesem Augenblick 3)
:
:
Wenn ein beweglicher Sensor verwendet wird, können keine horizontalen
Werkzeuge gemessen werden. In diesem Fall steht nur Messen mit einem
Erweiterungsanschluss zur Verfügung.
PH: Werkzeuglängenversatznummer
Die Werkzeuglängen-Korrekturnummer angeben, bei der die gemessene
Werkzeuglänge gespeichert wird.
Bei Auslassung von PH wird die aktive Werkzeugkorrekturnummer (VTLCN)
gesetzt.
PRET: Parameter zum Blockieren des Sensorrückzugs*
Siehe die Sensor-Nullpunkteinstellzyklus in Längsrichtung.
PCON: Parameter zum Blockieren des Z-Achsenrückzugs*
Siehe die Sensor-Nullpunkteinstellzyklus in Längsrichtung.
PF1: 1. Sensornäherungsgeschwindigkeit
PF2: 2. Sensornäherungsgeschwindigkeit
PF3: 3. Sensornäherungsgeschwindigkeit und 1. Näherungsgeschwindigkeit im Abtastzyklus
PF4: 3. Sensornäherungsgeschwindigkeit und 1. Näherungsgeschwindigkeit im Abtastzyklus
Siehe die Sensor-Nullpunkteinstellzyklus in Längsrichtung.
PSBA: Verweilzeit [s] für Sensorgebläse (Standard 3 [s])
MG61-012 S-329
KAPITEL 6 BERECHNUNGSFUNKTION FÜR KONTAKTLOSEN SENSOR

PSAM: Anzahl der Meßvorgänge.


Ist PSAM auf 2 oder einen höheren Wert eingestellt, wiederholt die NC den
Meßzyklus entsprechend der eingestellten Wiederholungsanzahl.
Bei der 1. Messung führt die NC einen normalen Meßvorgang durch (mit 4fachem
Annähern).
Beim 2. und folgenden Meßzyklen führt die NC den Meßvorgang mit 2facher
Annäherung zum Sensor durch. Die Näherungsgeschwindigkeit für den 2. und die
folgenden Meßzyklen ist wie folgt:
1. Annäherung: Die 3. Näherungsgeschwindigkeit im normalen Meßzyklus
2. Annäherung: Die 4. Näherungsgeschwindigkeit im normalen Meßzyklus
Der bei den verschiedenen Messungen erzielte Durchschnittswert wird als
endgültiger Meßwert betrachtet.
Der 2. und die folgenden Meßzyklen beinhalten keinen Abtast-Meßvorgang.
Die Standardvorgabe ist 3 (mal).
PSPR: Zulässige Abweichung zwischen max. und min. Messwerten
Anhand der verschiedenen Messungen wird ein maximaler und minimaler Wert
erzielt. Die zulässige Abweichung zwischen maximaler und minimaler Messung
wird über diesen Parameter definiert. Standardmäßig ist 0.005 [mm] gewählt.
PSRA: Gegenmaßnahme, wenn die Abweichung den zulässigen Bereich überschreitet (Alarm)
Festlegen, ob bei einer Abweichung über den zulässigen Bereich ein Alarm
ausgegeben wird oder nicht.
"1" setzen, wenn ein Alarm erzeugt werden soll. Andernfalls "0" setzen. Die
Standardvorgabe ist "0" (kein Alarm).
PRTY: Gegenmaßnahme, wenn die Abweichung den zulässigen Bereich überschreitet (Alarm)
Festlegen, ob bei einer Abweichung über den zulässigen Bereich ein weiterer
Meßzyklus ausgelöst wird oder nicht. Ist eine erneute Messung gewünscht, die
Wiederholungsanzahl bei PRTY festlegen.
Andernfalls "0" bei PRTY einsetzen.
Die NC führt den Meßvorgang entsprechend der bei PSAM (Anzahl der
Meßvorgänge) festgelegten Wiederholungsanzahl für die erneute Messung durch.
Bei der erneuten Messung wird die Annäherung selbst beim 1. Meßzyklus zweimal
durchgeführt.
Liegt die Abweichung nach der vorgegebenen Wiederholungsanzahl außerhalb
des zulässigen Bereichs, tritt ein Alarm auf.
Ist PSRA auf "1" gesetzt, wird der Wert PRTY ignoriert. Sind PSRA und PRTY
beide auf "0" gesetzt, wird der Durchschnittswert als Meßwert angenommen,
selbst wenn die Abweichung außerhalb des zulässigen Bereichs liegt. Die
Standardvorgabe ist "0" (kein erneuter Versuch).
MG61-012 S-330
KAPITEL 6 BERECHNUNGSFUNKTION FÜR KONTAKTLOSEN SENSOR

• Zyklusablauf
1. Der Sensor wird in die Nähe der positiven Z-Achsenverfahrgrenze positioniert.
2. Der Sensor wird zur Y-Achsenrückzugsposition verfahren, wenn vor Aufnahme des
Meßvorgangs der Y-Achsenrückzug für die Maschine erfolgen soll.
3. Die Spindelausrichtung erfolgt, außer beim Messen des drehenden Werkzeugs.
4. Die Sensoreinheit wird vorgeschoben.
5. Die Y-Achse wird zur Sensorposition positioniert.
6. Die X-Achse wird zur Sensorposition positioniert.
7. Das Sensorgebläse schaltet aus.
8. Der Meßzyklus beginnt. (Das Sensorgebläse schaltet für die 1. Messung ein.)
9. Die Z-Achse verfährt bis zur Sensorposition.
10. Der Abtastzyklus beginnt, wenn der Zyklus gewählt wird.
11. Bei mehreren Meßvorgängen wiederholt die NC den Meßzyklus entsprechend der
definierten Anzahl.
12. Die Z-Achse verfährt bis zur Sensorposition.
13. Der Sensor wird in die Nähe der positiven Z-Achsenverfahrgrenze positioniert.
14. Die Laserabdeckung wird geschlossen.
15. Der Y-Achsenrückzug erfolgt, wenn dies so definiert ist.*
16. Der Sensor wird zurückgezogen.*
* Die Positionierung zur positiven Verfahrgrenze durch Satz-Nr. 13 wird ausgelassen, wenn
PCON definiert wurde.
Der Sensorrückzug durch Satz-Nr. 15 und 16 erfolgt nicht, wenn PRET definiert wurde.
MG61-012 S-331
KAPITEL 6 BERECHNUNGSFUNKTION FÜR KONTAKTLOSEN SENSOR

[Messen in Radialrichtung]
Dieser Zyklus mißt den Schneidenradius. Beim Messen des Schneidenradius Bit 0 der
Systemvariablen VFST aktivieren.
• Aufruffolge
CALL OO96 PRI=* PLI=* [PRS=*] [PSPN=* [PPIC=*] [PTOL=*]] [PIN=*] [PUDT=*] [POVT=*]
[PAT=*] [PD=*] [PRET=*] [PCON=*] [PGO=*] [PF1=*] [PF2=*] [PF3=*] [PF4=*]
[PSBA=*] [PSAM=*] [PSPR=*] [PSRA=*] [PRTY=*]
PLI: Werkzeuglänge
Den Korrekturbetrag für die Werkzeuglänge eingeben.
PRI: Schneidenradius
Den Korrekturbetrag für den Schneidenradius eingeben (: erwarteter
Korrekturbetrag des Schneidenradius).
PRS: Spindelausrichtposition
Siehe die Sensor-Nullpunkteinstellzyklus in Längsrichtung.
PSPN [PPIC] [PTOL]: Meßbreite beim Abtasten [Abtastvorschub beim Abtasten] [Sprungwert
beim Abtasten]
Siehe die Sensor-Nullpunkteinstellzyklus in Längsrichtung.
PIN: Z-Achsenzustellbetrag
Der Sensor beginnt den Meßvorgang durch Verschiebung vom Startpunkt in
negativer Richtung um den bei PIN definierten Abstand.
PUDT: Unterlaufwert beim ersten Annähern. (Standardwert: 10 mm (0.39 in.))
POVT: Überlaufwert beim ersten Annähern. (Standardwert: 10 mm (0.39 in.))
PAT: Zubehör-Korrekturnummer
Siehe den [Meßzyklus in Längsrichtung].
PD: Werkzeugradiuskorrekturnummer
Die Schneidenradius-Korrekturnummer angeben, bei welcher der gemessene
Schneidenradius gespeichert ist.
Bei Auslassung dieser Eingabe wird die aktive Werkzeugkorrekturnummer
(VTLCN) gesetzt.
PRET: Parameter zum Blockieren des Sensorrückzugs*
Siehe die Sensor-Nullpunkteinstellzyklus in Längsrichtung.
PCON: Parameter zum Blockieren des Z-Achsenrückzugs*
Siehe die Sensor-Nullpunkteinstellzyklus in Längsrichtung.
PF1: 1. Sensornäherungsgeschwindigkeit
PF2: 2. Sensornäherungsgeschwindigkeit
PF3: 3. Sensornäherungsgeschwindigkeit und 1. Näherungsgeschwindigkeit im Abtastzyklus
PF4: 3. Sensornäherungsgeschwindigkeit und 1. Näherungsgeschwindigkeit im Abtastzyklus
Siehe die Sensor-Nullpunkteinstellzyklus in Längsrichtung.
PSBA: Verweilzeit [s] für Sensorgebläse (Standard 3 [s])
PSAM: Anzahl der Meßvorgänge
Siehe den [Meßzyklus in Längsrichtung].
PSPR: Zulässige Abweichung zwischen max. und min. Messwerten
Siehe den [Meßzyklus in Längsrichtung].
PSRA: Gegenmaßnahme, wenn die Abweichung den zulässigen Bereich überschreitet (Alarm)
Siehe den [Meßzyklus in Längsrichtung].
PRTY: Gegenmaßnahme, wenn die Abweichung den zulässigen Bereich überschreitet
(erneuter Versuch)
Siehe den [Meßzyklus in Längsrichtung].
MG61-012 S-332
KAPITEL 6 BERECHNUNGSFUNKTION FÜR KONTAKTLOSEN SENSOR

• Zyklusablauf
1. Der Sensor wird in die Nähe der positiven Z-Achsenverfahrgrenze positioniert.
2. Der Sensor wird zur Y-Achsenrückzugsposition verfahren, wenn vor Aufnahme des
Meßvorgangs der Y-Achsenrückzug für die Maschine erfolgen soll.*3
3. Die Spindelausrichtung erfolgt, außer beim Messen des drehenden Werkzeugs.
4. Die Sensoreinheit wird vorgeschoben.
5. Die Y-Achse wird zur Sensorposition positioniert.*2
6. Die X-Achse verfährt bis zur Unterlaufposition.*2
7. Die Z-Achse wird zur Sensorposition positioniert. (Bei Festlegung von PIN wird die
Sensorposition um den bei PIN angegebenen Abstand in Zustellrichtung verschoben.)
8. Die Laserabdeckung wird geöffnet.
9. Der Meßzyklus beginnt. (Das Sensorgebläse schaltet für die 1. Messung ein.)
10. Die X-Achse verfährt bis zur Sensorposition.*2
11. Der Abtastzyklus beginnt, wenn der Zyklus gewählt wird.
12. Bei mehreren Meßvorgängen wiederholt die NC den Meßzyklus entsprechend der
definierten Anzahl.
13. Die X-Achse verfährt bis zur Sensorposition.*2
14. Der Sensor wird in die Nähe der positiven Z-Achsenverfahrgrenze positioniert.
15. Die Laserabdeckung wird geschlossen.
16. Der Y-Achsenrückzug erfolgt, wenn dies so definiert ist.*,*3
17. Der Sensor wird zurückgezogen.*
* Die Positionierung zur positiven Verfahrgrenze durch Satz-Nr. 14 wird ausgelassen, wenn
PCON definiert wurde.
Der Sensorrückzug durch Satz-Nr. 16 und 17 erfolgt nicht, wenn PRET definiert wurde.
*2 Wenn die Sensorposition 1 oder 3 (für Messungen in Richtung der Y-Achse) ist, bewegt
sich in obigen Schritten 6, 10 und 13 die Y-Achse anstatt der X-Achse und im Schritt 5
bewegt sich die X-Achse anstatt der Y-Achse.
*3 Wenn die Sensorposition 1 oder 3 (für Messung in Richtung der Y-Achse) ist, findet der
Rückzug der Y-Achse nicht statt.
MG61-012 S-333
KAPITEL 6 BERECHNUNGSFUNKTION FÜR KONTAKTLOSEN SENSOR

[Messen der Genauigkeit für die Kugelform (OO99)]


Dieser Zyklus mißt die Genauigkeit der Kugelform an der Spitze des Kugelschaftfräsers
• Aufruffolge
CALL OO99 [PH=*] [PLI=*] [PRI=*] [PRA=*] [PRS=*] [PUDT=*] [POVT=*] [PAT=*] [PRET=*]
[PCON=*] [PRE=*] [PF1=*] [PF2=*] [PF3=*] [PF4=*] [PSBA=*]
PH: Werkzeugverwaltungsnummer
Die Werkzeugüberwachungsnummer, bei welcher der Werkzeuglängen- und
Schneidenradius-Korrekturbetrag zu Bewertung der Genauigkeit für die Kugelform
gespeichert sind. Bei Auslassung von PH wird die aktive Werkzeugnummer
(VTLCN) gesetzt.
PLI: Werkzeuglänge
Die Werkzeuglänge bestimmen. Wird sie ausgelassen, so wird der Korrekturbetrag
der Werkzeugüberwachungsnummer gesetzt.
PRI: Schneidenradius
Den Schneidenradius defnieren. Wird er ausgelassen, so wird der Korrekturbetrag
der Werkzeugüberwachungsnummer gesetzt.
PRA: Der Winkel wird zum Messen der Genauigkeit für die Kugelform addiert
Der Sensor mißt die Genauigkeit der Kugelform von der Längsrichtung zur
Radialrichtung.
Den für diese Messung verwendeten inkrementalen Winkel festlegen. Der Winkel
muß 5° oder größer sein und einem Teiler von 90° entsprechen. Der Standardwert
ist 15°.
PRS: Spindelausrichtposition
Siehe die Sensor-Nullpunkteinstellzyklus in Längsrichtung.
PSPN [PPIC] [PTOL]: Meßbreite beim Abtasten [Abtastvorschub beim Abtasten] [Sprungwert
beim Abtasten]
Siehe die Sensor-Nullpunkteinstellzyklus in Längsrichtung.
PUDT: Unterlaufwert beim ersten Annähern. (Standardwert: 10 mm (0.39 in.))
POVT: Überlaufwert beim ersten Annähern. (Standardwert: 10 mm (0.39 in.))
PAT: Zubehör-Korrekturnummer
Siehe den [Meßzyklus in Längsrichtung].
PRET: Parameter zum Blockieren des Sensorrückzugs*
Siehe die Sensor-Nullpunkteinstellzyklus in Längsrichtung.
PCON: Parameter zum Blockieren des Z-Achsenrückzugs*
Siehe die Sensor-Nullpunkteinstellzyklus in Längsrichtung.
PRE: Maximal zulässiger Fehler
Überschreitet der Fehler beim Messen der Genauigkeit für die Kugelform diesen
Betrag, wird ein Alarm ausgegeben.
Wurde PRE nicht definiert, erfolgt keine Fehlerauswertung für den Zyklus.
PF1: 1. Sensornäherungsgeschwindigkeit
PF2: 2. Sensornäherungsgeschwindigkeit
PF3: 3. Sensornäherungsgeschwindigkeit und 1. Näherungsgeschwindigkeit im Abtastzyklus
PF4: 3. Sensornäherungsgeschwindigkeit und 1. Näherungsgeschwindigkeit im Abtastzyklus
Siehe die Sensor-Nullpunkteinstellzyklus in Längsrichtung.
PSBA: Verweilzeit [s] für Sensorgebläse (Standard 3 [s])
MG61-012 S-334
KAPITEL 6 BERECHNUNGSFUNKTION FÜR KONTAKTLOSEN SENSOR

• Zyklusablauf
1. Der Sensor wird in die Nähe der positiven Z-Achsenverfahrgrenze positioniert.
2. Der Sensor wird zur Y-Achsenrückzugsposition verfahren, wenn vor Aufnahme des
Meßvorgangs der Y-Achsenrückzug für die Maschine erfolgen soll.*3
3. Die Spindelausrichtung erfolgt, außer beim Messen des drehenden Werkzeugs.
4. Die Sensoreinheit wird vorgeschoben.
5. Die Y-Achse wird zur Sensorposition positioniert.
6. Die X-Achse wird positioniert.*2
7. Die Laserabdeckung wird geöffnet.
8. Der Meßzyklus beginnt. (Das Sensorgebläse schaltet für die 1. Messung ein.)
9. Die X-Achse und Z-Achse verfahren zur Sensorposition.*2
10. Der Winkel PRA wird addiert und der Sensor mißt die Genauigkeit der Kugelform in
Neigungsrichtung.
11. Die Bearbeitungsschritte Nr. 9 und 10 werden bis zum Meßwinkel von 9090° wiederholt.
12. Die X-Achse und Z-Achse verfahren zur Sensorposition.*2
13. Der Sensor mißt in Radialrichtung.
14. Der Sensor wird in die Nähe der positiven Z-Achsenverfahrgrenze positioniert.
15. Die Laserabdeckung wird geschlossen.
16. Der Y-Achsenrückzug erfolgt, wenn dies so definiert ist.*,*3
17. Der Sensor wird zurückgezogen.*
18. Die Genauigkeit der Kugelform wird beurteilt, wenn der Bewertungsbefehl definiert wurde.
* Die Positionierung zur positiven Verfahrgrenze durch Satz-Nr. 14 wird ausgelassen, wenn
PCON definiert wurde.
Der Sensorrückzug durch Satz-Nr. 16 und 17 erfolgt nicht, wenn PRET definiert wurde.
*2 Wenn die Sensorposition 1 oder 3 (für Messungen in Richtung der Y-Achse) ist, bewegt
sich in obigen Schritten 6, 9, 12 und 10 die Y-Achse anstatt der X-Achse und im Schritt 5
bewegt sich die X-Achse anstatt der Y-Achse.
*3 Wenn die Sensorposition 1 oder 3 (für Messung in Richtung der Y-Achse) ist, findet der
Rückzug der Y-Achse nicht statt.
MG61-012 S-335
KAPITEL 6 BERECHNUNGSFUNKTION FÜR KONTAKTLOSEN SENSOR

[Werkzeugbrucherkennung in Längsrichtung]
Dieser Zyklus erkennt den Werkzeugbruch in Längsrichtung. Für die
Werkzeugbrucherkennung in Längsrichtung das Bit 0 der Systemvariablen VFST deaktivieren.
• Aufruffolge
CALL OO95 [PLI=*][PRS=*] [PSPN=* [PPIC=*] [PTOL=*]] [PUDT=*] [POVT=*] [PAT=*] [PH=*]
[PRET=*] [PCON=*] [PGO=*] [PLE1=*] [PLE2=*][PF1=*] [PF2=*] [PF3=*] [PF4=*]
[PSBA=*] [PSAM=*] [PSPR=*] [PSRA=*] [PRTY=*]
PLI: Werkzeuglänge
Die Werkzeuglänge (: die erwartete Werkzeuglänge) definieren.
PRS: Spindelausrichtposition
Siehe die Sensor-Nullpunkteinstellzyklus in Längsrichtung.
PSPN [PPIC] [PTOL]: Meßbreite beim Abtasten [Abtastvorschub beim Abtasten] [Sprungwert
beim Abtasten]
Siehe die Sensor-Nullpunkteinstellzyklus in Längsrichtung.
PUDT: Unterlaufwert beim ersten Annähern. (Standardwert: 10 mm (0.39 in.))
POVT: Überlaufwert beim ersten Annähern. (Standardwert: 10 mm (0.39 in.))
PAT: Zubehör-Korrekturnummer
Siehe den [Meßzyklus in Längsrichtung].
PH: Werkzeuglängenversatznummer
Die Werkzeuglängen-Korrekturnummer für diejenigen Daten angeben, die mit dem
Meßergebnis verglichen werden sollen.
Bei Auslassung dieser Eingabe wird die aktive Werkzeugkorrekturnummer
(VTLCN) gesetzt.
PRET: Parameter zum Blockieren des Sensorrückzugs*
Siehe die Sensor-Nullpunkteinstellzyklus in Längsrichtung.
PCON: Parameter zum Blockieren des Z-Achsenrückzugs*
Siehe die Sensor-Nullpunkteinstellzyklus in Längsrichtung.
PGO: Gegenmaßnahme bei Erkennung von Werkzeugbruch
PGO=1 Der Werkzeug wird bei Werkzeugbrucherkennung ausgetauscht.
PGO=2 Der Werkzeug wird bei Werkzeugbrucherkennung ausgetauscht. Vor dem
Wechsel wird das defekte Werkzeug zur Werkzeugwechselposition
verfahren.
Wird PGO ausgelassen, endet der Zyklus mit der Ausgabe eines Alarms.
PLE1: Schwellenwert zur Bearteilung von Werkzeugbruch
Den Schwellenwert zur Beurteilung eines Werkzeugbruchs als Abweichung vom
Werkzeugkorrekturwert definieren. Der Standardwert ist 0,1 mm.
PLE2: Schwellenwert zur Bearteilung von Werkzeugverschleiß
Den Schwellenwert zur Beurteilung von Werkzeugverschleiß als Abweichung vom
Werkzeugkorrekturwert definieren. Ist die Abweichung geringer als PLE2, bewertet
die NC das Werkzeug als abgenutzt und aktualisiert den Werkzeuglängen-
Korrekturwert. Bei Auslassung von PLE2 nimmt die NC keine Beurteilung vor.
PF1: 1. Sensornäherungsgeschwindigkeit
PF2: 2. Sensornäherungsgeschwindigkeit
PF3: 3. Sensornäherungsgeschwindigkeit und 1. Näherungsgeschwindigkeit im Abtastzyklus
PF4: 3. Sensornäherungsgeschwindigkeit und 1. Näherungsgeschwindigkeit im Abtastzyklus
Siehe die Sensor-Nullpunkteinstellzyklus in Längsrichtung.
PSBA: Verweilzeit [s] für Sensorgebläse (Standard 3 [s])
MG61-012 S-336
KAPITEL 6 BERECHNUNGSFUNKTION FÜR KONTAKTLOSEN SENSOR

PSAM: Anzahl der Meßvorgänge


Siehe den [Meßzyklus in Längsrichtung].
PSPR: Zulässige Abweichung zwischen max. und min. Messwerten
Siehe den [Meßzyklus in Längsrichtung].
PSRA: Gegenmaßnahme, wenn die Abweichung den zulässigen Bereich überschreitet (Alarm)
Siehe den [Meßzyklus in Längsrichtung].
PRTY: Gegenmaßnahme, wenn die Abweichung den zulässigen Bereich überschreitet
(erneuter Versuch)
Siehe den [Meßzyklus in Längsrichtung].
• Zyklusablauf
1. Der Sensor wird in die Nähe der positiven Z-Achsenverfahrgrenze positioniert.
2. Der Sensor wird zur Y-Achsenrückzugsposition verfahren, wenn vor Aufnahme des
Meßvorgangs der Y-Achsenrückzug für die Maschine erfolgen soll.
3. Die Spindelausrichtung erfolgt, außer beim Messen des drehenden Werkzeugs.
4. Die Sensoreinheit wird vorgeschoben.
5. Die Y-Achse wird zur Sensorposition positioniert.
6. Die X-Achse wird zur Sensorposition positioniert.
7. Die Laserabdeckung wird geöffnet.
8. Der Meßzyklus beginnt. (Das Sensorgebläse schaltet für die 1. Messung ein.)
9. Die Z-Achse verfährt bis zur Sensorposition.
10. Der Abtastzyklus beginnt, wenn der Zyklus gewählt wird.
11. Bei mehreren Meßvorgängen wiederholt die NC den Meßzyklus entsprechend der
definierten Anzahl.
12. Die Z-Achse verfährt bis zur Sensorposition.
13. Der Sensor wird in die Nähe der positiven Z-Achsenverfahrgrenze positioniert.
14. Die Laserabdeckung wird geschlossen.
15. Der Y-Achsenrückzug erfolgt, wenn dies so definiert ist.*
16. Der Sensor wird zurückgezogen.*
17. Der Werkzeugbruch oder Werkzeugverschleiß wird bewertet.
18. Bei Erkennung von Werkzeugbruch wird das Werkzeug entsprechend der Einstellung für
PGO ausgewechselt.
* Die Positionierung zur positiven Verfahrgrenze durch Satz-Nr. 13 wird ausgelassen, wenn
PCON definiert wurde.
Der Sensorrückzug durch Satz-Nr. 15 und 16 erfolgt nicht, wenn PRET definiert wurde.
MG61-012 S-337
KAPITEL 6 BERECHNUNGSFUNKTION FÜR KONTAKTLOSEN SENSOR

[Werkzeugbrucherkennung in Radialrichtung]
Dieser Zyklus erkennt den Werkzeugbruch in Radialrichtung. Für die Werkzeugbrucherken-
nung in Radialrichtung das Bit 0 der Systemvariablen VFST deaktivieren.

• Aufruffolge
CALL [PRI=*] [PLI=*] [PRS=*] [PSPN=* [PPIC=*] [PTOL=*]] [PIN=*] [PUDT=*] [POVT=*]
OO96 [PAT=*] [PD=*] [PRET=*] [PCON=*] [PGO=*] [PLE1=*] [PLE2=*] [PF1=*] [PF2=*]
[PF3=*] [PF4=*] [PSBA=*] [PSAM=*] [PSPR=*] [PSRA=*] [PRTY=*]
PLI: Werkzeuglänge
Den Korrekturbetrag für die Werkzeuglänge eingeben.
PRI: Schneidenradius
Den Korrekturbetrag für den Schneidenradius eingeben (: erwarteter Korrekturbetrag
des Schneidenradius).
PRS: Spindelausrichtposition
Siehe die Sensor-Nullpunkteinstellzyklus in Längsrichtung.
PSPN [PPIC] [PTOL]: Meßbreite beim Abtasten [Abtastvorschub beim Abtasten] [Sprungwert beim
Abtasten]
Siehe die Sensor-Nullpunkteinstellzyklus in Längsrichtung.
PIN: Z-Achsenzustellbetrag
Siehe die Sensor-Nullpunkteinstellzyklus in Längsrichtung.
PIN: Z-Achsenzustellbetrag
Der Sensor beginnt den Meßvorgang durch Verschiebung vom Startpunkt in negativer
Richtung um den bei PIN definierten Abstand.
PUDT: Unterlaufwert beim ersten Annähern. (Standardwert: 10 mm (0.39 in.))
POVT: Überlaufwert beim ersten Annähern. (Standardwert: 10 mm (0.39 in.))
PAT: Zubehör-Korrekturnummer
Siehe den [Meßzyklus in Längsrichtung].
PD: Werkzeugradiuskorrekturnummer
Der Schneidenradius wird mit diesem Wert verglichen.
Bei Auslassung dieser Eingabe werden die Daten der aktiven Werkzeugnummer
(VTLCN) gesetzt.
PRET: Parameter zum Blockieren des Sensorrückzugs*
Siehe die Sensor-Nullpunkteinstellzyklus in Längsrichtung.
PCON: Parameter zum Blockieren des Z-Achsenrückzugs*
Siehe die Sensor-Nullpunkteinstellzyklus in Längsrichtung.
PGO: Gegenmaßnahme bei Erkennung von Werkzeugbruch
Siehe den Sensor-Nullpunkteinstellzyklus in Längsrichtung und den Werkzeugbruch-
Erkennungszyklus.
PLE1: Schwellenwert zur Bearteilung von Werkzeugbruch
Siehe den Sensor-Nullpunkteinstellzyklus in Längsrichtung und den Werkzeugbruch-
Erkennungszyklus.
PLE2: Schwellenwert zur Bearteilung von Werkzeugverschleiß
Siehe den Sensor-Nullpunkteinstellzyklus in Längsrichtung und den Werkzeugbruch-
Erkennungszyklus.
PF1: 1. Sensornäherungsgeschwindigkeit
PF2: 2. Sensornäherungsgeschwindigkeit
PF3: 3. Sensornäherungsgeschwindigkeit und 1. Näherungsgeschwindigkeit im Abtastzyklus
PF4: 3. Sensornäherungsgeschwindigkeit und 1. Näherungsgeschwindigkeit im Abtastzyklus
Siehe die Sensor-Nullpunkteinstellzyklus in Längsrichtung.
PSBA: Verweilzeit [s] für Sensorgebläse (Standard 3 [s])
MG61-012 S-338
KAPITEL 6 BERECHNUNGSFUNKTION FÜR KONTAKTLOSEN SENSOR

PSAM: Anzahl der Meßvorgänge


Siehe den [Meßzyklus in Längsrichtung].
PSPR: Zulässige Abweichung zwischen max. und min. Messwerten
Siehe den [Meßzyklus in Längsrichtung].
PSRA: Gegenmaßnahme, wenn die Abweichung den zulässigen Bereich überschreitet (Alarm)
Siehe den [Meßzyklus in Längsrichtung].
PRTY: Gegenmaßnahme, wenn die Abweichung den zulässigen Bereich überschreitet
(erneuter Versuch)
Siehe den [Meßzyklus in Längsrichtung].
• Zyklusablauf
1. Der Sensor wird in die Nähe der positiven Z-Achsenverfahrgrenze positioniert.
2. Der Sensor wird zur Y-Achsenrückzugsposition verfahren, wenn vor Aufnahme des
Meßvorgangs der Y-Achsenrückzug für die Maschine erfolgen soll.*3
3. Die Spindelausrichtung erfolgt, außer beim Messen des drehenden Werkzeugs.
4. Die Sensoreinheit wird vorgeschoben.
5. Die Y-Achse wird zur Sensorposition positioniert.*2
6. Die X-Achse verfährt bis zur Unterlaufposition.*2
7. Die Z-Achse wird zur Sensorposition positioniert. (Bei Festlegung von PIN wird die Z-
Achse um den bei PIN angegebenen Abstand in Zustellrichtung verschoben.)
8. Die Laserabdeckung wird geöffnet.
9. Der Meßzyklus beginnt. (Das Sensorgebläse schaltet für die 1. Messung ein.)
10. Die X-Achse verfährt bis zur Sensorposition.
11. Der Abtastzyklus beginnt, wenn der Zyklus gewählt wird.
12. Bei mehreren Meßvorgängen wiederholt die NC den Meßzyklus entsprechend der
definierten Anzahl.
13. Die X-Achse verfährt bis zur Sensorposition.*2
14. Der Sensor wird in die Nähe der positiven Z-Achsenverfahrgrenze positioniert.
15. Die Laserabdeckung wird geschlossen.
16. Der Y-Achsenrückzug erfolgt, wenn dies so definiert ist.*,*3
17. Der Sensor wird zurückgezogen.*
18. Der Werkzeugbruch oder Werkzeugverschleiß wird bewertet.
19. Bei Erkennung von Werkzeugbruch wird das Werkzeug entsprechend der Einstellung für
PGO ausgewechselt.
* Die Positionierung zur positiven Verfahrgrenze durch Satz-Nr. 14 wird ausgelassen, wenn
PCON definiert wurde.
Der Sensorrückzug durch Satz-Nr. 16 und 17 erfolgt nicht, wenn PRET definiert wurde.
*2 Wenn die Sensorposition 1 oder 3 (für Messungen in Richtung der Y-Achse) ist, bewegt
sich in obigen Schritten 6 und 10 die Y-Achse anstatt der X-Achse und im Schritt 5 bewegt
sich die X-Achse anstatt der Y-Achse.
*3 Wenn die Sensorposition 1 oder 3 (für Messung in Richtung der Y-Achse) ist, findet der
Rückzug der Y-Achse nicht statt.
MG61-012 S-339
KAPITEL 6 BERECHNUNGSFUNKTION FÜR KONTAKTLOSEN SENSOR

[Hochleistungs-Werkzeugbrucherkennung]
Dieser Zyklus erkennt den Werkzeugbruch. Die Hochleistungs-Werkzeugbrucherkennung
geht davon aus, daß ein defektes Werkzeug den Sensorstrahl, wie rechts gezeigt, nicht
unterbricht.
In diesem Zyklus kann aber nich ein geringer Werkzeugbruch erkannt werden.

Das normale Werkzeug


unterbricht den Sensorstrahl, ein
defektes Werkzeug jedoch nicht.

EIOEMR5S6005R01

• Aufruffolge
CALL [PLI=*] [PRI=*] [PRS=*] [PIN=*] [PUDT=*] [POVT=*] [PAT=*] [PH=*] [PRET=*]
OO97 [PCON=*]
PLI: Werkzeuglänge
Den Werkzeuglängen-Korrekturbetrag eingeben. Bei Auslassung der Eingabe wird
der für die Korrekturnummer angegebene Wert gesetzt.
PRI: Schneidenradius
Den Schneidenradiuskorrekturbetrag definieren. Bei Auslassung der Eingabe wird
der für die Korrekturnummer angegebene Wert gesetzt.
PRS: Spindelausrichtposition
Siehe die Sensor-Nullpunkteinstellzyklus in Längsrichtung.
PIN: Z-Achsenzustellbetrag
Der Sensor beginnt den Meßvorgang durch Verschiebung vom Startpunkt in
negativer Richtung um den bei PIN definierten Abstand. (Standardwert: 0.2 mm
(0.008 in.))
PUDT: Unterlaufwert beim ersten Annähern. (Standardwert: 50 mm (1.97 in.))
POVT: Überlaufwert beim ersten Annähern. (Standardwert: 10 mm (0.39 in.))
PAT: Zubehör-Korrekturnummer
Siehe den [Meßzyklus in Längsrichtung].
PH: Werkzeugversatznummer
Die Werkzeugkorrekturnummer angeben. Bei Auslassung dieser Eingabe wird die
aktive Werkzeugnummer (VTLCN) gesetzt.
PRET: Parameter zum Blockieren des Sensorrückzugs*
Siehe die Sensor-Nullpunkteinstellzyklus in Längsrichtung.
PCON: Parameter zum Blockieren des Z-Achsenrückzugs*
Siehe die Sensor-Nullpunkteinstellzyklus in Längsrichtung.
MG61-012 S-340
KAPITEL 6 BERECHNUNGSFUNKTION FÜR KONTAKTLOSEN SENSOR

• Zyklusablauf
1. Der Sensor wird in die Nähe der positiven Z-Achsenverfahrgrenze positioniert.
2. Der Sensor wird zur Y-Achsenrückzugsposition verfahren, wenn vor Aufnahme des
Meßvorgangs der Y-Achsenrückzug für die Maschine erfolgen soll.*3
3. Die Spindelausrichtung erfolgt, außer beim Messen des drehenden Werkzeugs.
4. Die Sensoreinheit wird vorgeschoben.
5. Die Y-Achse wird zur Sensorposition positioniert.*2
6. Die X-Achse verfährt bis zur Unterlaufposition.*2
7. Die Z-Achse wird zur Sensorposition positioniert. (Bei Festlegung von PIN wird die Z-
Achse um den bei PIN angegebenen Abstand in Zustellrichtung verschoben.)
8. Die Laserabdeckung wird geöffnet.
9. Die -Achse spring zur Zielposition (Sensorposition + Überlaufposition).*2
10. Der Sensor wird in die Nähe der positiven Z-Achsenverfahrgrenze positioniert.
11. Die Laserabdeckung wird geschlossen.
12. Der Y-Achsenrückzug erfolgt, wenn dies so definiert ist.*
13. Der Sensor wird zurückgezogen.*,*3
14. Der Werkzeugbruch wird beurteilt.
15. Bei Erkennung von Werkzeugbruch wird das Werkzeug entsprechend der Einstellung für
PGO ausgewechselt.
* Die Positionierung zur positiven Verfahrgrenze durch Satz-Nr. 10 wird ausgelassen, wenn
PCON definiert wurde.
Der Sensorrückzug durch Satz-Nr. 12 und 13 erfolgt nicht, wenn PRET definiert wurde.
*2 Wenn die Sensorposition 1 oder 3 (für Messungen in Richtung der Y-Achse) ist, bewegt
sich in obigen Schritten 6 und 9 die Y-Achse anstatt der X-Achse und im Schritt 5 bewegt
sich die X-Achse anstatt der Y-Achse.
*3 Wenn die Sensorposition 1 oder 3 (für Messung in Richtung der Y-Achse) ist, findet der
Rückzug der Y-Achse nicht statt.
MG61-012 S-341
KAPITEL 6 BERECHNUNGSFUNKTION FÜR KONTAKTLOSEN SENSOR

4. Unterprogramm des Herstellers im Meßmodus mit festste-


hendem Sensor
Der Sensormodus (feststehend/beweglich) kann über Bit 3 der Systemvariablen Eeoemr5s6004
VFST umgeschal-
tet werden. Bei der Wahl des Modus für den feststehenden Sensor, Bit 3 der Variablen aktivieren.
Ein feststehender Sensor kann ein horizontales Spindelwerkzeug (ein Zubehörwerkzeug) oder ein
vertikales Spindelwerkzeug messen. Der Sensormodus (horizontal/vertikal) kann über Bit 6 der
Systemvariablen VFST umgeschaltet werden. Beim Messen eines horizontalen Spindelwerkzeugs
Bit 6 der Variablen aktivieren.
Der Meßzyklus für die vertikale und horizontale Spindel wird nachfolgend beschrieben.

Feststehender Sensor

EIOEMR5S6006R01
MG61-012 S-342
KAPITEL 6 BERECHNUNGSFUNKTION FÜR KONTAKTLOSEN SENSOR

5. Unterprogramm des Herstellers zum Messen eines verti-


kalen Spindelwerkzeugs im Meßmodus mit feststehen-
dem Sensor
Wie beim Messprogramm für den beweglichen Sensor besteht das Programm Eeoemr5s6005
für das Messen
vertikaler Spindelwerkzeuge mit dem festen Sensor aus folgenden Unterroutinen:
[Vorbereitungsliste für den Meßzyklus]
OO31 Positionseinstellzyklus für den Werkzeugwechsel
OO33 Positionseinstellzyklus für Y-Achsenrückzug
OO93 Sensor-Nullpunkteinstellzyklus in Längsrichtung
OO94 Sensor-Nullpunkteinstellzyklus in Radialrichtung
[Liste für den Meßzyklus]
OO95 Messen in Längsrichtung
OO96 Messen in Radialrichtung
OO99 Messen der Genauigkeit für die Kugelform
[Zyklusliste für Werkzeugbrucherkennung]
OO95 Werkzeugbrucherkennung in Längsrichtung
OO96 Werkzeugbrucherkennung in Radialrichtung
OO97 Hochleistungs-Werkzeugbrucherkennung
[Einstellzyklus für Werkzeugwechselposition (OO31)]
Siehe auch "3. Unterprogramm des Herstellers im Meßmodus mit beweglichem Sensor"
[Einstellzyklus für Werkzeugwechselposition (OO31)].
[Einstellzyklus für Y-Achsenrückzugposition (OO33)]
Siehe auch "3. Unterprogramm des Herstellers im Meßmodus mit beweglichem Sensor"
[Einstellzyklus für Y-Achsenrückzugposition (OO33)].
[Spindeldrehzahl]
Bei Durchführung des Meßvorgangs während der Spindeldrehung die Spindeldrehzahl unter
Angabe des Drehzahlwertes, der durch die folgende Formel errechnet wird, definieren.
S=F/N
Hierbei gilt:
S entspricht der aktuellen Spindeldrehzahl. Dies ist der S-Befehlswert multipliziert mit der
Spindeldrehzahlübersteuerung.
F ist die aktuelle Vorschubgeschwindigkeit. Wird PFI (1. Sensornäherungsgeschwindigkeit)
nicht mit einem Argument definiert, so wird dieser Wert mit der Schnittvorschubübersteuerung
um 2,000 multipliziert. Wird PFI mit einem Argument definiert, entspricht dieser Wert dem
Vorgabewert, der mit der Schnittvorschubübersteuerung multipliziert wurde.
Zusätzlich ist, wenn PF1 mit einem Argument definiert ist, dies ein Wert, der durch
Multiplikation des gesteuerten Werts mit der Übersteuerung des Schneidevorschubs erhalten
wird.
N entspricht der Anzahl der Werkzeugschneiden.
MG61-012 S-343
KAPITEL 6 BERECHNUNGSFUNKTION FÜR KONTAKTLOSEN SENSOR

[Sensor-Nullpunkteinstellzyklus in Längsrichtung (OO93)]


Dieser Zyklus bestimmt die verwendete Sensorposition für die Messung der Werkzeuglänge
und Werkzeugbrucherkennung.
Die Korrekturmethode kann durch Umschalten von Bit 7 für VFST gewechselt werden.
Bit 7 von VFST AUS : Relative Positionskorrektur
EIN : Absolute Positionskorrektur
Diese Einstellung nach Wahl der Korrekturmethode nicht mehr ändern. Die Meßergebnisse
werden im System-Werkstückkoordinatensystem Nr. 20 abgelegt.
• Aufruffolge
CALL PAXI=* PLI=* [PRS=*] [PSPN=* [PPIC=*] [PTOL=*]] [PUDT=*] [POVT=*] [PAT=*]
OO93 [PRET=1] [PCON=1] [PF1=*] [PF2=*] [PF3=*] [PF4=*] [PSBA=*]
PAXI: Achse, deren Nullpunkt gesetzt wird (Bit0: X-Achse, Bit1: Y-Achse, Bit2: Z-Achse)
Der normale Einstellwert entspricht PAXI=#04H.
PUDT: Unterlaufwert beim ersten Annähern. (Standardwert: 50 mm (1.97 in.))
POVT: Überlaufwert beim ersten Annähern. (Standardwert: 50 mm (1.97 in.))
PLI: Bezugswerkzeuglänge
PRS: Spindelausrichtposition
PSPN [PPIC] [PTOL]: Meßbreite beim Abtasten [Abtastvorschub beim Abtasten] [Sprungwert
beim Abtasten]
PAT: Zubehör-Korrekturnummer
PCON: Parameter zum Blockieren des Z-Achsenrückzugs*
PRET: Parameter zum Blockieren des Sensorrückzugs*
PF1: 1. Sensornäherungsgeschwindigkeit
PF2: 2. Sensornäherungsgeschwindigkeit
PF3: 3. Sensornäherungsgeschwindigkeit und 1. Näherungsgeschwindigkeit im Abtastzyklus
PF4: 4. Sensornäherungsgeschwindigkeit und 2. Näherungsgeschwindigkeit im Abtastzyklus
PSBA: Verweilzeit [s] für Sensorgebläse (Standard 3 [s])
Siehe auch "4. Unterprogramm des Herstellers im Meßmodus mit beweglichem
Sensor".
• Meßablauf
1. Das Bezugswerkzeug einsetzen.
2. Den Sensor über M144 vorschieben. (Sicherstellen, daß für den Sensor keine
Kollisionsmöglichkeit besteht.)
3. Den Laser über M375 einschalten. (Der Laser wird durch M374 ausgeschaltet.)
4. Das Werkzeug in der Nähe des Sensors mit der Hand ansetzen. (Das Werkzeug in einer
Position ansetzen, bei welcher der Sensor durch Z-Achsenverfahrbewegung funktioniert)
5. Den Sensor-Nullpunkteinstellzyklus im Automatikbetrieb oder MDI Modus ausführen.
MG61-012 S-344
KAPITEL 6 BERECHNUNGSFUNKTION FÜR KONTAKTLOSEN SENSOR

• Zyklusablauf
1. Der Sensor wird in die Nähe der positiven Z-Achsenverfahrgrenze positioniert.
2. Der Sensor wird zur Y-Achsenrückzugsposition verfahren, wenn vor Aufnahme des
Meßvorgangs der Y-Achsenrückzug für die Maschine erfolgen soll.
3. Die Spindelausrichtung erfolgt, außer beim Messen des drehenden Werkzeugs.
4. Die Sensoreinheit wird vorgeschoben.
5. Die Y-Achse wird positioniert.
6. Die X-Achse wird positioniert.
7. Die Z-Achse verfährt bis zur Unterlaufposition.
8. Die Laserabdeckung wird geöffnet.
9. Der Meßzyklus beginnt. (Das Sensorgebläse schaltet für die 1. Messung ein.)
10. Die Z-Achse verfährt bis zur Sensorposition.
11. Der Abtastzyklus beginnt, wenn der Zyklus gewählt wird.
12. Der Sensor wird in die Nähe der positiven Z-Achsenverfahrgrenze positioniert.
13. Die Laserabdeckung wird geschlossen.
14. Der Y-Achsenrückzug erfolgt, wenn dies so definiert ist.*
15. Der Sensor wird zurückgezogen.*
* Die Positionierung zur positiven Verfahrgrenze durch Satz-Nr. 12 wird ausgelassen, wenn
PCON definiert wurde.
Der Sensorrückzug durch Satz-Nr. 14 und 15 erfolgt nicht, wenn PRET definiert wurde.
MG61-012 S-345
KAPITEL 6 BERECHNUNGSFUNKTION FÜR KONTAKTLOSEN SENSOR

[Sensor-Nullpunkteinstellzyklus in Radialrichtung (OO94)]


Dieser Zyklus bestimmt die Sensorposition für die Messung des Schneidenradius und die
Erkennung von Werkzeugbruch.
Die Meßergebnisse werden im System-Werkstückkoordinatensystem Nr. 20 abgelegt.
• Aufruffolge
CALL OO94 PAXI=* PRI=* PLI=* [PIN=*] [PRS=*] [PSPN=* [PPIC=*] [PTOL=*]] [PUDT=*]
[POVT=*] [PAT=*] [PRET=*] [PCON=*] [PF1=*] [PF2=*] [PF3=*] [PF4=*] [PSBA=*]
PAXI: Achse, deren Nullpunkt gesetzt wird (Bit0: X-Achse, Bit1: Y-Achse, Bit2: Z-Achse)
Die normale Einstellung entspricht #02H.
PUDT: Unterlaufwert beim ersten Annähern. (Standardwert: 50 mm (1.97 in.))
POVT: Überlaufwert beim ersten Annähern. (Standardwert: 50 mm (1.97 in.))
PRI: Bezugsschneidenradius
PLI: Bezugswerkzeuglänge
PIN: Z-Achsenzustellbetrag
PRS: Spindelausrichtposition
PSPN [PPIC] [PTOL]: Meßbreite beim Abtasten [Abtastvorschub beim Abtasten] [Sprungwert
beim Abtasten]
PAT: Zubehör-Korrekturnummer
PRET: Parameter zum Blockieren des Sensorrückzugs*
PCON: Parameter zum Blockieren des Z-Achsenrückzugs*
PF1: 1. Sensornäherungsgeschwindigkeit
PF2: 2. Sensornäherungsgeschwindigkeit
PF3: 3. Sensornäherungsgeschwindigkeit und 1. Näherungsgeschwindigkeit im Abtastzyklus
PF4: 4. Sensornäherungsgeschwindigkeit und 2. Näherungsgeschwindigkeit im Abtastzyklus
Siehe auch "3. Unterprogramm des Herstellers im Meßmodus mit beweglichem
Sensor".
PSBA: Verweilzeit [s] für Sensorgebläse (Standard 3 [s])
• Meßablauf
1. Das Bezugswerkzeug einsetzen.
2. Den Sensor über M144 vorschieben. (Sicherstellen, daß für den Sensor keine
Kollisionsmöglichkeit besteht.)
3. Den Laser über M375 einschalten. (Der Laser wird durch M374 ausgeschaltet.)
4. Das Werkzeug in der Nähe des Sensors mit der Hand ansetzen. (Das Werkzeug in einer
Position ansetzen, bei welcher der Sensor durch Y-Achsenverfahrbewegung funktioniert)
5. Den Sensor-Nullpunkteinstellzyklus im Automatikbetrieb oder MDI Modus ausführen.
MG61-012 S-346
KAPITEL 6 BERECHNUNGSFUNKTION FÜR KONTAKTLOSEN SENSOR

• Zyklusablauf
1. Der Sensor wird in die Nähe der positiven Z-Achsenverfahrgrenze positioniert.
2. Der Sensor wird zur Y-Achsenrückzugsposition verfahren, wenn vor Aufnahme des
Meßvorgangs der Y-Achsenrückzug für die Maschine erfolgen soll.
3. Die Spindelausrichtung erfolgt, außer beim Messen des drehenden Werkzeugs.
4. Die Sensoreinheit wird vorgeschoben.
5. Die Y-Achse wird zur Startposition des Meßvorgangs positioniert.
6. Die X-Achse verfährt bis zur Unterlaufposition.
7. Die Z-Achse wird zur Startposition des Meßvorgangs positioniert. (Bei Festlegung von PIN
wird die Z-Achse um den bei PIN angegebenen Abstand in Zustellrichtung verschoben.)
8. Die Laserabdeckung wird geöffnet.
9. Der Meßzyklus beginnt. (Das Sensorgebläse schaltet für die 1. Messung ein.)
10. Die Y-Achse verfährt bis zur Sensorposition.
11. Der Abtastzyklus beginnt, wenn der Zyklus gewählt wird.
12. Der Sensor wird in die Nähe der positiven Z-Achsenverfahrgrenze positioniert.
13. Die Laserabdeckung wird geschlossen.
14. Der Y-Achsenrückzug erfolgt, wenn dies so definiert ist.*
15. Der Sensor wird zurückgezogen.*
* Die Positionierung zur positiven Verfahrgrenze durch Satz-Nr. 12 wird ausgelassen, wenn
PCON definiert wurde.
Der Sensorrückzug durch Satz-Nr. 14 und 15 erfolgt nicht, wenn PRET definiert wurde.
MG61-012 S-347
KAPITEL 6 BERECHNUNGSFUNKTION FÜR KONTAKTLOSEN SENSOR

[Messen in Längsrichtung]
Dieser Zyklus mißt die Werkzeuglänge. Beim Messen der Werkzeuglänge Bit 0 der
Systemvariablen VFST aktivieren.
• Aufruffolge
CALL OO95 PLI=* [PRS=*] [PSPN=* [PPIC=*] [PTOL=*]] [PUDT=*] [POVT=*] [PAT=*] [PH=*]
[PRET=*] [PCON=*] [PF1=*] [PF2=*] [PF3=*] [PF4=*] [PSBA=*] [PSAM=*]
[PSPR=*] [PSRA=*] [PRTY=*]
PLI: Werkzeuglänge
PRS: Spindelausrichtposition
PSPN [PPIC] [PTOL]: Meßbreite beim Abtasten [Abtastvorschub beim Abtasten] [Sprungwert
beim Abtasten]
PUDT: Unterlaufwert beim ersten Annähern. (Standardwert: 10 mm (0.39 in.))
POVT: Überlaufwert beim ersten Annähern. (Standardwert: 10 mm (0.39 in.))
PAT: Zubehör-Korrekturnummer
PH: Werkzeuglängenversatznummer
PRET: Parameter zum Blockieren des Sensorrückzugs*
PCON: Parameter zum Blockieren des Z-Achsenrückzugs*
PF1: 1. Sensornäherungsgeschwindigkeit
PF2: 2. Sensornäherungsgeschwindigkeit
PF3: 3. Sensornäherungsgeschwindigkeit und 1. Näherungsgeschwindigkeit im Abtastzyklus
PF4: 3. Sensornäherungsgeschwindigkeit und 1. Näherungsgeschwindigkeit im Abtastzyklus
PSBA: Verweilzeit [s] für Sensorgebläse (Standard 3 [s])
PSAM: Anzahl der Meßvorgänge
PSPR: Zulässige Abweichung zwischen max. und min. Messwerten
PSRA: Gegenmaßnahme, wenn die Abweichung den zulässigen Bereich überschreitet (Alarm)
PRTY: Gegenmaßnahme, wenn die Abweichung den zulässigen Bereich überschreitet (Alarm)
Siehe auch "3. Unterprogramm des Herstellers im Meßmodus mit beweglichem
Sensor".
• Zyklusablauf
1. Der Sensor wird in die Nähe der positiven Z-Achsenverfahrgrenze positioniert.
2. Der Sensor wird zur Y-Achsenrückzugsposition verfahren, wenn vor Aufnahme des
Meßvorgangs der Y-Achsenrückzug für die Maschine erfolgen soll.
3. Die Spindelausrichtung erfolgt, außer beim Messen des drehenden Werkzeugs.
4. Die Sensoreinheit wird vorgeschoben.
5. Die Y-Achse wird zur Sensorposition positioniert.
6. Die X-Achse wird zur Sensorposition positioniert.
7. Die Laserabdeckung wird geöffnet.
8. Der Meßzyklus beginnt. (Das Sensorgebläse schaltet für die 1. Messung ein.)
9. Die Z-Achse verfährt bis zur Sensorposition.
10. Der Abtastzyklus beginnt, wenn der Zyklus gewählt wird.
11. Bei mehreren Meßvorgängen wiederholt die NC den Meßzyklus entsprechend der
definierten Anzahl.
12. Die Z-Achse verfährt bis zur Sensorposition.
13. Der Sensor wird in die Nähe der positiven Z-Achsenverfahrgrenze positioniert.
14. Die Laserabdeckung wird geschlossen.
MG61-012 S-348
KAPITEL 6 BERECHNUNGSFUNKTION FÜR KONTAKTLOSEN SENSOR

15. Der Y-Achsenrückzug erfolgt, wenn dies so definiert ist.*


16. Der Sensor wird zurückgezogen.*
* Die Positionierung zur positiven Verfahrgrenze durch Satz-Nr. 13 wird ausgelassen, wenn
PCON definiert wurde.
Der Sensorrückzug durch Satz-Nr. 15 und 16 erfolgt nicht, wenn PRET definiert wurde.

[Messen in Radialrichtung]
Dieser Zyklus mißt den Schneidenradius. Beim Messen des Schneidenradius Bit 0 der
Systemvariablen VFST aktivieren.
• Aufruffolge
CALL PRI=* PLI=* [PRS=*] [PSPN=* [PPIC=*] [PTOL=*]] [PIN=*] [PUDT=*] [POVT=*]
OO96 [PAT=*] [PD=*] [PRET=*] [PCON=*] [PGO=*] [PF1=*] [PF2=*] [PF3=*] [PF4=*]
[PSBA=*]
PLI: Werkzeuglänge
PRI: Schneidenradius
PRS: Spindelausrichtposition
PSPN [PPIC] [PTOL]: Meßbreite beim Abtasten [Abtastvorschub beim Abtasten] [Sprungwert
beim Abtasten]
PIN: Z-Achsenzustellbetrag
PUDT: Unterlaufwert beim ersten Annähern. (Standardwert: 10 mm (0.39 in.))
POVT: Überlaufwert beim ersten Annähern. (Standardwert: 10 mm (0.39 in.))
PAT: Zubehör-Korrekturnummer
PD: Werkzeugradiuskorrekturnummer
PRET: Parameter zum Blockieren des Sensorrückzugs*
PCON: Parameter zum Blockieren des Z-Achsenrückzugs*
PGO: Aktion bei Erfassung eines Werkzeugbruchs
PF1: 1. Sensornäherungsgeschwindigkeit
PF2: 2. Sensornäherungsgeschwindigkeit
PF3: 3. Sensornäherungsgeschwindigkeit und 1. Näherungsgeschwindigkeit im Abtastzyklus
PF4: 3. Sensornäherungsgeschwindigkeit und 1. Näherungsgeschwindigkeit im Abtastzyklus
PSBA: Verweilzeit [s] für Sensorgebläse (Standard 3 [s])
PSAM: Anzahl der Meßvorgänge
PSPR: Zulässige Abweichung zwischen max. und min. Messwerten
PSRA: Gegenmaßnahme, wenn die Abweichung den zulässigen Bereich überschreitet (Alarm)
PRTY: Gegenmaßnahme, wenn die Abweichung den zulässigen Bereich überschreitet (Alarm)
Siehe auch "3. Unterprogramm des Herstellers im Meßmodus mit beweglichem
Sensor".
• Zyklusablauf
1. Der Sensor wird in die Nähe der positiven Z-Achsenverfahrgrenze positioniert.
2. Der Sensor wird zur Y-Achsenrückzugsposition verfahren, wenn vor Aufnahme des
Meßvorgangs der Y-Achsenrückzug für die Maschine erfolgen soll.
3. Die Spindelausrichtung erfolgt, außer beim Messen des drehenden Werkzeugs.
4. Die Sensoreinheit wird vorgeschoben.
5. Die Y-Achse wird zur Sensorposition positioniert.
6. Die X-Achse verfährt bis zur Unterlaufposition.
MG61-012 S-349
KAPITEL 6 BERECHNUNGSFUNKTION FÜR KONTAKTLOSEN SENSOR

7. Die Z-Achse wird zur Sensorposition positioniert. (Bei Festlegung von PIN wird die Z-
Achse um den bei PIN angegebenen Abstand in Zustellrichtung verschoben.)
8. Die Laserabdeckung wird geöffnet.
9. Der Meßzyklus beginnt. (Das Sensorgebläse schaltet für die 1. Messung ein.)
10. Die X-Achse verfährt bis zur Sensorposition.
11. Der Abtastzyklus beginnt, wenn der Zyklus gewählt wird.
12. Bei mehreren Meßvorgängen wiederholt die NC den Meßzyklus entsprechend der
definierten Anzahl.
13. Die X-Achse verfährt bis zur Sensorposition.
14. Der Sensor wird in die Nähe der positiven Z-Achsenverfahrgrenze positioniert.
15. Die Laserabdeckung wird geschlossen.
16. Der Y-Achsenrückzug erfolgt, wenn dies so definiert ist.*
17. Der Sensor wird zurückgezogen.*
* Die Positionierung zur positiven Verfahrgrenze durch Satz-Nr. 14 wird ausgelassen, wenn
PCON definiert wurde.
Der Sensorrückzug durch Satz-Nr. 16 und 17 erfolgt nicht, wenn PRET definiert wurde.

[Messen der Genauigkeit für die Kugelform (OO99)]


Dieser Zyklus mißt die Genauigkeit der Kugelform an der Spitze des Kugelschaftfräsers.
• Aufruffolge
CALL [PH=*] [PLI=*] [PRI=*] [PRA=*] [PRS=*] [PUDT=*] [POVT=*] [PAT=*] [PRET=*]
OO99 [PCON=*] [PRE=*] [PF1=*] [PF2=*] [PF3=*] [PF4=*] [PSBA=*]
PH: Werkzeug-Korrekturnummer, Schneidenradius-Korrekturnummer
PLI: Werkzeuglänge
PRI: Schneidenradius
PRA: Der Winkel wird zum Messen der Genauigkeit für die Kugelform addiert
PRS: Spindelausrichtposition
PUDT: Unterlaufwert beim ersten Annähern. (Standardwert: 10 mm (0.39 in.))
POVT: Überlaufwert beim ersten Annähern. (Standardwert: 10 mm (0.39 in.))
PAT: Zubehör-Korrekturnummer
PRET: Parameter zum Blockieren des Sensorrückzugs*
PCON: Parameter zum Blockieren des Z-Achsenrückzugs*
PRE: Erkannter Fehler
PF1: 1. Sensornäherungsgeschwindigkeit
PF2: 2. Sensornäherungsgeschwindigkeit
PF3: 3. Sensornäherungsgeschwindigkeit und 1. Näherungsgeschwindigkeit im Abtastzyklus
PF4: 3. Sensornäherungsgeschwindigkeit und 1. Näherungsgeschwindigkeit im Abtastzyklus
PSBA: Verweilzeit [s] für Sensorgebläse (Standard 3 [s])
Siehe auch "3. Unterprogramm des Herstellers im Meßmodus mit beweglichem
Sensor".
MG61-012 S-350
KAPITEL 6 BERECHNUNGSFUNKTION FÜR KONTAKTLOSEN SENSOR

• Zyklusablauf
1. Der Sensor wird in die Nähe der positiven Z-Achsenverfahrgrenze positioniert.
2. Der Sensor wird zur Y-Achsenrückzugsposition verfahren, wenn vor Aufnahme des
Meßvorgangs der Y-Achsenrückzug für die Maschine erfolgen soll.
3. Die Spindelausrichtung erfolgt, außer beim Messen des drehenden Werkzeugs.
4. Die Sensoreinheit wird vorgeschoben.
5. Die Y-Achse wird zur Sensorposition positioniert.
6. Die X-Achse wird positioniert.
7. Die Laserabdeckung wird geöffnet.
8. Der Meßzyklus beginnt. (Das Sensorgebläse schaltet für die 1. Messung ein.)
9. Die X-Achse und Z-Achse verfahren zur Sensorposition.
10. Der Winkel PRA wird addiert und der Sensor mißt die Genauigkeit der Kugelform in
Neigungsrichtung.
11. Die Bearbeitungsschritte Nr. 9 und 10 werden bis zum Meßwinkel von 90° wiederholt.
12. Die X-Achse und Z-Achse verfahren zur Sensorposition.
13. Der Sensor mißt in Radialrichtung.
14. Der Sensor wird in die Nähe der positiven Z-Achsenverfahrgrenze positioniert.
15. Die Laserabdeckung wird geschlossen.
16. Der Y-Achsenrückzug erfolgt, wenn dies so definiert ist.*
17. Der Sensor wird zurückgezogen.*
18. Die Genauigkeit der Kugelform wird beurteilt, wenn der Bewertungsbefehl definiert wurde.
* Die Positionierung zur positiven Verfahrgrenze durch Satz-Nr. 14 wird ausgelassen, wenn
PCON definiert wurde.
Der Sensorrückzug durch Satz-Nr. 16 und 17 erfolgt nicht, wenn PRET definiert wurde.

[Werkzeugbrucherkennung in Längsrichtung]
Dieser Zyklus erkennt den Werkzeugbruch in Längsrichtung. Für die
Werkzeugbrucherkennung inLängsrichtung das Bit 0 der Systemvariablen VFST deaktivieren.
• Aufruffolge
CALL [PLI=*] [PRS=*] [PSPN=* [PPIC=*] [PTOL=*]] [PUDT=*] [POVT=*] [PAT=*] [PH=*]
OO95 [PRET=*] [PCON=*] [PGO=*] [PLE1=*] [PLE2=*][PF1=*] [PF2=*] [PF3=*] [PF4=*]
[PSBA=*] [PSAM=*] [PSPR=*] [PSRA=*] [PRTY=*]
PLI: Werkzeuglänge
PRS: Spindelausrichtposition
PSPN [PPIC] [PTOL]: Meßbreite beim Abtasten [Abtastvorschub beim Abtasten] [Sprungwert
beim Abtasten]
PUDT: Unterlaufwert beim ersten Annähern. (Standardwert: 10 mm (0.39 in.))
POVT: Überlaufwert beim ersten Annähern. (Standardwert: 10 mm (0.39 in.))
PAT: Zubehör-Korrekturnummer
PH: Werkzeuglängenversatznummer
PRET: Parameter zum Blockieren des Sensorrückzugs*
PCON: Parameter zum Blockieren des Z-Achsenrückzugs*
PGO: Gegenmaßnahme bei Erkennung von Werkzeugbruch
PLE1: Schwellenwert zur Bearteilung von Werkzeugbruch
PLE2: Schwellenwert zur Bearteilung von Werkzeugverschleiß
PSBA: Verweilzeit [s] für Sensorgebläse (Standard 3 [s])
MG61-012 S-351
KAPITEL 6 BERECHNUNGSFUNKTION FÜR KONTAKTLOSEN SENSOR

PSAM: Anzahl der Meßvorgänge


PSPR: Zulässige Abweichung zwischen max. und min. Messwerten
PSRA: Gegenmaßnahme, wenn die Abweichung den zulässigen Bereich überschreitet (Alarm)
PRTY: Gegenmaßnahme, wenn die Abweichung den zulässigen Bereich überschreitet (Alarm)
Siehe auch "3. Unterprogramm des Herstellers im Meßmodus mit beweglichem
Sensor".
• Zyklusablauf
1. Der Sensor wird in die Nähe der positiven Z-Achsenverfahrgrenze positioniert.
2. Der Sensor wird zur Y-Achsenrückzugsposition verfahren, wenn vor Aufnahme des
Meßvorgangs der Y-Achsenrückzug für die Maschine erfolgen soll.
3. Die Spindelausrichtung erfolgt, außer beim Messen des drehenden Werkzeugs.
4. Die Sensoreinheit wird vorgeschoben.
5. Die Y-Achse wird zur Sensorposition positioniert.
6. Die X-Achse wird zur Sensorposition positioniert.
7. Die Laserabdeckung wird geöffnet.
8. Der Meßzyklus beginnt. (Das Sensorgebläse schaltet für die 1. Messung ein.)
9. Die Z-Achse verfährt bis zur Sensorposition.
10. Der Abtastzyklus beginnt, wenn der Zyklus gewählt wird.
11. Bei mehreren Meßvorgängen wiederholt die NC den Meßzyklus entsprechend der
definierten Anzahl.
12. Die Z-Achse verfährt bis zur Sensorposition.
13. Der Sensor wird in die Nähe der positiven Z-Achsenverfahrgrenze positioniert.
14. Die Laserabdeckung wird geschlossen.
15. Der Y-Achsenrückzug erfolgt, wenn dies so definiert ist.*
16. Der Sensor wird zurückgezogen.*
17. Das Meßergebnis wird als Werkzeugbruch oder Werkzeugverschleiß beurteilt.
18. Bei Erkennung von Werkzeugbruch wird das Werkzeug entsprechend der Einstellung für
PGO ausgewechselt.
* Die Positionierung zur positiven Verfahrgrenze durch Satz-Nr. 13 wird ausgelassen, wenn
PCON definiert wurde.
Der Sensorrückzug durch Satz-Nr. 15 und 16 erfolgt nicht, wenn PRET definiert wurde.

[Werkzeugbrucherkennung in Radialrichtung]
Dieser Zyklus erkennt den Werkzeugbruch in Radialrichtung. Für die
Werkzeugbrucherkennung in Radialrichtung das Bit 0 der Systemvariablen VFST
deaktivieren.
• Aufruffolge
CALL [PRI=*] [PLI=*] [PRS=*] [PSPN=* [PPIC=*] [PTOL=*]] [PIN=*] [PUDT=*] [POVT=*]
OO96 [PAT=*] [PD=*] [PRET=*] [PCON=*] [PGO=*] [PLE1=*] [PLE2=*] [PF1=*] [PF2=*]
[PF3=*] [PF4=*] [PSBA=*] [PSAM=*] [PSPR=*] [PSRA=*] [PRTY=*]
PLI: Werkzeuglänge
PRI: Schneidenradius
PRS: Spindelausrichtposition
PSPN [PPIC] [PTOL]: Meßbreite beim Abtasten [Abtastvorschub beim Abtasten] [Sprungwert
beim Abtasten]
PIN: Z-Achsenzustellbetrag
PUDT: Unterlaufwert beim ersten Annähern. (Standardwert: 10 mm (0.39 in.))
MG61-012 S-352
KAPITEL 6 BERECHNUNGSFUNKTION FÜR KONTAKTLOSEN SENSOR

POVT: Überlaufwert beim ersten Annähern. (Standardwert: 10 mm (0.39 in.))


PAT: Zubehör-Korrekturnummer
PD: Werkzeugradiuskorrekturnummer
PRET: Parameter zum Blockieren des Sensorrückzugs*
PCON: Parameter zum Blockieren des Z-Achsenrückzugs*
PGO: Gegenmaßnahme bei Erkennung von Werkzeugbruch
PLE1: Schwellenwert zur Bearteilung von Werkzeugbruch
PLE2: Schwellenwert zur Bearteilung von Werkzeugverschleiß
PF1: 1. Sensornäherungsgeschwindigkeit
PF2: 2. Sensornäherungsgeschwindigkeit
PF3: 3. Sensornäherungsgeschwindigkeit und 1. Näherungsgeschwindigkeit im Abtastzyklus
PF4: 3. Sensornäherungsgeschwindigkeit und 1. Näherungsgeschwindigkeit im Abtastzyklus
PSBA: Verweilzeit [s] für Sensorgebläse (Standard 3 [s])
PSAM: Anzahl der Meßvorgänge
PSPR: Zulässige Abweichung zwischen max. und min. Messwerten
PSRA: Gegenmaßnahme, wenn die Abweichung den zulässigen Bereich überschreitet (Alarm)
PRTY: Gegenmaßnahme, wenn die Abweichung den zulässigen Bereich überschreitet (Alarm)
Siehe auch "3. Unterprogramm des Herstellers im Meßmodus mit beweglichem
Sensor".
• Zyklusablauf
1. Der Sensor wird in die Nähe der positiven Z-Achsenverfahrgrenze positioniert.
2. Der Sensor wird zur Y-Achsenrückzugsposition verfahren, wenn vor Aufnahme des
Meßvorgangs der Y-Achsenrückzug für die Maschine erfolgen soll.
3. Die Spindelausrichtung erfolgt, außer beim Messen des drehenden Werkzeugs.
4. Die Sensoreinheit wird vorgeschoben.
5. Die Y-Achse wird zur Sensorposition positioniert.
6. Die X-Achse verfährt bis zur Unterlaufposition.
7. Die Z-Achse wird zur Sensorposition positioniert. (Bei Festlegung von PIN wird die Z-
Achse um den bei PIN angegebenen Abstand in Zustellrichtung verschoben.)
8. Die Laserabdeckung wird geöffnet.
9. Der Meßzyklus beginnt. (Das Sensorgebläse schaltet für die 1. Messung ein.)
10. Die X-Achse verfährt bis zur Sensorposition.
11. Der Abtastzyklus beginnt, wenn der Zyklus gewählt wird.
12. Bei mehreren Meßvorgängen wiederholt die NC den Meßzyklus entsprechend der
definierten Anzahl.
13. Die X-Achse verfährt bis zur Sensorposition.
14. Der Sensor wird in die Nähe der positiven Z-Achsenverfahrgrenze positioniert.
15. Die Laserabdeckung wird geschlossen.
16. Der Y-Achsenrückzug erfolgt, wenn dies so definiert ist.*
17. Der Sensor wird zurückgezogen.*
18. Bei Erkennung von Werkzeugbruch wird der Werkzeugbruch bzw. Werkzeugverschleiß
bewertet.
19. Bei Erkennung von Werkzeugbruch wird das Werkzeug entsprechend der Einstellung für
PGO ausgewechselt.
* Die Positionierung zur positiven Verfahrgrenze durch Satz-Nr. 14 wird ausgelassen, wenn
PCON definiert wurde.
Der Sensorrückzug durch Satz-Nr. 16 und 17 erfolgt nicht, wenn PRET definiert wurde.
MG61-012 S-353
KAPITEL 6 BERECHNUNGSFUNKTION FÜR KONTAKTLOSEN SENSOR

[Hochleistungs-Werkzeugbrucherkennung]
Der Werkzeugbruch wird bei hoher Geschwindigkeit erkannt.
• Aufruffolge
CALL OO97[PLI=*] [PRI=*] [PRS=*] [PIN=*] [PUDT=*] [POVT=*] [PAT=*] [PH=*] [PRET=*]
[PCON=*]
PLI: Werkzeuglänge
PRI: Schneidenradius
PRS: Spindelausrichtposition
PIN: Z-Achsenzustellbetrag
PUDT: Unterlaufwert beim ersten Annähern. (Standardwert: 50 mm (1.97 in.))
POVT: Überlaufwert beim ersten Annähern. (Standardwert: 10 mm (0.39 in.))
PAT: Zubehör-Korrekturnummer
PH: Werkzeugversatznummer
PRET: Parameter zum Blockieren des Sensorrückzugs*
PCON: Parameter zum Blockieren des Z-Achsenrückzugs*
Siehe auch "3. Unterprogramm des Herstellers im Meßmodus mit beweglichem
Sensor".
• Zyklusablauf
1. Der Sensor wird in die Nähe der positiven Z-Achsenverfahrgrenze positioniert.
2. Der Sensor wird zur Y-Achsenrückzugsposition verfahren, wenn vor Aufnahme des
Meßvorgangs der Y-Achsenrückzug für die Maschine erfolgen soll.
3. Die Spindelausrichtung erfolgt, außer beim Messen des drehenden Werkzeugs.
4. Die Sensoreinheit wird vorgeschoben.
5. Die Y-Achse wird zur Sensorposition positioniert.
6. Die X-Achse verfährt bis zur Unterlaufposition.
7. Die Z-Achse wird zur Sensorposition positioniert. (Bei Festlegung von PIN wird die Z-
Achse um den bei PIN angegebenen Abstand in Zustellrichtung verschoben.)
8. Die Laserabdeckung wird geöffnet.
9. Die -Achse spring zur Zielposition (Sensorposition + Überlaufposition).
10. Der Sensor wird in die Nähe der positiven Z-Achsenverfahrgrenze positioniert.
11. Die Laserabdeckung wird geschlossen.
12. Der Y-Achsenrückzug erfolgt, wenn dies so definiert ist.*
13. Der Sensor wird zurückgezogen.*
14. Das Meßergebnis wird als Werkzeugbruch beurteilt.
15. Bei Erkennung von Werkzeugbruch wird das Werkzeug entsprechend der Einstellung für
PGO ausgewechselt.
* Die Positionierung zur positiven Verfahrgrenze durch Satz-Nr. 10 wird ausgelassen, wenn
PCON definiert wurde.
Der Sensorrückzug durch Satz-Nr. 12 und 13 erfolgt nicht, wenn PRET definiert wurde.
MG61-012 S-354
KAPITEL 6 BERECHNUNGSFUNKTION FÜR KONTAKTLOSEN SENSOR

6. Unterprogramm des Herstellers zum Messen eines hori-


zonalen Spindelwerkzeugs im Meßmodus mit feststehen-
dem Sensor
Der Sensormodus (feststehend/beweglich) kann über Bit 3 der Systemvariablen Eeoemr5s6006
VFST umgeschal-
tet werden. Bei der Wahl des Modus für den feststehenden Sensor, Bit 3 der Variablen aktivieren.
Ein feststehender Sensor kann ein horizontales Spindelwerkzeug (ein Zubehörwerkzeug) oder ein
vertikales Spindelwerkzeug messen. Der Sensormodus (horizontal/vertikal) kann über Bit 6 der
Systemvariablen VFST umgeschaltet werden. Beim Messen eines horizontalen Spindelwerkzeugs
Bit 6 der Variablen aktivieren.

Feststehender Sensor
EIOEMR5S6007R01

Wie bei Meßzyklen im Meßmodus für den beweglichen Sensor besteht das Programm zum Messen
eines horizontalen Spindelwerkzeugs im Meßmodus mit feststehendem Sensor aus folgenden
Unterprogrammen:
[Vorbereitungsliste für den Meßzyklus]
OO31 Positionseinstellzyklus für den Werkzeugwechsel
OO32 Einstellzyklus für Z-Achsenabsenkposition
OO93 Sensor-Nullpunkteinstellzyklus in Längsrichtung
OO94 Sensor-Nullpunkteinstellzyklus in Radialrichtung
[Liste für den Meßzyklus]
OO95 Messen in Längsrichtung
OO96 Messen in Radialrichtung
OO99 Messen der Genauigkeit für die Kugelform
[Zyklusliste für Werkzeugbrucherkennung]
OO95 Werkzeugbrucherkennung in Längsrichtung
OO96 Werkzeugbrucherkennung in Radialrichtung
OO97 Hochleistungs-Werkzeugbrucherkennung
[Einstellzyklus für Werkzeugwechselposition (OO31)]
Siehe auch "3. Unterprogramm des Herstellers im Meßmodus mit beweglichem Sensor"
[Einstellzyklus für Werkzeugwechselposition (OO31)].
MG61-012 S-355
KAPITEL 6 BERECHNUNGSFUNKTION FÜR KONTAKTLOSEN SENSOR

[Einstellzyklus für Z-Achsenabsenkposition (OO32)]


Für die Messung an Verlängerungszubehör muß die Z-Achsenabsenkposition definiert
werden. Dieser Zyklus 0032 legt diese Position fest. Für weitere Einzelheiten siehe “Section 1.
AUTOMATIC TOOL LENGTH OFFSET / AUTOMATIC TOOL BREAKAGE DETECTION
FUNCTION”.
[Sensor-Nullpunkteinstellzyklus in Längsrichtung (OO93)]
Dieser Zyklus bestimmt die verwendete Sensorposition für die Messung der Werkzeuglänge
und Werkzeugbrucherkennung.
Die Korrekturmethode kann durch Umschalten von Bit 7 für VFST gewechselt werden.
Bit 7 von VFST AUS : Relative Positionskorrektur
EIN : Absolute Positionskorrektur
Diese Einstellung nach Wahl der Korrekturmethode nicht mehr ändern. Die Meßergebnisse
werden im System-Werkstückkoordinatensystem Nr. 23 abgelegt.
• Aufruffolge
CALL OO93 PAXI=* PLI=* [PRS=*] [PSPN=* [PPIC=*] [PTOL=*]] [PUDT=*] [POVT=*]
PAT=* [PRET=1] [PCON=1] [PF1=*] [PF2=*] [PF3=*] [PF4=*] [PSBA=*]
PAXI: Achse, deren Nullpunkt gesetzt wird (Bit0: X-Achse, Bit1: Y-Achse, Bit2: Z-Achse)
Der normale Einstellwert entspricht PAXI=#02H.
PLI: Bezugswerkzeuglänge
PRS: Spindelausrichtposition
PSPN [PPIC] [PTOL]: Meßbreite beim Abtasten [Abtastvorschub beim Abtasten] [Sprungwert
beim Abtasten]
PUDT: Unterlaufwert beim ersten Annähern. (Standardwert: 50 mm (1.97 in.))
POVT: Überlaufwert beim ersten Annähern. (Standardwert: 50 mm (1.97 in.))
PAT: Zubehör-Korrekturnummer
PCON: Parameter zum Blockieren des Z-Achsenrückzugs*
PRET: Parameter zum Blockieren des Sensorrückzugs*
PF1: 1. Sensornäherungsgeschwindigkeit
PF2: 2. Sensornäherungsgeschwindigkeit
PF3: 3. Sensornäherungsgeschwindigkeit und 1. Näherungsgeschwindigkeit im Abtastzyklus
PF4: 4. Sensornäherungsgeschwindigkeit und 2. Näherungsgeschwindigkeit im Abtastzyklus
PSBA: Verweilzeit [s] für Sensorgebläse (Standard 3 [s])
Siehe auch "3. Unterprogramm des Herstellers im Meßmodus mit beweglichem
Sensor".
• Meßablauf
1. Das Bezugswerkzeug einsetzen. Das Festlegen der korrekten Zubehörrichtung liegt in der
Verantwortung des Anwenders.
2. Den Sensor über M144 vorschieben. (Sicherstellen, daß für den Sensor keine
Kollisionsmöglichkeit besteht.)
3. Den Laser über M375 einschalten. (Der Laser wird durch M374 ausgeschaltet.)
4. Das Werkzeug in der Nähe des Sensors mit der Hand ansetzen. (Das Werkzeug in einer
Position ansetzen, bei welcher der Sensor durch Y-Achsenverfahrbewegung funktioniert)
5. Den Sensor-Nullpunkteinstellzyklus im Automatikbetrieb oder MDI Modus ausführen.
MG61-012 S-356
KAPITEL 6 BERECHNUNGSFUNKTION FÜR KONTAKTLOSEN SENSOR

• Zyklusablauf
1. Der Sensor wird in die Nähe der positiven Z-Achsenverfahrgrenze positioniert.
2. Die Y-Achse wird zur Z-Achsenabsenkposition positioniert.
3. Die Spindelausrichtung erfolgt, außer beim Messen des drehenden Werkzeugs.
4. Die Sensoreinheit wird vorgeschoben.
5. Die Z-Achse wird zur Startposition des Meßvorgangs positioniert.
6. Die Y-Achse verfährt bis zur Unterlaufposition.
7. Die Laserabdeckung wird geöffnet.
8. Der Meßzyklus beginnt. (Das Sensorgebläse schaltet für die 1. Messung ein.)
9. Die Y-Achse verfährt bis zur Sensorposition.
10. Der Abtastzyklus beginnt, wenn der Zyklus gewählt wird.
11. Die Y-Achse wird zur Z-Achsenabsenkposition positioniert.
12. Der Sensor wird in die Nähe der positiven Z-Achsenverfahrgrenze positioniert.
13. Die Laserabdeckung wird geschlossen.
14. Der Sensor wird zurückgezogen.*
* Die Positionierung zur positiven Verfahrgrenze durch Satz-Nr. 12 wird ausgelassen, wenn
PCON definiert wurde.
Der Sensorrückzug durch Satz-Nr. 14 erfolgt nicht, wenn PRET definiert wurde.
MG61-012 S-357
KAPITEL 6 BERECHNUNGSFUNKTION FÜR KONTAKTLOSEN SENSOR

[Sensor-Nullpunkteinstellzyklus in Radialrichtung (OO94)]


Dieser Zyklus bestimmt die Sensorposition für die Messung des Schneidenradius und die
Erkennung von Werkzeugbruch. Die Meßergebnisse werden im System-
Werkstückkoordinatensystem Nr. 23 abgelegt.
• Aufruffolge
CALL OO94 PAXI=* PRI=* PLI=* [PIN=*] [PRS=*] [PSPN=* [PPIC=*] [PTOL=*]] [PUDT=*]
[POVT=*] PAT=* [PRET=*] [PCON=*] [PF1=*] [PF2=*] [PF3=*] [PF4=*] [PSBA=*]
PAXI: Achse, deren Nullpunkt gesetzt wird (Bit0: X-Achse, Bit1: Y-Achse, Bit2: Z-Achse)
Die normale Einstellung entspricht #04H.
PRI: Bezugsschneidenradius
PLI: Bezugswerkzeuglänge
PIN: Z-Achsenzustellbetrag
VEST: Sensoreinstellposition
PRS: Spindelausrichtposition
PSPN [PPIC] [PTOL]: Meßbreite beim Abtasten [Abtastvorschub beim Abtasten] [Sprungwert
beim Abtasten]
PUDT: Unterlaufwert beim ersten Annähern. (Standardwert: 50 mm (1.97 in.))
POVT: Überlaufwert beim ersten Annähern. (Standardwert: 50 mm (1.97 in.))
PAT: Zubehör-Korrekturnummer
PRET: Parameter zum Blockieren des Sensorrückzugs*
PCON: Parameter zum Blockieren des Z-Achsenrückzugs*
PF1: 1. Sensornäherungsgeschwindigkeit
PF2: 2. Sensornäherungsgeschwindigkeit
PF3: 3. Sensornäherungsgeschwindigkeit und 1. Näherungsgeschwindigkeit im Abtastzyklus
PF4: 4. Sensornäherungsgeschwindigkeit und 2. Näherungsgeschwindigkeit im Abtastzyklus
PSBA: Verweilzeit [s] für Sensorgebläse (Standard 3 [s])
Siehe auch "3. Unterprogramm des Herstellers im Meßmodus mit beweglichem
Sensor".
• Meßablauf
1. Das Bezugswerkzeug einsetzen. Das Festlegen der korrekten Zubehörrichtung liegt in der
Verantwortung des Anwenders.
2. Den Sensor über M144 vorschieben. (Sicherstellen, daß für den Sensor keine
Kollisionsmöglichkeit besteht.)
3. Den Laser über M375 einschalten. (Der Laser wird durch M374 ausgeschaltet.)
4. Das Werkzeug in der Nähe des Sensors mit der Hand ansetzen. (Das Werkzeug in einer
Position ansetzen, bei welcher der Sensor durch Z-Achsenverfahrbewegung funktioniert)
5. Den Sensor-Nullpunkteinstellzyklus im Automatikbetrieb oder MDI Modus ausführen.
MG61-012 S-358
KAPITEL 6 BERECHNUNGSFUNKTION FÜR KONTAKTLOSEN SENSOR

• Zyklusablauf
1. Der Sensor wird in die Nähe der positiven Z-Achsenverfahrgrenze positioniert.
2. Die Y-Achse wird zur Z-Achsenabsenkposition positioniert.
3. Die Spindelausrichtung erfolgt, außer beim Messen des drehenden Werkzeugs.
4. Die Sensoreinheit wird vorgeschoben.
5. Die Z-Achse verfährt bis zur Unterlaufposition.
6. Die Y-Achse wird zur Startposition des Meßvorgangs positioniert. (Bei Festlegung von PIN
wird die Y-Achse um den bei PIN angegebenen Abstand in Zustellrichtung verschoben.)
7. Die Laserabdeckung wird geöffnet.
8. Der Meßzyklus beginnt. (Das Sensorgebläse schaltet für die 1. Messung ein.)
9. Die Z-Achse verfährt bis zur Sensorposition.
10. Der Abtastzyklus beginnt, wenn der Zyklus gewählt wird.
11. Die Y-Achse wird zur Z-Achsenabsenkposition positioniert.
12. Der Sensor wird in die Nähe der positiven Z-Achsenverfahrgrenze positioniert.
13. Die Laserabdeckung wird geschlossen.
14. Der Sensor wird zurückgezogen.*
* Die Positionierung zur positiven Verfahrgrenze durch Satz-Nr. 12 wird ausgelassen, wenn
PCON definiert wurde.
Der Sensorrückzug durch Satz-Nr. 14 erfolgt nicht, wenn PRET definiert wurde.
MG61-012 S-359
KAPITEL 6 BERECHNUNGSFUNKTION FÜR KONTAKTLOSEN SENSOR

[Messen in Längsrichtung]
Dieser Zyklus mißt die Werkzeuglänge. Beim Messen der Werkzeuglänge Bit 0 der
Systemvariablen VFST aktivieren.
• Aufruffolge
CALL PLI=* [PRS=*] [PSPN=* [PPIC=*] [PTOL=*]] [PUDT=*] [POVT=*] PAT=* [PH=*]
OO95 [PRET=*] [PCON=*] [PF1=*] [PF2=*] [PF3=*] [PF4=*] [PSBA=*] [PSAM=*]
[PSPR=*] [PSRA=*] [PRTY=*]
PLI: Werkzeuglänge
PRS: Spindelausrichtposition
PSPN [PPIC] [PTOL]: Meßbreite beim Abtasten [Abtastvorschub beim Abtasten] [Sprungwert
beim Abtasten]
PUDT: Unterlaufwert beim ersten Annähern. (Standardwert: 10 mm (0.39 in.))
POVT: Überlaufwert beim ersten Annähern. (Standardwert: 10 mm (0.39 in.))
PAT: Zubehör-Korrekturnummer
PH: Werkzeuglängenversatznummer
PRET: Parameter zum Blockieren des Sensorrückzugs*
PCON: Parameter zum Blockieren des Z-Achsenrückzugs*
PF1: 1. Sensornäherungsgeschwindigkeit
PF2: 2. Sensornäherungsgeschwindigkeit
PF3: 3. Sensornäherungsgeschwindigkeit und 1. Näherungsgeschwindigkeit im Abtastzyklus
PF4: 3. Sensornäherungsgeschwindigkeit und 1. Näherungsgeschwindigkeit im Abtastzyklus
PSBA: Verweilzeit [s] für Sensorgebläse (Standard 3 [s])
PSAM: Anzahl der Meßvorgänge
PSPR: Zulässige Abweichung zwischen max. und min. Messwerten
PSRA: Gegenmaßnahme, wenn die Abweichung den zulässigen Bereich überschreitet (Alarm)
PRTY: Gegenmaßnahme, wenn die Abweichung den zulässigen Bereich überschreitet (Alarm)
Siehe auch "3. Unterprogramm des Herstellers im Meßmodus mit beweglichem
Sensor".
• Zyklusablauf
1. Der Sensor wird in die Nähe der positiven Z-Achsenverfahrgrenze positioniert.
2. Die Y-Achse wird zur Z-Achsenabsenkposition positioniert.
3. Die Spindelausrichtung erfolgt, außer beim Messen des drehenden Werkzeugs.
4. Die Sensoreinheit wird vorgeschoben.
5. Die Z-Achse wird zur Sensorposition positioniert.
6. Die Y-Achse wird zur Unterlaufposition positioniert.
7. Die Laserabdeckung wird geöffnet.
8. Der Meßzyklus beginnt. (Das Sensorgebläse schaltet für die 1. Messung ein.)
9. Die Y-Achse verfährt bis zur Sensorposition.
10. Der Abtastzyklus beginnt, wenn der Zyklus gewählt wird.
11. Bei mehreren Meßvorgängen wiederholt die NC den Meßzyklus entsprechend der
definierten Anzahl.
12. Die Y-Achse wird zur Z-Achsenabsenkposition positioniert.
13. Der Sensor wird in die Nähe der positiven Z-Achsenverfahrgrenze positioniert.
14. Die Laserabdeckung wird geschlossen.
15. Der Sensor wird zurückgezogen.*
* Die Positionierung zur positiven Verfahrgrenze durch Satz-Nr. 13 wird ausgelassen, wenn
PCON definiert wurde.
Der Sensorrückzug durch Satz-Nr. 15 erfolgt nicht, wenn PRET definiert wurde.
MG61-012 S-360
KAPITEL 6 BERECHNUNGSFUNKTION FÜR KONTAKTLOSEN SENSOR

[Messen in Radialrichtung]
Dieser Zyklus mißt den Schneidenradius. Beim Messen des Schneidenradius Bit 0 der
Systemvariablen VFST aktivieren.
• Aufruffolge
CALL PRI=* PLI=* [PRS=*] [PSPN=* [PPIC=*] [PTOL=*]] [PIN=*] [PUDT=*] [POVT=*]
OO96 PAT=* [PD=*] [PRET=*] [PCON=*] [PGO=*] [PF1=*] [PF2=*] [PF3=*] [PF4=*]
[PSBA=*] [PSAM=*] [PSPR=*] [PSRA=*] [PRTY=*]
PLI: Werkzeuglänge
PRI: Schneidenradius
PRS: Spindelausrichtposition
PSPN [PPIC][PTOL]: Meßbreite beim Abtasten [Abtastvorschub beim Abtasten] [Sprungwert
beim Abtasten]
PIN: Y-Achsenzustellbetrag
PUDT: Unterlaufwert beim ersten Annähern. (Standardwert: 10 mm (0.39 in.))
POVT: Überlaufwert beim ersten Annähern. (Standardwert: 10 mm (0.39 in.))
PAT: Zubehör-Korrekturnummer
PD: Werkzeugradiuskorrekturnummer
PRET: Parameter zum Blockieren des Sensorrückzugs*
PCON: Parameter zum Blockieren des Z-Achsenrückzugs*
PF1: 1. Sensornäherungsgeschwindigkeit
PF2: 2. Sensornäherungsgeschwindigkeit
PF3: 3. Sensornäherungsgeschwindigkeit und 1. Näherungsgeschwindigkeit im Abtastzyklus
PF4: 3. Sensornäherungsgeschwindigkeit und 1. Näherungsgeschwindigkeit im Abtastzyklus
PSBA: Verweilzeit [s] für Sensorgebläse (Standard 3 [s])
PSAM: Anzahl der Meßvorgänge
PSPR: Zulässige Abweichung zwischen max. und min. Messwerten
PSRA: Gegenmaßnahme, wenn die Abweichung den zulässigen Bereich überschreitet (Alarm)
PRTY: Gegenmaßnahme, wenn die Abweichung den zulässigen Bereich überschreitet (Alarm)
Siehe auch "3. Unterprogramm des Herstellers im Meßmodus mit beweglichem
Sensor".
• Zyklusablauf
1. Der Sensor wird in die Nähe der positiven Z-Achsenverfahrgrenze positioniert.
2. Die Y-Achse wird zur Z-Achsenabsenkposition positioniert.
3. Die Spindelausrichtung erfolgt, außer beim Messen des drehenden Werkzeugs.
4. Die Sensoreinheit wird vorgeschoben.
5. Die Z-Achse verfährt bis zur Unterlaufposition.
6. Die Y-Achse wird zur Sensorposition positioniert. (Bei Festlegung von PIN wird die Y-
Achse um den bei PIN angegebenen Abstand in Zustellrichtung verschoben.)
7. Die Laserabdeckung wird geöffnet.
8. Der Meßzyklus beginnt. (Das Sensorgebläse schaltet für die 1. Messung ein.)
9. Die Z-Achse verfährt bis zur Sensorposition.
10. Der Abtastzyklus beginnt, wenn der Zyklus gewählt wird.
11. Bei mehreren Meßvorgängen wiederholt die NC den Meßzyklus entsprechend der
definierten Anzahl.
12. Die Y-Achse wird zur Z-Achsenabsenkposition positioniert.
MG61-012 S-361
KAPITEL 6 BERECHNUNGSFUNKTION FÜR KONTAKTLOSEN SENSOR

13. Der Sensor wird in die Nähe der positiven Z-Achsenverfahrgrenze positioniert.
14. Die Laserabdeckung wird geschlossen.
15. Der Sensor wird zurückgezogen.*
* Die Positionierung zur positiven Verfahrgrenze durch Satz-Nr. 13 wird ausgelassen, wenn
PCON definiert wurde.
Der Sensorrückzug durch Satz-Nr. 15 erfolgt nicht, wenn PRET definiert wurde.

[Messen der Genauigkeit für die Kugelform (OO99)]


Dieser Zyklus mißt die Genauigkeit der Kugelform an der Spitze des Kugelschaftfräsers.
• Aufruffolge
CALL [PH=*] [PLI=*] [PRI=*] [PRA=*] [PRS=*] [PUDT=*] [POVT=*] PAT=* [PRET=*]
OO99 [PCON=*] [PRE=*] [PF1=*] [PF2=*] [PF3=*] [PF4=*] [PSBA=*]
PH: Werkzeug-Korrekturnummer, Schneidenradius-Korrekturnummer
PLI: Werkzeuglänge
PRI: Schneidenradius
PRA: Der Winkel wird zum Messen der Genauigkeit für die Kugelform addiert
PRS: Spindelausrichtposition
PUDT: Unterlaufwert beim ersten Annähern. (Standardwert: 10 mm (0.39 in.))
POVT: Überlaufwert beim ersten Annähern. (Standardwert: 10 mm (0.39 in.))
PAT: Zubehör-Korrekturnummer
PRET: Parameter zum Blockieren des Sensorrückzugs*
PCON: Parameter zum Blockieren des Z-Achsenrückzugs*
PRE: Erkannter Fehler
PF1: 1. Sensornäherungsgeschwindigkeit
PF2: 2. Sensornäherungsgeschwindigkeit
PF3: 3. Sensornäherungsgeschwindigkeit und 1. Näherungsgeschwindigkeit im Abtastzyklus
PF4: 3. Sensornäherungsgeschwindigkeit und 1. Näherungsgeschwindigkeit im Abtastzyklus
PSBA: Verweilzeit [s] für Sensorgebläse (Standard 3 [s])
Siehe auch "3. Unterprogramm des Herstellers im Meßmodus mit beweglichem
Sensor".
• Zyklusablauf
1. Der Sensor wird in die Nähe der positiven Z-Achsenverfahrgrenze positioniert.
2. Die Y-Achse wird zur Z-Achsenabsenkposition positioniert.
3. Die Spindelausrichtung erfolgt, außer beim Messen des drehenden Werkzeugs.
4. Die Sensoreinheit wird vorgeschoben.
5. Die Z-Achse wird zur Sensorposition positioniert.
6. Die Y-Achse verfährt bis zur Unterlaufposition.
7. Die Laserabdeckung wird geöffnet.
8. Der Meßzyklus beginnt. (Das Sensorgebläse schaltet für die 1. Messung ein.)
9. Die Y-Achse und Z-Achse verfahren zur Sensorposition.
10. Der Winkel PRA wird addiert und der Sensor mißt die Genauigkeit der Kugelform in
Neigungsrichtung.
11. Die Bearbeitungsschritte Nr. 9 und 10 werden bis zum Meßwinkel von 90° wiederholt.
12. Die Y-Achse und Z-Achse verfahren zur Sensorposition.
13. Der Sensor mißt in Radialrichtung.
MG61-012 S-362
KAPITEL 6 BERECHNUNGSFUNKTION FÜR KONTAKTLOSEN SENSOR

14. Die Y-Achse wird zur Z-Achsenabsenkposition positioniert.


15. Der Sensor wird in die Nähe der positiven Z-Achsenverfahrgrenze positioniert.
16. Die Laserabdeckung wird geschlossen.
17. Der Sensor wird zurückgezogen.*
18. Die Genauigkeit der Kugelform wird beurteilt, wenn der Bewertungsbefehl definiert wurde.
* Die Positionierung zur positiven Verfahrgrenze durch Satz-Nr. 15 wird ausgelassen, wenn
PCON definiert wurde.
Der Sensorrückzug durch Satz-Nr. 17 erfolgt nicht, wenn PRET definiert wurde.

[Werkzeugbrucherkennung in Längsrichtung]
Dieser Zyklus erkennt den Werkzeugbruch in Längsrichtung. Für die
Werkzeugbrucherkennung in Längsrichtung das Bit 0 der Systemvariablen VFST deaktivieren.
• Aufruffolge
CALL OO95 [PLI=*][PRS=*] [PSPN=* [PPIC=*] [PTOL=*]] [PUDT=*] [POVT=*] PAT=* [PH=*]
[PRET=*] [PCON=*] [PGO=*] [PLE1=*] [PLE2=*][PF1=*] [PF2=*] [PF3=*] [PF4=*]
[PSBA=*] [PSAM=*] [PSPR=*] [PSRA=*] [PRTY=*]
PLI: Werkzeuglänge
PRS: Spindelausrichtposition
PSPN [PPIC] [PTOL]: Meßbreite beim Abtasten [Abtastvorschub beim Abtasten] [Sprungwert
beim Abtasten]
PUDT: Unterlaufwert beim ersten Annähern. (Standardwert: 10 mm (0.39 in.))
POVT: Überlaufwert beim ersten Annähern. (Standardwert: 10 mm (0.39 in.))
PAT: Zubehör-Korrekturnummer
PH: Werkzeuglängenversatznummer
PRET: Parameter zum Blockieren des Sensorrückzugs*
PCON: Parameter zum Blockieren des Z-Achsenrückzugs*
PGO: Gegenmaßnahme bei Erkennung von Werkzeugbruch
PLE1: Schwellenwert zur Bearteilung von Werkzeugbruch
PLE2: Schwellenwert zur Bearteilung von Werkzeugverschleiß
PSBA: Verweilzeit [s] für Sensorgebläse (Standard 3 [s])
PSAM: Anzahl der Meßvorgänge
PSPR: Zulässige Abweichung zwischen max. und min. Messwerten
PSRA: Gegenmaßnahme, wenn die Abweichung den zulässigen Bereich überschreitet (Alarm)
PRTY: Gegenmaßnahme, wenn die Abweichung den zulässigen Bereich überschreitet (Alarm)
Siehe auch "3. Unterprogramm des Herstellers im Meßmodus mit beweglichem
Sensor".
• Zyklusablauf
1. Der Sensor wird in die Nähe der positiven Z-Achsenverfahrgrenze positioniert.
2. Die Y-Achse wird zur Z-Achsenabsenkposition positioniert.
3. Die Spindelausrichtung erfolgt, außer beim Messen des drehenden Werkzeugs.
4. Die Sensoreinheit wird vorgeschoben.
5. Die Z-Achse wird zur Sensorposition positioniert.
6. Die Y-Achse verfährt bis zur Unterlaufposition.
7. Die Laserabdeckung wird geöffnet.
8. Der Meßzyklus beginnt. (Das Sensorgebläse schaltet für die 1. Messung ein.)
9. Die Y-Achse verfährt bis zur Sensorposition.
MG61-012 S-363
KAPITEL 6 BERECHNUNGSFUNKTION FÜR KONTAKTLOSEN SENSOR

10. Der Abtastzyklus beginnt, wenn der Zyklus gewählt wird.


11. Die Y-Achse wird zur Z-Achsenabsenkposition positioniert.
12. Bei mehreren Meßvorgängen wiederholt die NC den Meßzyklus entsprechend der
definierten Anzahl.
13. Der Sensor wird in die Nähe der positiven Z-Achsenverfahrgrenze positioniert.
14. Die Laserabdeckung wird geschlossen.
15. Der Sensor wird zurückgezogen.*
16. Das Meßergebnis wird als Werkzeugbruch oder Werkzeugverschleiß beurteilt.
17. Bei Erkennung von Werkzeugbruch wird das Werkzeug entsprechend der Einstellung für
PGO ausgewechselt.
* Die Positionierung zur positiven Verfahrgrenze durch Satz-Nr. 13 wird ausgelassen, wenn
PCON definiert wurde.
Der Sensorrückzug durch Satz-Nr. 15 erfolgt nicht, wenn PRET definiert wurde.

[Werkzeugbrucherkennung in Radialrichtung]
Dieser Zyklus erkennt den Werkzeugbruch in Radialrichtung. Für die
Werkzeugbrucherkennung in Radialrichtung das Bit 0 der Systemvariablen VFST
deaktivieren.
• Aufruffolge
CALL OO96[PRI=*] [PLI=*] [PRS=*] [PSPN=* [PPIC=*] [PTOL=*]] [PIN=*] [PUDT=*] [POVT=*]
PAT=* [PD=*] [PRET=*] [PCON=*] [PGO=*] [PLE1=*] [PLE2=*][PF1=*] [PF2=*]
[PF3=*] [PF4=*] [PSBA=*] [PSAM=*] [PSPR=*] [PSRA=*] [PRTY=*]
PLI: Werkzeuglänge
PRI: Schneidenradius
PRS: Spindelausrichtposition
PSPN [PPIC] [PTOL]: Meßbreite beim Abtasten [Abtastvorschub beim Abtasten] [Sprungwert
beim Abtasten]
PIN: Y-axis infeed amount
PUDT: Unterlaufwert beim ersten Annähern. (Standardwert: 10 mm (0.39 in.))
POVT: Überlaufwert beim ersten Annähern. (Standardwert: 10 mm (0.39 in.))
PAT: Zubehör-Korrekturnummer
PD: Werkzeugradiuskorrekturnummer
PRET: Parameter zum Blockieren des Sensorrückzugs*
PCON: Parameter zum Blockieren des Z-Achsenrückzugs*
PGO: Gegenmaßnahme bei Erkennung von Werkzeugbruch
PLE1: Schwellenwert zur Bearteilung von Werkzeugbruch
PLE2: Schwellenwert zur Bearteilung von Werkzeugverschleiß
PF1: 1. Sensornäherungsgeschwindigkeit
PF2: 2. Sensornäherungsgeschwindigkeit
PF3: 3. Sensornäherungsgeschwindigkeit und 1. Näherungsgeschwindigkeit im Abtastzyklus
PF4: 3. Sensornäherungsgeschwindigkeit und 1. Näherungsgeschwindigkeit im Abtastzyklus
PSBA: Verweilzeit [s] für Sensorgebläse (Standard 3 [s])
PSAM: Anzahl der Meßvorgänge
PSPR: Zulässige Abweichung zwischen max. und min. Messwerten
PSRA: Gegenmaßnahme, wenn die Abweichung den zulässigen Bereich überschreitet (Alarm)
PRTY: Gegenmaßnahme, wenn die Abweichung den zulässigen Bereich überschreitet (Alarm)
Siehe auch "3. Unterprogramm des Herstellers im Meßmodus mit beweglichem
Sensor".
MG61-012 S-364
KAPITEL 6 BERECHNUNGSFUNKTION FÜR KONTAKTLOSEN SENSOR

• Zyklusablauf
1. Der Sensor wird in die Nähe der positiven Z-Achsenverfahrgrenze positioniert.
2. Die Y-Achse wird zur Z-Achsenabsenkposition positioniert.
3. Die Spindelausrichtung erfolgt, außer beim Messen des drehenden Werkzeugs.
4. Die Sensoreinheit wird vorgeschoben.
5. Die Z-Achse verfährt bis zur Unterlaufposition.
6. Die Y-Achse wird zur Sensorposition positioniert. (Bei Festlegung von PIN wird die Y-
Achse um den bei PIN angegebenen Abstand in Vorschubrichtung verschoben.)
7. Die Laserabdeckung wird geöffnet.
8. Der Meßzyklus beginnt. (Das Sensorgebläse schaltet für die 1. Messung ein.)
9. Die Z-Achse verfährt bis zur Sensorposition.
10. Der Abtastzyklus beginnt, wenn der Zyklus gewählt wird.
11. Bei mehreren Meßvorgängen wiederholt die NC den Meßzyklus entsprechend der
definierten Anzahl.
12. Die Y-Achse wird zur Z-Achsenabsenkposition positioniert.
13. Der Sensor wird in die Nähe der positiven Z-Achsenverfahrgrenze positioniert.
14. Die Laserabdeckung wird geschlossen.
15. Der Sensor wird zurückgezogen.*
16. Bei Erkennung von Werkzeugbruch beurteilt die NC, ob das Werkzeug defekt oder
abgenutzt ist.
17. Bei Erkennung von Werkzeugbruch wechselt die NC das Werkzeug entsprechend der
Einstellung für PGO.
* Die Positionierung zur positiven Verfahrgrenze durch Satz-Nr. 13 wird ausgelassen, wenn
PCON definiert wurde.
Der Sensorrückzug durch Satz-Nr. 15 erfolgt nicht, wenn PRET definiert wurde.
MG61-012 S-365
KAPITEL 6 BERECHNUNGSFUNKTION FÜR KONTAKTLOSEN SENSOR

Hochleistungs-Werkzeugbrucherkennung
Der Werkzeugbruch wird bei hoher Geschwindigkeit erkannt.
• Aufruffolge
CALL [PLI=*] [PRI=*] [PRS=*] [PIN=*] [PUDT=*] [POVT=*] PAT=* [PH=*] [PRET=*]
OO97 [PCON=*]
PLI: Werkzeuglänge
PRI: Schneidenradius
PRS: Spindelausrichtposition
PIN: Y-Achsenzustellbetrag
PUDT: Unterlaufwert beim ersten Annähern. (Standardwert: 50 mm (1.97 in.))
POVT: Überlaufwert beim ersten Annähern. (Standardwert: 10 mm (0.39 in.))
PAT: Zubehör-Korrekturnummer
PH: Werkzeugversatznummer
PRET: Parameter zum Blockieren des Sensorrückzugs*
PCON: Parameter zum Blockieren des Z-Achsenrückzugs*
Siehe auch "3. Unterprogramm des Herstellers im Meßmodus mit beweglichem
Sensor".
• Zyklusablauf
1. Der Sensor wird in die Nähe der positiven Z-Achsenverfahrgrenze positioniert.
2. Die Y-Achse wird zur Z-Achsenabsenkposition positioniert.
3. Die Spindelausrichtung erfolgt, außer beim Messen des drehenden Werkzeugs.
4. Die Sensoreinheit wird vorgeschoben.
5. Die Z-Achse verfährt bis zur Unterlaufposition.
6. Die Y-Achse wird zur Sensorposition positioniert. (Bei Festlegung von PIN wird die Y-
Achse um den bei PIN angegebenen Abstand in Vorschubrichtung verschoben.)
7. Die Laserabdeckung wird geöffnet.
8. Die Z-Achse spring zur Zielposition (Sensorposition + Überlaufposition).
9. Die Y-Achse wird zur Z-Achsenabsenkposition positioniert.
10. Der Sensor wird in die Nähe der positiven Z-Achsenverfahrgrenze positioniert.
11. Die Laserabdeckung wird geschlossen.
12. Der Sensor wird zurückgezogen.*
13. Der Werkzeugbruch wird beurteilt.
14. Bei Erkennung von Werkzeugbruch wird das Werkzeug entsprechend der Einstellung für
PGO ausgewechselt.
* Die Positionierung zur positiven Verfahrgrenze durch Satz-Nr. 10 wird ausgelassen, wenn
PCON definiert wurde.
Der Sensorrückzug durch Satz-Nr. 12 erfolgt nicht, wenn PRET definiert wurde.
MG61-012 S-366
KAPITEL 6 BERECHNUNGSFUNKTION FÜR KONTAKTLOSEN SENSOR

7. Alarmliste
2583 Alarm B Unbemannt: Großer Fehler bei Kugelmessung Eeoemr5s6007
Großer Fehler wurden bei der Messung der Kugelgestalt festgestellt.
[Vermutlich fehlerhafter Standort]
Beim Nullwert-Einstellzyklus des Berührungssensors hat die Nullposition für die
waagerechte Richtung nicht mit der Werkzeugmitte übereingestimmt.
Oder das Messgerät ist defekt.

[Gegenmaßnahmen]
Verwenden Sie ein korrektes Werkzeug, beispielsweise ein Reservewerkzeug.

2305 Alarm B Unbemannt: Messen nicht möglich


Während des automatischen Messzyklus wurde das Messen unmöglich.
Bei diesem Messsystem wird der Alarm durch folgende Codes ergänzt.
6A Sensor 4 konnte bei der ersten Annäherung nicht bestätigt werden.
6B Bei der ersten Annäherung konnte kein Kontakt bestätigt werden.
6C Sensor 4 konnte bei der zweiten Annäherung nicht bestätigt werden.
6D Bei der zweiten Annäherung konnte kein Kontakt bestätigt werden.
6E Sensor 4 konnte bei der dritten Annäherung nicht bestätigt werden.
6F Bei der dritten Annäherung konnte kein Kontakt bestätigt werden.
70 Sensor 4 konnte bei der vierten Annäherung nicht bestätigt werden.
71 Bei der vierten Annäherung konnte kein Kontakt bestätigt werden.
72 Sensor 4 konnte beim Rückzug des Überspringzyklus nicht bestätigt werden.
73 Bei der ersten Annäherung des Überspringzyklus konnte kein Kontakt bestätigt
werden.
74 Sensor 4 konnte beim Rückzug des Überspringzyklus nicht bestätigt werden.
75 Bei der zweiten Annäherung des Überspringzyklus konnte kein Kontakt bestätigt
werden.
7B Der erste Sensor konnte beim Brucherkennungszyklus für HS-Werkzeuge nicht
bestätigt werden.
7C Der Sensor konnte beim Sprung in den Brucherkennungszyklus für HS-Werkzeuge
nicht bestätigt werden.
95 Bei Mehrfachmessoperationen überschreitet die Differenz zwischen den
gemessenen Maximal- und Minimalwerten die Toleranz.
96 Der Anschlusstyp entspricht nicht der Messprogrammnummer.
Es können 30° Winkelanschlüsse OO125, OO126, OO127 und OO129 verwendet
werden.
Es können 45° Winkelanschlüsse OO115, OO116, OO117 und OO119 verwendet
werden.
Senkrechte/Waagerechte Spindeln
Bei Ausführung von OO95, OO96, OO97 oder OO99 ist kein
Anschluss montiert, oder der Anschluss ist kein Erweiterungstyp, 90°
Winkeltyp, oder B-/C-Achsen Typ.
MG61-012 S-367
KAPITEL 6 BERECHNUNGSFUNKTION FÜR KONTAKTLOSEN SENSOR

97 Der Anschluss ist nicht auf einen Winkel geschaltet, bei dem eine Messung möglich
ist.
30° Winkelanschluss Nicht geschaltet auf C270°
45° Winkelanschluss Nicht geschaltet auf C270°
Senkrechte/Waagerechte Spindeln 90° Winkelanschluss nicht geschaltet auf
C270°
B-/C-Achsen Anschluss geschaltet auf B90°
aber nicht geschaltet auf C270°
99 Der Werkzeugbefehl senkrechte/waagerechte Spindel (Bit 6 von VFST) ist falsch.
„1“ (waagerechte Spindel) ist als Bit 6 von VFST eingestellt während kein Anschluss
montiert ist, oder ein Erweiterungsanschluss für senkrechte/waagerechte
Spindelmessung montiert ist.
Oder „0“ (waagerechte Spindel) ist als Bit 6 von VFST eingestellt während ein 90°
Winkelanschluss oder ein B-/C-Achsenanschluss montiert ist.
MG61-012 S-368
KAPITEL 7 MESSFUNKTION MIT KONTAKTFREIEM SENSOR FÜR HORIZONTALE MASCHINE

KAPITEL 7 MESSFUNKTION MIT KONTAKTFREIEM


SENSOR FÜR HORIZONTALE
MASCHINE

1. Was ist ein kontaktfreier Sensor?


Der kontaktfreie Sensor verwendet im Gegensatz zu bestehenden Sensoren Eeoemr5s7001
mit mechanischen
oder elektrischen Kontakten einen Laserstahl für die Messung. Dieser optische Sensor nutzt die
Vorteile eines kontaktfreien Sensors, und kann so sogar ein rotierendes Werkzeug messen, was für
bestehende Sensoren unmöglich ist. Der Sensor erhöht die Messgeschwindigkeit, und kann durch
Nutzung der Vorteile eines linearen Sensors die Kugelgestalt messen Der Bloom-Sensor, der für
lineares Messen vorgesehen ist kann jedoch nicht, je nach Sensorposition, die maximale Länge
(Durchmesser) eines unregelmäßigen Werkzeugs messen. Scannendes Messen* gleicht diesen
Nachteil aus. Diese Messmethode erlaubt das Messen eines drehenden Werkzeugs oder das
Messen, während die maximale Länge gesucht wird.

EIOEMR5S7001R01

* Scannendes Messen: Der Sensor misst ein Werkzeug in einer Messrichtung (z.B. der Y-Achse)
und verschiebt sich mit der Achse im rechten Winkel zur Messachse (z.B. der Z-Achse). Durch
mehrmaliges Wiederholen der obigen Messung erfasst der Sensor die maximale
Werkzeuglänge (oder Durchmesser).
MG61-012 S-369
KAPITEL 7 MESSFUNKTION MIT KONTAKTFREIEM SENSOR FÜR HORIZONTALE MASCHINE

2. Beschreibung
Eeoemr5s7002
Kontaktfreies Messen wird im Wesentlichen in zwei Methoden unterteilt, entsprechend der
Montageposition des Sensors: Diese Messfunktion kann nur mit dem festen Sensortypen
ausgeführt werden.

Y+

X+ Z+

Fester Sensor
EIOEMR5S7002R01

Der Sensormodus (fest/beweglich) kann mit Bit 3 der Systemvariablen VFST umgeschaltet werden.
Bit 3 der VFST 0 ...... Beweglicher Sensor
1 ...... Fester Sensor
Das Werkzeugmessprogramm besteht aus folgenden Unterprogrammen des Herstellers:
• Vorbereitungsprogramm für die Messung
• Messprogramm
• Werkzeugbruchprüfprogramm

Die durch die Sensorposition bestimmte Programme werden auf den nächsten Seiten beschrieben.

3. Messen mit einem festen Sensor


Der bewegliche Sensor und der feste Sensor können durch Setzen des Bit 3Eeoemr5s7003
der Systemvariablen
VFST umgeschaltet werden. Setzen Sie den Bit 3 auf ON um den festen Sensor auszuwählen.
Führen Sie diese Messung aus, indem Sie den Bit 6 der Systemvariablen VFST auf OFF setzen.

EIOEMR5S7003R01
MG61-012 S-370
KAPITEL 7 MESSFUNKTION MIT KONTAKTFREIEM SENSOR FÜR HORIZONTALE MASCHINE

4. Alle Herstellerunterprogramme für den festen Sensor


Eeoemr5s7004
Das Messunterprogramm für den festen Sensor besteht aus folgenden Unterroutinen:
[Liste des Messvorbereitungszyklus]
OO31 Positionseinstellzyklus für Werkzeugwechsel
OO33 Positionseinstellzyklus für Rückzug Y-Achse
OO93 Sensor Nullwert-Einstellzyklus in Längsrichtung
OO94 Sensor Nullwert-Einstellzyklus in Querrichtung
[Liste des Messzyklus]
OO95 Messen in Längsrichtung
OO96 Messen in Querrichtung
OO99 Messen der Kugelgestalt
[Liste des Werkzeugbruchprüfzyklus]
OO95 Werkzeugbruchprüfung in Längsrichtung
OO96 Werkzeugbruchprüfung in Querrichtung
OO97 Werkzeugbruchprüfung für HS-Werkzeuge
[Einstellzyklus Werkzeugwechselposition (OO31)]
Bei einer Maschine, bei der die Werkzeugwechselfunktion auf ON (Bit 0 des NC
Spezifikationscodes Nr. 21 ist eingeschaltet) gestellt ist, führt die Steuerung bei Erfassung
eines Werkzeugbruchs einen Werkzeugwechsel aus, indem das Argument PGO=0
übertragen wird. Der Zyklus stellt die Werkzeugwechselposition ein, die für diesen Zweck
verwendet wird.
Die Werkzeugwechselposition ist der Arbeitskoordinate Nr. 2 des Systems gespeichert.
Details hierzu finden Sie unter „Abschnitt 1. FUNKTION FÜR AUTOMATISCHEN
WERKZEUGLÄNGENVERSATZ / AUTOMATISCHE WERKZEUGBRUCHERFASSUNG“.
CALL OO31
[Einstellzyklus Rückzugsposition Y-Achse (OO33)]
Bei manchen Maschinen kann der Sensor mit der Y-Achse kollidieren, wenn sich diese vor
oder zurück bewegt.
Bewegen Sie die Y-Achse in ihre Rückzugsposition, wenn die kommende Kollision erkannt
wird, bevor Sie den Sensor vor oder zurück bewegen. Details hierzu finden gegebenenfalls Sie
unter „Abschnitt 1. FUNKTION FÜR AUTOMATISCHEN WERKZEUGLÄNGENVERSATZ /
AUTOMATISCHE WERKZEUGBRUCHERFASSUNG“.
CALL OO33
[Spindeldrehzahl]
Bestimmen Sie die Spindeldrehzahl anhand folgender Formel, falls eine Messung bei
drehender Spindel ausgeführt wird:
S=F/N
Wobei
S die tatsächliche Spindeldrehzahl ist. Dies ist der Wert des S Befehls multipliziert mit der
Übersteuerung der Spindeldrehzahl.
F ist der tatsächliche Vorschub. Wenn PFI (die 1. Annäherungsgeschwindigkeit des Sensors)
nicht anhand eines Arguments definiert ist, wird dieser Wert 2.000 mit der Übersteuerung des
Schneidevorschubs multipliziert. Wenn PFI mit einem Argument definiert ist, ist dieser Wert
der angegebene Wert, multipliziert mit der Übersteuerung des Schneidevorschubs.
N ist die Anzahl der Werkzeugschneiden.
MG61-012 S-371
KAPITEL 7 MESSFUNKTION MIT KONTAKTFREIEM SENSOR FÜR HORIZONTALE MASCHINE

[Positionierungsfunktion B-Achse]
Diese Funktion bewegt die B-Achse vor Ausführung jedes Messzyklus zum
Maschinennullpunkt. Verwenden Sie diese Funktion falls während des Messens eine Kollision
zwischen Werkstück und Sensor vorweg genommen wird.
Optionaler NC-Parameter Nr. 36 bit 5 (POSITIONIERUNG 1: JA , 0: NEIN)
[Einrichten einer Sperre]
Bei Verwendung eines Werkzeugs mit großem Durchmesser in der Spindel gibt es einen
Bereich, in dem das Werkzeug mit dem Sensor kollidiert. Um dies zu verhindern muss eine
Sperre gesetzt werden.
Hinweise zur Setzen einer Sperre finden Sie im beiliegenden Handbuch „ABSCHNITT 9
SONDERFUNKTION SPERRE FÜR HORIZONTALE MASCHINE. “
[Sensor Nullwert-Einstellzyklus in Längsrichtung (OO93)]
Dieser Zyklus definiert die Sensorposition, die verwendet wird, um die Werkzeuglänge zu
messen und einen Werkzeugbruch zu erkennen.
Die Versatzmethode kann mit Bit 7 der Systemvariablen VFST geschaltet werden.
Bit 7 der VFST AUS : Relativer Positionsversatz
EIN : Absoluter Positionsversatz
Ändern Sie, nachdem Sie hier die Versatzmethode gewählt haben, die Einstellung nicht mehr.
Die Messergebnisse werden ist der Arbeitskoordinate Nr. 2 des Systems gespeichert.
• Aufrufsequenz
CALL OO93 PAXI=* PLI=* [PRS=*] [PSPN=* [PPIC=*] [PTOL=*]] [PUDT=*] [POVT=*]
[PRET=1] [PCON=1] [PF1=*] [PF2=*] [PF3=*] [PF4=*] [PSBA=*]
PAXI: Achse von der der Nullpunkt gesetzt ist (Bit0: die X-Achse, Bit1: die Y-Achse, Bit2: Z-
Achse)
Die normale Einstellung ist PAXI=#05H. Bei Verwendung eines beweglichen
Sensors muss jedoch die Position der Y-Achse eingestellt werden. Andernfalls
kollidiert der Sensor mit dem Werkzeug, und beschädigt die Maschine.
PUDT: Betrag des verminderten Verfahrwegs bei der ersten Annäherung. (Voreinstellung: 50
mm (1,97 in.))
POVT: Betrag des zusätzlichen Verfahrwegs bei der ersten Annäherung. (Voreinstellung: 50
mm (1,97 in.))
PLI: Länge Referenzwerkzeug
Für den absoluten Positionsversatz (wie vorher erwähnt) muss die Länge von
der Maßlinie bis zum Ende des Referenzwerkzeugs angegeben werden. Für den
relativen Positionsversatz muss die Differenz zwischen Länge des
Referenzwerkzeugs bei relativem Positionsversatz und der Länge des
Referenzwerkzeugs definiert werden, die bei angepasster Messung verwendet
wird. Falls diese identisch sind muss 0 angegeben werden.
PRS: Spindelorientierungsposition
Wenn PRS weggelassen, und ein M-Code für die Spindeldrehung (M03 oder
M04) definiert wird, wird das Werkzeug während der Drehung gemessen. Wenn
PRS definiert wird, wird die Spindel ausgerichtet angehalten und der Sensor
misst das angehaltene Werkzeug. Ohne oben genannten M-Code wird die
Spindel jedoch ausgerichtet angehalten und der Sensor misst das angehaltene
Werkzeug, obwohl PRS weggelassen wurde.
MG61-012 S-372
KAPITEL 7 MESSFUNKTION MIT KONTAKTFREIEM SENSOR FÜR HORIZONTALE MASCHINE

PSPN [PPIC] [PTOL]: Breitenmessung während des Scannen [stufenweiser Vorschub beim
Scanning] [Wert überspringen beim Scanning]
Geben Sie die Messbreite in eine Richtung an. Beim Messscannen misst der
Sensor das Werkzeug sowohl in positiver als auch negativer Richtung. Ohne
Definition des PSPN kann der Sensor das Werkzeug nicht messen. Der
voreingestellte stufenweise Vorschub beim Messen ist 0,1 mm (0,004 in.).
Messscannen ist für die Bestimmung der Position der maximalen
Werkzeuglänge vorgesehen.
Wenn der gemessene Wert abnimmt, wird davon ausgegangen, dass die darauf
folgenden Messdaten keine Zunahme mehr haben werden. Dies bedeutet, dass
der Sensor nicht mehr weiter messen muss, um die gesamte Breite des PSPN
abzudecken. Das Kriterium um die Messung zu beenden wird „Wert
überspringen“ genannt. Die Voreinstellung ist 0,005 mm (0,0002 in.).

PCON: Sperrparameter Rückzug Z-Achse*


Normalerweise befindet sich die Z-Achse nach Abschluss des Messzyklus am Ende
des positiven Verfahrwegs. Um die Z-Achse nach der Messung zu fixieren muss „1“
für PCON angegeben werden.
PRET: Sperrparameter Rückzug Sensor*
Normalerweise fährt der Sensor nach der Messung zurück. Um den Sensor nach
der Messung zu fixieren muss „1“ für PRET angegeben werden.
* Wenn „1“ beim Sperrparameter für den Rückzug der Z-Achse gesetzt wird, wird
auch automatisch „1“ für den Sperrparameter des Sensorrückzugs gesetzt. Diese
erfolgt, da der Sensor beim Vorschub oder Rückzug je nach Achsenposition oder
Maschine mit einem Maschinenbauteil kollidieren kann.
PF1: 1. Annäherungsgeschwindigkeit des Sensors
PF2: 2. Annäherungsgeschwindigkeit des Sensors
PF3: 3. Annäherungsgeschwindigkeit des Sensors und 1. Annäherungsgeschwindigkeit im
Scanzyklus
PF4: 4. Annäherungsgeschwindigkeit des Sensors und 2. Annäherungsgeschwindigkeit im
Scanzyklus
Normalerweise fährt das Werkzeug den Sensor vier Mal an. Beim Messscannen
fährt das Werkzeug den Sensor zwei Mal an. Hier muss die
Annäherungsgeschwindigkeit zu diesem Zeitpunkt definiert werden. Die
voreingestellten Geschwindigkeiten sind jeweils 2.000 mm/min, 1.000 mm/min, 100
mm/min und 3 mm/min. Bei der Messung eines drehenden Werkzeugs hängt die 4.
Annäherungsgeschwindigkeit von der Drehzahl (0,001 x S [mm]/min) ab.
PSBA: Zeitraum [s] für Druckluftstoß Sensor (Voreinstellung 3 [s])
MG61-012 S-373
KAPITEL 7 MESSFUNKTION MIT KONTAKTFREIEM SENSOR FÜR HORIZONTALE MASCHINE

• Messprozedur
1. Referenzwerkzeug installieren.
2. Sensor mit M144 vor bewegen (sicherstellen, dass der Sensor mit keinen Bauteilen
kollidiert).
3. Laser mit M375 einschalten (der Laser wird mit M374 ausgeschaltet).
4. Positionieren Sie das Werkzeug von Hand in der Nähe des Sensors (positionieren Sie das
Werkzeug an einer Stelle, an der der Sensor mit Bewegung der Z-Achse bewegt wird).
5. Führen Sie den Sensor Nullwert-Einstellzyklus automatisch oder im MDI-Betriebsmodus
aus.
• Zyklusprozedur
1. Der Sensor befindet sich im positiven Endbereich der Z-Achse.
2. Der Sensor wird an der Rückzugsposition der Y-Achse positioniert, sofern die Maschine
den Rückzug der Y-Achse vor der Messung erfordert.
3. Die Spindelorientierung wird, außer bei der Messung drehender Werkzeuge, ausgeführt.
4. Der Sensor bewegt sich vorwärts.
5. Die B-Achse bewegt sich, wenn „1“ bei Bit 5 des optionalen NC-Parameters Nr. 36 gesetzt
wird, im Eilvorschub zum Maschinennullpunkt.
6. Die Y-Achse wird positioniert.
7. Die X-Achse wird positioniert.
8. Die Z-Achse bewegt sich zur verminderten Position.
9. Die Laserblende öffnet sich.
10. Der Messzyklus beginnt (der Sensor-Druckluftstoß für die 1. Messung wird ausgeführt).
11. Die Z-Achse bewegt sich zur Sensorposition.
12. Der Scanzyklus beginnt, sofern dieser gewählt wurde.
13. Der Sensor wird im positiven Endbereich der Z-Achse positioniert.*
14. Die Laserblende schließt sich.
15. Die Y-Achse zieht sich, falls vorgesehen, zurück.*
16. Der Sensor bewegt sich zurück.*
* Positionieren im positiven Grenzbereich durch Sequenz Nr. 13 wird weggelassen, wenn
PCON definiert wird.
Sensorrückzug durch Sequenz Nr. 15 und 16 wird weggelassen, wenn PRET definiert
wird.
MG61-012 S-374
KAPITEL 7 MESSFUNKTION MIT KONTAKTFREIEM SENSOR FÜR HORIZONTALE MASCHINE

[Sensor Nullwert-Einstellzyklus in Querrichtung (OO94)]


Dieser Zyklus definiert die Sensorposition, die verwendet wird, um den Fräserradius zu
messen und einen Werkzeugbruch zu erkennen.
Die Messergebnisse werden ist der Arbeitskoordinate Nr. 2 des Systems gespeichert.
• Aufrufsequenz
CALL OO94 PAXI=* PRI=* PLI=* [PIN=*] [PRS=*] [PSPN=* [PPIC=*] [PTOL=*]] [PUDT=*]
[POVT=*] [PRET=*] [PCON=*] [PF1=*] [PF2=*] [PF3=*] [PF4=*] [PSBA=*]
PAXI: Achse von der der Nullpunkt gesetzt ist (Bit0: X-Achse, Bit1: Y-Achse und Bit2: Z-Achse)
Die normale Einstellung ist #02H.
PUDT: Betrag des verminderten Verfahrwegs bei der ersten Annäherung. (Voreinstellung: 50
mm (1,97 in.))
POVT: Betrag des zusätzlichen Verfahrwegs bei der ersten Annäherung. (Voreinstellung: 50 mm
(1,97 in.))
PRI: Radius Referenzwerkzeug
PLI: Länge Referenzwerkzeug
PIN: Vorschubbetrag Z-Achse
PRS: Spindelorientierungsposition
PSPN [PPIC] [PTOL]: Breitenmessung während des Scannen [stufenweiser Vorschub beim
Scanning] [Wert überspringen beim Scanning]
PRET: Sperrparameter Rückzug Sensor*
PCON: Sperrparameter Rückzug Z-Achse*
Siehe Sensor Nullwert-Einstellzyklus in Längsrichtung.
PF1: Die 1. Annäherungsgeschwindigkeit des Sensors
PF2: Die 2. Annäherungsgeschwindigkeit des Sensors
PF3: Die 3. Annäherungsgeschwindigkeit des Sensors und die 1. Annäherungsgeschwindigkeit
im Scanzyklus
PF4: Die 4. Annäherungsgeschwindigkeit des Sensors und die 2. Annäherungsgeschwindigkeit
im Scanzyklus
Siehe Sensor Nullwert-Einstellzyklus in Längsrichtung.
PSBA: Zeitraum [s] für Druckluftstoß Sensor (Voreinstellung 3 [s])
• Messprozedur
1. Referenzwerkzeug installieren.
2. Sensor mit M144 vor bewegen (sicherstellen, dass der Sensor mit keinen Bauteilen
kollidiert).
3. Laser mit M375 einschalten (der Laser wird mit M374 ausgeschaltet).
4. Positionieren Sie das Werkzeug von Hand in der Nähe des Sensors (positionieren Sie das
Werkzeug an einer Stelle, an der der Sensor mit Bewegung der Y-Achse bewegt wird).
5. Führen Sie den Sensor Nullwert-Einstellzyklus automatisch oder im MDI-Betriebsmodus
aus.
MG61-012 S-375
KAPITEL 7 MESSFUNKTION MIT KONTAKTFREIEM SENSOR FÜR HORIZONTALE MASCHINE

• Zyklusprozedur
1. Der Sensor befindet sich im positiven Endbereich der Z-Achse.
2. Der Sensor wird an der Rückzugsposition der Y-Achse positioniert, sofern die Maschine
den Rückzug der Y-Achse vor der Messung erfordert.
3. Die Spindelorientierung wird, außer bei der Messung drehender Werkzeuge, ausgeführt.
4. Der Sensor bewegt sich vorwärts.
5. Die B-Achse bewegt sich, wenn „1“ bei Bit 5 des optionalen NC-Parameters Nr. 36 gesetzt
wird, im Eilvorschub zum Maschinennullpunkt.
6. Die Y-Achse wird am Messstartpunkt positioniert.
7. Die X-Achse wird am verringerten Punkt positioniert.
8. Die Z-Achse wird am Messstartpunkt positioniert (wenn PIN definiert ist, verschiebt sich
die Z-Achse um den mit PIN definierten Betrag vom Startpunkt in negative Richtung).
9. Die Laserblende öffnet sich.
10. Der Messzyklus beginnt (der Sensor-Druckluftstoß für die 1. Messung wird ausgeführt).
11. Die Y-Achse bewegt sich zur Sensorposition.
12. Der Scanzyklus beginnt, sofern dieser gewählt wurde.
13. Der Sensor wird im positiven Endbereich der Z-Achse positioniert.*
14. Die Laserblende schließt sich.
15. Die Y-Achse zieht sich, falls vorgesehen, zurück.*
16. Der Sensor bewegt sich zurück.*
* Positionieren im positiven Grenzbereich durch Sequenz Nr. 13 wird weggelassen, wenn
PCON definiert wird.
Sensorrückzug durch Sequenz Nr. 15 und 16 wird weggelassen, wenn PRET definiert
wird.
MG61-012 S-376
KAPITEL 7 MESSFUNKTION MIT KONTAKTFREIEM SENSOR FÜR HORIZONTALE MASCHINE

[Messen in Längsrichtung]
Dieser Zyklus misst die Werkzeuglänge. Schalten Sie beim Messen der Werkzeuglänge den
Bit 0 der Systemvariablen VFST ein.
• Aufrufsequenz
CALL OO95 PLI=* [PRS=*] [PSPN=* [PPIC=*] [PTOL=*]] [PUDT=*] [POVT=*] [PH=*]
[PRET=*] [PCON=*] [PF1=*] [PF2=*] [PF3=*] [PF4=*] [PSBA=*] [PSAM=*]
[PSPR=*] [PSRA=*] [PRTY=*]
PLI: Werkzeuglänge
PRS: Spindelorientierungsposition
PSPN [PPIC] [PTOL]: Breitenmessung während des Scannen [stufenweiser Vorschub beim
Scanning] [Wert überspringen beim Scanning]
PUDT: Betrag des verminderten Verfahrwegs bei der ersten Annäherung. (Voreinstellung: 10
mm (0,39 in.))
POVT: Betrag des zusätzlichen Verfahrwegs bei der ersten Annäherung. (Voreinstellung: 10
mm (0,39 in.))
PH: Werkzeuglängen-Offsetwert
PRET: Sperrparameter Rückzug Sensor*
PCON: Sperrparameter Rückzug Z-Achse*
PF1: Die 1. Annäherungsgeschwindigkeit des Sensors
PF2: Die 2. Annäherungsgeschwindigkeit des Sensors
PF3: Die 3. Annäherungsgeschwindigkeit des Sensors und die 1. Annäherungsgeschwindigkeit
im Scanzyklus
PF4: Die 4. Annäherungsgeschwindigkeit des Sensors und die 2. Annäherungsgeschwindigkeit
im Scanzyklus
PSBA: Zeitraum [s] für Druckluftstoß Sensor (Voreinstellung 3 [s])
Siehe Sensor Nullwert-Einstellzyklus in Längsrichtung.
PSAM: Anzahl der Messungen.
Wenn PSAM auf 2 oder mehr gesetzt wird, wiederholt die Steuerung den
Messzyklus mit der eingestellten Anzahl von Wiederholungen.
Bei der ersten Messung führt die Steuerung eine normale Messung aus (mit 4-
facher Annäherung).
Bei der zweiten und darauf folgenden Messungen führt die Steuerung die
Messungen mit 2-facher Annäherung aus. Die Annäherungsgeschwindigkeiten
beim zweiten und späteren Messzyklen sind wie folgt:
1. Annäherung … Die 3. Annäherungsgeschwindigkeit beim normalen Messzyklus
2. Annäherung … Die 4. Annäherungsgeschwindigkeit beim normalen Messzyklus
Der Durchschnittswert mehrerer Messungen wird als der endgültig gemessene
Wert betrachtet.
Der zweite und spätere Messzyklen umfassen nicht das Messscannen.
Die Voreinstellung ist 3 (Wiederholungen).
PSPR: Zulässiger Unterschied zwischen maximaler und minimalen Messergebnis
Die Maximal- und Minimalwerte werden anhand der Ergebnisse mehrfacher
Messungen erhalten. Stellen Sie bei diesem Parameter den zulässigen Bereich
zwischen Maximal- und Minimalwerten (Abweichung) ein. Die Voreinstellung ist
0,005 [mm].
PSRA: Aktion, wenn die Abweichung den zulässigen Bereich überschreitet (Alarm).
Wählen Sie, ob eine Abweichung, die größer als zulässig ist, einen Alarm auslöst
oder nicht.
Wählen Sie „1“, falls ein Alarm ausgelöst werden soll. Stellen Sie „0“ ein, falls kein
Alarm ausgelöst werden soll. Die Voreinstellung ist „0“ (kein Alarm).
MG61-012 S-377
KAPITEL 7 MESSFUNKTION MIT KONTAKTFREIEM SENSOR FÜR HORIZONTALE MASCHINE

PRTY: Aktion, wenn die Abweichung den zulässigen Bereich überschreitet (Neuversuch).
Wählen Sie, ob eine Abweichung, die größer als zulässig ist, einen neuen
Messzyklus auslöst oder nicht. Stellen Sie bei gewünschtem Neuversuch die
Anzahl der Neuversuche unter PRTY ein.
Stellen Sie, falls kein Neuversuch gewünscht wird, „0“ unter PRTY ein.
Die Steuerung führt die unter PSAM (Anzahl von Messungen) eingestellte Anzahl
von Messungen bei jedem Neuversuch aus. Während der erneuten Messung wird
auch beim 1. Messzyklus eine doppelte Annäherung ausgeführt.
Falls die Abweichung nach der angegebenen Anzahl von Neuversuchen nicht
innerhalb des zulässigen Bereichs liegt, erfolgt eine Alarmmeldung.
Wenn PSRA auf „1“ gesetzt ist, wird der PRTY Wert ignoriert. Wenn sowohl PSRA
als auch PRTY auf „0“ gesetzt werden, wird der Durchschnittswert als Messwert
angenommen, selbst wenn die Abweichung außerhalb des zulässigen Bereichs
liegt. Die Voreinstellung ist „0“ (kein Neuversuch).
• Zyklusprozedur
1. Der Sensor befindet sich im positiven Endbereich der Z-Achse.
2. Der Sensor wird an der Rückzugsposition der Y-Achse positioniert, sofern die Maschine
den Rückzug der Y-Achse vor der Messung erfordert.
3. Die Spindelorientierung wird, außer bei der Messung drehender Werkzeuge, ausgeführt.
4. Der Sensor bewegt sich vorwärts.
5. Die B-Achse bewegt sich, wenn „1“ bei Bit 5 des optionalen NC-Parameters Nr. 36 gesetzt
wird, im Eilvorschub zum Maschinennullpunkt.
6. Die X-Achse wird an der Sensorposition positioniert.
7. Die Y-Achse wird an der Sensorposition positioniert.
8. Der Druckluftstoß des Sensors ist ausgeschaltet.
9. Der Messzyklus beginnt (der Sensor-Druckluftstoß für die 1. Messung wird ausgeführt).
10. Die Z-Achse bewegt sich zur Sensorposition.
11. Der Scanzyklus beginnt, sofern dieser gewählt wurde.
12. Bei mehreren Messungen wiederholt die Steuerung den Messzyklus mit der eingestellten
Anzahl von Wiederholungen.
13. Die Z-Achse bewegt sich zur Sensorposition.
14. Der Sensor wird im positiven Endbereich der Z-Achse positioniert.*
15. Die Laserblende schließt sich.
16. Die Y-Achse zieht sich, falls vorgesehen, zurück.*
17. Der Sensor bewegt sich zurück.*
* Positionieren im positiven Grenzbereich durch Sequenz Nr. 14 wird weggelassen, wenn
PCON definiert wird.
Sensorrückzug durch Sequenz Nr. 16 und 17 wird weggelassen, wenn PRET definiert
wird.
MG61-012 S-378
KAPITEL 7 MESSFUNKTION MIT KONTAKTFREIEM SENSOR FÜR HORIZONTALE MASCHINE

[Messen in Querrichtung]
Dieser Zyklus misst den Fräserradius. Schalten Sie beim Messen des Fräserradius den Bit 0
der Systemvariablen VFST ein.
• Aufrufsequenz
CALL OO96 PRI=* PLI=* [PRS=*] [PSPN=* [PPIC=*] [PTOL=*]] [PIN=*] [PUDT=*] [POVT=*]
[PD=*] [PRET=*] [PCON=*] [PGO=*] [PF1=*] [PF2=*] [PF3=*] [PF4=*]
[PSBA=*] [PSAM=*] [PSPR=*] [PSRA=*] [PRTY=*]
PLI: Werkzeuglänge
PRI: Fräserradius
PRS: Spindelorientierungsposition
PSPN [PPIC] [PTOL]: Breitenmessung während des Scannen [stufenweiser Vorschub beim
Scanning] [Wert überspringen beim Scanning]
PIN: Vorschubbetrag Z-Achse
PUDT: Betrag des verminderten Verfahrwegs bei der ersten Annäherung. (Voreinstellung: 10 mm
(0,39 in.))
POVT: Betrag des zusätzlichen Verfahrwegs bei der ersten Annäherung. (Voreinstellung: 10 mm
(0,39 in.))
PD: Kompensationswert Fräserradius
PRET: Sperrparameter Rückzug Sensor*
PCON: Sperrparameter Rückzug Z-Achse*
PF1: Die 1. Annäherungsgeschwindigkeit des Sensors
PF2: Die 2. Annäherungsgeschwindigkeit des Sensors
PF3: Die 3. Annäherungsgeschwindigkeit des Sensors und die 1. Annäherungsgeschwindigkeit
im Scanzyklus
PF4: Die 4. Annäherungsgeschwindigkeit des Sensors und die 2. Annäherungsgeschwindigkeit
im Scanzyklus
PSBA: Zeitraum [s] für Druckluftstoß Sensor (Voreinstellung 3 [s])
PSAM: Anzahl der Messungen.
PSPR: Zulässiger Unterschied zwischen maximaler und minimalen Messergebnis
PSRA: Aktion, wenn die Abweichung den zulässigen Bereich überschreitet (Alarm).
PRTY: Aktion, wenn die Abweichung den zulässigen Bereich überschreitet (Neuversuch).
Siehe Beschreibung Sensor Nullwert-Einstellzyklus für Messen in Längsrichtung
und Messzyklus in Längsrichtung.
MG61-012 S-379
KAPITEL 7 MESSFUNKTION MIT KONTAKTFREIEM SENSOR FÜR HORIZONTALE MASCHINE

• Zyklusprozedur
1. Der Sensor befindet sich im positiven Endbereich der Z-Achse.
2. Der Sensor wird an der Rückzugsposition der Y-Achse positioniert, sofern die Maschine
den Rückzug der Y-Achse vor der Messung erfordert.
3. Die Spindelorientierung wird, außer bei der Messung drehender Werkzeuge, ausgeführt.
4. Der Sensor bewegt sich vorwärts.
5. Die B-Achse bewegt sich, wenn „1“ bei Bit 5 des optionalen NC-Parameters Nr. 36 gesetzt
wird, im Eilvorschub zum Maschinennullpunkt.
6. Die X-Achse wird an der Sensorposition positioniert.
7. Die Y-Achse bewegt sich zur verminderten Position.
8. Die Z-Achse wird an der Sensorposition positioniert (wenn PIN definiert ist, verschiebt sich
die Sensorposition um den mit PIN definierten Betrag in Vorschubrichtung).
9. Die Laserblende öffnet sich.
10. Der Messzyklus beginnt (der Sensor-Druckluftstoß für die 1. Messung wird ausgeführt).
11. Die X-Achse bewegt sich zur Sensorposition.
12. Der Scanzyklus beginnt, sofern dieser gewählt wurde.
13. Bei mehreren Messungen wiederholt die Steuerung den Messzyklus mit der eingestellten
Anzahl von Wiederholungen.
14. Die X-Achse bewegt sich zur Sensorposition.
15. Der Sensor wird im positiven Endbereich der Z-Achse positioniert.*
16. Die Laserblende schließt sich.
17. Die Y-Achse zieht sich, falls vorgesehen, zurück.*
18. Der Sensor bewegt sich zurück.*
* Positionieren im positiven Grenzbereich durch Sequenz Nr. 15 wird weggelassen, wenn
PCON definiert wird.
Sensorrückzug durch Sequenz Nr. 17 und 18 wird weggelassen, wenn PRET definiert
wird.
MG61-012 S-380
KAPITEL 7 MESSFUNKTION MIT KONTAKTFREIEM SENSOR FÜR HORIZONTALE MASCHINE

[Messen der Kugelgestalt (OO99)]


Dieser Zyklus misst die Kugelgestalt an der Spitze des Kugelkopffräsers.
• Aufrufsequenz
CALL OO99 [PH=*] [PLI=*] [PRI=*] [PRA=*] [PRS=*] [PUDT=*] [POVT=*] [PRET=*]
[PCON=*] [PRE=*] [PF1=*] [PF2=*] [PF3=*] [PF4=*] [PSBA=*]
PH: Werkzeuglängen-Offsetwert, Kompensationswert Fräserradius
Geben Sie zur Beurteilung der Kugelgestalt die Werkzeugmanagement-Nummer
an, an der der Werkzeuglängenversatzwert und der Kompensationswert des
Fräserradius gespeichert sind. Wenn PH weggelassen wird, wird die aktive
Werkzeugnummer (VTLCN) eingestellt.
PLI: Werkzeuglänge
Geben Sie Werkzeuglänge an. Wenn diese weggelassen wird, wird der
Versatzbetrag der Werkzeugmanagement-Nummer eingestellt.
PRI: Fräserradius
Geben Sie den Fräserradius an. Wenn diese weggelassen wird, wird der
Kompensationsbetrag der Werkzeugmanagement-Nummer eingestellt.
PRA: Der addierte Winkel für das Messen der Kugelgestalt
Der Sensor misst die Kugelgestalt von der Längsrichtung zur Querrichtung.
Geben Sie für diese Messung an, mit welchem Inkrement der Winkel erhöht
werden soll. Der Winkel muss 5° oder mehr, und ein Teiler von 90° sein.
Voreinstellung ist 15°.
PRS: Spindelorientierungsposition
PUDT: Betrag des verminderten Verfahrwegs bei der ersten Annäherung. (Voreinstellung: 10 mm
(0,39 in.))
POVT: Betrag des zusätzlichen Verfahrwegs bei der ersten Annäherung. (Voreinstellung: 10 mm
(0,39 in.))
PRET: Sperrparameter Rückzug Sensor*
PCON: Sperrparameter Rückzug Z-Achse*
PRE: Maximal zulässiger Fehler
Wenn der Fehler bei der Messung der Kugelgestalt diesen Wert überschreitet, wird
ein Alarm ausgelöst.
Wenn PRE nicht definiert wird, erfolgt beim Zyklus keine Bewertung des Fehlers.
PF1: Die 1. Annäherungsgeschwindigkeit des Sensors
PF2: Die 2. Annäherungsgeschwindigkeit des Sensors
PF3: Die 3. Annäherungsgeschwindigkeit des Sensors und die 1. Annäherungsgeschwindigkeit
im Scanzyklus
PF4: Die 4. Annäherungsgeschwindigkeit des Sensors und die 2. Annäherungsgeschwindigkeit
im Scanzyklus
PSBA: Zeitraum [s] für Druckluftstoß Sensor (Voreinstellung 3 [s])
Siehe Sensor Nullwert-Einstellzyklus in Längsrichtung.
MG61-012 S-381
KAPITEL 7 MESSFUNKTION MIT KONTAKTFREIEM SENSOR FÜR HORIZONTALE MASCHINE

• Zyklusprozedur
1. Der Sensor befindet sich im positiven Endbereich der Z-Achse.
2. Der Sensor wird an der Rückzugsposition der Y-Achse positioniert, sofern die Maschine
den Rückzug der Y-Achse vor der Messung erfordert.
3. Die Spindelorientierung wird, außer bei der Messung drehender Werkzeuge, ausgeführt.
4. Der Sensor bewegt sich vorwärts.
5. Die B-Achse bewegt sich, wenn „1“ bei Bit 5 des optionalen NC-Parameters Nr. 36 gesetzt
wird, im Eilvorschub zum Maschinennullpunkt.
6. Die X-Achse wird an der Sensorposition positioniert.
7. Die Y-Achse wird positioniert.
8. Die Laserblende öffnet sich.
9. Der Messzyklus beginnt (der Sensor-Druckluftstoß für die 1. Messung wird ausgeführt).
10. Die X-Achse und die Z-Achse bewegen sich zur Sensorposition.
11. Der PRA Winkel wird hinzugefügt und der Sensor misst die Kugelgestalt in geneigter
Richtung.
12. Die Messsequenzen Nr. 9 und 10 werden bis zum Erreichen des Messwinkels von 90°
wiederholt.
13. Die X-Achse und die Z-Achse bewegen sich zur Sensorposition.
14. Der Sensor misst in Querrichtung.
15. Der Sensor wird im positiven Endbereich der Z-Achse positioniert.*
16. Die Laserblende schließt sich.
17. Die Y-Achse zieht sich, falls vorgesehen, zurück.*
18. Der Sensor bewegt sich zurück.*
19. Die Kugelgestalt wird bewertet, sofern der Bewertungsbefehl angegeben wurde.
* Positionieren im positiven Grenzbereich durch Sequenz Nr. 15 wird weggelassen, wenn
PCON definiert wird.
Sensorrückzug durch Sequenz Nr. 17 und 18 wird weggelassen, wenn PRET definiert
wird.
MG61-012 S-382
KAPITEL 7 MESSFUNKTION MIT KONTAKTFREIEM SENSOR FÜR HORIZONTALE MASCHINE

[Werkzeugbruchprüfung in Längsrichtung]
Dieser Zyklus erfasst einen Werkzeugbruch in Längsrichtung. Schalten Sie bei der
Werkzeugbruchprüfung in Längsrichtung den Bit 0 der Systemvariablen VFST aus.
• Aufrufsequenz
CALL OO95 [PLI=*][PRS=*] [PSPN=* [PPIC=*] [PTOL=*]] [PUDT=*] [POVT=*] [PH=*]
[PRET=*] [PCON=*] [PGO=*] [PLE1=*] [PLE2=*][PF1=*] [PF2=*] [PF3=*] [PF4=*]
[PSBA=*] [PSAM=*] [PSPR=*] [PSRA=*] [PRTY=*]
PLI: Werkzeuglänge
PRS: Spindelorientierungsposition
PSPN [PPIC] [PTOL]: Breitenmessung während des Scannen [stufenweiser Vorschub beim
Scanning] [Wert überspringen beim Scanning]
PUDT: Betrag des verminderten Verfahrwegs bei der ersten Annäherung. (Voreinstellung: 10 mm
(0,39 in.))
POVT: Betrag des zusätzlichen Verfahrwegs bei der ersten Annäherung. (Voreinstellung: 10 mm
(0,39 in.))
PH: Werkzeuglängen-Offsetwert
PRET: Sperrparameter Rückzug Sensor*
PCON: Sperrparameter Rückzug Z-Achse*
PGO: Parameter für die Definition der Aktion bei Erfassung eines Werkzeugbruchs.
PLE1: Schwellenwert für die Beurteilung eines Werkzeugbruchs.
PLE2: Schwellenwert für die Beurteilung des Werkzeugverschließes.
PSBA: Zeitraum [s] für Druckluftstoß Sensor (Voreinstellung 3 [s])
Siehe Sensor Nullwert-Einstellzyklus in Längsrichtung.
PSAM: Anzahl der Messungen.
PSPR: Zulässiger Unterschied zwischen maximaler und minimalen Messergebnis
PSRA: Aktion, wenn die Abweichung den zulässigen Bereich überschreitet (Alarm).
PRTY: Aktion, wenn die Abweichung den zulässigen Bereich überschreitet (Neuversuch).
Siehe Beschreibung Sensor Nullwert-Einstellzyklus für Messen in Längsrichtung
und Messzyklus in Längsrichtung.
MG61-012 S-383
KAPITEL 7 MESSFUNKTION MIT KONTAKTFREIEM SENSOR FÜR HORIZONTALE MASCHINE

• Zyklusprozedur
1. Der Sensor befindet sich im positiven Endbereich der Z-Achse.
2. Der Sensor wird an der Rückzugsposition der Y-Achse positioniert, sofern die Maschine
den Rückzug der Y-Achse vor der Messung erfordert.
3. Die Spindelorientierung wird, außer bei der Messung drehender Werkzeuge, ausgeführt.
4. Der Sensor bewegt sich vorwärts.
5. Die B-Achse bewegt sich, wenn „1“ bei Bit 5 des optionalen NC-Parameters Nr. 36 gesetzt
wird, im Eilvorschub zum Maschinennullpunkt.
6. Die X-Achse wird an der Sensorposition positioniert.
7. Die Y-Achse wird an der Sensorposition positioniert.
8. Die Laserblende öffnet sich.
9. Der Messzyklus beginnt (der Sensor-Druckluftstoß für die 1. Messung wird ausgeführt).
10. Die Z-Achse bewegt sich zur Sensorposition.
11. Der Scanzyklus beginnt, sofern dieser gewählt wurde.
12. Bei mehreren Messungen wiederholt die Steuerung den Messzyklus mit der eingestellten
Anzahl von Wiederholungen.
13. Die Z-Achse bewegt sich zur Sensorposition.
14. Der Sensor wird im positiven Endbereich der Z-Achse positioniert.*
15. Die Laserblende schließt sich.
16. Die Y-Achse zieht sich, falls vorgesehen, zurück.*
17. Der Sensor bewegt sich zurück.*
18. Werkzeugbruch oder Werkzeugverschleiß werden beurteilt.
19. Wenn ein Werkzeugbruch festgestellt wird, erfolgt der Werkzeugwechsel entsprechend
der PGO-Einstellung.
* Positionieren im positiven Grenzbereich durch Sequenz Nr. 14 wird weggelassen, wenn
PCON definiert wird.
Sensorrückzug durch Sequenz Nr. 16 und 17 wird weggelassen, wenn PRET definiert
wird.
MG61-012 S-384
KAPITEL 7 MESSFUNKTION MIT KONTAKTFREIEM SENSOR FÜR HORIZONTALE MASCHINE

[Werkzeugbruchprüfung in Querrichtung]
Dieser Zyklus erfasst einen Werkzeugbruch in Querrichtung. Schalten Sie bei der
Werkzeugbruchprüfung in Querrichtung den Bit 0 der Systemvariablen VFST aus.
• Aufrufsequenz
CALL OO96 [PRI=*] [PLI=*] [PRS=*] [PSPN=* [PPIC=*] [PTOL=*]] [PIN=*] [PUDT=*] [POVT=*]
[PD=*] [PRET=*] [PCON=*] [PGO=*] [PLE1=*] [PLE2=*] [PF1=*] [PF2=*]
[PF3=*] [PF4=*] [PSBA=*] [PSAM=*] [PSPR=*] [PSRA=*] [PRTY=*]
PLI: Werkzeuglänge
PRI: Fräserradius
PRS: Spindelorientierungsposition
PSPN [PPIC] [PTOL]: Breitenmessung während des Scannen [stufenweiser Vorschub beim
Scanning] [Wert überspringen beim Scanning]
PIN: Vorschubbetrag Z-Achse
PUDT: Betrag des verminderten Verfahrwegs bei der ersten Annäherung. (Voreinstellung: 10 mm
(0,39 in.))
POVT: Betrag des zusätzlichen Verfahrwegs bei der ersten Annäherung. (Voreinstellung: 10 mm
(0,39 in.))
PD: Kompensationswert Fräserradius
PRET: Sperrparameter Rückzug Sensor*
PCON: Sperrparameter Rückzug Z-Achse*
PGO: Parameter für die Definition der Aktion bei Erfassung eines Werkzeugbruchs.
PLE1: Schwellenwert für die Beurteilung eines Werkzeugbruchs.
PLE2: Schwellenwert für die Beurteilung des Werkzeugverschließes.
PF1: Die 1. Annäherungsgeschwindigkeit des Sensors
PF2: Die 2. Annäherungsgeschwindigkeit des Sensors
PF3: Die 3. Annäherungsgeschwindigkeit des Sensors und die 1. Annäherungsgeschwindigkeit
im Scanzyklus
PF4: Die 4. Annäherungsgeschwindigkeit des Sensors und die 2. Annäherungsgeschwindigkeit
im Scanzyklus
PSBA: Zeitraum [s] für Druckluftstoß Sensor (Voreinstellung 3 [s])
PSAM: Anzahl der Messungen.
PSPR: Zulässiger Unterschied zwischen maximaler und minimalen Messergebnis
PSRA: Aktion, wenn die Abweichung den zulässigen Bereich überschreitet (Alarm).
PRTY: Aktion, wenn die Abweichung den zulässigen Bereich überschreitet (Neuversuch).
Siehe Beschreibung Sensor Nullwert-Einstellzyklus für Messen in Längsrichtung
und Messzyklus in Längsrichtung.
MG61-012 S-385
KAPITEL 7 MESSFUNKTION MIT KONTAKTFREIEM SENSOR FÜR HORIZONTALE MASCHINE

• Zyklusprozedur
1. Der Sensor befindet sich im positiven Endbereich der Z-Achse.
2. Der Sensor wird an der Rückzugsposition der Y-Achse positioniert, sofern die Maschine
den Rückzug der Y-Achse vor der Messung erfordert.
3. Die Spindelorientierung wird, außer bei der Messung drehender Werkzeuge, ausgeführt.
4. Der Sensor bewegt sich vorwärts.
5. Die B-Achse bewegt sich, wenn „1“ bei Bit 5 des optionalen NC-Parameters Nr. 36 gesetzt
wird, im Eilvorschub zum Maschinennullpunkt.
6. Die X-Achse wird an der Sensorposition positioniert.
7. Die Y-Achse bewegt sich zur verminderten Position.
8. Die Z-Achse wird an der Sensorposition positioniert (wenn PIN definiert ist, verschiebt sich
die Z-Achse um den mit PIN definierten Betrag in Vorschubrichtung).
9. Die Laserblende öffnet sich.
10. Der Messzyklus beginnt (der Sensor-Druckluftstoß für die 1. Messung wird ausgeführt).
11. Die X-Achse bewegt sich zur Sensorposition.
12. Der Scanzyklus beginnt, sofern dieser gewählt wurde.
13. Bei mehreren Messungen wiederholt die Steuerung den Messzyklus mit der eingestellten
Anzahl von Wiederholungen.
14. Die X-Achse bewegt sich zur Sensorposition.
15. Der Sensor wird im positiven Endbereich der Z-Achse positioniert.*
16. Die Laserblende schließt sich.
17. Die Y-Achse zieht sich, falls vorgesehen, zurück.*
18. Der Sensor bewegt sich zurück.*
19. Werkzeugbruch oder Werkzeugverschleiß werden beurteilt.
20. Wenn ein Werkzeugbruch festgestellt wird, erfolgt der Werkzeugwechsel entsprechend
der PGO-Einstellung.
* Positionieren im positiven Grenzbereich durch Sequenz Nr. 15 wird weggelassen, wenn
PCON definiert wird.
Sensorrückzug durch Sequenz Nr. 17 und 18 wird weggelassen, wenn PRET definiert
wird.
MG61-012 S-386
KAPITEL 7 MESSFUNKTION MIT KONTAKTFREIEM SENSOR FÜR HORIZONTALE MASCHINE

[Werkzeugbruchprüfung für HS-Werkzeuge]


Dieser Zyklus misst die Werkzeuglänge zur Erfassung von Werkzeugbrüchen bei HS-
Werkzeugen. Die Werkzeugbrucherfassung für HS-Werkzeuge wird auf die Annahme hin
ausgeführt, dass ein gebrochenes Werkzeug den rechts dargestellten Sensorstrahl nicht
unterbricht.
Dieser Zyklus kann jedoch eventuell nicht in der Lage sein, eine geringe
Werkzeugbeschädigung zu erkennen.

EIOEMR5S7005R01

• Aufrufsequenz
CALL OO97 [PLI=*] [PRI=*] [PRS=*] [PIN=*] [PUDT=*] [POVT=*] [PH=*] [PRET=*]
[PCON=*]
PLI: Werkzeuglänge
Geben Sie den Versatzbetrag der Werkzeuglänge an. Wenn diese weggelassen
wird, wird der mit der Versatznummer angegebene Betrag eingestellt.
PRI: Fräserradius
Geben Sie den Kompensationsbetrag des Fräserradius an. Wenn diese
weggelassen wird, wird der mit der Versatznummer angegebene Betrag eingestellt.
PRS: Spindelorientierungsposition
PIN: Vorschubbetrag Z-Achse
Der Sensor beginnt mit der Messung indem er sich, ausgehend von der
Startposition, um den mit PIN definierten Betrag in negative Richtung bewegt
(Voreinstellung: 0,2 mm (0,008 in.)).
PUDT: Betrag des verminderten Verfahrwegs bei der ersten Annäherung. (Voreinstellung: 50 mm
(1,97 in.))
POVT: Betrag des zusätzlichen Verfahrwegs bei der ersten Annäherung. (Voreinstellung: 10 mm
(0,39 in.))
PH: Werkzeug-Versatzwert
Geben Sie den Werkzeugversatzwert an. Wenn dieser weggelassen wird, wird die
aktive Werkzeugnummer (VTLCN) eingestellt.
PRET: Sperrparameter Rückzug Sensor*
PCON: Sperrparameter Rückzug Z-Achse*
Siehe Sensor Nullwert-Einstellzyklus in Längsrichtung.
MG61-012 S-387
KAPITEL 7 MESSFUNKTION MIT KONTAKTFREIEM SENSOR FÜR HORIZONTALE MASCHINE

• Zyklusprozedur
1. Der Sensor befindet sich im positiven Endbereich der Z-Achse.
2. Der Sensor wird an der Rückzugsposition der Y-Achse positioniert, sofern die Maschine
den Rückzug der Y-Achse vor der Messung erfordert.
3. Die Spindelorientierung wird, außer bei der Messung drehender Werkzeuge, ausgeführt.
4. Der Sensor bewegt sich vorwärts.
5. Die B-Achse bewegt sich, wenn „1“ bei Bit 5 des optionalen NC-Parameters Nr. 36 gesetzt
wird, im Eilvorschub zum Maschinennullpunkt.
6. Die X-Achse wird an der Sensorposition positioniert.
7. Die Y-Achse bewegt sich zur verminderten Position.
8. Die Z-Achse wird an der Sensorposition positioniert (wenn PIN definiert ist, verschiebt sich
die Z-Achse um den mit PIN definierten Betrag in Vorschubrichtung).
9. Die Laserblende öffnet sich.
10. Die X-Achse springt zur Zielposition (Sensorposition + zusätzlicher Verfahrweg).
11. Der Sensor wird im positiven Endbereich der Z-Achse positioniert.*
12. Die Laserblende schließt sich.
13. Die Y-Achse zieht sich, falls vorgesehen, zurück.*
14. Der Sensor bewegt sich zurück.*
15. Der Werkzeugbruch wird beurteilt.
16. Wenn ein Werkzeugbruch festgestellt wird, erfolgt der Werkzeugwechsel entsprechend
der PGO-Einstellung.
* Positionieren im positiven Grenzbereich durch Sequenz Nr. 11 wird weggelassen, wenn
PCON definiert wird.
Sensorrückzug durch Sequenz Nr. 13 und 14 wird weggelassen, wenn PRET definiert
wird.
MG61-012 S-388
KAPITEL 7 MESSFUNKTION MIT KONTAKTFREIEM SENSOR FÜR HORIZONTALE MASCHINE

5. Alarmliste
2583 Alarm B Unbemannt: Großer Fehler bei Kugelmessung Eeoemr5s7005
Großer Fehler wurden bei der Messung der Kugelgestalt festgestellt.
[Vermutlich fehlerhafter Standort]
Beim Nullwert-Einstellzyklus des Berührungssensors hat die Nullposition für die
waagerechte Richtung nicht mit der Werkzeugmitte übereingestimmt.
Oder das Messgerät ist defekt.

[Gegenmaßnahmen]
Verwenden Sie ein korrektes Werkzeug, beispielsweise ein Reservewerkzeug.

2305 Alarm B Unbemannt: Messen nicht möglich


Während des automatischen Messzyklus wurde das Messen unmöglich.
Bei diesem Messsystem wird der Alarm durch folgende Codes ergänzt.
6A Sensor 4 konnte bei der ersten Annäherung nicht bestätigt werden.
6B Bei der ersten Annäherung konnte kein Kontakt bestätigt werden.
6C Sensor 4 konnte bei der zweiten Annäherung nicht bestätigt werden.
6D Bei der zweiten Annäherung konnte kein Kontakt bestätigt werden.
6E Sensor 4 konnte bei der dritten Annäherung nicht bestätigt werden.
6F Bei der dritten Annäherung konnte kein Kontakt bestätigt werden.
70 Sensor 4 konnte bei der vierten Annäherung nicht bestätigt werden.
71 Bei der vierten Annäherung konnte kein Kontakt bestätigt werden.
72 Sensor 4 konnte beim Rückzug des Überspringzyklus nicht bestätigt werden.
73 Bei der ersten Annäherung des Überspringzyklus konnte kein Kontakt bestätigt
werden.
74 Sensor 4 konnte beim Rückzug des Überspringzyklus nicht bestätigt werden.
75 Bei der zweiten Annäherung des Überspringzyklus konnte kein Kontakt bestätigt
werden.
7B Der erste Sensor konnte beim Brucherkennungszyklus für HS-Werkzeuge nicht
bestätigt werden.
7C Der Sensor konnte beim Sprung in den Brucherkennungszyklus für HS-Werkzeuge
nicht bestätigt werden.
95 Bei Mehrfachmessoperationen überschreitet die Differenz zwischen den
gemessenen Maximal- und Minimalwerten die Toleranz.
MG61-012 S-389
KAPITEL 8 SONDERFUNKTION SPERRE FÜR HORIZONTALE MASCHINE

KAPITEL 8 SONDERFUNKTION SPERRE FÜR


HORIZONTALE MASCHINE

1. Beschreibung
Wenn ein kontaktfreier Sensor auf einer horizontalen Maschine montiert wird, Eeoemr5s8001
gibt es einen Bereich
in dem bei Verwendung eines Werkzeugs mit großem Durchmesser in der Spindel dieses mit dem
Sensor kollidiert.
Um die Kollision des Werkzeugs mit dem Sensor zu verhindern, wird eine Sonderfunktion in Form
einer Sperre eingesetzt.
Diese Funktion begrenzt den Verfahrweg der X-Achse entsprechend der Position der Y-Achse.

2. Detaillierte Beschreibung

2-1. Parametereinstellung
Wählen Sie den Parametereinstellmodus. Eeoemr5s8002
Wählen Sie im Funktionsmenü [F8] (DISPLAY CHANGE).
Das Fenster DISPLAY CHANGE wird angezeigt.
(a) Wenn das DISPLAY CHANGE Fenster BARRIER (X, Y) anzeigt, wählen Sie dies aus, um die
BARRIER (X, Y) Ansicht aufzurufen.
(b) Wählen Sie andernfalls im Funktionsmenü [F1] (MENU CHANGE).
Das Fenster MENU CHANGE wird angezeigt.
Wählen Sie mit den Bild-Tasten oder den [ ↑ ] [ ↓ ] Cursortasten, BARRIER (X, Y)."
Wenn Sie [F1] (Markierung) im Funktionsmenü des MENU CHANGE Fensters wählen, wird
eine Markierung bei BARRIER (X, Y) gesetzt. Wählen Sie nun [F7] (OK) im Funktionsmenü des
MENU Fensters, und das MENU CHANGE Fenster zu schließen.
Das DISPLAY CHANGE Fenster wird aktualisiert, und BARRIER (X, Y) wird im Fenster anzeigt.
Wählen Sie dies, um die BARRIER (X, Y) Ansicht anzuzeigen.

EIOEMR5S8001R01
MG61-012 S-390
KAPITEL 8 SONDERFUNKTION SPERRE FÜR HORIZONTALE MASCHINE

Sperre (X, Y) In Betrieb / Außer Betrieb


Betriebsbefehle : In Betrieb / Außer Betrieb
Anfangseinstellung : Außer Betrieb
P Grenze, N Grenze
Betriebsbefehle : SET, ADD
Einstellbereich : -99999,999 bis 99999,999
Anfangswert : 0.000

2-2. Einstellen von Objekten


Eeoemr5s8003
Aktivieren oder Deaktivieren Sie die Sonderfunktion Sperre im oberen Bildschirmbereich.
Stellen Sie, wenn In Betrieb gewählt wird, die Daten der Sperre in der Tabelle im unteren
Bildschirmbereich ein.
Stellen Sie in dieser Tabelle einen Wirkungsbereich für die X- und Y-Achsen ein. Stellen Sie unter
„Y“ den Bereich ein, für den die Bewegung der X-Achse beschränkt wird, und unter „X“ den Bereich
ein, für den die Bewegung der Y-Achse beschränkt wird.
Beachten Sie, dass die oben genannten X- und Y-Bereiche im Maschinen-Koordinatensystem
eingestellt werden müssen.
Daher tritt ein Sperralarm auf, sobald beide folgenden Bedingungen zutreffen.
• Sperre (X, Y) In Betrieb
• Die Position der Y-Achse im Maschinen-Koordinatensystem liegt innerhalb des eingestellten
Bereichs.
• Die Position der XY-Achse im Maschinen-Koordinatensystem liegt außerhalb des eingestellten
Bereichs.
MG61-012 S-391
KAPITEL 8 SONDERFUNKTION SPERRE FÜR HORIZONTALE MASCHINE

2-3. Einstellbeispiel für Sperrbereich


Wenn die Parameter wie in Abbildung 1 gezeigt eingestellt werden, sind die Eeoemr5s8004
Sperrbereiche wie in
Abbildung 2 gezeigt.

EIOEMR5S8002R01

2-4. Sperralarm und Rückstellmethode


Eeoemr5s8005
Wenn der Sensor in einen Sperrbereich eintritt, der von der Sonderfunktion Sperre gesetzt wurde,
tritt folgender Alarm auf:
1203 Alarm A Barrier 2
Wählen Sie, um diesen Alarm zurückzustellen den Handbetrieb, aktivieren Sie das Impulshandrad,
und stellen Sie die Steuerung zurück. Stellen Sie als erstes den Alarm zurück.
Nachdem der Alarm zurückgestellt wurde, sind Bewegungen der Achse nur mit dem Impulshandrad
möglich. Bewegen Sie die betroffene Achse mit dem Impulshandrad aus dem Kollisionsbereich.
Gleichzeitig kann das Impulshandrad alle anderen Achsen bewegen.
MG61-012 S-392
KAPITEL 8 SONDERFUNKTION SPERRE FÜR HORIZONTALE MASCHINE

3. Alarme

3-1. Alarm A
1203 Sperre Eeoemr5s8006
Wenn ein kontaktfreier Sensor auf einer horizontalen Maschine montiert wird,
gibt es einen Bereich in dem bei Verwendung eines Werkzeugs mit großem
Durchmesser in der Spindel dieses mit dem Sensor kollidiert.
Stellen Sie in der Parametereinstellanzeige eine Sperre als Kollisionsbereich
für die X- und Y- Achse ein.
Wenn (Sperre Y-axis N Grenze ≤ Y Befehlswert ≤ Sperre Y-Achse P
Grenze),leuchtet die Alarm-Meldeleuchte in einem der beiden folgenden Fällen
auf:
(Sperre X-Achse N Grenzwert ≥ X Befehlswert) oder
(Sperre X-Achse P Grenzwert ≤ X Befehlswert).
[Index]
Keiner

[Zeichenfolge]
Keine

[Code]
2: Sonderfunktion Sperre für horizontale Maschine

[Vermutlich fehlerhafter Standort]


Falscher X- oder Y-Achsen Befehl im Programm

[Gegenmaßnahmen]
Programm kontrollieren
Eine Sperrenkontrolle findet im Handbetrieb nicht statt. Wählen Sie, wenn die
Alarm-Meldeleuchte aufleuchtet den Handbetrieb und setzen Sie den Alarm
zurück. Nach der Rückstellung sind Bewegungen der Achse nur mit dem
Impulshandrad möglich. Bewegen Sie die betroffene Achse mit dem
Impulshandrad aus dem Sperrenbereich.
MG61-012 S-393
KAPITEL 9 MESSFUNKTION MIT KONTAKTFREIEM SENSOR FÜR MCR-AF

KAPITEL 9 MESSFUNKTION MIT KONTAKTFREIEM


SENSOR FÜR MCR-AF

1. Was ist ein kontaktfreier Sensor?


Der kontaktfreie Sensor verwendet im Gegensatz zu bestehenden Sensoren Eeoemr5s9001
mit mechanischen
oder elektrischen Kontakten einen Laserstahl für die Messung. Dieser optische Sensor nutzt die
Vorteile eines kontaktfreien Sensors, und kann so sogar ein rotierendes Werkzeug messen, was für
bestehende Sensoren unmöglich ist. Der Sensor erhöht die Messgeschwindigkeit, und kann durch
Nutzung der Vorteile eines linearen Sensors die Kugelgestalt messen Der Bloom-Sensor, der für
lineares Messen vorgesehen ist kann jedoch nicht, je nach Sensorposition, die maximale Länge
(Durchmesser) eines unregelmäßigen Werkzeugs messen. Scannendes Messen* gleicht diesen
Nachteil aus. Diese Messmethode erlaubt das Messen eines drehenden Werkzeugs oder das
Messen, während die maximale Länge gesucht wird.

EIOEMR5S9001R01

* Scannendes Messen: Der Sensor misst ein Werkzeug in einer Messrichtung (z.B. der X-Achse)
und verschiebt sich mit der Achse im rechten Winkel zur Messachse (z.B. der Z-Achse). Durch
mehrmaliges Wiederholen der obigen Messung erfasst der Sensor die maximale
Werkzeuglänge (oder Durchmesser).
MG61-012 S-394
KAPITEL 9 MESSFUNKTION MIT KONTAKTFREIEM SENSOR FÜR MCR-AF

2. Beschreibung
Kontaktfreies Messen wird im Wesentlichen in zwei Methoden unterteilt, Eeoemr5s9002
entsprechend der
Montageposition des Sensors: Dieses Hersteller-Unterprogramm (nachfolgend MSB genannt) ist für
einen festen Sensor gedacht, und kann vertikale Spindelwerkzeuge messen.
Der Sensormodus (fest/beweglich) kann mit Bit 3 der Systemvariablen VFST umgeschaltet werden.
Bit 3 der VFST 0 ...... Beweglicher Sensor
1 ...... Fester Sensor

EIOEMR5S9002R01

Das Werkzeugmessprogramm besteht aus folgenden Unterprogrammen des Herstellers:


• Vorbereitungsprogramm für die Messung
• Messprogramm
• Werkzeugbruchprüfprogramm

Die durch die Sensorposition bestimmte Programme werden auf den nächsten Seiten beschrieben.
MG61-012 S-395
KAPITEL 9 MESSFUNKTION MIT KONTAKTFREIEM SENSOR FÜR MCR-AF

3. Herstellerunterprogramme für den festen Sensor


Der bewegliche Sensor und der feste Sensor können durch Setzen des Bit 3Eeoemr5s9003
der Systemvariablen
VFST umgeschaltet werden. Setzen Sie den Bit 3 des VFST auf ON um den festen Sensor
auszuwählen.
Da dieses MSB verwendet wird, um vertikale Spindelwerkzeuge zu messen muss der Bit 6 der
Systemvariablen VFST auf OFF gesetzt werden.

EIOEMR5S9003R01

Das Messen vertikaler Spindelwerkzeuge wird nachfolgend beschrieben.

4. Herstellerunterprogramm für das Messen vertikaler


Spindelwerkzeuge mit dem festen Sensor
Eeoemr5s9004
Das Unterprogramm für das Messen vertikaler Spindelwerkzeuge mit dem festen Sensor besteht
aus folgenden Unterroutinen:
[Liste des Messvorbereitungszyklus]
OO31 Positionseinstellzyklus für Werkzeugwechsel
OO120 Positionseinstellzyklus für Rückzug X-Achse
OO93 Sensor Nullwert-Einstellzyklus in Längsrichtung
OO94 Sensor Nullwert-Einstellzyklus in Querrichtung
[Liste des Messzyklus]
OO95 Messen in Längsrichtung
OO96 Messen in Querrichtung
OO99 Messen der Kugelgestalt
[Liste des Werkzeugbruchprüfzyklus]
OO95 Werkzeugbruchprüfung in Längsrichtung
OO96 Werkzeugbruchprüfung in Querrichtung
OO97 Werkzeugbruchprüfung für HS-Werkzeuge
MG61-012 S-396
KAPITEL 9 MESSFUNKTION MIT KONTAKTFREIEM SENSOR FÜR MCR-AF

[Einstellzyklus Werkzeugwechselposition (OO31)]


Bei einer Maschine, bei der die Werkzeugwechselfunktion auf ON (Bit 0 des NC
Spezifikationscodes Nr. 21 ist eingeschaltet) gestellt ist, führt die Steuerung bei Erfassung
eines Werkzeugbruchs einen Werkzeugwechsel aus, indem das Argument PGO=0
übertragen wird. Der Zyklus stellt die Werkzeugwechselposition ein, die für diesen Zweck
verwendet wird.
Die Werkzeugwechselposition ist der Arbeitskoordinate Nr. 2 des Systems gespeichert.
Details hierzu finden Sie unter „Abschnitt 1. FUNKTION FÜR AUTOMATISCHEN
WERKZEUGLÄNGENVERSATZ / AUTOMATISCHE WERKZEUGBRUCHERFASSUNG“.
CALL OO31
[Einstellzyklus Rückzugsposition X-Achse (OO120)] (*Diese Subroutine muss fehlerfrei eingestellt
werden)
Verwenden Sie diese Subroutine, um die X-Achse nach dem Messen in die Maschine zu
bewegen.
* Stellen Sie die Position der X-Achse innerhalb der Maschine nach dem Schließen der ATC-
Tür ein.

Vorgehensweise :
1 Bewegen Sie die X-Achse in die Position, als Rückzugsposition der X-Achse eingestellt wird.
Die Positionen der X- und Y-Achsen beeinflussen die Einstellung nicht.

2 Wählen Sie den Automatikmodus, und führen Sie folgendes Unterprogramm aus:
CALL OO120
M02

Die X-Achse bewegt sich nicht obwohl dieses Programm ausgeführt wird.
Nach der Ausführung dieses Programms wird die aktuelle Position der X-Achse als
Rückzugsposition der X-Achse in Arbeits-Koordinatensystem Pos. Nr. 12 des Systems
gespeichert. Sie kann mit der Systemvariablen VSZOX [12] auf der Daten Check Anzeige
kontrolliert werden.

[Spindeldrehzahl]
Bestimmen Sie die Spindeldrehzahl anhand folgender Formel, falls eine Messung bei
drehender Spindel ausgeführt wird:
S=F/N
Wobei
S die tatsächliche Spindeldrehzahl ist. Dies ist der Wert des S Befehls multipliziert mit der
Übersteuerung der Spindeldrehzahl.
F ist der tatsächliche Vorschub. Wenn PFI (die 1. Annäherungsgeschwindigkeit des Sensors)
nicht anhand eines Arguments definiert ist, wird dieser Wert 2.000 mit der Übersteuerung des
Schneidevorschubs multipliziert. Wenn PFI mit einem Argument definiert ist, ist dieser Wert
der angegebene Wert, multipliziert mit der Übersteuerung des Schneidevorschubs.
N ist die Anzahl der Werkzeugschneiden.

ACHTUNG
Die Montageposition des Lasersensors für die Doppelsäulen-Maschine „MCR-AF“ befindet sich
außerhalb der Verfahrgrenze.
Das heißt, dass das Messen in einem Bereich erfolgt, der außerhalb des Kontrolle der
Softwaregrenze liegt.
Beim Sensor Nullwert-Einstellzyklus (OO93 oder OO94) dieses Hersteller-Unterprogramms wird
die Spindel in der Sensorposition positioniert, daher muss der Bediener sie mit einem manuellem
Interrupt aus der Verfahrgrenze heraus bewegen.
Führen Sie diesen Arbeitsschritt mit größter Sorgfalt aus, da er sehr gefährlich sein kann.
MG61-012 S-397
KAPITEL 9 MESSFUNKTION MIT KONTAKTFREIEM SENSOR FÜR MCR-AF

[Sensor Nullwert-Einstellzyklus in Längsrichtung (OO93)]


Dieser Zyklus definiert die Sensorposition, die verwendet wird, um die Werkzeuglänge zu
messen und einen Werkzeugbruch zu erkennen.
Die Versatzmethode kann mit Bit 7 der Systemvariablen VFST geschaltet werden.
Bit 7 der VFST AUS : Relativer Positionsversatz
EIN : Absoluter Positionsversatz
Ändern Sie, nachdem Sie hier die Versatzmethode gewählt haben, die Einstellung nicht mehr.
Die Messergebnisse werden ist der Arbeitskoordinate Nr. 2 des Systems gespeichert.
• Aufrufsequenz
CALL OO93 PAXI=* PLI=* [PRS=*] [PSPN=* [PPIC=*] [PTOL=*]] [PUDT=*] [POVT=*] [PAT=*]
[PF1=*] [PF2=*] [PF3=*] [PF4=*] [PSBA=*]
PAXI: Achse von der der Nullpunkt gesetzt ist (Bit0: die X-Achse, Bit1: die Y-Achse, Bit2: Z-
Achse)
Die normale Einstellung ist #04H.
PLI: Länge Referenzwerkzeug
Für den absoluten Positionsversatz (wie vorher erwähnt) muss die Länge von
der Maßlinie bis zum Ende des Referenzwerkzeugs angegeben werden. Für den
relativen Positionsversatz muss die Differenz zwischen Länge des
Referenzwerkzeugs bei relativem Positionsversatz und der Länge des
Referenzwerkzeugs definiert werden, die bei angepasster Messung verwendet
wird. Falls diese identisch sind muss 0 angegeben werden.
PRS: Spindelorientierungsposition
Wenn PRS weggelassen, und ein M-Code für die Spindeldrehung (M03 oder
M04) definiert wird, wird das Werkzeug während der Drehung gemessen. Wenn
PRS definiert wird, wird die Spindel ausgerichtet angehalten und der Sensor
misst das angehaltene Werkzeug. Ohne oben genannten M-Code wird die
Spindel jedoch ausgerichtet angehalten und der Sensor misst das angehaltene
Werkzeug, obwohl PRS weggelassen wurde.
PSPN [PPIC] [PTOL]: Breitenmessung während des Scannen [stufenweiser Vorschub beim
Scanning] [Wert überspringen beim Scanning]
Geben Sie die Messbreite in eine Richtung an. Beim Messscannen misst der
Sensor das Werkzeug sowohl in positiver als auch negativer Richtung. Ohne
Definition des PSPN kann der Sensor das Werkzeug nicht messen. Der
voreingestellte stufenweise Vorschub beim Messen ist 0,1 mm (0,004 in.).
Messscannen ist für die Bestimmung der Position der maximalen
Werkzeuglänge vorgesehen.
Wenn der gemessene Wert abnimmt, wird davon ausgegangen, dass die darauf
folgenden Messdaten keine Zunahme mehr haben werden. Dies bedeutet, dass
der Sensor nicht mehr weiter messen muss, um die gesamte Breite des PSPN
abzudecken. Das Kriterium um die Messung zu beenden wird „Wert
überspringen“ genannt. Die Voreinstellung ist 0,005 mm (0,0002 in.).
MG61-012 S-398
KAPITEL 9 MESSFUNKTION MIT KONTAKTFREIEM SENSOR FÜR MCR-AF

PUDT: Betrag des verminderten Verfahrwegs bei der ersten Annäherung. (Voreinstellung: 50
mm (1,97 in.))
POVT: Betrag des zusätzlichen Verfahrwegs bei der ersten Annäherung. (Voreinstellung: 50
mm (1,97 in.))
PAT: Anschluss-Versatzwert
Stellen Sie den Versatzwert für VATSC ein [185, Anschluss-Versatzwert]. Verwenden
Sie diesen Wert beim Sensor Nullwert-Einstellzyklus und Verwendung eines
Anschlusses.
Dieses MSB kann nicht für die Messung horizontaler Spindelwerkzeuge verwendet
werden, sondern nur für die Messung eines Werkzeugs mit montiertem
Erweiterungsanschluss.
PF1: 1. Annäherungsgeschwindigkeit des Sensors
PF2: 2. Annäherungsgeschwindigkeit des Sensors
PF3: 3. Annäherungsgeschwindigkeit des Sensors und 1. Annäherungsgeschwindigkeit im
Scanzyklus
PF4: 4. Annäherungsgeschwindigkeit des Sensors und 2. Annäherungsgeschwindigkeit im
Scanzyklus
Normalerweise fährt das Werkzeug den Sensor vier Mal an. Beim Messscannen
fährt das Werkzeug den Sensor zwei Mal an. Hier muss die
Annäherungsgeschwindigkeit zu diesem Zeitpunkt definiert werden. Die
voreingestellten Geschwindigkeiten sind jeweils 2.000 mm/min, 1.000 mm/min, 100
mm/min und 3 mm/min. Bei der Messung eines drehenden Werkzeugs hängt die 4.
Annäherungsgeschwindigkeit von der Drehzahl (0,001 x S [mm]/min) ab.
PSBA: Zeitraum [s] für Druckluftstoß Sensor (Voreinstellung 3 [s])
• Messprozedur
1. Referenzwerkzeug installieren.
2. Führen Sie den Sensor Nullwert-Einstellzyklus automatisch oder im MDI-Betriebsmodus
aus.
MG61-012 S-399
KAPITEL 9 MESSFUNKTION MIT KONTAKTFREIEM SENSOR FÜR MCR-AF

• Zyklusprozedur
1. Die Laserblende öffnet sich.
2. Der Sensor bewegt sich vorwärts.
3. Die ATC-Tür öffnet sich (und deaktiviert die Grenze der Z-Achse).
4. Das Programm stoppt beim Empfang von M00.
5. Wählen Sie den manuellen Interrupt-Modus und bewegen Sie das Referenzwerkzeug in
die Nähe des Sensors.
Der Anwender muss folgende Arbeitsschritte ausführen:
• Manuellen Interrupt-Modus auf ON schalten.
• Das Referenzwerkzeug manuell nahe an den Sensor bewegen (wobei der Laserstrahl
einfach durch die Bewegung der Z-Achse versperrt wird).
• Manuellen Interrupt-Modus auf OFF schalten.
• Die START Taste drücken.
6. Die Bewegung wird gelöscht.
7. Der Sensor befindet sich im positiven Endbereich der Z-Achse.
8. Der Sensor wird an der Rückzugsposition der X-Achse positioniert.
9. Die Spindelorientierung wird, außer bei der Messung drehender Werkzeuge, ausgeführt.
10. Die X-Achse wird positioniert.
11. Die Z-Achse bewegt sich zur verminderten Position.
12. Der Messzyklus beginnt (der Sensor-Druckluftstoß für die 1. Messung wird ausgeführt).
13. Die Z-Achse bewegt sich zur Sensorposition.
14. Der Scanzyklus beginnt, sofern dieser gewählt wurde.
15. Der Sensor befindet sich im positiven Endbereich der Z-Achse.
16. Die Laserblende schließt sich.
17. Die X-Achse fährt zurück.
18. Der Sensor bewegt sich zurück.
19. Die ATC-Tür schließt sich (und aktiviert die Grenze der Z-Achse).
MG61-012 S-400
KAPITEL 9 MESSFUNKTION MIT KONTAKTFREIEM SENSOR FÜR MCR-AF

[Sensor Nullwert-Einstellzyklus in Querrichtung (OO94)]


Dieser Zyklus definiert die Sensorposition, die verwendet wird, um den Fräserradius zu
messen und einen Werkzeugbruch zu erkennen.
Die Messergebnisse werden ist der Arbeitskoordinate Nr. 2 des Systems gespeichert.
• Aufrufsequenz
CALL OO94 PAXI=* PRI=* PLI=* [PIN=*] [PRS=*] [PSPN=* [PPIC=*] [PTOL=*]] [PUDT=*]
[POVT=*] [PAT=*] [PF1=*] [PF2=*] [PF3=*] [PF4=*] [PSBA=*]
PAXI: Achse von der der Nullpunkt gesetzt ist (Bit0: X-Achse, Bit1: Y-Achse und Bit2: Z-Achse)
Die normale Einstellung ist #01H.
PRI: Radius Referenzwerkzeug
Geben Sie den Fräserradius des Referenzwerkzeugs an.
PLI: Länge Referenzwerkzeug
Siehe Sensor Nullwert-Einstellzyklus in Längsrichtung.
PIN: Vorschubbetrag Z-Achse
Wenn der Sensor Nullwert-Einstellzyklus ausgeführt wird, beginnt der Sensor mit
der Messung indem er sich, ausgehend von der Startposition, um den mit PIN
definierten Betrag in negative Richtung bewegt.
PRS: Spindelorientierungsposition
Siehe Sensor Nullwert-Einstellzyklus in Längsrichtung.
PSPN [PPIC] [PTOL]: Breitenmessung während des Scannen [stufenweiser Vorschub beim
Scanning] [Wert überspringen beim Scanning]
Siehe Sensor Nullwert-Einstellzyklus in Längsrichtung.
PUDT: Betrag des verminderten Verfahrwegs bei der ersten Annäherung. (Voreinstellung: 50
mm (1,97 in.))
POVT: Betrag des zusätzlichen Verfahrwegs bei der ersten Annäherung. (Voreinstellung: 50 mm
(1,97 in.))
PAT: Anschluss-Versatzwert
Siehe Sensor Nullwert-Einstellzyklus in Längsrichtung.
PF1: Die 1. Annäherungsgeschwindigkeit des Sensors
PF2: Die 2. Annäherungsgeschwindigkeit des Sensors
PF3: Die 3. Annäherungsgeschwindigkeit des Sensors und die 1. Annäherungsgeschwindigkeit
im Scanzyklus
PF4: Die 4. Annäherungsgeschwindigkeit des Sensors und die 2. Annäherungsgeschwindigkeit
im Scanzyklus
Siehe Sensor Nullwert-Einstellzyklus in Längsrichtung.
PSBA: Zeitraum [s] für Druckluftstoß Sensor (Voreinstellung 3 [s])
• Messprozedur
1. Referenzwerkzeug installieren.
2. Führen Sie den Sensor Nullwert-Einstellzyklus automatisch oder im MDI-Betriebsmodus
aus.
MG61-012 S-401
KAPITEL 9 MESSFUNKTION MIT KONTAKTFREIEM SENSOR FÜR MCR-AF

• Zyklusprozedur
1. Die Laserblende öffnet sich.
2. Der Sensor bewegt sich vorwärts.
3. Die ATC-Tür öffnet sich (und deaktiviert die Grenze der Z-Achse).
4. Das Programm stoppt beim Empfang von M00.
5. Wählen Sie den manuellen Interrupt-Modus und bewegen Sie das Referenzwerkzeug in
die Nähe des Sensors.
Der Anwender muss folgende Arbeitsschritte ausführen:
• Manuellen Interrupt-Modus auf ON schalten.
• Das Referenzwerkzeug manuell nahe an den Sensor bewegen (wobei der Laserstrahl
einfach durch die Bewegung der Z-Achse versperrt wird).
• Manuellen Interrupt-Modus auf OFF schalten.
• Die START Taste drücken.
6. Die Bewegung wird gelöscht.
7. Der Sensor befindet sich im positiven Endbereich der Z-Achse.
8. Der Sensor wird an der Rückzugsposition der X-Achse positioniert.
9. Die Spindelorientierung wird, außer bei der Messung drehender Werkzeuge, ausgeführt.
10. Die X-Achse wird am verringerten Punkt positioniert.
11. Die Z-Achse wird am Messstartpunkt positioniert. (Wenn PIN definiert ist, bewegt sich die
Z-Achse, ausgehend von der Startposition, um den mit PIN definierten Betrag in negative
Richtung)
12. Der Messzyklus beginnt (der Sensor-Druckluftstoß für die 1. Messung wird ausgeführt).
13. Die X-Achse bewegt sich zur Sensorposition.
14. Der Scanzyklus beginnt, sofern dieser gewählt wurde.
15. Der Sensor befindet sich im positiven Endbereich der Z-Achse.
16. Die Laserblende schließt sich.
17. Die X-Achse fährt zurück.
18. Der Sensor bewegt sich zurück.
19. Die ATC-Tür schließt sich (und aktiviert die Grenze der Z-Achse).
MG61-012 S-402
KAPITEL 9 MESSFUNKTION MIT KONTAKTFREIEM SENSOR FÜR MCR-AF

[Messen in Längsrichtung]
Dieser Zyklus misst die Werkzeuglänge. Schalten Sie beim Messen der Werkzeuglänge den
Bit 0 der Systemvariablen VFST ein.
• Aufrufsequenz
CALL OO95 PLI=* [PRS=*] [PSPN=* [PPIC=*] [PTOL=*]] [PUDT=*] [POVT=*] [PAT=*] [PH=*]
[PF1=*] [PF2=*] [PF3=*] [PF4=*] [PSBA=*] [PSAM=*] [PSPR=*] [PSRA=*]
[PRTY=*]
PLI: Werkzeuglänge
Geben Sie die (erwartete) Werkzeuglänge an.
PRS: Spindelorientierungsposition
Siehe Sensor Nullwert-Einstellzyklus in Längsrichtung.
PSPN [PPIC] [PTOL]: Breitenmessung während des Scannen [stufenweiser Vorschub beim
Scanning] [Wert überspringen beim Scanning]
Siehe Sensor Nullwert-Einstellzyklus in Längsrichtung.
PUDT: Betrag des verminderten Verfahrwegs bei der ersten Annäherung. (Voreinstellung: 10 mm
(0,39 in.))
POVT: Betrag des zusätzlichen Verfahrwegs bei der ersten Annäherung. (Voreinstellung: 10 mm
(0,39 in.))
PAT: Anschluss-Versatzwert
Siehe Sensor Nullwert-Einstellzyklus in Längsrichtung.
PH: Werkzeuglängen-Offsetwert
Geben Sie die Werkzeuglängen-Versatznummer an, an der die gemessene
Werkzeuglänge gespeichert ist.
Wenn PH weggelassen wird, wird die aktive Werkzeug-Versatznummer (VTLCN)
eingestellt.
PF1: Die 1. Annäherungsgeschwindigkeit des Sensors
PF2: Die 2. Annäherungsgeschwindigkeit des Sensors
PF3: Die 3. Annäherungsgeschwindigkeit des Sensors und die 1. Annäherungsgeschwindigkeit
im Scanzyklus
PF4: Die 4. Annäherungsgeschwindigkeit des Sensors und die 2. Annäherungsgeschwindigkeit
im Scanzyklus
Siehe Sensor Nullwert-Einstellzyklus in Längsrichtung.
PSBA: Zeitraum [s] für Druckluftstoß Sensor (Voreinstellung 3 [s])
PSAM: Anzahl der Messungen.
Wenn PSAM auf 2 oder mehr gesetzt wird, wiederholt die Steuerung den
Messzyklus mit der eingestellten Anzahl von Wiederholungen.
Bei der ersten Messung führt die Steuerung eine normale Messung aus (mit 4-
facher Annäherung).
Bei der zweiten und darauf folgenden Messungen führt die Steuerung die
Messungen mit 2-facher Annäherung aus. Die Annäherungsgeschwindigkeiten
beim zweiten und späteren Messzyklen sind wie folgt:
1. Annäherung … Die 3. Annäherungsgeschwindigkeit beim normalen Messzyklus
2. Annäherung … Die 4. Annäherungsgeschwindigkeit beim normalen Messzyklus
Der Durchschnittswert mehrerer Messungen wird als der endgültig gemessene
Wert betrachtet.
Der zweite und spätere Messzyklen umfassen nicht das Messscannen.
Die Voreinstellung ist 3 (Wiederholungen).
MG61-012 S-403
KAPITEL 9 MESSFUNKTION MIT KONTAKTFREIEM SENSOR FÜR MCR-AF

PSPR: Zulässiger Unterschied zwischen maximaler und minimalen Messergebnis


Die Maximal- und Minimalwerte werden anhand der Ergebnisse mehrfacher
Messungen erhalten. Stellen Sie bei diesem Parameter den zulässigen Bereich
zwischen Maximal- und Minimalwerten (Abweichung) ein. Die Voreinstellung ist
0,005 [mm].
PSRA: Aktion, wenn die Abweichung den zulässigen Bereich überschreitet (Alarm).
Wählen Sie, ob eine Abweichung, die größer als zulässig ist, einen Alarm auslöst
oder nicht.
Wählen Sie „1“, falls ein Alarm ausgelöst werden soll. Stellen Sie „0“ ein, falls kein
Alarm ausgelöst werden soll. Die Voreinstellung ist „0“ (kein Alarm).
PRTY: Aktion, wenn die Abweichung den zulässigen Bereich überschreitet (Neuversuch).
Wählen Sie, ob eine Abweichung, die größer als zulässig ist, einen neuen
Messzyklus auslöst oder nicht. Stellen Sie bei gewünschtem Neuversuch die
Anzahl der Neuversuche unter PRTY ein.
Stellen Sie, falls kein Neuversuch gewünscht wird, „0“ unter PRTY ein.
Die Steuerung führt die unter PSAM (Anzahl von Messungen) eingestellte Anzahl
von Messungen bei jedem Neuversuch aus. Während der erneuten Messung wird
auch beim 1. Messzyklus eine doppelte Annäherung ausgeführt.
Falls die Abweichung nach der angegebenen Anzahl von Neuversuchen nicht
innerhalb des zulässigen Bereichs liegt, erfolgt eine Alarmmeldung.
Wenn PSRA auf „1“ gesetzt ist, wird der PRTY Wert ignoriert. Wenn sowohl PSRA
als auch PRTY auf „0“ gesetzt werden, wird der Durchschnittswert als Messwert
angenommen, selbst wenn die Abweichung außerhalb des zulässigen Bereichs
liegt. Die Voreinstellung ist „0“ (kein Neuversuch).
• Zyklusprozedur
1. Der Druckluftstoß des Sensors ist ausgeschaltet.
2. Der Sensor befindet sich im positiven Endbereich der Z-Achse.
3. Der Sensor wird an der Rückzugsposition der X-Achse positioniert, sofern die Maschine
den Rückzug der Y-Achse vor der Messung erfordert.
4. Die Spindelorientierung wird, außer bei der Messung drehender Werkzeuge, ausgeführt.
5. Die ATC-Tür öffnet sich (und deaktiviert die Grenze der Z-Achse).
6. Der Sensor bewegt sich vorwärts.
7. Die X-Achse wird an der Sensorposition positioniert.
8. Der Messzyklus beginnt (der Sensor-Druckluftstoß für die 1. Messung wird ausgeführt).
9. Die Z-Achse bewegt sich zur Sensorposition.
10. Der Scanzyklus beginnt, sofern dieser gewählt wurde.
11. Bei mehreren Messungen wiederholt die Steuerung den Messzyklus mit der eingestellten
Anzahl von Wiederholungen.
12. Die Z-Achse bewegt sich zur Sensorposition.
13. Der Sensor befindet sich im positiven Endbereich der Z-Achse.
14. Die Laserblende schließt sich.
15. Die X-Achse fährt zurück.
16. Der Sensor bewegt sich zurück.
17. Die ATC-Tür schließt sich (und aktiviert die Grenze der Z-Achse).
MG61-012 S-404
KAPITEL 9 MESSFUNKTION MIT KONTAKTFREIEM SENSOR FÜR MCR-AF

[Messen in Querrichtung]
Dieser Zyklus misst den Fräserradius. Schalten Sie beim Messen des Fräserradius den Bit 0
der Systemvariablen VFST ein.
• Aufrufsequenz
CALL OO96 PRI=* PLI=* [PRS=*] [PSPN=* [PPIC=*] [PTOL=*]] [PIN=*] [PUDT=*] [POVT=*]
[PAT=*] [PD=*] [PGO=*] [PF1=*] [PF2=*] [PF3=*] [PF4=*]
[PSBA=*] [PSAM=*] [PSPR=*] [PSRA=*] [PRTY=*]
PLI: Werkzeuglänge
Geben Sie den Versatzbetrag der Werkzeuglänge an.
PRI: Fräserradius
Geben Sie den Versatzbetrag des Fräserradius an (den erwarteten Versatzbetrag
des Fräserradius).
PRS: Spindelorientierungsposition
Siehe Sensor Nullwert-Einstellzyklus in Längsrichtung.
PSPN [PPIC] [PTOL]: Breitenmessung während des Scannen [stufenweiser Vorschub beim
Scanning] [Wert überspringen beim Scanning]
Siehe Sensor Nullwert-Einstellzyklus in Längsrichtung.
PIN: Vorschubbetrag Z-Achse
Der Sensor beginnt mit der Messung indem er sich, ausgehend von der
Startposition, um den mit PIN definierten Betrag in negative Richtung bewegt.
PUDT: Betrag des verminderten Verfahrwegs bei der ersten Annäherung. (Voreinstellung: 10 mm
(0,39 in.))
POVT: Betrag des zusätzlichen Verfahrwegs bei der ersten Annäherung. (Voreinstellung: 10 mm
(0,39 in.))
PAT: Anschluss-Versatzwert
Siehe [Messzyklus in Längsrichtung].
PD: Kompensationswert Fräserradius
Geben Sie die Kompensationsnummer des Fräserradius an, an der der
gemessene Fräserradius gespeichert ist.
Wenn dieser weggelassen wird, wird die aktive Werkzeug-Kompensationsnummer
(VTLCN) eingestellt.
PF1: Die 1. Annäherungsgeschwindigkeit des Sensors
PF2: Die 2. Annäherungsgeschwindigkeit des Sensors
PF3: Die 3. Annäherungsgeschwindigkeit des Sensors und die 1. Annäherungsgeschwindigkeit
im Scanzyklus
PF4: Die 4. Annäherungsgeschwindigkeit des Sensors und die 2. Annäherungsgeschwindigkeit
im Scanzyklus
Siehe Sensor Nullwert-Einstellzyklus in Längsrichtung.
PSBA: Zeitraum [s] für Druckluftstoß Sensor (Voreinstellung 3 [s])
PSAM: Anzahl der Messungen.
Siehe [Messzyklus in Längsrichtung].
PSPR: Zulässiger Unterschied zwischen maximaler und minimalen Messergebnis
Siehe [Messzyklus in Längsrichtung].
PSRA: Aktion, wenn die Abweichung den zulässigen Bereich überschreitet (Alarm).
Siehe [Messzyklus in Längsrichtung].
PRTY: Aktion, wenn die Abweichung den zulässigen Bereich überschreitet (Neuversuch).
Siehe [Messzyklus in Längsrichtung].
MG61-012 S-405
KAPITEL 9 MESSFUNKTION MIT KONTAKTFREIEM SENSOR FÜR MCR-AF

• Zyklusprozedur
1. Die Laserblende öffnet sich.
2. Der Sensor befindet sich im positiven Endbereich der Z-Achse.
3. Der Sensor wird an der Rückzugsposition der X-Achse positioniert.
4. Die Spindelorientierung wird, außer bei der Messung drehender Werkzeuge, ausgeführt.
5. Die ATC-Tür öffnet sich (und deaktiviert die Grenze der Z-Achse).
6. Der Sensor bewegt sich vorwärts.
7. Die X-Achse bewegt sich zur verminderten Position.
8. Die Z-Achse wird an der Sensorposition positioniert. (Wenn PIN definiert ist, bewegt sich
die Sensorposition, ausgehend von der Startposition, um den mit PIN definierten Betrag in
Vorschubrichtung)
9. Der Messzyklus beginnt (der Sensor-Druckluftstoß für die 1. Messung wird ausgeführt).
10. Die X-Achse bewegt sich zur Sensorposition.
11. Der Scanzyklus beginnt, sofern dieser gewählt wurde.
12. Bei mehreren Messungen wiederholt die Steuerung den Messzyklus mit der eingestellten
Anzahl von Wiederholungen.
13. Die X-Achse bewegt sich zur Sensorposition.
14. Der Sensor befindet sich im positiven Endbereich der Z-Achse.
15. Die Laserblende schließt sich.
16. Die X-Achse fährt zurück.
17. Der Sensor bewegt sich zurück.
18. Die ATC-Tür schließt sich (und aktiviert die Grenze der Z-Achse).
MG61-012 S-406
KAPITEL 9 MESSFUNKTION MIT KONTAKTFREIEM SENSOR FÜR MCR-AF

[Messen der Kugelgestalt (OO99)]


Dieser Zyklus misst die Kugelgestalt an der Spitze des Kugelkopffräsers.
• Aufrufsequenz
CALL OO99 [PH=*] [PLI=*] [PRI=*] [PRA=*] [PRS=*] [PUDT=*] [POVT=*] [PAT=*]
[PRE=*] [PF1=*] [PF2=*] [PF3=*] [PF4=*] [PSBA=*]
PH: Werkzeuglängen-Offsetwert, Kompensationswert Fräserradius
Geben Sie zur Beurteilung der Kugelgestalt die Werkzeugmanagement-Nummer
an, an der der Werkzeuglängenversatzwert und der Kompensationswert des
Fräserradius gespeichert sind. Wenn PH weggelassen wird, wird die aktive
Werkzeugnummer (VTLCN) eingestellt.
PLI: Werkzeuglänge
Geben Sie Werkzeuglänge an. Wenn diese weggelassen wird, wird der
Versatzbetrag der Werkzeugmanagement-Nummer eingestellt.
PRI: Fräserradius
Geben Sie den Fräserradius an. Wenn diese weggelassen wird, wird der
Kompensationsbetrag der Werkzeugmanagement-Nummer eingestellt.
PRA: Der addierte Winkel für das Messen der Kugelgestalt
Der Sensor misst die Kugelgestalt von der Längsrichtung zur Querrichtung.
Geben Sie für diese Messung an, mit welchem Inkrement der Winkel erhöht
werden soll. Der Winkel muss 5° oder mehr, und ein Teiler von 90° sein.
Voreinstellung ist 15°.
PRS: Spindelorientierungsposition
Siehe Sensor Nullwert-Einstellzyklus in Längsrichtung.
PSPN [PPIC] [PTOL]: Breitenmessung während des Scannen [stufenweiser Vorschub beim
Scanning] [Wert überspringen beim Scanning]
Siehe Sensor Nullwert-Einstellzyklus in Längsrichtung.
PUDT: Betrag des verminderten Verfahrwegs bei der ersten Annäherung. (Voreinstellung: 10 mm
(0,39 in.))
POVT: Betrag des zusätzlichen Verfahrwegs bei der ersten Annäherung. (Voreinstellung: 10 mm
(0,39 in.))
PAT: Anschluss-Versatzwert
Siehe [Messen in Längsrichtung].
PRE: Maximal zulässiger Fehler
Wenn der Fehler bei der Messung der Kugelgestalt diesen Wert überschreitet, wird
ein Alarm ausgelöst.
Wenn PRE nicht definiert wird, erfolgt beim Zyklus keine Bewertung des Fehlers.
PF1: Die 1. Annäherungsgeschwindigkeit des Sensors
PF2: Die 2. Annäherungsgeschwindigkeit des Sensors
PF3: Die 3. Annäherungsgeschwindigkeit des Sensors und die 1. Annäherungsgeschwindigkeit
im Scanzyklus
PF4: Die 4. Annäherungsgeschwindigkeit des Sensors und die 2. Annäherungsgeschwindigkeit
im Scanzyklus
Siehe Sensor Nullwert-Einstellzyklus in Längsrichtung.
PSBA: Zeitraum [s] für Druckluftstoß Sensor (Voreinstellung 3 [s])
MG61-012 S-407
KAPITEL 9 MESSFUNKTION MIT KONTAKTFREIEM SENSOR FÜR MCR-AF

• Zyklusprozedur
1. Die Laserblende öffnet sich.
2. Der Sensor befindet sich im positiven Endbereich der Z-Achse.
3. Der Sensor wird an der Rückzugsposition der X-Achse positioniert.
4. Die Spindelorientierung wird, außer bei der Messung drehender Werkzeuge, ausgeführt.
5. Die ATC-Tür öffnet sich (und deaktiviert die Grenze der Z-Achse).
6. Der Sensor bewegt sich vorwärts.
7. Die X-Achse wird an der Sensorposition positioniert.
8. Der Messzyklus beginnt (der Sensor-Druckluftstoß für die 1. Messung wird ausgeführt).
9. Die X-Achse und die Z-Achse bewegen sich zur Sensorposition.
10. Der PRA Winkel wird hinzugefügt und der Sensor misst die Kugelgestalt in geneigter
Richtung.
11. Die Messsequenzen Nr. 9 und 10 werden bis zum Erreichen des Messwinkels von 90°
wiederholt.
12. Die X-Achse und die Z-Achse bewegen sich zur Sensorposition.
13. Der Sensor misst in Querrichtung.
14. Der Sensor befindet sich im positiven Endbereich der Z-Achse.
15. Die Laserblende schließt sich.
16. Die X-Achse fährt zurück.
17. Der Sensor bewegt sich zurück.
18. Die ATC-Tür schließt sich (und aktiviert die Grenze der Z-Achse).
19. Die Kugelgestalt wird bewertet, sofern der Bewertungsbefehl angegeben wurde.
MG61-012 S-408
KAPITEL 9 MESSFUNKTION MIT KONTAKTFREIEM SENSOR FÜR MCR-AF

[Werkzeugbruchprüfung in Längsrichtung]
Dieser Zyklus erfasst einen Werkzeugbruch in Längsrichtung. Schalten Sie bei der
Werkzeugbruchprüfung in Längsrichtung den Bit 0 der Systemvariablen VFST aus.
• Aufrufsequenz
CALL OO95 [PLI=*] [PRS=*] [PSPN=* [PPIC=*] [PTOL=*]] [PUDT=*] [POVT=*] [PAT=*] [PH=*]
[PGO=*] [PLE1=*] [PLE2=*][PF1=*] [PF2=*] [PF3=*] [PF4=*]
[PSBA=*] [PSAM=*] [PSPR=*] [PSRA=*] [PRTY=*]
PLI: Werkzeuglänge
Geben Sie die (erwartete) Werkzeuglänge an.
PRS: Spindelorientierungsposition
Siehe Sensor Nullwert-Einstellzyklus in Längsrichtung.
PSPN [PPIC] [PTOL]: Breitenmessung während des Scannen [stufenweiser Vorschub beim
Scanning] [Wert überspringen beim Scanning]
Siehe Sensor Nullwert-Einstellzyklus in Längsrichtung.
PUDT: Betrag des verminderten Verfahrwegs bei der ersten Annäherung. (Voreinstellung: 10 mm
(0,39 in.))
POVT: Betrag des zusätzlichen Verfahrwegs bei der ersten Annäherung. (Voreinstellung: 10 mm
(0,39 in.))
PAT: Anschluss-Versatzwert
Siehe [Messzyklus in Längsrichtung].
PH: Werkzeuglängen-Offsetwert
Geben Sie die Werkzeuglängen-Versatznummer der Daten an, die mit dem
Messergebnis verglichen werden.
Wenn dieser weggelassen wird, wird die aktive Werkzeugnummer (VTLCN)
eingestellt.
PGO: Aktion bei Erfassung eines Werkzeugbruchs
PGO=1 Das Werkzeug wird bei Erfassung eines Werkzeugbruchs gewechselt.
PGO=2 Das Werkzeug wird bei Erfassung eines Werkzeugbruchs gewechselt.
Das gebrochene Werkzeug bewegt sich vor der Auswechselung zur
Werkzeugwechselposition.
Wenn PGO weggelassen wird, endet der Zyklus mit einer Alarmmeldung.
PLE1: Schwellenwert für die Beurteilung eines Werkzeugbruchs.
Geben Sie den Grenzwert für die Unterscheidung eines Werkzeugbruchs von
einem Werkzeugversatzwert an. Voreinstellung ist 0,1 mm (0,004 in.).
PLE2: Schwellenwert für die Beurteilung des Werkzeugverschließes.
Geben Sie den Grenzwert für die Unterscheidung des Werkzeugverschleißes von
einem Werkzeugversatzwert an. Wenn die Differenz kleiner als PLE2 ist, definiert
die Steuerung das Werkzeug als verschlissen, und aktualisiert den
Werkzeuglängen-Versatzwert. Wenn PLE2 weggelassen wird, führt die Steuerung
diese Beurteilung nicht aus.
PF1: Die 1. Annäherungsgeschwindigkeit des Sensors
PF2: Die 2. Annäherungsgeschwindigkeit des Sensors
PF3: Die 3. Annäherungsgeschwindigkeit des Sensors und die 1. Annäherungsgeschwindigkeit
im Scanzyklus
PF4: Die 4. Annäherungsgeschwindigkeit des Sensors und die 2. Annäherungsgeschwindigkeit
im Scanzyklus
Siehe Sensor Nullwert-Einstellzyklus in Längsrichtung.
PSBA: Zeitraum [s] für Druckluftstoß Sensor (Voreinstellung 3 [s])
MG61-012 S-409
KAPITEL 9 MESSFUNKTION MIT KONTAKTFREIEM SENSOR FÜR MCR-AF

PSAM: Anzahl der Messungen.


Siehe [Messzyklus in Längsrichtung].
PSPR: Zulässiger Unterschied zwischen maximaler und minimalen Messergebnis
Siehe [Messzyklus in Längsrichtung].
PSRA: Aktion, wenn die Abweichung den zulässigen Bereich überschreitet (Alarm).
Siehe [Messzyklus in Längsrichtung].
PRTY: Aktion, wenn die Abweichung den zulässigen Bereich überschreitet (Neuversuch).
Siehe [Messzyklus in Längsrichtung].
• Zyklusprozedur
1. Die Laserblende öffnet sich.
2. Der Sensor befindet sich im positiven Endbereich der Z-Achse.
3. Der Sensor wird an der Rückzugsposition der X-Achse positioniert.
4. Die Spindelorientierung wird, außer bei der Messung drehender Werkzeuge, ausgeführt.
5. Die ATC-Tür öffnet sich (und deaktiviert die Grenze der Z-Achse).
6. Der Sensor bewegt sich vorwärts.
7. Die X-Achse wird an der Sensorposition positioniert.
8. Der Messzyklus beginnt (der Sensor-Druckluftstoß für die 1. Messung wird ausgeführt).
9. Die Z-Achse bewegt sich zur Sensorposition.
10. Der Scanzyklus beginnt, sofern dieser gewählt wurde.
11. Bei mehreren Messungen wiederholt die Steuerung den Messzyklus mit der eingestellten
Anzahl von Wiederholungen.
12. Die Z-Achse bewegt sich zur Sensorposition.
13. Der Sensor befindet sich im positiven Endbereich der Z-Achse.
14. Die Laserblende schließt sich.
15. Die X-Achse fährt zurück.
16. Der Sensor bewegt sich zurück.
17. Die ATC-Tür schließt sich (und aktiviert die Grenze der Z-Achse).
18. Werkzeugbruch oder Werkzeugverschleiß werden beurteilt.
19. Wenn ein Werkzeugbruch festgestellt wird, erfolgt der Werkzeugwechsel entsprechend
der PGO-Einstellung.
MG61-012 S-410
KAPITEL 9 MESSFUNKTION MIT KONTAKTFREIEM SENSOR FÜR MCR-AF

[Werkzeugbruchprüfung in Querrichtung]
Dieser Zyklus erfasst einen Werkzeugbruch in Querrichtung. Schalten Sie bei der
Werkzeugbruchprüfung in Querrichtung den Bit 0 der Systemvariablen VFST aus.
• Aufrufsequenz
CALL OO96 [PRI=*] [PLI=*] [PRS=*] [PSPN=* [PPIC=*] [PTOL=*]] [PIN=*] [PUDT=*] [POVT=*]
[PAT=*] [PD=*] [PGO=*] [PLE1=*] [PLE2=*] [PF1=*] [PF2=*]
[PF3=*] [PF4=*] [PSBA=*] [PSAM=*] [PSPR=*] [PSRA=*] [PRTY=*]
PLI: Werkzeuglänge
Geben Sie den Versatzbetrag der Werkzeuglänge an.
PRI: Fräserradius
Geben Sie den Versatzbetrag des Fräserradius an (den erwarteten Versatzbetrag
des Fräserradius).
PRS: Spindelorientierungsposition
Siehe Sensor Nullwert-Einstellzyklus in Längsrichtung.
PSPN [PPIC] [PTOL]: Breitenmessung während des Scannen [stufenweiser Vorschub beim
Scanning] [Wert überspringen beim Scanning]
Siehe Sensor Nullwert-Einstellzyklus in Längsrichtung.
PIN: Vorschubbetrag Z-Achse
Der Sensor beginnt mit der Messung indem er sich, ausgehend von der
Startposition, um den mit PIN definierten Betrag in negative Richtung bewegt.
PUDT: Betrag des verminderten Verfahrwegs bei der ersten Annäherung. (Voreinstellung: 10 mm
(0,39 in.))
POVT: Betrag des zusätzlichen Verfahrwegs bei der ersten Annäherung. (Voreinstellung: 10 mm
(0,39 in.))
PAT: Anschluss-Versatzwert
Siehe [Messzyklus in Längsrichtung].
PD: Kompensationswert Fräserradius
Der Fräserradius wird mit diesem Wert verglichen.
Wenn dieser weggelassen wird, werden die Daten der aktive Werkzeugnummer
(VTLCN) eingestellt.
PGO: Aktion bei Erfassung eines Werkzeugbruchs
Siehe Sensor Nullwert-Einstellzyklus in Längsrichtung und
Werkzeugbrucherkennungszyklus.
PLE1: Schwellenwert für die Beurteilung eines Werkzeugbruchs.
Siehe Sensor Nullwert-Einstellzyklus in Längsrichtung und
Werkzeugbrucherkennungszyklus.
PLE2: Schwellenwert für die Beurteilung des Werkzeugverschließes.
Siehe Sensor Nullwert-Einstellzyklus in Längsrichtung und
Werkzeugbrucherkennungszyklus.
PF1: Die 1. Annäherungsgeschwindigkeit des Sensors
PF2: Die 2. Annäherungsgeschwindigkeit des Sensors
PF3: Die 3. Annäherungsgeschwindigkeit des Sensors und die 1. Annäherungsgeschwindigkeit
im Scanzyklus
PF4: Die 4. Annäherungsgeschwindigkeit des Sensors und die 2. Annäherungsgeschwindigkeit
im Scanzyklus
Siehe Sensor Nullwert-Einstellzyklus in Längsrichtung.
PSBA: Zeitraum [s] für Druckluftstoß Sensor (Voreinstellung 3 [s])
MG61-012 S-411
KAPITEL 9 MESSFUNKTION MIT KONTAKTFREIEM SENSOR FÜR MCR-AF

PSAM: Anzahl der Messungen.


Siehe [Messzyklus in Längsrichtung].
PSPR: Zulässiger Unterschied zwischen maximaler und minimalen Messergebnis
Siehe [Messzyklus in Längsrichtung].
PSRA: Aktion, wenn die Abweichung den zulässigen Bereich überschreitet (Alarm).
Siehe [Messzyklus in Längsrichtung].
PRTY: Aktion, wenn die Abweichung den zulässigen Bereich überschreitet (Neuversuch).
Siehe [Messzyklus in Längsrichtung].
• Zyklusprozedur
1. Die Laserblende öffnet sich.
2. Der Sensor befindet sich im positiven Endbereich der Z-Achse.
3. Der Sensor wird an der Rückzugsposition der X-Achse positioniert.
4. Die Spindelorientierung wird, außer bei der Messung drehender Werkzeuge, ausgeführt.
5. Die ATC-Tür öffnet sich (und deaktiviert die Grenze der Z-Achse).
6. Der Sensor bewegt sich vorwärts.
7. Die X-Achse bewegt sich zur verminderten Position.
8. Die Z-Achse wird an der Sensorposition positioniert. (Wenn PIN definiert ist, bewegt sich
die Z-Achse, ausgehend von der Startposition, um den mit PIN definierten Betrag in
Vorschubrichtung)
9. Der Messzyklus beginnt (der Sensor-Druckluftstoß für die 1. Messung wird ausgeführt).
10. Die X-Achse bewegt sich zur Sensorposition.
11. Der Scanzyklus beginnt, sofern dieser gewählt wurde.
12. Bei mehreren Messungen wiederholt die Steuerung den Messzyklus mit der eingestellten
Anzahl von Wiederholungen.
13. Die X-Achse bewegt sich zur Sensorposition.
14. Der Sensor befindet sich im positiven Endbereich der Z-Achse.
15. Die Laserblende schließt sich.
16. Die X-Achse fährt zurück.
17. Der Sensor bewegt sich zurück.
18. Die ATC-Tür schließt sich (und aktiviert die Grenze der Z-Achse).
19. Werkzeugbruch oder Werkzeugverschleiß werden beurteilt.
20. Wenn ein Werkzeugbruch festgestellt wird, erfolgt der Werkzeugwechsel entsprechend
der PGO-Einstellung.
MG61-012 S-412
KAPITEL 9 MESSFUNKTION MIT KONTAKTFREIEM SENSOR FÜR MCR-AF

[Werkzeugbruchprüfung für HS-Werkzeuge]


Dieser Zyklus erfasst einen Werkzeugbruch. Die Werkzeugbrucherfassung für HS-Werkzeuge
wird auf die Annahme hin ausgeführt, dass ein gebrochenes Werkzeug den rechts
dargestellten Sensorstrahl nicht unterbricht.
Dieser Zyklus kann jedoch eventuell nicht in der Lage sein, eine geringe
Werkzeugbeschädigung zu erkennen.

EIOEMR5S9005R01

• Aufrufsequenz
CALL OO97 [PLI=*] [PRI=*] [PRS=*] [PIN=*] [PUDT=*] [POVT=*] [PAT=*] [PH=*]
PLI: Werkzeuglänge
Geben Sie den Versatzbetrag der Werkzeuglänge an. Wenn diese weggelassen
wird, wird der mit der Versatznummer angegebene Betrag eingestellt.
PRI: Fräserradius
Geben Sie den Kompensationsbetrag des Fräserradius an. Wenn diese
weggelassen wird, wird der mit der Versatznummer angegebene Betrag eingestellt.
PRS: Spindelorientierungsposition
Siehe Sensor Nullwert-Einstellzyklus in Längsrichtung.
PIN: Vorschubbetrag Z-Achse
Der Sensor beginnt mit der Messung indem er sich, ausgehend von der
Startposition, um den mit PIN definierten Betrag in negative Richtung bewegt.
(Voreinstellung: 0,2 mm (0,008 in.))
PUDT: Betrag des verminderten Verfahrwegs bei der ersten Annäherung. (Voreinstellung: 50 mm
(1,97 in.))
POVT: Betrag des zusätzlichen Verfahrwegs bei der ersten Annäherung. (Voreinstellung: 10 mm
(0,39 in.))
PAT: Anschluss-Versatzwert
Siehe [Messzyklus in Längsrichtung].
PH: Werkzeug-Versatzwert
Geben Sie den Werkzeugversatzwert an. Wenn dieser weggelassen wird, wird die
aktive Werkzeugnummer (VTLCN) eingestellt.
MG61-012 S-413
KAPITEL 9 MESSFUNKTION MIT KONTAKTFREIEM SENSOR FÜR MCR-AF

• Zyklusprozedur
1. Die Laserblende öffnet sich.
2. Der Sensor befindet sich im positiven Endbereich der Z-Achse.
3. Der Sensor wird an der Rückzugsposition der X-Achse positioniert.
4. Die Spindelorientierung wird, außer bei der Messung drehender Werkzeuge, ausgeführt.
5. Die ATC-Tür öffnet sich (und deaktiviert die Grenze der Z-Achse).
6. Der Sensor bewegt sich vorwärts.
7. Die X-Achse bewegt sich zur verminderten Position.
8. Die Z-Achse wird an der Sensorposition positioniert. (Wenn PIN definiert ist, bewegt sich
die Z-Achse, ausgehend von der Startposition, um den mit PIN definierten Betrag in
Vorschubrichtung)
9. Die X-Achse springt zur Zielposition (Sensorposition + zusätzlicher Verfahrweg).
10. Der Sensor befindet sich im positiven Endbereich der Z-Achse.
11. Die Laserblende schließt sich.
12. Die X-Achse fährt zurück.
13. Der Sensor bewegt sich zurück.
14. Die ATC-Tür schließt sich (und aktiviert die Grenze der Z-Achse).
15. Der Werkzeugbruch wird beurteilt.
16. Wenn ein Werkzeugbruch festgestellt wird, erfolgt der Werkzeugwechsel entsprechend
der PGO-Einstellung.
MG61-012 S-414
KAPITEL 9 MESSFUNKTION MIT KONTAKTFREIEM SENSOR FÜR MCR-AF

5. Alarmliste
2583 Alarm B Unbemannt: Großer Fehler bei Kugelmessung Eeoemr5s9005
Großer Fehler wurden bei der Messung der Kugelgestalt festgestellt.
[Vermutlich fehlerhafter Standort]
Beim Nullwert-Einstellzyklus des Berührungssensors hat die Nullposition für die
waagerechte Richtung nicht mit der Werkzeugmitte übereingestimmt.
Oder das Messgerät ist defekt.

[Gegenmaßnahmen]
Verwenden Sie ein korrektes Werkzeug, beispielsweise ein Reservewerkzeug.

2305 Alarm B Unbemannt: Messen nicht möglich


Während des automatischen Messzyklus wurde das Messen unmöglich.
Bei diesem Messsystem wird der Alarm durch folgende Codes ergänzt.
6A Sensor 4 konnte bei der ersten Annäherung nicht bestätigt werden.
6B Bei der ersten Annäherung konnte kein Kontakt bestätigt werden.
6C Sensor 4 konnte bei der zweiten Annäherung nicht bestätigt werden.
6D Bei der zweiten Annäherung konnte kein Kontakt bestätigt werden.
6E Sensor 4 konnte bei der dritten Annäherung nicht bestätigt werden.
6F Bei der dritten Annäherung konnte kein Kontakt bestätigt werden.
70 Sensor 4 konnte bei der vierten Annäherung nicht bestätigt werden.
71 Bei der vierten Annäherung konnte kein Kontakt bestätigt werden.
72 Sensor 4 konnte beim Rückzug des Überspringzyklus nicht bestätigt werden.
73 Bei der ersten Annäherung des Überspringzyklus konnte kein Kontakt bestätigt
werden.
74 Sensor 4 konnte beim Rückzug des Überspringzyklus nicht bestätigt werden.
75 Bei der zweiten Annäherung des Überspringzyklus konnte kein Kontakt bestätigt
werden.
7B Der erste Sensor konnte beim Brucherkennungszyklus für HS-Werkzeuge nicht
bestätigt werden.
7C Der Sensor konnte beim Sprung in den Brucherkennungszyklus für HS-Werkzeuge
nicht bestätigt werden.
7E Die ATC-Tür ist nicht geöffnet.
81 Als die Z-Achse gesenkt wurde, hat sich die Verfahrgrenze nicht deaktiviert.
95 Bei Mehrfachmessoperationen überschreitet die Differenz zwischen den
gemessenen Maximal- und Minimalwerten die Toleranz.
MG61-012 S-415
KAPITEL 10 MESSFUNKTION MIT KONTAKTFREIEM SENSOR FÜR 30°/45° ANSCHLÜSSE (103 VERSIONEN)

KAPITEL 10 MESSFUNKTION MIT KONTAKTFREIEM


SENSOR FÜR 30°/45° ANSCHLÜSSE
(103 VERSIONEN)

1. Was ist ein kontaktfreier Sensor?


Der kontaktfreie Sensor verwendet im Gegensatz zu bestehenden Sensoren Eeoemr5sa001
mit mechanischen
oder elektrischen Kontakten einen Laserstahl für die Messung. Dieser optische Sensor nutzt die
Vorteile eines kontaktfreien Sensors, und kann so sogar ein rotierendes Werkzeug messen, was für
bestehende Sensoren unmöglich ist. Der Sensor erhöht die Messgeschwindigkeit, und kann durch
Nutzung der Vorteile eines linearen Sensors die Kugelgestalt messen Der Bloom-Sensor, der für
lineares Messen vorgesehen ist kann jedoch nicht, je nach Sensorposition, die maximale Länge
(Durchmesser) eines unregelmäßigen Werkzeugs messen. Scannendes Messen* gleicht diesen
Nachteil aus. Diese Messmethode erlaubt das Messen eines drehenden Werkzeugs oder das
Messen, während die maximale Länge gesucht wird.

EIOEMR5SA001R01

* Scannendes Messen: Der Sensor misst ein Werkzeug in einer Messrichtung (z.B. der Y-Achse)
und verschiebt sich mit der Achse im rechten Winkel zur Messachse (z.B. der Z-Achse). Durch
mehrmaliges Wiederholen der obigen Messung erfasst der Sensor die maximale
Werkzeuglänge (oder Durchmesser).
MG61-012 S-416
KAPITEL 10 MESSFUNKTION MIT KONTAKTFREIEM SENSOR FÜR 30°/45° ANSCHLÜSSE (103 VERSIONEN)

2. Beschreibung
Eeoemr5sa002
Beim Messen mit kontaktfreiem Sensor wird zwischen zwei Methoden unterschieden:
Messen mit einem Sensor, der an einer gewünschten Position befestigt ist
Messen mit einem beweglichen Sensor
Messen des Werkzeugs, montiert in einem 30°/45° Winkelanschluss (nachfolgend 30°/45° AT
genannt) ist nur mit einem festen Sensor möglich.
Beweglicher Sensor für das Messen eines vertikalen oder horizontalen Spindelwerkzeugs
Fester Sensor für das Messen eines vertikalen oder horizontalen Spindelwerkzeugs
für 30°/45° AT

EIOEMR5SA002R01

Der Sensormodus (fest/beweglich) kann mit Bit 3 der Systemvariablen VFST umgeschaltet werden.
Bit 3 der VFST 0 ...... Beweglicher Sensor
1 ...... Fester Sensor
Das Werkzeugmessprogramm besteht aus folgenden Unterprogrammen des Herstellers:
• Vorbereitungsprogramm für die Messung
• Messprogramm
• Werkzeugbruchprüfprogramm

Die durch die Sensorposition bestimmte Programme werden auf den nächsten Seiten beschrieben.
MG61-012 S-417
KAPITEL 10 MESSFUNKTION MIT KONTAKTFREIEM SENSOR FÜR 30°/45° ANSCHLÜSSE (103 VERSIONEN)

3. Herstellerunterprogramme für den festen Sensor


Der bewegliche Sensor oder feste Sensor können durch Setzen des Bit 3 Eeoemr5sa003
der Systemvariablen
VFST umgeschaltet werden. Setzen Sie den Bit 3 des VFST auf ON, um das in einem 30°/45° AT
montierte Werkzeug zu messen.

EIOEMR5SA003R01
MG61-012 S-418
KAPITEL 10 MESSFUNKTION MIT KONTAKTFREIEM SENSOR FÜR 30°/45° ANSCHLÜSSE (103 VERSIONEN)

4. Herstellerunterprogramm für das 30°/45° AT Messen mit


dem festen Sensor
Das Unterprogramm für das Messen von Werkzeuge die im 30°/45° AT mitEeoemr5sa004
dem festen Sensor
besteht aus folgenden Unterroutinen:

30° AT
[Liste des Messvorbereitungszyklus]
OO31 Positionseinstellzyklus für Werkzeugwechsel
OO32 Positionseinstellzyklus für Rückzug Y-Achse
OO123 Sensor Nullwert-Einstellzyklus in Längsrichtung
OO124 Sensor Nullwert-Einstellzyklus in Querrichtung
[Liste des Messzyklus]
OO125 Messen in Längsrichtung
OO126 Messen in Querrichtung
OO129 Messen der Kugelgestalt
[Liste des Werkzeugbruchprüfzyklus]
OO125 Werkzeugbruchprüfung in Längsrichtung
OO126 Werkzeugbruchprüfung in Querrichtung
OO127 Werkzeugbruchprüfung für HS-Werkzeuge

45° AT
[Liste des Messvorbereitungszyklus]
OO31 Positionseinstellzyklus für Werkzeugwechsel
OO32 Positionseinstellzyklus für Rückzug Y-Achse
OO113 Sensor Nullwert-Einstellzyklus in Längsrichtung
OO114 Sensor Nullwert-Einstellzyklus in Querrichtung
[Liste des Messzyklus]
OO115 Messen in Längsrichtung
OO116 Messen in Querrichtung
OO119 Messen der Kugelgestalt
[Liste des Werkzeugbruchprüfzyklus]
OO115 Werkzeugbruchprüfung in Längsrichtung
OO116 Werkzeugbruchprüfung in Querrichtung
OO117 Werkzeugbruchprüfung für HS-Werkzeuge
MG61-012 S-419
KAPITEL 10 MESSFUNKTION MIT KONTAKTFREIEM SENSOR FÜR 30°/45° ANSCHLÜSSE (103 VERSIONEN)

[Einstellzyklus Werkzeugwechselposition (OO31)]


Bei einer Maschine, bei der die Werkzeugwechselfunktion auf ON (Bit 0 des NC
Spezifikationscodes Nr. 21 ist eingeschaltet) gestellt ist, führt die Steuerung bei Erfassung
eines Werkzeugbruchs einen Werkzeugwechsel aus, indem das Argument PGO=0
übertragen wird. Der Zyklus stellt die Werkzeugwechselposition ein, die für diesen Zweck
verwendet wird.
Die Werkzeugwechselposition ist der Arbeitskoordinate Nr. 2 des Systems gespeichert.
Details hierzu finden Sie unter „Abschnitt 1. FUNKTION FÜR AUTOMATISCHEN
WERKZEUGLÄNGENVERSATZ / AUTOMATISCHE WERKZEUGBRUCHERFASSUNG“.
CALL OO31
[Einstellzyklus Rückzugsposition Y-Achse (OO32)]
Bei manchen Maschinen kann der Sensor mit der Y-Achse kollidieren, wenn sich diese vor
oder zurück bewegt.
Bewegen Sie die Y-Achse in ihre Rückzugsposition, wenn die kommende Kollision erkannt
wird, bevor Sie den Sensor vor oder zurück bewegen. Details hierzu finden gegebenenfalls Sie
unter „Abschnitt 1. FUNKTION FÜR AUTOMATISCHEN WERKZEUGLÄNGENVERSATZ /
AUTOMATISCHE WERKZEUGBRUCHERFASSUNG“.
CALL OO32
[Spindeldrehzahl]
Bestimmen Sie die Spindeldrehzahl anhand folgender Formel, falls eine Messung bei
drehender Spindel ausgeführt wird:
S=F/N
Wobei
S die tatsächliche Spindeldrehzahl ist. Dies ist der Wert des S Befehls multipliziert mit der
Übersteuerung der Spindeldrehzahl.
F ist der tatsächliche Vorschub. Wenn PFI (die 1. Annäherungsgeschwindigkeit des Sensors)
nicht anhand eines Arguments definiert ist, wird dieser Wert 2.000 mit der Übersteuerung des
Schneidevorschubs multipliziert. Wenn PFI mit einem Argument definiert ist, ist dieser Wert
der angegebene Wert, multipliziert mit der Übersteuerung des Schneidevorschubs.
N ist die Anzahl der Werkzeugschneiden.
MG61-012 S-420
KAPITEL 10 MESSFUNKTION MIT KONTAKTFREIEM SENSOR FÜR 30°/45° ANSCHLÜSSE (103 VERSIONEN)

[Sensor Nullwert-Einstellzyklus in Längsrichtung (OO123, OO113)]


Dieser Zyklus definiert die Sensorposition, die verwendet wird, um die Werkzeuglänge zu
messen und einen Werkzeugbruch zu erkennen.
Die Versatzmethode kann mit Bit 7 der Systemvariablen VFST geschaltet werden.
Bit 7 der VFST AUS : Relativer Positionsversatz
EIN : Absoluter Positionsversatz
Ändern Sie, nachdem Sie hier die Versatzmethode gewählt haben, die Einstellung nicht mehr.
Die Messergebnisse für das Werkzeug, das im 30° AT montiert ist, werden in den Arbeits-
Koordinaten Nr. 25 des Systems gespeichert. Die Messergebnisse für das Werkzeug, das im
45° AT montiert ist, werden in den Arbeits-Koordinaten Nr. 26 des Systems gespeichert.
MG61-012 S-421
KAPITEL 10 MESSFUNKTION MIT KONTAKTFREIEM SENSOR FÜR 30°/45° ANSCHLÜSSE (103 VERSIONEN)

• Aufrufsequenz
CALL OO123 PAXI=* PLI=* [PRS=*] [PSPN=* [PPIC=*] [PTOL=*]] [PUDT=*] [POVT=*] PAT=*
(OO113) [PRET=1] [PCON=1] [PF1=*] [PF2=*] [PF3=*] [PF4=*] [PSBA=*]
PAXI: Achse von der der Nullpunkt gesetzt ist (Bit0: die X-Achse, Bit1: die Y-Achse, Bit2: Z-
Achse)
Die normale Einstellung ist #06H.
PLI: Länge Referenzwerkzeug
Für den absoluten Positionsversatz (wie vorher erwähnt) muss die Länge von
der Maßlinie bis zum Ende des Referenzwerkzeugs angegeben werden. Für den
relativen Positionsversatz muss die Differenz zwischen Länge des
Referenzwerkzeugs bei relativem Positionsversatz und der Länge des
Referenzwerkzeugs definiert werden, die bei angepasster Messung verwendet
wird. Falls diese identisch sind muss 0 angegeben werden.
PRS: Spindelorientierungsposition
Wenn PRS weggelassen, und ein M-Code für die Spindeldrehung (M03 oder
M04) definiert wird, wird das Werkzeug während der Drehung gemessen. Wenn
PRS definiert wird, wird die Spindel ausgerichtet angehalten und der Sensor
misst das angehaltene Werkzeug. Ohne oben genannten M-Code wird die
Spindel jedoch ausgerichtet angehalten und der Sensor misst das angehaltene
Werkzeug, obwohl PRS weggelassen wurde.
PSPN [PPIC] [PTOL]: Breitenmessung während des Scannen [stufenweiser Vorschub beim
Scanning] [Wert überspringen beim Scanning]
Geben Sie die Messbreite in eine Richtung an. Beim Messscannen misst der
Sensor das Werkzeug sowohl in positiver als auch negativer Richtung. Ohne
Definition des PSPN kann der Sensor das Werkzeug nicht messen. Der
voreingestellte stufenweise Vorschub beim Messen ist 0,1 mm (0,004 in.).
Messscannen ist für die Bestimmung der Position der maximalen
Werkzeuglänge vorgesehen.
Wenn der gemessene Wert abnimmt, wird davon ausgegangen, dass die darauf
folgenden Messdaten keine Zunahme mehr haben werden. Dies bedeutet, dass
der Sensor nicht mehr weiter messen muss, um die gesamte Breite des PSPN
abzudecken. Das Kriterium um die Messung zu beenden wird „Wert
überspringen“ genannt. Die Voreinstellung ist 0,005 mm (0,0002 in.).

PUDT: Betrag des verminderten Verfahrwegs bei der ersten Annäherung. (Voreinstellung: 50
mm (1,97 in.))
POVT: Betrag des zusätzlichen Verfahrwegs bei der ersten Annäherung. (Voreinstellung: 50
mm (1,97 in.))
PAT: Anschluss-Versatzwert
Stellen Sie den Versatzwert für VATSC ein [184, Anschluss-Versatzwert].
MG61-012 S-422
KAPITEL 10 MESSFUNKTION MIT KONTAKTFREIEM SENSOR FÜR 30°/45° ANSCHLÜSSE (103 VERSIONEN)

PCON: Sperrparameter Rückzug Z-Achse*


Normalerweise befindet sich die Z-Achse nach Abschluss des Messzyklus am Ende
des positiven Verfahrwegs. Um die Z-Achse nach der Messung zu fixieren muss „1“
für PCON angegeben werden.
PRET: Sperrparameter Rückzug Sensor*
Normalerweise fährt der Sensor nach der Messung zurück. Um den Sensor nach
der Messung zu fixieren muss „1“ für PRET angegeben werden.
* Wenn „1“ beim Sperrparameter für den Rückzug der Z-Achse gesetzt wird, wird
auch automatisch „1“ für den Sperrparameter des Sensorrückzugs gesetzt. Diese
erfolgt, da der Sensor beim Vorschub oder Rückzug je nach Achsenposition oder
Maschine mit einem Maschinenbauteil kollidieren kann.
PF1: 1. Annäherungsgeschwindigkeit des Sensors
PF2: 2. Annäherungsgeschwindigkeit des Sensors
PF3: 3. Annäherungsgeschwindigkeit des Sensors und 1. Annäherungsgeschwindigkeit im
Scanzyklus
PF4: 4. Annäherungsgeschwindigkeit des Sensors und 2. Annäherungsgeschwindigkeit im
Scanzyklus
Normalerweise fährt das Werkzeug den Sensor vier Mal an. Beim Messscannen
fährt das Werkzeug den Sensor zwei Mal an. Hier muss die
Annäherungsgeschwindigkeit zu diesem Zeitpunkt definiert werden. Die
voreingestellten Geschwindigkeiten sind jeweils 2.000 mm/min, 1.000 mm/min, 100
mm/min und 3 mm/min. Bei der Messung eines drehenden Werkzeugs hängt die 4.
Annäherungsgeschwindigkeit von der Drehzahl (0,001 x S [mm]/min) ab.
PSBA: Zeitraum [s] für Druckluftstoß Sensor (Voreinstellung 3 [s])
• Messprozedur
1. Referenzwerkzeug installieren.
2. Sensor mit M144 vor bewegen (sicherstellen, dass der Sensor mit keinen Bauteilen
kollidiert).
3. Laser mit M375 einschalten (der Laser wird mit M374 ausgeschaltet).
4. Positionieren Sie das Werkzeug von Hand in der Nähe des Sensors (positionieren Sie das
Werkzeug an einer Stelle, an der der Sensor mit Winkelbewegung in der Werkzeug
Längsrichtung bewegt wird).
5. Führen Sie den Sensor Nullwert-Einstellzyklus automatisch oder im MDI-Betriebsmodus
aus.
• Zyklusprozedur
1. Die Laserblende öffnet sich.
2. Der Sensor befindet sich im positiven Endbereich der Z-Achse.
3. Der Sensor wird an der Rückzugsposition der Y-Achse positioniert, sofern die Maschine
den Rückzug der Y-Achse vor der Messung erfordert.
4. Die Spindelorientierung wird, außer bei der Messung drehender Werkzeuge, ausgeführt.
5. Der Sensor bewegt sich vorwärts.
6. Die Y-Achse bewegt sich zur verminderten Position.
7. Finden Sie die X-Achse in der Messstartposition.
8. Die Z-Achse bewegt sich zur verminderten Position.
9. Der Messzyklus beginnt (der Sensor-Druckluftstoß für die 1. Messung wird ausgeführt).
10. Die Y-Achse und die Z-Achse bewegen sich zur Sensorposition.
11. Der Scanzyklus beginnt, sofern dieser gewählt wurde.
12. Der Sensor wird im positiven Endbereich der Z-Achse positioniert.*
MG61-012 S-423
KAPITEL 10 MESSFUNKTION MIT KONTAKTFREIEM SENSOR FÜR 30°/45° ANSCHLÜSSE (103 VERSIONEN)

13. Die Laserblende schließt sich.


14. Die Y-Achse zieht sich, falls vorgesehen, zurück.*
15. Der Sensor bewegt sich zurück.*
* Positionieren im positiven Grenzbereich durch Sequenz Nr. 12 wird weggelassen, wenn
PCON definiert wird.
Sensorrückzug durch Sequenz Nr. 14 und 15 wird weggelassen, wenn PRET definiert
wird.

[Sensor Nullwert-Einstellzyklus in Querrichtung (OO124, OO114)]


Dieser Zyklus definiert die Sensorposition, die verwendet wird, um den Fräserradius zu
messen und einen Werkzeugbruch zu erkennen.
Die Messergebnisse für das Werkzeug, das im 30° AT montiert ist, werden in den Arbeits-
Koordinaten Nr. 27 des Systems gespeichert. Die Messergebnisse für das Werkzeug, das im
45° AT montiert ist, werden in den Arbeits-Koordinaten Nr. 28 des Systems gespeichert.
• Aufrufsequenz
CALL OO124 PAXI=* PRI=* PLI=* [PIN=*] [PRS=*] [PSPN=* [PPIC=*] [PTOL=*]] [PUDT=*]
(OO114) [POVT=*] PAT=* [PRET=*] [PCON=*] [PF1=*] [PF2=*] [PF3=*] [PF4=*] [PSBA=*]
PAXI: Achse von der der Nullpunkt gesetzt ist (Bit0: X-Achse, Bit1: Y-Achse und Bit2: Z-Achse)
Die normale Einstellung ist #06H.
PRI: Radius Referenzwerkzeug
Geben Sie den Fräserradius des Referenzwerkzeugs an.
PLI: Länge Referenzwerkzeug
Siehe Sensor Nullwert-Einstellzyklus in Längsrichtung.
PIN: Vorschubbetrag Z-Achse
Wenn der Sensor Nullwert-Einstellzyklus ausgeführt wird, beginnt der Sensor mit
der Messung indem er sich, ausgehend von der Startposition, um den mit PIN
definierten Betrag in negative Richtung bewegt.
Stellen Sie jedoch bei Berechnung des Sensor-Nullpunkts die Spitze des
Referenzwerkzeugs als Sensor-Nullpunkt, indem Sie diesen Betrag des Z-Achsen
Vorschubs berücksichtigen.
PUDT: Betrag des verminderten Verfahrwegs bei der ersten Annäherung. (Voreinstellung: 50 mm
(1,97 in.))
POVT: Betrag des zusätzlichen Verfahrwegs bei der ersten Annäherung. (Voreinstellung: 50 mm
(1,97 in.))
PRS: Spindelorientierungsposition
PSPN [PPIC] [PTOL]: Breitenmessung während des Scannen [stufenweiser Vorschub beim
Scanning] [Wert überspringen beim Scanning]
PAT: Anschluss-Versatzwert
PRET: Sperrparameter Rückzug Sensor*
PCON: Sperrparameter Rückzug Z-Achse*
Normalerweise befindet sich die Z-Achse nach Abschluss des Messzyklus am
Ende des positiven Verfahrwegs. Um die Z-Achse nach der Messung zu fixieren
muss „1“ für PCON angegeben werden.
PF1: Die 1. Annäherungsgeschwindigkeit des Sensors
PF2: Die 2. Annäherungsgeschwindigkeit des Sensors
PF3: Die 3. Annäherungsgeschwindigkeit des Sensors und die 1. Annäherungsgeschwindigkeit im
Scanzyklus
PF4: Die 4. Annäherungsgeschwindigkeit des Sensors und die 2. Annäherungsgeschwindigkeit im
Scanzyklus
MG61-012 S-424
KAPITEL 10 MESSFUNKTION MIT KONTAKTFREIEM SENSOR FÜR 30°/45° ANSCHLÜSSE (103 VERSIONEN)

PSBA: Zeitraum [s] für Druckluftstoß Sensor (Voreinstellung 3 [s])


Siehe Sensor Nullwert-Einstellzyklus in Längsrichtung.
• Messprozedur
1. Referenzwerkzeug installieren.
2. Sensor mit M144 vor bewegen (sicherstellen, dass der Sensor mit keinen Bauteilen
kollidiert).
3. Laser mit M375 einschalten (der Laser wird mit M374 ausgeschaltet).
4. Positionieren Sie das Werkzeug von Hand in der Nähe des Sensors (positionieren Sie das
Werkzeug an einer Stelle, an der der Sensor mit eine 90° Aufwärtsbewegung von der
Werkzeug Längsrichtung bewegt wird).
5. Führen Sie den Sensor Nullwert-Einstellzyklus automatisch oder im MDI-Betriebsmodus
aus.
• Zyklusprozedur
1. Die Laserblende öffnet sich.
2. Der Sensor befindet sich im positiven Endbereich der Z-Achse.
3. Der Sensor wird an der Rückzugsposition der Y-Achse positioniert, sofern die Maschine
den Rückzug der Y-Achse vor der Messung erfordert.
4. Die Spindelorientierung wird, außer bei der Messung drehender Werkzeuge, ausgeführt.
5. Der Sensor bewegt sich vorwärts.
6. Die Y-Achse an der verminderten Position positioniert (wenn PIN definiert ist, positionieren
Sie die Y-Achse in einer Position, die um den mit PIN definierten Betrag der Y-Achse
verschoben ist).
7. Die X-Achse wird am Messstartpunkt positioniert.
8. Die Z-Achse an der verminderten Position positioniert (wenn PIN definiert ist, positionieren
Sie die Z-Achse in einer Position, die um den mit PIN definierten Betrag der Z-Achse
verschoben ist).
9. Der Messzyklus beginnt (der Sensor-Druckluftstoß für die 1. Messung wird ausgeführt).
10. Die Y-Achse und die Z-Achse bewegen sich zur Sensorposition.
11. Der Scanzyklus beginnt, sofern dieser gewählt wurde.
12. Der Sensor wird im positiven Endbereich der Z-Achse positioniert.*
13. Die Laserblende schließt sich.
14. Die Y-Achse zieht sich, falls vorgesehen, zurück.*
15. Der Sensor bewegt sich zurück.*
* Positionieren im positiven Grenzbereich durch Sequenz Nr. 12 wird weggelassen, wenn
PCON definiert wird.
Sensorrückzug durch Sequenz Nr. 14 und 15 wird weggelassen, wenn PRET definiert
wird.
MG61-012 S-425
KAPITEL 10 MESSFUNKTION MIT KONTAKTFREIEM SENSOR FÜR 30°/45° ANSCHLÜSSE (103 VERSIONEN)

[Messen in Längsrichtung (OO125, OO115)]


Dieser Zyklus misst die Werkzeuglänge. Schalten Sie beim Messen der Werkzeuglänge den
Bit 0 der Systemvariablen VFST ein.
• Aufrufsequenz
CALL OO125 PLI=* [PRS=*] [PSPN=* [PPIC=*] [PTOL=*]] [PUDT=*] [POVT=*] [PH=*]
(OO115) [PRET=*] [PCON=*] [PF1=*] [PF2=*] [PF3=*] [PF4=*] [PSBA=*] PAT=* [PSAM=*]
[PSPR=*] [PSRA=*] [PRTY=*]
PLI: Werkzeuglänge
Geben Sie die (erwartete) Werkzeuglänge an.
PRS: Spindelorientierungsposition
PSPN [PPIC] [PTOL]: Breitenmessung während des Scannen [stufenweiser Vorschub beim
Scanning] [Wert überspringen beim Scanning]
PUDT: Betrag des verminderten Verfahrwegs bei der ersten Annäherung. (Voreinstellung: 10 mm
(0,39 in.))
POVT: Betrag des zusätzlichen Verfahrwegs bei der ersten Annäherung. (Voreinstellung: 10 mm
(0,39 in.))
PH: Werkzeuglängen-Offsetwert
Geben Sie die Werkzeuglängen-Versatznummer an, an der die gemessene
Werkzeuglänge gespeichert ist.
Wenn PH weggelassen wird, wird die aktive Werkzeug-Versatznummer (VTLCN)
eingestellt.
PRET: Sperrparameter Rückzug Sensor*
PCON: Sperrparameter Rückzug Z-Achse*
Normalerweise befindet sich die Z-Achse nach Abschluss des Messzyklus am
Ende des positiven Verfahrwegs. Um die Z-Achse nach der Messung zu fixieren
muss „1“ für PCON angegeben werden.
PF1: Die 1. Annäherungsgeschwindigkeit des Sensors
PF2: Die 2. Annäherungsgeschwindigkeit des Sensors
PF3: Die 3. Annäherungsgeschwindigkeit des Sensors und die 1. Annäherungsgeschwindigkeit im
Scanzyklus
PF4: Die 4. Annäherungsgeschwindigkeit des Sensors und die 2. Annäherungsgeschwindigkeit im
Scanzyklus
PSBA: Zeitraum [s] für Druckluftstoß Sensor (Voreinstellung 3 [s])
Siehe Sensor Nullwert-Einstellzyklus in Längsrichtung.
PAT: Anschluss-Versatzwert
Der Versatzwert muss bei VATSC eingestellt werden [184, Anschluss-Versatz
Zuordnungsnummer].
PSAM: Anzahl der Messungen.
MG61-012 S-426
KAPITEL 10 MESSFUNKTION MIT KONTAKTFREIEM SENSOR FÜR 30°/45° ANSCHLÜSSE (103 VERSIONEN)

Wenn PSAM auf 2 oder mehr gesetzt wird, wiederholt die Steuerung den
Messzyklus mit der eingestellten Anzahl von Wiederholungen.
Bei der ersten Messung führt die Steuerung eine normale Messung aus (mit 4-
facher Annäherung).
Bei der zweiten und darauf folgenden Messungen führt die Steuerung die
Messungen mit 2-facher Annäherung aus. Die Annäherungsgeschwindigkeiten
beim zweiten und späteren Messzyklen sind wie folgt:
1. Annäherung … Die 3. Annäherungsgeschwindigkeit beim normalen Messzyklus
2. Annäherung … Die 4. Annäherungsgeschwindigkeit beim normalen Messzyklus
Der Durchschnittswert mehrerer Messungen wird als der endgültig gemessene
Wert betrachtet.
Der zweite und spätere Messzyklen umfassen nicht das Messscannen.
Die Voreinstellung ist 3 (Wiederholungen).
PSPR: Zulässiger Unterschied zwischen maximaler und minimalen Messergebnis
Die Maximal- und Minimalwerte werden anhand der Ergebnisse mehrfacher
Messungen erhalten. Stellen Sie bei diesem Parameter den zulässigen Bereich
zwischen Maximal- und Minimalwerten (Abweichung) ein. Die Voreinstellung ist
0,005 [mm].
PSRA: Aktion, wenn die Abweichung den zulässigen Bereich überschreitet (Alarm).
Wählen Sie, ob eine Abweichung, die größer als zulässig ist, einen Alarm auslöst
oder nicht.
Wählen Sie „1“, falls ein Alarm ausgelöst werden soll. Stellen Sie „0“ ein, falls kein
Alarm ausgelöst werden soll. Die Voreinstellung ist „0“ (kein Alarm).
PRTY: Aktion, wenn die Abweichung den zulässigen Bereich überschreitet (Neuversuch).
Wählen Sie, ob eine Abweichung, die größer als zulässig ist, einen neuen
Messzyklus auslöst oder nicht. Stellen Sie bei gewünschtem Neuversuch die
Anzahl der Neuversuche unter PRTY ein.
Stellen Sie, falls kein Neuversuch gewünscht wird, „0“ unter PRTY ein.
Die Steuerung führt die unter PSAM (Anzahl von Messungen) eingestellte Anzahl
von Messungen bei jedem Neuversuch aus. Während der erneuten Messung wird
auch beim 1. Messzyklus eine doppelte Annäherung ausgeführt.
Falls die Abweichung nach der angegebenen Anzahl von Neuversuchen nicht
innerhalb des zulässigen Bereichs liegt, erfolgt eine Alarmmeldung.
Wenn PSRA auf „1“ gesetzt ist, wird der PRTY Wert ignoriert. Wenn sowohl PSRA
als auch PRTY auf „0“ gesetzt werden, wird der Durchschnittswert als Messwert
angenommen, selbst wenn die Abweichung außerhalb des zulässigen Bereichs
liegt. Die Voreinstellung ist „0“ (kein Neuversuch).
MG61-012 S-427
KAPITEL 10 MESSFUNKTION MIT KONTAKTFREIEM SENSOR FÜR 30°/45° ANSCHLÜSSE (103 VERSIONEN)

• Zyklusprozedur
1. Der Druckluftstoß des Sensors ist ausgeschaltet.
2. Der Sensor befindet sich im positiven Endbereich der Z-Achse.
3. Der Sensor wird an der Rückzugsposition der Y-Achse positioniert, sofern die Maschine
den Rückzug der Y-Achse vor der Messung erfordert.
4. Die Spindelorientierung wird, außer bei der Messung drehender Werkzeuge, ausgeführt.
5. Der Sensor bewegt sich vorwärts.
6. Die Y-Achse wird an der Verlängerungslinie der Sensorposition in der
Werkzeuglängsrichtung positioniert.
7. Die X-Achse wird am Messstartpunkt positioniert.
8. Der Messzyklus beginnt (der Sensor-Druckluftstoß für die 1. Messung wird ausgeführt).
9. Die Y-Achse und die Z-Achse bewegen sich zur Sensorposition.
10. Der Scanzyklus beginnt, sofern dieser gewählt wurde.
11. Bei mehreren Messungen wiederholt die Steuerung den Messzyklus mit der eingestellten
Anzahl von Wiederholungen.
12. Die Z-Achse bewegt sich zur Sensorposition.
13. Die Laserblende schließt sich.
14. Die Y-Achse zieht sich, falls vorgesehen, zurück.*
15. Der Sensor bewegt sich zurück.*
* Positionieren im positiven Grenzbereich durch Sequenz Nr. 12 wird weggelassen, wenn
PCON definiert wird.
Sensorrückzug durch Sequenz Nr. 14 und 15 wird weggelassen, wenn PRET definiert
wird.
MG61-012 S-428
KAPITEL 10 MESSFUNKTION MIT KONTAKTFREIEM SENSOR FÜR 30°/45° ANSCHLÜSSE (103 VERSIONEN)

[Messen in Längsrichtung (OO126, OO116)]


Dieser Zyklus misst den Fräserradius. Schalten Sie beim Messen des Fräserradius den Bit 0
der Systemvariablen VFST ein.
• Aufrufsequenz
CALL OO126 PRI=* PLI=* [PRS=*] [PSPN=* [PPIC=*] [PTOL=*]] [PIN=*] [PUDT=*] [POVT=*]
(OO116) PAT=* [PD=*] [PRET=*] [PCON=*] [PGO=*] [PF1=*] [PF2=*] [PF3=*] [PF4=*]
[PSBA=*] [PSAM=*] [PSPR=*] [PSRA=*] [PRTY=*]
PLI: Werkzeuglänge
Geben Sie den Versatzbetrag der Werkzeuglänge an.
PRI: Fräserradius
Geben Sie den Versatzbetrag des Fräserradius an (den erwarteten Versatzbetrag
des Fräserradius).
PRS: Spindelorientierungsposition
Siehe Sensor Nullwert-Einstellzyklus in Längsrichtung.
PSPN [PPIC] [PTOL]: Breitenmessung während des Scannen [stufenweiser Vorschub beim
Scanning] [Wert überspringen beim Scanning]
PIN: Vorschubbetrag Z-Achse
Stellen Sie eine Strecke ein, um die die Z-Achse in radialer Richtung weiter von
der ursprünglichen, vorgeschobenen Position im Sensor Nullwert-Einstellzyklus
vorfährt.
PUDT: Betrag des verminderten Verfahrwegs bei der ersten Annäherung. (Voreinstellung: 10 mm
(0,39 in.))
POVT: Betrag des zusätzlichen Verfahrwegs bei der ersten Annäherung. (Voreinstellung: 10 mm
(0,39 in.))
PAT: Anschluss-Versatzwert
Siehe [Messzyklus in Längsrichtung].
PD: Kompensationswert Fräserradius
Geben Sie die Kompensationsnummer des Fräserradius an, an der der
gemessene Fräserradius gespeichert ist.
Wenn dieser weggelassen wird, wird die aktive Werkzeug-Kompensationsnummer
(VTLCN) eingestellt.
PRET: Sperrparameter Rückzug Sensor*
PCON: Sperrparameter Rückzug Z-Achse*
Normalerweise befindet sich die Z-Achse nach Abschluss des Messzyklus am
Ende des positiven Verfahrwegs. Um die Z-Achse nach der Messung zu fixieren
muss „1“ für PCON angegeben werden.
PF1: Die 1. Annäherungsgeschwindigkeit des Sensors
PF2: Die 2. Annäherungsgeschwindigkeit des Sensors
PF3: Die 3. Annäherungsgeschwindigkeit des Sensors und die 1. Annäherungsgeschwindigkeit im
Scanzyklus
PF4: Die 4. Annäherungsgeschwindigkeit des Sensors und die 2. Annäherungsgeschwindigkeit im
Scanzyklus
PSBA: Zeitraum [s] für Druckluftstoß Sensor (Voreinstellung 3 [s])
PSAM: Anzahl der Messungen.
PSPR: Zulässiger Unterschied zwischen maximaler und minimalen Messergebnis
PSRA: Aktion, wenn die Abweichung den zulässigen Bereich überschreitet (Alarm).
PRTY: Aktion, wenn die Abweichung den zulässigen Bereich überschreitet (Neuversuch).
Siehe Sensor Nullwert-Einstellzyklus in Längsrichtung und den Messzyklus in
Längsrichtung.
MG61-012 S-429
KAPITEL 10 MESSFUNKTION MIT KONTAKTFREIEM SENSOR FÜR 30°/45° ANSCHLÜSSE (103 VERSIONEN)

• Zyklusprozedur
1. Die Laserblende öffnet sich.
2. Der Sensor befindet sich im positiven Endbereich der Z-Achse.
3. Der Sensor wird an der Rückzugsposition der Y-Achse positioniert, sofern die Maschine
den Rückzug der Y-Achse vor der Messung erfordert.
4. Die Spindelorientierung wird, außer bei der Messung drehender Werkzeuge, ausgeführt.
5. Der Sensor bewegt sich vorwärts.
6. Die Y-Achse an der verminderten Position positioniert (wenn PIN definiert ist, positionieren
Sie die Y-Achse in einer Position, die um den mit PIN definierten Betrag der Y-Achse
verschoben ist).
7. Die X-Achse wird am Messstartpunkt positioniert.
8. Die Z-Achse an der verminderten Position positioniert (wenn PIN definiert ist, positionieren
Sie die Z-Achse in einer Position, die um den mit PIN definierten Betrag der Z-Achse
verschoben ist).
9. Der Messzyklus beginnt (der Sensor-Druckluftstoß für die 1. Messung wird ausgeführt).
10. Die Y-Achse und die Z-Achse bewegen sich zur Sensorposition.
11. Der Scanzyklus beginnt, sofern dieser gewählt wurde.
12. Bei mehreren Messungen wiederholt die Steuerung den Messzyklus mit der eingestellten
Anzahl von Wiederholungen.
13. Der Sensor wird im positiven Endbereich der Z-Achse positioniert.*
14. Die Laserblende schließt sich.
15. Die Y-Achse zieht sich, falls vorgesehen, zurück.*
16. Der Sensor bewegt sich zurück.*
* Positionieren im positiven Grenzbereich durch Sequenz Nr. 13 wird weggelassen, wenn
PCON definiert wird.
Sensorrückzug durch Sequenz Nr. 15 und 16 wird weggelassen, wenn PRET definiert
wird.
MG61-012 S-430
KAPITEL 10 MESSFUNKTION MIT KONTAKTFREIEM SENSOR FÜR 30°/45° ANSCHLÜSSE (103 VERSIONEN)

[Messen der Kugelgestalt (OO129, OO119)]


Dieser Zyklus misst die Kugelgestalt an der Spitze des Kugelkopffräsers.
• Aufrufsequenz
CALL OO129 [PH=*] [PLI=*] [PRI=*] [PRA=*] [PRS=*] [PUDT=*] [POVT=*] PAT=* [PRET=*]
(OO119) [PCON=*] [PRE=*] [PF1=*] [PF2=*] [PF3=*] [PF4=*] [PSBA=*]
PH: Werkzeuglängen-Offsetwert, Kompensationswert Fräserradius
Geben Sie zur Beurteilung der Kugelgestalt die Werkzeugmanagement-Nummer
an, an der der Werkzeuglängenversatzwert und der Kompensationswert des
Fräserradius gespeichert sind. Wenn PH weggelassen wird, wird die aktive
Werkzeugnummer (VTLCN) eingestellt.
PLI: Werkzeuglänge
Geben Sie Werkzeuglänge an. Wenn diese weggelassen wird, wird der
Versatzbetrag der Werkzeugmanagement-Nummer eingestellt.
PRI: Fräserradius
Geben Sie den Fräserradius an. Wenn diese weggelassen wird, wird der
Kompensationsbetrag der Werkzeugmanagement-Nummer eingestellt.
PRA: Der addierte Winkel für das Messen der Kugelgestalt
Der Sensor misst die Kugelgestalt von der Längsrichtung zur Querrichtung.
Geben Sie für diese Messung an, mit welchem Inkrement der Winkel erhöht
werden soll. Der Winkel muss 5° oder mehr, und ein Teiler von 90° sein.
Voreinstellung ist 15°.
PRS: Spindelorientierungsposition
PUDT: Betrag des verminderten Verfahrwegs bei der ersten Annäherung. (Voreinstellung: 10 mm
(0,39 in.))
POVT: Betrag des zusätzlichen Verfahrwegs bei der ersten Annäherung. (Voreinstellung: 10 mm
(0,39 in.))
PAT: Anschluss-Versatzwert
PRET: Sperrparameter Rückzug Sensor*
PCON: Sperrparameter Rückzug Z-Achse*
Normalerweise befindet sich die Z-Achse nach Abschluss des Messzyklus am
Ende des positiven Verfahrwegs. Um die Z-Achse nach der Messung zu fixieren
muss „1“ für PCON angegeben werden.
PRE: Maximal zulässiger Fehler
Wenn der Fehler bei der Messung der Kugelgestalt diesen Wert überschreitet, wird
ein Alarm ausgelöst.
Wenn PRE nicht definiert wird, erfolgt beim Zyklus keine Bewertung des Fehlers.
PF1: Die 1. Annäherungsgeschwindigkeit des Sensors
PF2: Die 2. Annäherungsgeschwindigkeit des Sensors
PF3: Die 3. Annäherungsgeschwindigkeit des Sensors und die 1. Annäherungsgeschwindigkeit im
Scanzyklus
PF4: Die 4. Annäherungsgeschwindigkeit des Sensors und die 2. Annäherungsgeschwindigkeit im
Scanzyklus
PSBA: Zeitraum [s] für Druckluftstoß Sensor (Voreinstellung 3 [s])
Siehe Sensor Nullwert-Einstellzyklus in Längsrichtung und den Messzyklus in
Längsrichtung.
MG61-012 S-431
KAPITEL 10 MESSFUNKTION MIT KONTAKTFREIEM SENSOR FÜR 30°/45° ANSCHLÜSSE (103 VERSIONEN)

• Zyklusprozedur
1. Die Laserblende öffnet sich.
2. Der Sensor befindet sich im positiven Endbereich der Z-Achse.
3. Der Sensor wird an der Rückzugsposition der Y-Achse positioniert, sofern die Maschine
den Rückzug der Y-Achse vor der Messung erfordert.
4. Die Spindelorientierung wird, außer bei der Messung drehender Werkzeuge, ausgeführt.
5. Der Sensor bewegt sich vorwärts.
6. Die Y-Achse wird an der Verlängerungslinie der Sensorposition in der
Werkzeuglängsrichtung positioniert.
7. Die X-Achse wird am Messstartpunkt positioniert.
8. Der Messzyklus beginnt (der Sensor-Druckluftstoß für die 1. Messung wird ausgeführt).
9. Die Y-Achse und die Z-Achse bewegen sich zur Sensorposition.
10. Der PRA Winkel wird hinzugefügt und der Sensor misst die Kugelgestalt in geneigter
Richtung.
11. Die Messsequenzen Nr. 9 und 10 werden bis zum Erreichen des Messwinkels von 90°
wiederholt.
12. Die X-Achse und die Z-Achse bewegen sich zur Sensorposition.
13. Die Laserblende schließt sich.
14. Die Y-Achse zieht sich, falls vorgesehen, zurück.*
15. Der Sensor bewegt sich zurück.*
16. Die Kugelgestalt wird bewertet, sofern der Bewertungsbefehl angegeben wurde.
* Positionieren im positiven Grenzbereich durch Sequenz Nr. 12 wird weggelassen, wenn
PCON definiert wird.
Sensorrückzug durch Sequenz Nr. 14 und 15 wird weggelassen, wenn PRET definiert
wird.
MG61-012 S-432
KAPITEL 10 MESSFUNKTION MIT KONTAKTFREIEM SENSOR FÜR 30°/45° ANSCHLÜSSE (103 VERSIONEN)

[Werkzeugbruchprüfung in Längsrichtung (OO125, OO115)]


Dieser Zyklus erfasst einen Werkzeugbruch in Längsrichtung. Schalten Sie bei der
Werkzeugbruchprüfung in Längsrichtung den Bit 0 der Systemvariablen VFST aus.
• Aufrufsequenz
CALL OO125 [PLI=*] [PRS=*] [PSPN=* [PPIC=*] [PTOL=*]] [PUDT=*] [POVT=*] [PAT=*] [PH=*]
(OO115) [PRET=*] [PCON=*] [PGO=*] [PLE1=*] [PLE2=*][PF1=*] [PF2=*] [PF3=*] [PF4=*]
[PSBA=*] [PSAM=*] [PSPR=*] [PSRA=*] [PRTY=*]
PLI: Werkzeuglänge
Geben Sie die (erwartete) Werkzeuglänge an.
PRS: Spindelorientierungsposition
PSPN [PPIC] [PTOL]: Breitenmessung während des Scannen [stufenweiser Vorschub beim
Scanning] [Wert überspringen beim Scanning]
PUDT: Betrag des verminderten Verfahrwegs bei der ersten Annäherung. (Voreinstellung: 10 mm
(0,39 in.))
POVT: Betrag des zusätzlichen Verfahrwegs bei der ersten Annäherung. (Voreinstellung: 10 mm
(0,39 in.))
PAT: Anschluss-Versatzwert
PH: Werkzeuglängen-Offsetwert
Geben Sie die Werkzeuglängen-Versatznummer der Daten an, die mit dem
Messergebnis verglichen werden.
Wenn dieser weggelassen wird, wird die aktive Werkzeugnummer (VTLCN)
eingestellt.
PRET: Sperrparameter Rückzug Sensor*
PCON: Sperrparameter Rückzug Z-Achse*
Normalerweise befindet sich die Z-Achse nach Abschluss des Messzyklus am
Ende des positiven Verfahrwegs. Um die Z-Achse nach der Messung zu fixieren
muss „1“ für PCON angegeben werden.
PGO: Aktion bei Erfassung eines Werkzeugbruchs
PGO=1 Das Werkzeug wird bei Erfassung eines Werkzeugbruchs gewechselt.
PGO=2 Das Werkzeug wird bei Erfassung eines Werkzeugbruchs gewechselt.
Das gebrochene Werkzeug bewegt sich vor der Auswechselung zur
Werkzeugwechselposition.
Wenn PGO weggelassen wird, endet der Zyklus mit einer Alarmmeldung.
PLE1: Schwellenwert für die Beurteilung eines Werkzeugbruchs.
Geben Sie den Grenzwert für die Unterscheidung eines Werkzeugbruchs von
einem Werkzeugversatzwert an. Voreinstellung ist 0,1 mm (0,004 in.).
PLE2: Schwellenwert für die Beurteilung des Werkzeugverschließes.
Geben Sie den Grenzwert für die Unterscheidung des Werkzeugverschleißes von
einem Werkzeugversatzwert an. Wenn die Differenz kleiner als PLE2 ist, definiert
die Steuerung das Werkzeug als verschlissen, und aktualisiert den
Werkzeuglängen-Versatzwert. Wenn PLE2 weggelassen wird, führt die Steuerung
diese Beurteilung nicht aus.
PF1: Die 1. Annäherungsgeschwindigkeit des Sensors
PF2: Die 2. Annäherungsgeschwindigkeit des Sensors
PF3: Die 3. Annäherungsgeschwindigkeit des Sensors und die 1. Annäherungsgeschwindigkeit im
Scanzyklus
PF4: Die 4. Annäherungsgeschwindigkeit des Sensors und die 2. Annäherungsgeschwindigkeit im
Scanzyklus
MG61-012 S-433
KAPITEL 10 MESSFUNKTION MIT KONTAKTFREIEM SENSOR FÜR 30°/45° ANSCHLÜSSE (103 VERSIONEN)

PSBA: Zeitraum [s] für Druckluftstoß Sensor (Voreinstellung 3 [s])


PSAM: Anzahl der Messungen.
PSPR: Zulässiger Unterschied zwischen maximaler und minimalen Messergebnis
PSRA: Aktion, wenn die Abweichung den zulässigen Bereich überschreitet (Alarm).
PRTY: Aktion, wenn die Abweichung den zulässigen Bereich überschreitet (Neuversuch).
Siehe Sensor Nullwert-Einstellzyklus in Längsrichtung und den Messzyklus in
Längsrichtung.
• Zyklusprozedur
1. Die Laserblende öffnet sich.
2. Der Sensor befindet sich im positiven Endbereich der Z-Achse.
3. Der Sensor wird an der Rückzugsposition der Y-Achse positioniert, sofern die Maschine
den Rückzug der Y-Achse vor der Messung erfordert.
4. Die Spindelorientierung wird, außer bei der Messung drehender Werkzeuge, ausgeführt.
5. Der Sensor bewegt sich vorwärts.
6. Die Y-Achse wird an der Verlängerungslinie der Sensorposition in der
Werkzeuglängsrichtung positioniert.
7. Die X-Achse wird an der Sensorposition positioniert.
8. Der Messzyklus beginnt (der Sensor-Druckluftstoß für die 1. Messung wird ausgeführt).
9. Die Y-Achse und die Z-Achse bewegen sich zur Sensorposition.
10. Der Scanzyklus beginnt, sofern dieser gewählt wurde.
11. Bei mehreren Messungen wiederholt die Steuerung den Messzyklus mit der eingestellten
Anzahl von Wiederholungen.
12. Der Sensor wird im positiven Endbereich der Z-Achse positioniert.*
13. Die Laserblende schließt sich.
14. Die Y-Achse zieht sich, falls vorgesehen, zurück.*
15. Der Sensor bewegt sich zurück.*
16. Werkzeugbruch oder Werkzeugverschleiß werden beurteilt.
17. Wenn ein Werkzeugbruch festgestellt wird, erfolgt der Werkzeugwechsel entsprechend
der PGO-Einstellung.
* Positionieren im positiven Grenzbereich durch Sequenz Nr. 12 wird weggelassen, wenn
PCON definiert wird.
Sensorrückzug durch Sequenz Nr. 14 und 15 wird weggelassen, wenn PRET definiert
wird.
MG61-012 S-434
KAPITEL 10 MESSFUNKTION MIT KONTAKTFREIEM SENSOR FÜR 30°/45° ANSCHLÜSSE (103 VERSIONEN)

[Werkzeugbruchprüfung in Querrichtung (OO126, OO116)]


Dieser Zyklus erfasst einen Werkzeugbruch in Querrichtung. Schalten Sie bei der
Werkzeugbruchprüfung in Querrichtung den Bit 0 der Systemvariablen VFST aus.
• Aufrufsequenz
CALL OO126 [PRI=*] [PLI=*] [PRS=*] [PSPN=* [PPIC=*] [PTOL=*]] [PIN=*] [PUDT=*] [POVT=*]
(OO116) PAT=* [PD=*] [PRET=*] [PCON=*] [PGO=*] [PLE1=*] [PLE2=*] [PF1=*] [PF2=*]
[PF3=*] [PF4=*] [PSBA=*] [PSAM=*] [PSPR=*] [PSRA=*] [PRTY=*]
PLI: Werkzeuglänge
Geben Sie den Versatzbetrag der Werkzeuglänge an.
PRI: Fräserradius
Geben Sie den Versatzbetrag des Fräserradius an (den erwarteten Versatzbetrag
des Fräserradius).
PRS: Spindelorientierungsposition
PSPN [PPIC] [PTOL]: Breitenmessung während des Scannen [stufenweiser Vorschub beim
Scanning] [Wert überspringen beim Scanning]
PIN: Vorschubbetrag Z-Achse
Stellen Sie eine Strecke ein, um die die Z-Achse in radialer Richtung weiter von der
ursprünglichen, vorgeschobenen Position im Sensor Nullwert-Einstellzyklus
vorfährt.
PUDT: Betrag des verminderten Verfahrwegs bei der ersten Annäherung. (Voreinstellung: 10 mm
(0,39 in.))
POVT: Betrag des zusätzlichen Verfahrwegs bei der ersten Annäherung. (Voreinstellung: 10 mm
(0,39 in.))
PAT: Anschluss-Versatzwert
PD: Kompensationswert Fräserradius
Der Fräserradius wird mit diesem Wert verglichen.
Wenn dieser weggelassen wird, werden die Daten der aktive Werkzeugnummer
(VTLCN) eingestellt.
PRET: Sperrparameter Rückzug Sensor*
PCON: Sperrparameter Rückzug Z-Achse*
Normalerweise befindet sich die Z-Achse nach Abschluss des Messzyklus am
Ende des positiven Verfahrwegs. Um die Z-Achse nach der Messung zu fixieren
muss „1“ für PCON angegeben werden.
PGO: Parameter für die Definition der Aktion bei Erfassung eines Werkzeugbruchs.
PLE1: Schwellenwert für die Beurteilung eines Werkzeugbruchs.
PLE2: Schwellenwert für die Beurteilung des Werkzeugverschließes.
PF1: Die 1. Annäherungsgeschwindigkeit des Sensors
PF2: Die 2. Annäherungsgeschwindigkeit des Sensors
PF3: Die 3. Annäherungsgeschwindigkeit des Sensors und die 1. Annäherungsgeschwindigkeit im
Scanzyklus
PF4: Die 4. Annäherungsgeschwindigkeit des Sensors und die 2. Annäherungsgeschwindigkeit im
Scanzyklus
PSBA: Zeitraum [s] für Druckluftstoß Sensor (Voreinstellung 3 [s])
PSAM: Anzahl der Messungen.
PSPR: Zulässiger Unterschied zwischen maximaler und minimalen Messergebnis
PSRA: Aktion, wenn die Abweichung den zulässigen Bereich überschreitet (Alarm).
PRTY: Aktion, wenn die Abweichung den zulässigen Bereich überschreitet (Neuversuch).
Siehe Sensor Nullwert-Einstellzyklus in Längsrichtung, Messzyklus in
Längsrichtung und den Werkzeugbrucherkennungszyklus in Längsrichtung.
MG61-012 S-435
KAPITEL 10 MESSFUNKTION MIT KONTAKTFREIEM SENSOR FÜR 30°/45° ANSCHLÜSSE (103 VERSIONEN)

• Zyklusprozedur
1. Die Laserblende öffnet sich.
2. Der Sensor befindet sich im positiven Endbereich der Z-Achse.
3. Der Sensor wird an der Rückzugsposition der Y-Achse positioniert, sofern die Maschine
den Rückzug der Y-Achse vor der Messung erfordert.
4. Die Spindelorientierung wird, außer bei der Messung drehender Werkzeuge, ausgeführt.
5. Der Sensor bewegt sich vorwärts.
6. Die Y-Achse an der verminderten Position positioniert (wenn PIN definiert ist, positionieren
Sie die Y-Achse in einer Position, die um den mit PIN definierten Betrag der Y-Achse
verschoben ist).
7. Die X-Achse wird am Messstartpunkt positioniert.
8. Die Z-Achse an der verminderten Position positioniert (wenn PIN definiert ist, positionieren
Sie die Z-Achse in einer Position, die um den mit PIN definierten Betrag der Z-Achse
verschoben ist).
9. Der Messzyklus beginnt (der Sensor-Druckluftstoß für die 1. Messung wird ausgeführt).
10. Die Y-Achse und die Z-Achse bewegen sich zur Sensorposition.
11. Der Scanzyklus beginnt, sofern dieser gewählt wurde.
12. Bei mehreren Messungen wiederholt die Steuerung den Messzyklus mit der eingestellten
Anzahl von Wiederholungen.
13. Der Sensor wird im positiven Endbereich der Z-Achse positioniert.*
14. Die Laserblende schließt sich.
15. Die Y-Achse zieht sich, falls vorgesehen, zurück.*
16. Der Sensor bewegt sich zurück.*
17. Werkzeugbruch oder Werkzeugverschleiß werden beurteilt.
18. Wenn ein Werkzeugbruch festgestellt wird, erfolgt der Werkzeugwechsel entsprechend
der PGO-Einstellung.
* Positionieren im positiven Grenzbereich durch Sequenz Nr. 13 wird weggelassen, wenn
PCON definiert wird.
Sensorrückzug durch Sequenz Nr. 15 und 16 wird weggelassen, wenn PRET definiert
wird.
MG61-012 S-436
KAPITEL 10 MESSFUNKTION MIT KONTAKTFREIEM SENSOR FÜR 30°/45° ANSCHLÜSSE (103 VERSIONEN)

[Werkzeugbruchprüfung für HS-Werkzeuge (OO127, OO117)]


Dieser Zyklus misst die Werkzeuglänge zur Erfassung von Werkzeugbrüchen bei HS-
Werkzeugen. Die Werkzeugbrucherfassung für HS-Werkzeuge wird auf die Annahme hin
ausgeführt, dass ein gebrochenes Werkzeug den rechts dargestellten Sensorstrahl nicht
unterbricht.
Dieser Zyklus kann jedoch eventuell nicht in der Lage sein, eine geringe
Werkzeugbeschädigung zu erkennen.

EIOEMR5SA005R01

• Aufrufsequenz
CALL OO127 [PLI=*] [PRI=*] [PRS=*] [PIN=*] [PUDT=*] [POVT=*] PAT=* [PH=*] [PRET=*]
(OO117) [PCON=*]
PLI: Werkzeuglänge
Geben Sie den Versatzbetrag der Werkzeuglänge an. Wenn diese weggelassen
wird, wird der mit der Versatznummer angegebene Betrag eingestellt.
PRI: Fräserradius
Geben Sie den Kompensationsbetrag des Fräserradius an. Wenn diese
weggelassen wird, wird der mit der Versatznummer angegebene Betrag eingestellt.
PRS: Spindelorientierungsposition
PIN: Vorschubbetrag Z-Achse
Der Sensor beginnt mit der Messung indem er sich, ausgehend von der
Startposition, um den mit PIN definierten Betrag in negative Richtung bewegt.
(Voreinstellung: 0,2 mm (0,008 in.))
PUDT: Betrag des verminderten Verfahrwegs bei der ersten Annäherung. (Voreinstellung: 50 mm
(1,97 in.))
POVT: Betrag des zusätzlichen Verfahrwegs bei der ersten Annäherung. (Voreinstellung: 10 mm
(0,39 in.))
PAT: Anschluss-Versatzwert
PH: Werkzeug-Versatzwert
Geben Sie den Werkzeugversatzwert an. Wenn dieser weggelassen wird, wird die
aktive Werkzeugnummer (VTLCN) eingestellt.
PRET: Sperrparameter Rückzug Sensor*
PCON: Sperrparameter Rückzug Z-Achse*
Normalerweise befindet sich die Z-Achse nach Abschluss des Messzyklus am
Ende des positiven Verfahrwegs. Um die Z-Achse nach der Messung zu fixieren
muss „1“ für PCON angegeben werden.
Siehe Sensor Nullwert-Einstellzyklus in Längsrichtung und den Messzyklus in
Längsrichtung.
MG61-012 S-437
KAPITEL 10 MESSFUNKTION MIT KONTAKTFREIEM SENSOR FÜR 30°/45° ANSCHLÜSSE (103 VERSIONEN)

• Zyklusprozedur
1. Die Laserblende öffnet sich.
2. Der Sensor befindet sich im positiven Endbereich der Z-Achse.
3. Der Sensor wird an der Rückzugsposition der Y-Achse positioniert, sofern die Maschine
den Rückzug der Y-Achse vor der Messung erfordert.
4. Die Spindelorientierung wird, außer bei der Messung drehender Werkzeuge, ausgeführt.
5. Der Sensor bewegt sich vorwärts.
6. Die Y-Achse an der verminderten Position positioniert (wenn PIN definiert ist, positionieren
Sie die Y-Achse in einer Position, die um den mit PIN definierten Betrag der Y-Achse
verschoben ist).
7. Die X-Achse wird am Messstartpunkt positioniert.
8. Die Z-Achse an der verminderten Position positioniert (wenn PIN definiert ist, positionieren
Sie die Z-Achse in einer Position, die um den mit PIN definierten Betrag der Z-Achse
verschoben ist).
9. Die Y-Achse und Z-Achse springt zur Zielposition (Sensorposition + zusätzlicher
Verfahrweg).
10. Der Sensor wird im positiven Endbereich der Z-Achse positioniert.*
11. Die Laserblende schließt sich.
12. Die Y-Achse zieht sich, falls vorgesehen, zurück.*
13. Der Sensor bewegt sich zurück.*
14. Der Werkzeugbruch wird beurteilt.
15. Wenn ein Werkzeugbruch festgestellt wird, erfolgt der Werkzeugwechsel entsprechend
der PGO-Einstellung.
* Positionieren im positiven Grenzbereich durch Sequenz Nr. 10 wird weggelassen, wenn
PCON definiert wird.
Sensorrückzug durch Sequenz Nr. 12 und 13 wird weggelassen, wenn PRET definiert
wird.
MG61-012 S-438
KAPITEL 10 MESSFUNKTION MIT KONTAKTFREIEM SENSOR FÜR 30°/45° ANSCHLÜSSE (103 VERSIONEN)

5. Alarmliste
2583 Alarm B Unbemannt: Großer Fehler bei Kugelmessung Eeoemr5sa005
Großer Fehler wurden bei der Messung der Kugelgestalt festgestellt.
[Vermutlich fehlerhafter Standort]
Beim Nullwert-Einstellzyklus des Berührungssensors hat die Nullposition für die
waagerechte Richtung nicht mit der Werkzeugmitte übereingestimmt.
Oder das Messgerät ist defekt.

[Gegenmaßnahmen]
Verwenden Sie ein korrektes Werkzeug, beispielsweise ein Reservewerkzeug.

2305 Alarm B Unbemannt: Messen nicht möglich


Während des automatischen Messzyklus wurde das Messen unmöglich.
Bei diesem Messsystem wird der Alarm durch folgende Codes ergänzt.
6A Sensor 4 konnte bei der ersten Annäherung nicht bestätigt werden.
6B Bei der ersten Annäherung konnte kein Kontakt bestätigt werden.
6C Sensor 4 konnte bei der zweiten Annäherung nicht bestätigt werden.
6D Bei der zweiten Annäherung konnte kein Kontakt bestätigt werden.
6E Sensor 4 konnte bei der dritten Annäherung nicht bestätigt werden.
6F Bei der dritten Annäherung konnte kein Kontakt bestätigt werden.
70 Sensor 4 konnte bei der vierten Annäherung nicht bestätigt werden.
71 Bei der vierten Annäherung konnte kein Kontakt bestätigt werden.
72 Sensor 4 konnte beim Rückzug des Überspringzyklus nicht bestätigt werden.
73 Bei der ersten Annäherung des Überspringzyklus konnte kein Kontakt bestätigt
werden.
74 Sensor 4 konnte beim Rückzug des Überspringzyklus nicht bestätigt werden.
75 Bei der zweiten Annäherung des Überspringzyklus konnte kein Kontakt bestätigt
werden.
7B Der erste Sensor konnte beim Brucherkennungszyklus für HS-Werkzeuge nicht
bestätigt werden.
7C Der Sensor konnte beim Sprung in den Brucherkennungszyklus für HS-Werkzeuge
nicht bestätigt werden.
95 Bei Mehrfachmessoperationen überschreitet die Differenz zwischen den
gemessenen Maximal- und Minimalwerten die Toleranz.
96 Der Anschlusstyp entspricht nicht der Messprogrammnummer.
Es können 30° Winkelanschlüsse OO125, OO126, OO127 und OO129
verwendet werden.
Es können 45° Winkelanschlüsse OO115, OO116, OO117 und OO119
verwendet werden.
Senkrechte/Waagerechte Spindeln
Bei Ausführung von OO95, OO96, OO97 oder OO99 ist kein
Anschluss montiert, oder der Anschluss ist kein Erweiterungstyp, 90°
Winkeltyp, oder B-/C-Achsen Typ.
MG61-012 S-439
KAPITEL 10 MESSFUNKTION MIT KONTAKTFREIEM SENSOR FÜR 30°/45° ANSCHLÜSSE (103 VERSIONEN)

97 Der Anschluss ist nicht auf einen Winkel geschaltet, bei dem eine Messung möglich
ist.
30° Winkelanschluss Nicht geschaltet auf C270°
45° Winkelanschluss Nicht geschaltet auf C270°
Senkrechte/Waagerechte Spindeln 90° Winkelanschluss nicht geschaltet auf
C270°
B-/C-Achsen Anschluss geschaltet auf B90°
aber nicht geschaltet auf C270°
99 Der Werkzeugbefehl senkrechte/waagerechte Spindel (Bit 6 von VFST) ist falsch.
„1“ (waagerechte Spindel) ist als Bit 6 von VFST eingestellt während kein Anschluss
montiert ist, oder ein Erweiterungsanschluss für senkrechte/waagerechte
Spindelmessung montiert ist.
Oder „0“ (waagerechte Spindel) ist als Bit 6 von VFST eingestellt während ein 90°
Winkelanschluss oder ein B-/C-Achsenanschluss montiert ist.
LISTE DER PUBLIKATIONEN

Publikation-Nr. Datum Ausgabe

MG61-012-R1 Oktober 2005 1.

MG61-012-R2 Februar 2007 2.

Das vorliegende Handbuch kann aufgrund geänderter Spezifikationen oder Designänderungen


vom eigentlichen Produkt abweichen.
Änderungen der Spezifikationen sind ohne Ankündigung vorbehalten.
Bei Fragen bezüglich bestimmter Punkte in diesem Handbuch oder für weitere
Erläuterungen wenden Sie sich bitte an Ihren OKUMA-Vertragshändler.

Das könnte Ihnen auch gefallen