MG61 012 R02a
MG61 012 R02a
OSP-P200M
BEDIENUNGSHANDBUCH
(2. Ausgabe)
Pub. Nr. MG61-012-R2 Februar 2007
MG61-012 S-(i)
SICHERHEITSMASSNAHMEN
SICHERHEITSMASSNAHMEN
Die Maschine ist mit Sicherheitsmaßnahmen ausgestattet, die das PersonalEeoemr5pl001
und die Maschine
selbst vor gefährlichen Situationen und Unfällen schützen. Der Bediener darf sich jedoch nicht aus-
schließlich auf diese Sicherheitsvorrichtungen verlassen: Alle mit dem Maschinenbetrieb betrauten
Personen müssen sich mit den nachfolgend aufgeführten Sicherheitsvorschriften und –maßnahmen
hinreichend vertraut machen, um einen störungsfreien, sicheren Betrieb zu gewährleisten.
Dieses Bedienungshandbuch sowie die an der Maschine angebrachten Warn- und Sicherheitsschilder
können naturgemäß nur die von Okuma vorhersehbaren Gefahren abdecken. Zusätzlich muß der
Maschinenbetrieb fortlaufend auf weitere nicht vorhersehbare Gefahrenquellen überprüft werden.
7. Allgemeine Sicherheitsmaßnahmen
(1) Den Bereich um die Maschine sauber und aufgeräumt halten. Eeoemr5pl007
(2) Geeignete Kleidung tragen und die Anweisungen der entsprechend ausgebildeten und mit dem
Maschinenbetrieb vertrauten Personen beachten.
(3) Alle Bediener müssen darauf achten, daß sich weder Kleidung noch Haare in der Maschine ver-
fangen können. Die Bediener müssen Sicherheitskleidung wie Sicherheitsschuhe, Schutzbrille
usw. tragen.-
(4) Die Maschinenbediener müssen die vorliegende Bedienungsanleitung sorgfältig durchlesen
und sich mit den korrekten Betriebsabläufen vertraut machen, bevor die Maschine bedient wer-
den darf.-
(5) Die Position der Nothalttaste muß bekannt sein, damit sie im Störungsfall sofort und von jeder
Position ausgedrückt werden kann.
(6) Die Bediener dürfen keine hochspannungsführenden Teile, wie z. B. Steuertafel, Transformator,
Motor usw. und keine extrem gefährlichen Maschinenkomponenten berühren.
(7) Müssen zwei oder mehrere Personen zusammenarbeiten, sind aus Sicherheitsgründen alle
Arbeiten durch Verabreden entsprechender Signale vor Aufnahme eines neuen Arbeitsgangs
zu koordinieren.
GEFAHR
Hinweis auf eine unmittelbare Gefahrenquelle, die bei Nichtbeachtung der
Sicherheitsvorschriften zu schwerwiegenden Unfällen und Verletzungen – im Extremfall mit
Todesfolge – führen können.
WARNUNG
Hinweis auf eine mittelbare Gefahr, die bei Nichtbeachtung der Sicherheitsvorschriften zu
schwerwiegenden Unfällen – im Extremfall mit Todesfolge – führen kann.
ACHTUNG
Hinweis auf eine mittelbare Gefahr, die bei Nichtbeachtung der Sicherheitsvorschriften zu
geringen oder mittelschweren Verletzungen führen kann.
ACHTUNG
Hinweis auf eine mittelbare Gefahr, die bei Nichtbeachtung der Sicherheitsvorschriften zu
Sachbeschädigung führen kann.
SICHERHEITSANWEISUNG
INHALTSVERZEICHNIS
KAPITEL 1 AUTOMATISCHE WERKZEUGLÄNGENVERSATZ-/
WERKZEUGBRUCHERKENNUNGSFUNKTION ....................................1
1. Überblick..................................................................................................................................... 1
1-1. Anzeige der Messergebnisse .............................................................................................. 2
1-2. Funktionsmenü .................................................................................................................... 3
2. Ablauf von Automatischem Werkzeuglängenversatz/Automatischer
Werkzeugbrucherkennung.......................................................................................................... 9
2-1. Nullpunkteinstellung des Berührungssensors ................................................................... 10
2-2. Einstellung der Zuordnungstabelle Werkzeugstationsnummer/
Werkzeugnummern ........................................................................................................... 16
2-3. Wahl der Betriebsart .......................................................................................................... 17
2-4. Automatische Werkzeuglängenversatzfunktion................................................................. 19
2-5. Einstellung der Werkzeugwechselposition (außer MC-H) ................................................. 23
2-6. Automatische Werkzeugbrucherkennung.......................................................................... 24
2-7. Reduzierung der Zykluszeit bei der automatischen Werkzeugversatz-/
Werkzeugbrucherkennungsfunktion .................................................................................. 29
2-8. Neue Funktion zur Reduzierung der Zykluszeit bei der automatischen Werkzeugversatz-/
Werkzeugbrucherkennungsfunktion .................................................................................. 31
3. Automatischer Werkzeuglängenversatz-/Automatische Werkzeugbrucherkennung für
Spezialwerkzeuge und Zusatzausrüstung ................................................................................ 35
3-1. Automatischer Werkzeuglängenversatz-/Automatische Werkzeugbrucherkennung für
horizontale Werkzeuge horizontale Werkzeugmaschinen................................................. 35
3-2. Ablauf des automatischen Werkzeuglängenversatzes/der automatischen
Werkzeugbrucherkennung -für die angeschlossene B-/C-Achse, das 90° Winkelzubehör
sowie Verlängerungen (Option) ......................................................................................... 42
3-3. Funktion und Bedienung des Automatischen Werkzeuglängenversatzes/der Automatischen
Werkzeugbruch--erkennung bei einem 30° Winkelzubehör (Option) ................................ 51
3-4. Betrieb von automatischer Werkzeuglängenkorrektur/automatische
Werkzeugbrucherfassung mit 45° Winkelvorsätzen (Option) ............................................ 63
4. Freifahrposition in der Y-Achse (MCM-B/MCR-B II/MCR-A/VH-40) ......................................... 76
4-1. Einstellung der Y-Achsenfreifahrposition........................................................................... 76
4-2. Werkzeugbewegungen während des automatischen Werkzeuglängenversatzes
(Fräserradiuskorrektur)/der automatischen Werkzeugbrucherkennung ............................ 77
5. Kollisionsschutzmaßnahmen für MCV-A/MCV-A II während der Ausführung eines
automatischen Werkzeuglängenversatz-/-brucherkennungszyklus.......................................... 78
5-1. Verriegelung des Sensorbetriebs ...................................................................................... 78
5-2. Kollisionsschutzmaßnahmen während der Ausführung des automatischen
Werkzeuglängenversatzes/der automatischen Werkzeugbrucherkennung ...................... 78
6. In Unterprogrammen benutzte Variablen.................................................................................. 80
6-1. Tabelle der Unterprogramme und Variablen ..................................................................... 80
6-2. Tabelle der Unterprogramme und Variablen (MCM Horizontale Werkzeuge) ................... 83
MG61-012 S-(ii)
INHALTSVERZEICHNIS
1. Überblick
Die automatische Werkzeuglängenversatz-/Werkzeugbrucherkennungsfunktion Eeoemr5s1001
berechnet automa-
tisch die Werkzeugversatzdaten und erkennt gebrochene Werkzeuge, wie Bohrer, Gewindebohrer,
Reibahlen und Bohrstangen.
Die Spezifikationen dieser Funktion lassen sich in die folgenden zwei Typen unterteilen:
• Nur Spezifikationen für automatischen Werkzeuglängenversatz, und
• Spezifikationen für automatischen Werkzeuglängenversatz und automatische Werkzeugbruch-
erkennung
In der Maschine ist ein Berührungssensor installiert: Das Werkzeug in der Spindel wird mit diesem
Berührungssensor in Kontakt gebracht, um den Werkzeuglängenversatz festzulegen und das Werk-
zeug auf Bruch zu prüfen.
Bezüglich Werkzeugen, die ohneAWW ge- und entladen werden, siehe Werkzeugverwaltungs-funk-
tion unter Optionen/Speziellen Spezifikationen im Bedienungshandbuch.
(1) Automatischer Werkzeuglängenversatz
Bei der Werkzeuglängenversatzfunktion wird das in die Spindel eingesetzte Werkzeug mit dem
Berührungssensor in Kontakt gebracht und auf diese Weise der Versatz berechnet. Hierfür wird
ein gesondertes Unterprogramm erstellt und ausgeführt.
(2) Automatische Werkzeugbrucherkennung
Bei der automatischen Werkzeugbrucherkennung wird derselbe Berührungsmesszyklus wie für
die Werkzeuglängenversatzfunktion zur Ermittlung der Werkzeuglänge verwendet.
Die Funktion vergleicht die gemessene Werkzeuglänge mit den im CNC-Speicher abgelegten
Werkzeugversatzdaten und bewertet auf diese Weise, ob das Werkzeug gebrochen ist oder
nicht.
Ist das Werkzeug gebrochen, wird es gegen ein Ersatzwerkzeug ausgewechselt.
MG61-012 S-2
KAPITEL 1 AUTOMATISCHE WERKZEUGLÄNGENVERSATZ-/WERKZEUGBRUCHERKENNUNGSFUNKTION
Vorgehensweise :
1 Zunächst eine Betriebsart wählen (Automatik, MDI, manuell).
EIOEMR5S1001R01
MG61-012 S-3
KAPITEL 1 AUTOMATISCHE WERKZEUGLÄNGENVERSATZ-/WERKZEUGBRUCHERKENNUNGSFUNKTION
1-2. Funktionsmenü
Eeoemr5s1005
Durch Drücken der ganz rechten Erweiterungstaste neben [F8] (ANZEIGE WECHSEL) werden die
untenstehenden Softkeys für die Anzeige der Messergebnisse angezeigt.
EIOEMR5S1002R01
EIOEMR5S1003R01
Das Funktionsmenü für die Verarbeitung der Messergebnisse wird nachfolgend näher erläutert.
Funktionsmenü Beschreibung
WKZ./NULL Zeigt den derzeit gesetzten Nullpunktversatz/die aktuelle
Werkzeugversatznummer an.
MSB NULL EIN/AUS Zeigt die derzeit gesetzten Versatzdaten für die einzelnen
Nullpunktvertsatz-nummern an.
MSB WKZ. EIN/AUS Zeigt die derzeit gesetzten Korrekturdaten für Werkzeuglängen- und
Schneidendurchmesserversatznummer an.
TASTstat AN/AUS Zeigt den für die Systemvariable VNCOM gesetzten Wert und den
Sensorkontaktstatusan.
VARI. EIN/AUS Zeigt die für die Systemvariablen gesetzten Werte an.
Einzelheiten zu den Tastenfunktionen siehe Softkeys [1-2-1. WKZ./NULL] bis [1-2-5. VARI. EIN/
AUS].
MG61-012 S-4
KAPITEL 1 AUTOMATISCHE WERKZEUGLÄNGENVERSATZ-/WERKZEUGBRUCHERKENNUNGSFUNKTION
Vorgehensweise :
1 Zunächst wird der Bildschirm MEßERGEBNISSE angezeigt.
Einzelheiten hierzu finden Sie im Abschnitt [1-1. Anzeige der Messergebnisse].
2 Anschließend wird das zugehörige Funktionsmenü durch Drücken der Erweiterungstaste auf-
gerufen.
EIOEMR5S1004R01
Das Pop-up-Fenster WKZ./NULL wird durch erneutes Drücken des Softkey [F2] (WKZ./NULL)
wieder geschlossen.
MG61-012 S-5
KAPITEL 1 AUTOMATISCHE WERKZEUGLÄNGENVERSATZ-/WERKZEUGBRUCHERKENNUNGSFUNKTION
Vorgehensweise :
1 Zunächst wird der Bildschirm MEßERGEBNISSE angezeigt.
Einzelheiten hierzu finden Sie im Abschnitt [1-1. Anzeige der Messergebnisse].
2 Anschließend wird das zugehörige Funktionsmenü durch Drücken der Erweiterungstaste auf-
gerufen.
EIOEMR5S1005R01
Das Pop-up-Fenster MSB NULPKT. KORR.(VSZO✽[N]) wird durch erneutes Drücken des Soft-
key [F4] (MSB NULL EIN/AUS) wieder geschlossen.
MG61-012 S-6
KAPITEL 1 AUTOMATISCHE WERKZEUGLÄNGENVERSATZ-/WERKZEUGBRUCHERKENNUNGSFUNKTION
Vorgehensweise :
1 Zunächst wird der Bildschirm MEßERGEBNISSE angezeigt.
Einzelheiten hierzu finden Sie im Abschnitt [1-1. Anzeige der Messergebnisse].
2 Anschließend wird das zugehörige Funktionsmenü durch Drücken der Erweiterungstaste auf-
gerufen.
EIOEMR5S1006R01
Vorgehensweise :
1 Zunächst wird der Bildschirm MEßERGEBNISSE angezeigt.
Einzelheiten hierzu finden Sie im Abschnitt [1-1. Anzeige der Messergebnisse].
2 Anschließend wird das zugehörige Funktionsmenü durch Drücken der Erweiterungstaste auf-
gerufen.
EIOEMR5S1007R01
Vorgehensweise :
1 Zunächst wird der Bildschirm MEßERGEBNISSE angezeigt.
Einzelheiten hierzu finden Sie im Abschnitt [1-1. Anzeige der Messergebnisse].
2 Anschließend wird das zugehörige Funktionsmenü durch Drücken der Erweiterungstaste auf-
gerufen.
EIOEMR5S1010R01
The VARI. Das Pop-up-Fenster VARI. DATEN wird durch erneutes Drücken des Softkey [F7]
(VARI. EIN/AUS) wieder geschlossen.
MG61-012 S-9
KAPITEL 1 AUTOMATISCHE WERKZEUGLÄNGENVERSATZ-/WERKZEUGBRUCHERKENNUNGSFUNKTION
Setzen des Nullpunkts für den Das Setzen des Nullpunkts ist nur einmal bei Installation der Maschine
Berührungssensor erforderlich.
(Ist jedoch eine höhere Messgenauigkeit erforderlich, empfiehlt es
sich,den Nullpunkt von Zeit zu Zeit neu zu setzen.
Einstellung der Entsprechung zwischen Werden Werkzeuge im Magazin ausgewechselt, muss die
Stations-/Werkzeugnummern Zuordnung zwischen Werkzeugstationsnummern und
Werkzeugnummer aktualisiert werden.
Automatischer
Werkzeuglängenversatzzyklus für das Sicherstellen, dass der Werkzeuglängenversatzwert “0±
für die Nullpunktseinstellung des 0.005mm“ oder die “PLI Einstellung ± 0.005mmm“ ist.
Sensors verwendete Werkzeug
Ausführung der automatischen Längen- Das einzustellende Werkzeug aus dem Magazin aufrufen und in
versatzfunktion für andere Werkzeuge die Spindel einsetzen, dann den automatischen
Werkzeuglängenversatzzyklus aufrufen.
Dieser Vorgang wird dann für alle Werkzeuge wiederholt, für die
eine Längenversatzdaten erforderlich ist.
Einstellung der Daten für die
Werkzeugwechselposition Bei MC-H kann dieser Schritt entfallen.
EIOEMR5S1009R01
[Ergänzung]
Bei einem Doppelständer-Bearbeitungszentrum, bei dem sich der Berührungssensor an einer
anderen Position als dem Querschlitten (z.B. am Tisch) befindet, muss nach der Positionierung
des Querschlittens der Z-Achsennullpunkt gesetzt werden.
MG61-012 S-10
KAPITEL 1 AUTOMATISCHE WERKZEUGLÄNGENVERSATZ-/WERKZEUGBRUCHERKENNUNGSFUNKTION
[Ergänzung]
Muss die Y-Achse für das Setzen des Sensornullpunkts zurückgezogen werden, muss diese
Rückzugsposition zuerst gesetzt werden; siehe hierzu [4. Freifahrposition – Y-Achse (MCM-B/
MCR-B II/MCR-A/VH-40)]
Vorgehensweise :
1 Nach Wahl des MDI-Modus wird “VFST=✽✽” eingegeben und dann die Taste ZYKLUSSTART
gedrückt.
Dann einen geeigneten Wert für "✽✽" eingeben; siehe hierzu [2-3. Wahl der Betriebsart]. Bei
dieser Einstellung kann entweder der automatische Werkzeuglängenversatzmodus oder der
automatische Werkzeugbrucherkennungszyklus gewählt werden.
Der Einstellwert kann durch Öffnen des Pop-up-Fensters VARI. DATEN auf dem Bildschirm
MEßERGEBNISSE überprüft werden.
EIOEMR5S1010R01
Das Öffnen des Pop-up-Fensters VARI. DATEN ist in Abschnitt [1-2-5. Softkey VARI. EIN/AUS
beschrieben.
2 Befehl M144 für den Sensorvorschub im MDI Modus ausführen. (bei beweglichem Sensortyp)
3 Das Bezugswerkzeug in die Spindel einsetzen und die Werkzeugschneide an den Sensor in
der Z-Achse annähern.
Dabei kommt es unweigerlich zu einer leichten Abweichung zwischen Sensormittelpunkt und
Mittelpunkt des Bezugswerkzeugs. Diese Abweichung stellt jedoch für den weiteren Ablauf
kein Problem dar.
MG61-012 S-11
KAPITEL 1 AUTOMATISCHE WERKZEUGLÄNGENVERSATZ-/WERKZEUGBRUCHERKENNUNGSFUNKTION
[Ergänzung]
The “reference tool” means the tool used for setting the zero point in a work coordinate system.
4 An dieser Position wird nun in den Automatikbetrieb gewechselt und das folgende Programm
ausgeführt:
CALL OO30 PAXI=7 PLI=✽✽ (VFST=✽✽)
M02
[Ergänzung]
PLI muss wie folgt eingestellt sein:
PLI = 0
PLI
EIOEMR5S1011R01
MG61-012 S-12
KAPITEL 1 AUTOMATISCHE WERKZEUGLÄNGENVERSATZ-/WERKZEUGBRUCHERKENNUNGSFUNKTION
[Ergänzung]
VFST kann auch erst in diesem Schritt – und nicht als erstes im MDI-Modus – gesetzt
werden.
Bei Ausführung des obenstehenden Programms tastet das Werkzeug den Berührungssensor
in der Z-Achse automatisch an ; daraufhin wird der Nullpunktversatz in der Z-Achse
durchgeführt.
Der Nullpunktversatz wird in der X- und Y-Achse so durchgeführt, dass die aktuelle Position
des Bezugswerkzeugs X = 0, Y = 0 ist.
Der Bewegungsablauf des Bezugswerkzeugs während der Programmausführung ist in
Abschnitt 2-1-2. Ablauf der Werkzeugbewegungen während der Nullpunkteinstellung des Z-
Achsensensors] erläutert.
MG61-012 S-13
KAPITEL 1 AUTOMATISCHE WERKZEUGLÄNGENVERSATZ-/WERKZEUGBRUCHERKENNUNGSFUNKTION
5 Befehl M144 für den Sensorvorschub im MDI Modus ausführen. (bei beweglichem Sensortyp)
7 Die Bohrerspitze manuell an den Berührungssensor annähern und die Spindelspitze (Bohrer-
mittelpunkt) mit dem Sensormittelpunkt ausrichten.
8 An dieser Position wird nun in den Automatikbetrieb gewechselt und das folgende Programm
ausgeführt:
CALL OO30 PAXI=3
M02
X- und Y-Achsenversatz werden so ausgeführt, dass die aktuelle Bohrerposition X = 0, Y = 0
ist. (Die Z-Achse verfährt nicht.)
Nach Ausführung des Nullpunktversatzes in X-/Y-Achse verfährt die Z-Achse im Eilgang zum
positiven Hubende (+) und der Sensor wird zurückgezogen. Damit ist die Nullpunkteinstellung
des Berührungssensors beendet.
Das Ergebnis wird in die Versatzdaten von Systemwerkstückkoordinatensystem Nr. 1 übertra-
gen.
Die gesetzten Versatzdaten können durch Öffnen des Pop-up-Fensters MSB NULPKT. KORR.
(VSZO✽[N]) auf dem Bildschirm MEßERGEBNISSE überprüft werden. Die Versatzdaten der
X-, Y- und Z-Achse werden in den Spalten X, Y und Z in Zeile NO. 1 angezeigt.
EIOEMR5S1012R01
[Ergänzung]
Da das Systemwerkstückkoordinatensystem Nr. 1 ausschließlich für den automatischen
Werkzeuglängenversatz und die automatische Werkzeugbrucherkennung benutzt wird, kann
es nicht normal gesetzt oder als Bezug verwendet werden.
Das Öffnen des Pop-up-Fensters MSB NULPKT. KORR. (VSZO✽[N]) ist im Abschnitt [1-2-2.
Softkey MSB NULL EIN/AUS] beschrieben.
Maschinenbetrieb
(1) Die Z-Achse verfährt im Eilgang an ihr positives Verfahrende (+).
(2) Die Spindel wird ausgerichtet.
(3) Bei Verwendung eines beweglichen Sensors bewegt sich dieser einmal kurz zurück und ver-
fährt dann vorwärts.
(4) Die Z-Achse verfährt mit Annäherungsgeschwindigkeit in Minusrichtung (-), bis das Werkzeug
den Berührungssensor antastet.
(5) Die Z-Achse stoppt bei Antasten des Sensors durch das Werkzeug.
(6) Die Z-Achse verfährt im Eilgang an ihr positives Verfahrende (+).
(7) Bei Verwendung eines beweglichen Sensors fährt dieser nun zurück
Vorgehensweise :
1 Nach Wahl des MDI-Modus wird “VFST=✽✽” eingegeben und dann die Taste ZYKLUSSTART
gedrückt.
Dann einen geeigneten Wert für "✽✽" eingeben; siehe hierzu [2-3. Wahl der Betriebsart]. Bei
dieser Einstellung kann entweder der automatische Werkzeuglängenversatzmodus oder der
automatische Werkzeugbrucherkennungszyklus gewählt werden.
Ist bereits ein geeigneter Wert für VFST,gesetzt, kann dieser Schritt hier entfallen.
Der Einstellwert kann durch Öffnen des Pop-up-Fensters VARI. DATEN auf dem Bildschirm
MEßERGEBNISSE überprüft werden. Das Öffnen des Pop-up-Fensters VARI. DATEN ist in
Abschnitt [1-2-5. Softkey VARI. EIN/AUS beschrieben.
2 Befehl M144 für den Sensorvorschub im MDI Modus ausführen. (bei beweglichem Sensortyp)
3 Das Bezugswerkzeug in die Spindel einsetzen und die Werkzeugschneide an den Sensor in
der Y-Achse annähern.
Den Mittelpunkt des Bezugswerkzeugs mit dem Mittelpunkt des Berührungssensors in der Y-
Achse ausrichten.
4 An dieser Position wird nun in den Automatikbetrieb gewechselt und das folgende Programm
ausgeführt:
M02 EIOEMR5S1013R01
Bei der eigentlichen Programmierung sind die obenstehenden drei Programmzeilen – wie
unten gezeigt – in einer Zeile zusammengefasst.
MG61-012 S-15
KAPITEL 1 AUTOMATISCHE WERKZEUGLÄNGENVERSATZ-/WERKZEUGBRUCHERKENNUNGSFUNKTION
[Beispiel]
[Ergänzung]
1) Bei Einstellung von PLI sind dieselben Punkte wie in Abschnitt [2-1-1. Nullpunkteinstellung des
Berührungssensors (Z-Achse)] zu beachten.
2) PY muss immer gesetzt werden. Andernfalls wird “PY = 0” angenommen .
3) VFST kann auch erst in diesem Schritt – und nicht als erstes im MDI-Modus – gesetzt werden.
Bei Ausführung des obenstehenden Programms tastet das Werkzeug den Berührungssensor in
der Y-Achse automatisch an ; daraufhin wird der Nullpunktversatz in der Y-Achse durchgeführt. Der
Nullpunktversatz in der Z- und X-Achse wird gleichzeitig ausgeführt-
Der Bewegungsablauf des Bezugswerkzeugs während der Programmausführung ist in Abschnitt 2-
1-4. Ablauf der Werkzeugbewegungen während der Nullpunkteinstellung des Y-Achsensensors]
erläutert.
Das Ergebnis wird in die Versatzdaten von Systemwerkstückkoordinatensystem Nr. 4 übertragen.
Die gesetzten Versatzdaten können durch Öffnen des Pop-up-Fensters MSB NULPKT. KORR.
(VSZO✽[N]) auf dem Bildschirm MEßERGEBNISSE überprüft werden. Die Versatzdaten der X-, Y-
und Z-Achse werden in den Spalten X, Y und Z angezeigt.
[Ergänzung]
Da das Systemwerkstückkoordinatensystem Nr. 4 ausschließlich für den automatischen
Werkzeuglängenversatz und die automatische Werkzeugbrucherkennung benutzt wird, kann es
nicht normal gesetzt oder als Bezug verwendet werden.
Das Öffnen des Pop-up-Fensters MSB NULPKT. KORR. (VSZO✽[N]) ist im Abschnitt [1-2-2. Softkey
MSB NULL EIN/AUS] beschrieben.
Damit ist die Nullpunkteinstellung des Berührungssensors in der Y-Achse beendet.
Magazinkapazität: 10 Werkzeuge
Die Gesamtanzahl für die Bearbeitung
verschiedener Werkstücktypen verwendeter
Werkzeuge beträgt 300.
Entsprechungstabelle
7 32
8 105
9 270
10 271
EIOEMR5S1015R01
Die durch den automatischen Werkzeuglängenversatz ermittelten Versatzdaten werden für die Ver-
satznummer des aktuell benutzten Werkzeugs (aktives Werkzeug) gesetzt. Genauso gilt – die für
den automatischen Werkzeuglängenversatz benutzte und verglichene Versatznummer entspricht
der Versatznummer des aktiven Werkzeugs.
MG61-012 S-17
KAPITEL 1 AUTOMATISCHE WERKZEUGLÄNGENVERSATZ-/WERKZEUGBRUCHERKENNUNGSFUNKTION
[Ergänzung]
Um ein Werkzeug automatisch gegen ein Ersatzwerkzeug einzuwechseln, müssen die Werkzeug
vorab in einer Werkzeuggruppe gespeichert werden.
Das Registrieren von Werkzeugen in einer Gruppe ist im Rahmen der Werkzeugverwaltungsfunktion
(Optionen/Spezielle Spezifikationen) im Bedienungshandbuch beschrieben.
Die folgende Tabelle zeigt ein Beispiel für die VFST Einstellungen.
[Ergänzung]
Einzelheiten zu den beiden Funktionen bezüglich horizontaler Werkzeuge bei horizontalen
Bearbeitungszentren finden Sie im Abschnitt [3-1. Automatischer Werkzeuglängenversatz/
Automatische Werkzeugbrucherkennung.
MG61-012 S-19
KAPITEL 1 AUTOMATISCHE WERKZEUGLÄNGENVERSATZ-/WERKZEUGBRUCHERKENNUNGSFUNKTION
[Ergänzung]
Zunächst sicherstellen, dass der Nullpunkt des Berührungssensors in der Z-Achse vor
Ausführung des automatischen Längenversatzes gesetzt wurde. Der automatische
Werkzeuglängenversatz in der Z-Achse darf niemals ohne vorheriges Setzen dieses Nullpunkts
erfolgen.
Vorgehensweise :
1 Nach Wahl des MDI-Modus wird “VFST=✽✽” eingegeben und dann die Taste ZYKLUSSTART
gedrückt.
Dann einen geeigneten Wert für "✽✽" eingeben; siehe hierzu [2-3. Wahl der Betriebsart].
Der Einstellwert kann durch Öffnen des Pop-up-Fensters VARI. DATEN auf dem Bildschirm
MEßERGEBNISSE überprüft werden. Siehe Softkey [1-2-5. VARI. EIN/AUS].
2 Das Werkzeug, für den der Längenversatz durchgeführt werden soll, in die Spindel einsetzen.
Wird das Werkzeug manuell in die Spindel eingesetzt, muss sichergestellt werden, dass die-
Nummer des aktiven Werkzeugs auf dem Bildschirm angezeigt wird. ANZEIGE (SPEICHER-
RANDOM) (für AWW mit wahlfreiem Speicherzugriff) bzw. dem Bildschirm TOPF NR./
[Link](FESTE ADRESSE) (für Modelle mit Festadresse) mit der Nummer des in die
Spindel eingesetzten Werkzeugs übereinstimmt.
Dieser Vorgang ist nicht erforderlich, wenn das Werkzeug entweder im Automatik- oder im
MDI-Betrieb mit Befehl M06 in die Spindel eingesetzt wird.
3 Dann wählt der Bediener den Automatikmodus und führt das folgende Programm aus:
CALL OO30 (VFST=✽✽) (PLI = erwartete Werkzeuglänge)
M02
Bei Ausführung des Programms tastet das Werkzeug den Berührungssensor in der Z-Achse
an, die Werkzeuglängenversatzdaten werden berechnet und im CNC-Speicher abgelegt.
Die eingestellten Werkzeuglängenversatzdaten können durch Aufruf der Anzeige WKZ.LÄN-
GEN KORREKT./SCHNTRADS KOMPENSATION auf dem Bildschirm [Link] überprüft
werden.
MG61-012 S-20
KAPITEL 1 AUTOMATISCHE WERKZEUGLÄNGENVERSATZ-/WERKZEUGBRUCHERKENNUNGSFUNKTION
Die ermittelten Ergebnisse werden auch auf dem Bildschirm MEßERGEBNISSE angezeigt.
EIOEMR5S1017R01
Damit ist die Verarbeitung des automatischen Werkzeuglängenversatzes in der Z-Achse beendet.
[Ergänzung]
1) VFST kann auch erst in diesem Schritt – und nicht als erstes im MDI-Modus – gesetzt werden.
2) Die erwartete Werkzeuglänge wird in PLI eingegeben.
Wird für PLI kein Wert eingegeben, wird automatisch der über den optionalen CNC Parameter (lan-
ges Wort) Nr. 43 (Ab-stand zur Spindelmittellinie) gesetzte Wert als erwartete Werkzeuglänge ver-
wendet.
Maschinenbetrieb
Während der Ausführung des Längenversatzes in der Z-Achse bewegt sich das Werkzeug wie
unten dargestellt.
[Ergänzung]
Vorgehensweise :
1 Nach Wahl des MDI-Modus wird “VFST=✽✽” eingegeben und dann die Taste ZYKLUSSTART
gedrückt.
Dann einen geeigneten Wert für "✽✽" eingeben; siehe hierzu [2-3. Wahl der Betriebsart].
Der Einstellwert kann durch Öffnen des Pop-up-Fensters VARI. DATEN auf dem Bildschirm
MEßERGEBNISSE überprüft werden. Siehe Softkey [1-2-5. VARI. EIN/AUS].
2 Das Werkzeug, für den der Längenversatz in Y-Achsenrichtung durchgeführt werden soll, in die
Spindel einsetzen.
Wird das Werkzeug manuell in die Spindel eingesetzt, muss sichergestellt werden, dass die-
Nummer des aktiven Werkzeugs auf dem Bildschirm angezeigt wird. Die auf dem Bildschirm
ANZEIGE (SPEICHER-RANDOM) (für AWW mit wahlfreiem Speicherzugriff) bzw. dem Bild-
schirm TOPF NR./[Link](FESTE ADRESSE) (für Modelle mit Festadresse) ange-
zeigte Nummer stimmt mit der Nummer des in die Spindel eingesetzten Werkzeugs überein.
Dieser Vorgang ist nicht erforderlich, wenn das Werkzeug entweder im Automatik- oder im
MDI-Betrieb mit Befehl M06 in die Spindel eingesetzt wird.
3 Dann wählt der Bediener den Automatikmodus und führt das folgende Programm aus:
CALL OO30 PY= erwarteter Futterradius(VFST=✽✽)
M02
Bei Ausführung des Programms tastet das Werkzeug den Berührungssensor in der Z-Achse
an, die Fräserradiuskorrekturdaten werden berechnet und im CNC-Speicher abgelegt.
Die eingestellten Fräserradiuskorrekturdaten können durch Aufruf der Anzeige WKZ.LÄNGEN
KORREKT./SCHNTRADS KOMPENSATION auf dem Bildschirm [Link] überprüft wer-
den. Die ermittelten Ergebnisse werden auch auf dem Bildschirm MEßERGEBNISSE ange-
zeigt.
Damit ist die Verarbeitung des automatischen Werkzeuglängenversatzes in der Y-Achse been-
det.
[Ergänzung]
VFST kann auch erst in diesem Schritt – und nicht als erstes im MDI-Modus – gesetzt werden.
MG61-012 S-22
KAPITEL 1 AUTOMATISCHE WERKZEUGLÄNGENVERSATZ-/WERKZEUGBRUCHERKENNUNGSFUNKTION
Maschinenbetrieb
Während der Ausführung des Längenversatzes in der Y-Achse bewegt sich das Werkzeug wie unten
dargestellt.
Vorgehensweise :
1 Nach Wahl des MDI-Modus wird “VFST=✽✽” eingegeben und dann die Taste ZYKLUSSTART
gedrückt.
2 Dann wählt der Bediener den Automatikmodus und führt das folgende Programm aus:
CALL OO30 PY= erwarteter Futterradius (PLI = erwartete Werkzeuglänge) (VFST=✽✽)
M02
Das Werkzeug tastet zuerst den Berührungssensor in der Z-Achse, dann den Sensor in der Y-
Achse an.
Damit ist die Verarbeitung des automatischen Werkzeuglängenversatzes in der Y-Achse been-
det.
MG61-012 S-23
KAPITEL 1 AUTOMATISCHE WERKZEUGLÄNGENVERSATZ-/WERKZEUGBRUCHERKENNUNGSFUNKTION
Vorgehensweise :
1 Die Spindel an die gewünschte Wechselposition bewegen.
Beachten Sie, dass X- und Y-Achse an der gewünschten Werkzeugwechselposition positioniert
werden müssen. Eine Positionierung der Z-Achse ist nicht erforderlich.
2 An dieser Position wird nun in den Automatikbetrieb gewechselt und das folgende Programm
ausgeführt:
CALL OO31
M02
Die Achsen verfahren auch bei Ausführung eines Programms nicht.
Die gesetzten Werkzeugwechselpositionsdaten können durch Öffnen des Pop-up-Fensters
MSB NULPKT. KORR. (VSZO✽[N]) auf dem Bildschirm MEßERGEBNISSE überprüft werden.
Die Werkzeugwechselpositionsdaten der X-, Y- und Z-Achse werden in den Spalten X, Y und Z
in Zeile NO. 2 angezeigt.
Damit ist die Einstellung der Werkzeugwechselposition beendet.
[Ergänzung]
Da das Systemwerkstückkoordinatensystem Nr. 2 ausschließlich für den automatischen
Werkzeuglängenversatz und die automatische Werkzeugbrucherkennung benutzt wird, kann es
nicht normal gesetzt oder als Bezug verwendet werden.
MG61-012 S-24
KAPITEL 1 AUTOMATISCHE WERKZEUGLÄNGENVERSATZ-/WERKZEUGBRUCHERKENNUNGSFUNKTION
[Ergänzung]
Vorgehensweise :
1 Nach Wahl des MDI-Modus wird “VFST=✽✽” eingegeben und dann die Taste ZYKLUSSTART
gedrückt.
Dann einen geeigneten Wert für "✽✽" eingeben; siehe hierzu [2-3. Wahl der Betriebsart].
2 Das Werkzeug, für das eine Werkzeugbrucherkennung durchgeführt werden soll, in die Spin-
del einsetzen.
Wird das Werkzeug manuell in die Spindel eingesetzt, muss sichergestellt werden, dass die-
Nummer des aktiven Werkzeugs auf dem Bildschirm angezeigt wird. ANZEIGE (SPEICHER-
RANDOM) (für AWW mit wahlfreiem Speicherzugriff) bzw. dem Bildschirm TOPF NR./
[Link](FESTE ADRESSE) (für Modelle mit Festadresse) mit der Nummer des in die
Spindel eingesetzten Werkzeugs übereinstimmt.
Dieser Vorgang ist nicht erforderlich, wenn das Werkzeug entweder im Automatik- oder im
MDI-Betrieb mit Befehl M06 in die Spindel eingesetzt wird.
3 Dann wählt der Bediener den Automatikmodus und führt das folgende Programm aus:
CALL OO30 PLE1 PLE1= Bewertungsergebnis derWerkzeugbrucherkennung (PGO=✽✽)
M02
Bei Ausführung des Programms wird das Werkzeug automatisch mit dem Berührungssensor in
Kontakt gebracht und auf diese Weise die Werkzeuglänge ermittelt.
Die ermittelte Werkzeuglänge wird mit dem im CNC- Speicher abgelegten Versatzwert vergli-
chen; ist die Differenz größer als der für PLE1 gesetzte Wert, wird ein Werkzeugbruchalarm
ausgegeben.
Ein Werkzeugbruchalarm tritt auch auf, wenn die Werkzeugschneide den Berührungssensor
während der Programmausführung nicht antastet.
Damit ist die Verarbeitung der automatischen Werkzeugbrucherkennung in der Z-Achse been-
det.
[Ergänzung]
1) VFST kann auch erst in diesem Schritt – und nicht als erstes im MDI-Modus – gesetzt werden.
2) Um ein defektes Werkzeug gegen ein Ersatzwerkzeug auszuwechseln, muss PGO anggeben
werden.
Einzelheiten zu PGO siehe (11) PGO(P GO) im Abschnitt [6-3. Verwendung von Variablen].
MG61-012 S-25
KAPITEL 1 AUTOMATISCHE WERKZEUGLÄNGENVERSATZ-/WERKZEUGBRUCHERKENNUNGSFUNKTION
Maschinenbetrieb
Während der Ausführung der automatischen Werkzeugbrucherkennung in der Z-Achse bewegt sich
das Werkzeug wie unten dargestellt.
(*1) Wird das optionale NC-Parameterbit Nr. 74 markiert, wird die Einstellung von „Verfahren im
Eilgang“ zu „Verfahren mit schneller Vorschubrate“ geändert.
MG61-012 S-26
KAPITEL 1 AUTOMATISCHE WERKZEUGLÄNGENVERSATZ-/WERKZEUGBRUCHERKENNUNGSFUNKTION
[Ergänzung]
Vorgehensweise :
1 Nach Wahl des MDI-Modus wird “VFST=✽✽” eingegeben und dann die Taste ZYKLUSSTART
gedrückt.
Dann einen geeigneten Wert für "✽✽" eingeben; siehe hierzu [2-3. Wahl der Betriebsart].
2 Das Werkzeug, für das eine Werkzeugbrucherkennung durchgeführt werden soll, in die Spin-
del einsetzen.
Wird das Werkzeug manuell in die Spindel eingesetzt, muss sichergestellt werden, dass die
Nummer des aktiven Werkzeugs auf dem Bildschirm angezeigt wird. ANZEIGE (SPEICHER-
RANDOM) (für AWW mit wahlfreiem Speicherzugriff) bzw. dem Bildschirm TOPF NR./
[Link](FESTE ADRESSE) (für Modelle mit Festadresse) mit der Nummer des in die
Spindel eingesetzten Werkzeugs übereinstimmt.
Dieser Vorgang ist nicht erforderlich, wenn das Werkzeug entweder im Automatik- oder im
MDI-Betrieb mit Befehl M06 in die Spindel eingesetzt wird.
3 Dann wählt der Bediener den Automatikmodus und führt das folgende Programm aus:
CALL OO30 PLEY=Bewertungsergebnis der Werkzeugbrucherkennung PY=erwarteter Frä-
serradius (VFST=✽✽)
M02
Bei Ausführung des Programms wird das Werkzeug automatisch mit dem Berührungssensor in
Kontakt gebracht und auf diese Weise der Fräserradius ermittelt.
Der ermittelte Fräserradius wird mit dem im CNC- Speicher abgelegten Versatzwert verglichen;
ist die Differenz größer als der für PLEY gesetzte Wert, wird ein Werkzeugbruchalarm ausge-
geben.
Ein Werkzeugbruchalarm tritt auch auf, wenn die Werkzeugschneide den Berührungssensor
während der Programmausführung nicht antastet.
Damit ist die Verarbeitung der automatischen Werkzeugbrucherkennung in der Y-Achse been-
det.
[Ergänzung]
1) VFST kann auch erst in diesem Schritt – und nicht als erstes im MDI-Modus – gesetzt werden.
2) Um ein defektes Werkzeug gegen ein Ersatzwerkzeug auszuwechseln, muss PGO anggeben wer-
den.
MG61-012 S-27
KAPITEL 1 AUTOMATISCHE WERKZEUGLÄNGENVERSATZ-/WERKZEUGBRUCHERKENNUNGSFUNKTION
Maschinenbetrieb
Während der Ausführung der automatischen Werkzeugbrucherkennung in der Y-Achse bewegt sich
das Werkzeug wie unten dargestellt.
Vorgehensweise :
1 Nach Wahl des MDI-Modus wird “VFST=✽✽” eingegeben und dann die Taste ZYKLUSSTART
gedrückt.
2 Dann wählt der Bediener den Automatikmodus und führt das folgende Programm aus:
M02
EIOEMR5S1018R01
3 Das Werkzeug wird zuerst mit dem Berührungssensor in der Z-Achse in Kontakt gebracht, um
auf Werkzeugbruch in Z-Achsenrichtung zu prüfen. Wird in dieser Richtung kein Werkzeug-
bruch erkannt, erfolgt die Prüfung auf Werkzeugbruch in Y-Achsenrichtung.
MG61-012 S-28
KAPITEL 1 AUTOMATISCHE WERKZEUGLÄNGENVERSATZ-/WERKZEUGBRUCHERKENNUNGSFUNKTION
[Ergänzung]
Erkennt die automatische Werkzeugbrucherkennung einen Werkzeugbruch, speichert die Werkzeug-
verwaltungsfunktion die Nummer als die eines defekten Werkzeugs.
Soll nach Durchführung der entsprechenden Maßnahmen (z.B. Einwechseln eines neuen Werkzeugs)
dieselbe Werkzeugnummer erneut verwendet werden, muss der Eintrag des defekten Werkzeugs
gelöscht werden.
Wie ein solcher Eintrag eines defekten Werkzeugs gelöscht wird, ist im Rahmen der Werkzeugverwal-
tungsfunktion unter Optionen/Spezielle Spezifikationen im Bedienungshandbuch beschrieben.
MG61-012 S-29
KAPITEL 1 AUTOMATISCHE WERKZEUGLÄNGENVERSATZ-/WERKZEUGBRUCHERKENNUNGSFUNKTION
Werkzeug
Max.
G0 (4) Werk-
zeug- Erwartete
länge Werkzeuglänge
Sensor
Für das Arbeiten mit dieser Funktion müssen die folgenden Parameter verwendet werden.
• Optionaler Parameter (Bit) Nr. 36, Bit 3
Standardwert für max. Werkzeuglänge bei automatischem Werkzeuglängenversatz/automati-
scher Werkzeugbrucherkennung
Mit Prüfzeichen) Wirksam
Ohne Prüfzeichen) Unwirksam (Anfangswert)
• Optionaler Parameter (langes Wort) Nr. 44 Max. Werkzeuglänge
In diesen Parameter wird die max. Werkzeuglänge aller zu verwendenden Werkzeuge einge-
setzt.
Einstellbereich: 0 bis 999
Einheit: mm
Anfangseinstellung: 0
[Ergänzung]
In den Parameter für die Einstellung der max. Werkzeuglänge muss ein geeigneter Wert
eingegeben werden, da als Anfangswert „0“ gesetzt ist.
MG61-012 S-30
KAPITEL 1 AUTOMATISCHE WERKZEUGLÄNGENVERSATZ-/WERKZEUGBRUCHERKENNUNGSFUNKTION
(*1) Wird das optionale NC-Parameterbit Nr. 74 markiert, wird die Einstellung von „Verfahren im
Eilgang“ zu „Verfahren mit schneller Vorschubrate“ geändert.
MG61-012 S-31
KAPITEL 1 AUTOMATISCHE WERKZEUGLÄNGENVERSATZ-/WERKZEUGBRUCHERKENNUNGSFUNKTION
2-8. Neue Funktion zur Reduzierung der Zykluszeit bei der automati-
schen Werkzeugversatz-/Werkzeugbrucherkennungsfunktion
Eeoemr5s1032
Die normale Reduzierung der Zykluszeit bei der automatischen Werkzeuglängenversatz-/automati-
schen Werkzeugbrucherkennung kann durch eine weiter Verkürzung der einzelnen Schritte noch
mehr reduziert werden.
Diese neue Funktion für die Reduzierung der Zykluszeit ist ausschließlich in vertikaler Werkzeug-
richtung möglich.
2-8-1. Befehlsformat und Variablen der neuen Funktion zur Reduzierung der Zyklsuzeit
Nachfolgend sind das Befehlsformat und die Variablen für die neue Funktion Eeoemr5s1033
zur Reduzierung der
Zykluszeit näher erläutert.
• Befehlsformat
Die Verwendung der Funktion zur Zykluszeitreduzierung wird anhand des folgenden Beispiel-
befehls erklärt.
CALL OO30 PZRC=1 PSFT=10 POVT=20 PF1=5000 PF2=2000 M02
• Variablen
PZRC Wählt zwischen der neuen oder herkömmlichen Funktion zur Reduzierung der
Zykluszeit
“1” wählt die neue, “0” die herkömmliche Funktion zur Zykluszeitreduzierung
Standardmäßig ist "0" gewählt.
PUDT: Unterlauf (Sicherheitsabstand)
Definiert bei Annäherung eines Schneidwerkzeugs an den Berührungssensor den
Punkt, an dem von hohe auf langsame Annäherungsgeschwindigkeit
umgeschaltet wird. Legt den Abstand zwischen Berührungssensor und
Werkzeugschneide fest.
Beim automatischen Werkzeugbrucherkennungszyklus ist dieser Wert auf 5 mm
festgelegt.
POVT: Überlaufbetrag (Sicherheitsweg zur Vermeidung von Sensorbruch)
Der Standardwert ist 10 mm.
PFA: Annäherungsgeschwindigkeit zum Unterlaufpunkt
Beim automatischen Werkzeugbrucherkennungszyklus ist der Standardwert
F4000 mm/min.
PF2: Annäherungsgeschwindigkeit zum Überlaufpunkt
Beim automatischen Werkzeugbrucherkennungszyklus ist der Standardwert
F1000 mm/min.
VMSBU: einstellung des optionalen CNC Parameters (Bit) Nr. 36
Ist Bit 3 dieses Parameters auf „1“ und PZRC auf „0“ gesetzt, ist die
herkömmlicheFnktion zur Reduzierung der Zykluszeit gewählt.
VLTL: Max. Werkzeuglänge
Wert des optionalen CNC Parameters (langes Wort) Nr. 44
PSFT: Weg für Umschalten der Vorschubgeschwindigkeit
Definiert bei Annäherung eines Schneidwerkzeugs an den Berührungssensor den
Punkt, an dem von Eilgang auf hohe Geschwindigkeit umgeschaltet wird (niedrige
Geschwindigkeit [Link] nicht programmiert). Legt den Abstand zwischen
Berührungssensor und Werkzeugschneide fest.
Der Standardwert ist 5 mm.
MG61-012 S-32
KAPITEL 1 AUTOMATISCHE WERKZEUGLÄNGENVERSATZ-/WERKZEUGBRUCHERKENNUNGSFUNKTION
Während der Ausführung dieses neuen Zyklus bewegt sich das Werkzeug wieEeoemr5s1034
folgt. Beachten Sie,
dass die Werkzeugbewegungen in Abhängigkeit von der Einstellung der Variablen unterschiedlich
sind
Maschinenbetrieb
(1) Die Z-Achse verfährt im Eilgang an ihr positives Verfahrende (+).
(2) Die Spindel wird ausgerichtet.
(3) Y- und X-Achse verfahren im Eilgang und in dieser Reihenfolge, um die Werkzeugschneide mit
dem Mittelpunkt des Berührungssensors auszurichten.
(4) Die Z-Achse verfährt mit der über PFA definierten Sprungvorschubgeschwindigkeit zu der Posi-
tion PUDT oberhalb des Nullpunkts des Berührungssensors.
Die Z-Achse stoppt bei Kontakt zwischen Werkzeug und Berührungssensor.
(5) Die Z-Achse verfährt mit der über PF2 definierten Sprungvorschubgeschwindigkeit zu der Posi-
tion PUVT unterhalb des Nullpunkts des Berührungssensors.
Die Z-Achse stoppt bei Kontakt zwischen Werkzeug und Berührungssensor.
(6) Die Z-Achse verfährt im Eilgang an ihr positives Verfahrende (+).
2)
Eilgang 3)
Eilgang 1)
Eilgang 6)
PFA 4)
Nullpunkt des
Berührungssensors PF2 5) PUDT
POVT
EIOEMR5S1020R01
MG61-012 S-33
KAPITEL 1 AUTOMATISCHE WERKZEUGLÄNGENVERSATZ-/WERKZEUGBRUCHERKENNUNGSFUNKTION
Maschinenbetrieb
(1) Die Z-Achse verfährt im Eilgang an ihr positives Verfahrende (+).
(2) Die Spindel wird ausgerichtet.
(3) Y- und X-Achse verfahren im Eilgang und in dieser Reihenfolge, um die Werkzeugschneide mit
dem Mittelpunkt des Berührungssensors auszurichten.
(4) Die Z-Achse verfährt im Eilgang, bis die Stirnseite des Spindelkopfes den Punkt VLTL oberhalb
des Nullpunkts des Berührungssensors erreicht.
(5) Die Z-Achse verfährt mit der über PFA definierten Sprungvorschubgeschwindigkeit zu der Posi-
tion PUDT oberhalb des Nullpunkts des Berührungssensors.
Die Z-Achse stoppt bei Kontakt zwischen Werkzeug und Berührungssensor.
(6) Die Z-Achse verfährt mit der über PF2 definierten Sprungvorschubgeschwindigkeit zu der Posi-
tion PUVT unterhalb des Nullpunkts des Berührungssensors.
Die Z-Achse stoppt bei Kontakt zwischen Werkzeug und Berührungssensor.
(7) Die Z-Achse verfährt im Eilgang an ihr positives Verfahrende (+).
2)
Eilgang 3)
Eilgang 4)
Eilgang 1)
Eilgang 7)
PFA 5)
VLTL
PF2 6) PUDT
POVT
EIOEMR5S1021R01
MG61-012 S-34
KAPITEL 1 AUTOMATISCHE WERKZEUGLÄNGENVERSATZ-/WERKZEUGBRUCHERKENNUNGSFUNKTION
Maschinenbetrieb
(1) Liegt die Werkzeugschneide unterhalb des Sensornullpunkts + PSFT”, fährt die Z-Achse im Eil-
gang zum “Sensornullpunkt + PSFT”
(2) Die Spindel wird ausgerichtet.
(3) Y- und X-Achse verfahren im Eilgang und in dieser Reihenfolge, um die Werkzeugschneide mit
dem Mittelpunkt des Berührungssensors auszurichten.
(4) Die Z-Achse fährt im Eilgang zum „Sensornullpunkt + PSFT.
(5) Die Z-Achse verfährt mit Sprungvorschubgeschwindigkeit PFA zum “Sensornullpunkt + PUDT”.
(6) Die Z-Achse verfährt mit Sprungvorschubgeschwindigkeit PF2 nach unten zum “Sensornull-
punkt + POVT”.
(7) Die Z-Achse fährt im Eilgang nach oben zum „Sensornullpunkt + PSFT.
2)
Eilgang 3)
Eilgang 4)
Eilgang 1)
Eilgang 7)
2)
PFA 5) PSFT
PUDT
POVT
PF2 6)
EIOEMR5S1022R01
MG61-012 S-35
KAPITEL 1 AUTOMATISCHE WERKZEUGLÄNGENVERSATZ-/WERKZEUGBRUCHERKENNUNGSFUNKTION
3. Automatischer Werkzeuglängenversatz-/Automatische
Werkzeugbrucherkennung für Spezialwerkzeuge und
Zusatzausrüstung
Eeoemr5s1035
Der vorliegende Abschnitt erläutert den automatischen Werkzeuglängenversatz/die automatische
Werkzeugbrucherkennung für spezielle Werkzeuge und Zusatzgeräte. Ist Ihre Maschine nicht mit
dieser optionalen Ausrüstung ausgestattet, kann dieses Kapitel übersprungen werden.
[Ergänzung]
Da die Abläufe und Operationen dieser beiden Funktionen bei horizontalen Maschinen ähnlich
denenbei vertikalen Maschinen sind, werden Erläuterungen bei Übereinstimmung teilweise
weggelassen.
Diese Informationen können in Kapitel [2. Automatischer Werkzeuglängenversatz/automatische
Werkzeugbrucherkennung] nachgelesen werden.
Maschinenbetrieb
Während der Ausführung des automatischen Werkzeugversatzes/der automatischen Werkzeugbrucher-
kennung bei horizontalen Bearbeitungszentren führt das Werkzeug die folgenden Bewegungen aus.
3)
2)
1) 4)
5)
EIOEMR5S1023R01
MG61-012 S-36
KAPITEL 1 AUTOMATISCHE WERKZEUGLÄNGENVERSATZ-/WERKZEUGBRUCHERKENNUNGSFUNKTION
Vorgehensweise :
1 Die Y-Achse an eine Position bewegen, an der die untere Verfahrgrenze der Z-Achse gesetzt
werden soll.
Bei diesem Vorgang können sich X- und Z-Achse an jeder beliebigen Position befinden.
2 An dieser Position wird nun in den Automatikbetrieb gewechselt und das folgende Programm
ausgeführt:
CALL OO32
M02
Bei Ausführung dieses Satzes erfolgt keine Achsbewegung.
Nach der Ausführung wird die aktuelle Position der Z-Achse im Systemwerkstückkoordinaten-
system Nr. 9 als untere Z-Achsenverfahrgrenze gespeichert.
Die Einstellwert kann durch Öffnen des Pop-up-Fensters MSB NULPKT. KORR. (VSZO✽[N])
auf dem Bildschirm MEßERGEBNISSE überprüft werden. Die Koordinate der unteren Z-Ach-
senverfahrgrenze wird in der Y-Spalte in Zeile NR. 9 angezeigt.
[Ergänzung]
Da das Systemwerkstückkoordinatensystem Nr. 9 ausschließlich für den automatischen
Werkzeuglängenversatz und die automatische Werkzeugbrucherkennung benutzt wird, kann es
nicht normal gesetzt oder als Bezug verwendet werden.
MG61-012 S-37
KAPITEL 1 AUTOMATISCHE WERKZEUGLÄNGENVERSATZ-/WERKZEUGBRUCHERKENNUNGSFUNKTION
Die folgende Tabelle zeigt ein Beispiel für die VFST Einstellungen.
Vorgehensweise :
1 Den MDI Modus wählen und M144 ausführen, um das Bezugswerkzeug an den Berührungs-
sensor des horizontalen Werkzeugs anzunähern.
Da der Vorgang bis zu diesem Schritt mit dem bei vertikalen Werkzeugen identisch ist, siehe
hierzu [2-1. Nullpunkt des Berührungssensors] für weitere Einzelheiten.
2 Dann wählt der Bediener den Automatikmodus und führt das folgende Programm aus:
• Einstellung des Sensornullpunkts für die Messung in Werkzeuglängs(Y-Achsen)-rich-
tung
CALL OO30 PAXI=#27H PLI=0 (oder präzise Bezugswerkzeuglänge) (VFST=✽✽)
M02
• Einstellung des Sensornullpunkts für die Messung in radialer Werkzeug(Z-Achsen)-rich-
tung
CALL
CALLOO30
OO30PAXI=#47H
PAXI=#47HPLI=0
PLI=0(oder präzise Länge des Bezugswerkzeugs) (VFST=**)
PZ= präziser Radius des Bezugswerkzeugs
M02
M02
EIOEMR5S1025R01
[Ergänzung]
Vor Einstellung des Nullpunkts muss der Schwenkkopf an die folgende Position geschaltet
werden:
Vertikales Werkzeug: Vordere Position (M73)
Horizontales Werkzeug: Rechte Position (M76)
MG61-012 S-40
KAPITEL 1 AUTOMATISCHE WERKZEUGLÄNGENVERSATZ-/WERKZEUGBRUCHERKENNUNGSFUNKTION
[Ergänzung]
Vor Ausführung dieser Versatzfunktion muss sichergestellt sein, dass der Nullpunkt des Sensors
für die Messung horizontaler Werkzeuge gesetzt ist.
Vorgehensweise :
1 Nach Wahl des MDI-Modus wird “VFST=✽✽” eingegeben und dann die Taste ZYKLUSSTART
gedrückt.
Dann einen geeigneten Wert für "✽✽" eingeben; siehe hierzu [3-1.-2 Wahl der Betriebsart].
2 Das Werkzeug, für den der automatische Längenversatz durchgeführt werden soll, in die Spin-
del einsetzen.
3 Dann wählt der Bediener den Automatikmodus und führt das folgende Programm aus:
• In Werkzeuglängs(Y-Achsen)-richtung
CALL OO30 (VFST=geeigneter Wert) (PLI=erwartete Werkzeuglänge)
M02
• In radialer Werkzeug(Z-Achsen)-richtung
CALL OO30 (VFST=geeigneter Wert) (PZ=erwarteter Werkzeugradius)
M02
• In Werkzeuglängs(Y-Achsen)-richtung und radialer Werkzeug(Z-Achsen)-richtung
CALL OO30 (VFST=geeigneter Wert) (PZ=erwarteter Werkzeugradius) (PLI=erwartete
Werkzeuglänge)
M02
Bei Ausführung des Programms tastet das Werkzeug den Berührungssensor automatisch an,
die Fräserradiuskorrekturdaten werden berechnet und im CNC-Speicher abgelegt.
Die Messergebnisse können durch Aufruf der Anzeige WKZ.LÄNGEN KORREKT./
SCHNTRADS KOMPENSATION auf dem Bildschirm [Link] überprüft werden. Die
ermittelten Ergebnisse werden auch auf dem Bildschirm MEßERGEBNISSE angezeigt.
MG61-012 S-41
KAPITEL 1 AUTOMATISCHE WERKZEUGLÄNGENVERSATZ-/WERKZEUGBRUCHERKENNUNGSFUNKTION
[Ergänzung]
Vor Ausführung dieser Überwachungsfunktion muss sichergestellt sein, dass der Nullpunkt des
Sensors für die Messung horizontaler Werkzeuge gesetzt ist.
Vorgehensweise :
1 Nach Wahl des MDI-Modus wird “VFST=✽✽” eingegeben und dann die Taste ZYKLUSSTART
gedrückt.
Dann einen geeigneten Wert für "✽✽" eingeben; siehe hierzu [3-1.-2 Wahl der Betriebsart].
3 Dann wählt der Bediener den Automatikmodus und führt das folgende Programm aus:
• In Werkzeuglängs(Y-Achsen)-richtung
CALL OO30 PLE1=Ergebniswert der Brucherkennung (VFST=geeigneter Wert)
M02
• In radialer Werkzeug(Z-Achsen)-richtung
CALL OO30 PLEZ=Bewertungsergebnis der Werkzeugbrucherkennung PZ=erwarteter
Werkzeugradius (VFST=erwarteter Wert)
M02
• In Werkzeuglängs(Y-Achsen)-richtung und radialer Werkzeug(Z-Achsen)-richtung
Bei Ausführung des Programms wird das Werkzeug automatisch mit dem Berührungs-
sensor in Kontakt gebracht und auf diese Weise die Werkzeuglänge ermittelt.
Die Funktion vergleicht die ermittelte Werkzeuglänge mit dem im CNCSpeicher abgeleg-
ten Wert, und bewertet das Werkzeug als gebrochen, wenn die Differenz größer ist als
der zuvor definierte Voreinstellwert
Die ermittelten Ergebnisse werden auch auf dem Bildschirm MEßERGEBNISSE ange-
zeigt.
[Ergänzung]
Vor Ausführung des automatischen Werkzeuglängenversatzes/der automatischen
Werkzeugbrucherkennung muss der Schwenkkopf an die folgende Position geschaltet werden:
Vertikales Werkzeug: Vordere Position (M73)
Horizontales Werkzeug: Rechte Position (M76)
Alle anderen Zusätze und Abläufe sind mit denen bei vertikalen Werkzeugen identisch.
MG61-012 S-42
KAPITEL 1 AUTOMATISCHE WERKZEUGLÄNGENVERSATZ-/WERKZEUGBRUCHERKENNUNGSFUNKTION
(PAC = 90°)
(PAC = 180°)
(PAC = 0°)
Z+ (PAC = 270°)
Y+
X+
EIOEMR5S1027R01
Abb.1-2 Verhältnis zwischen PAC Winkeln und X-, Y-, Z-Achse des 90° Winkelzubeheörs
PAC = 90°
PAC = 180°
PAC = 0°
PAC = 270°
PAB
Z+
Y+
X+
EIOEMR5S1028R01
Abb.1-3 Verhältnis zwischen PAC Winkeln und X-, Y-, Z-Achse der B-/C-Achseneinheit
MG61-012 S-43
KAPITEL 1 AUTOMATISCHE WERKZEUGLÄNGENVERSATZ-/WERKZEUGBRUCHERKENNUNGSFUNKTION
[Ergänzung]
1) Für die Verwendung eines Zusatzgerätes muss PAB zu 0° oder 90° geschaltet werden.
2) Den Bildschirm VORSATZKOPF (PAC, PAB) BOHRWIRBELKOPF KOMP. aufrufen und die hier
angezeigten Datem auf dem Bildschirm VORSATZKOPF BOHRWIRBELKOPF KOMP. setzen.
Die Entsprechung zwischen den auf dem Bildschirm VORSATZKOPF (PAC, PAB)
BOHRWIRBELKOPF KOMP. angezeigten Daten und denen auf dem Bildschirm
VORSATZKOPF BOHRWIRBELKOPF KOMP. ist unten erläutert.
Bildschirm Bildschirm
VORSATZKOPF (PAC, PAB) VORSATZKOPF
BOHRWIRBELKOPF KOMP. BOHRWIRBELKOPF KOMP.
3-2-2. Befehlsformat
Eeoemr5s1045
Das für den Aufruf des automatischen Werkzeuglängenversatzes/der automatischen Werkzeugbru-
cherkennung bei der B-/C-Achseneinheit , beim 90° Winkelzubehör oder der Verlängerung benutzte
Befehlsformat ist unten näher erläutert.
Konventionelle Übertragungsvariable
EIOEMR5S1031R01
[Ergänzung]
1) Der Einbauwinkel des 90° Winkelzubehörs oder der B-/C-Achseneinheit (PAB = 90°) muss auf
270°gesetzt sein.
2) Für vertikales Werkzeug/Verlängerung/90° Zusatzgerät (PAB = 0°) und eine 90° Einheit/B/C-Ach-
seneinheit (PAB = 90°) wird derselbe Sensornullpunkt verwendet. Der Sensornullpunkt wird so
gesetzt, dass Messzyklen ohne Kollision anderer Zusatzgeräte durchgeführt werden können.
PAXI PAT
Bit 6 von VFST
Bit 6 Bit 5 Bit 4 Befehl
Vertikale Spindel 0 0 0 0/1 Keine
Verlängerung
Zusatzgerät – B-/C-Achseneiheit 0 0 0 0/1 1 bis 7
(PAB = 0°)
9090° Winkelzubehör
Zusatzgerät – B-/C-Achseneiheit 1 0/1 0/1 0 1 bis 7
(PAB = 90°)
[Ergänzung]
Wenn die Maschine mit dem B/C-Achsen Vorsatz (PAB = 90°) ausgerüstet ist, „PGO=12“
einstellen, um Achsenbewegungen zur Werkzeugwechselposition bei Erfassung eines
Werkzeugbruchs auszuführen. Für Details zu PGO siehe Objekt (11) PGO (P GO) unter 6-3.
„Verwendung von Variablen“.
Vorgehensweise :
1 Das Bezugswerkzeug in die Spindel ohne Zusatzgerät einsetzen und ein Feinmessgerätin der
Tischmitte anbringen.
2 Die X-, Y- und Z-Achse an eine Position bewegen, an der das Feinmessgerät „0“ anzeigt.
4 Das Spindelwerkzeug gegen ein Zusatzgerät austauschen (90° Winkelzubehör oder Verlänge-
rung) und das Bezugswerkzeug am Zusatzgerät anbringen.
5 Anschließend die Positionierung so vornehmen, dass das Feinmessgerät “0” anzeigt, und die
Koordinaten an dieser Position setzen.
• 9090° Winkelzubehör
Das Zusatzgerät an vier Positionen schalten, 0° (vorne), 90° (links), 180° (hinten) und
270° (rechts) und eine Positionierung an den einzelnen Schaltpositionen des Zusatzge-
rätes vornehmen.
• Verlängerung
Das die Verlängerung im festen Winkel installiert wird, muss auch die Positionierung im
voreingestellten Winkel erfolgen.
6 Für die Einstellung der Korrekturdaten wird der Bildschirm VORSATZKOPF BOHRWIRBEL-
KOPF KOMP. aufgerufen.
MG61-012 S-47
KAPITEL 1 AUTOMATISCHE WERKZEUGLÄNGENVERSATZ-/WERKZEUGBRUCHERKENNUNGSFUNKTION
• Verlängerung
Die in Schritt 5) oben ermittelten Koordinaten werden auf dem Bildschirm VORSATZ-
KOPF BOHRWIRBELKOPF KOMP. eingegeben (G185).
• 9090° Winkelzubehör
Die Korrekturdaten für jeden Schaltwinkel (PAC = 0, 90, 180, 270) werden anhand der in
Schritt 5) ermittelten Koordinaten berechnet und und das Ergebnis an entsprechender
Stelle auf dem Bildschirm VORSATZKOPF BOHRWIRBELKOPF KOMP. eingetragen
(G181 to G184).
Bezüglich der Berechnung der Korrekturdaten für die einzelnen Schaltwinkel siehe [3-2-
9. Be--rechnung der Korrekturdaten für ein 90° Winkelzubehör].
Die Entsprechung zwischen dem PAC Winkel und der Einstellung ist unten dargestellt.
PAC = 0: G181 (vorne) auf dem Bildschirm VORSATZKOPF BOHRWIRBELKOPF
KOMP.
PAC = 90: G182 (links) auf dem Bildschirm VORSATZKOPF BOHRWIRBELKOPF
KOMP.
PAC = 180: G183 (vhinten) auf dem Bildschirm VORSATZKOPF BOHRWIRBELKOPF
KOMP.
PAC = 270: G184 (rechts) auf dem Bildschirm VORSATZKOPF BOHRWIRBELKOPF
KOMP.
Bezugswerkzeug
Y
Z
EIOEMR5S1032R01
MG61-012 S-48
KAPITEL 1 AUTOMATISCHE WERKZEUGLÄNGENVERSATZ-/WERKZEUGBRUCHERKENNUNGSFUNKTION
Bei Verwendung eines 90° Winkelzubehörs müssen die Korrekturtdaten für den Eeoemr5s1052
Geräteschwenk mit
Hilfe der in Schritt 5) in Abschnitt [3-2-8. Messen der Korrekturdaten für den Schwenk des
Zusatz--gerätes] ermittelten Koordinaten berechnet werden.
Mit Hilfe der nachfolgenden Formeln wird der Mittelpunkt des vertikalen Bezugswerkzeugs mitder
horizontalen Werkzeugschneide ausgerichtet.
Vertikales Bezugswerkzeug
Horizontales Bezugswerkzeug
EIOEMR5S1033R01
In den nachfolgenden Erläuterungen steht D1 für den Durchmesser des in die vertikale Spindel ein-
gesetzten Bezugswerkzeugs und D2 für den Durchmesser des in die horizontalen Spindel einge-
setzten Bezugswerkzeugs.
• PAC = 0°
Vertikales Bezugswerkzeug
Horizontales Bezugswerkzeug
EIOEMR5S1034R01
• PAC = 90°
Vertikales Bezugswerkzeug
Horizontales Bezugswerkzeug
EIOEMR5S1035R01
MG61-012 S-50
KAPITEL 1 AUTOMATISCHE WERKZEUGLÄNGENVERSATZ-/WERKZEUGBRUCHERKENNUNGSFUNKTION
• PAC = 180°
EIOEMR5S1036R01
• PAC = 270°
EIOEMR5S1037R01
MG61-012 S-51
KAPITEL 1 AUTOMATISCHE WERKZEUGLÄNGENVERSATZ-/WERKZEUGBRUCHERKENNUNGSFUNKTION
Vorgehensweise :
1 Bezugswerkzeug B in die vertikale Spindel einsetzen und die Z-Koordinate ablesen, indem der
Bezugsblock mit dem Werkzeug angetastet wird.
Angenommen, die abgelesene Koordinate ist “B”.
2 Bezugswerkzeug A in die vertikale Spindel einsetzen und die Z-Koordinate ablesen, indem der
Bezugsblock mit dem Werkzeug angetastet wird.
Angenommen, die abgelesene Koordinate ist “A”.
3 Die relativen Versatzdaten zwischen Bezugswerkzeugen werden dann anhand der folgenden
Formel berechnet:
EIOEMR5S1038R01
MG61-012 S-53
KAPITEL 1 AUTOMATISCHE WERKZEUGLÄNGENVERSATZ-/WERKZEUGBRUCHERKENNUNGSFUNKTION
[Ergänzung]
Bei Einstellung der Systemvariablen VFST ist Vorsicht geboten, da sie auch für den
automatischen Werkzeuglängenversatz/die automatische Werkzeugbrucherkennung – und zwar
für vertikale Werkzeuge, die B-/C-Achsenzusatzeinheit, Verlängerungen sowie das 90°
Winkelzubehör – benutzt wird.
Die Betriebsart wird zwar im CNC-Speicher abgelegt, es wird jedoch empfohlen, den Modus bei
jeder Ausführung der beiden Korrekturfunktionen erneut zu setzen, da die Einstellung – wie oben
beschrieben – auch für andere Anwendungen benutzt wird.
MG61-012 S-54
KAPITEL 1 AUTOMATISCHE WERKZEUGLÄNGENVERSATZ-/WERKZEUGBRUCHERKENNUNGSFUNKTION
Vorgehensweise :
1 Die Y-Achse an eine Position bewegen, an der die untere Verfahrgrenze der Z-Achse gesetzt
werden soll.
Bei diesem Vorgang können sich Z- und X-Achse an jeder beliebigen Position befinden.
2 An dieser Position wird in den MDI- oder Automatikbetrieb gewechselt und das folgende Pro-
gramm ausgeführt:
CALLOO32
Bei Ausführung dieses Programmes erfolgt keine Achsbewegung.
Nach der Ausführung wird die aktuelle Position der Z-Achse im Systemwerkstückkoordinaten-
system Nr. 9 als untere Z-Achsenverfahrgrenze gespeichert.
Die Einstellwert kann durch Öffnen des Pop-up-Fensters MSB NULPKT. KORR. (VSZO✽[N])
auf dem Bildschirm MEßERGEBNISSE überprüft werden.
MG61-012 S-55
KAPITEL 1 AUTOMATISCHE WERKZEUGLÄNGENVERSATZ-/WERKZEUGBRUCHERKENNUNGSFUNKTION
Vorgehensweise :
1 Die Variable VFST (Betriebsart) im MDI- oder Automatikmodus setzen.
Bei diesem Vorgang ist nur Bit 7 (Wahl absoluter/inkrementaler Versatz) signifikant. Die ande-
ren Bit werden auf “0” gesetzt.
4 Das Werkzeug bis auf ca. 10 mm an den Berührungssensor annähern, so dass es den Sensor
bei Bewegung in Werkzeuglängsrichtung im rechten Winkel antastet.
[Ergänzung]
Bei Angabe von PLI ist der zu übertragende Wert unterschiedlich und hängt von dem gewählten
Werkzeuglängenversatztyp (VFST ab. Beim absoluten Versatz wird die Länge von
Bezugswerkzeug B ab der Messlinie PLI gesetzt. Beim relativen Versatz wird die relative Länge
von Bezugswerkzeug B im Verhältnis zu Bezugswerkzeug A gesetzt.
Einzelheiten zum relativen Versatz zwischen Bezugswerkzeugen siehe [3-3-2. Relative Versatzda-
ten zwischen BezugswerkzeugenVersatzdaten zwischen Bezugswerkzeugen (VSTOH [20])].
Der Bewegungsablauf des Bezugswerkzeugs während der Programmausführung ist in Abschnitt [3-
3-6. Bewegungsablauf des Bezugswerkzeugs während der Nullpunkteinstellung des Sensors] erläu-
tert.
Das Ergebnis wird als Nullpunktdaten in Systemwerkstückkoordinatensystem Nr. 13 übertragen.
Die gesetzten Nullpunktdaten können durch Öffnen des Pop-up-Fensters MSB NULPKT. KORR.
(VSZO✽[N]) auf dem Bildschirm MEßERGEBNISSE überprüft werden.
MG61-012 S-56
KAPITEL 1 AUTOMATISCHE WERKZEUGLÄNGENVERSATZ-/WERKZEUGBRUCHERKENNUNGSFUNKTION
Maschinenbetrieb
(1) Das Bezugswerkzeug bewegt sich zum Annäherungsstartpunkt (Y- und Z-Achse).
Der Annäherungsstartpunkt ergibt sich, wenn man eine gedachte Linie aus dem 30° Winkelzu-
behör in Werkzeuglängsrichtung verlängert. . Auf dieser verlängerten Linie werden zwei Posi-
tionen berechnet: zum einen die Position, an der sich die Z-Achse an ihrer
positivenVerfahrgrenze befindet, zum anderen die Position, an der sich die Y-Achse an der
unteren Z-Achsenverfahrgrenze befindet. Von diesen beiden Positionenwird der näher am Sen-
sor liegende Punkt als Annäherungsstartpunkt verwendet.
Da die Sensorposition bei Start der Nullpunkteinstellung nicht gemessen wurde, wird die Posi-
tion 10 mm vor der Position, zu der das Werkzeug in Schritt 4) bewegt wurde (siehe [3-3-5. Ein-
stellung des Sensornullpunkts], als Sensorposition des 30° Winkelzubehörs -angesehen.
(2) Die Spindel wird ausgerichtet.
(3) Das Bezugswerkzeug bewegt sich zur unteren Z-Achsenverfahrgrenze (Y-Achse).
(4) Die Sensoreinheit wird zurückgezogen.
(5) Die Sensoreinheit wird vorgeschoben.
(6) Das Bezugswerkzeug bewegt sich zum Annäherungsstartpunkt (Y-Achse).
(7) Das Bezugswerkzeug wird mit dem Sensor in Kontakt gebracht (Z- und Y-Achse).
(8) Das Bezugswerkzeug bewegt sich zum Annäherungsstartpunkt (Z- und Y-Achse).
(9) Das Bezugswerkzeug wird zur unteren Z-Achsenverfahrgrenze (Y-Achse) zurückgezogen.
(Wenn PRET ≠ 1)
(10) Die Sensoreinheit wird zurückgezogen. (Wenn PRET ≠ 1)
Damit ist die Nullpunkteinstellung des Berührungssensors beendet.
MG61-012 S-57
KAPITEL 1 AUTOMATISCHE WERKZEUGLÄNGENVERSATZ-/WERKZEUGBRUCHERKENNUNGSFUNKTION
[Ergänzung]
Vorgehensweise :
1 Die Variable VFST (Betriebsart) im MDI- oder Automatikmodus setzen.
Bei diesem Vorgang sind nur die folgenden Bit signifikant: Die anderen Bit werden auf “0” gesetzt.
• Bit 7 (Wahl absoluter/inkrementaler Versatz)
Denselben Wert wie bei der Nullpunkteinstellung des Sensors eingeben.
• Bit 3 (X-Achsenpositionierung wirksam/unwirksam)
“0” (X-Achsenpositionierung wirksam) kann nur dann gewählt werden, wenn PAXI bei
der Nullpunkteinstellung des Sensors benutzt wurde.
Wird “0” eingegeben, obwohl der X-Achsennullpunkt nicht gesetzt ist, kann es zu gefähr-
lichen Situationen kommen, da die X-Achse hierdurch am Maschinennullpunkt positio-
niert wird.
• Bit 0 (Wahl automatischer Werkzeuglängenversatz/automatische Werkzeugbrucherken-
nung)
Da in diesem Fall ein „automatischer Werkzeuglängenversatz“ ausgeführt werden soll,
muss hier „1“ gesetzt werden.
2 Das Werkzeug, für das ein automatischer Längenversatz durchgeführt werden soll, in das 30°
Winkelzubehör-einsetzen und das Zusatzgerät ausrichten.
Wird das Werkzeug manuell eingesetzt, muss der Parameter PH eingegeben werden, da die
Werkzeugnummer unbekannt ist.
Die ermittelten Versatzdaten werden als Längenversatzdaten unter der über Parameter PH
übertragenen Werkzeugnummer gespeichert.
Der Parameter PH muss nicht programmiert werden, wenn das Werkzeug über M-Codebefehl
eingesetzt wird.
3 Dann wählt der Bediener den MDI- oder Automatikmodus und führt das folgende Programm aus:
CALL OO34 (PLI = erwartete Werkzeuglänge) (PH=Werkzeugnummer)
Während der Programmausführung wird die Werkzeuglänge dann gemessen.
Die gemessenen Werkzeuglängendaten werden als entsprechende Versatzdaten unter der
überParameter PH übertragenen Werkzeugnummer abgelegt. Wird ParameterPH nicht pro-
grammiet, werden die Daten als Längenversatzdaten des aktiven Werkzeugs gespeichert.
[Ergänzung]
Wird keine erwartete Werkzeuglänge eingegeben, wird hierfür automatisch die minimale Werk-
zeuglänge gesetzt.
Daher muss die minimale Werkzeuglänge vorab über den optionalen Parameter (langes Wort) Nr.
43 als Absolutwert in mm definiert werden.
Bei Eingabe eines ungeeigneten Wertes in diesen Parameter kann es zu einer Kollision zwischen
dem 30° Winkelzubehör und der Sensoreinheit kommen. Der Eingabewert für die minimale Werk-
zeuglänge muss um 10 mm höher sein als die kleinste messbare Länge (festgelegt durch die
Maschinenspezifikationen).
Wird die kleinste messbare Länge als minimale Werkzeuglänge gesetzt, kollidiert das 30° Winkel-
zubehör mit dem Sensor, falls das Werkzeug den Sensor nicht antastet.
MG61-012 S-58
KAPITEL 1 AUTOMATISCHE WERKZEUGLÄNGENVERSATZ-/WERKZEUGBRUCHERKENNUNGSFUNKTION
Maschinenbetrieb
Während der Ausführung des automatischen Längenversatzes für das in das 30° Winkelzubehör--
eingesetzte Werkzeug bewegt sich das Werkzeug wie folgt:
(1) Die Z-Achse verfährt ab der aktuellen Position um 1 mm nach oben oder an das positive Verfah-
rende (+).
Wurde die X-Achsenpositionierung gewählt, wird diese nun ausgeführt.
(2) Die Spindel wird ausgerichtet.
(3) Das Werkzeug wird zur unteren Z-Achsenverfahrgrenze (Y-Achse) zurückgezogen.
(4) Die Sensoreinheit wird vorgeschoben.
(5) Das Werkzeug bewegt sich zum Annäherungsstartpunkt (Z-,Y-Achse).
Wurde die Angabe der maximalen Werkzeuglänge gewählt, erfolgt die Bewegung nun zu dieser
Position (Z-, Y-Achse).
(6) Das Werkzeug wird mit dem Sensor in Kontakt gebracht (Z-, Y-Achse).
(7) Das Werkzeug bewegt sich zum Annäherungsstartpunkt (Z-,Y-Achse).
(8) Das Werkzeug wird zur unteren Z-Achsenverfahrgrenze (Y-Achse) zurückgezogen. (Wenn
PRET ≠ 1)
(9) Die Sensoreinheit wird zurückgezogen. (Wenn PRET ≠ 1)
Vorgehensweise :
1 Die Spindel an die gewünschte Wechselposition in der Y-Achse bewegen.
Wurde das Verfahren der X-Achse durch entsprechende Biteinstellung aktiviert, muss auch die
X-Achse bewegt werden.
2 Dann wählt der Bediener den MDI- oder Automatikmodus und führt das folgende Programm
aus:
CALL OO31
Die Achsen verfahren auch bei Ausführung eines Programms nicht.
Nach der Programmausführung wird die aktuelle Position als Werkzeugwechselposition in
Systemwerkstückkoordinatensystem Nr. 2 gesetzt.
Die gesetzten Werkzeugwechselpositionsdaten können durch Öffnen des Pop-up-Fensters
MSB NULPKT. KORR. (VSZO✽[N]) auf dem Bildschirm MEßERGEBNISSE überprüft werden.
MG61-012 S-59
KAPITEL 1 AUTOMATISCHE WERKZEUGLÄNGENVERSATZ-/WERKZEUGBRUCHERKENNUNGSFUNKTION
[Ergänzung]
Vor Ausführung der automatischen Werkbrucherkennung muss sichergestellt werden, dass der
Nullpunkt des Berührungssensors gesetzt ist.
Vorgehensweise :
1 Die Variable VFST (Betriebsart) im MDI- oder Automatikmodus setzen.
Bei diesem Vorgang sind nur die folgenden Bit signifikant: Die anderen Bit werden auf “0”
gesetzt.
• Bit 7 (Wahl absoluter/inkrementaler Versatz)
Denselben Wert wie bei der Nullpunkteinstellung des Sensors eingeben.
• Bit 3 (X-Achsenpositionierung wirksam/unwirksam)
“0” (X-Achsenpositionierung wirksam) kann nur dann gewählt werden, wenn PAXI bei
der Nullpunkteinstellung des Sensors benutzt wurde.
Wird “0” eingegeben, obwohl der X-Achsennullpunkt nicht gesetzt ist, kann es zu gefähr-
lichen Situationen kommen, da die X-Achse hierdurch am Maschinennullpunkt positio-
niert wird.
• Bit 0 (Wahl automatischer Werkzeuglängenversatz/automatische Werkzeugbrucherken-
nung)
Da in diesem Fall ein „automatischer Werkzeuglängenversatz“ ausgeführt werden soll,
muss hier „1“ gesetzt werden.
2 Das Werkzeug, für das ein automatischer Längenversatz durchgeführt werden soll, in das 30°
Winkelzubehör-einsetzen und das Zusatzgerät ausrichten.
Wird das Werkzeug manuell eingesetzt, muss der Parameter PH eingegeben werden, da die
Werkzeugnummer unbekannt ist.
Die Funktion vergleicht die gemessenen Längenversatzdaten der über ParameterPH übertra-
genen Werkzeugnummer mit der vordefinierten Bruchgrenze des Werkzeugs.
Der Parameter PH muss nicht programmiert werden, wenn das Werkzeug über M-Codebefehl
eingesetzt wird.
3 Dann wählt der Bediener den MDI- oder Automatikmodus und führt das folgende Programm aus:
• Werkzeugbruchtoleranz (PLE1)
Wird für PLE1 kein Wert gesetzt, wird als Bruchtoleranz der Wert 0.1 mm verwendet.
Das Werkzeug gilt dann als gebrochen, wenn die absolute Differenz zwischen der vor-
eingestellten Werkzeuglänge und der gemessenen Werkzeuglänge grösser ist als die
über PLE1 gesetzte Toleranz.
• Max. Änderung des Versatzwertes (PLE2)
Wird ein Wert für PLE2 gesetzt, werden die aktuellen Werkzeuglängenversatzdaten auf-
die gemessene Werkzeuglänge aktualisiert, unter der Voraussetzung dass die absolute
Differenz zwischen der voreingestellten Werkzeuglänge und dem Messwert kleiner ist
als die über PLE1 gesetzte Toleranz und größer als der max. Änderungswert.
MG61-012 S-60
KAPITEL 1 AUTOMATISCHE WERKZEUGLÄNGENVERSATZ-/WERKZEUGBRUCHERKENNUNGSFUNKTION
Maschinenbetrieb
Während der Ausführung der automatischen Brucherkennung für das in das 30° Winkelzubehör-ein-
gesetzte Werkzeug bewegt sich das Werkzeug wie folgt:
(1) Die Z-Achse verfährt ab der aktuellen Position um 1 mm nach oben oder an das positive Verfah-
rende (+).
Wurde die X-Achsenpositionierung gewählt, wird diese nun ausgeführt.
(2) Die Spindel wird ausgerichtet.
(3) Das Werkzeug wird zur unteren Z-Achsenverfahrgrenze (Y-Achse) zurückgezogen.
(4) Die Sensoreinheit wird vorgeschoben.
(5) Das Werkzeug bewegt sich zum Annäherungsstartpunkt (Z-,Y-Achse).
Wurde die Angabe der maximalen Werkzeuglänge gewählt, erfolgt die Bewegung nun zu dieser
Position (Z-, Y-Achse).
(6) Das Werkzeug wird mit dem Sensor in Kontakt gebracht (Z-, Y-Achse).
(7) Das Werkzeug wird als gebrochen bewertet.
(8) Das Werkzeug bewegt sich zum Annäherungsstartpunkt (Z-,Y-Achse).
(9) Das Werkzeug wird zur unteren Z-Achsenverfahrgrenze (Y-Achse) zurückgezogen. (Wenn
PRET ≠ 1)
(10) Die Sensoreinheit wird zurückgezogen. (Wenn PRET ≠ 1)
Die Verarbeitung nach Erkennen auf Werkzeugbruch ist abhängig von der Einstellung von
Parameter PGO.
• PGO = 1:
Das Werkzeug wird ohne Positionierung an der Werkzeugwechselposition in das Magazin
rückgestellt.
• PGO = 2:
Das Werkzeug wird nach Positionierung an der Werkzeugwechselposition in der X- und Y-
Achse in das Magazin rückgestellt.
MG61-012 S-61
KAPITEL 1 AUTOMATISCHE WERKZEUGLÄNGENVERSATZ-/WERKZEUGBRUCHERKENNUNGSFUNKTION
[Ergänzung]
Die Nummer eines im Brucherkennungszyklus als gebrochen bewerteten Werkzeugs wird von der
Werkezugverwaltungsfunktion als „gebrochenes Werkzeug“ registriert.
Um nach Auswechseln des Werkzeugs dieselbe Werkzeugnummer erneut zu verwenden, muss
der registrierte Status als „gebrochenes Werkzeug“ gelöscht werden.
Einzelheiten zur entsprechenden Vorgehensweise siehe Werkzeugverwaltungsfunktion unter
Optionen/Spezifikationen im Bedienungshandbuch.
MG61-012 S-62
KAPITEL 1 AUTOMATISCHE WERKZEUGLÄNGENVERSATZ-/WERKZEUGBRUCHERKENNUNGSFUNKTION
3-3-11. Variablen
Eeoemr5s1069
In Unterprogrammen verwendete Variablen, über die der automatischer Werkzeuglängenversatz/die
automatischer Werkzeugbrucherkennung für das 30° Winkelzubehör ausgeführt werden.
PH: Werkzeugversatznummer
Wird für die Angabe einer Werkzeugversatznummer verwendet, sofern für den automati-
schenWerkzeuglängenversatz/die automatische Werkzeugbrucherkennung nicht die Ver-
satznummer des aktuellen Werkzeugs benutzt werden soll.
PAXI: 1 Byte (8 Bit) Übertragungsvariable, die bei Setzen des Nullpunkts verwendet wird. Die
einzelnen Bit haben die folgende Bedeutung:
Bit-Nr. Beschreibung
Bit 0 Setzt den X-Achsennullpunkt.
Bit 1 Setzt den Y-Achsennullpunkt.
Bit 2 Setzt den Z-Achsennullpunkt.
Bit 3 Immer auf ”0” setzen.
Bit 4 Immer auf ”0” setzen.
Bit 5 Immer auf ”0” setzen.
Bit 6 Immer auf ”0” setzen.
Bit 7 Immer auf ”0” setzen.
VFST: Wählt die Betriebsart. Einzelheiten siehe [3-3-3. Wahl der Betriebsart (VFST)].
PLE1: Legt den Toleranzwert für die Bewertung auf Werkzeugbruch fest. Einzelheiten siehe [3-
3-9. Automatische Werkzeugbrucherkennung].
PLE2: Lewgt den max. zulässigen Änderungsbetrag des Versatzwertes fest. Einzelheiten siehe
[3-3-9. Automatische Werkzeugbrucherkennung].
PLI: Definiert die Länge des Bezugswerkzeugs bei Einstellung des Sensornullpunktes.
Definiert die erwartete Werkzeuglänge bei Messen der Werkzeuglänge.
PRS: Hierbei handelt es sich um einen RS-Befehl für die Mehrfachausrichtfunktion der Spin-
del.
PRET: Befehl, der den Sensorrückzug verhindert
Diese Funktion verhindert, dass der Berührungssensor am Ende von Nullpunkteinstel-
lung, automatischem Werkzeuglängenversatz und/oder automatischer Werkzeugbruch-
erkennung zurückgezogen wird.
PGO: Definiert die weitere Verarbeitung nach Erkennen auf Werkzeugbruch. Einzelheiten
siehe [3-3-9. Automatische Werkzeugbrucherkennung].
PX: Definiert den Versatz in X-Achsenrichtung während der Positionierung an der Sensor-
position.
MG61-012 S-63
KAPITEL 1 AUTOMATISCHE WERKZEUGLÄNGENVERSATZ-/WERKZEUGBRUCHERKENNUNGSFUNKTION
Vorgehensweise :
1 Das Referenzwerkzeug B in der vertikalen Spindel montieren und den Koordinatenwert der Z-
Achse ablesen, indem die Achse in Kontakt mit dem Referenzblock gebracht wird.
Den abgelesenen Koordinatenwert der Z-Achse als „B“ annehmen.
2 Das Referenzwerkzeug A in der vertikalen Spindel montieren und den Koordinatenwert der Z-
Achse ablesen, indem die Achse in Kontakt mit dem Referenzblock gebracht wird.
Den abgelesenen Koordinatenwert der Z-Achse als „A“ annehmen.
[Ergänzung]
Seien Sie bei der Einstellung der Systemvariable VFST vorsichtig, da diese auch für die
automatische Werkzeuglängenkorrektur / automatische Werkzeugbrucherkennung eines
vertikalen Werkzeugs, B/C-Achsenvorsatz, Erweitungsvorsatz und 90° Winkelvorsatz verwendet
wird.
Obwohl der Betriebsmodus im CNC-Speicher gesichert wird, wird empfohlen, den Modus für jede
Ausführung der automatischen Werkzeuglängenkorrektur / automatischen
Werkzeugbrucherkennung zu setzen, da diese auch, wie oben beschrieben, für andere
Anwendungen verwendet wird.
MG61-012 S-66
KAPITEL 1 AUTOMATISCHE WERKZEUGLÄNGENVERSATZ-/WERKZEUGBRUCHERKENNUNGSFUNKTION
Vorgehensweise :
1 Die Y-Achse zu der Position bewegen, bei der die untere Grenzposition Z-Achse eingestellt
werden soll.
Bei dieser Funktion können sich die Z- und die X-Achse an jeder Position befinden.
2 Nun muss, nach Auswahl des MDI- oder Automatikmodus, das folgende Programm ausgeführt
werden.
CALLOO32
Während dieses Programm ausgeführt wird, bewegen sich die Achsen nicht.
Nach der Ausführung des Programms wird die aktuelle Position der Z-Achse als untere
Grenzposition der Z-Achse im Arbeits-Koordinatensystem Nr. 9 des Systems gespeichert.
Der eingestellte Wert kann durch Öffnen des Pop-Up Fensters MSB NULL-KORREKTUR
(VSZO*[N]) in der Maske MESSERGEBNISSE kontrolliert werden.
MG61-012 S-67
KAPITEL 1 AUTOMATISCHE WERKZEUGLÄNGENVERSATZ-/WERKZEUGBRUCHERKENNUNGSFUNKTION
Vorgehensweise :
1 Im MDI- oder Automatikmodus den VFST (Betriebsmodus) einstellen.
Für diese Funktion hat nur Bit 7 (inkremental/absolut Korrekturtyp Auswahl) eine Bedeutung.
Für die anderen Bits kann „0“ eingestellt werden.
4 Das Werkzeug in einer Entfernung von ca. 10 mm vom Berührungssensor positionieren, damit
es den Berührungssensor im rechten Winkel berührt, wenn es in Richtung der Werkzeuglänge
bewegt wird.
[Ergänzung]
Wenn PLI zugeordnet wird, weicht der zu transferierende Wert je nach Typ der
Werkzeuglängenkorrektur ab (VFST Einstellung). Für den Typ absolute Korrektur muss die
Länge vom Referenzwerkzeug B bis zur Maßlinie PLI eingestellt werden. Für den Typ relative
Korrektur muss die relative Länge des Referenzwerkzeugs B im Bezug zum Referenzwerkzeug A
eingestellt werden.
Details zu den relativen Korrekturdaten zwischen den Referenzwerkzeugen siehe [3-4-2. Relative
Korrekturdaten zwischen Referenzwerkzeugen (VSTOH[20])].
Wie sich das Referenzwerkzeug während der Ausführung des Programms bewegt, wird unter [3-4-
6. Bewegungen Referenzwerkzeug während Nullpunkteinstellung Berührungssensor] erklärt.
Das Ergebnis wird als Nullpunktdaten zum Arbeits-Koordinatensystem des Systems Nr. 21
rückgemeldet.
Die eingestellten Nullpunktdaten können durch Öffnen des Pop-Up Fensters MSB NULL-
KORREKTUR (VSZO*[N]) in der Maske MESSERGEBNISSE kontrolliert werden.
MG61-012 S-68
KAPITEL 1 AUTOMATISCHE WERKZEUGLÄNGENVERSATZ-/WERKZEUGBRUCHERKENNUNGSFUNKTION
Maschinenbetrieb
(1) Das Referenzwerkzeug bewegt sich zum Anfahr-Startpunkt (Y- und Z-Achse).
Der Anfahr-Startpunkt wird durch eine Verlängerungslinie vom Berührungssensor des 45°
Winkelvorsatzes in Werkzeuglängsrichtung berechnet. Die folgenden beiden Punkte werden
auf der Verlängerungslinie berechnet: Die Position, an der sich die Z-Achse an der
Verfahrgrenze in positiver Richtung befindet, und die Position, an der sich die Y-Achse an der
unteren Grenzposition der Z-Achse befindet. Jene dieser beiden Positionen, die sich näher am
Berührungssensor befindet, wird als Anfahr-Startpunkt verwendet.
Da die Sensorposition nicht zu Beginn der Nullpunkteinstellung Berührungssensor gemessen
wurde, wird die Position 10 mm vor dem Punkt, zu dem das Werkzeug in Schritt 4) der
Operation [3-4-5. Einstellung Nullpunkt Berührungssensor] bewegt wurde, als Position
Berührungssensor 45° Winkelvorsatz betrachtet.
(2) Die Spindel ist ausgerichtet.
(3) Das Referenzwerkzeug bewegt sich zur untere Grenzposition der Z-Achse (Y-Achse).
(4) Die Sensoreinheit bewegt sich zurück.
(5) Die Sensoreinheit bewegt sich vorwärts.
(6) Das Referenzwerkzeug bewegt sich zum Anfahr-Startpunkt (Y-Achse).
(7) Das Referenzwerkzeug wird in Kontakt mit dem Sensor gebracht (Z- und Y-Achse).
(8) Das Referenzwerkzeug bewegt sich zum Anfahr-Startpunkt (Z- und Y-Achse).
(9) Das Referenzwerkzeug bewegt sich zur untere Grenzposition der Z-Achse zurück (Y-Achse).
(Wenn PRET ≠ 1)
(10) Die Sensoreinheit bewegt sich zurück. (Wenn PRET ≠ 1)
Hiermit wird die Einstellung des Nullpunkts des Berührungssensors beendet.
MG61-012 S-69
KAPITEL 1 AUTOMATISCHE WERKZEUGLÄNGENVERSATZ-/WERKZEUGBRUCHERKENNUNGSFUNKTION
[Ergänzung]
Vor der Ausführung der automatischen Werkzeuglängenkorrektur sicherstellen, das der Nullpunkt
des Berührungssensors eingestellt wurde.
Vorgehensweise :
1 Im MDI- oder Automatikmodus den VFST (Betriebsmodus) einstellen.
Für diese Funktion haben nur die folgenden Bits eine Bedeutung. Für die anderen Bits kann
„0“ eingestellt werden.
[Ergänzung]
Wenn keine vorweg genommene Werkzeuglänge eingestellt wird, wird die minimale
Werkzeuglänge als vorweg genommene Werkzeuglänge verwendet.
Daher muss die minimale Werkzeuglänge vorher als optionaler Parameter (Langwort) Nr. 43 als
absoluter Wert in Millimeter eingestellt werden.
Wenn die Einstellung für diesen Parameter ungeeignet ist, kann der 45× Winkelvorsatz mit der
Sensoreinheit kollidieren. Einen Wert als minimale Werkzeuglänge einstellen, der 10 mm länger
ist, als die minimal messbare Länge (bestimmt durch Maschinenspezifikation).
Wenn die minimal messbare Länge als minimale Werkzeuglänge eingestellt wird, trifft der 45×
Windelvorsatz die Sensoreinheit, wenn der Werkzeug nicht den Sensor erreicht.
Maschinenbetrieb
Während der Ausführung der automatischen Werkzeuglängenkorrektur des Werkzeugs, das im 45°
Winkelvorsatz montiert ist, bewegt sich das Werkzeug wie folgt beschrieben.
(1) Die Z-Achse bewegt sich von der aktuellen Position um einen Millimeter nach oben, oder zum
Verfahrende in positiver (+) Richtung.
Wenn die Positionierung der X-Achse gültig ist, wird die Positionierung der X-Achse ausgeführt.
(3) Das Werkzeug bewegt sich zur untere Grenzposition der Z-Achse zurück (Y-Achse).
(5) Das Werkzeug bewegt sich zum Anfahr-Startpunkt (Z- und Y-Achse).
Wenn die Angabe der maximalen Werkzeuglänge gültig ist, bewegt sich das Werkzeug zur
eingestellten Position der maximalen Werkzeuglänge (Z- und Y-Achse).
(6) Das Werkzeug wird in Kontakt mit dem Berührungssensor gebracht (Z- und Y-Achse).
(7) Das Werkzeug bewegt sich zum Anfahr-Startpunkt (Z- und Y-Achse).
(8) Das Werkzeug bewegt sich zur untere Grenzposition der Z-Achse zurück (Y-Achse). (Wenn
PRET ¼ 1)
Vorgehensweise :
1 Bewegt die Spindel in Richtung der Y-Achse zur Werkzeugwechselposition.
Wenn die Einstellung, die Bewegungen der X-Achse erlaubt aktiviert ist, bewegt sich die X-
Achse auch.
[Ergänzung]
Vor der Ausführung der automatischen Werkzeugbrucherfassung sicherstellen, das der Nullpunkt
des Berührungssensors eingestellt wurde.
Vorgehensweise :
1 Im MDI- oder Automatikmodus den VFST (Betriebsmodus) einstellen.
Für diese Funktion haben nur die folgenden Bits eine Bedeutung. Für die anderen Bits kann
„0“ eingestellt werden.
Maschinenbetrieb
Während der Ausführung der automatischen Werkzeugbrucherfassung des Werkzeugs, das im 45°
Winkelvorsatz montiert ist, bewegt sich das Werkzeug wie folgt beschrieben.
(1) Die Z-Achse bewegt sich von der aktuellen Position um einen Millimeter nach oben, oder zum
Verfahrende in positiver (+) Richtung.
Wenn die Positionierung der X-Achse gültig ist, wird die Positionierung der X-Achse ausgeführt.
(2) Die Spindel ist ausgerichtet.
(3) Das Werkzeug bewegt sich zur untere Grenzposition der Z-Achse zurück (Y-Achse).
(4) Die Sensoreinheit bewegt sich vorwärts.
(5) Das Werkzeug bewegt sich zum Anfahr-Startpunkt (Z- und Y-Achse).
Wenn die Angabe der maximalen Werkzeuglänge gültig ist, bewegt sich das Werkzeug zur
eingestellten Position der maximalen Werkzeuglänge (Z- und Y-Achse).
(6) Das Werkzeug wird in Kontakt mit dem Berührungssensor gebracht (Z- und Y-Achse).
(7) Das Werkzeug wird als gebrochen eingeteilt.
(8) Das Werkzeug bewegt sich zum Anfahr-Startpunkt (Z- und Y-Achse).
(9) Das Werkzeug bewegt sich zur untere Grenzposition der Z-Achse zurück (Y-Achse). (Wenn
PRET ≠ 1)
(10) Die Sensoreinheit bewegt sich zurück. (Wenn PRET ≠ 1)
Die Verarbeitung nach der Werkzeugbrucherfassung hängt von der PGO Einstellung ab.
• PGO = 1:
Das Werkzeug wird ohne Bewegung zur Werkzeugwechselposition zum Magazin zurück
gekehrt.
• PGO = 2:
Das Werkzeug wird nach der Positionierung der X- und Y-Achse zur
Werkzeugwechselposition zurück gekehrt.
MG61-012 S-74
KAPITEL 1 AUTOMATISCHE WERKZEUGLÄNGENVERSATZ-/WERKZEUGBRUCHERKENNUNGSFUNKTION
Wenn bei Erfassung eines Werkzeugbruchs ein Reservewerkzeug gewählt wird, wird die Maschine
nicht durch einen Alarm gestoppt, selbst wenn ein Werkzeugbruch erfasst wird. Es ist daher
erforderlich, am Ende des automatischen Zyklus zur Werkzeugbrucherkennung zu beurteilen, ob
ein Werkzeug gebrochen ist oder nicht, und in ein Teilprogramm zu verzweigen, entsprechend des
Ergebnisses der Beurteilung.
• Systemvariable VOK1
VOK1 = 1: Das Werkzeug ist nicht gebrochen.
VOK1 ¼ 0: Das Werkzeug ist gebrochen.
Die Systemvariable VOK1 speichert das Ergebnis des Zyklus zur Werkzeugbrucherfassung,
der unmittelbar vor deren Angabe ausgeführt wurde.
• Systemvariable VOK2
Die Systemvariable VOK2 wird auch verwendet, um das Ergebnis des Zyklus zur
Werkzeugbrucherfassung zu speichern. Abweichend zur Systemvariablen VOK1 zeigt sie das
Auftreten eines Werkzeugbruchs in allen Erfassungszyklen, die nach der Rückstellung auf 0
(VOK2 = 0) ausgeführt wurden. Wenn auch nur ein Werkzeugbruch in einem dieser Zyklen
erfasst wurde, ist der Wert von VOK2 nicht 0 (VOK2 ¼ 0).
• VOK1 und VOK2 werden durch Rückstellen der CNC nicht zurückgesetzt.
[Ergänzung]
Die Werkzeugnummer des Werkzeugs, das in einem Zyklus zur Werkzeugbrucherfassung als
kaputt erfasst wurde, wird durch die Werkzeugmanagementfunktion als gebrochenes Werkzeug
registriert.
Um die gleiche Werkzeugnummer nach dem Ersatz des gebrochenen Werkzeugs zu verwenden,
muss der registrierte Status gebrochenes Werkzeug zurück gesetzt werden.
Siehe Werkzeugmanagementfunktion in den Spezialspezifikationen des Bedienerhandbuchs für
die Vorgehensweise zum Zurücksetzen dieses Status.
MG61-012 S-75
KAPITEL 1 AUTOMATISCHE WERKZEUGLÄNGENVERSATZ-/WERKZEUGBRUCHERKENNUNGSFUNKTION
3-4-11. Variablen
VFST: Bestimmt des Betriebsmodus. Details finden Sie unter [3-4-3. Bestimmung des
Betriebsmodus (VFST)].
PLE1: Bestimmt den Beurteilungswert für den Werkzeugbruch. Details finden Sie unter [3-4-9.
Automatische Werkzeugbrucherfassung].
PLE2: Bestimmt den zulässigen Betrag der Korrekturwert Aktualisierung. Details finden Sie
unter [3-4-9. Automatische Werkzeugbrucherfassung].
PLI: Bestimmt die Länge des Referenzwerkzeugs bei Einstellung des Nullpunkts des
Berührungssensors.
Bestimmt die vor weg genommene Werkzeuglänge bei Messung der Werkzeuglänge.
PRS: Dies ist ein RS-Befehl für Multipunkt-Spindelorientierungsbetrieb.
PRET: Präventivbefehl Rückzug Berührungssensor
Dies ist eine Funktion um den Rückzug des Berührungssensors am Ende der
Nullpunkteinstellung Berührungssensor, automatische Werkzeuglängenkorrektur und
automatische Werkzeugbrucherkennung zu verhindern.
PGO: Bestimmt die folgende Verarbeitung bei Erfassung eines Werkzeugbruchs. Details
finden Sie unter [3-4-9. Automatische Werkzeugbrucherfassung].
PX: Bestimmt den Versatz in Richtung X-Achse während Positionierung zur Sensorposition.
MG61-012 S-76
KAPITEL 1 AUTOMATISCHE WERKZEUGLÄNGENVERSATZ-/WERKZEUGBRUCHERKENNUNGSFUNKTION
Vorgehensweise :
1 Zunächst die Y-Achse an die gewünschte Freifahrposition stellen.
Bei diesem Vorgang können sich X- und Z-Achse an jeder beliebigen Position befinden.
2 An dieser Position wird nun in den Automatikbetrieb gewechselt und das folgende Programm
ausgeführt:
CALL OO33
M02
Bei Ausführung dieses Programmes erfolgt keine Achsbewegung.
Nach der Ausführung wird die aktuelle Position der Y-Achse im Systemwerkstückkoordinaten-
system Nr. 12 als untere Y-Achsenfreifahrposition gespeichert.
Die Einstellwert kann durch Öffnen des Pop-up-Fensters MSB NULPKT. KORR. (VSZO✽[N])
auf dem Bildschirm MEßERGEBNISSE überprüft werden.
Vorgehensweise :
1 Zunächst die Y-Achse an die gewünschte Freifahrposition stellen.
Bei diesem Vorgang können sich X- und Z-Achse an jeder beliebigen Position befinden.
2 An dieser Position wird nun in den Automatikbetrieb gewechselt und das folgende Programm
ausgeführt:
ALL OO32
M02
Bei Ausführung dieses Programmes erfolgt keine Achsbewegung.
Nach der Ausführung wird die aktuelle Position der Y-Achse im Systemwerkstückkoordinaten-
system Nr. 9 als untere Y-Achsenfreifahrposition gespeichert.
Die Einstellwert kann durch Öffnen des Pop-up-Fensters MSB NULPKT. KORR. (VSZO✽[N])
auf dem Bildschirm MEßERGEBNISSE überprüft werden.
[Ergänzung]
1) Da die Systemwerkstückkoordinatensysteme Nr. 9 und Nr. 12 ausschließlich für den
automatischen Werkzeuglängenversatz und die automatische Werkzeugbrucherkennung
benutzt werden, kann es nicht normal gesetzt oder als Bezug verwendet werden.
2) Die Freifahrposition der Y-Achse wird an einer Position gesetzt, an der jede Kollision zwischen
Werkzeug und Abdeckung der Sensoreinheit ausgeschlossen ist.
MG61-012 S-77
KAPITEL 1 AUTOMATISCHE WERKZEUGLÄNGENVERSATZ-/WERKZEUGBRUCHERKENNUNGSFUNKTION
[Ergänzung]
Beim VH-40 bewegt sich in Schritt 5) nur die X-Achse, da der Nullpunkt des Sensors in Y-
Achsenrichtung mit der Freifahrpsition der Y-Achse zusammenfällt.
Vorgehensweise :
1 Die X-Achse manuell verfahren, um den Sensor mit der Kerbmitte im Kühlmittelauffangbehälter
auszurichten.
4 M144 ausführen.
[Ergänzung]
Den Sensornullpunkt durch Angabe von “PAXI=7”.in Z-Richtung setzen.
MG61-012 S-79
KAPITEL 1 AUTOMATISCHE WERKZEUGLÄNGENVERSATZ-/WERKZEUGBRUCHERKENNUNGSFUNKTION
In diesem Bedienungshandbuch ist festgelegt, dass sich das Werkzeug während der Ausführung
von automatischem Werkzeuglängenversatz/automatischer Werkzeubrucherkennung in folgender
Reihenfolge zum zum Berührungssensor bewegt:
Obere Z-Achsenverfahrgrenze → Sensorposition in der Y-Achse→ Sensorposition in der X-Achse
Bei dieser Reihenfolge der Werkzeugbewegungen kommt es jedoch zu einer Kollision des Werk-
zeugs mit der Späneabdeckung.
Durch die obenstehende Einstellung ändert sich die Reihenfolge in:
Obere Z-Achsenverfahrgrenze → Sensorposition in der Z-Achse→ Sensorposition in der Y-Achse
Ähnlich gilt: Wird “PGO = 2” angegeben, ändert sich die Reihenfolge der Werkzeugbewegungen zur
Werkzeugwechselposition (der über OO312 gesetzten Position), zu der sich das Werkzeug nach
Erkennen auf Werkzeugbruch bewegt, wie folgt:
Obere Z-Achsenverfahrgrenze → Werkzeugwechselposition in der Y-Achse→ Werkzeugwechselpo-
sition in der X-Achse
MG61-012 S-80
KAPITEL 1 AUTOMATISCHE WERKZEUGLÄNGENVERSATZ-/WERKZEUGBRUCHERKENNUNGSFUNKTION
Variablen,
Unterpro- Variablen, für die ein numeri- Variablen, für die ein numeri- die nicht
gramm- scher Wert gesetzt werden scher Wert nach Bedarf verwendet
name muss gesetzt werden kann werden
dürfen
Automatischer OO30 VFST: Betriebsmodus PLI: Erwartete Werk- PAXI
Werkzeuglängen- PY: Ungefährer Versatz zeuglänge
versatz der Werkzeug- PX: Ungefährer Versatz
schneide von der der Werkzeug-
Spindelmittellinie in schneide von der
Y-Achsenrichtung Spindelmittellinie in
(d.h. Fräserradius) X-Achsenrichtung+/-
Muss bei Ausführen Werte sind möglich
des automatischen PY: Ungefährer Versatz
Werkzeuglängenver- der Werkzeug-
satzes in der Y- schneide von der
Achse immer gesetzt Spindelmittellinie in
werden. Y-Achsenrichtung
PFA: Vorschubgeschwin-
digkeit der Bewe-
gung vom Sensor
zum Unterlaufpunkt,
PUDT (Sicherheits-
abstand)
PF1: Sprungvorschubge-
schwindigkeit für den
ersten Kontaktmess-
zyklus
PF2: Sprungvorschubge-
schwindigkeit für den
zweiten Kontakt-
messzyklus
PRS: Spindelausrichtwin-
kel
PRET:
=1 Sensor wird nicht
zurückgezogen.
PH: Werkzeuglängenver-
satznummer
PD: Werkzeugradiuskor-
rekturnummer
MG61-012 S-82
KAPITEL 1 AUTOMATISCHE WERKZEUGLÄNGENVERSATZ-/WERKZEUGBRUCHERKENNUNGSFUNKTION
Variablen,
Unterpro- Variablen, für die ein numeri- Variablen, für die ein numeri- die nicht
gramm- scher Wert gesetzt werden scher Wert nach Bedarf verwendet
name muss gesetzt werden kann werden
dürfen
Automatische OO30 VFST: Betriebsmodus PX: Ungefährer Versatz PAXI
Werkzeubruch- PY: Ungefährer Versatz der Werkzeug-
erkennung der Werkzeug- schneide von der
schneide von der Spindelmittellinie in
Spindelmittellinie in X-Achsenrichtung+/-
Y-Achsenrichtung Werte sind möglich
(d.h. Fräserradius) PY: Ungefährer Versatz
Muss bei Ausführen der Werkzeug-
des automatischen schneide von der
Werkzeuglängenver- Spindelmittellinie in
satzes in der Y- Y-Achsenrichtung+/-
Achse immer gesetzt Werte sind möglich
werden. PLE1: Werkzeugbruchtole-
ranzwert in Z-Ach-
senrichtung
PLEY: Werkzeugbruchtole-
ranzwert in Y-Ach-
senrichtung
PLE2: Max. zulässige
Änderung des Ver-
satzwertes (Aktuali-
sierung)
PGO: Verarbeitung nach
Erkennen auf Werk-
zeugbruch
PRS: Spindelausrichtwin-
kel
PRET:
=1 Sensor wird nicht
zurückgezogen.
PH: Werkzeuglängenver-
satznummer
PD: Werkzeugradiuskor-
rekturnummer
PFA: Vorschubgeschwin-
digkeit der Bewe-
gung vom Sensor
zum Unterlaufpunkt,
PUDT (Sicherheits-
abstand)
PF1: Sprungvorschubge-
schwindigkeit für den
ersten Kontaktmes-
szyklus
PF2: Sprungvorschubge-
schwindigkeit für den
zweiten Kontaktmes-
szyklus
MG61-012 S-83
KAPITEL 1 AUTOMATISCHE WERKZEUGLÄNGENVERSATZ-/WERKZEUGBRUCHERKENNUNGSFUNKTION
Variablen,
Unterpro- Variablen, für die ein numeri- Variablen, für die ein numeri- die nicht
gramm- scher Wert gesetzt werden scher Wert nach Bedarf gesetzt verwendet
name muss werden kann werden
dürfen
Automatischer OO30 VFST: Betriebsmodus PLI: Erwartete Werk- PAXI
Werkzeuglängen- Ungefährer Versatz zeuglänge
versatz der Werkzeug- PX: Ungefährer Versatz
schneide in Radius- der Werkzeug-
richtung (Z- schneide von der
Achsenrichtung) Spindelmittellinie in
PZ: Muss bei Ausführung X-Achsenrichtung
des automatischen PZ: Ungefährer Versatz
Werkzeuglängenver- der Werkzeug-
satzes immer schneide von der
gesetztwerden. Spindelmittellinie in Z-
Achsenrichtung
PFA: Vorschubgeschwin-
digkeit der Bewegung
vom Sensor zum
Unterlaufpunkt,
PUDT (Sicherheitsab-
stand)
PF1: Sprungvorschubge-
schwindigkeit für den
ersten Kontaktmes-
szyklus
PF2: Sprungvorschubge-
schwindigkeit für den
zweiten Kontaktmes-
szyklus
PRS: Spindelausrichtwinkel
PRET:
=1 Sensor wird nicht
zurückgezogen.
PH: Werkzeuglängenver-
satznummer
PD: Werkzeugradiuskor-
rekturnummer
MG61-012 S-85
KAPITEL 1 AUTOMATISCHE WERKZEUGLÄNGENVERSATZ-/WERKZEUGBRUCHERKENNUNGSFUNKTION
Variablen,
Unterpro- Variablen, für die ein numeri- Variablen, für die ein numeri- die nicht
gramm- scher Wert gesetzt werden scher Wert nach Bedarf gesetzt verwendet
name muss werden kann werden
dürfen
Automatische OO30 VFST: Betriebsmodus PX: Ungefährer Versatz PAXI
Werkzeubruch- Ungefährer Versatz der Werkzeug-
erkennung der Werkzeug- schneide von der
schneide in Radius- Spindelmittellinie in
richtung (Z- X-Achsenrichtung
Achsenrichtung) PZ: Ungefährer Versatz
PZ: Muss bei Ausführung der Werkzeug-
des automatischen schneide von der
Werkzeuglängenver- Spindelmittellinie in Z-
satzes immer Achsenrichtung
gesetztwerden. PLE1: Werkzeugbruchtole-
ranzwert in Werk-
zeuglängsrichtung (Y-
Achsenrichtung)
PLEZ: Werkzeugbruchtole-
ranzwert in Werk-
zeugradiusrichtung
(Z-Achsenrichtung)
PLE2: Max. zulässige Ände-
rung des Versatzwer-
tes (Aktualisierung)
PGO: Verarbeitung nach
Erkennen auf Werk-
zeugbruch
PRS: Spindelausrichtwinkel
PRET:
=1 Sensor wird nicht
zurückgezogen.
PH: Werkzeuglängenver-
satznummer
PD: Werkzeugradiuskor-
rekturnummer
PFA: Vorschubgeschwin-
digkeit der Bewegung
vom Sensor zum
Unterlaufpunkt,
PUDT (Sicherheitsab-
stand)
PF1: Sprungvorschubge-
schwindigkeit für den
ersten Kontaktmes-
szyklus
PF2: Sprungvorschubge-
schwindigkeit für den
zweiten Kontaktmes-
szyklus
MG61-012 S-86
KAPITEL 1 AUTOMATISCHE WERKZEUGLÄNGENVERSATZ-/WERKZEUGBRUCHERKENNUNGSFUNKTION
EIOEMR5S1042R01
EIOEMR5S1043R01
MG61-012 S-88
KAPITEL 1 AUTOMATISCHE WERKZEUGLÄNGENVERSATZ-/WERKZEUGBRUCHERKENNUNGSFUNKTION
Bit-Nr. Beschreibung
Bit 0 Setzt den X-Achsennullpunkt.
Bit 1 Setzt den Y-Achsennullpunkt.
Bit 2 Setzt den Z-Achsennullpunkt.
Bit 3 Immer auf ”0” setzen.
0: Setzt den Sensornullpunkt für die Messung in Werkzeuglängsrichtung
für ein vertikales Werkzeug.
Bit 4
1: Setzt den Sensornullpunkt für die Messung in Werkzeugradiusrichtung
für ein vertikales Werkzeug.
Setzt den Sensornullpunkt für die Messung in Werkzeuglängsrichtung für
Bit 5
ein horizontales Werkzeug.
Setzt den Sensornullpunkt für die Messung in Werkzeugradiusrichtung für
Bit 6
ein horizontales Werkzeug.
Bit 7 Immer auf ”0” setzen.
Einstellwert für PAXI
Sensorrichtung
Vertikales Werkzeug MCM Horizontales Werkzeug
Achsenbezeichnung Messung in Messung in
Messung in Messung in
Radiusrich- Radiusrich-
Längsrichtung Längsrichtung
tung tung
Einstellung des X- und Y-
3 (#13H) #23H (#43H)
Achsennullpunkts
Einstellung des Z-
4 (#14H) #24H (#44H)
Achsennullpunkts
Einstellung des X-, Y- und Z-
7 #17H #27H #47H
Achsennullpunkts
(6) PX
• Bezeichnet den ungefähren Versatz der Werkzeugschneide von der Werkzeugmittelinie
(Spindel) in X-Achsenrichtung. Die Angabe von positiven und negativen Werten ist möglich.
Ist PX nicht gesetzt, wird “PX = 0” automatisch in ein Unterprogramm eingegeben.
• Bewegen sich X- und Y-Achse während des automatischen Werkzeuglängenversatzes/der
automatischen Werkzeugbrucherkennung zum Sensormittelpunkt, stoppt das Werkzeug um
den Betrag PX vor diesem Punkt, so dass die Schneide mit dem Mittelpunkt ausgerichtet ist.
• Da der Berührungssensor nahe an der Verfahrgrenze installiert ist, muss PX sorgfältig ein-
gestellt werden, so dass der hierdurch definierte Punkt nicht außerhalb der Verfahrgrenze
liegt.
(7) PY
Bezeichnet den ungefähren Versatz der Werkzeugschneide von der Werkzeugmittlinie (Spin-
del) in Y-Achsenrichtung. Bezüglich weiterer Einzelheiten siehe Erklärung für “PX”.
Bei Einstellung des Y-Achsennullpunkts muss für PY der präzise Fräserradius (Versatz der
Werkzeugschneide in Y-Achsenrichtung) des für die Nullpunkteinstellung benutzten Bezugs-
werkzeugs eingegeben werden.
MG61-012 S-89
KAPITEL 1 AUTOMATISCHE WERKZEUGLÄNGENVERSATZ-/WERKZEUGBRUCHERKENNUNGSFUNKTION
(8) PZ
Bezeichnet den ungefähren Versatz der Werkzeugschneide von der Werkzeugmittlinie (Spin-
del) in Z-Achsenrichtung. Bezüglich weiterer Einzelheiten siehe Erklärung für “PX”.
(9) PLI
• Einstellung des Sensornullpunkts
Bei dieser Einstellung muss fürPLI die Länge des Bezugswerkzeugs eingegeben werden.
• Relativer Versatztyp
Die Länge des für die Nullpunkteinstellung benutzten Bezugswerkzeug wird in Bezug auf
die Länge desjenigen Werkzeugs angegeben, das für die Nullpunkteinstellung des Werk-
stückkoordinatensystems verwendet wird.
Erfolgt hier keine Einstellung, wird automatisch “PLI = 0” angenommen.
• Absoluter Versatztyp
Die Länge des für die Nullpunkteinstellung benutzten Werkzeugs wird in Bezug auf die
Oberfläche der Werkzeugschneide gesetzt.
Erfolgt hier keine Einstellung, wird automatisch “PLI = 150 mm” oder “PLI = 200 mm”
angenommen. Welcher der beiden Werte benutzt wird, ist abhängig vom Maschinenmo-
dell.
• Ausführung des automatischen Werkzeuglängenversatzzyklus
Die erwartete Werkzeuglänge wird in PLI eingegeben.
• Relativer Versatztyp
Die relative Länge des Werkzeugs wird in Bezug auf die Bezugswerkzeuglänge (200
oder 150 mm) eingegeben.
Dies entspricht Maß „a“ (Werkzeuglänge – Bezugswerkzeuglänge) in der untenstehen-
den Abbildung.
• Absoluter Versatztyp
Die Werkzeuglänge wird als Abstand zwischen Spindelkopf (Messlinie) und Werkzeug-
schneide eingegeben. Dies entspricht Maß „b“ in der untenstehenden Abbildung.
Bezugswerkzeug
a b
Spindelkopfoberfläche
EIOEMR5S1044R01
Bewegt sich das Spindelwerkzeug zum Berührungssensor, erfolgt die Zustellung bis zur
imaginären Position 10 mm hinter der eigentlichen Kontaktposition mit dem Sensor. Wird
PLI nicht gesetzt, wird als Werkzeuglänge die über den optionalen CNC Parameter (lan-
ges Wort) Nr. 43 definierte minimale Werkzeuglänge übernommen.
MG61-012 S-90
KAPITEL 1 AUTOMATISCHE WERKZEUGLÄNGENVERSATZ-/WERKZEUGBRUCHERKENNUNGSFUNKTION
(10) PFA/PF1/PF2
Diese Variablen definieren die Annäherungs- oder Sprungvorschubgeschwindigkeit für Werk-
zeugbewegungen zum Sensor.
• PFA: Vorschubgeschwindigkeit der Bewegung vom Sensor zum Unterlaufpunkt, PUDT
(Sicherheitsabstand)
• PF1: Sprungvorschubgeschwindigkeit für den ersten Kontaktmesszyklus
• PF2: Sprungvorschubgeschwindigkeit für den zweiten Kontaktmesszyklus
PFA ohne PLI Beeinflussung wirksam
(erwartete Werkzeuglänge)
• Ohne Angabe des PFA Befehls:
F=PF1 (Automatischer Werkzeuglängenversatz)
F4000 (Automatische Werkzeugbrucherkennung)
• Mit Angabe des PFA Befehls:
F=PF1 (Automatischer Werkzeuglängenversatz)
F=PFA (Automatische Werkzeugbrucherkennung)
PFA mit PLI Beeinflussung wirksam
(erwartete Werkzeuglänge)
• Ohne Angabe des PFA Befehls:
F=PF1 (Automatischer Werkzeuglängenversatz)
F4000 (Automatische Werkzeugbrucherkennung)
• Mit Angabe des PFA Befehls:
F=PFA
Sprungvorschubgeschwindig- Beeinflussung wirksam
keit für den ersten Kontaktmess-
• Ohne Angabe des PF1 Befehls:
zyklus
F2000
• Mit Angabe des PF1 Befehls:
F=PF1
Sprungvorschubgeschwindig- Beeinflussung wirksam
keit für den zweiten Kontakt-
• Ohne Angabe des PF2 Befehls:
messzyklus
F1000
• Mit Angabe des PF1 Befehls:
F=PF2
(11) PGO(P GO)
Definiert die weitere Verarbeitung nach Erkennen auf Werkzeugbruch. Hier besteht die Auswahl
zwischen “Alarm – Stopp” und “Ersatzwerkzeugwahl”.
• Ohne Angabe von PGO:
Wird während des automatischen Werkzeugbrucherkennungszyklus ein Werkzeugbruch
erkannt, stoppt die CNC nach Ende des Zyklus und geht in den Alramstatus ü.
• Bei Einstellung von “PGO = 1”:
Wird während des automatischen Werkzeugbrucherkennungszyklus ein Werkzeugbruch
erkannt, wird das defekte Werkzeug nach Zyklusende in das Magazin rückgestellt. Dann
wird das aktive Werkstückprogramm fortgesetzt.
Bei MC-V und Doppelständer-Bearbeitungszentren wird der Werkzeugwechselzyklus an der
X-, Y- und Z-Koordinate, wo der Zyklus ausgeführt wurde, vorgenommen. Daher darf bei die-
sen Modellen nicht “PGO = 1” gesetzt werden.
MG61-012 S-91
KAPITEL 1 AUTOMATISCHE WERKZEUGLÄNGENVERSATZ-/WERKZEUGBRUCHERKENNUNGSFUNKTION
Ist PGO auf “1”, “2”, “3”, “11” oder “12” gesetzt, stoppt die CNC auch bei erkanntem Werk-
zeugbruch nicht und das Programm wird fortgesetzt, unabhängig davon, ob das defekte
Werkzeug ins Magazin rückgestellt wird oder nicht.
Daher müssen Werkzeuge programmgesteuert auf Bruch überprüft und im Falles eines
Bruchs die entsprechenden Maßnahmen im Programm vorgesehen werden.
Das Ergebnis des Werkzeugbrucherkennungszyklus wird in Systemvariable VOK1 gesetzt.
VOK1 = 1: Das Werkzeug ist nicht gebrochen.
VOK1 ≠ 1: Das Werkzeug ist gebrochen.
Wird ein Alarm wegen nicht durchführbarer Messung ausgegeben, stoppt die CNC in jedem
Fall im Alarmstatus nach Ende des automatischen Werkzeugbrucherkennungszyklus, und
zwar unabhängig von der Einstellung von PGO.
ACHTUNG
1) Bei MC-V und Doppelständer-Bearbeitungszentren ist die Einstellung “PGO = 1”
unzulässig. Diese Einstellung kann zu Kollisionen zwischen Werkzeugwechselarm und
Werkstück führen, sofern ein Werkzeugwechselzyklus nach einem automatischen
Werkzeugbrucherkennungszyklus gestartet wird.
2) Die Einstellung “PGO = 2” ist bei MC-H unzulässig, da es in diesem Fall während der X-
und Y-Achsenbewegung nach einem automatischen Brucherkennungszyklus zu
Kollisionen mit dem Werkzeug oder zwischen Spindel und Werkstück kommen könnte.
MG61-012 S-92
KAPITEL 1 AUTOMATISCHE WERKZEUGLÄNGENVERSATZ-/WERKZEUGBRUCHERKENNUNGSFUNKTION
Werkzeug
Y+ Y-
Sensor
EIOEMR5S1045R01
Y+ Y-
EIOEMR5S1046R01
[Ergänzung]
Am positiven Z-Achsenverfahrende wird automatisch eine Spindelausrichtung durchgeführt.
[Ergänzung]
Auch wenn nur die Fräserradiuskorrektur ausgeführt wird, müssen PH und PD gesetzt
werden, da auch auf die Werkzeuglängenversatzdaten Bezug genommen wird.
[Ergänzung]
Da die Anfangseinstellung für die maximale Werkzeuglänge „0“ ist, muss für VLTL ein
geeigneter Wert gesetzt werden.
8. Programmbeispiele
PY=30
Bohrer Bohrstange
EIOEMR5S1047R01
N1 T2
N2 M6
N3 T6
:
:
EIOEMR5S1048R01
MG61-012 S-97
KAPITEL 1 AUTOMATISCHE WERKZEUGLÄNGENVERSATZ-/WERKZEUGBRUCHERKENNUNGSFUNKTION
• Absoluter Versatztyp
N1 T2
N2 M6
N3 T6
N4 CALL OO30 VFST=#81H (PLI=240) (PF1=1500) ...... Werkzeuglängenversatzzyklus für T2
N5 M6 PL1 ........................................................................ Erwartete Werkzeuglänge
(Absolute Länge)
N6 T5
N7 CALL OO30 PY=30 ...................................................... Werkzeuglängenversatzzyklus für T6
N8 M6
:
:
EIOEMR5S1049R01
PY=30
Bohrstange
EIOEMR5S1050R01
N1 T1 .............................. Bohrer
N2 M6
N3 T3 .............................. Bohrstange
N4 S300
N5 G81 G56 X40 Y20 Z-30 R3 F80 H1
:
:
:
N12 CALL OO30 VFST=0 (PLE1=0.2)*1 (PLE2=0.05) .. Werkzeugbrucherkennungszyklus für T1
N13 M6
N14 T2 PLE1 ................................................................... Werkzeugbruchtoleranz (Bewertung)
:
N29 CALL OO30 PY=30 (PLE1=0.1) ............................... Werkzeugbrucherkennungszyklus für T3
Exzenterbetrag der Werkzeugschneide
:
:
:
EIOEMR5S1051R01
Wird das Werkzeug als „gebrochen“ bewertet, d.h. die gemessene Werkzeuglänge ist kürzer als die
(die Z-Achse wird am positiven Verfahrende positioniert).
*1: Bei Setzen der Variablen “PLE2” werden die Werkzeuglängenversatzdaten aktualisiert.
Ist die im Werkzeugbrucherkennungszyklus gemessene Werkzeuglänge um 0.051 oder 0.2
mm (also um den über “PLE1” und “PLE2” gesetzten Bereich), kürzer als die anfangs im
automatischen Werkzeuglängenversatzzyklus gemessene Werkzeuglänge, werden die
Längenversatzdaten automatisch aktualisiert, und zwar anhand der im Werkzeugbruchzyklus
gemessenen Werkzeuglänge, um auf diese Weise den Verschleißbetrag auszugleichen.
Wird PLE2 nicht gesetzt, werden die Längenversatzdaten nicht aktualisiert.
• Automatische Wahl eines Ersatzwerkzeugs (MC-H)
T1 T3
PY=30
Bohrer Bohrstange
EIOEMR5S1052R01
MG61-012 S-100
KAPITEL 1 AUTOMATISCHE WERKZEUGLÄNGENVERSATZ-/WERKZEUGBRUCHERKENNUNGSFUNKTION
EIOEMR5S1053R01
Die Variable VFST muss nicht jedesmal bei Aufruf eines Werkzeugbrucherkennungszyklus gesetzt
werden.
*: Statt H1 kann auch HA gesetzt werden. Einzelheiten bezüglich spezieller Spezifikationen siehe
Bedienungshandbuch.
MG61-012 S-101
KAPITEL 1 AUTOMATISCHE WERKZEUGLÄNGENVERSATZ-/WERKZEUGBRUCHERKENNUNGSFUNKTION
9. Alarm Liste
Alarmbezeichnung Vermutliche Ursache Eeoemr5s1088
Gegenmaßnahmen
Unbemannt: Am Ende der Messen nicht möglich Siehe Messen nicht möglich
Messen nicht möglich Meldung wird der Ursachencode Ursachencodeliste, dann Ursache
(ALARM-B 2305) angezeigt. beseitigen.
ALARM-B
2305 UNTENDED:
gauging impossible ××
↑
Cause code
Code Verwendete
Vermutliche Ursache Gegenmaßnahmen
(HEX) Unterprogramme
1 Ein Hersteller-Unterprogramm wird Ein Hersteller-Unterprogramm aufrufen, OO10
aufgerufen, während das nachdem ein Arbeitskoordinatensystem OO30
Maschinenkoordinatensystem (H0) (z.B. G15 H1) ausgewählt wurde. OO50
ausgewählt ist.
2 Die Spiegelabbild Funktion ist aktiv. Zuerst die Spiegelabbild Funktion OO10
löschen. OO30
OO50
3 Manueller Verschiebewert (gesamt) Den manuellen Verschiebewert OO10
verbleibt. (gesamt) auf Null löschen. OO30
OO50
4 Im G11 Modus (parallele oder Zuerst den G11 Modus löschen. OO10
kreisförmige Verschiebung einer
Koordinate)
5 Im G51 Modus (Grafikvergrößerung /- Zuerst den G51 Modus löschen. OO10
verkleinerung)
6 T Nummer ist gleich Null (0), oder kein • Geben Sie eine T Nummer an. OO30
Werkzeug ist eingestellt.
• Geben Sie den PTLN Befehl an.
7 Die angegebene T Nummer oder Geben Sie ein T Nummer oder PTLN OO30
PTLN Befehl ist größer als die Befehl innerhalb des zulässigen
maximale Versatzzahl. Bereichs an.
MG61-012 S-103
KAPITEL 1 AUTOMATISCHE WERKZEUGLÄNGENVERSATZ-/WERKZEUGBRUCHERKENNUNGSFUNKTION
Code Verwendete
Vermutliche Ursache Gegenmaßnahmen
(HEX) Unterprogramme
8 Die Stromversorgung des Tasters ist Überprüfen Sie folgendes: OO15
nicht eingeschaltet während der
• Befinden sich Hindernisse
Anblinkzyklus versucht wird.
zwischen Empfängerkopf und
Taster?
• Ist der Spindelschaltwinkel des
Tasters korrekt?
• Blinkt der Empfängerkopf?
9 Der Betrag des Versatzes vom Positionieren Sie die Y- und Z-Achsen OO30
Positionierpunkt für den Zyklusstart vom Nullpunkt des Berührungssensors
zum Nullpunkt des Berührungssensors aus innerhalb des Bereiches des
ist größer als PCHK (nur für Y- und Z- PCHK.
Achse).
A Der Mikrocomputer des Prüfen Sie, ob sich Späne am OO10
Berührungstasters bleibt Näherungsschalter ansammeln.
eingeschaltet.
B Das Ergebnis der Berührungstaster Prüfen Sie die Batterie des OO10
Prüfung ist NG. Berührungstasters.
Das Signal des Berührungstasters
kann nicht bestätigt werden.
C Der Berührungstaster hat während Der Empfang von Signalen ist mit dem OO10
des Vorschubs im Eilgang Kontakt mit Berührungstaster Typ FM falsch.
dem Werkstück (X-Achse).
• Startpunkt Messzyklus
• PUDT Einstellung
D Der Berührungstaster hat während Der Empfang von Signalen ist bei OO10
des Vorschubs mit mittlerer Verwendung des Berührungstasters
Geschwindigkeit keinen Kontakt mit Typ FM falsch.
dem Werkstück (X-Achse). • Startpunkt Messzyklus
• POVT Einstellung
E Der Berührungstaster hat während Prüfen Sie die Batterie des OO10
des Vorschubs mit der Berührungstasters.
Endanäherungsgeschwindigkeit
keinen Kontakt mit dem Werkstück (X-
Achse).
Der Empfang von Signalen ist bei
Verwendung des Berührungstasters
Typ FM falsch.
F Der Näherungsschalter wird nicht Prüfen Sie, ob der Berührungstaster OO10
eingeschaltet, obwohl der geprellt wurde.
Berührungstaster Kontakt mit einem
Werkstück hat (X-Achse).
10 Der Berührungstaster hat während Überprüfen Sie folgendes: OO10
des Vorschubs im Eilgang Kontakt mit • Startpunkt Messzyklus
dem Werkstück (Y-Achse). Der
Empfang von Signalen ist bei • PUDT Einstellung
Verwendung des Berührungstasters
Typ FM falsch.
MG61-012 S-104
KAPITEL 1 AUTOMATISCHE WERKZEUGLÄNGENVERSATZ-/WERKZEUGBRUCHERKENNUNGSFUNKTION
Code Verwendete
Vermutliche Ursache Gegenmaßnahmen
(HEX) Unterprogramme
11 Der Berührungstaster hat während Überprüfen Sie folgendes: OO10
des Vorschubs mit mittlerer • Startpunkt Messzyklus
Geschwindigkeit keinen Kontakt mit
dem Werkstück (Y-Achse). Der • POVT Einstellung
Empfang von Signalen ist bei
Verwendung des Berührungstasters
Typ FM falsch.
12 Der Berührungstaster hat während Prüfen Sie die Batterie des OO10
des Vorschubs mit der Berührungstasters.
Endanäherungsgeschwindigkeit
keinen Kontakt mit dem Werkstück (Y-
Achse). Der Empfang von Signalen ist
bei Verwendung des
Berührungstasters Typ FM falsch.
13 Der Näherungsschalter wird nicht Prüfen Sie, ob der Berührungstaster OO10
eingeschaltet, obwohl der geprellt wurde.
Berührungstaster Kontakt mit einem
Werkstück hat (X-Achse).
14 Der Berührungstaster hat während Überprüfen Sie folgendes: OO10
des Vorschubs im Eilgang Kontakt mit
• Startpunkt Messzyklus
dem Werkstück (Z-Achse). Der
Empfang von Signalen ist bei • PUDT Einstellung
Verwendung des Berührungstasters
Typ FM falsch.
15 Der Berührungstaster hat während Überprüfen Sie folgendes: OO10
des Vorschubs mit mittlerer
• Startpunkt Messzyklus
Geschwindigkeit Kontakt mit dem
Werkstück (Z-Achse). Der Empfang • POVT Einstellung
von Signalen ist bei Verwendung des
Berührungstasters Typ FM falsch.
16 Der Berührungstaster hat während Prüfen Sie die Batterie des OO10
des Vorschubs mit der Berührungstasters.
Endanäherungsgeschwindigkeit
keinen Kontakt mit dem Werkstück (Z-
Achse). Der Empfang von Signalen ist
bei Verwendung des
Berührungstasters Typ FM falsch.
17 Der Näherungsschalter wird nicht Prüfen Sie, ob der Berührungstaster OO10
eingeschaltet, obwohl der geprellt wurde.
Berührungstaster Kontakt mit einem
Werkstück hat (Z-Achse).
18 Der Berührungstaster hat bei der Überprüfen Sie folgende Punkte: OO10
Annäherung an den
• Startpunkt des Messzyklus
Außendurchmesser während des AD-
Messzyklus Kontakt mit dem • Angenommener AD Wert
Werkstück.
19 PLH ist nicht zugeordnet. Stellen Sie die Werkzeuglängen-
Offsetwert für PLH ein.
1A PDH ist nicht zugeordnet. Stellen Sie den Cutterradius-
Kompensationswert für PDH ein.
MG61-012 S-105
KAPITEL 1 AUTOMATISCHE WERKZEUGLÄNGENVERSATZ-/WERKZEUGBRUCHERKENNUNGSFUNKTION
Code Verwendete
Vermutliche Ursache Gegenmaßnahmen
(HEX) Unterprogramme
1B Beim Messzyklus der C-Achse wird Überprüfen Sie folgende Punkte: OO10
ein Kontakt während der Annäherung
• Ist der Startpunkt des Messzyklus
an den Messpunkt festgestellt.
der C-Achse korrekt?
• Ist der PDI Wert korrekt?
• Ist der PGI Wert korrekt?
1C Bei Bewegung in X-Achsenrichtung OO100
wurde kein Kontakt des
Berührungstasters innerhalb des
Bereichs von PUDT und POVT
festgestellt (Kontaktwertfehler).
1D Bei Bewegung in Y-Achsenrichtung OO100
wurde kein Kontakt des
Berührungstasters innerhalb des
Bereichs von PUDT und POVT
festgestellt (Kontaktwertfehler).
1E Bei Bewegung in Z-Achsenrichtung OO100
wurde kein Kontakt des
Berührungstasters innerhalb des
Bereichs von PUDT und POVT
festgestellt (Kontaktwertfehler).
1F Beim Nullwert-Einstellzyklus des Prüfen Sie den Startpunkt des Zyklus, OO30
Berührungssensors für die ist er in der Nähe des
Längsrichtung der senkrechten Berührungssensors
Spindel hat das Schneidwerkzeug (innerhalb von 10 mm)?
keinen Kontakt mit dem Sensor.
20 Beim Nullwert-Einstellzyklus des Prüfen Sie den Startpunkt des Zyklus, OO30
Berührungssensors für die ist er in der Nähe des
Querrichtung der senkrechten Spindel Berührungssensors
hat das Schneidwerkzeug keinen (innerhalb von 10 mm)?
Kontakt mit dem Sensor.
21 Beim Nullwert-Einstellzyklus des Prüfen Sie den Startpunkt des Zyklus, OO30
Berührungssensors für die ist er in der Nähe des
waagerechte Richtung der Berührungssensors
senkrechten Spindel hat das (innerhalb von 10 mm)?
Schneidwerkzeug keinen Kontakt mit
dem Sensor.
22 Beim Zyklus für den automatischen Prüfen Sie den Startpunkt des Zyklus, OO30
Werkzeuglängenversatz / ist er in der Nähe des
automatische Berührungssensors
Werkzeugbrucherfassung für die (innerhalb von 10 mm)?
Querrichtung der waagerechten
Spindel hat das Schneidwerkzeug
keinen Kontakt mit dem Sensor.
23 Bei Bewegung der Achse um 0,5 mm OO100
in positiver Richtung, ausgehend vom
Kontakterfassungspunkt ist das
Kontaktsignal bereits aktiviert (X-
Richtung).
MG61-012 S-106
KAPITEL 1 AUTOMATISCHE WERKZEUGLÄNGENVERSATZ-/WERKZEUGBRUCHERKENNUNGSFUNKTION
Code Verwendete
Vermutliche Ursache Gegenmaßnahmen
(HEX) Unterprogramme
24 Bei Bewegung der Achse um 0,5 mm
in positiver Richtung, ausgehend vom
Kontakterfassungspunkt ist das
Kontaktsignal bereits aktiviert (Y-
Richtung).
25 Bei Bewegung der Achse um 0,5 mm
in positiver Richtung, ausgehend vom
Kontakterfassungspunkt ist das
Kontaktsignal bereits aktiviert (Z-
Richtung).
26 Bei Rückkehr der Achse um 0,5 mm
von der festgestellten Kontaktposition
nach der Annäherung (X-Richtung),
wird der Wert erneut als
Koordinatenwert in Richtung der
Werkzeugmessung genommen.
27 Bei Rückkehr der Achse um 0,5 mm
von der festgestellten Kontaktposition
nach der Annäherung (Y-Richtung),
wird der Wert erneut als
Koordinatenwert in Richtung der
Werkzeugmessung genommen.
28 Bei Rückkehr der Achse um 0,5 mm
von der festgestellten Kontaktposition
nach der Annäherung (Z-Richtung),
wird der Wert erneut als
Koordinatenwert in Richtung der
Werkzeugmessung genommen.
29 Beim Zyklus für den automatischen Prüfen Sie, ob die vorgesehene OO30
Werkzeuglängenversatz / Werkzeuglänge korrekt ist (für
automatische Werkzeuglängenversatzzyklus).
Werkzeugbrucherfassung für die
Längsrichtung der senkrechten
Spindel hat das Schneidwerkzeug
keinen Kontakt mit dem Sensor.
2B Beim Zyklus für den automatischen Überprüfen Sie folgende Punkte: OO30
Werkzeuglängenversatz /
• Ist die vorgesehene
automatische
Werkzeuglänge korrekt (für
Werkzeugbrucherfassung für die
Werkzeuglängenversatzzyklus)?
Längsrichtung der waagerechten
Spindel hat das Schneidwerkzeug • Ist der Cutterradius-Versatzwert
keinen Kontakt mit dem Sensor. eingestellt (für den
Werkzeugbrucherfassungszyklus)?
2C Beim Zyklus für den automatischen Überprüfen Sie folgende Punkte: OO30
Werkzeuglängenversatz / • Ist der vorgesehene Cutterradius
automatische korrekt (für
Werkzeugbrucherfassung für die Werkzeuglängenversatzzyklus)?
Querrichtung der senkrechten Spindel
hat das Schneidwerkzeug keinen • Ist der Cutterradius-Versatzwert
Kontakt mit dem Sensor. eingestellt (für den
Werkzeugbrucherfassungszyklus)?
MG61-012 S-107
KAPITEL 1 AUTOMATISCHE WERKZEUGLÄNGENVERSATZ-/WERKZEUGBRUCHERKENNUNGSFUNKTION
Code Verwendete
Vermutliche Ursache Gegenmaßnahmen
(HEX) Unterprogramme
2D Beim automatischen Prüfen Sie ob PL1 korrekt eingestellt OO30
Werkzeuglängenversatzzyklus in wurde.
Richtung X-Achse (mit winkligem
Vorsatz) hat das Schneidwerkzeug
keinen Kontakt mit dem Sensor.
33 Beim Nullstellungszyklus der U-Mitte Überprüfen Sie folgende Punkte:
hat die Schneidplatte Kontakt mit dem • Ist der Nullpunkt des Sensors
Sensor, oder das Kontaktsignal geht in
korrekt eingestellt?
einer Sequenz ein, in der die
Schneidplatte keinen Kontakt mit dem • Hängen an der Schneideplatte
Sensor haben dürfte. Späne ?
• Ist das Sensorsignal korrekt?
34 Beim Nullstellungszyklus der U-Mitte Überprüfen Sie folgende Punkte:
geht kein Kontaktsignal ein.
• Ist der PD Wert korrekt?
• Wird das Sensorsignal korrekt in
die CNC eingegeben?
35 Beim Radiuseinstellzyklus der U-Mitte Überprüfen Sie folgende Punkte:
hat die Schneidplatte Kontakt mit dem • Ist der Befehlswert korrekt?
Berührungstaster , während die Y-
Achse in einer Sequenz bewegt wird, • Wird das Sensorsignal korrekt in
in der kein Kontakt erfasst werden die CNC eingegeben?
dürfte. • Hängen an der Schneideplatte
Späne ?
36 Beim Radiuseinstellzyklus der U-Mitte Überprüfen Sie folgende Punkte:
hat die Schneidplatte keinen Kontakt
• Ist der Befehl der U-Achse zu
mit dem Berührungssensor.
groß?
• Wird das Sensorsignal korrekt in
die CNC eingegeben?
37 Beim Radiuseinstellzyklus der U-Mitte Prüfen Sie, ob das Sensorsignal korrekt
hat die Schneidplatte während einer in die CNC eingegeben wird.
Sequenz keinen Kontakt, in der der
Korrekturwert der U-Achse an der Y-
Achse geprüft wird.
38 Beim Überprüfen Sie folgende Punkte:
Werkzeugbrucherfassungszyklus hat • Ist der Nullpunkt des Sensors
die Schneidplatte Kontakt mit dem korrekt eingestellt?
Berührungstaster, während die Y-
Achse in einer Sequenz bewegt wird, • Wird das Sensorsignal korrekt in
in der kein Kontakt erfasst werden die CNC eingegeben?
dürfte. • Hängen an der Schneideplatte
Späne?
MG61-012 S-108
KAPITEL 1 AUTOMATISCHE WERKZEUGLÄNGENVERSATZ-/WERKZEUGBRUCHERKENNUNGSFUNKTION
Code Verwendete
Vermutliche Ursache Gegenmaßnahmen
(HEX) Unterprogramme
39 Beim Überprüfen Sie folgende Punkte:
Werkzeugverschleißkompensierungsz • Ist der Befehlswert korrekt?
yklus hat die Schneidplatte während
einer Sequenz Kontakt mit dem • Hängen an der U-Mitte-
Berührungstaster, in der die Schneideplatte Späne?
Positionierung der Y-Achse zu einem • Wird das Sensorsignal korrekt in
Punkt ausgeführt wird, der um den die CNC eingegeben?
Kompensierungsbetrag von der
aktuellen Position entfernt ist.
3A Beim Prüfen Sie, ob das Sensorsignal korrekt
Werkzeugverschleißkompensierungsz in die CNC eingegeben wird.
yklus hat die Schneidplatte während
einer Sequenz keinen Kontakt mit dem
Berührungssensor, in der die radiale
Position der Schneideplatte im
Korrekturzyklus der U-Achse korrigiert
wird.
3B Nach dem Abschluss der U- Prüfen Sie, ob das Sensorsignal korrekt
Achsenkompensierung im in die CNC eingegeben wird.
Werkzeugverschleißkompensierungsz
yklus hat die Schneidplatte während
einer Sequenz keinen Kontakt, in der
der Korrekturwert der U-Achse in der
Y-Achsenbewegung geprüft wird.
3C Wenn der Messzyklus mit einem Führen Sie den Messzyklus aus, OO10
Berührungstaster ausgeführt wird, der nachdem der Drehkopf in die M75
in die senkrechte Spindel des MCM (hinten) Position geschaltet wurde.
eingesetzt ist, befindet sich der
Drehkopf nicht in der M75 (hinten)
Position.
3D Beim Nullwert-Einstellzyklus des • Führen Sie den Zyklus aus, OO30
Berührungssensors für die nachdem der Drehkopf in die M73
Längsrichtung des MCM an der (vorne) Position geschaltet wurde.
senkrechten Spindel ist der Drehkopf
• Prüfen Sie, ob die PAXI Daten
nicht in der M73 (vorne) Position, oder
korrekt sind.
die waagerechte Spindel wird
verwendet.
3E Beim Nullwert-Einstellzyklus des • Führen Sie den Zyklus aus, OO30
Berührungssensors für die nachdem der Drehkopf in die M73
Querrichtung des MCM an der (vorne) Position geschaltet wurde.
senkrechten Spindel ist der Drehkopf
• Prüfen Sie, ob die PAXI Daten
nicht in der M73 (vorne) Position, oder
korrekt sind.
die waagerechte Spindel wird
verwendet.
3F Beim Nullwert-Einstellzyklus des • Führen Sie den Zyklus aus, OO30
Berührungssensors für die nachdem der Drehkopf in die M76
Längsrichtung des MCM an der (rechts) Position geschaltet wurde.
waagerechten Spindel ist der Drehkopf
• Prüfen Sie, ob die PAXI Daten
nicht in der M76 (rechts) Position, oder korrekt sind.
die waagerechte Spindel wird
verwendet.
MG61-012 S-109
KAPITEL 1 AUTOMATISCHE WERKZEUGLÄNGENVERSATZ-/WERKZEUGBRUCHERKENNUNGSFUNKTION
Code Verwendete
Vermutliche Ursache Gegenmaßnahmen
(HEX) Unterprogramme
40 Beim Nullwert-Einstellzyklus des • Führen Sie den Zyklus aus, OO30
Berührungssensors für die nachdem der Drehkopf in die M76
Querrichtung des MCM an der (rechts) Position geschaltet wurde.
waagerechten Spindel ist der Drehkopf • Prüfen Sie, ob die PAXI Daten
nicht in der M76 (rechts) Position, oder korrekt sind.
die waagerechte Spindel wird
verwendet.
41 Die Werkzeugnummer für den Prüfen Sie, ob der T-Befehl korrekt ist.
winkligen Vorsatz ist T52 oder T53
(Beim winkligen Vorsatzwerkzeug
kann nur T51 (90° Winkelvorsatz) als
Werkzeuglängenversatz zu
verwenden.
42 Die Stromversorgung für den OO16
optischen Berührungstaster kann nicht OO18
eingeschaltet werden.
43 Die Stromversorgung für den OO17
optischen Berührungstaster kann nicht OO19
ausgeschaltet werden.
MG61-012 S-110
KAPITEL 2 AUTOMATISCHE MESSFUNKTION
1. Überblick
Die Automatische Meßfunktion prüft automatisch die Werkstückabmessungen Eeoemr5s2001
durch Ausführung
eines Unterprogramms. Ein Berührungsmeßfühler mit gleicher Schaftkontur wie das Bearbeitungs-
werkzeug wird in die Spindel eingesetzt und mit der Meßfläche des Werkstücks in Kontakt gebracht,
um die Koordinatenwerte des Kontaktpunkts abzulesen. Die Werkstückabmessung wird dann auto-
matisch mit diesen Koordinatenwerten berechnet.
Die Meßergebnisse werden am Bildschirm angezeigt. Hierbei kann auch beurteilt werden, ob das
Meßergebnis im Teileprogramm akzeptabel ist oder nicht. Optional steht eine Funktion zur Ausgabe
der Meßergebnisse zum Drucker zur Verfügung.
Die Nullpunktkorrektur eines beliebigen Werkstückkoordinatensystems kann auf der Basis der Meß-
ergebnisse eingestellt werden.
Die Automatische Meßfunktion wird in zwei Haupttypen unterteilt.
• Abmessungsprüffunktion
• Automatische Nullpunktkorrekturfunktion (einschließlich der Abmessungsprüffunktion)
1-1. Abmessungsprüffunktion
Eeoemr5s2002
Die folgenden vier Meßmuster stehen für die Abmessungsprüffunktion zur Verfügung.
(1) Messen des Innendurchmessers (ID)
Diese Funktion mißt automatisch den Mittelpunkt und den Innendurchmesser des Werkstücks.
Die Ergebnisse können ausgewertet werden.
(2) Messen des Außendurchmessers (OD)
Diese Funktion mißt automatisch den Mittelpunkt und Außendurchmesser des Werkstücks.
Die Ergebnisse können ausgewertet werden.
(3) Messen der Stirnfläche
Diese Funktion mißt automatisch die Stirnflächenposition in einer der folgenden Richtungen: X-
Achse, Y-Achse und Z-Achsenrichtung.
Die Ergebnisse können ausgewertet werden.
(4) Berechnung des Mittelpunkts und Abstands zwischen zwei Punkten
Mit dieser Funktion wird der Mittelpunkt und Abstand zwischen zwei Punkten anhand einer der
oben beschriebenen drei Muster (1) bis (3) berechnet.
Da die im Meßzyklus erzielten Ergebnisse (Meßergebnisse) automatisch mit den theoretischen
Werten (angenommenen Werten) verglichen werden und die berechnete Abweichung darauf-
hin beurteilt wird, ob das Meßergebnis akzeptabel ist oder nicht, kann diese Funktion für fol-
gende Zwecke eingesetzt werden.
• Kontrollieren der Werkstückabmessungen
• Erkennen des Werkstücktyps (oder Palettentisch)
• Bestätigung des Nullpunkts
Ja
Die Abmessung des Werkstücks Diese Funktion zur Überwachung der Werkstückabmessungen,
prüfen Beurteilung der Werkstückarten für die automatische Korrektur
des Nullpunkts verwenden.
[Ergänzung]
Die Erklärung in diesem Abschnitt geht davon aus, daß die Funktionen im Automatikbetrieb
ausgeführt werden. Daher müssen Programme für die einzelnen Ablaufschritte vorbereitet
werden. Die Vorbereitung der Programme anhand der Programmeditierfunktion ausführen.
MG61-012 S-112
KAPITEL 2 AUTOMATISCHE MESSFUNKTION
Vorgehensweise :
1 Einen Block mit Bezugsbohrung (Hauptbezugsring) einsetzen, der über eine exakt gemessene
Bohrung von φ20 mm oder einem größeren Durchmesser verfügt.
2 Den Mittelpunkt der Bezugsbohrung exakt mit der Spindelmitte ausrichten; hierzu eine
Anschlagleere oder ein ähnliches Werkzeug verwenden. Bei dieser Funktion das Impulshand-
rad verwenden.
4 Den ModusMDI wählen und die Positionierung zum Nullpunkt im Eilgang durchführen. Am
Nullpunkt den Meßwert erneut prüfen.
5 Danach nur die Z-Achse in positiver Richtung (+) verfahren, um die Anschlagleere zu entfernen
und den Berührungsmeßfühler in die Spindel einsetzen.
6 Die Z-Achse in negativer Richtung (-) zu derjenigen Position bewegen, an welcher die Kugel
des Berührungsmeßfühlers in die Bezugsbohrung eindringt.
7 Danach die Z-Achse so verfahren, daß die Kugel des Berührungsmeßfühlers 5 bis 7 mm von
der Oberfläche des Bezugsblocks in die Bezugsbohrung eindringt.
EIOEMR5S2002R01
[Ergänzung]
Da das System-Werkstückkoordinatensystem Nr. 3 ausschließlich für die automatische
Meßfunktion verwendet wird, kann es normalerweise nicht eingestellt oder als Bezugswert
festgelegt werden.
Bezüglich der Vorgehensweise zum Öffnen des Pop-up-Fensters MSB NULPKT. KORR.
(VSZO✽[N]) siehe KAPITEL 1 [1-2-2. MSB NULL EIN/AUS Funktionstaste].
MG61-012 S-114
KAPITEL 2 AUTOMATISCHE MESSFUNKTION
ACHTUNG
Wird der Radiuskorrekturzyklus des Berührungsmeßfühlers vor der Einstellung des Nullpunkts für
die Bezugsbohrung ausgeführt, kann es zu unvorhergesehenen Maschinenreaktionen kommen.
Den Korrekturzyklus für den Berührungsmeßfühlerradius nur nach Einstellen des Nullpunkts für
die Bezugsbohrung ausführen.
Vorgehensweise :
1 Den Einstellzyklus für den Nullpunkt der Bezugsbohrung ausführen.
2 Im Modus MDI ”VNCOM[1] = 8” eingeben und den Berührungsmeßfühler mit der Hand berüh-
ren, um zu prüfen, ob das Erkennungssignal für Kontakt korrekt auf EIN und AUS gesetzt wird.
Den Status EIN/AUS des Erkennungssignals für den Kontakt kann durch Anzeige des Bild-
schirms AKTUELLE POSITION oder durch Beobachtung der Anzeigelampen auf der Bedie-
nungstafel geprüft werden.
Richtung
Systemvariable
Radiuskorrekturdaten
X+ VSTOD [1]
X- VSTOD [2]
Y+ VSTOD [3]
Y- VSTOD [4]
Z+ -
Z- VSTOD [5]
MG61-012 S-115
KAPITEL 2 AUTOMATISCHE MESSFUNKTION
Die Einstellwerte können durch Öffnen des Pop-up-Fensters MSB WKZ. LÄNGEN KORREKT.
(VSTOH[N])/MSB SCHNTRADS KOMP. (VSTOD[N]) wie nachfolgend gezeigt geprüft werden.
EIOEMR5S2003R01
Für die Vorgehensweise zum Öffnen des Pop-up-Fensters MSB [Link]/AUS siehe KAPITEL
1 [1-2-3. MSB [Link]/AUS Funktionstaste].
Nach Überprüfung, daß die Korrekturdaten des Berührungsmeßfühlerradius für die Werkzeug-
radiuskorrekturnummer gesetzt wurden, die folgenden Schritte ausführen.
5 Anhand der Bohrung, für welche der Korrekturzyklus des Berührungsmeßfühlerradius ausge-
führt wurde, den ID-Meßzyklus ausführen.
Für den ID-Meßzyklus siehe [2-4. Innendurchmesser-Meßfunktion (ID)].
7 Den Berührungsmeßfühler aus der Spindel entfernen und stattdessen die Anschlagleere ein-
setzen.
8 Die Anschlagleere am gemessenen Mittelpunkt drehen und den Meßwert, den Ablesewert der
Anschlagleere sowie den angenommenen Mittelpunkt vergleichen. Sicherstellen, daß die
Abweichungen zwischen diesen drei Werten nur einige Mikrometer betragen.
Hierdurch ist die Korrektur des Berührungsmeßfühlerradius abgeschlossen.
[Ergänzung]
Da die Radiuskorrekturnummern 1 bis 20 im System nur für die automatische Meßfunktion
verwendet werden, können sie normalerweise nicht eingestellt oder als Bezugswerte definiert
werden.
MG61-012 S-116
KAPITEL 2 AUTOMATISCHE MESSFUNKTION
Maschinenbetrieb
Während der Ausführung des Korrekturzyklus für den Berührungsmeßfühlerradius bewegt sich der
Meßfühler wie folgt.
(1) Die Z-Achse verfährt im Eilgang zur Verfahrgrenze in positiver Richtung (+).
(2) Die Spindel wird ausgerichtet.
Die Spindeldrehung kann erfolgen, nachdem die Spindel eine halbe Drehung zur Prüfung des
Berührungsmeßfühlersignals ausgeführt hat.
Bezüglich weiterer Einzelheiten siehe [6-1. Überprüfen der Näherungsschalterfunktion].
(3) Die X- und Y-Achse bewegen sich im Eilgang zum Mittelpunkt der Bezugsbohrung.
(4) Die Z-Achse verfährt im Eilgang abwärts, bis die Meßfühlerkugel einen Punkt in 30 mm Entfer-
nung von der Bezugsbohrung erreicht.
(5) Hiernach bewegt sich die Z-Achse weiter im Eilgang um 30 mm abwärts und die Meßfühlerku-
gel dringt in die Bezugsbohrung ein.
(6) Der Bezugsbohrungsmeßzyklus wird in folgender Reihenfolge ausgeführt: Richtung X+, Rich-
tung X-, Richtung Y+ und Richtung Y-.
(7) Danach verfährt die Z-Achse im Eilgang zur Verfahrgrenze in positiver Richtung (+).
Vorgehensweise :
1 Einen Block mit Bezugsbohrung (Hauptmeßring) einsetzen, der über eine exakt gemessene
Bohrung vonφ20 mm oder einem größeren Durchmesser verfügt.
2 Den Mittelpunkt der Bezugsbohrung exakt mit der Spindelmitte ausrichten; hierzu eine
Anschlagleere oder ein ähnliches Werkzeug verwenden. Bei dieser Funktion das Impulshand-
rad verwenden.
4 Den ModusMDI wählen und die Positionierung zum Nullpunkt im Eilgang durchführen. Am
Nullpunkt den Meßwert erneut prüfen.
5 Nur die Z-Achse in positiver Richtung (+) bewegen, um die Anschlagleere zu entfernen und
den Berührungsmeßfühler in die Spindel einsetzen.
Bei TOPF NR./[Link](FESTE ADRESSE) im Bildschirmmodus WKZ. DAT. ESTLN
die Einnstellung HORIZONTAL TOOL USED for ACTUAL TOOL NO vornehmen.
6 Die Z-Achse in negativer Richtung (-) zu derjenigen Position bewegen, an welcher die Kugel
des Berührungsmeßfühlers in die Bezugsbohrung eindringt.
7 Danach die Z-Achse so verfahren, daß die Kugel des Berührungsmeßfühlers 5 bis 7 mm von
der Oberfläche des Bezugsblocks in die Bezugsbohrung eindringt.
MG61-012 S-117
KAPITEL 2 AUTOMATISCHE MESSFUNKTION
8 Im Modus MDI ”VNCOM[1] = 8” eingeben und den Berührungsmeßfühler mit der Hand berühren,
um zu prüfen, ob das Erkennungssignal für Kontakt korrekt auf EIN und AUS gesetzt wird.
Den Status EIN/AUS des Erkennungssignals für den Kontakt kann durch Anzeige des Bild-
schirms AKTUELLE POSITION oder durch Beobachtung der Anzeigelampen auf der Bedie-
nungstafel geprüft werden.
9 Den Berührungsmeßfühler in die Spindel einsetzen.
10 Den Automatikmodus wählen und folgendes Programm ausführen.
CALL OO10 PMOD=9 PDI=(Durchmesser der Bezugsbohrung) POVT=3
M02
Der Befehl muß im derzeit gewählten Einheitensystem definiert werden.
Wird das Programm ausgeführt, dringt der Berührungsmeßfühler automatisch in die Bezugs-
bohrung ein und der Radiuskorrekturzyklus wird ausgeführt.
[Ergänzung]
Damit die CNC die Richtung des Berührungsmeßfühlers automatisch erkennen kann, muß
dieser im Automatikmodus oder MDI in die Spindel eingesetzt werden.
Richtung
Radiuskorrekturdaten Systemvariable
M73 (Vorne) M74 (Links) M75 (Hinten) M76 (Rechts)
X+ - VSTOD [9] VSTOH [3] VSTOD [17]
X- VSTOH [1] VSTOD [10] - VSTOD [18]
Y+ VSTOD [7] VSTOH [2] VSTOD [15] -
Y- VSTOD [8] - VSTOD [16] VSTOH [4]
Z+ VSTOD [5] VSTOD [11] VSTOD [13] VSTOD [19]
Z- VSTOD [6] VSTOD [12] VSTOD [14] VSTOD [20]
Die Einstellwerte können durch Öffnen des Pop-up-Fensters MSB WKZ. LÄNGEN KORREKT.
(VSTOH[N])/MSB SCHNTRADS KOMP. (VSTOD[N]) wie nachfolgend gezeigt geprüft werden.
EIOEMR5S2004R01
MG61-012 S-118
KAPITEL 2 AUTOMATISCHE MESSFUNKTION
Für die Vorgehensweise zum Öffnen des Pop-up-Fensters MSB [Link]/AUS siehe KAPITEL
1 [1-2-3. MSB [Link]/AUS Funktionstaste].
Nach Überprüfung, daß die Korrekturdaten des Berührungsmeßfühlerradius für die Werkzeug-
radiuskorrekturnummer gesetzt wurden, die folgenden Schritte ausführen.
11 Anhand der Bohrung, für welche der Korrekturzyklus des Berührungsmeßfühlerradius ausge-
führt wurde, den ID-Meßzyklus ausführen.
Für den ID-Meßzyklus siehe [2-4. Innendurchmesser-Meßfunktion (ID)].
13 Den Berührungsmeßfühler aus der Spindel entfernen und stattdessen die Anschlagleere ein-
setzen.
14 Die Anschlagleere am gemessenen Mittelpunkt drehen und den Meßwert, den Ablesewert der
Anschlagleere sowie den angenommenen Mittelpunkt vergleichen. Sicherstellen, daß die
Abweichungen zwischen diesen drei Werten nur einige Mikrometer betragen.
Hiernach ist die Korrektur des Berührungsmeßfühlerradius für einen in die horizontale Spindel
MCM eingesetzten Berührungsmeßfühler beendet.
[Ergänzung]
Da die Radiuskorrekturnummern 1 bis 20 im System nur für die automatische Meßfunktion
verwendet werden, können sie normalerweise nicht eingestellt oder als Bezugswerte definiert
werden.
Maschinenbetrieb
Bei der Ausführung des Korrekturzyklus für den Berührungsmeßfühlerradius bei einem in die hori-
zontale Spindel MCM eingesetzten Meßfühler verfährt der Berührungsmeßfühler wie nachfolgend
gezeigt.
EIOEMR5S2005R01
Die Vorgehensweise für die Längenkorrektur des Berührungsmeßfühlers wird nachfolgend beschrieben.
Vorgehensweise :
1 Die X-, Y- und Z-Achse so positionieren, daß der Meßfühler bei Ausführung des Meßzyklus die
Stirnseite berührt.
Für diese Positionierung ein Teileprogramm verwenden (der manuelle oder in MDI Modus ist
ebenfalls zulässig).
Der Abstand zwischen Berührungsmeßfühlerkugel und Meßfläche kann beliebig definiert wer-
den.
Bei Ausführung des Programms werden die Längenkorrekturdaten des Meßfühlers automa-
tisch gemessen.
Der Korrekturwert wird so berechnet, daß das Ergebnis des Meßzyklus auf der gleichen Meß-
seite dem bei PEI gesetzten Wert sowie der Systemlängen-Korrekturnummer 5 entspricht.
Für MCM wird der Korrekturwert der Systemlängen-Korrekturnummern 1 bis 5 wie folgt
gesetzt.
Richtung
Nr. Vertikales MCM Horizontales Werkzeug
Werkzeug M73 (Vorne) M74 (Links) M75 (Hinten) M76 (Rechts)
Werkzeuglän-
VSTOH [5] VSTOH [1] VSTOH [2] VSTOH [3] VSTOH [4]
genkorrektur-Nr.
MG61-012 S-120
KAPITEL 2 AUTOMATISCHE MESSFUNKTION
Die Einstellwerte können durch Öffnen des Pop-up-Fensters MSB WKZ. LÄNGEN KORREKT.
(VSTOH[N])/MSB SCHNTRADS KOMP. (VSTOD[N]) wie nachfolgend gezeigt geprüft werden.
EIOEMR5S2007R01
[Ergänzung]
Da die Radiuskorrekturnummern 1 bis 20 im System nur für die automatische Meßfunktion
verwendet werden, können sie normalerweise nicht eingestellt oder als Bezugswerte definiert
werden.
Für die Vorgehensweise zum Öffnen des Pop-up-Fensters MSB [Link]/AUS siehe KAPITEL 1 [1-
2-3. MSB [Link]/AUS Funktionstaste].
Maschinenbetrieb
Bei der Ausführung des Längenkorrekturzyklus für den Berührungsmeßfühler verfährt dieser wie
nachfolgend gezeigt.
Vorgehensweise :
1 Die Berührungsmeßfühlerkugel am geschätzten Mittelpunkt der Zielbohrung unter Verwen-
dung eines Teileprogramms positionieren.
3 Bei der Ausführung dieses Programms wird der ID-Meßzyklus automatisch ausgeführt.
Ist ein Berührungsmeßfühler in die MCM horizontale Spindel eingesetzt, erkennt die Funktion
automatisch die Meßfühlerrichtung und führt den ID-Meßzyklus entsprechend aus.
[Ergänzung]
Soll die CNC die Richtung des Berührungsmeßfühlers automatisch erkennen, muß dieser im
Automatikmodus oder MDI in die Spindel eingesetzt werden.
EIOEMR5S2008R01
MG61-012 S-122
KAPITEL 2 AUTOMATISCHE MESSFUNKTION
G0 X0 Y0
G56 Z50 H1
M130
R100 G1 Z-5 F1000
M131
CALL OO10 PMOD=7 PDI=200
G0 Z500
M02
H1: Werkzeuglängenkorrekturdaten des Berührungsmeßfühlers
EIOEMR5S2009R01
Maschinenbetrieb
Während der Ausführung des ID-Meßzyklus bewegt sich der Meßfühler wie folgt.
[Ergänzung]
1) Bei Angabe des PMSR-Befehls (PMSR=1), findet der Messzyklus in der Reihenfolge 1 bis 4
gemäß obiger Tabelle statt.
2) Bei Angabe des PMTR-Befehls (PMTR=1), findet der Messzyklus in der Reihenfolge 1 bis 3
gemäß obiger Tabelle statt.
3) Wenn die Befehle PMSR und PMTR gleichzeitig angegeben werden, hat der PMTR-Befehl
Vorrang.
4) Vor Beginn der Messung an drei Punkten mit dem PMTR-Befehl, ist der Taster in Y-Richtung
(Z-Richtung bei MCM Horizontale Bearbeitungsmaschine) so nah als möglich zur Kreismitte
zu bringen. Wenn die Tasterposition in Y-Richtung weit von der Kreismitte entfernt ist,
verursacht selbst ein Abstand von mehreren Millimetern einen Messfehler von deutlich mehr
als zehn µ.
Details zur Einstellung der Variablen PMSR und PMTR finden Sie unter (10) PMSR (P MESSEN)
und (11) PMTR (P MESSEN DREI) unter 5-5-2 "Verwendung von Variablen".
Vorgehensweise :
1 Die Meßfühlerkugel zum geschätzten Mittelpunkt des gewünschten Außendurchmessers mit
Hilfe eines Teileprogramms positionieren.
Bei dieser Positionierung die Meßfühlerkugel ca. 10 mm vom Meßpunkt entfernt bewegen.
Für die Anzeige des Bildschirms MEßERGEBNISSE siehe KAPITEL 1 [1-1. Anzeige des Meß-
ergebnisses].
EIOEMR5S2010R01
G0 X0 Y0
0
10
G56 Z10 H1
R
Meßtaster
PIN(PZIN)
In diesem Programm erfolgt die Z-
Achsenpositionierung im Eilgang.
EIOEMR5S2011R01
MG61-012 S-125
KAPITEL 2 AUTOMATISCHE MESSFUNKTION
Maschinenbetrieb
Bei der Ausführung des OD-Meßzyklus verfährt der Berührungsmeßfühler wie nachfolgend gezeigt.
Berührungsmeßfühler
a
PIN(PZIN) b
Werkstück OD
c
EIOEMR5S2012R01
[Ergänzung]
1) Bei Angabe des PMSR-Befehls (PMSR=1), findet der Messzyklus in der Reihenfolge 1 bis 4
gemäß obiger Tabelle statt.
2) Bei Angabe des PMTR-Befehls (PMTR=1), findet der Messzyklus in der Reihenfolge 1 bis 3
gemäß obiger Tabelle statt.
3) Wenn die Befehle PMSR und PMTR gleichzeitig angegeben werden, hat der PMTR-Befehl
Vorrang.
4) Vor Beginn der Messung an drei Punkten mit dem PMTR-Befehl, ist der Taster in Y-Richtung
(Z-Richtung bei MCM Horizontale Bearbeitungsmaschine) so nah als möglich zur Kreismitte
zu bringen. Wenn die Tasterposition in Y-Richtung weit von der Kreismitte entfernt ist,
verursacht selbst ein Abstand von mehreren Millimetern einen Messfehler von deutlich mehr
als zehn µ.
Details zur Einstellung der Variablen PMSR und PMTR finden Sie unter (10) PMSR (P MESSEN)
und (11) PMTR (P MESSEN DREI) unter 5-5-2 "Verwendung von Variablen".
MG61-012 S-126
KAPITEL 2 AUTOMATISCHE MESSFUNKTION
2-6. Stirnflächen-Meßzyklus
Der Stirnflächen-Meßzyklus mißt automatisch die Stirnflächenposition in einerEeoemr5s2020
der folgenden Rich-
tungen: X-Achse, Y-Achse und Z-Achsenrichtung.
Gleichzeitig kann das Meßergebnis bei dieser Funktion ausgewertet werden.
Vorgehensweise :
1 Die Berührungsmeßfühlerkugel mit Hilfe eines Teileprogramms in die Nähe der gewünschten
X-Achsenstirnfläche verfahren.
Bei dieser Positionierung die Meßfühlerkugel ca. 10 mm vom Meßpunkt entfernt bewegen.
EIOEMR5S2013R01
MG61-012 S-127
KAPITEL 2 AUTOMATISCHE MESSFUNKTION
G0 X-120 Y0
100 G56 Z50 H1
Berührungsmeßfühler
M130
G1 Z-5 F1000
M131
CALL OO10 PMOD=1 PEI=-100
PEI G0 Z500
M02
H1: Werkzeuglängenkorrekturdaten des
Berührungsmeßfühlers
EIOEMR5S2014R01
Maschinenbetrieb
Bei der Ausführung des Meßzyklus für die X-Achsen-Stirnfläche verfährt der Berührungsmeßfühler
wie nachfolgend gezeigt.
Vorgehensweise :
1 Die Berührungsmeßfühlerkugel mit Hilfe eines Teileprogramms in die Nähe der gewünschten
Y-Achsenstirnfläche verfahren.
Bei dieser Positionierung die Meßfühlerkugel ca. 10 mm vom Meßpunkt entfernt bewegen.
EIOEMR5S2015R01
Vorgehensweise :
1 Die Berührungsmeßfühlerkugel mit Hilfe eines Teileprogramms in die Nähe der gewünschten
Z-Achsenstirnfläche verfahren.
Bei dieser Positionierung die Meßfühlerkugel ca. 10 mm vom Meßpunkt entfernt bewegen.
EIOEMR5S2016R01
Maschinenbetrieb
Bei der Ausführung des Meßzyklus für die Z-Achsen-Stirnfläche verfährt der Berührungsmeßfühler
wie nachfolgend gezeigt.
Vorgehensweise :
1 Einen Meßzyklus für den ersten Meßpunkt ausführen.
Das Ergebnis des Meßzyklus wird im Speicher A abgelegt.
Vorgehensweise :
1 Einen Meßzyklus an Punkt 1 ausführen.
Die bei der Messung des Punkts 1 erzielten Ergebnisse werden im Speicher A abgelegt.
EIOEMR5S2017R01
MG61-012 S-133
KAPITEL 2 AUTOMATISCHE MESSFUNKTION
[Ergänzung]
Während der Ausführung der Rechenfunktion für Mittelpunkt/Abstand (zwischen zwei
Punkten) verfahren die Achsen nicht.
Beispielprogramm
0
R10 G0 X0 Y0
G56 Z-5 H1
CALL OO10 PMOD=7 PDI=200
300 CALL OO10 PMOD=15 PAXI=3
300
Punkt 1 G0G56 Z10 H1
X300 Y-300
Mittelpunkt zwischen
Z-5
0
zwei Punkten R15 CALL OO10 PMOD=7 PDI=300
CALL OO10 PMOD=14 PAXI=3
G0 Z500
M02
Punkt 2 H1: Werkzeuglängenkorrekturdaten des Berührungsmeßfühlers
EIOEMR5S2018R01
MG61-012 S-134
KAPITEL 2 AUTOMATISCHE MESSFUNKTION
Sprungvorschub
Eilgang
EIOEMR5S2019R01
EIOEMR5S2020R01
MG61-012 S-135
KAPITEL 2 AUTOMATISCHE MESSFUNKTION
PGO= 1: Der Berührungsmeßfühler stoppt nicht bei Auftreten eines Alarms durch einen zu großen Fehler.
0: Der Berührungsmeßfühler stoppt bei Auftreten eines Alarms durch einen zu großen Fehler.
PMOD= 11: Richtung X
12: Richtung Y
13: Richtung Z
PELE : Zulässiger Abstandsfehler
PUDT : Unterlaufabstand (Sicherheitsabstand zum Sensor)
POVT : Überlaufabstand (Abstand zum Schutz vor Sensorbeschädigung)
VNUN : Meßzyklusnummer
EIOEMR5S2021R01
EIOEMR5S2022R01
EIOEMR5S2023R01
Vorgehensweise :
1 Den Abmessungsprüfzyklus für denjenigen Punkt ausführen, der als Nullpunkt definiert wer-
den soll.
Ein Mittelpunkt, der als Ergebnis der Rechenfunktion für Mittelpunkt/Abstand erzielt wurde,
kann als Nullpunkt gesetzt werden.
[Ergänzung]
1) Nur die Achse (PX, PY oder PZ) definieren, für den die Nullpunktkorrektur erforderlich ist.
2) Keine Achse angeben, bei der der Abmessungsprüfzyklus noch nicht ausgeführt wurde.
3) Die Nullpunktkorrektur wird nur ausgeführt, wenn PHN festgelegt wurde.
Ein Alarm (ALARM-B 2308) wird angezeigt.
Nach Ausführen des Programms wird der durch PHN festgelegte Nullpunkt des
Werkstückkoordinatensystems korrigiert, sodaß die Koordinatenwerte des Meßpunkts den
Vorgabewert für PX, PY und/oder PZ übernehmen. Der Nullpunkt wird nicht für Achsen
geändert, die nicht angegeben wurden.
Die Ergebnisse können durch Aufruf des Bildschirms NULL. KORREK. geprüft werden.
Bei der Ausführung der automatischen Nullpunktkorrektur verfahren die Achsen nicht.
4) Die automatische Nullpunktkorrektur ist nicht möglich, wenn die CNC nach Durchführung der
Abmessungsprüffunktion rückgestellt wird. Ein Alarm (ALARM-B 2310) tritt auf.
5) Die automatische Nullpunktkorrekturfunktion sofort nach Ausführen eines Meßzyklus (ID, OD,
Stirnfläche) oder eines Berechnungszyklus für Mittelpunkt/Abstand ausführen.
G0 X0 Y0
G56 Z-5 H1
CALL OO10 PMOD=7 PDI=300
300 CALL OO20 PHN=1 PX=0 PY=0
G0 Z500
M02
Vorgehensweise :
1 Die Längen- und Radiuskorrekturdaten des in die vertikale Spindel eingesetzten Meßfühlers
messen.
EIOEMR5S2025R01
[Ergänzung]
Wurden die Berührungsmeßfehler-Korrekturdaten bereits gesetzt, werden diese
entsprechend der Korrekturdaten für den in die vertikale Spindel eingesetzten
Berührungsmeßfühler aktualisiert.
MG61-012 S-139
KAPITEL 2 AUTOMATISCHE MESSFUNKTION
(PAC = 90°)
(PAC = 180°)
(PAC = 0°)
Z+ (PAC = 270°)
Y+
X+
EIOEMR5S2026R01
Abb.2-1 Verhältnis zwischen PAC-Winkeln und X-, Y-, Z-Achse des 90° Winkelzubeheörs
PAC = 90°
PAC = 180°
PAC = 0°
PAC = 270°
PAB
Z+
Y+
X+
EIOEMR5S2027R01
Abb.2-2 Verhältnis zwischen PAC-Winkeln und X-, Y-, Z-Achse des Zubehörs der B-/C-Achse
MG61-012 S-140
KAPITEL 2 AUTOMATISCHE MESSFUNKTION
[Ergänzung]
1) Der PAB-Schaltwinkel muß PAB = 0° oder PAB = 90° entsprechen.
2) Das Verhältnis zwischen den Einträgen am Bildschirm VORSATZKOPF (PAC, PAB)
BOHRWIRBELKOPF KOMP. und demjeneigen am Bildschirm VORSATZKOPF
BOHRWIRBELKOPF KOMP. wird nachfolgend aufgeführt.
Bildschirm Bildschirm
VORSATZKOPF (PAC, PAB) VORSATZKOPF
BOHRWIRBELKOPF KOMP. BOHRWIRBELKOPF KOMP.
[Ergänzung]
1) Der Meßzyklus wird mit der vertikalen Spindel ausgeführt, wenn PAT nicht definiert wird.
2) Der Einstellwert für PAC ist nur wirksam, wenn PAT definiert wurde.
Wurde PAC nicht definiert, wird von ”PAC=0” ausgegangen.
3) Der PAC-Wert muß entsprechend des Einsetzwinkels für das 90° Winkelzubehör oder das
Zubehör der B-/C-Achse (PAB=90°) eingestellt werden.
4) Ansonsten gibt es keine weiteren Änderungen in der automatischen Meßfunktion.
MG61-012 S-142
KAPITEL 2 AUTOMATISCHE MESSFUNKTION
[Ergänzung]
1) Der Meßzyklus wird mit der vertikalen Spindel ausgeführt, wenn PAT nicht definiert wird.
2) Der Einstellwert für PAV ist nur wirksam, wenn PAT definiert wurde.
Wurde PAV nicht definiert, wird von ”PAV = 0 (90° Winkelzubehör/Zubehör für B-/C-Achse
(PAB=90°))” ausgegangen.
3) Wurde ein Meßzyklus mit Verwendung des Verlängerungszubehörs über Zubehörs der B-/C-
Achse (PAB=0°) ausgeführt, immer ”PAV = 1” setzen.
4) Ansonsten gibt es keine weiteren Änderungen in der automatischen Meßfunktion.
MG61-012 S-143
KAPITEL 2 AUTOMATISCHE MESSFUNKTION
Maschinenbetrieb
a) Die Spindel stoppt an der angegebenen Schaltposition oder Ausrichtungsposition, danach
wird intern ein M-Code (M127) ausgegeben.
Hierbei ist zu beachten, daß nichts passiert, wenn die Stromzufuhr bereits auf EIN steht.
b) Nach einer Pause von 1.5 Sekunden kontrolliert die NC, ob die Stromversorgung einge-
schaltet ist.
Wenn die Stromversorgung AUS ist, wartet die NC für 5 Sekunden, und gibt den M-Code
Befehl für eine Dauer von 1,5 Sekunden aus. Wenn die Stromversorgung immer noch AUS
ist, generiert die NC folgenden Alarm, und stoppt die Maschine direkt.
2305 ALARM B UNBEMANNT: Messen nicht möglich 42
c) Hierdurch ist der Zyklus für Stromzufuhr EIN beendet.
MG61-012 S-145
KAPITEL 2 AUTOMATISCHE MESSFUNKTION
Maschinenbetrieb
a) Die Spindel stoppt an der angegebenen Schaltposition oder Ausrichtungsposition, danach
wird intern ein M-Code (M127) ausgegeben.
Hierbei ist zu beachten, daß nichts passiert, wenn die Stromzufuhr bereits auf AUS steht.
b) Nach einer Pause von 1.5 Sekunden kontrolliert die NC, ob die Stromversorgung einge-
schaltet ist.
Wenn die Stromversorgung EIN ist, wartet die NC für 5 Sekunden, und gibt den M-Code
Befehl für eine Dauer von 1,5 Sekunden aus. Wenn die Stromversorgung immer noch EIN
ist, generiert die NC folgenden Alarm, und stoppt die Maschine direkt.
2305 ALARM B UNBEMANNT: Messen nicht möglich 42
c) Hierdurch ist der Zyklus für Stromzufuhr AUS beendet.
[Ergänzung]
Wird das Unterprogramm OO16 oder OO17 ausgeführt, wird der Wert des Spindeldrehzahl-
Befehls (S-Befehl) auf die Drehzahl von PSD geändert (oder auf 500 min-1, wenn kein Befehl
gegeben wird). Folglich muss die benötigte Spindeldrehzahl spezifiziert werden, um die
Spindeldrehung nach der Ausführung von OO16 oder OO17 zu starten.
Der Wertebereich für den PSD-Befehl in OO16- und OO17 entspricht dem des Spindeldrehzahl-
Befehls. Spezifizieren Sie den PSD-Befehl für die Drehzahl, die nicht den Berührungstaster
beschädigt.
MG61-012 S-146
KAPITEL 2 AUTOMATISCHE MESSFUNKTION
5. Weitere Einzelheiten
Eeoemr5s2043
Die vorherigen Abschnitte haben die grundsätzliche Vorgehensweise zur Anwendung der automati-
schen Meßfunktion beschrieben.
Dieser Abschnitt gibt detaillierte Angaben zu den automatischen Meßfunktionen.
(3)’ (3)
(2)’ (1)
(2) (1)’
(6)’ (5)
EIOEMR5S2029R01
PUDT POVT
(1)
Position C
Position A (2)
Position B
(2)’
: Schnittvorschubgeschwindigkeit
(3) : Eilgang
(3)’
Geschätzte Position der Stirnfläche
EIOEMR5S2030R01
MG61-012 S-147
KAPITEL 2 AUTOMATISCHE MESSFUNKTION
Maschinenbetrieb
(1) Die aktuelle Position des Berührungsmeßfühlers beim Aufruf des Unterprogramms OO10 in
den Speicher CNC wird als Position A bezeichnet.
(2) Die Position mit dem Abstand zur geschätzten Position der Stirnfläche, die um den für PUDT
definierten Wert gemessen werden soll, wird berechnet.
Diese Position wirs als Position B gesetzt. Wurde PUDT beim Aufruf des Unterprogramms
OO10 nicht definiert, wird PUDT automatisch als 10 mm gesetzt.
(3) Befindet sich Position A bereits näher an der zu messenden geschätzten Position für die Stirn-
fläche als Position B, so wird Bewegung 4) übersprungen und Bewegung 5) ausgeführt.
(4) Der Berührungsmeßfühler wird im Eilgang zur Position B vorgeschoben.
Weicht die aktuelle Position stark von der geschätzten Position für die zu messende Stirnfläche
ab, berührt der Meßfühler bei der Annäherung im Eilgang die zu messende Stirnfläche. In die-
sem Fall wird der Meßfühler im Eilgang zur Position A rückgestellt und stoppt dort, wobei ein
Fehler für die nicht durchführbare Messung wirksam wird.
Stoppt der Berührungsmeßfühler beim Vorschub aufgrund eines Signalempfangsfehlers (für
Berührungsmeßfühler des Typs FM), wird er im Eilgang zu Position A rückgestellt und danach
erneut zur Position B vorgeschoben.
Stoppt er erneut bei diesem zweiten Vorschub aufgrund eines Signalempfangsfehlers, so wird
er im Eilgang zur Position A rückgestellt und stoppt dort mit einem Fehler für nicht mögliche
Ausführung des Meßvorgangs.
(5) Die Funktion berechnet die Position über die geschätzte Position der zu messenden Stirnfläche
um den über POVT vorgegebenen Wert. Diese Position wird als Position C festgelegt.
Wurde POVT bei Aufruf des Unterprogramms OO10 nicht definiert, so wird ”POVT = 10 mm”
angenommen.
(6) Der Berührungsmeßfühler wird bei der Annäherung im Eilgang zur Position C vorwärts bewegt.
Berührt er bei diesem Vorschub die zu messende Stirnfläche, stoppt er an der betreffenden
Position.
Weicht die aktuelle Position stark von der geschätzten Position der zu messenden Stirnfläche
ab, kann der Meßfühler die zu messende Fläche nicht berühren, selbst wenn er Position C
erreicht hat. In diesem Fall erfolgt die Rückstellung des Meßfühlers im Eilgang zur Position A;
dort stoppt er, wobei ein Fehler für nicht mögliche Messung ausgegeben wird.
Stoppt der Berührungsmeßfühler beim Vorschub aufgrund eines Signalempfangsfehlers (für
Berührungsmeßfühler des Typs FM), so wird er im Eilgang zu Position B rückgestellt und
danach erneut zur Position C vorgeschoben.
Stoppt er erneut bei diesem zweiten Vorschub aufgrund eines Signalempfangsfehlers, so wird
er im Eilgang zur Position A rückgestellt und stoppt dort mit einem Fehler für nicht mögliche
Ausführung des Meßvorgangs.
(7) Der Berührungsmeßfühler wird im Eilgang zu einer Position, 0,5 mm entfernt von der Kontakt-
Erkennungsposition rückgestellt.
(8) Danach wird er mit niedriger Annäherungsgeschwindigkeit zu einer Position, 1 mm über die
Kontakt-Erkennungsposition an der Stirnfläche hinaus, vorwärtsbewegt.
Berührt der Meßfühler die zu messende Stirnfläche erneut beim Vorschub, stoppt er sofort.
Wenn der Berührungsmeßfühler beim Vorschub aufgrund eines Signalempfangsfehlers (für
Berührungsmeßfühler des Typs FM) stoppt, wird er im Eilgang zu einer Position, 0,5 mm von
der Kontakterkennungsposition entfernt, rückgestellt. Danach erfolgt erneut der Vorschub zur
zu messenden Stirnfläche.
Stoppt er erneut bei diesem zweiten Vorschub aufgrund eines Signalempfangsfehlers, so wird
er im Eilgang zur Position A rückgestellt und stoppt dort mit einem Fehler für nicht mögliche
Ausführung des Meßvorgangs.
MG61-012 S-148
KAPITEL 2 AUTOMATISCHE MESSFUNKTION
[Ergänzung]
1) Die Position, an welcher der Berührungsmeßfühler die zu messende Stirnfläche berührt,
entspricht derjenigen Position, an welcher der Endschalter im Meßfühler aktiviert wird. Daher
ragt die aktuelle Position der Meßfühlerkugel um 0,1 bis 0,2 mm über die Position hinaus, an
der sie mit der zu messenden Stirnfläche in Berührung kommt.
2) Wurde der Meßzyklus abgeschlossen, stoppt der Berührungsmeßfühler in der Mitte der
Bohrung, an welcher die Messung im ID/OD-Meßzyklus ausgeführt wurde.
3) Für POVT und PUDT einen größeren Wert als 3 mm setzen.
MG61-012 S-149
KAPITEL 2 AUTOMATISCHE MESSFUNKTION
Berührungsmeßfühler
(1)
(2) (3)
Werkstück
EIOEMR5S2031R01
(1)
(8) (9)
G00
(16)
(7)
G31
(2) (6) (14) (15)
(10)
(5) (13)
(4) (12)
(3) (11)
EIOEMR5S2032R01
[Ergänzung]
Wenn der PTCH Befehl (PTCH=1) Befehl ausgegeben wird, berührt der Taster das Werkstück
nur einmal. Bei dieser Operation führt der Sensor nur die erste und zweite Annäherung aus,
indem die zweite Annäherung übersprungen wird. PF3=** angeben, um die
Anfahrgeschwindigkeit mit dem PTCH Befehl einzustellen.
Je nach PUDT Wert (Sicherheitsabstand) kann die Angabe des PTCH Befehls die Messdauer
verlängern. Beachten Sie, dass die Messgenauigkeit abnimmt, wenn der PF3 Wert zu groß ist.
MG61-012 S-151
KAPITEL 2 AUTOMATISCHE MESSFUNKTION
Berührungstaster
(2)
(1)
(3)
Werkstück
ME51221R0900400510001
[Ergänzung]
Nach der Angabe wird die Verzögerung reduziert und der Berührungstaster fängt ein wenig früher
an sich zu bewegen.
[Ergänzung]
Beachten Sie die folgenden Beschränkungen bei der Verwendung von PQIK=1.
• Bei manueller Unterbrechung werden der Versatzbetrag der X-, Y- und Z-Achse (gesamt) alle
gelöscht.
• Der Befehl kann nur verwendet werden, wenn die Tastrichtung mit der Richtung der vertikalen
Spindel übereinstimmt.
• Der Befehl kann nur bei einen Typ FM oder optischen Taster verwendet werden.
• Die variable Einheiteneinstellung (0,001 mm oder 0,0001 Zoll) die an MSB übertragen werden
soll, wird ungültig. (NC optionaler Parameter Bit Nr. 36, Bit 0)
MG61-012 S-152
KAPITEL 2 AUTOMATISCHE MESSFUNKTION
Variablen,
Variablen für die
Unter- Variablen für die die nicht
numerische Werte als
programm- numerische Werte verwendet
erforderlich eingestellt
name eingestellt werden müssen werden
werden sollten
dürfen
Innendurchmess OO10 PMOD= 7 PDE: Zulässiger Keine
er Messung PDI: Vor weg Durchmesserfehler
genommener PCE: Zulässiger Fehler
Bohrungsdurch- Bohrungsmittelpunkt
messer PGO:
=1 Verursacht keinen
Alarmstopp bei
Auftreten von
übermäßigem Fehler
PUDT: Abstand Unterhub
POVT: Abstand Überhub
PTCH:
=1 Einzelberührung
PMSR: Taster
=1
Zweite Messung
PMTR nicht ausgeführt
=1
PQIK 3 Punkt Messung
=1
Zeitreduzierung für
Achsenbewegung
VNUM: Nummer Messzyklus
PDWL: Wartezeit
PF1: Geschwindigkeit 1.
Annäherung
PF2: Geschwindigkeit 2.
Annäherung
PF3: Geschwindigkeit 3.
Annäherung
MG61-012 S-154
KAPITEL 2 AUTOMATISCHE MESSFUNKTION
Variablen,
Variablen für die
Unter- Variablen für die die nicht
numerische Werte als
programm- numerische Werte verwendet
erforderlich eingestellt
name eingestellt werden müssen werden
werden sollten
dürfen
Außendurch- OO10 PMOD= 6 PDE: Zulässiger Keine
messer Messung PDI: Vor weg Durchmesserfehler
genommener PCE: Zulässiger Fehler
PIN: Nabendurchmesser Mittelpunkt
Vorschubabstand PGO:
Vorschubrichtung =1 Verursacht keinen
(PZIN) Alarmstopp bei
Auftreten von
übermäßigem Fehler
PUDT: Abstand Unterhub
POVT: Abstand Überhub
PTCH:
=1 Einzelberührung
PMSR: Taster
=1
Zweite Messung
PMTR nicht ausgeführt
=1
PQIK 3 Punkt Messung
=1
Zeitreduzierung für
Achsenbewegung
VNUM: Nummer Messzyklus
PDWL: Wartezeit
PF1: Geschwindigkeit 1.
Annäherung
PF2: Geschwindigkeit 2.
Annäherung
PF3: Geschwindigkeit 3.
Annäherung
MG61-012 S-155
KAPITEL 2 AUTOMATISCHE MESSFUNKTION
Variablen,
Variablen für die
Unter- Variablen für die die nicht
numerische Werte als
programm- numerische Werte verwendet
erforderlich eingestellt
name eingestellt werden müssen werden
werden sollten
dürfen
Stirnseiten- OO10 PMOD= 1 PEE: Zulässiger Fehler Keine
messung PEI: Vor weg der Position der
(X-Achse) genommene PGO: Stirnseite X-Achse
Position der =1
Stirnseite X-Achse Verursacht keinen
Alarmstopp bei
Auftreten von
PUDT: übermäßigem Fehler
POVT: Abstand Unterhub
PTCH: Abstand Überhub
=1
PQIK Einzelberührung
=1 Taster
Zeitreduzierung für
VNUM: Achsenbewegung
Nummer Messzyklus
PDWL: Wartezeit
PF1: Geschwindigkeit 1.
Annäherung
PF2: Geschwindigkeit 2.
Annäherung
PF3: Geschwindigkeit 3.
Annäherung
Stirnseiten- OO10 PMOD= 2 PEE: Zulässiger Fehler Keine
messung PEI: Vor weg der Position der
(Y-Achse) genommene PGO: Stirnseite Y-Achse
Position der =1
Stirnseite Y-Achse Verursacht keinen
Alarmstopp bei
Auftreten von
PUDT: übermäßigem Fehler
POVT: Abstand Unterhub
PTCH: Abstand Überhub
=1
PQIK Einzelberührung
=1 Taster
Zeitreduzierung für
VNUM: Achsenbewegung
Nummer Messzyklus
PDWL: Wartezeit
PF1: Geschwindigkeit 1.
Annäherung
PF2: Geschwindigkeit 2.
Annäherung
PF3: Geschwindigkeit 3.
Annäherung
MG61-012 S-156
KAPITEL 2 AUTOMATISCHE MESSFUNKTION
Variablen,
Variablen für die
Unter- Variablen für die die nicht
numerische Werte als
programm- numerische Werte verwendet
erforderlich eingestellt
name eingestellt werden müssen werden
werden sollten
dürfen
Stirnseiten- OO10 PMOD= 3 PEE: Zulässiger Fehler Keine
messung PEI: Vor weg der Position der
(Z-Achse) genommene PGO: Stirnseite Z-Achse
Position der =1
Stirnseite Z-Achse Verursacht keinen
Alarmstopp bei
Auftreten von
PUDT: übermäßigem Fehler
POVT: Abstand Unterhub
PTCH: Abstand Überhub
=1
PQIK Einzelberührung
=1 Taster
Zeitreduzierung für
VNUM: Achsenbewegung
Nummer Messzyklus
PDWL: Wartezeit
PF1: Geschwindigkeit 1.
Annäherung
PF2: Geschwindigkeit 2.
Annäherung
PF3: Geschwindigkeit 3.
Annäherung
Messzyklus für OO10 PMOD: PCE: Zulässiger
Berechnung =11 X Richtung Mittenfehler
Mittelpunkt / =12 Y Richtung PGO:
Abstand =13 Z Richtung =1 Verursacht keinen
zwischen inneren PELI: Vor weg Alarmstopp bei
Stirnflächen genommene Auftreten von
Abstand zwischen übermäßigem
zwei Stirnseiten PELE: Fehler.
Zulässiger
PUDT: Abstandsfehler
POVT: Abstand Unterhub
PTCH: Abstand Überhub
=1
PQIK Einzelberührung
=1 Taster
Zeitreduzierung für
VNUM: Achsenbewegung
Nummer Messzyklus
PDWL: Wartezeit
PF1: Geschwindigkeit 1.
Annäherung
PF2: Geschwindigkeit 2.
Annäherung
PF3: Geschwindigkeit 3.
Annäherung
MG61-012 S-157
KAPITEL 2 AUTOMATISCHE MESSFUNKTION
Variablen,
Variablen für die
Unter- Variablen für die die nicht
numerische Werte als
programm- numerische Werte verwendet
erforderlich eingestellt
name eingestellt werden müssen werden
werden sollten
dürfen
Messzyklus für OO10 PMOD: PCE: Zulässiger
Berechnung =11 X Richtung Mittenfehler
Mittelpunkt / =12 Y Richtung PGO:
Abstand =13 Z Richtung =1 Verursacht keinen
zwischen PELI: Vor weg Alarmstopp bei
äußeren genommene Auftreten von
Stirnflächen Abstand zwischen übermäßigem
PIN: zwei Stirnseiten PELE: Fehler.
Bewegung in Zulässiger
Längsrichtung PUDT: Abstandsfehler
POVT: Abstand Unterhub
PTCH: Abstand Überhub
=1
PQIK Einzelberührung
=1 Taster
Zeitreduzierung für
VNUM: Achsenbewegung
Nummer Messzyklus
PDWL: Wartezeit
PF1: Geschwindigkeit 1.
Annäherung
PF2: Geschwindigkeit 2.
Annäherung
PF3: Geschwindigkeit 3.
Annäherung
Speichern der OO10 PMOD= 15 Keine
Messergebnis- PAXI:
daten =1 Speichern der X-
Achsendaten
=2 Speichern der Y-
Achsendaten
=3 Speichern der X-/Y-
Achsendaten
=4 Speichern der Z-
Achsendaten
=5 Speichern der X-/Z-
Achsendaten
=6 Speichern der Y-/Z-
Achsendaten
=7 Speichern der X-/Y-/
Z-Achsendaten
MG61-012 S-158
KAPITEL 2 AUTOMATISCHE MESSFUNKTION
Variablen,
Variablen für die
Unter- Variablen für die die nicht
numerische Werte als
programm- numerische Werte verwendet
erforderlich eingestellt
name eingestellt werden müssen werden
werden sollten
dürfen
Messzyklus für OO10 PMOD= 14 PE: Zulässiger Fehler Keine
Berechnung PAXI: PXCI: Vor weg
Mittelpunkt / =1 Berechnung auf der genommener
Abstand X-Achse PXCE: Mittelpunkt - X
zwischen zwei =2 Berechnung auf der Zulässiger Fehler
Punkten Y-Achse PXLI: Mittelpunkt - X
=3 Berechnung auf der Vor weg
X-/Y-Achse PXLE: genommener
=4 Berechnung auf der Abstand - X-X
Z-Achse PYCI: Zulässiger
=5 Berechnung auf der Abstandsfehler - X-X
X-/Z-Achse PYCE: Vor weg
=6 Berechnung auf der genommener
Y-/Z-Achse PYLI: Mittelpunkt - Y
=7 Berechnung auf der Zulässiger Fehler
X-/Y-/Z-Achse PYLE: Mittelpunkt - Y
Vor weg
PZCI: genommener
Abstand - Y-Y
PZCE: Zulässiger
Abstandsfehler - Y-Y
PZLI: Vor weg
genommener
PZLE: Mittelpunkt - Z
Zulässiger Fehler
PGO: Mittelpunkt - Z
=1 Vor weg
genommener
Abstand - Z-Z
Zulässiger
Abstandsfehler - Z-Z
Verursacht keinen
Alarmstopp bei
Auftreten von
übermäßigem
Fehler.
Automatische OO20 PHN: Koordinatensystemn Keine
Nullpunktkorrektur ummer, für die der
Nullpunkt korrigiert
PX: wird
X-Koordinatenwert
PY: nach Nullkorrektur
Y-Koordinatenwert
PZ: nach Nullkorrektur
Z-Koordinatenwert
nach Nullkorrektur
MG61-012 S-159
KAPITEL 2 AUTOMATISCHE MESSFUNKTION
ACHTUNG
Da der Berührungsmeßfühler beim Berühren des Werkstücks stoppt, ergibt sich durch die
Festlegung eines größeren Wertes für POVT kein Problem. Hierbei kann der
Berührungsmeßfühler jedoch möglicherweise gegen das Werkstück schlagen, wenn kein
Kontaktsignal aufgrund eines Berührungsmeßfühlerdefekts ausgegeben wird.
Wird ein Achsenverfahrbefehl gesetzt, der größer ist als der vorgegebene Verfahrweg des
Berührungsmeßfühlers, so wird der Meßfühler beschädigt, wenn das Kontaktsignal aufgrund
eines Meßfühlerdefekts nicht ausgegeben wird.
Daher keinen unnötig großen Wert für POVT setzen.
Angenommene Aktuelle
Position Position
Der Berührungsmeßfühler
stoppt, wenn kein Kontaktsignal
ausgegeben wird.
PUDT=10 POVT=10
EIOEMR5S2033R01
MG61-012 S-161
KAPITEL 2 AUTOMATISCHE MESSFUNKTION
EIOEMR5S2034R01
Der Berührungsmeßfühler
stoppt, wenn kein Kontaktsignal
ausgegeben wird.
PUDT=15 POVT=10
EIOEMR5S2035R01
[Ergänzung]
Den Wert für PUDT unter Berücksichtigung des zulässigen Überfahrwegs für den
Berührungsmeßfehler definieren.
Beispiel 4: Sowohl POVT als auch PUDT wurde definiert (POVT = 5, PUDT = 15)
Programmbeispiel:
CALL OO10 PMOD=1 PEI=40 POVT=5
Der Berührungsmeßfühler
stoppt, wenn kein
PUDT=15 POVT=5
EIOEMR5S2036R01
MG61-012 S-162
KAPITEL 2 AUTOMATISCHE MESSFUNKTION
[Ergänzung]
Je nach PUDT Wert kann die Angabe des PTCH Befehls die Messdauer verlängern. Beachten
Sie, dass die Messgenauigkeit abnimmt, wenn der PF3 Wert zu groß ist.
[Ergänzung]
Beachten Sie die folgenden Beschränkungen bei der Verwendung von PQIK=1.
• Bei manueller Unterbrechung werden der Versatzbetrag der X-, Y- und Z-Achse (gesamt) alle
gelöscht.
• Der Befehl kann nur verwendet werden, wenn die Tastrichtung mit der Richtung der vertikalen
Spindel übereinstimmt.
• Der Befehl kann nur bei einen Typ FM oder optischen Taster verwendet werden.
• Die variable Einheiteneinstellung (0,001 mm oder 0,0001 Zoll) die an MSB übertragen werden
soll, wird ungültig. (NC optionaler Parameter Bit Nr. 36, Bit 0)
[Ergänzung]
.
Programmbeispiel mit der Einstellung “PGO = 1”
.
N24 CALL OO10 PMOD=7 PDI=80 PDE=0.05 PGO=1..........
N25 IF [VOK1 EQ 0] N29 ........................................................ ID-Messung
N26 IF [VC930 GT 80000] N100.............................................. Sprung zu N29, wenn das Ergebnis OK ist.
Sprung zu N100, wenn der Durchmesser
N27 M0 größer ist als φ 80,05 mm.
N28 GOTO N18 ....................................................................... Erneute Bearbeitung
N29 M6
N30 T10
N31 G0 X140 Y0
.
.
EIOEMR5S2037R01
Bei dem obigen Programm wird der durch Aufbohren der Bohrung erzielte Durchmesser
gemessen (N24). Ist der Bohrungsdurchmesser innerhalb des vorgegebenen Bereichs
(φ79.95 to φ80,05 mm), wird der Bearbeitungszyklus fortgesetzt. Überschreitet der Durch-
messer φ80,05 mm, wird das Werkstück als Defekt beurteilt und der Bearbeitungszyklus
wird gestoppt.
Ist der Durchmesser kleiner als φ79,95 mm, wird die Programmausführung durch Befehl M0
in N27 gestoppt. Hierdurch kann der Bediener die Bohrerspitze einstellen, um den Bohrzy-
klus an der gleichen Bohrung wieder aufzunehmen.
(16) VNUM (V NUM BER)
Legt die Meßzyklusnummer fest (Bereich: 0 bis 9999).
Vor der Ausführung eines ID/OD-Meßzyklus, einer Berührungsmeßfühler-Längenkorrektur oder
eines Korrekturzyklus für Berührungsmeßfühlerradius, wurde der aktuelle Wert VNUM um ”1”
erhöht und der neue Wert wurde als Meßzyklusnummer ausgedruckt.
Nach einmaliger Festlegung wird VNUM automatisch bei jeder Ausführung eines auszudruk-
kenden Meßzyklus um ”1” erhöht.
Wenn die Messzykluszahl einzeln erhöht wird und 10000 erreicht, wird der Zähler zurück
gesetzt, und „0“ gedruckt. Dann wird die Anzahl, wie oben erläutert, einzeln von „0“ hoch
gezählt.
MG61-012 S-164
KAPITEL 2 AUTOMATISCHE MESSFUNKTION
Es ist zu beachten, daß die Bezugnahme auf die oben aufgeführten gemeinsamen Variablen bei der
normalen Bezugsmethode für gewöhnliche gemeinsame Variablen unzulässig ist. Zur Verwendung
der bei diesen gemeinsamen Variablen gespeicherten Werte den Wert zu anderen gemeinsamen
Variablen verschieben, auf die Bezug genommen werden kann.
Für die Bezugnahme aus das Stirnflächen-Meßergebnis in X-Achsenrichtung den Wert für VC1 z.B.
durch Eingabe von ”VC1 = VS29” verschieben, danach die gemeinsame Variable VC1 in einem Tei-
leprogramm einlesen.
[Ergänzung]
Wird die CNC rückgestellt oder erfolgt ein Betriebsartwechsel auf manuellen Betrieb nach der
Ausführung eines Meßzyklus, so werden die in diesem Meßzyklus erzielten Daten gelöscht. In
diesem Fall muß der Meßzyklus erneut ausgeführt werden.
MG61-012 S-167
KAPITEL 2 AUTOMATISCHE MESSFUNKTION
Maschinenbetrieb
(1) Beim Aufruf des Unterprogramms OO10 für einen automatischen Meßzyklus wird das Berüh-
rungsmeßfühlersignal überprüft.
(2) Erfolgt keine Signalausgabe, verfährt die Z-Achse zur Verfahrgrenze in positiver Richtung (+)
und die Spindel läuft für die Späneabfuhr an.
(3) Wird die Signalausgabe nicht bestätigt, selbst nach mehrmaliger Wiederholung des obigen
Schritts, stoppt die Funktion mit Alarmstatus für nicht ausführbare Messung.
Wird die Signalausgabe bestätigt, verfahren die Achsen im Eilgang zum Startpunkt für den
Meßzyklus.
[Ergänzung]
1) Wird der Berührungsmeßfühler manuell in die Spindel eingesetzt, diese Funktion ausführen,
um das übertragende Signal zu bestätigen, selbst wenn der Näherungsschalter anscheinend
korrekt funktioniert.
2) Wurde der Berührungsmeßfühler manuell in die Spindel eingesetzt, die Spindel immer vor
Aufruf eines Unterprogramms für einen automatischen Meßzyklus ausrichten.
3) Bei Verwendung des Berührungsmeßfühlers vom Typ FM muß die Funktionsweise des
Näherungsschalters nicht geprüft werden.
MG61-012 S-168
KAPITEL 2 AUTOMATISCHE MESSFUNKTION
Vorgehensweise :
1 Die Abdeckungsklemmutter und die Abdeckung entfernen.
Hiernach ist die im Meßfühlergehäuse integrierte Batterie frei zugänglich.
[Ergänzung]
1) Batterietyp: Typ OO6P (9 V, 2 Stck.)
2) Batterielebensdauer: Ca. 40 Stunden im Dauerbetrieb
3) Es empfielt sich, die Batterie aus dem Berührungsmeßfühler zu entnehmen und korrekt zu
lagern, wenn der Meßfühler nicht verwendet wird.
MG61-012 S-169
KAPITEL 2 AUTOMATISCHE MESSFUNKTION
7. Zusatzinformation
Nachfolgend wird Zusatzinformation bezüglich der automatischen MeßfunktionEeoemr5s2054
aufgeführt. Vor der
Anwendung dieser Funktion sicherstellen, daß die nachfolgenden Angaben vollständig verstanden sind.
(1) Alle Programmbefehle werden in Einheiten von 1 mm oder 0,001 mm eingegeben. Die Befehle
müssen mit den derzeit gewählten Einheiten programmiert werden.
Die Eingabe von Befehlen in Einheiten von 0,01 mm ist nicht möglich.
(2) Der Befehl zum Aufheben des Fräserradiuskorrekturmodus (G40) wird im Unterprogramm für
einen automatischen Meßzyklus ausgeführt.
Durch die Ausführung des Unterprogramms für einen automatischen Meßzyklus können die S-
Befehle geändert werden.
(3) Das Unterprogramm für einen automatischen Meßzyklus nicht aufrufen, während ein Verschie-
bungsbetrag bei manuellem Eingriff während des Betriebs wirksam bleibt.
Wird bei dieser Bedingung das Unterprogramm für einen automatischen Meßzyklus aufgerufen,
führt dies zur Alarmausgabe für eine nicht mögliche Messung.
(4) Während der Ausführung eines Unterprogramms für einen automatischen Meßzyklus kann das
Werkstückkoordinatensystem nicht geändert werden.
(5) Bei der Ausführung des Unterprogramms für einen automatischen Meßzyklus wird der anwen-
derspezifische Bereich für Länge der Lochstreifenlagerung, Anzahl der Werkstückkoordinaten-
sätze, Anzahl der Werkzeugkorrekturpaare und gemeinsame Variablen nicht verwendet.
(6) Einen automatischen Meßzyklus/automatischen Nullpunktkorrekturzyklus nicht ausführen, während
ein lokales Koordinatensystem oder der Modus für Zoomen von Grafiken verwendet wird.
(7) Die zulässige Verschachtelungsebene von Unterroutinen während der Ausführung eines Unter-
programms für automatische Messung ist auf zwei festgelegt.
Entsprechend ist eine max. Verschachteleung von sechs Ebenen nur möglich, wenn die auto-
matische Meßfunktion aktiviert ist.
(8) Ein Unterprogramm für automatische Messung nicht im Maschinenkoordinatensystem (H=) aufrufen.
(9) Wie bei anderen Werkzeugen empfiehlt es sich, die gleiche Nummer als Berührungsmeßfühler-
Werkzeugnummer bei VSTOH[5] als Werkzeugkorrekturnummer zu setzen. Hierdurch wird die
Programmierung und sonstige Prüfung erleichtert, da die Berührungsmeßfühler-Längenkorrek-
turdaten auf gleiche Weise wie bei anderen Werkzeugen geprüft werden können.
(10) Wird ein Wert für POVT gesetzt, sind die nachfolgend aufgeführten Einschränkungen wirksam.
Bei Festlegung der Vorschubübersteuerung mit 100% entspricht der Vorschub F1000.
Beispiel
1. Annäherungsgeschwindigkeit
(Einstellung der Min. POVT Einstellung
Vorschubübersteuerung)
F1000 (100%) 2 mm
F1500 (150%) 3 mm
F2000 (200%) 4 mm
[Ergänzung]
Je nach Servoeigenschaften variiert der Mindestwert für POVT im Bereich von 2 bis 5 mm.
(11) Der Durchmesser von Bohrungen oder Naben für den Meßvorgang muß größer sein als φ20 mm.
(12) Bei Bearbeitungszentren der Serie MCM den Schwenkkopf zur hinteren Position (M75) schal-
ten, wenn ein Berührungsmeßfühler in die vertikale Spindel eingesetzt wird.
Ist der Berührungsmeßfühler in der vertikalen Spindel mit Schwenkkopf an einer anderen Posi-
tion als der hinteren Position eingesetzt, führt dies zu einem Alarm (UNTENDED: messen nicht
möglich 3C).
MG61-012 S-170
KAPITEL 2 AUTOMATISCHE MESSFUNKTION
Es ist zu beachten, daß beim Einsetzen des Berührungsmeßfühlers in die vertikale Spindel der
Automatikmodus oder MDI Modus gewählt sein muß.
(13) Bei Bearbeitungszentren der Serie MCM den Einstellzyklus für den Nullpunkt (OO21) für die
Bezugsbohrung mit horizontaler Spindel niemals ausführen.
(14) Die Einsetzrichtung des Berührungsmeßfühlers in die Spindel wird durch das Maschinenmodell
definiert.
Daher beim manuellen Einsetzen des Meßfühlers in die Spindel auf die Richtung achten.
(15) Zur Prüfung der Berührungsmeßfühlerfunktion die folgenden Schritte ausführen.
a) Nach Eingabe von ”VNCOM[1] = 8” ím MDI Modus die Taste ZYKLUSSTART drücken.
b) Den Berührungsmeßfühler manuell nach rechts und links bewegen.
c) Die Zeichen ”Berührungsmeßfühler” am Bildschirm (Positionsanzeige) werden bei korrek-
tem Funktionieren des Berührungsmeßfühlers farbig hervorgehoben.
Der Wert bei VNCOM[1] wird auf ”0” rückgestellt, wenn die CNC rückgestellt oder ein manu-
eller Betrieb gewählt wird.
Bei dieser Bedingung ändern sich die Zeichen in der Anzeige nicht, selbst wenn der Berüh-
rungsmeßfühler verfahren wird.
ACHTUNG
Wird der Berührungsmeßfühler manuell in die horizontale Spindel eines Bearbeitungszentrums
der Serie MCM zur Ausführung eines Korrekturzyklus für den Meßfühlerradius eingesetzt, den
Werkzeugbefehl für die horizontale Spindel immer am Bildschirm [Link] setzen.
Andernfalls verfährt die Z-Achse und der Meßfühler wird beschädigt.
MG61-012 S-171
KAPITEL 2 AUTOMATISCHE MESSFUNKTION
8. Programmbeispiele
Eeoemr5s2055
Nachfolgend werden Programmbeispiele zur Verwendung der automatischen Meßfunktion beschrie-
ben.
Diese Beispiele können als Referenz beim Erstellen eigener Programme verwendet werden.
8-1. ID-Messung
. Eeoemr5s2056
.
N36 T1......................................................................................... T1: Berührungsmeßfühler)
N37 M6
N38 T17
Positionierung zum geschätzten
N39 G0 X250 Y190.................................................................... Bohrungsmittelpunkt für die Messung
EIOEMR5S2039R01
Berührungsmeßfühler
(X,Y)=250.190
PDI=50
EIOEMR5S2040R01
Die in Klammern ( ) angegebenen Variablen PDE und PCE können ausgelassen werden.
Werden sie nicht definiert, so können jedoch die Fehler nicht ausgewertet werden.
MG61-012 S-172
KAPITEL 2 AUTOMATISCHE MESSFUNKTION
8-2. OD-Messung
.
Eeoemr5s2057
.
N62 T1......................................................................... (T1: Berührungsmeßfühler)
N63 M6
N64 T12
N65 G0 X310 Y210 ..................................................... Positionierung zum geschätzten Mittelpunkt
der Nabe (OD) für die Messung
EIOEMR5S2041R01
PZIN = 30 mm
EIOEMR5S2042R01
Die in Klammern ( ) angegebenen Variablen PDE und PCE können ausgelassen werden.
Werden sie nicht definiert, so können jedoch die Fehler nicht ausgewertet werden.
Nach Ende des Meßzyklus stoppt der Berührungsmeßfühler am Mittelpunkt des gemessenen OD
(die Z-Achse wird zum Positionierpunkt rückgestellt).
MG61-012 S-173
KAPITEL 2 AUTOMATISCHE MESSFUNKTION
.
Eeoemr5s2058
.
N95 T1.............................................................................. (T1: Berührungsmeßfühler)
N96 M6
N97 T4
N98 G0 X-25 Y60 Positionieren zu einem Punkt, der um 10 oder mehrere Zentel mm
von der zu messenden Z-Stirnfläche entfernt ist
N99 G56 Z80 H1
N100 CALL OO10 PMOD=3 PEI=35 (PEE=0.1).............. (PEI: Geschätzte
Stirnflächenposition)
(PEE: Zulässiger Fehler)
N101 G0 Z300
.
.
EIOEMR5S2043R01
PEI =
35 mm
EIOEMR5S2044R01
.
Eeoemr5s2059
.
N242 G0 X-20 Y60 Positionierung zu einem Punkt, der um 10 bis mehrere Zehntel mm
von einer der gewünschten Stirnflächen (Stirnfläche A) entfernt ist.
N243 G56 Z-10 H1
N244 CALL OO10 PMOD=1 PEI=0 ........................... Stirnflächenmeßzyklus an Stirnfläche A
N245 CALL OO10 PMOD=15 PAXI=1......................... Speichern des Meßergebnisses in
Speicher B
N246 G0 Z300
N247 X90 Positionierung zu einem Punkt, der um 10 bis mehrere Zehntel mm
von anderen gewünschten Stirnflächen (Stirnfläche A) entfernt ist.
N248 G56 Z-10 H1
N249 CALL OO10 PMOD=1 PEI=70 .......................... Stirnflächenmeßzyklus an Stirnfläche B
N250 CALL OO10 PMOD=14 PAXI=1
(PXCI=35 PXCE=0.05 PXLI=70 PXLE=0.05)............ Abstandsberechnungszyklus
(PXCI: Geschätzte Mittelpunktposition)
(PXCE: Zulässiger
Mittelpunktpositionsfehler)
(PXLI: Geschätzter Abstand zwischen
Stirnflächen)
(PXLE: Zulässiger Abstandsfehler
N251 G0 Z300
zwischen Stirnflächen)
.
.
N250 CALL OO10 PMOD=14...................................... Bei der Ausführung des
Abstandsberechnungszyklus erfolgt
keine Achsenbewegung
EIOEMR5S2045R01
Stirnfläche A Stirnfläche B
PXCI = 35
Programmnullpunkt
EIOEMR5S2046R01
Werden diese Befehle nicht eingegeben, wird das Ergebnis des ersten Meßzyklus durch das Ergeb-
nis des nächsten Meßzyklus überschrieben.
Bezüglich weiterer Einzelheiten zum Speichern der Meßergebnisdaten siehe [2-7. Speichern von
Meßzyklusergebnissen].
.
Eeoemr5s2060
.
N412 G0 X40 Y50
N413 G56 Z-40 H1
N414 CALL OO10 PMOD=7 PDI=45 (PCE=0.03 PDE=0.05).. ID-Meßzyklus
N415 CALL OO20 PHN=5 PX=0 PY=0.................................... Beim Koordinatensystem Nr. 5 wird
der Nullpunkt (X= 0, Y= 0) am
Bohrungsmittelpunkt, der durch
Ausführung des ID-Meßzyklus
festgelegt wurde, definiert.
(PHN: Koordinatensystem Nr.)
N416 G0 Z300
N417 X60 Y60
N418 G56 Z-20 H1
N419 CALL OO10 PMOD=3 PEI=-30 (PEE=0.05)................... Stirnflächen-Meßzyklus an der Z-Achse
N420 CALL OO20 PHN=5 PZ=0.............................................. Beim Koordinatensystem Nr. 5 wird
der Nullpunkt (Z=0) an der
Stirnflächenposition definiert, die
durch Ausführen des
Stirnflächenmeßzyklus erzielt wurde
(Z-Achse), N421 G0 Z300
EIOEMR5S2047R01
Fläche A
30
Programmnullpunkt
EIOEMR5S2048R01
Bei der Ausführung der Sätze N415 und N420 erfolgt keine Achsenbewegung.
Den automatischen Nullpunktkorrekturzyklus direkt nach dem Meßzyklus (ID/OD-Meßzyklus, Stirn-
flächenmeßzyklus, Berechnungszyklus für Mittelpunkt/Abstand zwischen zwei Punkten) ausführen.
Es wird ein Alarm ausgegeben, und die Nullpunktkorrektur wird nicht ausgeführt, wenn PHN nicht
gesetzt wurde; daher die Einstellung immer vornehmen.
MG61-012 S-176
KAPITEL 2 AUTOMATISCHE MESSFUNKTION
φ75 4-M6
Z X
Y
EIOEMR5S2049R01
MG61-012 S-177
KAPITEL 2 AUTOMATISCHE MESSFUNKTION
.
.
N1 G15 H1......................................................... Wahl des Werkstückkoordinatensystems Nr. 1
N2 G0 X-500 Y800 G56 H1
N3 T1................................................................. T1: Berührungsmeßfühler
N4 M6
N5 T10 .............................................................. T10: φ17.5 Bohrer
N6 G0 X0 Y0...................................................... Die X- und Y-Achse zum geschätzten
Mittelpunkt der φ100mm-Bohrung verfahren
N10 G0 Z100
N11 X75
Positionierung der Z-Achse in die Nähe der
N12 G56 Z30 H1...............................................
Stirnfläche (Z-Achse)
EIOEMR5S2050R01
MG61-012 S-178
KAPITEL 2 AUTOMATISCHE MESSFUNKTION
.
.
N49 G0 Z400
N50 X500 Y800
N51 M67
N52 M77
N53 T15
N54 G0 Y0 M75 ................................................ M75: Schalten des Schwenkkopfs zur hinteren
Position
N61 Y60
N62 G54 X-300 H1............................................ Positionierung der X-Achse in die Nähe der
Stirnfläche (X-Achse)
.
.
Normales Teileprogramm
.
.
EIOEMR5S2051R01
MG61-012 S-179
KAPITEL 2 AUTOMATISCHE MESSFUNKTION
EIOEMR5S2053R01
EIOEMR5S2054R01
MG61-012 S-180
KAPITEL 2 AUTOMATISCHE MESSFUNKTION
EIOEMR5S2055R01
EIOEMR5S2056R01
MG61-012 S-181
KAPITEL 2 AUTOMATISCHE MESSFUNKTION
EIOEMR5S2057R01
EIOEMR5S2058R01
MG61-012 S-182
KAPITEL 2 AUTOMATISCHE MESSFUNKTION
Code Eeoemr5s2063
Verwendete
Vermutliche Ursache Gegenmaßnahmen
(HEX) Unterprogramme
1 Ein Hersteller-Unterprogramm wird Ein Hersteller-Unterprogramm aufrufen, OO10
aufgerufen, während das nachdem ein Arbeitskoordinatensystem OO30
Maschinenkoordinatensystem (H0) (z.B. G15 H1) ausgewählt wurde.
ausgewählt ist.
2 Die Spiegelabbild Funktion ist aktiv. Zuerst die Spiegelabbild Funktion OO10
löschen. OO30
3 Manueller Verschiebewert (gesamt) Den manuellen Verschiebewert OO10
verbleibt. (gesamt) auf Null löschen. OO30
4 Im G11 Modus (parallele oder Zuerst den G11 Modus löschen. OO10
kreisförmige Verschiebung einer
Koordinate)
5 Im G51 Modus Zuerst den G51 Modus löschen. OO10
(Grafikvergrößerung /-verkleinerung)
6 T Nummer ist gleich Null (0), oder kein • Geben Sie eine T Nummer an. OO30
Werkzeug ist eingestellt. • Geben Sie den PTLN Befehl an.
7 Die angegebene T Nummer oder Geben Sie ein T Nummer oder PTLN OO30
PTLN Befehl ist größer als die Befehl innerhalb des zulässigen
maximale Versatzzahl. Bereichs an.
8 Die Stromversorgung des Tasters ist Überprüfen Sie folgendes: OO15
nicht eingeschaltet während der
• Befinden sich Hindernisse
Anblinkzyklus versucht wird. zwischen Empfängerkopf und
Taster?
• Ist der Spindelschaltwinkel des
Tasters korrekt?
• Blinkt der Empfängerkopf?
9 Der Betrag des Versatzes vom Positionieren Sie die Y- und Z-Achsen OO30
Positionierpunkt für den Zyklusstart vom Nullpunkt des Berührungssensors
zum Nullpunkt des Berührungssensors aus innerhalb des Bereiches des
ist größer als PCHK PCHK.
(nur für Y- und Z-Achse).
A Der Mikrocomputer des Prüfen Sie, ob sich Späne am OO10
Berührungstasters bleibt Näherungsschalter ansammeln.
eingeschaltet.
B Das Ergebnis der Berührungstaster Prüfen Sie die Batterie des OO10
Prüfung ist NG. Berührungstasters.
Das Signal des Berührungstasters
kann nicht bestätigt werden.
C Der Berührungstaster hat während Der Empfang von Signalen ist mit dem OO10
des Vorschubs im Eilgang Kontakt mit Berührungstaster Typ FM falsch.
dem Werkstück (X-Achse).
• Startpunkt Messzyklus
• PUDT Einstellung
MG61-012 S-185
KAPITEL 2 AUTOMATISCHE MESSFUNKTION
Code Verwendete
Vermutliche Ursache Gegenmaßnahmen
(HEX) Unterprogramme
D Der Berührungstaster hat während Der Empfang von Signalen ist bei OO10
des Vorschubs mit mittlerer Verwendung des Berührungstasters
Geschwindigkeit keinen Kontakt mit Typ FM falsch.
dem Werkstück (X-Achse). • Startpunkt Messzyklus
• POVT Einstellung
E Der Berührungstaster hat während Prüfen Sie die Batterie des OO10
des Vorschubs mit der Berührungstasters.
Endanäherungsgeschwindigkeit
keinen Kontakt mit dem Werkstück (X-
Achse).
Der Empfang von Signalen ist bei
Verwendung des Berührungstasters
Typ FM falsch.
F Der Näherungsschalter wird nicht Prüfen Sie, ob der Berührungstaster OO10
eingeschaltet, obwohl der geprellt wurde.
Berührungstaster Kontakt mit einem
Werkstück hat (X-Achse).
10 Der Berührungstaster hat während Überprüfen Sie folgendes: OO10
des Vorschubs im Eilgang Kontakt mit • Startpunkt Messzyklus
dem Werkstück (Y-Achse). Der
Empfang von Signalen ist bei • PUDT Einstellung
Verwendung des Berührungstasters
Typ FM falsch.
11 Der Berührungstaster hat während Überprüfen Sie folgendes: OO10
des Vorschubs mit mittlerer • Startpunkt Messzyklus
Geschwindigkeit keinen Kontakt mit
dem Werkstück (Y-Achse). Der • POVT Einstellung
Empfang von Signalen ist bei
Verwendung des Berührungstasters
Typ FM falsch.
12 Der Berührungstaster hat während Prüfen Sie die Batterie des OO10
des Vorschubs mit der Berührungstasters.
Endanäherungsgeschwindigkeit
keinen Kontakt mit dem Werkstück (Y-
Achse). Der Empfang von Signalen ist
bei Verwendung des
Berührungstasters Typ FM falsch.
13 Der Näherungsschalter wird nicht Prüfen Sie, ob der Berührungstaster OO10
eingeschaltet, obwohl der geprellt wurde.
Berührungstaster Kontakt mit einem
Werkstück hat (X-Achse).
14 Der Berührungstaster hat während Überprüfen Sie folgendes: OO10
des Vorschubs im Eilgang Kontakt mit • Startpunkt Messzyklus
dem Werkstück (Z-Achse). Der
Empfang von Signalen ist bei • PUDT Einstellung
Verwendung des Berührungstasters
Typ FM falsch.
MG61-012 S-186
KAPITEL 2 AUTOMATISCHE MESSFUNKTION
Code Verwendete
Vermutliche Ursache Gegenmaßnahmen
(HEX) Unterprogramme
15 Der Berührungstaster hat während Überprüfen Sie folgendes: OO10
des Vorschubs mit mittlerer • Startpunkt Messzyklus
Geschwindigkeit Kontakt mit dem
Werkstück (Z-Achse). Der Empfang • POVT Einstellung
von Signalen ist bei Verwendung des
Berührungstasters Typ FM falsch.
16 Der Berührungstaster hat während Prüfen Sie die Batterie des OO10
des Vorschubs mit der Berührungstasters.
Endanäherungsgeschwindigkeit
keinen Kontakt mit dem Werkstück (Z-
Achse). Der Empfang von Signalen ist
bei Verwendung des
Berührungstasters Typ FM falsch.
17 Der Näherungsschalter wird nicht Prüfen Sie, ob der Berührungstaster OO10
eingeschaltet, obwohl der geprellt wurde.
Berührungstaster Kontakt mit einem
Werkstück hat (Z-Achse).
18 Der Berührungstaster hat bei der Überprüfen Sie folgende Punkte: OO10
Annäherung an den • Startpunkt des Messzyklus
Außendurchmesser während des AD-
Messzyklus Kontakt mit dem • Angenommener AD Wert
Werkstück.
19 PLH ist nicht zugeordnet. Stellen Sie die Werkzeuglängen-
Offsetwert für PLH ein.
1A PDH ist nicht zugeordnet. Stellen Sie den Cutterradius-
Kompensationswert für PDH ein.
1B Beim Messzyklus der C-Achse wird Überprüfen Sie folgende Punkte: OO10
ein Kontakt während der Annäherung
• Ist der Startpunkt des Messzyklus
an den Messpunkt festgestellt.
der C-Achse korrekt?
• Ist der PDI Wert korrekt?
• Ist der PGI Wert korrekt?
1C Bei Bewegung in X-Achsenrichtung OO100
wurde kein Kontakt des
Berührungstasters innerhalb des
Bereichs von PUDT und POVT
festgestellt (Kontaktwertfehler).
1D Bei Bewegung in Y-Achsenrichtung OO100
wurde kein Kontakt des
Berührungstasters innerhalb des
Bereichs von PUDT und POVT
festgestellt (Kontaktwertfehler).
1E Bei Bewegung in Z-Achsenrichtung OO100
wurde kein Kontakt des
Berührungstasters innerhalb des
Bereichs von PUDT und POVT
festgestellt (Kontaktwertfehler).
MG61-012 S-187
KAPITEL 2 AUTOMATISCHE MESSFUNKTION
Code Verwendete
Vermutliche Ursache Gegenmaßnahmen
(HEX) Unterprogramme
1F Beim Nullwert-Einstellzyklus des Prüfen Sie den Startpunkt des Zyklus, OO30
Berührungssensors für die ist er in der Nähe des
Längsrichtung der senkrechten Berührungssensors
Spindel hat das Schneidwerkzeug (innerhalb von 10 mm)?
keinen Kontakt mit dem Sensor.
20 Beim Nullwert-Einstellzyklus des Prüfen Sie den Startpunkt des Zyklus, OO30
Berührungssensors für die ist er in der Nähe des
Querrichtung der senkrechten Spindel Berührungssensors
hat das Schneidwerkzeug keinen (innerhalb von 10 mm)?
Kontakt mit dem Sensor.
21 Beim Nullwert-Einstellzyklus des Prüfen Sie den Startpunkt des Zyklus, OO30
Berührungssensors für die ist er in der Nähe des
waagerechte Richtung der Berührungssensors
senkrechten Spindel hat das (innerhalb von 10 mm)?
Schneidwerkzeug keinen Kontakt mit
dem Sensor.
22 Beim Zyklus für den automatischen Prüfen Sie den Startpunkt des Zyklus, OO30
Werkzeuglängenversatz / ist er in der Nähe des
automatische Berührungssensors
Werkzeugbrucherfassung für die (innerhalb von 10 mm)?
Querrichtung der waagerechten
Spindel hat das Schneidwerkzeug
keinen Kontakt mit dem Sensor.
23 Bei Bewegung der Achse um 0,5 mm OO100
in positiver Richtung, ausgehend vom
Kontakterfassungspunkt ist das
Kontaktsignal bereits aktiviert (X-
Richtung).
24 Bei Bewegung der Achse um 0,5 mm
in positiver Richtung, ausgehend vom
Kontakterfassungspunkt ist das
Kontaktsignal bereits aktiviert (Y-
Richtung).
25 Bei Bewegung der Achse um 0,5 mm
in positiver Richtung, ausgehend vom
Kontakterfassungspunkt ist das
Kontaktsignal bereits aktiviert (Z-
Richtung).
26 Bei Rückkehr der Achse um 0,5 mm
von der festgestellten Kontaktposition
nach der Annäherung (X-Richtung),
wird der Wert erneut als
Koordinatenwert in Richtung der
Werkzeugmessung genommen.
27 Bei Rückkehr der Achse um 0,5 mm
von der festgestellten Kontaktposition
nach der Annäherung (Y-Richtung),
wird der Wert erneut als
Koordinatenwert in Richtung der
Werkzeugmessung genommen.
MG61-012 S-188
KAPITEL 2 AUTOMATISCHE MESSFUNKTION
Code Verwendete
Vermutliche Ursache Gegenmaßnahmen
(HEX) Unterprogramme
28 Bei Rückkehr der Achse um 0,5 mm
von der festgestellten Kontaktposition
nach der Annäherung (Z-Richtung),
wird der Wert erneut als
Koordinatenwert in Richtung der
Werkzeugmessung genommen.
29 Beim Zyklus für den automatischen Prüfen Sie, ob die vorgesehene OO30
Werkzeuglängenversatz / Werkzeuglänge korrekt ist (für
automatische Werkzeuglängenversatzzyklus).
Werkzeugbrucherfassung für die
Längsrichtung der senkrechten
Spindel hat das Schneidwerkzeug
keinen Kontakt mit dem Sensor.
2A Beim Zyklus für den automatischen Überprüfen Sie folgende Punkte: OO30
Werkzeuglängenversatz / • Ist die vorgesehene
automatische Werkzeuglänge korrekt (für
Werkzeugbrucherfassung für die Werkzeuglängenversatzzyklus)?
Querrichtung der senkrechten Spindel
hat das Schneidwerkzeug keinen • Ist der Cutterradius-Versatzwert
Kontakt mit dem Sensor. eingestellt (für den
Werkzeugbrucherfassungszyklus)?
2B Beim Zyklus für den automatischen Überprüfen Sie folgende Punkte: OO30
Werkzeuglängenversatz / • Ist die vorgesehene
automatische Werkzeuglänge korrekt (für
Werkzeugbrucherfassung für die Werkzeuglängenversatzzyklus)?
Längsrichtung der waagerechten
Spindel hat das Schneidwerkzeug • Ist der Cutterradius-Versatzwert
keinen Kontakt mit dem Sensor. eingestellt (für den
Werkzeugbrucherfassungszyklus)?
2C Beim Zyklus für den automatischen Überprüfen Sie folgende Punkte: OO30
Werkzeuglängenversatz /
• Ist der vorgesehene Cutterradius
automatische
korrekt (für
Werkzeugbrucherfassung für die
Werkzeuglängenversatzzyklus)?
Querrichtung der senkrechten Spindel
hat das Schneidwerkzeug keinen • Ist der Cutterradius-Versatzwert
Kontakt mit dem Sensor. eingestellt (für den
Werkzeugbrucherfassungszyklus)?
2D Beim automatischen Prüfen Sie ob PL1 korrekt eingestellt OO30
Werkzeuglängenversatzzyklus in wurde.
Richtung X-Achse (mit winkligem
Vorsatz) hat das Schneidwerkzeug
keinen Kontakt mit dem Sensor.
33 Beim Nullstellungszyklus der U-Mitte Überprüfen Sie folgende Punkte:
hat die Schneidplatte Kontakt mit dem • Ist der Nullpunkt des Sensors
Sensor, oder das Kontaktsignal geht in korrekt eingestellt?
einer Sequenz ein, in der die
Schneidplatte keinen Kontakt mit dem • Hängen an der Schneideplatte
Sensor haben dürfte. Späne?
• Ist das Sensorsignal korrekt?
MG61-012 S-189
KAPITEL 2 AUTOMATISCHE MESSFUNKTION
Code Verwendete
Vermutliche Ursache Gegenmaßnahmen
(HEX) Unterprogramme
34 Beim Nullstellungszyklus der U-Mitte Überprüfen Sie folgende Punkte:
geht kein Kontaktsignal ein.
• Ist der PD Wert korrekt?
• Wird das Sensorsignal korrekt in
die CNC eingegeben?
35 Beim Radiuseinstellzyklus der U-Mitte Überprüfen Sie folgende Punkte:
hat die Schneidplatte Kontakt mit dem
• Ist der Befehlswert korrekt?
Berührungstaster , während die Y-
Achse in einer Sequenz bewegt wird, • Wird das Sensorsignal korrekt in
in der kein Kontakt erfasst werden die CNC eingegeben?
dürfte. • Hängen an der Schneideplatte
Späne?
36 Beim Radiuseinstellzyklus der U-Mitte Überprüfen Sie folgende Punkte:
hat die Schneidplatte keinen Kontakt
• Ist der Befehl der U-Achse zu
mit dem Berührungssensor. groß?
• Wird das Sensorsignal korrekt in
die CNC eingegeben?
37 Beim Radiuseinstellzyklus der U-Mitte Prüfen Sie, ob das Sensorsignal korrekt
hat die Schneidplatte während einer in die CNC eingegeben wird.
Sequenz keinen Kontakt, in der der
Korrekturwert der U-Achse an der Y-
Achse geprüft wird.
38 Beim Überprüfen Sie folgende Punkte:
Werkzeugbrucherfassungszyklus hat
• Ist der Nullpunkt des Sensors
die Schneidplatte Kontakt mit dem
korrekt eingestellt?
Berührungstaster, während die Y-
Achse in einer Sequenz bewegt wird, • Wird das Sensorsignal korrekt in
in der kein Kontakt erfasst werden die CNC eingegeben?
dürfte. • Hängen an der Schneideplatte
Späne?
39 Beim Überprüfen Sie folgende Punkte:
Werkzeugverschleißkompensierungsz
• Ist der Befehlswert korrekt?
yklus hat die Schneidplatte während
einer Sequenz Kontakt mit dem • Hängen an der U-Mitte-
Berührungstaster, in der die Schneideplatte Späne?
Positionierung der Y-Achse zu einem • Wird das Sensorsignal korrekt in
Punkt ausgeführt wird, der um den die CNC eingegeben?
Kompensierungsbetrag von der
aktuellen Position entfernt ist.
3A Beim Prüfen Sie, ob das Sensorsignal korrekt
Werkzeugverschleißkompensierungsz in die CNC eingegeben wird.
yklus hat die Schneidplatte während
einer Sequenz keinen Kontakt mit dem
Berührungssensor, in der die radiale
Position der Schneideplatte im
Korrekturzyklus der U-Achse korrigiert
wird.
MG61-012 S-190
KAPITEL 2 AUTOMATISCHE MESSFUNKTION
Code Verwendete
Vermutliche Ursache Gegenmaßnahmen
(HEX) Unterprogramme
3B Nach dem Abschluss der U- Prüfen Sie, ob das Sensorsignal korrekt
Achsenkompensierung im in die CNC eingegeben wird.
Werkzeugverschleißkompensierungsz
yklus hat die Schneidplatte während
einer Sequenz keinen Kontakt, in der
der Korrekturwert der U-Achse in der
Y-Achsenbewegung geprüft wird.
3C Wenn der Messzyklus mit einem Führen Sie den Messzyklus aus, OO10
Berührungstaster ausgeführt wird, der nachdem der Drehkopf in die M75
in die senkrechte Spindel des MCM (hinten) Position geschaltet wurde.
eingesetzt ist, befindet sich der
Drehkopf nicht in der M75 (hinten)
Position.
3D Beim Nullwert-Einstellzyklus des • Führen Sie den Zyklus aus, OO30
Berührungssensors für die nachdem der Drehkopf in die M73
Längsrichtung des MCM an der (vorne) Position geschaltet wurde.
senkrechten Spindel ist der Drehkopf • Prüfen Sie, ob die PAXI Daten
nicht in der M73 (vorne) Position, oder korrekt sind.
die waagerechte Spindel wird
verwendet.
3E Beim Nullwert-Einstellzyklus des • Führen Sie den Zyklus aus, OO30
Berührungssensors für die nachdem der Drehkopf in die M73
Querrichtung des MCM an der (vorne) Position geschaltet wurde.
senkrechten Spindel ist der Drehkopf • Prüfen Sie, ob die PAXI Daten
nicht in der M73 (vorne) Position, oder korrekt sind.
die waagerechte Spindel wird
verwendet.
3F Beim Nullwert-Einstellzyklus des • Führen Sie den Zyklus aus, OO30
Berührungssensors für die nachdem der Drehkopf in die M76
Längsrichtung des MCM an der (rechts) Position geschaltet wurde.
waagerechten Spindel ist der Drehkopf • Prüfen Sie, ob die PAXI Daten
nicht in der M76 (rechts) Position, oder korrekt sind.
die waagerechte Spindel wird
verwendet.
40 Beim Nullwert-Einstellzyklus des • Führen Sie den Zyklus aus, OO30
Berührungssensors für die nachdem der Drehkopf in die M76
Querrichtung des MCM an der (rechts) Position geschaltet wurde.
waagerechten Spindel ist der Drehkopf • Prüfen Sie, ob die PAXI Daten
nicht in der M76 (rechts) Position, oder korrekt sind.
die waagerechte Spindel wird
verwendet.
41 Die Werkzeugnummer für den Prüfen Sie, ob der T-Befehl korrekt ist.
winkligen Vorsatz ist T52 oder T53
(Beim winkligen Vorsatzwerkzeug kann
nur T51 (90° Winkelvorsatz) als
Werkzeuglängenversatz zu verwenden.
42 Die Stromversorgung für den OO16
optischen Berührungstaster kann nicht OO18
eingeschaltet werden.
43 Die Stromversorgung für den OO17
optischen Berührungstaster kann nicht OO19
ausgeschaltet werden.
MG61-012 S-191
KAPITEL 3 AUSGABE DER MESSWERTE IN DATEI
1. Beschreibung
Der Druckbefehl wird verwendet, um die Daten und Zeichenfolgen derEeoemr5sb001
Variablen auf dem
Pultbildschirm oder ein externes Gerät (wie einem Drucker) auszugeben.
Zusätzlich zu diesen Ausgabeoperationen erlaubt diese Funktion die Ausgabe der Variablen in eine
Datei (MD1:[Link]).
2. Parameter
Hinweis 1 : Die Ausgabe an ein externes Gerät ist nur dann aktiv, wenn das Kontrollkästchen
des NC optionalen Parameters (Bit) Nr. 2, Bit 4 markiert ist.
Hinweis 2 : Wenn das Kontrollkästchen des NC optionalen Parameter (Bit) Nr. 32 bit 5 markiert
ist, werden die Daten in die Datei (MD1:[Link]) ausgegeben, unabhängig von der
Variablen (VPRT) zur Bestimmung des Anzeigegeräts.
Hinweis 3 : Die Messdaten, die durch Ausführung eines MSB erhalten werden, werden selbst
dann nicht in eine Datei ausgegeben, wenn der entsprechende Wert für die
Variable VPRT gesetzt wird.
Diese werden nur dann ausgegeben, wenn das Kontrollkästchen des NC
optionalen Parameters (Bit) Nr. 32, Bit 5 markiert ist.
Hinweis 4 : Für die Ausgabe im Minimum Einheitensystem oder Standard Einheitensystem
siehe Erklärung über den Druckbefehl der Fließkomma-Variablen, beschrieben
unter 4-1, *3.
4. Druckbefehl
Eeoemr5sb004
Der Wert oder die Zeichenfolge der angegebenen Variablen wird an ein externes Gerät, wie einem
Drucker, dem Pultbildschirm oder in eine Datei ausgegeben, entsprechend der Variablen (VPRT)
zur Bestimmung des Anzeigegeräts.
Wenn eine Variable oder eine Zeichenfolge weggelassen wird, erfolgt lediglich einen
Zeilenvorschub. Der Bereich zur Anzeige der Daten der Variablen und Zeichenfolge ist bereits
unterteilt und jeder verwendeten Systemvariablen zugeordnet. Wenn ein Leerzeichen als
Trennzeichen verwendet wird, werden die Daten der Variablen oder Zeichenfolge direkt nach den
zuvor gedruckten Daten ohne Zeilenvorschub ausgegeben.
Befehlsformat 1) PRINT [<Ausdruck> ---]
2) LPRINT [<Ausdruck> ---]
3) SPRINT [<Ausdruck> ---]
Wenn der Befehl 1) gegeben wird, werden die angegebenen Daten der Variablen und die
Zeichenfolgen mit normalen Zeichen dargestellt. Wenn der Befehl 2) gegeben wird, werden sie mit
vergrößerten Zeichen dargestellt. Wenn der Befehl 3) gegeben wird, werden sie mit normalen
Zeichen ohne Zeilenvorschub dargestellt.
Hinweis 1: Der LPRINT Befehl (vergrößerte Anzeige) kann nur bei dem Drucker OKUMA PP-
5000-EPSON eingesetzt werden. Eine vergrößerte Anzeige von Zeichen ist am
Bildschirm oder in einer Datei nicht möglich. Sie werden mit normalen Zeichen
dargestellt, obwohl der LPRINT Befehl verwendet wurde.
*3 : Für die Fließkomma Variable ändern sich die angezeigten Daten je nachdem, ob das
Minimum Einheitensystem oder das Standard Einheitensystem für den VPRT gewählt wird,
der das Anzeigegerät bestimmt (siehe Punkt 3. Bestimmung des Anzeigegeräts).
* Wenn das Kontrollkästchen des NC optionalen Parameters (Bit) Nr. 3, Bit 0 markiert ist
wird das Zollsystem gewählt. Andernfalls wird das metrische System gewählt.
Die Daten, die im Minimum Einheitensystem angezeigt werden, können bei der
Umwandlung in das Standard Einheitensystem 8 Ziffern überschreiten. In diesem Fall
erscheint folgende Meldung:
„ +OVER FLOW“ oder „ -OVER FLOW“
1. Überblick
1-1. Spezifikationen
Eeoemr5s4001
Die manuelle Meßfunktion dient zur Einstellung des Nullpunkts, der Werkzeuglängenkorrekturdaten
usw. mit Hilfe eines Berührungsmeßtasters oder Berührungssensors.
Abweichend von der automatischen Meßfunktion und der automatischen Werkzeuglängenkorrektur
legt die manuelle Meßfunktion die Daten im Dialog unter Verwendung der am Bildschirm angezeig-
ten Kommentare fest und unter Verwendung der speziellen Bedienelemente. Daher muß der Bedie-
ner keine speziellen Meßfunktionsprogramme erlernen.
Diese Funktion ermöglicht eine schnelle und einfache Dateneinstellung ohne Bezugnahme auf die
Programmieranleitung, daß sie sinnvoll in folgenden Fällen eingesetzt werden kann:
• Einstellen des Nullpunkts oder der Werkzeuglängenkorrekturdaten für die Bearbeitung eines
einmaligen Werkstücktyps.
• Einstellen des Nullpunkts und der Werkzeuglängenkorrekturdaten zur Bearbeitung des ersten
Werkstücks und zur Aufnahme der Produktion mit dem nächsten Werkstück unter Verwendung
der Einstelldaten.
• Einstellen des Nullpunkts oder der Werkzeugkorrekturdaten bei Durchführung von Bearbei-
tungsabläufen durch Unterbrechung der Lotproduktion unter Verwendung des gleichen Teile-
programms.
MG61-012 S-196
KAPITEL 4 MANLLS MESSEN
1-2-1. Werkstückmeßfunktion
Eeoemr5s4003
Die Werkstückmeßfunktion dient zur Messung von Werkstücklänge, Bohrungsdurchmesser, Mittel-
punkt usw. mit Hilfe eines Berührungsmeßfühlers sowie der Ausführung der Nullpunktkorrektur. Null-
punktkorrektur erfolgt automatisch nach der Beendigung eines Meßzyklus. Soll nur eine Messung
erfolgen, die Nullpunktkorrektur überspringen.
Diese Werkstückmeßfunktion umfaßt die folgenden Meßmuster. Das geeignete Muster je nach
gewünschter zu messender Kontur wählen.
(1) Stirnfläche (X, Y, Z)
(2) ID-Mittelpunkt
(3) OD-Mittelpunkt
(4) Mittelpunkt zwischen zwei Innenflächen
(5) Mittelpunkt zwischen zwei Außenflächen
(6) Neigung und Rundung
EIOEMR5S4001R01
[Ergänzung]
Siehe auch [3-1. Vorbereitung für Werkstückmeßzyklus/Werkzeuglängen-Meßzyklus] bezüglich
der erforderlichen Vorbereitungsarbeiten vor Aufnahme eines Werkstückmeßzyklus.
MG61-012 S-197
KAPITEL 4 MANLLS MESSEN
1-2-2. Werkzeuglängenmeßfunktion
EIOEMR5S4002R01
Eine der folgenden zwei Werkzeugkorrekturarten wird ausgeführt.
• Relativer Versatztyp
Die Abweichung zwischen Meßlänge und Länge des als Meßleere verwendeten Werkzeugs
wird für die Werkzeuglängenkorrekturdaten benutzt.
Bezugswerkzeug
• Absoluter Versatztyp
Die Länge von der Werkzeuglinie bis zur Werkzeugspitze wird als Werkzeuglängenkorrek-
turwert verwendet.
Meßlinie
EIOEMR5S4004R01
MG61-012 S-198
KAPITEL 4 MANLLS MESSEN
[Ergänzung]
Siehe auch [3-1. Vorbereitung für Werkstückmeßzyklus/Werkzeuglängen-Meßzyklus] bezüglich
der erforderlichen Vorbereitungsarbeiten vor der Aufnahme eines Werkzeuglängenmeßzyklus.
1-2-3. Fräserradius-Meßfunktion
Eeoemr5s4005
Die Fräserradius-Meßfunktion dient zur Messung eines Werkzeugradius mit horizontal ausgerichte-
tem Berührungssensor sowie der Ausführung der Fräserradiuskorrektur je nach Meßergebnis.
Ein Bezugswerkzeug bzw. ein Werkzeug mit bekanntem Radius als Meßleere verwenden.
EIOEMR5S4005R01
[Ergänzung]
Siehe auch [3-2. Vorbereitung des Fräserradius-Korrekturzyklus] für die erforderlichen
Vorbereitungsarbeiten vor Aufnahme eines Fräserradius-Meßzyklus.
MG61-012 S-199
KAPITEL 4 MANLLS MESSEN
EIOEMR5S4006R01
[Ergänzung]
1) Wurden Werkzeuglängenkorrektur und Radiuskorrektur einmal für den Berührungstaster
ausgeführt, ist ihre erneute Ausführung bei jedem Werkstückmeßzyklus überflüssig. Die
Funktionen gelegentlich nach Bedarf ausführen.
2) Wurde ein Fühler ersetzt oder berührt er ein Werkstück oder einen anderen Gegenstand, muß
die Längenkorrektur/Radiuskorrektur für den Berührungsmeßtaster immer ausgeführt werden.
3) Zur Erhöhung der Genauigkeit während der Werkstückmessung den Unrundlauf des
Meßtasters minimieren.
gend aufgeführt.
Manuelles Meßmenu
Meß-Vorbereitungsmenü
Werkzeugmeßmenu Werkzeuglängenmessung Fräserradiusmessung
Liste der Bildschirmanzeigen
EIOEMR5S4007R01
Eeoemr5s4007
werden nachfol-
MG61-012 S-201
KAPITEL 4 MANLLS MESSEN
2. Grundsätzlicher Meßablauf
Da der manuelle Meßvorgang im manuellen Betrieb erfolgt, sind alle manuellenEeoemr5s4008
Funktionen wie z.B.
Eilgang, Tippvorschub und Impulshandradvorschub während der Ausführung eines Meßzyklus
zulässig. Wird eine Achse zu dicht an die Zielposition angefahren, die Achse im Eilgang bewegen
und für die Erkennung des Kontakts mit dem Berührungsmeßtaster oder Berührungssensor die
Achse mit dem Impulshandrad verfahren.
Die gewünschte manuelle Meßfunktion kann mit Menü MANUELLES MESSEN MENÜ gewählt wer-
den.
Das Menü MANUELLES MESSEN MENÜ anhand der folgenden Schritte aufrufen und danach die
gewünschte Funktion ausführen.
Vorgehensweise :
1 Den manuellen Modus wählen.
[Ergänzung]
Wurde die Funktionstaste [F1] (MANUELL MESSEN) nicht angezeigt, die Taste [EXTENSION] so
lange drücken, bis für [F1] die Funktion MANELL MESSEN zugeordnet wird.
EIOEMR5S4008R01
MG61-012 S-202
KAPITEL 4 MANLLS MESSEN
Vorgehensweise :
Eeoemr5s4010
1 Einen Berührungssensor, Berührungsmeßtaster, Bezugsring und eine Anschlagleere vorberei-
ten.
EIOEMR5S4009R01
EIOEMR5S4010R01
EIOEMR5S4011R01
[Ergänzung]
Der Kommentar ”CURSOR BEWEGN [Link] DRÜCKN” wird im Menü angezeigt.
Bei dieser Kommentaranzeige kann der gewünschte Eintrag mit Hilfe des Cursors und der
Taste WRITE wie bei Verwendung der Funktionstasten gewählt werden.
MG61-012 S-204
KAPITEL 4 MANLLS MESSEN
EIOEMR5S4012R01
7 Den Tisch zu einer Position verfahren, an der die Funktion AWW keine Kollisionsmöglichkeit
verursacht.
8 Danach den Cursor auf ”NXT WKZ.” bewegen, die Werkzeugnummer des Bezugswerkzeugs
eingeben und die Taste WRITE drücken.
9 Die Taste 1 ZYKLUSSTART auf der Bedientafel AWW drücken, um das Bezugswerkzeug in die
Spindel einzusetzen.
10 Das Bezugswerkzeug über das Impulshandrad mit dem Berührungssensor in Kontakt bringen.
Das Bezugswerkzeug mit der Skaleneinstellung ”x1” vorwärtsbewegen, um den Kontakt fest-
zustellen.
Die rote LED des Berührungssensors leuchtet, wenn das Bezugswerkzeug den Berührungs-
sensor berührt.
Bezugswerkzeug
EIOEMR5S4013R01
11 Den Cursor auf ”NULL KORREK. X” bewegen, wonach der folgende Kommentar angezeigt
wird.
”SCHRB 0”
EIOEMR5S4014R01
[Ergänzung]
Ist die absolute Korrekturfunktion gewählt, wird der Abstand zwischen Meßlinie und
Werkzeugspitze eingegeben. In diesem Fall entspricht der Eingabewert dem Koordinatenwert
für AKT POSIT.
MG61-012 S-206
KAPITEL 4 MANLLS MESSEN
EIOEMR5S4015R01
17 Den Cursor auf ”NXT WKZ.” bewegen, wonach der folgende Kommentar erscheint.
”SCHRB D. NÄCHST. MESSWKZ. NR. BEI EINSTLN U. START [Link] 1 ZYKLS”
19 Die Taste 1 ZYKLUSSTART auf der AWW Bedientafel drücken, um den Berührungsmeßtaster
in die Spindel einzusetzen. Hiernach entspricht der Eintrag in der Spalte ”NXT WKZ.” der Fest-
legung NONE.
20 Der Cursor verfährt automatisch zu ”WKZ. LÄNG. KORREKT.” und der folgende Kommentar
wird ausgegeben.
”DRÜCKE SCHRBTASTE”
23 Wird der Bildschirm A-2. MEßTASTER LÄNGENVERSATZ angezeigt, die Funktionstaste [F7]
(NÄCHSTE) drücken.
Nach Aufruf des Bildschirms A-3. MEßTASTER RADIUSKOMPENSATION erscheint folgender
Kommentar.
”FINDE BEZUGSRINGMITTE [Link]ÜCKE SCHRBTASTE AUF POS.”
EIOEMR5S4016R01
24 Den Cursor auf ”BEZUGSRINGDM.” bewegen, wonach der folgende Kommentar angeführt
wird.
”SCHREIBE DES DM F. BEZUGS RING”
25 Den Durchmesser des Bezugsrings eingeben und die Taste WRITE drücken.
Der Cursor bewegt sich auf ”BEZUGSPOSITION X” und folgender Kommentar wird angezeigt.
”FINDE BEZUGSRINGMITTE [Link]ÜCKE SCHRBTASTE AUF POS.”
26 Den Berührungsmeßtaster manuell aus der Spindel entfernen und die Anschlagleere anbrin-
gen.
27 Durch Verwendung des Impulshandrads die Anschlagleere mit dem Bezugsring in Kontakt
bringen. Die Spindelmitte durch Drehen der Spindel mit der Bezugsringmitte ausrichten.
Anschlagleere
Bezugsring
Tisch
EIOEMR5S4017R01
28 Während die Spindelmitte mit der Bezugsringmitte ausgerichtet ist, sicherstellen, daß der Cur-
sor auf ”BEZUGS RING MITTE X” steht und die Taste WRITE drücken.
MG61-012 S-208
KAPITEL 4 MANLLS MESSEN
29 Den Cursor auf ”BEZUGSRINGMITTE Y” stellen und die Taste WRITE drücken.
Der Wert AKT POSIT für X und Y entspricht ”X0” und ”Y0”. Es ist zu beachten, daß der Koordi-
natenwert der Z-Achse nicht gesetzt werden darf.
30 Die Anschlagleere manuell aus der Spindel entfernen und den Berührungsmeßtaster einset-
zen.
33 Den Cursor auf ”RAD KOMP 1 (+X Ds21)” stellen und die Taste WRITE drücken.
34 Die gleichen Schritte für ”RAD KOMP 2”, ”RAD KOMP 3” und ”RAD KOMP 4” ausführen.
Hierbei ist zu beachten, daß der Wert für AKT POSIT ”0” entsprechend muß, wenn die Korrek-
turdaten für den Berührungsmeßtasterradius wie folgt eingestellt sind.
AKT POSIT Y = 0 für Einstellung ”RAD KOMP 1 (+X)” und ”RAD KOMP 2 (-X)”
AKT POSIT X = 0 für Einstellung ”RAD KOMP 3 (+Y)” und ”RAD KOMP 4 (-Y)”
35 Werden die Korrekturdaten für alle Einträge ”RAD KOMP 1 (+X)” bis ”RAD KOMP 4 (-Y)” ange-
zeigt, die Anzeigewerte prüfen.
Die beidseitigen Abweichungen sollten möglichst innerhalb von 0,03 mm liegen.
Hiernach ist die Korrektur des Berührungsmeßtasterradius beendet.
Vorgehensweise :
Eeoemr5s4011
1 Nach Aufruf der Menüanzeige MANLLS MESSEN die Funktionstaste [F2] (SCHNITT RADIUS)
drücken.
Für den Aufruf der Anzeige des Menübildschirms MANLLS MESSEN siehe [3-1. Vorbereitung
für den Werkstückmeßzyklus/Werkzeuglängenmeßzyklus].
Der nachfolgend aufgeführte Bildschirm B-1. [Link] F. SCHNT RAD. KOMP.
wird aufgerufen.
EIOEMR5S4018R01
2 Nach Bewegen des Cursors auf ”BEZUGSWKZ. DM.” den Durchmesser des Bezugswerk-
zeugs eingeben und die Taste WRITE drücken.
Der Cursor bewegt sich zu ”BEZUGSPOSITION X” und der folgende Kommentar wird ausge-
geben.
”ANTASTEN UND SCHREIBTASTE DRÜCKEN”
4 Das Bezugswerkzeug über das Impulshandrad mit dem Berührungssensor in Kontakt bringen.
Das Bezugswerkzeug mit der Skaleneinstellung ”x1” vorwärtsbewegen, um den Kontakt fest-
zustellen.
Die rote LED des Berührungssensors leuchtet, wenn das Bezugswerkzeug den Berührungs-
sensor berührt.
5 An der Position, an welcher der Kontakt festgestellt wird, die Taste WRITE drücken.
Die Daten bei ”BEZUGSPOSITION X” werden überschrieben und der X-Koordinatenwert für
AKT POSIT ändert sich auf ”0”.
Der Cursor bewegt sich auf ”BEZUGSPOSITION Y”.
4. Werkstückmessung
Vorgehensweise :
1 Nach Aufruf des Menübildschirms MANLLS MESSEN die Funktionstaste [F1] (WERKST. MES-
SEN) drücken.
Bezüglich der Vorgehensweise zum Aufruf des Menübildschirms MANLLS MESSEN siehe [2.
Grundsätzliche Vorgehensweise].
Der nachfolgend gezeigte Bildschirm WERKST. MESSEN wird aufgerufen.
EIOEMR5S4019R01
[Ergänzung]
Der Kommentar ”CURSOR BEWEGN [Link] DRÜCKN” wird am Menübildschirm
angezeigt. Bei dieser Kommentaranzeige kann der gewünschte Eintrag mit Hilfe des Cursors
und der Taste WRITE wie bei Verwendung der Funktionstasten gewählt werden.
MG61-012 S-212
KAPITEL 4 MANLLS MESSEN
EIOEMR5S4020R01
Der Cursor bewegt sich zu ”ACHSWAHL” und folgender Kommentar wird aufgeführt.
”ACHSE [Link] WÄHLEN [Link] DRÜCKEN”
MG61-012 S-213
KAPITEL 4 MANLLS MESSEN
3 Den Cursor zu einer Achsenposition (+X, -X, +Y, -Y, +Z, -Z) entsprechend der Anweisung im
Kommentar bewegen und danach die Taste WRITE für die Achsenwahl betätigen.
Die Achsenbezeichnung der gewählten Achse wird bei ”ACHSWAHL” aufgeführt und der Cur-
sor bewegt sich zu ”ENDBENE POS”.
EIOEMR5S4021R01
Für ”NULL KORREK. NR.” und die Nummer ”H” bei AKT POSIT wird die aktuell wirksame Null-
punktkorrekturnummer angezeigt. Im obigen Beispielbildschirm wird ”H1” für beide Einträge
genannt.
[Ergänzung]
Soll nur ein Meßzyklus ohne Nullpunktkorrektur folgen, die Nullpunktkorrekturnummer des im
Modus MDI auszuführenden Meßzyklus wählen und einen manuellen Meßvorgang
ausführen.
5 An der Position, an welcher der Kontakt festgestellt wird, die Taste WRITE drücken.
Die im aktuell gewählten Koordinatensystem wirksame Stirnflächenposition wird angezeigt und
der Cursor bewegt sich zu ”NULL KORREK. NR.”.
EIOEMR5S4022R01
EIOEMR5S4023R01
MG61-012 S-215
KAPITEL 4 MANLLS MESSEN
EIOEMR5S4024R01
8 Soll der gleiche Meßzyklus für andere Achsen ausgeführt werden, die Schritte 3) bis 7) für die
gewünschten Achsen wiederholen.
9 Nach Beenden der Messung für alle gewünschten Achsen die Funktionstaste [F8] (BEENDEN)
drücken.
Der Menübildschirm WERKST. MESSEN wird wieder aufgerufen.
Vorgehensweise :
1 Nach Aufruf des Menübildschirms MANLLS MESSEN die Funktionstaste [F1] (WERKST. MES-
SEN) drücken.
Bezüglich der Vorgehensweise zur Anzeige des Menübildschirms MANLLS MESSEN siehe [2.
Grundsätzliche Vorgehensweise].
Der nachfolgend gezeigte Bildschirm WERKST. MESSEN wird aufgerufen.
EIOEMR5S4025R01
[Ergänzung]
Der Kommentar ”CURSOR BEWEGN U. SCHR. TASTE DRÜCKN” wird am Menübildschirm
aufgeführt. Bei dieser Kommentaranzeige kann der gewünschte Eintrag mit Hilfe des Cursors
und der Taste WRITE wie bei Verwendung der Funktionstasten gewählt werden.
MG61-012 S-217
KAPITEL 4 MANLLS MESSEN
EIOEMR5S4026R01
Der Cursor wird auf ”TASTEPOSIT. 1” gestellt, wobei folgender Kommentar angezeigt wird.
”POS. V .MEßTASTR F. ERMITTLUNG D. MITTE
BERÜHR TASTPOSIT.1 IN X RICHTUNG UND DRÜCKE SCHRBTASTE”
EIOEMR5S4027R01
MG61-012 S-219
KAPITEL 4 MANLLS MESSEN
11 Steht der Cursor auf ”MITTE POS/RAD”, die Taste WRITE drücken.
Die Daten werden automatisch entsprechend der folgenden Anzeige aufgeführt und der Cur-
sor bewegt sich zu ”NULL KORREK. NR.”.
EIOEMR5S4028R01
Gelangt der Cursor zu ”NULL KORREK. NR.”, wird der folgende Kommentar ausgegeben.
”SCHRB [Link] ZUR ERSTL. [Link]-VRSTZ”
EIOEMR5S4029R01
MG61-012 S-220
KAPITEL 4 MANLLS MESSEN
Wird der Wert für ”NULL KORREK. NR.” gesetzt, bewegt sich der Cursor zu ”NULL KORREK.
X” und der folgende Kommentar wird ausgegeben.
NULL KORREK. X” und der folgende Kommentar wird ausgegeben.
13 Den X- und Y-Koordinatenwert der ID-Mitte im neuen Koordinatensystem eingeben und die
Taste WRITE drücken.
Die vorgegebenen Koordinatenwerte des ID-Mittelpunktes X und Y werden bei ”MITTE POS”
aufgeführt und der Wert bei ”TASTEPOSIT.”, ”NULL KORREK.” und ”AKT POSIT” wird entspre-
chend aktualisiert.
Danach kehrt der Cursor automatisch zu ”TASTEPOSIT..1” zurück.
EIOEMR5S4030R01
Vorgehensweise :
1 Nach Aufruf des Menübildschirms MANLLS MESSEN die Funktionstaste [F1] (WERKST. MES-
SEN) drücken.
Bezüglich der Vorgehensweise zur Anzeige des Menübildschirms MANLLS MESSEN siehe [2.
Grundsätzliche Vorgehensweise].
Der nachfolgend gezeigte Bildschirm WERKST. MESSEN wird aufgerufen.
EIOEMR5S4031R01
[Ergänzung]
Der Kommentar ”CURSOR BEWEGN [Link] DRÜCKN” wird am Menübildschirm
angezeigt. Bei dieser Kommentaranzeige kann der gewünschte Eintrag mit Hilfe des Cursors
und der Taste WRITE wie bei Verwendung der Funktionstasten gewählt werden.
MG61-012 S-222
KAPITEL 4 MANLLS MESSEN
EIOEMR5S4032R01
Der Cursor wird auf ”TASTEPOSIT. 1” gestellt, wobei folgender Kommentar am Bildschirm
angezeigt wird.
”MEßTASTERVORSCHUB BEENDET WERKSTÜCKPOSITION1
BERÜHR TASTPOSIT.1 IN X RICHTUNG UND DRÜCKE SCHRBTASTE”
EIOEMR5S4033R01
11 Steht der Cursor auf ”MITTE POS/RAD”, die Taste WRITE drücken.
Die Daten werden automatisch entsprechend der folgenden Anzeige aufgeführt und der Cur-
sor bewegt sich zu ”NULL KORREK. NR.”.
EIOEMR5S4034R01
Gelangt der Cursor zu ”NULL KORREK. NR.”, wird der folgende Kommentar ausgegeben.
”SCHRB [Link] ZUR ERSTL. [Link]-VRSTZ”
MG61-012 S-225
KAPITEL 4 MANLLS MESSEN
EIOEMR5S4035R01
Wird der Wert für ”NULL KORREK. NR.” gesetzt, bewegt sich der Cursor zu ”NULL KORREK.
X” und der folgende Kommentar wird ausgegeben.
”SCHREIBE DER POS. NEUEN KOORDN.”
MG61-012 S-226
KAPITEL 4 MANLLS MESSEN
13 Den X- und Y-Koordinatenwert der ID-Mitte im neuen Koordinatensystem eingeben und die
Taste WRITE drücken.
Die vorgegebenen Koordinatenwerte des AD-Mittelpunktes X und Y werden bei ”MITTE POS”
aufgeführt und der Wert bei ”TASTEPOSIT.”, ”NULL KORREK.” und ”AKT POSIT” wird entspre-
chend aktualisiert.
Danach kehrt der Cursor automatisch zu ”TASTEPOSIT..1” zurück.
EIOEMR5S4036R01
[Ergänzung]
Wurde der Meßmodus über Parameter gewählt, wechselt die Bildschirmanzeige nur, wenn
der Bildschirm verlassen und erneut angezeigt wird.
EIOEMR5S4037R01
MG61-012 S-228
KAPITEL 4 MANLLS MESSEN
Vorgehensweise :
1 Den Cursor auf die Taste [2 POSIT.] und [3 POSIT.] bewegen.
Vorgehensweise :
1 Nach Aufruf des Menübildschirms MANLLS MESSEN die Funktionstaste [F1] (WERKST. MES-
SEN) drücken.
Bezüglich der Vorgehensweise zur Anzeige des Menübildschirms MANLLS MESSEN siehe [2.
Grundsätzliche Vorgehensweise].
Der nachfolgend gezeigte Bildschirm WERKST. MESSEN wird aufgerufen.
EIOEMR5S4038R01
[Ergänzung]
Der Kommentar ”CURSOR BEWEGN [Link] DRÜCKN” wird am Menübildschirm
angezeigt. Bei dieser Kommentaranzeige kann der gewünschte Eintrag mit Hilfe des Cursors
und der Taste WRITE wie bei Verwendung der Funktionstasten gewählt werden.
MG61-012 S-229
KAPITEL 4 MANLLS MESSEN
EIOEMR5S4039R01
3 Die Achse (X oder Y) für den Meßvorgang wählen und die Taste WRITE entsprechend der
Aufforderung im Kommentar drücken.
Die gewählte Achse wird bei ”ACHSWAHL” aufgeführt und der Cursor bewegt sich zu ”TASTE-
POSIT. 1”.
EIOEMR5S4040R01
4 Den Berührungsmeßtaster mit Hilfe des Impulshandrads in der gewählten Achsenrichtung ver-
fahren, damit er die Stirnfläche berührt.
Den Berührungsmeßtaster mit der Skaleneinstellung ”x1” vorwärtsbewegen, um den Kontakt
festzustellen.
Die rote LED des Berührungsmeßtasters leuchtet, wenn er die Stirnfläche berührt.
5 An der Position, an welcher der Kontakt festgestellt wird, die Taste WRITE drücken.
Die Stirnflächenposition im aktuell gewählten Koordinatensystem wird angezeigt und der Cur-
sor bewegt sich zu ”TASTEPOSIT. 2”.
6 In ähnlicher Weise vorgehen, damit der Berührungsmeßtaster die andere Stirnfläche berührt
und danach die Taste WRITE drücken..
Ist Position 2 gesetzt, bewegt sich der Cursor zu ”MITTE POS”.
EIOEMR5S4041R01
EIOEMR5S4042R01
Der folgende Kommentar wird ausgegeben.
”SCHRB [Link] ZUR ERSTL. [Link]-VRSTZ”
EIOEMR5S4043R01
MG61-012 S-232
KAPITEL 4 MANLLS MESSEN
9 Den X- und Y-Koordinatenwert des Mittelpunkts zwischen zwei Innenflächen im neuen Koordi-
natensystem eingeben und die Taste WRITE drücken.
Die eingestellten Mittelpunkt-Koordinatenwerte, X und Y, werden bei ”MITTE POS” angezeigt
und der Wert für ”TASTEPOSIT.”, ”NULL KORREK.” und ”AKT POSIT” wird entsprechend
aktualisiert.
Danach kehrt der Cursor automatisch zu ”ACHSWAHL” zurück.
EIOEMR5S4044R01
[Ergänzung]
Selbst wenn der Kontaktmodus für 3 Punkte gewählt ist, kann der Mittelpunkt berechnet werden,
indem der Berührungsmeßtaster mit den Innenflächen an zwei Punkten in Kontakt gebracht wird.
Bezüglich weiterer Einzelheiten siehe [4-4-4. Messung mit nur zwei Punkten im Kontaktpunkt für 3
Punkte].
Vorgehensweise :
1 Nach Aufruf des Menübildschirms MANLLS MESSEN die Funktionstaste [F1] (WERKST. MES-
SEN) drücken.
Bezüglich der Vorgehensweise zur Anzeige des Menübildschirms MANLLS MESSEN siehe [2.
Grundsätzliche Vorgehensweise].
Der nachfolgend gezeigte Bildschirm WERKST. MESSEN wird aufgerufen.
EIOEMR5S4045R01
[Ergänzung]
Der Kommentar "CURSOR BEWEGN [Link] DRÜCKN” wird am Menübildschirm
angezeigt. Bei dieser Kommentaranzeige kann der gewünschte Eintrag mit Hilfe des Cursors
und der Taste WRITE wie bei Verwendung der Funktionstasten gewählt werden.
MG61-012 S-234
KAPITEL 4 MANLLS MESSEN
EIOEMR5S4046R01
[Ergänzung]
Zur Ausführung des Meßvorgangs mit einem Meßtasterkontakt an nur zwei Punkten den
Cursor auf ”ACHSWAHL” stellen, eine Achse (X oder Y) wählen und danach den Cursor
erneut auf ”TASTEPOSIT. stellen.
3 Den Berührungsmeßtaster mit Hilfe des Impulshandrads in der gewählten Achsenrichtung ver-
fahren und ihn mit der Innenfläche an Position 1 (Position 1 im Referenzbild) in Kontakt brin-
gen.
Den Berührungsmeßtaster mit der Skaleneinstellung ”x1” vorwärtsbewegen, um den Kontakt
festzustellen.
Die rote LED des Berührungsmeßtasters leuchtet, wenn er die Stirnfläche berührt.
4 An der Position, an welcher der Kontakt festgestellt wird, die Taste WRITE drücken.
Die Stirnflächenposition im aktuell gewählten Koordinatensystem wird angezeigt und der Cur-
sor bewegt sich zu ”TASTEPOSIT. 2”.
Der folgende Kommentar wird ausgegeben.
”BERÜHR FLÄCHE UND DRÜCKE SCHRBTASTE
BEI AUSWAHL V.2 [Link],DIESE [Link] MESSEN”
MG61-012 S-235
KAPITEL 4 MANLLS MESSEN
5 In ähnlicher Weise vorgehen, sodaß der Berührungsmeßtaster Position 2 und Position 3 (Posi-
tion 2 und 3 im Referenzbild) berührt.
[Ergänzung]
1) An Position 1 und 2 wird der Meßvorgang nur an der Innenfläche ausgeführt und an
Position erfolgt der Meßvorgang an der anderen Innenfläche, die parallel zur ersten
Innenfläche ausgerichtet ist.
2) Für die Ausführung dieses Meßvorgangs den Berührungsmeßtaster mit den Innenflächen
an zwei Punkten in Kontakt bringen und den Kontakt an Position 2 (TASTEPOSIT.
überspringen. 2).
Wurde Position 2 und 3 definiert, bewegt sich der Cursor auf ”MITTE POS”.
EIOEMR5S4047R01
EIOEMR5S4048R01
Die Daten werden für die nachfolgend aufgeführten Einträge wie folgt erzielt.
MITTE POS.: Der Mittelpunkt zwischen Position 1 und 3 wird unter der
Annahme berechnet, daß die Stirnflächen parallel
zueinander ausgerichtet sind.
Abstand zwischen Stirnflächen Der Abstand zwischen den zwei Stirnflächen im rechten
(L): Winkel zu den Flächen wird unter Annahme berechnet, daß
die Neigungsfläche an Position 1 und 2 gemessen wird und
die andere Fläche an Position 2 gemessen wird, wobei diese
parallel zueinander ausgerichtet sind.
Neigungswinkel (β): Der Winkel zwischen der an Position 1 und 2 gemessenen
Neigungsfläche und der X-Achse wird berechnet.
Der folgende Kommentar wird ausgegeben.
”SCHRB [Link] ZUR ERSTL. [Link]-VRSTZ”
MG61-012 S-237
KAPITEL 4 MANLLS MESSEN
EIOEMR5S4049R01
Der folgende Kommentar wird ausgegeben.
”SCHREIBE DER POS. NEUEN KOORDN.”
8 Den X- und Y-Koordinatenwert des Mittelpunkts zwischen den zwei Stirnflächen im neuen
Koordinatensystem eingeben und die Taste WRITE drücken.
Die eingestellten Mittelpunkt-Koordinatenwerte, X und Y, werden bei ”MITTE POS” angezeigt
und der Wert für ”TASTEPOSIT.”, ”NULL KORREK.” und ”AKT POSIT” wird entsprechend
aktualisiert.
Danach kehrt der Cursor automatisch zu ”ACHSWAHL” zurück.
EIOEMR5S4050R01
MG61-012 S-238
KAPITEL 4 MANLLS MESSEN
Hiernach ist der Meßvorgang für den Mittelpunkt an Innenflächen (Kontaktmodus für 3 Punkte)
beendet.
[Ergänzung]
Soll die Messung nur an zwei Punkten erfolgen, obwohl der Kontaktmodus für 3 Punkte gewählt
wurde, dürfen bei ”TASTEPOSIT. 2” keine Daten angezeigt werden (direkt nach Löschen der
Daten oder am Anfang dieses Meßvorgangs).
Bezüglich weiterer Einzelheiten siehe [4-4-3. Messung des Mittelpunkts an Innenflächen mit Kon-
taktmodus für 3 Punkte].
MG61-012 S-239
KAPITEL 4 MANLLS MESSEN
[Ergänzung]
Wurde der Meßmodus über Parameter gewählt, wechselt die Bildschirmanzeige nur, wenn
der Bildschirm verlassen und erneut angezeigt wird.
EIOEMR5S4051R01
Vorgehensweise :
1 Den Cursor auf die Taste [2 POSIT.] und [3 POSIT.] bewegen.
4-5-2. Messen des Mittelpunkts für Außenflächen beim Kontaktmodus für 2 Punkte
Eeoemr5s4022
Diese Funktion berechnet den Mittelpunkt zwischen zwei Außenflächen, in dem der Berührungs-
meßtaster mit den Außenflächen an zwei Punkten in Kontakt kommt.
Zur Verwendung dieser Funktion muß der Kontaktmodus an 2 Punkten gewählt sein. Ist derzeit der
Kontaktmodus für 3 Punkte gewählt, den Meßmodus auf den Kontaktmodus für 2 Punkte ändern,
siehe hierzu [4-5-1. Wahl des Kontakts an 2 Punkten/3 Punkten].
Vorgehensweise :
1 Nach Aufruf des Menübildschirms MANLLS MESSEN die Funktionstaste [F1] (WERKST. MES-
SEN) drücken.
Bezüglich der Vorgehensweise zur Anzeige des Menübildschirms MANLLS MESSEN siehe [2.
Grundsätzliche Vorgehensweise].
Der nachfolgend gezeigte Bildschirm WERKST. MESSEN wird aufgerufen.
EIOEMR5S4052R01
[Ergänzung]
Der Kommentar "CURSOR BEWEGN [Link] DRÜCKN” wird am Menübildschirm
angezeigt. Bei dieser Kommentaranzeige kann der gewünschte Eintrag mit Hilfe des Cursors
und der Taste WRITE wie bei Verwendung der Funktionstasten gewählt werden.
MG61-012 S-241
KAPITEL 4 MANLLS MESSEN
EIOEMR5S4053R01
3 Die Achse (X oder Y) für den Meßvorgang wählen und die Taste WRITE entsprechend der
Aufforderung im Kommentar drücken.
Die gewählte Achse wird bei ”ACHSWAHL” aufgeführt und der Cursor bewegt sich zu ”TASTE-
POSIT. 1”.
EIOEMR5S4054R01
MG61-012 S-242
KAPITEL 4 MANLLS MESSEN
4 Den Berührungsmeßtaster mit Hilfe des Impulshandrads in der gewählten Achsenrichtung ver-
fahren, damit er die Stirnfläche berührt.
Den Berührungsmeßtaster mit der Skaleneinstellung ”x1” vorwärtsbewegen, um den Kontakt
festzustellen.
Die rote LED des Berührungsmeßtasters leuchtet, wenn er die Stirnfläche berührt.
5 An der Position, an welcher der Kontakt festgestellt wird, die Taste WRITE drücken.
Die Stirnflächenposition im aktuell gewählten Koordinatensystem wird angezeigt und der Cur-
sor bewegt sich zu ”TASTEPOSIT. 2”.
6 In ähnlicher Weise vorgehen, damit der Berührungsmeßtaster die andere Stirnfläche berührt
und danach die Taste WRITE drücken.
Ist Position 2 gesetzt, bewegt sich der Cursor zu ”MITTE POS”.
EIOEMR5S4055R01
EIOEMR5S4056R01
EIOEMR5S4057R01
MG61-012 S-244
KAPITEL 4 MANLLS MESSEN
9 Den X- und Y-Koordinatenwert des Mittelpunkts zwischen zwei Außenflächen im neuen Koordi-
natensystem eingeben und die Taste WRITE drücken.
Die eingestellten Mittelpunkt-Koordinatenwerte, X und Y, werden bei ”MITTE POS” angezeigt
und der Wert für ”TASTEPOSIT.”, ”NULL KORREK.” und ”AKT POSIT” wird entsprechend
aktualisiert.
Danach kehrt der Cursor automatisch zu ”ACHSWAHL” zurück.
EIOEMR5S4058R01
4-5-3. Messen des Mittelpunkts für Außenflächen beim Kontaktmodus für 3 Punkte
Eeoemr5s4023
Diese Funktion berechnet den Mittelpunkt zwischen zwei Außenflächen, in dem der Berührungs-
meßtaster mit den Außenflächen an drei Punkten in Kontakt kommt.
Zur Verwendung dieser Funktion muß der Kontaktmodus an 3 Punkten gewählt sein. Ist derzeit der
Kontaktmodus für 2 Punkte gewählt, den Meßmodus auf den Kontaktmodus für 3 Punkte ändern,
siehe hierzu [4-5-1. Wahl des Kontakts an 2 Punkten/3 Punkten].
[Ergänzung]
Selbst wenn der Kontaktmodus für 3 Punkte gewählt ist, kann der Mittelpunkt berechnet werden,
indem der Berührungsmeßtaster mit den Außenflächen an zwei Punkten in Kontakt gebracht wird.
Bezüglich weiterer Einzelheiten siehe [4-5-4. Messung mit nur zwei Punkten im Kontaktpunkt für 3
Punkte].
Vorgehensweise :
1 Nach Aufruf des Menübildschirms MANLLS MESSEN die Funktionstaste [F1] (WERKST. MES-
SEN) drücken.
Bezüglich der Vorgehensweise zur Anzeige des Menübildschirms MANLLS MESSEN siehe [2.
Grundsätzliche Vorgehensweise].
Der nachfolgend gezeigte Bildschirm WERKST. MESSEN wird aufgerufen.
EIOEMR5S4059R01
[Ergänzung]
Der Kommentar "CURSOR BEWEGN [Link] DRÜCKN” wird am Menübildschirm
angezeigt. Bei dieser Kommentaranzeige kann der gewünschte Eintrag mit Hilfe des Cursors
und der Taste WRITE wie bei Verwendung der Funktionstasten gewählt werden.
MG61-012 S-246
KAPITEL 4 MANLLS MESSEN
EIOEMR5S4060R01
[Ergänzung]
Zur Ausführung des Meßvorgangs mit einem Meßtasterkontakt an nur zwei Punkten den
Cursor auf ”ACHSWAHL” stellen, eine Achse (X oder Y) wählen und danach den Cursor
erneut auf ”TASTEPOSIT. 1” stellen.
3 Den Berührungsmeßtaster mit Hilfe des Impulshandrads in der gewählten Achsenrichtung ver-
fahren und ihn mit der Innenfläche an Position 1 (Position 1 im Referenzbild) in Kontakt brin-
gen.
Den Berührungsmeßtaster mit der Skaleneinstellung ”x1” vorwärtsbewegen, um den Kontakt
festzustellen.
Die rote LED des Berührungsmeßtasters leuchtet, wenn er die Stirnfläche berührt.
4 An der Position, an welcher der Kontakt festgestellt wird, die Taste WRITE drücken.
Die Stirnflächenposition im aktuell gewählten Koordinatensystem wird angezeigt und der Cur-
sor bewegt sich zu ”TASTEPOSIT. 2”.
Der folgende Kommentar wird ausgegeben.
”BERÜHR FLÄCHE UND DRÜCKE SCHRBTASTE
BEI AUSWAHL V.2 [Link],DIESE [Link] MESSEN”
MG61-012 S-247
KAPITEL 4 MANLLS MESSEN
5 In ähnlicher Weise vorgehen, sodaß der Berührungsmeßtaster Position 2 und Position 3 (Posi-
tion 2 und 3 im Referenzbild) berührt.
[Ergänzung]
1) An Position 1 und 2 wird der Meßvorgang nur an der Innenfläche ausgeführt und an
Position erfolgt der Meßvorgang an der anderen Innenfläche, die parallel zur ersten
Innenfläche ausgerichtet ist.
2) Für die Ausführung dieses Meßvorgangs den Berührungsmeßtaster mit den Außenflächen
an zwei Punkten in Kontakt bringen und den Kontakt an Position 2 (TASTEPOSIT.
überspringen. 2).
Wurde Position 2 und 3 definiert, bewegt sich der Cursor auf ”MITTE POS”.
EIOEMR5S4061R01
EIOEMR5S4062R01
Die Daten werden für die nachfolgend aufgeführten Einträge wie folgt erzielt.
MITTE POS.: Der Mittelpunkt zwischen Position 1 und 3 wird unter der
Annahme berechnet, daß die Stirnflächen parallel
zueinander ausgerichtet sind.
Abstand zwischen Stirnflächen (L): Der Abstand zwischen den zwei Stirnflächen im rechten
Winkel zu den Flächen wird unter Annahme berechnet,
daß die Neigungsfläche an Position 1 und 2 gemessen wird
und die andere Fläche an Position 2 gemessen wird, wobei
diese parallel zueinander ausgerichtet sind.
Neigungswinkel (β): Der Winkel zwischen der an Position 1 und 2 gemessenen
Neigungsfläche und der X-Achse wird berechnet.
Der folgende Kommentar wird ausgegeben.
”SCHRB [Link] ZUR ERSTL. [Link]-VRSTZ”
MG61-012 S-249
KAPITEL 4 MANLLS MESSEN
EIOEMR5S4063R01
Der folgende Kommentar wird ausgegeben.
”SCHREIBE DER POS. NEUEN KOORDN.”
8 Den X- und Y-Koordinatenwert des Mittelpunkts zwischen den zwei Stirnflächen im neuen
Koordinatensystem eingeben und die Taste WRITE drücken.
Die eingestellten Mittelpunkt-Koordinatenwerte, X und Y, werden bei ”MITTE POS” angezeigt
und der Wert für ”TASTEPOSIT.”, ”NULL KORREK.” und ”AKT POSIT” wird entsprechend
aktualisiert.
Danach kehrt der Cursor automatisch zu ”ACHSWAHL” zurück.
EIOEMR5S4064R01
MG61-012 S-250
KAPITEL 4 MANLLS MESSEN
Hiernach ist der Meßvorgang für den Mittelpunkt an Außenflächen (Kontaktmodus für 3
Punkte) beendet.
[Ergänzung]
Soll die Messung nur an zwei Punkten erfolgen, obwohl der Kontaktmodus für 3 Punkte gewählt
wurde, dürfen bei ”TASTEPOSIT. 2” keine Daten angezeigt werden (direkt nach Löschen der
Daten oder am Anfang dieses Meßvorgangs).
Bezüglich weiterer Einzelheiten siehe [4-5-3. Messung des Mittelpunkts an Außenflächen mit Kon-
taktmodus für 3 Punkte].
MG61-012 S-251
KAPITEL 4 MANLLS MESSEN
Vorgehensweise :
1 Nach Aufruf des Menübildschirms MANLLS MESSEN die Funktionstaste [F1] (WERKST. MES-
SEN) drücken.
Bezüglich der Vorgehensweise zur Anzeige des Menübildschirms MANLLS MESSEN siehe [2.
Grundsätzliche Vorgehensweise].
Der nachfolgend gezeigte Bildschirm WERKST. MESSEN wird aufgerufen.
EIOEMR5S4065R01
[Ergänzung]
Der Kommentar "CURSOR BEWEGN [Link] DRÜCKN” wird am Menübildschirm
angezeigt. Bei dieser Kommentaranzeige kann der gewünschte Eintrag mit Hilfe des Cursors
und der Taste WRITE wie bei Verwendung der Funktionstasten gewählt werden.
MG61-012 S-252
KAPITEL 4 MANLLS MESSEN
EIOEMR5S4066R01
3 Die Ecke, für die die Messung erfolgen soll, entsprechend der Aufforderung im Kommentar bei
”ECKE MESSEN (A, B, C, D)” auswählen und danach die Taste WRITE drücken.
Die Farben des Pfeilsymbols über die entsprechende Nummer und Eckenbezeichnung ändern
sich automatisch.
EIOEMR5S4067R01
MG61-012 S-253
KAPITEL 4 MANLLS MESSEN
Die Meßrichtung für die Kontakt-Erkennungsposition ist je nach gewählter Ecke wie nachfol-
gend gezeigt unterschiedlich.
EIOEMR5S4068R01
4 Den Berührungsmeßtaster an Position 1 mit Hilfe des Impulshandrads mit dem Werkstück in
Kontakt bringen (Position 1 im Referenzbild), entsprechend der Aufforderung im Kommentar.
Den Berührungsmeßtaster mit der Skaleneinstellung ”x1” vorwärtsbewegen, um den Kontakt
festzustellen.
Die rote LED des Berührungsmeßtasters leuchtet, wenn er die Stirnfläche berührt.
5 An der Position, an welcher der Kontakt festgestellt wird, die Taste WRITE drücken.
Die Eckenposition im aktuell gewählten Koordinatensystem wird angezeigt und der Cursor
bewegt sich auf ”TASTEPOSIT. 2”.
MG61-012 S-254
KAPITEL 4 MANLLS MESSEN
EIOEMR5S4069R01
EIOEMR5S4070R01
9 Wurde die Nullpunktkorrekturnummer gesetzt, bewegt sich der Cursor auf ”ECKE EINSTLN”.
EIOEMR5S4071R01
10 Den X- und Y-Koordinatenwert der Ecke im neuen Koordinatensystem eingeben und die Taste
WRITE drücken.
MG61-012 S-256
KAPITEL 4 MANLLS MESSEN
EIOEMR5S4072R01
EIOEMR5S4073R01
[Ergänzung]
1) Die Funktion geht davon aus, daß es sich bei den Winkeln einer Ecke (A, B, C, D) um rechte
Winkel handelt.
2) Der Winkelwert (β) entspricht dem Winkel zwischen der X-Achse und der Linie, die durch
Kontakterkennungspositionen 1 und 2 bestimmt ist.
3) Der Winkelwert (β), der bei ”β” für ”BER. ERGEBNIS” aufgeführt wird, wird bei den
gemeinsamen Systemvariablen VS65 gespeichert.
4) Der Einstellwert für VS65 kann nicht direkt am Bildschirm angezeigt werden. Er wird bei
Ausschalten der Stromzufuhr gelöscht.
Zur Überprüfung des für VS65 vorgegebenen Wertes oder zur Beibehaltung des Wertes nach
Ausschalten der Stromzufuhr die folgenden Schritte ausführen.
Vorgehensweise :
1 Den Modus MDI wählen.
2 ”VC✽✽=VS65” eingeben.
Eine normale gemeinsame Variablennummer für ”✽✽” eingeben.
[Ergänzung]
5. Werkzeuglängenmessung
Eeoemr5s4026
Die Werkzeuglängen-Meßfunktion dient zur Einstellung der Werkzeuglängen-Korrekturdaten.
Vorgehensweise :
1 Bei Anzeige des Bildschirms MANUELLES MESSEN MENÜ die Funktionstaste [F2] (WERK-
ZEUGLÄNGE MESSEN) drücken.
Bezüglich der Vorgehensweise zur Anzeige des Bildschirms MANUELLES MESSEN MENÜ
siehe [2. Grundsätzliche Vorgehensweise].
Der nachfolgend gezeigte Bildschirm WERKZEUGLÄNGE MESSEN wird aufgerufen.
EIOEMR5S4074R01
[Ergänzung]
Der Kommentar "CURSOR BEWEGN [Link] DRÜCKN” wird am Menübildschirm
angezeigt. Bei dieser Kommentaranzeige kann der gewünschte Eintrag mit Hilfe des Cursors
und der Taste WRITE wie bei Verwendung der Funktionstasten gewählt werden.
2 Die Werkzeugnummer des zu messenden Werkzeugs bei ”NXT WKZ.” eingeben und entspre-
chend der Aufforderung im Kommentar die Taste WRITE drücken.
MG61-012 S-259
KAPITEL 4 MANLLS MESSEN
3 Die Taste [1 ZYKLUSSTART] auf der AWW Bedientafel drücken, um das zu messende Werk-
zeug in die Spindel einzusetzen.
Die Werkzeugnummer des in die Spindel eingesetzten Werkzeugs wird bei ”AKT WKZ.” ange-
zeigt.
EIOEMR5S4075R01
Der Cursor bewegt sich auf ”WKZ. -L KORR. NR.” und der folgende Kommentar wird ausgege-
ben.
”SCHREIBE DER WKZ.LÄNGEN [Link].”
EIOEMR5S4076R01
MG61-012 S-260
KAPITEL 4 MANLLS MESSEN
5 Das Werkzeug entsprechend der Aufforderung im Kommentar mit Hilfe des Impulshandrads in
Kontakt mit dem Berührungssensor bringen.
Das Werkzeug mit der Skaleneinstellung ”x1” vorwärtsbewegen, um den Kontakt festzustellen.
Die rote LED des Berührungsmeßtasters leuchtet bei Erkennung eines Kontaktes.
6 An der Position, an welcher der Kontakt festgestellt wird, die Taste WRITE drücken.
Die Werkzeuglängen-Korrekturdaten werden angezeigt.
Hiernach ist der Meßvorgang für die Werkzeuglänge beendet, wenn keine Werkzeugkorrektur-
daten für andere Werkzeuge gemessen werden.
Zur Ausführung des Werkzeuglängen-Meßzyklus für andere Werkzeug wie folgt fortfahren.
8 Die Werkzeugnummer bei ”AKT WKZ.” eingeben und die Taste WRITE drücken.
Der Cursor bewegt sich zu ”TOPF NR.” und folgender Kommentar wird ausgegeben.
”SCHRB [Link]. DRCH ESTLN (✽ WENN NICHT GESETZT)”
6. Fräserradiusmessung
Eeoemr5s4027
Die Fräserradius-Meßfunktion dient zur Festlegung der Fräserradius-Korrekturdaten.
Vorgehensweise :
1 Bei Anzeige des Bildschirms MANUELLES MESSEN MENÜ die Funktionstaste [F3] (SCH-
NITT RADIUS) drücken.
Bezüglich der Vorgehensweise zur Anzeige des Bildschirms MANUELLES MESSEN MENÜ
siehe [2. Grundsätzliche Vorgehensweise].
Der nachfolgend gezeigte Bildschirm SCHNITTRADIUS MESSEN wird aufgerufen.
EIOEMR5S4077R01
[Ergänzung]
Der Kommentar "CURSOR BEWEGN [Link] DRÜCKN” wird am Menübildschirm
angezeigt. Bei dieser Kommentaranzeige kann der gewünschte Eintrag mit Hilfe des Cursors
und der Taste WRITE wie bei Verwendung der Funktionstasten gewählt werden.
2 Die Meßrichtung (+X, -X, +Y, -Y) durch Bewegen des Cursors zur gewünschten Richtung
wählen, entsprechend der Aufforderung im Kommentar und die Taste WRITE drücken.
-Y
+X -X
+Y
EIOEMR5S4078R01
3 Die Werkzeugnummer des zu messenden Werkzeugs bei ”NXT WKZ.” eingeben und entspre-
chend der Aufforderung im Kommentar die Taste WRITE drücken.
4 Die Taste [1 ZYKLUSSTART] auf der AWW Bedientafel drücken, um das zu messende Werk-
zeug in die Spindel einzusetzen.
EIOEMR5S4079R01
7 Das Werkzeug entsprechend der Aufforderung im Kommentar mit Hilfe des Impulshandrads in
Kontakt mit dem Berührungssensor bringen.
Das Werkzeug mit der Skaleneinstellung ”x1” vorwärtsbewegen, um den Kontakt festzustellen.
Die rote LED des Berührungsmeßtasters leuchtet bei Erkennung eines Kontaktes.
8 An der Position, an welcher der Kontakt festgestellt wird, die Taste WRITE drücken.
Die Fräserradius-Korrekturdaten werden angezeigt.
Hiernach ist der Meßvorgang für den Fräserradius beendet, wenn keine weiteren Fräserradius-
Korrekturdaten für andere Werkzeuge gemessen werden.
9 Zur Ausführung des Fräserradius-Meßzyklus für andere Werkzeuge die oben aufgeführten
Schritte des Meßvorgangs für alle Werkzeuge wiederholen, deren Fräserradius-Korrekturdaten
gesetzt werden sollen.
Hiernach ist der Fräserradius-Meßvorgang beendet.
EIOEMR5S4080R01
Vorgehensweise :
1 Nach Beendigung des Werkstückmeßzyklus die Funktionstaste [F7] (TRANSFER) am Bilds-
chirm WERKST. MESSEN drücken.
Ein ähnlicher Kommentar wie nachfolgend gezeigt wird aufgeführt.
”KEINE (H0) X162.475 KEINE (H0) Y147.078 KEINE b45.000 DIES SIND FRÜHERE MES-
SERGEBNISSE WELCHES ERGEBNIS WOLLEN SIE TRANSFERIEREN?”
Der im Kommentar angegebene Begriff ”KEINE” zeigt den Meßzyklusmodus an, der für das
Ergebnis ausgeführt wurde.
Der Kommentar ”KEINE (H0) X162.475” im obigen Beispielbildschirm bedeutet, daß die Daten
für die Übertragung des X-Achsen-Meßergebnisses bei einer Messung des Mittelpunkts an der
Innenfläche erzielt wurde und das der Wert ”162.475” im Maschinenkoordinatensystem (H0)
entspricht.
Der angezeigte Kommentar beinhaltet einen der folgenden Begriffe, die auf den verwendeten
Meßmodus hinweisen.
• ”STIRNSEITE”: Datenübertragung als Ergebnis einer Stirnflächenmessung
• ”INNEN DM.”: Datenübertragung als Ergebnis einer ID-Messung
• ”AUSSEN DM.”: Datenübertragung als Ergebnis einer OD-Messung
MG61-012 S-265
KAPITEL 4 MANLLS MESSEN
• ”INN. MITTE”: Datenübertragung als Ergebnis einer Messung des Mittelpunkts an der
innenliegenden Stirnseite
• ”AUßN MITTE”: Datenübertragung als Ergebnis einer Messung am Mittelpunkt der
außenliegenden Stirnseite
• ”ECKE”: Datenübertragung als Ergebnis einer Messung für Neigung/Ecke
[Ergänzung]
Die bei den Übertragungsdaten aufgeführten X- und Y-Werte entsprechen den
Koordinatenwerten im Maschinenkoordinatensystem (H0).
Der Wert ”β” steht für einen Winkelwert.
2 Bei dieser Bedingung die zu übertragenden Daten mit Hilfe der entsprechenden Funktions-
taste wählen.
• [F1] POSIT: Übertragung der Positionsdaten.
• [F2] WINKEL: Übertragung der Winkeldaten.
• [F3] POSIT & WINKEL: Übertragung der Positions- und Winkeldaten.
Sollen keine Daten übertragen werden, die Funktionstaste [F8] (LÖSCHEN) drücken.
Wird eine der Funktionstasten [F1] (POSIT), [F2] (WINKEL) und [F3] (POSIT & WINKEL)
betätigt, so werden die im letzten Meßzyklus erzielten Daten übertragen und im CNC Speicher
abgelegt.
Der aktuelle zu übertragende Wert hängt vom jeweils ausgeführten Werkstückmeßzyklus ab.
Siehe die nachfolgende Tabelle für den Zusammenhang zwischen einem Werkstückmeßzyklus
und den zu übertragenden Daten.
Wird die Funktionstaste [F3] (POSIT & WINKEL) betätigt, werden die über [F1] (POSIT) und
[F2] (WINKEL) gewählten Datenarten übertragen.
Wird eine der Funktionstasten ([F1], [F2], [F3]) vor dem Ende eines Meßzyklus betätigt, erfolgt
keine Datenübertragung und folgender Kommentar wurde ausgegeben. Die zuvor übertragen-
den Daten bleiben erhalten.
”KEIN MEßERGBNS! MESSUNG FORTSETZEN”
3 Bei der Anzeige des obigen Kommentars die Funktionstaste [F8] (LÖSCHEN) drücken.
Hiernach wird die Datenübertragung abgebrochen und der Betrieb kann fortgesetzt werden.
MG61-012 S-266
KAPITEL 4 MANLLS MESSEN
Meßablauf Berechnung
Stirnflächenmessung —
ID-Mittelpunkt {
OD-Mittelpunkt {
Mittelpunkt zwischen zwei
—
innenliegenden Flächen (2 Punkte)
Mittelpunkt zwischen zwei
{
innenliegenden Flächen (3 Punkte)
Mittelpunkt zwischen zwei
—
außenliegenden Flächen (2 Punkte)
Mittelpunkt zwischen zwei
{
außenliegenden Flächen (3 Punkte)
Neigung/Ecke {
ym Bohrung ”a”
Werkstück A
y
75 150
Bezugseckenposition
0 xm
Vorgehensweise :
1 Am Bildschirm WERKST. MESSEN 6. SCHRÄGE ECKE ”A” für den Eckenmeßvorgang
wählen.
2 Den Berührungsmeßtaster bei TASTEPOSIT. 1, TASTEPOSIT. 2 und TASTEPOSIT. 3 in dieser
Reihenfolge mit dem Werkstück in Kontakt bringen, um die Eckenpositionsdaten und die Nei-
gung zu ermitteln.
3 Die Funktionstaste [F7] (TRANSFER) am Bildschirm WERKST. MESSEN 6. SCHRÄGE ECKE
drücken, um die Eckenpositionsdaten und die Neigung entsprechend Schritt 1) zu übertragen.
Der folgende Kommentar wird ausgegeben.
”DIES SIND FRÜHERE MESSERGEBNISSE WELCHES ERGEBNIS WOLLEN SIE TRANS-
FERIEREN?”
4 Die Funktionstaste [F3] (POSIT & WINKEL) drücken.
Die Eckenpositionsdaten und der Neigungswinkel des Werkstücks werden übertragen.
Es wird angenommen, daß die übertragenen X- und Y-Koordinatenwerte sowie die Neigung
der Ecke beispielsweise x0, y0, β0 im Maschinenkoordinatensystem (H0) entsprechen.
ym
Werkstück A
0 x0 xm
EIOEMR5S4082R01
ym Bohrung ”a”
yt D
Werkstück A
0 xt xm
EIOEMR5S4083R01
Der X- und Y-Koordinatenwert (xt, yt) des Bohrungsmittelpunkts ”a” wird bei der Rechenergeb-
nisanzeige am Bildschirm aufgeführt. Diese Koordinatenwerte werden auf der Basis der
Eckenpositionsdaten (x0, y0), die in Schritt 5) übertragen wurden, berechnet; sie werden als
Koordinatenwerte im lokalen Koordinatensystem (x, y), das durch Drehen des Maschinenkoor-
dinatensystems (xm, ym) um den übertragenen Winkelwert β. definiert wurde, ausgedrückt.
Der Abstand zum berechneten Mittelpunkt bei der ID-Messung wird gleichzeitig erzielt und am
Bildschirm dargestellt.
ym Bohrung ”a”
Werkstück A
y
x
75
L
150
Drehung um ß
y0
Bezugseckenposition
0 x0 xm
EIOEMR5S4084R01
[Ergänzung]
Der Winkel β der bei CAL. RESULT β angezeigt wird, weicht vollständig vom Winkel β ab, der bei
der Messung erzielt wird und übertragen wird.
MG61-012 S-269
KAPITEL 4 MANLLS MESSEN
8. Fehlerliste
Fehler Nr. Beschreibung Eeoemr5s4032
Cutterr. Comp Inputwert. Dieser Fehler tritt in einem der folgenden Fälle auf.
2713
(1) Der zugeordnete Kompensationswert des Cutterradius ist „0“
oder kleiner, oder größer als der Wert der Kompensationspaare,
der in der Maschinenspezifikation gewählt wurde.
a. Werkzeugdaten 300-Paar Spezifikation: Der Inputwert ist
größer als 301.
b. Werkzeugdaten 200-Paar Spezifikation: Der Inputwert ist
größer als 201.
c. Werkzeugdaten 100-Paar Spezifikation: Der Inputwert ist
größer als 101.
(2) Der Kompensationswert des Cutterradius wurde nicht
zugeordnet, obwohl diese Daten eingegeben hätten werden
müssen.
Null Einst. Inputwert. Dieser Fehler tritt in einem der folgenden Fälle auf.
2714
(1) Der zugeordnete Nullversatzwert ist „0“ oder kleiner, oder größer
als der Wert des Arbeitskoordinatensystems, der in der
Maschinenspezifikation gewählt wurde.
a. Arbeitskoordinate 100-Paar Systemspezifikation:
Der Nullversatzwert ist größer als 101.
b. Arbeitskoordinate 50-Paar Systemspezifikation:
Der Nullversatzwert ist größer als 51.
c. Arbeitskoordinate 20-Paar Systemspezifikation:
Der Nullversatzwert ist größer als 21.
(2) Der Nullversatzwert wurde nicht zugeordnet, obwohl diese Daten
eingegeben hätten werden müssen.
Werkzeuglängenversatz Dieser Fehler tritt in einem der folgenden Fälle auf.
Inputwert.
(1) Der zugeordnete Werkzeuglängenversatzwert ist „0“ oder
2715
kleiner, oder größer als der Wert des
Werkzeuglängenversatzpaars, der in der Maschinenspezifikation
gewählt wurde.
a. Werkzeugdaten 300-Paar Spezifikation: Der Inputwert ist
größer als 301.
b. Werkzeugdaten 200-Paar Spezifikation: Der Inputwert ist
größer als 201.
c. Werkzeugdaten 100-Paar Spezifikation: Der Inputwert ist
größer als 101.
(2) Der Werkzeuglängenversatzwert wurde nicht zugeordnet,
obwohl diese Daten eingegeben hätten werden müssen.
MG61-012 S-270
KAPITEL 4 MANLLS MESSEN
1. Spezifikationen
Eeoemr5s5001
Die Einstellung von Nullpunkt und Werkzeugversatz erfolgt mit Messfühler oder Berührungssensor.
In Abweichung von herkömmlichen automatischen Werkzeugmessfunktionen kann der Bediener
Messungen manuell über die entsprechenden Tasten und geführt durch klare Anweisungen auf dem
Bildschirm vornehmen. Er muss sich daher keine speziellen Messprogramme beherrschen.
Diese Funktion ermöglicht Ihnen das einfache und schnelle Messen und Einstellen von Daten ohne
Bezugnahme auf das Programmierhandbuch und lässt sich effektiv für folgende Operationen ein-
setzen:
(1) Einstellung der Nullpunkt- oder Werkzeuglängenversatzdaten für die Bearbeitung eines Werk-
stücktyps.
(2) Einstellung der Nullpunkt- oder Werkzeuglängenversatzdaten für die Bearbeitung des ersten
Werkstücks und Start der Produktion ab dem nächsten Werkstück unter Berücksichtigung
dieser Einstelldaten.
(3) Einstellung der Nullpunkt- oder Werkzeuglängenversatzdaten während der Bearbeitung durch
Unterbrechung der Losproduktion unter Verwendung desselben Teileprogramms.
2.
Bildschirm PARAMETER (WERKSTÜCK) Bildschirm X, Y, Z STIRNSEITE
Z
L
Bildschirm I.D. MITTE
t
REF FACE (0) REF FACE (0) Bildschirm INNEN ABSTAND
EIN/AUS-Schalter für
Bildschirm
Interaktive Messfunktion
WSTK. MESSNG Bildschirm AUSSEN ABSTAND
REF TOOL
Bildschirm Bildschirm
[Link] -
VORBEREITUNG
Wkz. LÄNGENMESSUNG
(Wkz. LÄNGEN)
Bildschirm
Wkz. LÄNGEN
MESSUNG
KAPITEL 5 FUNKTION INTERAKTIVES MESSEN
MG61-012 S-272
EIOEMR5S5001R01
Eeoemr5s5002
MG61-012 S-273
KAPITEL 5 FUNKTION INTERAKTIVES MESSEN
BERÜH-
RUNGS-
SIGNAL
ME61012R0100800030001
Eeoemr5s5004
(1) Schalter MESSZYKLUS MODUS
Dieser Schalter ist aktiv, wenn die Betriebsart MANUELL am NC-Schaltpult ausgewählt wurde.
Beim Drücken dieser Taste wird die Maske INTERAKTIVES MESSEN angezeigt. Die
Meldeleuchte der Taste leuchtet auf, wenn der Messzyklusmodus aktiv ist.
(7) BERÜHRUNGSSIGNAL
Diese Leuchte schaltet sich ein, wenn der Taster oder Berührungssensor ein Werkstück oder
Werkzeug im Messzyklusmodus berührt, der durch Drücken des Schalters MESSZYKLUS
MODUS aktiviert wurde.
Diese Meldeleuchten blinken, wenn der gewählte Zyklus aktiv ist. Entsprechend des Auswahlstatus
blinkt entweder eine oder mehrere der Meldeleuchten.
Wenn die Modusauswahl mit den obigen Tasten (4) bis (6) aktiv ist, blinken deren Meldeleuchten
weiterhin.
MG61-012 S-274
KAPITEL 5 FUNKTION INTERAKTIVES MESSEN
4. Terminologie
(1) EINGABE Eeoemr5s5005
Setzt die Eingabedaten als neue Daten. Für das Aktivieren des EINGABE Befehls wird die
Funktionstaste [F1] (EINGABE) gedrückt, die erforderlichen Daten über die Tastatur eingege-
ben und die Eingabe dann mit der Taste WRITE abgeschlossen.
Die Daten werden erst dann übernommen, wenn die Taste WRITE gedrückt wurde.
(2) DATEN RECHNEN
Setzt die durch Addition/Subtraktion der Eingabedaten berechneten bzw. voreingestellten
Daten als neue Daten. Für das Aktivieren des DATEN RECHNEN Befehls wird die Funktion-
staste [F3] (DATEN RECHNEN) gedrückt, die erforderlichen Daten über die Tastatur eingege-
ben und die Eingabe dann mit der Taste WRITE abgeschlossen.
Die Daten werden erst dann übernommen, wenn die Taste WRITE gedrückt wurde.
(3) NULL KORREK. NR. 10 (für System)
Unter dieser Versatznummer wird als vorbereitender Schritt vor dem eigentlichen Messbetrieb
die Sensorposition (Einstellung der Bezugsoberfläche) registriert. In normalen Bearbeitung-
sprogrammen kann diese Versatnummer nicht verwendet werden. Die Nummer kann durch Ver-
schieben des Cursors auf dem Bildschirm nicht geändert werden.
(4) WKZ. LÄ[Link]. NR. 5 (für System)
Als Vorbereitung auf den Messbetrieb wird diese Versatznummer als Werkzeugversatznummer
speziell für den Berührungssensor verwendet. Die Nummer kann durch Verschieben des Cur-
sors auf dem Bildschirm nicht geändert werden.
(5) BEZUGSRINGMITTE HS3
Dies ist das Koordinatensystem, das als Vorbereitung auf den Messbetrieb für die Ermittlung
des Bezugsringmittelpunkts für die Korrektur des Messfühlerdurchmessers benutzt wird. Das
Koordinatensystem kann durch Verschieben des Cursors auf dem Bildschirm nicht geändert
werden.
(6) Relativer Versatz
Die Bezugswerkzeuglänge wird als „0“ angenommen, und der Werkzeugversatz erfolgt anhand
der Differenz zwischen der Länge des betreffenden Werkzeugs und der Bezugswerkzeuglänge.
(7) Absoluter Versatz
Die Länge der einzelnen Werkzeuge wird direkt eingegeben und der Werkzeugversatz anhand
der eingegebenen Länge festgelegt.
Die Bezugswerkzeuglänge ist: 150 mm (5.91 “) für NT Nr. 40 und 200 mm (7 .87 “) für NT Nr.
50.
(8) Einstellung der Grundstellung [Link] SETZEN (AWW)
Diese Option ist bei vertikalen Bearbeitungszentren wirksam.
Dabei wird die Werkzeugwechselposition für den Werkzueglängenmesszyklus gesetzt. Nach
Bewegen des Werkzeugs an eine Position, an der der automatische Werkzeugwechsel sicher
durchgeführt werden kann, wird die Funktionstaste [F4] ([Link] SETZEN) gedrückt. Die
Position wird als Grundstellung des AWW gespeichert.
Der automatische Werkzeuglängenmesszyklus ist erst nach Setzen der Grundstellung zulässig.
Die gesetzte Grundstellung bleibt bis zum Ausschalten der Stromversorgung wirksam.
Bei Ausschalten des Systems geht die Grundstellung verloren. Nach dem Wiedereinschalten
muss die Grundstellung daher erneut gesetzt werden.
MG61-012 S-275
KAPITEL 5 FUNKTION INTERAKTIVES MESSEN
5. Grundsätzlicher Meßablauf
Eeoemr5s5006
Da die manuelle Messung im manuellen Betrieb durchgeführt wird, sind alle manuellen Operationen
– wie zum Beispiel Eilgang, Schnittvorschub und Impulshandradvorschub, während dieses Zyklus
erlaubt. Der Messfühler oder Berührungssensor wird also manuell in die Nähe des Messkontakt-
punktes gebracht.
Bei Antasten des Messobjekts mit Messfühler oder Berührungssensor muss der Modus über die
Tasten -EINZEL, +EINZEL, oder AUTO auf der gesonderten Bedienungstafel INTERAKTIVES MES-
SEN gewählt und dann die Taste ZYKLUSSTART gedrückt werden, um den Messbetrieb zu starten.
Die Schlittenhalt- und Beeinflussungsfunktion sind nur im automatischen Messzyklus wirksam.
Im Schlittenhaltmodus ist ein manueller Vorschub möglich; um danach den automatischen Mess-
betrieb neu zu starten, muss die ZYKLUSSTART Taste gedrückt werden.
Die Anzeigelampen über diesen Zykluswahltasten blinken, wenn der betreffende Zyklus gewählt
werden kann. Wird danach einer dieser Zyklen gewählt, leuchtet die zugehörige Anzeigelampe kon-
tinuierlich, während die anderen Lampen erlöschen. In diesem Status kann der gewählte Zyklus
durch Drücken der ZYKLUSSTART Taste gestartet werden.
Vorgehensweise :
1 Durch Drücken der Taste MANUELL auf der NC Bedienugstafel kann der Bediener in den man-
uellen Modus schalten.
EIOEMR5S5004R01
Vor Ausführung der Werkstückmessfunktion müssen immer erst die Messvorbereitungen durch-
geführt und die erforderlichen Parameter gesetzt werden VORBEREITUNG (BEARB.) und
PARAMETER (BEARB.).
MG61-012 S-277
KAPITEL 5 FUNKTION INTERAKTIVES MESSEN
(2) Werkzeuglängenmessfunktion
Mit dieser Funktion wird der Werkzeuglängenversatz mit Hilfe des Berührungssensors eingest-
ellt.
Bei dieser Funktion wird ein Bezugswerkzeug oder ein Werkzeug, dessen Länge zwischen
Messlinie und Werkzeugschneide bekannt ist, als “Mass“ benutzt.
Als Versatzdaten stehen zwei verschiedene Typen zur Verfügung – relative Versatzdaten und
absolute Versatzdaten. Die relativen Werkzeugversatzdaten arbeiten mit Längendifferenzen
zwischen Bezugswerkzeug und zu messendem Werkzeug.
Die absoluten Werkzeugversatzdaten arbeiten mit der Länge des zu messenden Werkzeugs
zwischen Messlinie und Werkzeugschneide.
EIOEMR5S5005R01
Wert „L“ ist als Werkzeuglängenversatzdaten registriert. Wert „L“ ist als Werkzeuglängenversatzdaten registriert.
EIOEMR5S5006R01
EIOEMR5S5007R01
EIOEMR5S5008R01
MG61-012 S-279
KAPITEL 5 FUNKTION INTERAKTIVES MESSEN
EIOEMR5S5040R01
EIOEMR5S5010R01
Grundstellung (HP) 5
1 2
Max. Werkzeuglänge + 10 mm
3 4
Eilgang
Schnittvorschub
Ablaufreihenfolge
Messzyklus im Automatikmodus
Berührungssensor
EIOEMR5S5011R01
ACHTUNG
Ist die gesetzte max. Werkzeuglänge kleiner als die Länge des aktuellen Werkzeugs,
kollidieren Werkzeug und Berührungssensor.
Daher darf die eingegebene max. Werkzeuglänge niemals kürzer sein als die Länge des
aktuellen Werkzeugs.
MG61-012 S-282
KAPITEL 5 FUNKTION INTERAKTIVES MESSEN
7. Werkstückmessfunktion
Vorgehensweise :
Eeoemr5s5008
1 Wählen Sie den Modus MANUELL, und schalten Sie Schalter MESSZYKLUS MODUS des
Zusatzpults für interaktive Messung ein. Drücken Sie dann den Schalter WERKSTÜCKMES-
SUNG. Folgende Maske wird angezeigt.
EIOEMR5S5004R01
2 Die Funktionstaste [F8] (MESSEN PARAM.) drücken. Daraufhin erscheint der folgende Bild-
schirm.
EIOEMR5S5008R01
MG61-012 S-283
KAPITEL 5 FUNKTION INTERAKTIVES MESSEN
3 Den Cursor in die Spalte unter MAX BERÜHRUNGSWEG L= bewegen. Nach Eingabe des
Wertes die Funktionstaste [F1] (EINGABE) drücken.
4 Den Curosr unter SPIDL. BEWEG. BEI [Link] stellen. Nach Eingabe des Wertes die
Funktionstaste [F1] (EINGABE) drücken.
5 Dann nacheinander die Funktionstasten [F7] (SICHER STELLUNG) und [F8] (BEENDEN)
drücken.
Vorgehensweise :
1 Wählen Sie den Modus MANUELL, und schalten Sie Schalter MESSZYKLUS MODUS des
Zusatzpults für interaktive Messung ein. Drücken Sie dann den Schalter WERKSTÜCKMES-
SUNG. Folgende Maske wird angezeigt.
EIOEMR5S5004R01
MG61-012 S-284
KAPITEL 5 FUNKTION INTERAKTIVES MESSEN
2 Die Funktionstaste [F7] (MESSEN VORBER.) drücken. Daraufhin erscheint der folgende Bild-
schirm.
EIOEMR5S5009R01
3 Den Cursor in die Spalte NÄCH. WKZ. bewegen und die Speichernummer des Bezug-
swerkzeugs eingeben.
Die Achsen an Positionen bewegen, an denen ein automatischer Werkzeugwechsel möglich
ist, und dann die ZYKLUSSTART Taste drücken.
Das Bezugswerkzeug wird aus dem AWW Magazin geholt und in die Spindel eingesetzt.
4 Danach wird das Bezugswerkzeug manuell mit dem Bezugsblock in Kontakt gebracht.
Dann den Cursor in die Spalte NULL KORREK. bewegen. Z.
5 Wird der Cursor in die Spalte NULL KORREK. Z bewegt, erscheint die Meldung "Write the REF
block thickness" auf dem Bildschirm. Hier die Dicke (L) des Bezugsblocks eingeben.
MG61-012 S-285
KAPITEL 5 FUNKTION INTERAKTIVES MESSEN
6 Die Funktionstaste [F5] (NÄCHSTE) drücken. Daraufhin erscheint der folgende Bildschirm.
EIOEMR5S5012R01
7 Den Cursor in die Spalte NÄCH. WKZ. bewegen und die Speichernummer des Messfühlers
eingeben.
Die Achsen an Positionen bewegen, an denen ein automatischer Werkzeugwechsel möglich
ist, und dann die ZYKLUSSTART Taste drücken.
8 Nach Einsatz des Messfühlers in die Spindel wird der Cursor in die Spalte WKZ. LÄ[Link]-
REKT. bewegt.
9 Sicherstellen, dass die Meldung "Position near REF face and select cycle" auf dem Bildschirm
angezeigt wird und dann den Messfühler manuell an die Bezugsfläche annähern.
Die Taste “Z” drücken, um die Z-Achse als Messachse festzulegen.
Die Taste -RICHTUNG auf der Bedienungstafel INTERAKTIVES MESSEN und dann die ZYK-
LUSSTART Taste drücken.
Der Messfühler startet nun den automatischen Messzyklus.
11 Die Funktionstaste [F5] (NÄCHSTE) drücken. Daraufhin erscheint der folgende Bildschirm:
EIOEMR5S5013R01
13 Den Cursor in die Spalte BEZUGSRINGDM. bewegen und den Durchmesser des Bezugsrings
eingeben.
14 Nach Durchführung von Schritt (13) wird die Meldung "Find the ref ring center and press
WRITE button at that pos" angezeigt. Der Cursor springt in die Spalte BEZUGSRINGMITTE.
15 Den Messfühler manuell aus der Spindel entnehmen und daschwenkmass gegen die Spindel-
drücken.
Vor Entnahme aus der Spindel muss der Messfühler entsprechend markiert werden, um die
korrekte Phasenausrichtung mit dem Antriebskeil zu gewährleisten.
16 Den Mittelpunkt des Bezugsrings ermitteln, indem das Schwenkmaß manuell verschoben und
die Mittelpunkte von Bezugsring und Spindel aufeinander ausgerichtet werden.
Schwenkmaß
Bezugsring
Tisch
EIOEMR5S5014R01
MG61-012 S-287
KAPITEL 5 FUNKTION INTERAKTIVES MESSEN
An dieser Position die Taste WRITE drücken. Die NULL KORREK. Daten eingeben. NR. Die
Werte für NULL KORREK. NR. 3 (für System) (X, Y) werden geändert und der Cursor springt
in die Spalte RAD KOMP.
EIOEMR5S5015R01
17 Die X- und Y-Achse am Mittelpunkt des Bezugsrings halten und die Z-Achse zurückziehen.
Das Schwenkmaß aus der Spindel entfernen und den Messfühler in die Spindel einsetzen;
dabei die Markierung am Fühler mit dem Antriebskeil ausrichten.
Dann die Spindel manuell ausrichten. Wird die Fräserradiuskorrektur ohne vorherige Spindel-
ausrichtung ausgeführt, kann es zu Messfehlern kommen.
18 Die Z-Achse absenken, bis die Messfühlerspitze in den Bezugsring läuft. Anschließend die X-
Achse durch Drücken der Taste “X” wählen und dann die Tasten AUTOM NETZTR und ZYK-
LUSSTART in dieser Reihenfolge drücken.
MG61-012 S-288
KAPITEL 5 FUNKTION INTERAKTIVES MESSEN
19 Der Messfühler führt nun den automatischen Messzyklus aus, wobei die Werte für RAD KOMP
1, 2, 3 und 4 gesetzt werden.
EIOEMR5S5007R01
3 3
2 1
2 6 5 1
6 5
Automatischer Messfühlerzyklus
EIOEMR5S5016R01
20 Dann nacheinander die Funktionstasten [F7] (SICHER STELLUNG) und [F8] (BEENDEN)
drücken. Bildschirm MESSNG MENÜ
MG61-012 S-289
KAPITEL 5 FUNKTION INTERAKTIVES MESSEN
Vorgehensweise :
Eeoemr5s5010
1 Wählen Sie den Modus MANUELL, und schalten Sie Schalter MESSZYKLUS MODUS des
Zusatzpults für interaktive Messung ein. Drücken Sie dann den Schalter WERKSTÜCKMES-
SUNG. Folgende Maske wird angezeigt.
EIOEMR5S5004R01
2 Den Cursor unter "1. X, Y, Z STIRNSEITE" auf dem obenstehenden Bildschirm MENÜ stellen
und die Taste WRITE drücken. Daraufhin erscheint der folgende Bildschirm.
EIOEMR5S5017R01
MG61-012 S-290
KAPITEL 5 FUNKTION INTERAKTIVES MESSEN
4 Nach Durchführung von Schritt 3 werden die Nullpunktversatzwerte und aktuellen Positions-
daten im gewählten Werkstückkoordinatensystem angezeigt.
EIOEMR5S5018R01
6 Dann durch Drücken einer beliebigen ACHSENWAHL Taste die Achse wählen, in der der
Messzyklus ausgeführt werden soll.
Nach der Achswahl springt der Cursor automatisch in die Spalte NULL KORREK. der
gewählten Achse..
8 Durch Drücken der ZYKLUSSTART Taste wird der automatische Messzyklus in der gewählten
Richtung gestartet.
9 Der Messfühler bewegt sch mit der über den Schalter für die Schnittvorschubbeinflussung
gewählten Geschwindigkeit, bis er das Werkstück antastet.
10 Nach Antasten des Werkstücks wird er einmal um 0.5 mm vom Werkstück zurückgezogen,
bevor er das Werkstück wieder berührt. Diese Bewegung erfolgt mit konstanter Geschwind-
igkeit; die Einstellung des Schalters für die Schnittvorschubbeeinflussung wird dabei ignoriert.
11 Nach dem zweiten Kontakt kehr der Messfühler zur vorhergehenden Messposition zurück.
12 Die Nullpunktversatzdaten werden geändert und der Nullpunktversatz wird automatisch aus-
geführt, so dass der Koordinatenwert der Kontaktposition “0” wird.
[Ergänzung]
1) Nach Wahl einer falschen Bewegungsrichtung mit +RICHTUNG oder -RICHTUNG oder
Eingabe falscher Versatzdaten wird entweder die Funktionstaste [F7] (QUIT) oderr die Taste
RÜCKSETZEN gedrückt.
2) In den folgenden Fällen wird ein Alarm ausgegeben, der anzeigt, dass der Messzyklus nicht
möglich ist:
- Der Kontakt wurde nicht innerhalb des über Parameter gesetzten Wegs erkannt.
- Nach Wahl des Impulshandradvorschubs und der Bewegungsrichtung über +RICHTUNG
oder -RICHTUNG wird die ZYKLUSSTART Taste gedrückt.
Durch Drücken der Taste RÜCKSETZEN wird der Alarmstatus wieder aufgehoben.
3) Die Richtung, in der sich die Achse im Automatikzyklus bewegt, stimmt mit der über die
ACHSENWAHL Taste gewählten Richtung überein.
Nach Wahl einer falschen Achse bewegt sich der Messfühler nicht in der gewählten Richtung.
Für die ID oder AD Messung muss im automatischen Messzyklus die X-Achse gewählt
werden.
Der Cursor bewegt sich auf dem Bildschirm zu der mit der ACHSENWAHL Taste gewählten
Achse. Das bedeutet – wurde die X-Achse gewählt, springt der Cursor zu der Spalte mit den X-
Achsendaten hinter NULL KORREK..
PULSE
HANDLE
22
X 27
4 28
Y 29
5 30
Z 31
6 32
EIOEMR5S5020R01
EIOEMR5S5018R01
War HANDRAD mit der ACHSENWAHL Taste gewählt, wird der Cursor auf dem Bildschirm
gelöscht; wird der Messzyklus unter dieser Bedingung gestartet, gibt das System einen Alarm
aus.
MG61-012 S-292
KAPITEL 5 FUNKTION INTERAKTIVES MESSEN
Vorgehensweise :
Eeoemr5s5011
1 Wählen Sie den Modus MANUELL, und schalten Sie Schalter MESSZYKLUS MODUS des
Zusatzpults für interaktive Messung ein. Drücken Sie dann den Schalter WERKSTÜCKMES-
SUNG. Folgende Maske wird angezeigt.
EIOEMR5S5004R01
2 Den Cursor auf dem obenstehenden Bildschirm in die Spalte "2. I.D. MITTE" bewegen und
dann die WRITE Taste drücken.
Daraufhin erscheint der folgende Bildschirm.
EIOEMR5S5021R01
5 Die Meldung "Position near end-face, select axis, then select cycle" wird auf dem Bildschirm
angezeigt.
Den Messfühler manuell an die folgende Position bewegen und dann in die Bohrung zustellen.
AUTOM NETZTR .... In die Bohrungsmitte
+RICHTUNG .... In die Nähe der Bohrlochwand in +X-Achsenrichtung
[Ergänzung]
Die Wahl von AUTOM NETZTR und +RICHTUNG muss in Bezug auf das
Innendurchmessermaß erfolgen.
AUTOM NETZTR ......... Der ID entspricht max. 2 x dem max. Verfahrweg zum Antastpunkt.
+RICHTUNG ...... Der ID ist größer als 2 x der max. Verfahrweg zum Antastpunkt.
Die Angangseinstellung dieses Parameters ist 50 mm.
Die Einstellung kann nach Bedarf geändert werden.
6 AUTOM NETZTR
Nach Wahl von AUTOM NETZTR blinkt die zugehörige Lampe weiter.
Die X-Achse mit der ACHSENWAHL Taste wählen und die Taste ZYKLUSSTART drücken.
Der Messzyklus wird gestartet und die Messung erfolgt in der Reihenfolge: X-Achse, Y-Achse,
X-Achse. Danach stoppt der Messfühler in der Bohrungsmitte und der Messzyklus wird been-
det. Der Nullpunktversatz der X- und Y-Achse wird so vorgenommen, dass die X- und Y-Koordi-
naten des Bohrungsmittelpunkts (0,0) sind.
7 +RICHTUNG
Nach Wahl der +RICHTUNG blinkt die zugehörige Lampe weiter.
BERÜH-
RUNGS-
SIGNAL
EIOEMR5S5022R01
MG61-012 S-294
KAPITEL 5 FUNKTION INTERAKTIVES MESSEN
(1) Den Messfühler manuell nahe an den Punkt „1“ in der untenstehenden Abbildung
annähern und in die Bohrung zustellen.
Y
Manueller Vorschub
X
2 1
EIOEMR5S5023R01
(2) Die X-Achse mit der ACHSENWAHL Taste wählen und die Taste ZYKLUSSTART
drücken.
(3) Der Messzyklus wird gestartet, der Messfühler bewegt sich in positiver X-Achsenrich-
tung und kehrt nach der Kontakterkennung zur vorherigen Position zurück.
(4) Die Anzeigelampe AUTOM NETZTR blinkt weiter, die der Taste +RICHTUNG hört auf zu
blinken.
(5) Den Messfühler wie in (1) gezeigt manuell zu Punkt “2” bewegen.
Bei dieser Bewegung darf nur die X-Achse – nicht die Y-Achse – verfahren werden. Bei
Verfahren der Y-Achse kommt es zu falschen Messergebnissen.
(6) Die X-Achse mit der ACHSENWAHL Taste wählen und die Taste ZYKLUSSTART
drücken.
GAUGING
TOOL WORK
CYCLE
GAUGING GAUGING
MODE
TOUCH
SIGNAL
EIOEMR5S5024R01
(7) Der Messzyklus wird gestartet, der Messfühler bewegt sich in negativer X-Achsenrich-
tung und kehrt nach der Kontakterkennung zur Mittenposition zurück. Danach wird der
Messzyklus kontinuierlich in der Y-Achse und X-Achse – in dieser Reihenfolge – durch-
geführt. Am Ende stoppt der Messfühler in der Bohrlochmitte.
Der Nullpunktversatz der X- und Y-Achse wird so vorgenommen, dass die X- und Y-
Koordinaten des Bohrungsmittelpunkts (0,0) sind. Gleichzeitig wird die ID Messung
angezeigt.
(8) Soll der Nullpunktversatz so vorgenommen werden, dass die ermittelte Koordinate des
Bohrlochmittelpunkts nicht „0“ ist, muss die entsprechende Achse mit der Taste ACH-
SENWAHL gewählt werden. Der Cursor springt dann in den Datenbereich der abwe-
ichend gewählten Achse auf dem Bildschirm. Die Funktionstaste [F3] (DATEN
RECHNEN) drücken und den erforderlichen Wert eingeben.
MG61-012 S-295
KAPITEL 5 FUNKTION INTERAKTIVES MESSEN
Vorgehensweise :
Eeoemr5s5012
1 Wählen Sie den Modus MANUELL, und schalten Sie Schalter MESSZYKLUS MODUS des
Zusatzpults für interaktive Messung ein. Drücken Sie dann den Schalter WERKSTÜCKMES-
SUNG. Folgende Maske wird angezeigt.
EIOEMR5S5004R01
2 Den Cursor auf dem obenstehenden Bildschirm in die Spalte "3. A.D. MITTE" bewegen und
dann die WRITE Taste drücken.
Daraufhin erscheint der folgende Bildschirm.
EIOEMR5S5025R01
Manueller Vorschub
2 1
EIOEMR5S5026R01
Nach Positionierung der X- und Y-Achse wird der Messfühler nach unten bewegt; der Zustell-
betrag (“A” in der obenstehenden Abbildung) muss kleiner sein als der über SPIDL. BEWEG.
BEI [Link]. gesetzte Rückzugsbetrag der Spindel.
6 Die X-Achse mit der ACHSENWAHL Taste wählen, -RICHTUNG wählen und die Taste ZYK-
LUSSTART drücken.
7 Der Messzyklus wird gestartet, der Messfühler bewegt sich in negativer X-Achsenrichtung und
kehrt nach der Kontakterkennung zur vorherigen Position zurück. Danach verfährt die Z-Achse
nach oben.
Die Aufwärtsbewegung der Z-Achse erfolgt um den über SPIDL. BEWEG. BEI [Link]
gesetzten Betrag. Die Anfangseinstellung von Parameter beträgt 50 mm. Bei Bedarf kann die
Einstellung geändert werden.
8 Der Messfühler wird dann manuell zu Position „2“ ((5) in der Zeichnung) bewegt. Bei dieser
Achsbewegung darf nur die X- nicht die Y-Achse bewegt werden. Bei Verfahren der Y-Achse
würde es zu falschen Messergebnissen kommen.
9 Die X-Achse mit der ACHSENWAHL Taste wählen, AUTOM NETZTR wählen und die Taste
ZYKLUSSTART drücken.
10 Der Messzyklus wird gestartet und der Messfühler bewegt sich in positiver X-Achsenrichtung;
nach der Kontakterkennung verfährt die Z-Achse nach oben und dann zum AD Mittelpunktzu.
Während die Z-Achse nach oben und unten verfährt, erfolgt die Messung zuerst in der Y- dann
in der X-Achse. Am Ende stoppt der Messfühler in der Bohrlochmitte.
Der Nullpunktversatz der X- und Y-Achse wird so vorgenommen, dass die X- und Y-Koordi-
naten des Bohrungsmittelpunkts (0,0) sind.
Gleichzeitig wird auch die AD Messung angezeigt.
11 Soll der Nullpunktversatz so vorgenommen werden, dass die ermittelte Koordinate des Bohr-
lochmittelpunkts nicht „0“ ist, muss die entsprechende Achse mit der Taste ACHSENWAHL
gewählt werden. Der Cursor springt dann in den Datenbereich der abweichend gewählten
Achse auf dem Bildschirm. Die Funktionstaste [F3] (DATEN RECHNEN) drücken und den
erforderlichen Wert eingeben.
MG61-012 S-297
KAPITEL 5 FUNKTION INTERAKTIVES MESSEN
Vorgehensweise :
Eeoemr5s5013
1 Wählen Sie den Modus MANUELL, und schalten Sie Schalter MESSZYKLUS MODUS des
Zusatzpults für interaktive Messung ein. Drücken Sie dann den Schalter WERKSTÜCKMES-
SUNG. Folgende Maske wird angezeigt.
EIOEMR5S5004R01
2 Den Cursor auf dem obenstehenden Bildschirm in die Spalte "4. I.D. MITTE ENDE" bewegen
und dann die WRITE Taste drücken.
Daraufhin erscheint der folgende Bildschirm.
EIOEMR5S5027R01
MG61-012 S-298
KAPITEL 5 FUNKTION INTERAKTIVES MESSEN
[Ergänzung]
Die Wahl von AUTOM NETZTR und +RICHTUNG muss in Bezug auf das Innenstirnseiten-
maß erfolgen.
AUTOM NETZTR ........ Wenn die Innenstirnseite max. 2 x dem max. Verfahrweg zum
Antastpunkt entspricht.
+RICHTUNG ..... Wenn die Innenstirnseite größer ist als 2 x der max. Verfahrweg zum
Antastpunkt.
Die Angangseinstellung dieses Parameters ist 50 mm. Die Einstellung kann nach Bedarf
geändert werden.
6 AUTOM NETZTR
Nach Wahl von AUTOM NETZTR blinkt die zugehörige Lampe weiter.
Die Achse mit der ACHSENWAHL Taste wählen, in der die Messung durchgeführt werden soll,
und dann die ZYKLUSSTART Taste drücken.
Der Messzyklus wird gestartet. Der Nullpunktversatz wird so durchgeführt, dass die Mit-
telpunktkoordinate der Innenstirnseite „0“ ist.
1 Y
Manueller
Vorschub
X
2
Y-Achsennullpunktkorrektur
2 1
X-Achsennullpunktkorrektur
EIOEMR5S5028R01
MG61-012 S-299
KAPITEL 5 FUNKTION INTERAKTIVES MESSEN
7 +RICHTUNG
Nach Wahl von +RICHTUNG (oder -RICHTUNG) blinkt die zugehörige Lampe weiter.
(1) Den Messfühler manuell nahe an den Punkt „1“ in der untenstehenden Abbildung
annähern und in die Nut zustellen.
2 1
EIOEMR5S5029R01
(2) Die eine Achse mit der ACHSENWAHL Taste wählen und die Taste ZYKLUSSTART
drücken.
(3) Der Messzyklus wird gestartet. Nach Ende des Messzyklus kehrt der Messfühler zur
vorhergehenden Position zurück.
(4) Anschließend den Messfühler an die gegenüberliegende Nutwand annähern.
(5) Eine Achse mit der ACHSENWAHL Taste wählen, -RICHTUNG wählen und die Taste
ZYKLUSSTART drücken.
Nach Ende der Messung wird der Nullpunktversatz in der Messachse so ausgeführt,
dass die Koordinate des Mittelpunkts „0“ ist. Gleichzeitig wird auch das Maß der Innen-
stirnseite (Wandabstand der Nut) angezeigt.
(6) Soll der Nullpunktversatz so vorgenommen werden, dass die ermittelte Koordinate des
Mittelpunkts nicht „0“ ist, muss die entsprechende Achse mit der Taste ACHSENWAHL
gewählt werden. Der Cursor springt dann in den Datenbereich der abweichend
gewählten Achse auf dem Bildschirm. Die Funktionstaste [F3] (DATEN RECHNEN)
drücken und den erforderlichen Wert eingeben.
[Ergänzung]
In diesem Beispiel wird nach dem Messzyklus in +RICHTUNG ein weiterer Messzyklus in -
RICHTUNG durchgeführt. Dieser Vorgang kann auch in umgekehrter Reihenfolge ausgeführt
werden.
MG61-012 S-300
KAPITEL 5 FUNKTION INTERAKTIVES MESSEN
Vorgehensweise :
Eeoemr5s5014
1 Wählen Sie den Modus MANUELL, und schalten Sie Schalter MESSZYKLUS MODUS des
Zusatzpults für interaktive Messung ein. Drücken Sie dann den Schalter WERKSTÜCKMES-
SUNG. Folgende Maske wird angezeigt.
EIOEMR5S5004R01
2 Den Cursor auf dem obenstehenden Bildschirm in die Spalte "5. [Link] ENDE" bewegen
und dann die WRITE Taste drücken.
Daraufhin erscheint der folgende Bildschirm.
EIOEMR5S5030R01
MG61-012 S-301
KAPITEL 5 FUNKTION INTERAKTIVES MESSEN
Y-Achsennullpunktkorrektur
2 1 X-Achsennullpunktkorrektur
Y
EIOEMR5S5031R01
6 Dann durch Drücken einer beliebigen ACHSENWAHL Taste die Achse wählen, in der der
Messzyklus ausgeführt werden soll.
Die Taste -RICHTUNG und dann die ZYKLUSSTART Taste drücken.
7 Der Messzyklus wird gestartet. Nach Ende des Messzyklus kehrt der Messfühler zur vorherge-
henden Position zurück.
9 Eine Achse mit der ACHSENWAHL Taste wählen, -RICHTUNG wählen und die Taste ZYK-
LUSSTART drücken.
Nach Ende der Messung wird der Nullpunktversatz in der Messachse so ausgeführt, dass die
Koordinate des Mittelpunkts „0“ ist. Gleichzeitig wird das Maß der Außenstirnseite angezeigt.
10 Soll der Nullpunktversatz so vorgenommen werden, dass die ermittelte Koordinate des Mit-
telpunkts nicht „0“ ist, muss die entsprechende Achse mit der Taste ACHSENWAHL gewählt
werden. Der Cursor springt dann in den Datenbereich der abweichend gewählten Achse auf
dem Bildschirm. Die Funktionstaste [F3] (DATEN RECHNEN) drücken und den erforderlichen
Wert eingeben.
MG61-012 S-302
KAPITEL 5 FUNKTION INTERAKTIVES MESSEN
[Ergänzung]
In diesem Beispiel wird nach dem Messzyklus in +RICHTUNG ein weiterer Messzyklus in -
RICHTUNG durchgeführt. Dieser Vorgang kann auch in umgekehrter Reihenfolge ausgeführt
werden.
In dem untenstehenden Fall wird "5. [Link] ENDE" gewählt; hierbei wird mit dem Messfühler
zweimal in derselben Richtung angetastet.
EIOEMR5S5032R01
MG61-012 S-303
KAPITEL 5 FUNKTION INTERAKTIVES MESSEN
Vorgehensweise :
Eeoemr5s5015
1 Wählen Sie den Modus MANUELL, und schalten Sie Schalter MESSZYKLUS MODUS des
Zusatzpults für interaktive Messung ein. Drücken Sie dann den Schalter WERKSTÜCKMES-
SUNG. Folgende Maske wird angezeigt.
EIOEMR5S5004R01
2 Den Cursor unter "6. SCHRÄGE ECKE" auf dem obenstehenden Bildschirm MENÜ stellen
und die Taste WRITE drücken, um den folgenden Bildschirm aufzurufen..
EIOEMR5S5033R01
MG61-012 S-304
KAPITEL 5 FUNKTION INTERAKTIVES MESSEN
3 Die NULL KORREK. Daten eingeben. NO. (Werkstückkoordinate Nr.) und die Taste WRITE
drücken.
EIOEMR5S5034R01
4 Gemäß der Meldung "1 Position near end-face and select cycle"´wird der Messfühler manuell
an die Position “1” auf dem Bildschirm angenähert und "+RICHTUNG" gedrückt. Dann die
Taste ZYKLUSSTART drücken.
5 Nach Ende des Messzyklus kehrt der Messfühler zur Ausgangsposition zurück. Der zu diesem
Zeitpunkt ermittelte Wert wird nicht auf dem Bildschirm angezeigt.
6 Gemäß der Meldung "2 Position near end-face and select cycle"´wird der Messfühler manuell
an die Position “2” auf dem Bildschirm angenähert und "+RICHTUNG" gedrückt. Dann die
Taste ZYKLUSSTART drücken.
7 Gemäß der Meldung "3 Position near end-face and select cycle"´wird der Messfühler manuell
an die Position “3” auf dem Bildschirm angenähert. Im Falle einer Ecke A wird "+RICHTUNG",
im Falle einer Ecke B "-RICHTUNG" gewählt, und dann die Taste ZYKLUSSTART gedrückt.
MG61-012 S-305
KAPITEL 5 FUNKTION INTERAKTIVES MESSEN
8 Nach Ende des Messzyklus werden Eckenposition und –winkel automatisch angezeigt.
EIOEMR5S5035R01
9 Nach dem Messbetrieb kehrt der Bediener durch Drücken von [F8] (BEENDEN) zum Aus-
gangsbildschirm zurück.
[Ergänzung]
1) Der während der Messung ermittelte Winkel wird in der allgemeinen Systemvariablen VS65
gespeichert.
Dieser unter VS65 abgelegte Wert kann nicht auf dem Bildschirm überprüft werden und geht
nach Ausschalten der Stromversorgung verloren. Um (a) den Wert zu überprüfen, oder (b)
den Wert auch bei Ausschalten der Stromversorgung zu halten, sind die folgenden Schritte
erforderlich.
- Die Taste (MDI) zur Wahl des MDI Betriebs drücken.
- VC{{=VS65 über die Tastatur eingeben.
- Die Taste ZYKLUSSTART drücken.
Der Wert von VS65 wird in VC{{ eingegeben.
VC ist hier{{ eine allgemeine Variable, deren Wert auf dem Bildschirm PARAMTR ESTLN
überprüft werden kann.
2) Das folgende Programm erstellen:
:
G11 P=VC{{
:
MG61-012 S-306
KAPITEL 5 FUNKTION INTERAKTIVES MESSEN
8. Werkzeuglängenmessung
8-1. Parameter (Werkzeuglänge)
Vorgehensweise : Eeoemr5s5016
1 Wählen Sie den Modus MANUELL, und schalten Sie Schalter MESSZYKLUS MODUS des
Zusatzpults für interaktive Messung ein. Drücken Sie dann den Schalter WERKSTÜCKMES-
SUNG. Folgende Maske wird angezeigt.
EIOEMR5S5005R01
EIOEMR5S5010R01
MG61-012 S-307
KAPITEL 5 FUNKTION INTERAKTIVES MESSEN
3 Den Cursor in die Spalte MAX BERÜHRUNGSWEG L= bewegen und die Funktionstaste [F1]
(EINGABE) drücken. Den Wert eingeben.
4 Den Cursor in die Spalte MAX Wkz. LÄNGE bewegen und die Funktionstaste [F1] (EINGABE)
drücken. Den Wert eingeben.
5 Dann nacheinander die Funktionstasten [F7] (SICHER STELLUNG) und [F8] (BEENDEN)
drücken.
Vorgehensweise :
1 Wählen Sie den Modus MANUELL, und schalten Sie Schalter MESSZYKLUS MODUS des
Zusatzpults für interaktive Messung ein. Drücken Sie dann den Schalter WERKSTÜCKMES-
SUNG. Folgende Maske wird angezeigt.
EIOEMR5S5005R01
MG61-012 S-308
KAPITEL 5 FUNKTION INTERAKTIVES MESSEN
2 Nachdem die Meldung "Write the next gauging tool number and start AWW 1 ZYKLUS" auf
dem obenstehenden Bildschirm angezeigt wird, die Funktionstaste [F1] (EINGABE) drücken
und die Nummer eingeben, unter der Bohrer mit kleinem Durchmesser gespeichert ist. (Dieser
Vorgang ist erforderlich, um den Bohrermittelpunkt (X-, Y-Achse) mit dem Mittelpunkt des
Messfühlers auszurichten.
EIOEMR5S5041R01
3 Die 1 ZYKLUSSTART Taste drücken und den Bohrer mit kleinem Durchmesser in die Spindel
einsetzen.
4 Die Mitte des Bohrers (X-, Y-Achse) mit dem Mittelpunkt des Messfühlers ausrichten. (nach
Augenmaß ausreichend)
6 Dann den Cursor in die Spalte NULL KORREK. X bewegen und die WRITE. Taste drücken.
Daraufhin wird der Nullpunktversatz in der X-Achse durchgeführt.
7 Dann den Cursor in die Spalte NULL KORREK. Y bewegen und die WRITE. Taste drücken.
Daraufhin wird der Nullpunktversatz in der Y-Achse durchgeführt.
8 Die Z-Achse nach oben fahren – dabei X- und Y-Achse in ihrer Position belassen -, den kleinen
Bohrer aus der Spindel entfernen und stattdessen das Bezugswerkzeug einsetzen.
MG61-012 S-309
KAPITEL 5 FUNKTION INTERAKTIVES MESSEN
9 Die Z-Achse manuell nach unten fahren und das Bezugswerkzeug nahe am Messfühler posi-
tionieren.
Der Abstand zwischen Bezugswerkzeug und Messfühler muss kleiner sein als der für MAX
BERÜHRUNGSWEG L gesetzte Wert.
Die Angangseinstellung dieses Parameters ist 50 mm.
EIOEMR5S5036R01
10 Nach Drücken der Taste -RICHTUNG wird die Z-Achse mit der ACHSENWAHL Taste gewählt.
Dann die Taste ZYKLUSSTART drücken.
11 Der Messzyklus wird gestartet. Nachdem das Bezugswerkzeug den Messfühler angetastet hat,
kehrt das Bezugswerkzeug zu vorhergehenden Position zurück.
12 Dann nacheinander die Funktionstasten [F7] (SICHER STELLUNG) und [F8] (BEENDEN)
drücken.
13 Die Z-Achse nach oben fahren. Das Bezugswerkzeug manuell aus der Spindel entfernen und
stattdessen den kleinen Bohrer einsetzen.
14 Die Spindel an eine Position bewegen, an der ein sicherer automatischer Werkzeugwechsel
möglich ist (positive Z-Achsenverfahrgrenze, kollisionsfreie Position in der Y- und Z-Achse).
Anschließend die Funktionstaste [F4] ([Link] SETZEN) drücken. Diese Position ist als
Grundstellung für den Werkzeugwechsel definiert.
15 Die 1 ZYKLUSSTART Taste drücken, ohne die Daten für das nächste Werkzeug einzugeben.
Das kleine Bohrer wird in das Werkzeugmagazin des AWW rückgestellt.
8-3. Werkzeuglängenmessung
Eeoemr5s5018
Der Werkzeuglängenmesszyklus umfasst zwei Modi - -RICHTUNG und AUTOM NETZTR.
-RICHTUNG .... Hierbei erfolgt der Messzyklus nach manueller Positionierung eines
Schneidwerkzeugs oberhalb des Merssfühlers. In diesem Modus wird
nur die Z-Achse gesteuert; nach der Kontakterkennung kehrt ddas
Schneidwerkzeug zur vorhergehenden Position zurück.
AUTOM .... Der Zyklus wird nach Setzen der Grundstellung (AWW Position im
NETZTR interaktiven Mess-modus) aktiviert. Das Schneidwerkzeug wird
automa-tisch an einer Position oberhalb des Messfühlers positioniert;
anschließend fährt die Z-Achse nach unten, bis ein Kontakt erkannt wird.
Nach Erkennen des Kontakts kehrt das Schneidwerkzeug zur in die
Grund-stellung zurück.
Sowohl für -RICHTUNG als auch für AUTOM NETZTR muss die Z-Achse mit der ACHSENWAHL
Taste gewählt
werden.
Diese Modi werden für die Werkzeuglängenmessung von Bohrstangen, Stirnfräsern und anderen
Typen von Bearbeitungswerkzeugen mit exzentrischer Schneide benutzt, da manuelle Bedienerein-
griffe (Spindelfreigabe, Handradvorschub, Eilgang) im Schlittenhaltmodus zulässig sind.
Um den Betrieb nach einem Schlittenhalt neu zu starten, wird die ZYKLUSSTART Taste gedrückt.
Vorgehensweise :
1 Wählen Sie den Modus MANUELL, und schalten Sie Schalter MESSZYKLUS MODUS des
Zusatzpults für interaktive Messung ein. Drücken Sie dann den Schalter WERKSTÜCKMES-
SUNG. Folgende Maske wird angezeigt.
EIOEMR5S5005R01
2 Der Cursor steht in Spalte unter NÄCH. WKZ.. Nach Eingabe der Speichernummer des zu
messenden Werkzeugs, die 1 ZYKLUSSTART Taste drücken.
MG61-012 S-311
KAPITEL 5 FUNKTION INTERAKTIVES MESSEN
3 Der Cursor springt daraufhin in die Spalte WKZ.-L KORRE. NR. Die Werkzeuglängenver-
satznummer eingeben.
EIOEMR5S5037R01
6 -RICHTUNG
EIOEMR5S5038R01
(a) Das Schneidwerkzeug manuell an eine Position oberhalb des Messfühlers bewegen und
die Z-Achse mit der ACHSENWAHL wählen.
MG61-012 S-312
KAPITEL 5 FUNKTION INTERAKTIVES MESSEN
(b) Die Taste -RICHTUNG und dann die ZYKLUSSTART Taste drücken.
(c) Wird das Schneidwerkzeug mit dem Messfühler in Kontakt gebracht, erfolgt automatisch
die Anzeige des Werkzeuglängenversatzwertes und die Z-Achse fährt nach oben.
7 AUTOM NETZTR
(a) Die Taste AUTOM NETZTR und dann die ZYKLUSSTART Taste drücken. Das
Schneidwerkzeug bewegt sich nun von der Grundstellung automatisch bis zur Antastpo-
sition mit dem Messfühler.
(b) Nach Kontakt mit dem Messfühler werden die Werkzeuglängenversatzdaten automa-
tisch angezeigt.
(c) Das Schneidwerkzeug kehrt automatisch in die Grundstellung zurück.
[Ergänzung]
Einstellung der Grundstellung (HP = Home Position)
Nach Positionierung des Schneidwerkzeugs an einer Position (X, Y, Z), an der es bei einem
automatischen Werkzeugwechsel nicht zu einer Kollision kommen kann, wird die
Funktionstaste [F4] ([Link] SETZEN) gedrückt
Da die gesetzte Grundstellung bei Ausschalten der Stromversorgung verloren geht, muss sie
beim Wiedereinschalten jedes Mal wieder neu gesetzt werden.
MG61-012 S-313
KAPITEL 5 FUNKTION INTERAKTIVES MESSEN
9. Ergänzende Erläuterungen
Bei Durchführung des Werkstückmesszyklus wird bei Zyklusende automatischEeoemr5s5019
ein Nullpunktversatz
ausgeführt. Ist jedoch eine automatischer Nullpunktversatz nicht erforderlich und soll nur das Werk-
stück gemessen werden,. muss Bit 7 des optionalen NC Parameters (Bit) Nr. 46 auf “0” gesetzt wer-
den. Bei Lieferung der Maschine ist dieses Bit werkseitig auf „1“ gesetzt.
EIOEMR5S5038R01
Den Messfühler manuell nahe an den Bohrungsmittelpunkt bringen und einen AUTOM NETZTR
ausführen. Dieser Zyklus wird für das Messen des Innendurchmessers benutzt, der kleiner ist als der
AUTOM NETZTR max. Verfahrweg bis zur Kontakterkennung.
Bildschirm
I.D. MITTE Den Messfühler manuell zu Position “1” in der Abbildung bewegen. Nach einem Zyklus in +
3 Manueller RICHTUNG wird der Messfühler manuell zu Position “2” bewegt. Dann wird ein AUTOM NETZTR
+RICHTUNG Vorschub Zyklus durchgeführt. Mit diesem Zyklus wird der Innendurchmesser gemessen, der kleiner ist als das
AUTOM NETZTR Zweifache des max. Verfahrwegs bis zu Kontakterkennung.
2 0 1
4
Den Messfühler manuell zu Position “1” in der Abbildung bewegen. Nach einem RICHTUNG Zyklus
Bildschirm wird der Messfühler manuell an Position “2” angenähert. Dann einen AUTOM NETZTR Zyklus
Manueller
-RICHTUNG Vorschub AUTOM NETZTR durchführen.
A.D. MITTE
3
Bildschirm
INTERAKT. 2 0 1 Den Messfühler manuell nahe an den Nutmittelpunkt bringen und einen AUTOM NETZTR
MESSEN - WSTK. ausführen. Dieser Zyklus wird für die Messung der Breite zwischen den Nutwänden benutzt, wobei
die Breite kleiner ist als das Zweifache des max. Abstand bis zur Kontakterkennung.
MESSNG MENÜ 4 AUTOM NETZTR
Bildschirm
Den Messfühler manuell zu Position “1” in der Abbildung bewegen. Nach einem Zyklus in +
INNEN ABSTAND RICHTUNG wird der Messfühler manuell zu Position “2” bewegt.
Manueller Dann einen Zyklus in - RICHTUNG ausführen. Dieser Zyklus wird zum Messen der Breit zwischen
Ablauf - Vorgehensweise
Bildschirm Manueller
+RICHTUNG Vorschub +RICHTUNG
SCHRÄGE
ECKE
Manueller Den Messfühler manuell zu Position “1” in der Abbildung bewegen und einen Zyklus in + RICHTUNG
Vorschub Ode ausführen. Den Messfühler manuell zu Position “2” in der Abbildung bewegen und erneut einen
-RICHTUNG oder +RICHTUNG Zyklus in + RICHTUNG ausführen. Dann den Messfühler manuell an Position “3” annähern und einen
Zyklus in - RICHTUNG oder + RICHTUNG ausführen.
Den Messfühler manuell an eine sichere Position bewegen, an der es bei einem automatischen
Werkzeugwechsel nicht zu einer Kollision kommen kann. An dieser Position wird die Grundstellung
Einstellung der
AUTOM NETZTR gesetzt und dann ein Automatikzyklus durchgeführt. Nach Ende des Werkzeuglängenmesszyklus
Bildschirm Grunstellung
INTERAKT. Bildschirm kehrt das Schneidwerkzeug in Grundstellung zurück. Damit ist der Messzyklus beendet. Die gesetzte
Grundstellung bleibt bis zum Ausschalten der Stromversorgung wirksam.
MESSEN -
WKZ. LÄNGEN
WKZ. LÄNGEN MESSUNG
MESSUNG Nach Zustellung der Werkzeugschneide (um nicht mehr als den max. Verfahrweg bis zur
Kontakterkennung) wird ein Zyklus in -RICHTUNG ausgeführt.
-RICHTUNG
KAPITEL 5 FUNKTION INTERAKTIVES MESSEN
MG61-012 S-315
EIOEMR5S5039R01
Eeoemr5s5020
MG61-012 S-316
KAPITEL 5 FUNKTION INTERAKTIVES MESSEN
11. Fehlerliste
Nr. Fehlermeldungsinhalt Eeoemr5s5021
Cutterr. Comp (1) Der zugeordnete Kompensationswert des Cutterradius ist „0“ oder
Inputwert. kleiner, oder größer als der Wert der Kompensationspaare, der in der
2713 Anwenderspezifikation gewählt wurde.
a. Werkzeugdaten 300-Paar Spezifikation:
Der Inputwert ist größer als 301.
b. Werkzeugdaten 200-Paar Spezifikation:
Der Inputwert ist größer als 201.
c. Werkzeugdaten 100-Paar Spezifikation:
Der Inputwert ist größer als 101.
(2) Der Kompensationswert des Cutterradius wurde nicht zugeordnet,
obwohl diese Daten eingegeben hätten werden müssen.
Null Einst. Inputwert. (1) Der zugeordnete Nullversatzwert ist „0“ oder kleiner, oder größer als
2714 der Wert des Arbeitskoordinatensystems, der in der
Anwenderspezifikation gewählt wurde.
a. Arbeitskoordinate 100-Paar Systemspezifikation:
Der Nullversatzwert ist größer als 101.
b. Arbeitskoordinate 50-Paar Systemspezifikation:
Der Nullversatzwert ist größer als 51.
c. Arbeitskoordinate 20-Paar Systemspezifikation:
Der Nullversatzwert ist größer als 21.
(2) Der Nullversatzwert wurde nicht zugeordnet, obwohl diese Daten
eingegeben hätten werden müssen.
Werkzeuglängenver (1) Der zugeordnete Werkzeuglängenversatzwert ist „0“ oder kleiner, oder
satz Inputwert. größer als der Wert des Werkzeuglängenversatzpaars, der in der
2715 Anwenderspezifikation gewählt wurde.
a. Werkzeugdaten 300-Paar Spezifikation:
Der Inputwert ist größer als 301.
b. Werkzeugdaten 200-Paar Spezifikation:
Der Inputwert ist größer als 201.
c. Werkzeugdaten 100-Paar Spezifikation:
Der Inputwert ist größer als 101.
(2) Der Werkzeuglängenversatzwert wurde nicht zugeordnet, obwohl diese
Daten eingegeben hätten werden müssen.
Dateneinst. limit (1) Beim Zuordnen des REF Ringdurchmessers liegen die Inputdaten
over außerhalb des Bereichs von 0 bis 1000,000.
2716
(2) Beim Zuordnen des Referenzwerkzeugdurchmessers liegen die
Inputdaten außerhalb des Bereichs von 0 bis 1000,000.
(3) Beim Zuordnen des Aufwärtshubs der Z-Achse für den AD-Messmodus
liegen die Inputdaten außerhalb des Bereichs von 0 bis 2000,000.
(4) Beim Zuordnen des maximalen Kontakterfassungshubs liegen die
Inputdaten außerhalb des Bereichs von 0 bis 2000,000.
Hinweis: Oben genannte Ursachen (3) und (4) treffen zu, wenn die
interaktive Messfunktion verwendet wird.
MG61-012 S-317
KAPITEL 5 FUNKTION INTERAKTIVES MESSEN
Nr. Fehlermeldungsinhalt
Datensatz nicht (1) Im Arbeitsmessmodus (1. X, Y, Z, END FACE) wurde versucht ein
bereit Nullversatzwert zuzuordnen, wobei die Position der
2718 Referenzoberfläche noch nicht bestimmt wurde.
(2) Im Arbeitsmessmodus (2. I.D. CENTER, 3. O.D. CENTER) wurde
versucht Nullversatzdaten zuzuordnen, wobei die Zentrumsposition
noch nicht bestimmt wurde.
(3) Im Arbeitsmessmodus (4. INT END CENTER, 5. EXT END CENTER)
wurde versucht Nullversatzdaten zuzuordnen, wobei die
Zentrumsposition noch nicht bestimmt wurde.
(4) Im Arbeitsmessmodus (6. INCLINE, CORNER) wurde versucht
Nullversatzdaten zuzuordnen, wobei die Eckposition und der
Neigungswinkel noch nicht bestimmt wurden.
MG61-012 S-318
KAPITEL 6 BERECHNUNGSFUNKTION FÜR KONTAKTLOSEN SENSOR
EIOEMR5S6001R01
* Abtast-Messen: Der Sensor mißt ein Werkzeug in Meßrichtung (z.B. der Y-Achse) und
verschiebt sich entlang der Achse im rechten Winkel zur Meßachse (z.B. der Z-Achse). Durch
mehrmalige Wiederholung des obigen Meßvorgangs erkennt der Sensor die max.
Werkzeuglänge (bzw. den Durchmesser).
MG61-012 S-319
KAPITEL 6 BERECHNUNGSFUNKTION FÜR KONTAKTLOSEN SENSOR
2. Überblick
Eeoemr5s6002
Die kontaktlose Sensormessung wird grob in zwei Arten unterteilt, je nach Einbauposition des Sen-
sors: in die Messung mit feststehendem Sensor und die Messun mit beweglichem Sensor. Ein fest-
stehender Sensor kann ein horizontales Spindelwerkzeug messen (ein Zubehörwerkzeug). Ein
beweglicher Sensor kann jedoch nur ein vertikales Spindelwerkzeug messen.
Beweglicher Sensor zum Messen eines vertikalen oder horizontalen
Spindelwerkzeugs
Feststehender Sensor zum Messen eines vertikalen oder horizontalen
Spindelwerkzeugs
zur Messung eines vertikalen Spindelwerkzeugs
Der Sensormodus (feststehend/beweglich) kann über Bit 3 der Systemvariablen VFST umgeschal-
tet werden.
Bit 3 von VFST 0 ...... Beweglicher Sensor
1 ...... Feststehender Sensor
Das Werkzeug-Meßprogramm besteht aus folgenden Unterprogrammen des Herstellers:
• Vorbereitungsprogramm für die Messung
• Meßprogramm
• Programm für Werkzeugbrucherkennung
Programme, die aufgrund der Sensorposition unterschieden werden, sind auf den folgenden Seiten
aufgeführt.
MG61-012 S-320
KAPITEL 6 BERECHNUNGSFUNKTION FÜR KONTAKTLOSEN SENSOR
Beweglicher Sensor
EIOEMR5S6003R01
Bei Verwendung eines beweglichen Sensors kann die Sensorposition mit den Bits 0 und 1 des NC
optionalen Parameters Nr. 72 eingestellt werden. Vier Positionen sind, wie in folgender Abbildung
dargestellt, verfügbar. Die bewegte Achse und die Annäherungsrichtung ist für die vier Positionen
unterschiedlich.
2 0
Y+
3
X+
Vor eingestellte Position
EIOEMR5S6009R01
• Aufruffolge
CALL OO93 PAXI=* PLI=* [PRS=*] [PSPN=* [PPIC=*] [PTOL=*]] [PUDT=*] [POVT=*] [PAT=*]
[PRET=1] [PCON=1] [PF1=*] [PF2=*] [PF3=*] [PF4=*] [PSBA=*]
PAXI: Achse, deren Nullpunkt gesetzt wird (Bit0: X-Achse, Bit1: Y-Achse, Bit2: Z-Achse)
Wenn die Sensorposition 0 oder 2 ist muss PAXI auf #06H gesetzt werden.
Wenn ein beweglicher Sensor verwendet wird, können der Sensor und das
Werkzeug kollidieren, wodurch die Maschine beschädigt wird, falls die Position
der Y-Achse nicht eingestellt wird.
Wenn die Sensorposition 1 oder 3 ist muss PAXI auf #05H gesetzt werden.
Wenn ein beweglicher Sensor verwendet wird, können der Sensor und das
Werkzeug kollidieren, wodurch die Maschine beschädigt wird, falls die Position
der X-Achse nicht eingestellt wird.
PLI: Bezugswerkzeuglänge
Für die absolute Positionskorrektur (wie bereits erwähnt) die Länge von der
Meßlinie bis zum Ende des Bezugswerkzeugs definieren. Für die relative
Positionskorrektur die Abweichung zwischen der Bezugswerkzeuglänge für die
relative Positionskorrektur und der Bezugswerkzeuglänge für den einzelnen
Meßvorgang feststellen. Sind sie identisch, den Wert 0 eingeben.
PRS: Spindelausrichtposition
Bei Auslassen von PRS und Eingabe eines M-Codes für Spindeldrehung (M03
oder M04) wird das Werkzeug während der Drehung gemessen. Wird PRS
idefiniert, stoppt die Spindelausrichtung und der Sensor mißt das gestoppte
Werkzeug. Ohne Angabe des obigen M-Code stoppt die Spindelausrichtung
jedoch und der Sensor mißt das gestoppte Werkzeug, selbst wenn PRS
ausgelassen wird.
PSPN [PPIC] [PTOL]: Meßbreite beim Abtasten [Abtastvorschub beim Abtasten] [Sprungwert
beim Abtasten]
Die Meßbreite in einer Richtung angeben. Beim Abtast-Meßvorgang mißt der
Sensor das Werkzeug in positiver und negativer Richtung. Bei fehlender
Definition für PSPN kann der Sensor das Werkzeug nicht messen. Der
standardmäßige Abtastvorschub beim Meßvorgang entspricht 0,1 mm. Der
Abtast-Meßvorgang dient zur Festlegung der maximalen
Werkzeuglängenposition.
Verringert sich der Meßwert, ist davon auszugehen, daß die folgenden
Meßdaten nicht mehr ansteigen. In anderen Worten bedeutet dies, daß der
Sensor den Meßvorgang nicht fortsetzen muß. um die Breite für PSPN
abzudecken. The criterion for stopping gauging is called skip value. The default
is 0.005 mm (0.00020 in.).
MG61-012 S-324
KAPITEL 6 BERECHNUNGSFUNKTION FÜR KONTAKTLOSEN SENSOR
• Zyklusablauf
1. Der Sensor wird in die Nähe der positiven Z-Achsenverfahrgrenze positioniert.
2. Der Sensor wird zur Y-Achsenrückzugsposition verfahren, wenn vor Aufnahme des
Meßvorgangs der Y-Achsenrückzug für die Maschine erfolgen soll.
3. Die Spindelausrichtung erfolgt, außer beim Messen des drehenden Werkzeugs.
4. Die Sensoreinheit wird vorgeschoben.
5. Die Y-Achse wird positioniert.
6. Die X-Achse wird positioniert.
7. Die Z-Achse verfährt bis zur Unterlaufposition.
8. Die Laserabdeckung wird geöffnet.
9. Der Meßzyklus beginnt. (Das Sensorgebläse schaltet für die 1. Messung ein.)
10. Die Z-Achse verfährt bis zur Sensorposition.
11. Der Abtastzyklus beginnt, wenn der Zyklus gewählt wird.
12. Der Sensor wird in die Nähe der positiven Z-Achsenverfahrgrenze positioniert.
13. Die Laserabdeckung wird geschlossen.
14. Der Y-Achsenrückzug erfolgt, wenn dies so definiert ist.*
15. Der Sensor wird zurückgezogen.*
* Die Positionierung zur positiven Verfahrgrenze durch Satz-Nr. 12 wird ausgelassen, wenn
PCON definiert wurde.
Der Sensorrückzug durch Satz-Nr. 14 und 15 erfolgt nicht, wenn PRET definiert wurde.
MG61-012 S-326
KAPITEL 6 BERECHNUNGSFUNKTION FÜR KONTAKTLOSEN SENSOR
• Meßablauf
1. Das Bezugswerkzeug einsetzen.
2. Den Sensor über M144 vorschieben. (Sicherstellen, daß für den Sensor keine
Kollisionsmöglichkeit besteht.)
3. Den Laser über M375 einschalten. (Der Laser wird durch M374 ausgeschaltet.)
4. Das Werkzeug in der Nähe des Sensors mit der Hand ansetzen. (Das Werkzeug in einer
Position ansetzen, bei welcher der Sensor durch Y- oder X-Achsenverfahrbewegung
funktioniert.
5. Den Sensor-Nullpunkteinstellzyklus im Automatikbetrieb oder MDI Modus ausführen.
• Zyklusablauf
1. Der Sensor wird in die Nähe der positiven Z-Achsenverfahrgrenze positioniert.
2. Der Sensor wird zur Y-Achsenrückzugsposition verfahren, wenn vor Aufnahme des
Meßvorgangs der Y-Achsenrückzug für die Maschine erfolgen soll.*3
3. Die Spindelausrichtung erfolgt, außer beim Messen des drehenden Werkzeugs.
4. Die Sensoreinheit wird vorgeschoben.
5. Die Y-Achse wird zur Startposition des Meßvorgangs positioniert.*2
6. Die X-Achse wird zur Unterlaufposition positioniert.*2
7. Die Z-Achse wird zur Startposition des Meßvorgangs positioniert. (Bei Festlegung von PIN
wird die Z-Achse um den bei PIN angegebenen Abstand von der Startposition in negativer
Richtung verschoben.)
8. Die Laserabdeckung wird geöffnet.
9. Der Meßzyklus beginnt. (Das Sensorgebläse schaltet für die 1. Messung ein.)
10. Die X-Achse verfährt bis zur Sensorposition.*2
11. Der Abtastzyklus beginnt, wenn der Zyklus gewählt wird.
12. Der Sensor wird in die Nähe der positiven Z-Achsenverfahrgrenze positioniert.
13. Die Laserabdeckung wird geschlossen.
14. Der Y-Achsenrückzug erfolgt, wenn dies so definiert ist.*,*3
15. Der Sensor wird zurückgezogen.*
* Die Positionierung zur positiven Verfahrgrenze durch Satz-Nr. 12 wird ausgelassen, wenn
PCON definiert wurde.
Der Sensorrückzug durch Satz-Nr. 14 und 15 erfolgt nicht, wenn PRET definiert wurde.
*2 Wenn die Sensorposition 1 oder 3 (für Messungen in Richtung der Y-Achse) ist, bewegt
sich in obigen Schritten 6 und 10 die Y-Achse anstatt der X-Achse und im Schritt 5 bewegt
sich die X-Achse anstatt der Y-Achse.
*3 Wenn die Sensorposition 1 oder 3 (für Messung in Richtung der Y-Achse) ist, findet der
Rückzug der Y-Achse nicht statt.
MG61-012 S-328
KAPITEL 6 BERECHNUNGSFUNKTION FÜR KONTAKTLOSEN SENSOR
[Messen in Längsrichtung]
Dieser Zyklus mißt die Werkzeuglänge. Beim Messen der Werkzeuglänge Bit 0 der
Systemvariablen VFST aktivieren.
• Aufruffolge
CALL OO95 PLI=* [PRS=*] [PSPN=* [PPIC=*] [PTOL=*]] [PUDT=*] [POVT=*] [PAT=*] [PH=*]
[PRET=*] [PCON=*] [PF1=*] [PF2=*] [PF3=*] [PF4=*] [PSBA=*] [PSAM=*]
[PSPR=*] [PSRA=*] [PRTY=*]
PLI: Werkzeuglänge
Die (erwartete) Werkzeuglänge bestimmen.
PRS: Spindelausrichtposition
Siehe die Sensor-Nullpunkteinstellzyklus in Längsrichtung.
PSPN [PPIC] [PTOL]: Meßbreite beim Abtasten [Abtastvorschub beim Abtasten] [Sprungwert
beim Abtasten]
Siehe die Sensor-Nullpunkteinstellzyklus in Längsrichtung.
PUDT: Unterlaufwert beim ersten Annähern. (Standardwert: 10 mm (0.39 in.))
POVT: Überlaufwert beim ersten Annähern. (Standardwert: 10 mm (0.39 in.))
PAT: Zubehör-Korrekturnummer
Der Versatzwert muss bei VATSC eingestellt werden [185, Anschluss-Versatz
Zuordnungsnummer]. Verwenden Sie diese Einstellung für die Ausführung eines
Sensor Nullwert-Einstellzyklus mit Verwendung eines Anschlusses. Die
Anschlussnummer muss außerdem mit der Versatznummer des Anschlusses
übereinstimmen. Stellen Sie die Versatznummer der Anschlussdrehung (G181 bis
G185) für den Anschluss in ansteigender Folge ein.
Beispiel:
T301: Versatznummer 1 (PAT = in diesem Augenblick 1)
T302: Versatznummer 2 (PAT = in diesem Augenblick 2)
T303: Versatznummer 3 (PAT = in diesem Augenblick 3)
:
:
Wenn ein beweglicher Sensor verwendet wird, können keine horizontalen
Werkzeuge gemessen werden. In diesem Fall steht nur Messen mit einem
Erweiterungsanschluss zur Verfügung.
PH: Werkzeuglängenversatznummer
Die Werkzeuglängen-Korrekturnummer angeben, bei der die gemessene
Werkzeuglänge gespeichert wird.
Bei Auslassung von PH wird die aktive Werkzeugkorrekturnummer (VTLCN)
gesetzt.
PRET: Parameter zum Blockieren des Sensorrückzugs*
Siehe die Sensor-Nullpunkteinstellzyklus in Längsrichtung.
PCON: Parameter zum Blockieren des Z-Achsenrückzugs*
Siehe die Sensor-Nullpunkteinstellzyklus in Längsrichtung.
PF1: 1. Sensornäherungsgeschwindigkeit
PF2: 2. Sensornäherungsgeschwindigkeit
PF3: 3. Sensornäherungsgeschwindigkeit und 1. Näherungsgeschwindigkeit im Abtastzyklus
PF4: 3. Sensornäherungsgeschwindigkeit und 1. Näherungsgeschwindigkeit im Abtastzyklus
Siehe die Sensor-Nullpunkteinstellzyklus in Längsrichtung.
PSBA: Verweilzeit [s] für Sensorgebläse (Standard 3 [s])
MG61-012 S-329
KAPITEL 6 BERECHNUNGSFUNKTION FÜR KONTAKTLOSEN SENSOR
• Zyklusablauf
1. Der Sensor wird in die Nähe der positiven Z-Achsenverfahrgrenze positioniert.
2. Der Sensor wird zur Y-Achsenrückzugsposition verfahren, wenn vor Aufnahme des
Meßvorgangs der Y-Achsenrückzug für die Maschine erfolgen soll.
3. Die Spindelausrichtung erfolgt, außer beim Messen des drehenden Werkzeugs.
4. Die Sensoreinheit wird vorgeschoben.
5. Die Y-Achse wird zur Sensorposition positioniert.
6. Die X-Achse wird zur Sensorposition positioniert.
7. Das Sensorgebläse schaltet aus.
8. Der Meßzyklus beginnt. (Das Sensorgebläse schaltet für die 1. Messung ein.)
9. Die Z-Achse verfährt bis zur Sensorposition.
10. Der Abtastzyklus beginnt, wenn der Zyklus gewählt wird.
11. Bei mehreren Meßvorgängen wiederholt die NC den Meßzyklus entsprechend der
definierten Anzahl.
12. Die Z-Achse verfährt bis zur Sensorposition.
13. Der Sensor wird in die Nähe der positiven Z-Achsenverfahrgrenze positioniert.
14. Die Laserabdeckung wird geschlossen.
15. Der Y-Achsenrückzug erfolgt, wenn dies so definiert ist.*
16. Der Sensor wird zurückgezogen.*
* Die Positionierung zur positiven Verfahrgrenze durch Satz-Nr. 13 wird ausgelassen, wenn
PCON definiert wurde.
Der Sensorrückzug durch Satz-Nr. 15 und 16 erfolgt nicht, wenn PRET definiert wurde.
MG61-012 S-331
KAPITEL 6 BERECHNUNGSFUNKTION FÜR KONTAKTLOSEN SENSOR
[Messen in Radialrichtung]
Dieser Zyklus mißt den Schneidenradius. Beim Messen des Schneidenradius Bit 0 der
Systemvariablen VFST aktivieren.
• Aufruffolge
CALL OO96 PRI=* PLI=* [PRS=*] [PSPN=* [PPIC=*] [PTOL=*]] [PIN=*] [PUDT=*] [POVT=*]
[PAT=*] [PD=*] [PRET=*] [PCON=*] [PGO=*] [PF1=*] [PF2=*] [PF3=*] [PF4=*]
[PSBA=*] [PSAM=*] [PSPR=*] [PSRA=*] [PRTY=*]
PLI: Werkzeuglänge
Den Korrekturbetrag für die Werkzeuglänge eingeben.
PRI: Schneidenradius
Den Korrekturbetrag für den Schneidenradius eingeben (: erwarteter
Korrekturbetrag des Schneidenradius).
PRS: Spindelausrichtposition
Siehe die Sensor-Nullpunkteinstellzyklus in Längsrichtung.
PSPN [PPIC] [PTOL]: Meßbreite beim Abtasten [Abtastvorschub beim Abtasten] [Sprungwert
beim Abtasten]
Siehe die Sensor-Nullpunkteinstellzyklus in Längsrichtung.
PIN: Z-Achsenzustellbetrag
Der Sensor beginnt den Meßvorgang durch Verschiebung vom Startpunkt in
negativer Richtung um den bei PIN definierten Abstand.
PUDT: Unterlaufwert beim ersten Annähern. (Standardwert: 10 mm (0.39 in.))
POVT: Überlaufwert beim ersten Annähern. (Standardwert: 10 mm (0.39 in.))
PAT: Zubehör-Korrekturnummer
Siehe den [Meßzyklus in Längsrichtung].
PD: Werkzeugradiuskorrekturnummer
Die Schneidenradius-Korrekturnummer angeben, bei welcher der gemessene
Schneidenradius gespeichert ist.
Bei Auslassung dieser Eingabe wird die aktive Werkzeugkorrekturnummer
(VTLCN) gesetzt.
PRET: Parameter zum Blockieren des Sensorrückzugs*
Siehe die Sensor-Nullpunkteinstellzyklus in Längsrichtung.
PCON: Parameter zum Blockieren des Z-Achsenrückzugs*
Siehe die Sensor-Nullpunkteinstellzyklus in Längsrichtung.
PF1: 1. Sensornäherungsgeschwindigkeit
PF2: 2. Sensornäherungsgeschwindigkeit
PF3: 3. Sensornäherungsgeschwindigkeit und 1. Näherungsgeschwindigkeit im Abtastzyklus
PF4: 3. Sensornäherungsgeschwindigkeit und 1. Näherungsgeschwindigkeit im Abtastzyklus
Siehe die Sensor-Nullpunkteinstellzyklus in Längsrichtung.
PSBA: Verweilzeit [s] für Sensorgebläse (Standard 3 [s])
PSAM: Anzahl der Meßvorgänge
Siehe den [Meßzyklus in Längsrichtung].
PSPR: Zulässige Abweichung zwischen max. und min. Messwerten
Siehe den [Meßzyklus in Längsrichtung].
PSRA: Gegenmaßnahme, wenn die Abweichung den zulässigen Bereich überschreitet (Alarm)
Siehe den [Meßzyklus in Längsrichtung].
PRTY: Gegenmaßnahme, wenn die Abweichung den zulässigen Bereich überschreitet
(erneuter Versuch)
Siehe den [Meßzyklus in Längsrichtung].
MG61-012 S-332
KAPITEL 6 BERECHNUNGSFUNKTION FÜR KONTAKTLOSEN SENSOR
• Zyklusablauf
1. Der Sensor wird in die Nähe der positiven Z-Achsenverfahrgrenze positioniert.
2. Der Sensor wird zur Y-Achsenrückzugsposition verfahren, wenn vor Aufnahme des
Meßvorgangs der Y-Achsenrückzug für die Maschine erfolgen soll.*3
3. Die Spindelausrichtung erfolgt, außer beim Messen des drehenden Werkzeugs.
4. Die Sensoreinheit wird vorgeschoben.
5. Die Y-Achse wird zur Sensorposition positioniert.*2
6. Die X-Achse verfährt bis zur Unterlaufposition.*2
7. Die Z-Achse wird zur Sensorposition positioniert. (Bei Festlegung von PIN wird die
Sensorposition um den bei PIN angegebenen Abstand in Zustellrichtung verschoben.)
8. Die Laserabdeckung wird geöffnet.
9. Der Meßzyklus beginnt. (Das Sensorgebläse schaltet für die 1. Messung ein.)
10. Die X-Achse verfährt bis zur Sensorposition.*2
11. Der Abtastzyklus beginnt, wenn der Zyklus gewählt wird.
12. Bei mehreren Meßvorgängen wiederholt die NC den Meßzyklus entsprechend der
definierten Anzahl.
13. Die X-Achse verfährt bis zur Sensorposition.*2
14. Der Sensor wird in die Nähe der positiven Z-Achsenverfahrgrenze positioniert.
15. Die Laserabdeckung wird geschlossen.
16. Der Y-Achsenrückzug erfolgt, wenn dies so definiert ist.*,*3
17. Der Sensor wird zurückgezogen.*
* Die Positionierung zur positiven Verfahrgrenze durch Satz-Nr. 14 wird ausgelassen, wenn
PCON definiert wurde.
Der Sensorrückzug durch Satz-Nr. 16 und 17 erfolgt nicht, wenn PRET definiert wurde.
*2 Wenn die Sensorposition 1 oder 3 (für Messungen in Richtung der Y-Achse) ist, bewegt
sich in obigen Schritten 6, 10 und 13 die Y-Achse anstatt der X-Achse und im Schritt 5
bewegt sich die X-Achse anstatt der Y-Achse.
*3 Wenn die Sensorposition 1 oder 3 (für Messung in Richtung der Y-Achse) ist, findet der
Rückzug der Y-Achse nicht statt.
MG61-012 S-333
KAPITEL 6 BERECHNUNGSFUNKTION FÜR KONTAKTLOSEN SENSOR
• Zyklusablauf
1. Der Sensor wird in die Nähe der positiven Z-Achsenverfahrgrenze positioniert.
2. Der Sensor wird zur Y-Achsenrückzugsposition verfahren, wenn vor Aufnahme des
Meßvorgangs der Y-Achsenrückzug für die Maschine erfolgen soll.*3
3. Die Spindelausrichtung erfolgt, außer beim Messen des drehenden Werkzeugs.
4. Die Sensoreinheit wird vorgeschoben.
5. Die Y-Achse wird zur Sensorposition positioniert.
6. Die X-Achse wird positioniert.*2
7. Die Laserabdeckung wird geöffnet.
8. Der Meßzyklus beginnt. (Das Sensorgebläse schaltet für die 1. Messung ein.)
9. Die X-Achse und Z-Achse verfahren zur Sensorposition.*2
10. Der Winkel PRA wird addiert und der Sensor mißt die Genauigkeit der Kugelform in
Neigungsrichtung.
11. Die Bearbeitungsschritte Nr. 9 und 10 werden bis zum Meßwinkel von 9090° wiederholt.
12. Die X-Achse und Z-Achse verfahren zur Sensorposition.*2
13. Der Sensor mißt in Radialrichtung.
14. Der Sensor wird in die Nähe der positiven Z-Achsenverfahrgrenze positioniert.
15. Die Laserabdeckung wird geschlossen.
16. Der Y-Achsenrückzug erfolgt, wenn dies so definiert ist.*,*3
17. Der Sensor wird zurückgezogen.*
18. Die Genauigkeit der Kugelform wird beurteilt, wenn der Bewertungsbefehl definiert wurde.
* Die Positionierung zur positiven Verfahrgrenze durch Satz-Nr. 14 wird ausgelassen, wenn
PCON definiert wurde.
Der Sensorrückzug durch Satz-Nr. 16 und 17 erfolgt nicht, wenn PRET definiert wurde.
*2 Wenn die Sensorposition 1 oder 3 (für Messungen in Richtung der Y-Achse) ist, bewegt
sich in obigen Schritten 6, 9, 12 und 10 die Y-Achse anstatt der X-Achse und im Schritt 5
bewegt sich die X-Achse anstatt der Y-Achse.
*3 Wenn die Sensorposition 1 oder 3 (für Messung in Richtung der Y-Achse) ist, findet der
Rückzug der Y-Achse nicht statt.
MG61-012 S-335
KAPITEL 6 BERECHNUNGSFUNKTION FÜR KONTAKTLOSEN SENSOR
[Werkzeugbrucherkennung in Längsrichtung]
Dieser Zyklus erkennt den Werkzeugbruch in Längsrichtung. Für die
Werkzeugbrucherkennung in Längsrichtung das Bit 0 der Systemvariablen VFST deaktivieren.
• Aufruffolge
CALL OO95 [PLI=*][PRS=*] [PSPN=* [PPIC=*] [PTOL=*]] [PUDT=*] [POVT=*] [PAT=*] [PH=*]
[PRET=*] [PCON=*] [PGO=*] [PLE1=*] [PLE2=*][PF1=*] [PF2=*] [PF3=*] [PF4=*]
[PSBA=*] [PSAM=*] [PSPR=*] [PSRA=*] [PRTY=*]
PLI: Werkzeuglänge
Die Werkzeuglänge (: die erwartete Werkzeuglänge) definieren.
PRS: Spindelausrichtposition
Siehe die Sensor-Nullpunkteinstellzyklus in Längsrichtung.
PSPN [PPIC] [PTOL]: Meßbreite beim Abtasten [Abtastvorschub beim Abtasten] [Sprungwert
beim Abtasten]
Siehe die Sensor-Nullpunkteinstellzyklus in Längsrichtung.
PUDT: Unterlaufwert beim ersten Annähern. (Standardwert: 10 mm (0.39 in.))
POVT: Überlaufwert beim ersten Annähern. (Standardwert: 10 mm (0.39 in.))
PAT: Zubehör-Korrekturnummer
Siehe den [Meßzyklus in Längsrichtung].
PH: Werkzeuglängenversatznummer
Die Werkzeuglängen-Korrekturnummer für diejenigen Daten angeben, die mit dem
Meßergebnis verglichen werden sollen.
Bei Auslassung dieser Eingabe wird die aktive Werkzeugkorrekturnummer
(VTLCN) gesetzt.
PRET: Parameter zum Blockieren des Sensorrückzugs*
Siehe die Sensor-Nullpunkteinstellzyklus in Längsrichtung.
PCON: Parameter zum Blockieren des Z-Achsenrückzugs*
Siehe die Sensor-Nullpunkteinstellzyklus in Längsrichtung.
PGO: Gegenmaßnahme bei Erkennung von Werkzeugbruch
PGO=1 Der Werkzeug wird bei Werkzeugbrucherkennung ausgetauscht.
PGO=2 Der Werkzeug wird bei Werkzeugbrucherkennung ausgetauscht. Vor dem
Wechsel wird das defekte Werkzeug zur Werkzeugwechselposition
verfahren.
Wird PGO ausgelassen, endet der Zyklus mit der Ausgabe eines Alarms.
PLE1: Schwellenwert zur Bearteilung von Werkzeugbruch
Den Schwellenwert zur Beurteilung eines Werkzeugbruchs als Abweichung vom
Werkzeugkorrekturwert definieren. Der Standardwert ist 0,1 mm.
PLE2: Schwellenwert zur Bearteilung von Werkzeugverschleiß
Den Schwellenwert zur Beurteilung von Werkzeugverschleiß als Abweichung vom
Werkzeugkorrekturwert definieren. Ist die Abweichung geringer als PLE2, bewertet
die NC das Werkzeug als abgenutzt und aktualisiert den Werkzeuglängen-
Korrekturwert. Bei Auslassung von PLE2 nimmt die NC keine Beurteilung vor.
PF1: 1. Sensornäherungsgeschwindigkeit
PF2: 2. Sensornäherungsgeschwindigkeit
PF3: 3. Sensornäherungsgeschwindigkeit und 1. Näherungsgeschwindigkeit im Abtastzyklus
PF4: 3. Sensornäherungsgeschwindigkeit und 1. Näherungsgeschwindigkeit im Abtastzyklus
Siehe die Sensor-Nullpunkteinstellzyklus in Längsrichtung.
PSBA: Verweilzeit [s] für Sensorgebläse (Standard 3 [s])
MG61-012 S-336
KAPITEL 6 BERECHNUNGSFUNKTION FÜR KONTAKTLOSEN SENSOR
[Werkzeugbrucherkennung in Radialrichtung]
Dieser Zyklus erkennt den Werkzeugbruch in Radialrichtung. Für die Werkzeugbrucherken-
nung in Radialrichtung das Bit 0 der Systemvariablen VFST deaktivieren.
• Aufruffolge
CALL [PRI=*] [PLI=*] [PRS=*] [PSPN=* [PPIC=*] [PTOL=*]] [PIN=*] [PUDT=*] [POVT=*]
OO96 [PAT=*] [PD=*] [PRET=*] [PCON=*] [PGO=*] [PLE1=*] [PLE2=*] [PF1=*] [PF2=*]
[PF3=*] [PF4=*] [PSBA=*] [PSAM=*] [PSPR=*] [PSRA=*] [PRTY=*]
PLI: Werkzeuglänge
Den Korrekturbetrag für die Werkzeuglänge eingeben.
PRI: Schneidenradius
Den Korrekturbetrag für den Schneidenradius eingeben (: erwarteter Korrekturbetrag
des Schneidenradius).
PRS: Spindelausrichtposition
Siehe die Sensor-Nullpunkteinstellzyklus in Längsrichtung.
PSPN [PPIC] [PTOL]: Meßbreite beim Abtasten [Abtastvorschub beim Abtasten] [Sprungwert beim
Abtasten]
Siehe die Sensor-Nullpunkteinstellzyklus in Längsrichtung.
PIN: Z-Achsenzustellbetrag
Siehe die Sensor-Nullpunkteinstellzyklus in Längsrichtung.
PIN: Z-Achsenzustellbetrag
Der Sensor beginnt den Meßvorgang durch Verschiebung vom Startpunkt in negativer
Richtung um den bei PIN definierten Abstand.
PUDT: Unterlaufwert beim ersten Annähern. (Standardwert: 10 mm (0.39 in.))
POVT: Überlaufwert beim ersten Annähern. (Standardwert: 10 mm (0.39 in.))
PAT: Zubehör-Korrekturnummer
Siehe den [Meßzyklus in Längsrichtung].
PD: Werkzeugradiuskorrekturnummer
Der Schneidenradius wird mit diesem Wert verglichen.
Bei Auslassung dieser Eingabe werden die Daten der aktiven Werkzeugnummer
(VTLCN) gesetzt.
PRET: Parameter zum Blockieren des Sensorrückzugs*
Siehe die Sensor-Nullpunkteinstellzyklus in Längsrichtung.
PCON: Parameter zum Blockieren des Z-Achsenrückzugs*
Siehe die Sensor-Nullpunkteinstellzyklus in Längsrichtung.
PGO: Gegenmaßnahme bei Erkennung von Werkzeugbruch
Siehe den Sensor-Nullpunkteinstellzyklus in Längsrichtung und den Werkzeugbruch-
Erkennungszyklus.
PLE1: Schwellenwert zur Bearteilung von Werkzeugbruch
Siehe den Sensor-Nullpunkteinstellzyklus in Längsrichtung und den Werkzeugbruch-
Erkennungszyklus.
PLE2: Schwellenwert zur Bearteilung von Werkzeugverschleiß
Siehe den Sensor-Nullpunkteinstellzyklus in Längsrichtung und den Werkzeugbruch-
Erkennungszyklus.
PF1: 1. Sensornäherungsgeschwindigkeit
PF2: 2. Sensornäherungsgeschwindigkeit
PF3: 3. Sensornäherungsgeschwindigkeit und 1. Näherungsgeschwindigkeit im Abtastzyklus
PF4: 3. Sensornäherungsgeschwindigkeit und 1. Näherungsgeschwindigkeit im Abtastzyklus
Siehe die Sensor-Nullpunkteinstellzyklus in Längsrichtung.
PSBA: Verweilzeit [s] für Sensorgebläse (Standard 3 [s])
MG61-012 S-338
KAPITEL 6 BERECHNUNGSFUNKTION FÜR KONTAKTLOSEN SENSOR
[Hochleistungs-Werkzeugbrucherkennung]
Dieser Zyklus erkennt den Werkzeugbruch. Die Hochleistungs-Werkzeugbrucherkennung
geht davon aus, daß ein defektes Werkzeug den Sensorstrahl, wie rechts gezeigt, nicht
unterbricht.
In diesem Zyklus kann aber nich ein geringer Werkzeugbruch erkannt werden.
EIOEMR5S6005R01
• Aufruffolge
CALL [PLI=*] [PRI=*] [PRS=*] [PIN=*] [PUDT=*] [POVT=*] [PAT=*] [PH=*] [PRET=*]
OO97 [PCON=*]
PLI: Werkzeuglänge
Den Werkzeuglängen-Korrekturbetrag eingeben. Bei Auslassung der Eingabe wird
der für die Korrekturnummer angegebene Wert gesetzt.
PRI: Schneidenradius
Den Schneidenradiuskorrekturbetrag definieren. Bei Auslassung der Eingabe wird
der für die Korrekturnummer angegebene Wert gesetzt.
PRS: Spindelausrichtposition
Siehe die Sensor-Nullpunkteinstellzyklus in Längsrichtung.
PIN: Z-Achsenzustellbetrag
Der Sensor beginnt den Meßvorgang durch Verschiebung vom Startpunkt in
negativer Richtung um den bei PIN definierten Abstand. (Standardwert: 0.2 mm
(0.008 in.))
PUDT: Unterlaufwert beim ersten Annähern. (Standardwert: 50 mm (1.97 in.))
POVT: Überlaufwert beim ersten Annähern. (Standardwert: 10 mm (0.39 in.))
PAT: Zubehör-Korrekturnummer
Siehe den [Meßzyklus in Längsrichtung].
PH: Werkzeugversatznummer
Die Werkzeugkorrekturnummer angeben. Bei Auslassung dieser Eingabe wird die
aktive Werkzeugnummer (VTLCN) gesetzt.
PRET: Parameter zum Blockieren des Sensorrückzugs*
Siehe die Sensor-Nullpunkteinstellzyklus in Längsrichtung.
PCON: Parameter zum Blockieren des Z-Achsenrückzugs*
Siehe die Sensor-Nullpunkteinstellzyklus in Längsrichtung.
MG61-012 S-340
KAPITEL 6 BERECHNUNGSFUNKTION FÜR KONTAKTLOSEN SENSOR
• Zyklusablauf
1. Der Sensor wird in die Nähe der positiven Z-Achsenverfahrgrenze positioniert.
2. Der Sensor wird zur Y-Achsenrückzugsposition verfahren, wenn vor Aufnahme des
Meßvorgangs der Y-Achsenrückzug für die Maschine erfolgen soll.*3
3. Die Spindelausrichtung erfolgt, außer beim Messen des drehenden Werkzeugs.
4. Die Sensoreinheit wird vorgeschoben.
5. Die Y-Achse wird zur Sensorposition positioniert.*2
6. Die X-Achse verfährt bis zur Unterlaufposition.*2
7. Die Z-Achse wird zur Sensorposition positioniert. (Bei Festlegung von PIN wird die Z-
Achse um den bei PIN angegebenen Abstand in Zustellrichtung verschoben.)
8. Die Laserabdeckung wird geöffnet.
9. Die -Achse spring zur Zielposition (Sensorposition + Überlaufposition).*2
10. Der Sensor wird in die Nähe der positiven Z-Achsenverfahrgrenze positioniert.
11. Die Laserabdeckung wird geschlossen.
12. Der Y-Achsenrückzug erfolgt, wenn dies so definiert ist.*
13. Der Sensor wird zurückgezogen.*,*3
14. Der Werkzeugbruch wird beurteilt.
15. Bei Erkennung von Werkzeugbruch wird das Werkzeug entsprechend der Einstellung für
PGO ausgewechselt.
* Die Positionierung zur positiven Verfahrgrenze durch Satz-Nr. 10 wird ausgelassen, wenn
PCON definiert wurde.
Der Sensorrückzug durch Satz-Nr. 12 und 13 erfolgt nicht, wenn PRET definiert wurde.
*2 Wenn die Sensorposition 1 oder 3 (für Messungen in Richtung der Y-Achse) ist, bewegt
sich in obigen Schritten 6 und 9 die Y-Achse anstatt der X-Achse und im Schritt 5 bewegt
sich die X-Achse anstatt der Y-Achse.
*3 Wenn die Sensorposition 1 oder 3 (für Messung in Richtung der Y-Achse) ist, findet der
Rückzug der Y-Achse nicht statt.
MG61-012 S-341
KAPITEL 6 BERECHNUNGSFUNKTION FÜR KONTAKTLOSEN SENSOR
Feststehender Sensor
EIOEMR5S6006R01
MG61-012 S-342
KAPITEL 6 BERECHNUNGSFUNKTION FÜR KONTAKTLOSEN SENSOR
• Zyklusablauf
1. Der Sensor wird in die Nähe der positiven Z-Achsenverfahrgrenze positioniert.
2. Der Sensor wird zur Y-Achsenrückzugsposition verfahren, wenn vor Aufnahme des
Meßvorgangs der Y-Achsenrückzug für die Maschine erfolgen soll.
3. Die Spindelausrichtung erfolgt, außer beim Messen des drehenden Werkzeugs.
4. Die Sensoreinheit wird vorgeschoben.
5. Die Y-Achse wird positioniert.
6. Die X-Achse wird positioniert.
7. Die Z-Achse verfährt bis zur Unterlaufposition.
8. Die Laserabdeckung wird geöffnet.
9. Der Meßzyklus beginnt. (Das Sensorgebläse schaltet für die 1. Messung ein.)
10. Die Z-Achse verfährt bis zur Sensorposition.
11. Der Abtastzyklus beginnt, wenn der Zyklus gewählt wird.
12. Der Sensor wird in die Nähe der positiven Z-Achsenverfahrgrenze positioniert.
13. Die Laserabdeckung wird geschlossen.
14. Der Y-Achsenrückzug erfolgt, wenn dies so definiert ist.*
15. Der Sensor wird zurückgezogen.*
* Die Positionierung zur positiven Verfahrgrenze durch Satz-Nr. 12 wird ausgelassen, wenn
PCON definiert wurde.
Der Sensorrückzug durch Satz-Nr. 14 und 15 erfolgt nicht, wenn PRET definiert wurde.
MG61-012 S-345
KAPITEL 6 BERECHNUNGSFUNKTION FÜR KONTAKTLOSEN SENSOR
• Zyklusablauf
1. Der Sensor wird in die Nähe der positiven Z-Achsenverfahrgrenze positioniert.
2. Der Sensor wird zur Y-Achsenrückzugsposition verfahren, wenn vor Aufnahme des
Meßvorgangs der Y-Achsenrückzug für die Maschine erfolgen soll.
3. Die Spindelausrichtung erfolgt, außer beim Messen des drehenden Werkzeugs.
4. Die Sensoreinheit wird vorgeschoben.
5. Die Y-Achse wird zur Startposition des Meßvorgangs positioniert.
6. Die X-Achse verfährt bis zur Unterlaufposition.
7. Die Z-Achse wird zur Startposition des Meßvorgangs positioniert. (Bei Festlegung von PIN
wird die Z-Achse um den bei PIN angegebenen Abstand in Zustellrichtung verschoben.)
8. Die Laserabdeckung wird geöffnet.
9. Der Meßzyklus beginnt. (Das Sensorgebläse schaltet für die 1. Messung ein.)
10. Die Y-Achse verfährt bis zur Sensorposition.
11. Der Abtastzyklus beginnt, wenn der Zyklus gewählt wird.
12. Der Sensor wird in die Nähe der positiven Z-Achsenverfahrgrenze positioniert.
13. Die Laserabdeckung wird geschlossen.
14. Der Y-Achsenrückzug erfolgt, wenn dies so definiert ist.*
15. Der Sensor wird zurückgezogen.*
* Die Positionierung zur positiven Verfahrgrenze durch Satz-Nr. 12 wird ausgelassen, wenn
PCON definiert wurde.
Der Sensorrückzug durch Satz-Nr. 14 und 15 erfolgt nicht, wenn PRET definiert wurde.
MG61-012 S-347
KAPITEL 6 BERECHNUNGSFUNKTION FÜR KONTAKTLOSEN SENSOR
[Messen in Längsrichtung]
Dieser Zyklus mißt die Werkzeuglänge. Beim Messen der Werkzeuglänge Bit 0 der
Systemvariablen VFST aktivieren.
• Aufruffolge
CALL OO95 PLI=* [PRS=*] [PSPN=* [PPIC=*] [PTOL=*]] [PUDT=*] [POVT=*] [PAT=*] [PH=*]
[PRET=*] [PCON=*] [PF1=*] [PF2=*] [PF3=*] [PF4=*] [PSBA=*] [PSAM=*]
[PSPR=*] [PSRA=*] [PRTY=*]
PLI: Werkzeuglänge
PRS: Spindelausrichtposition
PSPN [PPIC] [PTOL]: Meßbreite beim Abtasten [Abtastvorschub beim Abtasten] [Sprungwert
beim Abtasten]
PUDT: Unterlaufwert beim ersten Annähern. (Standardwert: 10 mm (0.39 in.))
POVT: Überlaufwert beim ersten Annähern. (Standardwert: 10 mm (0.39 in.))
PAT: Zubehör-Korrekturnummer
PH: Werkzeuglängenversatznummer
PRET: Parameter zum Blockieren des Sensorrückzugs*
PCON: Parameter zum Blockieren des Z-Achsenrückzugs*
PF1: 1. Sensornäherungsgeschwindigkeit
PF2: 2. Sensornäherungsgeschwindigkeit
PF3: 3. Sensornäherungsgeschwindigkeit und 1. Näherungsgeschwindigkeit im Abtastzyklus
PF4: 3. Sensornäherungsgeschwindigkeit und 1. Näherungsgeschwindigkeit im Abtastzyklus
PSBA: Verweilzeit [s] für Sensorgebläse (Standard 3 [s])
PSAM: Anzahl der Meßvorgänge
PSPR: Zulässige Abweichung zwischen max. und min. Messwerten
PSRA: Gegenmaßnahme, wenn die Abweichung den zulässigen Bereich überschreitet (Alarm)
PRTY: Gegenmaßnahme, wenn die Abweichung den zulässigen Bereich überschreitet (Alarm)
Siehe auch "3. Unterprogramm des Herstellers im Meßmodus mit beweglichem
Sensor".
• Zyklusablauf
1. Der Sensor wird in die Nähe der positiven Z-Achsenverfahrgrenze positioniert.
2. Der Sensor wird zur Y-Achsenrückzugsposition verfahren, wenn vor Aufnahme des
Meßvorgangs der Y-Achsenrückzug für die Maschine erfolgen soll.
3. Die Spindelausrichtung erfolgt, außer beim Messen des drehenden Werkzeugs.
4. Die Sensoreinheit wird vorgeschoben.
5. Die Y-Achse wird zur Sensorposition positioniert.
6. Die X-Achse wird zur Sensorposition positioniert.
7. Die Laserabdeckung wird geöffnet.
8. Der Meßzyklus beginnt. (Das Sensorgebläse schaltet für die 1. Messung ein.)
9. Die Z-Achse verfährt bis zur Sensorposition.
10. Der Abtastzyklus beginnt, wenn der Zyklus gewählt wird.
11. Bei mehreren Meßvorgängen wiederholt die NC den Meßzyklus entsprechend der
definierten Anzahl.
12. Die Z-Achse verfährt bis zur Sensorposition.
13. Der Sensor wird in die Nähe der positiven Z-Achsenverfahrgrenze positioniert.
14. Die Laserabdeckung wird geschlossen.
MG61-012 S-348
KAPITEL 6 BERECHNUNGSFUNKTION FÜR KONTAKTLOSEN SENSOR
[Messen in Radialrichtung]
Dieser Zyklus mißt den Schneidenradius. Beim Messen des Schneidenradius Bit 0 der
Systemvariablen VFST aktivieren.
• Aufruffolge
CALL PRI=* PLI=* [PRS=*] [PSPN=* [PPIC=*] [PTOL=*]] [PIN=*] [PUDT=*] [POVT=*]
OO96 [PAT=*] [PD=*] [PRET=*] [PCON=*] [PGO=*] [PF1=*] [PF2=*] [PF3=*] [PF4=*]
[PSBA=*]
PLI: Werkzeuglänge
PRI: Schneidenradius
PRS: Spindelausrichtposition
PSPN [PPIC] [PTOL]: Meßbreite beim Abtasten [Abtastvorschub beim Abtasten] [Sprungwert
beim Abtasten]
PIN: Z-Achsenzustellbetrag
PUDT: Unterlaufwert beim ersten Annähern. (Standardwert: 10 mm (0.39 in.))
POVT: Überlaufwert beim ersten Annähern. (Standardwert: 10 mm (0.39 in.))
PAT: Zubehör-Korrekturnummer
PD: Werkzeugradiuskorrekturnummer
PRET: Parameter zum Blockieren des Sensorrückzugs*
PCON: Parameter zum Blockieren des Z-Achsenrückzugs*
PGO: Aktion bei Erfassung eines Werkzeugbruchs
PF1: 1. Sensornäherungsgeschwindigkeit
PF2: 2. Sensornäherungsgeschwindigkeit
PF3: 3. Sensornäherungsgeschwindigkeit und 1. Näherungsgeschwindigkeit im Abtastzyklus
PF4: 3. Sensornäherungsgeschwindigkeit und 1. Näherungsgeschwindigkeit im Abtastzyklus
PSBA: Verweilzeit [s] für Sensorgebläse (Standard 3 [s])
PSAM: Anzahl der Meßvorgänge
PSPR: Zulässige Abweichung zwischen max. und min. Messwerten
PSRA: Gegenmaßnahme, wenn die Abweichung den zulässigen Bereich überschreitet (Alarm)
PRTY: Gegenmaßnahme, wenn die Abweichung den zulässigen Bereich überschreitet (Alarm)
Siehe auch "3. Unterprogramm des Herstellers im Meßmodus mit beweglichem
Sensor".
• Zyklusablauf
1. Der Sensor wird in die Nähe der positiven Z-Achsenverfahrgrenze positioniert.
2. Der Sensor wird zur Y-Achsenrückzugsposition verfahren, wenn vor Aufnahme des
Meßvorgangs der Y-Achsenrückzug für die Maschine erfolgen soll.
3. Die Spindelausrichtung erfolgt, außer beim Messen des drehenden Werkzeugs.
4. Die Sensoreinheit wird vorgeschoben.
5. Die Y-Achse wird zur Sensorposition positioniert.
6. Die X-Achse verfährt bis zur Unterlaufposition.
MG61-012 S-349
KAPITEL 6 BERECHNUNGSFUNKTION FÜR KONTAKTLOSEN SENSOR
7. Die Z-Achse wird zur Sensorposition positioniert. (Bei Festlegung von PIN wird die Z-
Achse um den bei PIN angegebenen Abstand in Zustellrichtung verschoben.)
8. Die Laserabdeckung wird geöffnet.
9. Der Meßzyklus beginnt. (Das Sensorgebläse schaltet für die 1. Messung ein.)
10. Die X-Achse verfährt bis zur Sensorposition.
11. Der Abtastzyklus beginnt, wenn der Zyklus gewählt wird.
12. Bei mehreren Meßvorgängen wiederholt die NC den Meßzyklus entsprechend der
definierten Anzahl.
13. Die X-Achse verfährt bis zur Sensorposition.
14. Der Sensor wird in die Nähe der positiven Z-Achsenverfahrgrenze positioniert.
15. Die Laserabdeckung wird geschlossen.
16. Der Y-Achsenrückzug erfolgt, wenn dies so definiert ist.*
17. Der Sensor wird zurückgezogen.*
* Die Positionierung zur positiven Verfahrgrenze durch Satz-Nr. 14 wird ausgelassen, wenn
PCON definiert wurde.
Der Sensorrückzug durch Satz-Nr. 16 und 17 erfolgt nicht, wenn PRET definiert wurde.
• Zyklusablauf
1. Der Sensor wird in die Nähe der positiven Z-Achsenverfahrgrenze positioniert.
2. Der Sensor wird zur Y-Achsenrückzugsposition verfahren, wenn vor Aufnahme des
Meßvorgangs der Y-Achsenrückzug für die Maschine erfolgen soll.
3. Die Spindelausrichtung erfolgt, außer beim Messen des drehenden Werkzeugs.
4. Die Sensoreinheit wird vorgeschoben.
5. Die Y-Achse wird zur Sensorposition positioniert.
6. Die X-Achse wird positioniert.
7. Die Laserabdeckung wird geöffnet.
8. Der Meßzyklus beginnt. (Das Sensorgebläse schaltet für die 1. Messung ein.)
9. Die X-Achse und Z-Achse verfahren zur Sensorposition.
10. Der Winkel PRA wird addiert und der Sensor mißt die Genauigkeit der Kugelform in
Neigungsrichtung.
11. Die Bearbeitungsschritte Nr. 9 und 10 werden bis zum Meßwinkel von 90° wiederholt.
12. Die X-Achse und Z-Achse verfahren zur Sensorposition.
13. Der Sensor mißt in Radialrichtung.
14. Der Sensor wird in die Nähe der positiven Z-Achsenverfahrgrenze positioniert.
15. Die Laserabdeckung wird geschlossen.
16. Der Y-Achsenrückzug erfolgt, wenn dies so definiert ist.*
17. Der Sensor wird zurückgezogen.*
18. Die Genauigkeit der Kugelform wird beurteilt, wenn der Bewertungsbefehl definiert wurde.
* Die Positionierung zur positiven Verfahrgrenze durch Satz-Nr. 14 wird ausgelassen, wenn
PCON definiert wurde.
Der Sensorrückzug durch Satz-Nr. 16 und 17 erfolgt nicht, wenn PRET definiert wurde.
[Werkzeugbrucherkennung in Längsrichtung]
Dieser Zyklus erkennt den Werkzeugbruch in Längsrichtung. Für die
Werkzeugbrucherkennung inLängsrichtung das Bit 0 der Systemvariablen VFST deaktivieren.
• Aufruffolge
CALL [PLI=*] [PRS=*] [PSPN=* [PPIC=*] [PTOL=*]] [PUDT=*] [POVT=*] [PAT=*] [PH=*]
OO95 [PRET=*] [PCON=*] [PGO=*] [PLE1=*] [PLE2=*][PF1=*] [PF2=*] [PF3=*] [PF4=*]
[PSBA=*] [PSAM=*] [PSPR=*] [PSRA=*] [PRTY=*]
PLI: Werkzeuglänge
PRS: Spindelausrichtposition
PSPN [PPIC] [PTOL]: Meßbreite beim Abtasten [Abtastvorschub beim Abtasten] [Sprungwert
beim Abtasten]
PUDT: Unterlaufwert beim ersten Annähern. (Standardwert: 10 mm (0.39 in.))
POVT: Überlaufwert beim ersten Annähern. (Standardwert: 10 mm (0.39 in.))
PAT: Zubehör-Korrekturnummer
PH: Werkzeuglängenversatznummer
PRET: Parameter zum Blockieren des Sensorrückzugs*
PCON: Parameter zum Blockieren des Z-Achsenrückzugs*
PGO: Gegenmaßnahme bei Erkennung von Werkzeugbruch
PLE1: Schwellenwert zur Bearteilung von Werkzeugbruch
PLE2: Schwellenwert zur Bearteilung von Werkzeugverschleiß
PSBA: Verweilzeit [s] für Sensorgebläse (Standard 3 [s])
MG61-012 S-351
KAPITEL 6 BERECHNUNGSFUNKTION FÜR KONTAKTLOSEN SENSOR
[Werkzeugbrucherkennung in Radialrichtung]
Dieser Zyklus erkennt den Werkzeugbruch in Radialrichtung. Für die
Werkzeugbrucherkennung in Radialrichtung das Bit 0 der Systemvariablen VFST
deaktivieren.
• Aufruffolge
CALL [PRI=*] [PLI=*] [PRS=*] [PSPN=* [PPIC=*] [PTOL=*]] [PIN=*] [PUDT=*] [POVT=*]
OO96 [PAT=*] [PD=*] [PRET=*] [PCON=*] [PGO=*] [PLE1=*] [PLE2=*] [PF1=*] [PF2=*]
[PF3=*] [PF4=*] [PSBA=*] [PSAM=*] [PSPR=*] [PSRA=*] [PRTY=*]
PLI: Werkzeuglänge
PRI: Schneidenradius
PRS: Spindelausrichtposition
PSPN [PPIC] [PTOL]: Meßbreite beim Abtasten [Abtastvorschub beim Abtasten] [Sprungwert
beim Abtasten]
PIN: Z-Achsenzustellbetrag
PUDT: Unterlaufwert beim ersten Annähern. (Standardwert: 10 mm (0.39 in.))
MG61-012 S-352
KAPITEL 6 BERECHNUNGSFUNKTION FÜR KONTAKTLOSEN SENSOR
[Hochleistungs-Werkzeugbrucherkennung]
Der Werkzeugbruch wird bei hoher Geschwindigkeit erkannt.
• Aufruffolge
CALL OO97[PLI=*] [PRI=*] [PRS=*] [PIN=*] [PUDT=*] [POVT=*] [PAT=*] [PH=*] [PRET=*]
[PCON=*]
PLI: Werkzeuglänge
PRI: Schneidenradius
PRS: Spindelausrichtposition
PIN: Z-Achsenzustellbetrag
PUDT: Unterlaufwert beim ersten Annähern. (Standardwert: 50 mm (1.97 in.))
POVT: Überlaufwert beim ersten Annähern. (Standardwert: 10 mm (0.39 in.))
PAT: Zubehör-Korrekturnummer
PH: Werkzeugversatznummer
PRET: Parameter zum Blockieren des Sensorrückzugs*
PCON: Parameter zum Blockieren des Z-Achsenrückzugs*
Siehe auch "3. Unterprogramm des Herstellers im Meßmodus mit beweglichem
Sensor".
• Zyklusablauf
1. Der Sensor wird in die Nähe der positiven Z-Achsenverfahrgrenze positioniert.
2. Der Sensor wird zur Y-Achsenrückzugsposition verfahren, wenn vor Aufnahme des
Meßvorgangs der Y-Achsenrückzug für die Maschine erfolgen soll.
3. Die Spindelausrichtung erfolgt, außer beim Messen des drehenden Werkzeugs.
4. Die Sensoreinheit wird vorgeschoben.
5. Die Y-Achse wird zur Sensorposition positioniert.
6. Die X-Achse verfährt bis zur Unterlaufposition.
7. Die Z-Achse wird zur Sensorposition positioniert. (Bei Festlegung von PIN wird die Z-
Achse um den bei PIN angegebenen Abstand in Zustellrichtung verschoben.)
8. Die Laserabdeckung wird geöffnet.
9. Die -Achse spring zur Zielposition (Sensorposition + Überlaufposition).
10. Der Sensor wird in die Nähe der positiven Z-Achsenverfahrgrenze positioniert.
11. Die Laserabdeckung wird geschlossen.
12. Der Y-Achsenrückzug erfolgt, wenn dies so definiert ist.*
13. Der Sensor wird zurückgezogen.*
14. Das Meßergebnis wird als Werkzeugbruch beurteilt.
15. Bei Erkennung von Werkzeugbruch wird das Werkzeug entsprechend der Einstellung für
PGO ausgewechselt.
* Die Positionierung zur positiven Verfahrgrenze durch Satz-Nr. 10 wird ausgelassen, wenn
PCON definiert wurde.
Der Sensorrückzug durch Satz-Nr. 12 und 13 erfolgt nicht, wenn PRET definiert wurde.
MG61-012 S-354
KAPITEL 6 BERECHNUNGSFUNKTION FÜR KONTAKTLOSEN SENSOR
Feststehender Sensor
EIOEMR5S6007R01
Wie bei Meßzyklen im Meßmodus für den beweglichen Sensor besteht das Programm zum Messen
eines horizontalen Spindelwerkzeugs im Meßmodus mit feststehendem Sensor aus folgenden
Unterprogrammen:
[Vorbereitungsliste für den Meßzyklus]
OO31 Positionseinstellzyklus für den Werkzeugwechsel
OO32 Einstellzyklus für Z-Achsenabsenkposition
OO93 Sensor-Nullpunkteinstellzyklus in Längsrichtung
OO94 Sensor-Nullpunkteinstellzyklus in Radialrichtung
[Liste für den Meßzyklus]
OO95 Messen in Längsrichtung
OO96 Messen in Radialrichtung
OO99 Messen der Genauigkeit für die Kugelform
[Zyklusliste für Werkzeugbrucherkennung]
OO95 Werkzeugbrucherkennung in Längsrichtung
OO96 Werkzeugbrucherkennung in Radialrichtung
OO97 Hochleistungs-Werkzeugbrucherkennung
[Einstellzyklus für Werkzeugwechselposition (OO31)]
Siehe auch "3. Unterprogramm des Herstellers im Meßmodus mit beweglichem Sensor"
[Einstellzyklus für Werkzeugwechselposition (OO31)].
MG61-012 S-355
KAPITEL 6 BERECHNUNGSFUNKTION FÜR KONTAKTLOSEN SENSOR
• Zyklusablauf
1. Der Sensor wird in die Nähe der positiven Z-Achsenverfahrgrenze positioniert.
2. Die Y-Achse wird zur Z-Achsenabsenkposition positioniert.
3. Die Spindelausrichtung erfolgt, außer beim Messen des drehenden Werkzeugs.
4. Die Sensoreinheit wird vorgeschoben.
5. Die Z-Achse wird zur Startposition des Meßvorgangs positioniert.
6. Die Y-Achse verfährt bis zur Unterlaufposition.
7. Die Laserabdeckung wird geöffnet.
8. Der Meßzyklus beginnt. (Das Sensorgebläse schaltet für die 1. Messung ein.)
9. Die Y-Achse verfährt bis zur Sensorposition.
10. Der Abtastzyklus beginnt, wenn der Zyklus gewählt wird.
11. Die Y-Achse wird zur Z-Achsenabsenkposition positioniert.
12. Der Sensor wird in die Nähe der positiven Z-Achsenverfahrgrenze positioniert.
13. Die Laserabdeckung wird geschlossen.
14. Der Sensor wird zurückgezogen.*
* Die Positionierung zur positiven Verfahrgrenze durch Satz-Nr. 12 wird ausgelassen, wenn
PCON definiert wurde.
Der Sensorrückzug durch Satz-Nr. 14 erfolgt nicht, wenn PRET definiert wurde.
MG61-012 S-357
KAPITEL 6 BERECHNUNGSFUNKTION FÜR KONTAKTLOSEN SENSOR
• Zyklusablauf
1. Der Sensor wird in die Nähe der positiven Z-Achsenverfahrgrenze positioniert.
2. Die Y-Achse wird zur Z-Achsenabsenkposition positioniert.
3. Die Spindelausrichtung erfolgt, außer beim Messen des drehenden Werkzeugs.
4. Die Sensoreinheit wird vorgeschoben.
5. Die Z-Achse verfährt bis zur Unterlaufposition.
6. Die Y-Achse wird zur Startposition des Meßvorgangs positioniert. (Bei Festlegung von PIN
wird die Y-Achse um den bei PIN angegebenen Abstand in Zustellrichtung verschoben.)
7. Die Laserabdeckung wird geöffnet.
8. Der Meßzyklus beginnt. (Das Sensorgebläse schaltet für die 1. Messung ein.)
9. Die Z-Achse verfährt bis zur Sensorposition.
10. Der Abtastzyklus beginnt, wenn der Zyklus gewählt wird.
11. Die Y-Achse wird zur Z-Achsenabsenkposition positioniert.
12. Der Sensor wird in die Nähe der positiven Z-Achsenverfahrgrenze positioniert.
13. Die Laserabdeckung wird geschlossen.
14. Der Sensor wird zurückgezogen.*
* Die Positionierung zur positiven Verfahrgrenze durch Satz-Nr. 12 wird ausgelassen, wenn
PCON definiert wurde.
Der Sensorrückzug durch Satz-Nr. 14 erfolgt nicht, wenn PRET definiert wurde.
MG61-012 S-359
KAPITEL 6 BERECHNUNGSFUNKTION FÜR KONTAKTLOSEN SENSOR
[Messen in Längsrichtung]
Dieser Zyklus mißt die Werkzeuglänge. Beim Messen der Werkzeuglänge Bit 0 der
Systemvariablen VFST aktivieren.
• Aufruffolge
CALL PLI=* [PRS=*] [PSPN=* [PPIC=*] [PTOL=*]] [PUDT=*] [POVT=*] PAT=* [PH=*]
OO95 [PRET=*] [PCON=*] [PF1=*] [PF2=*] [PF3=*] [PF4=*] [PSBA=*] [PSAM=*]
[PSPR=*] [PSRA=*] [PRTY=*]
PLI: Werkzeuglänge
PRS: Spindelausrichtposition
PSPN [PPIC] [PTOL]: Meßbreite beim Abtasten [Abtastvorschub beim Abtasten] [Sprungwert
beim Abtasten]
PUDT: Unterlaufwert beim ersten Annähern. (Standardwert: 10 mm (0.39 in.))
POVT: Überlaufwert beim ersten Annähern. (Standardwert: 10 mm (0.39 in.))
PAT: Zubehör-Korrekturnummer
PH: Werkzeuglängenversatznummer
PRET: Parameter zum Blockieren des Sensorrückzugs*
PCON: Parameter zum Blockieren des Z-Achsenrückzugs*
PF1: 1. Sensornäherungsgeschwindigkeit
PF2: 2. Sensornäherungsgeschwindigkeit
PF3: 3. Sensornäherungsgeschwindigkeit und 1. Näherungsgeschwindigkeit im Abtastzyklus
PF4: 3. Sensornäherungsgeschwindigkeit und 1. Näherungsgeschwindigkeit im Abtastzyklus
PSBA: Verweilzeit [s] für Sensorgebläse (Standard 3 [s])
PSAM: Anzahl der Meßvorgänge
PSPR: Zulässige Abweichung zwischen max. und min. Messwerten
PSRA: Gegenmaßnahme, wenn die Abweichung den zulässigen Bereich überschreitet (Alarm)
PRTY: Gegenmaßnahme, wenn die Abweichung den zulässigen Bereich überschreitet (Alarm)
Siehe auch "3. Unterprogramm des Herstellers im Meßmodus mit beweglichem
Sensor".
• Zyklusablauf
1. Der Sensor wird in die Nähe der positiven Z-Achsenverfahrgrenze positioniert.
2. Die Y-Achse wird zur Z-Achsenabsenkposition positioniert.
3. Die Spindelausrichtung erfolgt, außer beim Messen des drehenden Werkzeugs.
4. Die Sensoreinheit wird vorgeschoben.
5. Die Z-Achse wird zur Sensorposition positioniert.
6. Die Y-Achse wird zur Unterlaufposition positioniert.
7. Die Laserabdeckung wird geöffnet.
8. Der Meßzyklus beginnt. (Das Sensorgebläse schaltet für die 1. Messung ein.)
9. Die Y-Achse verfährt bis zur Sensorposition.
10. Der Abtastzyklus beginnt, wenn der Zyklus gewählt wird.
11. Bei mehreren Meßvorgängen wiederholt die NC den Meßzyklus entsprechend der
definierten Anzahl.
12. Die Y-Achse wird zur Z-Achsenabsenkposition positioniert.
13. Der Sensor wird in die Nähe der positiven Z-Achsenverfahrgrenze positioniert.
14. Die Laserabdeckung wird geschlossen.
15. Der Sensor wird zurückgezogen.*
* Die Positionierung zur positiven Verfahrgrenze durch Satz-Nr. 13 wird ausgelassen, wenn
PCON definiert wurde.
Der Sensorrückzug durch Satz-Nr. 15 erfolgt nicht, wenn PRET definiert wurde.
MG61-012 S-360
KAPITEL 6 BERECHNUNGSFUNKTION FÜR KONTAKTLOSEN SENSOR
[Messen in Radialrichtung]
Dieser Zyklus mißt den Schneidenradius. Beim Messen des Schneidenradius Bit 0 der
Systemvariablen VFST aktivieren.
• Aufruffolge
CALL PRI=* PLI=* [PRS=*] [PSPN=* [PPIC=*] [PTOL=*]] [PIN=*] [PUDT=*] [POVT=*]
OO96 PAT=* [PD=*] [PRET=*] [PCON=*] [PGO=*] [PF1=*] [PF2=*] [PF3=*] [PF4=*]
[PSBA=*] [PSAM=*] [PSPR=*] [PSRA=*] [PRTY=*]
PLI: Werkzeuglänge
PRI: Schneidenradius
PRS: Spindelausrichtposition
PSPN [PPIC][PTOL]: Meßbreite beim Abtasten [Abtastvorschub beim Abtasten] [Sprungwert
beim Abtasten]
PIN: Y-Achsenzustellbetrag
PUDT: Unterlaufwert beim ersten Annähern. (Standardwert: 10 mm (0.39 in.))
POVT: Überlaufwert beim ersten Annähern. (Standardwert: 10 mm (0.39 in.))
PAT: Zubehör-Korrekturnummer
PD: Werkzeugradiuskorrekturnummer
PRET: Parameter zum Blockieren des Sensorrückzugs*
PCON: Parameter zum Blockieren des Z-Achsenrückzugs*
PF1: 1. Sensornäherungsgeschwindigkeit
PF2: 2. Sensornäherungsgeschwindigkeit
PF3: 3. Sensornäherungsgeschwindigkeit und 1. Näherungsgeschwindigkeit im Abtastzyklus
PF4: 3. Sensornäherungsgeschwindigkeit und 1. Näherungsgeschwindigkeit im Abtastzyklus
PSBA: Verweilzeit [s] für Sensorgebläse (Standard 3 [s])
PSAM: Anzahl der Meßvorgänge
PSPR: Zulässige Abweichung zwischen max. und min. Messwerten
PSRA: Gegenmaßnahme, wenn die Abweichung den zulässigen Bereich überschreitet (Alarm)
PRTY: Gegenmaßnahme, wenn die Abweichung den zulässigen Bereich überschreitet (Alarm)
Siehe auch "3. Unterprogramm des Herstellers im Meßmodus mit beweglichem
Sensor".
• Zyklusablauf
1. Der Sensor wird in die Nähe der positiven Z-Achsenverfahrgrenze positioniert.
2. Die Y-Achse wird zur Z-Achsenabsenkposition positioniert.
3. Die Spindelausrichtung erfolgt, außer beim Messen des drehenden Werkzeugs.
4. Die Sensoreinheit wird vorgeschoben.
5. Die Z-Achse verfährt bis zur Unterlaufposition.
6. Die Y-Achse wird zur Sensorposition positioniert. (Bei Festlegung von PIN wird die Y-
Achse um den bei PIN angegebenen Abstand in Zustellrichtung verschoben.)
7. Die Laserabdeckung wird geöffnet.
8. Der Meßzyklus beginnt. (Das Sensorgebläse schaltet für die 1. Messung ein.)
9. Die Z-Achse verfährt bis zur Sensorposition.
10. Der Abtastzyklus beginnt, wenn der Zyklus gewählt wird.
11. Bei mehreren Meßvorgängen wiederholt die NC den Meßzyklus entsprechend der
definierten Anzahl.
12. Die Y-Achse wird zur Z-Achsenabsenkposition positioniert.
MG61-012 S-361
KAPITEL 6 BERECHNUNGSFUNKTION FÜR KONTAKTLOSEN SENSOR
13. Der Sensor wird in die Nähe der positiven Z-Achsenverfahrgrenze positioniert.
14. Die Laserabdeckung wird geschlossen.
15. Der Sensor wird zurückgezogen.*
* Die Positionierung zur positiven Verfahrgrenze durch Satz-Nr. 13 wird ausgelassen, wenn
PCON definiert wurde.
Der Sensorrückzug durch Satz-Nr. 15 erfolgt nicht, wenn PRET definiert wurde.
[Werkzeugbrucherkennung in Längsrichtung]
Dieser Zyklus erkennt den Werkzeugbruch in Längsrichtung. Für die
Werkzeugbrucherkennung in Längsrichtung das Bit 0 der Systemvariablen VFST deaktivieren.
• Aufruffolge
CALL OO95 [PLI=*][PRS=*] [PSPN=* [PPIC=*] [PTOL=*]] [PUDT=*] [POVT=*] PAT=* [PH=*]
[PRET=*] [PCON=*] [PGO=*] [PLE1=*] [PLE2=*][PF1=*] [PF2=*] [PF3=*] [PF4=*]
[PSBA=*] [PSAM=*] [PSPR=*] [PSRA=*] [PRTY=*]
PLI: Werkzeuglänge
PRS: Spindelausrichtposition
PSPN [PPIC] [PTOL]: Meßbreite beim Abtasten [Abtastvorschub beim Abtasten] [Sprungwert
beim Abtasten]
PUDT: Unterlaufwert beim ersten Annähern. (Standardwert: 10 mm (0.39 in.))
POVT: Überlaufwert beim ersten Annähern. (Standardwert: 10 mm (0.39 in.))
PAT: Zubehör-Korrekturnummer
PH: Werkzeuglängenversatznummer
PRET: Parameter zum Blockieren des Sensorrückzugs*
PCON: Parameter zum Blockieren des Z-Achsenrückzugs*
PGO: Gegenmaßnahme bei Erkennung von Werkzeugbruch
PLE1: Schwellenwert zur Bearteilung von Werkzeugbruch
PLE2: Schwellenwert zur Bearteilung von Werkzeugverschleiß
PSBA: Verweilzeit [s] für Sensorgebläse (Standard 3 [s])
PSAM: Anzahl der Meßvorgänge
PSPR: Zulässige Abweichung zwischen max. und min. Messwerten
PSRA: Gegenmaßnahme, wenn die Abweichung den zulässigen Bereich überschreitet (Alarm)
PRTY: Gegenmaßnahme, wenn die Abweichung den zulässigen Bereich überschreitet (Alarm)
Siehe auch "3. Unterprogramm des Herstellers im Meßmodus mit beweglichem
Sensor".
• Zyklusablauf
1. Der Sensor wird in die Nähe der positiven Z-Achsenverfahrgrenze positioniert.
2. Die Y-Achse wird zur Z-Achsenabsenkposition positioniert.
3. Die Spindelausrichtung erfolgt, außer beim Messen des drehenden Werkzeugs.
4. Die Sensoreinheit wird vorgeschoben.
5. Die Z-Achse wird zur Sensorposition positioniert.
6. Die Y-Achse verfährt bis zur Unterlaufposition.
7. Die Laserabdeckung wird geöffnet.
8. Der Meßzyklus beginnt. (Das Sensorgebläse schaltet für die 1. Messung ein.)
9. Die Y-Achse verfährt bis zur Sensorposition.
MG61-012 S-363
KAPITEL 6 BERECHNUNGSFUNKTION FÜR KONTAKTLOSEN SENSOR
[Werkzeugbrucherkennung in Radialrichtung]
Dieser Zyklus erkennt den Werkzeugbruch in Radialrichtung. Für die
Werkzeugbrucherkennung in Radialrichtung das Bit 0 der Systemvariablen VFST
deaktivieren.
• Aufruffolge
CALL OO96[PRI=*] [PLI=*] [PRS=*] [PSPN=* [PPIC=*] [PTOL=*]] [PIN=*] [PUDT=*] [POVT=*]
PAT=* [PD=*] [PRET=*] [PCON=*] [PGO=*] [PLE1=*] [PLE2=*][PF1=*] [PF2=*]
[PF3=*] [PF4=*] [PSBA=*] [PSAM=*] [PSPR=*] [PSRA=*] [PRTY=*]
PLI: Werkzeuglänge
PRI: Schneidenradius
PRS: Spindelausrichtposition
PSPN [PPIC] [PTOL]: Meßbreite beim Abtasten [Abtastvorschub beim Abtasten] [Sprungwert
beim Abtasten]
PIN: Y-axis infeed amount
PUDT: Unterlaufwert beim ersten Annähern. (Standardwert: 10 mm (0.39 in.))
POVT: Überlaufwert beim ersten Annähern. (Standardwert: 10 mm (0.39 in.))
PAT: Zubehör-Korrekturnummer
PD: Werkzeugradiuskorrekturnummer
PRET: Parameter zum Blockieren des Sensorrückzugs*
PCON: Parameter zum Blockieren des Z-Achsenrückzugs*
PGO: Gegenmaßnahme bei Erkennung von Werkzeugbruch
PLE1: Schwellenwert zur Bearteilung von Werkzeugbruch
PLE2: Schwellenwert zur Bearteilung von Werkzeugverschleiß
PF1: 1. Sensornäherungsgeschwindigkeit
PF2: 2. Sensornäherungsgeschwindigkeit
PF3: 3. Sensornäherungsgeschwindigkeit und 1. Näherungsgeschwindigkeit im Abtastzyklus
PF4: 3. Sensornäherungsgeschwindigkeit und 1. Näherungsgeschwindigkeit im Abtastzyklus
PSBA: Verweilzeit [s] für Sensorgebläse (Standard 3 [s])
PSAM: Anzahl der Meßvorgänge
PSPR: Zulässige Abweichung zwischen max. und min. Messwerten
PSRA: Gegenmaßnahme, wenn die Abweichung den zulässigen Bereich überschreitet (Alarm)
PRTY: Gegenmaßnahme, wenn die Abweichung den zulässigen Bereich überschreitet (Alarm)
Siehe auch "3. Unterprogramm des Herstellers im Meßmodus mit beweglichem
Sensor".
MG61-012 S-364
KAPITEL 6 BERECHNUNGSFUNKTION FÜR KONTAKTLOSEN SENSOR
• Zyklusablauf
1. Der Sensor wird in die Nähe der positiven Z-Achsenverfahrgrenze positioniert.
2. Die Y-Achse wird zur Z-Achsenabsenkposition positioniert.
3. Die Spindelausrichtung erfolgt, außer beim Messen des drehenden Werkzeugs.
4. Die Sensoreinheit wird vorgeschoben.
5. Die Z-Achse verfährt bis zur Unterlaufposition.
6. Die Y-Achse wird zur Sensorposition positioniert. (Bei Festlegung von PIN wird die Y-
Achse um den bei PIN angegebenen Abstand in Vorschubrichtung verschoben.)
7. Die Laserabdeckung wird geöffnet.
8. Der Meßzyklus beginnt. (Das Sensorgebläse schaltet für die 1. Messung ein.)
9. Die Z-Achse verfährt bis zur Sensorposition.
10. Der Abtastzyklus beginnt, wenn der Zyklus gewählt wird.
11. Bei mehreren Meßvorgängen wiederholt die NC den Meßzyklus entsprechend der
definierten Anzahl.
12. Die Y-Achse wird zur Z-Achsenabsenkposition positioniert.
13. Der Sensor wird in die Nähe der positiven Z-Achsenverfahrgrenze positioniert.
14. Die Laserabdeckung wird geschlossen.
15. Der Sensor wird zurückgezogen.*
16. Bei Erkennung von Werkzeugbruch beurteilt die NC, ob das Werkzeug defekt oder
abgenutzt ist.
17. Bei Erkennung von Werkzeugbruch wechselt die NC das Werkzeug entsprechend der
Einstellung für PGO.
* Die Positionierung zur positiven Verfahrgrenze durch Satz-Nr. 13 wird ausgelassen, wenn
PCON definiert wurde.
Der Sensorrückzug durch Satz-Nr. 15 erfolgt nicht, wenn PRET definiert wurde.
MG61-012 S-365
KAPITEL 6 BERECHNUNGSFUNKTION FÜR KONTAKTLOSEN SENSOR
Hochleistungs-Werkzeugbrucherkennung
Der Werkzeugbruch wird bei hoher Geschwindigkeit erkannt.
• Aufruffolge
CALL [PLI=*] [PRI=*] [PRS=*] [PIN=*] [PUDT=*] [POVT=*] PAT=* [PH=*] [PRET=*]
OO97 [PCON=*]
PLI: Werkzeuglänge
PRI: Schneidenradius
PRS: Spindelausrichtposition
PIN: Y-Achsenzustellbetrag
PUDT: Unterlaufwert beim ersten Annähern. (Standardwert: 50 mm (1.97 in.))
POVT: Überlaufwert beim ersten Annähern. (Standardwert: 10 mm (0.39 in.))
PAT: Zubehör-Korrekturnummer
PH: Werkzeugversatznummer
PRET: Parameter zum Blockieren des Sensorrückzugs*
PCON: Parameter zum Blockieren des Z-Achsenrückzugs*
Siehe auch "3. Unterprogramm des Herstellers im Meßmodus mit beweglichem
Sensor".
• Zyklusablauf
1. Der Sensor wird in die Nähe der positiven Z-Achsenverfahrgrenze positioniert.
2. Die Y-Achse wird zur Z-Achsenabsenkposition positioniert.
3. Die Spindelausrichtung erfolgt, außer beim Messen des drehenden Werkzeugs.
4. Die Sensoreinheit wird vorgeschoben.
5. Die Z-Achse verfährt bis zur Unterlaufposition.
6. Die Y-Achse wird zur Sensorposition positioniert. (Bei Festlegung von PIN wird die Y-
Achse um den bei PIN angegebenen Abstand in Vorschubrichtung verschoben.)
7. Die Laserabdeckung wird geöffnet.
8. Die Z-Achse spring zur Zielposition (Sensorposition + Überlaufposition).
9. Die Y-Achse wird zur Z-Achsenabsenkposition positioniert.
10. Der Sensor wird in die Nähe der positiven Z-Achsenverfahrgrenze positioniert.
11. Die Laserabdeckung wird geschlossen.
12. Der Sensor wird zurückgezogen.*
13. Der Werkzeugbruch wird beurteilt.
14. Bei Erkennung von Werkzeugbruch wird das Werkzeug entsprechend der Einstellung für
PGO ausgewechselt.
* Die Positionierung zur positiven Verfahrgrenze durch Satz-Nr. 10 wird ausgelassen, wenn
PCON definiert wurde.
Der Sensorrückzug durch Satz-Nr. 12 erfolgt nicht, wenn PRET definiert wurde.
MG61-012 S-366
KAPITEL 6 BERECHNUNGSFUNKTION FÜR KONTAKTLOSEN SENSOR
7. Alarmliste
2583 Alarm B Unbemannt: Großer Fehler bei Kugelmessung Eeoemr5s6007
Großer Fehler wurden bei der Messung der Kugelgestalt festgestellt.
[Vermutlich fehlerhafter Standort]
Beim Nullwert-Einstellzyklus des Berührungssensors hat die Nullposition für die
waagerechte Richtung nicht mit der Werkzeugmitte übereingestimmt.
Oder das Messgerät ist defekt.
[Gegenmaßnahmen]
Verwenden Sie ein korrektes Werkzeug, beispielsweise ein Reservewerkzeug.
97 Der Anschluss ist nicht auf einen Winkel geschaltet, bei dem eine Messung möglich
ist.
30° Winkelanschluss Nicht geschaltet auf C270°
45° Winkelanschluss Nicht geschaltet auf C270°
Senkrechte/Waagerechte Spindeln 90° Winkelanschluss nicht geschaltet auf
C270°
B-/C-Achsen Anschluss geschaltet auf B90°
aber nicht geschaltet auf C270°
99 Der Werkzeugbefehl senkrechte/waagerechte Spindel (Bit 6 von VFST) ist falsch.
„1“ (waagerechte Spindel) ist als Bit 6 von VFST eingestellt während kein Anschluss
montiert ist, oder ein Erweiterungsanschluss für senkrechte/waagerechte
Spindelmessung montiert ist.
Oder „0“ (waagerechte Spindel) ist als Bit 6 von VFST eingestellt während ein 90°
Winkelanschluss oder ein B-/C-Achsenanschluss montiert ist.
MG61-012 S-368
KAPITEL 7 MESSFUNKTION MIT KONTAKTFREIEM SENSOR FÜR HORIZONTALE MASCHINE
EIOEMR5S7001R01
* Scannendes Messen: Der Sensor misst ein Werkzeug in einer Messrichtung (z.B. der Y-Achse)
und verschiebt sich mit der Achse im rechten Winkel zur Messachse (z.B. der Z-Achse). Durch
mehrmaliges Wiederholen der obigen Messung erfasst der Sensor die maximale
Werkzeuglänge (oder Durchmesser).
MG61-012 S-369
KAPITEL 7 MESSFUNKTION MIT KONTAKTFREIEM SENSOR FÜR HORIZONTALE MASCHINE
2. Beschreibung
Eeoemr5s7002
Kontaktfreies Messen wird im Wesentlichen in zwei Methoden unterteilt, entsprechend der
Montageposition des Sensors: Diese Messfunktion kann nur mit dem festen Sensortypen
ausgeführt werden.
Y+
X+ Z+
Fester Sensor
EIOEMR5S7002R01
Der Sensormodus (fest/beweglich) kann mit Bit 3 der Systemvariablen VFST umgeschaltet werden.
Bit 3 der VFST 0 ...... Beweglicher Sensor
1 ...... Fester Sensor
Das Werkzeugmessprogramm besteht aus folgenden Unterprogrammen des Herstellers:
• Vorbereitungsprogramm für die Messung
• Messprogramm
• Werkzeugbruchprüfprogramm
Die durch die Sensorposition bestimmte Programme werden auf den nächsten Seiten beschrieben.
EIOEMR5S7003R01
MG61-012 S-370
KAPITEL 7 MESSFUNKTION MIT KONTAKTFREIEM SENSOR FÜR HORIZONTALE MASCHINE
[Positionierungsfunktion B-Achse]
Diese Funktion bewegt die B-Achse vor Ausführung jedes Messzyklus zum
Maschinennullpunkt. Verwenden Sie diese Funktion falls während des Messens eine Kollision
zwischen Werkstück und Sensor vorweg genommen wird.
Optionaler NC-Parameter Nr. 36 bit 5 (POSITIONIERUNG 1: JA , 0: NEIN)
[Einrichten einer Sperre]
Bei Verwendung eines Werkzeugs mit großem Durchmesser in der Spindel gibt es einen
Bereich, in dem das Werkzeug mit dem Sensor kollidiert. Um dies zu verhindern muss eine
Sperre gesetzt werden.
Hinweise zur Setzen einer Sperre finden Sie im beiliegenden Handbuch „ABSCHNITT 9
SONDERFUNKTION SPERRE FÜR HORIZONTALE MASCHINE. “
[Sensor Nullwert-Einstellzyklus in Längsrichtung (OO93)]
Dieser Zyklus definiert die Sensorposition, die verwendet wird, um die Werkzeuglänge zu
messen und einen Werkzeugbruch zu erkennen.
Die Versatzmethode kann mit Bit 7 der Systemvariablen VFST geschaltet werden.
Bit 7 der VFST AUS : Relativer Positionsversatz
EIN : Absoluter Positionsversatz
Ändern Sie, nachdem Sie hier die Versatzmethode gewählt haben, die Einstellung nicht mehr.
Die Messergebnisse werden ist der Arbeitskoordinate Nr. 2 des Systems gespeichert.
• Aufrufsequenz
CALL OO93 PAXI=* PLI=* [PRS=*] [PSPN=* [PPIC=*] [PTOL=*]] [PUDT=*] [POVT=*]
[PRET=1] [PCON=1] [PF1=*] [PF2=*] [PF3=*] [PF4=*] [PSBA=*]
PAXI: Achse von der der Nullpunkt gesetzt ist (Bit0: die X-Achse, Bit1: die Y-Achse, Bit2: Z-
Achse)
Die normale Einstellung ist PAXI=#05H. Bei Verwendung eines beweglichen
Sensors muss jedoch die Position der Y-Achse eingestellt werden. Andernfalls
kollidiert der Sensor mit dem Werkzeug, und beschädigt die Maschine.
PUDT: Betrag des verminderten Verfahrwegs bei der ersten Annäherung. (Voreinstellung: 50
mm (1,97 in.))
POVT: Betrag des zusätzlichen Verfahrwegs bei der ersten Annäherung. (Voreinstellung: 50
mm (1,97 in.))
PLI: Länge Referenzwerkzeug
Für den absoluten Positionsversatz (wie vorher erwähnt) muss die Länge von
der Maßlinie bis zum Ende des Referenzwerkzeugs angegeben werden. Für den
relativen Positionsversatz muss die Differenz zwischen Länge des
Referenzwerkzeugs bei relativem Positionsversatz und der Länge des
Referenzwerkzeugs definiert werden, die bei angepasster Messung verwendet
wird. Falls diese identisch sind muss 0 angegeben werden.
PRS: Spindelorientierungsposition
Wenn PRS weggelassen, und ein M-Code für die Spindeldrehung (M03 oder
M04) definiert wird, wird das Werkzeug während der Drehung gemessen. Wenn
PRS definiert wird, wird die Spindel ausgerichtet angehalten und der Sensor
misst das angehaltene Werkzeug. Ohne oben genannten M-Code wird die
Spindel jedoch ausgerichtet angehalten und der Sensor misst das angehaltene
Werkzeug, obwohl PRS weggelassen wurde.
MG61-012 S-372
KAPITEL 7 MESSFUNKTION MIT KONTAKTFREIEM SENSOR FÜR HORIZONTALE MASCHINE
PSPN [PPIC] [PTOL]: Breitenmessung während des Scannen [stufenweiser Vorschub beim
Scanning] [Wert überspringen beim Scanning]
Geben Sie die Messbreite in eine Richtung an. Beim Messscannen misst der
Sensor das Werkzeug sowohl in positiver als auch negativer Richtung. Ohne
Definition des PSPN kann der Sensor das Werkzeug nicht messen. Der
voreingestellte stufenweise Vorschub beim Messen ist 0,1 mm (0,004 in.).
Messscannen ist für die Bestimmung der Position der maximalen
Werkzeuglänge vorgesehen.
Wenn der gemessene Wert abnimmt, wird davon ausgegangen, dass die darauf
folgenden Messdaten keine Zunahme mehr haben werden. Dies bedeutet, dass
der Sensor nicht mehr weiter messen muss, um die gesamte Breite des PSPN
abzudecken. Das Kriterium um die Messung zu beenden wird „Wert
überspringen“ genannt. Die Voreinstellung ist 0,005 mm (0,0002 in.).
• Messprozedur
1. Referenzwerkzeug installieren.
2. Sensor mit M144 vor bewegen (sicherstellen, dass der Sensor mit keinen Bauteilen
kollidiert).
3. Laser mit M375 einschalten (der Laser wird mit M374 ausgeschaltet).
4. Positionieren Sie das Werkzeug von Hand in der Nähe des Sensors (positionieren Sie das
Werkzeug an einer Stelle, an der der Sensor mit Bewegung der Z-Achse bewegt wird).
5. Führen Sie den Sensor Nullwert-Einstellzyklus automatisch oder im MDI-Betriebsmodus
aus.
• Zyklusprozedur
1. Der Sensor befindet sich im positiven Endbereich der Z-Achse.
2. Der Sensor wird an der Rückzugsposition der Y-Achse positioniert, sofern die Maschine
den Rückzug der Y-Achse vor der Messung erfordert.
3. Die Spindelorientierung wird, außer bei der Messung drehender Werkzeuge, ausgeführt.
4. Der Sensor bewegt sich vorwärts.
5. Die B-Achse bewegt sich, wenn „1“ bei Bit 5 des optionalen NC-Parameters Nr. 36 gesetzt
wird, im Eilvorschub zum Maschinennullpunkt.
6. Die Y-Achse wird positioniert.
7. Die X-Achse wird positioniert.
8. Die Z-Achse bewegt sich zur verminderten Position.
9. Die Laserblende öffnet sich.
10. Der Messzyklus beginnt (der Sensor-Druckluftstoß für die 1. Messung wird ausgeführt).
11. Die Z-Achse bewegt sich zur Sensorposition.
12. Der Scanzyklus beginnt, sofern dieser gewählt wurde.
13. Der Sensor wird im positiven Endbereich der Z-Achse positioniert.*
14. Die Laserblende schließt sich.
15. Die Y-Achse zieht sich, falls vorgesehen, zurück.*
16. Der Sensor bewegt sich zurück.*
* Positionieren im positiven Grenzbereich durch Sequenz Nr. 13 wird weggelassen, wenn
PCON definiert wird.
Sensorrückzug durch Sequenz Nr. 15 und 16 wird weggelassen, wenn PRET definiert
wird.
MG61-012 S-374
KAPITEL 7 MESSFUNKTION MIT KONTAKTFREIEM SENSOR FÜR HORIZONTALE MASCHINE
• Zyklusprozedur
1. Der Sensor befindet sich im positiven Endbereich der Z-Achse.
2. Der Sensor wird an der Rückzugsposition der Y-Achse positioniert, sofern die Maschine
den Rückzug der Y-Achse vor der Messung erfordert.
3. Die Spindelorientierung wird, außer bei der Messung drehender Werkzeuge, ausgeführt.
4. Der Sensor bewegt sich vorwärts.
5. Die B-Achse bewegt sich, wenn „1“ bei Bit 5 des optionalen NC-Parameters Nr. 36 gesetzt
wird, im Eilvorschub zum Maschinennullpunkt.
6. Die Y-Achse wird am Messstartpunkt positioniert.
7. Die X-Achse wird am verringerten Punkt positioniert.
8. Die Z-Achse wird am Messstartpunkt positioniert (wenn PIN definiert ist, verschiebt sich
die Z-Achse um den mit PIN definierten Betrag vom Startpunkt in negative Richtung).
9. Die Laserblende öffnet sich.
10. Der Messzyklus beginnt (der Sensor-Druckluftstoß für die 1. Messung wird ausgeführt).
11. Die Y-Achse bewegt sich zur Sensorposition.
12. Der Scanzyklus beginnt, sofern dieser gewählt wurde.
13. Der Sensor wird im positiven Endbereich der Z-Achse positioniert.*
14. Die Laserblende schließt sich.
15. Die Y-Achse zieht sich, falls vorgesehen, zurück.*
16. Der Sensor bewegt sich zurück.*
* Positionieren im positiven Grenzbereich durch Sequenz Nr. 13 wird weggelassen, wenn
PCON definiert wird.
Sensorrückzug durch Sequenz Nr. 15 und 16 wird weggelassen, wenn PRET definiert
wird.
MG61-012 S-376
KAPITEL 7 MESSFUNKTION MIT KONTAKTFREIEM SENSOR FÜR HORIZONTALE MASCHINE
[Messen in Längsrichtung]
Dieser Zyklus misst die Werkzeuglänge. Schalten Sie beim Messen der Werkzeuglänge den
Bit 0 der Systemvariablen VFST ein.
• Aufrufsequenz
CALL OO95 PLI=* [PRS=*] [PSPN=* [PPIC=*] [PTOL=*]] [PUDT=*] [POVT=*] [PH=*]
[PRET=*] [PCON=*] [PF1=*] [PF2=*] [PF3=*] [PF4=*] [PSBA=*] [PSAM=*]
[PSPR=*] [PSRA=*] [PRTY=*]
PLI: Werkzeuglänge
PRS: Spindelorientierungsposition
PSPN [PPIC] [PTOL]: Breitenmessung während des Scannen [stufenweiser Vorschub beim
Scanning] [Wert überspringen beim Scanning]
PUDT: Betrag des verminderten Verfahrwegs bei der ersten Annäherung. (Voreinstellung: 10
mm (0,39 in.))
POVT: Betrag des zusätzlichen Verfahrwegs bei der ersten Annäherung. (Voreinstellung: 10
mm (0,39 in.))
PH: Werkzeuglängen-Offsetwert
PRET: Sperrparameter Rückzug Sensor*
PCON: Sperrparameter Rückzug Z-Achse*
PF1: Die 1. Annäherungsgeschwindigkeit des Sensors
PF2: Die 2. Annäherungsgeschwindigkeit des Sensors
PF3: Die 3. Annäherungsgeschwindigkeit des Sensors und die 1. Annäherungsgeschwindigkeit
im Scanzyklus
PF4: Die 4. Annäherungsgeschwindigkeit des Sensors und die 2. Annäherungsgeschwindigkeit
im Scanzyklus
PSBA: Zeitraum [s] für Druckluftstoß Sensor (Voreinstellung 3 [s])
Siehe Sensor Nullwert-Einstellzyklus in Längsrichtung.
PSAM: Anzahl der Messungen.
Wenn PSAM auf 2 oder mehr gesetzt wird, wiederholt die Steuerung den
Messzyklus mit der eingestellten Anzahl von Wiederholungen.
Bei der ersten Messung führt die Steuerung eine normale Messung aus (mit 4-
facher Annäherung).
Bei der zweiten und darauf folgenden Messungen führt die Steuerung die
Messungen mit 2-facher Annäherung aus. Die Annäherungsgeschwindigkeiten
beim zweiten und späteren Messzyklen sind wie folgt:
1. Annäherung … Die 3. Annäherungsgeschwindigkeit beim normalen Messzyklus
2. Annäherung … Die 4. Annäherungsgeschwindigkeit beim normalen Messzyklus
Der Durchschnittswert mehrerer Messungen wird als der endgültig gemessene
Wert betrachtet.
Der zweite und spätere Messzyklen umfassen nicht das Messscannen.
Die Voreinstellung ist 3 (Wiederholungen).
PSPR: Zulässiger Unterschied zwischen maximaler und minimalen Messergebnis
Die Maximal- und Minimalwerte werden anhand der Ergebnisse mehrfacher
Messungen erhalten. Stellen Sie bei diesem Parameter den zulässigen Bereich
zwischen Maximal- und Minimalwerten (Abweichung) ein. Die Voreinstellung ist
0,005 [mm].
PSRA: Aktion, wenn die Abweichung den zulässigen Bereich überschreitet (Alarm).
Wählen Sie, ob eine Abweichung, die größer als zulässig ist, einen Alarm auslöst
oder nicht.
Wählen Sie „1“, falls ein Alarm ausgelöst werden soll. Stellen Sie „0“ ein, falls kein
Alarm ausgelöst werden soll. Die Voreinstellung ist „0“ (kein Alarm).
MG61-012 S-377
KAPITEL 7 MESSFUNKTION MIT KONTAKTFREIEM SENSOR FÜR HORIZONTALE MASCHINE
PRTY: Aktion, wenn die Abweichung den zulässigen Bereich überschreitet (Neuversuch).
Wählen Sie, ob eine Abweichung, die größer als zulässig ist, einen neuen
Messzyklus auslöst oder nicht. Stellen Sie bei gewünschtem Neuversuch die
Anzahl der Neuversuche unter PRTY ein.
Stellen Sie, falls kein Neuversuch gewünscht wird, „0“ unter PRTY ein.
Die Steuerung führt die unter PSAM (Anzahl von Messungen) eingestellte Anzahl
von Messungen bei jedem Neuversuch aus. Während der erneuten Messung wird
auch beim 1. Messzyklus eine doppelte Annäherung ausgeführt.
Falls die Abweichung nach der angegebenen Anzahl von Neuversuchen nicht
innerhalb des zulässigen Bereichs liegt, erfolgt eine Alarmmeldung.
Wenn PSRA auf „1“ gesetzt ist, wird der PRTY Wert ignoriert. Wenn sowohl PSRA
als auch PRTY auf „0“ gesetzt werden, wird der Durchschnittswert als Messwert
angenommen, selbst wenn die Abweichung außerhalb des zulässigen Bereichs
liegt. Die Voreinstellung ist „0“ (kein Neuversuch).
• Zyklusprozedur
1. Der Sensor befindet sich im positiven Endbereich der Z-Achse.
2. Der Sensor wird an der Rückzugsposition der Y-Achse positioniert, sofern die Maschine
den Rückzug der Y-Achse vor der Messung erfordert.
3. Die Spindelorientierung wird, außer bei der Messung drehender Werkzeuge, ausgeführt.
4. Der Sensor bewegt sich vorwärts.
5. Die B-Achse bewegt sich, wenn „1“ bei Bit 5 des optionalen NC-Parameters Nr. 36 gesetzt
wird, im Eilvorschub zum Maschinennullpunkt.
6. Die X-Achse wird an der Sensorposition positioniert.
7. Die Y-Achse wird an der Sensorposition positioniert.
8. Der Druckluftstoß des Sensors ist ausgeschaltet.
9. Der Messzyklus beginnt (der Sensor-Druckluftstoß für die 1. Messung wird ausgeführt).
10. Die Z-Achse bewegt sich zur Sensorposition.
11. Der Scanzyklus beginnt, sofern dieser gewählt wurde.
12. Bei mehreren Messungen wiederholt die Steuerung den Messzyklus mit der eingestellten
Anzahl von Wiederholungen.
13. Die Z-Achse bewegt sich zur Sensorposition.
14. Der Sensor wird im positiven Endbereich der Z-Achse positioniert.*
15. Die Laserblende schließt sich.
16. Die Y-Achse zieht sich, falls vorgesehen, zurück.*
17. Der Sensor bewegt sich zurück.*
* Positionieren im positiven Grenzbereich durch Sequenz Nr. 14 wird weggelassen, wenn
PCON definiert wird.
Sensorrückzug durch Sequenz Nr. 16 und 17 wird weggelassen, wenn PRET definiert
wird.
MG61-012 S-378
KAPITEL 7 MESSFUNKTION MIT KONTAKTFREIEM SENSOR FÜR HORIZONTALE MASCHINE
[Messen in Querrichtung]
Dieser Zyklus misst den Fräserradius. Schalten Sie beim Messen des Fräserradius den Bit 0
der Systemvariablen VFST ein.
• Aufrufsequenz
CALL OO96 PRI=* PLI=* [PRS=*] [PSPN=* [PPIC=*] [PTOL=*]] [PIN=*] [PUDT=*] [POVT=*]
[PD=*] [PRET=*] [PCON=*] [PGO=*] [PF1=*] [PF2=*] [PF3=*] [PF4=*]
[PSBA=*] [PSAM=*] [PSPR=*] [PSRA=*] [PRTY=*]
PLI: Werkzeuglänge
PRI: Fräserradius
PRS: Spindelorientierungsposition
PSPN [PPIC] [PTOL]: Breitenmessung während des Scannen [stufenweiser Vorschub beim
Scanning] [Wert überspringen beim Scanning]
PIN: Vorschubbetrag Z-Achse
PUDT: Betrag des verminderten Verfahrwegs bei der ersten Annäherung. (Voreinstellung: 10 mm
(0,39 in.))
POVT: Betrag des zusätzlichen Verfahrwegs bei der ersten Annäherung. (Voreinstellung: 10 mm
(0,39 in.))
PD: Kompensationswert Fräserradius
PRET: Sperrparameter Rückzug Sensor*
PCON: Sperrparameter Rückzug Z-Achse*
PF1: Die 1. Annäherungsgeschwindigkeit des Sensors
PF2: Die 2. Annäherungsgeschwindigkeit des Sensors
PF3: Die 3. Annäherungsgeschwindigkeit des Sensors und die 1. Annäherungsgeschwindigkeit
im Scanzyklus
PF4: Die 4. Annäherungsgeschwindigkeit des Sensors und die 2. Annäherungsgeschwindigkeit
im Scanzyklus
PSBA: Zeitraum [s] für Druckluftstoß Sensor (Voreinstellung 3 [s])
PSAM: Anzahl der Messungen.
PSPR: Zulässiger Unterschied zwischen maximaler und minimalen Messergebnis
PSRA: Aktion, wenn die Abweichung den zulässigen Bereich überschreitet (Alarm).
PRTY: Aktion, wenn die Abweichung den zulässigen Bereich überschreitet (Neuversuch).
Siehe Beschreibung Sensor Nullwert-Einstellzyklus für Messen in Längsrichtung
und Messzyklus in Längsrichtung.
MG61-012 S-379
KAPITEL 7 MESSFUNKTION MIT KONTAKTFREIEM SENSOR FÜR HORIZONTALE MASCHINE
• Zyklusprozedur
1. Der Sensor befindet sich im positiven Endbereich der Z-Achse.
2. Der Sensor wird an der Rückzugsposition der Y-Achse positioniert, sofern die Maschine
den Rückzug der Y-Achse vor der Messung erfordert.
3. Die Spindelorientierung wird, außer bei der Messung drehender Werkzeuge, ausgeführt.
4. Der Sensor bewegt sich vorwärts.
5. Die B-Achse bewegt sich, wenn „1“ bei Bit 5 des optionalen NC-Parameters Nr. 36 gesetzt
wird, im Eilvorschub zum Maschinennullpunkt.
6. Die X-Achse wird an der Sensorposition positioniert.
7. Die Y-Achse bewegt sich zur verminderten Position.
8. Die Z-Achse wird an der Sensorposition positioniert (wenn PIN definiert ist, verschiebt sich
die Sensorposition um den mit PIN definierten Betrag in Vorschubrichtung).
9. Die Laserblende öffnet sich.
10. Der Messzyklus beginnt (der Sensor-Druckluftstoß für die 1. Messung wird ausgeführt).
11. Die X-Achse bewegt sich zur Sensorposition.
12. Der Scanzyklus beginnt, sofern dieser gewählt wurde.
13. Bei mehreren Messungen wiederholt die Steuerung den Messzyklus mit der eingestellten
Anzahl von Wiederholungen.
14. Die X-Achse bewegt sich zur Sensorposition.
15. Der Sensor wird im positiven Endbereich der Z-Achse positioniert.*
16. Die Laserblende schließt sich.
17. Die Y-Achse zieht sich, falls vorgesehen, zurück.*
18. Der Sensor bewegt sich zurück.*
* Positionieren im positiven Grenzbereich durch Sequenz Nr. 15 wird weggelassen, wenn
PCON definiert wird.
Sensorrückzug durch Sequenz Nr. 17 und 18 wird weggelassen, wenn PRET definiert
wird.
MG61-012 S-380
KAPITEL 7 MESSFUNKTION MIT KONTAKTFREIEM SENSOR FÜR HORIZONTALE MASCHINE
• Zyklusprozedur
1. Der Sensor befindet sich im positiven Endbereich der Z-Achse.
2. Der Sensor wird an der Rückzugsposition der Y-Achse positioniert, sofern die Maschine
den Rückzug der Y-Achse vor der Messung erfordert.
3. Die Spindelorientierung wird, außer bei der Messung drehender Werkzeuge, ausgeführt.
4. Der Sensor bewegt sich vorwärts.
5. Die B-Achse bewegt sich, wenn „1“ bei Bit 5 des optionalen NC-Parameters Nr. 36 gesetzt
wird, im Eilvorschub zum Maschinennullpunkt.
6. Die X-Achse wird an der Sensorposition positioniert.
7. Die Y-Achse wird positioniert.
8. Die Laserblende öffnet sich.
9. Der Messzyklus beginnt (der Sensor-Druckluftstoß für die 1. Messung wird ausgeführt).
10. Die X-Achse und die Z-Achse bewegen sich zur Sensorposition.
11. Der PRA Winkel wird hinzugefügt und der Sensor misst die Kugelgestalt in geneigter
Richtung.
12. Die Messsequenzen Nr. 9 und 10 werden bis zum Erreichen des Messwinkels von 90°
wiederholt.
13. Die X-Achse und die Z-Achse bewegen sich zur Sensorposition.
14. Der Sensor misst in Querrichtung.
15. Der Sensor wird im positiven Endbereich der Z-Achse positioniert.*
16. Die Laserblende schließt sich.
17. Die Y-Achse zieht sich, falls vorgesehen, zurück.*
18. Der Sensor bewegt sich zurück.*
19. Die Kugelgestalt wird bewertet, sofern der Bewertungsbefehl angegeben wurde.
* Positionieren im positiven Grenzbereich durch Sequenz Nr. 15 wird weggelassen, wenn
PCON definiert wird.
Sensorrückzug durch Sequenz Nr. 17 und 18 wird weggelassen, wenn PRET definiert
wird.
MG61-012 S-382
KAPITEL 7 MESSFUNKTION MIT KONTAKTFREIEM SENSOR FÜR HORIZONTALE MASCHINE
[Werkzeugbruchprüfung in Längsrichtung]
Dieser Zyklus erfasst einen Werkzeugbruch in Längsrichtung. Schalten Sie bei der
Werkzeugbruchprüfung in Längsrichtung den Bit 0 der Systemvariablen VFST aus.
• Aufrufsequenz
CALL OO95 [PLI=*][PRS=*] [PSPN=* [PPIC=*] [PTOL=*]] [PUDT=*] [POVT=*] [PH=*]
[PRET=*] [PCON=*] [PGO=*] [PLE1=*] [PLE2=*][PF1=*] [PF2=*] [PF3=*] [PF4=*]
[PSBA=*] [PSAM=*] [PSPR=*] [PSRA=*] [PRTY=*]
PLI: Werkzeuglänge
PRS: Spindelorientierungsposition
PSPN [PPIC] [PTOL]: Breitenmessung während des Scannen [stufenweiser Vorschub beim
Scanning] [Wert überspringen beim Scanning]
PUDT: Betrag des verminderten Verfahrwegs bei der ersten Annäherung. (Voreinstellung: 10 mm
(0,39 in.))
POVT: Betrag des zusätzlichen Verfahrwegs bei der ersten Annäherung. (Voreinstellung: 10 mm
(0,39 in.))
PH: Werkzeuglängen-Offsetwert
PRET: Sperrparameter Rückzug Sensor*
PCON: Sperrparameter Rückzug Z-Achse*
PGO: Parameter für die Definition der Aktion bei Erfassung eines Werkzeugbruchs.
PLE1: Schwellenwert für die Beurteilung eines Werkzeugbruchs.
PLE2: Schwellenwert für die Beurteilung des Werkzeugverschließes.
PSBA: Zeitraum [s] für Druckluftstoß Sensor (Voreinstellung 3 [s])
Siehe Sensor Nullwert-Einstellzyklus in Längsrichtung.
PSAM: Anzahl der Messungen.
PSPR: Zulässiger Unterschied zwischen maximaler und minimalen Messergebnis
PSRA: Aktion, wenn die Abweichung den zulässigen Bereich überschreitet (Alarm).
PRTY: Aktion, wenn die Abweichung den zulässigen Bereich überschreitet (Neuversuch).
Siehe Beschreibung Sensor Nullwert-Einstellzyklus für Messen in Längsrichtung
und Messzyklus in Längsrichtung.
MG61-012 S-383
KAPITEL 7 MESSFUNKTION MIT KONTAKTFREIEM SENSOR FÜR HORIZONTALE MASCHINE
• Zyklusprozedur
1. Der Sensor befindet sich im positiven Endbereich der Z-Achse.
2. Der Sensor wird an der Rückzugsposition der Y-Achse positioniert, sofern die Maschine
den Rückzug der Y-Achse vor der Messung erfordert.
3. Die Spindelorientierung wird, außer bei der Messung drehender Werkzeuge, ausgeführt.
4. Der Sensor bewegt sich vorwärts.
5. Die B-Achse bewegt sich, wenn „1“ bei Bit 5 des optionalen NC-Parameters Nr. 36 gesetzt
wird, im Eilvorschub zum Maschinennullpunkt.
6. Die X-Achse wird an der Sensorposition positioniert.
7. Die Y-Achse wird an der Sensorposition positioniert.
8. Die Laserblende öffnet sich.
9. Der Messzyklus beginnt (der Sensor-Druckluftstoß für die 1. Messung wird ausgeführt).
10. Die Z-Achse bewegt sich zur Sensorposition.
11. Der Scanzyklus beginnt, sofern dieser gewählt wurde.
12. Bei mehreren Messungen wiederholt die Steuerung den Messzyklus mit der eingestellten
Anzahl von Wiederholungen.
13. Die Z-Achse bewegt sich zur Sensorposition.
14. Der Sensor wird im positiven Endbereich der Z-Achse positioniert.*
15. Die Laserblende schließt sich.
16. Die Y-Achse zieht sich, falls vorgesehen, zurück.*
17. Der Sensor bewegt sich zurück.*
18. Werkzeugbruch oder Werkzeugverschleiß werden beurteilt.
19. Wenn ein Werkzeugbruch festgestellt wird, erfolgt der Werkzeugwechsel entsprechend
der PGO-Einstellung.
* Positionieren im positiven Grenzbereich durch Sequenz Nr. 14 wird weggelassen, wenn
PCON definiert wird.
Sensorrückzug durch Sequenz Nr. 16 und 17 wird weggelassen, wenn PRET definiert
wird.
MG61-012 S-384
KAPITEL 7 MESSFUNKTION MIT KONTAKTFREIEM SENSOR FÜR HORIZONTALE MASCHINE
[Werkzeugbruchprüfung in Querrichtung]
Dieser Zyklus erfasst einen Werkzeugbruch in Querrichtung. Schalten Sie bei der
Werkzeugbruchprüfung in Querrichtung den Bit 0 der Systemvariablen VFST aus.
• Aufrufsequenz
CALL OO96 [PRI=*] [PLI=*] [PRS=*] [PSPN=* [PPIC=*] [PTOL=*]] [PIN=*] [PUDT=*] [POVT=*]
[PD=*] [PRET=*] [PCON=*] [PGO=*] [PLE1=*] [PLE2=*] [PF1=*] [PF2=*]
[PF3=*] [PF4=*] [PSBA=*] [PSAM=*] [PSPR=*] [PSRA=*] [PRTY=*]
PLI: Werkzeuglänge
PRI: Fräserradius
PRS: Spindelorientierungsposition
PSPN [PPIC] [PTOL]: Breitenmessung während des Scannen [stufenweiser Vorschub beim
Scanning] [Wert überspringen beim Scanning]
PIN: Vorschubbetrag Z-Achse
PUDT: Betrag des verminderten Verfahrwegs bei der ersten Annäherung. (Voreinstellung: 10 mm
(0,39 in.))
POVT: Betrag des zusätzlichen Verfahrwegs bei der ersten Annäherung. (Voreinstellung: 10 mm
(0,39 in.))
PD: Kompensationswert Fräserradius
PRET: Sperrparameter Rückzug Sensor*
PCON: Sperrparameter Rückzug Z-Achse*
PGO: Parameter für die Definition der Aktion bei Erfassung eines Werkzeugbruchs.
PLE1: Schwellenwert für die Beurteilung eines Werkzeugbruchs.
PLE2: Schwellenwert für die Beurteilung des Werkzeugverschließes.
PF1: Die 1. Annäherungsgeschwindigkeit des Sensors
PF2: Die 2. Annäherungsgeschwindigkeit des Sensors
PF3: Die 3. Annäherungsgeschwindigkeit des Sensors und die 1. Annäherungsgeschwindigkeit
im Scanzyklus
PF4: Die 4. Annäherungsgeschwindigkeit des Sensors und die 2. Annäherungsgeschwindigkeit
im Scanzyklus
PSBA: Zeitraum [s] für Druckluftstoß Sensor (Voreinstellung 3 [s])
PSAM: Anzahl der Messungen.
PSPR: Zulässiger Unterschied zwischen maximaler und minimalen Messergebnis
PSRA: Aktion, wenn die Abweichung den zulässigen Bereich überschreitet (Alarm).
PRTY: Aktion, wenn die Abweichung den zulässigen Bereich überschreitet (Neuversuch).
Siehe Beschreibung Sensor Nullwert-Einstellzyklus für Messen in Längsrichtung
und Messzyklus in Längsrichtung.
MG61-012 S-385
KAPITEL 7 MESSFUNKTION MIT KONTAKTFREIEM SENSOR FÜR HORIZONTALE MASCHINE
• Zyklusprozedur
1. Der Sensor befindet sich im positiven Endbereich der Z-Achse.
2. Der Sensor wird an der Rückzugsposition der Y-Achse positioniert, sofern die Maschine
den Rückzug der Y-Achse vor der Messung erfordert.
3. Die Spindelorientierung wird, außer bei der Messung drehender Werkzeuge, ausgeführt.
4. Der Sensor bewegt sich vorwärts.
5. Die B-Achse bewegt sich, wenn „1“ bei Bit 5 des optionalen NC-Parameters Nr. 36 gesetzt
wird, im Eilvorschub zum Maschinennullpunkt.
6. Die X-Achse wird an der Sensorposition positioniert.
7. Die Y-Achse bewegt sich zur verminderten Position.
8. Die Z-Achse wird an der Sensorposition positioniert (wenn PIN definiert ist, verschiebt sich
die Z-Achse um den mit PIN definierten Betrag in Vorschubrichtung).
9. Die Laserblende öffnet sich.
10. Der Messzyklus beginnt (der Sensor-Druckluftstoß für die 1. Messung wird ausgeführt).
11. Die X-Achse bewegt sich zur Sensorposition.
12. Der Scanzyklus beginnt, sofern dieser gewählt wurde.
13. Bei mehreren Messungen wiederholt die Steuerung den Messzyklus mit der eingestellten
Anzahl von Wiederholungen.
14. Die X-Achse bewegt sich zur Sensorposition.
15. Der Sensor wird im positiven Endbereich der Z-Achse positioniert.*
16. Die Laserblende schließt sich.
17. Die Y-Achse zieht sich, falls vorgesehen, zurück.*
18. Der Sensor bewegt sich zurück.*
19. Werkzeugbruch oder Werkzeugverschleiß werden beurteilt.
20. Wenn ein Werkzeugbruch festgestellt wird, erfolgt der Werkzeugwechsel entsprechend
der PGO-Einstellung.
* Positionieren im positiven Grenzbereich durch Sequenz Nr. 15 wird weggelassen, wenn
PCON definiert wird.
Sensorrückzug durch Sequenz Nr. 17 und 18 wird weggelassen, wenn PRET definiert
wird.
MG61-012 S-386
KAPITEL 7 MESSFUNKTION MIT KONTAKTFREIEM SENSOR FÜR HORIZONTALE MASCHINE
EIOEMR5S7005R01
• Aufrufsequenz
CALL OO97 [PLI=*] [PRI=*] [PRS=*] [PIN=*] [PUDT=*] [POVT=*] [PH=*] [PRET=*]
[PCON=*]
PLI: Werkzeuglänge
Geben Sie den Versatzbetrag der Werkzeuglänge an. Wenn diese weggelassen
wird, wird der mit der Versatznummer angegebene Betrag eingestellt.
PRI: Fräserradius
Geben Sie den Kompensationsbetrag des Fräserradius an. Wenn diese
weggelassen wird, wird der mit der Versatznummer angegebene Betrag eingestellt.
PRS: Spindelorientierungsposition
PIN: Vorschubbetrag Z-Achse
Der Sensor beginnt mit der Messung indem er sich, ausgehend von der
Startposition, um den mit PIN definierten Betrag in negative Richtung bewegt
(Voreinstellung: 0,2 mm (0,008 in.)).
PUDT: Betrag des verminderten Verfahrwegs bei der ersten Annäherung. (Voreinstellung: 50 mm
(1,97 in.))
POVT: Betrag des zusätzlichen Verfahrwegs bei der ersten Annäherung. (Voreinstellung: 10 mm
(0,39 in.))
PH: Werkzeug-Versatzwert
Geben Sie den Werkzeugversatzwert an. Wenn dieser weggelassen wird, wird die
aktive Werkzeugnummer (VTLCN) eingestellt.
PRET: Sperrparameter Rückzug Sensor*
PCON: Sperrparameter Rückzug Z-Achse*
Siehe Sensor Nullwert-Einstellzyklus in Längsrichtung.
MG61-012 S-387
KAPITEL 7 MESSFUNKTION MIT KONTAKTFREIEM SENSOR FÜR HORIZONTALE MASCHINE
• Zyklusprozedur
1. Der Sensor befindet sich im positiven Endbereich der Z-Achse.
2. Der Sensor wird an der Rückzugsposition der Y-Achse positioniert, sofern die Maschine
den Rückzug der Y-Achse vor der Messung erfordert.
3. Die Spindelorientierung wird, außer bei der Messung drehender Werkzeuge, ausgeführt.
4. Der Sensor bewegt sich vorwärts.
5. Die B-Achse bewegt sich, wenn „1“ bei Bit 5 des optionalen NC-Parameters Nr. 36 gesetzt
wird, im Eilvorschub zum Maschinennullpunkt.
6. Die X-Achse wird an der Sensorposition positioniert.
7. Die Y-Achse bewegt sich zur verminderten Position.
8. Die Z-Achse wird an der Sensorposition positioniert (wenn PIN definiert ist, verschiebt sich
die Z-Achse um den mit PIN definierten Betrag in Vorschubrichtung).
9. Die Laserblende öffnet sich.
10. Die X-Achse springt zur Zielposition (Sensorposition + zusätzlicher Verfahrweg).
11. Der Sensor wird im positiven Endbereich der Z-Achse positioniert.*
12. Die Laserblende schließt sich.
13. Die Y-Achse zieht sich, falls vorgesehen, zurück.*
14. Der Sensor bewegt sich zurück.*
15. Der Werkzeugbruch wird beurteilt.
16. Wenn ein Werkzeugbruch festgestellt wird, erfolgt der Werkzeugwechsel entsprechend
der PGO-Einstellung.
* Positionieren im positiven Grenzbereich durch Sequenz Nr. 11 wird weggelassen, wenn
PCON definiert wird.
Sensorrückzug durch Sequenz Nr. 13 und 14 wird weggelassen, wenn PRET definiert
wird.
MG61-012 S-388
KAPITEL 7 MESSFUNKTION MIT KONTAKTFREIEM SENSOR FÜR HORIZONTALE MASCHINE
5. Alarmliste
2583 Alarm B Unbemannt: Großer Fehler bei Kugelmessung Eeoemr5s7005
Großer Fehler wurden bei der Messung der Kugelgestalt festgestellt.
[Vermutlich fehlerhafter Standort]
Beim Nullwert-Einstellzyklus des Berührungssensors hat die Nullposition für die
waagerechte Richtung nicht mit der Werkzeugmitte übereingestimmt.
Oder das Messgerät ist defekt.
[Gegenmaßnahmen]
Verwenden Sie ein korrektes Werkzeug, beispielsweise ein Reservewerkzeug.
1. Beschreibung
Wenn ein kontaktfreier Sensor auf einer horizontalen Maschine montiert wird, Eeoemr5s8001
gibt es einen Bereich
in dem bei Verwendung eines Werkzeugs mit großem Durchmesser in der Spindel dieses mit dem
Sensor kollidiert.
Um die Kollision des Werkzeugs mit dem Sensor zu verhindern, wird eine Sonderfunktion in Form
einer Sperre eingesetzt.
Diese Funktion begrenzt den Verfahrweg der X-Achse entsprechend der Position der Y-Achse.
2. Detaillierte Beschreibung
2-1. Parametereinstellung
Wählen Sie den Parametereinstellmodus. Eeoemr5s8002
Wählen Sie im Funktionsmenü [F8] (DISPLAY CHANGE).
Das Fenster DISPLAY CHANGE wird angezeigt.
(a) Wenn das DISPLAY CHANGE Fenster BARRIER (X, Y) anzeigt, wählen Sie dies aus, um die
BARRIER (X, Y) Ansicht aufzurufen.
(b) Wählen Sie andernfalls im Funktionsmenü [F1] (MENU CHANGE).
Das Fenster MENU CHANGE wird angezeigt.
Wählen Sie mit den Bild-Tasten oder den [ ↑ ] [ ↓ ] Cursortasten, BARRIER (X, Y)."
Wenn Sie [F1] (Markierung) im Funktionsmenü des MENU CHANGE Fensters wählen, wird
eine Markierung bei BARRIER (X, Y) gesetzt. Wählen Sie nun [F7] (OK) im Funktionsmenü des
MENU Fensters, und das MENU CHANGE Fenster zu schließen.
Das DISPLAY CHANGE Fenster wird aktualisiert, und BARRIER (X, Y) wird im Fenster anzeigt.
Wählen Sie dies, um die BARRIER (X, Y) Ansicht anzuzeigen.
EIOEMR5S8001R01
MG61-012 S-390
KAPITEL 8 SONDERFUNKTION SPERRE FÜR HORIZONTALE MASCHINE
EIOEMR5S8002R01
3. Alarme
3-1. Alarm A
1203 Sperre Eeoemr5s8006
Wenn ein kontaktfreier Sensor auf einer horizontalen Maschine montiert wird,
gibt es einen Bereich in dem bei Verwendung eines Werkzeugs mit großem
Durchmesser in der Spindel dieses mit dem Sensor kollidiert.
Stellen Sie in der Parametereinstellanzeige eine Sperre als Kollisionsbereich
für die X- und Y- Achse ein.
Wenn (Sperre Y-axis N Grenze ≤ Y Befehlswert ≤ Sperre Y-Achse P
Grenze),leuchtet die Alarm-Meldeleuchte in einem der beiden folgenden Fällen
auf:
(Sperre X-Achse N Grenzwert ≥ X Befehlswert) oder
(Sperre X-Achse P Grenzwert ≤ X Befehlswert).
[Index]
Keiner
[Zeichenfolge]
Keine
[Code]
2: Sonderfunktion Sperre für horizontale Maschine
[Gegenmaßnahmen]
Programm kontrollieren
Eine Sperrenkontrolle findet im Handbetrieb nicht statt. Wählen Sie, wenn die
Alarm-Meldeleuchte aufleuchtet den Handbetrieb und setzen Sie den Alarm
zurück. Nach der Rückstellung sind Bewegungen der Achse nur mit dem
Impulshandrad möglich. Bewegen Sie die betroffene Achse mit dem
Impulshandrad aus dem Sperrenbereich.
MG61-012 S-393
KAPITEL 9 MESSFUNKTION MIT KONTAKTFREIEM SENSOR FÜR MCR-AF
EIOEMR5S9001R01
* Scannendes Messen: Der Sensor misst ein Werkzeug in einer Messrichtung (z.B. der X-Achse)
und verschiebt sich mit der Achse im rechten Winkel zur Messachse (z.B. der Z-Achse). Durch
mehrmaliges Wiederholen der obigen Messung erfasst der Sensor die maximale
Werkzeuglänge (oder Durchmesser).
MG61-012 S-394
KAPITEL 9 MESSFUNKTION MIT KONTAKTFREIEM SENSOR FÜR MCR-AF
2. Beschreibung
Kontaktfreies Messen wird im Wesentlichen in zwei Methoden unterteilt, Eeoemr5s9002
entsprechend der
Montageposition des Sensors: Dieses Hersteller-Unterprogramm (nachfolgend MSB genannt) ist für
einen festen Sensor gedacht, und kann vertikale Spindelwerkzeuge messen.
Der Sensormodus (fest/beweglich) kann mit Bit 3 der Systemvariablen VFST umgeschaltet werden.
Bit 3 der VFST 0 ...... Beweglicher Sensor
1 ...... Fester Sensor
EIOEMR5S9002R01
Die durch die Sensorposition bestimmte Programme werden auf den nächsten Seiten beschrieben.
MG61-012 S-395
KAPITEL 9 MESSFUNKTION MIT KONTAKTFREIEM SENSOR FÜR MCR-AF
EIOEMR5S9003R01
Vorgehensweise :
1 Bewegen Sie die X-Achse in die Position, als Rückzugsposition der X-Achse eingestellt wird.
Die Positionen der X- und Y-Achsen beeinflussen die Einstellung nicht.
2 Wählen Sie den Automatikmodus, und führen Sie folgendes Unterprogramm aus:
CALL OO120
M02
Die X-Achse bewegt sich nicht obwohl dieses Programm ausgeführt wird.
Nach der Ausführung dieses Programms wird die aktuelle Position der X-Achse als
Rückzugsposition der X-Achse in Arbeits-Koordinatensystem Pos. Nr. 12 des Systems
gespeichert. Sie kann mit der Systemvariablen VSZOX [12] auf der Daten Check Anzeige
kontrolliert werden.
[Spindeldrehzahl]
Bestimmen Sie die Spindeldrehzahl anhand folgender Formel, falls eine Messung bei
drehender Spindel ausgeführt wird:
S=F/N
Wobei
S die tatsächliche Spindeldrehzahl ist. Dies ist der Wert des S Befehls multipliziert mit der
Übersteuerung der Spindeldrehzahl.
F ist der tatsächliche Vorschub. Wenn PFI (die 1. Annäherungsgeschwindigkeit des Sensors)
nicht anhand eines Arguments definiert ist, wird dieser Wert 2.000 mit der Übersteuerung des
Schneidevorschubs multipliziert. Wenn PFI mit einem Argument definiert ist, ist dieser Wert
der angegebene Wert, multipliziert mit der Übersteuerung des Schneidevorschubs.
N ist die Anzahl der Werkzeugschneiden.
ACHTUNG
Die Montageposition des Lasersensors für die Doppelsäulen-Maschine „MCR-AF“ befindet sich
außerhalb der Verfahrgrenze.
Das heißt, dass das Messen in einem Bereich erfolgt, der außerhalb des Kontrolle der
Softwaregrenze liegt.
Beim Sensor Nullwert-Einstellzyklus (OO93 oder OO94) dieses Hersteller-Unterprogramms wird
die Spindel in der Sensorposition positioniert, daher muss der Bediener sie mit einem manuellem
Interrupt aus der Verfahrgrenze heraus bewegen.
Führen Sie diesen Arbeitsschritt mit größter Sorgfalt aus, da er sehr gefährlich sein kann.
MG61-012 S-397
KAPITEL 9 MESSFUNKTION MIT KONTAKTFREIEM SENSOR FÜR MCR-AF
PUDT: Betrag des verminderten Verfahrwegs bei der ersten Annäherung. (Voreinstellung: 50
mm (1,97 in.))
POVT: Betrag des zusätzlichen Verfahrwegs bei der ersten Annäherung. (Voreinstellung: 50
mm (1,97 in.))
PAT: Anschluss-Versatzwert
Stellen Sie den Versatzwert für VATSC ein [185, Anschluss-Versatzwert]. Verwenden
Sie diesen Wert beim Sensor Nullwert-Einstellzyklus und Verwendung eines
Anschlusses.
Dieses MSB kann nicht für die Messung horizontaler Spindelwerkzeuge verwendet
werden, sondern nur für die Messung eines Werkzeugs mit montiertem
Erweiterungsanschluss.
PF1: 1. Annäherungsgeschwindigkeit des Sensors
PF2: 2. Annäherungsgeschwindigkeit des Sensors
PF3: 3. Annäherungsgeschwindigkeit des Sensors und 1. Annäherungsgeschwindigkeit im
Scanzyklus
PF4: 4. Annäherungsgeschwindigkeit des Sensors und 2. Annäherungsgeschwindigkeit im
Scanzyklus
Normalerweise fährt das Werkzeug den Sensor vier Mal an. Beim Messscannen
fährt das Werkzeug den Sensor zwei Mal an. Hier muss die
Annäherungsgeschwindigkeit zu diesem Zeitpunkt definiert werden. Die
voreingestellten Geschwindigkeiten sind jeweils 2.000 mm/min, 1.000 mm/min, 100
mm/min und 3 mm/min. Bei der Messung eines drehenden Werkzeugs hängt die 4.
Annäherungsgeschwindigkeit von der Drehzahl (0,001 x S [mm]/min) ab.
PSBA: Zeitraum [s] für Druckluftstoß Sensor (Voreinstellung 3 [s])
• Messprozedur
1. Referenzwerkzeug installieren.
2. Führen Sie den Sensor Nullwert-Einstellzyklus automatisch oder im MDI-Betriebsmodus
aus.
MG61-012 S-399
KAPITEL 9 MESSFUNKTION MIT KONTAKTFREIEM SENSOR FÜR MCR-AF
• Zyklusprozedur
1. Die Laserblende öffnet sich.
2. Der Sensor bewegt sich vorwärts.
3. Die ATC-Tür öffnet sich (und deaktiviert die Grenze der Z-Achse).
4. Das Programm stoppt beim Empfang von M00.
5. Wählen Sie den manuellen Interrupt-Modus und bewegen Sie das Referenzwerkzeug in
die Nähe des Sensors.
Der Anwender muss folgende Arbeitsschritte ausführen:
• Manuellen Interrupt-Modus auf ON schalten.
• Das Referenzwerkzeug manuell nahe an den Sensor bewegen (wobei der Laserstrahl
einfach durch die Bewegung der Z-Achse versperrt wird).
• Manuellen Interrupt-Modus auf OFF schalten.
• Die START Taste drücken.
6. Die Bewegung wird gelöscht.
7. Der Sensor befindet sich im positiven Endbereich der Z-Achse.
8. Der Sensor wird an der Rückzugsposition der X-Achse positioniert.
9. Die Spindelorientierung wird, außer bei der Messung drehender Werkzeuge, ausgeführt.
10. Die X-Achse wird positioniert.
11. Die Z-Achse bewegt sich zur verminderten Position.
12. Der Messzyklus beginnt (der Sensor-Druckluftstoß für die 1. Messung wird ausgeführt).
13. Die Z-Achse bewegt sich zur Sensorposition.
14. Der Scanzyklus beginnt, sofern dieser gewählt wurde.
15. Der Sensor befindet sich im positiven Endbereich der Z-Achse.
16. Die Laserblende schließt sich.
17. Die X-Achse fährt zurück.
18. Der Sensor bewegt sich zurück.
19. Die ATC-Tür schließt sich (und aktiviert die Grenze der Z-Achse).
MG61-012 S-400
KAPITEL 9 MESSFUNKTION MIT KONTAKTFREIEM SENSOR FÜR MCR-AF
• Zyklusprozedur
1. Die Laserblende öffnet sich.
2. Der Sensor bewegt sich vorwärts.
3. Die ATC-Tür öffnet sich (und deaktiviert die Grenze der Z-Achse).
4. Das Programm stoppt beim Empfang von M00.
5. Wählen Sie den manuellen Interrupt-Modus und bewegen Sie das Referenzwerkzeug in
die Nähe des Sensors.
Der Anwender muss folgende Arbeitsschritte ausführen:
• Manuellen Interrupt-Modus auf ON schalten.
• Das Referenzwerkzeug manuell nahe an den Sensor bewegen (wobei der Laserstrahl
einfach durch die Bewegung der Z-Achse versperrt wird).
• Manuellen Interrupt-Modus auf OFF schalten.
• Die START Taste drücken.
6. Die Bewegung wird gelöscht.
7. Der Sensor befindet sich im positiven Endbereich der Z-Achse.
8. Der Sensor wird an der Rückzugsposition der X-Achse positioniert.
9. Die Spindelorientierung wird, außer bei der Messung drehender Werkzeuge, ausgeführt.
10. Die X-Achse wird am verringerten Punkt positioniert.
11. Die Z-Achse wird am Messstartpunkt positioniert. (Wenn PIN definiert ist, bewegt sich die
Z-Achse, ausgehend von der Startposition, um den mit PIN definierten Betrag in negative
Richtung)
12. Der Messzyklus beginnt (der Sensor-Druckluftstoß für die 1. Messung wird ausgeführt).
13. Die X-Achse bewegt sich zur Sensorposition.
14. Der Scanzyklus beginnt, sofern dieser gewählt wurde.
15. Der Sensor befindet sich im positiven Endbereich der Z-Achse.
16. Die Laserblende schließt sich.
17. Die X-Achse fährt zurück.
18. Der Sensor bewegt sich zurück.
19. Die ATC-Tür schließt sich (und aktiviert die Grenze der Z-Achse).
MG61-012 S-402
KAPITEL 9 MESSFUNKTION MIT KONTAKTFREIEM SENSOR FÜR MCR-AF
[Messen in Längsrichtung]
Dieser Zyklus misst die Werkzeuglänge. Schalten Sie beim Messen der Werkzeuglänge den
Bit 0 der Systemvariablen VFST ein.
• Aufrufsequenz
CALL OO95 PLI=* [PRS=*] [PSPN=* [PPIC=*] [PTOL=*]] [PUDT=*] [POVT=*] [PAT=*] [PH=*]
[PF1=*] [PF2=*] [PF3=*] [PF4=*] [PSBA=*] [PSAM=*] [PSPR=*] [PSRA=*]
[PRTY=*]
PLI: Werkzeuglänge
Geben Sie die (erwartete) Werkzeuglänge an.
PRS: Spindelorientierungsposition
Siehe Sensor Nullwert-Einstellzyklus in Längsrichtung.
PSPN [PPIC] [PTOL]: Breitenmessung während des Scannen [stufenweiser Vorschub beim
Scanning] [Wert überspringen beim Scanning]
Siehe Sensor Nullwert-Einstellzyklus in Längsrichtung.
PUDT: Betrag des verminderten Verfahrwegs bei der ersten Annäherung. (Voreinstellung: 10 mm
(0,39 in.))
POVT: Betrag des zusätzlichen Verfahrwegs bei der ersten Annäherung. (Voreinstellung: 10 mm
(0,39 in.))
PAT: Anschluss-Versatzwert
Siehe Sensor Nullwert-Einstellzyklus in Längsrichtung.
PH: Werkzeuglängen-Offsetwert
Geben Sie die Werkzeuglängen-Versatznummer an, an der die gemessene
Werkzeuglänge gespeichert ist.
Wenn PH weggelassen wird, wird die aktive Werkzeug-Versatznummer (VTLCN)
eingestellt.
PF1: Die 1. Annäherungsgeschwindigkeit des Sensors
PF2: Die 2. Annäherungsgeschwindigkeit des Sensors
PF3: Die 3. Annäherungsgeschwindigkeit des Sensors und die 1. Annäherungsgeschwindigkeit
im Scanzyklus
PF4: Die 4. Annäherungsgeschwindigkeit des Sensors und die 2. Annäherungsgeschwindigkeit
im Scanzyklus
Siehe Sensor Nullwert-Einstellzyklus in Längsrichtung.
PSBA: Zeitraum [s] für Druckluftstoß Sensor (Voreinstellung 3 [s])
PSAM: Anzahl der Messungen.
Wenn PSAM auf 2 oder mehr gesetzt wird, wiederholt die Steuerung den
Messzyklus mit der eingestellten Anzahl von Wiederholungen.
Bei der ersten Messung führt die Steuerung eine normale Messung aus (mit 4-
facher Annäherung).
Bei der zweiten und darauf folgenden Messungen führt die Steuerung die
Messungen mit 2-facher Annäherung aus. Die Annäherungsgeschwindigkeiten
beim zweiten und späteren Messzyklen sind wie folgt:
1. Annäherung … Die 3. Annäherungsgeschwindigkeit beim normalen Messzyklus
2. Annäherung … Die 4. Annäherungsgeschwindigkeit beim normalen Messzyklus
Der Durchschnittswert mehrerer Messungen wird als der endgültig gemessene
Wert betrachtet.
Der zweite und spätere Messzyklen umfassen nicht das Messscannen.
Die Voreinstellung ist 3 (Wiederholungen).
MG61-012 S-403
KAPITEL 9 MESSFUNKTION MIT KONTAKTFREIEM SENSOR FÜR MCR-AF
[Messen in Querrichtung]
Dieser Zyklus misst den Fräserradius. Schalten Sie beim Messen des Fräserradius den Bit 0
der Systemvariablen VFST ein.
• Aufrufsequenz
CALL OO96 PRI=* PLI=* [PRS=*] [PSPN=* [PPIC=*] [PTOL=*]] [PIN=*] [PUDT=*] [POVT=*]
[PAT=*] [PD=*] [PGO=*] [PF1=*] [PF2=*] [PF3=*] [PF4=*]
[PSBA=*] [PSAM=*] [PSPR=*] [PSRA=*] [PRTY=*]
PLI: Werkzeuglänge
Geben Sie den Versatzbetrag der Werkzeuglänge an.
PRI: Fräserradius
Geben Sie den Versatzbetrag des Fräserradius an (den erwarteten Versatzbetrag
des Fräserradius).
PRS: Spindelorientierungsposition
Siehe Sensor Nullwert-Einstellzyklus in Längsrichtung.
PSPN [PPIC] [PTOL]: Breitenmessung während des Scannen [stufenweiser Vorschub beim
Scanning] [Wert überspringen beim Scanning]
Siehe Sensor Nullwert-Einstellzyklus in Längsrichtung.
PIN: Vorschubbetrag Z-Achse
Der Sensor beginnt mit der Messung indem er sich, ausgehend von der
Startposition, um den mit PIN definierten Betrag in negative Richtung bewegt.
PUDT: Betrag des verminderten Verfahrwegs bei der ersten Annäherung. (Voreinstellung: 10 mm
(0,39 in.))
POVT: Betrag des zusätzlichen Verfahrwegs bei der ersten Annäherung. (Voreinstellung: 10 mm
(0,39 in.))
PAT: Anschluss-Versatzwert
Siehe [Messzyklus in Längsrichtung].
PD: Kompensationswert Fräserradius
Geben Sie die Kompensationsnummer des Fräserradius an, an der der
gemessene Fräserradius gespeichert ist.
Wenn dieser weggelassen wird, wird die aktive Werkzeug-Kompensationsnummer
(VTLCN) eingestellt.
PF1: Die 1. Annäherungsgeschwindigkeit des Sensors
PF2: Die 2. Annäherungsgeschwindigkeit des Sensors
PF3: Die 3. Annäherungsgeschwindigkeit des Sensors und die 1. Annäherungsgeschwindigkeit
im Scanzyklus
PF4: Die 4. Annäherungsgeschwindigkeit des Sensors und die 2. Annäherungsgeschwindigkeit
im Scanzyklus
Siehe Sensor Nullwert-Einstellzyklus in Längsrichtung.
PSBA: Zeitraum [s] für Druckluftstoß Sensor (Voreinstellung 3 [s])
PSAM: Anzahl der Messungen.
Siehe [Messzyklus in Längsrichtung].
PSPR: Zulässiger Unterschied zwischen maximaler und minimalen Messergebnis
Siehe [Messzyklus in Längsrichtung].
PSRA: Aktion, wenn die Abweichung den zulässigen Bereich überschreitet (Alarm).
Siehe [Messzyklus in Längsrichtung].
PRTY: Aktion, wenn die Abweichung den zulässigen Bereich überschreitet (Neuversuch).
Siehe [Messzyklus in Längsrichtung].
MG61-012 S-405
KAPITEL 9 MESSFUNKTION MIT KONTAKTFREIEM SENSOR FÜR MCR-AF
• Zyklusprozedur
1. Die Laserblende öffnet sich.
2. Der Sensor befindet sich im positiven Endbereich der Z-Achse.
3. Der Sensor wird an der Rückzugsposition der X-Achse positioniert.
4. Die Spindelorientierung wird, außer bei der Messung drehender Werkzeuge, ausgeführt.
5. Die ATC-Tür öffnet sich (und deaktiviert die Grenze der Z-Achse).
6. Der Sensor bewegt sich vorwärts.
7. Die X-Achse bewegt sich zur verminderten Position.
8. Die Z-Achse wird an der Sensorposition positioniert. (Wenn PIN definiert ist, bewegt sich
die Sensorposition, ausgehend von der Startposition, um den mit PIN definierten Betrag in
Vorschubrichtung)
9. Der Messzyklus beginnt (der Sensor-Druckluftstoß für die 1. Messung wird ausgeführt).
10. Die X-Achse bewegt sich zur Sensorposition.
11. Der Scanzyklus beginnt, sofern dieser gewählt wurde.
12. Bei mehreren Messungen wiederholt die Steuerung den Messzyklus mit der eingestellten
Anzahl von Wiederholungen.
13. Die X-Achse bewegt sich zur Sensorposition.
14. Der Sensor befindet sich im positiven Endbereich der Z-Achse.
15. Die Laserblende schließt sich.
16. Die X-Achse fährt zurück.
17. Der Sensor bewegt sich zurück.
18. Die ATC-Tür schließt sich (und aktiviert die Grenze der Z-Achse).
MG61-012 S-406
KAPITEL 9 MESSFUNKTION MIT KONTAKTFREIEM SENSOR FÜR MCR-AF
• Zyklusprozedur
1. Die Laserblende öffnet sich.
2. Der Sensor befindet sich im positiven Endbereich der Z-Achse.
3. Der Sensor wird an der Rückzugsposition der X-Achse positioniert.
4. Die Spindelorientierung wird, außer bei der Messung drehender Werkzeuge, ausgeführt.
5. Die ATC-Tür öffnet sich (und deaktiviert die Grenze der Z-Achse).
6. Der Sensor bewegt sich vorwärts.
7. Die X-Achse wird an der Sensorposition positioniert.
8. Der Messzyklus beginnt (der Sensor-Druckluftstoß für die 1. Messung wird ausgeführt).
9. Die X-Achse und die Z-Achse bewegen sich zur Sensorposition.
10. Der PRA Winkel wird hinzugefügt und der Sensor misst die Kugelgestalt in geneigter
Richtung.
11. Die Messsequenzen Nr. 9 und 10 werden bis zum Erreichen des Messwinkels von 90°
wiederholt.
12. Die X-Achse und die Z-Achse bewegen sich zur Sensorposition.
13. Der Sensor misst in Querrichtung.
14. Der Sensor befindet sich im positiven Endbereich der Z-Achse.
15. Die Laserblende schließt sich.
16. Die X-Achse fährt zurück.
17. Der Sensor bewegt sich zurück.
18. Die ATC-Tür schließt sich (und aktiviert die Grenze der Z-Achse).
19. Die Kugelgestalt wird bewertet, sofern der Bewertungsbefehl angegeben wurde.
MG61-012 S-408
KAPITEL 9 MESSFUNKTION MIT KONTAKTFREIEM SENSOR FÜR MCR-AF
[Werkzeugbruchprüfung in Längsrichtung]
Dieser Zyklus erfasst einen Werkzeugbruch in Längsrichtung. Schalten Sie bei der
Werkzeugbruchprüfung in Längsrichtung den Bit 0 der Systemvariablen VFST aus.
• Aufrufsequenz
CALL OO95 [PLI=*] [PRS=*] [PSPN=* [PPIC=*] [PTOL=*]] [PUDT=*] [POVT=*] [PAT=*] [PH=*]
[PGO=*] [PLE1=*] [PLE2=*][PF1=*] [PF2=*] [PF3=*] [PF4=*]
[PSBA=*] [PSAM=*] [PSPR=*] [PSRA=*] [PRTY=*]
PLI: Werkzeuglänge
Geben Sie die (erwartete) Werkzeuglänge an.
PRS: Spindelorientierungsposition
Siehe Sensor Nullwert-Einstellzyklus in Längsrichtung.
PSPN [PPIC] [PTOL]: Breitenmessung während des Scannen [stufenweiser Vorschub beim
Scanning] [Wert überspringen beim Scanning]
Siehe Sensor Nullwert-Einstellzyklus in Längsrichtung.
PUDT: Betrag des verminderten Verfahrwegs bei der ersten Annäherung. (Voreinstellung: 10 mm
(0,39 in.))
POVT: Betrag des zusätzlichen Verfahrwegs bei der ersten Annäherung. (Voreinstellung: 10 mm
(0,39 in.))
PAT: Anschluss-Versatzwert
Siehe [Messzyklus in Längsrichtung].
PH: Werkzeuglängen-Offsetwert
Geben Sie die Werkzeuglängen-Versatznummer der Daten an, die mit dem
Messergebnis verglichen werden.
Wenn dieser weggelassen wird, wird die aktive Werkzeugnummer (VTLCN)
eingestellt.
PGO: Aktion bei Erfassung eines Werkzeugbruchs
PGO=1 Das Werkzeug wird bei Erfassung eines Werkzeugbruchs gewechselt.
PGO=2 Das Werkzeug wird bei Erfassung eines Werkzeugbruchs gewechselt.
Das gebrochene Werkzeug bewegt sich vor der Auswechselung zur
Werkzeugwechselposition.
Wenn PGO weggelassen wird, endet der Zyklus mit einer Alarmmeldung.
PLE1: Schwellenwert für die Beurteilung eines Werkzeugbruchs.
Geben Sie den Grenzwert für die Unterscheidung eines Werkzeugbruchs von
einem Werkzeugversatzwert an. Voreinstellung ist 0,1 mm (0,004 in.).
PLE2: Schwellenwert für die Beurteilung des Werkzeugverschließes.
Geben Sie den Grenzwert für die Unterscheidung des Werkzeugverschleißes von
einem Werkzeugversatzwert an. Wenn die Differenz kleiner als PLE2 ist, definiert
die Steuerung das Werkzeug als verschlissen, und aktualisiert den
Werkzeuglängen-Versatzwert. Wenn PLE2 weggelassen wird, führt die Steuerung
diese Beurteilung nicht aus.
PF1: Die 1. Annäherungsgeschwindigkeit des Sensors
PF2: Die 2. Annäherungsgeschwindigkeit des Sensors
PF3: Die 3. Annäherungsgeschwindigkeit des Sensors und die 1. Annäherungsgeschwindigkeit
im Scanzyklus
PF4: Die 4. Annäherungsgeschwindigkeit des Sensors und die 2. Annäherungsgeschwindigkeit
im Scanzyklus
Siehe Sensor Nullwert-Einstellzyklus in Längsrichtung.
PSBA: Zeitraum [s] für Druckluftstoß Sensor (Voreinstellung 3 [s])
MG61-012 S-409
KAPITEL 9 MESSFUNKTION MIT KONTAKTFREIEM SENSOR FÜR MCR-AF
[Werkzeugbruchprüfung in Querrichtung]
Dieser Zyklus erfasst einen Werkzeugbruch in Querrichtung. Schalten Sie bei der
Werkzeugbruchprüfung in Querrichtung den Bit 0 der Systemvariablen VFST aus.
• Aufrufsequenz
CALL OO96 [PRI=*] [PLI=*] [PRS=*] [PSPN=* [PPIC=*] [PTOL=*]] [PIN=*] [PUDT=*] [POVT=*]
[PAT=*] [PD=*] [PGO=*] [PLE1=*] [PLE2=*] [PF1=*] [PF2=*]
[PF3=*] [PF4=*] [PSBA=*] [PSAM=*] [PSPR=*] [PSRA=*] [PRTY=*]
PLI: Werkzeuglänge
Geben Sie den Versatzbetrag der Werkzeuglänge an.
PRI: Fräserradius
Geben Sie den Versatzbetrag des Fräserradius an (den erwarteten Versatzbetrag
des Fräserradius).
PRS: Spindelorientierungsposition
Siehe Sensor Nullwert-Einstellzyklus in Längsrichtung.
PSPN [PPIC] [PTOL]: Breitenmessung während des Scannen [stufenweiser Vorschub beim
Scanning] [Wert überspringen beim Scanning]
Siehe Sensor Nullwert-Einstellzyklus in Längsrichtung.
PIN: Vorschubbetrag Z-Achse
Der Sensor beginnt mit der Messung indem er sich, ausgehend von der
Startposition, um den mit PIN definierten Betrag in negative Richtung bewegt.
PUDT: Betrag des verminderten Verfahrwegs bei der ersten Annäherung. (Voreinstellung: 10 mm
(0,39 in.))
POVT: Betrag des zusätzlichen Verfahrwegs bei der ersten Annäherung. (Voreinstellung: 10 mm
(0,39 in.))
PAT: Anschluss-Versatzwert
Siehe [Messzyklus in Längsrichtung].
PD: Kompensationswert Fräserradius
Der Fräserradius wird mit diesem Wert verglichen.
Wenn dieser weggelassen wird, werden die Daten der aktive Werkzeugnummer
(VTLCN) eingestellt.
PGO: Aktion bei Erfassung eines Werkzeugbruchs
Siehe Sensor Nullwert-Einstellzyklus in Längsrichtung und
Werkzeugbrucherkennungszyklus.
PLE1: Schwellenwert für die Beurteilung eines Werkzeugbruchs.
Siehe Sensor Nullwert-Einstellzyklus in Längsrichtung und
Werkzeugbrucherkennungszyklus.
PLE2: Schwellenwert für die Beurteilung des Werkzeugverschließes.
Siehe Sensor Nullwert-Einstellzyklus in Längsrichtung und
Werkzeugbrucherkennungszyklus.
PF1: Die 1. Annäherungsgeschwindigkeit des Sensors
PF2: Die 2. Annäherungsgeschwindigkeit des Sensors
PF3: Die 3. Annäherungsgeschwindigkeit des Sensors und die 1. Annäherungsgeschwindigkeit
im Scanzyklus
PF4: Die 4. Annäherungsgeschwindigkeit des Sensors und die 2. Annäherungsgeschwindigkeit
im Scanzyklus
Siehe Sensor Nullwert-Einstellzyklus in Längsrichtung.
PSBA: Zeitraum [s] für Druckluftstoß Sensor (Voreinstellung 3 [s])
MG61-012 S-411
KAPITEL 9 MESSFUNKTION MIT KONTAKTFREIEM SENSOR FÜR MCR-AF
EIOEMR5S9005R01
• Aufrufsequenz
CALL OO97 [PLI=*] [PRI=*] [PRS=*] [PIN=*] [PUDT=*] [POVT=*] [PAT=*] [PH=*]
PLI: Werkzeuglänge
Geben Sie den Versatzbetrag der Werkzeuglänge an. Wenn diese weggelassen
wird, wird der mit der Versatznummer angegebene Betrag eingestellt.
PRI: Fräserradius
Geben Sie den Kompensationsbetrag des Fräserradius an. Wenn diese
weggelassen wird, wird der mit der Versatznummer angegebene Betrag eingestellt.
PRS: Spindelorientierungsposition
Siehe Sensor Nullwert-Einstellzyklus in Längsrichtung.
PIN: Vorschubbetrag Z-Achse
Der Sensor beginnt mit der Messung indem er sich, ausgehend von der
Startposition, um den mit PIN definierten Betrag in negative Richtung bewegt.
(Voreinstellung: 0,2 mm (0,008 in.))
PUDT: Betrag des verminderten Verfahrwegs bei der ersten Annäherung. (Voreinstellung: 50 mm
(1,97 in.))
POVT: Betrag des zusätzlichen Verfahrwegs bei der ersten Annäherung. (Voreinstellung: 10 mm
(0,39 in.))
PAT: Anschluss-Versatzwert
Siehe [Messzyklus in Längsrichtung].
PH: Werkzeug-Versatzwert
Geben Sie den Werkzeugversatzwert an. Wenn dieser weggelassen wird, wird die
aktive Werkzeugnummer (VTLCN) eingestellt.
MG61-012 S-413
KAPITEL 9 MESSFUNKTION MIT KONTAKTFREIEM SENSOR FÜR MCR-AF
• Zyklusprozedur
1. Die Laserblende öffnet sich.
2. Der Sensor befindet sich im positiven Endbereich der Z-Achse.
3. Der Sensor wird an der Rückzugsposition der X-Achse positioniert.
4. Die Spindelorientierung wird, außer bei der Messung drehender Werkzeuge, ausgeführt.
5. Die ATC-Tür öffnet sich (und deaktiviert die Grenze der Z-Achse).
6. Der Sensor bewegt sich vorwärts.
7. Die X-Achse bewegt sich zur verminderten Position.
8. Die Z-Achse wird an der Sensorposition positioniert. (Wenn PIN definiert ist, bewegt sich
die Z-Achse, ausgehend von der Startposition, um den mit PIN definierten Betrag in
Vorschubrichtung)
9. Die X-Achse springt zur Zielposition (Sensorposition + zusätzlicher Verfahrweg).
10. Der Sensor befindet sich im positiven Endbereich der Z-Achse.
11. Die Laserblende schließt sich.
12. Die X-Achse fährt zurück.
13. Der Sensor bewegt sich zurück.
14. Die ATC-Tür schließt sich (und aktiviert die Grenze der Z-Achse).
15. Der Werkzeugbruch wird beurteilt.
16. Wenn ein Werkzeugbruch festgestellt wird, erfolgt der Werkzeugwechsel entsprechend
der PGO-Einstellung.
MG61-012 S-414
KAPITEL 9 MESSFUNKTION MIT KONTAKTFREIEM SENSOR FÜR MCR-AF
5. Alarmliste
2583 Alarm B Unbemannt: Großer Fehler bei Kugelmessung Eeoemr5s9005
Großer Fehler wurden bei der Messung der Kugelgestalt festgestellt.
[Vermutlich fehlerhafter Standort]
Beim Nullwert-Einstellzyklus des Berührungssensors hat die Nullposition für die
waagerechte Richtung nicht mit der Werkzeugmitte übereingestimmt.
Oder das Messgerät ist defekt.
[Gegenmaßnahmen]
Verwenden Sie ein korrektes Werkzeug, beispielsweise ein Reservewerkzeug.
EIOEMR5SA001R01
* Scannendes Messen: Der Sensor misst ein Werkzeug in einer Messrichtung (z.B. der Y-Achse)
und verschiebt sich mit der Achse im rechten Winkel zur Messachse (z.B. der Z-Achse). Durch
mehrmaliges Wiederholen der obigen Messung erfasst der Sensor die maximale
Werkzeuglänge (oder Durchmesser).
MG61-012 S-416
KAPITEL 10 MESSFUNKTION MIT KONTAKTFREIEM SENSOR FÜR 30°/45° ANSCHLÜSSE (103 VERSIONEN)
2. Beschreibung
Eeoemr5sa002
Beim Messen mit kontaktfreiem Sensor wird zwischen zwei Methoden unterschieden:
Messen mit einem Sensor, der an einer gewünschten Position befestigt ist
Messen mit einem beweglichen Sensor
Messen des Werkzeugs, montiert in einem 30°/45° Winkelanschluss (nachfolgend 30°/45° AT
genannt) ist nur mit einem festen Sensor möglich.
Beweglicher Sensor für das Messen eines vertikalen oder horizontalen Spindelwerkzeugs
Fester Sensor für das Messen eines vertikalen oder horizontalen Spindelwerkzeugs
für 30°/45° AT
EIOEMR5SA002R01
Der Sensormodus (fest/beweglich) kann mit Bit 3 der Systemvariablen VFST umgeschaltet werden.
Bit 3 der VFST 0 ...... Beweglicher Sensor
1 ...... Fester Sensor
Das Werkzeugmessprogramm besteht aus folgenden Unterprogrammen des Herstellers:
• Vorbereitungsprogramm für die Messung
• Messprogramm
• Werkzeugbruchprüfprogramm
Die durch die Sensorposition bestimmte Programme werden auf den nächsten Seiten beschrieben.
MG61-012 S-417
KAPITEL 10 MESSFUNKTION MIT KONTAKTFREIEM SENSOR FÜR 30°/45° ANSCHLÜSSE (103 VERSIONEN)
EIOEMR5SA003R01
MG61-012 S-418
KAPITEL 10 MESSFUNKTION MIT KONTAKTFREIEM SENSOR FÜR 30°/45° ANSCHLÜSSE (103 VERSIONEN)
30° AT
[Liste des Messvorbereitungszyklus]
OO31 Positionseinstellzyklus für Werkzeugwechsel
OO32 Positionseinstellzyklus für Rückzug Y-Achse
OO123 Sensor Nullwert-Einstellzyklus in Längsrichtung
OO124 Sensor Nullwert-Einstellzyklus in Querrichtung
[Liste des Messzyklus]
OO125 Messen in Längsrichtung
OO126 Messen in Querrichtung
OO129 Messen der Kugelgestalt
[Liste des Werkzeugbruchprüfzyklus]
OO125 Werkzeugbruchprüfung in Längsrichtung
OO126 Werkzeugbruchprüfung in Querrichtung
OO127 Werkzeugbruchprüfung für HS-Werkzeuge
45° AT
[Liste des Messvorbereitungszyklus]
OO31 Positionseinstellzyklus für Werkzeugwechsel
OO32 Positionseinstellzyklus für Rückzug Y-Achse
OO113 Sensor Nullwert-Einstellzyklus in Längsrichtung
OO114 Sensor Nullwert-Einstellzyklus in Querrichtung
[Liste des Messzyklus]
OO115 Messen in Längsrichtung
OO116 Messen in Querrichtung
OO119 Messen der Kugelgestalt
[Liste des Werkzeugbruchprüfzyklus]
OO115 Werkzeugbruchprüfung in Längsrichtung
OO116 Werkzeugbruchprüfung in Querrichtung
OO117 Werkzeugbruchprüfung für HS-Werkzeuge
MG61-012 S-419
KAPITEL 10 MESSFUNKTION MIT KONTAKTFREIEM SENSOR FÜR 30°/45° ANSCHLÜSSE (103 VERSIONEN)
• Aufrufsequenz
CALL OO123 PAXI=* PLI=* [PRS=*] [PSPN=* [PPIC=*] [PTOL=*]] [PUDT=*] [POVT=*] PAT=*
(OO113) [PRET=1] [PCON=1] [PF1=*] [PF2=*] [PF3=*] [PF4=*] [PSBA=*]
PAXI: Achse von der der Nullpunkt gesetzt ist (Bit0: die X-Achse, Bit1: die Y-Achse, Bit2: Z-
Achse)
Die normale Einstellung ist #06H.
PLI: Länge Referenzwerkzeug
Für den absoluten Positionsversatz (wie vorher erwähnt) muss die Länge von
der Maßlinie bis zum Ende des Referenzwerkzeugs angegeben werden. Für den
relativen Positionsversatz muss die Differenz zwischen Länge des
Referenzwerkzeugs bei relativem Positionsversatz und der Länge des
Referenzwerkzeugs definiert werden, die bei angepasster Messung verwendet
wird. Falls diese identisch sind muss 0 angegeben werden.
PRS: Spindelorientierungsposition
Wenn PRS weggelassen, und ein M-Code für die Spindeldrehung (M03 oder
M04) definiert wird, wird das Werkzeug während der Drehung gemessen. Wenn
PRS definiert wird, wird die Spindel ausgerichtet angehalten und der Sensor
misst das angehaltene Werkzeug. Ohne oben genannten M-Code wird die
Spindel jedoch ausgerichtet angehalten und der Sensor misst das angehaltene
Werkzeug, obwohl PRS weggelassen wurde.
PSPN [PPIC] [PTOL]: Breitenmessung während des Scannen [stufenweiser Vorschub beim
Scanning] [Wert überspringen beim Scanning]
Geben Sie die Messbreite in eine Richtung an. Beim Messscannen misst der
Sensor das Werkzeug sowohl in positiver als auch negativer Richtung. Ohne
Definition des PSPN kann der Sensor das Werkzeug nicht messen. Der
voreingestellte stufenweise Vorschub beim Messen ist 0,1 mm (0,004 in.).
Messscannen ist für die Bestimmung der Position der maximalen
Werkzeuglänge vorgesehen.
Wenn der gemessene Wert abnimmt, wird davon ausgegangen, dass die darauf
folgenden Messdaten keine Zunahme mehr haben werden. Dies bedeutet, dass
der Sensor nicht mehr weiter messen muss, um die gesamte Breite des PSPN
abzudecken. Das Kriterium um die Messung zu beenden wird „Wert
überspringen“ genannt. Die Voreinstellung ist 0,005 mm (0,0002 in.).
PUDT: Betrag des verminderten Verfahrwegs bei der ersten Annäherung. (Voreinstellung: 50
mm (1,97 in.))
POVT: Betrag des zusätzlichen Verfahrwegs bei der ersten Annäherung. (Voreinstellung: 50
mm (1,97 in.))
PAT: Anschluss-Versatzwert
Stellen Sie den Versatzwert für VATSC ein [184, Anschluss-Versatzwert].
MG61-012 S-422
KAPITEL 10 MESSFUNKTION MIT KONTAKTFREIEM SENSOR FÜR 30°/45° ANSCHLÜSSE (103 VERSIONEN)
Wenn PSAM auf 2 oder mehr gesetzt wird, wiederholt die Steuerung den
Messzyklus mit der eingestellten Anzahl von Wiederholungen.
Bei der ersten Messung führt die Steuerung eine normale Messung aus (mit 4-
facher Annäherung).
Bei der zweiten und darauf folgenden Messungen führt die Steuerung die
Messungen mit 2-facher Annäherung aus. Die Annäherungsgeschwindigkeiten
beim zweiten und späteren Messzyklen sind wie folgt:
1. Annäherung … Die 3. Annäherungsgeschwindigkeit beim normalen Messzyklus
2. Annäherung … Die 4. Annäherungsgeschwindigkeit beim normalen Messzyklus
Der Durchschnittswert mehrerer Messungen wird als der endgültig gemessene
Wert betrachtet.
Der zweite und spätere Messzyklen umfassen nicht das Messscannen.
Die Voreinstellung ist 3 (Wiederholungen).
PSPR: Zulässiger Unterschied zwischen maximaler und minimalen Messergebnis
Die Maximal- und Minimalwerte werden anhand der Ergebnisse mehrfacher
Messungen erhalten. Stellen Sie bei diesem Parameter den zulässigen Bereich
zwischen Maximal- und Minimalwerten (Abweichung) ein. Die Voreinstellung ist
0,005 [mm].
PSRA: Aktion, wenn die Abweichung den zulässigen Bereich überschreitet (Alarm).
Wählen Sie, ob eine Abweichung, die größer als zulässig ist, einen Alarm auslöst
oder nicht.
Wählen Sie „1“, falls ein Alarm ausgelöst werden soll. Stellen Sie „0“ ein, falls kein
Alarm ausgelöst werden soll. Die Voreinstellung ist „0“ (kein Alarm).
PRTY: Aktion, wenn die Abweichung den zulässigen Bereich überschreitet (Neuversuch).
Wählen Sie, ob eine Abweichung, die größer als zulässig ist, einen neuen
Messzyklus auslöst oder nicht. Stellen Sie bei gewünschtem Neuversuch die
Anzahl der Neuversuche unter PRTY ein.
Stellen Sie, falls kein Neuversuch gewünscht wird, „0“ unter PRTY ein.
Die Steuerung führt die unter PSAM (Anzahl von Messungen) eingestellte Anzahl
von Messungen bei jedem Neuversuch aus. Während der erneuten Messung wird
auch beim 1. Messzyklus eine doppelte Annäherung ausgeführt.
Falls die Abweichung nach der angegebenen Anzahl von Neuversuchen nicht
innerhalb des zulässigen Bereichs liegt, erfolgt eine Alarmmeldung.
Wenn PSRA auf „1“ gesetzt ist, wird der PRTY Wert ignoriert. Wenn sowohl PSRA
als auch PRTY auf „0“ gesetzt werden, wird der Durchschnittswert als Messwert
angenommen, selbst wenn die Abweichung außerhalb des zulässigen Bereichs
liegt. Die Voreinstellung ist „0“ (kein Neuversuch).
MG61-012 S-427
KAPITEL 10 MESSFUNKTION MIT KONTAKTFREIEM SENSOR FÜR 30°/45° ANSCHLÜSSE (103 VERSIONEN)
• Zyklusprozedur
1. Der Druckluftstoß des Sensors ist ausgeschaltet.
2. Der Sensor befindet sich im positiven Endbereich der Z-Achse.
3. Der Sensor wird an der Rückzugsposition der Y-Achse positioniert, sofern die Maschine
den Rückzug der Y-Achse vor der Messung erfordert.
4. Die Spindelorientierung wird, außer bei der Messung drehender Werkzeuge, ausgeführt.
5. Der Sensor bewegt sich vorwärts.
6. Die Y-Achse wird an der Verlängerungslinie der Sensorposition in der
Werkzeuglängsrichtung positioniert.
7. Die X-Achse wird am Messstartpunkt positioniert.
8. Der Messzyklus beginnt (der Sensor-Druckluftstoß für die 1. Messung wird ausgeführt).
9. Die Y-Achse und die Z-Achse bewegen sich zur Sensorposition.
10. Der Scanzyklus beginnt, sofern dieser gewählt wurde.
11. Bei mehreren Messungen wiederholt die Steuerung den Messzyklus mit der eingestellten
Anzahl von Wiederholungen.
12. Die Z-Achse bewegt sich zur Sensorposition.
13. Die Laserblende schließt sich.
14. Die Y-Achse zieht sich, falls vorgesehen, zurück.*
15. Der Sensor bewegt sich zurück.*
* Positionieren im positiven Grenzbereich durch Sequenz Nr. 12 wird weggelassen, wenn
PCON definiert wird.
Sensorrückzug durch Sequenz Nr. 14 und 15 wird weggelassen, wenn PRET definiert
wird.
MG61-012 S-428
KAPITEL 10 MESSFUNKTION MIT KONTAKTFREIEM SENSOR FÜR 30°/45° ANSCHLÜSSE (103 VERSIONEN)
• Zyklusprozedur
1. Die Laserblende öffnet sich.
2. Der Sensor befindet sich im positiven Endbereich der Z-Achse.
3. Der Sensor wird an der Rückzugsposition der Y-Achse positioniert, sofern die Maschine
den Rückzug der Y-Achse vor der Messung erfordert.
4. Die Spindelorientierung wird, außer bei der Messung drehender Werkzeuge, ausgeführt.
5. Der Sensor bewegt sich vorwärts.
6. Die Y-Achse an der verminderten Position positioniert (wenn PIN definiert ist, positionieren
Sie die Y-Achse in einer Position, die um den mit PIN definierten Betrag der Y-Achse
verschoben ist).
7. Die X-Achse wird am Messstartpunkt positioniert.
8. Die Z-Achse an der verminderten Position positioniert (wenn PIN definiert ist, positionieren
Sie die Z-Achse in einer Position, die um den mit PIN definierten Betrag der Z-Achse
verschoben ist).
9. Der Messzyklus beginnt (der Sensor-Druckluftstoß für die 1. Messung wird ausgeführt).
10. Die Y-Achse und die Z-Achse bewegen sich zur Sensorposition.
11. Der Scanzyklus beginnt, sofern dieser gewählt wurde.
12. Bei mehreren Messungen wiederholt die Steuerung den Messzyklus mit der eingestellten
Anzahl von Wiederholungen.
13. Der Sensor wird im positiven Endbereich der Z-Achse positioniert.*
14. Die Laserblende schließt sich.
15. Die Y-Achse zieht sich, falls vorgesehen, zurück.*
16. Der Sensor bewegt sich zurück.*
* Positionieren im positiven Grenzbereich durch Sequenz Nr. 13 wird weggelassen, wenn
PCON definiert wird.
Sensorrückzug durch Sequenz Nr. 15 und 16 wird weggelassen, wenn PRET definiert
wird.
MG61-012 S-430
KAPITEL 10 MESSFUNKTION MIT KONTAKTFREIEM SENSOR FÜR 30°/45° ANSCHLÜSSE (103 VERSIONEN)
• Zyklusprozedur
1. Die Laserblende öffnet sich.
2. Der Sensor befindet sich im positiven Endbereich der Z-Achse.
3. Der Sensor wird an der Rückzugsposition der Y-Achse positioniert, sofern die Maschine
den Rückzug der Y-Achse vor der Messung erfordert.
4. Die Spindelorientierung wird, außer bei der Messung drehender Werkzeuge, ausgeführt.
5. Der Sensor bewegt sich vorwärts.
6. Die Y-Achse wird an der Verlängerungslinie der Sensorposition in der
Werkzeuglängsrichtung positioniert.
7. Die X-Achse wird am Messstartpunkt positioniert.
8. Der Messzyklus beginnt (der Sensor-Druckluftstoß für die 1. Messung wird ausgeführt).
9. Die Y-Achse und die Z-Achse bewegen sich zur Sensorposition.
10. Der PRA Winkel wird hinzugefügt und der Sensor misst die Kugelgestalt in geneigter
Richtung.
11. Die Messsequenzen Nr. 9 und 10 werden bis zum Erreichen des Messwinkels von 90°
wiederholt.
12. Die X-Achse und die Z-Achse bewegen sich zur Sensorposition.
13. Die Laserblende schließt sich.
14. Die Y-Achse zieht sich, falls vorgesehen, zurück.*
15. Der Sensor bewegt sich zurück.*
16. Die Kugelgestalt wird bewertet, sofern der Bewertungsbefehl angegeben wurde.
* Positionieren im positiven Grenzbereich durch Sequenz Nr. 12 wird weggelassen, wenn
PCON definiert wird.
Sensorrückzug durch Sequenz Nr. 14 und 15 wird weggelassen, wenn PRET definiert
wird.
MG61-012 S-432
KAPITEL 10 MESSFUNKTION MIT KONTAKTFREIEM SENSOR FÜR 30°/45° ANSCHLÜSSE (103 VERSIONEN)
• Zyklusprozedur
1. Die Laserblende öffnet sich.
2. Der Sensor befindet sich im positiven Endbereich der Z-Achse.
3. Der Sensor wird an der Rückzugsposition der Y-Achse positioniert, sofern die Maschine
den Rückzug der Y-Achse vor der Messung erfordert.
4. Die Spindelorientierung wird, außer bei der Messung drehender Werkzeuge, ausgeführt.
5. Der Sensor bewegt sich vorwärts.
6. Die Y-Achse an der verminderten Position positioniert (wenn PIN definiert ist, positionieren
Sie die Y-Achse in einer Position, die um den mit PIN definierten Betrag der Y-Achse
verschoben ist).
7. Die X-Achse wird am Messstartpunkt positioniert.
8. Die Z-Achse an der verminderten Position positioniert (wenn PIN definiert ist, positionieren
Sie die Z-Achse in einer Position, die um den mit PIN definierten Betrag der Z-Achse
verschoben ist).
9. Der Messzyklus beginnt (der Sensor-Druckluftstoß für die 1. Messung wird ausgeführt).
10. Die Y-Achse und die Z-Achse bewegen sich zur Sensorposition.
11. Der Scanzyklus beginnt, sofern dieser gewählt wurde.
12. Bei mehreren Messungen wiederholt die Steuerung den Messzyklus mit der eingestellten
Anzahl von Wiederholungen.
13. Der Sensor wird im positiven Endbereich der Z-Achse positioniert.*
14. Die Laserblende schließt sich.
15. Die Y-Achse zieht sich, falls vorgesehen, zurück.*
16. Der Sensor bewegt sich zurück.*
17. Werkzeugbruch oder Werkzeugverschleiß werden beurteilt.
18. Wenn ein Werkzeugbruch festgestellt wird, erfolgt der Werkzeugwechsel entsprechend
der PGO-Einstellung.
* Positionieren im positiven Grenzbereich durch Sequenz Nr. 13 wird weggelassen, wenn
PCON definiert wird.
Sensorrückzug durch Sequenz Nr. 15 und 16 wird weggelassen, wenn PRET definiert
wird.
MG61-012 S-436
KAPITEL 10 MESSFUNKTION MIT KONTAKTFREIEM SENSOR FÜR 30°/45° ANSCHLÜSSE (103 VERSIONEN)
EIOEMR5SA005R01
• Aufrufsequenz
CALL OO127 [PLI=*] [PRI=*] [PRS=*] [PIN=*] [PUDT=*] [POVT=*] PAT=* [PH=*] [PRET=*]
(OO117) [PCON=*]
PLI: Werkzeuglänge
Geben Sie den Versatzbetrag der Werkzeuglänge an. Wenn diese weggelassen
wird, wird der mit der Versatznummer angegebene Betrag eingestellt.
PRI: Fräserradius
Geben Sie den Kompensationsbetrag des Fräserradius an. Wenn diese
weggelassen wird, wird der mit der Versatznummer angegebene Betrag eingestellt.
PRS: Spindelorientierungsposition
PIN: Vorschubbetrag Z-Achse
Der Sensor beginnt mit der Messung indem er sich, ausgehend von der
Startposition, um den mit PIN definierten Betrag in negative Richtung bewegt.
(Voreinstellung: 0,2 mm (0,008 in.))
PUDT: Betrag des verminderten Verfahrwegs bei der ersten Annäherung. (Voreinstellung: 50 mm
(1,97 in.))
POVT: Betrag des zusätzlichen Verfahrwegs bei der ersten Annäherung. (Voreinstellung: 10 mm
(0,39 in.))
PAT: Anschluss-Versatzwert
PH: Werkzeug-Versatzwert
Geben Sie den Werkzeugversatzwert an. Wenn dieser weggelassen wird, wird die
aktive Werkzeugnummer (VTLCN) eingestellt.
PRET: Sperrparameter Rückzug Sensor*
PCON: Sperrparameter Rückzug Z-Achse*
Normalerweise befindet sich die Z-Achse nach Abschluss des Messzyklus am
Ende des positiven Verfahrwegs. Um die Z-Achse nach der Messung zu fixieren
muss „1“ für PCON angegeben werden.
Siehe Sensor Nullwert-Einstellzyklus in Längsrichtung und den Messzyklus in
Längsrichtung.
MG61-012 S-437
KAPITEL 10 MESSFUNKTION MIT KONTAKTFREIEM SENSOR FÜR 30°/45° ANSCHLÜSSE (103 VERSIONEN)
• Zyklusprozedur
1. Die Laserblende öffnet sich.
2. Der Sensor befindet sich im positiven Endbereich der Z-Achse.
3. Der Sensor wird an der Rückzugsposition der Y-Achse positioniert, sofern die Maschine
den Rückzug der Y-Achse vor der Messung erfordert.
4. Die Spindelorientierung wird, außer bei der Messung drehender Werkzeuge, ausgeführt.
5. Der Sensor bewegt sich vorwärts.
6. Die Y-Achse an der verminderten Position positioniert (wenn PIN definiert ist, positionieren
Sie die Y-Achse in einer Position, die um den mit PIN definierten Betrag der Y-Achse
verschoben ist).
7. Die X-Achse wird am Messstartpunkt positioniert.
8. Die Z-Achse an der verminderten Position positioniert (wenn PIN definiert ist, positionieren
Sie die Z-Achse in einer Position, die um den mit PIN definierten Betrag der Z-Achse
verschoben ist).
9. Die Y-Achse und Z-Achse springt zur Zielposition (Sensorposition + zusätzlicher
Verfahrweg).
10. Der Sensor wird im positiven Endbereich der Z-Achse positioniert.*
11. Die Laserblende schließt sich.
12. Die Y-Achse zieht sich, falls vorgesehen, zurück.*
13. Der Sensor bewegt sich zurück.*
14. Der Werkzeugbruch wird beurteilt.
15. Wenn ein Werkzeugbruch festgestellt wird, erfolgt der Werkzeugwechsel entsprechend
der PGO-Einstellung.
* Positionieren im positiven Grenzbereich durch Sequenz Nr. 10 wird weggelassen, wenn
PCON definiert wird.
Sensorrückzug durch Sequenz Nr. 12 und 13 wird weggelassen, wenn PRET definiert
wird.
MG61-012 S-438
KAPITEL 10 MESSFUNKTION MIT KONTAKTFREIEM SENSOR FÜR 30°/45° ANSCHLÜSSE (103 VERSIONEN)
5. Alarmliste
2583 Alarm B Unbemannt: Großer Fehler bei Kugelmessung Eeoemr5sa005
Großer Fehler wurden bei der Messung der Kugelgestalt festgestellt.
[Vermutlich fehlerhafter Standort]
Beim Nullwert-Einstellzyklus des Berührungssensors hat die Nullposition für die
waagerechte Richtung nicht mit der Werkzeugmitte übereingestimmt.
Oder das Messgerät ist defekt.
[Gegenmaßnahmen]
Verwenden Sie ein korrektes Werkzeug, beispielsweise ein Reservewerkzeug.
97 Der Anschluss ist nicht auf einen Winkel geschaltet, bei dem eine Messung möglich
ist.
30° Winkelanschluss Nicht geschaltet auf C270°
45° Winkelanschluss Nicht geschaltet auf C270°
Senkrechte/Waagerechte Spindeln 90° Winkelanschluss nicht geschaltet auf
C270°
B-/C-Achsen Anschluss geschaltet auf B90°
aber nicht geschaltet auf C270°
99 Der Werkzeugbefehl senkrechte/waagerechte Spindel (Bit 6 von VFST) ist falsch.
„1“ (waagerechte Spindel) ist als Bit 6 von VFST eingestellt während kein Anschluss
montiert ist, oder ein Erweiterungsanschluss für senkrechte/waagerechte
Spindelmessung montiert ist.
Oder „0“ (waagerechte Spindel) ist als Bit 6 von VFST eingestellt während ein 90°
Winkelanschluss oder ein B-/C-Achsenanschluss montiert ist.
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