Frontier Workflow
Frontier Workflow
In zahlreichen Laboren erfreuen sich die digitalen Fujifilm Frontier Minilabs wegen ihrer herausragenden Bildqualität großer Beliebtheit. Häufig werden
Frontier-Scans auch an großformatigen Printern ausgegeben und der Frontier Printer zum Ausbelichten von Bilddaten aus externen Quellen verwendet.
Bei diesen geräteübergreifenden Arbeitsabläufen kann es zu Farbabweichungen kommen, da jedes Gerät die digitale Farbinformation einer Datei unter-
schiedlich in Farben umsetzt, d. h. die Farbinformation anders interpretiert.
Wofür ICC-Profile? Kurz gesagt: damit die Farbwiedergabe auf unterschiedlichen Geräten angeglichen wird. ICC-Profile werden immer dann benötigt, wenn
man ein geschlossenes System verlässt. Damit alle Geräte die gleiche „Farbsprache“ sprechen, muss man ihre Art, Farbwerte in Farbe umzuwandeln, be-
schreiben. Das geschieht mit Hilfe von ICC-Profilen. Sie sind praktisch der farbliche Fingerabdruck eines Geräts. Mit ihrer Hilfe kann man vom Scanner
über den Monitor bis zum Printer die Farbwiedergabe konsistent steuern. Das spart Zeit und Geld, da man schon vor dem Print auf dem Monitor das Prin-
tergebnis simulieren kann. Kostspieliger „Versuch und Irrtum“ entfällt, die Effizienz der Arbeit wird deutlich gesteigert.
Die FUJIFILM Frontier-Systeme sind für Colormanagement-Anwendungen besonders geeignet, da sie einen großen Farbraum haben und einfach kalib-
rierbar sind. Dadurch ermöglichen sie eine konstante und sehr hohe Bildqualität.
Achtung: Der unsachgemäße Umgang mit Farbprofilen kann die Bildqualität dramatisch verschlechtern. Bitte lesen Sie diese Anleitung vor der Anwen-
dung von ICC-Profilen sorgfältig durch!
Inhalt
1. Was benötigt man zur sinnvollen Nutzung von ICC-Profilen? ..........................................................................................................................................2
2. ICC-Arbeitsabläufe (kurzer Überblick) ..............................................................................................................................................................................2
3. Installieren der Profile .......................................................................................................................................................................................................8
4. Farbeinstellungen in Photoshop .......................................................................................................................................................................................8
5. Printsimulation am Monitor, Softproof für Frontier Prints ..................................................................................................................................................9
6. Wichtige Hinweise zu Prints von Digitalkamerafotos an Frontier-Systemen ..................................................................................................................10
7. Einrichtung von Adobe Photoshop zur Simulation von Frontier-Prints (Softproof) .........................................................................................................12
8. Scannen am Frontier und profilierte Weiterverarbeitung ................................................................................................................................................13
9. Printen von Dateien, die nicht am Frontier gescannt wurden .........................................................................................................................................16
10. FAQ’s, Fragen und Antworten zu Frontier-Systemen und ICC Profilen ......................................................................................................................18
11. Wichtige Hinweise .......................................................................................................................................................................................................21
Für eine umfassende Beratung und Schulung zur Einbindung Ihrer Geräte, Printmedien und Arbeitsabläufe in ein durchgehendes Colormanagement emp-
fehlen wir die Hilfe unabhängiger Colormanagement-Berater.
Alle Ausführungen beziehen sich auf die Verwendung von Adobe Photoshop. Die Photoshop Versionen 4 und 5.x werden hier nicht berücksichtigt, da sie
kein sinnvolles Colormanagement ermöglichen.
Die ICC-Profile, die von Fujifilm offiziell für Frontiersysteme verbreitet sind nur für die Verwendung mit
Fujicolor Crystal Archive Papiere geeignet. Mit Fotopapieren anderer Hersteller kommt es zu deutlichen Farbabweichungen. Hierfür müssen individuelle
ICC-Profile erstellt werden.
Alle Geräte sind vor der Ausgabe grundsätzlich zu kalibrieren (Frontier: „Paper condition setup“ oder „Papierangleich“, mindestens einmal täglich, besser häufiger).
Nur so können konstante Ergebnisse erzielt werden.
sRGB-Bilddatei
In Frontier sRGB-
Modus unprofiliert
In Pictrograpy CM z.B. mit „Photo Enhance 4“ sRGB nicht verfügbar
printen
on3 (sRGB)-Modus unprofiliert drucken
Ohne Colormanagement
Achtung: im sRGB- unprofiliert printen
nicht empfehlenswert
DSC-Print-Modus führt
© 2005 Fuji Photo Film (Europe) GmbH /TAC / Rubbert
das Frontier
automatische
Korrekturen durch
Fujifilm Frontier Fujifilm Pictrography Epson Stylus Durst Lambda, Epsilon, Theta
sRGB-Bilddatei
z.B. Frontier-Scan, oder digitales sRGB-Foto
In Frontier sRGB-
Modus unprofiliert
In Pictrograpy CM Mit dem entsprechenden Mit dem entsprechenden
printen
on3 (sRGB)-Modus Druckerprofil Druckerprofil
Achtung: unprofiliert printen ausgabeprofiliert ausgabeprofiliert
nur „Media-Print“ drucken. Die drucken. Die
© 2005 Fuji Photo Film (Europe) GmbH /TAC / Rubbert
Fujifilm Frontier Fujifilm Pictrography Epson Stylus Durst Lambda, Epsilon, Theta
sRGB-Bilddatei
(z.B. Frontier-Scan, oder digitales sRGB-Foto)
Fujifilm Frontier Fujifilm Pictrography Epson Stylus Durst Lambda, Epsilon, Theta
Raw-file Konverter (z.B. Fujifilm Hyper Utility Tools, Phase One „Capture One“, Apple „Aperture“)
Fujifilm Frontier Fujifilm Pictrography e.g. Epson Stylus Durst Lambda Durst Theta
Fujifilm Frontier Fujifilm Pictrography Epson Stylus Durst Lambda, Epsilon, Theta
Mac OS 9, OS X:
Die ICC-Profile für die Mac-Betriebssysteme sind für die Übermittlung per Internet komprimiert. Die *.hqx-Dateien entpacken sich durch einen Doppelklick.
Verschieben Sie das entpackte Profil ins „Colorsync-Verzeichnis“ im Systemordner.
Windows NT:
Colormanagement wird von Windows NT auf der Ebene des Betriebssystems nicht unterstützt.
Daher können keine Monitorprofile genutzt werden. Die Darstellung auf dem Monitor ist nicht
farbverbindlich. Dennoch können im Photoshop alle auf ICC-Profilen basierenden Vorgänge
durchgeführt werden. Zur Installation müssen die Profile (*.icc-Dateien) durch Doppelklick entpackt
und in den Ordner WINNT\ system32\color verschoben werden.
4. Farbeinstellungen in Photoshop
Für ein farbverbindliches Arbeiten in Photoshop sind die richtigen Farbeinstellungen sehr wichtig.
Es gibt leider nicht die idealen Einstellungen. Je nach Arbeitsablauf können andere
Farbeinstellungen geeigneter sein.
Die hier abgebildeten Einstellungen sind empfehlenswert, wenn man seine Bilder meist am
Frontier scannt und/oder printet
Arbeitsfarbraum RGB: Fuji_Frontier-sRGB_xxxxxx_V2.[Link]
(abhängig vom verwendeten Papiertyp)
Arbeitsfarbraum CMYK: ISO coated ([Link])
Eingebettete Profile: beibehalten
Profilfehler u. fehlende Profile: beim Öffnen wählen
Konvertierungsoptionen:
Modul: Adobe ACE
Priorität: Relativ farbmetrisch
Tiefenkompensierung und Dither sollten aktiviert sein, die beiden „Erweiterten Einstellungen“ sollten deaktiviert sein.
Speichern Sie diese Einstellungen dauerhaft ab, z. B. als „Fujifilm Frontier sRGB“.
Das Monitorprofil muss mit einer speziellen Profilierungs-Software und einem geeigneten Spektralfotometer oder Farbmessgerät erzeugt werden. Bei aus-
geschaltetem Monitor darf man keine Reflexionen im Monitor sehen. Die Bildfläche des Monitors muss sauber sein. Um zu verhindern, dass Fremdlicht die
Kontrastwiedergabe verringert, sollte eine Lichtschutzblende verwendet werden. Vor der Profilierung sollte der Monitor mindesten 30 Minuten eingeschaltet
gewesen sein, um seine konstante Betriebstemperatur erreicht zu haben.
Der Monitor muss in der Lage sein, bei einer Farbtemperatur von 5000-6000 Kelvin eine einwandfreie Farbwiedergabe zu ermöglichen. Das heißt, weiße
Bildbereiche müssen auch bei diesen niedrigen Farbtemperaturen neutral wiedergegeben werden können. Das ist insbesondere bei älteren CRT-Monitoren
häufig nicht der Fall.
Es gibt einige Flachdisplays, deren Bildqualität eine konstante und farbverbindliche Wiedergabe ermöglicht (z.B. EIZO CG 19, CG 210 und CG 220). Diese
gute Qualität ist nicht ganz billig, erleichtert aber eine farbverbindliche Arbeitsweise enorm.
Eine einfache visuelle Überprüfung der Monitoreigenschaften ist mit dem DQ-Tool möglich. Die Monitor-Referenzdatei können Sie unter [Link] im
Bereich „Monitorkalibration“ laden.
Die Messgeräte und Software zur Profilierung des Monitors finden sie z.B. unter [Link] und [Link]
Der Monitor sollte monatlich neu kalibriert und profiliert werden um eine konstant farbverbindliche Darstellung zu gewährleisten.
Kamerafarbraum sRGB
Das Printergebnis kann per Softproof exakt simuliert werden
ICC-Profil „Fuji_Frontier-
[Link]“ zuweisen, Frontier sRGB
Dadurch erreicht man Media-Print
einen Frontier-Softproof
in Adobe Photoshop Nicht „in Profil
konvertieren“
© 2005 Fuji Photo Film (Europe) GmbH /TAC / Rubbert
Kamerafarbraum sRGB
In Frontier sRGB
Adobe-RGB statt oder in Frontier
Arbeitsfarbraum „PD/no convert“
verwenden Profil
konvertieren und
entsprechend
Kamerafarbraum printen
AdobeRGB Durst Lambda, Epsilon, Theta
Darstellung des Softproofs benötigt. Die Bilddateien werden aber nicht ausgabeprofiliert („In Profil konvertiert“).
Dadurch wird der Farbraum des Frontierprints optimal genutzt und nicht durch die Beschränkungen des eigentlichen sRGB-Farbraums limitiert.
2) Softproof über zugewiesenes Eingabeprofil:
Eine andere Möglichkeit, die Farbdarstellung des unprofilierten Frontierprinters am
Monitor darzustellen erreicht man über das Eingabeprofil.
Wenn Sie einer Datei das Frontier-Printerprofil zuweisen ( „Profil zuweisen“
„Fuji_Frontier-sRGB_xxxxxx_V2.[Link]“), zeigt der Monitor (im Photoshop) das Bild so
an, wie es am Frontier im sRGB-Print-Modus ausgegeben wird wenn es nicht
ausgabeprofiliert wird. Diese Verfahren ist nur sinnvoll bei Dateien, die im sRGB-
Farbraum aufgenommen oder erstellt wurden.
Wenn die Frontier Scans wieder auf dem Frontier geprintet werden:
Bei Scans vom Negativ und vom Dia ist kein zusätzliches ICC-Colormanagement nötig, wenn die Dateien am Frontier im „sRGB Modus“ geprintet werden.
Der Frontier Scanner und der Frontier Printer (sRGB) sind perfekt aufeinander abgestimmt, so dass dafür kein ICC-Profil nötig ist.
Speichern Sie diese Datei als JPEG oder TIFF-Datei ab (diese Dateitypen unterstützen ICC-Profile). Diese Datei ist der Originalscan. Achten Sie beim
Speichern darauf, dass das Häkchen bei „Farbe“ „ICC-Profil: Frontier-Scanner“ gesetzt ist.
Diese Arbeit kann z. B. durch eine Photoshop-Aktion automatisiert und auf ganze Verzeichnis-
se angewendet werden.
Jetzt hat dieser Scan einen eingebettetes Eingabeprofil. Die Farbwerte in der Datei werden
dadurch nicht verändert. Durch das Eingabeprofil ist jedoch die Interpretation der Farbwerte bei
der weiteren Verarbeitung dieser Datei klar definiert und sichergestellt.
Andere Drucker können dadurch die Farbwiedergabe des Frontier Printers simulieren, wenn
auf ihnen ICC-profiliert geprintet wird.
Eingebettete Eingabeprofile haben keinen Einfluß auf die Farbwiedergabe der Prints am
Frontier, weil die Frontier-Software ICC-Profile grundsätzlich ignoriert. (Erst wenn „in Profil
konvertiert“ wurde, wird die Profilierung im Frontier-Print sichtbar.
Tipp zur Optimierung der Scanqualität: Stellen sie vor dem Scannen in den „Custom Settings“
des Frontier die Schärfeeinstellung auf „Low“. Das verringert die visuelle Körnigkeit der Scans
erheblich.
135 / 120
Dia
Frontier Scan
Frontier Printer Kalibrierter und profilierter Monitor z.B. Epson LFP Durst Lambda, Epsilon, Theta
In Ausgabeprofil konvertieren
Bevor Frontier-Scans auf anderen Printern oder Belichtern ausgegeben werden,
muss das printerspezifische Ausgabeprofil eingerechnet werden. Bei diesem
Vorgang werden die Farbeigenschaften des Frontier-Scanners mit den
Eigenschaften des jeweiligen Printers in die Bilddatei eingerechnet.
Wählen sie im Menü „In Profil konvertieren“ das Ausgabeprofil des jeweiligen
Printers aus.
Konvertierungsoptionen wählen (in vielen Fällen geeignet: „relativ farbmetrisch“,
Dither verwenden, Tiefenkompensierung verwenden)
Durch Klicken auf „OK“ wird das Ausgabeprofil eingerechnet. Speichern Sie das Bild
als TIFF oder JPEG ab.
Dieser Vorgang kann z. B. durch eine Photoshop-Aktion oder ein Photoshop-Droplet
automatisiert und auf ganze Verzeichnisse angewendet werden.
Wichtig: Diese (ausgabeprofilierte) Datei kann nur auf genau dem Printer
ausgegeben werden, für den sie profiliert wurde. Speichern Sie die Datei deshalb
unbedingt unter einem anderen Namen als den Originalscan! Archivieren sie nur den Originalscan und nicht die ausgabeprofilierte Datei.
Geben Sie das Bild auf dem gewünschten Printer aus (mit exakt den gleichen Printer-Einstellungen, bei denen das Ausgabeprofil erstellt wurde). Mit dieser
Vorgehensweise, werden Bilddateien, die am Frontier-Scanner erzeugt wurden, auch auf anderen High-End-Printern dem originalen Frontier-Print sehr
ähnlich sein.
Der „PD / no convert“-Farbraum ist etwas größer als der Frontier-sRGB-Farbraum. Dieser Printmodus wird nur von wenigen Laboren verwendet, die mit
Frontier-Systemen arbeiten. Bilder, die im „PD / no convert“-Modus geprintet werden, müssen vorher in dieses Ausgabeprofil konvertiert werden, unab-
hängig davon, in welchem Farbraum die Bilder erstellt wurden.
Beim Einrechnen des Ausgabeprofils wird die Bilddatei in den Printerfarbraum konvertiert. Das
heißt, die individuelle Farbwiedergabe des Printers wird in der Bilddatei kompensiert, so dass der
profilierte Print eine standardisierte Farbwiedergabe aufweist. Dafür müssen die Farbwerte jedes
einzelnen Pixels verändert werden.
Wählen sie im Menü „In Profil konvertieren“ Æ Zielfarbraum
„Fuji_Frontier-sRGB_CA-Type-II_V2.[Link]“ (wenn im Frontier sRGB-Modus geprintet wird).
Konvertierungsoptionen wählen (meist „relativ farbmetrisch“,
Gibt es ICC-Profile für Frontier-Systeme auch für andere Medien als FUJICOLOR Crystal-Archive-Papier?
Fujifilm stellt nur ICC-Profile für fujicolor Materialien zur Verfügung. Für andere Fotopapiere müssen die ICC-Profile individuell erstellt werden.
Funktionieren die ICC-Profile auf der Fujifilm Homepage auch mit Fotopapieren anderer Hersteller?
Nein. Die Profile eignen sich ausschließlich für die FUJICOLOR Crystal Archive Papiere. Bei Verwendung anderer Materialien entstehen unabsehbare
Farbabweichungen.
Wer soll die Daten konvertieren: der Fotograf oder das Labor?
Bei der Zusammenarbeit mit Fachlaboren muss diese Frage mit dem Labor geklärt werden.
Bei anderen Laboren sollten die Dateien meist vom Anwender vorbereitet werden. Die Dienstleister werden in der Regel keine Veränderungen an den Da-
teien vornehmen. In der Regel wird beim Frontier im sRGB-Modus geprintet. Zugewiesene (=angehängte Profile) werden vom Frontier ignoriert. Evt. Wer-
den die Bilder automatisch durch die „Image Intelligence“ des Frontier individuell korrigiert. Für ICC-Colormanagement Anwendungen müssen diese auto-
matischen Korrekturen verhindert werden.
In Großlaboren können meist nur die Portrait- und Fachabteilungen ICC-profiliert arbeiten, z.B. mit dem „Studio Assistant“ in den Fujicolor-Labors. Im Be-
reich der Amateur-Prints in den Großlaboren wird kein ICC-Colormanagement betrieben. Dort wird ausschließlich der sRGB-Farbraum verwendet. In der
Regel wird jedes Bild einzeln durch automatische Korrekturalgorithmen optimiert.
Kann man die ICC-Profile der Fujifilm Homepage für alle Frontier-Versionen (330 – 570) verwenden?
Ja. Die Profile sind für alle Frontier-Versionen anzuwenden. Es handelt sich um Durchschnitts-Profile, die für die gesamte Gerätefamilie nutzbar sind. Bei
höchsten Anforderungen an die Farbgenauigkeit sollten auf jeden Fall individuelle Printerprofile für die jeweilige Maschine erstellt werden.
Hinweis: Die Frontier Profile auf der Homepage gelten nur für die Ausgabe im „sRGB-Modus“. Erkundigen Sie sich bei Ihrem Labor, ob es Ihre Dateien am
Frontier im „sRGB-Modus“ printet.
Was ist der Unterschied zwischen den beiden Frontier Print-Modi „sRGB“
und „PD/no convert“
Der Frontier sRGB-Printmodus ist dafür optimiert, sRGB-Bilddateien ohne ICC-
Colormanagement optimal zu printen. Er nutzt den Farbraum des Papiers we-
sentlich besser aus, als ein ICC-sRGB-workflow.
Der „PD/no convert“ Printmodus eignet sich optimal für ICC-ausgabeprofilierte
Prints von Dateien, die nicht im sRGB-Farbraum angelegt oder aufgenommen
wurden. Also z.B. für alle Dateien die im Adobe-RGB, im ECI-RGB oder im Pho-
toGamutRGB angelegt wurden.
Welchen „Rendering intent“ soll man zur Profilkonvertierung verwenden?
Es gibt verschiedene „Rechenvorschriften“ für die Umrechnung von einem Farb-
raum in einen anderen Farbraum. Beim Vorgang „in Profil konvertieren“ ist meis-
tens die „Priorität“ (=rendering intent) „relativ farbmetrisch mit Tiefenkompensie-
rung“ empfehlenswert“. Sollte es in gesättigten Bereichen zu störenden Detailver-
lusten kommen, ist „Perzeptiv“ geeigneter (manchmal auch „Perceptual“, „Wahrnehmung“ oder „Photographic“ genannt). Häufig sehen perzeptiv konvertier-
te Bilder aber etwas zu hell und ungesättigt aus.
Ich habe ein ICC-Profil für Frontier installiert und die Farbeinstellungen für Photoshop übernommen.
Werden meine Bilder jetzt automatisch besser?
Nein. Die Konvertierung in den Frontier-Farbraum muss manuell, z. B. in Photoshop, vorgenommen werden. Bitte lesen Sie dazu die Anleitung, die Sie auf
dieser Seite laden können. Colormanagement sorgt auch nicht für eine automatische Bildverbesserung sondern nur für eine konsistente und vorhersehbare
Farbwiedergabe.
Muss ich meinem Dienstleister mitteilen, dass meine Dateien für die Ausgabe konvertiert wurden?
Die meisten Frontier-Betreiber printen Daten so wie sie angeliefert werden. Erkundigen Sie sich bei Ihrem Labor, ob es die Dateien verändert, optimiert
oder konvertiert.
Wie kann ich das spätere Print-Ergebnis auf dem Bildschirm farbverbindlich simulieren (Soft-Proof)?
Der sichere Umgang mit ICC-Arbeitsabläufen erfordert ein fundiertes Fachwissen über Colormanagement. Dazu sind ausführliche Schulungen
aller beteiligten Personen erforderlich. Es ist nicht möglich, z. B. über telefonische Beratung, sichere Colormanagement-Workflows zu vermitteln
oder einzurichten.
Fuji Photo Film (Europe) GmbH kann keinerlei Haftung für Schäden übernehmen, die bei der Verwendung der von uns zur Verfügung gestellten Farbprofile
entstehen.
Alle ICC-Profile der Fujifilm Homepage wurden mit der Software ProfileMaker 5.05 von GretagMacbeth erstellt.
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