0% fanden dieses Dokument nützlich (0 Abstimmungen)
8 Ansichten9 Seiten

Unfall Col

Unfall

Hochgeladen von

cristinschmid53
Copyright
© All Rights Reserved
Wir nehmen die Rechte an Inhalten ernst. Wenn Sie vermuten, dass dies Ihr Inhalt ist, beanspruchen Sie ihn hier.
Verfügbare Formate
Als PDF, TXT herunterladen oder online auf Scribd lesen
0% fanden dieses Dokument nützlich (0 Abstimmungen)
8 Ansichten9 Seiten

Unfall Col

Unfall

Hochgeladen von

cristinschmid53
Copyright
© All Rights Reserved
Wir nehmen die Rechte an Inhalten ernst. Wenn Sie vermuten, dass dies Ihr Inhalt ist, beanspruchen Sie ihn hier.
Verfügbare Formate
Als PDF, TXT herunterladen oder online auf Scribd lesen

Fahrrad Unfall

Name: Jörk Thomas Datum:24.04.2019


Alter:27, geb: Große: Gewicht:

Allergien: der reagiert allergisch auf Bienengift, manifestiert sich als allergische
Reaktion vom Typ 1.
Braunes Pflaster-Erythem
Genussmittel: Nichtraucher, Alkohol selten, Marihuana gelegentlich bei Partys
Sozialanamnese: ledig und wohne in einer Wohngemeinschaft, studiere an
Erziehungswissenschaft
Familienanamnese: der Vater leide an KHK mit 57 LJ, sei vor 2 Wochen operiert
worden (Bypass),
Komplikation: nach der OP habe er eine Wundheilungsstörung im
Sternumbereich. Eiter gesammelt
Die Mutter leide an Skotom, Psychomatik
Die Zwillingschwester leide unter Depression. Panikattacken
Aktuelle Beschwerden: Der 27-jährige Patient stellte sich heute wegen seit
gestern bestehender Kopf-, Schultergelenk-, Oberarm- und
Abdominalschmerzen vor. Diese Beschwerden seien nach einem Fahrradunfall
aufgetreten, in dem er auf der rechten Körperseite hingefallen sei. Er musste
wegen einer Kurve schnell bremsen und dabei sei er auf der rechten Seite
hingefallen und mit dem Kopf gegen ein Bordstein angeschlagen. Der trug
keinen Helm.

Der habe sich Abschürfungen (Exkoriation) an dem Hinterkopf, hinter


Ohrenmuschel sowie Hämatom im rechten Oberarm gehabt.

Der Patient gibt an, dass die Abdominalschmerzen diffuse und druckend seien.
Die Schmerzen des rechten Schultergelenks im Verlauf zugenommen hätten
und die Beweglichkeit eingeschränkt sei.

Des Weiteren klagte er über Übelkeit und eimaliges Erbrechen, die sich im Laufe

der Zeit verbessert hatte. Ferner gibt er an, dass der nach dem Unfall das
Bewusstsein verloren habe. Die Vegetative Anamnese unauffällig bis auf eine

Obstipation. An Vorerkrankungen seien die folgende bekannt:

-Hypothyreose, mit L-Thyroxin 75mkg behandelt wird


-Ostitis Pubis (Schambeinentzündung), mit Diclofenak behandelt wurde
-Ohrengangekzem, b.B Kortisol tropfen
-Der sei im [Link] wegen Phimose operiert worden.
3
In Bezug auf Medikation nehme er außer o.g. folgende Medikamente ein.
Magnesium wegen Wadenkrämpfen (unwillkürliche Kontraktion in der
Beugemuskulatur des Unterschenkels), die am nachts auftreten(weil sie viel Tennis
gespielt habe)

Adrenalin Pen b.B.


Die anamnestischen Angaben deuten am ehesten auf Polytrauma hin.
V.a. Schädel-Hirn-Trauma
V.a. Schultergelenk Luxation

V.a. Rippen Fraktur


V.a. Milzruptur
Zur weiteren Abklärung werden folgende Maßnahmen durchgeführt.
-KU
-Labor: BB,INR,Thrombozyten, PTT
-CT des Schädels um die Blutung auszuschließen.
-Rö-Thorax in 2 Ebene posterioranterior und lateral, Rippenfrakturen mit
Komplikationen, Pneumothorax
-Abdomensonografie -freie Flüssigkeit besonders in Koller Pouch
raum(Anatomische Spaltraum zwischen Milz und linken Niere) bei Milzruptur

Falls die Verdachtsdiagnose gesichert wird, dann zählen die folgenden zu


wichtigen therapeutischen
Maßnahmen:
-Engmaschige Überwachung der Vitalparameter
- 2 größlumige venöse Zugänge
- Pleura Punktion oder Drainage anlegen
- Schmerzmittel, Ruhigstellung des verletzten Gelenk
Zur Info
Hypovolämischer Schock- Verminderung der zirkulierenden Blutmenge .

wird 3 Stadien eingeteilt. Stadium1 normaler RR, feuchtkühle und blasse

Haut

Stadium 2 Tachykardie, [Link] <100, kollabierte Halsvenen, Durst, Oligurie


Stadium 3 [Link] <60, kaum tastbarer Puls, flache schnelle Atmung,

Bewusstseinsstörung, Anurie. Schock-Index Puls dividiert systolischer

Blutdruck. <1 physiologisch, 1 drohender, >1 manifester

Primäre Maßnahmen - 2 großlumige Venenzugänge, isotoner kristalliner


Salzlösung, rasche Gabe von Erythrozytenkonzentration und unter
Umständen Frischplasma
4
Unter einem Polytrauma versteht man eine Verletzung mehrerer Organe oder
Körperteile, wobei mindestens eine Verletzung oder die Kombination mehrerer
Verletzungen lebensbedrohlich ist.

Schwergrade 1 - mäßig verletzter Patient, normaler arterieller pO2, keine


Schocksymptomatik, geringe Letalität, z.B. leichtes gedecktes Schädel-Hirn-
Trauma kombiniert mit Extremitätenfrakturen und/oder stabilen Frakturen
des Achsenskeletts (Becken, Wirbelsäule), kleinere Wunden und
Weichteildefekte

Schweregrad II - schwer verletzter Patient ohne akute vitale Bedrohung, Zeichen


eines leichten hämorrhagischen Schocks, Blutverlust bis zu 25% des
zirkulierenden Volumens leicht erniedrigter arterieller pO2, z.B. Schädel-Hirn-
Trauma II. Grades in Kombination mit offenen oder Trümmerfrakturen der
Extremitäten, komplexe Beckenfrakturen, instabile Wirbelsäulenfrakturen,
ausgedehnte Wunden und Weichteilverletzungen, Letalität 5–10%

Schweregrad III- lebensbedrohlich verletzter, meist bewusstloser Patient,


geschätzter Blutverlust des zirkulierenden Blutvolumens bis 50% und darüber →
schwerer hämorrhagischer Schock, arterieller pO2 < 60 mmHg, z.B. Schädel-Hirn-
Trauma III. Grades, schweres Thorax- und/oder Bauchtrauma häufig in
Kombination mit komplizierten Frakturen, Wunden mit starker Blutung, Letalität
30%

Polytrauma Komplikationen in der Akutphase sind:

• hämorrhagischer Schock durch hohen Blutverlust (z.B. nach


Leber-, Milz-und Aortenrupturen, Beckenringfrakturen,
Aortendissektion etc.)

•spinaler Schock (Verletzung des Rückenmarks, Verletzungen von epi-und


subduralen Gefäßen → periphere
Vasodilatation durch Sympathikusblockade)
• Thoraxverletzungen mit Bronchus- oder Tracheaabriss sowie
Verletzung größerer thorakaler Gefäße oder des Herzens

•Perikardtamponade und Arrhythmien (Herzkontusion)


•Spannungspneumothorax
•Elektrolytveränderungen und Gerinnungsstörungen
•Hypothermie (beinahe jeder polytraumatisierte Patient ist unterkühlt!)
Priorität bei der Erstversorgung eines Patienten ist die Sicherung
der Vitalfunktionen. Dabei wird nach der ABC-Regel vorgegangen. „A“steht dabei
für Airway = Atemweg, „B“ für Breathing = Atmung und „C“ für Circulation =
Kreislauf. Ein polytraumatisierter Patient bedarf in der Regel der schnellen
Intubation und Beatmung. Beim endotrachealen Absaugen wird auf Zeichen der
Aspiration oder auf Blut geachtet (Lungenkontusion,Bronchusabriss,
Hämatopneumothorax etc.). Liegt ein Pneumothorax vor,wird eine Thoraxdrainage
gelegt. Zur weiteren Therapie gehören:

• großzügiger Volumenersatz, eventuell Katecholamingabe zur


Stabilisierung der Herz-Kreislauf-Verhältnisse (Anlage großlumiger venöser
Zugänge!)

• interdisziplinäre Untersuchung und Planung des Prozedere


(Radiologie,Chirurgie, Anästhesie, Neurochirurgie und individuell
andere Fachrichtungen)

5
• Abdomen-Sonografie (massiv freie Flüssigkeit, schlechtes Hb
und instabiler Kreislauf? → sofortige explorative Laparotomie)

• invasives Monitoring (arterielle Blutdruckmessung, zentraler


Venenkatheter [evtl. Shaldon-Katheter], Dauerkatheter)

• Röntgendiagnostik (CT-Schädel und -HWS, Thorax, restliche


Wirbelsäule, Becken, ggf. Extremitäten, ggf. CT-Thorax und -Abdomen)

Schädel-Hirn-Trauma- Verletzungen des Schädels mit Beteiligung des Gehirns.


Unterschied man gedecktes und offenes SHT.

Die Ausprägung eines SHT wird nach Glasgow Coma Skale GCS (öffnen
der Augen, beste Verbale Reaktion,beste motorische Reaktion)
beurteilt.

SHT [Link]- 13-15 Punkte GCS Gehirnschütterung(Commotio cerebri)-


soforteinsetzende Bewusstlosigkeit, Amnesie kurz,
Übelkeit,Schwindel,Erbrechen, Kopfschmerzen

SHT [Link]- 9-12 Punkte GCS Gehirnprellung (Contusio cerebri)


Bewusstlösigkeit mehr als 15 Minuten +Symptome grad 1

SHR [Link]- 3-8 Punkte GCS Gehirnquetschung (Compressio cerebri)


Hirnödem oder Hirnblutung, lange Bewusstlösigkeit.

Sofortmaßnahmen- vollimmobilisiert, stabile Seitenlage +Intubation,

Überwachung Vitalparameter Milzruptur

Symptome: Abdominalschmerzen im linken, oberen Quadranten. Ausstrahlung


in die linke Schulter- Kehr Zeichen.

Unterscheidet man: Einzeitige Milzruptur. Hämorrhagisch bedingten


Hypovolämie unmittelbar nach dem traumatischen Ereignis

Zwezeitige Milzruptur-Hypovolämie nach mehreren Stunden bis Tagen, bei


intakter Riss oder Ausdehnung des Hämatoms.

Typ Schwergrade: Typ1-5 Kapselrisse+Parenchym+Blutung aus den


Segmentarien+Abriss des Gefäßtiels+Organberstung
Da die Milz ein stark durchblutetes Organ ist, kann es sehr schnell zu hohen
Blutverlusten mit der Folgeeines hämorrhagischen Schocks kommen. Es sollten
daher mindestens zwei großlumige peripher-venöse Zugänge gelegt und Volumen
(kolloidale und kristallineInfusionslösungen) gegeben werden. Da es sich
definitionsgemäß um ein Polytrauma handelt, sollte das Kind zügig sediert und
intubiert werden. Differenzialdiagnostisch oder auch additiv kommen
Verletzungen anderer intraabdomineller oder intrathorakaler Organe infrage. Zur
weiteren Abklärung erfolgt in der Notaufnahme eine sofortige Sonografie des
Abdomens. Findet sich freie Flüssigkeit im Abdomen und zeigt der Patient klinisch
die Zeichen eines Volumenmangels, ist eine sofortige explorative Laparotomie mit
Blutstillung angezeigt.

Eine Entfernung der Milz ist möglich, ihre Aufgaben weitgehend von der Leber
übernommen werden.

6
1-2 Wochen nach der Entfernung der Milz kommt es zu einem
starken Anstieg der Thrombozytenzahlbis auf 1 Mio/µl. In dieser Zeit
besteht eine höhere [Link] die Milz ein wichtiges
Organ zur Bekämpfung einer bakteriellen Sepsis darstellt, steigt auch
das Risiko für eine Sepsis nach einer Splenektomie an. Im
ungünstigen Fall kann es zu einer "OPSI" ("Postsplenektomie-
Syndrom) kommen. Aufgrund der erhöhten Gefahr einer OPSI wird
eine Auffrischimpfung gegen Pneumokokken, Meningokokken und
Hämophilus influenzae Typ B empfohlen. Bei elektiver
Splenektomie sollte dies 2 Wochen vor und 2 Wochen nach dem
operativen Eingriff erfolgen.

Frakturzeichen:

Unsichere Frakturzeichen: Schmerz,Schwellung, Hämatom, Erwärmung,


Bewegungseinschränkungen
Sichere Zeichen: Frakturdislokation, Krepitation, pathologische
Beweglichkeit, sichtbare Knochenfragmente bei offener Fraktr.

Das könnte Ihnen auch gefallen