Formel
Formel
Formelsammlung
Mathematik
Sekundarstufe II
Inhaltsverzeichnis
Zahlbereiche & Intervalle .......................................................................3
Termumformungen.................................................................................3
Bruchrechnung......................................................................................3
Potenzen, Wurzeln, Logarithmen..............................................................4
Prozent – und Zinsrechnung....................................................................5
Proportionalität......................................................................................5
Lineare Gleichungen & Funktionen............................................................5
Quadratische Gleichungen & Funktionen....................................................5
Funktionen – Definition & allgemeine Begriffe............................................6
Transformation von Funktionen ...............................................................7
Lineare Gleichungssysteme (LGS) mit 2 Gleichungen und 2 Variablen............7
Grundfunktionen....................................................................................8
ANALYSIS.......................................................................................9
Rationale Funktionen..............................................................................9
Differenzialrechnung..............................................................................9
Einige wichtige Ableitungsfunktionen........................................................9
Ableitungsregeln für differenzierbare Funktionen.......................................10
Untersuchung von Funktionen mittels der Ableitungsfunktionen..................10
Anwendungen der Differenzialrechnung...................................................11
Grenzwerte.........................................................................................12
Integralrechnung.................................................................................13
Hauptsatz der Differenzial- und Integralrechnung.....................................14
Integrationsregeln................................................................................14
Einige grundlegende unbestimmte Integrale.............................................14
Flächeninhaltsberechnungen..................................................................15
Berechnung von Rotationskörpern .........................................................15
Uneigentliche Integrale.........................................................................15
MATHEMATIK F3 MEG Sek II > Formeln
Termumformungen
a+b=b+a Summanden oder Faktoren können
Kommutativgesetz
a·b=b·a vertauscht werden.
a+(b+c)=(a+b)+c Summanden oder Faktoren können
Assoziativgesetz
a·(b·c) = (a·b)·c beliebig zusammengefasst werden.
Distributivgesetz a·(b+c)=ab+ac Ausmultiplizieren bzw. Ausklammern
Ein Minus vor der Klammer
+(a+b–c) = a+b –c
Klammern auflösen vertauscht beim Auflösen der
– (a+b –c) = –a–b+c
Klammer alle Vorzeichen
Multiplikation von Jeder Summand der ersten Klammer
Summen (erweitertes (a+b)·(c+d) = ac+ad+bc+bd wird mit jedem Summanden der
Distributivgesetz) zweiten Klammer multipliziert.
1.: (a+b)2 =a2+2ab+b2 Bedeutung „Binom“:
Binomische Formeln 2.: (a–b)2 =a2–2ab+b2 Summe oder Differenz aus zwei
3.: (a+b)·(a–b)= a2 – b2 Gliedern (hier a und b)
Bruchrechnung
a b
⋅ =1 Der Kehrwert eines Bruchs entsteht
Kehrwert (Reziprokes) b a durch Vertauschung von Zähler und
Nenner
Zähler und Nenner mit einer Zahl c
a a⋅c
Erweitern / Kürzen = multiplizieren / dividieren verändert
b b⋅c
nicht den Wert des Bruchs
Gleicher Nenner (gleichnamig):
a c a+c
+ = Zähler werden addiert, Nenner bleibt
Addition b b b
erhalten
(Subtraktion analog) a c ad bc ad+bc
+ = + = Ungleichnamig: Zuerst gleichnamig
b d bd bd bd
machen, dann Zähler addieren
a c a⋅c Zähler und Nenner werden separat
Multiplikation ⋅ =
b d b⋅d mulitpliziert
a c a d a⋅d Dividend mit Kehrwert des Divisors
Division : = ⋅ =
b d b c b⋅c multiplizieren
MATHEMATIK F4 MEG Sek II > Formeln
x
a Potenzen gleicher Basis werden
a b a−b
Division x : x = b =x dividiert, indem man die Exponenten
x subtrahiert
b Potenzen werden potenziert, indem
Potenzieren ( xa ) =xa⋅b man die Exponenten multipliziert
a Das Reziproke der Basis erhält bei
Negative Exponenten x =
1
−a
x () =
1
xa
Vorzeichenwechsel des Exponenten
den Wert der ursprünglichen Potenz
a a a
Faktoren aus Potenzen mit gleichem
x ⋅y =( xy) Exponenten können multiplikativ
Gleiche Exponenten zusammengefasst werden
x a +ya ≠( x+y)a ; a≠1 !!! Vorsicht: Summen/Differenzen
lassen sich so nicht vereinfachen !
Wurzelgesetze
Bei rationalen Exponenten gibt der
Zusammenhang von 1 m Nenner den Exponent der Wurzel an,
Potenz und Wurzel
n
x =√ x
n ; n n
x =√ x
m
der Zähler den Exponent des
Radikanden
Wurzeln mit gleichem Exponenten
√n a⋅√n b=√n ab ;
werden mulitpliziert/dividiert, indem
Wurzeln
multiplizieren
/dividieren
√ a : √n b=n a
n
n
b
√ a±√ b≠ a±b n
√√
n
;n≠1 !!!
man die Radikanden multipliziert/
dividiert.
Vorsicht: Summen/Differenzen
lassen sich so nicht vereinfachen !
Wurzeln werden aus Wurzeln
gezogen, indem man die
Wurzeln wurzeln ;) √ √ a= √ a
n m mn
Exponenten multipliziert, den
Radikanden beibehält
Logarithmengesetze
x=loga b ⇔ a =b
x
(a∈ℝ>0) Der Logarithmus x von b zur Basis a
ist die Zahl, mit der a potenziert
werden muss, um b zu erhalten.
Logarithmus
log10 a=lga
→ dekadischer Logarithmus
Proportionalität
Dem n-fachen einer Größe a Alle Paare (a;b) sind
wird immer das n-fache der quotientengleich:
Direkte Proportionalität Größe b zugeordnet. b1 b2
= =....=k
a1 a2
Schreibweise: a∼b
Dem n-fachen einer Größe a
Umgekehrte wird immer das (1/n)-fache Alle Paare (a;b) sind produktgleich:
(indirekte) einer Größe b zugeordnet.
Proportionalität 1 b1⋅a 1=b 2⋅a2 =....=k ; kist konstant
Schreibweise: a∼
b
Graph einer Funktion Menge aller Punkte P(x; f(x)) mit x∈Df ; Bezeichnung: Gf
Lösung des LGS Ein Paar (x;y), das beide Gleichungen erfüllt, ist eine Lösung des LGS
Grundfunktionen
Potenzfunktion:
n gerade n ungerade
n
f (x)=x ; (n∈ ℤ)
Gf ist symmetrisch zur y-Achse Gf ist symmetrisch zum Ursprung
liegende Parabel liegende Parabel
n positiv
n negativ
1
n
f (x)=x =√ x
n
(n∈ℕ)
Df =W f =ℝ
Df =ℝ⩾0 ; Wf =ℝ⩾0
◦ Df =ℝ; W f =ℝ>0
◦ keine Nullstelle;
◦ gemeinsamer Punkt
Exponentialfunktion (0;1)
◦ 0<a<1: streng
f (x)=ax ; (a∈ℝ>0) monoton fallend;
◦ a>1: streng monoton
wachsend
◦ f-1(x)=logax
◦ Df =ℝ>0 ; W f =ℝ
◦ Nullstelle (1;0)
Logarithmusfunktion ◦ 0<a<1: streng
monoton fallend;
f (x)=loga x ;(a∈ℝ>0) ◦ a>1: streng monoton
wachsend
◦ f-1(x)=ax
MATHEMATIK F9 MEG Sek II > Formeln
ANALYSIS
Rationale Funktionen
Eine ganzrationale Funktion ist eine Funktion des Typs
n n−1
f (x)=an x +an−1 x +...+a1 x+a0 ;(an≠0 ;ai ∈ℝ ;n∈ℕ)
Ganzrationale oder
Polynomfunktion
Die Faktoren ai heißen Koeffizienten von f.
n gibt den Grad der Funktion an [grad(f)=n].
f achsensymmetrisch zur y- Merkregel: Kommen bei einer
Achse genau dann, wenn gilt: Polynomfunktion ausschließlich
f (x)=f (−x) gerade Exponenten vor (a0
beliebig), so ist f achsen-
Symmetrie
f punktsymmetrisch zum symmetrisch; kommen
Ursprung genau dann, wenn ausschließlich ungerade
gilt: −f (x)=f (−x) Exponenten vor (und a0=0!),
so ist f punktsymmetrisch.
Nullstellen Eine ganzrationale Funktion vom Grad n hat höchstens n Nullstellen.
Eine ganzrationale Funktion vom Grad n hat höchstens n-1
Extrempunkte
Extrempunkte. Zwischen zwei Nullstellen befindet sich mindestens ein
(Hoch-& Tiefpunkte) Extrempunkt.
Differenzialrechnung
Der Differenzenquotient gibt die
Mittlere Änderungsrate f (x)−f (x0 ) Δy mittlere bzw. durchschnittliche
m= =
(Differenzenquotient) x−x 0 Δx Steigung der Sekante durch die
Punkte (x;f(x)) und (x0;f(x0)) an.
Ableitung f(x)− f(x 0) Die Ableitung ist der
f ´(x0 )= lim Differenzialquotient (=Grenzwert des
x →x 0 x− x0
Momentane / lokale Differenzenquotienten) für
f (x0 +h)−f (x0 )
Änderungsrate =lim x → x0 und gibt die Steigung der
(Differenzialquotient) h →0 h Tangente im Punkt (x0;f(x0)) an.
x
xn n·xn-1 a (a>0) x
a ⋅lna sin x cos x
1
√x ex ex cos x –sin x
2 √x
MATHEMATIK F 10 MEG Sek II > Formeln
Grenzwerte
Existiert ein Grenzwert G, so sagen wir, die Funktion konvergiert.
Wird f(x) aber unendlich groß (positiv oder negativ), so divergiert die Funktion.
Definition & Eine Zahl G heißt Grenzwert einer Funktion f für x →∞ , wenn es
zu jeder positiven Zahl ε eine Stelle x1 gibt, sodass für alle x>x1 gilt:
Schreibweise
|f(x) – G|<ε .
Anders gesagt: Der Abstand der Funktionswerte vom Grenzwert G
für x →±∞ wird beliebig gering, die Funktion nähert sich G immer weiter an.
Eine Zahl G heißt Grenzwert einer Funktion f für x → x0 , wenn es zu
jeder positiven Zahl ε eine Zahl δ>0 gibt, sodass für alle
Definition &
x∈[x 0 −δ ; x0 +δ] gilt: |f(x) – G|<ε .
Schreibweise
Anders gesagt: Die Funktion nähert sich dem Punkt (x0 ; G) von links
für x → x0
und rechts beliebig nahe an. Unterscheiden sich Links- und
Rechtslimes voneinander, divergiert die Funktion für x → x0
lim f( x)=G ; lim f( x)=G ; lim f (x)=G lim steht für „limes“:
Schreibweisen x →+∞ x →−∞ x →x 0
Grenze, Grenzwert
lim [f (x)±g(x)]=lim f (x)±lim g(x)
Grenzwertsätze f( x) lim f (x)
lim [f (x)⋅g(x)]=lim f (x)⋅lim g(x) ; lim =
g (x) lim g(x)
u(x)
f (x)= ; Abhängig von grad(u) und grad(v) nähert sich der
v(x)
Graph von f für x →±∞ einer Geraden, der Asymptote an.
Asymptoten
grad(u) < grad(v): grad(u) = grad(v)=n: grad(u) = grad(v)+1:
gebrochenrationaler
an
Funktionen Asymptote y=0 Asymptote y= ; Schiefe Asymptote
bn
(an;bn: Leitkoeffizienten von
(x-Achse!) u bzw v) (Term mittels
Polynomdivision!)
u(x)
f (x)= ; u,v ganzrational, grad(v)>0
v(x)
Die Nullstellen von u(x) sind die Nullstellen von f(x). Nf =Nu
Die Nullstellen von v(x) sind die Definitionslücken von f(x), f ist
Gebrochenrationale also an diesen Stellen nicht definiert: Df =ℝ∖ Nv Diese Stellen
Funktion heißen Polstellen.
Gilt u(xN)=v(xN)=0 für eine Nullstelle xN, so spricht man von einer
hebbaren Definitionslücke bei xN. Kürzt man (x-xN) aus Zähler-
und Nennerterm, so entsteht eine Funtion f1(x), die f entspricht und
zusätzlich für xN definiert ist.
Regel von l´Hospital f ( x) ∞ f( x) 0
Ist lim =∞ bzw. lim = , so spricht man von
zur Ermittlung von x →a g (x) x →a g (x) 0
unbestimmten Grenzwerten
unbestimmten Ausdrücken, da diese nicht definiert sind.
Sind aber f und g in [b;c] mit a∈[b ; c] differenzierbar und existiert
f ´(x) f( x) f ´(x)
lim , so gilt: lim = lim .
x →a g ´( x) x →a g (x) x →a g ´( x)
Die Regel lässt sich wiederholen, sollte auch dieser Grenzwert nicht
existieren.
MATHEMATIK F 13 MEG Sek II > Formeln
Integralrechnung
Grundbegriffe Zusammenhänge
Gesucht ist die „Fläche“, die auf einem Intervall [a;b] zwischen dem
Graphen einer Funktion f und der x-Achse entsteht. Je nach Kontext
Idee des Integrals
muss diese „Fläche“ als Flächeninhalt, Wirkung oder Bestand einer
Größe interpretiert werden.
Näherungsweise Bestimmung der „Fläche“ durch Zerlegung des
b−a
Intervalls [a; b] in n Teilintervalle der Länge Δx= ;
n
Produktsummen n n
Bezüglich der
∫ f ( x) dx =0 ; ∫ f ( x) dx =−∫ f ( x)dx ;
a a b
b c c
Integrationsgrenzen
∫ f ( x) dx +∫ f ( x) dx=∫ f ( x) dx (für b∈[a ; c] )
a b a
b b b b b
b b
Ist f stetig im Intervall [a; b], so gibt es mindestens eine Zahl c mit
b
Ist F eine Stammfunktion einer in [a; b] stetigen Funktion f, so gilt: ∫ f (x )dx=F (b)−F (a )
a
Integrationsregeln
Name Funktion Regel
Spezialfall:
∫ [ f ´ ( x)⋅g ( x)]dx = f ( x)⋅g ( x)−∫ [ f ( x)⋅g ´ ( x)] dx
Partielle Integration
Dies ist die Umkehrung der Produktregel der Differenzialrechnung!
f ´( x )
∫ e x dx=e x+C ∫ f ( x)
dx=ln∣ f ( x)∣+C ( f ( x)≠0)
x ax
∫ a dx= ln a
+C (a >0 ; a ≠1) ∫ f ´ ( x )⋅e f ( x ) dx=e f ( x )+C
MATHEMATIK F 15 MEG Sek II > Formeln
Flächeninhaltsberechnungen
Fläche zwischen dem Graphen einer Funktion und der x-Achse
Verläuft der Graph einer Funktion f im Intervall [a; b] unterhalb der
b
Flächenbilanz ...
x-Achse, so ist ∫ f ( x) dx < 0. Dies macht bei der Interpretation des
a
Integrals als Wirkung oder Bestand einer Größe Sinn. Wechselt der
Graph zwischen positiven und negativen Werten im Intervall, so kann
das bestimmte Integral als Bilanz der positiven und der negativen
„Flächen“ interpretiert werden; die Berechnung erfolgt wie gewohnt.
Soll das Integral aber einen geometrischen Flächeninhalt A
beschreiben (z.B. m²), so machen negative Flächen keinen Sinn!
Es gilt daher:
Falls f(x)≥0 für alle x∈[a ; b] : Falls f(x) ≤0 für alle x∈[a ; b] :
b b b
… und Flächeninhalt
A= ∫ f ( x) dx
a
A= ∣∫
a
∣
f ( x) dx =−∫ f ( x) dx
a
∣ ∣∣ ∣ ∣
b
A= ∫ f ( x) dx + ∫ f ( x) dx +...+∫ f ( x) dx
a x1 xn
∣
Flächeninhalt zwischen den Graphen zweier Funktionen
b
f und g schneiden x1 x2
∣ ∣∣ ∣ ∣
b
Uneigentliche Integrale
Ist f eine in einem offenen Intervall [a; ∞[ stetige Funktion mit einer
Stammfunktion F,
Uneigentliche Integrale
b
mit unbeschränktem
∞
Integrationsintervall
dann gilt: ∫ f ( x) dx =lim
b →∞
∫ f ( x) dx=lim
b →∞
F (b)− F ( a)
a a