Shiva
Name: Arun Brahmchandra
Spiritueller Name: Shiva
Sterbliches Alter: 24 Jahre
Gezeugt: 1985
Herkunft: Kerala, Indien
Sterblicher Beruf: Mönch (Shivach)
Aktueller Beruf: Deva, Guru
Kampfstil: Kalarippayat
Sprachen: Malayalam (Indischer Dialekt); BE
Shiva ist in einer kleinen Stadt in Kerala geboren,
abseits der größeren Städte und eher in ländlichen
Gefilden. Zu seiner Geburt stand die Morgensonne
in einer besonderen Konstellation, weshalb er den
Namen „Arun“ erhielt. Der weise Mann sagte ihm
ein großes Schicksal voraus. Und tatsächlich schien
er schon als kleines Kind die Stimme der Götter
hören zu können, hörte und sah Dinge, die
außerhalb des Greifbaren war, aber zu reale Formen
annahm, als dass es nur Einbildung hätte sein
können. Zum Beispiel den dunklen Schatten im
Schicksal eines Anderen oder auf dem Acker eines
Bauern zu sehen und Warnungen auszusprechen
(womöglich war er ein unentdeckter Magus). So
nahmen die Mönche des Klosters seiner an und
holten ihn in die Dienste des Gottes Shiva. Er
wurde als Mönch ausgebildet und erhielt später den
neuen Namen Shivach (Kurzform von Shiva Vach),
das so viel bedeutete wie „Stimme Shivas“, galt er
doch als Sprachrohr seines Willens, womit er
bereits als Jugendlicher die spirituelle Führung des
Klosters inne hatte. Seine sanfte und ruhige (wenn
auch sehr stolze und latent überhebliche) Natur,
sowie der tiefe Glaube an die Götter gaben ihm
auch die notwendige Kompetenz dazu.
Auf diese Weise wurde sein Erzeuger Tariq auf ihn und den Orden aufmerksam und fing an diesen
zu unterwandern, um ihn als eigenen Kult zu übernehmen. Wider Tariqs Erwartens wurde Shivach
nicht nur der Korruption in seinen Reihen gewahr, sondern zeigte sich auch noch widerstandsfähig
gegenüber seinen Beeinflussungen. Aus Neugierde heraus konfrontierte er ihn direkt- wenngleich
auch aus den Schatten heraus. Die Tatsache, dass sich Shivach den Versuchungen resistenter zeigte
als Andere und in seiner spirituellen Intensität schon fast überheblich wirkte, forderten den Setiten
heraus und er beschloss den Jüngling zu seinem neuen Projekt zu machen. Es ging nicht länger nur
um den Orden sondern nunmehr darum den Glauben des Jungen zu erschüttern, zu korrumpieren
und ihn damit für die Sache der Setiten zu gewinnen. Der Weg: Den Jungen in die Abgründe tiefster
Verzweiflung stürzen, bis sein Glaube bröckelte und er die Erlösung im Blute des Clans erkannte –
und damit auch den Weg zu seinem Glauben zurück.
Tariq verbrachte ein paar Jahre damit alles zu
demontieren und korrumpieren, dass den jungen
Mann an seinem Weg festhalten ließ. Von dem
Orden war schlussendlich kaum noch etwas übrig.
Aber schlussendlich gelang es ihm Shivach in eine
tiefe Glaubenskrise zu stürzen. Noch heute glaubt
Shiva, dass er eine Glaubensprüfung durchlebt hat,
welche damit endete, dass er das größte aller Oper
an Shiva selbst getan hatte: Sich selbst aus dem
Kreis der Widergeburt zu nehmen um ihn im
Diesseits zu dienen. Die Welt auf den letzten Tag
vorzubereiten, da Shiva sie in die Zerstörung
reißen würde, um sie neu und gereinigt erstehen zu
lassen.
Mittlerweile ist Shivach mit den wenigen
Getreuen, die er noch hat, nach Detroit gezogen
und hat einen neuen Kult aufgebaut. Wenngleich
sich an seinem Wesen wenig geändert hat- so sind
die Methoden und die Art, wie er seinen Kult führt,
nun ganz Andere als zuvor.
Nach außen hin führt er ein Wellnessetablissment,
in dem seine Anhänger als Guru anderen
Menschen den Weg zu ihrer Selbst weisen- ein
Garten der Genüsse mit verschiedenen Kursen und
Angeboten, die jedoch in immer tiefere Kreise zu
dem Weg der Erleuchtung führen sollen (vielleicht
befindet sich das auch erst im Aufbau- das kommt
auf meine Punkte an).
Im Rahmen des engsten Zirkels lässt sich Shiva nunmehr als Avatar oder Mindergott (Deva) des
Gottes verehren. Sowie er seine Widergeburt Shiva opferte, opfern seine Anhänger ihm. Geld, Blut
und (wie in Indien tatsächlich auch teilweise bei Extremisten üblich) setzen sich selbst Schmerzen
aus, um ihre Demut dem Gott über zu beweisen (zum Beispiel in dem sie Haken in ihre Haut
setzen)- bis hin- bei den Fanatischsten unter ihnen- zur Selbstaufgabe um für die Sache ihres Gottes
den Tod zu finden und als etwas Besseres wiedergeboren zu werden. Dabei verfolgt Shiva
tatsächlich keine bösen Absichten, sondern sieht es mehr als Weg der Erlösung an die bereits
verdorbene Welt schneller auf ihre Abgründe zusteuern zu lassen.
Für die Kainiten zeigt sich Shiva als sanfte Natur und guter Zuhörer, welcher gerne dazu bereit ist
Anderen zur Seite zu stehen, wenn sie Zuwendung und Hilfe bedürfen. Tatsächlich ist dies nicht
gespielt, nur eben auch mit Hintergedanken verbunden. Freigiebig läd er in seinen Wellnessclub ein,
solange man sich zu benehmen weiß. Er hat aus seiner Vergangenheit gelernt und ist sich bewusst,
dass es mehr als einen Pfeiler braucht, um aus Tiefschlägen wieder gestärkt hervorzugehen, weshalb
er immer auf der Suche nach Bündnissen und Gefälligkeiten ist, die ihm eines Nachts dienlich sein
könnten.