Sinumerik 840 D
Sinumerik 840 D
Werkzeugverwaltung
Dokumentationsübersicht SINUMERIK 840D/840Di/810D/FM–NC (07.00)
Allgemeine Dokumentation Anwender–Dokumentation
SINUMERIK
SIROTEC
SINUMERIK SINUMERIK SIMODRIVE SINUMERIK SINUMERIK SINUMERIK SINUMERIK
840D/810D/ 840D/810D/ Zubehör 840D/810D/ 840D/810D 840D/840Di/ 840D/810D/
FM–NC FM–NC/611 FM–NC 810D/ FM–NC
FM–NC
Hersteller–/Service–Dokumentation
SINUMERIK
SINUMERIK SIMODRIVE SINUMERIK SINUMERIK SINUMERIK SINUMERIK SINUMERIK
840D/840Di/ 611D 840D/840Di/ 840D/810D/ 840D/810D/ 840D/810D 840D/810D/
810D/ 840D/810D 810D FM–NC FM–NC FM–NC
FM–NC FM–NC
Hersteller–/Service–Dokumentation
SINUMERIK
SINUMERIK SINUMERIK SINUMERIK SINUMERIK SINUMERIK SIMODRIVE
SIMODRIVE SINUMERIK SIMODRIVE SIMODRIVE SIMODRIVE SIMODRIVE SIROTEC
840D 840D/840Di 840D 840D
810D/ 611D 611D
FM–NC
611D
Kurzbeschreibung 1
Übersicht 2
Funktionsbeschreibung 3
SINUMERIK 840D/840Di/810D
Inbetriebnahme 4
Werkzeugverwaltung
Programmierung 5
Datensicherung 6
Funktionsbeschreibung
Randbedingungen 7
Maschinendaten 8
Signalbeschreibung PLC 9
Alarme 10
PLC–Beispielprogramme 11
Gültig für
Index C
SINUMERIK®–Dokumentation
3ls
Auflagenschlüssel
Die nachfolgend aufgeführten Ausgaben sind bis zur vorliegenden Ausgabe erschienen.
In der Spalte ”Bemerkung” ist durch Buchstaben gekennzeichnet, welchen Status die bisher
erschienen Ausgaben besitzen.
A . . . . . Neue Dokumentation.
B . . . . . Unveränderter Nachdruck mit neuer Bestell–Nummer
C . . . . . Überarbeitete Version mit neuem Ausgabestand.
Hat sich der auf der Seite dargestellte technische Sachverhalt gegenüber dem
vorherigen Ausgabestand geändert, wird dies durch den veränderten
Ausgabestand in der Kopfzeile der jeweiligen Seite angezeigt.
Marken
SIMATIC , SIMATIC HMI , SIMATIC NET , SIROTEC , SINUMERIK und SIMODRIVE sind
eingetragene Marken der Siemens AG. Die übrigen Bezeichnungen in dieser Druckschrift können Marken
sein, deren Benutzung durch Dritte für deren Zwecke die Rechte der Inhaber verletzen können.
Vorwort
Lesehinweise
Die SINUMERIK–Dokumentation ist in 3 Ebenen gegliedert:
Allgemeine Dokumentation
Anwender–Dokumentation
Hersteller/Service–Dokumentation
Die vorliegende Dokumentation wendet sich an den Werkzeugmaschinen–Herstel-
ler. Die Druckschrift beschreibt ausführlich die in den Steuerungen SINUMERIK
840D/810D bzw. SINUMERIK FM–NC vorhandenen Funktionalitäten.
Die Funktionsbeschreibungen sind nur für den speziellen bzw. bis zum aufgeführ-
ten Softwarestand gültig. Bei neuen Softwareständen sind die dazu gültigen Funk-
tionsbeschreibungen anzufordern. Alte Funktionsbeschreibungen sind für neue
Softwarestände nur noch teilweise verwendbar.
Nähere Informationen zu weiteren Druckschriften über SINUMERIK
840D/840Di/810D bzw. SINUMERIK FM–NC sowie zu Druckschriften, die für alle
SINUMERIK–Steuerungen gelten (z.B. Universalschnittstelle, Meßzyklen ...) erhal-
ten Sie von Ihrer Siemens–Niederlassung.
Hinweis
Es können in der Steuerung weitere, in dieser Dokumentation nicht erläuterte,
Funktionen ablauffähig sein. Es besteht jedoch kein Anspruch auf diese Funktio-
nen bei Neulieferung bzw. im Servicefall.
Zielsetzung
Die Funktionsbeschreibungen vermitteln die für die Projektierung und
Inbetriebnahme benötigten Informationen.
Zielgruppen
Die Funktionsbeschreibungen beinhalten damit Informationen für:
den Projekteur der Anlage
den PLC–Programmierer bei der Erstellung des PLC–Anwenderprogramms mit
den aufgelisteten Signalen
den Inbetriebnehmer nach der Projektierung und Aufbau der Anlage
den Servicetechniker zur Überprüfung und Interpretierung der Statusanzeigen
und Alarme
Vorwort 07.00
Handbuch–Aufbau
Die Funktionsbeschreibung ist wie folgt aufgebaut:
Gesamtinhaltsverzeichnis
Beschreibungen zu den Themen Funktionen, Inbetriebnahme, Programmie-
rung, Datensicherung, Daten und Alarme, PLC–Beispielprogramm
Anhang mit Abkürzungs–, Begriffs– und Literaturverzeichnis
Stichwortverzeichnis
Hinweis
Eine Seitenangabe gibt folgende Informationen:
Teil der Funktionsbeschreibung / Buch / Kapitel – Seite
Benötigen Sie Informationen zu einer Funktion, finden Sie die Funktion sowie das
Kurzzeichen, unter der die Funktion einsortiert ist, im Innentitel des Handbuches.
Falls Sie nur Informationen zu einem bestimmten Begriff benötigen, schauen Sie
bitte im Anhang beim Index nach diesem Begriff. Es steht dort das Kurzzeichen
der Funktionsbeschreibung, die Kapitelnummer sowie die Seitennummer, unter der
die Informationen zu diesem Begriff stehen.
Innerhalb der einzelnen Funktionsbeschreibungen finden Sie in den Kapiteln 4 und
5 zu den verschiedenen Signalen und Daten Definitionen zu ”Wirksamkeit, Daten-
format, Eingabegrenzen etc. .
Eine Erläuterung dieser Definitionen finden Sie nachstehend unter ”Technische
Hinweise”.
SW–Stand
Die in der Dokumentation angegebenen SW–Stände beziehen sich auf die Steue-
rung SINUMERIK 840D, der dazu parallel gültige SW–Stand für die Steuerung SI-
NUMERIK 810D (falls die Funktion frei gegeben ist, siehe /BU/, Katalog NC 60)
wird nicht jeweils explizit angegeben. Dabei gilt:
Symbole
Wichtig
! Dieses Symbol erscheint in dieser Dokumentation immer dann, wenn ein wichtiger
Sachverhalt zu beachten ist.
Bestelldaten–Ergänzung
Sie finden in dieser Dokumentation das abgebildete Symbol mit dem
Hinweis auf eine Bestelldaten–Ergänzung. Die beschriebene Funktion
ist nur lauffähig, wenn die Steuerung die bezeichnete Option enthält.
Maschinenhersteller
Das abgebildete Symbol erscheint in dieser Dokumentation immer
dann, wenn der Maschinenhersteller das beschriebene Funktionsver-
halten beeinflussen oder verändern kann. Beachten Sie die Angaben
des Maschinenherstellers.
Gefahr
! Dieses Symbol erscheint immer dann, wenn Tod, schwere Körperver-
letzung oder erheblicher Sachschaden eintreten werden, falls die ent-
sprechenden Vorsichtsmaßnahmen nicht getroffen werden.
Vorsicht
! Dieses Symbol erscheint immer dann, wenn eine leichte Körperverlet-
zung oder ein Sachschaden eintreten kann, falls die entsprechenden
Vorsichtsmaßnahmen nicht getroffen werden.
Warnung
! Dieses Symbol erscheint immer dann, wenn Tod, schwere Körperver-
letzung oder erheblicher Sachschaden eintreten können, falls die ent-
sprechenden Vorsichtsmaßnahmen nicht getroffen werden.
Vorwort 07.00
Technische Hinweise
Schreibweisen
In dieser Dokumentation gelten folgende Schreibweisen und Abkürzungen:
PLC–Nahtstellensignale –> NST ”Signalname” (Signaldatum)
Bsp.: – NST ”MMC–CPU1 ready” (DB10, DBX108.2) d.h. das Signal ist
im Datenbaustein 10, Datenbyte 108, Bit 2 abgelegt.
– NST ”Vorschub–/Spindelkorrektur” (DB31–48, DBB0) d.h. die
Signale liegen achs–/spindelweise in den Datenbausteinen 31 bis
48, Datenbausteinbyte 0.
Maschinendatum –> MD: MD_NAME (deutsche Bezeichnung)
Settingdatum –> SD: SD_NAME (deutsche Bezeichnung)
Das Zeichen ” ” bedeutet ”entspricht”
Kurzangaben
In den Kapiteln Maschinendaten und Sigalbeschreibungen sind die Daten bzw. Si-
gnale erläutert, die für die jeweilige Funktion wichtig sind. Innerhalb dieser Erläute-
rungen in Tabellenform werden einige Begriffe und Abkürzungen verwendet, die
hier erklärt werden.
Standardwert
Mit diesem Wert wird das Maschinen–/Settingdatum bei der Inbetriebnahme vorbe-
setzt. Sind Standardwerte für die Kanäle unterschiedlich, so ist dies durch ” / ” ge-
kennzeichnet.
Wertebereich
Gibt die Eingabegrenzen an. Wenn kein Wertebereich angegeben ist, bestimmt der
Datentyp die Eingabegrenzen und das Feld wird mit ”∗∗∗” gekennzeichnet.
07.00 Vorwort
Änderungen
In der Steuerung werden Änderungen von Maschinendaten, Settingdaten o.ä. nicht
sofort wirksam. Die Bedingungen des Wirksamwerdens sind deshalb immer ange-
geben. In der folgenden Liste sind die verwendeten Möglichkeiten priorisiert aufge-
zählt:
POWER ON (po) Taste ”RESET” auf der Frontplatte des NCU–Moduls,
bzw. Aus–/Einschalten der Spannungsversorgung
NEW_CONF (cf) – Funktion ”Neu Konfigurierung” der PLC–Nahtstelle
– Taste ”RESET” auf der Bedieneinheit
RESET (re) Taste ”RESET” auf der Bedieneinheit
Sofort (im) nach der Eingabe des Wertes [immediately]
Vorwort 07.00
Schutzstufe
Es gibt die Schutzstufen 0 bis 7, wobei die Verriegelung für Schutzstufe 0 bis 3 (4
bis 7) über Kennwort–Setzen (Schlüsselschalter–Stellung) aufgehoben werden
kann. Der Bediener hat nur Zugang zu Informationen, die dieser bestimmten
Schutzstufe und den niedrigeren Schutzstufen entsprechen. Die Maschinendaten
werden standardmäßig mit unterschiedlichen Schutzstufen belegt.
In der Tabelle ist nur die Schutzstufe für das Schreiben eingetragen. Es besteht
jedoch eine feste Zuordnung zwischen Schreib– und Lesestufen:
Einheit
Die Einheit bezieht sich auf die Standardeinstellung der Maschinendaten SCA-
LING_FACTOR_USER_DEF_MASK und
SCALING_FACTOR_USER_DEF.
Liegt dem MD keine physikalische Einheit zugrunde, so ist das Feld mit ”–” ge-
kennzeichnet.
Datentyp
In der Steuerung werden folgende Datentypen verwendet:
DOUBLE
Real– oder Integerwerte (Kommawerte oder ganzzahlige Werte)
Eingabegrenzen von +/–4,19*10–307 bis +/–1,67*10308
DWORD
Integerwerte (ganzzahlige Werte)
Eingabegrenzen von –2,147*109 bis +2,147*109
BOOLEAN
Mögliche Eingabewerte: true oder false bzw. 0 oder 1
BYTE
Integerwerte (ganzzahlig) von –128 bis +127
STRING
bestehend aus max. 16 ASCII–Zeichen (Großbuchstaben, Ziffern und
Unterstrich)
07.00 Vorwort
Datenhaltung
Die Erläuterungen der PLC–Nahtstelle in den einzelnen Funktionsbeschreibungen
gehen von einer theoretischen Maximalanzahl der Komponenten aus:
4 Betriebsartengruppen (zugehörige Signale abgelegt in DB11)
8 Kanäle (zugehörige Signale abgelegt in DB21–30)
31 Achsen (zugehörige Signale abgelegt in DB31–61)
Die wirklich realisierbare Komponentenanzahl des jeweiligen Softwarestandes ent-
nehmen Sie bitte
Literatur: /FB/, K1, ”BAG, Kanäle, Programmbetrieb”
Vorwort 07.00
WZV–Funktionen
Die wesentlichen Funktionen der Werkzeugverwaltung sind:
Werkzeugauswahl über alle Magazine bzw. Revolver für aktive Werkzeuge und
Ersatzwerkzeuge (WZMG)
Ermittlung eines passenden Leerplatzes in Abhängigkeit von Werkzeuggröße
und Platztyp (WZMG)
Werkzeugbezogene Platzcodierung (fest und variabel) (WZMG)
Anstoß zum Werkzeugwechsel mit T– oder M06–Befehl (WZBF)
Achsbewegungen während des Werkzeugwechsels mit automatischer Synchro-
nisation bei nächster D–Nummer (WZBF)
Stückzahl–, Standzeit– und Verschleißüberwachung mit Vorwarngrenzenüber-
wachung (WZMO)
Bis zu 30 reale Magazine mit bis zu 600 Magazinplätzen und 600 Werkzeugen mit
bis zu 12 Schneiden je Werkzeug (max. 1500 Schneiden) werden verwaltet. Die
maximale Anzahl der Schneiden je Werkzeug ist abhängig vom Software–Stand
(12 Schneiden ab SW 5.1) und Maschinendateneinstellungen.
Mit dem Einsatz des MMC 103 als komfortabelste Ausbaustufe kann der volle
Funktionsumfang der Werkzeugverwaltung genutzt werden. Aber auch mit OP 030
und MMC 100.2 stehen die wesentlichen Funktionen aufgabenbezogen zu Verfü-
gung.
Einleitung 07.00
Neue Struktur
Die Funktionen, die mit der Werkzeugverwaltung zu bewältigen sind, haben sich im
Laufe der Zeit stark ausgeweitet. Zukünftig wird eine neue Struktur gewählt, die
sich folgendermaßen aufgliedert:
WZBF Basisfunktionen der Werkzeugverwaltung (auch ohne aktive WZV
verfügbar)
WZMO Werkzeugüberwachung
WZMG Werkzeugmagazinverwaltung (nur mit aktiver WZV verfügbar)
WZFD Werkzeugverwaltung bei flachen D–Nummern (nur ohne
aktive WZV)
Basisfunktionen
Im Bereich WZBF der Werkzeugverwaltung gibt es die Basisfunktionen. Diese Ba-
sisfunktionen sind generell verfügbar, auch in Systemen ohne aktive WZV. Zu den
Basisfunktionen gehören z.B. das Anlegen und Löschen von Werkzeugen, Ein-
gabe von Korrekturen und Werkzeugwechsel. Bei den Basisfunktionen ist jeder
T–Nummer (Werkzeug–Identifizierung) eine bestimmte Anzahl (max. 12) von
Schneiden (D–Nummern) zugeordnet.
Bei Systemen ohne aktive WZV kann alternativ die Funktion WZFD oder ”flache
D–Nummer” (freie D–Nummernwahl unabhängig zur T–Nummer) aktiviert werden.
Hierbei gibt es in Bezug auf die Schneidenanzahl keine feste Begrenzung auf max.
12 Schneiden pro Werkzeug, sondern die Anzahl ist flexibel. Der Anwender ist bei
der ”flachen D–Nummer” zuständig für die Verwaltung und Zuordnung von T–
Nummern zu D–Nummern.
Zusatzfunktionen
Die Zusatzfunktionen der Werkzeugverwaltung sind die Magazinverwaltung, Werk-
zeug– und Leerplatzsuche und die Überwachung von Werkzeug–Standzeit, Stück-
zahl oder Verschleißwerten. Diese Zusatzfunktionen sind nur mit der aktiven WZV
(Option) verfügbar.
Ohne aktive WZV ist die Magazinverwaltung durch den Maschinenhersteller zu
realisieren. In der Regel wird dieses über die PLC erfolgen.
Magazinverwaltung
Die Magazinverwaltung verwaltet die Plätze der Magazine. Diese Plätze können
frei sein, mit Werkzeugen bestückt sein, oder belegt sein durch übergroße Werk-
zeuge auf Nachbarplätzen.
Freie Plätze können ”Beladen” werden mit weiteren Werkzeugen. Über die WZV ist
für den Maschinenhersteller eine optimale Verwaltung der Werkzeuge und Maga-
zinplätze gewährleistet.
Mit der Magazinverwaltung stehen erweiterte Funktionen wie Beladen, Entladen,
Positionieren von Werkzeugen zur Verfügung. Außerdem gibt es Suchfunktionen
von Werkzeugen, Magazinplätzen und Suchstrategien für Ersatzwerkzeuge. Bei
den Überwachungsfunktionen werden bei Ablauf der aktivierten Überwachung
Werkzeuge gesperrt und nicht mehr verwendet. Für die weitere Bearbeitung wird
bei Vorhandensein eines nicht gesperrten gleichartigen Werkzeugs (Duplowerk-
zeug) dieses automatisch verwendet.
Einleitung 07.00
1.1 Allgemeine Übersicht
Mit aktiver WZV sind im einfachsten Fall die Konfigurationen von Magazinen, Bela-
demagazinen, Spindeln, Greifern usw. festzulegen. Weiterhin sind die Nahtstellen
(DB 71 bis DB 73) in der PLC zu behandeln (siehe Kapitel 2.3).
Bei der Behandlung der Nahtstellen sind auftragsbezogene Werkzeugbewegungen
(z.B. Kette positionieren, Greifer schwenken) abzuleiten. Nach erfolgten Werk-
zeugbewegungen sind die Positionen und der Auftragsstatus über Grundpro-
grammbausteine (FC 7 und FC 8) zu quittieren. Eventuell wird noch ein Zyklus
(oder ASUP) für das NC–Programm erstellt, in dem der Werkzeugwechsel mit den
dazu notwendigen Fahrbewegungen programmiert wird. Für den Werkzeugwech-
sel bzw. die Werkzeugvoranwahl wird bei aktiver WZV ein Bezeichner program-
miert. Zur eindeutigen Identifizierung in Bezug auf Ersatzwerkzeuge steht zusätz-
lich eine Duplonummer zur Verfügung. Werkzeugbezeichner und Duplonummer
werden auf eine intern vergebene T–Nummer abgebildet. Diese intern vergebene
T–Nummer wird zur Adressierung von nachfolgend beschriebenen Variablen be-
nutzt.
BTSS–Variablen
Zusätzliche Funktionen stehen über BTSS–Variablen (siehe Kapitel 2.2, PI–Be-
fehle) von Seiten der PLC oder MMC (siehe Kapitel 5.12.5) zur Verfügung. Über
NC–Programm (z.B. Zyklus, ASUP) gibt es entsprechende Sprachbefehle, um
eine optimale Anpassung der Werkzeugverwaltung an die Gegebenheiten von Ma-
schinen vorzunehmen. Über die der WZV zugrunde liegenden Datenstrukturen, die
in Form von NC–Datenbausteinen abgebildet sind, kann man sich eine gute Über-
sicht verschaffen.
07.00 Einleitung
1.2 Eckdaten
1.2 Eckdaten
Bedientafeln
Für die Werkzeugverwaltung (WZV) gibt es ab dem SW–Stand 3.2 die Möglichkeit,
folgende Bedientafeln einzusetzen:
MMC 100.2 (Vorläufer MMC 100)
Es sind 2 Oberflächen wählbar:
– Standard
– Werkstattgerecht (Shopmill) ab SW 5.3
MMC 103 (Vorläufer MMC 102)
OP 030 z.B. für Belademagazine in Verbindung mit MMC 100.2/103
Die Funktionalität der Bedienoberfläche von MMC 100.2 und MMC 103 ist in fol-
genden Bereichen unterschiedlich.
Inbetriebnahme
Datensicherung (Festplatte)
Bedienung über projektierbare Bilder.
Folgendes ist bei der MMC 100.2 nicht realisiert:
Projektierung von Anwendersoftkeys für die Leerplatzsuche
Inbetriebnahme über Systembilder.
Mehrere Be–/Entladestellen je Magazin
Werkzeugschrank, Werkzeugkatalog
”Relative” D–Nummern mit freier Nummerierung
Adapterdaten
Ortsabhängige Korrekturen
Be– und Entladen über Codeträgersystem
Daten
Die Datenhaltung und –verwaltung erfolgt in der NC und MMC103. Alle Daten kön-
nen sowohl über Handeingabe, NC–Programm oder durch Datenübertragung gele-
sen bzw. geschrieben werden.
Bedienung
Die Bedienung erfolgt über Systembilder. Es gibt Bilder für die Inbetriebnahme (nur
MMC 103) und Bilder für die Bedienung der Werkzeugverwaltung (Magazinlisten,
Werkzeuglisten, Be–/Entladen).
Einleitung 07.00
1.2 Eckdaten
Programmierung im NC–Teileprogramm
Mit Einsatz der Werkzeugverwaltung ist es möglich, das Werkzeug mit einem Na-
men (Bezeichner), z.B. T = ”Schaftfraeser 120 mm”, im Teileprogramm aufzurufen.
Der Werkzeugaufruf über eine T–Nr. ist jedoch weiterhin möglich. Dabei ist die
T–Nr. dann der Name des Werkzeugs (z.B. T=12345678).
Ein Werkzeug wird eindeutig über seinen Namen und seine Duplonummer be-
stimmt. Weiterhin kann jedes Werkzeug eindeutig über seine “interne” T–Nummer
identifiziert werden. Die interne T–Nummer wird i.d.R. von NCK vergeben und bei
Programmieren eines Werkzeugwechsels im Teileprogramm nicht verwendet.
Bei der Magazinart Revolver ist der T–Aufruf der Wechselbefehl.
Bei Magazinart Kette, Flächenmagazin ist der T–Aufruf das Vorbereiten zum
Wechseln. Die Funktion M06 wechselt das vorbereitete Werkzeug in die Spindel.
Hinweis
Generell wird M06 als Begriff für einen Werkzeugwechsel gebraucht.
PLC
Für die WZV gibt es Datenbausteine (DB71–73) für den Empfang von WZV–Kom-
mandos und Funktionsbausteine (FC7, 8) zur Quittierung der WZV–Kommandos.
Weiterhin gibt es mit FC22 eine Richtungsanwahl für Magazine.
Ergänzend können WZV–Daten über FB2, 3 gelesen und geschrieben werden.
Komplexe WZV–Dienste können über FB4 angestoßen werden.
Magazinarten
Es können Revolver, Kettenmagazine und Flächenmagazine verwaltet werden.
Andere Magazinarten werden auf diese abgebildet, z.B. Pick–up–Magazine.
Reale Magazine können als Revolver, Kette, Flächenmagazin definiert werden.
Beladestellen bzw. Beladestationen sind als Magazinart für das Be– und Entladen
zu verwenden.
Ein Magazinzwischenspeicher faßt alle weiteren Plätze zusammen auf denen
Werkzeuge plaziert werden können (Spindel, Greifer,...).
Platzcodierung
Für die Werkzeuge werden sowohl eine Festplatzcodierung als auch eine variable
Platzcodierung unterstützt.
07.00 Einleitung
1.2 Eckdaten
Platztyp
Über den Platztyp kann die Art und Form des Platzes festgelegt werden. Mit der
Zuordnung von Platztypen zu Magazinplätzen kann das Magazin in Gebiete unter-
teilt werden. Dadurch können auch verschiedene Arten von Sonderwerkzeugen
z.B. ”Besonders_Groß”, ”Besonders_Schwer”, bestimmten Plätzen zugeordnet
werden.
Die Platztypen können in eine aufsteigende Ordnung, eine sogenannte Hierarchie,
gebracht werden. Mit dieser Ordnung wird bestimmt, daß ein Werkzeug, das auf
einen ”kleinen” Platztyp soll, auch auf einen ”größeren” Platztyp gesteckt werden
kann, falls kein ”kleiner” Platztyp mehr frei ist.
Überwachungen
In der WZV findet eine Werkzeugüberwachung wahlweise nach Stückzahl oder
Standzeit (bezogen auf die Schneiden) statt. Ab SW 5 ist außerdem eine Ver-
schleißüberwachung verfügbar. Ersatzwerkzeuge (Duplowerkzeuge) werden über
eine Duplo–Nummer unterschieden.
Suchstrategie
Es sind einstellbare Strategien beim Werkzeugwechsel vorhanden. Hierbei sind
unterschiedliche Strategien für die Werkzeugsuche und die Leerplatzsuche des
”Altwerkzeuges” möglich.
Zusätzlich kann eine Suchstrategie für das Beladen von Werkzeugen eingestellt
werden.
Begriff Daten/Bereich
Magazinkonfigurationen pro Kanal 1
Anzahl Magazine gesamt max. 32
Anzahl Magazinplätze gesamt max. 600
Anzahl Werkzeuge gesamt max. 600
Programmierung der Werkzeuge über Be- z.B.
zeichner (Namen) mit 32 alphanumeri- T = ”Winkelkopffrae-
schen Zeichen im NC–Programm ser_32”
Duplo–Nr. 1 – 32000
Anzahl Schneiden für alle Werkzeuge max. 1500
Definition von Platztypen ja
Nebenplatzbetrachtung in Halbplätzen 2–dimensional
Platzcodierung fest oder variabel
Einleitung 07.00
1.2 Eckdaten
Begriff Daten/Bereich
Strategie für Werkzeugsuche einstellbar (program-
mierbar) über Systemva-
riablen
Strategie für Leerplatzsuche einstellbar (program-
mierbar) über Systemva-
riablen.
M06–Befehl für WZ–Wechsel M–Code, über MD ein-
stellbar, kanalspezifisch
WZ–Wechsel mit M06– oder T–Befehl über MD einstellbar, ka-
nalspezifisch
Verschleißüberwachung für jede Schneide
Verschleißüberwachung nach Standzeit Auflösung msec
Verschleißüberwachung nach Stückzahl Zähler
Zugriff auf WZV–Daten über NC–Pro- Systemvariablen
gramm
Automatischer Decodierstop, bis Werk- ja
zeug ausgewählt ist.
T=Platz–Nr über MD einstellbar
Option
Die Werkzeugverwaltung ist eine OPTION.
Übersicht 2
2.1 Funktionsstruktur der Werkzeugverwaltung
MMC
Werkzeugdaten Anzeige, Ein–/Ausgabe
Magazindaten Anzeige, Ein–/Ausgabe
Korrekturdaten Anzeige, Ein–/Ausgabe
Werkmittelverwaltung
– Stammdaten
– Einsatzdaten
– Codeträger
Be–/Entladedialog
NCK
Werkzeugdaten verwalten
– Zustand
– Überwachung
– Korrekturen
Magazindaten verwalten
– Magazine
– Magazinplätze
Werkzeugverwaltung
– Werkzeug suchen
– Leerplatz suchen
– Werkzeug wechseln
– Beladen, Entladen
PLC
Magazinsteuerung
Greifersteuerung
Spindelsteuerung
Sicherheitsverriegelungen
Werkzeugwechsel durchführen
Wegeberechnungen sofern nötig
gegebenfalls eigene Wechselstrategie
2-28
Bild 2-1
2.2
Übersicht
2.2 Datenstruktur MMC/PLC – NCK (BTSS)
Magazin–Verzeichnis Magazindaten Magazinplatzdaten
TMV TM, $TC_MAPx[y] TP, $TC_MPPx[y,z]
Struktur der Magazin– und Werkzeugdaten T=”Bezeichner”
Magazin–Kontrollblock Platzart
$TC_MAPCx[y] TS, $TC_MOPx[y,z]
TMC, $TC_MAMPx Platztyp
WZ–Schneidendaten
T–Nr. Standzeit
[Link] Anwenderdaten Nebenplatzbetr. j/n TO, $TC_DPx[y] Stückzahl
je Magazin Zustand D1 Vorwarngrenze
[Link] Mag. Beschreibung Geometrie Schneide 1
.
...........
Art–Index (z.B. Spindel) D2 Geometrie Schneide 2
Anzahl Plätze Mehrfachzuordnungen
$TC_MPPC_x[y,z] D3 Geometrie Schneide 3
TPM $TC_MDPx[y,z]
Kommunikation
...
Abstand 1. Int. Mag. Anwender– Standzeit
Daten je Platz D12 Geometrie Schneide 12 Stückzahl
Abstand 2. Int. Mag.
© Siemens AG 2000 All Rights Reserved
Werkzeugverzeichnisdaten Vorwarngrenze
TV $TC_MOPCx[y,z]
AD
Zuordnung Zwischen– TUE, $TC_DPx[y] [Link]
Interne Kommuni–
speicher–plätze zu Spindel Adapter– Überwachung
kation mit MMC D1 Anw. Daten Schneide 1
$TC_MLSR[x,y] daten
TOE, TOS
Zuordnung Magazinplatz D2 Anw. Daten Schneide 2
$TC_ECP, $TC_SCP
des Zwischenspeicher–
Magazinplatzhierarchie D3 Anw. Daten Schneide 3 Ortsabhängige
magazins zu einer Spindel
TT, $TC_MPTH[x,y] Korrekturen
Einrichtewert
Platztypen–
für jeden Platz
07.00
D12 Anw. Daten Schneide 12 Verschleißwert
hierarchisierung
07.00 Übersicht
2.3 Schnittstellen PLC – NCK
Bei den nicht hinterlegten Kästchen handelt es sich um die bisherigen Daten der
Werkzeugverwaltung. Die hinterlegten Kästchen zeigen die Anwenderdaten.
Neue Datenblöcke werden durch hinterlegte und schraffierte Kästchen angezeigt.
TOA–Bereich
Ein TOA–Bereich stellt einen unabhängigen Bereich der Werkzeugverwaltung dar.
Zu anderen TOA–Bereichen existiert keine Verbindung.
Es können in Abhängigkeit der Kanalanzahl bis zu 10 unabhängige TOA–Bereiche
angelegt werden. Einem TOA–Bereich können mehrere Kanäle zugeordnet wer-
den. 1 Kanal kann aber nicht mehreren TOA–Bereichen zugeordnet werden. Ei-
nem TOA–Bereich kann eine Teilmenge von Magazinen, Zwischenspeichern und
Belademagazinen zugeordnet werden.
Übersicht
Der Kern der Werkzeugverwaltung bei der SINUMERIK 840D befindet sich auf
dem NCK. In der PLC befinden sich lediglich Schnittstellen für den maschinenspe-
zifischen Teil (siehe Bild 2-2).
PLC NCK
DB 71 DB 74
Parameter,
Be–/Entladest. 1 Belegung Maschinen-
Zwischensp.
etc. daten
TO–Daten
DB 72
Spindel 1 Grund–
programm Werkzeug–
(FC 6) verwaltung
DB 73 Magazin–
Daten
Revolver 1
FC 7, 8
Platz WZ alt
TM_TRANS
Platz WZ neu
FC 22
Soll–Pos TM_DIR Richtung
Richtungs–
Ist–Pos Restweg
auswahl
PC PLC NCK
[Link] Anwender DB
NC–VAR
Adressen von
WZV– Selektor
NC–Variablen TO–Daten
Variablen
WZV–Variablen
FB2
GET
Magazin–
NC–Variable
daten
lesen
FB3
PUT
NC–Variable
schreiben
Werkzeug-
verwaltung
DB16 FB4, FB7
WZV PI–
Dienste
2.4 Magazinkonfiguration
Magazinkonfiguration
In einem Konfigurationsvorgang werden auf MMC ein oder mehrere reale (eigentli-
ches Magazin zur Aufbewahrung der Werkzeuge, NCK kann mehrere reale Maga-
zine verwalten) Magazine zu einer Magazinkonfiguration zusammengefaßt. Alle
Magazine in einer Konfiguration können zur gleichen Zeit in einem Kanal betrieben
werden. Es können mehrere Magazinkonfigurationen definiert werden, jedoch kann
zu einer Zeit in einem Kanal immer nur eine Konfiguration aktiv sein.
In der NC sind die Magazin– und Werkzeugdaten im sogenannten TO–Bereich
abgelegt worden. Der TO–Bereich kann wiederum über Maschinendaten in ein-
zelne TO–Einheiten unterteilt werden. Weiterhin muß über Maschinendaten festge-
legt werden, welcher Kanal bzw. welche Kanäle auf welchen TO–Einheiten arbei-
ten. Pro TO–Einheit kann immer nur eine Magazinkonfiguration aktiv sein. Sind
einer TO–Einheit mehrere Kanäle zugeordnet, gilt die Magazinkonfiguration für alle
zugeordneten Kanäle.
07.00 Übersicht
2.5 Magazinliste
Konf. Maschinen–
MMC–Konfiguration aktivieren daten
TO_n Kanal n
k ...
m ....
.. ....
.. Kanal 3
TO_2
2
2 Kanal 2
1 TO_1
1 Mag.
Kanal 1
real. Konf.
Mag.
2.5 Magazinliste
Die Magazinliste ist ein platzorientiertes Abbild des Werkzeugmagazins, des Grei-
fers und der Spindel. Die Werkzeugverwaltung arbeitet nur mit den Werkzeugen
aus der Magazinliste.
Beim Werkzeugwechsel können aber auch zusätzliche Werkzeuge ohne Maga-
zinzuordnung ausgewählt werden. Das Werkzeug muß von Hand in die Maschine
eingesetzt werden und nach der Bearbeitung wieder von Hand entnommen werden
(Handwerkzeug). Gleiches gilt für die Werkzeugliste. Zum Handwerkzeug siehe
Kapitel 3.2.11.
Übersicht 07.00
2.6 Werkzeugliste
MMC 103
Der Aufbau der Magazinliste wird vom Maschinenhersteller über die PA-
[Link] festgelegt (welche Daten sollen angezeigt werden). Für die Aufteilung
der verschiedenen Daten z.B. Korrekturen, Verschleiß, allgemeine Daten, stehen
bis zu drei frei definierbare Bilder (Masken) zur Verfügung. Diese Bilder können
über eigene Softkeys angewählt werden. Im Beispiel unten: Maglist 1, Maglist 2,
Maglist 3. In der Magazinliste werden die Werkzeuge aufgelistet, die sich im ange-
wählten Magazin befinden.
Die Magazinliste, die unter Maglist 1 projektiert wurde, ist das Grundbild der Werk-
zeugverwaltung. Von hier aus können alle Bedienoperationen angewählt werden.
Für jeden Kanal existiert eine Magazinliste.
2.6 Werkzeugliste
Die Werkzeugliste enthält alle der NC bekannten Werkzeuge. Das sind die Werk-
zeuge im Magazin und die entladenen Werkzeuge, deren Daten vorgehalten wer-
den sollen.
Die Werkzeugverwaltung arbeitet mit den beladenen Werkzeugen aus der Werk-
zeugliste.
07.00 Übersicht
2.6 Werkzeugliste
MMC 103
Der Aufbau der Werkzeugliste wird vom Anwender festgelegt. Die Daten können in
bis zu drei frei definierbaren Bildern (Masken) angezeigt werden. Im Beispiel un-
ten: Toollist 1, Toollist 2, Toollist 3.
In der Werkzeugliste werden alle Werkzeuge des TO–Bereiches sortiert nach der
internen T–Nr. aufgelistet, also auch Werkzeuge die keinem Magazinplatz zuge-
ordnet sind. Das Bild unter dem Softkey ”Toollist 1” wird als Grundbild angezeigt.
Werkzeugtyp direkt ändern kann (siehe Kapitel 4.5.1). Standardmäßig ist das MD
auf ”0” eingestellt. Der Bediener kann bei dieser Einstellung keine direkte Ände-
rung in den Listen vornehmen.
Hinweis
In der Arbeitskorrekturliste kann der Werkzeugtyp nicht direkt geändert werden.
Eine Änderung des Werkzeugtyps einer Schneide, ändert automatisch den Werk-
zeugtyp aller Schneiden des selben Werkzeuges. In der Arbeitskorrekturliste ste-
hen die Schneiden eines Werkzeuges nicht direkt untereinander, da sie nach den
frei vergebenen D–Nummern sortiert werden.
Funktion Werkzeugtyp
Werden vom Bediener der Werkzeugtyp einer Schneide geändert, wird der Werk-
zeugtyp der anderen Schneiden des selben Werkzeuges auch geändert.
Es werden folgende Daten auf 0 gesetzt:
Werkzeug Anwender–Daten
Werkzeugkorrektur–Parameter aller Schneiden
(die Schneiden–Adapter–Daten werden nicht geändert, wenn sich das Werk-
zeug auf einen Magazinplatz befindet und die Funktion ”Magazinplatz–Adapter-
daten” auf der NC aktiv ist.)
Schneiden Anwender–Daten aller Schneiden
Schneiden–Überwachungsdaten aller Schneiden
Ortsabhängige Korrektur–Parameter aller Schneiden (Verschleißwerte und Ein-
richtewerte)
Änderungsvorgang parametrieren
Bevor die Änderungen am Werkzeugtyp wirksam werden, wird noch eine Bestäti-
gung vom Bediener angefordert. Diese Abfrage läßt sich abhängig von der aktuel-
len Berechtigung durch das Einstellen des folgenden Datums in der [Link]
unterdrücken:
[ACCESSLEVEL]
ChangeToolTypeWithoutConfirmation=–1 ;Wertebereich –1 bis 7
Bei der Voreinstellung ”–1” wird die Bestätigung immer angefordert. Durch Eintra-
gen eines Zugriffs–Levels (Werte 1–7) wird eingestellt, ab welcher niedrigeren Zu–
griffsebene die Nachfrage gestellt werden soll.
Mit Schlüsselschalter ”0” (Zugriffs–Level 7) wird nach einer Bestätigung gefragt. Ab
Schlüsselschalter ”1” und höher (Zugriffs–Level 6 und kleiner) unterbleibt die Nach-
frage.
Beispiel:
[ACCESSLEVEL]
ChangeToolTypeWithoutConfirmation=6 ;Wertebereich –1 bis 7
07.00 Übersicht
2.7 Werkzeugschrank (nur MMC103)
Werkzeugschrank (MMC)
Im Werkzeugschrank können die Daten für eingesetzte Werkzeuge abgelegt wer-
den. Diese Daten werden als Einsatzdaten bezeichnet. Beim Entladen der Werk-
zeuge können die, während des Werkzeugeinsatzes in der NC, korrigierten Daten
im WZ–Schrank abgelegt werden. Beim Beladen kann der Bediener wieder auf
diese Daten zurückgreifen. Allerdings muß er die Duplo–Nr. des Werkzeuges wis-
sen.
Für jedes einzelne Werkzeug an der Steuerung, ein sogenanntes Einsatzwerk-
zeug, wird im Schrank ein kompletter Werkzeugdatensatz geführt. Ein Einsatz–
werkzeug wird im Katalog durch seine Technologie, seinen Werkzeugtyp, seinen
zum Werkzeugtyp eindeutigen Namen und seine, in bezug auf Werkzeugtyp und
Name, eindeutige Duplo–Nr. (>0) identifiziert. Jedes Einsatzwerkzeug hat somit
eine andere Duplo–Nr., auch wenn Technologie, Typ und Werkzeugname gleich
sind.
Im Werkzeugschrank kann man Werkzeugdaten für Einsatzwerkzeuge speichern
bzw. eingeben.
Übersicht 07.00
2.8 Werkzeugkatalog (nur MMC103)
Werkzeugkatalog Werkzeugschrank
Stammdaten Einsatzdaten
Werkzeugkatalog
Im Auslieferungszustand ist der Werkzeugkatalog leer. Um ein neues Werkzeug
über den Katalog beladen zu können, müssen erst Werkzeugdaten eingegeben
werden. Dazu werdenTechnologie und Werkzeugtyp ausgewählt und ein Werk–
07.00 Übersicht
2.8 Werkzeugkatalog (nur MMC103)
zeugname angegeben. Danach gibt man die Werkzeug– und Schneidendaten ein.
Durch diesen Vorgang wurden für die Werkzeuge sogenannte Stammdaten er-
zeugt.
Beim Beladen eines neuen Werkzeuges kann der Bediener auf diese Stammdaten
zurückgreifen. Es können keine Daten gebrauchter Werkzeuge gespeichert wer-
den. Für jedes Werkzeug existiert somit genau ein Stammdatensatz einer be-
stimmten Technologie, eines bestimmten Typs und eines bestimmten Werkzeug–
namens.
Die Werkzeugstammdaten werden über den Werkzeugkatalog einsortiert. In den
Werkzeugstammdaten werden die allgemeingültigen Werkzeugdaten sowie Soll–
und Technologiedaten der Werkzeugen geführt.
Technologie Werkzeugtyp
Kugelkopffräser
Schaftfräser
Schaftfräser mit
Eckenverrundung
Winkelkopffräser
Fräswerkzeuge Winkelkopffräser mit
Eckenverrundung
Planfräser
Gewindefräser
Scheibenfräser
Kegelstumpffräser
Spiralbohrer
Vollbohrer
Bohrstange Einsatzdaten
Stammdaten
Zentrierbohrer
Spitzsenker
Bohrwerkzeuge Flachsenker Technologie
Technologie Typ
Gewindebohrer
Regelgewinde Typ Name
Gewindebohrer Name Duplo–Nr.
Feingewinde
Gewindebohrer Werkzeugdaten
Whitworthgewinde Werkzeugdaten Schneidendaten
Schneidendaten
Reibahle
Schruppstahl
Schlichtstahl
Drehwerkzeuge Einstechstahl
Abstechstahl
Gewindestahl
Sonderwerkzeuge Sonderwerkzeug
Spezialwerkzeuge Nutsäge
Meßtaster
Hinweis
Stammdaten sind nur komplett aus der Steuerung auslesbar und in eine andere
übertragbar.
Werkzeugdaten:
Für jedes Werkzeug können folgende Daten eingegeben werden:
Werkzeuggröße z.B. 2222 (links, rechts, unten, oben)
Platztyp
Platzcodierung (fest, variabel)
Überwachungsart (keine, Standzeit, Stückzahl, Verschleiß)
Anzahl der Schneiden (nur Anzeige der definierten Schneiden)
Ersatzwerkzeug–Suchstrategie (nächste Duplo–Nr., kürzester Weg u.a.)
Werkzeugschneidendaten:
Schneidenlage
Anzahl der Schneiden (nur Anzeige)
07.00 Übersicht
2.9 Zugriffsschutz, Schutzstufen
Hinweis
Die Datenbasis der Werkzeugeinsatzdaten kann nur komplett aus der Steuerung
ausgelesen und an eine andere Steuerung übertragen werden.
OA / OEM Paket
Zur Erweiterung von Bedienmasken und Funktionalitäten der Werkzeugverwaltung
kann das OEM / OA Paket für MMC103, HMI–Advanced genutzt werden.
OEM–Paket MMC / Open Architecture–Paket MMC, Bestellnummer 6FC5
253–0AX20–0AB0. Den jeweils aktuellen Stand entnehmen Sie dem Bestellkatalog
NC 60.1.
Für die Erweiterung der Funktionalität stehen die BTSS–Variablen und die PI–
Dienste zur Verfügung. Die Zusatzfunktionen werden über OEM–Softkeys einge-
bunden.
Die BTSS–Variablen sind in der BTSS_GR.HLP bzw.BTSS_UK.HLP im Verzeich-
nis MM2\HLP beschrieben.
Die Hilfedatei BTSS_GR.HLP bzw.BTSS_UK.HLP wird in Verbindung mit dem
OEM–Paket ausgeliefert.
Weitere Informationen sind in Kapitel 5.12.5 dieser Beschreibung zu finden.
Funktionsbeschreibung 3
In den folgenden Kapiteln werden teilweise Variable, Alarme und Maschinendaten
erwähnt. Eine detaillierte Beschreibung erfolgt in den nachfolgenden Kapiteln
Kapitel 5: Programmierung
Kapitel 8: Maschinendaten
Kapitel 9: Signalbeschreibung, PLC–Nahtstellen
Kapitel 10: Alarme
3.1 Magazine
Die Position eines Werkzeugs wird durch einen Magazin–Bezeichner und einen
Platz–Bezeichner gekennzeichnet. In einem realen Magazin (Kette, Revolver usw.)
ist die Position des Werkzeugs durch die bei der Inbetriebnahme vergebene Maga-
zinnummer und dem Platz in diesem Magazin gekennzeichnet.
3.1.1 Zwischenspeicher
3.1.2 Belademagazin
Das Belademagazin ist das 1. interne Magazin und wird mit der Magazinummer
9999 geführt. Im Belademagazin sind Beladeplätze enthalten.
Diese werden unterschieden in
Beladestellen und
Beladestationen
Beladestellen sind für das Beladen und Entladen von Werkzeugen vorgesehen. Bei
der Vergabe der Plätze gibt es eie feste Belegung, alle anderen Plätze sind frei
vergebbar. Bei der festen Belegung handelt es sich um den Platz1 innerhalb des
Belademagazins.
Der Platz 1 ist für das Beladen/Entladen in alle Spindeln/Werkzeughalter reserviert.
Weiterhin werden alle Positionieraufträge um Umspeicheraufträge zu beliebigen
Plätzen (nicht Beladestellen) über den 1. Platz abgewickelt. Die genannten Auf-
träge, die sich auf einen bestimmten Beladeplatz beziehen, werden an der Schnitt-
stelle dieses Beladeplatzes ausgegeben. Die Zuordnung der Beladeplätze zu Ma-
gazinen erfolgt bei der Inbetriebnahme ($TC_MDP1). Eine Beladestelle ist ein
offener Zugang zum Magazin, an welchem man Werkzeug händisch direkt in das
Magazin ein– oder auswechseln kann.
Eine Beladestation wird als ein ”externer Magazinplatz” angesehen, auf den z.B.
ein Greifer langen kann, um beim Beladen ein Werkzeug in das Magazin zu trans-
ferieren.
wurde.
1. Die Programmierfunktion T= Bezeichner bzw. T = Platz wird in die PLC in den
Datenbaustein DB 72 gegeben. In der zugehörigen Schnittstelle wird das Bit
”Werkzeug vorbereiten” aktiviert.
2. Die Programmierfunktion M06 wird auch in den DB 72 gegeben. Hierbei wird
das Bit ”Werkzeug wechseln” in der aktivierten Schnittstelle gesetzt. Das Bit
”Werkzeug vorbereiten” aus einem vorhergehenden T–Befehl wird hierbei nicht
zurückgesetzt. Falls das Bit ”Werkzeug vorbereiten” bei dem M06 nicht mehr
gesetzt sein soll, ist es Aufgabe des Anwenderprogramms dieses Bit bei der
letzten Quittierung des T–Befehls zurückzusetzen.
3. Die Programmierfunktion T und M06 in einem Satz setzt die Bits ”Werkzeug
Vorbereiten” und ”Werkzeug wechseln” gleichzeitig in der aktivierten DB 72
Schnittstelle.
Die Sonderfälle die gleichartig wie der Fall 3 in PLC abgebildet werden sind:
Auslösung des Werkzeugwechsels nach Satzsuchlauf (letzter aufgesammelter
Werkzeugwechsel für das aktive WZ)
Auslösung WZ–Wechsel bei Initsätzen
Achtung: Bei diesen Sonderfällen wird nicht das Unterprogramm (Makro, Zyklus)
durchlaufen, in dem M06 üblicherweise programmiert ist.
Greifer 2 Greifer 1
1 2 3 4
Spindel 1
16 5
Wechselstelle
für Spindel 15 6
Magazin 1
14 7
13 8
12 11 10 9
Mag 1= Nr. 1
Mag 9998 = Zwischensp.
Mag 9999 = Beladestation Beladestation
Spindel 1 = Mag 9998, Platz 1 Nr. 9999
Greifer 1 = Mag 9998, Platz 2
Greifer 2 = Mag 9998, Platz 3
Greifer 4
Wechselstelle Greifer 2
für Spindel
Magazin 2
4 3 2 1 1 2 3 4
Spindel 1
8 7 6 5 16 5
Wechselstelle
12 11 10 9 Greifer 3 für Spindel 15 6
Greifer 1
Magazin 1
16 15 14 13 14 7
Spindel 1 = Mag 9998, Platz 1
20 19 18 17 Greifer 1 = Mag 9998, Platz 2 13 8
Greifer 2 = Mag 9998, Platz 3
24 23 22 21 12 11 10 9
Greifer 3 = Mag 9998, Platz 4
Greifer 4 = Mag 9998, Platz 5
3.1.4 Revolvermagazin
Revolver 1
Spindel Be–/Entladestelle
Be–/Entladestelle
Revolver 2
Es gibt in der Praxis noch andere Magazinarten außer den vorher aufgeführten.
Dieses sind z.B. Teller–, Scheiben–, Pickup–, Regal–, Korbmagazine (ohne An-
spruch auf Vollständigkeit). Solche Magazinarten müssen auf den drei von der
Werkzeugverwaltung unterstützten Magazinarten abgebildet werden.
Hinweis
Verschleißverbünde gibt es nur für reale Magazine. Die Festlegungen für
$TC_MPP5 beeinflussen den Status von Werkzeugen nicht.
Verschleißverbund aktivieren
Welcher Verschleißverbund (Magazinbereich) aktiv ist, wird über den Systempara-
meter $TC_MAP9 festgelegt. Um den aktiven Verschleißverbund zu ändern, wird
die entsprechende Nummer über diesen Parameter eingegeben und festgelegt, mit
welchem Verschleißverbund die Bearbeitung begonnen werden soll.
Die Vorbelegung ist 0. Damit besteht auch hier Kompatibilität zu Magazindaten
älterer NCK–Software–Stände.
Der Verschleißverbund kann auch intern durch einen WZ–Wechsel oder vom An-
wender über Sprachbefehle/BTSS aktiv gesetzt werden.
Verschleißverbund sperren
Ist kein Ersatzwerkzeug mehr auf einem Platz des aktiven Verschleißverbundes,
wird zum nächsten Verschleißverbund weitergeschaltet und der alte Verbund ge–
sperrt.
Die Bearbeitung wird durch Aktivieren des nächsten Bereiches und der Suche
nach einem geeignetem Ersatzwerkzeug fortgesetzt.
Der Verschleißverbund wird ebenfalls gesperrt, wenn einer der Plätze über den
Systemparameter $TC_MPP5 (negativer Wert) gesperrt wurde.
07.00 Funktionsbeschreibung
3.1 Magazine
Aktivieren (intern)
Mit Bit0 des Systemparameters $TC_MAMP3 kann festgelegt werden, wie sich
das interne Aktivieren eines Verschleißverbundes auf den Zustand der enthaltenen
Werkzeuge auswirkt.
Wert 0: Der WZ–Zustand wird nicht geändert (voreingestellt).
Wert 1: Beim Aktivsetzen wird aus jeder enthaltenen Werkzeuggruppe ein
Werkzeug “aktiv” gesetzt. Bereits vorher als aktiv gesetzte Werk–
zeuge werden nicht zurückgesetzt.
Sperren (intern)
Mit Bit1 des Systemparameters $TC_MAMP3 kann festgelegt werden, wie sich
das interne Sperren eines Verschleißverbundes auf den Zustand der enthaltenen
Werkzeug auswirkt.
Wert 0: Der WZ–Zustand wird nicht geändert (voreingestellt).
Wert 1: Beim Sperren eines Verschleißverbundes werden alle aktiven
Werkzeuge zurückgesetzt.
Hinweis
Zur Werkzeugsuche im Verschleißverbund siehe Kapitel 3.4.5.
3.1.7 Hintergrundmagazine
$TC_MDP2[1,1]=0
$TC_MDP2[2,1]=0
$TC_MDP2[3,1]=0
$TC_MDP2[4,1]=0
... darüber ist der erste Zwischenspeicher (Spindel) den Magazinen 1 bis 4 zuge-
ordnet; eine Werkzeugsuche würde damit zuerst im Magazin 1, dann im Magazin 2
usw. bis Magazin 4 durchgeführt.
Diese Suchreihenfolge kann man durch Beschreiben dieser Parameter wie folgt
manipulieren:
1. Löschen der Zuordnung:
$TC_MDP2[1,0]=0
$TC_MDP2[2,0]=0
$TC_MDP2[3,0]=0
$TC_MDP2[4,0]=0
2. Erneute Zuordnung in anderer Reihenfolge:
$TC_MDP2[2,1]=0
$TC_MDP2[3,1]=0
$TC_MDP2[4,1]=0
$TC_MDP2[1,1]=0
... dies ergibt eine Suchreihenfolge Magazin 2, 3, 4, 1
Als auslösendes Kriterium für das Umschreiben der Zuordnungsreihenfolge kann
im Wechselzyklus die Information sein, daß das neue Werkzeug in einem anderen
Magazin gefunden wurde. Dieses kann im Programm über $A_TOOLMN[t] gele-
sen werden, wobei ”t” die interne T–Nummer des Werkzeugs ist. Das neue Werk-
zeug bekommt man über GETSELT. Das bisherige Vordergrundmagazin muß man
sich merken.
$MC_TOOL_CHANGE_MODE=0
07.00 Funktionsbeschreibung
3.2 Werkzeugwechsel Flächen–, Ketten–, Revolvermagazine
$MC_TOOL_CHANGE_MODE=1
innerhalb eines NC–Satzes
T=”Werkzeugbezeichner” M06 ;Werkzeugvorbereitung und Werkzeug–
;wechsel
;aus dieser Programmierung resultiert ein
Kommando an PLC
Die WZ–Vorbereitung und den WZ–Wechsel in einem Satz zu programmieren
(T= “WZ–Bezeichner” M06), entspricht dem TOOL_CHANGE_MODE = 0.
auf zwei NC–Sätze verteilt
T=”Werkzeugbezeichner” ;Werkzeugvorbereitung
;NCK gibt ein Kommando an PLC
M06 ;Werkzeugwechsel (die Nummer des M–
Codes ist einstellbar)
;NCK gibt ein Kommando an PLC
Vorbereitung und Wechsel werden typisch in verschiedenen Sätzen programmiert.
Dabei werden zwei Kommandos an die PLC übergeben.
Tritt ein Fehler in T= ”WZ–Bezeichner” auf, so wird ein Alarm ausgelöst. Falls das
MD TOOL_CHANGE_ERROR_MODE (MD 22562) entsprechend gesetzt ist, wird
der Alarm so lange verzögert, bis im Programmablauf der zugehörige Werkzeug-
wechselbefehl M06 zur Interpretation kommt. Erst dann wird der Alarm ausgege-
ben. In diesem Satz kann der Bedienr Korrektureingriffe vornehmen.
Funktionsbeschreibung 07.00
3.2 Werkzeugwechsel Flächen–, Ketten–, Revolvermagazine
Hinweis
Mit dem WZ–Wechsel wird eine D–Korrektur aktiv. Ist D nicht im Satz mit dem
Werkzeugwechselbefehl programmiert, wird die WZ–Korrektur aktiv, die durch das
MD 20270: CUTTING_EDGE_DEFAULT eingestellt wurde. Ist der Wert der Varia-
ble –1 oder >0 (Anwahl einer bestimmten Korrektur), kann der Alarm 17181:
“D–Nummer zum Werkzeug existiert nicht im NCK” auftreten.
Ist der Wert gleich 0 (Korrekturabwahl) bzw. –2 (alte Korrektur bleibt erhalten), gibt
es kein Problem bei der Ermittlung der Korrektur.
Spindel entleeren
Mit dem Programmbefehl T0 und M06 wird das Werkzeug in der Spindel ins Maga-
zin gebracht. Die Spindel ist dann leer.
Teileprogrammbefehl
Prozeßalarm
T=”Bez.”. NCK ermit-
telt Plätze der beteil–
Verteilung im OB1
igten Werkzeuge
nach Prüfung ob Kommando im DB 72
Schnitt stelle frei Beeinflußung von Kanal–
1 Zyklus OB1 warten signalen, z.B. Einlesesperre
Übertragung zyklischer
Signale und Tranport– Aktionen für Vorbe–
reiten (z.B. Magazine)
quittung für T
FC 8
Status 105
FC 8
Status 1
Prozeßalarm Prozeßalarm
Programmbefehl M06 Aktionen für
Verteilung in OB40, wenn DB72 SS frei
Wechsel anstoßen
Transportquittung M06
1 Zyklus
FC 8
Status 105
Ab hier können Bewe-
gungssätze mit aktiver FC 8
Schneide verfahren wer- Status 1 Wechsel ausgeführt
den
Kommando im DB73
Prozeßalarm Prozeßalarm Aktionen für
Programmbefehl
Verteilung in OB40, wenn DB73 SS frei Wechsel anstoßen,
T=”Bez”; T=Platz
evtl. Beeinflußung
Transportquittung T von Kanalsignalen,
1 Zyklus
z.B. Einlesesperre
Beispiel
Soll bei einer Wechselvorrichtung mit Doppelgreifer das alte Spindelwerkzeug
möglichst ”schnell” ins Magazin zurückgebracht werden, muß die PLC prüfen, ob
der Platz vom Platztyp und in Bezug auf die Nebenplatzbetrachtung geeignet ist,
das alte Spindelwerkzeug aufzunehmen. Der Wechselvorgang ist dann über die
PLC (FC8–Baustein) der Werkzeugverwaltung mitzuteilen.
ab SW 5
Ab SW 5 steht die neue Leerplatz–Suchstrategie ”tausche neues gegen altes
Werkzeug” zur Verfügung. Dabei prüft die WZV, ob ein Wechsel des Altwerkzeugs
auf den Platz des Neuwerkzeugs (1:1–Tausch) möglich ist.
Hinweis
Der Werkzeugwechsel ist ein NCK–interner Vorgang, der im Zusammenspiel mit
der PLC durchgeführt wird. Der MMC hat lediglich die Aufgabe, Daten anzuzeigen
bzw. die Eingabe von Daten zu ermöglichen.
Platzcodierung fest
Wird für ein Werkzeug die feste Platzcodierung gewählt, kommt dieses Werkzeug
beim Auswechseln immer auf den selben Platz zurück.
Platzcodierung variabel
Bei variabler Platzcodierung können so definierte Werkzeuge auf jeden Platz des
Magazins entsprechend der Werkzeuggröße und des Platztyps abgelegt werden.
Hinweis
Die T–Nummer und die M–Funktion werden bei aktiver WZV nicht mehr als Hilfs-
funktion an die PLC übergeben.
Auch Nummern sind erlaubt Werkzeugnamen, z.B. ”3” statt T=”3” kann vereinfacht
als T3 programmiert werden.
Wird mit der T–Nr. gearbeitet, muß ein Werkzeug mit der T–Nummer als Bezeich-
ner vorhanden sein.
Beispiel:
Will man ein Werkzeug mit T3 aufrufen, muß das Werkzeug den Namen ”3” ha-
ben. Ein Werkzeug kann NICHT mit der internen T–Nr. aufgerufen werden, die nur
von NCK geführt wird.
Funktionsbeschreibung 07.00
3.2 Werkzeugwechsel Flächen–, Ketten–, Revolvermagazine
Wird ein neues Werkzeug angewählt, das sich datenmäßig noch nicht auf der
Spindel befindet, wird bei Programmstart ein Werkzeugwechsel durchgeführt. Bei
diesem Werkzeugwechsel kann die PLC, genauso wie beim Satzsuchlauf, die
Wahl des Werkzeugs nicht beeinflussen.
Hinweis
Ist das Bit4 des Maschinendatums MD 20310: TOOL_MANAGEMENT_MASK
gesetzt, hat die PLC üblicherweise die Möglichkeit, eine WZ–Wechselvorbereitung
mit geänderten Parametern erneut anzufordern, das Werkzeug also abzulehnen.
Hinweis
Ausführliche Informationen zu Schneiden– und Korrekturnummern finden Sie in
/FB1/ W1 – Werkzeugkorrektur.
Funktionsbeschreibung 07.00
3.2 Werkzeugwechsel Flächen–, Ketten–, Revolvermagazine
Ablauf
Die Verrechnung der Schneidengeometrie kann erst erfolgen, wenn die WZV das
Werkzeug kennt, das tatsächlich zum Einsatz kommt. Für den Werkzeugwechsel
wird im Teileprogramm nur der Bezeichner genannt. In der Regel kommt dann das
Werkzeug mit den Status “aktiv” zum Einsatz. Wird dieses nun gesperrt, so kommt
eines der anderen Schwester–Werkzeuge zum Einsatz – das Ersatzwerkzeug. Die
Vordecodierung wartet bei der Anwahl der neuen Korrekturen solange, bis fest-
steht, mit welchem Werkzeug gearbeitet wird. Erst dann kann die Vorausberech-
nung der Sätze wieder gestartet werden.
Der Werkzeugwechsel muß abgeschlossen sein, bevor die Bahn mit der Werk-
zeugkorrektur des neuen Werkzeugs verfahren werden kann.
Erkennt der Vorlauf, daß erstmalig eine neue Schneide eines neuen Werkzeugs
angewählt wurde und die Werkzeugvorbereitung angestoßen, aber noch nicht ab-
geschlossen wurde, wird der Satz gesplittet.
Für die Vordecodierung und die Satzausführung ergeben sich die folgenden Syn-
chronisationen:
Beispiel:
Programmierter NC–Satz:
N1 D1 M06 Txx X100 Y100
Ablaufsätze:
N1 Txx M06 Blockende
N2 D1 X100 Y100
Hinweis
Die Transportquittung ist eine interne Quittierung auf ein NCK–Kommando. Sie
zeigt der NCK an, daß das ausgegebene Kommando abgenommen wurde. Die
NCK wartet bei der Ausgabe eines neuen Kommandos an PLC auf die Quittierung
des vorherigen Kommandos.
Hinweis
Bei der Synchronisation, an der im Vorlauf die neue Korrektur zum Einsatz kommt
bzw. berücksichtigt wird, muß ein ”Satzsplitting” durchgeführt werden. Damit wird
veranlaßt, daß ein vorausprogrammierter Werkzeugwechsel T oder M06 zum Ein-
satz kommt und nicht in Ablaufsätzen gesammelt wird.
Im Unterschied zum Befehl STOPRE wird im Vorlauf nicht zwingend gewartet, bis
alle Sätze abgearbeitet wurden, sondern die Vorlaufbearbeitung waret nur, falls die
Wahl des Werkzeugs zum entsprechenden Zeitpunkt noch nicht feststeht. Der ent-
sprechende Zeitpunkt ist zum einen die Programmierung der neuen Korrekturen
nach dem Werkzeugwechsel, zum anderen die Programmierung von GETSELT.
Nach dem Aufruf M06 zum Werkzeugwechsel können die Achsen sofort weiterfah-
ren, ohne auf die Wechselquittung zu warten und z.B. Verfahrsätze ohne Werk-
zeugkorrektur ausführen. Erst im Satz mit einer Korrekturanwahl (D–Nr.) wird an-
gehalten, bis der Werkzeugwechsel von der PLC als beendet gemeldet wurde.
Der Vorlaufstop wird solange aufrecht erhalten, bis die WZW–Vorbereitung abge-
schlossen wurde. Der Hauptlauf wartet bei N35 (D1) bis WZW durchgeführt und
quittiert ist.
Spindel/Zwischenspeicher DB 72
Für das Wechseln von Werkzeugen in die Spindel ist der Datenbaustein DB 72
zuständig. Über diesen Datenbaustein wird auch die Vorbereitung des Wechselns
abgewickelt. Der Datenbaustein hat für jede Spindel eine Schnittstelle.
07.00 Funktionsbeschreibung
3.2 Werkzeugwechsel Flächen–, Ketten–, Revolvermagazine
Greifer 2 Greifer 1
1 2 3 4
Spindel 1
16 5
Wechselstelle
für Spindel 15 6
Mag.–Nr. 1
14 7
Spindel 1 = Mag 9998, Platz 1
Greifer 1 = Mag 9998, Platz 2 13 8
Greifer 2 = Mag 9998, Platz 3
12 11 10 9
1. Wechsel–Vorbereitung
Im [Link] n+0 wird das Bit2 gesetzt. Bei der Wechsel–Vorbereitung werden
die aktuellen Positionen der Werkzeuge dem FC 8 in den zugehörigen Parametern
Funktionsbeschreibung 07.00
3.2 Werkzeugwechsel Flächen–, Ketten–, Revolvermagazine
2. Wechsel durchführen
Wenn das Vorbereiten–Kommando mit Status = 1 quittiert wurde, wird mit dem
M06–Befehl aus dem Teileprogramm das Bit ”Wechseln” [Link] n+0 Bit1 ge-
setzt. Zusätzlich werden die Freiparameter neu übertragen. Alle anderen Werte
bleiben vom Vorgang ”Wechsel vorbereiten” erhalten.
Beim Werkzeugwechsel sind zwei Werkzeuge beteiligt. Das alte Werkzeug ist in
der Spindel und das neue Werkzeug ist im Magazin. Der Werkzeugtransport wird
in diesem Beispiel mit dem Greifer 1 und 2 durchgeführt. Jede Veränderung der
WZ–Positionen sollen der WZV mit dem FC 8 mitgeteilt werden. Dazu muß der FC
8 zweimal aufgerufen werden.
Hinweis
Durch den FC 8 teilt der Anwender der Werkzeugverwaltung die neuen Positionen
der am Wechsel beteiligten Werkzeuge mit.
Die Werkzeugverwaltung weiß, welches das neue (aufgerufene) Werkzeug und
welches das alte (Spindel–)Werkzeug ist.
Auch die jetzigen Positionen sind der Werkzeugverwaltung bekannt. Ändern sich
diese Positionen, bekommt die Werkzeugverwaltung hierüber nur Kenntnis, wenn
es über den FC 8 mitgeteilt wird.
Hinweis
Stehen T–Vorbereitungs– und Wechselsignal gleichzeitig an, werden Werk–
zeugaufruf und Wechselbefehl (T und M) in einem Satz programmiert,
Beim Aufruf des FC 8 muß in einem solchen Fall nur der Wechsel und nicht die
Anwahl quittiert werden.
Soll durch den Doppelgreifer das Spindelwerkzeug auf den Magazinplatz des
neuen Werkzeugs abgelegt werden, hat der Anwender dafür Sorge zu tragen, daß
der Magazinplatz von der Größe und dem Platztyp her dem Spindelwerkzeug ent-
spricht.
Ab SW 5 wird auch hier ein 1:1 Tausch durch entsprechende Einstellung der Such-
strategie von der Magazinverwaltung unterstützt.
Ist dies der Fall, kann der Transfer gleichzeitig (am Doppelgreifer in Spindel und
Magazinplatz an der Wechselstelle) durchgeführt werden.
Der FC 8 ist wie folgt zu parametrieren:
Mehrfache T–Anwahl
Bei mehrfacher T–Anwahl kann es vorkommen, daß das Programm mit RESET
nicht abgebrochen werden kann.
Das Abbruchverhalten kann wie folgt verbessert werden:
Die Einlesefreigabe ist zu löschen, damit Folgesätze nicht in den Hauptlauf
übernommen werden.
Anschließend ist die Quittierung mit dem Status 3 über FC 8 durchzuführen
(Werkzeugbefehl wird durch die PLC abgelehnt).
Nach erfolgreicher Quittierung kann der RESET des Kanals aktiviert werden.
Revolver DB73
Für ”Wechseln” von Werkzeugen im Revolver (d.h. Drehen des Revolvers, so daß
sich das gewünschte Werkzeug in Arbeitsposition befindet) ist der DB 73 zustän-
dig. Der Datenbaustein hat für jeden Revolver eine Schnittstelle. Die Nummerie-
rung der Revolver wird anhand aufsteigender Magazinnummern durchgeführt. In
jeder Schnittstelle sind wie bei der Be–/Entladestelle die Anwenderdaten vorhan-
den. Zusätzlich sind noch weitere Daten für das neu einzuwechselnde Werkzeug
vorhanden. Diese Daten sind Platztyp, Größen, Werkzeug–Status und die in der
NC intern vergebene T–Nummer.
Nach einem erfolgreichen Wechselvorgang ist über den FC 7 das Einwechseln des
Funktionsbeschreibung 07.00
3.2 Werkzeugwechsel Flächen–, Ketten–, Revolvermagazine
neuen Werkzeugs zu quittieren. Hierzu erhält der Parameter ”ChgdRevNo” die Re-
volver–Nr. des eingewechselten Werkzeugs mitgeteilt.
Alarme
Bei Überschreitung der festgelegten Grenze wird bei Bedienung über MMC der
Alarm 17192 als Hinweis angezeigt.
Bei Programmierung durch das Teileprogramm wird zusätzlich ein Interpreteralarm
ausgelöst (z.B. 14020, wenn NEWT mißlingt).
Hinweis
Das Maschinendatum MD 17500: MAXNUM_REPLACEMENT_TOOLS ist nur
durch den oberen Grenzwert des Maschinendatums MD 18082: MM_NUM_TOOL
mit 600 begrenzt.
Wird bei programmierter Werkzeugvorbereitung durch den NCK ein Fehler festge-
stellt (z.B. kein Werkzeug verfügbar, kein freier Platz im Magazin), wird das Bear-
beitungsprogramm mit einer Alarmmeldung beendet.
07.00 Funktionsbeschreibung
3.2 Werkzeugwechsel Flächen–, Ketten–, Revolvermagazine
ab SW 5.1
Ab SW 5.1 ist der Bediener in der Lage, nach der Beurteilung der Fehlersituation
verschiedene Probleme ohne Programmabbruch zu beheben.
Dabei können folgende Probleme behandelt werden:
Der Werkzeugdatensatz ist nicht oder nicht vollständig im NCK.
Es liegt ein Programmierfehler im Teileprogramm vor.
Es ist kein Ersatzwerkzeug der Werkzeuggruppe mehr verfügbar bzw. vorhan-
den (gilt nur bei aktiver WZV).
Es wird der Alarm 22067 bzw. 22069 abgelegt. Der Werkzeugdatensatz befin-
det sich zwar im NCK, ist aber keinem Magazinplatz zugeordnet bzw. das Ma-
gazin des Werkzeuges ist der Werkzeugsuche nicht zugänglich (gilt nur bei akti-
ver WZV). Das Werkzeug muß “von Hand” nachgeladen werden (z.B. direkt in
die Spindel).
Hinweis
Der Fall “unzulässige D–Nummer” kann eintreten, wenn entweder das Teilepro-
gramm einen Fehler enthält oder der Datensatz zur D–Nummer nicht im NCK ist.
Programmierbeispiel
N10 ...
N100 T=”Bohrer” ;NCK stellt einen Fehler fest
N110 ...
N200 M06 ;sofern der WZ–Wechsel im selben Programm explizit
;zur WZ–Vorbereitung programmiert ist
N210 ...
Hinweis
In der Regel wird M06 nicht in der Programmebene der WZ–Vorbereitung pro-
grammiert, sondern in einem Unterprogramm, Zyklus oder Makro.
Auf welchem Satz gestoppt werden soll, wird über das Bit0 des Maschinendatums
MD 22562: TOOL_CHANGE_ERROR_MODE eingestellt.
TOOL_CHANGE_ERROR_MODE, Bit0=0:
N10 ...
N100 T=”Bohrer”; NCK stellt einen Fehler fest,
Programm stoppt auf diesem Satz
N110 ...
N200 M06
N210 ...
Funktionsbeschreibung 07.00
3.2 Werkzeugwechsel Flächen–, Ketten–, Revolvermagazine
TOOL_CHANGE_ERROR_MODE, Bit0=1:
N10 ...
N100 T=”Bohrer”; NCK stellt einen Fehler fest
N110...
N200 M06 Programm stoppt auf diesem Satz
N210 ...
Der Fehler wird bei der WZ–Vorbereitung festgestellt, aber vom NCK ignoriert. Das
Programm läuft weiter und wird bei M06 gestoppt. Bei regulärem Programmablauf
ist zu diesem Zeitpunkt die WZ–Vorbereitung abgeschlossen. In einer Fehlersitua-
tion kann nun die WZ–Vorbereitung mit korrekten Daten nachgeholt werden.
Der Programmierfehler (im Beispiel in Satz 100) wird korrigiert, indem die Korrek-
tur in den WZ–Wechselsatz eintragen wird:
N200 ”T=Bohrer_1” M06
Hinweis
Die Einhaltung der Sicherheitsvorschriften muß der Anwender über das PLC–Pro-
gramm selbst garantieren.
07.00 Funktionsbeschreibung
3.2 Werkzeugwechsel Flächen–, Ketten–, Revolvermagazine
Ablauf
Intern vollzieht der NCK einen automatisierten Vorgang bis der Werkzeugwechsel
mit einem Handwerkzeug vom Anwender durchgeführt werden kann. Der NCK
sucht nach dem ausgewählten Werkzeug und stellt fest, daß kein geeignetes
Werkzeug im Magazin vorhanden ist. Nachdem kein passendes Werkzeug im Ma-
gazin gefunden wird, werden die Werkzeuge untersucht, die keinem Magazin zu-
geordnet sind. Von diesen wird das Werkzeug mit dem Zustand aktiv ausgewählt.
Existiert kein aktives Werkzeug wird das Werkzeug mit der niedrigsten Duplo–Nr.
gewählt.
Wird kein geeignetesWerkzeug gefunden, kann das Einwechseln des Handwerk-
zeugs erfolgen. Die Handwerkzeuge werden in der Schnittstelle zur PLC (VDI) mit
dem Magazinplatz–Nr.1 im Magazin 9999 gekennzeichnet. Der PLC erkennt da-
durch, daß ein Handwerkzeug eingewechselt werden soll. Zum Einwechseln des
Handwerkzeuges sorgt der PLC selbständig für eine gefahrlosen Zustand, damit
der Anwender den manuellen Werkzeugwechsel durchführen kann.
Hinweis
Wird das Handwerkzeug eingewechselt, wird der Hinweisalarm 17212: ”Kanal %1,
Handwerkzeug %2, Duplo–Nr. %3, einwechseln auf Werkzeughalter %4” ausgege-
ben. Der Alarm wird durch die WZ–Wechsel–Quittung der PLC bestätigt.
Hinweis
Die PLC darf ein vom NCK vorangewähltes Handwerkzeug nicht ablehnen (Werk-
zeugablehnung siehe auch MD 20310: TOOL_MANAGEMENT_MASK).
Satzsuchlauf, Programmtest
Im Satzsuchlauf gibt es keinen Unterschied zum normalen Werkzeugwechsel. Die
entsprechenden Hinweisalarme werden jedoch nicht ausgegeben.
Während des Satzsuchlaufes erfolgt keine Ausgabe von Wechselbefehlen an die
PLC. Muß beim ersten NC–Start ein Handwerkzeug eingewechselt werden, dann
wird dies durch den Magazinplatz 1 im Magazin 9999 und der Absetzung des
entsprechenden Hinweisalarms erreicht.
Die Werkzeuge und Magazine müssen während des Programmtest–Betriebs im
NCK datenmäßig unverändert bleiben. Ein Handwerkzeug, das bei Programmtest–
Anwahl eingewechselt ist, wird vom NCK deshalb datenmäßig vom Werkzeughal-
ter entfernt und intern gespeichert. Beim PLC–Auftrag ”Rücktransport des Hand-
werkzeuges vom Magazin 9999, Platz 1” wird dieses gespeicherte Handwerkzeug
wieder auf den Werkzeughalter eingewechselt.
Funktionsbeschreibung 07.00
3.2 Werkzeugwechsel Flächen–, Ketten–, Revolvermagazine
Hinweis
Während des Progammtest–Betriebs können durch die Technik des internen Spei-
cherns mehrere Werkzeughalter mit Handwerkzeugen existieren.
Randbedingungen
Es können im Zusammenhang mit Werkzeuganwahl, Werkzeugwechsel, Korrek–
turanwahl nur Probleme mit der Korrektursatztechnik behoben werden, die durch
Programmierfehler oder nicht korrekt definierte Daten im NCK entstanden sind.
Probleme bzw. Fehler, die aus einer fehlerhaften Kommunikation der NCK–WZV
mit der PLC resultieren, können so nicht behoben werden. Diese Art von Fehlern
treten aber nur während der Inbetriebnahme eines neuen PLC–Programms an der
Maschine auf, nicht in der Produktion der Maschine.
Bild 3-7 Prinzip des WZ–Wechsels – die PLC realisiert u.a. das Positionieren der Maga-
zine
Diese Vorgehensweise ist vor allem bei Revolvern relativ zeitaufwendig. Die benö-
tigten Daten über die Magazinachse und zur Ableitung der Achsbewegungen lie-
gen im NCK vor. Deshalb ist es nicht notwendig, daß die PLC vom NCK eine
Tauschachse holt und diese bewegt (sehr zeitaufwendig). Der NCK kann durch die
Asynchronität zwischen dem NCK und PLC Signalverkehr die Achsbewegung aus-
führen, ohne mit der PLC zusätzlich zu kommunizieren.
07.00 Funktionsbeschreibung
3.2 Werkzeugwechsel Flächen–, Ketten–, Revolvermagazine
Ab SW 5.1 kann der Anwender selbst festlegen, welche PLC–Daten er dem NCK
verfügbar macht und auch vom NCK empfängt (Funktion “Verfügbarkeit der PLC–
Variablen”). Damit ist es möglich, dem NCK Aufgaben des Werkzeugwechsels als
Synchronaktionen zu übertragen.
Bei dieser Lösung benutzt die Synchronaktion Daten des NCK selbst, die aber erst
an die PLC ausgegeben und dann wieder zum NCK zurückgeführt werden. Es
kann jedoch nicht unmittelbar auf die Schnittstelle NCK–PLC der Werkzeugver-
waltung Einfluß genommen werden.
Zur weiteren Optimierung von Werkzeugwechselzeiten mit Revolvermagazinen
können die Aufträge “Werkzeug vorbereiten” und “Wechsel durchführen” über Syn-
chronaktionen erkannt und die Sollwerte in Synchronaktionen gelesen werden.
$AC_TC_FCT, ...
$A_DBB, ...
PLC–
Synchronaktion unter–
Variablen
stützt WZ–Wechsel
Die Synchronaktion erhält durch Lesen der Schnittstellendaten die nötigen In-
formationen zur Magazinpositionierung.
Funktionale Beschreibung
WZV–Schnittstelle NCK–PLC über das VDI
Die Definition der Schnittstelle NCK-PLC finden Sie in der PLC-Dokumentation
/FB/ Funktionsbeschreibung Grundmaschine, P3 PLC–Grundprogramm und Kapi-
tel 2.3.
Auf folgende Daten ist ein Zugriff über die NC–Sprache möglich. Angegeben ist
auch die Zuordnung der Systemvariablen zu den Daten der Schnittstelle:
Kommando–/Funktionsnummer
für Bewegen, Wechsel vorbereiten,
Wechsel EIN $AC_TC_FCT
Quittierstatus von PLC FC 8 $AC_TC_STATUS
programmierte Spindelnummer
bzw. WZ–Halternummer $AC_TC_THNO
– Daten zum neuen Werkzeug:
NCK–interne T–Nummer $AC_TC_TNO
Funktionsbeschreibung 07.00
3.2 Werkzeugwechsel Flächen–, Ketten–, Revolvermagazine
Hinweis
Ob die PLC oder eine Synchronaktion die Daten abnimmt, liegt in der Verantwor-
tung des PLC–Anwenderprogrammierers bzw. des Programmierers der Synchron–
aktion.
Suche Leerplatz
Die Systemparameter $AC_TC_MTO und $AC_TC_LTO liefern die Werte des
Leerplatzes für das alte Werkzeug (von der Spindel / vom Werkzeugträger auszu-
wechselndes Werkzeug).
Randbedingungen
Es ist nur sinnvoll, die Parameter auszuwerten, wenn der NCK ein offenes (nicht
mit “Ende” bzw. “Fehler” quittiertes) Kommando an der Schnittstelle anliegen hat.
Es müssen dieselben Regeln eingehalten werden wie von den PLC–Anwendungs-
programmen (siehe Beschreibung PLC).
Speziell bei Satzsuchlauf werden WZ–Vorbereitungsbefehle und WZ–Wechselbe-
fehle registriert und stehen am Ende des Satzsuchlaufs zur Ausgabe an.
Es ist jedoch nicht möglich, diese Befehle unmittelbar an die PLC auszugeben. Die
PLC muß sich erst in einem Zustand befinden, der die Durchführung der WZ–Vor-
bereitung bzw. des WZ–Wechsels erlaubt.
Diesen Zustand wird durch Starten eines ASUP–Programmes erreicht, das nach
Ende des Satzsuchlaufs, aber vor Ausgabe der WZ–Kommandos an die PLC ab-
gearbeitet wird. Damit ist die Vorbereitung bereits beendet, wenn das WZ–Kom-
mando ausgegeben wird.
Ein Starten der Synchronaktion ist erst sinnvoll, wenn der NCK das WZ–Kom-
mando an die PLC ausgibt, d.h. die Synchronaktion, die auf den gelesenen Werten
der obigen Systemparameter aufbaut, wird so vom Satzsuchlauf nicht beeinflußt.
07.00 Funktionsbeschreibung
3.2 Werkzeugwechsel Flächen–, Ketten–, Revolvermagazine
Hinweis
Synchronaktionen beeinflussen die Interpolationstaktzeit des NCK. Bei umfangrei-
cher Programmierung könnte die eingestellte Interpolationstaktzeit nicht mehr aus-
reichen. Die Taktzeit muß dann angepaßt werden. Ist dies aus prozeßtechnischen
Gründen nicht möglich, muß die Synchronaktion effizienter programmiert bzw. ge-
kürzt werden.
Beispiel 1
Skizze des Werkzeugwechsels mit einem Revolvermagazin
In der folgenden Tabelle wird dargestellt, wie sich ein WZ–Wechsel auf NCK und
PLC aufteilen läßt. Dabei sollen so viele Aufgaben wie möglich an den NCK über-
geben werden. Das betrifft z.B. das Bewegen des Revolvers über eine NCK–Tei-
lungsachse. Damit wird die Zeit gespart, die die PLC benötigt, um vom NCK beim
Achstausch eine Achse anzufordern bzw. wieder freizugeben.
Grundeinstellung: Reglerfreigabe = 0 für Revolver:
Hinweis
Über den NCK kann intern ohne weiteren Kommunikationsaufwand mit der PLC
die Achspositionierung angestoßen werden, da die Achsbewegung erst erfolgen
kann, nachdem die PLC die Reglerfreigabe gesetzt hat.
Die PLC kann aus der genannten Hilfsfunktion H ableiten, daß der NCK mit der
Revolverpositionierung fertig ist (PLC ist Master).
Beispiel 2
Prinzip einer programmierten Synchronaktion
Vorgaben:
Revolvermagazin mit der Nummer 1 und mit den Platznummern 1 bis 12
Für den Revolver ist eine Teilungsachse ”REV” definiert.
WZ–Vorbereitung und WZ–Wechsel mit Programmierung von T
(TOOL_CHANGE_MODE = 0)
Der programmierte T–Wert ist die Magazinplatznummer
(eingestellt über MD 20310: TOOL_MANAGEMENT_MASK; Bit16; entspricht T
= Platznummer).
Der Magazinnullpunkt liegt in der Wechselstelle ($TC_MDP2[1,1]=0); d.h. die
aktuelle Magazinposition ist die Magazinplatznummer an der Wechselstelle.
Im Zwischenspeichermagazin ist der Platz mit der Nummer 1 ein “Werkzeughal-
terplatz” ($TC_MPP1[9998,1]=2)
Master–WZ–Halter: $TC_MPP5[9998,1]=1 und MD 20124: TOOL_MANAGE-
MENT_TOOLHOLDER = 1
Es ist noch kein Werkzeug aktiv.
Die Magazinpositionierung soll durch die Synchronaktion vorgenommen werden.
Ausschnitt aus dem Teileprogramm:
...
07.00 Funktionsbeschreibung
3.2 Werkzeugwechsel Flächen–, Ketten–, Revolvermagazine
N50 T6 ;Bearbeitung mit dem Werkzeug auf Platz 6; auf diesem Platz
;befindet sich das einsetzbare Werkzeug mit T=111
...
Der NCK errechnet daraus die Daten für das Kommando an die PLC. Das Kom-
mando wird an die PLC ausgegeben.
Die statische Synchronaktion triggert auf die Kommandonummer 4 und stößt die
Achspositionierung genau einmal an. Das Kommando an die PLC kann über meh-
rere Ipo–Takte anstehen. Es steht der PLC frei, wann die Endequittung für das
Kommando geliefert wird.
;sehr simple aktion: “erkenne Kommando und positioniere Achse”
N111 ids=1 every (($ac_tc_fct==4) and ($ac_tc_lfn>0))
;do pos[x]=cac($ac_tc_lfn)
;fa[x]=10000.
...
N999 m30
Damit die Synchronaktion auch über RESET hinweg aktiv bleibt, ist sie als stati-
sche Synchronaktion definiert. Sie kann nach dem Hochlauf vom NCK aktiviert
werden (meist durch die PLC mit dem Starten eines entsprechenden Program-
mes).
Hinweis
Die Systemparameter sind nur mit aktiver Werkzeugverwaltungsfunktion definiert
und programmierbar. Wird ein Parameter gelesen, wenn kein Kommando ansteht,
erhält man den Wert –1.
Funktionsbeschreibung 07.00
3.2 Werkzeugwechsel Flächen–, Ketten–, Revolvermagazine
Bei der werkstattgerechten Oberfläche wird der Werkzeugwechsel durch einen Zy-
klus eingeleitet. Dieser Zyklus wird von den ShopMill–Zyklen aufgerufen, in denen
ein Werkzeug programmiert werden kann.
Ablauf
3. Werkzeugwechselzyklus L6 aufrufen
Hinweis: Der Werkzeugwechselzyklus L6 wird durch M6 aufgerufen
Beispiel
Um einen Werkzeugwechselzyklus zu erstellen, steht auf der Toolbox unter tool-
box\cycles\bsp das Beispiel [Link] zur Verfügung.
Dabei wird folgendes vorausgesetzt:
Umdefinition DEFINE M6 AS L6:
Diese ist in der Toolbox unter toolbox\cycles\define in der Datei [Link] ent-
halten
Definitionen von M206 als M–Funktion für den Werkzeugwechsel:
Diese ist in der Toolbox unter toolbox\cycles\md im Maschinendatensatz
07.00 Funktionsbeschreibung
3.2 Werkzeugwechsel Flächen–, Ketten–, Revolvermagazine
CMM:8X0 enthalten
PROC L6
...
;––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––
Beispiel Werkzeugwechselzyklus fuer Maschinenhersteller
;–––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––
DEF INT_WZ_IN_SP_WZ_VOR
;
STOPRE ;Vorlaufstop
;
IF (NOT $P_SEARCH) ;wenn kein Satzsuchlauf
_WZ_IN_SP=$TC_MPP6[9998,1] ;Werkzeug in der Spindel
GETSELT(_WZ_VOR) vorangewaehltes Werkzeug
;
IF (_WZ_IN_SP<>_WZ_VOR) ;wenn anderes Werkzug
;Spindel positionieren:
SPOS=...
;Werkzeugwechselposition anfahren
SUPA D0 G0 G90 G40 G60 Z=...
ENDIF
ENDIF
;
Werkzeug einwechseln: Werkzeugverwaltung und PLC
M206
STOPRE ;Vorlaufstop
M17
Literatur FBSP/ Funktionsbeschreibung ShopMill
3.2.14 Satzsuchlauf
Hinweis
Werkzeugablehnung durch PLC: Ist das Bit4 des Maschinendatums MD 20310:
TOOL_MANAGEMENT_MASK gesetzt, hat die PLC üblicherweise die Möglich-
keit, eine WZ–Wechselvorbereitung mit geänderten Parametern erneut anzufor-
dern, das Werkzeug also abzulehnen. Dies ist bei Satzsuchlauf nicht möglich. Die
Einstellung dieses Maschinendatums wird ignoriert.
Hinweis
Da der Werkzeugwechsel oft über Zyklen ausgeführt wird, ist ein durch den Satz-
suchlauf generierter ”Auswechselbefehl” über ein asynchrondes Unterprogramm
(ASUP) durchzuführen. Am ASUP–Anfang bleiben modale und statische Bewe-
gungssynchronaktionen erhalten und sind auch im asynchronen Unterprogramm
wirksam. Wird das asynchrone Unterprogramm nicht mit Repos fortgesetzt, wirken
die geänderten modalen und statischen Bewegungssynchronaktionen im Haupt-
programm weiter.
Alternativ kann mit Vorschub– und Einlesehalt die Bearbeitung des NC–Teilepro-
grammes gestoppt und eine Fehlermeldung ”falsches Werkzeug in Spindel nach
Satzsuchlauf” generiert werden.
3.2.15 Programmtest
Mit der Funktion ”Programmtest” kann ein Programm ohne Achsbewegung verfah-
ren werden.
Alle weiteren Daten werden ermittelt und verrechnet. Für die WZ–Verwaltung be-
deutet dies, daß bei einem Werkzeugaufruf die Werkzeuge gesucht werden und
die entsprechenden Werte an die PLC–Nahtstelle übergeben werden.
Die PLC muß diese Aufträge quittieren, ohne das es zu einer Bewegung der Ma-
gazine bzw. zu einem Wechsel kommt. Daher ist eine gesonderte Behandlung in
der PLC erforderlich.
Die Werkzeugverwaltung arbeitet genau so, wie sie im laufenden Programm arbei-
ten würde. Bei nicht festplatzcodierten Werkzeugen und Quittierung kann es in der
PLC dazu führen, daß die Werkzeuge sich datenmäßig auf anderen Plätzen als im
mechanischen Magazin befinden. Dies kann durch eine entsprechende Parame-
trierung des FC 8 verhindert werden, in dem nicht der ermittelte Leerplatz als Para-
meter genommen wird, sondern, für die Zeit des Programmtestes, eine Festplatz-
codierung simuliert wird.
Im Funktionsbaustein zur Behandlung des PRT wird der alte Platz des Werkzeu-
ges gespeichert und datenmäßig wieder dorthin zurück gebracht. Das eventuell
vorhandene Spindelwerkzeug wird ebenfalls mit Programmtestende oder Reset
datenmäßig in die Spindel gebracht. Damit ist gewährleistet, daß nach PRT die
datenmäßige Magazinbelegung wieder zur mechanischen paßt.
Zum Programmtest bei Handwerkzeugen siehe Kapitel 3.2.11.
Bei abgewähltem Programmtestbetrieb erfolgt kein Eingriff. Die von der WZV vor-
geschlagenen Zielpositionen werden durch die PLC bestätigt.
Bei angewähltem Programmtestbetrieb werden die Zielpositionen durch die PLC
vorgegeben. Diese entsprechen den Quellpositionen der jeweiligen Werkzeuge.
Nur beim ersten Wechselvorgang wird die von der WZV vorgegebene Zielposition
bestätigt und zwischengespeichert. Damit kann nach Anwahl des Programmtest-
betriebes dieser erste Wechselvorgang rückgängig gemacht werden.
Dazu sind zwei asynchrone Transfers notwendig. Mit dem ersten wird ein evtl. vor-
handenes Spindelwerkzeug in das Magazin zurücktransferiert. Der zweite asyn-
chrone Transfer soll ein Werkzeug, das sich vor dem Programmtestbetrieb in der
Spindel befand, wieder dorthin zurück transferieren.
Hinweis
In der Toolbox ist ab SW 3.6 das entsprechendes PLC–Beispiel abgelegt. Die Bei-
spieldatei WZV_PROG.AWL ist in der Datei WZV_BSP.EXE gepackt.
Programmtest ab SW 5
Mit dem Maschinendatum $MC_TOOL_MANAGEMENT_MASK – Bit20 kann eine
Einstellung gewählt werden, mit der der NCK im Zustand “Programmtest aktiv”
keine WZ–Wechselbefehle an PLC ausgibt, sondern sie selbst derart quittiert, daß
sich keine datentechnische Werkzeugbewegung mehr ergibt.
Die Nichtausgabe der WZ_Wechselbefehle wird absichtlich als Voreinstellung ge-
wählt, obwohl man damit inkompatibel zu Vorgängerversionen von NCK wird.
Für das während des Programmtestbetriebs zum Einsatz kommende Werkzeug
gilt:
Es kann weiterhin der WZ–Zustand “aktiv” gesetzt werden und es wird der WZ–Zu-
stand “war im Einsatz” gesetzt. Da aber während des Testbetriebs die WZ–Über-
wachung generell inaktiv ist, hat das keine weiteren negativen Auswirkungen.
Bei Bit20, Wert 1 werden die erzeugten Kommandos an die PLC ausgegeben. Je
nach Art der Quittierung durch die PLC können dabei WZ–/Magazindaten in NCK
verändert werden. Werden die Quittierungsparameter für das ”Zielmagazin” mit
den Werten des ”Quellmagazins” belegt, so erfolgt kein Werkzeugtransport und
damit auch keine Datenänderung in NCK.
Ausnahme: Der WZ–Zustand des im Testbetrieb aktivierten Werkzeugs kann den
Zustand ”aktiv” annehmen.
Hinweis
Es darf nicht abgeleitet werden – sofern die Einstellung “keine WZ–Wechselbe-
fehle an PLC” gewählt ist –, daß das während “Programmtest aktiv” auf der Spin-
del bzw. dem WZ–Halter befindliche Werkzeug das aktive Werkzeug ist.
07.00 Funktionsbeschreibung
3.2 Werkzeugwechsel Flächen–, Ketten–, Revolvermagazine
Beim Einsatz der Werkzeugverwaltung und mehr als einer Spindel sind folgende
Dinge zu beachten.
Kanal 1
Spindel 1 = Platz 1
(im 2. internen Magazin)
$TC_MPP1[ 9998, 1 ] = 2 = Spindelplatz
$TC_MPP5[ 9998, 1 ] = 1 = Spindelnummer
$MC_SPIND_DEF_MASTER_SPIND = 1
$TC_MDP2[1,1]=0
6
5 7
4 Wechselstelle
8
3
Magazin 1 9 Kanal 2
$TC_MAP8[1]=6 $TC_MDP2[1,2]=4
2
Wechselstelle 10
1
11
Spindel 2 = Platz 2
(im 2. internen Magazin)
16
12 $TC_MPP1[ 9998, 2 ] = 2 = Spindelplatz
15 $TC_MPP5[ 9998, 2 ] = 2 = Spindelnr.
13 $MC_SPIND_DEF_MASTER_SPIND = 2
14
Zwei Kanäle arbeiten auf den Daten einer TO–Einheit (mit einem Magazin). Je Ka-
nal ist eine Spindel definiert.
Auf Kanal 1 wurde die Spindel 1 mit dem MD SPIND_DEF_MASTER_SPIND=1
zur Masterspindel erklärt. Auf Kanal 2 ist Spindel 2 Masterspindel.
Beide Spindeln müssen unterschiedlich numeriert sein, da die Zuordnung Spindel
zum zweiten internen Magazin (Zwischenspeichermagazin) eindeutig sein muß.
Diese Zuordnung erfolgt über $TC_MPP1 (Spindelplatz) und über $TC_MPP5
07.00 Funktionsbeschreibung
3.2 Werkzeugwechsel Flächen–, Ketten–, Revolvermagazine
(Spindelnummer).
Spindel 1 = Platz 1
(im 2. internen Magazin)
$MC_SPIND_DEF_MASTER_SPIND = 1
$TC_MPP1[ 9998, 1 ] = 2 = Spindelplatz
$TC_MPP5[ 9998, 1 ] = 1 = Spindelnummer
(Masterspindel; Maschinenachse ’AX 4’)
$MA_SPIND_ASSIGN_TO_MACHAX[AX 4] = 1
$MA_SPIND_ASSIGN_TO_MACHAX[AX 5] = 2
$TC_MDP2[1,1]=0
6
5 7
4 Wechselstelle
8
3
Magazin 1 9
$TC_MAP8[1]=6 $TC_MDP2[1, 2]=4
2
Wechselstelle 10
1
11
Spindel 2 = Platz 2
16
(im 2. internen Magazin)
12
$TC_MPP1[ 9998, 2 ] = 2 = Spindelplatz
15 $TC_MPP5[ 9998, 2 ] = 2 = Spindelnr.
13 (Nebenspindel; Maschinenachse ’AX 5’)
14
....
T2=”Bohrer” M2=6 ;Adreßerweiterung für die Nebenspindel wurde program
Funktionsbeschreibung 07.00
3.2 Werkzeugwechsel Flächen–, Ketten–, Revolvermagazine
Hinweis
SETMS ändert nicht das aktive Werkzeug. Erst der anschließend programmierte
Werkzeugwechsel kann die neue Festlegung bzgl. der Masterspindel berücksichti-
gen.
Kanal 1
WZ–Halter 1 = Platz 1
(im Zwischenspeichermagazin)
$TC_MPP1[ 9998, 1 ] = 2 = Bearbeitungsort
$TC_MPP5[ 9998, 1 ] = 1 = WZ– Halternummer
TOOL_MANAGEMENT_TOOLHOLDER = 1
$TC_MDP2[1,1]=0
6
5 7
4 Wechselstelle
8
3
Magazin 1 9 Kanal 2
$TC_MAP8[1]=6 $TC_MDP2[1,2]=4
2
Wechselstelle 10
1
11
WZ– Halter 2 = Platz 2
16 (im Zwischenspeichermagazin)
12
$TC_MPP1[ 9998, 2 ] = 2 = Bearbeitungsort
15 $TC_MPP5[ 9998, 2 ] = 2 = WZ– Halternummer
13
14 TOOL_MANAGEMENT_TOOLHOLDER = 2
Bild 3-12 2 Kanäle mit je einem Werkzeughalter und einer TO–Einheit (Die Nullposition
liegt in der Wechselstelle des Werkzeughalters 1)
Zwei Kanäle arbeiten auf den Daten einer TO–Einheit (mit einem Magazin). Der
Werkzeugwechsel benötigt keine Angabe von Spindelnummern mehr. Die Adress–
erweiterungen von T und M beziehen sich nun auf den Wert des Maschinendatum
MD 20124: TOOL_MANAGEMENT_TOOLHOLDER
Es wird statt “Spindelplatz” der allgemeine Begriff “Werkzeug–Bearbeitungsort”
verwendet (Standard ist Spindel). Wenn keine Adreßerweiterung programmiert ist,
wird die Adreßerweiterung ergänzt durch den Wert von MD 20124: TOOL_MANA-
GEMENT_TOOLHOLDER.
TOOL_MANAGEMENT_TOOLHOLDER = 0
Funktionsbeschreibung 07.00
3.2 Werkzeugwechsel Flächen–, Ketten–, Revolvermagazine
WZ–Halter 1 = Platz 1
(im Zwischenspeichermagazin)
$TC_MPP1[ 9998, 1 ] = 2 = Bearbeitungsort
$TC_MPP5[ 9998, 1 ] = 1 = WZ– Halternummer
(Master–WZ–Halter)
TOOL_MANAGEMENT_TOOLHOLDER = 1 $TC_MDP2[1,1]=0
6
5 7
4 Wechselstelle
8
3
Magazin 1 9
$TC_MAP8[1]=6 $TC_MDP2[1,2]=4
2
Wechselstelle 10
1
11
WZ– Halter 2 = Platz 2
16 (im Zwischenspeichermagazin)
12
$TC_MPP1[ 9998, 2 ] = 2 = Bearbeitungsort
15 $TC_MPP5[ 9998, 2 ] = 2 = WZ– Halternummer
13
14 (Neben–WZ–Halter)
Bild 3-13 1 Kanal mit 2 Werkzeugträgern (Nullposition liegt in der Wechselstelle des Werk-
zeughalters 1)
Zwei WZ–Halter eines Kanals arbeiten mit einem Magazin. WZ–Halter 1, wurde
mit TOOL_MANAGEMENT_TOOLHOLDER = 1 zum Master erklärt. WZ–Halter 2
ist damit Nebenwerkzeughalter.
Programmierbeispiel:
Um verschiedene Werkzeughalter zum Master–Werkzeughalter zu erklären, wird
der Sprachbefehl
SETMTH (WZ–Halternummer),
verwendet.
T=”Fraeser” M6 ;keine Adreßerweiterung programmiert –> der Master–WZ
;–Halter wird angesprochen (WZ–Halter 1 – Wert des Ma–
07.00 Funktionsbeschreibung
3.2 Werkzeugwechsel Flächen–, Ketten–, Revolvermagazine
schinendatums $MC_TOOL_MANAGEMENT_TOOLHOLDER).
;Der Werkzeugwechsel erfolgt auf den Zwischenspeicher
;platz 1.
;Die Bahn wird mit den Korrekturen des Werkzeugs korri
;giert.
...
T2=”Bohrer” M2=6 ;Adreßerweiterung für den Neben–WZ–Halter wurde pro–
;grammiert.
;Der Werkzeugwechsel erfolgt auf den Zwischenspeicher–
;platz 2.
;Die Bahn wird nicht korrigiert
...
SETMTH(2) ;erklärt WZ–Halter 2 zum Master–WZ–Halter
T=”Fraeser_2” M6 ;keine Adreßerweiterung programmiert –> der
;Master–WZ–Halter wird angesprochen (WZ–Halter 2).
;Der Werkzeugwechsel erfolgt auf den Zwischenspeicher–
;platz 2.
;Die Bahn wird mit den Korrekturen des Werkzeugs korri–
;giert
....
T1=”Bohrer_1” M1=6 ;Adreßerweiterung für die Neben–WZ–Halter wurde pro
;grammiert.
;Der Werkzeugwechsel erfolgt auf den Zwischenspeicher
;platz 1.
;Die Bahn wird nicht korrigiert!
...
SETMTH ;erklärt den durch $MC_TOOL_MANAGEMENT_TOOLHOLDER
;gegebenen WZ–Halter zum Master–WZ–Halter
T=”Fraser_3” M6 ;keine Adreßerweiterung programmiert –> der Master–
WZ–Halter wird angesprochen (WZ–Halter 1 – Wert des
Maschinendatums $MC_TOOL_MANAGEMENT_TOOLHOLDER).
Der Werkzeugwechsel erfolgt auf den Zwischenspeicher–
;platz 1.
;Die Bahn wird mit den Korrekturen des Werkzeugs korri–
giert.
Hinweis
SETMTH ändert nicht das aktive Werkzeug. Erst der anschließend programmierte
Werkzeugwechsel kann die neue Festlegung bzgl. des Masterwerkzeughalters
berücksichtigen.
Funktionsbeschreibung 07.00
3.2 Werkzeugwechsel Flächen–, Ketten–, Revolvermagazine
WZ–Halter 1 WZ–Halter 3
Distanzbeziehung Distanzbeziehung
1 1
6 2 6 2
Magazin 1 Magazin 5
5 3 5 3
4 4
Teileprogramm
Das Bild zeigt wie zu verfahren ist, wenn mit mehr als einem Magazin im Kanal
gearbeitet wird (bei der Programmierung T=”Platz” ist das meist ein Revolver).
Hinweis
Die Werkzeugkorrektur wird nur für den Werkzeughalter errechnet, der zum Pro-
grammierzeitpunkt der Masterspindel bzw. dem Master–Toolholder zugeordnet ist.
07.00 Funktionsbeschreibung
3.3 Werkzeug suchen
Werkzeugsuche
Die Werkzeuge mit dem selben Bezeichner (Namen bzw. Ident), aber unterschied-
lichen Duplonummern sind zu einer Werkzeuggruppe zusammengefaßt. Im Teile-
programm wird mit der NC–Adresse T der WZ–Bezeichner programmiert, d.h. es
wird in der Vorbereitung nur die Werkzeuggruppe festgelegt.
Damit ein Werkzeug von einem physikalischen Magazin auf die Spindel einge-
wechselt werden kann, muß es folgende Eigenschaften haben:
WZ–Status muß ”freigegeben” sein
WZ–Status darf nicht ”gesperrt” sein
WZ–Status darf nicht ”befindet sich im Wechsel” sein
WZ darf nicht bereits durch eine andere als die anfordernde Spindel
belegt sein.
WZ muß sich auf dem Platz eines Magazins befinden (Ausnahme sind Hand-
werkzeuge)
Dieses Magazin muß mit der anfordernden Spindel über eine Distanzbeziehung
($TC_MDP2) verbunden sein
Dieses Magazin darf nicht den Zustand ”gesperrt” haben.
Mit dem Zeitpunkt des Werkzeugaufrufs wird das explizite Werkzeug angefordert.
Die Anforderung erfolgt für eine spezielle Spindel (allgemein WZ–Halter); das ist
die Nummer der Adreßerweiterung von T. Zu diesem Zeitpunkt wird die Anwender-
nahtstelle DB 72 für die entsprechende Spindel beschrieben und muß vom PLC–
Anwenderprogramm ausgewertet werden.
Die WZ–Suchstrategie wird mit dem Systemparameter $TC_MAMP2 festgelegt.
Mit Bit0 bis Bit2 wählen Sie die herkömmlichen Suchstrategien aus. Diese Strate-
gien beginnen die Suche mit dem Magazin, aus dem das eingewechselte WZ vor-
her entnommen wurde.
Erweiterte Werkzeug–Suchstrategien
Ab SW 5.1 wurden die bestehenden WZ–Suchstrategien erweitert. Die Suchstrate-
gie wird wie bisher über den Systemparameter $TC_MAMP2 festgelegt. Mit Bit0,1
und 2 werden die bisherigen Strategien ausgewählt. Über Bit3, 4 und Bit5 stehen
die zusätzlichen Funktionen zur Verfügung.
Funktionsbeschreibung 07.00
3.3 Werkzeug suchen
Durch zusätzliches Setzen von Bit7 kann bewirkt werden, daß die durch Bits0, 1,
2 definierten Suchstrategien mit der Suche ab dem 1. Magazin der Distanztabelle
(Reihenfolge in der Distanztbelle ist über Programmierreihenfolge von $TC_MDP2
definiert) beginnen. Standard ist Bit7=0. Die Suche beginnt in dem Magazin aus
dem das zuvor eingewechselte WZ entstammt.
Hinweis
Bit3 = 1 bis Bit5 = 1 sind nur bei aktiver Überwachungsfunktion von Bedeutung
(definiert durch $TC_TP9). Ansonsten haben Sie keinen Einfluß bei der Prüfung
auf Einsetzbarkeit.
Aktivierung
Für die Werkzeug–Suchstrategien müssen folgende Voraussetzungen erfüllt sein:
Innerhalb der WZV muß die WZ–Überwachungsfunktion aktiv sein.
Für die Schneiden der Werkzeuge müssen die entsprechenden Werte der
Überwachungsparameter gesetzt sein.
Die Überwachung muß für das entsprechenden Werkzeug definiert sein (Sy-
stemparameter $TC_TP9)
Hinweis
Wird mit $TC_TP9 eine Überwachungsart für das Werkzeug aktiviert, werden die
aktuellen Überwachungsparameter ausgewertet und ggf. der Werkzeugzustand
auf “gesperrt” oder auf “Vorwargrenze erreicht” gesetzt. Eine bestehende Werk-
zeugsperre wird jedoch nicht aufgehoben, auch wenn die Überwachungsfunktion
für dieses Werkzeug ausgeschaltet wird.
Suchvorgang WZ–Suche
Es soll ein WZ–Wechsel auf einer Spindel stattfinden.
Der Suchvorgang geht wie folgt vor sich:
1. Es wird geprüft, ob sich das aufgerufene Werkzeug bereits auf der Spindel be-
findet.
2. Falls Zwischenspeicherplätze mit der Spindel verbunden sind (siehe
$TC_MSLR), wird geprüft, ob sich ein passendes Werkzeug auf einem dieser
Zwischenspeicherplätze befindet.
07.00 Funktionsbeschreibung
3.3 Werkzeug suchen
Definitionen
Für Flächenmagazine wird die Suchstrategie ”kürzeste Entfernung” wie folgt de-
finiert:
Platznummer, deren betragsmäßige Differenz zur aktuellen Magazinposition am
kleinsten ist.
Der Begriff ”aktuelle Magazinposition” ist definiert als:
die Platznummer, aus dem das zuvor eingewechselte Werkzeug entommen
wurde.
Voraussetzung
Die Suchstrategie kann nur benutzt werden, wenn das Flächenmagazin mit einer
”aktuellen Magazinposition” versehen wird. Dies wird durch Systemparameter
$TC_MAP8 eingestellt.
Der NCK setzt die aktuelle Magazinposition für Flächenmagazine. Da Flächenma-
gazine nicht bewegt werden, dient die Magazinpositon als formaler Wert, der für
die WZ–Suchstrategie notwendig ist.
Beispiel
Ein Flächenmagazin mit 3x6 Plätzen (=18) ist gegeben. Die aktuelle Position
$TC_MAP8 ist Platz 3. Ein geeignetes WZ befindet sich auf Platz 9 und Platz 18.
Funktionsbeschreibung 07.00
3.4 Leerplatzsuche
Die Suchstrategie ermittelt das WZ auf Platz 9, da die betragsmäßige Differenz nur
6 beträgt, gegenüber der Differenz von 15 zum Platz 18.
1 2 3 4 5 6
akt. Pos.
Distanz Platz 3 – Platz 9 = 6 Plätze
Distanz Platz 3 – Platz 18 = 15 Plätze
7 8 9 10 11 12
WZ Werkzeug von Platz 9 wird gewählt
13 14 15 16 17 18
WZ
3.4 Leerplatzsuche
Mit dem T–Vorbereitungsbefehl wird automatisch ein passender Leerplatz für das
Spindelwerkzeug gesucht. Der Platz auf dem sich das neue Werkzeug befindet, ist
zu diesem Zeitpunkt noch besetzt und kann deshalb nicht als Leerplatz gefunden
werden (siehe auch ”Suchstrategie Werkzeug tauschen”, Kapitel 3.4.4)
Hinweis
Grundsätzlich wird ab SW 5.2 zuerst in dem Magazin nach einem Leerplatz ge-
sucht, aus dem das aktuelle Werkzeug im Werkzeughalter vorher entnommen
wurde.
Variable Platzcodierung
Zunächst wird bei der Leerplatzsuche gleich verfahren, wie bei einem festplatzco-
dierten Werkzeug. Mißlingt diese Prüfung, wird die Suche nach einem freien Platz
fortgesetzt. Die Suche erfolgt gemäß der programmierten Suchstrategie
($TC_MAMP2). Wird in diesem Magazin kein freier Platz mit dem vorgegebenen
Platztyp gefunden, wird über die Platztyphierarchie (siehe Kapitel 4.3.5) ein erneu-
ter Suchvorgang im Magazin gestartet. Ein Platz gilt nun als Platztyps geeignet,
wenn gilt ”Platztyp des Platzes” größer ”Platztyp des Werkzeuges”, wobei die
”Größer–Beziehung” durch die Platztyphierarchie definiert ist. Wird in diesem Ma-
gazin kein freier Platz gefunden, erfolgt die Suche im nächsten Magazin (Suchstra-
tegie).
Suchstrategie
Bei der Magazinkonfiguration kann die Strategie festgelegt werden, nach welcher
in den Ketten–Magazinen der TO–Einheit nach einem freien Platz gesucht wird.
Handelt es sich nicht um Ketten–Magazine, wird nach der Default–Strategie ge-
sucht (Vorwärts–Suche bei erster Platznummer beginnend).
In der Tabelle sind mögliche Strategien aufgelistet.
Magazinplatztyp
Das wesentliche Suchkriterium für die Leerplatzsuche ist der Magazinplatztyp. Der
Typ des Magazinplatzes muß zum Magazinplatztyp passen, der in den werkzeug-
spezifischen Daten ($TC_TP) eingetragen ist. Das Magazin wird durchsucht. Jeder
Platz wird geprüft. Ist ein passender Platz gefunden, ist die Suche beendet.
Wird kein passender Platz gefunden, wird geprüft, ob es zum Magazinplatztyp, der
im Werkzeug eingetragen ist, eine Magazinplatztypen–Hierarchie gibt. Gibt es
keine, wird zum nächsten Magazin gegangen, sofern weitere Magazine vorhanden
07.00 Funktionsbeschreibung
3.4 Leerplatzsuche
sind. Gibt es eine definierte Hierarchie, wird der Suchvorgang auf dem gerade
durchsuchten Magazin wiederholt. Wenn auch diese Suche erfolglos ist, wird zum
nächsten Magazin gegangen, sofern weitere Magazine vorhanden sind.
Bei dieser Möglichkeit der Leerplatzsuche wird der Magazinplatz des “neuen” (ein-
zuwechselnden) Werkzeuges als Leerplatz für das “alte” (auszuwechselnde) Werk-
zeug zur Verfügung gestellt.
Dabei wird nicht vorausgesetzt, daß sich das “neue” Werkzeug auf dem Magazin-
platz befindet. Es muß nur beladen worden sein (könnte sich z.B. auf einem Grei-
fer befinden). Wenn dieser Platz für das “alte” Werkzeug nicht geeignet ist, wird ein
anderer geeigneter Leerplatz gesucht.
Funktionale Beschreibung
Über den bereits bestehenden bitcodierten Systemparameter $TC_MAMP2 wird
mit dem Bit13 die neue Leerplatzsuch–Strategie voreingestellt.
Randbedingungen
Bei dieser Leerplatz–Suchstrategie prüft der NCK einen Magazinplatz, der zum
Prüfzeitpunkt normalerweise noch mit dem “neuen” Werkzeug belegt ist bzw. als
“reserviert für WZ aus Zwischenspeicher” gekennzeichnet ist. Dieser Platz wird als
Leerplatz für das “alte” Werkzeug bestimmt, sofern die Prüfung positiv beendet
wird.
Falls das Neu– bzw. Alt–Werkzeug festplatzcodiert ist, kommt die Strategie nicht
zum Einsatz, die Festplatzcodierung hat Vorrang.
Hinweis
Das PLC–Programm muß die für den WZ–Wechsel nötigen WZ–Transportvor-
gänge in der richtige Reihenfolge vornehmen:
“neues” Werkzeug vom Magazinplatz entfernen
“altes” Werkzeug auf den Magazinplatz bringen
Anderenfalls kann Maschinen–/Werkzeug–Schaden die Folge sein.
Beispiel
Die Strategie eignet sich besonders dann, wenn mit Greifern und mit gleichartigen
Werkzeugen gearbeitet wird (gleiche Größe und gleicher bzw. entsprechend der
festgelegten Platztyphierarchie kompatibler Platztyp).
Der bereits definierte Systemparameter $TC_MAMP2 erhält eine zusätzliche Ein-
stellmöglichkeit für die neue Leerplatzsuch–Strategie.
Bit Wert Bedeutung
0
... Werkzeug–Suchstrategie
7
8
... Leerplatzsuch–Strategie
13 Der Magazinplatz des “neuen”, einzuwechselnden Werk–
zeugs wird an das “alte”, auszuwechselnde Werkzeug über–
tragen und umgekehrt.
Voraussetzung ist, daß die Werkzeuggrößen und die
Platztypen der Werkzeuge übereinstimmen bzw. ent–
sprechend der Platzhierachie zueinander passen.
Es wird der Platz des “neuen Werkzeugs als Leerplatz für
das “alte” Werkzeug erkannt, auch wenn zum Zeitpunkt der
Prüfung das “neue” Werkzeug noch auf diesem Platz ent–
halten ist.
Der WZ–Transport muß so gestaltet werden, daß zuerst das
“neue” Werkzeug vom Magazinplatz entfernt wird, und erst
dann das “alte” Werkzeug auf den Platz gebracht wird.
Anderenfalls kann, je nach Ablauf der mechanischen WZ–
Transportvorgänge, Maschinenschaden entstehen.
Über die Bits8 bis 12 wird die Art der Leerplatzsuche be–
stimmt
Der Tausch ist nicht möglich, wenn das “alte” Werkzeug kei–
nem Magazinplatz zugeordnet ist. Die Werkzeug–Suchstra–
tegie wird dann auch über Bits8 bis 12 bestimmt.
aktuellen Verbundes negiert und damit alle Plätze einzeln gesperrt. $TC_MAP9
wird ebenfalls negiert (Verschleißverbund gesperrt). Alle aktiven Werkzeuge wer-
den zurückgesetzt, sofern diese über $TC_MAMP3 (Bit1 = 1) konfiguriert wurde.
Es wird auf den nächsten Verschleißverbund weitergeschaltet ($TC_MAP9 erhält
die Nummer des nächsten aktivierbaren Verschleißverbundes).
Ist keine weiterer Verbund aktivierbar, wird die Suche mit einem Alarm beendet. In
diesem Fall sollten, sofern erforderlich, die gesperrten Werkzeuge ersetzt werden.
Um die Verschleißverbünde wieder frei zu geben, müssen die Verschleißverbund-
nummern der Magazinplätze wieder auf Werte > 0 gesetzt werden.
Suchstrategien
Es gibt zwei Suchstrategien, um den nächsten aktivierbaren Verschleißverbund zu
finden:
Mit der kleinsten Magazinplatznummer beginnend werden die Ersatzwerkzeuge
Platz für Platz entsprechend ihrer internen Sortierung abgesucht (zeitoptimales
Suchen). Um den gesuchten Verschleißverbund zu finden, wird nach dem er-
sten Werkzeug gesucht, das einem aktivierbaren Verschleißverbund zugeord-
net ist.
Es wird nach dem Verschleißverbund mit der niedrigsten nicht gesperrten Ver-
schleißverbundnummer gesucht (erster aktivierbarer).
Aktivierung
Um mit Verschleißverbünden arbeiten zu können, müssen über den Systempara-
meter $TC_MPP5 die Plätze des Magazins Verschleißverbünden zugeordnet wer-
den und die Funktion muß über Maschinendatum aktiviert sein.
Weiter muß der Systemparameter $TC_MAP9 des auszuwählenden Magazins die
Nummer des Verschleißverbundes zugewiesen bekommen, mit dem die Bearbei-
tung begonnen werden soll (Wert > 0).
Bei der Konfiguration der Maschine wird mit $TC_MAMP3 festgelegt, wie sich der
WZ–Zustand verändern soll, wenn von einem zum nächsten Verschleißverbund
Funktionsbeschreibung 07.00
3.4 Leerplatzsuche
Ziel
Es sollen beim Aktivieren eines Verschleißverbundes die Werkzeuge auf “aktiv”
gesetzt werden.
Beim Sperren eines Verschleißverbundes sollen alle im Verschleißverbund ent-
haltenen Werkzeuge deaktiviert werden.
Vorgaben
Revolvermagazin mit der Nummer 1 (6 Plätze)
Der Revolver soll in zwei Teile geteilt werden:
– Die Plätze 2, 3 bilden den Verschleißverbund 1.
– Die Plätze 4, 5, 6, 1 bilden den Verschleißverbund 2.
$TC_MAP9 = 1 (Verschleißverbund 1 ist “aktiv”)
Die Zuweisung zum Verschleißverbund wird erreicht durch:
$TC_MPP5[1,2] = 1
$TC_MPP5[1,3] = 1
$TC_MPP5[1,4] = 2
$TC_MPP5[1,5] = 2
$TC_MPP5[1,6] = 2
$TC_MPP5[1,1] = 2
Die Werkzeuge mit T=10 und T=11 befinden sich im Verschleißverbund 1. Beim
Aktivieren des Verschleißverbundes 1, wurden die Werkzeuge T=10, 11 somit
ebenfalls “aktiv” gesetzt (über $TC_MAMP3, Bit0=1).
Hinweis
Mit dem Sprachbefehl SETTA (siehe Kapitel 5.8.18) können diese Werkzeuge
ebenfalls aktiv gesetzt werden.
WZ–Belegung:
$TC_MPP6[1,2] = 10 ;T=10 hat Bezeichner ”WZ1”/Duplonr.=1 WZ–Zustand ’aktiv’
$TC_MPP6[1,3] = 11 ;T=11 hat Bezeichner ”WZ2”/Duplonr.=1 WZ–Zustand ’aktiv’
$TC_MPP6[1,4] = 12 ;T=12 hat Bezeichner ”WZ1”/Duplonr.=2
$TC_MPP6[1,5] = 13 ;T=13 hat Bezeichner ”WZ2”/Duplonr.=2
$TC_MPP6[1,6] = 14 ;T=14 hat Bezeichner ”WZ1”/Duplonr.=3
$TC_MPP6[1,1] = 15 ;T=15 hat Bezeichner ”WZ2”/Duplonr.=3
07.00 Funktionsbeschreibung
3.4 Leerplatzsuche
$TC_MAMP2 = 1
Es soll nach dem aktiven Werkzeug gesucht werden. Fall keines vorhanden ist,
soll nach dem nächstmöglichen gesucht werden.
Dieser WZ–Suchstrategie wird durch die Prüfung auf die Nummer des aktiven Ver-
schleißverbundes überlagert d.h. bei der Suche nach einem Werkzeug mit dem
Status “aktiv” werden nur die Werkzeuge betrachtet, die auf Magazinplätzen sit-
zen, die die Nummer des aktuell aktivierten Verschleißverbundes tragen.
T=”WZ2”
Die Werkzeuggruppe ”WZ2” besteht aus den Werkzeugen
T=11, 13, 15.
T=11 befindet sich auf einem Platz des aktiven Verschleißverbundes (Nr. 1) und
ist “aktiv”. Damit liefert die WZ–Suche T=11 als Ergebnis.
Die Bearbeitung wird fortgesetzt. T=11 wird während der Bearbeitung “gesperrt”.
T=”WZ1”
Der Verschleißverbund 1 ist noch aktiv. T=10 wird als aktiv und einsetzbar erkannt.
T=”WZ2”
Die Werkzeuggruppe des Bezeichners ”WZ2” hat nun kein aktives Werkzeug
(wurde zuvor gesperrt) und ein neues Werkzeug wurde noch nicht “aktiv” gesetzt.
Dieser Schritt erfolgt erst bei der erneuten Programmierung von ”WZ2”. Die Werk-
zeuge der Gruppe werden untersucht. Auf Plätzen des immer noch aktiven Ver-
schleißverbundes 1 gibt es kein Werkzeug ”WZ2” mehr mit dem Zustand “aktiv”
oder ein anderes Werkzeug, das einsetzbar wäre.
Dies führt zur Aktivierung des nächsten Verschleißverbundes (2). Verschleißver-
bund 1 ist dadurch nicht mehr aktiver Verschleißverbund. Der Status der Werk-
zeuge im Verschleißverbund 1 wurde zurückgesetzt (nicht “aktiv”), wie es mit
$TC_MAMP3, Bit1=1 konfiguriert wurde.
Die Werkzeugsuche erfolgt nun ausschließlich im Verschleißverbund 2. Diese
Werkzeuge werden bei der Aktivierung des Verschleißverbundes auf “aktiv’”gesetzt
(jeweils eines aus jeder enthaltenen Werkzeuggruppe, da $TC_MAMP3, Bit0=1).
Die Belegung des Revolvers ist jetzt:
$TC_MPP6[1,2] = 10 ;T=10 habe Bezeichner ”WZ1”/Duplonr.=1
WZ–Zustand “nicht aktiv”
Im Beispiel wird jetzt T=13 als nächstes einsetzbares Werkzeug ”WZ2” gefunden.
Hinweis
Die WZ–Suche erzeugt erst dann einen Alarm, wenn in der Werkzeuggruppe mit
dem gegebenen Bezeichner kein verfügbares Ersatzwerkzeug mehr gefunden
und kein weiterer Verschleißverbund aktiviert werden kann.
Steuerungsverhalten
Im Folgenden wird das Steuerungsverhalten bei PowerOn, Betriebsartenwechsel,
Reset, Satzsuchlauf und Repos beschrieben.
Konfiguration $TC_MAMP3, Bit0=1 (Aktivieren intern)
Bei PowerOn wird vom NCK geprüft, ob der Wert von $TC_MAP9 > 0 ist, also ein
Verschleißverbund ausgewählt wurde. In diesem Fall werden die Werkzeuge die-
ses Verschleißverbundes erneut geprüft und der Wert für $TC_MPP5 des jeweili-
gen Platzes positiv gesetzt. Außerdem wird der Status des enthaltenen Werkzeu-
ges auf “aktiv” gesetzt.
Konfiguration $TC_MAMP3, Bit1=1 (Sperren intern)
Bei PowerOn wird vom NCK geprüft, ob $TC_MAP9 negativ ist, also ein Ver-
schleißverbund gesperrt wurde. In diesem Fall werden die Werkzeuge des ge–
sperrten Verschleißverbundes erneut geprüft und der Wert $TC_MPP5 des Platzes
negiert. Der Status “aktiv’”des enthaltenen Werkzeuges wird zurückgesetzt.
Maschinen–, Optionsdaten
Das bereits existierende bitcodierte Maschinendatum MD 18080: MM_TOOL_MA-
NAGEMENT_MASK wurde ergänzt:
Bit Wert Bedeutung
6 0 Die Funktion Verschleißverbund ist nicht verfügbar
Die Parameter $TC_MAMP3 und $TC_MAP9 sind nicht
programmierbar
$TC_MPP5 ist für Magazinplätze der Platzart 1 nicht defi
niert
1 Die Funktion Verschleißverbund ist verfügbar
Die Parameter $TC_MAMP3 und $TC_MAP9 sind
programmierbar
Verschleißverbünde können definiert werden.
$TC_MPP5 enthält die Verschleißverbundnummer
für die Platzart 1
07.00 Funktionsbeschreibung
3.5 Beladen
3.5 Beladen
Beim Beladen wird das Werkzeug auf seinen Magazinplatz gebracht und die zuge-
hörigen Daten eingegeben. Das Werkzeug kann über die Spindel oder über ein
Belademagazin beladen werden.
Mit MMC 103 können die Werkzeugdaten aus dem Werkzeugkatalog, Werkzeug-
schrank oder über Codeträgersytem übernommen werden (siehe Kapitel 2.8 und
3.12). Ab SW 3.2 können mit MMC 103 die Werkzeugdaten direkt in die Magazinli-
ste eingetragen werden.
nur manuelles Beladen
Leerplatzsuche
aktuellen Platz beladen (Platz an der Be–/Entladestelle)
Durch die Beladevorgängen werden die Magazine mit Werkzeugen versorgt und
die betroffenen Datenbereiche der Werkzeugverwaltung (Magazinliste mit Werk-
zeugdaten, Korrekturspeicher) mit Daten gefüllt. Es sind unterschiedliche Arten
des Beladens möglich, abhängig von der Magazinkonfiguration (Belademagazin
ja/nein) und vom Datenfluß (woher und wann kommen die Werkzeugdaten in die
betroffenen Datenbereiche).
Die Arten des Beladens betreffen vorwiegend MMC, für die WZV auf NCK zählt
letztendlich nur das Ergebnis, z.B. daß das Werkzeug im Magazin ist und nach
Erhalt seiner kompletten Daten für den Einsatz freigegeben wird.
Literatur: /BA/ Bedienungsanleitung
Das Beladen ist ein kanalspezifischer Vorgang und während der Teileprogramm–
Abarbeitung möglich. Um das Beladen während der Teileprogramm–Abarbeitung
zu ermöglichen, muß die Systemvariable $TC_MAP3 = 16 (zum Beladen freigege-
ben) programmiert sein.
Man unterscheidet zwei Beladearten:
Freies Beladen
Beim freien Beladen kann vom Bediener ein Magazinplatz vorgegeben werden, auf
den das Werkzeug eingewechselt werden solll.
Geführtes Beladen
Beim geführten Beladen über MMC wird der Platz von der Werkzeugverwaltung
über Leerplatzsuche ermittelt (siehe Kapitel 3.4.2).
Funktionsbeschreibung 07.00
3.5 Beladen
3.5.2 Werkzeugdaten
Hinweis
Die Art der Datensicherung kann in der Datei [Link] durch Zugriffsrechte
festgelegt werden.
Bild 3-16 Funktionen von MMC, NCK und PLC beim Beladen
2. Die PLC muß jetzt den ”Platz 5” von ”Magazin–Nr.1” (in das beladen werden
soll) zum ”Belademagazin 2” verfahren und den Beladevorgang durchführen.
3. Wenn das Werkzeug im Magazin ist, muß vom Anwenderprogramm der FC 8
aufgerufen werden. Damit wird der WZV gemeldet, daß das Werkzeug beladen
wurde.
07.00 Funktionsbeschreibung
3.5 Beladen
T–Nummer
Die für ein Werkzeug benötigten Daten können auch über ein Teileprogramm gela-
den werden.
Es gibt zwei Möglichkeiten, die T–Nummer, die die Daten adressiert, zu erhalten.
Man kann:
die T–Nummer selbst vergeben oder
die T–Nummer durch die NC vergeben lassen
(über den Befehl NEWT(...), siehe Kapitel 5.8.8).
Funktionsbeschreibung 07.00
3.5 Beladen
Mit der so ermittelten T–Nummer können die weiteren Daten adressiert werden.
Ansonsten kann die T–Nummer durch den Anwender vergeben werden (siehe fol-
gendes Beispiel):
Beispiel
DEF INT TNr
TNr=NEWT(”test”,1)
$TC_TP3[4711]=2 ,Größe links
$TC_TP4[4711]=2 ;Größe rechts
$TC_TP5[4711]=1 ,Größe oben
$TC_TP6[4711]=1 ;Größe unten
$TC_TP7[4711]=2 ;Platzytp
$TC_TP8[4711]=2 ;WZ–Status
$TC_TP9[4711]=0 ;Art der Überwachung
$TC_TP10[4711]=0 ;Ersatz–WZ–Strategie
$TC_TP11[4711]=0 ;WZ–Info
$TC_DP1[4711]=120 ;WZ–Typ:
;(hier werden all die benötigten Korrekturda–
;ten versorgt)
$TC_MPP6[MagNr,PlatzNr]=4711 ;Werkzeug mit T–Nummer 4711 wird auf Platz ge–
;schrieben/beladen
Unter ”Nachladen” von Werkzeugdaten versteht man, daß die Korrekturdaten erst
nach dem Beladevorgang eingegeben bzw. geladen werden.
Vorgehen
Die Werkzeuge befinden sich bereits mechanisch und datenmäßig im Magazin,
d.h. es hat eine Zuordnung ”Werkzeug <–> Platz” stattgefunden
Es sind keine oder veraltete Werkzeugkorrekturdaten in der NC.
Über ein Teileprogramm werden nun die Korrekturdaten geliefert, d.h. die beste-
henden Daten werden überschrieben. Dazu muß im ”Nachlade”–Programm die
interne T–Nummer der jeweiligen Werkzeuge ermittelt werden, falls diese nicht
bereits bekannt ist.
07.00 Funktionsbeschreibung
3.5 Beladen
Die interne T–Nummer ist die Werkzeugnummer, mit der der NC arbeitet. Sie ist
eindeutig und beschreibt ein Werkzeug. Alle Parameter dieses Werkzeuges wer-
den über diese T–Nummer angesprochen.
Die T–Nummer kann entweder beim Beladen von Bediener vergeben werden oder
sie wird (bei Nichteingabe des Bedieners) von der NC vergeben.
Ist die T–Nummer dem Bediener bekannt (z.B. durch die Eingaben an der Meßsta-
tion vorgegeben), kann im Nachladeprogramm auf diese Nummer zurückgegriffen
werden.
Ist die T–Nummer nicht bekannt, muß sie für jedes nachzuladende Werkzeug er-
mittelt und über eine Variable versorgt werden. Dies ist für den Bediener weniger
aufwendig und damit weniger fehleranfällig.
$TC_DP3[1,1]=4711; ;Laenge1
$TC_DP7[TNr,1]=0
$TC_DP8[TNr,1]=0
$TC_DP9[TNr,1]=0
$TC_DP10[TNr,1]=0
$TC_DP11[TNr,1]=0
$TC_DP12[TNr,1]=0
$TC_DP13[TNr,1]=0
$TC_DP14[TNr,1]=0
$TC_DP15[TNr,1]=0
$TC_DP16[TNr,1]=0
$TC_DP17[TNr,1]=0
$TC_DP18[TNr,1]=0
$TC_DP19[TNr,1]=0
$TC_DP20[TNr,1]=0
$TC_DP21[TNr,1]=0
$TC_DP22[TNr,1]=0
$TC_DP23[TNr,1]=0
$TC_DP24[TNr,1]=0
$TC_DP25[TNr,1]=0
$TC_MOP1[TNr,1]=0
$TC_MOP2[TNr,1]=0
$TC_MOP3[TNr,1]=0
$TC_MOP4[TNr,1]=0
wz2: ;nächstes Werkzeug
TNr=GETT (”Fräser23”,2)
if TNR==–1 goto Fehler ;mögliche Fehlerroutine, wenn Werkzeug nicht
;vorhanden ist
$TC_DP1[TNr,1]=120
$TC_DP3[TNr,1]=4712
$TC_DP6[TNr,1]=25
Fehler: ;Fehler
:
:
M17
07.00 Funktionsbeschreibung
3.6 Entladen
3.6 Entladen
Beim Entladen wird das Werkzeug aus dem Magazin bzw. aus der Magazinliste
entfernt. Man kann:
manuell Entladen oder
den aktuellen Platz entladen (Platz an der Be–/Entladestelle)
dabei ergibt sich folgender Ablauf:
1. Werkzeug zum Entladen auswählen.
Dazu den Cursor in der Magazinliste auf das Werkzeug stellen oder
bei MMC 102/103 Cursor in der Werkzeugliste auf das Werkzeug stellen
und den Softkey “Entladen” drücken.
2. Entladestelle auswählen.
3. Werkzeug zur Entladestelle transportieren (durch Anwender–PLC–Programm).
4. Werkzeugdaten sichern oder löschen.
Literatur: /BA/ –bedienungsanleitung
Hinweis
Beim MMC 103 gibt es folgende Möglichkeiten der Datensicherung:
aus der Werkzeugliste
dem Werkzeugschrank oder
aus dem Werkzeugkatalog
Beim Entladen wird dem FC 8 mit dem Bezeichner der Be–/Entladestelle die Ziela-
dresse des Werkzeugs angegeben ([Link](n+16) und DBW(n+18), die Basisa-
dresse ”n” ist in der Schnittstellenliste aufgeführt). Diese Zieladresse wird dem FC
Funktionsbeschreibung 07.00
3.6 Entladen
Beispiel:
2. Die PLC muß jetzt den ”Platz 7” von ”Magazin–Nr.1” (aus dem entladen werden
soll) zur ”Be–/Entladestelle 2” verfahren und den Entladevorgang durchführen.
3. Wenn das Werkzeug aus dem Magazin ist, muß vom Anwenderprogramm der
FC 8 aufgerufen werden. Damit wird der WZV gemeldet, wohin das Werkzeug
transportiert wurde.
Beispiel: Aufruf FC 8 beim Entladen
derung über den FC 8 mit Status 104, 105 an den NCK zurückzumelden. Erst
wenn das Werkzeug in der vorgegebenen Entladestelle/Station ist, wird über den
FC 8 der Status ”1” gesetzt. Damit ist der Entladevorgang beendet.
Hinweis
Die Funktion Positionieren zum Entladen ist im SW–Stand 3.2 nur von der Bedien-
tafel OP 030 startbar.
Funktionsbeschreibung 07.00
3.7 Umsetzen, Suchen, Positionieren von Werkzeugen
Beim Umsetzen ist die Zieladresse das Magazin und der Platz für das umzula-
dende Werkzeug ([Link](n+24) und DBW n+26) Die Herkunft des Werkzeugs
ist im [Link](n+20) und DBW(n+22) zu finden. Die Zieladresse wird dem FC
8 als Parameter ”NewToolMag” und NewToolLoc” und Status = 1 mitgeteilt, nach-
dem das Umsetzen erfolgreich abgeschlossen wurde. Die Parameter ”OldTool-
Mag” und ”OldToolLoc” sind mit Null zu versorgen, da die WZV den Platz des
alten Werkzeugs kennt.
Literatur: /BA/ –bedienungsanleitung
Hinweis
Wird der Umsatzvorgang mit dem Status = 6 parametriert, wird der Magazinplatz
für das Werkzeug im Zwischenspeicher reserviert. Analog zum asynchronen Um-
speichern von PLC kann dieser Status nur gesetzt werden, wenn von einem
realen Magazinplatz auf einen Platz im Zwischenspeicher umgesetzt wird.
eines Werkzeugs gegeben werden. Dazu wird der WZV ein neuer Platz für das
Werkzeug mitgeteilt. Der FC 8–Baustein (TaskIdent := 4) wird mit folgenden Para-
metern aufgerufen:
alte Magazin–Nr. (OldToolMag)
alte Platz–Nr. (OldToolLoc)
neue Magazin–Nr. (NewToolMag)
neue Platz–Nr. (NewToolLoc)
1. Beispiel
Umsetzen von PLC
Das Werkzeug im Mag–Nr.1, Platz–Nr. 5 soll nach Mag–Nr. 2, Platz–Nr. 17 umge-
setzt werden. Die PLC trägt an dieser Stelle die Verantwortung, ob dieser Transfer
bezüglich des Platztyps stimmt. Dieses Beispiel für einen FC8–Aufruf berücksich-
tigt keine Rückmeldung an die WZV für Zwischenpositionen der Werkzeuge.
2. Beispiel
Umsetzen von PLC
Beispiel: Das Werkzeug soll von Mag–Nr.1, Platz–Nr.5 über Greifer 3 und 4 nach
Mag–Nr.2, Platz–Nr. 17 umgesetzt werden.
Für diesen Vorgang ist der FC8 4mal aufzurufen. Hier werden nur die wichtigen
Parameter aufgeführt, alle anderen Parameter wie im Beispiel oben.
Der Werkzeugtransport wird in 4 Schritten durchgeführt:
1. vom Magazin 1, Platz 5 in den Greifer 3, (Platz–Nr. 4)
Hinweis
TaskIdent 5 darf nur bei einem Transfer des Werkzeugs (Magazin –> Zwischen-
speicherplatz) programmiert werden. Ansonsten wird eine Fehlermeldung ausge-
geben, der Transfer aber durchgeführt.
Beim Suchen und Positionieren wird ein Verfahrauftrag von der WZV an die PLC
gegeben. Im [Link](n+0) wird das Bit3, ”Positionieren zum Belademagazin”
gesetzt. In den Parametern [Link](n+20) und (n+22) wird beim Positionieren
die Magazin–Nr. und die Platz–Nr. (als Ziel) übergeben.
Die PLC muß dann diesen Platz an das Belademagazin fahren. Die Nummer des
Belademagazins ist im [Link] (n+18) eingetragen bzw. ergibt sich auch aus
der Nummer der Schnittstelle. Wenn die PLC den Magazinplatz zum Belademaga-
zin gefahren hat, ist der FC 8 aufzurufen und der Vorgang mit Status 5, Positions-
änderung, zu quittieren.
Beispiel:
Platz 5 im Magazin 1 (Quelle) soll an dem Belademagazin 2 (Ziel) positioniert wer-
den.
3.8.1 Überwachungsarten
Stückzahl
Die Überwachung der Stückzahl muß alle Werkzeugschneiden erfassen, die für die
Herstellung eines Werkstücks verwendet werden. Ändert sich die Stückzahl, so
müssen die Überwachungsdateien aller beteiligten Werkzeugschneiden aktualisiert
werden. Hierbei ist zu berücksichtigen, daß es mehrere Spindeln geben kann bzw.
mehrere Werkzeugschneiden gleichzeitig zum Einsatz kommen können.
Standzeit
Die Überwachung der Standzeit erfolgt nur für die Werkzeugschneide, die sich ge-
07.00 Funktionsbeschreibung
3.8 Werkzeugüberwachung (Stückzahl, Standzeit, Verschleiß)
rade im Einsatz befindet. Sobald die Bahnachsen verfahren werden (außer bei
G00), weden die Werkzeug–Zeitüberwachungsdaten für die Werkzeuge, die sich in
dem Werkzeughalter bzw. in der Spindel befinden, aktualisiert. Läuft während einer
Bearbeitung die Überwachungszeit einer Schneide eines Werkzeugs ab, so wird
das Werkzeug als ganzes gesperrt.
Verschleiß
Voraussetzung für die Benutzung der Verschleißüberwachung ist wie bei der Zeit–
und Stückzahlüberwachung die Freigabe der Werkzeugüberwachung über ein Ma-
schinendatum. Zusätzlich muß die Verschleißüberwachung über ein MD freige-
schaltet werden. Die Verschleißparameter der Schneide finden ihre Entsprechung
in den Einsatzortabhängigen Korrekturen (Summenkorrekturparametern), siehe
Kapitel 3.9.4.
Die Überwachungszähler laufen von einem eingestellten Wert > 0 gegen Null. Er-
reicht ein Überwachungszähler den Wert ≤ 0, gilt der Grenzwert als erreicht. Wenn
eine Schneide (von maximal 12 möglichen) eines Werkzeugs ihren Grenzwert er-
reicht hat, dann wird das Werkzeug als Ganzes auf den Zustand ”gesperrt” ge-
setzt.
In der Magazintabelle erscheint dann bei Zustand Werkzeug ein G.
Vorwarngrenze erreicht
Wenn eine Schneide eines Werkzeugs ihre Vorwarngrenze erreicht hat, dann wird
das Werkzeug als Ganzes auf den Zustand ”Vorwarngrenze erreicht” gesetzt.
In der Magazintabelle erscheint dann bei Zustand Werkzeug ein V.
Gleichzeitig wird eine Meldung ausgegeben, die dem Bediener anzeigt, daß evtl.
für ein Ersatzwerkzeug zu sorgen ist. Wenn durch eine Bedienhandlung ein auf
Null, bzw. auf die Vorwarngrenze gelaufener Überwachungszähler wieder auf einen
Wert > 0, bzw. > Vorwarngrenze gesetzt wird, ändert sich der Werkzeug–Zustand
entsprechend der Datenänderung automatisch. Damit kann der Bediener den
durch Erreichen einer Überwachungsgrenze gesetzten Zustand ”gesperrt” gezielt
wieder aufheben.
Hat das WZ mehrere Schneiden, müssen alle Schneiden außerhalb der Überwa-
chungsgrenzen sein.
Alarme Werkzeugüberwachung
Beim Erreichen der Vorwarngrenze, oder der Überwachungsgrenze eines Werk-
zeugs wird einer der Alarme 6010, 6011, 6012, 6013 (Cancel–Clear Löschbedin-
gung) zur Information ausgegeben.
Beim NC–Sprachbefehl SETPIECE(...) (siehe Kapitel 5.8.11) bzw. beim PI–Kom-
mando _N_TMPCIT (= ändere Stückzahlzähler) ist es möglich, daß mehrere Werk-
zeuge einen Grenzwert erreichen, was dann in mehreren Alarmen zum Ausdruck
kommt).
Wird durch Datenmanipulation über Variablendienst ein Grenzwert erreicht, wird
kein Alarm erzeugt.
07.00 Funktionsbeschreibung
3.8 Werkzeugüberwachung (Stückzahl, Standzeit, Verschleiß)
Überwachungsstatus überprüfen
Während eines Programmlaufs kann mit dem programmierten Werkzeugwechsel-
befehl (z.B. ”M06” beim Fräsen) ohne T–Aufruf geprüft werden, ob eine Überwa-
chung angesprochen hat. Wenn ja, wird ein Ersatzwerkzeug gesucht und eine
Wechselanforderung ausgegeben.
3.8.2 Standzeitüberwachung
$A–MONIFACT Faktor
Der unterschiedliche Verschleiß eines Werkzeuges bei der Bearbeitung verschie-
dener Werkstückmaterialien kann durch einen kanalspezifischen Faktor, der vor
dem Einsatz des Werkzeuges gesetzt wird, erfaßt werden. Der Wert wird mit dem
aktuellen Zeitmaß multipliziert, bevor damit der Zeitwert der Schneide dekremen-
tiert wird. Die Schreiboperation wirkt hauptlaufsynchron. Weitere Informationen
siehe Kapitel 5.8.24.
07.00 Funktionsbeschreibung
3.8 Werkzeugüberwachung (Stückzahl, Standzeit, Verschleiß)
3.8.3 Stückzahlüberwachung
Die Überwachung der Stückzahl muß alle Werkzeuge erfassen, die für die Herstel-
lung eines Werkstückes verwendet werden. Hierbei ist zu berücksichtigen, daß es
mehrere Spindeln geben kann bzw. daß verschiedene Werkzeuge gleichzeitig zum
Einsatz kommen.
Befindet sich zum Zeitpunkt der Zählung ein WZ auf der Hauptspindel mit einer
Korrektur D > 0, so wird dieses beim nächsten Einwechseln eines Satzes in den
Hauptlauf wieder in das ”Gedächtnis” aufgenommen und beim nächsten Zählvor-
gang mitgezählt.
Die Schneide eines Werkzeugs wird pro Spindel nur einmal gezählt.
Der Teileprogrammierer, der SETPIECE programmiert, kann den Parameter als
Funktion des Werkstoffes programmieren.
SETPIECE (faktor*stueckzahl)
Die Funktion ermöglicht, analog dem Faktor bei der Zeitüberwachung, eine Stück-
zahlzählung, die vom Prozeß, dem Werkstückmaterial oder sonstigen Einflüssen
abhängt.
Die Stückzahlüberwachung kann über Kanal–DB.DBX29.5 ausgeschaltet werden.
Voraussetzung für die Benutzung der Verschleißüberwachung ist die Freigabe der
Funktion “Werkzeugüberwachung” (über Maschinendaten; siehe Kapitel 8.1.2).
Zusätzlich muß die Verschleißüberwachung über das Maschinendatum (MD
18080: MM_TOOL_MANAGEMENT_MASK; Bit5) freigeschaltet werden.
Definition
$TC_TP9 = 4; Für das Werkzeug ist die Verschleißüberwachung aktiv.
Falls die Funktion “Summenkorrektur” eingesetzt werden soll, kann mit
$TC_TP9 = 8 für die Verschleißüberwachung eine Überwachung der Summenkor-
rektur gewählt werden. Zur Bitbelegung siehe Kapitel 5.3.
$TC_TP9 = 4
Die Verschleißparameter einer Schneide sind beschrieben mit den Systemparame-
tern $TC_DP12, ..., $TC_DP20.
Diese werden direkt den Schneidengeometriewerten
TC_DP3, ... , $TC_DP11 zugeordnet.
$TC_DP10 und $TC_DP11 beschreiben “Winkel”. Die übrigen Parameter stehen
für Längen und Radien der Schneide.
Nur diese werden in die Überwachung aufgenommen, d.h. die den Parametern
$TC_DP10 und $TC_DP11 analogen Verschleißparameter $TC_DP19 und
$TC_DP20 werden nicht berücksichtigt. Zur Bitbelegung siehe Kapitel 5.2.1.
Funktionsbeschreibung 07.00
3.8 Werkzeugüberwachung (Stückzahl, Standzeit, Verschleiß)
Hinweis
Die Verschleißüberwachung überwacht nicht jeden einzelnen Wert, sondern nur
den größten Wert dieser maximal sieben Verschleißparameter ($TC_DP12, ...,
$TC_DP18).
$TC_TP9 = 8
Die Verschleißparameter der Schneide finden ihre Entsprechung in den Summen-
korrekturparametern.
Es werden analog zum Verschleiß folgende Parameter für die weiteren Einsatzort–
abhängigen Korrekturen (einsatzortabhängige Korrekturen) der Schneide über-
wacht:
$TC_SCP13, ... $TC_SCP21
erste Summenkorrektur der Schneide (sofern definiert)
$TC_SCP23, ... $TC_SCP31
zweite Summenkorrektur der Schneide (sofern definiert)
$TC_SCP33, ... $TC_SCP41
dritte Summenkorrektur der Schneide (sofern definiert) usw.
Die Verschleißüberwachung überwacht nicht jeden einzelnen Wert, sondern nur
den größten Wert dieser maximal sieben Summenkorrekturparameter.
($TC_SCP13, ..., $TC_SCP21, $TC_SCP23, ..., $TC_SCP31, ...)
Die meisten Werkzeuggeometrien werden mit einer Untermenge der genannten
Datensätze beschrieben.
Wird einer der Parameter geändert (geschrieben), wird im NCK geprüft, ob der
neue Wert größer ist, als einer der übrigen Parameter und dieser Wert gegebenen-
falls vom Verschleißsollwert subtrahiert. Das Ergebnis wird der neue Verschleiß–
Istwert.
Der Ist–Verschleiß läuft analog zu den anderen Überwachungsgrößen vom positi-
ven Sollwert gegen Null.
3.8.5 Signale an die PLC und von der PLC (ab SW 5.1)
Bisher wird ein Hinweisalarm erzeugt, wenn die Vorwarngrenze bzw. der Grenz-
wert erreicht ist. Es sind die Alarme 6410 und 6411 für das Erreichen der Vorwarn-
grenze sowie 6412 und 6413 für das Erreichen des Grenzwertes vorgesehen. Da-
bei werden die Alarme 6410 und 6412 über die BTSS–Schnittstelle, die Alarme
6411 und 6413 über die NC–Programmierung ausgelöst. Die Alarme benennen im
Text das betroffene Werkzeug mittels WZ–Bezeichner, Duplonummer und (ab SW
5.3) D–Nummer.
Ab SW 5.1 werden in der Kanal–Nahtstelle für einen DB1–Zyklus folgende In-
formationen geliefert (jeweils interne T–Nummer):
Vorwarngrenze erreicht (Kanal DB.DBD348)
Grenzwert erreicht (Kanal DB.DBD352)
Diese Informationen werden mit einem Strobe–Signal im Kanal DB.DBB344 mitge-
teilt.
Die Daten werden vom NCK geschrieben, wenn der entsprechende Alarm auftritt.
Hinweis
Die Funktion vergrößert bei Werkzeuggruppen mit vielen Werkzeugen den Haupt-
lauf–Zeitbedarf im NCK zum Zeitpunkt der Anwahl des jeweiligen Werkzeuges.
Außerdem muß folgende Funktion freigeschaltet werden MD 20310: TOOL_MA-
NAGEMENT_MASK. Zur Aktivierung wird Bit18=1gesetzt.
Bei den Überwachungsdaten gibt es bisher den Istwert und die Vorwarngrenze für
die zu überwachenden Größen.
Wenn der Istwert den Wert Null erreicht hat, wird das Werkzeug gesperrt. Der ur-
sprüngliche Startwert des Istwertes ist bisher im NCK nicht mehr verfügbar.
Ab SW 5.1 liegt dieser Wert im NCK vor, d.h. jede überwachte Größe erhält ein
neues Datum – den Sollwert. Der Sollwert wird als Systemparameter und als
BTSS–Variable (TS) definiert.
$TC_MOP11
$TC_MOP11 ist der Zeit–Sollwert
($TC_MOP1=Vorwarngrenze Zeit)
$TC_MOP13
$TC_MOP13 ist der Stückzahl–Sollwert
Funktionsbeschreibung 07.00
3.8 Werkzeugüberwachung (Stückzahl, Standzeit, Verschleiß)
($TC_MOP3=Vorwarngrenze Stückzahl)
Zu jedem T = ”Bezeichner” (mit WZV) bzw. zu jeder T–Nummer (ohne WZV) exi-
stieren D–Nummern von 1 bis max. 12. Diese D–Nummern sind direkt den Schnei-
den von Werkzeugen zugeordnet.
Zu jeder D–Nummer = Schneidennummer gehört ein Korrekturdatensatz
($TC_DPx[t, d]).
D0 ist die Abwahl der Korrektur.
T32000
T1...
T1
D1 Typ Geometrie Verschleiß Basis
D2
D3
D12
Schneide 1 bis 12
Pro Werkzeug ein Speicher mit bis zu 12 Schneiden
Korrekturanwahl abhängig von Werkzeugnummer
Bei Systemen ohne Werkzeugverwaltung ist alternativ zu Kapitel 3.9.1 eine Unab-
hängigkeit der D–Nummer zur T–Nummer wählbar.
Den Bezug von T–Nummer, Schneide und Korrektur über D–Nummer legt der An-
wender fest.
Der Bereich der D–Nummern liegt zwischen 1 und 32000. D0 ist die Abwahl der
Korrektur.
Funktionsbeschreibung 07.00
3.9 Varianten von D–Nummern Zuordnungen
Hinweis
Bei dieser Art der WZ–Korrektur wird die T–Nummer immer mit erweiterter
Adresse (= Spindel bzw. WZ–Halternr.) an PLC ausgegeben.
D3
Dn
Schneide 1 bis n
Eindeutige Zuordnung Schneide/D–Nummer
Ab SW 5.1 können bei Systemen mit und ohne WZV die D–Nummern zu Schnei-
dennummern frei zugeordnet werden. Hierbei sind wie im Kapitel 3.9.1 beschrie-
ben max. 12 Schneiden pro Werkzeug ”T” möglich. Die Obergrenze der verwend-
baren D–Nummern wird durch ein Maschinendatum begrenzt.
Diese Zuordnungsmöglichkeit stellt eine Erweiterung des Verfahrens aus Kapitel
3.9.1 dar.
Bei dieser Einstellung können zusätzlich Programmbefehle genutzt werden, die
eine Überprüfung auf eindeutige Vergabe von D–Nummern zu T–Nummern bzw.
Bezeichner ermöglichen.
Für Duplowerkzeuge (gleicher Bezeichner) sind für die Schneiden jeweils gleiche
D–Nummern zuzuordnen.
07.00 Funktionsbeschreibung
3.9 Varianten von D–Nummern Zuordnungen
T32000
T2...
CE T1
1 Dx Typ Geometrie Verschleiß Basis
2 Dy
3 Dz
12 Dxy
Eindeutige D–Nummer
Schneidennummer 1 bis 12
Freie D–Nummernvergabe
Hinweis
Für diese Funktion ist keine durchgängige Systemunterstützung vorhanden (Werk-
zeugschrank, Codeträger).
Beispiel:
Umbenennung der Schneide CE=3 von D2 auf D17
– Mit Ausgangssituation:
Interne T–Nummer:1
D–Nummer: 2
Werkzeug 1 Schneide mit:
$TC_DP2[1, 2]=120 ;Werkzeuglänge T1, D2: 120 mm
$TC_DP3[1, 2]=5.5 ;Werkzeugradius T1, D2: 5,5 mm
$TC_DPCE[1, 2]=3 ;Schneidennummer T1, D2: 3
(Programmierung: T1,...D2)
– wird überVariablendefinition:
DEF INT DNrAlt, DNrNeu=17
DnAlt=GETDNO (1, 3) ;in DnAlt wird der Wert 2 gelesen
SETDNO (1 ,3, DNrNeu) ;die neue D–Nr. wird der Schneide
zugeordnet
07.00 Funktionsbeschreibung
3.9 Varianten von D–Nummern Zuordnungen
DL =”n”
Damit wird die Summenkorrektur mit der relativen Nummer “n” bezogen auf die
aktive D–Nummer aktiviert. Das heißt, die Summenkorrektur “n” wird dem Ver-
schleiß der aktiven D–Nummer hinzuaddiert.
Die Abahl der Summenkorrektur erfolgt mit den Befehl
DL = 0
Konfiguration Summen–/Einrichtekorrektur
$MN_MM_KIND_OF_SUMCORR, Bit 4=0
Entspricht der Standardeinstellung, es ist nur ein Datensatz Summenkorrektur pro
DL–Nummer vorhanden. Hier wird nur von Summenkorrektur gesprochen, es sind
die durch $TC_SCPx dargestellten Daten gemeint.
Summenkorrektur 1
$TC_SCP13[t,2]
...
D–Korrektur 2 ...
$TC_DP1[t,2] $TC_SCP21[t,2]
...
$TC_DP3[t,2] Summenkorrektur 2
...
$TC_DP11t,2] $TC_SCP23[t,2]
... ...
$TC_DP25t,2] ...
$TC_DPCEt,2] $TC_SCP31[t,2]
Mit den Daten im Bild 3-20 werde programmiert (das Werkzeug mit T=t sei aktiv):
D2 ;Schneiden–Korrekturen
;d.h. $TC_DP3,...$TC_DP11 + Vershchleiß ($TC_DP12,...$DP29)
+ Adaptermaß
...
DL=1 ;zusätzlich zu den bisherigen Korrekturen von D2 wird die Sum
menkorrektur 1 assiert
;d.h. $TC_SCP13,...$TC_SCP21
...
DL=2 ;zur Korrektur D2 wird nicht mehr Summenkorrektur 1 addiert,
sondern Summenkorrektur 2
;d.h. $TC_SCP23,...$TC_SCP31
...
DL=0 ;Abwahl der Summenkorrektur; nur noch die Daten von D2 sind
wirksam
07.00 Funktionsbeschreibung
3.9 Varianten von D–Nummern Zuordnungen
Summenkorrektur
Einrichtekorrektur 1 fein 1
$TC_ECP13[t,2] $TC_SCP13[t,2]
... ...
... ...
$TC_ECP21[t,2] $TC_SCP21[t,2]
D–Korrektur 2
$TC_DP1[t,2]
...
$TC_DP3[t,2] Einrichtekorrektur 2 Summenkorrektur
... fein 2
$TC_DP11t,2] $TC_ECP23[t,2]
... $TC_SCP23[t,2]
...
... ...
$TC_DP25t,2]
$TC_ECP31[t,2] ...
$TC_DPCEt,2]
$TC_SCP31[t,2]
Mit den Daten im Bild 3-21 werde programmiert (das Werkzeug mit T=t sei aktiv):
D2 ;Schneiden–Korrekturen
;d.h. $TC_DP3,...$TC_DP11 + Vershchleiß ($TC_DP12,...$DP29)
+ Adaptermaß
...
DL=1 ;zusätzlich zu den bisherigen Korrekturen von D2 wird die Sum
menkorrektur 1 addiert
;d.h. $TC_ECP13 + $TC_SCP13 ,...$TC_ECP21 + $TC_SCP21
...
DL=2 ;zur Korrektur D2 wird nicht mehr Summenkorrektur 1 addiert,
sondern Summenkorrektur 2
;d.h. $TC_ECP23 + $TC_SCP23,... $TC_ECP31 + $TC_SCP31
...
DL=0 ;Abwahl der Summenkorrektur; nur noch die Daten von D2 sind
wirksam
Mit dem neuen NC–Sprachbefehl DELDL können die einsatzortabhängige Korrek-
turen aus Schneiden gelöscht werden (siehe Kapitel 5.8.7).
Funktionsbeschreibung 07.00
3.10 Adapterdaten (ab SW 5.1)
Verwendungszweck
Bei aktiver Werkzeugverwaltung können die zusätzlichen Adapterdaten bestimm-
ten Magazinplätzen zugeordnet werden.
Diese Möglichkeit wird für Adapter genutzt, die längere Zeit auf einem Magazin-
platz fest montiert sind und mit unterschiedlichen Werkzeugen bedient werden.
Außerdem können in Einzelfällen identische Adapter auf mehreren Magazinplätzen
zum Einsatz kommen. Dafür ist es sinnvoll, die Adapterdatensätze unabhängig von
den Magazinplätzen zu definieren und abzulegen.
Neutrale Transformierte
Werkzeuggeometrie
Voreinstellgeometrie
QW
SL Revolverplatz
mit
Adapter
6 8
LW
L +
3 4
Werkzeug–
1 2 länge
Adaptertransformation
Das Adapterdatum “Adaptertransformation” (ab SW 5.1) ermöglicht eine feste Ori-
entierung des Werkzeuges auf dem Adapter bzw. eine Orientierung des Adapters
inklusive enthaltenem Werkzeug in Bezug auf die Maschine.
Diese Funktion kann alternativ zur bisherigen genutzt werden. Wenn mit Adapter-
daten gearbeitet wird, erhalten die Parameter $TC_DP21, $TC_DP22 und
$TC_DP23 einen anderen Bezug und sind somit nur formal Bestandteil des
Schneidendatensatzes im NCK.
07.00 Funktionsbeschreibung
3.10 Adapterdaten (ab SW 5.1)
Festlegungen
Über das Maschinendatum sind zwei Definitionsarten von Adapterdaten einstell-
bar:
Jedem Magazinplatz wird standardmäßig ein Adapterdatensatz zugeordnet.
Adapterdatensätze können isoliert von Magazinplätzen definiert werden. Die
Zuordnung zu Magazinplätzen ist dann ein zusätzlich auszuführender Schritt.
Der Magazinplatz ist der Bezugspunkt für Adapter und Werkzeug. Beide werden
dem Magazinplatz zugeordnet.
Bei der Programmierung der D–Nummern im Teileprogramm werden folgende
Punkte realisiert:
Die Korrektur wird einem konkreten Werkzeug zugeordnet.
Das Werkzeug wird einem Magazinplatz zugeordnet
Dem Magazinplatz kann ein Adapter zugeordnet sein, für den eine Transforma-
tion (Orientierung) des enthaltenen Werkzeuges definiert sein kann.
Damit kann die Arbeitskorrektur eindeutig berechnet und die WZ–Bahn korrigiert
werden.
Wird eine Summenkorrektur programmiert, bezieht sich deren Wert auf die aktive
D–Korrektur.
3.10.2 Aktivierung
Voraussetzungen
Um magazinplatzorientierte Adapterdaten verwenden zu können, muß das Ma-
schinendatum MD 18104: MM_NUM_TOOL_ADAPTER einen Wert ungleich
Null haben.
Es müssen Adapterdatensätze definiert sein.
Bei Werten > 0 für das Maschinendatum müssen die Adapter mit den Magazin-
plätzen verbunden bzw. ihnen zugeordnet werden (kann über MMC oder einen
Zyklus automatisiert werden).
Damit werden für das Werkzeug, das sich auf dem entsprechenden Magazinplatz
befindet, immer die Adapterdaten einschließlich der definierten Transformation be-
Funktionsbeschreibung 07.00
3.10 Adapterdaten (ab SW 5.1)
Über Maschinendaten wird festgelegt, auf welche Größen die Transformation wirkt.
Es kann das Transformationsverhalten der Summenkorrektur eingestellt werden.
Magazinplatzbezogene Adapterdatensätze
Neuanlegen
MM_NUM_TOOL_ADAPTER = –1:
Ein Magazinplatz und ein Adapterdatensatz werden angelegt. Der Adapterdaten-
satz wird mit Vorgabewerten belegt und automatisch mit dem Magazinplatz ver-
bunden.
Das Neuanlegen eines freien Adapters ist hier nicht möglich. Die Adapternummern
werden automatisch vergeben (1 ... max. Anzahl der verfügbaren Magazinplätze).
Löschen
Sofern ein Adapterdatensatz mit einem Magazinplatz verbunden ist
(MM_NUM_TOOL_ADAPTER = –1), kann er nicht gelöscht werden.
Freie Adapterdatensätze
Neuanlegen
MM_NUM_TOOL_ADAPTER > 0:
Die Adapterdaten sind frei anlegbar. Dies wird über eine Schreiboperation auf ei-
nen nicht existenten Datensatz realisiert.
$TC_ADPTi[n] = wert; i = T, 1 2, 3, ..., n (Nummer des Adapters)
Falls der Datensatz n noch nicht existiert und die maximale Anzahl bereits definier-
ter Adapterdatensätze kleiner ist als der Wert von MD 18104:
MM_NUM_TOOL_ADAPTER, wird der Adapterdatensatz neu angelegt und mit
den Vorgabewerten belegt.
Dem Parameter i wird der Wert “wert” zugewiesen. Es gilt 0<n≤32000. Der Index-
07.00 Funktionsbeschreibung
3.10 Adapterdaten (ab SW 5.1)
Hinweis
Die Adapter müssen für MM_NUM_TOOL_ADAPTER > 0 den Magazinplätzen
explizit zugewiesen werden.
Löschen
Hat MD 18104: MM_NUM_TOOL_ADAPTER den Wert > 0, sind die Adapterdaten
frei löschbar, sofern sie nicht einem Magazinplatz zugeordnet sind
$TC_ADPTT[n] = –1
Alle nicht zugeordneten Adapterdaten der TO–Einheit werden gelöscht. Sollen zu-
geordnete Adapter gelöscht werden, ist zunächst die Zuordnung dieser Adapter zu
den Magazinplätzen zu lösen. Fehlgeschlagene Löschversuche werden mit Alarm
quittiert.
Adapterparameter lesen/schreiben
Adapterdaten können jederzeit geändert werden, unabhängig davon ob ein Adap-
ter einem Magazinplatz zugeordnet ist bzw. sich ein Werkzeug auf dem Magazin-
platz mit dem Adapter befindet.
Funktionsbeschreibung 07.00
3.10 Adapterdaten (ab SW 5.1)
Magazinplatzzuordnung/–lösung
Für MM_NUM_TOOL_ADAPTER > 0 muß die Zuordnung eines Adaptersatzes zu
einem Magazinplatz explizit getroffen werden:
$TC_MPP7[m,p] = “adapternr.”
Dem Magazinplatz p des Magazins m wird der Adapter mit der Nummer “adap-
ternr.” zugeordnet. Für “adapternr.” = 0 wird eine eventuell bestehende Zuordnung
gelöst.
Hinweis
Eine Zuordnung kann nur getroffen/gelöst werden, wenn dem Magazinplatz kein
Werkzeug zugeordnet ist.
l2 l3 l2
l1 l1
l3
l1 l3
I1=Q l2 =L l3
l2
l3 l1
l2
l2 l3 l2 =L
l1 l1 l3
Bild 3-23 Die 8 definierten Transformationen (T = 1...8) für den Adapter mit G 18 und für
ein Drehwerkzeug. Es werden die Zuordnungen der Werkzeuglängen I1, I2, I3
auf die Geometrieachsen x, y, z gezeigt.
l1, l2 und l3 sind Arbeitskorrekturen des Werkzeugs vor der Transformation mit bzw.
ohne Adapter (je nach Einstellung der Maschinendaten). Sie werden bei der Kor-
rektur den Geometrieachsen zugeordnet.
Hinweis
Beim Drehen wird bei der Beschreibung eines Werkzeuges auch von L und Q ges-
prochen. In der obigen Tabelle entspricht dann z.B. l1 der Variablen Q (bzw. x–
Richtung), l2 der Variablen L (bzw. z–Richtung), unter der Annahme der Ebene-
nanwahl G18 (Voreinstellung für Drehmaschinen).
Bei der Aktivierung einer Korrektur wird standardmäßig wie folgt gerechnet:
Korrektur = D–Korrektur + xi (z.B. Verschleiß, Summenkorrektur)
Länge1 = $TC_DP3 + xi
Länge2 = $TC_DP4 + xi+1
Länge3 = $TC_DP5 + xi+2
Radius1 = $TC_DP6 + xi+3
aRadius1 = Radius1
Transformations– Schneidenlage
nummer
1 2 3 4 5 6 7 8 9
1 1 2 3 4 5 6 7 8 9
2 2 1 4 5 7 6 5 8 9
3 4 3 2 1 5 8 7 6 9
4 3 4 1 2 7 8 5 6 9
5 1 4 3 2 6 5 8 7 9
6 4 1 2 3 8 5 6 7 9
7 2 3 4 1 6 7 8 5 9
8 3 2 1 4 8 7 6 5 9
07.00 Funktionsbeschreibung
3.10 Adapterdaten (ab SW 5.1)
$TC_DP3
I1 oder Q P
$TC_DP3
I1
Drehen Fräsen
S $TC_DP6 S
Radius
$TC_DP5 $TC_DP5
I3 oder L I3
Hinweis
Die Schneidenlage wird nur bei Drehwerkzeugen benötigt, da deren Geometrie
bzgl. P beschrieben wird und nicht bzgl. S wie bei Fräswerkzeugen.
D–Korrekturen Werkzeug
D–Nr. d1 . interne T–Nr. t
CE–Nr. ce1 . d1
. .
$TC_DP21[t,d1], ... .
$TC_DP23[t,d1] .
dn Magazinplatz
. $TC_MPP6[m,p]=t
.
. $TC_MPP7[m,p]=a
D–Korrekturen Adapter
D–Nr. dn Adapternr. a
CE–Nr. cen
$TC_ADPT1[a]
$TC_DP21[t,dn], ... $TC_ADPT2[a]
$TC_DP23[t,dn] $TC_ADPT3[a]
$TC_ADPTT[a]
Vorgaben:
Werkzeug t
Magazinplatz p
Magazin m
Adapter a
Werkzeug mit den D–Korrekturen d1, ... dn
Dem Magazinplatz ist der Adapter zugeordnet. Wenn im Teileprogramm z.B. der
Parameter $TC_DP21[t,d1] gelesen oder geschrieben wird, so wird über die Pro-
grammierung tatsächlich auf den Parameter $TC_ADPT1[a] des Adapters zuge-
griffen, d.h. für alle d1, ... dn wird auf dasselbe Maschinendatum zugegriffen.
Wird die Zuordnung des Werkzeuges zum Magazinplatz gelöst bzw. der Adapter
vom Magazinplatz entfernt, können den Parametern keine Daten mehr zugeordnet
werden. Eine Leseoperation liefert den Wert 0, eine Schreiboperation führt zu kei-
ner Datenänderung (erzeugt auch keinen Alarm).
Die Übertragung kann über das Teileprogramm durch Programmierung der Sy-
stemparameter $TC_... erfolgen.
Sie sind als nicht transformierte Werte definiert.
Die Übertragung kann über die BTSS–Schnittstelle anhand von Variablendien-
sten erfolgen. Die Daten können als transformierte und nicht transformierte
Werte übertragen werden.
Bild 3-26 Geometrie einer Schneide und die darauf wirkenden Korrekturen
Randbedingungen
Für alle Datensätze mit schneidenspezifischen Adapterdaten muß bei Einsatz der
Funktion (magazinplatzorientierte) “Adapterdaten” durch den Anwender dafür ge-
sorgt werden, daß der alte Datensatz auf die Erfordernisse der neuen Funktion
umgesetzt wird.
Mit der beschriebenen Definition der schneidenspezifischen Adapterparameter
($TC_DP21,...23) kann jedoch erreicht werden, daß die Umsetzung alter Datenbe-
stände auf die Funktion Adapterdaten vom NCK geleistet wird.
Die Funktion “Adapterdaten” schließt die Existenz der schneidenspezifischen Da-
ten “Basis–/Adaptermaß” aus. Diese Daten haben keine Bedeutung, wenn der
Adapter magazinplatzspezifisch definiert ist.
Die Funktion “Adapterdaten” wird dem Verwendungszweck eines Adapters eher
gerecht, da sie den Adapter als zum Magazinplatz gehörend definiert und nicht als
Bestandteil des Werkzeuges oder der Schneide.
Funktionsbeschreibung 07.00
3.10 Adapterdaten (ab SW 5.1)
Beispiel 1
Vorgaben:
MM_NUM_TOOL_ADAPTER = –1
MM_NUM_MAGAZIN_LOCATION = 20
eine Kette mit 16 Plätzen, Magazinnummer = 1
zwei Greifer
eine Spindel
eine Be– und Entladestelle.
Zuordnung
Beim Anlegen dieser insgesamt 20 Plätze sollen 20 Adapter belegt, also jedem
Platz genau ein Adapter zugeordnet werden.
Hinweis
Ob die realen Plätze tatsächlich mit einem Adapter bestückt werden, ist nicht
zwingend notwendig. Vorbelegte Adapterdaten wirken sich nicht auf die Korrektur
aus. Beim Bestücken eines Platzes mit einem realen Adapter müssen die vorge-
sehenen Adapterdaten mit den entsprechenden Werten belegt werden.
Der Adapter auf Platz 3 des Kettenmagazins (Nr. 1) soll eine Änderung der Trans-
formationsnummer auf den neuen Wert 8 erhalten:
$TC_ADPTT[$TC_MMP7[1,3]] = 8 ;$TC_MMP7 enthält die Nummer des Adapters auf
;dem neuen Magazinplatz
Beispiel 2
Vorgaben:
MM_NUM_TOOL_ADAPTER = 4
MM_NUM_MAGAZIN_LOCATION = 20
eine Kette mit 16 Plätzen
zwei Greifer,
eine Spindel
eine Be– und Entladestelle.
Es gibt hier 4 verschiedene Adaptergeometrien. Nur die Kette soll mit Adaptern
versehen werden.
07.00 Funktionsbeschreibung
3.11 Netzausfall bei einem Werkzeugbefehl
Zuordnung
Beim Anlegen dieser insgesamt 20 Plätze werden zunächst keine Adapter ange-
legt. Die Plätze 1 bis 4 der Kette werden mit Adaptern gleicher Geometrie bestückt
(hier der Adapter 1). Es sollen je 4 Kettenplätze mit Adaptern gleicher Geometrie
bestückt werden.
Zunächst sind 4 Adapterdatensätze zu definieren. Anschließend erfolgt die Zuord-
nung:
$TC_MPP7[1,1] = 1, $TC_MPP7[1,13] = 4,
$TC_MPP7[1,2] = 1 $TC_MPP7[1,14] = 4,
$TC_MPP7[1,3] = 1 $TC_MPP7[1,15] = 4,
$TC_MPP7[1,4] = 1, $TC_MPP7[1,16] = 4
...
Hinweis
Beim Löschen solcher mehrfach zugeordneter Adapterdatensätze ist es notwen-
dig, alle Adapterzuordnungen des Adapters zuvor zu lösen.
Tritt ein Spannungsausfall auf, während eine Aktion durch die WZV angefordert ist,
werden über die PLC oder über spezielle Teileprogramme vorgegebene Strategien
abgearbeitet, die einen definierten und konsistenten Zustand an der Maschine und
in der WZV hinterlassen. Diese Strategien sind maschinenspezifisch. SINUME-
RIK–Steuerungen unterstützen dabei die folgenden Maßnahmen:
Gepufferte Daten
Die Werkzeug– und Magazindaten sind gepuffert. Das Werkzeug, das sich in der
Spindel (= Magazinplatz) befindet, ist über den Platz und den Werkzeugbaustein
bekannt.
(Diese Information ist auch ohne Werkzeugverwaltung verfügbar).
Funktionsbeschreibung 07.00
3.11 Netzausfall bei einem Werkzeugbefehl
3.12 Codeträger
3.14 Anwenderdaten
Der Maschinenhersteller kann zusätzlich zu den vorliegenden Daten der Werk-
zeugverwaltung eigene spezifische Daten der WZV nutzen.
Die neuen Siemensanwenderdaten können nur mit OEM_HIGH Rechten konfigu-
riert werden und werden hier nicht vorgestellt. Die zugehörigen Maschinendaten
sind in Kapitel 8 genannt, aber nicht weiter ausgeführt.
Hinweis
Ohne die Freigabe in den Maschinendaten erscheinen keine Softkeys für Schnei-
den–Anwenderdaten bzw. Werkzeug–Anwenderdaten.
Anzeigenmasken
Abhängig von der Anzahl der definierten Anwenderdaten werden Masken ange-
zeigt, in die der Anwender seine Daten eingeben kann. Diese Daten werden von
der WZV nur mitgeführt und sind vom Anwender im Teileprogramm auszuwerten
(siehe auch Kapitel 5).
max. Schnittgeschwindigkeit
Freie Anwendervariablen
Mit den Anwendervariablen ($P_VDITCP[x]) können beim Werkzeugwechsel zu-
sätzliche Daten zur PLC übergeben werden. Diese Daten können dann im PLC–
Programm verarbeitet werden. Dazu sind die Anwendervariablen im Teilepro-
gramm vor dem Vorbereitungsbefehl T zu programmieren.
Die Datenübergabe zur PLC–Anwendernahtstelle DB72 oder DB73 erfolgt mit dem
programmierten WZ–Wechsel–Vorbereitungsbefehl. Pro Werkzeugwechsel können
bis zu drei Anwendervariablen gleichzeitig übergeben werden. Eine Datenüber-
gabe auf diesem Weg von der PLC zur NC ist nicht möglich. Das Format der
Werte ist DINT.
Siehe auch Kapitel 5.
Funktionsbeschreibung 07.00
3.15 PLC–Beschreibung
3.15 PLC–Beschreibung
3.15.1 Schnittstellen
Die Schnittstellen in der PLC werden über Datenbausteine gebildet, die vom
Grundprogramm aktualisiert werden. In sie werden Aufträge wie z.B. Werkzeug
beladen oder Wechsel vorbereiten mit Quelle und Ziel für das jeweilige Werkzeug
hinterlegt. Bei den Schnittstellen für Spindel bzw. Revolver werden zusätzlich
Werkzeug–Nummer (interne Nr., die beim Beladen vom NCK vergeben wird),
Werkzeuggröße und Werkzeugstatus übergeben.
Ändert sich die Position des Werkzeugs (z.B. vom Magazin in den Greifer...), müs-
sen die neuen Positionen der Werkzeugverwaltung des NCK mitgeteilt werden. Zu
diesem Zweck werden zwei Funktionsbaustein FC 7 (TM_REV) und FC 8
(TM_TRANS) zur Verfügung gestellt, der vom PLC–Programmierer aufzurufen und
mit den entsprechenden Parametern zu versorgen ist.
Erfolgt der Antrieb eines Magazins oder eines Revolvers nicht über eine Hilfs-
achse, kann mit Hilfe des FC 22 (TM_DIR) die kürzeste Drehrichtung ermittelt und
somit die Positionierzeit optimiert werden. Erfolgt die Positionierung über eine
Hilfsachse der 840D, steht hierzu der FC 18 zur Verfügung.
Übersicht Datenbausteine
B = Anzahl Belademagazine
W = Anzahl Spindel als Wechselstellen
R = Anzahl Revolver
DB 71 bis DB 74 belegen ca. 550 Byte bei einfachen Konstellationen von Magazi-
nen, Zwischenspeichern und Be–/Entladestellen.
Hinweis
Wurden neue PLC–Daten ”erzeugt”, müssen in der PLC die Datenbausteine DB
71 bis DB 74 gelöscht und ein Neustart der PLC durchgeführt werden. Die DBs
werden dann für die neue Konfiguration entsprechend eingerichtet.
DB 71
Über DB 71 werden die Funktionen Be– und Entladen, Positionieren und Um-
setzen abgewickelt. Die Funktionen Umsetzen und Positionieren zum Zwischen-
speicher erfolgen generell auf der 1. Schnittstelle im DB 71.
DB 72
Der DB 72 ist Schnittstelle für das Wechseln von Werkzeugen in die Spindel. Zu
dem Wechselvorgang gehört auch das Bereitstellen des Werkzeugs (Vorberei-
tung).
Funktionsbeschreibung 07.00
3.15 PLC–Beschreibung
DB 73
Für Werkzeugwechsel mit Revolvermagazin steht der DB 73 als Schnittstelle zur
Verfügung.
DB 74
Der Datenbaustein DB 74 ist ein interner Datenbaustein der WZV zur Kommunika-
tionssteuerung. In diesen DB darf schreibend nicht eingegriffen werden.
In allen hier aufgeführten Schnittstellen sind die Quell– und Ziel–Positionen der bei
dem Vorgang beteiligten Werkzeuge vorhanden.
Zur Kommunikation vom NCK zur PLC wird bei aktivierter WZV der FC 6 im
Grundprogramm aufgerufen. Durch diesen Baustein werden die Anwendernahtstel-
len (DB 71 bis DB 73) mit Informationen versorgt, wenn eine Werkzeugverwal-
tungs–Funktion über Teileprogramm oder Bedienung aktiviert wird.
Der Anwender muß bei dem Wert = 1 die in dieser Schnittstelle vorhandenen Kom-
mandos (siehe Kapitel 9) auswerten und die notwendigen Aktionen (z.B. Magazine
positionieren, Werkzeuge wechseln usw.) veranlassen. Nachdem die Aktivierung
erfolgte, darf der Anwenderprogrammierer auch schreibend in diese Schnittstelle
eingreifen (z.B. um aktuelle Positionen der beteiligten Werkzeuge zu hinterlegen
oder um selbstdefinierte Statusbits einzutragen oder auch das Bit ”Wechsel vorbe-
reiten” zu löschen). Bei jeder Veränderung von Werkzeugpositionen und/oder Sta-
tusinformationen (Beschreibung der Statusinformationen siehe FC 8) von einem
07.00 Funktionsbeschreibung
3.15 PLC–Beschreibung
Hinweis
Ein einmal gegebener Start des FC 7/8 darf nach erfolgtem READY–Signal oder
Fehlersignal des FC7/8 zurückgesetzt werden.
BLS: Belademagazin
ZWS: Zwischenspeicher
WZ: Werkzeug
NewToolPlace: FC 8 Parameter NewToolMag, NewToolLoc
OldToolPlace: FC 8 Parameter OldToolMag, OldToolLoc
Weitere Schnittstellen in den Kanal Nahtstellen für die Funktion WZV (ab SW 5):
Kanal DB
Werkzeug fehlt DBX 317.7 Von NCK
WZ nicht sperren DBX 29.7 An NCK
Verschleiß Überwachung DBX 29.6 An NCK
abschalten
Stückzähler abschalten DBX 29.5 An NCK
Zeitüberwachung DBX 1.3 An NCK
aktivieren
Magazinbezeichner
Die Ort eines Werkzeugs im Magazin wird durch einen Magazin–Bezeichner und
einen Platz–Bezeichner gekennzeichnet. In einem realen Magazin (Kette, Revolver
usw.) ist die Position des Werkzeugs durch die bei der Inbetriebnahme vergebene
Magazin–Nummer und dem Platz in diesem Magazin gekennzeichnet.
Wenn das Werkzeug sich in einem Zwischenspeicher befindet, ist der ”Magazin–
Bezeichner” die Konstante 9998 und der Platz–Bezeichner entspricht der bei der
Inbetriebnahme vergebenen Zwischenspeicher–Nummer.
In einem Belademagazin ist der ”Magazin–Bezeichner” die Konstante 9999. Der
Platz–Bezeichner entspricht der bei der Inbetriebnahme vergebenen Belademaga-
zin–Nummer. Hierbei nimmt die Belademagazins–Nummer = 1 eine Sonderstellung
ein. Das Belademagazin = 1 (Spindel) ist für das Be–/Entladen von Hand vorgese-
hen bzw. auch die Schnittstelle zum Umsetzen eines Werkzeuges.
Status 1–6
Die Statusinformationen 1 bis 6 führen zu einer Beendigung des Kommandos.
Wenn eine dieser Statusinformationen dem FC 8 mitgeteilt wird, dann wird das
”aktiv–Bit” der im FC 8 angegebenen Schnittstelle auf ”0” zurückgesetzt. Damit ist
der Vorgang abgeschlossen.
Funktionsbeschreibung 07.00
3.15 PLC–Beschreibung
Status 103–105
Bei Übergabe einer dieser Statusinformation zum FC 8 bleibt das ”aktiv–Bit” dieser
Schnittstelle auf ”1”. Eine weitere Bearbeitung durch das Anwenderprogramm in
der PLC ist notwendig (z.B. Fortführen der Magazinpositionierung). Diese Statusin-
formation dient in der Regel zum Übermitteln von veränderten Positionen von ei-
nem oder beiden Werkzeugen, ohne daß der Vorgang abgeschlossen ist. Aufli-
stung der Statusinformation zum Baustein FC 8 siehe
Literatur: /FB/ P3, ”PLC–Grundprogramm”, Kapitel 4
Synchronisation
Zwischen der PLC und dem NCK gibt es verschiedene Möglichkeiten der Synchro-
nisation (siehe Kapitel 3.2.12). Die Synchronisation wird durch das Maschinenda-
tum 20310: TOOL_MANAGEMENT_MASK über die Bits 5, 6, 7, 8 bzw. auch Bit
19 ab SW 5.1 erzwungen. Zur internen Kommunikation von PLC und NCK wird
nach jedem erfolgten Kommando auf eine Quittung gewartet.
Es werden zwei Quittungsarten unterschieden:
Transportquittung
Endequittung
Transportquittung
Interne Quittierung auf ein NCK–Kommando. Die Transportquittung zeigt dem NCK
an, daß das ausgegebene Kommando vom PLC–Grundprogramm abgenommen
ist. Vor einer neuen Ausgabe eines Kommandos wird erst geprüft, ob das vorhe-
rige Kommando abgenommen wurde. Ist dies nicht der Fall, so kann die Ausgabe
nicht erfolgen. Der NCK wartet erst auf die Quittierung bevor ein neues Kommando
ausgegeben wird.
Endequittung
Statusrückmeldung der PLC auf ein abgenommenes NCK–Kommando. Das fehler-
freie Beenden wird durch den Statuswert=1 und das fehlerhafte Beenden durch
den Statuswert=3 angezeigt.
an.
Liegt Transport–
quittung vor?
Liegt Transport–
quittung vor?
Kommando
Kommando
Interne Trans–
portquittung Kommando
Transport–
quittung
Kommando
Endequittung
Hinweis
Der Satzwechsel aus Sicht des WZ–Wechselkommandos kann erfolgen, sobald
der NCK das Kommando ausgegeben hat.
Das gesetzte Bit 19 in Verbindung mit den gesetzten Bits 5–8 von MD 20310:
TOOL_MANAGEMENT_MASK erlaubt eine Verhinderung des Satzwechsels, so-
lange die verlangten Quittierungen nicht vorliegen.
Voraussetzung
Das Bit13 des Maschinendatums MD 20310: TOOL_MANAGEMENT_MASK
muß gesetzt werden.
Zur Abspeicherung der Daten muß auf der NC freier Anwenderspeicher verfüg-
bar sein. Der Bedarf liegt sowohl im SRAM (passives Filesystem), als auch im
DRAM bei jeweils ca. 4kB. Im Filesystem darf die maximale Dateianzahl noch
nicht erreicht sein.
Ablaufbeispiel
1. Starten eines NC–Programms mit folgender Vorgeschichte:
In Spindel 1 (Magazinnr./Platznr. = 9998/3) befindet sich kein Werkzeug. Wech-
seln mit M06 ist eingestellt. Ein Werkzeug mit Bezeichnung ”Fraeser” befindet
sich im Magazin 2 auf Platz 1 und hat die interne T–Nummer 1.
M30
Erläuterung:
T00007 –> T0 M6 gibt das Kommando 00005
Es wird kein neues WZ eingewechselt; d.h. die Adressen des neuen Werkzeu-
ges sind gleich Null; TNo: 00000
Auf der Spindel mit der Adresse 9998/3 befindet sich ein Werkzeug. Dieses soll
zurückbewegt werden ins Magazin 2/1.
T00008 –> die PLC quittiert das Kommando mit 5 und dem
Status = 1 und beläßt die vorgeschlagenen Bewegeaufträge.
CMD Erläuterung
1 Ein Werkzeug wird von ... nach ... transportiert. Beladen, Entladen, Umsetzen,
Positionieren
2 Werkzeugwechsel soll vorbereitet werden (Einstellung MD 22550 = 1)
3 Werkzeugwechsel soll ausgeführt werden (Einstellung MD 22550 = 1)
4 Werkzeugwechsel soll vorbereitet und ausgeführt werden (Einstellung MD 22550 = 0)
5 Werkzeugwechsel soll vorbereitet und ausgeführt werden (Einstellung MD 22550 = 1)
ACK Erläuterung
1 Werkzeug wird bzw. wurde transportiert. Beladen, Entladen, Umsetzen, Positionieren
FC 8 – Parameter TaskIdent = 1
2 Werkzeugwechsel wird bzw. wurde vorbereitet (Einstellung MD 22550 = 1)
FC 8 – Parameter TaskIdent = 2
3 Werkzeugwechsel wird bzw. wurde ausgeführt (Einstellung MD 22550 = 1)
FC 8 – Parameter TaskIdent = 2
4 Werkzeugwechsel wird bzw. wurde vorbereitet (Einstellung MD 22550 = 0)
FC 8 – Parameter TaskIdent = 3
5 Werkzeugwechsel wird bzw. wurde vorbereitet (Einstellung MD 22550 = 1)
FC 8 – Parameter TaskIdent = 2
7 abgebrochenes WZV–Kommando beenden
DB10.DBX105.0=1
07.00 Funktionsbeschreibung
3.15 PLC–Beschreibung
ACK Erläuterung
8 Werkzeug wurde transportiert. Wenn sich auf der Quelladresse ein Werkzeug
befindet, wird es datenmäßig auf die Zieladresse transportiert. Ansonsten wird nur die
aktuelle Magazinposition verändert. Handelt es sich um einen Werkzeugtransport aus
einem realen Magazin, so wird der Platz, auf den die Quelladresse zeigt, reserviert.
FC 8 – Parameter TaskIdent = 5
9 Werkzeug wurde transportiert. Wenn sich auf der Quelladresse ein Werkzeug
befindet, wird es datenmäßig auf die Zieladresse transportiert. Ansonsten wird nur die
aktuelle Magazinposition verändert.
FC 8 – Parameter TaskIdent = 4
3.15.4 Funktionsbausteine
Übersicht Funktionsbausteine
Baustein Bedeutung
Nummer
FC 6 Baustein im Grundprogramm für WZV
FC 7 Transfer–Baustein für Werkzeugwechsel mit Revolver
FC 8 Transfer–Baustein für Werkzeugverwaltung, Aufruf bei
Positions– und Status–Veränderungen
FC 22 Richtungsauswahl für kürzesten Weg
Zyklischer Baustein FC 6
Dieser Baustein ist im Grundprogramm integriert und wird automatisch bei aktivier-
ter Werkzeugverwaltung angesprochen.
Transferbaustein FC 8
Beschreibung des Bausteins siehe
Literatur: /FB/,P3, ”PLC–Grundprogramm”
Funktionsbeschreibung 07.00
3.16 Werkstattgerechte Oberfläche (SW 5.3) (ShopMill)
Richtungsauswahl FC 22 TM_DIR
Beschreibung des Bausteins siehe
Literatur: /FB/,P3, ”PLC–Grundprogramm”
Weitere PLC–Dienste
Für komplexere Anforderungen seitens des PLC–Anwenderprogramms stehen zu-
sätzlich zu den oben genannten Funktionsbausteinen noch weitere PLC–Dienste
zur Beeinflussung der Werkzeugverwaltung zur Verfügung. Diese Dienste sind
über FB 2, FB 3 und FB 4, FB 7 (Variablen lesen und schreiben bzw. PI–Dienste)
möglich. Eine Beschreibung dieser FBs ist Bestandteil der PLC–Grundprogramm-
beschreibung im Kapitel 4. Die PI–Dienste (Programminstanzen) der Werkzeug-
verwaltung sind auch in Kapitel 4 der PLC–Grundprogrammbeschreibung zum
Themenpunkt FB 4 bzw. FB 7 beschrieben. Die Variablen der Werkzeugverwaltung
sind in den Listen im Abschnitt Variable beschrieben. (Siehe auch Hilfe des NC–
Var Selektors.)
Werkzeugliste
In der Werkzeugliste werden alle Werkzeuge und deren Korrekturdaten angezeigt,
die als Werkzeugdatensatz in der NC hinterlegt sind, unabhängig davon, ob die
Werkzeuge einem Magazinplatz zugeordnet sind. Die Werkzeugliste bietet die
gängigen Werkzeugtypen an, denen geometrische und technologische Daten zu-
gewiesen werden können.
Platzcodierung
Über das Anzeige–Maschinendatum 9672: CMM_FIXED_TOOL_PLACE wird fest-
gelegt, ob alle Werkzeuge fest oder variabel platzcodiert sind.
Bei Festplatzcodierung (MD 9672=1) ist das Werkzeug fest einem Magazinplatz
zugeordnet. Diese Variante kann bei Maschinen mit Tellermagazin eingesetzt
werden.
Bei variabler Platzcodierung (MD 9672=0) kann ein Werkzeug auch an einen
anderen Magazinplatz als den Herkunftsplatz zurückgebracht werden. Diese
Variante kann bei Maschinen mit Kettenmagazin eingesetzt werden. In der Be-
dienoberfläche können in der Maske Werkzeugverschleiß einzelne Werkzeuge
07.00 Funktionsbeschreibung
3.16 Werkstattgerechte Oberfläche (SW 5.3) (ShopMill)
Werkzeugverschleißliste
In dieser Liste wird festgelegt, welche Verschleißdaten (Länge und Radius/Durch-
messer) für Schneide 1 bzw. Schneide 2 berücksichtigt werden. Ebenso können
folgende Überwachungen für ein Werkzeug festgelegt werden.
Überwachung der effektiven Einsatzzeit (Standzeitl)
Überwachung der Anzahl der Werkzeugeinwechselungen
Zusätzliche Angaben zum Werkzeugzustand (Werkzeug sperren, Werkzeug auf
Festplatz, Werkzeug übergroß)
Handwerkzeuge
Handwerkzeuge sind nur in der Werkzeugliste und nicht im Magazin vorhanden.
Sie müssen von Hand in die Spindel eingesetzt werden.
Weitere Funktionalitäten
Beladestation für Werkzeuge be– und entladen über MD 9673:
CMM_TOOL_LOAD_STATION
Werkzeuge anzeigen in Durchmesser oder Radius über MD 9663:
CMM_TOOL_DISPLAY_IN_DIAM
Begriff Daten/Bereich
Mögliche Kanäle Kanal 1
Aktive Magazinkonfigurationen pro Kanal 1
Funktionsbeschreibung 07.00
3.16 Werkstattgerechte Oberfläche (SW 5.3) (ShopMill)
Begriff Daten/Bereich
Unterstützte Magazinarten Revolver, Kette, Teller
Anzahl Magazine gesamt max. 30
Anzahl möglicher Spindeln 1
Mögliche Belademagazine eine aus Nr. 1 oder 2
Anzahl Magazinplätze gesamt max. 600
Anzahl Werkzeuge gesamt max. 250
T–Nr. 1 – 32000
Programmierung der Werkzeuge über Be- z.B.
zeichner (Namen) mit 17 alphanumeri- T = ”Fraeser_32”
schen Zeichen im NC–Programm
Duplo–Nr. 1 – 99
Anzahl Schneiden pro Werkzeuge D1 und D2
Definition von Platztypen nein
Nebenplatzbetrachtung in Halbplätzen 1–dimensional, 1 Halb–
platz
Platzcodierung fest oder variabel
Strategie für Werkzeugsuche einstellbar (program-
mierbar) über Systemva-
riablen
Strategie für Leerplatzsuche: einstellbar (program-
mierbar) über Systemva-
riablen.
(betrifft aktuellen Platz
an der Wechselstelle.)
M06–Befehl für WZ–Wechsel M–Code, über MD ein-
stellbar, kanalspezifisch
WZ–Wechsel mit M06– oder T–Befehl über MD einstellbar, ka-
nalspezifisch
Verschleißüberwachung für jede Schneide
Verschleißüberwachung nach Standzeit Auflösung min
Verschleißüberwachung nach Stückzahl Zähler
Zugriff auf Daten über NC–Programm Systemvariablen
Automatischer Decodierstop, bis Werk- ja
zeug ausgewählt ist.
T=Platz–Nr nein
07.00 Funktionsbeschreibung
3.16 Werkstattgerechte Oberfläche (SW 5.3) (ShopMill)
Werkzeugtypen
– 120 Schaftfräser
– 200 Spiralbohrer
– 220 Zentrierer
– 710 3D–Taster
– 711 Kantentaster
Werkzeugparameter
– Magazinplatz/Magazinnummer
– Werkzeugtyp
– Werkzeugname
– Duplonummer
– Geometrie Länge 1
– Geometrie Radius
– Verschleiß Länge 1
– Verschleiß Radius
– Art der Standzeitüberwachung
– Standzeit
– Stückzahl
– Werkzeugzustand: WZ gesperrt
– Werkzeugzustand: WZ übergroß (rechter und linker Halbplatz)
– Werkzeugzustand: Werkzeug auf Festplatz
– Verrundungsradius
– Winkel für kegelige Fräswerkzeuge
Unterstützte Magazinparameter
– Magazinplatz gesperrt
Funktionsbeschreibung 07.00
3.16 Werkstattgerechte Oberfläche (SW 5.3) (ShopMill)
Allgemeine Maschinendaten
Für die Werkzeugverwaltung müssen Maschinendaten für Speichereinteilungen,
Zuordnungen von Kanälen zu TO–Einheiten usw. eingestellt werden, außerdem
wird auch Speicher in gepufferten RAM benötigt. Mit Änderung von ”speicherbeein-
flussenden” MD wird dieser Speicherbereich geändert. Entsprechend müssen die
Daten vorher gesichert werden.
Es müssen alle Maschinendaten eingestellt werden, welche den Speicherbereich
für die Werkzeugverwaltung beeinflussen:
Kanalspezifische Maschinendaten
Freigabe von kanalspezifischen Funktionen der Werkzeugverwaltung
MD 20310: TOOL_MANAGEMENT_MASK
Kanalspezifische Aktivierung der WZV
Angabe der Spindelnummer für die Standzeitkontrolle
MD 20320: TOOL_TIME_MONITOR_MASK
Aktivierung der Werkzeug–Standzeitüberwachung für die hier
angegebene Spindel (Werkzeughalternummer)
Werkzeugwechsel Revolver oder Spindel
MD 22550 TOOL_CHANGE_MODE
Neue Werkzeugkorrektur bei M06–Funktion
MD 22560 TOOL_CHANGE_M_MODE
M06–Funktion für Werkzeugwechsel
Schneidenanwahl nach Werkzeugwechsel
MD 20270 CUTTING_EDGE_DEFAULT
Grundstellung der Werkzeugschneide ohne Programm
Festlegung des Werkzeuges mit dem beim Hochlauf und Reset in Anhängigkeit
von MD 20110 und MD 20112 die Werkzeugkorrektur angewählt werden soll
MD 20122: TOOL_RESET_NAME
Festlegung für die Anwahl der Werkzeuglängenkorrektur
Festlegung der aktiven Werkzeughalter–Nummer
MD 20124: TOOL_MANAGEMENT_TOOLHOLDER
Festlegung der aktiven Werkzeughalter–Nr.
Inbetriebnahme 07.00
4.2 Eingabe der Magazindaten mit MMC 102/103
Hinweis
Bei den Maschinendaten 20310: TOOL_MANAGEMENT_MASK und 18080:
MM_TOOL_MANAGEMENT_MASK müssen die Bits 0–3 immer gleich gesetzt
werden.
Inbetrieb–
Maschine Parameter Programm Dienste Diagnose Verbinden
nahme
Magazine
In Bild 4-1 werden die Magazine mit entsprechenden Daten definiert oder bereits
vorhandene angezeigt.
Name Name des realen Magazins eingeben oder auswählen.
Nummer Anzeige der laufenden Magazin–Nr.
Art Auswahl einer Magazin–Art aus dem Fenster mit der EDIT–Taste
(Kettenmagazin, Revolver, Flächenmagazin)
Plätze Anzahl der Magazinplätze eingeben oder anzeigen.
Anzahl Spalten Die Angabe ”Anzahl Spalten” wird für die Nebenplatzbetrachtung
benötigt.
Bei Kettenmagazin und Revolver keine Eingabe nötig (immer 1).
Bei Flächenmagazin muß die Anzahl der Spalten eingegeben
werden.
Beispiel für Flächenmagazin mit 3 Spalten:
X X X X X X X X
X X X X X X X X
X X X X X X X X
Hinweis
Bei Meldung ”unzulässiger Wert im Magazin” ist die Angabe der Plätze und/oder
Anzahl der Spalten falsch. Der Wert ”Anzahl der Plätze ” muß durch die ”Anzahl
Spalten” teilbar sein.
Beispiel:
20 Plätze sind auf 3 Spalten nicht aufzuteilen, 21 Plätze in 3 Spalten ist möglich.
Magazin löschen
1. Magazinname mit der EDIT–Taste auswählen
Löschen
2. Softkey drücken
3. Das Magazin wird ohne Rückfrage gelöscht.
Hinweis
Ein Magazin kann nur gelöscht werden, wenn es keiner Magazinkonfiguration zu-
geordnet ist.
07.00 Inbetriebnahme
4.2 Eingabe der Magazindaten mit MMC 102/103
4.2.2 Zwischenspeicher
Zwischenspeicher Spindel
Die Position an der Spindel (WZ–Halter) hat an der Wechselstelle immer den Ab-
stand = 0. Damit stimmt die Platznummer an der Wechselstelle mit der ausgege-
benen Platznummer an die PLC überein (DBW(n+22) Platz–Nr. (Quelle)).
Der Zwischenspeicher ”Spindel” mit dem Index 1 und die Spindel 1 in der NC ste-
hen im direkten Zusammenhang. D.h. der Zwischenspeicher ”Spindel” mit dem
Index 1 muß auch die 1. Spindel der NC sein, Index 2 = 2. Spindel usw.
Plätze
Zuordnung zu Spindeln
Durch diese Angabe wird ein Zwischenspeicherplatz (z.B. Greifer) einer Spindel
zugeordnet. Dieser Wert wird benötigt wenn sich bei einem WZ–Aufruf das WZ in
einem Zwischenspeicher (z.B Greifer) befindet. Die WZ–Verwaltung überprüft, ob
sich das geforderte WZ auf dem Weg zu einer Spindel befindet, die der getroffe-
nen Zuordnung entspricht.
Ist die Zuordnung nicht korrekt, wird ein Alarm ausgegeben, daß das Werkzeug
nicht für einen Wechsel in die entsprechende Spindel bereitgestellt werden kann.
Abstände zu Magazinen
Um die Funktionen der WZV zu nutzen, muß bei der Inbetriebnahme eine Zuord-
nung Magazin zu Zwischenspeicher getroffen werden.
Dies geschieht durch die Definition ”Abstände zu Magazinen”. Wird ein Magazin
ausgewählt und hier ein Wert eingetragen, so ist eine Zuordnung hergestellt. Die
eingetragene Zahl wird bei den Zwischenspeichern nicht ausgewertet (im Gegen-
satz zu den Beladeplätzen). Es muß mindestens eine ”0” eingetragen werden.
Kein Wert bedeutet, von diesem Zwischenspeicher kann kein Werkzeug transpor-
tiert werden.
Werden zwei Spindeln von einem Magazin versorgt, so ist bei ”Abstände zu Maga-
zinen” bei der 2. Spindel der Abstand zur Spindel 1 einzutragen.
Beispiel
Wenn [Link] 2 Magazinen Werkzeuge auf die ”Spindel_1” eingewechselt werden
sollen, muß auch für beide Magazine der Abstand 0 zum Zwischenspeicher, ”Spin-
del_1”, eingegeben werden. Wird kein Abstand eingetragen, so kann von Maga-
zin_1 und 2 auch kein Werkzeugwechsel in die Spindel erfolgen.
07.00 Inbetriebnahme
4.2 Eingabe der Magazindaten mit MMC 102/103
Greifer 4
Beladestelle Spindel
hat immer Platz–Nr.1
Wechselstelle Wechselstelle
für Spindel Greifer 2 Greifer 1 für Spindel
4 3 2 1 1 2 3 4
Spindel 1
5 16 16 5
Wechselstelle
6 15 Greifer 3 für Spindel 15 6
Magazin 2 Mag 1= Nr. 1;Mag 2= Nr.2 Magazin 1
7 14 14 7
Mag 9998 = Alle Zwischensp.
Mag 9999 = Alle Beladeplätze
8 13 13 8
Spindel 1 = Mag 9998, Platz 1
Greifer 1 = Mag 9998, Platz 2
9 10 11 12 12 11 10 9
Greifer 2 = Mag 9998, Platz 3
Greifer 3 = Mag 9998, Platz 4
Greifer 4 = Mag 9998, Platz 5 Beladestelle_1
Beladestelle_2
Mag–Nr. 9999
Mag–Nr. 9999
Platz–Nr.3 Platz–Nr.2
Hinweis
Bei der Eingabe der Zwischenspeicher ist auf die Reihenfolge zu achten. Die Spin-
del sollte immer als erstes eingeben werden. Für jeden Zwischenspeicher wird
intern eine Nummer abgelegt, mit der dann der Platz von der WZV und der PLC
aus angesprochen wird.
Unter der Übersicht wird die Anzahl aller Zwischenspeicher graphisch angezeigt.
Weiterhin ist der gerade angewählte Zwischenspeicher (Nr.) hell markiert. Jede
”Art” wird in einer anderen Farbe dargestellt.
4.2.3 Beladeplätze
Beladeplätze
Beladeplätze sind Plätze, die zum Beladen des Magazins nötig sind. Es werden
07.00 Inbetriebnahme
4.2 Eingabe der Magazindaten mit MMC 102/103
Magazin–Nr. 9999
Alle Beladeplätze werden im Belademagazin mit der Nr. 9999 geführt.
Hinweis
Die Belademagazin 9999/1 ist immer für das Be–/Entladen in die Spindel (alle
Spindeln) automatisch eingestellt.
Beladestelle
Beladestelle sind Bereiche an der Maschine, an denen das Beladen des Magazins
möglich ist. Diese zu beladenden Plätze sind Magazinplätze und werden an die
Beladestelle gefahren. Beladestelle gibt es zum Beispiel bei Kettenmagazinen.
Auch die Spindel kann als Beladestelle definiert werden. Die Beladestelle ist ein
Platz im Magazin Nr. 9999 (Beladeplätze) und wird auch so in der PLC adressiert.
Die Beladestelle (Platz) hat einen Abstand zur Wechselstelle der Spindel. Die Be-
ladestelle wird bei der Inbetriebnahme im Bild “Beladeplätze” eingerichtet.
Beladestation
Beladestationen sind keine realen Magazinplätze. Üblich sind Beladestationen bei
Flächen– oder Kassettenmagazinen. Wenn Greifer, Übergabeplätze oder Lader
das Werkzeug in das Magazin befördern, können diese ebenfalls als Zwischen-
speicher bei der Inbetriebnahme definiert werden.
Hinweis
In diesem Dokument werden die Begriffe “Beladestelle” und Beladestation” über-
wiegend durch den Begriff “Belademagazin” ersetzt.
Für jeden Beladeplatz muß ein Name (max. 32 Zeichen) eingegeben werden.
Es kann zwischen Beladestelle und Beladestation gewählt werden.
Anzeige der fortlaufenden internen Nummer, unter der auch der Platz in der PLC
adressiert wird.
Anzeige der Indexnummer. Der Index zählt die Plätze einer Art.
Abstände zu Magazinen
Beispiel:
Abstände der Beladeplätze zu anderen Magazinen.
4 3 2 1 1 2 3 4
Spindel 1
5 16 16 5
Wechselstelle
6 15 Greifer 3 für Spindel 15 6
Magazin 2 Mag 1= Nr. 1; Mag 2= Nr.2 Magazin 1
7 14 14 7
Mag 9998 = Alle Zwischensp.
Mag 9999 = Alle Beladeplätze
8 13 13 8
Spindel 1 = Mag 9998, Platz 1
Greifer 1 = Mag 9998, Platz 2
9 10 11 12 12 11 10 9
Greifer 2 = Mag 9998, Platz 3
Greifer 3 = Mag 9998, Platz 4
Greifer 4 = Mag 9998, Platz 5 Beladestation_1
Beladestation_2
Mag–Nr. 9999
Mag–Nr. 9999
Platz–Nr.3 Platz–Nr.2
Beide Magazine können von der Spindel beladen werden. Die Beladestation_1 ist
nur Magazin_1 und die Beladestation_2 ist nur Magazin_2 zugeordnet.
Inbetriebnahme 07.00
4.2 Eingabe der Magazindaten mit MMC 102/103
Beladeplätze
Im folgenden Bild werden die Daten für die Beladeplätze (Beladestellen und Bela-
destationen) eingegeben. Die Beladeplätze werden intern wie ein eigenes Magazin
mit der Nr. 9999 behandelt.
Hinweis
Wird der Beladestelle für Spindel kein Abstand zum Magazin zugeordnet, er-
scheint die Beladestelle nicht als Dialogfenster beim Beladen.
1 2 3 4
Spindel 1
16 5
Wechselstelle Abstand zur Beladestelle
für Spindel 15 6
Magazin 1 Abstand = 9
14 7
13 8
12 11 10 9
Beladestelle
Anzeige Übersicht
Unter der Übersicht wird die Anzahl aller Beladeplätze graphisch angezeigt. Die
Nummer der angewählten Beladestelle und der angewählten Beladestation sind
farblich markiert.
Löschen
Mit dem Softkey wird der angewählten Platztyp gelöscht, wenn er
noch keinem Magazin zugeordnet wurde.
Name des Platzes (links bei Name:), auswählen. Z.B. Zwei_Plätze_ohne_NB und
rechts bei “Name:” den Platz der in diesen Platz darf. (z.B. Ein_Platz_mit_NB).
Hierarchie
Softkey erstellem drücken
07.00 Inbetriebnahme
4.3 Erstellen der Magazinkonfiguration mit MMC 102/103
Wird der Cursor auf einen Platztyp gestellt, so wird eine eventuell eingestellte Hier-
archie im Feld “Hierarchie:” angezeigt.
Hierarchie
Mit dem Softkey löschen wird der im Feld “Hierarchie:” angewählte Platztyp
aus der Hierarchie gelöscht.
Platztypen definieren
Der Platztyp kennzeichnet die Größe und Form des Platzes im Magazin. Es muß
jedem Platz ein Typ zugeordnet werden. Jedes Werkzeug kann nur auf einen Platz
des entsprechenden Typs gewechselt werden. Ein Werkzeug behält seinen Platz-
typ während der gesamten Verweildauer im Magazin. Der Platztyp wird mit einem
Namen gekennzeichnet und enthält folgende Angaben:
Name
Hierarchie
Parametrierung
(Höhe, Breite, Lage des Referenzplatzes, Nebenplatzbetrachtung)
Ansicht
(Anzeige der belegten Halbplätze und des Referenzplatzes)
Bei der Parametrierung eines Platzes wird die Anzahl der Halbplätze definiert, die
ein Werkzeug im Magazin. Ausgehend vom Referenzpunkt gibt die vierstellige Zahl
z.B. 2 2 2 2 die Halbplätze in der Reihenfolge Links, Rechts, Oben und Unten an.
Ansicht
Bei der Ansicht kann die Lage des Referenzplatzes (Platz auf dem das WZ tat-
sächlich steckt) mit dem Cursor positioniert werden.
Referenzplatz
Der Referenzplatz bezeichnet den mechanischen Platz im Magazin. Er dient als
Bezugspunkt für die Angabe der Werkzeuggröße und wird für die Berechnung der
Magazinbelegung benötigt. Die Größe des Referenzplatzes wird immer als Werk-
zeuggröße 1 1 1 1 dargestellt.
Inbetriebnahme 07.00
4.3 Erstellen der Magazinkonfiguration mit MMC 102/103
Normale Größe
Ein Werkzeug, das genau einen Magazinplatz belegt hat die Größe 1 1 1 1. Dieses
Werkzeug wird als ”Normal großes Werkzeug” bezeichnet. Für die Parametrierung
gelten folgende Werte: Höhe = 2, Breite = 2, Links, Rechts, Oben, Unten = 0.
Breite 2
1 oben
1 unten
Kettenmagazin
1 oben Referenzplatz
2 links 2 rechts
Breite 4
2 oben
Referenzplatz
Höhe 4 2 links 2 rechts
Breite 4
2 oben Referenzplatz
Hinweis
Der erste Magazinplatz kann definiert werden, wenn das zugehörige Magazin in
seiner Dimension (Gesamtanzahl der Magazinplätze) festgelegt worden ist.
Beim ersten Schreiben eines Parameters eines Magazinplatzes, werden sämtli-
che, durch die Dimension des Magazins bestimmten, Magazinplätze mitangelegt.
Befindet sich ein Werkzeug auf einem Platz mit aktiver Nebenplatzbetrachtung, so
darf die Größe dieses Werkzeugs und der Magazinplatztyp nicht verändert wer-
den.
4.3.4 Sonderwerkzeuge
Beispiel:
Soll ein Werkzeug ins Magazin eingewechselt werden, so entscheidet der Platztyp,
welche Plätze zur Verfügung stehen. Besteht für diesen Platz eine Hierarchie, so
wird gemäß dieser die Platzvergabe vorgenommen.
Werkzeug mit Platztyp B soll ins Magazin
Folgende Platztyp–Hierarchie ist definiert: A < B < C
Vorgehensweise:
Es wird zuerst geprüft, ob es einen Platz vom Typ B noch gibt.
Wenn nicht, wird die Suche nach einem Platz mit Typ C fortgesetzt.
Für die Konfiguration der Werkzeugverwaltung gibt es pro Kanal nur ein gemeinsa-
mes Magazin. Die Zusammensetzung dieses Magazins wird durch eine Magazin-
konfiguration bestimmt. Eine Magazinkonfiguration kann aus einem oder mehreren
realen Magazinen bestehen. Pro Kanal kann nur eine Magazinkonfiguration aktiv
Inbetriebnahme 07.00
4.3 Erstellen der Magazinkonfiguration mit MMC 102/103
sein.
Reihenfolge
Namen für Magazinkonfiguration eingeben
Reale Magazine zuordnen
Platztypen für die realen Magazine zuordnen.
Inbetrieb–
Maschine Parameter Programm Dienste Diagnose Verbinden
nahme
Leerplatzsuche:
Erster Platz vorwärts
Die Leerplatzsuche beginnt immer ab dem ersten Magazinplatz in Richtung auf-
steigender Platznummern.
Anzahl Plätze:
Zeigt die Summe aller Plätze der ”realen” Magazine.
Definierte Plätze:
Hier wird die Anzahl der Plätze angezeigt, auf die Werkzeuge ”gesteckt” werden
können. Sind alle Magazinplätze dem Platztyp ”A” (einfacher Platz) zugeordnet, ist
die Gesamtanzahl und die Anzahl der definierten Plätze gleich. Gibt es Platztypen,
die mehr als einen Platz belegen oder sind einem Magazinplatz überhaupt keine
Platztypen zugeordnet, unterscheidet sich die Gesamtanzahl von der Anzahl der
definierten Plätze.
Hinweis
Von der Werkzeugverwaltung können nur definierte Plätze, z.B. als Leerplatz,
gefunden werden, deshalb muß den gewünschten Plätzen mindestens der Typ ”A”
zugeordnet werden.
Konfiguration kopieren
Kopieren
1. Drücken Sie den Softkey .
2. Tragen Sie unter ”kopieren Magazin” den neuen Namen ein und bestätigen Sie
OK
mit dem Softkey .
Abbruch
3. Wollen Sie das Kopierfenster ohne kopieren beenden, drücken.
Trennen
Trennen
Mit dem Softkey können angewählte Magazine oder Platztypen aus
der Zuordnung gelöst werden. Wichtig ist dabei die Position des Cursors.
Steht der Cursor auf Platztyp, so wird der ausgewählte Platzbereich freigegeben.
Vor dem Trennen erscheint die Warnung: Der Platztyp wird in der Magazin–Zuord-
OK Abbruch
nung gelöscht. Bestätigen Sie mit dem Softkey oder .
Steht der Cursor auf Reale Magazine, so wird dieses reale Magazin aus der Konfi-
07.00 Inbetriebnahme
4.3 Erstellen der Magazinkonfiguration mit MMC 102/103
guration herausgelöst. Vor dem Trennen erscheint die Warnung: Alle Daten in der
OK
Magazin–Zuordnung werden gelöscht. Betätigen Sie den Softkey
Abbruch
oder .
Konf–Datei
Mit dem Softkey erzeugen wird aus der aktuell angewählten Konfiguration eine
Konfigurationsdatei erzeugt. Um diese Konfiguration in der NCK zu aktivieren, muß
diese erst geladen werden. (Es wird ein NC–Programm erstellt, das abgearbeitet
werden muß.)
Hinweis
Bis zum SW–Stand 3.2 geht die Funktion ”Konf.–Datei laden” nur im Bedienbe-
reich Parameter im Menü Magazin–Konfigurier.
Konf–Datei
Mit dem Softkey laden erscheint das “Bild Magazin–Konfigurationen” laden.
Hier werden die Magazinkonfigurations–Dateien, die bereits erstellt wurden, ange-
Kanal +/–
boten. Die gewünschte Datei und der Kanal werden mit den Softkeys
Laden
ausgwählt und der Softkey gedrückt.
Der Kanal, für den geladen werden soll, muß sich im Reset–Zustand befinden.
Dies gilt ebenso für alle betroffenen Kanäle der selben TO–Einheit. Drücken Sie
NC–Start um die Konfiguration in die NC zu laden.
Hinweis
Die Magazine, Zwischenspeicher und Beladeplätze werden in der Eingabereihen-
folge durchnummeriert.
Magazine Plätze
Mag. Kette_1
1 – 20
int. Mag–Nr. 1
Mag. Kette_2
int. Mag–Nr. 2 1 – 30
Beladestelle 1Spindel
Platz–Nr. 1 Index–Nr. 1
Belade–
positionen Beladestelle_Kette_1 Platz–Nr. 2 Index–Nr. 2
Mag–Nr.9999
Platz–Nr. 3 Index–Nr. 3
Beladestelle_Kette_2
ren)
MD 18086 = 58 Anzahl der Magazinplätze die NCK verwalten kann (Zwi–
schenspeicher– und Beladeplätze zu realen Magazinplätzen
addieren)
MD 18090 – 18098 Anwender–Daten sind hier nicht benutzt.
MD 18100 = 200 Anzahl der Schneiden die NCK verwalten soll (z.B. pro WZ
eine Schneide)
MD 28085 = 1 Zuordnung einer TO–Einheit zu einem Kanal (Standard =
1), Kanal 1=1, Kanal 2=2
MD 20310 = B Kanalspezifische Aktivierung der WZV (Bit0–3 wie MD
18080),
MD 20320 = 1 Aktivierung der Standzeitüberwachung für die hier angege
bene Spindel
Nach Laden der Konfigurationsdatei ist eine gültige Magazinkonfiguration in NCK
aktiv. Diese kann z.B. im Bereich Dienste, aktive NC–Daten, Werkzeugdaten in
das Archiv gesichert ([Link]) werden. Bei Ansicht der Datei [Link] werden die Va-
riablen der WZV sichtbar.
Zwischenspeichermagazin definieren
Belademagazin definieren
Plätze des realen Magazins definieren
Plätze des Zwischenspeichermagazins definieren
Spindelzuordnung definieren (welcher ZW–Speicher gehört zur Spindel)
Plätze des Belademagazins definieren
Abstände (Offset) zu Magazinen festlegen (welche Spindel, Greifer, Belade-
stelle gehört zu welchem Magazin)
Teileprogramm
Das Inbetriebnahmefile ist ein Teileprogramm z.B. %_N_MAGKONF_MPF. Das
Beispielprogramm %_N_MAGKONF_MPF wird auf der Tool–Box–Diskette mitge-
liefert.
Magazinbeschreibungsdaten $TC_MAP3
$TC_MAP3[Magazinnr]=Zustand des Magazins
Standard = 17 entspricht: aktives Magazin, zum Beladen freigegeben
Suchstrategie $TC_MAMP2
Diese Maske ist in rechtes und linkes Byte geteilt, das rechte Byte beschreibt die
Werkzeugsuche, das linke Byte die Leerplatzsuche für das Spindelwerkzeug. Für
beide Strategien muß ein Wert eingegeben werden (siehe auch Kapitel 3.3.1 und
5.4.7)
Platzart $TC_MPP1
$TC_MPP1[Magazinnr, Platznr]=Platzart:
Standard: Wert entsprechend Platzart
Platztyp $TC_MPP2
$TC_MPP2[Magazinnr, Platznr]=Platzytp
Es können beliebige Werte eingetragen werden; sie müssen zu den Werkzeugen
passen, die auf den Platz beladen werden sollen. Zwischenspeicher und Belade-
stellen haben den Wert 0.
07.00 Inbetriebnahme
4.4 Inbetriebnahme der WZV mit MMC 100
Nebenplatzbetrachtung $TC_MPP3
$TC_MPP3[Magazinnr, Platznr]=Nebenplatzbetrachtung ein/aus
Zur Nebenplatzbetrachtung siehe Kapitel 4.3.3
Platzzustand $TC_MPP4
$TC_MPP4[Magazinnr, Platznr]=Platzzustand (Bitmaske)
Standard=2 Platz frei
Platzartindex $TC_MPP5
$TC_MPP5[Magazinnr, Platznr]=Platzartindex
Bei $TC_MPP1[Magazinnr, Platznr]=1 (Platzart ist Magazinplatz) wird die Platz-
nummer eingetragen. Bei anderen Platzarten wird der Index der Art entsprechend
hochgezählt:
Beispiel mit 2 Greifern mit der Platzart 3
der erste Greifer hat den Platzindex 1
der zweite Greifer hat den Platzindex 2
Maschine 1
Maschine 2
Spindel 1 = Platz 1
(im 2. internen Magazin)
6 3
5 7
2 4
4 Wechselstelle
8 5
1 Wechselstelle
3 9
Magazin 1 16 6
Magazin 2
$TC_MAP8[1]=6 $TC_MAP8[2]=2
2
$TC_MDP2[1,1]=0 10 15 $TC_MDP2[2,2]=0 7
1
11 14
Beladestel 8
16 eladestelle
15 9
13
14
10
11
$TC_MDP1[1,1]=6 $TC_MDP1[2,1]=11
Die Nullpunktposition liegt in der Wechselstelle der Spindeln, so daß gilt: wenn
Platz 1 in der Wechselstelle steht, ist die aktuelle Magazinposition = 1 =
$TC_MAP8[x]
$TC_MDP1[1,1] = 6 Abstand Platz 1 der Beladestelle von der Nullpunkt–
position des Magazins
$TC_MDP1[2,1] = 11 Abstand des selben Platzes von der Nullpunktposition des
Magazins 2
$TC_MDP2[1,1] =0 Abstand Platz 1 des 2. internen Magazins (Spindel 1) von
der Nullpunktposition des Magazins 1
$TC_MDP2[2,2] = 0 Abstand desselben Platzes von der Nullpunktposition des
Magazins 2
Im Bild 4-9 kann z.B der Greifer 2 auf Platz 3 den Werkzeugwechsel in die Spindel
auf Platz 1 durchführen ($TC_MLSR[3,1]).
8N3270 ;
N3280 $TC_MPP1[1,49]=1
N3290 $TC_MPP2[1,49]=2
N3300 $TC_MPP3[1,49]=1
N3310 $TC_MPP4[1,49]=2
N3320 $TC_MPP5[1,49]=49
N3330 ;
N3340 $TC_MPP1[1,50]=1
N3350 $TC_MPP2[1,50]=2
N3360 $TC_MPP3[1,50]=1
N3370 $TC_MPP4[1,50]=2
N3380 $TC_MPP5[1,50]=50
N3390 ; Plaetze des Zwischenspeichers
N3400 $TC_MPP1[9998,1]=2 ; Platzart (hier Spindel)
N3410 $TC_MPP2[9998,1]=0 ; Platztyp: da ZWSP hier 0
N3420 $TC_MPP3[9998,1]=0 ; Nebenplatzbetrachtung aus
N3430 $TC_MPP4[9998,1]=2 ; Platzzustand
N3440 $TC_MPP5[9998,1]=1 ; Platzartindex
N3450 ;
N3460 $TC_MPP1[9998,2]=3 ; Greifer 1
N3470 $TC_MPP2[9998,2]=0
N3480 $TC_MPP3[9998,2]=0
N3490 $TC_MPP4[9998,2]=2
N3500 $TC_MPP5[9998,2]=1
N3510 ;
N3520 $TC_MPP1[9998,3]=3 ; Greifer 2
N3530 $TC_MPP2[9998,3]=0
N3540 $TC_MPP3[9998,3]=0
N3550 $TC_MPP4[9998,3]=2
N3560 $TC_MPP5[9998,3]=2
N3870 ;
N3880 ; Spindle–assignment
; Spindelzuordnung
N3890 $TC_MLSR[2,1]=0 ; 1. Greifer (Platz 2) gehoert zur
Spindel (Platz1)
N3900 $TC_MLSR[3,1]=0 ; 2. Greifer (Platz 3) gehoert zur
Spindel (Platz1)
N3920 ; Belademagazinplätze
N3930 $TC_MPP1[9999,1]=7 ; Platzart Beladestelle (fuer Spin-
del!)
N3940 $TC_MPP2[9999,1]=0 ; Platztyp (hier immer 0)
N3950 $TC_MPP3[9999,1]=0 ; Nebenplatzbetrachtung aus!N3960
$TC_MPP4[9999,1]=2 ; Platzzustand: fre
iN3970 $TC_MPP5[9999,1]=1 ; Platzartindex
N3980 ;
N3990 $TC_MPP1[9999,2]=7
N4000 $TC_MPP2[9999,2]=0
N4010 $TC_MPP3[9999,2]=0
N4020 $TC_MPP4[9999,2]=2
Inbetriebnahme 07.00
4.4 Inbetriebnahme der WZV mit MMC 100
N4030 $TC_MPP5[9999,2]=2
N4040 ;
N4650 ; Offsets (Abstände)
; Abstände zum Magazin
N4660 ;
N4670 $TC_MDP2[1,1]=0 ; Spindel
N4680 $TC_MDP2[1,2]=0 ; Greifer 1
N4690 $TC_MDP2[1,3]=0 ; Greifer2
N4700 $TC_MDP1[1,1]=0 ; 1. Beladestelle
N4710 $TC_MDP1[1,2]=25 ; 2. Beladestelle (Abstand 25 zur
Istposition)
N4720 ;
N4730 ; Ende
N4740 ;
N4750 M30
c:\user\[Link]
Zur Aktivierung der Werkzeugverwaltung auf MMC 102/103 muß in der Datei
c:\user\[Link] die TaskConfiguration geändert werden.
Bei Task1 =name := param ist paramtm anzugeben.
;==========================================
[TaskConfiguration]
;==========================================
; Liste der Bereichsapplikationen. Wie in der Sektion ’SystemStartup’ ist
ein
; Timeout–Wert in Millisekunden anzugeben, den die Regie der Applikation
fuer
; den Hochlauf zur Verfuegung stellt.
Inbetriebnahme 07.00
4.5 Inbetriebnahme der WZV für MMC 102/103
4.5.2 Projektierung
Alle Angaben die die Bedienoberfläche der WZV beschreiben, sind im File
c:\user\[Link] hinterlegt. Zur Editierung dieses Files wird /MMC/DOS–Shell,
angewählt und die Datei mit dem Befehl edit c:\user\[Link] geöffnet. Die Da-
tei [Link] kann auch auf einem externen PC erstellt und in das Verzeichnis
c:\user kopiert werden.
Landessprachabhängige Teile werden in ”language\patm_*.ini” im Abschnitt [Batch-
Tools] parametriert. Dabei steht ”*” für die 2 Buchstaben der Länderkennung, z.B.
gr für deutsch, en für englisch, sp für spanisch, nl für niederländisch.
Neuerung in den Listen ab Softwarestand 5.2
In den Magazin–, Werkzeug–, Arbeitskorrekturlisten und den Werkzeugdetails sind
ab dem Softwarestand 5.2 zusätzliche Funktionen implementiert worden:
Parametrierung von Bitmaps in den Listen
Werkzeugbezeichner und Duplonummer in den Listen änderbar
Neue Magazinliste mit mehreren Zeilen
Verzeichnis c:\mmc2\user
07.00 Inbetriebnahme
4.5 Inbetriebnahme der WZV für MMC 102/103
Hinweis
Please do not insert TAB characters in this file.
Do not exceed maximum file length of about 63 KByte because all information hig-
her 63 KByte will be ignored!
Since Version SW 5: Please read file \USER\[Link] after ini file is eva-
luated by tool management software.
Mit einem Beistrich “;” kann ein Kommentar am Ende von Einträgen eingefügt wer-
den.
Die Spaltennummer in den Magazin– und Werkzeuglisten reicht von 1 bis 1000.
Die maximale Anzahl der Spalten in einer Liste beträgt 90. Diese Grenze sollte
allerdings nicht ausgenutzt werden, da sich die Darstellung extrem verlangsamt.
Benutzen Sie bitte ....<EndOfList>, um das Ende jeder Listendefinition bekannt zu
geben. Das verbessert die Einlesegeschwindigkeit der Parametrierung.
Softkeytexte [SoftKeysForMagAndToolList]
Im folgenden wird jeweils ein Beispiel für eine Magazin–, Werkzeug– und Arbeitsli-
ste gegeben:
07.00 Inbetriebnahme
4.5 Inbetriebnahme der WZV für MMC 102/103
; fixed columns are located on the left of the grid – do not scroll – and
cannot be
; changed.
NrOfFixedColumns=1
; Columns that have marks for the current data (current location,
; programmed tool, current tool) to be displayed.
; No marks are entered in the buffer display in the magazine lists.
; The current tool can be recognized indirectly from its magazine location
; ”Spindle”.
;ShowActPlaceCol = 1
;ShowProgToolCol = 1
;ShowActToolCol =1
; # ;ToolIdent
10= TC_TP2, 11, TC_TP2
; DuploNo, DuploNo.
11= TC_TP1, 5, TC_TP1
; ToolNo ,T number
12= TC_MPP6, 5, TC_MPP6
; ToolsizeLeft
13= TC_TP3, 1, TC_TP3
; ToolsizeRight
14= TC_TP4, 1, TC_TP4
; ToolsizeTop
15= TC_TP5, 1, TC_TP5
; ToolsizeBottom
16= TC_TP6, 1, TC_TP6
; ToolIdent
4= TC_TP2, 11, TC_TP2
; DuploNo, DuploNo.
5= TC_TP1, 5, TC_TP1
; ToolNo ,T number
6= TC_MPP6, 5, TC_MPP6
; ToolsizeLeft
7= TC_TP3, 1, TC_TP3
; ToolsizeRight
8= TC_TP4, 1, TC_TP4
; ToolsizeTop
9= TC_TP5, 1, TC_TP5
; ToolsizeBottom
10= TC_TP6, 1, TC_TP6
Erste Arbeitskorrekturliste
[1_ActList]
MultiLine=SINGLE
NrOfFixedColumns=1
NumLinesPerReq = 11
;ShowProgToolCol = 1
;ShowActToolCol =1
;# ;ToolIdent
2= TC_TP2, 11, TC_TP2
; DuploNo, DuploNo.
3= TC_TP1, 5, TC_TP1
; ToolNo ,T number
4= TC_MPP6, 5, TC_MPP6
07.00 Inbetriebnahme
4.5 Inbetriebnahme der WZV für MMC 102/103
Voreinstellungen
[DEFAULT_SETTINGS]
; halfplaces: range 1 to 7
TOOLSIZE_LEFT=1
; halfplaces: range 1 to 7
TOOLSIZE_RIGHT=1
; halfplaces: range 1 to 7
TOOLSIZE_UPPER=1
; halfplaces: range 1 to 7
TOOLSIZE_DOWN=1
[TMMODES]
; 0=don’t delete tool automatically,
; when it is unloaded (magazine list only). (Default)
; 1=delete tool automatically, when it is unloaded (magazine list only)
DELETE_TOOL_ON_UNLOAD=0
; True=show (default)
; False=don’t show
; only used if SHOW_TOOLSIZE_ONLY_LEFT_RIGHT is 0 (or default)
SHOW_TOOLSIZE_COMPONENTS=left:=True, right:=True, top:=True, bottom:=True
; ausgeführt
DCHECK_AUTO_ACTIVATE=False
ACTIVATE_EDGE_MANAGEMENT_IN_LISTS=False
[CONTROL]
MDIList=pa\[Link]
ControlFile=pa\[Link]
NewFormNames=1
ScreenTwips=1
Werkzeug–Anwenderdaten
[ToolParams]
UserDataParamName1 = TC_TPC1
UserDataParamName2 = TC_TPC2
UserDataParamName3 = TC_TPC3
UserDataParamName4 = TC_TPC4
UserDataParamName5 = TC_TPC5
UserDataParamName6 = TC_TPC6
UserDataParamName7 = TC_TPC7
UserDataParamName8 = TC_TPC8
UserDataParamName9 = TC_TPC9
UserDataParamName10 = TC_TPC10
UserDataParamIO1 = <EndOfList>
Schneiden–Anwenderdaten
[ToolEdgeParams]
[ToolEdgeParams]
; length 1
EdgeParamNameLLen1 = TC_DP3
; length 2
EdgeParamNameLLen2 = TC_DP4
; length 3
EdgeParamNameLLen3 = TC_DP5
; radius l1
EdgeParamNameRLen1 = TC_DP8
; radius l2
EdgeParamNameRLen2 = TC_DP9
; radius r1
EdgeParamNameRRad1 = TC_DP6
; radius r2
EdgeParamNameRRad2 = TC_DP7
; angle1
EdgeParamNameAng1 = TC_DP10
; angle2
Inbetriebnahme 07.00
4.5 Inbetriebnahme der WZV für MMC 102/103
EdgeParamNameAng2 = TC_DP11
UserDataParamName1 = TC_DPC1
UserDataParamName2 = TC_DPC2
UserDataParamName3 = TC_DPC3
UserDataParamName4 = TC_DPC4
UserDataParamName5 = TC_DPC5
UserDataParamName6 = TC_DPC6
UserDataParamName7 = TC_DPC7
UserDataParamName8 = TC_DPC8
UserDataParamName9 = TC_DPC9
UserDataParamName10 = TC_DPC10
Zugriffsstufen festlegen
[ACCESSLEVEL]
SKAVTIVTM=7 ; Activate TM in Application PARAM
SKMGLIST=7 ; Show Magazine List
SKTLLIST=7 ; Show Tool List
SKACLIST=7 ; Permit / Enable Show Work Correction List
SKTOOLLOAD=5 ; Permit Loading of Tools
SKTOOLUNLOAD=5 ; Permit Unloading of Tools
SKTOOLMOVE=7 ; Permit Moving of Tools in Magazine
SKSETTINGS=4 ; Enable SK Settings
SKFILFCT=4 ; Enable SK File Functions
SKNXTCHAN=7 ; Enable SK Next Channel
SKMAGCONF=4 ; Permit Configuring of Magazines
SKTOOLCAT=7 ; Enable / Permit Tool Catalog
SKTOOLCAB=7 ; Enable / Permit Tool Cabin
SKSINCOMLD=7 ; Enable / Permit Load Tool from SINCOM (if Codecarrier
installed)
SKCTORSINCOM=7 ; ... Codecarrier–Functions Or Load Tool from SINCOM
(if Code–
; carrier not installed)
SKMGLREPR1=7 ; Permit Selection of 1_MagList Representation
SKMGLREPR2=5 ; Permit Selection of 2_MagList Representation
SKMGLREPR3=5 ; Permit Selection of 3_MagList Representation
SKNCTOOLDATA=7 ; Permit Reading Tool Data from NC Or Datamanagement
(if ACTI–
; VATE_EDGE_MANAGEMENT_IN_LISTS=True)
SKNCTOOLED=7 ; Permit / Enable Edgedata
SKNCTOOLSUPV=7 ; Permit / Enable Supervisiondata
SKNCTOOLDL=7 ; Permit / Enable DL–data
SKNCDETAILS=7 ; Permit Reading Tool Data from NC (if ACTI-
VATE_EDGE_MANA–
; GEMENT_IN_LISTS=True)
SKNCNEWTOOLED=6 ; Permit Creating New Cutting Edges in NC
07.00 Inbetriebnahme
4.5 Inbetriebnahme der WZV für MMC 102/103
Mit der Datei [Link] kann die Bedienoberfläche der Werkzeugverwaltung an-
gepaßt werden.
Dabei kann man:
den Aufbau und die Anordnung der Listen ändern
bestimmte Werte vorbesetzen
Funktionen über Zugriffsrechte schützen oder deaktivieren.
In der Beispieldatei auf MMC102/103, werden alle Funktionen und Möglichkeiten
der Werkzeugverwaltung aufgezeigt.
Bei der Inbetriebnahme sollte entschieden werden, welche Funktionen eine spe-
zielle Maschine benötigt. Es können Werte und teilweise Funktionen voreingestellt
werden, um eine einfache und doch komfortable Bedienung zu erstellen.
Beispiel 1
Die Werkzeugdaten sollen ausschließlich direkt in die Magazinliste eingegeben
werden.
Beim Entladen sollen die Werkzeugdaten automatisch gelöscht werden.
Mit der Funktion Werkzeugliste wird nicht gearbeitet.
Mit der Funktion Werkzeugkatalog und –schrank wird nicht gearbeitet.
Eine Parametrierung kann folgendermaßen aussehen:
...
[TMMODES]
...
DELETE_TOOL_ON_UNLOAD=1 beim Entladen werden die Werkzeugdaten au–
tomatisch gelöscht
....
[ACESSLEVEL]
...
SKTLLIST=2 Die Werkzeugliste wird nur mit dem Hersteller–
kennwort aktiviert.
SLTOOLCAB=2 Der WZkatalog und –schrank SKTOOLCAT=2
werden nur mit Herstellerkennwort aktiviert
....
Beispiel 2
Beim Entladen werden die Werkzeugdaten nicht gelöscht, sie bleiben in der
Werkzeugliste (in NCK). Auf sie kann beim Beladen zurückgegriffen werden.
07.00 Inbetriebnahme
4.5 Inbetriebnahme der WZV für MMC 102/103
Mit der Funktion Werkzeugkatalog und –schrank wird nicht gearbeitet (Siche-
rung der Daten auf MMC).
Eine Parametrierung kann folgendermaßen aussehen:
...
[TMMODES]
...
DELETE_TOOL_ON_UNLOAD=0 beim Entladen werden die Werkzeugdaten nicht
gelöscht
....
[ACESSLEVEL]
...
SKTLLIST=7 Die Werkzeugliste ist immer
aktiv.
SLTOOLCAB=2 Die WZ–katalog und –schrank SKTOOLCAT=2
werden nur mit Herstellerkennwort aktiviert
....
Beispiel 3
Beim Entladen werden die Werkzeugdaten auf der Festplatte abgelegt (Werkzeug-
schrank). Im NCK werden sie beim Entladen automatisch gelöscht. Auf die gespei-
cherten Daten im Werkzeugschrank kann beim Beladen erneut zurückgegriffen
werden.
Mit der Funktion Werkzeugkatalog und –schrank wird gearbeitet, da die Pro-
gramme mit der Dialogprogrammierung erstellt werden.
Eine Parametrierung kann folgendermaßen aussehen:
...
[TMMODES]
...
DELETE_TOOL_ON_UNLOAD=1 beim Entladen werden die Werkzeugdaten gelöscht
....
[ACESSLEVEL]
...
SKTLLIST=2 Die Werkzeugliste ist nur mit dem Hersteller–
kennwort aktiv.
SLTOOLCAB=7 Der WZ–katalog und –schrank SKTOOLCAT=7
sind immer aktiv (nicht verriegelt)
...
Sind für Funktionen Zugriffsrechte vergeben und die aktuelle Schutzstufe ist ”klei-
ner” als die vergebene, so erscheint der Softkey nicht an der Bedienoberfläche und
die Funktion kann nicht genutzt werden.
Dies gilt für alle Funktionen. Soll z.B. die Funktion ”Werkzeugschrank” geschützt
sein, so wird der Softkey in den Funktionen BELADEN/ENTLADEN nicht ange-
zeigt.
Inbetriebnahme 07.00
4.5 Inbetriebnahme der WZV für MMC 102/103
Bitmap Eigenschaften
Hinweis
Bei mehrzeiligen Magazin– und Werkzeuglisten wird bei aktueller/programmierter
DNr./Schneiden–Nummer <> 0 die Markierung in die Schneidenzeile eingetragen.
Bei Arbeitskorrekturlisten gilt für DLNr. <> 0, für die DL–Zeilen gilt entsprechen-
des. Da in den Ansichten der Arbeitskorrekturlisten nur Schneiden dargestellt wer-
den, erfolgt die Markierung nur dann, wenn aktuelle/programmierte DNr./Schnei-
den–Nummer <> 0 ist.
Der aktuelle Magazinplatz wird nur nur in den Magazinplatzansichten markiert.
Markierungen werden in den Magazinlisten nur in der Anzeige des normalen Ma-
gazins dargestellt und nicht in der Anzeige des Zwischenspeichers.
[1_MagList]
Inbetriebnahme 07.00
4.5 Inbetriebnahme der WZV für MMC 102/103
[SoftKeysForMagAndToolList]
Magazinliste 1 1_MagList = Softkeytext
2 2_MagList = Softkeytext
3 3_MagList = Softkeytext
Magazin
Liste
3 3_ToolList = Softkeytext
Werkzeug
Liste
[SearchOfMagPlaces]
1_SoftkeyText = Leerplatz normal
Magazinliste 1 1_ToolSizeLRTB = 1,1,1,1
1_PlaceTypNo = 2
2 2_SoftkeyText = Leerplatz gross
2_ToolSizeLRTB = 1,2,1,1
3 2_PlaceTypNo = 2
3_SoftkeyText = Leerplatz uebergross
4
3_ToolSizeLRTB = 2,2,1,1
Beladen
3_PlaceTypNo = 2
4_SoftkeyText = Leerplatz gross Typ 1
1_ToolSizeLRTB = 1,2,1,1
1_PlaceTypNo = 1
Die Bilder, die sich hinter den Softkeys 1–3 in der Magazin– und Werkzeugliste
befinden, werden im File [Link] definiert. Als Grundstellung bei Anwahl der
WZV kommen die Bilder, die bei [1_MagList] und [1_ToolList] projektiert wurden.
Beim Platztyp wird nicht der Name des Platzes sondern die laufende Nummer an-
gezeigt, die bei der Inbetriebnahme der Platztypen durch die Eingabereihenfolge
bestimmt wird. Das Bild, das unter dem 1. vertikalen Softkey der Magazinliste er-
scheint, wird in der Datei [Link] nach dem Schlüsselwort [1_MagList] festge-
legt.
1= ToolnrPlace,2,PI
1= Nummer der Spalte
ToolInPlace Variablenname aus der NC–Programmiersprache
2, Länge in Zeichen, ist auch die Breite der Spalte
PL, Text der als Spaltenüberschrift angezeigt wird
Anwenderdaten
Für die Bildern der Werkzeug– und Schneiden–Anwenderdaten kann der Parame-
tername und die Einheit festgelegt werden. Wieviele Parameter angezeigt werden,
hängt von den MD und der Anzahl der definierten Parameter ab.
[ToolParams] Werkzeug–Anwenderdaten
[ToolEdgeParams] Schneiden–Anwenderdaten
Sonderzeichen
Sonderzeichen wie ü, ä, e’ werden im ANSI– CODE eingegeben, um sie in den
Inbetriebnahme 07.00
4.6 Anzeigenmaschinendaten bei MMC 100 (ab SW 4)
Masken anzuzeigen.
Zusätzliche Anwenderparameter
Wurden über NCK–Maschinendaten zusätzliche Anwenderdaten (Anwenderpara-
meter bei Schneiden– und/oder Werkzeugdaten) erstellt, werden diese in weiteren
Masken dargestellt.
Die Daten werden von der Werkzeugverwaltung mitgeführt, aber nicht ausgewer-
tet.
Anwendertexte
Die MMC 100 Software wird mit einer Applikationsdiskette ausgeliefert mit der der
Anwender seine Dateien parametrieren kann.
Die Tabelle zeigt die parametrierbaren Texte, die in der Datei [Link] hinterlegt sind.
Unter ”Anwendertext” kann ein eigener Text vom Anwender eingegeben werden.
Anwenderschneidendaten, Texte
... ...
T_10T_TM_OEM_CUTT_EDGE_TEXT_10” ”T_TM_OEM_CUTT_EDGE_TEXT_10” 47 72
Anwenderwerkzeugdaten, Texte
... ...
Anzeigemaschinendatum ab SW 5.2
Defaultwert für MD 9449 ist 7. Das FINE_LIMIT wird auf alle Datenarten angewen-
det.
Anzeigemaschinendaten
MM_TM_SINTDI
Die Standardeinstellung 0 bedeutet, daß die Funktion SINTDI–Kennung ausge-
schaltet ist.
Ein Zahlenwert größer 0 bezeichnet den Parameter, aus dem die Be–/Entladeken-
nungen gelesen bzw. geschrieben werden.
MM_TM_NUM_MAG
Standardeinstellung = 0
Ein Zahlenwert > 0 bezeichnet das Magazin, das zu Beginn angezeigt werden soll;
bei einem unzulässigen Wert wird das erste gefundene reale Magazin genommen.
MM_TM_UNLOAD_AND_DELETE
Die Standardeinstellung 0 bedeutet, daß Werkzeuge beim Löschen nicht aus dem
TO–Speicher entfernt werden, sondern nur aus der Werkzeugliste.
MM_TM_LOAD_TOOL_NEW
Die Standardeinstellung 1 bedeutet, daß Werkzeuge in der Werkzeugliste gleich
zum Beladen markiert werden.
MM_TM_TOOL_STATE_DEF_VAL
Die Standardeinstellung ist 2. Weitere Werte:
2 Freigabe
4 Gesperrt
8 Vermessen
64 Festplatzcodiert
Die Werte können (außer Freigabe und Gesperrt) auch kombiniert werden. So be-
deutet 72 Vermessen und Festplatzcodiert. Jede Änderung gilt für neu zu erzeu-
gende Werkzeuge, bis der Werkzeugstatus geändert wird.
Die Anzeigmaschinendaten können in der Datei bd_op030.tea vor dem Flash–Vor-
gang geändert werden. Bei der Installation wird darauf hingewiesen.
Bei der Installation wird zwischen der System Software und dem Screen–Kit unter-
schieden. Screen–Kit bedeutet dabei die OEM Variante oder auch Developement
Kit.
Inbetriebnahme 07.00
4.9 Inbetriebnahme PLC–Programm
Übersicht
PLC
NCK
FC 6 DB 71 Anwender
DB 72 Programm
DB 73
Werkzeug–
verwaltung
FC 8
Quittung / Status
FC 7
Wenn alle Magazine, Zwischenspeicher und Beladestellen (für alle Kanäle / TO–
Bereiche) eingegeben wurden, müssen diese Daten zur PLC geschickt werden. Mit
PLC–Daten
dem Softkey erzeugen werden die Daten zur PLC übertragen. Sollte dabei die
Meldung : ”Fehler bei Aufruf des NCDDE–Servers” erscheinen. wird die Übertra-
gung wiederholt.
07.00 Inbetriebnahme
4.9 Inbetriebnahme PLC–Programm
Hinweis
Wenn neue PLC–Daten ”erzeugt” wurden, müssen die Datenbausteine 71– 74 (ab
SW 5 auch DB 77) gelöscht und ein Neustart der PLC durchführt werden. Die DB
werden dann für die neue Konfiguration entsprechend eingerichtet.
Mag 1= Nr. 1
Mag 9998 = Zwischensp.
Greifer 2 Greifer 1 Mag 9999 = Beladestation
Spindel 1 = Mag 9998, Platz 1
Greifer 1 = Mag 9998, Platz 2
1 2 3 4 Greifer 2 = Mag 9998, Platz 3
Spindel 1
16 5
Wechselstelle
für Spindel 15 6
Magazin 1
14 7
13 8
12 11 10 9
Beladestation
Nr. 9999
Bild 4-23 Beispiel für ein Magazin mit Greifer und Beladestation
Auf Platz 6 befindet sich das Werkzeug ”Bohrer120” und Platz 12 ist für das aus-
zuwechselnde Spindelwerkzeug reserviert.
1. Im Teileprogramm steht T=”Bohrer120”
Ausgabe an die PLC:
”WECHSEL VORBEREITEN” DBB(n+0) Bit2=1
(Neues Werkzeug von Mag1, Platz 6 nach Mag9998, Platz 1 und altes WZ von
Mag9998, Platz 1 nach Mag1, Platz 12 bringen).
2. Der Platz 6 wird an die Wechelstelle gefahren.
3. Das Werkzeug von Platz 6 wird in den Greifer 1 übernommen. ”WECHSEL
VORBEREITEN” DBB(n+0) Bit2 wird vom Anwenderprogramm auf Null zurück-
gesetzt.Über den FC 8 wird die neue Position (9998, 2) des neuen Werkzeuges
(”Bohrer 120”) mit Status 1 mitgeteilt. Das alte Werkzeug verbleibt auf der Posi-
tion 9998, 1. Der FC 8 setzt das Bit 0.0 im DB 72 zurück.
Das Magazin wird mit Platz 12 an die Wechselstelle gefahren zur Aufnahme
des Altwerkzeuges.
4. Im Teileprogramm kommt M06
Ausgabe an die PLC: ”WECHSELN” DBB(n+0) Bit1=1
Mit Ausgabe des M06 Befehls werden keine neuen Positionen der Werkzeuge
in die Schnittstelle eingetragen. Diese können gegebenenfalls vom Anwender-
programm bei Positionsveränderungen nachgezogen werden.
5. Das PLC–Anwenderprogramm führt den Werkzeugwechsel in die Spindel
durch. Hierbei wird das alte Werkzeug aus der Spindel in den Greifer 2 ausge-
wechselt. Das neue Werkzeug im Greifer 1 wird in die Spindel gebracht. Über
den FC8 wird mit dem Status 105 (Position neues Werkzeug: 9998, 1; Position
07.00 Inbetriebnahme
4.9 Inbetriebnahme PLC–Programm
Hinweis
Um den Werkzeugwechsel zeitlich zu optimieren, kann beim Weiterarbeiten im
Teileprogramm folgende Strategie angewandt werden:
Verwenden Sie im Schritt 5 statt dem Status 105 den Status 1 mit FC8. Dann wird
im Punkt 6 das alte Werkzeug über die Funktion assynchroner Transfer des FC8
zurückgespeichert (Status 1, OldToolMag=9998, OldToolLoc=3, NewToolMag=1,
NewToolLoc=12).
Übersicht Testbaussteine
DBW 0 = Magazinnummer
DBW 2 = Sollposition
DBW 4 = Istposition
DBW 6 = Offset für Sonderpositionierung
Ausgangsparameter
DBW 8 = Differenzposition (kürzester Weg)
DBB 1 = Drehung im Uhrzeigersinn == 1
DBB 1 = Drehung gegen Uhrzeigersinn == 1
DBB 1 = Position erreicht
DBB 13 = Fehler == 1
Bei einem auftretenden Fehler (z.B. Falschparametrierung) leuchtet die zur Taste
zugehörige LED.
3. Durch den Baustein FC 41 wird jede Anwendernahtstelle (DB 71 bis DB 73) auf
den Aktiv–Status geprüft.
Wenn eine Nahtstelle aktiv ist, wird ein sofortiger Transfer mit neuen Positionen
(in der Regel Zielpositionen) und der Statusinformation ”1” (beendet) an den
NCK weitergeleitet.
4. Wird im ersten Kanal H9003 programmiert (entsprechend Datenbaustein
DB 62. DBX 15.6 gesetzt), wird der unter Punkt 3. beschriebene Transfer erst
nach Betätigung der MSTT–Taste oberhalb der Minus–Richtungstaste durchge-
07.00 Inbetriebnahme
4.9 Inbetriebnahme PLC–Programm
führt.
Hierdurch besteht die Möglichkeit, in die Transferwerte über Statusfunktion ein-
zugreifen. Das Ausschalten ist über H9002 vorgesehen (Defaultstellung). Die
Transferwerte werden im Datenbaustein DB 62 bereitgestellt.
Eingangsparameter:
DBB 0 = Auftragskennung (1, 2, 3)
DBB 1 = AuftragsNummer
Ausgangsparameter:
Hiermit ist es möglich auch einen Greifer, der zwischen einer Spindel und ei-
nem Magazin sitzt, automatisch für die Quittierung zu berücksichtigen.
Folgender Ablauf ist hierbei realisiert (nur bei Spindel als Wechselstelle, Einstel-
lung M06 als Wechselkommando):
Inbetriebnahme 07.00
4.9 Inbetriebnahme PLC–Programm
Beim Wechselbefehl:
”neues WZ” geht in dieSpindel,
”altes WZ” geht in den Greifer.
Über asynchronen Transfer wird ”altes WZ” in den vorgeschlagenen Magazin-
platz gebracht.
Hierzu muß von Hand quittiert werden.
6. Asynchroner Transfer
(ohne Auftrag des NCK können Platzveränderungen eines Werkzeuges mitge-
teilt werden)
Über den DB 64 kann eine Positionsveränderung eines Werkzeugs der Werk-
zeugverwaltung im NCK mitgeteilt werden.
Die Positionsveränderung des Werkzeugs wurde durch die PLC vorgenommen.
Hierzu sind Einträge im DB 64 vorzunehmen (z.B. über Variablen Status).
Anschließend kann über [Link] 14.0 = 1 der asynchrone Transfer gestartet
werden.
Über das Datum im [Link] 15.4 = 1 kann der asynchrone Transfer mit
Platzreservierung angewählt werden.
Dies entspricht der TaskIdent = 5.
Bei dem Wert 0 in dem genannten Datum wird
TaskIdent = 4 eingeschaltet.
Eingangsparameter:
DBB 1 = zugehörige NC Kanal Nummer
DBW 2 = Ursprungs–Magazin des Werkzeugs
DBW 4 = Ursprungs–Platz des Werkzeugs
DBW 6 = Ziel–Magazin des Werkzeugs
DBW 8 = Ziel–Platz des Werkzeugs
DBW 10 = Statusinformation (siehe Beschreibung FC 8)
Nur Status = 1 und Status = 5 zulässig
Ausgangsparameter:
DBW 12 = Fehler aufgetreten
Hinweis
Bei falschen Werten seitens des NCK werden folgende Fehlermeldungen mit an-
schließendem Stop der PLC abgesetzt, die entweder über MMC angezeigt werden
bzw. im Diagnosepuffer der PLC eingetragen sind.
Alarm 400604:
Bei Funktion 4 ist das angegebene Magazin kein Revolver.
Abhilfe: Maschinendatum (Wechsel mit M06–Befehl).
07.00 Inbetriebnahme
4.9 Inbetriebnahme PLC–Programm
Während der Inbetriebnahme kann über die PLC die von der NC angestoßene,
aber unterbrochene Kommunikation über den PLC–Auftrag ”Lösche anstehenden
Auftrag” (DB10.DBX105.0) beendet werden.
Die Funktion löscht anstehende WZV–Aufträge vom NCK (vergleiche Einschalten
der NC). Die NC–WZV wird definiert zurückgesetzt.
Diese Funktion ermöglicht ein direktes Eingreifen des Bedieners, um z.B. ein
Werkzeug aus dem Greifer zu entnehmen, mit dem gerade ein Wechsel erfolgen
sollte oder wenn das PLC–Programm nicht quittiert hat.
Hinweis
Beachten Sie, daß die Datenkonsistenz in der NC gewahrt bleibt.
Randbedingung
Die Funktion “Lösche anstehenden Auftrag” kann nur aktiviert werden, wenn die
NC im Zustand “Kanal nicht aktiv” ist.
Inbetriebnahme 07.00
4.9 Inbetriebnahme PLC–Programm
Übersicht
NCK Anwender–
DB4
programm
Grundpro–
OB100
gramm–
.
Baustein
.
FC100
FC 6 DB71 Anwender–
Grundpro– DB72 programm
gramm– Anwender– OB1
Baustein Nahtstelle .
.
FC110
DB110
Werkzeugver–
.
waltung DB74 .
Interne FB100
Nahtstelle DB100
.
.
DB101
FC 8
Grundpro–
gramm–
Baustein
Der FC 6 versorgt die Datenbausteine DB 71/72 mit den Informationen für das
neue und alte Werkzeug. Der Baustein FC 6 wird durch das Grundprogramm auf-
gerufen und darf nicht zusätzlich im Anwendungsprogramm aufgerufen werden.
Damit die WZV immer weiß, wo sich das Werkzeug gerade befindet, muß jede
Platzveränderung eines Werkzeugs über den FC 8 (Transferbaustein) der WZV
mitgeteilt werden. Der FC 8 (Transferbaustein) wird durch das Anwenderprogramm
(FB 110) aufgerufen.
Die Datenbausteine DB 71/72 und 74 weden automatisch eingerichtet. Die Längen
der Datenbausteine ergeben sich durch die Parameter für die Werkzeugverwaltung
im DB 4. Diese werden vom Anwenderprogramm (FC 100) beschrieben.
07.00 Inbetriebnahme
4.9 Inbetriebnahme PLC–Programm
Voraussetzungen
Die MMC–Inbetriebnahme ist durchgeführt und die Verbindung zur NC herge-
stellt.
Die NCK–Inbetriebnahme mit den NC–Maschinendaten für ShopMill ist durch-
geführt.
Das Standard–Grundprogramm ist geladen.
Durchführung
Eine der folgenden Quelldateien anpassen und übersetzen:
– TM_WO_GR.AWL (Datentransfer ohne Doppelgreifer)
– TM_W_GR.AWL (Datentransfer mit Doppelgreifer)
Die Quelldateien TM_WO_GR.AWL und TM_W_GR.AWL beinhalten folgende
Bausteine:
– FC100 (Baustein für die Konfiguration der Werkzeugverwaltung)
– FB 110, DB110 (Bausteine für den Datentransfer der ShopMill–Werkzeug–
verwaltung). Die Bausteine für den Datentransfer müssen an die maschinen–
spezifischen Gegebenheiten angepaßt werden.
Aufrufen der Bausteine in OB1 und OB100:
– FC100 im OB100 aufrufen (vor FB 1)
– FB110 im OB1 aufrufen (nach FC 30)
Beim Aufruf ist die Reihenfolge der Bausteine einzuhalten.
Laden der Bausteine in die PLC
FC 100
Der Baustein FC 100 überträgt die Konfigurationsdaten der Werkzeugverwaltung in
den DB 4 und muß im OB 100 aufgerufen werden.
Die Konfigurationsdateien sind für 2 Beladestellen (DB 71) und eine Spindel (DB
72) voreingestellt.
Der Parameter “RealMagLoc” des FC 100 (Anzahl der Plätze des realen Maga-
zins) muß beim Aufruf des FC 100 versorgt werden, damit der FC 22 (Richtungs-
anwahl) verwendet werdenkann.
FB 110
Der Baustein FB 110 steuert den Datentransfer der Werkzeugverwaltung im Stan-
dard–Betrieb. Dieser Baustein muß im OB 1 aufgerufen werden. Der Datenbau-
Inbetriebnahme 07.00
4.9 Inbetriebnahme PLC–Programm
Hinweis
Das Maschinendatum 9673: CMM_TOOL_STATION legt fest, welche Schnittstelle
be– bzw. entladen wird.
07.00 Inbetriebnahme
4.9 Inbetriebnahme PLC–Programm
Signalbeschreibung
Nachstehende Tabelle zeigt eine Übersicht über die Datenbausteine, die bei der
Werkzeugverwaltung verwendet werden.
DB 71 für Be–/Entladestellen
DB 72 für Spindel als Wechselstelle
Inbetriebnahme 07.00
4.9 Inbetriebnahme PLC–Programm
Konfigurationsfile anpassen
Das Konfigurationsfile TM_WO_GR.8X0 (Konfiguration ohne Doppelgreifer) an den
fett markierten Stellen anpassen und in die NC laden.
%_N_TO_TMA_INI
CHANDATA (1)
;–––––––––––––––––
;Magazin–Konfiguration
;–––––––––––––––––
;Alte Daten loeschen
;–––––––––––––––––
$TC_MAP1[0]=0
$TC_DP1[0,0]=0
;Art der Suchstrategie
;–––––––––––––––––
$TC_MAMP2=257 ;suche nach aktiven Werkzeug ab 1. Platz vorwärts
;–––––––––––––––––
Magazindefinition
;–––––––––––––––––
;Reales Magazin
$TC_MAP1[1]=1 ;Magazinart (1: Kette)
$TC_MAP3[1]=17 ;Magazinzustand (17: aktives Magazin, zum Beladen freigegeben)
$TC_MAP6[1]=1 ;Anzahl Zeilen des Magazins
$TC_MAP7[1]=16 ;Anzahl Magazinpöaetze
;Zwischenspeichermagazin
$TC_MAP1[9998]=7 ;Magazinart (7: Zwischenspeicher)
$TC_MAP3[9998]=17
$TC_MAP6[9998]=1
$TC_MAP7[9998]=1 ;Anzahl Zwischenspeicherplaetze (^: Spindel)
;Belademagazin
07.00 Inbetriebnahme
4.9 Inbetriebnahme PLC–Programm
;2. Beladestation
$TC_MPP1[9999,2]=7 ;Platzart (7: Beladestelle)
$TC_MPP2[9999,2]=0 ;Platztyp
$TC_MPP3[9999,2]=0 ;Nebenplatzbetrachtung
$TC_MPP4[9999,2]=2 ;Platzzustand (2: Platz frei)
$TC_MPP5[9999,2]=2 ;Platzartindex (2: Platz–Nr 2)
;––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––
;Abstaende der Beladestellen/Zwischenspeicher zum realen Magazin
;––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––
Inbetriebnahme 07.00
4.10 Inbetriebnahme Codeträger
$TC_MDP2[1,1]=0 ;Spindel
$TC_MDP1[1,1]=0 ;1. Beladestelle
$TC_MDP2[1,2]=0 ;2. Beladestelle
M17
WZV–Bausteine erzeugen
Die AWL–Quelle TM_WO_GR.AWL (Datentransfer ohne Doppelgreifer) überset-
zen. Anschließend die erzeugten Bausteine FC 100, FB 110, DB 110 in die PLC
laden und in OB1 und OB 100 aufrufen.
FB 110 in OB 1 aufrufen
ORGANIZATION_BLOCK OB 1
VERSION: 4.4
VAR_TEMP
OB1_EV_CLASS: BYTE;
DDE–Server
Ab SW 4 ist die Systemverzeichnis–Struktur umgestellt, damit Änderungen des
Anwenders über eine Software–Hochrüstung hinaus erhalten bleiben. Es gibt eine
klare Trennung zwischen
MMC–Systemsoftware und
kundenspezifischen Ergänzungen
Man unterscheidet für das Codeträgersystem in
mmc2:
Reines Systemverzeichnis, in dem “Nur–lesen” Dateien liegen. Hier ist der Ori-
ginal–Software–Stand abgelegt.
user:
Anwenderverzeichnis, in dem die Unterschiede des Kunden zu den ausgeliefer-
ten ini–Dateien abgespeichert werden. Hier werden nur Änderungen an dem
Aussehen der Bedienoberfläche abgelegt, die durch Einstellugen an der Be–
dienoberfläche selbt vorgenommen werden können (z.B. Spracheinstellung,
Dateiauswahl, Ansicht des Dateimangagers,...). Grundsätzlich werden in den
Parallelverzeichnissen zu mmc2 nur Unterschied–Einträge zu den Originalen in
mmc2 abgelegt.
Hinweis
Ab SW 4.2
Alle ini–Dateien im Verzeichnis “mmc2” dürfen nicht verändert werden.
Inbetriebnahme 07.00
4.10 Inbetriebnahme Codeträger
Codeträger
(Fa. Balluf)
DDE–Server
([Link]) MMC 102/103
INI–File
Parameterbeschreibung
der Herstellerspez. Daten
Beschreibungsdatei
WToolldSyskonv=[Link]
ini–File
Für jeden ”exe–File” gibt es ein zugehöriges ”ini–File”. In diesem ”ini–File” werden
herstellerspezifische Angaben über das Codeträgersystem eingetragen. Die Be-
schreibung der darin enthaltenen Parameter steht im Handbuch des Codeträger-
herstellers.
Beschreibungsdatei
Alle Daten auf dem Codeträger sind in einer bestimmten Reihenfolge hinterlegt.
Dies wird bei der Inbetriebnahme des Codeträgersystems definiert. Damit die
Werkzeugverwaltung diesen Datenstrom lesen bzw. schreiben kann, gibt es eine
Konvertierungsvorschrift in Form einer Beschreibungsdatei. Diese Beschreibungs-
datei besteht aus genau festgelegten Werkzeug– und Schneiden–Dialogdaten. Nur
diese Dialogdaten können von der Werkzeugverwaltung auch tatsächlich verarbei-
tet werden. Alle anderen Daten auf dem Codeträger dürfen keiner Dialogvariablen
zugeordnet werden, sie werden dann nicht verarbeitet. Eine OEM–Anwendung
könnte jedoch auch auf diese Daten zugreifen.
Die Beschreibungsdatei kann als ASCII–Datei mit einem Standard–Editor erstellt
werden. Der Name der Datei muß in der [Link] bei WToolIdSysKonv = wkon-
[Link], eingetragen werden.
Inbetriebnahme 07.00
4.10 Inbetriebnahme Codeträger
Werkzeug–Dialogdaten
Die Werkzeug–Dialogdaten sind folgendermaßen definiert:
Schneiden–Dialogdaten
Hinweis
C38 und C39 können nur alternativ zu C29 und C30 verwendet werden.
Für Codeträger werden jetzt auch WZ–Anwenderparameter und die neuen Über-
wachungsparameter verwendet. Für die Datei [Link] stehen folgende neuen
Projektierungsvariablen zur Verfügung:
A1 – A10: Werkzeug–OEM1 bis OEM10 (siehe $TC_TPCx[t])
U1 – U10: Schneiden–OEM1 bis OEM10 (siehe $TC_DPCx[t,d])
S1 – S10: Überwachungs–OEM1 bis Überwachungs–OEM10
(siehe $TC_MOPCx[t,d])
Datentypen
Die Datentypen der Dialogvariablen sind festlegt:
Integer: Wertebereich –32768 bis 32767
Double: Fließkomma doppeltgenau
String: Zeichenfolge aus ASCII–Zeichen
Schlüsselworte
Über die Codeträger–Beschreibungsdatei erfolgt die Zuordnung der Codeträgerda-
ten zu den Dialogdaten. Als ASCII–Datei kann sie mit Standard–Editoren erstellt
bzw. verändert werden. Die Codeträger–Beschreibungsdatei ist zeilenweise aufge-
baut, wobei jede Zeile durch eines der folgenden Schlüsselworte eingeleitet wird:
Hochkomma
Das ’ (Hochkomma) ist ein Kommentarbeginn. Die nachfolgenden Zeichen bis Zei-
lenende werden überlesen.
Beispiel:
’ Dies ist ein Kommentar
07.00 Inbetriebnahme
4.10 Inbetriebnahme Codeträger
Hinweis
Die Form des Hochkommas als Kommentarbezeichnung gibt es nur in der Be-
schreibungsdatei für Codeträger. Sonst wird der Beginn eines Kommentares mit
Strichpunkt (Semikolon) eingeleitet.
Datalen
DATALEN=CONST | VARIABLE 0x<trennzeichen>
Die nachfolgenden Daten haben konstante (CONST) oder variable (VARIABLE)
Datenlänge. Daten mit variabler Länge werden mit 0x<trennzeichen> abgeschlos-
sen.
Beispiel:
DATALEN=VARIABLE 0x0A ’ variable Datenlaenge, Trennzeichen LF
DEFINE_KEYWORD
DEFINE_KEYWORD=<keyword> <value><keyword> := beliebiges Anwender–
Schlüsselwort zur Markierung eines neuen Datenabschnitts auf dem Codeträger
<value> := ”<string>” oder 0x<hexvalue>
Definition des Schlüsselworts <keyword> mit dem Wert <value>
Beispiel:
DEFINE_KEYWORD=DATA _OEM ”OEM”
DEFINE_KEYWORD=DATA_SIN840D 0x840D
<keyword>
Mit DEFINE_KEYWORD definiertes Schlüsselwort, das einen neuen Datenab-
schnitt auf dem Codeträger bezeichnet. Das in der Codeträger–Beschreibungsda-
tei auf <keyword> folgende Item muß den mit DEFINE_KEYWORD definierten
Wert <value> enthalten.
Item
Item<n>=<line>
<n> := laufende Nummer des Codeträgerdatums, lückenlos aufsteigend ab 1
<line> := <(max.) Länge in bytes> <codeträgerdatenformat> <dialogvariable>
<codeträgerdatenformat> :
<dialogvariable> : Zuordnung Codetäger– zu Dialogdatum
Wenn unmittelbar vor Item<n> ein Anwender–Schlüsselwort keyword definiert
wurde, hat <dialogvariable> den Wert <keyword>
Konvertierungsvorschrift für Codeträgerdatum <n>
Beispiel:
Item1 32 ASCII T3 ’ Werkzeug–Bezeichner umsetzen nach/von
Inbetriebnahme 07.00
4.10 Inbetriebnahme Codeträger
’ Werkzeug–Dialogdatum 3
BItem
BItem<n>=<line>
<n> := laufende Nummer des Codeträgerdatums innerhalb Block<i>, lückenlos
aufsteigend ab 1
<line> := analog Item<n>
Konvertierungsvorschrift für Codeträgerdatum <n> innerhalb eines Blocks. Wird
dem Codeträgerdatum ein Werkzeug–Dialogdatum T<n> zugeordnet, wird dem
Dialogdatum der erste Wert des Codeträgerdatums im Block zugewiesen.
Beispiel:
BItem1 1 BCD C1, T2 ’ Subtyp umsetzen nach/von Schneiden–
’ Dialogdatum 1 und WZ–Dialogdatum 2
’ (1. Wert des Blocks ist relevant für T2)
Block
Block<n> <wiederholvorschrift>
<n> := laufende Nummer des Blocks, lückenlos aufsteigend ab 1
<wiederholvorschrift> := * <const> | * Item<n> | CONTIGUOUS BItem1
Es folgt ein Block von Daten BItem<n> (bis Schlüsselwort End_Block<n>), die
entsprechend <wiederholvorschrift> auf dem Codeträger abgelegt sind / werden.
Hinweis
Bei Block<n> CONTIGUOUS BItem1 kann die Zählvariable BItem1 (Schneiden-
nummer) auch mit einem Wert > 1 beginnen.
Die folgenden Werte müssen jedoch lückenlos aufsteigend sein.
Beim Schreiben der Codeträgerdaten werden die Blockdaten (Schneidendaten) bis
zum Startwert der Zählvariablen (1. Schneide) mit den Grundwerten vorbesetzt.
Bei Block<n> * Item<n> muß Item<n> vor Block<n> definiert sein.
Beispiel:
Block1 * 2 ’ Block1 2 mal wiederholen
Block1 * Item6 ’ Block1 entspr. dem Wert von Item6 wiederholen
Block1 CONTIGUOUS BItem1 ’ Block1 so oft lesen, bis die Zählvariable
’ BItem1 keinen um 1 erhöhten Wert liefert.
’ Block1 so oft schreiben, wie es dem Wert der
’ BItem1 zugeordneten Dialogvariable entspricht.
End_Block<n>
07.00 Inbetriebnahme
4.10 Inbetriebnahme Codeträger
End_Block
Endekennung für einen mit Block<n> definierten Datenblock
Codeträger–Datenformate
Es werden folgende Codetäger–Datenformate unterstützt:
(vergl. <codeträgerdatenformat> für Item / BItem)
Datenformat Erläuterung
ASCII ASCII–Zeichensatz
INT 16 Bit Integer (Intel–Format)
Wertebereich –32768 <= INT <= +32767
Dialogvariable
<dialogvariable> := <dvar1>[=(<uv>)] [, <dvar2>[=(<uv>)] [,<dvar3>
[&<dvar4>]=(<uv>)] [, <dvarN>[=(<uv>)]
<dvar> := T<index> | C<index> | –
T = Werkzeugdatum (tool data),
C = Schneidendatum (cutting edge data),
index = Index innerhalb Werkzeug–/Schneiden–Dialogdaten
– = keine Zuordnung zu einer Dialogvariablen
<dvar1>&<dvar2>=<uv> : Umsetzvorschrift gilt für <dvar1> und <dvar2>
uv := <arithm. Op1> [ <arithm. Op2> ] .. [ <arithm. OpN> ]
arithm. Op := +<const> | –<const> | *<const> | /<const>
Beispiel:
T2=(*10), T3=(/100 + 10)
oder
uv := <ersetzung1> [<ersetzung2>] .. [<erstezungN>]
ersetzung := <const1> [, <const2>] ..
[, <constN>] ^ <constM>
oder
<const1..const2> ^ <const3>
const1 = unterer Grenzwert,
const2 = oberer Grenzwert
07.00 Inbetriebnahme
4.10 Inbetriebnahme Codeträger
Hinweis
Beim Umsetzen der Dialogvariable in die Codeträgervariable beim Schreiben wird
bei mehreren linken Operanden der rechte Operand in den ersten linken Operan-
den umgesetzt!
Beispiel:
T2=(20..29 ^ 120 40,50 ^ 130)
Die Codeträgervariable mit dem Wert 25 wird in die Dialogvariable T2 mit dem
Wert 120 umgesetzt (Lesen). Die Dialogvariable T2 mit dem Wert 120 wird in die
Codeträgervariable mit dem Wert 20 umgesetzt (Schreiben).
oder
uv := <Tetn>
Tetn := n. Tetrade in Bytefolge
Byte1, = Tet1 und Tet2
Byte2, = Tet3 und Tet4
Aufteilung der Tetraden der Codeträgervariablen (im BCD–Format) auf Dialogvaria-
ble
Beispiel:
T5=(Tet1), T6=(Tet2), T7=(Tet3), T8=(Tet4)
Hat die Codeträgervariable den z.B. Wert 0x1234, erhält die Dialogvariable T5 den
Wert 1, die Dialogvariable T8 den Wert 4
oder
uv := <vergleich>
vergleich := < <const> [INVSIGN] | <= <const> | = <const> | >
<const> >= <const>
Zuordnung der Codeträgervariablen zu einer Dialogvariablen entsprechend dem
Vergleichsergebnis
INVSIGN
beim Lesen: Vorzeichen der Dialogvariablen,
beim Schreiben: Vorzeichen der Codeträgervariablen invertieren
Beispiel:
C1=(<0 INVSIGN) , C2=(>=0)
Lesen:
ein negativer Wert der Codeträgervariablen korrespondiert mit Dialogvariable C1,
ein positiver Wert mit Dialogvariable C2;Dialogvariable C1 wird in einen positiven
Wert konvertiert.
Schreiben:
Dialogvariable C1 wird mit (–1) multipliziert. Ist der Wert kleiner 0, erhält die Code-
Inbetriebnahme 07.00
4.10 Inbetriebnahme Codeträger
Hinweis
Eine Umsetzvorschrift wird nur für eine Dialogvariable vom Datentyp ”Integer” aus-
gewertet.
c:\user\[Link]
In der Datei c:\user\[Link] wird der Codeträger aktiviert z.B. (WToolIdSys=Bilz)
––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––
...
[ToolMgmt]
; WZV allgemein !!! unabhängig von Codeträger
WDBaseName=[Link]
; Name der Datenbasis für Werkzeuge und Magazine auf MMC
; Muss in der Datenhaltung unter /[Link]/[Link] abgelegt sein
WToolIdSys=0 ;oder Balluf; oder Bilz
; Kennung für Codeträger–System
;0 bedeutet :”Kein Codeträger aktiv”
; Herstellername nur die ersten 5 Zeichen! angeben
; Balluf bedeutet : Codeträger von Fa. Ballu aktiv
; Bilz bedeutet : Codeträger von Fa. Bilz aktiv
(bis P2.2 einzig unterstützter Hersteller)
WToolIdSysKonv=[Link]
; Name der verwendeten Konvertierungsdatei für das Codeträger–For
; mat. Die Datei liegt im Verzeichnis c:\user.
[TIS]
; Tool Identification System
; EOT fuer Codetraegerdaten
TIS_EOT=0x2F2F
; Hier muß das Ende–Kennzeichen für Daten auf dem Codeträger eingetragen
werden.
07.00 Inbetriebnahme
4.10 Inbetriebnahme Codeträger
c:\user\[Link]
Einstellen der herstellerspezifischen [Link] im Verzeichnis c:\user.
Zur Zeit nur ”[Link]” vorhanden.
––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––;
;Beschreibung der Parameter siehe BALLUF TOOL DIALOG SYSTEM
;TDSi–Bedienungsanleitung BA 200 fuer TDS–Stationen
[BIK–Parameter]
Format= T ;=A ASCII Format
;=B BCD Format
;=C BCD–Format der Daten im Datentraeger
;=T Transparentes Format
Pruef Ziffer= ;=0 keine PZ.
;=1 PZ erzeugt beim Schreiben + beim Lesen geprueft.
;=2 falsche PZ wird beim lesen ignoriert.
;=4,=5,=6 wie 0,1,2 PZ fuer Anwender sichtbar,wird
;mit uebertragen.
Kode= 3 ;=0 4/12 Bit Kodierung.
;=1 8 Bit Kodierung.
;=2 =3 wie =0, =1, aber ohneSeitenstruktur.
;=4 =5 wie =2, =3, aber ohne Eintrag und Auswertung
einer PZ pro interne Seite
[Server–Parameter]
Daten Konvertierung=1 ;=0 keine =1 Intel–Hex
Trace=0 ;=0 no Trace = 1 Trace on
Com=1 ;= Schnittstelle COM x Anschluss an
Serieller Schnittstelle des MMC!!!! Hier ggf. ändern
[Services]
Service1=ToolIdentSystem
[Topics]
; Jedes Topic spezifiziert eine Lesestation
Topic1=Unit1
Topic2=Unit2
Topic3=Unit3
Topic4=Unit4
[Misc]MAX_CC_CAPACITY=506 ;maximale Codetraeger–Kapazitaet in By–
tes
––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––
Inbetriebnahme 07.00
4.10 Inbetriebnahme Codeträger
Hinweis
Zusätzliche Informationen zu den BTSS–Variablen sind in der Hilfedatei zum NC–
Variablen–Selektor enthalten.
Übersicht
Das Bild 5-1 zeigt eine Übersicht aller Schneiden–, Werkzeug– und Magazindaten
($TC_...) bei aktiver Werkzeugverwaltung.
Bemerkung:
Die dargestellte Reihenfolge der Systemvariablen entspricht der BTSS Reihenfolge
bezüglich Numerierung.
Hinweis
Es existieren Systemvariablen für die OEM–Siemensdaten. Da sie derzeit ohne
Bedeutung sind, werden sie hier nicht beschrieben.
Programmierung 07.00
5.1 Übersicht der BTSS und System–Variablen
SCHNEIDENDATEN
6 ECP
6 Ortsabhängige Korrekturen grob
5 SCP
5 Ortsabhängige Korrekturen fein
4 MOPC
4 Anwender–Schneiden–
3 MOP
überwachung
2 DPC 3 Schneidenüberwachung
1 DP
2 Anwender–Schneidendaten
1 Schneidendaten
MAGAZINDATEN
8MLSR 8 Magazinplatzzuordnung zu Spindeln
7 MAMP 7 Magazinbausteindaten
6 MDP 6 Abstand zur Wechselstelle
5 MPTH 5 Magazinplatztypenhierarchie
4 MPPC 4 Anwender–Magazinplatzdaten
3 MPP 3 Magazinplatzdaten
2 MAPC 2 Anwender–Magazinbe–
1 MAP schreibungsdaten
1 Magazinbeschreibungsdaten
Die Bezeichner (DP,...TP,...MAP,...) sind aus der NC–Sprache entlehnt. Sie sind
Namensbestandteile der Systemparameter $TC_DP,...
Hinweis
Alle grauen Datenfelder sind nur bei aktiver Werkzeugverwaltung vorhanden.
Schraffierte Datenfelder sind auch ohne WZV, aber mit Überwachungsfunktion
vorhanden.
Weiße Datenfelder sind auch ohne aktive WZV vorhanden.
07.00 Programmierung
5.1 Übersicht der BTSS und System–Variablen
ADAPTERDATEN
ADPT
WERKZEUGTRÄGERDATEN
CARR
5.2 Schneidendaten
Schneidendaten
ECP
Ortsabhängige Korrekturen grob
SCP
Ortsabhängige Korrekturen fein
MOPC
Anwender–Schneidenüber–
MOP
wachung
DPC
Schneidenüberwachung
DP
Anwender–Schneidendaten
Schneidendaten
Diese Daten sind für jede angelegte Schneide (D1– D12) vorhanden. Bei der WZV
kommen zu den Geometrie– und Anwenderdaten noch die optionalen Überwa-
chungsdaten der Schneiden dazu.
Werden Schneiden über MMC angelegt, wird die D–Nr. ab 1 beginnend gezählt.
Werden Schneiden über NC–Programm angelegt, so ist es möglich, die D–Nr. mit
Lücken zu programmieren, z.B. D1, D3, D6.
Hinweis
Änderungen der Schneidendaten werden in der Bedienoberfläche der ShopMill–
WZV nur angezeigt, wenn sie sich auf das aktuell in der Spindel befindliche Werk-
zeug beziehen.
5.2.1 Schneidenparameter
$TC_DPx[t,d]
Schneidenparameter für Geometrie, Technologie und Werkzeugtyp
Pro Werkzeugschneide können abhängig vom Werkzeugtyp bis zu 25 Schneiden-
parameter programmiert werden.
Literatur: /FB/, Werkzeugkorrektur W1
x: = Parameter 1...25
t: = T–Nummer 1...32000
d: = Schneidennummer 1...12 (9 bis SW 5)
Der maximale Wert von x ist in der BTSS–Variablen numCuttEdgeParams im Bau-
07.00 Programmierung
5.2 Schneidendaten
stein Y enthalten.
BTSS–Baustein TO
Berechnung der Zeile: (d–1)*numCuttEdgeParams+Parameternr.
Berechnung der Spalte: T–Nummer
Werkzeugkorrektur–Parameter
NCK– Typ Bezeichnung BTSS– Typ Vorbe–
Bezeichner Variable legung
$TC_DP1 INT Werkzeugtyp edgeData REAL 9999
$TC_DP2 Double Schneidenlage edgeData REAL 0
$TC_DP3 Double Geometrie Länge 1 edgeData REAL 0
$TC_DP4 Double Geometrie Länge 2 edgeData REAL 0
$TC_DP5 Double Geometrie Länge 3 edgeData REAL 0
$TC_DP6 Double Geometrie Radius edgeData REAL 0
$TC_DP7 Double Geometrie – Eckenradius REAL 0
edgeData
(WZ–Typ 700; Nutsäge)
$TC_DP8 Double Geometrie – Länge 4 REAL 0
edgeData
(WZ–Typ 700; Nutsäge)
$TC_DP9 Double Geometrie Länge 5 edgeData REAL 0
$TC_DP10 Double Geometrie – Winkel 1 edgeData REAL 0
$TC_DP11 Double Geometrie – Winkel 2 für ke- REAL 0
edgeData
gelige Fräswerkzeuge
$TC_DP12 Double Verschleiß – Länge 1 edgeData REAL 0
$TC_DP13 Double Verschleiß – Länge 2 edgeData REAL 0
$TC_DP14 Double Verschleiß – Länge 3 edgeData REAL 0
$TC_DP15 Double Verschleiß – Radius edgeData REAL 0
$TC_DP16 Double Verschleiß – Nutbreit b/Ver- REAL 0
edgeData
rundungsradius
$TC_DP17 Double Verschleiß – Überstand k edgeData REAL 0
$TC_DP18 Double Verschleiß – Länge 5 edgeData REAL 0
$TC_DP19 Double Verschleiß – Winkel 1 edgeData REAL 0
$TC_DP20 Double Verschleiß – Winkel 2 für ke- REAL 0
edgeData
gelige Fräswerkzeuge
$TC_DP21 Double Adapter – Länge 1 edgeData REAL 0
$TC_DP22 Double Adapter – Länge 2 edgeData REAL 0
$TC_DP23 Double Adapter – Länge 3 edgeData REAL 0
$TC_DP24 Double Freiwinkel edgeData REAL 0
Programmierung 07.00
5.2 Schneidendaten
5.2.2 Anwender–Schneidendaten
$TC_DPCx[t,d]
Anwenderbezogene Schneidendaten
Pro Werkzeugschneide können bis zu 10 zusätzliche Schneidenparrameter pro-
grammiert werden. Einstellen mit MD 18096: MM_NUM_CC_TOA_PARAM und
Freigabe mit MD 18080 MM_TOOL_MANAGEMENT_MASK (Bit 2=1 setzen)
x: = Parameter 1...10
t: = T–Nummer 1...32000
d: = Schneidennummer 1..12 (9 bis SW 5)
BTSS–Baustein TUE
Berechnung der Zeile: (d–1)*numCuttEdgeParams_tu+Parameternr.
Berechnung der Spalte: T–Nummer
Anwenderbezogene Schneidendaten
NCK– Typ Bezeichnung BTSS– Typ Vorbe–
Bezeichner Variable legung
$TC_DPC Double CC_Schneiden– edgeData REAL 0
1 parameter1
... Double ... edgeData REAL 0
$TC_DPC Double CC_Schneiden– edgeData REAL 0
10 parameter10
Hinweis
Die Daten werden in der Werkzeugverwaltung angezeigt. Hier könnten z.B. “max.
Schnittgeschwindigkeit” abgelegt werden, die dann im Teileprogramm ausgewertet
wird.
Programmierung 07.00
5.2 Schneidendaten
$TC_MOPx[t,d]
Die Werkzeugschneiden werden nach Standzeit, Stückzahl und/oder Verschleiß
überwacht.
x: = Parameter 1...15
t: = T_Nummer 1...32000
d: = Schneidennummer 1...12/ D–Nummer
BTSS–Baustein TS
Berechnung der Zeile: (d–1)*numCuttEdgeParams_ts+Parameternr.
Berechnung der Spalte: T–Nummer
Überwachungsdaten Werkzeugverwaltung
NCK– Typ Bezeichnung BTSS– Typ Vorbe–
Bezeichner Variable legung
$TC_MOP1 Double Vorwarngrenze Standzeit in data REAL 0
min
$TC_MOP2 Double Rest–Standzeit in Minuten data REAL 0
$TC_MOP3 INT Vorwarngrenze Stückzahl data REAL 0
$TC_MOP4 INT Rest–Stückzahl data REAL 0
$TC_MOP11 Double Standzeit Sollwert data REAL 0
$TC_MOP13 INT Stückzahl Sollwert data REAL 0
$TC_MOP5 Double Verschleißvorwarngrenze – data REAL 0
oder auch ortsabhängige
Korrektur fein–Vorwarn-
grenze
07.00 Programmierung
5.2 Schneidendaten
Überwachungsdaten Werkzeugverwaltung
NCK– Typ Bezeichnung BTSS– Typ Vorbe–
Bezeichner Variable legung
$TC_MOP6 Double Verschleißistwert – oder data REAL 0
ortsabhängige Korrektur
fein–Istwert
$TC_MOP15 Double Verschleißsollwert – oder data REAL 0
ortsabhängige Korrektur
fein–Sollwert
5.2.4 Anwender–Schneidenüberwachung
$TC_MOPCx[t,d]
Anwenderdaten Werkzeugüberwachung (schneidenbezogen)
Pro Werkzeugschneide können bis zu 10 zusätzliche Werkzeugüberwachungspa-
rameter programmiert werden. Einstellung mit MD 18098:
MM_NUM_CC_MON_PARAM und Freigabe mit MD 18080 MM_TOOL_MANAGE-
MENT_MASK (Bit 2 setzen)
x: = Parameter 1....10
t: = T_Nummer 1....32000
d: = Schneidennummer 1....12
BTSS–Baustein TUS
Berechnung der Zeile: (d–1)*numCuttEdgeParams_tus+Parameternr.
Berechnung der Spalte: T–Nummer
Hinweis
Diese Daten werden bis SW 3.X nicht mit Standardmasken unterstützt, d.h. es ist
nur ein Zugriff über das Teileprogramm oder PLC möglich.
$TC_SCPx[t,d]
Einsatzortabhängige Korrekturen fein (häufig wird auch der Begriff Summenkorrek-
turen verwendet) setzen sich aus den Fehlergrößen zusammen, die die Abwei-
chung des Werkstücks vom Sollmaß ausmachen. Die Parameter der einsatz–
ortabhängigen Korrekturen beziehen sich auf die geometrischen Daten einer
Schneide. DL bedeutet D–Location, wobei Location den Bezug zum Einsatzort be-
deutet.
x = Parameter für DL=1...DL=6
t = T–Nummer 1...32000
d = Schneidennummer 1...12 / D–Nummer
Ortsabhängige Korrekturen
Name Typ Bezeichnung BTSS– Typ
Variable
$TC_SCPx
x = 13–21 Double aktivierbar mit DL=1 edgeSCData REAL
x = 23–31 Double aktivierbar mit DL=2 edgeSCData REAL
x = 33–41 Double aktivierbar mit DL=3 edgeSCData REAL
x = 43–51 Double aktivierbar mit DL=4 edgeSCData REAL
x = 53–61 Double aktivierbar mit DL=5 edgeSCData REAL
x = 63–71 Double aktivierbar mit DL=6 edgeSCData REAL
Transformierte ortsabhän- edgeSCData REAL
gige Korrekturen fein, Bau-
stein TOST
07.00 Programmierung
5.2 Schneidendaten
$TC_ECPx[t,d]
Die Ortsabhängige Korrekturen grob (auch Einrichtekorrekturen) können vom Ein-
richter vor der Bearbeitung eingestellt werden (siehe auch $TC_SCP).
x = Parameter für DL=1...DL=6
t = T–Nummer 1...32000
d = Schneidennummer 1...12 / D–Nummer
Einrichtekorrekturen
Name Typ Bezeichnung BTSS– Typ
Variable
$TC_ECPx edgeECData REAL
x = 13–21 Double aktivierbar mit DL=1 edgeECData REAL
x = 23–31 Double aktivierbar mit DL=2 edgeECData REAL
x = 33–41 Double aktivierbar mit DL=3 edgeECData REAL
x = 43–51 Double aktivierbar mit DL=4 edgeECData REAL
x = 53–61 Double aktivierbar mit DL=5 edgeECData REAL
x = 63–71 Double aktivierbar mit DL=6 edgeECData REAL
Transformierte Einrichtekor- edgeECData REAL
rekturen, Baustein TOET
Programmierung 07.00
5.3 Werkzeugdaten
5.3 Werkzeugdaten
Hinweis
Änderungen der Schneidendaten werden in der Bedienoberfläche der ShopMill–
WZV nur angezeigt, wenn sie sich auf das aktuell in der Spindel befindliche Werk-
zeug beziehen.
$TC_TPx[t]
Allgemeine Werkzeugdaten
Diese Daten beschreiben das Werkzeug im Magazin.
Programmierung der allgemeinen Werkzeugdaten bei Werkzeugverwaltung
x: = Parameter 1...11
t: = T–Nummer 1...32000
BTSS–Baustein TD
Berechnung der Zeile: T–Nummer
Berechnung der Spalte: entfällt
$TC_TP7
Der Magazinplatztyp kann nicht verändert werden, wenn das Werkzeug auf einem
Magazinplatz ist.
$TC_TP8
Die Beschreibung des Werkzeugzustandes erfolgt über den Systemparameter
$TC_TP8. Der Parameter ist bitcodiert. Damit ist jedem Bit dieses Datums ein be-
stimmter Zustand des Werkzeuges zugeordnet.
Ein Werkzeug, das auf den Werkzeughalter (Spindel, ...) eingewechselt wird, wird
von der NCK bei der Werkzeuganwahl auf den Zustand “aktiv” gesetzt.
Der Zustand “Werkzeug war im Einsatz” wird von NCK gesetzt, wenn das Werk-
zeug von einem Magazinplatz des Typs “Spindel bzw. Werkzeughalter” entfernt
wird.
Der Werkzeugzustand “befindet sich im Wechsel” wird im gepufferten Hochlauf von
der Software stets zurückgesetzt. Wenn ein Werkzeugwechsel bzw. die WZ–Vor-
07.00 Programmierung
5.3 Werkzeugdaten
Hinweis
Vorsicht bei “manuellem” Ändern des Werkzeugzustandes über BTSS während
der Bearbeitung. Dies könnte erforderliche interne Zustandsänderungen durch den
NCK rückgängig machen und Fehlbearbeitungen zur Folge haben.
$TC_TPGx[t]
Technologiespezifische Schleifdaten
Die Vorbelegung der Schleifdaten erfolgt mit 0. Werkzeuge mit Werkzeugtyp 400
bis 499 sind immer Schleifwerkzeuge, d.h. haben zusätzlich diese Daten, die
auch zusätzlich Speicherplatz belegen. Wird ein Typ von 400–499 auf einen Typ
außerhalb dieses Bereiches geändert, so verliert ein solches Werkzeug seine
schleifspezifischen Daten – der zugehörige Speicher wird dabei wieder freigege-
ben und kann für andere Werkzeuge benutzt werden.
x: = Parameter 1....9
t: = T–Nummer 1...32000
BTSS–Baustein TG
Berechnung der Zeile: T–Nummer
Berechnung der Spalte: entfällt
Werkzeugbezogene Schleifdaten
Name Typ Bezeichnung BTSS–VAR Typ
$TC_TPG 1 INT Spindelnummer spinNoDress REAL
$TC_TPG 2 INT Verkettungsvorschrift conntectPar REAL
$TC_TPG 3 Double minimaler Scheibenradius minToolDia REAL
$TC_TPG 4 Double minimale Scheibenbreite minToolWide REAL
$TC_TPG 5 Double aktuelle Scheibenbreite actToolWide REAL
$TC_TPG 6 Double maximale Drehzahl maxRotSpeed REAL
$TC_TPG 7 Double maximale Umfangsge- maxTipSpeed REAL
schwindigkeit
$TC_TPG 8 Double Neigungswinkel schräge inclAngle REAL
Scheibe
$TC_TPG 9 INT Parameternummer für Radi- paramNrCCV REAL
usberechnung
07.00 Programmierung
5.3 Werkzeugdaten
$TC_TPCx[t]
Anwenderbezogene Werkzeugdaten
Pro Werkzeug können zusätzlich 10 werkzeugspezifische Parameter angelegt
werden. Einstellen mit MD 18094: MM_CC_TDA_PARAM und Freigabe mit
MD18080 MM_TOOL_MANAGEMENT_MASK (Bit 2 setzen)
x: = Parameter 1...10
t: = T–Nummer 1...32000
BTSS–Baustein TU
Berechnung der Zeile: T–Nummer
Berechnung der Spalte: Parameternummer
Hinweis
Die Daten werden in der Werkzeugverwaltung angezeigt. Hier könnten z.B. zu-
sätzlich Werkzeugsstati abgelegt werden
Programmierung 07.00
5.4 Magazindaten
5.4 Magazindaten
Magazindaten
MAGAZINDATEN
MLSR 8 8 Magazinplatzzuordnung zu Spindeln
MAMP 7 7 Magazinbausteindaten
6 MDP 6 Abstand zur Wechselstelle
5 MPTH 5 Magazinplatztypenhierarchie
4 MPPC 4 Anwender–Magazinplatzdaten
3 MPP 3 Magazinplatzdaten
2 MAPC 2 Anwender–Magazinbe–
1 MAP schreibungsdaten
1 Magazinbeschreibungsdaten
5.4.1 Magazinbeschreibungsdaten
$TC_MAPx[n]
Magazinbeschreibungsdaten
Diese Daten kennzeichnen das reale Magazin
x: = Parameter 1...10
n: = Magazinnummer 1...30, 9998, 9999
BTSS–Baustein TM
Berechnung der Zeile: Magazinnummer
Berechnung der Spalte: entfällt
Magazinbeschreibungsdaten Werkzeugverwaltung
NCK–Bezeichner Typ Bezeichnung BTSS– Typ Vorbe–
Variable legung
Magazinnummer magNo WORD 0
$TC_MAP2 String Bezeichner des Magazins magIdent String ” ”
07.00 Programmierung
5.4 Magazindaten
Magazinbeschreibungsdaten Werkzeugverwaltung
NCK–Bezeichner Typ Bezeichnung BTSS– Typ Vorbe–
Variable legung
$TC_MAP1 INT Art des Magazins magKind WORD 0
1 = Kette
3 = Revolver
5 = Flächenmagazin
7 = WZ–Zwischenspeicherma–
gazin
9 = Beladestationenmagazin
$TC_MAP3 INT Zustand des Magazins magState WORD 2
Bit 0=1 aktives Magazin
Bit 1=2 gesperrt
Bit 2=4 Magazin in Belade–
position
Bit 3=8 WZ–Bewegen ist aktiv
Bit 4=16 Magazin bzw. WZ darf
bewegt werden. Zum
Beladen freigegeben
$TC_MAP4 INT Verkettung zu Nachfolgemagazin magLink1 WORD –1
Magazinart = 1, 3, 5.
Nur bei Hintergrundmagazinen
$TC_MAP5 INT Verkettung zu Vorgängermagazin magLink2 WORD –1
Magazinart = 1, 3, 5.
Verweis (= Nummer) auf das
Vorgängermagazin, Rück-
wärtsverkettung der Hinter-
grundmagazine
$TC_MAP6 INT Anzahl Zeilen (nur Flächenmaga- magDim WORD 1
zin)
$TC_MAP7 INT Anzahl Spalten (FIMag.) bzw. An- magNrPlaces WORD 0
zahl Plätze (Kette)
$TC_MAP8 INT Aktuelle Magazinposition bezo- magActPlace WORD 0
gen auf die Wechselposition
– magCmd WORD
– magCmdState WORD
– magCmdPar1 WORD
– magCmdPar2 WORD
$TC_MAP9 INT Aktuelle Verschleißverbundnum- magWearCom- DINT 0
mer poundNo
$TC_MAP10 INT Aktuelle WZ–Suchstrategien des magTool- WORD 0
(Bit 0...7) Magazins (siehe $TC_MAMP2) SearchStrat
$TC_MAP10 INT Aktuelle Leerplatzsuchstrategie magPlace- WORD 0
(Bit 8...15) des Magazins SearchStrat
Programmierung 07.00
5.4 Magazindaten
$TC_MAP3
Der Magazinzustand ”Werkzeugbewegen ist aktiv” wird im gepufferten Hochlaufen
der Software stets zurückgesetzt.
Ein Magazin, das den Zustand ”Werkzeugbewegen ist aktiv” hat, kann nicht ge-
löscht werden.
In einem Magazin mit dem Zustand ”gesperrt” erfolgt keine Leerplatzsuche. Wird
für die Leerplatzsuche explizit ein gesperrtes Magazin vorgegeben, so wird mit ei-
nem Fehler abgebrochen.
Ein Werkzeug, das sich in einem ”gesperrten” Magazin befindet, kann nicht in die
Spindel bzw. den WZ–Halter eingewechselt werden.
$TC_MAP8
Die aktuelle Magazinposition $TC_MAP8 wird von NCK bei jeder Magazinbewe-
gung aufgefrischt.
Nach Laden der Magazinkonfiguration hat die Variable $TC_MAP8 den Wert Null.
Der Positionswert ist die Nummer des Magazinplatzes, der sich an der Nullpunkt-
position des Magazins befindet. Die Magazinposition kann als maximalen Wert die
Nummer der Anzahl der Magazinplätze im Magazin haben. Größere und negative
Werte werden abgelehnt.
5.4.2 Magazin–Anwenderdaten
$TC_MAPCx[n]
Magazin–Anwenderdaten
Pro Magazin können zusätzlich bis zu 10 Anwenderdaten angelegt werden. Ein-
stellung im MD 18090 : MM_NUM_CC_MAGAZINE_PARAM und Freigabe mit
MD18080: MM_TOOL_MANAGEMENT_MASK (Bit 2 setzen)
x: = Parameter 1...10
n: = Magazin–Nummer 1...30
07.00 Programmierung
5.4 Magazindaten
BTSS–Baustein TUM
Berechnung der Zeile: Parameternummer
Berechnung der Spalte: Magazinnummer
Magazinbeschreibungsdaten OEM–Anwender
Name Typ Bezeichnung BTSS–VAR Typ
$TC_MAPC1 userData DINT
... userData DINT
$TC_MAPC10 userData DINT
Hinweis
Die Magazin–Anwenderdaten werden bis SW 3.X nicht mit Standardmasken un-
terstützt, d.h. es ist nur ein Zugriff über das Teileprogramm möglich.
5.4.3 Magazinplatzdaten
$TC_MPPx[n,m]
Magazinplatzdaten
Diese Daten beschreiben den Magazinplatz
x: = Parameter 1..7
n: = Physikalische Magazinnummer 1..30, 9998, 9999
m: = Physikalische Platznummer 1...32000
Der maximale Wert von x ist in der BTSS–Variablen numMagPlaceParams im Bau-
stein Y enthalten.
Programmierung 07.00
5.4 Magazindaten
BTSS–Baustein TP
Berechnung der Zeile: (magazinPlatzNr–1)*numMagPlaceParams+Parameternr.
Berechnung der Spalte: Magazinnummer
Magazinplatzdaten Werkzeugverwaltung
NCK– Typ Bezeichnung BTSS– Typ Vorbe–
Bezeichner Variable legung
$TC_MPP1 INT Platzart placeData WORD 0
1 = Magazinplatz
2 = Spindel, Werkzeughalter
3 = Greifer
4 = Lader
5 = Übergabeplatz
6 = Beladestation
7 = Beladestelle
$TC_MPP2 INT Platztyp placeData WORD 9999
> 0: Platztyp für virtuellen
Platz
= 0: jedes WZ paßt auf
diesen Platz
9999: nicht definiert
$TC_MPP6 INT T–Nr. des Werkzeugs auf diesem placeData WORD 0
Platz
$TC_MPP3 BOOL Nebenplatzbetrachtung ein/aus placeData WORD FALSE
07.00 Programmierung
5.4 Magazindaten
Magazinplatzdaten Werkzeugverwaltung
NCK– Typ Bezeichnung BTSS– Typ Vorbe–
Bezeichner Variable legung
$TC_MPP4 INT Platzzustand placeData WORD 1
Bit 0= 1 gesperrt (A)
Bit 1= 2 frei zur Aufnahme
eines Werkzeugs
(belegt) (F)
Bit 2= 4 reserviert für
Werkzeug aus
Zwischenspeicher
(G)
Bit 3= 8 reserviert für
neu zu beladen–
des Werkzeug(M)
Bit 4= 16 belegt im linken
Halbplatz (V)
Bit 5= 32 belegt im rechten
Halbplatz (W)
Bit 6= 64 belegt im oberen
Halbplatz (P)
Bit 7=128 belegt im unteren
Halbplatz (E)
Bit 8 linker Halbplatz re–
serviert
Bit 9 rechter Halbplatz re–
serviert
Bit 10 oberer Halbplatz re–
serviert
Bit 11 unterer Halbplatz re–
serviert
Bit 12 Verschleißverbund
gesperrt (ab SW 5)
– Referenz [Link] (r.o.) placeData WORD 0
$TC_MPP5 INT Platzartindex (Nummerierung ei- placeData WORD 0
ner Platzart) oder Verschleißver-
bundnummer
$TC_MPP7 INT Nr. des Adapters auf [Link] placeData WORD 0
$TC_MPP1 (Platzart)
Auf Magazinen, die nicht von der Art ”intern” sind ($TC_MAP1 = 7 oder = 9), dür-
fen nur Magazinplätze von der Art ”Magazinplatz” ($TC_MPP1 = 1) definiert wer-
Programmierung 07.00
5.4 Magazindaten
den.
Es ist zu beachten, daß es beim Schreiben von Platzzustand und Nummer des
Werkzeugs auf diesem Platz folgende Abhängigkeiten zu $TC_MPP2 bis
$TC_MPP4 gibt, die während des Schreibvorgangs geprüft werden:
Enthält der Platz bereits ein Werkzeug, ist der zu schreibenden Platztyp mit
dem Platztyp des Werkzeugs zu prüfen.
Zustand ”frei” darf nur geschrieben werden, wenn keiner der ”belegt”–Zustände
gesetzt ist und wenn kein Werkzeug auf dem Platz ist.
Zustand ”gesperrt” kann, unabhängig von den Zuständen, gesetzt werden.
Ist kein Werkzeug enthalten, dann ist der Zustand “frei” automatisch aktiv; d.h.,
es kann durch NC–Programm oder PLC, MMC nicht der Zustand “nicht frei”
gesetzt werden.
“Belegt”–Zustände können nur von NCK im Rahmen der Nebenplatzbetrach-
tung gesetzt werden; d.h. beim Schreiben durch NC–Programm oder PLC,
MMC werden diese Zustände ignoriert.
Zustand “reserviert für WZ aus Zwischenspeicher” wird beim Werkzeugwechsel
von NCK bei Entnahme des WZ aus dem realen Magazin gesetzt. Dieser Platz
ist damit für andere WZ als dem entnommenen nicht als “frei” erkennbar.
Die Zustände “reserviert für WZ aus Zwischenspeicher” und “reserviert für neu
zu beladenes WZ” eines Platzes werden automatisch zurückgesetzt, wenn ein
WZ auf diesen Platz gesetzt wird.
Die Zustände “reserviert für WZ aus Zwischenspeicher” und “reserviert für neu
zu beladenes WZ” eines realen Magazinplatzes werden automatisch zurück-
gesetzt, wenn ein WZ von diesem Platz auf einen Platz im Be–/Entlademagazin
gesetzt wird.
Zustand “reserviert für WZ aus Zwischenspeicher” wird bei der Leeplatzsuche
dann zurückgesetzt, wenn das WZ, für das die Leerplatzsuche erfolgt, einen
anderen als den bisherigen realen Magazinplatz zugewiesen bekommt. Der neu
gefundene Leerplatz erhält stattdessen den Zustand “reserviert für WZ aus Zwi-
schenspeicher” und wird neuer Eigentümer des WZ, für das die Suche erfolgte.
Der Magazinplatzzustand ”reserviert für zu beladendes Werkzeug” wird beim Wie-
dereinschalten der Steuerung stets zurückgesetzt. Bei aktiver Nebenplatzbetrach-
tung werden auch die entsprechenden Reservierungen der Nebenplätze mitbe-
rücksichtigt.
Nur wenn der Benutzer die Magazindefinition direkt auf NC–Programmebene vor-
nehmen will, muß er sich mit diesen Regeln auseinandersetzen. Die Datensiche-
rung erfolgt derart, daß die Regeln beim Einspielen der Daten nach NCK eingehal-
ten werden.
$TC_MPP5 (Platzartindex)
Dieses Datum enthält bei Magazinplätzen von der Art ”Spindel” ($TC_MPP1) die
Spindelnummer, die dadurch der Werkzeugverwaltung bekannt gemacht wird.
Der Wert kann nicht verändert werden für Platzart = 1 ($TC_MPP1; d.h. für alle
07.00 Programmierung
5.4 Magazindaten
Plätze der internen Magazine), wenn ein Werkzeug auf dem Platz ist.
$TC_MPP6 (T–Nr)
Die Werkzeuge können erst auf die Magazinplätze gesetzt werden, wenn so-
wohl das Werkzeug als auch das Magazin samt Magazinplätzen definiert ist.
Das Werkzeug darf höchstens auf einem Magazinplatz enthalten sein!
Vorgehensweise:
Zunächst wird versucht, das zur T–Nr. gehörende Werkzeug zu finden.
Ist es bereits definiert, dann wird versucht, es – mit den nötigen Prüfungen –
dem Magazinplatz hinzuzufügen.
Ist es noch nicht definiert, liegt ein Fehler vor.
Prüfungen:
Das zu plazierende Werkzeug muß vom Typ her zum Typ des Platzes passen.
Ist der Typ zum Schreibzeitpunkt noch nicht explizit gesetzt (Vorbesetzung =
9999 = ”nicht definiert”), wird das Werkzeug nicht plaziert.
Der Zustand des Platzes muß ”frei” und darf nicht ”gesperrt” sein.
Wenn der Wert T–Nr.=0 programmiert wird, bedeutet dies, daß das vorhandene
Werkzeug vom Magazinplatz entfernt wird.
Achtung: $TC_MPP6 = 0 ändert auch den Zustand des Platzes: Ein Werkzeug
kann nur auf einen Magazinplatz kommen, wenn der Platz nicht bereits ein
Werkzeug enthält. Das alte Werkzeug muß gegebenfalls mit $TC_MPP6 = 0
erst entfernt werden.
Hinweis
Aufgrund dieser Abhängigkeit der einzelnen Daten ist es zwingend erforderlich, die
T–Nr. des Werkzeuges als letztes Datum einer Magazinkonfiguration zu schrei-
ben. Hält man sich nicht an diese Reihenfolge, so werden eventuell Voreinstell-
werte gesetzt, die zu unerwünschten Daten führen können.
Programmierung 07.00
5.4 Magazindaten
5.4.4 Magazinplatz–Anwenderdaten
$TC_MPPCx[n,m]
Magazinplatz–Anwenderdaten
Pro Magazin können zusätzlich bis zu 10 Anwenderdaten angelegt werden.
Einstellung für Parameteranzahl im MD 18092 : MM_NUM_CC_MAGLOC_PARAM
und Freigabe mit MD18080 MM_TOOL_MANAGEMENT_MASK (Bit 2 setzen)
x: = Parameter 1...10
n: = Magazin–Nummer 1...30
m: = Magazinplatz–Nummer 1...32000
BTSS–Baustein TUP
Berechnung der Zeile: (m–1)*numMagLocParams_u+Parameternr.
Berechnung der Spalte: Magazinnummer
Magazinplatzdaten OEM–Anwender
NCK–Bezeichner Typ Bezeichnung BTSS– Typ Vorbe–
Variable legung
$TC_MPPC1 INT userplaceData DINT 0
... INT userplaceData DINT 0
$TC_MPPC10 INT userplaceData DINT 0
Hinweis
Die Magazin–Anwenderdaten werden bis SW 3.X nicht mit Standardmasken un-
terstützt, d.h. es ist nur ein Zugriff über das Teileprogramm möglich.
5.4.5 Magazinplatzhierarchie
$TC_MPTH[n,m]
Magazinplatztypenhierarchie
Die Platztypen können durch Programmierung dieser Systemvariablen in eine
Hierarchie gebracht werden.
n: = Index der Hierarchie, von 0...7
m: = Index innerhalb der Hierarchie n, Platztyp 0...7
07.00 Programmierung
5.4 Magazindaten
BTSS–Baustein TT
Berechnung der Zeile: Nummer des Platztyps+1
Berechnung der Spalte: Nummer der Platzhierarchie+1
Magazindaten: Magazinplatztypenhierarchie
NCK–Bezeichner Typ Bezeichnung BTSS– Typ
Variable
$TC_MPTH[n,m] INT Magazinplatzhierarchie placeType WORD
n: Hierarchie 0–7
m: Platztyp 0–7
Soll ein Werkzeug in das Magazin eingewechselt werden, so entscheidet der Platz-
typ, welche Plätze zur Wahl stehen, d.h. $TC_TP7 und $TC_MPP2 müssen defi-
niert sein.
Ist der Platztyp des Werkzeugs Teil einer Platztyp–Hierarchie, so wird die Platzver-
gabe gemäß dieser Hierarchie vorgenommen.
In einer TO–Bereichseinheit können mehrere solcher Hierarchien angelegt werden.
Ein Platztyp darf aber nur in eine Hierarchie eingetragen werden.
$TC_MDPx[n,m]
Abstand vom Magazinnullpunkt
$TC_MDPx[n,m]=Wert
x: = 1: Belademagazin: Beladestellen, Beladestation (1. int. Mag.)
2: Zwischenspeichermagazin: Spindel, Greifer,..(2. int. Mag.)
n: = Magazin–Nr. des realen Magazins
m: = Platz–Nr. des internen Magazins (Beladestelle,..).
Wert: = Distanz in Anzahl Plätze
BTSS–Baustein TPM
Berechnung der Zeile: (PlatzNr–1)*numPlaceMulti*numPlaceMultiPa
rams+ParameterNr
Berechnung der Spalte: Magazinnummer
Programmierung 07.00
5.4 Magazindaten
Beschreibung
Beim Werkzeugwechsel, Beladen und Entladen benötigt man die aktuelle Magazin-
position. Diese Position bezieht sich auf den vom Maschinenhersteller festgelegten
Magazin–Nullpunkt. In der Regel liegt dieser an der Wechselstelle.
Bei der Initialisierung muß die Nummer des Platzes am Magazin–Nullpunkt ange-
geben werden. Ansonsten wird angenommen, daß sich der nicht existierende Platz
0 an der Wechselposition befindet.
Wird das Magazin durch einen Auftrag verfahren, so wird die aktuelle Position ent-
sprechend verändert. Der NC hat keine Kenntnis, um wieviel Plätze das Magazin
verfährt, er weiß aber die Ziele der entsprechenden Kommandos. Durch die Fest-
legung, welchen Abstand ein Objekt (z.B Spindel 2) von der Wechelstelle hat, ist
der NC in der Lage, die aktuelle Position zu aktualisieren.
Anmerkung:
Ab SW 5 wird der Wert der Distanz und die aktuelle Magazinposition auch für Flä-
chenmagazine ausgewertet.
Bei der Leerplatzsuche und der Werkzeugsuche wird bei den Suchstrategien, die
sich auf die aktuelle Magazinposition beziehen, die im Systemparameter
$TC_MAP8 enthaltene Position jeweils auf die Wechselstelle, Beladestelle umge-
rechnet, von der ausgehend die Suche erfolgt. Bei Suchaufträgen wird NCK–intern
immer mitangegeben, bezogen auf welche Wechselstelle, Beladestelle gesucht
werden soll.
Hinweis
Mit dem Befehl $TC_MDP2[n,m]=9999 kann die Beziehung Spindel zu Magazin
gelöst werden.
07.00 Programmierung
5.4 Magazindaten
Beispiel:
Spindel 1 Spindel 2
Wechselstelle D2 Wechselstelle
D1
11 12 1 2 1 16
2 3
Magazin 1 Magazin 2
3 4
$TC_MAP8[1]=12 $TC_MAP8[1]=16
4 5
5 6
Normalerweise ist der Magazin–Nullpunkt die Wechselstelle der Spindel. Somit gilt
folgende Aussage:
Wenn Platz 1 an der Nullpunktpositon steht, ist die aktuelle Magazinposition = 1
($TC_MAP8[1]).
Beispiele für die Programmierung des Abstandes zur Nullpunktpositon:
5.4.7 Magazinbausteine
$TC_MAMPx
Magazinbausteindaten
x: = Parameter 1, 2, 3
BTSS–Baustein TMC
Berechnung der Zeile: entfällt
Berechnung der Spalte: entfällt
Magazinbausteindaten, Magazin–Kontrollblock
NCK– Typ Bezeichnung BTSS– Typ Vorbe–
Bezeichner Variable legung
$TC_MAMP1 String Bezeichner des Konfigurations- magCBIdent String ” ”
magazins
Nummer des BeladeMagazins magBLMag WORD
Nummer des Zwischenspeicher- magZWMag WORD
magazins
$TC_MAMP2 INT Art der WZ–Suche (Bit 0...7) und magSearch 0
Art der Leerplatzsuche (Bit 8...15)
Bit 0 Wähle das ”aktive” WZ,
sonst suche das Ersatz–
werkzeug mit kleinster
Duplo–Nummer
Bit 1 Suche das nächste Er–
satzwerkzeug aus, das
die kürzeste Entfernung
von der aktuellen Maga–
zinposition hat
Bit 2 Wähle das ”aktive” WZ,
sonst Ersatzwerkzeug in
$TC_TP10
Bit 3 Suche das Werkzeug in
der Gruppe, mit dem
kleinsten Istwert der
überwachten Größe
Bit 4 Suche das Werkzeug in
der Gruppe, mit dem
größten Istwert der
überwachten Größe
07.00 Programmierung
5.4 Magazindaten
Magazinbausteindaten, Magazin–Kontrollblock
NCK– Typ Bezeichnung BTSS– Typ Vorbe–
Bezeichner Variable legung
$TC_MAMP2 INT Bit 5 Betrachte nur die magSearch 0
Werkzeuge, deren Ist–
wert mindestens um
einen Faktorx zwischen
0 und 1 des Sollwerts
vom Grenzwert entfernt
ist
Bit 7 1: Suche WZ anhand der
Reihenfolge der Zu–
ordnung ”Spindel zu
Magazin” (immer ab 1.
Magazin der Distanz–
tabelle)
0: Beginn der WZ–Suche
im Magazin, aus dem
das zuletzt gewchselte
WZ stammt
Bit 8=1 (256)
Vorwärt–Suche bei erster
Platznummer beginnend
Bit 9=1 (512)
Vorwärt–Suche bei aktueller
Magazin– position beginnend
Bit 10=1 (1024)
Rückwärts–Suche bei letzter
Platznr. beginnend
Bit 11=1 (2048)
Rückwärts–Suche bei aktueller
Magazinposition beginnend
Bit 12=1 (4096)
symmetrische Suche bei aktuel-
ler Magazinposition beginnend
Bit 13=1 (8192)
Werkzeug tauschen alt gegen
neu (ab SW 5)
– Anzahl Plätze in diesem TO ohne magVPlaces WORD
Zwischenspeicher, Belademaga-
zine
– alle Magazinplätze incl. Zwi- magRPlaces WORD
schenspeicher, Belademagazine
– Magazin Kommando magCBCmd WORD
– Magazin Kommando Status magCBCm- WORD
dState
– Rückgabeparameter Magazin magCMCmd- WORD
Par1
– Rückgabeparameter Platz magCMCmd- WORD
Par1
Programmierung 07.00
5.4 Magazindaten
Magazinbausteindaten, Magazin–Kontrollblock
NCK– Typ Bezeichnung BTSS– Typ Vorbe–
Bezeichner Variable legung
$TC_MAMP3 INT Behandlung der Werkzeuge in modeWear- WORD 0
(AB SW 5.1) einem Verschleißverbund (Bit Group
0...7)
Suchstrategien für Verschleißver-
bände (Bit 8...15)
Bit 0=0 Beim Aktivsetzen eines
Verschleißverbundes
bleibt der Zustand der
WZe unverändert
Bit 0=1 Beim Aktivsetzen eines
Verschleißverbundes
wird der Zustand der
Werkzeugeverändert.
Aus jeder WZ–Gruppe
wird ein WZ aktiv ge–
setzt
Bit 1=0 Beim Sperren eines
Verschleißverbundes
bleibt der Zustand der
WZe unverändert
Bit 1=1 Beim Sperren eines
Verschleißverbundes
wird der Zustand der
WZe verändert
Bit 2...7 reserviert
Bit 8=0 finde den nächst mög–
lichen Verschleißver–
bund
Bit 8=1 finde den Verschleiß–
verbund mit der nächst
höheren aktivierbaren
Verbundnummer
Bit 9...11 reserviert
Bit 12=0 kleinste mögliche Du–
plonummer
Bit 12=1 kleinste mögliche Ma–
gazinplatznummer
Bit 13...15 reserviert
$TC_MLSR[x,y]
Zuordnung von Zwischenspeicherplätzen zu Spindeln – $TC_MLSR[x,y]
x: = Platz–Nr. im Zwischenspeichers 1... 32000
y: = Platz–Nr. der Spindel im Zwischenspeichermagazin 1... 32000
07.00 Programmierung
5.4 Magazindaten
BTSS–Baustein entfällt
Berechnung der Zeile: entfällt
Berechnung der Spalte: entfällt
Hinweis
Der Wert des Systemparameters wird inhaltlich nicht ausgewertet. Die Zuordnung
wird über die Angabe der Indices x und y festgelegt. Um über das Teileprogramm
zu prüfen, ob eine bestimmte Zuordnung besteht muß eine Leseoperation den
Wert Null [Link] mit Magazinkonfigurationen gearbeitet, die vor dem SW–
Stand 3.2 erstellt wurden, muß dieser Systemparameter zusätzlich definiert wer-
den., sofern beim WZ–Wechsel außer der Spindel und dem WZ–Magazin weitere
Zwischenspeicherplätze (z.B. Greifer) beteiligt sind. Werkzeuge in diesen Zwi-
schenspeichern können von NCK bei der Werkzeugsuche nur gefunden werden,
wenn der Parameter definiert ist. Die Definitionen, die mit diesem Parameter ge-
troffen werden, bewirken z.B., daß NCK beim gepufferten Hochlauf erkennen
kann, ob ein WZ–Wechsel beim Ausschalten unterbrochen wurde und auf wel-
chem Zwischenspeicherplatz sich das WZ aktuell befindet.
Programmierung 07.00
5.5 Adapterdaten (ab SW 5)
$TC_ADPTx[n]
Falls das Maschinendatum $MN_MM_NUM_TOOL_ADAPTER einen Wert = –1
oder > 0 hat, werden die Adapterdaten über folgende Variablen definiert, gelöscht,
gelesen, geschrieben
x: = Parameter 1...3, T
n: = Nummer des Adapters
BTSS–Baustein AD
Berechnung der Zeile: Länge 1, 2, 3 = Zeile 1, 2, 3, Transformation = Zeile 4
Berechung der Spalte: Adapternummer
AdapterDaten
Name Typ Bezeichnung BTSS–VAR Typ
$TC_ADPT1 Double Adaptergeometrie: Länge 1 adaptData REAL
$TC_ADPT2 Double Adaptergeometrie: Länge 2 adaptData REAL
$TC_ADPT3 Double Adaptergeometrie: Länge 3 adaptData REAL
$TC_ADPTT[n] Double Adaptertransformations– adaptData REAL
Nummer
5.6 Werkzeugträgerdaten
$TC_CARRx
x: = Parameter 1...23
Die maximale Anzahl von Werkzeugträgern kann über das Maschinendatum
18088: MM_NUM_TOOL_CARRIER festgelegt werden. Der Wert wird durch die
Anzahl aktiver TO–Einheiten dividiert. Das ganzzahlige Ergebnis gibt an, wieviele
Werkzeugträger pro TO–Einheit definiert werden können.
Freie Parameter
Dem Anwender stehen mit diesen programmierbaren Variablen drei freie Parame-
ter zur Verfügung. Diese Systemparameter werden über die Anwender–Nahtstelle
mit dem T–Anwahlsignal zur PLC übertragen. Hiermit steht dem Anwender eine
Möglichkeit offen, zusätzliche Information bezüglich der Werkzeugverwaltung zur
PLC zu bringen. Die Parameter sind vom NC–Programm aus les– und schreibbar.
Sie sind nicht gepuffert und werden bei Reset oder Programmende auf ”0” gesetzt
$P_VDITCP[x]
x: = Parameter 0..2
Beispiel
$P_VDITCP[0]=12; [Link](n+4) =12
oder
$P_VDITCP[1]=33; [Link](n+8) =33
oder
$P_VDITCP[2]=2000; [Link](n+12) =2000
T=”Werkzeug”
Im Teileprogramm müssen die Variablen vor dem T–Aufruf gesetzt werden, wenn
sie für ein Werkzeug mit an die PLC übergeben werden sollen.
07.00 Programmierung
5.8 NC–Sprachbefehle
5.8 NC–Sprachbefehle
Siehe auch Tabelle in Kapitel 5.12.5.
Beispiel
Aktives Werkzeug und Ersatzwerkzeuge für T=”Bohrer_5mm”
T–Nr. = 10 mit den D–Nummern 1, 2, 3 (aktiv)
T–Nr. = 11 mit den D–Nummern 1, 2, 3 (Ersatz)
T–Nr. = 12 mit den D–Nummern 1, 2, 3 (Ersatz)
Programmierung 07.00
5.8 NC–Sprachbefehle
Kennzeichnet alle D–Nummern der TO–Einheit als ungültig. Der Befehl dient zur
Unterstützung während des Umrüstens.
So gekennzeichnete Korrekturdatensätze werden nicht mehr vom Sprachbefehl
CHKDNO geprüft. Um sie wieder zugänglich zu machen, müssen die D–Nummern
wieder mit SETDNO gesetzt werden.
Mit diesem Befehl werden additive Korrekturen für die Schneide eines Werkzeugs
gelöscht (Freigabe von Speicher). Dabei werden sowohl die festgelegten Ver-
schleißwerte als auch die Einrichtewerte gelöscht.
status = DELDL(t, d)
Erläuterung der Parameter:
DELDL(t, d) es werden alle additiven Korrekturen der Schneide mit der D–Num-
mer d des Werkzeugs t gelöscht
07.00 Programmierung
5.8 NC–Sprachbefehle
Mit der NEWT–Funktion kann ohne Angabe einer T–Nr. ein neues Werkzeug an-
gelegt werden. Die Funktion liefert als Rückgabe die automatisch erzeugte T–Nr,
mit der das Werkzeug anschließend adressiert werden kann. Durch Anlegen eines
neuen Werkzeuges wird auch automatisch die 1. Schneide angelegt. Alle Korrektu-
ren sind mit ”0” vorbesetzt.
Rückgabeparameter = NEWT (”WZ”, DUPLO_NR)
Kann aus einem Grund kein neues Werkzeug angelegt werden, so erzeugt die
NEWT(...) Funktion einen Alarm.
Die Angabe der Duplonummer kann auch optional erfolgen. Sie wird bei Nichtan-
gabe im NCK erzeugt. (Duplo–Nr.= alte Duplo–Nr. +1 )
Beispiel:
Neues Werkzeug namens Bohrer mit Duplo–Nr. 1 anlegen
DEF INT DUPLO_NR
DEF INT T_NR
DUPLO_NR =1
T_NR = NEWT(”BOHRER”,DUPLO_NR)
oder alternativ
$TC_TP1[1] = ”BOHRER” Bezeichner BOHRER mit T–Nr. 1
$TC_TP1[1] = DUPLO_NR Duplo–Nr. = 1
Die Funktion dient zum Anlegen von Werkzeugen in einem Beladeprogramm (Be-
ladezyklus).
Mit der DELT(...)–Funktion kann ohne Bezugnahme auf eine T–Nummer ein Werk-
zeug gelöscht werden. Es können nur entladene Werkzeuge gelöscht werden.
DELT(”WZ”, DUPLO_NR)
Programmierung 07.00
5.8 NC–Sprachbefehle
Hinweis
Befindet sich ein Werkzeug zum Zeitpunkt des Aufrufs von SETPIECE auf der
Spindel, so wird dieses auch mitgezählt. Sobald nun nach SETPIECE ein ausführ-
barer Satz in den Hauptlauf (Interpolator) kommt, wird dieses Werkzeug wieder für
den näöchsten SETPOIECE–Aufruf berücksichtigt. Der Befehl wirkt im Satzsuch-
lauf (mit/ohne Berechnung) nicht. Mit dem Wert = 0 für die Stückzahl wird die in-
terne Tebelle gemerkter Werkzeiug gelöscht.
Programmierung
SETPIECE(x,y)
x := 0 ... 32000 Anzahl der Werkstücke, die seit der letzten Ausführung
der SETPIECE–Funktion produziert wurden.
y := 0...8 Spindelindex, der Wert 0 bedeutet Index der Hauptspindel
(muß nicht programmiert werden)
Beispiel:
SETPIECE(1); Werkstückzähler der Hauptspindel wird um 1 dekrementiert
SETPIECE(1,1); Werkstückzähler der Spindelnr. bzw. WZ–Halternr. 1 wird um 1
dekrementiert
SETPIECE(4,2); Werkstückzähler der Spindelnr. bzw. WZ–Halternr. 2 wird um 4
dekrementiert
M30
Je Werkzeug soll eine Dekrementierung erfolgen.
In diesem Beispiel sollen die Werkzeuge T1, T2, T3 ein Programm bearbeiten. Alle
3 Werkzeuge sind Stückzahl überwacht. Es soll erreicht werden, daß Werkzeug T1
um den Wert 1, T2 um den Wert 2 dekrementiert wird und T3 nicht dekrementiert
wird.
Der Befehl SETPIECE(0) muß hier generell nach dem Wechsel inklusive der Kor-
rekturanwahl programmiert werden.
N500 T1
N600 M06
N700 d1
N800 setpiece(0) ;vorherige gemerkte Werkzeuge für Stückzahlzählung wer–
den gelöscht
N900 t2
N1000 setoiece(1) ;SETPIECE wirkt auf T1
: ;Bearbeitungsbefehle
:
N1100 M06
N1200 d1
N1300 setpiece(0) ;Löschbefehl der gemerkten Werkzeuge
N1400 t3 ;in diesem Satz wird T2 als ”aktives Werkzeug ermittelt und
in die Tabelle der gemerkten Werkzeuge eingetragen
N1500 setpiece(2) ;wirkt nur auf T2
N1600 M06
N1700 d1
N1800 setpiece(0) ;Löschbefehl der gemerkten Werkzeuge
N1900 t0
N2000 M06
N2100 d0
N2200 setpiece(0) ;Löschbefehl der gemerkten Werkzeuge, Damit sind keine
Werkzeuge für SETPIECE gemerkt
N2300 M30
Die Funktion liefert die T–Nummer des für die Spindel vorgewählten Werkzeugs.
Damit kann schon vor M06 z.B. auf die Korrekturdaten zugegriffen werden.
GETSELT (Rückgabeparameter, x);
x: = 1–32 Spindelnummer
x: = 0 Index für Hauptspindel
Die Angabe für ”x” ist optional anzugeben. Wenn ”x” nicht angegeben wird, dann
bezieht sich die Funktion auf die Hauptspindel.
Beispiel:
07.00 Programmierung
5.8 NC–Sprachbefehle
T=”BOHRER”
...
...
GETSELT(R10) ;vorgewählte T–Nr. für die Hauptspindel lesen
Mit dieser Funktion erfolgt ein Vergleich im Werkzeugwechselzyklus, ob vorge-
wähltes Werkzeug schon in der Spindel.
Mit dieser Funktion wird die Möglichkeit geboten, sich aus einer Werkzeuggruppe
mit dem Bezeichner “name” die T–Nummer des Werkzeugs mit dem Status “aktiv”
(ein WZ wird “aktiv”, unmittelbar bevor es in den WZ–Halter eingewechselt wird)
und “war im Einsatz” über den Parameter “TNr” geben zu lassen.
state=GETACTT(Tno,name)
Der Rückgabeparameter “status” zeigt den Erfolg/Mißerfolg des Aufrufs an:
0= erfogreich durchgeführt; Tnr. enthält gewünschten Wert
–1 = zum angegebenen Bezeichner existiert kein WZ; TNr. enthält den
Wert = 0
–2 = in der WZ–Gruppe gibt es kein WZ mit dem gewünschten Status;
TNr. enthält den Wert = 0
–3 = in der WZ–Gruppe gibt es mehrere WZe mit dem gewünschten Status;
Tnr. enthält den Wert des ersten WZs mit dem gewünschten Zustand
GETACTT kann mehrdeutig sein! Es ist immer denkbar, daß in einer WZ–
Gruppe mehrere WZe denselben Status haben. Der Befehl wird nur dann sinnvoll
funktionieren, wenn der Anwender dafür sorgt, daß er in der WZ–Gruppe genau
ein WZ mit dem gewünschten Status hat.
Der Befehl veranlaßt keine Hauptlaufsynchronisation. Evtl. Muß vor dem Aufruf
STOPRE eingegeben werden.
Beispiel:
WZ–Gruppe ”Bohrer” habe drei WZe mit den Duplonummern 1,2,3 und den T–
Nummern 1,2,3:
def int Tno, status ;in der WZ–Gruppe ”Bohrer” sei zunächst
;kein aktives WZ
status=GETACTT(Tno, ”Bohrer”) ;status=–2, Tno=0
T=”Bohrer” WZ–Wechselvorbereitung; Bohrer erhält
;Status aktiv
status=GETACTT(Tno, ”Bohrer”) ;status=0, Tno=1
M06 ;WZ–Wechsel anfordern
T=”Hugo” ;WZ–Wechselvorbereitung; “Hugo” erhält
;Status aktiv
status=GETACTT(Tno, ”Bohrer”) ;status=0, Tno=1
D2 ;WZ–Wechsel muß nun beendet sein; T–Nr.=1
Programmierung 07.00
5.8 NC–Sprachbefehle
Durch den Befehl SETMS(n) wird die unter n angebene Spindel zur Masterspindel
erklärt. Die Definition als Masterspindel ist auch über ein Maschinendatum mög-
lich.
Mit SETMS ohne Spindelangabe wird auf die im Maschinendatum festgelegte
Spindel zurückgeschaltet.
Hinweis
SETMTH ändert nicht das aktive Werkzeug. Erst der anschließende program-
mierte Werkzeugwechsel kann die neue Festlegung in Bezug auf den master–
WZ–Halter berücksichtigen.
Funktionale Beschreibung
p Platznummer, an die das interne Magazin positioniert werden soll.
m Magazinnummer des Magazins, das bewegt werden soll.
Der Parameter ist optional.
Wird er nicht angegeben, bezieht sich die Platznummer auf das Magazin,
das als erstes in der Distanztabelle zum genann
ten internen Platz enthalten ist.
ip Platznummer des genannten internen Magazins (Spindelplatz, Beladema–
gazin usw.)
Der Parameter ist optional.
Wird er nicht angegeben wird, bezieht sich der Positioniervorgang auf den
Hauptspindelplatz bzw. den Hauptwerkzeugträgerplatz.
im Magazinnummer des internen Magazins bezogen auf die Platznummer ip,
zu der das Magazin bewegt werden soll. Ein internes Magazin ist entweder
ein Belade– oder Zwischenmagazin.
Der Parameter ist optional.
Wird er nicht angegeben wird, bezieht sich der Befehl auf das Zwischen–
speichermagazin.
Das Magazin (Nummer m) muß über eine Distanzbeziehung mit dem ausgewähl-
ten Belade– bzw. Zwischenspeichermagazinplatz verbunden sein. Bei Angabe fal-
scher Parameter werden Alarme erzeugt (z.B. bei nicht definierten Platznummern).
Programmierung 07.00
5.8 NC–Sprachbefehle
Beispiel Parametrierung
Vorgegebene Konfiguration:
Magazin (Magazinnummer = 1),
Spindel (Zwischenspeichermagazin = 9998, Platz 1),
Belademagazin (Belademagazin = 9999, Platz 2).
Es soll vom Magazin 1 der Platz Nummer 4 zur Spindel verfahren werden.
Befehl:
N100 POSM(4, 1, 1, 9998)
WZ–Halter 1
(Zwischenspeichermagazin 9998, Platz 1)
$TC_MDP2[1,1]=0
6
5 7
4 Wechselstelle 8
3 9
2
Magazin 1 10
$TC_MAP8[1]=6
1
11
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14
Der Magazinnullpunkt befindet sich hier im Platz vor dem WZ–Halter 1. Er wird
definiert durch den Parameter $TC_MDP2. Der WZ–Halter 1 ist der Masterspindel
des Kanals zugeordnet.
07.00 Programmierung
5.8 NC–Sprachbefehle
Hinweis
Der Sprachbefehl POSM(...) wird, ohne eine Quittierung von der PLC abzugewar-
ten, beendet.
Mit der Funktion SETTIA wird allen aktiven Werkzeugen aus dem gewünschten
Verschleißverbund der Zustand aktiv entzogen. Sind zum Aufrufzeitpunkt keine
Verschleißverbünde definiert bzw. über MD nicht aktiviert, kann der Befehl den-
noch benutzt werden.
SETTIA(status, mnr, vnr)
mnr = Magazinnummer in dem das Inaktivsetzen erfolgen soll
vnr = Verschleißverbundnummer des Verschleißverbundes in dem das Inak–
tivsetzen erfolgen soll
status = Rückgabeparameter, der folgende Werte annehmen kann:
0: Funktion konnte korrekt ausgeführt werden.
–1: Funktion wurde nicht ausgeführt, da kein aktiver Verschleißverbund in
den ausgewählten Magazinen vorhanden ist.
–2= Funktion wurde nicht ausgeführt, da die gewünschte Verschleißver–
bundnummer nicht existiert.
–3: Funktion wurde nicht ausgeführt, da die gewünschte Magazinnummer
nicht exisitiert.
–4: Funktion wurde nicht ausgeführt, da die Funktionalität Verschleißbund
über Maschinendatum nicht freigegeben.
–5: Funktion konnte aus anderem Grund nicht ausgeführt werden.
SETTIA führt bei entsprechender Parametrierung zu dem gleichen Ergebnis wie
ein Wechsel des Verschleißverbundes beim Werkzeugwechsel mit $TC_MAMP3,
Bit1=1.
Programmierung 07.00
5.8 NC–Sprachbefehle
Mit der Funktion SETTA werden alle nicht gesperrten Werkzeuge aus dem ge-
wünschten Verschleißverbund aktiv gesetzt. Aus einer Werkzeuggruppe wird dabei
jedoch nur 1 Werkzeug aktiv. Sind zum Aufrufzeitpunkt keine Verschleißverbünde
definiert bzw. über MD nicht aktiviert, kann der Befehl dennoch benutzt werden.
SETTA(status, mnr, vnr)
mnr = Magazinnummer in dem das Aktivsetzen erfolgen soll.
vnr = Verschleißverbundnummer des Verschleißverbundes in dem das Ak–
tivsetzen erfolgen soll.
status = Rückgabeparameter, der folgende Werte annehmen kann:
0: Funktion konnte korrekt ausgeführt werden.
1: Funktion wurde ausgeführt, aber es wurde noch ein anderes aktives
Schwesternwerkzeug erkannt.
–1: Funktion wurde nicht ausgeführt, da kein aktiver Verschleißver–
bund in den ausgewählten Magazinen vorhanden ist.
–2: Funktion wurde nicht ausgeführt, da die gewünschte Verschleißver–
bundnummer nicht existiert.
–3: Funktion wurde nicht ausgeführt, da die gewünschte Magazinnummer
nicht exisitiert.
–4: Funktion wurde nicht ausgeführt, da die Funktionalität Verschleißbund
über Maschinendatum nicht freigegeben.
–5: Funktion konnte aus anderem Grund nicht ausgeführt werden.
SETTA führt zu dem gleichen Ergebnis wie ein Wechsel des Verschleißverbundes
beim Werkzeugwechsel mit $TC_MAMP3, Bit0=1 (siehe Kapitel 3.4.5).
Hinweis
Es werden explizit keine Alarme erzeugt. Über den Parameter state kann der An-
wender selbst die Fehlerbehandlung durchführen.
Name $P_TOOLEXIST[t]
Bedeutung Existiert ein WZ mit der T–Nr.=t, so wird “TRUE”
zurückgegeben.
Existiert kein WZ mit der T–Nr.=t, so wird “FALSE”
zurückgegeben.
Datentyp BOOL gültig ab SW 4.2
Wertebereich TRUE, FALSE
Indizes Bedeutunng Wertebereich
Der Index gibt die T–Nummer an 1–32000
Zugriff Lesen im Tei– Schreiben im Lesen in Syn– Schreiben in
leprogramm Teileproramm chronaktion Synchronakt.
x – – –
Impliziter – –
vorlaufstopp
Programmierung 07.00
5.8 NC–Sprachbefehle
Name $A_TOOLMN[t]
Bedeutung Gibt die Magazinnummer zurück des WZs mit der T–Nr.=t. Ist das WZ
nicht einem Magazin zugeordnet, so wird 0 zurückgegeben. Ist die
Funktion Werkzeugverwaltung nicht aktiv, so wird –1 zurückgegeben.
Existiert kein WZ mit der T–Nr.=t, so wird –2 zurückgegeben.
Einen Alarm erhält man, wenn der Wertebereich für die T–Nummer ver-
letzt wird.
Datentyp INT gültig ab SW 4.2
Wertebereich 1–32000
Indizes Bedeutung Wertebereich
Der Index gibt die T–Nummer an 1–32000
Zugriff Lesen im Tei– Schreiben im Lesen in Syn– Schreiben in
leprogramm Teileproramm chronaktion Synchronakt.
x – x –
Impliziter x –
vorlaufstopp
Name $A_TOOLMLN[t]
Bedeutung Gibt die Magazinnummer zurück des WZs mit der T–Nr.=t. Ist das WZ
nicht einem Magazin zugeordnet, so wird 0 zurückgegeben. Ist die
Funktion Werkzeugverwaltung nicht aktiv, so wird –1 zurückgegeben.
Existiert kein WZ mit der T–Nr.=t, so wird –2 zurückgegeben.
Einen Alarm erhält man, wenn der Wertebereich für die T–Nummer ver-
letzt wird.
Datentyp INT gültig ab SW 4.2
Wertebereich 1–32000
Indizes Bedeutung Wertebereich
Der Index gibt die T–Nummer an 1–32000
Zugriff Lesen im Tei– Schreiben im Lesen in Syn– Schreiben in
leprogramm Teileproramm chronaktion Synchronakt.
07.00 Programmierung
5.8 NC–Sprachbefehle
Name $A_TOOLMLN[t]
x – x –
Impliziter x –
vorlaufstopp
Name $P_TOOLND[t]
Bedeutung Gibt die Anzahl von Schneiden zurück des WZs mit der T–Nr.=t. Ein WZ
hat immer mindestens eine Schneide.
Standard: Existiert kein WZ mit der T–Nr.=t, so wird –1 zurückgegeben.
Der Wert 0 wird als Indexfehler abgelehnt.
Datentyp INT gültig ab SW 4.2
Wertebereich Standard: –1, 1 – 9
Funktion ”flache D–Nummern”: –1, 1 – ”Maschinendatenwert für die
maximale Anzahl von D–Nummern”
Indizes Bedeutung Wertebereich
Der Index gibt die T–Nummer an 1–32000
Zugriff Lesen im Tei– Schreiben im Lesen in Syn– Schreiben in
leprogramm Teileproramm chronaktion Synchronakt.
x – – –
Impliziter – –
Vorlaufstopp
Name $A_MONIFACT[t]
Bedeutung Nur von Bedeutung bei aktiver Zeitüberwachung in der Werkzeugver-
waltung.
Faktor zur Beeinflussung des Zeitmaßes beim Zählen der Zeit von zeit-
überwachten Werkzeugen.
Werte < 1 und > 0 verlangsamen die Zeitzählung
(Die Uhr ”läuft langsamer”).
Werte > 1 beschleunigen die Zeitzählung (Uhr ”läuft schneller”). Der
Wert = 1 ist nach Steuerungshochlauf, nach Reset, nach M30 wirksam
(Voreinstellung) und entspricht der Echtzeit. Der Wert 0 ist ebenfalls
erlaubt und bewirkt ein Aussetzen der Zeitzählung aller zeitüberwachten
Werkzeuge, die auf diesem Kanal in einer zeitüberwachten Spindel zum
Einsatz kommen.
Anmerkung: Mit negativen Werten kann man die Überwachungszeit
”rückwärts laufen” lassen.
Datentyp REAL gültig ab SW 4.2
Wertebereich Wertebereich des Typs REAL
Indizes Bedeutung Wertebereich
–
Zugriff Lesen im Tei– Schreiben im Lesen in Syn– Schreiben in
leprogramm Teileproramm chronaktion Synchronakt.
07.00 Programmierung
5.8 NC–Sprachbefehle
Name $A_MONIFACT[t]
x x x x
Impliziter – x
vorlaufstopp
Beispiel
Vorgegeben sind die aktuellen Werte (Einheiten in Echtzeit, d.h. normiert auf
$A_MONIFACT = 1).
Sollstandzeit: 10 Minuten (neues Datum ab SW 5.1)
Iststandzeit: 2 Minuten – in einer Minute wird die Vorwarngrenze erreicht
Vorwarngrenze: 1 Minute
Am Bildschirm werden die Werte 10, 2, 1 angezeigt.
Im Teileprogramm ist $A_MONIFACT = 2 programmiert (Uhr läuft schneller). Auf
dem Monitor springt die Iststandzeit und läuft dann weiterhin in Echtzeit. Die Soll-
standzeit und Vorwarngrenze springen mit dem Wirksamwerden von $A_MONI-
FACT = 2 in der Anzeige ebenfalls.
Sollstandzeit 5 Minuten (neues Datum ab SW 5.1)
Iststandzeit: 1 Minute – in einer halben Minute wird die Vorwarngrenze er–
reicht
Vorwarngrenze: 0,5 Minuten
Name $P_TOOLNO
Bedeutung Aktive WZ–Nummer T0 bis T32000, mit aktiver Funktion ”flache
D–Nummer” kann T achstellig sein
Programmierung 07.00
5.8 NC–Sprachbefehle
Name $P_TOOLNO
Datentyp Integer ab SW 2
Wertebereich 1–32000
Indizes Bedeutung Wertebereich
Name $P_TOOLP
Bedeutung Zuletzt programmierte WZ–Nummer (Ty) (nur ohne WZV)
Datentyp Integer ab SW 5.3
Wertebereich 1–32000
Indizes Bedeutung Wertebereich
Name $P_TOOL
Bedeutung Aktive Werkzeugschneide (Dx)
Datentyp Integer ab SW 2
Wertebereich
Indizes Bedeutung Wertebereich
Name $P_DLNO
Bedeutung Aktive Summenkorrekturnummer DL=0–DL=max;
max=Wert von $MN_MM_MAX_SUMCORR_PER_CUTTEDGE
Datentyp Integer ab SW 5.3
Wertebereich 0–6
Indizes Bedeutung Wertebereich
Name $P_TOOLL[n]
Bedeutung Aktive WZ Gesamtlänge; n = 1...3
Datentyp REAL ab SW 2
Wertebereich
Indizes Bedeutung Wertebereich
Name $P_TOOLR
Bedeutung Aktiver Radius
Datentyp REAL ab SW 2
Wertebereich
Indizes Bedeutung Wertebereich
Name $P_TC
Bedeutung Aktiver Werkzeugträger
Datentyp Integer ab SW 5.3
Wertebereich
Indizes Bedeutung Wertebereich
Name $P_TCANG[n]
Bedeutung Aktiver Winkel einer WZ–Trägerachse; n = 1–2
Datentyp REAL ab SW 5
Wertebereich
Indizes Bedeutung Wertebereich
Name $P_TCDIFF[n]
Bedeutung Differenz zwischen berechnetem und verwendetem Winkel einer
WZ–Trägerachse bei Rasterung (Hirth–Verzahnung) des Winkels
Datentyp REAL ab SW 5.3
Wertebereich
Indizes Bedeutung Wertebereich
Name $P_AD[n]
Bedeutung Aktive WZ–Korrektur; n = 1...25 => $TC_DP1...25; n = 26 =>
Schneidennummer CE
Datentyp REAL ab SW 2
Wertebereich
Indizes Bedeutung Wertebereich
Name $AC_MSNUM
Bedeutung Masterspindel, Rückgabewert
0: keine Spindel vorhanden
1...n: Nummer der Masterspindel
Datentyp Integer ab SW 3
Wertebereich
Indizes Bedeutung Wertebereich
Name $P_MSNUM
Bedeutung Masterspindel
0: keine Spindel vorhanden
1...n: Nummer der Masterspindel
Datentyp Integer ab SW 5.2
Wertebereich
Indizes Bedeutung Wertebereich
Name $P_MSNUM
X – – –
Impliziter – – –
Vorlaufstopp
Name $AC_MTHNUM
Bedeutung Master Toolholder
Wert=0 kein Master–Werkzeughalter definiert
Wert>0 Nummer des Master–Werkzeughalters
Datentyp Integer ab SW 5
Wertebereich
Indizes Bedeutung Wertebereich
Name $P_MTHNUM
Bedeutung Master Toolholder
Wert=0 kein Master–Werkzeughalter definiert
Wert>0 Nummer des Master–Werkzeughalters
Datentyp Integer ab SW 5.3
Wertebereich
Indizes Bedeutung Wertebereich
Wenn ein Parameter einer nicht existierenden Schneide, eines Werkzeuges oder
Magazins beschrieben wird, werden die Schneide, das Werkzeug bzw. das Maga-
zin neu angelegt.
Hinweis
Beim Anlegen des Werkzeuges werden auch alle schneidenspezifischen Daten
der Schneide D1 mit angelegt.
(DP, DPC, MOP, MOPC mit ”0” vorbesetzt). Die schleifspezifischen Werkzeugda-
ten ($TC_TG1...) werden erst angelegt, sobald einer der Werkzeugtypen
($TC_DP1) 400–499 für irgend eine Schneide des Werkzeuges programmiert
wird.
Hinweis
Wird die Werkzeugverwaltung benutzt, muß darauf geachtet werden, daß für das
zu löschende Werkzeug keine Zuordnung zu einem Magazinplatz gibt
($TC_MPP6). Diese Zuordnung muß vor dem Werkzeuglöschvorgang gelöscht
werden.
Mit Werkzeugverwaltung:
$TC_TP1[y] = 0; Es werden alle werkzeugbezogenen Da-
oder ten auf ”0” gesetzt (Anwenderda–ten,
Hierarchiedaten, ...). Beim Lö–schen ei-
$TC_TP1[GETT(”Werkzeugbezeichner”,
nes Werkzeugs müssen auch die Ein-
Duplonummer)] = 0;
träge der Platzdaten korrigiert werden.
oder
DELT[”Werkzeugbezeichner”, Duplo-
nummer]
Löschen der Daten Ohne Werkzeugverwaltung: Alle Werkzeuge des Kanals werden ge-
aller Werkzeuge $TC_DP1[0,0] = 0; löscht und der Speicher wird freigege-
ben.
Mit Werkzeugverwaltung: Beim Löschen der Werkzeuge müssen
$TC_TP1[0,0] = 0; auch die Einträge der Platzdaten korri-
giert werden.
5.9.2 Magazindaten
Beispiel:
Das Werkzeug enthält den Magazinplatztyp für den es vorgesehen ist. Der Maga-
zinplatz enthält den eigenen Magazinplatztyp. Wenn nun das Werkzeug dem Ma-
gazinplatz zugeordnet wurde, so kann im allgemeinen der Platztyp nicht mehr ver-
ändert werden, da dies zu Inkonsistenzen führen würde.
Daraus ergibt sich die Forderung, daß Werkzeuge, Magazine über einen speziellen
Vorgang in die Steuerung geladen werden, und während der Verarbeitung die
strukturbestimmenden Definitionen nicht mehr geändert werden dürfen (das sind
z.B. Magazindimension, Magazinplatztyp, Duplo–Nr., Werkzeug–Name, ...) Das
sind nicht: Schneidendaten, Magazinplatz–, Werkzeug–Zustand, ...
Programmierung 07.00
5.9 Festlegungen bei der Programmierung von Daten
Daten laden
Wegen der Kopplung von Werkzeugen mit Magazinen, über den Magazinplatzpa-
rameter $TC_MPP6, gilt folgende Vorschrift für sinnvolles Definieren von Werkzeu-
gen und Magazinen:
1. Werkzeugdaten laden
2. Magazindaten laden
3. Die $TC_MPP6 Parameter laden (=> setzt Werkzeug auf Magazinplatz)
Bei der Datensicherung wird diese Reihenfolge eingehalten.
Die Schleifdaten eines WZs können erst beschrieben werden, wenn zuvor minde-
stens für eine Schneide der Werkzeugtyp = ”Schleifwerkzeug” festgelegt wurde.
Die Distanzparameter ($TC_MDPx) und der Zwischenspeicherzuordnungsparame-
ter ($TC_MLSR) können erst beschrieben werden, nachdem die Magazine und
ihre Plätze definiert worden sind.
Daten löschen
Ein Werkzeug kann nicht gelöscht werden, solange es in einem Magazin enthalten
ist. Das heißt, daß die Reihenfolge beim Löschen folgende ist:
1. Magazindaten löschen (damit werden Werkzeuge aus dem Magazin ausgetra-
gen); bzw. Werkzeug explizit aus dem Magazin austragen.
2. Werkzeugdaten löschen
Weiterhin kann ein Magazin nicht gelöscht werden, wenn es den Zustand
$TC_MAP3[i]= 8 (Bewegen ist aktiv) hat. Der Löschbefehl für alle Magazine wird
abgelehnt, wenn auch nur ein Magazin das Löschen verhindert.
Hinweis
Soll ein einzelnes Werkzeug gelöscht werden, so muß es zuerst durch einen Ent-
ladevorgang aus dem Magazinplatz entfernt werden und kann erst dann gelöscht
werden.
Aktuell angewählte WZe können nicht gelöscht werden! Durch die Programmie-
rung von T0 vor Ende des Teileprogramms kann unabhängig von Maschinendate-
neinstellungen (siehe MD zur Anwahl von Werkzeugen über das Programmende
hinaus) sichergestellt werden, daß nach Beenden des Teileprogramms kein Werk-
zeug mehr angewählt ist.
07.00 Programmierung
5.9 Festlegungen bei der Programmierung von Daten
5.9.3 Werkzeugwechsel
Hinweis
Bei aktiver Werkzeugverwaltung kann die Anwahl eines Werkzeugs nur über einen
Werkzeugbezeichner (Namen) erfolgen. Wird nun eine T–Nummer programmiert,
so wird die Nummer als Bezeichner (Name) verwendet. Dann muß das WZ beim
Beladen die T–Nummer als Namen bekommen haben.
5.9.4 Schneidenanwahl
TING_EDGE_DEFAULT vorgegeben
=0 Nach M06 erfolgt keine automatische Schneidenanwahl
>0 Nummer der Schneide die nach M06 angewählt ist.
= –1 Die Schneiden–Nr. des alten Werkzeuges bleibt erhalten und wird
nach M06 auch für das neue Werkzeug angewählt
= –2 Korrektur des alten WZ bleibt erhalten und wird nach M06 auch für das
neue Werkzeug angewählt.
Beispiele:
Werkzeugvorwahl mit folgender Schneidenanwahl
Die Schneidenanwahl bezieht sich immer auf das Werkzeug, das durch M06 ein-
gewechselt wird.
T1 M06 Werkzeugwechsel – kein D programmiert, daher Korrekturanwahl
gemäß MD 20270
T5 Werkzeugvorwahl
X .. Y.. Z... Arbeiten mit T1 und der Korrektur aus MD 20270
D2 Korrektur D2 von T1 !!!
M06 Werkzeugwechsel; T5 wird eingewechselt – Korrekturanwahl ge–
mäß MD 20270
T1 Werkzeugvorwahl
X.., Y... Arbeiten mit T5 und der Korrektur aus MD 20270
Bei der Programmierung der Werkzeugbefehle wird zwischen der Programmierung
für eine Hauptspindel bzw. Nebenspindel unterschieden. Nur die Werkzeugkorrek-
turwerte des Hauptspindelwerkzeugs werden von der Geometrie berücksichtigt, da
pro Kanal immer nur mit einer aktiven Korrektur gearbeitet werden kann. Die Ver-
arbeitung der Werkzeugbefehle für eine Nebenspindel hat nur für die Signalaus-
gabe zur PLC und für die Funktion GETSELT(...) Bewandtnis.
Spindel–Nr. 2 = Hauptspindel:
T2 = ”BOHRER”
M2 = 06
T1 = ”FRAESER” Werkzeuganwahl für Nebenspindel
M1 = 06 Werkzeugwechsel in die Nebenspindel
D1 Schneidenanwahl von ”Bohrer” (Hauptspindel)
Spindel–Nr. 2 = Hauptspindel:
T2 = ”BOHRER” Anwahl eines Werkzeugs für die Hauptspindel.
Alternativ könnte auch T=”Bohrer” angegeben werden.
T1 = x; Anwahl eines Werkzeugs für eine Nebenspindel
M2 = 06 Werkzeugwechsel
Alternativ könnte auch M06 angegeben werden
D1 Schneidenanwahl eines Werkzeugs mit dem
Bezeichner ”BOHRER”
Programmierung 07.00
5.9 Festlegungen bei der Programmierung von Daten
Mit dem MD 20110 RESET_MODE_MASK, Bit 3 kann eingestellt werden, daß das
aktive WZ und die WZ–Korrektur
(= 1) aus dem zuletzt beendeten Testprogramm im Testbetrieb
oder
(= 0) aus dem zuletzt beendeten Programm vor Einschalten des Programm
tests
übernommen werden.
Voraussetzung: Bei MD 20110 müssen die Bits0 und 6 gesetzt sein.
$P_ISTEST
Über die Systemvariable $P_ISTEST kann aus dem Teileprogramm geprüft wer-
den, ob ein Programmtest aktiv ist. Die Systemvariable liefert bei aktivem Pro-
grammtest den Wert TRUE.
07.00 Programmierung
5.10 Programmierung T=Platznummer (ab SW 4)
Platznr.=1
WZ mit dem Namen ”Bohrer”
Bohrer, gesperrt
hat unterschiedliche Duplo–Nr.
T15
T ist interne T–Nr.
Platznr.=6 Platznr.=2
Revolver
T10 Platznr.=3
Platznr.=5
Bohrer freigegeben
T1
Platznr.=4
Auf Platz 2 sitzt kein Werkzeug
Bohrer aktiv
(wirkt in NCK ähnlich T0)
zeughalters, wird bei der Suche so verfahren wie im Standard der WZV.
Hinweis
Bei T=Platz kann alternativ auch T= “Bohrer” programmiert werden
T=1 ;Werkzeug
T = “Bohrer” ;Werkzeug mit Bezeichner Bohrer