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Debeka

Allgemeine Versicherung AG

Versicherungsumfang in der Glasversicherung


für Privatkunden - Stand 1. Juli 2023 -

Paket-Modelle
Die folgende Übersicht bietet einen Überblick über den Deckungsumfang in den Paketen Comfort und Comfort Plus. Den genauen Umfang un­
serer Leistungen können Sie den Abschnitten A bis C der Debeka AGlB 2017 entnehmen. Sie haben Ihren Versicherungsschutz nach dem
1. Januar 2021 erstmalig beantragt? Dann versichern wir Ihr Objekt ausschließlich nach dem Paket Comfort Plus.

Versicherungsumfang Comfort Plus Comfort* Seite


(Neuabschluss ist seit dem
01.01.2021 nicht mehr möglich)

24-Stunden-Schadensservice ✓ ✓
Differenzdeckung (Direkt-Schutz) __ 16

Innovationsklausel (Aktualitäts-Bonus) ✓ ✓ 7

Umbrellaschutz (Umstellungs-Vorteil) __ 17

Verzicht auf den Einwand der grob fahrlässigen Schadensherbeiführung __ 16

Muschelausbrüche (Beschädigungen von Oberflächen oder Kanten) __ 16

Undichtwerden der Randverbindungen von Mehrscheibenisolierverglasungen __
bis 2.500 Euro 16
(Blindwerden von Scheiben)

Erweiterung des Versicherungsortes auf Balkone, Terrassen und Loggien __ 17



Gebäudeverglasung

Glasanteil von Duschabtrennungen ✓ ✓ 6

Einscheibenverglasungen - Ersatz als Zweischeibenisolierverglasung __ 16



Scheiben aus Glas oder Kunststoff von Gewächshäusern bis 5 qm Grundfläche __ 16

Glasbausteine und Profilgläser ✓ ✓ 6

Haustürfüllungen __ 16

Scheiben, Platten und Lichtkuppeln aus Kunststoff ✓ bis 500 Euro 16/6

Künstlerisch bearbeitete Glasscheiben, -platten und -spiegel ✓ bis 250 Euro 16/6

Lichtkuppeln aus Glas ✓ ✓ 6

Rahmen und Griffe von Duschabtrennungen oder Glastüren __


- soweit nicht wiederverwendbar
✓ 16

Scheiben, Platten und Spiegel aus Glas ✓ ✓ 6

Scheiben von Sonnenkollektoren einschließlich deren Rahmen ✓ ✓ 6

Glas- oder Kunststoffscheiben von Schwimmbad- oder Whirlpoolabdeckungen __ 16



Waschtische und -becken aus Ganzglas __ 16

Mobiliarverglasung

Aquarien und Terrarien ✓ bis 500 Euro 16/6


B GV 4 (01.07.2023) 3002AVS401 D

Glaskeramikkochflächen ✓ ✓ 6

Glaskeramikkochflächen inklusive Elektronik __ 16



Scheiben und Sichtfenster aus Glas oder Glaskeramik von Öfen, Elektro- oder
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Gasgeräten
✓ bis 500 Euro 16/6

Möbel aus Glas bis 2.500 Euro __ 16


Versicherungsumfang Comfort Plus Comfort* Seite
(Neuabschluss ist seit dem
01.01.2021 nicht mehr möglich)

Versicherte Kosten

Erneuerung von Anstrichen, Malereien, Schriften, Verzierungen, Lichtfilterlacken __


bis 2.500 Euro 16
und Folien

Beseitigen und Wiederanbringen von Sachen, die das Einsetzen von Ersatzschei­ __
bis 2.500 Euro 16
ben behindern (z. B. Schutzgitter, Schutzstangen, Markisen usw.)

Schäden durch Graffiti (subsidiär) bis 2.500 Euro __ 16

Kran- oder Gerüstkosten ✓ bis 500 Euro 16/6

Kosten für die Beseitigung von Gebäudebeschädigungen bis 2.500 Euro __ 16

__ = nicht versichert/im Rahmen des Pakets nicht versicherbar * = Neuabschluss ist seit dem 01.01.2021 nicht mehr möglich
✓ = im Rahmen des Pakets beitragsfrei mitversichert
B GV 4 (01.07.2023) 3002AVS401 D

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Debeka
Allgemeine Versicherung AG

Präambel zu den
Allgemeinen Glasversicherungsbedingungen für Privatkunden
(Debeka AGlB 2017)
- Stand 1. Juli 2023 -

Die Glasversicherung schützt Sie vor den finanziellen Folgen von Schäden durch Zerbrechen Ihrer Gebäude- oder Mobiliarverglasung. Welche
der Verglasungen (Gebäude- und/oder Mobiliarverglasungen) tatsächlich versichert sein sollen, vereinbaren Sie individuell mit uns. Wir leisten
Naturalersatz. Das bedeutet, dass auf unsere Veranlassung die zerstörten oder beschädigten Sachen ausgetauscht, in gleicher Art und Güte an
den Schadensort geliefert und wieder eingesetzt werden. Im Einvernehmen mit Ihnen, zahlen wir Ihnen auch den Geldbetrag, der diesem Leis­
tungsumfang entspricht. Darüber hinaus kommen wir für versicherte Kosten auf, die in direktem Zusammenhang mit dem Austausch der zerstör­
ten oder beschädigten Sache entstehen.
Die „Allgemeinen Glasversicherungsbedingungen für Privatkunden - Debeka AGlB 2017" sind Vertragsgrundlage für Ihre Glasversicherung.
Unser Ziel ist es, in unseren Texten alle Menschen anzusprechen - ganz unabhängig von deren Geschlecht. Nur der besseren Lesbarkeit ver­
zichten wir darauf, alle Geschlechter einzeln zu nennen.
Um die Versicherungsbedingungen verständlicher zu gestalten, erläutern wir Ihnen einige Begriffe. Die Erläuterungen sind rechtlich unverbind­
lich.
Versicherungsnehmer: Das sind Sie als unser Vertragspartner und „Käufer“ des Versicherungsschutzes.
Versicherungsfall: Der Versicherungsfall ist das Ereignis, für das wir eine Entschädigung zahlen.
Ausschlüsse: Ein Ausschluss ist eine Gefahr, eine Schadensart oder eine Sache, die nicht versichert ist. Ausschlüsse dienen zum einen der
Abgrenzung des Leistungsversprechens. Zum anderen gewährleisten sie, dass der Versicherungsschutz kalkulierbar bleibt.
Sie finden sie in den Versicherungsbedingungen entweder als generelle Ausschlüsse (z. B. Krieg) oder in den Bestimmungen zu einzelnen Ge­
fahren und Schäden sowie bei der Beschreibung der versicherten Sachen.
Obliegenheiten: Das sind Ihre Vertragspflichten vor, während und nach dem Versicherungsfall. So müssen Sie uns anzeigen, wenn sich am
versicherten Risiko etwas ändert, z. B. wenn ein Gewerbe in dem Gebäude seinen Betrieb aufnimmt oder Sie umziehen. Wenn Sie Obliegenhei­
ten verletzen, gefährden Sie Ihren Versicherungsschutz.
Textform: Brauchen wir eine Erklärung in Textform, können Sie uns Ihr Anliegen z. B. per Post, als E-Mail oder als Telefax senden.
B GV 4 (01.07.2023) 3002AVS401 D

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Debeka
Allgemeine Versicherung AG

Allgemeine Glasversicherungsbedingungen
für Privatkunden (Debeka AGlB 2017)
- Stand 1. Juli 2023 -

Neuverträge sichern wir seit dem 1. Januar 2021 ausschließlich mit dem umfangreicheren Versicherungsschutz des Pakets Comfort
Plus ab. Für Verträge, die vor diesem Zeitpunkt abgeschlossen wurden, besteht der Versicherungsschutz unverändert fort.

A Leistungsversprechen B Allgemeiner Teil


A1 Welche Gefahren können wir versichern? Welche Schäden B1 Beginn des Versicherungsschutzes, Beitragszahlung
sind versichert? B2 Dauer und Ende des Vertrags, Kündigung
A 2 Welche generellen Ausschlüsse gibt es? B3 Anzeigepflicht, Gefahrerhöhung, andere Obliegenheiten
A 3 Welche Sachen sind versichert? Welche Entschädigungsgren­ B4 Weitere Regelungen
zen gibt es?
A 4 Welche Kosten sind versichert?
A 5 Was ist der Versicherungsort? C Paket Comfort Plus
A 6 In welchem Umfang besteht Versicherungsschutz? Wie passen
wir diesen an? C1 Für welche Schäden besteht zusätzlicher Versicherungsschutz,
A 7 In welcher Form leisten wir die Entschädigung? wenn Sie mit uns das Paket Comfort Plus vereinbart haben?
A 8 Wann zahlen wir die Entschädigung und wie verzinsen wir sie? C2 Welche abweichenden Entschädigungsgrenzen gelten im Pa­
A 9 Was passiert mit dem Versicherungsschutz, wenn Sie umzie­ ket Comfort Plus?
hen? C3 Für welche Sachen besteht zusätzlich Versicherungsschutz,
A 10 Welche besonderen Umstände erhöhen die Gefahr? Welche wenn Sie mit uns das Paket Comfort Plus vereinbart haben?
vertraglich vereinbarten Obliegenheiten und Sicherheitsvor­ C4 Welcher zusätzliche Versicherungsschutz besteht für Kosten
schriften müssen Sie einhalten? im Paket Comfort Plus?
A 11 Wann gewähren wir Ihnen einen Bündelungsrabatt? C5 Welche zusätzlichen Vereinbarungen gelten im Paket Comfort
Plus?

A Leistungsversprechen

A1 Welche Gefahren können wir versichern? Welche Schäden A 1.1.4 Vorsätzlich herbeigeführte Schäden
sind versichert?
Für Schäden, die Sie vorsätzlich herbeigeführt haben, be­
steht kein Versicherungsschutz.
Wir entschädigen versicherte Sachen (siehe A 3), die durch Bruch
(Zerbrechen) zerstört oder beschädigt werden. Wir leisten Ersatz un­
abhängig davon, ob der Schaden durch Ihre Unvorsichtigkeit oder A 1.1.5 Schäden an Teilen, die nicht aus Glas bestehen
durch Dritte passiert. Schäden an Teilen von Blei-, Messing- oder Eloxalvergla­
sungen oder von transparentem Glasmosaik, die selbst
A 1.1 Welche Gefahren und Schäden sind nicht versichert? nicht aus Glas bestehen, sind nicht versichert. Hierfür leis­
ten wir nur, wenn gleichzeitig ein ersatzpflichtiger Scha­
Wir leisten nicht für Schäden, für die anderweitig Versicherungs­ den durch Zerbrechen an der zugehörigen Scheibe vor­
schutz besteht und die durch folgende Ereignisse entstehen: liegt. Eine weitere Voraussetzung ist, dass entweder bei­
de Schäden auf derselben Ursache beruhen oder der
A 1.1.1 Brand, Blitzschlag, Überspannung durch Blitz, Detonati­ Schaden an der Scheibe den anderen Schaden verur­
on, Explosion, Verpuffung, Implosion, Anprall oder Ab­ sacht hat. Die Rahmen der Verglasung sind nicht versi­
sturz eines Luftfahrzeuges (seiner Teile oder seiner La­ chert.
dung), Fahrzeuganprall (einschließlich seiner Teile oder
seiner Ladung), Überschallknall, Nutzwärmeschäden A 1.1.6 Undichtwerden

A 1.1.2 Einbruchdiebstahl, Vandalismus Nicht versichert sind Schäden durch Undichtwerden von
Mehrscheibenisolierverglasungen (Blindwerden von Schei­
B GV 4 (01.07.2023) 3002AVS401 D

A 1.1.3 Naturgefahren ben). Mit dem Paket Comfort Plus bieten wir Ihnen eine
Erweiterung des Versicherungsumfangs (Teil C 1.2).
A [Link] Sturm, Hagel
A 1.1.7 Beschädigung von Oberflächen und Kanten
A [Link] die weiteren Naturgefahren (Elementargefahren) Über­ Wir leisten nicht für Beschädigungen von Oberflächen
schwemmung, Rückstau, Erdbeben, Erdsenkung, Erd­ oder Kanten (Schrammen, Verätzungen, Muschelausbrü­
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rutsch, Schneedruck, Lawinen und Vulkanausbruch che o. Ä.). Erweiterungen gelten, wenn Sie mit uns das
Paket Comfort Plus vereinbart haben (Teil C 1.3).
A2 Welche generellen Ausschlüsse gibt es? A 3.3.2 Folgende Mobiliarverglasungen sind zusätzlich versichert:

Die nachfolgenden Ausschlüsse gelten auch, wenn die dort beschrie­ A [Link] Glaskeramikkochflächen. Hier ersetzen wir den Aus­
benen Gefahren zum Eintritt des Schadens nur teilweise beigetragen tausch des Glasanteiles. Erweiterungen gelten, wenn
haben. Sie das Paket Comfort Plus mit uns vereinbart haben
(Teil C 2.4).
A 2.1 Ausschluss Krieg
A [Link] Scheiben und Sichtfenster aus Glas oder Glaskeramik
Nicht versichert sind Schäden durch Krieg, kriegsähnliche Ereignisse, von Öfen, Elektro- oder Gasgeräten. Hier ersetzen wir
Bürgerkrieg, Revolution, Rebellion oder Aufstand. bis 500 Euro je Versicherungsfall. Mit dem Paket Com­
fort Plus bieten wir Ihnen eine Erweiterung des Versiche­
A 2.2 Ausschluss Innere Unruhen rungsumfangs an (Teil C 2.5).
Nicht versichert sind Schäden durch Innere Unruhen.
A [Link] Aquarien und Terrarien. Hier ist die Entschädigung auf
A 2.3 Ausschluss Kernenergie 500 Euro je Versicherungsfall begrenzt. Erweiterungen
gelten, wenn Sie das Paket Comfort Plus mit uns verein­
Nicht versichert sind Schäden durch Kernenergie, nukleare Strahlung bart haben (Teil C 2.6).
oder radioaktive Substanzen.
A 3.4 Nicht versicherte Sachen

A3 Welche Sachen sind versichert? Welche Entschädigungs­ Nicht versichert sind:


grenzen gibt es?
A 3.4.1 optische Gläser, Hohlgläser, Geschirr, Beleuchtungskör­
Je nachdem, welchen Versicherungsumfang Sie mit uns vereinbart per und Handspiegel
haben, erstreckt sich der Versicherungsschutz auf die
A 3.4.2 Sachen, die bereits bei Antragstellung beschädigt sind
A 3.1 Gebäudeverglasung
A 3.4.3 Photovoltaikanlagen
der im Versicherungsschein bezeichneten Wohnung im
Mehrfamilienhaus oder des dort bezeichneten Gebäudes.
A 3.4.4 Außen- und Innenverglasungen von ausschließlich ge­
Versichert sind die im Versicherungsschein bezeichneten, werblich genutzten Räumen (z. B. Schaufensterscheiben)
fertig eingesetzten oder montierten:
A 3.4.5 Werbeanlagen (z. B. Reklameleuchten)
A 3.1.1 Scheiben, Platten und Spiegel aus Glas
A 3.4.6 Scheiben und Platten aus Glas oder Kunststoff, die Be­
A 3.1.2 Glasbausteine und Profilbaugläser standteil elektronischer Daten-, Ton-, Bildwiedergabe-
und Kommunikationsgeräte sind (z. B. Bildschirme von
A 3.1.3 Lichtkuppeln aus Glas Fernsehgeräten, Computer-Displays)

A 3.1.4 Scheiben von Sonnenkollektoren einschließlich deren


Rahmen A4 Welche Kosten sind versichert?

A 3.2 Mobiliarverglasung A 4.1 Welche Kosten sind infolge eines Versicherungsfalles


versichert?
der im Versicherungsschein bezeichneten, von Ihnen dauer­
haft selbst genutzten Wohneinheit oder des von Ihnen dauer­ Wir ersetzen die erforderlichen und tatsächlich angefallenen Kosten,
haft selbst genutzten Einfamilienhauses. Hierzu gehören
z. B. Platten von Glastischen, Glasscheiben von Bildern, Ein­ A 4.1.1 die für das vorläufige Verschließen von Öffnungen (Not­
legeböden von Kühl- und Gefrierschränken. verschalungen, Notverglasungen) erforderlich sind.

A 3.3 Welche Entschädigungsgrenzen gibt es? A 4.1.2 die für das Abfahren von versicherten Sachen zum nächs­
ten Ablagerungsplatz, das Ablagern und für die Entsor­
A 3.3.1 Folgende Gebäudeverglasungen sind zusätzlich versi­ gung entstehen (Entsorgungskosten).
chert:
A 4.1.3 um die sich das Liefern und Montieren von versicherten
Die im Folgenden benannten und fertig eingesetzten oder montierten Sachen durch deren Lage verteuert (z. B. Kran- oder Ge­
rüstkosten). Die Entschädigung ist je Versicherungsfall
A [Link] Scheiben, Platten und Lichtkuppeln aus Kunststoff. Die auf 500 Euro begrenzt. Erweiterungen gelten, wenn Sie
Entschädigung ist auf 500 Euro je Versicherungsfall be­ das Paket Comfort Plus mit uns vereinbart haben (Teil
grenzt. Mit dem Paket Comfort Plus bieten wir Ihnen ei­ C 4.5).
ne Erweiterung des Versicherungsumfangs an (Teil
C 2.1).
A5 Was ist der Versicherungsort?
A [Link] sonstigen Sachen, die im Versicherungsschein aus­
drücklich benannt sind ggf. mit den dort aufgeführten Der Versicherungsort sind die im Versicherungsschein bezeichneten
Entschädigungsgrenzen. Gebäude oder Räume von Gebäuden.
Soweit Sie mit uns den Versicherungsschutz für bewegliche Sachen
A [Link] künstlerisch bearbeiteten Glasscheiben, -platten und
vereinbart haben, besteht dieser im Paket Comfort nur innerhalb des
-spiegel. Die Entschädigung ist auf 250 Euro je Versiche­
Versicherungsortes. Mit dem Paket Comfort Plus bieten wir Ihnen ei­
B GV 4 (01.07.2023) 3002AVS401 D

rungsfall begrenzt. Erweiterungen gelten, wenn Sie das


ne Erweiterung des Versicherungsumfangs an (Teil C 5.3).
Paket Comfort Plus mit uns vereinbart haben (Teil
C 2.2).

A [Link] Duschabtrennungen. Hier leisten wir Ersatz für den rei­


nen Glasanteil. Mit dem Paket Comfort Plus können Sie
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den Versicherungsumfang erweitern (Teil C 3.2).


A6 In welchem Umfang besteht Versicherungsschutz? Wie A 7.2 Abweichende Entschädigungsleistung
passen wir diesen an?
A 7.2.1 Im Einvernehmen mit Ihnen ersetzen wir den Geldbetrag,
A 6.1 Innovationsklausel (Aktualitäts-Bonus) welcher dem unter A 7.1.1 beschriebenen Leistungsum­
fang entspricht.
Werden diese Glasversicherungsbedingungen (Debeka AGlB 2017)
ausschließlich zu Ihrem Vorteil und ohne Mehrbeitrag geändert, gel­
ten die neuen Bedingungen mit sofortiger Wirkung auch für diesen A 7.2.2 Soweit uns eine Ersatzbeschaffung zu den ortsüblichen
Vertrag. Wiederherstellungskosten nicht möglich ist, können wir un­
sere Leistung als Geldbetrag auszahlen.
A 6.2 Anpassung des Versicherungsumfanges
A 7.2.3 Wird Unterversicherung nach A 7.5 festgestellt, leisten wir
Wir passen den Umfang der Versicherung an die Preisentwicklung für ausschließlich einen Geldbetrag.
Verglasungsarbeiten an. Entsprechend verändert sich der Beitrag.
A 7.2.4 Die Mehrwertsteuer ersetzen wir nur, wenn und soweit sie
A 6.3 Anpassung des Beitrags tatsächlich angefallen ist.
Der Beitrag erhöht oder vermindert sich jeweils zum 1. Januar eines
jeden Jahres für die in diesem Jahr beginnende Versicherungsperi­ A 7.3 Notverglasung/Notverschalung
ode entsprechend dem Prozentsatz, um den sich die vom Statisti­ Sie können das vorläufige Verschließen von Öffnungen (Notverglasun­
schen Bundesamt veröffentlichten Preisindizes für Verglasungsarbei­ gen und Notverschalungen) in Auftrag geben und als erforderliche ver­
ten verändert haben. Für Wohnungen, Einfamilien- und Mehrfamilien­ sicherte Kosten geltend machen.
gebäude gilt das Mittel aus den Indizes für Einfamilien- und Mehrfami­
liengebäude. Der Veränderungsprozentsatz wird auf eine Stelle hinter A 7.4 Kosten
dem Komma gerundet. Maßgebend sind die für den Monat Mai veröf­
fentlichten Indizes.
A 7.4.1 Maßgeblich für die Berechnung der Kosten (siehe A 4) ist
der Zeitpunkt des Eintritts des Versicherungsfalles.
A 6.4 Anpassung des Grundbeitrags, Anpassung des Bei­
trags
A 7.4.2 Kürzungen nach A 7.2.3 gelten entsprechend für die versi­
cherten Kosten.
Den Grundbeitrag für bestehende Versicherungsverträge können wir
mit Wirkung vom Beginn der nächsten Versicherungsperiode an an­
A 7.5 Unterversicherung
passen (erhöhen oder absenken). Das kann der Fall sein, wenn der
Grundbeitrag für gleichartige Risiken der Kostenentwicklung und dem Eine Unterversicherung liegt vor, wenn sich im Versicherungsfall er­
Schadensbedarf angepasst werden muss. Dabei darf der geänderte gibt, dass die Beantwortung von beitragsrelevanten Antragsfragen
Grundbeitrag für bestehende Verträge den zum Zeitpunkt der Ände­ (z. B. Anzahl der Wohneinheiten) von den tatsächlichen Verhältnissen
rung geltenden Grundbeitrag für den Neuzugang innerhalb desselben abweicht. Ist der Beitrag in diesem Fall zu niedrig berechnet, kürzen
Tarifs nicht übersteigen. wir die Entschädigung in dem Umfang, wie sich der zuletzt berechne­
te Beitrag zu dem tatsächlich zum Zeitpunkt des Versicherungsfalles
A 6.5 Kündigungsrecht des Versicherungsnehmers zu zahlenden Beitrag verhält. Dies gilt entsprechend für die versicher­
ten Kosten.
Passen wir den Vertrag nach A 6.2 bis A 6.4 an, können Sie innerhalb
eines Monats nach Zugang der Mitteilung über die Erhöhung des Ver­ In diesen Fällen berechnen wir die Entschädigung nach folgender For­
sicherungsumfanges und der damit verbundenen Anpassung des Bei­ mel:
trags in Textform zum Zeitpunkt des Inkrafttretens der Änderung kün­
Entschädigung = Schadensbetrag x vereinbarter Beitrag
digen. Wir sind verpflichtet, Sie in der Mitteilung auf das Kündigungs­
tatsächlich zu zahlender Beitrag
recht hinzuweisen. Die Mitteilung muss Ihnen spätestens einen Monat
vor dem Wirksamwerden der Beitragserhöhung zugehen.
A 7.6 Restwerte
Restwerte werden angerechnet.
A7 In welcher Form leisten wir die Entschädigung?

A 7.1 Entschädigung als Sachleistung A8 Wann zahlen wir die Entschädigung und wie verzinsen wir
sie?
A 7.1.1 Im Versicherungsfall gewähren wir eine Sachleistung, zu
der wir den Auftrag erteilen. A 8.1 Fälligkeit der Entschädigung
Die Entschädigung wird fällig, wenn wir den Anspruch dem Grunde
A 7.1.2 Sachleistung bedeutet, dass auf unsere Veranlassung
und zur Höhe nach abschließend festgestellt haben.
und Rechnung die zerstörten oder beschädigten versicher­
ten Sachen (siehe A 3) entsorgt und in gleicher Art und Sie können einen Monat nach Meldung des Schadens den Betrag als
Güte an den Schadensort geliefert und wieder eingesetzt Abschlagszahlung beanspruchen, der voraussichtlich mindestens zu
werden. zahlen ist.

A 7.1.3 Von der Sachleistung ausgenommen sind besondere Auf­ A 8.2 Verzinsung
wendungen, die zum Erreichen des Schadensortes (z. B.
Gerüste, Kräne) bzw. im Zusammenhang mit dem Einset­ Für die Verzinsung gelten folgende Regelungen, soweit nicht aus ei­
zen der Scheibe (z. B. Anstriche, De- und Remontage nem anderen Rechtsgrund eine weitergehende Zinspflicht besteht:
von Vergitterungen) erforderlich sind.
A 8.2.1 Entschädigung
Falls solche besonderen Kosten erforderlich sind, um die
Sachleistung zu erbringen, erteilen wir in Absprache mit Sie ist ab der Anzeige des Schadens zu verzinsen. Das
B GV 4 (01.07.2023) 3002AVS401 D

Ihnen in Ihrem Namen den Auftrag hierzu. Wir erstatten Ih­ gilt nicht, soweit die Entschädigung innerhalb eines Mo­
nen die Rechnungskosten bis zur vereinbarten Höhe. nats geleistet wurde.

A 7.1.4 Wir ersetzen keine Kosten, die bei der Angleichung unbe­ A 8.2.2 Zinssatz
schädigter Sachen (z. B. Farbe und Struktur) an entschä­
Der Zinssatz liegt einen Prozentpunkt unter dem jeweili­
digten Sachen sowie für fertigungsbedingte Abweichun­
gen Basiszinssatz des Bürgerlichen Gesetzbuches (§ 247
Seite 7 von 17

gen der Ersatzsache im äußeren Erscheinungsbild entste­


BGB), mindestens jedoch bei vier Prozent und höchstens
hen. Hierfür erteilen wir keinen Auftrag.
bei sechs Prozent Zinsen pro Jahr.
Die Zinsen werden zusammen mit der Entschädigung fällig. rück, gelten als Versicherungsort (siehe A 5) Ihre neue
Wohnung und die bisherige Ehewohnung. Dies gilt bis zu
A 8.3 Hemmung einer Änderung des Versicherungsvertrags, längstens bis
zum Ablauf von drei Monaten nach der nächsten, auf Ih­
Bei der Berechnung der Fristen gemäß A 8.1 und A 8.2 berücksichti­ ren Auszug folgenden Beitragsfälligkeit. Danach besteht
gen wir nicht den Zeitraum, in dem wegen Ihres Verschuldens die Ent­ Versicherungsschutz nur noch in Ihrer neuen Wohnung.
schädigung nicht ermittelt oder nicht gezahlt werden kann.
A 9.6.2 Sind beide Ehegatten Versicherungsnehmer und zieht bei
A 8.4 Aufschiebung der Zahlung einer Trennung von Ehegatten einer der Ehegatten aus
Wir können die Zahlung aufschieben, solange der Ehewohnung aus, sind Versicherungsort (siehe A 5)
ebenfalls beide Wohnungen: die bisherige Ehewohnung
und die neue Wohnung des ausziehenden Ehegatten.
A 8.4.1 Zweifel an Ihrer Empfangsberechtigung bestehen,
Dies gilt bis zu einer Änderung des Versicherungsver­
trags, längstens bis zum Ablauf von drei Monaten nach
A 8.4.2 aus Anlass dieses Versicherungsfalles gegen Sie oder Ih­ der nächsten, auf den Auszug des Ehegatten folgenden
ren Repräsentanten noch ein behördliches oder strafge­ Beitragsfälligkeit. Danach erlischt der Versicherungs­
richtliches Verfahren läuft. schutz für die neue Wohnung.

A 9.6.3 Ziehen beide Ehegatten in neue Wohnungen, gilt A 9.6.2


A9 Was passiert mit dem Versicherungsschutz, wenn Sie um­ entsprechend. Nach Ablauf der Frist von drei Monaten
ziehen? nach der nächsten, auf den Auszug der Ehegatten folgen­
den Beitragsfälligkeit erlischt der Versicherungsschutz für
A 9.1 Umzug in eine neue Wohnung beide neuen Wohnungen.
Wechseln Sie die Wohnung, geht der Versicherungsschutz auf die
neue Wohnung über. Während des Wohnungswechsels besteht in bei­ A 9.7 Lebensgemeinschaften, Lebenspartnerschaften
den Wohnungen Versicherungsschutz. Der Versicherungsschutz in A 9.6 gilt entsprechend für eheähnliche Lebensgemeinschaften und
der bisherigen Wohnung erlischt spätestens zwei Monate nach Um­ Lebenspartnerschaften, sofern beide Partner am Versicherungsort ge­
zugsbeginn. Der Umzug beginnt mit dem Zeitpunkt, in dem erstmals meldet sind.
versicherte Sachen dauerhaft in die neue Wohnung gebracht werden.

A 9.2 Mehrere Wohnungen A 10 Welche besonderen Umstände erhöhen die Gefahr? Wel­
Behalten Sie zusätzlich die bisherige Wohnung und bewohnen Sie che vertraglich vereinbarten Obliegenheiten und Sicher­
diese weiterhin (Doppelwohnsitz), geht der Versicherungsschutz nicht heitsvorschriften müssen Sie einhalten?
über. Für eine Übergangszeit von zwei Monaten besteht Versiche­
rungsschutz in beiden Wohnungen. A 10.1 Sicherheitsvorschriften
Als vertraglich vereinbarte Obliegenheit müssen Sie Folgendes beach­
A 9.3 Umzug ins Ausland ten:
Liegt die neue Wohnung nicht innerhalb der Bundesrepublik Deutsch­ a) Befrorene Scheiben dürfen nicht durch Verwendung von Wär­
land, geht der Versicherungsschutz nicht auf die neue Wohnung über. me erzeugenden Gegenständen (z. B. elektrische Sonnen)
Der Versicherungsschutz in der bisherigen Wohnung erlischt spätes­ oder durch warmes Wasser abgetaut werden.
tens zwei Monate nach Umzugsbeginn.
b) Gas- und elektrische Lampen müssen 20 cm von den Scheiben
A 9.4 Anzeige der neuen Wohnung entfernt sein.
c) Wenn Sie Räume vermietet haben, zu denen die versicherten
A 9.4.1 Den Bezug einer neuen Wohnung müssen Sie uns spätes­ Gegenstände gehören, müssen Sie die Mieter auf die vereinbar­
tens bei Beginn des Einzugs anzeigen. Dabei sind die zu ten Sicherheitsvorschriften hinweisen.
versichernden Wohneinheiten und die Gebäudeart anzu­
geben. d) Sie müssen dafür sorgen, dass die versicherten Gegenstände
fachmännisch nach den anerkannten Regeln erstellt und einge­
baut sind.
A 9.4.2 Verändern sich nach dem Wohnungswechsel die Anzahl
der vorhandenen Wohneinheiten oder die Gebäudeart
und wird der Versicherungsschutz nicht entsprechend an­ A 10.2 Anzeigepflichtige Gefahrerhöhung
gepasst, kann dies zu einer Unterversicherung führen. Eine anzeigepflichtige Gefahrerhöhung gemäß Teil B 3.2 kann insbe­
sondere dann vorliegen, wenn
A 9.5 Festlegung des neuen Beitrags, Kündigungsrecht
A 10.2.1 die Wohnung länger als 60 Tage unbewohnt ist.
A 9.5.1 Mit Umzugsbeginn gelten unsere Tarifbestimmungen, die
am Ort der neuen Wohnung gültig sind. Den Beitrag pas­ A 10.2.2 das Gebäude dauernd oder vorübergehend leer steht.
sen wir ab diesem Zeitpunkt den neuen Gegebenheiten
an.
A 10.2.3 im Versicherungsort ein gewerblicher Betrieb aufgenom­
men wird.
A 9.5.2 Erhöht sich der Beitrag aufgrund veränderter Beitragssät­
ze, können Sie den Vertrag kündigen. Die Kündigung
A 10.2.4 das Gebäude umgebaut oder daran angebaut wird.
muss spätestens einen Monat nach Zugang der Mitteilung
über die Erhöhung erfolgen. Sie wird einen Monat nach
Zugang wirksam. Die Kündigung ist in Textform zu erklä­ A 10.3 Folgen einer Gefahrerhöhung oder Obliegenheitsverlet­
ren. zung
Zu den Folgen einer Gefahrerhöhung siehe Teil B 3.2.3 bis B [Link].
B GV 4 (01.07.2023) 3002AVS401 D

A 9.5.3 Wenn Sie kündigen, können wir den Beitrag nur in der bis­
herigen Höhe, zeitanteilig bis zur Wirksamkeit der Kündi­
gung, beanspruchen. A 11 Wann gewähren wir Ihnen einen Bündelungsrabatt?

A 9.6 Aufgabe einer gemeinsamen Ehewohnung Wenn Sie bei uns neben der Glasversicherung nach den Debeka
AGlB 2017 noch eine Wohngebäudeversicherung nach den Debeka
Seite 8 von 17

A 9.6.1 Ziehen Sie bei einer Trennung aus der Ehewohnung aus VGB 2017 und/oder eine Hausratversicherung nach den Debeka VHB
und bleibt Ihr Ehegatte in der bisherigen Ehewohnung zu­ 2017 abgeschlossen haben, gewähren wir Ihnen einen Bündelungsra­
batt. Dieser beträgt für den Glasversicherungsbeitrag entweder min­
destens fünf Prozent, wenn eine Hausratversicherung oder mindes­ Hausrat- bzw. Wohngebäudeversicherung nicht mehr besteht), sind
tens zehn Prozent, wenn eine Wohngebäudeversicherung besteht. wir berechtigt, den Rabatt zum Beginn der nächsten Versicherungspe­
Werden die Voraussetzungen hierfür nicht mehr erfüllt (wenn also die riode zu reduzieren oder wegfallen zu lassen.

B Allgemeiner Teil

B1 Beginn des Versicherungsschutzes, Beitragszahlung B 1.4 Folgebeitrag

B 1.1 Beginn des Versicherungsschutzes B 1.4.1 Fälligkeit


Der Versicherungsschutz beginnt zu dem im Versicherungsschein an­ Ein Folgebeitrag wird entsprechend der vereinbarten Zah­
gegebenen Zeitpunkt. Dies gilt vorbehaltlich der Regelungen über die lungsweise jeweils zu Monats- oder Jahresbeginn oder zu
Folgen verspäteter Zahlung oder Nichtzahlung des Erst- oder Einmal­ einem anderen vereinbarten Zeitpunkt fällig.
beitrags.
Die Zahlung gilt als rechtzeitig, wenn sie zur Fälligkeit ver­
anlasst wird.
B 1.2 Beitragszahlung, Versicherungsperiode
B 1.4.2 Verzug und Schadensersatz
B 1.2.1 Beitragszahlung
Wird ein Folgebeitrag nicht rechtzeitig gezahlt, gerät der
Je nach Vereinbarung werden die Beiträge entweder mo­ Versicherungsnehmer ohne Mahnung in Verzug. Dies gilt
natlich oder jährlich im Voraus gezahlt. nur, wenn er die verspätete Zahlung zu vertreten hat.

B 1.2.2 Versicherungsperiode Ist der Versicherungsnehmer mit der Zahlung eines Folge­
beitrags in Verzug, ist der Versicherer berechtigt, Ersatz
Die Versicherungsperiode beträgt ein Jahr. Das gilt auch, des ihm durch den Verzug entstandenen Schadens zu
wenn die vereinbarte Vertragsdauer länger als ein Jahr verlangen.
ist. Ist die vereinbarte Vertragsdauer kürzer als ein Jahr,
entspricht die Versicherungsperiode der Vertragsdauer. B 1.4.3 Mahnung

B 1.3 Fälligkeit des Erst- oder Einmalbeitrags, Folgen verspä­ Wird ein Folgebeitrag nicht rechtzeitig gezahlt, kann der
teter Zahlung oder Nichtzahlung Versicherer den Versicherungsnehmer auf dessen Kosten
in Textform zur Zahlung auffordern und eine Zahlungsfrist
B 1.3.1 Fälligkeit des Erst- oder Einmalbeitrags bestimmen (Mahnung). Die Zahlungsfrist muss mindes­
tens zwei Wochen ab Zugang der Zahlungsaufforderung
Der erste oder einmalige Beitrag ist unverzüglich nach betragen.
dem Zeitpunkt des vereinbarten und im Versicherungs­
schein angegebenen Versicherungsbeginnes zu zahlen. Die Mahnung ist nur wirksam, wenn der Versicherer je
Dies gilt unabhängig von dem Bestehen eines Widerruf­ Vertrag die rückständigen Beträge des Beitrags sowie der
rechtes. Zinsen und Kosten im Einzelnen beziffert. Außerdem
muss er auf die Rechtsfolgen (Leistungsfreiheit und Kündi­
Liegt der vereinbarte Zeitpunkt des Versicherungsbegin­ gungsrecht) hinweisen.
nes vor Vertragsschluss, ist der erste oder einmalige Bei­
trag unverzüglich nach Vertragsschluss zu zahlen. B 1.4.4 Leistungsfreiheit nach Mahnung
Zahlt der Versicherungsnehmer nicht unverzüglich nach Tritt nach Ablauf der in der Mahnung gesetzten Zahlungs­
dem in Absatz 1 oder 2 bestimmten Zeitpunkt, beginnt der frist ein Versicherungsfall ein und ist der Versicherungs­
Versicherungsschutz erst, nachdem die Zahlung veran­ nehmer bei Eintritt des Versicherungsfalles mit der Zah­
lasst ist. lung des Beitrags oder der Zinsen oder Kosten in Verzug,
Weicht der Versicherungsschein vom Antrag des Versi­ ist der Versicherer von der Verpflichtung zur Leistung frei.
cherungsnehmers oder getroffenen Vereinbarungen ab,
ist der erste oder einmalige Beitrag frühestens einen Mo­ B 1.4.5 Kündigung nach Mahnung
nat nach Zugang des Versicherungsscheines zu zahlen. Ist der Versicherungsnehmer mit der Zahlung der geschul­
deten Beträge in Verzug, kann der Versicherer nach Ab­
B 1.3.2 Rücktrittsrecht des Versicherers bei Zahlungsverzug lauf der in der Mahnung gesetzten Zahlungsfrist den Ver­
Wird der erste oder einmalige Beitrag nicht rechtzeitig trag ohne Einhaltung einer Kündigungsfrist mit sofortiger
nach B 1.3.1 gezahlt, kann der Versicherer vom Vertrag Wirkung kündigen.
zurücktreten, solange die Zahlung nicht veranlasst ist. Die Kündigung kann mit der Bestimmung der Zahlungs­
Der Rücktritt ist ausgeschlossen, wenn der Versicherungs­ frist verbunden werden. Mit Ablauf dieser Frist wird die
nehmer die Nichtzahlung nicht zu vertreten hat. Kündigung wirksam, wenn der Versicherungsnehmer zu
diesem Zeitpunkt mit der Zahlung in Verzug ist. Hierauf ist
der Versicherungsnehmer bei der Kündigung ausdrück­
B 1.3.3 Leistungsfreiheit des Versicherers
lich hinzuweisen.
Wenn der Versicherungsnehmer den ersten oder einmali­
gen Beitrag nicht rechtzeitig nach B 1.3.1 zahlt, ist der B 1.4.6 Zahlung des Beitrags nach Kündigung
Versicherer für einen vor Zahlung des Beitrags eingetrete­
nen Versicherungsfall nicht zur Leistung verpflichtet. Die Kündigung wird unwirksam, wenn die Zahlung inner­
Voraussetzung ist, dass er den Versicherungsnehmer halb eines Monats nach der Kündigung veranlasst wird.
durch gesonderte Mitteilung in Textform oder durch einen Wenn die Kündigung mit der Zahlungsfrist verbunden wor­
B GV 4 (01.07.2023) 3002AVS401 D

auffälligen Hinweis im Versicherungsschein auf diese den ist, wird sie unwirksam, wenn die Zahlung innerhalb
Rechtsfolge der Nichtzahlung des Beitrags aufmerksam eines Monats nach Fristablauf veranlasst wird.
gemacht hat. Die Leistungsfreiheit des Versicherers nach B 1.4.4 bleibt
Die Leistungsfreiheit tritt nur ein, wenn der Versicherungs­ bis zur Zahlung bestehen.
nehmer die Nichtzahlung zu vertreten hat.
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B 1.5 SEPA-Lastschriftverfahren B [Link] Der Versicherungsnehmer ist nicht zur Zahlung des Bei­
trags verpflichtet, wenn das versicherte Interesse bei Be­
B 1.5.1 Pflichten des Versicherungsnehmers ginn der Versicherung nicht besteht oder wenn das Inte­
resse bei einer Versicherung, die für ein künftiges Unter­
Wurde vereinbart, dass der Beitrag von einer Bankverbin­ nehmen oder für ein anderes künftiges Interesse genom­
dung eingezogen wird, hat der Versicherungsnehmer da­ men ist, nicht entsteht. Der Versicherer kann jedoch ei­
für zu sorgen, dass das Konto zum Zeitpunkt der Beitrags­ ne angemessene Geschäftsgebühr verlangen.
fälligkeit ausreichend gedeckt ist.
Hat der Versicherungsnehmer ein nicht bestehendes In­
Konnte der Versicherer den fälligen Beitrag ohne Ver­ teresse in der Absicht versichert, sich dadurch einen
schulden des Versicherungsnehmers nicht einziehen, ist rechtswidrigen Vermögensvorteil zu verschaffen, ist der
die Zahlung auch dann noch rechtzeitig, wenn sie unver­ Vertrag nichtig. Dem Versicherer steht in diesem Fall
züglich nach einer in Textform abgegebenen Zahlungsauf­ der Beitrag bis zu dem Zeitpunkt zu, zu dem er von den
forderung des Versicherers erfolgt. die Nichtigkeit begründenden Umständen Kenntnis er­
langt.
B 1.5.2 Fehlgeschlagener Lastschrifteinzug
Hat es der Versicherungsnehmer zu vertreten, dass der
B2 Dauer und Ende des Vertrags, Kündigung
Versicherer einen oder mehrere Beiträge trotz wiederhol­
tem Versuch nicht einziehen konnte, ist der Versicherer
berechtigt, das SEPA-Lastschriftmandat in Textform zu B 2.1 Dauer und Ende des Vertrags
kündigen.
B 2.1.1 Vertragsdauer
Der Versicherer muss in der Kündigung darauf hinweisen,
dass der Versicherungsnehmer verpflichtet ist, den aus­ Der Vertrag ist für den im Versicherungsschein angegebe­
stehenden Beitrag und zukünftige Beiträge selbst zu über­ nen Zeitraum abgeschlossen.
mitteln.
B 2.1.2 Stillschweigende Verlängerung
Von Kreditinstituten erhobene Bearbeitungsgebühren für
fehlgeschlagenen Lastschrifteinzug können dem Versiche­ Bei einer Vertragsdauer von mindestens einem Jahr ver­
rungsnehmer in Rechnung gestellt werden. längert sich der Vertrag um jeweils ein Jahr. Er verlängert
sich nicht, wenn einer der Vertragsparteien spätestens
B 1.6 Beitrag bei vorzeitiger Vertragsbeendigung drei Monate vor dem Ablauf der jeweiligen Vertragslauf­
zeit eine Kündigung zugegangen ist.
B 1.6.1 Allgemeiner Grundsatz
B 2.1.3 Wegfall des versicherten Interesses
Bei vorzeitiger Beendigung des Vertrags steht dem Versi­
cherer nur derjenige Teil des Beitrags zu, der dem Zeit­ Fällt ein versichertes Interesse nach dem Beginn der Ver­
raum entspricht, in dem der Versicherungsschutz bestan­ sicherung vollständig und dauerhaft weg, endet der Ver­
den hat. trag bezüglich dieses Interesses zu dem Zeitpunkt, zu
dem der Versicherer vom Wegfall des Interesses Kennt­
B 1.6.2 Beitrag oder Geschäftsgebühr bei Widerruf, Rücktritt, An­ nis erlangt.
fechtung und fehlendem versicherten Interesse
B 2.2 Kündigung nach einem Versicherungsfall
B [Link] Der Versicherungsnehmer kann seine Vertragserklä­
rung innerhalb von 14 Tagen in Textform widerrufen. In B 2.2.1 Kündigungsrecht
dem Fall erstattet der Versicherer den Teil der Beiträge,
Nach dem Eintritt eines Versicherungsfalles kann jede der
der auf die Zeit nach Zugang der Widerrufserklärung ent­
Vertragsparteien den Versicherungsvertrag kündigen. Die
fällt. Voraussetzung ist, dass der Versicherer in der Wi­
Kündigung ist in Textform zu erklären. Die Kündigung ist
derrufsbelehrung auf das Widerrufsrecht, die Rechtsfol­
nur bis zum Ablauf eines Monats seit dem Abschluss der
gen des Widerrufs und den zu zahlenden Betrag hinge­
Verhandlungen über die Entschädigung zulässig.
wiesen hat. Außerdem muss der Versicherungsnehmer
zugestimmt haben, dass der Versicherungsschutz vor
Ende der Widerrufsfrist beginnt. B 2.2.2 Kündigung durch den Versicherungsnehmer

Ist die Widerrufsbelehrung nach Satz 2 unterblieben, hat Kündigt der Versicherungsnehmer, wird seine Kündigung
der Versicherer zusätzlich den für die erste Versiche­ mit ihrem Zugang beim Versicherer wirksam. Der Versi­
rungsperiode gezahlten Beitrag zu erstatten. Dies gilt cherungsnehmer kann jedoch bestimmen, dass die Kündi­
nicht, wenn der Versicherungsnehmer Leistungen aus gung zu einem späteren Zeitpunkt, spätestens jedoch
dem Versicherungsvertrag in Anspruch genommen hat. zum Ende der laufenden Versicherungsperiode, wirksam
wird.
B [Link] Tritt der Versicherer wegen Verletzung einer vorvertragli­
chen Anzeigepflicht vom Versicherungsvertrag zurück, B 2.2.3 Kündigung durch den Versicherer
steht ihm der Beitrag bis zum Zugang der Rücktrittserklä­ Eine Kündigung des Versicherers wird einen Monat, nach­
rung zu. dem sie dem Versicherungsnehmer zugeht, wirksam.
Tritt der Versicherer vom Vertrag zurück, weil der einma­
lige oder der erste Beitrag nicht rechtzeitig gezahlt wor­
den ist, steht ihm eine angemessene Geschäftsgebühr B3 Anzeigepflicht, Gefahrerhöhung, andere Obliegenheiten
zu.
B 3.1 Anzeigepflichten des Versicherungsnehmers oder sei­
B [Link] Wird der Versicherungsvertrag durch Anfechtung des nes Vertreters bis zum Vertragsschluss
Versicherers wegen arglistiger Täuschung beendet,
B GV 4 (01.07.2023) 3002AVS401 D

steht dem Versicherer der Beitrag bis zum Zugang der B 3.1.1 Vollständigkeit und Richtigkeit von Angaben über gefahr­
Anfechtungserklärung zu. erhebliche Umstände
Der Versicherungsnehmer hat bis zur Abgabe seiner Ver­
B [Link] Fällt das versicherte Interesse nach dem Beginn der Ver­ tragserklärung dem Versicherer alle ihm bekannten Ge­
sicherung vollständig und dauerhaft weg, steht dem Ver­ fahrumstände anzuzeigen, nach denen der Versicherer in
sicherer der Beitrag zu, den er hätte beanspruchen kön­
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Textform gefragt hat und die für den Entschluss des Versi­
nen, wenn die Versicherung nur bis zu dem Zeitpunkt cherers erheblich sind, den Vertrag mit dem vereinbarten
beantragt worden wäre, zu dem der Versicherer vom Inhalt zu schließen. Diese Anzeigepflicht gilt auch dann,
Wegfall des Interesses Kenntnis erlangt hat. wenn der Versicherer dem Versicherungsnehmer nach
seiner Vertragserklärung, aber vor der Vertragsannahme, nats schriftlich geltend machen. Dabei hat er die Umstän­
Fragen im Sinn von Satz 1 in Textform stellt. de anzugeben, auf die er seine Erklärung stützt. Zur Be­
gründung kann er nachträglich weitere Umstände inner­
Wird der Vertrag von einem Vertreter des Versicherungs­ halb eines Monats nach deren Kenntniserlangung ange­
nehmers geschlossen, sind bei der Anwendung von Ab­ ben. Die Monatsfrist beginnt mit dem Zeitpunkt, zu dem
satz 1 und B 3.1.2 sowohl die Kenntnis und die Arglist der Versicherer von der Verletzung der Anzeigepflicht und
des Vertreters als auch die Kenntnis und die Arglist des der Umstände Kenntnis erlangt, die das von ihm jeweils
Versicherungsnehmers zu berücksichtigen. geltend gemachte Recht begründen.
Der Versicherungsnehmer kann sich darauf, dass die An­
zeigepflicht nicht vorsätzlich oder grob fahrlässig verletzt B 3.1.4 Hinweispflicht des Versicherers
worden ist, nur berufen, wenn weder dem Vertreter noch
dem Versicherungsnehmer Vorsatz oder grobe Fahrlässig­ Die Rechte zum Rücktritt, zur Kündigung oder zur Ver­
keit zur Last fällt. tragsänderung stehen dem Versicherer nur zu, wenn er
den Versicherungsnehmer durch gesonderte Mitteilung in
Textform auf die Folgen der Verletzung der Anzeigepflicht
B 3.1.2 Rechtsfolgen der Verletzung der Anzeigepflicht hingewiesen hat.

B [Link] Rücktritt und Wegfall des Versicherungsschutzes B 3.1.5 Ausschluss von Rechten des Versicherers
Verletzt der Versicherungsnehmer seine Anzeigepflicht Der Versicherer kann sich auf seine Rechte zum Rücktritt,
nach B 3.1.1 Absatz 1, kann der Versicherer vom Ver­ zur Kündigung oder zur Vertragsänderung nicht berufen,
trag zurücktreten. Im Fall des Rücktritts besteht auch für wenn er den nicht angezeigten Gefahrumstand oder die
die Vergangenheit kein Versicherungsschutz. Unrichtigkeit der Anzeige kannte.
Der Versicherer hat jedoch kein Rücktrittsrecht, wenn
der Versicherungsnehmer nachweist, dass er die unrich­ B 3.1.6 Anfechtung
tigen oder unvollständigen Angaben weder vorsätzlich
noch grob fahrlässig gemacht hat. Das Recht des Versicherers, den Vertrag wegen arglisti­
ger Täuschung anzufechten, bleibt bestehen.
Das Rücktrittsrecht des Versicherers wegen grob fahr­
lässiger Verletzung der Anzeigepflicht besteht nicht, B 3.1.7 Erlöschen der Rechte des Versicherers
wenn der Versicherungsnehmer nachweist, dass der
Versicherer den Vertrag auch bei Kenntnis der nicht an­ Die Rechte des Versicherers zum Rücktritt, zur Kündi­
gezeigten Umstände zu gleichen oder anderen Bedin­ gung und zur Vertragsänderung erlöschen mit Ablauf von
gungen geschlossen hätte. fünf Jahren nach Vertragsschluss.

Tritt der Versicherer nach Eintritt des Versicherungsfal­ Diese Rechte erlöschen nicht für Versicherungsfälle, die
les zurück, darf er den Versicherungsschutz nicht versa­ vor Ablauf dieser Frist eingetreten sind. Die Frist beträgt
gen, wenn der Versicherungsnehmer nachweist, dass zehn Jahre, wenn der Versicherungsnehmer oder sein
der unvollständig oder unrichtig angezeigte Umstand we­ Vertreter die Anzeigepflicht vorsätzlich oder arglistig ver­
der für den Eintritt des Versicherungsfalles noch für die letzt hat.
Feststellung oder den Umfang der Leistung ursächlich
war. Auch in diesem Fall besteht aber kein Versiche­ B 3.2 Gefahrerhöhung
rungsschutz, wenn der Versicherungsnehmer die Anzei­
gepflicht arglistig verletzt hat. B 3.2.1 Begriff der Gefahrerhöhung

B [Link] Kündigung B [Link] Eine Gefahrerhöhung liegt vor, wenn nach Abgabe der
Vertragserklärung des Versicherungsnehmers die tat­
Verletzt der Versicherungsnehmer seine Anzeigepflicht
sächlich vorhandenen Umstände so verändert werden,
nach B 3.1.1 Absatz 1 leicht fahrlässig oder schuldlos,
dass der Eintritt des Versicherungsfalles oder eine Ver­
kann der Versicherer den Vertrag kündigen. Das Kündi­
größerung des Schadens oder die ungerechtfertigte In­
gungsrecht ist jedoch ausgeschlossen, wenn der Versi­
anspruchnahme des Versicherers wahrscheinlicher
cherungsnehmer nachweist, dass der Versicherer den
wird.
Vertrag auch bei Kenntnis der nicht angezeigten Um­
stände zu gleichen oder anderen Bedingungen geschlos­
sen hätte. B [Link] Eine Gefahrerhöhung kann insbesondere - aber nicht
nur - vorliegen, wenn sich ein gefahrerheblicher Um­
stand ändert, nach dem der Versicherer vor Vertrags­
B [Link] Vertragsänderung
schluss gefragt hat.
Hat der Versicherungsnehmer seine Anzeigepflicht nach
B 3.1.1 Absatz 1 nicht vorsätzlich verletzt und hätte der B [Link] Eine Gefahrerhöhung nach B [Link] liegt nicht vor,
Versicherer bei Kenntnis der nicht angezeigten Gefahr­ wenn sich die Gefahr nur unerheblich erhöht hat oder
umstände den Vertrag auch zu anderen Bedingungen nach den Umständen mitversichert sein soll.
geschlossen, werden die anderen Bedingungen auf Ver­
langen des Versicherers rückwirkend Vertragsbestand­ B 3.2.2 Pflichten des Versicherungsnehmers
teil. Bei einer vom Versicherungsnehmer unverschulde­
ten Pflichtverletzung werden die anderen Bedingungen
B [Link] Nach Abgabe seiner Vertragserklärung darf der Versi­
ab der laufenden Versicherungsperiode Vertragsbe­
cherungsnehmer ohne vorherige Zustimmung des Versi­
standteil.
cherers keine Gefahrerhöhung vornehmen oder deren
Erhöht sich durch eine Vertragsänderung der Beitrag Vornahme durch einen Dritten gestatten.
um mehr als zehn Prozent oder schließt der Versicherer
die Gefahrabsicherung für den nicht angezeigten Um­ B [Link] Erkennt der Versicherungsnehmer nachträglich, dass er
stand aus, kann der Versicherungsnehmer den Vertrag ohne vorherige Zustimmung des Versicherers eine Ge­
B GV 4 (01.07.2023) 3002AVS401 D

innerhalb eines Monats nach Zugang der Mitteilung des fahrerhöhung vorgenommen oder gestattet hat, muss er
Versicherers ohne Einhaltung einer Frist kündigen. In diese dem Versicherer unverzüglich anzeigen.
dieser Mitteilung hat der Versicherer den Versicherungs­
nehmer auf dessen Kündigungsrecht hinzuweisen. B [Link] Eine Gefahrerhöhung, die nach Abgabe seiner Vertrags­
erklärung unabhängig von seinem Willen eintritt, muss
B 3.1.3 Frist und Form für die Ausübung der Rechte des Versiche­ der Versicherungsnehmer dem Versicherer unverzüg­
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rers lich anzeigen, nachdem er von ihr Kenntnis erlangt hat.


Die Rechte zum Rücktritt, zur Kündigung oder zur Ver­
tragsänderung muss der Versicherer innerhalb eines Mo­
B 3.2.3 Kündigung oder Vertragsänderung durch den Versicherer c) wenn der Versicherer statt der Kündigung ab dem
Zeitpunkt der Gefahrerhöhung einen seinen Ge­
B [Link] Kündigungsrecht schäftsgrundsätzen entsprechend erhöhten Beitrag
verlangt.
Verletzt der Versicherungsnehmer seine Verpflichtung
nach B [Link], kann der Versicherer den Vertrag fristlos B 3.3 Obliegenheiten des Versicherungsnehmers
kündigen, wenn der Versicherungsnehmer seine Ver­
pflichtung vorsätzlich oder grob fahrlässig verletzt hat.
Das Nichtvorliegen von Vorsatz oder grober Fahrlässig­ B 3.3.1 Obliegenheiten vor Eintritt des Versicherungsfalles
keit hat der Versicherungsnehmer zu beweisen.
B [Link] Der Versicherungsnehmer hat vor Eintritt des Versiche­
Beruht die Verletzung auf einfacher Fahrlässigkeit, kann rungsfalles folgende, vertraglich vereinbarte Obliegen­
der Versicherer unter Einhaltung einer Frist von einem heiten zu erfüllen:
Monat kündigen.
a) die Einhaltung aller gesetzlichen, behördlichen so­
Wird dem Versicherer eine Gefahrerhöhung in den Fäl­ wie vertraglich vereinbarten Sicherheitsvorschriften
len nach B [Link] und B [Link] bekannt, kann er den
Vertrag unter Einhaltung einer Frist von einem Monat und
kündigen. b) die Einhaltung aller sonstigen vertraglich vereinbar­
ten Obliegenheiten.
B [Link] Vertragsänderung
Statt der Kündigung kann der Versicherer ab dem Zeit­ B [Link] Rechtsfolgen
punkt der Gefahrerhöhung einen seinen Geschäfts­ Verletzt der Versicherungsnehmer vorsätzlich oder grob
grundsätzen entsprechenden erhöhten Beitrag verlan­ fahrlässig eine Obliegenheit, die er vor Eintritt des Versi­
gen oder die Absicherung der erhöhten Gefahr aus­ cherungsfalles gegenüber dem Versicherer zu erfüllen
schließen. hat, kann der Versicherer innerhalb eines Monats, nach­
Erhöht sich der Beitrag als Folge der Gefahrerhöhung dem er von der Verletzung Kenntnis erlangt hat, den
um mehr als zehn Prozent oder schließt der Versicherer Vertrag fristlos kündigen.
die Absicherung der erhöhten Gefahr aus, kann der Ver­ Der Versicherer hat kein Kündigungsrecht, wenn der
sicherungsnehmer den Vertrag innerhalb eines Monats Versicherungsnehmer nachweist, dass er die Obliegen­
nach Zugang der Mitteilung des Versicherers ohne Ein­ heit weder vorsätzlich noch grob fahrlässig verletzt hat.
haltung einer Frist kündigen. In der Mitteilung hat der
Versicherer den Versicherungsnehmer auf dieses Kündi­
B 3.3.2 Obliegenheiten bei und nach Eintritt des Versicherungsfal­
gungsrecht hinzuweisen.
les
B 3.2.4 Erlöschen der Rechte des Versicherers Der Versicherungsnehmer hat bei und nach Eintritt des
Versicherungsfalles folgende Obliegenheiten zu erfüllen:
Die Rechte des Versicherers zur Kündigung oder Ver­
tragsanpassung nach B 3.2.3 erlöschen, wenn diese nicht
B [Link] Er hat nach Möglichkeit für die Abwendung und Minde­
innerhalb eines Monats ab Kenntnis des Versicherers von
rung des Schadens zu sorgen. Dabei hat der Versiche­
der Gefahrerhöhung ausgeübt werden oder wenn der Zu­
rungsnehmer Weisungen des Versicherers, soweit für
stand wiederhergestellt ist, der vor der Gefahrerhöhung
ihn zumutbar, zu befolgen sowie Weisungen - ggf. auch
bestanden hat.
mündlich oder telefonisch - einzuholen, wenn die Um­
stände dies gestatten. Erteilen mehrere an dem Versi­
B 3.2.5 Leistungsfreiheit wegen Gefahrerhöhung cherungsvertrag beteiligte Versicherer unterschiedliche
Weisungen, hat der Versicherungsnehmer nach pflicht­
B [Link] Tritt nach einer Gefahrerhöhung der Versicherungsfall gemäßem Ermessen zu handeln.
ein, ist der Versicherer nicht zur Leistung verpflichtet,
wenn der Versicherungsnehmer seine Pflichten nach B [Link] Zusätzlich zu B [Link] gilt:
B [Link] vorsätzlich verletzt hat. Verletzt der Versiche­
rungsnehmer diese Pflichten grob fahrlässig, ist der Ver­ Der Versicherungsnehmer hat
sicherer berechtigt, seine Leistung in dem Verhältnis zu
a) dem Versicherer den Schadenseintritt, nachdem er
kürzen, das der Schwere des Verschuldens des Versi­
von ihm Kenntnis erlangt hat, unverzüglich - ggf.
cherungsnehmers entspricht. Das Nichtvorliegen einer
auch mündlich oder telefonisch - anzuzeigen.
groben Fahrlässigkeit hat der Versicherungsnehmer zu
beweisen. b) Schäden durch strafbare Handlungen gegen das Ei­
gentum unverzüglich der Polizei anzuzeigen.
B [Link] Nach einer Gefahrerhöhung nach B [Link] und
c) das Schadensbild so lange unverändert zu lassen,
B [Link] ist der Versicherer für einen Versicherungsfall,
bis der Versicherer die Schadensstelle oder die be­
der später als einen Monat nach dem Zeitpunkt eintritt,
schädigten Sachen freigegeben hat. Sind Verände­
zu dem die Anzeige dem Versicherer hätte zugegangen
rungen unumgänglich, ist das Schadensbild nach­
sein müssen, leistungsfrei, wenn der Versicherungsneh­
vollziehbar zu dokumentieren (z. B. durch Fotos).
mer seine Anzeigepflicht vorsätzlich verletzt hat. Hat der
Die beschädigten Sachen muss der Versicherungs­
Versicherungsnehmer seine Pflicht grob fahrlässig ver­
nehmer aufbewahren, bis der Versicherer sie besich­
letzt, gilt B [Link] Satz 2 und 3 entsprechend. Der Versi­
tigen kann.
cherer bleibt leistungspflichtig, wenn ihm die Gefahrerhö­
hung zu dem Zeitpunkt, zu dem ihm die Anzeige hätte d) dem Versicherer - soweit dies möglich ist - unverzüg­
zugegangen sein müssen, bekannt war. lich jede Auskunft in Textform zu erteilen, die zur
Feststellung des Versicherungsfalles oder des Um­
B [Link] Die Leistungspflicht des Versicherers bleibt bestehen, fangs der Leistungspflicht des Versicherers erforder­
B GV 4 (01.07.2023) 3002AVS401 D

lich ist sowie jede Untersuchung über Ursache und


a) soweit der Versicherungsnehmer nachweist, dass Höhe des Schadens und über den Umfang der Ent­
die Gefahrerhöhung nicht ursächlich für den Eintritt schädigungspflicht zu gestatten.
des Versicherungsfalles oder den Umfang der Leis­
tungspflicht war oder e) alle Belege beizubringen, die der Versicherer anfor­
dert und deren Beschaffung ihm billigerweise zuge­
b) wenn zur Zeit des Eintritts des Versicherungsfalles mutet werden kann.
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die Frist für die Kündigung des Versicherers abge­


laufen und eine Kündigung nicht erfolgt war oder
Steht das Recht auf die vertragliche Leistung des Versicherers einem höhere Entschädigung zu leisten ist, als wenn das ge­
anderen als dem Versicherungsnehmer zu, so hat dieser die Oblie­ samte Risiko in diesem Vertrag in Deckung gegeben
genheiten nach B 3.3.1 und B 3.3.2 ebenfalls zu erfüllen - soweit ihm worden wäre.
dies nach den tatsächlichen und rechtlichen Umständen möglich ist.
B [Link] Hat der Versicherungsnehmer eine Mehrfachversiche­
B 3.3.3 Leistungsfreiheit bei Obliegenheitsverletzung rung in der Absicht geschlossen, sich dadurch einen
rechtswidrigen Vermögensvorteil zu verschaffen, ist je­
B [Link] Verletzt der Versicherungsnehmer eine Obliegenheit der in dieser Absicht geschlossene Vertrag nichtig.
nach B 3.3.1 oder B 3.3.2 vorsätzlich, ist der Versiche­ Dem Versicherer steht der Beitrag bis zu dem Zeitpunkt
rer leistungsfrei. Bei grob fahrlässiger Verletzung der Ob­ zu, zu dem er von den die Nichtigkeit begründenden Um­
liegenheit ist der Versicherer berechtigt, seine Leistung ständen Kenntnis erlangt.
in dem Verhältnis zu kürzen, das der Schwere des Ver­
schuldens des Versicherungsnehmers entspricht.
B 4.1.4 Beseitigung der Mehrfachversicherung
B [Link] Verletzt der Versicherungsnehmer eine nach Eintritt des
Versicherungsfalles bestehende Auskunfts- oder Aufklä­ B [Link] Hat der Versicherungsnehmer den Vertrag, durch den
rungsobliegenheit, ist der Versicherer nur dann vollstän­ die Mehrfachversicherung entstanden ist, ohne Kenntnis
dig oder teilweise leistungsfrei, wenn er den Versiche­ von dem Entstehen der Mehrfachversicherung geschlos­
rungsnehmer durch gesonderte Mitteilung in Textform sen, kann er verlangen, dass der später geschlossene
auf diese Rechtsfolge hingewiesen hat. Vertrag aufgehoben oder auf das versicherte Interesse
beschränkt wird, das durch die frühere Versicherung
nicht gedeckt ist. Entsprechend vermindert sich der Bei­
B [Link] Der Versicherer bleibt zur Leistung verpflichtet, wenn trag.
der Versicherungsnehmer nachweist, dass er die Oblie­
genheit nicht grob fahrlässig verletzt hat. Dies gilt auch, Die Aufhebung des Vertrags oder die Beschränkung
wenn der Versicherungsnehmer nachweist, dass die des versicherten Interesses und die Anpassung des Bei­
Verletzung der Obliegenheit weder für den Eintritt oder trags werden zu dem Zeitpunkt wirksam, zu dem die Er­
die Feststellung des Versicherungsfalles noch für die klärung dem Versicherer zugeht.
Feststellung oder den Umfang der dem Versicherer ob­
liegenden Leistung ursächlich war. Das gilt aber nicht, B [Link] Die Regelungen nach B [Link] sind auch anzuwenden,
wenn der Versicherungsnehmer die Obliegenheit arglis­ wenn die Mehrfachversicherung dadurch entstanden ist,
tig verletzt hat. dass nach Abschluss der mehreren Versicherungsverträ­
ge der Versicherungswert gesunken ist. Sind in diesem
Fall die mehreren Versicherungsverträge gleichzeitig
B4 Weitere Regelungen oder im Einvernehmen der Versicherer geschlossen wor­
den, kann der Versicherungsnehmer nur die verhältnis­
B 4.1 Mehrere Versicherer, Mehrfachversicherung mäßige Herabsetzung des Versicherungsumfangs und
der Beiträge verlangen.
B 4.1.1 Anzeigepflicht
B 4.2 Erklärungen und Anzeigen, Anschriftenänderung
Wer bei mehreren Versicherern ein Interesse gegen die­
selbe Gefahr versichert, ist verpflichtet, dem Versicherer
B 4.2.1 Form, zuständige Stelle
die andere Versicherung unverzüglich mitzuteilen. In der
Mitteilung sind der andere Versicherer und der Versiche­ Die für den Versicherer bestimmten Erklärungen und An­
rungsumfang anzugeben. zeigen, die den Versicherungsvertrag betreffen und die
unmittelbar gegenüber dem Versicherer erfolgen, sind in
B 4.1.2 Rechtsfolgen der Verletzung der Anzeigepflicht Textform abzugeben. Dies gilt nicht, soweit gesetzlich
Schriftform oder in diesem Vertrag etwas anderes be­
Verletzt der Versicherungsnehmer die Anzeigepflicht stimmt ist.
nach B 4.1.1 vorsätzlich oder grob fahrlässig, ist der Versi­
cherer unter den in B 3.3 beschriebenen Voraussetzun­ Erklärungen und Anzeigen sollen an die Hauptverwaltung
gen zur Kündigung berechtigt oder auch ganz oder teilwei­ des Versicherers oder an die im Versicherungsschein
se leistungsfrei. Leistungsfreiheit tritt nicht ein, wenn der oder in dessen Nachträgen als zuständig bezeichnete
Versicherer vor Eintritt des Versicherungsfalles Kenntnis Stelle gerichtet werden. Die gesetzlichen Regelungen
von der anderen Versicherung erlangt hat. über den Zugang von Erklärungen und Anzeigen bleiben
bestehen.
B 4.1.3 Haftung und Entschädigung bei Mehrfachversicherung
B 4.2.2 Nichtanzeige einer Anschriften- oder Namensänderung
B [Link] Ist bei mehreren Versicherern ein Interesse gegen die­ Hat der Versicherungsnehmer eine Änderung seiner An­
selbe Gefahr versichert und übersteigt die Summe der schrift dem Versicherer nicht mitgeteilt, genügt für eine
Entschädigungen, die von jedem Versicherer ohne Be­ Willenserklärung, die dem Versicherungsnehmer gegen­
stehen der anderen Versicherung zu zahlen wären, den über abzugeben ist, die Absendung eines eingeschriebe­
Gesamtschaden, liegt eine Mehrfachversicherung vor. nen Briefes an die letzte dem Versicherer bekannte An­
schrift. Die Erklärung gilt drei Tage nach der Absendung
B [Link] Die Versicherer sind in der Weise als Gesamtschuldner des Briefes als zugegangen. Dies gilt entsprechend für
verpflichtet, dass jeder für den Betrag aufzukommen den Fall einer dem Versicherer nicht angezeigten Na­
hat, dessen Zahlung ihm nach seinem Vertrage obliegt; mensänderung des Versicherungsnehmers.
der Versicherungsnehmer kann aber im Ganzen nicht
mehr als den Betrag des ihm entstandenen Schadens B 4.3 Vollmacht des Versicherungsvertreters
verlangen. Satz 1 gilt entsprechend, wenn die Verträge
bei demselben Versicherer bestehen.
B 4.3.1 Erklärungen des Versicherungsnehmers
B GV 4 (01.07.2023) 3002AVS401 D

Erlangt der Versicherungsnehmer oder der Versicherte


Der Versicherungsvertreter ist bevollmächtigt, Erklärun­
aus anderen Versicherungsverträgen Entschädigung für
gen vom Versicherungsnehmer entgegenzunehmen, die
denselben Schaden, ermäßigt sich der Anspruch aus
Folgendes betreffen:
dem vorliegenden Vertrag in der Weise, dass die Ent­
schädigung aus allen Verträgen insgesamt nicht höher
B [Link] den Abschluss bzw. den Widerruf eines Versicherungs­
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ist, als wenn das gesamte Risiko in diesem Vertrag in


Deckung gegeben worden wäre. Bei Vereinbarung von vertrages
Entschädigungsgrenzen ermäßigt sich der Anspruch in
der Weise, dass aus allen Verträgen insgesamt keine
B [Link] ein bestehendes Versicherungsverhältnis einschließlich B 4.5.3 Rechtsweg
dessen Beendigung
Außerdem steht dem Versicherungsnehmer die Möglich­
keit zu, den Rechtsweg zu beschreiten.
B [Link] Anzeige- und Informationspflichten vor Abschluss des
Vertrags und während des Versicherungsverhältnisses
B 4.6 Örtlich zuständiges Gericht
B 4.3.2 Erklärungen des Versicherers
B 4.6.1 Klagen gegen den Versicherer
Der Versicherungsvertreter gilt als bevollmächtigt, vom
Versicherer ausgefertigte Versicherungsscheine oder de­ Für Klagen aus dem Versicherungsvertrag gegen den Ver­
ren Nachträge dem Versicherungsnehmer zu übermitteln. sicherer bestimmt sich die gerichtliche Zuständigkeit nach
dem Sitz des Versicherers oder seiner für den Versiche­
rungsvertrag zuständigen Niederlassung.
B 4.4 Verjährung
Ferner ist auch das Gericht zuständig, in dessen Bezirk
Die Ansprüche aus dem Versicherungsvertrag verjähren in drei Jah­ der Versicherungsnehmer zur Zeit der Klageerhebung sei­
ren. Die Verjährung beginnt mit dem Schluss des Jahres, in dem der nen Sitz, den Sitz seiner Niederlassung oder seinen
Anspruch entstanden ist und der Gläubiger von den Anspruch begrün­ Wohnsitz oder - in Ermangelung eines solchen - seinen
denden Umständen und der Person des Schuldners Kenntnis erlangt. gewöhnlichen Aufenthalt hat.
Die grob fahrlässige Unkenntnis steht der Kenntnis gleich.
Verlegt jedoch der Versicherungsnehmer nach Vertrags­
Ist ein Anspruch aus dem Versicherungsvertrag bei dem Versicherer schluss seinen Sitz, den Sitz seiner Niederlassung, sei­
angemeldet worden, zählt bei der Fristberechnung der Zeitraum zwi­ nen Wohnsitz oder - in Ermangelung eines solchen - sei­
schen Anmeldung und Zugang der in Textform mitgeteilten Entschei­ nen gewöhnlichen Aufenthalt ins Ausland, sind die Gerich­
dung des Versicherers beim Anspruchsteller nicht mit. te des Staates zuständig, in dem der Versicherer seinen
Im Übrigen richtet sich die Verjährung nach den allgemeinen Vor­ Sitz hat.
schriften des Bürgerlichen Gesetzbuches (BGB).
B 4.6.2 Klagen gegen den Versicherungsnehmer
B 4.5 Beschwerdestellen Für Klagen aus dem Versicherungsvertrag gegen den Ver­
sicherungsnehmer bestimmt sich die gerichtliche Zustän­
B 4.5.1 Versicherungsombudsmann digkeit nach dem Sitz, dem Sitz der Niederlassung oder
Wenn der Versicherungsnehmer mit der Entscheidung dem Wohnsitz des Versicherungsnehmers - oder wenn er
des Versicherers nicht zufrieden ist oder eine Verhand­ keinen Wohnsitz hat - nach seinem gewöhnlichen Aufent­
lung einmal nicht zu dem gewünschten Ergebnis geführt halt.
hat, kann sich der Versicherungsnehmer an den Ombuds­ Ist der Wohnsitz oder gewöhnliche Aufenthalt im Zeit­
mann für Versicherungen wenden. punkt der Klageerhebung nicht bekannt, bestimmt sich
Versicherungsombudsmann e. V. die gerichtliche Zuständigkeit für Klagen aus dem Versi­
Postfach 08 06 32 cherungsvertrag gegen den Versicherungsnehmer nach
10006 Berlin dem Sitz des Versicherers oder seiner für den Versiche­
E-Mail: beschwerde@[Link] rungsvertrag zuständigen Niederlassung.
Telefon: (08 00) 3 69 60 00
Fax: (08 00) 3 69 90 00 B 4.7 Anzuwendendes Recht

Einzelheiten sind unter: Für diesen Vertrag gilt deutsches Recht.


[Link]
B 4.8 Überversicherung
Der Ombudsmann für Versicherungen ist eine unabhängi­
ge und für Verbraucher kostenfrei arbeitende Schlich­ Übersteigt das versicherte Interesse dessen Wert erheblich, kann so­
tungsstelle. Die Debeka Allgemeine Versicherung AG hat wohl der Versicherer als auch der Versicherungsnehmer verlangen,
sich verpflichtet, an dem Schlichtungsverfahren teilzuneh­ dass zur Beseitigung der Überversicherung das versicherte Interesse
men. mit sofortiger Wirkung angepasst wird. Ab Zugang des Herabset-
zungsverlangens ist für die Höhe des Beitrags der Betrag maßge­
Verbraucher, die diesen Vertrag online (z. B. über eine bend, den der Versicherer berechnet haben würde, wenn der Vertrag
Webseite oder per E-Mail) abgeschlossen haben, können von vornherein mit dem neuen Inhalt geschlossen worden wäre.
sich mit ihrer Beschwerde auch online an die
Plattform [Link] wenden. Ih­ Hat der Versicherungsnehmer die Überversicherung in der Absicht ge­
re Beschwerde wird dann über diese Plattform an den Ver­ schlossen, sich dadurch einen rechtswidrigen Vermögensvorteil zu
sicherungsombudsmann weitergeleitet. verschaffen, ist der Vertrag nichtig. Dem Versicherer steht der Beitrag
bis zu dem Zeitpunkt zu, zu dem er von den die Nichtigkeit begründen­
B 4.5.2 Versicherungsaufsicht den Umständen Kenntnis erlangt.

Ist der Versicherungsnehmer mit der Betreuung nicht zu­ B 4.9 Versicherung für fremde Rechnung
frieden oder treten Meinungsverschiedenheiten bei der
Vertragsabwicklung auf, kann sich der Versicherungsneh­
mer auch an die zuständige Aufsicht wenden. Als Versi­ B 4.9.1 Rechte aus dem Vertrag
cherungsunternehmen unterliegen wir der Aufsicht der Der Versicherungsnehmer kann den Versicherungsver­
Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht. trag im eigenen Namen für das Interesse eines Dritten
Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) (Versicherten) schließen. Die Ausübung der Rechte aus
Sektor Versicherungsaufsicht diesem Vertrag steht nur dem Versicherungsnehmer und
Graurheindorfer Straße 108 nicht auch dem Versicherten zu. Das gilt auch, wenn der
53117 Bonn Versicherte den Versicherungsschein besitzt.
E-Mail: poststelle@[Link]
B GV 4 (01.07.2023) 3002AVS401 D

Telefon: (02 28) 41 08 - 0 B 4.9.2 Zahlung der Entschädigung


Fax: (02 28) 41 08 - 15 50 Der Versicherer kann vor Zahlung der Entschädigung an
Die BaFin ist keine Schiedsstelle und kann einzelne Streit­ den Versicherungsnehmer den Nachweis verlangen, dass
fälle nicht verbindlich entscheiden. der Versicherte seine Zustimmung dazu erteilt hat. Der
Versicherte kann die Zahlung der Entschädigung nur mit
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Zustimmung des Versicherungsnehmers verlangen.


B 4.9.3 Kenntnis und Verhalten B [Link] Ist der Versicherer berechtigt, seine Leistung zu kürzen,
kann er auch den Kostenersatz nach B 4.10.2 entspre­
B [Link] Soweit die Kenntnis und das Verhalten des Versiche­ chend kürzen.
rungsnehmers von rechtlicher Bedeutung sind, sind bei
der Versicherung für fremde Rechnung auch die Kennt­ B 4.11 Übergang von Ersatzansprüchen
nis und das Verhalten des Versicherten zu berücksichti­
gen. B 4.11.1 Übergang von Ersatzansprüchen
Soweit der Vertrag Interessen des Versicherungsneh­ Steht dem Versicherungsnehmer ein Ersatzanspruch ge­
mers und des Versicherten umfasst, muss sich der Ver­ gen einen Dritten zu, geht dieser Anspruch auf den Versi­
sicherungsnehmer für sein Interesse das Verhalten und cherer über, soweit der Versicherer den Schaden ersetzt.
die Kenntnis des Versicherten nur zurechnen lassen,
wenn der Versicherte Repräsentant des Versicherungs­ Der Übergang kann nicht zum Nachteil des Versiche­
nehmers ist. rungsnehmers geltend gemacht werden.
Richtet sich der Ersatzanspruch des Versicherungsneh­
B [Link] Auf die Kenntnis des Versicherten kommt es nicht an, mers gegen eine Person, mit der er bei Eintritt des Scha­
wenn der Vertrag ohne sein Wissen abgeschlossen wor­ dens in häuslicher Gemeinschaft lebt, kann der Übergang
den ist oder ihm eine rechtzeitige Benachrichtigung des nicht geltend gemacht werden, es sei denn, diese Person
Versicherungsnehmers nicht möglich oder nicht zumut­ hat den Schaden vorsätzlich verursacht.
bar war.
B 4.11.2 Obliegenheiten zur Sicherung von Ersatzansprüchen
B [Link] Auf die Kenntnis des Versicherten kommt es dagegen
an, wenn der Versicherungsnehmer den Vertrag ohne Der Versicherungsnehmer hat seinen Ersatzanspruch
Auftrag des Versicherten geschlossen und den Versiche­ oder ein zur Sicherung dieses Anspruchs dienendes
rer nicht darüber informiert hat. Recht unter Beachtung der geltenden Form- und Fristvor­
schriften zu wahren, und nach Übergang des Ersatzan­
B 4.10 Aufwendungsersatz spruches auf den Versicherer bei dessen Durchsetzung
durch den Versicherer soweit erforderlich mitzuwirken.
B 4.10.1 Aufwendungen zur Abwendung und Minderung des Scha­ Verletzt der Versicherungsnehmer diese Obliegenheit vor­
dens sätzlich, ist der Versicherer zur Leistung insoweit nicht ver­
pflichtet, als er infolgedessen keinen Ersatz von dem Drit­
B [Link] Versichert sind Aufwendungen, auch erfolglose, die der ten erlangen kann. Im Fall einer grob fahrlässigen Verlet­
Versicherungsnehmer bei Eintritt des Versicherungsfal­ zung der Obliegenheit ist der Versicherer berechtigt, sei­
les den Umständen nach zur Abwendung und Minde­ ne Leistung in einem der Schwere des Verschuldens des
rung des Schadens für geboten halten durfte oder die er Versicherungsnehmers entsprechenden Verhältnis zu kür­
auf Weisung des Versicherers macht. zen; die Beweislast für das Nichtvorliegen einer groben
Fahrlässigkeit trägt der Versicherungsnehmer.
B [Link] Macht der Versicherungsnehmer Aufwendungen, um ei­
nen unmittelbar bevorstehenden Versicherungsfall abzu­ B 4.12 Keine Leistungspflicht aus besonderen Gründen
wenden oder in seinen Auswirkungen zu mindern, gel­
tend, leistet der Versicherer Aufwendungsersatz nur, B 4.12.1 Vorsätzliche oder grob fahrlässige Herbeiführung des Ver­
wenn diese Aufwendungen bei einer nachträglichen ob­ sicherungsfalles
jektiven Betrachtung der Umstände verhältnismäßig und
erfolgreich waren oder die Aufwendungen auf Weisung B [Link] Führt der Versicherungsnehmer den Versicherungsfall
des Versicherers erfolgten. vorsätzlich herbei, ist der Versicherer von der Entschädi­
gungspflicht frei.
B [Link] Ist der Versicherer berechtigt, seine Leistung zu kürzen,
kann er auch den Aufwendungsersatz nach B 4.10.1 Ist die Herbeiführung des Schadens durch rechtskräfti­
und B 4.10.2 entsprechend kürzen; dies gilt jedoch ges Strafurteil wegen Vorsatzes in der Person des Versi­
nicht, soweit Aufwendungen auf Weisung des Versiche­ cherungsnehmers festgestellt, gilt die vorsätzliche Her­
rers entstanden sind. beiführung des Schadens als bewiesen.

B [Link] Der Ersatz dieser Aufwendungen und die Entschädi­ B [Link] Führt der Versicherungsnehmer den Schaden grob fahr­
gung betragen zusammen höchstens die Entschädi­ lässig herbei, ist der Versicherer berechtigt, seine Leis­
gungsgrenze je vereinbarter Position; dies gilt jedoch tung in einem der Schwere des Verschuldens des Versi­
nicht, soweit Aufwendungen auf Weisung des Versiche­ cherungsnehmers entsprechenden Verhältnis zu kür­
rers entstanden sind. zen.

B [Link] Der Versicherer hat den für die Aufwendungen gemäß B 4.12.2 Arglistige Täuschung nach Eintritt des Versicherungsfal­
B 4.10.1 erforderlichen Betrag auf Verlangen des Versi­ les
cherungsnehmers vorzuschießen. Der Versicherer ist von der Entschädigungspflicht frei,
wenn der Versicherungsnehmer den Versicherer arglistig
B [Link] Nicht versichert sind Aufwendungen für Leistungen der über Tatsachen, die für den Grund oder die Höhe der Ent­
Feuerwehr oder anderer Institutionen, wenn diese Leis­ schädigung von Bedeutung sind, täuscht oder zu täu­
tungen im öffentlichen Interesse kostenfrei zu erbringen schen versucht.
sind.
Ist die Täuschung oder der Täuschungsversuch durch
rechtskräftiges Strafurteil gegen den Versicherungsneh­
B 4.10.2 Kosten der Ermittlung und Feststellung des Schadens mer wegen Betrugs oder Betrugsversuches festgestellt,
gelten die Voraussetzungen des Satzes 1 als bewiesen.
B GV 4 (01.07.2023) 3002AVS401 D

B [Link] Der Versicherer ersetzt bis zur vereinbarten Höhe die


Kosten für die Ermittlung und Feststellung eines von B 4.13 Repräsentanten
ihm zu ersetzenden Schadens, sofern diese den Um­
ständen nach geboten waren. Der Versicherungsnehmer muss sich die Kenntnis und das Verhalten
seiner Repräsentanten zurechnen lassen.
Zieht der Versicherungsnehmer einen Sachverständi­
gen oder Beistand hinzu, werden diese Kosten nur er­
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setzt, soweit er zur Zuziehung vertraglich verpflichtet ist


oder vom Versicherer aufgefordert wurde.
C Paket Comfort Plus

Mit dem Paket Comfort Plus bieten wir Ihnen eine Erweiterung des C 3.3 Glas- oder Kunststoffscheiben von Schwimmbad- oder Whirl­
Versicherungsumfanges gemäß Teil A. Entschädigungen, die wir aus poolabdeckungen auf dem versicherten Grundstück, die
dem Hauptvertrag (Teil A) erbringen, rechnen wir auf die Erstattung sich in Ihrem Besitz befinden.
aus dem Paket Comfort Plus an.
Voraussetzung für die Leistung ist, dass ein versichertes Schadenser­ C 3.4 Haustürfüllungen, wenn produktionsbedingt ein Austausch
eignis nach A 1 vorliegt. zerbrochener Glas- oder Kunststoffscheiben technisch nicht
möglich ist, ohne die Haustürfüllung zu zerstören.

C1 Für welche Schäden besteht zusätzlicher Versicherungs­ C 3.5 Scheiben aus Glas oder Kunststoff von Gewächshäusern
schutz, wenn Sie mit uns das Paket Comfort Plus verein­ von einer Grundfläche bis 5 qm auf dem versicherten Grund­
bart haben? stück, die sich in Ihrem Besitz befinden.
Bei Mobiliarverglasungen:
C 1.1 Verzicht auf den Einwand der groben Fahrlässigkeit
Führen Sie den Versicherungsfall grob fahrlässig herbei (Teil C 3.6 Möbel aus Glas bis zu 2.500 Euro je Versicherungsfall
B 4.13.1), verzichten wir auf eine Kürzung der Entschädigung. Die
Vereinbarung gilt jedoch nicht für unsere Rechte bei Obliegenheitsver­
letzungen und Gefahrerhöhungen. C4 Welcher zusätzliche Versicherungsschutz besteht für Kos­
ten im Paket Comfort Plus?
C 1.2 Schäden durch Undichtwerden der Randverbindung
C 4.1 Kosten für die Beseitigung von Graffiti
Abweichend von Teil A 1.1.6 leisten wir bei Undichtwerden der Rand­
verbindungen von Mehrscheibenisolierverglasungen „(Blindwerden Wir ersetzen auch die erforderlichen und tatsächlich angefallenen
von Scheiben)“ bis 2.500 Euro je Versicherungsfall. Kosten, um Schäden durch Graffiti auf Scheiben oder Platten aus
Glas oder Kunststoff zu beseitigen. Ein Graffitischaden liegt vor, wenn
C 1.3 Beschädigungen von Oberflächen oder Kanten ein unbefugter Dritter Außenseiten von versicherten Sachen durch
Farbe - auch Farbbeutel - oder Lacke verunstaltet. Wir erbringen die
Abweichend von Teil A 1.1.7 leisten wir auch Ersatz, wenn Oberflä­ Leistung nur, wenn sie nicht durch einen anderen Vertrag erbracht
chen oder Kanten beschädigt sind (Muschelausbrüche). Nicht versi­ wird (subsidiär).
chert sind jedoch sonstige Oberflächenbeschädigungen (z. B. Schram­
men, Verätzungen). Sie sind verpflichtet, den Schaden unverzüglich uns und der Polizei
anzuzeigen. Verletzen Sie diese Obliegenheit, können wir unter den
in Teil B 3.3.3 beschriebenen Voraussetzungen ganz oder teilweise
leistungsfrei sein.
C2 Welche abweichenden Entschädigungsgrenzen gelten im
Paket Comfort Plus? Die Entschädigung ist auf 2.500 Euro je Versicherungsfall begrenzt.

Bei Gebäudeverglasungen: C 4.2 Kosten für Anstriche, Malereien, Schriften, Folien


Bei Erneuerung von Anstrichen, Malereien, Schriften, Verzierungen,
C 2.1 Scheiben, Platten und Lichtkuppeln aus Kunststoff (Teil
Lichtfilterlacken und Folien auf den versicherten Sachen (A 3) leisten
A [Link]) sind im Paket Comfort Plus unbegrenzt mitversi­
wir bis 2.500 Euro je Versicherungsfall.
chert.

C 4.3 Kosten für die Beseitigung und Wiederanbringung von


C 2.2 In Erweiterung zu Teil A [Link] besteht unbegrenzter Versi­
Hindernissen
cherungsschutz für künstlerisch bearbeitete Glasscheiben,
-platten und -spiegel. Für das Beseitigen und Wiederanbringen von Sachen, die das Einset­
zen von Ersatzscheiben behindern (z. B. Schutzgitter, Schutzstangen,
C 2.3 Wenn Sie das wünschen, ersetzen wir bei Einscheibenver­ Markisen usw.), leisten wir bis 2.500 Euro je Versicherungsfall.
glasungen alternativ den Austausch durch eine Zweischeibe­
nisolierverglasung. C 4.4 Kosten für die Beseitigung von Gebäudebeschädigun­
gen
Bei Mobiliarverglasungen:
Die infolge eines Versicherungsfalles erforderlichen und tatsächlich
C 2.4 Abweichend zu Teil A [Link] leisten wir bei Glaskeramik­ angefallenen Kosten für die Beseitigung von Schäden an Umrahmun­
kochflächen Ersatz inklusive der Elektronik des Kochfelds. gen, Beschlägen, Mauerwerk, Schutz- und Alarmeinrichtungen sind
bis 2.500 Euro je Versicherungsfall versichert.
C 2.5 In Erweiterung zu Teil A [Link] bieten wir unbegrenzten Ver­
sicherungsschutz für Scheiben und Sichtfenster aus Glas C 4.5 Zusätzliche Kosten für den Einsatz von Kränen oder Ge­
oder Glaskeramik von Öfen, Elektro- oder Gasgeräten. rüsten
In Erweiterung zu Teil A 4.1.3 ersetzen wir unbegrenzt die erforderli­
C 2.6 In Erweiterung zu Teil A [Link] bieten wir unbegrenzten Ver­ chen und tatsächlich angefallenen Kosten, um die sich das Liefern
sicherungsschutz für Aquarien und Terrarien. und Montieren von versicherten Sachen durch deren Lage verteuert
(z. B. Kran- oder Gerüstkosten).

C3 Für welche Sachen besteht zusätzlich Versicherungs­


schutz, wenn Sie mit uns das Paket Comfort Plus verein­ C5 Welche zusätzlichen Vereinbarungen gelten im Paket Com­
bart haben? fort Plus?

Bei Gebäudeverglasungen:
B GV 4 (01.07.2023) 3002AVS401 D

C 5.1 Differenzdeckung (Direkt-Schutz)

C 3.1 Waschtische und -becken aus Ganzglas Sind Sie noch bei einem anderen Anbieter versichert, geht der Versi­
cherungsschutz aus diesem anderweitigen Vertrag (Vorvertrag) dem
Versicherungsschutz nach den Debeka AGlB 2017 vor. Im Rahmen
C 3.2 In Erweiterung von Teil A [Link] ersetzen wir Rahmen und
der sogenannten Differenzdeckung bieten wir Ihnen sofortigen Versi­
Griffe von versicherten Duschabtrennungen oder Glastüren,
cherungsschutz für alle Mehrleistungen, die wir gegenüber Ihrem aktu­
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sofern die Wiederverwendung technisch nicht mehr möglich


ellen Versicherer erbringen. Die Voraussetzungen dafür nennen wir Ih­
ist.
nen nachfolgend.
C 5.1.1 Welche Leistungen beinhaltet die Differenzdeckung? C 5.1.3 Wie lange besteht die Differenzdeckung? Wie ist die
Beitragszahlung geregelt?
Wir leisten aus der Differenzdeckung nur für solche Gefah­
ren und Risiken, die im Vorvertrag ebenfalls versichert
sind. Hinsichtlich dieser Gefahren und Risiken ergänzen C [Link] Ihre bei uns abgeschlossene Glasversicherung besteht
wir den Versicherungsschutz Ihrer Vorversicherung um als Differenzdeckung ab Annahme des Antrags durch
Leistungen, die dort nicht oder nicht in vollem Umfang ent­ uns bis zum Ablauftermin des bei dem anderen Versi­
halten, gemäß Ihres Vertrags bei uns jedoch versichert cherer bestehenden Vertrags, längstens jedoch für
sind. zwölf Monate.

Beispiel: C [Link] Endet der andere Vertrag vor dem bei Antragstellung an­
Sowohl bei Ihrem Vorversicherer als auch bei uns haben gegebenen Termin, stellen wir Ihnen den vollen Versi­
Sie Versicherungsschutz für Glaskeramikkochfelder ver­ cherungsschutz zur Verfügung, wenn Sie uns die vorzei­
einbart. Der mit uns vereinbarte Deckungsumfang geht je­ tige Beendigung unverzüglich in Textform mitteilen.
doch über den Deckungsumfang Ihrer Vorversicherung hi­
naus (z. B. haben Sie bei uns - sofern Sie das Paket Com­ C [Link] Ab dem Zeitpunkt, zu dem wir Ihren Vertrag von der Dif­
fort Plus vereinbart haben - Versicherungsschutz auch für ferenzdeckung auf den vollen Versicherungsschutz um­
den Elektronikanteil des Kochfelds). Zerbricht nun Ihr stellen, müssen Sie hierfür den vollen Beitrag zahlen.
Kochfeld und lehnt Ihr Vorversicherer den Anteil für die
Elektronik aufgrund des fehlenden Versicherungsschut­
C 5.1.4 Welche besonderen Obliegenheiten müssen Sie be­
zes ab, greift in diesem Fall unsere Differenzdeckung.
achten?
Maßgeblich ist der Versicherungsumfang der Vorversiche­
Die vertraglich vereinbarten Obliegenheiten nach Teil B 3 werden für
rung zum Zeitpunkt der Antragsstellung bei uns. Nehmen
die Differenzdeckung um folgende Regelungen erweitert:
Sie nachträglich Änderungen der anderen bestehenden
Versicherung vor, hat dies keine Auswirkung auf die mit
uns vereinbarte Differenzdeckung. C [Link] Sie haben Unterlagen über den zum Zeitpunkt der An­
tragstellung maßgeblichen Versicherungsumfang der an­
Wir zahlen im Schadensfall maximal die vereinbarte deren bestehenden Versicherung zu beschaffen, aufzu­
Höchstentschädigung. Dabei berücksichtigen wir vertrag­ bewahren und auf Verlangen einzureichen.
lich vereinbarte Selbstbeteiligungen oder Entschädigungs­
grenzen. Ebenso rechnen wir vertraglich vereinbarte und C [Link] Sie haben bei und nach Eintritt eines Versicherungsfal­
sonstige erbrachte Leistungen aus der Vorversicherung les zunächst der anderen Versicherung den Schaden an­
an. zuzeigen und dort Ihre Ansprüche geltend zu machen.
Dazu müssen Sie uns die abschließende Regulierungs­
C 5.1.2 Wann besteht kein Versicherungsschutz aus der Diffe­ entscheidung des anderen Versicherers und auf Verlan­
renzdeckung? gen weitere Nachweise zum Schadenshergang und
zum -umfang vorlegen.
C [Link] Die Differenzdeckung tritt nicht ein für Leistungen, die
durch den anderen Versicherer nicht erbracht wurden, C [Link] Sie müssen uns unverzüglich anzeigen, wenn Sie von
weil das Bestehen oder der Umfang der Leistungspflicht dem anderen Versicherer informiert werden, dass ein
streitig war. Darüber hinaus besteht kein Versicherungs­ dort gemeldeter Schadensfall nicht oder nicht in vollem
schutz, sofern sich der andere Versicherer aus folgen­ Umfang unter dessen Leistungspflicht fällt.
den Gründen ganz oder teilweise auf seine Leistungsfrei­
heit beruft: Verletzen Sie eine der genannten Obliegenheiten, richten sich die
Rechtsfolgen nach Teil B 3. Unter den dort beschriebenen Vorausset­
a) Sie sind mit der Zahlung des Beitrags in Verzug. zungen können wir dann ganz oder teilweise leistungsfrei sein.
b) Sie verletzen vorsätzlich oder grob fahrlässig eine
Obliegenheit. C 5.2 Umbrellaschutz (Umstellungs-Vorteil)

c) Sie verhalten sich arglistig. Für das versicherte Risiko besteht bereits nach den Debeka
AGlB 2017 Versicherungsschutz. Sie beantragen die Änderung des
d) Sie führen den Schadensfall vorsätzlich herbei. bestehenden Vertrags auf Grundlage der neuen Debeka-Bedingun­
gen. Diese sehen beitragspflichtige Mehrleistungen vor. Im Rahmen
Sofern Ihre Debeka-Glasversicherung hierbei jedoch ei­
der bisher bei uns versicherten Mobiliar- oder Gebäudeverglasungen
nen weitergehenden Versicherungsschutz vorsieht, gel­
stellen wir Ihnen Versicherungsschutz nach den neuen Bedingungen
ten diese Ausschlüsse nicht.
bis zum Ende der laufenden Versicherungsperiode ohne Mehrbeitrag
Leistungen aus der Differenzdeckung werden dann nur zur Verfügung.
insoweit erbracht, wie sie entstanden wären, wenn kei­
Kein Versicherungsschutz besteht in diesem Zeitraum, soweit die Mo­
ner der vorgenannten Gründe zur Leistungskürzung
biliar- oder Gebäudeverglasungen bisher noch gar nicht eingeschlos­
oder Ablehnung geführt hätte.
sen wurden.
C [Link] Die Differenzdeckung tritt nicht ein, wenn Sie mit dem
C 5.3 Erweiterung des Versicherungsortes
anderen Versicherer einen Vergleich geschlossen ha­
ben, wenn Sie einseitig auf eine Leistung verzichten In Erweiterung zu Teil A 5 besteht Versicherungsschutz auch auf Bal­
oder der andere Versicherer aufgrund fehlender Nach­ konen, Loggien, Terrassen, die zur versicherten Wohnung oder dem
weise über die Schadenshöhe lediglich eine pauschale versicherten Einfamilienhaus gehören.
Entschädigung erbringt.

C [Link] Haben Sie in Ihrem Vorvertrag eine Selbstbeteiligung


vereinbart, findet im Rahmen der Differenzdeckung
ebenfalls kein Ausgleich statt. Gleiches gilt, sofern der
andere Versicherer seine Entschädigung aufgrund einer
B GV 4 (01.07.2023) 3002AVS401 D

bestehenden Unterversicherung gekürzt hat.

C [Link] Außerdem leisten wir nicht, wenn zum Zeitpunkt der An­
tragstellung der Differenzdeckung keine andere Versi­
cherung bestand.
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