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IGVW
Interessengemeinschaft
Veranstaltungswirtschaft
SQO2
Veranstaltungsrigging
Organisation und
Arbeitsverfahren
Stand 04/2019
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Veranstaltungswirtschaft
VORBEMERKUNG
Ziel der Qualitätsstandards (SQ = Standard der Qualität | Standard of Quality) ist es,
das erforderliche Qualitätsniveau von Dienstleistungen in der Veranstaltungswirtschaft
zu definieren.
Standards der Qualität der IGVW berücksichtigen die aktuelle Rechtslage zum Zeit-
punkt der Veröffentlichung und beschreiben auf dieser Grundlage die speziellen
Arbeitsverfahren und notwendigen Kompetenzen in der Veranstaltungswirtschaft.
Sie enthalten eine Übersicht der anzuwendenden Rechtsgrundlagen, Normen und
Anforderungen zum Arbeits- und Gesundheitsschutz.
Dieser Qualitätsstandards wurde vom zuständigen Gremium der IGVW unter Mitwir-
kung des Sachgebietes Bühnen und Studios der DGUV und dem Arbeitskreis der
Sicherheitsingenieure von [Link], ARTE, Bavaria, BR, Deutsch-
landRadio, DW, HR, IRT, MDR, Mediengruppe RTL Deutschland, NDR, ORF, RB, RBB,
RBT, SRG-SSR, SR, Studio Hamburg, SWR, tpc, WDR und ZDF erarbeitet.
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Stand 04/2019
INHALT
1 Anwendungsbereich 5
3 Begriffe 8
6 Arbeitsverfahren 22
6.1 Angebots- und Planungsphase 22
6.2 Ausführungsplanung 23
6.3 Personaldisposition 23
6.4 Durchführung 24
6.4.1 Messerigging 25
6.4.2 Tournee-Rigging 26
6.4.3 Open Air 27
6.4.4 Einzel-Produktion 28
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ANHANG
IGVW – Herausgeber dieses Standards ist die Interessengemeinschaft Veranstaltungswirtschaft e.V. (IGVW). Kontaktdaten
und Ansprechpartner sind auf der Internetseite [Link] veröffentlicht.
Bei der Formulierung von Personenbezeichnungen wurde versucht, geschlechtsneutrale Begriffe zu verwenden. Wo dies
nicht gelungen ist, beziehen die Personenbezeichnungen in männlicher Form aufgrund der besseren Lesbarkeit jegliches
Geschlecht ein.
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1 | ANWENDUNGSBEREICH
Dieser Qualitätsstandard gilt für die Aufbau- und Ablauforganisation für das Rigging
und andere Höhenarbeiten in der Veranstaltungstechnik. Dies beinhaltet die einzel-
nen Verantwortlichkeiten der Beteiligten. Zusätzlich werden auch Arbeitsverfahren und
-methoden sowie insbesondere die Anwendung von persönlichen Schutzausrüstungen
gegen Absturz erläutert.
Dieser Qualitätsstandard dient als Orientierungshilfe bei der Wahrnehmung der Aus-
wahlverantwortung des Unternehmers/Auftraggebers bei der Festlegung der Abläufe
und der erforderlichen fachlichen Qualifikation für die Durchführung der Gefährdungs-
beurteilung.
Veranstaltungsrigging ist von seinem Wesen her immer mit erheblichen Gefährdungen ver-
bunden. Einerseits gilt es ein sicheres Arbeiten in der Höhe zu gewährleisten und ander-
seits dafür zu sorgen, dass keine Gegenstände herabfallen können.
Grundsätzlich zählt Arbeit mit Absturzgefahr zu gefährlichen Arbeiten im Sinne der Un-
fallverhütungsvorschrift DGUV Vorschrift 1 „Grundsätze der Prävention“.
Um Sicherheit bei Arbeiten in der Höhe zu erreichen, müssen alle Möglichkeiten zur
sicheren Organisation und Durchführung der Arbeitsprozesse genutzt werden. Dabei sind
die erforderlichen Qualifikationen des Riggingpersonals zu berücksichtigen (siehe dazu
auch igvw SQQ2).
Insbesondere der zeitliche Ablauf der Tätigkeiten muss so gestaltet werden, dass eine
sichere Durchführung der Arbeitsprozesse möglich ist. Daraus begründet sich bereits
bei der Planung und Organisation der Veranstaltung eine besondere Sorgfaltspflicht des
Auftraggebers.
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DGUV Vorschrift 1
Grundsätze der Prävention
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DIN 15750
Veranstaltungstechnik – Leitlinien für technische Dienstleistungen
DIN EN 353-2
Persönliche Schutzausrüstung gegen Absturz – Teil 2: Mitlaufende Auffanggeräte
einschließlich beweglicher Führung
DIN EN 355
Persönliche Schutzausrüstung gegen Absturz – Falldämpfer
DIN EN 358
Persönliche Schutzausrüstung für Haltefunktionen und zur Verhinderung von
Abstürzen – Haltegurte und Verbindungsmittel für Haltegurte
DIN EN 361
Persönliche Schutzausrüstung gegen Absturz – Auffanggurte
DIN EN 362
Persönliche Schutzausrüstung gegen Absturz – Verbindungselemente
DIN EN 363
Persönliche Absturzschutzausrüstung – Persönliche Absturzschutzsysteme
DIN EN 795
Persönliche Absturzschutzausrüstung – Anschlageinrichtungen
igvw SQP1
Traversen
igvw SQP2
Elektrokettenzüge
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igvw SQQ2
Sachkunde für Veranstaltungsrigging
PSA-BV
Verordnung über Sicherheit und Gesundheitsschutz bei der Benutzung persönli-
cher Schutzausrüstungen bei der Arbeit.
3 | BEGRIFFE
Anschlagen
Montieren von Arbeitsmitteln (Anschlagmitteln) mit dem Ziel des Haltens oder
Bewegens von Lasten
Anschlageinrichtung
Einrichtung zur Befestigung von Auffang- oder Arbeitsplatzpositionierungssystem
Arbeitsplatzpositionierungssystem
System zum Halten von Personen an ihrem Arbeitsplatz und zum Sichern gegen
Absturz oder Abrutschen
Auffangsystem
bestehend aus Auffanggurt nach DIN EN 361 mit hinterer und vorderer Auffang-
öse, ausgestattet mit Brust-, Hüft-, Beingurten, Falldämpfer (nach DIN EN 355)
und Verbindungsmitteln (nach DIN EN 362)
Auftraggeber
Auftraggeber einer Dienstleistung können z. B. Veranstalter, Agenturen, Betreiber,
Rundfunk- und Fernsehunternehmen, Produktionsbetriebe und Theater sein. Der
Auftraggeber trägt die unternehmerische Verantwortung (siehe auch DIN 15750).
Auftragnehmer
Der Auftragnehmer trägt die Verantwortung für die Erbringung der beauftragten
Leistung. Der Auftragnehmer hat den beauftragten Umfang der Leistung sowie
deren termingerechte und ordnungsgemäße Durchführung sicherzustellen.
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Betreiber
ist derjenige, der die Veranstaltungsstätte betreibt und die Verkehrssicherungs-
pflicht zu erfüllen hat.
Anmerkung zum Begriff: Der Betreiber ist jede natürliche oder juristische Person,
die den Betrieb oder die Einrichtungen betreibt, besitzt oder der maßgeblichen
wirtschaftlichen Verfügungsgewalt hinsichtlich des technischen Betriebs übertra-
gen worden ist.
Dienstleistung
Planerische, organisatorische und technische Leistung, die für die Durchführung
von Veranstaltungen und Produktionen erbracht wird.
Horizontale Lifeline
Anschlageinrichtung bestehend aus einem temporär oder dauerhaft horizontal in-
stallierten Drahtseil oder Chemiefaserseil. Die horizontale Lifeline kann Bestand-
teil eines Auffang- oder Arbeitsplatzpositionierungssystem sein.
Lastaufnahmeeinrichtung
System bestehend aus Hebezeug, Anschlagmittel und Lastaufnahmemittel
Lastüberwachung
Zur Überprüfung der korrekten Installation/Belastungsverhältnissen bedarf es bei
hoher Auslastung oder statisch unbestimmten Systemen einer Lastüberwachung
sämtlicher Hängepunkte eines in sich geschlossenen, statischen Systems. Die-
se erfolgt typischerweise durch drahtgebundene, oder drahtlose Lastmesszellen.
Einzelpunktmessungen können die Gesamtheit der Lastverschiebungen nicht ab-
bilden.
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Rigging
In der Veranstaltungstechnik ist das Montieren und Benutzen von veranstaltungs-
spezifischen Lastaufnahmeeinrichtungen. Dies beinhaltet das Anschlagen, Halten
und Bewegen von Lasten in der Veranstaltungstechnik unter Berücksichtigung
technischer und organisatorischer Schutzmaßnahmen sowie die Benutzung von
persönlichen Schutzausrüstungen (PSA) insbesondere gegen Absturz.
Rigging-Dienstleister
Unternehmen für die planerische, organisatorische und technische Durchführung
von Veranstaltungsrigging. Beim Tournee-Rigging besteht häufig die Situation,
dass einzelne Leistungen vom Haus-Rigger und einzelne Leistungen vom Tour-
Rigger erbracht werden.
Riggingplan
Der Riggingplan ist eine technische Zeichnung mit allen Einbauten und detaillier-
ten Angaben zu Anschlagpunkten am Tragwerk und den einzubringenden Lasten.
Zu Anschlagpunkten am Tragwerk siehe auch DGUV Information 215-313 „Las-
ten über Personen“.
Temporärer Anschlagpunkt
Nicht dauerhaft an Tragwerken montierter Punkt zur Einleitung von Lasten
Beispiel: Mit Anschlagmitteln an Knotenpunkten von Fachwerkträgern eines Ge-
bäudetragwerkes erstellte Punkte.
Tourneeveranstaltungen
Bei Tourneeveranstaltungen unterscheidet man in der Praxis zwischen dem örtli-
chen Veranstalter und dem Tourneeveranstalter.
Veranstalter
ist derjenige, der für die jeweilige Veranstaltung die Verantwortung trägt. Dies
kann ein Unternehmen, eine Agentur, ein Verein oder Verband, eine Kommune
oder eine Einzelperson sein. Der Veranstalter ist die für alle organisatorischen,
technischen und wirtschaftlichen Abläufe einer Veranstaltung juristisch haftende
Person oder Körperschaft. Diese kann er selbst durchführen bzw. teilweise oder
vollständig als Auftraggeber durch für die entsprechende Dienstleistung qualifi-
zierte Auftragnehmer durchführen lassen. Unabhängig von der Vergabe von Leis-
tungen verbleiben unübertragbar beim Veranstalter die Organisationspflichten,
insbesondere Auswahl- und Überwachungspflichten.
Weitere Begriffe
Darüber hinaus gelten die Begriffe der weiteren igvw-Qualitätsstandards sowie
der relevanten Schriften der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV).
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Veranstaltungsrigging ist ein Arbeitsprozess der bei Auf- und Abbau von Veran-
staltungen oder Produktionen meist in räumlicher Nähe bzw. in Kooperation mit
anderen Gewerken stattfindet. Zur Gewährleistung sicherer Arbeitsverfahren beim
Veranstaltungsrigging sind die Verantwortlichkeiten und die Aufgaben aller Be-
teiligten eindeutig festzulegen sowie alle dabei erforderlichen Maßnahmen zur
Sicherheit von Personen konsequent einzuhalten.
Zu den Aufgaben der Veranstalter gehört es auch, bei der Zusammenarbeit von
mehreren Unternehmen in einer Veranstaltungsstätte dafür zu sorgen, dass
keine gegenseitigen Gefährdungen wirksam werden. Die Unternehmen haben
hinsichtlich der Sicherheit und des Gesundheitsschutzes zusammenzuarbeiten,
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insbesondere, wenn sich Tätigkeiten auf Grund der räumlichen oder zeitli-
chen Nähe auf Beschäftigte eines anderen Unternehmers auswirken können.
Gegenseitige Gefährdungen können z. B. auftreten bei Arbeiten in der Höhe,
bei Transport- sowie Lade- und Entladevorgängen. Für diese Aufgabe haben die
Veranstalter in Abstimmung mit dem Betreiber einen fachkundigen Koordinator
einzusetzen und diesem ist Weisungsbefugnis gegenüber allen Beteiligten zu
erteilen. Unbenommen von dieser Verpflichtung bleibt die grundsätzliche Be-
treiberverantwortung und mögliche Betreiberpflichten aus dem Sonderbaurecht
hiervon unberührt (vgl. VStättV Abschnitt 4 "Verantwortliche Personen, besonde-
re Betriebsvorschriften").
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Die Unternehmen für Veranstaltungsrigging haben die Verantwortung für die siche-
re und fachkundige Planung und Durchführung des Veranstaltungsriggings. Die
technische Realisierung muss unter Berücksichtigung des Standes der Technik
erfolgen. Zu den Pflichten der Riggingunternehmen gehört es auch, sicherheits-
widrige Arbeiten und/oder Verhalten aktiv zu verhindern und Gefährdungen für
Andere auszuschließen.
Ein Grundsatz dabei ist, dass keine Arbeiten auf übereinander liegenden
Ebenen gleichzeitig durchgeführt werden
siehe Abschnitt 5
Die Fachverantwortung für die sachgerechte und sichere Durchführung der Tätig-
keiten obliegt jedem Rigger in seinem Aufgabenbereich.
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Jeder Rigger ist verpflichtet, für seine Sicherheit bei der Arbeit sowie für die Si-
cherheit derjenigen zu sorgen, die von seinen Handlungen oder Unterlassungen
betroffen sind. Hierzu gehört auch, die eigene gesundheitliche Eignung für die
Tätigkeiten feststellen zu lassen (z. B. Eignungsuntersuchung für Tätigkeiten mit
Absturzgefahr „G 41“).
Die Qualifikation und die Anzahl der Aufsichtsführenden richten sich nach:
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5 | GEFÄHRDUNGSBEURTEILUNG UND
SCHUTZMASSNAHMEN
5.1 Gefährdungsbeurteilung
Das zentrale Element für die Sicherheit und den Gesundheitsschutz der Beschäf-
tigten ist die Erstellung der Gefährdungsbeurteilung und deren Dokumentation.
Dazu gehören die Festlegung und Umsetzung von Maßnahmen sowie deren Wir-
kungskontrolle. Die Gefährdungsbeurteilung muss die Besonderheiten der konkre-
ten Veranstaltung berücksichtigen.
Bei der Erstellung einer Gefährdungsbeurteilung ist der Rahmen, der durch die
jeweils gültigen Vorschriften festgelegt wird, einzuhalten. Schutzmaßnahmen
ergeben sich auch aus DGUV-Informationen und Branchenstandards. Eine bei-
spielhafte Übersicht der Vorschriften und Regelwerks ist im nachfolgenden Bild
dargestellt.
Gegenseitige Gefährdungen liegen vor, wenn sich die Tätigkeit eines Beschäftig-
ten auf einen Beschäftigten eines anderen Unternehmers so auswirkt, dass die
Möglichkeit eines Unfalles oder eines Gesundheitsschadens besteht.
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VERANSTALTUNGSRIGGING – REGELWERK
Rechts-
DIN-Normen
Zum Beispiel
DIN 15750
Rigging: konformes,
sicheres
DIN EN 355
DIN EN 361
Schutz vor Anschlagen,
Halten und
DIN EN 362
DIN EN 363
Absturz und Bewegen von
DIN EN 795
herabfallenden Lasten in der
Veranstal-
DGUV Informationen
Gegenständen tungstechnik
Zum Beispiel
DGUV Information 212-001
DGUV Information 215-310
DGUV Information 215-313
Branchenstandards
Zum Beispiel
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igvw SQP1
igvw SQP2
Veröffentlichungen der „Lock it!“ Kampagne
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Herabfallende Gegenstände
Absturz von Personen
Gegenseitige Gefährdung durch Arbeiten auf zwei Ebenen
Mechanische Gefährdungen bei der Handhabung von Arbeitsmitteln
Elektrische Gefährdungen
Gefährdungen beim Transport, Belastungen durch Heben und Tragen
Physische Fehlbeanspruchungen
Belastungen durch Lärm und Abgase
Psychische Belastungen
Belastungen durch Arbeitstempo/Arbeitszeiten
Fehler durch kurzfristige Änderungen
Fehlverhalten einzelner Personen
Gefährdungen, die von anderen Tätigkeiten oder von Dritten ausgehen
5.2 Schutzmaßnahmen
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Mit diesen Maßnahmen wird von vornherein das risikobehaftete Beklettern von
Tragkonstruktion oder Einrichtungen vermieden. Dieses Ziel kann auch erreicht
werden, wenn maschinentechnische Arbeitsmittel eingesetzt werden, die es er-
möglichen, alle erforderlichen Lasten vom Boden aus mittels Lastaufnahmeein-
richtungen (z. B. Laststangen oder Traversensystem) zu montieren und einzu-
richten.
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Zu den technischen Maßnahmen gegen das Herabfallen von Gegenständen gehört es,
dass alle zu montierenden Arbeitsmittel oder Systeme eigensicher befestigt werden.
Wenn Eigensicherheit nicht vollständig ausführbar ist, ist Einfehlersicherheit herzu-
stellen. Hierzu siehe DGUV Information 215-313 „Lasten über Personen“.
Diese Aspekte sind alle mit einander verzahnt und werden in Kapitel 6 beschrieben.
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Bei der Organisation der Arbeitsabläufe gilt der Grundsatz, dass keine Arbei-
ten auf übereinander liegenden Ebenen gleichzeitig durchgeführt werden.
Wenn durch die Art der Tätigkeiten Gefahr durch z. B. Herabfallen von Gegen-
ständen und/oder Personen möglich ist, muss das Unternehmen für Veranstal-
tungsrigging in Abstimmung mit den Verantwortlichen des Betreibers bzw. des
Veranstalters für eine organisatorische und/oder zeitliche Trennung der Tätig-
keiten Sorge tragen. Hierzu kann es notwendig sein, die betroffenen Bereiche
zu kennzeichnen und die Einhaltung dieser Maßnahme zu überwachen. Auch
mittels Rollbühne kann eine räumliche Trennung der Tätigkeiten erfolgen.
Um mit PSAgA einen wirksamen Schutz zu garantieren, muss eine Reihe von
Voraussetzungen gegeben sein:
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Rigger Level 2 nach igvw SQQ2 werden in Kollegenrettung ausgebildet. Die Befä-
higung hierfür muss durch mindestens einmal jährlich unter realistischen Bedin-
gungen stattfindende Rettungsübungen erhalten werden.
Während des Auf- und Abbaus ist die Anwesenheit einer Ersthelferin oder eines
Ersthelfers mit Kenntnis im Umgang mit orthostatischem Schock erforderlich. Hier-
zu siehe DGUV Information 204011 „Erste Hilfe – Notfallsituation: Hängetrauma“.
5.3 Unterweisung
Die bei der Gefährdungsbeurteilung festgestellten Risiken und die daraus ab-
geleiteten Maßnahmen sind Gegenstand der Unterweisung. Die Unterweisung
berücksichtigt insbesondere die Gefährdungen, die sich durch die Umgebung,
die eingesetzte Technik sowie die Abläufe der Veranstaltung oder Produktion
ergeben können. Je nach Ergebnis der Gefährdungsbeurteilung kann vor jeder
Veranstaltung eine Unterweisung erforderlich sein. Die Unterweisung zur Nutzung
von PSAgA muss auch praktische Übung beinhalten
Der Betreiber oder eine von ihm beauftragte Person hat die Aufgabe, die Nutzer
über die Bedingungen des Veranstaltungsortes und über die bestimmungsgemäße
Benutzung der Einrichtungen zu unterweisen und einzuweisen.
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5.4 Dokumentation
Gefährdungsbeurteilung
Arbeits- und Betriebsanweisungen sowie die Gebrauchs- und Bedienungsan-
leitungen der Arbeitsmittel und der Einrichtungen (sie müssen jederzeit ein-
sehbar sein)
Notwendige behördliche Genehmigungen
Prüfnachweise der Arbeitsmittel
Unterweisungsnachweise
Messprotokolle – zum Beispiel von Lärm, Elektrotechnik, Statik
Dokumentation der sachgerechten Montage der Anschlageinrichtungen
Freigabe- oder Übergabedokumente
6 | ARBEITSVERFAHREN
Rigging in der Veranstaltungstechnik ist das Montieren und Benutzen von veranstal-
tungsspezifischen Lastaufnahmeeinrichtungen. Dies beinhaltet das Anschlagen,
Halten und Bewegen von Lasten in der Veranstaltungstechnik unter Berücksichti-
gung technischer und organisatorischer Schutzmaßnahmen sowie die Verwendung
von persönlichen Schutzausrüstungen (PSA) insbesondere gegen Absturz.
Der Auftraggeber hat die geforderten Leistungen eindeutig und umfänglich zu be-
schreiben und dem Rigging-Dienstleister alle zur Abgabe eines Angebotes notwen-
digen Unterlagen zur Verfügung zu stellen (siehe auch DIN 15750).
Hierbei sind sowohl die erforderliche Technik und Dienstleistung als auch die orga-
nisatorischen und zeitlichen Rahmenbedingungen und örtlichen Voraussetzungen
sowie gegebenenfalls besondere Anforderungen an die Betriebssicherheit von zu
benutzenden Arbeitsmitteln und Einrichtungen zu beschreiben.
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6.2 Ausführungsplanung
6.3 Personaldisposition
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Überprüfung der Verfügbarkeit der für den Auftrag nötigen Anzahl von Perso-
nen mit den geforderten Qualifikationen und Eignungsfeststellung
Notwendigkeit der Vergabe von Teilaufträgen an andere Riggingunternehmen
örtliche Gegebenheiten der Veranstaltungsstätte
Berücksichtigung von An- und Abreisezeiten in Bezug auf die Arbeitszeit
Überprüfung der Ruhezeit bei den Einsätzen und in Verbindung mit Vor- oder
Folgeaufträgen
Notwendigkeit von Hotelunterkünften
Festlegung einer gemeinsamen Arbeitssprache
Nach Auswahl des notwendigen Personals gibt der Auftragnehmer die Ansprech-
partner dem Auftraggeber, der Veranstaltungsstätte, dem eigenen Personal und
den evtl. beteiligten Fremdfirmen bekannt. Des Weiteren klärt sie den zeitlichen
Ablauf (Zeitfenster) mit den Verantwortlichen und stimmt diesen mit den Betei-
ligten ab.
6.4 Durchführung
Die Durchführung des Veranstaltungsrigging besteht aus den Phasen: Aufbau, Be-
trieb und Abbau und muss immer unter der Prämisse erfolgen, unzulässige und
instabile Betriebszustände zu verhindern.
Zum Aufbau zählt vorrangig die technische Ausführung gemäß der Ausführungs-
planung. Hierzu gehört auch die Sicht- und Funktionsprüfung aller verwendeten
Arbeitsmittel auf ordnungsgemäßen Zustand.
Beim Abbau ist das Unfallrisiko aufgrund des üblicherweise verschärften Ar-
beitstempos meist erhöht. Das tatsächliche Unfallgeschehen belegt diese Erkennt-
nis. Aus diesen Grund muss der Abbau von Riggingsystemen sicherheitsgerichtet
und ressourcenschonend durchgeführt werden.
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6.4.1 Messerigging
Die Angaben des Betreibers zur Belastbarkeit der Anschlagpunkte dürfen weder
bei Auf- und Abbau noch während des Betriebes überschritten werden. Dazu
sollten Lastmesseinrichtungen eingesetzt werden.
Lastangaben der Aussteller sind häufig ungenau. Auch aus diesem Grund ist der
Einsatz von Systemen zur Lastüberwachung sinnvoll. Diese sollen so eingesetzt
werden, dass auch Lastverlagerungen, die durch die Art und Weise der Montage
auftreten können, erkannt werden.
Damit durch die Kombination aller Einzellasten keine Überlastung bzw. Be-
einträchtigung der Tragfähigkeit der Dachkonstruktion entsteht, ist durch den
Betreiber eine verantwortliche Stelle zu benennen, die den Überblick über alle
in das Dach eingebrachten Lasten hat. Ggfs. ist eine rechnerische Überprüfung
des konkreten Lastfalls durch mit dem Tragwerk vertraute fachkundige Perso-
nen erforderlich.
Die Erstellung der Hängepunkte erfolgt meist durch das Anschlagen an vorgege-
benen Anschlagpunkten am Tragwerk in einheitlicher, vorher festgelegter Weise.
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Die Reihenfolge, in der die Lasten eingebracht werden, kann nicht immer im
Voraus festgelegt werden. Aus diesem Grund müssen alle Arbeitsmittel so
ausgewählt werden, dass sie für alle Betriebszustände ausreichend bemessen
sind.
Ein Arbeiten auf den Tragwerken findet in der Regel nicht statt. Häufig wer-
den stattdessen Hubarbeitsbühnen verwendet. Bei der Auswahl der Bediener
ist der DGUV Grundsatz 308-800 „Ausbildung und Beauftragung der Bedie-
ner von Hubarbeitsbühnen“ zu beachten. Der sichere Umgang mit Hubar-
beitsbühnen ist in DGUV Information 208-019 beschrieben.
6.4.2 Tournee-Rigging
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Da in den meisten Fällen ein sehr kurzer Zeitplan für den Auf- und Abbau der Pro-
duktionen zur Verfügung steht, werden die Arbeiten mit einem meist sehr großen
Personalaufwand in Relation zur Produktionsgröße durchgeführt.
Die Verantwortung für die Standsicherheit liegt beim Errichter der Konstruktion.
Dem Betreiber wird als Grundlage ein Riggingplan mit den einzubringenden Lasten
der Produktion eingereicht (Tournee, Einzelproduktion), anhand welcher er seine
Konstruktion dimensioniert bzw. er eine Machbarkeit einer gegebenen Konstruktion
erstellt und evtl. notwendige Anpassungen kommuniziert.
Vor Ort wird vom Betreiber der Konstruktion die Lasteinleitung koordiniert.
Die Kriterien für eine Unterbrechung müssen im Vorfeld klar festgelegt und in Ab-
sprache mit dem Unternehmer, dem Veranstalter und dem Betreiber der Konstrukti-
on abgestimmt werden. Von diesen Parteien muss eine Person klar definiert sein, die
mit den technischen Möglichkeiten ausgestattet ist, die Wetterlage zu betrachten
(Informationen dt. Wetterdienst, Regenradar), die sich wechselnde Wetterlage zu
beurteilen und entsprechend bei Bedarf rechtzeitig die Arbeiten einstellen zu lassen.
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Ausführliche Hinweise zur Bewertung von Wettereignissen enthält der igvw SQP5
„Aufstellung und Betrieb nicht ortsfester Bühnen und Bühnenüberdachungen“.
6.4.4 Einzel-Produktion
Abgrenzung der Verantwortlichkeiten für das örtliche Personal und das Produk-
tionspersonal
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7 | ZUGANGSMETHODEN UND
ARBEITSPLATZPOSITIONIERUNG
In Veranstaltungs- und Produktionsstätten, in denen hochgelegene Arbeiten durchge-
führt werden müssen, sind bauliche Verkehrswege (begehbare Arbeitsstege, Brücken
oder technische Decken) mit Geländern vorzusehen.
Sind derartige Einbauten nicht realisierbar oder nicht praktikabel, sind bauseitig Ein-
richtungen vorzusehen, die abstürzende Personen auffangen und vor einem tieferen
Absturz schützen, z. B. Lifeline-Systeme zum Anschlagen von persönlichen Schutz-
ausrüstungen gegen Absturz.
Der Zugang zu den hochgelegenen Arbeitsplätzen erfolgt in der Regel durch einen
Überstieg von einem sicheren Standort oder Verkehrsweg auf Tragkonstruktionen
(Gebäudetragwerk oder Traversenkonstruktion). Sobald der sichere Standort oder Ver-
kehrsweg verlassen wird, sind Maßnahmen gegen Absturz zu treffen. Diese müssen zu
jedem Zeitpunkt vollständig wirksam sein.
Die Verwendung von Leitern als hoch gelegene Arbeitsplätze und von Zugangs- und
Positionierungsverfahren unter Zuhilfenahme von Seilen ist nur in solchen Fällen
zulässig, in denen
a) wegen der geringen Gefährdung und wegen der geringen Dauer der Verwendung
die Verwendung anderer, sichererer Arbeitsmittel nicht verhältnismäßig ist und
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7.1 Laufstege/Catwalks
Zum sicheren Verlassen des Laufsteges müssen fest installierte oder temporäre
Anschlageinrichtungen montiert sein und bereits vom Laufsteg aus benutzt werden
können. Geeignete Anschlagmöglichkeiten an Teilen baulicher Anlagen können
auch genutzt werden, siehe Abschnitt 8.1.
7.2 Hubarbeitsbühnen
Es ist grundsätzlich nicht erlaubt, aus dem Arbeitskorb von Hubarbeitsbühnen auf
andere Standorte umzusteigen.
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Beim Aus- und Einsteigen dürfen keine dynamischen Kräfte auf die Hubar-
beitsbühne wirken
Anschlagen der PSAgA an einem geeigneten Ankerpunkt (7,5 kN) an der Kon-
struktion vor dem Verlassen des Arbeitskorbes
7.3 Seilleitern/Strickleitern
Bei Zugang über eine Seilleiter muss gewährleistet sein, dass jederzeit ein Absturz
durch ein Auffangsystem verhindert wird. Dies kann durch Benutzung von Auf-
fanggurten mit mitlaufenden Auffanggeräten, einschließlich beweglicher Führung
oder Höhensicherungsgeräten erreicht werden. Die Festigkeit der Anschlagpunkte
ergibt sich aus der Systemauswahl und den Herstellerangaben. Der Anschlagpunkt
der beweglichen Führung oder des Höhensicherungsgerätes soll unabhängig von
den Anschlagpunkten der Seilleiter sein und oberhalb des Leiterausstiegs liegen.
Seilleitern müssen gegen unbeabsichtigtes Aushängen gesichert sein. Die Spros-
sen müssen trittsicher und die Trittflächen profiliert sein.
Eine mögliche Zugangsmethode ist das Abseilen von einem höher gelegenen
Standort.
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Die Methode soll nur zum Zugang, nicht für das Arbeiten genutzt werden
Beaufsichtigen durch eine aufsichtführende Person (§ 8 DGUV Vorschrift 1)
Qualifikation der Rigger in der anzuwendenden Technik
Anwendung selbstsichernder Systeme zur Verhinderung eines Absturzes
(z. B. Ausrüstung nach DIN EN 12841)
Festigkeit der Anschlagpunkte in Abhängigkeit des gewählten Systems
Festigkeit und Eigenschaften der Seile nach DIN EN 1891
(im Einzelfall nach DIN EN 892)
Kantenschutz zum Schutz der Seile an scharfen Kanten
Verwendung von bestimmungsgemäß dafür vorgesehenen Arbeitsmitteln
Prüfung der Ausrüstung (z. B. Arbeitsmittel, Seile und PSAgA) vor jeder Anwendung
Spezifische Unterweisung
Wirksames Rettungskonzept
Das System muss aus mindestens zwei getrennt voneinander befestigten Seilen beste-
hen, wobei eines als Zugangs-, Absenk- und Haltemittel (Arbeitsseil) und das andere
als Sicherungsmittel (Sicherungsseil) dient. Abweichend von Nummer 3.4.1 ist die
Verwendung eines einzigen Seils zulässig, wenn die Gefährdungsbeurteilung ergibt,
dass die Verwendung eines zweiten Seils eine größere Gefährdung bei den Arbeiten
darstellen würde, und geeignete Maßnahmen getroffen werden, um die Sicherheit der
Beschäftigten auf andere Weise zu gewährleisten. Dies ist in der Dokumentation der
Gefährdungsbeurteilung darzulegen.
7.5 Arbeitsplatzpositionierung
Bei der Arbeitsplatzpositionierung kommt neben dem Gurt (Auffanggurt nach DIN EN
361 mit Haltefunktion nach DIN EN 358) ein längenverstellbares Verbindungsmittel
nach DIN EN 354 oder 358 zum Einsatz. Diese Komponente ermöglicht einen be-
stimmten Aktionsradius des Anwenders, welcher sich nun mit Hilfe der Längenverstell-
barkeit während seiner Tätigkeit vom Anschlagpunkt entfernen oder in seine Richtung
positionieren kann.
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Bei dieser Technik muss darauf geachtet werden, dass das Verbindungsmittel immer
straff gehalten und entsprechend eingekürzt wird, so dass ein Sturz zuverlässig verhin-
dert wird. Die Tragfähigkeitsanforderungen für den Anschlagpunkt sind der Gebrauchs-
anleitung des längenverstellbaren Verbindungsmittels zu entnehmen.
Für Arbeiten mit der Gefahr von Verletzungen oder Gesundheitsschädigungen hat die Un-
ternehmerin beziehungsweise der Unternehmer geeignete persönliche Schutzausrüstun-
gen in ausreichender Anzahl zur Verfügung zu stellen. Die Benutzung der persönlichen
Schutzausrüstungen ergibt sich aus der spezifischen Gefährdung – zum Beispiel:
Messerigging: Schuhe mit durchtrittsicheren Sohlen (Klasse S1P oder S3) und
Warnwesten
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8.2.1 Auffangsystem
Das System besteht aus einem Auffanggurt nach DIN EN 361, einem Falldämp-
fer nach DIN EN 355 und einer Anschlageinrichtung (temporär befestigt oder
fest installiert). Die temporär befestigte Anschlageinrichtung (PSA) muss DIN EN
795 Typ B oder C entsprechen. Die fest installierte Anschlageinrichtung muss in
Anlehnung an DIN EN 795 Typ B oder C nachgewiesen sein. Vor der Verwendung
eines Auffangsystems muss unbedingt geprüft werden, ob der für den Auffangvor-
gang erforderliche Freiraum (freier Sturzraum) unterhalb der jeweiligen Position
des Benutzers baulich tatsächlich vorhanden ist.
Bei der Systemauswahl sind die Angaben der Hersteller der Falldämpfer (Län-
gung des Falldämpfers) und der Anschlageinrichtung (Auslenkung des Seiles) zu
berücksichtigen. Komponenten ohne eindeutige Herstellerangaben dürfen nicht
verwendet werden.
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igvw SQO2
SQO2-04/2019-001
Stand 04/2019
8.3 Lifeline
Bei einem Einsatz auf einem Traversensystem ist vor der Auswahl zu prüfen, ob
die Traverse und die gewählte Position der Befestigungspunkte auf der Traverse
die notwendige Festigkeit erfüllt.
Der Errichter der Lifeline muss den Personenkreis, der die Lifeline benutzt,
über die zulässige Verwendung informieren, z. B. in einer Betriebsanweisung.
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IGVW SQO2-04/2019-001
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Die maximale Anzahl der möglichen Nutzer eines Systems und eines einzelnen
Feldes eines Systems variiert von Hersteller zu Hersteller und muss vor der
Auswahl berücksichtigt werden.
Temporäres horizontal gespanntes Seil nach DIN EN 795 Typ B bzw. Typ C.
Dieses kann aus einem Halbstatikseil nach DIN EN 1891 mit einem selbst-
blockierenden Befestigungselement bestehen.
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igvw SQO2
SQO2-04/2019-001
Stand 04/2019
ANHANG
Anhang I – Anmerkungen zu Arbeitsplatzpositionierung und Auffangsystem
Queren auf einer Traverse mit Hilfe einer horizontal montierten Lifeline, die
zur Arbeitsplatzpositionierung benutzt wird
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IGVW SQO2-04/2019-001
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Im Falle eines Sturzes wird die am Körper des Stürzenden und an dem An-
schlagpunkt auftretende Kraft (Fangstoß) auf ein erträgliches Maß reduziert
(6 kN).
Beim Einsatz eines modularen Bandfalldämpfers darf der Anwender die ma-
ximale Systemlänge von 2 m nicht überschreiten. Ansonsten wäre die auftre-
tende Kraft zu groß und könnte zu schweren körperlichen Schäden führen.
Die meisten Hersteller haben ihre Falldämpfer für ein maximales Gewicht
des Nutzers von 100 kg ausgelegt. Ein Anwender, der mit seinem Körper-
gewicht und seiner Ausrüstung diesen Wert übersteigt, muss vor dem Ein-
satz des Falldämpfers prüfen, ob der Hersteller das Produkt für diesen Wert
freigibt.
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igvw SQO2
SQO2-04/2019-001
Stand 04/2019
Mobil geflogene Traverse mit mobiler Lifeline, gespannt von den Enden der Traverse
durch Ösen an den Elektrokettenzügen:
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LEGENDE
Einige erklärende Hinweise zur Struktur der Standards:
O Organisation/Dokumentation
Aufbau- und Ablauforganisation in Unternehmen/Dokumentation
und Zertifizierung von Prozessen
P Praxis/Arbeitsverfahren
Bereitstellung und Benutzung von Arbeitsmitteln
Q Qualifikation
Qualifikation von Fachkräften und Sachkundigen
Notizen
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igvw SQO2
SQO2-04/2019-001
Stand 04/2019
Notizen
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Notizen
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SQO2-10/2018-001
RIGGING igvw SQO2
Stand 10/2018
HIGH FIVE
Think:
Sorgfältige Vorbereitung statt husch-husch
Check:
Rettung planen statt verdrängen
Reflect:
Wirklich können statt nur wollen
Watch:
Miteinander statt übereinander
Lock:
PSA statt oben ohne
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