0% fanden dieses Dokument nützlich (0 Abstimmungen)
20 Ansichten6 Seiten

Schadprogramme

Schadprogramme

Hochgeladen von

EC
Copyright
© Public Domain
Wir nehmen die Rechte an Inhalten ernst. Wenn Sie vermuten, dass dies Ihr Inhalt ist, beanspruchen Sie ihn hier.
Verfügbare Formate
Als PDF, TXT herunterladen oder online auf Scribd lesen
0% fanden dieses Dokument nützlich (0 Abstimmungen)
20 Ansichten6 Seiten

Schadprogramme

Schadprogramme

Hochgeladen von

EC
Copyright
© Public Domain
Wir nehmen die Rechte an Inhalten ernst. Wenn Sie vermuten, dass dies Ihr Inhalt ist, beanspruchen Sie ihn hier.
Verfügbare Formate
Als PDF, TXT herunterladen oder online auf Scribd lesen

Was sind Schadprogramme und was können sie

anrichten?
Der Begriff Schadprogramm oder Schadsoftware (englisch: Malware) umfasst alle
Arten von Computerprogrammen, die mit dem Ziel entwickelt wurden, fremde IT-
Systeme über unterschiedlichste Kanäle anzugreifen. Man spricht auch von
infizieren. Mögliche Ziele der Angriffe sind unter anderem: Daten auszuspähen,
Dritten unbefugten Zugriff auf Computer, Smartphones oder andere vernetzte Geräte
zu ermöglichen oder generell diese zu schädigen. Malware ist dabei der Oberbegriff
für einen Vielzahl an Bedrohungen, die entsprechend der verursachten Schäden in
verschiedene Kategorien eingeteilt werden können:
Infektionen, um Daten zu stehlen (Datendiebstahl)
Tastatureingaben (z.B. Passwörter) werden aufgezeichnet (Keylogger), der
Computer oder das mobile Gerät wird nach sensiblen persönlichen Daten wie
Passwörter und Zugangsdaten durchsucht oder Überweisungsdaten werden
abgefangen (Banking Trojaner), der Zugriff auf Mikrofone und Kameras ist möglich
(Spyware). Mit den gestohlenen Daten können Accounts übernommen, Identitäten in
sozialen Netzwerken gestohlen und Bankdaten missbraucht werden.
Infektionen, um die Kontrolle zu übernehmen / Integration in Bot-Netz
Von Bot-Netzen spricht man dann, wenn mehrere infizierte Systeme per
Fernsteuerung zusammengeschlossen und zu bestimmten Aktionen missbraucht
werden. Die Kontrolle über internetfähige Geräte aus der Ferne ermöglicht es
Angreifern, das übernommene System unbemerkt für ihre Zwecke zu missbrauchen.
So können sie damit z.B. Internetseiten lahmlegen (DDoS, siehe unten), Spam
versenden, Online-Banking-Betrug begehen oder Kryptowährungen wie z.B. Bitcoins
schürfen.
Ransomware
Daten werden verschlüsselt, um Nutzer:innen zu erpressen. Ein Zugriff auf die Daten
ist nicht mehr möglich. Für die Entschlüsselung wird dann ein Lösegeld (englisch
ransom) gefordert. Zusätzlich wird bei betroffenen Firmen häufig auch mit der
Veröffentlichung der Daten gedroht. Mehr dazu lesen Sie in diesem Artikel über den
Umgang mit Ransomware.
Adware
Als Adware werden Programme bezeichnet, die sich über Werbung finanzieren (Ad
ist englisch für Werbung). Adware-Programme verändern dafür etwa die
Browsereinstellungen, sodass sich beim Surfen plötzlich vermehrt Pop-up-Fenster
mit unerwünschter Werbung öffnen oder sich die Startseite beim Öffnen des
Browsers ändert. Zudem können auch persönliche Daten ausgespäht werden.
Scareware
Der Begriff stammt vom englischen Verb to scare, jemanden ängstigen. Hierbei wird
beispielsweise behauptet, das Gerät sei mit einem Schadprogramm infiziert. Auf
diese Weise sollen Anwender:innen verunsichert und dazu verleitet werden, ein
Programm, das den Schaden angeblich behebt, herunterzuladen. Dieses Programm
enthält aber erst die eigentliche Schadsoftware.
Zudem können Schadprogramme gezielt auf dem System der Opfer "versteckt"
werden. So gibt es Fälle von Ransomware-Attacken, bei denen die Täter:innen nach
Zahlung des Lösegeldes zwar das System der Opfer wieder entschlüsselten, jedoch
"versteckte" Malware hinterließen. Diese wurde später für eine erneute
Verschlüsselung und eine Wiederholung der Erpressung genutzt. Daher gilt: War ein
System von Schadsoftware befallen, lässt sich nur schwer mit Sicherheit sagen, dass
alles entfernt werden konnte. Sicherer ist es, das System von Grund auf neu mittels
einer Datensicherung wiederherzustellen. Deshalb ist es wichtig, regelmäßige
Datensicherungen (Backups) anzulegen. Mehr dazu siehe auch unten im Abschnitt
"Wie Sie sich im Vorfeld schützen".
Schadprogramme sind häufig multifunktional und im Stande, zusätzliche
Schadprogramme nachzuladen, die weitere Schäden anrichten. Sie entwickeln
immer bessere und intelligentere Methoden und Angriffsvektoren, vor denen Sie sich
so gut es geht schützen sollten.
Fachbegriffe für Betrugsformen
Phishing
Dabei handelt es sich um einen Angriff zum Zweck des Datendiebstahls.
Nutzer:innen werden beispielsweise über Links in E-Mails oder sozialen Netzwerken
auf manipulierte oder gefälschte Internetseiten gelotst, die den Originalseiten der
echten Anbieter täuschend ähnlich sehen. Ziel ist es, den Betroffenen Passwörter,
Kreditkartendaten oder andere vertrauliche Informationen zu entlocken. Die Delikte
reichen vom "einfachen" Datendiebstahl über illegale Kontoabbuchungen bis hin zu
Angriffen auf kritische Infrastrukturen. Der Angriff gelingt nur, wenn Betroffene auf die
Täuschung hereinfallen und aktiv handeln.
Smishing
Mit überzeugenden SMS sollen Nutzer:innen dazu verleitet werden, auf einen Link zu
tippen. Vorwand kann zum Beispiel ein nicht zustellbares oder nicht ausreichend
frankiertes Paket sein. Der Link leitet zum Download einer Schadsoftware oder zu
Phishing-Seiten, auf denen Betroffene sensible Informationen preisgeben sollen.
Der Begriff ist eine Kombination aus SMS und Phishing.
Vishing
Die Bezeichnung steht für "Voice Phishing", also Phishing per Stimme. In
automatisierten Telefonanrufen sollen Angerufene dazu gebracht werden,
persönliche Daten von sich preis zu geben. Das können Namen, Anschrift und
Telefonnummer sein, aber auch Bankdaten und Passwörter. Auch vermeintlich
harmlos wirkende Infos wie Geschlecht, Alter oder ähnliches können abgefragt
werden.
Sie sollten sich weder auf ein Gespräch einlassen noch solche Nummern anrufen
bzw. zurückrufen – auch nicht, wenn Sie per E-Mail oder SMS eventuell dazu
aufgefordert werden. Geben Sie nie persönliche Daten am Telefon an, wenn Sie
unerwartet angerufen werden.
Notieren Sie sich die angezeigte Telefonnummer und melden Sie sie der
Bundesnetzagentur auf dieser Internetseite. Außerdem sollten Sie nach Möglichkeit
in unerwarteten Telefonaten vermeiden, "ja" zu sagen. Warum, lesen Sie in diesem
Text.
Pharming
Bei dieser Methode werden Dateien für den Internetbrowser so manipuliert, dass die
Nutzer:innen auf betrügerische Webseiten umgeleitet werden, obwohl sie die richtige
Adresse der echten Internetseiten eingetippt haben. Dort werden dann
Benutzernamen, Passwörter oder Kreditkartendaten erfasst oder Schadprogramme
auf dem Gerät installiert. Betroffene bekommen unter Umständen davon nichts mit.
Vor dieser Betrugsform können aktuelle Virenschutzprogramme schützen.
Wie man sich Schadprogramme einfangen kann
Grundsätzlich können sich alle elektronischen Geräte mit Schadprogrammen
infizieren, die entweder mit dem Internet verbunden sind oder einen
Wechseldatenträger (z.B. USB-Stick, CD-ROM, externe Festplatte) besitzen.
Kriminelle gehen bei dem Versuch, Nutzer:innen ein Schadprogramm unterzujubeln,
ganz verschiedene Wege. Besonders beliebt sind folgende Möglichkeiten:
Schadsoftware im E-Mail-Anhang
Sie erhalten eine E-Mail, die angeblich von einem vertrauten Anbieter, wie z.B. Ihrer
Hausbank, stammt. Der E-Mail beigefügt ist eine Datei, die ein Schadprogramm
enthält. Achtung bei Dateiformaten wie .exe oder .scr oder doppelten Dateiendungen
wie [Link]. Falls Sie eine solche Datei öffnen, wäre das bildlich gesehen so, als ob
Sie einem Einbrecher selbst die Haustür öffnen und ihn hereinbitten. Vermeintlich
harmlos wirkende Verlinkungen im Text einer E-Mail können ebenfalls auf infizierte
Webseiten leiten, bei deren Aufruf im Browser automatisch Schadsoftware
ausgeführt wird.
Eine weitere gängige Methode von Kriminellen ist es beispielsweise, PDFs oder
Office-Dokumente über dynamische Inhalte und Makros zu einem Einstieg in Ihr
System zu machen. Ein Makro ist die Abfolge von Befehlen und Anweisungen, um
eine Aufgabe automatisch auszuführen. Um unnötige Risiken zu vermeiden, sollten
Makros bei nicht vertrauenswürdigen Dokumenten deaktiviert werden. Anleitungen
dafür gibt es zum Beispiel bei der Ruhr-Universität Bochum.
Drive-By-Download
Die Infektion erfolgt durch das Aufrufen einer manipulierten Internetseite. Doch auch
seriöse Webseiten können durch manipulierte Werbebanner mit Schadcode
verseucht sein. Das Schadprogramm wird ohne Ihre Interaktion alleine durch das
Aufrufen der Seite installiert, indem die Täter:innen noch nicht geschlossene
Sicherheitslücken ausnutzen. Eine offene Sicherheitslücke ist wie ein schräg
stehendes Fenster, durch das Einbrecher:innen in das Haus einsteigen können.
Daher ist es besonders wichtig, stetig neue Updates des Betriebssystems zu
installieren. So werden Sicherheitslücken kontinuierlich geschlossen. Sie finden die
Update-Einstellungen etwa unter Windows, wenn Sie die Systemeinstellungen öffnen
und dort nach Windows-Update suchen.
Malspam und Social Engineering
Schädliche Links und Dateianhänge können Sie zum einen per E-Mail, zum anderen
aber auch als Nachricht in sozialen Netzwerken erhalten. Zum Beispiel schickt Ihnen
jemand, den Sie vermeintlich kennen, eine Rechnung oder ein Foto zu oder
empfiehlt eine interessante Internetseite. Teilweise kann es sogar passieren, dass
Sie verdächtige Nachrichten von den E-Mail-Adressen echter Freunde und
Bekannter erhalten. In diesem Fall haben vielleicht Täter:innen deren Accounts
gehackt und übernommen oder die Geräte sind mit Schadsoftware infiziert. Die Mail-
Konten werden nun zum Verschicken von Malware missbraucht. Durch das Öffnen
der Datei oder Anklicken des Links wird das Schadprogramm installiert.
Wechseldatenträger
Geräte wie USB-Sticks oder externe Festplatten können infizierte Dateien enthalten.
Wenn Sie nun Daten zwischen zwei Geräten zum Zwecke des Datenaustausches
beispielsweise mittels USB-Stick übertragen, kann ein Schadprogramm von einem
infizierten Gerät auf das andere bisher nicht befallene Gerät übertragen werden.
Netzwerke
Sie sind eine weitere Gefahrenquelle (etwa öffentliches WLAN), da Sie nicht wissen
können, ob und wie diese gesichert sind. In Hotels, bei der Nutzung von Hotspots,
aber auch bei Computern und mobilen Geräten von Freunden und Bekannten sollten
Sie daher entsprechend vorsichtig sein und fremde Netze und Geräte nach
Möglichkeit meiden.
Gleichzeitig sollten Sie auch bei Ihrem eigenen heimischen WLAN eher sparsam mit
dem Zugang umgehen. Denn auch externe Geräte können Infektionen einschleppen.
Besser ist es daher, für Gäste ein Gast-WLAN einzurichten. Anleitungen dazu finden
Sie in der Regel auf den Internetseiten Ihres Router-Herstellers. Gleichermaßen
empfiehlt es sich dringend, ein solches abgetrenntes WLAN zu nutzen, wenn Sie bei
sich zu Hause Smart-Home-Geräte einrichten und verwenden möchten. Mehr
darüber lesen Sie hier.
Wie Sie sich im Vorfeld schützen
Cyber-Kriminelle versuchen, Schadprogramme möglichst unbemerkt auf ein System
zu schleusen. Im Unterschied zu früher gefährden heutige Schadprogramme nicht
nur Computer im engeren Sinne, sondern haben prinzipiell jedes softwaregesteuerte
und vernetzte System im Visier. Neben Smartphones und Tablets gilt dies
insbesondere für Router und auch für internetfähige Geräte wie digitale
Heizungsthermostate, ferngesteuerte Sicherheitskameras, ein über das Internet
steuerbares Garagentor oder auch das smarte Türschloss an Fahrzeugen und
Haustüren.
Halten Sie insbesondere das Virenschutzprogramm, den Internetbrowser und das
Betriebssystem stets auf dem neuesten Stand. Führen Sie die notwendigen Updates
zeitnah automatisch durch oder installieren Sie Updates bei Bedarf bewusst manuell,
um Sicherheitslücken zu schließen.
Dateiformate und Sicherheit von Geräten kennen
• Seien Sie besonders kritisch bei ausführbaren Programmdateien mit den Endungen
.exe, aber auch .bat, .com oder .vbs. Damit der Dateityp zu sehen ist, sollten Sie die
Standardkonfiguration Ihres Rechners entsprechend anpassen. Eine Anleitung für
Windows gibt es auf dieser Seite von Microsoft. Achtung: Auch komprimierte
Archivdateien, die beispielsweise auf .zip enden, können ausführbare Programme
enthalten und sollten daher nie ungeprüft geöffnet werden.
• Aktivieren Sie keinesfalls Makros, falls Sie dazu aufgefordert werden.
• Bei der Anschaffung neuer internetfähiger Geräte sollten Sie den Aspekt der IT-
Sicherheit vor dem Kauf gründlich prüfen. Anhand von Herstellerangaben und
Produkttests können Sie erfahren, ob die Schnittstellen der Geräte ausreichend
gegen Angriffe abgesichert sind und ob die Geräte regelmäßig über mehrere Jahre
mit Updates versorgt werden. Das vermeintlich günstige Technik-Schnäppchen z.B.
in Form einer Überwachungskamera kann sonst schnell zur Gefahr werden, wenn IT-
affine Einbrecher:innen sie hacken, um den nächsten Tatort auszukundschaften.
Künftig kann auch das IT-Sicherheitskennzeichen hilfreiche Infos liefern. Sie sollen
sich damit über die vom Hersteller zugesicherten Sicherheitsfunktionen von
vernetzten, internetfähigen Produkten informieren können. Das IT-Kennzeichen
wurde vom Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) eingeführt.
Weitere Informationen dazu erhalten Sie auf [Link]/IT-SIK.
Sicherer Umgang mit E-Mails
• Seien Sie beim Öffnen von Mails mit Anhängen vorsichtig. Ganz gleich, ob es sich
um scheinbar ungefährliche Dateien wie Bilder, Dokumente oder sonstige Dateien
handelt. Wenn Sie sich nicht sicher sind oder keine Mail erwarten, fragen Sie
sicherheitshalber beim Absender telefonisch oder auf anderem Wege nach. Suchen
Sie in diesem Fall selbst nach den Kontaktmöglichkeiten und antworten Sie nicht
einfach der Absenderadresse.
• Klicken Sie niemals auf Links in unaufgefordert zugesandten E-Mails. Häufig leiten
diese auf infizierte Internetseiten. Wenn Sie diese aufrufen, können Sie sich bereits
mit Schadsoftware infizieren. Geben Sie die gewünschte Internetadresse des echten
Anbieters stattdessen per Hand in die Adresszeile Ihres Browsers ein oder gehen Sie
über gespeicherte Favoriten, sofern Sie eine Seite regelmäßig nutzen.
• Seien Sie misstrauisch, wenn Sie E-Mails mit fremdsprachigem Betreff oder einer
neugierig machenden Betreffzeile (z.B. aus dem Erotikbereich) erhalten. Das alleine
reicht als Indiz aber leider nicht mehr aus, da die Phishing-Mails auch sprachlich
zunehmend besser werden.
• Stellen Sie Ihr E-Mail-Programm wenn möglich so ein, dass es keine Vorschau von
E-Mails anzeigt. Dadurch können Sie unbekannte oder verdächtige Nachrichten aus
dem Posteingang löschen, bevor sie möglicherweise schädlichen Code von einem
Server laden können.
Vertrauenswürdige Nachrichten können Sie mit einem Doppelklick öffnen. Mozilla
und Microsoft bieten Anleitungen für
Thunderbird und Outlook. • Verschicken Sie keine aus unsichereren Quellen oder per
E-Mail zugesandten Anhänge (Attachments). Sonst helfen Sie am Ende noch
unbewusst und ungewollt dabei mit, Schadprogramme zu verteilen.
Skeptisch sein in sozialen Netzwerken
• Seien Sie in sozialen Netzwerken bei Mitteilungen und Angeboten von Ihnen nicht
bekannten Teilnehmern skeptisch. Prinzipiell gelten dieselben Sicherheitshinweise
wie beim Umgang mit E-Mails. Aber auch bei Nachrichten von Bekannten oder
Freunden sollten Sie nicht unkritisch jeden Link anklicken. Das gilt ebenfalls für
vermeintliche Gewinnspiel-Einladungen per SMS oder WhatsApp.
• Seien Sie kritisch bei Gewinnspielen! Facebook und Instagram sind beliebte
Plattformen für Betrüger, um Ihre Daten mit falschen Gewinnspielen zu stehlen.
Anzeigen zum Erkennen solcher Fakes sehen Sie auf [Link], dem Online-
Jugendmagazin der Verbraucherzentrale NRW.
• Lassen Sie sich nicht darauf ein, wenn Sie z.B. bei Facebook eine
Freundschaftsanfrage von jemandem erhalten, mit dem Sie eigentlich schon
befreundet sind. Dadurch könnten Sie Geld verlieren. Wie die Masche funktioniert
und wie Sie sich schützen, erklären wir hier.
• Regelmäßige Datensicherung (Backup)
• Sichern Sie regelmäßig Ihre Daten in einem Backup. So können Sie sie im Fall der
Fälle wiederherstellen. Wenn Sie dafür eine externe Festplatte verwenden, sollte
diese nicht ständig mit dem PC verbunden sein! Sonst werden auch die Daten darauf
höchstwahrscheinlich beschädigt, falls Ihr System mit Schadprogrammen infiziert
wird. Mehr darüber lesen Sie in diesem Artikel über Datensicherung.
Mit Schadsoftware infiziert – was tun?
Wie genau Sie sich verhalten sollen, kommt auf die Art der Schadsoftware an.
Notwendige Maßnahmen und Verhaltenstipps haben wir deshalb in einem separaten
Artikel zusammengestellt: Virus auf dem Gerät? Das müssen Sie jetzt tun.
Wo Sie Hilfe bekommen
• Beim Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI):
[Link]/VerbraucherInnen
• Bei Ihrer örtlichen Polizeidienststelle sowie unter [Link]
• Beim Phishing-Radar der Verbraucherzentrale NRW:
[Link]/phishing
• Bei Ihrem E-Mail-Anbieter
• Zum Entschlüsseln von Ransomware: [Link]
• HPI Identity Leak Checker Desktop des Hasso-Plattner-Instituts: [Link]/ilc/
• Identity Leak Checker der Universität Bonn: [Link]
• Technische Hilfe bekommen Sie auch auf den Internetseiten einschlägiger
Fachzeitschriften
• Bei Computer-Fachgeschäften und -Werkstätten vor Ort
Bot-Netzwerk und DDoS-Attacken erklärt
Computer können über die Installation von Schadprogrammen in sogenannte Bot-
Netzwerke aufgenommen und deren Ressourcen für weitere kriminelle Aktionen
missbraucht werden. Der so infizierte Computer wird von nun an von Kriminellen
ferngesteuert. Die Betrüger verwenden beispielsweise die gespeicherten
Kontaktinformationen von Freunden und Bekannten aller infizierten Computer, um
diese zum Versenden von Phishing-Mails zu nutzen.
DDoS-Angriffe können Internetseiten für mehrere
Tage lahmlegen.
Eine andere Einsatzmöglichkeit von Bot-Netzen sind DDoS-Attacken (Distributed
Denial-of-Service attack). Dabei werden die Computer innerhalb des Bot-Netzes
dazu genutzt, gleichzeitig so viele Anfragen an einen Server zu stellen, bis dieser
seinen Dienst nicht mehr leisten kann. Dieses Problem kann mit einer Tür zu einem
Geschäft verglichen werden, welche durch Tausende von Menschen versperrt wird,
sodass echte Kund:innen keine Chance mehr haben, in das Geschäft zu gelangen.
Diese Angriffe können so weit gehen, dass sie den jeweiligen Server und damit den
Service des Anbieters zum Totalabsturz bringen und für Stunden und sogar Tage
ausfallen lassen.
Da viele Firmen auf die Funktionalität und Erreichbarkeit ihrer Server angewiesen
sind, lassen sich einige auf diese Weise erpressen. Bei einem DDoS-Angriff durch
ein Bot-Netzwerk ist es nahezu unmöglich, die echten Angreifenden ausfindig zu
machen. Der Angriff erfolgt ohne das Wissen der eigentlichen
Computerbesitzer:innen, die jedoch bei einer polizeilichen Ermittlung grundsätzlich
auch verdächtigt werden können.

Das könnte Ihnen auch gefallen