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Bespiel Fallanalyse

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3.

FB Erwartungshorizont Frau Müller

I. Zusammenfassung des Falls


● weiblich, 82 Jahre
● wohnt allein, Witwe
● vor einem Jahr mit Demenz diagnostiziert
● Damenkreis in der Kirche
● 1 Schwester
● Pflegeheim

II. Fallanalyse

Analyse des Falls Bedeutung für die Pflege

soziale Aspekte
● lebt allein ● soziale Kontakt
● Damenkreis ● Einbezug der Angehörigen
● Eine Schwester ● Informationen erhalten
● Sie war Diätberaterin ● Biografiearbeit
● Witwe ● Trauerarbeit

physische Aspekte
● 82 Jahre ● Planen von Maßnahmen:
● unternährt Screening für Mangelernährung
● ungepflegte Allgemeinzustand/ ● Beachten von Risikofaktoren
● Ernährungsplan erstellen
schmutzige Kleidung
● Regelmäßige Mahlzeiten mit
ausgewogenen Nährstoffen
sicherstellen
● Überwachung des Gewichts und
der Fortschritte
● Flüssigkeitszufuhr überwachen
und sicherstellen
● Zusammenarbeit mit einem
Ernährungsspezialisten oder
Arzt
● Körperhygiene verbessern
● Wechsel der Kleidung
● Förderung von Bewegung und
Aktivität
● Medikamenteneinnahme
überwachen
● Psychosoziale Unterstützung
anbieten

Dokumententitel [Link] Erwartungshorizont Frau Müller


Stand Mai 2023
Autor Health Education
Seite 1/1
psychische Aspekte ● Orientierung in der Realität
● desorientiert ● Kommunikation achten
● unruhig ● Kognitive Stimulation
● teilweise aggressiv ● ROT
● ängstlich Realitätsorientierungstraining

Krankheitsbild / Therapie
● Vor einem Jahr - Demenz ● interdisziplinäre Arbeit zB
Medikamente
● Untergewicht
● Beratung
● Durch Ortswechsel -
Verschlechterung von
Symptomen / Symptome
Kontrolle / Gewöhnung mit neuer
Umgebung.
● Tagesstrukturierung: Einen
strukturierten Tagesablauf
schaffen
● Kommunikation fördern: Klar und
einfach sprechen, nonverbale
Kommunikation nutzen.
● Sicherheit gewährleisten:
Gefahrenquellen beseitigen,
sichere Umgebung schaffen
● Ernährung überwachen:
Gesunde und ausgewogene
Mahlzeiten sicherstellen
● Aktivitäten anpassen:
Angepasste Aktivitäten und
Beschäftigungen bieten
● Medikamentenmanagement:
Regelmäßige Einnahme von
Medikamenten überwachen
● Unterstützung im Alltag: Hilfe bei
alltäglichen Aufgaben und
Bedürfnissen anbieten
● Emotionale Unterstützung:
Geduldig und einfühlsam sein,
emotionale Unterstützung bieten

Risiko erkennen ● Ernährungsberatung


● Mangelernährung ● Flüssigkeitszufuhr (Einfuhr und
● Dehydratation Ausfuhr Kontrolle)
● Prävention + Prophylaxe
● Sturzrisiko
● Bewegung
● Verlaufen - Gefahr (Gefährdung ● Eigenschutz gewährleisten
● Fremdgefährdung vermeiden
des Eigenschutzes)
● Regelmäßige soziale
● Deprivation Interaktionen fördern
● Angebote für Freizeitaktivitäten

Dokumententitel [Link] Erwartungshorizont Frau Müller


Stand Mai 2023
Autor Health Education
Seite 2/1
● Soor- und Parotitis bereitstellen
● Förderung von emotionaler
● Obstipation
Unterstützung und Beziehungen
● Mundhygiene aufrecht erhalten:
Regelmäßiges Zähneputzen
nach den Mahlzeiten und vor
dem Schlafengehen
● Verwenden Sie bei Bedarf
Mundspülungen oder Lösungen
zur Munddesinfektion
● Einhaltung einer ausgewogenen
Ernährung, um das
Immunsystem zu stärken
● Ausreichende Flüssigkeitszufuhr
sicherstellen
● Ballaststoffreiche Ernährung
fördern (Gemüse, Obst,
Vollkornprodukte)
● Auf Toilettenhygiene achten und
regelmäßige Toilettenbesuche
fördern
● Bei Bedarf Laxativa oder
Abführmittel in Absprache mit
einem Arzt einsetzen

rechtliche und hygienische Aspekte ● Dokumentation


● Basishygiene ● hygienische Arbeitsweise
● Körperpflege
● Dokumentation ● Freiheitsentziehende
● Patientenverfügung/Betreuung Maßnahme durch gesetzliche
● Datenschutz Betreuung klären
● Pflegegrad
● Schweigepflicht
● Gesicherte Wohneinheit

Beratung & Kommunikation


● Orientierung ● Validation, ROT
● Familienzentrierte Beratung Realitätsorientierungstraining
● Beratung Psychologe
● Ernährungsberatung
● Betreuungsangebote

● emphatisch sein
● Motivation fördern
● Selbstvertrauen fördern
● Validation

Dokumententitel [Link] Erwartungshorizont Frau Müller


Stand Mai 2023
Autor Health Education
Seite 3/1
Gruppe 1
1. Erarbeitete das Krankheitsbild Demenz mit Hilfe des DURST Schemas. (siehe
Hilfsmittel)

Definition: erworbene Minderung der intellektuellen Fähigkeiten (zum Beispiel


der Gedächtnisleistungen, Auffassungsgabe, logisches Denken, Bewältigung von
Problemen - emotional, sozial und kognitiv) - Keine Bewusstseinsstörung.

Ursachen/ Risikofaktoren:
● Vererbung
● Bildung von Amyloid-Plaques (Eiweißablagerungen) über den Synapsen bis hin
zum Absterben der Nervenfasern
● Umweltfaktoren
● Durchblutungsstörungen

nicht beeinflussbar:
● Alter
● Geschlecht
● Gene
● Intelligenz

beeinflussbar:
● Geringer Bildungsgrad (<10 Jahre)
● Einsamkeit
● Rauchen
● Hypertonie
● Hypercholesterinämie /ungesunde Ernährungsweise
● Adipositas
● Körperliche Faulheit/Trägheit

Symptome:

Gedächtnisstörung:
● Störung der Urteilsfähigkeit
● Desorientierung in Zeit, Raum, Situation und Person
● Wahrnehmung der Symptome und der Folgen - reaktive Depression
Orientierungslosigkeit
● gestörte Einschätzung der Situation
Angst/Aggression/Wahnvorstellungen/Wahnideen
● Amnesie - sich spüren wollen - Nesteln, Kratzen, Schaukeln, sich
wiederholende Bewegungen
● Gangstörungen
● Resignation - Rückzug in die Vergangenheit, Isolation, Apathie,
Mimik Verlust

Dokumententitel [Link] Erwartungshorizont Frau Müller


Stand Mai 2023
Autor Health Education
Seite 4/1
● Unfähigkeit die Toilette zu finden oder Situation des
Harn-/Stuhldrangs einzuschätzen - Inkontinenz

Therapie Medikamentös:
● keine kurative Therapie, nur symptomatisch - Abschwächung der
Symptome und des Verlaufs
● Blutdruckeinstellung, Blutverdünnung,
● Einstellung des Diabetes mellitus
● Acetylcholinesterasehemmer - verhindert den Abbau des Acetylcholins -
Steigerung der kognitiven Leistung
● Psychopharmaka bei Agitiertheit oder Depressionen

Nicht-medikamentös:
Physiotherapie, Ergotherapie, Logopädie, Psychotherapie, Musiktherapie,
Kunsttherapie, Milieutherapie (Umwelt, Natur, Tiere, Umgebungsgestaltung).

2. Bespreche den Pflegebedarf von Frau Müller in den einzelnen ABEDLS.

1. Kommunizieren: ruhige, Situationsangepasste Kommunikation, in


einfacher Sprache ohne Überforderung, Biografiearbeit, Validation
2. Sich bewegen: Sturzprophylaktische Maßnahmen, Gehübungen,
Physio Verordnen lassen, Kontrakturprophylaxe (Beweglichkeit der
Gelenke erhalten)
3. Vitale Funktionen des Lebens aufrechterhalten:
Patientenbeobachtung, Vitalzeichenkontrollen, Medikamentengabe,
Gewichtskontrolle wöchentlich!
4. Sich pflegen: Anleiten und Unterstützen bei Körperpflege
5. Essen und Trinken: Mangelernährungs- und Dehydrations
Prophylaxe, anleiten ggf. anreichen von Essen und Trinken
6. Ausscheiden: Wechsel von Inkontinenzmaterialien, Angebot von
Toilettengängen
7. Sich kleiden: Anleitung ggf.Übernahme des an- und auskleidens,
auf Wetter abhängige Kleidung achten
8. Ruhen und Schlafen: Erhaltung des Tag- Nachtrhythmus durch
feste Rituale, ROT; Milieutherapie
9. Sich beschäftigen: Teilnahme an Interessen orientierten Angeboten
(Zeitungsrunde, Gymnastik Gruppe etc.), 10 Minuten Aktivierung
10. Sich als Mann / Frau fühlen: Vorlieben im Bekleidungsbereich
berücksichtigen, auf Vorlieben bei Geschlechtsspezifischer
Versorgung achten (evtl. häufiger Versorgung durch männliche
Pflegekräfte)
11. Für eine sichere Umgebung sorgen: Sensormatten vor dem Bett,
GPS Uhr bei Hinlauftendenz, Unterbringung im geschützten
Bereich.

Dokumententitel [Link] Erwartungshorizont Frau Müller


Stand Mai 2023
Autor Health Education
Seite 5/1
12. soziale Bereiche des Lebens sichern: Kontakt zu der Familie
fördern und Unterstützen, Telefonate anbieten, Familie mit in
Angebote einbinden
13. Mit existentiellen Erfahrungen des Lebens umgehen: Auf
Demenzspezifische Orientierungs-Dimensionen eingehen ,
aktuellen biografischen Zeitpunkt berücksichtigen, Wertschätzender
und ruhiger Umgang.

2. Frau Müller hat ihr Verhalten völlig verändert. Mit welchen Pflegekonzepten
für Demenzerkrankte Menschen kannst Du sie unterstützen? Beschreibe das
Konzept und erläutere, wie Du es bei Frau Müller anwendest.

Personenzentrierter Ansatz nach Kitwood:


Psychosoziale Therapie:
❖ psychosoziale Bedürfnisse stehen im Vordergrund, nicht das Defizit des
Pflegeempfängers
❖ positive Beziehungsgestaltung - Aktivierung von Ressourcen,
❖ Zugang zur Realität des Pflegeempfängers finden, Beruhigung bei aggressiven
oder unruhigem Verhalten und/oder aktivieren bei passiven, apathischen
Verhalten
❖ Personsein=Wohlbefinden
❖ Empathie, Wertschätzung, Akzeptanz, Kongruenz (Echtheit)
❖ Zugehörigkeit zu anderen Menschen - Sicherheit, Vertrautheit, Hoffnung
(Bindung)
❖ etwas wert zu sein, etwas tun zu können, sich wichtig fühlen (Identität,
Beschäftigung)

Biografiearbeit/Erinnerungspflege:
❖ das Wissen um den Menschen mit Demenz
❖ mehr als nur Name, Geburtsort, Ausbildung und Beruf
❖ eher kleine Lebensgeschichten die der Pflegeempfänger erlebt hat im 20.-30.
Lebensjahr (Pflegeempfänger fallen meist in diese Altersstruktur zurück und
verhalten sich dementsprechend)
❖ Aufnehmen der Normalität des Pflegeempfängers mit seinen Prägungen
(Sozialisation, individuelle Erfahrungen und Kultur)
❖ nur wenn man die Biografie genau kennt, dann funktionieren andere
therapeutische Mittel
❖ dient als Ansatzpunkt zur aktivierenden Kommunikation
❖ muss bei allen pflegerischen und therapeutischen Tätigkeiten berücksichtigt
werden
❖ Aktivieren des Langzeitgedächtnisses durch Bilder oder Gegenstände die
Erinnerungen hervorrufen
❖ fördert Wohlbefinden und stärkt die Aktivierung der Ressourcen

Dokumententitel [Link] Erwartungshorizont Frau Müller


Stand Mai 2023
Autor Health Education
Seite 6/1
❖ Denk- und Gedächtnistrainings - Konzentration, Merkfähigkeit, Wortfindung
und Reproduktion von Wörtern - Materialien sind an die Situation des
Pflegeempfängers anzupassen (Überforderung und Unterforderung vermeiden).

4. Formuliere zusammen in der Gruppe 1 Pflegeprobleme nach dem PESR


Schema mit den passenden Zielen und Maßnahmen. Nutzt dazu das
bereitgestellte Hilfsmittel.

Lösung: siehe Formular Pflegeplanung

Gruppe 2

1. Differenziere die unterschiedlichen Formen einer Demenz. Wie lassen sich


die pflegerischen Maßnahmen bei den verschiedenen Formen von Demenz
ergänzen?

Degenerativ (72%) - primäre Demenzen (Ursprung im Gehirn selbst)


● M. Alzheimer (AD) (60%) - häufigste Form, Ursache unklar, genetische
Disposition eher, Schrumpfung des Gehirngewebes durch Verlust von
Nervenzellen, Ablagerungen von Eiweiß Plaques in, auf und zwischen den
Nervenzellen
● M. Parkinson (PD)
● Lewy-body Demenz
● M. Pick (Frontotemporale Demenz) Hirngewebe schrumpft
● Chorea Huntington (neurologische Erkrankung mit motorischer Unruhe)

sekundäre Demenzen (Ursprung aufgrund anderer Erkrankungen oder


Ereignisse)

Vaskulär (16%)
● Mikroangiopathien
● Makroangiopathien
● strategische Infarkt
● nicht heilbar, aber gut behandelbar

Infektiös
● JCD (Jakob-Creutzfeld-Erkrankung)
● HSE (Herpes-simplex-Encephalitis)
● AIDS Traumatisch
● Contusio cerebri (Gehirnprellung)
● Dementia Pugilistica (durch häufige Schläge, Erschütterungen auf den Kopf)

Hypoxisch
● Z.N. Suizidversuch

Dokumententitel [Link] Erwartungshorizont Frau Müller


Stand Mai 2023
Autor Health Education
Seite 7/1
● Z.N. Reanimation

Raumfordernd
● NPH (Normaldruckhydrozephalus)
● Hirntumore
● Subduralhämatom

Die pflegerischen Maßnahmen bei den verschiedenen Formen von Demenz:

1. Alzheimer-Krankheit konzentrieren sich die Maßnahmen auf die Förderung


der Gedächtnis- und kognitiven Fähigkeiten des Patienten (das Lösen von
Rätseln oder das Spielen von Gedächtnis Spielen), die Schaffung einer
sicheren Umgebung (das Entfernen von Stolperfallen, das Anbringen von
Handläufen und das Anpassen der Beleuchtung),, die Vermeidung von
Stress (Regelmäßige Routinen und ein klarer Tagesablauf, Atemübungen
oder Musiktherapie) und das Erleichtern der Kommunikation.
2. Bei vaskulärer Demenz können Maßnahmen zur Kontrolle von
Bluthochdruck (nichtmedikamentöse Therapie wie Lebensstilveränderung,
Medikamentöse Therapie, Bewegung) und anderen kardiovaskulären
Risikofaktoren eingeschlossen sein.
3. Bei frontotemporaler Demenz liegt der Schwerpunkt auf der Bewältigung
von Verhaltensänderungen (Verhaltensmanagement wie z.B. regelmäßige
Aktivitäten, die dem Patienten Freude bereiten) und emotionalen
Schwankungen.
4. In allen Fällen ist eine einfühlsame Betreuung, Geduld und
Individualisierung der Pflege von entscheidender Bedeutung, um den
Bedürfnissen des einzelnen Patienten gerecht zu werden.

2. Frau Müller hat sehr viel Gewicht verloren. Überlegen Sie, mit welchen
Maßnahmen Sie eine weitere Gewichtsreduktion verhindern können und
welche nichtmedikamentöse Therapie wäre für Sie optimal?

Wir sollten den Gewichtsverlust beobachten, Anzeigen von Nahrung und


Flüssigkeitsmangel erfassen, an Nahrungsaufnahme und Trinken erinnern,
Ernährungs und Trinkprotokoll führen.

Situative Orientierung:
❖ anleiten, unterstützen, beobachten bei einfachen Tätigkeiten wie Essen,
Toilettengang, Trinken
❖ Sicherheit vermitteln durch ankündigen was jetzt passiert
❖ Rituale die vielleicht früher gemacht worden sind wieder aufgreifen um
Erinnerung zu wecken

Dokumententitel [Link] Erwartungshorizont Frau Müller


Stand Mai 2023
Autor Health Education
Seite 8/1
3. Ergänze die pflegerischen Maßnahmen, um den Gemütszustand von Frau
Müller zu verbessern, nachdem sie in ein Pflegeheim verlegt wurde.

1. Eine einfühlsame und respektvolle Kommunikation: Durch geduldiges Zuhören


und Verständnis für ihre Gefühle und Bedürfnisse kann eine Verbindung
hergestellt werden, um ihre Angst und Verwirrung zu verringern.

2. Förderung eines strukturierten Tagesablaufs: Durch die Bereitstellung eines


klaren Zeitplans mit regelmäßigen Aktivitäten wie Mahlzeiten, Spaziergängen,
kognitiven Übungen und Ruhezeiten kann Frau Müller Sicherheit und
Orientierung gewinnen.

3. Schaffen einer vertrauten Umgebung: Indem persönliche Gegenstände,


Erinnerungsstücke und Fotos aus ihrem vorherigen Zuhause in ihr neues
Umfeld gebracht werden, kann eine Vertrautheit geschaffen werden, die ihr
Wohlbefinden unterstützt.

4. Einbeziehung von sozialen Interaktionen: Die Teilnahme an Gruppenaktivitäten,


wie zum Beispiel gemeinsamen Spielen oder Gesprächsrunden, ermöglicht
Frau Müller den Kontakt mit anderen Menschen, was ihre Stimmung und ihr
Wohlbefinden verbessern kann.

5. Förderung von körperlicher Aktivität: Regelmäßige Bewegung oder


physiotherapeutische Übungen können nicht nur die körperliche Gesundheit
von Frau Müller verbessern, sondern auch ihre Stimmung und geistige
Verfassung positiv beeinflussen.

6. Beruhigende Maßnahmen: In einigen Fällen können Entspannungstechniken,


wie zum Beispiel Musiktherapie oder Aromatherapie, dazu beitragen, die
Unruhe und Aufregung von Frau Müller zu reduzieren.

4. Formuliere zusammen in der Gruppe 1 Pflegeprobleme nach dem PESR


Schema mit den passenden Zielen und Maßnahmen. Nutzt dazu das
bereitgestellte Hilfsmittel.

Lösung: siehe Formular Pflegeplanung

Gruppe 3
1. Wie kannst du als Pflegefachkraft die Kommunikation zwischen einem Kind
und einem Erwachsenen im Umgang mit Aggressionen und
Orientierungsstörungen unterscheiden?

Dokumententitel [Link] Erwartungshorizont Frau Müller


Stand Mai 2023
Autor Health Education
Seite 9/1
1. Bei einem Kind müssen die Kommunikationstechniken an das Entwicklungsstadium
des Kindes angepasst werden. Es ist wichtig, eine einfache und klare Sprache zu
verwenden und auf die emotionale Ebene des Kindes einzugehen. Zudem kann es
hilfreich sein, visuelle Unterstützungsmittel wie Bilder oder Symbole einzusetzen, um
dem Kind zu helfen, seine Gefühle auszudrücken.
2. Bei Erwachsenen hingegen kann die Kommunikation auf einer verbalen Ebene
erfolgen, wobei es wichtig ist, ruhig und respektvoll zu bleiben. Es kann auch
notwendig sein, die Erinnerung und Orientierung des Erwachsenen zu unterstützen,
indem man klare und wiederholte Anweisungen gibt. Die individuellen Bedürfnisse
und Fähigkeiten des Kindes oder Erwachsenen sollten bei der Kommunikation
berücksichtigt werden, um eine angemessene Unterstützung zu gewährleisten.

2. Erläutere die Bedeutung der Pflege älterer Menschen in Deutschland für


dich als Pflegefachkraft.

● Die deutsche Bevölkerung wird immer älter. Das ist eine feste demographische
Tendenz. Ein immer höherer Anteil der Menschen, die in Deutschland leben, ist
über 60 Jahre alt.
● So leben in Deutschland derzeit insgesamt 83,1 Millionen Menschen. 2019 lag die
Anzahl der Einwohner zwischen 60 und 80 Jahren bei 18 Millionen (= Mio.), weitere
5,6 Mio. Menschen waren zwischen 80 und 100 Jahre alt. Unter 20 Jahre alt waren
nur 15,3 Mio. Menschen in Deutschland.
● Ältere Menschen sind anfälliger für neurologische Erkrankungen wie Demenz,
Parkinson und Schlaganfall. Weitere Risikofaktoren kommen hinzu: die Mehrheit
der Menschen in Deutschland ist übergewichtig. Ein Viertel der erwachsenen
Bevölkerung raucht.
● Die Kombination aus Alter und ungesundem Lebenswandel führt zu einer
hohen Multimorbidität in Deutschland.
● Als multimorbid werden Personen bezeichnet, die gleichzeitig an mindestens
drei Krankheiten leiden. Von einer solchen Mehrfacherkrankung sind 62% der
Menschen über 65 betroffen.
● Sie haben zum Beispiel Parkinson und eine dadurch verursachte Demenz –
vielleicht in Kombination mit Diabetes mellitus.

3. Analysiere welche Coping-Strategien für Frau Müllers Schwester geeignet


sein könnte.

● Kommunikation (reden und aktives Zuhören)


●Einschätzen welche Bewältigungsstrategien wenden die
Pflegeempfänger:innen an und sind diese hilfreich für ihn

Dokumententitel [Link] Erwartungshorizont Frau Müller


Stand Mai 2023
Autor Health Education
Seite 10/1
● nach weiteren Strategien suchen
● bei hilfreichen Strategien weiter unterstützen
● professionelle Hilfe (Psychologe, Seelsorge,
Geistlicher) anbieten

4. Formuliere zusammen in der Gruppe 1 Pflegeprobleme nach dem PESR


Schema mit den passenden Zielen und Maßnahmen. Nutzt dazu das
bereitgestellte Hilfsmittel.

Lösung: siehe Formular Pflegeplanung

Dokumententitel [Link] Erwartungshorizont Frau Müller


Stand Mai 2023
Autor Health Education
Seite 11/1

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