Abiturprüfung 2012: Physik, Leistungskurs
Abiturprüfung 2012: Physik, Leistungskurs
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Name: _______________________
Abiturprüfung 2012
Physik, Leistungskurs
Aufgabenstellung:
Aufgabe: Elektromagnetische Schwingungen und Resonanz
Die Abbildung 1 zeigt die Schaltskizze einer Versuchsanordnung zur Erzeugung und Regis-
trierung einer gedämpften elektromagnetischen Schwingung. Vor Beginn des Versuchs wird
der Kondensator geladen (Schalter S befindet sich in Position A). Zum Zeitpunkt t 0 wird
der Schalter S in Position B gebracht. Mit einem Messwerterfassungssystem wird die Strom-
stärke I des im Schwingkreis fließenden Stromes registriert, das entsprechende Diagramm
ist in Abbildung 2 wiedergegeben. Das Messgerät ist so getriggert, dass die Aufzeichnung
des Graphen mit dem Umlegen des Schalters S in die (abgebildete) Position B beginnt.
reale Spule
C = 6 μF
Strom-
messung
S Messwert-
erfassungs-
A B system
Spannungs-
messung
Uges = const
Abbildung 1: Schaltskizze zum Versuchsaufbau ( C 6 μF )
Name: _______________________
Abbildung 2: Registrierter zeitlicher Verlauf der Stärke des im Schwingkreis fließenden Stromes
Teilaufgabe 1
Gehen Sie davon aus, dass für die Stromstärke-Zeit-Funktion I (t ) dieser gedämpften
elektromagnetischen Schwingung in guter Näherung gilt:
2
I (t ) I 0 e kt sin t mit .
T
[Ergebnis: k 48 s 1 ]
Hinweis: Der Vorfaktor I 0 ist nicht bekannt, I 0 entspricht auch nicht der ersten Amplitude.
(12 Punkte)
Name: _______________________
Teilaufgabe 2
a) Für die Kreisfrequenz einer gedämpften elektromagnetischen Schwingung gilt die
1
Beziehung k2 .
LC
Für die Kreisfrequenz 0 einer nicht gedämpften elektromagnetischen Schwingung gilt
1
dagegen 0 .
LC
Ermitteln Sie mit Hilfe der bisherigen Messwerte und Ergebnisse den Unterschied
zwischen und 0 und beurteilen Sie Ihr Ergebnis.
b) Ermitteln Sie mit Hilfe der bisherigen Messwerte und Ergebnisse die Induktivität L
der Spule.
[Ergebnis: L ( 56 2 ) mH ]
Name: _______________________
Teilaufgabe 3
Die in Teilaufgabe 2 angegebenen Beziehungen für bzw. für 0 können mit Hilfe
theoretischer Betrachtungen hergeleitet werden:
Für die Strom-Zeit-Funktion I (t ) der gedämpften elektromagnetischen Schwingung ist
1 R
zu jedem Zeitpunkt t die Differentialgleichung
I (t ) I (t ) I(t ) erfüllt.
LC L
Eine mögliche Lösung dieser Differentialgleichung ist die Strom-Zeit-Funktion
2
I (t ) I 0 e kt sin t mit .
T
a) Leiten Sie die oben angegebene Differentialgleichung her, indem Sie die an den Bauteilen
des Schwingkreises auftretenden Spannungen sowie die Summe dieser Spannungen
betrachten.
b) Leiten Sie für den Sonderfall, dass die Schwingung nicht gedämpft ist (d. h.: R 0
1
und k 0 s 1 ) die in Teilaufgabe 2 a) angegebene Beziehung 0 mit Hilfe der
LC
Differentialgleichung und dem angegebenen Lösungsansatz für die Strom-Zeit-Funktion
I (t ) her.
(12 Punkte)
Name: _______________________
Teilaufgabe 4
Um eine elektromagnetische Schwingung mit konstanter Amplitude zu erhalten, wird die
Konstantspannungsquelle durch eine Wechselspannungsquelle mit einstellbarer Frequenz f
ersetzt (siehe Abbildung 3).
Die beiden Diagramme in Abbildung 4 geben die zeitlichen Verläufe der Spannung
U Erreger (t ) sowie der Stromstärke-Zeit-Funktion I erzwungen (t ) bei einer bestimmten Erreger-
(Mit U Erreger wird die Spannung an der Wechselspannungsquelle und mit I erzwungen wird die
reale Spule
C = 6 μF
Strom-
Frequenz f regelbar messung
Messwert-
erfassungs-
~ system
UErreger
Spannungs-
messung
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b) Geben Sie (mindestens) ein Kriterium an, aus dem geschlossen werden kann, dass das
Diagramm in Abbildung 4 im Resonanzfall aufgezeichnet wurde.
Hinweis: Spule und Kondensator sind bei den in den Abbildungen 1 und 3 gezeigten
Versuchsaufbauten identisch.
c) Beschreiben Sie, wie sich das in Abbildung 4 dargestellte Diagramm für I erzwungen (t ) ver-
ändert, wenn eine kleinere bzw. größere Erregerfrequenz f eingestellt wird. Die Amplitude
der Erreger-Wechselspannung soll dabei konstant gehalten werden.
(10 Punkte)
Name: _______________________
Teilaufgabe 5
Die Stromstärke-Zeit-Funktion dieser sogenannten erzwungenen Schwingung kann durch
2
I erzwungen (t ) Iˆ sin t mit beschrieben werden (Abbildung 4).
T
Für den aufgrund der Induktivität L der Spule auftretenden Spannungsabfall gilt dann in
Abhängigkeit von der Zeit die Beziehung U L (t ) L Iˆ cos t .
1 ˆ
oder U C (t ) I cos t her.
C
Bestimmen Sie die Amplitude Û L der aufgrund der Induktivität L der Spule auftretenden
Hinweis: Es reicht, eine der beiden Amplituden zu ermitteln, da sie ja gleich groß sind
(Resonanzfall).
c) Interpretieren Sie das Ergebnis für Û L (= Û C ) im Hinblick auf den hier vorliegenden
Resonanzfall.
(12 Punkte)
Name: _______________________
Teilaufgabe 6
Wie in Abbildung 5 dargestellt, wird in einem weiteren Versuch zusätzlich ein zweiter
Schwingkreis so aufgebaut, dass die beiden Spulenlängsachsen genau zusammenfallen.
Spule und Kondensator des neuen Kreises stimmen in allen relevanten Daten mit denen des
ersten Kreises überein. Der neue Kreis wird also im Resonanzfall betrieben. Wie der
Versuch zeigt und wie in Abbildung 6 dargestellt, sinkt die Stromstärke im neuen Kreis
(Empfänger-Kreis) deutlich ab, sobald eine weitere (also dritte) kurzgeschlossene Spule
zwischen die beiden Spulen gehalten wird. Ist die dritte Spule nicht kurzgeschlossen, zeigt
sich keine Veränderung der Stromstärkenamplitude des Empfängerkreises.
C = 6 μF C = 6 μF
Strom-
messung
Messwert-
erfassungs-
Frequenz f
system
regelbar
Strom-
messung
~
UErreger
Abbildung 5: Zwei im Resonanzfall betriebene Schwingkreise
Name: _______________________
Erklären Sie, wieso das Einbringen der kurzgeschlossenen Spule zu einem Absinken
der Stromstärke im Empfängerkreis führt, während dieser Effekt bei einer nicht kurz-
geschlossenen Spule nicht zu beobachten ist.
(8 Punkte)
Zugelassene Hilfsmittel:
Physikalische Formelsammlung
Wissenschaftlicher Taschenrechner (ohne oder mit Grafikfähigkeit, auch mit
CAS-Funktionalität)
Wörterbuch zur deutschen Rechtschreibung
1. Aufgabenart
Bearbeitung eines Demonstrationsexperiments
Bearbeitung einer Aufgabe, die fachspezifisches Material enthält
2. Aufgabenstellung1
Aufgabe: Elektromagnetische Schwingungen und Resonanz (65 Punkte)
3. Materialgrundlage
Versuchsmaterial und -aufbau
Hinweise zum Experiment
Benötigt werden:
1 Frequenzgenerator mit sinusförmiger Ausgangsspannung
1 Leistungsverstärker (nur falls der Frequenz-/Sinusgenerator keinen hinreichenden
Ausgangsstrom liefert)
1 Oszilloskop
3 Spulen zu (möglichst) je 500 Windungen
2 Kondensatoren ca. 6 μF (keine Elkos)
ersatzweise z. B. 12-mal 1 μF auf 2 Raster-Steckplatten
2 Messwiderstände ca. 10 Ohm
diverse Laborkabel und Steckverbinder
Versuchsaufbau:
Der Aufbau erfolgt zunächst gemäß der Schaltskizze in Abbildung 3 der Aufgabenstellung
(siehe Vorlage der Prüfungsaufgabe für den Prüfling) bzw. gemäß dem folgenden Foto, da
vermutlich ein Oszilloskop benutzt wird.
Das Oszilloskop wird so angeschlossen, dass der gemeinsame Masseanschluss beider
Kanäle am Masseanschluss des Leistungsverstärkers bzw. des Sinusgenerators liegt.
1
Die Aufgabenstellung deckt inhaltlich alle drei Anforderungsbereiche ab.
Mit diesem Aufbau wird die Abstimmung auf Resonanz (gemäß Teilaufgabe 4)
demonstriert.
Anschließend wird der Aufbau (mit Hilfe eines vorbereiteten zweiten Schwingkreises)
gemäß der Schaltskizze in Abbildung 5 der Aufgabenstellung erweitert/verändert. Der Auf-
bau bei der (empfohlenen) Verwendung des Oszilloskops ist dem folgenden Foto zu ent-
nehmen. Der Masseanschluss (beider Kanäle) ist hier unkritisch.
Mit diesem (erweiterten) Aufbau wird das Verhalten des Systems gemäß Teilaufgabe 6
(Abbildung 6) demonstriert.
Versuchsdurchführung
Erster Versuch:
Einstellungen gemäß Vorbereitung, die erste Schaltung wird also im Resonanzfall betrieben
bzw. vorgestellt.
„Wenn die Frequenz der Erregerspannung geändert wird, verändert sich auch das Signal,
das dem im Schwingkreis fließenden Strom entspricht. – Und zwar auch dann, wenn die
Größe der Erregerspannung konstant bleibt bzw. konstant gehalten wird.“
Die Lehrkraft demonstriert, dass bzw. wie sich das Signal, welches dem Strom entspricht,
bei Verkleinerung und bei Vergrößerung der Erregerfrequenz verändert.
(Vermutlich muss die Spannung des Erregersignals durch manuelles Nachregeln konstant
gehalten werden.)
Zweiter Versuch:
Aufbau (beide Schwingkreise) und Einstellungen gemäß Vorbereitung, die mittlere Spule
befindet sich aber noch nicht im Versuchsaufbau. Das Oszillogramm sollte (qualitativ) der
linken Teilabbildung der Abbildung 6 (siehe Vorlage der Prüfungsaufgabe für den Prüf-
ling) entsprechen.
Die Arbeitszeit beginnt erst nach Durchführung und Erläuterung des Versuchs.
2. Medien/Materialien
entfällt
5. Zugelassene Hilfsmittel
Physikalische Formelsammlung
Wissenschaftlicher Taschenrechner (ohne oder mit Grafikfähigkeit, auch mit
CAS-Funktionalität)
Wörterbuch zur deutschen Rechtschreibung
Sollte die Auswertung der Messdaten mit Hilfe eines grafikfähigen TR oder CAS erfolgen,
so muss der Prüfling die entstandenen Graphen für die korrigierende Lehrkraft skizzenhaft
in seiner Reinschrift dokumentieren.
b) Bei einer Funktion der Form I (t ) I 0 e kt sin t kann k z. B. durch Quotienten-
T T
T k T k
I I 0 e 4 sin I 0 e 4 sin
4 4 2
T k
T
T
k
5
T
I T I e 4 sin ( T T ) I 0 e 4 sin 2
4 0
4 2
T T
I k T 5 T 5
4 e 4 1 e k 4 k 4 T e k 4 k 4 T e k T
5
T k T
I T e 4 1
4
T
I
4
Daraus folgt: ln k T .
T
I 4 T
T
I
1 4
Und somit gilt: k ln .
T T
I 4 T
Aus dem Diagramm in Abbildung 2 entnimmt man für die (z. B.) erste und die zweite
T T
Amplitude: I 0,100 A und I T 0,084 A und mit T 0,0036 s folgt:
4 4
1 0,1 1
k ln 48,4 s .
0,0036 s 0,084
Teilaufgabe 2
2
a) Für die Kreisfrequenz der gedämpften Schwingung gilt gemäß und mit
T
2
T 0,0036 s (Teilaufgabe 1 a)) 1,7 10 3 s -1 .
0,0036 s
1 1
Aus k 2 folgt mit 0 sofort 2 0 k 2 und damit
2
LC LC
2 k 2 02 , also 0 2 k 2 .
Mit den ermittelten Werten für und k ergibt sich also
Eine Abweichung ist also (trotz der deutlichen Dämpfung des Systems) praktisch nicht
nachweisbar. Auch bei gedämpften Schwingungen kann in guter Näherung mit der ein-
1
fachen Beziehung 0 gerechnet werden.
LC
1 1 1
b) Aus k 2 folgt 2 k 2 und daraus 2 k 2 und schließlich
LC LC LC
1
L .
( k 2 ) C
2
1
0 sollte (insbesondere wegen der Überlegungen in Teilaufgabe 2 a))
LC
ebenfalls akzeptiert werden.
2 1 4 2 1
In diesem Falle gilt (z. B.) und somit .
T LC T 2
LC
T2
Umstellen ergibt L .
4 2 C
Mit T 0,0036 s (Teilaufgabe 1 a)) folgt:
0,0036 2 s2 0,0036 2 s2 V V s
L 0,0547 55 mH .
4 6 10 F 4 6 10 As
2 -6 2 -6
A
Teilaufgabe 3
a) Nach dem 2. Kirchhoff’schen Gesetz gilt für den gedämpften Schwingkreis
U R U L U C U ges 0 .
1 1
Mit U R R I , U L L I und U C Q folgt: R I (t ) L I(t ) Q(t ) 0.
C C
1
Ableiten ergibt dann: R I(t ) L I(t ) Q (t ) 0 und mit I (t ) Q (t )
C
1 R
folgt nach Umstellen die gesuchte Beziehung I(t ) I (t ) I(t ) .
LC L
Anmerkung für die korrigierende Lehrkraft:
Der Ansatz U R U C U ind.-selbst L I ist ebenfalls möglich.
Weiterhin kann auch vom Energieerhaltungssatz ausgegangen und der Ansatz
WWärme (t ) Welektr. (t ) Wmagn.(t ) Wges const benutzt werden (hier ist es allerdings
sinnvoll, die Ableitung dieser Beziehung zu bilden).
1
die Differentialgleichung zu I (t ) I (t ) 0 und der
LC
gegebene Lösungsansatz zu I (t ) I 0 sin t , wobei jetzt zu 0 wird.
1
Differentialgleichung eingesetzt: I 0 02 sin 0 t I 0 sin 0 t .
LC
1
Hieraus folgt nach Vereinfachung die Beziehung 02
LC
1
und somit folgt die gesuchte Beziehung 0 .
LC
Teilaufgabe 4
a) Wird ein „schwingungsfähiges“ System (hier der R-L-C-Serien-Schwingkreis) von außen
(hier durch die Wechselspannungsquelle) periodisch zu „erzwungenen Schwingungen“
angeregt, so schwingt es (nach einer „kurzen Einschwingphase“) stets mit der gleichen
Frequenz wie der Erreger. Im vorliegenden Beispiel hat die Stromstärke-Zeit-Funktion
I erzwungen (t ) also (stets) die gleiche Frequenz f wie die Erregerspannung U Erreger (t ) .
die Frequenz von U Erreger (t ) gleich der (Eigen-)Frequenz der freien (ungedämpften)
Schwingung ist. Dies bezeichnet man als Resonanz bzw. als Resonanzfall.
werden jeweils zum gleichen Zeitpunkt erreicht. Dass dies hier der Fall ist, kann dem
Diagramm in Abbildung 4 unmittelbar entnommen werden.
lich kleiner. Nur im Resonanzfall ist die Amplitude von I erzwungen (t ) maximal.
Teilaufgabe 5
a) Für die in einer Spule mit der Induktivität L auftretende Selbstinduktionsspannung gilt
U ind_selbst (t ) L I(t ) , wenn mit I (t ) die Stärke des durch die Spule fließenden Stromes
bezeichnet wird.
Für den aufgrund der Induktivität L der Spule auftretenden Spannungsabfall gilt somit
U L (t ) L I(t ) .
Alternative:
Q 1 1
Gemäß C gilt: U C (t ) Q(t ) I (t )dt , wenn mit I (t ) die Stärke des im
UC C C
Schwingkreis fließenden Stromes bezeichnet wird.
Im vorliegenden Kontext ist I (t ) I erzwungen (t ) Iˆ sin t .
1 ˆ 1 1
Somit folgt: U C (t ) I sin t dt Iˆ cos t .
C C
1 ˆ
Vereinfachen ergibt die angegebene Beziehung U C (t ) I cos t .
C
b) Die Amplitude Û L des aufgrund der Induktivität L der Spule auftretenden Spannungs-
2
Uˆ L L Iˆ L Iˆ .
T
Dem Diagramm in Abbildung 4 entnimmt man Î 0, 6 A .
Mit T 0, 0036 s (Teilaufgabe 1 a) bzw. Diagramm in Abbildung 4) und mit
L 55 mH (Teilaufgabe 2 b)) ergibt sich für die gesuchte Spannungsamplitude
2
Û L 55 10 3 H 0, 6 A 57, 6 V .
0, 0036 s
Alternative:
Die Amplitude Û C der am Kondensator der Kapazität C auftretenden Spannung ist
1 ˆ T
gemäß den angegebenen Beziehungen für U C (t ) : Uˆ C I Iˆ .
C 2 C
Den Diagrammen entnimmt man wieder Î 0, 6 A und T 0, 0036 s .
c) Die beiden Spannungsamplituden Û L und Û C sind mit jeweils fast 60 Volt deutlich größer
als die Amplitude der Gesamtspannung (der Erregerspannung), die gemäß Messdiagramm
(Abbildung 4) lediglich ca. 3,5 Volt beträgt. Da in einem geschlossenen Stromkreis die
Summe der Einzelspannungen gleich der an der Quelle anliegenden Gesamtspannung ist,
ist dies zunächst verwunderlich. Allerdings erreichen die einzelnen Spannungen U L (t )
1 ˆ
U C (t ) I cos t ~ cos t
C
zeigen, dass U L (t ) und U C (t ) genau um 180° bzw. T/2 phasenverschoben sind. Damit ist
die Summe aus U L (t ) und U C (t ) zu jedem Zeitpunkt gleich Null (die Amplituden sind ja
gleich groß). Dieses im Resonanzfall auftretende Phänomen wird auch als Resonanz-
überhöhung bezeichnet.
Teilaufgabe 6
Der zweite Schwingkreis (Empfängerkreis) wird zu erzwungenen Schwingungen angeregt.
Dies geschieht, weil das zeitlich veränderliche Magnetfeld der Spule des ersten Kreises
(Senderkreis) in die Spule des zweiten Kreises eindringt und wegen seiner zeitlichen Ände-
rung in dieser zweiten Spule eine periodisch sich ändernde Induktionsspannung erzeugt.
Damit kommt es nach einer kurzen Einschwingphase im zweiten Schwingkreis (Empfänger-
kreis) zu einer erzwungenen Schwingung, die die gleiche Frequenz wie die Schwingung im
Senderkreis hat. Wird eine dritte Spule zwischen die beiden Schwingkreis-Spulen gestellt, so
wird auch in dieser eine (Induktions-)Spannung induziert. Diese Induktionsspannung ist
nach der Lenz’schen Regel so gepolt, dass der entsprechende Strom seiner Ursache entgegen-
wirkt. Das heißt, dass das in der dritten kurzgeschlossenen Spule entstehende Magnetfeld
immer so gerichtet ist, dass die Feldstärkenänderung (der ersten Spule) behindert wird. Da
sich die Felder der ersten und der mittleren Spule überlagern, fällt die Änderung des Magnet-
feldes, welches die zweite Spule (Empfängerkreis) durchsetzt, auch kleiner aus und die in
der zweiten Spule induzierte Spannung wird kleiner sein. Dies hat zur Folge, dass dann
auch die Amplitude der Stromstärke im zweiten Kreis kleiner sein wird. Ist die mittlere Spule
nicht kurz geschlossen, hat die in ihr induzierte Spannung keinen Stromfluss und somit kein
Magnetfeld in dieser mittleren Spule zur Folge; das ursprüngliche Feld der ersten Spule
kann die zweite Spule also ungehindert durchsetzen.
Teilaufgabe 2
maximal
Anforderungen erreichbare
Punktzahl
Der Prüfling
a) ermittelt mit Hilfe der bisherigen Messwerte und Ergebnisse den Unterschied zwischen 7
und 0 und beurteilt das Ergebnis.
b) ermittelt mit Hilfe der bisherigen Messwerte und Ergebnisse die Induktivität L der 4
Spule.
Teilaufgabe 3
maximal
Anforderungen erreichbare
Punktzahl
Der Prüfling
a) leitet die Differentialgleichung her, indem er die an den Bauteilen auftretenden 6
Spannungen sowie die Summe dieser Spannungen betrachtet.
b) leitet für den Sonderfall, dass die Schwingung nicht gedämpft ist, die Beziehung 6
1
0 mit Hilfe der Differentialgleichung und dem angegebenen Lösungs-
L C
ansatz für I (t ) her.
Teilaufgabe 4
maximal
Anforderungen erreichbare
Punktzahl
Der Prüfling
a) erläutert die Begriffe „erzwungene Schwingung“ und „Resonanz“. 5
b) gibt ein Kriterium an, aus dem geschlossen werden kann, dass das Diagramm in 2
Abbildung 4 im Resonanzfall aufgezeichnet wurde.
c) beschreibt, wie sich das in Abbildung 4 dargestellte Diagramm für I erzwungen (t ) ver- 3
ändert, wenn eine kleinere bzw. größere Erregerfrequenz f eingestellt wird.
Teilaufgabe 5
maximal
Anforderungen erreichbare
Punktzahl
Der Prüfling
a) leitet eine der beiden für U L (t ) bzw. für U C (t ) angegebenen Beziehungen her. 4
Teilaufgabe 6
maximal
Anforderungen erreichbare
Punktzahl
Der Prüfling
1 erklärt, wieso das Einbringen der kurzgeschlossenen Spule zu einem Absinken der 8
Stromstärke im Empfängerkreis führt, während dieser Effekt bei einer nicht kurz-
geschlossenen Spule nicht zu beobachten ist.
Schule: _____________________________________________
Teilaufgabe 2
Anforderungen Lösungsqualität
maximal
Der Prüfling erreichbare
EK ZK DK
Punktzahl
Teilaufgabe 3
Anforderungen Lösungsqualität
maximal
Der Prüfling erreichbare
EK ZK DK
Punktzahl
2
EK = Erstkorrektur; ZK = Zweitkorrektur; DK = Drittkorrektur
Teilaufgabe 4
Anforderungen Lösungsqualität
maximal
Der Prüfling erreichbare
EK ZK DK
Punktzahl
Teilaufgabe 5
Anforderungen Lösungsqualität
maximal
Der Prüfling erreichbare
EK ZK DK
Punktzahl
Teilaufgabe 6
Anforderungen Lösungsqualität
maximal
Der Prüfling erreichbare
EK ZK DK
Punktzahl
Summe insgesamt 65
Festlegung der Gesamtnote (Bitte nur bei der zweiten bearbeiteten Aufgabe ausfüllen.)
Lösungsqualität
maximal
erreichbare
EK ZK DK
Punktzahl
Paraphe
Die Klausur wird abschließend mit der Note: ________________________ (____ Punkte) bewertet.
Unterschrift, Datum
gut 11 103 – 98
gut minus 10 97 – 91
befriedigend plus 9 90 – 85
befriedigend 8 84 – 78
befriedigend minus 7 77 – 72
ausreichend plus 6 71 – 65
ausreichend 5 64 – 59
ausreichend minus 4 58 – 51
mangelhaft plus 3 50 – 43
mangelhaft 2 42 – 34
mangelhaft minus 1 33 – 26
ungenügend 0 25 – 0
Name: _______________________
Abiturprüfung 2012
Physik, Leistungskurs
Aufgabenstellung:
Aufgabe: Das Michelson-Interferometer
Mikrowellen werden mit Hilfe eines Michelson-Interferometers untersucht. Das Michelson-
Interferometer besteht aus dem Mikrowellensender und dem Mikrowellenempfänger sowie
aus zwei Metallplatten und einer Glasplatte (siehe Abbildung 1).
Beim Verschieben der Metallplatte B und gleichzeitigem Festhalten der Metallplatte A
treten Maxima und Minima der Empfänger-Spannung auf.
Name: _______________________
Teilaufgabe 1
a) Beschreiben Sie unter Anfertigung einer Skizze in Draufsicht die Funktionsweise des
Michelson-Interferometers in Abbildung 1.
b) Erläutern Sie das periodische Auftreten von Maxima und Minima der Empfänger-
Spannung.
c) Begründen Sie, warum (ausgehend von einem Maximum als Startpunkt) eine Verschiebung
der Metallplatte B um l ein Minimum der Empfänger-Spannung zur Folge hat und
4
warum die Verschiebung um l zu einem neuen Maximum der Empfänger-Spannung
2
führt.
(16 Punkte)
Name: _______________________
Teilaufgabe 2
Im Diagramm in Abbildung 2 sind die Werte für die Strecke l (um die die Metallplatte B
nach außen, also von der Glasplatte weg, verschoben wurde) und die jeweilige Empfänger-
Spannung U dargestellt.
25
20
U (in mV)
15
10
0
0,0 0,5 1,0 1,5 2,0 2,5 3,0 3,5
l (in cm)
Abbildung 2
a) Bestimmen Sie anhand des Diagramms die Wellenlänge und die Frequenz f der Mikro-
wellen.
b) Das Interferometer liefert, unabhängig von den Eigenschaften der Glasplatte hinsichtlich
der Reflexion und Transmission von Mikrowellen, Maxima und Minima, wobei die
Minima die Intensität Null besitzen.
Begründen Sie unter Berücksichtigung der Laufwege der Mikrowellen, warum es bei dem
Experiment nicht von Bedeutung ist, welcher Anteil der auf die Glasplatte treffenden
Strahlung reflektiert bzw. durchgelassen wird.
(9 Punkte)
Name: _______________________
Abbildung 3: Das Michelson-Interferometer aus Abbildung 1, zusätzlich mit der Platte der Dicke d
Name: _______________________
Teilaufgabe 3
Die Brechzahl n 1 liefert den Zusammenhang zwischen der Ausbreitungsgeschwindigkeit
c im Vakuum bzw. in guter Näherung auch in Luft und der im Vergleich dazu kleineren
c
Ausbreitungsgeschwindigkeit c in der Platte.
n
b) Begründen Sie, dass sich die Wellenlänge in der Platte auf verkleinert.
n
c) Erläutern Sie durch eine Betrachtung der benötigten Zeit, warum die Empfänger-
Spannung den gleichen Wert annehmen würde, wenn die Mikrowellen statt der Platte
der Dicke d einen Weg der Länge n d in Luft durchlaufen würden.
e) Es werde eine Platte der Dicke d 2 cm verwendet. Die Strecke, um die die Metall-
platte B zur Abstimmung auf das ursprüngliche Maximum verschoben werden muss,
habe den Wert l 0, 9 cm .
[Zwischenergebnis: n 1, 45 ]
f) Statt der Platte der Dicke d 2 cm werde eine Platte der Dicke d 5 cm aus demselben
Material verwendet.
Bestimmen Sie die Strecke l , um die die Metallplatte B zur Abstimmung auf das nächste
Maximum in Richtung der Glasplatte verschoben werden muss.
(22 Punkte)
Name: _______________________
Im Jahre 1887 wurde von Albert A. Michelson und Edward W. Morley in Cleveland das
später nach ihnen benannte Experiment mit einem Michelson-Interferometer und Licht
durchgeführt. Der Versuchsaufbau ist in Abbildung 4 schematisch dargestellt. In (a) ist die
Verbindungslinie zwischen der Lichtquelle und dem Spiegel Sp2 parallel zur Bewegung der
Erde um die Sonne ausgerichtet und die Verbindungslinie zwischen dem Detektor und dem
Spiegel Sp1 senkrecht dazu. In (b) ist die gesamte Apparatur um 90 gedreht.
Sp1 Sp2
V V
l l
l
Sp2 Sp1
l
(a) (b)
Abbildung 4: Schematische Darstellung des Versuchsaufbaus von Michelson und Morley: Der Pfeil für die
Geschwindigkeit v gibt jeweils die Bewegungsrichtung der Erde in Bezug zur Sonne an.
(Quelle: Gerthsen, Vogel, Physik, 17. Auflage, Springer-Verlag, Berlin, 1993, S. 782, verändert)
Name: _______________________
Teilaufgabe 4
Michelson und Morley gingen ursprünglich von der Existenz eines Trägers der Lichtwellen
aus, dem sog. Äther. Dieser Äther sei ihrer Vorstellung nach fest mit einem absoluten
Raum verbunden. Die Erde würde sich relativ zum Äther mit einer Geschwindigkeit
km
v 30 um die Sonne bewegen. Als Konsequenz daraus sollten die Geschwindigkeiten
s
des Lichts relativ zur Erde bei der Ausbreitung in unterschiedliche Richtungen nicht
gleich sein (siehe Abbildung 5).
Abbildung 5: Geschwindigkeiten des Lichts relativ zur Erde nach der Vorstellung von Michelson und
Morley: Die Pfeile für die Geschwindigkeit c geben unterschiedliche Ausbreitungsrichtungen
des Lichts in Bezug zum Äther an, die Pfeile für die Geschwindigkeit v die Bewegungsrich-
tung des Äthers in Bezug zur Erde. (Mit c und v sind die Geschwindigkeitsbeträge bezeich-
net, die Darstellung der Pfeillängen ist nicht maßstäblich.)
Name: _______________________
b) Ermitteln Sie mit Hilfe der Geschwindigkeiten in a), welche Ergebnisse für Michelson
und Morley bzgl. der Lichtlaufzeiten in den beiden Detektorarmen in Abbildung 4 (a)
bei einer Armlänge von l 0, 5 m theoretisch zu erwarten gewesen wären.
c) Erläutern Sie das erwartete und das tatsächliche Ergebnis sowie die Konsequenz aus
dem tatsächlichen Ergebnis, wenn man die Apparatur, wie in Abbildung 4 (b) dargestellt,
um 90 dreht.
(18 Punkte)
Zugelassene Hilfsmittel:
Physikalische Formelsammlung
Wissenschaftlicher Taschenrechner (ohne oder mit Grafikfähigkeit, auch mit
CAS-Funktionalität)
Wörterbuch zur deutschen Rechtschreibung
1. Aufgabenart
Bearbeitung eines Demonstrationsexperiments
Bearbeitung einer Aufgabe, die fachspezifisches Material enthält
2. Aufgabenstellung1
Aufgabe: Das Michelson-Interferometer (65 Punkte)
3. Materialgrundlage
Versuchsmaterial und -aufbau
Hinweise zum Experiment
Für den Aufbau des Demonstrationsexperiments werden die folgenden Materialien benötigt:
Mikrowellensender und -empfänger
zwei Metallplatten
Glasplatte als Strahlteiler
Voltmeter
Lineal
Stativmaterial
Der Aufbau erfolgt gemäß Abbildung 1 der Aufgabenstellung (siehe Vorlage der Prüfungs-
aufgabe für den Prüfling).
Das Demonstrationsexperiment bezieht sich auf die Teilaufgaben 1 und 2. Hierfür ist den
Schülerinnen und Schülern das Auftreten der Maxima und Minima der Empfänger-Spannung
beim Verschieben einer der beiden Metallplatten zu zeigen. Die Teilaufgaben 3 und 4 sind
nicht Gegenstand des Demonstrationsexperiments.
Das Demonstrationsexperiment wird zu Beginn der Klausur gezeigt. Die Schülerinnen und
Schüler bearbeiten dann die Aufgabe mit dem mitgelieferten Datenmaterial.
1
Die Aufgabenstellung deckt inhaltlich alle drei Anforderungsbereiche ab.
2. Medien/Materialien
entfällt
5. Zugelassene Hilfsmittel
Physikalische Formelsammlung
Wissenschaftlicher Taschenrechner (ohne oder mit Grafikfähigkeit, auch mit
CAS-Funktionalität)
Wörterbuch zur deutschen Rechtschreibung
Sollte die Auswertung der Messdaten mit Hilfe eines grafikfähigen TR oder CAS erfolgen,
so muss der Prüfling die entstandenen Graphen für die korrigierende Lehrkraft skizzenhaft
in seiner Reinschrift dokumentieren.
Gemäß obiger Skizze gelangen die Mikrowellen entweder über den Weg GAGE oder
GBGE zum Empfänger mit angeschlossenem Voltmeter, das die Spannung U anzeigt.
Wird die Metallplatte B um die Strecke l verschoben, so treten abwechselnd Maxima
und Minima der Empfänger-Spannung auf.
b) Durch Verschieben der Metallplatte B um eine Strecke l wird der Gangunterschied der
am Empfänger eintreffenden Wellen verändert. Ist der Gangunterschied s ein ganzzah-
liges Vielfaches der Wellenlänge, so verstärken sich die Wellen gegenseitig (konstruktive
Interferenz). Ist der Gangunterschied s ein ungerades ganzzahliges Vielfaches der halben
Wellenlänge, so löschen sich die Wellen gegenseitig aus (destruktive Interferenz).
Teilaufgabe 2
a) In Teilaufgabe 1 c) wird vorgegeben, dass die Maxima der Empfänger-Spannung auftre-
ten, wenn die Metallplatte B (ausgehend von einem Maximum als Startpunkt) um die
Strecke l verschoben wird. Alternativ gilt dieser Sachverhalt natürlich analog
2
auch für die Minima der Empfänger-Spannung.
Anhand des Diagramms kann damit die Wellenlänge der Mikrowellen bestimmt werden.
Hierfür müssen die Abstände der Spannungsmaxima bzw. -minima ausgemessen werden.
Die Wellenlänge ist dann das Doppelte dieses Abstands. Es ergibt sich folgender Wert:
l 1, 6 cm , also 2 l 3, 2 cm .
Die Frequenz erhält man daraus mit Hilfe der Ausbreitungsgeschwindigkeit
m c
c 3 108 durch die Gleichung f 9, 4 GHz .
s
b) Beide Wellen, die entweder den Weg GAGE oder GBGE zurücklegen (siehe Skizze zu
Teilaufgabe 1 a)), gehen je einmal durch G hindurch und werden je einmal an G reflektiert.
Die Amplituden der beiden ankommenden Wellen sind bei guter Justierung ziemlich
gleich und das Interferometer liefert scharfe Minima von (fast) völliger Auslöschung.
Teilaufgabe 3
a) Die Empfänger-Spannung ist abhängig vom Phasenunterschied der beiden Wellen, die
im Empfänger interferieren. So treffen im Fall des Maximums der Empfänger-Spannung
jeweils die Wellenberge bzw. Wellentäler gleichzeitig am Empfänger ein. Nach dem
Einbringen der Platte in den Strahlengang braucht die eine Welle für die zweimal zu
durchlaufende Plattendicke aufgrund der kleineren Ausbreitungsgeschwindigkeit c eine
längere Zeit, als wenn sich dort ohne die Platte nur Luft befindet. Dadurch treffen die
Wellenberge bzw. Wellentäler jeweils nicht mehr gleichzeitig am Empfänger ein, so
dass die Empfänger-Spannung kein Maximum mehr anzeigt.
b) Beim Übergang in die Platte ändert sich die Frequenz f der Mikrowellen nicht. Aus der
c c c
Konstanz der Frequenz f ergibt sich dann .
c n
d nd
c) Für den Durchlauf der Platte benötigt die Welle die Zeit t . In Luft würde
c c
die Welle somit in der gleichen Zeit einen Weg der Länge n d zurücklegen. In beiden
Fällen besitzen die Wellen nach dieser Zeit die gleiche Phasenlage, die bei der Überlage-
rung im Empfänger zur gleichen Empfänger-Spannung führt.
d) Der Durchlauf der Strecke d in der Platte ist nach Teilaufgabe 3 c) äquivalent zum
Durchlauf einer Strecke n d in Luft. Das Einbringen der Platte ist demnach vergleichbar
mit einer Vergrößerung des Abstands zwischen der Metallplatte B und der Glasplatte
(ohne die Platte dazwischen) um die Differenz l n d d . Das ursprüngliche Maximum
der Empfänger-Spannung ist somit durch Verschiebung der Metallplatte B um die Strecke
l d (n 1) in Richtung der Glasplatte zu finden.
l
e) Durch Umformung von l d (n 1) erhält man n 1 . Mit den angegebenen
d
Werten ergibt sich für die Brechzahl der Wert n 1, 45 und für die Ausbreitungs-
m
geschwindigkeit der Mikrowellen in der Platte der Wert c 2,1 108 .
s
f) Mit Hilfe der Gleichung l d (n 1) und den angegebenen Werten erhält man
l 2, 25 cm . Die Differenz der optischen Weglängen ist größer als die Hälfte der
Wellenlänge . Mit dieser Verschiebung würde man schon das übernächste Maximum
in Richtung Glasplatte erreichen. Das nächste Maximum liegt bei l 0, 65 cm .
Teilaufgabe 4
a) Nach Abbildung 5 ist die Geschwindigkeit des Lichts relativ zum Äther vom Betrage her
immer gleich c . Licht, das sich in Richtung der Ätherbewegung ausbreitet, hätte relativ
zur Erde die Geschwindigkeit c v und wäre somit schneller. Licht entgegen der Rich-
tung der Ätherbewegung hätte die Geschwindigkeit c v bezogen auf die Erde und
wäre somit langsamer. Licht, das sich senkrecht zur Ätherbewegung ausbreitet, hätte die
Geschwindigkeit c 2 v 2 in Bezug zur Erde und wäre ebenfalls langsamer. Die Aus-
breitungsrichtungen bzgl. Erde und Äther würden in diesem Fall zudem voneinander
abweichen.
b) Michelson und Morley gingen von der Überlegung aus, dass sich Laufzeitunterschiede
für die Lichtwellen in den beiden Armen des Interferometers ergeben müssten. Gemäß
den Geschwindigkeiten in a) hatten sie für die Lichtlaufzeit im Arm mit dem Spiegel Sp1
(senkrecht zur Erdbewegung)
2l
ts 3, 33333335 ns
c v2
2
c) Der Detektor gemäß Abbildung 4 (a) registriert aufgrund der beiden interferierenden
Wellen zunächst eine bestimmte Lichtintensität. Bei der Drehung des Interferometers
um 90 gemäß Abbildung 4 (b) sollten sich die Lichtlaufzeiten in den beiden Armen
ändern: Im Arm mit dem Spiegel Sp1 sollte sich die Laufzeit von t s auf t p erhöhen, im
anderen Arm umgekehrt von t p auf t s erniedrigen. Hierdurch würde sich der Phasen-
unterschied der beiden Wellen während der Drehung kontinuierlich ändern. Der Detektor
würde eine sich ändernde Intensität registrieren.
Tatsächlich ist eine Veränderung der gemessenen Intensität nicht nachweisbar.
Das Experiment widerlegt die Äthervorstellung und ist ein Beleg für die Konstanz der
Lichtgeschwindigkeit unabhängig vom Bewegungszustand: Licht benötigt zum Zurück-
legen einer bestimmten Strecke immer die gleiche Zeit.
Teilaufgabe 2
maximal
Anforderungen erreichbare
Punktzahl
Der Prüfling
a1) bestimmt anhand des Diagramms die Wellenlänge der Mikrowellen. 2
a2) bestimmt die Frequenz f der Mikrowellen. 2
b) begründet unter Berücksichtigung der Laufwege der Mikrowellen, warum es bei 5
dem Experiment nicht von Bedeutung ist, welcher Anteil der auf die Glasplatte
treffenden Strahlung reflektiert bzw. durchgelassen wird.
Teilaufgabe 3
maximal
Anforderungen erreichbare
Punktzahl
Der Prüfling
a) erklärt, warum es zu einer Verschiebung des Maximums der Empfänger-Spannung 3
durch das Einbringen der Platte kommt.
b) 4
begründet, dass sich die Wellenlänge in der Platte auf verkleinert.
n
c) erläutert durch eine Betrachtung der benötigten Zeit, warum die Empfänger-Spannung 3
den gleichen Wert annehmen würde, wenn die Mikrowellen statt der Platte der
Dicke d einen Weg der Länge n d in Luft durchlaufen würden.
d) leitet den angegebenen Zusammenhang her. 4
e) bestimmt die Ausbreitungsgeschwindigkeit c der Mikrowellen in der Platte. 4
f) bestimmt die Strecke l , um die die Metallplatte B zur Abstimmung auf das nächste 4
Maximum in Richtung der Glasplatte verschoben werden muss.
Teilaufgabe 4
maximal
Anforderungen erreichbare
Punktzahl
Der Prüfling
a) erläutert anhand von Abbildung 5 die Geschwindigkeiten c v , c v und 6
c v relativ zur Erde.
2 2
b) ermittelt mit Hilfe der Geschwindigkeiten in a), welche Ergebnisse für Michelson 6
und Morley bzgl. der Lichtlaufzeiten in den beiden Detektorarmen in Abbildung 4 (a)
bei einer Armlänge von l 0, 5 m theoretisch zu erwarten gewesen wären.
c) erläutert das erwartete und das tatsächliche Ergebnis sowie die Konsequenz aus dem 6
tatsächlichen Ergebnis, wenn man die Apparatur, wie in Abbildung 4 (b) dargestellt,
um 90° dreht.
Schule: _____________________________________________
Teilaufgabe 2
Anforderungen Lösungsqualität
maximal
Der Prüfling erreichbare
EK ZK DK
Punktzahl
Teilaufgabe 3
Anforderungen Lösungsqualität
maximal
Der Prüfling erreichbare
EK ZK DK
Punktzahl
a) erklärt, warum es … 3
b) begründet, dass sich … 4
c) erläutert durch eine … 3
d) leitet den angegebenen … 4
e) bestimmt die Ausbreitungsgeschwindigkeit … 4
f) bestimmt die Strecke … 4
Summe Teilaufgabe 3 22
2
EK = Erstkorrektur; ZK = Zweitkorrektur; DK = Drittkorrektur
Teilaufgabe 4
Anforderungen Lösungsqualität
maximal
Der Prüfling erreichbare
EK ZK DK
Punktzahl
Summe insgesamt 65
Festlegung der Gesamtnote (Bitte nur bei der zweiten bearbeiteten Aufgabe ausfüllen.)
Lösungsqualität
maximal
erreichbare
EK ZK DK
Punktzahl
Paraphe
Die Klausur wird abschließend mit der Note: ________________________ (____ Punkte) bewertet.
Unterschrift, Datum
gut 11 103 – 98
gut minus 10 97 – 91
befriedigend plus 9 90 – 85
befriedigend 8 84 – 78
befriedigend minus 7 77 – 72
ausreichend plus 6 71 – 65
ausreichend 5 64 – 59
ausreichend minus 4 58 – 51
mangelhaft plus 3 50 – 43
mangelhaft 2 42 – 34
mangelhaft minus 1 33 – 26
ungenügend 0 25 – 0
Name: _______________________
Abiturprüfung 2012
Physik, Leistungskurs
Aufgabenstellung:
Aufgabe: Die Helmholtzspule, die Messung des Erdmagnetfeldes
sowie seine Wirkung auf geladene Teilchen
Ein in einem größeren Raumbereich homogenes Magnetfeld kann mit Hilfe einer Helm-
holtzspule erzeugt werden. Es handelt sich hierbei um eine Anordnung zweier identischer
Spulen (Windungszahl nHh und Radius R), die parallel auf einer gemeinsamen Achse ange-
ordnet sind. Beide Spulen sind in Reihe geschaltet und befinden sich im Abstand a R von-
einander.
Bei einer solchen Spulenanordnung besteht im Raumbereich zwischen den beiden Spulen
ein weitgehend homogenes achsenparalleles Magnetfeld.
Name: _______________________
Es zeigt sich, dass die magnetische Feldstärke in der Helmholtzspule proportional zum
Produkt aus Windungszahl nHh und Stromstärke I Hh sowie antiproportional zum Spulen-
radius R ist.
nHh I Hh
BHh ~
R
Teilaufgabe 1
Bestimmen Sie aus diesem Zusammenhang anhand einer Einheitenbetrachtung die Maß-
einheit des noch fehlenden Proportionalitätsfaktors Hh in Grundeinheiten.
(5 Punkte)
Teilaufgabe 2
Mit folgendem Aufbau soll der Proportionalitätsfaktor μHh experimentell bestimmt werden
(vgl. Abbildung 2). Entlang der Achse eines Helmholtzspulenpaares befindet sich in einer
langen Spule mindestens eine Kompassnadel. Die Stromrichtungen in der langen Spule sowie
in der Helmholtzspule sind so ausgerichtet, dass die von ihnen erzeugten Magnetfelder ein-
ander entgegen gerichtet sind. Neben der Helmholtzspule ist ein nicht zu starker Permanent-
magnet angebracht, der im stromlosen Zustand der Spulen die Kompassnadel senkrecht zur
Spulenachse ausrichtet.
Name: _______________________
Zunächst wird die Stromstärke in der Helmholtzspule auf I Hh 200 mA eingestellt. Die
Kompassnadel ist dabei praktisch entlang der Spulenachse ausgerichtet. Die Stromstärke in
der langen Spule wird daraufhin langsam von 0 mA ausgehend gesteigert, bis bei I LS 830 mA
a) Erläutern Sie die zugrunde liegende Idee bei diesem Messexperiment und leiten Sie den
folgenden Zusammenhang für den gesuchten Proportionalitätsfaktor Hh her:
nLS I LS R
Hh 0
nHh I Hh l
b) Bei dem Messexperiment wurden eine Helmholtzspule mit 154 Windungen und 40 cm
Durchmesser sowie eine 38 cm lange innere Spule mit 50 Windungen eingesetzt.
Bewerten Sie das Ergebnis der Messung hinsichtlich seiner Genauigkeit und begründen
Sie Ihre Einschätzung mit Blick auf die Messgenauigkeit.
(15 Punkte)
Name: _______________________
Teilaufgabe 3
Unter Verwendung der obigen Helmholtzspule ist es nun möglich, die Horizontalkompo-
nente des Erdmagnetfeldes zu bestimmen. Dazu wird ein empfindlicher Kompass in die
Helmholtzspule gebracht und die Achse der Helmholtzspule genau senkrecht zur magne-
tischen Nordrichtung ausgerichtet (siehe Abbildung 3).
magnetische
Nordrichtung
Der Strom durch die Helmholtzspule kann stufenlos variiert und am Amperemeter abgelesen
werden. Der Kompass besitzt eine Winkelskala.
a) Beschreiben Sie eine Möglichkeit, wie man mit diesem Aufbau (ohne weitere Geräte) die
Horizontalkomponente des Erdmagnetfeldes messen kann.
b) Ein typischer Wert für die Horizontalkomponente des Erdmagnetfeldes in unseren Breiten
ist Bhorizontal 0, 018 mT .
Geben Sie einen sinnvollen Bereich der zu erwartenden Stromstärken bei der Messung an.
(11 Punkte)
Name: _______________________
Teilaufgabe 4
Das Erdmagnetfeld stellt einen effektiven Schutzschirm gegen den Strom geladener Teilchen
von der Sonne (den sogenannten „Sonnenwind“) dar. Der Sonnenwind besteht aus einem
kontinuierlichen Plasmastrom von Elektronen und Protonen aus Richtung Sonne. Durch die
Wechselwirkung mit den äußeren Bereichen des Erdmagnetfeldes wird der allergrößte Anteil
des Sonnenwinds großräumig um die Erde herumgeführt. Lediglich über den magnetischen
Polen kann ein kleiner Anteil der geladenen Teilchen sich der Erde nähern und durch weitere
Wechselwirkung mit der Atmosphäre in einem begrenzten Bereich – dem Strahlungsgürtel
(siehe Abbildung 5) – eingeschlossen werden. Die Bewegung dieser Teilchen soll im
Weiteren genauer untersucht werden.
a) Im Strahlungsgürtel über dem Äquator kann das Erdmagnetfeld lokal praktisch als
homogen angesehen werden. Dort bewegt sich ein Elektron mit der Energie von 2, 0 keV
unter einem Winkel zu den Feldlinien des Erdmagnetfeldes (vgl. Abbildung 4).
m
[Kontrollergebnis: v 2, 7 107 ]
s
Abbildung 4: Bewegung eines Elektrons im Strahlungsgürtel über dem Äquator (es handelt sich hier um
eine zweidimensionale Darstellung)
Name: _______________________
b) Die geladenen Teilchen im Strahlungsgürtel werden durch das Erdmagnetfeld auf eine
Schraubenbahn entlang der Feldlinien abgelenkt (vgl. Abbildung 5).
Erklären Sie qualitativ das Zustandekommen dieser Teilchenbahn durch die Wirkung
der Lorentzkraft anhand einer entsprechend skizzierten Komponentenzerlegung der
Geschwindigkeit.
Abbildung 5: Bahn eines Elektrons im Erdmagnetfeld des Strahlungsgürtels (die Darstellung der Größen-
verhältnisse ist nicht maßstabsgerecht)
c) Zeigen Sie allgemein, dass die Umlaufzeit eines Elektrons auf seiner Schraubenbahn
gegeben ist durch den Zusammenhang:
2 me
T
eB
also unabhängig von der Geschwindigkeit des Teilchens ist.
d) Berechnen Sie den Radius sowie den Abstand zweier benachbarter Windungen der
Schraubenbahn (die sogenannte Ganghöhe) des 2,0-keV-Elektrons für den Winkel
γ = 25° und die typische Magnetfeldstärke im Äquatorbereich des Strahlungsgürtels
von B 1, 5 10 5 T .
(25 Punkte)
Name: _______________________
Teilaufgabe 5
Die Elektronen im Strahlungsgürtel der Erde bewegen sich auf ihren Schraubenbahnen ent-
lang der magnetischen Feldlinien in Richtung eines magnetischen Pols (vgl. Abbildung 5).
Bei Annäherung an den magnetischen Pol erhöht sich die magnetische Feldstärke und das
Magnetfeld wird zunehmend inhomogen (vgl. Abbildung 6). Die Geschwindigkeitskompo-
nente des Elektrons in Richtung des magnetischen Pols (also entlang der Feldlinie) wird
zunächst reduziert und schließlich umgekehrt. Die Abbildung 7 zeigt diesen Effekt im
polnahen inhomogenen Erdmagnetfeld.
reflektiertes
Elektron
Abbildung 6: Bahn eines Elektrons im polnahen inhomogenen Erdmagnetfeld (die Darstellung der
Größenverhältnisse ist nicht maßstabsgerecht)
Name: _______________________
Abbildung 7: Zur Wirkung der Lorentzkraft im inhomogenen Magnetfeld (die Darstellung der Größen-
verhältnisse ist nicht maßstabsgerecht)
b) Erklären Sie anhand von Abbildung 7 qualitativ die Abbremsung und schließlich die
Umkehr der Geschwindigkeitskomponente des Elektrons in Polrichtung durch die
Wirkung der Lorentzkraft im inhomogenen Magnetfeld.
(9 Punkte)
Zugelassene Hilfsmittel:
Physikalische Formelsammlung
Wissenschaftlicher Taschenrechner (ohne oder mit Grafikfähigkeit, auch mit
CAS-Funktionalität)
Wörterbuch zur deutschen Rechtschreibung
1. Aufgabenart
Bearbeitung einer Aufgabe, die fachspezifisches Material enthält
2. Aufgabenstellung1
Aufgabe: Die Helmholtzspule, die Messung des Erdmagnetfeldes sowie seine Wirkung
auf geladene Teilchen (65 Punkte)
3. Materialgrundlage
entfällt
2. Medien/Materialien
entfällt
5. Zugelassene Hilfsmittel
Physikalische Formelsammlung
Wissenschaftlicher Taschenrechner (ohne oder mit Grafikfähigkeit, auch mit
CAS-Funktionalität)
Wörterbuch zur deutschen Rechtschreibung
1
Die Aufgabenstellung deckt inhaltlich alle drei Anforderungsbereiche ab.
Teilaufgabe 2
a) Die Idee dieses Experiments ist die Bestimmung des unbekannten Magnetfeldes der
Helmholtzspule durch den Vergleich mit dem bekannten Feld einer langen Spule. Die
Kompassnadel zeigt vor Einschalten des Stroms in die definierte Richtung des äußeren
Permanentmagneten. Das Magnetfeld der Helmholtzspule lenkt die Nadel dann aus, wird
aber dann vom Magnetfeld der langen Spule wieder kompensiert. In diesem Fall sind die
beiden Magnetfelder genau entgegengesetzt gleich groß. Es gilt: | BHh || BLS | , also
nHh I Hh n I
μHh μ0 LS LS , daraus ergibt sich der gesuchte Zusammenhang für μHh .
R l
nLS R I LS 50 0, 20 m 0, 83 A
Rechnung: μHh μ0 μ0 0, 710 μ0
nHh l I Hh 154 0, 38 m 0, 20 A
I
c) Die Messgenauigkeit der Stromstärken beträgt 5 % . Die Abweichung des
I
experimentellen Wertes vom theoretischen Wert ( μHh 0, 716 μ0 ) beträgt 1 % .
Bei der vorliegenden Messgenauigkeit stimmen die Werte daher gut überein.
Teilaufgabe 3
a) Die Messung des Erdmagnetfeldes kann durch die Auslenkung der Kompassnadel mittels
des bekannten Magnetfeldes der Helmholtzspule erfolgen. Da die Spulenachse exakt
senkrecht zur magnetischen Nordrichtung ausgerichtet ist, ist das eingestellte Magnet-
feld gleich der Horizontalkomponente des Erdmagnetfeldes, wenn die Kompassnadel um
45° ausgelenkt wird. Aus den Daten der Helmholtzspule und dem gemessenen Strom
kann dann die Magnetfeldstärke ermittelt werden.
[Alternativ kann die Kompassnadel auch auf andere Winkel abgelenkt werden, dann
ergibt sich die Erdmagnetfeldkomponente mit Hilfe einfacher Trigonometrie.]
Teilaufgabe 4
a) Die kinetische Energie des Elektrons beträgt Ekin 2, 0 keV 3, 2 10 16 J .
1 2 Ekin 2 3, 2 10 16 J m
Aus Ekin mv 2 folgt v 31
2, 7 107 .
2 me 9,1 10 kg s
b) Die auf das Elektron wirkende Lorentzkraft ergibt sich aus der Komponentenzerlegung
seiner Geschwindigkeit in einen Anteil parallel zum Magnetfeld v|| . sowie einen dazu
orthogonalen Anteil v .
Die Lorentzkraft wirkt nur auf die zum Magnetfeld orthogonale Komponente v .
Hieraus resultiert eine gleichförmige Kreisbewegung in einer Ebene orthogonal zum
Magnetfeld. Dieser Kreisbewegung überlagert ist die Bewegung des Mittelpunkts der
Kreisbahn parallel zur Magnetfeldrichtung mit der Geschwindigkeit v|| . Insgesamt ergibt
c) Die auf das Elektron wirkende Lorentzkraft ist die Zentripetalkraft, welche das Teilchen
auf die Kreisbahn zwingt.
me v 2 eBr 2 r e B r 2π me
FL FZ e B v v T
r me T me eB
d) Gegeben: Winkel zwischen Geschwindigkeit v und Magnetfeld B : γ = 25° ,
m
Magnetfeldstärke: B 1, 5 10 5 T , vges. 2, 7 107 (aus Teilaufgabe 4 a)).
s
Gesucht: Radius r und Ganghöhe h der Schraubenbahn.
Mit v|| v ges cosγ und v v ges sinγ ergibt sich aus:
eBr m v sinγ
v r e ges für den Radius der Wert:
me eB
m
9, 1 10 31 kg 2, 7 107 sin25
r s 4, 3 m .
1, 6 10 19 As 1, 5 10 5 T
2 me
Aus h v|| T h vges cosγ ergibt sich die Ganghöhe der Schraubenbahn zu:
eB
m 2π 9, 1 10 31 kg
h 2, 7 107 cos25 58 m .
s 1, 6 10 19 As 1, 5 10 5 T
Teilaufgabe 5
a) Die Lorentzkraft wirkt stets senkrecht zur Momentangeschwindigkeit des Elektrons und
ändert damit den Betrag seiner Geschwindigkeit nicht und somit auch nicht seine kineti-
sche Energie.
[Alternativ möglich: Argumentation über E FL s FL v t 0 , weil FL v ]
reduziert diese. Bei v|| 0 ist die Gesamtgeschwindigkeit des Elektrons gleich der
gesetzte Richtung.
Teilaufgabe 2
maximal
Anforderungen erreichbare
Punktzahl
Der Prüfling
a1) erläutert die Idee der Kompensation des Helmholtzspulenfeldes durch das Magnet- 4
feld der langen Spule.
a2) leitet den gesuchten Zusammenhang für den Proportionalitätsfaktor μHh her. 4
c) bewertet die Genauigkeit der Messung im Vergleich zum theoretischen Wert unter 3
Berücksichtigung der Messgenauigkeit.
Teilaufgabe 3
maximal
Anforderungen erreichbare
Punktzahl
Der Prüfling
a) gibt an, wie die Horizontalkomponente des Erdmagnetfeldes mit dem Aufbau 5
gemessen werden kann.
b) berechnet den Bereich der erforderlichen Stromstärken zur Messung des Erdmagnet- 3
feldes.
c) ermittelt die Gesamtfeldstärke des Erdmagnetfeldes aus der Horizontalkomponente 3
und dem Eintrittswinkel.
Teilaufgabe 4
maximal
Anforderungen erreichbare
Punktzahl
Der Prüfling
a) berechnet die Geschwindigkeit des 2,0-keV-Elektrons. 4
b1) skizziert die Komponentenzerlegung der Geschwindigkeit in eine parallele und eine 3
senkrechte Komponente zum Magnetfeld.
b2) erklärt das Zustandekommen der Schraubenbahn anhand der Geschwindigkeits- 6
komponenten.
c) leitet den Zusammenhang für die Umlaufzeit des Elektrons auf seiner Schrauben- 6
bahn her.
d1) bestimmt den Radius der Schraubenbahn des 2,0-keV-Elektrons. 4
d2) bestimmt die Ganghöhe der Schraubenbahn. 2
Teilaufgabe 5
maximal
Anforderungen erreichbare
Punktzahl
Der Prüfling
a) begründet mit der Richtungseigenschaft der Lorentzkraftwirkung, dass diese die 5
kinetische Energie eines geladenen Teilchens nicht verändern kann.
b) erklärt die Umkehr der Elektronenbahn durch die Wirkung der horizontalen Lorentz- 4
kraftkomponente im inhomogenen Erdmagnetfeld.
Schule: _____________________________________________
Teilaufgabe 2
Anforderungen Lösungsqualität
maximal
Der Prüfling erreichbare
EK ZK DK
Punktzahl
Teilaufgabe 3
Anforderungen Lösungsqualität
maximal
Der Prüfling erreichbare
EK ZK DK
Punktzahl
2
EK = Erstkorrektur; ZK = Zweitkorrektur; DK = Drittkorrektur
Teilaufgabe 4
Anforderungen Lösungsqualität
maximal
Der Prüfling erreichbare
EK ZK DK
Punktzahl
Teilaufgabe 5
Anforderungen Lösungsqualität
maximal
Der Prüfling erreichbare
EK ZK DK
Punktzahl
Summe insgesamt 65
Festlegung der Gesamtnote (Bitte nur bei der zweiten bearbeiteten Aufgabe ausfüllen.)
Lösungsqualität
maximal
erreichbare
EK ZK DK
Punktzahl
Paraphe
Die Klausur wird abschließend mit der Note: ________________________ (____ Punkte) bewertet.
Unterschrift, Datum
gut 11 103 – 98
gut minus 10 97 – 91
befriedigend plus 9 90 – 85
befriedigend 8 84 – 78
befriedigend minus 7 77 – 72
ausreichend plus 6 71 – 65
ausreichend 5 64 – 59
ausreichend minus 4 58 – 51
mangelhaft plus 3 50 – 43
mangelhaft 2 42 – 34
mangelhaft minus 1 33 – 26
ungenügend 0 25 – 0
Name: _______________________
Abiturprüfung 2012
Physik, Leistungskurs
Aufgabenstellung:
Aufgabe: Farbstoffmoleküle
In der Spektroskopie unterscheidet man zwei grundsätzliche Typen von Spektren:
Emissionsspektren, wie sie z. B. bei leuchtenden Gasen auftreten, vgl. Abbildung 1. Hier
führt das Vorliegen diskreter Energiezustände im Atom zur Emission von Spektrallinien.
Absorptionsspektren, wie sie z. B. beim Durchleuchten von Farbstofflösungen mit weißem
Licht auftreten, vgl. Abbildung 2. In den Farbstoffmolekülen sind die Energieniveaus
durch das Auftreten von zahlreichen Molekülschwingungen verbreitert, so dass im
Spektrum statt der üblichen Linien breite Absorptionslücken entstehen.
Die Analyse derartiger Spektren kann entweder durch direkte Beobachtung (Spektroskop mit
Wellenlängenskala), vgl. Abbildungen 1/2 (untere Bilder), oder durch photometrische Messung
der Emissions- bzw. Absorptionsrate erfolgen, vgl. Abbildungen 1/2 (obere Bilder; die Wellen-
länge λ ist in nm angegeben, die Intensität bzw. die Absorptionsrate in relativen Einheiten).
Name: _______________________
Teilaufgabe 1
Zur Erzeugung der Spektren werden sehr häufig Beugungsgitter mit hoher Strichzahl und
entsprechend kleiner Gitterkonstante g verwendet, siehe dazu Abbildung 3.
Abbildung 3: Prinzip der Beugung am Gitter (nach Cornelsen, Physik Oberstufe, 1999, S. 222)
a) Erläutern Sie anhand von Abbildung 3 die Entstehung eines Beugungsmaximums mit
Hilfe des Huygens’schen Prinzips.
b) Begründen Sie, warum weißes Licht durch ein Gitter in ein Farbspektrum aufgespalten
wird. (Üblicherweise wird hier ein Wellenlängenbereich von ca. 400 – 750 nm betrachtet.)
c) Begründen Sie, wo sich das Maximum 0. Ordnung bei dem in Abbildung 1 dargestellten
Spektrum befinden würde.
(14 Punkte)
Name: _______________________
Teilaufgabe 2
Bei der Verwendung von Beugungsgittern ist zu beachten, dass ab der 2. Beugungs-
ordnung eine Überlappung der abgebildeten Spektren auftritt, vgl. Abbildung 4.
b) Begründen Sie, warum dieses Problem zwischen der 1. und 2. Ordnung bei weißem Licht
(d. h. 400 – 750 nm) nicht auftreten kann.
(7 Punkte)
Name: _______________________
Teilaufgabe 3
Bei den meisten Farbstoffen erfolgt die Energieabgabe der angeregten Moleküle über
Molekülschwingungen als Wärmeenergie. Bei bestimmten Farbstoffen, zu denen auch das
Fluorescein gehört, wird jedoch nur ein Teil der aufgenommenen Energie auf diese Weise
abgegeben. Anschließend erfolgt die Rückkehr in den Grundzustand durch Emission von
Fluoreszenzlicht. Mit geeigneten Spektrometern kann man sowohl das absorbierte Licht
wie auch das emittierte Fluoreszenzlicht untersuchen. Entsprechende Messergebnisse sind
in den Abbildungen 5a/b dargestellt.
(Hinweis: In Abbildung 5a bezeichnet die Intensität das Absorptionsvermögen des Farb-
stoffs für bestimmte Wellenlängen des eingestrahlten Lichtes, in Abbildung 5b ist sie ein
Maß für die Helligkeit des emittierten Fluoreszenzlichtes.)
(Quelle: [Link]/member/dk2yct/Bericht_Fluoreszenz.pdf)
a) Bestimmen Sie die Lage der Maxima im Kurvenverlauf und berechnen Sie die zugehörigen
Quantenenergien.
Name: _______________________
Teilaufgabe 4
Im Schulexperiment kann man die Fluoreszenz mit dem in Abbildung 6 dargestellten Ver-
suchsaufbau untersuchen. Die Küvette 2 enthält die zu untersuchende Fluorescein-Lösung,
die Küvette 1 ist zum Vergleich nur mit Wasser gefüllt. Die Beobachtungen sind in Tabelle 1
wiedergegeben.
Strahlengang mit
Strahlengang mit Streulicht in emittiertem
der Farbe des Farbfilters Fluoreszenzlicht bzw.
Streulicht
Tabelle 1:
Name: _______________________
Teilaufgabe 5
h
Nach de Broglie kann jedes Elektron auch als Materiewelle mit der Wellenlänge
me v
betrachtet werden. In einfachen Farbstoffmolekülen können daher die Energiezustände der
Elektronen näherungsweise durch stehende Wellen (dargestellt durch sin-Funktionen) in
einem linearen Potentialtopf der Länge L beschrieben werden.
a) Stellen Sie die Graphen der zu den untersten drei Energiezuständen E1-3 gehörenden
Wellenfunktionen unter der Annahme stehender Wellen in einem Potentialtopf dar.
b) Geben Sie an, welche Bedingung die Wellenlänge λ erfüllen muss, damit in einem
Potentialtopf der Länge L stehende Wellen entstehen.
h2
c) Leiten Sie die Beziehung En n2 für die Elektronen im Topf her.
8 me L2
(11 Punkte)
Name: _______________________
Teilaufgabe 6
Es soll überprüft werden, ob dieses Modell für den mit dem Fluorescein verwandten Farb-
stoff Benzaurin verwendet werden kann. Die Länge L des Potentialtopfes wird durch
9 Kohlenstoffatome sowie zwei Sauerstoffatome bestimmt. Der Beitrag jedes C-Atoms zur
Potentialkastenlänge beträgt aC = 0,123 nm, derjenige eines O-Atoms jeweils aO = 0,185 nm.
Der Potentialtopf enthält z = 12 Elektronen, von denen nach dem Pauli-Prinzip jeweils
2 Elektronen denselben Energiezustand besetzen können.
a) Ermitteln Sie die Länge L des Potentialtopfes. Geben Sie die Hauptquantenzahlen n des
höchsten besetzten und des niedrigsten unbesetzten Energiezustands (En und En+1) an.
[Kontrolle: L = 1,477 nm]
b) Zeigen Sie, dass sich die Energiedifferenz zwischen diesen beiden in 6 a) ermittelten
h2
Zuständen durch die Beziehung E ( z 1 ) berechnen lässt.
8 me L2
Zugelassene Hilfsmittel:
Physikalische Formelsammlung
Wissenschaftlicher Taschenrechner (ohne oder mit Grafikfähigkeit, auch mit
CAS-Funktionalität)
Wörterbuch zur deutschen Rechtschreibung
1. Aufgabenart
Bearbeitung einer Aufgabe, die fachspezifisches Material enthält
2. Aufgabenstellung1
Aufgabe: Farbstoffmoleküle (65 Punkte)
3. Materialgrundlage
entfällt
2. Medien/Materialien
entfällt
5. Zugelassene Hilfsmittel
Physikalische Formelsammlung
Wissenschaftlicher Taschenrechner (ohne oder mit Grafikfähigkeit, auch mit
CAS-Funktionalität)
Wörterbuch zur deutschen Rechtschreibung
1
Die Aufgabenstellung deckt inhaltlich alle drei Anforderungsbereiche ab.
Sollte die Auswertung der Messdaten mit Hilfe eines grafikfähigen TR oder CAS erfolgen,
so muss der Prüfling die entstandenen Graphen für die korrigierende Lehrkraft skizzenhaft
in seiner Reinschrift dokumentieren.
b) Weißes Licht ist ein Gemisch unterschiedlicher Wellenlängen. Die aus den zugehörigen
Elementarwellen gebildeten neuen Wellenfronten 1. Ordnung verlaufen daher unter unter-
schiedlichen Beugungswinkeln β.
c) Da der Beugungswinkel mit zunehmender Wellenlänge anwächst, muss sich das Maxi-
mum 0. Ordnung rechts von der kurzwelligen violetten Linie befinden.
Teilaufgabe 2
a) Eine derartige Überlappung tritt auf, wenn der Beugungswinkel einer Wellenlänge λn
aus der n. Ordnung mit einem Beugungswinkel einer Wellenlänge λn+1 aus der (n + 1).
Ordnung übereinstimmt.
b) Hier muss gelten: 1 · λ1 = 2 · λ2. Dabei kann λ1 maximal 750 nm betragen, λ2 ist minimal
400 nm. Die Gleichung ist nicht erfüllbar, die Spektren bleiben also voneinander getrennt.
Teilaufgabe 3
hc
a) Die Maxima liegen bei λabs = 490 nm bzw. λemit = 505 nm. Mit E erhält man die
λ
Werte Eabs = 2,53 eV und Eemit = 2,46 eV.
Teilaufgabe 4
Fluoreszenz kann nur auftreten, wenn das absorbierte Licht energiereicher ist als das
emittierte Fluoreszenzlicht, vgl. Teilaufgabe 3 b). Diese Bedingung ist nur bei den ersten
drei Beispielen erfüllt.
Teilaufgabe 5
a) Die Wellenfunktionen sind sin-Funktionen mit 1 – 3 Halbwellen im Topf und Knoten
am Topfrand:
λ
b) Die Topflänge muss ein Vielfaches der halben Wellenlänge betragen: L n .
2
2
h h 1 1 h2
c) Aus λ folgt v 2 . Eingesetzt in E me v 2
erhält man E .
me v me λ 2 2 me λ 2
2 L
Setzt man noch λ ein, so erhält man die gesuchte Beziehung für den n-ten
n
h2
Energiezustand: En n2 .
8 me L2
Teilaufgabe 6
a) Für die Länge L des Potentialtopfes ergibt sich: L = 9 · aC + 2 · aO = 1,477 nm. Da jeder
Energiezustand mit 2 der insgesamt z = 12 relevanten Elektronen besetzt ist, ist E6 der
höchste besetzte und E7 der niedrigste unbesetzte Energiezustand.
z z
b) Bei z Elektronen erfolgt die Elektronenanregung zwischen den mit und mit 1
2 2
gekennzeichneten Energiezuständen. Die Energiedifferenz ergibt sich daher zu
h2 z z
2 2
E 1
. Durch Anwendung der binomischen Formel erhält
8 me L2 2 2
h2
man das Ergebnis E (z 1) .
8 me L2
6, 626 10 J s
34 2
E 31 9
(12 1) 3, 59 10 19 J . Damit ergibt sich als
8 9, 1 10 kg (1, 477 10 m) 2
m
6, 626 10 34 J s 2, 998 108
hc s 553 nm .
absorbierte Wellenlänge λ
E 3, 59 10 19 J
Dies entspricht der Lage der zu beobachtenden Absorptionsbande im Beispielspektrum.
Teilaufgabe 2
maximal
Anforderungen erreichbare
Punktzahl
Der Prüfling
a) erläutert die Bedingung für die Überlappung von Spektren. 3
b) begründet, warum diese zwischen 1. und 2. Ordnung nicht auftritt. 4
Teilaufgabe 3
maximal
Anforderungen erreichbare
Punktzahl
Der Prüfling
a1) bestimmt die Lage der Maxima in Abbildung 5. 2
a2) berechnet die Quantenenergien. 4
b) erstellt ein beschriftetes Energiestufendiagramm. 4
Teilaufgabe 4
maximal
Anforderungen erreichbare
Punktzahl
Der Prüfling
1 erklärt die Beobachtungen. 6
Teilaufgabe 5
maximal
Anforderungen erreichbare
Punktzahl
Der Prüfling
a) stellt die Graphen von drei Wellenfunktionen dar. 3
b) gibt die Bedingung zur Ausbildung stehender Wellen an. 3
c) leitet die angegebene Formelbeziehung her. 5
Teilaufgabe 6
maximal
Anforderungen erreichbare
Punktzahl
Der Prüfling
a1) ermittelt die Länge des Potentialtopfes. 3
a2) gibt die Hauptquantenzahlen der beiden Energiezustände an. 2
b) weist die Formelbeziehung für die Energiedifferenz nach. 4
c1) bestimmt die Energiedifferenz. 4
c2) berechnet die Wellenlänge. 2
c3) vergleicht das Ergebnis mit Abbildung 2a. 2
Schule: _____________________________________________
Aufgabe: Farbstoffmoleküle
Teilaufgabe 1
Anforderungen Lösungsqualität
Der Prüfling maximal
erreichbare
EK2 ZK DK
Punktzahl
Teilaufgabe 2
Anforderungen Lösungsqualität
maximal
Der Prüfling erreichbare
EK ZK DK
Punktzahl
Teilaufgabe 3
Anforderungen Lösungsqualität
maximal
Der Prüfling erreichbare
EK ZK DK
Punktzahl
2
EK = Erstkorrektur; ZK = Zweitkorrektur; DK = Drittkorrektur
Teilaufgabe 4
Anforderungen Lösungsqualität
maximal
Der Prüfling erreichbare
EK ZK DK
Punktzahl
Teilaufgabe 5
Anforderungen Lösungsqualität
maximal
Der Prüfling erreichbare
EK ZK DK
Punktzahl
Teilaufgabe 6
Anforderungen Lösungsqualität
maximal
Der Prüfling erreichbare
EK ZK DK
Punktzahl
Summe insgesamt 65
Festlegung der Gesamtnote (Bitte nur bei der zweiten bearbeiteten Aufgabe ausfüllen.)
Lösungsqualität
maximal
erreichbare
EK ZK DK
Punktzahl
Paraphe
Die Klausur wird abschließend mit der Note: ________________________ (____ Punkte) bewertet.
Unterschrift, Datum
gut 11 103 – 98
gut minus 10 97 – 91
befriedigend plus 9 90 – 85
befriedigend 8 84 – 78
befriedigend minus 7 77 – 72
ausreichend plus 6 71 – 65
ausreichend 5 64 – 59
ausreichend minus 4 58 – 51
mangelhaft plus 3 50 – 43
mangelhaft 2 42 – 34
mangelhaft minus 1 33 – 26
ungenügend 0 25 – 0