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Abiturprüfung 2012: Physik, Leistungskurs

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PH LK HT 1

Seite 1 von 9

Name: _______________________

Abiturprüfung 2012
Physik, Leistungskurs

Aufgabenstellung:
Aufgabe: Elektromagnetische Schwingungen und Resonanz
Die Abbildung 1 zeigt die Schaltskizze einer Versuchsanordnung zur Erzeugung und Regis-
trierung einer gedämpften elektromagnetischen Schwingung. Vor Beginn des Versuchs wird
der Kondensator geladen (Schalter S befindet sich in Position A). Zum Zeitpunkt t  0 wird
der Schalter S in Position B gebracht. Mit einem Messwerterfassungssystem wird die Strom-
stärke I des im Schwingkreis fließenden Stromes registriert, das entsprechende Diagramm
ist in Abbildung 2 wiedergegeben. Das Messgerät ist so getriggert, dass die Aufzeichnung
des Graphen mit dem Umlegen des Schalters S in die (abgebildete) Position B beginnt.

reale Spule

mit L und RSpule

C = 6 μF
Strom-
messung

S Messwert-
erfassungs-
A B system

Spannungs-
messung

Uges = const
Abbildung 1: Schaltskizze zum Versuchsaufbau ( C  6 μF )

Nur für den Dienstgebrauch!


PH LK HT 1
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Name: _______________________

Abbildung 2: Registrierter zeitlicher Verlauf der Stärke des im Schwingkreis fließenden Stromes

Teilaufgabe 1
Gehen Sie davon aus, dass für die Stromstärke-Zeit-Funktion I (t ) dieser gedämpften
elektromagnetischen Schwingung in guter Näherung gilt:
2 
I (t )  I 0  e  kt  sin   t  mit   .
T

a) Ermitteln Sie aus dem Diagramm in Abbildung 2 die Schwingungsdauer T dieser


gedämpften elektromagnetischen Schwingung.

b) Bestimmen Sie den sogenannten Dämpfungsfaktor k anhand des Diagramms in Abbil-


dung 2 und begründen Sie die Richtigkeit des von Ihnen verwendeten Verfahrens.

[Ergebnis: k  48 s 1 ]

Hinweis: Der Vorfaktor I 0 ist nicht bekannt, I 0 entspricht auch nicht der ersten Amplitude.

(12 Punkte)

Nur für den Dienstgebrauch!


PH LK HT 1
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Name: _______________________

Teilaufgabe 2
a) Für die Kreisfrequenz  einer gedämpften elektromagnetischen Schwingung gilt die

1
Beziehung    k2 .
LC
Für die Kreisfrequenz 0 einer nicht gedämpften elektromagnetischen Schwingung gilt

1
dagegen 0  .
LC

Ermitteln Sie mit Hilfe der bisherigen Messwerte und Ergebnisse den Unterschied
zwischen  und 0 und beurteilen Sie Ihr Ergebnis.

b) Ermitteln Sie mit Hilfe der bisherigen Messwerte und Ergebnisse die Induktivität L
der Spule.
[Ergebnis: L  ( 56  2 ) mH ]

Hinweis: Die Kapazität des Kondensators beträgt C  6 μF .


(11 Punkte)

Nur für den Dienstgebrauch!


PH LK HT 1
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Name: _______________________

Teilaufgabe 3
Die in Teilaufgabe 2 angegebenen Beziehungen für  bzw. für  0 können mit Hilfe
theoretischer Betrachtungen hergeleitet werden:
Für die Strom-Zeit-Funktion I (t ) der gedämpften elektromagnetischen Schwingung ist
1 R
zu jedem Zeitpunkt t die Differentialgleichung 
I (t )    I (t )   I(t ) erfüllt.
LC L
Eine mögliche Lösung dieser Differentialgleichung ist die Strom-Zeit-Funktion
2 
I (t )  I 0  e  kt  sin   t  mit   .
T

a) Leiten Sie die oben angegebene Differentialgleichung her, indem Sie die an den Bauteilen
des Schwingkreises auftretenden Spannungen sowie die Summe dieser Spannungen
betrachten.
b) Leiten Sie für den Sonderfall, dass die Schwingung nicht gedämpft ist (d. h.: R  0 

1
und k  0 s 1 ) die in Teilaufgabe 2 a) angegebene Beziehung 0  mit Hilfe der
LC
Differentialgleichung und dem angegebenen Lösungsansatz für die Strom-Zeit-Funktion
I (t ) her.
(12 Punkte)

Nur für den Dienstgebrauch!


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Name: _______________________

Teilaufgabe 4
Um eine elektromagnetische Schwingung mit konstanter Amplitude zu erhalten, wird die
Konstantspannungsquelle durch eine Wechselspannungsquelle mit einstellbarer Frequenz f
ersetzt (siehe Abbildung 3).
Die beiden Diagramme in Abbildung 4 geben die zeitlichen Verläufe der Spannung
U Erreger (t ) sowie der Stromstärke-Zeit-Funktion I erzwungen (t ) bei einer bestimmten Erreger-

frequenz fres in phasenrichtiger Darstellung wieder.

(Mit U Erreger wird die Spannung an der Wechselspannungsquelle und mit I erzwungen wird die

Stromstärke im Schwingkreis bezeichnet.)

reale Spule

mit L und RSpule

C = 6 μF
Strom-
Frequenz f regelbar messung

Messwert-
erfassungs-
~ system
UErreger
Spannungs-
messung

Abbildung 3: Schaltskizze eines Serien-Resonanz-Schwingkreises

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Name: _______________________

Abbildung 4: Registrierte Messdiagramme

a) Erläutern Sie die Begriffe „erzwungene Schwingung“ und „Resonanz“.

b) Geben Sie (mindestens) ein Kriterium an, aus dem geschlossen werden kann, dass das
Diagramm in Abbildung 4 im Resonanzfall aufgezeichnet wurde.
Hinweis: Spule und Kondensator sind bei den in den Abbildungen 1 und 3 gezeigten
Versuchsaufbauten identisch.
c) Beschreiben Sie, wie sich das in Abbildung 4 dargestellte Diagramm für I erzwungen (t ) ver-

ändert, wenn eine kleinere bzw. größere Erregerfrequenz f eingestellt wird. Die Amplitude
der Erreger-Wechselspannung soll dabei konstant gehalten werden.
(10 Punkte)

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Teilaufgabe 5
Die Stromstärke-Zeit-Funktion dieser sogenannten erzwungenen Schwingung kann durch
2 
I erzwungen (t )  Iˆ  sin   t  mit   beschrieben werden (Abbildung 4).
T
Für den aufgrund der Induktivität L der Spule auftretenden Spannungsabfall gilt dann in
Abhängigkeit von der Zeit die Beziehung U L (t )    L  Iˆ  cos   t  .

Der am Kondensator mit der Kapazität C auftretende Spannungsabfall lautet dann in


1 ˆ
Abhängigkeit von der Zeit U C (t )    I  cos   t  .
 C

a) Leiten Sie eine der beiden angegebenen Beziehungen, also U L (t )    L  Iˆ  cos   t 

1 ˆ
oder U C (t )    I  cos   t  her.
 C

b) Entsprechende Rechnungen zeigen, dass die Amplituden von U L (t ) und von U C (t ) im


hier vorliegenden Resonanzfall den gleichen Wert haben.

Bestimmen Sie die Amplitude Û L der aufgrund der Induktivität L der Spule auftretenden

Spannung U L (t ) oder die Amplitude Û C der Spannung U C (t ) .

Hinweis: Es reicht, eine der beiden Amplituden zu ermitteln, da sie ja gleich groß sind
(Resonanzfall).

c) Interpretieren Sie das Ergebnis für Û L (= Û C ) im Hinblick auf den hier vorliegenden

Resonanzfall.
(12 Punkte)

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Teilaufgabe 6
Wie in Abbildung 5 dargestellt, wird in einem weiteren Versuch zusätzlich ein zweiter
Schwingkreis so aufgebaut, dass die beiden Spulenlängsachsen genau zusammenfallen.
Spule und Kondensator des neuen Kreises stimmen in allen relevanten Daten mit denen des
ersten Kreises überein. Der neue Kreis wird also im Resonanzfall betrieben. Wie der
Versuch zeigt und wie in Abbildung 6 dargestellt, sinkt die Stromstärke im neuen Kreis
(Empfänger-Kreis) deutlich ab, sobald eine weitere (also dritte) kurzgeschlossene Spule
zwischen die beiden Spulen gehalten wird. Ist die dritte Spule nicht kurzgeschlossen, zeigt
sich keine Veränderung der Stromstärkenamplitude des Empfängerkreises.

reale Spule 3. Spule reale Spule

mit L und RSpule (optional) mit L und RSpule

C = 6 μF C = 6 μF
Strom-
messung

Messwert-
erfassungs-
Frequenz f
system
regelbar
Strom-
messung
~
UErreger
Abbildung 5: Zwei im Resonanzfall betriebene Schwingkreise

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ohne mittlere Spule mittlere Spule


mittlere Spule kurzgeschlossen nicht kurzgeschlossen

erster zweiter erster zweiter erster zweiter


Kreis Kreis Kreis Kreis Kreis Kreis

Abbildung 6: Spulenkombinationen und resultierende Signale

Erklären Sie, wieso das Einbringen der kurzgeschlossenen Spule zu einem Absinken
der Stromstärke im Empfängerkreis führt, während dieser Effekt bei einer nicht kurz-
geschlossenen Spule nicht zu beobachten ist.
(8 Punkte)

Zugelassene Hilfsmittel:
 Physikalische Formelsammlung
 Wissenschaftlicher Taschenrechner (ohne oder mit Grafikfähigkeit, auch mit
CAS-Funktionalität)
 Wörterbuch zur deutschen Rechtschreibung

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Unterlagen für die Lehrkraft


Abiturprüfung 2012
Physik, Leistungskurs

1. Aufgabenart
 Bearbeitung eines Demonstrationsexperiments
 Bearbeitung einer Aufgabe, die fachspezifisches Material enthält

2. Aufgabenstellung1
Aufgabe: Elektromagnetische Schwingungen und Resonanz (65 Punkte)

Hinweis: Kombinierbar entweder mit HT 2 oder HT 4

3. Materialgrundlage
Versuchsmaterial und -aufbau
Hinweise zum Experiment
Benötigt werden:
 1 Frequenzgenerator mit sinusförmiger Ausgangsspannung
 1 Leistungsverstärker (nur falls der Frequenz-/Sinusgenerator keinen hinreichenden
Ausgangsstrom liefert)
 1 Oszilloskop
 3 Spulen zu (möglichst) je 500 Windungen
 2 Kondensatoren ca. 6 μF (keine Elkos)
ersatzweise z. B. 12-mal 1 μF auf 2 Raster-Steckplatten
 2 Messwiderstände ca. 10 Ohm
 diverse Laborkabel und Steckverbinder

Versuchsaufbau:
Der Aufbau erfolgt zunächst gemäß der Schaltskizze in Abbildung 3 der Aufgabenstellung
(siehe Vorlage der Prüfungsaufgabe für den Prüfling) bzw. gemäß dem folgenden Foto, da
vermutlich ein Oszilloskop benutzt wird.
Das Oszilloskop wird so angeschlossen, dass der gemeinsame Masseanschluss beider
Kanäle am Masseanschluss des Leistungsverstärkers bzw. des Sinusgenerators liegt.

1
Die Aufgabenstellung deckt inhaltlich alle drei Anforderungsbereiche ab.

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Mit diesem Aufbau wird die Abstimmung auf Resonanz (gemäß Teilaufgabe 4)
demonstriert.

Anschließend wird der Aufbau (mit Hilfe eines vorbereiteten zweiten Schwingkreises)
gemäß der Schaltskizze in Abbildung 5 der Aufgabenstellung erweitert/verändert. Der Auf-
bau bei der (empfohlenen) Verwendung des Oszilloskops ist dem folgenden Foto zu ent-
nehmen. Der Masseanschluss (beider Kanäle) ist hier unkritisch.

Mit diesem (erweiterten) Aufbau wird das Verhalten des Systems gemäß Teilaufgabe 6
(Abbildung 6) demonstriert.

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Anleitungstext zur Versuchsdurchführung

Vorbereitung (vor der Prüfung, wird den Schülern nicht vorgeführt)


 Am Frequenzgenerator bzw. Leistungsverstärker wird eine sinusförmige Wechselspan-
nung von ca. 3 – 4 Volt und etwa 275 Hertz eingestellt (bei Verwendung der Spule des
Demo-Aufbau-Trafos mit 500 Windungen ohne Kern und C = 6 μF).
 Das Oszilloskop wird vorbereitet (Nullpunkt/Nulllinie einstellen; grobe Einstellung der
Zeitablenkung und der Verstärkungsfaktoren für die Aufnahme eines Diagramms/Oszillo-
gramms, welches der Abbildung 4 entspricht).
 Die Einstellungen werden so optimiert, dass das Oszillogramm tatsächlich die Erreger-
spannung und die am Messwiderstand abfallende Spannung in phasenrichtiger Darstellung
im Resonanzfall wiedergibt und im Wesentlichen auch dem Diagramm der Abbildung 4
entspricht. Als Quelle für das Triggersignal sollte der Kanal mit dem Erregersignal gewählt
werden.
 Der zweite Schwingkreis (gemäß dem rechten Teil der Abbildung 5) sowie die erforderliche
3. Spule werden bereitgestellt.
 Alle Einstellungen sollten (im Hinblick auf die eigentliche Versuchsvorführung) gesichert
werden.
 Die Schaltskizzen gemäß den Abbildungen 3 und 5 (siehe Vorlage der Prüfungsaufgabe
für den Prüfling) sollten den Prüflingen während der Vorführung zur Verfügung stehen.

Versuchsdurchführung

Erster Versuch:
Einstellungen gemäß Vorbereitung, die erste Schaltung wird also im Resonanzfall betrieben
bzw. vorgestellt.

Durchführung und „sinngemäße Kommentare der Lehrkraft“:


 „Bitte betrachten Sie zunächst die erste Schaltskizze.“ (Also die Skizze gemäß Abbildung 3)
 „Alle quantitativen Messergebnisse zu den folgenden Versuchen sind in Ihren Arbeitsunter-
lagen enthalten, aus Zeitgründen führe ich Ihnen die Versuche daher nur qualitativ vor.“
 „Der Aufbau entspricht im Prinzip der Schaltskizze, allerdings arbeiten wir hier mit einem
Oszilloskop, wir messen also nicht den im Schwingkreis fließenden Strom, sondern die an
einem Messwiderstand abfallende Spannung, welche aber natürlich proportional zum
Strom ist.“
Die Lehrkraft zeigt und benennt die einzelnen Bauteile/Geräte im Versuchsaufbau.
 „Das Oszillogramm zeigt die Signale in phasenrichtiger Darstellung im sogenannten
Resonanzfall.“
Die Lehrkraft zeigt, welches Signal der Erregerspannung und welches Signal dem im Schwing-
kreis fließenden Strom entspricht (entsprechende Kanäle mehrfach ein- und ausblenden).

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 „Wenn die Frequenz der Erregerspannung geändert wird, verändert sich auch das Signal,
das dem im Schwingkreis fließenden Strom entspricht. – Und zwar auch dann, wenn die
Größe der Erregerspannung konstant bleibt bzw. konstant gehalten wird.“
Die Lehrkraft demonstriert, dass bzw. wie sich das Signal, welches dem Strom entspricht,
bei Verkleinerung und bei Vergrößerung der Erregerfrequenz verändert.
(Vermutlich muss die Spannung des Erregersignals durch manuelles Nachregeln konstant
gehalten werden.)

Zweiter Versuch:
Aufbau (beide Schwingkreise) und Einstellungen gemäß Vorbereitung, die mittlere Spule
befindet sich aber noch nicht im Versuchsaufbau. Das Oszillogramm sollte (qualitativ) der
linken Teilabbildung der Abbildung 6 (siehe Vorlage der Prüfungsaufgabe für den Prüf-
ling) entsprechen.

Durchführung und „sinngemäße Kommentare der Lehrkraft“:


 „Bitte betrachten Sie nun die zweite Schaltskizze.“ (Also die Skizze gemäß Abbildung 5)
 „In diesem zweiten Versuch benutzen wir ebenfalls den gerade verwendeten Resonanz-
schwingkreis (linker Teil der Skizze), und zwar wieder im Resonanzfall. Zusätzlich wird
ein zweiter, nahezu baugleicher Schwingkreis verwendet (rechter Teil der Skizze). Die
relevanten Daten (R, L und C) sind für beide Schwingkreise praktisch gleich.“
Die Lehrkraft zeigt und benennt die einzelnen Bauteile/Geräte im Versuchsaufbau.
 „Der Aufbau entspricht im Prinzip wieder der Schaltskizze, die oszilloskopierten Signale
entsprechen den in den Schwingkreisen fließenden Strömen.“
Die Lehrkraft zeigt, welches Signal vom linken und welches Signal vom rechten Schwing-
kreis stammt (entsprechende Kanäle mehrfach ein- und ausblenden).
 „Wird nun eine dritte, und zwar kurzgeschlossene(!) Spule zwischen die beiden
Schwingkreisspulen gehalten, so ändert sich das Signal des rechten/zweiten/neuen
Schwingkreises deutlich.“
Die Lehrkraft demonstriert, dass bzw. wie sich das Signal, welches dem Strom im rechten
Schwingkreis entspricht, verändert, wenn die kurzgeschlossene (dritte / mittlere) Spule zwi-
schen die beiden Schwingkreisspulen gehalten wird.
 „Ist die mittlere Spule nicht kurzgeschlossen, so ändert sich das Signal nicht.“
Wird von der Lehrkraft demonstriert. Die Oszillogramme sollten im Wesentlichen den in
Abbildung 6 dargestellten Diagrammen entsprechen.
Dieser Versuch wird genau zweimal wiederholt (also insgesamt dreimal vorgeführt).
Erläuterungen zu den physikalischen Prozessen werden nicht gegeben.

Bezüglich der Versuchsdurchführung sind die Vorgaben der RISU zu beachten.

Die Arbeitszeit beginnt erst nach Durchführung und Erläuterung des Versuchs.

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4. Bezüge zu den Vorgaben 2012


1. Inhaltliche Schwerpunkte
 Ladungen und Felder
– Potenzielle Energie im elektrischen Feld
– Magnetisches Feld, magnetische Feldgröße B, Energie des magnetischen Feldes
 Elektromagnetismus
– Elektromagnetische Induktion, Induktionsgesetz, Veränderung von A und B
– Selbstinduktion, Induktivität
 Elektromagnetische Schwingungen und Wellen einschließlich Resonanz
– Elektromagnetischer Schwingkreis

2. Medien/Materialien
 entfällt

5. Zugelassene Hilfsmittel
 Physikalische Formelsammlung
 Wissenschaftlicher Taschenrechner (ohne oder mit Grafikfähigkeit, auch mit
CAS-Funktionalität)
 Wörterbuch zur deutschen Rechtschreibung

6. Vorgaben für die Bewertung der Schülerleistungen


6.1 Modelllösungen
Hinweis für die korrigierende Lehrkraft:
Die nachfolgenden Modelllösungen erfassen nicht notwendigerweise alle sachlich richtigen
Lösungsalternativen.

Sollte die Auswertung der Messdaten mit Hilfe eines grafikfähigen TR oder CAS erfolgen,
so muss der Prüfling die entstandenen Graphen für die korrigierende Lehrkraft skizzenhaft
in seiner Reinschrift dokumentieren.

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Modelllösungen Aufgabe: Elektromagnetische Schwingungen und Resonanz


Teilaufgabe 1
a) Unter Berücksichtigung von (z. B.) fünf vollen Perioden entnimmt man dem Diagramm
in Abbildung 2: T  0, 018 s : 5  0, 0036 s .

b) Bei einer Funktion der Form I (t )  I 0  e  kt  sin   t  kann k z. B. durch Quotienten-

bildung ermittelt werden. Dies kann z. B. folgendermaßen geschehen:


T 
Die erste Amplitude ist I   , diese kann z. B. durch die zweite Amplitude, also
4
T 
I   T  dividiert werden. Der Quotient dieser beiden Amplituden lautet:
4 

 
T T
T  k   T k 
I  I 0  e 4  sin    I 0  e 4  sin 
4   4  2
 T   k 
T
 T

 k
5
T 
I   T  I  e  4   sin   ( T  T )  I 0  e 4  sin  2   
 

4  0
 4  2 

T  T
I  k  T  5  T 5
 4   e 4  1  e  k  4  k  4 T   e  k  4  k  4 T  e k T
5
T   k  T
I  T  e 4 1
4 
 T  
 I  
4
Daraus folgt: ln     k  T .
 T 
 I 4  T  
  

 T  
 I  
1  4 
Und somit gilt: k   ln .
T  T 
 I 4  T  
  
Aus dem Diagramm in Abbildung 2 entnimmt man für die (z. B.) erste und die zweite
T  T 
Amplitude: I    0,100 A und I   T   0,084 A und mit T  0,0036 s folgt:
4 4 
1  0,1  1
k  ln   48,4 s .
0,0036 s  0,084 

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Anmerkungen für die korrigierende Lehrkraft:


1) Wegen der begrenzten Ablesegenauigkeit sollten alle Ergebnisse zwischen 45 s 1
und 52 s 1 akzeptiert werden.
2) Statt die erste und die zweite Amplitude zu verwenden, kann auch (z. B.) mit nicht
unmittelbar aufeinander folgenden Amplituden gearbeitet werden. Der hier hergelei-
tete Term für k ist dann durch die entsprechende Anzahl von Perioden zu dividieren.
3) Die Aufgabe kann auch unter Verwendung grafischer Hilfsmittel gelöst werden:
Werden die Amplitudenhöhen gegen die Zeit aufgetragen (bzw. wird eine Einhül-
lende skizziert), so kann die „Halbwertszeit“ T1/2 der entsprechenden skizzierten
Ausgleichskurve abgelesen werden. Mit Hilfe der dann herzuleitenden Beziehung
k T1  ln 2 kann der gesuchte Dämpfungsfaktor k ebenfalls ermittelt werden.
2
Werden die „logarithmierten Amplitudenhöhen“ gegen die Zeit aufgetragen, so ergibt
sich der Dämpfungsfaktor k unmittelbar aus dem Betrag der Steigung der entsprechenden
Ausgleichsgeraden. Bei dieser Lösung ist die Beziehung ln ( Amplitudenhöhe)   k  t  ln (I0 )
herzuleiten. Hierbei sollte auch akzeptiert werden, wenn nicht explizit erwähnt wird,
dass das Argument des „ln“ dimensionslos sein muss.

Teilaufgabe 2
2 
a) Für die Kreisfrequenz  der gedämpften Schwingung gilt gemäß   und mit
T
2 
T  0,0036 s (Teilaufgabe 1 a))    1,7  10 3 s -1 .
0,0036 s

1 1
Aus    k 2 folgt mit 0  sofort  2  0  k 2 und damit
2

LC LC

 2  k 2  02 , also 0   2  k 2 .
Mit den ermittelten Werten für  und k ergibt sich also

0  (1,7  10 3 s -1 ) 2  ( 48,4 s -1 ) 2  2892342,56 s  2  1,7  10 3 s -1 .

Eine Abweichung ist also (trotz der deutlichen Dämpfung des Systems) praktisch nicht
nachweisbar. Auch bei gedämpften Schwingungen kann in guter Näherung mit der ein-

1
fachen Beziehung   0  gerechnet werden.
LC

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1 1 1
b) Aus    k 2 folgt  2   k 2 und daraus  2  k 2  und schließlich
LC LC LC
1
L .
(  k 2 )  C
2

Einsetzen der bereits bekannten Werte für  , k und C liefert dann:


1 Vs
L  0,0576  58 mH .
(1,7  10 s )  (48,4 s )  6  10 F
3 -1 2 -1 2 6
A

Anmerkungen für die korrigierende Lehrkraft:


2 
1. Rechnet der Prüfling mit   statt mit   1,7  10 3 s -1 , so erhält er
0,0036 s

L  0,0547 H  55 mH . Dieses Ergebnis ist ebenfalls zu akzeptieren.


2. Die Ermittlung von L mit Hilfe der näherungsweise gültigen Beziehung

1
  0  sollte (insbesondere wegen der Überlegungen in Teilaufgabe 2 a))
LC
ebenfalls akzeptiert werden.

2  1 4  2 1
In diesem Falle gilt (z. B.)  und somit  .
T LC T 2
LC

T2
Umstellen ergibt L  .
4  2  C
Mit T  0,0036 s (Teilaufgabe 1 a)) folgt:

0,0036 2 s2 0,0036 2 s2  V V s
L   0,0547  55 mH .
4    6  10 F 4    6  10 As
2 -6 2 -6
A

Mit 0    1,7 10 3 s  1 erhält man L  57,6 mH  58 mH .

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Teilaufgabe 3
a) Nach dem 2. Kirchhoff’schen Gesetz gilt für den gedämpften Schwingkreis
U R  U L  U C  U ges  0 .

1 1
Mit U R  R  I , U L  L  I und U C   Q folgt: R  I (t )  L  I(t )   Q(t )  0.
C C
1
Ableiten ergibt dann: R  I(t )  L  I(t )   Q (t )  0 und mit I (t )  Q (t )
C
1 R
folgt nach Umstellen die gesuchte Beziehung I(t )    I (t )   I(t ) .
LC L
Anmerkung für die korrigierende Lehrkraft:
Der Ansatz U R  U C  U ind.-selbst   L  I ist ebenfalls möglich.
Weiterhin kann auch vom Energieerhaltungssatz ausgegangen und der Ansatz
WWärme (t )  Welektr. (t )  Wmagn.(t )  Wges  const benutzt werden (hier ist es allerdings
sinnvoll, die Ableitung dieser Beziehung zu bilden).

b) Für den Sonderfall R  0  und k  0 s 1 reduziert sich

 1
die Differentialgleichung zu I (t )    I (t )  0 und der
LC
gegebene Lösungsansatz zu I (t )  I 0  sin   t  , wobei  jetzt zu  0 wird.

Dieser Lösungsansatz I (t )  I 0  sin 0  t  sowie

die 2. Ableitung I (t )   I 0  0 2  sin 0  t  werden in die




1
Differentialgleichung eingesetzt:  I 0  02  sin 0  t     I 0  sin 0  t  .
LC
1
Hieraus folgt nach Vereinfachung die Beziehung 02 
LC

1
und somit folgt die gesuchte Beziehung 0  .
LC

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Teilaufgabe 4
a) Wird ein „schwingungsfähiges“ System (hier der R-L-C-Serien-Schwingkreis) von außen
(hier durch die Wechselspannungsquelle) periodisch zu „erzwungenen Schwingungen“
angeregt, so schwingt es (nach einer „kurzen Einschwingphase“) stets mit der gleichen
Frequenz wie der Erreger. Im vorliegenden Beispiel hat die Stromstärke-Zeit-Funktion
I erzwungen (t ) also (stets) die gleiche Frequenz f wie die Erregerspannung U Erreger (t ) .

Dabei wird die Schwingungsamplitude dieser (sogenannten) „erzwungenen Schwingung“


(also die Amplitude von I erzwungen (t ) ) genau dann besonders groß, also maximal, wenn

die Frequenz von U Erreger (t ) gleich der (Eigen-)Frequenz der freien (ungedämpften)

Schwingung ist. Dies bezeichnet man als Resonanz bzw. als Resonanzfall.

Anmerkung für die korrigierende Lehrkraft:


Die Begriffe können sowohl allgemein als auch am konkreten Beispiel erläutert werden,
beide Lösungsvarianten sind nicht erforderlich.
Aus Gründen der didaktischen Reduktion wird weder in dieser Modelllösung noch in der
Aufgabenstellung thematisiert, dass die Resonanzfrequenz für I erzwungen (t ) („Dämpfungs-
krafterregung“) geringfügig von der Eigenfrequenz der gedämpften Schwingung ab-
weicht und stattdessen gleich der Eigenfrequenz des ungedämpften Systems ist.

b) Im Resonanzfall sind die Frequenz f bzw. die Schwingzeit T der erzwungenen


Schwingung gleich der Frequenz bzw. der Schwingzeit der freien (ungezwungenen)
Schwingung. Die Übereinstimmung der entsprechenden Werte kann unmittelbar den
Diagrammen in den Abbildungen 2 und 4 entnommen werden, für die Schwingzeit liest
man jeweils T  0, 0036 s ab.
Alternative:
Im Resonanzfall sind die Stromstärke-Zeit-Funktion I erzwungen (t ) und die Erregerspan-

nung U Erreger (t ) an der Wechselspannungsquelle gerade in Phase, d. h., die Amplituden

werden jeweils zum gleichen Zeitpunkt erreicht. Dass dies hier der Fall ist, kann dem
Diagramm in Abbildung 4 unmittelbar entnommen werden.

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c) Wird die Frequenz f der Erregerwechselspannung kontinuierlich verkleinert oder konti-


nuierlich vergrößert, so wird die Amplitude von I erzwungen (t ) (in beiden Fällen) kontinuier-

lich kleiner. Nur im Resonanzfall ist die Amplitude von I erzwungen (t ) maximal.

Anmerkung für die korrigierende Lehrkraft:


Nicht erwartet werden die Aussagen:
Ist die Erregerfrequenz größer als die Resonanzfrequenz, so eilt die Amplitude der Erreger-
spannung der Stromstärkenamplitude voraus.
Ist die Erregerfrequenz kleiner als die Resonanzfrequenz, so eilt die Amplitude der
Erregerspannung der Stromstärkenamplitude hinterher.

Teilaufgabe 5
a) Für die in einer Spule mit der Induktivität L auftretende Selbstinduktionsspannung gilt
U ind_selbst (t )   L  I(t ) , wenn mit I (t ) die Stärke des durch die Spule fließenden Stromes
bezeichnet wird.
Für den aufgrund der Induktivität L der Spule auftretenden Spannungsabfall gilt somit
U L (t )  L  I(t ) .

Im vorliegenden Kontext ist I (t )  I erzwungen (t )  Iˆ  sin   t  .

Somit gilt: I(t)  Ierzwungen (t )  Iˆ  cos   t    .

Für U L (t) folgt also U L (t )    L  Iˆ  cos   t 

und somit die angegebene Beziehung.

Alternative:
Q 1 1
Gemäß C  gilt: U C (t )   Q(t )    I (t )dt , wenn mit I (t ) die Stärke des im
UC C C
Schwingkreis fließenden Stromes bezeichnet wird.
Im vorliegenden Kontext ist I (t )  I erzwungen (t )  Iˆ  sin   t  .

1 ˆ 1 1
Somit folgt: U C (t )    I  sin   t  dt   Iˆ   cos   t    .
C C 
1 ˆ
Vereinfachen ergibt die angegebene Beziehung U C (t )    I  cos   t  .
 C

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b) Die Amplitude Û L des aufgrund der Induktivität L der Spule auftretenden Spannungs-

abfalls ist gemäß der angegebenen Beziehungen für U L (t ) :

2 
Uˆ L    L  Iˆ   L  Iˆ .
T
Dem Diagramm in Abbildung 4 entnimmt man Î  0, 6 A .
Mit T  0, 0036 s (Teilaufgabe 1 a) bzw. Diagramm in Abbildung 4) und mit
L  55 mH (Teilaufgabe 2 b)) ergibt sich für die gesuchte Spannungsamplitude
2 
Û L   55  10  3 H  0, 6 A  57, 6 V .
0, 0036 s

Anmerkung für die korrigierende Lehrkraft:


Wird die Rechnung mit den bereits oben akzeptierten Werten   1,7  103 s 1 bzw.
L  58 mH durchgeführt, sind die entsprechenden Ergebnisse ebenfalls zu akzeptieren.

Alternative:
Die Amplitude Û C der am Kondensator der Kapazität C auftretenden Spannung ist

1 ˆ T
gemäß den angegebenen Beziehungen für U C (t ) : Uˆ C  I   Iˆ .
 C 2   C
Den Diagrammen entnimmt man wieder Î  0, 6 A und T  0, 0036 s .

Mit C  6  10  6 F (gemäß Abbildung 3) ergibt sich für die gesuchte Spannungsamplitude


0, 0036 s
Û C   0, 6 A  57, 3 V .
2    6  10  6 F
Anmerkung für die korrigierende Lehrkraft:
Wird die Rechnung mit dem bereits oben akzeptierten Wert   1,7  103 s 1 durchge-
führt, ist das entsprechende Ergebnis ebenfalls zu akzeptieren.

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c) Die beiden Spannungsamplituden Û L und Û C sind mit jeweils fast 60 Volt deutlich größer
als die Amplitude der Gesamtspannung (der Erregerspannung), die gemäß Messdiagramm
(Abbildung 4) lediglich ca. 3,5 Volt beträgt. Da in einem geschlossenen Stromkreis die
Summe der Einzelspannungen gleich der an der Quelle anliegenden Gesamtspannung ist,
ist dies zunächst verwunderlich. Allerdings erreichen die einzelnen Spannungen U L (t )

und U C (t ) ihre Amplituden zu unterschiedlichen Zeiten. Die beiden Funktionsterme

U L (t )    L  Iˆ  cos   t  ~  cos   t  und

1 ˆ
U C (t )    I  cos   t  ~  cos   t 
 C
zeigen, dass U L (t ) und U C (t ) genau um 180° bzw. T/2 phasenverschoben sind. Damit ist

die Summe aus U L (t ) und U C (t ) zu jedem Zeitpunkt gleich Null (die Amplituden sind ja
gleich groß). Dieses im Resonanzfall auftretende Phänomen wird auch als Resonanz-
überhöhung bezeichnet.

Teilaufgabe 6
Der zweite Schwingkreis (Empfängerkreis) wird zu erzwungenen Schwingungen angeregt.
Dies geschieht, weil das zeitlich veränderliche Magnetfeld der Spule des ersten Kreises
(Senderkreis) in die Spule des zweiten Kreises eindringt und wegen seiner zeitlichen Ände-
rung in dieser zweiten Spule eine periodisch sich ändernde Induktionsspannung erzeugt.
Damit kommt es nach einer kurzen Einschwingphase im zweiten Schwingkreis (Empfänger-
kreis) zu einer erzwungenen Schwingung, die die gleiche Frequenz wie die Schwingung im
Senderkreis hat. Wird eine dritte Spule zwischen die beiden Schwingkreis-Spulen gestellt, so
wird auch in dieser eine (Induktions-)Spannung induziert. Diese Induktionsspannung ist
nach der Lenz’schen Regel so gepolt, dass der entsprechende Strom seiner Ursache entgegen-
wirkt. Das heißt, dass das in der dritten kurzgeschlossenen Spule entstehende Magnetfeld
immer so gerichtet ist, dass die Feldstärkenänderung (der ersten Spule) behindert wird. Da
sich die Felder der ersten und der mittleren Spule überlagern, fällt die Änderung des Magnet-
feldes, welches die zweite Spule (Empfängerkreis) durchsetzt, auch kleiner aus und die in
der zweiten Spule induzierte Spannung wird kleiner sein. Dies hat zur Folge, dass dann
auch die Amplitude der Stromstärke im zweiten Kreis kleiner sein wird. Ist die mittlere Spule
nicht kurz geschlossen, hat die in ihr induzierte Spannung keinen Stromfluss und somit kein
Magnetfeld in dieser mittleren Spule zur Folge; das ursprüngliche Feld der ersten Spule
kann die zweite Spule also ungehindert durchsetzen.

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6.2 Teilleistungen – Kriterien


Aufgabe: Elektromagnetische Schwingungen und Resonanz
Teilaufgabe 1
maximal
Anforderungen erreichbare
Punktzahl
Der Prüfling
a) ermittelt aus dem Diagramm in Abbildung 2 die Schwingungsdauer T. 2
b1) bestimmt den Dämpfungsfaktor k anhand des Diagramms. 4
b2) begründet die Richtigkeit des verwendeten Verfahrens. 6

Teilaufgabe 2
maximal
Anforderungen erreichbare
Punktzahl
Der Prüfling
a) ermittelt mit Hilfe der bisherigen Messwerte und Ergebnisse den Unterschied zwischen 7
 und 0 und beurteilt das Ergebnis.
b) ermittelt mit Hilfe der bisherigen Messwerte und Ergebnisse die Induktivität L der 4
Spule.

Teilaufgabe 3
maximal
Anforderungen erreichbare
Punktzahl
Der Prüfling
a) leitet die Differentialgleichung her, indem er die an den Bauteilen auftretenden 6
Spannungen sowie die Summe dieser Spannungen betrachtet.
b) leitet für den Sonderfall, dass die Schwingung nicht gedämpft ist, die Beziehung 6
1
0  mit Hilfe der Differentialgleichung und dem angegebenen Lösungs-
L C
ansatz für I (t ) her.

Teilaufgabe 4
maximal
Anforderungen erreichbare
Punktzahl
Der Prüfling
a) erläutert die Begriffe „erzwungene Schwingung“ und „Resonanz“. 5
b) gibt ein Kriterium an, aus dem geschlossen werden kann, dass das Diagramm in 2
Abbildung 4 im Resonanzfall aufgezeichnet wurde.
c) beschreibt, wie sich das in Abbildung 4 dargestellte Diagramm für I erzwungen (t ) ver- 3
ändert, wenn eine kleinere bzw. größere Erregerfrequenz f eingestellt wird.

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Teilaufgabe 5
maximal
Anforderungen erreichbare
Punktzahl
Der Prüfling
a) leitet eine der beiden für U L (t ) bzw. für U C (t ) angegebenen Beziehungen her. 4

b) bestimmt die Amplitude Û der an der Induktivität L auftretenden Spannung oder 4


L

bestimmt die Amplitude Û C der am Kondensator auftretenden Spannung.


c) interpretiert das Ergebnis für Û L (= Û C ) im Hinblick auf den hier vorliegenden 4
Resonanzfall.

Teilaufgabe 6
maximal
Anforderungen erreichbare
Punktzahl
Der Prüfling
1 erklärt, wieso das Einbringen der kurzgeschlossenen Spule zu einem Absinken der 8
Stromstärke im Empfängerkreis führt, während dieser Effekt bei einer nicht kurz-
geschlossenen Spule nicht zu beobachten ist.

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7. Bewertungsbogen zur Prüfungsarbeit


Name des Prüflings:____________________________________ Kursbezeichnung:____________

Schule: _____________________________________________

Aufgabe: Elektromagnetische Schwingungen und Resonanz


Teilaufgabe 1
Anforderungen Lösungsqualität
Der Prüfling maximal
erreichbare
EK2 ZK DK
Punktzahl

a) ermittelt aus dem … 2


b1) bestimmt den Dämpfungsfaktor … 4
b2) begründet die Richtigkeit … 6
Summe Teilaufgabe 1 12

Teilaufgabe 2
Anforderungen Lösungsqualität
maximal
Der Prüfling erreichbare
EK ZK DK
Punktzahl

a) ermittelt mit Hilfe … 7


b) ermittelt mit Hilfe … 4
Summe Teilaufgabe 2 11

Teilaufgabe 3
Anforderungen Lösungsqualität
maximal
Der Prüfling erreichbare
EK ZK DK
Punktzahl

a) leitet die Differentialgleichung … 6


b) leitet für den … 6
Summe Teilaufgabe 3 12

2
EK = Erstkorrektur; ZK = Zweitkorrektur; DK = Drittkorrektur

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Teilaufgabe 4
Anforderungen Lösungsqualität
maximal
Der Prüfling erreichbare
EK ZK DK
Punktzahl

a) erläutert die Begriffe … 5


b) gibt ein Kriterium … 2
c) beschreibt, wie sich … 3
Summe Teilaufgabe 4 10

Teilaufgabe 5
Anforderungen Lösungsqualität
maximal
Der Prüfling erreichbare
EK ZK DK
Punktzahl

a) leitet eine der … 4


b) bestimmt die Amplitude … 4
c) interpretiert das Ergebnis … 4
Summe Teilaufgabe 5 12

Teilaufgabe 6
Anforderungen Lösungsqualität
maximal
Der Prüfling erreichbare
EK ZK DK
Punktzahl

1 erklärt, wieso das … 8


Summe Teilaufgabe 6 8

Summe insgesamt 65

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Festlegung der Gesamtnote (Bitte nur bei der zweiten bearbeiteten Aufgabe ausfüllen.)

Lösungsqualität
maximal
erreichbare
EK ZK DK
Punktzahl

Übertrag der Punktsumme aus der ersten bearbeiteten Aufgabe 65


Übertrag der Punktsumme aus der zweiten bearbeiteten Aufgabe 65
Punktzahl der gesamten Prüfungsleistung 130
aus der Punktsumme resultierende Note
Note ggf. unter Absenkung um ein bis zwei Notenpunkte
gemäß § 13 Abs. 2 APO-GOSt

Paraphe

ggf. arithmetisches Mittel der Punktsummen aus EK und ZK: ___________

ggf. arithmetisches Mittel der Notenurteile aus EK und ZK: _____________

Die Klausur wird abschließend mit der Note: ________________________ (____ Punkte) bewertet.

Unterschrift, Datum

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Grundsätze für die Bewertung (Notenfindung)


Für die Zuordnung der Notenstufen zu den Punktzahlen ist folgende Tabelle zu verwenden:

Note Punkte Erreichte Punktzahl

sehr gut plus 15 130 – 124

sehr gut 14 123 – 117

sehr gut minus 13 116 – 111

gut plus 12 110 – 104

gut 11 103 – 98

gut minus 10 97 – 91

befriedigend plus 9 90 – 85

befriedigend 8 84 – 78

befriedigend minus 7 77 – 72

ausreichend plus 6 71 – 65

ausreichend 5 64 – 59

ausreichend minus 4 58 – 51

mangelhaft plus 3 50 – 43

mangelhaft 2 42 – 34

mangelhaft minus 1 33 – 26

ungenügend 0 25 – 0

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Name: _______________________

Abiturprüfung 2012
Physik, Leistungskurs

Aufgabenstellung:
Aufgabe: Das Michelson-Interferometer
Mikrowellen werden mit Hilfe eines Michelson-Interferometers untersucht. Das Michelson-
Interferometer besteht aus dem Mikrowellensender und dem Mikrowellenempfänger sowie
aus zwei Metallplatten und einer Glasplatte (siehe Abbildung 1).
Beim Verschieben der Metallplatte B und gleichzeitigem Festhalten der Metallplatte A
treten Maxima und Minima der Empfänger-Spannung auf.

Abbildung 1: Das Michelson-Interferometer mit Mikrowellen

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Name: _______________________

Teilaufgabe 1
a) Beschreiben Sie unter Anfertigung einer Skizze in Draufsicht die Funktionsweise des
Michelson-Interferometers in Abbildung 1.

b) Erläutern Sie das periodische Auftreten von Maxima und Minima der Empfänger-
Spannung.

c) Begründen Sie, warum (ausgehend von einem Maximum als Startpunkt) eine Verschiebung

der Metallplatte B um l  ein Minimum der Empfänger-Spannung zur Folge hat und
4

warum die Verschiebung um l  zu einem neuen Maximum der Empfänger-Spannung
2
führt.
(16 Punkte)

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Name: _______________________

Teilaufgabe 2
Im Diagramm in Abbildung 2 sind die Werte für die Strecke l (um die die Metallplatte B
nach außen, also von der Glasplatte weg, verschoben wurde) und die jeweilige Empfänger-
Spannung U dargestellt.

25

20
U (in mV)

15

10

0
0,0 0,5 1,0 1,5 2,0 2,5 3,0 3,5
 l (in cm)

Abbildung 2

a) Bestimmen Sie anhand des Diagramms die Wellenlänge  und die Frequenz f der Mikro-
wellen.

b) Das Interferometer liefert, unabhängig von den Eigenschaften der Glasplatte hinsichtlich
der Reflexion und Transmission von Mikrowellen, Maxima und Minima, wobei die
Minima die Intensität Null besitzen.

Begründen Sie unter Berücksichtigung der Laufwege der Mikrowellen, warum es bei dem
Experiment nicht von Bedeutung ist, welcher Anteil der auf die Glasplatte treffenden
Strahlung reflektiert bzw. durchgelassen wird.
(9 Punkte)

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Seite 4 von 8

Name: _______________________

Im folgenden Gedankenexperiment wird das Verhalten von Mikrowellen in einer zusätzlich


in den Strahlengang des Interferometers gebrachten Platte betrachtet (siehe Abbildung 3).
Dabei ist davon auszugehen, dass die Platte die Mikrowellen weder reflektiert noch absorbiert,
so dass die Mikrowellen vollständig durchgelassen werden. Die Wellenlänge habe den
Wert   3, 2 cm .
Zunächst wird das Interferometer, wie in Abbildung 1 dargestellt, ohne die Platte auf ein
Maximum der Empfänger-Spannung eingestellt. Anschließend wird die Platte in den Strahlen-
gang gebracht.
Man beobachtet, dass das Voltmeter jetzt einen kleineren Wert anzeigt. Für eine erneute
Abstimmung auf das ursprüngliche Maximum der Empfänger-Spannung wird die Metall-
platte B verschoben.

Abbildung 3: Das Michelson-Interferometer aus Abbildung 1, zusätzlich mit der Platte der Dicke d

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Name: _______________________

Teilaufgabe 3
Die Brechzahl n  1 liefert den Zusammenhang zwischen der Ausbreitungsgeschwindigkeit
c im Vakuum bzw. in guter Näherung auch in Luft und der im Vergleich dazu kleineren
c
Ausbreitungsgeschwindigkeit c  in der Platte.
n

a) Erklären Sie, warum es zu einer Verschiebung des Maximums der Empfänger-Spannung


durch das Einbringen der Platte kommt.


b) Begründen Sie, dass sich die Wellenlänge in der Platte auf    verkleinert.
n

c) Erläutern Sie durch eine Betrachtung der benötigten Zeit, warum die Empfänger-
Spannung den gleichen Wert annehmen würde, wenn die Mikrowellen statt der Platte
der Dicke d einen Weg der Länge n  d in Luft durchlaufen würden.

d) Die Metallplatte B muss um die Strecke l  d  (n  1) in Richtung der Glasplatte ver-


schoben werden, um die Empfänger-Spannung erneut auf das ursprüngliche Maximum
abzustimmen.
Leiten Sie diesen Zusammenhang her.

e) Es werde eine Platte der Dicke d  2 cm verwendet. Die Strecke, um die die Metall-
platte B zur Abstimmung auf das ursprüngliche Maximum verschoben werden muss,
habe den Wert l  0, 9 cm .

Bestimmen Sie die Ausbreitungsgeschwindigkeit c der Mikrowellen in der Platte.

[Zwischenergebnis: n  1, 45 ]

f) Statt der Platte der Dicke d  2 cm werde eine Platte der Dicke d  5 cm aus demselben
Material verwendet.
Bestimmen Sie die Strecke l , um die die Metallplatte B zur Abstimmung auf das nächste
Maximum in Richtung der Glasplatte verschoben werden muss.
(22 Punkte)

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Name: _______________________

Im Jahre 1887 wurde von Albert A. Michelson und Edward W. Morley in Cleveland das
später nach ihnen benannte Experiment mit einem Michelson-Interferometer und Licht
durchgeführt. Der Versuchsaufbau ist in Abbildung 4 schematisch dargestellt. In (a) ist die
Verbindungslinie zwischen der Lichtquelle und dem Spiegel Sp2 parallel zur Bewegung der
Erde um die Sonne ausgerichtet und die Verbindungslinie zwischen dem Detektor und dem
Spiegel Sp1 senkrecht dazu. In (b) ist die gesamte Apparatur um 90 gedreht.

Sp1 Sp2
V V

l l

l
Sp2 Sp1
l

(a) (b)

Abbildung 4: Schematische Darstellung des Versuchsaufbaus von Michelson und Morley: Der Pfeil für die
Geschwindigkeit v gibt jeweils die Bewegungsrichtung der Erde in Bezug zur Sonne an.
(Quelle: Gerthsen, Vogel, Physik, 17. Auflage, Springer-Verlag, Berlin, 1993, S. 782, verändert)

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Name: _______________________

Teilaufgabe 4
Michelson und Morley gingen ursprünglich von der Existenz eines Trägers der Lichtwellen
aus, dem sog. Äther. Dieser Äther sei ihrer Vorstellung nach fest mit einem absoluten
Raum verbunden. Die Erde würde sich relativ zum Äther mit einer Geschwindigkeit
km
v  30 um die Sonne bewegen. Als Konsequenz daraus sollten die Geschwindigkeiten
s
des Lichts relativ zur Erde bei der Ausbreitung in unterschiedliche Richtungen nicht
gleich sein (siehe Abbildung 5).

Abbildung 5: Geschwindigkeiten des Lichts relativ zur Erde nach der Vorstellung von Michelson und
Morley: Die Pfeile für die Geschwindigkeit c geben unterschiedliche Ausbreitungsrichtungen
des Lichts in Bezug zum Äther an, die Pfeile für die Geschwindigkeit v die Bewegungsrich-
tung des Äthers in Bezug zur Erde. (Mit c und v sind die Geschwindigkeitsbeträge bezeich-
net, die Darstellung der Pfeillängen ist nicht maßstäblich.)

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Name: _______________________

a) Erläutern Sie anhand von Abbildung 5 die Geschwindigkeiten c  v , c  v und c2  v 2


relativ zur Erde.

b) Ermitteln Sie mit Hilfe der Geschwindigkeiten in a), welche Ergebnisse für Michelson
und Morley bzgl. der Lichtlaufzeiten in den beiden Detektorarmen in Abbildung 4 (a)
bei einer Armlänge von l  0, 5 m theoretisch zu erwarten gewesen wären.

Hinweis: Die Ergebnisse sind jeweils in ns (Nanosekunden) auf acht Nachkommastellen


gerundet anzugeben.

c) Erläutern Sie das erwartete und das tatsächliche Ergebnis sowie die Konsequenz aus
dem tatsächlichen Ergebnis, wenn man die Apparatur, wie in Abbildung 4 (b) dargestellt,
um 90 dreht.
(18 Punkte)

Zugelassene Hilfsmittel:
 Physikalische Formelsammlung
 Wissenschaftlicher Taschenrechner (ohne oder mit Grafikfähigkeit, auch mit
CAS-Funktionalität)
 Wörterbuch zur deutschen Rechtschreibung

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Unterlagen für die Lehrkraft


Abiturprüfung 2012
Physik, Leistungskurs

1. Aufgabenart
 Bearbeitung eines Demonstrationsexperiments
 Bearbeitung einer Aufgabe, die fachspezifisches Material enthält

2. Aufgabenstellung1
Aufgabe: Das Michelson-Interferometer (65 Punkte)

Hinweis: Kombinierbar entweder mit HT 1, HT 3 oder HT 4

3. Materialgrundlage
Versuchsmaterial und -aufbau
Hinweise zum Experiment
Für den Aufbau des Demonstrationsexperiments werden die folgenden Materialien benötigt:
 Mikrowellensender und -empfänger
 zwei Metallplatten
 Glasplatte als Strahlteiler
 Voltmeter
 Lineal
 Stativmaterial

Der Aufbau erfolgt gemäß Abbildung 1 der Aufgabenstellung (siehe Vorlage der Prüfungs-
aufgabe für den Prüfling).
Das Demonstrationsexperiment bezieht sich auf die Teilaufgaben 1 und 2. Hierfür ist den
Schülerinnen und Schülern das Auftreten der Maxima und Minima der Empfänger-Spannung
beim Verschieben einer der beiden Metallplatten zu zeigen. Die Teilaufgaben 3 und 4 sind
nicht Gegenstand des Demonstrationsexperiments.
Das Demonstrationsexperiment wird zu Beginn der Klausur gezeigt. Die Schülerinnen und
Schüler bearbeiten dann die Aufgabe mit dem mitgelieferten Datenmaterial.

1
Die Aufgabenstellung deckt inhaltlich alle drei Anforderungsbereiche ab.

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4. Bezüge zu den Vorgaben 2012


1. Inhaltliche Schwerpunkte
 Elektromagnetische Schwingungen und Wellen einschließlich Resonanz
– Interferenz (Mikrowelleninterferenz, Wellenlängenmessung)
 Relativitätstheorie
– Konstanz der Lichtgeschwindigkeit und deren Konsequenzen
(Michelson-Experiment)

2. Medien/Materialien
 entfällt

5. Zugelassene Hilfsmittel
 Physikalische Formelsammlung
 Wissenschaftlicher Taschenrechner (ohne oder mit Grafikfähigkeit, auch mit
CAS-Funktionalität)
 Wörterbuch zur deutschen Rechtschreibung

6. Vorgaben für die Bewertung der Schülerleistungen


6.1 Modelllösungen
Hinweis für die korrigierende Lehrkraft:
Die nachfolgenden Modelllösungen erfassen nicht notwendigerweise alle sachlich richtigen
Lösungsalternativen.

Sollte die Auswertung der Messdaten mit Hilfe eines grafikfähigen TR oder CAS erfolgen,
so muss der Prüfling die entstandenen Graphen für die korrigierende Lehrkraft skizzenhaft
in seiner Reinschrift dokumentieren.

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Modelllösungen Aufgabe: Das Michelson-Interferometer


Teilaufgabe 1
a) Skizze:

Gemäß obiger Skizze gelangen die Mikrowellen entweder über den Weg GAGE oder
GBGE zum Empfänger mit angeschlossenem Voltmeter, das die Spannung U anzeigt.
Wird die Metallplatte B um die Strecke l verschoben, so treten abwechselnd Maxima
und Minima der Empfänger-Spannung auf.

b) Durch Verschieben der Metallplatte B um eine Strecke l wird der Gangunterschied der
am Empfänger eintreffenden Wellen verändert. Ist der Gangunterschied s ein ganzzah-
liges Vielfaches der Wellenlänge, so verstärken sich die Wellen gegenseitig (konstruktive
Interferenz). Ist der Gangunterschied s ein ungerades ganzzahliges Vielfaches der halben
Wellenlänge, so löschen sich die Wellen gegenseitig aus (destruktive Interferenz).

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c) Eine Verschiebung um l verändert den Gangunterschied s um 2  l , da die Mikro-


wellen die Strecke l zweimal durchlaufen.
Annahme: Das Michelson-Interferometer ist so eingestellt, dass ein Maximum der Emp-
fänger-Spannung gemessen werden kann.

Wird die Metallplatte dann um l  verschoben, ändert sich der Gangunterschied s
4

um , und die am Empfänger eintreffenden Wellen löschen sich gegenseitig aus
2

(destruktive Interferenz). Wird die Metallplatte B jedoch um l  verschoben, ändert
2
sich der Gangunterschied s um  und die am Empfänger eintreffenden Wellen ver-
stärken sich gegenseitig (konstruktive Interferenz).

Teilaufgabe 2
a) In Teilaufgabe 1 c) wird vorgegeben, dass die Maxima der Empfänger-Spannung auftre-
ten, wenn die Metallplatte B (ausgehend von einem Maximum als Startpunkt) um die

Strecke l  verschoben wird. Alternativ gilt dieser Sachverhalt natürlich analog
2
auch für die Minima der Empfänger-Spannung.
Anhand des Diagramms kann damit die Wellenlänge der Mikrowellen bestimmt werden.
Hierfür müssen die Abstände der Spannungsmaxima bzw. -minima ausgemessen werden.
Die Wellenlänge ist dann das Doppelte dieses Abstands. Es ergibt sich folgender Wert:
l  1, 6 cm , also   2  l  3, 2 cm .
Die Frequenz erhält man daraus mit Hilfe der Ausbreitungsgeschwindigkeit
m c
c  3  108 durch die Gleichung f   9, 4 GHz .
s 

b) Beide Wellen, die entweder den Weg GAGE oder GBGE zurücklegen (siehe Skizze zu
Teilaufgabe 1 a)), gehen je einmal durch G hindurch und werden je einmal an G reflektiert.
Die Amplituden der beiden ankommenden Wellen sind bei guter Justierung ziemlich
gleich und das Interferometer liefert scharfe Minima von (fast) völliger Auslöschung.

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Teilaufgabe 3
a) Die Empfänger-Spannung ist abhängig vom Phasenunterschied der beiden Wellen, die
im Empfänger interferieren. So treffen im Fall des Maximums der Empfänger-Spannung
jeweils die Wellenberge bzw. Wellentäler gleichzeitig am Empfänger ein. Nach dem
Einbringen der Platte in den Strahlengang braucht die eine Welle für die zweimal zu
durchlaufende Plattendicke aufgrund der kleineren Ausbreitungsgeschwindigkeit c eine
längere Zeit, als wenn sich dort ohne die Platte nur Luft befindet. Dadurch treffen die
Wellenberge bzw. Wellentäler jeweils nicht mehr gleichzeitig am Empfänger ein, so
dass die Empfänger-Spannung kein Maximum mehr anzeigt.

b) Beim Übergang in die Platte ändert sich die Frequenz f der Mikrowellen nicht. Aus der
c c c 
Konstanz der Frequenz f   ergibt sich dann       .
  c n

d nd
c) Für den Durchlauf der Platte benötigt die Welle die Zeit t   . In Luft würde
c c
die Welle somit in der gleichen Zeit einen Weg der Länge n  d zurücklegen. In beiden
Fällen besitzen die Wellen nach dieser Zeit die gleiche Phasenlage, die bei der Überlage-
rung im Empfänger zur gleichen Empfänger-Spannung führt.

d) Der Durchlauf der Strecke d in der Platte ist nach Teilaufgabe 3 c) äquivalent zum
Durchlauf einer Strecke n  d in Luft. Das Einbringen der Platte ist demnach vergleichbar
mit einer Vergrößerung des Abstands zwischen der Metallplatte B und der Glasplatte
(ohne die Platte dazwischen) um die Differenz l  n  d  d . Das ursprüngliche Maximum
der Empfänger-Spannung ist somit durch Verschiebung der Metallplatte B um die Strecke
l  d  (n  1) in Richtung der Glasplatte zu finden.

l
e) Durch Umformung von l  d  (n  1) erhält man n  1  . Mit den angegebenen
d
Werten ergibt sich für die Brechzahl der Wert n  1, 45 und für die Ausbreitungs-
m
geschwindigkeit der Mikrowellen in der Platte der Wert c  2,1  108 .
s

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f) Mit Hilfe der Gleichung l  d  (n  1) und den angegebenen Werten erhält man
l  2, 25 cm . Die Differenz der optischen Weglängen ist größer als die Hälfte der
Wellenlänge  . Mit dieser Verschiebung würde man schon das übernächste Maximum
in Richtung Glasplatte erreichen. Das nächste Maximum liegt bei l  0, 65 cm .

Hinweis für die korrigierende Lehrkraft:


Die Überlegungen in Teilaufgabe 3 sind theoretischer Natur. Experimentell sind die
Ergebnisse insbesondere aufgrund der auftretenden Reflexionen nicht angemessen
reproduzierbar.

Teilaufgabe 4
a) Nach Abbildung 5 ist die Geschwindigkeit des Lichts relativ zum Äther vom Betrage her
immer gleich c . Licht, das sich in Richtung der Ätherbewegung ausbreitet, hätte relativ
zur Erde die Geschwindigkeit c  v und wäre somit schneller. Licht entgegen der Rich-
tung der Ätherbewegung hätte die Geschwindigkeit c  v bezogen auf die Erde und
wäre somit langsamer. Licht, das sich senkrecht zur Ätherbewegung ausbreitet, hätte die

Geschwindigkeit c 2  v 2 in Bezug zur Erde und wäre ebenfalls langsamer. Die Aus-
breitungsrichtungen bzgl. Erde und Äther würden in diesem Fall zudem voneinander
abweichen.

b) Michelson und Morley gingen von der Überlegung aus, dass sich Laufzeitunterschiede
für die Lichtwellen in den beiden Armen des Interferometers ergeben müssten. Gemäß
den Geschwindigkeiten in a) hatten sie für die Lichtlaufzeit im Arm mit dem Spiegel Sp1
(senkrecht zur Erdbewegung)
2l
ts   3, 33333335 ns
c  v2
2

und im Arm mit dem Spiegel Sp2 (parallel zur Erdbewegung)


l l
tp    3, 33333337 ns
cv cv
erwartet. Die Laufzeit t s müsste also minimal kleiner sein als die Laufzeit t p .

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c) Der Detektor gemäß Abbildung 4 (a) registriert aufgrund der beiden interferierenden
Wellen zunächst eine bestimmte Lichtintensität. Bei der Drehung des Interferometers
um 90 gemäß Abbildung 4 (b) sollten sich die Lichtlaufzeiten in den beiden Armen
ändern: Im Arm mit dem Spiegel Sp1 sollte sich die Laufzeit von t s auf t p erhöhen, im

anderen Arm umgekehrt von t p auf t s erniedrigen. Hierdurch würde sich der Phasen-

unterschied der beiden Wellen während der Drehung kontinuierlich ändern. Der Detektor
würde eine sich ändernde Intensität registrieren.
Tatsächlich ist eine Veränderung der gemessenen Intensität nicht nachweisbar.
Das Experiment widerlegt die Äthervorstellung und ist ein Beleg für die Konstanz der
Lichtgeschwindigkeit unabhängig vom Bewegungszustand: Licht benötigt zum Zurück-
legen einer bestimmten Strecke immer die gleiche Zeit.

6.2 Teilleistungen – Kriterien


Aufgabe: Das Michelson-Interferometer
Teilaufgabe 1
maximal
Anforderungen erreichbare
Punktzahl
Der Prüfling
a) beschreibt unter Anfertigung einer Skizze in Draufsicht die Funktionsweise des 6
Michelson-Interferometers.
b) erläutert das periodische Auftreten von Maxima und Minima der Empfänger-Spannung. 5
c)  5
begründet, warum eine Verschiebung der Metallplatte B um l  ein Minimum
4

der Empfänger-Spannung zur Folge hat und warum die Verschiebung um l 
2
zu einem neuen Maximum der Empfänger-Spannung führt.

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Teilaufgabe 2
maximal
Anforderungen erreichbare
Punktzahl
Der Prüfling
a1) bestimmt anhand des Diagramms die Wellenlänge  der Mikrowellen. 2
a2) bestimmt die Frequenz f der Mikrowellen. 2
b) begründet unter Berücksichtigung der Laufwege der Mikrowellen, warum es bei 5
dem Experiment nicht von Bedeutung ist, welcher Anteil der auf die Glasplatte
treffenden Strahlung reflektiert bzw. durchgelassen wird.

Teilaufgabe 3
maximal
Anforderungen erreichbare
Punktzahl
Der Prüfling
a) erklärt, warum es zu einer Verschiebung des Maximums der Empfänger-Spannung 3
durch das Einbringen der Platte kommt.
b)  4
begründet, dass sich die Wellenlänge in der Platte auf    verkleinert.
n
c) erläutert durch eine Betrachtung der benötigten Zeit, warum die Empfänger-Spannung 3
den gleichen Wert annehmen würde, wenn die Mikrowellen statt der Platte der
Dicke d einen Weg der Länge n  d in Luft durchlaufen würden.
d) leitet den angegebenen Zusammenhang her. 4
e) bestimmt die Ausbreitungsgeschwindigkeit c der Mikrowellen in der Platte. 4
f) bestimmt die Strecke l , um die die Metallplatte B zur Abstimmung auf das nächste 4
Maximum in Richtung der Glasplatte verschoben werden muss.

Teilaufgabe 4
maximal
Anforderungen erreichbare
Punktzahl
Der Prüfling
a) erläutert anhand von Abbildung 5 die Geschwindigkeiten c  v , c  v und 6
c  v relativ zur Erde.
2 2

b) ermittelt mit Hilfe der Geschwindigkeiten in a), welche Ergebnisse für Michelson 6
und Morley bzgl. der Lichtlaufzeiten in den beiden Detektorarmen in Abbildung 4 (a)
bei einer Armlänge von l  0, 5 m theoretisch zu erwarten gewesen wären.
c) erläutert das erwartete und das tatsächliche Ergebnis sowie die Konsequenz aus dem 6
tatsächlichen Ergebnis, wenn man die Apparatur, wie in Abbildung 4 (b) dargestellt,
um 90° dreht.

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7. Bewertungsbogen zur Prüfungsarbeit


Name des Prüflings:____________________________________ Kursbezeichnung:____________

Schule: _____________________________________________

Aufgabe: Das Michelson-Interferometer


Teilaufgabe 1
Anforderungen Lösungsqualität
Der Prüfling maximal
erreichbare
EK2 ZK DK
Punktzahl

a) beschreibt unter Anfertigung … 6


b) erläutert das periodische … 5
c) begründet, warum eine … 5
Summe Teilaufgabe 1 16

Teilaufgabe 2
Anforderungen Lösungsqualität
maximal
Der Prüfling erreichbare
EK ZK DK
Punktzahl

a1) bestimmt anhand des … 2


a2) bestimmt die Frequenz … 2
b) begründet unter Berücksichtigung … 5
Summe Teilaufgabe 2 9

Teilaufgabe 3
Anforderungen Lösungsqualität
maximal
Der Prüfling erreichbare
EK ZK DK
Punktzahl

a) erklärt, warum es … 3
b) begründet, dass sich … 4
c) erläutert durch eine … 3
d) leitet den angegebenen … 4
e) bestimmt die Ausbreitungsgeschwindigkeit … 4
f) bestimmt die Strecke … 4
Summe Teilaufgabe 3 22

2
EK = Erstkorrektur; ZK = Zweitkorrektur; DK = Drittkorrektur

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Teilaufgabe 4
Anforderungen Lösungsqualität
maximal
Der Prüfling erreichbare
EK ZK DK
Punktzahl

a) erläutert anhand von … 6


b) ermittelt mit Hilfe … 6
c) erläutert das erwartete … 6
Summe Teilaufgabe 4 18

Summe insgesamt 65

Festlegung der Gesamtnote (Bitte nur bei der zweiten bearbeiteten Aufgabe ausfüllen.)

Lösungsqualität
maximal
erreichbare
EK ZK DK
Punktzahl

Übertrag der Punktsumme aus der ersten bearbeiteten Aufgabe 65


Übertrag der Punktsumme aus der zweiten bearbeiteten Aufgabe 65
Punktzahl der gesamten Prüfungsleistung 130
aus der Punktsumme resultierende Note
Note ggf. unter Absenkung um ein bis zwei Notenpunkte
gemäß § 13 Abs. 2 APO-GOSt

Paraphe

ggf. arithmetisches Mittel der Punktsummen aus EK und ZK: ___________

ggf. arithmetisches Mittel der Notenurteile aus EK und ZK: _____________

Die Klausur wird abschließend mit der Note: ________________________ (____ Punkte) bewertet.

Unterschrift, Datum

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Grundsätze für die Bewertung (Notenfindung)


Für die Zuordnung der Notenstufen zu den Punktzahlen ist folgende Tabelle zu verwenden:

Note Punkte Erreichte Punktzahl

sehr gut plus 15 130 – 124

sehr gut 14 123 – 117

sehr gut minus 13 116 – 111

gut plus 12 110 – 104

gut 11 103 – 98

gut minus 10 97 – 91

befriedigend plus 9 90 – 85

befriedigend 8 84 – 78

befriedigend minus 7 77 – 72

ausreichend plus 6 71 – 65

ausreichend 5 64 – 59

ausreichend minus 4 58 – 51

mangelhaft plus 3 50 – 43

mangelhaft 2 42 – 34

mangelhaft minus 1 33 – 26

ungenügend 0 25 – 0

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Name: _______________________

Abiturprüfung 2012
Physik, Leistungskurs

Aufgabenstellung:
Aufgabe: Die Helmholtzspule, die Messung des Erdmagnetfeldes
sowie seine Wirkung auf geladene Teilchen
Ein in einem größeren Raumbereich homogenes Magnetfeld kann mit Hilfe einer Helm-
holtzspule erzeugt werden. Es handelt sich hierbei um eine Anordnung zweier identischer
Spulen (Windungszahl nHh und Radius R), die parallel auf einer gemeinsamen Achse ange-

ordnet sind. Beide Spulen sind in Reihe geschaltet und befinden sich im Abstand a  R von-
einander.
Bei einer solchen Spulenanordnung besteht im Raumbereich zwischen den beiden Spulen
ein weitgehend homogenes achsenparalleles Magnetfeld.

Abbildung 1: Aufbau einer Helmholtzspule (Quelle: Klett-Verlag)

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PH LK HT 3
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Name: _______________________

Es zeigt sich, dass die magnetische Feldstärke in der Helmholtzspule proportional zum
Produkt aus Windungszahl nHh und Stromstärke I Hh sowie antiproportional zum Spulen-

radius R ist.
nHh  I Hh
BHh ~
R

Teilaufgabe 1
Bestimmen Sie aus diesem Zusammenhang anhand einer Einheitenbetrachtung die Maß-
einheit des noch fehlenden Proportionalitätsfaktors Hh in Grundeinheiten.
(5 Punkte)

Teilaufgabe 2
Mit folgendem Aufbau soll der Proportionalitätsfaktor μHh experimentell bestimmt werden

(vgl. Abbildung 2). Entlang der Achse eines Helmholtzspulenpaares befindet sich in einer
langen Spule mindestens eine Kompassnadel. Die Stromrichtungen in der langen Spule sowie
in der Helmholtzspule sind so ausgerichtet, dass die von ihnen erzeugten Magnetfelder ein-
ander entgegen gerichtet sind. Neben der Helmholtzspule ist ein nicht zu starker Permanent-
magnet angebracht, der im stromlosen Zustand der Spulen die Kompassnadel senkrecht zur
Spulenachse ausrichtet.

Abbildung 2: Aufbau zur Messung des Proportionalitätsfaktors (Quelle: Klett-Verlag)

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Name: _______________________

Zunächst wird die Stromstärke in der Helmholtzspule auf I Hh  200 mA eingestellt. Die

Kompassnadel ist dabei praktisch entlang der Spulenachse ausgerichtet. Die Stromstärke in
der langen Spule wird daraufhin langsam von 0 mA ausgehend gesteigert, bis bei I LS  830 mA

die Kompassnadel gerade wieder in Richtung des Permanentmagneten ausgerichtet ist.


Die Messgenauigkeit der Stromstärken beträgt I  10 mA .

a) Erläutern Sie die zugrunde liegende Idee bei diesem Messexperiment und leiten Sie den
folgenden Zusammenhang für den gesuchten Proportionalitätsfaktor  Hh her:

nLS  I LS  R
 Hh   0
nHh  I Hh  l

Begründen Sie dabei insbesondere den Ansatz Ihrer Herleitung.

b) Bei dem Messexperiment wurden eine Helmholtzspule mit 154 Windungen und 40 cm
Durchmesser sowie eine 38 cm lange innere Spule mit 50 Windungen eingesetzt.

Bestimmen Sie aus dem Experiment einen Wert für Hh .

c) Der „theoretische“ Wert für den Proportionalitätsfaktor der Helmholtzspule beträgt


μHh  0, 716  μ0 .

Bewerten Sie das Ergebnis der Messung hinsichtlich seiner Genauigkeit und begründen
Sie Ihre Einschätzung mit Blick auf die Messgenauigkeit.
(15 Punkte)

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PH LK HT 3
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Name: _______________________

Teilaufgabe 3
Unter Verwendung der obigen Helmholtzspule ist es nun möglich, die Horizontalkompo-
nente des Erdmagnetfeldes zu bestimmen. Dazu wird ein empfindlicher Kompass in die
Helmholtzspule gebracht und die Achse der Helmholtzspule genau senkrecht zur magne-
tischen Nordrichtung ausgerichtet (siehe Abbildung 3).

magnetische
Nordrichtung

Abbildung 3: Messung der Horizontalkomponente des Erdmagnetfeldes (Quelle: Klett-Verlag)

Der Strom durch die Helmholtzspule kann stufenlos variiert und am Amperemeter abgelesen
werden. Der Kompass besitzt eine Winkelskala.

a) Beschreiben Sie eine Möglichkeit, wie man mit diesem Aufbau (ohne weitere Geräte) die
Horizontalkomponente des Erdmagnetfeldes messen kann.

b) Ein typischer Wert für die Horizontalkomponente des Erdmagnetfeldes in unseren Breiten
ist Bhorizontal  0, 018 mT .

Geben Sie einen sinnvollen Bereich der zu erwartenden Stromstärken bei der Messung an.

c) Das Erdmagnetfeld verläuft in unseren Breiten nicht komplett in horizontaler Richtung,


sondern tritt unter einem Winkel von   63 gegen die Horizontale in die Erdoberfläche
ein.
Bestimmen Sie aus dem Eintrittswinkel  und der in b) angegebenen Horizontalkompo-
nente die Gesamtfeldstärke Bgesamt des Erdmagnetfeldes.

(11 Punkte)

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Name: _______________________

Teilaufgabe 4
Das Erdmagnetfeld stellt einen effektiven Schutzschirm gegen den Strom geladener Teilchen
von der Sonne (den sogenannten „Sonnenwind“) dar. Der Sonnenwind besteht aus einem
kontinuierlichen Plasmastrom von Elektronen und Protonen aus Richtung Sonne. Durch die
Wechselwirkung mit den äußeren Bereichen des Erdmagnetfeldes wird der allergrößte Anteil
des Sonnenwinds großräumig um die Erde herumgeführt. Lediglich über den magnetischen
Polen kann ein kleiner Anteil der geladenen Teilchen sich der Erde nähern und durch weitere
Wechselwirkung mit der Atmosphäre in einem begrenzten Bereich – dem Strahlungsgürtel
(siehe Abbildung 5) – eingeschlossen werden. Die Bewegung dieser Teilchen soll im
Weiteren genauer untersucht werden.

a) Im Strahlungsgürtel über dem Äquator kann das Erdmagnetfeld lokal praktisch als
homogen angesehen werden. Dort bewegt sich ein Elektron mit der Energie von 2, 0 keV
unter einem Winkel  zu den Feldlinien des Erdmagnetfeldes (vgl. Abbildung 4).

Bestimmen Sie die Geschwindigkeit des 2,0-keV-Elektrons nichtrelativistisch.

m
[Kontrollergebnis: v  2, 7  107 ]
s

Abbildung 4: Bewegung eines Elektrons im Strahlungsgürtel über dem Äquator (es handelt sich hier um
eine zweidimensionale Darstellung)

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Name: _______________________

b) Die geladenen Teilchen im Strahlungsgürtel werden durch das Erdmagnetfeld auf eine
Schraubenbahn entlang der Feldlinien abgelenkt (vgl. Abbildung 5).
Erklären Sie qualitativ das Zustandekommen dieser Teilchenbahn durch die Wirkung
der Lorentzkraft anhand einer entsprechend skizzierten Komponentenzerlegung der
Geschwindigkeit.

Abbildung 5: Bahn eines Elektrons im Erdmagnetfeld des Strahlungsgürtels (die Darstellung der Größen-
verhältnisse ist nicht maßstabsgerecht)

c) Zeigen Sie allgemein, dass die Umlaufzeit eines Elektrons auf seiner Schraubenbahn
gegeben ist durch den Zusammenhang:
2  me
T
eB
also unabhängig von der Geschwindigkeit des Teilchens ist.

d) Berechnen Sie den Radius sowie den Abstand zweier benachbarter Windungen der
Schraubenbahn (die sogenannte Ganghöhe) des 2,0-keV-Elektrons für den Winkel
γ = 25° und die typische Magnetfeldstärke im Äquatorbereich des Strahlungsgürtels

von B  1, 5  10 5 T .
(25 Punkte)

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Teilaufgabe 5
Die Elektronen im Strahlungsgürtel der Erde bewegen sich auf ihren Schraubenbahnen ent-
lang der magnetischen Feldlinien in Richtung eines magnetischen Pols (vgl. Abbildung 5).
Bei Annäherung an den magnetischen Pol erhöht sich die magnetische Feldstärke und das
Magnetfeld wird zunehmend inhomogen (vgl. Abbildung 6). Die Geschwindigkeitskompo-
nente des Elektrons in Richtung des magnetischen Pols (also entlang der Feldlinie) wird
zunächst reduziert und schließlich umgekehrt. Die Abbildung 7 zeigt diesen Effekt im
polnahen inhomogenen Erdmagnetfeld.

a) Trotz der komplizierten Bewegung des Elektrons im inhomogenen Magnetfeld ändert


sich seine kinetische Energie durch die Wechselwirkung mit dem Magnetfeld nicht
(abgesehen von sehr geringen Strahlungsverlusten).
Geben Sie hierfür eine allgemeine Begründung an.

zum Pol laufendes inhomo-


Elektron genes
Magnet-
feld

reflektiertes
Elektron

Abbildung 6: Bahn eines Elektrons im polnahen inhomogenen Erdmagnetfeld (die Darstellung der
Größenverhältnisse ist nicht maßstabsgerecht)

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Abbildung 7: Zur Wirkung der Lorentzkraft im inhomogenen Magnetfeld (die Darstellung der Größen-
verhältnisse ist nicht maßstabsgerecht)

b) Erklären Sie anhand von Abbildung 7 qualitativ die Abbremsung und schließlich die
Umkehr der Geschwindigkeitskomponente des Elektrons in Polrichtung durch die
Wirkung der Lorentzkraft im inhomogenen Magnetfeld.
(9 Punkte)

Zugelassene Hilfsmittel:
 Physikalische Formelsammlung
 Wissenschaftlicher Taschenrechner (ohne oder mit Grafikfähigkeit, auch mit
CAS-Funktionalität)
 Wörterbuch zur deutschen Rechtschreibung

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Unterlagen für die Lehrkraft


Abiturprüfung 2012
Physik, Leistungskurs

1. Aufgabenart
Bearbeitung einer Aufgabe, die fachspezifisches Material enthält

2. Aufgabenstellung1
Aufgabe: Die Helmholtzspule, die Messung des Erdmagnetfeldes sowie seine Wirkung
auf geladene Teilchen (65 Punkte)

Hinweis: Kombinierbar entweder mit HT 2 oder HT 4

3. Materialgrundlage
 entfällt

4. Bezüge zu den Vorgaben 2012


1. Inhaltliche Schwerpunkte
 Ladungen und Felder
– Magnetisches Feld, magnetische Feldgröße B, Lorentzkraft
– Bewegung von Ladungsträgern in elektrischen und magnetischen Feldern

2. Medien/Materialien
 entfällt

5. Zugelassene Hilfsmittel
 Physikalische Formelsammlung
 Wissenschaftlicher Taschenrechner (ohne oder mit Grafikfähigkeit, auch mit
CAS-Funktionalität)
 Wörterbuch zur deutschen Rechtschreibung

1
Die Aufgabenstellung deckt inhaltlich alle drei Anforderungsbereiche ab.

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6. Vorgaben für die Bewertung der Schülerleistungen


6.1 Modelllösungen
Hinweis für die korrigierende Lehrkraft:
Die nachfolgenden Modelllösungen erfassen nicht notwendigerweise alle sachlich richtigen
Lösungsalternativen.
Sollte die Auswertung der Messdaten mit Hilfe eines grafikfähigen TR oder CAS erfolgen,
so muss der Prüfling die entstandenen Graphen für die korrigierende Lehrkraft skizzenhaft
in seiner Reinschrift dokumentieren.

Modelllösungen Aufgabe: Die Helmholtzspule, die Messung des Erdmagnet-


feldes sowie seine Wirkung auf geladene Teilchen
Teilaufgabe 1
nHh  I Hh kg
Aus dem bekannten Zusammenhang BHh ~ ergibt sich mit [BHh ]  1 T  1 2 und
R As
nHh  I Hh A
[ ]  1 die Maßeinheit des Proportionalitätsfaktors in der Helmholtzspulenformel
R m
kg m
zu [μHh ]  1 .
A 2s2

Teilaufgabe 2
a) Die Idee dieses Experiments ist die Bestimmung des unbekannten Magnetfeldes der
Helmholtzspule durch den Vergleich mit dem bekannten Feld einer langen Spule. Die
Kompassnadel zeigt vor Einschalten des Stroms in die definierte Richtung des äußeren
Permanentmagneten. Das Magnetfeld der Helmholtzspule lenkt die Nadel dann aus, wird
aber dann vom Magnetfeld der langen Spule wieder kompensiert. In diesem Fall sind die
 
beiden Magnetfelder genau entgegengesetzt gleich groß. Es gilt: | BHh || BLS | , also

nHh  I Hh n I
μHh   μ0  LS LS , daraus ergibt sich der gesuchte Zusammenhang für μHh .
R l

b) Gegeben: I LS  0, 83 A , I Hh  0, 20 A, nHh  154, nLS  50, R  0, 20 m, l  0, 38 m.

nLS  R  I LS 50  0, 20 m  0, 83 A
Rechnung: μHh   μ0   μ0  0, 710  μ0
nHh  l  I Hh 154  0, 38 m  0, 20 A

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I
c) Die Messgenauigkeit der Stromstärken beträgt  5 % . Die Abweichung des
I
experimentellen Wertes vom theoretischen Wert ( μHh  0, 716  μ0 ) beträgt  1 % .
Bei der vorliegenden Messgenauigkeit stimmen die Werte daher gut überein.

Teilaufgabe 3
a) Die Messung des Erdmagnetfeldes kann durch die Auslenkung der Kompassnadel mittels
des bekannten Magnetfeldes der Helmholtzspule erfolgen. Da die Spulenachse exakt
senkrecht zur magnetischen Nordrichtung ausgerichtet ist, ist das eingestellte Magnet-
feld gleich der Horizontalkomponente des Erdmagnetfeldes, wenn die Kompassnadel um
45° ausgelenkt wird. Aus den Daten der Helmholtzspule und dem gemessenen Strom
kann dann die Magnetfeldstärke ermittelt werden.

[Alternativ kann die Kompassnadel auch auf andere Winkel abgelenkt werden, dann
ergibt sich die Erdmagnetfeldkomponente mit Hilfe einfacher Trigonometrie.]

b) Gegeben: Bhorizontal  0, 018 mT, nHh  154, R  0, 2 m.


Für den Fall der in Teilaufgabe 3 a) beschriebenen Bestimmungsmethode ergibt sich aus
nHh  I Hh
Bhorizontal  0, 716  μ0  für die Stromstärke in der Helmholtzspule:
R
Bhorizontal  R 1, 8  10 5 T  0, 20 m
I Hh    0, 026 A .
0, 716  μ0  nHh 0, 716  1, 256  10 6 Vs  154
Am
Demnach ist also mit einer Stromstärke in der Größenordung einiger 10 mA zu rechnen.

c) Gegeben: Eintrittswinkel   63 , Bhorizontal  0, 018 mT .


Die Gesamtfeldstärke des Erdmagnetfeldes ergibt sich aus dem Eintrittswinkel und der
Horizontalkomponente.
Bhorizontal 1, 8  10 5 T
Es gilt Bges.    4, 0  10 5 T .
cos63 cos63

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Teilaufgabe 4
a) Die kinetische Energie des Elektrons beträgt Ekin  2, 0 keV  3, 2  10 16 J .

1 2  Ekin 2  3, 2  10 16 J m
Aus Ekin  mv 2 folgt v   31
 2, 7  107 .
2 me 9,1  10 kg s

b) Die auf das Elektron wirkende Lorentzkraft ergibt sich aus der Komponentenzerlegung

seiner Geschwindigkeit in einen Anteil parallel zum Magnetfeld v|| . sowie einen dazu

orthogonalen Anteil v  .


Die Lorentzkraft wirkt nur auf die zum Magnetfeld orthogonale Komponente v  .
Hieraus resultiert eine gleichförmige Kreisbewegung in einer Ebene orthogonal zum
Magnetfeld. Dieser Kreisbewegung überlagert ist die Bewegung des Mittelpunkts der

Kreisbahn parallel zur Magnetfeldrichtung mit der Geschwindigkeit v|| . Insgesamt ergibt

sich so die Schraubenbahn der Elektronen.

c) Die auf das Elektron wirkende Lorentzkraft ist die Zentripetalkraft, welche das Teilchen
auf die Kreisbahn zwingt.
me  v  2 eBr 2  r e  B  r 2π  me
FL  FZ  e  B  v    v     T
r me T me eB

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 
d) Gegeben: Winkel zwischen Geschwindigkeit v und Magnetfeld B : γ = 25° ,
m
Magnetfeldstärke: B  1, 5  10 5 T , vges.  2, 7  107 (aus Teilaufgabe 4 a)).
s
Gesucht: Radius r und Ganghöhe h der Schraubenbahn.
Mit v||  v ges  cosγ und v   v ges  sinγ ergibt sich aus:

eBr m  v  sinγ
v   r  e ges für den Radius der Wert:
me eB

m
9, 1  10 31 kg  2, 7  107  sin25
r s  4, 3 m .
1, 6  10 19 As  1, 5  10 5 T
2  me
Aus h  v||  T  h  vges  cosγ  ergibt sich die Ganghöhe der Schraubenbahn zu:
eB
m 2π  9, 1  10 31 kg
h  2, 7  107  cos25   58 m .
s 1, 6  10 19 As  1, 5  10 5 T

Teilaufgabe 5
a) Die Lorentzkraft wirkt stets senkrecht zur Momentangeschwindigkeit des Elektrons und
ändert damit den Betrag seiner Geschwindigkeit nicht und somit auch nicht seine kineti-
sche Energie.
     
[Alternativ möglich: Argumentation über E  FL  s  FL  v  t  0 , weil FL  v ]

b) Im inhomogen werdenden Magnetfeld mit zunehmender Magnetfeldstärke tritt eine


Magnetfeldkomponente in radialer Richtung der Kreisbahn auf (vgl. Abbildung 7).
Die durch diesen Anteil des Magnetfeldes hervorgerufene Lorentzkraft auf das Elektron
wirkt der Geschwindigkeitskomponente v|| parallel zur Schraubenachse entgegen und

reduziert diese. Bei v||  0 ist die Gesamtgeschwindigkeit des Elektrons gleich der

Bahngeschwindigkeit der Kreisbewegung und die weitere Wechselwirkung mit der


radialen Magnetfeldkomponente führt zu einem Anwachsen von v|| in die entgegen-

gesetzte Richtung.

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6.2 Teilleistungen – Kriterien


Aufgabe: Die Helmholtzspule, die Messung des Erdmagnetfeldes sowie
seine Wirkung auf geladene Teilchen
Teilaufgabe 1
maximal
Anforderungen erreichbare
Punktzahl
Der Prüfling
1 bestimmt die Maßeinheit des Proportionalitätsfaktors μHh in Grundeinheiten. 5

Teilaufgabe 2
maximal
Anforderungen erreichbare
Punktzahl
Der Prüfling
a1) erläutert die Idee der Kompensation des Helmholtzspulenfeldes durch das Magnet- 4
feld der langen Spule.
a2) leitet den gesuchten Zusammenhang für den Proportionalitätsfaktor μHh her. 4

b) berechnet aus den angegebenen Daten den Wert für μHh . 4

c) bewertet die Genauigkeit der Messung im Vergleich zum theoretischen Wert unter 3
Berücksichtigung der Messgenauigkeit.

Teilaufgabe 3
maximal
Anforderungen erreichbare
Punktzahl
Der Prüfling
a) gibt an, wie die Horizontalkomponente des Erdmagnetfeldes mit dem Aufbau 5
gemessen werden kann.
b) berechnet den Bereich der erforderlichen Stromstärken zur Messung des Erdmagnet- 3
feldes.
c) ermittelt die Gesamtfeldstärke des Erdmagnetfeldes aus der Horizontalkomponente 3
und dem Eintrittswinkel.

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Teilaufgabe 4
maximal
Anforderungen erreichbare
Punktzahl
Der Prüfling
a) berechnet die Geschwindigkeit des 2,0-keV-Elektrons. 4
b1) skizziert die Komponentenzerlegung der Geschwindigkeit in eine parallele und eine 3
senkrechte Komponente zum Magnetfeld.
b2) erklärt das Zustandekommen der Schraubenbahn anhand der Geschwindigkeits- 6
komponenten.
c) leitet den Zusammenhang für die Umlaufzeit des Elektrons auf seiner Schrauben- 6
bahn her.
d1) bestimmt den Radius der Schraubenbahn des 2,0-keV-Elektrons. 4
d2) bestimmt die Ganghöhe der Schraubenbahn. 2

Teilaufgabe 5
maximal
Anforderungen erreichbare
Punktzahl
Der Prüfling
a) begründet mit der Richtungseigenschaft der Lorentzkraftwirkung, dass diese die 5
kinetische Energie eines geladenen Teilchens nicht verändern kann.
b) erklärt die Umkehr der Elektronenbahn durch die Wirkung der horizontalen Lorentz- 4
kraftkomponente im inhomogenen Erdmagnetfeld.

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7. Bewertungsbogen zur Prüfungsarbeit


Name des Prüflings:____________________________________ Kursbezeichnung:____________

Schule: _____________________________________________

Aufgabe: Die Helmholtzspule, die Messung des Erdmagnetfeldes sowie


seine Wirkung auf geladene Teilchen
Teilaufgabe 1
Anforderungen Lösungsqualität
Der Prüfling maximal
erreichbare
EK2 ZK DK
Punktzahl

1 bestimmt die Maßeinheit … 5


Summe Teilaufgabe 1 5

Teilaufgabe 2
Anforderungen Lösungsqualität
maximal
Der Prüfling erreichbare
EK ZK DK
Punktzahl

a1) erläutert die Idee … 4


a2) leitet den gesuchten … 4
b) berechnet aus den … 4
c) bewertet die Genauigkeit … 3
Summe Teilaufgabe 2 15

Teilaufgabe 3
Anforderungen Lösungsqualität
maximal
Der Prüfling erreichbare
EK ZK DK
Punktzahl

a) gibt an, wie … 5


b) berechnet den Bereich … 3
c) ermittelt die Gesamtfeldstärke … 3
Summe Teilaufgabe 3 11

2
EK = Erstkorrektur; ZK = Zweitkorrektur; DK = Drittkorrektur

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Teilaufgabe 4
Anforderungen Lösungsqualität
maximal
Der Prüfling erreichbare
EK ZK DK
Punktzahl

a) berechnet die Geschwindigkeit … 4


b1) skizziert die Komponentenzerlegung … 3
b2) erklärt das Zustandekommen … 6
c) leitet den Zusammenhang … 6
d1) bestimmt den Radius … 4
d2) bestimmt die Ganghöhe … 2
Summe Teilaufgabe 4 25

Teilaufgabe 5
Anforderungen Lösungsqualität
maximal
Der Prüfling erreichbare
EK ZK DK
Punktzahl

a) begründet mit der … 5


b) erklärt die Umkehr … 4
Summe Teilaufgabe 5 9

Summe insgesamt 65

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Festlegung der Gesamtnote (Bitte nur bei der zweiten bearbeiteten Aufgabe ausfüllen.)

Lösungsqualität
maximal
erreichbare
EK ZK DK
Punktzahl

Übertrag der Punktsumme aus der ersten bearbeiteten Aufgabe 65


Übertrag der Punktsumme aus der zweiten bearbeiteten Aufgabe 65
Punktzahl der gesamten Prüfungsleistung 130
aus der Punktsumme resultierende Note
Note ggf. unter Absenkung um ein bis zwei Notenpunkte
gemäß § 13 Abs. 2 APO-GOSt

Paraphe

ggf. arithmetisches Mittel der Punktsummen aus EK und ZK: ___________

ggf. arithmetisches Mittel der Notenurteile aus EK und ZK: _____________

Die Klausur wird abschließend mit der Note: ________________________ (____ Punkte) bewertet.

Unterschrift, Datum

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Grundsätze für die Bewertung (Notenfindung)


Für die Zuordnung der Notenstufen zu den Punktzahlen ist folgende Tabelle zu verwenden:

Note Punkte Erreichte Punktzahl

sehr gut plus 15 130 – 124

sehr gut 14 123 – 117

sehr gut minus 13 116 – 111

gut plus 12 110 – 104

gut 11 103 – 98

gut minus 10 97 – 91

befriedigend plus 9 90 – 85

befriedigend 8 84 – 78

befriedigend minus 7 77 – 72

ausreichend plus 6 71 – 65

ausreichend 5 64 – 59

ausreichend minus 4 58 – 51

mangelhaft plus 3 50 – 43

mangelhaft 2 42 – 34

mangelhaft minus 1 33 – 26

ungenügend 0 25 – 0

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Name: _______________________

Abiturprüfung 2012
Physik, Leistungskurs

Aufgabenstellung:
Aufgabe: Farbstoffmoleküle
In der Spektroskopie unterscheidet man zwei grundsätzliche Typen von Spektren:
 Emissionsspektren, wie sie z. B. bei leuchtenden Gasen auftreten, vgl. Abbildung 1. Hier
führt das Vorliegen diskreter Energiezustände im Atom zur Emission von Spektrallinien.
 Absorptionsspektren, wie sie z. B. beim Durchleuchten von Farbstofflösungen mit weißem
Licht auftreten, vgl. Abbildung 2. In den Farbstoffmolekülen sind die Energieniveaus
durch das Auftreten von zahlreichen Molekülschwingungen verbreitert, so dass im
Spektrum statt der üblichen Linien breite Absorptionslücken entstehen.
Die Analyse derartiger Spektren kann entweder durch direkte Beobachtung (Spektroskop mit
Wellenlängenskala), vgl. Abbildungen 1/2 (untere Bilder), oder durch photometrische Messung
der Emissions- bzw. Absorptionsrate erfolgen, vgl. Abbildungen 1/2 (obere Bilder; die Wellen-
länge λ ist in nm angegeben, die Intensität bzw. die Absorptionsrate in relativen Einheiten).

Abbildung 1: Quecksilberdampf Abbildung 2a/b: Farbstofflösungen


([Link]/[Link]/dewiki/852817) (Metzler Physik 2009, S. 422)

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Name: _______________________

Teilaufgabe 1
Zur Erzeugung der Spektren werden sehr häufig Beugungsgitter mit hoher Strichzahl und
entsprechend kleiner Gitterkonstante g verwendet, siehe dazu Abbildung 3.

Abbildung 3: Prinzip der Beugung am Gitter (nach Cornelsen, Physik Oberstufe, 1999, S. 222)

a) Erläutern Sie anhand von Abbildung 3 die Entstehung eines Beugungsmaximums mit
Hilfe des Huygens’schen Prinzips.

b) Begründen Sie, warum weißes Licht durch ein Gitter in ein Farbspektrum aufgespalten
wird. (Üblicherweise wird hier ein Wellenlängenbereich von ca. 400 – 750 nm betrachtet.)

c) Begründen Sie, wo sich das Maximum 0. Ordnung bei dem in Abbildung 1 dargestellten
Spektrum befinden würde.
(14 Punkte)

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Name: _______________________

Teilaufgabe 2
Bei der Verwendung von Beugungsgittern ist zu beachten, dass ab der 2. Beugungs-
ordnung eine Überlappung der abgebildeten Spektren auftritt, vgl. Abbildung 4.

Abbildung 4: Überlappung von Spektren beim Gitter


(Bergmann Schäfer, Lehrbuch der Experimentalphysik Optik Bd. III, 1987, S. 413)

a) Erläutern Sie allgemein, unter welchen Bedingungen es zu einer derartigen Überlappung


kommen kann.

b) Begründen Sie, warum dieses Problem zwischen der 1. und 2. Ordnung bei weißem Licht
(d. h. 400 – 750 nm) nicht auftreten kann.
(7 Punkte)

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Name: _______________________

Teilaufgabe 3
Bei den meisten Farbstoffen erfolgt die Energieabgabe der angeregten Moleküle über
Molekülschwingungen als Wärmeenergie. Bei bestimmten Farbstoffen, zu denen auch das
Fluorescein gehört, wird jedoch nur ein Teil der aufgenommenen Energie auf diese Weise
abgegeben. Anschließend erfolgt die Rückkehr in den Grundzustand durch Emission von
Fluoreszenzlicht. Mit geeigneten Spektrometern kann man sowohl das absorbierte Licht
wie auch das emittierte Fluoreszenzlicht untersuchen. Entsprechende Messergebnisse sind
in den Abbildungen 5a/b dargestellt.
(Hinweis: In Abbildung 5a bezeichnet die Intensität das Absorptionsvermögen des Farb-
stoffs für bestimmte Wellenlängen des eingestrahlten Lichtes, in Abbildung 5b ist sie ein
Maß für die Helligkeit des emittierten Fluoreszenzlichtes.)
(Quelle: [Link]/member/dk2yct/Bericht_Fluoreszenz.pdf)

Abbildung 5a: Absorptionsspektrum Abbildung 5b: Emissionsspektrum

(Die Wellenlänge λ ist in nm angegeben, die Intensität in relativen Einheiten.)

a) Bestimmen Sie die Lage der Maxima im Kurvenverlauf und berechnen Sie die zugehörigen
Quantenenergien.

b) Stellen Sie die energetischen Prozesse im Fluoresceinmolekül in einem entsprechend


beschrifteten Energiestufendiagramm schematisch dar. (Die oben erwähnte Verbrei-
terung der Energieniveaus durch Schwingungszustände brauchen Sie nicht zu berück-
sichtigen.)
(10 Punkte)

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Name: _______________________

Teilaufgabe 4
Im Schulexperiment kann man die Fluoreszenz mit dem in Abbildung 6 dargestellten Ver-
suchsaufbau untersuchen. Die Küvette 2 enthält die zu untersuchende Fluorescein-Lösung,
die Küvette 1 ist zum Vergleich nur mit Wasser gefüllt. Die Beobachtungen sind in Tabelle 1
wiedergegeben.
Strahlengang mit
Strahlengang mit Streulicht in emittiertem
der Farbe des Farbfilters Fluoreszenzlicht bzw.
Streulicht

Lichtquelle Küvette 1 Küvette 2


(Wasser) (Fluorescein)
Farbfilter
Abbildung 6: Versuche mit Fluorescein-Lösung

Tabelle 1:

Erklären Sie die angegebenen Beobachtungen.


(6 Punkte)

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Name: _______________________

Teilaufgabe 5
h
Nach de Broglie kann jedes Elektron auch als Materiewelle mit der Wellenlänge  
me  v
betrachtet werden. In einfachen Farbstoffmolekülen können daher die Energiezustände der
Elektronen näherungsweise durch stehende Wellen (dargestellt durch sin-Funktionen) in
einem linearen Potentialtopf der Länge L beschrieben werden.

a) Stellen Sie die Graphen der zu den untersten drei Energiezuständen E1-3 gehörenden
Wellenfunktionen unter der Annahme stehender Wellen in einem Potentialtopf dar.

b) Geben Sie an, welche Bedingung die Wellenlänge λ erfüllen muss, damit in einem
Potentialtopf der Länge L stehende Wellen entstehen.

h2
c) Leiten Sie die Beziehung En   n2 für die Elektronen im Topf her.
8 me  L2

(11 Punkte)

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Name: _______________________

Teilaufgabe 6
Es soll überprüft werden, ob dieses Modell für den mit dem Fluorescein verwandten Farb-
stoff Benzaurin verwendet werden kann. Die Länge L des Potentialtopfes wird durch
9 Kohlenstoffatome sowie zwei Sauerstoffatome bestimmt. Der Beitrag jedes C-Atoms zur
Potentialkastenlänge beträgt aC = 0,123 nm, derjenige eines O-Atoms jeweils aO = 0,185 nm.
Der Potentialtopf enthält z = 12 Elektronen, von denen nach dem Pauli-Prinzip jeweils
2 Elektronen denselben Energiezustand besetzen können.

a) Ermitteln Sie die Länge L des Potentialtopfes. Geben Sie die Hauptquantenzahlen n des
höchsten besetzten und des niedrigsten unbesetzten Energiezustands (En und En+1) an.
[Kontrolle: L = 1,477 nm]

b) Zeigen Sie, dass sich die Energiedifferenz zwischen diesen beiden in 6 a) ermittelten
h2
Zuständen durch die Beziehung E   ( z  1 ) berechnen lässt.
8 me  L2

c) Überprüfen Sie, ob das Potentialtopfmodell auf Benzaurin, dessen Absorptionsspektrum


demjenigen von Abbildung 2a ähnelt, anwendbar ist.
(17 Punkte)

Zugelassene Hilfsmittel:
 Physikalische Formelsammlung
 Wissenschaftlicher Taschenrechner (ohne oder mit Grafikfähigkeit, auch mit
CAS-Funktionalität)
 Wörterbuch zur deutschen Rechtschreibung

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Unterlagen für die Lehrkraft


Abiturprüfung 2012
Physik, Leistungskurs

1. Aufgabenart
Bearbeitung einer Aufgabe, die fachspezifisches Material enthält

2. Aufgabenstellung1
Aufgabe: Farbstoffmoleküle (65 Punkte)

Hinweis: Kombinierbar entweder mit HT 1, HT 2 oder HT 3

3. Materialgrundlage
 entfällt

4. Bezüge zu den Vorgaben 2012


1. Inhaltliche Schwerpunkte
 Elektromagnetische Schwingungen und Wellen
– Interferenz (Lichtbeugung am Gitter, Wellenlängenmessung)
 Atom- und Kernphysik
– Linienspektren in Absorption und Emission und Energiequantelung des Atoms,
Atommodelle (Beobachtung von Spektrallinien am Gitter)
 Quanteneffekte
– Welleneigenschaften von Teilchen

2. Medien/Materialien
 entfällt

5. Zugelassene Hilfsmittel
 Physikalische Formelsammlung
 Wissenschaftlicher Taschenrechner (ohne oder mit Grafikfähigkeit, auch mit
CAS-Funktionalität)
 Wörterbuch zur deutschen Rechtschreibung

1
Die Aufgabenstellung deckt inhaltlich alle drei Anforderungsbereiche ab.

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6. Vorgaben für die Bewertung der Schülerleistungen


6.1 Modelllösungen
Hinweis für die korrigierende Lehrkraft:
Die nachfolgenden Modelllösungen erfassen nicht notwendigerweise alle sachlich richtigen
Lösungsalternativen.

Sollte die Auswertung der Messdaten mit Hilfe eines grafikfähigen TR oder CAS erfolgen,
so muss der Prüfling die entstandenen Graphen für die korrigierende Lehrkraft skizzenhaft
in seiner Reinschrift dokumentieren.

Modelllösungen Aufgabe: Farbstoffmoleküle


Teilaufgabe 1
a) Nach dem Huygens’schen Prinzip kann jeder Punkt einer Wellenfront als Ausgangs-
punkt von Elementarwellen betrachtet werden. Dies geschieht hier an jeder Gitteröff-
nung. Die Wellenfronten der Elementarwellen interferieren. Elementarwellen ohne
Gangunterschied bilden dann die Wellenfront der geradeaus laufenden Welle (Maximum
0. Ordnung); beträgt der Gangunterschied benachbarter Elementarwellen gerade 1·λ, so
bilden diese die in Richtung des Maximums 1. Ordnung laufenden Wellenfronten aus.

b) Weißes Licht ist ein Gemisch unterschiedlicher Wellenlängen. Die aus den zugehörigen
Elementarwellen gebildeten neuen Wellenfronten 1. Ordnung verlaufen daher unter unter-
schiedlichen Beugungswinkeln β.

c) Da der Beugungswinkel mit zunehmender Wellenlänge anwächst, muss sich das Maxi-
mum 0. Ordnung rechts von der kurzwelligen violetten Linie befinden.

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Teilaufgabe 2
a) Eine derartige Überlappung tritt auf, wenn der Beugungswinkel einer Wellenlänge λn
aus der n. Ordnung mit einem Beugungswinkel einer Wellenlänge λn+1 aus der (n + 1).
Ordnung übereinstimmt.

b) Hier muss gelten: 1 · λ1 = 2 · λ2. Dabei kann λ1 maximal 750 nm betragen, λ2 ist minimal
400 nm. Die Gleichung ist nicht erfüllbar, die Spektren bleiben also voneinander getrennt.

Teilaufgabe 3
hc
a) Die Maxima liegen bei λabs = 490 nm bzw. λemit = 505 nm. Mit E  erhält man die
λ
Werte Eabs = 2,53 eV und Eemit = 2,46 eV.

b) Die schematische Darstellung könnte wie folgt aussehen:

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Teilaufgabe 4
Fluoreszenz kann nur auftreten, wenn das absorbierte Licht energiereicher ist als das
emittierte Fluoreszenzlicht, vgl. Teilaufgabe 3 b). Diese Bedingung ist nur bei den ersten
drei Beispielen erfüllt.

Teilaufgabe 5
a) Die Wellenfunktionen sind sin-Funktionen mit 1 – 3 Halbwellen im Topf und Knoten
am Topfrand:

λ
b) Die Topflänge muss ein Vielfaches der halben Wellenlänge betragen: L  n  .
2

2
h  h  1 1 h2
c) Aus λ  folgt v 2    . Eingesetzt in E  me v 2
erhält man E  .
me  v  me  λ  2 2 me  λ 2

2 L
Setzt man noch λ  ein, so erhält man die gesuchte Beziehung für den n-ten
n
h2
Energiezustand: En   n2 .
8 me  L2

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Teilaufgabe 6
a) Für die Länge L des Potentialtopfes ergibt sich: L = 9 · aC + 2 · aO = 1,477 nm. Da jeder
Energiezustand mit 2 der insgesamt z = 12 relevanten Elektronen besetzt ist, ist E6 der
höchste besetzte und E7 der niedrigste unbesetzte Energiezustand.

z z
b) Bei z Elektronen erfolgt die Elektronenanregung zwischen den mit und mit  1
2 2
gekennzeichneten Energiezuständen. Die Energiedifferenz ergibt sich daher zu

h2  z  z 
2 2

E     1 
    . Durch Anwendung der binomischen Formel erhält
8 me  L2  2   2  

h2
man das Ergebnis E   (z  1) .
8 me  L2

c) Bestimmung der Energiedifferenz:

 6, 626  10 J  s
34 2

E  31 9
 (12  1)  3, 59  10 19 J . Damit ergibt sich als
8  9, 1  10 kg  (1, 477  10 m) 2

m
6, 626  10 34 J  s  2, 998  108
hc s  553 nm .
absorbierte Wellenlänge λ  
E 3, 59  10 19 J
Dies entspricht der Lage der zu beobachtenden Absorptionsbande im Beispielspektrum.

6.2 Teilleistungen – Kriterien


Aufgabe: Farbstoffmoleküle
Teilaufgabe 1
maximal
Anforderungen erreichbare
Punktzahl
Der Prüfling
a) erläutert die Entstehung eines Beugungsmaximums. 6
b) begründet die spektrale Zerlegung von weißem Licht. 4
c) begründet die Lage des Maximums 0. Ordnung in Abbildung 1. 4

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Teilaufgabe 2
maximal
Anforderungen erreichbare
Punktzahl
Der Prüfling
a) erläutert die Bedingung für die Überlappung von Spektren. 3
b) begründet, warum diese zwischen 1. und 2. Ordnung nicht auftritt. 4

Teilaufgabe 3
maximal
Anforderungen erreichbare
Punktzahl
Der Prüfling
a1) bestimmt die Lage der Maxima in Abbildung 5. 2
a2) berechnet die Quantenenergien. 4
b) erstellt ein beschriftetes Energiestufendiagramm. 4

Teilaufgabe 4
maximal
Anforderungen erreichbare
Punktzahl
Der Prüfling
1 erklärt die Beobachtungen. 6

Teilaufgabe 5
maximal
Anforderungen erreichbare
Punktzahl
Der Prüfling
a) stellt die Graphen von drei Wellenfunktionen dar. 3
b) gibt die Bedingung zur Ausbildung stehender Wellen an. 3
c) leitet die angegebene Formelbeziehung her. 5

Teilaufgabe 6
maximal
Anforderungen erreichbare
Punktzahl
Der Prüfling
a1) ermittelt die Länge des Potentialtopfes. 3
a2) gibt die Hauptquantenzahlen der beiden Energiezustände an. 2
b) weist die Formelbeziehung für die Energiedifferenz nach. 4
c1) bestimmt die Energiedifferenz. 4
c2) berechnet die Wellenlänge. 2
c3) vergleicht das Ergebnis mit Abbildung 2a. 2

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7. Bewertungsbogen zur Prüfungsarbeit


Name des Prüflings:____________________________________ Kursbezeichnung:____________

Schule: _____________________________________________

Aufgabe: Farbstoffmoleküle
Teilaufgabe 1
Anforderungen Lösungsqualität
Der Prüfling maximal
erreichbare
EK2 ZK DK
Punktzahl

a) erläutert die Entstehung … 6


b) begründet die spektrale … 4
c) begründet die Lage … 4
Summe Teilaufgabe 1 14

Teilaufgabe 2
Anforderungen Lösungsqualität
maximal
Der Prüfling erreichbare
EK ZK DK
Punktzahl

a) erläutert die Bedingung … 3


b) begründet, warum diese … 4
Summe Teilaufgabe 2 7

Teilaufgabe 3
Anforderungen Lösungsqualität
maximal
Der Prüfling erreichbare
EK ZK DK
Punktzahl

a1) bestimmt die Lage … 2


a2) berechnet die Quantenenergien. 4
b) erstellt ein beschriftetes … 4
Summe Teilaufgabe 3 10

2
EK = Erstkorrektur; ZK = Zweitkorrektur; DK = Drittkorrektur

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Teilaufgabe 4
Anforderungen Lösungsqualität
maximal
Der Prüfling erreichbare
EK ZK DK
Punktzahl

1 erklärt die Beobachtungen. 6


Summe Teilaufgabe 4 6

Teilaufgabe 5
Anforderungen Lösungsqualität
maximal
Der Prüfling erreichbare
EK ZK DK
Punktzahl

a) stellt die Graphen … 3


b) gibt die Bedingung … 3
c) leitet die angegebene … 5
Summe Teilaufgabe 5 11

Teilaufgabe 6
Anforderungen Lösungsqualität
maximal
Der Prüfling erreichbare
EK ZK DK
Punktzahl

a1) ermittelt die Länge … 3


a2) gibt die Hauptquantenzahlen … 2
b) weist die Formelbeziehung … 4
c1) bestimmt die Energiedifferenz. 4
c2) berechnet die Wellenlänge. 2
c3) vergleicht das Ergebnis … 2
Summe Teilaufgabe 6 17

Summe insgesamt 65

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Festlegung der Gesamtnote (Bitte nur bei der zweiten bearbeiteten Aufgabe ausfüllen.)

Lösungsqualität
maximal
erreichbare
EK ZK DK
Punktzahl

Übertrag der Punktsumme aus der ersten bearbeiteten Aufgabe 65


Übertrag der Punktsumme aus der zweiten bearbeiteten Aufgabe 65
Punktzahl der gesamten Prüfungsleistung 130
aus der Punktsumme resultierende Note
Note ggf. unter Absenkung um ein bis zwei Notenpunkte
gemäß § 13 Abs. 2 APO-GOSt

Paraphe

ggf. arithmetisches Mittel der Punktsummen aus EK und ZK: ___________

ggf. arithmetisches Mittel der Notenurteile aus EK und ZK: _____________

Die Klausur wird abschließend mit der Note: ________________________ (____ Punkte) bewertet.

Unterschrift, Datum

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Grundsätze für die Bewertung (Notenfindung)


Für die Zuordnung der Notenstufen zu den Punktzahlen ist folgende Tabelle zu verwenden:

Note Punkte Erreichte Punktzahl

sehr gut plus 15 130 – 124

sehr gut 14 123 – 117

sehr gut minus 13 116 – 111

gut plus 12 110 – 104

gut 11 103 – 98

gut minus 10 97 – 91

befriedigend plus 9 90 – 85

befriedigend 8 84 – 78

befriedigend minus 7 77 – 72

ausreichend plus 6 71 – 65

ausreichend 5 64 – 59

ausreichend minus 4 58 – 51

mangelhaft plus 3 50 – 43

mangelhaft 2 42 – 34

mangelhaft minus 1 33 – 26

ungenügend 0 25 – 0

Nur für den Dienstgebrauch!

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