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Fabeln

Die Fabeln handeln von einem Schwein, einer Ziege und einem Hammel auf dem Weg zum Markt sowie einem Hahn und einem Fuchs. Das Schwein war aufsässig und wusste, dass es geschlachtet werden soll, während die anderen Tiere dies nicht erkannten. Der Fuchs versuchte den Hahn mit Lügen zu täuschen, um ihn zu fressen.

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Fabeln

Die Fabeln handeln von einem Schwein, einer Ziege und einem Hammel auf dem Weg zum Markt sowie einem Hahn und einem Fuchs. Das Schwein war aufsässig und wusste, dass es geschlachtet werden soll, während die anderen Tiere dies nicht erkannten. Der Fuchs versuchte den Hahn mit Lügen zu täuschen, um ihn zu fressen.

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Ausgewählte Fabeln von La Fontaine

Das Schwein, die Ziege und der Hammel


Eine Ziege, ein Hammel und ein fettgemästetes Schwein wurden gemeinsam auf einem Karren zum
Markt gefahren.

Die Ziege reckte ihren Hals und schaute neugierig in die Landschaft. Der Hammel hing seinen
Gedanken nach. Nur das Schwein war aufsässig und fand gar keine Freude an diesem Ausflug.

Es schrie so entsetzlich, dass es sogar dem gutmütigen Hammel zu viel wurde. "Warum machst du
denn so einen Lärm? Man kann dabei ja keinen vernünftigen Gedanken fassen."

Auch die Ziege schimpfte mit dem Schwein und meckerte: "Hör endlich auf mit dem albernen
Gezeter und benimm dich anständig. Schau dir die herrlichen, saftigen Wiesen an und sei dankbar
dafür, dass du gefahren wirst und nicht zu Fuß gehen musst."

"Törichte Ziege, dummer Hammel", schnäuzte das Schwein, "ihr haltet euch wohl für sehr klug und
gebildet, dass ihr mir Vorschriften machen wollt. Glaubt ihr denn, dass der Bauer uns allein zu
unserem Vergnügen herumkutschiert? Hättet ihr nur ein Fünkchen Verstand, dann wüsstet ihr, auf
welchem Weg wir uns befinden.

Bestimmt denkt die leichtsinnige Ziege, man will auf dem Markt nur ihre Milch verkaufen. Du,
törichter Hammel, glaubst vielleicht, dass man es einzig auf deine Wolle abgesehen hat. Ich aber für
meinen Teil weiß es ganz genau, dass man mich mit dem vielen guten Essen ausschließlich zu dem
Zweck vollgestopft hat, weil man mich töten und verspeisen will. Darum lasst mich um Hilfe
schreien, solange ich es noch kann!"

"Wenn du schon so verständig bist", rief die Ziege zornig, weil das Schwein sie beunruhigt und ihr
die schöne Fahrt verdorben hatte, "dann höre auch auf zu jammern! Du weißt, dein Unheil steht
fest, was hilft also noch das Weinen und Klagen, wenn du doch nichts mehr ändern kannst?"

Der Fuchs und der Hahn


Ein Hahn saß auf einem hohen Gartenzaun und kündete mit lautem Krähen den neuen Tag an. Ein
Fuchs schlich um den Zaun herum und blickte verlangend zu dem fetten Hahn empor.

"Einen schönen guten Morgen", grüßte der Fuchs freundlich, "welch ein herrlicher Tag ist heute!"
Der Hahn erschrak, als er seinen Todfeind erblickte, und klammerte sich ängstlich fest.

"Brüderchen, warum bist du böse mit mir? lass uns doch endlich Frieden schließen und unseren
Streit begraben." Der Hahn schwieg noch immer. "Weißt du denn nicht", säuselte der Fuchs mit
sanfter Stimme, "dass der König der Tiere den Frieden ausgerufen hat? Er hat mich als seinen Boten
ins Land geschickt. Komm schnell zu mir herunter, wir wollen unsere Versöhnung mit einem

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