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Das Dokument enthält Tipps von Experten zum Thema Small Talk. Es werden Möglichkeiten aufgezeigt, ein Gespräch einzuleiten und peinliche Pausen zu überbrücken. Zudem werden Themenbereiche beschrieben, die auf einer Weihnachtsfeier eher vermieden werden sollten, wie zum Beispiel Religion oder Finanzen.

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Das Dokument enthält Tipps von Experten zum Thema Small Talk. Es werden Möglichkeiten aufgezeigt, ein Gespräch einzuleiten und peinliche Pausen zu überbrücken. Zudem werden Themenbereiche beschrieben, die auf einer Weihnachtsfeier eher vermieden werden sollten, wie zum Beispiel Religion oder Finanzen.

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So überstehen Sie jeden Small Talk
Ein Friseur und die Frau eines Diplomaten geben Tipps, wie man Gesprächspausen überbrückt. Und
eine Moderatorin erklärt, wie man spannend über das Wetter redet.
Von Wlada Kolosowa und Fabian Herriger
95 Kommentare

Im Büro kann man sich vor Small Talk noch drücken. Schnell aufs Klo verschwinden, wenn eine
Kollegin in die Kaffeeküche kommt. Beim Arbeiten große Kopfhörer aufsetzen. Sehr gestresst tun
und sich aus jeder Unterhaltung mit "Ich muss jetzt leider weitermachen" herausziehen. Auf der
Weihnachtsfeier geht das schlecht. Aber Gespräche mit Fremden und Kolleginnen, die man sonst
nur aus Meetings kennt, müssen nicht anstrengend sein. Menschen, die beruflich Small Talk führen
müssen, geben Ratschläge, wie es geht.

Wie fange ich ein Gespräch mit jemandem an, den ich nicht
kenne?
Olivia Nikel, Journalistin und Ehefrau des deutschen Botschafters in Warschau
Da ich meinen Mann häufig bei Terminen und Empfängen begleite, spreche ich fast täglich mit
völlig Fremden. Beim Small Talk ist es wichtiger, dass der Gesprächspartner oder die
Gesprächspartnerin sich wohlfühlt, als selbst zu glänzen. Vor allem beim Gesprächseinstieg geht es
weniger darum, originell zu sein, als gemeinsame Anknüpfungspunkte zu finden. Ich überlege mir
oft: Was verbindet uns? Was haben wir zusammen erlebt? Auch wenn es banal scheint, kann man
am Anfang über das Essen bei der Weihnachtsfeier sprechen oder die Endjahresrede der Chefin.
Oder sich einfach vorstellen und erzählen, in welcher Abteilung man arbeitet. Das ist besser, als das
Gegenüber gleich am Anfang zu überfordern oder eventuell sogar mit einem Witz vor den Kopf zu
stoßen. Später, nachdem man sich langsam herangetastet hat, kann das Gespräch auch mehr
Meinung und Humor vertragen.

Wie privat dürfen die Gespräche auf der Weihnachtsfeier


werden?
Tijen Onaran, Geschäftsführerin des Netzwerks Global Digital Women, Autorin des Buches "Die
Netzwerkbibel"
Es gibt zwar den Spruch: Was auf der Weihnachtsfeier passiert, bleibt auf der Weihnachtsfeier. Nur
stimmt dieser Satz leider nie. Ich rate daher: Verhalten Sie sich so, wie sie noch am nächsten Tag
wahrgenommen werden wollen. Und erzählen Sie nur das, was Sie am nächsten Morgen nicht
bereuen. Die Weihnachtsfeier kann zwar eine gute Gelegenheit sein, eine persönliche Ebene zum
Team und dem Vorgesetzten aufzubauen. Aber man darf persönlich nicht mit privat verwechseln.
Persönlich ist: Ich habe zwei Hunde. Privat: Ich habe Eheprobleme. Auch wenn die Stimmung nach
vier Gläsern Wein locker scheint – die Geschichten über Ihr Liebesleben sind am nächsten Morgen
nicht vergessen.
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Wie überbrücke ich peinliche Gesprächspausen?


Philipp Basedow, Friseur
Ich schneide oder färbe bis zu zwölf Menschen am Tag die Haare. In meinen 13 Jahren als Friseur
habe ich gelernt, die Stille auszuhalten. Sobald Kundinnen oder Kunden den Salon betreten, suche
ich nach Hinweisen, ob sie quatschen oder lieber ihre Ruhe haben möchten. Junge Eltern wollen
zum Beispiel oft nichts sagen, manchmal nicken sie sogar im Stuhl ein. Da breche ich die Stille
auch nicht und spare mir solche Floskeln wie: "Das wird aber früh dunkel draußen." Wenn jemand
aber schon beim Begrüßen nicht aufhört zu reden, frage ich meistens nach, was er oder sie erlebt
hat. Zum Beispiel, je nach Jahreszeit, ob sie gut durch den Winter gekommen sind oder wo sie ihren
Sommerurlaub verbracht haben. Wenn sie enthusiastisch erzählen, frage ich weiter nach. Wenn nur
wenig zurückkommt, dann lächele ich und bin still. Ich denke, für den Small Talk auf der
Weihnachtsfeier gilt dasselbe Prinzip: Die Gesprächspartnerin aufmerksam beobachten, um zu
sehen, ob sie reden will oder lieber still essen. Nicht jede Gesprächspause füllen. Und natürlich
immer freundlich lächeln.

Welche Themen sollte man eher vermeiden?


Meike Slaby-Sandte, Trainerin für Etikette
Ich gebe seit 15 Jahren Knigge-Kurse für Menschen, die lernen möchten, wie man sich bei
Geschäftsessen und auf dem gesellschaftlichen Parkett benimmt. Worüber man bei einem Essen
oder einer Feier spricht, hängt natürlich auch davon ab, wie vertraut man sich ist. Generell gilt aber:
Mit Menschen, die ich nur aus dem Arbeitskontext kenne, rede ich nicht über Religion, das ist zu
privat, und auch nicht über Finanzen. Die Frage nach Gehältern oder Abfindungen führt oft zu
Schadenfreude oder Neid. Ich empfehle auch, nicht über Krankheiten zu sprechen, egal ob es die
eigenen oder die der anderen sind. Das macht schlechte Stimmung. Bei Politik und Sport kann es
schnell Streit geben, deswegen würde ich diese Themen eher mit Vorsicht ansprechen. Es ist okay,
zu erzählen, welchen Fußballverein man mag, aber man sollte nicht sagen: Alle außer die Bayern
sind Mist. Reisen und Musik sind dagegen Themen, mit denen fast jeder etwas anfangen kann, ohne
dass es kracht. Und auf keinen Fall lästern, schon gar nicht in öffentlichen Bereichen. Die Toilette
gehört definitiv dazu. Sollte Sie jemand in ein Gespräch über Dritte verwickeln, kann man sich mit
diesem Satz herausziehen: "Ich habe keine Informationen dazu aus erster Hand, daher kann ich
nichts dazu beitragen."

Der angetrunkenen Chefin ein Projekt zu pitchen. Gute Idee?

Soll ich die Weihnachtsfeier nutzen, um beruflich


voranzukommen?
Tijen Onaran, Geschäftsführerin des Netzwerks Global Digital Women, Autorin des Buches "Die
Netzwerkbibel"
Die Weihnachtsfeier ist der falsche Ort, ein Projekt zu pitchen oder über eine Beförderung zu reden.
Ich würde eher raten, auf der Feier einen persönlichen Zugang zu jemandem zu suchen, mit dem
man auch Berufliches besprechen will. Wenn man ein gemeinsames Thema abseits der Arbeit
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gefunden hat, kann man es zum Anlass nehmen, später Kontakt aufzunehmen. Ich würde eine
Woche warten und schreiben: "Vielen Dank für das nette Gespräch auf der Weihnachtsfeier. Wir
haben uns über die besten Joggingrouten in der Stadt unterhalten und neulich ist mir beim Laufen
folgende Idee gekommen." Auf der Feier selbst würde ich die zündende Idee erst mal eher für mich
behalten. Die meisten Menschen wollen sich da entspannen.

Wie rede ich interessant über das Wetter?


Claudia Kleinert, ARD-Wettermoderatorin
Über das Wetter zu sprechen, gilt als Notnagel für Unterhaltungen. Aber ich finde das Thema bis
heute nicht langweilig – obwohl ich seit 20 Jahren das Wetter im Ersten moderiere. Schließlich ist
es etwas, das uns alle angeht. Wer bei dem Thema glänzen möchte, kann sich vorher informieren.
Dann kann man zum Beispiel erwähnen, dass wir den Sonnenschein in Hamburg oder
Norddeutschland den Skandinaviern zu verdanken haben, genauer gesagt dem "Norwegenföhn".
Vor alten Bauernregeln würde ich aber Abstand nehmen, die sind oft Quatsch: "Regnet's an St.
Nikolaus, wird der Winter streng und graus" – das eine hat mit dem anderen nichts zu tun. Blödsinn
ist auch, dass sich bei Vollmond das Wetter ändert. Und Vorsicht: Früher galt Wetter noch als ein
neutrales Thema, heute kann es wegen des Klimawandels schnell politisch werden. Die Frage, ob es
dieses Jahr weiße Weihnachten geben wird, kann man sich auf der Weihnachtsfeier übrigens
verkneifen. Das kann drei Wochen vorher wirklich niemand wissen.

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