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DAe KT

Das Dokument beschreibt die physikalischen und logischen Aufbau von Audio-CDs. Es erklärt wie Audio-Daten auf CDs kodiert und gespeichert werden. Weiterhin werden Datenstrukturen und Fehlerkorrekturverfahren erläutert.

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Tamzid Ahmed
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Das Dokument beschreibt die physikalischen und logischen Aufbau von Audio-CDs. Es erklärt wie Audio-Daten auf CDs kodiert und gespeichert werden. Weiterhin werden Datenstrukturen und Fehlerkorrekturverfahren erläutert.

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EXACT AUDIO COPY

AUDIODATEN VON OPTISCHEN


SPEICHERMEDIEN EXTRAHIEREN
Dipl.-Inform. Andre Wiethoff
Vortrag am 15.4.2011 an der
Hochschule Rhein-Main

[Link]

Aufbau
• Motivation
• Geschichte
• Physikalischer Aufbau
• Logischer Aufbau
• Datenstrukturen
• CD Laufwerke
• Digitale Audio Extraktion
• Kopierschutz
2
Motivation

Motivation
• Audio CD ist das Urformat aller folgenden CD,
DVD und BluRay Formate
• Format war anfangs nicht als Datenträger für
Computer geplant
• Daten CDs sind weitläufig bekannt, daher
werden oft deren Eigenschaften als
Eigenschaften von Audio CDs angenommen

4
Geschichte

Geschichte
• Seit 1971 wurde an optischen Videodiscs
geforscht von MCA, LaserVision von Philips
und die LaserDisc von Pioneer
• Unkomprimierte, digitale Speicherung von
analogem Material
• Aufbau und Aussehen ähnlich einer
Langspielplatte
• Ohne jegliche Art von Fehlerkorrektur

6
Geschichte
• Sony stellte bereits 1976 eine Audiodisc vor
• Aber erst 1980 legten sich Sony und Philips auf
den „Red Book“ Standard für Audio CDs fest
• Die CD sollte 74 Minuten Audio speichern
können (für Beethovens Neunte Sinfonie)
• Die Compact Disc sollte kratzunempfindlich
werden
• Erst 1985 wurde die CD-ROM vorgestellt

FRAGEN?

8
Physikalischer
Aufbau

Physikalischer Aufbau
• Erst 1980 legten sich Sony und Philips auf den
„Red Book“ Standard für Audio CDs fest
• Das „Red Book“ spezifiziert die genauen
Maße der CD mit genau festgelegten
Toleranzen
• Die CD sollte 74 Minuten Audio speichern
können (für Beethovens Neunte Sinfonie)
• Die Compact Disc sollte unempfindlich gegen
Kratzer sein

10
Physikalischer Aufbau

Bild: © 2008 Klaus Eifert


[Link]

• Eine handelsübliche CD besteht aus einem


Polycarbonat-Kunststoff, einer
Aluminiumbedampfung, einer
Lackversiegelung und einem Label
11

Physikalischer Aufbau
• Bei der Fertigung wird zuerst ein Glasmaster
mit einem Laser erzeugt (und geprüft)
• Vom positiven Master wird ein negativer
Stamper aus Metall erzeugt
• In diesen wird mittels Spritzgußverfahren
flüssiges Polycarbonat gespritzt
• Mittels Bedampfung wird eine metallene
Reflektionsschicht aufgetragen

12
Physikalischer Aufbau
• Die Daten sind spiralförmig vom inneren
Rand zum äußeren Rand angeordnet
• Die Spirale hat eine Länge von ca. 5700 m
• Auf einem Millimeter befinden sich ca. 600
Spuren
• Auf der Spirale wechseln sich Pits (Gruben)
und Lands (Flächen) ab

13

Physikalischer Aufbau

Bild: © 2007 Akroti


[Link] 14
Physikalischer Aufbau
• Laserdiode
(Wellenlänge 780 nm)
• Abtastung erfolgt
über destruktiver
Interferenz des
Strahls mit sich selbst
(Teilauslöschung über
Laufzeitunterschied
einer halben Bild: © 2007 Akroti/Phrood/A. Meroth
Wellenlänge) [Link]

15

Physikalischer Aufbau
• Bahngeschwindigkeit konstant (CLV), anders
als Schallplatte mit konstanter
Winkelgeschwindigkeit (CAV)
• Geschwindigkeit ca. 1.2m pro Sekunde
• CD dreht beim Lesen der inneren Spuren
schneller als außen

16
FRAGEN?

17

Logischer Aufbau

18
Logischer Aufbau
Die Rainbow Books spezifizieren CD Formate:
• Red Book: Ursprüngliche Audio CD
• Yellow Book: Datentracks auf CDs
• Blue Book: CD-Extra
• Green Book: CD-i Datenträger
• Orange Book: Beschreibbare CDs
• Außerdem: White, Beige, Scarlet & Purple

19

Logischer Aufbau
• Jedes Pit und Land ist ein 3- bis 11- faches von
3 μm lang (Einschränkung bei der Abtastung)

• Bit gesetzt wird als Übergang zwischen Pit


und Land kodiert alles andere als Bit nicht
gesetzt
20
Logischer Aufbau
• Eight-To-Fourteen-Modulation (EFM) wird
benutzt um Bytes als Folge von Pits/Lands zu
kodieren, da nur alle 3 bis 11 Wechsel eine 1
kodiert werden kann (zwecks einer
Fehlerverringerung bei der Abtastung)
• Anzahl Zustände bei entsprechender
Bitanzahl, bei gegebener Einschränkung
8 Bits 9 Bits 10 Bits 11 Bits 12 Bits 13 Bits 14 Bits 15 Bits
28 41 60 87 126 183 267 389

21

Logischer Aufbau
• Zu den 14 Bits für die EFM kommen 3 Merge-
Bits um ungültige Bitfolgen zu verhindern
z.B. 00000010010001 001 00000000001000
• Es werden ein 27 (24+3) Bit langes
Synchronisationsmuster, ein Controlbyte und
32 Bytes Daten zu einem Small Frame
zusammengefasst

22
Logischer Aufbau
• Es wird ein CIRC (Cross Interleaved Reed-
Solomon Code) als fehlerkorrigierender Code
verwendet
• Die ersten Parity Daten werden direkt über
die 24 Bytes Daten berechnet, die zweiten
Parity Daten werden über die vorherigen 28
Bytes und auf bis zu 108 Small Frames
verteilt berechnet

23

Logischer Aufbau
• Verwendet werden die Reed-Solomon Codes
RS(32,28) (Korrekturstufe wird C1 genannt)
und RS(28,24) (Stufe wird C2 genannt)
• Die ersten Parity Daten werden direkt über
die 24 Bytes Daten berechnet (C2), die
zweiten Parity Daten werden über die Audio
und C2 Parity Daten auf bis zu 108 Small
Frames verteilt berechnet (C1)

24
Logischer Aufbau
• Die C1 Stufe soll hauptsächlich Burst Fehler
korrigieren (z.B. Kratzer oder Fingerabdrücke)
• Die C2 Stufe soll hauptsächlich zufällige Fehler
korrigieren (z.B. unperfektes optisches
System)
• Jede Stufe korrigiert bis zu 2 Symbole oder bis
zu 4 Auslöschungen (Erasures)
• Burst Fehler bis zu 3500 Bit Länge (ca. 2,4
mm) können dadurch korrigiert werden
25

Logischer Aufbau
• 98 dieser Small Frames (mit je 24 Bytes und
damit 6 Stereo Samples) werden
zusammengefasst in einen Sektor bzw. Frame

• 98 mal 24 Bytes ergeben 2352 Bytes oder


588 Stereo Samples
26
Logischer Aufbau
• Jedes der 98 Small Frames eines Sektors
besitzt zusätzlich ein Control Byte
• Jedes Byte splittet sich in acht Kanäle auf,
womit jeder Kanal 98 Bits pro Sektor besitzt
• Diese Kanäle werden Subchannels genannt
und mit den Buchstaben P bis W bezeichnet

27

Logischer Aufbau
• 75 Sektoren ergeben 1 Sekunde Audio (pro
Sektor 588 Samples bei einer Samplerate von
44100 Hz)
• Sektoren werden entweder über ihre
Sektornummer (Logical Block Address, LBA)
oder über die (absolute) MSF-Adresse
(Minuten/Sekunden/Frames) angegeben
• Sektornummer 0 entspricht der MSF-Adresse
00:02:00, dort beginnt der erste Datenblock
28
Logischer Aufbau
Eine CD ist in mehrere Ebenen unterteilt:
• Eine CD kann mehrere Sessions besitzen, mit
Hilfe von Sessions können Daten nachträglich
aufgebracht werden oder besser von Daten in
einer anderen Session getrennt werden
• Jede Session besitzt ein Lead-In, eine
Program Area und ein Lead-Out
• Jede Program Area besitzt mindestens einen
Track
29

Logischer Aufbau
• Das Lead-In ist meistens ca. 3-4 Minuten lang,
liegt ab Sektornummer -45150 bis -151 bzw. ab
MSF 90:00:00 bis 99:59:74, logischer Track 0
• Das Lead-Out schließt sich der Program Area an
und muss mindestens eine Länge von 90
Sekunden besitzen, logischer Track 0xAA

30
Logischer Aufbau
• Jede CD kann bis zu 99 Tracks enthalten,
jeder dieser Tracks bis zu 99 Indizes
• Der Track startet bei Index 1
• Audio Tracks müssen eine mindestens 2
Sekunden lange Pre-Gap besitzen,
Datentracks zusätzlich eine ebenso lange
Post-Gap, diese sollen digitale Stille enthalten
• Die Pre-Gap ist Index 0 des jeweiligen Tracks
• Die Pre-Gap kann benutzt werden, um einen
versteckten Track auf der CD zu plazieren 31

FRAGEN?

32
Datenstrukturen

33

Datenstrukturen
Die P-W Subchannel besitzen verschiedene
Funktionen:
• P Subchannel ist ein Musik-Stille-Flag (Mute),
kann in Gaps gesetzt werden, 2 Sekunden vor
dem Lead-Out wird es gesetzt um dann im
Lead-Out alternierend mit 2 Hz zu wechseln

34
Datenstrukturen
• Der Q Subchannel übernimmt verschiedene
Funktionen.
• Im Lead-In spezifiziert er das
Inhaltsverzeichnis der CD bzw. die Table Of
Contents (TOC)
• In der Program Area enthält er die aktuellen
Positionsinformationen und UPC/ISRC Daten

35

Datenstrukturen
• Die Table Of Contents (TOC) enthält
Informationen zu allen Tracks auf der CD
(auch des logischen Lead-Out Tracks)
• Gespeichert sind:
– Tracknummer
– die absolute Startposition eines Tracks
– Kontrollinformationen: Data/Audio-Track, Pre-
Emphasis, Kopierschutz und Stereo/Vierkanal

36
Datenstrukturen
• In der Program Area enthält der Q Subchannel
in 9 von 10 Sektoren Positionsinformationen
(und Kontrollinformationen)
• Die Positionsinformationen enthalten:
– Tracknummer und Indexnummer
– Absolute und relative CD Adresse
– CRC-16
• Die Positionsinformationen werden zum
Auffinden eines gesuchten Sektors
verwendet
37

Datenstrukturen
• R-W Subchannels werden auf den meisten
CDs nicht verwendet
• Anwendungsgebiete für den R-W Subchannel:
– CD-Text speichert Informationen über Titel,
Künstler, Komponisten, Genre, etc. in der TOC
– CD+G speichert Bilder mit 16 aus 4096 Farben in
der Auflösung 300 x 216 Pixel über Grafikbefehle
z.B. für Karaoke

38
Datenstrukturen
• Die Audiodaten sind als 16 Bit Werte in
Stereopaaren (Samples) abgelegt, 44100
Samples werden pro Sekunde ausgegeben
• Bei 44.1 kHz Samplingfrequenz ist die
maximale speicherbare Frequenz 22050 Hz
• Pro Sekunde Audio werden 4 * 44100 Bytes =
176,4 kB gespeichert
• Handelsüblichen CDs enthalten bis zu 80
Minuten Audio
39

FRAGEN?

40
CD Laufwerke

41

CD Laufwerke
• HIFI CD-Player Laufwerke lesen einfache CD
Geschwindigkeit (176,4 kB/s)
• Bei zunehmendem Radius müssen die
Laufwerke langsamer drehen
• Dieses Verfahren nennt man Constant Linear
Velocity (CLV)
• Mit Aufkommen von Daten CDs entstand das
Constant Angular Velocity (CAV), bei dem die
CD immer gleich schnell dreht
42
CD Laufwerke
• Durch höhere Umdrehungszahlen wird in den
Randbereichen eine bis zu 52 fache
Datenrate erreicht

43

CD Laufwerke
• Was passiert wenn das Laufwerk einen Sektor
sucht:
– Das Laufwerk fährt den Motor hoch (Spin Up)
– Der Lesekopf wird an die ungefähre Position
gebracht
– Durch binäre Suche wird der gewünschte Sektor
anhand der Q Subcodes gefunden
• Seekzeiten liegen bei durchschnittlich rund
100 ms für Random und 200 ms für Full Seeks
44
CD Laufwerke
Wenn ein CD Laufwerk einen fehlerhaften
Sektor liest, gibt es mehrere Möglichkeiten wie
es damit umgeht:
• Fehlerverdeckung ausführen (z.B. lineare
Interpolation, Halten (Hold), Stille (Mute))
• Daten so wie gelesen zurückliefern

Bei einigen Laufwerken ist das Verhalten von


der eingestellten Lesegeschwindigkeit abhängig
45

CD Laufwerke
• Die ersten Laufwerke waren nicht in der Lage
wiederholt exakt die gleiche Stelle zu finden
• Heutzutage liefern nahezu alle Laufwerke bei
der Anforderung eines Sektors immer gleiche
Daten, solche Laufwerke besitzen die
sogenannte Accurate Stream Eigenschaft

46
CD Laufwerke
• Trotz Accurate Stream liefern zwei Laufwerke
unterschiedlicher Hersteller meistens
verschiedene Ergebnisse
• Die gelesenen Daten sind konsistent um
einen festen Wert verschoben (Offset)
• Der Offset (gemessen in Samples) zu einem
gewählten Nullpunkt ist bei fast ¾ der
Laufwerke durch 6 teilbar

47

CD Laufwerke
Laufwerksoffsets (von 3150 Laufwerken)
1764

1176

588

0 Offset

-588

-1176

-1764
48
CD Laufwerke
Laufwerksoffsets (von 3150 Laufwerken)
147

0 Offset

-147
49

CD Laufwerke
• Die meisten PC Laufwerke cachen Daten
Sektoren um bei erneuter Anfrage sofort ein
Ergebnis liefern zu können
• Über die Hälfte aller PC Laufwerke cachen
auch Audio Sektoren, oft bis zu 2 MB (ca. 11
Sekunden) Länge

50
CD Laufwerke
• Praktisch kein Laufwerk liefert einen
Fehlercode falls ein Sektor nicht oder nicht
korrekt gelesen wurde
• Die Fehlerklasse werden mit E <Anzahl
Fehler>,<Fehlerkorrekturstufe> angegeben,
z.B. E21 bedeutet, dass das Frame in der
Stufe C1 korrigiert werden konnte.
• E31 bedeutet immer einen Fehler in der C1
Stufe (damit wird C2 durchgeführt)
51

CD Laufwerke
• E12 und E22 liefern immer ein korrektes
Ergebnis
• E32 und E42 können ein korrektes Ergebnis
liefern (falls passende Erasures bei der ersten
Stufe ermittelt wurden)
• E52 bedeutet sicher, dass der Frame nicht
fehlerfrei gelesen werden konnte

52
CD Laufwerke
• Mittlerweile unterstützen viele Laufwerke
Befehle um CU (uncorrectable) Fehlerstellen
mit auszulesen (oft fälschlicherweise mit C2
Fehlerstellen bezeichnet), dabei handelt es
sich um Fehler nach der C2 Korrektur
• Es werden 1 Bit pro Byte an
Fehlerinformationen zurückgeliefert
• Leider sind bei praktisch keinem Laufwerk
diese Informationen perfekt
53

FRAGEN?

54
Digitale
Audioextraktion
55

Digitale Audioextraktion
• Digitale Audioextraktion (DAE) wird am
Computer mit einem PC CD Laufwerk
ausgeführt
• Ziel ist es, die auf der CD enthaltenen Audio
Daten möglichst fehlerfrei auf den Rechner zu
transferieren und dabei ein möglichst objektiv
vergleichbares Ergebnis zu erhalten
• Tracks werden üblicherweise von Index 1
eines Tracks bis Index 1 des nächsten Tracks
(bzw. Lead-Out) ausgelesen
56
Digitale Audioextraktion
• Das Auslesen eines Bereichs der CD (z.B. eines
Tracks) wird Sektorbasiert durchgeführt
• Durch eine Beschränkung einiger
Schnittstellen werden bei jedem Lesevorgang
höchstens 64 KiB an Daten transferiert
• Eine einfache Auslesefunktion würde immer
27 Sektoren lesen, diese auf Festplatte
schreiben und dann mit dem nächsten
ungelesenen Sektor fortfahren
57

Digitale Audioextraktion
• Ein solches Auslesen nennt man Burst
Extraktion
• eine Abwandlung davon ist die Buffered Burst
Extraktion, wobei so schnell wie möglich
neue Lesebefehle gesendet werden um
innerhalb der Spur zu bleiben
• Audiodaten werden dann meist in einem
anderen Thread auf Festplatte geschrieben

58
Digitale Audioextraktion
• Anfangs war es wichtig eine Korrektur für
nicht Accurate Stream fähige Laufwerke
auszuführen, diese nannte man
Sychronization (Synchronized Extraktion)
• Dazu wurden aufeinanderfolgende Blöcke um
(meistens 2) Sektoren überlappend gelesen
und ein Matching gesucht
• Es wird das Matching mit der höchsten
Korrelation verwendet, wenn es nicht exakt
ist, wird eine Warnmeldung ausgegeben
59

Digitale Audioextraktion
• Nachteil des Burst und Synchronized Modus
ist dass keine Fehlererkennung durchgeführt
wird
• Aus diesem Grund gibt es sichere
Auslesemethoden, die die Audiodaten
zweifach lesen und diese miteinander
vergleichen
• Wenn eine Differenz gefunden wurde, wird
der dortige Bereich wiederholt gelesen
60
Digitale Audioextraktion
• Diese Vorgehensweise kann durch ein
cachendes Laufwerk beeinträchtigt werden
• Die Daten stammen dann nicht mehr von der
CD, sondern aus dem Cache und stimmen
damit immer perfekt überein
• Lösung: Den Cache (falls vorhanden)
entweder mit dedizierten Laufwerksbefehlen
abschalten bzw. löschen oder den Cache
überlesen
61

Digitale Audioextraktion
• Auch bei doppeltem Auslesen wird
gegebenenfalls noch überlappend gelesen
um Sychronisierungsfehler zu vermeiden
• Die effektive Lesegeschwindigkeit bricht
damit mindestens auf die Hälfte der
Burstgeschwindigkeit ein, wenn der Cache
überlesen werden muss, noch einmal um die
Hälfte

62
Digitale Audioextraktion
• Die Unterstützung der CU
Fehlerinformationen kann die Extraktion
beschleunigen und theoretisch verbessern
• Es reicht mit Burstgeschwindigkeit die Daten
zu lesen und in den Zusatzinformationen
nach Fehlern zu suchen

63

Digitale Audioextraktion
• Mit Hilfe der exakten Fehlerpositionen
könnte die Software selbst Fehlerverdeckung
(z.B. Interpolation) durchführen
• Aber: Kein bekanntes Laufwerk liefert absolut
fehlerfreie C2 Informationen, von daher
werden entweder Speziallösungen für
bestimmte Laufwerke angeboten oder die
Informationen nur als Indikator für Fehler in
dem betreffenden Sektor verwendet
64
Digitale Audioextraktion
• Ein anderer Ansatz ist es die Q Subchannels
nach Fehlern zu durchsuchen und in einem
solchen Fall von einem Fehler im Sektor
auszugehen
• Dieser Ansatz hat sich nicht bewährt, da zu
viele falsche Erkennungen von Fehlern und
nicht erkannte Fehler die Folge waren

65

Digitale Audioextraktion
• Große (meistens positive) Leseoffsets können
die Extraktion beeinträchtigen, da
Trackanfänge in die Pre-Gap rutschen könnten
• Korrektur der Offsets auf einen
durchschnittlichen (willkürlich festgelegten)
Offset behebt dieses Problem und schafft
Vergleichbarkeit zwischen Laufwerken

66
Digitale Audioextraktion
• Neue Ansätze benutzen Online Datenbanken
um gelesene Audio Daten mit Checksummen
zu vergleichen
• AccurateRip speichert Hashsummen und
einen Zähler aller Tracks zu einer CD ID in
einer Datenbank, funktioniert nur mit
offsetkorrigiertem Lesen
• AccurateRip besitzt auch Checksummen über
kurze Stücke eines Tracks um über ein
bewegtes Fenster den Offset zu ermitteln 67

Digitale Audioextraktion
• CUETools DB überprüft und korrigiert CD
Abbilder
• Dazu verwendet es einen CRC32 zur
Überprüfung und einen RS(65535,65527) für
die Korrektur der Audiodaten
• Die Größe der Reed-Solomon Korrekturdaten
liegt bei ca. 180 kB pro CD
• Damit können ca. ½ Sekunde Audio in der
finalen Datei korrigiert werden
68
FRAGEN?

69

Kopierschutz

70
Kopierschutz
• Für jeden Track kann ein Kopierschutz Flag
gesetzt werden, dieses wird aber von
praktisch jeder Software und jeder PC
Hardware ignoriert
• Das Flag kann die Zustände annehmen:
– Kopie ist verboten
– Eine Kopie ist erlaubt (Kopie von Kopie nicht)
– Beliebig viele Kopien sind erlaubt

71

Kopierschutz
• Die Musikindustrie suchte nach neuen
Möglichkeiten das Kopieren zu unterbinden
• Die eingesetzten Verfahren verletzen den
Red Book Standard und dürfen kein CD Logo
tragen
• Mittlerweile sind fast alle Verfahren wieder
vom Markt verschwunden

72
Kopierschutz
• Es werden absichtliche Lesefehler an Stellen
mit linearem Anstieg durch Manipulation der
CIRC auf die CD aufgebracht
• PC Laufwerke liefern oft unkorrigierte
Ergebnisse, HIFI Player interpolieren oft linear
• Fehlerkorrektur ist an den manipulierten
Stellen bereits ausgereizt, jede kleinste
Verunreinigung kann hörbare Fehler zur Folge
haben
73

Kopierschutz
• Durcheinanderwürfeln der Zeitinformationen
in den Q Subcodes verhindert das
Neuansetzen des Leseprozesses bei PC
Laufwerken
• HIFI Laufwerken folgen der Datenspur ohne
neu seeken zu müssen
• Die Zeitdifferenzen sind groß genug um die
Synchronisation zu stören, aber nicht die
Sekundenanzeige des HIFI Players
74
Kopierschutz
• HIFI Player betrachten lediglich die erste
Session (da beim Red Book keine zweite
Session vorgesehen ist)
• Die zweite Session enthält falsche Daten in
der TOC über die Tracks in der ersten Session
• Einige wenige Laufwerke bieten eine Option
an um nur die erste Session einer
eingelegten CD zu betrachten

75

FRAGEN?

76
Literaturverzeichnis

77

Literaturverzeichnis
• Thomas Ley: Die Compact Disc,
[Link]
ley/ausarbeitung/
• CDQuick: Kurzanleitung CD-/DVD-Produktion,
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CDquick_Wegleitung_CD_DVD_Produktion.pdf
• Jim Bumgardner: CD+G Revealed,
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Compact Discs, [Link]
[Link]/20001214/[Link]
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Literaturverzeichnis
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Mathematik der Audio-CD, [Link]
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[Link]
[Link]
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• Illustrate: CD Drive Offsets,
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Literaturverzeichnis
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disc storage system,
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[Link]
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• Andre Wiethoff: DAE Quality,
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Literaturverzeichnis
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package, [Link]
method/error/rs-gp-pk-uoh-199609/[Link]
• Benjamin Klopsch: Audio CDs und Reed-Solonon
Codes, [Link]
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• Enrico Schmidt: Die CD, [Link]
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• Jörg Asshoff: Optische Datenspeicher - Der CD-
Player, [Link]
physik/cd/[Link] 81

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• Deutsche und Englische Wikipedia, Suchwörter:
Laserdisc, Compact Disc, Compact Disc Digital
Audio, Rainbow Books, CD+G, Seek Time,
Fehlerkorrektur, Reed-Solomon Error Correction
• American National Standard information
systems: Small Computer System Interface - 2
(SCSI-2) - Kapitel 13
82
Literaturverzeichnis
• Standard ECMA-130: Data Interchange on
Read-only 120 mm Optical Data Disks (CD-
ROM), [Link]
publications/files/ECMA-ST/[Link]
• Kopskea: CD, Audio CD und CD-ROM,
[Link]
cdrom.php3

83

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