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Der BING-Vergaser vom Typ SLH ist ein Flachstrom-Schiebervergaser mit Nadel- disen-Teillaststeuerung und Leerlautsy- stem. Er wird mit zwei verschiedenen Vergasergehdusen in 18 und 19 bew. 20, 20 22 und 23 mm Ourchla® gefertgt Fal s ‘Anbau Der Vergaser wird am Motor mit Klemm- anschlu8 befestigt, wobei die Klemmung 8 bei der Vergaseraustihrung mit 18 und } 19 mm DurchlaB durch _angegossene Klemmbacken erfolgt, beim Vergaserge- hause mit 20 bis 23 mm DurchlaB mit der Klemmschelle (88), der Schraube (38) und der Mutter (40). Der AnschluBdurchmes- ser betragt beim kleineren Gehause 25 mm, beim groBeren Gehause 29 mm und kann mit Hilfe der Isollerbuchse (41) aut kKleinere Durchmesser reduziert werden, wobei die Isolierbuchse (41) zusammen mit der Isolierscheibe (42) gleichzeitig den WarmefluB vom Motor zum Vergaser “@—— behindert. Auf der EinlaBseite besitzt der S— Vergaser einen Stutzen von 40 mm @ und 15 mm Lange (in einer Sonderaus- fahrung 30 mm @ und 11 mm Lange) zum Anschlu8 eines Luttfilters oder Ansauggerdusch- dampers, Zulautregetung Der Schwimmer (25) des Vergasers besteht aus einem | Kunststoforper und einem damit verbundenen Metal- vecharnier, Er ist zentral unter ‘dem Vergaserdurchlad und ringférmig um dio Heuptdise angeorcnet, so dad der Vergaser nach allen Seiten sehr welt geneigt wer- | den kann, ohne daB Storungen auftreten. Autgabe des Schwimmers ist es, die Kraftstoffhane in der Schwim- merkappe (26) des Vergasers konstant zu halten. Hat der zulautende Kraftstof die vorgeschriebene Hohe in der Schwimmerkappe erreicht, dann Ist der au! dem Stitt 24) gelagerte Schwimmer so welt angehoben, dad er die Schwimmernadel (25) gegen den Sitz des Zulaut- ventils drickt und den Zulauf von Kraftstoff unterbricht. | Die Entnahme von Kraftstoff aus dem Vergaser durch den Motor bewirkt, daB sich der Kratstotfspiegel in der Schwimmerkappe (26) senkt und mit ihm auch der Schwimmer. Die Schwimmernadel gibt die Bohrung des | Zulautventile frei und es kann wieder Kraftstott vom Tank her zulaufen Dio Kraftstotteitung zum Vergaser kann uber die Schlauchtill (85) mit Dientung (26) angeschlossen wer- don, oder Uber den Schiauehschwenkanschlu® (95) mit ‘der Schraube (37) und zwei Dichtungen (36). Das Schwimmernadelventl dient in Verbindung mit dem Schwimmer nur zur Regelung des Kratstoftzulautes, | nicht aber als Absperrventi’ bei stehendem Motor. | Kleinste Fremdkérper kénnen sich zwischen Ventisitz | und Nadelspitze ablagern und das vollstandige Scnlie- | Gen des Ventils verhindern, Belm Abstellen des Motors BBE Waa an ss muB deshalb grundsatzlich der Kraftstoffhahn am Tank geschlossen werden. AuBerdem ist es erforderlich, den Krattstotf vor dem Eintritt in den Vergaser zu filter. Dabei ist das Filter so zu wahlen, da8 Fremakérper mit, Abmessungen Uber 0,1 mm abgeschieden werden und der Zulaut des Kraftstoffs nicht unzulassig behindert wird, Die ‘Schwimmernadel (25) enthalt eine federbelastete Kugel, mit der sie das Schwimmergehduse berdhrt. Da- mit werden Schwingungen des Schwimmers (23) ab- gefangen. Beim Einbau eines neuen Schwimmers muB die Kratt- stoffhdhe eingestellt werden, Dabel ist die Federung der ‘Schwimmernadel zu beriicksichtigen, welche beim Ein- stellen nicht durch das Gewicht des Schwimmers ein- ‘gedriickt werden darf, Man legt also den Vergaser am besten waagerecht, bis der Schwimmer die Schwimmer- adel leicht berihrt. In dieser Lage wird das Schwim- merscharnier so gebogen, daS die Oberkante des ‘Schwimmerkbrpers parallel zum oberen Rand der Schwimmerkammer steht. Die Schwimmerkappe (26) ist mit zwei Schrauben (28) mit Sicherungsscheiben (29) am Vergasergehause be- festigt. Zwischen Schwimmerkappe und Vergasergo- hause liegt die Dichtung (27). Der Raum Uber dem Kraft- stoffspiegel ist durch einen Kanal (E) mit der Umge- bungsluft verbunden. Ist dieser Kanal verstopft, dann bildet sich Gber dem Krattstoffspiegel ein Luftpolster. Der Schwimmer kann von Kraftstoff nicht angehoben werden, wie es zum SchlieBen des Zulautventiles er- forderlich ist und der Vergaser wird Gberlaufen, Einige ‘AustUhrungen sind zusaizlich Uber die Tupterfihrung beliittet, Eine Sonderaustihrung der Schwimmer kappe (26) besitzt unten eine Bohrung, durch welche die Hauptdiise erreicht werden kann. Sie ist mit der Dichtung (2) und der Schraube (31) verschlossen. Hauptregullersystem Die vom Motor angesaugte Gomisch- ‘menge und damit seine Leistung werden durch den Querschnitt im Vergaserdurch- laB geregelt, der vom Gasschieber (8) freigegeben wird. Dieser Schieber wird aber einen Seilzug gegen die Kraft der Rickholfeder (14) angehoben. Durch die Luftstrémung wird im Vergaserdurchlad ‘ein Unterdruck gebildet, welcher Kraft- stoff aus dem Schwimmergehause durch das Diisensystem hindurch ansaugt. Aut seinem Weg von der Schwimmerkappe zum Vergaserdurchla® durchstrémt der Kraftstoff die Hauptdise (1) und die Na~ deldise (9) und wird nach seinem Aus- tritt aus der Nadeldise mit Luft vorge- mischt, welche vom FilteranschiuB her iiber einen Luftkanal (Z) und den in das Vergasergehause eingepreBten Zerstéu- ber ringférmig um die Nadeldise zuge- {ihrt wird. Diese Luftmenge unterstitzt die Aufspaltung des angesaugien Kraftstoffs in feinste Trépichen und beginstigt damit die Kraftstoffvertellung im Saugrohr und die Verbrennung im Motor. Im Teillastbereich, also wenn sich der Gasschieber zwi- schen einem und drei Viertein seines vollen Hubs befin- det, wird weniger Krattstoft bendtigt als bei Voligas, Der ZufluB des Kraftstofts zum VergaserdurchlaB wird des- halb mit einer Disennadel (4) gedrosselt, welche mit dem Gasschieber (8) verbunden ist und in die Nadel- dse (3) eintaucht, Je nach Abmessung eines flachen Kegels am unteren Ende der Disennadel wird ein gré- Berer oder kleinerer Ringspalt zwischen Dusennadel und Nadeldise freigegeben. Zur Feineinstellung kann die Diisennadel im Gasschieber in mehreren verschieden hohen Positionen (Nadelstellungen) befestigt werden, welche wie der Kegel der Disennadel die angesaugte Krattstoffmenge beeintlussen. Eine héhere Nadelstel- lung ‘ergibt einen gréBeren Ringspalt der Nadeldiise, der mehr Kraftstoft durchlast und umgekehrt. Nadel stellung 2* bedeutet, dad die Dusennadel mit dem zwel ten Einstich von oben in das Halteplattchen (10) bzw. die Kiemmfeder (10) eingehéngt ist. Bel geringer Gasschie- berdffnung beeinfluSt zusatzlich die Form des Gasschie- bers (8) an seinem unteren Ende die geférderte Kraft- stoffmenge. Di idrische Ausnehmung, Luftpolster genannt, sorgt mit zunehmender Hohe fOr Abmagerung des Gemisches. Die filterseitige Aussparung, Ausschnitt genannt, wirkt mit zunehmender Hohe in gleicher Weise, beeinfluBt jedoch das Gemisch bis zu einem gréBeren Gasschieberhub. Die Einstellung des Vergasers wird mit Hauptdiisen und Nadeldisen verschiedener GréBen, so- wie Zerstiubern, Gasschiebern und Dusennadeln ver- schiedener Ausfihrungen vorgenommen. Die Disennadel (4) wird im Gasschieber (8) je nach ‘Ausfihrung mit dem Halteplattchen (10) oder der Klemmfeder (10) befestigt. Bei Verwendung des Halte- plattchens (10) liegt Gber diesem die Scheibe (11), wel- che sich im Gasschieber so abstiitzt, da® das Halte- platichen (10) frei beweglich bieibt. Uber die Scheibe (11) wirkt die Feder (14) auf den Gasschieber. Die Gasschieberlaufbahn wird oben mit der Deckelver- Schraubung (16) oder mit der Dackelplatte (15), dem Dichtring (17) und der Verschraubung (16) abgeschios- sen, Das Spiel des Seilzuges wird mit einer Stellechrau- be (18) und einer Kontermutter (19) eingestellt. Es sollte bel Leerlaut ca. 3 mm betragen. Die Abdichtung zwi- schen der Stelischraube (18 und dem Seilzug dber- ‘immt die Gummitille (20). In Bedarfsfalien kann der Seilzug mit einem Rohrbogen (21) mit Kontermutter (22) umgelenkt werden. Die Hauptdise (1) ist bei besonderen Ausfilhrungen mit einem Ring (8) umgeben, der zusammen mit der Schrau- bbe (81) in der Schwimmerkappe (26) einen engen Spalt fet, durch welchen der Krattstoff von der Schwimmer- kammer zur Hauptdise flie8t. Dieser Spalt vermeidet, daB bei besonders rauhem Betrieb der Kraftstoff von der Hauptdiise weggeschloudert wird. Leerlaufsystem Im Leerlauf des Motors ist der Gasschieber so weit ge- schlossen, daB er die Gasschieberstellechraube (12) be- rihrt. Mit dieser Schraube kann die Leerlautdrehzahl verindert werden. Rechtsdrehung ergibt héhere Leer lauférehzahl und umgekehrt. Die Gasschieberstell- ‘schraube (12) ist mit der Feder (13) gegen selbstandiges Losen gesichert. In der Leerlaufstellung ist der Unter- ruck am Nadeldiisenaustritt so gering, daB Uber das Hauptreguliersystem kein Kraftstoff geférdert werden kann. Die Kraftstoftzufubr zur angesaugten Luft erfolgt dann iiber ein Hilfssystem, das Leerlautsystem, beste- hod aus einem in das Vergasergehduse eingepresten Steigrohr, der Leerlaufduse (5) und der Luftregulier- schraube (6), die mit der Feder (7) gegen selbstindiges LLosen gesichert ist. Der Kraftstoff durchflieBt das Steig- rohr und die Leeriaufdtise (5), deren Dusenbohrung die Kraftstofimenge bestimmt. Im Raum hinter der Leeriaut- se wird dem Kraftstoff Luft beigemischt, die von der Filterseite her uber einen Kanal zugefiihrt und deren Menge durch die Stellung der Luftregulierschraube (6) bestimmt wird. Das gebildete Vorgemisch gelangt durch dle Leertautaustrttsbohrung (LA) in den Vergaserdurch- a8, wo es sich mit der angesaugten reinen Luft weiter vermischt. Die Leeriaufeinstellung wird grundsatzlich nur am war- men Motor vorgenommen, Zundchst wird die Luftregu- lierschraube durch Rechtsdrehung ganz eingeschraubt nd um die fir den Motor angegebene Anzahl Umdre- hungen durch Linksdrehung gedfinet. Rechtsdrehung cergibt ein reicheres, Linksdrehung ein armeres Gemisch. Die jewolls angegebene Leerlaufeinstellung gilt nur als Richtwert. Die optimale Einstellung wird meist davon etwas abweichen. Man wahit mit der Gasschieberstell- schraube (12) die gewinschte Leerlautdrehzanl. Die Luft- regulierschraube wird dann geétinet (nach links!) bis die Drehzahl ansteigt. Dann schlieBt man die Schraube wie der um eine Viertelumdrehung. Der Leeriaut ist nur durch Verdrenen der Stellschraube (12) und der Luttregulierschraube (6), sowie mit Hilfe von Leerlaufdiisen unterschiedlicher Gréen abzustim- men. Die Leerlaufaustrittsbohrung ist an den Krattstotf- bedart des jewelligen Motors genau angepast und dart nicht verandert werden, Starthitfen Je nach Einsatzfall wird der BING-Vergaser vom Typ ‘SLH mit drei verschiedenen Starthilfen ausgefuhrt: 1. Tupfer Vor dem Start bei tiefen Temperaturen kann Uber den Tupfer (43) gegen die Feder (44) der Schwimmer unter den Kraftstoffspiegel in der Schwimmerkappe gedrickt werden, so da® mehr Kraftstoff zulaufen kann, als fr den normalen Betrieb bendtigt wird. Es dart héchstens solange ,getuptt" werden, bis Kraftstoff aus der Schwimmergehausebeliitung (E) austritt, 2. Luftschieber (nur in Vergasern mit 20 bis 23 mm. Durchlaa).. Der Luftschieber (46) ist in einem Schacht des Gas- schiebers (8) gafiihrt und wird mit Hilfe eines Seil- zuges gegen die Feder (49) bewegt, Ragt er in den \VergaserdurchlaB, so wird der Querschnitt des Durch- lasses gedrosselt und der Unterdruck am Nadel- iisenaustritt erhdht. Das gebildete Gemisch wird da- durch angefettet, wie es beim Starten des Motors erwinscht sein kann, 3. Startschieber (nur in Vergasern mit 20 bis 23 mm DurchiaB), ‘Auch der Startschieber (46) wird im Gasschieber (8) gefilhrt. An seinem oberen Ende greift der Startstitt (47) ein, welcher durch eine Bohrung in der Deckel- platte (15) aus dem Vergaser ragt. Vor dem Start wird der Startschieber dber den Startstift nach unten ge-

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