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Textilien

Das Dokument beschreibt verschiedene Natur- und Chemiefasern. Es werden die Herkunft, Eigenschaften und Verwendung von Baumwolle, Leinen, Schafwolle, Seide, Viskose, Lyocell, Polyester und Polyamid erläutert.

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Das Dokument beschreibt verschiedene Natur- und Chemiefasern. Es werden die Herkunft, Eigenschaften und Verwendung von Baumwolle, Leinen, Schafwolle, Seide, Viskose, Lyocell, Polyester und Polyamid erläutert.

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NATURFASERN UND CHEMIEFASERN

NATURFASERN
werden alle Fasern natürlichen Ursprungs bezeichnet, die – in Abgrenzung zu Chemiefasern – ohne
synthetische Prozesse direkt weiterverarbeitet werden können. Naturfasern können sehr
unterschiedlichen Ursprungs sein. Naturfasern werden in tierische und pflanzliche Fasern eingeteilt.

Um im Zweifelsfall festzustellen, ob ein Textil aus tierischen oder pflanzlichen Fasern gefertigt wurde,
kann man die Brennprobe durchführen. Dazu werden einige Gewebefäden mit einer Pinzette über eine
offene Flamme gehalten. Pflanzliche Fasern brennen dabei schnell, riechen wie verbranntes Papier und
es entsteht Flugasche. Tierische Fasern dagegen riechen nach verbranntem Horn und als Rückstand
bleibt eine blasenartige Masse.

Pflanzliche Fasern

Bei Pflanzenfasern handelt es sich um langgestreckte, dickwandige, spitz zulaufende, abgestorbene


Zellen des Festigungsgewebes pflanzlicher Herkunft. Diese können in Blättern (Blattfasern), Stängeln
(Stängelfasern), Wurzeln oder Fruchtwänden (Fruchtfasern) mancher Pflanzenarten, den sogenannten
Faserpflanzen auftreten. Als pflanzliche Fasermaterialien werden überwiegend Hanf, Baumwolle, Leinen
verwendet.

Tierische Fasern

Tierische Fasern. Bei Tieren bilden die Haarfollikel Fasern, die in Form einer Behaarung bzw. eines Fells
vorkommen. Sie bestehen überwiegend aus Eiweiß also (Proteinen). Als tierische Fasermaterialien
werden Schafwolle, Ziegenhaar und Seide verwendet.

Pflanzliche Fasern

Baumwolle: Baumwolle, auf Englisch Cotton, ist eine pflanzliche Naturfaser und besteht zu
etwa 91 Prozent aus Zellulose, die aus den Fruchtkapseln der Baumwollpflanze gewonnen wird.
Ursprünglich wurde Baumwolle in Mexiko und Indien kultiviert. Die Führung beim
Baumwollanbau hat allerdings China. An zweiter Stelle steht Indien, darauf folgen die USA,
Pakistan und Brasilien. In Europa wird die Baumwolle teilweise nur industriell
weiterverarbeitet.
Eigenschaften:
Baumwolle ist eines der vielseitigsten Materialien der Textilindustrie. Ist nicht nur ein
angenehm weiches und leichtes Material, sie ist auch sehr reißfest. Sie ist luftdurchlässig, wirkt
nicht isolierend und gibt überschüssige Wärme nach außen ab. Baumwolle ist besonders
saugfähig: Das Gewebe kann große Mengen an Flüssigkeit speichern, ohne sich nass anzufühlen.
Aufgrund ihrer Feinheit ist die Baumwolle hautsympathisch, anschmiegsam mit einem
angenehmen Griff. Baumwolle ist auch im nassen Zustand sehr reißfest und eignet sich daher
gut für Bekleidung und Bettwäsche, die häufig gewaschen wird.

Leinen: Die Leinenfaser ist eine pflanzliche Naturfaser aus den Stängeln der Flachspflanze und
ist ein absoluter Sommerstoff. Er wird für Kleidung genauso genutzt wie für Bettwäsche und
Bettdecken. Der Grundbaustein der Faser ist zu 70 Prozent Zellulose, zudem enthält sie unter
anderem Pflanzenleim und Wachse.
Eigenschaften:
Leinengewebe haben viele Vorteile. Er wirkt kühlend, ist atmungsaktiv sowie
schmutzabweisend. Ist ebenso langfaserig, glatt, fest und hat einen kühlen Griff. Ein Nachteil
von Leinen ist aber, dass der Stoff eine geringe Elastizität besitzt ist nicht formbeständig und
neigt zu starkem Knittern.

Tierische Fasern

Schafwolle: Schafwolle wird durch die Schur von Schafen gewonnen. Ziel ist es ein möglichst
zusammenhängendes Vlies der Wolle vom Schaf zu scheren, ohne es dabei zu verletzen. Diese
reine Schurwolle ist die hochwertigste Form der Wolle und wird zur Weiterverarbeitung für
Bekleidung oder Decken und Kissen verwendet.

Eigenschaften:
Schafwolle ist ein überzeugendes Naturprodukt, sie hat viele Eigenschaften, die sich schon seit
Jahrhunderten bewährt haben. Sie wärmt im Winter, kühlt im Sommer, sie ist, antibakteriell
feuchtigkeitsabsorbierend schmutzunempfindlich und damit pflegeleicht.

Seide: sind eine tierische Naturfaser und bezeichnet die Fasern, die ausschließlich aus Kokons
der seidenspinnenden Raupen (dem Seidenspinner) gewonnen werden. Verwendbar sind die
Seidenfäden nur von den Seidenraupen einer bestimmten Schmetterlingsart. Das ist der
Seidenfaden des Maulbeerspinners.

Eigenschaften:
Seide besteht aus einem feinen und leichten Stoff, der schnell trocknet und einen
temperaturausgleichenden Effekt hat – das sorgt für das ideale Wohlfühlklima auf der Haut.
Typische Produkte aus Seide sind Modeartikel wie Abendgarderobe, Dessous, Brautmode oder
auch Heimtextilien.
CHEMIEFASERN
Chemiefasern sind der Überbegriff für chemisch veränderte Naturfasern (halbsynthetische
Fasern)
Diese Fasern werden – in Abgrenzung zu Naturfasern – in einem chemischen Prozess künstlich
hergestellt. Heute werden Chemiefasern den gewünschten Eigenschaften entsprechend
entworfen und produziert. Das macht sie vielfältig einsetzbar.
Es wird unterschieden in Chemiefasern synthetischen Ursprungs (das nennt man synthetische
Fasern und in Chemiefasern natürlichen Ursprungs (Zellulosefasern). Die Chemiefasern mit
synthetischem Ursprung basieren auf synthetischen Polymeren. Ausgangsstoff ist der nicht
nachwachsende Rohstoff Erdöl. Vertreter dieser Fasergruppe sind Polyester und Polyamid.
Der Ausgangsstoff für Chemiefasern mit natürlichem Ursprung wird aus natürlich
vorkommenden, nachwachsenden Rohstoffen gewonnen z.B. Holz, Milch oder Sojabohnen.
Regeneratfasern nennt man Fasern aus regenerierter Cellulose (Holz). Hier sind
Viskose, Modal und Lyocell einzuordnen.
Derzeit liegt der Anteil von Chemiefasern an der Weltproduktionsmenge von Textilfasern bei ca.
70%. Davon machen die Cellulosefasern einen Anteil von ca. 10% aus.

Zellulosefaser

Viskose: Viskose gehört zu den Chemiefasern mit natürlichem Grundstoff, der Zellulose.
Somit ist der Viskosestoff also die Viskose-Fasern keine Kunstfasern. Der Ausgangsstoff wird
überwiegend aus Holz gewonnen. Viskose wird ebenso als „Reyon“ oder Kunstseide bezeichnet
und häufig als kostengünstigere Alternative zu Seide aus Spinnfasern verwendet.
Eigenschaften:
Dass Sie wie die Naturfaser hautfreundlich ist. Sie verhindert Schweißgeruch auf dem Gewebe.
Aber das Material knittert schnell. Hat ebenso eine geringe Dehnbarkeit. Viskose ist aber leicht
färbbar, weist eine sehr gute Saugfähigkeit auf. Das Material hat eine besonders gleichmäßige
Optik. Erreicht aber als chemisch bearbeitete Faser nicht die Festigkeit von Naturfasern.

Lyocell: Lyocell wird aus dem natürlichen Stoff Zellulose hergestellt (die Zellulosefaser), aber
künstlich verarbeitet. Deshalb gehört es wie Viskose zu den natürlichen zellulosischen
Chemiefasern.
Eigenschaften:
Lyocell ist zu 100 Prozent biologisch abbaubar. Die glatte, weiche Oberfläche sorgt dafür, dass
sich der Stoff angenehm auf der Haut anfühlt. Lyocell ist auch temperaturregulierend. Es ist
antiallergen und resistent gegen Milben sowie Bakterien – das macht Lyocell zum idealen Stoff
für Personen, die eine Hausstauballergie haben. Es zeichnet sich durch seine Reißfestigkeit und
Langlebigkeit aus. Lyocell lässt sich gut mit Naturfasern wie Baumwolle kombinieren.

Synthetische Fasern

Polyester: ist eine Chemiefaser und Mikrofaser und besteht aus Polyethylenterephthalat,
kurz PET. Grundbaustoffe sind Steinkohle, Kalk, Erdöl und Erdgas. Polyester findet auch in
anderen Einsatzgebieten Verwendung. Beispielsweise sind Plastikflaschen, sogenannte PET-
Flaschen, ebenfalls aus Polyester gefertigt. Polyesterfasern sind in vielen Bereichen beliebt, da
sie die höchste Reiß- und Scheuerfestigkeit aufweisen.
Eigenschaften:
Polyesterstoff ist pflegeleicht, bügelfrei, hitzebeständig, atmungsaktiv, formbeständig, elastisch,
knitterarm, weich, licht- und wetterbeständig und läuft nicht ein. Generell ist die Faser wenig
saugfähig aber gut Feuchtigkeit transportierend. Aufgrund der Hitzebeständigkeit ist die
Kunstfaser gut waschbar und schnell trocknend. Außerdem ist Polyester knitterarm, äußerst
formstabil und somit sehr reiß- und abriebfest.
Deshalb wird es meistens für Sportbekleidung verwendet. Da die Poren des Gewebes von
Kunstfasern sehr klein sind, gelangen Wind und Wasser nicht hindurch. Schweiß kann jedoch je
nach Verarbeitung des Stoffs durchdringen, weshalb sich Polyester für Sportbekleidung und
technische Textilien anbietet.

Polyamid: wird häufig für Kleidung wie zum Beispiel Damenstrümpfe oder Sportbekleidung
verwendet. Die Grundbausteine sind Kohlenstoffatome, welche aus Erdöl gewonnen werden. Je
nach Querschnitt können Polyamid Fasern matt bis glänzend, grob bauschig bis fein sein.
Eigenschaften:
Polyamid ist Pflegeleicht, formbeständig, nicht knitternd, nicht einlaufend, strapazierfähig,
reißfest und scheuerfest, leicht, weich, nicht saugfähig, schnell trocknend, gut waschbar.

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