SSP 296 de
SSP 296 de
Selbststudienprogramm 296
Einleitung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 4
Technische Merkmale . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .4
Technische Daten. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .5
Motormechanik . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .6
Motorabdeckung. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .6
Saugrohr-Oberteil . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .7
Abdichtung des Steuergehäuses . . . . . . . . . . . . . . . . . . .8
Elektrisches Abgasrückführungsventil . . . . . . . . . . . . . . .9
Kühlsystem . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .10
Geregelte Duocentric-Ölpumpe . . . . . . . . . . . . . . . . . . 14
Nockenwellenverstellung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 16
Motormanagement . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 18
Systemübersicht . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 18
Motorsteuergerät . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 20
Betriebsarten . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 22
Ansaugsystem . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 24
Bedarfsgeregeltes Kraftstoffsystem . . . . . . . . . . . . . . . 28
Steuergerät für Kraftstoffpumpe . . . . . . . . . . . . . . . . . 30
Geber für Kraftstoffdruck . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 31
Hochdruck-Kraftstoffpumpe. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 32
Funktionsplan. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 34
Service . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 36
Eigendiagnose. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .36
Spezialwerkzeuge . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .37
Beide Motoren sind in der Basis, bestehend aus dem Zylinderblock und dem Zylinderkopf, dem Nocken-
wellenantrieb, dem Steuergehäuse, der Ölpumpe und den Nebenaggregaten gleich.
Die wesentlichen Unterschiede sind der beim 1,6l FSI-Motor vergrößerte Hub, die Nockenwellenverstel-
lung und die weiterentwickelte Betriebsart „Doppeleinspritzung“.
S296_011 S296_051
Technische Merkmale
Motormechanik Motormanagement
4
Technische Daten
80 160 80 160
70 140 70 140
60 120 60 120
50 100 50 100
40 80 40 80
Drehmoment [Nm]
Drehmoment [Nm]
30 60 30 60
Leistung [kW]
Leistung [kW]
20 40 20 40
10 20 10 20
0 0 0 0
1000 2000 3000 4000 5000 1000 2000 3000 4000 5000 6000
Drehzahl [1/min] Drehzahl [1/min]
S296_049 S296_050
5
Motormechanik
Motorabdeckung
Motorabdeckung Unterseite
Luftaustritt zur
Drosselklappen-Steuereinheit J338
Geber 2 für
Ansauglufttemperatur G299
Luftfilter
zur Kurbelgehäusebelüftung
am Nockenwellengehäuse
Dämpfung der
Ansauggeräusche
Lufteintritt S296_009
Kaltluft
Lufteintritt Thermostat
Warmluft Warmluftregelung
6
Saugrohr-Oberteil
- Gewichtsreduzierung
- Strömungsverbesserung durch glattere Ansaugwände.
Im Saugrohr-Oberteil ist ein Unterdruckspeicher der sicherstellt, dass die Saugrohrklappen auch bei
geringem Unterdruck im Saugrohr betätigt werden.
Drosselklappen-Steuereinheit J338
zum
Unterdruck-Stellelement
für Saugrohrklappe
Kunststoff-Saugrohr mit
Unterdruckspeicher
Ventil für
Saugrohrklappe Luft-
stromsteuerung N316
zum Ventil für
Abgasrück-
führung N18
Geber für
zum Drucksensor
Saugrohrdruck G71 und
für Bremskraft-
Geber für Ansaug-
verstärkung G294
lufttemperatur G42
S296_018
7
Motormechanik
Das Steuergehäuse wird gegenüber dem Zylinderkopf und dem Zylinderblock mit einer Gummi-Metall-
Dichtung abgedichtet. Zwischen dem Steuergehäuse und der Ölwanne wird eine Flüssigdichtung ver-
wendet.
Querschnitt
Ölfiltergehäuse Gummi-Metall-Dichtung
Das Ölfiltergehäuse ist in das Steuergehäuse inte-
griert. Dadurch ist die Dichtfläche zwischen Zylinder-
block und Ölfiltergehäuse entfallen!
S296_003
S296_017
Flüssigdichtung
Die Abdichtung zwischen dem Steuergehäuse und der
Ölwanne erfolgt mit einer Flüssigdichtung. Diese wird
durch eine spezielle Bohrung im Steuergehäuse zwi-
schen die Dichtflächen gedrückt.
8
Elektrisches Abgasrückführungsventil
S296_036
Entnahme am 4. Zylinder
Ventil für Abgas-
Potentiometer für Abgasrück- rückführung N18
führung G212
Durch die nahe Anordnung zur Abgasentnahmestelle ist das Abgasrückführungsventil in den Kühlmittel-
kreislauf des Motors integriert. Dadurch wird das Abgasrückführungsventil gekühlt und vor zu hohen
Temperaturen geschützt.
Ausgleichsbehälter
S296_037
zur vom
Kühlmittelpumpe Kühler
Abgasrückführungsventil
9
Motormechanik
Kühlsystem
Das Kühlsystem ist als Zweikreis-Kühlsystem ausgeführt. Dabei erfolgt eine getrennte Kühlmittelführung
mit unterschiedlichen Temperaturen durch den Zylinderblock und den Zylinderkopf. Gesteuert wird die
Kühlmittelführung durch zwei Thermostate im Kühlmittelregler-Gehäuse. Eins für den Zylinderblock und
eins für den Zylinderkopf.
Desweiteren kommt bei beiden Motoren die Querstromkühlung des Zylinderkopfes zum Einsatz.
Abgasrückführungsventil
Ausgleichsbehälter
Kühlmittelpumpe
Kühlmittelkreislauf
Zylinderblock
Kühlmittelkreislauf
Zylinderkopf
Ölkühler
(nur 1,6l/85kW FSI-Motor)
Kühler
10
Das Zweikreis-Kühlsystem hat folgende Vorteile:
- Der Zylinderblock wird schneller aufgeheizt, weil das Kühlmittel bis zum Erreichen von 105° C im
Zylinderblock verbleibt.
- Eine geringere Reibung im Kurbeltrieb durch das höhere Temperaturniveau im Zylinderblock.
- Eine bessere Kühlung der Brennräume durch das geringere Temperaturniveau im Zylinderkopf.
Dadurch wird eine bessere Füllung bei geringerer Klopfgefahr erreicht.
Heizungs-
Wärmetauscher
Thermostat 1
vom Zylinderkopf (öffnet bei 87° C)
Kühlmittelregler-Gehäuse
Thermostat 2
vom Zylinderblock (öffnet bei 105° C)
S296_020
11
Motormechanik
Zweikreis-Kühlsystem
Das Kühlsystem ist im Motor in zwei Kreisläufe aufgeteilt. Ein Drittel des Kühlmittels im Motor strömt zu
den Zylindern und zwei Drittel zu den Brennräumen im Zylinderkopf.
vom Zylinderkopf
vom Zylinderblock
zum Kühler
vom Kühler
Kühlmitteltemperatur 87° C
Kühlmittelregler-
Gehäuse
Kühlmitteltemperatur 105° C
S296_055
- Kühlmittelpumpe
- Zylinderkopf
- Kühlmittelregler-Gehäuse
- Heizungs-Wärmetauscher
- Ölkühler
(nur 1,6l/85kW FSI-Motor)
- Abgasrückführungsventil
Thermostat 2
- Ausgleichsbehälter
S296_038
12
Stellung der Thermostate von 87° C bis 105° C:
- Kühlmittelpumpe
- Zylinderkopf
- Kühlmittelregler-Gehäuse
- Heizungs-Wärmetauscher
- Ölkühler
Thermostat 2
(nur 1,6l/85kW FSI-Motor)
- Abgasrückführungsventil
- Ausgleichsbehälter
- Kühler
S296_039
- Kühlmittelpumpe
- Zylinderkopf
- Kühlmittelregler-Gehäuse
- Heizungs-Wärmetauscher
- Ölkühler
(nur 1,6l/85kW FSI-Motor)
Thermostat 2
- Abgasrückführungsventil
- Ausgleichsbehälter
- Kühler
- Zylinderblock S296_040
13
Motormechanik
Geregelte Duocentric-Ölpumpe
Erstmalig setzt eine geregelte Duocentric-Ölpumpe ein. Mit ihr wird der Öldruck über fast den gesamten
Drehzahlbereich auf circa 3,5 bar geregelt. Die Regelung erfolgt über einen Regelring und eine
Regelfeder.
Regelring
Regelfeder
Antriebswelle mit
Innenläufer S296_023
Ölansaugrohr Gehäusedeckel
Hülsenkette
federbelasteter
Kettenspanner
Kettenrad
Ölpumpe
S296_013
14
Prinzip der Ölförderung
Der Innenläufer sitzt auf der Antriebswelle und treibt den Außenläufer an. Durch die unterschiedlichen
Drehachsen des Innen- und Außenläufers entsteht bei der Drehbewegung eine Raumvergrößerung auf
der Saugseite. Das Öl wird angesaugt und zur Druckseite tranportiert. Auf der Druckseite wird der Raum
zwischen den Zähnen wieder kleiner und das Öl wird in den Ölkreislauf hineingedrückt.
Bei der geregelten Duocentric-Ölpumpe wird der Öldruck von 3,5 bar über die Ölfördermenge
geregelt.
Druckseite Saugseite Außenläufer
Öldruck unter 3,5 bar in den
Ölkreislauf
Die Regelfeder drückt den Regelring Innenläufer
gegen den Öldruck (Pfeile). Mit dem
Regelring wird auch der Außenläu-
fer verdreht und es entsteht eine
Raumvergrößerung zwischen dem
Innen- und Außenläufer. Dadurch
wird mehr Öl von der Saug- zur Regelfeder
Druckseite transportiert und in den
Ölkreislauf hineingedrückt. Mit der
Ölmenge steigt auch der Öldruck.
Regelring
aus der
S296_014 Ölwanne
15
Motormechanik
Beim 1.6l/85kW FSI-Motor setzt eine stufenlose Ventil für Nockenwellenverstellung N205
Einlass-Nockenwellenverstellung ein. Die Verstel-
lung erfolgt last- und drehzahlabhängig durch
einen Flügelzellenversteller direkt an der Einlass-
Nockenwelle.
S296_068
Flügelzellenversteller
Flügelzellenversteller
16
Ventil für Nockenwellenverstellung N205 Ventil für
Spätverstellung Nockenwellenverstellung N205
Es befindet sich im Nockenwellengehäuse und ist
in den Ölkreislauf des Motors eingebunden.
Frühverstellung Ölzulauf
Durch die Ansteuerung des Ventils für Nocken-
wellenverstellung wird das Öl in einen oder in
beide Ölkanäle geleitet.
Je nachdem welcher Ölkanal freigegeben wird,
wird der Innenrotor in Richtung „Früh“ oder
„Spät“ verstellt beziehungsweise in seiner Posi-
tion gehalten. Da der Innenrotor mit der Einlass-
Nockenwelle verschraubt ist, wird auch sie glei-
chermaßen verstellt.
Ölkühler
Ölkühler
S296_057
17
Motormanagement
Systemübersicht
Geber für Saugrohrdruck G71
Geber für Ansauglufttemperatur G42
Hallgeber G40
Drosselklappen-Steuereinheit J338
Winkelgeber 1+2 für Drosselklappenantrieb G187 und G188
Kupplungspedalschalter F36
Diagnose-
anschluss
Bremslichtschalter F und Bremspedalschalter F47
Klopfsensor G61
CAN-Antrieb
K-Leitung
Geber für Kühlmitteltemperatur - Kühlerausgang G83
Lambdasonde G39
Steuergerät für
Geber für Abgastemperatur G235 Bordnetz J519
Diagnose- Inferface
Geber für NOx* G295, für Datenbus J533
Steuergerät für NOx-Sensor* J583
Zusatz-Eingangssignale
18
Steuergerät für Kraftstoffpumpe J538
Kraftstoffpumpe G6
Steuergerät für Motronic J220
mit Geber für Umgebungsdruck
Steuergerät mit
Anzeigeeinheit im
Schalttafeleinsatz J285 Heizung für Geber für NOx* Z44
Zusatz-Ausgangssignale
19
Motormanagement
Das Motorsteuergerät befindet sich beim Polo an Das Motorsteuergerät berechnet und steuert das
der Spritzwand im Motorraum und hat 121 Pins. optimale Kraftstoff-Luft-Gemisch für die folgen-
Der Einbauort wurde so gewählt, dass das den Betriebsarten.
Motorsteuergerät leicht zugänglich, aber trotz-
dem vor Feuchtigkeit geschützt ist. • Schichtladungs-Betrieb
• Homogen-Mager-Betrieb
Das drehmomentbasierte Motormanagement ist • Homogen-Betrieb
die Bosch Motronic MED 7.5.11. Im Gehäuse des • Doppeleinspritzung-Katheizen
Steuergerätes ist zusätzlich ein Geber für Umge-
bungsdruck verbaut.
Motorsteuergerät
mit Geber für
Umgebungsdruck
J220
S296_025
Die Bezeichnung MED 7.5.11 steht für:
M =Motronic
E =Elektrische Gasbetätigung
D =Direkteinspritzung
7. =Ausführung
5.11 =Entwicklungsstufe
20
Motorsteuergerät J220 (1,6l/85kW FSI-Motor)
Das Motorsteuergerät befindet sich beim Touran Das Motorsteuergerät berechnet und steuert das
im Wasserkasten und hat 154 Pins. optimale Kraftstoff-Luft-Gemisch für die folgen-
den Betriebsarten.
Das drehmomentbasierte Motormanagement ist
die Bosch Motronic MED 9.5.10. • Schichtladungs-Betrieb
• Homogen-Mager-Betrieb
• Homogen-Betrieb
• Doppeleinspritzung-Katheizen
• Doppeleinspritzung-Volllast
Motorsteuergerät
mit Geber für
Umgebungsdruck
J220
S296_056
Die Bezeichnung MED 9.5.10 steht für:
M =Motronic
E =Elektrische Gasbetätigung
D =Direkteinspritzung
9. =Ausführung
5.10 =Entwicklungsstufe
21
Motormanagement
Betriebsarten
Doppeleinspritzung-Katheizen
Beim Homogen-Katheizen wird der Katalysator schneller aufgeheizt und er erreicht früher seine
Betriebstemperatur. Ausserdem verbessert sich die Laufruhe und es entstehen weniger HC-Emissionen.
Alles zusammen führt zur Abgasemissions- und Verbrauchsabsenkung.
Erste Einspritzung
1. Einspritzung
S296_059
Zweite Einspritzung
2. Einspritzung
S296_060
zum
Katalysator
S296_061
22
Doppeleinspritzung-Volllast (1,6l/85kW FSI-Motor)
Bei Benzin-Direkteinspritzern kommt es bei Drehzahlen bis zu 3000 1/min und Volllast teilweise zu einer
unerwünschten ungleichmäßigen Gemischverteilung. Durch den Einsatz der Doppeleinspritzung wird
das verhindert und eine Drehmomenterhöhung von 1-3 Nm erzielt.
1. Einspritzung
S296_062
23
Motormanagement
Ansaugsystem
Das Ansaugsystem wurde gegenüber der Bosch Motronic MED 7.5.10 in der Motorlasterfassung geän-
dert. Der Heißfilm-Luftmassenmesser G70 ist entfallen. Für die Berechnung der Motorlast wird der
Geber 2 für Ansauglufttemperatur G299 in der Motorabdeckung und ein Geber für Umgebungsdruck
im Motorsteuergerät eingesetzt.
Magnetventil für
Aktivkohlebehälter Aktivkohlebehälter-Anlage N80
Motorabdeckung
und Luftfilter
Drosselklappen-
Steuereinheit J338
Geber 2 für
Ansauglufttemperatur G299
Abgasrückführungsventil mit
- Potentiometer für Abgasrückführung G212
- Ventil für Abgasrückführung N18
24
Ventil für Saugrohrklappe
Luftsstromsteuerung N316
Unterdruckstellelement für
Saugrohrklappe
Potentiometer für
Saugrohrklappe G336
Drucksensor für
Bremskraftverstärkung G294
S296_029
Geber für Saugrohrdruck G71 mit
Geber für Ansauglufttemperatur G42
25
Motormanagement
Motorlasterfassung
Die Motorlast wurde bei den bisherigen FSI-Motoren mit einem Heißfilm-Luftmassenmesser gemessen.
Sie wird jetzt durch das Motorsteuergerät berechnet, da der Heißfilm-Luftmassenmesser entfallen ist.
Dafür ist ein Geber für Ansauglufttemperatur und ein Geber für Umgebungsdruck hinzugekommen.
Signalverwendung
Der Geber ist ein Bestandteil des Motorsteuer- Geber 2 für Ansaug- Luftaustritt zur Drossel-
gerätes. lufttemperatur G299 klappen-Steuereinheit
Signalverwendung
S296_026
Er misst den Umgebungsdruck und gibt eine ent-
sprechendes Signal an das Motorsteuergerät.
Dieses erkennt dadurch den Druck vor der
Drosselklappen-Steuereinheit.
Bei FSI-Motoren ist eine möglichst hohe Abgasrückführungsmenge erforderlich um damit die Stickoxid-
emissionen zu verringern. Damit die Abgasmenge dicht an die Laufgrenze herangeführt werden kann,
muss sie genau berechnet werden.
So funktioniert es:
Wird über die Abgasrückführung Abgas zugeführt, dann erhöht sich die Saugrohrfüllung um die zuge-
führte Abgasmenge und der Saugrohrdruck steigt. Der Geber für Saugrohrdruck misst diesen Druck und
sendet ein entsprechendes Spannungssignal an das Motorsteuergerät. Aus diesem Signal wird die
Gesamtmenge (Frischluft + Abgas) bestimmt. Von dieser Gesamtmenge zieht es die Frischluftmasse aus
der berechneten Motorlast ab und erhält so die Abgasmenge.
Signalverwendung
Geber Geber
für Saugrohrdruck G71 für Ansauglufttemperatur G42
27
Motormanagement
Bedarfsgeregeltes Kraftstoffsystem
Niederdruck-Kraftstoffsystem
Es besteht aus:
Steuergerät für
Kraftstoffpumpe J538
elektrische
Kraftstoffpumpe G6
Farbcodierung/Legende
drucklos Kraftstoffbehälter
4 bis 5 bar
50 bis 100 bar
28
Hochdruck-Kraftstoffsystem
Es besteht aus:
- der Hochdruck-Kraftstoffpumpe
- dem Regelventil für Kraftstoffdruck N276
Steuergerät für Bordnetz J519 - einer Hochdruck-Kraftstoffleitung
- dem Kraftstoff-Verteilerrohr
- dem Druckbegrenzungsventil
- dem Geber für Kraftstoffdruck,
Hochdruck G247
- den Hochdruck-Einspritzventilen N30-N33
Steuergerät für Motronic J220
Leckageleitung
In der Leckageleitung zum
Kraftstofftank fließt nur
wenig Kraftstoff aus der
Hochdruck- Hochdruck-Kraftstoffpumpe
Kraftstoffleitung und bei geöffnetem Druck-
begrenzungsventil zurück.
Druckbegrenzungsventil
Zum Schutz der Bauteile
öffnet es bei einem Kraft-
stoffdruck von 120 bar.
Hochdruck-Kraftstoffpumpe
Kraftstoff-Verteilerrohr
Hochdruck-Einspritzventile
Geber für Kraftstoffdruck, Regelventil für N30-N33
Niederdruck G410 Kraftstoffdruck N276
S296_024
29
Motormanagement
Aufgabe
S296_031
Steuergerät für Kraftstoffpumpe J538
Fällt das Steuergerät für Kraftstoffpumpe aus, ist ein Motorbetrieb nicht möglich.
Elektrische Schaltung
J519
G Geber für Kraftstoffvorratsanzeige
G1 Kraftstoffvorratsanzeige
G6 Kraftstoffpumpe
87
J220 Motorsteuergerät
J285 Steuergerät mit Anzeigeeinheit im
Schalttafeleinsatz
J538 Steuergerät für Kraftstoffpumpe M
J519 Steuergerät für Bordnetz
G6
J220
30
Geber für Kraftstoffdruck, Niederdruck G410
Signalverwendung
Fällt der Geber für Kraftstoffdruck aus, wird die elektrische Kraftstoffpumpe mit einem festen
PWM-Signal angesteuert und der Druck im Niederdruck-Kraftstoffsystem ist erhöht.
Signalverwendung
S296_027
Geber für Kraftstoffdruck, Hochdruck G247
Auswirkungen bei Signalausfall
Fällt der Geber für Kraftstoffdruck aus, wird das Regelventil für Kraftstoffdruck mit einem festen Wert
vom Motorsteuergerät angesteuert.
31
Motormanagement
Hochdruck-Kraftstoffpumpe
Funktion-Saughub:
Durch die Kolbenfeder wird der Pumpenkolben abwärts bewegt. Dabei entsteht im Pumpenraum eine
Volumenvergrößerung und der Druck sinkt. Sowie der Druck im Niederdruck-Kraftstoffsystem größer ist
als der Druck im Pumpenraum, öffnet das Einlassventil und Kraftstoff strömt nach.
Das Auslassventil ist geschlossen, weil der Kraftstoffdruck im Kraftstoff-Verteilerrohr größer ist, als im
Pumpenraum.
Einlassventil
Kraftstoff-Zulauf
Pumpenraum
vom Niederdruck-
Kraftstoffsystem
Auslassventil
Pumpenkolben
S296_063
Kolbenfeder
32
Funktion-Förderhub:
Mit Beginn der Aufwärtsbewegung des Pumpenkolbens steigt der Druck im Pumpenraum und das Ein-
lassventil schließt. Ist der Druck im Pumpenraum größer als der Druck im Kraftstoff-Verteilerrohr öffnet
das Auslassventil und der Kraftstoff wird zum Kraftstoff-Verteilerrohr gepumpt.
Einlassventil
Pumpenraum
zum Kraftstoff-
Verteilerrohr
Auslassventil
Pumpenkolben
S296_064
Ist der benötigte Kraftstoffdruck erreicht wird das Regelventil für Kraftstoffdruck bestromt und die Ventil-
nadel elektromagnetisch betätigt. Sie gibt den Weg zum Kraftstoff-Zulauf frei, der Kraftstoffhochdruck im
Pumpenraum wird abgebaut und das Auslassventil schließt.
Der Druckdämpfer dient zum schnellen Abbau der Druckspitzen beim Öffnen des Regelventils und ver-
meidet Druckpulsationen im Niederdruck-Kraftstoffsystem.
Kraftstoff-Zulauf
Membran
Auslassventil
Regelventil für
Kraftstoffdruck
Leckageleitung
Nach dem Öffnen
der Ventilnadel strömt zur
Schmierung etwas Kraftstoff zum
Pumpenkolben und über die Ventilnadel
Leckageleitung zurück in den
Kraftstofftank.
S296_066
33
Motormanagement
87
30
15
G6
G
ϑ ϑ
G235
G294
N30
N31
N32
N33
G83
31
G1
J285
J220
P P P P
Q Q Q Q
S296_006
31
87
30
15
G295 Z44
λ
N276
N316
G39
J583
N80 J271
Z19
M
ϑ ϑ 1 2 3 4 5 6
M
G188 G187 G186
J338 Plus
G299
G61
Masse
Eingangssignal
Ausgangssignal
Bidirektionale Leitung
CAN-Datenbus-Antrieb
31
Eigendiagnose
Die Diagnose
Nähere Informationen zum Ablauf und zur Funktionsweise der „Geführten Fehlersuche“ fin-
den Sie in dem Bedienungshandbuch zum VAS 5051.
36
Spezialwerkzeuge
T 10133/1
Abzieher
S296_046
S296_048
S296_045
S296_053
S296_054
37
Prüfen Sie Ihr Wissen
________________________________________________________________________________
________________________________________________________________________________
________________________________________________________________________________
3. Wie viele Thermostate sind im Kühlmittelregler-Gehäuse verbaut und wozu dienen sie?
A. Eins, nach dem Erreichen der Betriebstemperatur strömt das Kühlmittel durch den Kühler.
B. Zwei, für die getrennte Kühlmittelführung werden zwei Thermostate benötigt, eins für den
Zylinderblock und eins für den Zylinderkopf.
C. Drei, zusätzlich zu den Thermostaten für den Zylinderblock und den Zylinderkopf wird noch
ein Thermostat für die Kühlung des elektrischen Abgasrückführungsventils benötigt.
38
5. Welche Betriebsart ist beim 1.6l/85kW FSI-Motor gegenüber dem 1,4l/63kW FSI-Motor
zusätzlich vorhanden?
A. Schichtladungs-Betrieb
B. Homogen-Mager-Betrieb
C. Homogen-Betrieb
D. Doppeleinspritzung-Katheizen
E. Doppeleinspritzung-Volllast
A. Hochdruck-Kraftstoffpumpe
B. Regelventil für Kraftstoffdruck N276
C. Hochdruck-Kraftstoffleitung
D. Steuergerät für Kraftstoffpumpe J538
E. Kraftstoff-Verteilerrohr
F. Druckbegrenzungsventil
G. Geber für Kraftstoffdruck, Hochdruck G247
H. Hochdruck-Einspritzventile N30-N33