0 Bewertungen0% fanden dieses Dokument nützlich (0 Abstimmungen) 14 Ansichten2 SeitenOooooo
Copyright
© All Rights Reserved
Verfügbare Formate
Als PDF herunterladen oder online auf Scribd lesen
TestDaF= .
Lesetext 2: Aufgaben 11-20
@.20Min,
‘ate
Lesen Sie den Text und lésen Sie die Aufgaben.
Unheimlich, aber normal
Haben die letzten Erdbeben cine gemeinsame Ursache?
Tarke, Teiwan, Griechenland, Mexiko und jetzt wieder
Tirkei ~ so mancher mag sich fragen, ob diese Haufung
von Erdbeben normal ist. ,£5 gibt keinen Zusammenhang
:wischen den groBen Erdbeben der letzten Monate", sagt
Hans-Peter Harjes, Geophysiker an. der Ruhr-Universtat
Bochum. Nicht einmal die Beben in der Tirkei und in
Griechenland, die kurz nacheinander passerten, hatten
tine gemeinsame Ursache, und sie hingen auch nicht
mit dem Erdbeben in Tawan zusammen, obwohl alle drei
Regionen am Rand der groBen eurasischen Plate liegen.
Set Jahren versuchen Wissenschatler zu erktren, warum
Erdbeben_manchmal besonders hiufig vorkommen.
Dabei untersuchten sie vor allem die Wirkung von Ebbe
tnd Flut, die durch die Anziehungskraft des Mondes
entstshen. Ebbe und Flut lassen namlich nicht nur die
Meeresoberfliche steigen und sinken, sondem ebenso
die Erdoberflache. Doch Messungen haben gezeigt, dass
solche Wellerbewegungen mwar Spannungen in der
Erdoberfliche erzeugen, jedoch keine Erdbeben ausiésen
tnd schon gar keine Erdbebenserien. Auch ci seismischen
Wellent, die bei Erdbeben entstehen und um den Globus
laufen, verursachen Keine weitere Erdbeben. Dagegen
sprict allen schon die Schneligkeit dieser Wellen, erklart
Harjes. Die Wallen pflanzen sich mit einer Geschwindigkeit
von etwa zehn Kilometern pro Sekunde fort. Taiwan zum
Beispel liegt twa 10.200 Kilometer vom tirkischen tzmir
entfemt. Die Erde Taiwans hatte demnach ungefahr 17
Minuten rach der Katastophe in der Trkei beben missen
= nicht erst neun Wochen spater.
Jahrich werden weltweit im Durchschnitt etwa 10.000
Erdbeben der Starke vier und groBer aut der Richterskala
regisrert, 10 bs 15 Erdbeben haben katastrophle Folgen.
Solche Beben scheinen sich in letzte Zeit zuhufen.,Doch
der Endruck tauscht’, sagt Hares, ,denn die Zaben legen
im statistischen Mitel.”
Copyright © 2005 Max Husber Verlag. ISBN3~10-051600-5, 1. Auflaga 4. Druck ml
as falsche Bild entstand sciner Meinung nach dadurch,
dass die schweren Erdbeben kurz hintereinander in dicht
besiedelten Gebieten passert sind und groBlen Schaden
verursacht haben.
US-amerikanische Erdbebenforscher vermuten, dass
heftige Erdbeben in Zukunft noch katastrophalere
‘Auswrrkungen auf Mensch und Natur haben werden als die
schwerenBeben in der jingsten Vergangenheit. Der Grund:
Viele groBe Metropole liegen in den Erdbebenzonen,
beispielsweise auf dem Feuergirtel rund um den Pazifik,
wo die Bevokerung rasch wachst. Daher sind immer
‘mehr Menschen von den Ercbeben betroffen. Am meisten
Sorgen bereite ihm die japarische Hauptstadt Tokio, sagte
Ikiraich der Geologe Frank Press, ehemeliger Président
der US-amerikanischen Akademie der Wissenschaften.
Schon 1923 forderte ein Erdbeben 143.000 Todesopfer,
heute aber leben dort mehr als zehn Millinten Menschen.
«Fin Erdbeben kannte", befrchtet Press, ,der gesamten
Weltwitschaft schaden, den Industienationen ebenso
wie den Entwicklungstandern.” Auch Harjes schlieBt eine
Katastrophe richt aus. Die Hochhauser in Tokio sind
‘war nach Vorschrift gebaut. Die Fundamente haben
Gummiputter, die jene [Link], die
durch die Erdbeben enistehen. Diese Schwingungen sind
s, die die Winde brechen und einstirzen lassen. Aber
viele Gebaude stehen aut Sand und Kies ~ der denkbar
schlechteste Baugrund. Sand und Kies verstirken die
zerstorerische Kratt der Erdbeben - mit verheerenden
Folgen fur alle Bauwerke.”
Insgesamt betrachtet - so die Wissenschaftler - sind
vor allem die Folgen der Erdbeben besorgniserregend.
Deskalb muss die Erdbebengefahr emst genommen und
entsprechende MaBnzhmen wie Evakuierungspline,
bautechnische Konsequenzen etc. getroten werden. Panik
sollte jedoch auf alle Fle vermieden werden.
+ sesmische Wellen ch Exdbeben versace DroveLesetext 2: Aufgaben 11-20
Markieren Sie die richtige Antwort (A, B oder C).
(0) Bei den letzten Erdbeben fragten sich 16.
viele,
Lésung: A
‘A ob die gréere Haufigeit normal st
B ob die Trke besonders gefahrdet ist
_welehes Land es als nchstes tit.
11. Der Geophysiker Harjes glaubt, dass
die Erdbeben
A in den drei Landern Gemeinsamkeiten
aufweisen.
in den drei Landern nichts miteinander zu tun
haben.
nur in der Tarkei und Griechenland
ausammenhéngen.
7.
B
c
12. Die Forscher versuchen mi eskliren,
warum die Wellenbewegungen eine Spanaung
erzeugen.
\warum es zu manchen Zeiten viele Erdbeben
sibt.
welche Wirkung die Anzichung des Mondes
hat.
18.
13. Messungen haben gezeigt, dass
Etdbeben
A. Ebbe und Flutbeeinflussen.
B_ durch Steigen und Fallen der Erdoberfliche
entstehen.
nicht durch Spannungen in der Erdoberfiache
entstehen.
19.
c
14. Die seismischen Wellen, die bei
Erdbeben entstehen,
‘A fihren zu weiteren starken Erdbeben.
B. laufen mit hohem Tempo um die Erde.
sind in einigen Lndern starker 2u spiren.
15. Harjes sagt, dass
A die Anzali der Erdbeben gleich geblieben ist
B. die Anzahl der schweren Erdbeben gestiegen
it
C dicht besiedelte Regionen haufiger von
Erdbeben betroffen sind.
TestDaF m=
S44
‘US-amerikanische Forscher glauben,
dass
‘A. die Folgen der Erdbeben schlimmer werden.
B die Starke der Erdbeben in bestimmten
Gebieten zunehmen wird.
C_Erdbeben ein wenig kakulierbares
Naturereignis darstellen.
Die US-amerikanischen Forscher
weisen darauf hin, dass
A. das Pazifikgebiet am meisten von Erdbeben
bedroht ist.
B. die Zahl der Einwohnerin den
Erdbebengebieten wachst.
die Zahl der GroBstadte in den
Erdbebengebieten wachst.
Der Geologe Press macht sich Sorgen
um Tokio, weil
‘A. bereits bei einem friheren Erdbeben viele
“Menschen starben.
B_ das nachste Erdbeben dort unmitelbar
bevorsteht.
ein Erdbeben dort weltweite negative Folgen
hatte
Harjes sieht die gréBte Gefahr fiir
Tokio darin, dass
‘A. die Gebaude nicht erdbebensicher gebaut
sind,
viele der alteren Gebaude einstirzen werden.
viele der Gebaude auf sandigem Boden
stehen,
B
c
Die Erdbebenforschung ist insgesamt
favor ‘Uber dass
die Auswirkungen von Erdbeben das
Kemproblem darsellen.
‘die Menschen weniger Angst vor Erdbeben
haben sollten.
‘Manahmen entwicklt werden Kénnen, um
die Starke von Erdbeben zu mildern.
oe | Copyright® 2005 Max Husber Verlag ISEN3-19-051600-5, 1. Auflage 4. Druck
Das könnte Ihnen auch gefallen