CRM
CRM
Auf Basis klar definierter Ziele sind CRM-Strategien zu erarbeiten, die festlegen,
welche Kundengruppen wie angesprochen werden können und sollen.
Ausgangslage z. B. mithilfe von SWOT-Analysen, Lebenszyklus zu klären, um
notwendige „Marschrichtung“ abzuleiten
legen einen Handlungsrahmen fest, welche Kundengruppen bearbeitet werden
sollen und welches Instrumentarium gewählt werden kann
Unternehmen sammeln Informationen zum Kunden und führen diese zu einem
„One face of the customer“ zusammen.
hohes Commitment der Mitarbeiter nötig
Implementierung von Kommunikations-, Personalmanagement- und Vergütungs-
sowie Kontrollsysteme
One face oft he customer: Ergebnis der ganzheitlichen Betrachtung der dem Unternehmen
zur Verfügung stehenden Kundeninformationen
Aktivitäten
Kundenzufriedenheit soll auf- und ausgebaut werden, um Basis für die
Kundenbeziehungen zu schaffen, damit Kunden langfristig gehalten und
Wertbeitrag gesteigert wird
Neben den bestehenden Kunden gilt es aber auch, potenzielle neue Kunden zu
identifizieren, anzusprechen, zu gewinnen und diese dann wiederum langfristig zu
binden.
Ziele CRM
Optimierung der
Erhöhung des Share of Wallets Kundenbeziehungen Gewinnung neuer,
jedes einzelnen Kunden unter ökonomischen profitabler Kunden.
Gesichtspunkten und
Share of Wallets: Anteil der Gesamtausgaben eines Kunden in einem bestimmten Bereich
(z. B. Kleidung), den er bei einem Anbieter (z. B. Hosenmarke) ausgibt.
Profitable Kunden: Kunden, die dem Unternehmen verbunden sind, mehr als einmal
Produkte erwerben und langfristig einen Beitrag zum Unternehmenserfolg leisten.
Burnout-Marken Stammkunden Kundenwert
Käufermarkt
Im sogenannten Käufermarkt übersteigt das Angebot die Nachfrage.
Fokussierung auf die Unique Selling Proposition (Alleinstellungsmerkmal eines
Produktes)
Beziehungsorientiertes Marketing
Das beziehungsorientierte Marketing richtet sich an den Bedürfnissen der Kunden
aus.
Steuerung von Kundenbeziehungen im Vordergrund
Vorteile der Beziehungsorientierung
Rentabilitätssteigerungen (Einsparungen bei der Neukundengewinnung),
Wachstumseffekten (Zunahme von Cross-Buying-Effekten)
Sicherheitsaspekten (z. B. durch Planungssicherheit)
Cross-Buying-Effekt
Kauft ein Kunde beim gleichen Unternehmen wiederholt und/oder erwirbt er nach
einem Kauf auch weitere Produkte eines Unternehmens
Aufgaben CRM
Kundengewinnung,
Kundenbindung
Kundenrückgewinnung
Low Involvement
Produkten des täglichen Bedarfs
Informationen werden unbewusst aufgenommen
High Involvement
Kauf eines Autos
Kaufentscheidung durch viele Faktoren geprägt ist (Markenimage, Qualität oder der
Preis)
komplexere Lernvorgängen, da die Informationsaufnahme und -verarbeitung
vernunftgesteuert abläuft
Gewinntheorie
rückt das Verhalten des Unternehmens hinsichtlich der dem Konsumenten
angebotenen Leistungen in den Vordergrund
orientiert sich an der Gewinnmaximierung bei der Wahl der Handlungsoptionen
(Betrachtung des Kunden anhand seines Wertes für das Unternehmen)
neoinstitutionelle Ansatz
Funktion der Förderung von Transaktionen / Interaktion
dient nach diesem Verständnis dazu, Unsicherheiten ab- und Vertrauen aufzubauen.
Kundenorientierung
führt zu einer Veränderung der Organisationsstrukturen innerhalb der
Unternehmen (Abteilungsübergreifend)
strukturelle Veränderungen bieten Potenzial für interne Interessenskonflikte
notwendige Akzeptanz im Unternehmen
Bildung von interdisziplinären Arbeitsgruppen: Zusammensetzung aus Experten
verschiedener Abteilungen (Produktmanager, Vertriebsmanager Logistikexperten)
Resource-Dependence-Theorie
beschäftigt sich mit dem Einfluss externer Ressourcen auf unternehmerisches
Handeln und Verhalten.
Kunde wird demnach als wichtige Ressource betrachtet und die Beziehung zwischen
Anbieter und Kunde als symbiotisch beschrieben: Der Output des Unternehmens
setzt den Input des Kunden voraus
psychologische Ansätze
- die Lerntheorie (Verstärkungsprinzip),
- die Risikotheorie (Vermeidung negativer Konsequenzen),
- die Dissonanztheorie oder auch
- die Involvement-Theorie.
Lerntheorie
Für das Verstehen von Kundenverhalten wird oft auf die Ansätze des
Verstärkungsprinzips zurückgegriffen
Verhaltensänderungen werden demnach durch positive oder negative
Konsequenzen hervorgerufen
Mere-Exposure-Hypothese
Wahrnehmung verändert sich positiv, wenn Zielgruppe möglichst oft mit dem
Bezugsobjekt Kontakt kommt.
Risikotheorie
basiert auf der Erkenntnis, dass Kunden ein mit dem Kauf von Produkten
verbundenes Risiko möglichst gering halten wollen.
funktionale, finanzielle, soziale und psychische Risiken, die sich auf gekaufte
Leistungen beziehen.
Für die Kundenbeziehungen bedeutet dies, dass für den Kunden Risiken minimiert
werden, wenn der Kunde sich auf den Anbieter und den Kaufprozess verlassen kann
und er diesem vertraut
sozialpsychologische Erklärungsansätze
Interaktions- und Netzwerkansätze
Austausch-, Anreiz-Beitrags- und Equitytheorie
Durchdringungstheorie.
Equitytheorie
Die Equitytheorie ist eine Prozesstheorie, die versucht zu erklären, wie Motivation
entsteht.
Beziehungsaufbau
Schaffung von Mehrwerten von Unternehmen und Kunden eine wichtige Rolle.
Beziehungen werden langfristig nur aufgebaut und erhalten, wenn sie für die
beteiligten Partner einen erkennbaren Nutzen aufweisen (Vertrauen)
durch mehrmalige Interaktion zwischen Kunden und Unternehmen entstehenden
Beziehungen weisen eine sachliche, aber auch eine emotionale Ebene auf.
langfristiger Prozess
kommunikative Sicht
Herausforderungen
Veränderung der Kommunikationslandschaften,
Orientierung des Marketings vom transaktions- zum beziehungsorientierten Denken
Ziele
absatzpolitischen Ziele
Aufgabe und das Ziel der Herstellung, Pflege und des Erhalts von Anbieter-Kunden-
Beziehungen
Kommunikation an den Bedürfnissen der Zielgruppen, der Schaffung eines Nutzens
für Anbieter und Kunden und des Dialogs auszurichten
Streuverluste durch massenmedial vermittelte Kommunikation vermeiden
interaktions- und dialogorientierte Kommunikation mit (profitablen) Kunden
etablieren
Beziehungsmarketing
Symmetrische Zwei-Wege-Kommunikation
lässt Feedback nicht nur zu, sondern akzeptiert es auch
Interaktions- und dialogorientierte Kommunikation
- Beteiligte Kommunikationspartner haben Möglichkeit in direkten Kontakt und
Austausch miteinander zu treten.
Dialogorientierung
kann einseitig geprägte Kommunikationsprozesse ergänzen oder ersetzen, um zum
Beziehungsaufbau beizutragen.
Der Kunde kann diesen Dialog selbst initiieren
Kommunikation als Pull-Kommunikation und nicht als Push-Kommunikation
auszurichten.
wichtig ist die Schaffung von Rückkopplungskanälen, die die Möglichkeit zur
Initiierung des Dialogs von beiden Seiten ermöglichen.
Aufgaben Kommunikation
Initiierung und Umsetzung Anbieter-Kunde-Beziehungen, aber auch umzusetzen
Moderation Dialog
Eigenschaften Kommunikation
langfristig, bedürfnisgerecht
- Kommunikation muss die Bedürfnisse erkennen und den individuellen Dialog
anbahnen (Mittel-Zweck-Beziehung).
nutzen- und dialogorientiert
- durch diesen Dialog erhält Unternehmen wichtige Informationen über den
Kunden, die die Basis für individualisierte und maßgeschneiderte Angebote
bilden (Zweck-Mittel-Beziehung)
Kundenlebensphasenzyklus
orientiert sich an den verschiedenen Lebensabschnitten von Menschen und den
damit verbundenen Konsumanforderungen
verändern sich oft auch in Abhängigkeit von den jeweiligen Lebensphasen
finanzieller Natur
lebensprägende Ereignisse
positiv und negativ
- teils altersabhängig (Kundenalterszyklus)
- teils abhängig von den jeweiligen Lebensumständen
(Kundenlebensphasenzyklus)
Empty-Nest-Familien: Familien in der Zeit nach dem Auszug der Kinder aus dem elterlichen
Haushalt.
Phasen Kundenbeziehungszyklus
1. Akquisitionsmanagement (Ziele: Aufmerksamkeit, Interesse, Bekanntheit)
2. Kundenbindungsmanagement (Zufriedenheit, langfristige Bindung)
3. Rückgewinnungsmanagement (Vertrauen herstellen, Verlässlichkeit)
Customer Retention
Prozesse, die beim Nachfrager zu einer Kundenbindung führen, müssen verstanden
werden.
Dann können Ansatzpunkte identifiziert werden, die es Unternehmen ermöglichen,
Einfluss auf die Kundenbeziehung zu nehmen und den Kunden idealerweise zu
binden
Equity-Theorie
Gerechtigkeit von Austauschbeziehungen im Mittelpunkt der Betrachtung
Zufriedenheitsurteile basieren auf dem in eine Transaktion/Geschäftsbeziehung
investierten Kosten und dem resultierenden Nutzen
Lerntheorien
Verhaltensweisen vom Kunden durch Belohnung (Zufriedenheit) bzw. Bestrafung
(Unzufriedenheit) vorangegangenen Verhaltens erlernt werden.
Instrumentell
Zufriedenheit führt zu einer Verstärkung des bisherigen Verhaltens (Loyalität),
während Unzufriedenheit zu einer Umkehr des Verhaltens führt.
Sozial
basieren auf der Annahme, dass Kunden Verhaltensweisen durch Beobachtung von
Referenzpersonen erlernen.
Wird loyales Verhalten beobachtet, so übernimmt der Kunde dieses Verhalten und
verhält sich ebenfalls loyal.
Risikotheorien
Kunde versucht, das wahrgenommene Risiko zu minimieren. Eine Möglichkeit durch
das loyale Verhalten zu einem Anbieter, mit dessen Leistungen man in der
Vergangenheit bereits zufrieden war.
Customer Touchpoints: Bezeichnung aller Punkte und Schnittstellen, an denen ein Kunde in
Kontakt mit dem Unternehmen kommt.
Weitere Auswertungen
multipler Regressionsanalyse
Kausalanalyse
Conjoint-Analyse
Conjoint-Analyse: Die Conjoint-Analyse ist eine indirekte Befragung zur Analyse der
Bedeutung verschiedener Einflussfaktoren auf Kaufentscheidungen
Kundentreue
aus Kundensicht dann, wenn der Kunde einen Nutzen in der Beziehung zum
Anbieter erkennen kann (Zufriedenheit)
aus Sicht des Kunden sogenannte „Customer Value“
beschreibt den Wert, den der Kunde der Beziehung zum Unternehmen beimisst
(Preis-Leistungs-Verhältnis)
beeinflusst durch rationale Aspekte und habitualisierte Einflüsse, wie etwa
Bequemlichkeit
Bewertung mit dem Grad der Kundenzufriedenheit.
Beschwerdemanagement
Ein Beschwerdemanagement umfasst alle Maßnahmen eines Unternehmens im
Zusammenhang einer Reklamation oder Beschwerde eines Kunden
beginnt bereits bei der Möglichkeit des Kunden, mit dem Unternehmen in Kontakt
zu treten
immer wichtige Informationen zur Verbesserung der Service- und Produktqualität
Kundenorientierung der Mitarbeiter gefördert und gefordert
Kundenorientierung
stellt sie das Verhalten des Mitarbeiters dem Kunden gegenüber dar.
Ansätze in 2 Dimensionen
- kundenorientierte Einstellung / kundenorientiertes Verhalten
Preisfairness: Das Hauptaugenmerk liegt meist auf der Leistungsdimension (ob das Produkt
den Bedürfnissen des Kunden gerecht wird)
Kundenintegration
Kunden können in die Produktentstehung oder auch schon einen
Innovationsprozess eingebunden werden
kann an verschiedenen Kontaktpunkten von Unternehmen zu den Kunden ansetzen.
Zielt auf eine proaktive Einbeziehung des Kunden ab.
sollte einen Beitrag zu unternehmerischen Entscheidungen leisten
Kundenbindungsmanagement
beschäftigt sich vornehmlich mit den endogenen Bindungsursachen
analysiert und plant systematisch die notwendigen Maßnahmen zur Ansprache des
potenziellen und aktuellen Kundenstamms, mit dem Ziel, die Beziehungen
aufzubauen, zu pflegen und zu intensivieren
Kundenbindung wird unterschieden in Verbundenheit (freiwillig) und Gebundenheit
(Bindung nicht zwangsläufig positiv)
Erfolgsfaktoren
Leistungsqualität: objektive und subjektiv wahrgenommene Eigenschaften;
Leistungswert: Preis kann Opfer oder optimales Preis-Leistungsverhältnis bedeuten;
Vertrauen: Bereitschaft, sich auf Produkt/Leistung zu verlassen;
Commitment: emotionale Verbundenheit
Beziehungsqualität: Vertrauen und Vertrautheit
Zufriedenheit
Habituelle Bindungen: Als habituelle Bindungen werden solche Bindungen bezeichnet, die
gewohnheitsmäßig bestehen.
Wirkungskette
stellt den idealtypischen Verlauf dar
nicht jeder Kunde durchläuft alle Phasen
Anbieter-Kunden-Beziehung nicht in Stein gemeißelt ist
Retention = Bindungsphase
Steigerung der Kundenzufriedenheit durch geeignete Instrumente
in Form von Rabatten, exklusiven Angeboten, Vergünstigen
Unterscheidung Gebundenheitsstrategie und Verbundenheitsstrategie
Gebundenheitsstrategie
zielt darauf ab, dass der Kunde nicht zu einem anderen Anbieter wechselt.
1. ökonomische Bindung (z. B. durch Rabattsysteme, Kundenkarten etc.),
2. vertragliche Bindung (z. B. durch Vertragslaufzeiten),
3. technische oder funktionale Bindung (z. B. fehlende Kompatibilität mit
anderen Angeboten)
4. geografische Bindung
Verbundenheitsstrategie
steht Freiwilligkeit im Vordergrund
Unternehmen zielen darauf ab, dass der Kunde sich so mit dem Unternehmen und
dessen Angeboten identifiziert, dass ein Anbieterwechsel gar nicht infrage kommt
(z. B. durch kundenindividuelle Leistungen (Customization)
Customization
Die Anpassung eines Produktes an individuelle Kundeninteressen wird als
„Customization“ bezeichnet.
Recovery
Rückgewinnungsphase
versucht durch geeignete Maßnahmen unzufriedene oder abwanderungswillige
Kunden zu halten oder bereits abgewanderte Kunden zurückzugewinnen
immer folgendermaßen gegliedert sein
1. Rückgewinnungsanalyse: Analyse der Gründe für Unzufriedenheit oder
Kündigung und Feststellung des Kundenwerts
2. Rückgewinnungsaktivitäten (z. B. Nachbesserung, Preisreduktion,
Zusatzleistungen etc.) und
3. Rückgewinnungscontrolling (ob sich Aufwendungen gelohnt haben: Berechnung
des Return on Regain Investmenent.
Return on Regain Investment: Eine Kennzahl, die aufzeigt, wie viel durch jeden in die
Rückgewinnung investierten Euro gewonnen wird
Kundensicht
- Der in diesem Zusammenhang bekannte Begriff des Customer Value beschreibt
die Kundensicht und betrachtet den Nettonutzen, den der Kunde einer
Geschäftsbeziehung beimisst
- wahrgenommene Nutzen, der sich z. B. aus einem guten Preis-Leistungs-
Verhältnis
Anbietersicht
- Beitrag eines Kunden zur Erreichung der Ziele (monetärer / nicht-monetärer Art)
des Unternehmens
- Jeweiligen Bezugsrahmen berücksichtigen
- Klärung ob gesamte Kundenbeziehung, einzelne Kundengruppe, bestimmtes
Kundensegment oder individuelle Kundenbeziehung erfasst / bewertet wird
- zeitlicher Erfassungsrahmen relevant
Berücksichtigung Transaktionen zwischen Anbieter und Kunde
Relationspotenzial zum einen als Weiterempfehler innerhalb des persönlichen
Beziehungsnetzwerkes (Referenzpotenzial)
aber auch auf Potenzial als Informationslieferant für das Unternehmen
Referenzpotenzial: spiegelt wider, in welchem Maß ein Kunde Einfluss auf die
Kaufentscheidungen Dritter nimmt.
Kaufhistorie
erfasst, wann, was und in welchem Umfang ein Kunde bei einem Unternehmen
erworben hat.
Kenntnisse über das Basisvolumen für Analyse relevant, da Wiederkaufverhalten
und Cross- und Up-Selling-Potenzial in Abhängigkeit zu betrachten sind
Kundendeckungsbeitrag
Kundendeckungsbeitragsanalyse stellt Erweiterung der Kundenumsatzanalyse dar
rechnet auch Kosten ein, die in einzelnen Kundenbeziehungen oder Kundengruppen
entstehen
soll darlegen, welchen Deckungsbeitrag ein Kunde erbringt
Problemstellen: die genaue Ermittlung der auf den Kunden entfallenden Kosten
(willkürliche Schlüssel bei Werbekosten)
ABC-Analyse
eindimensionales Verfahren
klassifiziert den Kunden nach seinen Umsatz- bzw. Deckungsbeiträgen
Darstellung, welchen Anteil am Gesamtumsatz der einzelne Kunde hat
Dabei wird der Kunde entsprechend seines Umsatzvolumens einer Wertklasse A
(größter Umsatz), B oder C (geringerer Umsatz) zugeteilt
oft die 80:20-Regel bestätigt, die besagt, dass auf 20 % der Kunden 80 % des
Gesamtumsatzes entfallen
Kundensegmentierung
zweidimensionale Methode stellt vorökonomische und ökonomische Dimensionen
gegenüber
ordnet Kunden in möglichst homogene Gruppen und dient als Basis für die
Kundenbearbeitung
bildet Kundengruppen, die innerhalb ihres Segments möglichst homogen sind
(Einstellungen, Erwartungen oder auch Marktreaktionen)
Darstellung der Segmente in Portfolios
Kundenportfolios
Dient dazu, die Kunden durch die Einteilung und Zuordnung zu gewissen Segmenten
besser „verstehen“
gemäß dem jeweiligen Kundensegment die kundenbezogenen ökonomischen Ziele
präzise formulieren zu können
Segmentierung orientiert sich an den drei Phasen des CRM – der Akquisitions-,
Bindungs- und Rückgewinnungsphase
innerhalb dieser Phasen an den jeweiligen Erfolgsketten (Inhaltliche Verknüpfung
aufeinander beziehende Variablen)
vier Kundenbindungsarten
künstlich gebundene Kunden (hohe Gebundenheit und geringe Verbundenheit)
sicher gebundene Kunden (hohe Ge- und Verbundenheit)
nicht gebundene Kunden (Kunde ist neutral) und
emotional gebundene Kunden (hohe Verbundenheit ohne Gebundenheit).
zweidimensionale Segmentierung
betrachtet je zwei Glieder der Erfolgskette
unterscheidet im Portfolio anhand von zwei Dimensionen jeweils vier Kundentypen
- eingesperrte Kunden (hohe Bindung und geringe Zufriedenheit – aus Mangel an
Alternativen),
- überzeugte Kunden (hohe Zufriedenheit und hohe Bindung – häufig auch ohne
Vertrag),
- unsichere Kunden (Zufriedenheit und Bindung sind gering),
- Wechselkunden (hohe Zufriedenheit aber wenig Bindung: Variety-Seeking-
Verhalten)
Zielsetzungen
Festlegung eines Kundenzufriedenheitsniveaus
Erreichen eines bestimmten Grades der Kundenbindung bis
Anvisierter Kundenwert je Kundensegment
Stimulierungsstrategie
versucht beim Kunden Anreize zu schaffen, die ihn zu einem Impulskauf bewegen.
Überzeugungsstrategie
Überzeugung durch Information
Einsatz geeigneter Mittel, um beim Kunden gewünschte Einstellungen zu erreichen
Nach Kauf folgt die Sozialisationsphase (Eingewöhnungsstrategien tragen bei, den
Kunden mit dem Unternehmen vertraut zu machen)
Anreize:
Direkt: Sonderangebote, Leistungsproben
indirekt: Testimonials (Meist bekannte) Personen, die sich in der Werbung
ausdrücklich positiv für ein Produkt aussprechen
Kundenbindungsstrategien
Unterscheidung zwischen Wachstums- und Reifephase
Wachstumsphase wird Strategie gewählt
In Reifephase wird Bindung stabilisiert und fortgeführt
Ziele
Zufriedenheit, um die Kauffrequenz zu erhöhen
Cross- und Up-Selling-Potenzial ausschöpfen
Förderung der Weiterempfehlungen durch die Kunden
Kundenrückgewinnungsstrategie
verschiedene Kundentypen
- abwanderungswillige Kunde (noch nicht endgültig entschieden hat, ob er dem
Unternehmen den Rücken zukehrt)
- abwanderungswillige Kunde (fest entschlossen und Vertrag bereits gekündigt
hat)
- Kunde, der die Beziehung tatsächlich beendet (vertragliche Bindung
ausgelaufen ist)
Beziehungsbeendigungsstrategien
offene oder eine verdeckte Vorgehensweise
offen:
- Ende der Geschäftsbeziehung wird Kunden direkt kommuniziert
Verdeckt
- Ende der Geschäftsbeziehung nicht direkt mitgeteilt
- Kann aus taktischen und ökonomischen Gründen notwendig sein
weitere CRM-Instrumente
Qualitätsmanagement
wirkt sich direkt auf die Kundenzufriedenheit
ist Voraussetzung für den Aufbau von Kundenbeziehungen.
nach innen (Produktivität) und außen gerichtet
Beschwerdemanagement
Servicemanagement
- beschäftigt sich mit allen Faktoren, die über das reine Produkt hinaus Einfluss
auf die Kundenzufriedenheit und Bindung nehmen.
- Instrumente reichen vom Kundendienst, über technische und kaufmännische
Dienstleistungen, Garantien bis hin zum Lieferservice (Value Added Services)
Kundenwertmanagement
- Kommunikationsmaßnahmen (Dialogmarketing über Kundenclubs – sogenannte
Loyalty-Programme – bis hin zu Kundenzeitschriften)
- Informationsaustausch zwischen Anbieter und Kunden zu erhöhen, um den
Kunden über Angebote zu informieren, Dialogorientierung zu fördern und
dadurch mehr Wissen über den Kunden generieren zu können. Dieses Wissen
über den Kunden mündet in individualisierter Kundenansprache
(Customization: Anpassung Strategie, Produkte und Dienstleistungen für
individuelle Kundeninteressen)
Value Added Services: Angebote und Dienste eines Unternehmens, die dem Kunden einen
Mehrwert zum eigentlichen Produkt liefern (z. B. Montageservice)
Wissensmanagement
Sammeln von Daten
Verarbeitung und Ableitung von Handlungsnotwendigkeiten
bildet Schnittstelle zwischen IT-Infrastruktur zur Datenerhebung und der
Entwicklung eines effektiven und effizienten Kundenmanagement
stellt die Gesamtheit der Aktivitäten zur Nutzbarmachung von vorhandenem Wissen
innerhalb eines Unternehmens dar
Kundenbeziehungen im Konsumgüterbereich
Involvement der Kunden eine große Rolle
Marken-Kunden-Beziehung
Maßnahmen sind Flagship Stores, Brandlands, Markenevents, Brand Communities,
die Social-Media-Kommunikation, Messen und Events im Live-Bereich, aber auch
Virale Marketing oder Crowdsourcing
Brand Communities
Mit Brand Communities werden Markengemeinschaften, die aus der Bindung der
Konsumenten zur Marke erwachsen, bezeichnet.
Investitionsgüter
Güter, die zur Produktion oder zur Weiterverarbeitung anderer Güter verwendet
werden
Kundenbeziehungen im Investitionsbereich
hoher Informationsbedarf
Berücksichtigung finanzielle Aspekte, technische Faktoren, Vertragslaufzeiten
Kundenbeziehungen Dienstleistungsbereich
bei der Inanspruchnahme und der dort stattfindenden Interaktion zeigt sich, ob die
Kundenerwartungen erfüllt werden
Vertrauen aufzubauen und mittel- bis langfristig nicht zu enttäuschen
persönliche Kommunikation ist wichtigste Maßnahme
kritische Einschätzungen führen bei Kunden dazu, dass an Kundenprogrammen nicht
teilgenommen wird (Datenschutz)
Kundendatenbanken
Stammdaten
alle Transaktionen (Einkäufe, Rücksendungen, Reklamationen)
Anregungen des Kunden und
Sammlung sämtlicher Kontakte via E-Mail, Telefon
Identifikationsdaten
Die sogenannten Identifikationsdaten umfassen neben den Adress- und
Kontaktdaten auch Daten wie Kundennummer, Name, Titel und Anrede.
Deskriptionsdaten
Kennzahlen wie Kundennummer, Produktgruppenumsatz
Psychografische Daten
Daten über die Einstellungen der Kunden (Lifestyle, Werte und Wünsche)
Transaktionen
Zu den Transaktionen mit dem Kunden gehören dessen getätigte Käufe, alle
Kontakte sowie die Informationen zum Produktnutzungsverhalten des Kunden.
Datenverarbeitung
Data Warehouse (Datenlager)
Analysewerkzeuge wie Data Mining oder das Online Analytical Processing (OLAP)
Data Warehouse
Datenbank, die Daten aus allen Bereichen eines Unternehmens für Analysezwecke
sammelt und sortiert
OLAP
Das OLAP liefert deskriptive (beschreibende), aber keine explikativen (erklärenden)
Daten.
z. B. auf die Menge des Absatzes in einem bestimmten Zeitraum und an einem
bestimmten Ort beziehen
deskriptive Daten (Kundennummer) nichts über die Kaufgründe erklären
daher Datenmaterial ganzheitlich auszuwerten (Data Mining).
Data Mining
Daten, die für alle Bereiche des CRM-Prozesses genutzt werden können.
ein (häufig automatisierter) Prozess zur Durchdringung des Datenmaterials, um
mögliche Zusammenhänge zwischen Kundenverhalten und kundenorientierten
Geschäftsprozesses aufzuzeigen.
in sechs Schritte unterteilt und hat sich als sogenannter Cross-Industry Standard
Process for Data Mining, kurz CRISP-DM etabliert.
Herausforderung für Unternehmen
- Vorhandene Kundendaten über alle Unternehmensbereiche hinweg zu betrachten
und zu analysieren
- Data Mining hilft dabei, Kunden zu segmentieren, nach Kaufverhalten oder
Kündigungswahrscheinlichkeit zu klassifizieren oder Cross-Selling-Potenziale zu
identifizieren.