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Jugendmode

Die Jugendmode in der DDR der 70er Jahre wurde von weiten Hosen mit Glockenform und enger Taille geprägt. Trotz offizieller Ablehnung fanden sich auch Einflüsse der Hippie-Mode in folkloristischen Elementen wieder. Kurze 'heiße Höschen' waren bei Mädchen beliebt, mussten aber oft selbst hergestellt werden. Lange Kleider und Röcke in grellen Farben sowie auffällige Accessoires waren ebenfalls typisch für das Jahrzehnt. 1978 begann die Produktion blauer Jeans in der DDR, die jedoch hinter der Qualität westlicher Vorbilder zurückblieben. Jeans galten als Ausdruck von Freiheit, wurden in der DDR aber zunächst nicht akzeptiert.

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Jugendmode

Die Jugendmode in der DDR der 70er Jahre wurde von weiten Hosen mit Glockenform und enger Taille geprägt. Trotz offizieller Ablehnung fanden sich auch Einflüsse der Hippie-Mode in folkloristischen Elementen wieder. Kurze 'heiße Höschen' waren bei Mädchen beliebt, mussten aber oft selbst hergestellt werden. Lange Kleider und Röcke in grellen Farben sowie auffällige Accessoires waren ebenfalls typisch für das Jahrzehnt. 1978 begann die Produktion blauer Jeans in der DDR, die jedoch hinter der Qualität westlicher Vorbilder zurückblieben. Jeans galten als Ausdruck von Freiheit, wurden in der DDR aber zunächst nicht akzeptiert.

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Thema :Jugendmode in der DDR der 70er Jahre

Vor allem waren sie der Hippie-Mode zuzuordnen. Diese Hosen waren an der Hüfte eng
anliegend und wurden unterhalb des Knies sehr weit, glockenartig weit. Die extreme Weite
der unteren Hosenbeine wurde mitunter sogar noch durch das Einsetzen eines Zwickels in
Kniehöhe verstärkt. Diese Betonung fiel besonders ins Auge, wenn sie zudem noch durch
eine andere Farbe kenntlich gemacht wurde. Mitunter hatten diese Hosenbeine auch einen
Umschlag am unteren Saum. Sie waren in den 70ern der letzte modische Schrei.
Weite Hosenbeine fanden sich auch bei den Hosenanzügen der Damen, die nicht mehr
dem Teenager-Alter angehörten. Die dazugehörige Tunika war auch separat als Minikleid
tragbar. Dominierend waren in jedem Fall die Hosen mit ihren schwingend-weiten Beinen.
Die Schlaghosen hielten sich während des ganzen Jahrzehnts und verschwanden zum
Ende der 70er fast völlig aus dem Straßenbild, ohne dass sie vermisst wurden.

Die bunte Hippie-Mode war in der DDR nur in Ansätzen zu erkennen. Da man sie nicht
verhindern konnte, deklarierte man sie in den Mode-Journalen zur Faschings-Mode. Das
änderte nichts daran, dass sich die internationalen Trends dennoch in der Kleidung
wiederfanden. Da gab es viele folkloristische Anregungen, die wahrgenommen wurden,
Kasacks, Pluderhosen mit orientalischem Einschlag, Cowboyhüte und sogenannte
Zigeunerröcke. Die standen für fast alles, was dem osteuropäischen Raum entnommen
werden konnte. Da gab es auch die Buntheit von Woodstock. Die Drogen gab es allerdings
nicht. Ihre Rauschzustände mussten sich die DDR-Jugendlichen durch die wilden Farb-
und Mustermixe holen. Das war auf jeden Fall gesünder.

„Hot pants". In der DDR hießen sie zwar schlicht „heiße Höschen", weil Englisch zwar
gelehrt, aber dennoch nicht gern offiziell benutzt werden sollte. Doch die Höschen waren
letztendlich ebenso kurz, saßen ebenso knapp unter dem Gesäß und wurden ebenso
anstößig empfunden wie fast überall. Ein besonderer Knüller waren die ausgefransten
Modelle, bei denen eine lange Jeans einfach abgeschnitten worden war. Doch das setzte
deren Besitz voraus. Hatte man eine Jeans, dann wurde sie getragen, bis sie von selbst vom
Körper fiel.
Auch bei diesen Höschen war das Material ausschlaggebend. Lackhöschen mit dazu
genähten Bundjacken machten die jungen Mädchen zu kleinen Mode-Ikonen. So
angezogen war ihnen jeder Blick auf der Straße sicher. Doch staatlicherseits waren diese
heißen Höschen nicht gern gesehen. Deshalb mussten sie vornehmlich selbst genäht
werden oder von einem Verwandten aus dem Nachbarland geschickt werden. Der kühne
Effekt, den sie der Trägerin verliehen, war politisch nicht unter Kontrolle zu bringen.
„Heiße Höschen" waren offiziell verpönt und inoffiziell beliebt. In den 70er kamen auch
die ersten jeansähnlichen Stoffe in den DDR-Handel. Um 1971 gab es sie erstmals in den
Geschäften zu kaufen. Daraus ließen sich ebenfalls heiße Jeans-Höschen machen. In
gemäßigter Form trugen die jungen Frauen und Mädchen sie auch unter einem langen
Rock, der nur oben im vorderen Bereich zugeknöpft wurde und nichts verbarg. Nur der
knappe, kaum das Gesäß verdeckende, hintere
Bereich war durch den Rock noch verborgen.
Doch es gab auch ganz sittsame Kleidung, die sich dennoch großer Beliebtheit erfreute. Die
70er Jahre waren in der DDR auch die Zeit bodenlanger Kleider und Röcke, die schon
mitten am Tag ein wenig an Abendgarderobe erinnerte. Hier waren allerdings nicht nur
die ganz jungen
Frauen angesprochen. Nicht gerade zur Arbeit, aber doch oft zu sehen im alltäglichen
Straßenbild waren die Maxi-Kleider in dezentem A-Schnitt mit kleinem Ausschnitt oder
auch einem Rollkragen. Meist hatten sie einen Rücken-Reißverschluss. Sie wurden mit
oder ohne Gürtel getragen. Sie waren ärmellos oder fielen durch riesige Trompetenärmel
auf. Die Farben und Muster waren auffallend, grell und zeigten einen bunten Ideen-Mix,
mit dem sie an die Pop-Art-Mode aus Amerika erinnerten.
Das eine oder andere Modell konnte man in den Jugendmode-Zentren finden. Modelle
zum Nacharbeiten gab es in den Mode-Zeitungen.

Großen Wert legte man auf die Accessoires. Die konnten nicht auffallend genug sein.
Lange Bänder, die um die Stirn gewunden wurden und seitlich nach unten fielen, waren
Ausdruck der mutigen Art, sich modisch in Szene zu setzen. So ein Band war schnell
genäht und konnte zu vielen Gelegenheiten getragen werden. Fransentücher waren
ebenfalls in Mode gekommen und hatten in ihrer Buntheit nicht die geringste Ähnlichkeit
mit den
Schultertüchern der Großmütter.

Die ersten Hosen in blau werden 1978 produziert. Diese Naht- oder Niethosen, wie sie in der DDR
genannt werden sollen, heißen "Boxer" und "Wisent", "Shanty" und "Goldfuchs". Ihre Qualität lässt
zu wünschen übrig, an die Originale aus dem Westen reichen sie nicht heran. Der Stoff ist zu weich
oder zu hart, die Baumwolle nicht gut genug und bei der Passform muss man auch Abstriche
machen.

Jeans waren einst Ausdruck von Freiheit und Rebellion. Auch die DDR-Jugend war ganz
heiß auf die Hosen. Doch die waren politisch lange nicht akzeptiert und schwer zu
bekommen.
Jeans sind eine Einstellung und keine Hose"

1964 tritt Schlagersänger Frank Schöbel erstmals in Jeans im DDR-Fernsehen auf

Quellen:
[Link]
[Link]
Zusammenfassung:

• Schlaghosen und Hosenanzüge: Eng anliegende Hosen mit glockenartig


weiten Beinen prägten die Jugendmode in der DDR der 70er Jahre, sowohl für
Jungen als auch für Mädchen.

• Einflüsse der Hippie-Mode: Obwohl die bunte Hippie-Mode in der DDR als
Faschingsmode deklariert wurde, spiegelten sich internationale Trends mit
folkloristischen Elementen, wie Kasacks, Pluderhosen und Cowboyhüten,
wider.

• "Hot Pants" in der DDR: Als "heiße Höschen" bekannt, waren kurze, knapp
sitzende Hosen, besonders Modelle aus Lackmaterial oder mit ausgefransten
Kanten, bei jungen Mädchen beliebt. Staatlicherseits nicht gern gesehen,
mussten sie oft selbst genäht oder aus dem Ausland beschafft werden.

• Maxi-Kleider und Röcke: Bodenlange Kleider und Röcke mit auffälligen


Farben und Mustern prägten die 70er Jahre. Die Maxi-Kleider waren in A-
Schnitt oder mit Trompetenärmeln, oft ärmellos und mit auffälligen Rücken-
Reißverschlüssen.

• Accessoires: Großer Wert wurde auf auffällige Accessoires gelegt, wie lange
Stirnbänder und fransige Tücher. Diese Details waren ein Ausdruck der
mutigen modischen Einstellung.

• Die Einführung von blauen Hosen 1978: Die Produktion von blauen Hosen,
genannt "Boxer", "Wisent", "Shanty" und "Goldfuchs", begann 1978 in der
DDR. Die Qualität entsprach jedoch nicht den West-Jeans, und es gab Mängel
im Stoff, der Baumwollqualität und der Passform.

• Jeans als Ausdruck von Freiheit: Jeans galten als Ausdruck von Freiheit und
Rebellion. In der DDR wurden sie politisch nicht sofort akzeptiert und waren
schwer zu bekommen. Der Schlagersänger Frank Schöbel trat 1964 erstmals
im DDR-Fernsehen in Jeans auf.

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