Ostern
Woher kommt der Begriff Ostern?
In der christlichen Lehre wird vorgeschlagen, dass der Begriff "Ostern" von Osten
abgeleitet ist, da die Frauen am leeren Grab Jesu angeblich nach Osten zum
Sonnenaufgang schauten.
Eine alternative Erklärung führt den Begriff auf Ostara, den Namen einer germanischen
Frühlingsgöttin, zurück.
Ein neuerer Ansatz verbindet Ostern mit einer nordgermanischen Wortfamilie, wobei
"ausa" und "austr" mit dem Begießen oder Ausschöpfen von Wasser in Verbindung
stehen. Dies wird auf eine vorchristliche Tradition zurückgeführt, bei der Babys mit
Wasser begossen und gesegnet wurden, bekannt als "vatni ausa". Diese Bezeichnung
wurde später vom Christentum übernommen, da die Taufe ein wesentlicher Bestandteil
der frühen Osterfeste war.
Was genau feiern wir an Ostern?
An Ostern feiern Christen die Auferstehung Jesu, was für sie den Sieg des Lebens über den Tod
symbolisiert und als das zentrale Ereignis ihrer Religion gilt.
Wann wird Ostern gefeiert?
Das Fest findet jedes Jahr im März oder April statt. Da das Fest immer am Sonntag nach dem ersten
Frühlingsvollmond stattfindet, ist Ostern jedes Jahr an einem anderen Wochenende.
Das Osterfest beginnt für viele bereits am Gründonnerstag, der Tag des letzten Abendmahls. An diesem
Tag wurde früher viel grünes Gemüse gegessen mit dem die Heilwirkung für das ganze Jahr
aufgenommen wurde.
Darauf folgen Karfreitag (Tag des Kreuztodes Jesu Christi). Dieser ist einer der höchsten Feiertage im
Christentum. An diesem Tag wird im Christentum kein Fleisch verzehrt.
Es folgt der Karsamstag, und schließlich der Ostersonntag (Auferstehung Jesu Christi). Der Ostersonntag
ist der höchste Feiertag im Kirchenjahr.
Geschichte des Osterfestes- Video 1p
Jesus wurde gekreuzigt und fand seine letzte Ruhestätte in einem Felsengrab. Am dritten
Tag gingen Maria Magdalena und Maria – die Mutter Johannes – zum Grab. Sie kamen an
und es gab ein starkes Erdbeben, sodass die Steine, die das Grab verschließen, zur Seite
rollten. Das Grab war leer. Nun erschien ein Engel, der von der Auferstehung Jesus
Christus berichtete. Dies geschah am Ostersonntag, der fortan ein Feiertag wurde.
Der Ostermontag als Folgetag ist der Tag, an dem die Emmaus-Jünger auf dem Weg nach
Emmaus waren und einen Mann trafen. Sie waren verzweifelt über den Tod Jesus Christus
und berichteten dem Mann davon. Der Mann nun erklärte, welches Sinn das Sterben und
die Leiden Jesus Christus gehabt hätten. Die Jünger erkannten nicht, dass Jesus selbst zu
ihnen sprach. Sie gingen gemeinsam in ein Wirtshaus und brachen das Brot mit ihm. Nun
erkannten sie Jesus, der daraufhin plötzlich verschwand. Die Jünger gingen nach
Jerusalem zurück und berichteten anderen Jüngern von ihrer Begegnung. Bis zur Auffahrt
in den Himmel erschien Jesus Christus diesen Jüngern immer wieder.
Wieso gibt es den Osterhasen?
Der Osterhase als Ostersymbol steht für Fruchtbarkeit und damit für das Leben.
Der Osterhase ist das Ostersymbol schlechthin, nicht nur am gedeckten Ostertisch oder im
Osternest des Nachwuchses. Wieso sich gerade ein Hase durchgesetzt hat, erklärt sich
dadurch, dass Hasen für Fruchtbarkeit und damit für das Leben stehen. Sie verweisen
daher auf die Auferstehung als zentrales Osterereignis. In der byzantinischen Tiersymbolik
ist der Hase zudem ein Symbol für Jesus Christus.
Warum feiern wir Ostern mit Eiern?
Das Ei galt seit jeher in vielen Kulturen als Symbol für Fruchtbarkeit und Wiedergeburt.
Im antiken Griechenland und Rom verschenkte man zur Feier der Tag- und Nachtgleiche im
Frühjahr bunte Eier. Das Ei wurde an diesen Tagen als heiliges Symbol des Neubeginns
verehrt. Das Christentum hat später diese uralte Symbolik übernommen und ihr eine
besondere Bedeutung gegeben: Das Küken, das frisch aus dem Ei schlüpft, erinnert an die
Auferstehung Jesu am Ostersonntag.
Welche Bedeutung hat das Osterlamm?
Die Tradition des Osterlamms hat ihren Ursprung im jüdischen Pessachfest, bei
dem ein Lamm als Opfer dargebracht wird. Jesus, selbst Jude, feierte das
Pessachfest mit seinen Jüngern und bezeichnete sich als "Lamm Gottes". Dieser
Ausdruck bezieht sich auf seinen Tod und seine Auferstehung, durch die er den
Menschen Erlösung schenkte. Das Osterlamm symbolisiert dieses zentrale
Erlösungsgeschehen und ist daher ein häufiges Symbol an Ostern.
Welche Bedeutung haben die Feiertage vor und nach Ostern?
Aschermittwoch
Fastenzeit beginnt.
Jesus als Vorbild, hat er doch selbst in der Wüste ohne Essen und Trinken
ausgeharrt und den Versuchungen des Teufels widerstanden (Mt 4, 1-2).
Der Aschermittwoch gilt als strenger Fasten- und Abstinenztag – Fleisch ist an
diesem Tag tabu. Außerdem ist auch nur eine einmalige Sättigung, sowie
morgens und abends je eine kleine Stärkung, gestattet.
Palmsonntag: An diesem Tag denken die Leute daran, wie Jesus in Jerusalem
empfangen wurde. Manche bekommen gesegnete Palmzweige.
Gründonnerstag: An Gründonnerstag erinnert man sich daran, wie Jesus das
letzte Abendmahl mit seinen Freunden hatte.
Karfreitag: Am Karfreitag denkt man an den Tag, an dem Jesus gestorben ist.
Es ist ein ruhiger Tag, viele Geschäfte sind geschlossen.
Ostern: Ostern feiert die Auferstehung von Jesus. Es beginnt oft mit einer
speziellen Mitternachtsfeier in der Kirche und wird mit festlichem Frühstück und
Gottesdiensten fortgesetzt.
Ostermontag: Ostermontag ist ein gesetzlicher Feiertag. Viele nutzen ihn für
Ausflüge oder Treffen mit der Familie.