1800 v. Chr. gelebt, genauer: er sei 1768 v. Chr. geboren worden.
Diese Ansicht vertreten
insbesondere iranische Wissenschaftler und Mary Boyce. Im Kontext der Besiedlung Persiens sei
Zarathustras Auftreten bereits mit der ersten Einwanderungswelle anzusetzen.
Die Lehren Zarathustras
Grundzüge
Im Mittelpunkt der Lehre steht das Ringen des Guten gegen das Böse. Bis zum Tag des Gerichts
haben die Menschen die freie Wahl, sich für den rechten Weg zu entscheiden. Der rechte Weg ist der
Weg der Wahrhaftigkeit. Die Lehre Zarathustras hat drei wichtige Grundsätze:
Gutes Denken (persisch نيك پندار, DMG pendār-e nīk)
Gutes Sprechen (persisch نيك گفتار, DMG goftār-e nīk)
Gutes Tun (persisch نيك كردار, DMG kardār-e nīk)
Ahura Mazda, der weise Herr, erschuf die Welt auf dem Fundament der Wahrhaftigkeit. Der gute
Geist (Spenta Mainyu) und der böse Geist (Angra Mainyu) sind Zwillinge, durch deren
Zusammenwirken die Welt besteht. Damit das Gute über das Böse siegt, muss der Mensch sich
entscheiden, denn der Mensch ist das einzige Lebewesen, welches die Möglichkeit bekommen hat, zu
führen und zu ändern. Der Mensch kann vergeben oder hassen, der Mensch ist ein Mensch, weil er
sich nicht von seinen Instinkten leiten lässt. Jedem ist es überlassen, sich für das Gute zu entscheiden
und so den Kampf Ahura Mazdas gegen das Böse zu unterstützen. Wichtig ist hierbei, dass der
Zarathustrismus bzw. Ahura Mazda den Menschen zu nichts zwingt. Der Mensch wird als
vernünftiges Wesen frei geboren und kann allein durch freie Entscheidung und persönliche Einsicht
zu Gott gelangen.
Es bestehen sechs Aspekte Gottes (Amescha Spenta), oder auch sieben – siehe auch Haft Sin (sieben
Dekorationsschalen), Sieben Speisen, Haft Mewa (Sieben-Früchte-Getränk) und Samanak (Keimlinge
aus sieben Sorten Getreide) im Nouruz, die die sieben Tugenden des Zoroastrismus symbolisieren.
Diese werden in dem Avesta, dem heiligen Buch des Zarathustrismus, zum Teil als engelhafte Wesen
personifiziert:
Der gute Sinn.
Die beste Wahrheit/Wahrhaftigkeit.
Das wünschenswerte Reich.
Die segenbringende Frömmigkeit.
Wohlfahrt.
Nicht-Sterben.
Der segenbringende Geist wird von manchen dazugezählt.
Zarathustra wandte sich nicht gegen Tieropfer, aber er verurteilte die grausame Behandlung von
Tieren, die geopfert wurden. Für ihn war die Kuh ein heiliges Tier und in seiner Religion war die Seele
der Kuh die Grundform der gesamten ahurischen Tierschöpfung.[20]