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Das brauchst duimmer wieder @ So gehst du vor
i einer Textinterpretation geht es darum, einen Text genau zu beschi
(deuten. Dabei kann man seine Untersuchungsergebnisse auf zwei verschiedene
Rrten darlegen.
a) Die lineare Textinterpretation
Bei derTinearen Interpretation geht man von einer Gliederung des Textes aus.
Dabei werden die einzelnen Textabschnitte nacheinander beschrieben und gedeutet.
Hier geht es um die Beantwortung folgende’ Fragen:
© Worum geht ef inhaltlich ir] dem Abschnitt? (im ersten Textabschnitt (2. xxx — xxx)
ighattich
erfiihrt der Leser/geht es uln...)
© Welche Beutunger ergeben sich hinsichtlich der Figuren, ihrer Beziehungen
zueinander, des Handlungsortes, einzelner Gegenstande und Motive usw.?
(Aufféllig ist in diesem Abschnitt das Verhalten von. ~ Deutlich wird hier, wie die
beid&h Mauptfiguren zueinanderstehen ..)
© Was fallt an der jestaltung auf? Welche Wirkung geht davon aus? In
welcher Weise unterstitzt diese die Deutungsaussagen? (Die mehrmalige Wieder-
‘holung des Adverbs ,dann* (Z. xxx, xxx, xxx) unterstiitzt die Deutung, dass. — Auf-
fallig sind in diesem Abschnitt die vielen kurzén Satze, aie verdeutlichén, wie“)
b) Die aspektorientierte Textinterpretation
Bei einer aspektorientierten Interpretation legt man vorab fest, welche Schwerpunk-
te die Interpretation haben soll (2.8. das Verhalten einer Figur bzw. deren Charak~
ter, die Beziehung einzelner Figuren zueinander, der Handlungsort, die Bedeutung
einzelner cates caaenmomnerde Erzaihitechnik, die Bedeutung der Uber-
schrift usw.). a ——
Haufig ist es so, dass in der Aufgabenstellung bereits die zu bearbeitenden Aspekte
genannt werden, (Interpretiere den Text, indem du.)
Wichtig ist, dass finalyse und Deutund in der Interpretation immer sinnvoll mitein-
Seen werden,i Qs Hinweise zu maglichen sprachlichen Besonderheiten und zum richtigen Zitieren
Das brauchst duimmer wieder < Sogehst duvor gf
Pein cun ice cal
1. Die Einleitung einer Textinterpretation 1 ye os
In der Einleitung informiert man den Leser oder die Les zundachst iiber den Titel, st
den Verfasser, die Textsorte und - falls bekannt ~ iiber das Erscheinungsjabr und :
formuliert wie bei einer Inhaltsangabe einen kurzen Handlungsiiberblick. Anschlie™ {Quer
Bend wird das Thema bzw. die aligemeine Problematik, auf die der Text verweist,
dargelegt. Wenn die Aufgabenstellung es verlangt, kann vor der eigentlichen In
tation der Inhalt des zugrunde liegenden Textes zusammengefasst werden.
2. Der Hauptteil ielale
Im Hauptteil verfahrt man bei der linearen Interpretation wie auf S. 51 beschrieben. By
Bei einer aspektorientierten Interpretation nennt man zunachst die ausgewahlten it
‘oder in der Aufgabe vorgegebenen Aspekte, die anschlieBend nacheinander bearbei-
tet werden. Hier geht es um die Beantwortung folgender Fragen:
© In welchen inhaltlichen Zusammenhangen steht der Untersuchungsaspekt im Text?
(Das Motiv des Lachens kommt in der Kurzgeschichte mehrmals vor. Der Mann
ldchelt als... Weiter lacht er auch, als... ~ Die Eigenschaften der Frau werden in
besonderer Weise deutlich, als sie
© Welche Deutungen-ergeben sich hinsichtlich des genannten Untersuchungsas-
pekts? (Das Lécheln des Mannes £ei9t seine freundliche Grundhaltung und sein
Bediirfnis, dem Kind eine Freude zu bereiten. — Die Frau erweist sich als Guperst
neugierig und sensationsliistern.)
© Was fall hinsichtlich des Untersuchungsaspekts an der sprachlichen Gestaltung i
auf? Welche Wirkung geht davon aus? In welcher Weise unterstiitzt diese die
Deutungsaussagen? (Der Autor verdeutlicht die freundliche Grundhaltung des
‘Manes auf folgende Weise: ,.." (Z. xxx) - Diese Eigenschaft der Frau macht der
Autor vor allem durch die Metapher ..."(Z. xxx) deutlich,
3. Textbelege
Damit Aussagen zur Deutung vom Leser nachvollzogen werden kénnen, miissen sie
mit dem Wortmaterial des Textes belegt werden. Dieses kann mithilfe von Zitaten oder
durch den Verweis auf sprachliche Besonderheiten geschehen. Hier kommt es darauf
an, die richtigen ێchausdriickS2u verwenden (Alliteration, Metapher, Symbol...)
ethailtst du auf den S. 30 und 367%.
4, Der Schluss
Im Schlussteil werden wichtige Ergebnisse kurz zusammengefasst und es kann noch
einmal auf die im Einleitungsteil genannte Problematik verwiesen werden. (Insgesamt
verdeutlicht die Kurzgeschichte anhand des Verhaltens der Frau, dass Menschen
immer wieder...) Méglich ist es auch, mit einer persénlichen Stellungnahme zu
schlieBen und eventuell einen Vergleich mit bereits erarbeiteten Texten vorzunehmen.Das brauchst du immer wieder @ Sogehst du vor if.
Papeiekeeeel tar eumece cul
Sprachliches Mitel Erklarung Beispiel
Alteration Mehrere Wérter beginnen mitdem | ,Und alle Dicher sind(Gloyie
glschen Anfangsbuchstaben bzw mit dneGidst/Und nun erst alten
fem gleichen Laut. die ruhlosenGlacken [..]*
(Stefan Zweig]
Anapher Mehrere Satze oder Satzteile beginnen (Gales 6a jener*
mitdem glichen Wort/den gf@@her” | (Detlev von illencron]
Wortern.
Ellipse Auslassung von. Satzgl liedern,dieman ,Verwandelt alles!"
>yedanklich| leicht erganzen kann (Franz Werfel)
Gegensatz inhaltliche Gegeniiberstellung von Die Konten reden. Die
(Antithese) Gedanken und Begriffen Blspzen schwelgen
(Erich Kastner)
Metapher sprachliches Bild, das durch die Uber- | ,Den Straenstrom bin ich
tragung eines Begriffs in einen anderen herabgeschwommen"
Bereich entsteht, verkiirzter Vergleich | (Franz Werfel)
Parallelismus Bee ere ery
einen parallelen Satzbau ler Stadt [.... Es tropft voriber
mir ins Meer des Nichts"
(Detlev von Liliencron)
Personifikation Sprachliches Bild; Dinge, Tiere oder _[D]r’ingend fassen Hauser
aligemeine Begriffe werden ver~ Sich so dicht an]
menschlicht. — (Alfred Wolfenstein)
Rhetorische Frage Frage, auf die eigentlich keine Antwort | ,Wer weil, ob sie im Ernste
erwartet wird; Aussage in Frageform | daran denken?*
(Erich Kastner)
Satzbau hypotaktischer (verschachtelter) Sie bewegen sich, als waren
gellige —— vail Weber sie [...] umgeben, das ihnen
whe Schlage austeilt, falls [..]*
(Peter Schneider)
Die Stadte wachsen. Und die
Kurse steigen”
(Erich Kastner)
‘symbol ein konkreter Gegehstand (odereine | die Drehorgel als Symbol des
Handongh dertde\ndben der often- | Stadlebers, das inmer
sichtlichen eigentlichen Bedeutung unverandert und ziellos
noch eine ibertragene, abstraktere | weiterldurt
Bedeutung hat
Vergleich sprachliches Bild, Verbindung zweier | ,Unsre Wande sind so diinn
Coast edi aaeatte Haut”
gemeinsame Eigenschaften haben, red Wolfenstein)
durch Vergleichswérter (wie, so wie,
als wenn)Zitierweisen und -regein
© Zitate kénnen durch einen Begleitsatz
eingeleitet werden. Die Kennzeichnung des
Zitats erfolgt dann wie bei der wartlichen
Rede durch Anfihrungszeichen.
Auslassungen in dem Zitat werden durch
drei Punkte in eckigen Klammern kenntlich
gemacht:
Die Kurzgeschichte ,Augenblicke” beginnt
mit einem unvermittelten Einstieg: ,;Kaum
stand sie vor dem Spiegel [...." (Z. 1)
Eleganter kann es oft sein, wenn Zitate in
den Satzbau eingefiigt werden. Der
Doppelpunkt entfaillt dann:
Der nach innen gesprochene Ausruf ,Also
doch!" (Z. 6) zeigt die Verargerung der
Tochter iiber die Stérung durch die Mutter.
Manchmal erfordert es der eigene Satzbau,
die Endung zitierter Wérter oder auch den
zitierten Satzbau zu verandern. In diesem
Fall werden die Anderungen in Klammern
gesetzt:
Elsa fordert sich innerlich auf, ,[rJuhig [zu]
bleiben* (Z. 9).
Eine wértliche Rede, ein Titel oder ein Zitat
innerhalb eines Zitats werden durch halbe
Anfiihrungszeichen kenntlich gemacht:
Obwoh! Elsa sich durch ihre Mutter be-
drangt fiihit, spricht sie freundlich mit ihr:
..Komm, ich mach dir Platz’, sagte sie zu
ihrer Mutter und kachelte ihr zu." (Z. 17.)
© Wenn unmittelbar auf einen Textteil Bezug
genommen, aber nicht wértlich zitiert wird,
verwendet man fur die Quellenangabe die
Abkiirzung vgl. (vergleiche):
Das Erscheinen der Mutter in dem Bade-
zimmer erzeugt bei Elsa eine innere Panik
(vgl. Z. 6-9).
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