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Betriebsanleitung: Schraubenkompressoren: Ident-Nr. 133 920 74/01 BA 145/D (02/97)

Das Dokument enthält eine Betriebsanleitung für einen Schraubenkompressor des Typs SC 70 D-1. Es beschreibt die bestimmungsgemäße Verwendung, technischen Daten und Wartungsanforderungen. Sicherheitsaspekte und die korrekte Bedienung gemäß der Anleitung sind für einen sicheren Betrieb entscheidend.

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Betriebsanleitung: Schraubenkompressoren: Ident-Nr. 133 920 74/01 BA 145/D (02/97)

Das Dokument enthält eine Betriebsanleitung für einen Schraubenkompressor des Typs SC 70 D-1. Es beschreibt die bestimmungsgemäße Verwendung, technischen Daten und Wartungsanforderungen. Sicherheitsaspekte und die korrekte Bedienung gemäß der Anleitung sind für einen sicheren Betrieb entscheidend.

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SC 70 D-1

SC7
70D-1

Betriebsanleitung:
Schraubenkompressoren

Ident-Nr. 133 920 74/01 BA 145/D (02/97)


1. Vorwort

1.1 Angaben über den Kompressor 1.2 Bestimmungsgemäße


Verwendung
CompAir DEMAG Schraubenkompres-
soren sind das Produkt jahrelanger For- Die Kompressoren sind nach dem Stand
schung und Entwicklung. Diese Voraus- der Techik und anerkannten, sicherheits-
setzungen in Verbindung mit hohen Quali- technischen Regeln gebaut.
tätsanforderungen garantieren die Her-
stellung von Schraubenkompressoren mit Dennoch können bei ihrer Benutzung
langer Lebensdauer, hoher Zuverlässigkeit Gefahren für Leib und Leben des
und wirtschaftlichem Betrieb. Selbstver- Benutzers oder Dritter (z.B. durch umher-
ständlich werden auch die hohen Anforde- spritzendes Baumaterial, aufgewirbelte
rungen zum Schutz der Umwelt erfüllt. Schmutz- oder Staubteile, elektrische
und thermische Beeinträchtigungen,
Vibrationen, Lärm oder mechanische
Gefährdungen) bzw. Beeinträchtigungen
der Maschine oder anderer Sachwerte
entstehen, die durch vorbeugende
konstruktive Sicherheitsmaßnahmen
nicht vermieden werden können.
Die Gefahr besteht insbesondere dann,
wenn:
* der Kompressor nicht bestimmungsge-
mäß verwendet wird
* der Kompressor von nicht ausgebilde-
tem Personal bedient wird
* der Kompressor unsachgemäß verän-
dert oder umgebaut wird
* von Ihnen keine vorgeschriebene
Schutzkleidung getragen wird
* von Ihnen die Sicherheitshinweise nicht
beachtet werden
* von Ihnen die Angaben in der Betriebs-
anleitung nicht beachtet werden.
Daher muß jede Person, die mit der Be-
dienung, Wartung und Reparatur des Kom-
pressors befaßt ist, die Betriebsanleitung
und die Sicherheitsbestimmungen lesen
und befolgen. Ggf. ist dies durch Unter-
schrift zu bestätigen.

1
1. Vorwort

Darüber hinaus gelten selbstverständlich: 1.3 Technische Daten


* einschlägige Unfallverhütungs-
Vorschriften Kompressortyp . . . . . . SC 70 D-1
Volumenstrom . . . . . . . 6,9 m3/min
* allgemein anerkannte sicherheits- Betriebsüberdruck . . . . 7 bar
technische und straßenverkehrs- Druckbereich . . . . . . . . 5 - 8 bar
rechtliche Regeln Ölfüllung für den
* länderspezifische Bestimmungen. Schraubenkompressor 27 l
Antriebsmotor . . . . . . . F4L912 KHD
Der Kompressor ist zur Erzeugung von Kühlsystem . . . . . . . . . Luft
Druckluft konzipiert: Motorleistung . . . . . . . 54,5 kW
* für den Antrieb von Druckluftgeräten Drehzahlbereich . . . . . 1250-2500 1/min
Ölfüllung (Motor) . . . . . 10 l
* zur Förderung von Schüttgütern Tankinhalt . . . . . . . . . . 90 l
Zuläss. Gesamtgewicht 1500 kg
* Zur Förderung von Estrich
Betriebsgewicht ca. . . . 1250 kg
* für Sandstrahl- und Farbspritzarbeiten Länge (max.) . . . . . . . . 3690 mm
Breite ca. . . . . . . . . . . . 1700 mm
* für Reinigungsarbeiten an Maschinen,
Höhe ca. . . . . . . . . . . . 1540 mm
Schalungsmaterial - nicht auf Personen
Felge . . . . . . . . . . . . . . 5 1/2 J x 14
richten!
Bereifung . . . . . . . . . . . 185 R 14 C
* für das Ausblasen von Bohrlöchern. Reifendruck . . . . . . . . . 3,25 bar
Druckluftanschlüsse . . 3 x R 3/4“
Eine andere oder darüber hinaus-
gehende Benutzung, wie z.B. die Verwen-
dung als Atemluft gilt als nicht bestim-
mungsgemäß. Für hieraus resultierende
Schäden haftet der Hersteller/Lieferer
nicht. Das Risiko trägt allein der Anwender.
Der Kompressor ist nur in technisch ein-
wandfreiem Zustand sowie bestimmungs-
gemäß, sicherheits- und gefahrenbewußt
unter Beachtung der Betriebsanleitung zu
benutzen! Insbesondere Störungen, die
die Sicherheit beeinträchtigen können,
müssen umgehend beseitigt werden.

2
1. Vorwort

1.4 Wartung und Pflege Bei wichtigen Rückfragen

Wartung und Pflege sind entscheidend,


ob der Schraubenkompressor die an ihn CompAir Drucklufttechnik GmbH
Werk 55469 Simmern
gestellten Forderungen erfüllt. Die Einhal-
tung der vorgeschriebenen Wartungs-
intervalle und die sorgfältige Durchführung
der Wartungs- und Pflegearbeiten sind
daher unerläßlich, besonders bei erschwer-
ten Betriebsbedingungen.
Typ, type, modèle, tipo

1 2

Handelsbezeichnung, trade name, dénomination Baujahr, year,


commerciale, denominazione commerciale année, anno
Service 3 4

Wenden Sie sich bei Störungen und Er- Auftrags-Nr., order number,
numéro de commande, numero d'ordine 5

satzteilbedarf an Ihre zuständige CompAir max. Stützlast an Kupplung, max. tongue load at

coupling, charge d'appui à l'attelage,


6 N
carico di appoggio massimo sulla frizione
DEMAG Vertretung. Das geschulte Fach- Volumenstrom, flow rate
flux volumique, flusso volumetrico 7 m3/min

personal sorgt im Schadensfall für eine Ansaugdruck, intake pressure,


pression d'aspiration, pressione d'aspirazione 8 bar
schnelle und fachgerechte Instandsetzung
Stufendrücke, stages pressures,
9 bar
unter Verwendung von CompAir DEMAG pression d'etages, pressioni degli stadi di compressione

Ersatzteilen. Original CompAir DEMAG Drehzahl, revolutions per minute,


régime de rotation, numero dei giri 10 min-1

Ersatzteile sind stets nach dem neuesten Installierte Motorleistung, installed engine power,
puissance moteur installée, pressione di aspirazione
11 kW

Stand der Technik gefertigt und garantieren


den weiteren zuverlässigen Betrieb.
Bild 2
Bitte tragen Sie die Daten vom Typen-
schild Ihres Kompressors in die oben abge-
bildeten Felder (Bild 2) ein. Geben Sie uns
bitte bei Rückfragen oder Ersatzteil-Bestel-
lungen den auf dem Typenschild angege-
benen Kompressortyp, die Kompressor-Nr.
und das Baujahr an. Durch Angabe dieser
Daten ist gewährleistet, daß Ihnen die rich-
tigen Informationen oder die benötigten
Ersatzteile zugehen.

3
1. Vorwort

1.5 Allgemeine Hinweise Sie haben keine Gewährleistungs-


ansprüche bei:
Diese Betriebsanleitung soll erleichtern, * Bedienungsfehlern
den Kompressor kennenzulernen und ihre * mangelnder Wartung
bestimmungsgemäßen Einsatzmöglichkei- * falschen Betriebsstoffen
ten zu nutzen. Sie enthält wichtige Hinwei- * nicht verwenden von CompAir DEMAG
se, den Kompressor sicher, sachgerecht Original-Teilen.
und wirtschaftlich zu betreiben. Ihre Beach- * Umbauten an der Anlage.
tung hilft, Gefahren zu vermeiden, Repara-
turkosten und Ausfallzeiten zu vermindern Gewährleistungs- und Haftungs-
und die Zuverlässigkeit und die Lebens- bedingungen der allgemeinen Geschäfts-
dauer des Kompressors zu erhöhen. bedingungen von CompAir Drucklufttechnik
GmbH werden durch vorstehende Hinweise
Die Betriebsanleitung ist um Anweisun- nicht erweitert.
gen aufgrund bestehender nationaler Vor-
schriften zur Unfallverhütung und zum Jede eigenmächtige Änderung der
Umweltschutz zu ergänzen. Sie muß stän- Kompressoranlage/-Station oder der Ein-
dig am Einsatzort des Kompressors verfüg- bau von vom Hersteller nicht freigegebenen
bar sein. Die Betriebsanleitung ist von Bauteilen (z.B. Feinabscheider) bedeuten
jeder Person zu lesen und anzuwenden, den Verlust des CE-Zeichens.
die mit Arbeiten am Kompressor beauf- Das hat zur Folge, daß die Haftungs- und
tragt ist z.B.: Bedienung, einschließlich Gewährleistungsansprüche an den Herstel-
Rüsten, Störungsbehebung im Arbeitsab- ler erlöschen.
lauf, Beseitigung von Produktionsabfällen,
Pflege, Entsorgung von Betriebs- und
Hilfsstoffen, Instandhaltung (Wartung, Sicherheitsbestimmungen
Inspektion, Instandsetzung) und Transport.
Neben der Betriebsanleitung und den im Gefahr
Verwenderland und an den Einsatzstellen
Beachten Sie unbedingt die Sicher-
geltenden verbindlichen Regelungen zur
heitsbestimmungen im Kapitel 3 der
Unfallverhütung sind auch die anerkannten
Betriebsanleitung.
fachtechnischen Regeln für sicherheits-
und fachgerechtes Arbeiten zu beachten.
Technische Änderungen
Gewährleistung
Im Zuge der technischen Entwicklung be-
Bedienen Sie den Kompressor nur mit halten wir uns Änderungen ohne vorherige
genauer Kenntnis und unter Beachtung Ankündigung vor.
dieser Anleitung.
CompAir Drucklufttechnik GmbH haftet
nicht für eine sichere Funktion des
Kompressors bei Handhabungen, die nicht
der üblichen Benutzung entsprechen sowie
anderen Einsatzzwecken, die nicht in der
Anleitung genannt sind.
4
2. Inhaltsverzeichnis

1. Vorwort . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 1
1.1 Angaben über den Kompressor . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 1
1.2 Bestimmungsgemäße Verwendung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 1
1.3 Technische Daten . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 2
1.4 Wartung und Pflege . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 3
1.5 Allgemeine Hinweise . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 4

2. Inhaltsverzeichnis . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 5

3. Sicherheitsbestimmungen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 7
3.1 Kennzeichnung der Sicherheitshinweise . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 7
3.2 Allgemeine Sicherheitshinweise . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 7
3.3 Umbauten und Veränderungen an der Maschine . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 9
3.4 Verladen/Versetzen/Verfahren . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 9
3.5 Aufstellung/Starten und Normalbetrieb . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 11
3.6 Sonderarbeiten/Wartung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 16
3.7 Hinweise auf besondere Gefahrenarten . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 21
3.8 Symbole + Erläuterungen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 24

4. Aufbau und Funktionsweise . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 29


4.1 Aufbau . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 30
4.2 Funktionsweise . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 31
4.3 Anlagenschema . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 32
4.4 Schaltplan . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 33
4.5 Anschlußplan DIN ISO 1724 (Option) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 34

5. Transport und Aufstellung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 35


5.1 Verfahren . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 35
5.2 Verladen/Versetzen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 36
5.3 Aufstellung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 37

6. Vorbereitung zur Inbetriebnahme . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 40


6.1 Ölstände kontrollieren . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 40
6.1.1. Ölstand im Druckbehälter kontrollieren . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 40
6.1.2. Ölstand im Motor kontrollieren . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 40
6.2 Batterie . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 41
6.3 Betanken . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 41
6.4 Wartungsanzeiger der Luftfilter prüfen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 42

5
2. Inhaltsverzeichnis

7. Inbetriebnahme . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 43
7.1 Erste Inbetriebnahme . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 43
7.2 Bedienungselemente . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 43
7.3 Starten . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 44
7.4 Einstellung Betriebsdruck . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 46
7.5 Überwachung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 46
7.6 Betrieb . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 47
7.7 Abstellen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 48
7.8 Stillegung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 48

8. Betriebsstoffe . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 49
8.1 Schmierstoffempfehlung Verdichter . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 49
8.2 Schmierstoffempfehlung Motor . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 49
8.3 Werkzeugöl . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 50
8.4 Dieselkraftstoff . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 50

9. Wartung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 51
9.1 Allgemeine Wartung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 51
9.2 Wartung Motor . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 51
9.3 Wartung Fahrgestell und Bremsen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 51
9.4 Wartung Kompressor/Wartungsplan . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 52
9.4.1 Ölfilter wechseln (Kompressor) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 53
9.4.2 Ölwechsel (Kompressor) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 54
9.4.3 Automatische Betriebsüberwachung prüfen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 55
9.4.4 Feinabscheider prüfen/wechseln . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 55
9.4.5 Luftfilter wechseln . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 56
9.4.6 Sicherheitsventil prüfen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 57
9.4.7 Regelung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 58
9.4.8 Einstellen der Motordrehzahl . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 58
9.4.9 Batteriewartung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 58
9.4.10 Anzugsdrehmomente . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 59

10. Störungsbeseitigung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 60

6
3. Sicherheitsbestimmungen

3.1 Kennzeichnung der 3.2 Allgemeine Sicherheitshinweise


Sicherheitshinweise
Organisatorische Maßnahmen
CompAir DEMAG übernimmt keinerlei Die Betriebsanleitung ständig am Ein-
Verantwortung für irgendeine Beschädi- satzort der Maschine/Anlage in der dafür
gung und Verletzung durch Nichtbefolgen vorgesehenen Aufbewahrungstasche
dieser Sicherheitsvorkehrungen oder Nicht- griffbereit aufbewahren!
beachten der üblichen Sorgfalt und Vor-
sicht bei der Handhabung, beim Betrieb, Ergänzend zur Betriebsanleitung
bei der Wartung oder Reparatur, selbst allgemeingültige gesetzliche und sonstige
wenn diese nicht ausdrücklich in dieser verbindliche Regelungen zur Unfall-
Betriebsanleitung erwähnt sind. verhütung und zum Umweltschutz beach-
ten und anweisen! Derartige Pflichten
Sollte irgendeine in dieser Anleitung ent- können auch z.B. den Umgang mit Gefahr-
haltene Vorschrift, besonders in bezug auf stoffen oder das Zurverfügungstellen/
Sicherheit, nicht den örtlichen gesetzlichen Tragen persönlicher Schutzausrüstungen
Bestimmungen entsprechen, so gilt die oder straßenverkehrsrechtliche Regelun-
strengere der beiden. gen betreffen.
Diese Sicherheitsbestimmungen sind all- Betriebsanleitung um Anweisungen ein-
gemeiner Art und gelten für verschiedene schließlich Aufsichts- und Meldepflichten
Maschinentypen und -ausrüstungen. zur Berücksichtigung betrieblicher Beson-
Daher kann es sein, daß einige Angaben derheiten, z.B. hinsichtlich Arbeitsorganisa-
nicht für das(die) in dieser Anleitung be- tion, Arbeitsabläufen, eingesetztem
schriebene(n) Aggregat(e) gelten. Personal, ergänzen.
Gefahr Das mit Tätigkeiten an der Maschine be-
auftragte Personal muß vor Arbeitsbeginn
So gekennzeichnete Stellen weisen auf die Betriebsanleitung, und hier besonders
eine mögliche Gefährdung von Perso- das Kapitel Sicherheitshinweise, gelesen
nen hin. haben. Während des Arbeitseinsatzes ist
es zu spät. Dies gilt in besonderem Maße
Achtung für nur gelegentlich, z.B. beim Rüsten,
Warten, an der Maschine tätig werdendes
So gekennzeichnete Stellen weisen auf
Personal.
eine mögliche Gefährdung von Maschi-
ne oder Teilen der Maschine hin. Zumindest gelegentlich sicherheits- und
gefahrenbewußtes Arbeiten des Personals
Hinweis unter Beachtung der Betriebsanleitung
kontrollieren!
So gekennzeichnete Stellen geben allge-
meine sowie technische Informationen zur
optimalen, wirtschaftlichen Verwendung der
Maschine.

7
3. Sicherheitsbestimmungen

Das Personal darf keine offenen langen Personalauswahl und -qualifikation;


Haare, lose Kleidung oder Schmuck ein- grundsätzliche Pflichten
schließlich Ringe tragen. Es besteht Verlet-
Arbeiten an/mit der Maschine/Anlage
zungsgefahr z.B. durch Hängenbleiben
dürfen nur von zuverlässigem Personal
oder Einziehen. Soweit erforderlich oder
durchgeführt werden. Gesetzlich zulässiges
durch Vorschriften gefordert, persönliche
Mindestalter beachten!
Schutzausrüstung benutzen!
Nur geschultes oder unterwiesenes Per-
Alle Sicherheits- und Gefahrenhinweise
sonal einsetzen. Zuständigkeit des Perso-
an der Maschine/Anlage beachten!
nals für das Bedienen, Rüsten, Warten,
Alle Sicherheits- und Gefahrenhinweise Instandsetzen klar festlegen!
an/auf der Maschine/Anlage vollzählig in
Sicherstellen, daß nur dazu beauftragtes
lesbarem Zustand halten!
Personal an der Maschine tätig wird!
Bei sicherheitsrelevanten Änderungen
Maschinenführer-Verantwortung festle-
der Maschine/Anlage oder ihres Betriebs-
gen und ihm das Ablehnen sicherheits-
verhaltens Maschine/Anlage sofort still-
widriger Anweisungen Dritter ermöglichen!
setzen und Störung der zuständigen Stelle/
Person melden! Zu schulendes, anzulernendes, einzuwei-
sendes oder im Rahmen einer allgemeinen
Ersatzteile müssen den vom Hersteller
Ausbildung befindliches Personal nur unter
festgelegten technischen Anforderungen
ständiger Aufsicht einer erfahrenen Person
entsprechen. Dies ist bei Originalersatz-
an der Maschine/Anlage tätig werden las-
teilen immer gewährleistet.
sen!
Hydraulik-Schlauchleitungen in den an-
Arbeiten an elektrischen Ausrüstungen
gegebenen bzw. in angemessenen Zeit-
der Maschine/Anlage dürfen nur von einer
abständen auswechseln, auch wenn keine
Elektrofachkraft gemäß den elektrotech-
sicherheitsrelevanten Mängel erkennbar
nischen Regeln vorgenommen werden.
sind!
An System-Elementen, z.B. druckführen-
Vorgeschriebene oder in der Betriebsan-
de Bauteile, darf nur Personal mit speziel-
leitung angegebene Fristen für wiederkeh-
len Kenntnissen und Erfahrungen in der
rende Prüfungen/Inspektionen einhalten!
Hydraulik arbeiten!
Zur Durchführung von Instandhaltungs-
maßnahmen ist eine der Arbeit angemes-
sene Werkstattausrüstung unbedingt
notwendig.
Standort und Bedienung von Feuer-
löschern bekanntmachen! Die Brandmelde-
und Brandbekämpfungsmaßnahmen
beachten!
Grenzwerte (Drücke, Temperaturen,
Zeiteinstellungen usw.) müssen dauerhaft
gekennzeichnet sein.

8
3. Sicherheitsbestimmungen

3.3 Umbauten und Veränderungen 3.4 Verladen/Versetzen/Verfahren


an der Maschine
Verladen/Versetzen
Keine Veränderungen, An- und Umbau- Alle losen Teile, welche beim Hochheben
ten an der Maschine/Anlage ohne Geneh- von Maschinen herabfallen können, müs-
migung des Herstellers vornehmen! Dies sen zuerst entfernt oder befestigt werden;
gilt auch für den Einbau und die Einstellung drehbar montierte Teile wie Türen usw.
für Sicherheitseinrichtungen und -ventilen müssen „unbeweglich“ gesichert werden.
sowie für das Schweißen an tragenden
und druckführenden Teilen. Eigenmächtige Zum Hochheben von schweren Teilen
Veränderungen an der Maschine sind aus müssen Hebezeuge und Lastenaufnahme-
Sicherheitsgründen nicht gestattet. Einrichtungen mit entsprechender Lei-
stungsfähigkeit verwendet werden, die
Originalteile sind speziell für die Maschi- entsprechend den örtlichen Sicherheitsvor-
ne konzipiert. Wir machen ausdrücklich schriften geprüft und genehmigt worden
darauf aufmerksam, daß nicht von uns sind.
gelieferte Teile und Sonderausstattungen
auch nicht von uns freigegeben sind. Der Zum Hochheben von Maschinen oder
Einbau und/oder die Verwendung solcher Maschinenteilen mit einer oder mehreren
Produkte kann daher die aktive und/oder Hebeöse(n) dürfen nur Haken oder Schäkel
passive Sicherheit beeinträchtigen. verwendet werden, welche den örtlichen
Sicherheitsvorschriften entsprechen. Kabel,
Für Schäden, die durch die Verwendung Ketten oder Seile dürfen niemals direkt an
von nicht originalen Teilen oder Sonderaus- oder durch Hebeösen angebracht werden.
stattungen entstehen, ist jegliche Haftung
des Herstellers ausgeschlossen. Dies gilt Lasthaken, Hebeösen, Schäkel usw. dür-
auch für den Einbau und die Einstellung fen niemals verbogen werden und müssen
von Sicherheitseinrichtungen und -ventilen immer in gerader Linie mit der Lastaufnah-
sowie für das Schweißen an tragenden und meachse beansprucht werden. Die Trag-
druckführenden Teilen. fähigkeit eines Hebezeuges ist vermindert,
wenn die Hebekraft winklig zur Achse aus-
Hinweis geübt wird.

Die allgemeine Betriebserlaubnis (ABE) Für maximale Sicherheit und optimale


erlischt bei Umbauten bzw. Veränderungen, Leistung des Hebezeuges müssen alle
die die äußere Geometrie sowie die zuläs- tragenden Teile möglichst senkrecht
sigen Achsdaten verändern bzw. verletzen. beansprucht werden. Gegebenenfalls ist
zwischen Hebezeug und Last ein Träger
anzubringen. Lasten zuverlässig sichern.
Wenn schwere Lasten durch ein Hebe-
zeug befördert werden, ist es streng verbo-
ten, sich unter der Last oder in der Nähe
aufzuhalten.

9
3. Sicherheitsbestimmungen

Die Last niemals am Hebezeug hängen Verfahren


lassen.
Sicherstellen, daß die Luftbehälter druck-
Das Beschleunigen oder Verzögern der los sind.
Beförderung muß innerhalb der zulässigen
Stützeinrichtungen anheben und sichern.
Grenzen bleiben.
Sicherstellen, daß sich das Zugstangen-
Das Hebezeug ist so aufzustellen, daß
auge in der Anhängerkupplung frei bewe-
der Gegenstand senkrecht angehoben
gen kann.
wird. Falls dies nicht möglich ist, müssen
Vorkehrungen getroffen werden, um ein Prüfen, ob die Zugdeichsel auf die Kupp-
Schwenken der Last zu vermeiden. So lungshöhe des ziehenden Fahrzeuges ein-
kann man z.B. zwei Hebezeuge anwen- gestellt ist.
den, beide mit einem Neigungswinkel ge-
Prüfen, ob der Aufbau geschlossen und
gen die Senkrechte von nicht mehr als 30°.
verriegelt sowie das Seil der Abreißbremse
Sachkundigen Einweiser für den Hebe- an dem ziehenden Fahrzeug angebracht
vorgang bestimmen! ist.
Maschinen nur gemäß Angaben der Be- Wenn vorhanden, die Kupplungen der
triebsanleitung (Anschlagpunkte für Last- Druckluftbremse anschließen.
aufnahmeeinrichtungen usw.) fachgerecht
Prüfen, ob die Räder fest sitzen, die
mit Hebezeug anheben.
Reifen sich in verkehrssicherem Zustand
Nur geeignetes Transportfahrzeug mit befinden, der Reifendruck stimmt und die
ausreichender Tragkraft verwenden. Bremsen funktionieren.
Vor oder unmittelbar nach Ende der Das Kabel für die Signal- und Beleuch-
Verladearbeit Maschine/Anlage gegen tungseinrichtung anschließen. Die Beleuch-
unbeabsichtigte Lageveränderung sichern! tung auf Funktion prüfen.
Entsprechenden Warnhinweis anbringen!
Die Handbremse lösen.
Vor Wiederinbetriebnahme Sicherungs-
Einrichtungen ordnungsgemäß entfernen! Vor dem Verfahren der Maschine stets
die unfallsichere Unterbringung des Zube-
Für Transportzwecke abzubauende Teile
hörs kontrollieren!
vor Wiederinbetriebnahme sorgfältig wieder
montieren und befestigen! Bei Befahren von öffentlichen Straßen,
Wegen und Plätzen die geltenden ver-
Bei Wiederinbetriebnahme nur gemäß
kehrsrechtlichen Vorschriften beachten
Betriebsanleitung verfahren!
und ggf. Maschine vorher in den verkehrs-
rechtlich zulässigen Zustand bringen!

10
3. Sicherheitsbestimmungen

Niemals die maximale Schleppgeschwin- 3.5 Aufstellung/Starten und


digkeit überschreiten. Länderspezifische
Normalbetrieb
Vorschriften beachten!
Bei schlechter Sicht und Dunkelheit Aufstellung
grundsätzlich Licht einschalten! Neben der allgemeinen technischen
Beim Passieren von Unterführungen, Betriebsweise gemäß den Vorschriften der
Brücken, Tunnels, Freileitungen usw. im- örtlichen Behörden wird auf folgende Richt-
mer auf ausreichenden Abstand achten! linien besonders nachdrücklich hingewie-
sen.
Stets ausreichenden Abstand zu Bau-
grubenrändern und Böschungen halten! Vor dem Einschalten/Ingangsetzen
der Maschine/Anlage sicherstellen, daß
Hänge nicht in Querrichtung befahren: niemand durch die anlaufende Maschine/
Arbeitsausrüstung stets in Bodennähe Anlage gefährdet werden kann!
führen (und nicht etwa auf die Karosserie
legen). Die Anlage ist so aufzustellen, daß sie
ausreichend zugänglich und die erforderli-
Im Gefälle Fahrgeschwindigkeit stets den che Kühlung gewährleistet ist. Niemals
Gegebenheiten anpassen! Nie im, sondern den Lufteinlaß versperren!
immer vor dem Gefälle, in die niedrigere
Fahrstufe schalten! Beim Verlassen des Die Luft-Ansaugöffnung ist so anzuord-
Fahrsitzes grundsätzlich die Maschine nen, daß keine gefährlichen Beimengungen
gegen unbeabsichtigtes Wegrollen und (entflammbare Lösemitteldämpfe etc. aber
unbefugtes Benutzen sichern! auch Stäube und andere gefährliche oder
giftige Stoffe) angesaugt werden können.
Jede Arbeitsweise unterlassen, die die Ähnliches gilt auch für Funkenflug.
Standsicherheit der Maschine beeinträch-
tigt! Die Luftansaugöffnung ist so anzuord-
nen, daß lose Kleidung von Personen
nicht angesaugt werden kann.
Es ist sicherzustellen, daß die Druck-
leitung vom Kompressor zum Luftnetz sich
infolge der Wärme ausdehnen kann und
nicht mit entflammbaren Materialien in
Kontakt kommt.
Die am Luftaustritt der Anlage ange-
schlossene Druckleitung muß spannungs-
frei angebracht sein.

11
3. Sicherheitsbestimmungen

Druckluftleitungen sind gemäß den örtli- Die Maschine so aufstellen, daß sie kei-
chen Bestimmungen deutlich zu kennzeich- ne Eingänge, Ausgänge oder Durchgänge
nen. versperrt, auch dann nicht, wenn die Türen
geöffnet sind.
Sind in einem System mehrere Kompres-
soren angeordnet, müssen handbetätigte Vor Abtrennen der Maschine vom
Ventile installiert werden, um jede Maschi- Schleppfahrzeug die Handbremse anzie-
ne einzeln absperren zu können. Man sollte hen. Abreißseil und Beleuchtungskabel
sich zum Absperren von Drucksystemen lösen, Leitungen der Druckluftbremse
nicht allein auf die Wirksamkeit von Rück- abkuppeln, mit Unterlegkeilen gegen
schlagventilen verlassen. Wegrollen sichern.
An der Anlage angebrachte Sicherheits- Wenn eine Maschine mit Verbrennungs-
einrichtungen, Schutzabdeckungen oder motor in einer feuergefährlichen Umgebung
Isolierungen dürfen nicht entfernt oder ver- arbeiten muß, muß die Anlage mit einem
ändert werden. Jeder außerhalb der Anlage Funkenfänger ausgerüstet werden.
angeordnete Druckbehälter, dessen zul.
In staubhaltigen Umgebungen die Ma-
Betriebsüberdruck größer als der atmo-
schine so aufstellen, daß der Wind den
sphärische Druck und mit zwei oder mehre-
Staub nicht in ihre Richtung bläst. Bei
ren Druckzuleitungen versehen ist, muß mit
Betrieb in sauberen Umgebungen ist das
einer zusätzlichen Sicherheitseinrichtung
Intervall für das Reinigen der Luftansaug-
ausgerüstet sein, die ein Überschreiten des
filter und der Kühlerelemente viel länger.
zul. Betriebsüberdruckes um mehr als 10%
selbsttätig verhindert. Die Maschine nicht direkt vor Wänden
aufstellen. Sorgen Sie dafür, daß in keinem
Rohrleitungen bzw. andere Teile mit einer
Falle die abströmende Warmluft von Motor-
Oberflächentemperatur von über 80 °C sind
und Kühlsystemen wieder angesaugt wird.
in geeigneter Weise gegen Berührung zu
Wiederansaugung dieser Warmluft durch
sichern und zu kennzeichnen.
Motor oder Kühlventilator könnte zur Über-
Die elektrischen Anschlüsse müssen den hitzung führen; Wiederansaugung für Ver-
örtlichen Vorschriften entsprechen. brennung ergibt Leistungsverlust.
Bei Kompressoren mit Generatoraus-
stattung Potentialausgleichssystem zum
Personenschutz verwenden.
Die Maschine möglichst waagerecht auf-
stellen; eine geringe Neigung ist erlaubt
(siehe Angaben unter Kapitel Aufstellung).

12
3. Sicherheitsbestimmungen

Die Maschine niemals versetzen, wenn Bevor Sie die Äther-Kaltstarthilfe verwen-
an den Auslaßventilen externe Leitungen den, lesen Sie bitte sorgfältig die Anweisun-
oder Schläuche angeschlossen sind, um gen.
Beschädigungen von Ventilen und/oder
Die Äther-Kaltstarthilfe niemals anwen-
Sammelrohr und Schläuchen zu vermei-
den, während der Motor läuft, weil dies zu
den.
ernsthaften Schäden führen kann.
Auf die Auslaßventile darf keine Kraft
Zum Prüfen des Systems Augenschutz
ausgeübt werden, indem man z.B. an
tragen. Achten Sie darauf, daß die Öffnun-
Schläuchen zieht oder direkt am Auslaß-
gen von Behältern, Ventilen oder Rohrlei-
ventil Zusatzausrüstungen (z.B. einen
tungen während der Prüfung niemals auf
Wasserabscheider, einen Druckluftöler
Sie oder einen anderen Menschen gerich-
usw.) montiert.
tet sind.
Achten Sie darauf, daß:
Ätherbehälter niemals in Temperaturen
* alle Verschraubungen fest angezogen über 70 °C aufbewahren.
sind
* alle elektrischen Leitungen richtig ange-
Normalbetrieb
bracht sind und sich in gutem Zustand
befinden Vor Arbeitsbeginn sich an der Einsatz-
stelle mit der Arbeitsumgebung vertraut
* das Motorauspuffsystem sich in einem
machen. Zur Arbeitsumgebung gehören
betriebssicheren Zustand befindet und
z.B. die Hindernisse im Arbeits- und
sich keine brennbaren Materialien in
Verkehrsbereich, die Tragfähigkeit des
dessen Nähe befinden
Bodens und notwendige Absicherung der
* die Radmuttern richtig angezogen sind; Baustelle zum öffentlichen Verkehrs-
niemals die angegebenen Anzugswerte bereich.
überschreiten.
Maßnahmen treffen, damit die Maschine/
Anlage nur in sicherem und funktionsfähi-
gem Zustand betrieben wird!
Kaltstarten von Dieselmotoren mit
Äther-Kraftstoffsystemen
Der in diesen Systemen verwendete
Kraftstoff ist leicht entflammbar, toxisch und
giftig. Vermeiden Sie Kontakt mit Augen
und Haut und atmen Sie niemals die
Dämpfe ein. Wenn Sie versehentlich Kraft-
stoff schlucken, kein Erbrechen verursa-
chen, sondern ärztliche Hilfe in Anspruch
nehmen.

13
3. Sicherheitsbestimmungen

Maschine nur betreiben, wenn alle Vor Durchblasen eines Schlauches oder
Schutzeinrichtungen, Not-Aus-Einrichtun- einer Luftleitung ist zu beachten, daß das
gen, Schalldämmungen, Absaugeinrich- offene Ende sicher festgehalten wird. Ein
tungen vorhanden und funktionsfähig sind! freies Ende peitscht und kann zu Beschädi-
Vorsichtig sein: Lose Kleidungsstücke, gungen oder Verletzungen führen.
Haare oder Körperteile können dennoch
Jede sicherheitsbedenkliche Arbeitswei-
durch drehende Teile eingezogen werden.
se unterlassen!
Regelmäßig kontrollieren, ob:
Niemals mit Druckluft herumspielen.
* alle Schutzeinrichtungen richtig ange-
Niemals Druckluft auf die Haut oder auf
bracht und befestigt sind,
einen anderen Menschen richten!
* alle Schläuche und/oder Rohrleitungen
Niemals Druckluft zum Reinigen der Klei-
innerhalb der Anlage sich in gutem Zu-
dung verwenden. Beim Verwenden von
stand befinden, fest angebracht sind und
Druckluft zum Reinigen von Ausrüstungen
nicht scheuern,
mit größter Vorsicht arbeiten und stets
* es keine Undichtigkeiten (Kraftstoff-, Öl- einen Augenschutz benutzen.
oder Kühlmittelleckagen) gibt,
Die von diesen Kompressoren erzeugte
* alle Verschraubungen fest angezogen Druckluft darf nicht als Atemluft verwendet
sind, werden, es sei denn, sie wurde für eine
solche Anwendung entsprechend den
* alle elektrischen Leitungen richtig ange-
„Sicherheitsanforderungen für Atemluft“
bracht sind und sich in einwandfreiem
aufbereitet.
Zustand befinden,
Wenn Atmungsgeräte mit Patronen ver-
* Sicherheitsventile und andere
wendet werden, ist sicherzustellen, daß
Druckentlastungs-Vorrichtungen sich in
die richtige Patrone angebracht worden ist
einwandfreiem Zustand befinden und
und ihre Lebensdauer nicht überschritten
nicht z.B. durch Schmutz oder Farbe
wird.
blockiert sind,
Die Maschine niemals in Umgebungen
* die Sicherheitseinrichtungen einwandfrei
einsetzen, wo die Möglichkeit des Ansau-
funktionieren.
gens entflammbarer oder giftiger Dämpfe
Alle Bauteile, die angeschlossen werden, besteht.
müssen die richtige Größe haben und für
Die Anlage niemals bei Drücken und/oder
den zulässigen Betriebsdruck und die zu-
Temperaturen betreiben, die unter oder
lässige Temperatur geeignet sein.
über den Angaben des technischen Daten-
Nur Schlauchkupplungen und -anschlüs- blattes liegen.
se des richtigen Typs und der richtigen
Größe verwenden.

14
3. Sicherheitsbestimmungen

Personen, welche sich in Umgebungen Der Auspuff von Verbrennungsmotoren


oder Räumen aufhalten, in denen der enthält Kohlenmonoxyd - ein tödliches Gas.
Schalldruck 85 dB(A) beträgt oder über- Wenn eine Maschine mit einem solchen
steigt, müssen Ohrenschutz tragen. Motor in einem geschlossenen Raum arbei-
Vorsicht: Die Verständigung zwischen ten muß, müssen die Abgase über ein
Personen ist damit eventuell gestört. Rohr oder einen Schlauch mit einem Innen-
Warnungen könnten überhört werden. durchmesser von mindestens 100 mm
Aufsichtsführenden informieren. nach außen oder ins „Freie“ geleitet wer-
den. Die Verwendung von Absauganlagen
Verkleidungen oder Türen müssen wäh-
wird sehr empfohlen in Prüfräumen für
rend des Betriebes geschlossen sein,
fahrbare Maschinen.
damit der Kühlluftstrom innerhalb des
Gehäuses nicht abgelenkt wird und/oder Vor Anschließen oder Abkuppeln von
die Geräuschdämpfung nicht vermindert Schläuchen immer die Kompressorluft-
wird. Türen und Hauben dürfen nur kurz- auslaßventile schließen. Bevor Sie einen
zeitig geöffnet werden. Schlauch abkuppeln, ist sicherzustellen,
daß er drucklos ist.
Bei wassergekühlten Verbrennungsmoto-
ren mit geschlossenem Kühlkreis darf der Ein Schlauch, angeschlossen an ein Luft-
Verschluß am Wasserausgleichsbehälter ventil, muß für einen Betriebsüberdruck ab
nicht entfernt werden, bevor die Anlage 7 bar mit einem Sicherheitsdraht ausgerü-
auf Umgebungstemperatur abgekühlt ist. stet werden; es empfiehlt sich sogar, die-
sen Schutz schon für Drücke ab 4 bar zu
Niemals Kraftstoff nachfüllen während
verwenden. Der Stahldraht hat einen
der Motor läuft. Vermeiden Sie, daß Kraft-
Durchmesser von 8 mm und wird minde-
stoff mit heißen Teilen in Berührung
stens alle 500 mm am Schlauch festge-
kommt.
klemmt. Beide Enden sind mit einem
Beim Auftanken nicht rauchen. Kabelanschluß versehen.
Beim Auftanken an einer Pumpe kann Mindestens einmal pro Schicht Maschi-
statische Elektrizität auftreten und mögli- ne/Anlage auf äußerlich erkennbare Schä-
cherweise Funken verursachen. Um dies den und Mängel prüfen! Eingetretene
zu vermeiden, muß während des Auftan- Veränderungen (einschließlich der des Be-
kens ein Erdungskabel an der Anlage triebsverhaltens) sofort der zuständigen
angeschlossen werden. Stelle/Person melden! Maschine ggf. sofort
stillsetzen und sichern!
Bei Funktionsstörungen Maschine/
Anlage sofort stillsetzen und sichern!
Störungen umgehend beseitigen lassen!
Ein- und Ausschaltvorgänge, Kontroll-
anzeigen gemäß Betriebsanleitung beach-
ten!

15
3. Sicherheitsbestimmungen

3.6 Sonderarbeiten/Wartung Bei allen Arbeiten, die den Betrieb, die


Produktionsanpassung, die Umrüstung
Sorgfalt oder die Einstellung der Maschine/Anlage
und ihrer sicherheitsbedingten Einrich-
In der Betriebsanleitung vorgeschriebene tungen sowie Inspektion, Wartung und
Einstell-, Wartungs- und Inspektionstätig- Reparatur betreffen, Ein- und Ausschalt-
keiten und -termine einschließlich Angaben Vorgänge gemäß der Betriebsanleitung
zum Austausch von Teilen/Teil-Ausrüstun- und Hinweise für Instandhaltungsarbeiten
gen einhalten! Diese Tätigkeiten darf nur beachten!
Fachpersonal durchführen.
Alle Wartungs- und Reparaturarbeiten
Wartungsarbeiten, Prüfungen und Repa- sind nur bei abgeschalteter Anlage bzw.
raturen sollten in einem gut belüfteten abgeschalteter Netzstromversorgung bei
Raum durchgeführt werden, fern von Wär- Elektroanlagen durchzuführen. Sicherstel-
me, offenen Flammen oder Funken. Ent- len, daß das Aggregat nicht versehentlich
sprechende Verbotsschilder (Feuer, offene eingeschaltet werden kann.
Flamme, Rauchen verboten) müssen ange-
bracht werden. Ist die Maschine/Anlage bei Wartungs-
und Reparaturarbeiten komplett ausge-
Ölverlust führt zu schlüpfrigem Boden. schaltet, muß sie gegen unerwartetes
Aus Statistiken ergibt sich, daß viele Unfäl- Wiedereinschalten gesichert werden bzw.
le bei der Aufstellung oder Wartung von bei Elektroanlagen die Netzstromversor-
Maschinen auf öligen Boden oder Maschi- gung trennen:
nenteile zurückzuführen sind. Fangen Sie
deswegen bei einer Wartung immer damit * Zündschlüssel abziehen und/oder
an, daß Sie den Boden und die Außenseite * am Hauptschalter Warnschild anbringen
der Maschine reinigen. „Achtung Wartungsarbeiten“.
Bedienungspersonal vor Beginn der Instandhaltungsbereich, soweit erforder-
Durchführung von Sonder- und Instandhal- lich, weiträumig absichern!
tungsarbeiten informieren! Aufsichts- * Anlaßbatterie abklemmen.
führenden benennen!
Einzelteile und größere Baugruppen sind
Nach Beendigung von Reparaturarbeiten beim Austausch sorgfältig an Hebezeugen
immer prüfen, ob keine Werkzeuge, lose zu befestigen und zu sichern.
Teile oder Putzlappen in oder auf der Ma-
schine, Antriebsmotor oder Antriebsvorrich- Nur geeignete und technisch einwand-
tung zurückgelassen worden sind. freie Hebezeuge sowie Lastaufnahmemittel
mit ausreichender Tragkraft verwenden!
Wartungs- und Reparaturarbeiten sind Nicht unter schwebenden Lasten aufhalten
nur unter Aufsicht oder von einer für diese oder arbeiten!
Arbeit qualifizierten Person durchzuführen.
Vor dem Ausbau irgendeines druckfüh-
renden Bauteiles, das Aggregat von allen
Druckquellen wirksam absperren und eine
Druckentlastung des gesamten Systems
vornehmen.

16
3. Sicherheitsbestimmungen

Zum Reinigen von Teilen niemals ent- Wartung


flammbare Lösungsmittel oder Tetrachlor-
Bei Wartungs- und Reparaturarbeiten hat
kohlenstoff verwenden.
der Unternehmer das Personal über die
Treffen Sie Vorkehrungen gegen giftige bei ihren Tätigkeiten auftretenden Gefahren
Dämpfe von Reinigungsflüssigkeiten. sowie über Maßnahmen zu ihrer Abwen-
dung zu unterrichten.
Während der Wartung und bei Durchfüh-
rung von Reparaturen ist stets auf peinlich- Das Personal hat alle der Arbeitssicher-
ste Sauberkeit zu achten. heit dienenden Maßnahmen zu unterstüt-
zen.
Wartungs- und Instandsetzungsarbeiten
nur durchführen, wenn die Maschine auf Sicherheitseinrichtungen zur Verhütung
ebenem und tragfähigem Untergrund abge- oder Beseitigung von Gefahren müssen re-
stellt, gegen Wegrollen und Einknicken gelmäßig gewartet und auf ihre Funktions-
gesichert ist! fähigkeit mindestens jährlich überprüft
werden. Festgestellte Mängel sind unver-
Kontroll-, Wartungs- und Reparaturarbei-
züglich zu beseitigen bzw. dem Vorge-
ten nur an stillstehender und druckloser
setzten zu melden.
Schraubenkompressoranlage vornehmen.
Nur die richtigen Werkzeuge für War-
Schutzeinrichtungen wie z.B. Schutzgit-
tungs- und Reparaturarbeiten benutzen.
ter dürfen während des Betriebes nicht ent-
fernt werden. Nur Original-Ersatzteile verwenden.
Vorsicht bei laufender Schraubenkom- Alle Wartungs- und Reparaturarbeiten
pressoranlage. sind nur bei abgeschalteter Anlage bzw.
abgeschalteter Netzstromversorgung bei
Entfernte Schutzeinrichtungen nach Ab-
Elektroanlagen durchzuführen. Sicherstel-
schluß der Arbeiten wieder montieren. Ein
len, daß das Aggregat nicht versehentlich
Betrieb ohne Schutzeinrichtungen ist nicht
eingeschaltet werden kann.
zulässig.
Ist die Maschine/Anlage bei Wartungs-
Bei Arbeiten an laufender Schrauben-
und Reparaturarbeiten komplett ausge-
kompressoranlage soll die Arbeitskleidung
schaltet, muß sie gegen unerwartetes
fest anliegen.
Wiedereinschalten gesichert werden bzw.
bei Elektroanlagen die Netzstromversor-
gung trennen:
* Zündschlüssel abziehen und/oder
* am Hauptschalter Warnschild anbringen
„Achtung Wartungsarbeiten“.
Instandhaltungsbereich, soweit erforder-
lich, weiträumig absichern!
* Anlaßbatterie abklemmen.

17
3. Sicherheitsbestimmungen

Vor dem Ausbau bzw. Öffnen von druck- Zum Prüfen des Systemes Augenschutz
führenden Teilen das Aggregat und alle tragen. Achten Sie darauf, daß die Öff-
Druckquellen wirksam absperren und eine nungen von Spritzbehältern, Ventilen,
Druckentlastung des gesamten Systems Rohrleitungen oder Zerstäubern während
vornehmen. der Prüfung niemals auf Sie oder einen
anderen Menschen gerichtet sind.
Bei fahrbaren Maschinen die Zugeinrich-
tung und Achse mit geeigneten Hilfsmitteln Der in diesen Systemen verwendete
sicher abstützen, wenn unter den Anlagen Kraftstoff ist leicht entflammbar, toxisch
gearbeitet wird (Wagenheber reicht nicht und giftig. Vermeiden Sie Kontakt mit
aus). Augen und Haut und atmen Sie niemals
die Dämpfe ein. Wenn Sie versehentlich
Sicherheitsvorkehrungen für Arbeiten an
Kraftstoff schlucken, kein Erbrechen
Batterien beachten.
verursachen, sondern ärztliche Hilfe in
Auf Sauberkeit achten. Schmutz fernhal- Anspruch nehmen.
ten, indem Sie die Teile und freigelegten
Wenn Kraftstoff in die Augen gelangt
Öffnungen mit einem sauberen Tuch, Pa-
oder Dämpfe die Augen irritieren, diese
pier oder Klebestreifen abdecken.
mit sauberem Wasser gut ausspülen und
Vor Freigabe des Aggregates für den Be- ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen.
trieb nach einer Wartung oder einer Über-
Bei jeder Anzeige oder jedem Verdacht,
holung kontrollieren, ob die Betriebsdrücke,
daß ein Innenteil einer Maschine heißge-
Temperaturen und Zeiteinstellungen stim-
laufen ist, muß die Maschine abgestellt
men, und ob die Regel- und Abschaltvor-
werden. Öffnen Sie jedoch keinesfalls die
richtungen einwandfrei arbeiten.
Kontrolldeckel, bevor die Maschine genü-
Elektro-Motor, Generator/Lichtmaschine, gend abgekühlt ist, um eine Selbstentzün-
Luftfilter, elektrische Komponenten und dung der Öldämpfe bei Vermischung mit
Regeleinrichtungen usw. sind gegen das der Luft zu vermeiden.
Eindringen von Feuchtigkeit - z.B. beim
Um einen Anstieg der Betriebstempera-
Reinigen mittels Dampfstrahl - durch Ab-
tur zu vermeiden, regelmäßig die Wärme-
decken oder Zukleben zu schützen.
übertragungsflächen (Kühlrippen,
Auf keinen Fall das schalldämmende Zwischenkühler, Wassermäntel usw.) prü-
Material entfernen oder ändern. fen und reinigen. Machen Sie für jede Ma-
schine ein Schema für die geeignetsten
Zum Reinigen von Teilen niemals Lö-
Reinigungsintervalle.
sungsmittel mit gefährlichen Eigenschaften
verwenden.
Wartungsarbeiten, Prüfungen und Repa-
raturen sollten in einem gut belüfteten
Raum durchgeführt werden, fern von Wär-
me, offenen Flammen oder Funken. Ent-
sprechende Verbotsschilder (Feuer, offene
Flamme, Rauchen verboten) müssen an-
gebracht werden.

18
3. Sicherheitsbestimmungen

Vermeiden Sie eine Beschädigung der Bevor Sie einen Kompressor, einen Mo-
Sicherheitsventile und anderer Druckredu- tor oder eine andere Maschine demontie-
ziervorrichtungen. Achten Sie vor allem auf ren oder überholen, sicherstellen, daß alle
Verstopfung infolge Farbe, Ölkohle oder beweglichen Teile mit einem Gewicht von
Staubansammlung, welche der Wirkung mehr als 15 kg nicht wegrollen oder sich
dieser Vorrichtungen schaden könnten. bewegen können.
Isolierungen oder Schutzverkleidungen Maschinen mit hin- und hergehender
von Teilen, deren Temperatur 80°C über- Hauptbewegung müssen mindestens ein-
schreiten kann und welche durch das mal, rotierende Maschinen mehrere Male,
Personal versehentlich berührt werden bewegt werden, um sicherzustellen, daß
können, dürfen nicht entfernt werden, es in der Maschine oder im Antriebsglied
bevor diese Teile auf Raumtemperatur keine mechanische Störung gibt.
abgekühlt sind.
Mit dem Anschlagen von Lasten und Ein-
Prüfen Sie regelmäßig die Genauigkeit weisen von Kranfahrern nur erfahrene
der Druck- und Temperaturanzeiger. Wenn Personen beauftragen! Der Einweiser muß
die zulässigen Toleranzgrenzen überschrit- sich in Sichtweite des Bedieners aufhalten
ten werden, müssen sie ausgewechselt oder mit ihm in Sprechkontakt stehen.
werden.
Bei Montagearbeiten über Körperhöhe
In der Nähe von Kraftstoff- oder Ölsyste- dafür vorgesehene oder sonstige sicher-
men niemals schweißen oder irgendeine heitsgerechte Aufstiegshilfen und Arbeits-
andere Hitze erfordernde Arbeit durchfüh- bühnen verwenden. Maschinenteile nicht
ren. Systeme, welche Kraftstoff oder Öl als Aufstiegshilfen benutzen! Bei Wartungs-
enthalten können, müssen vor Durchfüh- arbeiten in größerer Höhe Absturzsicherun-
rung solcher Arbeiten vollständig entleert gen tragen!
werden und - beispielsweise mittels Dampf-
Alle Tritte, Griffe, Geländer, Podeste,
strahl - gereinigt werden.
Bühnen, Leitern frei von Verschmutzung,
Niemals an irgendeinem Druckbehälter Schnee und Eis halten!
bzw. druckführenden Bauteilen schweißen
Maschine, und hier insbesondere An-
bzw. diese in irgendeiner Weise verändern.
schlüsse und Verschraubungen, zu Beginn
Wenn an einer Maschine Arbeiten durch- der Wartung/Reparatur von Öl, Kraftstoff
geführt werden müssen, welche Hitze, oder Pflegemitteln reinigen! Keine aggres-
Flammen oder Funken verursachen, müs- siven Reinigungsmittel verwenden! Faser-
sen die umliegenden Komponenten mit freie Putztücher benutzen!
unentflammbarem Material geschützt
werden.

19
3. Sicherheitsbestimmungen

Nach dem Reinigen sind die Abdeckun- Tragen Sie immer einen Overall mit lan-
gen /Verklebungen vollständig zu entfer- gen Ärmeln, säurebeständige Handschuhe
nen! und eine Schutzbrille.
Nach der Reinigung alle Kraftstoff-, Beim Aufladen von Batterien bildet sich in
Motoröl-, Hydrauliköl-Leitungen auf Un- den Zellen ein explosives Gasgemisch, das
dichtigkeiten, gelockerte Verbindungen, über die Entlüftungslöcher der Verschluß-
Scheuerstellen und Beschädigungen unter- kappen entweicht. Bei schlechter Belüftung
suchen! Festgestellte Mängel sofort bildet sich also um die Batterie herum eine
beheben! explosive Atmosphäre, die mehrere Stun-
den nach dem Aufladen anhält.
Bei Wartungs- und Instandsetzungs-
arbeiten gelöste Schraubenverbindungen Darum:
stets festziehen!
* Niemals in der Nähe von Batterien, die
Ist die Demontage von Sicherheitsein- aufgeladen werden oder kürzlich aufge-
richtungen beim Rüsten, Warten und Repa- laden worden sind, rauchen.
rieren erforderlich, hat unmittelbar nach
* In einer Werkstatt, wo Batterien aufge-
Abschluß der Wartungs- und Reparatur-
laden werden, Verbots-Schilder für
arbeiten die Montage und Überprüfung der
Feuer, offene Flammen und Rauchen
Sicherheitseinrichtungen zu erfolgen.
anbringen.
Für sichere und umweltschonende Ent-
* Niemals spannungsführende Strom-
sorgung von Betriebs- und Hilfsstoffen
kreise an Batterieklemmen unterbre-
sowie Austauschteilen sorgen! Ölhaltige
chen, wegen Gefahr von Funken.
Bauteile wie z.B. Feinabscheider und Öle
sind zu entsorgen. Öl darf nicht ins Erd- * Beim An- oder Abklemmen von Verstär-
reich gelangen! kerkabeln oder Schnellade-Kabelschel-
len besonders vorsichtig vorgehen.
Beim Starten mit Starthilfekabel/Hilfs-
Sicherheitsvorkehrungen für Arbeiten
batterie zuerst Pluspole, danach die Minus-
an Batterien
pole verbinden. Nach dem Starten zuerst
Die Flüssigkeit in Batterien ist eine Minuspole (Massekabel), dann erst die
Schwefelsäurelösung, die Blindheit verur- Pluspole trennen. Hilfsbatterie nach Start-
sachen kann, wenn sie die Augen berührt, vorgang abkoppeln, um die Gefahr von
oder zu schweren Verbrennungen führt, Ausgasungen (Explosionsgefahr) zu ver-
wenn sie mit der Haut in Berührung kommt. meiden.
Deshalb bei der Wartung von Batterien,
z.B. beim Prüfen des Ladezustandes,
immer mit größter Vorsicht arbeiten und
alle nötigen Sicherheitsvorkehrungen
treffen.

20
3. Sicherheitsbestimmungen

3.7 Hinweise auf besondere Nur spannungsisoliertes Werkzeug


benutzen!
Gefahrenarten
Mit der Maschine/Anlage ausreichenden
Elektrische Energie Abstand zu elektrischen Freileitungen hal-
Nur Originalsicherungen mit vorgeschrie- ten! Bei Arbeiten in der Nähe von elektri-
bener Stromstärke verwenden! schen Freileitungen darf die Ausrüstung
nicht in die Nähe der Leitungen kommen!
Bei Störungen in der elektrischen Strom- Lebensgefahr! Informieren Sie sich über
versorgung Maschine/Anlage sofort ab- einzuhaltende Sicherheitsabstände!
schalten!
Nach dem Berühren starkstromführender
Arbeiten an elektrischen Anlagen oder Leitungen:
Betriebsmitteln dürfen nur von einer Elek-
trofachkraft oder von unterwiesenen * Maschine nicht verlassen.
Personen unter Leitung und Aufsicht einer * Maschine aus dem Gefahrenbereich
Elektrofachkraft den elektrotechnischen fahren.
Regeln entsprechend vorgenommen wer-
den. * Außenstehende vor dem Nähertreten
und Berühren der Maschine warnen.
Maschinen- und Anlagenteile, an denen
Inspektions-, Wartungs- und Reparatur- * Abschalten der Spannung veranlassen.
Arbeiten durchgeführt werden, müssen * Maschine erst verlassen, wenn die
- falls vorgeschrieben - spannungsfrei ge- berührte/beschädigte Leitung mit Sicher-
schaltet werden. Die freigeschalteten Teile heit stromlos geschaltet ist!
zuerst auf Spannungsfreiheit prüfen, dann
erden und kurzschließen sowie benach- Bei Arbeiten an Hochspannungsbau-
barte, unter Spannung stehende Teile gruppen nach dem Freischalten der Span-
isolieren. nung das Versorgungskabel an Masse
anschließen und die Bauteile z.B. Konden-
Die elektrische Ausrüstung einer satoren mit einem Erdungsstab kurz-
Maschine/Anlage ist regelmäßig zu inspi- schließen!
zieren/prüfen. Mängel, wie lose Verbindun-
gen bzw. angeschmorte Kabel, müssen
sofort beseitigt werden. Gas, Staub, Dampf, Rauch
Sind Arbeiten an spannungsführenden Schweiß-, Brenn- und Schleifarbeiten
Teilen notwendig, eine zweite Person hin- an der Maschine/Anlage nur durchführen,
zuziehen, die im Notfall den Notaus- bzw. wenn dies ausdrücklich genehmigt ist.
Hauptschalter mit Spannungsauslösung Z.B. kann Brand- und Explosionsgefahr
betätigt. Arbeitsbereich mit einer rotweißen bestehen!
Sicherungskette und einem Warnschild
absperren.

21
3. Sicherheitsbestimmungen

Vor dem Schweißen, Brennen und Lärm


Schleifen Maschine/Anlage und deren Um-
Schallschutz-Einrichtungen an der
gebung von Staub und brennbaren Stoffen
Maschine/Anlage müssen während des
reinigen und für ausreichende Lüftung
Betriebs in Schutzstellung sein.
sorgen (Explosionsgefahr)!
Vorgeschriebenen, persönlichen Gehör-
Verbrennungsmotoren nur in ausreichend schutz tragen! Vorsicht: Die Verständigung
belüfteten Räumen betreiben! Vor dem zwischen Personen ist damit eventuell
Starten im geschlossenen Raum auf aus- gestört. Warnungen könnten überhört
reichende Belüftung achten! werden. Aufsichtsführenden informieren.
Die für den jeweiligen Einsatzort gelten- Das Wahrnehmungsvermögen kann
den Vorschriften befolgen! durch die Geräuschentwicklung und durch
das Tragen des Gehörschutzes beeinträch-
Bei Arbeiten in engen Räumen ggf. vor-
tigt werden. Warnungen können dadurch
handene nationale Vorschriften beachten
überhört werden. Ein entsprechendes
umsichtiges Handeln aller ist erforderlich.
Hydraulik, Pneumatik Lärm, selbst wenn nicht sehr laut, kann
uns nervös und ärgerlich stimmen, und
Arbeiten an hydraulischen Einrichtungen
nach längerer Zeit kann unser Nervensy-
dürfen nur Personen mit speziellen Kennt-
stem schwere Schäden erleiden. Deshalb
nissen und Erfahrungen in der Hydraulik
ist ein abgesonderter Maschinenraum vor-
durchführen!
zuziehen, um den Lärm der Maschinen aus
Alle Leitungen, Schläuche und Ver- der Werkstatt fern zu halten.
schraubungen regelmäßig auf Undichtig-
Abhängig von der Maschinenanzahl in ei-
keiten und äußerlich erkennbare Beschä-
nem Maschinenraum, kann der Lärm sehr
digungen überprüfen! Beschädigungen
stark sein. Abhängig vom Schalldruckpegel
umgehend beseitigen sowie beschädigte
auf Stellen, an denen sich Leute aufhalten,
Teile unbedingt austauschen! Heraus-
müssen folgende Vorkehrungen getroffen
spritzendes Öl kann zu Verletzungen und
werden:
Bränden führen.
unter 70 dB(A): Keine besondere Maß-
Zu öffnende Systemabschnitte und
nahme
Druckleitungen (Hydraulik, Druckluft) vor
Beginn der Reparaturarbeiten entspre- über 70 dB(A): Personen, welche sich
chend den Baugruppenbeschreibungen ständig im Raum befinden,
drucklos machen! müssen Ohrenschutz
tragen
Hydraulik- und Druckluftleitungen fachge-
recht verlegen und montieren! Anschlüsse unter 85 dB(A): Für gelegentliche Besu-
nicht verwechseln! cher, welche sich nur kurz-
zeitig im Raum aufhalten,
Armaturen, Länge und Qualität der
sind keine besonderen
Schlauchleitungen müssen den Anforde-
Schutzmaßnahmen zu
rungen entsprechen.
treffen.

22
3. Sicherheitsbestimmungen

über 85 dB(A): Lärmgefährlicher Raum! Explosionsgefährdete Umgebungen


An jedem Eingang muß
Das Betreiben der Verdichteranlage
sich ein Warnschild befin-
in explosionsgefährdeten Bereichen ist
den, welches Personen
streng verboten! (Ausnahme: technisch
darauf hinweist, daß sie
entsprechend modifizierte Sonderanlagen)
beim Betreten des Raumes
- selbst wenn nur kurz-
zeitig - Ohrenschutz tragen
müssen. Hinweis
über 95 dB(A): Die Warnschilder an den CompAir DEMAG übernimmt keinerlei Ver-
Eingängen müssen vervoll- antwortung für irgendeine Beschädigung
ständigt werden mit der und Verletzung durch Nichtbefolgen dieser
Empfehlung, daß auch Sicherheitsvorkehrungen oder Nicht-
gelegentliche Besucher beachten der üblichen Sorgfalt und Vorsicht
Ohrenschutz tragen müs- bei der Handhabung, beim Betrieb , bei der
sen. Wartung oder Reparatur, selbst wenn diese
über 105 dB(A): Es müssen spezielle nicht ausdrücklich in der Betriebsanleitung
Ohrenschützer, welche der erwähnt sind.
Lautstärke und spektralen
Zusammensetzung des
Lärms angepaßt sind,
zur Verfügung stehen. An
jedem Eingang muß ein
entsprechendes Warn-
schild angebracht werden.

Achten Sie auch darauf, daß der sich


durch Wände und Rahmen fortpflanzende
Lärm keinen zu hohen Geräuschpegel in
der Umgegend verursacht.

Öle, Fette und andere chemische


Substanzen
Beim Umgang mit Ölen, Fetten und
anderen chemischen Substanzen, die für
das Produkt geltenden Sicherheitsbestim-
mungen beachten!
Vorsicht beim Umgang mit heißen
Betriebs- und Hilfsstoffen (Verbrennungs-
bzw. Verbrühungsgefahr)!

23
3. Sicherheitsbestimmungen

3.8 Symbole + Erläuterungen

Lesen Sie die Betriebsanleitung


vor der Inbetriebnahme oder
Wartung dieses Kompressors.

Maschine nicht ohne montierte


Schutzvorrichtung betreiben.

Keine Druckluft von der Anlage


einatmen.

24
3. Sicherheitsbestimmungen

Nicht bei offener oder loser Verklei-


dung betreiben.

Achtung: Heiße Oberfläche

Achtung: Unter Druck stehen-


des Teil oder System

25
3. Sicherheitsbestimmungen

Hebepunkt

Achtung: Angegebenen Reifen-


druck beibehalten!
Siehe Kapitel 1 „Vorwort”,
Abschnitt „Technische
Daten”

1,5 BAR

Achtung: Heiße und schädliche


Abgase

26
3. Sicherheitsbestimmungen

Nicht auf Wartungsventil oder


andere/n Drucksystemteile
stellen/stehen.

Not-Aus

27
3. Sicherheitsbestimmungen

Achtung: Vor Beginn jeglicher


Wartungsarbeiten die
Betriebs- und Wartungs-
vorschriften einsehen.

28
4. Aufbau und Funktionsweise

2 13
8

3
4

7 11 9

1 10 14 12

Bild 3

1 Schraubenkompressor 8 Luftentnahme
2 Instrumententafel 9 Tank
3 Druckbehälter 10 Batterie
4 Ölkühler 11 Dieselmotor
5 Ölfilter (Kompressor) 12 Fahrgestell
6 Luftfilter (Kompressor) 13 Kranöse
7 Luftfilter (Motor) 14 Fahrgestellnummer

29
4. Aufbau und Funktionsweise

4.1 Aufbau Rahmen und Fahrgestell


Das komplette Kompressoraggregat ist
Verdichter und Motor auf einem leicht zu verfahrenden Einachs-
Die SC 70 D-1 ist eine fahrbare Kom- fahrgestell montiert. Das Fahrgestell ist
pressoranlage. Das Herzstück bildet ein mit einer Feststellbremse und einer höhen-
einstufiger, ölüberfluteter Schraubenver- verstellbaren Stütze ausgerüstet.
dichter. Das CompAir DEMAG-Schrauben-
profil verkörpert den neuesten Stand
der Technik. Die Luft wird pulsationsfrei Luftführung
geliefert. Über die großdimensionierte Einlaß-
Der Betriebsüberdruck ist max. 7,0 bar. öffnung im Boden wird Frischluft angesaugt.
Als Antriebsaggregat dient ein luftgekühlter Der Ansaugvolumenstrom ist gleichzeitig
Dieselmotor, der über eine elastische Ansaugluft für Motor, Verdichter, sowie
Flanschkupplung und ein Stirnradgetriebe Kühlluft für den Motor und den Verdichter-
die Schraubenläufer des Verdichters ölkühler.
antreibt. In dem Kompressor werden durch
Schottwände Kanäle gebildet. Sie optimie-
ren den Kühlluftstrom und verhindern
Verkleidung (Karosserie) zuverlässig den Wärmekurzschluß
Die Verkleidung besteht aus auf einem zwischen Motor- und Verdichterkühler.
Grundrahmen montierten Kasten. An die-
sem sind die, für Servicearbeiten weit auf-
klappbaren, Klappen befestigt. Die aus
dem Dach ragende Öse dient zum Ein-
hängen eines Lastaufnahmemittels. Der
Maschinensatz ist zur Schwingungs-
dämpfung und zur Vermeidung von Körper-
schall auf Gummielementen gelagert.
Alle Karosserie-Einzelteile sind montage-
freundlich mit Maschinenschrauben voll-
verschraubt. Für den Rostschutz werden
die Einzelteile zinkphosphatiert, elektro-
statisch gepulvert und bei 220 °C gebrannt.
Alle gültigen Schallvorschriften (15. Blm
SchV, ISO, EG-Richtlinie) werden erfüllt.
Neben Betriebsstundenzähler, Manome-
ter, Stör- und Ladekontrolleuchte beinhaltet
die Bedientafel auch den Zündstartschalter.

30
4. Aufbau und Funktionsweise

4.2 Funkionsweise Regelung


Eine kombinierte Drossel-/Drehzahl-Re-
Ölkreislauf gelung erlaubt, die stufenlose Luftmengen-
Das für die Abdichtung und Kühlung der Entnahme zwischen 0% und 100%.
Läufer sowie für die Schmierung der Wälz- Beim Starten wird der Motor auf Vollast
lager benötigte Öl wird von dem unter gestellt. Durch den entstehenden Ansaug-
Systemdruck stehenden Druckbehälter in unterdruck öffnet das Saugregelventil und
den Verdichter eingespritzt. Die Druck- der Kompressor beginnt Luft zu fördern.
differenz zwischen Druckbehälter und Nach Erreichen des Betriebsdrucks wird
Öleinspritzstelle beträgt ca. 1 bar. Hierbei durch den Proportionalregler der Motor-
passiert das Öl den Ölfilter, den Ölkühler Stellzylinder und das Saugregelventil mit
und die Blende. Der für jeden Anlagentyp Steuerluft beaufschlagt. Damit wird die
optimale Volumenstrom wird mittels Dros- Anlage, entsprechend dem Verbrauch,
selung in Blende erreicht. Das Saugregel- stufenlos bis auf den Leerlauf abgeregelt.
ventil ist mit einer Rückschlagfunktion Das Druckbegrenzungsventil bläst die im
ausgestattet, so daß beim Abstellen der Leerlauf geförderte Minimalluftmenge ab.
Anlage das Überfluten des Luftfilters Nach dem Abstellen der Anlage öffnet
verhindert wird. das Magnet-Entlastungsventil und der
Kompressor wird automatisch entlüftet.

Luftkreislauf
Die angesaugte Luft gelangt über den
Luftfilter und das Saugregelventil in den
Verdichter. Während des Verdichtungs-
vorgangs wird Öl zur Schmierung, Kühlung
und Abdichtung der Schraubenläufer einge-
spritzt. Das verdichtete Luft-/Ölgemisch
strömt zum Druckbehälter. Es erfolgt eine
zentrifugale Vorabscheidung des Öles
durch tangentialen Eintritt in den Behälter.
Im Feinabscheider wird das verbleibende
Öl von der Luft getrennt.
Danach gelangt die fast ölfreie Druckluft
über eine Druckhalteeinrichtung zur Druck-
luftentnahme. Die Druckhalteeinrichtung
verhindert zuverlässig, daß der System-
druck unter den - für die Funktion der
Anlage notwendigen - minimalen Betriebs-
überdruck fällt. Im Luftkreislauf ist eine
Temperaturüberwachung sowie ein
Betriebsdruckmanometer integriert.

31
4. Aufbau und Funktionsweise

4.3 Anlagenschema 16 Ölfilter


17 Ölkühler
1 Luftfilter 18 Fernthermometer
2 Saugregelventil 19 Temperaturschalter
3 P-Regler 20 Verdichter
4 Entlastungsventil 21 Dieselmotor
5 Düse P-Regler 22 Motorstellzylinder
6 Manometer OPTION ÖLTEMPERATURREGLER
7 Druckluftbegrenzungsventil 23 Öltemperaturregler
8 Entnahmehahn
9 Venturidüse
10 Sicherheitsventil
11 Druckbehälter
12 Feinabscheider
13 Sieb
14 Blende, Absaugleitung

Bild 4 131 599 74


32
4. Aufbau und Funktionsweise

4.4 Schaltplan F1 Sicherung: 8 A


F2 Sicherung: 16 A
S1 Zündstartschalter F3 Sicherung: 16 A
S2 Motor-Öldruck
S3 Verdichter-Temperatur D1 Sperrdiode
S4 Motor-Temperatur
S5 Keilriemenschalter H1 Ladekontrolleuchte
H2 Störleuchte
Y1 Hubmagnet
Y2 Magnetventil P1 Betriebsstundenzähler

G1 Drehstrohm-Generator K1 Relais, Wechsler


G2 Batterie K2 Relais, Wechsler
K3 Relais, Wechsler
M1 Anlasser K4 Relais, Wechsler

Bild 5 131 030 74


33
4. Aufbau und Funktionsweise

4.5 Anschlußplan DIN ISO 1724 (Option)

Anschlußplan DIN ISO 1724

Stecker Leitungsverbinder
weiß blau (54 G) Nebelschlußleuchte

schwarz braun (58 R) Schlußleuchte rechts

gelb grün (R) Blinkleuchte rechts

rot rot (54) Bremsleuchte rechts


Bremsleuchte links
grün gelb (L) Blinkleuchte links

braun schwarz (58 L) Schlußleuchte links

blau weiß(31) Masse

Bild 6 105 580 74

Anschlußplan gilt für 12 V!

34
5. Transport und Aufstellung

5.1 Verfahren Gefahr


Das Verfahren des Schraubenkompres-
sors im öffentlichen Straßenverkehr ist
nur zulässig bei:
* stillstehendem Maschinensatz
(Motor),
* drucklosem Druckbehälter,
* geschlossener Verkleidung,
* festgehakten Unterlegkeilen,
* hochgezogenem und gesichertem
Stützrad bzw. Stütze,
Bild 7 * betriebssicheren Bremsen und
Reifen,
Wechseln der Zugöse * funktionstüchtiger Beleuchtung.
Die verwendbaren Verbindungseinrich- Niemals die maximale Schleppge-
tungen: schwindigkeit überschreiten! Unfallge-
fahr! Länderspezifische Vorgaben be-
* Zugöse RD 40 achten!
* Zugkugelkupplung ø 50
* Ringöse ø 68 x 42 (nur für Frankreich) Beachten Sie unbedingt auch die
Sicherheitshinweise in Kapitel 3 zum
Bei Bedarf kann eine andere Verbin- Thema Verfahren.
dungseinrichtung als kompletter Bausatz
bestellt werden. Vor dem Verfahren des Kompressors
kontrollieren, ob die Zugausrüstung des
Ein Wechseln der Zugöse ist nur dann Zugfahrzeuges und die Zugöse oder die
zulässig, wenn der ordnungsgemäße An- Kugelkopfkupplung genau aufeinander
bau durch ein Überwachungsorgan für den abgestimmt sind.
StVZO-Bereich (z.B. TÜV, DEKRA …)
durchgeführt wurde. Die prüfende Stelle Beim Verfahren des Schraubenkompres-
erstellt zur Mitführung mit den Fahrzeug- sors mit einem Kraftfahrzeug müssen
papieren ein Anbaugutachten. folgende Punkte erfüllt werden:
* geschlossene Verkleidung,
* festgehakte Unterlegkeile,
* hochgezogene(s) und gesicherte(s)
Stütze (Spornrad),
* angeschlossene Anhängevorrichtung
beim Kraftfahrzeug bzw. Kupplungsseile
am Anhänger,

35
5. Transport und Aufstellung

* Höhe der Zugdeichsel an das Zugfahr- 5.2 Verladen/Versetzen


zeug anpassen.
* Bei gebremstem Anhänger das Abreiß-
seil mit dem Zugfahrzeug verbinden. Die
Stützeinrichtung anheben und sichern.
* Elektrisches Verbindungskabel zwischen
Kraftfahrzeug und Schraubenkompres-
sor anschließen (Option).
* Überprüfen der Beleuchtung (Rück-,
Bremslicht und Licht des Fahrtrichtungs-
anzeigers und der Nebelschlußleuchte).
* Prüfen, ob die Räder festsitzen, die
Reifen sich in gutem Betriebszustand Bild 8
befinden und der Reifendruck stimmt
(Unfallgefahr). Gefahr
* Beim Parken des Kompressors den Nur Lastaufnahmemittel (z.B. Kran), die
Stützfuß oder das Spornrad anwenden, für die bei der Verwendung auftretenden
um den Kompressor in waagerechter Beanspruchungen bemessen sind, ver-
Position zu sichern. Die Feststellbremse wenden!
betätigen. Unterlegkeile gegen Weg-
rollen benutzen. Nur korrekte Aufhängevorrichtungen
verwenden!
Achtung Nicht im Schwenkbereich des Last-
aufnahmemittels aufhalten!
Stets ausreichenden Abstand zu Bau-
grubenrändern und Böschungen halten! Nicht unter schwebender Last aufhalten!
Hänge nicht in Querrichtung befahren.
Alle losen Teile, welche beim Hochhe-
50 Kilometer nach der Radmontage, so- ben von Maschinen herabfallen könnten,
wie in regelmäßigen Abständen, unbe- müssen zuerst entfernt oder befestigt
dingt Drehmoment überprüfen. werden; drehbar montierte Teile wie
Türen, Zugstangen usw. müssen unbe-
Radmuttern bzw. Radschrauben gleich-
weglich gesichert werden.
mäßig über Kreuz, bis zum angegebe-
nen Drehmoment, mit einem Dreh- Die Last niemals am Hebezeug hängen
momentschlüssel anziehen. lassen. Das Beschleunigen oder Verzö-
gern der Beförderung muß innerhalb
der zulässigen Grenzen bleiben.
Beachten Sie bitte auch unbedingt die
Sicherheitshinweise in Kapitel 3 zum
Thema „Verladen“.

36
5. Transport und Aufstellung

* Nur am Zugrohr und an den Radachsen


Achtung
verzurren.
Niemals Kranhaken oder ähnliches Last- * Bei Demontage des Fahrgestells darf
aufnahmemittel direkt an der Hebevor- die Verkleidung mit Maschinensatz nur
richtung verwenden, da es zu Beschädi- unter dem Grundrahmen unterstützt
gungen an der Hebevorrichtung kom- werden.
men kann.
Als Verbindung zwischen Lastaufnah-
memittel (z.B. Kran) und Hebevorrich- 5.3 Aufstellung
tung dürfen nur geeignete Hebemittel
- z.B. Hebebänder nach DIN 61360 - mit
entsprechender Tragfähigkeit verwendet
werden. A A A
Grundsätzlich die Anlage nicht an der
Verkleidung hochheben oder verzurren! B B B
Die Maschine niemals versetzen, wenn
an den Entnahmehähnen externe Leitun-
gen oder Schläuche angeschlossen
sind, um Beschädigungen von Ventilen A = B = 1,5 m
und/oder Sammelrohr und Schläuchen
zu vermeiden.
Bild 9
Beim Verladen müssen folgende Punkte
erfüllt sein: Gefahr
* Lastaufnahmemittel oder Aufhänge- Die Luftansaugöffnung ist so anzuord-
vorrichtung in Hebevorrichtung des nen, daß lose Kleidung von Personen
Schraubenkompressors einhängen. nicht angesaugt werden kann.
* Beim Hochheben des Kompressors ist Es ist sicherzustellen, daß die Druck-
das Hebezeug so aufzustellen, daß der leitung vom Kompressor zum Nach-
Kompressor, der waagerecht aufgestellt kühler oder Luftnetz sich infolge der
sein muß, senkrecht angehoben wird. Wärme ausdehnen kann und nicht mit
* Nur Schraubenkompressor allein ver- entflammbaren Materialien in Kontakt
setzen. kommt.

* Schraubenkompressor vorsichtig anhe- Die Ansaugöffnung ist so anzuordnen,


ben und aufsetzen. daß keine gefährlichen Beimengungen
(Lösemitteldämpfe etc. aber auch ande-
* Nach dem Versetzen Lastaufnahme- re gefährliche Stoffe) angesaugt werden
mittel oder Aufhängevorrichtung aus können. Ähnliches gilt auch für Funken-
Kranöse aushängen. flug.
* Kompressor auf der Ladefläche des
Transportmittels verzurren.

37
5. Transport und Aufstellung

Rohrleitungen bzw. andere Teile mit


einer Oberflächentemperatur von über
80°C sind in geeigneter Weise gegen
Berührung zu sichern und zu kennzeich-
nen.
Das Betreiben der Verdichteranlage in
explosionsgefährdeten Bereichen ist
streng verboten! (Ausnahme: technisch
entsprechend modifizierte Sonderan-
lagen)
Beachten Sie unbedingt auch die
Sicherheitshinweise in Kapitel 3 zum Bild 10
Thema Aufstellung.
Achtung
Standort Größere Schräglagen gefährden die
Die Anlage ist so aufzustellen, daß sie Betriebssicherheit des Schrauben-
ausreichend zugänglich und die erforderli- kompressors.
che Kühlung gewährleistet ist. Niemals Bei Aufstellung der Anlage auf einen
den Luftein- und -austritt versperren. Es ist Boden, der nicht waagerecht ist, bzw. einer
sicherzustellen, daß das Eindringen von veränderlichen Neigung (siehe Bedie-
Feuchtigkeit mit der Ansaugluft minimal nungsanleitung) ausgesetzt ist, bitte bei
gehalten wird. CompAir DEMAG nachfragen.
Der Kompressor ist fern von Wänden Die Maschine so aufstellen, daß sie kei-
aufzustellen. ne Eingänge, Ausgänge oder Durchgänge
versperrt, auch nicht, wenn die Türen ge-
Achtung öffnet sind. Vor Abtrennen der Maschine
vom Schleppfahrzeug die Handbremse an-
Schraubenkompressor soll so stehen,
ziehen. Abreißseil und Beleuchtungskabel
daß keine Luftreflektion auftreten kann,
lösen. Räder mit Unterlegkeilen sichern.
d. h.: Es dürfen weder Abluft noch Ab-
gase angesaugt werden, außerdem
Hinweis
keine gefährlichen Luftbeimengungen.
Die Wiederansaugung der Motorabluft In staubhaltigen Umgebungen die Maschi-
muß verhindert werden, da dies zu ne so aufstellen, daß der Wind den Staub
Überhitzung und Verminderung der nicht in ihre Richtung bläst. Bei Betrieb in
Motorleistung führen kann. sauberen Umgebungen ist das Intervall für
Die Aufstellung des Kompressors muß das Reinigen der Luftansaugfilter und der
möglichst waagerecht erfolgen. Max. zu- Kühlelemente viel größer.
lässige Schräglagen während des Betriebs:
* zur Zugrichtung: 15 Grad,
* nach hinten: 15 Grad,
* nach rechts und links: 15 Grad.
38
5. Transport und Aufstellung

Achtung

An den Luftentnahmehähnen darf keine


äußere Kraft ausgeübt werden, indem
man z.B. an Schläuchen zieht oder
direkt am Auslaßventil Zusatzaus-
rüstung (z.B. einen Wasserabscheider,
einen Werkzeugöler usw.) montiert.

Temperaturen
Der Kompressor ist möglichst frostge-
schützt aufzustellen, wobei die Ansaugluft-
temperatur min. -10 °C bis max. + 45 °C
betragen darf.
Bei Einsatz in über 1000 m Höhe ist eine
Anpassung von Kompressor und Motor
(geänderte Auslegung) erforderlich.

Hinweis
Besonders bei Aufstellung im Freien und
nachts die Temperatur des Kraftstoffs
beachten. Sommerdiesel neigt bei Tempe-
raturen unter 0 °C zu Ausfällungen und
zum Verstopfen des Kraftstoffilters. Dann
Winter-Dieselkraftstoff verwenden.

39
6. Vorbereitung zur Inbetriebnahme

6.1 Ölstände kontrollieren Achtung


6.1.1. Ölstand im Druckbehälter Ölstand darf nach kurzem Testlauf nicht
kontrollieren. über/unter der oberen/unteren Peilstab-
markierung liegen. Ölspezifikation siehe
Schmierstoff-Empfehlung, Kapitel 8.1.

6.1.2. Ölstand im Motor kontrollieren

1
Bild 11

Gefahr
Ölstand nur bei stillstehendem Motor
und druckloser Maschine kontrollieren! Bild 12
Druckbehälter kann unter Druck ste- 1 Peilstab
hen und das Öl kann heiß sein. Ver- 2 Öleinfülldeckel
brühungsgefahr! Kein Öl verschütten!
Gefahr
Auf Dichtheit achten!
Ölstand nur bei stillstehendem Motor
Gehen Sie wie folgt vor:
kontrollieren! Kein Öl verschütten! Öl
* vor Kontrolle des Ölstandes im Motor kann heiß sein. Verbrühungsgefahr!
und Kompressor das Fahrzeug waage- Auf Dichtheit achten!
recht ausrichten!
Gehen Sie wie folgt vor:
* Schraubenkompressor einige Zeit außer
Betrieb setzen, * Schraubenkompressor waagerecht
* Peilstab herausschrauben, stellen,
* Ölstand soll innerhalb der Markierungen * Schraubenkompressor einige Zeit außer
am Peilstab liegen, Betrieb setzen,
* falls erforderlich, korrigieren, * Peilstab herausziehen,
* Dichtung am Peilstab überprüfen, falls * Ölstand soll nächst der oberen
erforderlich, ersetzen, Peilstabmarkierung liegen,
* Peilstab einschrauben und fest anzie- * falls erforderlich, korrigieren,
hen. * Peilstab einstecken,
* Öleinfülldeckel schließen.
* Ölspezifikation siehe „Motorbetriebs-
anleitung“.
40
6. Vorbereitung zur Inbetriebnahme

Die verwendeten Batterien sind einbau-


Achtung
fertig und betriebssbereit. Ersatz-Batterien
Ölstand darf nach kurzem Testlauf nicht sollten der eingebauten Batterie (gasungs-
über/unter der oberen/unteren Peilstab- arm) entsprechen. Bei Ersatz sollte die
markierung liegen. Ölspezifikation siehe Batterie ungefüllt und nur vorgeladen sein,
Schmierstoff-Empfehlung, siehe Motor- so daß sie mit Batteriesäure aufgefüllt
Betriebsanleitung werden muß. Dabei soll Batterie und Säure
eine Temperatur von mindestens +10°C
haben.
6.2 Batterie Hierzu:
* die Batteriesäure bis zum Boden der
Kontrolleinsätze auffüllen
* Batterie einige Zeit stehenlassen,
* dann leicht schütteln
* wenn nötig, Säurespiegel auffüllen
* Verschlußkappen festschrauben
* Die Batterie ist betriebsfertig
* 1 Stunde ruhen lassen.

6.3 Betanken

Bild 13

Gefahr
Bei Arbeiten mit Batteriesäure säure-
feste Schutzbrille, Handschuhe und
Schürze tragen.
Die von der Batterie abgegebenen
Gase sind explosiv! Funkenbildung
und offenes Feuer in der Nähe der
Batterie vermeiden!
Säure nicht auf Haut und Kleidung Bild 14
kommen lassen! Schutzbrille tragen!
Gefahr
Keine Werkzeuge auf die Batterie legen!
Die Batterie ist gefüllt und geladen. Nur bei stillstehendem Schraubenkom-
Die Befestigung der Batterie erfolgt mit pressor tanken! Auf Sauberkeit achten!
Klemmleisten. Keinen Kraftstoff verschütten!
Beim Auftanken an einer Pumpe kann
statische Elektrizität auftreten und
möglicherweise Funken verursachen.
41
6. Vorbereitung zur Inbetriebnahme

Hierzu: 6.4 Wartungsanzeiger der Luftfilter


* Tankdeckel öffnen, prüfen
* Tank mit handelsüblichem Marken-
dieselkraftstoff füllen, dazu Sieb ver-
wenden (je nach Außentemperatur
Sommer- oder Winterdieselkraftstoff
verwenden),
* Tank mit Tankdeckel sicher
verschließen.
* Verkleidung schließen.

Hinweis
Der Kraftstoffvorrat sollte stets rechtzeitig
ergänzt werden. Bei Außentemperaturen Bild 15
unter 0°C nur Winter-Dieselkraftstoff ver-
wenden. Wenn das rote Servicefeld im Klarsicht-
teil voll sichtbar ist, ist eine Wartung des
Kraftstoffqualität siehe Betriebsanleitung Luftfilters erforderlich (siehe Kapitel War-
Motor. tung, Luftfilterpatrone.)
Bei Außentemperatur unter 0 °C die Be-
triebsanleitung des Motorherstellers für
Winterbetrieb beachten.
Sie reduzieren den Kondensatanfall im
Kraftstoffbehälter erheblich, wenn Sie
diesen rechtzeitig befüllen. Außerdem
entfallen Betriebsunterbrechungen und
Anlaßprobleme, die durch das Leerfahren
des Kraftstoffbehälters entstehen können.

42
7. Inbetriebnahme

7.1 Erste Inbetriebnahme 7.2 Bedienungselemente


Transportinspektion Bedienungselemente am Instrumenten-
gehäuse:
Jeder CompAir DEMAG-Schrauben-
verdichter ist bereits im Werk gelaufen und
2 1
vor dem Versand sorgfältig geprüft worden.
Die Prüfung stellt sicher, daß der Kompres-
sor die angegebenen Daten aufweist und
einwandfrei arbeitet. Jedoch kann unab-
hängig von der Sorgfalt im Werk die Mög-
lichkeit bestehen, daß der Kompressor
beim Transport beschädigt wird. Aus die-
sem Grund ist es empfehlenswert, die
Anlage auf mögliche Transportschäden
zu untersuchen. 3 4 5
Während der ersten Betriebsstunden
sollte der Kompressor beobachtet werden, Bild 17
um eventuelle Fehlfunktionen festzustellen. 1 Manometer für Anzeige
„Betriebsüberdruck“
2 Betriebsstundenzähler
Transportsicherung der Zugeinrichtung 3 Kontrolleuchte „Laden“
4 Kontrolleuchte „Störung“
5 Zündstartschalter
Stellungen des Zündstartschalters:
Stop: 0
Spannung: I
Transportsicherung
Start: II

Bild 16
Die Zugeinrichtung ist entsprechend
Bild 16 in die Senkrechte gestellt. Bei der
ersten Inbetriebnahme ist der Knebel zu
lösen und das Zwischenstück zu entfernen.
Danach kann die Zugeinrichtung entspre-
chend der benötigten Anhängerhöhe ein-
gestellt und mit dem Knebel / Verzahnung
arretiert werden (siehe hierzu Betriebs-
anleitung Fahrgestell).
43
7. Inbetriebnahme

7.3 Starten Vorsicht: Die Verständigung mit ande-


ren Personen ist dadurch evtl. gestört.
Gefahr Warnungen könnten überhört werden.
Aufsichtsführenden informieren.
Vor Anlassen sicherstellen, daß sich
niemand im Gefahrenbereich des
Motors bzw. Schraubenkompressors Achtung
befindet.
Kompressoren dürfen nicht in explo- Die geöffnete Verkleidung/Haube beein-
sionsgefährdeter Umgebung betrieben trächtigt den Kühlluftstrom im
werden, sofern sie nicht für diesen Kompressorteil.
Zweck konstruiert wurden (z.B. Auspuff Die volle Schalldämpfung wird nur bei
gegen Funkenflug geschützt etc.). geschlossener Verkleidung/Haube er-
Nach Beendigung von Service-Arbeiten: reicht.
Prüfen, ob alle Schutzeinrichtungen Ölstände im Druckbehälter und im Motor
wieder montiert sind und ob alle Werk- vor jeder Inbetriebnahme kontrollieren.
zeuge entfernt wurden!
Der Auspuff von Verbrennungsmotoren
enthält Kohlenmonoxyd - ein tödliches Kompressor starten:
Gas. Wenn daher eine Maschine mit * Schalldämpfer am Luftentnahmehahn
einem solchen Motor in einem geschlos- anbringen,
senen Raum arbeiten muß, müssen
die Abgase über ein Rohr oder einen * Einen Luftentnahmehahn halb öffnen,
Schlauch mit einem Innendurchmesser * Startschlüssel in Zündstartschalter stek-
von mindestens 100 mm ins Freie ge- ken und auf Raststellung I drehen,
leitet werden. Die Verwendung von Ab- Kontrolleuchten „Laden“ und „Störung“
sauganlagen wird in Prüfräumen für leuchten auf,
fahrbare Maschinen sehr empfohlen.
* Startschlüssel leicht eindrücken und
Den Kompressor mit geschlossener weiterdrehen auf Stellung II,
Verkleidung/Haube betreiben. Nur für
kleinere Einstellarbeiten bei laufender Startschlüssel solange in Stellung II
Maschine die Verkleidung/ Haube kurz- halten, bis Motor anspringt, läuft und
zeitig öffnen. die Kontrolleuchten „Laden“ und
“Störung“ erlöschen,
Bei Arbeiten an laufendem Schrauben-
kompressor und geöffneter Verkleidung/ * Startschlüssel loslassen.
Haube Gehörschutz verwenden. Sollte nach spätestens 15 Sekunden der
Arbeiten bei geöffneter Haube nur von Motor nicht anspringen, Startschlüssel auf
Sachkundigen. 0-Stellung drehen. Sobald der Motoranlas-
ser stillsteht und der Druckbehälter druck-
los ist, kann ein neuer Motorstart erfolgen.

44
7. Inbetriebnahme

Starten mit Starthilfekabeln/ Äther-Kraftstoffsysteme zum Kaltstarten


Hilfsbatterie: von Dieselmotoren

Achtung

Bei Kaltstart (Winterbetrieb) kann


Startpilot oder sonstige Starthilfsmittel
direkt in den Motorluftfilter (Achtung:
nicht mit dem Luftfilter für den Schrau-
benkompressor verwechseln!) gesprüht
werden. (Hierzu unbedingt die Motor-
betriebsanleitung beachten.)
Die Äther-Kaltstarthilfe niemals anwen-
den, während der Motor läuft, weil dies
zu ernsthaften Schäden führen kann.
Bild 18
Schraubenkompressor nach dem Starten
Gefahr solange mit halb geöffnetem Luftentnahme-
hahn laufen lassen, bis der Motor seine
Bei längerem Betrieb mit angeschlosse- Vollastdrehzahl erreicht hat, danach Luft-
ner Hilfsbatterie oder angeschlossenem entnahmehahn schließen, Motor geht in
Starthilfekabel kann es zu plötzlichen Leerlauf.
Ausgasungen kommen. Dabei bildet
Bevor Sie die Äther-Kaltstarthilfe verwen-
sich ein zündfähiges Luft-/Gasgemisch.
den, lesen Sie bitte sorgfältig die Anwei-
Explosionsgefahr!
sungen und das Etikett am Behälter.
Achtung
Gefahr
Bei falschem Anschluß entstehen
Ätherbehälter niemals in Temperaturen
schwerwiegende Schäden an der
über 70°C aufbewahren.
elektrischen Anlage.
* Zündschlüssel in 0-Stellung Hinweis
* zuerst Pluspole danach Minuspole Beachten Sie auch die Hinweise zum
(Massekabel) verbinden Betrieb des Kompressors bei einer
* Starten wie unter „Kompressor starten“ Umgebungstemperatur von weniger als
beschrieben. 0 °C im Kapitel Transport und Aufstellung
dieser Bedienungsanleitung.
Hinweis
Nach dem Starten zuerst Minuspole
(Massekabel) und danach Pluspole tren-
nen.

45
7. Inbetriebnahme

7.4 Einstellung Betriebsdruck Der neu eingestellte Betriebsüberdruck


ist bei 100% Luftentnahme und max.
Motordrehzahl am Manometer der
Instrumententafel zu kontrollieren.

7.5 Überwachung

Gefahr
Ein Überbrücken der Sicherheitskette in
dieser automatischen Betriebs-
überwachung ist nicht zulässig!
Die Anzeige des Manometers darf den
roten Strich nicht überschreiten.
Bild 19
Bei Aufleuchten der Kontrolleuchte
Gefahr „Störung” wird der Schraubenkompressor
bei folgenden Störungen automatisch ab-
Die Einstellung des Betriebsüber- gestellt:
druckes darf nur von einem Sachkundi-
gen vorgenommen werden. * überhöhte Kompressortemperatur,
* zu niedriger Motoröldruck,
Der Schraubenkompressor ist vom * Kabelbruch,
Hersteller auf einen Betriebsüberdruck * zu hohe Motortemperatur,
(Enddruck) von 7 bar eingestellt. Einstellbar * Keilriemenriß der Lichtmaschine bzw.
sind Druckwerte zwischen 5 und 8 bar; defekte Lichtmaschine.
höhere Drücke sind nicht zulässig.
Eine Inbetriebnahme nach einer dieser
Die Einstellung des Betriebsüberdruckes, Störungen ist erst wieder möglich, wenn die
durch einen Sachkundigen, wird am Regler Ursache, die zur Abstellung führte, beseitigt
vorgenommen: ist.
* Rändelmutter (Kontermutter) unter dem
Einstellknopf des Reglers lösen,
* Druckanstieg durch Drehen des Einstell-
knopfes am Regler im Uhrzeigersinn
(nach +),
* Drucksenkung durch Drehen des
Einstellknopfes am Regler gegen den
Uhrzeigersinn (nach -),
* zur Drucksenkung ist ein Luftentnahme-
hahn zu öffnen,
* Einstellknopf nach der Druckänderung
mit Rändelmutter kontern.
46
7. Inbetriebnahme

Manometer für Anzeige „Betriebs- 7.6 Betrieb


überdruck“
Gefahr
Kompressor nur mit zulässigem
Betriebsüberdruck und zulässiger
Temperatur betreiben.
Den Kompressor nur bestimmungsge-
mäß (siehe Kapitel 1.2 dieser Betriebs-
anleitung) einsetzen, um Restrisiken für
Personen und Sachwerte zu vermeiden.
Kompressor nur in sicherem und funk-
tionsfähigem Zustand betreiben.
Alle Bauteile, Schlauchleitungen etc.,
Bild 20 die angeschlossen werden, müssen die
richtige Größe haben und für den zuläs-
Gefahr
sigen Betriebsdruck und zulässige
Kompressor nicht über dem zulässigen Temperatur geeignet sein.
Betriebsdruck betreiben. Bei Arbeiten mit Druckluft entsprechen-
Das Manometer zeigt den Betriebsdruck de Schutzkleidung (z.B. Strahlanzug,
des Kompressors an. Schutzbrille etc.) tragen.

Der zulässige Betriebsdruck des Kom- Beim Tragen eines Gehörschutzes ist
pressors ist auf dem Typenschild vermerkt! die Verständigung zwischen Personen
Der Sicherheitsventildruck ist mit einer evtl. gestört. Warnungen könnten über-
roten Marke auf dem Manometer gekenn- hört werden! Aufsichtführende infor-
zeichnet. mieren.
Kompressor regelmäßig kontrollieren.
Achtung
Austretendes Kondensat enthält Öl-
Kompressor nicht über der zulässigen anteile und muß gesammelt und unter
Verdichtungsendtemperatur betreiben. sicheren Bedingungen entsorgt werden.
Kondensat darf nicht ins Erdreich und
Die Verdichtungstemperatur wird mit dem
Flüsse gelangen. Größere Mengen Kon-
Temperaturfühler gemessen (Schaltpunkt
densat fallen vor allem bei Nachkühler-
115 °C). Bei Überschreitung der zulässigen
Varianten zur Druckluftaufbereitung an.
Verdichtungstemperatur wird der Kompres-
Auffangbehälter bereitstellen.
sor automatisch abgeschaltet.

47
7. Inbetriebnahme

7.7 Abstellen 7.8 Stillegung


Hierfür:
* Luftentnahmehähne schließen. Der
Schraubenkompressor reduziert nach
Erreichen des eingestellten Enddruckes
die Drehzahl des Motors auf Leerlauf-
drehzahl.
* Schraubenkompressor noch einige
Minuten im Leerlauf laufen lassen.
* Startschlüssel nach links auf 0-Stellung
drehen, Kontrolleuchten „Laden“ und
„Störung“ müssen erlöschen.
Bild 21
* Startschlüssel abziehen.
Soll die Anlage für längere Zeit (ab ca.
Der Schraubenkompressor wird automa- 3 Monaten) stillgelegt werden, so ist eine
tisch auf atmosphärischen Druck entlastet. Konservierung erforderlich.
Dazu:
* Motorkonservierung (s. separate Motor-
Betriebsanleitung),
* Batterie-Pole abklemmen,
* am Kompressor sind keine Maßnahmen
erforderlich,
* durch Aufbocken Reifen entlasten,
* Reifendruck alle 2 Monate kontrollieren,
* Handbremse lösen.

Achtung

Bei Wiederinbetriebnahme Wartungs-


arbeiten nach Kapitel 9 Wartung ausfüh-
ren.

48
8. Betriebsstoffe

8.1 Schmierstoffempfehlung Die Viskosität der Schmieröle soll der


Viskositätsklasse ISO VG 32 DIN 51519,
Verdichter
Juli 1976, mit 28-35 mm2/s(cSt)/40° C
entsprechen, oder bei Umgebungs-
Hinweis temperaturen ständig über +25° C der
Viskositätsklasse ISO VG 46 DIN 51519,
Bei diesen Schraubenkompressoren erfüllt Juli 1976, mit 41-50 mm2/s(cSt)/40 °C.
das umlaufende Öl außer der Schmie-
rung hauptsächlich noch Kühl- und Dicht- Achtung
funktionen. Es ist daher während der
Betriebszeit erschwerten Belastungen Herkömmliche Motorenöle mit der Be-
ausgesetzt. Für die Auswahl eines geeig- zeichnung HD dürfen nicht verwendet
neten Schmieröles sind insbesondere die werden.
Temperaturverhältnisse am Aufstellungs-
ort und die Beschaffenheit der Luft (Staub, Bei Verwenden von Ölen „Kurzbezeich-
Schmutz-, Feuchtigkeitsgehalt bzw. chemi- nung HYD 10/HYD 20“ nach den „Regel-
sche Einflüsse) zu berücksichtigen. schmierstoffen für Baumaschinen und
Fahrzeuge“, herausgegeben vom Haupt-
Achtung verband der Deutschen Bauindustrie e.V.,
dürfen nur die angegebenen Hydrauliköle
Öle verschiedener Spezifikationen nicht nach ISO VG 32 bzw. ISO VG 46 Verwen-
miteinander mischen. dung finden.
Die in dieser Betriebsanleitung ange- Sollen andere Schmieröle verwendet wer-
gebenen Wartungsintervalle und die den, wenden Sie sich an:
maximalen bzw. minimalen Betriebs-
CompAir Drucklufttechnik GmbH
temperaturen gelten nur bei Verwen-
Argenthaler Straße 11
dung hochwertiger Mehrbereichsöle!
D-55469 Simmern/Hunsrück
Funktionsstörung bei falschem Kühlöl! Telefon 06761 / 832-339
Telefax 06761 / 832-421
Mit Rücksicht auf die hohe Beanspru-
chung des Schmieröls bei Schrauben- oder an Ihren Werkshändler bzw. an Ihre
kompressoren mit Öleinspritzkühlung Niederlassung.
empfehlen wir die Verwendung nachweis-
lich geeigneter, alterungsbeständiger, nicht
schäumender, vor Korrosion schützender 8.2 Schmierstoffempfehlung Motor
Öle. Sie müssen die Anforderungen für
Hydrauliköle H-LP 32 bzw. H-LP 46 nach Die Spezifikation der Schmieröle für den
DIN 51524, Teil 2, Juni 1985, erfüllen. Antriebsmotor finden Sie in der beiliegen-
den Motorbetriebsanleitung.

49
8. Betriebsstoffe

Folgende Kraftstoffspezifikationen sind


8.3 Werkzeugöl
zugelassen:

Achtung * DIN 51 601


* Nato Codes F 54, F 75 und F 76
Falsches Werkzeugöl führt zu Ablage- * BS 2869: A1 und A2 (bei A2 Schwefel-
rungen, die Störungen in den ange- gehalt beachten)
schlossenen Geräten verursachen! * ASTM D 975-81 : 1-D und 2-D
* VV-F-800a : DF-A, DF-1 und DF-2.
Wir empfehlen zur einwandfreien Schmie-
rung von Aufreiß- und Spatenhämmern Hinweis
den Einsatz von CompAir DEMAG-Ölern
oder automatischen Leitungsölern, unter Motorbetriebsanleitung beachten.
Verwendung des synthetischen CompAir
DEMAG-Spezialöles AES 82. Bei tiefen Temperaturen können durch
Paraffinausscheidungen Verstopfungen im
Besondere Vorzüge des CompAir DEMAG- Kraftstoffsystem auftreten und Betriebsstö-
Öles: rungen verursachen. Unter 0 °C Außentem-
* Biologisch abbaubar, peratur Winterdieselkraftstoff (bis - 15 °C)
verwenden (wird im allgemeinen von den
* Vereisungsschutz bis -50°C, zur Ver- Tankstellen rechtzeitig vor Beginn der
wendung von Schalldämpfern, kalten Jahreszeit angeboten). Häufig wird
* sehr gute Schmierfähigkeit, daher additivierter Dieselkraftstoff mit einer
verschleißsenkend, Einsatztemperatur von bis zu - 20 °C ange-
boten („Superdiesel“).
* keine störenden Auspuffgase, Arbeiten
in geschlossenen Räumen, Hinweis
* gute Reinigungswirkung, keine
Mischungen nur im Tank vornehmen!
Rückstandsbildung,
Zuerst die notwendige Menge Petroleum
* beste Konservierungseigenschaften, vor einfüllen, dann Dieselkraftstoff nachfüllen.
Korrosion schützend.
Bitte die Motor-Betriebsanleitung beachten!
Beim Betrieb von Druckluftverbrauchern
Unterhalb - 15 °C bzw. - 20 °C ist
anderer Hersteller sind deren Vorschriften
Petroleum beizumischen.
zu beachten.
Ist die Verwendung von Sommer-Diesel-
kraftstoff unter 0 °C erforderlich, so kann
8.4 Dieselkraftstoff ebenfalls Petroleum bis zu 60 % zuge-
mischt werden.
Handelsübliche Dieselkraftstoffe verwen-
Meistens kann auch ausreichende Kälte-
den mit einem Schwefelgehalt unter 0,5 %.
festigkeit durch Zugabe eines Fließver-
Bei höherem Schwefelgehalt sind die Öl-
besserers (Kraftstoff-Additive) erreicht
wechselintervalle zu reduzieren.
werden. Fragen Sie hierzu bei Ihrer Motor-
Service-Stelle an.

50
9. Wartung

9.1 Allgemeine Wartung Achtung


Den Schraubenkompressor in regelmäßi- Zusätzlich zum Wartungsbild des KHD-
gen, nicht zu langen Intervallen reinigen: Motors, gilt aus der Motorbetriebsanlei-
tung bei Inbetriebnahme neuer und
* alle Ventile, Regler, Armaturen, Druckbe-
überholter Motoren nach 50 Betriebs-
hälter, Ölkühler, Schraubenkompressor
stunden:
und Motor mit Druckluft abblasen bzw.
mit einem Dampfstrahlgerät reinigen * Motor auf Dichtheit überprüfen,
ggf. beseitigen,
* Kühlrippen des Motors auf Luftdurch-
lässigkeit prüfen * Motorölwechsel,
* Die Karosserie in regelmäßigen Interval- * Ölfilter-Patronenwechsel,
len reinigen. Die Scharniere der Karos-
serie anschließend mit Mehrzweckfett * Kraftstoffilter-Patronenwechsel,
schmieren bzw. ölen. * Ventilspiel überprüfen, ggf. einstellen,
* Motorlagerung überprüfen, ggf.
nachziehen,
9.2 Wartung Motor
* Keilriemen überprüfen, ggf.
Die Wartung des Motors ist gemäß der nachspannen.
Motorbetriebsanleitung durchzuführen.

Gefahr 9.3 Wartung Fahrgestell


Achten Sie bei Kontroll-, Einstell- oder und Bremsen
Wartungsarbeiten auf heiße Oberflächen
von Maschinenteilen, besonders auf die Die Wartung des Fahrgestelles und
Auspuffanlage (Verbrennungsgefahr) der Bremsen ist gemäß der Fahrgestell-
sowie auf die Regeleinrichtung, die sich betriebsanleitung durchzuführen.
im Betrieb bewegt (Quetschgefahr). Arbeiten an den Bremsen dürfen nur von
sachkundigem Personal oder von Brems-
diensten vorgenommen werden!

Gefahr
Achten Sie bei Kontroll-, Einstell- oder
Wartungsarbeiten auf heiße Oberflächen
von Maschinenteilen, besonders auf die
Auspuffanlage (Verbrennungsgefahr)
sowie auf die Regeleinrichtung, die sich
im Betrieb bewegt (Quetschgefahr).

51
9. Wartung

9.4 Wartung Kompressor/Wartungs- W5 Luftfilter (Schraubenkompressor) alle


250 Stunden.
plan
W6 Sicherheitsventil prüfen bei jeder Inbe-
Achtung triebnahme
W7 Regelung (Einstellung/Funktion) und
Erster Ölwechsel Schraubenkompressor
Magnetventile
nach 50 Bh (W1, W2)
W8 Befestigungsschrauben bzw. Muttern
Kreuzen Sie im eigenen Interesse die von
erstmals kontrollieren nach 60 Stun-
Ihnen ausgeführten Wartungsarbeiten auf
den, ggf. nachziehen (Fahrgestell,
dem Wartungsplan an:
Rahmen, Radmuttern und Karosserie),
W1 Ölfilter wechseln (Schraubenkompres- Aufhängevorrichtung auf einwandfreien
sor) alle 1000 Stunden oder 1 x jährlich Zustand prüfen alle 1000 Stunden oder
1 x jährlich
W2 Ölwechsel (Schraubenkompressor)
alle 1000 Stunden oder 1 x jährlich Gefahr
W3 automatische Betriebsüberwachung
Das Hinweisschild „Achtung Wartungs-
überprüfen alle 1000 Stunden oder
arbeiten“ muß vor dem Arbeitsbeginn
1 x jährlich
aufgestellt werden, soweit erforderlich
W4 Feinabscheider prüfen/wechseln, großräumig absichern.
einmal jährlich bzw. bei Differenz-
druck > 1 bar

Wartungsplan
Bh 1000 2000 3000 4000 5000 6000 7000
W

W1 * * * * * * *

W2 * * * * * * *

W3 * * * * * * *

W4 1 x im Jahr oder bei Differenzdruck > 1 bar!

W5 alle 250 Betriebsstunden!

W6 vor jeder Inbetriebnahme!

W7 * * * * * * *

W8 1 x im Jahr oder alle 1000 Betriebstunden!

* Diese Wartungsintervalle müssen eingehalten werden!


52
9. Wartung

Ölfilter wechseln:
Achtung
* Ölfilterpatrone mit geeignetem Werk-
* Wartung, allgemein: in regelmäßigen zeug abschrauben,
Abständen
* Ölfilterpatrone entsorgen,
* Wartung Motor: gemäß Motor-
betriebsanleitung * Dichtung der neuen Ölfilterpatrone leicht
einölen,
* Wartung Fahrgestell: gemäß Fahrge-
stell-Betriebsanleitung * neue Ölfilterpatrone aufschrauben und
festziehen (beachten Sie die Hinweise
auf der Ölfilterpatrone),
9.4.1 Ölfilter wechseln (Kompressor) * Dichtheit überprüfen,
* Ölstand kontrollieren, falls erforderlich
nachfüllen.

Bild 22

Gefahr
Ölfilterpatrone nur bei stillstehendem
Motor und drucklosem Schraubenkom-
pressor wechseln!
Vorsicht bei heißem Öl: Verbrühungs-
gefahr! Kein Öl verschütten!

Achtung

Ölfilterwechsel alle 1000 Betriebsstun-


den, jedoch einmal im Jahr.

Hinweis
Ölfilterpatrone vorschriftsmäßig entsorgen
- Sondermüll -!
Auf Dichtheit achten!
53
9. Wartung

9.4.2 Ölwechsel (Kompressor) Öl wechseln:


* Peilstab herausschrauben,
* Ölauffangwanne unter Druckbehälter
stellen,
* Verschlußschraube am Druckbehälter
herausschrauben,
* Altöl in Ölauffangwanne laufen lassen,
* wenn Altöl vollständig herausgelaufen
ist, Verschlußschraube vom Druckbehäl-
ter mit neuem Dichtring einschrauben
und festziehen,
Bild 23 * neues Öl einfüllen (Menge bei Erst-
füllung siehe Kapitel 1 Abschnitt
Gefahr „Technische Daten”, bei Ölwechsel
etwas weniger),
Ölwechsel nur bei stillstehendem Motor
und drucklosem Schraubenkompressor * Schmierstoffe siehe „Schmierstoff-
vornehmen! tabelle”

Vorsicht beim Ablassen von heißem Öl: * Dichtring am Peilstab prüfen, falls
Verbrühungsgefahr! Kein Öl verschüt- erforderlich erneuern,
ten! * Peilstab einschrauben und festziehen,
Achtung * Schraubenkompressor starten, ca. zwei
Minuten laufen lassen, auf Dichtheit
Ölwechsel alle 1000 Betriebsstunden, achten,
jedoch einmal im Jahr.
* Schraubenkompressor abstellen,
Schraubenkompressor muß zum Öl-
* Ölstand kontrollieren, falls erforderlich,
wechsel drucklos sein!
korrigieren.
Öl in betriebswarmem Zustand ablas-
sen.
Öle verschiedener Spezifikationen nicht
miteinander mischen.

Hinweis
Altöl auffangen, nicht in den Boden versik-
kern lassen! Vorschriftsmäßig entsorgen
- Sondermüll! - Kein Öl verschütten!
Auf Dichtheit achten!

54
9. Wartung

9.4.3 Automatische Betriebs- 9.4.4 Feinabscheider prüfen/


überwachung prüfen wechseln

Gefahr
Vorsicht Spannung! Geber für automati-
sche Betriebsüberwachung dürfen nicht
überbrückt werden!
Geber alle 1000 Betriebsstunden einzeln
prüfen:
1. Temperaturgeber - Schrauben-
kompressor (Druckstutzen).
2. Öldruckgeber - Motor.
3. Motortemperaturschalter. Bild 24

Gefahr
Betriebsüberwachung prüfen: Druckbehälter steht unter Druck!
* Anschlußkabel abziehen (abklemmen), Nur bei stillstehendem Motor und druck-
losem Schraubenkompressor arbeiten!
* bei Temperaturgeber auf Masse legen,
Vorsicht bei heißem Öl: Verbrühungs-
* Schraubenkompressor starten, gefahr! Kein Öl verschütten!
* Schraubenkompressor muß nach dem
Anspringen sofort durch die automati- Hinweis
sche Betriebsüberwachung abstellen
und die Kontrolleuchte „Störung” Feinabscheider vorschriftsmäßig entsor-
leuchtet auf. gen. - Sondermüll -!
Auf Dichtheit achten!

55
9. Wartung

Feinabscheider mindestens einmal jährlich 9.4.5 Luftfilter wechseln


wechseln oder Differenzdruck wie folgt
messen:
Gefahr
* bei stillstehendem Motor und druck-
losem Schraubenkompressor, Alle Kontrollen und Arbeiten nur bei
Peilstab aus dem Druckbehälter stillstehendem Motor und drucklosem
herausschrauben, Schraubenkompressor durchführen!
* Reduzierstück einschrauben,
Austausch Luftfilter - Schrauben-
* Manometer in Reduzierstück kompressor und Motor
einschrauben,
* Schraubenkompressor starten,
* die Druckdifferenz zwischen Mano-
meter-Druckbehälter und Manometer-
Instrumententafel darf 1 bar nicht
überschreiten.

Ist der Differenzdruck > 1 bar, so ist die


Feinabscheidepatrone auszutauschen:
* sämtliche Leitungen vom Behälterdeckel
lösen,
* alle Sechskantschrauben am Deckelum- Bild 25
fang herausschrauben,
Hinweis
* Deckel abnehmen und alten Feinab-
scheider herausnehmen, Den Luftfilter beim Schraubenkompressor
* alte Dichtungen vom Druckbehälter ab- und Motor jährlich (jedoch mindestens alle
nehmen, Dichtungsfläche reinigen und 250 h) austauschen.
neue Dichtungen auflegen, Wartungsanzeige beachten. Den Luftfilter
* neuen Feinabscheider in den Druckbe- (Schraubenkompressor) nicht reinigen und
hälter einsetzen und neue Dichtungen nicht wiederverwenden.
auflegen, Luftfilter austauschen:
* Deckel aufsetzen, Sechskantschrauben * Halteschellen lösen,
einschrauben und über Kreuz anziehen, * alten Luftfilter abnehmen,
* sämtliche Leitungen am Behälterdeckel * neuen Luftfilter aufsetzen,
montieren, * Halteschellen festziehen.

* Dichtheit überprüfen,
* alte Feinabscheiderpatrone vorschrifts-
mäßig entsorgen.

56
9. Wartung

Wartung der Luftfilter 9.4.6 Sicherheitsventil überprüfen


Hinweis
Die Luftfilter wöchentlich auf Staubanfall
prüfen.
Die Wartungsintervalle der Luftfilter sind
abhängig von den jeweiligen Staubverhält-
nissen.
Ausbau der Filterpatrone:
* Spannband am Luftfilter lösen,
* Filterhaube abnehmen,
* Filterpatrone aus der Filterhaube Bild 26
herausnehmen,
Gefahr
* Filterpatrone zwischenreinigen bzw.
ersetzen. Das Sicherheitsventil muß vor jeder
Inbetriebnahme auf Funktionsfähigkeit
Gefahr geprüft werden. Ventilkegel durch Dreh-
knopf anlüftbar.
Die Luftfilterpatrone niemals mit Benzin
oder heißen Flüssigkeiten reinigen! Bei nicht funktionierendem Sicherheits-
ventil ist dieses sofort gegen ein neues,
für diese Anlage ausgelegtes Sicher-
Zusammenbau des Luftfilters: heitsventil auszutauschen.
* im Filtergehäuse die Dichtungsfläche
reinigen, Achtung
* Filterpatrone einsetzen und auf korrek- Schraubenkompressor darf nicht mit
ten Sitz der Dichtung achten, defektem Sicherheitsventil betrieben
werden!
* Filterhaube aufsetzen und mit dem
Spannbügeln befestigen.

57
9. Wartung

9.4.7 Regelung 9.4.9 Batteriewartung

Bild 27 Bild 28
Die Regelung ist als stufenlose Drehzahl- Gefahr
regelung ausgebildet. Sie besteht aus:
* dem Saugregelventil auf dem Saug- Die von der Batterie abgegebenen Gase
stutzen, sind explosiv!
* dem Stellzylinder-Motor, Funkenbildung und offenes Feuer in der
* dem P-Regler. Nähe der Batterie vermeiden!
Das Saugregelventil beinhaltet einen Säure nicht auf Haut oder Kleidung
Kegel, der zur Veränderung des angesaug- kommen lassen! Schutzbrille tragen!
ten Volumenstromes dient und eine Rück-
schlagfunktion hat, um ein Überfluten des Keine Werkzeuge auf die Batterie legen!
Saugregelventils und des Luftfilters mit Öl, Die Batterie ist wartungsfrei nach DIN.
beim Abstellen des Schraubenkompres-
sors, zu verhindern. Achtung

Säurestand spätestens nach 1000 Be-


triebsstunden, maximal nach 24 Mona-
9.4.8 Einstellen der Motordrehzahl
ten kontrollieren, ggf. mit destilliertem
Wasser auffüllen.
Achtung
Zur Wartung der Batterie beachten Sie
Die Vollastdrehzahl ist vom Motorher- bitte auch die Vorschriften des Herstellers
steller eingestellt und darf nicht verän- bzw. die Motorbetriebsanleitung.
dert werden.

58
9. Wartung

9.4.10 Anzugsdrehmoment
Für die Schraubenverbindungen gelten
folgende Anzugsdrehmomente:
Radschrauben M12 x 1.5 Kugel 90 Nm

Druckbehälterdeckel 40 Nm

Sicherheitsventil 50 Nm

Motorlagerung
M12 8.8 78 Nm
M16 8.8 180 Nm

Verdichterlagerung M12 12.9 169 Nm

Fahrgestell-
befestigungsschraube M12 8.8 78 Nm

Aufhängung 47 Nm

59
10. Störungsbeseitigung

Störung Mögliche Ursache Abhilfe


Unzureichende oder keine Zugesetzter Luftfilter Luftfilter warten
Luftförderung Schraubenkompressor
Motordrehzahl verstellt Drehzahl einstellen
zugesetzte Ölfeinabschei- Kompressoröl, Ölfilter und
depatrone Ölfeinabscheidepatrone
ersetzen
Falsche Einstellung am einstellen
Druckregler
Kolben im Saugregelventil säubern, eventuell Teile
nicht ganz geöffnet austauschen, neu einstellen

Unzureichender Druck Druckregler defekt instandsetzen oder


austauschen
Steuerleitung defekt instandsetzen oder
austauschen
Kolbenring oder Feder im ersetzen
Motorstellzylinder defekt

Druckbegrenzungsventil Druckregler zu hoch einstellen


bläst bei Leerlauf stark ab eingestellt
fehlerhaftes Saugregelventil ersetzen, bzw. instand-
setzen
lockere, zerbrochene oder instandsetzen
verklemmte Regulierein-
richtung
Druckbegrenzungsventil ersetzen
defekt

Kompressor wird falsches Öl austauschen


übermäßig heiß zu niedriger Kompressor- Öl nachfüllen
(automatische Abstellung) ölstand
zerbrochener Lüfter ersetzen
verschmutzter Ölkühler reinigen
(außen)
zugesetzter Ölfilter ersetzen
Ölleitung leckt austauschen
Luftkurzschluß beseitigen

60
10. Störungsbeseitigung

Störung Mögliche Ursache Abhilfe


Schraubenkompressor läßt kein Kraftstoff Kraftstoff auffüllen
sich nicht starten verstopfter Kraftstoffilter Kraftstoffilterpatrone
wechseln
lockere, zerbrochene oder Leitung instandsetzen
verklemmte Kraftstoffleitung
geringe Betriebsspannung Batterie aufladen
lockerer, korrodierter oder instandsetzen
zerbrochener elektrischer
Anschluß
Luft im System länger starten
(automatische Entlüftung)
Magnetventil außer ersetzen
Funktion
Relais defekt ersetzen
Anlasser defekt ersetzen
andere Motor- siehe Motorbetriebs-
schwierigkeiten anleitung
Sicherung defekt ersetzen
Zündstartschalter defekt ersetzen
Diode defekt ersetzen

Öl in der Luftleitung zugesetzte Blende in der instandsetzen


Ölrücklaufleitung
fehlerhafter Ölfeinab- ersetzen
scheider
zuviel Öl im Druckbehälter korrigieren

Sicherheitsventil bläst ab Druckregler zu hoch einstellen


eingestellt
defekter Druckregler ersetzen bzw. instandsetzen
Saugregelventil, Stell- ersetzen
zylinder Motor defekt oder
damit verbundene Steuer-
leitungen
Sicherheitsventil defekt ersetzen

61
10. Störungsbeseitigung

Störung Mögliche Ursache Abhilfe


Nach dem Abstellen des Saugregelventil defekt kontrollieren und instand-
Schraubenkompressors setzen
tritt Öl aus dem Luftfilter des
Verdichters

Motor startet, schaltet aber Keilriemen defekt ersetzen


sofort wieder ab oder Anla- Öldruckschalter-Motor defekt ersetzen
ge schaltet während des
Betriebes ab Keilriemenschalter defekt ersetzen
Motor-Temperaturschalter ersetzen
defekt
Kompressor-Temperatur- ersetzen
schalter defekt
Kompressor defekt
Kabel der Sicherheitskette ersetzen bzw. auf den
defekt oder Kabelschutz Fühler stecken
nicht auf Fühler gesteckt
Relais defekt ersetzen
Magnetventil defekt ersetzen
Zündstartschalter, ersetzen
Sicherung oder Diode
defekt
Lichtmaschine defekt instandsetzen oder
austauschen
Lichtmaschinen-Regler instandsetzen oder
defekt austauschen
andere Motorschwierigkeiten siehe Motorbetriebs-
anleitung

62

Common questions

Auf Basis von KI

Äther-Kaltstarthilfesysteme verwenden leicht entflammbaren und toxischen Kraftstoff. Daher sollten Kontakte mit Augen und Haut vermieden und die Dämpfe nicht eingeatmet werden. Beim Verschlucken sollte kein Erbrechen verursacht, sondern sofort ärztliche Hilfe in Anspruch genommen werden . Zudem ist die Kaltstarthilfe niemals bei laufendem Motor zu nutzen, um schwerwiegende Schäden zu vermeiden .

Der Ausstoß von Verbrennungsmotoren enthält Kohlenmonoxid, ein tödliches Gas, das bei unzureichender Entlüftung die Gesundheit gefährdet. In geschlossenen Räumen müssen Abgase über Rohre oder Schläuche nach außen geleitet werden, um die Ansammlung von Kohlenmonoxid zu verhindern und die Sicherheit der anwesenden Personen zu gewährleisten . Eine Absauganlage wird empfohlen, um die Konzentration der Abgase wirksam zu reduzieren .

Druckluft darf niemals auf Haut oder Menschen gerichtet werden, da dies ernsthafte Verletzungen verursachen kann . Der Druckluftschlauch sollte gesichert werden, um unkontrolliertes Peitschen zu verhindern. Beim Reinigen von Ausrüstungen mit Druckluft muss ein Augenschutz getragen werden. Zudem darf die Druckluft nicht zum Reinigen von Kleidung verwendet werden .

Funktionstüchtige Schutzeinrichtungen gewährleisten die Sicherheit des Bedienpersonals und die ordnungsgemäße Funktion der Maschine. Lose Kleidungsstücke oder Körperteile können andernfalls von drehenden Teilen erfasst werden. Regelmäßige Kontrollen verhindern, dass defekte Schutzvorrichtungen unbemerkt bleiben, was zu Arbeitsunfällen führen könnte . Die Sicherheitsmechanismen schützen vor Undichtigkeiten und gewährleisten den einwandfreien Zustand aller Maschinenteile .

Die Funktionsfähigkeit der Sicherheitsventile muss vor jeder Inbetriebnahme geprüft werden, da ein defektes Ventil nicht betriebsfähig oder sicher ist. Bei Funktionsstörungen ist das Ventil sofort gegen ein neues auszutauschen. Ebenso sollten die Ventilkegel durch den Drehknopf verstellbar sein, um die Funktionsfähigkeit sicherzustellen .

In staubbelasteten Umgebungen sollte die Maschine so platziert werden, dass der Wind den Staub nicht in Richtung der Maschine bläst, um zu vermeiden, dass der Staub in die Maschinenöffnungen eindringt. Dadurch wird die Ansaugung von Staub minimiert, was die Effizienz der Maschine fördert und den Wartungsaufwand verringert .

Um eine Überhitzung zu verhindern, sollte sichergestellt werden, dass die abströmende Warmluft von den Motor- und Kühlsystemen nicht wieder angesaugt wird. Wiederansaugung führt zu Leistungsverlust und kann den Motor oder das Kühlsystem überhitzen. Die Maschine sollte daher nicht direkt vor Wänden aufgestellt werden, um einen unbehinderten Luftstrom sicherzustellen .

In sehr staubhaltigen Umgebungen müssen die Intervalle für das Reinigen von Luftansaugfiltern und Kühlerelementen signifikant verkürzt werden, um den ordnungsgemäßen Betrieb der Maschine zu gewährleisten. Der ständige Kontakt mit Staub kann zu verstopften Filtern und Überhitzung führen und so den Wartungsaufwand und das Risiko von Maschinenausfällen erhöhen .

Ätherbehälter sind leicht entflammbar, giftig und dürfen nicht bei Temperaturen über 70 °C gelagert werden, da dies eine Brandgefahr darstellen kann. Unsachgemäße Lagerung kann zur Freisetzung toxischer Dämpfe und zu Explosionen führen, was sowohl die Umgebung als auch die Gesundheit der Personen gefährdet .

Vor dem Betrieb müssen Maschinen auf äußerlich erkennbare Schäden und Mängel geprüft werden, um den sicheren und effizienten Betrieb sicherzustellen. Sichtbare Schäden könnten auf mechanische Probleme hinweisen, die zu Unfällen oder Fehlfunktionen führen können. Durch frühzeitige Erkennung und Behebung kann das Risiko von Gefährdungen minimiert werden .

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