5.
Kapitel
DOR »Deadly Orgone«
Wird die Lebensenergie durch bestimmte physikalische Faktoren auf-
gereizt, kann sie in einen erstarrten Zustand verfallen, in dem sie de-
struktive, lebensfeindliche Wirkungen hat. Diese Form der Orgon-Ener-
gie nannte Reich DOR, Deadly ORgone (tödliches Orgon). Wilhelm
Reich stellte grundsätzlich zwei Erscheinungsformen von DOR fest: eine
»natürliche«, deren Ursprung zunächst nicht geklärt ist, die für die Ent-
stehung von Dürren und die Ausbreitung der Wüsten ursächlich ist; und
eine »künstliche«, die durch eine starke Aufreizung der atmosphärischen
Orgon-Energie durch technische Faktoren wie Nuklearstrahlung, Elek-
trizität, Elektromagnetismus etc. entsteht.
Das Phänomen »Elektrosmog« – die Beeinträchtigung lebendiger Pro-
zesse durch z.B. elektrische Geräte, Hochspannungsleitungen und Sen-
deanlagen – ist eine Erscheinung, die Wilhelm Reich bereits Anfang der
fünfziger Jahre beschrieben hat. Er erkannte die negativen Wirkungen,
die eine Aufreizung der Lebensenergie in der Atmosphäre und im Orga-
nismus mit sich bringt.
Für DOR gibt es keine technischen Messinstrumente. Aber die Tatsa-
che, dass ein physikalisches Phänomen oder eine subtile Energieform
nicht messbar ist, sagt nichts über deren Existenz aus. DOR kann von
jedem Menschen wahrgenommen werden. Dazu gehört das Wissen über
die Erscheinungsformen von DOR, etwas Aufmerksamkeit und ein ge-
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wisses Maß an Lebendigkeit.
Der letzte Punkt, »eine gewisse Lebendigkeit« ist am ehesten als »sub-
jektiver Faktor« zu bezeichnen. Wie Goethe sah Reich den menschli-
chen Organismus als das Hauptinstrument der Naturerforschung an. Er
legte bei sich und bei seinen Mitarbeitern großen Wert darauf, der eige-
nen sinnlichen Wahrnehmung zu vertrauen und Körper und Geist in
einer Verfassung zu halten, in der man seinen Wahrnehmungen trauen
kann. Man sollte auch emotional dazu in der Lage sein, seine Wahrneh-
mungen genau zu benennen und zu ihnen zu stehen, auch wenn die
Umstände schwierig erscheinen.
DOR-Phänomene kommen durch den Oranur-Effekt (ORgone Against
NUclear Radiation) zustande. Reich brachte eine geringe Menge Radi-
um in ein sehr starkes Orgon-Energiefeld. (Der gleiche Effekt entsteht
jedoch auch, wenn man starke Dosierungen aggressiver Energie auf eine
normale Konzentration atmosphärischer Orgon-Energie einwirken läßt.)
In der Folge gab es zwei Stadien. Im ersten wurde die Orgon-Energie
aufgereizt. Im zweiten Stadium stagnierte die aufgereizte Energie und
wurde zu DOR.
Reich verglich die Orgon-Energie unter Einwirkung des Oranur-Ef-
fekts mit einem wilden Tier, das eingefangen wird. Zuerst tobt es in sei-
nem Käfig wütend herum, bis es schließlich aufgibt und resigniert. Letzt-
lich stirbt es.
Vor allem von jüngeren Menschen wird die Aufreizung durch Oranur
als eine anfängliche Belebung erlebt. Die Reizung macht hektisch und
wütend, dann folgt die Phase der Erlahmung, schließlich wird diese Ein-
schränkung lebendiger Erfahrung nicht einmal mehr wahrgenommen.
Kinder erleben das z.B. in der Schule, wenn sie in den ersten Stunden
durch Leuchtstoffröhren hyperaktiv werden. Danach folgt die Erlahmung
und Trägheit.
Die DOR-Verseuchung von Gebäuden hat ungeheure Ausmaße er-
reicht, angesichts der rasanten Zunahme aggressiver Energiequellen, die
ins tägliche Leben Einzug gehalten haben und die am Arbeitsplatz und
zu Hause von jedermann angewendet werden. Es gibt keine sichtbaren
Phänomene, sondern in erster Linie fühlbare »subjektive«. Aber wie sub-
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jektiv ist ein Phänomen, wenn die Mehrzahl der Menschen klagen, sie
bekämen Kopfschmerzen, Schweißausbrüche, Beklemmungen, Hitze-
wallungen und ähnliche Symptome in klimatisierten, mit Leuchtstoffröh-
ren ausgestatteten Kaufhäusern, Supermärkten und Krankenhäusern?
Jeder Mensch reagiert auf DOR spezifisch, d.h. der Organismus mel-
det sich mit individuellen Symptomen. Wie Reich und seine Mitarbeiter
im Oranur-Experiment erfuhren, erkrankte jeder an den Leidens-Sym-
ptomen, die er bereits latent in sich trug. Individuelle Symptome sind:
Schweißausbrüche, Mattigkeit, erhöhter Kopfinnendruck, Augentrübung,
gespannte Gesichthaut, Kopfschmerz, Schwindelgefühle, Schwächean-
fälle. Nachdem man sich in DOR-verseuchten Räumen aufgehalten hat,
hält sich lange das Gefühl, einen Helm auf dem Kopf zu tragen, man
fühlt sich träge und innerlich sowie äußerlich schmutzig. Nach einer star-
ken DOR-Verseuchung ist man leicht reizbar, z.B. verleiten dann die
Aggressionen anderer Verkehrsteilnehmer dazu, selber aggressiv zu rea-
gieren.
Körperliche Reaktionen auf DOR kann man kaum verallgemeinern.
Einige reagieren auf DOR mit heftigem Stuhldrang, andere mit Kreis-
laufbeschwerden, rheumatischen Anfällen oder Depressionen.
Ein weiterer Faktor, der für die Wahrnehmung von DOR entschei-
dend ist, ist die Gewöhnung. Wer sich ständig in einer DOR-Atmosphä-
re aufhält, verliert die Fähigkeit der spezifischen Wahrnehmung. Die
spontanen organischen und psychischen Reaktionen lassen nach. Dafür
stellen sich aller Wahrscheinlichkeit nach chronische Biopathien ein, also
Krankheiten aufgrund einer tiefgehenden Degeneration der Vitalität.
Die »subjektive« Wahrnehmbarkeit von DOR steigt mit geringer wer-
denden DOR-Kontakten und mit größerer orgonomischer Ladung an.
Auch die Nutzung eines ORACs steigert einerseits die DOR-Wahr-
nehmung, führt allerdings auch andererseits zu einer größeren Beein-
trächtigung durch DOR. Je höher die Orgonladung, desto unangeneh-
mer werden die Oranur- und DOR-Effekte. Dieses Phänomen als nega-
tiven Effekt des ORACs zu bezeichnen, wäre recht kurzsichtig. Denn
diese Sensibilisierung durch den ORAC kann bei vernünftigem Umgang
mit der Orgon-Energie nur dazu führen, dass man sich vor DOR schützt,
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weil man es besser identifizieren kann.
Der Faktor Vitalität spielt eine große Rolle. Sehr lebendige, junge Men-
schen, oder Personen, die längere Zeit einen ORAC benutzt haben, rea-
gieren auf DOR mit einem individuellen Oranur-Effekt. Sie werden ak-
tiv, aggressiv d.h. sie reagieren mit gesteigerter Erregung. Wenn beson-
ders vitale Menschen dem Oranur-Effekt ständig ausgesetzt sind, bildet
sich aber auch in ihrem Organismus DOR. Das endet nicht wie bei »nor-
mal neurotischen« Menschen in einer emotionellen Erstarrung, sondern
die Erregung weicht einer aggressiven Grundhaltung, die Reich als emo-
tionelle Pest bezeichnet hat. Die emotionelle Pest ist eine charakterlich
aggressive, besonders aktive und destruktive Reaktion auf die Unterdrük-
kung der Vitalität, die bei lebendigen, energetisch starken Menschen auf-
tritt.
Man kann den Oranur-Effekt besonders gut an Montagen morgens in
Schulen beobachten. Am Wochenende konnte sich die Atmosphäre in
den Schulräumen erholen. Wenn dann die Leuchtstoffröhren am Mon-
tag in der Frühe angeschaltet werden, gibt es eine enorme Oranur-Reak-
tion, zuerst in der Atmosphäre der Räume, dann in den Organismen der
Menschen. Und das löst besonders bei Kindern sehr große Erregung
aus, führt zu Hyperaktivität und Aggressivität. Viele Grundschullehrer
beschreiben dieses Phänomen und führen es auf die Überreizung zurück,
die die Kinder am Wochenende durch Fernsehen und gestörte Familien-
verhältnisse erleiden. Das mag ein Faktor sein, aber die Schulen sind, da
sie ausnahmslos mit Leuchtstoffröhren ausgestattet sind, die mit am stärk-
sten mit DOR verseuchten Gebäude.
Die technischen Quellen für Oranur und DOR
Die wichtigsten DOR-Quellen sind:
— Leuchtstoffröhren
— Kathodenstrahl-Bildschirme
— Mikrowellengeräte
— Funktelefone
— Klimaanlagen
— starke elektromagnetische Quellen
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— Röntgenanlagen
— jede Nuklearquelle, vor allem AKWs
— Hochspannungsleitungen
Wenn man sich die Liste von DOR-Quellen ansieht, wird man verste-
hen, welche ungeheure Dimension das DOR-Problem erreicht hat. Tat-
sächlich wird jeder Mensch potentiell von der ersten Minute seines Le-
bens an (und bereits vor der Geburt) von hohen DOR-Verseuchungen
angegriffen. In Arztpraxen, Krankenhäusern, Kindergärten und Schu-
len; im Supermarkt, in der U-Bahn, in praktisch allen öffentlichen Berei-
chen. Sich dem technischen DOR entziehen zu wollen, käme einer kon-
sequenten Kulturflucht gleich. Es ist also zur Zeit, solange die Proble-
matik noch nicht öffentlich breit diskutiert wird, eher die Frage: Wie
können diejenigen Menschen, die sich dieser Umweltgefahr bewusst ge-
worden sind, in ihrem eigenen sozialen Umfeld Veränderungen vorneh-
men?
Kann man Orgon-Geräte in größeren Orten benutzen ?
Eindeutig: JA! Man sollte sich jedoch mit DOR vertraut machen und
entsprechende Vorsichtsmaßnahmen beachten.
Die DOR-Problematik führte den amerikanischen Wissenschaftler
James DeMeo zu der Aussage, man sollte ORACs am besten nur noch in
einer Scheune fernab der Zivilisation in einem Wald aufstellen. Leider
ist diese Aussage gründlich missverstanden worden. Dann könnte man in
den USA – wo das Wasser in öffentlichen Leitungen in vielen Orten so
stark gechlort ist, dass es deutlich nach Chlor riecht und schmeckt – auch
darauf verzichten, Wasser zu trinken. Sich nicht mit konzentrierter
Orgon-Energie zu versorgen ist genauso absurd wie das Trinken von Was-
ser einzustellen. Man sollte überlegen, welcher Lebensumwelt man sich
selber aussetzt und entsprechende Konsequenzen ziehen. Aber sich das
Leben zu verbieten und nur noch „auf Sparflamme“ zu existieren ist si-
cher nicht die Lösung.
Ärzte und Heilpraktiker, die mit orgonomischen Geräten arbeiten, prak-
tizieren in größeren Orten – und zwar recht erfolgreich. Wer in einem
größeren Ort lebt und mit Orgon-Energie arbeiten möchte, wird also
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nicht umhin können, eine individuelle Risiko-Einschätzung durchzufüh-
ren. Zum einem sollte man sich mit dem Thema DOR auseinanderset-
zen. DOR darf nicht nur als Gefährdungspotential für Orgon-Behand-
lungen gesehen und isoliert auf die Anwendung von Orgon-Geräten be-
zogen werden. Denn streng genommen ist dort, wo ORACs aus Grün-
den der DOR-Verseuchung nicht benutzt werden können, menschliches
Leben nicht möglich. Die Frage lautet daher nicht „Kann ich in hier
einen ORAC benutzen?“, sondern: „Wenn ich hier keinen Akkumulator
benutzen kann, warum lebe ich dann weiter in einer derart ungünstigen
Umgebung, die mich über kurz oder lang krank machen und meine Ge-
sundheit zerstören wird?“
Was aber kann man in dieser Situation wirklich tun? Soll man – wie
DeMeo es fordert – auf Orgon-Geräte in den Städten ganz verzichten?
Sollten alle aufs Land hinausziehen? Können wir uns mit irgendwelchen
esoterischen Methoden oder Geräten vor den Wirkungen von DOR
schützen? Wahrscheinlich gibt es keine einfache Antwort – wie bei fast
allen grundsätzlichen Lebensfragen. Aber zunächst einmal kann man auf-
klären, damit die Problematik überhaupt ernstgenommen wird.
Eine denkbare Alternative besteht in der Anwendung des Rosenquarz-
Akkumulators anstelle des ORACs. Er scheint auf Irritationen durch DOR
nicht zu reagieren. Er ist ebenfalls ein ORAC und kann physikalisch gege-
bene Bedingungen nicht einfach aufheben. Dennoch ist er dem klassischen
ORAC in diesem Aspekt klar überlegen. ORACs verstärken alle energeti-
schen Faktoren, die in der Umgebung des Akkus auftreten, d.h. negative
und positive energetische Wirkungen werden gleichermaßen verstärkt. Das
Energiefeld im Rosenquarz-Akkumulator schwingt ausschließlich in der
Rosenquarz-Schwingung und diese kann durch keine andere Schwingung
verändert werden, darin unterscheidet er sich vom ORAC.
Eine weitere Möglichkeit, der DOR-Problematik wenigstens teilweise
auszuweichen, liegt in der Anwendung von Orgon-Decken. Da sie kein
stabiles eigenes Energiefeld aufbauen (wie ORACs, die wegen ihres raum-
förmigen Körpers immer innen ein Feld aufbauen), sind Decken, solan-
ge sie nicht in Benutzung sind, weniger anfällig gegenüber DOR-Beein-
flussungen.
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DOR in medizinischen Praxen und Krankenhäusern
Leider ist DOR eine gravierende Problematik in den meisten medizini-
schen Praxen und Krankenhäusern. Unkenntnis und falsches Verständ-
nis führt dazu, dass überall Leuchtstoffröhren (auch Energiesparlampen,
die zudem als »ökologisch wertvoll« gelten) eingesetzt werden, die in
der Masse die größte DOR-Quelle darstellen. Eine einzige Leuchtstoff-
röhre reicht aus, einen Raum, eventuell eine ganze Praxis, energetisch
abzutöten. Hier hilft nur eine radikale Umstrukturierung der Beleuch-
tung.
Auch der massive Einsatz von PC-Bildschirmen (auch von Flach-
bildschirmen, da sie mit Leuchtstoffröhren hintergrundbeleuchtet sind)
ist eine gravierende Belastung, die eventuell schon durch konsequentes
Abschalten nach Gebrauch eingedämmt werden kann. Langfristig könn-
ten OLED-Bildschirme bzw. LED-Hintergrundbeleuchtungen eine Al-
ternative sein.
Eine weitere schwerwiegende DOR-Quelle sind Röntgenanlagen, die
eine DOR-Verseuchung in gesamten Umfeld (z.B. eines gesamten
Wohnkomplexes) mit sich bringen.
ORACs und Shooter reagieren auf direkte Belastung durch Nuklear-
material und Elektrosmog sehr stark und sind dann für den Menschen,
der die Geräte benutzt, eine zusätzliche Gefährdung. Wilhelm Reich hat
dies im »Oranur-Experiment« nachgewiesen. Alle anwesenden Perso-
nen litten an Symptomen von Strahlenkrankheit und einer Verschlech-
terung der individuellen Erkrankungen. Reich starb indirekt an diesem
Experiment, d.h. er hatte in der Folge drei Herzinfarkte.
Der Einsatz von ORACs in derart belasteten Praxisräumen ist daher
nicht ratsam. Für eine Orgonbehandlung müssten also im Einzelfall –
wenn keine Abhilfe geschaffen werden kann – andere, unbelastete Räu-
me gefunden werden.
Es wäre jedoch zu kurz gedacht, wollte man die ORACs für diese ener-
getische Belastung verantwortlich machen. Im Gegenteil: Wenn Orgon-
Geräte in einer Umgebung (einer Praxis) nicht funktionieren oder gar
selber zu DOR-Quellen werden, ist dies ein eindeutiger Indikator für die
Tatsache, dass dies kein Ort ist, an dem Lebewesen einer Heilbehand-
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lung ausgesetzt werden sollten. So hart diese Beurteilung auch klingt:
Viele Praxen und die meisten Krankenhäuser sind energetische Ruinen,
Orte, an denen Menschen eher energetisch erkranken als einen Selbst-
heilungsprozess zu durchlaufen.
Wie sich ein Arzt oder Heilpraktiker entscheidet, der sich in der Situa-
tion sieht, seine Praxis bereits mit vielen DOR-Quellen ausgestattet zu
haben, ist eine Gewissensfrage. Vielleicht werden einige das Meer schla-
gen, anstatt schwimmen zu lernen, also die Orgonomie verwerfen und
die mit eventuell recht hohen Kosten einhergehende Entscheidung scheu-
en, Leuchtstoffröhren, PC-Bildschirme und Nuklearquellen aus der Praxis
zu verbannen oder wenigstens die Patienten vor dem direkten Kontakt
mit DOR-Quellen zu schützen.
Andererseits werden sich bereits einige Ärzte und Heilpraktiker mit
dem Problemkreis »Elektrosmog« auseinandergesetzt haben und die Be-
einträchtigungen, die derartige negative Energiequellen für jede Heilbe-
handlung bedeuten, bereits bemerkt haben. Auch andere energetische
Heilverfahren werden durch DOR-Quellen empfindlich gestört, ja letzt-
lich sind es die Menschen, die sich in den Praxisräumen aufhalten, die
nachhaltig geschädigt werden, also in erster Linie die Ärzte und Heil-
praktiker selber, sowie die Arzthelfer/innen, Laboranten/innen usw..
Wenn die energetische Situation eines Raumes oder einer Praxis oder eines Hauses
zu schlecht ist, um ORACs dort aufzustellen und zu benutzen, ist die Atmo-
sphäre in jedem Falle zu schlecht, um sie Menschen und besonders kranken,
d.h. energetisch geschwächten Menschen – ob mit oder ohne ORAC – zumuten
zu können.
Orgon und DOR – die Qualität atmosphärischer Energie erkennen
Orgon ist am lebendigsten, wenn der Himmel tiefblau ist und kräftige,
strahlend weiße Kumuluswolken (Haufenwolken im erdnahen Bereich)
am Himmel stehen, wenn der Horizont klar zu sehen ist und die Baum-
gruppen um so dunkler (blauer) werden, je weiter sie entfernt sind (die
„blauen Berge“). All dies sind Kriterien für eine lebendige, frische Atmo-
sphäre.
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Andererseits ist Orgon nicht so frei beweglich, wenn der Himmel »dun-
stig« oder blass und blaugrau ist. Es sind keine oder nur faserige Kumu-
luswolken am Himmel. Der Horizont ist weiß oder braun bis violett und
schwarz verhangen mit Dunst. Die Baum- und Gebüschgruppen sind
um so weißlicher, je weiter sie entfernt sind. All dies sind Kriterien für
DOR.
Eine erhöhte DOR-Konzentration in weiten Teilen der Erde ist die
Ursache der Wüstenbildung und zerstört dort alles Leben. Der Boden
verliert die Fähigkeit, Mikro-Organismen zu ernähren, das Pflanzen-
wachstum erstirbt und die höchstentwickelten Pflanzen, die Bäume, ge-
hen zuerst zugrunde. Reich beschrieb das Phänomen des Baumsterbens,
das der klassischen Naturwissenschaft erst seit den siebziger Jahren be-
kannt ist, bereits zu Beginn der fünfziger Jahre es ist ein Symptom der
Wüstenbildung in den nördlichen Breiten, die wiederum Ergebnis einer
weltweiten DOR-Katastrophe ist.
Orgon und DOR sind eindeutig visuell wahrnehmbar. Diese gröbste
aller feinstofflichen Energien ist so eindeutig sichtbar, dass sie sogar ge-
filmt oder fotografiert werden kann. Orgon und DOR sind in der Atmo-
sphäre leicht zu unterscheiden.
Orgon kann als eine fließende, zittrige Bewegung über dem Horizont
gesehen werden, wenn die Atmosphäre vital und hochgeladen ist. Dieser
Energiefluss verläuft von Westen nach Osten und ist daher an klaren
Tagen gut zu sehen, wenn wir nach Norden oder Süden sehen, jedoch
nur, wenn kein DOR in der Atmosphäre ist. (Dann sehen wir die typi-
sche weißliche Verfärbung des Horizonts.) Dieses Fließen des atmosphä-
rischen Orgon beschreiben viele als »Hitzeflimmern«, denn es sieht ge-
nauso aus wie die zitternde Hitze über einer Herdplatte. Aber das Flie-
ßen des atmosphärischen Orgon verläuft eindeutig seitlich und nicht von
unten nach oben. Besonders gut können wir diese Erscheinung des seit-
lichen Energieflimmerns auch an klirrend kalten Frosttagen sehen, wenn
die Atmosphäre klar und absolut betrachtet sehr trocken ist – kalte Luft
speichert weniger Luftfeuchtigkeit, daher ist die Energie freier. Das seit-
liche Fliessen der Orgon-Energie kann in vielen Filmen gesehen wer-
den, in denen der Horizont mit Teleeinstellung gefilmt wurde.
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Das andere Phänomen – DOR – ist erheblich häufiger zu beobachten,
und wir können viele unterschiedliche Formen erkennen. DOR kann in
unseren Breiten so deutlich werden wie Nebel, und viele Menschen hal-
ten DOR auch für Nebel. Doch Nebel ist immer strukturiert, nie so ein-
förmig und unbewegt wie DOR.
Wenn wir einen Urlaub am Mittelmeer verbracht haben – das gesamte
Mittelmeergebiet gehört klimatisch zur Wüste Sahara – können wir sehr
eindrucksvolle DOR-Phänomene studieren. Die Verfärbung des Hori-
zonts wird oft von weiß bis zu dunkelgrau und schwarz gehen. Manch-
mal, wenn kein DOR-Dunst die Sicht behindert, sehen wir die Sonne
dunkelrot im Meer versinken. Und obwohl keine einzige Wolke am Him-
mel steht, wird die Sonnenscheibe von mehreren schwarzen Strichen
durchschnitten, je näher sie dem Meeres-Horizont kommt. Das Licht
der Sonne wird vom DOR einfach nicht transportiert. Es sind keine Staub-
partikel und es ist keine Feuchtigkeit (das wären Wolken), was die Sonne
partiell verfinstert. Es ist die Unfähigkeit der Atmosphäre, unter Einwir-
kung von DOR Licht zu transportieren, das ist laut Wilhelm Reich eine
typische Eigenschaft von DOR.
Diese Phänomene können – anders als die Kreiselwellen, die wir im
nächsten Kapitel kennen lernen – auch gefilmt bzw. fotografiert werden,
sind also physikalisch objektiv vorhanden. Dennoch gehören sie nicht zu
unserem »Wahrnehmungskatalog«. Sie werden üblicherweise ausgefil-
tert, ignoriert und weginterpretiert. Auch wir werden das erleben, falls
wir es jemandem erzählen, für den die atmosphärische Energie nicht exi-
stiert.
Die emotionelle Qualität atmosphärischer Energie
Wir können den Himmel beobachten und registrieren, wie lebendig die
Atmosphäre ist oder wie groß die DOR-Belastung ist. Dabei kann man
feststellen, dass die eigene emotionelle Befindlichkeit mit diesen »atmo-
sphärischen Befindlichkeiten« zusammenhängt.
Wenn wir dies tun, werden wir erleben, welch ein emotioneller Unter-
schied zwischen einem frischen, tiefblauen, mit kräftigen Kumuluswol-
ken belebten Himmel besteht und einer Atmosphäre, die in einen blei-
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grauen Todesschleier von Horizont zu Horizont erstarrt ist. Das ist kei-
ne Projektion — es ist ein lebendiger Unterschied. Hören wir die Vögel
singen? Sind wir selber beschwingt? Hängen die Blätter an den Bäumen
oder stehen sie stolz in den Himmel? Wir sind geneigt zu sagen: »Das
bilde ich mir nur ein. Ich projiziere meine Stimmung auf die Natur.« Das
mag tatsächlich so sein. Doch erwägen wir auch den umgekehrten Fall.
Indem wir die Lebendigkeit der Natur oder auch ihre tödliche Bedro-
hung erleben, gehen wir tatsächlich eine energetische Symbiose mit ih-
rer Umwelt ein.
Lassen wir uns ergreifen von der Stimmung der Natur, von ihrer Freu-
de, ihrer Bewegtheit, ihrer Farben- und Formenvielfalt, ihrer vitalen Ex-
pansion. Oder erleben wir ihre Trauer, ihren Schmerz, ihre Kontraktion.
Diese Übungen, die Natur in ihrem energetischen Leben zu sehen,
können wir über Wochen, Monate und Jahre hinweg weiterbetreiben,
und wir werden immer wieder etwas Neues und Überraschendes erle-
ben.
Wir können das besonders in den Mittelmeerländern beobachten: die
DOR-Erstarrung und das blasse, staubig-traurige Olivgrün, das in der
Vegetation vorherrscht. Wenn das ständige, fast ununterbrochene Zir-
pen der Zikaden aufhört, wird schlagartig klar: diese akustische Quelle,
die ja sehr lebendig und vital erscheint wird leicht mit unserem Vogel-
gesang aus nördlichen Breiten gleichgesetzt. Doch wenn die Zikaden
schweigen, gibt es keine lebendigen Laute, kein Rascheln bewegter Blät-
ter, kein Vogelgezwitscher, kein Plätschern von Wasser. Das Einsetzen
der Zikadenrufe hört sich an wie eine Parodie auf das wirkliche Leben:
aggressiv, fordernd und lebensfeindlich wie Kakteen und harte Wüsten-
pflanzen, die der Trockenheit widerstehen können. Es gibt kein saftiges
Gras, und dort wo Gras wächst, ist es fast weiß, verstaubt, und hängt
traurig herab.
Aber jeder erlebt es individuell. Vielleicht erlebt jemand Griechenland
oder Marokko, die Wüste und den Mittelmeerraum ganz anders, weil
andere emotionelle Ebenen angesprochen werden. Und auch im Mittel-
meerraum gibt es Inseln, auf denen saftige und strahlende Vitalität vor-
herrscht, z.B. Mallorca.
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Die körperliche Erfahrung von ORANUR und DOR
Wir sollten dieses Experiment nur wagen, wenn wir gesund sind.
Vorbereitung: Wenn es uns energetisch so richtig gut geht – z.B. nach
einem Wochenende an der frischen Luft – sollten wir in einen Elektro-
nik-Markt oder in einen Copy-Shop gehen. Gehen wir am Abend dort-
hin, wenn die Atmosphäre schon völlig zerstört ist.
Übung: Wir bleiben dort evtl. eine Stunde oder länger. Und wir erle-
ben bewusst, was in unserem Organismus geschieht und beobachten un-
sere Gefühle und Emotionen.
Ergebnis: Wir werden diese Symptome (alle oder einige) erleben: Kopf-
innendruck, Kopfschmerzen, Schweißausbrüche, Schwindelgefühle, Übel-
keit, Gliederschmerzen, oder wir werden schlagartig müde oder richtig
wütend. Sehr wahrscheinlich werden wir Durst bekommen und Stuhl-
oder Urindrang bekommen.
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