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BGH Entscheidungen Zum Mietrecht Sortiert Nach Paragraf Stand 25. August 2022 Zusammengestellt Von Riag A.D. Prof. Dr. Ulf Börstinghaus

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BGH Entscheidungen zum Mietrecht

Sortiert nach Paragraf


Stand 25. August 2022
Zusammengestellt von
RiAG a.D. Prof. Dr. Ulf Börstinghaus
§ 14 BGB Unternehmereigenschaft bei 24. Februar 2005 MietPrax-AK § Artz, LMK 2005,
Anmietung von Räumen III ZB 36/04 14 BGB Nr. 1 = 82; Flohr, ZAP F.
Unternehmer- (§ 14 BGB) und nicht NJW 2005, 1273 2, S. 471; Prasse,
Verbraucherhandeln (§ 1031 Abs. 5 Satz = NZM 2005, MDR 2005, 961
1 ZPO i.V.m. § 13 BGB) liegt schon dann 342
vor, wenn das betreffende Geschäft im
Zuge der Aufnahme einer gewerblichen
oder selbständigen beruflichen Tätigkeit
(sogenannte Existenzgründung)
geschlossen wird.
§ 14 BGB Vermieter als Verbraucher 3. März 2020 MietPrax-AK § Thode, jurisPR-
Erfordert die Vermietung oder XI ZR 461/18 14 BGB Nr. 2 = BGHZivilR
Verpachtung keinen planmäßigen DWW 2020, 231 22/2020 Anm. 2
Geschäftsbetrieb und handelt es sich = MDR 2020,
deshalb um eine private und nicht um 616 = WuM
eine berufsmäßig betriebene 2020, 295 = GE
Vermögensverwaltung, verliert der 2020, 665 =
Vermieter oder Verpächter, der einen NZM 2020, 808
Darlehensvertrag schließt, seine = DB 2020, 892
Eigenschaft als Verbraucher im Sinne des = VersR 2020,
Verbraucherdarlehensrechts nicht 916
dadurch, dass er für die Umsätze aus
Vermietung oder Verpachtung nach § 2
Abs. 1, § 4 Nr. 12 Satz 1 Buchst. a, § 9
Abs. 1 UStG zur Umsatzsteuer optiert.
§ 123 BGB Anfechtung auch nach 6. August 2008 MietPrax-AK § Dötsch, MietRB
Überlassung der Mietsache XII ZR 67/06 123 BGB Nr. 1 = 2009, 4; Drasdo,
a) Die Anfechtung eines Mietvertrages BGHZ 178, 16 = NJW-Spezial 2009,
über Geschäftsräume wegen arglistiger GuT 2008, 330 = 33; Schmid, WuM
Täuschung ist auch nach Überlassung der NZM 2008, 886 2009, 155; Dötsch,
Mieträume und Beendigung des = ZGS 2008, 474 MietRB 2010, 240;
Mietvertrages neben der Kündigung = ZMR 2009, Rolfs/Schlüter,
zulässig. 103 = NJW LMK 2008,
Sie wirkt gemäß § 142 Abs. 1 BGB auf 2009, 1266 271832
den Zeitpunkt des Vertragsabschlusses
zurück.
b) Der in Höhe der ortsüblichen Miete
bestehende Anspruch auf Wertersatz
gemäß § 818 Abs. 2 BGB unterliegt bei
nichtigem Mietvertrag wie ein
Mietzinsanspruch der Umsatzsteuer
(Fortführung Senatsurteil vom 22.
Oktober 1997 - XII ZR 142/95 - NZM
1998, 192).
§ 123 BGB Anfechtung wegen 11. August 2010 MietPrax-AK § Dötsch, MietRB
Verschweigen rechtsradikalen XII ZR 123/09 123 BGB Nr. 2 = 2010, 335; Rolfs,
NZM 2010, 786 LMK 11/2010
Sortiments = ZMR 2011, 27 Anm. 3; Bittner,
Der Mieter ist verpflichtet, den Vermieter = GuT 2010, 336 MietRB 2010, 355;
vor Abschluss eines Börstinghaus,
Gewerberaummietvertrages über jurisPR-
außergewöhnliche Umstände aufzuklären, BGHZivilR
mit denen der Vermieter nicht rechnen

© 2022 RiAG a.D. Prof. Dr. Ulf Börstinghaus, Gelsenkirchen Seite 1


kann und die offensichtlich für diesen von 23/2010 Anm. 4;
erheblicher Bedeutung sind. Drasdo, NJW-
Spezial 2010, 739;
Emmerich, NJW
2011, 2321
§ 123 BGB Anfechtung wegen 11. August 2010 MietPrax-AK § Dötsch, MietRB
Verschweigen rechtsradikalen XII ZR 192/08 123 BGB Nr. 3 = 2010, 335; Rolfs,
GE 2010, 1416 = LMK 11/2010
Sortiments NJW 2010, 3362 Anm. 3; Bittner,
Der Mieter ist verpflichtet, den Vermieter = NZM 2010, MietRB 2010, 355;
vor Abschluss eines 788 = MDR Börstinghaus,
Gewerberaummietvertrages über 2010, 1306 = jurisPR-
außergewöhnliche Umstände aufzuklären, GuT 2010, 338 BGHZivilR
mit denen der Vermieter nicht rechnen 23/2010 Anm. 4;
kann und die offensichtlich für diesen von Drasdo, NJW-
erheblicher Bedeutung sind. Spezial 2010, 739;
Emmerich, NJW
2011, 2321
§ 130 BGB Zugang einer Willenserklärung 5. Dezember MietPrax-AK § Dittert, WuM
an Silvester 2007 130 BGB Nr. 1 = 2008, 328
Wird ein Schriftstück erst am 31. XII ZR 148/05 GE 2008, 261 =
Dezember nachmittags in den Briefkasten GuT 2008, 28 =
eines Bürobetriebes geworfen, in dem NZM 2008, 167
branchenüblich Silvester nachmittags - = NJW 2008,
auch wenn dieser Tag auf einen Werktag 843 = ZMR
fällt - nicht mehr gearbeitet wird, so geht 2008, 275
es erst am nächsten Werktag zu.
§ 138 BGB Sittenwidrigkeit der 29. September MietPrax-AK §
Mitverpflichtung des 2004 138 BGB Nr. 1 =
XII ZR 22/02 GuT 2005, 6
Ehepartners
Die vom BGH entwickelten Grundsätze
zur Sittenwidrigkeit von Bürgschafts- und
Mithaftungsverträgen ist auch auf
Gewerberaummietverträge anzuwenden.
Es kommt regelmäßig entscheidend auf
den Grad des Mißverhältnisses zwischen
dem Verpflichtungsumfang und der
finanziellen Leistungsfähigkeit des
Ehepartners an. Entscheidend sind für die
Beurteilung der Frage, ob eine krasse
finanzielle Überforderung des
Ehepartners vorliegt, sind die
Verhältnisse zum Zeitpunkt der
Übernahme der Mitverpflichtung.(nicht
amtlicher Leitsatz)
§ 138 BGB Sittenwidrigkeit eines 30. Juni 2017 MietPrax-AK § Grziwotz, MietRB
Kündigungsausschlusses V ZR 232/16 138 BGB Nr. 2 = 2018, 52
WuM 2017, 629
gegenüber = GE 2017, 1341
Vorkaufsberechtigtem = NZM 2017,
1. Ein Mietvertrag ist jedenfalls insoweit 815 = NJW-RR
sittenwidrig und nichtig, als das 2018, 15
ordentliche Kündigungsrecht des
Vermieters ausgeschlossen wird.
2. Nichtig gemäß § 138 BGB sind solche
das Vorkaufsrecht vereitelnde Verträge,
die durch ihren Gesamtcharakter oder die
Art und Weise ihres Zustandekommens
das Gepräge der Sittenwidrigkeit erhalten,
sei es, dass sie auf verwerflichen

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Beweggründen oder der Anwendung
unlauterer Mittel beruhen oder
ausschließlich zu dem Zweck
abgeschlossen werden, dem
Vorkaufsberechtigten Schaden
zuzufügen.(nicht amtlicher Leitsatz)
§ 147 BGB Annahmefrist für Mietvertrag 24. Februar 2016 MietPrax-AK § Burbulla, MietRB
über Freifläche; Wirksamkeit XII ZR 5/15 147 BGB Nr. 1 = 2016, 129; Kähler,
GE 2016, 455 = NJW 2016, 1444;
einer Laufzeit AGB NJW 2016, 1441 Sittner, NZM 2016,
a) Bis zu welchem Zeitpunkt ein = MDR 2016, 360:
Vertragsangebot unter Abwesenden 578 = NZM Schweitzer/Mink,
angenommen werden konnte, unterliegt 2016, 356 = ZfIR ZfIR 2016, 399
tatrichterlichem Ermessen. Die 2016, 394
Entscheidung des Tatsachengerichts ist
vom Revisionsgericht nur daraufhin
überprüfbar, ob das Ermessen ausgeübt
worden ist, dabei alle wesentlichen
Umstände rechtsfehlerfrei ermittelt und
berücksichtigt sowie die Grenzen des
tatrichterlichen Ermessens richtig
bestimmt und eingehalten worden sind
(im Anschluss an BGH Urteil vom 24.
November 1951 - II ZR 63/51 - LM BGB
§ 147 Nr. 1 und BAGE 104, 315 =
BB2003, 1731).
b) Die Rechtzeitigkeit der Annahme eines
Vertragsangebots hat grundsätzlich
derjenige zu beweisen, der den
Vertragsschluss behauptet und daraus
Rechtsfolgen ableitet. Daran ändert auch
die Umkehr der prozessualen Parteirollen
nichts, die mit einer negativen
Feststellungsklage verbunden ist
(Fortführung von BGH Beschluss vom
22. Januar 2013 - XI ZR 471/11 - NJW -
RR 2013, 948).
c) Der auf einen gewerblichen
Mietvertrag Antragende kann regelmäßig
jedenfalls binnen zwei bis drei Wochen
erwarten, dass sein in Aussicht
genommener Vertragspartner die
Annahme des Angebots erklärt.
d) Zu Umständen, die eine Verlängerung
der Annahmefrist des § 147 Abs. 2 BGB
bewirken können.
e) Zur Annahme eines gemäß § 147 Abs.
2 BGB verspäteten Angebots, wenn beide
Vertragsparteien von einem wirksamen
Vertragsschluss ausgehen (im Anschluss
an BGH Urteile vom 11. Juni 2010 - V
ZR 85/09 - NJW 2010, 2873 und vom 27.
September 2013 - V ZR 52/12 - NJW
2014, 854).
f) Die in Allgemeinen
Geschäftsbedingungen enthaltene
Bestimmung einer 30 - jährigen Laufzeit
für einen Mietvertrag über eine
Freifläche, auf der ein Mobilfunkmast
errichtet werden soll, benachteiligt den
Vermieter auch dann nicht
unangemessen, wenn der Mieter bereits

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nach 20 Jahren kündigen kann
(Fortführung des Senatsurteils vom 30.
Mai 2001 - XII ZR 273/98 - NJW 2001,
3480).
§ 154 BGB Schriftform und 8. Oktober 2008 MietPrax-AK § Kurek, MietRB
Vertragsfortsetzung XII ZR 66/06 154 BGB Nr. 1 = 2009, 35; Dittert,
Zur formlosen Fortsetzung eines GuT 2008, 432 = jurisPR-MietR
Mietvertrages bei einer im NZM 2008, 931 5/2009 Anm. 1
Ausgangsvertrag enthaltenen = GE 2008, 1623
Schriftformklausel. = ZMR 2009,
108 = NJW
2009, 433
§ 166 BGB Wissenszurechnung zu Lasten 16. Dezember MietPrax-AK §
einer GbR 2009 166 BGB Nr. 1 =
a) Bei der Prüfung, ob das nur von einem XII ZR 146/07 NJW 2010, 861
der beiden gesamtvertretungsberechtigten = NZM 2010,
Gesellschafter einer Gesellschaft 198
bürgerlichen Rechts - entgegen § 181
BGB - vorgenommene Rechtsgeschäft
von dem anderen konkludent genehmigt
wurde, ist allein auf dessen Kenntnisstand
abzustellen.
b) Gemäß § 421 Satz 1 BGB kann der
Gläubiger frei wählen, welchen der
Gesamtschuldner er in Anspruch nehmen
will, soweit sich sein Vorgehen nicht als
rechtsmissbräuchlich erweist. Dabei ist er
grundsätzlich dem von ihm in Anspruch
genommenen Gesamtschuldner
gegenüber nicht verpflichtet, auf
ausbleibende Zahlungen des anderen
Gesamtschuldners hinzuweisen.
§ 174 BGB Keine Zurückweisung einer 30. März 2022 MietPrax-AK §
Rüge gem. § 556g BGB VIII ZR 283/21 174 BGB Nr. 1 =
1. Zur Wirksamkeit der Abtretung des WuM 2022, 395
Anspruchs eines Wohnungsmieters an = MDR 2022,
einen Inkassodienstleister auf 947
Rückerstattung zu viel gezahlter Miete
wegen eines Verstoßes gegen die
Vorschriften über die Begrenzung der
Miethöhe (§§ 556d ff. BGB), verbunden
mit der Aufforderung an den Vermieter,
künftig von dem Mieter nicht mehr die als
überhöht gerügte Miete zu verlangen und
diese auf den zulässigen Höchstbetrag
herabzusetzen (hier: Abgrenzung der
einem registrierten Inkassodienstleister
nach § 10 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 RDG, § 2
Abs. 2 Satz 1 RDG aF gestatteten
Forderungseinziehung von unzulässigen
Maßnahmen der Anspruchsabwehr).
2. Die Vorschrift des § 174 Satz 1 BGB
ist auf die Erhebung einer Rüge nach §
556g Abs. 2 BGB aF nicht - auch nicht
analog - anwendbar.
§ 199 BGB Kenntnis von Unwirksamkeit 31. Januar 2012 MietPrax-AK § Schach, GE 2012,
einer VIII ZR 141/11 199 BGB Nr. 1 = 660; Börstinghaus,
GuT 2012, 33 = jurisPR-MietR
Schönheitsreparaturklausel NJW 2012, 1572 11/2012 Anm. 2
Jedenfalls nach der noch im Jahre 2004 = GE 2012, 684
erfolgten Veröffentlichung des BGH- = NZM 2012,

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Urteils zur Unwirksamkeit von 380 = WuM
Schönheitsreparaturklauseln mit starren 2012, 374 =
Fristen steht die zuvor (möglicherweise) ZMR 2012, 610
unklare Rechtslage dem
Verjährungsbeginn nicht mehr
entgegen.(nicht amtlicher Leitsatz)
§ 203 BGB Verjährungseintritt bei 4. Mai 2005 MietPrax-AK §
Widerrufsvergleich VIII ZR 93/04 203 BGB Nr. 1 =
Durch einen im Rahmen der gerichtlichen WuM 2005, 381
Güteverhandlung geschlossenen = GE 2005, 728
Widerrufsvergleich der Parteien wird die = NJW 2005,
Verjährung eines von dem Vergleich 2004 = NZM
erfaßten Schadensersatzanspruchs gemäß 2005, 535
§ 203 Satz 1 BGB bis zur Erklärung des
Widerrufs gehemmt.
§ 204 BGB Verjährungshemmung durch 11. Februar 2009 MietPrax-AK § Dötsch, MietRB
Streitverkündung XII ZR 114/06 204 BGB Nr. 1 = 2009, 167
a) Die Verjährung von Ansprüchen auf NJW 2009, 1488
Mietzins (§ 535 Abs. 2 BGB) und = NZM 2009,
Nutzungsentschädigung nach § 546 a 358 = GuT 2009,
Abs. 1 BGB (hier im Fall der Untermiete) 95 = ZMR 2009,
wird durch eine - zulässige - 515
Streitverkündung nach § 204 Abs. 1 Nr. 6
BGB auch dann gehemmt, wenn sie sich
auf ein zu besorgendes
Gewährleistungsrecht des
Streitverkündungsempfängers bezieht (§
72 Abs. 1 2. Alt. ZPO).
b) Eine Streitverkündung ist zulässig,
wenn der Streitverkünder zu der
Annahme berechtigt ist, dass durch die im
Vorprozess zu treffenden Feststellungen
ein Folgeprozess ganz oder teilweise
entbehrlich werden könnte.
§ 204 BGB Verjährung des 15. August 2012 MietPrax-AK § Reinelt, jurisPR-
Kautionsrückzahlungsanspruchs XII ZR 86/11 204 BGB Nr. 2 = BGHZivilR
WuM 2012, 601 21/2012 Anm. 1;
bei negativer Feststellungsklage = GE 2012, 1489 Schach, MietRB
Auch nach der Neugestaltung des = NJW 2012, 2012, 351
Verjährungsrechts durch das am 1. Januar 3633 = NZM
2002 in Kraft getretene 2013, 29 = GuT
Schuldrechtsmodernisierungsgesetz 2013, 22
genügt weder die Erhebung einer
negativen Feststellungsklage durch den
Schuldner noch die Verteidigung des
Gläubigers hiergegen, um eine Hemmung
der Verjährung zu bewirken (Fortführung
von BGHZ 72, 23 = NJW 1978, 1975).
§ 212 BGB Verjährungsbeginn bei 8. Januar 2013 MietPrax-AK §
Anerkenntnis vor VIII ZR 344/12 212 BGB Nr. 1 =
NJW 2013, 1430
Verjährungsbeginn
Bei einem vor Ablauf der
Verjährungsfrist abgegebenen
Anerkenntnis beginnt die Verjährungsfrist
nicht am Tag nach dem Anerkenntnis neu
zu laufen sondern erst am Tag nach
Eintritt der Verjährung.(nicht
amtlicher Leitsatz)

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§ 231 BGB Verschuldensunabhängige 14. Juli 2010 MietPrax-AK § Börstinghaus,
Haftung des Vermieters bei VIII ZR 45/09 231 BGB Nr. 1 = jurisPR-
WuM 2010, 578 BGHZivilR
"kalter" Wohnungsräumung = GE 2010, 1189 18/2010 Anm. 3;
a) Die nicht durch einen gerichtlichen = NZM 2010, Drasdo, NJW-
Titel gedeckte eigenmächtige 701 = NJW Spezial 2010, 643;
Inbesitznahme einer Wohnung und deren 2010, 3434 = Theesfeld, NJ
eigenmächtiges Ausräumen durch einen MDR 2010, 2010, 518
Vermieter stellt eine unerlaubte 1106 = ZGS
Selbsthilfe dar, für deren Folgen der 2010, 474 =
Vermieter verschuldensunabhängig nach ZMR 2011, 23
§ 231 BGB haftet (Bestätigung der
Senatsurteile vom 6. Juli 1977 - VIII ZR
277/75, WM 1977, 1126, und vom 1.
Oktober 2003 - VIII ZR 326/02, WuM
2003, 708).
b) Der Vermieter, der eine Wohnung in
Abwesenheit des Mieters ohne Vorliegen
eines gerichtlichen Titels durch verbotene
Eigenmacht in Besitz nimmt, hat sich
aufgrund der ihn treffenden Obhutspflicht
nicht nur zu entlasten, soweit ihm die
Herausgabe nachweislich vorhandener
Gegenstände unmöglich wird oder
nachweislich eine Verschlechterung an
herauszugebenden Gegenständen eintritt.
Er muss aufgrund seiner Obhutspflicht
die Interessen des an einer eigenen
Interessenwahrnehmung verhinderten
Mieters auch dadurch wahren, dass er bei
der Inbesitznahme ein aussagekräftiges
Verzeichnis der verwahrten Gegenstände
aufstellt und deren Wert schätzen lässt.
Kommt er dem nicht nach, hat er zu
beweisen, in welchem Umfang Bestand
und Wert der der Schadensberechnung
zugrunde gelegten Gegenstände von den
Angaben des Mieters abweichen, soweit
dessen Angaben plausibel sind
(Anschluss an BGHZ 3, 162).
c) Zu den Anforderungen an eine
Schadensschätzung gemäß § 287 ZPO.
§ 242 BGB Verwirkung bei unterlassener 9. Oktober 2013 MietPrax-AK § Lehmann-Richter,
Vollstreckung XII ZR 59/12 242 BGB Nr. 1 = MietRB 2014, 43
1. Der Gläubiger verwirkt einen GuT 2013, 202 =
rechtskräftig ausgeurteilten GE 2014, 52 =
Zahlungsanspruch nicht allein dadurch, NZM 2014, 78
dass er über einen Zeitraum von 13
Jahren keinen Vollstreckungsversuch
unternimmt.
2. Zur Herausgabe eines
Vollstreckungstitels bei mehreren
Titelschuldnern.
§ 285 BGB Ansprüche bei 10. Mai 2006 MietPrax-AK § Lützenkirchen,
Doppelvermietung XII ZR 124/02 285 BGB Nr. 1 = MietRB 2006, 215;
Bei einer Doppelvermietung von GuT 2006, 124 = Derleder, EWiR §
Gewerberaum kommt ein Anspruch des NZM 2006, 538 285 BGB 489; Ott,
nicht-besitzenden (Erst-)Mieters gegen = NJW 2006, BGHReport 2006,
den Vermieter auf Herausgabe der durch 2323 = ZMR 1006
die weitere Vermietung erzielten Miete 2006, 604 =
nach § 281 BGB a.F. jedenfalls dann

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nicht in Betracht, wenn der MDR 2006,
(nichtbesitzende) Mieter die Mietsache 1396
nicht in der Weise hätte nutzen dürfen
wie der Zweitmieter. Insoweit fehlt es an
der gemäß § 281 BGB a.F. erforderlichen
Identität zwischen geschuldetem
Gegenstand und dem, für den Ersatz
erlangt worden ist.
§ 242 BGB Rechtsmissbräuchliche 9. April 2019 MietPrax-AK § Monschau, MietRB
Durchsetzung eines II ZR 139/18 242 BGB Nr. 2 2019, 361
Herausgabeanspruchs
Es stelt eine unzulässige Rechtsausübung
dar, wenn der Vermieter einer Sache, der
kraft einer Vereinbarung zum Abschluss
eines Mietvertrags über diese Sache mit
der anderen Seite verpflichtet ist, von
dieser die Herausgabe der Sache verlangt,
weil er damit etwas fordert, was er kraft
der bestehenden Verpflichtung zum
Abschluss des Mietvertrags und der aus
diesem Abschluss folgenden
Verpflichtung zur Gebrauchsgewährung
sofort zurückgeben müsste.(nicht
amtlicher Leitsatz)
§ 242 BGB Rechtsmissbräuchliche 16. Juli 2019 MietPrax-AK § Monschau, MietRB
Durchsetzung eines II ZR 139/18 242 BGB Nr. 3 2019, 361
Herausgabeanspruchs
Dem Einwand der rechtsmissbräuchlichen
Geltendmachung des
Räumungsanspruchs steht nicht entgegen,
dass die Parteien sich bisher nicht über
die neue zu zahlende Miete geeinigt
haben.
(nicht amtlicher Leitsatz)
§ 249 BGB Gegenstandswert für zu 7. November MietPrax-AK § Schneider, MietRB
erstattende vorgerichtliche 2007 249 BGB Nr. 1 = 2008, 74
VIII ZR 341/06 WuM 2008, 97 =
Anwaltskosten GE 2008, 192 =
Dem Erstattungsanspruch des NZM 2008, 204
Geschädigten hinsichtlich der ihm = NJW 2008,
entstandenen vorgerichtlichen 1888
Anwaltskosten ist im Verhältnis zum
Schädiger grundsätzlich der
Gegenstandswert zugrunde zu legen, der
der berechtigten Schadensersatzforderung
entspricht (Fortführung von BGH, Urteil
vom 18. Januar 2005 – VI ZR 73/04,
NJW 2005, 1112).
§ 249 BGB Keine Mehrwertsteuer auf 23. April 2008 MietPrax-AK §
Mietausfallschaden XII ZR 136/05 249 BGB Nr. 2 =
Nach § 1 Abs. 1 UStG liegt ein ZMR 2008, 867
steuerbarer Umsatz nur vor, wenn ein
Unternehmer im Inland eine Lieferung
oder sonstige Leistung im Rahmen seines
Unternehmens ausführt. Dies ist bei
einem Schadensersatzanspruch wegen
Mietausfalls nicht der Fall, da dies kein
Entgelt für eine Lieferung oder sonstige
Leistung darstellt. Vielmehr handelt es
sich beim Mietausfallschaden um einen

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so genannten echten Schadensersatz, bei
dem mangels Leistungsaustauschs keine
Steuerbarkeit vorliegt(nicht amtlicher
Leitsatz)
§ 252 BGB Darlegungslast bei 31. August 2005 MietPrax-AK § Eupen, MietRB
Geltendmachung entgangenen XII ZR 63/03 252 BGB Nr. 1 = 2006, 66
NZM 2005, 823
Gewinns = GuT 2005, 258
Zur Verletzung des Anspruchs auf = GE 2005, 1482
rechtliches Gehör wenn trotz ausreichend = ZMR 2006,
vorgetragener Anknüpfungstatsachen zur 184 = NJW-RR
Höhe eines entgangenen Gewinns eine 2005, 1603
Beweiserhebung unterbleibt.
§ 252 BGB Darlegungslast bei 27. Oktober 2010 MietPrax-AK §
Geltendmachung entgangenen XII ZR 128/09 252 BGB Nr. 2 =
GE 2010, 1741 =
Gewinns GuT 2010, 343
Ist der Erwerbsschaden eines
Selbständigen festzustellen, so ist es im
Rahmen der §§ 252 BGB, 287 ZPO in der
Regel erforderlich und angebracht, an die
Geschäftsentwicklung und die
Geschäftsergebnisse in den letzten Jahren
anzuknüpfen. Zur Darlegung des
entgangenen Gewinns im Rahmen der
abstrakten Schadensberechnung nach §
252 Satz 2 BGB genügt es, diese
Tatsachen vorzutragen.
Dem Ersatzpflichtigen obliegt dann der
Beweis, dass er nach dem späteren
Verlauf oder aus anderen Gründen
dennoch nicht erzielt worden wäre. Dabei
dürfen keine zu strengen Anforderungen
an die Darlegungs- und Beweislast des
Geschädigten gestellt werden.(nicht
amtlicher Leitsatz)
§ 273 BGB Geltendmachung eines 26. Januar 2022 MietPrax-AK § Münch, MietRB
Zurückbehaltungsrechts XII ZR 79/20 273 BGB Nr. 1 = 2022, 165
Für die Geltendmachung eines GE 2022, 408 =
Zurückbehaltungsrechts kann es genügen, DWW 2022, 134
dass der Beklagte unter Hinweis auf die
von ihm gegenüber dem Anspruch
erklärte Aufrechnung die Abweisung der
Klage beantragt hat (im Anschluss an
BGH Urteil vom 28. Juni 1983 - VI ZR
285/81, NJW 1983, 2438).
§ 275 BGB Wirtschaftliche Unmöglichkeit 22. Januar 2014 MietPrax-AK § Schach, jurisPR-
des VIII ZR 135/13 275 BGB Nr. 1 = MietR 9/2014
GE 2014, 313 = Anm. 3
Mangelbeseitigungsanspruchs WuM 2014, 278
a) Die Verpflichtung des Vermieters zur = NJW 2014,
Mangelbeseitigung endet dort, wo der 1881 = NZM
dazu erforderliche Aufwand die 2014, 432 =
Opfergrenze überschreitet. ZMR 2014, 870
b) Dies gilt selbst dann, wenn der
Vermieter den Mangel vorsätzlich
herbeigeführt hat.(nicht amtlicher
Leitsatz)
§ 278 BGB Einstandspflicht der Behörde bei 21. Dezember MietPrax-AK § Drasdo, NJW-
Wohnungseinweisung 2005 278 BGB Nr. 1 = Spezial 2006, 195;
III ZR 148/05 DWW 2006, 71 Krapf, MietRB

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Die Einweisung eines Obdachlosen in = WuM 2006, 2006, 286;
eine private Wohnung begründet 164 = GE 2006, umfasssend:
zwischen der Einweisungsbehörde und 374 = NZM Huttner, Die
dem Eigentümer keine Rechtsbeziehung 2006, 267 = Unterbringung
der Art, dass die Behörde das ZMR 2006, 349 Obdachloser durch
Verschulden des Eingewiesenen als ihres = MDR 2006, die Polizei- und
Erfüllungsgehilfen zu vertreten hätte, 1039 Ordnungsbehörden,
wenn dieser durch unsachgemäßen 4. Aufl., 2007
Gebrauch der Wohnung oder mutwillig
Schäden anrichtet
§ 280 BGB Erstattung Anwaltskosten zur 15. Dezember MietPrax-AK § Bittner, MietRB
Abwehr formell unwirksamer 2010 280 BGB Nr. 1 = 2011, 33;
VIII ZR 9/10 WuM 2011, 33 = Börstinghaus,
Kündigung GE 2011, 129 = jurisPR-
Die Angabe der Gründe für die NZM 2011, 119 BGHZivilR 4/2011
Kündigung eines = NJW 2011, Anm. 3; Drasdo,
Wohnraummietverhältnisses ist eine 914 = ZMR NJW-Spezial 2011,
bloße Obliegenheit des Vermieters, aus 2011, 278 = 162; Sternel, NZM
deren Verletzung der Mieter keine MDR 2011, 150 2011, 688; Gsell,
Schadensersatzansprüche (hier: Kosten ZJS 2011, 277
eines außergerichtlich eingeschalteten
Anwalts) herleiten kann.
§ 280 BGB Schadensersatzpflicht bei 6. November MietPrax-AK § Schach, jurisPR-
Rückgabe der Wohnung in 2013 280 BGB Nr. 2 = MietR 1/2014
VIII ZR 416/12 GuT-W 2013, 93 Anm. 5; Drasdo,
grellen Farben = GE 2014, 49 = NJW-Spezial 2014,
Der Mieter ist gemäß §§ 535, 241 Abs. 2, WuM 2014, 23 = 34; Harsch,
§ 280 Abs. 1 BGB zum Schadensersatz NJW 2014, 143 MietRB 2014, 34
verpflichtet, wenn er eine in neutraler = NZM 2014, 71 und 116;
Dekoration übernommene Wohnung bei = DWW 2014, Börstinghaus,
Mietende in einem ausgefallenen 59 jurisPR-
farblichen Zustand zurückgibt, der von BGHZivilR 3/2014
vielen Mietinteressenten nicht akzeptiert Anm. 2; Beyer, JM
wird. 2014, 92
§ 280 BGB Schadensersatz bei 6. Mai 2015 MietPrax-AK § Blank, LMK 2015,
Legionellenbefall VIII ZR 161/14 280 BGB Nr. 3 = 370184; Pfeifer,
1. Zur Pflicht des Wohnraumvermieters, GE 2015, 785 = jurisPR-MietR
das über die Wasserversorgungsanlage NJW 2015, 2111 13/2015 Anm. 1;
des Wohnhauses an die Mieter = WuM 2015, Horst, MietRB
abgegebene Trinkwasser auf das 412 = NZM 2015, 194; Drasdo,
Vorhandensein von Legionellen zu 2015, 534 = NJW-Spezial 2015,
untersuchen. MDR 2015, 880 482; Pfeifer, DWW
2. Die Frage, ob eine = DWW 2015, 2015, 288
Legionelleninfektion des 155 = ZMR
Wohnraummieters durch kontaminiertes 2015, 702
Wasser in der Mietwohnung erfolgt ist,
betrifft die haftungsbegründende
Kausalität und bedarf daher des
Vollbeweises (§ 286 Abs. 1 ZPO).
§ 280 BGB Verantwortlichkeit des Mieters 14. Dezember MietPrax-AK § Schach, GE 2017,
für Wohnungsschäden nach 2016 280 BGB Nr. 4 = 138; Monschau,
VIII ZR 49/16 WuM 2017, 10 = MietRB 2017, 94;
Polizeieinsatz GE 2017, 165 = Drasdo, NJW-
a) Ein Mieter überschreitet die Grenze MDR 2017, 267 Spezial 2017, 226;
vertragsgemäßen Gebrauchs und verstößt = NZM 2017, Eisenschmid,
gegen seine mietvertragliche 144 = ZMR jurisPR-MietR
Obhutspflicht (§§ 535, 538, 241 Abs. 2 2017, 236 22/2017 Anm. 2;
BGB), wenn er in der angemieteten Hinz, JR 2018, 616
Wohnung illegale Betäubungsmittel
aufbewahrt.

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b) Zur Frage der Schadensursächlichkeit
mietvertraglicher
Obhutspflichtverletzungen.
§ 280 BGB Schadensersatz bei vermeintlich 30. Mai 2017 MietPrax-AK §
vorgetäuschter VIII ZR 199/16 280 BGB Nr. 5 =
GE 2017, 885 =
Modernisierungsabsicht WuM 2017, 454
a) Nach einer = NZM 2017,
Modernisierungsankündigung treffen den 595 = NJW
Vermieter je nach den Umständen des 2017, 2907 =
Einzelfalls Informationspflichten. ZMR 2017, 801
b) Der Vermieter muss über eine
Verzögerung der
Modernisierungsarbeiten zumindest dann
nicht informieren, wenn der Mieter schon
gekündigt hat und eine andere Wohnung
gekauft hat.
c) Gibt der Vermieter einen eventuell zu
kurzen Zeitraum für die Dauer der
Modernisierungsarbeiten an, so muss der
Mieter darlegen und beweisen, dass diese
Angabe für seine Kündigung ursächlich
war.(nicht amtlicher Leitsatz)
§ 280 BGB Schadensersatz ohne 28. Februar 2018 MietPrax-AK § Börstinghaus,
Fristsetzungerfordernis VIII ZR 157/17 280 BGB Nr. 6 = jurisPR-
Schäden an der Sachsubstanz der NJW 2018, 1746 BGHZivilR 7/2018
Mietsache, die durch eine Verletzung von = WuM 2018, Anm. 1; Fervers,
Obhutspflichten des Mieters entstanden 196 = NZM NZM 2018, 324;
sind, hat dieser nach § 280 Abs. 1, § 241 2018, 320 = Drasdo, NJW-
Abs. 2 BGB als Schadensersatz neben der MDR 2018, 658 Spezial 2018, 321;
Leistung nach Wahl des Vermieters durch = GE 2018, 633 Beuermann, GE
Wiederherstellung (§ 249 Abs. 1 BGB) = ZMR 2018, 2018, 616
oder durch Geldzahlung (§ 249 Abs. 2 492
BGB) zu ersetzen. Einer vorherigen
Fristsetzung des Vermieters bedarf es
dazu nicht. Das gilt unabhängig von der
Frage, ob es um einen Schadensausgleich
während eines laufenden
Mietverhältnisses oder nach dessen
Beendigung geht.
§ 280 BGB Schadensersatz wegen 21. Februar 2018 MietPrax-AK § Abramenko,
Schneeglätte auf Gehweg VIII ZR 255/16 280 BGB Nr. 7 = MietRB 2018, 209;
Ein Vermieter und MDR 2018, 669 Drasdo, NJW-
Grundstückseigentümer, dem die = GE 2018, 757 Spezial 2018, 418;
Gemeinde nicht als Anlieger die = NZM 2018, Jahreis, jurisPR-
allgemeine Räum- und Streupflicht 509 = WuM MietR 16/2018
übertragen hat, ist regelmäßig nicht aus 2018, 639 = Anm. 6
dem Mietvertrag gemäß § 535 Abs. 1 NJW-RR 2018,
BGB verpflichtet, auch über die 726 = ZMR
Grundstücksgrenze hinaus Teile des 2019, 111
öffentlichen Gehwegs zu räumen und zu
streuen.
Entsprechendes gilt für die allgemeine
(deliktische) Verkehrssicherungspflicht
des Grundstückseigentümers aus § 823
Abs. 1 BGB.
§ 280 BGB Schadensersatz ohne 27. Juni 2018 MietPrax-AK § Börstinghaus,
Fristsetzungerfordernis XII ZR 79/17 280 BGB Nr. 8 = jurisPR-
Schäden an der Sachsubstanz der MDR 2018, BGHZivilR
Mietsache, die durch eine Verletzung von 1050 = NZM 15/2018 Anm. 2;
2018, 717 = GE

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Obhutspflichten des Mieters entstanden 2018, 994 = Börstinghaus,
sind, hat dieser - auch nach Beendigung DWW 2018, 260 MietRB 2018, 263
des Mietverhältnisses - nach §§ 280 Abs. = ZMR 2018,
1, 241 Abs. 2 BGB als Schadensersatz 922
neben der Leistung nach Wahl des
Vermieters durch Wiederherstellung (§
249 Abs. 1 BGB) oder durch Geldzahlung
(§ 249 Abs. 2 BGB) zu ersetzen, ohne
dass es einer vorherigen Fristsetzung des
Vermieters bedarf (im Anschluss an BGH
Urteil vom 28. Februar 2018, VIII ZR
157/17, NZM 2018, 320).
§ 280 BGB Schadensersatz bei 21. August 2019 MietPrax-AK § Zich, MietRB
unvollständig abgerissenen VIII ZR 263/17 280 BGB Nr. 9 = 2019, 289
GE 2019, 1237 =
Tapeten WuM 2019, 574
1. Eine Pflichtverletzung des Mieters = ZMR 2019,
kann darin liegen, dass er (ohne 852 = NJW-RR
anschließend neue Tapeten anzubringen) 2019, 1225
in der Mietwohnung
vorgefundeneTapeten ganz oder teilweise
entfernt.
2. Eine Fristsetzung ist bei einer solchen
Überschreitung des vertragsgemäßen
Gebrauchs nicht erforderlich.
3. Für die Höhe des Anspruchs muss
unter Berücksichtigung des Alters und
des Zustands der Tapeten auf deren Wert
abgestellt werden.(nicht amtlicher
Leitsatz)
§ 280 BGB Maklerkosten für Erwerb eines 9. Dezember MietPrax-AK § Börstinghaus,
Hausgrundstücks als 2020 280 BGB Nr. 10 MietRB 2021, 70;
VIII ZR 371/18 = WuM 2021, Beyer, jurisPR-
Kündigungsfolgeschaden 100 = NJW-RR MietR 8/2021
Der Mieter, der aufgrund einer 2021, 201 = GE Anm. 2
schuldhaften Pflichtverletzung des 2021, 243 =
Vermieters das Mietverhältnis berechtigt NJW 2021, 1090
kündigt (hier nach § 543 Abs. 1 BGB),
kann die zum Zwecke des
Eigentumserwerbs eines Hausanwesens
angefallenen Maklerkosten nicht als
(Kündigungsfolge-)Schaden ersetzt
verlangen (im Anschluss an Senatsurteil
vom 9. Dezember 2020 - VIII ZR
238/18).
§ 284 BGB Maklerkosten als 20. Oktober 2020 MietPrax-AK §
Kündigungsfolgeschaden VIII ZR 371/18 284 BGB Nr. 1 =
1. Kündigt der Mieter wegen einer NZM 2020, 1038
Pflichtwidrigkeit des Vermieters einen = WuM 2020,
Mietvertrag außerordentlich kann 785 = GE 2021,
grundsätzlich ein Anspruch auf Ersatz der 55 = MDR 2021,
im Zuge der Anmietung der Wohnung 287 = ZMR
vormals entstandenen Maklerkosten nach 2021, 214
§ 284 BGB bestehen.
2. Jedoch können diese nach § 284 BGB
nur ersetzt werden, wenn sie "ihren
Zweck nicht erreicht" haben, sie mithin
"vergeblich" waren.
3. Nach der Intention des § 284 BGB
besteht ein Anspruch auf Ersatz von
Aufwendungen nur in dem Umfang, in

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dem der Zweck der Aufwendungen durch
die Nichterbringung der Leistung nicht
erreicht oder vereitelt worden ist.(nicht
amtlicher Leitsatz)
§ 288 BGB Verzugszinsen bei Mietgarantie 21. April 2010 MietPrax-AK §
Voraussetzung für das Vorliegen einer XII ZR 10/08 288 BGB Nr. 1 =
Entgeltforderung gemäß § 288 Abs. 2 NJW 2010, 1872
BGB ist, dass die Geldforderung die = ZGS 2010, 326
Gegenleistung für eine von dem = NZM 2010,
Gläubiger erbrachte oder zu erbringende 440 = GuT 2010,
Leistung ist. 189 = MDR
2010, 914 = ZIP
2010, 1698
§ 305b Bedeutung einer 3. März 2021 MietPrax-AK § Lehmann-Richter,
BGB Vollständigkeitsklausel XII ZR 92/19 305b BGB Nr. 1 MietRB 2021, 136;
Zur Bedeutung einer = GE 2021, 498 Drasdo, NJW-
Vollständigkeitsklausel (hier: „Mündliche = MDR 2021, Spezial 2021, 321;
Nebenabreden bestehen nicht“) in einem 550 = WuM Lehmann-Richter,
Mietvertrag über Geschäftsräume. 2021, 348 = ZfIR LMK 2021,
2021, 273 = 807627;
NZM 2021, 507 Schwenker,
= NJW-RR jurisPR-
2021, 872 BGHZivilR
20/2021 Anm. 3
§ 307 BGB Mietzeit von 19. Dezember MietPrax-AK § Schach, GE 2008,
Verbrauchserfassungsgeräten 2007 307 BGB Nr. 1 = 368; Drado, NJW-
a) Im Rechtsverkehr mit Verbrauchern XII ZR 61/05 WuM 2008, 139 Spezial 2008, 227;
benachteiligt eine in Allgemeinen = GE 2008, 397 Pfeifer, MietRB
Geschäftsbedingungen vereinbarte = NZM 2008, 2008, 243
Laufzeit von zehn Jahren einen Mieter 243 = GuT 2008,
von Verbrauchserfassungsgeräten 198
unangemessen im Sinne des § 307 Abs. 1
Satz 1 BGB.
b) Eine Klausel in Allgemeinen
Geschäftsbedingungen eines
Kaufvertrages über entsprechende
Erfassungsgeräte, die es dem Verkäufer
bei Zahlungsverzug gestattet, unter
Eigentumsvorbehalt gelieferte Geräte bis
zur Kaufpreiszahlung vorläufig wieder
zurückzunehmen, widerspricht dem
wesentlichen Grundgedanken des § 449
Abs. 2 BGB und ist im Rechtsverkehr mit
Verbrauchern nach § 307 Abs. 2 Nr. 1,
Abs. 1 Satz 1 BGB unwirksam.
§ 307 BGB Formularmäßige Vereinbarung 3. März 2010 MietPrax-AK § Eupen, MietRB
einer Betriebs- und XII ZR 131/08 307 BGB Nr. 2 = 2010, 161; Drasdo,
GuT 2010, 97 = NJW-Spezial 2010,
Offenhaltungspflicht NZM 2010, 361 385; Emmert,
Zur Wirksamkeit einer formularmäßig = ZMR 2010, jurisPR-MietR
vereinbarten Betriebs- und 596 15/2010 Anm. 1 =
Offenhaltungspflicht des Mieters eines AnwZert_MietR
Ladengeschäfts in einem 17/2010 Anm 5
Einkaufszentrum, wenn dem Mieter
zugleich eine Sortimentsbindung
auferlegt, ihm aber kein Sortiments- und
Konkurrenzschutz gewährt wird.
§ 307 BGB Formularvertragliche zulässiger 9. Juni 2010 MietPrax-AK § Bieber, GE 2010.
einseitiger Vermieterwechsel XII ZR 171/08 307 BGB Nr. 3 = 1304; ders.,
Formularmäßige Klauseln, die dem GE 2010, 1333 = jurisPR-MietR
Verwender das Recht einräumen, seine NZM 2010, 705 22/2010 Anm 1;

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vertragliche Stellung als Vermieter von = NJW 2010, Drasdo, NJW-
Gewerberäumen jederzeit auf eine andere 3708 = ZMR Spezial 2010, 674;
Person zu übertragen, stellen nicht 2011, 19 = GuT Hoffmann, MietRB
generell eine unangemessene 2010, 340 2010, 21;
Benachteiligung dar. Vielmehr ist, wenn Leo/Ghassemi,
der Mieter Unternehmer ist, eine am NJW 2010, 3710;
Maßstab des § 307 BGB ausgerichtete Disput, NZM 2010,
Prüfung der Umstände des Einzelfalls 886; Hübner, ZMR
vonnöten. 2011, 615
Dabei ist auf der Vermieterseite ein
grundsätzliches Interesse eines
gewerblichen, als Gesellschaft
organisierten Vermieters anzuerkennen,
einen wirtschaftlich für sinnvoll
erachteten künftigen Wandel der
Rechtsform oder Rechtsinhaberschaft
durch die Möglichkeit einer
Bestandsübernahme zu erleichtern. Dem
wird ein Interesse des Mieters
entgegenzuhalten sein, sich über
Zuverlässigkeit und Solvenz des
Vermieters zu vergewissern. Dieses
Mieterinteresse wird um so eher
Beachtung fordern, je stärker das
Vertragsverhältnis von einem besonderen
Interesse des Mieters an der Person eines
bestimmten Vermieters (mit-) geprägt
wird. (Fortführung der Urteile vom 29.
Februar 1984 - VIII ZR 350/82 - ZIP
1984, 841, vom 11. Juli 1984 - VIII ZR
35/83 - ZIP 1984, 1093 und vom 21.
März 1990 - VIII ZR 196/89 - NJW-RR
1990, 1076).
§ 307 BGB Wirksamkeit eines 9. Mai 2012 MietPrax-AK § Schach, MietRB
formularvertraglichen XII ZR 79/10 307 BGB Nr. 4 = 2012, 192; Bieber,
GE 2012, 894 = GE 2012, 865;
Leistungsbestimmungsrechts NZM 2012, 457 Drasdo, NJW-
In einem gewerblichen Mietvertrag hält = GuT 2012, 240 Spezial 2012, 482
eine Klausel, die dem Vermieter ein = ZMR 2012,
Leistungsbestimmungsrecht dahingehend 688
einräumt, bei einer Änderung der
ortsüblichen oder angemessenen Miete
den vom Mieter zusätzlich oder weniger
zu zahlenden Betrag nach billigem
Ermessen (§ 315 BGB) festzusetzen, der
Inhaltskontrolle gemäß § 307 Abs. 1 BGB
stand.
§ 307 BGB Wirksamkeit eines 27. Juni 2012 MietPrax-AK § Borutzki-Pasing,
formularvertraglichen XII ZR 93/10 307 BGB Nr. 5 = jurisPR-MietR
GuT 2012, 390 21/2012 Anm. 2;
Leistungsbestimmungsrechts Harsch, MietRB
Eine Entgeltanpassungsklausel in einem 2012, 318
"Nutzungsvertrag" wird nicht dadurch
intransparent, dass das Recht des
Vermieters zu einer Anpassung der Miete
davon abhängig gemacht wird, dass das
gezahlte Nutzungsentgelt "noch
ortsüblich oder sonst angemessen"
ist.(nicht amtlicher Leitsatz)

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§ 307 BGB Formularvertragliche 6. April 2016 MietPrax-AK § Kunze, MietRB
Beschränkung der XII ZR 29/15 307 BGB Nr. 6 = 2016, 159; Bieber,
GE 2016, 717 = GE 2016, 697;
Aufrechnungsmöglichkeit MDR 2016, 876 Borutzki-Pasing,
Zur Einschränkung der = NZM 2016, jurisPR-MietR
Aufrechnungsmöglichkeit mit 585 = ZMR 12/2016 Anm. 3;
unbestrittenen oder rechtskräftig 2016, 609 Streyl, NZM 2016,
festgestellten Forderungen durch 586; Burbulla,
Allgemeine Geschäftsbedingungen in ZMR 2016, 610
einem gewerblichen Mietvertrag.
§ 307 BGB Zuschlag zur Miete wegen vom 30. Mai 2017 MietPrax-AK § Börstinghaus,
Vermieter durchzuführender VIII ZR 31/17 307 BGB Nr. 7 = NZM 2017, 594;
GE 2017, 886 = Börstinghaus,
Schönheitsreparaturen WuM 2017, 456 jurisPR-
1. Ein in einem Mietvertrag, nach dem = DWW 2017, BGHZivilR
der Vermieter die Schönheitsreparaturen 248 = NZM 18/2017 Anm. 3;
durchzuführen hat, formularmäßig 2017, 594 = Burbulla, MietRB
vereinbarter "Zuschlag für NJW -RR 2017, 2017, 279; Bueb,
Schönheitsreparaturen" ist Teil der vom 981 = ZMR jurisPR-MietR
Mieter zu zahlenden Miete und deshalb 2018, 16 20/2017 Anm. 4;
wirksam. Fervers, NZM
2. Dies gilt auch dann, wenn zugleich 2020, 1082
eine unwirksame
Quotenabgeltungsklausel vereinbart
wurde.(nicht amtlicher Leitsatz)
§ 307 BGB Kündigungsausschluss in der 23. Oktober 2019 MietPrax-AK § Börstinghaus,
Gewerberaummiete XII ZR 125/18 307 BGB Nr. 8 = jurisPR-
1. Ein Mietvertrag, den eine Gemeinde BGHZ 223, 290 BGHZivilR 2/2020
abgeschlossen hat, um in dem Mietobjekt = WuM 2019, Anm. 1;
ihr zugewiesene Flüchtlinge unterbringen 697 = GE 2020, Börstinghaus,
zu können, ist unbeschadet seiner 50 = MDR 2020, MietRB 2020, 7;
Bezeichnung kein Wohnraummietvertrag 2020 = NZM Drasdo, NJW-
i.S.v. § 549 Abs. 1 BGB (Fortführung 2020, 54 = NJW Spezial 2020, 65;
BGH vom 13. Februar 1985 - VIII ZR 2020, 331 = Günther, DWW
36/84, BGHZ 94, 11 = NJW 1985, 1772). DWW 2020, 51 2020, 55
2. Eine in diesem Vertrag enthaltene = ZMR 2020, 98
formularmäßige Klausel, mit der für
beide Mietvertragsparteien das Recht zur
ordentlichen Kündigung für die Dauer
von 60 Monaten ausgeschlossen wird, ist
nicht wegen unangemessener
Benachteiligung des Mieters unwirksam.
§ 311 BGB Möglichkeit eines 18. April 2018 MietPrax-AK § Burbulla, MietRB
Mietaufhebungsvertrages XII ZR 76/17 311 BGB Nr. 1 = 2018, 198
1. Die Parteien eines Mietvertrags können NZM 2018, 601
grundsätzlich das Mietverhältnis auch = MDR 2018,
dann jederzeit durch einen 856 = GE 2018,
Aufhebungsvertrag (§ 311 Abs. 1 BGB) 870 = DWW
vorzeitig beenden, wenn der Mieter einen 2018, 252 =
Untermietvertrag geschlossen oder einem ZMR 2019, 121
Dritten auf einer anderen rechtlichen
Grundlage die Mietsache zur Nutzung
überlassen hat.
2. In diesen Fällen ist der Abschluss eines
Mietaufhebungsvertrags in der Regel
nicht sittenwidrig, wenn dem Hauptmieter
gegen den Dritten ein Kündigungsrecht
zusteht, mit dem er dessen
Gebrauchsmöglichkeit zeitnah beenden
kann.

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§ 312 BGB Widerruf einer Zustimmung zu 17. Mai 2017 MietPrax-AK § Börstinghaus,
einer VIII ZR 29/16 312 BGB Nr. 1 = jurisPR-BGHZiviR
MDR 2017, 872 13/2017 Anm. 2;
Modernisierungsmieterhöhung = WuM 2017, Blank, jurisPR-
Wird die zwischen einem Vermieter und 406 = GE 2017, MietR 14/2017
einem Mieter in einer Haustürsituation 825 = NZM Anm. 2 = WuM
geschlossene 2017, 517 = 2017, 453; Drasdo,
Modernisierungsvereinbarung von dem ZMR 2017, 626 NJW-Spezial 2017,
Mieter wirksam widerrufen, schuldet der = NJW 2017, 482; Börstinghaus,
Mieter nicht allein schon wegen der durch 2823 NZM 2017, 519;
die nachfolgende Dötsch, MietRB
Modernisierungsmaßnahme eingetretenen 2017, 245;
Steigerung des bisherigen Wohnwerts Rolfs/Möller, NJW
einen Wertersatz in Gestalt einer nunmehr 2017, 3275;
höheren Miete. Dazu bedarf es vielmehr Lindner, ZMR
einer - lediglich für die Zukunft 2018, 190
wirkenden - Nachholung des gesetzlichen
Verfahrens zur Mieterhöhung bei
Modernisierung.

§ 312 BGB Zustimmung zur Mieterhöhung 17. Oktober 2018 MietPrax-AK § Menke, LMK
auf ortsübliche Vergleichsmiete VIII ZR 94/17 312 BGB Nr. 2 = 2018, 412415;
WuM 2018, 765 Börstinghaus,
ist kein widerrufliches = GE 2018, 1521 NZM 2018, 1015;
Fernabsatzgeschäft = NZM 2018, Börstinghaus,
1. Stimmt der Mieter einer Wohnung 1011 = MDR jurisPR-
einer vom Vermieter verlangten 2019, 22 = NJW BGHZivilR 1/2019
Anpassung der Miete an die ortsübliche 2019, 303 = Anm. 1;
Vergleichsmiete zu (§ 558a Abs. 1, § ZMR 2019, 114 Monschau, MietRB
558b Abs. 1 BGB), so steht dem Mieter 2019, 4; Fervers,
ein Recht, die erklärte Zustimmung nach NJW 2019, 308;
Maßgabe der Bestimmungen über das Drasdo, NJW-
Widerrufsrecht bei im Fernabsatz Spezial 2019, 65;
geschlossenen Verbraucherverträgen zu Tavakoli, VuR
widerrufen (§ 312 Abs. 1, § 312c Abs. 1, 2019, 203
§ 312g Abs. 1, § 355 Abs. 1 BGB), nicht
zu.
2. Ein für den Fernabsatz organisiertes
Vertriebs- und Dienstleistungssystem im
Sinne von § 312c Abs. 1 Halbs. 2 BGB ist
nicht schon dann zu verneinen, wenn der
Unternehmer zum Abschluss des
Vertrages keinen vorgefertigten Standard-
oder Serienbrief verwendet, sondern ein
individuelles Anschreiben.
§ 313 BGB Anpassung der Miete bei 24. März 2010 MietPrax-AK § Schach, GE 2010,
unwirksamen Mieterhöhungen VIII ZR 160/09 313 BGB Nr. 1 = 662; Eisenschmid,
Zur Anpassung eines WuM 2010, 299 jurisPR-MietR
Wohnraummietvertrags wegen Fehlens = GE 2010, 635 13/2010 Anm. 2;
der Geschäftsgrundlage, wenn sich die = NJW 2010, Drasdo, NJW-
vom Vermieter einseitig nach §§ 10, 8a 1663 = NZM Spezial 2010, 386;
WoBindG vorgenommenen 2010, 398 = Kunze, MietRB
Mieterhöhungen nach langjähriger ZMR 2010, 675 2010, 191
Mietdauer deswegen als unwirksam
erweisen, weil die Wohnung entgegen der
Übereinstimmung der übereinstimmenden
Vorstellung der Parteien bei
Vertragsschuss mangels Erfüllung der
gesetzlichen Voraussetzungen (hier: § 17
Abs. 1 Satz 2 II. WoBauG) nicht der
Preisbindung unterliegt.

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§ 313 BGB Geschäftsgrundlage in der 17. März 2010 MietPrax-AK § Bieber, jurisPR-
Gewerberaummiete XII ZR 108/08 313 BGB Nr. 2 = MietR 11/2010
Zur Anwendbarkeit der Grundsätze über GuT 2010, 100 = Anm. 3; Bieber,
den Wegfall der Geschäftsgrundlage bei GE 2010, 689 = GE 2010, 658;
Änderung der vorgesehenen NZM 2010, 364 Bittner, MietRB
Mieterstruktur. = ZMR 2010, 2010, 160; Rolfs,
598 = DWW LMK 6/2010 Anm.
2010, 296 2; Drasdo, NJW-
Spezial 2010, 387
§ 313 BGB Auswirkungen der CORONA- 12. Januar 2022 MietPrax-AK § Börstinghaus,
Pandemie auf Mietverhältnisse XII ZR 8/21 313 BGB Nr. 3 = jurisPR-
a) Die durch die COVID-19-Pandemie ZIP 2022, 174 = BGHZivilR 2/2022
bedingte Schließung eines MDR 2022, 147 Anm. 1;
Einzelhandelsgeschäfts führt nicht zu = NZM 2022, 99 Börstinghaus,
einem Mangel der Mietsache im Sinne = GE 2022, 145 LMK 2022,
von § 536 Abs. 1 Satz 1 BGB. Dem = ZfIR 2022, 69 800828; Hog,
Vermieter wird dadurch die vertraglich = ZMR 2022, jurisPR-MietR
geschuldete Leistung zur Überlassung 198 = WuM 3/2021 Anm. 2;
und Erhaltung der Mietsache in einem 2022, 204 = Kappus, NZM
zum vertragsgemäßen Gebrauch NJW 2022, 1370 2022, 106; Schultz,
geeigneten Zustand auch nicht ganz oder GE 2022, 124;
teilweise unmöglich. Drasdo, NJW-
b) Im Fall einer Geschäftsschließung, die Spezial 2022, 654;
auf einer hoheitlichen Maßnahme zur Burbulla, MietRB
Bekämpfung der COVID-19-Pandemie 2022, 44; Horst
beruht, kommt grundsätzlich ein ZAP F. 4R S.
Anspruch des Mieters von gewerblich 1021; Burbulla,
genutzten Räumen auf Anpassung der MDR
Miete wegen Störung der
Geschäftsgrundlage gemäß § 313 Abs. 1
BGB in Betracht.
c) Bei der Prüfung, ob dem Mieter ein
Festhalten an dem unveränderten Vertrag
unzumutbar ist, verbietet sich eine
pauschale Betrachtungsweise.
Maßgeblich sind vielmehr sämtliche
Umstände des Einzelfalls. Daher sind
auch die finanziellen Vorteile zu
berücksichtigen, die der Mieter aus
staatlichen Leistungen zum Ausgleich der
pandemiebedingten Nachteile erlangt hat.
§ 313 BGB Mietzahlung im Urkundsprozess 16. Februar 2022 MietPrax-AK § Börstinghaus,
in Corona-Zeiten XII ZR 17/21 313 BGB Nr. 4 = jurisPR-
1. Zur Geltendmachung der DWW 2022, 95 BGHZivilR 7/2021
Gewerberaummiete durch den Vermieter = NZM 2022, Anm. 2; Burbulla,
und des Einwands der Störung der 292 = NJW MietRB 2022, 106;
Geschäftsgrundlage durch den Mieter im 2022, 1370 Börstinghaus,
Urkundenprozess. LMK 2022,
2. Die durch die COVID-19-Pandemie 803916; Sittner,
bedingte Schließung eines NJW 2022, 1349;
Einzelhandelsgeschäfts führt nicht zu Herlitz, jurisPR-
einem Mangel der Mietsache im Sinne MietR 10/2022
von § 536 Abs. 1 Satz 1 BGB. Dem Anm. 1
Vermieter wird dadurch die vertraglich
geschuldete Leistung zur Überlassung
und Erhaltung der Mietsache in einem
zum vertragsgemäßen Gebrauch
geeigneten Zustand auch nicht ganz oder
teilweise unmöglich (im Anschluss an
Senatsurteil vom 12. Januar 2022 - XII

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ZR 8/21, NZM 2022, 99, zur
Veröffentlichung in BGHZ bestimmt).
3. Im Fall einer Geschäftsschließung, die
auf einer hoheitlichen Maßnahme zur
Bekämpfung der COVID-19-Pandemie
beruht, kommt grundsätzlich ein
Anspruch des Mieters von gewerblich
genutzten Räumen auf Anpassung der
Miete wegen Störung der
Geschäftsgrundlage gemäß § 313 Abs. 1
BGB in Betracht (im Anschluss an
Senatsurteil vom 12. Januar 2022 - XII
ZR 8/21, NZM 2022, 99, zur
Veröffentlichung in BGHZ bestimmt). 4.
Bei der Prüfung, ob dem Mieter ein
Festhalten an dem unveränderten Vertrag
unzumutbar ist, verbietet sich eine
pauschale Betrachtungsweise.
Maßgeblich sind vielmehr sämtliche
Umstände des Einzelfalls. Daher sind
auch die finanziellen Vorteile zu
berücksichtigen, die der Mieter aus
staatlichen Leistungen zum Ausgleich der
pandemiebedingten Nachteile erlangt hat
(im Anschluss an Senatsurteil vom 12.
Januar 2022 - XII ZR 8/21, NZM 2022,
99, zur Veröffentlichung in BGHZ
bestimmt.
§ 313 BGB Veranstaltungssaalmiete in 2. März 2022 MietPrax-AK § Sittner, NJW 2022,
Coronazeiten XII ZR 36/21 313 BGB Nr. 5 = 1349; Burbulla,
: 1. Kann eine Hochzeitsfeier aufgrund NZM 2022, 329 MietRB 2022, 163
der zu diesem Zeitpunkt zur Bekämpfung = MDR 2022,
der COVID-19-Pandemie geltenden 552 = NJW
Maßnahmen nicht wie geplant 2022, 1370 =
durchgeführt werden, wird dem NZM 2022, 329
Vermieter der hierfür gemieteten
Räumlichkeiten die von ihm geschuldete
Leistung nicht unmöglich (im Anschluss
an Senatsurteil vom 12. Januar 2022 - XII
ZR 8/21, NZM 2022, 99, zur
Veröffentlichung in BGHZ bestimmt). 2.
Der Umstand, dass die Durchführung
einer Hochzeitsfeier mit der geplanten
Bewirtung von 70 Personen aufgrund
verschiedener Regelungen in der zu
diesem Zeitpunkt geltenden Corona-
Schutzverordnung nicht zulässig war,
führt nicht zu einem Mangel des
Mietgegenstands im Sinne von § 536
Abs. 1 Satz 1 BGB. 3. Für einen Mieter,
der Räume zur Durchführung einer
Veranstaltung gemietet hat, kommt
grundsätzlich ein Anspruch auf
Vertragsanpassung wegen Störung der
Geschäftsgrundlage gemäß § 313 Abs. 1
BGB in Betracht, wenn die Veranstaltung
aufgrund von hoheitlichen Maßnahmen
zur Bekämpfung der COVID-19-
Pandemie nicht in der geplanten Form
stattfinden kann (im Anschluss an
Senatsurteil vom 12. Januar 2022 - XII

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ZR 8/21, NZM 2022, 99, zur
Veröffentlichung in BGHZ bestimmt). 4.
Bei der Prüfung, ob dem Mieter ein
Festhalten an dem unveränderten Vertrag
unzumutbar und wie dem gegebenenfalls
zu begegnen ist, verbietet sich eine
pauschale Betrachtungsweise.
Maßgeblich sind vielmehr sämtliche
Umstände des Einzelfalls.
§ 314 BGB Betriebseinstellung zur 7. Oktober 2004 MietPrax-AK §
Insolvenzvermeidung kein I ZR 18/02 314 BGB Nr. 1 =
NJW 2005, 1360
Kündigungsgrund = GE 2005, 481
Die Einstellung eines Betriebes zur = ZIP 2005, 534
Vermeidung eines Insolvenzverfahrens = GuT 2005, 60
stellt grundsätzlich keinen wichtigen
Grund dar, der die außerordentliche
Kündigung eines
Dauerschuldverhältnisses rechtfertigt.
§ 320 BGB Zurückbehaltungsrecht wegen 3. November MietPrax-AK § Schach, GE 2011,
Mängeln der Mietsache 2010 320 BGB Nr. 1 = 90; ders., MietRB
Wegen eines Mangels der Wohnung, von VIII ZR 330/09 WuM 2011, 12 = 2011, 37;
dem der Vermieter keine Kenntnis hat, GE 2011, 122 = Börstinghaus,
kann der Mieter ein NZM 2011, 197 jurisPR-
Zurückbehaltungsrecht erst an den Mieten = ZMR 2011, BGHZivilR 3/2011
geltend machen, die fällig werden, 275 Anm. 4; Blank,
nachdem der Mieter dem Vermieter den LMK 2/2011 Anm.
Mangel angezeigt hat. 1; Schlimme,
jurisPR-MietR
4/2011 Anm. 1;
Drasdo, NJW-
Spezial 2011, 129;
Schläger, ZMR
2011, 275;
Timme/Raue,
NZM 2011, 846
§ 328 BGB Kündigungsschutzklausel eines 14. November MietPrax-AK § Beuermann, GE
kommunalen Wohnungsträgers 2018 328 BGB Nr. 1 = 2018, 1593; Elzer,
VIII ZR 109/18 GE 2018, 1592 = MietRB 2019,1;
bei Immobilienveräußerung WuM 2019, 19 = Drasdo, NJW-
begründet eigene (Schutz- MDR 2019, 154 Spezial 2019, 66
)Rechte des Mieters = NZM 2019,
209 = ZMR
Bei einer in einem Kaufvertrag mit der 2019, 261
Gemeinde enthaltenen Bestimmungen
zum lebenslangen Wohnrecht der Mieter
handelt es sich um einen echten Vertrag
zugunsten Dritter (§ 328 BGB), der dem
Mieter der betreffenden Wohnung eigene
Rechte gegenüber dem Käufer als neuem
Vermieter einräumt und die Kündigung
durch den Erwerber ausschließt. Dies gilt
auch dann, wenn es sich um eine
Allgemeine Geschäftsbedingung
handelt.(nicht amtlicher Leitsatz)
§ 366 BGB Keine Tilgungsbestimmung bei 9. Oktober 2014 MietPrax-AK § Lütcke, NZI 2014,
Verwertung von Sicherheiten IX ZR 69/14 366 BGB Nr. 1 = 1035; Flatow,
Dauert ein Gewerbemietverhältnis mit DB 2014, 2763 = jurisPR-MietR
dem Schuldner als Mieter nach ZIP 2014, 2248 2/2015 Anm. 6;
Insolvenzeröffnung fort, ist der = ZInsO 2014, Elzer, MietRB
Insolvenzverwalter nicht berechtigt, den 2320 = GE 2015, 2015, 105

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Erlös aus der Verwertung dem 51 = NZM 2015,
Vermieterpfandrecht unterliegender 51 = NJW 2015,
Gegenstände mit der 162
Tilgungsbestimmung an den Vermieter
auszukehren, die Zahlung vorrangig auf
die nach Verfahrenseröffnung als
Masseverbindlichkeiten begründeten
Mietforderungen und erst sodann auf die
vor Verfahrenseröffnung als
Insolvenzforderungen entstandenen
Mietforderungen anzurechnen.
§ 372 BGB Hinterlegung einer Mietkaution 10. Oktober 2018 MietPrax-AK §
Eine Hinterlegung, die vorgenommen IV AR (VZ) 1/18 372 BGB Nr. 1 =
wird, ohne dass tatsächlich ein GE 2019, 185
Hinterlegungsgrund im Sinne des § 372
BGB besteht, hat keine Auswirkungen
auf die materielle Rechtsposition des
Gläubigers. Die für den Gläubiger
nachteiligen Rechtsfolgen der §§ 378,
379 BGB treten in diesem Fall nicht
ein.(nicht amtlicher Leitsatz)
§ 401 BGB Sparbuch als Mietsicherheit 18. März 2008 MietPrax-AK § Zacher, NZM
a) Die Verpfändung eines Sparguthabens XI ZR 454/06 401 BGB Nr. 1 = 2009, 426
erfasst weder entsprechend § 401 BGB NJW 2008, 1732
noch kraft dinglicher Surrogation den bei = NZM 2008,
Insolvenz des kontoführenden 456 = MDR
Kreditinstituts entstehenden 2008, 698 = ZIP
Entschädigungsanspruch gemäß §§ 3, 4 2008, 824
des Einlagensicherungs- und
Anlegerentschädigungsgesetzes
(ESAEG).
b) Zur Auslegung eines Vertrages, den
eine Entschädigungseinrichtung im Sinne
des § 6 ESAEG zur Abwicklung von
Leistungen nach dem ESAEG mit einem
Kreditinstitut schließt.
§ 415 BGB Unwirksamkeit einer 30. November MietPrax-AK § Siegmund, MietRB
Freistellungsvereinbarung 2011 415 BGB Nr. 1 = 2012, 68
a) Im Fall der nur teilweise möglichen XII ZR 170/06 MDR 2012, 180
Aufnahme des Prozesses nach dessen = ZMR 2012,
Unterbrechung wegen 259 = NZM
Insolvenzeröffnung ist ein Teilurteil auch 2012, 417
dann zulässig, wenn sich die Gefahr der
Widersprüchlichkeit zu einer späteren
Entscheidung über den nicht
aufgenommenen Teil nicht ausschließen
lässt (im Anschluss an Senatsbe-schluss
vom 7. Juli 2010 - XII ZR 158/09 - NZM
2011, 75; BGH Urteil vom 7. November
2006 - X ZR 149/04 - NJW 2007, 156).
b) Ein Vertrag über die entgeltliche
Freistellung von einer Mietzinsschuld ist
im Fall der Unwirksamkeit des
Mietverhältnisses auf eine unmögliche
Leistung gerichtet und daher nach § 306
BGB aF nichtig. Die Unwirksamkeit der
Freistellungsvereinbarung kann in der
Rechtsmittelinstanz nicht mehr geltend
gemacht werden, wenn der Partei, die
sich auf die Unwirksamkeit beruft, bereits

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eine Forderung aus dem
Freistellungsvertrag zugesprochen
worden ist und das Urteil der Vorinstanz
insoweit nicht angefochten und daher
rechtskräftig ist (im Anschluss an BGHZ
109, 179 = NJW 1990, 447).
§ 280 BGB Fristsetzungserfordernis bei 26. April 2022 MietPrax-AK §
Schadensersatz statt der VIII ZR 364/20 280 BGB Nr. 11
Leistung
1. Der bei Nicht- oder Schlechterfüllung
einer Leistungspflicht geschuldete
Schadensersatz bildet das Surrogat der
zur Erfüllung führenden Leistungspflicht.
2. Dieses Leistungsinteresse kann
entweder auf Erstattung des Minderwerts
der Sache oder auf Erstattung der zur
Erfüllung der Leistungspflicht
erforderlichen Kosten gerichtet sein.
3. Die Abrechnung ist im Mietrecht auch
anhand fiktiver
Mangelbeseitigungskosten zulässig.
4. Der Anspruch auf Schadensersatz statt
der Leistung wegen nicht erbrachter
Leistung setzt voraus, dass der Vermieter
den Mieter zur Leistungserbringung
auffordert, ihm eine angemessene Frist
zur Leistung bestimmt und diese Frist
verstreicht, ohne dass der Mieter seine
Verpflichtung erfüllt.(nicht amtlicher
Leitsatz)
§ 535 BGB Voraussetzungen für die 3. Juli 2002 MietPrax-AK §
Annahme eines XII ZR 39/00 535 BGB Nr. 1 =
NJW 2002, 3016
Mietvorvertrages sowie zum = NZM 2002,
Auskunftsrecht bei 910 = ZMR
vereinbartem Vormietrecht 2002, 895 =
Zur Auslegung eines Mietvorvertrages MDR 2002,
über Kinoräume, die als Teil eines 1362
Gesamtkomplexes erst noch errichtet
werden sollen, sowie zum Auskunftsrecht
aus einem Vormietrecht.
§ 535 BGB Mietwucher bei 10. Juli 2002 MietPrax-AK § Beuermann, GE
Gaststättenpacht; indirekte XII ZR 314/00 535 BGB Nr. 2 = 2003, 1126
NJW-RR 2002,
Vergleichswertmethode; EOP- 1521 = NZM
Methode 2002, 822 = GE
Die indirekte Vergleichswertmethode ist - 2002, 1193
wie die EOP Methode - zur Ermittlung
des angemessenen Pachtzinses einer
Gaststätte völlig ungeeignet. Sie ist daher
auch dann nicht anzuwenden, wenn in der
Gemeinde keine geeigneten
Vergleichsobjekte gefunden werden
können.(nicht amtlicher Leitsatz)
§ 535 BGB Zumutbarkeit und Eignung 22. Januar 2003 MietPrax-AK § Blank, LMK 2003,
eines Nachmieters VIII ZR 244/02 535 BGB Nr. 3 = 85
NZM 2003, 277
(alleinerziehender Vater mit = NJW 2003,
Kinder) 1246 = WuM
Zur Frage der Zumutbarkeit und Eignung 2003, 204 = GE
eines Nachmieters, wenn sich der

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Vermieter unter der Bedingung, daß ein 2003, 455 =
solcher Nachmieter gefunden wird, mit ZMR 2003, 413
einer Entlassung des Mieters aus dem = MDR 2003,
Mietvertrag einverstanden erklärt. 562 = JuS 2003,
814
§ 535 BGB Betreutes Wohnen, isolierte 16. September MietPrax-AK § Maaß, DW 2004,
Kündigung von 2003 535 BGB Nr. 4 = 70
VIII ZR 187/03 WuM 2003, 573
Betreuungsleistungen = NJW-RR
Der Mieter kann im betreuten Wohnen 2004, 160 =
nicht allein den Dienstleistungsvertrag NZM 2004, 22
kündigen, um sich die preiswerte
Wohnung in einer öffentlich geförderten
Anlage zu erhalten.(nicht amtlicher
Leitsatz)
§ 535 BGB Zum Umfang des 26. Mai 2004 MietPrax-AK §
Instandsetzungsanspruchs VIII ZR 310/03 535 BGB Nr. 5 =
In das Protokoll der mündlichen GE 2004, 1168 =
Verhandlung ist grundsätzlich die WuM 2004, 411
Aussage des Gutachters aufzunehmen,
der sein Gutachten zur Mangelhaftigkeit
der Mietsache, die im Streit steht,
mündlich erläutert. Das Gericht kann aber
ausnahmsweise die Erläuterungen des
Sachverständigen in einem Aktenvermerk
oder im Tatbestand des Urteils festhalten
oder sie in den Entscheidungsgründen
hinreichend deutlich erkennen
lassen.(nicht amtlicher Leitsatz)
§ 535 BGB Ermittlung der ortsüblichen 30. Juni 2004 MietPrax-AK § Hoffmann, MietRB
Pacht XII ZR 11/01 535 BGB Nr. 6 = 2005, 4
1. Zur Ermittlung der ortsüblichen Pacht GuT 2004, 157 =
anhand vergleichbarer Pachtobjekte (im NZM 2004, 741
Anschluß an Senatsurteile BGHZ 141, = DWW 2004,
257 ff.; vom 13. Juni 2001 XII ZR 49/99 264 = ZMR
NJW 2002, 55; und vom 10. Juli 2002 2004, 802 =
XII ZR 314/00 NZM 2002, 822). NJW-RR 2004,
2. Zur Frage des Rückschlusses auf eine 1454 = MDR
verwerfliche Gesinnung des Verpächters 2004, 1408
bei einer auffälligen Überhöhung des
Pachtzinses.
§ 535 BGB Nachbesserungspflicht des 26. Juli 2004 MietPrax-AK § Schläger, ZMR
Vermieters auf Mindeststandard VIII ZR 281/03 535 BGB Nr. 7 = 2004, 810; Scheff,
Der Mieter einer nicht modernisierten GE 2004, 1090 = MietRB 2005, 1;
Altbauwohnung kann mangels WuM 2004, 527 Zank, NJ 2004,
abweichender vertraglicher Vereinbarung = NJW 2004, 555; Börstinghaus,
jedenfalls einen Mindeststandard 3174 = NZM NZM 2005, 561
erwarten, der ein zeitgemäßes Wohnen 2004, 736 =
ermöglicht und den Einsatz der für die ZMR 2004, 807
Haushaltsführung allgemein üblichen = DWW 2004,
elektrischen Geräte erlaubt. 292 = MDR
2004, 1346
§ 535 BGB Miete und Mehrwertsteuer 28. Juli 2004 MietPrax-AK § Drasdo, NJW-
Zur Auslegung einer Vereinbarung, nach XII ZR 292/02 535 BGB Nr. 8 = Spezial 2004, 294;
der der Mieter neben der Nettomiete die GuT 2004, 159 = Specht MietRB
"jeweils gültige Mehrwertsteuer" zu GE 2004, 1230 = 2004, 345
zahlen hat, wenn die Option des NZM 2004, 785
Vermieters zur Steuerpflicht unwirksam = ZMR 2004,
ist, so daß die Vermietung tatsächlich 812 = NJW-RR
steuerfrei bleibt. 2004, 1452 =

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MDR 2004,
1406
§ 535 BGB Langfristiger Mietvertrag mit 4. Februar 2004 MietPrax-AK § Meyer/Leo MietRB
Gemeinde ohne Genehmigung XII ZR 301/01 535 BGB Nr. 9 = 2004, 258;
NZM 2004, 340 Lühmann, NJ
der Aufsichtsbehörde = WuM 2004, 2004, 416;
1. Zur Bindung der Zivilgerichte an 298 = ZMR Althammer JZ
bestandskräftige Entscheidungen der 2004, 413 = 2005, 253
Verwaltungsbehörde (hier: Versagung der MDR 2004, 766
Genehmigung eines langfristigen = GuT 2004, 102
Mietvertrages mit einer Gemeinde). = JZ 2005, 251
2. Auch langfristige Mietverträge sind
keine kreditähnlichen Geschäfte i.S. von
§ 100 Abs. 5 der Gemeindeordnung für
das Land Sachsen-Anhalt.
§ 535 BGB Sittenwidriger Pachtvertrag 14. Juli 2004 MietPrax-AK § Hoffmann, MietRB
Besteht bei einem gewerblichen Miet- XII ZR 352/00 535 BGB Nr. 10 2005, 5; Hoffmann,
oder Pachtverhältnis ein auffälliges = GuT 2004, 225 BGHReport 2004,
Mißverhältnis zwischen der vereinbarten = GE 2004, 1453 1614; Eckert, ZfIR
und der marktüblichen Miete oder Pacht, = NJW 2004, 2005, 95
kann hieraus allein noch nicht auf eine 3553 = NZM
verwerfliche Gesinnung des Begünstigten 2004, 907 =
geschlossen werden. Vielmehr bedarf es MDR 2005, 26 =
angesichts der häufig auftretenden ZMR 2005, 29
Bewertungsschwierigkeiten der
tatrichterlichen Prüfung, ob dieses
Mißverhältnis für den Begünstigten
subjektiv erkennbar war (im Anschluß an
Senatsurteil vom 13. Juni 2001 - XII ZR
49/99 - NJW 2002, 55).
§ 535 BGB Mietvertrag mit Vorkaufsrecht; 28. Juli 2004 MietPrax-AK § Drasdo, NJW-
Bodenkontaminationen bei XII ZR 163/03 535 BGB Nr. 11 Spezial 2004, 292;
= GuT 2004, 233 Drasdo, ZfIR 2004,
Tankstellengrundstück = ZMR 2004, 941; Leo, MietRB
a) Die Verpflichtung des Vermieters zur 898 = NJW-RR 2005, 6; Mohr
Erhaltung des vertragsgemäßen Zustandes 2004, 1596 = ZMR 2005, 107
umfasst auch die Instandhaltung NZM 2004, 916
technischer Anlagen, die notwendig sind, = MDR 2005, 25
um den Mietgegenstand
zweckentsprechend zu nutzen.
b) Der Ausgleichsanspruch gem. § 24
Abs.2 BBodSchG kann durch vertragliche
Vereinbarungen ausgeschlossen
werden.(nicht amtlicher Leitsatz)
§ 535 BGB Sittenwidriger Mietvertrag 1. September MietPrax-AK §
Ein Fachsenat eines Oberlandesgericht 2004 535 BGB Nr. 12
kann aufgrund eigener Sachkunde die XII ZR 73/01 = GuT 2004, 238
objektiven Voraussetzungen der
Sittenwidrigkeit ausschließen. Er muss
den Parteien spätestens in der mündlichen
Verhandlung die eigene Sachkunde
darlegen und ihnen hierzu Gelegenheit
zur Stellungnahme geben.(nicht
amtlicher Leitsatz)
§ 535 BGB Nachträglicher Trittschallschutz 6. Oktober 2004 MietPrax-AK § Worf MietRB
im Altbau VIII ZR 355/03 535 BGB Nr. 13 2005, 32; Drasdo,
Für die Beurteilung der Frage, ob eine = WuM 2004, NJW 2005, 798
Mietwohnung Mängel aufweist, ist in 715 = GE 2004,
erster Linie die von den 1586 = NZM
Mietvertragsparteien vereinbarte 2005, 60 = ZMR
Beschaffenheit der Wohnung, nicht die 2005, 108 =

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Einhaltung bestimmter technischer NJW 2005, 218
Normen maßgebend. = MDR 2005,
Fehlt es an einer 743
Beschaffenheitsvereinbarung, so ist die
Einhaltung der maßgeblichen technischen
Normen geschuldet. Dabei ist nach der
Verkehrsanschauung grundsätzlich der
bei Errichtung des Gebäudes geltende
Maßstab anzulegen.
Nimmt der Vermieter bauliche
Veränderungen vor, die zu
Lärmimmissionen führen können, so kann
der Mieter erwarten, dass
Lärmschutzmaßnahmen getroffen
werden, die den Anforderungen der zur
Zeit des Umbaus geltenden DIN-Normen
genügen.
Wird ein älteres Wohnhaus nachträglich
um ein weiteres Wohngeschoß
aufgestockt, so entsteht an der
Mietwohnung, die vor der Aufstockung
im obersten Wohngeschoß gelegen war,
ein Mangel, wenn die
Trittschalldämmung der darüber
errichteten Wohnung nicht den
Anforderungen der im Zeitpunkt der
Aufstockung geltenden DIN-Norm an
normalen Trittschallschutz genügt. Die
Einhaltung der Anforderungen an
erhöhten Trittschallschutz kann der
Mieter nur dann verlangen, wenn dies mit
dem Vermieter vereinbart ist.
§ 535 BGB Aufstellung einer mobilen 19. Oktober 2004 MietPrax-AK §
Parabolantenne VIII ZR 327/03 535 BGB Nr. 14
Für die Entscheidung über die Frage, ob = WuM 2004,
der Mieter eine mobile Parabolantenne 725
auf dem Balkon aufstellen darf kommt es
darauf an, inwieweit hierdurch die
Außenansicht des Hauses beeinträchtigt
wird und welches Interesse der Mieter am
Empfang bestimmter nur so
empfangbarer Sender hat.(nicht
amtlicher Leitsatz)
§ 535 BGB Gesellschafterhaftung bei GbR 24. November MietPrax-AK § Leo, MietRB 2005,
für Mietschulden 2004 535 BGB Nr. 15 119
Zur Frage der Beschränkung der XII ZR 113/01 = NJW-RR
persönlichen Haftung eines GbR- 2005, 400 = GE
Gesellschafters auf das 2005, 297 = DB
Gesellschaftsvermögen im 2005, 441 =
Zusammenhang mit dem Abschluss eines ZMR 2005, 282
Mietvertrages über gewerbliche Räume = NZM 2005,
(im Anschluss an BGHZ 142, 315 = NJW 218 = MDR
1999, 3483). 2005, 460
§ 535 BGB Rechtsgeschäftlicher 16. Februar 2005 MietPrax-AK § Leo, MietRB 2005,
Mieterwechsel; XII ZR 162/01 535 BGB Nr. 16 175, 203; ders.,
= DWW 2005, NZM 2005, 688
Schadensminderungspflicht bei 151 = NZM
Kündigungsfolgeschaden 2005, 340 =
1. Zur Auslegung einer Klausel, die den MDR 2005, 618
Mieter berechtigt, die Rechte und = ZMR 2005,

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Pflichten aus einem langfristigen 433 = GE 2005,
Mietvertrag auf einen Nachmieter zu 607 = GuT 2005,
übertragen, und zu den sich daraus 115
ergebenden Voraussetzungen eines
Mietwechsels.
2. Zur Beweislast für eine Verletzung der
Pflicht des Vermieters, den
Kündigungsschaden (hier: Mietausfall)
abzuwenden oder zu mindern.
§ 535 BGB Anspruch auf Anbringung einer 2. März 2005 MietPrax-AK § Eisenschmid,
Parabolantenne VIII ZR 118/04 535 BGB Nr. 17 WuM 2005, 236;
Hat der ausländische Mieter die = DWW 2005, Pfeifer, WuM
Möglichkeit, durch Installation eines 104 = GE 2005, 2005, 512; Horst,
zusätzlichen Dekoders an einen 428 = WuM NJW 2005, 2654;
vorhandenen Kabelanschluss fünf 2005, 237 = Drasdo NJW
Heimatprogramme zu empfangen, NZM 2005, 335 Spezial 2005, 433
überwiegt das Interesse des Vermieters, = ZMR 2005,
die Fassade parabolantennenfrei zu halten 436 = NJW-RR
das Informationsinteresse des 2005, 596
Mieters.(nicht amtlicher Leitsatz)
§ 535 BGB Aufrechnung mit 16. März 2005 MietPrax-AK §
Honorarforderung als Architekt XII ZR 268/01 535 BGB Nr. 18
In der nach Ankündigung einer
zukünftigen Aufrechnung kann die
konkludente Erklärung der Aufrechnung
zu sehen sein.(nicht amtlicher
Leitsatz)
§ 535 BGB Mietvertragsabschluss bei 15. Juni 2005 MietPrax-AK § Leo, MietRB 2005,
Bezugnahme auf XII ZR 82/02 535 BGB Nr. 19 284
= NZM 2005,
Baubeschreibung 704 = ZMR
Zu den Anforderderungen an die 2005, 777 = GuT
Darlegungslast einer Mietvertragspartei, 2005, 206 =
die sich darauf beruft, eine im MDR 2005,
Mietvertrag in Bezug genommene 1398
Baubeschreibung habe der anderen
Mietvertragspartei vor Vertragsschluss
vorgelegen.
§ 535 BGB Eintritt Ehegatte in Mietvertrag 13. Juli 2005 MietPrax-AK § Lammel, WuM
Zum konkludenten Eintritt eines VIII ZR 255/04 535 BGB Nr. 20 2005, 644; Kurek,
Ehegatten als weiterer Mieter in den von = NJW 2005, MietRB 2006, 29
seinem Ehepartner und dem Vermieter 2620 = NZM
geschlossenen Mietvertrag. 2005, 659 =
WuM 2005, 570
= GE 2005, 1121
= ZMR 2005,
781 = MDR
2006, 84
§ 535 BGB Erhaltungsverpflichtung bei 20. Juli 2005 MietPrax-AK § Drasdo, NJW-
Vermietung einer VIII ZR 342/03 535 BGB Nr. 21 Spezial 2005, 533;
= NJW 2005, Kurek, MietRB
Eigentumswohnung; 3284 = NZM 2006, 58; Blank,
Unmöglichkeit und 2005, 820 = ZWE 2006, 38;
Überschreitung der Opfergrenze WuM 2005, 713 Schmid, GE 2006,
Wären die erforderlichen Aufwendungen = GE 2005, 1348 695; Hirsch, ZMR
für die Beseitigung eines Mangels einer = DWW 2005, 2007, 81
Wohnung im Bereich des 422 = ZMR
Gemeinschaftseigentums voraussichtlich 2005, 935 =
unverhältnismäßig hoch und würden sie MDR 2006, 199
die "Opfergrenze" für den Vermieter

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übersteigen, kann der Mieter vom
Vermieter nicht die Beseitigung des
Mangels verlangen. Grundsätzlich steht
dem Verlangen einer Mangelbeseitigung
jedoch nicht entgegen, daß der Vermieter
der Eigentumswohnung die Zustimmung
der anderen Wohnungseigentümer
herbeiführen muß.
§ 535 BGB Parabolantenne am Balkon 16. November MietPrax-AK § Schach, GE 2006,
Zum Anspruch des Mieters gegen den 2005 535 BGB Nr. 22 91; Drasdo, NJW-
Vermieter, die Anbringung einer VIII ZR 5/05 = WuM 2006, 28 Spezial 2006, 100;
Parabolantenne am Balkon der = GE 2006, 112 Eisenschmid,
Mietwohnung zu dulden. = NZM 2006, 98 BGHReport 2006,
= ZMR 2006, 282
195 = NJW
2006, 1062 =
MDR 2006, 741
§ 535 BGB Umfang einer 14. Dezember MietPrax-AK § Dickersbach,
Verlängerungsklausel 2005 535 BGB Nr. 23 MietRB 2006, 216;
Zur Anwendung des § 5 AGBG, wenn XII ZR 241/03 = NZM 2006, Jenisch, ZMR
unklar bleibt, ob eine automatische 137 = GE 2006, 2007, 77
Verlängerungsklausel erst nach Ausübung 182 = GuT 2006,
aller Verlängerungsoptionen des Mieters 68 = NJW-RR
oder auch schon zuvor Anwendung 2006, 337 =
findet. MDR 2006, 804
= BGHReport
2006, 412
§ 535 BGB Automatische 14. Dezember MietPrax-AK § Jenisch, ZMR
Vertragsverlängerung bei 2005 535 BGB Nr. 24 2007, 77
XII ZR 236/03 = GuT 2006, 70
unklarer Formularklausel = ZMR 2006,
Zur Anwendung des § 5 AGBG, wenn 266 = NZM
unklar bleibt, ob eine automatische 2006, 294 = ZfIR
Verlängerungsklausel erst nach Ausübung 2006, 639 = WM
aller Verlängerungsoptionen des Mieters 2006, 1117
oder auch schon zuvor Anwendung
findet.
§ 535 BGB Wirksamkeit des Service- 23. Februar 2006 MietPrax-AK § Drasdo, NJW-
Vertrages beim Betreuten III ZR 167/05 535 BGB Nr. 25 Spezial 2006, 290;
= WuM 2006, Zich, MietRB
Wohnen 204 = NZM 2006, 257
Die Bindung des Servicevertrages an den 2006, 290 =
Fortbestand des Mietvertrages im NJW 2006, 1276
Rahmen eines Betreuten Wohnens = MM 2006, 31
("Service-Wohnen") ist grundsätzlich = ZMR 2006,
nicht sittenwidrig. 443 = GuT 2006,
119 = MDR
2006, 1097 =
BGHReport
2006, 621
§ 535 BGB Verpflichtung zum Beitritt einer 12. Juli 2006 MietPrax-AK § Joachim, NJW
Werbegemeinschaft XII ZR 39/04 535 BGB Nr. 26 2006, 3058;
a) Die formularmäßige Verpflichtung des = NJW 2006, Straßberger,
Mieters in einem Einkaufszentrum, einer 3057 = GE 2006, MietRB 2007, 31;
Werbegemeinschaft in Form einer GbR 1163 = GuT Joachim, GuT
beizutreten, verstößt wegen des damit 2006, 224 = 2007, 3; Drasdo,
verbundenen Haftungsrisikos des Mieters NZM 2006, 775 NJW-Spezial 2007,
gegen § 307 Abs. 1 Satz 1 BGB. = ZMR 2006, 5
b) In einem Formularmietvertrag muss 849 = MDR
die Höhe der Beiträge, die der Mieter in 2007, 77
einem Einkaufszentrum an eine

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Werbegemeinschaft zu leisten hat, wegen
der nach § 307 Abs. 1 Satz 2 BGB
erforderlichen Transparenz bestimmbar
sein; mindestens muss eine Höchstgrenze
festgesetzt sein, damit der Mieter die auf
ihn zu kommenden Kosten kalkulieren
kann.
§ 535 BGB Anspruch auf Benutzung von 10. November MietPrax-AK § Flatow, NZM
Gemeinschaftsflächen 2006 535 BGB Nr. 27 2007, 432; Both,
Das Recht der Mieter von Wohn- oder V ZR 46/06 = GE 2006, 1611 jurisPR-MietR
Geschäftsräumen auf Mitbenutzung der = GuT 2006, 371 9/2007 Anm. 4;
Gemeinschaftsflächen eines Hauses steht = NZM 2007, 37 Beuermann, GE
dem Recht des Eigentümers entgegen, = WuM 2007, 29 2009, 1091;
einem Dritten die Ablage für die Mieter = ZMR 2007, Derleder, NJW
bestimmter Sendungen auf den 180 = NJW 2007, 812
Gemeinschaftsflächen zu verbieten, 2007, 146 =
soweit von den abgelegten Gegenständen MDR 2007, 453
keine Belästigung oder Gefährdung
ausgeht.
§ 535 BGB Betriebspflicht in 29. November MietPrax-AK §
Einkaufszentrum 2006 535 BGB Nr. 28
Für die Ermittlung des Umfangs einer XII ZR 121/04 = GuT 2007, 15
1994 vertraglich vereinbarten = ZMR 2007,
Betriebspflicht, die auf "gesetzliche 187
Bestimmungen" Bezug nimmt, kommt es
im Wesentlichen darauf an, ob die
Vereinbarung individual- oder
formularvertraglich getroffen
wurde.(nicht amtlicher Leitsatz)
§ 535 BGB Anbringung einer 17. April 2007 MietPrax-AK §
Parabolantenne VIII ZR 63/04 535 BGB Nr. 29
a) Die Verfügbarkeit eines = WuM 2007,
Kabelanschlusses rechtfertigt regelmäßig 380 = GE 2007,
die Versagung der Genehmigung einer 903 = ZMR
Parabolantenne. 2007, 676
b) Dies gilt auch für ständig in
Deutschland lebende Ausländer, wenn
diese ihr Informationsinteresse am
Empfang von Programmen ihrer
Heimatländer durch Bezug eines
zusätzlichen digitalen Kabelprogramms
befriedigen können.
c)Der Empfang von insgesamt sieben
Fernsehsendern aus dem Herkunftslandes
des Mieters reicht jedenfalls aus, um
dessen Informationsinteresse zu
befriedigen, auch wenn sich die
Programminhalte dreier dieser Sender
überschneiden sollten.(nicht amtlicher
Leitsatz)
§ 535 BGB Aufstellung einer mobilen 16. Mai 2007 MietPrax-AK § Kinne, GE 2007,
Parabolantenne VIII ZR 207/04 535 BGB Nr. 30 938; Drasdo, NJW-
Die Klausel = WuM 2007, Spezial 2007, 342;
"Ist die Wohnung an eine 381 = GE 2007, Hinz JR 2008, 154
Gemeinschaftsantenne oder an eine mit 982 = NZM
einem Breitbandkabelnetz verbundene 2007, 597 = JR
Verteilanlage angeschlossen, darf der 2008, 152
Mieter außerhalb seiner Wohnung keine

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eigene Antenne für Hörfunk oder
Fernsehen anbringen. (…)"
ist unwirksam, weil sie die grundrechtlich
erforderliche Abwägung im Einzelfall
ausschließt.(nicht amtlicher Leitsatz)
§ 535 BGB Zur Unwirksamkeit einer 16. Mai 2007 MietPrax-AK § Drasdo, NJW-
Ladenöffnungsklausel XII ZR 13/05 535 BGB Nr. 31 Spezial 2007, 388;
Zur Transparenz von Klauseln in AGB, = NJW 2007, Leo, MietRB 2007,
die die Öffnungszeiten von 2176 = NZM 260; Joachim,
Ladengeschäften in Einkaufszentren 2007, 516 = GuT NZM 2008, 316
regeln. 2007, 205 = GE
2007, 1117 =
MDR 2007,
1124 = ZMR
2007, 846
§ 535 BGB Mobile Parabolantenne und 10. Oktober 2007 MietPrax-AK § Drasdo, NJW-
Glaubensfreiheit VIII ZR 260/06 535 BGB Nr. 32 Spezial 2007, 593;
Verlangt der Vermieter von einem = WuM 2007, Schach, GE 2007,
ausländischen Mieter (hier: türkischer 678 = GE 2007, 1661;
Staatsbürger alevitischen Glaubens) einer 1688 = NZM Lützenkirchen,
mit einem Breitbandkabelanschluss 2008, 37 = NJW MietRB 2008, 1;
ausgestatteten Wohnung die Entfernung 2008, 216 = Eisenschmid,
einer auf dem Balkon der Wohnung ZMR 2008, 187 WuM 2008, 137
aufgestellten Parabolantenne, ist auch
dann eine fallbezogene Abwägung des
Eigentumsrechts des Vermieters (Art. 14
Abs. 1 Satz 1 GG) mit den grundrechtlich
geschützten Interessen des Mieters
erforderlich, wenn dieser sich nicht nur
auf sein Informationsrecht aus Art. 5 Abs.
1 Satz 1 Halbs. 2 GG, sondern auch auf
das Grundrecht der Glaubens- und
Religionsfreiheit (Art. 4 GG) beruft, weil
die im Breitbandkabelnetz angebotenen
türkischsprachigen Programme nicht über
Inhalte des alevitischen Glaubens
berichten.
§ 535 BGB Unwirksamkeit einer 14. November MietPrax-AK § Drasdo, NJW-
Tierhaltungsklausel 2007 535 BGB Nr. 33 Spezial 2008, 2;
1. .. VIII ZR 340/06 = GE 2008, 48 = Schach, GE 2008,
2. ... NJW 2008, 218 18/19; Schläger,
3. Die Klausel in einem formularmäßigen = DWW 2008, ZMR 2008, 114;
Wohnungsmietvertrag 13 = ZMR 2008, Zich, MietRB
"Jede Tierhaltung, insbesondere von 111 = NZM 2008, 131;
Hunden und Katzen, mit Ausnahme von 2008, 78 Hoffmann, MietRB
Ziervögeln und Zierfischen, bedarf der 2008, 149
Zustimmung des Vermieters."
hält der Inhaltskontrolle nach § 307 Abs.
1 BGB nicht stand.
4. Die Beantwortung der Frage, ob die
Haltung von Haustieren in dem Fall, dass
eine wirksame mietvertragliche Regelung
fehlt, zum vertragsgemäßen Gebrauch im
Sinne von § 535 Abs. 1 BGB gehört,
erfordert, soweit es sich nicht um
Kleintiere handelt, eine umfassende
Abwägung der Interessen des Vermieters
und des Mieters sowie der weiteren
Beteiligten. Diese Abwägung lässt sich
nicht allgemein, sondern nur im Einzelfall

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vornehmen, weil die dabei zu
berücksichtigenden Umstände so
individuell und vielgestaltig sind, dass
sich jede schematische Lösung verbietet.
§ 535 BGB Betriebspflicht in 7. Mai 2008 MietPrax-AK §
Einkaufszentrum XII ZR 5/06 535 BGB Nr. 34
a) Eine für eine Vielzahl von Fällen = GE 2008, 1049
vorformulierte Klausel wird nicht bereits = GuT 2008, 339
dadurch zu einer Individualregelung, dass
die Parteien über die Regelung reden.
Erforderlich ist vielmehr, dass der
Klauselsteller die von ihm vorgesehene
Klausel ernsthaft zur Disposition stellt.
b) Nach dem Transparenzgebot des § 307
Abs. 1 Satz 2 BGB sind Verwender
Allgemeiner Geschäftsbedingungen
entsprechend den Grundsätzen von Treu
und Glauben verpflichtet, Rechte und
Pflichten ihrer Vertragspartner möglichst
klar und durchschaubar darzustellen.
Abzustellen ist bei der Bewertung der
Transparenz auf die Erwartungen und
Erkenntnismöglichkeiten eines
durchschnittlichen Vertragspartners des
Verwenders im Zeitpunkt des
Vertragsschlusses.
c) Die Klausel "Das Geschäftslokal ist im
Rahmen der gesetzlichen Bestimmungen
über die Ladenschlusszeiten an allen
Verkaufstagen mindestens so lange offen
zu halten, wie die überwiegende Anzahl
aller Mieter ihre Geschäfte offen hält"
verstößt gegen das Transparenzgebot,
wenn der Vermieter auf Grund des
Mietvertrages den übrigen Mietern die
Öffnungszeiten vorschreiben darf.(nicht
amtlicher Leitsatz)
§ 535 BGB Keine Verpflichtung des 15. Oktober 2008 MietPrax-AK § Monschau, MietRB
Vermieters zur regelmäßigen VIII ZR 321/07 535 BGB Nr. 35 2009, 1; Drasdo,
= NJW 2009, NJW-Spezial 2009,
Generalinspektion der 143 = NZM 2; Eisenschmid,
Elektroleitungen und 2008, 927 = GE LMK 1/2009
Elektrogeräte in der 2008, 1555 = Anm.2; ders. WuM
Mietwohnung WuM 2008, 719 2009, 109;
Der Vermieter ist nicht verpflichtet, ohne = ZMR 2009, Schläger, ZMR
besonderen Anlass eine regelmäßige 345 2009, 347
Generalinspektion der Elektroleitungen
und Elektrogeräte in den Wohnungen
seiner Mieter vorzunehmen.
§ 535 BGB Verletzung der 22. Oktober 2008 MietPrax-AK § Eisenschmid,
mietvertraglichen XII ZR 148/06 535 BGB Nr. 36 jurisPR-MietR
= NJW 2009, 26/2008 Anm. 4;
Fürsorgepflicht 142 = NZM Schmid, ZfIR
Zur Darlegungs- und Beweislast für die 2009, 29 = GuT 2009, 68; Bieber,
Verletzung der mietvertraglichen 2008, 434 = MietRB 2009, 66
Fürsorgepflicht durch den Vermieter. MDR 2009, 74 =
ZfIR 2009, 66
§ 535 BGB Miete und Mehrwertsteuer 21. Januar 2009 MietPrax-AK § Drasdo, NJW-
a) Zur Auslegung der Vereinbarung einer XII ZR 79/07 535 BGB Nr. 37 Spezial 2009, 258;
Grundmiete von "monatlich x DM = NZM 2009, Bittner, MietRB

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zuzüglich der jeweils gültigen 237 = GuT 2009, 2009, 125;
Mehrwertsteuer, zur Zeit 15 %, = y DM" 22 = ZMR 2009, Ortmanns/Neuman
anhand der Vorstellungen der 436 = GE 2009, n, ZMR 2010, 91
Vertragsparteien bei der Festlegung des 840
Mietzinses, wenn der Vermieter nicht
wirksam zur Steuerpflicht optieren konnte
(Fortführung des Senatsurteils vom 28.
Juli 2004 - XII ZR 292/02 - NJW-RR
2004, 1452).
b) Zur Entscheidungserheblichkeit der
Behauptung des Vermieters, bei
Abschluss dieses Vertrages habe die
Mieterin ihre Bereitschaft erklärt, den
verlangten Gesamtpreis unabhängig
davon zu zahlen, ob sie selbst zum
Vorsteuerabzug berechtigt sei und welche
steuerlichen Gestaltungsmöglichkeiten
der Vermieter wahrnehmen könne oder
wolle.
§ 535 BGB Parabolantenne zum Empfang 16. September MietPrax-AK §
eines -nicht bestandskräftig- 2009 535 BGB Nr. 38
VIII ZR 67/08 = GE 2009, 1525
verbotenen kurdischen Senders = NJW 2010,
Ein kurdischer Mieter hat bei geringer 436 = WuM
optischer Beeinträchtigung einen 2010, 29 = NZM
Anspruch auf Anbringung einer 2010, 119 =
Parabolantenne zum Empfang eines ZMR 2010, 268
verbotenen kurdischen Senders. Dies gilt
zumindest bis die Verbotsverfügung
bestandskräftig ist.(nicht amtlicher
Leitsatz)
§ 535 BGB Ermittlung des geschuldeten 23. September MietPrax-AK § Eisenschmid,
Zustands 2009 535 BGB Nr. 39 jurisPR-MietR
a) Mietvertragliche Abreden zur VIII ZR 300/08 = GE 2009, 1426 24/2009 Anm. 1;
Beschaffenheit der Mietsache können = WuM 2009, Lehmann-Richter,
auch konkludent in der Weise getroffen 659 = NZM MietRB 2009, 345
werden, dass der Mieter dem Vermieter 2009, 855 =
bestimmte Anforderungen an die NJW 2010, 1133
Mietsache zur Kenntnis bringt und dieser
zustimmt. Eine einseitig gebliebene
Vorstellung des Mieters genügt dafür
jedoch selbst dann noch nicht, wenn sie
dem Vermieter bekannt ist. Erforderlich
ist vielmehr, dass der Vermieter darauf in
irgendeiner Form zustimmend reagiert.
b) Ein Mieter kann nicht ohne Weiteres
erwarten, dass der Vermieter
Veränderungen am Gebäude, die durch
die Nutzungsbedürfnisse anderer Mieter
erforderlich werden, unterlässt, wenn dies
zwar zu einer Steigerung der
Geräuschimmissionen führt, die
Belastung aber auch nach der
Veränderung noch den technischen
Normen genügt, deren Einhaltung der
Vermieter schuldet.
§ 535 BGB Kein Anspruch auf Erteilung 30. September MietPrax-AK § Dittert, jurisPR-
einer 2009 535 BGB Nr. 40 MietR 25/2009
VIII ZR 238/08 = WuM 2009, Anm. 5; Schach,
Mietschuldenfreiheitsbescheinig 647 = NZM GE 2009, 1463;
ung 2009, 853 = GE Lützenkirchen,

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a) Das Rechtsschutzbedürfnis für eine 2009, 1485 = MietRB 2010, 3;
Leistungsklage ergibt sich regelmäßig NJW 2010, 1135 Rolfs/Schlüter,
schon aus der Nichterfüllung des LMK 1/2010,
behaupteten materiellen Anspruchs, Anm. 2; Drasdo,
dessen Existenz für die Prüfung des NJW-Spezial 2010,
Interesses an seiner gerichtlichen 34
Durchsetzung zu unterstellen ist
(Anschluss an BGH, Urteil vom 4. März
1993 - I ZR 65/91, WM 1993, 1248).
b) Eine Verkehrssitte als eine die
beteiligten Verkehrskreise untereinander
verpflichtende Regel verlangt, dass sie
auf einer gleichmäßigen, einheitlichen
und freiwilligen tatsächlichen Übung
beruht, die sich innerhalb eines
angemessenen Zeitraums für
vergleichbare Geschäftsvorfälle gebildet
hat und der eine einheitliche Auffassung
sämtlicher an dem betreffenden
Geschäftsverkehr beteiligten Kreise zu
Grunde liegt. Dazu genügt es nicht, dass
eine bestimmte Übung nur von einem
bestimmten, wenn auch quantitativ
bedeutsamen Teil der beteiligten
Verkehrskreise gepflogen wird; sie muss
sich vielmehr innerhalb aller beteiligten
Kreise als einheitliche Auffassung
durchgesetzt haben.
c) Ein Vermieter ist nicht verpflichtet,
seinem bisherigen Mieter bei Beendigung
des Mietverhältnisses über die Erteilung
einer Quittung über die vom Mieter
empfangenen Mietzahlungen hinaus eine
Mietschuldenfreiheitsbescheinigung zu
erteilen.
§ 535 BGB Keine Verjährung des 17. Februar 2010 MietPrax-AK § Schlimme, jurisPR-
Mangelbeseitigungsanspruchs VIII ZR 104/09 535 BGB Nr. 41 MietR 9/2010
Der Anspruch des Mieters auf = GE 2010, 479 Anm. 2; Dötsch,
Mangelbeseitigung ist während der = NZM 2010, MietRB 2010, 129;
Mietzeit unverjährbar. 235 = WuM Drasdo, NJW-
2010, 238 = Spezial 2010, 321;
NJW 2010, 1292 Rave, ZMR 2010,
= ZMR 2010, 521; Schmid, WuM
520 = DWW 2010, 655
2010, 220
§ 535 BGB Auslegung eines Mietvertrags 2. Juni 2010 MietPrax-AK §
hinsichtlich der Person des XII ZR 110/08 535 BGB Nr. 42
= GE 2010, 973
Vermieters = GuT 2010, 231
Zur interessengerechten Auslegung eines = NZM 2010,
Mietvertrages bei der Feststellung, wer 704 = ZMR
den Vertrag auf Vermieterseite 2010, 844
abgeschlossen hat.
§ 535 BGB Kein Anspruch auf Vermietung 31. August 2010 MietPrax-AK §
einer Garage VIII ZR 268/09 535 BGB Nr. 43
Ein Wohnraummietvertrag begründet = WuM 2010,
keine (Neben-)Pflicht des Vermieters, 678 = GE 2010,
seinem Mieter zusätzlich zu der 1614
Gebrauchsüberlassung der angemieteten
Räume auch einen Garagenstellplatz zur

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Verfügung zu stellen.(nicht
amtlicher
Leitsatz)
§ 535 BGB Keine Parabolantenne für HD 21. September MietPrax-AK §
Fernsehen 2010 535 BGB Nr. 44
Dem durch Art. 5 Abs. 1 Satz 1 HS 2 GG VIII ZR 275/09 = WuM 2010,
grundrechtlich geschützten 737 = GE 2010,
Informationsbedürfnis des Mieters ist in 1681 = DWW
der Regel hinreichend Rechnung getragen 2011, 56
wird, wenn der Vermieter einen
Breitbandkabelanschluss bereitstellt, der
den Empfang von Programmen in
genügender Zahl und Qualität
gewährleistet. Auch der Wunsch des
Mieters Fernsehen in HD-Qualität zu
empfangen rechtfertigt keine anderes
Ergebnis.(nicht amtlicher Leitsatz)
§ 535 BGB Einordnung als Mietvertrag 15. September MietPrax-AK § Drasdo, NJW-
Überlässt der eine von zwei 2010 535 BGB Nr. 45 Spezial 2011, 2
Erbbauberechtigten eines mit einem VIII ZR 16/10 = MDR 2010,
Mehrfamilienhaus bebauten Grundstücks 1306 = WuM
dem anderen Erbbauberechtigten eine der 2010, 711 =
Wohnungen gegen Entgelt, handelt es NZM 2010, 898
sich regelmäßig um einen Mietvertrag (im = ZMR 2011,
Anschluss an BGH, Urteil vom 8. Januar 109
1969 - VIII ZR 184/66, WM 1969, 298).
§ 535 BGB Instandhaltungsverpflichtung 1. Juni 2011 MietPrax-AK §
hinsichtlich Kohleöfen VIII ZR 310/10 535 BGB Nr. 46
Der Vermieter ist im Rahmen seiner = GE 2011, 1013
Instandhaltung- und = ZMR 2011,
Verkehrssicherungspflicht nicht gehalten, 938
ordnungsgemäß installierte Öfen in der
Wohnung des Mieters ohne besonderen
Anlass einer regelmäßigen Kontrolle,
etwa im Hinblick auf die
Funktionsfähigkeit und Dichtigkeit der
Wandanschlüsse, zu unterziehen.(nicht
amtlicher Leitsatz)
§ 535 BGB Beweislast für Vermieterleistung 17. August 2011 MietPrax-AK §
Der Mieter muss, wenn er VIII ZR 96/11 535 BGB Nr. 47
Instandhaltungsansprüche geltend macht, = WuM 2011,
beweisen, dass ein Zubehörteil 618
vermieterseits zur Verfügung gestellt
wurde.(nicht amtlicher Leitsatz)
§ 535 BGB Kein Anspruch auf Erlaubnis 14. September MietPrax-AK § Horst, MietRB
zur Mietermodernisierung 2011 535 BGB Nr. 48 2012, 6; Schach,
Zur Frage, ob sich ein Vermieter VIII ZR 10/11 = WuM 2011, GE 2012, 18;
rechtsmissbräuchlich verhält, wenn er 671 = GE 2012, Drasdo, NJW-
dem Mieter seiner Wohnung den Einbau 57 = DWW Spezial 2012, 65;
einer modernen Heizungsanlage nicht 2012, 52 = ZMR Schläger, ZMR
gestattet. 2012, 174 2012, 266
§ 535 BGB Umfang eines vertraglich 11. Januar 2012 MietPrax-AK § Drasdo, NJW-
vereinbarten XII ZR 40/10 535 BGB Nr. 49 Spezial 2012, 195;
= GE 2012, 329 Bittner, MietRB
Konkurrenzschutzes = NJW 2012, 2012, 100;
Zu den Voraussetzungen einer 844 = NZM Eisenschmid,
ergänzenden Vertragsauslegung bei einer 2012, 196 = GuT jurisPR-MietR
mietvertraglich vereinbarten 2012, 30 = ZMR 8/2012, Anm 3;
Konkurrenzschutzklausel. 2012, 348

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Oprée/Reinhard,
NZM 2013, 16
§ 535 BGB Vertragsaufhebung durch neuen 21. Februar 2012 MietPrax-AK §
Mietvertrag mit Nachmieter VIII ZR 117/11 535 BGB Nr. 50
Die Frage, ob und unter welchen = GuT 2012, 124
Umständen mit dem Abschluss eines = GE 2012, 893
Mietvertrags mit einem vom Mieter = WuM 2012,
gestellten Nachmieter die Aufhebung des 371
bisherigen Mietvertrags verbunden ist,
hängt von den Umständen des jeweiligen
Einzelfalls ab und entzieht sich einer
allgemeinen Betrachtung.(nicht
amtlicher Leitsatz)
§ 535 BGB Abgrenzung zwischen Änderung 21. November MietPrax-AK § Schach, GE 2013,
oder Neuabschluss eines 2012 535 BGB Nr. 51 99
VIII ZR 50/12 = GE 2013, 113
Mietvertrages = GuT-W 2012,
Bei der Auslegung eine Vereinbarung, 7 = WuM 2013,
wonach der Mieter in eine andere 165
Wohnung umziehen soll ist bei der
Feststellung des Willens der Parteien, das
alte Schuldverhältnis aufzuheben und
durch ein neu begründetes
Rechtsverhältnis zu ersetzen, große
Vorsicht geboten. Es kann nur
ausnahmsweise von einer Novation
ausgegangen werden, sofern die Parteien
einen solchen Willen unzweifelhaft zum
Ausdruck bringen Im Zweifel ist daher
nur von einer Vertragsänderung
auszugehen.(nicht amtlicher
Leitsatz)
§ 535 BGB Kein Regressverzicht des 12. Dezember MietPrax-AK § Dötsch, MietRB
Betriebsversicherers 2012 535 BGB Nr. 52 2013, 71; Drasdo,
a) Zur Haftung des Vermieters von XII ZR 6/12 = GE 2013, 209 NJW-Spezial 2013,
Geschäftsräumen für Schäden des = GuT 2012, 481 163
Mieters, die diesem auf Grund der = NZM 2013,
Verletzung einer mietvertraglichen 191
Fürsorgepflicht durch einen von dem
Vermieter mit Bauarbeiten in dem
Mietobjekt beauftragten Handwerker
entstehen.
b) Der Geschäftsversicherungsvertrag des
Mieters, durch den er seine
Geschäftseinrichtung und seinen
Betriebsunterbrechungsschaden u.a.
gegen Feuer versichert, kann nicht
zugunsten des Vermieters, der einen
Schaden an den versicherten
Gegenständen durch leichte
Fahrlässigkeit verursacht hat, ergänzend
dahin ausgelegt werden, dass der
Versicherer auf einen Regress gegen den
Vermieter verzichtet.
§ 535 BGB Formularvertragliche 22. Januar 2013 MietPrax-AK § Eisenschmid,
Tierhaltungsklausel im freiem VIII ZR 329/11 535 BGB Nr. 53 jurisPR-MietR
= WuM 2013, 7/2013 Anm. 2;
Ermessen des Vermieters 152 = NZM Scheuer, MietRB
Eine ca. 95 qm große Wohnung 2013, 265 = 2013, 231
bestehend aus drei Zimmern, einer GuT-W 2013, 5
Abstellkammer, einer Küche, einer Diele,

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einem WC mit Bad und einem Balkon ist = ZMR 2013,
für artgerechte Haltung eines Bearded 425
Collie nicht ungeeignet.(nicht
amtlicher Leitsatz)
§ 535 BGB Formularvertragliche 25. September MietPrax-AK § Apitz, WuM 2013,
Tierhaltungsklausel im freiem 2012 535 BGB Nr. 53 127
VIII ZR 329/11 = WuM 2013,
Ermessen des Vermieters 220 = GuT-W
Stellt die Tierhaltungsklausel die 2013, 5 = NZM
Genehmigung des Vermieters in dessen 2013, 380
freies Ermessen, dessen Ausübung an
keine überprüfbaren
Beurteilungsvoraussetzungen gebunden
ist, führt dies zur Unwirksamkeit des
formularvertraglichen
Tierhaltungsverbots insgesamt.(nicht
amtlicher Leitsatz)
§ 535 BGB Generelles Tierhaltungsverbot 20. März 2013 MietPrax-AK § Schach, jurisPR-
Eine Allgemeine Geschäftsbedingung in VIII ZR 168/12 535 BGB Nr. 54 MietR 10/2013
einem Mietvertrag über Wohnräume, die = DWW 2013, Anm. 2; Scheuer,
den Mieter verpflichtet, "keine Hunde 134 = NJW MietRB 2013, 166;
und Katzen zu halten" ist wegen 2013, 1526 = Boos, LMK 2013,
unangemes-sener Benachteiligung des WuM 2013, 295 346874; Drasdo,
Mieters unwirksam. = GE 2013, 678 NJW-Spezial 2013,
= NZM 2013, 354; Blank, WuM
378 = MDR 2013, 416
2013, 580 =
ZMR 2013, 618
= GuT-W 2013,
54
§ 535 BGB Getrennte Mietverträge über 9. April 2013 MietPrax-AK § Blümmel, GE
Wohnung und Garage VIII ZR 245/12 535 BGB Nr. 55 2013, 913
a) Es spricht bei einem schriftlichen = WuM 2013,
Wohnungsmietvertrag und einem separat 421 = GE 2013,
abgeschlossenen Mietvertrag über eine 941
Garage eine tatsächliche Vermutung für
die rechtliche Selbständigkeit der beiden
Vereinbarungen.
b) Es bedarf dann der Widerlegung der
Vermutung durch besondere Umstände,
welche die Annahme rechtfertigen, dass
die Mietverhältnisse über die Wohnung
und die Garage nach dem Willen der
Beteiligten eine rechtliche Einheit bilden
sollen.
c) Die Vereinbarung unterschiedlicher
Kündigungsfristen in beiden Verträgen
spricht für die Absicht, getrennte
Verträge abschließen zu wollen.(nicht
amtlicher Leitsatz)
§ 535 BGB Parabolantenne und Qualität 14. Mai 2013 MietPrax-AK § Eisenschmid,
des Kabelangebots VIII ZR 268/12 535 BGB Nr. 56 jurisPR-MietR
Für die Frage, ob einem ausländischen = GE 2013, 999 22/2013 Anm. 1;
Mieter in einer Wohnung mit = WuM 2013, Hogenschurz,
Breitbandkabelanschluss ein Anspruch 476 = GuT-W ZMR 2013, 868;
auf Anbringung einer Parabolantenne 2013, 52 = NZM Bittner, MietRB
zusteht kommt es nicht darauf an, ob dem 2013, 647 = 2013, 350; Schmid,
Mieter eine bestimmte Anzahl von ZMR 2013, 867 ZMR 2014, 106
Sendern mit muttersprachlichem
Programmangebot zur Verfügung steht.

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Für das gegen das Eigentumsrecht des
Vermieters aus Art. 14 Abs. 1 Satz 1 GG
abzuwägende Informationsrecht des
Mieters aus Art. 5 Abs. 1 Satz 1 HS 2 GG
kommt es nicht auf die Quantität, sondern
auf die inhaltliche Ausrichtung der über
den Kabelanschluss zu empfangenden
Sender an. Die qualitative Bandbreite des
muttersprachlichen Informationsangebots
hängt nicht von der Anzahl der
betreffenden Sender ab, sondern kann
auch von nur wenigen Sendern
gewährleistet sein.(nicht amtlicher
Leitsatz)
§ 535 BGB Getrennte Mietverträge über 4. Juni 2013 MietPrax-AK §
Wohnung und Garage VIII ZR 422/12 535 BGB Nr. 57
Sind über die Vermietung der Wohnung = WuM 2013,
und eines auf demselben Grundstück wie 536 = NZM
die Wohnung belegenen Stellplatz 2013, 726 =
separate Vertragsurkunde erstellt worden ZMR 2014, 108
und wurden für den Vertrag über die
Wohnung und den über den Stellplatz
unterschiedliche Kündigungsfristen
vereinbart, so handelt es sich um
getrennte Mietverhältnisse, die auch
isoliert gekündigt werden können.(nicht
amtlicher Leitsatz)
§ 535 BGB Getrennte Mietverträge über 3. September MietPrax-AK §
Wohnung und Garage 2013 535 BGB Nr. 58
Bei einem schriftlichen VIII ZR 165/13 = GE 2013, 1454
Wohnungsmietvertrag und einem
gesondert abgeschlossenen Mietvertrag
über den Stellplatz handelt es sich um
zwei rechtlich selbständige
Vereinbarungen, auch wenn sich die
Wohnung und der Stellplatz auf
demselben Grundstück befinden, wenn im
Stellplatzmietvertrag eine
Kündigungsfrist von einem Monat
vereinbart wurde.(nicht amtlicher
Leitsatz)
§ 535 BGB Getrennte Mietverträge über 8. Oktober 2013 MietPrax-AK §
Wohnung und Stellplatz VIII ZR 254/13 535 BGB Nr. 59
Bei einem schriftlichen = GE 2013, 1650
Wohnungsmietvertrag und einem separat
abgeschlossenen Mietvertrag über einen
Stellplatz spricht eine tatsächliche
Vermutung für die rechtliche
Selbständigkeit der beiden
Vereinbarungen.(nicht amtlicher
Leitsatz)
§ 535 BGB Abgrenzung Miet- zum 26. September MietPrax-AK §
Heimvertrag 2013 535 BGB Nr. 60
1. Ob ein Heimvertrag oder ein IX ZR 3/13 = GE 2014, 250
Mietvertrag vorliegt richtet sich nach dem = NJW 2014,
Verhältnis der Betreuungspauschale zur 389 = NZM
Höhe der Miete. 2014, 74 = MDR
2014, 183

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2. Eine nicht mehr untergeordnete
Bedeutung der Betreuungsleistung liegt
vor, wenn die Betreuungspauschale für
den Grundservice erheblich über 20 v.H.
der Miete einschließlich Betriebskosten
liegt.(nicht amtlicher Leitsatz)
§ 535 BGB Getrennte Mietverträge über 11. März 2014 MietPrax-AK §
Wohnung und Garage VIII ZR 374/13 535 BGB Nr. 61
Bei einem schriftlichen
Wohnungsmietvertrag und einem separat
abgeschlossenen Mietvertrag über eine
Garage eine tatsächliche Vermutung für
die rechtliche Selbständigkeit der beiden
Vereinbarungen. Es bedarf dann der
Widerlegung der Vermutung durch
besondere Umstände, welche die
Annahme rechtfertigen, dass die
Mietverhältnisse über die
Wohnung und die Garage nach dem
Willen der Beteiligten eine rechtliche
Einheit bilden sollen.(nicht amtlicher
Leitsatz)
§ 535 BGB Einordnung eines 9. Juli 2014 MietPrax-AK § Börstinghaus,
Mischmietverhältnisses VIII ZR 376/13 535 BGB Nr. 62 LMK 2014,
1. Ein einheitliches Mietverhältnis über = BGHZ 202, 39 361205; Schmid,
Wohnräume und Geschäftsräume ist = MDR 2014, MietRB 2014, 285;
zwingend entweder als 1017 = DWW Drasdo, NJW-
Wohnraummietverhältnis oder als 2014, 254 = Spezial 2014, 610;
Mietverhältnis über andere Räume zu WuM 2014, 539 Mummelhoff,
bewerten. Für die rechtliche Einordnung = GE 2014, 1129 jurisPR-MietR
ist entscheidend, welche Nutzungsart = NZM 2014, 22/2014 Anm. 1;
nach den getroffenen Vereinbarungen 626 = NJW Grützmacher, ZMR
überwiegt (insoweit Bestätigung von 2014, 2864 = 2014, 953; Hinz,
BGH, Urteil vom 16. April 1986, VIII ZR ZMR 2014, 871 JR 2016, 252
60/85, NJW-RR 1986, 877). Dabei ist
maßgebend auf die Umstände des
Einzelfalls abzustellen, wobei der
Tatrichter beim Fehlen ausdrücklicher
Abreden auf Indizien zurückgreifen kann.
2. Der Umstand, dass die Vermietung
nicht nur zu Wohnzwecken, sondern auch
zur Ausübung einer
gewerblichen/freiberuflichen Tätigkeit
vorgenommen wird, durch die der Mieter
seinen Lebensunterhalt bestreitet, lässt
keine tragfähigen Rückschlüsse auf einen
im Bereich der Geschäftsraummiete
liegenden Vertragsschwerpunkt zu
(insoweit Aufgabe von BGH, Urteil vom
16. April 1986, VIII ZR 60/85, NJW-RR
1986, 877).
3. Lässt sich bei der gebotenen
Einzelfallprüfung ein Überwiegen der
gewerblichen Nutzung nicht feststellen,
ist im Hinblick auf das Schutzbedürfnis
des Mieters von der Geltung der
Vorschriften der Wohnraummiete
auszugehen (insoweit Fortführung von
BGH, Urteil vom 16. April 1986, VIII ZR
60/85, NJW-RR 1986, 877).

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§ 535 BGB Regressverzicht bei einfacher 19. November MietPrax-AK § Börstinghaus,
Fahrlässigkeit 2014 535 BGB Nr. 63 jurisPR-
1. Hat der Vermieter eine VIII ZR 191/13 = DWW 2015, BGHZivilR 2/2015
Wohngebäudeversicherung 13 = WuM 2015, Anm. 2; Burbulla,
abgeschlossen, deren Kosten vom Mieter 88 = GE 2015, MietRB 2015, 36;
getragen werden, und verursacht der 181 = NJW Wietz/Streyl, WuM
Mieter leicht fahrlässig einen von dieser 2015, 699 = 2015, 131; Drasdo,
Versicherung umfassten Wohnungsbrand, NZM 2015, 245 NJW-Spezial 2015,
so trifft den Vermieter in der Regel die = ZMR 2015, 162; Eisenschmid,
mietvertragliche Pflicht, wegen des 112 LMK 2015,
Brandschadens nicht den Mieter, sondern 367254; Schmid,
die Versicherung in Anspruch zu nehmen. ZMR 2015, 116;
Zudem hat der Vermieter in einem Hinz, JR 2016, 329
solchen Fall aufgrund seiner Pflicht zur
Erhaltung der Mietsache in einem zum
vertragsgemäßen Gebrauch geeigneten
Zustand (§ 535 Abs. 1 Satz 2 BGB) den
Brandschaden grundsätzlich auch dann zu
beseitigen, wenn er von einer
Inanspruchnahme der
Wohngebäudeversicherung absieht
(Bestätigung und Fortführung von BGH,
Urteile vom 3. November 2004, VIII ZR
28/04, NJW-RR 2005, 381 unter II 3;
vom 10. November 2006, V ZR 62/06,
NJW 2007, 292 Rn. 7; BGH, Beschluss
vom 21. Januar 2014, VIII ZR 48/13, GE
2014, 661 Rn. 5).
2. Zur Frage des erledigenden Ereignisses
bei der Beseitigung eines Mangels der
Mietsache zur Abwendung der
Zwangsvollstreckung aus einem vorläufig
vollstreckbaren Urteil (Anschluss an und
Fortführung von BGH, Urteil vom 8. Mai
1985, IVa ZR 138/83, BGHZ 94, 268,
274 [zur Auskunftserteilung]).
§ 535 BGB Abgrenzung Miet- und 26. November MietPrax-AK § Schmid, MietRB
Leasingvertrag 2014 535 BGB Nr. 64 2015, 80
a) Zur Abgrenzung zwischen einem XII ZR 120/13 = NZM 2015,
Mietvertrag über Geschäftsräume und 251 = ZfIR 2015,
einem Immobilienleasingvertrag. 285
b) In einem Immobilienleasingvertrag
wird der Leasingnehmer durch eine in
vorformulierten Vertragsbedingungen
enthaltene Regelung, mit der ihm die
Instandhaltungspflicht für das von ihm
genutzte Gebäude übertragen wird, nicht
unangemessen benachteiligt.
§ 535 BGB Parteibezeichnung auf 29. Januar 2015 MietPrax-AK § Wichert, MietRB
Vermieterseite IX ZR 279/13 535 BGB Nr. 65 2015, 140 und 182;
1. Nach Wegfall des = BGHZ 204, 83 Wessels, jurisPR-
Eigenkapitalersatzrechts besteht kein = NZM 2015, BGHZivilR
Anspruch des Insolvenzverwalters auf 337 = NJW 10/2015 Anm. 4;
unentgeltliche Nutzung von 2015, 1109 = Merten, jurisPR-
Betriebsanlagen, die der Gesellschafter ZInsO 2015, 559 HaGesR 6/2016
seiner Gesellschaft vermietet hat. = DB 2015, 796 Anm. 4; Wilhelm,
2. Eine Aussonderungssperre kann in der = NZI 2015, 331 BB 2015, 1172;
Insolvenz einer Gesellschaft auch Lind, DB 2015,
gegenüber einem mittelbaren 1033
Gesellschafter geltend gemacht werden.

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Das hierfür zu entrichtende
Nutzungsentgelt bemisst sich nach dem
Durchschnitt des im letzten Jahr vor
Stellung des Insolvenzantrages
anfechtungsfrei tatsächlich Geleisteten.
Eine Aussonderungssperre scheidet aus,
wenn der Überlassungsvertrag fortwirkt
und der Gesellschafter gegenüber dem
Insolvenzverwalter keine Aussonderung
verlangen kann.
3. Die Zahlung eines Nutzungsentgelts
kann gegenüber dem Gesellschafter nicht
als Befriedigung eines Darlehens, sondern
nur als Befriedigung einer
darlehensgleichen Forderung angefochten
werden.
4. Weist der Vermieter bei einem nach
Verfahrenseröffnung beendeten
Mietverhältnis die Rücknahme der
Mietsache wegen eines ungeräumten oder
vertragswidrigen Zustands zurück,
besteht kein Entschädigungsanspruch
gegen den Insolvenzverwalter wegen
Vorenthaltung der Mietsache, wenn
dieser nach Verfahrenseröffnung keine
Veränderungen an der Mietsache
vorgenommen hat.
5. Ein Mietvertrag, der die Nutzung
unbeweglicher und beweglicher
Gegenstände umfasst, dauert nach
Insolvenzeröffnung fort, wenn die
Vermietung unbeweglicher Gegenstände
den Schwerpunkt des Vertrages bildet.
6. Weist ein schriftlicher Mietvertrag die
beiden Eigentümer eines Grundstücks als
Vermieter aus, kommt der Vertrag mit
einer von den Eigentümern gebildeten
Gesellschaft bürgerlichen Rechts als
Vermieterin zustande, wenn dies dem
wirklichen Willen aller am
Vertragsschluss auf Vermieter- und
Mieterseite Vertretungsberechtigten
entspricht (falsa demonstratio).
§ 535 BGB Rechtsfolge einer fehlenden 18. Februar 2015 MietPrax-AK §
Mietpreisabrede XII ZR 85/14 535 BGB Nr. 66
Kann der Vermieter keine bestimmte = ZMR 2015,
Mietpreisabrede beweisen, so folgt daraus 379
kein einseitiges
Leistungsbestimmungsrecht des
Vermieters sondern geschuldet wird dann
die angemessene oder ortsübliche
Miete.(nicht amtlicher Leitsatz)
§ 535 BGB Beitritt zu einer 28. April 2016 MietPrax-AK §
Werbegemeinschaft XII ZR 147/14 535 BGB Nr. 67
Ist der Beitritt eines Mieters zu einer
Werbegemeinschaft unwirksam schuldet
dieser die Werbebeiträge nach den
Grundsätzen der fehlerhaften
Gesellschaft.(nicht amtlicher
Leitsatz)

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§ 535 BGB Beitritt zu einer 13. April 2016 MietPrax-AK § Lehmann-Richter,
Werbegemeinschaft XII ZR 146/14 535 BGB Nr. 68 MietRB 2016, 196;
1. Die formularmäßige Verpflichtung des = NZM 2016, Burbulla, NZM
Mieters in einem Einkaufszentrum, einer 520 = ZMR 2016, 522; Drasdo
bestehenden Werbegemeinschaft in Form 2016, 527 = NJW-Spezial 2016,
eines eingetragenen Vereins beizutreten, NJW 2016, 2489 482
verstößt weder gegen § 305c Abs. 1 BGB = GE 2016, 1081
noch gegen § 307 Abs. 1 Satz 1 BGB. = MDR 2016,
2. Ist in der Vereinssatzung der 1196
Werbegemeinschaft die Höhe der
monatlich vom Mieter zu zahlenden
Beiträge konkret beziffert, bedarf es im
Hinblick auf das Transparenzgebot des §
307 Abs. 1 Satz 2 BGB im Mietvertrag
und in der Satzung keiner weiteren
Festsetzung einer Höchstgrenze der
Beiträge (Abgrenzung zu Senatsurteil
vom 12. Juli 200, XII ZR 39/04, NJW
2006, 3057).
§ 535 BGB Erlöschen des Mietvertrages 27. April 2016 MietPrax-AK § Drasdo, NJW-
durch Konfusion VIII ZR 323/14 535 BGB Nr. 69 Spezial 2016, 482;
1. Ein Mietverhältnis kann nicht wirksam = WuM 2016, Buchinger/Kirschn
entstehen, wenn auf Gebrauchsnutzerseite 341 = GE 2016, er, ZfIR 2017, 377
eine Person beteiligt ist, die zugleich 849 = MDR
Vermieterstellung einnimmt, und es 2016, 818 =
erlischt durch Konfusion, wenn der NZM 2016, 467
Mieter nachträglich das mit dem Recht = NJW-RR
zur Gebrauchsnutzung verbundene 2016, 784 =
Eigentum an der Mietsache erwirbt. ZMR 2016, 771
2. Eine vom Vermieter gemäß § 535 Abs.
1 Satz 2 BGB vorzunehmende
Gebrauchsüberlassung erfordert in Fällen,
in denen - wie bei der Raummiete - der
Gebrauch der Mietsache notwendig deren
Besitz voraussetzt, über die
Gestattung/Duldung eines (Mit-
)Gebrauchs oder die bloße Einräumung
der Möglichkeit zum (Mit-)Gebrauch
hinaus die Verschaffung des ungestörten
alleinigen Besitzes an den Mieter, damit
dieser die Mietsache ausschließlich, und
zwar auch unter Ausschluss des
Vermieters, benutzen kann.
3. Einem Mieter, der seine in
Wohnungseigentum umgewandelte
Mietwohnung durch Ausübung des
Vorkaufsrechts (§ 577 BGB) erwirbt,
wird dadurch unter Ersetzung der
bisherigen mietvertraglichen
Nutzungsrechte eine nunmehr dem Inhalt
des Kaufvertrags entsprechende
Rechtsposition verschafft. Demgemäß
kann sich der Wohnungserwerber
gegenüber den anderen
Wohnungseigentümern grundsätzlich
nicht auf fortbestehende
Nutzungsbefugnisse aus dem erloschenen
Mietverhältnis berufen, die mit der
Teilungserklärung und der
Gemeinschaftsordnung nicht in Deckung
zu bringen sind.

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§ 535 BGB Fehlerhafter Beitritt zu einer 11. Mai 2016 MietPrax-AK § Burbulla, MietRB
Werbegemeinschaft XII ZR 147/14 535 BGB Nr. 70 2016, 221; Drasdo,
Ist der Beitritt eines Mieters von = MDR 2016, NJW-Spezial 2016,
gewerblich genutzten Räumen in einem 759 = NJW 515;
Einkaufszentrum zu einer in der 2016, 2492 = GE Rubner/Leuering,
Rechtsform einer Gesellschaft 2016, 1084 NJW-Spezial 2016,
bürgerlichen Rechts geführten 400
Werbegemeinschaft unwirksam, so finden
die Grundsätze über den fehlerhaften
Beitritt zu einer Gesellschaft Anwendung.
§ 535 BGB Kein Regressverzicht in der 26. Oktober 2016 MietPrax-AK §
Gebäudeversicherung bei grob IV ZR 52/14 535 BGB Nr. 71
= VersR 2017,
fahrlässiger 36 = NJW-RR
Schadensverursachung durch 2017, 22 = NZM
Mieter 2017, 29 = GE
1. Bei Abschluss des 2017, 290 =
Gebäudeversicherungsvertrags ist nach ZMR 2017, 555
ergänzender Vertragsauslegung ein
Regressverzicht des Gebäudeversicherers
zugunsten der Mieter des versicherten
Gebäudes nur für die Fälle der
Schadensherbeiführung durch einfache
Fahrlässigkeit beschränkt und eröffnet
dem Gebäudeversicherer nur in diesem
Fall einen direkten Rückgriff auf den
Haftpflichtversicherer des Mieters analog
dem Innenausgleich der Versicherer bei
einer Mehrfachversicherung.
2. Diese ergänzende Vertragsauslegung
ist auch nicht im Hinblick auf das neue
VVG und dessen Abkehr vom „Alles-
oder-nichts-Prinzip“ auf Fälle der grob
fahrlässigen Herbeiführung des Schadens
zu erstrecken.(nicht amtlicher
Leitsatz)
§ 535 BGB Unentgeltliches Wohnen kein 20. September MietPrax-AK § Börstinghaus,
Mietverhältnis 2017 535 BGB Nr. 72 jurisPR-
Zur Abgrenzung eines Mietvertrags von VIII ZR 279/16 = WuM 2017, BGHZivilR
anderen 630 = NZM 22/2017 Anm. 2;
Gebrauchsüberlassungsverhältnissen bei 2017, 729 = GE Mettler, MietRB
Wohnräumen (Fortführung des 2017, 1335 = 2017, 346;
Senatsurteils vom 4. Mai 1970, VIII ZR NJW-RR 2017, Borzutzki-Pasing,
179/68, WM 1970, 853; sogenannte 1479 = MDR jurisPR-MietR
Gefälligkeitsmiete). 2018, 83 = ZMR 1/2018 Anm. 2;
2018, 21 = Drasdo, NJW-
DWW 2018, 173 Spezial 2018,1
§ 535 BGB Anwendung der VOB auf 11. Oktober 2017 MietPrax-AK §
Mietvertrag XII ZR 8/17 535 BGB Nr. 73
Zur Anwendbarkeit von § 2 Abs. 3 Nr. 2 = MDR 2017,
VOB/B auf den mietrechtlichen Teil eines 1414 = NJW
gemischt - typischen Vertrags über die 2018, 296
Aufstellung, die Vorhaltung und den
Abbau einer Containeranlage
(Abgrenzung zu BGH Urteil vom 11.
April 2013 - VII ZR 201/12 - NJW 2013,
1670).
§ 535 BGB Abwägung bei Erlaubnis zur 30. Januar 2018 MietPrax-AK § Börstinghaus,
Tierhaltung; Beschwer VIII ZB 57/16 535 BGB Nr. 74 jurisPR-
= WuM 2018, BGHZivilR 6/2018

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1. Wird eine Klage des Mieters gegen den 174 = MDR Anm. 2; Schach,
Vermieter auf Zustimmung zur 2018, 462 = GE jurisPR-MietR
Tierhaltung in der gemieteten Wohnung 2018, 447 = 9/2018 Anm. 5
abgewiesen, erfordert die Beurteilung, ob ZMR 2018, 403
der Wert des Beschwerdegegenstandes = NZM 2018,
einer dagegen gerichteten Berufung die 462 = NJW-RR
Wertgrenze des § 511 Abs. 2 Nr. 1 ZPO 2018, 588
übersteigt, eine umfassende Betrachtung
des auf die begehrte Tierhaltung in der
Mietwohnung gerichteten Interesses des
Mieters. Das schließt subjektive
Gesichtspunkte ein, weil die Wohnung
für jedermann Mittelpunkt seiner privaten
Existenz ist und dem Einzelnen damit die
Entfaltung und eigenverantwortliche
Gestaltung seines Lebens ermöglicht.
Daher sind nicht nur objektive Kriterien,
sondern namentlich die Beweggründe und
Bedürfnisse des Mieters zu
berücksichtigen.
2. Diese Gewichtung lässt sich nicht
allgemein, sondern nur im Einzelfall
vornehmen, weil die zu
berücksichtigenden Umstände individuell
und vielgestaltig sind, so dass sich jede
schematische Lösung verbietet
(Fortentwicklung der Senatsurteile vom
14. November 2007, VIII ZR 340/06,
NJW 2008, 218 Rn. 19; vom 20. März
2013, VIII ZR 168/12, NJW 2013, 1526
Rn. 19)
§ 535 BGB Mietvertrag zwischen 25. April 2018 MietPrax-AK § Lehmann-Richter,
Miteigentümergemeinschaft und VIII ZR 176/17 535 BGB Nr. 75 MietRB 2018, 194;
= NZM 2018, Drasdo, NJW-
einem ihrer Mitglieder 558 = WuM Spezial 2018, 482;
1. Überlässt eine 2018, 352 = GE Blank, LMK 2018,
Miteigentümergemeinschaft 2018, 701 = 407916
gemeinschaftliche Räume einem ihrer NJW 2018, 2472
Mitglieder vertraglich gegen Entgelt zur = MDR 2018,
alleinigen Nutzung, kommt hierdurch 1053 = ZMR
regelmäßig ein (Wohnraum- 2018, 742
)Mietverhältnis zustande (Anschluss an
BGH, Urteile vom 8. Januar 1969, VIII
ZR 184/66, WM 1969, 298 unter 2 b;
vom 17. Dezember 1973, II ZR 59/72,
NJW 1974, 364 unter [A] II 2 b; vom 15.
September 1997, II ZR 94/96, NJW 1998,
372 unter I; vom 11. September 2000, II
ZR 324/98, NZM 2001, 45 unter II 1 b
und vom 15. September 2010, VIII ZR
16/10, NZM 2010, 898 Rn. 14). Auf ein
derartiges Mietverhältnis sind die zum
Schutz des Mieters vorgesehenen
gesetzlichen Bestimmungen anzuwenden.
2. Dem wirksamen Zustandekommen
eines solchen Mietvertrags steht nicht
entgegen, dass der Miteigentümer hieran
sowohl auf Mieterseite als auch - neben
anderen Miteigentümern - auf
Vermieterseite beteiligt ist (Bestätigung
und Fortführung der Senatsurteile vom
27. April 2016, VIII ZR 323/14, WuM

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2016, 341 Rn. 18 mwN; vom 24. August
2016, VIII ZR 100/15, BGHZ 211, 331
Rn. 21).
3. Der Erwerber eines
Miteigentumsanteils tritt in ein zwischen
der Miteigentümergemeinschaft und
einem oder einzelnen ihrer Mitglieder
bestehendes Wohnraummietverhältnis
gemäß § 566 Abs. 1 BGB ein
(Bestätigung des Senatsurteils vom 23.
November 2011, VIII ZR 74/11, NZM
2012, 150 Rn. 23 mwN). Dies gilt auch,
wenn die mietvertragliche Regelung nicht
als Belastung des Miteigentumsanteils im
Grundbuch eingetragen ist (§ 1010 Abs. 1
BGB).
4. Eine auf den Fortbestand eines
(Wohnraum-)Mietverhältnisses zwischen
einer Miteigentümergemeinschaft und
einem oder einzelnen ihrer Mitglieder
gerichtete Feststellungsklage muss nicht
gegen sämtliche Mitglieder der
Miteigentümergemeinschaft erhoben
werden, wenn nur einzelne von ihnen das
Bestehen eines Mietverhältnisses in
Abrede stellen (Anschluss an BGH,
Urteile vom 26. Oktober 1990, V ZR
105/89, NJW-RR 1991, 333 unter II 2
und vom 4. April 2014, V ZR 110/13,
NZM 2014, 522 Rn. 10).
§ 535 BGB Inhalt der Vermieterpflicht auf 22. August 2018 MietPrax-AK § Börstinghaus,
Gebrauchsgewährung VIII ZR 99/17 535 BGB Nr. 76 jurisPR-
Für das Bestehen der Pflicht des = MDR 2018, BGHZivilR
Vermieters, die Wohnung gemäß § 535 1237 = GE 2018, 18/2018 Anm. 2;
Abs. 1 Satz 2 BGB zum vertragsgemäßen 1213 = WuM Elzer, MietRB
Gebrauch zu überlassen und sie 2018, 641 = 2018, 290; Bieber
fortlaufend in diesem Zustand zu ZMR 2018, 996 GE 2018, 1184;
erhalten, ist es unerheblich, ob der Mieter = NJW-RR Drasdo, NJW-
die Sache tatsächlich nutzt und ihn ein 2018, 1285 = Spezial 2018, 705;
Mangel daher subjektiv beeinträchtigt. NZM 2018, 1020 Eisenschmid,
jurisPR-MietR
9/2019 Anm. 2
§ 535 BGB Fensterreinigung grundsätzlich 21. August 2018 MietPrax-AK § Beyer, jurisPR-
Aufgabe des Mieters VIII ZR 188/16 535 BGB Nr. 77 MietR 23/2018
Die Reinigung der Flächen der = NZM 2018, Anm. 1;
Mietwohnung einschließlich der 900 = WuM Börstinghaus,
Außenflächen der Wohnungsfenster, zu 2018, 710 = GE MietRB 2018, 353;
denen auch etwaige nicht zu öffnende 2018, 1393 = Drasdo, NJW-
Glasbestandteile sowie die Fensterrahmen ZMR 2018, 993 Spezial 2019, 481
gehören, obliegt grundsätzlich dem
Mieter, soweit die Mietvertragsparteien
keine abweichende Vereinbarung
getroffen haben.(nicht amtlicher
Leitsatz)
§ 535 BGB Instandsetzungsanspruch 5. Dezember MietPrax-AK § Börstinghaus,
bezüglich Telefonanschlusses 2018 535 BGB Nr. 78 jurisPR-
Zur Gebrauchsgewährungs- und - VIII ZR 17/18 = GE 2019, 53 = BGHZivilR 2/2019
erhaltungspflicht des Vermieters WuM 2019, 23 = Anm. 1; Bieber,
bezüglich eines in der Mietwohnung DWW 2019, 15 jurisPR-MietR
vorhandenen Telefonanschlusses. = NZM 2019, 3/2019 Anm. 1;
140 = MDR Mettler, MietRB

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2019, 283 = 2019, 34; Drasdo,
ZMR 2019, 188 NJW-Spezial 2019,
129
§ 535 BGB Vertrag über Werbung an PKW 7. November MietPrax-AK § Beuermann, GE
Auf einen Vertrag über die Anbringung 2018 535 BGB Nr. 79 2018, 1562; Elzer,
von Werbung auf einem Kraftfahrzeug XII ZR 109/17 = MDR 2019, 88 MietRB 2019, 1;
gegen Entgelt sind die Vorschriften über = ZMR 2019, Drasdo, NJW-
den Mietvertrag anzuwenden 335 Spezial 2019, 66;
(Fortführung von Senatsurteil vom 28. Herlitz, jurisPR-
März 2018 - XII ZR 18/17). MietR 3/2019
Anm. 3
§ 535 BGB Vertrag über Werbung an PKW 19. Dezember MietPrax-AK § Rolfs, LMK 2019,
Auf einen Vertrag über die Anbringung 2018 535 BGB Nr. 80 417144
von Werbung auf mobilen Werbeflächen XII ZR 14/18 = WuM 2019, 74
gegen Entgelt sind die Vorschriften über = MDR 2019,
den Mietvertrag anzuwenden (im 214 = ZMR
Anschluss an Senatsurteil vom 7. 2019, 332
November 2018 - XII ZR 109/17 - juris).
§ 535 BGB Schönheitsreparaturpflicht des 8. Juli 2020 MietPrax-AK § Beuermann, GE
Vermieters bei unrenoviert VIII ZR 270/18 535 BGB Nr. 81 2020, 1029;
= GE 2020, 1041 Brückner, GE
übergebener Wohnung = MDR 2020, 2020, 1031; Wiek,
1. An die Stelle einer nach § 307 Abs. 1, 1050 = NZM WuM 2020, 564;
Abs. 2 Nr. 1 BGB unwirksamen Klausel 2020, 710 = Harsch, MietRB
zur Durchführung von WuM 2020, 559 2020, 257; Drasdo,
Schönheitsreparaturen durch den Mieter = DWW 2020, NJW-Spezial 2020,
bei einer ohne angemessenen Ausgleich 251 = NJW 610; Artz, NZM
unrenoviert beziehungsweise 2020, 3523 = 2020, 769;
renovierungsbedürftig überlassenen ZMR 2020, 928 Börstinghaus,
Wohnung tritt nach § 306 Abs. 2 BGB die LMK 2020,
gesetzliche Regelung des § 535 Abs. 1 432127;
Satz 2 BGB (Bestätigung der Börstinghaus,
Senatsurteile vom 9. Juli 2008 - VIII ZR jurisPR-
181/07, BGHZ 177, 186 Rn. 20; vom 18. BGHZivilR
März 2015 - VIII ZR 185/14, BGHZ 204, 21/2020 Anm. 1;
302 Rn. 40; vom 8. Juli 2020 - VIII ZR Beyer, jurisPR-
163/18, zur Veröffentlichung in BGHZ MietR 22/
bestimmt).
2. Die hiernach den Vermieter treffende
Instandhaltungslast - vorliegend die
Ausführung von Schönheitsreparaturen -
bestimmt sich nach dem zum
vertragsgemäßen Gebrauch geeigneten
Zustand; dies kann auch der unrenovierte
beziehungsweise renovierungsbedürftige
Zustand der Wohnung zum Zeitpunkt
ihrer Überlassung sein (im Anschluss an
BGH, Urteile vom 20. Januar 1993 - VIII
ZR 22/92, NJW-RR 1993, 522 unter II 2
b; vom 18. April 2007 - XII ZR 139/05,
NJW-RR 2007, 1021 Rn. 28; vom 8. Juli
2020 - VIII ZR 163/18, zur
Veröffentlichung in BGHZ bestimmt).
Bei einer wesentlichen Verschlechterung
des anfänglichen Dekorationszustandes
kommt ein Instandhaltungsanspruch des
Mieters in Betracht.
Da die (Wieder-)Herstellung dieses
ursprünglichen Dekorationszustands der
Wohnung in der Regel nicht praktikabel,
zumindest aber wirtschaftlich nicht
sinnvoll ist und deshalb nicht im Interesse

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vernünftiger Mietvertragsparteien liegt,
ist in diesen Fällen allein eine
Durchführung von Schönheitsreparaturen
sach- und interessengerecht, durch welche
der Vermieter die Wohnung in einen
frisch renovierten Zustand versetzt (im
Anschluss an Senatsurteil vom 8. Juli
2020 - VIII ZR 163/18, zur
Veröffentlichung in BGHZ bestimmt).
Mit Rücksicht auf Treu und Glauben (§
242 BGB) kann der Mieter eine solche
Renovierung verlangen, muss sich aber
wegen der dadurch bewirkten
Besserstellung gegenüber dem
unrenovierten (vertragsgemäßen) Zustand
bei Mietbeginn in angemessenem - in der
Regel hälftigem - Umfang an den
erforderlichen Kosten beteiligen.
3. Diese Kostenbeteiligung kann der auf
Durchführung von Schönheitsreparaturen
in Anspruch genommene Vermieter dem
Mieter nach Art eines
Zurückbehaltungsrechts (§ 273 Abs. 1
BGB) entgegenhalten. Der Mieter kann -
insbesondere zur Vermeidung eines
teilweisen Unterliegens - im
Klageverfahren seiner
Kostenbeteiligungspflicht dadurch
Rechnung tragen, dass er die Vornahme
der Schönheitsreparaturen nur Zug um
Zug gegen Zahlung seines Kostenbeitrags
verlangt.
§ 535 BGB Schönheitsreparaturpflicht des 8. Juli 2020 MietPrax-AK § Beuermann, GE
Vermieters bei unrenoviert VIII ZR 163/18 535 BGB Nr. 82 2020, 1029;
= GE 2020, 1037 Brückner GE 2020,
übergebener Wohnung = NZM 2020, 1031; Zehelein,
1. An die Stelle einer nach § 307 Abs. 1, 704 = WuM NZM 2020, 708;
Abs. 2 Nr. 1 BGB unwirksamen Klausel 2020, 554 = Harsch, MietRB
zur Durchführung von MDR 2020, 2020, 257; Drasdo,
Schönheitsreparaturen durch den Mieter 1051 = NJW NJW-Spezial 2020,
bei einer ohne angemessenen Ausgleich 2020, 3517 610; Artz, NZM
unrenoviert beziehungsweise 2020, 769;
renovierungsbedürftig überlassenen Börstinghaus,
Wohnung tritt nach § 306 Abs. 2 BGB die LMK 2020,
gesetzliche Regelung des § 535 Abs. 1 432127; Beyer,
Satz 2 BGB (Bestätigung der jurisPR-MietR
Senatsurteile vom 9. Juli 2008 - VIII ZR 19/2020 Anm. 1;
181/07, BGHZ 177, 186 Rn. 20; vom 18. Kappus, NJW
März 2015 - VIII ZR 185/14, BGHZ 204, 2020, 3522;
302 Rn. 40; vom 8. Juli 2020 - VIII ZR Gsell/Ma
270/18, zur Veröffentlichung bestimmt).
2. Die hiernach den Vermieter treffende
Instandhaltungslast - vorliegend die
Ausführung von Schönheitsreparaturen -
bestimmt sich nach dem zum
vertragsgemäßen Gebrauch geeigneten
Zustand; dies kann auch der unrenovierte
beziehungsweise renovierungsbedürftige
Zustand der Wohnung zum Zeitpunkt
ihrer Überlassung sein (im Anschluss an
BGH, Urteile vom 20. Januar 1993 - VIII
ZR 22/92, NJW-RR 1993, 522 unter II 2

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b; vom 18. April 2007 - XII ZR 139/05,
NJW-RR 2007, 1021 Rn. 28; vom 8. Juli
2020 - VIII ZR 270/18, zur
Veröffentlichung bestimmt). Bei einer
wesentlichen Verschlechterung des
anfänglichen Dekorationszustandes
kommt ein Instandhaltungsanspruch des
Mieters in Betracht.
Da die (Wieder-)Herstellung dieses
ursprünglichen Dekorationszustands der
Wohnung in der Regel nicht praktikabel,
zumindest aber wirtschaftlich nicht
sinnvoll ist und deshalb nicht im Interesse
vernünftiger Mietvertragsparteien liegt,
ist in diesen Fällen allein eine
Durchführung von Schönheitsreparaturen
sach- und interessengerecht, durch welche
der Vermieter die Wohnung in einen
frisch renovierten Zustand versetzt (im
Anschluss an Senatsurteil vom 8. Juli
2020 - VIII ZR 270/18, zur
Veröffentlichung bestimmt). Mit
Rücksicht auf Treu und Glauben (§ 242
BGB) kann der Mieter eine solche
Renovierung verlangen, muss sich aber
wegen der dadurch bewirkten
Besserstellung gegenüber dem
unrenovierten (vertragsgemäßen) Zustand
bei Mietbeginn in angemessenem - in der
Regel hälftigem - Umfang an den
erforderlichen Kosten beteiligen.

§ 535 BGB Einordnung eines Vertrages 5. August 2020 MietPrax-AK §


über die Unterbringung von VIII ZB 46/19 535 BGB Nr. 83
= GE 2020, 1492
Obdachlosen
1. Für die Einordnung eines Vertrages
über die Unterbringung von Obdachlosen
als bürgerlich-rechtlich oder eine
öffentlich-rechtlich kommt es darauf an,
ob die Parteien einen öffentlich-
rechtlichen oder einen privatrechtlichen
(Rahmen-)Vertrag geschlossen haben.
2. Für die Abgrenzung kommt es darauf
an, ob sich der Vertrag seinem auch für
die Entscheidung über den zulässigen
Rechtsweg maßgeblichen Schwerpunkt
nach auf einen von der Rechtsordnung
öffentlich-rechtlich oder privatrechtlich
geregelten Gegenstand bezieht
beziehungsweise ob er nach seinem
Zweck in enger, unlösbarer Beziehung
zur Erfüllung öffentlicher Aufgaben
steht.(nicht amtlicher Leitsatz)
§ 535 BGB Anschlußzwang an 18. November MietPrax-AK § Drasdo, NJW-
Kabelanschluß 2021 535 BGB Nr. 84 Spzial 2022, 163;
1. Bei § 43b Satz 1 und 2 TKG handelt es I ZR 106/20 = WuM 2022, 92 Horst, MietRB
sich um Regelungen, die im Sinne von § = GRUR 2022, 2022, 147
3a UWG auch dazu bestimmt sind, im 175 = CR 2022,
Interesse der Marktteilnehmer das 124
Marktverhalten zu regeln.

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2. Der Vermieter einer Vielzahl von
Wohnungen, der seinen Mietern einen
Anschluss an ein Kabelfernsehnetz zum
Empfang von Fernseh- und
Hörfunkprogrammen zur Verfügung stellt
und die ihm hierfür entstehenden Kosten
im Rahmen der
Betriebskostenabrechnung auf seine
Mieter umlegt, ist ein Anbieter von
öffentlich zugänglichen
Telekommunikationsdiensten im Sinne
von § 43b TKG.
3. Ein solcher Vermieter ist nicht nach §
43b Satz 1 TKG verpflichtet, seinen
Mietern bei fortbestehendem
Mietverhältnis eine Kündigung des
Anschlusses an das Kabelfernsehnetz
zum Ablauf von 24 Monaten zu
ermöglichen, wenn der
Wohnraummietvertrag auf unbestimmte
Zeit geschlossen und nach den
gesetzlichen Regelungen vor Ablauf von
24 Monaten kündbar ist.
§ 535 BGB Isolierter Garagenmietvertrag 14. Dezember MietPrax-AK § Sommer, MietRB
Werden Wohnung und Garage mittels 2021 535 BGB Nr. 85 2022, 99; Beyer,
zweier Vertragsurkunden vermietet, VIII ZR 94/20 = GE 2022, 301 jurisPR-MietR
spricht eine Vermutung dafür, dass es = WuM 2022, 8/2022 Anm. 1
sich um zwei selbständige Verträge 212
handelt.(nicht amtlicher Leitsatz)
§ 535 BGB Wasseranschluss für 22. Februar 2022 MietPrax-AK § Drasdo, NJW-
Gartenbewässerung VIII ZR 38/20 535 BGB Nr. 86 Spezial 2022, 482
1. Der zum vertragsgemäßen Gebrauch = NJW 2022,
geeignete Zustand im Sinne des § 535 2191
Abs. 1 BGB wird, wenn es an einer
vertraglichen Vereinbarung fehlt, nach
den gesamten Umständen des
Mietverhältnisses und den daraus in -
gegebenenfalls ergänzender - Auslegung
abzuleitenden Standards, insbesondere
nach der Mietsache und deren
beabsichtigter Nutzung sowie der
Verkehrsanschauung unter der Beachtung
des in § 242 BGB normierten
Grundsatzes von Treu und Glauben
bestimmt.
2. Auch bei Abschluss eines Mietvertrags
in den neuen Bundesländern vor dem
Beitritt der DDR zur BRD ergab sich der
Umfang dessen, was zum Gebrauch zu
überlassen war, aus dem Mietvertrag.
Eine ergänzende Vertragsauslegung ist
auch im Geltungsbereich des ZGB
vorzunehmen.
3. Ist dem Mieter die Gartennutzung
gestattet, ist der Vermieter verpflichtet,
den ursprünglich vorhandenen (Außen-
)Wasseranschluss zur Gartenbewässerung
zu erhalten.(nicht amtlicher Leitsatz)
§ 535 BGB Zulässigkeit des Mieterwechsels 27. April 2022 MietPrax-AK § Münch, MietRB
bei Wohngemeinschaften VIII ZR 304/21 535 BGB Nr. 87 2022, 194; Drasdo,

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a) Enthält ein Mietvertrag mit mehreren = GE 2022, 636 NJW-Spezial 2022,
Mietern, die eine Wohngemeinschaft = WuM 2022, 449
bilden, zu einem Austausch einzelner 403 = NJW
Mieter keine Regelung, ist im Wege einer 2022, 2030 =
nach beiden Seiten interessengerechten DWW 2022, 208
Auslegung der auf den Vertragsabschluss = MDR 2022,
gerichteten Willenserklärungen (§§ 133, 945 = NZM
157 BGB) zu ermitteln, ob nach dem 2022, 545
übereinstimmenden Willen der Parteien
den Mietern ein Anspruch gegen den
Vermieter auf Zustimmung zu einem
künftigen Mieterwechsel zustehen sollte.
b) Allein aus dem Vorliegen eines
Mietvertrags mit mehreren Mietern, die
eine Wohngemeinschaft bilden, kann
nicht auf einen derartigen
übereinstimmenden Willen der
Vertragsparteien geschlossen werden.
Vielmehr bedarf es hierfür konkreter
Anhaltspunkte.
c) Nach den Umständen des Einzelfalls
kann den Willenserklärungen der Parteien
die Vereinbarung eines - unter dem
Vorbehalt der Zumutbarkeit des
eintretenden Mieters stehenden -
Anspruchs der Mieter auf Zustimmung
zum Austausch eines Mitmieters
insbesondere dann zu entnehmen sein,
wenn die Vertragsparteien bei
Vertragsschluss übereinstimmend davon
ausgingen, dass sich häufig und in kurzen
Zeitabständen ein Bedarf für eine
Änderung der Zusammensetzung der in
der Wohnung lebenden Personen ergeben
kann, weil die Mieter voraussichtlich auf
Grund ihrer persönlichen
Lebensumstände bereits bei
Vertragsschluss absehbar nur für einen
kurzen Zeitraum an dem jeweiligen Ort
leben werden und eine vertragliche
Bindung über diesen Zeitraum hinaus
nicht eingehen wollen. Dies kann
insbesondere bei der Vermietung an
Studenten, die eine Wohngemeinschaft
bilden, der Fall sein.
§ 536 BGB Umfang der Minderung und des 26. März 2003 MietPrax-AK § Schach, GE 2003,
Zurückbehaltungsrechts XII ZR 167/01 536 BGB Nr. 1 = 785; Zich, MietRB
Zur Berücksichtigung eines NZM 2003, 437 2003, 36
Leistungsverweigerungsrechts des = ZMR 2003,
Mieters bei Mängeln der Mietsache. 416 = GE 2003,
804 = NJW-RR
2003, 873 =
DWW 2003, 188
= WuM 2003,
439
§ 536 BGB Mangel bei 24. März 2004 MietPrax-AK § Lammel, LMK
Wohnflächenabweichung; VIII ZR 44/03 536 BGB Nr. 2 = 2004, 121; Bieber,
WuM 2004, 337 MietRB 2004, 331;
Anwendbarkeit von = GE 2004, 680 Eichberger,
Vorschriften zur Berechnung = NZM 2004, BGHReport 2004,
der Wohnfläche 454 = ZMR 1008;

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Für die Beantwortung der Frage, ob die 2004, 501 = Schul/Wichert,
anrechenbare Wohnfläche einer NJW 2004, 2230 ZMR 2004, 496;
Mietwohnung von der im Mietvertrag = DWW 2004, Maciejewski, MM
angegebenen Fläche in erheblicher Weise 183 = DB 2004, 2004, 237; Pauly,
abweicht, können im Regelfall auch im 1554 = MDR MDR 2005, 1204
frei finanzierten Wohnraum die 2004, 933
Bestimmungen der §§ 42-44 II. BV als
Maßstab herangezogen werden.
§ 536 BGB Mangel bei 24. März 2004 MietPrax-AK § Schul/Wichert,
Wohnflächenabweichung; Höhe VIII ZR 295/03 536 BGB Nr. 3 = ZMR 2004, 496;
WuM 2004, 336 Lammel, LMK
der Minderung = GE 2004, 682 2004, 121; Bieber,
Weist eine gemietete Wohnung eine = NJW 2004, MietRB 2004, 254;
Wohnfläche auf, die mehr als 10 % unter 1947 = NZM Bieber MietRB
der im Mietvertrag angegebenen Fläche 2004, 453 = 2004, 331; Pauly,
liegt, stellt dieser Umstand grundsätzlich ZMR 2004, 495 MDR 2005, 1204
einen Mangel der Mietsache im Sinne des = MDR 2004,
§ 536 Abs. 1 Satz 1 BGB dar, der den 933
Mieter zur Minderung der Miete
berechtigt. Einer zusätzlichen Darlegung
des Mieters, daß infolge der
Flächendifferenz die Tauglichkeit der
Wohnung zum vertragsgemäßen
Gebrauch gemindert ist, bedarf es nicht.
§ 536 BGB Mangel bei 24. März 2004 MietPrax-AK §
Wohnflächenabweichung VIII ZR 133/03 536 BGB Nr. 4 =
Weist die gemietete Wohnung eine WuM 2004, 268
Wohnfläche von mehr als 10 % unter der = DWW 2004,
im Mietvertrag angegebenen Fläche auf, 148 = GE 2004,
ist grundsätzlich ein Mangel der 683 = NZM
Mietsache anzunehmen. Daran ändert 2004, 456 =
ZMR 2004, 500
auch der Zusatz "ca." nichts(nicht
amtlicher Leitsatz)
§ 536 BGB Bewertung einer Präambel im 26. Mai 2004 MietPrax-AK § Bieber, MietRB
Mietvertrag XII ZR 149/02 536 BGB Nr. 5 = 2004, 261
Zur Frage, ob von der Zusicherung der NZM 2004, 618
Vollvermietung eines Einkaufszentrums = GE 2004, 1021
ausgegangen werden kann, wenn die = ZMR 2004,
Parteien den gegenwärtigen 664 = NJW-RR
Vermietungszustand in die Präambel des 2004, 1236
Mietvertrags aufgenommen haben.
§ 536 BGB Gewährleistungsrechte bei 30. Juni 2004 MietPrax-AK § Drasdo, NJW-
gewerblicher XII ZR 251/02 536 BGB Nr. 6 = Spezial 2004, 290
WuM 2004, 531
Zwischenvermietung; = GuT 2004, 169
unerheblicher Mangel = GE 2004, 1228
1. Bei einer gewerblichen Zwischenmiete = NZM 2004,
von Wohnungen zum Zwecke der 776 = NJW-RR
Weitervermietung sind Umstände, die die 2004, 1450 =
Wohnungstauglichkeit beeinträchtigen, MDR 2004,
i.d.R. auch als Mängel des 1348 = ZMR
Zwischenmietverhältnisses im Verhältnis 2005, 101
Hauptvermieter zu Zwischenmieter
anzusehen. Ob diese Mängel dort als
erheblich bzw. unerheblich i.S. des § 537
Abs. 1 Satz 2 a.F. BGB einzustufen sind,
hängt insbesondere von der
Größenordnung des gewerblichen
Zwischenmietverhältnisses ab.
2. Als unerheblich i.S. von § 537 Abs. 1
Satz 2 a.F. BGB ist ein Fehler

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insbesondere dann anzusehen, wenn er
leicht erkennbar ist und schnell und mit
geringen Kosten beseitigt werden kann,
so daß die Geltendmachung einer
Minderung gegen Treu und Glauben
verstieße.
§ 536 BGB Beweislast nach 10. November MietPrax-AK § Bieber, MietRB
Gefahrenkreisen 2004 536 BGB Nr. 7 = 2005, 95
Der Mieter ist nicht nach § 543 BGB (§ XII ZR 71/01 NZM 2005, 17 =
542 BGB a.F.) zur außerordentlichen WuM 2005, 54 =
fristlosen Kündigung berechtigt, wenn er GE 2005, 125 =
die Störung des vertragsgemäßen ZMR 2005, 120
Gebrauchs (hier durch einen = DWW 2005,
Wasserschaden) selbst zu vertreten hat. 19 = GuT 2005,
Ist die Schadensursache zwischen den 19 = MDR 2005,
Vertragsparteien streitig, trägt der 325
Vermieter die Beweislast dafür, dass sie
dem Obhutsbereich des Mieters
entstammt. Sind sämtliche Ursachen, die
in den Obhuts- und
Verantwortungsbereich des Vermieters
fallen, ausgeräumt, trägt der Mieter die
Beweislast dafür, dass er den
Schadenseintritt nicht zu vertreten hat.
§ 536 BGB Minderung von der Bruttomiete 6. April 2005 MietPrax-AK § Schach, GE 2005,
Bemessungsgrundlage der Minderung XII ZR 225/03 536 BGB Nr. 8 = 645; Kretzer, ZMR
nach § 536 BGB ist die Bruttomiete BGHZ 163, 1 = 2005, 516;
(Mietzins einschließlicher Nebenkosten). WuM 2005, 384 Lützenkirchen,
Dabei ist unerheblich, ob die = GE 2005, 666 MietRB 2005, 202,
Nebenkosten als Pauschale oder = NZM 2005, 216; Drasdo, NJW-
Vorauszahlung geschuldet werden. 455 = MDR Spezial 2005, 341;
2005, 979 = Eisenschmid,
NJW 2005, 1713 WuM 2005, 491;
= ZMR 2005, Steinke/Maroldt,
524 = GuT 2005, ZfIR 2005, 393;
166 Schmid, MDR
2005, 971;
Lützenkirchen,
BGHReport 2005,
897; Schumann,
GuT 2005,
§ 536 BGB Flächenabweichungen bei der 4. Mai 2005 MietPrax-AK § Wiek, Mietrecht-
Gewerberaummiete XII ZR 254/01 536 BGB Nr. 9 = express 2005, 84;
Auch bei der Miete von Geschäftsraum NZM 2005, 500 Jenissen, MietRB
stellt eine Mietfläche, die um mehr als = GuT 2005, 163 2005, 259; Pauly,
10% unter der im Mietvertrag = NJW 2005, MDR 2005, 1204
vereinbarten Fläche liegt, einen nicht 2152 = GE 2005,
unerheblichen Mangel dar (im Anschluss 861 = ZMR
an BGH, NZM 2004, 456, und NZM 2005, 612 =
2004, 453 = NJW 2004, 1947). MDR 2005, 975
Die für die Minderung aufgestellten
Grundsätze für die Erheblichkeit der
Beeinträchtigung des vertragsgemäßen
Gebrauchs können auch für die fristlose
Kündigung gem. § 542 BGB a.F.
herangezogen werden.
§ 536 BGB Minderung von Bruttomiete; 20. Juli 2005 MietPrax-AK § Schmid, MDR
Höhe der Mietsicherheit bei VIII ZR 347/04 536 BGB Nr. 10 2005, 971; Wiek,
= WuM 2005, WuM 2005, 575;
Minderung 573 = NJW Bieber, MietRB
2005, 2773 = GE 2005, 281, 282;

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Bemessungsgrundlage der Minderung 2005, 1120 = Schmid, ZMR
nach § 536 BGB ist die Bruttomiete NZM 2005, 699 2005, 836; Drasdo,
einschließlich einer = DWW 2005, NJW-Spezial 2005,
Nebenkostenpauschale oder einer 371 = ZMR 531; Schach, GE
Vorauszahlung auf die Nebenkosten. 2005, 854 = 2005, 1462; Kinne,
Dies gilt auch, wenn der zur Minderung MDR 2006, 197 GE 2005, 1160;
führende Mangel auf einer Abweichung Becker, GE 2005,
der Wohnfläche von der im Mietvertrag 1335; Bongard, GE
angegebenen Fläche um mehr als 10 % 2005, 1338
beruht.
Ist die Miete aufgrund eines Mangels
nach § 536 Abs. 1 BGB gemindert, so
bleibt dieser Umstand für die Berechnung
der zulässigen Höhe einer Mietsicherheit
nach § 551 Abs. 1 BGB außer Betracht.
Maßgeblich für die Höchstgrenze ist die
vereinbarte, nicht die geminderte Miete.
Unter Miete im Sinne des § 551 Abs.1
BGB ist jedoch dann die aufgrund des
Mangels geminderte Miete zu verstehen,
wenn im Zeitpunkt der Vereinbarung über
die Mietsicherheit ein unbehebbarer
Mangel vorliegt.
§ 536 BGB Vollvermietung als zugesicherte 21. September MietPrax-AK § Drasdo, NJW-
Eigenschaft, Wegfall der 2005 536 BGB Nr. 11 Spezial 2006, 98;
XII ZR 66/03 = GuT 2006, 19 Ott, MietRB 2006,
Geschäftsgrundlage = NZM 2006, 54 263
a) Zur Frage, ob eine Vollvermietung und = NJW 2006,
eine bestimmte Mieterstruktur als 899 = MDR
zugesichert anzusehen ist, wenn die 2006, 506
Parteien einen bestimmten
Vermietungszustand in die Präambel des
Mietvertrages aufgenommen haben (im
Anschluss an Senatsurteil vom 26. Mai
2004 - XII ZR 149/02 - NZM 2004, 618).
b) Zur Anwendbarkeit der Grundsätze
über den Wegfall der Geschäftsgrundlage
nach Anmietung einer Teilfläche in einem
erst zu erstellenden Zentrum für Handel
und Dienstleistungen, wenn dieses nach
der Eröffnung nicht in der erwarteten
Weise von den Kunden angenommen
wird (im Anschluss an Se-natsurteile vom
16. Februar 2000 - XII ZR 279/97 - NJW
2000, 1714 und vom 19. Juli 2000 - XII
ZR 176/98 - NZM 2000, 1005).
§ 536 BGB Exakte Angabe der 28. September MietPrax-AK § Drasdo, NJW-
Wohnungsgröße nicht nur bloße 2005 536 BGB Nr. 12 Spezial 2005, 534;
VIII ZR 101/04 = WuM 2005, Schach, GE 2005,
Objektbeschreibung 712 = GE 2005, 1289
Besteht nach einem Umbau Unsicherheit 1349 = NZM
über die tatsächliche Größe einer 2005, 861
Wohnung, so lässt die genaue Angabe
einer Wohnfläche im Mietvertrag
vermuten, dass die Vertragsparteien diese
Unsicherheit beseitigen und eine
bestimmte Wohnungsgröße verbindlich
festlegen wollten.(nicht amtlicher
Leitsatz)
§ 536 BGB "Normative" 22. Februar 2006 MietPrax-AK § Wiek, WuM
Flächenabweichung VIII ZR 219/04 536 BGB Nr. 13 2006,246; Schach,
= WuM 2006, GE 2006, 606;

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Entsprach es bei Abschluss des 245 = NZM Wiek, Mietrecht-
Mietvertrages der übereinstimmenden 2006, 375 = GE express 2006, 8;
Vorstellung der Vertragsparteien, dass in 2006, 642 = MM Kunze, MietRB
der mit einer bestimmten 2006, 182 = 2006, 209; Drasdo,
Quadratmeterzahl angegebenen ZMR 2006, 439 NJW-Spezial 2006,
Wohnfläche die Dachterrasse der = MDR 2006, 338
vermieteten Penthousewohnung zu einem 861 = DWW
nicht näher bestimmten, nicht 2006, 330
unerheblichen Anteil enthalten ist, so
kann der Mieter nicht im Nachhinein
geltend machen, die vereinbarte
Wohnfläche sei um mehr als 10 %
unterschritten, weil die Terrassenfläche
nach gesetzlichen Bestimmungen nur mit
einem Bruchteil von weniger als der
Hälfte - des gesetzlichen Maximalwerts -
als Wohnfläche anzurechnen sei.
§ 536 BGB Mangel durch Mobilfunkanlage 15. März 2006 MietPrax-AK § Manger, GE 2006,
Zur Frage, ob dem Mieter von Wohnraum VIII ZR 74/05 536 BGB Nr. 14 752; Drasdo, NJW-
ein Anspruch gegen den Vermieter auf = DWW 2006, Spezial 2006, 387
Unterlassung des Betriebs einer 195 = WuM
Mobilfunksendeanlage zusteht, wenn die 2006, 304 = GE
Anlage die in der 26. 2006, 777 =
Bundesimmissionsschutzverordnung NZM 2006, 504
festgelegten Grenzwerte für elektro- = NJW 2006,
magnetische Felder nicht überschreitet. 2625 = ZMR
2006, 670 =
MDR 2006,
1218
§ 536 BGB Anfänglicher Mangel; 7. Juni 2006 MietPrax-AK § Hoffmann, MietRB
Anzeigepflicht XII ZR 34/04 536 BGB Nr. 15 2006, 264
a) Eine unzureichend vermauerte = GE 2006, 967
Wandöffnung, die den Einbruch in ein = NZM 2006,
vermietetes Ladenlokal erleichtert, kann 626 = ZMR
einen Mangel der vermieteten Räume 2006, 678 =
darstellen. NJW 2006, 2918
b) Zu den Voraussetzungen der = GuT 2006, 237
Anzeigepflicht des Mieters nach § 536 c = MDR 2007, 22
Abs. 1 BGB.
§ 536 BGB Rechtsmangel durch 12. Juli 2006 MietPrax-AK § Schach, GE 2006,
Vermietung an Unter- XII ZR 178/03 536 BGB Nr. 16 1072; Monschau,
= GE 2006, 1095 MietRB 2006, 316
Untermieter = NZM 2006, und 320
a) Zur Frage der Rechtskrafterstreckung 699 = ZMR
eines zwischen den Hauptmietparteien 2006, 763 = GuT
ergangenen Feststellungsurteils über den 2006, 241 =
Fortbestand des Hauptmietvertrages auf MDR 2007, 78
den Untermieter. BGB a.F. §§ 541, 537
Abs. 1.
b) Gibt nach Beendigung des
Hauptmietverhältnisses der Unter-
Untermieter, der den unmittelbaren Besitz
hat, dem Drängen des Hauptvermieters
nach, einen neuen Mietvertrag mit diesem
unmittelbar zu schließen, mittelt er den
Besitz fortan diesem und nicht mehr dem
Untermieter sowie über diesen dem
Hauptmieter. Bei fortbestehendem
Untermietverhältnis wird der Untermieter
dadurch dem Hauptmieter gegenüber
gemäß § 541 BGB a.F. von seiner

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Verpflichtung zur Zahlung weiteren
Untermietzinses frei, weil der
Hauptmieter ihm den mittelbaren
Mietbesitz nicht mehr gewähren kann.
§ 536 BGB Rechtsmangel eines 29. November MietPrax-AK §
Untermietverhältnisses 2006 536 BGB Nr. 17
Der Anspruch des Hauptvermieters, nach XII ZR 175/04 = GuT 2007, 132
Beendigung des Hauptmietvertrages die
Herausgabe der Mietsache auch von dem
Untermieter zu verlangen, kann einen
Rechtsmangel darstellen. Voraussetzung
ist aber, dass der Dritte sein Recht in
einer Weise geltend macht, die zu einer
Beeinträchtigung des Gebrauchs durch
den Mieter führt.(nicht amtlicher
Leitsatz)
§ 536 BGB Flächenermittlung im 23. Mai 2007 MietPrax-AK § Monschau, MietRB
preisfreien Wohnungsbau; VIII ZR 231/06 536 BGB Nr. 18 2007, 258; Drasdo,
= GE 2007, 1047 NJW-Spezial 2007,
Hobbykeller = WuM 2007, 466
Ist davon auszugehen, dass die Parteien 441 = NZM
eines Wohnraummietvertrages sich 2007, 595 =
(stillschweigend) auf eine NJW 2007, 2624
Wohnflächenberechnung nach den = MDR 2007,
Vorschriften der §§ 42 bis 44 II. BV bzw. 1183 = ZMR
der Wohnflächenverordnung geeinigt 2007, 764
haben, ist für eine Anwendung der DIN
283 auch dann kein Raum, wenn diese bei
der Ermittlung der Wohnfläche im
Einzelfall zu einem anderen Ergebnis
führt; nach der DIN 283 ist die
Wohnfläche nur dann zu berechnen, wenn
die Parteien dies vereinbart haben oder
sie als Berechnungsmethode ortsüblich
oder nach der Art der Wohnung
naheliegender ist (Fortführung des
Senatsurteils vom 24. März 2004 - VIII
ZR 44/03, NJW 2004, 2230).
§ 536 BGB Minderungsausschlussvereinbar 12. März 2008 MietPrax-AK § Schach, GE 2008,
ung in der Gewerberaummiete XII ZR 147/05 536 BGB Nr. 19 828;
Eine vom Vermieter verwendete = GE 2008, 862 Lützenkirchen,
formularmäßige Klausel, wonach der = NJW 2008, MietRB 2008, 233;
Mieter von Gewerberaum gegenüber den 2254 = NZM Drasdo, NJW-
Ansprüchen des Vermieters auf Zahlung 2008, 522 = ZfIR Spezial 2008, 547;
des Mietzinses kein Minderungsrecht 2008, 491 = Lammel, jurisPR-
wegen Mängeln der Mietsache geltend ZMR 2008, 693 MietR 16/2008
machen kann, es sei denn, der Vermieter = GuT 2008, 278 Anm. 1
hat die Mängel vorsätzlich oder grob
fahrlässig zu vertreten, ist im Zweifel
dahin auszulegen, dass sie die Minderung
wegen sonstiger Mängel vollständig
ausschließt und dem Mieter auch nicht
die Möglichkeit der Rückforderung der
Miete nach § 812 BGB verbleibt.
Eine solche Klausel benachteiligt den
Mieter unangemessen und ist deswegen
unwirksam.
§ 536 BGB Minderungsausschlussvereinbar 23. April 2008 MietPrax-AK § Drasdo, NJW-
ung in der Gewerberaummiete XII ZR 62/06 536 BGB Nr. 20 Spezial 2008, 547;
= BGHZ 176, Lammel, jurisPR-
191 = GE 2008,

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Eine vom Vermieter in einem 981 = NJW MietR 19/2008
Gewerberaummietvertrag verwendete 2008, 2497 = Anm. 3
formularmäßige Klausel, wonach eine NZM 2008, 609
Minderung der Miete ausgeschlossen ist, = GuT 2008, 280
wenn die Nutzung der Räume durch
Umstände beeinträchtigt wird, die der
Vermieter nicht zu vertreten hat, ist im
Zweifel dahin auszulegen, dass sie die
Minderung insoweit vollständig
ausschließt und dem Mieter nicht die
Möglichkeit der Rückforderung der Miete
nach § 812 BGB belässt.
Eine solche Klausel benachteiligt den
Mieter unangemessen und ist deswegen
unwirksam.
§ 536 BGB Entziehung des Gebrauchs als 10. Juli 2008 MietPrax-AK § Kurek, MietRB
Mangel IX ZR 128/07 536 BGB Nr. 21 2008, 326;
Dem Mieter, der Räume von einem nicht = NZM 2008, Eisenschmid,
verfügungsberechtigten Vermieter 644 = NJW jurisPR-MietR
gemietet hat, wird der vertragsmäßige 2008, 2771 = 21/2008 Anm. 1
Gebrauch bereits dadurch entzogen, dass GuT 2008, 282 =
der wahre Berechtigte nicht bereit ist, den GE 2008, 1253 =
Mieter die Mietsache zu den mit dem ZMR 2008, 883
Vermieter vereinbarten Konditionen
nutzen zu lassen.
§ 536 BGB Hartz IV Mieter als Mangel 15. Oktober 2008 MietPrax-AK § Lützenkirchen,
Zur Frage, wann Art und Umfang des XII ZR 1/07 536 BGB Nr. 22 jurisPR-MietR
Publikumsverkehrs eines gewerblichen = NJW 2009, 4/2009 Anm. 5;
Mitmieters (hier: Arbeitsgemeinschaft der 664 = GE 2009, Dötsch, MietRB
Bundesagentur für Arbeit und des 254 = NZM 2009, 67
Landkreises) in einem vor 2009, 124 = GuT
Vertragsschluss als exklusiv 2009, 24 = ZMR
angepriesenen Bürohochhaus als Mangel 2009, 269
der Mietsache anzusehen sind.
§ 536 BGB Wohnflächenberechnung unter 22. April 2009 MietPrax-AK § Wassermann,
anteiliger Einbeziehung von VIII ZR 86/08 536 BGB Nr. 23 jurisPR-
= WuM 2009, BGHZivilR
Dachterrassenflächen 344 = GE 2009, 12/2009 Anm. 3;
a) Die Ermittlung einer im Mietvertrag 773 = NZM Eupen, GE 2009,
vereinbarten Wohnfläche richtet sich - 2009, 477 = 744; Lammel,
soweit die Parteien nichts anderes NJW 2009, 2295 jurisPR-MietR
vereinbart haben oder eine andere = MDR 2009, 14/2009 Anm. 1;
Berechnungsweise ortsüblich ist - nach 860 Drasdo, NJW-
den für den preisgebundenen Wohnraum Spezial 2009, 465;
im Zeitpunkt des Abschlusses des Lehmann-Richter,
Mietvertrags maßgeblichen MietRB 2009, 221
Bestimmungen (Bestätigung von BGH,
Urteil vom 23. Mai 2007 - VIII ZR
231/06, NJW 2007, 2624, Tz. 13).
b) Sind hiernach für die
Flächenermittlungen die Bestimmungen
der II. Berechnungsverordnung
maßgeblich, können Grundflächen von
Balkonen, Loggien, Dachgärten und
gedeckten Freisitzen unabhängig von
ihrer Lage, Ausrichtung und Nutzbarkeit
bis zur Hälfte angerechnet werden.
§ 536 BGB Trittschallschutz im 17. Juni 2009 MietPrax-AK § Drasdo, NJW-
ausgebauten Altbau VIII ZR 131/08 536 BGB Nr. 24 Spezial 2009, 530;
Eine Mietwohnung in einem älteren = NJW 2009, Dötsch, MietRB
Gebäude weist, wenn nicht vertraglich 2441 = GE 2009, 2009, 253; Elzer

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etwas anderes vereinbart ist, in 973 = WuM NZM 2009, 641;
schallschutztechnischer Hinsicht keinen 2009, 457 = Eisenschmid,
Mangel auf, sofern der Trittschallschutz NZM 2009, 580 WuM 2010, 25
den zur Zeit der Errichtung des Gebäudes = MDR 2009,
geltenden DIN-Normen entspricht. Das 975 = DWW
gilt auch dann, wenn während der 2009, 256 = MM
Mietzeit in der Wohnung darüber der 2009, 333 =
Fußbodenbelag ausgetauscht wird und ZMR 2009, 836
sich dadurch der Schallschutz gegenüber
dem Zustand bei Anmietung der
Wohnung verschlechtert (Abgrenzung zu
Senatsurteil vom 6. Oktober 2004 - VIII
ZR 355/03, NJW 2005, 218).
§ 536 BGB Begriff des Freisitzes und 8. Juli 2009 MietPrax-AK § Horst, MietRB
Flächenberechnung bei VIII ZR 218/08 536 BGB Nr. 25 2009, 316
= WuM 2009,
altbaubedingter niedriger 514 = NJW
Raumhöhe 2009, 2880 = GE
a) Ist in einem Wohnraummietvertrag 2009, 1118 =
über ein älteres Fachwerkhaus vereinbart, NZM 2009, 659
dass die Wohnfläche nach den §§ 42 ff. = ZMR 2009,
II. BV zu berechnen ist, so kann die 838
Maßgeblichkeit dieser Bestimmungen für
die Wohnflächenermittlung nicht mit der
Begründung verneint werden, derartige
Gebäude mit niedriger Deckenhöhe und
freiliegenden Deckenbalken habe die
Zweite Berechnungsverordnung nicht im
Blick gehabt.
b) Freisitze im Sinne des § 44 Abs. 2 II.
BV sind nur solche Freiflächen, die an
den vermieteten Wohnraum angrenzen.
§ 536 BGB Wohnflächenberechnung bei 16. September MietPrax-AK § Dittert, jurisPR-
öffentlich-rechtlicher 2009 536 BGB Nr. 26 MietR 24/2009
VIII ZR 275/08 = NJW 2009, Anm. 2; Kunze,
Nutzungsbeschränkung 3421 = GE 2009, MietRB 2009, 347;
a) Öffentlich-rechtliche 1425 = WuM Drasdo, NJW-
Nutzungsbeschränkungen vermieteter 2009, 661 = Spezial 2009, 723
Wohnräume berechtigen den Mieter nicht NZM 2009, 814
zur Mietminderung, wenn deren = MDR 2009,
Nutzbarkeit mangels Einschreitens der 1383 = ZGS
zuständigen Behörden nicht 2009, 488 =
eingeschränkt ist. ZNotP 2009, 437
b) Haben die Parteien eine bestimmte = ZMR 2010,
Wohnfläche als Beschaffenheit der 101
Mietsache vereinbart, sind die Flächen
von Räumen, die nach dem Vertrag zu
Wohnzwecken vermietet sind (hier:
ausgebautes Dachgeschoss), bei der
Wohnflächenermittlung unabhängig
davon mit einzurechnen, ob sie bei einer
Flächenberechnung nach den
Bestimmungen der Zweiten
Berechnungsverordnung als Wohnraum
anzurechen sind (Fortführung von BGH,
Urteil vom 23. Mai 2007 - VIII ZR
231/06, NJW 2007, 2624, Tz. 13).
§ 536 BGB Wohnflächenberechnung trotz 29. September MietPrax-AK § Eisenschmid,
baurechtswidriger Nutzung von 2009 536 BGB Nr. 27 jurisPR-MietR
VIII ZR 242/08 = GE 2009, 1487 4/2010 Anm 1
Räumen = WuM 2009,

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a) Eine eventuelle Baurechtswidrigkeit 662 = ZMR
der Nutzung einzelner Räume ist für die 2010, 272
Ermittlung einer Flächenabweichung
ohne Bedeutung.
b) Etwas anderes gilt aber dann, wenn
tatsächlich einen Ungeeignetheit zur
Nutzung der Räume als Wohnräume
vorliegt.
c) Dies setzt aber bei öffentlich-
rechtlichen Nutzungsbeschränkungen ein
Einschreiten der Behörde voraus.(nicht
amtlicher Leitsatz)
§ 536 BGB Der Begriff der 21. Oktober 2009 MietPrax-AK § Lehmann-Richter,
"Mietraumfläche" VIII ZR 244/08 536 BGB Nr. 28 MietRB 2010, 35
Zur Auslegung des in einem = NJW 2010,
formularmäßigen Mietvertrag über 293 = GE 2010,
Wohnräume verwendeten Begriffs 119 = NZM
"Mietraumfläche". 2010, 80 = WuM
2010, 27
§ 536 BGB Flächenermittlung bei 28. Oktober 2009 MietPrax-AK § Kunze, MietRB
Einfamilienhaus mit Garten VIII ZR 164/08 536 BGB Nr. 29 2010, 35; Drasdo,
Auch bei einem vermieteten = WuM 2009, NJW-Spezial 2010,
Einfamilienhaus mit Garten stellt eine 733 = GE 2010, 129
Wohnflächenabweichung einen zur 54 = NZM 2010,
Minderung berechtigenden Mangel dar, 36 = NJW 2010,
wenn die tatsächliche Wohnfläche von 292 = DWW
der vereinbarten Wohnfläche um mehr als 2010, 18
10 % nach unten abweicht. Eine
Anhebung dieses Grenzwerts wegen der
mitvermieteten Gartenfläche kommt nicht
in Betracht (Fortführung von BGH,
Urteile vom 24. März 2004 - VIII ZR
133/03, WuM 2004, 268, und VIII ZR
295/03, WuM 2004, 336).
§ 536 BGB Wohnflächenberechnung bei 16. Dezember MietPrax-AK § Kunze, MietRB
öffentlich-rechtlicher 2009 536 BGB Nr. 30 2010, 102;
VIII ZR 39/09 = GE 2010, 336 Theesfeld, jurisPR-
Nutzungsbeschränkung = WuM 2010, MietR 9/2010
Bei der Ermittlung der Wohnfläche einer 150 = NZM Anm. 1; Drasdo,
Maisonettewohnung ist die Fläche des zu 2010, 196 = NJW-Spezial 2010,
Wohnzwecken mitvermieteten NJW 2010, 1064 257
Galeriegeschosses unabhängig davon zu = DWW 2010,
berücksichtigen, ob die Räume des 145 = ZMR
Galeriegeschosses nach 2010, 430
bauordnungsrechtlichen Vorschriften
deswegen nicht zur Wohnfläche zu
rechnen sind, weil sie zu weniger als der
Hälfte der Grundfläche eine lichte Höhe
von mehr als 2,20 m aufweisen und
deshalb nicht als Aufenthaltsräume gelten
(im Anschluss an BGH, Urteil vom 16.
September 2009 - VIII ZR 275/08, NJW
2009, 3421).
§ 536 BGB Vereinbarung eines unter 10. Februar 2010 MietPrax-AK § Pfeifer, jurisPR-
Mindeststandard liegenden VIII ZR 343/08 536 BGB Nr. 31 MietR 7/2010
= GE 2010, 480 Anm. 2; Pfeifer,
Zustands = WuM 2010, MietRB 2010, 129;
Der Mieter hat grundsätzlich Anspruch 235 = NZM Drasdo, NJW-
auf eine Elektrizitätsversorgung, die 2010, 356 = Spezial 2010, 321;
zumindest den Betrieb eines größeren ZMR 2010, 517 Bernhard, GE
Haushaltsgeräts wie einer 2010, 740

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Waschmaschine und gleichzeitig weiterer
haushaltsüblicher Geräte wie zum
Beispiel eines Staubsaugers ermöglicht.
Auf eine unterhalb dieses
Mindeststandards liegende
Beschaffenheit kann der Mieter nur bei
eindeutiger Vereinbarung verwiesen
werden. Dem genügt eine
Formularklausel, nach der der Mieter in
der Wohnung Haushaltsmaschinen nur im
Rahmen der Kapazität der vorhandenen
Installationen aufstellen darf, nicht (im
Anschluss an BGH, Urteil vom 26. Juli
2004 - VIII ZR 281/03, NJW 2004,
3174).
§ 536 BGB Wohnfläche bei ca-Angabe 10. März 2010 MietPrax-AK § Eisenschmid,
a) Auch wenn die als Beschaffenheit VIII ZR 144/09 536 BGB Nr. 32 jurisPR-MietR
vereinbarte Wohnfläche mit einer "ca."- = WuM 2010, 10/2010 Anm. 2;
Angabe versehen ist, liegt ein zur 240 = GE 2010, Kunze, MietRB
Mietminderung berechtigender 613 = NZM 2010, 158; Drasdo,
Sachmangel dann vor, wenn die 2010, 313 = NJW-Spezial 2010,
tatsächliche Fläche mehr als 10 % unter NJW 2010, 1745 354
der vereinbarten Quadratmeterzahl liegt. = ZMR 2010,
Bei der Beurteilung der Erheblichkeit des 522
Mangels ist nicht eine zusätzliche
Toleranzspanne anzusetzen (im
Anschluss an BGH, Urteil vom 24. März
2004 - VIII ZR 133/03).
b) Für die Berechnung der Minderung ist
in diesem Fall ebenfalls die prozentuale
Unterschreitung der vereinbarten
Quadratmeterzahl maßgebend und nicht
eine um eine Toleranzspanne verringerte
Flächenabweichung (im Anschluss an
BGH, Urteil vom 24. März 2004 - VIII
ZR 295/03).
§ 536 BGB Flächenvereinbarung durch 23. Juni 2010 MietPrax-AK § Börstinghaus,
Angabe in Wohnungsanzeige VIII ZR 256/09 536 BGB Nr. 33 jurisPR-MietR
Zur Frage des Zustandekommens einer = NJW 2010, 16/2010 Anm 1 =
konkludenten Wohnflächenvereinbarung 2648 = WuM AnwZert_MietR
bei Abschluss eines schriftlichen 2010, 480 = GE 17/2010 Anm 3;
Mietvertrags unter Verwendung eines 2010, 1047 = Drasdo, NJW-
Vertragsformulars, das Angaben zur NZM 2010, 614 Spezial 2010, 547;
Größe der Wohnfläche nicht vorsieht. = ZMR 2010, Streyl, NZM 2010,
938 = MDR 606; Lehmann-
2010, 916 Richter, MietRB
2010, 289
§ 536 BGB Geschuldeter Zustand bei 7. Juli 2010 MietPrax-AK § Horst, MietRB
überholter DIN-Norm VIII ZR 85/09 536 BGB Nr. 34 2010, 254; Drasdo,
Ohne eine dahingehende vertragliche = WuM 2010, NJW-Spezial 2010,
Regelung hat ein Wohnraummieter 482 = GE 2010, 577
regelmäßig keinen Anspruch auf einen 1110 = NJW
gegenüber den Grenzwerten der zur Zeit 2010, 3088 =
der Errichtung des Gebäudes geltenden ZMR 2010, 942
DIN-Norm erhöhten Schallschutz
(Bestätigung des Senatsurteils vom 6.
Oktober 2004 - VIII ZR 355/03, NJW
2005, 218).
§ 536 BGB Keine 10. November MietPrax-AK § Börstinghaus,
Wohnflächenvereinbarung bei 2010 536 BGB Nr. 35 jurisPR-
VIII ZR 306/09 = GE 2011, 49 = BGHZivilR 5/2011

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ausdrücklichem Hinweis auf WuM 2011, 11 = Anm. 3; Schach,
fehlende Verbindlichkeit der im NJW 2011, 220 GE 2011, 18; ders.,
= NZM 2011, 70 jurisPR-MietR
Mietvertrag angegebenen = DWW 2011, 7 1/2011 Anm. 3;
Wohnungsgröße = ZMR 2011, Lehmann-Richter,
Von einer Beschaffenheitsvereinbarung 205 = JZ 2011, MietRB 2011, 36;
hinsichtlich der Wohnfläche ist nicht 588 Drasdo, NJW-
auszugehen, wenn ein Spezial 2011, 65;
Wohnraummietvertrag zwar eine Niebling, ZMR
Wohnflächenangabe enthält, diese 2011, 207; Weller,
Angabe jedoch mit der Einschränkung JZ 2011, 589
versehen ist, dass sie nicht zur Festlegung
des Mietgegenstandes diene.
§ 536 BGB Minderung bei periodisch 15. Dezember MietPrax-AK § Börstinghaus,
auftretendem Mangel 2010 536 BGB Nr. 36 LMK 2/2011 Anm.
Wirkt sich in einem XII ZR 132/09 = GE 2011, 197 5; Drasdo, NJW-
Gewerberaummietvertrag ein Mangel nur = NJW 2011, Spezial 2011, 129;
periodisch erheblich auf die 514 = MDR Eisenschmid,
Gebrauchstauglichkeit der Mietsache aus, 2011, 149 = GuT jurisPR-MietR
ist der Mietzins auch nur in diesem 2011, 436 = 6/2011 Anm. 1;
Zeitraum kraft Gesetzes herabgesetzt. NZM 2011, 153 Kurek, MietRB
= DWW 2011, 2011, 106
97 = ZMR 2011,
372
§ 536 BGB Keine Minderung bei 15. Dezember MietPrax-AK § Monschau, MietRB
Unterbrechung der 2010 536 BGB Nr. 37 2011, 102; Drasdo,
VIII ZR 113/10 = WuM 2011, 97 NJW-Spezial 2011,
Stromversorgung durch = GE 2011, 261 193; Warnecke,
Versorger = DWW 2011, jurisPR-MietR
Eine auf einen Zahlungsrückstand des 56 = NZM 2011, 7/2011 Anm. 1
Mieters einer Wohnung gegenüber dem 198 = ZMR
Stromversorger beruhende Unterbrechung 2011, 371
der Stromlieferung (Ausbau des
Stromzählers) führt nicht zu einer
Minderung der Miete, da dieser Mangel
der Sphäre des Mieters zuzurechnen ist.
§ 536 BGB Flächenabweichung bei 2. März 2011 MietPrax-AK § Schach, MietRB
möblierter Wohnung VIII ZR 209/10 536 BGB Nr. 38 2011, 137; Bieber,
Auch wenn eine Wohnung möbliert = WuM 2011, jurisPR-MietR
vermietet ist, ist die Bruttomiete bei einer 213 = GE 2011, 10/2011 Anm. 1;
Wohnflächenabweichung um mehr als 10 542 = NJW Drasdo, NJW-
% gegenüber der vereinbarten 2011, 1282 = Spezial 2011, 321;
Wohnfläche im Verhältnis der NZM 2011, 309 Bieber, GE 2011,
Wohnflächenabweichung gemindert. = MDR 2011, 735
474 = ZMR
2011, 542
§ 536 BGB Verjährung des 29. Juni 2011 MietPrax-AK § Börstinghaus, NJW
Rückforderungsanspruchs bei VIII ZR 30/10 536 BGB Nr. 39 2011, 3545
= GE 2011, 1018
Flächenabweichung = NZM 2011,
a) Für den Beginn der vierjährigen 627 = ZMR
Verjährung gemäß § 197 BGB aF kam es 2011, 782 =
nicht auf die Kenntnis des Gläubigers von NJW 2011, 3573
den anspruchsbegründenden Umständen
an.
b) Nach Inkrafttreten des neuen
Verjährungsrechts am 1. Januar 2002
unterfällt der Anspruch aus
ungerechtfertigter Bereicherung der
Regelverjährung des § 195 BGB.
c) Die Verjährung nach neuem Recht
beginnt mit Kenntnis von der

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Wohnflächenabweichung.(nicht
amtlicher Leitsatz)
§ 536 BGB Substantiierung der 25. Oktober 2011 MietPrax-AK § Dötsch, MietRB
Mängelbeschreibung VIII ZR 125/11 536 BGB Nr. 40 2012, 2;
Zu den Substantiierungsanforderungen = GuT 2011, 298 Börstinghaus,
bei der Geltendmachung von Mängeln am = WuM 2011, jurisPR-
Mietobjekt. 700 = GE 2012, BGHZivilR 1/2012
60 = NJW 2012, Anm. 1; Streyl,
382 = NZM NZM 2012, 104;
2012, 109 = GE Wetekamp, NZM
2012, 177 2012, 441
§ 536 BGB Gebrauchsbeeinträchtigung 29. Februar 2012 MietPrax-AK § Jahreis, jurisPR-
wegen Vermietung an Touristen VIII ZR 155/11 536 BGB Nr. 41 MietR 9/2012
Zur Darlegung wiederkehrender = WuM 2012, Anm. 1 = WuM
Beeinträchtigungen des Mietgebrauchs 269 = GE 2012, 2012, 309; Kinne,
genügt eine Beschreibung, aus der sich 681 = NJW GE 2012, 644;
ergibt, um welche Art von 2012, 1645 = Drasdo, NJW-
Beeinträchtigungen (Partygeräusche, DWW 2012, 171 Spezial 2012, 321;
Musik, Lärm durch Putzkolonnen auf = GuT 2012, 125 Schmid, MietRB
dem Flur o.ä.) es geht, zu welchen = NZM 2012, 2012, 161 und 167;
Tageszeiten, über welche Zeitdauer und 381 = ZMR Schröder, ZMR
in welcher Frequenz diese ungefähr 2012, 536 2012, 537;
auftreten; der Vorlage eines "Protokolls" Wetekamp, NZM
bedarf es nicht. 2012, 441; Boos,
LMK 8/2012 Anm.
2
§ 536 BGB Beschaffenheitsvereinbarung 21. Februar 2012 MietPrax-AK § Blank, WuM 2012,
bezüglich Baulärms in VIII ZR 22/11 536 BGB Nr. 42 175
= WuM 2012,
Großstadt 271 = GuT 2012,
Zur Frage, ob Mietvertragsparteien in 126 = GE 2012,
einer Großstadt eine konkludente 896 = NZM
Beschaffenheitsvereinbarung getroffen 2012, 456 =
haben, wonach der Mieter das Risiko von NJW-RR 2012,
Störungen durch eine lange nach 908
Vertragsschluss auf dem
Nachbargrundstück eingerichtete
Großbaustelle übernommen hat.(nicht
amtlicher Leitsatz)
§ 536 BGB Minderung bei 18. Juli 2012 MietPrax-AK § Kunze, MietRB
Flächenabweichung von XII ZR 97/09 536 BGB Nr. 43 2012, 317; Drasdo,
= WuM 2012, NJW-Spezial 2012,
Nebenflächen 550 = NJW 705; Gies, jurisPR-
Lässt sich im Fall einer Unterschreitung 2012, 3173 = GE MietR 25/2012
der vertraglich vereinbarten Fläche bei 2012, 1310 = Anm. 4;
der Geschäftsraummiete die Minderfläche GuT 2012, 356 = Börstinghaus,
eindeutig Nebenräumen (hier: NZM 2012, 726 jurisPR-
Kellerräume) zuordnen, so darf die = DWW 2012, BGHZivilR
Minderung nicht pauschal nach dem 329 = ZMR 19/2012 Anm 4;
prozentualen Anteil der fehlenden Fläche 2012, 940 = Jansen/Kunze,
an der vertraglich vereinbarten MDR 2012, MietRB 2013, 254
Gesamtfläche berechnet werden. 1152
Vielmehr muss eine angemessene
Herabsetzung des Mietzinses den
geringeren Gebrauchswert dieser Räume
in Rechnung stellen (Abgrenzung zu
BGH Urteil vom 24. März 2004 - VIII ZR
295/03 - NJW 2004, 1947 und vom 10.
März 2010 - VIII ZR 144/09 - NJW 2010,
1745).

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§ 536 BGB Zum Mangelbegriff 26. September MietPrax-AK § Horst, MietRB
a) Unter einem Mangel im Sinne von § 2012 536 BGB Nr. 44 2013, 7
536 Abs. 1 BGB ist eine für den Mieter XII ZR 122/11 = GE 2012, 1553
nachteilige Abweichung des tatsächlichen = WuM 2012,
Zustandes der Mietsache von dem 671 = NZM
vertraglich geschuldeten zu verstehen, 2013, 27 = GuT
wobei sowohl tatsächliche Umstände als 2012, 463
auch rechtliche Verhältnisse in Bezug auf
die Mietsache als Fehler in Betracht
kommen können.
b) Erforderlich ist allerdings, um
Ausuferungen des Fehlerbegriffs zu
vermeiden, stets eine unmittelbare
Beeinträchtigung der Tauglichkeit bzw.
eine unmittelbare Einwirkung auf die
Gebrauchstauglichkeit der Mietsache,
wohingegen Umstände, die die Eignung
der Mietsache zum vertragsgemäßen
Gebrauch nur mittelbar berühren, nicht
als Mängel zu qualifizieren sind.(nicht
amtlicher Leitsatz)
§ 536 BGB Verstoß gegen 10. Oktober 2012 MietPrax-AK § Harsch, MietRB
Konkurrenzschutzklausel als XII ZR 117/10 536 BGB Nr. 45 2012, 350; Bieber,
= BGHZ 195, 50 GE 2012, 1592;
Mangel = MDR 2012, Bieber, jurisPR-
Die Verletzung der in einem 1396 = NJW MietR 1/2013 Anm
Gewerberaummietvertrag vereinbarten 2013, 44 = NZM 3; Ghassemie-
Konkurrenzschutzklausel durch den 2013, 52 = ZfIR Tabar, NJW 2013,
Vermieter stellt einen Mangel der 2013, 17 = ZMR 47; Drasdo, NJW-
Mietsache gemäß § 536 Abs. 1 Satz 1 2013, 101 = GuT Spezial 2013, 34
BGB dar, der zur Minderung der Miete 2012, 459 =
führen kann. DWW 2013, 54
= GE 2012, 1632
§ 536 BGB Minderung wegen erhöhten 19. Dezember MietPrax-AK § Beuermann, GE
Verkehrslärms 2012 536 BGB Nr. 46 2013, 236;
a) Zu den Voraussetzungen einer VIII ZR 152/12 = GE 2013, 261 Scheuer, MietRB
konkludenten = GuT-W 2012, 2013, 65; Drasdo,
Beschaffenheitsvereinbarung in Bezug 9 = NJW 2013, NJW-Spezial 2013,
auf die Mietsache (im Anschluss an BGH, 680 = WuM 193; Brückner, GE
Urteil vom 23. September 2009 - VIII ZR 2013, 154 = 2013, 459;
300/08, NJW 2010, 1133). NZM 2013, 184 Eisenschmid,
b) Fehlt es an einer = DWW 2013, jurisPR-MietR
Beschaffenheitsvereinbarung, bestimmt 94 = ZMR 2013, 8/2013 Anm. 2
sich der zum vertragsgemäßen Gebrauch 269
geeignete Zustand der Mietsache nach der
Verkehrsanschauung unter
Berücksichtigung des vereinbarten
Nutzungszwecks und des Grundsatzes
von Treu und Glauben.
c) Eine vorübergehende erhöhte
Verkehrslärmbelastung aufgrund von
Straßenbauarbeiten stellt unabhängig von
ihrer zeitlichen Dauer jedenfalls dann,
wenn sie sich innerhalb der in
Innenstadtlagen üblichen Grenzen hält,
keinen zur Minderung berechtigenden
Mangel der vermieteten Wohnung dar.
§ 536 BGB Maßgeblicher Standard für 5. Juni 2013 MietPrax-AK § Börstinghaus,
Trittschallschutz VIII ZR 287/12 536 BGB Nr. 47 jurisPR-BGHZiviR
= GE 2013, 938 14/2013 Anm. 3;

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a) Bei der Beurteilung des Vorliegens = NJW 2013, Beuermann, GE
eines Mangels der Mietsache ist, wenn 2417 = WuM 2013, 911; Schach,
Parteiabreden zur Beschaffenheit der 2013, 481 = jurisPR-MietR
Mietsache fehlen, jedenfalls die NZM 2013, 575 15/2013 Anm. 1;
Einhaltung der maßgeblichen technischen = WuM 2013, Harsch, MietRB
Normen geschuldet. Dabei ist nach der 606 = GuT-W 2013, 229; Drasdo,
Verkehrsanschauung grundsätzlich der 2013, 92 NJW-Spezial 2013,
bei Errichtung des Gebäudes geltende 513; Hille, NZM
Maßstab anzulegen (Bestätigung von 2014, 454
BGH, Urteile vom 6. Oktober 2004 VIII
ZR 355/03, NJW 2005, 218 unter II 1;
vom 17. Juni 2009 - VIII ZR 131/08,
NJW 2009, 2441 Rn. 9 f.; vom 7. Juli
2010 - VIII ZR 85/09, NJW 2010, 3088
Rn. 12 f.; vom 1. Juni 2012 - V ZR
195/11, NJW 2012, 2725 Rn. 10).
b) Nimmt der Vermieter bauliche
Veränderungen an einem älteren Gebäude
vor, so kann der Mieter, sofern nicht
etwas anderes vereinbart ist, nur dann
erwarten, dass der Tritt- und
Luftschallschutz anschließend den
höheren Anforderungen der zur Zeit der
baulichen Veränderungen geltenden DIN-
Normen genügt, wenn die Maßnahmen
von der Intensität des Eingriffs in die
Gebäudesubstanz her mit einem Neubau
oder einer grundlegenden Veränderung
des Gebäudes vergleichbar sind
(Bestätigung der Senatsurteile vom 6. Ok-
tober 2004 - VIII ZR 355/03, aaO; vom
17. Juni 2009 - VIII ZR 131/08, aaO Rn.
12).
c) Zu der Frage, ob eine erhebliche
Minderung der Tauglichkeit der
Mietsache zum ver-tragsgemäßen
Gebrauch vorliegt, wenn der Tritt- oder
Luftschallschutz einer Mietwoh-nung die
Mindestwerte der anzuwendenden DIN-
Normen um nicht mehr als ein Dezibel
unterschreitet.
§ 536 BGB Kein Mangel bei möglichem 20. November MietPrax-AK § Bieber, GE 2014,
behördlichen Einschreiten 2013 536 BGB Nr. 48 88; Schach,
Allein die anlässlich einer Anhörung XII ZR 77/12 = GE 2014, 114 MietRBR 2014, 39;
gemäß § 28 VwVfG erfolgte Mitteilung = NZM 2014, Drasdo, NJW-
der Behörde an den Mieter, dass die 165 = GuT 2013, Spezial 2014, 65;
beantragte Nutzungsänderung nicht 275 Eisenschmid,
genehmigungsfähig sei, vermag einen jurisPR-MietR
Mangel des Mietobjektes im Sinne des § 17/2014 Anm. 2
536 BGB nicht zu begründen und damit
auch eine außerordentliche Kündigung
nach § 543 BGB nicht zu rechtfertigen;
dem Mieter ist es grundsätzlich
zuzumuten, eine Bescheidung seines
Nutzungsänderungsantrages abzuwarten.
§ 536 BGB Verstoß gegen 18. Dezember MietPrax-AK § Schmid, MietRB
Wirtschaftlichkeitsgrundsatz ist 2013 536 BGB Nr. 49 2014, 71;
XII ZR 80/12 = GE 2014, 245 Börstinghaus,
kein Mangel = NZM 2014, jurisPR-
a) Dass eine dem vertragsgemäßen 163 = DWW BGHZivilR 5/2014
Zustand der Mietsache entsprechende 2014, 89 = ZMR Anm. 3; Pfeifer,

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Heizungs- und Belüftungsanlage hohe 2014, 436 = GuT jurisPR-
Energiekosten verursacht, ist bei der 2013, 271 = CuR BGHZivilR 6/2014
Beurteilung, ob ein Mangel der Mietsache 2014, 30 Anm. 1; Drasdo,
vorliegt, nicht von Bedeutung, wenn die NJW-Spezial 2014,
Anlage dem bei der Errichtung des 162
Gebäudes maßgeblichen technischen
Standard entspricht und fehlerfrei
arbeitet.
b) Auch bei einem gewerblichen
Mietverhältnis lässt sich aus dem
Wirtschaftlichkeitsgebot ein Anspruch
des Mieters auf Modernisierung einer
vorhandenen und den vertraglichen
Vereinbarungen entsprechenden
Heizungsanlage nicht ableiten (im
Anschluss an BGH Urteil vom 31.
Oktober 2007 - VIII ZR 261/06 - NJW
2008, 142).
§ 536 BGB Darlegungslast für Minderung 12. Februar 2014 MietPrax-AK § Kinne, GE 2014,
Der Mieter muss nur die Sachmängel XII ZR 92/13 536 BGB Nr. 50 496
darlegen, die die Tauglichkeit der = GE 2014, 517
Mietsache zum vertragsgemäßen
Gebrauch beeinträchtigen, hingegen das
Maß der Gebrauchsbeeinträchtigung
durch den Mangel nicht.(nicht
amtlicher Leitsatz)
§ 536 BGB Minderung bei Kinderlärm 29. April 2015 MietPrax-AK § Börstinghaus,
1. Die bei einer Mietsache für eine VIII ZR 197/14 536 BGB Nr. 51 jurisPR-
konkludent getroffene = BGHZ 205, BGHZivilR
Beschaffenheitsvereinbarung 177 = GE 2015, 12/2015 Anm. 2;
erforderliche Einigung kommt nicht 849 = NZM Schach, MietRB
schon dadurch zustande, dass dem 2015, 481 = 2015, 225; Föller,
Vermieter eine bestimmte NJW 2015, 2177 WuM 2015, 485;
Beschaffenheitsvorstellung des Mieters = WuM 2015, Drasdo, NJW-
bekannt ist. Erforderlich ist vielmehr, 478 = DWW Spezial 2015, 513;
dass der Vermieter darauf in irgendeiner 2015, 250 = Ghassemie-Tabar,
Form zustimmend reagiert (Bestätigung ZMR 2015, 697 NJW 2015, 2849;
der Senatsrechtsprechung, vergleiche Blank, MDR 2015,
Urteile vom 19. Dezember 2012, VIII ZR 1114; Boos, LMK
152/12, NJW 2013, 680 Rn. 10 und vom 2015, 373443;
23. September 2009, VIII ZR 300/08, Selk, NZM 2015,
WuM 2009, 659 Rn. 14). 855; Schläger,
2. Die in § 22 Abs. 1a BImSchG ZMR 2016, 362; F
vorgesehene Privilegierung von
Kinderlärm ist auch bei einer Bewertung
von Lärmeinwirkungen als Mangel einer
gemieteten Wohnung zu berücksichtigen.
3. Nachträglich erhöhte
Geräuschimmissionen, die von einem
Nachbargrundstück ausgehen, begründen
bei Fehlen anderslautender
Beschaffenheitsvereinbarungen
grundsätzlich keinen gemäß § 536 Abs. 1
Satz 1 BGB zur Mietminderung
berechtigenden Mangel der
Mietwohnung, wenn auch der Vermieter
die Immissionen ohne eigene Abwehr-
oder Entschädigungsmöglichkeit nach §
906 BGB als unwesentlich oder
ortsüblich hinnehmen muss. Insoweit hat
der Wohnungsmieter an der jeweiligen

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Situationsgebundenheit des
Mietgrundstücks teil (Fortführung der
Senatsrechtsprechung, vergleiche Urteile
vom 19. Dezember 2012, VIII ZR 152/12,
NJW 2013, 680 Rn. 12 und vom 23.
September 2009, VIII ZR 300/08, WuM
2009, 659 Rn. 15, 17).
§ 536 BGB Keine Minderung für nach 13. April 2016 MietPrax-AK § Schach, MietRB
Ausbau gestohlenen VIII ZR 198/15 536 BGB Nr. 52 2016, 191; Drasdo,
= MDR 2016, NJW-Spezial 2016,
Einbauküche 640 = WuM 449; Piper; ZMR
Zur Mietminderung im Falle der 2016, 350 = GE 2017, 229
Entwendung einer mitvermieteten, später 2016, 721 =
auf Wunsch des Mieters DWW 2016, 211
vereinbarungsgemäß ausgelagerten = ZMR 2016,
Einbauküche. 525 = NZM
2016, 673 =
NJW-RR 2016,
1032
§ 536 BGB Umfang des Sachvortrag bei 27. Juli 2016 MietPrax-AK § Mettler, MietRB
Mängeln der Mietsache XII ZR 59/14 536 BGB Nr. 53 2016, 315
Da die Minderung nach § 536 Abs. 1 = NZM 2016,
BGB kraft Gesetzes eintritt, genügt der 796 = ZMR
Mieter seiner Darlegungslast schon mit 2016, 854
der Darlegung eines konkreten
Sachmangels, der die Tauglichkeit der
Mietsache zum vertragsgemäßen
Gebrauch beeinträchtigt; das Maß der
Gebrauchsbeeinträchtigung (oder einen
bestimmten Minderungsbetrag) braucht er
hingegen nicht vorzutragen. Von ihm ist
auch nicht zu fordern, dass er über eine
hinreichend genaue Beschreibung der
Mangelerscheinungen
("Mangelsymptome") hinaus die ihm
häufig nicht
bekannte Ursache dieser Symptome
bezeichnet.(nicht amtlicher Leitsatz)
§ 536 BGB Darlegung von 21. Februar 2017 MietPrax-AK § Beyer, jurisPR-
Lärmbeeinträchtigungen VIII ZR 1/16 536 BGB Nr. 54 MietR 11/2017
Zu den Anforderungen an die Darlegung = WuM 2017, Anm. 2; Suilmann,
eines zur Mietminderung berechtigenden 194 = MDR MietRB 2017, 154;
Mangels (hier: Lärmbelästigungen in 2017, 448 = GE Bruns, NJW 2017,
einem hellhörigen Gebäude). 2017, 413 = 1879
NZM 2017, 256
= ZMR 2017,
379 = NJW
2017, 1877
§ 536 BGB Lärmbelästigung durch Kinder 22. August 2017 MietPrax-AK § Börstinghaus,
a) Zur Rücksichtnahmepflicht unter VIII ZR 226/16 536 BGB Nr. 55 jurisPR-
Mietern bei (Kinder-)Lärm aus der = MDR 2017, BGHZivilR
Nachbarwohnung eines 1175 = GE 2017, 19/2017 Anm. 1;
Mehrfamilienhauses. 1153 = WuM Beyer, jurisPR-
b) Bei wiederkehrenden 2017, 587 = MietR 21/2017
Beeinträchtigungen durch Lärm bedarf es NZM 2017, 694 Anm. 1 = WuM
nicht der Vorlage eines detaillierten = DWW 2017, 2017, 694; Selk,
Protokolls. Es genügt vielmehr 371 = NJW-RR NZM 2017, 697;
grundsätzlich eine Beschreibung, aus der 2017, 1290 = Drasdo, NJW-
sich ergibt, um welche Art von ZMR 2018, 19 Spezial 2017, 705;
Beeinträchtigungen es geht und zu Pfeifer, MietRB
welchen Tageszeiten, über welche 2017, 346;

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Zeitdauer und in welcher Frequenz diese Nierhauve, ZMR
ungefähr auftreten. 2018, 298
a) Zur Rücksichtnahmepflicht unter
Mietern bei (Kinder-)Lärm aus der
Nachbarwohnung eines
Mehrfamilienhauses.
b) Bei wiederkehrenden
Beeinträchtigungen durch Lärm bedarf es
nicht der Vorlage eines detaillierten
Protokolls. Es genügt vielmehr
grundsätzlich eine Beschreibung, aus der
sich ergibt, um welche Art von
Beeinträchtigungen es geht und zu
welchen Tageszeiten, über welche
Zeitdauer und in welcher Frequenz diese
ungefähr auftreten (Bestätigung der st.
Senatsrspr.: Senatsurteile vom 29.
Februar 2012 - VIII ZR 155/11, NJW
2012, 1647 Rn. 17; vom 20. Juni 2012 -
VIII ZR 268/11, NJW-RR 2012, 977 Rn.
18; jeweils mwN; Senatsbeschluss vom
21. Februar 2017 - VIII ZR 1/16, NJW
2017, 1877 Rn. 12).
§ 536 BGB Minderung bei erheblichen 10. April 2018 MietPrax-AK § Eisenschmid,
Mängeln und Anforderungen an VIII ZR 223/17 536 BGB Nr. 56 jurisPR-MietR
= NZM 2018, 15/2018 Anm. 1
den Sachvortrag 442 = WuM
1. Bei besonders gravierenden Mängeln 2018, 357 = GE
(Unbewohnbarkeit des Erdgeschosses 2018, 822 =
infolge massiver Durchfeuchtung der ZMR 2018, 921
Außenwände und großflächigen = NJW-RR
Schimmelpilzbefalls, seit Jahren stark 2018, 647
sanierungsbedürftiger Zustand des
Daches mit der Folge von an den Wänden
des Obergeschosses bei starken
Niederschlägen herablaufendem und von
der Decke herabtropfendem Wasser und
großflächigem Schimmelpilzbefall auch
in den oberen Räumen) liegt eine
weitgehende, wenn nicht gar vollständige
Gebrauchsuntauglichkeit einer Wohnung
vor.
2. Bei einer Minderung, die nach § 536
Abs. 1 BGB kraft Gesetzes eintritt,
genügt der Mieter seiner Darlegungslast
schon mit der Darlegung eines konkreten
Sachmangels, der die Tauglichkeit der
Mietsache zum vertragsgemäßen
Gebrauch beeinträchtigt; das Maß der
Gebrauchsbeeinträchtigung braucht er
hingegen nicht vorzutragen.(nicht
amtlicher Leitsatz)
§ 536 BGB Schimmelgeneigtheit 5. Dezember MietPrax-AK § Börstinghaus,
grundsätzlich kein Mangel 2018 536 BGB Nr. 57 jurisPR-
1. Wärmebrücken in den Außenwänden VIII ZR 271/17 = WuM 2019, 25 BGHZivilR 3/2019
einer Mietwohnung und eine deshalb - bei = MDR 2019, Anm. 2; Harsch,
unzureichender Lüftung und Heizung - 150 = GE 2019, MietRB 2019, 33;
bestehende Gefahr einer 116 = NJW Drasdo, NJW-
Schimmelpilzbildung sind, sofern die 2019, 507 = Spezial 2019, 129;
Vertragsparteien Vereinbarungen zur NZM 2019, 136 Hinz, JR 2020, 551
Beschaffenheit der Mietsache nicht = ZMR 2019,

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getroffen haben, nicht als Sachmangel der 189 = CuR 2019,
Wohnung anzusehen, wenn dieser 151
Zustand mit den zum Zeitpunkt der
Errichtung des Gebäudes geltenden
Bauvorschriften und technischen Normen
in Einklang steht (im Anschluss an die st.
Rspr.; siehe nur BGH, Urteile vom 23.
September 2009, VIII ZR 300/08, NJW
2010, 1133 Rn. 11; vom 1. Juni 2012, V
ZR 195/11, NJW 2012, 2725 Rn. 10; vom
5. Juni 2013, VIII ZR 287/12, NJW 2013,
2417 Rn. 15; vom 18. Dezember 2013,
XII ZR 80/12, NJW 2014, 685 Rn. 20 und
vom 5. Dezember 2018, VIII ZR 67/18,
zur Veröffentlichung vorgesehen; jeweils
mwN).
2. Welche Beheizung und Lüftung einer
Wohnung dem Mieter zumutbar ist, kann
nicht abstrakt-generell und unabhängig
insbesondere von dem Alter und der
Ausstattung des Gebäudes sowie dem
Nutzungsverhalten des Mieters, sondern
nur unter Berücksichtigung der Umstände
des Einzelfalls bestimmt werden
(Anschluss an Senatsurteile vom 18.
April 2007, VIII ZR 182/06, NJW 2007,
2177 Rn. 32 und vom 5. Dezember 2018,
VIII ZR 67/18, aaO).
§ 536 BGB Schimmelgeneigtheit 5. Dezember MietPrax-AK § Harsch, MietRB
grundsätzlich kein Mangel 2018 536 BGB Nr. 58 2019, 33
a) Wärmebrücken in den Außenwänden VIII ZR 67/18 = GE 2019, 113
einer Mietwohnung und eine deshalb - bei = ZMR 2019,
unzureichender Lüftung und Heizung - 576
bestehende Gefahr einer
Schimmelpilzbildung sind, sofern die
Vertragsparteien Vereinbarungen zur
Beschaffenheit der Mietsache nicht
getroffen haben, nicht als Sachmangel der
Wohnung anzusehen, wenn dieser
Zustand mit den zum Zeitpunkt der
Errichtung des Gebäudes gelteden
Bauvorschriften und technischen Normen
in Einklang steht (im Anschluss an die st.
Rspr.; siehe nur BGH, Urteile vom 23.
September 2009 - VIII ZR 300/08, NJW
2010, 1133 Rn. 11; vom 1. Juni 2012 - V
ZR 195/11, NJW 2012, 2725 Rn. 10; vom
5. Juni 2013 - VIII ZR 287/12, NJW
2013, 2417 Rn. 15; vom 18. Dezember
2013 - XII ZR 80/12, NJW 2014, 685 Rn.
20; vom 5. Dezember 2018 - VIII ZR
271/17, zur Veröffentlichung vorgesehen;
jeweils mwN).
b) Welche Beheizung und Lüftung einer
Wohnung dem Mieter zumutbar ist, kann
nicht abstrakt-generell und unabhängig
insbesondere von dem Alter und der
Ausstattung des Gebäudes sowie dem
Nutzungsverhalten des Mieters, sondern
nur unter Berücksichtigung der Umstände
des Einzelfalls bestimmt werden

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(Anschluss an Senatsurteile vom 18.
April 2007 - VIII ZR 182/06, NJW 2007,
2177 Rn. 32; vom 5. Dezember 2018 -
VIII ZR 271/17, aaO).
§ 536 BGB Wegfall der Mietminderung bei 10. April 2019 MietPrax-AK § Monschau, MietRB
Verhinderung der VIII ZR 12/18 536 BGB Nr. 59 2019, 197; Flatow,
= MDR 2019, WuM 2019, 431;
Mangelbeseitigung 729 = WuM Drasdo, NJW-
1. Wird eine Klage auf Zahlung von 2019, 309 = GE Spezial 2019, 449;
Miete ganz oder teilweise mit der 2019, 790 = Streyl, NJW 2019,
Begründung abgewiesen, die Miete sei NJW 2019, 2308 2312
aufgrund von Mängeln gemindert, = NZM 2019,
erwachsen - als bloße Vorfragen - weder 533 = ZMR
die Ausführungen zum Bestehen von 2019, 572 =
Mängeln noch die vom Gericht DWW 2019, 258
angesetzten Minderungsquoten in
Rechtskraft.
2. Weigert sich der Mieter, die
Beseitigung von Mängeln durch den
Vermieter, dessen Mitarbeiter oder von
ihm beauftragte Handwerker zu dulden,
ist er ab diesem Zeitpunkt grundsätzlich
zu einer weiteren Minderung nicht mehr
berechtigt und entfällt ein etwaiges
Zurückbehaltungsrecht in der Weise, dass
einbehaltene Beträge sofort nachzuzahlen
sind und von den ab diesem Zeitpunkt
fälligen Mieten ein Einbehalt nicht mehr
zulässig ist. Dies gilt auch dann, wenn der
Mieter die Mangelbeseitigung unter
Berufung darauf verweigert, dass er im
Hinblick auf einen anhängigen
Rechtsstreit über rückständige Miete
(hier: Prozess mit dem Rechtsvorgänger
des Vermieters) den bestehenden
mangelhaften Zustand aus Gründen der
"Beweissicherung" erhalten will.
§ 536 BGB Zum erforderlichen Sachvortrag 18. Dezember MietPrax-AK § Jahreis, jurisPR-
zur Mangelhaftigkeit 2019 536 BGB Nr. 60 MietR 11/2021
Eine Partei genügt bei einem von ihr zur XII ZR 67/19 = NZM 2020, Anm. 6
Rechtsverteidigung gehaltenen 283 = MDR
Sachvortrag ihren 2020, 434 =
Substantiierungspflichten, wenn sie ZMR 2020, 492
Tatsachen vorträgt, die in Verbindung mit
einem Rechtssatz geeignet sind, das von
der anderen Seite geltend gemachte Recht
als nicht bestehend erscheinen zu lassen
(im An-schluss an Senatsbeschluss vom
[Link] 2016 -XII ZR 59/14 - NJW-RR
2016, 1291).
§ 536 BGB Grundsätzlich kein Mangel bei 29. April 2020 MietPrax-AK § Eisenschmid,
Baulückenbebauung auf VIII ZR 31/18 536 BGB Nr. 61 WuM 2020, 477;
= WuM 2020, Selk, NZM 2020,
Nachbargrundstück 407 = NZM 632; Bieber, GE
1. Nach Abschluss des Mietvertrags 2020, 598 = GE 2020, 835; Riecke,
eintretende erhöhte Geräusch- und 2020, 865 = MietRB 2020, 196
Schmutzimmissionen begründen, auch MDR 2020, 847
wenn sie von einer auf einem = NJW 2020,
Nachbargrundstück eines Dritten 2884 = ZMR
betriebenen Baustelle (hier: zur 2020, 730 =
Errichtung eines Neubaus in einer DWW 2020, 336
Baulücke) herrühren, bei Fehlen

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anderslautender
Beschaffenheitsvereinbarungen
grundsätzlich keinen gemäß § 536 Abs. 1
Satz 1 BGB zur Mietminderung
berechtigenden Mangel der
Mietwohnung, wenn auch der Vermieter
die Immissionen ohne eigene Abwehr-
oder Entschädigungsmöglichkeit nach §
906 BGB hinnehmen muss (Bestätigung
und Fortführung des Senatsurteils vom
29. April 2015 - VIII ZR 197/14, BGHZ
205, 177 Rn. 35, 39 ff. mwN).
2. Eine anderslautende
Beschaffenheitsvereinbarung der
Mietvertragsparteien kann nicht mit der
Argumentation bejaht werden, die
Freiheit der Wohnung von Baustellenlärm
werde regelmäßig stillschweigend zum
Gegenstand einer entsprechenden
Beschaffenheitsvereinbarung der
Mietvertragsparteien. Die bei einer
Mietsache für eine konkludent getroffene
Beschaffenheitsvereinbarung
erforderliche Einigung kommt nicht
schon dadurch zustande, dass dem
Vermieter eine bestimmte
Beschaffenheitsvorstellung des Mieters
(hier: hinsichtlich eines Fortbestands der
bei Abschluss des Mietvertrags
vorhandenen "Umweltbedingungen" der
Wohnung) bekannt ist. Erforderlich ist
vielmehr, dass der Vermieter darauf in
irgendeiner Form zustimmend reagiert
(Bestätigung der ständigen
Rechtsprechung des Senats; vgl.
Senatsurteile vom 29. April 2015 - VIII
ZR 197/14, aaO Rn. 20 f.; vom 19.
Dezember 2012, VIII ZR 152/12, NJW
2013, 680 Rn. 10; vom 23. September
2009, VIII ZR 300/08, WuM 2009, 659
Rn. 14).
3. Macht der Mieter einen zur
Mietminderung berechtigenden Mangel
der Mietwohnung in Gestalt der
vorgenannten Geräusch- und
Schmutzimmissionen geltend, richtet sich
die Darlegungs- und Beweislast nicht
nach den im Bereich des § 906 BGB
bestehenden Regelungen, sondern nach
den Grundsätzen des
Wohnraummietrechts und insbesondere
nach der dort grundsätzlich geltenden
Verteilung der Darlegungs- und
Beweislast nach
Verantwortungsbereichen (Anschluss an
BGH, Urteil vom 1. März 2000 - XII ZR
272/97, NJW 2000, 2344 unter II 2 a
mwN; vgl. auch BGH, Urteil vom 18.
Mai 1994 - XII ZR 188/92, BGHZ 126,
124, 127 ff.; BGH, Beschluss vom 25.
Januar 2006 - VIII ZR 223/04, NJW
2006, 1061 Rn. 3). Demnach hat der

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Mieter darzulegen und erforderlichenfalls
zu beweisen, dass die von ihm
angemietete Wohnung Immissionen der
vorbezeichneten Art ausgesetzt ist, die die
Gebrauchstauglichkeit der Wohnung
unmittelbar beeinträchtigen, und dass es
sich hierbei um eine wesentliche
Beeinträchtigung im Sinne des § 906 Abs.
1 Satz 1 BGB handelt.
4. Von den auf dieser Grundlage zu
treffenden notwendigen Feststellungen
darf der Tatrichter - schon mangels eines
entsprechenden Erfahrungssatzes - nicht
mit der Begründung absehen, dass
Baumaßnahmen, die auf einer in der Nähe
der Wohnung gelegenen Baustelle (hier:
zur Errichtung eines Neubaus in einer
Baulücke) durchgeführt werden,
typischerweise mit Immissionen in Form
von Lärm und Schmutz einhergingen, die
eine Mietminderung rechtfertigten.
Vielmehr ist die Frage nach der Art und
dem Umfang von Immissionen wegen
deren Objektbezogenheit regelmäßig
anhand des konkreten Einzelfalles zu
beantworten.
5. Beruft sich der Vermieter gegenüber
dem Wohnungsmieter darauf, Ansprüche
nach § 906 BGB gegen den Verursacher
nicht zu haben, hat er diejenigen, dem
Verhältnis zwischen ihm und dem
Verursacher - und damit dem
Verantwortungsbereich des Vermieters -
entstammenden Tatsachen, seien sie
personen- oder grundstücksbezogen,
vorzubringen und im Falle des Bestreitens
zu beweisen, die in Anbetracht des bis
dahin festgestellten Sachverhalts - auch
unter Beachtung der im Verhältnis zum
Verursacher geltenden
Beweislastverteilung - dazu führen, dass
weder Abwehr- noch
Entschädigungsansprüche bestehen.
§ 536 BGB Tatsächliches Anerkenntnis von 23. September MietPrax-AK § Börstinghaus,
Mängeln der Mietsache 2020 536 BGB Nr. 62 jurisPR-
1. Eine wesentliche Änderung der XII ZR 86/18 = GE 2020, 1619 BGHZivilR
Prozesslage, die entsprechend § 128 Abs. = WuM 2021, 27 25/2020 Anm. 3;
2 Satz 1 ZPO den Widerruf des = MDR 2021, Lehmann-Richter,
Einverständnisses mit der Entscheidung 189 MietRB 2021, 2
durch den Einzelrichter in der
Berufungsinstanz rechtfertigt, kann auch
durch einen Hinweis nach § 139 Abs. 2
ZPO herbeigeführt werden, wenn der
Einzelrichter auf bestimmte, bislang von
den Parteien nicht erkannte rechtliche
Gesichtspunkte hinweist oder zu
erkennen gibt, dass er
entscheidungserhebliche Sach- oder
Rechtsfragen anders beurteilen will als
beide Parteien (Fortführung von

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Senatsurteil BGHZ 105, 270 = FamRZ
1989, 164).
2. Zu den Voraussetzungen, unter denen
Maßnahmen des Vermieters zur
Mangelerforschung und
Mangelbeseitigung die Annahme eines
"tatsächlichen" Anerkenntnisses der vom
Mieter behaupteten Mängel der
Mietsache rechtfertigen können.
§ 536 BGB Flächenabweichung unter 10% 25. November MietPrax-AK § Bieber, GE 2021,
in der Gewerberaummiete 2020 536 BGB Nr. 63 152; Mettler,
1. Die Unterschreitung der vertraglich XII ZR 40/19 = MDR 2021, MietRB 2021, 76;
vereinbarten durch die dem Mieter vom 224 = GE 2021, Börstinghaus,
Vermieter tatsächlich überlassenen Fläche 175 = WuM jurisPR-
stellt auch dann einen Sachmangel der 2021, 97 = ZMR BGHZivilR 6/2021
Mietsache dar, wenn die Flächendifferenz 2021, 306 = Anm. 2;
die Folge von nach Abschluss des NJW-RR 2021, Eisenschmid,
Mietvertrags erfolgten Umbauarbeiten ist, 264 = NZM jurisPR-MietR
durch die diese Fläche dem angrenzenden 2021, 276 7/2021 Anm. 2;
Mietobjekt zugeschlagen worden ist. Drasdo, NJW-
2. Weist bei der Miete von Spezial 2021, 193;
Geschäftsräumen die Mietfläche eine Börstinghaus,
Größe auf, die um weniger als 10% unter LMK 2021,
der im Mietvertrag vereinbarten Fläche 804815
zurückbleibt, ist eine Mietminderung
zwar nicht grundsätzlich ausgeschlossen.
Der Mieter hat in diesem Fall jedoch
konkret darzulegen und gegebenenfalls zu
beweisen, dass durch die
Flächenabweichung der vertragsgemäße
Gebrauch der Mietsache beeinträchtigt
wird (Fortführung von Senatsurteil vom
18. Juli 2012 - XII ZR 97/09, NJW 2012,
3173).
§ 536 BGB Vereinbarungen über 22. Juni 2021 MietPrax-AK § Börstinghaus,
anzurechnende Wohnfläche VIII ZR 26/20 536 BGB Nr. 64 jurisPR-MietR
Die Parteien eines = GE 2021, 1191 22/2021 Anm 2;
Wohnraummietvertrages können wirk- = WuM 2021, Heix, WuM 2022,
sam vereinbaren, welche Flächen in die 609 = NZM 1
Berechnung der Wohnfläche 2021, 759 =
ZMR 2022, 17
einzubeziehen sind.(nicht amtlicher
Leitsatz)
§ 536 BGB Immisionen vom 24. November MietPrax-AK § Börstinghaus,
Nachgrundstück grds kein 2021 536 BGB Nr. 65 MietRB 2022, 57;
VIII ZR 258/19 = GE 2022, 93 = Börstinghaus
Mangel WuM 2022, 100 jurisPR-
a) Nach Abschluss des Mietvertrags = MDR 2022, BGHZivilR 8/2022
eintretende erhöhte Lärm- und 298 = NZM Anm. 2; Drasdo,
Schmutzimmissionen begründen, auch 2022, 178 = NJW-Spezial 2022,
wenn sie von einer auf einem ZMR 2022, 288 193
Nachbargrundstück eines Dritten
betriebenen Baustelle herrühren, bei
Fehlen anderslautender
Beschaffenheitsvereinbarungen
grundsätzlich keinen gemäß § 536 Abs. 1
Satz 1 BGB zur Mietminderung
berechtigenden Mangel der
Mietwohnung, wenn auch der Vermieter
die Immissionen ohne eigene Abwehr-
oder Entschädigungsmöglichkeit nach §
906 BGB hinnehmen muss (Bestätigung

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des Senatsurteils vom 29. April 2020 -
VIII ZR 31/18, NJW 2020, 2884 Rn. 28;
vgl. auch Senatsurteil vom 29. April 2015
- VIII ZR 197/14, BGHZ 205, 177 Rn. 35
ff.).
b) Eine anderslautende
Beschaffenheitsvereinbarung der
Mietvertragsparteien kann nicht mit der
Begründung bejaht werden, die Freiheit
der Wohnung von Baulärm werde
regelmäßig stillschweigend zum
Gegenstand einer entsprechenden Abrede
der Mietvertragsparteien (Bestätigung des
Senatsurteils vom 29. April 2020 - VIII
ZR 31/18, aaO Rn. 56 ff.)
§ 536 BGB Mangel durch 12. Oktober 2021 MietPrax-AK §
Modernisierungsmaßnahme VIII ZR 51/20 536 BGB Nr. 66
Die Duldungspflicht von = GE 2022, 196
Modernisierungsmaßnahmen gem. § 555d = WuM 2022,
BGB lässt grundsätzlich das Recht des 145
Mieters zur Minderung der Miete
unberührt.(nicht amtlicher Leitsatz)
§ 536a Beweislast bei Schäden durch 25. Januar 2006 MietPrax-AK § Schach, GE 2006,
BGB Fogging VIII ZR 223/04 536a BGB Nr. 1 284; Krapf,
Die Voraussetzungen für den von einem = GE 2006, 319 MietRB 2006, 154
Mieter wegen des sogenannten Fogging = WuM 2006,
gegen den Vermieter geltend gemachten 147 = NJW
Schadensersatzanspruch aus § 536 a Abs. 2006, 1061 =
1 Alt. 2 BGB einschließlich des NZM 2006, 258
Verschuldens des Vermieters sind vom = DWW 2006,
Mieter darzulegen und zu beweisen. 158 = ZMR
Insoweit gilt nur dann etwas anderes, 2006, 356 =
wenn feststeht, dass die Schadensursache MDR 2006, 983
im Herrschafts- und Einflussbereich des
Vermieters gesetzt worden ist; in diesem
Fall muss sich der Vermieter hinsichtlich
des Verschuldens entlasten.
§ 536a Schadensersatz wegen Mangel 10. Mai 2006 MietPrax-AK § Drasdo, NJW-
BGB am Stromzähler XII ZR 23/04 536a BGB Nr. 2 Spezial 2006, 438
Zur Verantwortlichkeit des Vermieters = GE 2006, 903
für Schäden an Sachen des Mieters, wenn = GuT 2006, 189
die Schadensursache von einer = NZM 2006,
Gefahrenquelle ausgeht, die sich zwar im 582 = MDR
Mietgebäude befindet, aber nicht 2007, 25
mitvermietet ist und nicht dem
Verantwortungsbereich des Vermieters
unterliegt (hier: verplombte Zähleranlage
des E-Werks).
§ 536a Beweislast für Schaden 7. Juni 2006 MietPrax-AK § Manger, GE 2006,
BGB Treten infolge eines Mangels der XII ZR 47/04 536a BGB Nr. 3 950;
Mietsache Schäden an Sachen des = GE 2006, 966 Lützenkirchen,
Mieters ein, muss dieser die Schäden = ZMR 2006, MietRB 2006, 289
nach Grund und Höhe auch dann 680 = NZM
beweisen, wenn der Vermieter behauptet, 2006, 659 =
diese seien bereits aufgrund eines DWW 2006, 329
früheren Schadensereignisses eingetreten. = GuT 2006, 240
Eine Umkehr der Beweislast zu Lasten = NJW 2006,
des Vermieters findet nicht statt. 3559 = MDR
2006, 1392

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§ 536a Aufwendungsersatz zur 16. Januar 2008 MietPrax-AK § Börstinghaus,
BGB Mangelbeseitigung VIII ZR 222/06 536a BGB Nr. 4 BGHReport 2008,
Beseitigt der Mieter eigenmächtig einen = WuM 2008, 424; Drasdo, NJW-
Mangel der Mietsache, ohne dass der 147 = GE 2008, Spezial 2008, 194;
Vermieter mit der Mangelbeseitigung in 325 = ZMR Dötsch, MietRB
Verzug ist (§ 536a Abs. 2 Nr. 1 BGB) 2008, 281 = 2008, 97; Dötsch,
oder die umgehende Beseitigung des NJW 2008, 1216 ZMR 2008, 283;
Mangels zur Erhaltung oder = NZM 2008, Schach, MietRB
Wiederherstellung des Bestands der 279 = DWW 2008, 212; Artz,
Mietsache notwendig ist (§ 536a Abs. 2 2008, 174 ZJS 2008, 203;
Nr. 2 BGB), so kann er die Schimmel/Buhlma
Aufwendungen zur Mangelbeseitigung nn, LMK 2008 II.
weder nach § 539 Abs. 1 BGB noch als HJ, 61; Kuhn,
Schadensersatz gemäß § 536a Abs. 1 ZMR 2009, 175
BGB vom Vermieter ersetzt verlangen.
§ 536a Beweislast bei Schäden durch 28. Mai 2008 MietPrax-AK § Dötsch, MietRB
BGB Fogging VIII ZR 271/07 536a BGB Nr. 5 2008, 258;
a) Einen im Laufe des Mietverhältnisses = NJW 2008, Schläger, ZMR
auftretenden Mangel der Mietsache hat 2432 = GE 2008, 2008, 870;
der Vermieter auch dann auf seine Kosten 982 = WuM Eisenschmid,
zu beseitigen, wenn die Mangelursache 2008, 476 = jurisPR-MietR
zwar der Sphäre des Mieters zuzurechnen NZM 2008, 607 20/2008 Anm. 2
ist, der Mieter den Mangel aber nicht zu = MM 2008, 261
vertreten hat, weil er die Grenzen des = ZMR 2008,
vertragsgemäßen Gebrauchs nicht 869
überschritten hat.
b) Ist der Vermieter mit der Beseitigung
eines Mangels der Mietsache in Verzug,
kann der Mieter den Mangel selbst
beseitigen (lassen) und zu diesem Zweck
vom Vermieter einen Vorschuss in Höhe
der voraussichtlich erforderlichen
Beseitigungskosten verlangen.
§ 536a Vorschussanspruch für 21. April 2010 MietPrax-AK § Fritz, jurisPR-
BGB zwecklose Maßnahmen; VIII ZR 131/09 536a BGB Nr. 6 MietR 13/2010
= WuM 2010, Anm. 1; Drasdo,
Unmöglichkeit wegen 348 = GE 2010, NJW-Spezial 2010,
Überschreiten der Opfergrenze 837 = NJW 449; Emmerich,
a) Der Mieter hat keinen Anspruch auf 2010, 2050 = NZM 2010, 497
Kostenvorschuss für Maßnahmen, die zur NZM 2010, 507
nachhaltigen Mangelbeseitigung = ZMR 2010,
ungeeignet sind. 672
b) Zum Ausschluss des
Mangelbeseitigungsanspruchs des
Mieters wegen Überschreitens der
"Opfergrenze" für den Vermieter
(Fortführung von BGH, Urteil vom 20.
Juli 2005 - VIII ZR 342/03, NJW 2005,
3284).
§ 536a Schutzbereich der 21. Juli 2010 MietPrax-AK § Börstinghaus,
BGB Garantiehaftung XII ZR 189/08 536a BGB Nr. 7 jurisPR-
a) War ein Bauteil der Mietsache = GE 2010, 1193 BGHZivilR
aufgrund seiner fehlerhaften = NZM 2010, 18/2010 Anm. 2;
Beschaffenheit bei Vertragsschluss 668 = NJW Schach, GE 2010,
bereits in diesem Zeitpunkt für ihren 2010, 3152 = 1150; Monschau,
Zweck ungeeignet und damit MDR 2010, MietRB 2010, 319
unzuverlässig, liegt ein anfänglicher 1103 = GuT und 320
Mangel der Mietsache vor. 2010, 346 =
b) Auch dritte, an einem Mietvertrag ZMR 2011, 360
nicht unmittelbar beteiligte Personen,

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können in den Schutzbereich des
Vertrages einbezogen werden. Ihnen
gegenüber ist der Schuldner zwar nicht
zur Leistung, wohl aber unter Umständen
zum Schadensersatz verpflichtet (im
Anschluss an BGHZ 49, 350).
c) Ein Überraschungseffekt im Sinne von
§ 305 c BGB kann sich aus der Stellung
der Klausel im Gesamtwerk der
allgemeinen Geschäftsbedingungen
ergeben. Das ist etwa der Fall, wenn sie
in einem systematischen Zusammenhang
steht, in dem der Vertragspartner sie nicht
zu erwarten braucht (im Anschluss an das
Senatsurteil vom 9. Dezember 2009 - XII
ZR 109/08 - NJW 2010, 671).
§ 536a Schadensersatz wegen in Kraft 13. Juli 2011 MietPrax-AK § Horst, MietRB
BGB tretens des XII ZR 189/09 536a BGB Nr. 8 2011, 313;
= WuM 2011, Leo/Ghassemi-
Nichtraucherschutzgesetzes 520 = GE 2011, Tabar, NJW 2011,
a) Das Rauchverbot in § 7 Abs. 1 1226 = NJW 3152; Drasdo,
Nichtraucherschutzgesetz Rheinland- 2011, 3151 = NJW-Spezial 2011,
Pfalz stellt keinen Mangel einer ZMR 2011, 943 674; Eisenschmid,
verpachteten Gaststätte dar. = DWW 2011, LMK 11/2011
b) Der Verpächter ist nicht verpflichtet, 372 Anm. 1
auf Verlangen des Pächters durch
bauliche Maßnahmen die
Voraussetzungen zu schaffen, dass dieser
einen gesetzlich vorgesehen
Raucherbereich einrichten kann.
§ 536a Substantiierungslast für 1. August 2012 MietPrax-AK §
BGB Schadenseintritt und - XII ZR 87/11 536a BGB Nr. 9
= GE 2012, 1635
verursachung
a) Stammt die Schadensursache aus dem
Herrschafts- und Einflussbereich des
Vermieters, muss der Vermieter
beweisen, dass ihn kein Verschulden
trifft.
b) Ein Sachvortrag zur Begründung eines
Anspruchs ist schlüssig, wenn der
Anspruchsteller Tatsachen vorträgt, die in
Verbindung mit einem Rechtssatz
geeignet sind, das geltend gemachte
Recht als in der Person des
Anspruchsstellers entstanden erscheinen
zu lassen. Das Gericht muss in der Lage
sein, aufgrund des tatsächlichen
Vorbringens zu entscheiden, ob die
gesetzlichen Voraussetzungen für das
Bestehen des geltend gemachten
Anspruchs vorliegen.
c) Eine Beweisaufnahme zu einem
bestrittenen erheblichen Vorbringen darf
nicht abgelehnt werden, wenn die
Behauptung konkret genug ist, um eine
Stellungnahme des Gegners zu
ermöglichen und die Erheblichkeit des
Vorbringens zu beurteilen.(nicht
amtlicher Leitsatz)

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§ 536a Kündigungsfolgeschaden ohne 3. Juli 2013 MietPrax-AK § Schach, jurisPR-
BGB Kündigung VIII ZR 191/12 536a BGB Nr. MietR 18/2013
Die Kündigung eines Mietverhältnisses, 10 = GuT-W Anm. 5; ders., GE
die von einem sachlichen Grund zur 2013, 62 = NJW, 2013, 1100;
fristlosen Kündigung getragen ist, steht, 2013, 2660 = Drasdo, NJW-
auch wenn sie an einem formellen WuM 2013, 538 Spezial 2013, 578;
Mangel leidet, einem auf § 536a Abs. 1 = GE 2013, 1129 Kurek, MietRB
BGB gestützten Ersatz derjenigen = NZM 2013, 2013, 288;
Schäden nicht entgegen, die darauf 675 = ZMR Breiholdt, JM
beruhen, dass der Mieter bestehende 2014, 24 2014, 95
Mängel der Mietwohnung
berechtigterweise zum Anlass nimmt,
wegen einer nicht mehr vorhandenen
Tauglichkeit der Wohnung zum
vertragsgemäßen Gebrauch eine den
Umständen nach angemessene neue
Wohnung anzumieten (Fortführung des
Senatsurteils vom 13. Juni 2007 - VIII ZR
281/06, WuM 2007, 570).
§ 536a Schadensersatz bei 24. Juni 2015 MietPrax-AK § Burbulla, MietRB
BGB Staubbelästigung vom XII ZR 78/14 536a BGB Nr. 2015, 262
11 = GE 2015,
Nachbargrundstück 1395
Nimmt der Vermieter das Angebot des
auf dem Nachbargrundstücke eine
Großbaustelle betreibenden
Unternehmens Staubeinwirkungen
verhindernde Maßnahmen durchzuführen,
nicht an, hat der Vermieter die hierdurch
beim Mieter entstehenden Schäden gem.
§§ 280, 536a BGB zu vertreten.(nicht
amtlicher Leitsatz)
§ 536a Umfang des 2. November MietPrax-AK § Schach, GE 2017,
BGB Kündigungsfolgeschadens bei 2016 536a BGB Nr. 20; Blank, LMK
XII ZR 153/15 12 = GE 2017, 2017, 384870;
Nutzungsuntersagung durch 42 = WuM 2017, Burbulla, MietRB
Behörde 18 = NZM 2017, 2017, 98
1. Die Erheblichkeit des Einwands 73 = ZMR 2017,
rechtmäßigen Alternativverhaltens im 36 = NJW 2017,
Rahmen der Zurechnung des 1104 = MDR
Schadenerfolgs richtet sich nach dem 2017, 572
Schutzzweck der jeweils verletzten Norm.
Voraussetzung ist zudem, dass derselbe
Erfolg effektiv herbeigeführt worden
wäre; die bloße Möglichkeit, ihn
rechtmäßig herbeiführen zu können,
reicht nicht aus (im Anschluss an BGH,
25. November 1992, VIII ZR 170/91,
BGHZ 120, 281, 287 = NJW 1993, 520,
522 und BGH Urteil vom 9. März 2012,
V ZR 156/11, NJW 2012, 2022).
2. Zum Einwand rechtmäßigen
Alternativverhaltens gegenüber dem auf
Erstattung von Umzugskosten als
Kündigungsfolgeschaden gerichteten
Schadenersatzanspruch des Mieters.
§ 536a Umfang des Mietgegenstandes 27. September MietPrax-AK §
BGB bei Erwerb des gesamten 2017 536a BGB Nr.
XII ZR 54/16 13 = NZM 2017,
"beweglichen Inventars" vom 812 = NJW-RR
Vormieter

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Der übereinstimmende Parteiwillen geht 2018, 74 = ZMR
dem Wortlaut einer 2018, 208
Individualvereinbarung bei der
Auslegung vor.(nicht amtlicher
Leitsatz)
§ 536a Anforderungen an den 27. April 2022 MietPrax-AK §
BGB Sachvortrag bei Mängeln XII ZR 37/21 536a BGB Nr.
Ein Sachvortrag zur Begründung eines 14 = WuM 2022,
Klaganspruchs ist dann schlüssig und 363 = GE 2022,
erheblich, wenn der Kläger Tatsachen 734 = NZM
vorträgt, die in Verbindung mit einem 2022, 563
Rechtssatz geeignet und erforderlich sind,
das geltend gemachte Recht als in der
Person des Klägers entstanden erscheinen
zu lassen. Die Angabe näherer
Einzelheiten, die den Zeitpunkt und den
Vorgang bestimmter Ereignisse betreffen,
ist nicht erforderlich, soweit diese
Einzelheiten für die Rechtsfolgen nicht
von Bedeutung sind (im Anschluss an
Senatsbeschluss vom 1. Juni 2005 - XII
ZR
275/02 - FamRZ 2005, 1536).
§ 536b Mietminderung; 3. Juli 2002 MietPrax-AK § Beuermann, GE
BGB Gesundheitsgefährdung; XII ZR 327/00 536b BGB Nr. 1 2002, 1168
= NZM 2002,
Haftungsausschluss 784 = NJW
Zur Wirksamkeit des formularmäßigen 2002, 3232 =
Ausschlusses der Gewährleistung für DWW 2002, 265
anfängliche Mängel bei für möglich = GE 2002, 1191
gehaltener gesundheitsgefährdender = ZMR 2002,
Schadstoffbelastung der Mieträume. 899
§ 536b Verlust des Minderungsrechts 26. Februar 2003 MietPrax-AK § Timme, NZM
BGB bei vorbehaltloser Mietzahlung XII ZR 66/01 536b BGB Nr. 2 2003, 508
= ZMR 2003,
trotz Vorliegen eines Mangels 341 = NZM
1. Der Mieter ist aufgrund analoger 2003, 355 =
Anwendung des § 539 BGB a.F. mit NJW-RR 2003,
Gewährleistungsansprüchen 727
ausgeschlossen, wenn er die Miete seit
seinem Einzug vorbehaltlos gezahlt hat,
obwohl er den Mangel hätte erkennen
können.
2. Auch der Mieter muß sich darauf
verlassen können, daß der Vermieter, eine
Minderung über einen längeren Zeitraum
rügelos hinnimmt, die vertraglich
vereinbarte Miete nicht rückwirkend
verlangen kann. Ob insoweit die -
gleichsam spiegelbildlich - entsprechende
Anwendung des § 539 BGB a.F. in
Betracht kommt, kann dahinstehen, da §
539 BGB ein Unterfall der Verwirkung
ist und jedenfalls die allgemeinen
Voraussetzungen der Verwirkung erfüllt
sind.

§ 536b Verlust des Minderungsrechts 16. Juli 2003 MietPrax-AK § Langenberg ,


BGB bei vorbehaltloser Mietzahlung VIII ZR 274/02 536b BGB Nr. 3 BGHReport 2003,
= WuM 2003, 922; Paschke, GE
trotz Vorliegen eines Mangels 440 = NJW 2003, 1134;

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1. Hat ein Wohnungsmieter, dessen 2003, 2601 = Maciejewski , MM
Mietvertrag vor dem Inkrafttreten des NZM 2003, 679 2003, 357; Schach,
Mietrechtsreformgesetzes am 1. = GE 2003, 1145 GE 2003, 1118;
September 2001 geschlossen worden ist, = ZMR 2003, Timme, NJW
in entsprechender Anwendung des § 539 667 = DWW 2003, 3099;
BGB a.F. sein Recht zur Minderung der 2003, 258 Börstinghaus,
Miete verloren, weil er den Mangel LMK 2003, 178;
längere Zeit nicht gerügt und die Miete Gerber, NZM
ungekürzt und vorbehaltlos weiter gezahlt 2003, 825; Streyl,
hat, so verbleibt es hinsichtlich der bis NZM 2004, 15;
zum 1. September 2001 fällig Zich, MietRB
gewordenen Mieten bei diesem 2003, 2: Krauss, JA
Rechtsverlust. Die Bestimmungen des 2004, 3; Wendtla
Mietrechtsreformgesetzes und der hierzu
ergangenen Übergangsvorschriften führen
nicht zu einem Wiederaufleben des
Minderungsrechts.
2. Für nach dem Inkrafttreten des
Mietrechtsreformgesetzes fällig
gewordene Mieten scheidet eine analoge
Anwendung des § 536b BGB, der an die
Stelle des § 539 BGB a.F. getreten ist,
aus. Insoweit beurteilt sich die Frage, ob
und in welchem Umfang ein Mieter
wegen eines Mangels der Wohnung die
Miete mindern kann, ausschließlich nach
§ 536c BGB. Dies gilt auch für
Mietverträge, die vor dem 1. September
2001 abgeschlossen worden sind.
3. Soweit hiernach das Minderungsrecht
des Mieters nach dem 1. September 2001
nicht entsprechend der bisherigen
Rechtsprechung zur analogen
Anwendung des § 539 BGB a.F.
erloschen ist, bleibt jedoch zu prüfen, ob
der Mieter dieses Recht unter den
strengeren Voraussetzungen der
Verwirkung (§ 242 BGB) oder des
stillschweigenden Verzichts verloren hat.
§ 536b Verwirkung von 4. Februar 2004 MietPrax-AK § Wiek , WuM 2004,
BGB Mietforderungen VIII ZR 171/03 536b BGB Nr. 4 199;
= WuM 2004, Lützenkirchen,
Durch die widerspruchslose Hinnahme 198 MietRB 2004, 161
einer Mietminderung verliert der
Vermieter unter Umständen seinen
Anspruch auf den restlichen Mietbetrag.
In Betracht kommen das Rechtsinstitut
der Verwirkung oder - was hier weiter
offenbleibt - die umgekehrte analoge
Anwendung des § 539 a.F. BGB.

§ 536b Verlust des Minderungsrechts 16. Februar 2005 MietPrax-AK §


BGB bei vorbehaltloser Mietzahlung XII ZR 24/02 536b BGB Nr. 5
= NZM 2005,
trotz Vorliegen eines Mangels 303 = GuT 2005,
Auch in der Gewerberaummiete stellt die 56 = DWW
vorbehaltlose Mietzahlung in Kenntnis 2005, 153 =
des Mangels seit 1.9.2001 keinen ZMR 2005, 770
Ausschlusstatbetand dar.(nicht
amtlicher Leitsatz)

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§ 536b Minderungsausschluss bei 16. März 2005 MietPrax-AK §
BGB Zahlung in Kenntnis des XII ZR 269/01 536b BGB Nr. 6
= GuT 2005, 162
Mangels
Es bleibt dabei, dass bis zum In Kraft
treten der Mietrechtsreform die längere
vorbehaltlose Zahlung der Miete in
Kenntnis des Mangels einen
Ausschlusstatbestand darstellt.(nicht
amtlicher Leitsatz)
§ 536b Vorbehaltlose Hinnahme einer 19. Oktober 2005 MietPrax-AK § Bieber, MietRB
BGB Mietminderung XII ZR 224/03 536b BGB Nr. 7 2006, 182
§ 539 BGB a.F. kann nicht analog auf = NJW 2006,
einen Mietzinsrückstand angewandt 220 = NZM
werden, der aus einer vom Vermieter über 2006, 58 = GuT
längere Zeit widerspruchslos 2006, 25 = ZMR
hingenommenen Mietminderung herrührt. 2006, 107 = GE
Ob der Vermieter mit solchen 2006, 375 =
Nachforderungen ausgeschlossen ist, MDR 2006, 562
beurteilt sich nach den allgemeinen = BGHReport
Voraussetzungen der Verwirkung. 2006, 286
§ 536b Verlust des Minderungsrechts 18. Oktober 2006 MietPrax-AK § Eisenhardt,
BGB bei vorbehaltloser Mietzahlung XII ZR 33/04 536b BGB Nr. 8 BGHReport 2007,
= NZM 2006, 50; Scheuch,
trotz Vorliegen eines Mangels 929 = GE 2006, jurisPR-
An der Rechtsprechung zur Verwirkung 1606 = ZMR BGHZivilR
eines Rechts zur fristlosen Kündigung 2007, 98 = WuM 49/2006 Anm. 1
wegen eines Sachmangels in 2007, 72 = MDR
entsprechender Anwendung des § 539 2007, 391 =
BGB a.F. (vgl. Senatsurteil vom 31. Mai NJW 2007, 147
2000 - XII ZR 41/98 - NJW 2000, 2663)
wird unter dem seit 1. September 2001
geltenden Mietrecht nicht mehr
festgehalten. Mit dem
Mietrechtsreformgesetz ist die Grundlage
für eine analoge Anwendung des § 539
BGB a.F./§ 536 b BGB entfallen
(Fortführung des Senatsbeschlusses vom
16. Februar 2005 - XII ZR 24/02 - NZM
2005, 303 zur Frage des
Minderungsrechts).
§ 536b Mangelbeseitigungsanspruch 18. April 2007 MietPrax-AK § Eupen, MietRB
BGB und Ausschlusstatbestand XII ZR 139/05 536b BGB Nr. 9 2007, 196
Der Mieter kann den Erfüllungsanspruch = GE 2007, 840
aus § 535 Abs. 1 Satz 2 BGB auch dann = NZM 2007,
noch geltend machen, wenn eine 484 = ZMR
Minderung nach § 536 b BGB 2007, 605 = GuT
ausgeschlossen ist. 2007, 209 =
Erfüllungsansprüche sind nur dann MDR 2007,
ausgeschlossen, wenn die 1065
Mietvertragsparteien einen bestimmten,
bei Überlassung vorhandenen
(schlechten) Zustand der Mietsache als
vertragsgemäß vereinbart haben.
§ 536b Verstoß gegen rechtliches Gehör 17. August 2011 MietPrax-AK §
BGB a) Geht das Gericht Beweisanträgen zu XII ZR 153/09 536b BGB Nr.
erheblichem Sachvortrag nicht nach liegt 10 = GuT 2012,
u.U, ein Verstoß gegen das Verbot 270
vorweggenommener Beweiswürdigung
vor.

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b) Hat der Vertreter des Vermieters ohne
positive Kenntnise der rechtlich
verbindlichen Situation Zusagen zur
Stellplatzproblematik gemacht, kann dies
im Rahmen eines Mitverschuldens gem. §
254 BGB gegenüber einem
Schadensersatzanspruch gem. § 536a
BGB zu berücksichtigen sein.
c) In diesem Fall kann unter besonderen
Umständen auch eine den Anspruch
ausschließende grob fahrlässige
Unkenntnis vorliegen.(nicht amtlicher
Leitsatz)
§ 536b Gewährleistungsausschluss 5. November MietPrax-AK § Burbulla, MietRB
BGB durch Mieterverhalten 2014 536b BGB Nr. 2015, 8;
a) Die vorbehaltlose Ausübung einer XII ZR 15/12 11 = BGHZ 203, Börstinghaus,
Verlängerungsoption durch den Mieter 148 = GE 2014, LMK 2015,
führt nicht gemäß oder entsprechend § 1646 = NJW 365739; Drasdo,
536b BGB dazu, dass der Mieter für die 2015, 402 = NJW-Spezial 2015,
Zukunft mit seinen Rechten aus §§ 536, NZM 2015, 84 = 98; Bińkowski,
536a BGB ausgeschlossen ist MDR 2015, 201 ZfIR 2015, 105
(Abgrenzung zu BGH Urteil vom [Link] = ZfIR 2015, 101
1970 - VIII ZR 230/68 - NJW 1970,
1740).
b) Nachträgliche Änderungen der
Miethöhe (hier: einvernehmliche
Erhöhung der
Betriebskostenvorauszahlung) können für
sich genommen die entsprechende
Anwendung des § 536b BGB ebenfalls
nicht rechtfertigen; das schließt die
Anwendung der Grundsätze des § 242
BGB im Einzelfall nicht aus.
§ 536b Kein Minderungsausschluss bei 14. Oktober 2015 MietPrax-AK § Börstinghaus,
BGB Optionsausübung XII ZR 84/14 536b BGB Nr. jurisPR-
Die vorbehaltlose Ausübung einer 12 = NZM 2015, BGHZivilR
Verlängerungsoption durch den Mieter 861 = WuM 21/2105 Anm. 2;
führt nicht gemäß oder entsprechend § 2015, 721 = GE Burbulla, MietRB
536b BGB dazu, dass der Mieter für die 2015, 1527 = 2015, 356;
Zukunft mit seinen Rechten aus §§ 536, MDR 2015, Lepczyk, jurisPR-
536a BGB ausgeschlossen ist (im 1411 = ZMR MietR 25/2015,
Anschluss an Senatsurteil BGHZ 203, 2016, 106 Anm. 1; Drasdo,
148 = NJW 2015, 402). NJW-Spezial 2016,
34
§ 536c Darlegungslast für fehlende 5. Dezember MietPrax-AK § Dötsch, MietRB
BGB Mängelanzeige 2012 536c BGB Nr. 1 2013, 67; Drasdo,
Im Rahmen eines VIII ZR 74/12 = GE 2013, 204 NJW-Spezial 2013,
Schadensersatzanspruches nach § 536c = GuT-W 2012, 194
Abs. 2 Satz 1 BGB trägt der Vermieter 10 = WuM 2013,
die Darlegungs- und Beweislast für die 160 = NJW
Verletzung der den Mieter treffenden 2013, 1299 =
Anzeigepflicht (im Anschluss an BGH, NZM 2013, 309
Urteil vom 17. Dezember 1986 - VIII ZR
279/85, NJW 1987, 1072; Abgrenzung zu
BGH, Urteil vom 14. November 2001 -
XII ZR 142/99, NJW-RR 2002, 515).
§ 536c Keine Anzeigepflicht bei 18. März 2014 MietPrax-AK §
BGB Schadensausweitung aufgrund VIII ZR 317/13 536c BGB Nr. 2
= WuM 2014,
bekannten Mangels

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Sind dem Vermieter die Baumängel, die 278 = GE 2014,
eine Schimmelpilzbildung in der 665
Wohnung verursacht haben, bekannt,
muss der Mieter dem Vermieter nicht
anzeigen, dass sich die
Schimmelpilzbildung ausgeweitet
hat.(nicht amtlicher Leitsatz)
§ 537 BGB Miete trotz Weitervermietung 19. Dezember MietPrax-AK § Dötsch, MietRB
bei Erfüllungsverweigerung 2007 537 BGB Nr. 1 = 2008, 101
Der Mieter eines Messestandes, der sich XII ZR 13/06 NZM 2008, 206
grundlos weigert, den Mietvertrag zu = ZMR 2008,
erfüllen, verstößt gegen Treu und 278 = GuT 2008,
Glauben, wenn er sich gegenüber dem 119
Mietzinsanspruch des Vermieters, der den
Messestand wegen dieser
vertragswidrigen Weigerung des Mieters
weitervermietet hat, auf § 537 Abs. 2
BGB beruft (im Anschluss an Senatsurteil
BGHZ 122, 163).
§ 537 BGB Anforderungen an eine 7. Oktober 2015 MietPrax-AK § Dötsch, MietRB
Nachmietergestellung VIII ZR 247/14 537 BGB Nr. 2 = 2015, 353; Blank,
Begehrt der Mieter, dem gemäß § 537 GE 2015, 1458 = NZM 2015, 887;
Abs. 1 BGB das Verwendungsrisiko der WuM 2015, 723 Eisenschmid, LMK
Mietsache zugewiesen ist, wegen = ZMR 2015, 2016, 375508;
besonderer Umstände des Einzelfalls mit 927 = NZM Drasdo, NJW-
Rücksicht auf Treu und Glauben die 2015, 890 = Spezial 2016, 65
vorzeitige Entlassung aus einem MDR 2016, 77 =
längerfristigen Mietverhältnis gegen DWW 2016, 59
Stellung eines Nachmieters, obliegt es
allein ihm, einen geeigneten Nachmieter
zu suchen, den Vermieter über dessen
Person aufzuklären und ihm sämtliche
Informationen zu geben, die dieser
benötigt, um sich ein hinreichendes Bild
über die persönliche Zuverlässigkeit und
wirtschaftliche Leistungsfähigkeit des
Nachmieters machen zu können.
§ 538 BGB Instandsetzungs- und 5. Juni 2002 MietPrax-AK §
Reparaturverpflichtung des XII ZR 220/99 538 BGB Nr. 1 =
NJW 2002, 2383
Gewerberaummieters bei = NZM 2002,
Vertragsende 655 = GE 2002,
Zur ergänzenden Auslegung eines 1054 = WuM
Mietvertrages dahin, dass der Mieter 2002, 484 =
anstelle der Verpflichtung, Reparatur- ZMR 2002, 735
und Instandsetzungsarbeiten durchführen
zu lassen, dem Vermieter bei Beendigung
des Mietverhältnisses einen Ausgleich in
Geld zu zahlen hat, wenn dieser das
Mietobjekt umbaut und dadurch die
Instandsetzungsmaßnahmen zerstört
würden (im Anschluß an BGH, 26. Juni
1980, VIII ZR 260/79, BGHZ 77, 301
und 30. Oktober 1984, VIII ARZ 1/84,
BGHZ 92, 363).
§ 538 BGB Wegfall der Geschäftsgrundlage 10. Juli 2002 MietPrax-AK §
bei kontaminiertem Boden XII ZR 107/99 538 BGB Nr. 2 =
Zu der Verpflichtung des Mieters eines NJW 2002, 3234
Tankstellengrundstücks, nach = DWW 2002,
Beendigung des Mietvertrages 262 = NZM

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Kontaminierungen zu beseitigen, die 2002, 913 =
ausschließlich auf den vertragsgemäßen ZMR 2002, 901
Gebrauch zurückzuführen sind.
§ 538 BGB Bewertung einer vertraglichen 14. Mai 2003 MietPrax-AK § Gather, GE 2003,
Pflicht, sowohl während als auch VIII ZR 308/02 538 BGB Nr. 3 = 1248; Kinne, ZMR
NJW 2003, 2234 2004, 245;
bei Beendigung der = NZM 2003, Lützenkirchen,
Vertragslaufzeit 394 = GE 2003, MietRB 2003, 1;
Schönheitsreparaturen 944 = WuM Lammel, LMK
vorzunehmen. 2003, 436 = 2003, 163;
Eine unangemessene Benachteiligung DWW 2003, 226 Eisenhardt, WuM
einer Vertragspartei - und damit eine = MDR 2003, 2013, 332
Unwirksamkeit der Gesamtregelung - 1041 = ZMR
kann sich aus dem Zusammenwirken 2003, 653
zweier Formularklauseln auch dann
ergeben, wenn eine dieser Klauseln schon
für sich gesehen unwirksam ist
(Bestätigung von BGH, Bes. v. 26.
Oktober 1994, VIII ARZ 3/94, BGHZ
127, 245, 253 f.).
§ 538 BGB Bewertung einer vertraglichen 25. Juni 2003 MietPrax-AK § Fischer, WuM
Pflicht, sowohl während als auch VIII ZR 335/02 538 BGB Nr. 4 = 2004, 56; Kinne,
GE 2003, 1153 = ZMR 2004, 245;
bei Beendigung der NZM 2003, 755 Harsch, MietRB
Vertragslaufzeit = WuM 2003, 2003, 94; Blank,
Schönheitsreparaturen 561 = NJW LMK 2003, 201
vorzunehmen. 2003, 3192
Zur Unwirksamkeit zweier die
Renovierungspflicht des Mieters
betreffender Klauseln in einem
Mietvertrag.
§ 538 BGB Bewertung einer vertraglichen 28. April 2004 MietPrax-AK § Wiek, WuM 2004,
Pflicht, sowohl während als auch VIII ZR 230/03 538 BGB Nr. 5 = 334; Straßberger,
WuM 2004, 333 MietRB 2004, 253;
bei Beendigung der = NJW 2004, Langenberg NZM
Vertragslaufzeit 2087 = GE 2004, 2005, 51, 55
Schönheitsreparaturen 880 = DWW
vorzunehmen 2004, 222 =
(Mustermietvertrag 1976). NZM 2004, 497
Die vereinbarte Regelung über
Schönheitsreparaturen des § 7
Mustermietvertrag 1976 stellt keine
unwirksame Bedarfsklausel dar; die
Renovierungsklausel ist vom Mieter
einschließlich der Fußnote zu lesen. Eine
Endrenovierungspflicht besteht daher
erst, wenn die Fristen zur Vornahme von
Renovierungen abgelaufen waren, ohne
dass der Mieter Arbeiten vorgenommen
hatte.
§ 538 BGB Zur Wirksamtkeit von 26. Mai 2004 MietPrax-AK § Blank, LMK 2004,
Quotenklauseln VIII ZR 77/03 538 BGB Nr. 6 = 177; Langenberg
GE 2004, 954 = NZM 2005, 51, 57
(Kostenabgeltungsklausel) WuM 2004, 466
1. Eine mietvertragliche Formularklausel, = NZM 2004,
die den Mieter im Falle der Beendigung 615 = ZMR
des Mietverhältnisses vor Ablauf der 2004, 659 =
Fristen zur Ausführung von MDR 2004,
Schönheitsreparaturen zu einer 1108 = NJW
zeitanteiligen Kostenbeteiligung 2004, 3042 =
verpflichtet und ihm die Wahl zwischen DWW 2004, 257

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der Zahlung und einer fachgerechten
Renovierung überläßt, benachteiligt den
Mieter nicht unangemessen.
2. Zu den Voraussetzungen der Erstattung
von Gutachtenskosten, wenn der
Vermieter einen Sachverständigen mit der
Feststellung des Zustands der
Mietwohnung beauftragt, weil der Mieter
seine Zahlungspflicht aus einer solchen
Kostenabgeltungsklausel bestreitet.
§ 538 BGB Schönheitsreparaturklausel mit 23. Juni 2004 MietPrax-AK § Fischer, WuM
starren Fristen VIII ZR 361/03 538 BGB Nr. 7 = 2004, 438;
Zur Unwirksamkeit einer WuM 2004, 463 Hilgenstock, WuM
mietvertraglichen Formularklausel, durch = NJW 2004, 2004, 464; Schach
die dem Mieter die Ausführung der 2586 = GE 2004, GE 2004, 1000;
Schönheitsreparaturen nach einem 1023 = DWW Stürzer, WuM
"starren" Fristenplan auferlegt wird. 2004, 221= 2004, 512; Goch,
NZM 2004, 653 WuM 2004, 513;
= ZMR 2004, Blank, LMK 2004,
736 = MDR 177; Emmerich,
2004, 1290 JuS 2004, 1008;
Langenberg NZM
2005, 51, 56;
Eisenschmid,
BGHReport 2004,
1336; Specht,
MietRB 2004, 315
§ 538 BGB Kostenklausel als wirksame 14. Juli 2004 MietPrax-AK § Drasdo, NJW-
Schönheitsreparaturabwälzung. VIII ZR 339/03 538 BGB Nr. 8 = Spezial 2004, 244;
Auch bei Vereinbarung der Klausel "Die NZM 2004, 734 Langenberg, NZM
Kosten der Schönheitsreparaturen trägt = GE 2004, 1093 2005, 51, 55;
der Mieter" ist die = WuM 2004, Häublein, ZMR
Schönheitsreparaturpflicht wirksam auf 529 = NJW 2005, 94
2004, 2961 =
den Mieter abgewälzt.(nicht amtlicher
DWW 2004, 256
Leitsatz) = ZMR 2005,
105
§ 538 BGB Unwirksame 22. September MietPrax-AK § Specht, MietRB
Schönheitsreparaturklausel; 2004 538 BGB Nr. 9 = 2005, 1; Emmert,
VIII ZR 360/03 NJW 2004, 3775 WuM 2005, 314
Trennbarkeit von Klauseln = WuM 2004,
Eine mietvertragliche Regelung, durch 660 = GE 2004,
die die Verpflichtung zur Durchführung 1450 = NZM
von Schönheitsreparaturen auf den Mieter 2004, 901 =
abgewälzt wird, ist auch dann wegen DWW 2004, 328
unangemessener Benachteiligung des = ZMR 2005, 34
Mieters unwirksam, wenn die
Verpflichtung als solche und die für ihre
Erfüllung maßgebenden starren Fristen
zwar in zwei verschiedenen Klauseln
enthalten sind, zwischen diesen Klauseln
aus der Sicht eines verständigen Mieters
jedoch ein innerer Zusammenhang
besteht, so daß sie als einheitliche
Regelung erscheinen (im Anschluß an
Senatsurteil vom 23. Juni 2004 - VIII ZR
361/03).
§ 538 BGB Wirksamkeit einer 6. Oktober 2004 MietPrax-AK § Harsch, MietRB
Quotenabgeltungsklausel; Inhalt VIII ZR 215/03 538 BGB Nr. 10 2005, 62; Fischer,
= WuM 2004, WuM 2005, 284
und Umfang der Fristsetzung 663 = GE 2004,
1452 = NZM

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1. Die formularmäßige Abwälzung der 2004, 903 =
Schönheitsreparaturen ist wirksam. ZMR 2005, 518
2. Eine Quotenabgeltungsklausel ist
jedenfalls dann wirksam, wenn
a) der Kostenvoranschlag nicht
verbindlich ist,
b) die Fristen und Prozentsätze sich an
den üblichen Renovierungsfristen
ausrichten
c) und dem Mieter nicht untersagt ist, die
Arbeiten vor Ende des Mietverhältnisses
selbst auszuführen.
3. Die nach altem Recht erforderliche
Fristsetzung mit Ablehnungsandrohung
gem. § 326 BGB a.F. verlangte nur die
Setzung einer Frist.(nicht amtlicher
Leitsatz)
§ 538 BGB Fristenplan mit Verlängerung 20. Oktober 2004 MietPrax-AK § Wiek WuM 2005,
auf Antrag; Ausgleichsanspruch VIII ZR 378/03 538 BGB Nr. 11 10; Specht MietRB
= GE 2005, 51 = 2005, 63; Timme
bei nutzlosen WuM 2005, 50 = NZM 2005, 132;
Schönheitsreparaturen wegen NZM 2005, 58 = Klimke NZM
anschließendem Umbau ZMR 2005, 109 2005, 134;
1. Im Falle der Vermietung einer bei Lammel. LMK
Vertragsbeginn nicht renovierten 2005, 17;
Wohnung ist die formularmäßige Lehmann-Richter,
Abwälzung von Schönheitsreparaturen NZM 2005, 691
auf den Mieter nach Maßgabe eines
Fristenplans wirksam, wenn die
Renovierungsfristen (erst) mit dem
Anfang des Mietverhältnisses zu laufen
beginnen; dies gilt auch dann, wenn die
Wohnung bei Vertragsbeginn
renovierungsbedürftig war und der
Anspruch des Mieters auf eine
Anfangsrenovierung durch den Vermieter
vertraglich ausgeschlossen ist
(Bestätigung von BGHZ 101, 253 ff.).
2. Um eine den Mieter nach § 9 AGBG
bzw. § 307 BGB unangemessen
benachteiligenden "starren" Fristenplan
handelt es sich dann nicht, wenn der
Vermieter bei einem entsprechenden
Zustand der Wohnung zur Verlängerung
der Fristen verpflichtet ist.
3. Nimmt der Vermieter nach Beendigung
des Mietverhältnisses in der Wohnung
Umbauarbeiten vor, verwandelt sich sein
Erfüllungsanspruch auf Vornahme der
(unterlassenen) Schönheitsreparaturen im
Wege der ergänzenden Vertragsauslegung
in einen Ausgleichsanspruch in Geld,
falls der Mietvertrag nichts anderes
bestimmt. Hätte der Mieter nach dem
Mietvertrag die Arbeiten in Eigenleistung
bzw. durch Verwandte oder Bekannte
ausführen lassen dürfen, und hatte er die
von ihm geschuldete Ausführung von
Schönheitsreparaturen nicht abgelehnt,
braucht er - neben den Kosten für das
notwendige Material - nur den Betrag zu

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entrichten, den er für deren
Arbeitsleistung hätte aufwenden müssen.
§ 538 BGB Abkehr von der sog. 3. November MietPrax-AK § Specht, MietRB
haftungsrechtlichen Lösung zur 2004 538 BGB Nr. 12 2005, 65;
VIII ZR 28/04 = WuM 2005, 57 Armbrüster, LMK
sog. versicherungsrechtlichen = GE 2005, 123 2005, 38; Prölls,
Lösung/ Regressverzicht des = NZM 2005, ZMR 2005, 241;
Versicherers 100 = ZMR Rohrlack, GE
1. Ist streitig, ob vermietete Räume 2005, 116 2005, 656
infolge Mietgebrauchs beschädigt sind,
trägt der Vermieter die Beweislast dafür,
daß die Schadensursache nicht aus dem
Verhalten eines Dritten herrührt, für den
der Mieter nicht (nach § 278 BGB) haftet.
2. Da eine ergänzende Auslegung des
Gebäudeversicherungsvertrags des
Vermieters einen konkludenten
Regreßverzichts des Versicherers für die
Fälle ergibt, in denen der
Wohnungsmieter einen
Leitungswasserschaden durch einfache
Fahrlässigkeit verursacht hat, kann in der
mietvertraglichen Verpflichtung des
Wohnungsmieters, die (anteiligen)
Kosten der Gebäudeversicherung zu
zahlen, keine stillschweigende
Beschränkung seiner Haftung für die
Verursachung von
Leitungswasserschäden auf Vorsatz und
grobe Fahrlässigkeit gesehen werden.
Der Vermieter ist jedoch verpflichtet, den
Gebäudeversicherer und nicht den Mieter
auf Schadensausgleich in Anspruch zu
nehmen, wenn ein Versicherungsfall
vorliegt, ein Regreß des Versicherers
gegen den Mieter ausgeschlossen ist und
der Vermieter nicht ausnahmsweise ein
besonderes Interesse an einem
Schadensausgleich durch den Mieter hat.
§ 538 BGB Fristenplan mit Verlängerung 16. Februar 2005 MietPrax-AK § Wiek, WuM 2005,
auf Antrag; Ermessensbindung VIII ZR 48/04 538 BGB Nr. 13 242; Beuermann,
= WuM 2005, GE 2005, 400;
des Vermieters 241 = GE 2005, Löfflad, MietRB
Es handelt sich nicht um "starre" und 427 = NZM 2005, 225
damit unwirksame Fristen, wenn nach der 2005, 299 =
Formularklausel in besonderen NJW 2005, 1188
Ausnahmefällen abhängig vom Zustand = ZMR 2005,
der Wohnung der Vermieter eine 768
Verlängerung der Fristen gestatten muss.
Dabei ist die Entscheidung nicht in das
Belieben des Vermieters gestellt.(nicht
amtlicher Leitsatz)
§ 538 BGB Fristbeginn für 9. März 2005 MietPrax-AK § Wiek, WuM 2005,
Schönheitsreparaturen bei VIII ZR 17/04 538 BGB Nr. 14 283; Specht,
= WuM 2005, MietRB 2005, 170
unrenoviert übergebener 243 = GE 2005,
Wohnung 478 = ZMR
Eine mietvertragliche Formularklausel 2005, 437 =
über Schönheitsreparaturen, wonach der MDR 2005, 679;
Mieter alle je nach dem Grad der NJW 2005, 1426
Abnutzung oder Beschädigung
erforderlichen Arbeiten unverzüglich

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auszuführen hat und die = NZM 2005,
Schönheitsreparaturen im allgemeinen in 376
nach der Art der Räume gestaffelten
Zeitabständen von drei, fünf und sieben
Jahren erforderlich werden, ist nicht
dahin auszulegen, daß die dem Mieter
auferlegte
Schönheitsreparaturverpflichtung
unabhängig vom Beginn des
Mietverhältnisses an einen objektiv
bestehenden Renovierungsbedarf
anknüpft. Eine solche Klausel
benachteiligt den Mieter nicht
unangemessen.
§ 538 BGB Schönheitsreparaturen während 6. April 2005 MietPrax-AK § Brüning, GE 2005,
des Mietverhältnisses VIII ZR 192/04 538 BGB Nr. 15 652; Weitemeyer,
Hat der Mieter von Wohnraum im = WuM 2005, NZM 2005, 646
Mietvertrag die Verpflichtung zur 383 = GE 2005,
Durchführung der Schönheitsreparaturen 662 = NZM
übernommen, so wird der entsprechende 2005, 450 =
Anspruch des Vermieters - sofern kein ZMR 2005, 523
Fristenplan vereinbart ist -fällig, sobald = NJW 2005,
aus der Sicht eines objektiven 1862
Beobachters Renovierungsbedarf besteht;
darauf ob bereits die Substanz der
Wohnung gefährdet ist, kommt es nicht
an.
Gerät der Mieter während eines
bestehenden Mietverhältnisses mit der
Durchführung der Schönheitsreparaturen
in Verzug, kann der Vermieter von ihm
einen Vorschuss in Höhe der
voraussichtlichen Renovierungskosten
verlangen (im Anschluss an Senatsurteil
BGHZ 111, 301).
§ 538 BGB Summierungseffekt bei der 6. April 2005 MietPrax-AK § Wiek, Mietrecht
Gewerberaummiete XII ZR 308/02 538 BGB Nr. 16 express 2005, 58;
Wie im Wohnraummietrecht führt auch in = ZMR 2005, Bieber,
Formularmietverträgen über 527 = NZM BGHReport 2005,
Geschäftsräume die Kombination einer 2005, 504 = GuT 966; Specht,
Endrenovierungsklausel mit einer solchen 2005, 160 = MietRB 2005, 203;
über turnusmäßig vorzunehmende NJW 2005, 2006 Drasdo, NJW-
Schönheitsreparaturen wegen des dabei = GE 2005, 667 Spezial 2005, 388;
auftretenden Summierungseffekts zur = DWW 2005, Eckert, ZfIR 2005,
Unwirksamkeit beider Klauseln (im 289 = MDR 673; Stapenhorst,
Anschluß an BGH, Urteile vom 14. Mai 2005, 1041 NZM 2007, 17
2003 - VIII ZR 308/02 - NJW 2003,
2234, 2235; und vom 25. Juni 2003 - VIII
ZR 335/02 - NZM 2003, 755).
§ 538 BGB Abwälzung Erhaltungskosten 6. April 2005 MietPrax-AK § Leo, MietRB 2005,
für Gemeinschaftsflächen XII ZR 158/01 538 BGB Nr. 17 286;
Die formularmäßige Auferlegung der = GuT 2005, 213 Lützenkirchen, GE
Instandhaltung und Instandsetzung = GE 2005, 1185 2006, 614; Hoff,
gemeinschaftlich genutzter Flächen und = DWW 2005, ZMR 2006, 415;
Anlagen auf den Mieter ohne 372 = ZMR Stapenhorst, NZM
Beschränkung der Höhe nach verstößt 2005, 844 = 2007, 17
gegen § 9 AGBG/§ 307 Abs. 1, 2 BGB. NZM 2005, 863
= ZfIR 2005, 692
= MDR 2006, 17
= NJW 2006,

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766 = GE 2007,
1112
§ 538 BGB Weicher Fristenplan bei "in der 13. Juli 2005 MietPrax-AK § Drasdo, NJW-
Regel spätestens" VIII ZR 351/04 538 BGB Nr. 18 Spezial 2006, 2;
Die in einem Wohnraummietvertrag = WuM 2005, Kappus, NZM
enthaltene Klausel, nach der 716 = GE 2005, 2006, 6
Schönheitsreparaturen "in der Regel in 1347 = NZM
Küchen, Bädern und Toiletten spätestens 2005, 860 =
nach drei Jahren, in Wohnräumen, ZMR 2005, 934
Schlafräumen, Dielen ... spätestens nach = MDR 2006,
fünf Jahren und in sonstigen 257
Räumlichkeiten ... spätestens nach sieben
Jahren" durchzuführen sind, enthält
keinen starren Fristenplan; sie ist deshalb
nicht wegen unangemessener
Benachteiligung des Mieters unwirksam.
§ 538 BGB Starrer Fristenplan und 5. April 2006 MietPrax-AK § Wiek, Mietrecht-
Quotenabgeltung VIII ZR 178/05 538 BGB Nr. 19 express 2006, 5;
a) Ein formularmäßiger Fristenplan für = WuM 2006, Schläger, ZMR
die vom Mieter vorzunehmenden 248 = GE 2006, 2006, 515; Loscha,
Schönheitsreparaturen ist auch dann starr 639 = NJW MietRB 2006, 230
und benachteiligt einen Mieter 2006, 1728 =
unangemessen i.S.d. § 307 BGB, wenn NZM 2006, 459
die Fristen allein durch die Angabe eines = ZMR 2006,
nach Jahren bemessenen Zeitraumes ohne 513 = MDR
jeden Zusatz bezeichnet sind. 2006, 1273
b) Eine Klausel über die quotenmäßige
Abgeltung angefangener
Renovierungsintervalle verliert ihre
Grundlage, wenn die vertragliche
Regelung über die Abwälzung der
Schönheitsreparaturenverpflichtung auf
den Mieter unwirksam ist.
§ 538 BGB Unwirksamkeit der 5. April 2006 MietPrax-AK § Wiek, Mietrecht-
Makulaturklausel VIII ZR 109/05 538 BGB Nr. 20 express 2006, 5;
= WuM 2006, Schach, GE 2006,
(Tapezierfähigkeitsklausel) 310 = GE 2006, 812; Ott, MietRB
Die in einem formularmäßigen 841 = NJW 2006, 229; Drasdo,
Mietvertrag enthaltene Klausel, nach der 2006, 2116 = NJW-Spezial 2006,
der Mieter verpflichtet ist, bei seinem ZMR 2006, 599 388
Auszug alle von ihm angebrachten oder = NZM 2006,
vom Vormieter übernommenen Tapeten 622 = MDR
zu beseitigen, ist wegen unangemessener 2006, 1217
Benachteiligung des Mieters unwirksam.
§ 538 BGB Starrer Fristenplan und 5. April 2006 MietPrax-AK § Wiek, Mietrecht-
Unwirksamkeit der VIII ZR 152/05 538 BGB Nr. 21 express 2006, 5;
= WuM 2006, Ott, MietRB 2006,
Makulaturklausel 308 = NJW 229; Drasdo, NJW-
1. Die in einem formularmäßigen 2006, 2115 = Spezial 2006, 388
Mietvertrag enthaltene Klausel ZMR 2006, 601
"Der Mieter ist verpflichtet, die während = NZM 2006,
der Dauer des Mietverhältnisses 621 = MDR
notwendig werdenden 2006, 1215
Schönheitsreparaturen ordnungsgemäß
auszuführen. Auf die üblichen Fristen
wird insoweit Bezug genommen (z.B.
Küchen/Bäder: 3 Jahre, Wohn- und
Schlafräume: 4-5 Jahre,
Fenster/Türen/Heizkörper: 6 Jahre)."
enthält einen starren Fristenplan und ist
deshalb unwirksam.

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2. Eine vorformulierte Klausel, nach der
der Mieter verpflichtet ist, bei seinem
Auszug alle von ihm angebrachten oder
vom Vormieter übernommenen Tapeten
zu beseitigen, ist wegen unangemessener
Benachteiligung des Mieters unwirksam.
§ 538 BGB Summierungseffekt bei 5. April 2006 MietPrax-AK § Wiek, Mietrecht-
Schönheitsreparaturklauseln VIII ZR 163/05 538 BGB Nr. 22 express 2006, 5;
Ein zur Unwirksamkeit einer = WuM 2006, Schach, GE 2006,
Formularklausel führender sogenannter 306 = GE 2006, 675
Summierungseffekt auf Grund des 706 = NJW
Zusammentreffens zweier - jeweils für 2006, 2116 =
sich genommen - unbedenklicher NZM 2006, 623
Klauseln kann auch dann vorliegen, wenn = DWW 2006,
nur eine der beiden Klauseln 281 = BB 2006,
formularmäßig, die andere dagegen 1358 = ZMR
individuell vereinbart worden ist 2006, 913
(Bestätigung von VIII ARZ 5/92, NJW
1993, 532).
§ 538 BGB Starrer Fristenplan bei 5. April 2006 MietPrax-AK § Zich, MietRB
"notwendig werdenden VIII ZR 106/05 538 BGB Nr. 23 2006, 257
= GE 2006, 842
Schönheitsreparaturen" = WuM 2006,
Die in einem Wohnraummietvertrag 377 = NJW
enthaltene formularmäßige Klausel 2006, 2113 =
"Der Mieter ist verpflichtet, die während ZMR 2006, 597
der Dauer des Mietverhältnisses = NZM 2006,
notwendig werdenden 620 = MDR
Schönheitsreparaturen ordnungsgemäß 2006, 1216
auszuführen. Auf die üblichen Fristen
wird insoweit Bezug genommen (z.B.
Küchen/Bäder: 3 Jahre, Wohn- und
Schlafräume: 4-5 Jahre,
Fenster/Türen/Heizkörper: 6 Jahre)."
enthält einen starren Fristenplan und ist
deshalb gemäß § 307 Abs. 1 BGB
unwirksam.
§ 538 BGB Rauchen als vertragsgemäßer 28. Juni 2006 MietPrax-AK § Schach, GE 2006,
Gebrauch; besenreine Rückgabe VIII ZR 124/05 538 BGB Nr. 24 1145; Emmerich,
a) Zu den Voraussetzungen eines = WuM 2006, NZM 2006, 761;
Schadensersatzanspruchs des Vermieters 513 = GE 2006, Drasdo, NJW-
von Wohnraum gegen den Mieter wegen 1158 = NJW Spezial 2006, 532;
Verunreinigungen der Wohnung durch 2006, 2915 = Kunze, MietRB
Tabakkonsum. NZM 2006, 691 2007, 4
b) Die Verpflichtung zur "besenreinen" = DWW 2006,
Rückgabe der Mietwohnung beschränkt 370 = ZMR
sich auf die Beseitigung grober 2006, 843 =
Verschmutzungen. BGHReport
2006, 1341 =
MDR 2007, 205
§ 538 BGB Quotenabgeltungsklausel mit 18. Oktober 2006 MietPrax-AK § Klimke/Lehmann-
starren Quoten VIII ZR 52/06 538 BGB Nr. 25 Richter, WuM
Eine Formularklausel in einem = WuM 2006, 2006, 653; Wiek,
Mietvertrag, die den Mieter bei 677 = NJW WuM 2006, 680;
Beendigung des Mietverhältnisses zur 2006, 3778 = Schach, GE 2006,
Zahlung eines allein vom Zeitablauf NZM 2006, 924 1520; Beuermann,
abhängigen Anteils an den Kosten für = GE 2006, 1542 GE 2006, 1524;
noch nicht fällige Schönheitsreparaturen = ZMR 2007, 28 Rave, GE 2006,
nach feststehenden Prozentsätzen auch = DWW 2007, 1528;
dann verpflichtet, wenn ein diesem 17 Lützenkirchen,
Kostenanteil entsprechender MietRB 2007, 3;

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Renovierungsbedarf aufgrund des Kappus, ZMR
tatsächlichen Erscheinungsbilds der 2007, 31;
Wohnung noch nicht gegeben ist Eisenschmid,
(Abgeltungsklausel mit "starrer" BGHReport 2007,
Abgeltungsquote), ist gemäß § 307 Abs. 1 99; Beyer, GE
Satz 1, Abs. 2 Nr. 1 BGB unwirksam, 2007, 122;
weil sie den Mieter entgegen den Geboten Schulze, GE 2007,
von Treu und Glauben unangemessen
benachteiligt.
§ 538 BGB Regressverzicht bei leichter 13. September MietPrax-AK § Armbrüster, NJW
Fahrlässigkeit 2006 538 BGB Nr. 26 2006, 3683
1. In der Gebäudeversicherung ergibt die IV ZR 378/02 = NJW 2006,
ergänzende Vertragsauslegung einen 3712 = NZM
Regressverzicht des Versicherers für die 2006, 949 =
Fälle, in denen der Mieter einen Schaden MDR 2007, 213
am Gebäude durch leichte Fahrlässigkeit
verursacht hat; dem Versicherer ist der
Regress auch dann verwehrt, wenn der
Mieter eine Haftpflichtversicherung
unterhält, die Ansprüche wegen Schäden
an gemieteten Sachen deckt (Bestätigung
und Fortführung von BGHZ 145, 393).
2. Eine vorsätzliche oder grob fahrlässige
Herbeiführung des Gebäudeschadens
durch einen Dritten ist dem Mieter nur
zuzurechnen, wenn der Dritte sein
Repräsentant war; § 278 BGB ist nicht
anwendbar. BGH, Urteil vom 13.
September 2006 - IV ZR 378/02 - OLG
Dresden LG Leipzig
§ 538 BGB Regressverzicht bei leichter 13. September MietPrax-AK § Armbrüster, NJW
Fahrlässigkeit 2006 538 BGB Nr. 27 2006, 3683
1. In der Gebäudeversicherung ergibt die IV ZR 116/05 = NJW 2006,
ergänzende Vertragsauslegung einen 3711 = NZM
Regressverzicht des Versicherers für die 2006, 946 =
Fälle, in denen der Mieter einen Schaden WuM 2006, 624
am Gebäude durch leichte Fahrlässigkeit = MDR 2007,
verursacht hat; dem Versicherer ist der 213
Regress auch dann verwehrt, wenn der
Mieter eine Haftpflichtversicherung
unterhält, die Ansprüche wegen Schäden
an gemieteten Sachen deckt (Bestätigung
und Fortführung, 8. November 2000, IV
ZR 298/99, BGHZ, 145, 393).
2. Ein Regressverzicht des
Gebäudeversicherers ist auch bei einem
auf Dauer angelegten unentgeltlichen
Nutzungsverhältnis anzunehmen.
§ 538 BGB Regressverzicht bei leichter 20. Dezember MietPrax-AK §
Fahrlässigkeit trotz 2006 538 BGB Nr. 28
VIII ZR 67/06 = WuM 2007,
Haftpflichtversicherung 144 = NZM
In der Gebäudeversicherung ergibt die 2007, 340
ergänzende Vertragsauslegung einen
Regressverzicht des Versicherers für die
Fälle, in denen der Mieter einen Schaden
am Gebäude durch leichte Fahrlässigkeit
verursacht hat; dem Versicherer ist der
Regress auch dann verwehrt, wenn der
Mieter eine Haftpflichtversicherung
unterhält, die Ansprüche wegen Schäden

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an gemieteten Sachen deckt.(nicht
amtlicher Leitsatz)
§ 538 BGB Quotenabgeltungsklausel mit 7. März 2007 MietPrax-AK §
starren Quoten VIII ZR 247/05 538 BGB Nr. 29
Eine Formularklausel, die den Mieter zur = WuM 2007,
zeitanteiligen Abgeltung von 260 = NZM
Renovierungskosten nach einer "starren", 2007, 355 = GE
an einem Fristenplan ausgerichteten 2007, 716
Berechnungsgrundlage verpflichtet, ist
gemäß § 307 Abs. 1 Satz 2, Abs. 2 Nr. 1
BGB unwirksam(nicht amtlicher
Leitsatz)
§ 538 BGB Unwirksamkeit einer 28. März 2007 MietPrax-AK § Zich, MietRB
Schönheitsreparaturklausel VIII ZR 199/06 538 BGB Nr. 30 2007, 168; Drasdo,
= NJW 2007, NJW-Spezial 2007,
wegen vorgeschriebener 1743 = WuM 294; Beyer, NZM
Ausführungsart 2007, 259 = GE 2009, 137
Eine in Allgemeinen 2007, 717 =
Geschäftsbedingungen eines NZM 2007, 398
Wohnraummietvertrages enthaltene = DWW 2007,
Regelung, die dem Mieter die 245 = MM 2007,
Verpflichtung zur Ausführung der 225 = ZMR
Schönheitsreparaturen auferlegt und 2007, 528 =
bestimmt, dass der Mieter nur mit MDR 2007, 944
Zustimmung des Wohnungsunternehmens
von der "bisherigen Ausführungsart"
abweichen darf, ist auch dann insgesamt -
und nicht nur hinsichtlich der
Ausführungsart - wegen unangemessener
Benachteiligung des Mieters unwirksam,
wenn die Verpflichtung als solche und
ihre inhaltliche Ausgestaltung in zwei
verschiedenen Klauseln enthalten sind
(im Anschluss an Senatsurteil vom 22.
September 2004 - VIII ZR 360/03, NJW
2004, 3775, unter II 1 c).
§ 538 BGB Unwirksamkeit einer isolierten 12. September MietPrax-AK § Weiß, WuM 2007,
Endrenovierungsklausel 2007 538 BGB Nr. 31 684; Riecke, ZMR
Eine Regelung in einem vom Vermieter VIII ZR 316/06 = GE 2007, 1625 2008,104; Harsch,
verwandten Formularmietvertrag über = NJW 2007, MietRB 2008, 67;
Wohnraum, nach welcher der Mieter 3776 = NZM Artz, ZJS 2008, 86
verpflichtet ist, die Mieträume bei 2007, 921 =
Beendigung des Mietverhältnisses WuM 2007, 682
unabhängig vom Zeitpunkt der Vornahme = ZMR 2008,
der letzten Schönheitsreparaturen 102
renoviert zu übergeben, ist wegen
unangemessener Benachteiligung des
Mieters unwirksam; das gilt auch dann,
wenn der Mieter zu laufenden
Schönheitsreparaturen während der Dauer
des Mietverhältnisses nicht verpflichtet
ist.
§ 538 BGB Quotenabgeltungsklausel mit 26. September MietPrax-AK § Kappus, NJW
weicher Quote 2007 538 BGB Nr. 32 2007, 3635;
In einem Mietvertrag über eine vom VIII ZR 143/06 = NJW 2007, Klimke/Lehmann-
Vermieter renoviert überlassene 3632 = NZM Richter, WuM
Wohnung ist eine Formularklausel, die 2007, 879 = GuT 2007, 688; Drasdo,
den Mieter bei Beendigung des 2007, 1622 = NJW-Spezial 2007,
Mietverhältnisses zur Zahlung eines WuM 2007, 684 593; Mack, ZMR
Anteils an den Kosten für von ihm = ZMR 2008, 30 2008, 35;

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vorzunehmende, aber noch nicht fällige = DWW 2008, Bergemann/Blazek
Schönheitsreparaturen verpflichtet, in 14 /Tamm, DWW
ihrem sachlichen Regelungsgehalt nicht 2008, 54;
zu beanstanden, wenn sie eine Langenberg,
Berücksichtigung des tatsächlichen BGHReport 2008,
Erhaltungszustands der Wohnung in der 7
Weise ermöglicht, dass für die
Berechnung der Quote das Verhältnis
zwischen der Mietdauer seit
Durchführung der letzten
Schönheitsreparaturen und dem Zeitraum
nach Durchführung der letzten
Schönheitsreparaturen maßgeblich ist,
nach dem bei einer hypothetischen
Fortsetzung des Mietverhältnisses
aufgrund des Wohnverhaltens des Mieters
voraussichtlich Renovierungsbedarf
bestünde.
Eine solche Klausel verstößt jedoch
gegen das Transparenzgebot und ist
deshalb wegen unangemessener
Benachteiligung des Mieters unwirksam,
wenn ihr Wortlaut für den Mieter nicht
eindeutig erkennen lässt, dass die
Abgeltungsquote in dieser Art und Weise
zu berechnen ist, sondern dem Vermieter
die Möglichkeit gibt, den Mieter aufgrund
einer anderen Berechnungsweise, die
ebenfalls vom Wortlaut der Klausel
gedeckt ist, auf eine unangemessen hohe
Quote in Anspruch zu nehmen.
§ 538 BGB Rauchen als vertragsgemäßer 5. März 2008 MietPrax-AK § Paschke, NZM
Gebrauch VIII ZR 37/07 538 BGB Nr. 33 2008, 265; Schach,
Rauchen in einer Mietwohnung geht über = WuM 2008, GE 2008, 510;
den vertragsgemäßen Gebrauch hinaus 213 = GE 2008, Drasdo, NJW-
und begründet eine Schadensersatzpflicht 533 = NZM Spezial 2008, 289;
des Mieters, wenn dadurch 2008, 318 = Dötsch, MietRB
Verschlechterungen der Wohnung NJW 2008, 1439 2008, 161;
verursacht werden, die sich nicht mehr = ZMR 2008, Schläger, ZMR
durch Schönheitsreparaturen im Sinne des 524 2008, 526; Hau
§ 28 Abs. 4 Satz 3 der Zweiten LMK 2008,
Berechnungsverordnung beseitigen 261535
lassen, sondern darüber hinausgehende
Instandsetzungsarbeiten erfordern. Das
gilt unabhängig davon, ob ein
Renovierungsbedarf bereits vorzeitig
entsteht (Fortführung des Senatsurteils
vom 28. Juni 2006 - VIII ZR 124/05,
NJW 2006, 2915).
§ 538 BGB Quotenabgeltungsklausel mit 5. März 2008 MietPrax-AK § Schach, GE 2008,
weicher Quote; kein VIII ZR 95/07 538 BGB Nr. 34 634; Drasdo, NJW-
= NJW 2008, Spezial 2008, 289;
Vertrauensschutz 1438 = GE 2008, Schläger, ZMR
a) Eine Abgeltungsklausel in 665 = WuM 2008, 529;
Allgemeinen Geschäftsbedingungen, die 2008, 278 = Monschau, MietRB
den Mieter für den Fall, dass die NZM 2008, 363 2008, 196/197
Schönheitsreparaturen bei seinem Auszug = GuT 2008, 198
noch nicht fällig sind, dazu verpflichtet, = ZMR 2008,
"angelaufene Renovierungsintervalle 527 = MDR
zeitanteilig zu entschädigen", ist wegen 2008, 678

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Verstoßes gegen das Transparenzgebot
unwirksam.
b) Dem Verwender Allgemeiner
Geschäftsbedingungen, die sich aufgrund
einer Änderung der höchstrichterlichen
Rechtsprechung als unwirksam erweisen,
ist grundsätzlich kein Vertrauensschutz
zuzubilligen (Bestätigung von BGHZ
132, 6, 12).
§ 538 BGB Unwirksamkeit einer 18. Juni 2008 MietPrax-AK § Lehmann-Richter,
Farbwahlklausel VIII ZR 224/07 538 BGB Nr. 35 MietRB 2008, 257;
a) Eine formularvertragliche Klausel, die = NJW 2008, ders. NZM 2008,
den Mieter dazu verpflichtet, die auf ihn 2499 = WuM 676; Drasdo, NJW-
abgewälzten Schönheitsreparaturen in 2008, 472 = GE Spezial 2008, 578;
"neutralen, hellen, deckenden Farben und 2008, 1045 = Kellner, GE 2008,
Tapeten auszuführen", ist wegen NZM 2008, 605 1164; Horst,
unangemessener Benachteiligung des = MDR 2008, MietRB 2008, 370;
Mieters unwirksam, wenn sie nicht auf 1028 Schach, jurisPR-
den Zustand der Wohnung im Zeitpunkt MietR 18/2008
der Rückgabe der Mietsache beschränkt Anm. 2; Beyer,
ist, sondern auch für NZM 2009, 137
Schönheitsreparaturen gilt, die der Mieter
im Laufe des Mietverhältnisses
vorzunehmen hat.
b) Die formularmäßige unangemessene
Einengung des Mieters in der Art der
Ausführung von Schönheitsreparaturen
führt zur Unwirksamkeit der Abwälzung
der Pflicht zur Vornahme der
Schönheitsreparaturen schlechthin.
§ 538 BGB Unwirksamkeit starrer 8. Oktober 2008 MietPrax-AK § Bieber; NJW 2008,
Fristenpläne in der XII ZR 84/06 538 BGB Nr. 36 3774;
= NJW 2008, Disput/Hübner,
Gewerberaummiete 3772 = NZM MietRB 2008, 354;
Eine Übertragung der 2008, 890 = GE Drasdo, NJW-
Schönheitsreparaturen auf den Mieter in 2008, 1556 = Spezial 2009, 2;
einem Formularmietvertrag ist auch bei GuT 2008, 436 = Emmerich, NZM
Mietverträgen über Gewerberäume ZMR 2009, 110 2009, 16
unwirksam, wenn der Mieter unabhängig = ZGS 2008, 470
von dem Erhaltungszustand der Räume = MDR 2009, 77
zur Renovierung nach Ablauf starrer = ZIP 2009, 275
Fristen verpflichtet werden soll (im
Anschluss an BGH Urteil vom 23. Juni
2004 - VIII ZR 361/03 - NJW 2004, 2586
zum Wohnraummietrecht und das
Senatsurteil vom 6. April 2005 - XII ZR
308/02 - NJW 2005, 2006).
§ 538 BGB Wirksamkeit der Holzklausel 22. Oktober 2008 MietPrax-AK § Blank, NJW 2009,
Die in einem Formularmietvertrag über VIII ZR 283/07 538 BGB Nr. 37 27; Specht,
Wohnraum enthaltene Klausel = NJW 2009, 62 MietRB 2009, 1;
"Der Mieter verpflichtet sich, während = NZM 2008, Drasdo, NJW-
der Mietzeit die erforderlichen 926 = WuM Spezial 2009, 33;
Schönheitsreparaturen innerhalb der 2008, 722 = GE Beyer, NZM 2009,
Wohnung durchzuführen. Zu den 2008, 1621 = 137; Fischer, WuM
Schönheitsreparaturen gehören: Das DWW 2009, 24 2009, 169
Tapezieren, Anstreichen der Wände und = ZGS 2009, 43
der Decken, das Pflegen und Reinigen der
Fußböden, das Streichen der Innentüren,
der Fenster und Außentüren von innen
sowie das Streichen der Heizkörper und
Versorgungsleitungen innerhalb der

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Wohnung. Die Arbeiten sind
handwerksgerecht auszuführen.
Üblicherweise werden
Schönheitsreparaturen in den Mieträumen
in folgenden Zeiträumen erforderlich
sein:
in Küchen, Bädern und Duschen alle drei
Jahre,
in Wohn- und Schlafräumen, Fluren,
Dielen und Toiletten alle fünf Jahre,
in anderen Nebenräumen alle sieben
Jahre.
Demgemäß sind die Mieträume zum Ende
des Mietverhältnisses in dem Zustand
zurückzugeben, der bestehen würde,
wenn der Mieter die ihm nach Ziffer 2
obliegenden Schönheitsreparaturen
durchgeführt hätte. Lackierte Holzteile
sind in dem Farbton zurückzugeben, wie
er bei Vertragsbeginn vorgegeben war;
farbig gestrichene Holzteile können auch
in Weiß oder hellen Farbtönen gestrichen
zurückgegeben werden."
hält der Inhaltskontrolle nach § 307 BGB
stand.
§ 538 BGB Umfang der 8. Oktober 2008 MietPrax-AK § Schach, GE 2009,
Schönheitsreparaturen in der XII ZR 15/07 538 BGB Nr. 38 83; Lützenkirchen,
= GE 2009, 111 MietRB 2009, 69;
Gewerberaummiete = NJW 2009, Ingendoh, jurisPR-
Vereinbaren die Parteien eines 510 = DWW MietR 6/2009
Gewerberaummietvertrages allgemein die 2009, 23 = NZM Anm. 5; Drasdo,
Übertragung von Schönheitsreparaturen 2009, 126 = NJW-Spezial 2009,
auf den Mieter, umfassen diese auch die ZMR 2009, 267 161; Schmid, GuT
Grundreinigung des Teppichbodens. = WuM 2009, 2009, 8; Lehmann-
225 = GuT 2008, Richter, NZM
484 2009, 349
§ 538 BGB Individualvertragliche 14. Januar 2009 MietPrax-AK § Schach, GE 2009,
Endrenovierungsklausel in VIII ZR 71/08 538 BGB Nr. 39 296; ders., jurisPR-
= GE 2009, 321 MietR 6/2009
Wohnungsübergabeprotokoll = WuM 2009, Anm. 1; Kappus,
Treffen starre und deshalb unwirksame 173 = NJW NJW 2009, 1076;
Formularklauseln zur Vornahme der 2009, 1075 = Derleder, NZM
laufenden Schönheitsreparaturen und der DWW 2009, 102 2009, 227; Drasdo,
Endrenovierung durch den Mieter mit = NZM 2009, NJW-Spezial 2009,
einer später bei Einzug individuell 233 = ZMR 258; Disput, ZMR
vereinbarten Übernahme der 2009, 358 2009, 359; Horst,
Endrenovierungspflicht durch den Mieter MietRB 2009, 160;
zusammen, unterliegt die ders., DWW 2009,
Individualvereinbarung weder der 174; Zschieschack,
Inhaltskontrolle nach § 307 Abs. 1 Satz 1 ZMR 2009, 821
BGB noch wird sie gemäß § 139 BGB
von der Unwirksamkeit der
Formularklausel erfasst (Fortführung
Senatsurteil vom 5. April 2006 – VIII ZR
163/05, NJW 2006, 2116).
§ 538 BGB Verhältnis Vornahmeklausel zur 21. Oktober 2008 MietPrax-AK §
Abgeltungsklausel VIII ZR 189/07 538 BGB Nr. 40
Sind die Frist des Fristenplans abgelaufen = WuM 2009, 36
und gibt es keinen Hinweis auf eine
unterdurchschnittliche Abnutzung
schuldet der Mieter Schadensersatz

© 2022 RiAG a.D. Prof. Dr. Ulf Börstinghaus, Gelsenkirchen Seite 88


wegen Nichtdurchführung der
Schönheitsreparaturen gem. §§ 280, 281
BGB auch wenn die Abgeltungsklausel
ggf unwirksam sein sollte.(nicht
amtlicher Leitsatz)
§ 538 BGB Schadensersatz bei wolkigem 18. Februar 2009 MietPrax-AK § Drasdo, NJW-
Anstrich bei unwirksamer VIII ZR 166/08 538 BGB Nr. 41 Spezial 2009, 322;
= WuM 2009, Kölling, ZWE
Farbwahlklausel 224 = NZM 2009, 229; Schach,
1. Beinhaltet die 2009, 313 = GE jurisPR-MietR
Schönheitsreparaturklausel die 2009, 574 = 9/2009 Anm. 2;
Verpflichtung die Arbeiten in neutralen NJW-RR 2009, Eisenschmid,
Farbtönen durchzuführen ohne dies auf 656 jurisPR-MietR
das Ende des Mietverhältnisses zu 10/2009 Anm. 2
beschränken ist die Klausel unwirksam.
2. Ob der Zusatz "bei normaler
Abnutzung" einen Fristenplan weich
werden lässt, bleibt offen.
3. Wenn der Mieter keine
Schönheitsreparaturen schuldet dann steht
dem Vermieter allenfalls dann ein
Schadensersatzanspruch wegen
"wolkigen Anstrichs" zu, wenn hierdurch
Mehrkosten verursacht werden.(nicht
amtlicher Leitsatz)
§ 538 BGB Außenanstrich und Anstrich 18. Februar 2009 MietPrax-AK § Schach, GE 2009,
Loggia keine VIII ZR 210/08 538 BGB Nr. 42 550; Drasdo, NJW-
= NJW 2009, Spezial 2009, 353;
Schönheitsreparatur/Umwirksa 1408 = GE 2009, Specht, MietRB
mkeit der Klausel 573 = WuM 2009, 192; Schach,
a) Für den Begriff der 2009, 286 = jurisPR-MietR
Schönheitsreparaturen ist auch bei NZM 2009, 353 9/2009 Anm. 2;
preisfreiem Wohnraum die Definition in § = MDR 2009, Riecke, ZMR
28 Abs. 4 Satz 3 II. BV maßgeblich 621 = ZMR 2010, 263
(Bestätigung von BGHZ 92, 363, 368). 2010, 261
Soweit es um Türen und Fenster geht,
gehört zu den Schönheitsreparaturen im
Sinne dieser Bestimmung nur das
Streichen der Innentüren sowie der
Fenster und Außentüren von innen, nicht
aber der Außenanstrich von Türen und
Fenstern.
b) Die Übertragung der
Schönheitsreparaturen auf den Mieter
durch die in einem Formularmietvertrag
enthaltene Klausel
"Schönheitsreparaturen trägt der Mieter
(vgl. § 13) einschließlich Streichen von
Außenfenstern, Balkontür und Loggia."
in Verbindung mit der ergänzenden
Klausel (§ 13)
"Trägt der Mieter die
Schönheitsreparaturen, hat er folgende
Arbeiten fachgerecht auszuführen:
Tapezieren, Anstreichen der Wände und
Decken, das Streichen der Fußböden,
Reinigen und Abziehen und
Wiederherstellung der Versiegelung von
Parkett, das Streichen der Heizkörper
einschließlich der Heizrohre sowie der
Türen und Fenster."

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ist wegen unangemessener
Benachteiligung des Mieters insgesamt
unwirksam. Die Unwirksamkeit ist nicht
auf die Textbestandteile "einschließlich
Streichen von Außenfenstern, Balkontür
und Loggia" und "sowie der Türen und
Fenster" beschränkt.
§ 538 BGB Individualvertragliche 18. März 2009 MietPrax-AK § Eisenschmid,
Endrenovierungsklausel in der XII ZR 200/06 538 BGB Nr. 43 jurisPR-MietR
= GE 2009, 647 10/2009 Anm. 2;
Gewerberaummiete = GuT 2009, 98 Schach, GE 2009,
Zur Frage einer durch Individualabrede = NZM 2009, 612;
vereinbarten Endrenovierungsklausel in 397 = MDR Lützenkirchen,
einem Mietvertrag über Gewerberäume. 2009, 678 = MietRB 2009, 162
NJW-RR 2009,
947 = ZMR
2009, 672
§ 538 BGB "Weißen" als unzulässige 23. September MietPrax-AK § Warnecke, jurisPR-
Farbwahlklausel 2009 538 BGB Nr. 44 MietR 25/2009
Die formularmäßige Verpflichtung des VIII ZR 344/08 = WuM 2009, Anm. 2; Drasdo,
Mieters, Decken und Oberwände auch 655 = GE 2009, NJW-Spezial 2010,
während der Mietzeit zu "weißen", ist 1488 = NJW 1
wegen unangemessener Benachteiligung 2009, 3716 =
des Mieters nach § 307 BGB unwirksam, NZM 2009, 903
da der Begriff "weißen" bei der nach § = ZMR 2010,
305c Abs. 2 BGB gebotenen 106
kundenfeindlichsten Auslegung jedenfalls
auch dahin verstanden werden kann, dass
der Mieter die Schönheitsreparaturen in
weißer Farbe vorzunehmen hat
(Fortführung von BGH, Urteil vom 18.
Juni 2008 - VIII ZR 224/07, NJW 2008,
2499, Tz. 15 ff.).
§ 538 BGB Außenanstrich und 13. Januar 2010 MietPrax-AK § Eisenschmid,
Parkettversiegelung keine VIII ZR 48/09 538 BGB Nr. 45 jurisPR-MietR
= WuM 2010, 85 6/2010 Anm. 1;
Schönheitsreparaturen = NJW 2010, Lehmann-Richter,
a) Der Außenanstrich von Türen und 674 = NZM MietRB 2010, 101;
Fenstern sowie das Abziehen und 2010, 157 = GE Drasdo, NJW-
Wiederherstellen einer 2010, 335 = Spezial 2010, 257
Parkettversiegelung sind keine ZMR 2010, 432
Schönheitsreparaturmaßnahmen im Sinne
von § 28 Abs. 4 Satz 3 II. BV.
b) Die Verpflichtung des Mieters zur
Vornahme von Schönheitsreparaturen
stellt eine einheitliche Rechtspflicht dar.
Ist diese Pflicht formularvertraglich so
ausgestaltet, dass sie hinsichtlich der
zeitlichen Modalitäten, der
Ausführungsart oder des
gegenständlichen Umfangs der
Schönheitsreparaturen den Mieter
übermäßig belastet, so ist die Klausel
nicht nur insoweit, sondern insgesamt
wegen unangemessener Benachteiligung
des Mieters gemäß § 307 Abs. 1 Satz 1
BGB unwirksam (Bestätigung von BGH,
Urteil vom 18. Februar 2009 - VIII ZR
210/08, WuM 2009, 286).
§ 538 BGB Unwirksame Farbwahlklausel 20. Januar 2010 MietPrax-AK § Schach, jurisPR-
hinsichtlich Türen und Fenster VIII ZR 50/09 538 BGB Nr. 46 MietR 7/2010

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Bei formularmäßiger Übertragung der = WuM 2010, Anm. 2; Dötsch,
Pflicht zur Vornahme von 142 = GE 2010, MietRB 2010, 98;
Schönheitsreparaturen wird der Mieter 405 = DWW Drasdo, NJW-
durch die Vorgabe, Fenster und Türen 2010, 100 = Spezial 2010, 322;
"nur weiß" zu streichen, unangemessen NZM 2010, 236 Schläger, ZMR
benachteiligt. Dies führt zur = ZMR 2010, 2010, 513
Unwirksamkeit der Abwälzung der 512
Schönheitsreparaturen auf den Mieter
insgesamt.
§ 538 BGB Formularvertragliche 10. Februar 2010 MietPrax-AK § Schach, GE 2010,
Erweiterung des Begriffs der VIII ZR 222/09 538 BGB Nr. 47 656
= WuM 2010,
Schönheitsreparaturen 231 = GE 2010,
Eine formularvertragliche Erweiterung 692
des Umfangs der Schönheitsreparaturen
über den in § 28 Abs. 4 Satz 3 II. BV
beschriebenen Inhalt hinaus ist zumindest
bei Fehlen einer angemessenen
Kompensationsregelung wegen
unangemessener Benachteiligung des
Mieters gemäß § 307 Abs. 1 Satz 1 BGB
unwirksam.(nicht amtlicher Leitsatz)
§ 538 BGB Unwirksamkeit der Abwälzung 9. Juni 2010 MietPrax-AK § Eisenschmid,
der Schönheitsreparaturen wenn VIII ZR 294/09 538 BGB Nr. 48 jurisPR 16/2010
= WuM 2010, Anm 2 =
Eigenleistung ausgeschlossen ist 476 = GE 2010, AnwZert_MietR
Eine in Formularmietverträgen über 995 = NJW 17/2010 Anm 4;
Wohnraum enthaltene Klausel, wonach es 2010, 2877 = Bittner, MietRB
dem Mieter obliegt, die NZM 2010, 615 2010, 259; Drasdo,
Schönheitsreparaturen "ausführen zu = DWW 2010, NJW-Spezial 2010,
lassen", benachteiligt den Mieter 331 = ZMR 547; Riecke, ZMR
unangemessen und ist deshalb 2011, 190 2011, 192
unwirksam, wenn sie bei
kundenfeindlichster Auslegung dem
Mieter dadurch die Möglichkeit der
kostensparenden Eigenleistung nimmt,
dass sie als Fachhandwerkerklausel
verstanden werden kann.
§ 538 BGB Individualvertraglich 16. Juni 2010 MietPrax-AK § Harsch, MietRB
vereinbarte VIII ZR 280/09 538 BGB Nr. 49 2010, 290; Drasdo,
= WuM 2010, NJW-Spezial 2010,
Quotenabgeltungsklausel, 478 = GE 2010, 611
Mehrwertsteuer 1119 = NZM
Haben die Mietvertragsparteien 2010, 617 =
vereinbart, dass der Mieter die anteiligen ZMR 2010, 849
Kosten für künftige
Schönheitsreparaturen nach einem
Kostenvoranschlag des Vermieters oder
eines Fachbetriebs zu zahlen hat, so
schuldet der Mieter den Abgeltungsbetrag
einschließlich der Umsatzsteuer.
§ 538 BGB Formularvertragliche 31. August 2010 MietPrax-AK §
Erweiterung des Begriffs der VIII ZR 42/09 538 BGB Nr. 50
= GE 2011, 263
Schönheitsreparaturen
Die formularmäßige Belastung des
Mieters mit Schönheitsreparaturen, die
dem Mieter über die Begriffsdefinition
gemäß § 28 Abs. 4 Satz 3 II. BV
hinausgehende Arbeiten auferlegt führt
zur Gesamtunwirksamkeit der

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Schönheitsreparaturklausel.(nicht
amtlicher Leitsatz)
§ 538 BGB Unwirksamkeit einer 14. Dezember MietPrax-AK §
Schönheitsreparaturklausel 2010 538 BGB Nr. 51
VIII ZR 143/10 = WuM 2011, 96
wegen vorgeschriebener = ZMR 2011,
Ausführungsart 370
a) Eine Formularklausel, die den Mieter
auch während der Mietzeit generell zu
einer Dekoration in einer ihm
vorgegebenen Ausführungsart
verpflichtet und ihn dadurch in der
Gestaltung seines persönlichen
Lebensbereichs einschränkt, benachteiligt
ohne dass dafür ein anerkennenswertes
Interesse besteht, den Mieter
unangemessen.
b) Verwendet der Vermieter bei
Abschluss des Vertrages ein
Vertragsformular des von ihm
beauftragten Maklers, sind die
vorformulierten Vertragsbedingungen
von ihm "gestellt" worden (§ 305 Abs. 1
Satz 1 BGB). Der vom Vermieter in die
Vertragsanbahnung eingeschaltete Makler
ist nicht ein Dritter, sondern
Abschlussgehilfe des Klägers (§ 278
BGB).(nicht amtlicher Leitsatz)
§ 538 BGB Unwirksamkeit einer 14. Dezember MietPrax-AK § Horst, MietRB
Farbwahlklausel für Ende des 2010 538 BGB Nr. 52 2011, 103; Schach,
VIII ZR 198/10 = NJW 2011, jurisPR-MietR
Mietverhältnisses 514 = WuM 8/2011 Anm. 1
Die Klausel "Bei Auszug müssen Decken, 2011, 96 = GE
Fenster und Türen weiß gestrichen sein" 2011, 263 =
ist unwirksam, da die Einengung der NZM 2011, 150
Farbwahl auf nur eine einzige Farbe = ZMR 2011,
("weiß") im Zeitpunkt der Rückgabe der 369
Mietsache die Gestaltungsfreiheit des
Mieters in einer Weise einschränkt, die
nicht durch berechtigte Interessen des
Vermieters gerechtfertigt ist und den
Mieter deshalb unangemessen
benachteiligt.(nicht amtlicher
Leitsatz)
§ 538 BGB Wirksamkeitsvoraussetzungen 14. Dezember MietPrax-AK §
für eine Farbwahlklausel 2010 538 BGB Nr. 53
Eine Farbwahlklausel benachteiligt den VIII ZR 218/10 = GE 2011, 477
Mieter (nur) dann nicht unangemessen, = WuM 2011,
wenn sie ausschließlich für den Zeitpunkt 212
der Rückgabe Geltung beansprucht und
dem Mieter noch einen gewissen
Spielraum lässt (Senatsurteile vom 18.
Juni 2008 - VIII ZR 224/07, NZM 2008,
605 Rn. 18; vom 22. Oktober 2008 - VIII
ZR 283/07, NJW 2009, 62 Rn. 17
f.)(nicht amtlicher Leitsatz)
§ 538 BGB "Weißen" als unzulässige 21. September MietPrax-AK § Harsch, MietRB
Farbwahlklausel 2011 538 BGB Nr. 54 2012, 5
Die Pflicht des Mieters zum "Weißen" VIII ZR 47/11 = GE 2011, 1481
von Decken und Wänden dahin ist so = WuM 2011,

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auszulegen, dass ein Anstrich mit weißer 618 = ZMR
Farbe vorzunehmen ist. In dieser 2012, 97
Auslegung liegt eine unangemessene
Benachteiligung des Mieters vor, weil er
auch während des laufenden
Mietverhältnisses in der vorgegebenen
Farbwahl dekorieren muss und dadurch in
seiner persönlichen Lebensgestaltung
eingeschränkt wird, ohne dass dafür ein
anerkennenswertes Interesse des
Vermieters besteht.(nicht amtlicher
Leitsatz)
§ 538 BGB Wirksamkeit einer 22. Februar 2012 MietPrax-AK § Harsch, MietRB
Farbwahlklausel VIII ZR 205/11 538 BGB Nr. 55 2012, 129; Schach,
Auch wenn der Mieter die Wohnung bei = NJW 2012, GE 2012, 654
Mietbeginn mit einem neuen weißen 1280 = WuM
Anstrich übernommen hat, benachteiligt 2012, 194 = GuT
ihn eine Farbwahlklausel nur dann nicht 2012, 34 = GE
unangemessen, wenn sie ausschließlich 2012, 687 =
für den Zeitpunkt der Rückgabe Geltung NZM 2012, 338
beansprucht und dem Mieter noch einen
gewissen Spielraum lässt (Bestätigung
der Senatsurteile vom 18. Juni 2008 -
VIII ZR 224/07, NZM 2008, 605 Rn. 18;
vom 22. Oktober 2008 - VIII ZR 283/07,
NJW 2009, 62 Rn. 17 f.).
§ 538 BGB Weicher Fristenplan und 20. März 2012 MietPrax-AK § Schach, GE 2012,
Umfang der Abwälzung der VIII ZR 192/11 538 BGB Nr. 56 790; Eisenschmid,
= WuM 2012, jurisPR-MietR
Schönheitsreparaturen 312 = GE 2012, 18/2012 Anm. 1
1. Die Verpflichtung die 821 = NJW-RR
Schönheitsreparaturen "regelmäßig" 2012, 907 = GuT
durchzuführen ist wirksam, da hierdurch 2012, 244 =
hinreichend deutlich zum Ausdruck ZMR 2012, 617
kommt, dass im Einzelfall Abweichungen = NZM 2012,
möglich sind. 527
2. Die in einem Mietvertrag enthaltene
Regelung, wonach eine Erneuerung der
Anstriche von Fenstern, Türen,
Heizkörpern, Versorgungsleitungen und
an Einbaumöbeln regelmäßig nach sechs
Jahren erforderlich ist, ist aus der
maßgeblichen Sicht des
durchschnittlichen, verständigen Mieters
auch bei mieterfeindlichster Auslegung so
zu verstehen, dass es sich bei ihr um eine
im Verhältnis zum Fristenplan speziellere
Regelung hinsichtlich bestimmter
Gegenstände handelt.
3. Aus der Klausel geht auch hinreichend
klar hervor, dass nur der Innenanstrich
der Türen gemeint ist.(nicht amtlicher
Leitsatz)
§ 538 BGB Unwirksamkeit der 11. September MietPrax-AK §
"Modifizierten Ausführungsart- 2012 538 BGB Nr. 57
VIII ZR 237/11 = WuM 2012,
Klausel" 662 = GE 2013,
Auch eine Schönheitsreparaturklausel, die 54 = ZMR 2013,
die Änderung der Ausführungsart nur bei 108 = GuT-W
erheblichen Abweichungen von der 2013, 6
bisherigen Ausführungsart gestattet, ist

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unwirksam, wenn Sie auch für während
des Bestandes des Mietverhältnisses
geschuldete Schönheitsreparaturen
gilt.(nicht amtlicher Leitsatz)
§ 538 BGB Salvatorische Klausel und 5. März 2013 MietPrax-AK § Sommer, MietRB
Parkettklausel VIII ZR 137/12 538 BGB Nr. 58 2013, 167
Auch der Zusatz hinter der salvatorischen = NZM 2013,
Klausel : ", was nach dem heutigen Stand 307 = NJW
nicht der Fall ist, so dass der Mieter die 2013, 1668 =
Versiegelung momentan auch nicht ZMR 2013, 612
schuldet. Hintergrund dafür, dass dieser = GuT-W 2013,
Satz dennoch in den Vertrag 58
aufgenommen wird, ist Folgendes:
Zunächst ist nicht ausgeschlossen, dass
sich die Gesetzeslage oder die
Rechtsprechung ändern könnte[n]. …"
ändert nichts an der Unwirksamkeit einer
Parkettklausel insgesamt. Salvatorische
Klauseln in Allgemeinen
Geschäftsbedingungen können jedenfalls
dann nicht wirksam vereinbart werden,
wenn die Rechtslage nicht zweifelhaft
ist.(nicht amtlicher Leitsatz)
§ 538 BGB Salvatorische Klausel bei 20. November MietPrax-AK §
unwirksamer 2012 538 BGB Nr. 58
VIII ZR 137/12 = GE 2013, 612
Schönheitsreparaturklausel = WuM 2013,
a) Der Zusatz "soweit gesetzlich zulässig" 293 = ZMR
beseitigt die Unwirksamkeitsfolge der 2013, 612 =
gegen die gesetzlichen Regelungen über GuT-W 2013, 56
Allgemeine Geschäftsbedingungen
verstoßenden Regelung nicht. Derartige
salvatorische Klauseln sind ihrerseits
unwirksam, weil sie gegen das
Verständlichkeitsgebot verstoßen.
b) Zur Frage, wann Allgemeine
Geschäftsbdingungen vorliegen.
c) Eine "Parkettversiegelungsklausel" ist
unwirksam.
d) Sie infiziert die gesamte
Schönheitsreparaturklausel.(nicht
amtlicher Leitsatz)
§ 538 BGB Voraussetzung für 29. Mai 2013 MietPrax-AK § Börstinghaus,
Quotenabgeltungsklausel VIII ZR 285/12 538 BGB Nr. 59 jurisPR-BGHZ
Eine formularmäßige Klausel in einem = GE 2013, 997 15/2013 Anm. 1;
Wohnraummietvertrag, die den Mieter = WuM 2013, Schach, MietRB
verpflichtet, sich anteilig an den Kosten 478 = NJW 2013, 230; Schach,
zum Zeitpunkt der Beendigung des 2013, 2505 = GE 2013, 981;
Mietverhältnisses noch nicht fälliger GuT-W 2013, 59 Drasdo, NJW-
Schönheitsreparaturen zu beteiligen = NZM 2013, Spezial 2013, 513;
(Quotenabgeltungsklausel), und zur 573 = DWW Blank, LMK 2013,
Berechnung der Abgeltungsbeträge 2013, 249 = 350115; Krapf,
folgende Regelung vorsieht: ZMR 2013, 791 jurisPR-MietR
"Berechnungsgrundlage ist der 20/2013 Anm. 3
Kostenvoranschlag eines vom Vermieter
auszuwählenden Malerfachgeschäfts",
ist gemäß § 307 Abs. 1 Satz 1 BGB
unwirksam (Aufgabe von Senatsbeschluss
[Rechtsentscheid] vom 6. Juli 1988 - VIII
ARZ 1/88, BGHZ 105, 71, 79 ff., und von

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Senatsurteil vom 6. Oktober 2004 - VIII
ZR 215/03, WuM 2004, 663).
§ 538 BGB Vornahme- und 22. Januar 2014 MietPrax-AK § Schach, GE 2014,
Quotenabgeltungsklausel bei VIII ZR 352/12 538 BGB Nr. 60 211; Langenberg,
= WuM 2014, NZM 2014, 299;
unrenoviert übergebener 135 = ZMR Wiek, WuM 2014,
Wohnung 2014, 196 = GE 171; Lehmann-
Es bestehen Bedenken, 2014, 245 Richter, NZM
1. ob bei einer unrenoviert übergebenen 2014, 818
Wohnung
a) die Schönheitsreparaturen wirksam
formularvertraglich auf den Mieter
abgewälzt werden können;
b) eine Quotenabgeltungsklausel der
Inhaltskontrolle standhält.
2. ob eine weich formulierte
Quotenabgeltungsklausel dem
Transparenzgebot genügen kann.(nicht
amtlicher Leitsatz)
§ 538 BGB Ausgleichsanspruch aufgrund 12. Februar 2014 MietPrax-AK § Schach, GE 2014,
ergänzender Vertragsauslegung XII ZR 76/13 538 BGB Nr. 61 422; Schach,
= GE 2014, 453 MietRB 2014, 131;
bei Umbau = NZM 2014, Drasdo, NJW-
Allein die Absicht des Vermieters, nach 270 = NJW Spezial 2014, 322
Beendigung des Mietverhältnisses 2014, 1521 =
Umbaumaßnahmen in den Mieträumen DWW 2014, 179
durchzuführen, genügt nicht, um im = ZMR 2014,
Wege der ergänzenden Vertragsauslegung 532
an die Stelle der vertraglichen
Verpflichtung des Mieters nach
Beendigung des Mietverhältnisses
Schönheitsreparaturen und
Instandsetzungs- bzw.
Instandhaltungsmaßnahmen
durchzuführen, einen Ausgleichsanspruch
in Geld treten zu lassen. Ein solcher
Ausgleichsanspruch setzt voraus, dass die
Mieträume tatsächlich umgebaut werden
(im Anschluss an Senatsurteil BGHZ 151,
53 = NJW 2002, 2383).
§ 538 BGB Summierungseffekt in der 12. März 2014 MietPrax-AK § Theesfeld, jurisPR-
Gewerberaummiete XII ZR 108/13 538 BGB Nr. 62 MietR 9/2014
Wird in einem Formularmietvertrag über = DWW 2014, Anm. 1; Kappus,
gewerblich genutzte Räume der Mieter 127 = NZM NJW 2014, 1446;
neben der bedarfsabhängigen Vornahme 2014, 306 = Schach, GE 2014,
von Schönheitsreparaturen auch dazu NJW 2014, 1444 638; Schach,
verpflichtet, die Räume bei Beendigung = GE 2014, 666 MietRB 2014, 168;
des Mietverhältnisses in einem = WuM 2014, Drasdo, NJW-
"bezugsfertigen Zustand" zurückzugeben, 326 = ZMR Spezial 2014, 354
ergibt sich daraus kein 2014, 622
Summierungseffekt, der zur
Unwirksamkeit der beiden Klauseln führt.
§ 538 BGB Regressverzicht bei einfacher 21. Januar 2014 MietPrax-AK §
Fahrlässigkeit VIII ZR 48/13 538 BGB Nr. 63
Der Mieter, der einen Brandschaden = GE 2014, 661
durch einfache Fahrlässigkeit verursacht
hat, ist (regelmäßig) vor einem Rückgriff
des Gebäudeversicherers in der Weise
geschützt, dass eine ergänzende
Auslegung des
Gebäudeversicherungsvertrages einen

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konkludenten Regressverzicht des
Versicherers für die Fälle ergibt, in denen
der Wohnungsmieter einen Brandschaden
durch einfache Fahrlässigkeit verursacht
hat.(nicht amtlicher Leitsatz)
§ 538 BGB Anspruch auf Auszahlung eines 3. Dezember MietPrax-AK § Harsch, MietRB
angesparten 2014 538 BGB Nr. 64 2015, 35; Drasdo,
VIII ZR 224/13 = GE 2015, 116 NJW-Spezial 2015,
Schönheitsreparaturguthabens = NZM 2015, 79 193
Die in einem Formularmietvertrag über = WuM 2015, 80
eine (damals) preisgebundene Wohnung, = NJW-RR
bei dem der Vermieter die Kosten der 2015, 264 =
Schönheitsreparaturen zu tragen hat und ZMR 2015, 212
hierfür ein Zuschlag zur Kostenmiete
gemäß § 28 Abs. 2 der Zweiten
Berechnungsverordnung vorgesehen ist,
enthaltene Klausel
"Sofern der Mieter Schönheitsreparaturen
selbst ausführt oder durch entsprechende
Fachfirmen ausführen lässt, werden ihm
auf Antrag die anteiligen Beträge, wie sie
sich nach der obigen Verordnung
errechnen, ausgezahlt, sofern die
Ausführung sach- und fachgerecht erfolgt
ist."
berechtigt den Mieter, die
Schönheitsreparaturen selbst auszuführen
und anschließend die Auszahlung der
"angesparten" Beträge zu verlangen.
§ 538 BGB Renovierungsklausel bei 18. März 2015 MietPrax-AK § Schach, GE 2015,
unrenoviert übergebener VIII ZR 185/14 538 BGB Nr. 65 343; Lehmann-
= BGHZ 204, Richter, NJW
Wohnung 302 = NJW 2015, 1598;
1. Die formularvertragliche Überwälzung 2015, 1594 = Harsch, MietRB
der Verpflichtung zur Vornahme NZM 2015, 374 2015, 161; Schach,
laufender Schönheitsreparaturen einer = GE 2015, 649 GE 2015, 624;
dem Mieter unrenoviert oder = DWW 2015, Börstinghaus,
renovierungsbedürftig überlassenen 175 = WuM LMK 2015,
Wohnung hält der Inhaltskontrolle am 2015, 338 = 369251;
Maßstab des § 307 Abs. 1 Satz 1, Abs. 2 ZMR 2015, 685 Börstinghaus,
Nr. 1 BGB nicht stand, sofern der jurisPR-
Vermieter dem Mieter keinen BGHZivilR
angemessenen Ausgleich gewährt 10/2015, 1;
(insoweit Aufgabe von BGH, Hartmann, WuM
Rechtsentscheid vom 1. Juli 1987, VIII 2015, 406;
ARZ 9/86, BGHZ 101, 253). Langenberg, NZM
2. Unrenoviert oder 2015, 681;
renovierungsbedürftig ist eine Wohnung Sommer, MietRB
nicht erst dann, wenn sie übermäßig stark 2015, 312
abgenutzt oder völlig abgewohnt ist.
Maßgeblich ist, ob die dem Mieter
überlassene Wohnung Gebrauchsspuren
aus einem vorvertraglichen Zeitraum
aufweist, wobei solche Gebrauchsspuren
außer Acht bleiben, die so unerheblich
sind, dass sie bei lebensnaher Betrachtung
nicht ins Gewicht fallen. Es kommt
letztlich darauf an, ob die überlassenen
Mieträume den Gesamteindruck einer
renovierten Wohnung vermitteln.
3. Angesichts der Vielgestaltigkeit der
Erscheinungsformen unterliegt die

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Beurteilung, ob eine Wohnung dem
Mieter unrenoviert oder
renovierungsbedürftig überlassen worden
ist, einer in erster Linie dem Tatrichter
vorbehaltenen Gesamtschau unter
umfassender Würdigung aller für die
Beurteilung des Einzelfalles
maßgeblichen Umstände. 4. Beruft der
Mieter sich auf die Unwirksamkeit der
Renovierungsklausel, obliegt es ihm,
darzulegen und im Bestreitensfall zu
beweisen, dass die Wohnung bei
Mietbeginn unrenoviert oder
renovierungsbedürftig war. Die
Darlegungs- und Beweislast für die
Gewährung einer angemessenen
Ausgleichsleistung trifft den Vermieter.
§ 538 BGB Quotenabgeltungsklausel und 18. März 2015 MietPrax-AK § Börstinghaus
Transparenzgebot VIII ZR 242/13 538 BGB Nr. 66 jurisPR-
Quotenabgeltungsklauseln benachteiligen = WuM 2015, BGHZivilR
den Mieter nach § 307 Abs. 1 BGB 343 = NZM 10/2015, 2;
unangemessen und sind daher unwirksam, 2015, 424 = Schach, GE 2015,
weil sie von dem Mieter bei NJW 2015, 1871 343; Börstinghaus,
Vertragsschluss verlangen, zur Ermittlung = DWW 2015, LMK 2015,
der auf ihn im Zeitpunkt der 213 = ZMR 370159; Harsch,
Vertragsbeendigung zukommenden 2015, 690 MietRB 2015, 196;
Kostenbelastung mehrfach hypothetische Langenberg, NZM
Betrachtungen anzustellen, die eine 2015, 681;
sichere Einschätzung der tatsächlichen Boerner, NZM
Kostenbelastung nicht zulassen (teilweise 2015, 686; Steinig,
Aufgabe von BGH, Urteil vom 26. DWW 2015, 282;
September 2007, VIII ZR 143/06, NJW Neumann/Baarth/G
2007, 3632 Rn. 14 ff.). obst, DWW 2015,
287; Drettmann,
NJW 2015,
§ 538 BGB Summierungseffekt bei starrem 18. März 2015 MietPrax-AK § Börstinghaus,
und weichem Fristenplan VIII ZR 21/13 538 BGB Nr. 67 jurisPR-
Die Pflicht zur Vornahme von = WuM 2015, BGHZivilR
Schönheitsreparaturen ist, soweit sie dem 348 = GE 2015, 11/2015 Anm. 2;
Mieter im Mietvertrag auferlegt ist, eine 725 = NJW Steinig, DWW
einheitliche, nicht in Einzelmaßnahmen 2015, 1874 = 2015, 282;
aufspaltbare Rechtspflicht mit der Folge, NZM 2015, 485 Drettmann, NJW
dass die Unwirksamkeit der einen = ZMR 2015, 2015, 3694
Einzelaspekt dieser einheitlichen 689
Rechtspflicht betreffenden
Formularbestimmung in der gebotenen
Gesamtschau der Regelung zur
Unwirksamkeit der gesamten
Vornahmeklausel führt. Dies gilt auch,
wenn die inhaltliche Ausgestaltung der
einheitlichen Rechtspflicht in
verschiedenen, sprachlich voneinander
unabhängigen Klauseln des Mietvertrags
geregelt ist (Bestätigung von BGH, Urteil
vom 13. Januar 2010, VIII ZR 48/09,
NJW 2010, 674 Rn. 14).
§ 538 BGB Schönheitsreparaturen während 17. Februar 2015 MietPrax-AK §
der Mietzeit VIII ZR 232/14 538 BGB Nr. 68
Lautete eine Klausel im Mietvertrag: = WuM 2015,
"Werden Schönheitsreparaturen wegen 333
des Zustandes der Wohnung bereits

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während der Mietdauer notwendig, um
nachhaltige Schäden an der Substanz der
Mieträume zu vermeiden oder zu
beseitigen, so sind die erforderlichen
Arbeiten jeweils unverzüglich
auszuführen"
so muss der Vermieter darlegen, dass eine
solche Substanzgefährdung droht.(nicht
amtlicher Leitsatz)
§ 538 BGB Kein Anspruch des Mieters auf 17. März 2015 MietPrax-AK §
Durchführung der VIII ZR 251/14 538 BGB Nr. 69
= GE 2015, 652
Schönheitsreparaturen bei = WuM 2015,
widersprüchlichem Verhalten 350 = NZM
Soweit der Mieter einen Anspruch auf 2015, 486 =
Durchführung erneuter NJW-RR 2015,
Schönheitsreparaturen darauf stützt, dass 847
die von ihm selbst ausgeführten Arbeiten
kleinere handwerkliche Mängel
aufweisen, ist es aus Rechtsgründen nicht
zu beanstanden, diesen Anspruch wegen
Verstosses gegen Treu und Glauben
wegen widersprüchlichen Verhaltens zu
versagen.(nicht amtlicher Leitsatz)
§ 538 BGB Übernahme der 22. August 2018 MietPrax-AK § Börstinghaus,
Vornahmepflicht des Vormieters VIII ZR 277/16 538 BGB Nr. 70 jurisPR-
= GE 2018, 1214 BGHZivilR
durch Nachmieter = WuM 2018, 18/2018 Anm. 1;
Im Falle einer dem Mieter unrenoviert 635 = MDR Börstinghaus,
oder renovierungsbedürftig überlassenen 2018, 1305 = MietRB 2018, 289;
Wohnung hält die formularvertragliche NZM 2018, 863 Schach, GE 2018,
Überwälzung der nach der gesetzlichen = DWW 2018, 1183; Brückner,
Regelung (§ 535 Abs. 1 Satz 2 BGB) den 337 = NJW GE 2018, 1189;
Vermieter treffenden Verpflichtung zur 2018, 3302 = Beyer, WuM 2018,
Vornahme laufender ZMR 2018, 994 704; Zehelein,
Schönheitsreparaturen der NZM 2018, 865;
Inhaltskontrolle am Maßstab des § 307 Horst, DWW 2018,
Abs. 1 Satz 1, Abs. 2 Nr. 1 BGB nicht 339; Pielsticker,
stand, sofern der Vermieter dem Mieter NJW 2018, 3304;
keinen angemessenen Ausgleich gewährt, Drasdo, NJW-
der ihn so stellt, als habe der Vermieter Spezial 2018, 70
ihm eine renovierte Wohnung überlassen
(Bestätigung von BGH, Urteil vom 18.
März 2015, VIII ZR 185/14, BGHZ 204,
302 Rn. 15, 35).
Eine allein zwischen dem bisherigen und
dem neuen Mieter getroffene
Renovierungsvereinbarung vermag - mit
Rücksicht darauf, dass die Wirkungen
eines Schuldverhältnisses grundsätzlich
auf die daran beteiligten Parteien
beschränkt sind - daran nichts zu ändern.
§ 538 BGB Individualvertragliche 22. August 2018 MietPrax-AK § Flatow, NZM
Anfangsrenovierungspflicht im VIII ZR 287/17 538 BGB Nr. 71 2018, 939; Harsch,
= NZM 2018, MietRB 2019, 7;
preisgebundenen Wohnungsbau 947 = WuM Eisenschmid,
1. Nach § 9 Abs. 1 WoBindG ist 2018, 754 = GE jurisPR-MietR
eine Vereinbarung, nach der der Mieter 2018, 1585 5/2019, Anm. 4
oder für ihn ein Dritter mit Rücksicht auf
die Überlassung der Wohnung eine
einmalige Leistung zu erbringen hat,
unwirksam.

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2. Auch bei der Kostenmiete im
preisgebundenen Wohnraum ist es dem
Vermieter aber gestattet, die
Schönheitsreparaturen dem Mieter
aufzuerlegen oder alternativ nach § 28
Abs. 4 Satz 2 II. BV einen Zuschlag für
die Kosten der von ihm zu tragenden
Schönheitsreparaturen zu nehmen.
3. Deshalb kann
individualvertraglich die
Anfangsrenovierungspflicht auf den
Mieter abgewälzt werden, wenn dieser
keine laufenden Schönheitsreparaturen
durchführen muss.(nicht amtlicher
Leitsatz)
§ 538 BGB Fiktive 10. Mai 2022 MietPrax-AK §
Mangelbeseitigungskosten bei VIII ZR 277/20 538 BGB Nr. 72
unterlassenen
Schönheitsreparaturen
Ansprüche auf Schadensersatz statt der
Leistung können im Mietrecht auch mit
den für die Instandsetzung oder -haltung
oder für den Rückbau der Mietsache
erforderlichen, aber (noch) nicht
aufgewendeten ("fiktiven") Kosten
bemessen werden.(nicht amtlicher
Leitsatz)
§ 539 BGB Aufwendungsersatzanspruch für 13. Juni 2007 MietPrax-AK § Harsch, MietRB
Gartengestaltung VIII ZR 387/04 539 BGB Nr. 1 = 2007, 256; Horst
Vereinbaren die Parteien eines GE 2007, 1049 = MDR 2007, 1117;
Mietvertrages, dass der Mieter an der WuM 2007, 443 Drasdo, NJW-
Mietsache Veränderungen vornehmen = ZMR 2007, Spezial 2007, 465
darf, die ausschließlich in seinem eigenen 684 = NZM
Interesse liegen, kann von einem 2007, 682 =
stillschweigenden Einverständnis der MDR 2007,
Parteien auszugehen sein, dass der Mieter 1123
hierfür keinen Aufwendungsersatz
beanspruchen kann.
§ 539 BGB Berechnung des Wertersatzes 16. Dezember MietPrax-AK §
bei Mieterverwendungen 2008 539 BGB Nr. 2 =
Nach ständiger Rechtsprechung kommt es VIII ZR 306/06 WuM 2009, 113
bei der Bemessung des Anspruchs auf
Wertersatz auf die Erhöhung des
Verkehrswerts des errichteten,
ausgebauten oder umgestalteten
Gebäudes an. Ob der Verkehrswert eines
bestimmten Gebäudes unter
Heranziehung des Ertragswertverfahrens
oder nach anderen
Wertermittlungsmethoden zu bestimmen
ist, ist eine Frage des Einzelfalls.(nicht
amtlicher Leitsatz)
§ 539 BGB Umfang der 28. Februar 2012 MietPrax-AK § Kinne, GE 2012,
Substantiierungslast VIII ZR 124/11 539 BGB Nr. 3 = 514
a) Ein Sachvortrag zur Begründung eines GE 2012, 499 =
Anspruchs ist dann schlüssig und WuM 2012, 311
erheblich, wenn die Partei Tatsachen
vorträgt, die in Verbindung mit einem

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Rechtssatz geeignet und erforderlich sind,
das geltend gemachte Recht als in der
Person der Partei entstanden erscheinen
zu lassen. Die Angabe näherer
Einzelheiten ist nicht erforderlich, soweit
diese für die Rechtsfolgen nicht von
Bedeutung sind.
b) Der Grad der Wahrscheinlichkeit der
Sachverhaltsschilderung ist für den
Umfang der Darlegungslast regelmäßig
ohne Bedeutung.(nicht amtlicher
Leitsatz)
§ 540 BGB Aufnahme eines 5. November MietPrax-AK § Wiek, WuM 2003,
Lebensgefährten 2003 540 BGB Nr. 1 = 690; Langenberg,
Für die Aufnahme eines Lebensgefährten VIII ZR 371/02 GE 2003, 1606 = BGHReport 2004,
in eine gemietete Wohnung bedarf der WuM 2003, 688 4; Beuermann, GE
Mieter der Erlaubnis des Vermieters. Auf = NJW 2004, 56 2003, 1588; Blank,
die Erteilung der Erlaubnis hat er im = NZM 2004, 22 LMK 2004, 1;
Regelfall einen Anspruch. = DWW 2004, Lützenkirchen,
16 = ZMR 2004, MietRB 2004, 35
100 = MDR
2004, 141
§ 540 BGB Auskunftsanspruch bei 15. November MietPrax-AK § Drasdo, NJW-
Untervermietung 2006 540 BGB Nr. 2 = Spezial 2007, 146;
Zum Umfang der Auskunft, die der XII ZR 92/04 NJW 2007, 288 Straßberger,
gewerbliche Vermieter vom Mieter = NZM 2007, MietRB 2007, 170
verlangen kann, wenn dieser um die 127 = DWW
Erlaubnis zur Untervermietung 2007, 64 = MDR
nachsucht. 2007, 261 = GuT
2007, 19 = ZMR
2007, 184
§ 540 BGB Wirksamkeit der 10. Oktober 2007 MietPrax-AK §
Untervermietung auch ohne XII ZR 12/07 540 BGB Nr. 3 =
GuT 2007, 378 =
Genehmigung GE 2007, 1627 =
Die fehlende Gestattung der NZM 2008, 167
Untervermietung durch Vermieter steht
der Wirksamkeit eines
Untermietvertrages nicht entgegen. Auch
ein ohne Erlaubnis des Vermieters
abgeschlossener Untermietvertrag ist
wirksam.(nicht amtlicher Leitsatz)
§ 540 BGB Kündigungsrecht bei 11. November MietPrax-AK § Schach, GE 2010,
verweigerter Untermieterlaubnis 2009 540 BGB Nr. 4 = 92; Lützenkirchen,
Die Ausübung eines sich aus der VIII ZR 294/08 WuM 2010, 30 = MietRB 2010, 33
unberechtigten Verweigerung der GE 2010, 120 = und 48; Drasdo,
Erlaubnis zur Untervermietung MM 2010, 39 = NJW-Spezial 2010,
ergebenden außerordentlichen DWW 2010, 18 194
Kündigungsrechts nach § 540 Abs. 1 Satz = NZM 2010,
2 BGB ist rechtsmissbräuchlich (§ 242 120 = ZMR
BGB), wenn dem kündigenden 2010, 281
Hauptmieter bekannt ist, dass ein
Mietinteresse der benannten Untermieter
nicht besteht.
§ 540 BGB Zum Begriff der Ehewohnung 12. Juni 2013 MietPrax-AK § Kurek, MietRB
a) Ein Ehegatte, der nicht Partei des XII ZR 143/11 540 BGB Nr. 5 = 2014, 37;
Mietvertrages ist, ist nicht Dritter i.S.d. GE 2013, 999 = Kunze/Münch,
§§ 540, 553 BGB, solange es sich bei der WuM 2013, 485 MietRB 2014, 112
von ihm bewohnten Wohnung um eine = NJW 2013,
Ehewohnung handelt. 2507 = MDR
2013, 899 =

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b) Eine Wohnung verliert ihre ZMR 2013, 868
Eigenschaft als Ehewohnung nicht schon = NZM 2013,
dadurch, dass der (mietende) Ehegatte die 786 = GuT-W
Wohnung dem anderen - ggf. auch für 2013, 104
einen längeren Zeitraum belassen hat
bzw. diese nur noch sporadisch nutzt,
sondern erst mit der endgültigen
Nutzungsüberlassung.
§ 541 BGB Unterlassungsanspruch setzt 17. April 2007 MietPrax-AK § Drasdo, NJW-
Abmahnung voraus VIII ZB 93/06 541 BGB Nr. 1 = Spezial 2007, 387;
Im Wohnraummietverhältnis kann ein NZM 2007, 481 Horst, MietRB
Beseitigungsanspruch nicht auf § 1004 = WuM 2007, 2007, 283
BGB, sondern allein auf § 541 BGB 387 = GE 2007,
gestützt werden. 902 = NJW
2007, 2180 =
MDR 2007,
1066
§ 541 BGB Kein Rechtsschutz gegen 20. Dezember MietPrax-AK § Drasdo, NJW-
Abmahnung 2007 541 BGB Nr. 2 = Spezial 2008, 226;
Der Mieter hat gegen den Vermieter VIII ZR 139/07 GE 2008, 473 = Scheff, MietRB
keinen Anspruch auf Beseitigung oder WuM 2008, 217 2008, 229; Kolbe,
Unterlassung einer von ihm als = MM 2008, 146 NJW 2008, 2685
unberechtigt erachteten Abmahnung. Eine = NZM 2008,
Klage auf Feststellung, dass eine vom 277 = NJW
Vermieter erteilte Abmahnung aus 2008, 1303 =
tatsächlichen Gründen unberechtigt war, ZMR 2008, 446
ist unzulässig. = DWW 2008,
216
§ 541 BGB Mieter trifft keine 8. Dezember MietPrax-AK § Riecke, MietRB
Gebrauchspflicht 2010 541 BGB Nr. 3 = 2011, 72
Den Mieter trifft keine Gebrauchspflicht. VIII ZR 93/10 WuM 2011, 98 =
Wo der Mieter seinen Lebensmittelpunkt NZM 2011, 151
begründet und im herkömmlichen Sinne = ZMR 2011,
"wohnt" (schlafen, essen, regelmäßiger 367 = GE 2011,
Aufenthalt etc.) ist den persönlichen 682
Vorstellungen und der freien
Entscheidung des Mieters überlassen.
Die Anzahl der Hausratsgegenstände in
einer Wohnung ist ebenso ohne Belang
wie ihre Anordnung in der Wohnung.
Auch ist es einem Mieter unbenommen,
eigene oder in seiner Verfügungsbefugnis
stehende Hausratsgegenstände von
Familienangehörigen zu
verkaufen.(nicht amtlicher Leitsatz)
§ 541 BGB Verjährung des 19. Dezember MietPrax-AK § Fölst, LMK 2019,
Unterlassungsanspruch 2018 541 BGB Nr. 4 = 414485;
Der aus §541 BGB folgende Anspruch XII ZR 5/18 NZM 2019, 143 Börstinghaus,
des Vermieters gegen den Mieter auf = GE 2019, 245 jurisPR-
Unterlassung eines vertragswidrigen = WuM 2019, BGHZivilR 5/2019
Gebrauchs der Mietsache verjährt 141 = MDR Anm. 1; Mettler,
während des laufenden Mietverhältnisses 2019, 342 = MietRB 2019, 75;
nicht, solange die zweckwidrige Nutzung NJW 2019, 1062 Drasdo, NJW-
andauert. = ZMR 2019, Spezial 2019, 193;
330 Bruns, NJW 2019,
1064
§ 542 BGB Auslegung einer 22. Oktober 2003 MietPrax-AK § Leo, MietRB 2004,
Kündigungserklärung; XII ZR 112/02 542 BGB Nr. 1 = 72
NJW 2004, 284
Verwirkung des = GE 2004, 104
Minderungsrechts = NZM 2004, 66

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Eine unbestimmt befristete Kündigung ist = ZMR 2004,
regelmäßig unwirksam.(nicht 172 = WuM
amtlicher Leitsatz) 2004, 271
§ 542 BGB Zugang durch Telefax bei 21. Januar 2004 MietPrax-AK § Bieber, MietRB
empfangsbedürftigen XII ZR 214/00 542 BGB Nr. 2 = 2004, 140
NZM 2004, 258
Willenserklärungen = NJW 2004,
1. Zum Zugang einer per Telefax 1320 = ZMR
übermittelten empfangsbedürftigen 2004, 344 =
Willenserklärung, deren Empfänger WuM 2004, 269
urlaubsbedingt abwesend ist. = GE 2004, 614
2. Zum Bedeutungsgehalt einer
Vereinbarung, nach der die Kündigung
eines Mietvertrages durch
eingeschriebenen Brief erfolgen soll.
§ 542 BGB Kündigungsvereinbarungen 21. April 2005 MietPrax-AK § Drasdo, NJW-
beim betreuten Wohnen III ZR 293/04 542 BGB Nr. 3 = Spezial 2005, 340;
Zur Frage, ob die Parteien eines WuM 2005, 399 Pfeilschifter, WuM
Vertrages, der das "Betreute Wohnen" = NZM 2005, 2005, 565
zum Gegenstand hat, 515 = NJW
Kündigungsmöglichkeiten des Vermieters 2005, 2008
vereinbaren können, die sich
tatbestandlich an die Bestimmungen des
Heimgesetzes anlehnen (hier:
beabsichtigte Aufgabe eines Senioren-
Wohnsitzes).
§ 542 BGB Kündigungsausschluss durch 1. April 2009 MietPrax-AK § Blank, LMK
auflösende Bedingung XII ZR 95/07 542 BGB Nr. 4 = 7/2009 Anm. 1
Ein unter einer auflösenden Bedingung GuT 2009, 108 =
(hier: behördliche Nutzungsuntersagung) NZM 2009, 433
geschlossener Pachtvertrag ist als = NJW-RR
unbefristeter Vertrag ordentlich kündbar, 2009, 927 =
wenn die Parteien die Möglichkeit einer MDR 2009, 795
ordentlichen Kündigung nicht = ZGS 2009, 295
ausgeschlossen haben. Ein solcher
Ausschluss des Rechts zur ordentlichen
Kündigung kann auch schon in der
Vereinbarung einer auflösenden
Bedingung als solcher zu finden sein. Ob
der Vereinbarung eine solche
weitergehende, das ordentliche
Kündigungsrecht ausschließende
Bedeutung zukommt, hat im Streitfall
diejenige Vertragspartei darzulegen und
zu beweisen, die sich auf diese Bedeutung
beruft.
§ 542 BGB Mietvertrag über Wohnung und 12. Oktober 2011 MietPrax-AK § Börstinghaus,
Garage VIII ZR 251/10 542 BGB Nr. 5 = jurisBGH-ZivilR
a) Sind Wohnung und Garage GuT 2011, 394 = 2/2012 Anm. 2;
Bestandteile eines einheitlichen GE 2012, 58 = Riecke, MietRB
Mietverhältnisses, so ist eine WuM 2012, 14 = 2012, 4; Jahreis,
Teilkündigung des Mietverhältnisses über NJW 2012, 224 jurisPR-MietR
die Garage unzulässig. = NZM 2012, 78 3/2012 Anm. 1;
b) Bei einem schriftlichen = ZMR 2012, Boos, LMK 2/2012
Wohnungsmietvertrag und einem separat 176 Anm. 1; Drasdo,
abgeschlossenen Mietvertrag über eine NJW-Spezial 2012,
Garage spricht eine tatsächliche 99; Hubatsch, GE
Vermutung für die rechtliche 2012, 247
Selbständigkeit der beiden
Vereinbarungen. Es bedarf dann der

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Widerlegung dieser Vermutung durch
besondere Umstände, welche die
Annahme rechtfertigen, dass die
Mietverhältnisse über die Wohnung und
die Garage nach dem Willen der
Beteiligten eine rechtliche Einheit bilden
sollen. Das ist im Regelfall dann
anzunehmen, wenn Wohnung und Garage
auf demselben Grundstück liegen.
§ 542 BGB Kündigung gegenüber Außen- 23. November MietPrax-AK § Schach, MietRB
GbR 2011 542 BGB Nr. 6 = 2012, 37
a) Zur Rechtsnatur einer XII ZR 210/09 GuT 2011, 511 =
Garagengemeinschaft nach § 266 ZGB- GE 2012, 261 =
DDR. ZMR 2012, 261
b) Für die Kündigung eines mit einer = MDR 2012, 79
Außen-GbR abgeschlossenen = ZfIR 2012, 240
Mietvertrages genügt es, wenn sich aus
der Kündigungserklärung entnehmen
lässt, dass das Mietverhältnis mit der
Gesellschaft gekündigt werden soll und
die Kündigung einem
vertretungsberechtigten Gesellschafter
zugeht.
c) Das gilt auch dann, wenn den
Gesellschaftern die Vertretungsbefugnis
gemeinschaftlich zusteht.
§ 542 BGB Kündigung bei Mietermehrheit 10. Dezember MietPrax-AK § Börstinghaus,
Zur Kündigung eines Mietverhältnisses 2014 542 BGB Nr. 7 = jurisPR-
gegenüber mehreren Mietern. VIII ZR 25/14 GE 2015, 113 = BGHZivilR 3/2015
NJW 2015, 473 Anm. 2;
= WuM 2015, 85 Börstinghaus,
= NZM 2015, MietRB 2015,
207 33/34; Theesfeld,
jurisPR-MietR
5/2015 Anm. 3
§ 543 BGB Zeitlicher Anwendungsbereich 8. Dezember MietPrax-AK §
des § 543 BGB; 2004 543 BGB Nr. 1 =
VIII ZR 218/03 WuM 2005, 125
Interessenabwägung bei = ZMR 2005,
schuldlos handelndem Mieter 183 = GE 2005,
Eine Kündigung aus wichtigem Grund 296 = NZM
wegen Hausfriedensstörung gem. §§ 543, 2005, 300
569 BGB kann auch gegenüber einem
schuldlos handelnden Mieter erfolgen.
Erforderlich ist eine Abwägung zwischen
den Belangen der Beteiligten.(nicht
amtlicher Leitsatz)
§ 543 BGB Kündigung bei angekündigter 9. März 2005 MietPrax-AK § Drasdo, NJW-
Zahlungseinstellung VIII ZR 394/03 543 BGB Nr. 2 = Spezial 2005, 388;
Zieht der (vorläufige) Insolvenzverwalter, WuM 2005, 401 ders. NZI 2005,
der für das Insolvenzverfahren über das = NZM 2005, 450; Monschau,
Vermögen eines Zwischenmieters bestellt 538 = NJW MietRB 2005,254
worden ist, die Miete von dem Endmieter 2005, 2552 =
ein, so ist er verpflichtet, die ZMR 2005, 688
vereinnahmte Miete in der geschuldeten = MDR 2005,
Höhe an den Hauptvermieter 1043
weiterzuleiten (im Anschluß an BGHZ
151, 353). Erklärt er dennoch, er werde
die Miete nicht weiterleiten, so ist der
Hauptvermieter zur fristlosen Kündigung

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des Zwischenmietverhältnisses berechtigt,
auch wenn ein Zahlungsrückstand im
Sinne des § 543 Abs. 2 BGB Nr. 3 BGB
noch nicht entstanden ist.
§ 543 BGB Verwirkung des Rechts zur 15. Juni 2005 MietPrax-AK § Zich, MietRB
fristlosen Kündigung XII ZR 291/01 543 BGB Nr. 3 = 2006, 126
Zur Frage der Verwirkung des Rechts zur GE 2005, 1054 =
fristlosen Kündigung bei zunächst NJW 2005, 2775
hingenommenem, aber weiter = DWW 2005,
auflaufendem Rückstand mit einem Teil 326 = NZM
des Mietzinses (hier: Mehrwertsteuer). 2005, 703 =
ZMR 2005, 776
= GuT 2005, 217
= MDR 2006, 86
§ 543 BGB Unverschuldeter 7. September MietPrax-AK § Drasdo, NJW-
Zahlungsverzug 2005 543 BGB Nr. 4 = Spezial 2006, 50;
Solange ein Mieter nach dem Tod seines VIII ZR 24/05 NJW 2006, 51 = Strassberger,
Vermieters keine Gewissheit darüber WuM 2005, 769 MietRB 2006, 89
erlangen kann, wer Gläubiger seiner = GE 2005, 1549
Mietverpflichtungen geworden ist, = ZMR 2006, 26
unterbleiben seine Mietzahlungen infolge = NZM 2006, 11
eines Umstandes, den er nicht zu = DWW 2006,
vertreten hat. 18
§ 543 BGB Kündigung wegen 11. Januar 2006 MietPrax-AK § Schläger, ZMR
unpünktlicher Mietzahlung VIII ZR 364/04 543 BGB Nr. 5 = 2006, 428; Wiek,
Zur Frage, wann eine wiederholte WuM 2006, 193 Mietrecht-express
unpünktliche Zahlung der Miete eine = GE 2006, 508 2006, 11; Drasdo,
außerordentliche fristlose Kündigung aus = NZM 2006, NJW-Spezial 2006,
wichtigem Grund rechtfertigen kann. 338 = NJW 293; Junker,
2006, 1585 = MietRB 2006, 211
DWW 2006, 193
= MM 2006, 181
= ZMR 2006,
425 = DWW
2006, 233 =
MDR 2006, 864
= BGHReport
2006, 696
§ 543 BGB Kündigung wegen Nichtzahlung 21. März 2007 MietPrax-AK § Kurek, MietRB
der Kaution XII ZR 255/04 543 BGB Nr. 6 = 2007, 169; Schmid,
Der Mieter von Geschäftsräumen hat in GuT 2007, 128 = ZfIR 2008, 198;
der Regel kein Zurückbehaltungsrecht an GE 2007, 710 = Andreas Ingendoh,
der Kaution. ZMR 2007, 444 jurisPR-MietR
Ob allein die Nichtzahlung der Kaution = NZM 2007, 14/2007 Anm. 3
den Vermieter bereits vor Übergabe des 401 = NJW-RR
Mietobjekts zur fristlosen Kündigung 2007, 884 = ZfIR
gemäß § 543 Abs. 1 BGB berechtigt, 2008, 198
hängt von den Umständen des Einzelfalls
ab.
§ 543 BGB Kündigung wegen Nichtzahlung 21. März 2007 MietPrax-AK § Kunze, MietRB
der Kaution XII ZR 36/05 543 BGB Nr. 7 = 2007, 168
Zum Kündigungsrecht des Vermieters NZM 2007, 400
gemäß § 543 Abs. 1 BGB bei = GuT 2007, 130
Nichtzahlung der Kaution durch den = GE 2007, 711
Mieter von Gewerberaum. = ZMR 2007,
525 = MDR
2007, 1009 =
NJW-RR 2007,
886

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§ 543 BGB Zu den Voraussetzungen einer 13. Juni 2007 MietPrax-AK § Pfeifer, MietRB
Gewährleistungskündigung VIII ZR 281/06 543 BGB Nr. 8 = 2007, 257
Im Fall des § 543 Abs. 3 Satz 1 BGB ist NZM 2007, 561
neben der Fristsetzung die Androhung der = NJW 2007,
außerordentlichen fristlosen Kündigung 2474 = ZMR
nicht erforderlich. 2007, 686 =
Zur Frage, ob dann, wenn mit der MDR 2007,
Fristsetzung eine andere Maßnahme als 1182 = WuM
die außerordentliche fristlose Kündigung, 2007, 570
etwa eine Ersatzvornahme oder eine
Mangelbeseitigungsklage, angedroht
wird, die Kündigung wegen eines darin
liegenden widersprüchlichen Verhaltens
(§ 242 BGB) nicht bereits nach
erfolglosem Ablauf der gesetzten
Abhilfefrist wirksam erklärt werden kann,
sondern erst nach erfolglosem Ablauf
einer neuen Frist.
§ 543 BGB Rechtsmangel bei fehlender 24. Oktober 2007 MietPrax-AK § Bieber, MietRB
behördlicher Genehmigung XII ZR 24/06 543 BGB Nr. 9 = 2008, 103
Die Klausel in einem GE 2008, 120 =
Gewerbemietvertrag: ZMR 2008, 274
"Der Vermieter leistet keine Gewähr = GuT 2007, 434
dafür, dass die gemieteten Räume den in
Frage kommenden technischen
Anforderungen sowie den behördlichen
und anderen Vorschriften entsprechen.
Der Mieter hat behördliche Auflagen auf
eigene Kosten zu erfüllen."
ist gem. § 307 BGB unwirksam, weil sie
eine Haftung des Vermieters auch für den
Fall ausschließt, dass die erforderliche
behördliche Genehmigung für den vom
Mie-ter vorgesehenen Gewerbebetrieb
aus Gründen versagt wird, die
ausschließlich auf der Beschaffenheit
oder der Lage des Mietobjekts
beruhen.(nicht amtlicher Leitsatz)
§ 543 BGB Kündigung wegen 23. Juli 2008 MietPrax-AK § Schach, GE 2008,
Zahlungsverzuges in der XII ZR 134/06 543 BGB Nr. 10 1293; Drasdo,
= NJW 2008, NJW-Spezial 2008,
Gewerberaummiete 3210 = GE 2008, 673; Hörndler,
a) Ein Verzug mit einem nicht 1319 = NZM MietRB 2008, 356;
unerheblichen Teil der Miete i.S. des § 2008, 770 = GuT Blank, NZM 2009,
543 Abs. 2 Satz 1 Nr. 3 a Alt. 2 BGB 2008, 353 = 113
liegt bei vereinbarter monatlicher ZMR 2009, 19
Mietzahlung auch bei der
Geschäftsraummiete jedenfalls dann vor,
wenn der Rückstand den Betrag von einer
Monatsmiete übersteigt.
b) Ein solcher Rückstand reicht für eine
außerordentliche fristlose Kündigung
gemäß § 543 Abs. 2 Satz 1 Nr. 3 a Alt. 2
BGB nur aus, wenn er aus zwei
aufeinanderfolgenden
Zahlungszeiträumen (hier: Monaten)
resultiert.
c) Ein Rückstand, der diese
Voraussetzung nicht erfüllt, weil er
(auch) aus anderen Zahlungszeiträumen
herrührt, rechtfertigt die außerordentliche

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fristlose Kündigung lediglich, wenn seine
Höhe zwei Monatsmieten erreicht (§ 543
Abs. 2 Satz 1 Nr. 3 b BGB).
§ 543 BGB Kündigung wegen 17. September MietPrax-AK § Bittner, MietRB
Zahlungsverzuges 2008 543 BGB Nr. 11 2009, 3; Blank,
a) Die Regelung des § 543 Abs. 2 Nr. 3 XII ZR 61/07 = NZM 2009, 30 WuM 2009, 110
BGB, nach der der Vermieter das = GuT 2008, 357
Mietverhältnis nur dann fristlos kündigen = GE 2008, 1488
kann, wenn der Mieter für mehr als einen = ZMR 2009,
Termin mit der Entrichtung der Miete 106
ganz oder teilweise in Verzug geraten ist,
gilt unabhängig davon, ob die Miete
monatlich oder in längeren Zeit-
abschnitten - hier: jährlich - zu entrichten
ist.
b) Das Sonderkündigungsrecht, das § 16
SchuldRAnpG dem
Grundstückseigentümer für den Fall des
Todes des Nutzers gegenüber dessen
Erben einräumt, besteht nicht gegenüber
einem Erben, der aufgrund eines vor dem
Beitritt erfolgten Erbfalls seinerseits
Nutzer des Grundstücks geworden ist.
§ 543 BGB Teilurteil bei 21. Januar 2008 MietPrax-AK § Schmid, ZfIR
Gewährleistungskündigung XII ZR 21/07 543 BGB Nr. 12 2009, 238; Tank,
Über die Klage eines Mieters auf = NZM 2009, MietRB 2009, 163
Feststellung, dass sein Mietverhältnis 239 = NJW
durch fristlose Kündigung aus wichtigem 2009, 1824 =
Grund beendet worden ist, kann nicht GuT 2009, 35 =
durch Teilurteil entschieden werden, ZfIR 2009, 237
wenn der Vermieter widerklagend
Mietzins für die Zeit vor oder nach dem
angeblichen Beendigungstermin begehrt.
§ 543 BGB Anwendung des § 314 BGB auf 11. März 2009 MietPrax-AK §
die Zahlungsverzugskündigung VIII ZR 115/08 543 BGB Nr. 13
1. Ob § 314 Abs. 3 BGB auf eine = WuM 2009,
Zahlungsverzugskündigung in der 231 = GE 2009,
Wohnraummiete Anwendung findet 511 = NZM
bleibt offen. 2009, 314 =
2. Zumindest dann wenn der ZMR 2009, 521
Zahlungsrückstand sich nach der ersten
Kündigungsmöglichkeit gem. § 543 Abs.
2 Ziff 3 BGB verdoppelt hat, liegt eine
illoyale Verspätung der Kündigung nicht
vor.(nicht amtlicher Leitsatz)
§ 543 BGB Fristlose Kündigung bei 29. April 2009 MietPrax-AK § Schach, jurisPR-
Flächenabweichung VIII ZR 142/08 543 BGB Nr. 14 MietR12/2009
Eine fristlose Kündigung nach § 543 Abs. = GE 2009, 709 Anm. 1; Lehmann-
2 Satz 1 Nr. 1 BGB erfordert nicht, dass = WuM 2009, Richter, MietRB
der Mieter darlegt, warum ihm die 349 = NZM 2009, 189; Drasdo,
Fortsetzung des Mietverhältnisses nicht 2009, 431 = NJW-Spezial 2009,
zumutbar ist. Für die Wirksamkeit einer NJW 2009, 2297 435
Kündigung genügt es vielmehr = MDR 2009,
grundsätzlich, wenn einer der in § 543 793 = ZMR
Abs. 2 Satz 1 Nr. 1 bis 3 BGB 2009, 681
aufgeführten Tatbestände vorliegt.
§ 543 BGB Kündigung wegen beruflicher 14. Juli 2009 MietPrax-AK § Drasdo, NJW-
Tätigkeit in Wohnung VIII ZR 165/08 543 BGB Nr. 15 Spezial 2009, 658;
= WuM 2009, Lützenkirchen,
517 = GE 2009, MDR 2009, 282;

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Geschäftliche Aktivitäten des Mieters in 1117 = NZM Eisenschmid,
der Wohnung, die nach außen in 2009, 658 = jurisPR-MietR
Erscheinung treten, muss der Vermieter NJW 2009, 3157 22/2009 Anm 1;
grundsätzlich nicht ohne entsprechende = NJW-RR Schmid, MietRB
Vereinbarung dulden. Er kann jedoch 2009, 1311 2009, 366
nach Treu und Glauben verpflichtet sein,
die Erlaubnis zur teilgewerblichen
Nutzung zu erteilen, wenn es sich um
eine Tätigkeit ohne Mitarbeiter und ohne
ins Gewicht fallenden Kundenverkehr
handelt; hierfür trägt der Mieter die
Darlegungs- und Beweislast.
§ 543 BGB Unpünktliche Mietzahlung 21. Oktober 2009 MietPrax-AK § Reinelt, jurisPR-
durch Jobcenter VIII ZR 64/09 543 BGB Nr. 16 BGHZivilR
Das Jobcenter (Sozialamt), das für einen = NJW 2009, 24/2009 Anm. 1;
hilfebedürftigen Wohnungsmieter die 3781 = WuM Kunze, MietRB
Kosten der Unterkunft in der Weise 2009, 736 = GE 2010, 1; Schach,
übernimmt, dass es die Miete direkt an 2009, 1613 = GE 2009, 1586;
den Vermieter des Hilfebedürftigen NZM 2010, 37 = Paschke, GE 2010,
überweist, ist nicht Erfüllungsgehilfe des DWW 2010, 51 102; Drasdo, NJW-
Mieters. = ZMR 2010, Spezial 2010, 99;
277 Rieble, NJW 2010,
816; Wiek, WuM
2010, 204
§ 543 BGB Kündigung wegen Äußerung 15. September MietPrax-AK § Monschau, MietRB
geschäftsschädigender 2010 543 BGB Nr. 17 2010, 354; Drasdo,
XII ZR 188/08 = GE 2010, 1413 NJW-Spezial 2010,
ehrabschneidender = NZM 2010, 739; Happ,
Unwahrheiten durch Vermieter 901 = ZMR jurisPR-MietR
Bei einem gewerblichen Mietverhältnis 2011, 29 = GuT 2/2011 Anm. 3
kann für den Mieter ein Recht zur 2010, 356 =
fristlosen Kündigung gemäß § 543 Abs. 1 MDR 2010,
BGB bestehen, wenn der Vermieter 1305 = NJW-RR
gegenüber Dritten ohne berechtigtes 2011, 89 =
Interesse Behauptungen aufstellt, die DWW 2011, 58
geeignet sind, den Gewerbebetrieb des
Mieters nachhaltig zu beeinträchtigen,
und deshalb die das Schuldverhältnis
tragende Vertrauensgrundlage derart
zerstört ist, dass dem Mieter unter
Abwägung der beiderseitigen Interessen
die Fortsetzung des Mietverhältnisses bis
zum Ablauf der Kündigungsfrist oder bis
zur sonstigen Beendigung des
Mietverhältnisses auch bei Anlegung
eines strengen Maßstabes nicht mehr
zugemutet werden kann.
§ 543 BGB Keine Erstattung von 6. Oktober 2010 MietPrax-AK § Monschau, MietRB
Anwaltskosten für VIII ZR 271/09 543 BGB Nr. 18 2011, 7;
= WuM 2010, Börstinghaus,
Zahlungsverzugskündigung 740 = GE 2010, jurisPR-
In einem tatsächlich und rechtlich einfach 1741 = NJW BGHZivilR 2/2011
gelagerten Fall bedarf ein gewerblicher 2011, 296 = Anm. 5; Drasdo,
Großvermieter für die Abfassung einer NZM 2011, 34 = NJW-Spezial 2011,
auf Zahlungsverzug gestützten ZMR 2011, 201 34; Schach,
Kündigung eines Wohnungsmietvertrags = DWW 2011, jurisPR-MietR
keiner anwaltlichen Hilfe. Die Kosten für 98 2/2011 Anm. 2
einen gleichwohl beauftragten
Rechtsanwalt sind dann vom Mieter nicht
zu erstatten.
§ 543 BGB Kündigung wegen Verstoß gegen 5. Oktober 2010 MietPrax-AK § Schach, GE 2011,
Duldungspflicht VIII ZR 221/09 543 BGB Nr. 19 159

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Ein wichtiger Grund kann in jedweder = WuM 2011,13
Pflichtverletzung aus dem Mietvertrag = GE 2011, 198
liegen, mithin auch in der Verletzung der = ZMR 2011,
vertraglich festgelegten Pflicht des 366
Mieters, dem Vermieter Zutritt zur
Wohnung zu gestatten, wenn dieser die
Wohnung veräußern und deshalb
Kaufinteressenten zeigen will.(nicht
amtlicher Leitsatz)
§ 543 BGB Fälligkeit der Miete; Kündigung 4. Mai 2011 MietPrax-AK § Börstinghaus,
wegen unpünktlicher VIII ZR 191/10 543 BGB Nr. 20 LMK 7/2011 Anm.
= WuM 2011, 5; Schach, GE
Mietzahlung 418 = NJW 2011, 921; Schmid,
a) Eine Formularklausel, die abweichend 2011, 2201 = GE MietRB 2011, 241;
von § 551 BGB aF bestimmt, dass die 2011, 947 = Drasdo, NJW-
Miete für den jeweiligen Monat im NZM 2011, 579 Spezial 2011, 483;
Voraus zu zahlen ist, stellt auch in = ZMR 2011, Niebling, ZMR
Kombination mit einer 708 2011, 709
Aufrechnungsklausel, der zufolge die
Aufrechnung einen Monat zuvor
anzukündigen ist, keine unangemessene
Benachteiligung des Mieters dar.
b) Zu den Voraussetzungen einer
fristlosen Kündigung wegen
unpünktlicher Mietzahlung.
§ 543 BGB Kündigung wegen 1. Juni 2011 MietPrax-AK § Dötsch, MietRB
unpünktlicher Mietzahlung VIII ZR 91/10 543 BGB Nr. 21 2011, 238;
Soweit die vom Mieter einer Wohnung = GE 2011, 1013 Börstinghaus,
erbrachte Kaution drei Monatsmieten = NJW 2011, jurisPR-
übersteigt, steht ihm - unabhängig von der 2570 = DWW BGHZivilR
Beendigung des Mietverhältnisses und 2011, 260 = 16/2011 Anm. 2;
der Rückgabe der Mietsache - ein NZM 2011, 625 Drasdo, NJW-
Bereicherungsanspruch zu, der binnen = ZMR 2011, Spezial 2011, 546;
drei Jahren seit Ablauf des Jahres 783 Schlimme, jurisPR-
verjährt, in dem der Mieter den MietR 18/2011
überschießenden Betrag gezahlt hat. Anm. 4; Schmid,
WuM 2011, 499;
Peters, NZM 2011,
803; Börstinghaus,
NJW 2011, 3545
§ 543 BGB Kündigung wegen 14. September MietPrax-AK § Schach, GE 2012,
unpünktlicher Mietzahlung 2011 543 BGB Nr. 22 22; Schach,
1. Eine Formularklausel, die abweichend VIII ZR 301/10 = WuM 2011, jurisPR-MietR
von § 551 BGB aF bestimmt, dass die 674 = GE 2012, 3/2012 Anm. 3
Miete für den jeweiligen Monat im 57 = NZM 2011,
Voraus zu zahlen ist, stellt auch in 22
Kombination mit einer
Aufrechnungsklausel, der zufolge die
Aufrechnung einen Monat zuvor
anzukündigen ist, keine unangemessene
Benachteiligung des Mieters dar.
2. Ein wichtiger Grund i.S.d. § 543 Abs. 1
BGB kann insbesondere dann gegeben
sein, wenn der Mieter die vereinbarte
Miete trotz einer Abmahnung des
Vermieters weiterhin unpünktlich zahlt.
Dazu kann die einmalige unpünktliche
Mietzahlung nach Abmahnung
genügen.(nicht amtlicher Leitsatz)

© 2022 RiAG a.D. Prof. Dr. Ulf Börstinghaus, Gelsenkirchen Seite 108
§ 543 BGB Fristlose Kündigung wegen 17. Januar 2012 MietPrax-AK §
pflichtwidriger Verwendung VIII ZR 63/11 543 BGB Nr. 23
= GuT 2012, 127
eines Vorschusses zur = ZMR 2012,
Mangelbeseitigung 610 = GE 2012,
Nimmt ein Mieter, der einen erheblichen 1489
Vorschuss für
Mangelbeseitigungsarbeiten erhalten hat
diese Arbeiten über einen längeren
Zeitraum nicht in Angriff so kann dies
eine schwerwiegende, die fristlose
Kündigung rechtfertigende Verletzung
der Pflichten aus dem Mietvertrag
darstellen.(nicht amtlicher Leitsatz)
§ 543 BGB Keine Erstattung von 31. Januar 2012 MietPrax-AK § Schach, GE 2012,
Anwaltskosten für VIII ZR 277/11 543 BGB Nr. 24 655
= WuM 2012,
Zahlungsverzugskündigung 262 = GE 2012,
Ein Schädiger hat nicht schlechthin alle 682 = GuT 2012,
durch ein Schadensereignis adäquat 128 = NZM
verursachten Rechtsverfolgungskosten 2012, 607
des Geschädigten zu ersetzen, sondern
nur solche Kosten, die aus der ex ante-
Sicht einer vernünftigen, wirtschaftlich
denkenden Person in der Situation des
Geschädigten nach den Umständen des
Falles zur Wahrung und Durchsetzung
seiner Rechte erforderlich und
zweckmäßig waren.
In einfach gelagerten Fällen der fristlosen
Kündigung wegen Zahlungsverzuges, bei
denen mit rechtlichen oder tatsächlichen
Schwierigkeiten nicht zu rechnen ist,
kann der Geschädigte eine erstmalige
Geltendmachung seiner Rechte
grundsätzlich selbst vornehmen. Die
sofortige Einschaltung eines
Rechtsanwalts ist nur dann notwendig,
wenn in der Person des Geschädigten z.B.
ein Mangel an geschäftlicher
Gewandtheit vorliegt.(nicht amtlicher
Leitsatz)
§ 543 BGB Zum Vertretenmüssen bei der 11. April 2012 MietPrax-AK §
Zahlungsverzugskündigung XII ZR 48/10 543 BGB Nr. 25
Ein Mieter, der mit Mietzahlungen in = WuM 2012,
Rückstand geraten ist, muss darlegen und 323 = GuT 2012,
ggf. beweisen, dass er den Rückstand 238
nicht zu vertreten hat.
Ein Vertretenmüssen des Mieters kann
ausgeschlossen sein, wenn er sich in
einem schuldlosen Irrtum über das
Bestehen oder den Umfang seiner
Zahlungspflicht befindet.
An das Vorliegen eines unverschuldeten
Rechtsirrtums sind strenge Maßstäbe
anzulegen. Der Mieter muss die
Rechtslage sorgfältig prüfen, soweit
erforderlich Rechtsrat einholen und die
höchstrichterliche Rechtsprechung
sorgfältig beachten.(nicht amtlicher
Leitsatz)
© 2022 RiAG a.D. Prof. Dr. Ulf Börstinghaus, Gelsenkirchen Seite 109
§ 543 BGB Verschulden bei Irrtum über 11. Juli 2012 MietPrax-AK § Börstinghaus,
Minderungsberechtigung VIII ZR 138/11 543 BGB Nr. 26 jurisPR-
Der eine fristlose Kündigung = GE 2012, 1161 BGHZivilR
begründende Zahlungsverzug entfällt = NJW 2012, 18/2012 Anm. 4;
nicht wegen fehlenden Verschuldens des 2882 = GuT Krapf, jurisPR-
Mieters, wenn dieser bei Anwendung 2012, 359 = MietR 19/2012
verkehrsüblicher Sorgfalt hätte erkennen WuM 2012, 499 Anm. 1; Bittner,
können, dass die tatsächlichen = ZMR 2013, MietRB 2012, 285;
Voraussetzungen des von ihm in 177 = MDR Drasdo, NJW-
Anspruch genommenen 2012, 1084 = Spezial 2012, 641;
Minderungsrechts nicht bestehen (im NZM 2012, 637 Selk, NZM 2012,
Anschluss an BGH, Urteil vom 25. 797; Seibl, LMK
Oktober 2006 VIII ZR 102/06, NZM 2012, 339758;
2007, 35). Hinz, NJW 2013,
337; Blank, WuM
2012, 501;
Schläger, ZMR
2013, 178
§ 543 BGB Zahlungsverzugskündigung 18. Juli 2012 MietPrax-AK § Börstinghaus,
wegen erhöhter VIII ZR 1/11 543 BGB Nr. 27 jurisPR-
= GE 2012, 1162 BGHZivilR
Betriebskostenvorauszahlungen = DWW 2012, 18/2012 Anm. 3;
Kommt der Mieter mit der Zahlung von 261 = NJW Schach, jurisPR-
durch den Vermieter nach § 560 Abs. 4 2012, 3089 = MietR 18/2012
BGB einseitig erhöhten NZM 2012, 676 Anm. 1; Harsch,
Betriebskostenvorauszahlungen in = GuT 2012, 361 MietRB 2012, 285;
Verzug, scheitert eine (auch) darauf = ZMR 2012, Schmid, NZM
gestützte fristlose Kündigung des 853 = WuM 2012, 674; Drasdo,
Vermieters nicht daran, dass der 2012, 474 NJW-Spezial 2012,
Vermieter den Mieter nicht vor 642; Hinz, ZMR
Ausspruch der Kündigung auf Zahlung 2012, 842
der erhöhten Betriebskosten verklagt hat.
§ 543 BGB Zahlungsverzugskündigung 16. Oktober 2012 MietPrax-AK § Kinne, GE 2012,
nach Erhöhung der VIII ZR 360/11 543 BGB Nr. 28 1538
= GE 2012, 1554
Vorauszahlungen = WuM 2012,
a) Der Vermieter muss vor einer 681 = ZMR
Kündigung wegen Zahlungsverzuges, die 2013, 101 =
auf Rückstände nach einer Erhöhung der GuT-W 2012, 14
Betriebskostenvorauszahlungen beruht,
nicht zuvor gem. § 569 Abs. 3 Nr. 3 BGB
Zahlungsklage erheben.
b) Jedoch muss im Kündigungsverfahren
geprüft werden, ob die Anpassung der
Vorauszahlungen auf Grund einer formell
und materiell richtigen
Betriebskostenabrechnung
erfolgte.(nicht amtlicher Leitsatz)
§ 543 BGB Kündigung wegen Verhaltens 31. Juli 2013 MietPrax-AK §
des Untermieters XII ZR 81/12 543 BGB Nr. 29
Ergeht eine einstweilige Verfügung auf
Zutritt zu den Mieträumen gegen den
besitzenden Untermieter trifft den
Hauptmieter nicht ohne weiteres ein
Verschulden an der Verweigerung des
Zutritts zu den Mieträumen.(nicht
amtlicher Leitsatz)
§ 543 BGB Kündigung wegen 4. Dezember MietPrax-AK § Dötsch, MietRB
Untervermietung 2013 543 BGB Nr. 30 2014, 33; Drasdo,
Zu den Pflichten des Mieters nach VIII ZR 5/13 = WuM 2014, 27 NJW-Spezial 2014,
Widerruf einer Untermieterlaubnis. = GE 2014, 113 66; Börstinghaus,

© 2022 RiAG a.D. Prof. Dr. Ulf Börstinghaus, Gelsenkirchen Seite 110
= DWW 2014, jurisPR-BGHZvilR
20 = NZM 2014, 4/2014 Anm. 2
128 = ZMR
2014, 435 =
GuT-W 2013,
138
§ 543 BGB Kündigung wegen 8. Januar 2014 MietPrax-AK § Kohlstrunk, NZM
Untervermietung an Touristen VIII ZR 210/13 543 BGB Nr. 31 2014, 231; Harsch,
Erteilt der Vermieter dem Mieter eine = GE 2014, 248 MietRB 2014, 65;
Erlaubnis zur Untervermietung, so kann = NJW 2014, Theesfeld, jurisPR-
dieser ohne besondere Anhaltspunkte 622 = NZM MietR 5/2014
nicht davon ausgehen, dass die Erlaubnis 2014, 158 = Anm. 1; Drasdo,
eine tageweise Vermietung an Touristen DWW 2014, 60 NJW-Spezial 2014,
umfasst. = WuM 2014, 129; Wüsthof,
142 = ZMR ZMR 2014, 421;
2014, 438 Eisenschmid, jM
2014, 362
§ 543 BGB Fristlose Kündigung des 4. Juni 2014 MietPrax-AK § Schach, jurisPR-
Vermieters im Anschluss an VIII ZR 289/13 543 BGB Nr. 32 MietR 16/2014
= WuM 2014, Anm. 4; Rolfs,
einen Streit mit dem Mieter 495 = NJW LMK 2014,
a) In die Würdigung, ob der Vermieter 2014, 2566 = 361203;
angesichts einer Pflichtverletzung des DWW 2014, 259 Börstinghaus,
Mieters ein berechtigtes Interesse (§ 573 = NZM 2014, jurisPR-
Abs. 2 Nr. 1 BGB) an der Beendigung 635 = ZMR BGHZivilR
des Mietvertrages hat oder die 2014, 963 = JR 18/2014 Anm. 4;
Fortsetzung des Mietverhältnisses für ihn 2016, 18 Elzer, MietRB
unzumutbar ist (§ 543 Abs. 1 BGB), ist 2014, 253; Drasdo,
ein vorangegangenes vertragswidriges NJW-Spezial 2014,
Verhalten des Vermieters einzubeziehen, 579; Sternel, ZMR
insbesondere, wenn es das nachfolgende 2014, 928;
vertragswidrige Verhalten des Mieters Willems, NZM
provoziert hat. 2015, 353; Hinz,
b) Eine Nebenpflicht des Mieters, dem JR 2016, 20
Vermieter - nach entsprechender
Vorankündigung - den Zutritt zu seiner
Wohnung zu gewähren, besteht nur dann,
wenn es hierfür einen konkreten
sachlichen Grund gibt, der sich zum
Beispiel aus der Bewirtschaftung des
Objektes ergeben kann.
c) Eine Formularbestimmung, die dem
Vermieter von Wohnraum ein Recht zum
Betreten der Mietsache ganz allgemein
"zur Überprüfung des
Wohnungszustandes" einräumt, ist wegen
unangemessener Benachteiligung des
Mieters (§ 307 Abs. 1 Satz 1 BGB)
unwirksam.
§ 543 BGB Keine generelle Prüffrist nach 16. September MietPrax-AK § Schach, GE 2014,
Wegfall des 2014 543 BGB Nr. 33 1491; Monschau,
VIII ZR 221/14 = WuM 2014, MietRB 2015, 65
Zurückbehaltungsrechts 681 = GE 2014,
Ist mit der Beseitigung des Mangels zu 1526
rechnen muss der Mieter Vorkehrungen
treffen, dass er die zurückbehaltenen
Mieten umgehend an den Vermieter
zahlen kann.(nicht amtlicher
Leitsatz)

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§ 543 BGB Zahlungsverzug bei 4. Februar 2015 MietPrax-AK § Theesfeld, jurisPR-
unberechtigter Nichtleistung VIII ZR 175/14 543 BGB Nr. 34 MietR 6/2015
= BGHZ 204, Anm. 3;
durch Sozialamt 134 = WuM Börstinghaus,
a) Dem für einen Mietzahlungsverzug des 2015, 152 = GE LMK 2015,
Mieters gemäß § 286 Abs. 4 BGB 2015, 313 = 367524; Schach,
erforderlichen Vertretenmüssen steht NZM 2015, 196 MietRB 2015,
nicht entgegen, dass er, um die Miete = DWW 2015, 98/109; Drasdo,
entrichten zu können, auf 89 = MDR 2015, NJW-Spezial 2015,
Sozialleistungen einer öffentlichen Stelle 327 = ZMR 257; Derleder, JZ
angewiesen ist und diese Leistungen 2015, 288 = 2015, 517; Flatow,
rechtzeitig beantragt hat. NJW 2015, 1296 NZM 2015, 654
b) Kündigt der Vermieter in solch einem
Fall gemäß § 543 Abs. 2 Satz 1 Nr. 3
BGB aus wichtigem Grund, findet eine
Berücksichtigung von persönlichen
Umständen und
Zumutbarkeitserwägungen grundsätzlich
nicht statt. Vielmehr sind die nach dieser
Vorschrift allein auf den Umstand des
Zahlungsverzugs abstellenden
Kündigungsgründe vom Gesetzgeber so
konzipiert worden, dass bei Erfüllung der
tatbestandlichen Voraussetzungen des §
543 Abs. 2 Satz 1 Nr. 3 BGB bereits ein
wichtiger Grund zur fristlosen Kündigung
gegeben ist und die in § 543 Abs. 1 BGB
genannten Abwägungsvoraussetzungen
nicht noch zusätzlich erfüllt sein müssen
(Abgrenzung zum Senatsurteil vom 21.
Oktober 2009 - VIII ZR 64/09, NJW
2009, 378 1 Rn. 26).
§ 543 BGB Fristlose Kündigung des 15. April 2015 MietPrax-AK § Schmid, MietRB
Vermieters wegen verweigerter VIII ZR 281/13 543 BGB Nr. 35 2015, 195;
= WuM 2015, Börstinghaus,
Instandsetzungsarbeiten 416 = GE 2015, jurisPR-
1. Eine Kündigung des Vermieters wegen 853 = NZM BGHZivilR
der Verletzung der Pflicht des Mieters, 2015, 536 = 12/2015 Anm. 3;
Instandsetzungs- oder NJW 2015, 2417 Blank, WuM 2015,
Modernisierungsarbeiten zu dulden, = MDR 2015, 419; Drasdo, NJW-
kommt nicht erst dann in Betracht, wenn 758 = ZMR Spezial 2015, 513
der Vermieter gegen den Mieter vor 2015, 693 =
Ausspruch der Kündigung einen DWW 2015, 292
(rechtskräftig) titulierten Duldungstitel
erstritten hat.
2. Dem Vermieter kann die Fortsetzung
des Mietverhältnisses vielmehr auch
schon vor Erhebung einer Duldungsklage
und Erwirkung eines Titels unzumutbar
sein mit der Folge, dass eine fristlose
Kündigung das Mietverhältnis beendet;
gleichermaßen kann die verweigerte
Duldung eine derart schwere
Vertragsverletzung sein, dass (auch) eine
ordentliche Kündigung gerechtfertigt ist.
3. Ob das Mietverhältnis nach
verweigerter Duldung durch den Mieter
aufgrund der ausgesprochenen
Kündigung sein Ende gefunden hat, hat
der Tatrichter allein auf der Grundlage
der in § 543 Abs. 1 BGB
beziehungsweise in § 573 Abs. 2 Nr. 1

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BGB genannten Voraussetzungen unter
Abwägung aller im Einzelfall in Betracht
kommenden Umstände zu prüfen.
§ 543 BGB Zahlungsverzug bei Mieter nicht 17. Februar 2015 MietPrax-AK §
bekannter Nichtleistung durch VIII ZR 236/14 543 BGB Nr. 36
= GE 2015, 653
Sozialamt = NJW 2015,
a) Erfährt der Mieter erstmals durch die 1749 = ZMR
fristlose Kündigung des Vermieters 2015, 374 =
davon, dass das Jobcenter eine schon NZM 2015, 487
Monate vorher bewilligte Mietzahlung
nicht vorgenommen hat, kann ein
unverschuldeter Tatsachenirrtum des
Mieters vorliegen, der sowohl den für
eine Kündigung gem. § 543 Abs. 2 Ziff. 3
BGB erforderlichen Verzug wie auch die
für eine Kündigung gem. § 573 Abs. 2
Ziff. 1 BGB erforderliche schuldhaft
Pflichtverletzung ausschließt.
b) In Ausnahmefällen kann auch eine
nicht vollständige Schonfristzahlung, bei
der noch ein geringer Rückstand
verbleibt, eine Kündigung unwirksam
werden lassen.(nicht amtlicher
Leitsatz)
§ 543 BGB Fortsetzung des 30. September MietPrax-AK §
vertragswidrigen Gebrauchs 2015 543 BGB Nr. 37
XII ZR 23/15 = GE 2016, 192
nach Abmahnung
Hat der Vermieter ein unstreitig
vorliegendes vertragswidriges Verhalten
abgemahnt muss der Mieter darlegen und
beweisen, dass er die vertragswidrige
Nutzung danach unterlassen hat. Die
Kündigung ist nur zulässig, wenn die
vertragswidrige Nutzung zum Zeitpunkt
der Kündigung noch fortbesteht.(nicht
amtlicher Leitsatz)
§ 543 BGB Zulässigkeit der Klageänderung 27. Oktober 2015 MietPrax-AK §
bei weiterer Kündigung im VIII ZR 288/14 543 BGB Nr. 38
= WuM 2016, 98
Prozess; Umfang = GE 2016, 191
Zurückbehaltungsrecht
1. Jede weitere Kündigung begründet
einen neuen Streitgegenstand.
2. Eine auf weitere Zahlungsrückstände
gestützte weitere Kündigung während des
Berufungsverfahrens ist im Wege einer
Klageänderung dann zulässig, wenn
unabhängig von den Voraussetzungen des
§ 531 Abs. 2 ZPO zu berücksichtigen,
wenn der Sachverhalt unstreitig ist oder
der Mieter sich in der
Berufungsverhandlung rügelos darauf
eingelassen hat.
3. Es ist grundsätzlich verfehlt, das
Leistungsverweigerungsrecht des
Wohnraummieters aus § 320 BGB ohne
zeitliche Begrenzung auf einen
mehrfachen Betrag der monatlichen
Minderung oder der
Mangelbeseitigungskosten zu bemessen.

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Der insgesamt einbehaltene Betrag muss
in einer angemessenen Relation zu der
Bedeutung des Mangels stehen, so dass
das Zurückbehaltungsrecht grundsätzlich
betragsmäßig begrenzt ist.(nicht
amtlicher Leitsatz)
§ 543 BGB Keine Anwendung des § 314 13. Juli 2016 MietPrax-AK § Börstinghaus,
Abs. 3 BGB im VIII ZR 296/15 543 BGB Nr. 39 jurisPR-
= MDR 2016, BGHZivilR
Wohnraummietrecht 1132 = GE 2016, 16/2017 Anm. 2;
§ 314 Abs. 3 BGB findet auf die fristlose 1148 = DWW Schach, jurisPR-
Kündigung eines (Wohnraum- 2016, 293 = MietR 19/2016
)Mietverhältnisses nach §§ 543, 569 BGB WuM 2016, 616 Anm. 5;
keine Anwendung. = NZM 2016, Kunze/Tietzsch,
791 = NJW WuM 2016, 691;
2016, 3720 = Drasdo, NJW-
ZMR 2016, 937 Spezial 2016, 641;
Schach, MietRB
2016, 310;
Hartmann, JM
2017, 100
§ 543 BGB Kündigung wegen 29. Juni 2016 MietPrax-AK § Börstinghaus,
unpünktlicher Zahlungen durch VIII ZR 173/15 543 BGB Nr. 40 jurisPR-
= WuM 2009, BGHZivilR
Jobcenter 491 = GE 2016, 14/2016 Anm. 2;
Eine Behörde, die im Rahmen der 1023 = DWW Beyer, jurisPR-
Daseinsvorsorge staatliche 2016, 254 = MietR 17/2016
Transferleistungen erbringt, wird nicht als NJW 2016, 2805 Anm. 1; Schach,
Erfüllungsgehilfe des Mieters tätig, wenn = NZM 2016, GE 2016, 1001;
sie für ihn die Miete an den Vermieter 635 = MDR Blank, NZM 2016,
zahlt (Bestätigung der Senatsurteile vom 2016, 1080 = 636; Drasdo, NJW-
21. Oktober 2009 - VIII ZR 64/09, NJW ZMR 2016, 683 Spezial 2016, 610;
2009, 3781 Rn. 27ff.; sowie vom 4. Suilmann, MietRB
Februar 2015 - VIII ZR 175/14, BGHZ 2016, 309
204, 134 Rn. 20).
Ein wichtiger Grund für die fristlose
Kündigung im Sinne des § 543 Abs. 1
Satz 2 BGB kann auch - unabhängig von
einem etwaigen Verschulden des Mieters
- allein in der objektiven
Pflichtverletzung unpünktlicher
Mietzahlungen und den für den Vermieter
daraus folgenden negativen
Auswirkungen liegen, wenn die
Gesamtabwägung ergibt, dass eine
Fortsetzung des Mietverhältnisses für den
Vermieter unzumutbar ist.
Bei der - dem Tatrichter obliegenden -
Abwägung kann von Bedeutung sein, ob
zahlreiche Verspätungen aufgetreten sind,
diese jeweils einen erheblichen Zeitraum
und erhebliche Beträge betreffen oder der
Vermieter in besonderem Maße auf den
pünktlichen Erhalt der Miete angewiesen
ist, beispielsweise weil er daraus seinen
Lebensunterhalt bestreitet oder hiermit
Kredite bedienen muss. Zudem kann es
eine Rolle spielen, ob das Mietverhältnis
abgesehen von den unpünktlichen
Zahlungen bisher störungsfrei verlaufen
ist oder kurze Zeit vorher bereits eine

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berechtigte fristlose Kündigung
ausgesprochen worden ist, die erst durch
eine Zahlung innerhalb der Schonfrist
während des Räumungsprozesses
unwirksam geworden ist.
§ 543 BGB Unwirksamwerden einer 24. August 2016 MietPrax-AK § Börstinghaus,
Zahlungsverzugskündigung VIII ZR 261/15 543 BGB Nr. 41 jurisPR-
1a. Ist durch Auflauf eines Rückstands in = NZM 2016, BGHZivilR
der in § 543 Abs. 2 Satz 1 Nr. 3 Buchst. a 765 = GE 2016, 18/2016 Anm. 4;
oder Nr. 3 Buchst. b BGB genannten 1272 = MDR Kappus, NZM
Höhe ein Recht des Vermieters zur 2016, 1257 = 2016, 766; Schach,
fristlosen Kündigung des NJW 2016, 3437 GE 2016, 1242;
Mietverhältnisses entstanden, wird dieses = WuM 2016, Abramenko,
nach § 543 Abs. 2 Satz 2 BGB nur durch 658 = DWW MietRB 2016, 312;
eine vollständige Zahlung des 2016, 330 = Schach, jurisPR-
Rückstandes vor Zugang der Kündigung ZMR 2017, 30 MietR 24/2016
ausgeschlossen (Bestätigung des Anm. 3
Senatsurteils vom 14. Juli 1970, VIII ZR
12/69, ZMR 1971, 27, unter II 4).
1b. Nach § 543 Abs. 2 Satz 3 BGB wird
die Kündigung des Vermieters nur
unwirksam, wenn durch unverzügliche
Aufrechnung die gesamten Rückstände
getilgt werden.
1c. Die Schonfristzahlung nach § 569
Abs. 3 Nr. 2 BGB setzt eine vollständige
Tilgung der fälligen Miete und der
fälligen Entschädigung nach § 546a BGB
innerhalb der dort genannten Frist voraus.
2. Für die formelle Ordnungsgemäßheit
einer Heizkostenabrechnung ist es ohne
Bedeutung, ob die der Abrechnung
zugrunde gelegten Verbrauchswerte auf
abgelesenen Messwerten oder auf einer
Schätzung beruhen und ob eine vom
Vermieter vorgenommene Schätzung den
Anforderungen des § 9a HeizkostenV
entspricht. Es bedarf deshalb weder einer
Erläuterung, auf welche Weise eine
Schätzung vorgenommen wurde noch der
Beifügung von Unterlagen, aus denen der
Mieter die Schätzung nachvollziehen
kann (Bestätigung des Senatsurteils vom
12. November 2014, VIII ZR 112/14,
NJW 2015, 406 Rn. 18).
§ 543 BGB Berücksichtigung von 9. November MietPrax-AK § Beuermann, GE
Härtegründen gegenüber 2016 543 BGB Nr. 42 2017, 22; Zich,
VIII ZR 73/16 = MDR 2017, 20 MietRB 2017, 34;
Kündigung = GE 2017, 45 = Pielsticker, NZM
1. § 543 Abs. 1 Satz 2 BGB verlangt eine NZM 2017, 26 = 2017, 64; Beyer,
Abwägung der beiderseitigen Interessen WuM 2017, 23 = jurisPR-MietR
der Mietvertragsparteien und eine DWW 2017, 13 4/2017 Anm. 4;
Berücksichtigung aller Umstände des = ZMR 2017, Hinz, JR 2018, 187
Einzelfalles; hierzu gehören auch etwaige 154
Härtegründe auf Seiten des Mieters
(Bestätigung des Senatsurteils vom 8.
Dezember 2004, VIII ZR 218/03, NZM
2005, 300 unter II 3; hier: Besorgnis einer
ernsthaften Verschlechterung des
Gesundheitszustands einer 97-jährigen,
bettlägerigen Mieterin infolge eines

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erzwungenen Wechsels der bisherigen
häuslichen Umgebung und
Pflegesituation).
2. Bei drohenden schwerwiegenden
Gesundheitsbeeinträchtigungen oder
Lebensgefahr sind die Gerichte im
Hinblick auf Art. 2 Abs. 2 Satz 1 GG
gehalten, ihre Entscheidung auch
verfassungsrechtlich auf eine tragfähige
Grundlage zu stellen und diesen Gefahren
bei der Abwägung der widerstreitenden
Interessen hinreichend Rechnung zu
tragen. Das kann bei der
Gesamtabwägung nach § 543 Abs. 1 Satz
2 BGB zur Folge haben - was vom
Gericht im Einzelfall zu prüfen ist -, dass
ein wichtiger Grund für eine
außerordentliche Kündigung wegen
besonders schwerwiegender persönlicher
Härtegründe auf Seiten des Mieters trotz
seiner erheblichen Pflichtverletzung nicht
vorliegt (im Anschluss an Senatsurteil
vom 8. Dezember 2004, VIII ZR 218/03,
NZM 2005, 300 unter II 4).
§ 543 BGB Kündigung wegen 27. September MietPrax-AK § Börstinghaus,
Zahlungsverzugs bei 2017 543 BGB Nr. 43 jurisPR-
VIII ZR 193/16 = WuM 2017, BGHZivilR
nachträglicher Zahlung 644 = GE 2017, 21/2017 Anm. 1;
1. Ist durch Auflauf eines 1333 = MDR Blank, WuM 2017,
Zahlungsrückstands des Mieters in der in 2017, 1352= 647; Beyer,
§ 543 Abs. 2 Satz 1 Nr. 3 Buchst. a oder DWW 2017, 373 jurisPR-MietR
Buchst. b BGB genannten Höhe ein Recht = NZM 2018, 28 23/2017 Anm. 3;
des Vermieters zur fristlosen Kündigung = ZMR 2018, 17 Wichert, MietRB
des Mietverhältnisses entstanden, wird = NJW 2018, 2017, 343; Drasdo,
dieses nach § 543 Abs. 2 Satz 2 BGB nur 939 NJW-Spezial 2018,
durch eine vollständige Zahlung des 34
Rückstandes vor Zugang der Kündigung
ausgeschlossen (Bestätigung der
Senatsurteile vom 14. Juli 1970, VIII ZR
12/69, ZMR 1971, 27 unter II 4; vom 23.
September 1987, VIII ZR 265/86, NJW-
RR 1988, 77 unter II 2 a [jeweils zu § 554
BGB aF]; vom 26. Januar 2005, VIII ZR
90/04, WM 2005, 459 unter II 2 d bb;
vom 11. Januar 2006, VIII ZR 364/04,
NJW 2006, 1585 Rn. 10 und vom 24.
August 2016, VIII ZR 261/15, NJW
2016, 3437 Rn. 23 [jeweils zu § 543 Abs.
2 Satz 2 BGB]).
2. Bei der Beurteilung, ob der
Zahlungsrückstand des Mieters die Miete
für einen Monat übersteigt (§ 543 Abs. 2
Satz 1 Nr. 3 Buchst. a, § 569 Abs. 3 Nr. 1
Satz 1 BGB), ist nicht auf die
(berechtigterweise) geminderte Miete,
sondern auf die vertraglich vereinbarte
Gesamtmiete abzustellen (Bestätigung
und Fortführung der Senatsurteile vom
12. Mai 2010, VIII ZR 96/09, NJW 2010,
3015 Rn. 41 und vom 11. Juli 2012, VIII
ZR 138/11, NJW 2012, 2882 Rn. 16).

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§ 543 BGB Kündigung wegen 2. Januar 2020 MietPrax-AK § Beyer, jurisPR-
Hausordnungsverstoß - VIII ZR 328/19 543 BGB Nr. 45 MietR 6/2020
= NZM 2020, Anm. 3
Hundefreilauf 105 = GE 2020,
Das freie Laufenlassen von Hunden auf 253 = GE 2020,
Gemeinschaftsflächen entgegen der 253 = WuM
Hausordnung und ungeachtet mehrerer 2020, 98 = ZMR
Abmahnungen stellt eine erhebliche 2020, 485
Verletzung mietvertraglicher Pflichten
dar und rechtfertigt eine fristlose
Kündigung.(nicht amtlicher Leitsatz)
§ 543 BGB Kündigung wegen vorsätzlich 6. Oktober 2021 MietPrax-AK § Sommer, MietRB
falscher XII ZR 11/20 543 BGB Nr. 46 2022, 7/8; Drasdo,
= GE 2021, 1489 NJW-Spezial 2022,
Betriebskostenabrechnung = NZM 2021, 34; Bueb, jurisPR-
1. Die formularvertraglich vereinbarte 930 = ZMR MietR 3/2022
Betriebs- und Offenhaltungspflicht des 2022, 116 = Anm. 4
Mieters eines Ladengeschäfts in einem WuM 2022, 146
Einkaufszentrum stellt auch im = MDR 2022,
Zusammenspiel mit fehlendem 490
Konkurrenzschutz keine unangemessene
Benachteiligung dar, wenn sie mit keiner
hinreichend konkreten Sortimentsbindung
verbunden ist (im Anschluss an
Senatsurteil vom 3. März 2010 - XII ZR
131/08, ZMR 2010, 596 und in
Abgrenzung zum Senatsurteil vom 26.
Februar 2020 - XII ZR 51/19, BGHZ 224,
370 = NJW 2020, 1507 Rn. 36 ff.).
2. Hat der Vermieter den Vorsatz, eine
falsche Betriebskostenabrechnung mit
wahrheitswidrigen Angaben zu
verteidigen, bedarf die Kündigung des
Mietverhältnisses aus wichtigem Grund
durch den Mieter keiner vorherigen
Abmahnung.
§ 543 BGB Nicht unerheblicher Rückstand 8. Dezember MietPrax-AK § Elzer, MietRB
Die Erheblichkeit des zur 2021 543 BGB Nr. 47 2022, 33;
außerordentlichen fristlosen Kündigung VIII ZR 32/20 = GE 2022, 147 Börstinghaus,
eines Wohnraummietverhältnisses wegen = MDR 2022, jurisPR-
Zahlungsverzugs berechtigenden 227 = WuM BGHZivilR 4/2022
Mietrückstands ist gem. § 543 Abs. 2 Satz 2022, 106 = Anm. 3; Bieber,
1 Nr. 3 Buchst. a Alt. 2, § 569 Abs. 3 Nr. NZM 2022, 131 jurisPR-MietR
1 Satz 1 BGB allein nach der Gesamthöhe = ZMR 2022, 5/2022 Anm. 2;
der beiden rückständigen Teilbeträge zu 191 Drasdo, NJW-
bestimmen. Danach ist der Rückstand Spezial 2022, 129
jedenfalls dann nicht mehr unerheblich,
wenn er die für einen Monat geschuldete
Miete übersteigt. Für eine
darüberhinausgehende gesonderte
Bewertung der Höhe der einzelnen
monatlichen Rückstände im Verhältnis zu
jeweils einer Monatsmiete und damit für
eine richterliche Anhebung der
Anforderungen an eine außerordentliche
fristlose Kündigung wegen
Zahlungsverzugs lässt das Gesetz keinen
Raum (Bestätigung des Senatsurteils vom
15. April 1987 - VIII ZR 126/86, NJW-
RR
1987, 903 unter II 1 d [zu § 554 Abs. 1
Satz 1 Nr. 1 Alt. 2 BGB aF]).

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§ 543 BGB Zahlungsverzug bei Ausübung 10. April 2019 MietPrax-AK § Lehmann-Richter,
des Zurückbehaltungsrechts VIII ZR 39/18 543 BGB Nr. 44 MietRB 2019, 198;
1. Wird der Mieter nach einer Kündigung = NJW 2019, Beyer, jurisPR-
des Vermieters wegen Zahlungsverzugs 1745 = NZM MietR 15/2019
(§ 543 Abs. 2 Nr. 3 Buchst. a oder b 2019, 401 = GE Anm. 3
BGB) rechtskräftig zur Zahlung eines 2019, 725 =
auch für die Kündigung relevanten WuM 2019, 315
Mietrückstands verurteilt, sind damit die = MDR 2019,
Voraussetzungen eines Zahlungsverzugs 927 = ZMR
im Zeitpunkt der Kündigung nicht 2019, 842
bindend festgestellt.
2. Trägt der Vermieter in einem auf
Zahlung rückständiger Miete gerichteten
Prozess vor, der vom Mieter angezeigte -
zwischen den Parteien streitige - Mangel
sei von ihm während des Verfahrens
beseitigt worden, ist diese Behauptung
jedenfalls für sich genommen nicht
geeignet, den Zweck des vom Mieter -
hinsichtlich Höhe und Dauer - in
angemessener Weise ausgeübten
Leistungsverweigerungsrechts (§ 320
Abs. 1 Satz 1, Abs. 2 BGB) als verfehlt
anzusehen (im Anschluss an BGH, Urteil
vom 17. Juni 2015 - VIII ZR 19/14,
BGHZ 206, 1 Rn. 48 ff.).
Vielmehr ist in einem solchen Fall über
die (streitige) Frage eines ungeachtet der
ergriffenen Beseitigungsmaßnahmen
fortbestehenden Mangels Beweis zu
erheben, weil das Zurückbehaltungsrecht
mit der Mangelbehebung entfällt und
einbehaltene Mieten sofort zur Zahlung
fällig sind.(nicht amtlicher Leitsatz)
§ 545 BGB Fortsetzungswiderspruch bereits 21. April 2010 MietPrax-AK § Bieber, GE 2010,
mit Kündigung VIII ZR 184/09 545 BGB Nr. 1 = 875; Dittert,
Ein bereits mit der Kündigung erklärter NJW 2010, 2124 jurisPR-MietR
Widerspruch gegen eine stillschweigende = WuM 2010, 15/2010 Anm. 5;
Vertragsfortsetzung ist wirksam; eines 418 = GE 2010, Drasdo, NJW-
zeitlichen Zusammenhangs mit der 902 = NZM Spezial 2010, 449;
Vertragsbeendigung bedarf es nicht (im 2010, 510 = Monschau, MietRB
Anschluss an Senatsbeschluss vom 9. ZMR 2010, 671 2010, 222
April 1986 - VIII ZR 100/85, NJW-RR
1986, 1020).
§ 545 BGB Fortsetzungswiderpruch durch 25. Juni 2014 MietPrax-AK § Börstinghaus,
Räumungsklage VIII ZR 10/14 545 BGB Nr. 2 = jurisPR-BGHZiviR
Die Frist für die Erklärung des WuM 2014, 485 17/2014 Anm. 4;
Widerspruchs gegen die stillschweigende = NZM 2014, Lehmann-Richter,
Verlängerung des Mietverhältnisses (§ 580 = NJW MietRB 2014, 253;
545 Abs. 1 BGB) wird durch eine vor 2014, 2568 = GE Blank, LMK 2014,
Fristablauf eingereichte und gemäß § 167 2014, 1075 = 361721; Drasdo,
ZPO "demnächst" zugestellte ZMR 2014, 961 NJW-Spezial 2014,
Räumungsklage gewahrt. 610
§ 545 BGB Widerspruch gegen 24. Januar 2018 MietPrax-AK § Börstinghaus,
Mietvertragsfortsetzung XII ZR 120/16 545 BGB Nr. 3 = jurisPR-
a) Der die stillschweigende Verlängerung GE 2018, 450 = BGHZivilR 5/2018
eines Mietverhältnisses nach Ablauf der MDR 2018, 516 Anm. 2; Drasdo,
Mietzeit hindernde Widerspruch kann = NZM 2018, NJW-Spezial 2018,
konkludent, schon vor Beendigung des 333 = ZMR 290; Monschau,
Mietverhältnisses und damit jedenfalls 2018, 663 =

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auch mit der Kündigung erklärt werden. NJW-RR 2018, MietRB 2018,
Eine konkludente Widerspruchserklärung 714 166/167
muss den Willen, die Fortsetzung des
Vertrags abzulehnen, eindeutig zum
Ausdruck bringen (im Anschluss an BGH
Urteil vom 16.
September 1987 - VIII ZR 156/86 - NJW-
RR 1988, 76 und Senatsurteil vom 12.
Juli 2006 - XII ZR 178/03 - NJW-RR
2006,1385).
b) In einem Räumungsverlangen kann
eine solche konkludente
Widerspruchserklärung liegen (im
Anschluss an Senatsurteil vom 12. Juli
2006 - XII ZR 178/03 - NJW-RR 2006,
1385).
c) Nach einer außerordentlichen
Vermieterkündigung eines befristeten
Mietverhältnisses kann der Vermieter
vom Mieter den Mietausfallschaden auch
dann verlangen, wenn es gemäß § 545
BGB zu einer stillschweigenden
unbefristeten Vertragsverlängerung
kommt und der Mieter in der Folge
seinerseits ordentlich kündigt.
d) Zur Pflicht des Vermieters, den
Schaden gering zu halten.
e) Beim Mietausfall als
Kündigungsfolgeschaden handelt es sich
nicht um ein Entgelt im Sinne des § 1
Abs. 1 Nr. 1 UStG, so dass der
Schadensersatz die Umsatzsteuer nicht
umfasst (im Anschluss an Senatsurteil
vom 23. April 2008 - XII ZR 136/05 -
ZMR 2008, 867).
§ 546 BGB Herausgabeanspruch gegen 19. Juni 2008 MietPrax-AK § Schulte, MietRB
Insolvenzverwalter IX ZR 84/07 546 BGB Nr. 1 = 2008, 299; Drasdo,
Der Vermieter kann, gleich ob ein mit WuM 2008, 507 NJW-Spezial 2008,
dem Schuldner begründetes = NZM 2008, 610; Cymutta,
Wohnraummietverhältnis vor oder nach 606 = NJW WuM 2008, 582
Eröffnung des Insolvenzverfahrens 2008, 2580 =
beendet wurde, den Insolvenzverwalter ZInsO 2008, 808
nur auf Herausgabe der Wohnung in = GE 2008, 1321
Anspruch nehmen, wenn dieser sie in = NZI 2008, 554
Besitz genommen hat oder daran für die = ZIP 2008,
Masse ein Recht beansprucht. 1736 = ZMR
2008, 875
§ 546 BGB Herausgabeanspruch gegen 16. Oktober 2008 MietPrax-AK §
Insolvenzverwalter IX ZR 207/06 546 BGB Nr. 2 =
1. Ist das Mietverhältnis vor Eröffnung GE 2009, 322
des Insolvenzverfahrens beendet worden,
sind der Rückgabeanspruch nach § 546
BGB sowie alle Abwicklungsansprüche
bereits vor Eröffnung entstanden und
grundsätzlich Insolvenzforderungen
gemäß § 38 InsO.
2. Das schließt den Anspruch des
Vermieters auf Entschädigung bei
verspäteter Rückgabe ein.
2. Dieser Grundsatz ist nur dann
durchbrochen, wenn der

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Insolvenzverwalter die Miet- oder
Pachtsache nach Verfahrenseröffnung
(weiter) nutzt und den Vermieter dabei
gezielt vom Besitz ausschließt(nicht
amtlicher Leitsatz)
§ 546 BGB Umfang der 12. August 2009 MietPrax-AK § Dötsch, MietRB
Nutzungsherausgabe bei XII ZR 76/08 546 BGB Nr. 3 = 2009, 284; Bieber,
DWW 2009, 300 GE 2009, 1223;
Untervermietung = NZM 2009, Drasdo, NJW-
Nach Rechtshängigkeit des 701 = GE 2009, Spezial 2009, 690;
Rückgabeanspruchs schuldet der Mieter 1248 = GuT Ingendoh, jurisPR-
im Rahmen der Herausgabe von 2009, 306 = MietR 1/2010
Nutzungen nach §§ 546 Abs. 1, 292 Abs. ZMR 2010, 21 Anm. 6
2, 987 Abs. 1, 99 Abs. 3 BGB auch die
Auskehr eines durch Untervermietung
erzielten Mehrerlöses. Dazu gehört auch
eine "Entschädigung", die der Mieter von
dem Untermieter als Abfindung für eine
vorzeitige Beendigung des
Untermietverhältnisses erhalten hat.
§ 546 BGB Zustand der Mietsache bei 13. Januar 2010 MietPrax-AK §
Rückgabe IV ZR 188/07 546 BGB Nr. 4 =
Der Mieter gemäß § 546 BGB ZMR 2010, 431
verpflichtet, die Mietsache nach
Beendigung des Mietverhältnisses an den
Vermieter zurückzugeben. Für diese
Rückgabeverpflichtung ist der Zustand
der Mietsache (d.h. die Mangelfreiheit)
jedoch grundsätzlich ohne
Bedeutung.(nicht amtlicher Leitsatz)
§ 546 BGB Rechtskrafterstreckung 21. April 2010 MietPrax-AK § Schach, GE 2010,
Räumungsurteil bei VIII ZR 6/09 546 BGB Nr. 5 = 796; Drasdo, NJW-
WuM 2010, 353 Spezial 2010, 449
Untervermietung = GE 2010, 840
Die Rechtskraft der gegen den Mieter = NJW 2010,
ergangenen Entscheidung über den 2208 = ZMR
Rückgabeanspruch des Vermieters aus § 2010, 747 =
546 Abs. 1 BGB hat hinsichtlich der NZM 2010, 699
Frage der Beendigung des
Mietverhältnisses keine Bindungswirkung
für eine nachfolgende Entscheidung über
den gegen den Dritten gerichteten
Rückgabeanspruch aus § 546 Abs. 2 BGB
(Bestätigung und Fortführung von BGH,
Urteil vom 12. Juli 2006 - XII ZR 178/03,
NJW-RR 2006, 1385).
§ 546 BGB Schadensersatz bei 5. März 2014 MietPrax-AK § Hogenschurz,
Schlüsselverlust VIII ZR 205/13 546 BGB Nr. 6 = ZWE 2014, 205;
Zum Umfang des WuM 2014, 279 Blank, WuM 2014,
Schadensersatzanspruchs des Vermieters = NZM 2014, 335; Pfeifer,
gegen den Mieter wegen eines verlorenen 303 = ZWE MietRB 2014, 163;
Wohnungsschlüssels (hier: Austausch der 2014, 208 = GE Drasdo, NJW-
Schließanlage einer 2014, 659 = Spezial 2014, 385;
Wohnungseigentumsanlage). NJW 2014, 1653 Niesler, jM 2014,
= DWW 2014, 367; Hinz, JR
220 = ZMR 2015, 262
2014, 626 = JR
2015, 259
§ 546 BGB Räumungsanspruch des 18. Dezember MietPrax-AK § Ahrens, NJW
Zwangsverwalters bei 2015 546 BGB Nr. 7 = 2016, 1245;
V ZR 191/14 NJW 2016, 1242 Engels, ZfIR 2016,
dinglichem Wohnungsrecht
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Die unbeschränkte Anordnung der = NZM 2016, 286; Schmidberger,
Zwangsverwaltung durch das 278 = MDR NZI 2016, 418
Vollstreckungsgericht hat nur 2016, 298 = ZfIR
verfahrensrechtliche Bedeutung. Sie 2016, 282 =
begründet keinen Anspruch des ZInsO 2016, 464
Zwangsverwalters gegen einen = GE 2016, 519
Wohnungsrechtsinhaber auf Herausgabe
der Wohnung nach § 985 BGB.
§ 546 BGB Umfang des Rückgabeanspruchs 11. April 2019 MietPrax-AK § Fuhst, jurisPR-
1. Die Rücknahme einer IX ZR 79/18 546 BGB Nr. 8 = InsR 12/2019 Anm.
Forderungsanmeldung ist im GE 2019, 852 = 2
Insolvenzverfahren jedenfalls bis zur DB 2019, 1202 =
Feststellung der angemeldeten Forderung ZIP 2019, 1024
möglich. Sie ist nach Durchführung des = ZInsO 2019,
Prüftermins gegenüber dem 1105 = NJW
Insolvenzgericht zu erklären. 2019, 1877 =
2. Die nach Durchführung des MDR 2019, 764
Prüftermins an den Insolvenzverwalter = NZI 2019, 536
adressierte Rücknahme der Anmeldung = NZM 2019,
einer nicht zur Tabelle festgestellten 853
Forderung wird wirksam, wenn die
Rücknahmeerklärung nach Weiterleitung
durch den Insolvenzverwalter beim
Insolvenzgericht eingeht.
3. Der Rückgabeanspruch des Vermieters
nach Beendigung des Mietverhältnisses
umfasst bei Mietgrundstücken neben der
Besitzverschaffung die Entfernung der
vom Mieter eingebrachten oder vom
Vormieter übernommenen Gegenstände
und Einrichtungen, über deren Verbleib
keine abweichende Vereinbarung
getroffen worden ist. Die Beseitigung von
Verschlechterungen oder Veränderungen
der Mietsache gehört nicht dazu
(Anschluss an BGH, 28. Februar 2018 -
VIII ZR 157/17, NJW 2018, 1746 Rn. 23
ff und 27. Juni 2018 - XII ZR 79/17,
NZM 2018, 717 Rn. 20, 23).
4. Endet ein Grundstücksmietvertrag nach
der Eröffnung des Insolvenzverfahrens
über das Vermögen des Mieters, hat
wegen der Räumungspflicht des Mieters
die Abgrenzung zwischen
Masseverbindlichkeit und
Insolvenzforderung grundsätzlich danach
zu erfolgen, wann das Räumungsgut auf
das Mietgrundstück verbracht worden ist.
Soweit die zu räumenden Gegenstände
und Einrichtungen bereits vor Eröffnung
des Insolvenzverfahrens auf dem
Mietgrundstück vorhanden waren,
begründet der Räumungsanspruch eine
Insolvenzforderung, die im
Forderungsfeststellungsverfahren mit
ihrem Schätzwert für die Zeit der
Eröffnung des Insolvenzverfahrens
geltend zu machen ist.
§ 546 BGB Räumungspflicht als 17. September MietPrax-AK § Nasall, jurisPR-
Insolvenzforderung 2020 546 BGB Nr. 9 = BGHZivilR
IX ZR 62/19 GE 2020, 1309 = 23/2020 Anm. 2;

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1. Stellt die Räumungspflicht des Mieters ZInsO 2020, Drasdo,
nur eine Insolvenzforderung dar, 2266 = ZIP NJWSpezial 2020,
begründet eine teilweise Räumung durch 2020, 2025 = 705; Wichert,
den Insolvenzverwalter keine ZMR 2021, 33 = MietRB 2021, 16
Masseverbindlichkeit. NJW 2021, 626
2. Entfernt der Insolvenzverwalter eine = WuM 2021,
Einrichtung, die der Schuldner mit der 191
Mietsache verbunden hat und die im
Eigentum des Schuldners steht, stellt die
Pflicht zur Instandsetzung der Sache in
den vorigen Stand keine
Masseverbindlichkeit dar, wenn der
Insolvenzverwalter dabei den Rahmen
einer teilweisen Erfüllung der
Räumungspflicht nicht überschreitet.
§ 546a Zwangsverwaltung und 23. Juli 2003 MietPrax-AK § Lützenkirchen,
BGB Nutzungsentschädigung; XII ZR 16/00 546a BGB Nr. 1 MietRB 2003, 39
= WuM 2003,
Vorausverfügung über Miete 510 = GE 2003,
1. Zur Aktivlegitimation des 1424 = ZMR
Zwangsverwalters hinsichtlich des 2003, 827 =
Anspruchs auf Nutzungsentschädigung NZM 2003, 871
nach §§ 557 Abs. 1 a.F., 581 Abs. 2 BGB.
2. Eine im Zusammenhang mit dem
Pachtvertrag getroffene Vereinbarung
zwischen dem Verpächter und einer
Gesellschaft bürgerlichen Rechts als
Pächterin dahingehend, dass die Haftung
der Gesellschafter auf das
Gesellschaftsvermögen beschränkt sei,
stellt keine Vorausverfügung über den
Pachtzins i.S. von §§ 574 a.F., 1124 Abs.
2 BGB dar.
§ 546a Nutzungsentschädigung bei 5. Oktober 2005 MietPrax-AK § Schach, GE 2005,
BGB Rückgabe in Monatsmitte VIII ZR 57/05 546a BGB Nr. 2 1518; Drasdo,
Zum Umfang der Nutzungsentschädigung = WuM 2005, NJW-Spezial 2006,
bei Vorenthaltung der Mietsache nach 771 = GE 2005, 5
Vertragsbeendigung. 1547 = ZMR
2006, 32 = GuT
2006, 30 = NZM
2006, 52 = MDR
2006, 436
§ 546a Nutzungsentschädigung bei 23. August 2006 MietPrax-AK §
BGB Räumungsfrist XII ZR 214/04 546a BGB Nr. 3
a) Auch bei Bewilligung einer = NZM 2006,
Räumungsfrist durch den Vermieter endet 820
das Mietverhältnis mit Zugang der
fristlosen Kündigung.
b) Die Bewilligung einer Räumungsfrist
steht einer Vorenthaltung der Mietsache
nicht entgegen.(nicht amtlicher
Leitsatz)
§ 546a Nutzungsentschädigung in der 21. Dezember MietPrax-AK § Drasdo, NJW-
BGB Mieterinsovenz 2006 546a BGB Nr. 4 Spezial 2007, 196;
a) Ist in der Insolvenz des Mieters das IX ZR 66/05 = WuM 2007, 41 Kummer, jurisPR-
Mietverhältnis vor Eröffnung des = ZIP 2007, 340 BGHZivilR
Insolvenzverfahrens aufgelöst, kommt = ZMR 2007, 12/2007 Anm. 3
dem Anspruch des Vermieters auf 348 = NJW
Nutzungsentschädigung für die Zeit ab 2007, 1591 =
Insolvenzeröffnung grundsätzlich nicht WuM 2007, 387
der Rang einer Masseverbindlichkeit zu.

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b) Der Anspruch auf = MDR 2007,
Nutzungsentschädigung wird nicht 914
dadurch zu einer Masseverbindlichkeit,
dass der nicht besitzende
Insolvenzverwalter auf das
Herausgabeverlangen des Vermieters
nicht eingeht.
§ 546a Der Begriff der Vorenthaltung 13. Juli 2010 MietPrax-AK §
BGB a) Der Begriff der Vorenthaltung besagt VIII ZR 326/09 546a BGB Nr. 5
nicht nur, dass der Mieter die Mietsache = GE 2010, 1265
nicht zurückgibt, sondern auch, dass das = WuM 2010,
Unterlassen der Herausgabe dem Willen 632 = NZM
des Vermieters widerspricht. 2010, 815 =
b) In welchem Zustand sich die ZMR 2011, 22
Mietsache bei der (vorgesehenen)
Rückgabe befindet, ist grundsätzlich ohne
Bedeutung, so dass allein darin, dass der
Mieter dem Vermieter die Räume in
verwahrlostem oder einem sonst nicht
vertragsgemäßen Zustand überlässt, noch
keine Vorenthaltung gesehen werden
kann.(nicht amtlicher Leitsatz)
§ 546a Nutzungsentschädigung bei 7. September MietPrax-AK §
BGB Rabattvergleich bezüglich 2011 546a BGB Nr. 6
XII ZR 114/10 = GuT 2012, 268
Mietforderung
1. Grundsätzlich ist bei der Auslegung
einer Vereinbarung in erster Linie der von
den Parteien gewählte Wortlaut und der
dem Wortlaut zu entnehmende objektiv
erklärte Parteiwille zu berücksichtigen.
2. Der Tatrichter hat bei seiner
Willenserforschung insbesondere den mit
der Absprache verfolgten Zweck und die
Interessenlage der Parteien zu
berücksichtigen. Dabei können auch
Umstände außerhalb der Urkunde für die
Auslegung zu berücksichtigen
sein.(nicht amtlicher Leitsatz)
§ 546a Keine Minderung der 27. Mai 2015 MietPrax-AK § Blank, LMK 2015,
BGB Nutzungsentschädigung bei XII ZR 66/13 546a BGB Nr. 7 371716;
= WuM 2015, Börstinghaus,
später auftretendem Mangel 493 = GE 2015, jurisPR-
a) Eine erstmals nach 1022 = MDR BGHZivilR
Vertragsbeendigung eingetretene 2015, 998 = 15/2015 Anm. 2;
Verschlechterung der Mietsache, die beim NJW 2015, 2795 Burbulla, MietRB
Fortbestehen des Mietverhältnisses eine = NZM 2015, 2015, 265
Minderung der Miete zur Folge gehabt 695 = ZfIR 2015,
hätte, führt grundsätzlich nicht dazu, den 653 = ZMR
Anspruch des Vermieters auf Zahlung 2015, 754
einer Nutzungsentschädigung in
entsprechender Anwendung von § 536
BGB herabzusetzen (Fortführung von
BGH Urteil vom 7. Dezember 1960 - VIII
ZR 16/60 - NJW 1961, 916).
b) Etwas anderes gilt nur dann, wenn den
Vermieter nach Treu und Glauben im
Rahmen des Abwicklungsverhältnisses
ausnahmsweise eine nachvertragliche
Pflicht zur Beseitigung von Mängeln der
vorenthaltenen Mietsache trifft.

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§ 546a Nutzungsentschädigung in Höhe 18. Januar 2017 MietPrax-AK § Börstinghaus,
BGB der aktuellen Neuvertragsmiete VIII ZR 17/16 546a BGB Nr. 8 jurisPR-
Die für vergleichbare Sachen ortsübliche = GE 2017, 221 BGHZivilR 4/2017
Miete, die der Vermieter gemäß § 546a = WuM 2017, Anm. 1; Beyer,
Abs. 1 Alt. 2 BGB für die Dauer der 134 = NZM jurisPR-MietR
Vorenthaltung der Mietsache verlangen 2017, 186 = 5/2017 Anm. 1;
kann, wenn der Mieter diese nach NJW 2017, 1022 Röck, NZM 2017,
Beendigung des Mietverhältnisses nicht = MDR 2017, 188; Drasdo, NJW-
zurückgibt, ist bei beendeten 387 = ZMR Spezial 2017, 257;
Wohnraummietverträgen nicht nach 2017, 300 Monschau, MietRB
Maßgabe der auf laufende 2017, 125; Artz,
Mietverhältnisse zugeschnittenen NZM 2017, 281;
Regelung über Mieterhöhungen bis zur Fleindl, NZM
ortsüblichen Vergleichsmie-te (§ 558 2017, 282;
Abs. 2 BGB), sondern anhand der bei Häublein, ZMR
Neuabschluss eines Mietvertrages über 2018, 8
die Wohnung ortsüblichen Miete
(Marktmiete) zu bestimmen.
§ 546a Nutzungsentschädigung bei 12. Juli 2017 MietPrax-AK § Börstinghaus,
BGB fehlendem Rücknahmewillen des VIII ZR 214/16 546a BGB Nr. 9 jurisPR-
= GE 2017, 945 BGHZivilR
Vermieters = WuM 2017, 17/2017 Anm. 1;
a) Die Mietsache wird dem Vermieter 521 = NZM Burbulla, MietRB
dann im Sinne des § 546a Abs. 1 BGB 2017, 630 = 2017, 278; Streyl,
nach Beendigung des Mietverhältnisses NJW 2017, 2997 NZM 2017, 633;
vorenthalten, wenn der Mieter die = MDR 2017, Müller/Galneder,
Mietsache nicht zurückgibt und das 1177 = DWW NJW 2017, 3000
Unterlassen der Herausgabe dem Willen 2017, 330 =
des Vermieters widerspricht (Anschluss ZMR 2018, 24
an BGH, Urteile vom 5. Oktober 2005 -
VIII ZR 57/05, NZM 2006, 52 Rn. 6;
vom [Link] 2005 - VIII ZR
218/04, NZM 2006, 12 Rn. 12; vom 29.
Januar 2015 - IX ZR 279/13, BGHZ 204,
83 Rn. 81; jeweils mwN; st. Rspr.).
b) An einem Rückerlangungswillen des
Vermieters fehlt es etwa, wenn er - trotz
Kündigung des Mieters - von einem
Fortbestehen des Mietverhältnisses
ausgeht (Anschluss an BGH, Urteile vom
2. November 2005 - XII ZR 233/03, NJW
2006, 140 Rn. 25; vom 16. November
2005 - VIII ZR 218/04, aaO; vom 13.
März 2013 - XII ZR 34/12, NJW 2013,
3232 Rn. 23; jeweils mwN).
c) Fehlt es an einem
Rückerlangungswillen des Vermieters,
steht diesem ein Anspruch auf
Nutzungsentschädigung nach § 546a
BGB grundsätzlich auch dann nicht zu,
wenn der Mieter zur Rückgabe der
Mietsache außerstande ist und die
subjektive Unmöglichkeit durch ihn
selbst verursacht wurde (Bestätigung und
Fortführung der Senatsurteile vom 22.
März 1960 - VIII ZR 177/59, NJW 1960,
909 unter II b; vom 15. Februar 1984 -
VIII ZR 213/82, BGHZ 90, 145, 148 f.;
[jeweils zu § 557 BGB aF]).
d) Zum Anspruch des Vermieters gegen
den Mieter, der die Mietsache über die

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vereinbarte Laufzeit hinaus nutzt, auf
Herausgabe des tatsächlich gezogenen
Nutzungswerts wegen ungerechtfertigter
Bereicherung (Anschluss an BGH, Urteile
vom 21. Dezember 1988 - VIII ZR
277/87, NJW 1989, 2133 unter III 3; vom
15. Dezember 1999 - XII ZR 154/97,
NZM 2000, 183 unter 4; vom 29. Januar
2015 - IX ZR 279/13, aaO Rn. 84).
e) Ein bereicherungsrechtlicher
Nutzungsersatzanspruch des Vermieters
wird weder durch § 546a BGB
ausgeschlossen noch durch die §§ 987 ff.
BGB verdrängt (Bestätigung und
Fortführung der Senatsurteile vom 10.
November 1965 - VIII ZR 12/64, BGHZ
44, 241, 242 ff. [zu § 557 BGB aF]; vom
28. Juni 1967 - VIII ZR 59/65, NJW
1968, 197 unter 3 [zu § 597 BGB aF];
vom 21. Februar 1973 - VIII ZR 44/71,
juris Rn. 58 f. [zu §
557 BGB aF]; vom 21. Dezember 1988 -
VIII ZR 277/87, aaO unter III 3 a [zu §
597 BGB aF]).
§ 548 BGB Verjährung von Ansprüchen 19. November MietPrax-AK § Kurek, MietRB
gem. § 179 BGB; Zum 2003 548 BGB Nr. 1 = 2004, 75;
XII ZR 68/00 WuM 2004, 21 = Schimmel/Buhlma
Verjährungsbeginn durch NZM 2004, 98 = nn, LMK 2004, 58
Rückgabe ZMR 2004, 108
1. Ersatzansprüche des = NJW 2004,
Vermieters/Verpächters wegen 774
Veränderungen oder Verschlechterungen
der Miet-/Pachtsache gegen den
vollmachtlosen Vertreter des
Mieters/Pächters (§ 179 Abs. 1 BGB)
verjähren in der kurzen Verjährungsfrist
des § 558 Abs. 1 BGB a.F./§ 548 Abs. 1
BGB n.F.
2. Zu den Voraussetzungen einer solchen
Verjährung.
3. Die "Rückgabe" der Miet-/Pachtsache
im Sinne von § 558 Abs. 2 BGB a.F./§
548 Abs. 1 BGB n.F. setzt grundsätzlich
einen vollständigen Besitzverlust des
Mieters/Pächters sowie die Kenntnis des
Vermieters/Verpächters hiervon voraus
(Bestätigung von Senatsurteil vom 7.
Februar 2001 - XII ZR 118/98 - NJ 2001;
535 f.).
§ 548 BGB Schadensersatz bei nicht 12. Mai 2004 MietPrax-AK §
durchgeführten XII ZR 223/01 548 BGB Nr. 2 =
NZM 2004, 583
Schönheitsreparaturen. Die = GE 2004, 878
Verhandlung als = DWW 2004,
Tatbestandsmerkmal der 223 = ZMR
Verjährungshemmung 2004,800= MDR
1. Zur Umwandlung des 2004, 1050
Erfüllungsanspruchs auf Rückgabe der
Mietsache in renoviertem Zustand in
einen Schadensersatzanspruch wegen
Nichterfüllung.

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2. Zur Hemmung der Verjährung nach §
558 a.F. BGB durch
Vertragsverhandlungen in analoger
Anwendung des § 852 Abs. 2 a.F. BGB.
§ 548 BGB Verjährungsbeginn für 19. Januar 2005 MietPrax-AK § Börstinghaus LMK
Schadensersatzansprüche VIII ZR 114/04 548 BGB Nr. 3 = 2005, 65;
Die Verjährung der Ersatzansprüche des WuM 2005, 126 Emmerich, NZM
Vermieters beginnt gemäß §§ 548 Abs. 1 = GE 2005, 230 2005, 248; Löfflad,
Satz 2, 200 Satz 1 BGB auch dann mit = DWW 2005, MietRB 2005, 144;
dem Zeitpunkt, in dem er die Mietsache 65 = NZM 2005, Langenberg,
zurückerhält, wenn die Ansprüche erst zu 176 = NJW BGHReport 2005,
einem späteren Zeitpunkt entstehen. 2005, 739 = 483; Kinne, GE
ZMR 2005, 291 2005, 208
= GuT 2005, 59
§ 548 BGB Schadensersatz wegen 22. Februar 2006 MietPrax-AK § Fischer, WuM
Verschuldens bei XII ZR 48/03 548 BGB Nr. 4 = 2006, 286;
GE 2006, 646 = Lützenkirchen,
Vertragsschluss ZMR 2006, 441 MietRB 2006, 184;
a) Auf einen Schadensersatzanspruch aus = NJW 2006, Drasdo, NJW-
culpa in contrahendo wegen Um- und 1963 = MDR Spezial 2006, 338
Rückbaukosten ist die sechsmonatige 2006, 739 = GuT
Verjährungsfrist des § 558 a.F. BGB 2006, 140 =
(jetzt § 548 BGB) analog anzuwenden, NZM 2006, 509
wenn es nicht wie vorgesehen zum
Abschluss des Mietvertrages gekommen
ist.
b) Hat in einem solchen Fall der
potentielle Vermieter noch den
unmittelbaren Besitz an der Sache,
beginnt die Verjährungsfrist bereits ab
dem Zeitpunkt zu laufen, an dem die
Vertragsverhandlungen der Parteien ihr
tatsächliches Ende gefunden haben. Das
gilt auch dann, wenn zu diesem Zeitpunkt
der Schaden noch nicht beziffert werden
kann, da die Möglichkeit einer
Feststellungsklage ausreicht, um die
Verjährung zu unterbrechen.
§ 548 BGB Verjährungsbeginn bei 15. März 2006 MietPrax-AK § Schach, GE 2006,
vorzeitiger Rückgabe VIII ZR 123/05 548 BGB Nr. 5 = 626; Specht,
Die Verjährung der Ersatzansprüche des NJW 2006, 1588 MietRB 2006, 231;
Vermieters beginnt nach § 548 Abs. 1 = GE 2006, 640 Drasdo, NJW-
Satz 2, § 200 Satz 1 BGB mit dem = WuM 2006, Spezial 2006, 387
Zeitpunkt, in dem er die Mietsache 319 = ZMR
zurückerhält (im Anschluss an Senat, 2006,507 =
BGHZ 162, 30). Dies gilt auch dann, NZM 2006, 503
wenn der Mietvertrag erst später endet. = MDR 2006,
1398
§ 548 BGB Verjährung des Anspruchs aus 23. Mai 2006 MietPrax-AK § Looschelders, JA
unerlaubter Handlung gegen in VI ZR 259/04 548 BGB Nr. 6 = 2006, 736; Drasdo,
WuM 2006, 437 NJW-Spezial 2006,
Mietvertrag einbezogenen = NJW 2006, 531
Dritten 2399 = NZM
Zur Verjährung von Ansprüchen des 2006, 624 = GE
Vermieters aus unerlaubter Handlung 2006, 1222 =
wegen Veränderungen und ZMR 2006, 754
Verschlechterungen der Mietsache. = VersR 2006,
1076 = JA 2006,
736 = MDR
2006, 1393

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§ 548 BGB Korrekte Bezeichnung des 23. Januar 2008 MietPrax-AK § Kinne, GE 2008,
Anspruchs im Mahnbescheid VIII ZR 46/07 548 BGB Nr. 7 = 365; Drasdo, NJW-
GE 2008, 404 = Spezial 2008, 161
zur Verjährungshemmung NZM 2008, 202
Zur Individualisierung eines = WuM 2008,
Schadensersatzanspruchs des 238 = NJW
Wohnraumvermieters wegen 2008, 1220
Beschädigung sowie unzureichender
Reinigung der Mietsache nach
Beendigung der Mietzeit kann die
irrtümliche Bezeichnung im
Mahnbescheidsantrag "Mietnebenkosten -
auch Renovierungskosten" genügen,
wenn der Antragsteller zugleich auf ein
vorprozessuales Anspruchsschreiben
Bezug nimmt, welches dem
Antragsgegner vermittelt, dass und wofür
der Antragsteller Schadensersatz verlangt.
§ 548 BGB Verjährungsbeginn von 28. Mai 2008 MietPrax-AK § Berg, MietRB
Ansprüchen gegen den früheren VIII ZR 133/07 548 BGB Nr. 8 = 2008, 226; Drasdo,
GE 2008, 857 = NJW-Spezial 2008,
Vermieter bei Vermieterwechsel WuM 2008, 402 481
Bei einer Beendigung des = NJW 2008,
Mietverhältnisses durch Veräußerung des 2256 = NZM
Mietobjekts beginnt die Verjährungsfrist 2008, 519 =
des § 548 Abs. 2 BGB für Ansprüche des MDR 2008, 850
Mieters auf Ersatz von Aufwendungen = ZMR 2009,
oder auf Gestattung der Wegnahme einer 263
Einrichtung erst mit der Kenntnis des
Mieters von der Eintragung des
Erwerbers im Grundbuch zu laufen.
§ 548 BGB Kurze Verjährungsfrist auch bei 23. Juni 2010 MietPrax-AK § Börstinghaus,
Räumungsvergleich XII ZR 52/08 548 BGB Nr. 9 = jurisPR-
Ersatzansprüche des Vermieters wegen GuT 2010, 229 = BGHZivilR
Verschlechterung oder Veränderung der NJW 2010, 2652 20/2010 Anm. 4;
Mietsache verjähren auch dann in der = NZM 2010, Zich, MietRB
kurzen Verjährungsfrist des § 548 Abs. 1 621 = ZMR 2010, 292
BGB, wenn die Mietvertragsparteien in 2010, 932
einem vorangegangenen
Räumungsprozess einen Vergleich
geschlossen haben, in dem sich der
Mieter verpflichtet hat, von ihm genutzte
Teilflächen des Grundstücks zu räumen,
die nicht Gegenstand des
Mietverhältnisses waren
§ 548 BGB Anspruchsindividualisierung im 14. Juli 2010 MietPrax-AK §
Mahnbescheidsantrag durch VIII ZR 229/09 548 BGB Nr. 10
= WuM 2010,
Bezugnahme auf 583 = GE 2010,
vorprozessuales Schreiben 1264 = NJW-RR
Die im Antrag auf Erlass eines 2010, 1455 =
Mahnbescheids enthaltene Falschangabe MDR 2010,
des Datums eines vorprozessualen 1097
Anspruchsschreibens, auf das der
Antragsteller, ohne es dem Antrag
beizufügen, zur Individualisierung seines
Anspruchs Bezug nimmt, ist unschädlich,
wenn für den Antragsgegner ohne
weiteres ersichtlich ist, um welches
Schreiben es sich handelt.

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§ 548 BGB Individualisierung der 17. November MietPrax-AK § Schach, GE 2011,
Forderung im 2010 548 BGB Nr. 11 92
VIII ZR 211/09 = WuM 2011, 49
Mahnbescheidsantrag = GE 2011, 130
a) Den in § 690 Abs. 1 Nr. 3 ZPO = NZM 2011,
aufgestellten Anforderungen an eine 198
Individualisierung des im Mahnbescheid
bezeichneten Anspruchs kann unter
bestimmten Umständen auch dann genügt
sein, wenn zwar eine im Mahnbescheid in
Bezug genommene Anlage weder diesem
beigefügt noch dem Schuldner zuvor
zugänglich gemacht worden ist, jedoch
die übrigen Angaben im Mahnbescheid
eine Kennzeichnung des Anspruchs
ermöglichen (im Anschluss an BGH,
Urteile vom 28. Oktober 1993 - IX ZR
21/93, NJW 1994, 323, vom 30.
November 1999 - VI ZR 207/98, NJW
2000, 1420, und vom 6. Dezember 2001 -
VII ZR 183/00, NJW 2002, 520).
b) Das Erfordernis, einen angegebenen
Gesamtbetrag bereits im Mahnbescheid
hinreichend aufzuschlüsseln, besteht nur
dann, wenn eine Mehrzahl von
Einzelforderungen geltend gemacht wird.
Anders liegt es, wenn Gegenstand des
Mahnbescheids eine einheitliche
Schadensersatzforderung ist, die sich aus
mehreren unselbständigen
Rechnungsposten zusammensetzt.
§ 548 BGB Ersatzansprüche wegen 4. Mai 2011 MietPrax-AK § Börstinghaus,
Durchführung nicht VIII ZR 195/10 548 BGB Nr. 12 jurisPR-
= WuM 2011, BGHZivilR
geschuldeter 363 = GE 2011, 12/2011 Anm. 2;
Schönheitsreparaturen 813 = NZM Kinne, GE 2011,
Ersatzansprüche des Mieters wegen 2011, 452 = 790; Dötsch,
Schönheitsreparaturen, die er während ZMR 2011, 705 MietRB 2011, 201;
des Mietverhältnisses in der irrigen = NJW 2011, Drasdo, NJW-
Annahme einer entsprechenden 1866 = MDR Spezial 2011, 449;
Verpflichtung ausgeführt hat, verjähren 2011, 777 = ZGS Jahreis, jurisPR-
nach § 548 Abs. 2 BGB binnen sechs 2011, 328 =ZfIR MietR 16/2011
Monaten ab Beendigung des 2011, 655 Anm. 4; Blank,
Mietverhältnisses. LMK 6/2011 Anm.
2
§ 548 BGB Verjährung des 4. Mai 2011 MietPrax-AK §
Rückzahlungsanspruchs wegen VIII ZR 265/10 548 BGB Nr. 13
= WuM 2011,
Durchführung nicht 418
geschuldeter
Schönheitsreparaturen
Ersatzansprüche des Mieters wegen
Schönheitsreparaturen, die er während
des Mietverhältnisses in der irrigen
Annahme einer entsprechenden
Verpflichtung ausgeführt hat, verjähren
nach § 548 Abs. 2 BGB binnen sechs
Monaten ab Beendigung des
Mietverhältnisses.(nicht amtlicher
Leitsatz)

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§ 548 BGB Verjährung des Anspruchs der 29. Juni 2011 MietPrax-AK § Drasdo, NJW-
Wohnungseigentümergemeinsch VIII ZR 349/10 548 BGB Nr. 14 Spezial 2011, 577;
= NJW 2011, Häublein, jurisPR-
aft 2717 = DWW MietR 21/2011
Auf Schadensersatzansprüche der 2011, 259 = GE Anm. 2
Wohnungseigentümergemeinschaft gegen 2011, 1156 =
den Mieter einer Eigentumswohnung WuM 2011, 509
wegen Beschädigung des = NZM 2011,
Gemeinschaftseigentums findet die 639
Verjährungsvorschrift des § 548 Abs. 1
BGB keine Anwendung
§ 548 BGB Beginn der Verjährungsfrist für 12. Oktober 2011 MietPrax-AK § Börstinghaus,
Vermieteransprüche VIII ZR 8/11 548 BGB Nr. 15 jurisPR-
Zum Beginn der Verjährung nach § 548 = GE 2011, 1678 BGHZivilR
Abs. 1 Satz 2 BGB. = NJW 2012, 24/2011 Anm. 2;
144 = NZM Schach, GE 2011,
2012, 21 = WuM 1651; Dötsch,
2012, 95 = ZMR MietRB 2012, 3;
2012, 175 Krapf, jurisPR-
MietR 1/2012
Anm. 1; Drasdo,
NJW-Spezial 2012,
66
§ 548 BGB Besitzerlangung als 26. Oktober 2011 MietPrax-AK §
Voraussetzung für XII ZR 9/10 548 BGB Nr. 16
= GuT 2011, 309
Verjährungsbeginn
Behauptet der Vermieter, dass der Mieter
sich nach seinem Auszug ohne sein
Wissen und ohne seine Zustimmung
widerrechtlich Zutritt zum Gebäude
verschafft habe und dass er sich
regelmäßig auch nach seinem Auszug in
dem Gebäude aufgehalten habe so ist dies
eine Tatsachenbehauptung, die eine
Besitzerlangung durch den Vermieter
ausschließen kann. Übergeht das Gericht
diesen Sachvortrag liegt eine
Gehörsverletzung vor.(nicht amtlicher
Leitsatz)
§ 548 BGB Verjährung bei Zahlung auf 20. Juni 2012 MietPrax-AK § Börstinghaus,
unwirksame VIII ZR 12/12 548 BGB Nr. 17 jurisPR-
= GuT 2012, 245 BGHZivilR
Schönheitsreparaturklausel = GE 2012, 1031 15/2012 Anm. 1;
Zahlt der Mieter aufgrund einer = WuM 2012, Börstinghaus,
unwirksamen 445 = NZM LMK 8/2012 Anm.
Schönheitsreparaturenklausel an den 2012, 557 = 4; Harsch, MietRB
Vermieter einen Abgeltungsbetrag für DWW 2012, 262 2012, 221; Krapf,
nicht durchgeführte = NJW 2012, jurisPR-MietR
Schönheitsreparaturen, so unterliegt der 3031 = ZMR 18/2012 Anm. 4;
sich hieraus ergebende 2012, 766 Drasdo, NJW-
Bereicherungsanspruch des Mieters der Spezial 2012, 578
kurzen Verjährung des § 548 Abs. 2 BGB
(Bestätigung und Fortführung von BGH,
Urteil vom 4. Mai 2011 - VIII ZR 195/10,
NJW 2011, 1866).
§ 548 BGB Beginn der Verjährungsfrist für 23. Oktober 2013 MietPrax-AK § Schach, MietRB
Vermieter VIII ZR 402/12 548 BGB Nr. 18 2014, 1; Drasdo,
Für die Frage der Verjährung von = WuM 2013, NJW-Spezial 2014,
Ersatzansprüchen des Vermieters setzt die 729 = GE 2013, 1; Streyl, NJW
Rückerlangung der Mietsache außer der 1647 = GuT-W 2014, 665; Herlitz,
Übertragung des Besitzes an der 2013, 95 = NZM

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Wohnung vom Mieter an den Vermieter 2014, 128 = jurisPR-MietR
die Kenntnis des Vermieters von der NJW 2014, 684 6/2014 Anm. 2
Besitzaufgabe voraus.
§ 548 BGB Verjährung von Ansprüchen auf 8. Januar 2014 MietPrax-AK § Burbulla, MietRB
Instandsetzung XII ZR 12/13 548 BGB Nr. 19 2014, 100; Priebe,
a) Die kurze Verjährungsfrist des § 548 = WuM 2014, ZMR 2014, 524
Abs. 1 BGB gilt auch für die Ansprüche 140 = GE 2014,
des Vermieters auf Erfüllung der vom 313 = NJW
Mieter vertraglich übernommenen 2014, 920 =
Instandsetzungs- und NZM 2014, 242
Instandhaltungspflicht und auf = ZMR 2014,
Schadensersatz wegen deren 526 = MDR
Nichterfüllung (im Anschluss an 2014, 454
Senatsurteil vom 23. Juni 2010 XII ZR
52/08 NJW 2010, 2652 Rn. 12).
b) Die Verjährungsfrist eines wegen
Nichterfüllung der vertraglich
übernommenen Instandsetzungs- und
Instandhaltungspflicht auf §§ 280 Abs. 1
und 3, 281 Abs. 1 BGB gestützten
Schadensersatzanspruchs beginnt gemäß
§ 548 Abs. 1 Satz 2 BGB bereits mit
Rückgabe der Mietsache zu laufen, ohne
dass es darauf ankommt, ob der Anspruch
zu diesem Zeitpunkt bereits entstanden ist
(im Anschluss an BGH Urteil vom 15.
März 2006 VIII ZR 123/05 NJW 2006,
1588 Rn. 9).
c) Eine wirksame Klageerhebung hemmt
die Verjährung auch dann, wenn zum
Zeit-punkt der Klageerhebung von der
Sachbefugnis abgesehen noch nicht alle
Anspruchsvoraussetzungen vorliegen,
etwa eine für einen
Schadensersatzanspruch nach § 281 Abs.
1 Satz 1 BGB erforderliche Fristsetzung
noch fehlt (im Anschluss an BGHZ 172,
42 = NJW 2007, 1952 Rn. 43; BGH
Urteile vom 27. Februar 2003 VII ZR
48/01 NJW-RR 2003, 784 und vom 3.
Mai 1999 II ZR 119/98 NJW 1999,
2115).
§ 548 BGB Keine formularvertragliche 8. November MietPrax-AK § Kappus, NZM
Verlängerung der 2017 548 BGB Nr. 20 2017, 845; Krapf,
VIII ZR 13/17 = WuM 2017, jurisPR-MietR
Verjährungsfrist 703 = NJW 1/2018 Anm. 4;
Die in einem von dem Vermieter 2017, 3707 = GE Börstinghaus,
verwendeten Formularmietvertrag 2017, 1545 = jurisPR-
enthaltene Bestimmung NZM 2017, 841 BGHZivilR 1/2018
"Ersatzansprüche des Vermieters wegen = MDR 2018, 19 Anm. 3; Drasdo,
Veränderungen oder Verschlechterungen = GE 2017, 1545 NJW-Spezial 2018,
der Mietsache und Ansprüche des Mieters = ZMR 2018, 65; Hartmann,
auf Ersatz von Aufwendungen oder 201 = JR 2019, WuM 2018, 65;
Gestattung der Wegnahme einer 233 Blank, LMK 2018,
Einrichtung verjähren in zwölf Monaten 402603; Schmidt,
nach Beendigung des Mietverhältnisses." NZM 2019, 1;
ist mit wesentlichen Grundgedanken des Hinz 2019, 238
§ 548 Abs. 1 Satz 1, 2 BGB unvereinbar
und benachteiligt den Mieter deshalb
entgegen den Geboten von Treu und
Glauben unangemessen; sie ist daher nach

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§ 307 Abs. 1 Satz 1, Abs. 2 Nr. 1 BGB
unwirksam.
§ 548 BGB Beginn der Verjährungsfrist für 27. Februar 2019 MietPrax-AK § Börstinghaus,
Vermieter XII ZR 63/18 548 BGB Nr. 21 jurisPR-
Die Verjährungvon Ansprüchen des = MDR 2019, BGHZivilR
Vermieters beginnt nach §548 Abs.1 600 = DWW 10/2019 Anm 1;
BGB mit dem Zeitpunkt, in dem er die 2019, 172 = GE Mettler, MietRB
Mietsache zurückerhält. Das setzt 2019, 657 = 2019, 163
grundsätzlich zum einen eine Änderung NZM 2019, 408
der Besitzverhältnisse zugunsten des
Vermieters voraus. Zum anderen ist eine
vollständige und unzweideutige
Besitzaufgabe des Mieters erforderlich
(im Anschluss an Senatsurteil vom 19.
November 2003 -XII ZR 68/00 - NZM
2004, 98).
§ 548 BGB Verjährungsfrist bei 31. März 2021 MietPrax-AK § Börstinghaus,
Umbaupflicht des Mieters XII ZR 42/20 548 BGB Nr. 22 jurisPR-
Übernimmt der gewerbliche Mieter eine = DWW 2021, BGHZivilR
Verpflichtung zur Umgestaltung der 178 = MDR 12/2021 Anm. 2;
Mietsache als (teilweise) Gegenleistung 2021, 736 = GE Drasdo, NJW-
für die Gebrauchsgewährung und bezieht 2021, 697 = Spezial 2021, 418;
sich die Umgestaltungspflicht auf den NZM 2021, 560 Lehmann-Richter,
Zustand des Mietobjekts bei dessen = ZMR 2021, MietRB 2021, 201
Rückgabe, gilt für Ersatzansprüche wegen 656 = NJW-RR
Nichterfüllung oder nicht vollständiger 2021, 803 =
Erfüllung der Verpflichtung die kurze ZMR 2021, 958
Verjährung nach § 548 Abs. 1 BGB (im
Anschluss an BGH, Urteil vom 8.
Dezember 1982 - VIII ZR 219/81, BGHZ
86, 71 = NJW 1983, 679 und Senatsurteil
vom 8. Januar 2014 - XII ZR 12/13 -
NJW 2014, 920).
§ 549 BGB Wann liegt ein 13. Juni 2012 MietPrax-AK § Börstinghaus,
Studentenwohnheim vor VIII ZR 92/11 549 BGB Nr. 1 = jurisPR-
Zum Begriff des Studentenwohnheims im GuT 2012, 257 = BGHZivilR
Sinne des § 549 Abs. 3 BGB. WuM 2012, 447 14/2012 Anm. 3;
= NJW 2012, Sommer, MietRB
2881 = NZM 2012, 222; Drasdo,
2012, 606 = NJW-Spezial 2012,
DWW 2012, 374 513; Emmert.
= ZMR 2013, 98 jurisPR-MietR
19/2012 Anm. 4;
Blümmel GE 2012,
928
§ 549 BGB Abgrenzung Wohnraum von 13. Januar 2021 MietPrax-AK § Mettler, MietRB
Gewerberaummiete VIII ZR 66/19 549 BGB Nr. 2 = 2021, 98;
a) Bei der Frage, ob ein Mietverhältnis NZM 2021, 218 Beuermann, GE
über Wohnraum vorliegt, ist auf den = MDR 2021, 2021, 471;
Nutzungszweck abzustellen, den der 411 = GE 2021, Börstinghaus
Mieter mit der Anmietung des 496 = ZMR jurisPR-
Mietobjekts vertragsgemäß verfolgt 2021, 468 = BGHZivilR 9/2021
(Bestätigung von BGH, Urteile vom 16. MDR 2021, 411 Anm. 2; Drasdo,
Juli 2008 -VIII ZR 282/07, NJW 2008, = ZMR 2021, NJW-Spezial 2021,
3361 Rn. 11; vom [Link] 2014 -VIII ZR 962 290; Beyer,
376/13, BGHZ 202, 39 Rn.21; vom 23. jurisPR-MietR
Oktober 2019-XII ZR 125/18, BGHZ 18/2021 Anm. 1
223, 290 Rn.21; jeweils mwN). Geht der
Zweck des Vertrags dahin, dass der
Mieter die Räume weitervermietet oder

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sonst Dritten -auch zu Wohnzwecken -
überlässt, sind die Vorschriften des
Wohnraummietrechts auf das (Haupt-
)Mietverhältnis nicht anwendbar
(Bestätigung von BGH, Urteil vom
[Link] 2008 -VIII ZR 282/07, aaO
mwN).
b) Zur konkludenten Vereinbarung von
Regelungen des Wohnraummietrechts bei
Mietverhältnissen über Räume, die nach
dem insoweit maßgeblichen vertraglichen
Nutzungszweck nicht als Wohnräume
vermietet sind.
§ 550 BGB Schriftformgebot bei 30. Januar 2002 MietPrax-AK §
vertraglichem Mieterwechsel XII ZR 106/99 550 BGB Nr. 1 =
Die Vereinbarung der Auswechslung NZM 2002, 291
eines Mieters bedarf der Schriftform,
wenn die Laufzeit des ursprünglichen
Vertrages erhalten bleiben soll.(nicht
amtlicher Leitsatz)
§ 550 BGB Bestimmbarkeit des 17. Juli 2002 MietPrax-AK § Beuermann, GE
Mietobjektes; Nachholen der XII ZR 248/99 550 BGB Nr. 2 = 2003, 1126
NJW-RR 2002,
Schriftform 1377 = NZM
1. Einer im Mietvertrag enthaltenen 2002, 823 = GE
salvatorischen Klausel kann entnommen 2002, 1193
werden, dass die Vertragsparteien zur
Nachholung der Schriftform verpflichtet
sind.
2. Der Mietgegenstand wird durch die
konkrete Angabe der Örtlichkeit sowie
der jeweiligen Circa-Angabe der
Quadratmeter hinreichend bestimmbar
bezeichnet.(nicht amtlicher Leitsatz)
§ 550 BGB Mietvertrag durch Vertreter 11. September MietPrax-AK § Schach, GE 2002,
einer Erbengemeinschaft; 2002 550 BGB Nr. 3 = 1310; Beuermann,
XII ZR 187/00 NJW 2002, 3389 GE 2003, 498;
Einhaltung der Schriftform = GE 2002, 1326 Fritz, NZM 2003,
1. Ein von einem Vertreter einer = NZM 2002, 676; Eberl-Borges,
Erbengemeinschaft abgeschlossener 950 = WuM LMK 2003, 2003,
Mietvertrag kann mangels 2002, 601 = 5; Früchtl, NotBZ
Rechtsfähigkeit derselben nicht mit der DWW 2002, 302 2002, 450
Erbengemeinschaft als solcher, sondern = ZMR 2002,
nur mit den einzelnen Miterben zustande 907
kommen.
2. Zur Frage der Einhaltung der
Schriftform in einem solchen Fall.
§ 550 BGB Schriftformgebot bei 18. Dezember MietPrax-AK §
Einbeziehung von Anlagen 2002 550 BGB Nr. 4 =
Werden Essentialia des Mietvertrages in XII ZR 253/01 NZM 2003, 281
Anlagen ausgelagert, auf die im = NJW 2003,
Mietvertrag Bezug genommen wird, so 1248 = ZMR
muss zur Wahrung der Schriftform die 2003, 337 = GE
Anlage im Mietvertrag so genau 2003, 588
bezeichnet werden, dass eine
zweifelsfreie Zuordnung möglich ist
(Fortführung von Senatsurteilen, 24.
September 1997, XII ZR 234/95, BGHZ
136, 357; 30. Juni 1999, XII ZR 55/97,
BGHZ 142, 158).

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§ 550 BGB Schriftform; Vermieterwechsel, 12. März 2003 MietPrax-AK § Leo, MietRB 2003,
Inhaltskontrolle einer XII ZR 18/00 550 BGB Nr. 5 = 35; Leo, MietRB
NZM 2003, 476 2003, 38; Drasdo,
formularvertraglichen = NJW 2003, LMK 2003, 140;
Vertragsstrafenvereinbarung 2158 = ZMR Emmerich, JuS
1. Zur Formfreiheit der Zustimmung des 2003, 647 2003, 918
Mieters zu einem Vermieterwechsel, den
der alte und der neue Vermieter in einem
der Schriftform des § 566 BGB a.F.
genügenden Nachtrag zu einem
langfristigen Mietvertrag vereinbart
haben.
2. Zum Fortbestand der
Besitzeinräumungspflicht des Vermieters,
der sich zur Herstellung des Mietobjekts
verpflichtet hat, das Grundstück aber
nachträglich an einen Dritten verkauft,
der es bebaut und anderweitig vermietet.
3. Zur Angemessenheit einer in einem
Gewerbemietvertrag über ein noch zu
errichtendes Gebäude ohne zeitliche
Begrenzung vereinbarten Vertragsstrafe
für jeden Tag der Überschreitung des
vereinbarten Mietbeginns.
§ 550 BGB Gesamtnichtigkeit des 2. Juli 2003 MietPrax-AK § Löfflad, MietRB
Mietvertrages; mündliche XII ZR 74/01 550 BGB Nr. 6 = 2003, 68
NJW 2003, 2742
Nebenabrede über Mietzins = NZM 2003,
Zur Frage der Nichtigkeit des gesamten 716 = ZMR
Mietvertrags, wenn im schriftlichen 2003, 731 = GE
Mietvertrag eine wesentlich geringere 2003, 1271 =
Miete dokumentiert wird, als sie in einer DWW 2003, 299
mündlichen Nebenabrede tatsächlich
vereinbart wurde.
§ 550 BGB Schriftform bei einem für eine 16. Juli 2003 MietPrax-AK § Breisbart , NZM
GbR handelnden Vertreter XII ZR 65/02 550 BGB Nr. 7 = 2004, 293; Leo,
Zur Einhaltung der Schriftform beim NJW 2003, 3053 MietRB 2003, 98
Abschluß eines langfristigen = NZM 2003,
Mietvertrages durch einen für eine 801 = GE 2003,
Gesellschaft bürgerlichen Rechts 1489 = ZMR
handelnden Vertreter. 2004, 19
§ 550 BGB Keine Treuwidrigkeit einer 5. November MietPrax-AK § Scheff, MietRB
Kündigung 2003 550 BGB Nr. 8 = 2004, 103
Ist ein Mietvertrag nicht in der für XII ZR 134/02 NZM 2004, 97 =
langfristige Mietverträge ZMR 2004, 106
vorgeschriebenen Schriftform (§ 550 = GE 2004, 176
BGB = § 566 a.F. BGB) abgeschlossen = NJW 2004,
worden, so ist eine darauf gestützte 1103
vorzeitige Kündigung nicht deshalb
treuwidrig, weil der Mietvertrag zuvor
jahrelang anstandslos durchgeführt
worden ist.
§ 550 BGB Schriftform bei 14. Juli 2004 MietPrax-AK § Wichert, ZMR
unterschriebenem XII ZR 68/02 550 BGB Nr. 9 = 2005, 593
WuM 2004, 534
Vertragsangebot = NJW 2004,
Die Schriftform eines langfristigen 2962 = GE 2004,
Mietvertrages ist gewahrt, wenn die 1163 = NZM
Vertragsbestimmungen in einem 2004, 738 =
unterzeichneten Schreiben der einen ZMR 2004, 804
Partei niedergelegt sind, das die andere = DWW 2004,
mit oder ohne einen das uneingeschränkte

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Einverständnis erklärenden Zusatz 293 = MDR
ihrerseits unterzeichnet hat. 2004, 1347
Der nochmaligen Unterzeichnung durch
die eine Partei unterhalb der
Gegenzeichnung der anderen bedarf es
nicht (Aufgabe von RGZ 105, 60, 62).
Ob der Vertrag schon zuvor durch
mündliche Einigung zustande gekommen
war, durch die Gegenzeichnung zustande
kommt oder es hierzu erst noch des
Zugangs der Gegenzeichnung bedarf, ist
für die Frage der Schriftform ohne
Belang.
§ 550 BGB Salvatorische Klausel und 6. April 2005 MietPrax-AK § Bieber, MietRB
Schriftform XII ZR 132/03 550 BGB Nr. 10 2005, 198;
1. Zur Trennbarkeit einer in = NZM 2005, Holthaus, ZfIR
Formularmietverträgen über 502 = GuT 2005, 2006, 291
Geschäftsräume unbedenklichen 143 = NJW
salvatorischen Erhaltungsklausel von 2005, 2225 =
einer zugleich vereinbarten, im Hinblick ZMR 2005, 691
auf das AGBG bedenklichen = MDR 2005,
salvatorischen Ersetzungsklausel (im 1040 = ZfIR
Anschluß an BGHZ 145, 203, 212). 2006, 288
2. Zur Auslegung einer Klausel in einem
Nachtrag zu einem langfristigen
Mietvertrag, mit der sich die Parteien
verpflichten, den Nachtrag dem
Mietvertrag anzuheften, wenn dieser
selbst aus mehreren nicht miteinander
verbundenen Urkunden besteht.
3. Zur Frage, ob der für eine GmbH
geleisteten Unterschrift unter einem
langfristigen Mietvertrag zur Wahrung
der Schriftform ein die Vertretung
kennzeichnender Zusatz beizufügen ist
(Abgrenzung zu Senatsurteilen vom 16.
Juli 2003 - XII ZR 65/02 - NJW 2003,
3053, 3054 und vom 5. November 2003 -
XII ZR 134/02 - NJW 2004, 1103 f.).
§ 550 BGB Schriftform bei befristeter 20. April 2005 MietPrax-AK § Wiek, GuT 2005,
Mietherabsetzung XII ZR 192/01 550 BGB Nr. 11 149; Leo, NZM
Auch bei einem für längere Zeit als ein = BGHZ 163, 27 2005, 688;
Jahr geschlossenen Mietvertrag bedarf die = NZM 2005, Hoffmann, MietRB
nachträgliche Vereinbarung der - auch 456 = DWW 2005, 228
unbefristeten - Herabsetzung des 2005, 233 =
Miezinses nicht der Schriftform , wenn ZMR 2005, 534
der Vermieter sie jederzeit zumindest mit = GuT 2005, 148
Wirkung für die Zukunft widerrufen darf. = NJW 2005,
1861 = MDR
2005, 857
§ 550 BGB Schriftform bei 20. April 2005 MietPrax-AK § Leo, MietRB 2005,
Vertragsübernahme XII ZR 29/02 550 BGB Nr. 12 257; Drado NJW
Die Schriftform eines langfristigen = GuT 2005, 154 spezial 2005, 435
Mietvertrages ist gewahrt, wenn der = GE 2005, 791
Vermieter mit dem Altmieter schriftlich = ZMR 2005,
vereinbart, dass der Neumieter in den 610 = NZM
Vertrag eintritt und dieser der 2005, 584 =
Vertragsübernahme formlos zustimmt. MDR 2005, 920
= NJW-RR
2005, 958

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§ 550 BGB Vorrang von 21. September MietPrax-AK § Schach, GE 2005,
Individualvereinbarungen 2005 550 BGB Nr. 13 1517; Scheff,
Nachträgliche mündliche XII ZR 312/02 = BGHZ 164, MietRB 2006, 62;
Individualvereinbarungen haben auch vor 133 = NJW Bieber,
Schriftformklauseln in Formularverträgen 2006, 138 = BGHReport 2006,
über langfristige NZM 2006, 59 = 78; Harndorf, ZfIR
Geschäftsraummietverhältnisse Vorrang. GE 2005, 1546 = 2006, 208
GuT 2006, 7 =
ZMR 2006, 104
= MDR 2006,
508
§ 550 BGB Schriftform für über 19. Oktober 2005 MietPrax-AK §
Erläuterungen hinausgehende XII ZR 67/02 550 BGB Nr. 14
= GuT 2006, 7
mündliche Nebenabreden
Zwar kann auch eine mündliche
Vereinbarung zur Auslegung dessen
herangezogen werden, was in der
Vertragsurkunde unvollkommen, aber
zumindest andeutungsweise niedergelegt
ist, sofern es sich jedenfalls um eine
bloße Erläuterung oder Präzisierung des
Vertragstextes handelt (vgl. BGH, Urteil
vom
23. Dezember 1953 - VI ZR 57/53 - NJW
1954, 425, 426). Ist jedoch mündlich
etwas anderes vereinbart worden, als im -
gegebenenfalls vorrangig anhand des in
Bezug genommenen Schriftwechsels
auszulegenden - Text der
Vertragsurkunde niedergelegt wurde, gibt
diese den Inhalt des von den Parteien
wirklich Gewollten nicht wieder und
entbehrt der Schriftform.(nicht
amtlicher Leitsatz)
§ 550 BGB Mietbeginn mit Übergabe 2. November MietPrax-AK § Wiek, GuT 2006,
genügt Schriftform 2005 550 BGB Nr. 15 3; Drasdo, NJW-
Die Regelung in einem Mietvertrag, dass XII ZR 212/03 = NJW 2006, Spezial 2006, 52;
das Mietverhältnis mit der Übergabe der 139 = GE 2006, Leo, MietRB 2006,
Mietsache beginnt, ist hinreichend 50 = GuT 2006, 97;
bestimmbar und genügt deshalb dem 11 = NZM 2006, Boettcher/Menzel,
Schriftformerfordernis des § 566 BGB 54 = ZMR 2006, NZM 2006, 286
a.F. 115 = DWW
2006, 62 = ZfIR
2006, 49 = MDR
2006, 561
§ 550 BGB Vertrag mit werdender GbR 2. November MietPrax-AK § Drasdo, NJW-
Zur Wahrung der Schriftform i.S.d. § 566 2005 550 BGB Nr. 16 Spezial 2006, 52;
BGB a.F., wenn der Vertrag für eine XII ZR 233/03 = NJW 2006, Bieber, MietRB
BGB-Gesellschaft geschlossen wird, 140 = GuT 2006, 2006, 97
deren Zusammensetzung bei 10 = ZMR 2006,
Vertragsschluss noch nicht namentlich 116 = NZM
feststeht. 2006, 104 = GE
2006, 184 =
MDR 2006, 561
= ZfIR 2006, 193
§ 550 BGB Formerfordernisse bei 7. März 2007 MietPrax-AK § Dusil, ZMR 2007,
Vorvertrag XII ZR 40/05 550 BGB Nr. 17 520; Harsch,
Die Vereinbarung in einem Vorvertrag, = GuT 2007, 126 MietRB 2007, 196
dass ein langfristiges Mietverhältnis = NJW 2007,
1817 = NZM

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begründet werden soll, unterliegt nicht 2007, 445 =
dem Formerfordernis des § 566 BGB a.F. ZMR 2007, 519
Sie verpflichtet die Parteien aber zur = GE 2007, 1116
Mitwirkung am Zustandekommen des = MDR 2007,
schriftlichen und damit der Form des § 1010
566 BGB a.F. genügenden
Hauptvertrages.
§ 550 BGB Formbedürftigkeit eines 4. April 2007 MietPrax-AK § Lützenkirchen,
Kündigungsverzichts VIII ZR 223/06 550 BGB Nr. 18 MietRB 2007, 167;
Ein Verzicht des Vermieters auf das = NJW 2007, Drasdo, NJW-
Recht, das Wohnraummietverhältnis 1742 = WuM Spezial 2007, 338
wegen Eigenbedarfs zu kündigen, bedarf 2007, 272 =
- wie der gesamte Mietvertrag - gemäß § NZM 2007, 399
550 Satz 1 BGB der Schriftform, wenn = ZMR 2007,
der Verzicht für mehr als ein Jahr gelten 531 = MDR
soll. 2007, 943
§ 550 BGB Mietbeginn mit Übergabe 2. Mai 2007 MietPrax-AK § Kurek, MietRB
genügt Schriftform XII ZR 178/04 550 BGB Nr. 19 2007, 223
a) Die Regelung in einem Mietvertrag, = NZM 2007,
dass das Mietverhältnis mit der künftigen 443 = ZMR
Übergabe der Mietsache beginnt, steht 2007, 611 = GuT
der Wahrung der Schriftform des § 566 2007, 219 =
BGB a.F. nicht entgegen (Festhaltung an MDR 2007,
Senatsurteil vom 2. November 2005 - XII 1063 = GE 2007,
ZR 212/03 - NJW 2006, 139 f.). 1375 = NJW
b) Zur Heilung eines auf unzureichender 2007, 3273
Kennzeichnung der Lage des Mietobjekts
in einem Gebäude beruhenden Mangels
der Schriftform durch eine
Nachtragsvereinbarung, die eine
hinreichende Kennzeichnung des
Mietobjekts (hier: "Mieteinheit Nr. 15")
enthält.
§ 550 BGB Salvatorische Klausel und 25. Juli 2007 MietPrax-AK § Specht, MietRB
Schriftform XII ZR 143/05 550 BGB Nr. 20 2007, 286; Reinelt,
Eine allgemeine salvatorische Klausel = GuT 2007, 299 jurisPR-
(Erhaltungs- und Ersetzungsklausel) in = NZM 2007, BGHZivilR
einem auf längere Zeit als ein Jahr 730 = GE 2007, 39/2007 Anm. 1
geschlossenen Mietvertrag über 1311 = NJW
Gewerberäume verpflichtet die 2007, 3202 =
Vertragsparteien nicht zur Nachholung ZMR 2007, 859
der nicht gewahrten Schriftform.
§ 550 BGB Unterzeichnung durch Vertreter 19. September MietPrax-AK § Timme/Hülk, NJW
für GmbH 2007 550 BGB Nr. 21 2007, 3313;
Zur Wahrung der Schriftform eines XII ZR 121/05 = NJW 2007, Lehmann-Richter,
Mietvertrages mit einer GmbH als 3346 = GE 2007, ZMR 2007, 940,
alleiniger Mieterin oder Vermieterin ist es 1481 = NZM Drasdo, NJW-
nicht erforderlich, dass die auf deren Seite 2007, 837 = GuT Spezial 2007, 321
geleistete Unterschrift mit einem die 2007, 353 = und 593;
Vertretung kennzeichnenden Zusatz ZMR 2007, 953 Hoffmann, MietRB
versehen wird. = MDR 2007, 2008, 7; Geiseler,
Dies gilt auch dann, wenn die GmbH 1414 jurisPR-
satzungsgemäß von zwei BGHZivilR
Geschäftsführern gemeinsam vertreten 43/2007 Anm. 1
wird, die Unterschrift in der für die
GmbH vorgesehenen Unterschriftszeile
aber (hier: mit dem Zusatz "i.V.") von
einem Dritten stammt. Ob dieser hierzu
bevollmächtigt war oder als
vollmachtloser Vertreter unterzeichnet

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hat, ist eine Frage des Zustandekommens
des Vertrages, nicht der Wahrung seiner
Form (Fortführung des Senatsurteils vom
6. April 2005 - XII ZR 132/03 - NJW
2005, 2225 ff.; Abgrenzung zu
Senatsurteilen vom 16. Juli 2003 - XII ZR
65/02 - NJW 2003, 3053, 3054 und vom
5. November 2003 - XII ZR 134/02 -
NJW 2004, 1103 f.).
§ 550 BGB Abänderung der Mietfälligkeit 19. September MietPrax-AK § Bieber,
Regeln die Parteien die Fälligkeit des 2007 550 BGB Nr. 22 BGHReport 2008,
Mietzinses abweichend von den XII ZR 198/05 = NJW 2008, 172;
gesetzlichen Bestimmungen, gehört diese 365 = ZMR Weber/Heinemann,
Vereinbarung zu den wesentlichen 2008, 105 = ZfIR 2008, 294;
Vertragsbedingungen und bedarf der NZM 2008, 84 = Leonhard, NZM
Schriftform. ZfIR 2008, 292 = 2008, 353; Drasdo,
GE 2008, 803 NJW-Spezial 2008,
34
§ 550 BGB Formerfordernis bei 21. November MietPrax-AK § Schach, GE 2008,
Untermietvertrag mit 2007 550 BGB Nr. 23 154; Bittner,
XII ZR 149/05 = GE 2008, 195 MietRB 2008, 102
Vorkaufsrecht = GuT 2008, 38
a) Ist einem Mietvertrag ein
Vorkaufsrecht für den Mieter vereinbart
kommt keine Gesamtnichtigkeit des
Vertrages in Betracht, wenn der Vertrag
zwar nicht notariell beurkundet wurde
aber eine salvatorische (Erhaltungs-
)Klausel enthält.
b) Da ein Mietvertrag nicht voraussetzt,
dass der Vermieter
Grundstückseigentümer ist bedarf es zur
Einhaltung der Schriftform auch nicht des
Hinweises darauf, dass es sich ggf. um
einen Untermietvertrag handelt.(nicht
amtlicher Leitsatz)
§ 550 BGB Schriftform bei 9. April 2008 MietPrax-AK § Hoffmann, MietRB
Nachtragsvereinbarungen XII ZR 89/06 550 BGB Nr. 24 2008, 231; Streyl,
Ein Nachtragsvertrag wahrt die = GE 2008, 805 WuM 2008, 579;
Schriftform eines Mietvertrages nur dann, = NZM 2008, Dittert, jurisPR-
wenn er eine Bezugnahme auf die 484 = NJW MietR 15/2008
Schriftstücke enthält, aus denen sich 2008, 2181 = Anm. 4
sämtliche wesentlichen vertraglichen ZMR 2008, 701
Vereinbarungen ergeben. = GuT 2008, 287
§ 550 BGB Sinn des 7. Mai 2008 MietPrax-AK § Stapenhorst, NJW
Schriftformerfordernisses; XII ZR 69/06 550 BGB Nr. 25 2008, 2181;
= BGHZ 176, Dötsch, MietRB
Personenmehrheiten 301 = GE 2008, 2008, 230 und 269;
a) Das Schriftformgebot des § 550 BGB 798 = NZM Dittert, jurisPR-
will in erster Linie sicherstellen, dass ein 2008, 482 = MietR 16/2008
späterer Grundstückserwerber, der kraft NJW 2008, 2178 Anm. 2
Gesetzes auf Seiten des Vermieters in ein = ZMR 2008.
auf mehr als ein Jahr abgeschlossenes 704 = GuT 2008,
Mietverhältnis eintritt, dessen 284
Bedingungen aus dem schriftlichen
Vertrag ersehen kann. Darüber hinaus
dient die Schriftform des § 550 BGB aber
auch dazu, die Beweisbarkeit langfristiger
Abreden zwischen den ursprünglichen
Vertragsparteien sicherzustellen und diese

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vor der unbedachten Eingehung
langfristiger Bindungen zu schützen.
b) Ist die Urkunde im Falle einer
Personenmehrheit nicht von allen
Vermietern oder Mietern unterzeichnet,
müssen die vorhandenen Unterschriften
deutlich zum Ausdruck bringen, ob sie
auch in Vertretung der nicht
unterzeichnenden Vertragsparteien
hinzugefügt wurden. Wird die Vertretung
der Vertragspartei durch die den Vertrag
unterzeichnende Person allerdings auf
andere Weise deutlich, z.B. wenn nur eine
natürliche Person als Mieter oder
Vermieter auftritt und eine andere Person
den Vertrag unterschreibt, ist ein
zusätzlicher Vertretungszusatz nicht
erforderlich.
§ 550 BGB Schriftform bei Mietvertrag auf 9. Juli 2008 MietPrax-AK §
unbestimmte Zeit mit XII ZR 117/06 550 BGB Nr. 26
= NZM 2008,
Kündigungsausschluss 687 = ZMR
§ 550 BGB findet auch auf Mietverträge 2008, 883 = GuT
mit unbestimmter Dauer Anwendung, 2008, 336
wenn die Parteien die ordentliche
Kündigung über ein Jahr hinaus
ausgeschlossen haben.(nicht amtlicher
Leitsatz)
§ 550 BGB Schriftform wenn 17. Dezember MietPrax-AK §
Grundrissplan und 2008 550 BGB Nr. 27
XII ZR 57/07 = NZM 2009,
Inventarverzeichnis nicht 198 = GuT 2009,
beigefügt sind 29 = ZMR 2009,
1. Für die Einhaltung der Schriftform ist 273
es ausreichend, dass sich die wesentlichen
vertraglichen Vereinbarungen im
Zeitpunkt des Vertragsschlusses
hinreichend bestimmbar aus der
Vertragsurkunde ergeben. Insoweit darf
auch auf außerhalb der Urkunde liegende
Umstände zurückgegriffen werden, wenn
diese zum Zeitpunkt des
Vertragsschlusses bereits vorgelegen
haben.
2 Keine Gesamtnichtigkeit des
Mietvertrages, wenn keine notarielle
Beurkundung bei Kaufoption
erfolgte.(nicht amtlicher Leitsatz)
§ 550 BGB Einhaltung der Schriftform erst 29. April 2009 MietPrax-AK § Dötsch, MietRB
durch Nachtragsvereinbarung XII ZR 142/07 550 BGB Nr. 28 2009, 226; Drasdo,
Ist ein formgerechter Mietvertrag = NJW 2009, NJW-Spezial 2009,
mangels rechtzeitiger Annahme zunächst 2195 = NZM 499; Ingendoh,
nicht abgeschlossen worden, so kommt 2009, 515 = GuT jurisPR-MietR
durch eine insoweit formgerechte 2009, 173 = 19/2009 Anm. 4
Nachtragsvereinbarung, die auf die ZMR 2009, 750
ursprüngliche Urkunde Bezug nimmt, ein = ZGS 2009, 339
insgesamt formwirksamer Mietvertrag
zustande.
§ 550 BGB Schriftform bei Mietvertrag mit 4. November MietPrax-AK § Einsele, LMK
AG 2009 550 BGB Nr. 29 1/2010 Anm. 5;
XII ZR 86/07 = GE 2010, 53 = Wiek, GuT 2009,

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Bei Abschluss eines Mietvertrages durch GuT 2009, 402 = 365; Schott,
eine AG ist die Schriftform des § 550 NZM 2010, 82 = jurisPR-
BGB nur gewahrt, wenn alle ZMR 2010, 280 BGHZivilR 3/2010
Vorstandsmitglieder unterzeichnen oder = NJW 2010, Anm. 1; Hoffmann,
eine Unterschrift den Hinweis enthält, 1453 MietRB 2010, 36;
dass das unterzeichnende Theesfeld, jurisPR-
Vorstandsmitglied auch die MietR 8/2010
Vorstandsmitglieder vertreten will, die Anm. 3; Kuckein,
nicht unterzeichnet haben. NZM 2010, 148;
Drasdo, NJW-
Spezial 2010, 163;
Fritz, NJW 2010,
1050;
Timme/Hülk, NZG
2010
§ 550 BGB Schriftform bei zeitlich späterer 24. Februar 2010 MietPrax-AK § Dötsch, MietRB
Annahmeerklärung XII ZR 120/06 550 BGB Nr. 30 2010, 163; Fritz,
a) Die Verlängerung der Frist zur = GE 2010, 614 jurisPR-MietR
Annahme der auf den Abschluss eines = GuT 2010, 93 12/2010 Anm. 4;
langfristigen Mietvertrages gerichteten = NZM 2010, Eupen, NZM 2010,
Erklärung bedarf nicht der Schriftform 319 = NJW 389;
des § 550 BGB. 2010, 1518 = Pleister/Ehrich,
b) Zur Wahrung der Schriftform des § ZMR 2010, 593 ZMR 2010, 595;
550 BGB genügt es, wenn die Disput, ZMR 2010,
Vertragsbedingungen eines konkludent 827; Drasdo, NJW-
abgeschlossenen Mietvertrages in einer Spezial 2010, 354;
der "äußeren Form" des § 126 Abs. 2 Leo, GuT 2012, 96
BGB genügenden Urkunde enthalten
sind.
§ 550 BGB Schriftform bei 24. Januar 2012 MietPrax-AK §
Kündigungsbeschränkungen VIII ZR 235/11 550 BGB Nr. 31
1. Das Schriftformerfordernis soll vor = GuT 2012, 29
allem Erwerber schützen. = GE 2012, 686
2. Dass die Vertragsparteien die = NZM 2012,
Vereinbarung schriftlich vorliegen hätten 502 = NJW-RR
ohne dass sie Vertragsbestandteil 2012, 909
geworden ist, reicht nicht aus.
3. Es verstösst nicht gegen Treu und
Glauben, wenn sich eine Vertragspartei
auf den Schriftformmangel beruft.
4. Das Schriftformerfordernis gilt auch
bei wesentlichen
Kündigungsbeschränkungen.(nicht
amtlicher Leitsatz)
§ 550 BGB Schriftform bei Mieterwechsel 30. Januar 2013 MietPrax-AK § Bieber, GE 2013,
a) Soll in einem Mietvertrag, der wegen XII ZR 38/12 550 BGB Nr. 32 384; Sommer,
seiner Laufzeit der Schriftform des § 550 = GE 2013, 416 MietRB 2013, 111;
BGB bedarf, ein Mieterwechsel = NJW 2013, Lammel, jurisPR-
herbeigeführt werden, muss die 1083 = NZM MietR 7/2013
schriftliche Vereinbarung zwischen dem 2013, 269 = GuT Anm. 4; Blank,
früheren und dem neuen Mieter eine 2013, 19 = ZMR LMK 2013,
hinreichend deutliche Bezugnahme auf 2013, 425 345112
den Mietvertrag enthalten, wenn die
Schriftform gewahrt bleiben soll.
b) Die für die Wirksamkeit der
Vertragsübernahme erforderliche
Zustimmung des Vermieters kann
formlos erfolgen (im Anschluss an
Senatsurteil vom 20. April 2005 XII ZR

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29/02 NZM 2005, 584 und BGHZ 154,
171 = NJW 2003, 2158).
§ 550 BGB Hinweis auf Vertretungsmacht 23. Januar 2013 MietPrax-AK § Lammel, jurisPR-
bei Stempelverwendung XII ZR 35/11 550 BGB Nr. 33 MietR 6/2013
Das Hinzusetzen eines (Firmen-)Stempels = NJW 2013, Anm. 2; Drasdo,
zu einer Unterschrift des Gesellschafters 1082 = GE 2013, NJW-Spezial 2013,
weist denjenigen, der die Unterschrift 478 = NZM 257; Neuhaus,
geleistet hat, als unterschriftsberechtigt 2013, 271 = GuT ZMR 2014, 95
für die Gesellschaft aus. Eine so in den 2013, 17 = ZMR
Verkehr gegebene Erklärung erfüllt das 2013, 955
Schriftformerfordernis des § 550 BGB
(Abgrenzung zu BGHZ 183, 67 = NJW
2010, 1453).
§ 550 BGB Einhaltung der Schriftform bei 24. Juli 2013 MietPrax-AK § Drasdo, NJW-
"Mietvertragsbeginn mit XII ZR 104/12 550 BGB Nr. 34 Spezial 2013, 642;
= GE 2013, 1291 Kinne, GE 2013,
Übergabe" = NJW 2013, 1307; Dittert,
Eine Bestimmung in einem Mietvertrag 3361 = DWW jurisPR-MietR
über den Beginn des Mietverhältnisses 2013, 334 = 22/2013 Anm. 2;
genügt dann der Schriftform des § 550 WuM 2013, 668 Hoffmann, MietRB
BGB, wenn die Kriterien, an die die = NZM 2013, 2013, 318; Leo,
Vertragsparteien den Vertragsbeginn 759 = ZMR NJW 2013, 2393
knüpfen dessen eindeutige Bestimmung 2014, 22 = GuT
ermöglichen. 2013, 198
§ 550 BGB Einhaltung der Schriftform bei 11. Dezember MietPrax-AK §
verstreuten 2013 550 BGB Nr. 35
XII ZR 137/12 = GE 2014, 315
Vertragsbedingungen = ZMR 2014,
a) Werden wesentliche vertragliche 439
Vereinbarungen nicht im Mietvertrag
selbst schriftlich niedergelegt, sondern in
Anlagen ausgelagert, so dass sich der
Gesamtinhalt der mietvertraglichen
Vereinbarung erst aus dem
Zusammenspiel dieser "verstreuten"
Bedingungen ergibt, müssen die Parteien
zur Wahrung der Urkundeneinheit die
Zusammengehörigkeit dieser
Schriftstücke in geeigneter Weise
zweifelsfrei kenntlich machen.
b) Dazu bedarf es keiner körperlichen
Verbindung dieser Schriftstücke.
c) Vielmehr genügt für die Einheit der
Urkunde die bloße gedankliche
Verbindung, die in einer zweifelsfreien
Bezugnahme zum Ausdruck kommen
muss.
d) Dies gilt auch für eine Vereinbarung
über den Wechsel der
Vertragsparteien.(nicht amtlicher
Leitsatz)
§ 550 BGB Kündigung trotz 22. Januar 2014 MietPrax-AK § Drasdo, NJW-
Schriftformheilungsklausel XII ZR 68/10 550 BGB Nr. 36 Spezial 2014, 227;
Eine sogenannte mietvertragliche = BGHZ 200, 98 Wais, LMK 2014,
Schriftformheilungsklausel hindert den = GE 2014, 385 357056; Kurek,
Grundstückserwerber für sich genommen = NZM 2014, MietRB 2014, 133;
nicht, einen Mietvertrag, in den er nach § 239 = NJW Dittert, jurisPR-
566 Abs. 1 BGB eingetreten ist, unter 2014, 1087 = MietR 9/2014
Berufung auf einen Schriftformmangel zu MDR 2014, 334 Anm. 4; Streyl,
kündigen, ohne zuvor von dem Mieter = ZfIR 2014, 289 NZM 2015, 28;

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eine Heilung des Mangels verlangt zu = ZMR 2014, Emmerich, JuS
haben. 868 2014, 239
§ 550 BGB Schriftform bei Anpassung der 5. Februar 2014 MietPrax-AK § Kinne, GE 2014,
Betriebskostenvorauszahlungen XII ZR 65/13 550 BGB Nr. 37 425; Pfeifer,
a) Es begegnet keinen rechtlichen = GE 2014, 455 MietRB 2014, 132;
Bedenken, wenn die Vertragsparteien bei = NJW 2014, Pfeifer, jurisPR-
der Gewerberaummiete in Allgemeinen 1300 = NZM MietR 9/2014
Geschäftsbedingungen vereinbaren, dass 2014, 308 = Anm. 2; Drasdo,
der Vermieter im Anschluss an DWW 2014, 223 NJW-Spezial 2014,
Nebenkostenabrechnungen die Höhe der = ZMR 2014, 321
Nebenkostenvorauszahlungen durch 530
einseitige Erklärung anpassen darf (im
Anschluss an Senatsurteil vom 26.
September 2012 XII ZR 112/10 NJW
2013, 41).
b) Die Ausübung dieses
Anpassungsrechts unterliegt nicht dem
Schriftformerfordernis des § 550 Satz 1
BGB, so dass sie nicht dazu führen kann,
dass ein wirksam auf längere Zeit als ein
Jahr geschlossener Mietvertrag über
Gewerberaum ab der Anpassung der
Vorauszahlungshöhe wegen Verstoßes
gegen § 550 Satz 1 BGB für unbestimmte
Zeit gilt.
§ 550 BGB Schriftformheilungsklausel bei 30. April 2014 MietPrax-AK § Bieber, GE 2014,
Eintritt eines XII ZR 146/12 550 BGB Nr. 38 842; Schmid,
= GE 2014, 865 MietRB 2014, 231;
Nießbrauchsberechtigten = NJW 2014, Lammel, jurisPR-
Der Nießbrauchsberechtigte handelt nicht 2102 = NZM MietR 16/2014
treuwidrig, wenn er trotz einer 2014, 471 = Anm. 3; Drasdo,
formularvertraglichen ZMR 2014, 717 NJW-Spezial 2014,
Schriftformheilungsklausel einen 482; Streyl, NZM
Mietvertrag, in den er gemäß §§ 566 Abs. 2015, 28; El-
1, 567 Satz 1 BGB eingetreten ist, unter Ishmawi, BB 2014,
Berufung auf einen Schriftformmangel 1806
kündigt (im Anschluss an Senatsurteil
vom 22. Januar 2014 - XII ZR 68/10 -
NJW 2014, 1087)
§ 550 BGB Bezeichnung einer 17. März 2015 MietPrax-AK § Burbulla, MietRB
Erbengemeinschaft VIII ZR 298/14 550 BGB Nr. 39 2015, 226; Rößler,
Die Angabe "Erbengemeinschaft nach" = FamRZ 2015, jurisPR-FamR
und Angabe des Vor- und Nachnamens 226 17/2015 Anm 1
genügt als Bezeichnung der Vermieterin
um die Schriftform gem. § 550 BGB
einzuhalten. Die Bestimmbarkeit der
Partei reicht aus.(nicht amtlicher
Leitsatz)
§ 550 BGB Mietvertrag mit 22. April 2015 MietPrax-AK § Burbulla, MietRB
Aktiengesellschaft XII ZR 55/14 550 BGB Nr. 40 2015, 200;
Enthält das Rubrum eines mit einer = DB 2015, 1404 Burbulla, NJW
Aktiengesellschaft abgeschlossenen = ZIP 2015, 2015, 2036;
Mietvertrags oder eines Nachtrags keine 1177 = GE 2015, Drasdo, NJW-
Angaben über die Vertretungsregelung 783 = NJW Spezial 2015, 449;
der Gesellschaft, ist die Schriftform des 2015, 2034 = Lammel, jurisPR-
Vertrags auch dann gewahrt, wenn nur NZM 2015, 490 MietR 17/2015
ein Vorstandsmitglied ohne = 695 Anm. 2;
Vertretungszusatz unterzeichnet hat Weitemeyer, LMK
(Abgrenzung zu Senatsurteil vom 4. 2015, 373368

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November 2009, XII ZR 86/07, BGHZ
183, 67 = NJW 2010, 1453).
§ 550 BGB Schriftform bei schriftlich 17. Juni 2015 MietPrax-AK § Lepczyk, jurisPR-
vorformuliertem mündlichen XII ZR 98/13 550 BGB Nr. 41 MietR 18/2015
= GE 2015, 1028 Anm. 4; Hoffmann,
Vertrag = NJW 2015, MietRB 2015,
Entspricht der Vertragsschluss nicht den 2648 = MDR 263/264; Drasdo,
Anforderungen des § 126 Abs. 2 BGB, ist 2015, 996 = NJW-Spezial 2015,
aber eine von beiden Parteien NZM 2015, 662 577
unterzeichnete Mietvertragsurkunde = ZfIR 2015, 605
vorhanden, die inhaltlich vollständig die = ZMR 2015,
Bedingungen eines später mündlich oder 763 = DWW
konkludent abgeschlossenen Mietvertrags 2015, 335
enthält, ist die Schriftform nach § 550
Satz 1 BGB gewahrt (im Anschluss an
Senatsurteil vom [Link] 2010 - XII
ZR 120/06 - NJW 2010, 1518).
§ 550 BGB Schriftformerfordernis auch bei 25. November MietPrax-AK § Burbulla, MietRB
geringfügiger Mieterhöhung 2015 550 BGB Nr. 42 2016, 35;
1. Die Änderung der Miethöhe stellt stets XII ZR 114/14 = WuM 2016, 28 Schweitzer, NZM
eine wesentliche und - jedenfalls soweit = NJW 2016, 2016, 101; Drasdo,
sie für mehr als ein Jahr erfolgt und nicht 311 = MDR NJW-Spezial 2016,
jederzeit vom Vermieter widerrufen 2016, 146 = 162; Börstinghaus,
werden kann - dem Formzwang des § 550 NZM 2016, 98 = jurisPR-
Satz 1 BGB unterfallende GE 2016, 189 BGHZivilR 1/2016
Vertragsänderung dar. Anm.1; Bieber,
2. Zur Frage, wann eine Vertragspartei jurisPR-MietR
nach den Grundsätzen von Treu und 8/2016 Anm. 2
Glauben gemäß § 242 BGB gehindert ist,
sich auf einen Schriftformmangel zu
berufen.
3. Zur Formbedürftigkeit von
Vereinbarungen zu am Mietobjekt
durchzuführenden Um- und
Ausbaumaßnahmen.
§ 550 BGB Wirkung der doppelten 25. Januar 2017 MietPrax-AK § Börstinghaus,
Schriftformklausel XII ZR 69/16 550 BGB Nr. 43 jurisPR-
Eine in einem Mietvertrag über = WuM 2017, BGHZivilR 5/2017
Gewerberäume enthaltene sog. doppelte 131 = GE 2017, Anm. 1;
Schriftformklausel kann im Falle ihrer 289 = NJW Schneehain,
formularmäßigen Vereinbarung wegen 2017, 107 = MietRB 2017, 96;
des Vorrangs der Individualvereinbarung MDR 2017, 386 Bueb, jurisPR-
nach § 305b BGB eine mündliche oder = NZM 2017, MietR 8/2017
auch konkludente Änderung der 189 = ZfIR 2017, Anm. 4;
Vertragsabreden nicht ausschließen. 272 = ZMR Schweitzer, NZM
2017, 632 2017, 191
§ 550 BGB Generelle Unwirksamkeit von 27. September MietPrax-AK § Sommer, MietRB
Schriftformheilungsklauseln 2017 550 BGB Nr. 44 2017, 341/342;
1. Sogenannte XII ZR 114/16 = MDR 2017, Börstinghaus,
Schriftformheilungsklauseln sind mit der 1351 = GE 2017, jurisPR-
nicht abdingbaren Vorschrift des § 550 1397 = NJW BGHZivilR
BGB unvereinbar und daher unwirksam. 2017, 3772 = 23/2017 Anm. 1;
Sie können deshalb für sich genommen ZfIR 2018, 10 = Bieber, GE 2017,
eine Vertragspartei nicht daran hindern, NZM 2018, 38 = 1377; Janssen, BB
einen Mietvertrag unter Berufung auf ZMR 2018, 30 = 2017, 2766;
einen Schriftformmangel ordentlich zu DWW 2018, 14 Mummenhoff,
kündigen (Fortführung der Senatsurteile jurisPR-MietR
vom 22. Januar 2014, XII ZR 68/10, 2/2018 Anm. 5;
BGHZ 200, 98 = NJW 2014, 1087 und Burbulla, MDR
vom 30. April 2014, XII ZR 146/12, NJW 2018, 68; Drasdo,
2014, 2102). NJW-Spezial 2018,

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2. Es verstößt gegen Treu und Glauben, 34; Einsele, LMK
wenn eine Mietvertragspartei eine 2018, 401890;
nachträglich getroffene Abrede, die Lindner-
lediglich ihr vorteilhaft ist, allein deshalb,
weil sie nicht die schriftliche Form wahrt,
zum Anlass nimmt, sich von einem ihr
inzwischen lästig gewordenen
langfristigen Mietvertrag zu lösen (im
Anschluss an Senatsurteile vom 25.
November 2015, XII ZR 114/14, NJW
2016, 311 und vom 19. September 2007,
XII ZR 198/05, NJW 2008, 365).
§ 550 BGB Schriftform bei Vertrag auf 7. März 2018 MietPrax-AK § Hoffmann, MietRB
mehreren Urkunden XII ZR 129/16 550 BGB Nr. 45 2018, 168; Drasdo,
1. Dem Schriftformerfordernis des § 550 = NJW 2018, NJW-Spezial 2018,
Satz 1 BGB kann auch gemäß § 126 Abs. 1540 = NZM 386;
2 Satz 2 BGB entsprochen werden, 2018, 394 = GE Schneidenbach,
wonach es genügt, wenn über den Vertrag 2018, 706 = jurisPR-MietR
mehrere gleichlautende Urkunden ZMR 2018, 578 14/2018 Anm. 4;
aufgenommen werden und jede Partei die = MDR 2018, Burbulla, ZMR
für die andere Partei bestimmte Urkunde 1053 = JR 2019, 2018, 581;
unterzeichnet. 514 Fritzsche, JR 2019,
2. Für die Einhaltung der Schriftform des 518
§ 550 Satz 1 BGB ist es dann
ausreichend, wenn die Vertragsparteien
gleichlautende Vertragsurkunden
unterzeichnen. Eines Zugangs dieser
Urkunden beim jeweiligen
Vertragspartner bedarf es insoweit nicht
(Fortführung von Senatsurteilen vom 7.
Mai 2008, XII ZR 69/06, BGHZ 176, 301
= NJW 2008, 2178 und vom 18. Oktober
2000, XII ZR 179/98, NJW 2001, 221).
§ 550 BGB Schriftfformerfordernis bei 11. April 2018 MietPrax-AK § Mettler, MietRB
Mieterhöhungsverlangen nach XII ZR 43/17 550 BGB Nr. 46 2018, 199;
= DWW 2018. Eisenschmid,
Indexänderung 176 = GE 2018, jurisPR-MietR
a) Die Änderung der Miete, die auf einer 704 = NZM 14/2018 Anm. 3;
Vertragsklausel beruht, wonach eine 2018, 515 = Drasdo, NJW-
Vertragspartei bei Vorliegen einer ZMR 2018, 661 Spezial 2018, 449
bestimmten Indexänderung eine = NJW-RR
Neufestsetzung verlangen kann, unterfällt 2018, 1101
- anders als bei einer
Anpassungsautomatik oder einem
einseitigen Änderungsrecht - dem
Schriftformerfordernis des § 550 Satz 1
BGB.
b) Die vertragliche Änderung der Miete
stellt stets eine wesentliche und -
jedenfalls soweit sie für mehr als ein Jahr
erfolgt und nicht jederzeit vom Vermieter
widerrufen werden kann - dem
Formzwang des § 550 Satz 1 BGB
unterfallende Vertragsänderung dar (im
Anschluss an Senatsurteile vom 25.
November 2015 – XII ZR 14/14 - NJW
2016, 311 und vom 27. September 2017 –
XII ZR 114/16 - NJW 2017, 3772).
c) Sogenannte
Schriftformheilungsklauseln sind mit der
nicht abdingbaren Vorschrift des § 550

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BGB unvereinbar und daher unwirksam.
Sie können deshalb für sich genommen
eine Vertragspartei nicht daran hindern,
einen Mietvertrag unter Berufung auf
einen Schriftformmangel ordentlich zu
kündigen (im Anschluss an Senatsurteil
vom 27. September 2017 - XII ZR 114/16
- NJW 2017, 3772).
d) Die Umdeutung einer fristlosen in eine
ordentliche Mietkündigung ist zulässig
und angebracht, wenn für den
Kündigungsgegner erkennbar nach dem
Willen des Kündigenden das
Vertragsverhältnis in jedem Falle zum
nächstmöglichen Termin beendet werden
soll (im Anschluss an Senatsurteil vom
24. Juli 2013 – XII ZR 104/12 - NJW
2013, 3361).
§ 550 BGB Optionsausübung während 21. November MietPrax-AK § Drasdo, NJW-
Zwangsverwaltung 2018 550 BGB Nr. 47 Spezial 2019, 130;
1. Eine Option zur Verlängerung eines XII ZR 78/17 = MDR 2019, Schweitzer, NZM
Mietvertrags ist während der für das 151 = WuM 2019, 174;
vermietete Grundstück bestehenden 2019, 81 = GE Hoffmann, MietRB
Zwangsverwaltung gegenüber dem 2019, 182 = 2019, 75; Dittert,
Zwangsverwalter auszuüben. NZM 2019, 172 jurisPR-MietR
2. Die Ausübung einer = ZMR 2019, 10/2019 anm 2
Verlängerungsoption ist nicht 333
schriftformbedürftig im Sinne des § 550
Satz 1 BGB (im Anschluss an
Senatsurteile vom 11. April 2018, XII ZR
43/17, NZM 2018, 515 und vom 5.
Februar 2014, II ZR 65/13, NJW 2014,
1300).
§ 550 BGB Schriftform bei einem 15. Januar 2020 MietPrax-AK § Jahreis, jurisPR-
konkludent abgeschlossenen XII ZR 46/19 550 BGB Nr. 48 MietR 7/2020
= MDR 2020, Anm. 2; Drasdo,
Stellplatzvertrag 279 = WuM NJW-Spezial 2020,
Zur Wahrung der Schriftform nach § 550 2020, 79 = GE 226; Hoffmann,
Satz 1 BGB bei einem 2020,329 = ZMR MietRB 2020, 106
Stellplatzmietvertrag (Abgrenzung zu 2020, 300 =
Senatsurteil vom 17. Juni 2015 - XII ZR NZM 2020, 503
98/13, NJW 2015, 2648).
§ 550 BGB Unterschriftserfordernis bei 26. Februar 2020 MietPrax-AK § Bieber, jurisPR-
Stempelbeifügung und XII ZR 51/19 550 BGB Nr. 49 MietR 8/2020
= MDR 2020, Anm. 2; Burbulla,
Konkurrenzschutz im 475 = GE 2020, MietRB 2020, 104,
Einkaufszentrum 533 = NJW 105; Börstinghaus,
1. Das Hinzusetzen eines (Firmen- 2020, 1507 = jurisPR-
)Stempels zu der Unterschrift eines von NZM 2020, 429 BGHZivilR 9/2020
mehreren gesamtvertretungsberechtigten = ZMR 2020, Anm. 1; Drasdo,
Geschäftsführern weist denjenigen, der 486 NJW-Spezial 2020,
die Unterschrift geleistet hat, dann nicht 321
als allein unterschriftsberechtigt für die
Gesellschaft aus, wenn die Urkunde
aufgrund ihres sonstigen
Erscheinungsbilds nicht den Eindruck der
Vollständigkeit erweckt (Abgrenzung zu
Senatsurteil vom [Link] 2013 -
XIIZR35/11- NJW 2013, 1082).
2. Ein vertragsimmanenter
Konkurrenzschutz kann grundsätzlich

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auch für Mieter in einem
Einkaufszentrum bestehen.
3. Der formularmäßige Ausschluss des
Konkurrenzschutzes in einem Einkaufs-
zentrum bei gleichzeitiger Festlegung
einer Betriebspflicht mit
Sortimentsbindung benachteiligt den
Mieter unangemessen und ist unwirksam.
§ 550 BGB Bestimmbarkeit des 4. November MietPrax-AK § Bieber, GE 2021,
Mietgegenstands bei 2020 550 BGB Nr. 50 90; Monschau,
= GE 2021, 119 MietRB 2021, 39;
ungenehmigter Untervermietung XII ZR 4/20 = MDR 2021, Lammel, jurisPR-
Zur Bestimmbarkeit eines 225 = NZM MietR 4/2021
Mietgegenstands, der zum Zeitpunkt des 2021, 142 Anm. 3; Drasdo,
Abschlusses einer der Schriftform NJW-Spezial 2021,
unterliegenden Nachtragsvereinbarung an 129
einen Dritten untervermietet ist und von
diesem genutzt wird (Abgrenzung zu den
Senatsurteilen vom 29. September 1999 -
XII ZR 313/98, NJW 2000, 354 und vom
7. Juli 1999 - XII ZR 15/97, NJW 1999,
3257).
§ 550 BGB Schriftformheilung durch 10. Februar 2021 MietPrax-AK § Lammel, jurisPR-
Änderungsvereinbarung XII ZR 26/20 550 BGB Nr. 51 MietR 12/2021
1. Zur Rechtsnatur eines Vertrags über = MDR 2021, Anm. 6; Hofmann,
die Aufstellung eines Geldautomaten (im 667 = NZM MietRB 2021, 201
Anschluss an Senatsurteil vom 4. 2021, 463 =
November 2020 - XII ZR 104/19, NZM NJW-RR 2021,
2020, 1111). 801
2. Für die Einhaltung der Schriftform ist
es nicht erforderlich, dass schon die erste
Vertragsurkunde selbst alle
Schriftformvoraussetzungen erfüllt.
Vielmehr genügt es, wenn diese
Voraussetzungen durch eine
nachfolgende Änderungsvereinbarung
gemeinsam mit der in Bezug
genommenen ersten Vertragsurkunde
erfüllt werden (im Anschluss an
Senatsurteil vom 4. November 2020 - XII
ZR 104/19, NZM 2020, 1111).
3. Dabei kann es im Einzelfall auch
genügen, wenn lediglich eine dem
Vertrag beigefügte Anlage von den
Parteien unterschrieben wird, sofern
hinreichend deutlich ist, auf welchen
Vertrag sich die Anlage bezieht.
§ 550 BGB Kein Schriftformmangel bei 15. September MietPrax-AK § Börstinghaus,
unterjährig wirksamer 2021 550 BGB Nr. 52 jurisPR-
XII ZR 60/20 = WuM 2021, BGHZivilR
Vertragsänderung 671 = MDR 23/2021 Anm. 2;
Eine Änderung von vertragswesentlichen 2021, 1454 = GE Drasdo, NJW-
Vereinbarungen ist nur dann gemäß § 550 2021, 1429 = Spezial 2021, 738;
Satz 1 BGB schriftformbedürftig, wenn NZM 2021, 929 Lammel, jurisPR-
sie für einen ein Jahr übersteigenden = ZMR 2022, 23 MietR 1/2022
Zeitraum Geltung beansprucht Anm. 1
(Fortführung der Senatsurteile vom 20.
April 2005 - XII ZR 192/01, BGHZ 163,
27 = NJW 2005, 1861; vom 25.
November 2015 - XII ZR 114/14, NJW
2016, 311 und vom 11. April 2018 - XII
ZR 43/17, NJW-RR 2018, 1101).

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§ 551 BGB Folgen unwirksamer 25. Juni 2003 MietPrax-AK § Wiek, WuM 2003,
Fälligkeitsvereinbarungen VIII ZR 344/02 551 BGB Nr. 1 = 497; Börstinghaus,
Zur Rückforderung einer Mietkaution bei WuM 2003, 495 LMK 2003, 202;
unwirksamer Fälligkeitsklausel. = GE 2003, 1144 Kunze, MietRB
= NJW 2003, 2003, 65
2899 = NZM
2003, 754 =
ZMR 2003, 729
= DWW 2003,
261
§ 551 BGB Folgen unwirksamer 3. Dezember MietPrax-AK § Worf, MietRB
Fälligkeitsvereinbarungen 2003 551 BGB Nr. 2 = 2004, 136
Zur Rückforderung einer Mietkaution bei VIII ZR 86/03 MM 2004, 120 =
Nichtigkeit der Fälligkeitsregelung und NJW 2004, 1240
einer widersprüchlichen Vereinbarung = GE 2004, 350
über die Kautionshöhe. = DWW 2004,
83 = WuM 2004,
147 = NZM
2004, 217 =
ZMR 2004, 405
§ 551 BGB Folgen unwirksamer 17. März 2004 MietPrax-AK §
Fälligkeitsvereinbarungen VIII ZR 166/03 551 BGB Nr. 3 =
Ist die Regelung über die Fälligkeit in WuM 2004, 269
einer Kautionsvereinbarung unwirksam
hat dies nicht die Unwirksamkeit der
Kautionsabrede insgesamt zur
Folge.(nicht amtlicher Leitsatz)
§ 551 BGB Folgen unwirksamer 30. Juni 2004 MietPrax-AK § Drasdo, NJW-
Fälligkeitsvereinbarungen; VIII ZR 243/03 551 BGB Nr. 4 = Spezial 2004, 243
GE 2004, 956 =
Zusammentreffen mit anderer WuM 2004, 473
Sicherheit = NZM 2004,
1. Zur Wirksamkeit einer 613 = ZMR
mietvertraglichen Kautionsvereinbarung 2004, 666 =
im Falle einer unzulässigen MDR 2004,
Einschränkung des gesetzlichen Rechts 1107 = NJW
des Mieters, die Mietsicherheit in 2004, 3045 =
Teilzahlungen zu leisten. DWW 2004, 254
2. Zur Wirksamkeit einer
Kautionsvereinbarung, wenn der
Vermieter zusätzlich zur Leistung der
Kaution durch Hinterlegung eines
Geldbetrages eine weitere Sicherheit
verlangt.
§ 551 BGB Rückzahlungsanspruch gegen 25. Mai 2005 MietPrax-AK § Drasdo NJW
ehemaligen Zwangsverwalter VIII ZR 301/03 551 BGB Nr. 5 = spezial 2005, 438;
Ein Zwangsverwalter, der auf Rückgabe WuM 2005, 463 Zich, MietRB,
einer Mietsicherheit klageweise in = GE 2005, 1419 2005, 282
Anspruch genommen wird, ist zur = GE 2005, 1484
Führung des Prozesses jedenfalls dann = NZM 2006,
nicht mehr befugt, wenn die 312
Zwangsverwaltung vor Rechtshängigkeit
der Streitsache aufgehoben worden ist. In
diesem Fall ist die Klage mangels
Prozessführungsbefugnis des als
Zwangsverwalter in Anspruch
genommenen Beklagten als unzulässig
abzuweisen.
§ 551 BGB Mietkaution und letzte 18. Januar 2006 MietPrax-AK § Rave, GE 2006,
Betriebskostenabrechnung VIII ZR 71/05 551 BGB Nr. 6 = 483; Zimmer,
WuM 2006, 197 MietRB 2006, 156;

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Die Mietkaution sichert auch noch nicht = GE 2006, 510 Wiek, Mietrecht-
fällige Ansprüche, die sich aus dem = NZM 2006, express 2006, 5;
Mietverhältnis und seiner Abwicklung 343 = NJW Drasdo, NJW-
ergeben, und erstreckt sich damit auf 2006, 1422 = Spezial 2006, 293
Nachforderungen aus einer nach MM 2006, 181 =
Beendigung des Mietverhältnisses noch ZMR 2006, 431
vorzunehmenden Abrechnung der vom = MDR 2006,
Mieter zu tragenden Betriebskosten. 1100 = DWW
Deshalb darf der Vermieter einen 2006, 372
angemessenen Teil der Mietkaution bis
zum Ablauf der ihm zustehenden
Abrechnungsfrist einbehalten, wenn eine
Nachforderung zu erwarten ist.
§ 551 BGB Mietkaution in der 20. Dezember MietPrax-AK § Derleder, NJW
Vermieterinsolvenz 2007 551 BGB Nr. 7 = 2008, 1153;
Der Mieter von Wohnraum kann die von IX ZR 132/06 WuM 2008, 149 Timme, NZM
ihm geleistete Mietkaution in der = GE 2008, 326 2008, 429;
Insolvenz des Vermieters nur dann = ZIP 2008, 469 Cymutta, WuM
aussondern, wenn der Vermieter sie von = ZInsO 2008, 2008, 441
seinem Vermögen getrennt angelegt hat; 206 = NZM
anderenfalls ist der 2008, 203 = MM
Rückforderungsanspruch lediglich eine 2008, 109 =
Insolvenzforderung. NJW 2008, 1152
= ZMR 2008,
280
§ 551 BGB Strafbarkeit des Vermieters bei 2. April 2008 MietPrax-AK § Drasdo, NJW-
nicht gesetzeskonformer 5 StR 354/07 551 BGB Nr. 8 = Spezial 2008, 417;
NZM 2008, 415 Bieber, MietRB
Kautionsanlage = GuT 2008, 210 2008, 275; ders.,
Zur Vermögensbetreuungspflicht des = NJW 2008, jurisPR-MietR
Vermieters für Kautionen bei Wohnraum- 1827 = GE 2008, 18/2008 Anm. 4
und Gewerberaummiete (im Anschluss an 858 = ZMR
BGHSt 41, 224). 2008, 698
§ 551 BGB Anlageverpflichtung des 11. März 2009 MietPrax-AK § Walke, jurisPR-
Zwangsverwalters VIII ZR 184/08 551 BGB Nr. 9 = MietR 10/2009
Den Zwangsverwalter einer WuM 2009, 289 Anm. 4; Hörndler,
Mietwohnung trifft auch die Pflicht des = MM 2009, 181 MietRB 2009, 170;
Vermieters zur Anlage einer vom Mieter = GE 2009, 778 Drasdo, NJW-
als Sicherheit geleisteten Geldsumme bei = ZMR 2009, Spezial 2009, 354;
einem Kreditinstitut; dies gilt auch dann, 522 = NZM Wedekind/Wedeki
wenn der Vermieter die Kaution nicht an 2009, 481 = ZfIR nd, ZfIR 2009, 315
den Zwangsverwalter ausgefolgt hat (im 2009, 332 =
Anschluss an BGH, Urteil vom 9. März MDR 2009, 620
2005 - VIII ZR 330/03, NZM 2005, 596).
§ 551 BGB Nachweis der Kautionsanlage 23. September MietPrax-AK § Walke, WuM
und Zurückbehaltungsrecht 2009 551 BGB Nr. 10 2010, 139;
Zum Zurückbehaltungsrecht des Mieters VIII ZR 336/08 = GE 2009, 1424 Monschau, MietRB
gegenüber dem Zwangsverwalter wegen = WuM 2009, 2009, 351; Drasdo,
einer vom Vermieter nicht gemäß BGB § 668 = NJW NJW-Spezial 2009,
551 Abs. 3 angelegten Kaution. 2009, 3505 = 721
MM 2009, 370 =
NZM 2009, 815
= MDR 2009,
1382 = ZMR
2010, 105
§ 551 BGB Kautionszahlung erst nach 13. Oktober 2010 MietPrax-AK § Horst, MietRB
Angabe eines insolvenzfesten VIII ZR 98/10 551 BGB Nr. 11 2010, 349; Blank,
= WuM 2010, LMK 12/2010
Kontos 752 = GE 2010, Anm. 1;
Der Mieter darf die Zahlung der Kaution 1677 = DWW Börstinghaus,
an den Vermieter von der Benennung 2010, 372 = jurisPR-

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eines insolvenzfesten Kontos abhängig NZM 2011, 28 = BGHZivilR 1/2011
machen. ZMR 2011, 193 Anm 4; Drasdo,
NJW-Spezial 2011,
34; Schmid, ZMR
2011, 194; Krapf,
jurisPR-MietR
6/2011 Anm. 2
§ 551 BGB Anspruch auf Zahlung einer 22. November MietPrax-AK §
Barkaution nach Ende des 2011 551 BGB Nr. 12
VIII ZR 65/11 = GuT 2011, 520
Mietverhältnisses = WuM 2012, 97
Der Anspruch auf Zahlung der Kaution = GE 2012, 336
erlischt nicht mit Beendigung des = NJW 2012,
Mietverhältnisses, sondern erst dann, 996 = NZM
wenn kein Sicherungsinteresse des 2012, 156 =
Vermieters mehr besteht. ZMR 2012, 434
Erfolgt die Annahme einer Bürgschaft
statt der vereinbarten Barkaution
erfüllungshalber, ist darinmit zugleich
eine Stundung zu sehen, die den Lauf der
Verjährung des
Kautionszahlungsanspruchs
hemmt.(nicht amtlicher Leitsatz)
§ 551 BGB Verwendung der Kaution für 11. Juli 2012 MietPrax-AK § Börstinghaus,
mietvertragsfremde Ansprüche VIII ZR 36/12 551 BGB Nr. 13 jurisPR-
Mangels anderweitiger ausdrücklicher = DWW 2012, BGHZivilR
Vereinbarung ist dem Treuhandcharakter 296 = NZM 17/2012 Anm. 3;
der Mietkaution ein stillschweigendes 2012, 678 = GuT Pfeifer, MietRB
Aufrechnungsverbot im Hinblick auf 2012, 367 = 2012, 286; Drasdo,
Forderungen zu entnehmen, die nicht aus ZMR 2012, 855 NJW-Spezial 2012,
dem Mietverhältnis stammen. Mit = NJW 2012, 643; Niebling,
derartigen Forderungen kann der 3300 = WuM ZMR 2012, 856
Vermieter gegenüber dem Anspruch des 2012, 502
Mieters auf Kautionsrückzahlung auch
dann nicht aufrechnen, wenn die Kaution
am Ende des Mietverhältnisses nicht für
Forderungen des Vermieters aus dem
Mietverhältnis benötigt wird.
§ 551 BGB Kaution in der 13. Dezember MietPrax-AK § Flatow, WuM
Vermieterinsolvenz 2012 551 BGB Nr. 14 2013, 151;
In der Insolvenz des Vermieters steht dem IX ZR 9/12 = GE 2013, 115 Siegmund, MietRB
Mieter gegen vor Insolvenzeröffnung = WuM 2013, 2013, 76; Dahl,
fällig gewordene Mieten ein 103 = GuT 2012, NJW-Spezial 2013,
Zurückbehaltungsrecht wegen der 468 = NZM 150
vertragswidrig nicht insolvenzfest 2013, 145 =
angelegten Barkaution nicht zu. NJW 2013, 1243
§ 551 BGB Keine Begrenzung einer 10. April 2013 MietPrax-AK § Schmid, MietRB
Mietsicherheitsbürgschaft VIII ZR 379/12 551 BGB Nr. 15 2013, 165; Drasdo,
Auf eine Sicherheit, die dem Vermieter = GE 2013, 673 NJW-Spezial 2013,
zur Abwendung einer Kündigung wegen = WuM 2013, 385; Schmidt,
Zahlungsverzugs gewährt wird, findet § 357 = DWW ZMR 2013, 622
551 Abs. 1, 4 BGB keine Anwendung 2013, 218 =
(Fortführung von BGH, Urteil vom 7. ZMR 2013, 621
Juni 1990 - IX ZR 16/90, BGHZ 111, = GuT-W 2013,
361, 363). 63 = NZM 2013,
756 = NJW
2013, 1876 =
MDR 2013, 641
§ 551 BGB Verwertung der Kaution bei 7. Mai 2014 MietPrax-AK § Drasdo, NJW-
bestehendem Mietverhältnis VIII ZR 234/13 551 BGB Nr. 16 Spezial 2014, 449;
= WuM 2014, Schach, MietRB

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Während des laufenden Mietverhältnisses 418 = GE 2014, 2014, 226; Riecke,
darf der Vermieter eine Mietsicherheit 866 = MDR ZMR 2014, 620
wegen streitiger Forderungen gegen den 2014, 704 =
Mieter nicht verwerten. ZMR 2014, 619
= NJW 2014,
2496 = NZM
2014, 551
§ 551 BGB Anlageverpflichtung für 9. Juni 2015 MietPrax-AK §
Barkaution VIII ZR 324/14 551 BGB Nr. 17
a) Der Vermieter hat eine Barkaution auf = GE 2015, 1021
einem offen ausgewiesenen Sonderkonto = WuM 2015,
("Mietkautionskonto") anzulegen. 549 = NZM
b) Der Mieter kann auch noch nach 2015, 736 =
Beendigung des Mietvertrages bis zur ZMR 2015, 847
endgültigen Abrechnung der Kaution eine
entsprechende Anlage verlangen.
c) Ist der Vermieter dieser Verpflichtung
nicht nachgekommen, steht dem Mieter
ein Zurückbehaltungsrecht an den Mieten
bis zur Höhe der Kautionsforderung
zu.(nicht amtlicher Leitsatz)
§ 551 BGB Fälligkeit und 20. Juli 2016 MietPrax-AK § Börstinghaus,
Kautionsrückzahlungsanspruch VIII ZR 263/14 551 BGB Nr. 18 jurisPR-
1. Der Anspruch des Mieters auf = GE 2016, 1146 BGHZivilR
Rückgabe einer Mietsicherheit wird erst = DWW 2016, 17/2016 Anm. 4;
fällig, wenn eine angemessene 291 = WuM Ludley, NZM
Überlegungsfrist abgelaufen ist und dem 2016, 620 = 2016, 764; Beyer,
Vermieter keine Forderungen aus dem NJW 2016, 3231 jurisPR-MietR
Mietverhältnis mehr zustehen, wegen = NZM 2016, 22/2016 Anm. 3;
derer er sich aus der Sicherheit 762 = ZMR Burbulla, MietRB
befriedigen darf (Bestätigung und 2016, 768 = 2016, 311; Drasdo,
Fortführung von BGH, Urteile vom 24. MDR 2016, NJW-Spezial 2016,
März 1999, XII ZR 124/97, BGHZ 141, 1323 675; Staake, LMK
160, 162, sowie vom 18. Januar 2006, 2016, 384205
VIII ZR 71/05, NJW 2006, 1422 Rn. 9).
2. Betriebskostennachforderungen aus
Jahresabrechnungen des Vermieters sind
wiederkehrende Leistungen im Sinne des
§ 216 Abs. 3 BGB. Dem Vermieter ist es
deshalb nach § 216 Abs. 3 BGB verwehrt,
sich wegen bereits verjährter
Betriebskostennachforderungen aus der
Mietsicherheit zu befriedigen.
§ 551 BGB Notarielle Unterwerfung unter 14. Juni 2017 MietPrax-AK § Börstinghaus,
Zwangsvollstreckung keine VIII ZR 76/16 551 BGB Nr. 19 jurisPR-
= GE 2017, 948 BGHZivilR
Mietsicherheit = MDR 2017, 16/2017 Anm. 2;
Bei einer notariell beurkundeten 1048 = WuM Sommer, MietRB
Unterwerfung des Mieters unter die 2017, 525 = 2017, 250; Drasdo,
sofortige Zwangsvollstreckung wegen der ZMR 2017, 966 NJW-Spezial 2017,
laufenden Mieten (§ 794 Abs. 1 Nr. 5 = NZM 2018, 32 546; Lammel,
ZPO) handelt es sich nicht um eine = NJW 2018, jurisPR-MietR
Sicherheit im Sinne von § 551 Abs. 1, 4, 551 19/2017 Anm. 6;
§ 232 BGB. Der Umstand, dass der Boos, LMK 2017,
Wohnraummieter bereits eine Kaution 395639; Laurenz,
von drei Monatsmieten geleistet hat, führt NotBZ 2018, 47
daher nicht zur Unwirksamkeit der
Unterwerfungserklärung.

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§ 551 BGB Formularvertraglicher 21. August 2018 MietPrax-AK § Börstinghaus,
Verzinsungsausschluss in VIII ZR 92/17 551 BGB Nr. 20 jurisPR-
= GE 2018, 1453 BGHZivilR
Mietvertrag von 1966 = WuM 2018, 21/2018 Anm. 2;
1. Bei der Beurteilung, ob eine 752 = NZM Drasdo, NJW-
Klausel den Vertragspartner des 2019, 212 Spezial 2019, 98
Verwenders unangemessen benachteiligt,
ist im Individualprozess grundsätzlich auf
die tatsächlichen und rechtlichen
Verhältnisse zum Zeitpunkt des
Vertragsschlusses abzustellen.
2. Hiervon ausgehend hält ein
formularmäßig vereinbarter Ausschluss
der Verzinsung des Kautionsguthabens in
einem im Jahr 1966 abgeschlossenen
Wohnraummietvertrag einer
Inhaltskontrolle am Maßstab des § 307
Abs. 1 Satz 1 BGB stand.(nicht
amtlicher Leitsatz)
§ 551 BGB Abrechnung einer Mietkaution 24. Juli 2019 MietPrax-AK § Börstinghaus,
1. Ist dem Vermieter in einem VIII ZR 141/17 551 BGB Nr. 21 jurisPR-
Wohnraummietverhältnis eine = GE 2019, 1105 BGHZivilR
Mietsicherheit gewährt worden, hat sich = WuM 2019, 18/2019 Anm. 1;
der Vermieter nach dem Ende des 524 = MDR Bieber, GE 2019,
Mietverhältnisses innerhalb 2019, 1180 = 1074; Harsch,
angemessener, nicht allgemein DWW 2019, 290 MietRB 2019, 258;
bestimmbarer Frist gegenüber dem Mieter = NZM 2019, Horst, DWW 2019,
zu erklären, ob und (gegebenenfalls) 754 = ZMR 284; Bruns, NJW
welche aus dem beendeten Mietverhältnis 2019, 759 = 2019, 3373;
stammenden Ansprüche er gegen diesen NJW 2019, 3371 Drasdo, NJW-
erhebt (im Anschluss an Senatsurteil vom = DWW 2020, Spezial 2019, 641;
18. Januar 2006 - VIII ZR 71/05, NJW 94 Both, jurisPR-
2006, 1422 Rn. 9 f.). Mit einer solchen MietR 4/2020
Erklärung wird die Mietsicherheit Anm. 3
abgerechnet, da der Vermieter damit
deutlich macht, ob und (gegebenenfalls)
in Bezug auf welche Forderungen er ein
Verwertungsinteresse an der gewährten
Mietsicherheit hat.
2. Eine als Mietsicherheit gewährte
Barkaution kann auch durch schlüssiges
Verhalten, etwa durch eine vom
Vermieter erklärte Aufrechnung oder
durch Klageerhebung abgerechnet
werden. Hiermit bringt der Vermieter, der
einen Vorbehalt, weitere Ansprüche
geltend zu machen, nicht erklärt hat -
gleichermaßen wie bei einer den
Vorgaben des § 259 BGB genügenden
Abrechnung - für den Mieter erkennbar
zum Ausdruck, dass sich sein
Verwertungsinteresse auf die in der
Forderungsaufstellung bezeichneten
beziehungsweise aufgerechneten oder
klageweise geltend gemachten
Forderungen beschränkt.
3. Eine gewährte Barkaution wird mit
dem Zugang der Abrechnung beim Mieter
zur Rückzahlung fällig. Denn nach
erfolgter Abrechnung kann sich der
Vermieter - ohne weitere Schritte

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ergreifen zu müssen - wegen seiner
nunmehr bestimmten und bezifferten
Ansprüche aus der Barkaution
befriedigen. Dies gilt auch für streitige
Forderungen des Vermieters (noch offen
gelassen im Senatsurteil vom 7. Mai 2014
- VIII ZR 234/13, NJW 2014, 2496 Rn.
13).
4. Macht der Vermieter nach Abrechnung
von seiner Verwertungsbefugnis keinen
Gebrauch, kann der Mieter seinerseits mit
dem fälligen
Kautionsrückzahlungsanspruch gegen
vom Vermieter erhobene Forderungen
aufrechnen.
§ 551 BGB Verpfändetes Sparbuch in 27. Januar 2022 MietPrax-AK § Elzer, MietRB
Mieterinsolvenz IX ZR 44/21 551 BGB Nr. 22 2022, 116
1. Hat ein gewerblicher Mieter ein = DB 2022, 659
Sparguthaben für alle Ansprüche des = ZIP 2022, 491
Vermieters aus dem Mietverhältnis und = WM 2022, 466
seiner Abwicklung wirksam verpfändet = NZI 2022, 373
und macht der Verwalter in dem = NZM 2022,
Insolvenzverfahren über das Vermögen 333 = WuM
des Mieters von seinem 2022, 340 =
Sonderkündigungsrecht Gebrauch, sichert ZMR 2022, 461
das vertragliche Pfandrecht auch den NJW 2022, 2114
Schadensersatzanspruch des Vermieters
wegen vorzeitiger Beendigung des
Vertragsverhältnisses. Der Vermieter ist
zur abgesonderten Befriedigung
berechtigt.
2. Die Vorschrift des § 50 Abs. 2 InsO ist
auf ein vertraglich vereinbartes
Pfandrecht nicht entsprechend
anwendbar.
§ 553 BGB Anspruch auf Erteilung einer 23. November MietPrax-AK § Eupen, MietRB
Untermieterlaubnis 2005 553 BGB Nr. 1 = 2006, 160; Wiek,
Der Anspruch des Wohnungsmieters auf VIII ZR 4/05 GE 2006, 249 = Mietrecht-express
Erteilung der Erlaubnis zur WuM 2006, 147 2006, 9
Untervermietung setzt nicht voraus, dass = NZM 2006,
der Mieter in der Wohnung seinen 220 = ZMR
Lebensmittelpunkt hat. 2006, 261 =
NJW 2006, 1200
= MDR 2006,
740
§ 553 BGB Kein Anspruch auf Erteilung 21. Februar 2012 MietPrax-AK §
einer generellen VIII ZR 290/11 553 BGB Nr. 2 =
GuT 2012, 35 =
Untermieterlaubnis GE 2012, 825
Aus § 553 BGB kann kein Anspruch auf
Erteilung einer generellen, nicht
personenbezogenen Untermieterlaubnis
abgeleitet werden.(nicht amtlicher
Leitsatz)
§ 553 BGB Schadensersatzpflicht des 11. Juni 2014 MietPrax-AK § Eisenschmid,
Vermieters bei pflichtwidrig VIII ZR 349/13 553 BGB Nr. 3 = jurisPR-MietR
GE 2014, 998 = 15/2014 Anm. 4;
verweigerter Erlaubnis zur WuM 2014, 489 Eisenschmid, LMK
Untervermietung = NJW 2014, 2014, 362888;
a) Ein mehrjähriger (berufsbedingter) 2717 = ZMR Harsch, MietRB
Auslandsaufenthalt des Mieters kann ein 2014, 713 = 2014, 225; Drasdo,

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berechtigtes Interesse an der Überlassung NZM 2014, 631 NJW-Spezial 2014,
eines Teils des Wohnraums an einen = DWW 2014, 577
Dritten begründen (Fortführung von 333
BGH, Urteil vom 23. November 2005 -
VIII ZR 4/05, NJW 2006, 1200).
b) Von einer Überlassung eines Teils des
Wohnraums im Sinne des § 553 Abs. 1
BGB ist regelmäßig bereits dann
auszugehen, wenn der Mieter den
Gewahrsam an dem Wohnraum nicht
vollständig aufgibt. Hierfür genügt es,
wenn er ein Zimmer einer größeren
Wohnung zurückbehält, um hierin
Einrichtungsgegenstände zu lagern
und/oder dieses gelegentlich zu
Übernachtungszwecken (Urlaub,
kurzzeitiger Aufenthalt) zu nutzen.
§ 554 BGB Duldungspflicht bei Anschluss 20. Juli 2005 MietPrax-AK § Drasdo, NJW-
an rückkanalfähigen VIII ZR 253/04 554 BGB Nr. 1 = Spezial 2005, 483;
GE 2005, 1056 = Lützenkirchen,
Breitbandkabelnetz WuM 2005, 576 MietRB 2006, 91
Zur Frage, ob der vom Vermieter = NZM 2005,
beabsichtigte Anschluß einer Wohnanlage 697 = NJW
an ein rückkanalfähiges 2005, 2995 =
Breitbandkabelnetz im Empfangsbereich ZMR 2005, 851
des terrestrischen Digitalfernsehens = MDR 2006,
(DVB-T) - hier: in Berlin - eine 142
Verbesserung der Mietsache im Sinne des
§ 554 Abs. 2 Satz 1 BGB darstellt.
§ 554 BGB Ermächtigung des Erwerbers 13. Februar 2008 MietPrax-AK § Schach, GE 2008,
a) Modernisierungsmaßnahmen nach § VIII ZR 105/07 554 BGB Nr. 2 = 451; Scholz, ZMR
554 Abs. 2 BGB muss der Mieter auch GE 2008, 469 = 2008, 521;
dann dulden, wenn sie im Fall des WuM 2008, 219 Börstinghaus,
Verkaufs der Wohnung oder des = NJW 2008, LMK 2008 II. HJ,
Grundstücks schon vor der 1218 = NZM 102
Grundbuchumschreibung von dem hierzu 2008, 283 =
durch den Vermieter ermächtigten Käufer DWW 2008, 172
nach § 554 Abs. 3 Satz 1 BGB = ZMR 2008,
angekündigt und durchgeführt werden. 519
b) Die Beurteilung, ob eine
Umbaumaßnahme innerhalb der
Wohnung, die mit einer
Grundrissänderung verbunden ist, zur
Verbesserung der Mietsache führt, ist
aufgrund einer dem Tatrichter
obliegenden Würdigung der konkreten
Umstände des Einzelfalls vorzunehmen.
§ 554 BGB Primärenergieeinsparung reicht 24. September MietPrax-AK § Drasdo, NJW-
für Energieeinsparung 2008 554 BGB Nr. 3 = Spezial 2008, 737;
a) Der Anschluss einer mit einer VIII ZR 275/07 WuM 2008, 667 Warnecke, jurisPR-
Gasetagenheizung ausgestatteten = GuT 2008, 359 MietR 26/2008
Mietwohnung an das aus Anlagen der = GE 2008, 1485 Anm. 3;
Kraft-Wärme-Kopplung gespeiste = DWW 2008, Eisenschmid,
Fernwärmenetz ist eine Maßnahme zur 376 = NJW WuM 2009, 40;
Einsparung von Energie, die der Mieter 2008, 3630 = Pfeifer, MietRB
nach § 554 Abs. 2 Satz 1 BGB NZM 2008, 883 2009, 61: Schläger,
grundsätzlich zu dulden hat. = ZMR 2009, ZMR 2009, 827
b) Die Pflicht zur Mitteilung der zu 264
erwartenden Mieterhöhung (§ 554 Abs. 3
BGB) bezieht sich nur auf die aufgrund
von Modernisierungsmaßnahmen zu

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erwartende Mieterhöhung nach § 559
BGB und nicht auf eine etwa mögliche
Erhöhung der Vergleichsmiete nach § 558
BGB.
§ 554 BGB Duldungspflicht bei baulicher 4. März 2009 MietPrax-AK § Pfeifer, MietRB
Maßnahme nach behördlicher VIII ZR 110/08 554 BGB Nr. 4 = 2009, 191; Drasdo,
NJW 2009, 1736 NJW-Spezial 2009,
Anordnung = NZM 2009, 465; Theesfeld,
a) Bauliche Maßnahmen, die der 394 = WuM jurisPR-MietR
Vermieter aufgrund einer behördlichen 2009, 290 = GE 11/2009 Anm. 3
Anordnung oder gesetzlichen 2009, 646 =
Verpflichtung durchzuführen hat, fallen DWW 2009, 219
nicht unter § 554 Abs. 2 BGB und = MDR 2009,
unterliegen deshalb auch nicht den in § 738
554 Abs. 3 dem Vermieter aufer-legten
Mitteilungspflichten. Derartige
Maßnahmen muss der Mieter vielmehr
nach § 242 BGB dulden.
b) Auch derartige Maßnahmen sind,
soweit es sich nicht um Notmaßnahmen
handelt, vom Vermieter vorher
anzukündigen, so dass sich der Mieter
nach Möglichkeit darauf einstellen kann.
Der Mieter ist nach Treu und Glauben
verpflichtet, an einer baldigen
Terminsabstimmung mitzuwirken.
§ 554 BGB Aufwendungsanspruch bei 22. Juni 2010 MietPrax-AK §
Modernisierung VIII ZR 192/09 554 BGB Nr. 5 =
Unter Berücksichtigung des Sinns und WuM 2010, 565
Zwecks des Aufwendungsersatzanspruchs = GE 2010, 1195
gemäß § 554 Abs. 4 BGB begegnet es
keinen rechtlichen Bedenken auch einem
Mieter, der sich mit einer über die
gesetzlichen Grenzen der Duldungspflicht
hinausgehenden
Modernisierungsmaßnahme
einverstanden erklärt hat und damit den
Interessen des Vermieters in besonderem
Maße entgegengekommen ist, einen
Anspruch auf Ersatz seiner
Aufwendungen zuzugebilligt und ihn
damit nicht schlechter zu behandeln als
einen Mieter, der sich auf die Einhaltung
der Grenzen des § 554 Abs. 1, 2 BGB
beruft.(nicht amtlicher Leitsatz)
§ 554 BGB Inhaltliche Anforderungen an 28. September MietPrax-AK § Schach, jurisPR-
Modernisierungsankündigung 2011 554 BGB Nr. 6 = MietR 23/2011
a) Der Klageantrag auf Duldung der VIII ZR 242/10 GE 2011, 1545 = Anm. 2; Dötsch,
Modernisierung einer Mietwohnung ist NZM 2011, 849 MietRB 2011, 371
hinreichend bestimmt, wenn der erstrebte = WuM 2011, und 379; Drasdo,
Duldungserfolg sowie der Umfang der zu 677 = NJW NJW-Spezial 2012,
duldenden Arbeiten in seinen 2012, 63 = ZMR 2
wesentlichen Umrissen und Schritten im 2012, 94
Antrag umschrieben werden.
b) Ist eine Mietwohnung von einer
Bruchteilsgemeinschaft vermietet, kann
die von der Bruchteilsgemeinschaft
beanspruchte Duldung einer
Wohnungsmodernisierung gemäß § 432
Abs. 1 Satz 1 BGB auch von einzelnen

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ihrer Mitglieder aus eigenem Recht
klageweise durchgesetzt werden.
c) Eine nach § 554 Abs. 3 Satz 1 BGB
erforderliche
Modernisierungsankündigung muss nicht
jede Einzelheit der beabsichtigten
Modernisierungsmaßnahme beschreiben
und nicht jede mögliche Auswirkung
mitteilen. Sie muss lediglich so konkret
gefasst sein, dass sie den
Informationsbedürfnissen des Mieters
Rechnung trägt, das Ziel der
beabsichtigten Modernisierung und die zu
dessen Erreichung geplanten Maßnahmen
zu erfahren, um ihm darüber eine
zureichende Kenntnis zu vermitteln, in
welcher Weise die Wohnung durch die
geplanten Maßnahmen verändert wird
und wie sich diese Maßnahmen künftig
auf den Mietgebrauch einschließlich
etwaiger Verwendungen des Mieters
sowie die zu zahlende Miete auswirken.
§ 554 BGB Duldungspflicht für 28. September MietPrax-AK § Bieber, GE 2011,
funkbasierte Wärme- und 2011 554 BGB Nr. 7 = 1518; Pfeifer,
VIII ZR 326/10 WuM 2011, 625 MietRB 2011, 370;
Kaltwasserzählern = NJW 2011, Drasdo, NJW-
Der Mieter hat nach § 4 Abs. 2 3514 = GE 2011, Spezial 2012, 1;
HeizkostenVO den Austausch 1550 = NZM Lammel, jurisPR-
funktionstüchtiger Erfassungsgeräte für 2011, 804 = MietR 3/2012
Heizwärme und Warmwasser gegen ein MDR 2011, Anm. 2
zur Funkablesung geeignetes System zu 1344 = ZMR
dulden. Für die Ersetzung der bisherigen 2012, 97 =
Erfassungsgeräte für Kaltwasser durch DWW 2012, 9
ein funkbasiertes Ablesesystem kann sich
eine Duldungspflicht aus § 554 Abs. 2
BGB ergeben.
§ 554 BGB Maßgeblicher Zeitpunkt für die 20. Juni 2012 MietPrax-AK § Kunze, jurisPR-
Feststellung des zu VIII ZR 110/11 554 BGB Nr. 8 = MietR 15/2012
GuT 2012, 246 = Anm. 1; Scheuer,
modernisierenden Zustands GE 2012, 1036 = MietRB 2012, 221;
Ob eine vom Vermieter beabsichtigte WuM 2012, 448 Börstinghaus,
Modernisierungsmaßnahme eine = NJW 2012, jurisPR-
Verbesserung der Mietsache darstellt, ist 2954 = DWW BGHZivilR
grundsätzlich nach dem gegenwärtigen 2012, 295 = 16/2012 Anm. 2;
Zustand der Wohnung einschließlich der NZM 2012, 679 Drasdo, NJW-
vom Mieter vorgenommenen = ZMR 2013, 22 Spezial 2012, 577
Verbesserungsmaßnahmen zu beurteilen;
unberücksichtigt bleiben lediglich
etwaige vom (gegenwärtigen) Mieter
vertragswidrig vorgenommene bauliche
Veränderungen.
§ 554 BGB Maßgeblicher Zeitpunkt für die 10. Oktober 2012 MietPrax-AK § Dötsch, MietRB
Feststellung des üblichen VIII ZR 25/12 554 BGB Nr. 9 = 2012, 345; Drasdo,
GE 2012, 1555 = NJW-Spezial 2013,
Zustands WuM 2012, 677 1; Jahreis, jurisPR-
Für die Frage, ob die Wohnung nur einen = ZMR 2013, MietR 2/2013
üblichen Zustand versetzt wird und der 106 = GuT-W Anm. 1
Mieter deshalb mit dem Härtegrund der 2012, 15 = NZM
mangelnden Leistungsfähigkeit 2013, 141
ausgeschlossen ist, kommt es nicht auf
den Zustand bei Anmietung sondern bei

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Beginn der Arbeiten an.(nicht
amtlicher Leitsatz)
§ 554 BGB Maßgeblicher Zeitpunkt für die 10. Oktober 2012 MietPrax-AK §
Feststellung des üblichen VIII ZR 56/12 554 BGB Nr. 10
= WuM 2012,
Zustands 678 = ZMR
a) Gegenüber einer Gasetagenheizung 2013, 180
stellt eine Gaszentralheizung keine
Wohnwertverbesserung dar.
b) Für die Frage, ob die Wohnung nur
einen üblichen Zustand versetzt wird und
der Mieter deshalb mit dem Härtegrund
der mangelnden Leistungsfähigkeit
ausgeschlossen ist, kommt es nicht auf
den Zustand bei Anmietung sondern bei
Beginn der Arbeiten an.(nicht
amtlicher Leitsatz)
§ 554 BGB Modernisierungsduldung in der 31. Oktober 2012 MietPrax-AK § Schach, MietRB
Gewerberaummiete XII ZR 126/11 554 BGB Nr. 11 2013, 40; Drasdo,
Zur Verpflichtung des = WuM 2013, 37 NJW-Spezial 2013,
Gewerberaummieters = GE 2013, 52 = 129
Modernisierungsarbeiten gemäß § 554 NJW 2013, 223
Abs. 2 BGB zu dulden. = NZM 2013,
122 = GuT 2012,
465 = ZMR
2013, 261
§ 554 BGB Nicht zu rechtfertigende Härte 10. Dezember MietPrax-AK § Wallburg, GE
bei mehreren 2013 554 BGB Nr. 12 2014, 291
VIII ZR 174/13 = WuM 2014,
Modernisierungsmaßnahmen 145 = GE 2014,
1. Ob vom Vermieter beabsichtigte 319 = NZM
Modernisierungsmaßnahmen mit 2014, 193 =
Rücksicht auf die für den Mieter damit GuT-W 2013,
verbundenen - insbesondere finanziellen - 139 = NJW-RR
Belastungen eine nicht zu rechtfertigende 2014, 396
Härte im Sinne des § 554 Abs. 2 Satz 2
BGB aF bedeuten, ist unter
Berücksichtigung der jeweiligen
Umstände des Einzelfalls zu entscheiden.
2. Generalisierende Aussagen - etwa
dazu, welche finanziellen Belastungen
einem Mieter mit mittlerem Einkommen
noch zuzumuten sind - verbieten sich
daher.(nicht amtlicher Leitsatz)
§ 555 BGB Ratenzahlungsvergleich mit 14. Oktober 2009 MietPrax-AK § Eupen, MietRB
Räumungspflicht keine VIII ZR 272/08 555 BGB Nr. 1 = 2009, 352; Flatow,
WuM 2009, 739 jurisPR-MietR 26
unzulässige Vertragsstrafe = NZM 2010, 39 Anm. 5; Blank,
Wird im Rahmen eines = GE 2009, 1614 NZM 2010, 31;
Räumungsprozesses zwischen den = NJW 2010, Drasdo, NJW-
Parteien eines 859 Spezial 2010, 98
Wohnraummietverhältnisses in einem
Prozessvergleich ein bestimmter
Mietrückstand festgestellt und vereinbart,
dass der Rückstand ratenweise zu tilgen
ist, so stellt die vom Mieter für den Fall
der nicht rechtzeitigen Erfüllung der
Ratenzahlungspflicht übernommene
Verpflichtung, die Mietwohnung zu
räumen, jedenfalls dann kein gemäß §
555 BGB unwirksames
Vertragsstrafeversprechen dar, wenn im

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Zeitpunkt des Vergleichsschlusses der
Räumungsanspruch des Vermieters bei
Zugrundelegung des im Vergleich
festgestellten Mietrückstands begründet
war.
§ 555a Grundsätzlich schuldet 13. Mai 2015 MietPrax-AK § Börstinghaus,
BGB Vermieter keinen Ersatz des XII ZR 65/14 555a BGB Nr. 1 jurisPR-
= GE 2015, 905 BGHZivilR
Verdienstausfalls = NZM 2015, 14/2015 Anm. 3;
a) Verhindert der Mieter - etwa indem er 538 = MDR Burbulla, MietRB
Erhaltungsmaßnahmen pflichtwidrig 2015, 878 = 2015, 231; Drasdo,
nicht duldet oder ihre Duldung von NJW 2015, 2419 NJW-Spezial 2015,
ungerechtfertigten Forderungen abhängig = WuM 2015, 514
macht - unberechtigt die 619 = ZMR
Mangelbeseitigung durch den Vermieter, 2015, 842
folgt aus den Grundsätzen von Treu und
Glauben gemäß § 242 BGB, dass er sich
ab dem Zeitpunkt nicht mehr auf die
Minderung berufen kann, ab dem die
Mangelbeseitigung ohne sein
verhinderndes Verhalten nach dem
gewöhnlichen Lauf der Dinge
voraussichtlich abgeschlossen gewesen
wäre und der Vermieter wieder die
ungeminderte Miete hätte verlangen
dürfen.
b) Bei der infolge einer
Erhaltungsmaßnahme erlittenen
Umsatzeinbuße handelt es sich nicht um
eine Aufwendung im Sinn von § 555a
Abs. 3 BGB.
c) Der Vermieter haftet für Schäden des
Mieters aufgrund einer
Erhaltungsmaßnahme (hier:
Umsatzausfall) nicht allein deshalb, weil
er die Maßnahme veranlasst hat.
d) Ein Mietrückstand von über einer
Monatsmiete ist bei gewerblichen
Mietverhältnissen erheblich im Sinn des §
543 Abs. 2 Satz 1 Nr. 3 lit. a Alt. 2 BGB
(im Anschluss an Senatsurteil vom 23.
Juli 2008 - XII ZR 134/06 - NJW 2008,
3210).
e) Bei Mietverhältnissen, die nicht
Wohnraum betreffen, kann ein Rückstand
von einer Monatsmiete oder weniger auch
- und nur dann - erheblich im Sinn des §
543 Abs. 2 Satz 1 Nr. 3 lit. a Alt. 2 BGB
sein, wenn besondere Einzelfallumstände
hinzutreten. Als solche kommen in der
Gewerberaummiete neben der
Kreditwürdigkeit des Mieters
insbesondere die finanzielle Situation des
Vermieters und die Auswirkungen des
konkreten Zahlungsrückstands auf diese
in Betracht.
§ 555b Einbau von Rauchwarnmeldern 17. Juni 2015 MietPrax-AK § Beyer, jurisPR-
BGB Die Ausstattung einer Wohnung mit VIII ZR 216/14 555b BGB Nr. 1 MietR 16/2015
Rauchwarnmeldern führt regelmäßig zu = WuM 2015, Anm 3; Drasdo,
einer Verbesserung der Sicherheit, 497 = NZM NJW-Spezial 2015,
insbesondere dann, wenn ein 2015, 588 = 546; Harsch,
Mehrfamilienhaus durch den Vermieter NJW 2015, 2488 MietRB 2015, 290;

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einheitlich mit solchen Geräten = ZMR 2015, Oppermann/Steege,
ausgestattet wird. Dadurch, dass Einbau 760 WuM 2016, 3
und spätere Wartung der
Rauchwarnmelder für das gesamte
Gebäude "in einer Hand" sind, wird ein
hohes Maß an Sicherheit gewährleistet,
das zu einer nachhaltigen Verbesserung
im Sinne von § 555b Nr. 4 und 5 BGB
führt. Dies gilt auch im Vergleich zu
einem Zustand, der bereits dadurch
erreicht ist, dass der Mieter von ihm
ausgewählte Rauchmelder eingebaut hat.
§ 555b Einbau von Rauchwarnmeldern 17. Juni 2015 MietPrax-AK § Börstinghaus,
BGB Den Einbau von Rauchwarnmeldern, die VIII ZR 290/14 555b BGB Nr. 2 jurisPR-BGHZiviR
der Vermieter mit Rücksicht auf eine = GE 2015, 908 13/2015 Anm. 2;
entsprechende bauordnungsrechtliche = MDR 2015, Harsch, MietRB
Verpflichtung - hier § 47 Abs. 4 Satz 4 818 = WuM 2015, 258; Drasdo,
der Bauordnung des Landes Sachsen- 2015, 498 = NJW-Spezial 2015,
Anhalt (BauO LSA) - vornimmt, hat der NZM 2015, 587 546; Beyer,
Mieter auch dann zu dulden, wenn er die = NJW 2015, jurisPR-MietR
Wohnung bereits mit von ihm 2487 = ZMR 19/2015 Anm. 1;
ausgewählten Rauchwarnmeldern 2015, 761 = Oppermann/Steege,
ausgestattet hat. DWW 2015, 334 WuM 2016, 3
§ 555b Keine Modernisierung bei 21. November MietPrax-AK § Börstinghaus,
BGB grundlegender Veränderung der 2017 555b BGB Nr. 3 jurisPR-
VIII ZR 28/17 = MDR 2018, 80 BGHZivilR 3/2018
Mietsache = WuM 2018, 28 Anm. 2; Lehmann-
Vom Mieter zu duldende = GE 2018, 49 = Richter, MietRB
Modernisierungsmaßnahmen im Sinne DWW 2018, 12 2018, 33; Drasdo,
von § 555b Nr. 4 oder Nr. 5 BGB liegen = NJW 2018, NJW-Spezial 2018,
nicht vor, wenn die beabsichtigten 1008 = NZM 130; Eisenschmid,
Maßnahmen (hier: Hinzufügung neuer 2018, 226 = jurisPR-MietR
Räume [Wintergarten; Ausbau des ZMR 2018, 301 4/2019 Anm. 2
Spitzbodens] unter Veränderung des
Grundrisses; veränderter Zuschnitt der
Wohnräume und des Bads; Anlegung
einer Terrasse; Abriss einer Veranda) so
weitreichend sind, dass ihre
Durchführung den Charakter der
Mietsache grundlegend verändern würde
(im Anschluss an Senatsurteil vom 23.
Februar 1972 - VIII ZR 91/70, NJW
1972, 723 unter II 3 [zu § 541a Abs. 2
BGB aF]).
§ 555c Inhalt einer 18. Dezember MietPrax-AK § Börstinghaus,
BGB Modernisierungsankündigung 2019 555c BGB Nr. 1 jurisPR-
1. Eine falsche oder ungenaue VIII ZR 332/18 = MDR 2020, BGHZivilR 5/2020
Bezeichnung des Rechtsmittelklägers in 215 = GE 2020, Anm 3; Dötsch,
der Rechtsmittelschrift kann behoben 260 = WuM MietRB 2020, 100
werden, wenn der richtige 2020, 80 = NZM
Rechtsmittelkläger aufgrund weiterer 2020, 281 =
Erkenntnismöglichkeiten innerhalb der ZMR 2020,393 =
Rechtsmittelfrist zweifelsfrei erkennbar DWW 2020, 170
wird, beispielsweise im Wege der
Auslegung der Rechtsmittelschrift und
der im Zeitpunkt des Ablaufs der
Rechtsmittelfrist vorliegenden sonstigen
Unterlagen, etwa der zwischenzeitlich
eingegangenen Instanzakten (Bestätigung
von BGH, Beschluss vom 13. Januar

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2004 - VI ZB 53/03, NJW-RR 2004, 572
unter II 1 b aa).
2. Ist im Falle einer nachträglichen
Berichtigung des Berufungsurteils die
richtige Partei erst aus dem
Berichtigungsbeschluss erkennbar,
beginnt die Revisionsfrist ausnahmsweise
erst mit dessen Zustellung (Bestätigung
von BGH, Beschluss vom 23. April 1955
- VI ZB 4/55, BGHZ 17, 149, 151 f.;
Urteil vom 10. März 1981 - VI ZR
236/79, VersR 1981, 548 unter II 1;
Beschluss vom 17. Januar 1991 - VII ZB
13/90, BGHZ 113, 228, 231).
3. Zu den Anforderungen an eine
Modernisierungsankündigung.
§ 555c Zeitpunkt einer 18. März 2021 MietPrax-AK § Börstinghaus,
BGB Modernisierungsankündigung VIII ZR 305/19 555c BGB Nr. 2 jurisPR-
1. Eine Modernisierungsankündigung = MDR 2021, BGHZivilR
nach § 555c Abs. 1 BGB ist in zeitlicher 665 = GE 2021, 11/2021 Anm. 2;
Hinsicht dann zulässig, wenn die 621 = WuM Börstinghaus,
Planungen so weit fortgeschritten sind, 2021, 351 = MietRB 2021, 161;
dass die inhaltlichen Anforderungen des § NZM 2021, 472 Drasdo, NJW-
555c Abs. 1 Satz 2 BGB eingehalten = DWW 2021, Spezial 2021, 385
werden können. Eines engen zeitlichen 216 = ZMR
Zusammenhangs zwischen einer 2021, 572
Modernisierungsankündigung nach §
555c Abs. 1 BGB. und dem dort
angekündigten voraussichtlichen Beginn
der Modernisierungsmaßnahme im Sinne
einer Höchstfrist oder eines
fortgeschrittenen Planungsstandes bedarf
es dagegen nicht.
2. Art. 229 § 49 Abs. 1 EGBGB stellt an
eine ordnungsgemäße
Modernisierungsankündigung keine
weitergehenden Anforderungen als §
555c Abs. 1 BGB und setzt das Vorliegen
eines engen zeitlichen Zusammenhangs
zwischen einer
Modernisierungsankündigung und dem
Ausführungsbeginn ebenfalls nicht
voraus. Vielmehr ist eine
Modernisierungsankündigung
ordnungsgemäß im Sinne von Art. 229 §
49 Abs. 1 Satz 2 EGBGB, wenn sie die
Voraussetzungen des § 555c Abs. 1 BGB
erfüllt. Ist dem Mieter bis zum 31.
Dezember 2018 eine in diesem Sinne
ordnungsgemäße
Modernisierungsankündigung
zugegangen, führt dies zur Anwendung
von §§ 555c und 559 BGB in der bis zu
diesem Zeitpunkt geltenden Fassung.
3. Es ist nicht rechtsmissbräuchlich, wenn
ein Vermieter einer großen Wohnanlage
seinen Mietern bei umfangreichen
Modernisierungsmaßnahmen eine den
Anforderungen des § 555c BGB
genügende Modernisierungsankündigung
noch vor dem 31. Dezember 2018 und

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somit mehr als elf Monate vor dem
geplanten Ausführungsbeginn zusendet,
damit für die nach der Modernisierung
beabsichtigte Mieterhöhung nach der
Übergangsregelung des Art. 229 § 49
Abs. 1 EGBGB noch die für ihn
vorteilhafte, bis zu diesem Zeitpunkt
geltende Fassung der §§ 555c und § 559
BGB Anwendung findet.
§ 555c Inhalt einer 20. Mai 2020 MietPrax-AK § Börstinghaus,
BGB Modernisierungsankündigung VIII ZR 55/19 555c BGB Nr. 2 jurisPR-
Zu den Anforderungen an die = GE 2020, 921 BGHZivilR
Ankündigung von = WuM 2020, 15/2020 Anm. 1;
Modernisierungsmaßnahmen (hier: 485 = MDR Kunze, MietRB
energetische Modernisierung nach § 555b 2020, 1111 = 2020, 225; Drasdo;
Nr. 1 BGB) NJW-RR 2020, NJW-Spezial 2020,
892 = ZMR 513; Krapf,
2020, 728 = jurisPR-MietR
NZM 2020, 793 20/2020 Anm. 1
= DWW 2020,
301 = CR 2020,
173
§ 555d Duldungsanspruch auch bei 12. März 2014 MietPrax-AK § Kinne, GE 2014,
BGB Indexmiete VIII ZR 147/13 555d BGB Nr. 1 630; Drasdo, NJW-
Zur Duldung einer = WuM 2014, Spezial 2014, 321;
Modernisierungsmaßnahme nach § 554 284 = NZM Kunze, MietRB
BGB aF bei Vereinbarung einer 2014, 304 = GE 2014, 162; Jahreis,
Indexmiete gemäß § 557b BGB. 2014, 665 = jurisPR-MietR
ZMR 2014, 626 15/2014 Anm. 3
§ 555d Fälligkeit des 27. April 2021 MietPrax-AK § Börstinghaus,
BGB Duldungsanspruchs VIII ZB 44/20 555d BGB Nr. 2 jurisPR-
1. Gegen eine Kostenentscheidung nach § = WuM 2021, BGHZivilR
91a ZPO darf die Rechtsbeschwerde nicht 365 = GE 2021, 13/2021 Anm. 3;
aus materiell-rechtlichen Gründen 753 Drasdo, NJW-
zugelassen werden, da es nicht Zweck des Spezial 2021, 418;
Kostenverfahrens ist, Rechtsfragen von Kunze, MietRB
grundsätzlicher Bedeutung zu klären oder 2021, 194; Dötsch
das Recht fortzubilden, soweit es um MDR 2021, 1181
Fragen des materiellen Rechts geht. Lässt
das Beschwerdegericht unter Missachtung
dieses Grundsatzes die Rechtsbeschwerde
gleichwohl zu, ist das
Rechtsbeschwerdegericht daran nach §
574 Abs. 3 Satz 2 ZPO gebunden
(Bestätigung des Senatsbeschlusses vom
9. Januar 2019 - VIII ZB 26/17, NJW-RR
2019, 332 Rn. 7 mwN).
2. Einen Anlass zur Erhebung einer Klage
auf Duldung von Baumaßnahmen (§ 555a
Abs. 1, § 555d Abs. 1 BGB) gibt der
Mieter in der Regel (noch) nicht, wenn er
die mit der Ankündigung der geplanten
Baumaßnahmen verknüpfte Aufforderung
des Vermieters zur Abgabe einer
Duldungserklärung unbeachtet lässt. Die
Bejahung eines Klageanlasses im Sinne
von § 93 ZPO kommt erst in Betracht,
wenn der Vermieter den Mieter nach
Ablauf einer angemessenen Frist im
Anschluss an die Ankündigung (erneut)

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vergeblich zur Abgabe einer
Duldungserklärung aufgefordert hat.
§ 556 BGB Abrechnung bei unterbliebenen 27. November MietPrax-AK § Schach, GE 2003,
Vorauszahlungen 2002 556 BGB Nr. 1 = 230; Schach, GE
Eine Abrechnung, in der lediglich die VIII ZR 108/02 GE 2003, 250 = 2003, 238; Schmid,
geschuldeten Vorschüsse aufgeführt sind, NZM 2003, 196 ZMR 2003, 335;
entspricht jedenfalls dann den = MDR 2003, Wall, WuM 2003,
Anforderungen an eine ordnungsgemäße 382 = NJW-RR 201
Betriebskostenabrechnung, wenn zum 2003, 442 =
Zeitpunkt der Erteilung der Abrechnung WuM 2003, 216
der Mieter für den Abrechnungszeitraum = DWW 2003,
keinerlei Vorauszahlungen erbracht hat, 91 = ZMR 2003,
die offenen Vorauszahlungsansprüche 334 = GuT 2003,
vom Vermieter bereits eingeklagt sind 61
und auch noch keine Abrechnungsreife
im Sinne des § 20 Abs. 3 Satz 4 NMV
1970 eingetreten ist.
§ 556 BGB Abrechnungspflicht des 26. März 2003 MietPrax-AK § Maciejewski, MM
Zwangsverwalters; Auszahlung VIII ZR 333/02 556 BGB Nr. 2 = 2003, Nr 7/8, 9;
NZM 2003, 473 Walke, WuM
von Vorauszahlungsguthaben = WuM 2003, 2004, 185; Pfeifer,
1. Der Zwangsverwalter eines 390 = GE 2003, MietRB 2003, 30;
Grundstücks hat die Betriebskosten für 945 = NJW Langenberg NZM
ein Mietobjekt auch für solche 2003, 2320; 2005, 51, 54;
Abrechnungszeiträume abzurechnen, die Klühs, Die
vor seiner Bestellung liegen, sofern eine Einstandspflicht
etwaige Nachforderung von der als des
Beschlagnahme geltenden Anordnung der Zwangsverwalters
Zwangsverwaltung erfaßt wird (§ 1123 für Ansprüche des
Abs. 2 Satz 1 BGB; §§ 21, 148 Abs. 1 Mieters aus dem
Satz 1 ZVG). Mietverhältnis
2. Soweit der Zwangsverwalter zur (2008)
Abrechnung verpflichtet ist, hat er auch
ein etwaiges Vorauszahlungsguthaben an
den Mieter auszuzahlen; dies gilt auch
dann, wenn ihm die betreffenden
Vorauszahlungen nicht unmittelbar
zugeflossen sind.
§ 556 BGB Billigkeit der Preisbestimmung; 30. April 2003 MietPrax-AK §
Verpflichtung zum Abschluss VIII ZR 279/02 556 BGB Nr. 3 =
GE 2003, 872 =
von Versorgungsverträgen mit NZM 2003, 551
dem Mieter = DWW 2003,
1. Zum Zustandekommen eines 199 = WuM
Wasserversorgungsvertrages durch 2003, 460 =
konkludentes Handeln. ZMR 2003, 566
2. Im Zahlungsprozess gegen den Kunden = NJW 2003,
trifft das Versorgungsunternehmen die 3131
Darlegungs- und Beweislast für die
Billigkeit der Ermessensausübung bei
Festsetzung des Leistungsentgelts; das
Bestreiten der Billigkeit der
Preisbestimmung des
Versorgungsunternehmens durch den
Kunden wird durch die Regelung des § 30
Abs. 1 AVBWasserV nicht
ausgeschlossen.
3. Das Wasserversorgungsunternehmen
ist grundsätzlich nicht verpflichtet,
Versorgungsverträge mit den Mietern
unter gleichzeitiger Entlassung des
Grundstückseigentümers als Vermieter

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aus seinem Vertragsverhältnis
abzuschließen.
§ 556 BGB Pflichtverletzung bei 11. Februar 2004 MietPrax-AK § Eisenschmid,
Vereinbarung einer zu geringen VIII ZR 195/03 556 BGB Nr. 4 = WuM 2004, 202;
NJW 2004, 1102 Derckx, NZM
Nebenkostenvorauszahlung = WuM 2004, 2004, 321; Artz,
Liegen keine besonderen Umstände vor, 201 = NZM NZM 2004, 328;
begeht der Vermieter keine 2004, 251 = GE Hoffmann, MietRB
Pflichtverletzung beim Vertragsschluß, 2004, 416 = 2004, 163;
wenn er mit dem Mieter Vorauszahlungen ZMR 2004, 347 Maciejewski, MM
für Nebenkosten vereinbart, die die Höhe 2004, 301;
der später anfallenden tatsächlichen Schumacher, WuM
Kosten nicht nur geringfügig, sondern 2004, 507;
auch deutlich unterschreiten. Langenberg NZM
2005, 51, 54
§ 556 BGB Pflichtverletzung bei 28. April 2004 MietPrax-AK § Langenberg NZM
Vereinbarung einer zu geringen XII ZR 21/02 556 BGB Nr. 5 = 2005, 51, 54; Artz,
GE 2004, 958 = LMK 2004, 157
Nebenkostenvorauszahlung NZM 2004, 619
Allein der Umstand, daß die vom = ZMR 2004,
gewerblichen Vermieter verlangte 653 = NJW
Betriebskostenvorauszahlung die später 2004, 2004, 2674
entstandenen Kosten deutlich = GuT 2004, 160
unterschreiten, führt noch nicht zur = MDR 2004,
Annahme einer Verletzung der 1177
Aufklärungspflicht. Eine solche ist nur
bei Vorliegen besonderer Umstände, die
einen Vertrauenstatbestand beim Mieter
begründen, zu bejahen (im Anschluß an
BGH Urteil vom 11. Februar 2004 VIII
ZR 195/03 NJW 2004, 1102).
§ 556 BGB Umlagemaßstab bei 26. Mai 2004 MietPrax-AK § Langenberg, NZM
Grundsteuer VIII ZR 169/03 556 BGB Nr. 6 = 2005, 51, 53
Zur Anwendbarkeit einer NZM 2004, 580
Mietvertragsklausel nach der für die = GE 2004, 879
Betriebskosten das Verhältnis der Wohn- = WuM 2004,
und Nutzflächen des Hauses als 403 = ZMR
vereinbarter Umlegungsmaßstab gilt, auf 2004, 662 =
eine zu entrichtende Grundsteuer. NJW-RR 2004,
1237 = DWW
2004, 261
§ 556 BGB Zur Form einer 29. September MietPrax-AK § Jennißen, MietRB
Betriebskostenabrechnung im 2004 556 BGB Nr. 7 = 2005, 90
VIII ZR 341/03 GE 2004, 1388 =
öffentlich geförderten WuM 2004, 666
Wohnungsbau = ZMR 2004,
1. Zum Vorwegabzug für Garagen bei 901 = NZM
den Straßenreinigungskosten, 2005, 61
Wartungskosten und Grundsteuer.
2. Für die Beurteilung der Schriftform der
Abrechnung kann auf die sog.
Auflockerungsrechtsprechung
zurückgegriffen werden.(nicht
amtlicher Leitsatz)
§ 556 BGB Änderung des 17. November MietPrax-AK § Börstinghaus,
Abrechnungsschlüssels nach 2004 556 BGB Nr. 8 = LMK 2005, 1;
VIII ZR 115/04 GE 2005, 50 = Lützenkirchen
Ablauf der Ausschlussfrist NZM 2005, 13 = NZM 2005, 8; ders.
1. Die Frist des § 556 Abs. 3 Satz 2 BGB WuM 2005, 61 = MietRB 2005, 64;
zur Abrechnung über die ZMR 2005, 121 Maciejewski MM
Vorauszahlungen für Betriebskosten wird = DWW 2005, 2005, 73; Monjé
mit einer formell ordnungsgemäßen 18 GE 2005, 20;

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Abrechnung gewahrt; auf die inhaltliche Börstinghaus,
Richtigkeit kommt es für die Einhaltung NZM 2005, 250;
der Frist nicht an. U. Bieber, WuM
2. Weicht der in der Abrechnung 2005, 448;
verwendete und angegebene Langenberg, WuM
Umlageschlüssel von dem im Mietvertrag 2005, 502;
vereinbarten ab, liegt ein inhaltlicher Langenberg, NZM
Fehler und kein formeller Mangel der 2006, 641
Abrechnung vor.
3. Eine Korrektur des Fehlers zu Lasten
des Mieters ist nach Ablauf der
Abrechnungsfrist gemäß § 556 Abs. 3
Satz 3 BGB ausgeschlossen, es sei denn,
der Vermieter hat den Fehler nicht zu
vertreten.
§ 556 BGB Aufrechnung von Miete gegen 11. November MietPrax-AK § Eckert, NZM 2005,
Guthaben aus 2004 556 BGB Nr. 9 = 330; Kurek,
IX ZR 237/03 ZIP 2005, 181 = MietRB 2005, 148;
Betriebskostenabrechnung in GuT 2005, 13 = Gundlach, NZI
der Insolvenz ZMR 2005, 281 2005, 165
Maßgebliche Rechtshandlung für die = NZM 2005,
Möglichkeit der Aufrechnung von 342 = NJW-RR
Mietzinsansprüchen gegen Ansprüche auf 2005, 487 =
Auszahlung von Guthaben aus MDR 2005, 596
Nebenkostenvorauszahlungen ist der = GE 2005, 609
Abschluß des Mietvertrages.
§ 556 BGB Änderung des 19. Januar 2005 MietPrax-AK § Börstinghaus,
Abrechnungsschlüssels nach VIII ZR 116/04 556 BGB Nr. 10 NZM 2005, 250
= GE 2005, 360
Ablauf der Ausschlussfrist
Für die Einhaltung der Abrechnungsfrist
kommt es auf die materielle Richtigkeit
der Abrechnung nicht an. Die Frist wird
durch eine formell ordnungsgemäße
Abrechnung gewahrt, inhaltliche Fehler
können auch nach Fristablauf berichtigt
werden.(nicht amtlicher Leitsatz)
§ 556 BGB Rückforderung der 9. März 2005 MietPrax-AK § Schach, GE 2005,
Vorauszahlungen bei VIII ZR 57/04 556 BGB Nr. 11 517;
= GE 2005, 543 Lützenkirchen,
unterlassener Abrechnung nach = WuM 2005, MietRB 2005, 142;
beendetem Mietverhältnis 337 = ZMR Neumann/Spangen
Rechnet der Vermieter nicht fristgerecht 2005, 439 = berg, NZM 2005,
über die Betriebskosten eines NJW 2005, 1499 576; Ritzmann,
Abrechnungszeitraumes ab, so kann der = NZM 2005, WuM 2006, 487
Mieter, wenn das Mietverhältnis beendet 373 = MDR
ist, sogleich die vollständige Rückzahlung 2005, 678 =
der geleisteten Abschlagszahlungen DWW 2005, 230
verlangen; er ist nicht gehalten, zuerst auf
Erteilung der Abrechnung zu klagen. In
einem solchen Fall hindert auch die
Rechtskraft eines der Klage des Mieters
stattgebenden Urteils den Vermieter nicht
daran, über die Betriebskosten
nachträglich abzurechnen und eine
etwaige Restforderung einzuklagen
§ 556 BGB Formalien der 20. Juli 2005 MietPrax-AK § Lützenkirchen,
Heizkostenabrechnung VIII ZR 371/04 556 BGB Nr. 12 MietRB 2006, 30,
a) Zu den formellen Anforderungen an = WuM 2005, 31, 32;
eine Heiz- und 579 = DWW Dickersbach, NZM
Warmwasserkostenabrechnung. 2005, 328 = GE 2006, 281
2005, 1118 =

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b) Werden mehrere Wohngebäude von NZM 2005,
Beginn des Mietverhältnisses an durch 737= NJW 2005,
eine Gemeinschaftsheizung versorgt, 3135 = ZMR
können diese Gebäude für die Heizung 2005, 937 =
Warmwasserkostenabrechnung zu einer MDR 2006, 196
Abrechnungseinheit zusammengefaßt
werden, auch wenn als Mietsache im
Mietvertrag nur eines der Gebäude
bezeichnet wird.
§ 556 BGB Rückforderung nach 18. Januar 2006 MietPrax-AK § Drasdo, NJW-
Ausschlussfrist gezahlter VIII ZR 94/05 556 BGB Nr. 13 Spezial 2006, 197
= GE 2006, 246 und 243; Intveen,
Betriebskostennachzahlung = WuM 2006, MietRB 2006, 158
Der sich aus § 812 Abs. 1 Satz 1 Alt. 1 150 = NJW
BGB ergebende Bereicherungsanspruch 2006, 903 =
eines Wohnungsmieters, der die wegen NZM 2006, 222
Versäumung der Abrechnungsfrist des § = DWW 2006,
556 Abs. 3 Satz 2 BGB nach § 556 Abs. 3 113 = ZMR
Satz 3 BGB ausgeschlossene 2006, 268 =
Betriebskostennachforderung des MDR 2006,
Vermieters bezahlt hat, ist nicht in 1038
entsprechender Anwendung des § 214
Abs. 2 Satz 1 BGB ausgeschlossen.
§ 556 BGB Keine Kopieübersendung statt 8. März 2006 MietPrax-AK § Schach, GE 2006,
Belegeinsicht; Vorwegabzug bei VIII ZR 78/05 556 BGB Nr. 14 478; Schmid, ZMR
= WuM 2006, 2006, 341;
gemischt genutztem Gebäude 200 = GE 2006, Rau/Dötsch, ZMR
a) Rechnet der Vermieter preisfreien 502 = NZM 2006, 362;
Wohnraums über Betriebskosten in 2006, 340 = Lützenkirchen,
gemischt genutzten NJW 2006, 1419 WuM 2006, 200;
Abrechnungseinheiten ab, ist - soweit die = MDR 2006, ders. MietRB 2006,
Parteien nichts anderes vereinbart haben - 802 = DWW 156 und 157; ders.
ein Vorwegabzug der auf 2006, 279 BGHReport 2006,
Gewerbeflächen entfallenden Kosten für 627; Drasdo, NJW-
alle oder einzelne Betriebskostenarten Spezial 2006, 246;
jedenfalls dann nicht geboten, wenn diese Walter, MDR
Kosten nicht zu einer ins Gewicht 2006, 803; Fenn,
fallenden Mehrbelastung der WuM 2006, 482;
Wohnraummieter führen. Antoni, WuM
b) Der Mieter preisfreien Wohnraums hat 2006, 6
grundsätzlich keinen Anspruch gegen den
Vermieter auf Überlassung von
Fotokopien der Abrechnungsbelege zur
Betriebskostenabrechnung.
§ 556 BGB Rückforderung der 29. März 2006 MietPrax-AK § Drasdo, NJW-
Vorauszahlungen bei VIII ZR 191/05 556 BGB Nr. 15 Spezial 2006, 485
= GE 2006, 844
unterlassener Abrechnung bei = WuM 2006,
bestehendem Mietverhältnis 383 = NZM
In einem bestehenden Mietverhältnis über 2006, 533 =
Wohnraum kann der Mieter nicht die NJW 2006, 2552
vollständige Rückzahlung der geleisteten = ZMR 2006,
Abschlagszahlungen verlangen, wenn der 672 = MDR
Vermieter nicht fristgerecht über die 2006, 1397
Betriebskosten eines
Abrechnungszeitraums abgerechnet hat.
In diesem Fall ist der Mieter dadurch
hinreichend geschützt, dass ihm bis zur
ordnungsgemäßen Abrechnung des
Vermieters gemäß § 273 Abs. 1 BGB ein
Zurückbehaltungsrecht jedenfalls
hinsichtlich der laufenden

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Nebenkostenvorauszahlungen zusteht
(Abgrenzung zum Senatsurteil vom 9.
März 2005 - VIII ZR 57/04, NJW 2005,
1499).
§ 556 BGB Zwangsverwaltung und 3. Mai 2006 MietPrax-AK § Drasdo, NJW-
Betriebskostenabrechnung VIII ZR 168/05 556 BGB Nr. 16 Spezial 2006, 484
a) Der Zwangsverwalter eines = WuM 2006,
vermieteten Grundstücks hat bei einem 402 = GE 2006,
im Zeitpunkt des Wirksamwerdens der 907 = ZMR
Anordnung der Zwangsverwaltung noch 2006, 601 =
laufenden Mietverhältnis über die vom NZM 2006, 581
Mieter geleisteten = NJW 2006,
Betriebskostenvorauszahlungen auch für 2626 = InVo
solche Zeiträume abzurechnen, die vor 2006, 372 = ZfIR
der Anordnung liegen. 2006, 689
b) § 538 Abs. 2 Satz 1 Nr. 4 ZPO ist - wie
§ 538 Abs. 1 Nr. 3 ZPO a.F. -
entsprechend anzuwenden, wenn das
erstinstanzliche Gericht eine Stufenklage
insgesamt abgewiesen hat, das
Berufungsgericht hingegen dem
Rechnungslegungs- oder
Auskunftsanspruch stattgibt (Fortführung
von BGH, Urteil vom 24. Mai 1995 - VIII
ZR 146/94, NJW 1995, 2229
[Link].).
§ 556 BGB Frist für 5. Juli 2006 MietPrax-AK § Kinne, GE 2006,
Betriebskostenabrechnung bei VIII ZR 220/05 556 BGB Nr. 17 1138; Bieber,
= WuM 2006, BGHReport 2006,
unverschuldeter Überschreitung 516 = GE 2006, 1338; Intveen,
der Abrechnungsfrist 1160 = NZM MietRB 2007, 1;
Der Vermieter, der die Jahresfrist des § 2006, 740 = Drasdo, NJW-
556 Abs. 3 Satz 2 BGB für die ZMR 2006, 847 Spezial 2007, 4
Abrechnung von Betriebskosten zunächst = NJW 2006,
unverschuldet nicht einhalten kann, hat 3350 = DWW
die verspätete Geltendmachung einer 2006, 419 =
Nachforderung dennoch zu vertreten, MDR 2007, 204
wenn er sich damit auch dann noch
unnötig viel Zeit lässt, nachdem ihm die
notwendigen Unterlagen für die
Abrechnung vorliegen. Im Regelfall ist er
gehalten, die Nachforderung innerhalb
von drei Monaten nach Wegfall des
Abrechnungshindernisses zu erheben.
§ 556 BGB Belegkopieübersendung 13. September MietPrax-AK §
Der Mieter preisfreien Wohnraums hat 2006 556 BGB Nr. 18
grundsätzlich keinen Anspruch gegen den VIII ZR 71/06 = WuM 2006,
Vermieter auf Überlassung von 618 = ZMR
Fotokopien der Abrechnungsbelege zur 2006, 918 =
Betriebskostenabrechnung.(nicht NZM 2006, 926
= GE 2006, 1612
amtlicher Leitsatz)
§ 556 BGB Belegkopieübersendung 13. September MietPrax-AK §
Der Mieter preisfreien Wohnraums hat 2006 556 BGB Nr. 19
grundsätzlich keinen Anspruch gegen den VIII ZR 105/06 = WuM 2006,
Vermieter auf Überlassung von 616
Fotokopien der Abrechnungsbelege zur
Betriebskostenabrechnung.(nicht
amtlicher Leitsatz)

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§ 556 BGB Mehrbelastungsklausel bei 27. September MietPrax-AK § Schach, GE 2006,
Neuabschluss von 2006 556 BGB Nr. 20 1436; Intveen,
VIII ZR 80/06 = WuM 2006, MietRB 2007, 30;
Versicherungsverträgen 612 = GE 2006, Blank, NZM 2007,
Die Kosten einer Sach- und 1473 = NJW 233; Drasdo, NJW-
Haftpflichtversicherung, die der 2006, 3558 = Spezial 2007, 54
Vermieter während des bestehenden NZM 2006, 896
Mietverhältnisses für das Mietobjekt = ZMR 2007, 25
abschließt, können anteilig auf die Mieter = DWW 2007,
umgelegt werden, wenn im Mietvertrag 19 = BGHReport
die Kosten einer derartigen Versicherung 2006, 1511 =
als umlagefähige Betriebskosten MDR 2007, 262
bezeichnet sind und dem Vermieter das
Recht eingeräumt ist, auch neu
entstehende Betriebskosten auf die Mieter
umzulegen.
§ 556 BGB Darlegungs- und Beweislast für 25. Oktober 2006 MietPrax-AK §
Mehrbelastung bei gemischt VIII ZR 251/05 556 BGB Nr. 21
= WuM 2006,
genutzten Gebäuden 684 = GE 2006,
Rechnet der Vermieter preisfreien 1544 = ZMR
Wohnraums über Betriebskosten in 2007, 101 =
gemischt genutzten NZM 2007, 83 =
Abrechnungseinheiten nach dem NJW 2007, 211
Flächenmaßstab ab, ohne einen
Vorwegabzug der auf Gewerbeflächen
entfallenden Kosten vorzunehmen, so
trägt der Mieter die Darlegungs- und
Beweislast dafür, dass diese Kosten zu
einer erheblichen Mehrbelastung der
Wohnraummieter führen und deshalb ein
Vorwegabzug der auf die
Gewerbeflächen entfallenden Kosten
geboten ist (im Anschluss an Senatsurteil
vom 8. März 2006 - VIII ZR 78/05, NJW
2006, 1419).
§ 556 BGB Aufrechnung von Miete gegen 21. Dezember MietPrax-AK § Gundlach, NZI
Guthaben aus 2006 556 BGB Nr. 22 2007, 165
IX ZR 7/06 = ZIP 2007, 239
Betriebskostenabrechnung in = GE 2007, 288
der Insolvenz = NZM 2007,
Die Aufrechnungsmöglichkeiten nach § 162 = GuT 2007,
95 Abs. 1 InsO werden durch § 110 Abs. 135 = MM 2007,
3 InsO nicht beschränkt. 73 = MDR 2007,
680
§ 556 BGB Formeller Mangel der 14. Februar 2007 MietPrax-AK § Streyl, NZM 2007,
Abrechnung bei Vorwegabzug VIII ZR 1/06 556 BGB Nr. 23 324; Drasdo, NJW-
Eine formell ordnungsgemäße = GE 2007, 438 Spezial 2007, 244;
Betriebskostenabrechnung setzt voraus, = DWW 2007, Derckx, NZM
dass dem Mieter auch dann die 114 = NJW 2007, 385; Milger,
Gesamtkosten einer berechneten 2007, 1059 = NJW 2009, 625;
Kostenart mitgeteilt werden, wenn NZM 2007, 244 Serwe, WuM 2009,
einzelne Kostenteile nicht umlagefähig = WuM 2007, 273
sind; dem Mieter muss ersichtlich sein, ob 196 = ZMR
und in welcher Höhe nicht umlagefähige 2007, 359 =
Kosten vorab abgesetzt worden sind. MDR 2007, 706
§ 556 BGB Formeller Mangel der 11. September MietPrax-AK §
Abrechnung bei Vorwegabzug 2007 556 BGB Nr. 24
Eine formell ordnungsgemäße VIII ZR 1/07 = WuM 2007,
Betriebskostenabrechnung setzt 585 = NZM
hinsichtlich der Hausmeisterkosten 2007, 770 = GE
2007, 1378 =

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voraus, dass dem Mieter die MM 2007, 369 =
Gesamtkosten mitgeteilt werden. In der ZMR 2007, 953
Abrechnung ist darzustellen, um welchen = MDR 2007,
Anteil die Gesamtkosten bereinigt 196
wurden.(nicht amtlicher Leitsatz)
§ 556 BGB Umfang des 10. Oktober 2007 MietPrax-AK § Drasdo, NJW
Einwendungsausschlusses VIII ZR 279/06 556 BGB Nr. 25 Spezial 2008, 33;
Zu den Einwendungen gegen eine = WuM 2007, Schmid, ZMR
Abrechnung des Vermieters über 694 = GE 2008, 2008, 110;
Vorauszahlungen für Betriebskosten, die 46 = NJW 2008, Monschau, MietRB
der Mieter spätestens bis zum Ablauf des 283 = ZMR 2008, 66/67;
zwölften Monats nach Zugang einer 2008, 107 = Derckx, NZM
formell ordnungsgemäßen Abrechnung NZM 2008, 81 = 2008, 239: Both,
geltend machen muss, gehört auch der DWW 2008, 58 jurisPR-MietR
Einwand, dass es für einzelne, nach § 556 16/2008 Anm. 3
Abs. 1 BGB grundsätzlich umlagefähige
Betriebskosten an einer vertraglichen
Vereinbarung über deren Umlage fehlt.
§ 556 BGB Heizkostenabrechnung bei 31. Oktober 2007 MietPrax-AK § Schmid, ZMR
fehlender Verbrauchserfassung, VIII ZR 261/06 556 BGB Nr. 26 2008, 42; ders.
= WuM 2007, WuM 2008, 9;
Flächenabweichungen und 700 = GE 2007, ders., GuT 2008,
Fristüberschreitung 1686 = NJW 19; Drasdo, NJW-
1. Ist eine verbrauchsabhängige 2008, 142 = Spezial 2008, 33;
Abrechnung der Kosten für Heizung und NZM 2008, 35 = Junker, MietRB
Warmwasser nach § 7 Abs. 1 oder § 9a ZMR 2008, 38 = 2008, 33/34/35,
HeizkostenV objektiv nicht (mehr) DWW 2008, 17 Rave, GE 2008, 36;
möglich, können die Kosten allein nach dies., ZMR 2008,
der Wohnfläche - unter Abzug von 15 % 517; Hinz, WuM
des auf den Mieter entfallenden 2008, 633;
Kostenanteils - abgerechnet werden. Börstinghaus,
2. Weicht die im Mietvertrag vereinbarte LMK II. HJ, 60;
Wohnfläche von der tatsächlichen Ludley, ZMR
Wohnfläche ab, so ist der Abrechnung 2009, 427; Schmid,
von Betriebskosten die vereinbarte ZMR 2009,
Wohnfläche zugrunde zu legen, wenn die
Abweichung nicht mehr als 10 % beträgt
(Fortführung der Senatsurteile vom 24.
März 2004 - VIII ZR 295/03, NJW 2004,
1947 und vom 23. Mai 2007 - VIII ZR
138/06, NJW 2007, 2626).
3. Aufgrund einer nach Ablauf der
Abrechnungsfrist (§ 556 Abs. 3 Satz 2
BGB) erteilten Abrechnung kann der
Vermieter Betriebskosten bis zur Höhe
der vereinbarten Vorauszahlungen des
Mieters auch dann verlangen, wenn der
Mieter diese Vorauszahlungen nicht
erbracht hat, denn es handelt sich nicht
um Nachforderungen im Sinne von § 556
Abs. 3 Satz 3 BGB (Fortführung des
Senatsurteils vom 9. März 2005 - VIII ZR
57/04, NJW 2005, 1499).
4. Aus dem Grundsatz der
Wirtschaftlichkeit lässt sich eine
Verpflichtung des Vermieters zur
Modernisierung einer vorhandenen alten,
die Wärmeversorgung der Wohnung
jedoch sicherstellenden Heizungsanlage
nicht herleiten.

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§ 556 BGB Beachtung des 28. November MietPrax-AK § Drasdo, NJW-
Wirtschaftlichkeitsgebots bei 2007 556 BGB Nr. 27 Spezial 2008, 129;
VIII ZR 243/06 = WuM 2008, 29 Pfeifer, MietRB
der Umstellung der = GE 2008, 116 2008, 99; Schmid,
Wärmeversorgung = NJW 2008, ZMR 2008, 599
Der Grundsatz der Wirtschaftlichkeit 440 = NZM
bezeichnet die vertragliche Nebenpflicht 2008, 78 = ZMR
des Vermieters, bei Maßnahmen und 2008, 195 =
Entscheidungen, die Einfluss auf die DWW 2008, 143
Höhe der vom Mieter zu tragenden
Betriebskosten haben (hier: Abschluss
eines Wärmelieferungsvertrags), auf ein
angemessenes Kosten-Nutzen-Verhältnis
Rücksicht zu nehmen. Eine Verletzung
dieser Pflicht unter dem Gesichtspunkt
der Eingehung eines unwirtschaftlichen
Vertrages kommt nicht in Betracht, wenn
das Mietverhältnis zu diesem Zeitpunkt
noch nicht bestand.
§ 556 BGB Kostentragungspflicht für 14. November MietPrax-AK § Schmid, WuM
Nutzerwechselgebühr 2007 556 BGB Nr. 28 2008, 199; ders.
Kosten der Verbrauchserfassung und der VIII ZR 19/07 = WuM 2008, 85 NZM 2008, 762;
Abrechnung von Betriebskosten, die = GE 2008, 193 Harsch, MietRB
wegen des Auszugs eines Mieters vor = NJW 2008, 2008, 129; U.
Ablauf der Abrechnungsperiode 575 = NZM Bieber, WuM
entstehen, sind keine Betriebskosten, 2008, 123 = MM 2008, 393;
sondern Verwaltungskosten, die in 2008, 73 Bub/Bernhard,
Ermangelung anderweitiger vertraglicher NZM 2008, 513;
Regelung dem Vermieter zur Last fallen. U. Bieber, jurisPR-
MietR 12/2008
Anm. 2
§ 556 BGB Nachforderungsausschluss bei 12. Dezember MietPrax-AK § Drasdo, NJW-
berichtigter Abrechnung 2007 556 BGB Nr. 29 Spezial 2008, 195;
Eine nach § 556 Abs. 3 Satz 3 BGB VIII ZR 190/06 = WuM 2008, Riecke, MietRB
ausgeschlossene Nachforderung liegt 150 = GE 2008, 2008, 98; Schmid,
nicht nur dann vor, wenn der Vermieter 327 = NZM NJW 2008, 1151;
nach Ablauf der in § 556 Abs. 3 Satz 2 2008, 204 = Schmid, GE 2008,
BGB genannten Frist einen die geleisteten NJW 2008, 1150 455
Vorauszahlungen des Mieters
übersteigenden Betrag fordert. Eine
solche Nachforderung ist vielmehr auch
dann anzunehmen, wenn der Vermieter
nach Fristablauf einen Betrag fordert, der
das Ergebnis einer bereits erteilten
Abrechnung übersteigt. Das gilt
namentlich auch dann, wenn dieses
Ergebnis ein Guthaben des Mieters ist.
§ 556 BGB Abflußprinzip bei der 20. Februar 2008 MietPrax-AK § Schach, GE 2008,
Betriebskostenabrechnung VIII ZR 49/07 556 BGB Nr. 30 444; Drasdo, NJW-
§§ 556 ff. BGB legen den Vermieter bei = GE 2008, 471 Spezial 2008, 226;
der Abrechnung von Betriebskosten nicht = WuM 2008, Lützenkirchen,
auf eine Abrechnung nach dem so 223 = NZM MietRB 2008, 129;
genannten Leistungsprinzip fest; auch 2008, 277 = Schmid, DWW
eine Abrechnung nach dem DWW 2008, 143 2008, 162;
Abflussprinzip ist grundsätzlich zulässig. = NJW 2008, Langenberg, WuM
1300 = ZMR 2009, 19; Schmid,
2008, 444 GE 2012, 165
§ 556 BGB Keine Änderung der 13. Februar 2008 MietPrax-AK § Schach, GE
Betriebskostenvereinbarung bei VIII ZR 14/06 556 BGB Nr. 31 2008,524;
= WuM 2008, Hoffmann, MietRB
225 = NZM 2008, 162

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langjährig unterlassener 2008, 276 =
Abrechnung NJW 2008, 1302
1. Ein die Umlage der Betriebskosten = GE 2008, 534
betreffender Änderungsvertrag kann = DWW 2008,
grundsätzlich auch stillschweigend 175 = MM 2008,
zustande kommen. Erforderlich ist dafür 181 = ZMR
aber ein Verhalten der einen 2008, 443
Vertragspartei, das aus der Sicht der
anderen Partei einen entsprechenden
Vertragsänderungswillen erkennen lässt.
2. In der bloßen Übersendung einer
Abrechnung ist ohne hinzutreten weiterer
Umstände aber kein Vertragsangebot zu
sehen.
3. Auch wenn der Vermieter 20 Jahre
vertragswidrig über Betriebskosten nicht
abrechnet ist die Geltendmachung von
Nachforderungen für die Zukunft ohne
das Vorliegen weiterer Umstände nicht
verwirkt.(nicht amtlicher Leitsatz)
§ 556 BGB Abrechnung nach 20. Februar 2008 MietPrax-AK § Schach, GE 2008,
Abflussprinzip; VIII ZR 27/07 556 BGB Nr. 32 632; Drasdo, NJW-
= GE 2008, 662 Spezial 2008, 354;
Hauswartkosten; Stromkosten = WuM 2008, Derckx, NZM
für Heizung 285 = NJW 2008, 394;
a) §§ 556 ff. BGB legen den Vermieter 2008, 1801 = Lützenkirchen,
bei der Abrechnung von Betriebskosten NZM 2008, 403 MietRB 2008,
nicht auf eine Abrechnung nach dem so = MM 2008, 225 199/200; Blank,
genannten Leistungsprinzip fest; auch = DWW 2008, NZM 2008, 745;
eine Abrechnung nach dem 216 = ZMR Milger, NZM
Abflussprinzip ist grundsätzlich zulässig. 2008, 691 2008, 757; Schmid,
b) Nimmt der Vermieter bei den Kosten NZM 2008, 918;
des Hauswarts einen pauschalen Abzug Langenberg, WuM
nicht umlagefähiger Verwaltungs-, 2009, 19; Wolbers,
Instandhaltungs- und ZMR 2009, 417
Instandsetzungskosten vor, genügt ein
schlichtes Bestreiten des Mieters. Dem
Vermieter obliegt es in diesem Fall, die
Kosten nachvollziehbar so
aufzuschlüsseln, dass die nicht
umlagefähigen Kosten herausgerechnet
werden können.
c) Die als Teil der Heizkosten
abzurechnenden Stromkosten für die
Heizungsanlage können geschätzt
werden, wenn gesonderte Zähler dafür
nicht vorhanden sind. Bestreitet der
Mieter den vom Vermieter angesetzten
Betrag, hat dieser die Grundlagen seiner
Schätzung darzulegen.
§ 556 BGB Umfang des 5. März 2008 MietPrax-AK § Schmid, GE 2008,
Einwendungsausschlusses: VIII ZR 80/07 556 BGB Nr. 33 516; Dickersbach,
= NJW 2008, ZMR 2008, 355;
Teilinklusivmiete 1521 = GE 2008, Kinne, GE 2008,
Zu den Einwendungen gegen eine 664 = WuM 638; Wall, WuM
Abrechnung des Vermieters über 2008, 283 = 2008, 327; Kurek,
Vorauszahlungen für Betriebskosten, die NZM 2008, 361 MietRB 2008, 198
der Mieter spätestens bis zum Ablauf des
zwölften Monats nach Zugang einer
formell ordnungsgemäßen Abrechnung
geltend machen muss, gehört auch der

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Einwand, dass der Vermieter
Betriebskosten, die nach der
mietvertraglichen Vereinbarung durch
eine Teilinklusivmiete abgegolten sein
sollten, abredewidrig konkret abgerechnet
habe (Fortführung Senatsurteil vom 10.
Oktober 2007 – VIII ZR 279/06, NJW
2008, 283).
§ 556 BGB Abrechnungsfrist und 9. April 2008 MietPrax-AK § Harsch, MietRB
Anerkenntnis des Mieters VIII ZR 84/07 556 BGB Nr. 34 2008, 322
a) Ist in der Abrechnung über die = GE 2008, 795
Vorauszahlungen für Betriebskosten (§ = NZM 2008,
556 Abs. 3 BGB) der Verteilerschlüssel 477 = NJW
unverständlich, liegt ein formeller Mangel 2008, 2258
vor, der zur Unwirksamkeit der
Abrechnung führt (Abgrenzung zum
Senatsurteil vom 17. November 2004 –
VIII ZR 115/04, NJW 2005, 219, unter II
1 b).
b) Auf die Ausschlussfrist des § 556 Abs.
3 Satz 2 und 3 BGB ist § 212 Abs. 1 Nr. 1
BGB nicht entsprechend anwendbar.
§ 556 BGB Form der 16. April 2008 MietPrax-AK § Schach, GE 2008,
Betriebskostenabrechnung; VIII ZR 75/07 556 BGB Nr. 35 712 = Drasdo,
= GE 2008, 730 NJW-Spezial 2008,
Umstellung auf Fernwärme = NZM 2008, 450; Pfeifer,
Zur Abrechnung von Wasserkosten 442 = MM 2008, MietRB 2008, 227;
gegenüber einem einzelnen Mieter, der 226 = NJW Pfeilschifter,
nach erfolgtem Einbau von 2008, 2105 = jurisPR-MietR
Einzelwasserzählern keinen direkten ZMR 2008, 702 15/2008 Anm. 2
Vertrag mit dem Versorger abgeschlossen
hat.
§ 556 BGB Abrechnung bei divergierenden 30. April 2008 MietPrax-AK § Kinne, GE 2008,
Abrechnungszeiträumen VIII ZR 240/07 556 BGB Nr. 36 829; Drasdo, NJW-
a) Wenn über verbrauchsabhängige = GE 2008, 853 Spezial 2008, 545;
Betriebskosten nicht getrennt von den = WuM 2008, Pfeifer, MietRB
sonstigen Betriebskosten abzurechnen ist, 404 = NZM 2008, 321; Leis,
so ist eine Gesamtabrechnung der 2008, 520 = jurisPR-MietR
Betriebskosten nicht deshalb formell NJW 2008, 2328 18/2008, Anm. 3
unwirksam, weil der
Abrechnungszeitraum einer in die
Gesamtabrechnung eingestellten
Abrechnung verbrauchsabhängiger
Betriebskosten nicht deckungsgleich ist
mit dem der Gesamtabrechnung zugrunde
liegenden Abrechnungszeitraum.
b) Bei einer auf das Kalenderjahr
bezogenen Gesamtabrechnung über die
Betriebskosten beginnt die Frist für die
Abrechnung der Vorauszahlungen auf die
Betriebskosten mit dem Ende des
Kalenderjahres auch dann, wenn der in
die Gesamtabrechnung einbezogenen
Abrechnung verbrauchsabhängiger
Betriebskosten ein davon abweichender
Abrechnungszeitraum - etwa die jährliche
Heizperiode - zugrunde liegt.
§ 556 BGB Formell ordnungsgemäße 28. Mai 2008 MietPrax-AK § Drasdo, NJW-
Abrechnung bei Abweichungen VIII ZR 261/07 556 BGB Nr. 37 Spezial 2008, 515;
= GE 2008, 855 Monschau; MietRB
zur Vorjahresabrechnung = WuM 2008, 2008, 259;

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Sind Betriebskosten nach Flächenanteilen 407 = NJW Lammel, jurisPR-
abzurechnen, ist zur Erstellung einer 2008, 2260 = MietR 17/2008
formell ordnungsgemäßen Abrechnung NZM 2008, 567 Anm. 2
eine Erläuterung der angesetzten
Flächenwerte nicht allein deswegen
erforderlich, weil diese Werte für
aufeinander folgende Abrechnungsjahre
Unterschiede aufweisen, deren Grund für
den Mieter nicht ohne Weiteres erkennbar
ist. Gleiches gilt, wenn abgelesene
Verbrauchswerte im Vergleich zu
anderen Abrechnungszeiträumen
auffällige Schwankungen zeigen. Ob die
angesetzten Flächen- und
Verbrauchswerte zutreffen, berührt allein
die materielle Richtigkeit der
Abrechnung.
§ 556 BGB Abgrenzung formelle und 19. November MietPrax-AK § Kinne, GE 2009,
materielle Fehler einer 2008 556 BGB Nr. 38 146; Drasdo, NJW-
VIII ZR 295/07 = NJW 2009, Spezial 2009, 130;
Abrechnung 283 = WuM Monschau, MietRB
a) Die Abgrenzung zwischen formeller 2009, 42 = NZM 2009, 93; Milger,
Wirksamkeit einer 2009, 78 = GE NJW 2009, 625;
Betriebskostenabrechnung gemäß § 556 2009, 189 Serwe, WuM 2009,
BGB einerseits und deren inhaltlicher 273
Richtigkeit andererseits richtet sich
danach, ob der durchschnittliche Mieter
in der Lage ist, die Art des
Verteilerschlüssels der einzelnen
Kostenpositionen zu erkennen und den
auf ihn entfallenden Anteil an den
Gesamtkosten rechnerisch nachzuprüfen
(formelle Wirksamkeit). Ob die
abgerechneten Positionen dem Ansatz
und der Höhe nach zu Recht bestehen
oder sonstige Mängel der Abrechnung
vorliegen, etwa ein falscher Anteil an den
Gesamtkosten zugrunde gelegt wird,
betrifft die inhaltliche Richtigkeit der
Betriebskostenabrechnung.
b) Allgemein verständliche
Verteilungsmaßstäbe bedürfen keiner
Erläuterung.
c) Auf die Ausschlussfrist des § 556 Abs.
3 Satz 2 und 3 BGB ist § 204 Abs. 1 Nr. 1
BGB nicht entsprechend anwendbar
(Fortführung des Senatsurteils vom 9.
April 2008, VIII ZR 84/07, NJW 2008,
2258, unter II 1 b).
§ 556 BGB Vertretenmüssen bei 21. Januar 2009 MietPrax-AK § Drasdo, NJW-
rechtzeitiger Aufgabe zur Post VIII ZR 107/08 556 BGB Nr. 39 Spezial 2009, 322;
a) Die Frist zur Abrechnung der = WuM 2009, Pfeifer, MietRB
Betriebskosten gemäß § 556 Abs. 3 Satz 236 = NZM 2009, 194;
2 BGB wird nur dann gewahrt, wenn die 2009, 274 = GE Lammel, WuM
Abrechnung dem Mieter noch innerhalb 2009, 509 = 2009, 389;
der Frist zugeht; die rechtzeitige DWW 2009, 146 Theesfeld, jurisPR-
Absendung der Abrechnung durch den = ZGS 2009, 237 MietR 18/2009
Vermieter genügt nicht. = ZMR 2009, Anm. 3
b) Bedient sich der Vermieter zur 512 = NJW
Beförderung der Abrechnung der Post, 2009, 2197 =
wird diese insoweit als Erfüllungsgehilfe MDR 2009, 558

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des Vermieters tätig; in einem solchen
Fall hat der Vermieter ein Verschulden
der Post gemäß § 278 Satz 1 BGB auch
dann zu vertreten (§ 556 Abs. 3 Satz 3
Halbs. 2 BGB), wenn auf dem Postweg
für den Vermieter unerwartete und nicht
vorhersehbare Verzögerungen oder
Postverluste auftreten.
§ 556 BGB Aufzugskosten für Aufzug im 8. April 2009 MietPrax-AK § Wall, jurisPR-
anderen Gebäude VIII ZR 128/08 556 BGB Nr. 40 MietR 13/2009
Eine formularmäßige Vereinbarung in = GE 2009, 711 Anm. 2; Schmid,
einem Wohnraummietvertrag, durch die = WuM 2009, GE 2009, 757;
ein Mieter anteilig mit Kosten für einen 351 = NJW Theesfeld, MietRB
Aufzug belastet wird, mit dem seine 2009, 2058 = 2009, 189; Drasdo,
Wohnung nicht erreicht werden kann, NZM 2009, 478 NJW-Spezial 2009,
weil sich der Aufzug in einem anderen = DWW 2009, 435; Schmid, ZMR
Gebäudeteil befindet, benachteiligt den 220 = MDR 2009, 676
Mieter unangemessen (Abgrenzung zu 2009, 794 =
Senatsurteil vom 20. September 2006 - ZMR 2009, 675
VIII ZR 103/06, NJW 2006, 3557).
§ 556 BGB Wasser- und 15. Juli 2009 MietPrax-AK § Drasdo, NJW-
Entwässerungskosten VIII ZR 340/08 556 BGB Nr. 41 Spezial 2009, 657;
Der Vermieter darf die Kosten für = GE 2009, 1037 Pfeifer, MietRB
Frischwasser und Schmutzwasser bei der = WuM 2009, 2009, 313;
Betriebskostenabrechnung jedenfalls 516 = NZM Schläger, ZMR
dann in einer Summe zusammenfassen 2009, 698 = 2010, 267
und einheitlich abrechnen, wenn die MDR 2009,
Umlage dieser Kosten einheitlich nach 1098 = DWW
dem durch Zähler erfassten 2009, 332 =
Frischwasserverbrauch vorgenommen ZMR 2009, 839
wird.
§ 556 BGB Versicherungskosten in der 16. September MietPrax-AK § Eisenschmid,
Betriebskostenabrechnung 2009 556 BGB Nr. 42 WuM 2010, 138;
Der Vermieter darf die Kosten der Sach- VIII ZR 346/08 = GE 2009, 1428 Pfeifer, MietRB
und Haftpflichtversicherung in einer = WuM 2009, 2010, 5
Summe unter der Kostenposition 669 = MM 2009,
"Versicherung" abrechnen. 369 = NJW
2009, 3575 =
DWW 2009, 384
= NZM 2009,
906 = MDR
2009, 1383 =
ZMR 2010, 102
§ 556 BGB Betriebskostenabrechnung mit 23. September MietPrax-AK § Lützenkirchen,
Soll-Vorauszahlungen 2009 556 BGB Nr. 43 MietRB 2009, 345;
Eine Abrechnung der Betriebskosten auf VIII ZA 2/08 = WuM 2009, Kinne, GE 2009,
der Basis der zwischen den Parteien 671 = MM 2009, 1462; Drasdo,
vereinbarten Vorauszahlungen (Soll- 371 = GE 2009, NJW-Spezial 2010,
Vorschüsse) anstatt der tatsächlich vom 1489 = NJW 3; Krapf, jurisPR-
Mieter geleisteten Vorauszahlungen (Ist- 2009, 3575 = MietR 3/2010
Vorschüsse) ist formell wirksam. Ob die NZM 2009, 906 Anm. 1
vorgenommenen Abzüge der Höhe nach = DWW 2010,
zutreffend angesetzt sind, betrifft die 56 = ZMR 2010,
inhaltliche Richtigkeit der Abrechnung. 272
§ 556 BGB Verwirkung einer 27. Oktober 2009 MietPrax-AK §
Betriebskostennachzahlung VIII ZR 334/07 556 BGB Nr. 44
a) Ein Vermieter, der Nebenkosten nicht = WuM 2010, 36
innerhalb einer angemessenen Zeit = GE 2010, 197
abrechnet, kann sich dem Einwand der = ZMR 2010,
Verwirkung (§ 242 BGB) ausgesetzt

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sehen, wenn er nicht geltend machen 279 = NZM
kann, dass er ohne eigenes Verschulden 2010, 243
an der Abrechnung gehindert war.
b) Hierfür reicht aber ein blosses
Untätigbleiben nicht aus. Hinzu kommen
müssen Umstände, die für den Mieter
einen Vertrauenstatbestand schaffen und
die spätere Geltendmachung des Rechts
als treuwidrig erscheinen lassen.
c) Das ist z.B. der Fall, wenn der
Vermieter über spätere
Abrechnungszeiträume eine Abrechnung
erteilt hat.(nicht amtlicher Leitsatz)
§ 556 BGB Direktabrechnung der 25. November MietPrax-AK § Beuermann, GE
Wasserkosten mit Mieter 2009 556 BGB Nr. 45 2010, 236; Pfeifer,
1. Bestimmt der Vermieter gemäß § 4 V VIII ZR 235/08 = WuM 2010, 89 MietRB 2010, 191
Nr. 2 MietHöheRegG, dass die Kosten = GE 2010, 263
der Wasserversorgung und der = ZMR 2010,
Entwässerung unmittelbar mit 350 = NZM
demjenigen abgerechnet werden, der die 2010, 314
entsprechenden Leistungen erbringt, kann
sich der Leistungserbringer zur Erfüllung
der von ihm übernommenen
Leistungspflichten Dritter bedienen.
2. Teilt der Vermieter, der nach dem
Mietvertrag lediglich eine beheizbare
Wohnung schuldet, dem Mieter im Zuge
der Einrichtung einer
Fernwärmeversorgung mit, dass die
Kosten für Heizung und Warmwasser
künftig direkt mit dem Versorger
abzurechnen sind, und übersendet der
Versorger dem Mieter daraufhin den
Entwurf einer Liefervereinbarung, kommt
ein Liefervertrag mit dem Versorger nach
§ 2 II AVBFernwärmeV dadurch
zustande, dass der Mieter die Leistungen
des Versorgers in Anspruch nimmt (im
Anschluss an BGH, Urteile vom
30.04.2003 - VIII ZR 279/02, NJW 2003,
3131 und vom 26.01.2005 - VIII ZR
66/04, NJW-RR 2005, 639). Das gilt auch
dann, wenn der Mieter der
Direktabrechnung widerspricht und den
ihm übersandten Entwurf nicht
unterzeichnet. (Leitsätze des Gerichts)
§ 556 BGB Angabe der Brennstoffkosten in 25. November MietPrax-AK § Monschau, MietRB
Heizkostenabrechnung 2009 556 BGB Nr. 46 2010, 103 und 104
a) Hinsichtlich eines auf § 91a Abs. 1 VIII ZR 322/08 = WuM 2010,
ZPO beruhenden Teils der 156 = GE 2010,
Kostenentscheidung kann die Revision 477 = NZM
nur darauf gestützt werden, dass das 2010, 315 =
Berufungsgericht die Voraussetzungen NJW 2010, 2053
dieser Bestimmung verkannt habe.
Dagegen kann sie nicht geltend machen,
dass das Berufungsgericht die
Erfolgsaussichten des übereinstimmend
für erledigt erklärten Anspruchs
unzutreffend beurteilt habe, weil
andernfalls ein zur Überprüfung einer

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solchen Kostenentscheidung vom Gesetz
nicht vorgesehenes Rechtsmittel eröffnet
würde (Anschluss an BGH, Urteile vom
22. November 2007 - I ZR 12/05, WRP
2008, 499 - Planfreigabesystem, und vom
21. Dezember 2006 - IX ZR 66/05, WM
2007, 411).
b) Eine ordnungsgemäße Abrechnung
über Brennstoffkosten erfordert nur die
summenmäßige Angabe der
Verbrauchswerte und der dafür
angefallenen Kosten. Eine aus sich heraus
vollständige Überprüfbarkeit dieser
Angaben auf ihre materielle Richtigkeit
ist nicht erforderlich, sondern bleibt einer
auf Verlangen des Mieters zu
gewährenden Belegeinsicht vorbehalten.
§ 556 BGB Hausverwaltungskosten in der 9. Dezember MietPrax-AK § Theesfeld, jurisPR-
Gewerberaummiete 2009 556 BGB Nr. 47 MietR 5/2010
Die Umlage von "Kosten der XII ZR 109/08 = BGHZ 183, Anm. 1; Kurek,
kaufmännischen und technischen 299 = NZM MietRB 2010, 106;
Hausverwaltung" in allgemeinen 2010, 123 = GuT Drasdo, NJW-
Geschäftsbedingungen eines 2010, 23 = NJW Spezial 2010, 226;
Mietvertrages über Geschäftsräume ist 2010, 671 = GE Schmid, ZMR
weder überraschend im Sinne von § 305 c 2010, 261 = 2010, 353; Eupen,
BGB, noch verstößt sie gegen das DWW 2010, 100 MietRB 2010, 211
Transparenzgebot gemäß § 307 Abs. 1 = ZMR 2010,
Satz 2 BGB. Daran ändert sich auch 351
dadurch nichts, dass die Vorauszahlungen
im Einzelfall deutlich niedriger festgelegt
wurden als die später abgerechneten
Kosten und die Klausel keine Bezifferung
oder höhenmäßige Begrenzung der
Verwaltungskosten enthält.
§ 556 BGB Abrechnungsfrist in der 27. Januar 2010 MietPrax-AK § Theesfeld, jurisPR-
Gewerberaummiete XII ZR 22/07 556 BGB Nr. 48 MietR 8/2010
a) Der Vermieter von Geschäftsräumen = GuT 2010, 26 Anm. 2;
ist zur Abrechnung über die Nebenkosten, = GE 2010, 406 Börstinghaus,
auf die der Mieter Vorauszahlungen = NJW 2010, LMK 4/2010 Anm.
geleistet hat, innerhalb einer 1065 = NZM 2; Drasdo, NJW-
angemessenen Frist verpflichtet. Diese 2010, 240 = Spezial 2010, 258;
Frist endet regelmäßig zum Ablauf eines DWW 2010, 178 Pfeifer, MietRB
Jahres nach Ende des 2010, 164
Abrechnungszeitraums.
b) Die Abrechnungsfrist ist keine
Ausschlussfrist. § 556 Abs. 3 Satz 3
BGB, der für die Wohnraummiete den
Ausschluss von
Betriebskostennachforderungen anordnet,
die der Vermieter später als zwölf Monate
nach Ablauf des Abrechnungszeitraums
verlangt, ist auf die Geschäftsraummiete
nicht analog anwendbar.
c) Für die Annahme einer konkludenten
Änderung des Umfangs der vereinbarten
Nebenkosten reicht es nicht aus, dass der
Vermieter einzelne vereinbarte
Nebenkostenpositionen über längere Zeit
nicht abgerechnet hat. Vielmehr bedarf es
hierfür weiterer Anhaltspunkte.

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§ 556 BGB Änderung der Mietstruktur im 23. Februar 2010 MietPrax-AK §
öffentlich geförderten VIII ZR 199/09 556 BGB Nr. 49
= WuM 2010,
Wohnungsbau 294 = GE 2010,
a) Um dem Transparenzgebot des § 20 759
Abs. 1 Satz 3 NMV zu genügen muss der
Mieter ersehen können, welche
Betriebskosten auf ihn zukommen und
welche Belastungen damit ungefähr für
ihn verbunden sind.
b) Dazu genügt es aber, dass der Umfang
der umzulegenden Betriebskosten durch
die Bezugnahme auf die Anlage 3 zu § 27
II. BV umschrieben und die Höhe der
ungefähr zu erwartenden Kosten durch
den Gesamtbetrag der geforderten
Vorauszahlungen mitgeteilt wird.
c) Einer Aufschlüsselung der
Vorauszahlungen auf die einzelnen
Betriebskosten bedarf es nicht.(nicht
amtlicher Leitsatz)
§ 556 BGB Anspruch auf 19. Februar 2010 MietPrax-AK § Kinne, GE 2010,
Belegkopieübersendung bei VIII ZR 83/09 556 BGB Nr. 50 727
= WuM 2010,
Ortswechsel 296 = WuM,
1. Die Frage, ob ausnahmsweise ein 2010, 363 = GE
Anspruch auf Belegkopieübersendung 2010, 761 = GE
besteht entzieht sich allgemeiner 2010, 1057 =
Betrachtung und ist vom Tatrichter unter ZMR 2010, 599
Würdigung aller Umstände des = NZM 2010,
Einzelfalls zu entscheiden. 576 = NJW
2. Die tatrichterliche Würdigung, dass 2010, 2288
dem Mieter wegen eines Umzugs und
eines studienbedingten Aufenthaltes im
Ausland eine Einsichtnahme in die
Belege nicht zumutbar ist, weist keinen
Rechtsfehler auf.(nicht amtlicher
Leitsatz)
§ 556 BGB Verwaltungskosten in der 24. Februar 2010 MietPrax-AK § Beuermann, GE
Gewerberaummiete XII ZR 69/08 556 BGB Nr. 51 2010, 449;
Die in einer Formularklausel festgelegte = GE 2010, 482 Eisenschmid,
allgemeine Umlage von = NZM 2010, jurisPR-MietR
Verwaltungskosten auf den Mieter 279 = GuT 2010, 9/2010 Anm. 3;
verstößt bei der Gewerbemiete nicht 96 = NJW-RR Hoffmann, MietRB
gegen das Transparenzgebot gemäß § 307 2010, 739 2010, 133
Abs. 1 Satz 2 BGB (im Anschluss an
Senatsurteil vom 9. Dezember 2009 - XII
ZR 109/08).
§ 556 BGB Betriebskostenabrechnung nur 28. April 2010 MietPrax-AK § Theesfeld, jurisPR-
an einen von zwei Mietern VIII ZR 263/09 556 BGB Nr. 52 MietR 13/2010
Der Vermieter ist nicht daran gehindert, = WuM 2010, Anm. 3; Schach,
die nach § 556 Abs. 3 BGB geschuldete 356 = GE 2010, GE 2010, 723;
Abrechnung der Betriebskosten, die eine 760 = NJW Dötsch, MietRB
Nachforderung zu seinen Gunsten 2010, 1965 = 2010, 189; Drasdo,
ausweist, nur einem von mehreren NZM 2010, 577 NJW-Spezial 2010,
Mietern gegenüber vorzunehmen und = DWW 2010, 418; Schmid,
lediglich diesen auf Ausgleich des sich 263 = ZMR MietRB 2010, 244
hieraus ergebenden Nachzahlungsbetrags 2010, 749
in Anspruch zu nehmen.

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§ 556 BGB Einwendungen müssen jedes 12. Mai 2010 MietPrax-AK § Börstinghaus,
Jahr neu erhoben werden VIII ZR 185/09 556 BGB Nr. 53 LMK 8/2010 Anm.
Materiell-rechtliche Einwendungen gegen = WuM 2010, 2; Derckx, NJW
die Betriebskostenabrechnung (hier: 420 = GE 2010, 2010, 2276;
fehlende Umlagefähigkeit der 901 = NZM Drasdo, NJW-
Grundsteuer) muss der Mieter dem 2010, 470 = Spezial 2010, 450;
Vermieter auch dann innerhalb eines NJW 2010, 2275 Harsch, MietRB
Jahres (erneut) mitteilen, wenn er sie = ZMR 2010, 2010, 221; Krapf,
bereits gegenüber einer früheren 669 = DWW jurisPR-MietR
Abrechnung erhoben hatte. 2010, 295 18/2010 Anm. 1;
Hinz, NZM 2010,
770
§ 556 BGB Abrechnung von 23. Juni 2010 MietPrax-AK § Beuermann, GE
Wirtschaftseinheiten VIII ZR 227/09 556 BGB Nr. 54 2010, 1156; Wall,
Bei einer Betriebskostenabrechnung, in = WuM 2010, jurisPR-MietR
der mehrere Gebäude oder Gebäudeteile 493 = GE 2010, 19/2010 Anm. 1;
einer Wohnungseigentumsanlage zu einer 1191 = NJW Dötsch, MietRB
- je nach Betriebskostenart 2010, 3228 = 2010, 288; Schmid,
unterschiedlichen - Abrechnungseinheit NZM 2010, 781 ZMR 2011, 15
zusammengefasst werden, betrifft die = ZMR 2010,
Frage, ob die der Abrechnung zugrunde 933
gelegten unterschiedlichen Bezugspunkte
für die einzelnen Betriebskosten
maßgeblich sind und ob die insoweit
angesetzten Flächenangaben zutreffen,
nicht die ("formelle") Wirksamkeit,
sondern die (inhaltliche) Richtigkeit der
Abrechnung (im Anschluss an das
Senatsurteil vom 20. Juli 2005 - VIII ZR
371/04, NJW 2005, 3135).
§ 556 BGB Formalien einer 11. August 2010 MietPrax-AK § Kinne, GE 2010,
Betriebskostenabrechnung für VIII ZR 45/10 556 BGB Nr. 55 1237;
= GE 2010, 1261 Börstinghaus,
ein gemischt genutztes Gebäude = WuM 2010, jurisPR-
a) Bedarf eine Betriebskostenabrechnung 627 = NJW BGHZivilR
einer Erläuterung, damit sie 2010, 3363 = 22/2010 Anm. 3;
nachvollzogen werden kann und somit MDR 2010, Schmid, ZMR
den an sie zu stellenden 1102 = NZM 2011, 15; Harsch,
Mindestanforderungen genügt, sind auch 2010, 784 = MietRB 2011, 3;
Erläuterungen zu berücksichtigen, die der ZMR 2011, 26 Pfeifer, MietRB
Vermieter dem Mieter außerhalb der 2011, 24
Abrechnung - vor Ablauf der
Abrechnungsfrist - erteilt hat, zum
Beispiel im Mietvertrag, in einer
vorausgegangenen Abrechnung oder auf
Nachfrage des Mieters.
b) Bei der Abrechnung der Betriebskosten
für ein teils gewerblich, teils zu
Wohnzwecken genutztes Gebäude gehört
die Vornahme eines Vorwegabzugs für
die gewerbliche Nutzung selbst dann
nicht zu den an eine Abrechnung zu
stellenden Mindestanforderungen, wenn
durch die gewerbliche Nutzung ein
erheblicher Mehrverbrauch verursacht
wird und deshalb in solcher Vorwegabzug
geboten ist.
c) Bei einer Abrechnung der
Betriebskosten eines gemischt genutzten
Objekts nach dem Flächenmaßstab
obliegt dem Mieter die Darlegungs- und

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Beweislast dafür, dass durch die
gewerbliche Nutzung erhebliche
Mehrkosten pro Quadratmeter entstehen.
Dabei ist hinsichtlich der einzelnen
Betriebskosten zu differenzieren und auf
die konkreten Gegebenheiten des
Gebäudekomplexes einerseits und die Art
der gewerblichen Nutzung andererseits
abzustellen; die in einem
Betriebskostenspiegel ausgewiesenen
Durchschnittskosten sind nicht
maßgeblich (im Anschluss an Senatsurteil
vom 25. Oktober 2006 - VIII ZR 251/05,
NJW 2006, 211).
§ 556 BGB Rückforderung der 22. Juni 2010 MietPrax-AK §
Vorauszahlungen bei VIII ZR 288/09 556 BGB Nr. 56
= WuM 2010,
unterlassener Abrechnung bei 630 = GE 2010,
bestehendem Mietverhältnis 1534 = NZM
Der Mieter kann in einem bestehenden 2010, 857 =
Mietverhältnis nicht die Rückzahlung der ZMR 2011, 21
auf die Nebenkosten geleisteten
Abschlagszahlungen verlangen, wenn der
Vermieter diese nicht fristgerecht (§ 556
Abs. 3 Satz 2 BGB) abrechnet.(nicht
amtlicher Leitsatz)
§ 556 BGB Abrechnung nach 14. Juli 2010 MietPrax-AK § Börstinghaus,
Wirtschaftseinheiten VIII ZR 290/09 556 BGB Nr. 57 jurisPR-
Werden mehrere Wohngebäude von = WuM 2010, BGHZivilR
Beginn des Mietverhältnisses an durch 629 = GE 2010, 21/2010 Anm. 4;
eine Gemeinschaftsheizung versorgt, 1415 = NJW Kinne, GE 2010,
können diese Gebäude für die Heiz- und 2010, 3229 = 1382: Dötsch,
Warmwasserkostenabrechnung zu einer NZM 2010, 781 MietRB 2010, 317;
Abrechnungseinheit zusammengefasst = ZMR 2011, 24 Drasdo, NJW-
werden, auch wenn als Mietsache im Spezial 2010, 707;
Mietvertrag nur eines der Gebäude Lammel, WuM
bezeichnet wird. Einer dahin gehenden 2011. 82
mietvertraglichen
Abrechnungsvereinbarung bedarf es nicht
(Bestätigung und Fortführung des
Senatsurteils vom 20. Juli 2005 - VIII ZR
371/04, NJW 2005, 3135).
§ 556 BGB Betriebskostenumlage nach 15. September MietPrax-AK § Pfeifer, MietRB
Personenschlüssel 2010 556 BGB Nr. 58 2011, 2; Drasdo,
Eine Betriebskostenabrechnung nach VIII ZR 181/09 = WuM 2010, NJW-Spezial 2011,
Personenzahl ist nicht deshalb 683 = GE 2010, 1; Both, jurisPR-
unwirksam, weil die Gesamtpersonenzahl 1534 = NJW MietR 4/2011
mit einem Bruchteil angegeben ist (im 2010, 3570 = Anm. 2
Anschluss an das Senatsurteil vom 11. MDR 2010,
August 2010 - VIII ZR 45/10). 1374 = NZM
2010, 859 =
ZMR 2011, 108
= DWW 2011,
57
§ 556 BGB Erlöschen des Anspruchs auf 22. September MietPrax-AK § Börstinghaus,
Rückzahlung der 2010 556 BGB Nr. 59 jurisPR-
VIII ZR 285/09 = WuM 2010, BGHZivilR 1/2011
Vorauszahlungen nach 688 = GE 2010, Anm. 3; Schach,
Erteilung der Abrechnung 1555 = MDR jurisPR-MietR
Macht der Mieter den Anspruch gegen 2010, 1373 = 23/2010 Anm. 1;
den Vermieter auf Rückzahlung NZM 2010, 858 Lehmann-Richter,

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geleisteter Vorschüsse auf = ZMR 2011, MietRB 2010, 350;
Betriebskosten, über die der Vermieter 112 Tholl, WuM 2010,
nicht innerhalb der Frist des § 556 Abs. 3 748; Knabbe,
Satz 2 BGB abgerechnet hat, im Wege WuM 2011, 108
der Aufrechnung geltend, so entfällt die
Wirkung der Aufrechnung ex nunc,
soweit der Vermieter nachträglich eine
wirksame Betriebskostenabrechnung
erteilt und der Mieter hiernach
Betriebskosten schuldet (Fortführung des
Senatsurteils vom 9. März 2005 - VIII ZR
57/04, NJW 2005, 1499).
§ 556 BGB Formalien einer 13. Oktober 2010 MietPrax-AK §
Betriebskostenabrechnung für VIII ZR 46/10 556 BGB Nr. 60
= WuM 2010,
ein gemischt genutztes Gebäude 741 = NJW-RR
a) Bei der Abrechnung der Betriebskosten 2011, 90 = NZM
für ein teils gewerblich, teils zu 2011, 118
Wohnzwecken genutztes Gebäude gehört
die Vornahme eines Vorwegabzugs für
die gewerbliche Nutzung selbst dann
nicht zu den an eine Abrechnung zu
stellenden Mindestanforderungen, wenn
durch die gewerbliche Nutzung ein
erheblicher Mehrverbrauch verursacht
wird und deshalb in solcher Vorwegabzug
geboten ist.
b) Bei einer Abrechnung der
Betriebskosten eines gemischt genutzten
Objekts nach dem Flächenmaßstab
obliegt dem Mieter die Darlegungs- und
Beweislast dafür, dass durch die
gewerbliche Nutzung erhebliche
Mehrkosten pro Quadratmeter entstehen.
Dabei ist hinsichtlich der einzelnen
Betriebskosten zu differenzieren und auf
die konkreten Gegebenheiten des
Gebäudekomplexes einerseits und die Art
der gewerblichen Nutzung andererseits
abzustellen; die in einem
Betriebskostenspiegel ausgewiesenen
Durchschnittskosten sind nicht
maßgeblich (im Anschluss an Senatsurteil
vom 25. Oktober 2006 - VIII ZR 251/05,
NJW 2006, 211).(nicht amtlicher
Leitsatz)
§ 556 BGB Abrechnung nach 20. Oktober 2010 MietPrax-AK § Schach, GE 2010,
Wirtschaftseinheiten VIII ZR 73/10 556 BGB Nr. 61 1655; Dötsch,
Sofern vertragliche Abreden dem nicht = WuM 2010, MietRB 2011, 1;
entgegen stehen, ist der Vermieter 742 = GE 2010, Drasdo, NJW-
preisfreien Wohnraums bei der 1682 = NZM Spezial 2011, 1;
Abrechnung der umlagefähigen 2010, 895 = Eisenschmid,
Betriebskosten regelmäßig berechtigt, NJW 2011, 368 jurisPR-MietR
mehrere von ihm verwaltete und der = ZMR 2011, 8/2011 Anm. 3
Wohnnutzung dienende 198
zusammenhängende Gebäude
vergleichbarer Bauweise, Ausstattung
und Größe zu einer Abrechnungseinheit
zusammenzufassen. Dies gilt auch dann,
wenn nur hinsichtlich einzelner
Betriebskosten (hier: Heizkosten) ein

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unabweisbares technisches Bedürfnis für
eine gebäudeübergreifende Abrechnung
besteht (Weiterführung von BGH, Urteil
vom 20. Juli 2005 - VIII ZR 371/04, NJW
2005, 3135; Urteil vom 14. Juli 2010 -
VIII ZR 290/09).
§ 556 BGB Verwendung nicht geeichter 17. November MietPrax-AK § Harsch, MietRB
Wasserzähler 2010 556 BGB Nr. 62 2011, 35; Pfeifer,
a) Ist im Mietvertrag eine nach § 556a VIII ZR 112/10 = WuM 2011, 21 jurisPR-MietR
Abs. 1 Satz 2 BGB zulässige = GE 2011, 126 4/2011 Anm. 3;
Betriebskostenabrechnung auf der = NZM 2011, Börstinghaus,
Grundlage eines erfassten Verbrauchs 117 = NJW jurisPR-
vereinbart, kommt es für die inhaltliche 2011, 598 = BGHZivilR 5/2011
Richtigkeit der Betriebskostenabrechnung ZMR 2011, 362 Anm. 4; Drasdo,
allein darauf an, ob der tatsächliche NJW-Spezial 2011,
Verbrauch zutreffend erfasst worden ist. 130
b) Beruhen die in die
Betriebskostenabrechnung eingestellten
Verbrauchswerte auf der Ablesung eines
geeichten Messgeräts, spricht eine
tatsächliche Vermutung dafür, dass diese
Werte den tatsächlichen Verbrauch
richtig wiedergeben.
c) Den von einem nicht (mehr) geeichten
Messgerät abgelesenen Verbrauchswerten
kommt die Vermutung ihrer Richtigkeit
nicht zu. In diesem Fall muss der
Vermieter im Prozess die Richtigkeit der
abgelesenen Werte zur Überzeugung des
Tatrichters nachweisen.
§ 556 BGB Abrechnungsfrist bei 17. November MietPrax-AK § Dötsch, MietRB
Gewerberaummietverträgen 2010 556 BGB Nr. 63 2011, 40; Drasdo,
Zur Abrechnungsfrist von Nebenkosten XII ZR 124/09 = GE 2011, 128 NJW-Spezial 2011,
bei Mietverträgen über Geschäftsräume = NJW 2011, 98; Lützenkirchen,
(im Anschluss an das Senatsurteil vom 445 = NZM jurisPR-MietR
27. Januar 2010 - XII ZR 22/07 - NZM 2011, 121 = GuT 6/2011 Anm. 3
2010, 240). 2011, 438 =
WuM 2011, 220
= ZMR 2011,
365
§ 556 BGB Einwendungsausschluss setzt 8. Dezember MietPrax-AK § Schach, jurisPR-
formell wirksame Abrechnung 2010 556 BGB Nr. 64 MietR 5/2011
VIII ZR 27/10 = WuM 2011, Anm. 2; Harsch,
voraus 101 = GE 2011, MietRB 2011, 104;
Der Zugang einer den formellen 404 = NZM Drasdo, NJW-
Anforderungen nicht genügenden 2011, 401 = Spezial 2011, 257
Betriebskostenabrechnung setzt die ZMR 2011, 454
Einwendungsfrist des § 556 Abs. 3 Satz 5
BGB nicht in Gang. Dies hat zur Folge,
dass der Einwendungsausschluss des §
556 Abs. 3 Satz 6 BGB hinsichtlich der
Kostenpositionen nicht greift, bei denen
es an einer in formeller Hinsicht
ordnungsgemäßen Abrechnung fehlt.
§ 556 BGB Zahlung und Gutschrift auf 12. Januar 2011 MietPrax-AK § Elzer, MietRB
Grund Abrechnung kein VIII ZR 296/09 556 BGB Nr. 65 2011, 70; Schach,
= WuM 2011, GE 2011, 300;
Schuldanerkenntnis 108 = GE 2011, Drasdo, NJW-
Jedenfalls seit der gesetzlichen 331 = NZM Spezial 2011, 195
Einführung der ausschlussbewehrten 2011, 242 =
Abrechnungs- und Einwendungsfristen MDR 2011, 214
gemäß § 556 Abs. 3 Satz 2, 3 und Satz 5,

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6 BGB durch das Mietrechtsreformgesetz = NJW 2011,
vom 19. Juni 2001 erlauben weder die 843 = ZMR
vorbehaltlose Zahlung einer 2011, 375
Betriebskostennachforderung durch den
Mieter noch die vorbehaltslose Erstattung
eines sich aus der
Betriebskostenabrechnung ergebenden
Guthabens durch den Vermieter für sich
genommen die Annahme eines
deklaratorischen Schuldanerkenntnisses,
das einer späteren Nach- oder
Rückforderung während des Laufs der
genannten Fristen entgegensteht
(Fortführung von BGH, Urteile vom 18.
Januar 2006 - VIII ZR 94/05; vom 11.
November 2008 - VIII ZR 265/07).
§ 556 BGB Einwendungsausschluss bei 12. Januar 2011 MietPrax-AK § Dötsch, MietRB
Betriebskostenpauschale VIII ZR 148/10 556 BGB Nr. 66 2011, 70; Drasdo,
Der Mieter muss dem Vermieter = GE 2011, 329 NJW-Spezial 2011,
innerhalb von zwölf Monaten seit Erhalt = WuM 2011, 226
einer Betriebskostenabrechnung mitteilen, 158 = NZM
dass einzelne Betriebskosten mit 2011, 240 =
Rücksicht auf eine hierfür vereinbarte ZMR 2011, 373
Pauschale nicht abzurechnen sind.
§ 556 BGB Formalien einer 18. Januar 2011 MietPrax-AK §
Betriebskostenabrechnung für VIII ZR 89/10 556 BGB Nr. 67
= WuM 2011,
ein gemischt genutztes Gebäude 367 = NZM
1. Eine Betriebskosten ist auch dann 2011, 546
formell ordnungsgemäß wenn
a) bei Verwendung eines
Personenschlüssels ein Bruchteil
angegeben wird;
b) dieser auch vom Vorjahreswert
abweicht;
c) unterschiedliche Wohnflächen bei
verschiedenen Betriebkostenpositionen
angegeben werden.
2. Die formell ordnungsgemäße
Abrechnung setzt die Einwendungsfrist in
Gang.(nicht amtlicher Leitsatz)
§ 556 BGB Abrechnung nach 2. Februar 2011 MietPrax-AK § Kinne, GE 2011,
Wirtschaftseinheiten VIII ZR 151/10 556 BGB Nr. 68 442; Harsch,
Werden mehrere Wohngebäude von = WuM 2011, MietRB 2011, 204;
Beginn des Mietverhältnisses an durch 159 = GE 2011, Pfeifer, jurisPR-
eine Gemeinschaftsheizung versorgt, 477 = ZMR MietR 13/2011
können diese Gebäude für die Heiz- und 2011, 458 Anm. 2
Warmwasserkostenabrechnung zu einer
Abrechnungseinheit zusammengefasst
werden, auch wenn als Mietsache im
Mietvertrag nur eines der Gebäude
bezeichnet wird. Einer dahin gehenden
mietvertraglichen
Abrechnungsvereinbarung bedarf es
nicht.(nicht amtlicher Leitsatz)
§ 556 BGB Erlöschen des Anspruchs auf 9. Februar 2011 MietPrax-AK §
Rückzahlung der VIII ZR 285/09 556 BGB Nr. 69
= WuM 2011,
Vorauszahlungen nach 178 = NZM
Erteilung der Abrechnung 2011, 274

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Macht der Mieter den Anspruch gegen
den Vermieter auf Rückzahlung
geleisteter Vorschüsse auf
Betriebskosten, über die der Vermieter
nicht innerhalb der Frist des § 556 Abs. 3
Satz 2 BGB abgerechnet hat, im Wege
der Aufrechnung geltend, so entfällt die
Wirkung der Aufrechnung ex nunc,
soweit der Vermieter nachträglich eine
wirksame Betriebskostenabrechnung
erteilt und der Mieter hiernach
Betriebskosten schuldet (Fortführung des
Senatsurteils vom 9. März 2005 - VIII ZR
57/04, NJW 2005, 1499).(nicht
amtlicher Leitsatz)
§ 556 BGB Inhalt einer 9. März 2011 MietPrax-AK § Schach, GE 2011,
Betriebskostenvereinbarung VIII ZR 132/10 556 BGB Nr. 70 518; Kunze,
a) Zur Umdeutung einer - nach dem = WuM 2011, MietRB 2011, 170
früheren Mietpreisbindungsrecht für 214 = GE 2011,
Altbauten in Berlin - unzulässigen 543 = NZM
Vereinbarung über abzurechnende 2011, 400 =
Betriebskostenvorauszahlungen in eine ZMR 2011, 536
gesetzlich seinerzeit zulässige Abrede
über die Zahlung einer
Betriebskostenpauschale.
b) Unter dem Gesichtspunkt des
Verzugsschadens sind Anwaltskosten für
die Einholung einer Deckungszusage der
Rechtsschutzversicherung des
Geschädigten - unabhängig von der
Frage, ob es sich hierbei um eine
besondere Angelegenheit im Sinne des §
18 RVG handelt - nicht zu erstatten, wenn
die Inanspruchnahme anwaltlicher Hilfe
zur Einholung der Deckungszusage nicht
erforderlich war (Fortführung des
Senatsurteils vom 6. Oktober 2010 - VIII
ZR 271/09, WuM 2010, 740).
§ 556 BGB Einwendungsausschluss setzt 15. März 2011 MietPrax-AK § Kinne, GE 2011,
formell wirksame Abrechnung VIII ZR 243/10 556 BGB Nr. 71 657
= WuM 2011,
voraus 281 = GE 2011,
1. Der Einwendungsausschluss des § 556 683 = NZM
Abs. 3 Satz 5 und 6 BGB greift nicht 2011, 581
gegenüber einer formell unwirksamen,
aber materiell richtigen Abrechnung.
2. Die für die Abrechnung einer in einem
Mehrfamilienhaus gelegenen Wohnung
geltenden Grundsätze können auf eine
Betriebskostenabrechnung für eine
Doppelhaushälfte nicht ohne weiteres
übertragen werden.
3. Es würde eine leere Förmelei darstellen
hier zunächst die Angabe der
Gesamtkosten zu verlangen. Vielmehr
genügt der Vermieter in einem derartigen
Fall seiner Abrechnungspflicht, wenn er
die ihm für die Doppelhaushälfte
gesondert in Rechnung gestellte
Grundsteuer, Wasser- und
Entwässerkosten sowie

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Straßenreinigungsgebühr an den Mieter
"weiterleitet".(nicht amtlicher
Leitsatz)
§ 556 BGB Berichtigung einer 30. März 2011 MietPrax-AK § Jablonski, GE
Betriebskostenabrechnung nach VIII ZR 133/10 556 BGB Nr. 72 2011, 801; Wall,
= WuM 2011, jurisPR-MietR
Treu und Glauben 370 = NJW 15/2011 Anm. 2;
1. Grundsätzlich kann der Vermieter eine 2011, 1957 = GE Riecke, MietRB
Betriebskostenabrechnung nach Ablauf 2011, 814 = 2011, 243
der Frist aus § 556 Abs. 3 Satz 2 BGB NZM 2011, 478
nicht mehr zum Nachteil des Mieters = ZMR 2011,
korrigieren. Es kommt nicht darauf an, 710
worauf der Fehler der Abrechnung
beruht. Dies gilt auch, wenn der
Vermieter zugunsten des Mieters
irrtümlich höhere als die tatsächlich
erbrachten Vorauszahlungen angesetzt
hat.
2. Etwas anderes kann gem. § 242 BGB
ausnahmsweise dann gelten, wenn der
Fehler für den Mieter offensichtlich ist,
weil darüber gerade ein Prozess geführt
worden ist.(nicht amtlicher Leitsatz)
§ 556 BGB Berücksichtigung von 13. April 2011 MietPrax-AK § Börstinghaus,
Mietminderungen bei der VIII ZR 223/10 556 BGB Nr. 73 jurisPR-
= WuM 2011, BGHZivilR
Betriebskostenabrechnung 284 = GE 2011, 11/2011 Anm. 3;
Zur Berücksichtigung einer Minderung 749 = NJW Kinne, GE 2011,
der Miete bei der jährlichen 2011, 1806 = 718; Dötsch,
Betriebskostenabrechnung. NZM 2011, 453 MietRB 2011, 169;
= ZMR 2011, Schmid, GE 2011,
625 799; Wall, jurisPR-
MietR 13/2011
Anm. 1; Drasdo,
NJW-Spezial 2011,
417; Feuerlein,
WuM 2011, 401;
Doerfer, ZMR
2011, 704; Thoms,
ZMR 2012, 7
§ 556 BGB Berichtigung von 3. Mai 2011 MietPrax-AK §
Betriebskostenabrechnungen VIII ZR 139/10 556 BGB Nr. 74
a) Der Vermieter darf nach Ablauf der = WuM 2011,
Abrechnungsfrist Nachforderungen auch 421 = GE 2011,
dann nicht mehr verlangen, wenn in der 1013
ursprünglichen, inhaltlich fehlerhaften
Nebenkostenabrechnung zugunsten des
Mieters ein Guthaben ausgewiesen
wurde.
b)Für den bereicherungsrechtlichen
Rückforderungsanspruch aus § 812 Abs.
1 Satz 1 BGB gilt nichts anderes. Auch
insoweit kann der Vermieter auf Grund
der Präklusionswirkung des § 556 Abs. 3
Satz 3 BGB einen irrtümlich errechneten
Guthabenbetrag aus einer
Nebenkostenabrechnung nicht
zurückfordern.(nicht amtlicher
Leitsatz)

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§ 556 BGB Hausverwaltungskosten in der 4. Mai 2011 MietPrax-AK § Bieber, GE 2011,
Gewerberaummiete XII ZR 112/09 556 BGB Nr. 75 922; Eisenschmid,
Die Umlage von "Kosten der = GuT 2011, 48 jurisPR-MietR
kaufmännischen und technischen = GE 2011, 946 16/2011 Anm. 3
Hausverwaltung" in allgemeinen = ZMR 2011,
Geschäftsbedingungen eines 788 = NZM
Mietvertrages über Geschäftsräume ist 2012, 82
weder überraschend im Sinne von § 305 c
BGB, noch verstößt sie gegen das
Transparenzgebot gemäß § 307 Abs. 1
Satz 2 BGB. Daran ändert sich auch
dadurch nichts, dass die Vorauszahlungen
im Einzelfall deutlich niedriger festgelegt
wurden als die später abgerechneten
Kosten und die Klausel keine Bezifferung
oder höhenmäßige Begrenzung der
Verwaltungskosten enthält.(nicht
amtlicher Leitsatz)
§ 556 BGB Materielle Fehler einer 18. Mai 2011 MietPrax-AK § Harsch, MietRB
Betriebskostenabrechnung; Soll- VIII ZR 240/10 556 BGB Nr. 76 2011, 240
= WuM 2011,
Vorauszahlungen 420 = GE 2011,
a) Die (vertragswidrige) Abrechnung von 949 = NJW
Betriebskosten, für die es an einer 2011, 2786 =
Umlagevereinbarung fehlt oder für die NZM 2011, 627
eine Pauschale vereinbart ist, führt nicht = ZMR 2011,
zur Unwirksamkeit der 784 = DWW
Betriebskostenabrechnung aus formellen 2011, 295
Gründen.
b) Das Gleiche gilt für in der Abrechnung
zu hoch oder zu niedrig angesetzte
Vorauszahlungen oder den Ansatz von
Soll- statt Ist-Vorauszahlungen.
§ 556 BGB Gebot der Wirtschaflichkeit 6. Juli 2011 MietPrax-AK § Schach, jurisPR-
a) Der Mieter trägt die Darlegungs- und VIII ZR 340/10 556 BGB Nr. 77 MietR 19/2011
Beweislast für eine Verletzung des = WuM 2011, Anm. 1;
Grundsatzes der Wirtschaftlichkeit bei 513 = GE 2011, Börstinghaus,
der Abrechnung der Betriebskosten durch 1225 = NJW LMK 10/2011
den Vermieter. 2011, 3028 = Anm. 5; Pfeifer,
b) Mit der Behauptung, ein Kostenansatz NZM 2011, 705 MietRB 2011, 337;
in der Betriebskostenabrechnung des = DWW 2012, Drasdo, NJW-
Vermieters übersteige den insoweit 52 Spezial 2011, 642;
überregional ermittelten Hinz, NZM 2012,
durchschnittlichen Kostenansatz für 137; Peters, NZM
Wohnungen vergleichbarer Größe, genügt 2012, 145;
der Mieter seiner Darlegungslast nicht. Timme/Günnewig,
c) Den Vermieter trifft regelmäßig keine MietRB 2012, 83;
sekundäre Darlegungslast für die Milger, NZM
tatsächlichen Grundlagen seines 2012, 657
Betriebskostenansatzes.
§ 556 BGB Abrechnungszeitraum von mehr 27. Juli 2011 MietPrax-AK § Wall, jurisPR-
als einem Jahr VIII ZR 316/10 556 BGB Nr. 78 MietR 18/2011
§ 556 Abs. 3 Satz 1, Abs. 4 BGB steht = GE, 2011, Anm. 1; Kinne, GE
einer einmaligen einvernehmlichen 1153 = WuM 2011, 1119;
Verlängerung der jährlichen 2011, 511 = Drasdo, NJW-
Abrechnungsperiode zum Zwecke der NJW 2011, 2878 Spezial 2011, 610;
Umstellung auf eine kalenderjährliche = NZM 2011, Harsch, MietRB
Abrechnung nicht entgegen. 624 = DWW 2011, 337; Schmid,
2011, 335 = NZM 2012, 193
ZMR 2011, 941

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§ 556 BGB Formularmäßige Abwälzung 3. August 2011 MietPrax-AK § Eupen, MietRB
von Verwaltungskosten in der XII ZR 205/09 556 BGB Nr. 79 2011, 309; Bieber,
= GE 2011, 1301 GE 2011, 1263;
Gewerberaummiete = ZMR 2011, Blank, LMK
Die formularmäßig vereinbarte Klausel 946 = MDR 10/2011 Anm. 1;
eines Gewerberaummietvertrages, die 2011, 1090 = Geisler, jurisPR-
dem Mieter eines in einem GuT 2011, 268 = BGHZiviR
Einkaufszentrum belegenen Ladenlokals NZM 2012, 24 20/2011 Anm. 1;
als Nebenkosten des Einkaufscenters Drasdo, NJW-
zusätzlich zu den Kosten der Spezial 2011, 705;
"Verwaltung" nicht näher Emmert, jurisPR-
aufgeschlüsselte Kosten des "Center- MietR 3/2012
Managements" gesondert auferlegt, ist Anm. 4: Schmidt,
intransparent und daher unwirksam. NZM 2012, 495;
Schweitzer/Ghasse
mi-Tabar, ZfIR
2011, 816
§ 556 BGB Formalien der 13. September MietPrax-AK § Kinne, GE 2011,
Heizkostenabrechnung 2011 556 BGB Nr. 80 1650
a) Es ist unschädlich, dass die VIII ZR 45/11 = WuM 2011,
Heizkostenabrechnung keine Angaben 684 = GE 2011,
über die Kosten des Betriebsstroms 1679 = ZMR
enthält. 2012, 173 = GE
b) Die Bildung einer Abrechnungseinheit 2021, 999 =
unter Zusammenfassung mehrerer, durch NJW-RR 2021,
eine gemeinsame Heizungsanlage 1168
versorgter Gebäude ist zulässig.
c) Ein Anspruch auf Einsicht in die
Beschlüsse der
Wohnungseigentümergemeinschaft steht
dem Mieter nicht zu.
d) Ein Aufschlüsselung der
Hausmeisterkosten ist nicht mehr
erforderlich, wenn zwei verschiedene
Verträge über umlagefähige und nicht
umlagefähige Tätigkeiten bestehen.
e) Die Grundsteuer kann bei vermieteter
Eigentumswohnung direkt ohne Angabe
eines Umlageschlüssels dem Mieter
gegenüber abgerechnet weden.(nicht
amtlicher Leitsatz)
§ 556 BGB Formalien der 13. September MietPrax-AK §
Heizkostenabrechnung 2011 556 BGB Nr. 81
a) Es ist unschädlich, dass die VIII ZR 69/11
Heizkostenabrechnung keine Angaben
über die Kosten des Betriebsstroms
enthält.
b) Bei der Beheizung mit Fernwärme
genügt die Angabe der verbrauchten
Wärmemenge. Die Angabe der
Zählerstände ist nicht erforderlich.
c) Die Bildung einer Abrechnungseinheit
unter Zusammenfassung mehrerer, durch
eine gemeinsame Heizungsanlage
versorgter Gebäude ist zulässig.
d) Ein Anspruch auf Einsicht in die
Beschlüsse der
Wohnungseigentümergemeinschaft steht
dem Mieter nicht zu.

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e) Ein Aufschlüsselung der
Hausmeisterkosten ist nicht mehr
erforderlich, wenn zwei verschiedene
Verträge über umlagefähige und nicht
umlagefähige Tätigkeiten bestehen.
f) Die Grundsteuer kann bei vermieteter
Eigentumswohnung direkt ohne Angabe
eines Umlageschlüssels dem Mieter
gegenüber abgerechnet weden.(nicht
amtlicher Leitsatz)
§ 556 BGB Formalien der 26. Oktober 2011 MietPrax-AK § Wall, jurisPR-
Heizkostenabrechnung VIII ZR 269/10 556 BGB Nr. 82 MietR 6/2012
a) Es stellt keinen formellen Mangel der = NZM 2012, Anm. 2
Heizkostenabrechnung dar, wenn der 153 = WuM
Vermieter in ihr auch die Kaltwasser- und 2012, 98 = ZMR
Entwässerungskosten mit abrechnet. 2012, 345
b) Der Vermieter hat eine
Heizkostenabrechnung zu erstellen, die
den Anforderungen der
Heizkostenverordnung entspricht. Eine
Pflicht, diese Vorschriften mitzuteilen
oder zu erläutern, trifft ihn hingegen
nicht.(nicht amtlicher Leitsatz)
§ 556 BGB Erstattung von Betriebskosten 17. November MietPrax-AK § Hörndler, MietRB
von Ersteher an 2011 556 BGB Nr. 83 2012, 72;
V ZB 34/11 = GE 2012, 201 Theesfeld, jurisPR-
Zwangsverwalter = GuT 2012, 38 MietR 5/2012
Der Zwangsverwalter kann die im Anm. 6; Drasdo,
laufenden Abrechnungszeitraum bis zum NJW-Spezial 2012,
Zuschlag verauslagten, nicht durch 193
Mietervorauszahlungen abgedeckten
Betriebskosten von dem Ersteher nicht als
Aufwendungsersatz analog § 670 BGB
beanspruchen.
§ 556 BGB Abrechnung nach 22. November MietPrax-AK §
Wirtschaftseinheiten 2011 556 BGB Nr. 84
a) Die Frage, ob der Vermieter bei einer VIII ZR 228/11 = WuM 2012, 97
Betriebskostenabrechnung mehrere = ZMR 2012,
Gebäude zu einer Abrechnungseinheit 344
zusammenfassen darf, betrifft nicht die
formelle Wirksamkeit, sondern die
materielle Richtigkeit.
b) Ein Mietvertrag enthält nicht deshalb
eine stillschweigende Vereinbarung, dass
die Abrechnung gebäudebezogen zu
erfolgen hat, weil nur die Adresse der
Wohnung angegeben wurde.
c) Es ist nicht erforderlich, dass die der
Abrechnung zugrunde gelegte
Abrechnungseinheit durch nähere
Bezeichnung der davon umfassten
Gebäude erläutert wird(nicht amtlicher
Leitsatz)
§ 556 BGB Verteilungsschlüssel als 13. Dezember MietPrax-AK § Kinne, GE 2012,
Prozentwert; Vorauszahlungen 2011 556 BGB Nr. 85 371
VIII ZR 286/10 = WuM 2012, 98
mit Null = GE 2012, 402
Eine Betriebskostenabrechnung ist auch
dann nachvollziehbar, wenn bei den nach
Personenschlüssel umzulegenden

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Nebenkostenpositionen der
Verteilerschlüssel als Prozentzahl
angegeben wurde. Eine Erläuterung ist
nicht erforderlich.
Ebenso verhält es sich bei in der
Abrechnung zu hoch oder zu niedrig -
also auch mit Null - angesetzten
Vorauszahlungen.
Betriebskosten, die anteilig für Stellplätze
anfallen, können nicht auf
Wohnraummieter umgelegt
werden.(nicht amtlicher Leitsatz)
§ 556 BGB Kein formeller Fehler bei 31. Januar 2012 MietPrax-AK § Kinne, GE 2012,
fehlender vertraglicher VIII ZR 335/10 556 BGB Nr. 86 513
= GE 2012, 543
Umlagevereinbarung = GuT 2012, 37
1. Die Abrechnung von Betriebskosten,
für die es an einer Umlagevereinbarung
fehlt oder für die eine Pauschale
vereinbart ist, führt nicht zur
Unwirksamkeit der
Betriebskostenabrechnung aus formellen
Gründen.
2. Der Mieter muss den entsprechenden
Einwand innerhalb von zwölf Monaten
seit Erhalt einer
Betriebskostenabrechnung mitteilen.
3. Dabei ist es unerheblich, ob lediglich
für einzelne Betriebskostenarten oder für
die Betriebskosten insgesamt keine
Umlagevereinbarung zwischen den
Mietvertragsparteien getroffen worden
ist.(nicht amtlicher Leitsatz)
§ 556 BGB Einsichtsrecht in Lieferverträge 22. November MietPrax-AK § Schach, GE 2012,
a) Der Vermieter hat dem Mieter auf 2011 556 BGB Nr. 87 789
Verlangen im Rahmen der Belegeinsicht VIII ZR 38/11 = WuM 2012,
auch Verträge mit Dritten vorzulegen, 276 = GuT 2012,
soweit deren Heranziehung zur 136 = GE 2012,
sachgerechten Überprüfung der 825 = ZMR
Nebenkostenabrechnung und zur 2012, 542
Vorbereitung etwaiger Einwendungen
gegen die Nebenkostenabrechnung gemäß
§ 556 Abs. 3 Satz 5 und 6 BGB
erforderlich ist. Dies ist insbesondere bei
einem Wärmelieferungsvertrag der Fall.
b) Der Mieter kann zur Durchsetzung
dieses Anspruchs sowohl die laufenden
Nebenkostenvorauszahlungen für
Heizung und Warmwasser wie auch den
Nachzahlungsbetrag zurückbehalten,
solange der Vermieter dem Mieter nicht
die Einsicht in den zugrundeliegenden
Wärmeliefervertrag gewährt(nicht
amtlicher Leitsatz)
§ 556 BGB Änderung des 13. März 2012 MietPrax-AK §
Abrechnungskreises VIII ZR 291/11 556 BGB Nr. 88
Durch die Ausgliederung von Kaltwasser- = GE 2012, 824
und Entwässerungskosten aus dem
vertraglich vereinbarten
Abrechnungskreis für kalte

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Betriebskosten wird die
Nachvollziehbarkeit der Abrechnung
nicht beeinträchtigt.
Dies gilt auch, wenn für beide
Abrechnungskreise unterschiedliche
Abrechnungszeiträume gelten.
Es kann unter dem Gesichtspunkt der
Wirtschaftlichkeit sogar geboten sein,
diese Änderung vorzunehmen.(nicht
amtlicher Leitsatz)
§ 556 BGB Abrechnung der Wasserkosten 13. März 2012 MietPrax-AK §
nach Wohnfläche bei VIII ZR 218/11 556 BGB Nr. 89
= GuT 2012, 136
unterbliebener Ablesung = WuM 2012,
Sind die Wasser- und 316 = GE 2012,
Entwässerungskosten vertraglich nach 827 = ZMR
Verbrauch abzurechnen, ist aber eine 2012, 615
Ablesung der Zähler unterblieben, so ist
es formell fehlerfrei, wenn der Vermieter
die Kosten nach dem Verhältnis der
Wohnfläche abrechnet.
Ob dann ein Abzug analog § 12 HeizKV
von 15% zu erfolgen hat bleibt
offen.(nicht amtlicher Leitsatz)
§ 556 BGB Formelle Fehler bei Abrechnung 13. März 2012 MietPrax-AK §
nach Wirtschaftseinheit VIII ZR 329/10 556 BGB Nr. 90
Hat der Vermieter in zulässigerweise = GuT 2012, 163
Wirtschaftseinheiten gebildet ist es
formell unerheblich, wenn er bei der
Bezeichnung der Wirtschaftseinheit die
Hausnummern einiger Gebäude vergessen
hat.(nicht amtlicher Leitsatz)
§ 556 BGB Inhalt einer 2. Mai 2012 MietPrax-AK § Eisenschmid,
Betriebskostenvereinbarung XII ZR 88/10 556 BGB Nr. 91 jurisPR-MietR
Zur Wirksamkeit der Abrede in einem = GuT 2012, 133 12/2012 Anm. 1;
Mietvertrag über Wohnraum, der Mieter = GE 2012, 822 Kinne, GE 2012,
habe einen Betriebskostenvorschuss in = ZMR 2012, 792; Harsch,
bestimmter Höhe zu zahlen, als 614 = WuM MietRB 2012, 190;
Vereinbarung über die Umlegung von 2012, 453 = Drasdo, NJW-
Betriebskosten. NZM 2012, 608 Spezial 2012, 418
= DWW 2012,
330
§ 556 BGB Verwirkung von 21. Februar 2012 MietPrax-AK § Kinne, GE 2012,
Betriebskostennnachforderunge VIII ZR 146/11 556 BGB Nr. 92 799
= GuT 2012, 137
n = WuM 2012,
a) Auch nach Inkrafttreten der 317 = GE 2012,
Mietrechtsreform können Ansprüche aus 823 = ZMR
einer Betriebskostenabrechnung verwirkt 2012, 616 =
sein. NZM 2012, 677
b) Eine Verwirkung vor Ablauf der
Verjährungsfrist kann nur aus ganz
besonderen Gründen angenommen
werden.
c) Hat der Mieter konkrete Einwände
gegen mehrere Betriebskostenabrechnung
erhoben und hat der Vermieter mehre
Abrechnung daraufhin nicht
geltendgemacht und die Forderungen
verjähren lassen, dann ist 3 1/2 Jahre nach
Zugang der Abrechnung auch das

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erforderlich Umstandsmoment
gegeben.(nicht amtlicher Leitsatz)
§ 556 BGB Formelle Fehler bei Abrechnung 14. Februar 2012 MietPrax-AK §
nach Wirtschaftseinheit; VIII ZR 207/11 556 BGB Nr. 93
= WuM 2012,
Notwendigkeit des 405 = GuT 2012,
Vorwegabzugs 258
a) Soweit keine besonderen Abreden
getroffen sind, sind in die Abrechnung bei
Gebäuden mit mehreren Wohneinheiten
regelmäßig folgende Mindestangaben
aufzunehmen: eine Zusammenstellung
der Gesamtkosten, die Angabe und die
Erläuterung der zugrunde gelegten
Verteilerschlüssel, die Berechnung des
Anteils des Mieters und der Abzug der
Vorauszahlungen des Mieters.
b) Werden die Wasserkosten nach
Verbrauch abgerechnet, ist auch bei einer
gewerblichen Nutzung einzelnen
Einheiten kein Vorwegabzug
erforderlich.(nicht amtlicher
Leitsatz)
§ 556 BGB Keine Rückforderung der 26. September MietPrax-AK § Zehelein, WuM
Vorauszahlungen bei 2012 556 BGB Nr. 94 2012, 621;
VIII ZR 315/11 = WuM 2012, Börstinghaus,
Nichtausübung des 620 = NJW jurisPR-
Zurückbehaltungsrechts 2012, 3508 = GE BGHZivilR
Dem Mieter kann bei Beendigung des 2012, 1556 = 23/2012 Anm. 2;
Mietverhältnisses im Wege ergänzender NZM 2012, 832 Schach, MietRB
Vertragsauslegung ein Anspruch auf = ZMR 2013, 2012, 345; Drasdo,
Rückzahlung von 100 = GuT-W NJW-Spezial 2012,
Betriebskostenvorauszahlungen nur 2012, 16 738; Jahreis,
insoweit zugebilligt werden, als er jurisPR-MietR
während der Dauer des Mietverhältnisses 1/2013 Anm. 2;
nicht die Möglichkeit hatte, den Brückner, GE
Abrechnungsanspruch durch 2013, 922
Geltendmachung eines
Zurückbehaltungsrechts an den laufenden
Vorauszahlungen durchzusetzen (im
Anschluss an Senatsurteil vom 29. März
2006 - VIII ZR 191/05, NJW 2006, 2552
Rn. 12 ff.).
§ 556 BGB Formularmäßige Abwälzung 26. September MietPrax-AK § Kurek, MietRB
von Centermanagementkosten 2012 556 BGB Nr. 95 2013, 8; Drasdo,
XII ZR 112/10 = WuM 2012, NJW-Spezial 2013,
in der Gewerberaummiete 662 = GE 2012, 65; Ingendoh,
a) Die formularmäßig vereinbarte Klausel 1696 = NJW jurisPR-MietR
eines Mietvertrages über Geschäftsräume, 2013, 41 = NZM 5/2013 Anm 3
die dem Mieter eines in einem 2013, 85 = GuT
Einkaufszentrum belegenen Ladenlokals 2012, 470
als Nebenkosten nicht näher
aufgeschlüsselte Kosten des
"Centermanagers" auferlegt, ist
intransparent und daher unwirksam; die
Wirksamkeit einer daneben ausdrücklich
vereinbarten Übertragung von Kosten der
"Verwaltung" wird dadurch allerdings
nicht berührt (Fortführung des
Senatsurteils vom 3. August 2011 - XII
ZR 205/09 - NJW 2012, 54).

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b) Zur Umlagefähigkeit von
Hausmeisterkosten.
c) Gerät der Mieter mit
Nebenkostenvorauszahlungen in Verzug,
bleiben dem Vermieter die aus dem
Schuldnerverzug folgenden Rechte
grundsätzlich auch nach dem Eintritt der
Abrechnungsreife erhalten; ihm sind
deshalb für die Zeit bis zur
Abrechnungsreife auch dann noch
Verzugszinsen auf rückständige
Vorauszahlungen zuzusprechen, wenn die
Betriebskostenvorauszahlungen selbst
wegen eingetretener Abrechnungsreife
nicht mehr verlangt werden können.
§ 556 BGB Wartungskosten Gastherme 7. November MietPrax-AK § Bittner, MietRB
Eine Klausel in einem vom Vermieter 2012 556 BGB Nr. 96 2013, 33;
gestellten Formularmietvertrag, die dem VIII ZR 119/12 = WuM 2013, 31 Langenberg, NZM
Mieter die anteiligen Kosten der = GE 2013, 49 = 2013, 138; Drasdo,
jährlichen Wartung einer Gastherme NZM 2013, 84 = NJW-Spezial 2013,
auferlegt, benachteiligt den Mieter auch WuM 2013, 7 = 130
dann nicht unangemessen, wenn die NJW 2013, 597
Klausel eine Obergrenze für den = ZMR 2013,
Umlagebetrag nicht vorsieht (Abgrenzung 257 = GuT-W
zu BGH, Urteil vom 15. Mai 1991 - VIII 2013, 9
ZR 38/90, WM 1991, 1306).
§ 556 BGB Fiktive Kosten bei Eigenleistung 14. November MietPrax-AK § Schach, GE 2013,
ansatzfähig 2012 556 BGB Nr. 97 87; Jahreis,
Zur Abrechnung der mit eigenen VIII ZR 41/12 = WuM 2013, 44 jurisPR-MietR
Arbeitskräften erbrachten Gartenpflege- = GE 2013, 113 4/2013 Anm. 2;
und Hausmeisterdienste nach fiktiven = NJW 2013, Kurek, MietRB
Kosten eines Drittunternehmens. 456 = NZM 2013, 69; Drasdo,
2013, 120 = NJW-Spezial 2013,
GuT-W 2012, 17 130; Schmid, WuM
= ZMR 2013, 2013, 144; von
157 Schönebeck, GuT-
W 2013, 41
§ 556 BGB Verjährungsbeginn bei 12. Dezember MietPrax-AK § Schmid, MietRB
Betriebskostennachforderung 2012 556 BGB Nr. 98 20013, 66; Drasdo,
Der Vermieter kann sich bei der VIII ZR 264/12 = NZM 2013, 84 NJW-Spezial 2013,
Betriebskostenabrechnung die = NJW 2013, 131; Schmid, ZMR
Nachberechnung einzelner Positionen 456 = GE 2013, 2013, 269; Jahreis,
vorbehalten, soweit er ohne Verschulden 152 = WuM jurisPR-MietR
an einer rechtzeitigen Abrechnung 2013, 108 = 17/2013 Anm. 1
gehindert ist. Die Verjährung der sich aus DWW 2013, 94
der Nachberechnung ergebenden = ZMR 2013,
Forderung beginnt nicht vor Kenntnis des 268 = GuT-W
Vermieters von den 2013, 9
anspruchsbegründenden Umständen (hier:
rückwirkende Neufestsetzung der
Grundsteuer durch das Finanzamt) zu
laufen.
§ 556 BGB Verzinsungspflicht wegen 5. Dezember MietPrax-AK § Börstinghaus LMK
verspäteter 2012 556 BGB Nr. 99 2013, 344595;
XII ZR 44/11 = GE 2013, 199 Harsch, MietRB
Betriebskostenabrechnung = GuT 2012, 474 2013, 72; Drasdo,
Wenn ein Betriebskostenguthaben = WuM 2013, NJW-Spezial 2013,
verspätet an den Mieter ausbezahlt wird, 168 = NJW 163
weil der Vermieter mit der Verpflichtung 2013, 859 =
auf Erstellung einer NZM 2013, 188
Betriebskostenabrechnung in Verzug = ZMR 2013,

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geraten ist, ergibt sich ein Anspruch auf 265 = DWW
gesetzliche Verzugszinsen auch nicht aus 2013, 138
einer entsprechenden Anwendung des §
288 Abs. 1 BGB.
§ 556 BGB Personenschlüssel bei Leerstand 8. Januar 2013 MietPrax-AK § Kinne, GE 2013,
a) Es ist eine vom Tatrichter zu VIII ZR 180/12 556 BGB Nr. 388
beantwortende Frage, inwieweit 100 = GE 2013,
leerstehende Wohnungen durch Ansatz 41 = WuM 2013,
einer fiktiven Person bei der Abrechnung 227 = NZM
nach dem Personenschlüssel bei der 2013, 264
Betriebskostenabrechnung zu
berücksichtigen sind.
b) Dies dürfte sich insbesondere für
Kosten anbieten, deren Höhe nicht von
der Anzahl der im Abrechnungsobjekt
wohnenden Personen abhängt
(Entwässerung, Gemeinschaftsantenne,
Müllgebühren nach Fixkosten).
c) Bei Wasserkosten ist auch eine
Aufteilung nach Grundkosten und
Verbrauchskosten denkbar, so dass der
Vermieter im Hinblick auf den Leerstand
nur mit einem Teil der Grundkosten
belastet wird(nicht amtlicher
Leitsatz)
§ 556 BGB Umlage der Grundsteuer bei 17. April 2013 MietPrax-AK § Harsch, MietRB
vermieteter Eigentumswohnung VIII ZR 252/12 556 BGB Nr. 2013, 198; Drasdo,
Vom Mieter zu tragende Betriebskosten, 101 = GE 2013, NJW-Spezial 2013,
die wie hier von einem Dritten 680 = WuM 385; Pfeifer,
(Gemeinde) speziell für die einzelne 2013, 358 = jurisPR-MietR
Wohnung erhoben werden, sind an den DWW 2013, 223 7/2014 Anm. 4
Mieter in der Betriebskostenabrechnung = NZM 2013,
schlicht "weiterzuleiten" (vgl. bereits 457 = GuT-W
Senatsbeschlüsse vom 15. März 2011 - 2013, 65 = ZMR
VIII ZR 243/10, WuM 2011, 281 Rn. 3; 2014, 108
und vom 13. September 2011 - VIII ZR
45/11, WuM 2011, 684 Rn. 7, und - VIII
ZR 69/11, juris Rn. 7).(nicht amtlicher
Leitsatz)
§ 556 BGB Pfändbarkeit von 20. Juni 2013 MietPrax-AK § Flatow, NJW 2013,
Betriebskostenerstattungsanspr IX ZR 310/12 556 BGB Nr. 2802; Sommer,
102 = GE 2013, MietRB 2013, 301
üchen bei ALG II Empfängern 1000 = WuM
Der Erstattungsanspruch des Mieters aus 2013, 487 =
einer Betriebs- und GuT-W 2013, 66
Heizkostenabrechnung des Vermieters ist = ZMR 2013,
unpfändbar, wenn der Mieter 870
Arbeitslosengeld II bezieht und die
Erstattung deshalb im Folgemonat die
Leistungen der Agentur für Arbeit für
Unterkunft und Heizung des
Hilfeempfängers mindert (im Anschluss
an BSG, 16. Oktober 2012, B 14 AS
188/11 R, NZS 2013, 273).
§ 556 BGB Erstattung auf Grund 10. Juli 2013 MietPrax-AK § Drasdo, NJW-
Abrechnung kein XII ZR 62/12 556 BGB Nr. Spezial 2013, 579;
103 = GE 2013, Kurek, MietRB
Schuldanerkenntnis 1130 = NJW 2013, 290
Auch bei einem Mietverhältnis über 2013, 2885 =
Gewerberaum rechtfertigt allein die NZM 2013, 648
vorbehaltlose Erstattung eines sich aus

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der Betriebskostenabrechnung = DWW 2013,
ergebenden Guthabens durch den 323 = GuT 2013,
Vermieter nicht die Annahme eines 207 = ZMR
deklaratorischen Schuldanerkenntnisses, 2014, 109
das einer nachträglichen Korrektur der
Betriebskostenabrechnung entgegensteht
(im Anschluss an BGH Urteil vom 12.
Januar 2011 VIII ZR 296/09 NJW 2011,
843).
§ 556 BGB Belegeinsicht bei 3. Juli 2013 MietPrax-AK § Theesfeld, jurisPR-
Wärmecontracting VIII ZR 322/12 556 BGB Nr. MietR 19/2013
Der Vermieter, der einen 104 = WuM Anm. 3; Drasdo,
Wärmelieferungsvertrag mit einem 2013, 540 = GE NJW-Spezial 2013,
Contractor abgeschlossen hat, ist dem 2013, 1169 = 579; Schmid,
Mieter gegenüber nicht zur Vorlage der DWW 2013, 293 MietRB 2013, 286
dem Contractor von dessen = NJW 2013,
Vorlieferanten ausgestellten Rechnung 3234 = NZM
verpflichtet (Fortführung des 2013, 755 =
Senatsbeschlusses vom 22. November GuT-W 2013, 98
2011 - VIII ZR 38/11, WuM 2012, 276). = ZMR 2014,
112
§ 556 BGB Betriebskostenabrechnung mit 9. Oktober 2013 MietPrax-AK § Schach, GE 2013,
Vorwegabzug VIII ZR 22/13 556 BGB Nr. 1618;
Zu den Wirksamkeitsvoraussetzungen 105 = WuM Börstinghaus,
einer Betriebskostenabrechnung im 2013, 734 = GE jurisPR-
Wohnraummietrecht. 2013, 1651 = BGHZivilR 1/2014
GuT-W 2013, 97 Anm. 2; Harsch,
= NZM 2014, 26 MietRB 2014, 1;
= ZMR 2014, Theesfeld, jurisPR-
198 = NJW-RR MietR 3/2014
2014, 76 Anm. 2; Schmid,
ZMR 2014, 200
§ 556 BGB Umfang des 18. Februar 2014 MietPrax-AK §
Einwendungsausschlusses VIII ZR 83/13 556 BGB Nr.
1. Die Abrechnung von Betriebskosten, 106 = GE 2014,
für die es an einer Umlagevereinbarung 661 = WuM
fehlt oder für die eine Pauschale 2014, 336
vereinbart ist, ist nicht formell
unwirksam.
2. Der Mieter muss auch in diesem Fall
innerhalb von zwölf Monaten seit Erhalt
einer Betriebskostenabrechnung
Einwendungen erheben.
3. Dabei ist es unerheblich, ob lediglich
für einzelne Betriebskostenarten oder für
die Betriebskosten insgesamt keine
Umlagevereinbarung zwischen den
Mietvertragsparteien getroffen worden
ist.(nicht amtlicher Leitsatz)
§ 556 BGB Betriebskostenabrechnung aus 2. April 2014 MietPrax-AK § Schach, jurisPR-
Versorgungsrechnungen über VIII ZR 201/13 556 BGB Nr. MietR 10/2014
107 = GE 2014, Anm. 3; Schach,
abweichende Zeiträume 659 = NZM GE 2014, 640;
Ermittelt der Vermieter die auf das 2014, 38 = NJW Harsch, MietRB
abzurechnende Kalenderjahr entfallenden 2014, 1732 = 2014, 161; Drasdo,
Betriebskosten aus DWW 2014, 182 NJW-Spezial 2014,
kalenderübergreifenden Rechnungen des = WuM 2014, 386
Versorgers, ist die Abrechnung nicht 420 = ZMR
deshalb aus formellen Gründen 2014, 624
unwirksam, weil der Vermieter die

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insoweit erforderlichen Zwischenschritte
nicht offen gelegt hat.
§ 556 BGB Vobehaltlose Zahlung in 28. Mai 2014 MietPrax-AK § Börstinghaus,
Gewerberaummiete kein XII ZR 6/13 556 BGB Nr. jurisPR-
108 = GE 2014, BGHZivilR
Schuldanerkenntnis 1003 = ZMR 15/2014 Anm. 3;
Bei einem Mietverhältnis über 2014, 705 = Bieber, GE 2014,
Gewerberaum rechtfertigt allein die NJW 2014, 2780 971; Bittner,
Übersendung der = NZM 2014, MietRB 2014, 257;
Betriebskostenabrechnung und der 641 = DWW Drasdo, NJW-
vorbehaltlose Ausgleich einer sich daraus 2014, 294 Spezial 2014, 547;
ergebenden Nachforderung durch den Theesfeld, jurisPR-
Mieter nicht die Annahme eines MietR 19/2014
deklaratorischen Schuldanerkenntnisses, Anm. 2
das einer nachträglichen Korrektur der
Betriebskostenabrechnung entgegensteht
(im Anschluss an Senatsurteil vom 10.
Juli 2013 - XII ZR 62/12 - NJW 2013,
2885).
§ 556 BGB Betriebskostenvereinbarung 9. Juli 2014 MietPrax-AK § Kinne, GE 2014,
durch Zahlung VIII ZR 36/14 556 BGB Nr. 1090
Zahlt der Mieter auf eine 109 = GE 2014,
Betriebskostenabrechnung, die 1134 = WuM
mietvertraglich nicht geschuldete 2014. 550 =
Betriebskostenpositionen enthält, den NZM 2014, 748
Saldo, nachdem der Vermieter ihn zuvor = ZMR 2014,
auf die Änderung der Abrechnung 965
hingewiesen hat, so kann diese eine
Vertragsänderung darstellen.(nicht
amtlicher Leitsatz)
§ 556 BGB Formularklauseln zu 10. September MietPrax-AK § Eisenschmid,
Verwaltungs- Instandhaltungs- 2014 556 BGB Nr. jurisPR-MietR
XII ZR 56/11 110 = GE 2014, 23/2014 Anm. 6;
und Center-Management- 1523 = DWW Börstinghaus,
Kosten im Gewerbemietvertrag 2014, 373 = jurisPR-
a) Die Umlage von "Verwaltungskosten" NJW 2014, 3722 BGHZivilR
in Allgemeinen Geschäftsbedingungen 22/2014 Anm. 2;
eines Mietvertrages über Geschäftsräume Blank, LMK 2014,
ist weder überraschend im Sinne von § 363529; Kinne, GE
305c BGB, noch verstößt sie gegen das 2014, 1492; ;
Transparenzgebot gemäß § 307 Abs. 1 Burbulla, MietRB
Satz 2 BGB, auch wenn die Klausel keine 2014, 356/357;
Bezifferung oder höhenmäßige Ludley, NJW 2014,
Begrenzung der Verwaltungskosten 3726
enthält (im Anschluss an Senatsurteile
BGHZ 183, 299 = NJW 2010, 671 und
vom 26. September 2012 - XII ZR 112/10
- NJW 2013, 41).
b) Die formularmäßige Auferlegung der
Instandhaltung und Instandsetzung
gemeinschaftlich genutzter Flächen und
Anlagen auf den Mieter ohne
Beschränkung der Höhe nach verstößt
gegen § 307 Abs. 1, 2 BGB (im
Anschluss an Senatsurteil vom 6. April
2005 - XII ZR 158/01 - NJW-RR 2006,
84).
c) Die formularmäßig vereinbarte Klausel
eines Gewerberaummietvertrages, die
dem Mieter eines in einem
Einkaufszentrum belegenen Ladenlokals

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als Nebenkosten zusätzlich zu den Kosten
der "Verwaltung" nicht näher
aufgeschlüsselte Kosten des "Center-
Managements" gesondert auferlegt, ist
intransparent und daher gemäß § 307
Abs. 1 Satz 2 BGB unwirksam (im
Anschluss an Senatsurteile vom 3. August
2011 - XII ZR 205/09 - NJW 2012, 54
und vom 26. September 2012 - XII ZR
112/10 - NJW 2013, 41).
§ 556 BGB Umfang der Erläuterung in 22. Oktober 2014 MietPrax-AK § Harsch, MietRB
Betriebskostenabrechnung VIII ZR 97/14 556 BGB Nr. 2015, 2; Kinne GE
Eine Betriebskostenabrechnung ist nicht 111 = WuM 2014, 1620;
deshalb unwirksam, weil eine - nicht 2014, 722 = GE Börstinghaus,
näher erläuterte - Umlage nach 2014, 1645 = jurisPR-
"Personenmonaten" erfolgt. Ebenso NJW 2015, 51 = BGHZivilR 1/2015
wenig bedarf es der Angabe, für welchen NZM 2014, 902 Anm. 2; Drasdo,
Zeitraum wie viele Personen pro = MDR 2015, 78 NJW-Spezial 2015,
Wohnung berücksichtigt worden sind (im = ZMR 2015, 65
Anschluss an das Senatsurteil vom 15. 110
September 2010 - VIII ZR 181/09, NJW
2010, 3570 und der Senatsbeschluss vom
18. Januar 2011 - VIII ZR 89/10, WuM
2011, 367).
§ 556 BGB Formelle Ordnungsgemäßheit 12. November MietPrax-AK § Kinne, GE 2015,
der Abrechnung bei Schätzung 2014 556 BGB Nr. 25; Lammel, WuM
Für die formelle Ordnungsgemäßheit VIII ZR 112/14 112 = GE 2015, 2015, 143; Drasdo,
einer Betriebskostenabrechnung ist es 49 = WuM 2015, NJW-Spezial 2015,
ohne Bedeutung, ob die dort für den 32 = NJW 2015, 130; Pfeifer,
jeweiligen Mieter angesetzten Kosten auf 406 = NZM MietRB 2015, 101
abgelesenen Messwerten oder einer 2005, 129 = CuR
Schätzung beruhen und ob eine eventuell 2014, 174 =
vom Vermieter vorgenommene ZMR 2015, 111
Schätzung den Anforderungen des § 9a
Heizkostenverordnung entspricht. Einer
Erläuterung der angesetzten Kosten
bedarf es nicht.
§ 556 BGB Verstoß gegen den 17. Dezember MietPrax-AK § Borzutzki-Pasing,
Wirtschaftlichkeitsgrundsatz 2014 556 BGB Nr. jurisPR-
Zur Darlegung eines Verstoßes des XII ZR 170/13 113 = NZM BGHZivilR 4/2015
Vermieters gegen das 2015, 132 = GE Anm. 3; Dötsch,
Wirtschaftlichkeitsgebot bei der Vergabe 2015, 249 = MietRB 2015, 70;
von Verwalterleistungen. NJW 2015, 855 Börstinghaus,
= ZMR 2015, jurisPR-
220 BGHZivilR 6/2015
Anm. 2; Drasdo,
NJW-Spezial 2015,
226
§ 556 BGB Zurückbehaltungsrecht an 20. Januar 2015 MietPrax-AK §
Betriebskostenvorauszahlungen VIII ZR 208/14 556 BGB Nr.
Rechnet der Vermieter über die 114 = WuM
Betriebskosten nicht innerhalb der 2015, 144 = GE
Abrechnungsfrist des § 556 Abs. 3 BGB 2015, 377
ab, kann der Mieter ab dem ersten der
Abrechnungsfrist folgenden Monat die
Zahlung der weiteren
Betriebskostenvorauszahlungen
einbehalten.(nicht amtlicher
Leitsatz)

© 2022 RiAG a.D. Prof. Dr. Ulf Börstinghaus, Gelsenkirchen Seite 192
§ 556 BGB Angabe der Gesamtkosten bei 20. Januar 2016 MietPrax-AK § Kunze, MietRB
Vorwegabzug VIII ZR 93/15 556 BGB Nr. 2016, 61; Blank,
Zur formellen Ordnungsgemäßheit einer 115 = GE 2016, WuM 2016, 173;
Betriebskostenabrechnung genügt es 253 = WuM Zehelein, NZM
hinsichtlich der Angabe der 2016, 170 = 2016, 194; Drasdo,
"Gesamtkosten", wenn der Vermieter bei NJW 2016, 866 NJW-Spezial 2016,
der jeweiligen Betriebskostenart den = NZM 2016, 226; Pfeifer,
Gesamtbetrag angibt, den er auf die 192 = DWW jurisPR-MietR
Wohnungsmieter der gewählten 2016, 99 = ZMR 12/2016 Anm. 1;
Abrechnungseinheit umlegt. 2016, 282 = CuR Börstinghaus,
Dies gilt auch dann, wenn der Vermieter 2016, 14 jurisPR-
diesen Gesamtbetrag vorab um nicht auf BGHZivilR 3/2016
den Mieter umlagefähige Kostenanteile Anm. 2; Hinz, JR
bereinigt hat; einer Angabe und 2017, 370
Erläuterung der zum angesetzten
Gesamtbetrag führenden Rechenschritte
bedarf es nicht (Aufgabe der
Senatsrechtsprechung; vgl. Senatsurteile
vom 14. Februar 2007 - VIII ZR 1/06,
NJW 2007, 1059 Rn. 10; und vom 9.
Oktober 2013 - VIII ZR 22/13, WuM
2013, 734 Rn. 14 ff. mwN).
§ 556 BGB Rechtsfolgen 20. Januar 2016 MietPrax-AK § Harsch, MietRB
formularvertraglich VIII ZR 152/15 556 BGB Nr. 2016, 95; Lepczyk,
116 = WuM jurisPR-MietR
vereinbarter Abrechnungsfrist 2016, 164 = GE 10/2016 Anm. 1
Die Unklarheitenregel des § 305c Abs. 2 2016, 321 =
BGB kommt nur zur Anwendung, sofern MDR 2016, 453
nach Ausschöpfung aller in Betracht = ZMR 2016,
kommenden Auslegungsmöglichkeiten 284 = NZM
Zweifel verbleiben und zumindest zwei 2016, 307 = CuR
Auslegungsergebnisse rechtlich vertretbar 2016, 10
sind (Bestätigung von BGH, Urteile vom
05.05.2010 - III ZR 209/09, BGHZ 185,
310 Rz. 14 m.w.N.; vom 09.09.2012 -
VIII ZR 327/11, NJW 2012, 2270 Rz. 28
m.w.N.; vom 03.12.2014 - VIII ZR
224/13, WuM 2015, 80 Rz. 16). Hierbei
bleiben Verständnismöglichkeiten
unberücksichtigt, die zwar theoretisch
denkbar, praktisch aber fernliegend sind
und für die an solchen Geschäften
typischerweise Beteiligten nicht ernsthaft
in Betracht kommen (Bestätigung von
BGH, Urteile vom 05.05.2010 - III ZR
209/09, a.a.O. m.w.N.; vom 09.05.2012 -
VIII ZR 327/11, a.a.O.; vom 18.07.2012 -
VIII ZR 337/11, BGHZ 194, 121 Rz. 16).
2. Einer unter der Geltung des § 4 Abs. 1
Satz 1 und 2 MHG von einem Vermieter
in einem Wohnraummietvertrag gestellten
Formularklausel, die bestimmt:
"Spätestens am 30. Juni eines jeden
Jahres ist über die vorangegangene
Heizperiode abzurechnen. [...]",
ist keine Ausschlusswirkung dahin
beizumessen, dass der Vermieter mit
Ablauf dieser Frist gehindert ist,
Heizkostennachforderungen geltend zu
machen.

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§ 556 BGB Zur wirksamen Vereinbarung 10. Februar 2016 MietPrax-AK § Börstinghaus,
der VIII ZR 137/15 556 BGB Nr. jurisPR-
117 = GE 2016, BGHZivilR 5/2016
Betriebskostentragungspflicht 385 = NZM Anm. 1;
In der Wohnraummiete genügt zur 2016, 235 = Beuermann, GE
Übertragung der Betriebskosten auf den WuM 2016, 211 2016, 365;
Mieter die - auch formularmäßige - = MDR 2016, Burbulla, MietRB
Vereinbarung, dass dieser "die 452 = NJW 2016, 93;
Betriebskosten" zu tragen hat. Auch ohne 2016, 1308 = Eisenschmid,
Beifügung des Betriebskostenkatalogs ZMR 2016, 287 jurisPR-MietR
oder ausdrückliche Bezugnahme auf § 9/2016 Anm. 2;
556 Abs. 1 Satz 2 BGB und die Drasdo, NJW-
Betriebskostenverordnung vom 25. Spezial 2016, 289;
November 2003 (BGBl. I. S. 2347) ist Heix, NZM 2016,
damit die Umlage der in § 556 Abs. 1 457
Satz 2 BGB definierten und in der
Betriebskostenverordnung erläuterten
Betriebskosten vereinbart.
§ 556 BGB Umlagefähigkeit von 10. Februar 2016 MietPrax-AK § Wall, jurisPR-
Gartenpflegekosten VIII ZR 33/15 556 BGB Nr. MietR 8/2016
Garten- oder Parkflächen, die durch 118 = GE 2016, Anm. 1;
bauplanerische Bestimmungen oder durch 387 = WuM Börstinghaus,
den Vermieter selbst für die Nutzung der 2016, 214 = jurisPR-
Öffentlichkeit gewidmet sind, fehlt der NJW 2016, 1439 BGHZivilR 8/2016
erforderliche Bezug zur Mietsache, der = DWW 2016, Anm. 1; Drasdo,
über das in § 556 Abs. 1 Satz 2 BGB 137 = MDR NJW-Spezial 2016,
enthaltene Merkmal des 2016, 508 = 321; Harsch,
bestimmungsgemäßen Gebrauchs für die NZM 2016, 353 MietRB 2016, 158
Umlegung von Betriebskosten = ZMR 2016,
vorausgesetzt ist. Liegt eine derartige 434
Widmung zugunsten der Öffentlichkeit
vor, so dass jedermann die Nutzung
dieser Flächen unabhängig davon
gestattet ist, ob er eine Wohnung in der
Wohnanlage der Beklagten angemietet
hat, können die Kosten der Pflege dieser
Flächen nicht als Betriebskosten den
Wohnraummietern angelastet werden.
Die ordnungsgemäße Bewirtschaftung
des Grundstücks setzt eine regelmäßige
Pflege der Außenanlagen voraus und
umfasst deshalb auch den Aufwand, der
auf die
Beseitigung von Verunreinigungen
entfällt, die durch Mieter oder Dritte
verursacht worden sind (Bestätigung und
Fortführung des Senatsurteils vom 13.
Januar 2010 - VIII ZR 137/09, NZM
2010, 274 Rn. 24).
§ 556 BGB Auslegung einer Klausel über 17. Februar 2016 MietPrax-AK § Wichert, MietRB
Zahlung der Grundsteuer in XII ZR 183/13 556 BGB Nr. 2016, 130; Fritz,
119 = GE 2016, NZM 2016, 316;
Gewerberaummietvertrag 454 = NZM Fritz, jurisPR-
Die in einem Mietvertrag über 2016, 315 = MietR 13/2016
Gewerberäume enthaltene AGB-Klausel NJW-RR 2016, Anm. 4
"Die Grundsteuer zahlt die Vermieterin. 572 = ZMR
Erhöhungen gegenüber der bei Übergabe 2016, 368 =
des Objekts erhobenen Grundsteuer MDR 2016, 701
tragen die Mieter."
ist hinsichtlich der durch die
Vermietbarkeit des bebauten Grundstücks
bedingten Grundsteuererhöhung nicht

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eindeutig und daher zu Lasten des
Verwenders auszulegen.
§ 556 BGB Nachträgliche Änderung der 16. März 2016 MietPrax-AK § Kunze, MietRB
Mietstruktur VIII ZR 326/14 556 BGB Nr. 2016, 225
a) Nach Eintritt der Abrechnungsreife 120 = WuM
stehen dem Vermieter keine 2016, 353 =
Vorauszahlungen mehr zu. ZMR 2016, 519
b) Zur Beweiswürdigung einer
vertraglichen Absprache statt
Betriebskostenvorauszahlungen nunmehr
eine Pauschale zu zahlen.
c) Einer Änderung der Mietstruktur
bedarf der Zustimmung aller
Vertragspartner.
d) Bei der Änderung der Mietstruktur
handelt es sich um kein unter § 1357
BGB fallendes Geschäft.
e) Die Nichtabrechnung über
Betriebskostenvorauszahlungen stellt kein
Angebot auf Umstellung auf Pauschalen
dar.
f) Eine Aufrechnungserklärung kann
stillschweigend erfolgen und muss nicht
ausdrücklich erklärt werden.(nicht
amtlicher Leitsatz)
§ 556 BGB Umfang des 11. Mai 2016 MietPrax-AK § Börstinghaus,
Einwendungsausschlusses VIII ZR 209/15 556 BGB Nr. jurisPR-
Der Einwendungsausschluss gemäß § 556 121 = ZMR BGHZivilR
Abs. 3 Satz 6 BGB gilt grundsätzlich 2016, 436 = 10/2016 Anm. 2;
auch für solche Kosten, die gemäß § 556 WuM 2016, 420 Flatow, jurisPR-
Abs. 1 Satz 1 BGB in Verbindung mit der = GE 2016, 854 MietR 13/2016
Betriebskostenverordnung in der = DWW 2016, Anm. 1 = WuM
Wohnraummiete generell nicht auf den 213 = NZM 2016, 480;
Mieter umgelegt werden können. 2016, 470 = Zehelein, NZM
NJW 2016, 2254 2016, 472; Drasdo,
NJW-Spezial 2016,
514; Pfeifer,
MietRB 20016,
249
§ 556 BGB Wirksame Vereinbarung einer 7. Juni 2016 MietPrax-AK §
Betriebskostenpauschale VIII ZR 274/15 556 BGB Nr.
Auch bei der Vereinbarung einer 122 = WuM
Betriebskostenpauschale genügt der 2016, 498 =
Hinweis, dass der Mieter "die ZMR 2016, 682
= NZM 2016,
Betriebskosten" zu tragen hat.(nicht
720
amtlicher Leitsatz)
§ 556 BGB Frist für 25. Januar 2017 MietPrax-AK § Beyer, jurisPR-
Betriebskostenabrechnung bei VIII ZR 249/15 556 BGB Nr. MietR 6/2017
123 = WuM Anm. 1;
vermieteter Eigentumswohnung 2017, 138 = Börstinghaus,
1. Der Vermieter einer NZM 2017, 216 jurisPR-
Eigentumswohnung hat über die = GE 2017, 345 BGHZivilR 6/2017
Betriebskostenvorauszahlungen des = MDR 2017, Anm. 2;
Mieters grundsätzlich auch dann 385 = ZMR Börstinghaus,
innerhalb der Jahresfrist des § 556 Abs. 3 2017, 303 = LMK 2017,
Satz 2 BGB abzurechnen, wenn zu NJW 2017, 2608 388495; Drasdo,
diesem Zeitpunkt der Beschluss der NJW-Spezial 2017,
Wohnungseigentümer gemäß § 28 Abs. 5 290
WEG über die Jahresabrechnung (§ 28
Abs. 3 WEG) des Verwalters der

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Wohnungseigentümergemeinschaft noch
nicht vorliegt. Ein solcher Beschluss ist
keine (ungeschriebene) Voraussetzung für
die Abrechnung der Betriebskosten
gemäß § 556 Abs. 3 BGB.
2. Der Verwalter einer
Wohnungseigentümergemeinschaft ist als
solcher nicht Erfüllungsgehilfe des
Wohnungseigentümers nach § 278 BGB
in Bezug auf dessen mietvertragliche
Pflichten hinsichtlich der Abrechnung der
Betriebskosten.
3. Für die nach § 556 Abs. 3 Satz 3 Halbs.
2 BGB mögliche Entlastung des
Vermieters hinsichtlich einer von ihm
nicht fristgerecht vorgenommenen
Betriebskostenabrechnung hat dieser
konkret darzulegen, welche Bemühungen
er unternommen hat, um eine rechtzeitige
Abrechnung sicherzustellen (Bestätigung
und Fortführung des Senatsurteils vom
21. Januar 2009, VIII ZR 107/08, NJW
2009, 2197 Rn. 13).
§ 556 BGB Zusammenfassung von 24. Januar 2017 MietPrax-AK § Daniel, GE 2017,
Betriebskostenpositionen VIII ZR 285/15 556 BGB Nr. 456; Beyer,
Eine Betriebskostenabrechnung in der die 124 = WuM jurisPR-MietR
Kostenposition Grundsteuer und 2017, 205 = GE 15/2017 Anm. 4
Straßenreinigung zusammengefasst 2017, 471
werden ist formell nicht
ordnungsgemäß.(nicht amtlicher
Leitsatz)
§ 556 BGB Betriebskostenabrechnung der 14. März 2017 MietPrax-AK § Beyer, jurisPR-
vermieteten Eigentumswohnung VIII ZR 50/16 556 BGB Nr. MietR 13/2017
Der Vermieter einer Eigentumswohnung 125 = GE 2017, Anm. 3
kann über die Betriebskosten auch ohne 723 = ZMR
Vorliegen eines Beschlusses der 2017, 630
Wohnungserbbauberechtigtengemeinscha
ft gem. § 28 Abs. 5 iVm §
30 Abs. 3 WEG abrechnen.(nicht
amtlicher Leitsatz)
§ 556 BGB Angabe von Einzelbeträge ohne 25. April 2017 MietPrax-AK §
Addition formell wirksam VIII ZR 237/16 556 BGB Nr.
Gibt der Vermieter in der 126 = WuM
Betriebskostenabrechnung bei jeder 2017, 402 = GE
Betriebskostenposition die einzelnen 2017, 830
gezahlten Beträge an ohne diese zu
addieren, ist die Abrechnung formell
wirksam(nicht amtlicher Leitsatz)
§ 556 BGB Erforderliche Angaben in einer 19. Juli 2017 MietPrax-AK § Börstinghaus,
Betriebskostenabrechnung VIII ZR 3/17 556 BGB Nr. jurisPR-
1. Unterliegt ein Berufungsurteil der 127 = WuM BGHZivilR
Revision, müssen sich die tatsächlichen 2017, 529 = GE 17/2017 Anm. 2;
Grundlagen der Entscheidung aus dem 2017, 1014 = Drasdo, NJW-
Urteil oder - im Falle des § 540 Abs. 1 MDR 2017, Spezial 2017, 577;
Satz 2 ZPO - aus dem Sitzungsprotokoll 1116 = NZM Harsch, MietRB
einschließlich der im Urteil oder im 2017, 732 = 2017, 309; Beyer,
Sitzungsprotokoll enthaltenen ZMR 2017, 875 jurisPR-MietR
Bezugnahmen so erschließen, dass eine 22/2017 Anm. 4 =
revisionsrechtliche Nachprüfung WuM 2017, 697

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stattfinden kann (im Anschluss an BGH,
Urteile vom 10. Februar 2004, VI ZR
94/03, BGHZ 158, 60, 62 und vom 21.
September 2016, VIII ZR 188/15, NJW
2016, 3787 Rn. 5). Weiter muss das
Berufungsurteil in diesem Fall erkennen
lassen, von welchem Sach- und
Streitstand das Gericht ausgegangen ist
und welche Berufungsanträge die
Parteien zumindest sinngemäß gestellt
haben (im Anschluss an BGH, Urteile
vom 29. März 2007, I ZR 152/04, NJW
2007, 2334 Rn. 5 und vom 21. September
2016, VIII ZR 188/15, aaO; vgl. auch
BGH, Urteil vom 30. Mai 2017, VI ZR
501/16, juris Rn. 7).
2. Für die formelle Ordnungsgemäßheit
einer Betriebskostenabrechnung ist allein
entscheidend, ob es die darin gemachten
Angaben dem Mieter ermöglichen, die
zur Verteilung anstehenden
Kostenpositionen zu erkennen und den
auf ihn entfallenden Anteil an diesen
Kosten gedanklich und rechnerisch
nachzuprüfen (im Anschluss an
Senatsurteile vom 22. Oktober 2014, VIII
ZR 97/14, NJW 2015, 51 Rn. 12 f.; vom
12. November 2014, VIII ZR 112/14,
NZM 2015, 129 Rn. 11 und vom 6. Mai
2015, VIII ZR 193/14, NJW-RR 2015,
778 Rn. 13; jeweils mwN). Hieran sind
keine strengen Anforderungen zu stellen.
Notwendig, aber auch ausreichend ist es,
dass der Mieter die ihm angelasteten
Kosten bereits aus der Abrechnung klar
ersehen und überprüfen kann, so dass die
Einsichtnahme in dafür vorgesehene
Belege nur noch zur Kontrolle und zur
Beseitigung von Zweifeln erforderlich ist
(im Anschluss an Senatsurteile vom 16.
September 2009, VIII ZR 346/08, NJW
2009, 3575 Rn. 6; vom 22. September
2010, VIII ZR 285/09, NJW 2011, 143
Rn. 40 und Senatsbeschluss vom 25.
April 2017, VIII ZR 237/16, juris Rn. 5).
§ 556 BGB Einsichtsrecht in 7. Februar 2018 MietPrax-AK § Börstinghaus,
Verbrauchsdaten der übrigen VIII ZR 189/17 556 BGB Nr. jurisPR-
128 = WuM BGHZivilR 9/2018
Mieter 2018, 288 = GE Anm. 2; Garbe, GE
1. Ein Mieter kann im Rahmen der bei 2018, 577 = 2018, 546;
einer Betriebskostenabrechnung NJW 2018, 1599 Zehelein, NZM
geschuldeten Belegvorlage vom = MDR 2018, 2018, 461;
Vermieter auch die Einsichtnahme in die 659 = NZM Lammel, jurisPR-
von diesem erhobenen 2018, 458 = MietR 12/2018
Einzelverbrauchsdaten anderer Nutzer DWW 2018, 214 Anm. 3 = WuM
eines gemeinsam versorgten Mietobjekts = ZMR 2018, 2018, 409; Drasdo,
beanspruchen, um sich etwa Klarheit zu 573 NJW-Spezial 2018,
verschaffen, ob bei einer 385; Burbulla,
verbrauchsabhängigen Abrechnung der MietRB 2018, 194;
Gesamtverbrauchswert mit der Summe Streyl, WuM 2018,
der Verbrauchsdaten der anderen 676
Wohnungen übereinstimmt, ob deren

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Werte zutreffend sind oder ob sonst
Bedenken gegen die Richtigkeit der
Kostenverteilung bestehen. Der
Darlegung eines besonderen Interesses an
dieser Belegeinsicht bedarf es nicht.
2. Ein Mieter ist zur Leistung von
Betriebskostennachzahlungen nicht
verpflichtet, solange und soweit der
Vermieter einem berechtigten Verlangen
nach Belegvorlage nicht nachgekommen
ist.
§ 556 BGB Heizkostenabrechnung in der 21. März 2018 MietPrax-AK §
Gewerberaummiete nach XII ZR 98/17 556 BGB Nr.
129
umbautem Raum
a) Eine Heizkostenabrechnung nach
umbautem Raum ist fehlerhaft, wenn
nicht alle direkt und indirekt beheizten
Räume in die Abrechnung mit
eingeflossen sind.
b) Stützt der Vermieter seine Abrechnung
weiterer Heizkosten auf die insgesamt
angefallenen Kosten, die er nach dem
Rauminhalt der direkt oder indirekt
beheizten Räume umlegt, dann muss er
darlegen und ggf. beweisen, welche
Räume des gesamten Objekts dafür in
Ansatz zu bringen sind.
c) Es verstößt gegen den Anspruch auf
rechtliches Gehör, wenn das Gericht bei
der Entscheidung Unterlagen/Pläne
berücksichtigt, zu denen die Gegenseite
zuvor nicht Stellung nehmen
konnte.(nicht amtlicher Leitsatz)
§ 556 BGB Umlage einer 6. Juni 2018 MietPrax-AK § Börstinghaus,
Mietausfallversicherung VIII ZR 38/17 556 BGB Nr. jurisPR-
Haben die Mietvertragsparteien die 130 = GE 2018, BGHZivilR
Umlage der Kosten der 931 = WuM 14/2018 Anm. 2;
Gebäudeversicherung (§ 2 Nr. 13 2018, 505 = Schach, MIetRB
BetrKV) auf den Mieter vereinbart, sind MDR 2018, 2018, 257; Drasdo,
auch die Kosten eines in der 1051 = NZM NJW-Spezial 2018,
Gebäudeversicherung mitversicherten 2018, 714 = 577
Mietausfalls infolge eines ZMR 2018, 917
Gebäudeschadens umlagefähig. = NJW-RR
2018, 1032
§ 556 BGB Unwirksamkeit einer 19. Dezember MietPrax-AK § Börstinghaus,
Verwaltungskostenpauschale 2018 556 BGB Nr. jurisPR-
Eine in einem formularmäßigen VIII ZR 254/17 131 = WuM BGHZivilR 4/2019
Wohnraummietvertrag gesondert 2019, 92 = MDR Anm. 1; Borutzky-
ausgewiesene 2019, 215 = GE Pasing, jurisPR-
Verwaltungskostenpauschale stellt eine 2019, 248 = MietR 5/2019,
zum Nachteil des Mieters von § 556 Abs. NZM 2019, 253 Anm. 2; Sommer,
1 BGB abweichende und damit gemäß § = ZMR 2019, MietRB 2019, 68;
556 Abs. 4 BGB unwirksame 328 Drasdo, NJW-
Vereinbarung dar, sofern aus dem Spezial 2019, 163;
Mietvertrag nicht eindeutig hervorgeht, Blank, LMK 2019,
dass es sich bei dieser Pauschale um 415380
einen Teil der Grundmiete (Nettomiete)
handelt.
§ 556 BGB Zur Umlagefähigkeit einer 18. Dezember MietPrax-AK § Beyer, jurisPR-
Notdienstpauschale 2019 556 BGB Nr. MietR 5/2020

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Bei einer an den Hausmeister entrichteten VIII ZR 62/19 132 = GE 2020, Anm. 1 = WuM
Notdienstpauschale handelt es sich nicht 255 = WuM 2020, 197;
um umlagefähige Betriebskosten, sondern 2020, 83 = MDR Börstinghaus;
um vom Vermieter zu tragende 2020, 339 = MietRB 2020, 66;
Verwaltungskosten. ZMR 2020, 294 Drasdo, NJW-
= NZM 2020, Spezial 2020, 193;
457 Börstinghaus,
jurisPR-
BGHZivilR 8/2020
Anm. 2; Zehelein
NZM 2020, 459
§ 556 BGB Formelle Anforderungen an 29. Januar 2020 MietPrax-AK § Schach, jurisPR-
Betriebskostenabrechnung VIII ZR 244/18 556 BGB Nr. MietR 6/2020
Zur Abrechnung von Betriebskosten in 133 = MDR Anm. 4; Harsch,
großen Wohnanlagen 2020, 477 = MietRB 2020, 99;
NZM 2020, 320 Drasdo, NJW-
= WuM 2020, Spezial 2020, 290
210 = NJW-RR
2020, 587 =
ZMR 2020, 484
§ 556 BGB Auslegung 8. April 2020 MietPrax-AK § Borzutzki-Pasing,
individualvertraglicher XII ZR 120/18 556 BGB Nr. jurisPR-MietR
134 = MDR 10/2020 Anm. 1;
Betriebskostenvereinbarung in 2020.664 = GW Börstinghaus,
der Gewerberaummiete 2020, 732 = jurisPR-
1. Wie jede schuldrechtliche WuM 2020, 341 BGHZivilR
Vereinbarung muss diejenige über eine = NZM 2020, 11/2020 Anm. 2;
Betriebskostenumlage bestimmt oder 507 = ZMR Drasdo, NJW-
zumindest bestimmbar sein, um wirksam 2020, 638 Spezial 2020, 449
zu sein. Weitergehende Anforderungen an
die Transparenz einer
individualvertraglichen
Betriebskostenvereinbarung bestehen
hingegen anders als bei Allgemeinen
Geschäftsbedingungen nicht (Abgrenzung
zu Senatsurteil vom 2. Mai 2012 - XII ZR
88/10, NJW-RR 2012, 1034).
2. Der in einem Gewerberaummietvertrag
verwendete Begriff "Betriebskosten"
erfasst dann, wenn sich kein
übereinstimmendes abweichendes
Begriffsverständnis der Vertragsparteien
feststellen lässt, auch ohne weitere
Erläuterungen alle zum Zeitpunkt des
Vertragsschlusses in die gesetzliche
Definition nach § 556 Abs. 1 Satz 2 und 3
BGB i.V.m. § 2 BetrKV einbezogenen
Kostenarten (Fortführung von BGH
Urteil vom 10. Februar 2016 - VIII ZR
137/15, NJW 2016, 1308).
3. Einer einzelvertraglichen
Vereinbarung, wonach der Mieter
sämtliche Betriebskosten zu tragen hat,
fehlt es im Bereich der
Gewerberaummiete nicht an der für eine
Vertragsauslegung erforderlichen
Bestimmtheit bzw. Bestimmbarkeit.
4. Eine solche Regelung erfasst auch dann
alle von der Betriebskostenverordnung
zum Zeitpunkt des Vertragsschlusses
aufgelisteten Kostenarten, wenn sich ihr
eine mit "insbesondere" eingeleitete

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Aufzählung einzelner Kostenarten aus
dem Katalog anschließt.
§ 556 BGB Mehrwertsteuer auf 30. September MietPrax-AK § Burbulla, MietRB
Betriebskosten 2020 556 BGB Nr. 2021, 8; Drasdo,
Hat der Vermieter einer XII ZR 6/20 135 = GE 2020, NJW-Spezial 2021,
Gewerbeimmobilie zur 1553 = MDR 35
Umsatzbesteuerung optiert und haben die 2021, 25 = NZM
Parteien hinsichtlich der monatlichen 2021, 96
Grundmiete vereinbart, dass diese
zuzüglich der jeweils gültigen
Umsatzsteuer zu leisten ist, so ist eine
tatrichterliche Vertragsauslegung, wonach
auch die umlagefähigen Nebenkosten
zuzüglich Umsatzsteuer zu leisten sind,
revisionsrechtlich nicht zu beanstanden.
§ 556 BGB Einigung über 28. Oktober 2020 MietPrax-AK § Börstinghaus,
Betriebskostensaldo bei VIII ZR 230/19 556 BGB Nr. jurisPR-
136 = WuM BGHZivilR
strittiger Abrechnung zulässig 2020, 791 = GE 26/2020 Anm. 2;
1. Die Regelungen in § 556 Abs. 3, 4 2020, 1617 = Abramenko,
BGB hindern die Mietvertragsparteien NZM 2020, 1106 MietRB 2021, 1;
nicht, nach Zugang einer = MDR 2021, Beyer, jurisPR-
Betriebskostenabrechnung an den Mieter 158 = ZMR MietR 2/2021
eine Vereinbarung darüber zu treffen, 2021, 209 Anm. 1; Drasdo,
dass der Mieter den ausgewiesenen Saldo NJW-Spezial 2021,
als verbindlich anerkennt. Weder formelle 65; Zehelein, NZM
Mängel der Abrechnung noch die mit 2021, 341
einer solchen Vereinbarung etwa
verbundene Verkürzung der dem Mieter
zustehenden Einwendungsfrist (§ 556
Abs. 3 Satz 5 BGB) stehen der
Wirksamkeit einer derartigen
Vereinbarung entgegen.
2. Der Vermieter ist berechtigt, sich nach
Beendigung des Mietverhältnisses aus
einer gewährten Barkaution durch
Aufrechnung mit streitigen aus dem
Mietverhältnis stammenden Forderungen
zu befriedigen (Bestätigung des
Senatsurteils vom 24. Juli 2019 - VIII ZR
141/17, NJW 2019, 3371 Rn. 25 ff.).
§ 556 BGB Umfang des Belegeinsichtsrechts 9. Dezember MietPrax-AK § Beuermann, GE
Das Recht des Mieters auf Einsicht in die 2020 556 BGB Nr. 2021, 91;
Belege einer Betriebskostenabrechnung VIII ZR 118/19 137 = GE 2021, Börstinghaus,
erstreckt sich auch auf die 113 = MDR jurisPR-
zugrundeliegenden Zahlungsbelege. 2021, 157 = BGHZivilR 4/2021
DWW 2021, 14 Anm. 2; Drasdo,
= NZM 2021, 31 NJW-Spezial 2021,
= WuM 2021, 129; Siegmund,
104 = NJW 2021, 99
2021, 693 =
ZMR 2021, 204
§ 556 BGB Betriebskostenabrechnung in 20. Januar 2021 MietPrax-AK § Hoffmann, MietRB
der Gewerberaumiete XII ZR 40/20 556 BGB Nr. 2021, 103;
Zur formellen Ordnungsmäßigkeit von in 138 = GE 2021, Börstinghaus,
einem Mietverhältnis über gewerblich 305 = MDR jurisPR-
genutzte Räume erteilten 2021, 352 = BGHZivilR 8/2021
Nebenkostenabrechnungen (im Anschluss NZM 2021, 301 Anm. 3; Zehelein,
an BGH Urteil vom 29. Januar 2020-VIII = WuM 2021, WuM 2021, 249
ZR 244/18 -NJW-RR 2020, 587). 249 = ZMR
2021, 378 =

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NJW-RR 2021,
394
§ 556 BGB Betriebskostennachforderung 7. Juli 2021 MietPrax-AK § Börstinghaus,
durch GbR Gesellschafter VIII ZR 52/20 556 BGB Nr. jurisPR-
a) Der Gesellschafter einer Gesellschaft 139 = GE 2021, BGHZivilR
bürgerlichen Rechts ist im Allgemeinen 1000 = WuM 18/2021 Anm. 2;
nicht befugt, den Schuldner einer 2021, 559 = Drasdo, NJW-
Gesellschaftsforderung im eigenen NZM 2021, 684 Spezial 2021, 577;
Namen - auf Leistung an die Gesellschaft = ZMR 2021, Harsch, MietRB
- in Anspruch zu nehmen (im Anschluss 874 2021, 257
an BGH, Urteile vom 10. Januar 1963 - II
ZR 95/61, BGHZ 39, 14, 15 f.; vom 18.
November 1999 - IX ZR 153/98, NJW
2000, 734 unter I; vom 19. Juni 2008 - III
ZR 46/06, NJW-RR 2008, 1484 Rn. 34;
vom 19. Dezember 2017 - II ZR 255/16,
NJW-RR 2018, 288 Rn. 12).
b) Zum Anspruch des Mieters auf
Rückzahlung von
Betriebskostenvorauszahlungen bei nicht
(fristgerecht) erteilter Abrechnung des
Vermieters (im Anschluss an
Senatsurteile vom 9. März 2005 - VIII ZR
57/04, NJW 2005, 1499 unter II 3 c; vom
29. März 2006 - VIII ZR 191/05, NJW
2006, 2552 Rn. 12 ff.; vom 26. September
2012 - VIII ZR 315/11, NJW 2012, 3508
Rn. 8 ff.).
§ 556 BGB Sonstige Betriebskosten 6. Juli 2021 MietPrax-AK § Beyer, jurisPR-
Eine Betriebskostenabrechnung ist VIII ZR 371/19 556 BGB Nr. MietR 24/2021
hinsichtlich der Kostenart "sonstige 140 = WuM Anm. 1; Harsch,
Betriebskosten" formell unwirksam, wenn 2021, 558/672 = MietRB 2022, 33
dort Kostenarten zusammengefasst GE 2021, 1193 =
werden, die nicht eng zusammenhängen ZMR 2022,115
ohne dass Einzelbeträge angegeben
werden.(nicht amtlicher Leitsatz)
§ 556 BGB Einsichtsrecht bei 27. Oktober 2021 MietPrax-AK § Lehmann-Richter
Verflechtungsmodell VIII ZR 102/21 556 BGB Nr. MietRB 2022, 1;
1. Ein Mieter kann im Rahmen der bei 141 = WuM Börstinghaus,
einer Betriebskostenabrechnung 2021, 730 = GE jurisPR-MietR
geschuldeten Belegvorlage vom 2021, 1557 = 2/2022 Anm 1;
Vermieter dann nicht die Einsichtnahme MDR 2022, 150 Drasdo, NJW-
in Unterlagen verlangen, die das = NZM 2022, Spezial 2022, 98
Vertragsverhältnis zwischen einem vom 133 = ZMR
Vermieter mit einer 2022, 193
betriebskostenrelevanten Dienstleistung
beauftragten Dritten und dem von diesem
weiter beauftragten Subunternehmer
betreffen, wenn der Vermieter mit dem
Dritten eine Vergütung für dessen
Tätigkeit vereinbart hat oder diese nach §
612 BGB als vereinbart gilt und der
Vermieter die von dem Dritten in
Rechnung gestellte Vergütung in der
Betriebskostenabrechnung auf die Mieter
umgelegt hat (Fortentwicklung von
Senatsurteil vom 3. Juli 2013 - VIII ZR
322/12, NJW 2013, 3234 Rn. 9 f.).
Dies gilt auch dann, wenn der Vermieter
eine Schwestergesellschaft beauftragt hat,

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unabhängig davon, ob deren Vergütung
eine Gewinnmarge enthält.
2. Dem Mieter steht ein Einsichtsrecht in
den Vertrag, den der von dem Vermieter
beauftragte Dritte mit einem
Subunternehmer geschlossen hat, sowie
in die Abrechnungen des
Subunternehmers aber dann zu, wenn
zwischen dem Vermieter und dem von
ihm beauftragten Dritten für die
Erbringung der Dienstleistung nicht eine
Vergütung vereinbart worden ist, sondern
nur eine Erstattung der entstandenen
Kosten.
§ 556 BGB Einsichtsrecht bei 27. Oktober 2021 MietPrax-AK § Grimm/Boss,
Verflechtungsmodell VIII ZR 114/21 556 BGB Nr. WuM 2022, 13;
Zum Einsichtsrecht eines Mieters 142 = GE 2021, Börstinghaus,
bezüglich der Abrechnungsunterlagen zu 1554 = WuM jurisPR-
einer Betriebskostenabrechnung, wenn 2022, 26 = MDR BGHZivilR 5/2022
der Vermieter eine (Schwester- 2022, 152 = Anm. 2; Beyer,
)Gesellschaft mit einer Dienstleistung NZM 2022, 139 jurisPR-MietR
beauftragt und den von dieser in = ZMR 2022, 7/2022 Anm. 1;
Rechnung gestellten Betrag auf die 286 = DWW Bettenhausen,
Mieter umlegt (im Anschluss an 2022, 169 MietRB 2022, 130
Senatsurteil vom 27. Oktober 2021 - VIII
ZR 102/21, zur Veröffentlichung
bestimmt).
§ 556 BGB Baumfällkosten als 10. November MietPrax-AK § Börstinghaus,
Betriebskosten 2021 556 BGB Nr. jurisPR-
Die Kosten der Fällung eines - wie hier - VIII ZR 107/20 143 = MDR BGHZivilR 3/2022
morschen, nicht mehr standsicheren 2022, 89 = WuM Anm. 1; Beyer,
Baums sind grundsätzlich umlagefähige 2022, 40 = GE jurisPR-MietR
Kosten der Gartenpflege im Sinne von § 2 2022, 96 = NZM 4/2022 Anm 1;
Nr. 10 BetrKV. 2022, 175 = Drasdo, NJW-
NJW 2022, 1095 Spezial 2022, 162
= ZMR 2022,
282
§ 556 BGB Belegeinsicht grds. in 15. Dezember MietPrax-AK § Lindner, NZM
Originalbelege 2021 556 BGB Nr. 2022, 174;
1. Ein Mieter kann hinsichtlich der bei VIII ZR 66/20 144 = GE 2022, Burbulla, MietRB
einer Betriebskostenabrechnung vom 193 = NZM 2022, 65;
Vermieter geschuldeten Belegvorlage 2022, 172 = Börstinghaus,
grundsätzlich Einsicht in die Originale NJW 2022, 772 jurisPR-
der Abrechnungsbelege zur = MDR 2022, BGHZivilR 6/2022
Betriebskostenabrechnung verlangen, 353 = WuM Anm. 2; Drasdo,
ohne insoweit ein besonderes Interesse 2022, 155 = NJW-Spezial 2022,
darlegen zu müssen. ZMR 2022,280 226
2. In Ausnahmefällen kann es nach den
Grundsätzen von Treu und Glauben (§
242 BGB) allerdings in Betracht
kommen, dass der Vermieter lediglich die
Vorlage von Kopien oder Scanprodukten
schuldet. Die Frage, ob ein solcher
Ausnahmefall gegeben ist, entzieht sich
allgemeiner Betrachtung und ist vom
Tatrichter unter Würdigung aller
Umstände des Einzelfalls zu entscheiden.
§ 556 BGB Voraussetzungen, Umfang und 26. Oktober 2021 MietPrax-AK § Sommer, MietRB
Rechtsfolgen der Belegeinsicht VIII ZR 150/20 556 BGB Nr. 2022, 101
145 = WuM
2022, 217 = GE

© 2022 RiAG a.D. Prof. Dr. Ulf Börstinghaus, Gelsenkirchen Seite 202
1. Mieter können in einem laufenden 2022, 466 =
Mietverhältnis die Rückzahlung der auf NZM 2022, 373
die vereinbarten Nebenkosten geleisteten
Abschlagszahlungen nicht verlangen,
wenn der Vermieter die Einsichtnahme in
die Abrechnungsunterlagen zu Unrecht
verweigert.
2. Die Mieter sind insoweit auch bei einer
formell wirksamen
Betriebskostenabrechnung durch ein aus
§ 242 BGB folgendes (temporäres)
Leistungsverweigerungsrecht hinsichtlich
der laufenden
Nebenkostenvorauszahlungen geschützt,
solange ihnen eine berechtigterweise
begehrte Belegeinsicht nicht gewährt
worden ist.
3. Überdies können Mieter ihren
Anspruch auf Vorlage der Belege
einklagen, sofern der Vermieter die
Belegeinsicht zu Unrecht verweigert.
4. Die vorgenannten Grundsätze über das
Belegeinsichtsrecht gelten auch für
preisgebundenen und öffentlich
geförderten Wohnraum.
5. Die beschriebenen Grundsätze gelten
auch für die Rückforderung vom Mieter
entrichteter Nachzahlungen auf die
Betriebskosten.
6. In einem laufenden Mietverhältnis
kann der Mieter nicht die Rückerstattung
von Abschlagszahlungen auf die
vereinbarten Betriebskosten verlangen,
wenn der Vermieter die Betriebskosten
nicht rechtzeitig abrechnet. Dies gilt erst
Recht, wenn der Vermieter
Einsichtnahme in die
Abrechnungsunterlagen zu Unrecht
verweigert.
§ 556 BGB Kein Rückzahlungsanspruch bei 8. Februar 2022 MietPrax-AK §
unzureichender Belegeinsicht VIII ZR 150/20 556 BGB Nr.
1. Eine Klage auf Rückforderung der 146
erbrachten
Betriebskostenvorauszahlungen sowie auf
Rückerstattung der geleisteten
Nachzahlungen kann nicht darauf gestützt
werden, dass die nur unzureichend
Belegeinsicht gewährt wurde.
2. Es muss ggf. zunächst auf
Belegeinsicht geklagt werden.(nicht
amtlicher Leitsatz)
§ 556a Direktabrechnung bei 30. April 2003 MietPrax-AK §
BGB Wasserbezug; konkludenter VIII ZR 278/02 556a BGB Nr. 1
= WuM 2003,
Vertragsabschluss bei Annahme 458
der
[Link]
senheit der Preisbestimmung
1. Die Direktabrechnung der
Wasserkosten setzt die Zustimmung des

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Wasserversorgungsunternehmens voraus.
Der Grundstückseigentümer, der die
Versorgungsleistungen mangels
Alternative zulässt, nimmt jedenfalls
konkludent das Vertragsangebot des VU
auf Wasserversorgung an.
2. Bei einseitiger Preisbestimmung und
Rechnungsstellung durch das
Versorgungsunternehmen kann der
Kunde im Rahmen der Zahlungsklage die
Unangemessenheit und damit die
Unverbindlichkeit der Preisbestimmung
geltend machen.(nicht amtlicher
Leitsatz)
§ 556a Versorgungsvertrag durch 26. Januar 2005 MietPrax-AK § Krapf, MietRB
BGB konkludentes Verhalten VIII ZR 66/04 556a BGB Nr. 2 2005, 120
Ein konkludenter Abschluß eines = DWW 2005,
Energielieferungsvertrages durch 126 = ZMR
Entnahme des von dem Netzbetreiber zur 2005, 345 =
Verfügung gestellten Stroms kommt NZM 2005, 356
grundsätzlich nicht in Betracht, wenn der = NJW-RR
Abnehmer einen Stromlieferungsvertrag 2005, 639
mit einem Dritten geschlossen hat und
weder weiß noch wissen muß, daß der
Dritte ihn nicht mehr mit Energie
beliefert.
Der zur Versorgung von
Letztverbrauchern nach § 10 EnWG
verpflichtete Netzbetreiber hat in diesem
Fall Anspruch auf Vergütung des
entnommenen Stroms nach seinem
Allgemeinen Tarif unter dem
Gesichtspunkt der berechtigten
Geschäftsführung ohne Auftrag.
Er ist nach § 681 Satz 1 BGB verpflichtet,
dem Abnehmer die Aufnahme der
Stromlieferung für eigene Rechnung
anzuzeigen, sobald dies tunlich ist;
verletzt er diese Anzeigepflicht, hat er
dem Abnehmer den dadurch entstandenen
Schaden zu ersetzen.
§ 556a Konkludente Vereinbarung 2. November MietPrax-AK §
BGB eines Abrechnungssschlüssels 2005 556a BGB Nr. 3
Der Umlageschlüssel für Betriebskosten VIII ZR 52/05 = WuM 2005,
kann durch jahrelange einverständliche 774 = NZM
Handhabung vereinbart werden. Dies gilt 2006, 11
selbst dann, wenn die Parteien eine
Schriftformklausel vereinbart
haben.(nicht amtlicher Leitsatz)
§ 556a Betriebskostenabrechnung bei 31. Mai 2006 MietPrax-AK § Wall, WuM 2006,
BGB Leerstand VIII ZR 159/05 556a BGB Nr. 4 443; Kinne, GE
Wenn die ("kalten") Betriebskosten = WuM 2006, 2006, 1006; Maaß,
vereinbarungsgemäß nach dem Verhältnis 440 = GE 2006, ZMR 2006, 760;
der Fläche der Mietwohnung zur 1030 = DWW Sternel, NZM
Gesamtwohnfläche umzulegen sind, hat 2006, 266 = 2006, 811; Drasdo,
der Vermieter die auf leerstehende NZM 2006, 655 NJW-Spezial 2006,
Wohnungen entfallenden Betriebskosten = NJW 2006, 533; Langenberg,
grundsätzlich selbst zu tragen; dies gilt 2771 = ZMR BGHReport 2006,
auch für verbrauchsabhängige 2006, 758 = 1150
Betriebskosten, die wegen fehlender MDR 2007, 264

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Erfassung des Verbrauchs der einzelnen
Mieter nach der Wohnfläche abgerechnet
werden.
Ein Anspruch des Vermieters auf eine
Abänderung des vertraglich vereinbarten
Flächenschlüssels wegen des Leerstands
von Wohnungen kann unter den
Voraussetzungen einer Störung der
Geschäftsgrundlage (§ 313 BGB)
bestehen.
§ 556a Aufzugskosten für 20. September MietPrax-AK § Dötsch, ZMR
BGB Erdgeschossmieter 2006 556a BGB Nr. 5 2006, 921;
Die formularvertragliche Beteiligung des VIII ZR 103/06 = WuM 2006, Lützenkirchen,
Mieters einer Erdgeschosswohnung an 613 = GE 2006, MietRB 2007, 1;
den Aufzugskosten benachteiligt diesen 1398 = NJW ders., BGHReport
nicht unangemessen. 2006, 3557 = 2006, 1512;
NZM 2006, 895 Drasdo, NJW-
= ZMR 2006, Spezial 2007, 50
919 = MDR
2007, 329
§ 556a Personenschlüssel und 23. Januar 2008 MietPrax-AK § Drasdo, NJW-
BGB Einwohnermeldeamtsregisterein VIII ZR 82/07 556a BGB Nr. 6 Spezial 2008. 194;
= WuM 2008, Lehmann-Richter,
trag 151 = GE 2008, MietRB 2008, 130
Ist vertraglich eine Umlegung der 401 = DWW
Betriebskosten nach der Kopfzahl der in 2008, 94 = NZM
einer Mietwohnung ständig lebenden 2008, 242 =
Personen vereinbart, ist das Register nach NJW 2008, 1521
dem Melderechtsrahmengesetz keine
hinreichend exakte Grundlage für die
Feststellung der wechselnden
Personenzahl in einem Mietshaus mit
einer Vielzahl von Wohnungen.
§ 556a Verbrauchsabhängige 12. März 2008 MietPrax-AK § Drasdo, NJW-
BGB Wasserabrechnung VIII ZR 188/07 556a BGB Nr. 7 Spezial 2008, 291;
a) Der Vermieter ist zu einer Umlage der = GE 2008, 661 Lützenkirchen,
Wasserkosten nach Verbrauch nicht = WuM 2008, MietRB 2008,
verpflichtet, solange nicht alle 288 = MM 2008, 193/194
Mietwohnungen eines Gebäudes mit 182 = NJW
Wasserzählern ausgestattet sind. 2008, 1876 =
b) Legt der Vermieter von Wohnraum die NZM 2008, 444
Kosten der Wasserversorgung und
Entwässerung gemäß § 556a Abs. 1 Satz
1 BGB nach dem Anteil der Wohnfläche
um, genügen Zweifel des Mieters an der
Billigkeit dieses Maßstabs nicht, um eine
Änderung des Umlageschlüssels zu
rechtfertigen.
§ 556a Abrechnung von Wasserkosten 25. November MietPrax-AK § Flatow, jurisPR-
BGB bei teilgewerblicher Nutzung 2009 556a BGB Nr. 8 MietR 3/2010
Der Vermieter ist bei der Abrechnung VIII ZR 69/09 = GE 2010, 117 Anm. 2;
von Wasserkosten mangels = DWW 2010, Langenberg, NZM
entsprechender Vereinbarungen nicht 20 = NZM 2010, 2010, 186;
verpflichtet, verschiedene Nutzergruppen 195 = ZMR Schläger, ZMR
durch jeweils gesonderte Zähler zu 2010, 282 2010, 283; Dötsch,
erfassen. Der Verbrauch von MietRB 2010, 105;
Wohneinheiten kann in der Weise Drasdo, NJW-
ermittelt werden, dass der mittels Spezial 2010, 195
Zwischenzähler gemessene Verbrauch
eines gewerblichen Mieters von dem

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Gesamtverbrauch laut Hauptwasserzähler
abgezogen wird.
§ 556a Formularvertragliche Umlage 6. Oktober 2010 MietPrax-AK § Wall, jurisPR-
BGB aller Bestandteile der VIII ZR 183/09 556a BGB Nr. 9 MietR 24/2010
= WuM 2010, Anm. 4;
Wasserrechnung nach 685 = GE 2010, Börstinghaus,
Verbrauch 1615 = NJW jurisPR-
a) § 556a Abs. 1 Satz 2 BGB lässt es zu, 2010, 3645 = BGHZivilR 2/2011
dass die Kosten der Wasserversorgung im NZM 2010, 855 Anm. 4; Pfeifer,
- vom Gesetz vorausgesetzten - = ZMR 2011, MietRB 2011, 38;
Normalfall, in dem die Wohnungen der 195 Schmid, NZM
Abrechnungseinheit im Wesentlichen 2011, 235
vermietet sind, einheitlich nach dem
erfassten Wasserverbrauch umgelegt
werden, also auch insoweit, als Fixkosten
wie Grundgebühren oder Zählermiete
unabhängig vom tatsächlichen
Wasserverbrauch anfallen. Dieser
Grundsatz findet seine Grenze dort, wo
eine solche Umlegung wegen erheblichen
Wohnungsleerstands in der
Abrechnungseinheit zu einer
unzumutbaren Mehrbelastung der Mieter
mit Fixkosten der Wasserversorgung
führt, die auf die leerstehenden
Wohnungen nicht nach Verbrauch
umgelegt werden können, weil in ihnen
aufgrund des Leerstands kein
Wasserverbrauch anfällt.
b) In einem Formularmietvertrag hält die
im Folgenden in Kursivschrift
wiedergegebene Klausel
"Frisch-/Kaltwasser wird, soweit der
Verbrauch über Messeinrichtungen
erfasst wird, nach dem Ergebnis der
Messungen abgerechnet. Entsprechendes
gilt für die Grundgebühr (sie wird im
Verhältnis der je Wohnung erfassten
Verbrauchsmenge umgelegt)."
der Inhaltskontrolle nach § 307 Abs. 1
Satz 1, Abs. 2 Nr. 1 BGB nicht stand,
weil sie die Grenze der Zulässigkeit einer
Umlegung auch der Grundgebühren der
Wasserversorgung nach dem erfassten
Verbrauch nicht beachtet.
§ 556a Anwendungsbereich des 21. September MietPrax-AK § Abramenko,
BGB einseitigen Umstellungsrechts 2011 556a BGB Nr. MietRB 2011, 373;
VIII ZR 97/11 10 = GE 2011, Drasdo, NJW-
des Vermieters auf 1549 = WuM Spezial 2012, 34
verbrauchsabhängige 2011, 682 =
Abrechnungen NJW 2012, 226
Mangels einer besonderen = ZMR 2012, 89
Übergangsregelung in Art. 229 § 3 = NZM 2012,
EGBGB ist die Regelung des § 556a 152
BGB, wonach der Vermieter abweichend
von der getroffenen mietvertraglichen
Regelung befugt ist, einseitig die
Mietstruktur zu ändern, wenn die
Betriebskosten ganz oder teilweise nach
dem Verbrauch oder der Verursachung
durch den Mieter erfasst werden, auch auf
die vor dem Inkrafttreten des

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Mietrechtsreformgesetzes am 1.
September 2001 bestehenden
Mietverhältnisse uneingeschränkt
anwendbar.
§ 556a Abrechnungsschlüssel nach 5. November MietPrax-AK § Pfeifer, MietRB
BGB billigem Ermessen 2014 556a BGB Nr. 2015,1; Kinne, GE
Es steht den Mietvertragsparteien im VIII ZR 257/13 11 = GE 2015, 2015, 24; Lammel,
Wohnraummietrecht frei, anstelle eines 50 = WuM 2015, WuM 2015, 70;
konkreten Umlageschlüssels ein 33 = NZM 2015, Boos, LMK 2015,
einseitiges Leistungsbestimmungsrecht 130 = DWW 365683;
nach billigem Ermessen des Vermieters 2015, 54 = NJW Börstinghaus,
zu vereinbaren, da die Regelung in § 556a 2015, 952 = jurisPR-
Abs. 1 Satz 1 BGB abdingbar ist. ZMR 2015, 207 BGHZivilR 4/2015
Anm. 3; Drasdo,
NJW-Spezial 2015,
129; Kaiser, NJW
2015, 954; Wedel,
ZMR 2015, 274
§ 556a Maßstab für 6. April 2016 MietPrax-AK § Schach, jurisPR-
BGB verbrauchsabhängige VIII ZR 78/15 556a BGB Nr. MietR 11/2016
12 = DWW Anm. 3; Harsch,
Abrechnung der 2016, 172 = MietRB 2016, 157;
Abfallbeseitigungskosten WuM 2016, 357 Weitemeyer, NZM
§ 556a Abs. 1 Satz 2, Abs. 2 Satz 1 BGB = GE 2016, 718 2016, 438; Drasdo,
gestattet es, verursachungsabhängige = NZM 2016, NJW-Spezial 2016,
Betriebskosten nicht zu 100 % nach 437 = MDR 449
erfasster Verursachung umzulegen, 2016, 761 =
sondern in gewissem Umfang NJW-RR 2016,
verursachungsunabhängige 713 = ZMR
Kostenbestandteile in die Umlage der 2016, 521
Betriebskosten einzubeziehen
(Fortführung von BGH, Urteil vom 6.
Oktober 2010, VIII ZR 183/09, NJW
2010, 3645). Nach dieser Maßgabe ist es
zulässig, bei der Abrechnung der
Betriebskosten der Müllbeseitigung am
Maßstab des verursachten und erfassten
Restmülls eine angemessene
Mindestmenge zu berücksichtigen.
Eine Änderung des
Abrechnungsmaßstabes gemäß § 556a
Abs. 2 Satz 1 BGB schließt es nicht aus,
das Änderungsrecht für einen künftigen
Abrechnungszeitraum erneut auszuüben,
weil sich der gewählte Maßstab als
korrekturbedürftig erweisen kann.(nicht
amtlicher Leitsatz)
§ 556a Kein Vorwegabzug bei 10. Mai 2017 MietPrax-AK § Börstinghaus,
BGB Grundsteuer wegen VIII ZR 79/16 556a BGB Nr. jurisPR-
13 = DWW BGHZivilR
teilgewerblicher Nutzung 2017, 216 = GE 13/2017 Anm. 3;
Bei der Betriebskostenabrechnung für ein 2017, 773 = Lammel, jurisPR-
teils gewerblich und teils zu DWW 2017, 216 MietR 15/2017
Wohnzwecken genutztes Grundstück = NZM 2017, Anm. 2; Burbulla,
bedarf es bezüglich der Umlage der 520 = MDR MietRB 2017, 215;
Grundsteuer keines Vorwegabzugs für die 2017, 1117 = Drasdo, NJW-
gewerblich genutzten Einheiten. ZMR 2017, 877 Spezial 2017, 483
§ 556a Tatsächliche Fläche für 30. Mai 2018 MietPrax-AK § Börstinghaus,
BGB Abrechnung maßgeblich VIII ZR 220/17 556a BGB Nr. LMK 2018,
Sofern und soweit Betriebskosten nach 14 = WuM 2018, 406662; Sommer,
gesetzlichen Vorgaben (vgl. etwa § 556a 425 = GE 2018, MietRB 2018, 193;

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Abs. 1 BGB, § 7 Abs. 1 HeizkostenV) 869 = NJW Wall, jurisPR-
ganz oder teilweise nach 2018, 2317 = MietR 14/2018
Wohnflächenanteilen umgelegt werden, MDR 2018, 984 Anm. 2 = WuM
ist für die Abrechnung im Allgemeinen = NZM 2018, 2018, 496;
der jeweilige Anteil der tatsächlichen 671 = ZMR Lehmann-
Wohnfläche der betroffenen Wohnung an 2018, 746 Richter/Streyl,
der in der Wirtschaftseinheit tatsächlich NZM 2018, 673;
vorhandenen Gesamtwohnfläche Drasdo, NJW-
maßgebend (insoweit Aufgabe von BGH, Spezial 2018, 513
Urteil vom 31. Oktober 2007, VIII ZR
261/06, NJW 2008, 142 Rn. 19).
§ 556b Aufrechnungsverbot bei 27. Juni 2007 MietPrax-AK § Bieber, MietRB
BGB Gewerberaummietverträgen XII ZR 54/05 556b BGB Nr. 1 2008, 38
Zur Unwirksamkeit eines = GuT 2007, 294
formularmäßigen Aufrechnungsverbots = NZM 2007,
gegenüber einem Unternehmer mit 684 = NJW
Forderungen, die entweder rechtskräftig 2007, 3421 =
festgestellt sind oder zu denen der ZMR 2007, 854
Vermieter im Einzelfall jeweils seine = MDR 2007,
Zustimmung erklärt. 1364
§ 556b Vorauszahlungsklausel und 14. November MietPrax-AK § Schach, GE 2008,
BGB Einschränkung der 2007 556b BGB Nr. 2 88; Riecke,
VIII ZR 337/06 = GE 2008, 113 MietRB 2008, 162;
Aufrechnungsmöglichkeit = WuM 2008, Mummenhoff,
Die in einem vor dem 1.9.2001 152 jurisPR-MietR
abgeschlossenen Wohnraummietvertrag 12/2008 Anm. 5
mit Vorauszahlungsklausel enthaltene
weitere Klausel:
"Der Mieter kann nur mit Forderungen
aus dem Mietverhältnis aufrechnen, wenn
sie unbestritten, rechtskräftig festgestellt
oder entscheidungsreif sind. Dies gilt
nicht für Mietzinsminderungen, die
wegen der Vorfälligkeit des Mietzinses
im laufenden Monat entstanden sind.
Diese Rückforderungsbeträge eines
eventuell zuviel bezahlten Mietzinses für
den laufenden Monat können vom Mieter
in den Folgemonat zur Aufrechnung
gebracht werden."
führt nicht zur Unwirksamkeit der
Vorfälligkeitsklausel.(nicht amtlicher
Leitsatz)
§ 556b Unwirksame 4. Februar 2009 MietPrax-AK § Schach, GE 2009,
BGB Vorauszahlungsklausel in VIII ZR 66/08 556b BGB Nr. 3 546; Drasdo, NJW-
= NJW 2009, Spezial 2009, 289
Altvertrag 1491 = WuM
An die Stelle der formularmäßig 2009, 228 =
vereinbarten Mietvorauszahlungsklausel NZM 2009, 315
eines am 1. September 2001 bereits = GE 2009, 577
bestehenden Mietvertrages, die wegen
einer unzulässigen Beschränkung des
Mietminderungsrechts unwirksam ist, ist
– auch für die Zeit nach dem 1. Januar
2003 – die Fälligkeitsbestimmung des §
551 BGB aF getreten.
§ 556b Samstag kein Werktag 13. Juli 2010 MietPrax-AK § Scheuer, MietRB
BGB Bei der Berechnung der Zahlungsfrist von VIII ZR 129/09 556b BGB Nr. 4 2010, 253;
drei Werktagen, die ein = WuM 2010, Börstinghaus,
vorleistungspflichtiger Mieter nach § 495 = GE 2010, jurisPR-
556b Abs. 1 BGB oder entsprechenden 1111 = NJW BGHZivilR

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Vertragsklauseln einzuhalten hat, ist der 2010, 2879 = 19/2010 Anm. 2;
Sonnabend nicht als Werktag mitzuzählen NZM 2010, 661 Häublein, NZM
(Abgrenzung zu BGH, Urteil vom 27. = ZMR 2010, 2010, 651; Drasdo,
April 2005 - VIII ZR 206/04, NJW 2005, 948 = MDR NJW-Spezial 2010,
2154). 2010, 1040 610
§ 556b Samstag kein Werktag 13. Juli 2010 MietPrax-AK § Börstinghaus,
BGB (Altvertrag) VIII ZR 291/09 556b BGB Nr. 5 jurisPR-
Dass der Sonnabend kein Werktag im = WuM 2010, BGHZivilR
Sinne des § 556b Abs. 1 BGB und 500 = GE 2010, 19/2010 Anm. 2;
entsprechender mietvertraglicher 116 = NJW Häublein, NZM
Vereinbarungen ist, gilt auch für 2010, 2882 = 2010, 651; Drasdo,
Vereinbarungen, die vor dem NZM 2010, 664 NJW-Spezial 2010,
Inkrafttreten des § 556b Abs. 1 BGB am 610
1. September 2001 getroffen worden sind
(im Anschluss an das Senatsurteil vom
13. Juli 2010 - VIII ZR 129/09).
§ 556b Fälligkeit der Miete bei 7. September MietPrax-AK §
BGB Klauselkombination 2011 556b BGB Nr. 6
a) Eine Formularklausel, die abweichend VIII ZR 345/10 = WuM 2011,
von § 551 BGB aF bestimmt, dass die 676
Miete für den jeweiligen Monat im
Voraus zu zahlen ist, stellt auch in
Kombination mit einer
Aufrechnungsklausel, der zufolge die
Aufrechnung einen Monat zuvor
anzukündigen ist, keine unangemessene
Benachteiligung des Mieters dar.
b) Ein Teilurteil über den
Räumungsanspruch ist zulässig, wenn die
Kündigung auf verspätete Mietzahlungen
gestützt wird, auch wenn der Mieter sich
mit einer Minderung der Miete wegen
Mängeln verteidigt.(nicht amtlicher
Leitsatz)
§ 556b Maßgeblicher Zeitpunkt für 5. Oktober 2016 MietPrax-AK § Börstinghaus,
BGB Rechtzeitigkeit der Mietzahlung VIII ZR 222/15 556b BGB Nr. 7 jurisPR-
1. Gemäß § 556b Abs. 1 BGB, der = WuM 2017, 31 BGHZivilR 2/2017
bestimmt, dass die Miete zu Beginn, = GE 2017, 99 = Anm. 2; Schach,
spätestens bis zum dritten Werktag der MDR 2017, 142 GE 2017, 80;
vereinbarten Zeitabschnitte zu entrichten = NZM 2017, Burbulla, MietRB
ist, kommt es für die Rechtzeitigkeit der 120 = ZMR 2017, 33; Horst,
Mietzahlung im Überweisungsverkehr 2017, 231 = MietRB 2017, 49;
nicht darauf an, dass die Miete bis zum NJW 2017, 1596 Blank, jurisPR-
dritten Werktag des vereinbarten MietR 4/2017
Zeitabschnitts auf dem Konto des Anm. 1;
Vermieters eingegangen ist. Es genügt, Schüller/Mehle,
dass der Mieter - bei ausreichend NZM 2017, 124;
gedecktem Konto - seinem Wedel ZMR 2017,
Zahlungsdienstleister den 235; Drasdo, NJW-
Zahlungsauftrag bis zum dritten Werktag Spezial 2017, 193;
des vereinbarten Zeitabschnitts erteilt. Bruns, NJW 2017,
2. In Allgemeinen Geschäftsbedingungen
eines Wohnraummietvertrages, der
bestimmt, dass die laufende Miete
monatlich im Voraus, spätestens am
dritten Werktag des Monats auf das
Konto des Vermieters zu zahlen ist, ist
die Klausel
"Für die Rechtzeitigkeit der Zahlung
kommt es nicht auf die Absendung,

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sondern auf den Eingang des Geldes an.
Aus mehrfach verspäteter Mietzahlung
kann der Mieter keine Rechte herleiten;
vielmehr kann dies im Einzelfall ein
Grund für eine Kündigung des
Mietverhältnisses sein."
gemäß § 307 Abs. 1 Satz 1 BGB
unwirksam, weil sie bei der gebotenen
kundenfeindlichsten Auslegung das
Risiko einer durch Zahlungsdienstleister
verursachten Verzögerung des
Zahlungsvorgangs entgegen der
gesetzlichen Regelung dem Mieter
auferlegt.
§ 556d Wirksamkeit einer 17. Juli 2019 MietPrax-AK § Beuermann, GE
BGB MietpreisbremseVO VIII ZR 130/18 556d BGB Nr. 1 2019, 1004;
a) Die der jeweiligen Landesregierung = GE 2019, 1029 Börstinghaus,
obliegende gesetzliche Verpflichtung, den = MDR 2019, LMK 2019,
Erlass einer Rechtsverordnung, die 1051 = NZM 419557;
Gebiete mit angespannten 2019, 584 = Monschau, MietRB
Wohnungsmärken bestimmt, zu NJW 2019, 2844 2019, 257;
begründen (§556d Abs. 2 Satz 5 bis 7 = DWW 2019, Börstinghaus, NJW
BGB), verfolgt in Anbetracht der mit der 333 = ZMR 2019, 2848;
Gebietsbestimmung verbundenen 2019, 845 = Börstinghaus,
Beschränkung der grundrechtlich WuM 2019, 440 jurisPR-
geschützten Eigentumsfreiheit (Art.14 BGHZivilR
Abs. 1 GG) den Zweck, die 19/2019, Anm. 1;
Verhältnismäßigkeit der Drasdo, NJW-
Gebietsausweisung zu gewährleisten. Spezial 2019, 610;
Mittels der Verordnungsbegründung soll V. Emmerich, JuS
die Entscheidung der jeweiligen 2019, 1113
Landesregierung insbesondere im
Hinblick darauf nachvollziehbar gemacht
werden, aufgrund welcher Tatsachen sie
die von ihr ausgewiesenen Gebiete mit
angespannten Wohnungsmärkten
bestimmt hat und welche
Begleitmaßnahmen sie plant, um die
Anspannung der Wohnungsmärkte zu
beseitigen.
b) Eine im maßgeblichen Zeitpunkt des
Inkrafttretens der Rechtsverordnung
lediglich im Entwurfsstadium verbliebene
Begründung wird weder dem Wortlaut
des § 556b Abs. 2 Satz 5 bis 7 BGB noch
dem Sinn und Zweck des
Begründungserfordernisses gerecht.
c) Der Zielrichtung des
Begründungserfordernisses genügt es
ebenfalls nicht, wenn der
Verordnungsgeber die dem
Begründungsgebot innewohnende
Verpflichtung, die
Verordnungsbegründung in zumutbarer
Weise an allgemein zugänglicher Stelle
amtlich bekannt zu machen, erst nach
dem Inkrafttreten der Rechtsverordnung
erfüllt.
d) Nach diesen Maßgaben ist die am 27.
November 2015 in Kraft getretene
Hessische Verordnung zur Bestimmung

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der Gebiete mit angespannten
Wohnungsmärkten im Sinne des §556d
Abs. 2 des Bürgerlichen Gesetzbuches
(Hessische
Mietenbegrenzungsverordnung) vom
[Link] 2015 (GVBl. S.397)
nichtig, weil sie mit der gesetzlichen
Ermächtigungsgrundlage nicht vereinbar
ist.
e) Der zur Unwirksamkeit der Hessischen
Mietenbegrenzungsverordnung vom
[Link] 2015 führende
Begründungsmangel ist durch die
nachträgliche Veröffentlichung der
Verordnungsbegründung nicht
rückwirkend geheilt worden.
§ 556d Wirksamkeit der Berliner 19. Januar 2022 MietPrax-AK § Kappus, NZM
BGB MietpreisbegrenzungsVO VIII ZR 123/21 556d BGB Nr. 2 2022, 207;
1a. Die Berliner = DWW 2022, Abramenko,
Mietenbegrenzungsverordnung vom 28. 57 = ZIP 2022, MietRB 2022, 97
April 2015 (GVBl. 2015 S. 101) ist nicht 378 = NZM
wegen einer unzureichenden 2022, 202 =
Veröffentlichung der Begründung WuM 2022, 159
unwirksam. Die Verordnungsbegründung = MDR 2022,
ist in hinreichender Weise und rechtzeitig 488 = ZMR
vor Inkrafttreten der Verordnung am 1. 2022, 358
Juni 2015 veröffentlicht worden
(Bestätigung des Senatsurteils vom 27.
Mai 2020 - VIII ZR 45/19, BGHZ 225,
352 Rn. 83 ff. sowie des
Senatsbeschlusses vom 27. Mai 2020 -
VIII ZR 292/19, WuM 2020, 488 Rn. 6
ff.).
1b. Nimmt ein registrierter
Inkassodienstleister im Rahmen der von
ihm für den Mieter einer Wohnung
gemäß § 556d Abs. 2 BGB erhobenen
Rüge eines Verstoßes gegen die
Vorschriften über die Begrenzung der
Miethöhe (§§ 556d ff. BGB) den
Vermieter nicht nur auf Rückerstattung zu
viel gezahlter Miete in Anspruch, sondern
fordert er den Vermieter zusätzlich dazu
auf, künftig von dem Mieter nicht mehr
die als überhöht gerügte Miete zu
verlangen und diese auf den zulässigen
Höchstbetrag herabzusetzen, ist diese
Aufforderung nicht als eine - einem
registrierten Inkassodienstleister nach §
10 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 RDG, § 2 Abs. 2
Satz 1 RDG aF nicht gestattete -
Maßnahme der Anspruchsabwehr
anzusehen (Bestätigung des Senatsurteils
vom 27. November 2019 - VIII ZR
285/18, BGHZ 224, 89 Rn. 162;
Anschluss an Senatsurteile vom 27. Mai
2020 - VIII ZR 31/19, WuM 2020, 645
Rn. 26 ff.; VIII ZR 121/19, juris Rn. 27
ff.; VIII ZR 128/19, juris Rn. 27 ff.; und
VIII ZR 129/19, ZIP 2020, 1619 Rn. 27
ff.).

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2. Beauftragt ein Verbraucher (hier:
Wohnungsmieter) einen
Inkassodienstleister im elektronischen
Rechtsverkehr mit einer Beitreibung einer
möglicherweise bestehenden Forderung
gegen seinen Vermieter (hier:
Rückerstattung zu viel gezahlter Miete
verbunden mit der Aufforderung, künftig
von dem Mieter nicht mehr die als
überhöht gerügte Miete zu verlangen) und
ist das vereinbarte Entgelt nur unter
bestimmten Voraussetzungen, nämlich
ausschließlich im Erfolgsfall, geschuldet
und besteht lediglich darin, dass der
Beitreibende an dem möglichen Erfolg
einer Forderungsrealisierung beteiligt
wird, steht dem Zustandekommen des
Vertrags gemäß § 312j Abs. 4 BGB
ausnahmsweise nicht entgegen, dass die
von dem Inkassodienstleister auf seiner
Internet-Seite verwendete Schaltfläche
"Mietsenkung beauftragen" nicht mit den
Worten "zahlungspflichtig bestellen" oder
mit einer entsprechenden Formulierung
beschriftet ist.
§ 556e Vormiete nur bei Vermietung 19. August 2020 MietPrax-AK § Börstinghaus,
BGB als Wohnraum VIII ZR 374/18 556e BGB Nr. 1 jurisPR-
a) Mit dem Tatbestandsmerkmal "Miete, = WuM 2020, BGHZivilR
die der vorherige Mieter zuletzt schuldete 727 = GE 2020, 24/2020 Anm. 2;
(Vormiete)" nimmt §556e Abs.1 Satz1 1485 = MDR Drasdo, NJW-
BGB auf eine Miete Bezug, die in einem 2020, 1435 = Spezial 2020, 705;
Wohnraummietverhältnis gezahlt wurde. NZM 2020, 982 Sommer, MietRB
b) Der Vermieter kann sich nicht mit = ZMR 2021, 2020, 354
Erfolg auf die Maßgeblichkeitder in 105
einem (früheren)
Wohnraummietverhältnis gezahlten
"Vormiete" im Sinne des §556e Abs.1
Satz1 BGB berufen, wenn er die Räume
vor dem nach den §§556dff. BGB zu
beurteilenden Mietverhältnis zuletzt
gewerblich vermietet hat.
§ 556f Zum Begriff der umfassenden 27. Mai 2020 MietPrax-AK §
BGB Modernisierung VIII ZR 73/19 556f BGB Nr. 1
1. Die Abtretung von vermeintlichen = GE 2020, 1113
Rückforderungsansprüchen gem. § 556g = NZM 2020,
BGB ist nicht wegen Verstosses gegen 792 = WuM
ein gesetzliches Verbot nichtig. 2020, 651 =
2. Umfassend ist eine Modernisierung MDR 2021, 353
dann, wenn sie einen wesentlichen
Bauaufwand erfordert und zudem einen
solchen Umfang aufweist, der eine
Gleichstellung mit Neubauten
gerechtfertigt erscheinen lässt.
3. Die Bezeichnung "umfassend" betrifft
somit nicht nur den Investitionsaufwand,
sondern auch die qualitativen
Auswirkungen auf die Gesamtwohnung;
deshalb ist auch zu berücksichtigen, ob
die Wohnung in mehreren wesentlichen
Bereichen (insbesondere Sanitär,
Heizung, Fenster, Fußboden,

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Elektroinstallation bzw. energetische
Eigenschaften) verbessert wurde.(nicht
amtlicher Leitsatz)
§ 556f Zum Begriff der umfassenden 11. November MietPrax-AK § Börstinghaus,
BGB Modernisierung 2020 556f BGB Nr. 2 MietRB 2021, 71;
1. Eine Modernisierung von Wohnraum VIII ZR 369/18 = GE 2021, 237 Beyer, jurisPR-
ist umfassend i.S.d. § 556f Satz 2 BGB, = WuM 2021, MietR 6/2021
wenn sie einen Umfang aufweist, der eine 170 = NZM Anm. 1;
Gleichstellung mit einem Neubau 2021, 220 = Börstinghaus,
gerechtfertigt erscheinen lässt. DWW 2021, 92 jurisPR-
Dies ist dann der Fall, wenn die = NJW-RR BGHZivilR 7/2021
Modernisierung einerseits im Hinblick 2021, 524 = Anm. 2
auf die hierfür angefallenen Kosten einen ZMR 2021, 375
wesentlichen Bauaufwand erfordert und
andererseits wegen der mit ihrem
tatsächlichen Umfang einhergehenden
qualitativen Auswirkungen zu einem
Zustand der Wohnung führt, der
demjenigen eines Neubaus in
wesentlichen Teilen entspricht.
Beide Prüfungskriterien sind dabei von
grundsätzlich gleichem Gewicht.
2. Ein im Rahmen des § 556f Satz 2 BGB
zu prüfender wesentlicher Bauaufwand
liegt vor, wenn er (mindestens) ein Drittel
des für eine vergleichbare
Neubauwohnung erforderlichen
finanziellen Aufwands - ohne
Grundstücksanteil - erreicht.
a) In die Berechnung des wesentlichen
Bauaufwands dürfen lediglich Kosten
einfließen, die aufgrund von
Modernisierungsmaßnahmen i.S.d. §
555b BGB angefallen sind. Kosten für
(reine) Erhaltungsmaßnahmen i.S.d. §
555a Abs. 1 BGB zählen hierzu nicht.
b) Werden im Zuge der Durchführung
von Modernisierungsmaßnahmen i.S.d. §
555b BGB Erhaltungsmaßnahmen i.S.d. §
555a Abs. 1 BGB miterledigt, ist bei der
im Rahmen des § 556f Satz 2 BGB
erforderlichen Bestimmung des
wesentlichen Bauaufwands ein
(zeitanteiliger) Abzug der angefallenen
Kosten insoweit vorzunehmen, als
Bauteile oder Einrichtungen der
Wohnung, die zwar noch nicht
mangelhaft, aber bereits über einen
erheblichen Anteil ihrer Lebensdauer
(ab)genutzt sind, durch solche von
besserer Qualität ersetzt werden (sog.
modernisierende Instandsetzung; im
Anschluss an BGH, Versäumnisurteil
vom 17. Juni 2020 -VIII ZR 81/19, NZM
2020, 795 Rn. 36 ff.).
3. Bei der Prüfung der qualitativen
Auswirkungen der
Modernisierungsmaßnahmen, ist von
maßgebender Bedeutung, ob die
Wohnung durch die Arbeiten in mehreren
- nicht notwendig allen - wesentlichen

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Bereichen (insbesondere Heizung,
Sanitär, Fenster, Fußböden,
Elektroinstallationen beziehungsweise
energetische Eigenschaften) so verbessert
wurde, dass die Gleichstellung mit einem
Neubau gerechtfertigt ist.
§ 556g Zulässigkeit der Abtretung von 27. November MietPrax-AK § Fries, NJW 2020,
BGB Forderung an legal tech 2019 556g BGB Nr. 1 193; Büttel,
VIII ZR 285/18 = BGHZ 224, 89 jurisPR-ITR
Unternehmen = GE 2019, 1629 1/2020 Anm. 3;
a) Der Begriff der Rechtsdienstleistung in = NJW 2020, Prütting, ZIP 2020,
Gestalt der Inkassodienstleistung 208 = NZM 49
(Forderungseinziehung) gemäß § 2 Abs. 2 2020, 26 = WuM
Satz 1 RDG, die ein im 2020, 212
Rechtsdienstleistungsregister
eingetragener Inkassodienstleister nach
§10 Abs.1 Satz 1 Nr.1 RDG erbringen
darf, ist unter Berücksichtigung der vom
Gesetzgeber mit dem
Rechtsdienstleistungsgesetz - in
Anknüpfung an die Rechtsprechung des
Bundesverfassungsgerichts - verfolgten
Zielsetzung einer grundlegenden, an den
Gesichtspunkten der Deregulierung und
Liberalisierung ausgerichteten, die
Entwicklung neuer Berufsbilder
erlaubenden Neugestaltung des Rechts
der außergerichtlichen
Rechtsdienstleistungen nicht in einem zu
engen Sinne zu verstehen. Viel-mehr ist -
innerhalb des mit diesem Gesetz
verfolgten Schutzzwecks, die Recht-
suchenden, den Rechtsverkehr und die
Rechtsordnung vor unqualifizierten
Rechtsdienstleistungen zu schützen (§ 1
Abs. 1 Satz 2 RDG) -eine eher
großzügige Betrachtung geboten (im
Anschluss an BVerfG, NJW 2002, 1190;
NJW-RR 2004, 1570 [jeweils zum
RBerG]).
b) Für die auf dieser Grundlage
vorzunehmende Beurteilung, ob sich die
Tätigkeit eines registrierten
Inkassodienstleisters innerhalb seiner
Inkassodienstleistungs-befugnis gemäß §
10 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 RDG hält, lassen
sich keine allgemein-gültigen Maßstäbe
aufstellen. Erforderlich ist vielmehr stets
eine am Schutzzweck des
Rechtsdienstleistungsgesetzes orientierte
Würdigung der Umstände des Einzelfalls
einschließlich einer Auslegung der
hinsichtlich der Forderungseinziehung
getroffenen Vereinbarungen. Dabei sind
die Wertentscheidungen des
Grundgesetzes in Gestalt der Grundrechte
der Beteiligten sowie der Grundsatz des
Vertrauensschutzes zu berücksichtigen
und ist den Veränderungen der
Lebenswirklichkeit Rechnung zu tragen
(im Anschluss an BVerfG, NJW 2004,
672; NJW 2002, 1190, 1191 f.; NJW-RR

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2004, 1570, 1571; BVerfGE 97, 12, 32
[jeweils zum RBerG]).
c) Überschreitet hiernach ein registrierter
Inkassodienstleister seine
Inkassodienstleistungsbefugnis nach § 10
Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 RDG, kann darin ein
Verstoß gegen §3 RDG liegen. Ein
solcher Verstoß hat, wenn die
Überschreitung bei einer umfassenden
Würdigung der Gesamtumstände aus der
objektivierten Sicht eines verständigen
Auftraggebers des Inkassodienstleisters
zum einen eindeutig vorliegt und zum
anderen unter Berücksichtigung der
Zielsetzung des
Rechtsdienstleistungsgesetzes in ihrem
Ausmaß als nicht nur geringfügig
anzusehen ist, die Nichtigkeit nach § 134
BGB der zwischen dem
Inkassodienstleister und dessen
Auftraggeber getroffenen
Inkassovereinbarung einschließlich einer
in diesem Zusammenhang erfolgten
Forderungsabtretung zur Folge
(Anschluss an und Fortführung von BGH,
Urteile vom [Link] 2012 -XI ZR
324/11, NJW 2013, 59 Rn.34 ff.; vom 11.
Dezember 2013 -IV ZR 46/13, NJW
2014, 847 Rn. 31; vom [Link] 2014 -
VI ZR 507/13, NJW 2015, 397 Rn. 5;
vom [Link] 2017 -IV ZR 340/13,
VersR 2017, 277 Rn. 34; vom 21.März
2018 -VIII ZR 17/17, NJW 2018, 2254
Rn. 18; BVerfG, NJW 2002, 1190, 1192).
d)Von einer Nichtigkeit nach § 134 BGB
ist danach insbesondere dann regelmäßig
auszugehen, wenn der registrierte
Inkassodienstleister Tätigkeiten
vornimmt, die von vornherein nicht auf
eine Forderungseinziehung im Sinne des
§ 2 Abs. 2 Satz 1 RDG, sondern etwa auf
die Abwehr von Ansprüchen gerichtet
sind oder eine über den erforderlichen
Zusammenhang mit der
Forderungseinziehung hinausgehende
Rechtsberatung zum Gegenstand haben
oder wenn das "Geschäftsmodell" des
Inkassodienstleisters zu einer Kollision
mit den Interessen seines Auftraggebers
führt.
e) Nach diesen Maßstäben ist es von der
Inkassodienstleistungsbefugnis eines nach
§10 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 RDG registrierten
Inkassodienstleisters (noch) gedeckt,
wenn dieser auf seiner Internetseite einen
"Mietpreisrechner" zur -zunächst
unentgeltlichen - Berechnung der
ortsüblichen Vergleichsmiete zur
Verfügung stellt und im Anschluss hieran
dem Mieter die Möglichkeit gibt, ihn
durch Anklicken eines Buttons mit der
außergerichtlichen Durchsetzung von -

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näher bezeichneten -Forderungen und
etwaigen Feststellungsbegehren gegen
den Vermieter im Zusammenhang mit der
"Mietpreisbremse" -unter Vereinbarung
eines Erfolgshonorars in Höhe eines
Drittels der jährlichen Mietersparnis (vier
Monate) sowie einer Freihaltung des
Mieters von sämtlichen Kosten -zu
beauftragen und in diesem
Zusammenhang die genannten Ansprüche
zum Zweck der Durchsetzung
treuhänderisch an den Inkassodienstleister
abzutreten, der im Falle einer
Erfolglosigkeit der eigenen
außergerichtlichen
Rechtsdienstleistungstätigkeit einen
Vertrags-anwalt mit der anwaltlichen und
gegebenenfalls auch gerichtlichen
Durchsetzung der Ansprüche beauftragen
kann, zum Abschluss eines Vergleichs
jedoch grundsätzlich nur mit Zustimmung
des Mieters befugt ist.
f) Da damit (auch) die in diesem Rahmen
erfolgte treuhänderische Abtretung der
genannten im Zusammenhang mit der
"Mietpreisbremse" stehenden
Forderungen des Mieters (noch) nicht
gegen ein gesetzliches Verbot (§3 RDG)
verstößt und demzufolge nicht gemäß §
134 BGB nichtig ist, ist der
Inkassodienstleister im gerichtlichen
Verfahren aktivlegitimiert, diese
Ansprüche im Wege der Klage gegen den
Vermieter geltend zu machen.
§ 556g Zulässigkeit der Abtretung von 8. April 2020 MietPrax-AK §
BGB Forderung an legal tech VIII ZR 130/19 556g BGB Nr. 2
= GE 2020, 725
Unternehmen = WuM 2020,
1. § 557 Abs. 2 ZPO schließt eine 344 = NZM
Inzidentprüfung einer unanfechtbaren 2020, 542 =
Entscheidung über das Ablehnungsgesuch NJW-RR 2020,
durch das Revisionsgericht im Rahmen 779 = MDR
des Rechtsmittels gegen eine von 2020, 823
erfolglos abgelehnten Richtern getroffene
Entscheidung in der Hauptsache aus (im
Anschluss an BGH, Beschlüsse vom 8.
November 2004 - II ZB 24/03, NJW-RR
2005, 294 unter II 2 a; vom 18. Oktober
2006 - XII ZB 244/04, NJW-RR 2007,
411 Rn. 9; vom 30. November 2006 - III
ZR 93/06, NJW-RR 2007, 775 Rn. 4; vgl.
auch Beschluss vom 11. Juli 1985 - X ZB
18/84, BGHZ 95, 302, 306; BVerfG,
Beschluss vom 12. Januar 2009 - 1 BvR
3113/08, NJW 2009, 833 Rn. 15 mwN).
2. Zur Aktivlegitimation eines
registrierten Inkassodienstleisters, der
Ansprüche des Mieters aus der
sogenannten Mietpreisbremse (§§ 556d,
556g BGB) im Wege der Abtretung
verfolgt (im Anschluss an Senatsurteil

© 2022 RiAG a.D. Prof. Dr. Ulf Börstinghaus, Gelsenkirchen Seite 216
vom 27. November 2019 - VIII ZR
285/18, NJW 2020, 208).
3. Eine zum Ausschluss einer Abtretung
führende Inhaltsänderung ist nicht nur bei
höchstpersönlichen oder unselbständigen
akzessorischen Ansprüchen, sondern auch
dann anzunehmen, wenn ein
Gläubigerwechsel zwar rechtlich
vorstellbar ist, das Interesse des
Schuldners an der Beibehaltung einer
bestimmten Gläubigerposition aber
besonders schutzwürdig ist (im Anschluss
an BGH, Urteile vom 24. Oktober 1985 -
VII ZR 31/85, BGHZ 96, 146, 149 mwN;
vom 30. Oktober 2009 - V ZR 42/09,
NJW 2010, 1074 Rn. 14; vom 31. Juli
2013 - VIII ZR 162/09, NJW 2013, 3647
Rn. 23 mwN). Eine solche
Schutzwürdigkeit besteht jedoch nicht bei
einer bereicherungsrechtlichen
Rückforderung zu viel gezahlter Miete
nach § 556g Abs. 1 Satz 3 BGB
(Anschluss und Fortführung von
Senatsurteil vom 31. Juli 2013 - VIII ZR
162/09, aaO).
4. Zur hinreichenden Bestimmtheit einer
Abtretungserklärung.
§ 556g Zulässigkeit der Abtretung von 6. Mai 2020 MietPrax-AK §
BGB Forderung an legal tech VIII ZR 120/19 556g BGB Nr. 3
= ZMR 2020.
Unternehmen 737
1. Aus Gründen der Vereinfachung und
Beschleunigung des Verfahrens ist der
abgelehnte Richter in klaren Fällen eines
unzulässigen oder rechtsmissbräuchlich
angebrachten Ablehnungsgesuchs zur
Vermeidung eines aufwendigen und
zeitraubenden Ablehnungsverfahrens an
der weiteren Mitwirkung nicht gehindert.
Denn in einem solchen Fall setzt die
Prüfung des Ablehnungsgesuch eine
Beurteilung des eigenen Verhaltens des
abgelehnten Richters nicht voraus und
stellt mithin auch keine Entscheidung in
eigener Sache dar.
2. Die Abtretung von Forderungen wegen
der sog. Mietpreisbremse an das die
Internetplattform [Link]
betreibende legal tech Unternehmen ist
wirksam.(nicht amtlicher Leitsatz)
§ 556g Ansprüche aus 27. Mai 2020 MietPrax-AK § Börstinghaus,
BGB "Mietpreisbremse" bei VIII ZR 45/19 556g BGB Nr. 4 jurisPR-
= BGHZ 225, BGHZivilR
Mietermehrheit 352 = GE 2020, 13/2020 Anm. 2;
1. Im Falle einer Mietermehrheit kann 787 = NZM Börstinghaus,
zwar ein Mieter allein Rückzahlung zu 2020, 551 = MietRB 2020, 194,
viel gezahlter Miete und DWW 2020, 220 195; Happ, DWW
Auskunftserteilung verlangen. Er ist = WuM 2020, 2020, 229
insoweit jedoch nur als Mitgläubiger 423 = MDR
berechtigt (Anschluss an und Fortführung 2020, 845
von Senatsurteil vom 28. April 2010 -
VIII ZR 263/09, NJW 2010, 1965 Rn. 10

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f.) und kann daher nur Zahlung
beziehungsweise Auskunftserteilung an
alle Mieter verlangen. Dieses eigene
Forderungsrecht kann der Mieter ohne
Mitwirkung der Mitmieter wirksam
abtreten.
2 Bei einer Mietermehrheit genügt es den
Anforderungen des § 556g Abs. 2 BGB
aF, wenn die Rüge (nur) von einem
Mieter erhoben wird. Es handelt sich
hierbei nicht um eine Willenserklärung,
sondern um eine geschäftsähnliche
Handlung.
3. Die Mietenbegrenzungsverordnung des
Landes Berlin genügt den in der
Ermächtigungsgrundlage des § 556d Abs.
2 Satz 5 bis 7 BGB ausdrücklich
gestellten Begründungsanforderungen.
Durch die Veröffentlichung auf der
Internetseite des Berliner
Abgeordnetenhauses ist sie auch von
einer amtlichen Stelle und für die
Öffentlichkeit leicht zugänglich bekannt
gemacht worden (Anschluss an
Senatsurteil vom 17. Juli 2019 - VIII ZR
130/18, NJW 2019, 2844 Rn. 34, 37).
§ 556g Zur Aktivlegitimation eines 27. Mai 2020 MietPrax-AK §
BGB registrierten VIII ZR 129/19 556g BGB Nr. 5
= ZIP 2020,
Inkassodienstleisters 1619 = DB 2020,
1. § 557 Abs. 2 ZPO schließt eine 1564
Inzidentprüfung einer unanfechtbaren
Entscheidung über das Ablehnungsgesuch
durch das Revisionsgericht im Rahmen
des Rechtsmittels gegen eine von
erfolglos abgelehnten Richtern getroffene
Entscheidung in der Hauptsache aus (im
Anschluss an Senatsurteile vom 8. April
2020 - VIII ZR 130/19, WM 2020, 991
Rn. 20 ff.; vom 6. Mai 2020 - VIII ZR
120/19, unter II 1; vom 27. Mai 2020 -
VIII ZR 121/19 und VIII ZR 128/19,
jeweils unter II 1 und zur
Veröffentlichung bestimmt).
2. Zur Aktivlegitimation eines
registrierten Inkassodienstleisters, der
Ansprüche des Mieters aus der
sogenannten Mietpreisbremse (§§ 556d,
556g BGB) im Wege der Abtretung
verfolgt (im Anschluss an Senatsurteile
vom 27. November 2019 - VIII ZR
285/18, NJW 2020, 208 Rn. 97 ff., 143
ff., zur Veröffentlichung in BGHZ
bestimmt; vom 8. April 2020 - VIII ZR
130/19, aaO Rn. 30 ff.; vom 6. Mai 2020
- VIII ZR 120/19, aaO unter II 2; vom 27.
Mai 2020 - VIII ZR 45/19, unter II 3, zur
Veröffentlichung in BGHZ bestimmt,
sowie VIII ZR 31/19, unter II 1, zur
Veröffentlichung bestimmt, VIII ZR
121/19 und VIII ZR 128/19, jeweils aaO
unter II 2).

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3. Eine Überschreitung der
Inkassodienstleistungsbefugnis nach § 10
Abs. 1 Satz 1 Nr. 1, § 2 Abs. 2 Satz 1
RDG folgt (auch) nicht aus dem
Umstand, dass der Inkassodienstleister im
Rahmen der von ihm für den Mieter
gemäß § 556d Abs. 2 BGB erfolgten
Rüge eines Verstoßes gegen die
Vorschriften der Begrenzung der
Miethöhe (§§ 556d ff. BGB) den
Vermieter nicht nur zur Rückerstattung zu
viel gezahlter Miete, sondern zusätzlich
dazu auffordert, künftig von dem Mieter
nicht mehr die als überhöht gerügte Miete
zu verlangen und diese auf den zulässigen
Höchstbetrag herabzusetzen. Diese
Aufforderung ist nicht als eine - einem
registrierten Inkassodienstleister nicht
gestattete - Maßnahme der
Anspruchsabwehr anzusehen; es handelt
sich bei ihr nicht um eine Reaktion auf
ein Verlangen des Vermieters, sondern
um eine in engem Zusammenhang mit der
von dem Inkassodienstleister
zulässigerweise erhobenen Rüge und dem
von ihm geltend gemachten Anspruch auf
Rückerstattung zu viel gezahlter Miete
stehende Maßnahme, die letztlich dazu
dient, für die Zukunft die
Geltendmachung weitergehender
Rückzahlungsansprüche des Mieters
entbehrlich zu machen (Bestätigung des
Senatsurteils vom 27. November 2019 -
VIII ZR 285/18, aaO Rn. 162; Anschluss
an Senatsurteile vom 27. Mai 2020 - VIII
ZR 31/19, aaO unter II 1 b, VIII ZR
121/19 und VIII ZR 128/19, jeweils aaO
unter II 2 b).
4. Eine zum Ausschluss einer Abtretung
führende Inhaltsänderung ist nicht nur bei
höchstpersönlichen oder unselbständigen
akzessorischen Ansprüchen, sondern auch
dann anzunehmen, wenn ein
Gläubigerwechsel zwar rechtlich
vorstellbar ist, das Interesse des
Schuldners an der Beibehaltung einer
bestimmten Gläubigerposition aber
besonders schutzwürdig ist. Eine solche
Schutzwürdigkeit besteht jedoch nicht bei
einer bereicherungsrechtlichen
Rückforderung zu viel gezahlter Miete
nach § 556g Abs. 1 Satz 3 BGB (im
Anschluss an Senatsurteile vom 8. April
2020 - VIII ZR 130/19, aaO Rn. 77 f.,
vom 6. Mai 2020 - VIII ZR 120/19, aaO
unter II 3 a sowie vom 27. Mai 2020 -
VIII ZR 31/19, aaO unter II 2, VIII ZR
121/19 und VIII ZR 128/19, jeweils aaO
unter II 3).

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§ 556g Zur Aktivlegitimation eines 27. Mai 2020 MietPrax-AK §
BGB registrierten VIII ZR 31/19 556g BGB Nr. 6
= ZMR 2020,
Inkassodienstleisters 827 = WuM
1. Zur Aktivlegitimation eines 2020, 645
registrierten Inkassodienstleisters, der
Ansprüche des Mieters aus der
sogenannten Mietpreisbremse (§§ 556d,
556g BGB) im Wege der Abtretung
verfolgt (im Anschluss an Senatsurteile
vom 27. November 2019 - VIII ZR
285/18, NJW 2020, 208 Rn. 97 ff., 143
ff., zur Veröffentlichung in BGHZ
bestimmt; vom 8. April 2020 - VIII ZR
130/19, WM 2020, 991 Rn. 30 ff.; vom 6.
Mai 2020 - VIII ZR 120/19, unter II 2,
zur Veröffentlichung bestimmt; vom 27.
Mai 2020 - VIII ZR 45/19, unter II 3, zur
Veröffentlichung in BGHZ bestimmt,
sowie VIII ZR 121/19, VIII ZR 128/19
und VIII ZR 129/19, jeweils unter II 2
und zur Veröffentlichung bestimmt).
2. Eine Überschreitung der
Inkassodienstleistungsbefugnis nach § 10
Abs. 1 Satz 1 Nr. 1, § 2 Abs. 2 Satz 1
RDG folgt (auch) nicht aus dem
Umstand, dass der Inkassodienstleister im
Rahmen der von ihm für den Mieter
gemäß § 556d Abs. 2 BGB erhobenen
Rüge eines Verstoßes gegen die
Vorschriften der Begrenzung der
Miethöhe (§§ 556d ff. BGB) den
Vermieter nicht nur zur Rückerstattung zu
viel gezahlter Miete, sondern zusätzlich
dazu auffordert, künftig von dem Mieter
nicht mehr die als überhöht gerügte Miete
zu verlangen und diese auf den zulässigen
Höchstbetrag herabzusetzen. Diese
Aufforderung ist nicht als eine - einem
registrierten Inkassodienstleister nicht
gestattete - Maßnahme der
Anspruchsabwehr anzusehen; es handelt
sich bei ihr nicht um eine Reaktion auf
ein Verlangen des Vermieters, sondern
um eine in engem Zusammenhang mit der
von dem Inkassodienstleister
zulässigerweise erhobenen Rüge und dem
von ihm geltend gemachten Anspruch auf
Rückerstattung zu viel gezahlter Miete
stehende Maßnahme, die letztlich dazu
dient, für die Zukunft die
Geltendmachung weitergehender
Rückzahlungsansprüche des Mieters
entbehrlich zu machen (Bestätigung des
Senatsurteils vom 27. November 2019 -
VIII ZR 285/18, aaO Rn. 162; Anschluss
an Senatsurteile vom 27. Mai 2020 - VIII
ZR 121/19, VIII ZR 128/19 und VIII ZR
129/19, jeweils aaO unter II 2 b).
3. Eine zum Ausschluss einer Abtretung
führende Inhaltsänderung ist nicht nur bei
höchstpersönlichen oder unselbständigen

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akzessorischen Ansprüchen, sondern auch
dann anzunehmen, wenn ein
Gläubigerwechsel zwar rechtlich
vorstellbar ist, das Interesse des
Schuldners an der Beibehaltung einer
bestimmten Gläubigerposition aber
besonders schutzwürdig ist. Eine solche
Schutzwürdigkeit besteht jedoch nicht bei
einer bereicherungsrechtlichen
Rückforderung zu viel gezahlter Miete
nach § 556g Abs. 1 Satz 3 BGB (im
Anschluss an Senatsurteile vom 8. April
2020 - VIII ZR 130/19, aaO Rn. 77 f.,
vom 6. Mai 2020 - VIII ZR 120/19, aaO
unter II 3 a sowie vom 27. Mai 2020 -
VIII ZR 121/19, VIII ZR 128/19 und VIII
ZR 129/19, jeweils aaO unter II 3).
§ 556g Wirksamkeit der Berliner 27. Mai 2020 MietPrax-AK §
BGB MietpreisbremseVO VIII ZR 292/19 556g BGB Nr. 7
Die Berliner = ZMR 2020,
Mietenbegrenzungsverordnung ist in 629 = WuM
einer den Anforderungen des Senats 2020, 488
gerecht werdenden Weise veröffentlicht
worden und daher nicht wegen einer
unzureichenden Veröffentlichung der
Begründung unwirksam.(nicht
amtlicher Leitsatz)
§ 556g Zur Aktivlegitimation eines 27. Mai 2020 MietPrax-AK §
BGB registrierten VIII ZR 384/18 556g BGB Nr. 8
= WuM 2020,
Inkassodienstleisters 650
Die Inkassodienstleistungen des hinter
dem Internetauftritt
[Link] stehenden
Unternehmens verstößt nicht gegen das
Rechtsdienstleistungsgesetz.
2. Die Abtretungserklärung des Mieters
bezüglich der vermeintlichen
Rückforderungsansprüche ist nicht wegen
Verstoßes gegen ein gesetzliches Verbot
gemäß § 134 BGB nichtig.(nicht
amtlicher Leitsatz)
§ 556g Zur Aktivlegitimation eines 27. Mai 2020 MietPrax-AK §
BGB registrierten VIII ZR 121/19 556g BGB Nr. 9
Inkassodienstleisters
a) § 557 Abs. 2 ZPO schließt eine
Inzidentprüfung einer unanfechtbaren
Entscheidung über das Ablehnungsgesuch
durch das Revisionsgericht im Rahmen
des Rechtsmittels gegen eine von
erfolglos abgelehnten Richtern getroffene
Entschei-dung in der Hauptsache aus (im
Anschluss an Senatsurteile vom 8. April
2020 -VIII ZR 130/19, WM 2020, 991
Rn.20 ff.; vom 6. Mai 2020 -VIII ZR
120/19, unter II 1; vom 27. Mai 2020 -
VIIIZR 128/19 und VIIIZR 129/19,
jeweils unter II 1 und zur
Veröffentlichung bestimmt).

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b) Zur Aktivlegitimation eines
registrierten Inkassodienstleisters, der
Ansprüche des Mieters aus der
sogenannten Mietpreisbremse (§§ 556d,
556g BGB) -mit der Zusage einer
Freistellung des Mieters von jeglichem
Kostenrisiko -im Wege der Abtretung
verfolgt (im Anschluss an Senatsurteile
vom 27. November 2019 -VIIIZR 285/18,
NJW 2020, 208 Rn. 97 ff., 143 ff., zur
Veröffentlichung in BGHZ bestimmt;
vom 8. April 2020 -VIIIZR 130/19, aaO
Rn. 30 ff.; vom 6. Mai 2020 -VIII ZR
120/19, aaO unter II 2; vom 27. Mai 2020
-VIII ZR 45/19, unter II 3, zur
Veröffentlichung in BGHZ bestimmt,
sowie VIII ZR 31/19, unter II 1, zur
Veröffentlichung bestimmt, VIII ZR
128/19 und VIII ZR 129/19, jeweils aaO
unter II 2).
c) Eine Überschreitung der
Inkassodienstleistungsbefugnis nach §10
Abs.1 Satz1 Nr. 1, § 2 Abs. 2 Satz 1 RDG
folgt (auch) nicht aus dem Umstand, dass
der Inkassodienstleister im Rahmen der
von ihm für den Mieter gemäß § 556d
Abs. 2 BGB erfolgten Rüge eines
Verstoßes gegen die Vorschriften der
Begrenzung der Miethöhe (§§ 556d ff.
BGB) den Vermieter nicht nur zur
Rückerstattung zu viel gezahlter Miete,
sondern zusätzlich dazu auffordert,
künftig von dem Mieter nicht mehr die als
überhöht gerügte Miete zu verlangen und
diese auf den zulässigen Höchstbetrag
[Link] Aufforderung ist
nicht als eine -einem registrierten
Inkassodienstleister nicht gestattete -
Maßnahme der Anspruchsabwehr
anzusehen; es handelt sich bei ihr nicht
um eine Reaktion auf ein Verlangen des
Vermieters, sondern um eine in engem
Zusammenhang mit der von dem
Inkassodienstleister zulässigerweise
erhobenen Rüge und dem von ihm
geltend gemachten Anspruch auf
Rückerstattung zu viel gezahlter Miete
stehende Maßnahme, die letztlich dazu
dient, für die Zukunft die
Geltendmachung weitergehender
Rückzahlungsansprüche des Mieters
entbehrlich zu machen (Bestätigung des
Senatsurteils vom [Link] 2019 -
VIII ZR 285/18, aaO Rn.162; Anschluss
an Senatsurteile vom 27. Mai 2020 -VIII
ZR 31/19, aaO unter II 1 b, VIII ZR
128/19 und VIIIZR 129/19, jeweils aaO
unter II 2 b).
d) Eine zum Ausschluss einer Abtretung
führende Inhaltsänderung ist nicht nur bei
höchstpersönlichen oder unselbständigen
akzessorischen Ansprüchen, sondern auch

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dann anzunehmen, wenn ein
Gläubigerwechsel zwar rechtlich
vorstellbar ist, das Interesse des
Schuldners an der Beibehaltung einer
bestimmten Gläubigerposition aber
besonders schutzwürdig ist. Eine solche
Schutzwürdigkeit besteht je-doch nicht
bei einer bereicherungsrechtlichen
Rückforderung zu viel gezahlter Miete
nach §556g Abs.1 Satz3 BGB (im
Anschluss an Senatsurteile vom [Link]
2020 -VIII ZR 130/19, aaO Rn.77f., vom
6. Mai 2020 -VIII ZR 120/19, aaO unter
II 3 a sowie vom 27. Mai 2020 -VIII ZR
31/19, aaO unter II 2, VIII ZR 128/19 und
VIII ZR 129/19, jeweils aaO unter II 3).
§ 556g Zur Aktivlegitimation eines 27. Mai 2020 MietPrax-AK §
BGB registrierten VIII ZR 128/19 556g BGB Nr.
10
Inkassodienstleisters
a) § 557 Abs. 2 ZPO schließt eine
Inzidentprüfung einer unanfechtbaren
Entscheidung über das Ablehnungsgesuch
durch das Revisionsgericht im Rahmen
des Rechtsmittels gegen eine von
erfolglos abgelehnten Richtern getroffene
Entschei-dung in der Hauptsache aus (im
Anschluss an Senatsurteile vom 8. April
2020 -VIII ZR 130/19, WM 2020, 991
Rn.20 ff.; vom 6. Mai 2020 -VIII ZR
120/19, unter II 1; vom 27. Mai 2020 -
VIIIZR 121/19 und VIII ZR 129/19,
jeweils unter II 1 und zur
Veröffentlichung bestimmt).
b) Zur Aktivlegitimation eines
registrierten Inkassodienstleisters, der
Ansprüche des Mieters aus der
sogenannten Mietpreisbremse (§§ 556d,
556g BGB) im Wege der Abtretung
verfolgt (im Anschluss an Senatsurteile
vom 27. November 2019 -VIIIZR 285/18,
NJW 2020, 208 Rn.97 ff., 143 ff., zur
Veröffentlichung in BGHZ bestimmt;
vom 8. April 2020 -VIII ZR 130/19, aaO
Rn. 30 ff.; vom 6. Mai 2020 -VIII ZR
120/19, aaO unter II 2; vom 27. Mai 2020
-VIII ZR 45/19, unter II 3, zur
Veröffentlichung in BGHZ bestimmt,
sowie VIII ZR 31/19, unter II 1, zur
Veröffentlichung bestimmt, VIII ZR
121/19 und VIIIZR 129/19, jeweils aaO
unter II 2).
c) Eine Überschreitung der
Inkassodienstleistungsbefugnis nach §10
Abs.1 Satz1 Nr. 1, § 2 Abs. 2 Satz 1 RDG
folgt (auch) nicht aus dem Umstand, dass
der Inkassodienstleister im Rahmen der
von ihm für den Mieter gemäß § 556d
Abs. 2 BGB erfolgten Rüge eines
Verstoßes gegen die Vorschriften der
Begrenzung der Miethöhe (§§ 556d ff.
BGB) den Vermieter nicht nur zur

© 2022 RiAG a.D. Prof. Dr. Ulf Börstinghaus, Gelsenkirchen Seite 223
Rückerstattung zu viel gezahlter Miete,
sondern zusätzlich dazu auffordert,
künftig von dem Mieter nicht mehr die als
überhöht gerügte Miete zu verlangen und
diese auf den zulässigen Höchstbetrag
herabzusetzen. Diese Aufforderung ist
nicht als eine -einem registrierten
Inkassodienstleister nicht gestattete -
Maßnahme der Anspruchsabwehr
anzusehen; es handelt sich bei ihr nicht
um eine Reaktion auf ein Verlangen des
Vermieters, sondern um eine in engem
Zusammenhang mit der von dem Inkasso-
dienstleister zulässigerweise erhobenen
Rüge und dem von ihm geltend
gemachten Anspruch auf Rückerstattung
zu viel gezahlter Miete stehende
Maßnahme, die letztlich dazu dient, für
die Zukunft die Geltendmachung
weitergehender Rückzahlungsansprüche
des Mieters entbehrlich zu machen
(Bestätigung des Senatsurteils vom
[Link] 2019 -VIII ZR 285/18, aaO
Rn.162; Anschluss an Senatsurteile vom
27. Mai 2020 -VIII ZR 31/19, aaO unter
II 1 b, VIII ZR 121/19 und VIIIZR
129/19, jeweils aaO unter II 2 b).
d)Eine zum Ausschluss einer Abtretung
führende Inhaltsänderung ist nicht nur bei
höchstpersönlichen oder unselbständigen
akzessorischen Ansprüchen, sondern auch
dann anzunehmen, wenn ein
Gläubigerwechsel zwar rechtlich
vorstellbar ist, das Interesse des
Schuldners an der Beibehaltung einer
bestimmten Gläubigerposition aber
besonders schutzwürdig ist. Eine solche
Schutzwürdigkeit besteht jedoch nicht bei
einer bereicherungsrechtlichen
Rückforderung zu viel gezahlter Miete
nach § 556g Abs. 1 Satz3 BGB (im
Anschluss an Senatsurteile vom [Link]
2020 -VIIIZR 130/19, aaO Rn.77f., vom
6. Mai 2020 -VIII ZR 120/19, aaO unter
II 3 a sowie vom 27. Mai 2020 -VIIIZR
31/19, aaO unter II 2, VIII ZR 121/19 und
VIII ZR 129/19, jeweils aaO unter II 3).
§ 556g Zur Wirksamkeit einer 27. Mai 2020 MietPrax-AK §
BGB Abtretung und VIII ZR 58/19 556g BGB Nr.
11
Aktivlegitimation eines
registrierten
Inkassodienstleisters
Die Abtretung von vermeintlichen
Rückforderungsansprüchen gem. § 556g
BGB ist nicht wegen Verstosses gegen
ein gesetzliches Verbot nichtig.(nicht
amtlicher Leitsatz)
§ 556g Erstattungsfähigkeit 27. Mai 2020 MietPrax-AK §
BGB vorgerichtlicher Anwaltskosten VIII ZR 275/18 556g BGB Nr.
12

© 2022 RiAG a.D. Prof. Dr. Ulf Börstinghaus, Gelsenkirchen Seite 224
Die Ansprüche auf Erstattung der
Rechtsverfolgungskosten sind als
werterhöhender Hauptanspruch zu
bewerten(nicht amtlicher Leitsatz)
§ 556g Wirksamkeit der Abtretung an 19. Januar 2022 MietPrax-AK § Beyer, jurisPR-
BGB legal tech Unternehmen VIII ZR 122/21 556g BGB Nr. MietR 9/2022
Zur Wirksamkeit der Abtretung des 13 = MDR 2022, Anm. 1
Anspruchs eines Wohnungsmieters an 487 = NZM
einen Inkassodienstleister auf 2022, 325
Rückerstattung zu viel gezahlter Miete
wegen eines Verstoßes gegen die
Vorschriften über die Begrenzung der
Miethöhe (§§ 556d ff. BGB), verbunden
mit der Aufforderung an den Vermieter,
künftig von dem Mieter nicht mehr die als
überhöht gerügte Miete zu verlangen und
diese auf den zulässigen Höchstbetrag
herabzusetzen (hier: Abgrenzung der
einem registrierten Inkassodienstleister
nach § 10 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 RDG, § 2
Abs. 2 Satz 1 RDG aF gestatteten
Forderungseinziehung von unzulässigen
Maßnahmen der Anspruchsabwehr).
§ 556g Wirksamkeit der Abtretung an 19. Januar 2022 MietPrax-AK §
BGB legal tech Unternehmen VIII ZR 124/21 556g BGB Nr.
Zur Wirksamkeit der Abtretung des 14
Anspruchs eines Wohnungsmieters an
einen Inkassodienstleister auf
Rückerstattung zu viel gezahlter Miete
wegen eines Verstoßes gegen die
Vorschriften über die Begrenzung der
Miethöhe (§§ 556d ff. BGB), verbunden
mit der Aufforderung an den Vermieter,
künftig von dem Mieter nicht mehr die als
überhöht gerügte Miete zu verlangen und
diese auf den zulässigen Höchstbetrag
herabzusetzen (hier: Abgrenzung der
einem registrierten Inkassodienstleister
nach § 10 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 RDG, § 2
Abs. 2 Satz 1 RDG aF gestatteten
Forderungseinziehung von unzulässigen
Maßnahmen der Anspruchsabwehr).
§ 556g Auskunftsklage bei fehlendem 23. März 2022 MietPrax-AK § Drasdo, NJW-
BGB Zahlungsanspruch VIII ZR 133/20 556g BGB Nr. Spezial 2022, 385
1. Mit dem Erfordernis des 15 = MDR 2022,
Rechtsschutzbedürfnisses als 624 = WuM
Einschränkung des durch Art. 20 Abs. 3 2022, 269 =
GG in Verbindung mit Art. 2 Abs. 1 GG NZM 2022, 413
verfassungsrechtlich abgesicherten = GE 2022, 579
Justizgewährleistungsanspruchs soll = DWW 2022,
(lediglich) verhindert werden, dass die 216 = ZMR
Gerichte als Teil der Staatsgewalt unnütz 2022, 544
oder gar unlauter bemüht werden oder ein
gesetzlich vorgesehenes Verfahren zur
Verfolgung zweckwidriger und insoweit
nicht schutzwürdiger Ziele ausgenutzt
wird (im Anschluss an BGH, Urteile vom
5. Dezember 1975 - I ZR 122/74, GRUR
1976, 256 unter II; vom 14. März 1978 -
VI ZR 68/76, NJW 1978, 2031 unter II 2

© 2022 RiAG a.D. Prof. Dr. Ulf Börstinghaus, Gelsenkirchen Seite 225
a; jeweils mwN). Nur ausnahmsweise
können deshalb bei Leistungsklagen
besondere Umstände das Verlangen des
Klägers, in die materiell-rechtliche
Prüfung seines Anspruchs einzutreten, als
nicht schutzwürdig erscheinen lassen (im
Anschluss an BGH, Urteile vom 25.
Oktober 2012 - III ZR 266/11, BGHZ
195, 174 Rn. 51; vom 22. August 2018 -
VIII ZR 99/17, NJW-RR 2018, 1285 Rn.
10).
2. Das Rechtsschutzbedürfnis für eine
Klage, mit der - gestützt auf die
Vorschrift des § 556g Abs. 3 BGB - die
Erteilung von Auskunft über die für die
Zulässigkeit der zu Beginn des
Mietverhältnisses vereinbarten Miete
maßgeblichen Tatsachen nach den
Vorschriften über die sogenannte
Mietpreisbremse (§§ 556d ff. BGB)
begehrt wird, kann nicht mit dem
materiell-rechtlichen Gesichtspunkt
verneint werden, auf die verlangten
Auskünfte zu den Ausnahmetatbeständen
der §§ 556e und 556f BGB komme es
nicht an, weil der Vermieter sich zur
Rechtfertigung der vereinbarten Miete
lediglich auf die ortsübliche
Vergleichsmiete berufe und andere
Gründe für die Zulässigkeit der Miethöhe
nicht geltend mache. Die Berechtigung
des geltend gemachten materiellen
Klagebegehrens ist von der Frage des
Rechtsschutzbedürfnisses für die Klage
abzugrenzen; sie ist keine Frage der
Zulässigkeit, sondern der Begründetheit
der Klage.
§ 556g Abtretung von Ansprüchen an 19. Januar 2022 MietPrax-AK §
BGB legal-tech-Unternehmen VIII ZR 196/21 556g BGB Nr.
1. Zur Wirksamkeit der Abtretung des 16 = ZMR 2022,
Anspruchs eines Wohnungsmieters an 455
einen Inkassodienstleister auf
Rückerstattung zu viel gezahlter Miete
wegen eines Verstoßes gegen die
Vorschriften über die Begrenzung der
Miethöhe (§§ 556d ff. BGB), verbunden
mit der Aufforderung an den Vermieter,
künftig von dem Mieter nicht mehr die als
überhöht gerügte Miete zu verlangen und
diese auf den zulässigen Höchstbetrag
herabzusetzen (hier: Abgrenzung der
einem registrierten Inkassodienstleister
nach § 10 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 RDG, § 2
Abs. 2 Satz 1 RDG a.F. gestatteten
Forderungseinziehung von unzulässigen
Maßnahmen der Anspruchsabwehr).
2. Somit ist die Abtretung der Ansprüche
des Mieters an den Inkassodienstleister
nicht wegen Überschreitung von dessen
Befugnis aus § 3 RDG zur Erbringung

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außergerichtlicher Rechtsdienstleistungen
gemäß § 134 BGB nichtig.
§ 556g Abtretung von Ansprüchen an 30. März 2022 MietPrax-AK §
BGB legal-tech-Unternehmen VIII ZR 256/21 556g BGB Nr.
Zur Wirksamkeit der Abtretung des 17 = NZM 2022,
Anspruchs eines Wohnungsmieters an 519
einen Inkassodienstleister auf
Rückerstattung zu viel gezahlter Miete
wegen eines Verstoßes gegen die
Vorschriften über die Begrenzung der
Miethöhe (§§ 556d ff. BGB), verbunden
mit der Aufforderung an den Vermieter,
künftig von dem Mieter nicht mehr die als
überhöht gerügte Miete zu verlangen und
diese auf den zulässigen Höchstbetrag
herabzusetzen (hier: Abgrenzung der
einem registrierten Inkassodienstleister
nach § 10 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 RDG, § 2
Abs. 2 Satz 1 RDG aF gestatteten
Forderungseinziehung von unzulässigen
Maßnahmen der Anspruchsabwehr).MDR
2022, 754
§ 556g Abtretung von Ansprüchen an 18. Mai 2022 MietPrax-AK §
BGB legal-tech-Unternehmen VIII ZR 423/21 556g BGB Nr.
Zur Aktivlegitimation eines registrierten 18
Inkassodienstleisters, der Ansprüche des
Mieters aus der sogenannten
Mietpreisbremse (§§ 556d, 556g BGB)
im Wege der Abtretung verfolgt (hier:
Abgrenzung der einem registrierten
Inkassodienstleister nach § 10 Abs. 1 Satz
1 Nr. 1 RDG, § 2 Abs. 2 Satz 1 RDG aF
gestatteten Forderungseinziehung von
unzulässigen Maßnahmen der
Anspruchsabwehr).
§ 556g Umfang der vorvertraglichen 18. Mai 2022 MietPrax-AK §
BGB Informationsobliegenheit VIII ZR 9/22 556g BGB Nr.
a) Zur Aktivlegitimation eines 19 = WuM 2022,
registrierten Inkassodienstleisters, der 468 = MDR
Ansprüche des Mieters aus der 2022, 1009
sogenannten Mietpreisbremse (§§ 556d,
556g BGB) im Wege der Abtretung
verfolgt (hier: Abgrenzung der einem
registrierten Inkassodienstleister nach §
10 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 RDG, § 2 Abs. 2
Satz 1 RDG aF gestatteten
Forderungseinziehung von unzulässigen
Maßnahmen der Anspruchsabwehr).
b) Den Anforderungen an die
Auskunftspflicht des Vermieters nach §
556g Abs. 1a Satz 1 Nr. 4, Abs. 4, § 556f
Satz 2 BGB ist Genüge getan, wenn er
dem Mieter vor der Abgabe von dessen
Vertragserklärung unaufgefordert die
Auskunft erteilt, bei dem Abschluss des
Mietvertrags handele es sich um die erste
Vermietung nach umfassender
Modernisierung der Wohnung. Der
Vermieter ist nach Maßgabe der
Vorschrift des § 556g Abs. 1a Satz 1 Nr.

© 2022 RiAG a.D. Prof. Dr. Ulf Börstinghaus, Gelsenkirchen Seite 227
4 BGB nicht gehalten, über Umfang und
Details der Modernisierung Auskunft zu
erteilen. Es obliegt vielmehr dem Mieter,
gegebenenfalls mittels eines
Auskunftsverlangens nach § 556g Abs. 3
BGB weitere Einzelheiten und Nachweise
zu erfragen.
§ 557 BGB Folgen eines Mietverzichts 12. November MietPrax-AK § Kunze, MietRB
Zu einem "vorläufigen Mietverzicht" bei 2003 557 BGB Nr. 1 = 2004, 98
durch öffentliche Mittel geförderten VIII ZR 41/03 GE 2004, 105 =
Baumaßnahmen. WuM 2004, 29 =
NZM 2004, 136
= ZMR 2004,
174 = MDR
2004, 325 =
NJW-RR 2004,
518
§ 557 BGB Mieterhöhungsbeschränkung bei 21. Januar 2004 MietPrax-AK § Worf, MietRB
"Schein-Sozialwohnung" VIII ZR 115/03 557 BGB Nr. 2 = 2004, 199;
Zur Zulässigkeit einer Mieterhöhung bei WuM 2004, 282 Börstinghaus,
einem Mietvertrag in dem die vermietete = NZM 2004, BGHReport 2004,
Wohnung als "öffentlich gefördert 378 = GE 2004, 797
(Sozialwohnung) oder sonst 619 = ZMR
preisgebunden" bezeichnet wird. 2004, 408 =
NJW-RR 2004,
1017
§ 557 BGB Ausschlussvereinbarung bei 14. Juli 2004 MietPrax-AK §
besonders günstiger Miete VIII ZR 164/03 557 BGB Nr. 3 =
Auch nach der Reform des NJW 2004, 2751
Rechtsmittelrechts hat das = WuM 2004,
Berufungsgericht die erstinstanzliche 549 = GE 2004,
Auslegung einer Individualvereinbarung 1020 = NZM
gemäß §§ 513 Abs. 1, 546 ZPO - auf der 2004, 821
Grundlage der nach § 529 ZPO
maßgeblichen Tatsachen - in vollem
Umfang darauf zu überprüfen, ob die
Auslegung überzeugt. Hält das
Berufungsgericht die erstinstanzliche
Auslegung lediglich für eine zwar
vertretbare, letztlich aber - bei Abwägung
aller Gesichtspunkte - nicht für eine
sachlich überzeugende Auslegung, so hat
es selbst die Auslegung vorzunehmen, die
es als Grundlage einer sachgerechten
Entscheidung des Einzelfalles für geboten
hält.
§ 557 BGB Konkludente 29. Juni 2005 MietPrax-AK § Lammel, WuM
Mietabänderungsvereinbarung VIII ZR 182/04 557 BGB Nr. 4 = 2005, 702; Artz,
WuM 2005, 518 ZMR 2006, 165
durch Zahlung = GE 2005, 983
Zahlt der Mieter 9 1/2 Jahre auf eine = DWW 2005,
einseitige Mieterhöhung des Vermieters, 327 = NZM
die mit den Werten des örtlichen 2005, 736 =
Mietspiegels begründet wurde und die ZMR 2005, 847
Bitte enthielt, den Dauerauftrag zu ändern
den erhöhten Betrag, dann ist hierin eine
konkludente
Mietabänderungsvereinbarung zu
sehen.(nicht amtlicher Leitsatz)

© 2022 RiAG a.D. Prof. Dr. Ulf Börstinghaus, Gelsenkirchen Seite 228
§ 557 BGB Einseitige Mieterhöhung durch 20. Juli 2005 MietPrax-AK § Kunze, MietRB
den Vermieter VIII ZR 199/04 557 BGB Nr. 5 = 2006, 1; Artz,
Hat sich der Vermieter im Mietvertrag WuM 2005, 581 ZMR 2006, 165
eine einseitige Neufestsetzung der Miete = GE 2005, 1183
vorbehalten und hat er in seinen an die = NZM 2005,
Mieter gerichteten 735 = ZMR
Mieterhöhungsschreiben erkennbar auf 2005, 848 =
der Grundlage dieser - nach § 557 Abs. 4 NJW-RR 2005,
BGB - unwirksamen vertraglichen 1464 = MDR
Regelung sein einseitiges 2006, 82
Bestimmungsrecht ausüben wollen, liegt
darin, vom Empfängerhorizont der Mieter
ausgehend, kein Angebot zum Abschluß
einer Mieterhöhungsvereinbarung. Schon
deshalb kann in der Zahlung der erhöhten
Miete seitens der Mieter eine
stillschweigende Zustimmung zu der
Mieterhöhung nicht gesehen werden
(Abgrenzung zum Senatsurteil vom 29.
Juni 2005 - VIII ZR 182/04).
§ 557 BGB Wegfall einer Kostenmietklausel 14. Juni 2006 MietPrax-AK § Börstinghaus,
Zum Entfallen der Bindung an eine VIII ZR 128/05 557 BGB Nr. 6 = WuM 2006, 501;
Kostenmietklausel in einem bestehenden WuM 2006, 520 Walburg, MietRB
Mietvertrag mit einer ehemals = NZM 2006, 2006, 314; Drasdo;
gemeinnützigen 693 = ZMR NJW-Spezial 2007,
Wohnungsbaugesellschaft mit dem 2006, 841 = 3
Wegfall der Wohnungsgemeinnützigkeit MDR 2007, 142
aufgrund ergänzender Vertragsauslegung.
§ 557 BGB Vereinbarte Kostenmiete 7. Februar 2007 MietPrax-AK §
Erfüllt eine Mietwohnung nicht die VIII ZR 122/05 557 BGB Nr. 7 =
gesetzlichen Voraussetzungen für WuM 2007, 133
preisgebundenen Wohnraum, so ist die = GE 2007, 459
vertragliche Vereinbarung der = NZM 2007,
Wohnungspreisbindung mit der 183 = ZMR
Berechtigung des Vermieters zur 2007, 355 =
einseitigen Erhöhung der Kostenmiete MDR 2007, 707
nach § 557 Abs. 4, § 558 Abs. 6 BGB = NJW-RR
unwirksam. Eine Vereinbarung der 2007, 667
Kostenmiete ist nur dann wirksam, wenn
die Einhaltung der Kostenmiete danach
lediglich eine weitere Voraussetzung für
die Zulässigkeit der Mieterhöhung gemäß
§ 558 BGB sein soll.
§ 557 BGB Teilunwirksamen 27. Juni 2007 MietPrax-AK § Kunze, MietRB
Mieterhöhevereinbarung; VIII ZR 150/06 557 BGB Nr. 8 = 2008, 35
WuM 2007, 440
Salvatorische Klausel = GE 2007, 1114
Ist im Mietvertrag vereinbart: = ZMR 2007,
"Wenn insoweit eine der Bestimmungen 850
dieses Vertrages gegen zwingende
gesetzliche Vorschriften verstößt, tritt an
ihre Stelle die entsprechende gesetzliche
Regelung. Bei Außerkrafttreten der
gesetzlichen Regelungen wird die
vertragliche Bestimmung voll
wirksam…"
so wird eine teilunwirksame
Mietzinsabrede mit Wegfall der
gesetzlichen Beschränkung voll
wirksam.(nicht amtlicher Leitsatz)

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§ 557 BGB Mieterhöhung bei 27. Mai 2009 MietPrax-AK §
Bundesmietenwohnung VIII ZR 180/08 557 BGB Nr. 9 =
Zur Auslegung einer Regelung zur WuM 2009, 463
Begrenzung einer Mieterhöhung nach § = GE 2009, 1185
558 BGB in einem Fördervertrag für die = NZM 2009,
Errichtung von 734 = ZMR
Bundesbedienstetenwohnungen. 2009, 833
§ 557 BGB Wegfall einer Kostenmietklausel 12. Januar 2010 MietPrax-AK §
Die Kostenmietklausel in einem VIII ZR 21/09 557 BGB Nr. 10
genossenschaftlichen = WuM 2010,
Dauernutzungsvertrag ist regelmäßig so 430
auszulegen, dass die Mietpreisbindung
wegen der öffentlichen Förderung zeitlich
beschränkt ist auf die Zeit der
öffentlichen Förderung. Nach Wegfall der
Preisbindung kann die ortsübliche
Vergleichsmiete verlangt werden.(nicht
amtlicher Leitsatz)
§ 557 BGB Konkludente Zustimmung zur 2. Juli 2014 MietPrax-AK § Beuermann, GE
Mieterhöhung VIII ZR 298/13 557 BGB Nr. 11 2014, 1096;
a) Die Nutzung zusätzlicher Mietflächen = GE 2014, 1133 Eisenschmid,
bedeutet zugleich die Zustimmung zu der = WuM 2014, jurisPR-MietR
dafür vom Vermieter verlangten 546 = ZMR 21/2014 Anm. 2;
Zustimmung zur Mietzahlung. 2015, 13 Zich, MietRB
b) Dies gilt selbst dann, wenn der Mieter 2015, 37
zuvor etwas anderes hat verlauten lassen.
Die zurechenbare objektive Bedeutung
seines Verhaltens hat aus der Sicht des
Vermieters Vorrang vor einem etwa
entgegenstehenden Willen des
Mieters.(nicht amtlicher Leitsatz)
§ 557 BGB Rechtsfolge unrichtiger 11. Dezember MietPrax-AK § Börstinghaus,
Flächenangabe im 2019 557 BGB Nr. 12 jurisPR-
VIII ZR 234/18 = DWW 2020, BGHZivilR 6/2020
Zustimmungsverlangen bei 49 = GE 2020, Anm. 1;
erfolgter Zustimmung 330 = WuM Beuermann, GE
a) Stimmt der Mieter einem 2020, 155 = 2020, 290; Drasdo,
Mieterhöhungsbegehren des Vermieters MDR 2020, 479 NJW-Spezial 2020,
zu, kommt dadurch -unabhängig davon, = NZM 2020, 226
ob das Mieterhöhungsbegehren den 322 = ZMR
formellen Voraussetzungen des § 558a 2020, 296 =
BGB genügte und materiell berechtigt NJW-RR 2020,
war- eine vertragliche Vereinbarung über 523
die begehrte Mieterhöhung zustande
(Bestätigung der Senatsurteile vom 8.
Oktober 1997 -VIIIZR 373/96, NJW
1998, 445 unter II 1 c cc sowie vom 7.
Juli 2004 -VIII ZR 192/03, NJW 2004,
3115 unter II 2).
b) Stimmt der Mieter einem
Mieterhöhungsverlangen zu, das auf einer
unrichtigen (zu großen) Wohnfläche
beruht, liegen die Voraussetzungen einer
Vertragsanpassung nach § 313 Abs.1
BGB ungeachtet eines
Kalkulationsirrtums der Parteien
bezüglich der Wohnfläche nicht vor,
wenn der Vermieter die vereinbarte
Mieterhöhung unter Berücksichtigung der
tatsächlichen Wohnfläche auch in einem

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gerichtlichen Mieterhöhungsverfahren
nach §§ 558, 558b BGB hätte durchsetzen
können; denn in einem solchen Fall ist
dem Mieter ein Festhalten an der
Vereinbarung zumutbar.
§ 557a Wegfall der Geschäftsgrundlage 8. Mai 2002 MietPrax-AK §
BGB bei einer Staffelmiete XII ZR 8/00 557a BGB Nr. 1
Zur Frage der Anpassung einer = NJW 2002,
Staffelmiete für Gewerberaum bei 2384 = NZM
unvorhergesehenem Absinken des 2002, 659 = GE
Mietpreisniveaus nach den Regeln des 2002, 1056 =
Wegfalls der Geschäftsgrundlage. ZMR 2002, 654
§ 557a Staffelmiete im öffentlich 3. Dezember MietPrax-AK § Kunze BGHReport
BGB geförderten Wohnungsbau 2003 557a BGB Nr. 2 2004, 215; Kunze
Zur Wirksamkeit der Vereinbarung einer VIII ZR 157/03 = WuM 2004, 28 MietRB 2004, 54
Staffelmiete, die während des Laufs einer = NJW 2004,
Mietpreisbindung für die Zeit nach ihrer 511 = GE 2004,
Beendigung geschlossen wird. 175 = NZM
2004, 135 =
MDR 2004, 268
= ZMR 2004,
175 = DWW
2004, 55
§ 557a Kündigungsausschluss bei der 2. Juni 2004 MietPrax-AK §
BGB Staffelmiete VIII ZR 316/03 557a BGB Nr. 3
Zur Beschränkung des Kündigungsrechts = WuM 2004,
des Mieters entgegen § 10 Abs. 2 Satz 6 483 = GE 2004,
MHG. 1092 = ZMR
2004, 735 =
NJW-RR 2004,
1309 = NZM
2004, 736 =
MDR 2004,
1291
§ 557a Staffelmiete bei 27. Oktober 2004 MietPrax-AK § Kunze MietRB
BGB Gewerberaummiete XII ZR 175/02 557a BGB Nr. 4 2005, 66
Zur Staffelmietvereinbarung bei = NZM 2005, 63
Gewerberaummietverhältnissen (im = ZMR 2005,
Anschluß an BGH, Urteil vom 8. Mai 112 = GE 2005,
2002 - XII ZR 8/00 - NJW 2002, 2384, 178 = MDR
2385). 2005, 264 = GuT
2005, 8
§ 557a Beginn der 4-jährigen 29. Juni 2005 MietPrax-AK §
BGB Kündigungsausschlussfrist VIII ZR 344/04 557a BGB Nr. 5
Die Kündigung eines befristeten = WuM 2005,
Mietvertrages mit 519 = NZM
Staffelmietvereinbarung ist bereits 4 2005, 782 = GE
Jahre nach Abschluss der 2005, 1418
Staffelmietvereinbarung möglich und
nicht erst 4 Jahre nach einem eventuell
späteren Einzug und
Mietvertragsbeginn.(nicht amtlicher
Leitsatz)
§ 557a Kündigungstermin bei 16. November MietPrax-AK § Kinne, GE 2006,
BGB Staffelmiete; Zum Begriff des 2005 557a BGB Nr. 6 86
VIII ZR 218/04 = WuM 2005,
Vorenthaltens 786 = NZM
Der mit einer Vollstreckungsabwehrklage 2006, 12 = GE
geltend gemachte Einwand des Mieters 2006, 121 =
gegenüber dem titulierten Anspruch des WuM 2006, 102

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Vermieters auf Zahlung zukünftig fällig = ZMR 2006,
werdender Miete, das Mietverhältnis sei 192 = MDR
aufgrund einer von ihm nach Abschluss 2006, 743
des Vorprozesses erklärten ordentlichen
Kündigung beendet, ist jedenfalls dann
nach § 767 Abs. 2 ZPO ausgeschlossen,
wenn der Mieter im Vorprozess
Einwendungen erhoben hat, die sich -
wegen einer von ihm ausgesprochenen
außerordentlichen Kündigung - gegen den
Fortbestand des Mietverhältnisses
richteten.
§ 557a Wirksamkeit eines einseitigen 23. November MietPrax-AK § Dickersbach,
BGB Kündigungsausschlusses 2005 557a BGB Nr. 7 MietRB 2006, 154;
a) Ein einseitiger formularvertraglich VIII ZR 154/04 = WuM 2006, 97 Wiek, Mietrecht-
vereinbarter Kündigungsverzicht des = GE 2006, 250 express 2006, 2
Mieters ist zusammen mit einer = ZMR 2006,
Staffelmietvereinbarung für 4 Jahre 262 = NJW
wirksam. 2006, 1056 =
b) Pauschalierter Schadensersatz für NZM 2006, 256
Mahnungen setzt voraus, dass dem Mieter = MDR 2006,
in der Klausel ausdrücklich gestattet wird 924
nachzuweisen, dass ein Schaden sein
überhaupt nicht entstanden oder nur in
wesentlich geringer Höhe.(nicht
amtlicher Leitsatz)
§ 557a Wirksamkeit eines mehr als 4 25. Januar 2006 MietPrax-AK § Wiek, WuM 2006,
BGB jährigen Kündigungsverzichts VIII ZR 3/05 557a BGB Nr. 8 154; Dickersbach,
Übersteigt die Dauer des in einem = GE 2006, 247 MietRB 2006, 153;
Staffelmietvertrag formularmäßig = WuM 2006, Wiek, Mietrecht-
vereinbarten Kündigungsverzichts den in 152 = NJW express 2006, 2
§ 557 a Abs. 3 BGB genannten Zeitraum 2006, 1059 =
von vier Jahren, so ist die Klausel wegen NZM 2006, 254
unangemessener Benachteiligung des = MDR 2006,
Mieters insgesamt unwirksam (§ 307 920
Abs. 1 Satz 1 BGB). Die zu der
Vorgängerbestimmung - § 10 Abs. 2 Satz
6 MHG - entwickelte Rechtsprechung,
nach der ein solcher Kündigungsverzicht
nur insoweit unwirksam ist, als er den
Zeitraum von vier Jahren übersteigt, lässt
sich auf § 557 a BGB nicht übertragen.
§ 557a Einseitiger Kündigungsverzicht 21. Februar 2006 MietPrax-AK §
BGB Ein einseitiger, formularmäßig erklärter VIII ZA 14/05 557a BGB Nr. 9
Kündigungsausschluss zu Lasten des
Mieters von Wohnraum benachteiligt
diesen nicht unangemessen (§ 307 BGB),
wenn er zusammen mit einer nach § 557a
BGB zulässigen Staffelmiete vereinbart
wird und seine Dauer nicht mehr als vier
Jahre seit Abschluss der
Staffelmietvereinbarung beträgt.(nicht
amtlicher Leitsatz)
§ 557a Dauer des 3. Mai 2006 MietPrax-AK § Manger, GE 2006,
BGB Kündigungsausschlusses bei VIII ZR 243/05 557a BGB Nr. 885; Börstinghaus,
10 = WuM 2006, GE 2006, 898
Vereinbarung Mitte des Monats 385 = GE 2006,
Die in § 557 a Abs. 3 Satz 1 BGB 904 = NZM
bestimmte Höchstfrist von vier Jahren für 2006, 579 =
einen Kündigungsausschluß in BGHReport

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Zusammenhang mit einer 2006, 1457 =
Staffelmietvereinbarung ist auch dann NJW-RR 2006,
maßgeblich, wenn ihr Ende auf einen 1236
Kalendertag vor dem Ende eines Monats
fällt.(nicht amtlicher Leitsatz)
§ 557a Beidseitiger 14. Juni 2006 MietPrax-AK § Wiek, WuM 2006,
BGB individualvertraglicher VIII ZR 257/04 557a BGB Nr. 448; Börstinghaus,
11 = WuM 2006, GE 2006, 1008;
Kündigungsverzicht von mehr 445 = GE 2006, Ott, MietRB 2006,
als vier Jahren 1032 = ZMR 260; Blank, NZM
Übersteigt die Dauer des in einem 2006, 682 = 2006, 689
Staffelmietvertrag individualvertraglich NJW 2006, 2696
vereinbarten Kündigungsverzichts des = NZM 2006,
Mieters den nach § 557a Abs. 3 BGB 653 = DWW
zulässigen Zeitraum von vier Jahren, so 2006, 422 =
ist der Kündigungsverzicht gemäß § 557a MDR 2007, 79
Abs. 4 BGB nicht insgesamt, sondern nur
insoweit unwirksam, als seine Dauer den
genannten Zeitraum überschreitet
(Abgrenzung zu Senatsurteil vom 25.
Januar 2006 - VIII ZR 3/05, NJW 2006,
1059).
§ 557a Einseitiger formularmäßiger 12. November MietPrax-AK § Wiek, WuM 2009,
BGB Kündigungsausschluss bei 2008 557a BGB Nr. 46; Drasdo, NJW-
VIII ZR 270/07 12 = NJW 2009, Spezial 2009, 99;
Staffelmiete 353 = WuM Kurek, MietRB
Ein formularmäßig erklärter, einseitiger 2009, 45 = NZM 2009, 126;
Verzicht des Mieters von Wohnraum auf 2009, 80 = ZMR Börstinghaus, NJW
sein ordentliches Kündigungsrecht 2009, 189 2009, 1391;
benachteiligt den Mieter nicht Börstinghaus, ZGS
unangemessen, wenn der 2009, 221
Kündigungsausschluss zusammen mit
einer nach § 557a BGB zulässigen
Staffelmiete vereinbart wird und seine
Dauer nicht mehr als vier Jahre seit
Abschluss der Staffelmietvereinbarung
beträgt (Bestätigung von BGH, Urteil
vom 23. November 2005 - VIII ZR
154/04, NZM 2006, 256).
§ 557a Staffelmiete nach altem Recht 17. Dezember MietPrax-AK § Blank, LMK
BGB über mehr als 10 Jahre 2008 557a BGB Nr. 2/2009 Anm. 2;
Eine unter der Geltung des MHG ohne VIII ZR 23/08 13 = WuM 2009, Beuermann, GE
zeitliche Begrenzung 117 = GE 2009, 2009, 228;
individualvertraglich vereinbarte 257 = NZM Börstinghaus,
Staffelmiete ist nur insoweit unwirksam, 2009, 154 = jurisPR-MietR
als sie über die damalige zulässige ZMR 2009, 433 6/2009 Anm. 2;
Höchstdauer von zehn Jahren hinausgeht. Kunze, MietRB
2009, 94
§ 557a Wirksamkeit einer 11. März 2009 MietPrax-AK § Bittner, MietRB
BGB Staffelmietabrede mit VIII ZR 279/07 557a BGB Nr. 2009, 157
14 = WuM 2009,
Begrenzungsmöglichkeit auf 237 = GE 2009,
ortsübliche Vergleichsmiete 510 = NZM
Die Wirksamkeit einer 2009, 355 =
Staffelmietvereinbarung, in der die ZMR 2009, 519
jeweilige Miete oder der jeweilige
Erhöhungsbetrag betragsmäßig
ausgewiesen sind, wird nicht dadurch
berührt, dass dem Mieter zusätzlich die
Möglichkeit eingeräumt wird, sich zu
seinen Gunsten auf eine niedrigere
ortsübliche Vergleichsmiete zu berufen.

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§ 557a Staffelmiete nach altem Recht 7. Juli 2009 MietPrax-AK § Börstinghaus,
BGB über mehr als 10 Jahre VIII ZR 140/08 557a BGB Nr. jurisPR-MietR
Auch bei einer vor dem 1.9.2001 15 = WuM 2009, 25/2009 Anm. 1
vereinbarten formularvertraglich 587 = GE 2009,
vereinbarten Staffelmiete sind nur die 1616
über 10 Jahre hinausgehenden Staffeln
unwirksam, da § 307 BGB gem. Abs. 3
auf die Preisvereinbarung keine
Anwendung findet.(nicht amtlicher
Leitsatz)
§ 557a Zur Wirksamkeit einer 15. Februar 2012 MietPrax-AK § Börstinghaus,
BGB Staffelmiete und VIII ZR 197/11 557a BGB Nr. jurisPR-
16 = GE 2012, BGHZivilR 8/2012
Betriebskostenabrechnung 609 = GuT 2012, Anm. 3; Theesfeld,
a) Eine Staffelmietvereinbarung, in der 40 = NJW 2012, WuM 2012, 259;
die jeweilige Miete oder die jeweilige 1502 = WuM Schach, MietRB
Erhöhung für die ersten zehn Jahre in 2012, 278 = 2012, 130 und 131;
einem Geldbetrag und erst für die NZM 2012, 416 Drasdo, NJW-
nachfolgenden Jahre in einem Prozentsatz = ZMR 2012, Spezial 2012, 291;
ausgewiesen ist, ist gemäß § 139 BGB 525 = WuM Schmid, ZMR
nicht insgesamt unwirksam, sondern für 2012, 679 2012, 527
die ersten zehn Jahre wirksam.
b) Zur Wirksamkeit einer
Betriebskostenabrechnung, in der keine
Vorauszahlungen des Mieters in Ansatz
gebracht worden sind.
§ 557a Rüge bei fortgesetzter 30. März 2022 MietPrax-AK §
BGB mietpreiswidriger Staffelmiete VIII ZR 279/21 557a BGB Nr.
1. Zur Wirksamkeit der Abtretung des 17
Anspruchs eines Wohnungsmieters an
einen Inkassodienstleister auf
Rückerstattung zu viel gezahlter Miete
wegen eines Verstoßes gegen die
Vorschriften über die Begrenzung der
Miethöhe (§§ 556d ff. BGB), verbunden
mit der Aufforderung an den Vermieter,
künftig von dem Mieter nicht mehr die als
überhöht gerügte Miete zu verlangen und
diese auf den zulässigen Höchstbetrag
herabzusetzen (hier: Abgrenzung der
einem registrierten Inkassodienstleister
nach § 10 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 RDG, § 2
Abs. 2 Satz 1 RDG aF gestatteten
Forderungseinziehung von unzulässigen
Maßnahmen der Anspruchsabwehr).
2. Bei vereinbarter Staffelmiete wirkt eine
vom Mieter nach § 556g Abs. 2 BGB aF
erhobene Rüge in der folgenden
Mietstaffel fort und muss nicht wiederholt
werden.
§ 557b Indexmiete bei Gewerberaum 25. September MietPrax-AK §
BGB Haben die Mietvertragsparteien eines 2002 557b BGB Nr. 1
Gewerberaummietvertrages einen "Index XII ZR 307/00 = NZM 2003,
für gewerbliche Mieten" vereinbart, dann 107 = NJW-RR
ist damit in der Regel ein örtlicher Index 2003, 227
und kein bundesweiter Index
gemeint.(nicht amtlicher Leitsatz)
§ 557b Umbasierung nach Wegfall des 4. März 2009 MietPrax-AK §
BGB vereinbarten Index XII ZR 141/07 557b BGB Nr. 2
= GuT 2009, 93

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a) Mit fehlender Fortschreibung des Index = NZM 2009,
für die Lebenshaltung eines 4-Personen- 398 = ZMR
Arbeitnehmer-Haushalts ist eine 2009, 591 =
Regelungslücke entstanden ist, die im NJW-RR 2009,
Wege ergänzender Vertragsauslegung 880
geschlossen werden muss.
b) In diesem Fall ist der
Verbrauchpreisindex als von den Parteien
vereinbart heranzuziehen.
c) Zur Umrechnung bei Vereinbarung
eines Punkte-Schwellenwertes bezogen
auf ein sehr altes Basisjahr.(nicht
amtlicher Leitsatz)
§ 557b Aufgehobener Index in der 7. November MietPrax-AK § Kurek, MietRB
BGB Gewerberaummiete 2012 557b BGB Nr. 3 2013, 39; Borutzki-
a) Haben die Parteien eines XII ZR 41/11 = WuM 2013, 32 Pasing, jurisPR-
Gewerberaummietvertrags vereinbart, = GE 2013, 49 = MietR 4/2013
dass bei einer bestimmten prozentualen GuT 2012, 456 = Anm. 3; Drasdo,
Veränderung des NZM 2013, 148 NJW-Spezial 2013,
"Lebenshaltungskostenindex eines 4- = ZMR 2013, 129
Personen-Arbeitnehmerhaushaltes der 258
mittleren Einkommensgruppe in der
Bundesrepublik Deutschland" die Miete
zu ändern ist, entsteht durch den Wegfall
dieses Index eine Regelungslücke, die im
Wege der ergänzenden Vertragsauslegung
geschlossen werden muss (im Anschluss
an Senatsurteil vom 4. März 2009 - XII
ZR 141/07 - ZMR 2009, 591).
b) Jedenfalls wenn der der Anpassung
zugrunde liegende Zeitraum ab dem 1.
Januar 2000 beginnt, entspricht es dem
Interesse der Vertragsparteien, für die
automatische Anpassung der Miethöhe
auf den allgemeinen
Verbraucherpreisindex bereits ab dem
Basisjahr 2000 abzustellen (im Anschluss
an Senatsurteil vom 4. März 2009 - XII
ZR 141/07 - ZMR 2009, 591).
§ 557b Inhalt der 22. November MietPrax-AK § Börstinghaus,
BGB Mietänderungserklärung bei 2017 557b BGB Nr. 4 jurisPR-
VIII ZR 291/16 = WuM 2018, 36 BGHZivilR 2/2018
Indexmiete = GE 2018, 121 Anm. 2; Beyer,
Eine Mietänderungserklärung bei der = DWW 2018, jurisPR-MietR
Indexmiete erfordert gemäß § 557b Abs. 11 = MDR 2018, 3/2018 Anm. 2 ;
3 Satz 1, 2 BGB nicht die Angabe der 138 = NZM Mettler, MietRB
prozentualen Veränderung der 2018, 82 = NJW 2018, 65; Drasdo,
Indexdaten. 2018, 700 = NJW-Spezial 2018,
ZMR 2018,302 162
§ 557b Anforderungen an Indexklausel, 26. Mai 2021 MietPrax-AK § Börstinghaus,
BGB die an prozentuale Änderung VIII ZR 42/20 557b BGB Nr. 5 jurisPR-
= GE 2021, 877 BGHZivilR
anknüpft = MDR 2021, 17/2021 Anm. 3;
Zur Frage der wirksamen Vereinbarung 997 = ZMR Drasdo, NJW-
einer Indexmiete (§ 557b Abs. 1 BGB) 2021, 656 = Spezial 2021, 513;
und der Geltendmachung einer hierauf DWW 2021, 259 Wichert, MietRB
gestützten Mietänderung (§ 557b Abs. 3 = NZM 2021, 2021, 258/259;
BGB; im Anschluss an Senatsurteil vom 878 Schultz, NZM
22. November 2017 - VIII ZR 291/16, 2021, 872
NJW 2018, 700 Rn. 11).

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§ 558 BGB Kappungsgrenze bei 19. November MietPrax-AK §
Teilinklusivmiete 2003 558 BGB Nr. 1 =
Zur Berechnung der Kappungsgrenze bei VIII ZR 160/03 GE 2004, 349 =
einer Teilinklusivmiete. DWW 2004, 84
= NJW 2004,
1380 = WuM
2004, 153 =
NZM 2004, 218
= ZMR 2004,
327
§ 558 BGB Kappungsgrenze bei 28. April 2004 MietPrax-AK § Börstinghaus,
Mieterhöhung wegen VIII ZR 177/03 558 BGB Nr. 2 = LMK 2004, 137;
WuM 2004, 348 Kunze MietRB
Kapitalkostensteigerung = NZM 2004, 2004, 256
Bei Berechnung der Kappungsgrenze 735 (Ls)
bleibt eine Mieterhöhung wegen
gestiegener Kapitalkosten nicht außer
Betracht.
§ 558 BGB Kappungsgrenze bei 28. April 2004 MietPrax-AK § Börstinghaus,
Mieterhöhung wegen VIII ZR 178/03 558 BGB Nr. 3 = LMK 2004, 137
WuM 2004, 345
Kapitalkostensteigerung = GE 2004, 746
Eine im preisgebundenen Wohnraum = NJW-RR
wegen gestiegener Kapitalkosten erklärte 2004, 945 =
Mieterhöhung ist nach Wegfall der MDR 2004, 989
Preisbindung bei einem nach dem 31.
August 2001 zugegangenen
Mieterhöhungsverlangen in die
Berechnung der Kappungsgrenze des §
558 Abs. 3 BGB einzubeziehen.
§ 558 BGB Kappungsgrenze und 28. April 2004 MietPrax-AK § Börstinghaus,
einvernehmliche VIII ZR 185/03 558 BGB Nr. 4 = LMK 2004, 137;
WuM 2004, 344 Artz, NZM 2004,
Modernisierungsmieterhöhung = GE 2004, 749 609; Kunze,
Bei der Berechnung der Kappungsgrenze = NZM 2004, MietRB 2004, 256;
nach § 2 Abs. 1 Satz 1 Nr. 3 MHG 456 = NJW Glause, WuM
bleiben auch solche Mieterhöhungen 2004, 2088 = 2004, 708
unberücksichtigt, die auf den in den §§ 3 - ZMR 2004, 503
5 MHG genannten Gründen beruhen, = MDR 2004,
jedoch nicht in dem dort vorgesehenen 930
einseitigen Verfahren vom Vermieter
geltend gemacht, sondern einvernehmlich
von den Parteien vereinbart worden sind.
§ 558 BGB Zur Anrechnungsdauer von 23. Juni 2004 MietPrax-AK §
Kürzungsbeträgen VIII ZR 282/03 558 BGB Nr. 5 =
Aus verfassungsrechtlichen Gründen sind NZM 2004, 655
Kürzungsbeträge nicht auf Dauer = WuM 2004,
anzurechnen. Ob die Frist 10 oder 12 484
Jahre beträgt bleibt dahingestellt,
zumindest nach beinahe 25 Jahren besteht
keine Verpflichtung zur Angabe
mehr(nicht amtlicher Leitsatz)
§ 558 BGB Zur Anrechnungsdauer von 23. Juni 2004 MietPrax-AK §
Kürzungsbeträgen VIII ZR 283/03 558 BGB Nr. 6
Aus verfassungsrechtlichen Gründen sind
Kürzungsbeträge nicht auf Dauer
anzurechnen. Ob die Frist 10 oder 12
Jahre beträgt bleibt dahingestellt,
zumindest nach mehr als 25 Jahren
besteht keine Verpflichtung zur Angabe
mehr(nicht amtlicher Leitsatz)

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§ 558 BGB Zur Anrechnungsdauer von 23. Juni 2004 MietPrax-AK §
Kürzungsbeträgen VIII ZR 284/03 558 BGB Nr. 7
Aus verfassungsrechtlichen Gründen sind
Kürzungsbeträge nicht auf Dauer
anzurechnen. Ob die Frist 10 oder 12
Jahre beträgt bleibt dahingestellt,
zumindest nach 23 Jahren besteht keine
Verpflichtung zur Angabe mehr(nicht
amtlicher Leitsatz)
§ 558 BGB Zur Anrechnungsdauer von 23. Juni 2004 MietPrax-AK §
Kürzungsbeträgen VIII ZR 285/03 558 BGB Nr. 8
Aus verfassungsrechtlichen Gründen sind
Kürzungsbeträge nicht auf Dauer
anzurechnen. Ob die Frist 10 oder 12
Jahre beträgt bleibt dahingestellt,
zumindest nach mehr als 25 Jahren
besteht keine Verpflichtung zur Angabe
mehr(nicht amtlicher Leitsatz)
§ 558 BGB Auswirkung von 7. Juli 2004 MietPrax-AK § Wiek, WuM 2004,
Flächenabweichung auf VIII ZR 192/03 558 BGB Nr. 9 = 487; Schach GE
WuM 2004, 485 2004, 999;
Mieterhöhung = GE 2004, 1021 Börstinghaus
Übersteigt die in einem = NZM 2004, BGHReport 2004,
Mieterhöhungsverlangen angegebene und 699 = ZMR 1204; Maciejewski
der Berechnung zugrunde gelegte 2004, 740 = MM 2004, 373
Wohnfläche die tatsächliche Wohnfläche, NJW 2004, 3115
so kann der Mieter unter dem = DWW 2004,
Gesichtspunkt der ungerechtfertigten 259 = MDR
Bereichung die Rückzahlung der in der 2004, 1232
Folgezeit aufgrund der fehlerhaften
Berechnung überzahlten Miete verlangen,
wenn die Abweichung der tatsächlichen
von der angegebenen Wohnfläche mehr
als 10 % beträgt (im Anschluß an
Senatsurteil vom 24. März 2004 - VIII
ZR 295/03).
§ 558 BGB Mieterhöhung nach dem 22. Dezember MietPrax-AK § Zich, MietRB
Grundsatz des Wegfalls der 2004 558 BGB Nr. 10 2005, 143
VIII ZR 41/04 = WuM 2005,
Geschäftsgrundlage bei DDR 132 = NZM
Mietvertrag 2005, 144 = GE
War der Vermieter aus von ihm nicht zu 2005, 174 =
vertretenden Gründen gehindert, die ZMR 2005, 184
Miete für Wohnraum in den neuen
Bundesländern nach den Bestimmungen
der Ersten oder Zweiten
Grundmietenverordnung oder nach den
§§ 11, 12 MHG zu erhöhen, obwohl
deren Voraussetzungen erfüllt waren, so
kann er die Heraufsetzung der Miete nach
den Grundsätzen über die Anpassung
eines Vertrages wegen wesentlicher
Änderung der Geschäftsgrundlage
verlangen.
§ 558 BGB Schätzung der ortsüblichen 20. April 2005 MietPrax-AK § Thomma, WuM
Vergleichsmiete mittels VIII ZR 110/04 558 BGB Nr. 11 2005, 496
= WuM 2005,
Orientierungshilfe 394 = GE 2005,
Zur Zulässigkeit der Schätzung der 663 = NZM
ortsüblichen Vergleichsmiete gemäß § 2005, 498 =
287 ZPO im Rahmen eines NJW 2005, 2074

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Mieterhöhungsverfahrens, wenn zur = MDR 2005,
Einordnung der Wohnung in die 976 = ZMR
Mietspiegelspannen eines qualifizierten 2005, 771
Mietspiegels eine Orientierungshilfe als
Schätzungsgrundlage zur Verfügung
steht.
§ 558 BGB Verzugszinsen auf 4. Mai 2005 MietPrax-AK § Börstinghaus,
Mieterhöhungsbetrag VIII ZR 94/04 558 BGB Nr. 12 BGHReport 2005,
Wird der Mieter verurteilt, einem = NJW 2005, 960; Drasdo, NJW-
Mieterhöhungsverlangen des Vermieters 2310 = GE 2005, Spezial 2005, 341;
zuzustimmen, wird seine Verpflichtung 730 = WuM Kunze, MietRB
zur Zahlung der erhöhten Miete für die 2005, 396 = 2005, 226
Zeit ab dem Beginn des dritten NZM 2005, 496
Kalendermonats nach dem Zugang des = ZMR 2005,
Erhöhungsverlangens erst mit Rechtskraft 699 = MDR
des Zustimmungsurteils fällig. Verzug 2005, 1097
mit den Erhöhungsbeträgen kann daher
nicht rückwirkend eintreten, sondern erst
nach Rechtskraft des Zustimmungsurteils
begründet werden.
§ 558 BGB Wirksamkeit eines 6. Juli 2005 MietPrax-AK § Walburg, MietRB
Erhöhungsverlangens VIII ZR 322/04 558 BGB Nr. 13 2006, 1
Ein Mieterhöhungsverlangen nach § 558 = WuM 2005,
BGB ist nicht deshalb unwirksam, weil 516 = GE 2005,
sich die Ausgangsmiete innerhalb der 984 = NJW
Bandbreite der vom gerichtlichen 2005, 2621 =
Sachverständigen festgestellten NZM 2005, 660
ortsüblichen Vergleichsmiete befindet. = DWW 2005,
325 = ZMR
2005, 780 =
MDR 2005,
1397
§ 558 BGB Auswirkung von 23. Mai 2007 MietPrax-AK § Börstinghaus, NJW
Flächenabweichung auf VIII ZR 138/06 558 BGB Nr. 14 2007, 2627; Eupen,
= GE 2007, 1045 MietRB 2007, 221
Mieterhöhung = WuM 2007, und 222; Drasdo,
Übersteigt die tatsächliche Wohnfläche 450 = NZM NJW-Spezial 2007,
die im Mietvertrag vereinbarte 2007, 594 = 466; Bieber,
Wohnfläche, so ist einem NJW 2007, 2626 BGHReport 2007,
Mieterhöhungsverlangen des Vermieters = ZMR 2007, 795
die vertraglich vereinbarte Wohnfläche 681 = DWW
zugrunde zu legen, wenn die 2007, 335 =
Flächenüberschreitung nicht mehr als 10 MDR 2007,
% beträgt (Fortführung des Senatsurteils 1185
vom 7. Juli 2004 - VIII ZR 192/03, NJW
2004, 3115).
§ 558 BGB Mieterhöhung bei 20. Juni 2007 MietPrax-AK § Blum, WuM 2007,
unveränderter ortsüblicher VIII ZR 303/06 558 BGB Nr. 15 491; Börstinghaus,
= NJW 2007, BGHReport 2007,
Vergleichsmiete 2546 = WuM 852; Kunze,
Einem Mieterhöhungsverlangen nach § 2007, 452 = GE MietRB 2007, 256;
558 BGB steht nicht entgegen, dass die 2007, 1110 = Drasdo, NJW-
Ausgangsmiete unter der - seit NZM 2007, 639 Spezial 2007, 498;
Vertragsbeginn unveränderten - = MDR 2007, Riecke, ZMR
ortsüblichen Vergleichsmiete liegt 1302 = ZMR 2007, 952
(Fortführung von BGH, Urteil vom 6. Juli 2007, 951
2005 - VIII ZR 322/04, NJW 2005,
2521).
§ 558 BGB Jahressperrfrist und 18. Juli 2007 MietPrax-AK § Monschau, MietRB
einvernehmliche VIII ZR 285/06 558 BGB Nr. 16 2007, 253; Drasdo,
= DWW 2007, NJW-Spezial 2007,
Modernisierungsmieterhöhung 334 = NZM 499

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Bei der Berechnung der Jahresfrist nach § 2007, 727 =
558 Abs. 1 Satz 2 BGB bleiben nach Satz ZMR 2007, 774
3 auch solche Mieterhöhungen = NJW 2007,
unberücksichtigt, die auf den in § 559 3122 = MDR
BGB genannten Gründen beruhen, jedoch 2007, 1415 =
einvernehmlich von den Parteien WuM 2007, 703
vereinbart worden sind (im Anschluss an
BGH, Urteil vom 28. April 2004 - VIII
ZR 185/03, NJW 2004, 2088).
§ 558 BGB Jahressperrfrist und 9. April 2008 MietPrax-AK § Kunze, MietRB
einvernehmliche VIII ZR 287/06 558 BGB Nr. 17 2008, 193;
= GE 2008, 729 Lammel, WuM
Modernisierungsmieterhöhung = NZM 2008, 2008, 469;
Bei der Berechnung der Wartefrist des § 441 = NJW Lammel, jurisPR-
558 Abs. 1 Satz 1 BGB bleiben nach Satz 2008, 2031= MietR 15/2008
3 auch solche Mieterhöhungen WuM 2008, 355 Anm. 3
unberücksichtigt, die auf den in § 559 = ZMR 2008,
BGB genannten Gründen beruhen, jedoch 699
einvernehmlich von den Parteien
vereinbart worden sind (Ergänzung zu
BGH, Urteil vom 18. Juli 2007 - VIII ZR
285/06, NJW 2007, 3122).
§ 558 BGB Jahressperrfrist und 9. April 2008 MietPrax-AK §
einvernehmliche VIII ZR 286/06 558 BGB Nr. 18
Modernisierungsmieterhöhung
Bei der Berechnung der Jahresfrist nach §
558 Abs. 1 Satz 2 BGB bleiben nach Satz
3 auch solche Mieterhöhungen
unberücksichtigt, die auf den in § 559
BGB genannten Gründen beruhen, jedoch
einvernehmlich von den Parteien
vereinbart worden sind.(nicht
amtlicher Leitsatz)
§ 558 BGB Kein Zuschlag zur ortsüblichen 9. Juli 2008 MietPrax-AK § Lehmann-Richter,
Vergleichsmiete bei VIII ZR 181/07 558 BGB Nr. 19 MietRB 2008, 225;
= BGHZ 177, ders., BGHReport
unwirksamer 186 = DWW 2008, 1001;
Schönheitsreparaturklausel 2008, 256 = Blümmel, GE
Der Vermieter ist nicht berechtigt, im NZM 2008, 641 2008, 1086;
Falle der Unwirksamkeit einer Klausel = GE 2008, 1117 Drasdo, NJW-
zur Vornahme der Schönheitsreparaturen = NJW 2008, Spezial 2008, 578;
durch den Mieter von diesem eine 2840 = WuM Niebling, ZMR
Mieterhöhung in Form eines Zuschlages 2008, 560 = 2008, 881;
zur ortsüblichen Vergleichsmiete zu MDR 2008, Häublein, ZMR
verlangen. 1149 = ZMR 2009, 1; Wüstefeld,
2008, 879 = ZGS jurisPR-MietR
2008, 397 21/2008 Anm. 3
§ 558 BGB Mieterhöhung bei unwirksamer 9. Juli 2008 MietPrax-AK §
Schönheitsreparaturklausel VIII ZR 83/07 558 BGB Nr. 20
Kein Zuschlag zur ortsüblichen = WuM 2008,
Vergleichsmiete bei unwirksamer 487 = GE 2008,
1046 = ZMR
Schönheitsreparaturklausel.(nicht
2008, 878
amtlicher Leitsatz)
§ 558 BGB Mieterhöhung bei unwirksamer 11. Februar 2009 MietPrax-AK §
Schönheitsreparaturklausel VIII ZR 118/07 558 BGB Nr. 21
Kein Zuschlag zur ortsüblichen = WuM 2009,
Vergleichsmiete bei unwirksamer 240 = NJW
2009, 1410 =
Schönheitsreparaturklausel.(nicht
NZM 2009, 313
amtlicher Leitsatz)

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= ZMR 2009,
514
§ 558 BGB Berücksichtigung von 1. April 2009 MietPrax-AK § Beuermann, GE
Kürzungsbeträgen VIII ZR 179/08 558 BGB Nr. 22 2009, 620; Drasdo,
Werden Modernisierungsmaßnahmen des = NJW 2009, NJW-Spezial 2009,
Vermieters durch öffentliche Fördermittel 1737 = NZM 355; Börstinghaus,
in Form eines zinsverbilligten Darlehens 2009, 393 = GE WuM 2009, 339;
gefördert, kann der Vermieter die Miete 2009, 645 = MM Kunze, MietRB
im Förderzeitraum nach § 558 BGB nur 2009, 182 = 2009, 190
bis zu dem Betrag erhöhen, der sich nach WuM 2009, 353
Abzug der Zinsverbilligung von der = ZMR 2009,
ortsüblichen Vergleichsmiete ergibt. 674
§ 558 BGB Mieterhöhung bei tatsächlich 8. Juli 2009 MietPrax-AK § Börstinghaus,
kleinerer als vereinbarter VIII ZR 205/08 558 BGB Nr. 23 WuM 2009, 461;
= WuM 2009, ders., GE 2009,
Wohnungsgröße 460 = GE 2009, 1201; ders. LMK
Einer Mieterhöhung nach § 558 BGB ist 1038 = NJW 9/2009 Anm. 1;
die vereinbarte Wohnfläche zugrunde zu 2009, 2739 = Drasdo, NJW-
legen, wenn die tatsächliche Wohnfläche NZM 2009, 613 Spezial 2009, 595;
zum Nachteil des Mieters um nicht mehr = MM 2009, 297 Kunze, MietRB
als 10 % davon abweicht (im Anschluss =MDR 2009, 2009, 282;
an BGH, Urteil vom 23. Mai 2007 - VIII 1033 = DWW Derleder, WuM
ZR 138/06, NJW 2007, 2626). 2009, 331 = JR 2010, 202; Beyer,
2010, 393 NJW 2010, 1025,
Hinz, JR 2010,394
§ 558 BGB Keine Gleichbehandlung bei 14. Oktober 2009 MietPrax-AK § Eisenschmid,
Mieterhöhungen VIII ZR 159/08 558 BGB Nr. 24 jurisPR-MietR
Zum genossenschaftsrechtlichen = WuM 2009, 2/2010 Anm. 2;
Gleichbehandlungsgrundsatz im Fall 744 = GE 2010, Horst, MietRB
eines Mieterhöhungsverlangens nach § 56 = NZM 2010, 2010, 83; Drasdo,
558 BGB nur gegenüber einem einzelnen 121 NJW-Spezial 2010,
Mitglied der Genossenschaft. 131
§ 558 BGB Mieterhöhung bis zum Oberwert 21. Oktober 2009 MietPrax-AK § Börstinghaus,
der Spanne VIII ZR 30/09 558 BGB Nr. 25 LMK 12/2009
Der Vermieter darf die Miete bis zum = WuM 2009, Anm. 2; ders.,
oberen Wert der Bandbreite der konkreten 746 = GE 2009, WuM 2010, 218;
ortsüblichen Vergleichsmiete 1616 = NJW ders., Der
(Einzelvergleichsmiete) anheben. Dies 2010, 149 = Sachverständige
gilt auch dann, wenn die NZM 2010, 122 2010, 70; Drasdo,
Einzelvergleichsmiete unter = DS 2010, 70 = NJW-Spezial 2010,
Heranziehung eines ZMR 2010, 276 98; Mätschke,
Sachverständigengutachtens ermittelt WuM 2010, 247
worden ist (Bestätigung des Senatsurteils
vom 6. Juli 2005 - VIII ZR 322/04, NZM
2005, 660).
§ 558 BGB Mieterhöhung Teilinklusvmiete; 20. Januar 2010 MietPrax-AK § Börstinghaus,
Jahressperrfrist bei VIII ZR 141/09 558 BGB Nr. 26 jurisPR-MietR
= GE 2010, 338 7/2010 Anm. 4;
nachgeholtem = WuM 2010, Lützenkirchen,
Erhöhungsverlangen 161 = ZMR MietRB 2010, 98
Bei Erhöhung einer Brutto- oder 2010, 435 =
Teilinklusivmiete kann der Vermieter die MDR 2010, 498
erforderlichen Angaben zu den in der = NZM 2010,
Miete enthaltenen Betriebskosten im 436
Prozess über die Mieterhöhung
nachholen. Für eine solche
Nachbesserung oder Nachholung des
Mieterhöhungsverlangens gilt die
Sperrfrist im Hinblick auf eine
vorangegangene Mieterhöhung, die

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infolge einer Teilzustimmung des Mieters
zum ursprünglichen
Mieterhöhungsverlangen wirksam
geworden ist, nicht.
§ 558 BGB Vom Mieter geschaffene 7. Juli 2010 MietPrax-AK § Börstinghaus,
Ausstattung VIII ZR 315/09 558 BGB Nr. 27 jurisPR-
Eine vom Mieter auf eigene Kosten = GE 2010, 1109 BGHZivilR
geschaffene Ausstattung der Mietsache = DWW 2010, 17/2010 Anm. 3;
(hier: Bad und Sammelheizung) bleibt bei 262 = WuM Schach, jurisPR-
der Ermittlung der ortsüblichen 2010, 569 = MietR 20/2010
Vergleichsmiete grundsätzlich auf Dauer NZM 2010, 735 Anm. 2; Drasdo,
unberücksichtigt. Etwas anderes gilt nur = NJW-RR NJW-Spezial 2010,
dann, wenn der Vermieter dem Mieter die 2010, 1384 = 611
Kosten erstattet hat oder die Parteien eine MDR 2010,
konkrete anderweitige Vereinbarung 1178
getroffen haben; hierzu genügt es nicht,
dass sich der Mieter bei Abschluss des
Mietvertrags zum Einbau der Ausstattung
verpflichtet hat.
§ 558 BGB Anrechnung von Fördermitteln 19. Januar 2011 MietPrax-AK § Kunze, MietRB
Ob öffentliche Förderungsmittel als VIII ZR 87/10 558 BGB Nr. 28 2011, 69;
Zuschüsse zu = WuM 2011, Börstinghaus,
Modernisierungsmaßnahmen gewährt 110 = GE 2011, jurisPR-
werden und damit im Rahmen der 333 = DWW BGHZivilR 6/2011
Begründung eines 2011, 143 = Anm. 4; Drasdo,
Mieterhöhungsverlangens anzugeben NZM 2011, 309 NJW-Spezial 2011,
sind, beurteilt sich grundsätzlich nach = ZMR 2011, 194
dem im Förderungsvertrag angegebenen 449
Förderungszweck.
§ 558 BGB Anrechnung von Fördermitteln 19. Januar 2011 MietPrax-AK §
Werden öffentliche Förderungsmittel als VIII ZR 12/10 558 BGB Nr. 29
Zuschüsse zu Instandsetzungsmaßnahmen = WuM 2011,
gewährt müssen sie nicht auf die 165 = NZM
ortsübliche Vergleichsmiete angerechnet 2011, 311
werden und im Erhöhungsverlangen nicht
angegeben werden.(nicht amtlicher
Leitsatz)
§ 558 BGB Erhöhung der Miete ohne 13. Juli 2011 MietPrax-AK § Schach, GE 2011,
Mieterhöhung VIII ZR 261/10 558 BGB Nr. 30 1126; Kunze,
Darf der Vermieter nach den = GE 2011, 1155 MietRB 2011, 305
Bestimmungen eines ihn bindenden = WuM 2011,
Fördervertrages von Mietern mit 516 = NZM
Wohnberechtigungsschein keine höhere 2011, 692 =
Miete als die Durchschnittsmiete im ZMR 2011, 940
sozialen Wohnungsbau verlangen, ist eine
Regelung im Mietvertrag, nach der der
Mieter bei Vorlage eines
Wohnberechtigungsscheines die
Verminderung der vereinbarten Miete auf
die (niedrigere) Durchschnittsmiete
verlangen kann und sich bei einer
Erhöhung der Durchschnittsmiete der von
ihm zu tragende Anteil an der
vereinbarten Miete erhöht, wirksam.
§ 558 BGB Zuschlag für 9. November MietPrax-AK § Kunze, MietRB
Schönheitsreparaturen nach 2011 558 BGB Nr. 31 2012, 1; Schach,
VIII ZR 87/11 = NJW 2012, GE 2012, 20;
Ende der Preisbindung 145 = GE 2012, Börstinghaus,
Ein in der Grundmiete einer 62 = WuM 2012, LMK 1/2012 Anm.
preisgebundenen Wohnung enthaltener 27 = NZM 2012, 2

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Kostenansatz für Schönheitsreparaturen 80 = ZMR 2012,
im Sinne von § 28 Abs. 4 II. BV 180
berechtigt einen zur Durchführung der
Schönheitsreparaturen verpflichteten
Vermieter nicht, nach Entlassung der
Wohnung aus der Preisbindung die
nunmehr als "Marktmiete" geschuldete
Grundmiete über die im Mietspiegel
ausgewiesene ortsübliche
Vergleichsmiete hinaus um einen
Zuschlag für Schönheitsreparaturen zu
erhöhen (Fortführung des Senatsurteils
vom 16. Juni 2010 - VIII ZR 258/09,
WuM 2010, 490).
§ 558 BGB Ermittlung der ortsüblichen 29. Februar 2012 MietPrax-AK § Börstinghaus,
Vergleichsmiete VIII ZR 346/10 558 BGB Nr. 32 jurisPR-
Zur Ermittlung der ortsüblichen = GE 2012, 541 BGHZivilR 7/2012
Vergleichsmiete durch den Tatrichter. = GuT 2012, 42 Anm. 2; ders.
= MDR 2012, WuM 2012, 244;
453 = NJW ders. DS 2012,
2012, 1351 = 183; Schach, GE
WuM 2012, 281 2012, 517; Kunze,
= NZM 2012, MietRB 2012, 129;
339 = DS 2012, Blank, LMK
208 = ZMR 5/2012 Anm. 3;
2012, 528 Muth, ZMR 2012,
530; Bühler, ZMR
2012, 531;
Stelter/Finger, DS
2013, 95
§ 558 BGB Ortsübliche Vergleichsmiete für 3. Juli 2013 MietPrax-AK § Börstinghaus,
die ganze Gemeinde VIII ZR 354/12 558 BGB Nr. 33 jurisPR-MietR
Zur Ermittlung der ortsüblichen = WuM 2013, 17/2013 Anm. 2;
Vergleichsmiete durch 551 = GE 2013, Schach, GE 2013,
Sachverständigengutachten 1136 = DWW 1102; Drasdo,
2013, 251 = NJW-Spezial 2013,
NZM 2013, 610 546; Börstinghaus,
= NJW 2013, LMK 2013,
2963 = DS 350130; Kunze,
2013,318 = ZMR MietRB 2013, 285;
2014, 25 = GuT- Börstinghaus, DS
W 2013, 138 = 2013,299; Harsch,
JR 2015, 73 = JR MietRB 2013, 317;
2015, 73 Krapf, jurisPR-
MietR 23/2013
Anm. 2; v.
Schöneb
§ 558 BGB Unverwertbarkeit eines 3. Juli 2013 MietPrax-AK § Börstinghaus,
Sachverständigengutachtens VIII ZR 267/12 558 BGB Nr. 34 jurisPR-
Berücksichtigt ein gerichtliches = GE 2013, 1133 BGHZivilR
Sachverständigengutachten über die Höhe = NZM 2013, 16/2013 Anm. 2;
der ortsüblichen Vergleichsmiete nur 612 = DS Schach, GE 2013,
Wohnungen aus einer einzigen Siedlung 2013,320 = ZMR 1106; Drasdo,
und desselben Vermieters, so ist es 2013, 954 = NJW-Spezial 2013,
GuT-W 2013, 546; Lehmann-
unverwertbar.(nicht amtlicher
143 Richter, MietRB
Leitsatz) 2013, 287;
Börstinghaus, DS
2013, 299; v.
Schönebeck, GuT-
W 2013, 135

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§ 558 BGB Zivilgerichtliche Kontrolle von 4. November MietPrax-AK § Börstinghaus,
Kappungsgrenzenverordnungen 2015 558 BGB Nr. 35 jurisPR-
1. Die Zivilgerichte haben im Rahmen VIII ZR 217/14 = GE 2016, 113 BGHZivilR 2/2016
eines Rechtsstreits über ein = DWW 2016, Anm 3; Blümmel,
Mieterhöhungsverlangen zu prüfen, ob 15 = NZM 2016, GE 2016, 86;
eine von der Landesregierung erlassene 82 = NJW 2016, Kunze, MietRB
Kappungsgrenzen-Verordnung den 476 = MDR 2016, 30;
Anforderungen an die gesetzliche 2016, 205 = Börstinghaus,
Ermächtigung in § 558 Abs. 3 Satz 3 WuM 2016, 144 LMK 2016,
BGB in Verbindung mit Satz 2 genügt 376055; Blank,
und auch im Übrigen mit höherrangigem WuM 2016, 161;
Recht in Einklang steht. Drasdo, NJW-
2. Die vorgenannte gesetzliche Spezial 2016, 162
Ermächtigungsgrundlage genügt dem
Bestimmtheitsgebot nach Art. 80 Abs. 1
Satz 2 GG und verstößt weder gegen die
Eigentumsgarantie des Art. 14 Abs. 1 GG
noch gegen den allgemeinen
Gleichbehandlungsgrundsatz (Art. 3 Abs.
1 GG) oder gegen die Vertragsfreiheit
(Art. 2 Abs. 1 GG).
3. Die Kappungsgrenzen-Verordnung des
Landes Berlin vom 7. Mai 2013 (GVBl.
S. 128) hält sich im Rahmen des der
Landesregierung als demokratisch
legitimiertem und politischem
Staatsorgan von der gesetzlichen
Ermächtigung in mehrfacher Hinsicht
eingeräumten politischen Beurteilungs-
und Gestaltungsspielraums. Dieser ist von
den Fachgerichten nur beschränkt dahin
überprüfbar, ob die getroffene Maßnahme
den Rahmen der Zweckbindung der
gesetzlichen Ermächtigung überschreitet.
4. Die Kappungsgrenzen-Verordnung des
Landes Berlin vom 7. Mai 2013 genügt
ihrerseits den verfassungsrechtlichen
Anforderungen. Sie verletzt weder die
Eigentumsgarantie (Art. 14 Abs. 1 GG)
noch den allgemeinen
Gleichbehandlungsgrundsatz (Art. 3 Abs.
1 GG) oder die Vertragsfreiheit (Art. 2
Abs. 1 GG).
§ 558 BGB Auswirkungen von 18. November MietPrax-AK § Börstinghaus,
Flächenabweichungen auf 2015 558 BGB Nr. 36 jurisPR-
VIII ZR 266/14 = BGHZ 208, 18 BGHZivilR 2/2016
Mieterhöhungen = NZM 2016, 42 Anm 1; Beyer,
1. Die bei Abschluss eines = WuM 2016, 34 jurisPR-MietR
Wohnraummietvertrages getroffene = GE 2016, 49 = 1/2016 Anm. 1;
Beschaffenheitsvereinbarung zur NJW 2016, 239 Beuermann, GE
Wohnungsgröße ist - und zwar auch bei = MDR 2016, 76 2016, 30;
Abweichungen von bis zu 10 % - nicht = DWW 2016, Börstinghaus,
geeignet, die bei einer späteren 29 LMK 2016,
Mieterhöhung zu berücksichtigende 375498; Kunze,
Größe der Wohnung durch einen von den MietRB 2016, 29;
tatsächlichen Verhältnissen Drasdo, NJW-
abweichenden fiktiven Wert verbindlich Spezial 2016, 129;
festzulegen (Aufgabe der Heix, WuM 2016,
Senatsrechtsprechung, zuletzt Senatsurteil 263
vom 8. Juli 2009, VIII ZR 205/08, NJW
2009, 2739 Rn. 10, 13 mwN). Vielmehr

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ist jede im Wohnraummietvertrag
enthaltene, von der tatsächlichen
Wohnungsgröße abweichende
Wohnflächenangabe für die
Anwendbarkeit des § 558 BGB und die
nach dessen Maßstäben zu beurteilende
Mieterhöhung ohne rechtliche Bedeutung.
Maßgeblich für den nach dieser
Bestimmung vorzunehmenden Abgleich
der begehrten Mieterhöhung mit der
ortsüblichen Vergleichsmiete ist allein die
tatsächliche Größe der vermieteten
Wohnung.
2. Auch in Fällen, in denen sich
nachträglich herausstellt, dass die
tatsächliche Wohnfläche über der bis
dahin von den Mietvertragsparteien
angenommenen oder vereinbarten
Wohnfläche liegt, kommt bei einseitigen
Mieterhöhungen die Kappungsgrenze des
§ 558 Abs. 3 BGB zur Anwendung, zu
deren Bemessung die zu Beginn des
Vergleichszeitraums geltende
Ausgangsmiete der ortsüblichen
Vergleichsmiete gegenüber zu stellen ist.
§ 558 BGB Einordnung in Lageklasse 15. März 2016 MietPrax-AK §
Wertungsfrage VIII ZR 87/15 558 BGB Nr. 37
Bei der Einordnung der Wohnlage in = WuM 2016,
einen Mietspiegel handelt es sich um eine 290 = GE 2016,
vom Tatsachengericht vorzunehmende 649 = ZMR
Wertungsfrage, für die es auf die 2016, 519
Einschätzung von (sachkundigen) Zeugen
nicht ankommt.(nicht amtlicher
Leitsatz)
§ 558 BGB Vom Mieter eingebaute 24. Oktober 2018 MietPrax-AK § Börstinghaus,
Einbauküche kein VIII ZR 52/18 558 BGB Nr. 38 LMK 2018,
= WuM 2018, 412413;
wohnwerterhöhendes 771 = GE 2018, Börstinghaus,
Wohnwertmerkmal 1525 = MDR jurisPR-
Eine vom Mieter auf eigene (vom 2019, 20 = NZM BGHZivilR
Vermieter auch nicht erstattete) Kosten in 2019, 142 = 22/2018 Anm. 2;
die Mietwohnung eingebaute (Küchen- ZMR 2019, 112 Schach, MietRB
)Einrichtung bleibt bei der Ermittlung der 2019, 3; Drasdo,
ortsüblichen Vergleichsmiete auf Dauer NJW-Spezial 2019,
unberücksichtigt. Entgegenstehende 65
Vereinbarungen der Mietvertragsparteien
zum Nachteil des Mieters sind nach § 558
Abs. 6 BGB unwirksam. Dies gilt auch
dann, wenn der Vermieter dem Mieter
gestattet hat, eine in der Wohnung
vorhandene Einrichtung zu entfernen und
durch eine auf eigene Kosten
angeschaffte Einrichtung zu ersetzen
(Bestätigung und Fortführung der
Senatsurteile vom 18. November 2015 -
VIII ZR 266/14, BGHZ 208, 18 Rn. 10 ff.
sowie vom 7. Juli 2010 - VIII ZR 315/09,
NZM 2010, 735 Rn. 12 ff.)

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§ 558 BGB Zur Ermittlung der ortsüblichen 24. April 2019 MietPrax-AK § Börstinghaus,
Vergleichsmiete durch das VIII ZR 62/18 558 BGB Nr. 39 LMK 2019,
= GE 2019, 721 417863; Schach,
Gericht = WuM 2019, MietRB 2019,
a) Zur Ermittlung der ortsüblichen 324 = DWW 194/195; Blank,
Vergleichsmiete durch einen 2019, 212 = LMK 2019,
Sachverständigen, dessen Unterstützung MDR 2019, 795 419009; Flatow,
sich der Tatrichter bedient, kommen = NZM 2019, jM 2019, 320;
unterschiedliche wissenschaftliche 469 = DS 2019, Börstinghaus, DS
Bewertungsmethoden in Betracht. Die 193 = ZMR 2019, 177;
Wahl einer bestimmten 2019, 664 = Börstinghaus,
Bewertungsmethode ist generell dem - NJW 2019, 3142 jurisPR-
sachverständig beratenen -Tatrichter BGHZivilR
vorbehalten und im Revisionsverfahren 17/2019 Anm. 2
nur eingeschränkt überprüfbar, nämlich
darauf, ob das Berufungsurteil insoweit
gegen Denkgesetze oder Erfahrungssätze
verstößt oder sonst auf rechtsfehlerhaften
Erwägungen beruht (Anschluss an BGH,
Urteil vom [Link] 1999 -XII ZR
150/97, BGHZ 141, 257, 264 f.;
BFH,DStR 2019, 376 Rn.16).
b) Ermittelt der Tatrichter die ortsübliche
Vergleichsmiete unter Heranziehung
eines Sachverständigen, ist eine in jeder
Hinsicht vollständige Mitteilung der
Anschriften der Vergleichswohnungen im
Gutachten nur dann geboten, wenn diese
Angaben für eine Überprüfung des
Gutachtens praktisch unentbehrlich wären
(Anschluss an BVerfGE 91, 176, 184;
Beschluss vom 7. Oktober 2000 -1BvR
2646/95, juris Rn.3).
c) Ein angemessenes Verhältnis von
Neuvermietungen und Änderungen von
Bestandsmieten, welches gemäß § 558
Abs. 2 Satz 1 BGB bei der Ermittlung der
ortsüblichen Vergleichsmiete zugrunde zu
legen ist, ist jedenfalls dann nicht mehr
gewahrt, wenn der Tatrichter
Bestandsmietenänderungen im
maßgeblichen Vierjahreszeitraum nicht
oder nur in einem vernachlässigbar
geringen Umfang in die Bewertung
einbezieht.
d) Ergibt sich auch nach
Berücksichtigung der gesetzlichen
Wohnwertmerkmale der vom -
sachverständig beratenen -Tatrichter
herangezogenen Vergleichswohnungen
eine breite Streuung der für diese
Wohnungen gezahlten Mieten, darf die
ortsübliche Einzelvergleichsmiete nicht
mit dem oberen Wert dieser Streubreite
gleichgesetzt werden. Denn es ist nicht
sachgerecht, eine solche breite
Marktstreuung, die nicht auf den
gesetzlichen Wohnwertmerkmalen
beruht, einseitig dem Vermieter zu Gute
kommen zu lassen. In diesen Fällen
obliegt es dem Tatrichter, innerhalb
dieser Streubreite die Miete zu ermitteln,

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die der Vermieter als ortsübliche
Vergleichsmiete beanspruchen kann. Bei
einer auffälligen Häufung der
Vergleichsmieten um einen kleinen Wert
herum mag es gerechtfertigt sein, die
dadurch repräsentierte (gesamte) kleine
Bandbreite als ortsübliche
Vergleichsmiete anzusehen, so dass der
Vermieter in einem solchen Fall die
Miete bis zu dem höheren Wert dieser
kleinen Bandbreite als ortsübliche
Vergleichsmiete erhöhen kann. Lassen
sich Besonderheiten der Verteilung der
Vergleichsmieten nicht feststellen, mag es
angemessen sein, auf den arithmetischen
Mittelwert abzustellen (Fortführung des
Senatsurteils vom [Link] 2012 -VIII
ZR 346/10, NJW 2012, 1351).
§ 558 BGB Ermittlung der ortsüblichen 24. April 2019 MietPrax-AK § Börstinghaus, DS
Vergleichsmiete bei großer VIII ZR 82/18 558 BGB Nr. 40 2019, 177
= DS 2019, 199
Marktstreuung
1. Bei der ortsüblichen (Einzel-
)Vergleichsmiete handelt es nicht
zwingend um einen punktgenauen Wert.
2. Die ortsübliche Vergleichsmiete kann
sich innerhalb einer kleinen Bandbreite
bewegen.
3. Bei einer großen Marktstreuung der
gezahlten Mieten für vergleichbare
Wohnungen, kann nicht ohne Weiteres
der obere Wert der so ermittelten
Bandbreite zu Grunde gelegt werden.
4. Eine solche Marktstreuung beruht nicht
auf den gesetzlichen Merkmalen gem. §
558 Abs. 2 BGB. Es erscheint nicht
sachgerecht, eine solcherart auffällige
Marktstreuung allein dem Vermieter zu
Gute kommen zu lassen.
5. In diesem Fall obliegt es dem
sachverständig beratenen Tatrichter, die
vom Vermieter zu beanspruchende
Vergleichsmiete innerhalb dieses
Rahmens zu ermitteln.
6. Dabei kann sowohl auf den
arithmetischen Durchschnittswert
abgestellt werden wie auch auf den
Modalwert.(nicht amtlicher Leitsatz)
§ 558 BGB Stichtag zur Feststellung der 28. April 2021 MietPrax-AK § Herlitz, jurisPR-
ortsübliche Vergleichsmiete VIII ZR 22/20 558 BGB Nr. 42 MietR 15/2021
1. Die Gerichte sind grundsätzlich auch = WuM 2021, Anm. 1;
dann berechtigt, zur Bestimmung der 442 = GE 2021, Börstinghaus,
ortsüblichen Vergleichsmiete ein von der 817 = MDR jurisPR-
beweisbelasteten Partei angebotenes 2021, 922 = BGHZivilR
Sachverständigengutachten einzuholen, NJW-RR 2021, 14/2021 Anm. 2;
wenn ein Mietspiegel vorliegt, der 1017 = NZM Riecke, MietRB
tabellarisch Mietspannen ausweist und 2021, 650 = 2021, 193
zusätzlich eine Orientierungshilfe für die ZMR 2021, 727
Spanneneinordnung enthält. Das gilt bei = DWW 2021,
solchen Mietspiegeln nicht nur in den 298
Fällen, in denen zwischen den Parteien

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Streit über die Voraussetzungen für das
Eingreifen beziehungsweise die
Reichweite einer dem Mietspiegel
gegebenenfalls zukommenden
Vermutungs- oder Indizwirkung herrscht,
sondern unabhängig davon in der Regel
auch dann, wenn die ortsübliche
Vergleichsmiete unstreitig innerhalb der
für das einschlägige Mietspiegelfeld
ausgewiesenen Spanne liegt und deshalb
lediglich die Einordnung der konkreten
Einzelvergleichsmiete in diese Spanne
einer Klärung bedarf (im Anschluss an
Senatsurteil vom 18. November 2020 -
VIII ZR 123/20, NJW-RR 2021, 76 Rn.
24 ff.).
2. Maßgebend für die Ermittlung der
ortsüblichen Vergleichsmiete ist der
Zeitpunkt, zu dem das
Erhöhungsverlangen dem Mieter zugeht
und nicht der - hier vom Berufungsgericht
zugrunde gelegte - Zeitpunkt, ab dem der
Mieter die erhöhte Miete gegebenenfalls
schuldet. Die nach § 558 Abs. 2 BGB aF
maßgebliche Vierjahresfrist erstreckt sich
demnach vom Zugang des
Erhöhungsverlangens an vier Jahre
zurück (Bestätigung des Senatsurteils
vom 29. Februar 2012 - VIII ZR 346/10,
NJW 2012, 1351 Rn. 30).
3. Dem sachverständig beratenen
Tatrichter stehen, wenn sich nach der -
stets erforderlichen - Berücksichtigung
von Qualitätsunterschieden in den
Wohnwertmerkmalen der zum Vergleich
herangezogenen Wohnungen noch eine
breite Marktstreuung der
Vergleichsmieten ergibt, verschiedene
Ansätze für die Ermittlung der
Einzelvergleichsmiete zur Verfügung,
deren Auswahl in seinem -
revisionsrechtlich nur eingeschränkt
überprüfbaren (vgl. Senatsurteil vom 20.
April 2005 - VIII ZR 110/04, NJW 2005,
2074 unter II 2 d aa) - Ermessen steht.
Lassen sich Besonderheiten bei der
Verteilung der Vergleichsmieten - etwa in
Form einer auffälligen Häufung der
Vergleichsmieten um einen kleinen Wert
herum - nicht feststellen, kann es
angemessen sein, auf den arithmetischen
Mittelwert abzustellen (Bestätigung der
Senatsurteile vom 24. April 2019 - VIII
ZR 62/18, NJW 2019, 3142 Rn. 59, und
VIII ZR 82/18, juris Rn. 17; jeweils in
Fortführung des Senatsurteils vom 29.
Februar 2012 - VIII ZR 346/10, aaO Rn.
25 f.).
§ 558 BGB ortsübliche Vergleichsmiete bei 26. Mai 2021 MietPrax-AK § Börstinghaus,
großer Streuung und VIII ZR 93/20 558 BGB Nr. 43 jurisPR-
= GE 2021, 935 BGHZivilR
maßgeblicher Stichtag

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1. Unterliegt ein Berufungsurteil der = MDR 2021, 16/2021 Anm. 3;
Revision oder der 1186 = NZM Riecke, MietRB
Nichtzulassungsbeschwerde, müssen sich 2021, 655 = 2021, 237;
die tatsächlichen Grundlagen der ZMR 2021, 730 Börstinghaus,
Entscheidung aus dem Urteil oder - im LMK 2021,
Falle des § 540 Abs. 1 Satz 2 ZPO - aus 810664
dem Sitzungsprotokoll einschließlich der
im Urteil oder im Sitzungsprotokoll
enthaltenen Bezugnahmen so erschließen,
dass eine revisionsrechtliche
Nachprüfung stattfinden kann. Weiter
muss das Berufungsurteil in diesem Fall
erkennen lassen, von welchem Sach- und
Streitstand das Gericht ausgegangen ist
und welche Berufungsanträge die
Parteien zumindest sinngemäß gestellt
haben (im Anschluss an Senatsurteile
vom 19. Juli 2017 - VIII ZR 3/17, NZM
2017, 732 Rn. 7 f.; vom 18. Oktober 2017
- VIII ZR 242/16, DAR 2018, 78 Rn. 4;
jeweils m.w.N).
2. Zur Ermittlung der ortsüblichen
Vergleichsmiete durch Einholung eines
Sachverständigengutachtens bei
Vorliegen eines Mietspiegels (im
Anschluss an Senatsurteile vom 18.
November 2020 - VIII ZR 123/20, NJW-
RR 2021, 76 Rn. 24 ff.; vom 28. April
2021 - VIII ZR 22/20, unter II 2 b aa, zur
Veröffentlichung bestimmt).
3. Dem sachverständig beratenen
Tatrichter stehen, wenn sich nach der -
stets erforderlichen - Berücksichtigung
von Qualitätsunterschieden in den
Wohnwertmerkmalen der zum Vergleich
herangezogenen Wohnungen noch eine
breite Marktstreuung der
Vergleichsmieten ergibt, verschiedene
Ansätze für die Ermittlung der
Einzelvergleichsmiete zur Verfügung,
deren Auswahl in seinem -
revisionsrechtlich nur eingeschränkt
überprüfbaren - Ermessen steht (im
Anschluss an Senatsurteil vom 28. April
2021 - VIII ZR 22/20, a.a.O. unter II 2 b
cc (2) (d) (aa) m.w.N.).
4. Maßgebend für die Ermittlung der
ortsüblichen Vergleichsmiete ist der
Zeitpunkt, zu dem das
Erhöhungsverlangen dem Mieter zugeht
und nicht der - hier vom Berufungsgericht
zugrunde gelegte - Zeitpunkt, ab dem der
Mieter die erhöhte Miete gegebenenfalls
schuldet. Die nach § 558 Abs. 2 BGB a.F.
maßgebliche Vierjahresfrist erstreckt sich
demnach vom Zugang des
Erhöhungsverlangens an vier Jahre
zurück (Bestätigung der Senatsurteile
vom 29. Februar 2012 - VIII ZR 346/10,
NJW 2012, 1351 Rn. 30, und vom 28.
April 2021 - VIII ZR 22/20, a.a.O. unter
II 2 b bb).

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§ 558 BGB Berechnung der 17. April 2019 MietPrax-AK § Börstinghaus,
Kappungsgrenze und VIII ZR 33/18 558 BGB Nr. 41 LMK 2019,
= WuM 2019, 418513; Kunze,
abweichende Ortssitte zur 319 = GE 2019, MietRB 2019, 196;
Wohnflächenanrechnung 794 = MDR Börstinghaus,
1. Im Verfahren der Mieterhöhung bis zur 2019, 983 = jurisPR-
ortsüblichen Vergleichsmiete (§ 558 Abs. NJW 2019, 2464 BGHZivilR
1 BGB) bestimmt sich die der = NZM 2019, 14/2019 Anm. 1;
Berechnung der Kappungsgrenze (§ 558 536 = ZMR Drasdo, NJW-
Abs. 3 BGB) zu Grunde zu legende 2019, 661 Spezial 2019, 449;
Ausgangsmiete auch im Falle einer Beyer, jurisPR-
Mietminderung wegen eines nicht MietR 17/2019
behebbaren Mangels in Form nicht Anm. 1
unerheblicher Wohnflächenabweichung
(§ 536 Abs. 1 BGB) nach der vertraglich
vereinbarten Miete.
2. Der Begriff der "Wohnfläche" ist im
Wohnraummietrecht auch bei frei
finanziertem Wohnraum grundsätzlich
anhand der für den preisgebundenen
Wohnraum im Zeitpunkt des
Mietvertragsschlusses geltenden
Bestimmungen auszulegen (Bestätigung
von BGH, Urteile vom 24. März 2004 -
VIII ZR 44/03, NJW 2004, 2230 unter II
1 b aa; vom 23. Mai 2007 - VIII ZR
231/06, NJW 2007, 2624 Rn. 17; vom 22.
April 2009 - VIII ZR 86/08, NJW 2009,
2295 Rn. 19).
3. Eine hiervon abweichende Berechnung
erfolgt unter anderem dann, wenn ein
anderer Berechnungsmodus örtlich üblich
ist. Eine solche maßgebende
Verkehrssitte setzt voraus, dass
abweichend von den sonst anwendbaren
Bestimmungen - vorliegend der
Wohnflächenverordnung - ein anderes
Regelwerk, mithin die II.
Berechnungsverordnung, die DIN 283
oder die DIN 277 insgesamt angewendet
wird (im Anschluss an BGH, Urteil vom
23. Mai 2007 - VIII ZR 231/06, NJW
2007, 2624).
§ 558a Zum Umfang der Angaben über 18. Dezember MietPrax-AK § Lützenkirchen,
BGB die Vergleichswohnungen und 2002 558a BGB Nr. 1 BGHReport 2003,
VIII ZR 72/02 = GE 2003, 318 423; Beuermann,
zum Umfang der = NJW 2003, GE 2003, 302;
Prozessvollmacht im 963 = NZM Schlaegelm,
Erhöhungsverlangen 2003, 229 = ProzRB 2003, 203;
1. Zur Angabe von Vergleichswohnungen DWW 2003, 90 Jürgen Vahle, DVP
in einem Mieterhöhungsverlangen. = MDR 2003, 2006, 130
2. Die zur Verteidigung gegenüber einem 451 = ZMR
Mieterhöhungsverlangen erteilte 2003, 406
Prozeßvollmacht ermächtigt auch zur
Entgegennahme eines während des
Verfahrens abgegebenen (weiteren)
Mieterhöhungsverlangens.
3. § 174 BGB findet auf eine von einem
Rechtsanwalt im Rahmen des
gesetzlichen Umfangs seiner
Prozeßvollmacht abgegebenen Erklärung
keine Anwendung.

© 2022 RiAG a.D. Prof. Dr. Ulf Börstinghaus, Gelsenkirchen Seite 249
§ 558a Zum Umfang der Angaben über 18. Dezember MietPrax-AK §
BGB die Vergleichswohnungen und 2002 558a BGB Nr. 2
VIII ZR 141/02 = WuM 2003,
zum Umfang der 149
Prozessvollmacht im
Erhöhungsverlangen
1. Zur Angabe von Vergleichswohnungen
in einem Mieterhöhungsverlangen.
2. Die zur Verteidigung gegenüber einem
Mieterhöhungsverlangen erteilte
Prozeßvollmacht ermächtigt auch zur
Entgegennahme eines während des
Verfahrens abgegebenen (weiteren)
Mieterhöhungsverlangens.
3. § 174 BGB findet auf eine von einem
Rechtsanwalt im Rahmen des
gesetzlichen Umfangs seiner
Prozeßvollmacht abgegebenen Erklärung
keine Anwendung.(nicht amtlicher
Leitsatz)
§ 558a Mietspiegeleinordnung im 12. November MietPrax-AK § Löfflad, MietRB
BGB Erhöhungsverlangen 2003 558a BGB Nr. 3 2004, 135
1. Ein formell wirksames VIII ZR 52/03 = WuM 2004, 93
Mieterhöhungsverlangen ist gegeben, = GE 2004, 232
wenn der Vermieter unter zutreffender = DWW 2004,
Einordnung der Wohnung des Mieters in 53 = NJW 2004,
die entsprechende Kategorie des 1379 = NZM
Mietspiegels die dort vorgesehene 2004, 219 =
Mietspanne richtig nennt und die erhöhte ZMR 2004, 325
Miete angibt.
2. Liegt die verlangte Miete oberhalb der
im Mietspiegel ausgewiesenen
Mietspanne, so ist das
Erhöhungsverlangen insoweit
unbegründet, als es über den im
Mietspiegel ausgewiesenen Höchstbetrag
hinausgeht.
§ 558a Zum zeitlichen und inhaltlichen 25. Februar 2004 MietPrax-AK § Kunze, MietRB
BGB Umfang der Angabe von VIII ZR 116/03 558a BGB Nr. 4 2004, 199,
= WuM 2004, Börstinghaus,
Kürzungsmitteln im 283 = NZM BGHReport 2004,
Mieterhöhungsverlangen 2004, 380 = 797
1. Die formelle Wirksamkeit eines ZMR 2004, 421
Mieterhöhungsverlangens nach § 2 MHG = GE 2004, 687
erfordert es grundsätzlich, dass der = NJW-RR
Vermieter Kürzungsbeträge aufgrund der 2004, 947
Inanspruchnahme öffentlicher
Fördermittel zur
Wohnungsmodernisierung in das
Erhöhungsverlangen aufnimmt.
2. Zur Bindung eines Vermieters
hinsichtlich eines
Mieterhöhungsverlangens nach den §§ 2,
3 MHG, wenn er öffentliche Fördermittel
zur Wohnungsmodernisierung in
Anspruch genommen hat.
§ 558a Mieterhöhungsverlangen bei 3. März 2004 MietPrax-AK § Eupen, MietRB
BGB Personenmehrheit VIII ZR 124/03 558a BGB Nr. 5 2004, 225
Zur Frage, ob ein = WuM 2004,
Mieterhöhungsverfahren allein gegen den 280 = NJW
2004, 1797 =

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in der gemeinsam angemieteten Wohnung NZM 2004, 419
verbleibenden Mieter durchgeführt = GE 2004, 615
werden kann, wenn der aus der Wohnung = DWW 2004,
ausgezogene Ehegatte mit dem Vermieter 148 = ZMR
seine Entlassung aus dem Mietverhältnis 2004, 492
vereinbart hat und nur der andere
Ehegatte seitdem die Wohnung nutzt und
die Miete zahlt.
§ 558a Zum Umfang der 12. Mai 2004 MietPrax-AK §
BGB Erläuterungspflicht bei der VIII ZR 234/03 558a BGB Nr. 6
= NZM 2004,
Anrechnung von Drittmitteln; 581 = GE 2004,
Prozessuale Auswirkungen von 883 = ZMR
Mängeln des 2004, 655 =
Erhöhungsverlangens auf NJW-RR 2004,
Zustimmungsklage 1159 = WuM
Ein Mieterhöhungsverlangen ist aus 2004, 405
formellen Gründen unwirksam, wenn der
Vermieter in der Begründung auf die
Inanspruchnahme einer öffentlichen
Förderung für die Modernisierung der
Wohnung und die dadurch veranlaßte
Kürzung der Mieterhöhung hinweist, den
Kürzungsbetrag jedoch nicht
nachvollziehbar erläutert. Dies gilt auch
dann, wenn der Hinweis auf einem
Versehen beruht, weil eine solche
Förderung in Wirklichkeit nicht erfolgt
und deshalb eine Kürzung nicht
erforderlich ist (im Anschluß an
Senatsurteil vom 25. Februar 2004 VIII
ZR 116/03, zur Veröffentlichung
bestimmt).
§ 558a Zum Umfang der Angaben bei 12. Mai 2004 MietPrax-AK §
BGB Kürzungsbeträgen VIII ZR 235/03 558a BGB Nr. 7
Der Vermieter muss im = GE 2004, 1170
Erhöhungsverlangen die = WuM 2004,
Berechnungsgrundlagen zur Errechnung 406
der Kürzungsbeträge angeben; hierzu
gehört die Angabe, wann er welche
Mittel, zu welchem Zweck -
Modernisierung oder Instandsetzung-
gegebenenfalls zu welchem Zinssatz
erhalten hat. Die bloße Mitteilung des
Berechnungsergebnisses genügt
nicht.(nicht amtlicher Leitsatz)
§ 558a Mieterhöhung Bruttomiete mit 26. Oktober 2005 MietPrax-AK § Schach, GE 2006,
BGB Netto-Mietspiegel VIII ZR 41/05 558a BGB Nr. 8 20; Thomma,
Der Anspruch des Vermieters auf = GE 2006, 46 = WuM 2006, 237;
Zustimmung zu einer Erhöhung der WuM 2006, 39 = Ott, MietRB 2006,
Bruttokaltmiete, den er mit einem ZMR 2006, 110, 260
Mietspiegel begründet, der Nettomieten = NZM 2006,
ausweist, ist anhand der zuletzt auf die 101 = NJW-RR
Wohnung entfallenden Betriebskosten zu 2006, 227 =
beurteilen. MDR 2006, 503
§ 558a Wirksamkeit eines 19. Juli 2006 MietPrax-AK § Schach, GE 2006,
BGB Mieterhöhungsverlangens bei VIII ZR 212/05 558a BGB Nr. 9 1071; Kunze,
= NZM 2006, MietrB 2006, 285;
Warmmiete 652 = GE 2006, Ludley, DWW
1094 = WuM 2006, 418;

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a) Die in einem Mietvertrag enthaltene 2006, 518 = Thomma, WuM
Vereinbarung einer Bruttowarmmiete ist - ZMR 2006, 766 2006, 658;
außer bei Gebäuden mit nicht mehr als = NJW 2006, Schmidt, ZMR
zwei Wohnungen, von denen eine der 3350 = DWW 2007, 15; Drasdo,
Vermieter selbst bewohnt - gemäß § 2 2006, 420 = NJW-Spezial 2007,
HeizkV nicht anzuwenden, weil sie den MDR 2007, 138 3
Bestimmungen der
Heizkostenverordnung widerspricht.
b) Verlangt der Vermieter vom Mieter die
Zustimmung zur Erhöhung einer
vereinbarten Bruttowarmmiete bis zur
ortsüblichen Vergleichsmiete, hat der
Umstand, dass die
Warmmietenvereinbarung gemäß § 2
HeizkV nicht anzuwenden ist, nicht die
Unwirksamkeit des
Mieterhöhungsverlangens - und damit
auch nicht die Unzulässigkeit der
Zustimmungsklage - zur Folge.
§ 558a Mieterhöhung Bruttomiete mit 12. Juli 2006 MietPrax-AK § Gemeinhardt, GE
BGB Netto-Mietspiegel VIII ZR 215/05 558a BGB Nr. 2006, 1137; Kunze,
Zur schlüssigen Darlegung des Anspruchs 10 = GE 2006, MietRB 2006, 313
des Vermieters auf Zustimmung zur 1162 = WuM
Erhöhung einer Bruttokaltmiete, den der 2006, 569 =
Vermieter mit einem Mietspiegel NZM 2006, 864
begründet, der Nettomieten aufweist, = ZMR 2006,
bedarf es der Angabe der auf die 916 = NJW-RR
Wohnung tatsächlich entfallenden 2006, 1599 =
Betriebskosten; die Angabe eines DWW 2007, 63
statistischen Durchschnittswerts für = MDR 2007,
Betriebskosten genügt nicht (im 263
Anschluss an Senatsurteil vom 26.
Oktober 2005 - VIII ZR 41/05, NJW-RR
2006, 227).
§ 558a Mieterhöhung Bruttomiete mit 10. Oktober 2007 MietPrax-AK § Börstinghaus,
BGB Netto-Mietspiegel VIII ZR 331/06 558a BGB Nr. BGHReport 2008,
a) Bei Erhöhung einer Teilinklusivmiete 11 = WuM 2007, 59; Schach, GE
nach § 558 BGB braucht der Vermieter 707 = GE 2008, 2008, 20; Drasdo,
im Mieterhöhungsverlangen zur Höhe der 45 = NZM 2008, NJW-Spezial 2008,
in der Miete enthaltenen Betriebskosten 124 = ZMR 33; Hoffmann,
keine Angaben zu machen, wenn auch die 2008, 190 = MietRB 2008, 65
von ihm beanspruchte erhöhte NJW 2008, 848
Teilinklusivmiete die ortsübliche = DWW 2008,
Nettomiete nicht übersteigt. 94, MDR 2008,
b) Mieterhöhungen nach §§ 558, 559 196
BGB werden Bestandteil der Grundmiete
und sind deshalb bei späteren
Mieterhöhungen nach § 558 BGB in die
Ausgangsmiete einzurechnen. Eine
gegenteilige Parteivereinbarung gäbe dem
Vermieter die Möglichkeit zur
Mieterhöhung über den in § 558 BGB
vorgesehenen Rahmen hinaus und ist
deshalb gemäß § 558 Abs. 6, § 557 Abs.
4 BGB wegen Benachteiligung des
Mieters unwirksam.
c) Gibt der Vermieter in einem
Mieterhöhungsbegehren nach § 558a
BGB eine unzutreffende Ausgangsmiete
an, weil er die gebotene Einrechnung
einer früheren Mieterhöhung in die

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Ausgangsmiete unterlässt, führt das nicht
zur formellen Unwirksamkeit des
Mieterhöhungsbegehrens und zur
Unzulässigkeit einer vom Vermieter
daraufhin erhobenen Zustimmungsklage;
das Mieterhöhungsbegehren ist jedoch
unbegründet, soweit die begehrte Miete
unter Hinzurechnung der früheren
Mieterhöhung die ortsübliche
Vergleichsmiete übersteigt (im Anschluss
an BGH, Urteil vom 12. November 2003
- VIII ZR 52/03, NJW 2004, 1379, unter
II 2 b und Urteil vom 19. Juli 2006 - VIII
ZR 212/05, NJW-RR 2006, 1305, unter II
2 a, b).
§ 558a Umfang der Begründung bei 12. Dezember MietPrax-AK § Schach, GE 2008,
BGB Hinweis auf Mietspiegel 2007 558a BGB Nr. 154; Kunze,
a) Nimmt der Vermieter zur Begründung VIII ZR 11/07 12 = WuM 2008, MietRB 2008, 98;
seines Erhöhungsverlangens auf einen 88 = GE 2008, Reschke, WuM
qualifizierten Mietspiegel (§ 558a Abs. 2 191 = NJW 2008, 228
Nr. 1, § 558d BGB) Bezug, so hat er die 2008, 573 =
Angaben des Mietspiegels zur Wohnung, DWW 2008,57 =
auf die er sein Erhöhungsverlangen stützt, NZM 2008, 164
dem Mieter mitzuteilen (§ 558a Abs. 1
und 3 BGB). Der Beifügung des
Mietspiegels bedarf es nicht, sofern dieser
allgemein zugänglich ist.
b) Enthält der Mietspiegel ein Raster von
Feldern, in denen für Wohnungen einer
bestimmten Kategorie jeweils eine
bestimmte Mietspanne ausgewiesen ist,
so ist im Erhöhungsverlangen nur die
genaue Angabe des - nach Auffassung
des Vermieters - für die Wohnung
einschlägigen Mietspiegelfeldes
erforderlich, um den Mieter (auch) auf die
im Mietspiegel für die Wohnung
vorgesehene Spanne hinzuweisen.
§ 558a Betriebskostenanteil einer 8. Juli 2008 MietPrax-AK §
BGB Teilinklusivmiete VIII ZR 4/08 558a BGB Nr.
Der auf die Wohnung entfallende 13 = GE 2008,
Betriebskostenanteil, den der Vermieter 1488 = WuM
zur schlüssigen Darlegung seines 2008, 689 =
Anspruchs auf Zustimmung zur Erhöhung ZMR 2009, 102
der Bruttokaltmiete im (gleichlautende
Mieterhöhungsverlangen anzugeben hat, Parallelentscheid
ergibt sich aus der ung)
Betriebskostenabrechnung für den dem
Mieterhöhungsverlangen
vorangegangenen Abrechnungszeitraum,
soweit diese bereits vorliegt.(nicht
amtlicher Leitsatz)
§ 558a Mietspiegelanwendung für 17. September MietPrax-AK § Börstinghaus,
BGB Einfamilienhaus 2008 558a BGB Nr. NZM 2009, 115;
Der Vermieter kann zur Begründung VIII ZR 58/08 14 = WuM 2008, ders. jurisPR-
eines Mieterhöhungsverlangens für ein 729 = GE 2008, MietR 26/2008
Einfamilienhaus auf einen Mietspiegel, 1622 = NZM Anm. 2; Riecke,
der keine Angaben zu Einfamilienhäusern 2009, 27 = MDR MietRB 2009, 2;
enthält, jedenfalls dann Bezug nehmen, 2009, 79 = NJW- Drasdo, NJW-
wenn die geforderte Miete innerhalb der Spezial 2009, 66

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Mietpreisspanne für Wohnungen in RR 2009, 86 =
Mehrfamilienhäusern liegt. ZMR 2009, 511
§ 558a Beifügung eines Mietspiegels 11. März 2009 MietPrax-AK § Börstinghaus,
BGB Nimmt der Vermieter zur Begründung VIII ZR 74/08 558a BGB Nr. jurisPR-MietR
seines Mieterhöhungsverlangens auf 15 = DWW 9/2009 Anm. 3;
einen Mietspiegel Bezug und bietet er 2009, 147 = Theesfeld, MietRB
dabei dem Mieter die Einsichtnahme des WuM 2009, 293 2009, 157; Drasdo,
Mietspiegels in den Räumen seines = GE 2009, 648 NJW-Spezial 2009,
Kundencenters am Wohnort des Mieters = NZM 2009, 353
an, bedarf es einer Beifügung des 395
Mietspiegels nicht (im Anschluss an
BGH, Urteil vom 12. Dezember 2007 -
VIII ZR 11/07, NJW 2008, 573, Tz. 15).
§ 558a Einordnung in falsches 11. März 2009 MietPrax-AK §
BGB Mietspiegelfeld VIII ZR 316/07 558a BGB Nr.
Das Mieterhöhungsverlangen ist formell 16 = WuM 2009,
ordnungsgemäß, wenn der Vermieter das 239 = GE 2009,
seiner Meinung nach zutreffende 512 = MM 2009,
Mietspiegelfeld angibt. Ob dies richtig ist, 145 = ZMR
ist eine Frage der Begründetheit 2009, 521
unabhängig davon, ob der Meter die
Falscheinordnung erkennen konnte oder
nicht.(nicht amtlicher Leitsatz)
§ 558a Beifügung eines Mietspiegels 28. April 2009 MietPrax-AK §
BGB Ein Mietspiegel der für 3,- € von den VIII ZB 7/08 558a BGB Nr.
Interessenverbänden verkauft wird und 17 = WuM 2009,
vollständig im Internet veröffentlicht 352 = NZM
wurde ist allgemein zugänglich und muss 2009, 429 = GE
dem Erhöhungsverlangen nicht beigefügt 2009, 777 =
werden.(nicht amtlicher Leitsatz) NJW-RR 2009,
1021 = ZMR
2009, 747
§ 558a Beifügung eines Mietspiegels 30. September MietPrax-AK § Börstinghaus,
BGB Nimmt der Vermieter zur Begründung 2009 558a BGB Nr. jurisPR-MietR
seines Mieterhöhungsverlangens auf VIII ZR 276/08 18 = WuM 2009, 26/2009 Anm. 4;
einen Mietspiegel Bezug und ist dieser 747 = GE 2009, Lehmann-Richter,
gegen eine geringe Schutzgebühr von 1617 = NZM MietRB 2010, 2;
jedermann bei den örtlichen Mieter- und 2010, 40 = NJW Drasdo, NJW-
Vermietervereinigungen erhältlich, bedarf 2010, 225 = Spezial 2010, 98
es einer Beifügung des Mietspiegels nicht ZMR 2010, 274
(im Anschluss an BGH, Beschluss vom
28. April 2009, VIII ZB 7/08, WuM
2009, 352; Urteil vom 12. Dezember
2007, VIII ZR 11/07, NJW 2008, 573, Tz.
15).
§ 558a Begründung einer 19. Mai 2010 MietPrax-AK § Börstinghaus, DS
BGB Mieterhöhung durch VIII ZR 122/09 558a BGB Nr. 2010, 279; Dötsch,
19 = WuM 2010, MietRB 2010, 221;
"Typengutachten" über 504 = GE 2010, Theesfeld, jurisPR-
vergleichbare Wohnungen 1048 = NZM MietR 16/2010
Zur Erfüllung der formellen 2010, 576 = Anm 3; Drasdo,
Anforderungen an die Begründung eines ZMR 2010, 843 NJW-Spezial 2010,
Mieterhöhungs-verlangens genügt auch = MDR 2010, 513; Börstinghaus,
die Beifügung eines sogenannten 1162 = NJW-RR jurisPR-
"Typengutachtens". 2010, 843 = JR BGHZivilR
2011, 485 19/2010 Anm. 3
§ 558a Mietspiegel Nachbargemeinde 16. Juni 2010 MietPrax-AK § Börstinghaus,
BGB Ein einfacher Mietspiegel gemäß § 558c VIII ZR 99/09 558a BGB Nr. jurisPR-MietR
BGB, der von den örtlichen 20 = WuM 2010, 17/2010 Anm. 3;
Interessenvertretern der Vermieter und 505 = GE 2010, Drasdo, NJW-

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der Mieter gemeinsam erstellt und von 1049 = NJW Spezial 2010, 514;
der Gemeinde anerkannt wurde, stellt im 2010, 2946 = Horst, MietRB
Mieterhöhungsprozess ein Indiz dafür NZM 2010, 665 2010, 285
dar, dass die dort angegebenen Entgelte = ZMR 2010,
die ortsübliche Vergleichsmiete 846 = DWW
zutreffend wiedergeben. 2010, 373
§ 558a Mieterhöhungsverlangen bei 7. Juli 2010 MietPrax-AK § Schach, MietRB
BGB Teilinklusivmiete VIII ZR 321/09 558a BGB Nr. 2010, 255 und 256;
Zur Wirksamkeit eines 21 = WuM 2010, Drasdo, NJW-
Mieterhöhungsverlangens, mit dem der 502 = GE 2010, Spezial 2010, 578;
Vermieter die "Erhöhung einer 117 = NJW Börstinghaus,
Nettokaltmiete" begehrt, obwohl einzelne 2010, 2945 = jurisPR-MietR
Betriebskosten in der Miete enthalten sind NZM 2010, 734 20/2010 Anm. 1
("Teilinklusivmiete"). = ZMR 2010,
Bei der von einer juristischen Person nach 946 = MDR
§ 10 Abs. 1 Satz 5 WoBindG 2010, 1178
abgegebenen "Erklärung mit Hilfe
automatischer Einrichtungen" genügt die
Angabe des Namens der juristischen
Person; der Nennung der natürlichen
Person, die die Erklärung abgefasst oder
veranlasst hat, bedarf es nicht.
§ 558a Beifügung eines Mietspiegels 31. August 2010 MietPrax-AK §
BGB Nimmt der Vermieter zur Begründung VIII ZR 231/09 558a BGB Nr.
seines Mieterhöhungsverlangens auf 22 = WuM 2010,
einen Mietspiegel Bezug der gegen eine 693 = GE 2010,
geringe Schutzgebühr von jedermann bei 1535 = ZMR
den örtlichen Mieter- und 2011, 107 =
Vermietervereinigungen erhältlich ist, NZM 2011, 120
bedarf es grundsätzlich einer Beifügung (LS)
des Mietspiegels ebensowenig wie der
Angabe der Stellen, bei denen der
Mietspiegel erworben werden
kann.(nicht amtlicher Leitsatz)
§ 558a Schriftformklausel und 10. November MietPrax-AK § Beuermann, GE
BGB Textform 2010 558a BGB Nr. 2011, 95; Kunze,
Eine Schriftformabrede für Änderungen VIII ZR 300/09 23 = WuM 2011, MietRB 2011, 36;
und Ergänzungen eines 32 = NJW 2011, Drasdo, NJW-
Wohnraummietvertrages gilt nicht für ein 295 = GE 2011, Spezial 2011, 67;
Mieterhöhungsverlangen nach § 558a 121 = NZM Börstinghaus,
BGB. 2011, 117 = jurisPR-
ZMR 2011, 277 BGHZivilR 8/2011
= MDR 2011, 20 Anm. 2;
Bloching/Ortloff,
NZM 2012, 334
§ 558a Schriftformklausel und 5. April 2011 MietPrax-AK §
BGB Textform VIII ZR 275/10 558a BGB Nr.
Auch wenn im Mietvertrag eine 24 = ZMR 2011,
Schriftformklausel enthalten ist ein 707 = WuM
Mieterhöhungsverlangen in Textform 2011, 393
formell ordnungsgemäß.(nicht
amtlicher Leitsatz)
§ 558a Mietspiegelanwendung 4. Mai 2011 MietPrax-AK § Schach, GE 2011,
BGB a) Die Auslegung eines Mietspiegels (§ VIII ZR 227/10 558a BGB Nr. 854; Börstinghaus,
558a Abs. 2 Nr. 1, §§ 558c, 558d BGB) 25 = GE 2011, jurisPR-MietR
unterliegt der uneingeschränkten 883 = WuM 14/11 Anm. 1;
revisionsrechtlichen Nachprüfung. 2011, 421 = Kunze, MietRB
b) Zur Auslegung des Mietspiegels 2007 NJW 2011, 2284 2011, 242; Drasdo,
der Stadt Regensburg. = NZM 2011, NJW-Spezial 2011,
513

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511 = ZMR
2011, 86
§ 558a Begründung mit altem 6. Juli 2011 MietPrax-AK § Schach, GE 2011,
BGB Mietspiegel VIII ZR 337/10 558a BGB Nr. 1203; Schach,
Ein Mieterhöhungsbegehren ist nicht 26 = WuM 2011, MietRB 2011,
deshalb aus formellen Gründen 517 = GE 2011, 305/306;
unwirksam, weil der Vermieter darin zur 1228 = NZM Börstinghaus,
Begründung auf den bisher geltenden 2011, 743 = jurisPR-MietR
Mietspiegel und nicht auf den kurz zuvor ZMR 2011, 939 20/2011 Anm. 1;
veröffentlichten neuesten Mietspiegel Drasdo, NJW-
Bezug genommen hat. Spezial 2011, 641
§ 558a Mieterhöhung mit mehr als drei 28. März 2012 MietPrax-AK § Schach, jurisPR-
BGB aber teilweise nicht VIII ZR 79/11 558a BGB Nr. MietR 9/2012,
27 = WuM 2012, Anm. 2;
vergleichbaren 283 = GE 2012, Börstinghaus,
Vergleichswohnungen 684 = DWW jurisPR-
Wenn der Vermieter in seinem 2012, 170 = GuT BGHZivilR
Erhöhungsverlangen - über die in § 558a 2012, 138 = 10/2012, Anm. 2;
Abs. 2 Nr. 4 BGB geforderten drei NZM 2012, 415 Drasdo, NJW-
Vergleichswohnungen hinaus - weitere = ZMR 2012, Spezial 2012, 323;
Wohnungen benennt, die nicht die 609 Kunze, MietRB
Voraussetzungen des § 558a Abs. 2 Nr. 4 2012, 161
BGB erfüllen, so ist das
Erhöhungsverlangen weder insgesamt
noch teilweise unwirksam. Ob der
Umstand, dass die Miete einer der
benannten Wohnungen unterhalb der
verlangten Miete liegt, an der
Ortsüblichkeit der verlangten Miete
zweifeln lässt, ist eine Frage der
materiellen Begründetheit, nicht der
Wirksamkeit des Erhöhungsverlangens.
§ 558a Angabe von Drittmitteln im 13. Juni 2012 MietPrax-AK § Börstinghaus,
BGB Mieterhöhungsverlangen VIII ZR 310/11 558a BGB Nr. jurisPR-BGHZ
a) Drittmittel, die von öffentlichen 28 = GuT 2012, 15/2012 Anm. 3;
Haushalten für 250 = GE 2012, Drasdo, NJW-
Modernisierungsmaßnahmen ge-währt 1029 = NJW Spezial 2012, 579
wurden, sind in einem 2012, 3090 =
Mieterhöhungsverlangen nur dann ZMR 2012, 768
anzugeben, wenn sie bei der Berechnung = NZM 2012,
der neuen (erhöhten) Miete anzurechnen 857 = WuM
sind. 2012, 503
b) Die Anrechnungspflicht von
Drittmitteln, die von öffentlichen
Haushalten für
Modernisierungsmaßnahmen gewährt
wurden, endet zwölf Jahre nach der
mittleren Bezugsfertigkeit des geförderten
Objekts (im Anschluss an BGH, Urteile
vom 25. Februar 2004 - VIII ZR 116/03,
NJW-RR 2004, 947; vom 23. Juni 2004 -
VIII ZR 283/03).
§ 558a Formale Anforderungen an 18. Juni 2013 MietPrax-AK §
BGB Mieterhöhungsverlangen VIII ZR 2/13 558a BGB Nr.
Macht der Vermieter im 29 = GuT-W
Erhöhungsverlangen Angaben zu den 2013, 107
Betriebskosten ist dies keine unzulässige
Kopplung des Mieterhöhungsverlangens
mit weiteren Ansprüchen.(nicht
amtlicher Leitsatz)

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§ 558a Rechtsfolge eines unwirksamen 13. November MietPrax-AK § Börstinghaus,
BGB Erhöhungsverlangens 2013 558a BGB Nr. jurisPR-
Die Klage auf Zustimmung zur VIII ZR 413/12 30 = WuM 2014, BGHZivilR 1/2014
Mieterhöhung ist unzulässig, wenn ihr 33 = GE 2014, Anm. 3;
kein wirksames Mieterhöhungsverlangen 113 = NZM Abramenko,
vorausgegangen ist. 2014, 236 = MietRB 2014, 34;
NJW 2014, 1173 Fleindl, ZMR
= GuT-W 2013, 2014, 268
146 = MDR
2014, 78 = ZMR
2014, 268
§ 558a Ermächtigung zur Abgabe eines 19. März 2014 MietPrax-AK § Blank, LMK 2014,
BGB Zustimmungsverlangens VIII ZR 203/13 558a BGB Nr. 357461; Theesfeld,
Der Käufer einer vermieteten Wohnung 31 = WuM 2014, jurisPR-MietR
kann vom Verkäufer ermächtigt werden, 286 = MDR 11/2014 Anm. 5;
schon vor der Eigentumsumschreibung 2014, 517 = GE Drasdo, NJW-
im Grundbuch und des damit 2014, 663 = Spezial 2014, 385;
verbundenen Eintritts des Käufers in die NZM 2014, 385 Kunze, MietRB
Vermieterstellung (§ 566 Abs. 1 BGB) im = NJW 2014, 2014, 227; Baer,
eigenen Namen ein 1802 = ZfIR AnwZert MietR
Mieterhöhungsbegehren gemäß § 558a 2014, 424 = 16/2014 Anm. 1;
BGB zu stellen. Die Wirksamkeit des ZMR 2014, 620 Schneider, jM
Mieterhöhungsverlangens hängt nicht 2014, 369;
davon ab, dass die Ermächtigung offen Zehelein, NZM
gelegt wurde. 2015, 31
§ 558a Formelle Anforderungen an 11. Februar 2014 MietPrax-AK § Elzer, MietRB
BGB vorprozessuales VIII ZR 220/13 558a BGB Nr. 2014, 254
32 = WuM 2014,
Sachverständigengutachten 285 = GE 2014,
1. Berücksichtigt ein vorprozessual 668 = NZM
eingeholtes Sachverständigengutachten 2014, 349 =
fälschlicherweise mieterseits geschaffene NJW-RR 2014,
Ausstattungsmerkmale bei der Ermittlung 784
der ortsüblichen Vergleichsmiete führt
dies nicht zur formellen Unwirksamkeit
des Mieterhöhungsverlangens.
2. Zur Ermittlung der ortsüblichen
Vergleichsmiete bei einzigartigen
Wohnungen.(nicht amtlicher
Leitsatz)
§ 558a Mieterhöhungsverlangen durch 2. April 2014 MietPrax-AK § Börstinghaus,
BGB Hausverwaltung VIII ZR 231/13 558a BGB Nr. jurisPR-
Auch bei einem Mieterhöhungsverlangen 33 = GE 2014, BGHZivilR
(§ 558a Abs. 1 BGB) genügt es, wenn 658 = WuM 11/2014 Anm. 2;
sich die Vertretung des Vermieters durch 2014, 34 = NJW Theesfeld, jurisPR-
einen Bevollmächtigten (hier: die 2014, 1803 = MietR 11/2014
Hausverwaltung) aus den Umständen NZM 2014, 431 Anm. 3; Kunze,
ergibt; einer ausdrücklichen Offenlegung = ZMR 2014, MietRB 2014, 161;
der Vertretung und namentlichen 625 Börstinghaus,
Benennung des Vermieters bedarf es LMK 2014,
nicht. 359126; Drasdo,
NJW-Spezial 2014,
449; Schmid,
MietRB 2014, 317;
Zehelein, NZM
2015, 31
§ 558a Anforderung an die 8. April 2014 MietPrax-AK §
BGB Vergleichbarkeit von VIII ZR 216/13 558a BGB Nr.
34 = GE 2014,
Vergleichswohnungen 929 = WuM

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An die "Vergleichbarkeit" der zur 2014, 494 =
Begründung eines NZM 2014, 747
Mieterhöhungsverlangens genannten
Wohnungen zu stellenden Anforderungen
ist ein großzügiger Maßstab anzulegen.
Eine Übereinstimmung oder gar
"Identität" in allen wesentlichen
Wohnwertmerkmalen ist nicht
erforderlich.
(nicht amtlicher Leitsatz)
§ 558a Zur Textform bei 1. Juli 2014 MietPrax-AK § Kunze; MietRB
BGB Vertreterhandeln VIII ZR 72/14 558a BGB Nr. 2015, 3
a) Bei einer Erklärung, die in Textform 35 = WuM 2014,
abzugeben ist, ist ebenso wie bei einer 612
Erklärung nach § 10 WoBindG, nicht
erforderlich, den für die juristische Person
tätig gewordenen Mitarbeiter namentlich
zu benennen; vielmehr genügt die Angabe
des Namens der juristischen Person.
b) Der für eine Erklärung in Textform
erforderliche Hinweis auf den Abschluss
der Erklärung kann durch den Zusatz
"Dieses Schreiben wurde maschinell
erstellt und bedarf keiner Unterschrift"
erfolgen.
"(nicht amtlicher Leitsatz)
§ 558a Inhaltliche Anforderungen an 3. Februar 2016 MietPrax-AK § Börstinghaus, DS
BGB ein vorprozessuales VIII ZR 69/15 558a BGB Nr. 2016, 73;
36 = DS 2016, Börstinghaus,
Sachverständigengutachten 94 = GE 2016, jurisPR-
Im Falle der Beifügung eines 388 = MDR BGHZivilR 6/2016
Sachverständigengutachtens ist der 2016, 386 = Anm. 1;
Pflicht des Vermieters zur Begründung WuM 2016, 219 Abramenko,
seines Mieterhöhungsverlangens = NJW 2016, MietRB 2016, 94;
grundsätzlich Genüge getan, wenn das 1385 = NZM Drasdo, NJW-
Gutachten Angaben über Tatsachen 2016, 355 = Spezial 2016, 321
enthält, aus denen die geforderte ZMR 2016, 367
Mieterhöhung hergeleitet wird, und zwar = ZMR 2016,
in einem Umfang, der es dem Mieter 433
gestattet, der Berechtigung des
Erhöhungsverlangens nachzugehen und
diese zumindest ansatzweise selbst
überprüfen zu können. Der
Sachverständige muss somit eine Aussage
über die tatsächliche ortsübliche
Vergleichsmiete treffen und die zu
beurteilende Wohnung in das örtliche
Preisgefüge einordnen (Bestätigung der
Senatsurteile vom 12. Dezember 2007 -
VIII ZR 11/07, NJW 2008, 573 Rn.
12; vom 19. Mai 2010 - VIII ZR 122/09,
NZM 2010, 576 Rn. 10). Etwaige
kleinere Mängel des Gutachtens führen
nicht zur Unwirksamkeit des
Mieterhöhungsverlangens aus formellen
Gründen.
§ 558a Begründung einer 26. April 2016 MietPrax-AK § Börstinghaus,
BGB Mieterhöhung für VIII ZR 54/15 558a BGB Nr. NZM 2016, 581;
37 = NZM 2016, Beyer, jurisPR-
Reihenendhaus mit Mietspiegel 580 = WuM MietR 18/2016
für Geschoßwohnungen 2016, 502 = Anm. 2

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a) Es ist formell nicht zu beanstanden, NJW 2016, 2565
wenn der Vermieter eine Mieterhöhung = GE 2016, 1022
für ein Reihenendhaus mit einem
Mietspiegel begründet, der ausdrücklich
für solche Gebäude nicht gilt.
b) Die in einem derartigen Mietspiegeln
genannten Entgelte können für den Mieter
eine Orientierungshilfe für die
Beurteilung der Berechtigung des
Erhöhungsverlangens darstellen, weil für
derartige Wohnungen gezahlte Mieten
erfahrungsgemäß über den Mieten liegen,
die für Wohnungen in
Mehrfamilienhäuser mit vergleichbaren
Wohnwertmerkmalen gezahlt werden.
c) Mehr als dem Mieter diese ansatzweise
Überprüfung zu ermöglichen, muss das
im Rahmen des Mieterhöhungsverlangens
anzugebende Begründungsmittel nach §
558a Abs. 2 BGB nicht leisten.
(nicht amtlicher Leitsatz)
§ 558a Vorgerichtliches 11. Juli 2018 MietPrax-AK § Börstinghaus,
BGB Sachverständigutachten ohne VIII ZR 190/17 558a BGB Nr. jurisPR-
38 = WuM 2018, BGHZivilR
Wohnungsbesichtigung 509 = ZMR 14/2018 Anm. 2;
1. Fehlt es an einem ordnungsgemäßen 2019, 109 Beyer, jurisPR-
Mieterhöhungsverlangen ist die Klage als MietR 20/2018
unzulässig abzuweisen. Anm. 1
2. Die Wirksamkeit eines
Mieterhöhungsverlangens, das mit einem
Sachverständigengutachten begründet
wird, hängt in formeller Hinsicht nicht
von der Besichtigung der Mietsache
durch den Sachverständigen ab.(nicht
amtlicher Leitsatz)
§ 558a Vorgerichtliches 11. Juli 2018 MietPrax-AK § Börstinghaus,
BGB Sachverständigutachten ohne VIII ZR 136/17 558a BGB Nr. jurisPR-MietR
39 = GE 2018, 17/2018 Anm. 1;
Wohnungsbesichtigung 991 = NJW Beuermann, GE
1. Im Falle der Beifügung eines 2018, 2792 = 2018, 971; Fleindl,
Sachverständigengutachtens ist der NZM 2018, 742 NZM 2018, 744;
Pflicht des Vermieters zur Begründung = MDR 2018, Börstinghaus,
seines Mieterhöhungsverlangens 1178 = ZMR LMK 2018,
grundsätzlich Genüge getan, wenn das 2018, 919 410810;
Gutachten Angaben über Tatsachen Börstinghaus, DS
enthält, aus denen die geforderte 2018, 261; Kunze,
Mieterhöhung hergeleitet wird, und zwar MietRB 2018, 291;
in einem Umfang, der es dem Mieter Drasdo, NJW-
gestattet, der Berechtigung des Spezial 2018, 641
Erhöhungsverlangens nachzugehen und
diese zumindest ansatzweise selbst
überprüfen zu können. Der
Sachverständige muss somit eine Aussage
über die tatsächliche ortsübliche
Vergleichsmiete treffen und die zu
beurteilende Wohnung in das örtliche
Preisgefüge einordnen (Fortführung von
BGH, Urteil vom 3. Februar 2016, VIII
ZR 69/15, NJW 2016, 1385 Rn. 10).
2. Nach dieser Maßgabe ist das
Mieterhöhungsverlangen des Vermieters
nicht schon deshalb aus formellen

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Gründen unwirksam mit der Folge, dass
die Klage auf Zustimmung zur
Mieterhöhung als unzulässig abzuweisen
wäre, weil der Sachverständige die
betreffende Wohnung zur Ermittlung der
ortsüblichen Vergleichsmiete nicht
besichtigt hat.
§ 558a Zulässigkeit der Verwendung 21. August 2019 MietPrax-AK § Börstinghaus,
BGB des Mietspiegels einer VIII ZR 255/18 558a BGB Nr. jurisPR-
40 = NJW 2019, BGHZivilR
Nachbargemeinde 3515 = WuM 22/2019 Anm 3;
Zu den Anforderungen an die 2019, 650 = Börstinghaus,
Vergleichbarkeit zweier Gemeinden, MDR 2019, NZM 2019, 815;
wenn der Vermieter zur Begründung 1500 = ZMR Börstinghaus;
eines Mieterhöhungsverlangens auf den 2020, 20 = GE MietRB 2019, 354;
Mietspiegel der Nachbargemeinde Bezug 2019, 1301 = Drasdo, NJW-
nimmt. NZM 2019, 813 Spezial 2019, 737;
= WuM 2019, Beyer, jurisPR-
650 = DS 2019, MietR 1/2020
325 = DWW Anm. 1
2020, 16
§ 558a Verwendung eines veralteten 16. Oktober 2019 MietPrax-AK § Börstinghaus,
BGB Mietspiegels VIII ZR 340/18 558a BGB Nr. MietRB 2019, 353;
Ein 20 Jahre alter Mietspiegel ist mangels 41 = NZM 2019, Börstinghaus,
eines Informationsgehaltes für den Mieter 852 = MDR jurisPR-
zur Begründung eines 2019, 1498 = BGHZivilR
Mieterhöhungsbegehrens ungeeignet. Ein NJW-RR 2019, 25/2019 Anm. 2
auf diese Weise begründetes = GE 2019, 1565
Mieterhöhungsverlangen ist deshalb aus = WuM 2019,
formellen Gründen unwirksam. 703 = MM 2020,
Nr 1/2, 37
§ 558a Vergleichswohnungen aus 18. Dezember MietPrax-AK § Börstinghaus,
BGB preisgebundenem 2019 558a BGB Nr. jurisPR-MietR
VIII ZR 236/18 42 = GE 2020, 4/2020 Anm. 1;
Wohnungsbestand 253 = WuM Mettler, MietRB
Ein Mieterhöhungsverlangen, das zur 2020, 86 = MDR 2020, 65; Drasdo,
Begründung auf entsprechende Entgelte 2020, 401 = NJW-Spezial 2020,
mindestens dreier vergleichbarer NJW-RR 2020, 193
Wohnungen Bezug nimmt (§ 558a Abs. 2 334 = ZMR
Nr. 4 BGB), ist nicht allein deshalb 2020, 298 =
formell unwirksam, weil es sich bei den NZM 2020, 459
Vergleichswohnungen um öffentlich = DWW 2020,
geförderten, preisgebundenen Wohnraum 171
handelt.
§ 558a Formell ordnungsgemäßes 29. April 2020 MietPrax-AK § Börstinghaus,
BGB Erhöhungsverlangen ist VIII ZR 355/18 558a BGB Nr. NZM 2020, 541;
43 = GE 2020, Börstinghaus,
materielle Voraussetzung 798 = NZM jurisPR-
1a. Die Einhaltung der Förmlichkeiten 2020, 534 = BGHZivilR
des Verfahrens auf Zustimmung zu einer NJW 2020, 1947 14/2020 Anm. 2;
Mieterhöhung durch den Vermieter nach = DWW 2020, Börstinghaus,
§ 558a BGB (Erklärung und Begründung 212= WuM LMK 2020,
des Erhöhungsverlangens in Textform) 2020, 439 = 430371; Happ,
und nach § 558b Abs. 2 BGB (Fristen zur ZMR 2020, 632 DWW 2020, 219;
Erhebung der Zustimmungsklage) ist = MDR 2020, Kunze, MietRB
insgesamt dem materiellen Recht 1112 2020, 226
zuzuordnen und betrifft deshalb die
Begründetheit und nicht die Zulässigkeit
der Klage (Aufgabe der bisherigen
Rechtsprechung; vgl. zuletzt Senatsurteile
vom 11. Juli 2018 - VIII ZR 136/17, NJW
2018, 2792 Rn. 12 und vom 13.

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November 2013 - VIII ZR 413/12, NJW
2014, 1173 Rn. 13; jeweils mwN).
1b. Der Berliner Mietspiegel (hier: 2015)
kann zur Begründung eines
Mieterhöhungsverlangens (§ 558a BGB)
auch für minderausgestattete Wohnungen
(hier: ohne Innen-WC) herangezogen
werden.
2. § 3 Abs. 1 Satz 1 des Gesetzes zur
Mietenbegrenzung im Wohnungswesen in
Berlin (MietenWoG Bln) vom 11.
Februar 2020 ist nach seinem Sinn und
Zweck dahin auszulegen, dass von dem
darin geregelten Verbot (jedenfalls)
gerichtliche Mieterhöhungsverfahren
nicht erfasst sind, in denen der Vermieter
einen Anspruch auf Erhöhung der Miete
zu einem vor dem in dieser Bestimmung
festgelegten Stichtag (18. Juni 2019)
liegenden Zeitpunkt verfolgt.
§ 558a Mieterhöhungsverlangen bei 16. Dezember MietPrax-AK § Beyer, jurisPR-
BGB Teilinklusivmiete 2020 558a BGB Nr. MietR 5/2021
1. Angaben im Mieterhöhungsverlangen VIII ZR 108/20 44 = WuM 2021, Anm. 1; Harsch,
dazu, ob in der Grundmiete einzelne nicht 108 = GE 2021, MietRB 2021, 65
gesondert umlegbare Betriebskosten 240 = NZM
enthalten sind oder einer Herausrechnung 2021, 299 =
solcher Kosten bedarf es dann nicht, ZMR 2021, 374
wenn auch die begehrte erhöhte
(Teilinklusiv-)Miete die (anhand reiner
Nettomieten) ermittelte ortsübliche
Vergleichsmiete nicht übersteigt.
2. Einer Herausrechnung des in der
Grundmiete enthaltenen
Betriebskostenanteils bedarf es vielmehr
nur dann, wenn eine begehrte erhöhte
Teilinklusivmiete höher liegt als die in
dem Mieterhöhungsschreiben
genannte,auf reinen Nettomieten
basierende ortsübliche
Vergleichsmiete.(nicht amtlicher
Leitsatz)
§ 558a Notwendige Angaben bei 7. Juli 2021 MietPrax-AK § Börstinghaus,
BGB Begründung mit Mietspiegel VIII ZR 167/20 558a BGB Nr. jurisPR-
Zu den formellen Anforderungen an ein 45 = WuM 2021, BGHZivilR
Mieterhöhungsverlangen nach § 558a 621 = GE 2021, 21/2021 Anm. 2;
BGB, das zur Begründung auf einen 1253 = DWW Drasdo, NJW-
Mietspiegel (hier: Nürnberger 2021, 333 = Spezial 2021, 674;
Mietspiegel 2018) Bezug nimmt (im MDR 2021, Mettler, MietRB
Anschluss an Senatsurteil vom 12. 1325 = NZM 2021, 321
Dezember 2007 - VIII ZR 11/07, NJW 2021, 926 =
2008, 573 Rn. 13 ff.). NJW-RR 2021,
1379 = ZMR
2022, 21
§ 558a Zulässigkeit der Ermäßigung 6. April 2022 MietPrax-AK § Lehmann-Richter,
BGB eines Erhöhungsverlangens VIII ZR 219/20 558a BGB Nr. MietRB 2022, 195;
Der Vermieter ist berechtigt, innerhalb 46 = WuM 2022, Börstinghaus,
eines Mieterhöhungsverfahrens nach §§ 331 = GE 2022, jurisPR-
558 ff. BGB sein formell 631 = MDR BGHZivilR
ordnungsgemäßes vorprozessuales 2022, 1011 14/2022 Anm. 1;
Erhöhungsverlangen (§ 558a BGB) Drasdo, NJW-
Spezial 2022, 450

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nachträglich - etwa mit Erhebung der
Zustimmungsklage - zu ermäßigen. Einer
nochmaligen - den Lauf der in § 558b
Abs. 1, 2 BGB geregelten Fristen von
Neuem auslösenden - Erklärung und
Begründung nach § 558a BGB bedarf es
hierfür nicht.
§ 558a Erforderliche Angaben zur 14. Juni 2022 MietPrax-AK §
BGB Spanneneinordnung VIII ZR 361/20 558a BGB Nr.
Es ist erforderlich, aber auch ausreichend, 47
dass der Vermieter dem Mieter im
Zustimmungsverlangen Tatsachen
mitteilt, die es diesem ermöglichen, der
Berechtigung des Erhöhungsverlangens
nachzugehen und dieses wenigstens
ansatzweise überprüfen zu können.(nicht
amtlicher Leitsatz)
§ 558b Anwendung der 14. Juni 2022 MietPrax-AK §
Orientierungshilfe als VIII ZR 24/21 558b Nr. 7
Schätzungsgrundlage
Enthält der Mietspiegel eine
"Orientierungshilfe für die
Spanneneinordnung", in der bestimmte
werterhöhende oder wertmindernde
Faktoren für die Einordnung der
Wohnung vorgesehen sind, darf der
Tatrichter diese und die von ihr
vorgesehenen Bewertungskriterien als
Schätzungsgrundlage nach § 287 Abs. 2
ZPO zugrunde legen.(nicht amtlicher
Leitsatz)
§ 558b Verbindung der 4. Mai 2005 MietPrax-AK § Kunze, MietRB
BGB Zustimmungsklage mit VIII ZR 5/04 558b BGB Nr. 1 2005, 311
= WuM 2005,
Zahlungsklage 458 = GE 2005,
[Link] der Vermieter von 854 = NZM
Wohnraum die Klage auf Zustimmung zu 2005, 582 =
einer Mieterhöhung mit einer Klage auf ZMR 2005, 697
Zahlung der erhöhten Miete, so bestehen = MDR 2005,
im Berufungsverfahren gegen die 1098
Zulässigkeit der Zahlungsklage jedenfalls
dann keine Bedenken (mehr), wenn der
Mieter in erster Instanz verurteilt worden
ist, der Mieterhöhung zuzustimmen, und
diese Verurteilung vor der
Berufungsverhandlung über die
Zahlungsklage in Teilrechtskraft
erwachsen ist.
2. Die zweimonatige Kündigungssperre
für den Wohnraumvermieter nach § 569
Abs. 3 Nr. 3 BGB gilt auch dann, wenn
der Mieter rechtskräftig verurteilt worden
ist, einer rückwirkenden Mieterhöhung
zuzustimmen.
§ 558b Auslegung eines 8. Juni 2011 MietPrax-AK § Dötsch, MietRB
BGB Zustimmungsurteils VIII ZR 204/10 558b BGB Nr. 2 2011, 237;
Zur Auslegung des Tenors eines Urteils = WuM 2011, Börstinghaus,
auf Zustimmung zur Erhöhung der 423 = GE 2011, jurisPR-
Wohnraummiete, in dem der Monat, ab 1016 = ZMR BGHZivilR
2011, 790 = 17/2011 Anm. 2;

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dem die erhöhte Miete geschuldet ist, NZM 2012, 112 Krapf, jurisPR-
nicht genannt ist. = NJW-RR 11, MietR 19/2011
1382 Anm. 4
§ 558b Mieterhöhungsverlangen zu 25. September MietPrax-AK § Börstinghaus,
BGB einem späteren als gesetzlichem 2013 558b BGB Nr. 3 jurisPR-
VIII ZR 280/12 = NJW 2013, BGHZivilR
Wirkungszeitpunkt 3641 = GE 2013, 21/2013 Anm. 2;
a) Der Vermieter ist nicht gehindert, eine 1581 = WuM Beuermann, GE
Mieterhöhung erst mit Wirkung zu einem 280/12 = NZM 2013, 1555; Blank,
späteren als dem in § 558b Abs. 1 BGB 2013, 853 = jurisPR-MietR
bestimmten Zeitraum geltend zu machen GuT-W 2013, 99 25/2013 Anm. 1 =
(Bestätigung von BGH, Urteil vom 8. = ZMR 2014, WuM 2014, 17;
Juni 2011 - VIII ZR 204/10, NJW-RR 197 Drasdo, NJW-
2011, 1382 Rn. 11). Spezial 2013, 738;
b) Geht dem Mieter ein Börstinghaus,
Mieterhöhungsverlangen zu, in dem der LMK 2014,
Vermieter einen späteren als den sich aus 354192
§ 558b Abs. 1 BGB ergebenden
Wirksamkeitszeitpunkt benennt, kann
sich der Mieter bis unmittelbar vor dem
Zeitpunkt des Eintritts der Mieterhöhung
vom Mietverhältnis durch
außerordentliche Kündigung nach § 561
Abs. 1 Satz 1 BGB zum Ende des
übernächsten Monats lösen mit der sich
anschließenden Rechtsfolge, dass dem
Mieter bis zum Ende des
Mietverhältnisses die
Nutzungsmöglichkeit der Wohnung
gegen Zahlung der nicht erhöhten Miete
verbleibt (§ 561 Abs. 1 Satz 2 BGB).
§ 558b Zulässigkeit einer 15. März 2017 MietPrax-AK § Börstinghaus,
BGB Stichtagsdifferenz auf VIII ZR 295/15 558b BGB Nr. 4 jurisPR-
= WuM 2017, BGHZivilR 8/2017
Mietspiegelwerte 208 = GE 2017, Anm. 2; Fleindl,
Bei Beurteilung eines 472 = MDR NZM 2017, 325;
Mieterhöhungsverlangens ist der 2017, 566 = Schach, MietRB
Tatrichter in Fällen, in denen zwischen NZM 2017, 321 2017, 155; Drasdo,
dem Erhebungsstichtag eines = ZMR 2017, NJW-Spezial 2017,
Mietspiegels und dem Zugang des 384 = ZMR 385; Beyer,
Zustimmungsverlangens nachträglich 2017, 552 = jurisPR-MietR
ungewöhnliche Steigerungen der NJW 2017, 2679 14/2017 Anm. 5
ortsüblichen Vergleichsmiete
festzustellen sind, im Rahmen des ihm
dabei zukommenden weiten
Beurteilungsspielraums befugt, einen
Stichtagszuschlag vorzunehmen, wenn
ihm dies zur Bildung einer sachgerechten
Einzelvergleichsmiete angemessen
erscheint.
§ 558b Kein einfaches Bestreiten der 31. Mai 2017 MietPrax-AK § Börstinghaus,
BGB Wohnfläche durch Mieter VIII ZR 181/16 558b BGB Nr. 5 jurisPR-
Ein einfaches Bestreiten der vom = GE 2017, 774 BGHZivilR
Vermieter vorgetragenen Wohnfläche der = NZM 2017, 14/2017 Anm.1;
gemieteten Wohnung ohne eigene 435 = MDR Schach, GE 2017,
positive Angaben genügt im 2017, 936 = 744; Flatow,
Mieterhöhungsverfahren nicht den WuM 2017, 404 jurisPR-MietR
Anforderungen an ein substantiiertes = NJW-RR 14/2017 Anm. 3;
Bestreiten des Mieters. 2017, 842 = Selk, WuM 2017,
ZMR 2017, 721 472; Drasdo, NJW-
Spezial 2017, 514;
Börstinghaus,

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LMK 2017,
393841; Sommer,
MietRB 2017, 245
§ 558b Feststellung der ortsüblichen 18. November MietPrax-AK § Börstinghaus,
BGB Vergleichsmiete mittels 2020 558b BGB Nr. 7 jurisPR-
VIII ZR 123/20 = GE 2020, 49 = BGHZivilR 2/2021
Gutachten bei einfachem WuM 2021, 38 = Anm. 2; Kunze,
Mietspiegel NJW-RR 2021, MietRB 2021, 33;
1a. Bringt eine Partei gegen einen 76 = NZM 2021, Beyer, jurisPR-
Mietspiegel (hier: Berliner Mietspiegel 88 = MDR 2021, MietR 4/2021
2017) lediglich Einwendungen vor, die 551 = DWW Anm. 1;
dessen Qualifizierung nach § 558d BGB 2021, 289 Börstinghaus,
in Frage stellen können, kann er als LMK 2021,
einfacher Mietspiegel (§ 558c BGB) 437146
herangezogen werden (im Anschluss an
Senatsurteil vom 27. Mai 2020 - VIII ZR
45/19, NZM 2020, 551 Rn. 103 ff.).
1b. Die dem Berliner Mietspiegel 2017
zumindest zukommende Indizwirkung als
einfacher Mietspiegel erstreckt sich
aufgrund seiner besonderen Gestaltung
als Tabellenspiegel mit einer - auf eine
bloße Schätzung nach § 287 Abs. 2 ZPO
ausgerichteten - Orientierungshilfe für die
Spanneneinordnung nur auf die Daten,
die in die Erstellung der Mietspiegelfelder
eingeflossen sind.
1c. Die Orientierungshilfe für die
Spanneneinordnung bildet jedoch bei
Heranziehung des Mietspiegels eine
geeignete Schätzungsgrundlage im Sinne
des § 287 Abs. 2 ZPO zur Bestimmung
der ortsüblichen Einzelvergleichsmiete
(im Anschluss an Senatsurteile vom 20.
April 2005 - VIII ZR 110/04, NJW 2005,
2074 unter II 2 c aa und vom 13. Februar
2019 - VIII ZR 245/17, NJW-RR 2019,
458 Rn. 25).
2a. Das Gericht ist zwar berechtigt, zur
Vermeidung des damit verbundenen
Kosten- und Zeitaufwands dann von der
Einholung eines von der beweisbelasteten
Partei beantragten
Sachverständigengutachtens zur Höhe der
ortsüblichen Vergleichsmiete abzusehen,
wenn sich die verlangte Miete innerhalb
einer unstreitigen oder in dem
einschlägigen Mietspiegelfeld eines
(einfachen) Mietspiegels ausgewiesenen
Spanne bewegt und für die Bestimmung
der Einzelvergleichsmiete im Wege der
Schätzung gemäß § 287 Abs. 2 ZPO eine
geeignete Schätzungsgrundlage
vorhanden ist.
2b. Es ist hierzu jedoch nicht verpflichtet.
Insbesondere verstößt es nicht gegen das
Gebot des fairen Verfahrens (Art. 2 Abs.
1 GG iVm dem Rechtsstaatsprinzip nach
Art. 20 Abs. 3 GG), wenn das Gericht
zum Zweck einer am Beweismaß des §
286 ZPO ausgerichteten
Überzeugungsbildung ein

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(kostenträchtiges)
Sachverständigengutachten zur Höhe der
ortsüblichen Vergleichsmiete einholt und
damit den Mieter dem Risiko aussetzt, im
Falle eines Prozessverlusts diese Kosten
tragen zu müssen.
3a. Konkrete Anhaltspunkte für Zweifel
an der Richtigkeit und Vollständigkeit der
erstinstanzlichen Feststellungen können
sich selbst bei verfahrensfehlerfrei von
der Vorinstanz getroffenen Feststellungen
aus der Möglichkeit unterschiedlicher
Wertungen ergeben (im Anschluss an
Senatsurteile vom 29. Juni 2016 - VIII
ZR 191/15, NJW 2016, 3015 Rn. 26; vom
9. März 2005 - VIII ZR 266/03, BGHZ
162, 313, 317; BVerfG vom 12. Juni
2003, 1 BvR 2285/02, NJW 2003, 2524
und BVerfG, Beschluss vom 22.
November 2004 - 1 BvR 1935/03, NJW
2005, 1487).
3b. Das Berufungsgericht ist daher an
eine verfahrensfehlerfrei vorgenommene
Schätzung der Vorinstanz nach § 287
Abs. 2 ZPO dann nicht gebunden, wenn
es das Schätzungsergebnis nicht für
überzeugend hält.
3c. Die Frage, ob das Berufungsgericht
im Falle einer erneuten
Tatsachenfeststellung die
Voraussetzungen des § 529 Abs. 1 Nr. 1
ZPO beachtet hat, ist revisionsrechtlicher
Nachprüfung entzogen (im Anschluss an
BGH, Urteile vom 9. März 2005 - VIII
ZR 266/03, BGHZ 162, 313, 318 f. und
vom 7. Februar 2019 - VII ZR 274/17,
NJW 2019, 2169 Rn. 17).
§ 558b Sachverständigengutachten statt 3. August 2021 MietPrax-AK §
BGB Mietspiegel VIII ZR 88/20 558b BGB Nr. 7
a) Die Gerichte sind grundsätzlich auch = GE 2021, 1363
dann berechtigt, zur Bestimmung der = NZM 2021,
ortsüblichen Vergleichsmiete ein von der 882
beweisbelasteten Partei angebotenes
Sachverständigengutachten einzuholen,
wenn ein Mietspiegel vorliegt, der
tabellarisch Mietspannen ausweist und
zusätzlich eine Orientierungshilfe für die
Spanneneinordnung enthält.
b) Das gilt bei solchen Mietspiegeln in
der Regel auch dann, wenn - wie hier -
die ortsübliche Vergleichsmiete unstreitig
innerhalb der für das einschlägige
Mietspiegelfeld ausgewiesenen Spanne
liegt und deshalb lediglich die
Einordnung der konkreten
Einzelvergleichsmiete in diese Spanne
einer Klärung bedarf.
c) Beruht das Sachverständigengutachten
auf 13 Vergleichswohnungen genügt dies
regelmäßig.(nicht amtlicher Leitsatz)

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§ 558b Konkludente Zustimmung 30. Januar 2018 MietPrax-AK § Beyer, jurisPR-
BGB durch Zahlung VIII ZB 74/16 558b BGB Nr. 6 MietR 7/2018
1. Jedenfalls eine mehrmalige = WuM 2018, Anm. 2;
vorbehaltlose Zahlung der erhöhten Miete 151 = GE 2018, Börstinghaus,
kann als schlüssig erklärte Zustimmung 325 = NZM jurisPR-
des Mieters zum Mieterhöhungsverlangen 2018, 279 = BGHZivilR 8/2018
gewertet werden. ZMR 2018, 564 Anm. 1;
2. Offen bleibt, ob schon in der = NJW-RR Börstinghaus,
erstmaligen Zahlung der erhöhten Miete 2018, 524 MietRB 2018, 195
die konkludente Zustimmung des Mieters
zu der geforderten Mieterhöhung gesehen
werden kann.
3. Auch eine Schriftformklausel ändert
daran nichts.(nicht amtlicher
Leitsatz)
§ 558c Indizwirkung einfacher 13. Februar 2019 MietPrax-AK § Börstinghaus,
BGB Mietspiegel VIII ZR 245/17 558c BGB Nr. 1 LMK 2019,
Zur Indizwirkung eines einfachen = GE 2019, 377 415378;
Mietspiegels - hier Dresdner Mietspiegel = DWW 2019, Börstinghaus,
2015 94 = WuM 2019, jurisPR-
202 = NZM BGHZivilR 8/2019
2019, 250 = Anm. 1; Schach,
MDR 2019, 475 jurisPR-MietR
8/2019 Anm. 3;
Monschau, MietRB
2019, 161
§ 558d Anforderung an qualifizierten 21. November MietPrax-AK § Beuermann, GE
BGB Mietspiegel 2012 558d BGB Nr. 1 2013, 150;
a) Auf die Prüfung, ob ein Mietspiegel VIII ZR 46/12 = GE 2013, 197 Blümmel, GE
die Anforderungen des § 558d Abs. 1 = WuM 2013, 2013, 151;
BGB erfüllt, kann im Bestreitensfall nicht 110 = DWW Börstinghaus,
schon deswegen verzichtet werden, weil 2013, 7 = GuT- LMK 2/2013 Anm.
der Mietspiegel von seinem Ersteller als W 2012, 18 = 3; Börstinghaus,
qualifizierter Mietspiegel bezeichnet oder NZM 2013, 138 jurisPR-
von der Gemeinde und/oder von den = NJW 2013, BGHZivilR 4/2013
Interessenvertretern der Vermieter und 775 = ZMR Anm. 4; Kunze;
der Mieter als solcher anerkannt und 2013, 262 MietRB 2013, 68;
veröffentlicht worden ist. Drasdo, NJW-
b) Die Darlegungs- und Beweislast für Spezial 2013, 163;
das Vorliegen eines qualifizierten Clar, WuM 2013,
Mietspiegels trägt diejenige Partei, die 233 = GE 2013,
sich die Vermutung des § 558d Abs. 3 457
BGB zu Nutze machen will.
§ 558d Anforderung an qualifizierten 6. November MietPrax-AK § Schach, GE 2013,
BGB Mietspiegel 2013 558d BGB Nr. 2 1620;
Zu den Anforderungen an das Vorliegen VIII ZR 346/12 = GE 2013, 1645 Börstinghaus,
eines qualifizierten Mietspiegels = GuT-W 2013, jurisPR-
(Bestätigung des Senatsurteils vom 101 = WuM BGHZivilR
[Link] 2012 - VIII ZR 46/12, NJW 2014, 34 = NZM 2/2014, Anm 2;
2013, 775). 2014, 24 = NJW Theesfeld, jurisPR-
2014, 292 MietR 2/2014
Anm. 2
§ 559 BGB Mieterhöhung nach nicht 19. September MietPrax-AK § Kunze, MietRB
fristgerechter 2007 559 BGB Nr. 1 = 2007, 309; Drasdo,
VIII ZR 6/07 WuM 2007, 630 NJW-Spezial 2007,
Modernisierungsankündigung = GE 2007, 1479 562; Beuermann,
Einer Mieterhöhung wegen = DWW 2007, GE 2007, 1598
Modernisierung steht nicht entgegen, dass 412 = NJW
der Vermieter den Beginn der 2007, 3565 =
Modernisierungsarbeiten weniger als drei MM 2007, 369 =

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Monate vorher angekündigt und der NZM 2007, 882
Mieter der Maßnahme widersprochen hat. = MDR 2007,
1413 = ZMR
2008, 186
§ 559 BGB Kick-Back Zahlungen keine 2. April 2008 MietPrax-AK §
Modernisierungskosten 5 StR 129/07 559 BGB Nr. 2 =
Sind in den Modernisierungskosten WuM 2008, 343
"Kick-back-Beträge" enthalten, die an = NZM 2009,
den Vermieter zurückfliessen sollen sind 152 = GE 2009,
dies keine 581 = ZMR
2009, 747
Modernisisierungskosten.(nicht
amtlicher Leitsatz)
§ 559 BGB Umfang der ansatzfähigen 17. Dezember MietPrax-AK § Beuermann, GE
Modernisierungskosten 2008 559 BGB Nr. 3 = 2009, 227;
Der Vermieter kann die Miete bei einer VIII ZR 41/08 WuM 2009, 124 Börstinghaus,
Modernisierung der Wohnung gemäß § = GE 2009, 253 jurisPR-MietR
559 Abs. 1 BGB nur insoweit erhöhen, = DWW 2009, 5/2009 Anm. 2;
als die von ihm aufgewendeten Kosten 64 = NJW 2009, Lehmann-Richter,
hierfür notwendig waren. Unnötige, 839 = NZM MietRB 2009, 95;
unzweckmäßige oder ansonsten 2009, 150 = Drasdo, NJW-
überhöhte Modernisierungsaufwendungen ZMR 2009, 351 Spezial 2009, 226;
hat der Mieter nicht zu tragen. Schläger ZMR
2009, 353
§ 559 BGB Modernisierungsmieterhöhung 2. März 2011 MietPrax-AK § Schach, GE 2011,
im Außenbereich ohne VIII ZR 164/10 559 BGB Nr. 4 = 525; Börstinghaus,
WuM 2011, 225 jurisPR-BGHZiviR
Ankündigung = NJW 2011, 9/2011 Anm. 2;
Die Mieterhöhung wegen einer 1220 = GE 2011, Dötsch, MietRB
tatsächlich durchgeführten 541 = NZM 2011, 137;
Modernisierung ist nicht deshalb 2011, 359 = Theesfeld, jurisPR-
ausgeschlossen, weil der Vermieter die ZMR 2011, 542 MietR 10/2011
Modernisierungsmaßnahme nicht gemäß = DWW 2011, Anm. 2; Drasdo,
§ 554 Abs. 3 BGB angekündigt hat. 213 NJW-Spezial 2011,
321
§ 559 BGB Aufwendungsersatz als 30. März 2011 MietPrax-AK § Schach, jurisPR-
anrechenbare VIII ZR 173/10 559 BGB Nr. 5 = MietR 10/2011
GE 2011, 516 = Anm. 3;
Modernisierungskosten WuM 2011, 293 Börstinghaus,
Zu den Kosten baulicher = NJW 2011, jurisPR-
Modernisierungsarbeiten zählen auch 1499 = GE 2011, BGHZivilR
Aufwendungen zur Wiederherstellung 681 = NZM 11/2011 Anm. 2;
einer durch die Bauarbeiten beschädigten 2011, 358 = Zich, MietRB
Dekoration. Diese Kosten können auch DWW 2011, 184 2011, 170; Drasdo,
dann gemäß § 559 Abs. 1 BGB umgelegt = ZMR 2011, NJW-Spezial 2011,
werden, wenn der Mieter die Arbeiten 622 385; Blank, NZM
selbst durchgeführt und der Vermieter 2011, 508;
ihm die Aufwendungen gemäß § 554 Schläger, ZMR
Abs. 4 BGB erstattet hat. 2011, 623
§ 559 BGB Indstandsetzungskosten bei 17. Dezember MietPrax-AK § Börstinghaus,
Modernisierungsmaßnahmen 2014 559 BGB Nr. 6 = jurisPR-
1. Werden mit einer VIII ZR 88/13 GE 2015, 245 = BGHZivilR 5/2015
Modernisierungsmaßnahme fällige WuM 2015, 165 Anm. 2;
Instandsetzungsmaßnahmen erspart, kann = NZM 2015, Eisenschmid,
der auf die Instandsetzung entfallende 198 = NJW jurisPR-MietR
Kostenanteil nicht auf den 2015, 934 = 7/2015 Anm. 1 =
Wohnraummieter umgelegt werden DWW 2015, 91 WuM 2015, 283;
(Fortführung von BGH, Urteil vom 3. = ZMR 2015, Kunze, MietRB
März 2004, VIII ZR 149/03, NJW 2004, 216 2015, 100
1738 unter II 2 d).

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2. Aus der
Modernisierungsmieterhöhungserklärung
muss deshalb hervorgehen, in welchem
Umfang durch die durchgeführten
Maßnahmen fällige
Instandsetzungskosten erspart wurden.
Einer umfassenden Vergleichsrechnung
zu den hypothetischen Kosten einer
bloßen Instandsetzung bedarf es hierzu
nicht; erforderlich, aber auch ausreichend
ist es, den ersparten
Instandsetzungsaufwand zumindest durch
Angabe einer Quote von den
aufgewendeten Gesamtkosten
nachvollziehbar darzulegen.
3. Ein Mieterhöhungsverlangen kann
grundsätzlich erst nach Abschluss der
Modernisierungsarbeiten gestellt werden;
werden jedoch tatsächlich trennbare
Modernisierungsmaßnahmen
durchgeführt, können mehrere
Mieterhöhungserklärungen für die jeweils
abgeschlossenen Maßnahmen erfolgen.
4. Zur Darlegungs- und Beweislast
hinsichtlich des umlagefähigen
Modernisierungsaufwands.
§ 559 BGB Härtefallabwägung und 9. Oktober 2019 MietPrax-AK § Börstinghaus,
Ausschlusstatbestände VIII ZR 21/19 559 BGB Nr. 7 = LMK 2019,
1a. Der Umstand, dass der Mieter GE 2019, 1497 = 422549;
gemessen an seinen wirtschaftlichen MDR 2019, Börstinghaus,
Verhältnissen und seinen Bedürfnissen 1499 = DWW jurisPR-
eine deutlich zu große Wohnung nutzt, ist 2019, 380 = BGHZivilR 1/2020
zwar in die nach § 559 Abs. 4 Satz 1 WuM 2019, 706 Anm. 1; Drasdo,
BGB vorzunehmende Abwägung der = NZM 2019, NJW-Spezial 2020,
beiderseitigen Interessen zu Lasten des 928 = NJW 1; Abramenko,
Mieters einzubeziehen. Hierfür darf als 2020, 835 MietRB 2020, 2;
Maßstab jedoch nicht die nach den Beyer, jurisPR-
Ausführungsvorschriften zur Gewährung MietR 2/2020
von staatlichen Transferleistungen oder Anm. 4
den Vorschriften für die Bemessung von
Zuschüssen für den öffentlich geförderten
Wohnungsbau vorgesehene Wohnfläche
zugrunde gelegt werden.
1b. Zudem ist die einer Berufung auf
einen Härtefall nach § 559 Abs. 4 Satz 1
BGB im Einzelfall entgegenstehende
Unangemessenheit ohnehin nicht isoliert
nach einer bestimmten Größe für die
jeweilige Anzahl der Bewohner zu
beurteilen. Vielmehr kommt es darauf an,
ob die vom Mieter genutzte Wohnung
unter Berücksichtigung aller Umstände
des Einzelfalls für seine Bedürfnisse
deutlich zu groß ist.
2a. Wenn ein Vermieter die in § 9 Abs. 1
EnEV in Verbindung mit Anlage 3 Nr. 1
bis 6 aufgeführten Arbeiten an Gebäuden
aus freiem Entschluss durchführt und
damit die in § 9 Abs. 1 EnEV normierte
Verpflichtung auslöst, eine
Wärmedämmung anzubringen, die die

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Einhaltung eines bestimmten
Wärmedurchgangskoeffizienten
gewährleistet (sogenannte bedingte
Anforderungen), sind damit die
Voraussetzungen des § 559 Abs. 4 Satz 2
Nr. 2 BGB regelmäßig noch nicht erfüllt.
2b. Etwas anderes hat allerdings dann zu
gelten, wenn die Durchführung der
Arbeiten an dem Gebäude für den
Vermieter unausweichlich geworden ist
(Anschluss an und Fortführung von
BVerwG, Beschluss vom 18. Juni 2013 -
5 B 28/13, Grundeigentum 2013, 1468).
§ 559 BGB Abzug fiktiver Erhaltungskosten 17. Juni 2020 MietPrax-AK § Beuermann, GE
notwendig VIII ZR 81/19 559 BGB Nr. 8 = 2020, 1018;
1. Eine Mieterhöhungserklärung nach § WuM 2020, 493 Börstinghaus,
559b Abs. 1 BGB, die auf mehrere = GE 2020, 1046 jurisPR-
tatsächlich trennbare Baumaßnahmen = MDR 2020, BGHZivilR
gestützt wird, ist gemäß § 139 BGB nicht 1173 = NZM 19/2020 Anm. 2;
insgesamt nichtig, wenn sie im Hinblick 2020, 795 = Pfeifer, MietRB
auf einzelne Baumaßnahmen ZMR 2020, 925 2020, 289; Beyer,
unzureichend begründet oder erläutert = DWW 2021, jurisPR-MietR
und deshalb gemäß § 559b Abs. 1 Satz 2 54 21/2020 Anm. 2;
BGB insoweit unwirksam ist. Vielmehr Schindler, NZM
hat eine solche Mieterhöhungserklärung 2021, 258;
hinsichtlich des wirksam erklärten Teils Bentrop, WuM
nach Maßgabe des § 139 BGB Bestand, 2021, 79; David,
wenn sie sich - wie regelmäßig - in Bezug WuM 2021, 465;
auf die einzelnen baulichen Maßnahmen Hinz, MDR 2021,
in selbständige Rechtsgeschäfte trennen 1436
lässt und - wie ebenfalls regelmäßig -
davon auszugehen ist, dass die Gültigkeit
wenigstens des wirksam erklärten Teils
der Mieterhöhung dem - infolge der
Einseitigkeit des Rechtsgeschäfts allein
maßgeblichen - hypothetischen Willen
des Vermieters bei Abgabe der Erklärung
entspricht.
2. Der Sinn und Zweck der Vorschriften
über die Modernisierung und
anschließende Mieterhöhung gebietet es,
nicht nur in der Fallgestaltung, dass der
Vermieter sich durch die Modernisierung
bereits "fällige"
Instandsetzungsmaßnahmen erspart oder
solche anlässlich der Modernisierung
miterledigt werden, nach § 559 Abs. 2
BGB einen Abzug des
Instandhaltungsanteils von den
aufgewendeten Kosten vorzunehmen,
sondern auch bei der modernisierenden
Erneuerung von Bauteilen und
Einrichtungen, die zwar noch
(ausreichend) funktionsfähig sind und
(bislang) einen zu beseitigenden Mangel
nicht aufweisen, aber bereits über einen
nicht unerheblichen Zeitraum ihrer zu
erwartenden Gesamtlebensdauer (ab-
)genutzt worden sind (hier: Austausch
von etwa 60 Jahre alten Türen und

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Fenstern sowie einer ebenso alten
Briefkastenanlage).
§ 559 BGB Verhältnis der 16. Dezember MietPrax-AK § Beuermann, GE
Modernisierungsmieterhöhung 2020 559 BGB Nr. 9 = 2021, 156;
VIII ZR 367/18 DWW 2021, 15 Börstinghaus,
zur Mieterhöhung auf die = GE 2021, 177 jurisPR-
ortsübliche Vergleichsmiete = WuM 2021, BGHZivilR 5/2021
1. Die Möglichkeit einer (weiteren) 109 = ZMR Anm. 2; Kunze,
Erhöhung der Miete auf Grundlage der 2021, 303 = MietRB 2021, 66;
umlegbaren Modernisierungskosten nach NZM 2021, 297 Beyer, jurisPR-
§ 559 BGB a.F. ist einem Vermieter, der MietR 7/2021
im Anschluss an die Durchführung einer Anm. 1;
Modernisierungsmaßnahme die Miete Börstinghaus,
zunächst auf Grundlage der ortsüblichen LMK 2021,
Vergleichsmiete für den modernisierten 803765; Horst,
Wohnraum nach §§ 558 ff. BGB erhöht DWW 2021, 284
hat, nicht verwehrt.
b) Allerdings ist in diesem Fall der -
nachfolgend geltend gemachte -
Modernisierungszuschlag der Höhe nach
begrenzt auf die Differenz zwischen dem
allein nach § 559 Abs. 1 BGB a.F.
möglichen Erhöhungsbetrag und dem
Betrag, um den die Miete bereits zuvor
nach §§ 558 ff. BGB heraufgesetzt
wurde, so dass die beiden
Mieterhöhungen in der Summe den
Betrag, den der Vermieter bei einer allein
auf § 559 BGB a.F. gestützten
Mieterhöhung verlangen könnte, nicht
übersteigen.
§ 559 BGB Mieterhöhung bei trennbaren 28. April 2021 MietPrax-AK § Schach, jurisPR-
Maßnahmen VIII ZR 5/20 559 BGB Nr. 10 MietR 13/2021
Werden tatsächlich trennbare = WuM 2021, Anm. 1;
Modernisierungsmaßnahmen (§ 555b 371 = GE 2021, Börstinghaus,
BGB) durchgeführt, kann der Vermieter 754 = MDR jurisPR-
mehrere Mieterhöhungen (§ 559b Abs. 1 2021, 862 = BGHZivilR
BGB) bezüglich jeweils abgeschlossener ZMR 2021, 723 13/2021 Anm. 2;
Maßnahmen erklären (im Anschluss an Börstinghaus,
Senatsurteile vom 17. Dezember 2014 - MietRB 2021, 195;
VIII ZR 88/13, NJW 2015, 934 Rn. 39; Drasdo, NJW-
vom 17. Juni 2020 - VIII ZR 81/19, WuM Spezial 2021, 449
2020, 493 Rn. 32).
§ 559a Anrechnung von 10. September MietPrax-AK § Kunze, MietRB
BGB Kürzungsbeträgen durch den 2003 559a BGB Nr. 0 2004, 66
VIII ZR 58/03 = NJW 2003,
Grundstückserwerber 3767 = WuM
Zur Frage der Fortgeltung einer wegen 2003, 694 =
öffentlicher Förderung von NZM 2003, 973
Modernisierungsmaßnahmen vertraglich = ZMR 2004, 22
vereinbarten Beschränkung von = GE 2004, 292
Mieterhöhungen, wenn der neue
Vermieter das Wohnhaus in der
Zwangsversteigerung erworben hat, ohne
die Verpflichtungen aus dem öffentlich-
rechtlichen Fördervertrag von dem
Rechtsvorgänger zu übernehmen.
§ 559b Umfang der Erläuterungen bei 12. März 2003 MietPrax-AK § Kunze, MietRB
BGB Mieterhöhung wegen VIII ZR 175/02 559b BGB Nr. 1 2003, 4
= DWW 2003,
Energieeinsparmaßnahme 229 = WuM
2004, 154

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Zur Erläuterung einer
Mieterhöhungserklärung gem. § 559b
BGB nach einer Energiesparmaßnahme
bedarf es keiner Beifügung einer
Wärmebedarfsberechnung. Für solche
Maßnahmen genügt es, wenn der
Vermieter in der Erhöhungserklärung
neben einer schlagwortertigen
Bezeichnung der Maßnahme und einer
Zuordnung zu den Positionen der
Berechnung diejenigen Tatsachen darlegt,
anhand derer überschlägig beurteilt
werden kann, ob die bauliche Änderung
eine nachhaltige Einsparung von
Heizenergie bewirkt.(nicht amtlicher
Leitsatz)
§ 559b Umfang der Erläuterungen bei 7. Januar 2004 MietPrax-AK § Kunze, MietRB
BGB Mieterhöhung wegen VIII ZR 156/03 559b BGB Nr. 2 2004, 134
= GE 2004, 231
Energieeinsparmaßnahme = DWW 2004,
Zur Erläuterung einer 83 = NZM 2004,
Mieterhöhungserklärung wegen baulicher 252 = WuM
Maßnahmen zur Verbesserung der 2004, 155 =
allgemeinen Wohnverhältnisse NJW-RR 2004,
(Schallschutz) und der Einsparung von 658 = ZMR
Heizenergie (Einbau von 2004, 407
Isolierglasfenstern)..
§ 559b Inhalt der 25. Januar 2006 MietPrax-AK § Schach, GE 2006,
BGB Modernisierungserklärung bei VIII ZR 47/05 559b BGB Nr. 3 283; Drasdo, NJW-
= GE 2006, 318 Spezial 2006, 243
Fensteraustausch = WuM 2006,
Ersetzt der Vermieter vorhandene 157 = NZM
Isolierglasfenster durch neue Fenster, 2006, 221 =
kann er die Miete aufgrund dieser DWW 2006, 114
Maßnahme nach § 559 Abs. 1 BGB nur = ZMR 2006,
dann erhöhen, wenn er in der Erläuterung 272 = NJW
der Mieterhöhung nach § 559 b Abs. 1 2006, 1126 =
Satz 2 BGB nicht nur die Beschaffenheit MDR 2006, 982
der neuen Fenster (etwa durch Angabe
des Wärmedurchgangskoeffizienten)
beschreibt, sondern auch den Zustand der
alten Fenster so genau angibt, dass der
Mieter einen entsprechenden Vergleich
anstellen und den vom Vermieter in der
Mieterhöhungserklärung aufgezeigten
Energiespareffekt beurteilen kann. Dies
gilt jedenfalls dann, wenn der Mieter
keine weiteren Erkenntnisse über die
Qualität der alten Fenster hat.
§ 559b Zeitpunkt der 20. März 2012 MietPrax-AK § Börstinghaus,
BGB Mieterhöhungserklärung VIII ZR 294/11 559b BGB Nr. 4 jurisPR-
Der Vermieter kann eine = WuM 2012, BGHZivilR
Modernisierungsmieterhöhung 285 = GE 2012, 11/2012 Anm.2
vornehmen, wenn ihm die Kosten von 682 = GuT 2012,
den Handwerkern in Rechnung gestellt 133 = NZM
wurden. Auf die Bezahlung der Rechnung 2012, 832
kommt es nicht an.(nicht amtlicher
Leitsatz)

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§ 559b Rechtsfolge einer mehr als 10% 6. Oktober 2015 MietPrax-AK § Eisenschmid,
BGB höher als angekündigten VIII ZR 76/15 559b BGB Nr. 5 jurisPR-MietR
= NZM 2016, 46 8/2016 Anm. 3
Mieterhöhung = WuM 2016, 39
Verlangt der Vermieter nach einer = NJW 2016,
Modernisierungsmaßnahme eine mehr als 1445
10% höhere Miete als in der
Modernisierungsankündigung
angekündigt, so ist die Mieterhöhung
einheitlich erst 6 Monate später fällig und
nicht nur die 10%-Grenze
überschreitende Teil.(nicht amtlicher
Leitsatz)
§ 559b Formelle Anforderungen an 12. Juni 2018 MietPrax-AK § Beyer, jurisPR-
BGB Modernisierungsmieterhöhung VIII ZR 121/17 559b BGB Nr. 6 MietR 7/2019
1. An die formelle Wirksamkeit des = WuM 2018, Anm. 1
Mieterhöhungsverlangens sind keine 723 = GE 2018,
überhöhten Anforderungen zu stellen. 1454 = NJW-RR
Vielmehr genügt es, wenn der Mieter den 2018, 1357
Grund der Mieterhöhung anhand der
Erläuterung als plausibel nachvollziehen
kann.
2. Aus der
Modernisierungsmieterhöhungserklärung
muss hervorgehen, in welchem Umfang
durch die durchgeführten Maßnahmen
fällige Instandhaltungskosten erspart
wurden.
3. Hat der Vermieter erklärt, dass keine
Instandsetzungskosten angefallen seien,
ist die Erhöhungserklärung auch dann
formell ordnungsgemäß, wenn sich später
herausstellt, dass solche Kosten sehr wohl
angefallen sind.
4. Bei Baumaßnahmen, für deren
Beurteilung es umfangreicher technischer
Darlegungen bedarf, ist es deshalb
ausreichend, wenn der Vermieter die
durchgeführte bauliche Maßnahme so
genau beschreibt, dass der Mieter allein
anhand dessen, wenn auch unter
Zuhilfenahme einer bautechnisch oder
juristisch sachkundigen Person, beurteilen
kann, ob die Baumaßnahme die
Anforderungen des § 559 Abs. 1 BGB
erfüllt.(nicht amtlicher Leitsatz)
§ 559b Formelle Anforderungen an 25. September MietPrax-AK § Börstinghaus,
BGB Modernisierungsmieterhöhung 2018 559b BGB Nr. 7 jurisPR-MietR
1. Es stellt keinen formellen Mangel der VIII ZR 121/17 = WuM 2018, 22/2018 Anm. 1
Modernisierungsmieterhöhung dar, wenn 726 = NZM
der Vermieter keinen Abzug für 2018, 948 =
Instandhaltungskosten vorgenommen hat NJW-RR 2018,
oder von der Maßnahme keine 1357
nachhaltige Einsparung von Energie zu
erwarten ist.
2. Bei baulichen Maßnahmen zur
Einsparung von Heizenergie ist es
ausreichend in der Mieterhöhung neben
einer schlagwortartigen Bezeichnung der
Maßnahme und der Zuordnung zu den

© 2022 RiAG a.D. Prof. Dr. Ulf Börstinghaus, Gelsenkirchen Seite 272
Positionen der Berechnung diejenigen
Tatsachen darlegt, anhand derer
überschlägig beurteilt werden kann, ob
die bauliche Änderung eine nachhaltige
Einsparung von Heizenergie
bewirkt.(nicht amtlicher Leitsatz)
§ 559b Modernisierungsmieterhöhung 20. Juli 2022 MietPrax-AK §
BGB bei umfangreichen Mßnahmen VIII ZR 361/21 559b BGB Nr. 8
1. Die Erklärung über eine
Modernisierungsmieterhöhung (§ 559
BGB) genügt regelmäßig den formellen
Anforderungen nach § 559b BGB, wenn
sie - im Hinblick auf die Angabe der
entstandenen Kosten - die Gesamtkosten
für die durchgeführte
Modernisierungsmaßnahme und im Fall
der Durchführung mehrerer verschiedener
Modernisierungsmaßnahmen die
jeweiligen Gesamtkosten für die
einzelnen Maßnahmen ausweist.
2. Das gilt nicht nur, wenn es sich bei der
betreffenden Maßnahme um eine reine
Modernisierungsmaßnahme handelt,
sondern auch dann, wenn eine sogenannte
modernisierende Instandsetzung
durchgeführt wurde und der Vermieter
sich deshalb nach Maßgabe des § 559
Abs. 2 BGB einen - in der
Erhöhungserklärung (zumindest durch die
Angabe einer Quote oder eines
bezifferten Betrags) auszuweisenden -
Instandsetzungsanteil anrechnen lassen
muss (im Anschluss an Senatsurteil vom
17. Dezember 2014 - VIII ZR 88/13,
NJW 2015, 934 Rn. 29 f. mwN und
Senatsbeschluss vom 12. Juni 2018 - VIII
ZR 121/17, WuM 2018, 723 Rn. 14).
3. Eine Aufschlüsselung der für eine
bestimmte Modernisierungsmaßnahme
entstandenen Gesamtkosten nach den
einzelnen angefallenen Gewerken oder
anderen Bauleistungsbereichen ist
grundsätzlich auch dann nicht
erforderlich, wenn umfangreiche und
entsprechend kostenträchtige bauliche
Veränderungen oder Maßnahmen
außerhalb der betroffenen Wohnung oder
an mehreren Gebäuden ausgeführt
wurden.
§ 559b Modernisierungsmieterhöhung 20. Juli 2022 MietPrax-AK §
BGB bei umfangreichen Mßnahmen VIII ZR 339/21 559b BGB Nr. 9
Zu den formellen Anforderungen an eine
Mieterhöhungserklärung nach der
Durchführung von
Modernisierungsmaßnahmen gemäß §
559b BGB (im Anschluss an Senatsurteil
vom 20. Juli 2022 - VIII ZR 361/21, zur
Veröffentlichung bestimmt).
§ 560 BGB Betriebskostensteigerung im 21. Januar 2004 MietPrax-AK § Maciejewski , MM
Berliner Altbaubestand VIII ZR 99/03 560 BGB Nr. 0 = 2004, 165;

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Zur Zulässigkeit der Erhöhung einer NZM 2004, 253 Langenberg NZM
Teilinklusivmiete wegen gestiegener = NJW-RR 2005, 51, 54
Betriebskosten nach Außerkrafttreten des 2004, 586 =
Gesetzes zur dauerhaften Verbesserung ZMR 2004, 341
der Wohnungssituation im Land Berlin = MM 2004, 163
(GVW) am 31. Dezember 1994.
§ 560 BGB Betriebskostensteigerung im 21. Januar 2004 MietPrax-AK § Beuermann, GE
Berliner Altbaubestand VIII ZR 101/03 560 BGB Nr. 0 = 2004, 214;
Zur Zulässigkeit der Erhöhung einer GE 2004, 229 = Langenberg NZM
Teilinklusivmiete wegen gestiegener WuM 2004, 151 2005, 51, 54
Betriebskosten nach Außerkrafttreten des
Gesetzes zur dauerhaften Verbesserung
der Wohnungssituation im Land Berlin
(GVW) am 31. Dezember 1994.
§ 560 BGB Anpassung von 18. Mai 2011 MietPrax-AK § Kinne, GE 2011,
Betrieskostenvorauszahlungen VIII ZR 271/10 560 BGB Nr. 3 = 858; Kurek,
a) Nach einer Betriebskostenabrechnung GE 2011, 881 = MietRB 2011, 240;
ist eine Anpassung der Vorauszahlungen WuM 2011, 424 Drasdo, NJW-
auch dann möglich, wenn bereits die = NJW 2011, Spezial 2001, 482;
folgende Abrechnungsperiode 2350 = NZM Theesfeld, jurisPR-
abgelaufen, aber noch nicht abgerechnet 2011, 655 = MietR 16/2011
ist. ZMR 2011, 789 Anm. 2
b) Eine Anpassung von
Betriebskostenvorauszahlungen ist nur für
die Zukunft möglich.
§ 560 BGB Kein Sicherheitszuschlag bei 28. September MietPrax-AK § Harsch, MietRB
Vorauszahlungsanpassung 2011 560 BGB Nr. 4 = 2011, 369; Krapf,
Die letzte Betriebskostenabrechnung ist VIII ZR 294/10 GE 2011, 1547 = jurisPR-MietR
Grundlage für eine Anpassung der NJW 2011, 3642 25/2011 Anm. 4;
Vorauszahlungen, hindert aber nicht die = NZM 2011, Drasdo, NJW-
Berücksichtigung anderer - bereits 880 = WuM Spezial 2012, 1;
eingetretener oder noch eintretender - 2011, 686 = Schmid, ZMR
Umstände, von denen die im laufenden ZMR 2012, 90 2012, 93; Blank,
Jahr entstehenden Kosten voraussichtlich NZM 2012, 217
beeinflusst werden. Es ist jedoch kein
Raum für einen "abstrakten"
Sicherheitszuschlag in Höhe von 10 %
auf die zuletzt abgerechneten
Betriebskosten.
§ 560 BGB Auskunftsanspruch bei 16. November MietPrax-AK § Schach, jurisPR-
Betriebskostenpauschale 2011 560 BGB Nr. 5 = MietR 25/2011
Ein Auskunftsanspruch des Mieters gegen VIII ZR 106/11 WuM 2011, 688 Anm. 3; Schmid,
den Vermieter zur tatsächlichen Höhe der = GE 2011, 1677 MietRB 2012, 1;
bei der Wohnraummiete von einer = NZM 2012, 20 Drasdo, NJW-
Pauschale abgedeckten Betriebskosten = NJW 2012, Spezial 2012, 65;
gemäß § 242 BGB kommt nur in 303 = ZMR Schmid, NZM
Betracht, wenn konkrete Anhaltspunkte 2012, 181 2012, 444
für eine nachträgliche Ermäßigung der
Betriebskosten bestehen. Dabei sind
Ermäßigungen einzelner Be-triebskosten
nicht relevant, wenn sie durch
Erhöhungen in anderen Bereichen
ausgeglichen werden.
§ 560 BGB Anpassung der 15. Mai 2012 MietPrax-AK § Börstinghaus,
Vorauszahlungen setzt materiell VIII ZR 246/11 560 BGB Nr. 6 = jurisPR-MietR
WuM 2012, 321 13/2012 Anm. 2;
richtige Abrechnung voraus = GE 2012, 826 Drasdo, NJW-
Die Anpassung von Vorauszahlungen = NJW 2012, Spezial 2012, 449;
setzt eine formell und inhaltlich korrekte 2186 = NZM Schmid, ZMR
Abrechnung voraus (Änderung der 2012, 455 = GuT 2012, 684

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bisherigen Senatsrechtsprechung, zuletzt 2012, 259 =
Senatsurteil vom 16. Juni 2010 - VIII ZR DWW 2012, 211
258/09, NZM 2010, 736 Rn. 26). = ZMR 2012,
683
§ 560 BGB Herabsetzung der 6. Februar 2013 MietPrax-AK § Harsch, MietRB
Vorauszahlungen durch den VIII ZR 184/12 560 BGB Nr. 7 = 2013, 105; Kinne,
GE 2013, 480 = GE 2013, 447;
Mieter WuM 2013, 235 Kunze, WuM
Zur Anpassung von = NJW 2013, 2013, 410; Drasdo,
Betriebskostenvorauszahlungen durch 1595 = GuT-W NJW-Spezial 2013,
den Mieter im Anschluss an eine von ihm 2013, 10 = NZM 321; Hinz, ZMR
selbst vorgenommene Korrektur der 2013, 357 = 2013, 414; Blank,
Betriebskostenabrechnung. ZMR 2014, 422 MietRB 2013, 219;
= DWW 2013, Streyl, WuM 2013,
331 454
§ 562 BGB Darlegungslast bei 20. Juni 2005 MietPrax-AK § Drasdo, NJW-
Vermieterpfandrecht II ZR 189/03 562 BGB Nr. 1 = Spezial 2005, 485;
1. Wird die einem Vermieterpfandrecht NZM 2005, 665 Intveen, MietRB
unterliegende Sache im Wege des = GE 2005, 1248 2006, 37
Besitzkonstituts veräußert, so setzt ein = NJW-RR
gutgläubiger lastenfreier Erwerb die 2005,1328 =
Übergabe der Sache an den Erwerber MDR 2006, 16 =
voraus. ZMR 2006, 23
2. Wer den Verzicht auf ein Recht (hier:
Vermieterpfandrecht) geltend macht, trägt
die Darlegungs- und Beweislast für diese
rechtsvernichtende Einwendung.
§ 562 BGB Insovenzverfahren und 14. Dezember MietPrax-AK §
Vermieterpfandrecht 2006 562 BGB Nr. 2 =
a) § 91 InsO ist im Falle der Anordnung IX ZR 102/03 GE 2007, 286 =
der vorläufigen Insolvenzverwaltung mit ZMR 2007, 190
den Sicherungsmaßnahmen des § 21 Abs. = NZM 2007,
2 Satz 1 Nr. 2 und 3 InsO nicht 212 = GuT 2007,
entsprechend auf die Zeit zwischen 136 = MDR
Eröffnungsantrag und Insolvenzeröffnung 2007, 610 =
anwendbar. NJW 2007, 1588
b) Das gesetzliche Vermieterpfandrecht
an eingebrachten pfändbaren Sachen des
Mieters entsteht mit der Einbringung,
auch soweit es erst künftig entstehende
Forderungen aus dem Mietverhältnis
sichert (Bestätigung von BGH, Urt. v. 20.
März 1986 - IX ZR 42/85, WM 1986,
720, 721).
c) Das der Sicherung des
Mietzinsanspruchs dienende
Vermieterpfandrecht kann
insolvenzrechtlich nicht in weiterem
Umfang angefochten werden als die
Mietzinszahlung selbst. Dem Vermieter
steht deshalb in der Insolvenz des Mieters
ein anfechtungsfreies Absonderungsrecht
zu, soweit die von dem Pfandrecht
erfassten Gegenstände bereits vor der
Krise eingebracht wurden.
§ 562 BGB Vermieterpfandrecht in der 17. September MietPrax-AK § Schmid, MietRB
Mieterinsolvenz 2014 562 BGB Nr. 3 = 2015, 11
Ein Pfandgläubiger, der Nutzungen aus XII ZR 140/12 NJW 2014, 3570
dem Pfand zieht, ohne durch ein = NZM 2014,
Nutzungspfand hierzu berechtigt zu sein, 865 = DWW

© 2022 RiAG a.D. Prof. Dr. Ulf Börstinghaus, Gelsenkirchen Seite 275
hat das daraus Erlangte an den 2014, 372 = GE
Pfandschuldner nach den Vorschriften 2015, 122
über die Geschäftsführung ohne Auftrag
herauszugeben (im Anschluss an RGZ
105, 408).
§ 562 BGB Vermieterpfandrecht in 15. Oktober 2014 MietPrax-AK § Schach, MietRB
Veräußerungsfällen XII ZR 163/12 562 BGB Nr. 4 = 2015, 9; Drasdo,
a) Soweit es für den Inhalt der WuM 2014, 733 NJW-Spezial 2015,
mietvertraglichen Rechte und Pflichten = NJW 2014, 65
zwischen Erwerber und Mieter auf den 3775 = GE 2015,
Beginn des Mietverhältnisses ankommt, 120 = ZMR
ist auf den Beginn des ursprünglichen 2015, 107
Mietverhältnisses zwischen Veräußerer
und Mieter abzustellen.
b) Dafür, ob eine in die Mieträume
eingebrachte Sache dem
Vermieterpfandrecht des Erwerbers
unterfällt, kommt es auf den Zeitpunkt
der Einbringung der Sache in die
Mieträume an. Eine
Sicherungsübereignung der Sache im
Zeitraum nach ihrer Einbringung in die
Mieträume und vor einem
veräußerungsbedingten Vermieterwechsel
verhindert daher nicht, dass das
Vermieterpfandrecht des Erwerbers die
Sache erfasst (Fortführung von BGHZ
170, 196 = NZM 2007, 212 und BGH
Urteil vom 20. März 1986 - IX ZR 42/85
- NJW 1986, 2426).
c) Neben dem Vermieterpfandrecht des
Veräußerers, das dessen Forderungen aus
dem Mietverhältnis sichert, entsteht ein
eigenständiges Vermieterpfandrecht des
Erwerbers. Die beiden
Vermieterpfandrechte erfassen dieselben
Sachen und stehen im gleichen Rang.
§ 562 BGB Vermieterpfandrecht an 6. Dezember MietPrax-AK § Lammel, jurisPR-
Fahrzeugen 2017 562 BGB Nr. 5 = MietR 4/2018
a) Das Vermieterpfandrecht umfasst auch XII ZR 95/16 GE 2018, 253 = Anm. 4; Wichert,
Fahrzeuge des Mieters, die auf dem DWW 2018, 52 MietRB 2018, 73;
gemieteten Grundstück regelmäßig = MDR 2018, Schweitzer, NZM
abgestellt werden. 266 = NZM 2018, 206; Blank,
b) Das Pfandrecht erlischt, wenn das 2018, 203 = LMK 2018,
Fahrzeug für die Durchführung einer NJW 2018, 1083 403350; Drasdo,
Fahrt von dem Mietgrundstück - auch nur = ZMR 2018, NJW-Spezial 2018,
vorübergehend - entfernt wird. Es entsteht 496 226; Bergmann,
neu, wenn das Fahrzeug später wieder auf ZMR 2018, 553
dem Grundstück abgestellt wird.
§ 563 BGB Wichtiger Grund bei 10. April 2013 MietPrax-AK § Harsch, MietRB
gewerblicher Tätigkeit in der VIII ZR 213/12 563 BGB Nr. 1 = 2013, 198; Drasdo,
GE 2013, 677 = NJW-Spezial 2013,
Wohnung DWW 2013, 179 386; Blank, LMK
a) Unter den nach der = NJW 2013, 2013, 347492;
Verkehrsanschauung zu bestimmenden 1806 = NZM Wiek, WuM 2013,
Begriff des "Wohnens" fallen nur solche 2013, 456 = 493
berufliche Tätigkeiten des Mieters, die in ZMR 2013, 623
einer nicht nach außen in Erscheinung = WuM 2013,
tretenden Weise ausgeübt werden. 349 = GuT-W
Geschäftliche Aktivitäten des Mieters, die 2013, 53
der Mieter in ausschließlich zu

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Wohnzwecken vermieteten Räumen
ausübt und die nach außen in Erscheinung
treten, muss der Vermieter nicht ohne
vorherige Vereinbarung dulden.
b) Eine Verpflichtung des Vermieters,
eine vertragswidrige Nutzung der
Mieträume zu gestatten, kommt nur dann
in Betracht, wenn von der beabsichtigten
Tätigkeit - was der Mieter darzulegen und
zu beweisen hat - keine weitergehenden
Einwirkungen auf die Mietsache oder
Mitmieter ausgehen als bei einer üblichen
Wohnnutzung (Bestätigung von BGH,
Urteil vom 14. Juli 2009 - VIII ZR
165/08, NJW 2009, 3157).
§ 563 BGB Kündigung aus wichtigem 31. Januar 2018 MietPrax-AK § Harsch, MietRB
Grund bei drohender VIII ZR 105/17 563 BGB Nr. 2 = 2018, 97; Beyer,
WuM 2018, 153 jurisPR-MietR
finanzieller Unfähigkeit = GE 2018, 385 8/2018 Anm. 3;
1a. Eine objektiv feststehende finanzielle = MDR 2018, Kappus, NZM
Leistungsunfähigkeit eines nach dem Tod 397 = DWW 2018, 331; Rolfs,
des Mieters in das Mietverhältnis 2018, 99 = NZM LMK 2018,
Eintretenden kann einen wichtigen Grund 2018, 325 = 410809
zur Kündigung des Mietverhältnisses ZMR 2018, 405
nach § 563 Abs. 4 BGB darstellen. = NJW 2018,
Voraussetzung hierfür ist regelmäßig, 2397
dass dem Vermieter ein Zuwarten, bis die
Voraussetzungen einer Kündigung wegen
Zahlungsverzugs nach § 543 Abs. 2 Satz
1 Nr. 3 BGB erfüllt sind, nicht zuzumuten
ist.
1b. Eine auf eine nur drohende finanzielle
Leistungsunfähigkeit oder eine "gefährdet
erscheinende" Leistungsfähigkeit des
Eintretenden gestützte Unzumutbarkeit
der Fortsetzung des Mietverhältnisses
stellt nur dann einen Kündigungsgrund
nach § 563 Abs. 4 BGB dar, wenn sie auf
konkreten Anhaltspunkten und objektiven
Umständen beruht, die nicht bloß die
Erwartung rechtfertigen, sondern
vielmehr den zuverlässigen Schluss
zulassen, dass fällige Mietzahlungen
alsbald ausbleiben werden. Solche
Anhaltspunkte fehlen dann, wenn
Geldquellen vorhanden sind, die die
Erbringung der Mietzahlungen
sicherstellen, wie dies etwa bei
staatlichen Hilfen, sonstigen Einkünften
oder vorhandenem Vermögen der Fall ist.
2a. Bereits der Wunsch, nach dem
Auszug eines bisherigen Wohngenossen,
nicht allein zu leben, kann ein nach
Abschluss des Mietvertrags entstandenes
berechtigtes Interesse an der Überlassung
eines Teils des Wohnraums an einer
Untervermietung begründen (im
Anschluss an Senatsbeschluss
[Rechtsentscheid] vom 3. Oktober 1984,
VIII ARZ 2/84, BGHZ 92, 213, 219).
Entsprechendes gilt bei einer aufgrund
einer nachträglichen Entwicklung

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entstandenen Absicht, Mietaufwendungen
teilweise durch eine Untervermietung zu
decken (Fortführung der Senatsurteile
vom 23. November 2005, VIII ZR 4/05,
NJW 2006, 1200 Rn. 8, und vom 11. Juni
2014, VIII ZR 349/13, NJW 2014, 2717
Rn. 14).
2b. Für die Beurteilung der Frage, ob das
berechtigte Interesse nach Abschluss des
Mietvertrags entstanden ist, kommt es
auch bei einem nach § 563 Abs. 1, 2 BGB
erfolgten Eintritt eines Mieters auf den
Zeitpunkt des Abschlusses des
ursprünglichen Mietvertrags an.
§ 564 BGB Umfang der Dürftigkeitseinrede 23. Januar 2013 MietPrax-AK § Schach, jurisPR-
bei Mietschulden VIII ZR 68/12 564 BGB Nr. 1 = MietR 5/2013
Wird das Mietverhältnis nach dem Tod GE 2013, 348 = Anm. 2;
des Mieters gemäß § 564 Satz 1 BGB mit NZM 2013, 185 Beuermann, GE
dem Erben fortgesetzt, sind die nach dem = NJW 2013, 2013,302;
Erbfall fällig werdenden Forderungen 933 = WuM Lehmann-Richter,
jedenfalls dann reine 2013, 236 = MietRB 2013, 105;
Nachlassverbindlichkeiten, wenn das GuT-W 2013, 11 Drasdo, NJW-
Mietverhältnis innerhalb der in § 564 Satz = ZMR 2013, Spezial 2013, 226;
2 BGB bestimmten Frist beendet wird. 422 Schmid, ZMR
2013, 424
§ 564 BGB Mietrückstände und 25. September MietPrax-AK § Börstinghaus,
Betriebskostennachzahlungen 2019 564 BGB Nr. 2 = jurisPR-
VIII ZR 122/18 DWW 2019, BGHZivilR
als Nachlasserbenschulden 329= WuM 24/2019 Anm. 2;
1. Unterlässt der nach § 564 Satz 1, § 2019, 652 = GE Drasdo, NJW-
1922 Abs. 1 BGB in das Mietverhältnis 2019, 1571 = Spezial 2020, 1;
eingetretene Erbe dieses nach § 564 Satz MDR 2020, 43 = Burbulla, MietRB
2 BGB außerordentlich zu kündigen, liegt ZMR 2020, 17 = 2020, 33; Harsch,
allein hierin keine ZMR 2020, 190 MietRB 2020, 69
Verwaltungsmaßnahme, welche die nach = NZM 2020,
Ablauf dieser Kündigungsfrist fällig 461
werdenden Verbindlichkeiten aus dem
Mietverhältnis zu Nachlasserbenschulden
beziehungsweise Eigenverbindlichkeiten
werden lässt, für die der Erbe - auch -
persönlich haftet.
2. Eine persönliche Haftung tritt jedoch
etwa dann ein, wenn der Erbe nach
wirksamer Beendigung des
Mietverhältnisses seiner (fälligen) Pflicht
aus § 546 Abs. 1, § 985 BGB zur
Räumung und Herausgabe der Mietsache
nicht nachkommt.
§ 565 BGB Nichtgewerbliche 30. April 2003 MietPrax-AK § Baldus, ZMR
Zwischenvermietung VIII ZR 163/02 565 BGB Nr. 1 = 2003, 818
Zur Einschränkung des GE 2003, 1151 =
Herausgabeanspruchs gemäß § 556 Abs. WuM 2003, 563
3 BGB a.F., § 985 BGB durch den = ZMR 2003,
allgemeinen Gleichheitsgrundsatz im 816 = DWW
gestuften Mietverhältnis (Art. 3 Abs. 1 2003, 299
GG).
§ 565 BGB Nichtgewerbliche 30. April 2003 MietPrax-AK § Intveen, MietRB
Zwischenvermietung VIII ZR 162/02 565 BGB Nr. 2 = 2004, 37
Zur Einschränkung des NJW 2003,
Herausgabeanspruchs gemäß § 556 Abs. 3054- = MDR
3 BGB a.F., § 985 BGB durch den

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allgemeinen Gleichheitsgrundsatz im 2003, 1106 =
gestuften Mietverhältnis (Art. 3 Abs. 1 NZM 2003, 759
GG).
§ 565 BGB Nichtgewerbliche 20. Januar 2016 MietPrax-AK § Börstinghaus,
Zwischenvermietung VIII ZR 311/14 565 BGB Nr. 3 = jurisPR-
Eine gewerbliche Weitervermietung im NJW 2016, 1086 BGHZivilR 6/2016
Sinne des § 565 Abs. 1 Satz 1 BGB setzt = MDR 2016, Anm. 3;
voraus, dass der Zwischenmieter - nach 387 = WuM Börstinghaus,
dem Zweck des mit dem Eigentümer 2016, 221 = LMK 2016,
abgeschlossenen Vertrages - die NZM 2016, 256 377696; Kurek,
Weitervermietung zu Wohnzwecken mit = ZMR 2016, MietRB 2016, 125;
der Absicht der Gewinnerzielung oder im 276 Drasdo, NJW-
eigenen wirtschaftlichen Interesse Spezial 2016, 258;
ausüben soll (Bestätigung und Krapf, jurisPR-
Fortführung des Senatsurteils vom 3. Juli MietR 10/2016
1996 - VIII ZR 278/95, BGHZ 133, 142, Anm. 3; Derleder,
148). NZM 2016, 670
Hieran fehlt es, wenn der Eigentümer mit
einer Mieter-Selbsthilfegenossenschaft
einen Mietvertrag abschließt, der die
Weitervermietung des Wohnraums an
deren Mitglieder zu einer besonders
günstigen Miete vorsieht. Bei einem
derartigen Handeln des Zwischenmieters
im Interesse der Endmieter kommt eine
analoge Anwendung der Vorschrift schon
deshalb nicht in Betracht, weil es an einer
der gewerblichen Weitervermietung
vergleichbaren Interessenlage der
Beteiligten fehlt.
§ 565 BGB Gewerbliche 17. Januar 2018 MietPrax-AK § Börstinghaus,
Zwischenvermietung auch durch VIII ZR 241/16 565 BGB Nr. 4 = jurisPR-
WuM 2018, 161 BGHZivilR 4/2018
Arbeitgeber möglich = GE 2018, 323 Anm. 4; Sommer,
Eine gewerbliche Weitervermietung, die = MDR 2018, MietRB 2018, 99;
eine geschäftsmäßige, auf Dauer 398 = NZM Drasdo, NJW-
gerichtete und mit der Absicht der 2018, 281 Spezial 2018, 257;
Gewinnerzielung oder im eigenen Harsch, MDR
wirtschaftlichen Interesse ausgeübte 2018, 569
Vermietungstätigkeit voraussetzt, liegt
auch dann vor, wenn der
Zwischenvermieter die von ihm
angemieteten Wohnungen an die
Arbeitnehmer seines Gewerbebetriebes
weitervermieten will, um diese an sich zu
binden und sich Wettbewerbsvorteile
gegenüber anderen Unternehmen zu
verschaffen, die ihren Arbeitnehmern
keine Werkswohnungen anbieten können;
eine Gewinnerzielungsabsicht aus der
Vermietung selbst ist nicht erforderlich
(Bestätigung und Fortführung von BGH,
Urteil vom 20. Januar 2016, VIII ZR
311/14, NJW 2016, 1086, Rn. 22).
§ 566 BGB Abtretung von 2. Juli 2003 MietPrax-AK § Intveen, MietRB
Mietzinsansprüche und XII ZR 34/02 566 BGB Nr. 1 = 2003, 69
NZM 2003, 716
Mieterschutz = GE 2003, 1209
Der isolierten Abtretung von = NJW 2003,
Mietzinsansprüchen ohne gleichzeitige 2987 = ZMR
Übernahme der Pflichten aus einem 2003, 732
Mietvertrag steht weder der Schutzzweck

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des § 571 BGB a.F (= § 566 BGB n.F.).,
noch die enge Verknüpfung von Rechten
und Pflichten aus dem Mietvertrag
entgegen.
§ 566 BGB Betriebskostenabrechnung bei 3. Dezember MietPrax-AK § Schwartmann,
Vermieterwechsel 2003 566 BGB Nr. 2 = MietRB 2004, 136;
Nach einem Eigentumswechsel ist nicht VIII ZR 168/03 WuM 2004, 94 = Langenberg NZM
der Erwerber, sondern der Veräußerer GE 2004, 292 = 2005, 51, 54
gegenüber dem Mieter bezüglich der zum ZMR 2004, 250
Zeitpunkt des Wechsels im = DWW 2004,
Grundstückseigentum abgelaufenen 54 = NZM 2004,
Abrechnungsperiode zur Abrechnung der 188 = NJW
Betriebskosten verpflichtet und zur 2004, 851
Erhebung etwaiger Nachzahlungen
berechtigt; es kommt nicht darauf an,
wann der Zahlungsanspruch fällig
geworden ist.
§ 566 BGB Betriebskostenabrechnung bei 29. September MietPrax-AK §
Vermieterwechsel 2004 566 BGB Nr. 3 =
Auch im gewerblichen Mietrecht XII ZR 148/02 GE 2004, 1522 =
verbleiben bei einem Eigentumswechsel DWW 2004, 329
für die bis zum Zeitpunkt des = ZMR 2005, 37
Eigentumsübergangs abgelaufenen = NZM 2005, 17
Abrechnungsperioden die Pflicht zur = MDR 2005,
Abrechnung der Nebenkosten und die 136 = GuT 2005,
sich daraus ergebenden Rechte und 12
Pflichten beim früheren Eigentümer und
Vermieter (im Anschluß an BGH, Urteil
vom 3. Dezember 2003 - VIII ZR 168/03
- NJW 2004, 851).
§ 566 BGB Schadensersatzansprüche bei 9. Februar 2005 MietPrax-AK § Beuermann, GE
Eigentümerwechsel VIII ZR 22/04 566 BGB Nr. 4 = 2005, 328; Krapf,
Befindet sich der Vermieter von GE 2005, 361 = MietRB 2005, 142
Wohnraum dem Mieter gegenüber mit der WuM 2005, 201
Beseitigung eines Mangels im Verzug, so = DWW 2005,
wirkt im Fall der 103 = NZM
Grundstücksübereignung die einmal 2005, 253 =
eingetretene Verzugslage nach dem NJW 2005, 1187
Eigentumsübergang in der Person des = ZMR 2005,
Erwerbers fort. Tritt der Schaden in 354
diesem Fall nach dem
Eigentumsübergang ein, so richten sich
die Ansprüche des Mieters nicht gegen
den Grundstücksveräußerer, sondern
gegen den Grundstückserwerber.
§ 566 BGB Mietvertrag über Wohnung und 28. September MietPrax-AK § Schach, GE 2005,
Garage 2005 566 BGB Nr. 5 = 1519; Drasdo,
Der über eine Wohnung und eine Garage VIII ZR 399/03 NZM 2005, 941 NJW-Spezial 2006,
geschlossene einheitliche Mietvertrag = WuM 2005, 6; Dickersbach,
wird durch die Veräußerung der 790 = NJW MietRB 2006, 57
Wohnung und der Garage an 2005, 3781 = GE
verschiedene Erwerber nicht in mehrere 2005, 1548 =
Mietverhältnisse aufgespalten; vielmehr ZMR 2006, 30 =
treten die Erwerber in den einheitlichen MDR 2006, 380
Mietvertrag ein. Ihr Verhältnis bestimmt
sich nach den Regelungen über die
Bruchteilsgemeinschaft.
§ 566 BGB Zurückbehaltungsrecht bei 19. Juni 2006 MietPrax-AK § Kinne, GE 2006,
Eigentümerwechsel VIII ZR 284/05 566 BGB Nr. 6 = 1012; Drasdo
WuM 2006, 435

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Wird vermieteter Wohnraum nach der = GE 2006, 1034 NJW-Spezial 2006,
Überlassung an den Mieter von dem = NZM 2006, 533
Vermieter an einen Dritten veräußert, 696 = ZMR
verliert der Mieter dem Veräußerer 2006, 761 =
gegenüber sein Zurückbehaltungsrecht an MDR 2007, 141
der rückständigen Miete wegen eines
Mangels der Mietsache, der vor der
Veräußerung entstanden ist. Vom
Zeitpunkt der Veräußerung an ist nur
noch der Erwerber zur Mangelbeseitigung
verpflichtet und kann der Mieter nur die
Leistung der diesem geschuldeten Miete
bis zur Mangelbeseitigung verweigern.
§ 566 BGB Kautionsabrechnung bei 4. April 2007 MietPrax-AK § Junker, MietRB
Vermieterwechsel nach VIII ZR 219/06 566 BGB Nr. 7 = 2007, 165; Drasdo,
WuM 2007, 267 NJW-Spezial 2007,
Mietvertragsende = GE 2007, 718 338
a) Ein Grundstückserwerb nach der = NJW 2007,
Beendigung eines Mietverhältnisses und 1818 = NZM
dem Auszug des Mieters führt nicht zum 2007, 441 =
Eintritt des neuen Eigentümers in Rechte ZMR 2007, 529
und Pflichten des bisherigen Vermieters = MDR 2007,
aus dem beendeten Mietverhältnis und 1007
aus einer Sicherungsabrede zur
Mietkaution.
b) Die Abrechnung der Nebenkosten aus
der im Zeitpunkt des Auszugs des Mieters
laufenden Abrechnungsperiode obliegt
dem bisherigen Vermieter (im Anschluss
an BGH, Urteil vom 3. Dezember 2003 -
VIII ZR 168/03, NJW 2004, 851).
§ 566 BGB Guthaben aus 11. Oktober 2007 MietPrax-AK § Walke, MietRB
Betriebskostenabrechnung bei IX ZR 156/06 566 BGB Nr. 8 = 2008, 41; Engels,
WuM 2007, 698 RPfleger 2008, 91
Zwangsversteigerung = NZM 2008,
Der Zwangsverwalter ist bei einer über 100 = ZInsO
den Zuschlag hinaus fortgesetzten 2007, 1221 =
Verwaltung verpflichtet, die von dem ZIP 2007, 2375
Mieter des Grundstücks für die Zeit vor = ZfIR 2008, 25
dem Zuschlag vereinnahmten, aber nicht = MDR 2008,
verbrauchten 168 =
Nebenkostenvorauszahlungen an den BGHReport
Ersteher auszukehren, soweit diesem die 2008, 204 =
Abrechnung der NJW-RR 2008,
Nebenkostenvorauszahlungen und die 323 = GuT 2007,
Rückzahlung des Überschusses obliegt. 445
§ 566 BGB Eigentumserwerb kraft Gesetzes 9. Juli 2008 MietPrax-AK § Streyl, ZMR 2008,
Der neue Eigentümer vermieteten VIII ZR 280/07 566 BGB Nr. 9 = 602; ders. GuT
Wohnraums tritt auch dann anstelle des GE 2008, 1122 = 2008, 317;
Vermieters in die Rechte und Pflichten NJW 2008, 2773 Lehmann-Richter,
aus bestehenden Mietverhältnissen ein, = WuM 2008, MietRB 2008, 289;
wenn er das Eigentum nicht durch ein 562 = NZM Drasdo, NJW-
Veräußerungsgeschäft, sondern kraft 2008, 726 = MM Spezial 2008, 611;
Gesetzes erwirbt. 2008, 333 = Lammel, ZMR
ZMR 2008, 881 2008, 882; ders.
= GuT 2008, 287 jurisPR-MietR
10/2008 Anm. 3
§ 566 BGB Konkludente 20. Januar 2010 MietPrax-AK § Wassermann,
Vertragsübernahme wenn VIII ZR 84/09 566 BGB Nr. 10 jurisPR-BGHZiviR
= WuM 2010, 11/2010, Anm. 2;
Vermieter nicht Eigentümer ist 365 = GE 2010, Drasdo, NJW-
758 = NZM Spezial 2010, 387;

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Zu der Frage des Eintritts des Erstehers 2010, 471 = Kinne, GE 2010,
einer vermieteten Wohnung als Vermieter ZMR 2010, 674 734; Eckert, ZfIR
in das Mietverhältnis durch konkludente = MDR 2010, 2010, 501
Vertragsübernahme mit Zustimmung der 739 = ZfIR 2010,
Beteiligten nach einer 500
Zwangsversteigerung.
§ 566 BGB Auseinandersetzung einer GbR 23. November MietPrax-AK § Schach, GE 2012,
als Veräußerung 2011 566 BGB Nr. 11 98; Schmid,
Wird eine Gesellschaft bürgerlichen VIII ZR 74/11 = WuM 2012, 31 MietRB 2012, 34,
Rechts, die Eigentümerin eines = GE 2012, 127 Drasdo, NJW-
Mehrfamilienhauses und Vermieterin der = NZM 2012, Spezial 2012, 129
Wohnungen dieses Anwesens ist, unter 150 = MDR
Bildung von Wohnungseigentum und 2012, 78 = NJW-
Eintragung der einzelnen Gesellschafter RR 2012, 237 =
als Eigentümer der jeweils zugewiesenen ZfIR 2012, 177 =
Wohnungen auseinandergesetzt, tritt der ZMR 2012, 264
neue Eigentümer in die sich während der
Dauer seines Eigentums aus dem
Mietverhältnis ergebenden Rechte und
Pflichten ein.
Eine Gesellschaft bürgerlichen Rechts
kann sich auf einen in der Person eines
Gesellschafters bestehenden Eigenbedarf
auch dann berufen, wenn dieser der
Gesellschaft bei Abschluss des
Mietvertrags oder bei Eintritt der
Gesellschaft in einen bestehenden
Mietvertrag noch nicht angehörte
(Aufgabe Senatsurteil vom 17. Juni 2007
- VIII ZR 271/06 Rn. 17).
§ 566 BGB Eintritt des 25. Juli 2012 MietPrax-AK § Schach, MietRB
Grundstückserwerbers in XII ZR 22/11 566 BGB Nr. 12 2012, 288; Krapf,
= GE 2012, 1225 jurisPR-MietR
Kautionszahlungsanspruch = NJW 2012, 21/2012 Anm. 1;
Der Erwerber eines gewerblich 3032 = NZM Drasdo, NJW-
vermieteten Hausgrundstücks tritt gemäß 2012, 681 = Spezial 2012, 643
§§ 566 Abs. 1, 578 BGB in den vor WuM 2012, 560
Eigentumsübergang entstandenen und = GuT 2012, 368
fälligen Anspruch des Veräußerers auf = ZMR 2012,
Leistung der Kaution ein (Abgrenzung zu 856
Senatsurteil BGHZ 141, 160 = NJW
1999, 1857).
§ 566 BGB Personenverschiedenheit 19. Februar 2013 MietPrax-AK §
zwischen VIII ZR 178/12 566 BGB Nr. 13
= GuT 2013, 25
Grundstückseigentümer und = GuT-W 2013,
Vermieter 13
Die Frage, ob und gegebenenfalls unter
welchen Voraussetzungen eine
entsprechende Anwendung des § 566
Abs. 1 BGB bei Personenverschiedenheit
von Vermieter und veräußerndem
Eigentümer in Betracht kommt bleibt
weiter unbeantwortet.(nicht amtlicher
Leitsatz)
§ 566 BGB Mietvertragsübergang bei 5. Juni 2013 MietPrax-AK §
Vermietung durch VIII ZR 142/12 566 BGB Nr. 14
= GE 2013, 941
Zwangsverwalter = WuM 2013,
a) Hat der Zwangsverwalter die Wohnung 496 = GuT-W
vermietet, so liegt es nahe, dass er für den
damaligen Eigentümer der Immobilie

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gehandelt hat. Es liegt dann die für die 2013, 68 = ZMR
Anwendung des § 566 BGB erforderliche 2013, 866
Identität vor.
b) Aber auch wenn dies nicht der Fall
sein sollte kann in der jahrelangen
Mietzahlung an den Erwerber die
Genehmigung der stillschweigenden
Vertragsübernahme zu sehen sein.
c) Eine Recht zum Besitz gem. § 986
BGB muss gegenüber dem jetzigen
Eigentümer bestehen.(nicht amtlicher
Leitsatz)
§ 566 BGB Beweiswürdigung bei 18. September MietPrax-AK § Drasdo, NJW-
behauptetem Mietvertrag mit 2013 566 BGB Nr. 15 Spezial 2013, 705;
VIII ZR 297/12 = GE 2013, 1449 Lehmann-Richter,
Angehöhrigen = WuM 2013, MietRB 2013, 349;
Zu den Anforderungen an den Nachweis 675 = NZM Dötsch, jurisPR-
eines behaupteten, für den Ersteigerer 2013, 854 = MietR 2/2014
einer Wohnung nachteiligen GuT-W 2013, Anm. 4
Mietvertrages, der diesem von einem 107 = DWW
nahen Angehörigen des ehemaligen 2014, 129
Eigentümers entgegengehalten wird.
§ 566 BGB Nur besitzender Mieter wird 5. April 2016 MietPrax-AK § Burbulla, MietRB
geschützt VIII ZR 31/15 566 BGB Nr. 16 2016, 189; Dittert,
§ 566 BGB findet zugunsten des Mieters = WuM 2016, jurisPR-MietR
nur Anwendung, wenn er zum 364 = GE 2016, 16/2016 Anm. 3;
Erwerbszeitpunkt die tatsächliche 853 = MDR Buchinger/Kirschn
Sachherrschaft über die Mietsache ausübt. 2016, 1198 = er, ZfIR 2017, 377
Ein Besitzerlangungsinteresse rechtfertigt ZMR 2016, 786
den Eintritt des Erwerbers in das = NJW-RR
Mietverhältnis dagegen nicht. 2016, 982 =
NZM 2016, 675
§ 566 BGB Ankaufsrecht bei 12. Oktober 2016 MietPrax-AK § Schweitzer, NZM
Grundstücksveräußerung XII ZR 9/15 566 BGB Nr. 17 2017, 36; Streyl,
Der Erwerber eines gewerblich = NZM 2017, 35 NJW 2017, 256;
vermieteten Grundstücks tritt nicht kraft = NJW 2017, Burbulla, MietRB
Gesetzes in ein zwischen dem Veräußerer 254 = MDR 2017, 38; Drasdo,
und dem Mieter vereinbartes 2017, 79 = ZMR NJW-Spezial 2017,
Ankaufsrecht ein (im Anschluss an 2017, 34 = GE 129
Senatsurteil vom 25. Juli 2012 - XII ZR 2017, 223
22/11 - NJW 2012, 3032).
§ 566 BGB Ausnahmsweise auch 12. Juli 2017 MietPrax-AK § Börstinghaus,
Rechtsnachfolge bei fehlender XII ZR 26/16 566 BGB Nr. 18 LMK 2017,
= BGHZ 215, 394782;
Identität zwischen Veräußerer 236 = GE 2017, Börstinghaus,
und Vermieter 1086 = MDR jurisPR-
Bei fehlender Identität zwischen 2017, 1234 = BGHZivilR
Vermieter und Veräußerer ist § 566 Abs. ZMR 2017, 968 18/2017 Anm. 2;
1 BGB entsprechend anwendbar, wenn = ZfIR 2017, 729 Burbulla, MietRB
die Vermietung des veräußerten = NZM 2017, 2017, 285;
Grundstücks mit Zustimmung und im 847 Lammel, jurisPR-
alleinigen wirtschaftlichen Interesse des MietR 20/2017
Eigentümers erfolgt und der Vermieter Anm. 3; Drasdo,
kein eigenes Interesse am Fortbestand des NJW-Spezial 2017,
Mietverhältnisses hat (Abgrenzung zu 610
Senatsurteil vom 22.10.2003 - XII ZR
119/02, NJW-RR 2004, 657)
§ 566 BGB Eigentumsübertragung setzt 23. August 2017 MietPrax-AK §
Geschäftsfähigkeit voraus XII ZR 29/17 566 BGB Nr. 19
Für die Auflassung des Grundstücks und = ZfIR 2017, 852
damit den für § 566 BGB erforderlichen

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Eigentumsübergang kommt es auf die
Geschäftsfähigkeit des früheren
Eigentümers an.(nicht amtlicher
Leitsatz)
§ 566 BGB Übertragung eines 9. Januar 2019 MietPrax-AK § Harsch, MietRB
Miteigentumsanteils kein Fall VIII ZB 26/17 566 BGB Nr. 20 2019, 67;
= GE 2019, 249 Zschieschack,
des § 566 BGB = DWW 2019, NZM 2019, 209;
Bei Vermietung einer Wohnung durch 55 = ZfIR 2019, Drasdo, NJW-
zwei Miteigentümer bleiben beide auch 154 = MDR Spezial 2019, 193;
dann Vermieter - und ist eine Kündigung 2019, 341 = Börstinghaus,
gegenüber dem Mieter demgemäß von NZM 2019, 208 jurisPR-
beiden Vermietern auszusprechen -, wenn = ZMR 2019, BGHZivilR 7/2019
der eine seinen Miteigentumsanteil später 324 Anm. 1;
an den anderen veräußert. Auf einen Mummenhoff,
solchen Eigentumserwerb findet § 566 jurisPR-MietR
Abs. 1 BGB weder direkte noch analoge 13/2019 Anm. 1
Anwendung.
§ 566 BGB Rechtsnachfolge bei faktischer 4. September MietPrax-AK § Börstinghaus,
Nutzung eines Drittgrundstücks 2019 566 BGB Nr. 21 jurisPR-
Ist dem Mieter gestattet, ein im Eigentum XII ZR 52/18 = MDR 2019, BGHZIvilR
des Vermieters stehendes weiteres 1372 = GE 2019, 23/2019 Anm. 2;
Grundstück zu benutzen, das nicht 1567 = NZM Bieber, jurisPR-
Gegenstand des Mietvertrags ist, tritt bei 2019, 941 = MietR 24/2019
einer späteren Veräußerung dieses ZMR 2020, 21 = Anm. 4; Burbulla,
Grundstücks der Erwerber nicht gemäß § NJW 2020, 683 MietRB 2019, 360;
566 Abs. 1 BGB in den Mietvertrag ein. Drasdo, NJW-
Spezial 2019, 738
§ 566 BGB Fehlende Indentität zwischen 27. Oktober 2021 MietPrax-AK § Börstinghaus,
Vermieter und Eigentümer XII ZR 84/20 566 BGB Nr. 22 jurisPR-
1. Bei fehlender Identität zwischen = GE 2022, 37 = BGHZivilR 2/2022
Vermieter und Veräußerer ist § 566 Abs. NZM 2022, 58 = Anm. 3; Wichert,
1 BGB entsprechend anwendbar, wenn ZMR 2022, 203 MietRB 2022,
die Vermietung des veräußerten = MDR 2022, 71/72; Drasdo,
Grundstücks mit Zustimmung und im 420 = WuM NJW-Spezial 2022,
alleinigen wirtschaftlichen Interesse des 2022, 221 162
Eigentümers erfolgt und der Vermieter
kein eigenes Interesse am Fortbestand des
Mietverhältnisses hat.
2. Diese Voraussetzungen liegen nicht
vor, wenn der Grundstückseigentümer
erst im Zeitpunkt der Veräußerung des
vermieteten Grundstücks ein
wirtschaftliches Interesse am Eintritt des
Erwerbers in den bestehenden
Mietvertrag hat (Abgrenzung zu
Senatsurteil vom 12. Juli 2017 - XII ZR
26/16, BGHZ 215, 236 = NZM 2017,
847).
§ 566a Kautionsrückzahlung durch 16. Juli 2003 MietPrax-AK § Walke, WuM
BGB Zwangsverwalter VIII ZR 11/03 566a BGB Nr. 1 2004, 185; Junker,
Der Zwangsverwalter einer Mietwohnung = NJW 2003, MietRB 2004, 5;
ist dem Mieter gegenüber, wenn die 3342 = NZM Berger, LMK
sonstigen Voraussetzungen gegeben sind, 2003, 849 = 2003, 203; Klühs,
zur Herausgabe einer von diesem WuM 2003, 630 Die
geleisteten Kaution verpflichtet, selbst = ZMR 2003, Einstandspflicht
wenn der Vermieter dem 903 = DWW des
Zwangsverwalter die Kaution nicht 2003, 335 Zwangsverwalters
ausgefolgt hat. Dies gilt auch dann, wenn für Ansprüche des
für die Verpflichtungen des Mieters aus dem
Zwangsverwalters die Vorschriften des

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Mietrechtsreformgesetzes vom 19. Juni Mietverhältnis
2001 noch nicht heranzuziehen sind. (2008)
§ 566a Kautionsrückzahlung durch 9. März 2005 MietPrax-AK §
BGB Zwangsverwalter VIII ZR 330/03 566a BGB Nr. 2
Der Senat hält an seiner Rechtsprechung = WuM 2005,
fest, daß der Zwangsverwalter einer 460 = GE 2005,
Mietwohnung dem Mieter gegenüber , 858 = ZMR
wenn die sonstigen Voraussetzungen 2005, 603 =
gegeben sind, zur Herausgabe einer von NZM 2005, 596
diesem geleisteten Kaution verpflichtet = MDR 2005,
ist, selbst wenn der Vermieter dem 980 = NJW-RR
Zwangsverwalter die Kaution nicht 2005, 1029
ausgefolgt hat (im Anschluss an Senat,
Urteil vom 16. Juli 2003 - VIII ZR 11/03
- NJW 2003, 3342).
§ 566a Zeitlicher Anwendungsbereich 9. März 2005 MietPrax-AK § Eupen, MietRB
BGB des § 566a BGB n.F. VIII ZR 381/03 566a BGB Nr. 3 2005, 197
1. Nimmt das Berufungsgericht im = WuM 2005,
Tatbestand auf die tatsächlichen 404 = GE 2005,
Feststellungen des erstinstanzlichen 733 = ZMR
Urteils Bezug und geht es in seinen 2005, 686 =
weiteren Ausführungen von MDR 2005,
entscheidungserheblichen Tatsachen aus, 1044 = NJW-RR
die im Widerspruch zum Tatbestand des 2005, 962
angefochtenen Urteils stehen, ohne diese
Abweichung zu erläutern, ist das
Revisionsgericht an solche Tatsachen
nicht gebunden. Das angefochtene Urteil
ist dann schon deshalb aufzuheben, weil
sein Tatbestand keine verläßliche
Beurteilungsgrundlage für das
Revisionsgericht bildet.
2. Der Zwangsverwalter einer
Mietwohnung hat dem Mieter eine von
diesem an den Vermieter geleistete
Kaution nur dann herauszugeben, wenn
eine derartige Verpflichtung auch den
Zwangsvollstreckungsschuldner selbst,
der das vermietete Grundstück erworben
hat, getroffen hätte.
3. Hat ein Käufer ein vermietetes
Grundstück vor dem 1. September 2001
erworben, so ist er dem Mieter gegenüber
zur Herausgabe einer von diesem an den
Vermieter geleisteten Kaution nur
verpflichtet, wenn dem Erwerber die
Kaution ausgehändigt wird oder wenn er
dem Vermieter gegenüber die
Verpflichtung zur Rückgewähr
übernimmt (§ 572 Satz 2 BGB a.F.). Die
Vorschrift des § 566 a Satz 1 BGB findet
auf Veräußerungsgeschäfte, die vor dem
1. September 2001 abgeschlossen worden
sind, keine Anwendung.
§ 566a Herausgabe der Kaution durch 14. April 2005 MietPrax-AK § Drasdo, NJW-
BGB Schuldner an Zwangsverwalter V ZB 6/05 566a BGB Nr. 4 Spezial 2005, 389;
Der Zwangsverwalter ist befugt, von dem = WuM 2005, Schmidtberger,
Schuldner (Grundstückseigentümer) die 405 = GE 2005, Rpfleger 2005,
Überlassung einer vor der 857 = NJW-RR 464; Flatow,
Beschlagnahme von einem Mieter des 2005, 1032 = jurisPR-MietR
MDR 2005, 15/2005 Anm. 2

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Objekts geleisteten Mietkaution zu 1012 = NZM
verlangen. Der Beschluss über die 2006, 71
Anordnung der Zwangsverwaltung stellt
zusammen mit der Ermächtigung des
Zwangsverwalters zur Besitzergreifung
einen Vollstreckungstitel dar, aufgrund
dessen wegen dieses Anspruchs nach §
883 ZPO vollstreckt werden kann.
§ 566a Beweislast für Zahlung der 28. September MietPrax-AK § Drasdo, NJW-
BGB Kaution 2005 566a BGB Nr. 5 Spezial 2006, 3;
Verlangt der Mieter von dem Erwerber VIII ZR 372/04 = WuM 2005, Bieber, WuM
eines vor dem 1. September 2001 718 = NJW 2005, 89:
veräußerten Grundstücks die Rückgewähr 2005, 3494 = Monschau, MietRB
einer an den früheren Vermieter NZM 2005, 907 2006, 90
geleisteten Kaution, so trägt er = GE 2006, 52 =
grundsätzlich die Darlegungs- und ZMR 2006, 31 =
Beweislast dafür, dass die geleistete MDR 2006, 256
Sicherheit dem Erwerber ausgehändigt
worden ist.
§ 566a Kautionsrückzahlungsanspruch 16. November MietPrax-AK § Drasdo, NJW-
BGB bei Vermieterwechsel 2005 566a BGB Nr. 6 Spezial 2006, 195
a) Zur Anwendbarkeit des § 572 a.F. XII ZR 124/03 = GE 2006, 254
BGB, wenn das vermietete = NZM 2006,
Gewerbegrundstück schon vor 179 = GuT 2006,
Inkrafttreten des neuen Mietrechts zum 1. 72 = ZMR 2006,
September 2001 veräußert und das 348 = MDR
Mietverhältnis vor diesem Zeitpunkt 2006, 806
beendet war (im Anschluss an BGH
Urteil vom 9. März 2005 - VIII ZR
381/03 - NJW-RR 2005, 962).
b) Zur Darlegungs- und Beweislast des
Mieters eines vor dem 1. September 2001
veräußerten Gewerbegrundstücks, wenn
er vom Erwerber eine an den
Vorvermieter gezahlte Kaution
zurückverlangen will (im Anschluss an
BGH Urteil vom 28. September 2005 -
VIII ZR 372/04 - NJW 2005, 3494).
§ 566a Kautionsrückzahlungsanspruch 3. Mai 2006 MietPrax-AK § Junker, MietRB
BGB gegen Zwangsverwalter VIII ZR 210/05 566a BGB Nr. 7 2007, 5; Hawelka,
§ 152 Abs. 2 ZVG bezieht sich nur auf = WuM 2006, ZfIR 2007, 210;
zum Zeitpunkt des Wirksamwerdens der 403 = ZMR Flatow, jurisPR-
Beschlagnahme bestehende 2006, 603 = GE MietR 4/2007
Mietverhältnisse. Der Zwangsverwalter 2006, 1035 = Anm. 4
einer Mietwohnung ist deshalb nicht zur NZM 2006, 680
Auszahlung einer vom Mieter an den = NJW-RR
Vermieter geleisteten und von diesem 2006, 1021 =
nicht an den Zwangsverwalter BGHEReport
weitergegebenen Kaution verpflichtet, 2006, 950
wenn das Mietverhältnis bereits beendet
und die Wohnung geräumt ist, bevor die
Anordnung der Beschlagnahme wirksam
wird.
§ 566a Zeitlicher Anwendungsbereich 24. Juni 2009 MietPrax-AK § Wassermann,
BGB des § 566a BGB n.F. XII ZR 145/07 566a BGB Nr. 8 jurisPR-
Der durch das Mietrechtsreformgesetz = GuT 2009, 187 BGHZivilR
eingefügte § 566 a BGB findet keine = GE 2009, 1039 17/2009 Anm. 1;
Anwendung, wenn zwar der dingliche = NZM 2009, Drasdo, NJW-
Erwerb des Mietobjekts nach dem 615 = WuM Spezial 2009, 626;
Inkrafttreten der Neuregelung am 1.

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September 2001 erfolgt ist, das diesem 2009, 549 = Kern, MietRB
Erwerb zugrunde liegende ZMR 2009, 837 2009, 285
schuldrechtliche Rechtsgeschäft jedoch
bereits vor diesem Zeitpunkt
abgeschlossen worden ist. In diesem Fall
bleibt es bei der Anwendbarkeit des § 572
BGB a.F.
§ 566a Kautionsrückzahlungsanspruch 1. Juni 2011 MietPrax-AK § Flatow, jurisPR-
BGB e gegen letzten Erwerber 304/10 566a BGB Nr. 9 MietR 15/2011
Infolge einer nach Inkrafttreten von § = GE 2011, 1080 Anm. 3; Schmid,
566a BGB erfolgten Veräußerung = ZMR 2011, MietRB 2011, 239;
vermieteten Wohnraums tritt der 785 = NZM Drasdo, NJW-
Erwerber auch dann in die durch die 2011, 81 Spezial 2011, 546;
Zahlung der Kaution an den Bister, NZM 2012,
ursprünglichen Vermieter begründeten 446
Rechte und Pflichten ein, wenn es zuvor -
noch unter der Geltung des § 572 BGB aF
- weitere Veräußerungsgeschäfte gegeben
hat und die Kaution in der Kette der
vorangegangenen Vermieter nicht
weitergeleitet worden war (im Anschluss
an Senatsurteil vom 9. März 2005 - VIII
ZR 381/03, NZM 2005, 639 unter II 2b).
§ 566a Anspruch des Erwerbers auf 7. Dezember MietPrax-AK § Dötsch, MietRB
BGB Übertragung der Kaution 2011 566a BGB Nr. 2012, 33; Jahreis,
a) Grundsätzlich besteht kein Anspruch VIII ZR 206/10 10 = WuM 2012, jurisPR-MietR
des Erwerbers gegen den Mieter auf 21 = GE 2012, 4/2012, Anm 3;
erneute Leistung einer im Mietvertrag 128 = MDR Drasdo, NJW-
vereinbarten Kaution, wenn der Mieter 2012, 138 = Spezial 2012, 163;
die Kaution bereits an den Voreigentümer NJW-RR 2012, Jäger, ZfIR 2012,
als früheren Vermieter geleistet hat. 214 = ZfIR 2012, 125
b) Zur Verpflichtung eines Mieters aus 124 = ZMR
Treu und Glauben (§ 242 BGB), die vom 2012, 258 =
Voreigentümer an den Mieter NZM 2012, 303
zurückgegebene Kaution an den Erwerber
als neuen Vermieter zu leisten.
§ 566a Kautionsrückzahlungsanspruch 7. März 2012 MietPrax-AK § Börstinghaus,
BGB gegen Ersteigerer nach XII ZR 13/10 566a BGB Nr. jurisPR-
11 = GE 2012, BGHZivilR 8/2012
Insolvenz des Veräußerers 610 = GuT 2012, Anm. 4; Jahreis,
Auf den Ersteher eines vermieteten 46 = NJW 2012, jurisPR-MietR
Grundstücks geht die Verpflichtung zur 1353 = WuM 12/2012 Anm. 6;
Rückzahlung der Mietsicherheit an den 2012, 278 = Hörndler, MietRB
Mieter kraft Gesetzes auch dann über, NZM 2012, 344 2012, 232
wenn der insolvent gewordene = ZMR 2012,
Voreigentümer die vom Mieter erhaltene 535
Mietsicherheit nicht getrennt von seinem
sonstigen Vermögen angelegt hatte.
§ 566a Zur Wirksamkeit von 23. Januar 2013 MietPrax-AK § Beuermann, GE
BGB Verzichtserklärungen gegenüber VIII ZR 143/12 566a BGB Nr. 2013, 385;
12 = WuM 2013, Siegmund, MietRB
dem Veräußerer 172 = GE 2013, 2013, 137
a) Die Haftung des Veräußerers für die 411 = NZM
Rückzahlung der Mietsicherheit kann 2013, 230 =
durch Individualvereinbarung GuT-W 2013, 13
ausgeschlossen werden.
b) Ob formularvertragliche
Verzichtserklärungen der Inhaltskontrolle
standhalten bleibt offen.
c) Zumindest darf eine solche nicht
unklar sein und auch die Auslegung

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zulassen, dass nur Ansprüche gegen den
Zwangsverwalter ausgeschlossen sein
sollen.(nicht amtlicher Leitsatz)
§ 568 BGB Kündigungserklärung bei 16. März 2005 MietPrax-AK § Krapf, MietRB
Personenmehrheit VIII ZR 14/04 568 BGB Nr. 1 = 2005, 172; Drasdo,
Zur Wirksamkeit der Kündigung eines WuM 2005, 341 NJW-Spezial 2005,
Wohnraummietverhältnisses, die nach = GE 2005, 610 338
Auszug eines Mitmieters allein gegenüber = NJW 2005,
dem die Wohnung weiter nutzenden 1715 = NZM
Mieter ausgesprochen worden ist (im 2005, 452 =
Anschluss an BGH, Urteil vom 3. DWW 2005, 234
März.2004 - VIII ZR 124/03, NJW 2004, = ZMR 2005,
1797) 522 = MDR
2005, 858
§ 568 BGB Kündigungserklärung bei 14. September MietPrax-AK §
Personenmehrheit 2010 568 BGB Nr. 2 =
Rechtsmissbräuchliches Berufen darauf, VIII ZR 83/10 WuM 2010, 680
dass die Kündigungserklärung nicht auch = GE 2010, 1533
gegen ausgezogenen Mieter erklärt = NZM 2010,
815
wurde.(nicht amtlicher Leitsatz)
§ 569 BGB Fristlose Kündigung des 17. Dezember MietPrax-AK § Bieber, MietRB
Zwischenmieters bei 2003 569 BGB Nr. 1 = 2004, 107; Löfflad,
XII ZR 308/00 NJW 2004, 848 BGHReport 2004,
Gesundheitsgefährdung = NZM 2004, 505; Blank, NZM
Das Recht zur außerordentlichen 222 = ZMR 2004, 249
fristlosen Kündigung wegen 2004, 338 =
gesundheitsgefährdender Beschaffenheit WuM 2004, 206
der Mieträume steht grundsätzlich auch = GE 2004, 294
dem (hier: gewerblichen) Zwischenmieter
im Verhältnis zum Hauptvermieter zu.
§ 569 BGB Umfang der Begründung bei 22. Dezember MietPrax-AK § Gellwitzki, WuM
Zahlungsverzugskündigung 2003 569 BGB Nr. 2 = 2004, 181;
Kündigt der Vermieter das VIII ZB 94/03 WuM 2004, 97 = Hoffmann, MietRB
Wohnungsmietverhältnis fristlos wegen GE 2004, 233 = 2004, 100;
Zahlungsverzuges des Mieters (§ 543 ZMR 2004, 254 Börstinghaus,
Abs. 2 Satz 1 Nr. 3 BGB), so genügt er = DWW 2004, LMK 2004, 57
jedenfalls bei klarer und einfacher 53 = NZM 2004,
Sachlage seiner Pflicht zur Angaben des 187 = NJW
Kündigungsgrundes, wenn er in dem 2004, 850
Kündigungsschreiben den
Zahlungsverzug als Grund benennt und
den Gesamtbetrag der rückständigen
Miete beziffert. Die Angabe weiterer
Einzelheiten wie Datum des
Verzugseintritts oder Aufgliederung des
Mietrückstandes für einzelne Monate ist
entbehrlich.
§ 569 BGB Umfang der Begründung bei 30. Juni 2004 MietPrax-AK §
Zahlungsverzugskündigung VIII ZB 31/04 569 BGB Nr. 3 =
Ein einfacher und klarer Sachverhalt i.S.d WuM 2004, 489
Beschlusses vom VIII ZB 94/03 liegt = GE 2004, 979
auch dann vor, wenn der Vermieter = NZM 2004,
zusätzlich zu den Angeben in der 699 = DWW
Kündigung ein Mietkontoblatt beifügt, 2004, 256
dessen Saldo geringfügig von dem im
Kündigungsschreiben angegebenen Saldo
abweicht.(nicht amtlicher Leitsatz)

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§ 569 BGB Schonfrist bei ordentlicher 16. Februar 2005 MietPrax-AK § Blank, WuM 2005,
Kündigung wegen VIII ZR 6/04 569 BGB Nr. 4 = 252; Schläger,
WuM 2005, 250 ZMR 2005, 359;
Zahlungsverzuges = GE 2005, 429 Bieber,
Kündigt der Vermieter ein = DWW 2005, BGHReport 2005,
Wohnraummietverhältnis nach §§ 543 150 = ZMR 689; Dickersbach,
Abs. 1, Abs. 2 Satz 1 Nr. 3 Buchst. a, 569 2005, 356 = MietRB 2005, 173;
Abs. 3 Nr. 1 BGB wegen NZM 2005, 334 Börstinghaus,
Zahlungsverzugs des Mieters fristlos und = MDR 2005, WuM 2005, 446
hilfsweise auch fristgemäß, läßt der 680
nachträgliche Ausgleich der Rückstände
innerhalb der Frist des § 569 Abs. 3 Nr. 2
BGB zwar die fristlose Kündigung
unwirksam werden, nicht dagegen auch
ohne weiteres die fristgemäße
Kündigung. Die nachträgliche Zahlung ist
jedoch bei der Prüfung, ob der Mieter
seine vertraglichen Pflichten schuldhaft
nicht unerheblich verletzt hat (§ 573 Abs.
2 Nr. 1 BGB), zu berücksichtigen.
§ 569 BGB Kündigung wegen 18. April 2007 MietPrax-AK § Junker, MietRB
gesundheitgefährdendem VIII ZR 182/06 569 BGB Nr. 5 = 2007, 193; Kern,
WuM 2007, 319 NZM 2007, 634;
Zustand = NZM 2007, Drasdo, NJW-
Die außerordentliche fristlose Kündigung 439 = DWW Spezial 2007, 390;
eines Mietverhältnisses über Wohnraum 2007, 239 = GE Horst, MietRB
wegen erheblicher 2007, 841 = 2007, 322; Blank,
Gesundheitsgefährdung nach § 543 Abs. NJW 2007, 2177 LMK 2007,
1, § 569 Abs. 1 BGB ist grundsätzlich = ZMR 2007, 236813
erst zulässig, wenn der Mieter dem 601 = MDR
Vermieter zuvor gemäß § 543 Abs. 3 Satz 2007, 1064
1 BGB eine angemessene Abhilfefrist
gesetzt oder eine Abmahnung erteilt hat.
§ 569 BGB Umfang der Begründung einer 12. Mai 2010 MietPrax-AK § Drasdo, NJW-
Zahlungsverzugskündigung VIII ZR 96/09 569 BGB Nr. 6 = Spezial 2010, 483;
a) Bei einer Entscheidung des GE 2010, 975 = Scheuer, MietRB
Berufungsgerichts über eine Klage und WuM 2010, 484 2010, 260
eine Hilfswiderklage, die einen = NZM 2010,
tatsächlich und rechtlich selbstständigen 548 = NJW
Teil des Streitstoffs betrifft, welcher 2010, 3015 =
Gegenstand eines Teilurteils sein oder auf ZMR 2010, 839
den ein Revisionskläger seine Revision = MDR 2010,
beschränken könnte, ist eine 979
Beschränkung der Revisionszulassung auf
die Entscheidung über die Klage zulässig.
b) Es genügt zur formellen Wirksamkeit
einer auf Mietzahlungsverzug gestützten
Kündigung des Vermieters, dass der
Mieter anhand der Begründung des
Kündigungsschreibens erkennen kann,
von welchem Mietrückstand der
Vermieter ausgeht und dass er diesen
Rückstand als gesetzlichen Grund für die
fristlose Kündigung wegen
Zahlungsverzugs heranzieht. Darüber
hinausgehende Angaben sind auch dann
nicht erforderlich, wenn es sich nicht um
eine klare und einfache Sachlage handelt
(im Anschluss an Senatsbeschluss vom
22. Dezember 2003 - VIII ZB 94/03,
NJW 2004, 850).

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§ 569 BGB Frist für Kündigung wegen 13. April 2010 MietPrax-AK § Beuermann, GE
gesundheitsgefährdendem VIII ZR 206/09 569 BGB Nr. 7 = 2010, 801; Eupen,
WuM 2010, 352 MietRB 2010, 190
Zustand = GE 2010, 842
Der Ausspruch einer fristlosen = NZM 2011, 32
außerordentlichen Kündigung nach § 569
Abs. 1 Satz 1 BGB ist zwar an sich an
keine Frist gebunden. Gleichwohl bleibt
eine längere Verzögerung der
Kündigungserklärung nicht ohne
Rechtsfolgen. Bei den
Kündigungstatbeständen, die an eine
Unzumutbarkeit der Fortsetzung des
Mietverhältnisses anknüpfen ist bei einer
überlangen Hinauszögerung der
Kündigung der Schluss gerechtfertigt,
dass die Vertragsfortsetzung für den
Kündigenden nicht unzumutbar ist.(nicht
amtlicher Leitsatz)
§ 569 BGB Keine analoge Anwendung des § 9. Mai 2012 MietPrax-AK § Börstinghaus,
569 Abs. 3 Ziff 3 BGB auf VIII ZR 327/11 569 BGB Nr. 8 = jurisPR-
GE 2012, 889 = BGHZivilR
Mieterhöhungen im MDR 2012, 753 13/2012 Anm. 3;
preisgebundenen Wohnungsbau = NJW 2012, Schach, GE 2012,
§ 569 Abs. 3 Nr. 3 BGB ist auf 2270 = GuT 860; Kunze,
Anpassungen der Kostenmiete bei 2012, 253 = MietRB 2012, 223;
preisgebundenem Wohnraum nicht MDR 2012, 753 Drasdo, NJW-
entsprechend anzuwenden. = NZM 2012, Spezial 2012, 483;
529 = WuM Blank, WuM 2012,
2012, 440 = 444; Hinz, ZMR
ZMR 2012, 686 2012, 842
= DWW 2012,
370
§ 569 BGB Keine Anwendung des § 569 15. August 2012 MietPrax-AK § Dötsch, MietRB
Abs. 3 Nr. 2 BGB auf die VIII ZR 238/12 569 BGB Nr. 9 = 2013, 3
WuM 2012, 571
ordentliche Kündigung = GuT 2012, 370
a) § 569 Abs. 3 Nr. 2 BGB gilt nicht für = GE 2012, 1373
die fristgemäße Kündigung.
b) Eine Zahlung innerhalb der Schonfrist
kann aber das Verschulden des Mieters
im Rahmen des § 573 Abs. 2 Nr. 2 BGB
in einem milderen Licht erscheinen
lassen.(nicht amtlicher Leitsatz)
§ 569 BGB Kündigung wegen 18. Februar 2015 MietPrax-AK § Bieber, GE 2015,
Tabackgeruchs VIII ZR 186/14 569 BGB Nr. 10 488; Horst,
Zur Kündigung eines Mietverhältnisses = NZM 2015, MietRB 2015, 129;
wegen Zigarettengeruchs im 302 = NJW Pielsticker, WuM
Treppenhaus. 2015, 1239 = GE 2015, 292; Drasdo,
2015, 509 = NJW-Spezial 2015,
DWW 2015, 136 290; Schmid, ZMR
= WuM 2015, 378;
2015,289 = ZMR Theesfeld, jurisPR-
2015, 376 MietR 12/2015
Anm. 2
§ 569 BGB Anforderungen an Kündigung 22. Juni 2021 MietPrax-AK § Siegmund, MietRB
wegen Lärmstörungen VIII ZR 134/20 569 BGB Nr. 11 2022, 2
1. Das Gebot rechtlichen Gehörs = GE 2021, 1121
verpflichtet das entscheidende Gericht, = WuM 2021,
die Ausführungen der Prozessbeteiligten 551 = NZM
2021, 760 =
NJW-RR 2021,

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zur Kenntnis zu nehmen und in Erwägung 1093 = ZMR
zu ziehen. 2022, 18
2. Eine nachhaltige Störung des
Hausfriedens setzt voraus, dass eine
Mietpartei die gemäß § 241 Abs. 2 BGB
aus dem Gebot der gegenseitigen
Rücksichtnahme folgende Pflicht, sich bei
der Nutzung der Mietsache so zu
verhalten, dass die anderen Mieter nicht
mehr als unvermeidlich gestört werden, in
schwerwiegender Weise verletzt.
[Link] Sachvortrag zur Begründung eines
Anspruchs ist bereits dann schlüssig und
erheblich, wenn die Partei Tatsachen
vorträgt, die in Verbindung mit einem
Rechtssatz geeignet und erforderlich sind,
das geltend gemachte Recht als in der
Person der Partei entstanden erscheinen
zu lassen. Die Angabe näherer
Einzelheiten ist nicht erforderlich, soweit
diese für die Rechtsfolgen nicht von
Bedeutung sind.(nicht amtlicher
Leitsatz)
§ 569 BGB ordentliche Kündigung und 13. Oktober 2021 MietPrax-AK § Börstinghaus,
Schonfristzahlung VIII ZR 91/20 569 BGB Nr. 12 jurisPR-
1. Ein innerhalb der Schonfrist des § 569 = WuM 2021, BGHZivilR
Abs. 3 Nr. 2 Satz 1 BGB erfolgter 744 = GE 2021, 26/2021 Anm. 3;
Ausgleich des Mietrückstands 1549 = NZM Drasdo, NJW-
beziehungsweise eine entsprechende 2022, 49 = NJW- Spezial 2022, 67;
Verpflichtung einer öffentlichen Stelle RR 2022, 80 = Beyer, jurisPR-
hat lediglich Folgen für die auf § 543 DWW 2022, 16 MietR 5/2022
Abs. 1, 2 Satz 1 Nr. 3 BGB gestützte = ZMR 2022, Anm. 1
fristlose, nicht jedoch für eine aufgrund 112 = MDR
desselben Mietrückstands hilfsweise auf § 2022, 300
573 Abs. 1, 2 Nr. 1 BGB gestützte
ordentliche Kündigung (Bestätigung der
Senatsurteile vom 16. Februar 2005 - VIII
ZR 6/04, WuM 2005, 250 unter II 2 a-d;
vom 11. Januar 2006 - VIII ZR 364/04,
NJW 2006, 1585 Rn. 20; vom 25.
Oktober 2006 - VIII ZR 102/06, NJW
2007, 428 Rn. 11; vom 28. November
2007 - VIII ZR 145/07, NJW 2008, 508
Rn. 19; vom 10. Oktober 2012 - VIII ZR
107/12, BGHZ 195, 64 Rn. 28; vom 1.
Juli 2015 - VIII ZR 278/13, NJW 2015,
2650 Rn. 22; vom 1. Juli 2020 - VIII ZR
323/18, WuM 2020, 499 Rn. 25, 33;
Senatsbeschlüsse vom 6. Oktober 2015 -
VIII ZR 321/14, WuM 2016, 225 Rn. 6
und vom 20. Juli 2016 - VIII ZR 238/15,
WuM 2016, 682 Rn. 8).
2. Diese (beschränkte) Wirkung des
Nachholrechts des Mieters entspricht dem
eindeutigen Willen des Gesetzgebers, so
dass der an Gesetz und Recht gebundene
Richter (Art. 20 Abs. 3 GG) diese
Entscheidung nicht aufgrund eigener
rechtspolitischer Vorstellungen verändern
und durch eine judikative Lösung
ersetzen darf, die so im

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Gesetzgebungsverfahren (bisher) nicht
erreichbar war (im Anschluss an BVerfG,
Beschluss vom 14. Mai 1985 - 1 BvR
233/81, BVerfGE 69, 315, 372 und
BVerfG, Beschluss vom 3. April 1990 - 1
BvR 1186/89, BVerfGE 82, 6, 12 f).
§ 572 BGB Bestand Arbeitsverhältnis als 11. November MietPrax-AK § Börstinghaus,
auflösende Bedingung für 2020 572 BGB Nr. 1 = jurisPR-
VIII ZR 191/18 WuM 2021, 47 = BGHZivilR 3/2021
Mietvertrag GE 2021, 114 = Anm. 3; Schach,
1. Eine Vertragsbestimmung, die die MDR 2021, 158 MietRB 2021, 34
Beendigung eines Mietvertrags an die = NJW-RR
Beendigung eines (unbefristeten) Arbeits- 2021, 84 = NZM
oder Dienstverhältnisses knüpft, stellt 2021, 137 =
eine auflösende Bedingung dar. Macht ZMR 2021, 206
der Mieter deutlich, nicht ausziehen zu
wollen und somit die Bedingung nicht
gegen sich gelten zu lassen, wird das
Mietverhältnis zwischen den Parteien
unverändert fortgesetzt.
2. Zur Frage eines gemeinsamen Irrtums
der Mietvertragsparteien über den
Fortbestand des Mietverhältnisses als
Geschäftsgrundlage der Vereinbarung
eines Auszugstermins (im Anschluss an
BGH, Urteile vom 13. Mai 1954 - IV ZR
27/54, BeckRS 1954, 31397922; vom 6.
November 2003 - III ZR 376/02, NZM
2004, 28 unter I 2 a, b; vom 21.
Dezember 2006 - VII ZR 275/05, NJW
2007, 838 Rn. 10; jeweils mwN).
§ 573 BGB Zur räumlichen Beschränkung 9. Juli 2003 MietPrax-AK § Kappus, NZM
der Anbietpflicht VIII ZR 276/02 573 BGB Nr. 1 = 2003, 657; Wiek,
1. Geschwister sind kraft ihres nahen WuM 2003, 464 DWW 2003, 297;
Verwandtschaftsverhältnisses = GE 2003, 1078 Schwartmann,
privilegierte Angehörige des Vermieters = NJW 2003, MietRB 2003, 5;
im Sinne von § 564 b Abs. 2 Satz 1 Nr. 2 2604 = NZM Schumacher, WuM
BGB a.F. (jetzt: § 573 Abs. 2 Nr. 2 2003, 681 = 2004, 507; Blank,
BGB). ZMR 2003, 664 LMK 2003, 177
2. Kündigt der Vermieter eine vermietete = DWW 2003,
Wohnung wegen Eigenbedarfs, so hat er 258
dem Mieter eine vergleichbare, im selben
Haus oder in derselben Wohnanlage ihm
zur Verfügung stehende Wohnung, die
vermietet werden soll, zur Anmietung
anzubieten. Auf andere Wohnungen
erstreckt sich die Anbietpflicht nicht. 3.
Kommt der Vermieter seiner
Anbietpflicht nicht nach, so ist die
Kündigung wegen Rechtsmißbrauchs
unwirksam.
§ 573 BGB Zur zeitlichen Beschränkung der 9. Juli 2003 MietPrax-AK § Kappus, NZM
Anbietpflicht VIII ZR 311/02 573 BGB Nr. 2 = 2003, 657; Wiek,
1. Kündigt der Vermieter eine vermietete WuM 2003, 463 DWW 2003, 297;
Wohnung wegen Eigenbedarfs, so hat er = NJW 2003, Häublein, NZM
dem Mieter bis zum Ablauf der 2604 = NZM 2003, 970; Löfflad,
Kündigungsfrist eine vergleichbare, im 2003, 682 = GE MietRB 2003, 4;
selben Haus oder in derselben 2003, 1206 = Blank, LMK 2003,
Wohnanlage ihm zu diesem Zeitpunkt zur ZMR 2003, 665 177
Verfügung stehende Wohnung, die = DWW 2003,
258

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vermietet werden soll, zur Anmietung
anzubieten.
2. Kommt der Vermieter dieser
Anbietpflicht nicht nach, so ist die
Kündigung wegen Rechtsmißbrauchs
unwirksam.
§ 573 BGB Zur Kündigung eines Ex- 10. September MietPrax-AK § Maciejewski, MM
Genossen aus 2003 573 BGB Nr. 3 = 2003, 445; Roth,
VIII ZR 22/03 ZMR 2003, 904 NZM 2004, 129,
Genossenschaftswohnung = GE 2003, 1488 Lützenkirchen,
Wird ein Mitglied einer = WuM 2003, MietRB 2004, 4
Wohnungsgenossenschaft, das von der 691 = NJW-RR
Genossenschaft durch einen 2004, 12 = NZM
Dauernutzungsvertrag eine Wohnung 2004, 25
gemietet hat, gemäß § 68 GenG wegen
genossenschaftswidrigen Verhaltens aus
der Genossenschaft ausgeschlossen und
wird die von ihm genutzte Wohnung für
ein anderes Mitglied benötigt, so hat die
Genossenschaft ein berechtigtes Interesse
an der Beendigung des Mietverhältnisses.
§ 573 BGB Zur Abrißkündigung 24. März 2004 MietPrax-AK § Hinz , WuM 2004,
Der ersatzlose Abriss eines Gebäudes ist VIII ZR 188/03 573 BGB Nr. 4 = 279; Zich, MietRB
keine wirtschaftliche Verwertung im NJW 2004, 1736 2004, 200
Sinne des § 573 Abs. 2 Nr. 3 BGB. Eine = WuM 2004,
zu diesem Zweck ausgesprochene 277 = NZM
Kündigung des Mietverhältnisses durch 2004, 377 = GE
den Vermieter ist daher in den neuen 2004, 611 =
Bundesländern nicht durch Art. 232 § 2 ZMR 2004, 428
Abs.2 EGBGB ausgeschlossen. = DWW 2004,
147
§ 573 BGB Beweislast bei vorgetäuschtem 18. Mai 2005 MietPrax-AK § Drasdo, NJW
Eigenbedarf VIII ZR 368/03 573 BGB Nr. 5 = spezial 2005, 434;
Zur Darlegungs- und Beweislast im GE 2005, 855 = Dickersbach,
Schadensersatzprozeß des Mieters wegen NZM 2005, 580 MietRB 2006, 2
unberechtigter Eigenbedarfskündigung. = NJW 2005,
2395 = WuM
2005, 521 =
ZMR 2005, 702
= MDR 2005,
1218
§ 573 BGB Eigenbedarf bei überwiegend 5. Oktober 2005 MietPrax-AK § Wiek, WuM 2005,
gewerblicher Nutzungsabsicht VIII ZR 127/05 573 BGB Nr. 6 = 781; Krapf,
Der Wunsch des Vermieters, seine NZM 2005, 943 MietRB 2006, 92
Wohnung selbst zu Wohnzwecken zu = WuM 2005,
nutzen ist im Hinblick auf sein durch Art. 781 = NJW
14 Abs. 1 Satz 1 GG geschütztes 2005, 3782 = GE
Eigentum grundsätzlich zu achten und 2005, 1548
einer gerichtlichen Nachprüfung
entzogen. Das gilt auch in den Fällen, in
denen der Vermieter seine Wohnung nur
teilweise für eigene Wohnzwecke,
überwiegend jedoch für eigene berufliche
Zwecke nutzen will.(nicht amtlicher
Leitsatz)
§ 573 BGB Zur zeitlichen Beschränkung der 25. Oktober 2005 MietPrax-AK §
Anbietpflicht VIII ZR 158/04 573 BGB Nr. 7 =
Hat der Vermieter vernünftige und WuM 2005, 741
nachvollziehbare Gründe dargelegt, [LS]
weshalb er trotz Freiwerdens der
Alternativwohnung auf Räumung der

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gekündigten Wohnung besteht, kann der
Mieter sich nicht darauf berufen, dass
nach Ablauf der Kündigungsfrist eine
Alternativwohnung frei wurde.(nicht
amtlicher Leitsatz)
§ 573 BGB Wegfall des Eigenbedarfs 9. November MietPrax-AK § Blank, NJW 2006,
Hat der Vermieter ein Mietverhältnis über 2005 573 BGB Nr. 8 = 739; Gütgemann,
Wohnraum wegen Eigenbedarfs wirksam VIII ZR 339/04 BGHZ 165, 75 = MietRB 2006, 93;
gekündigt und fällt der geltend gemachte WuM 2005, 782 Timme, NZM
Grund nachträglich weg, so ist dies nur = NJW 2006, 2006, 249;
dann zu berücksichtigen, wenn der Grund 220 = NZM Eisenhardt,
vor dem Ablauf der Kündigungsfrist 2006, 50 = GE BGHReport 2006,
entfallen ist; in diesem Fall ist der 2006, 115 = 146
Vermieter zu einer entsprechenden DWW 2006, 19
Mitteilung an den Mieter verpflichtet. = ZMR 2006,
119 = MDR
2006, 626
§ 573 BGB Zurechnung schuldhaft 25. Oktober 2006 MietPrax-AK § Lützenkirchen,
fehlerhafter Beratung durch VIII ZR 102/06 573 BGB Nr. 9 = MietRB 2007, 59,
GE 2007, 46 = 60, 61; 102; Klees,
Mieterverein NZM 2007, 35 = NJW 2007, 431;
Der Mieter ist im Rahmen von § 573 Abs. WuM 2007, 24 = Drasdo, NJW-
2 Nr. 1 BGB auch für das schuldhafte DWW 2007, 22 Spezial 2007, 50;
Verhalten eines Erfüllungsgehilfen nach § = ZMR 2007, Blank, NZM 2007,
278 BGB verantwortlich; die ordentliche 103 = NJW 788 = WuM 2007,
Kündigung des Vermieters wegen einer 2007, 428 = 655
nicht unerheblichen Vertragsverletzung MDR 2007, 454
setzt nicht ein eigenes schuldhaftes
Verhalten des Mieters voraus. Ein
Mieterschutzverein, der den Mieter bei
der Entscheidung darüber berät, ob er von
einem Zurückbehaltungsrecht an der
Miete Gebrauch machen soll, ist
Erfüllungsgehilfe des Mieters bei der
Erfüllung der Verpflichtung zur
Entrichtung der Miete.
§ 573 BGB Kündigung wegen 23. Mai 2007 MietPrax-AK § Bieber, MietRB
Betriebsbedarfs VIII ZR 122/06 573 BGB Nr. 10 2007, 259; Drasdo,
a) Eine Kommanditgesellschaft (KG) = WuM 2007, NJW-Spezial 2007,
kann Wohnräume weder als "Wohnung 457 = NZM 467
für sich" noch für Familien- oder 2007, 639 =
Haushaltsangehörige benötigen. MDR 2007,
Eigenbedarf im Sinne von § 573 Abs. 2 1304 = NJW-RR
Nr. 2 BGB kommt bereits begrifflich 2007, 1460
nicht in Betracht.
b) Ein berechtigtes Interesse einer KG an
der Beendigung des mit einem
Betriebsfremden abgeschlossenen
Mietverhältnisses gemäß § 573 Abs. 1
Satz 1 BGB besteht nur dann, wenn das
Wohnen ihres Mitarbeiters gerade in
dieser Wohnung nach seiner betrieblichen
Funktion und Aufgabe für den
Betriebsablauf von nennenswertem
Vorteil ist. Dies gilt auch für den
Geschäftsführer der Komplementärin der
KG (vgl. auch Senatsurteil vom 23. Mai
2007 - VIII ZR 113/06).
§ 573 BGB Kündigung wegen 23. Mai 2007 MietPrax-AK §
Betriebsbedarfs VIII ZR 113/06 573 BGB Nr. 11
= WuM 2007,

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a) Eine Kommanditgesellschaft (KG) 459 = NZM
kann Wohnräume weder als "Wohnung 2007, 681 =ZMR
für sich" noch für Familien- oder 2007, 767 =
Haushaltsangehörige benötigen. MDR 2007,
Eigenbedarf im Sinne von § 573 Abs. 2 1300
Nr. 2 BGB kommt bereits begrifflich
nicht in Betracht.
b) Ein berechtigtes Interesse einer KG an
der Beendigung des mit einem
Betriebsfremden abgeschlossenen
Mietverhältnisses gemäß § 573 Abs. 1
Satz 1 BGB besteht nur dann, wenn das
Wohnen ihres Mitarbeiters gerade in
dieser Wohnung nach seiner betrieblichen
Funktion und Aufgabe für den
Betriebsablauf von nennenswertem
Vorteil ist (vgl. auch Senatsurteil vom 23.
Mai 2007 - VIII ZR 122/06).
§ 573 BGB Eigenbedarf für GbR- 27. Juni 2007 MietPrax-AK § Häublein, NJW
Gesellschafter VIII ZR 271/06 573 BGB Nr. 12 2007, 2847;
Die Kündigung eines Mietverhältnisses = WuM 2007, Schumacher,
über Wohnraum durch eine Gesellschaft 515 = NJW MietRB 2007, 253,
bürgerlichen Rechts ist grundsätzlich 2007, 2845 = 254; Müller, WuM
auch wegen des Eigenbedarfs eines NZM 2007, 679 2007, 579; Drasdo,
Gesellschafters zulässig, sofern dieser = ZMR 2007, NJW-Spezial 2007,
bereits bei Abschluss des Mietvertrages 772 = DWW 529
Gesellschafter war. 2007, 369 =
MDR 2007,
1301
§ 573 BGB Keine Abmahnung für 28. November MietPrax-AK § Schach, GE 2008,
ordentliche Kündigung 2007 573 BGB Nr. 13 84; Blank, WuM
VIII ZR 145/07 = WuM 2008, 31 2008, 91; Drasdo,
erforderlich = GE 2008, 114 NJW-Spezial 2008,
Die ordentliche Kündigung eines = NJW 2008, 130;Rave, ZMR
Mietverhältnisses über Wohnraum durch 508 = NZM 2008, 199;
den Vermieter wegen schuldhafter nicht 2008, 121 = Lützenkirchen,
unerheblicher Vertragsverletzung des ZMR 2008, 196 BGHReport 2008,
Mieters (§ 573 Abs. 1, Abs. 2 Nr. 1 BGB) = MDR 2008, 213;
setzt nicht eine Abmahnung des Mieters 258 Lützenkirchen,
durch den Vermieter voraus. Allerdings MietRB 2008, 100;
kann der Abmahnung für die Kündigung Lammel, WuM
ausnahmsweise insofern Bedeutung 2008, 210; Fischer,
zukommen, als erst ihre Missachtung WuM 2008, 251;
durch den Mieter dessen Looff, ZMR 2008,
Vertragsverletzung das für die Kündigung 680; Rolfs, LMK
erforderliche Gewicht verleiht. II. HJ, 40
§ 573 BGB Kündigung durch Bank nach 16. Januar 2008 MietPrax-AK § Kinne GE 2008,
Zwangsversteigerung VIII ZR 254/06 573 BGB Nr. 14 364; Drasdo, NJW-
Eine Bank, die eine zu Wohnzwecken = GE 2008, 402 Spezial 2008, 227
vermietete Immobilie in der = WuM 2008,
Zwangsversteigerung erworben hat, hat 233 = NZM
ein berechtigtes Interesse an der 2008, 281
Kündigung des Mietverhältnisses, wenn
der Mieter seine Rechtsposition durch ein
von ihr wegen Gläubigerbenachteiligung
anfechtbares Rechtsgeschäft erlangt hat,
bei Fortsetzung des Mietverhältnisses
eine Verwertung des Grundstücks zu
zumutbaren wirtschaftlichen
Bedingungen nicht möglich ist und die

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Bank dadurch erhebliche Nachteile
erleiden würde.
§ 573 BGB Zur zeitlichen Beschränkung der 4. Juni 2008 MietPrax-AK § Drasdo, NJW-
Anbietpflicht VIII ZR 292/07 573 BGB Nr. 15 Spezial 2008, 609
Die Pflicht des wegen Eigenbedarfs = WuM 2008,
kündigenden Vermieters, dem Mieter bis 497 = GE 2008,
zum Ablauf der Kündigungsfrist eine 1048 = NZM
vergleichbare, im selben Haus oder in 2008, 642 =
derselben Wohnanlage liegende DWW 2008, 342
Wohnung, die vermietet werden soll, = NJW 2009,
anzubieten, beschränkt sich auf 1141
Wohnungen, die dem Vermieter zu
diesem Zeitpunkt zur Verfügung stehen;
eine Wohnung, die zwar vor Ablauf der
Kündigungsfrist für die wegen
Eigenbedarfs gekündigte Wohnung
gekündigt worden ist, aber erst zu einem
späteren Zeitpunkt frei werden soll, wird
von dieser Anbietpflicht nicht erfasst (im
Anschluss an BGH, Urteil vom 9. Juli
2003 - VIII ZR 311/02, WuM 2003, 463).
§ 573 BGB Ordentliche Kündigung eines 16. September MietPrax-AK §
Zeitmietvertrages 2008 573 BGB Nr. 16
Ein auf bestimte Zeit eingegangenes VIII ZR 112/08 = WuM 2009, 48
Mietverhältnis kann nicht im Wege der = MM 2009, 37
ordentlichen Kündigung beendet = GE 2009, 254
werden.(nicht amtlicher Leitsatz)
§ 573 BGB Kündigung wegen 28. Januar 2009 MietPrax-AK § Schach, GE 2009,
wirtschaftlicher Verwertung bei VIII ZR 8/08 573 BGB Nr. 17 354; Drasdo, NJW-
= BGHZ 179, Spezial 2009, 259;
Neubauabsicht 289 = WuM Lützenkirchen,
a) Eine wirtschaftliche Verwertung ist 2009, 182 = GE MietRB 2009, 159;
angemessen im Sinne des § 573 Abs. 2 2009, 381 = Lützenkirchen,
Nr. 3 BGB, wenn sie von vernünftigen, DWW 2009, 100 MietRB 2009, 193;
nachvollziehbaren Erwägungen getragen = NZM 2009, Warnecke, jurisPR-
wird. 234 = NJW MietR 8/2009
b) Die Beurteilung der Frage, ob dem 2009, 1200 = Anm. 1;
Eigentümer durch den Fortbestand eines ZMR 2009, 440 Rolfs/Schlüter, JZ
Mietvertrages erhebliche Nachteile = ZGS 2009, 190 2009, 693,
entstehen und er deshalb zur Kündigung = JZ 2009, 691 = Rolfs/Schlüter,
des Mietverhältnisses berechtigt ist, ist JR 2010, 114 LMK 4/2009 Anm.
vor dem Hintergrund der 4; Disput/Hübner,
Sozialpflichtigkeit des Eigentums (Art. 14 ZMR 2009, 665:
Abs. 2 GG) und damit des Hi
grundsätzlichen Bestandsinteresses des
Mieters, in der bisherigen Wohnung als
seinem Lebensmittelpunkt zu verbleiben,
vorzunehmen. Die hierzu erforderliche
Abwägung entzieht sich einer
generalisierenden Betrachtung; sie lässt
sich nur im Einzelfall unter
Berücksichtigung aller Umstände des
Einzelfalls und der konkreten Situation
des Vermieters treffen.
c) Ist wegen des Alters und schlechten
baulichen Zustands eines Gebäudes
gemessen an üblichen Wohnverhältnissen
eine "Vollsanierung" oder ein Abriss mit
anschließender Errichtung eines Neubaus
geboten, kann ein erheblicher Nachteil
des Vermieters im Sinne des § 573 Abs. 2

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Nr. 3 BGB darin liegen, dass er
anderenfalls auf notdürftige Maßnahmen
("Minimalsanierung") verwiesen ist, die
weder zu einer nachhaltigen
Verbesserung noch zur Verlängerung
einer verhältnismäßig geringen
Restlebensdauer des Gebäudes (hier 15
bis 20 Jahre) führen.
§ 573 BGB Zweite Kündigung wegen 21. Januar 2009 MietPrax-AK § Lehmann-Richter,
Eigenbedarfs/ Absehbarkeit VIII ZR 62/08 573 BGB Nr. 18 MietRB 2009, 125;
a) Die Rechtskraft eines Urteils, mit dem = WuM 2009, Blank, LMK
eine auf Eigenbedarf gestützte Kündigung 180 = NJW 4/2009 Anm. 2
des Vermieters mit der Begründung 2009, 1139 =
abgewiesen wird, die Kündigung sei im NZM 2009, 236
Hinblick darauf, dass der Mieter bei = GE 2009, 575
Abschluss des Mietvertrags nicht auf den = ZMR 2009,
bereits absehbaren Eigenbedarf 438 = MDR
hingewiesen worden sei, "jedenfalls zum 2009, 498 =
fraglichen Zeitpunkt DWW 2009, 221
rechtsmissbräuchlich", steht einer
erneuten Eigenbedarfskündigung nicht
entgegen.
b) Weist der Vermieter anlässlich der
Novation eines langjährigen Mietvertrags
nicht auf einen möglichen Eigenbedarf
für seine heranwachsende Tochter hin,
steht einer Kündigung des Vermieters,
mit der das Mietverhältnis zum Ablauf
von rund vier Jahren nach der Erneuerung
des Mietvertrags beendet werden soll,
nicht der Einwand
rechtsmissbräuchlichen Verhaltens
entgegen.
§ 573 BGB Eigenbedarf für Schwager 3. März 2009 MietPrax-AK §
Der Wohnbedarf eines Schwagers des VIII ZR 247/08 573 BGB Nr. 19
Vermieters kann Eigenbedarf zumindest = WuM 2009,
dann begründen, wenn ein besonders 294 = NZM
enger Kontakt besteht.(nicht amtlicher 2009, 353 =
DWW 2009, 189
Leitsatz) = GE 2009, 714
= ZMR 2009,
518 = NJW-RR
2009, 882
§ 573 BGB Schadensersatz bei 8. April 2009 MietPrax-AK § Hinz, WuM 2009,
vorgetäuschtem Eigenbedarf VIII ZR 231/07 573 BGB Nr. 20 331; Blank, WuM
a) Einem Mieter, der auf eine Kündigung = GE 2009, 710 2009, 447; Drasdo,
wegen eines vorgetäuschten Eigenbedarfs = WuM 2009, NJW-Spezial 2009,
hin auszieht, stehen 359 = NZM 434
Schadensersatzansprüche wegen 2009, 429 =
unberechtigter Kündigung auch dann zu, NJW 2009, 2059
wenn die Kündigung zwar formell = MDR 2009,
unwirksam ist, der Vermieter ihm den 794 = ZGS 2009,
Eigenbedarf aber schlüssig dargetan und 327
er keine Veranlassung hatte, die Angaben
des Vermieters in Zweifel zu ziehen.
b) Darf der Mieter das
Räumungsverlangen des Vermieters
materiell für berechtigt halten, wird sein
Schadensersatzanspruch nicht dadurch
ausgeschlossen, dass er - in der
Vorstellung, zur Räumung des

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Mietobjekts verpflichtet zu sein - sich mit
dem Vermieter auf eine einvernehmliche
Beendigung des Mietverhältnisses einigt.
§ 573 BGB Eigenbedarf eines BGB- 16. Juli 2009 MietPrax-AK § Reinelt, jurisPR-
Gesellschafters VIII ZR 231/08 573 BGB Nr. 21 BGHZivilR
Auf eine Kündigung eines = NJW 2009, 18/2009 Anm. 2;
Wohnraummietverhältnisses durch eine 2738 = NZM Wiek, WuM 2009,
Gesellschaft bürgerlichen Rechts wegen 2009, 613 = 491; Tank, MietRB
Eigenbedarfs eines Gesellschafters findet WuM 2009, 519 2009, 281; Dötsch,
die Kündigungsbeschränkung des § 577a = GE 2009, 1119 MietRB 2009, 283;
BGB keine Anwendung, wenn nach der = ZMR 2010, 99 Drasdo, NJW-
Kündigung Wohnungseigentum der = MDR 2009, Spezial 2009, 657;
Gesellschafter begründet wird. Das gilt 1097 Grunewald, NJW
auch dann, wenn die Gesellschaft das 2009, 3486
Wohnanwesen zu dem Zweck erworben
hat, die vorhandenen Wohnungen in
Wohnungseigentum der Gesellschafter
umzuwandeln.
§ 573 BGB Störung durch behinderten Sohn 24. November MietPrax-AK §
des Mieters 2009 573 BGB Nr. 22
Es obliegt dem Tatrichter, die Belange VIII ZR 174/09 = WuM 2009,
des Mieters, des Vermieters und der 762
übrigen Mieter bei einer wegen
Störungen, die vom behinderten Sohn des
Mieters ausgehen, ausgesprochenen
ordentlichen Kündigung gem. § 573 Abs.
2 Ziff 1 BGB, gegeneinander
abzuwägen.(nicht amtlicher Leitsatz)
§ 573 BGB Nichte ist Familienangehörige 27. Januar 2010 MietPrax-AK § Wieck, WuM
Leibliche Nichten und Neffen des VIII ZR 159/09 573 BGB Nr. 23 2010, 119; Blank,
Vermieters sind kraft ihres nahen = BGHZ 134, jurisPR-MietR
Verwandtschaftsverhältnisses zum 138 = WuM 6/2010 Anm. 4;
Vermieter Familienangehörige im Sinne 2010, 163 = GE Schach, MietRB
von § 573 Abs. 2 Nr. 2 BGB (Fortführung 2010, 408 = 2010, 97; Drasdo,
des Senatsurteils vom 9. Juli 2003 - VIII NJW 2010, 1290 NJW-Spezial 2010,
ZR 276/02, NJW 2003, 2604). = NZM 2010, 291
271 = DWW
2010, 143
§ 573 BGB Schadensersatz wegen 16. Dezember MietPrax-AK § Junker, MietRB
vorgetäuschtem Eigenbedarf 2009 573 BGB Nr. 24 2010, 65; Schach,
Einer Schadensersatzklage des Mieters VIII ZR 313/08 = GE 2010, 339 jurisPR-MietR
gegen den Vermieter auf = WuM 2010, 5/2010 Anm. 2;
Wiedereinräumung der Besitz- und 165 = NJW Schach, GE 2010,
Mietrechte an der ehemaligen Wohnung, 2010, 1068 = 300; Hinz, WuM
die der Mieter nach einer NZM 2010, 273 2010, 207; Drasdo,
Eigenbedarfskündigung des Vermieters = ZMR 2010, NJW-Spezial 2010,
geräumt hat, kann nach Veräußerung der 355 259; Streyl, NZM
Wohnung durch den Vermieter nicht 2010, 343
stattgegeben werden, ohne dass geklärt
wird, ob dem Vermieter die
Wiedereinräumung dieser Rechte noch
möglich ist.
§ 573 BGB Formalien einer 17. März 2010 MietPrax-AK § Schach, MietRB
Eigenbedarfskündigung VIII ZR 70/09 573 BGB Nr. 25 2010, 158, Drasdo,
Zu den an eine Eigenbedarfskündigung zu = WuM 2010, NJW-Spezial 2010,
stellenden formellen Anforderungen. 301 = GE 2010, 386; Pfeilschifter,
690 = MM 2010, jurisPR-MietR
181 = NZM 11/2010 Anm. 4;
2010, 400 = Hinz JR 2011, 306

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NJW-RR 2010,
809
§ 573 BGB Absehbarkeit des Eigenbedarfs 13. April 2010 MietPrax-AK §
Der Vermieter setzt sich zu seinem VIII ZR 180/09 573 BGB Nr. 26
eigenen Verhalten in Widerspruch, wenn = WuM 2010,
er eine Wohnung auf unbestimmte Zeit 575 = GE 2010,
vermietet, obwohl er entweder 1418
entschlossen ist oder zumindest erwägt,
sie alsbald selbst in Gebrauch zu nehmen.
Er darf dem Mieter, der mit einer
längeren Mietdauer rechnet, die mit
jedem Umzug verbundenen Belastungen
dann nicht zumuten, wenn er ihn über die
Absicht oder zumindest die Aussicht
begrenzter Mietdauer nicht
aufklärt.(nicht amtlicher Leitsatz)
§ 573 BGB Kündigung durch 20. April 2010 MietPrax-AK §
Genossenschaft bei Tod des VIII ZR 254/09 573 BGB Nr. 27
= WuM 2010,
Mitglieds 431 = GE 2010,
Hat nach dem Tod des mietenden 1050
Mitglieds einer Wohnungsgenossenschaft
der in den Mietvertrag eingetretene Sohn
angeboten, den ererbten Geschäftsanteil
bei der Genossenschaft zu belassen, und
sie gebeten, ihn als Mitglied
aufzunehmen und ist die zunächst auf den
Sohn übergegangene Mitgliedschaft nur
deshalb erloschen, weil das in der
Satzung der Genossenschaft für den Fall
des Todes eines Mitglieds so vorgesehen
und diese zur Aufnahme des Sohns nicht
bereit ist, ist die tatrichterliche Würdiging
dahingehend, dass in dieser speziellen
Situation im Hinblick auf den
Wohnbedarf der Mitglieder der
Genossenschaft kein berechtigtes
Interesse an der Beendigung des mit der
Mutter des Beklagten eingegangenen
Mietverhältnisses besteht, nicht zu
beanstanden.(nicht amtlicher
Leitsatz)
§ 573 BGB Kündigung wegen Nichtzahlung 14. Juli 2010 MietPrax-AK § Börstinghaus,
der Prozesskosten eines VIII ZR 267/09 573 BGB Nr. 28 jurisPR-
= WuM 2010, BGHZivilR
vorangegangenen 571 = GE 2010, 20/2010 Anm. 3;
Räumungsverfahrens 1197 = NJW Drasdo, NJW-
Ein Vermieter, dessen außerordentliche 2010, 3020 = Spezial 2010, 641;
Kündigung eines NZM 2010, 696 Bittner, MietRB
Wohnraummietverhältnisses wegen = MDR 2010, 2010, 317
Zahlungsverzugs des Mieters deswegen 1105 = ZMR
unwirksam geworden ist, weil er 2011, 16
hinsichtlich der Mietrückstände und der
fälligen Entschädigung (§ 546a BGB)
binnen zwei Monaten nach Erhebung der
Räumungsklage von einer öffentlichen
Stelle befriedigt worden ist, kann eine
erneute Kündigung des Mietverhältnisses
regelmäßig nicht darauf stützen, dass der
zahlungsunfähige Mieter nicht auch die
im erledigt erklärten Räumungsprozess

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angefallenen Verfahrenskosten
ausgeglichen hat.
§ 573 BGB Aufklärungspflicht über 6. Juli 2010 MietPrax-AK §
begrenzte Mietdauer bei VIII ZR 180/09 573 BGB Nr. 29
= WuM 2010,
möglichem Eigenbedarf 512 = ZMR
Erwägt der Vermieter bereits zum 2010, 941
Zeitpunkt des Abschlusses des
Mietvertrages mit seiner späteren Frau
zusammenzuziehen und kündigt er
deshalb kurze Zeit später das
Mietverhältnis wieder wegen
Eigenbedarfs besteht eine
Aufklärungspflicht des Vermieters
gegenüber dem Mieter über die eventuell
nur begrenzte Mietdauer.(nicht
amtlicher Leitsatz)
§ 573 BGB Zum Umfang der Anbietpflicht 13. Oktober 2010 MietPrax-AK § Lehmann-Richter,
Der wegen Eigenbedarfs berechtigt VIII ZR 78/10 573 BGB Nr. 30 MietRB 2011, 10;
kündigende Vermieter muss dem Mieter = WuM 2010, Drasdo, NJW-
eine andere, ihm zur Verfügung stehende 757 = GE 2010, Spezial 2011, 35
vergleichbare freie Wohnung während 1684 = NJW
der Kündigungsfrist anbieten, sofern sich 2010, 3775 NZM
die Wohnung im selben Haus oder in 2011, 30
derselben Wohnanlage befindet.
Anderenfalls ist die ausgesprochene
Kündigung wegen Verstoßes gegen das
Gebot der Rücksichtnahme
rechtsmissbräuchlich und damit
unwirksam. Zur ordnungsgemäßen
Erfüllung der Anbietpflicht muss der
Vermieter den Mieter über die
wesentlichen Bedingungen einer
Anmietung (Größe und Ausstattung der
Wohnung sowie Mietkonditionen)
informieren.(nicht amtlicher
Leitsatz)
§ 573 BGB Keine Eigenbedarfskündigung 15. Dezember MietPrax-AK § Reinelt, jurisPR-
durch KG 2010 573 BGB Nr. 31 BGHZivilR 4/2011
Eine Personenhandelsgesellschaft kann VIII ZR 210/10 = WuM 2011, Anm. 1; Schach,
ein Wohnraummietverhältnis nicht wegen 113 = GE 2011, MietRB 2011, 71;
Eigenbedarfs ihrer Gesellschafter 262 = NJW Wiek, WuM 2011,
kündigen. 2011, 993 = 146; Drasdo, NJW-
NZM 2011, 276 Spezial 2011, 194;
= ZMR 2011, Eisenschmid, LMK
371 4/2011 Anm. 3;
Campos, BB 2011,
913
§ 573 BGB Kündigung wegen 2. Februar 2011 MietPrax-AK § Siegmund, MietRB
ungenehmigter VIII ZR 74/10 573 BGB Nr. 32 2011, 102; Blank,
= WuM 2011, LMK 4/2011 Anm.
Untervermietung; Formalien 169 = GE 2011, 2; Bieber, jurisPR-
der Kündigungserklärung 401 = NJW MietR 8/2011
a) Nimmt der Mieter eine 2011, 1065 = Anm. 4
Untervermietung vor, ohne die NZM 2011, 275
erforderliche Erlaubnis seines Vermieters = ZMR 2011,
einzuholen, verletzt er seine vertraglichen 453
Pflichten auch dann, wenn er einen
Anspruch auf Erteilung der Erlaubnis hat.
b) Ob ein derartiger Vertragsverstoß des
Mieters ein die ordentliche Kündigung

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des Mietverhältnisses rechtfertigendes
Gewicht hat, ist unter Würdigung der
Umstände des Einzelfalls zu beurteilen.
c) Hat der Mieter eine Erlaubnis zur
Untervermietung vom Vermieter
rechtzeitig erbeten, so ist eine auf die
fehlende Erlaubnis gestützte Kündigung
rechtsmissbräuchlich, wenn der
Vermieter seinerseits zur Erteilung der
Erlaubnis verpflichtet war und ihm somit
selbst eine Vertragsverletzung zur Last
fällt.
d) Der Vermieter kann zur Begründung
einer Kündigung auf die in einem
früheren, dem Mieter zugegangenen
Schreiben dargelegten Kündigungsgründe
Bezug nehmen.
§ 573 BGB Voraussetzungen einer 9. Februar 2011 MietPrax-AK § Blank, jurisPR-
Verwertungskündigung VIII ZR 155/10 573 BGB Nr. 33 MietR 5/2011 Anm
a) Eine vom Vermieter wegen eines = WuM 2011, 3; Schach, MietRB
geplanten Abrisses und Neubaus 171 = NJW 2011, 101
ausgesprochene Kündigung genügt dem 2011, 1135 =
Begründungserfordernis des § 573 Abs. 3 NZM 2011, 239
BGB, wenn dem Mieter mitgeteilt wird, = GE 2011, 478
aus welchen Gründen der Vermieter die = ZMR 2011,
vorhandene Bausubstanz nicht für 458 = MDR
erhaltenswert hält und welche baulichen 2011, 346
Maßnahmen er stattdessen plant.
b) Zu den Voraussetzungen einer
Verwertungskündigung (hier: Abriss
eines Gebäudes mit geringem,
angemessenen Wohnbedürfnissen nicht
mehr entsprechendem Wohnwert zwecks
Errichtung von Neubaumietwohnungen).
§ 573 BGB Eigenbedarfskündigung und 16. März 2011 MietPrax-AK §
anschließender Umbau VIII ZR 338/09 573 BGB Nr. 34
Wenn der nach einer = GE 2011, 610
Eigenbedarfskündigung angekündigte = WuM 2011,
Umbau nicht genehmigungsfähig ist, 300 = ZMR
dann kann die Eigenbedarfskündigung 2011, 538
unberechtigt sein.(nicht amtlicher
Leitsatz)
§ 573 BGB Voraussetzungen einer 8. Juni 2011 MietPrax-AK § Lehmann-Richter,
Verwertungskündigung zur VIII ZR 226/09 573 BGB Nr. 35 MietRB 2011, 237;
= WuM 2011, Drasdo, NJW-
Auflösung einer 426 = GE 2011, Spezial 2011, 515
Erbengemeinschaft 1015 = MDR
Zu den Voraussetzungen einer 2011, 908 =
Verwertungskündigung zum Zweck der DWW 2011, 296
Veräußerung einer im vermieteten = NZM 2011,
Zustand unrentablen und nicht oder nur 773
unter erheblichem Preisabschlag
verkäuflichen Immobilie.
§ 573 BGB Inhalt des 6. Juli 2011 MietPrax-AK § Blank, jurisPR-
Kündigungsschreibens bei VIII ZR 317/10 573 BGB Nr. 36 MietR 18/2011
= WuM 2011, Anm. 3; Dötsch,
Eigenbedarfskündigung 518 = GE 2011, MietRB 2011, 307;
Zu den an eine Eigenbedarfskündigung zu 1228 = NZM Drasdo, NJW-
stellenden Anforderungen. 2011, 706 = Spezial 2011, 611;
ZMR 2011, 942

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Fleindl, NZM
2013, 7
§ 573 BGB Revisionsrechtliche 13. September MietPrax-AK §
Überprüfung einer 2011 573 BGB Nr. 37
VIII ZR 84/11 = WuM 2011,
Verwertungskündigung 690
Ob die Verhinderung einer angemessenen
wirtschaftlichen Verwertung des
Grundstücks für den Vermieter mit
erheblichen Nachteilen im Sinne des §
573 Abs. 2 Nr. 3 BGB verbunden ist,
hängt von den besonderen Umständen des
jeweiligen Einzelfalls ab und entzieht sich
einer allgemeinen Betrachtung.(nicht
amtlicher Leitsatz)
§ 573 BGB Schadensersatzansprüche wegen 7. September MietPrax-AK §
vergetäuschten Eigenbedarfs bei 2011 573 BGB Nr. 38
VIII ZR 343/10 = WuM 2011,
Räumungsvergleich 634
Der Vermieter ist im Falle einer
Vortäuschung von Eigenbedarf dem
Mieter grundsätzlich gemäß § 280 Abs. 1
BGB zum Schadensersatz verpflichtet.
Ein solcher Schadensersatzanspruch kann
jedoch dann zu verneinen sein, wenn mit
einem von den Mietvertragsparteien
geschlossenen Vergleich der Streit über
die Berechtigung des vom Mieter
vorgerichtlich oder in dem angestrengten
Räumungsverfahren ausdrücklich
bestrittenen Eigenbedarfs beigelegt
worden ist.(nicht amtlicher Leitsatz)
§ 573 BGB Rechtskrafterstreckung bei 17. Januar 2012 MietPrax-AK §
zweiter Eigenbedarfskündigung VIII ZR 171/11 573 BGB Nr. 39
Mit der rechtskräftigen Abweisung einer = WuM 2012,
Räumungsklage steht lediglich fest, dass 152 = GE 2012,
dem Kläger im Zeitpunkt der letzten 479
mündlichen Verhandlung des früheren
Rechtsstreits kein Räumungsanspruch
zustand. An einer erneuten Klage, mit der
geltend gemacht wird, das Mietverhältnis
sei durch eine erneute Kündigung
nunmehr beendet, ist der Kläger durch die
rechtskräftige Entscheidung im
Vorprozess nicht gehindert.(nicht
amtlicher Leitsatz)
§ 573 BGB Kündigungsausschluss nach 21. Februar 2012 MietPrax-AK §
Erlöschen der Genossenschaft VIII ZR 250/11 573 BGB Nr. 40
Ein im ursprünglichen Mietvertrag mit = GE 2012, 953
einer Genossenschaft vereinbarter = GuT 2012, 45
Kündigungsausschluss, der die
Mitgliedschaft des Mieters in der
Genossenschaft voraussetzt, hat nach der
Veräußerung der Wohnung und dem
Eintritt des Erwerbers in den Mietvertrag
keine Bedeutung mehr.(nicht
amtlicher Leitsatz)

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§ 573 BGB Betriebsbedarf für der 9. Mai 2012 MietPrax-AK § Dötsch, MietRB
Vermieterin nahestehende VIII ZR 238/11 573 BGB Nr. 41 2012, 189;
= GE 2012, 892 Häublein, jurisPR-
juristische Person = WuM 2012, MietR 14/2012
a) Der generalklauselartige 388 = NZM Anm. 1; Drasdo,
Kündigungstatbestand in § 573 Abs. 1 2012, 501 = GuT NJW-Spezial 2012,
Satz 1 BGB ist gleichgewichtig mit den in 2012, 261 = 483; Siegmund,
§ 573 Abs. 2 BGB genannten ZMR 2012, 691 MietRB 2012, 304;
Kündigungsgründen (im Anschluss an Häublein, WuM
BVerfG, NJW 1992, 105, 106 zu § 564a 2012, 506
BGB aF; BGH, Urteile vom 23. Mai 2007
- VIII ZR 122/06, NJW-RR 2007, 1460
Rn. 13 und VIII ZR 113/06, WuM 2007,
459 Rn. 13).
b) § 573 Abs. 1 Satz 1 BGB verwehrt es
dem Vermieter nicht, auch Umstände aus
dem Interessenbereich dritter Personen
insoweit zu berücksichtigen, als sich aus
ihnen aufgrund eines familiären,
wirtschaftlichen oder rechtlichen
Zusammenhangs auch ein eigenes
Interesse des Vermieters an der
Beendigung des Mietverhältnisses ergibt.
c) Auch bei juristischen Personen des
öffentlichen Rechts kann ein dem
Kündigungsgrund des § 573 Abs. 2 Nr. 2
BGB "artverwandtes" Interesse
vorhanden sein.
§ 573 BGB Schadensersatz bei 13. Juni 2012 MietPrax-AK §
vorgetäuschtem Eigenbedarf VIII ZR 356/11 573 BGB Nr. 42
a) Das Berufungsgericht ist zur erneuten = GuT 2012, 384
Vernehmung eines Zeugen verpflichtet,
wenn es dessen Aussage anders verstehen
will als die Vorinstanz.
b) Die ohne triftigen Grund erfolgte
Weigerung der nicht beweispflichtigen
Partei, einen nur ihr bekannten Zeugen
namhaft zu machen, kann im Rahmen der
tatrichterlichen Würdigung nach § 286
ZPO zum Nachteil der Partei unter dem
Gesichtspunkt der Beweisvereitelung
berücksichtigt werden.
c) Der Vermieter verletzt seine
vertraglichen Pflichten, wenn er eine
Kündigung des Mietvertrages schuldhaft
auf einen in Wahrheit nicht bestehenden
Eigenbedarf stützt oder er den Mieter
nicht über einen vor Ablauf der
Kündigungsfrist eingetretenen Wegfall
des geltend gemachten Eigenbedarfs
informiert.(nicht amtlicher Leitsatz)
§ 573 BGB Eigenbedarf für selbständige 26. September MietPrax-AK § Schach, MietRB
Tätigkeit 2012 573 BGB Nr. 43 2013, 2; Blank,
Auch wenn der Vermieter, der eine VIII ZR 330/11 = GE 2012, 1631 WuM 2013, 47;
andere Wohnung in demselben Haus = WuM 2012, Both, jurisPR-
bewohnt, die vermietete Wohnung nicht 684 = NZM MietR 2/2013
nur überwiegend, sondern ausschließlich 2013, 22 = NJW Anm. 2; Drasdo,
für seine berufliche Tätigkeit nutzen will, 2013, 225 = NJW-Spezial 2013,
ist das hierdurch begründete Interesse ZMR 2013, 107 34; Wiek, WuM
gemäß § 573 Abs. 1 Satz 1 BGB an der = GuT-W 2012, 2013, 271
Beendigung des Mietverhältnisses den in 23

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§ 573 Abs. 2 BGB beispielhaft
aufgeführten gesetzlichen
Kündigungsgründen gleichwertig
(Fortführung von BGH, Beschluss vom 5.
Oktober 2005, VIII ZR 127/05, NZM
2005, 943).
§ 573 BGB Kündigung wegen 10. Oktober 2012 MietPrax-AK § Schach, jurisPR-
Zahlungsverzuges VIII ZR 107/12 573 BGB Nr. 44 MietR 24/2012
a) Eine ordentliche Kündigung wegen = GE 2012, 1629 Anm. 2: Schmid,
Zahlungsverzugs ist auch unterhalb der = WuM 2012, MietRB 2013, 1;
für die fristlose Kündigung geltenden 682 = NZM Zehelein, WuM
Grenze des § 543 Abs. 2 Nr. 3 BGB 2013, 20 = NJW 2013, 46;
möglich. Eine nicht unerhebliche 2013, 159 = Börstinghaus,
Pflichtverletzung des Mieters liegt jedoch ZMR 2013, 104 LMK 1/2013 Anm.
nicht vor, wenn der Mietrückstand eine = GuT-W 2012, 2; Hinz, ZMR
Monatsmiete nicht übersteigt und die 21 = DWW 2013, 96; Drasdo,
Verzugsdauer weniger als einen Monat 2013, 136 NJW-Spezial 2013,
beträgt. 65; Blank, NZM
b) § 569 Abs. 3 Nr. 3 BGB findet keine 2013, 104
entsprechende Anwendung auf die
ordentliche Kündigung.
§ 573 BGB Rechtsmissbrauch bei 20. März 2013 MietPrax-AK § Dötsch, MietRB
vorhersehbarem Eigenbedarf VIII ZR 233/12 573 BGB Nr. 45 2013, 166;
Eine Kündigung von Wohnraum wegen = GE 2013, 674 Zehelein, WuM
Eigenbedarfs für einen = NJW 2013, 2013, 365; Krapf,
Familienangehörigen ist nicht 1596 = DWW jurisPR-MietR
rechtsmissbräuchlich, wenn der 2013, 181 = 12/2013 Anm. 2;
Eigenbedarf zwar nur kurze Zeit nach WuM 2013, 363 Drasdo, NJW-
Abschluss des Mietvertrages entstanden = NZM 2013, Spezial 2013, 385
ist, bei Abschluss des Mietvertrages aber 419 = ZMR
noch nicht absehbar war. 2013, 620 =
GuT-W 2013, 67
§ 573 BGB Nach außen in Erscheinung 31. Juli 2013 MietPrax-AK § Beuermann, GE
tretende gewerbliche Tätigkeit VIII ZR 149/13 573 BGB Nr. 46 2013, 1107;
= WuM 2013, Eisenschmid,
ohne konkrete Störung 554 = GE 2013, WuM 2013, 727;
Bei geschäftlichen Aktivitäten 1132 = NZM Herlitz, WuM
freiberuflicher oder gewerblicher Art, die 2013, 786 = 2014, 97
nach außen in Erscheinung treten, liegt GuT-W 2013, 94
eine - vertragswidrige - Nutzung vor, die
der Vermieter einer Wohnung ohne
entsprechende Vereinbarung
grundsätzlich nicht dulden muss.(nicht
amtlicher Leitsatz)
§ 573 BGB Inhalt einer 30. April 2014 MietPrax-AK § Theesfeld, jurisPR-
Eigenbedarfskündigung VIII ZR 284/13 573 BGB Nr. 47 MietR 15/2014
Zu den Anforderungen an die = WuM 2014, Anm. 5; Drasdo,
Begründung einer Kündigung wegen 423 = GE 2014, NJW-Spezial 2014,
Eigenbedarfs. 866 = NJW 449; Scheuer,
2014, 2102 = MietRB 2014, 226;
NZM 2014, 466 Fleindl, ZMR
= MDR 2014, 2014, 970;
766 = ZMR Abramenko, ZMR
2014, 969 2014, 930; Wieck,
WuM 2015, 55
§ 573 BGB Kein Kündigungsausschluss bei 4. Februar 2015 MietPrax-AK § Schmid, MietRB
nicht vorhersehbarem VIII ZR 154/14 573 BGB Nr. 48 2015, 97; Drasdo,
= NJW 2015, NJW-Spezial 2015,
Eigenbedarf 1087 = GE 2015, 290
a) Der Vermieter, der eine Wohnung auf 445 = NZM
unbestimmte Zeit vermietet, obwohl er 2015, 296 =

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entweder entschlossen ist oder zumindest WuM 2015, 296
erwägt, sie alsbald selbst in Gebrauch zu = DWW 2015,
nehmen, setzt 180 = ZMR
sich mit einer später hierauf gestützten 2015, 367
Eigenbedarfskündigung zu seinem
früheren Verhalten in Widerspruch, wenn
er den Mieter, der mit einer längeren
Mietdauer rechnet, bei
Vertragsschluss nicht über die Aussicht
einer begrenzten Mietdauer aufklärt. Die
ausgesprochene Eigenbedarfskündigung
ist in diesen Fällen wegen
Rechtsmissbrauchs unwirksam
(Bestätigung von BGH, Urteil vom
[Link] 2009, VIII ZR 62/08, NJW
2009, 1139; Beschluss vom 6. Juli 2010 -
VIII ZR 180/09, WuM 2010, 512).
b) Der Vermieter ist weder verpflichtet,
von sich aus vor Abschluss eines
unbefristeten Mietvertrags unaufgefordert
Ermittlungen über einen möglichen
künftigen Eigenbedarf anzustellen
(sogenannte “Bedarfsvorschau“) noch den
Mieter ungefragt über mögliche oder
konkret vorhersehbare
Eigenbedarfssituationen zu unterrichten
(Fortführung von BGH, Urteil vom 20.
März 2013 - VIII ZR 233/12, NJW 2013,
1596).
c) Daher liegt kein Rechtsmissbrauch vor,
wenn der Vermieter einen unbefristeten
Mietvertrag wegen eines nach
Vertragsschluss entstandenen
Eigenbedarfs kündigt und das Entstehen
dieses Eigenbedarfs für ihn zwar im
Rahmen einer “Bedarfsvorschau“
erkennbar gewesen wäre, er jedoch bei
Vertragsabschluss eine solche Kündigung
nicht zumindest erwogen hat.
d) Etwas anderes hat allerdings dann zu
gelten, wenn der Vermieter anlässlich des
Vertragsabschlusses von sich aus oder auf
Fragen des Mieters vorsätzlich unrichtige
Angaben über den derzeitigen Stand ihm
bekannter, für die Beurteilung einer
Eigenbedarfssituation maßgebender
Tatsachen gemacht hat (Fortführung von
BGH, Urteil vom 20. März 2013 - VIII
ZR 233/12, NJW 2013, 1596).
§ 573 BGB Angemessener Wohnbedarf bei 4. März 2015 MietPrax-AK § Blank, jurisPR-
Eigenbedarfskündigung VIII ZR 166/14 573 BGB Nr. 49 MietR 8/2015
a) Die Gerichte haben grundsätzlich zu = GE 2015, 585 Anm. 4; Drasdo,
respektieren, welchen Wohnbedarf der = DWW 2015, NJW-Spezial 2015,
Vermieter für sich oder seine 133 = WuM 321; Bittner,
Angehörigen als angemessen sieht. Sie 2015, 304 = MietRB 2015, 162;
sind daher nicht berechtigt, ihre NJW 2015, 1590 Rolfs, LMK 2015,
Vorstellungen von angemessenem = NZM 2015, 369226
Wohnen verbindlich an die Stelle der 378 = ZMR
Lebensplanung des Vermieters (oder 2015, 923
seiner Angehörigen) zu setzen (im
Anschluss an BVerfGE 79, 292, 304 f.;

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89, 1, 9; NJW 1994, 995; NJW 1995,
1480, 1481; NJW-RR 1999, 1097, 1098).
b) Der vom Vermieter geltend gemachte
Wohnbedarf ist nicht auf
Angemessenheit, sondern nur auf
Rechtsmissbrauch zu überprüfen.
Rechtsmissbräuchlich ist nicht schon der
überhöhte, sondern erst der weit
überhöhte Wohnbedarf. Die Wertung, ob
der geltend gemachte Wohnbedarf weit
überhöht ist, haben die Gerichte unter
Abwägung der beiderseitigen
Interessen anhand objektiver Kriterien
unter konkreter Würdigung der
Einzelfallumstände zu treffen (im
Anschluss an BVerfGE 68, 361, 373 f.;
BVerfG, NJW 1993, 1637, 1638; WuM
1993, 380, 384; NJW 1994, 995, 996;
NJW 1994, 2605, 2606; NJW 1995, 1480
f.).
c) Es lassen sich keine Richtwerte (etwa
Wohnfläche) aufstellen, ab welcher
Grenze bei einem Alleinstehenden von
einem weit überhöhten Wohnbedarf
auszugehen ist. Denn diese Beurteilung
hängt nicht allein von der in Anspruch
genommenen Wohnfläche oder der
Anzahl der Räume ab, sondern von einer
umfassenden Würdigung der gesamten
Umstände des Einzelfalls.
d) Macht sich der Vermieter den
(ernsthaften) Wunsch eines
alleinstehenden volljährigen
Familienangehörigen zu eigen, einen
eigenen Hausstand zu gründen und mit
einem (langjährigen) Freund eine
Wohngemeinschaft (keine
Lebensgemeinschaft) zu bilden, und
bemisst er auf dieser Grundlage den aus
seiner Sicht angemessenen Wohnbedarf,
ist diese Entscheidung von den Gerichten
grundsätzlich anzuerkennen.
§ 573 BGB Schadensersatz wegen 10. Juni 2015 MietPrax-AK § Dötsch, MietRB
vorgetäuschtem Eigenbedarf bei VIII ZR 99/14 573 BGB Nr. 50 2015, 258; Drasdo,
= NZM 2015, NJW-Spezial 2015,
Räumungsvergleich 532 = NJW 610
1. Der Vermieter ist im Falle der 2015, 2324 =
Vortäuschung von (Eigen-)Bedarf - wie WuM 2015, 510
auch sonst bei einer schuldhaften = GE 2015, 1026
(materiell) unberechtigten Kündigung = MDR 2015,
eines Dauerschuldverhältnisses - dem 996 = ZMR
Mieter gemäß § 280 Abs. 1 BGB zum 2015, 758
Schadensersatz verpflichtet (Bestätigung
und Fortführung von BGH, Urteile vom
8. April 2009, VIII ZR 231/07, NJW
2009, 2059 Rn. 11 mwN; vom 13. Juni
2012, VIII ZR 356/11, juris Rn. 10;
Beschluss vom 7. September 2011, VIII
ZR 343/10, WuM 2011, 634 Rn. 3).
2. Ob ein Räumungsvergleich den
Zurechnungszusammenhang zwischen
der Vortäuschung einer (Eigen-

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)Bedarfssituation und dem später vom
Mieter geltend gemachten Schaden
unterbricht, ist im Wege der Auslegung
des Vergleichs und unter Würdigung der
Umstände des Einzelfalls danach zu
beurteilen, ob die Parteien durch
gegenseitiges Nachgeben auch den Streit
darüber beilegen wollten, ob die (Eigen-
)Bedarfslage des Vermieters bestand oder
nur vorgetäuscht war. Nur dann, wenn
mit dem Vergleich auch etwaige
Ansprüche des Mieters wegen eines nur
vorgetäuschten Bedarfs abgegolten
werden sollten, fehlt es an dem
erforderlichen
Zurechnungszusammenhang (Fortführung
von BGH, Beschluss vom 7. September
2011, VIII ZR 343/10, aaO).
3. An das Vorliegen des Willens des
Mieters, auf etwaige Ansprüche gegen
den Vermieter wegen eines nur
vorgetäuschten (Eigen-)Bedarfs zu
verzichten, sind strenge Anforderungen
zu stellen; der Verzichtswille muss - auch
unter Berücksichtigung sämtlicher
Begleitumstände - unmissverständlich
sein (Anschluss an und Fortführung von
BGH, Urteile vom 21. November 2006,
VI ZR 76/06, NJW 2007, 368 Rn. 9; vom
26. Oktober 2009, II ZR 222/08, NJW
2010, 64 Rn. 18; vom 18. September
2012, II ZR 178/10, WM 2012, 2231 Rn.
22; vom 22. April 2015, IV ZR 504/14,
juris Rn. 15).
4. Für einen stillschweigenden Verzicht
des Mieters auf die vorgenannten
Ansprüche bedarf es regelmäßig
bedeutsamer Umstände, die auf einen
solchen Verzichtswillen schließen lassen
(Fortführung von BGH, Urteile vom 11.
Oktober 2000, VIII ZR 276/99, juris Rn.
18; vom 20. September 2006, VIII ZR
100/05, WM 2007, 177 Rn. 22; Beschluss
vom 19. September 2006, X ZR 49/05,
juris Rn. 27). Derartige Umstände können
bei einem Räumungsvergleich etwa darin
liegen, dass sich der Vermieter zu einer
substantiellen Gegenleistung - wie etwa
einer namhaften Abstandszahlung -
verpflichtet.
§ 573 BGB Eigenbedarfskündigung bei 1. Juli 2015 MietPrax-AK § Börstinghaus,
Mischmietverhältnis VIII ZR 14/15 573 BGB Nr. 51 jurisPR-
Bei einem einheitlichen = GE 2015, 1021 BGHZivilR
Mischmietverhältnis, das wegen = MDR 2015, 16/2015 Anm. 1;
überwiegender Wohnnutzung als 936 = NJW Elzer, MietRB
Wohnraummietverhältnis anzusehen ist, 2015, 2727 = 2015, 257; Beyer,
braucht sich ein vom Vermieter geltend WuM 2015, 553 jurisPR-MietR
gemachter Eigenbedarf nur auf die = NZM 2015, 20/2015 Anm. 1;
Wohnräume zu beziehen. 657 = ZMR Drasdo, NJW-
2015, 847 Spezial 2015, 641

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§ 573 BGB Außerordentliche fristgerechte 1. Juli 2015 MietPrax-AK § Börstinghaus,
Kündigung durch Nacherben VIII ZR 278/13 573 BGB Nr. 52 jurisPR-
a) Das Recht des Nacherben, ein vom = MDR 2015, BGHZivilR
Vorerben über ein zum Nachlass 935 = NJW 14/2015 Anm. 2;
gehörendes Grundstück abgeschlossenes 2015, 2650 = Grziwotz, MietRB
und bei Eintritt der Nacherbfolge noch WuM 2015, 555 2015, 289; Drasdo,
bestehendes Wohnraummietverhältnis = NZM 2015, NJW-Spezial 2015,
außerordentlich unter Einhaltung der 658 = ZMR 641
gesetzlichen Kündigungsfrist nach §§ 2015, 848 = GE
2135, 1056 Abs. 2 BGB zu kündigen, 2015, 1525
setzt ein berechtigtes Interesse des
Nacherben an der Beendigung des
Mietverhältnisses voraus (§ 573d Abs. 1,
§ 573 Abs. 1 Satz 1 BGB).
b) Dem vorgenannten Kündigungsrecht
des Nacherben steht ein im
Wohnraummietvertrag zwischen dem
Vorerben und dem Mieter vereinbarter
Ausschluss des Rechts des Vermieters zur
ordentlichen Kündigung des
Mietverhältnisses grundsätzlich nicht
entgegen.
c) Dem Nacherben ist nach Treu und
Glauben eine Kündigung nach §§ 2135,
1056 Abs. 2 BGB allerdings verwehrt,
wenn er entweder unabhängig von §§
2135, 1056 Abs. 1 BGB persönlich an
den Mietvertrag gebunden ist oder er dem
Abschluss des Mietvertrags durch den
Vorerben zugestimmt hat oder der
Abschluss eines für den Vermieter
unkündbaren Mietvertrags über den
Nacherbfall hinaus einer
ordnungsgemäßen Verwaltung des
Nachlasses entsprochen hat, so dass der
Nacherbe gegenüber dem Vorerben
verpflichtet gewesen wäre, dem
Mietvertrag zuzustimmen (Bestätigung
und Fortführung des Senatsurteils vom
12. Oktober 2011 - VIII ZR 50/11, NZM
2012, 558 Rn. 13 mwN).
§ 573 BGB Nur ernsthafter 25. September MietPrax-AK § Börstinghaus,
Nutzungswunsch maßgeblich 2015 573 BGB Nr. 53 jurisPR-
Ein - auf vernünftige, nachvollziehbare VIII ZR 297/14 = NJW 2015, BGHZivilR
Gründe gestützter - 3368 = NZM 19/2015 Anm. 1;
Eigennutzungswunsch rechtfertigt die 2015, 812 = Kappus, NJW
Kündigung des Mietverhältnisses nur WuM 2015, 677 2015, 3370; Kunze,
dann, wenn er vom Vermieter auch = GE 2015, 1393 MietRB 2015, 354;
ernsthaft verfolgt wird und bereits = MDR 2015, Theesfeld, jurisPR-
hinreichend bestimmt und konkretisiert 1286 = ZMR MietR 3/2016,
ist. Eine bis lang nur vage oder für einen 2016, 22 Anm. 4
späteren Zeitpunkt verfolgte
Nutzungsabsicht rechtfertigt eine
Eigenbedarfskündigung (noch) nicht.
§ 573 BGB Auswirkung einer 6. Oktober 2015 MietPrax-AK § Schach, GE 2016,
nachträglichen Zahlung auf VIII ZR 321/14 573 BGB Nr. 54 424
= GE 2016, 453
ordentliche Kündigung wegen = WuM 2016,
Zahlungsverzug 225
Die Frage, ob dem Vermieter die
Berufung auf eine zunächst wirksame

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ordentliche Kündigung wegen
nachträglich eingetretener Umstände mit
Rücksicht auf Treu und Glauben verwehrt
ist, entzieht sich allgemeiner
Betrachtung.(nicht amtlicher
Leitsatz)
§ 573 BGB Auswirkung einer 23. Februar 2016 MietPrax-AK § Schach, GE 2016,
nachträglichen Zahlung auf VIII ZR 321/14 573 BGB Nr. 55 424
= GE 2016, 454
ordentliche Kündigung wegen
Zahlungsverzug
Es ist unzulässig die Schonfristregelung
des § 569 Abs. 3 Ziff. 2 BGB auf eine
ordentliche Kündigung wegen
Zahlungsverzuges anzuwenden.(nicht
amtlicher Leitsatz)
§ 573 BGB ordentliche Kündigung wegen 13. April 2016 MietPrax-AK § Dötsch, MIetRB
Nichtzahlung titulierter VIII ZR 39/15 573 BGB Nr. 56 2016, 190; Beyer,
= WuM 2016, jurisPR-MietR
Forderung 365 = MDR 15/2016 Anm. 1;
1. Zur Frage, ob die Nichtzahlung einer 2016, 760 = Drasdo, NJW-
auf die Verletzung mietvertraglicher NZM 2016, 550 Spezial 2016, 513;
Pflichten zurückgehende titulierte = ZMR 2016, Bieber, GE 2016,
Schadensersatzforderung des Vermieters 523 = NJW-RR 1060
eine die ordentliche Kündigung des 2016, 849 = GE
Mietverhältnisses berechtigende 2016, 1083
schuldhafte Pflichtverletzung des Mieters
darstellt.
2. Im Rahmen der nach § 573 Abs. 2 Nr.
1 BGB erforderlichen Prüfung, ob die
Verletzung mietvertraglicher Pflichten
auf einem Verschulden des Mieters
beruht, trägt - wie aus § 280 Abs. 1 Satz 2
BGB entnommen werden kann - dieser
die Darlegungs- und Beweislast für sein
fehlendes Verschulden.
3. Ist der Mieter wegen einer erheblichen
und schuldhaften Verletzung seiner
vertraglichen (Neben-)Pflicht zur Obhut
der Mietsache rechtskräftig zur Leistung
von Schadensersatz verurteilt worden,
kann in dem beharrlichen Leugnen der
Pflichtverletzung jedenfalls dann ein
berechtigter Grund zur ordentlichen
Kündigung nach § 573 Abs. 2 Nr. 1 BGB
liegen, wenn Umstände festgestellt
werden können, die die Besorgnis des
Vermieters begründen, der Mieter setze
seine Obhutspflichtverletzung auch nach
der rechtskräftigen Verurteilung fort.
§ 573 BGB Schadensersatz wegen 10. Mai 2016 MietPrax-AK § Zich, MietRB
vorgetäuschten Eigenbedarfs VIII ZR 214/15 573 BGB Nr. 57 2016, 227; Drasdo,
Eine Kündigung wegen Eigenbedarfs = GE 2016, 781 NJW-Spezial 2016,
kann auch dann vorgeschoben sein, wenn = WuM 2016, 514; Herlitz,
ein Vermieter seit längerem 426 = MDR jurisPR-MietR
Verkaufsabsichten hegt und der von ihm 2016, 817 = 17/2016 Anm. 3;
benannten Eigenbedarfsperson den ZMR 2016, 611 Fleindl, NZM
Wohnraum in der - dieser möglicherweise = NZM 2016, 2016, 777
nicht offenbarten - Erwartung zur Miete 718 = NJW-RR
überlässt, diese im Falle eines doch noch 2016, 982
gelingenden gewinnbringenden Verkaufs

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ohne Schwierigkeiten zum Auszug
bewegen zu können.
§ 573 BGB Voraussetzungen für eine 23. August 2016 MietPrax-AK § Beyer, juris-MietR
Wahrunterstellung und Zweifel VIII ZR 178/15 573 BGB Nr. 58 24/2016 Anm. 4
= WuM 2016,
an der Ernsthaftigkeit am 628/685 (LS) =
Nutzungswunsch NZM 2016, 715
Unterstellt ein Gericht nur einen = GE 2016, 1377
unwesentlichen Teil eines = ZMR 2016,
zusammenhängenden Vortrags einer 852
Partei als wahr, während es den
wesentlichen, entscheidungserheblichen
Vortrag und den hierzu erfolgten
Beweisantritt übergeht, liegt darin eine
Gehörsverletzung.
§ 573 BGB Auswirkung nachträglicher 20. Juli 2016 MietPrax-AK § Engel, MietRB
Zahlung auf ordentliche VIII ZR 238/15 573 BGB Nr. 59 2016, 313
= WuM 2016,
Zahlungsverzugskündigung 682
1. Das Berufungsgericht kann die
Revision nur auf einen von mehreren
geltend gemachten Ansprüchen
beschränken. Dies muss nicht im Tenor
erfolgen, sondern kann sich auch aus den
Gründen ergeben.
2. Der Umfang einer nach außen
bekanntgegebenen Innenvollmacht
bestimmt sich nach dem Willen des
Vollmachtgebers und zwar in der Form,
in der der Geschäftspartner den Willen
namentlich nach dem mit der Vollmacht
verfolgten Zweck und dem ihm zugrunde
liegenden Rechtsgeschäft nach Treu und
Glauben mit Rücksicht auf die
Verkehrssitte erkennen muss.
3. Eine unverschuldete
Zahlungsunfähigkeit kann den Mieter im
Rahmen des § 573 Abs. 2 Nr. 1 BGB bei
einer ordentlichen Kündigung auch
entlasten und ihm im Gegensatz zur
fristlosen Kündigung wegen
Zahlungsverzugs die Möglichkeit
eröffnen, sich auf unvorhersehbare
wirtschaftliche Engpässe zu berufen.
4. Die Darlegungs- und Beweislast
hierfür hat der Mieter.
5. Eine nachträgliche Zahlung kann das
Fehlverhalten, das zu einer fristgerechten
Kündigung berechtigt, in einem
"milderen Licht" erscheinen lassen, das es
ermöglicht gem. § 242 BGB den Einwand
des rechtsmissbräuchlichen Verhaltens zu
erheben.(nicht amtlicher Leitsatz)
§ 573 BGB Formularvertraglicher 23. August 2016 MietPrax-AK § Beyer, jurisPR-
vierjähriger VIII ZR 23/16 573 BGB Nr. 60 MietR 23/2016
= WuM 2016, Anm. 3; Pfeifer,
Kündigungsausschluss 656 = GE 2016, MietRB 2016, 341;
a) Ein vierjähriger formularvertraglicher 1441 = ZMR Drasdo, NJW-
Kündigungsausschluss ist wirksam. 2016, 851 = Spezial 2017, 2
b) Um einen solchen handelt es sich auch, NZM 2017, 71
wenn der Vermieter handschriftlich in

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eine Lücke im vorformulierten
Vertragstext die Zahl einträgt.
c) Wird der Vertrag erst nach
Vertragsbeginn rückwirkend geschlossen,
dann läuft die Vierjahresfrist ab
Vertragsschluss.
d) Die Kündigung muss zum Ende des
Vierjahreszeitraums möglich sein.(nicht
amtlicher Leitsatz)
§ 573 BGB Unzulässigkeit einer 11. Oktober 2016 MietPrax-AK § Börstinghaus,
Vorratskündigung VIII ZR 300/15 573 BGB Nr. 61 jurisPR-
1a Für eine Kündigung wegen = WuM 2016, BGHZivilR 1/2017
Eigenbedarfs gemäß § 573 Abs. 2 Nr. 2 743 = MDR Anm. 2; Schüller,
BGB reicht eine sogenannte 2017, 21 = NZM NZM 2017, 26;
Vorratskündigung, der ein gegenwärtig 2017, 23 = GE Suilmann, MietRB
noch nicht absehbarer Nutzungswunsch 2017, 97 = ZMR 2017, 35
der Eigenbedarfsperson zugrunde liegt, 2017, 32
nicht aus (Bestätigung von BGH, Urteile
vom 23. September 2015, VIII ZR
297/14, NJW 2015, 3368; vom 18. Mai
2005, VIII ZR 368/03, NJW 2005, 2395).
Vielmehr muss sich der Nutzungswunsch
so weit "verdichtet" haben, dass ein
konkretes Interesse an einer alsbaldigen
Eigennutzung besteht (Bestätigung von
BGH, Urteil vom 23. September 2015,
VIII ZR 297/14, aaO).
1b. Setzt der Vermieter den behaupteten
Selbstnutzungswillen nach dem Auszug
des Mieters nicht in die Tat um, so liegt
der Verdacht nahe, dass der Eigenbedarf
nur vorgeschoben gewesen ist. Unter
diesen Umständen ist es dem Vermieter
zuzumuten, substantiiert und plausibel
("stimmig") darzulegen, aus welchem
Grund der mit der Kündigung
vorgebrachte Eigenbedarf nachträglich
entfallen sein soll. Hierbei sind strenge
Anforderungen zu stellen. Erst wenn der
Vortrag des Vermieters diesem Maßstab
genügt, obliegt dem Mieter der Beweis,
dass ein Selbstnutzungswille des
Vermieters schon vorher nicht bestand
(Bestätigung von BGH, Urteil vom 18.
Mai 2005, VIII ZR 368/03, aaO).
2. Die Prüfungskompetenz des
Berufungsgerichts hinsichtlich der
erstinstanzlichen Tatsachenfeststellung ist
nicht auf den Umfang beschränkt, in dem
eine zweitinstanzliche
Tatsachenfeststellung der Kontrolle durch
das Revisionsgericht unterliegt. Daher hat
das Berufungsgericht die erstinstanzliche
Überzeugungsbildung nicht nur auf
Rechtsfehler zu überprüfen. Vielmehr
können sich Zweifel an der Richtigkeit
oder Vollständigkeit der
entscheidungserheblichen Feststellungen
im Sinne von § 529 Abs. 1 Nr. 1 ZPO
auch aus der Möglichkeit
unterschiedlicher Bewertungen der

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erstinstanzlichen Beweisaufnahme
ergeben (im Anschluss an BGH, Urteile
vom 9. März 2005, VIII ZR 266/03,
BGHZ 162, 313, 316 f.; vom 21. Juni
2016, VI ZR 403/14, VersR 2016, 1194;
vom 29. Juni 2016, VIII ZR 191/15, NJW
2016, 3015; Beschluss vom 10. Mai 2016,
VIII ZR 214/15, NJW-RR 2016, 982).
§ 573 BGB Eigenbedarfskündigung durch 14. Dezember MietPrax-AK § Börstinghaus,
GbR; Rechtsfolgen des 2016 573 BGB Nr. 62 jurisPR-
VIII ZR 232/15 = MDR 2017, BGHZivilR 3/2017
Verstoßes gegen Anbietpflicht 142 = WuM Anm. 1;
1. Eine teilrechtsfähige (Außen- 2017, 94 = GE Börstinghaus,
)Gesellschaft des bürgerlichen Rechts 2017, 166 = LMK 2017,
kann sich in entsprechender Anwendung NJW 2017, 547 385346; Derleder,
des § 573 Abs. 2 Nr. 2 BGB auf den = NZM 2017, WuM 2017, 104;
Eigenbedarf eines ihrer Gesellschafter 111 = ZMR Selk, NJW 2017,
oder dessen Angehörigen berufen 2017, 141 = 521;
(Fortführung von Senat, Urteile vom 27. DWW 2017, 51 Singbartl/Zintl,
Juni 2007, VIII ZR 271/06, NJW 2007, = JR 2018, 281 NZM 2017, 119;
2845 Rn. 15; vom 16. Juli 2009, VIII ZR Abramenko,
231/08, NJW 2009, 2738 Rn. 13 f. und MietRB 2017,
vom 23. November 2011, VIII ZR 74/11, 65/66; Meier, ZMR
NJW-RR 2012, 237 Rn. 23). 2017, 150; Schach,
2a. Der wegen Eigenbedarfs kündigende jurisPR-MietR
Vermieter hat im Rahmen seiner 6/2017 Anm. 2;
vertraglichen Rücksichtnahmepflicht dem Dubovits
Mieter eine andere, ihm während der
Kündigungsfrist zur Verfügung stehende
vergleichbare Wohnung zur Anmietung
anzubieten, sofern sich diese im selben
Haus oder in derselben Wohnanlage
befindet (Bestätigung von Senat, Urteile
vom 9. Juli 2003, VIII ZR 276/02, NJW
2003, 2604 unter II 2, sowie VIII ZR
311/02, WuM 2003, 463 unter II 1; vom
9. November 2005, VIII ZR 339/04,
BGHZ 165, 75, 79; vom 4. Juni 2008,
VIII ZR 292/07, NJW 2009, 1141 Rn. 12;
vom 13. Oktober 2010, VIII ZR 78/10,
NJW 2010, 3775 Rn. 14 und vom 21.
Dezember 2011, VIII ZR 166/11, NJW-
RR 2012, 341 Rn. 24).
2b. Die Verletzung dieser Anbietpflicht
hat jedoch nicht zur Folge, dass die
berechtigt ausgesprochene
Eigenbedarfskündigung nachträglich
rechtsmissbräuchlich und damit
unwirksam wird. Sie zieht lediglich einen
Anspruch auf Schadensersatz in Geld
nach sich (insoweit Aufgabe der
bisherigen Senatsrechtsprechung; zuletzt
Urteil vom 21. Dezember 2011, VIII ZR
166/11, NJW-RR 2012, 341).
§ 573 BGB Eigenbedarfskündigung durch 15. März 2017 MietPrax-AK §
GbR VIII ZR 92/16 573 BGB Nr. 63
Eine teilrechtsfähige (Außen- = NZM 2017,
)Gesellschaft des bürgerlichen Rechts 285 = WuM
kann sich in entsprechender Anwendung 2017, 288 =
des § 573 Abs. 2 Nr. 2 BGB auf den NJW-RR 2017,
Eigenbedarf eines oder mehrerer 583 = ZMR
2017, 380

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ihrer Gesellschafter oder deren
Angehörigen berufen.
§ 573 BGB Schadensersatz wegen 29. März 2017 MietPrax-AK § Börstinghaus,
vorgetäuschtem Eigenbedarf VIII ZR 44/16 573 BGB Nr. 64 jurisPR-
a) Eine Kündigung wegen = MDR 2017, BGHZivilR
"Betriebsbedarfs" nach § 573 Abs. 1 Satz 693 = GE 2017, 12/2017 Anm 2;
1 BGB setzt voraus, dass betriebliche 658 = WuM Schach, GE 2017,
Gründe die Nutzung gerade der 2017, 342 = 621; Drasdo, NJW-
gekündigten Wohnung notwendig ZMR 2017, 550 Spezial 2017, 419
machen. Die Wohnung muss deshalb für = NZM 2017,
die betrieblichen Abläufe nach den 521 = NJW
Aufgaben der Bedarfsperson von 2017, 2819
wesentlicher Bedeutung sein. Dies wird
etwa bei einem Angestellten, dem die
Aufgaben eines "Concierge" übertragen
sind, der Fall sein, nicht aber bei einem
Hausmeister, der mehrere Objekte des
Vermieters betreuen soll und ohnehin
bereits in der Nähe eines der Objekte
wohnt (im Anschluss an Senatsurteil vom
23. Mai 2007 - VIII ZR 122/06, NZM
2007, 639 Rn. 12 ff.).
b) Zu den Anforderungen an die
tatrichterliche Würdigung des
Parteivortrags und des
Beweisergebnisses, wenn der nach einer
Bedarfskündigung ausgezogene Mieter
Schadensersatz wegen vorgetäuschtem
Bedarf im Hinblick darauf begehrt, dass
der Vermieter den zur Grundlage der
Kündigung gemachten behaupteten
Bedarf anschließend nicht verwirklicht
hat.
§ 573 BGB Kündigung wegen Berufs- oder 29. März 2017 MietPrax-AK § Börstinghaus,
Geschäftsbedarfs VIII ZR 45/16 573 BGB Nr. 65 jurisPR-
1. Die Beurteilung der Frage, ob ein = BGHZ 214, BGHZivilR
berechtigtes Interesse an der Beendigung 269 = GE 2017, 11/2017 Anm. 3;
des Mietverhältnisses im Sinne von § 573 563 = WuM Hinz, NZM 2017,
Abs. 1 Satz 1 BGB vorliegt, entzieht sich 2017, 333 = 412; Hartmann,
einer verallgemeinerungsfähigen NZM 2017, 405 jurisPR-MietR
Betrachtung (Senatsbeschluss vom 20. = MDR 2017, 14/2017 Anm. 1 =
Juli 2016, VIII ZR 238/15, WuM 2016, 755 = NJW WuM 2017, 450;
682 Rn. 9). Sie erfordert vielmehr eine 2017, 2018 = Drasdo, NJW-
umfassende Würdigung der Umstände ZMR 2017, 791 Spezial 2017, 449;
des Einzelfalls (Bestätigung von Fleindl, ZMR
Senatsurteile vom 9. Mai 2012, VIII ZR 2017, 799
238/11, NJW 2012, 2342 Rn. 10; vom 26.
September 2012, VIII ZR 330/11, NJW
2013, 225 Rn. 12 und Senatsbeschluss
vom 20. Juli 2016, VIII ZR 238/15, aaO).
2. Dies gilt auch für die Geltendmachung
eines Berufs- oder Geschäftsbedarfs. Es
ist nicht zulässig, eine solche
Fallgestaltung als ungeschriebene weitere
Kategorie eines typischerweise
anzuerkennenden Vermieterinteresses an
der Beendigung eines
Wohnraummietverhältnisses zu
behandeln und von einer an den
Einzelfallumständen ausgerichteten

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Abwägung der beiderseitigen Belange
abzusehen.
3. Im Rahmen der gebotenen
Interessenabwägung ist allerdings im
Hinblick auf die vom Gesetzgeber zum
Schutz des Mieters eigens geschaffene
Härteregelung des § 574 BGB zu
beachten, dass die besonderen Belange
des Mieters im Einzelfall (individuelle
Härte) erst auf Widerspruch des Mieters
und nicht schon bei der Abwägung der
gegenseitigen Belange im Rahmen der
Beurteilung, ob ein berechtigtes Interesse
für die Kündigung vorliegt, zu
berücksichtigen sind. Auf Seiten des
Mieters sind daher - anders als bei den
Vermieterinteressen, die vollständig
einzufließen haben - (nur) die unabhängig
von seiner konkreten Situation
bestehenden Belange in die Abwägung
einzustellen, also das generell bestehende
Interesse, die Wohnung und damit den
Lebensmittelpunkt nicht zu verlieren und
nicht mit den unbeträchtlichen Kosten
und anderen erheblichen
Unzuträglichkeiten belastet zu werden,
die ein Wohnungswechsel in der Regel
mit sich bringt (Bestätigung und
Fortführung von Senatsurteil vom 26.
September 2012, VIII ZR 330/11, NJW
2013, 225 Rn. 18).
4. Für die Bestimmung des berechtigten
Interesses haben die Gerichte weiter zu
beachten, dass sowohl die Rechtsposition
des Vermieters als auch das vom
Vermieter abgeleitete Besitzrecht des
Mieters von der Eigentumsgarantie des
Art. 14 Abs. 1 Satz 1 GG geschützt sind
(BVerfG, 26. Mai 1993, 1 BvR 208/93,
BVerfGE 89, 1, 6 ff.; BVerfG, 28. März
2000, 1 BvR 1460/99, NJW 2000, 2658,
2659; BVerfG, 16. Januar 2004, 1 BvR
2285/03, NJW-RR 2004, 440, 441 und
BVerfG, 4 April 2011, 1 BvR 1803/08,
NZM 2011, 479 Rn. 29). Vom
Schutzbereich der verfassungsrechtlich
verbürgten Eigentumsgarantie des
Vermieters ist dabei nicht nur dessen
Wunsch erfasst, die Wohnung zu privaten
Zwecken zu nutzen, sondern auch dessen
Absicht, sie für eine wirtschaftliche
Betätigung zu verwenden (im Anschluss
an BVerfG, 14. Februar 1989, 1 BvR
1131/87, BVerfGE 79, 283, 289
["Grundlage privater und
unternehmerischer Initiative"] und
BVerfG, 4. Juni 1998, 1 BvR 1575/94,
NJW 1998, 2662 ["wirtschaftliche
Betätigung"]).
5. Neben der Eigentumsgarantie kommt
den Grundrechten der Berufsfreiheit (Art.
12 Abs. 1 GG), der allgemeinen

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Handlungsfreiheit (Art. 2 Abs. 1 GG) und
des Grundrechts auf Schutz von Ehe und
Familie (Art. 6 Abs. 1 GG) regelmäßig
keine selbständige Bedeutung zu
(insoweit Aufgabe von Senatsbeschluss
vom 5. Oktober 2005, VIII ZR 127/05,
NZM 2005, 943, 944, und Senatsurteil
vom 26. September 2012, VIII ZR
330/11, NJW 2013, 225 Rn. 16).
6. Auch wenn sich allgemein verbindliche
Betrachtungen hinsichtlich der
vorzunehmenden Einzelfallabwägung
verbieten, ist zu beachten, dass die
typisierten Regeltatbestände des § 573
Abs. 2 Nr. 2 und Nr. 3 BGB einen ersten
Anhalt für die erforderliche
Interessenbewertung und -abwägung
geben. Das Interesse des Vermieters, die
betreffende Wohnung zu (frei-
)beruflichen oder gewerblichen Zwecken
selbst zu nutzen, ist von der
Interessenlage her regelmäßig zwischen
den typisierten Regeltatbeständen des
Eigenbedarfs und der wirtschaftlichen
Verwertung anzusiedeln. Auch insoweit
verbietet sich zwar eine Festlegung
allgemein verbindlicher Grundsätze. Es
lassen sich jedoch anhand bestimmter
Fallgruppen grobe Leitlinien bilden.
7. So weist der Entschluss eines
Vermieters, die Mietwohnung nicht nur
zu Wohnzwecken zu beziehen, sondern
dort zugleich überwiegend einer
geschäftlichen Tätigkeit nachzugehen
(sog. Mischnutzung), eine größere Nähe
zum Eigenbedarf nach § 573 Abs. 2 Nr. 2
BGB auf, da er in solchen
Fallgestaltungen in der Wohnung auch
einen persönlichen Lebensmittelpunkt
begründen will. In diesen Fällen wird es
regelmäßig ausreichen, dass dem
Vermieter bei verwehrtem Bezug ein
beachtenswerter Nachteil entstünde, was
bei einer auf nachvollziehbaren und
vernünftigen Erwägungen der Lebens-
und Berufsplanung des Vermieters häufig
der Fall sein dürfte. Entsprechendes gilt,
wenn die Mischnutzung durch den
Ehegatten oder Lebenspartner des
Vermieters erfolgen soll.
8. Dagegen weisen Fälle, in denen der
Vermieter oder sein
Ehegatte/Lebenspartner die Wohnung
ausschließlich zu geschäftlichen Zwecken
nutzen möchte, eine größere Nähe zur
Verwertungskündigung nach § 573 Abs.
2 Nr. 3 BGB auf. Angesichts des
Umstands, dass der Mieter allein aus
geschäftlich motivierten Gründen von
seinem räumlichen Lebensmittelpunkt
verdrängt werden soll, muss der
Fortbestand des

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Wohnraummietverhältnisses für den
Vermieter einen Nachteil von einigem
Gewicht darstellen, was etwa dann
anzunehmen sein kann, wenn die
geschäftliche Tätigkeit andernfalls nicht
rentabel durchgeführt werden könnte oder
die konkrete Lebensgestaltung die
Nutzung der Mietwohnung erfordert (z.B.
gesundheitliche Einschränkungen,
Betreuung von Kindern oder
pflegebedürftigen Personen).
§ 573 BGB Kündigung zwecks 10. Mai 2017 MietPrax-AK § Sandidge/Wichert,
Durchführung eines sozialen VIII ZR 292/15 573 BGB Nr. 66 MietRB 2017, 213,
= GE 2017, 769 214; Börstinghaus,
Wohngruppenprojekts = WuM 2017, jurisPR-
1. Aus dem Umstand, dass der 410 = MDR BGHZivilR
generalklauselartige 2017, 989 = 15/2017 Anm. 2;
Kündigungstatbestand des § 573 Abs. 1 NZM 2017, 559 Drasdo, NJW-
Satz 1 BGB den in Absatz 2 dieser = ZMR 2017, Spezial 2017, 482;
Vorschrift beispielhaft genannten 722 = NJW-RR Brändle, ZfIR
Kündigungsgründen gleichgewichtig ist, 2017, 976 2017, 483
folgt nicht, dass bestimmte - in Absatz 2
nicht aufgezählte - Fallgruppen eines
Vermieterbedarfs von vornherein ein
berechtigtes Interesse an der Kündigung
des Mietverhältnisses begründeten (im
Anschluss an Senatsurteil vom 29. März
2017, VIII ZR 45/16, Rn. 24, zur
Veröffentlichung in BGHZ
bestimmt).(Rn.36)
2. Die Beurteilung der Frage, ob ein
berechtigtes Interesse an der Beendigung
des Mietverhältnisses im Sinne von § 573
Abs. 1 Satz 1 BGB vorliegt, erfordert
vielmehr eine Würdigung aller Umstände
des Einzelfalls und eine umfassende
Abwägung der gegenseitigen Belange (im
Anschluss an Senatsurteil vom 29. März
2017, VIII ZR 45/16, aaO Rn. 35). Auch
ein von einem Vermieter verfolgtes
gemeinnütziges, vornehmlich ein
karitatives, Nutzungsinteresse kann im
Einzelfall ein Gewicht erreichen, das es
rechtfertigt, trotz der hiermit für den
Mieter verbundenen Nachteile dem
Erlangungsinteresse des Vermieters den
Vorzug zu geben.(Rn.42)
3. Bei der gebotenen Interessenabwägung
ist zu berücksichtigen, dass sowohl die
Rechtsposition des Vermieters als auch
das vom Vermieter abgeleitete
Besitzrecht des Mieters von der
Eigentumsgarantie des Art. 14 Abs. 1
Satz 1 GG geschützt sind (im Anschluss
an Senatsurteil vom 29. März 2017, VIII
ZR 45/16, aaO Rn. 25; BVerfG, 26. Mai
1993, 1 BvR 208/93, BVerfGE 89, 1;
BVerfG, 28. März 2000, 1 BvR 1460/99,
NJW 2000, 2658; BVerfG, 16. Januar
2004, 1 BvR 2285/03, NJW-RR 2004,
440 und BVerfG, 4. April 2011, 1 BvR
1803/08, NZM 2011, 479). Vom

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Schutzbereich der verfassungsrechtlich
verbürgten Eigentumsgarantie des
Vermieters ist dabei nicht nur dessen
Wunsch erfasst, die Wohnung zu privaten
Zwecken zu nutzen, sondern auch dessen
Absicht, sie für andere Vorhaben,
insbesondere für eine wirtschaftliche
Betätigung, zu verwenden (im Anschluss
an BVerfG, 14. Februar 1989, 1 BvR
1131/87, BVerfGE 79, 283, 289
["Grundlage privater und
unternehmerischer Initiative"] und
BVerfG, 4. Juni 1998, 1 BvR 1575/94,
NJW 1998, 2662 ["wirtschaftliche
Betätigung"]).
4. Bei der Abwägung der gegenseitigen
Interessen im Rahmen der Beurteilung,
ob ein berechtigtes Interesse für die
Kündigung vorliegt, sind im Hinblick auf
die vom Gesetzgeber eigens geschaffene
Härteregelung des § 574 BGB auf Seiten
des Mieters allerdings - im Gegensatz zu
den Vermieterinteressen, die vollständig
einzufließen haben - (nur) die unabhängig
von seiner konkreten Situation
bestehenden Belange in die Abwägung
einzustellen, also das generell bestehende
Interesse, die Wohnung und damit den
Lebensmittelpunkt nicht zu verlieren und
nicht mit den unbeträchtlichen Kosten
und anderen erheblichen
Unzuträglichkeiten belastet zu werden,
die ein Wohnungswechsel in der Regel
mit sich bringt. Die besonderen Belange
des Mieters im Einzelfall (individuelle
Härte) sind erst auf Widerspruch des
Mieters im Rahmen der Beurteilung, ob
der Mieter die Fortsetzung des
Mietverhältnisses verlangen kann, zu
berücksichtigen (im Anschluss an
Senatsurteil vom 29. März 2017, VIII ZR
45/16, aaO Rn. 49 mwN).
5. Auch wenn sich allgemein verbindliche
Betrachtungen hinsichtlich der
vorzunehmenden Einzelfallabwägung
verbieten, ist zu beachten, dass die
typisierten Regeltatbestände des § 573
Abs. 2 Nr. 2 und Nr. 3 BGB einen ersten
Anhalt für die erforderliche
Interessenbewertung und -abwägung
geben. Die Anforderungen an das
Vorliegen eines berechtigten
Erlangungsinteresses des Vermieters
hängen daher davon ab, ob der geltend
gemachte Kündigungsgrund eine größere
Nähe zum Eigenbedarfstatbestand oder
zum Tatbestand der
Verwertungskündigung aufweist (im
Anschluss an Senatsurteil vom 29. März
2017, VIII ZR 45/16, aaO Rn. 38 ff.).

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§ 573 BGB Keine Anbietpflicht der 19. Juli 2017 MietPrax-AK § Börstinghaus,
Vermieterwohnung VIII ZR 284/16 573 BGB Nr. 67 jurisPR-MietR
Der Vermieter ist aufgrund des Gebotes = WuM 2017, 19/2017 Anm. 1;
der Rücksichtnahme nicht gehalten, die 537 = GE 2017, Taufkirch, MietRB
eigene, bisher von ihm selbst bewohnte 1016 = NZM 2017, 277
Wohnung anzubieten, die denknotwendig 2017, 763
erst frei wird, wenn der Vermieter nach
dem Auszug des Mieters in die
gekündigte Wohnung eingezogen ist. Der
Vermieter muss sich auf einen
"fliegenden Wohnungswechsel" mit dem
Mieter nicht einlassen.(nicht amtlicher
Leitsatz)
§ 573 BGB Strenge Anforderungen an 27. September MietPrax-AK § Geisler, jurisPR-
Verwertungskündigung 2017 573 BGB Nr. 68 BGHZivilR
a) Die Kündigung nach § 573 Abs. 2 Nr. VIII ZR 243/16 = WuM 2017, 22/2017 Anm. 1;
3 BGB setzt einen erheblichen Nachteil 656 = NZM Bruns, NZM 2017,
beim Vermieter selbst voraus; ein 2017, 756 = GE 759; Beyer,
Nachteil bei einer mit der vermietenden 2017, 1403 = jurisPR-MietR
Gesellschaft persönlich und NJW-RR 2018, 25/2017 Anm. 3;
wirtschaftlichen verbundenen 12 = MDR 2018, Drasdo, NJW-
"Schwestergesellschaft" reicht insoweit 82 = DWW Spezial 2018, 1
nicht aus. 2018, 19 = ZMR
b) Zum Erfordernis einer konkreten 2018, 205 =
Darlegung eines "erheblichen Nachteils" NJW-RR 2018,
des Vermieters bei der 16
Verwertungskündigung.
§ 573 BGB Keine generelle 22. August 2017 MietPrax-AK § Beyer, jurisPR-
Mindestnutzungsdauer für VIII ZR 19/17 573 BGB Nr. 69 MietR 2/2018
= NZM 2017, Anm. 3
Eigenbedarf erforderlich 846 = WuM
1. Der Begriff des "Benötigens" in § 573 2017, 721 = GE
Abs. 2 Ziff 2 BGB setzt ernsthafte, 2017, 1465 =
vernünftige und nachvollziehbare Gründe ZMR 2018, 204
des Vermieters voraus, warum er die = NJW-RR
Wohnung künftig selbst oder durch nahe 2018, 138
Angehörige nutzen will.
2. Damit sind aber generell keine
zeitlichen Mindestanforderungen an die
Nutzung verbunden, so dass auch eine
Nutzung als Zweitwohnung vom
Tatbestandsmerkmal im Einzelfall erfasst
sein kann.(nicht amtlicher Leitsatz)
§ 573 BGB Zahlungsverzugskündigung bei 15. Mai 2018 MietPrax-AK §
symbolischer Miete von 1,- €. VIII ZR 150/17 573 BGB Nr. 70
Die Beurteilung, ob der Mieter seine = GE 2018, 873
vertraglichen Pflichten schuldhaft nicht = WuM 2018,
nur unerheblich verletzt hat (§ 573 Abs. 2 514
Nr. 1 BGB) und der Vermieter zu einer
ordentlichen Kündigung des
Mietverhältnisses berechtigt ist, obliegt in
erster Linie der tatrichterlichen
Würdigung der jeweiligen
Einzelfallumstände. Allgemein
verbindliche Aussagen lassen sich dazu
nicht treffen.(nicht amtlicher
Leitsatz)

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§ 573 BGB Hilfsweise erklärte ordentliche 19. September MietPrax-AK § Börstinghaus,
Kündigung auch nach 2018 573 BGB Nr. 71 jurisPR-
VIII ZR 231/17 = BGHZ 220, 1 BGHZivilR
Schonfristzahlung wirksam = MDR 2018, 19/2018 Anm. 1;
1. Durch § 569 Abs. 3 Nr. 2 Satz 1 BGB 1364 = WuM Börstinghaus,
hat der Gesetzgeber die gesetzliche 2018, 714 = GE LMK 2018,
Fiktion geschaffen, dass im Falle einer 2018, 1389 = 411605; Kappus,
rechtzeitigen Schonfristzahlung oder NJW 2018, 3517 NJW 2018, 3522;
Verpflichtungserklärung einer = DWW 2018, Beyer, jurisPR-
öffentlichen Stelle die zuvor durch eine 377 = NZM MietR 24/2018
wirksam erklärte fristlose Kündigung 2018, 941 Anm. 3;
wegen Zahlungsverzugs (§ 543 Abs. 2 Singbartl/Kraus,
Satz 1 Nr. 3 BGB) bewirkte Beendigung NZM 2018, 946;
des Mietverhältnisses rückwirkend als Drasdo, NJW-
nicht eingetreten gilt. Bei Vorliegen der Spezial 2019, 1;
Voraussetzungen des § 569 Abs. 3 Nr. 2 Dötsch, MietRB
Satz 1 BGB entfallen damit nicht nur für 2019, 5; Meier,
die Zukunft die durch die fristlose ZMR 2019, 175
Kündigung ausgelösten Räumungs- und
Herausgabeansprüche, sondern das
Mietverhältnis ist als ununterbrochen
fortstehend zu behandeln.
2. Ein Vermieter, der eine fristlose
Kündigung eines
Wohnraummietverhältnisses wegen
Zahlungsverzugs (§ 543 Abs. 2 Satz 1 Nr.
3 BGB) hilfsweise oder vorsorglich mit
einer ordentlichen Kündigung (§ 573
Abs. 1, Abs. 2 Nr. 1 BGB) verknüpft,
bringt bei der gebotenen Auslegung
seiner Erklärungen zum Ausdruck, dass
die ordentliche Kündigung in allen Fällen
Wirkung entfalten soll, in denen die
zunächst angestrebte sofortige
Beendigung des Mietverhältnisses
aufgrund einer - entweder schon bei
Zugang des Kündigungsschreibens
gegebenen oder nachträglich gemäß § 543
Abs. 2 Satz 3 BGB (unverzügliche
Aufrechnung durch den Mieter) oder
gemäß § 569 Abs. 3 Nr. 2 BGB
(Schonfristzahlung oder behördliche
Verpflichtung) rückwirkend eingetretenen
- Unwirksamkeit der fristlosen
Kündigung fehlgeschlagen ist.
§ 573 BGB Hilfsweise erklärte ordentliche 19. September MietPrax-AK § Dötsch, MietRB
Kündigung eines 2018 573 BGB Nr. 72 2019, 6; Meier,
VIII ZR 261/17 = WuM 2018, ZMR 2019, 175
Zeitmietvertrages alten Rechts 758 = NZM
bei Zahlungsverzug 2018, 1017 =
1. Zur Geltungswirkung einer vom ZMR 2019, 13
Vermieter hilfsweise mit einer fristlosen
Kündigung verbundenen ordentlichen
Kündigung eines
Wohnraummietverhältnisses in den Fällen
des Zahlungsverzugs (im Anschluss an
Senatsurteil vom 19.09.2018 - VIII ZR
231/17).
2. Ein nach § 564c BGB a.F. begründetes
Wohnraummietverhältnis mit
Verlängerungsklausel kann selbst dann,
wenn im Mietvertrag vorgesehen ist, dass

© 2022 RiAG a.D. Prof. Dr. Ulf Börstinghaus, Gelsenkirchen Seite 319
es sich nicht verlängert, wenn eine der
Parteien rechtzeitig widerspricht, nur
unter Einhaltung der
Kündigungsvoraussetzungen der - gemäß
Art. 229 § 3 Abs. 3 EGBGB anwendbaren
- §§ 564b, 565, 565a BGB a.F. zum
jährlich vereinbarten Ablauftermin
beendet werden (Fortführung der
Senatsurteile vom 06.04.2005 - VIII ZR
155/04, NJW 2005, 1572 unter II 2 a aa;
vom 23.06.2010 - VIII ZR 230/09, NJW
2010, 3431 Rz. 19).
§ 573 BGB Eigenbedarfskündigung zum 21. August 2018 MietPrax-AK § Börstinghaus,
Zwecke der Nutzung der VIII ZR 186/17 573 BGB Nr. 73 jurisPR-
= NZM 2018, BGHZivilR
Wohnung als Ferien- und 983 = WuM 20/2018 Anm. 3;
Zweitwohnung 2018, 776 = GE Kappus, NZM
1. Die Gerichte haben den 2019, 50 = ZMR 2018, 987; Mettler,
Entschluss des Vermieters, die vermietete 2019, 118 MietRB 2019, 8
Wohnung nunmehr selbst zu nutzen,
grundsätzlich zu achten und ihrer
Rechtsfindung zugrunde zu legen.
2. Sie haben grundsätzlich zu
respektieren, welchen Wohnbedarf der
Vermieter für sich oder seine
Angehörigen als angemessen ansieht.
3. Die Gerichte sind daher nicht
berechtigt, ihre Vorstellungen von
angemessenem Wohnen verbindlich an
die Stelle der Lebensplanung des
Vermieters zu setzen.
4. Dem Erlangungswunsch des
Vermieters sind allerdings zur Wahrung
berechtigter Belange des Mieters Grenzen
gesetzt. Die Gerichte dürfen den
Eigennutzungswunsch des Vermieters
daraufhin nachprüfen,
a) ob dieser Wunsch ernsthaft
verfolgt wird,
b) ob er von vernünftigen und
nachvollziehbaren Gründen getragen ist
oder
c) ob er missbräuchlich ist,
(1) etwa weil der geltend gemachte
Wohnbedarf weit überhöht ist,
(2) die Wohnung die
Nutzungswünsche des Vermieters
überhaupt nicht erfüllen kann oder
(3) der Wohnbedarf in einer anderen
Wohnung des Vermieters ohne
wesentliche Abstriche befriedigt werden
kann.
5. Deshalb kann grundsätzlich auch die
vom Vermieter beabsichtigte Nutzung der
dem Mieter überlassenen Räume als
Zweitwohnung eine
Eigenbedarfskündigung
rechtfertigen.(nicht amtlicher
Leitsatz)
§ 573 BGB Abweichende Beweiswürdigung 23. Oktober 2018 MietPrax-AK §
durch Berufungsgericht VIII ZR 61/18 573 BGB Nr. 74

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1. Das Berufungsgericht muss die = NZM 2018,
bereits in erster Instanz vernommenen 988 = WuM
Zeugen nochmals vernehmen, wenn es 2018, 780 = GE
deren Aussagen anders würdigen will als 2019, 49 = NJW-
die Vorinstanz. RR 2019, 134
2. Die nochmalige Vernehmung
eines Zeugen kann allenfalls dann
unterbleiben, wenn sich das
Rechtsmittelgericht auf solche Umstände
stützt, die weder die Urteilsfähigkeit, das
Erinnerungsvermögen oder die
Wahrheitsliebe des Zeugen noch die
Vollständigkeit oder Widerspruchsfreiheit
seiner Aussage betreffen.
3. Die Frage, ob der vom Vermieter
zur Begründung der Kündigung
angegebene Erlangungswunsch
"nachvollziehbar und vernünftig" ist, darf
nicht mit der weiteren Frage vermengt
werden darf, ob der vom Vermieter
geltend gemachte Eigenbedarf auch
tatsächlich besteht und realisierbar ist.
4. Ist der Nutzungswunsch nicht
realisierbar, ist dies im Rahmen der
Ernsthaftigkeit des
Eigennutzungswunschs oder ggf. auch
unter dem Gesichtspunkt des
rechtsmissbräuchlichen Verhaltens zu
würdigen.(nicht amtlicher Leitsatz)
§ 573 BGB Abmahnung nicht zwingend für 25. August 2020 MietPrax-AK § Schach, jurisPR-
ordentliche Kündigung wegen VIII ZR 59/20 573 BGB Nr. 75 MietR 23/2020
= NZM 2020, Anm. 4;
Pflichtverletzung erforderlich 885 = WuM Monschau, MietRB
1. Die Frage, welche Bedeutung eine 2020, 739 = GE 2020, 353
Abmahnung, die vor einer fristlosen 2020, 1487 =
Kündigung des Mietverhältnisses erklärt ZMR 2021, 31
wurde, für die hiermit verbundene
hilfsweise erklärte ordentliche Kündigung
des Mietverhältnisses hat, ist entzieht sich
weitgehend einer generalisierenden
Betrachtung.
2. Eine Abmahnung ist nicht
Voraussetzung für eine ordentliche
Kündigung des Mietverhältnisses.
3. Ihr kann jedoch für die Kündigung
wegen schuldhafter, nicht unerheblicher
Pflichtverletzung des Mieters insofern
Bedeutung zukommen, als erst ihre
Missachtung durch den Mieter dessen
Pflichtverletzung das erforderliche
Gewicht verleiht, etwa weil vorher nur
ein schlichtes Versehen des Mieters
vorgelegen hat.(nicht amtlicher
Leitsatz)
§ 573 BGB Hinweispflicht bei Wegfall des 9. Dezember MietPrax-AK § Beuermann, GE
Eigenbedarfs 2020 573 BGB Nr. 76 2021, 150;
a) Hat der Vermieter das Mietverhältnis VIII ZR 238/18 = GE 2021, 173 Monschau, MietRB
wegen Eigenbedarfs (§573 Abs.2 Nr.2 = NZM 2021, 2021, 68/69;
BGB) gekündigt, hat er -zur Vermeidung 132 = WuM Drasdo, NJW-
eines rechtsmissbräuchlichen Verhaltens - 2021, 116 = Spezial 2021, 193;
den Mieter auf einen späteren Wegfall ZMR 2021, 211 Beyer, jurisPR-

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des Eigenbedarfs bis zum Ablauf der = NJW 2021, MietR 8/2021
Kündigungsfrist hinzuweisen (im 1232 Anm. 1; Hinz, JR
Anschluss an Senatsurteile vom 9. 2022, 173
November 2005 -VIIIZR 339/04, BGHZ
165, 75, 81; vom [Link] 2007 -VIII ZR
271/06, NJW 2007, 2845 Rn. 22; vom
13.Juni2012 -VIII ZR 356/11, juris
Rn.10; vom 14. Dezember 2016 -VIII ZR
232/15, BGHZ 213, 136 Rn. 62; vom 22.
Mai 2019 -VIII ZR 167/17, NJW-RR
2019, 972 Rn. 28; Senatsbeschluss vom
[Link] 2016 -VIII ZR 300/15, WuM
2016, 743 Rn. 2 und 9). Dieser Zeitpunkt
ist für das Bestehen einer Hinweispflicht
grundsätzlich auch dann maßgebend,
wenn die Parteien in einem
(gerichtlichen) Räumungsvergleich einen
späteren Auszugstermin des Mieters
vereinbaren.
b) Der ersatzfähige (Kündigungsfolge-
)Schaden eines Mietersnach einer
unberechtigten Eigenbedarfskündigung
durch den Vermieter umfasst nicht die
zum Zwecke des Eigentumserwerbs einer
Wohnung angefallenen Maklerkosten (im
Anschluss an Senatsurteil vom 9.
Dezember 2020 -VIII ZR 371/18, zur
Veröffentlichung bestimmt).
§ 573 BGB Abriss keine wirtschaftliche 16. Dezember MietPrax-AK § Schach, jurisPR-
Verwertung 2020 573 BGB Nr. 77 MietR 5/2021
1. Der ersatzlose Abriss eines Gebäudes VIII ZR 70/19 = WuM 2021, Anm. 2; Dötsch,
ist keine wirtschaftliche Verwertung im 119 = MDR MietRB 2021, 65;
Sinne des § 573 Abs. 2 Nr. 3 BGB 2021, 286 = GE Börstinghaus,
(Bestätigung von Senatsurteil vom 24. 2021, 246 = jurisPR-
März 2004 - VIII ZR 188/03, NJW 2004, ZMR 2021, 301 BGHZivilR 7/2021
1736 unter II 1 a). Anm. 3; Drasdo,
2. Zu den Anforderungen an eine zu dem NJW-Spezial 2021,
vorgenannten Zweck ausgesprochene 226
Kündigung eines Wohnraummietvertrags
nach Maßgabe des generalklauselartigen
Kündigungstatbestands des § 573 Abs. 1
Satz 1 BGB.
§ 573 BGB Umfang der Begründungspflicht 9. Februar 2021 MietPrax-AK § Börstinghaus,
bei Eigenbedarfskündigung VIII ZR 346/19 573 BGB Nr. 78 jurisPR-
1. Dem Begründungserfordernis einer = GE 2021, 569 BGHZivilR
Eigenbedarfskündigung wird im = WuM 2021, 10/2021 Anm. 2
Allgemeinen Genüge getan, wenn das 314 = NZM
Kündigungsschreiben den 2021, 431 =
Kündigungsgrund so bezeichnet, dass er ZMR 2021, 578
identifiziert und von anderen Gründen
unterschieden werden kann.
2. Bei einer Kündigung wegen
Eigenbedarfs ist daher grundsätzlich die
Angabe der Person, für die die Wohnung
benötigt wird, und die Darlegung des
Interesses, das diese Person an der
Erlangung der Wohnung hat,
ausreichend.(nicht amtlicher
Leitsatz)

© 2022 RiAG a.D. Prof. Dr. Ulf Börstinghaus, Gelsenkirchen Seite 322
§ 573 BGB Betriebsbedarf für Haushälterin 23. Februar 2021 MietPrax-AK § Riecke, MietRB
1. Erlässt das Berufungsgericht unter VIII ZR 213/20 573 BGB Nr. 79 2021, 131; Schach,
offenkundiger Verkennung der = WuM 2021, GE 2021, 602;
Voraussetzungen des § 313a Abs. 1, § 312 = GE 2021, Schwenker,
540 Abs. 2 ZPO und damit unter 629 = NZM jurisPR-
Missachtung der an ein Protokollurteil 2021, 432 = BGHZivilR 2/2022
gemäß § 540 Abs. 1 Satz 2 ZPO zu ZMR 2021, 570 Anm. 7
stellenden Anforderungen ein Urteil, das
weder tatbestandliche Feststellungen noch
eine rechtliche Begründung enthält, ist im
Beschwerdeverfahren gegen die
Nichtzulassung der Revision zu
unterstellen, dass das Berufungsgericht
das in den Tatsacheninstanzen gehaltene
und im Beschwerdeverfahren angeführte
Vorbringen des Beschwerdeführers nicht
hinreichend im Sinne des Art. 103 Abs. 1
GG zur Kenntnis genommen hat und die
Entscheidung des Berufungsgerichts
hierauf beruht (in Anschluss an BGH,
Beschlüsse vom 18. Juli 2007 - XII ZR
87/05, juris Rn. 26 iVm 24; vom 18.
September 2012 - VI ZR 51/12, NJW-RR
2012, 1535 Rn. 1 und vom 16. Mai 2017 -
VI ZR 25/16, NJW 2017, 2561 Rn. 12
ff.).
2. Zu den Voraussetzungen an eine
ordentliche Kündigung eines
Mietverhältnisses über Wohnraum wegen
sogenannten Betriebsbedarfs.(nicht
amtlicher Leitsatz)
§ 573 BGB Rechtsmissbräuchliche 30. März 2021 MietPrax-AK § Beyer, jurisPR-
Eigenbedarfskündigung VIII ZR 221/19 573 BGB Nr. 80 MietR 16/2021
Rechtsmissbräuchlichkeit einer = WuM 2021, Anm. 3
Eigenbedarfskündigung durch Schaffung 491 = NZM
einer ansonsten nicht bestehenden 2021, 683 =
ZMR 2021, 877
Kündigungssituation(nicht amtlicher
Leitsatz)
§ 573 BGB Kündigung eines 3. August 2021 MietPrax-AK § Drasdo, NJW-
Untermietverhältnisses VIII ZR 329/19 573 BGB Nr. 81 Spezial 2021, 738;
a) Das Bürgerliche Gesetzbuch enthält = GE 2021, 1425 Bueb, jurisPR-
keine Sonderregelungen für die = NZM 2021, MietR 5/2022
ordentliche Kündigung eines 886 = WuM Anm. 3
Untermietverhältnisses. 2021, 681 =
b) Deshalb berechtigt der Widerruf der NJW-RR 2021,
Untermieterlaubnis zu keiner ordentlichen 1525
Kündigung durch den Mieter gegenüber
dem Untermieter.(nicht amtlicher
Leitsatz)
§ 573a Voraussetzungen für Vorliegen 25. Juni 2008 MietPrax-AK § Drasdo, NJW-
BGB eines Zweifamilienhauses VIII ZR 307/07 573a BGB Nr. 1 Spezial 2008, 643;
Das Sonderkündigungsrecht nach § 573a = GE 2008, 1118 Horst, MietRB
Abs. 1 BGB wird nicht dadurch = WuM 2008, 2008, 321
ausgeschlossen, dass in einem vom 564 = NZM
Vermieter selbst bewohnten Gebäude mit 2008, 682 =
nicht mehr als zwei Wohnungen weitere DWW 2008, 311
Räume vorhanden sind, die sich für eine = ZMR 2008,
Nutzung als (dritte) Wohnung eignen und 877
früher auch als Wohnung genutzt wurden,

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wenn diese weiteren Räume schon bei
Abschluss des Mietvertrages, für dessen
Kündigung der Vermieter das
Sonderkündigungsrecht in Anspruch
nimmt, als gewerbliche Räume genutzt
worden sind.
§ 573a Voraussetzungen für Vorliegen 17. November MietPrax-AK § Dötsch, MietRB
BGB eines Zweifamilienhauses 2010 573a BGB Nr. 2 2011, 34; Drasdo,
Ein Wohnhaus, in dem sich neben je einer VIII ZR 90/10 = GE 2011, 50 = NJW-Spezial 2011,
Wohnung im Erdgeschoss und im WuM 2011, 34 = 65^; Börstinghaus,
Obergeschoss eine selbständig als NZM 2011, 71 = jurisPR-
Wohnung nutzbare Einliegerwohnung im ZMR 2011, 363 BGHZivilR
Untergeschoss befindet, ist auch dann 10/2011 Anm. 4
kein "Gebäude mit nicht mehr als zwei
Wohnungen" im Sinne des § 573a Abs. 1
BGB, wenn der Vermieter neben der
Erdgeschosswohnung auch die
Einliegerwohnung nutzt.
§ 573a Ausschluss der 16. Oktober 2013 MietPrax-AK § Drasdo, NJW-
BGB Zweifamilienhauskündigung VIII ZR 57/13 573a BGB Nr. 3 Spezial 2013, 705;
Durch eine mietvertragliche Bestimmung, = DWW 2013, Schach, MietRB
der zu Folge der Vermieter das 373 = GE 2013, 2013, 349; Schach,
Mietverhältnis "nur in besonderen 1584 = WuM GE 2013, 1554;
Ausnahmefällen unter Einhaltung der 2013, 739 = Rolfs, LMK 2014,
gesetzlichen Fristen kündigen kann, wenn NZM 2013, 824 354505
wichtige berechtigte Interessen des = NJW-RR
Vermieters eine Beendigung des 2014, 78 = ZMR
Mietverhältnisses notwendig machen" , 2014, 195 =
wird dem Mieter ein gegenüber den GuT-W 2013,
gesetzlichen Vorschriften erhöhter 147
Bestandsschutz eingeräumt. Für eine
Kündigung genügt dann das in § 573 Abs.
2 BGB genannte berechtigte Interesse des
Vermieters nicht.
§ 573a Zweifamilienhaus bei als 18. Februar 2015 MietPrax-AK § Drasdo, NJW-
BGB Wohnung nutzbaren VIII ZR 127/14 573a BGB Nr. 4 Spezial 2015, 322;
= ZfIR 2015, 303 Schmid, MietRB
Gewerberäumen = GE 2015, 588 2015, 163
Das Sonderkündigungsrecht nach § 573a = WuM 2015,
Abs. 1 BGB ist ausgeschlossen, wenn in 309 = DWW
einem vom Vermieter selbst bewohnten 2015, 179 =
Gebäude neben zwei Wohnungen Räume ZMR 2015, 375
vorhanden sind, in denen eine = NZM 2015,
eigenständige Haushaltsführung möglich 452 = MDR
ist, auch wenn diese als Gewerberaum 2015, 501
vermietet sind, es sei denn, sie wurden
schon vor Abschluss des Mietvertrags, für
dessen Kündigung der Vermieter das
Sonderkündigungsrecht in Anspruch
nimmt, als gewerbliche Räume genutzt
(im Anschluss an die Senatsurteile vom
25. Juni 2008 - VIII ZR 307/07, WuM
2008, 564; und vom 17. November 2010 -
VIII ZR 90/10, NJW - RR 2011, 158).
§ 573c Formularvertragliche 18. Juni 2003 MietPrax-AK § Horst, NJW 2003,
BGB Vereinbarung von VIII ZR 240/02 573c BGB Nr. 1 2720;
= DWW 2003, Lützenkirchen,
Kündigungsfristen in 226 = WuM BGHReport 2003,
Altverträgen 2003, 505 = 1059;
§ 573c Abs. 4 BGB ist auf NJW 2003, 2739 Börstinghaus,
Formularklauseln in einem vor dem 1. = GE 2003, 1147 ZMR 2003, 658;

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September 2001 abgeschlossenen = NZM 2003, Schach, GE 2003,
Mietvertrag, die hinsichtlich der 711 = ZMR 1120; Schach, GE
Kündigungsfristen die damalige 2003, 655 2003, 1250;
gesetzliche Regelung wörtlich oder Lützenkirchen,
sinngemäß wiedergeben, nach Art. 229 § MietRB 2003, 32
3 Abs. 10 EGBGB nicht anzuwenden.
§ 573c Formularvertragliche 18. Juni 2003 MietPrax-AK §
BGB Vereinbarung von VIII ZR 324/02 573c BGB Nr. 2
= WuM 2003,
Kündigungsfristen in 462
Altverträgen
§ 573c Abs. 4 BGB ist auf
Formularklauseln in einem vor dem 1.
September 2001 abgeschlossenen
Mietvertrag, die hinsichtlich der
Kündigungsfristen die damalige
gesetzliche Regelung wörtlich oder
sinngemäß wiedergeben, nach Art. 229 §
3 Abs. 10 EGBGB nicht
anzuwenden.(nicht amtlicher
Leitsatz)
§ 573c Formularvertragliche 18. Juni 2003 MietPrax-AK §
BGB Vereinbarung von VIII ZR 339/02 573c BGB Nr. 0
Kündigungsfristen in
Altverträgen
§ 573c Abs. 4 BGB ist auf
Formularklauseln in einem vor dem 1.
September 2001 abgeschlossenen
Mietvertrag, die hinsichtlich der
Kündigungsfristen die damalige
gesetzliche Regelung wörtlich oder
sinngemäß wiedergeben, nach Art. 229 §
3 Abs. 10 EGBGB nicht
anzuwenden.(nicht amtlicher
Leitsatz)
§ 573c Formularvertragliche 18. Juni 2003 MietPrax-AK §
BGB Vereinbarung von VIII ZR 355/02 573c BGB Nr. 0
Kündigungsfristen in
Altverträgen
§ 573c Abs. 4 BGB ist auf
Formularklauseln in einem vor dem 1.
September 2001 abgeschlossenen
Mietvertrag, die hinsichtlich der
Kündigungsfristen die damalige
gesetzliche Regelung wörtlich oder
sinngemäß wiedergeben, nach Art. 229 §
3 Abs. 10 EGBGB nicht
anzuwenden.(nicht amtlicher
Leitsatz)
§ 573c Formularvertragliche 12. November MietPrax-AK §
BGB Vereinbarung von 2003 573c BGB Nr. 0
VIII ZR 31/03 = WuM 2004,
Kündigungsfristen in 101
Altverträgen
§ 573c Abs. 4 BGB ist auf
Formularklauseln in einem vor dem 1.
September 2001 abgeschlossenen
Mietvertrag, die hinsichtlich der
Kündigungsfristen die damalige

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gesetzliche Regelung wörtlich oder
sinngemäß wiedergeben, nach Art. 229 §
3 Abs. 10 EGBGB nicht
anzuwenden.(nicht amtlicher
Leitsatz)
§ 573c Individualvertraglicher 22. Dezember MietPrax-AK § Häublein, ZMR
BGB Kündigungsausschluss 2003 573c BGB Nr. 6 2004, 252; Horst,
Zur Wirksamkeit des befristeten VIII ZR 81/03 = ZMR 2004, MDR 2004, 437;
Verzichts des Mieters auf sein 252 = GE 2004, Eisenhard,
gesetzliches Kündigungsrecht in einem 348 = NJW BGHReport 2004,
Wohnraummietvertrag. 2004, 1448 = 575; Fischer, WuM
MDR 2004, 436 2004, 123; Hinz,
= WuM 2004, WuM 2004, 126,
157 = NZM Kandelhard, WuM
2004, 216 = MM 2004, 129;
2004, 119 Breiholdt, WE
2004, 118; Timme,
NJW 2004, 1639;
Pfeifer, MietRB
2004, 162;
Breiholdt, WE
2004, 4; Derled
§ 573c Kündigungsfristen in 10. März 2004 MietPrax-AK § Wiek, WuM 2004,
BGB Altverträgen; Fußnotentechnik VIII ZR 34/03 573c BGB Nr. 8 276; Schumacher,
Die formularmäßige Vereinbarung der = WuM 2004, WuM 2004, 507
vormals längeren gesetzlichen 275
Kündigungsfristen ist in einem Altvertrag
auch in einer Fußnote möglich.(nicht
amtlicher Leitsatz)
§ 573c Formularvertraglicher 30. Juni 2004 MietPrax-AK § Wiek, WuM 2004,
BGB Kündigungsausschluß VIII ZR 379/03 573c BGB Nr. 9 509; Schach, GE
Eine Bestimmung in einem = WuM 2004, 2004, 1142;
Formularmietvertrag über Wohnraum, 542 = GE 2004, Brock/Lattka,
wonach die ordentliche Kündigung 1166 = NZM NZM 2004, 729;
innerhalb der ersten zwei Jahre nach 2004, 733 = Maciejewski, MM
Vertragsschluß für beide Seiten DWW 2004, 255 2004, 337; Wiek,
ausgeschlossen ist, ist nicht nach § 307 = NJW 2004, Mietrecht-express
BGB (früher: § 9 AGBG) unwirksam 3117 = ZMR 2004, 65
(Fortführung des Senatsurteils vom 22. 2004, 802 =
Dezember 2003 - VIII ZR 81/03, NJW MDR 2004,
2004, 1448). 1408
§ 573c Formularvertraglicher 14. Juli 2004 MietPrax-AK § Wiek, WuM 2004,
BGB Kündigungsausschluß VIII ZR 294/03 573c BGB Nr. 509; Schach, GE
Ein zum Ablauf der Mindestlaufzeit 10 = WuM 2004, 2004, 1142;
befristeter Ausschluss der ordentlichen 543 = GE 2004, Brock/Lattka,
Kündigung im Formularmietvertrag ist 1165 = NZM NZM 2004, 729;
jedenfalls dann wirksam, wenn er für 2004, 734 Wiek, Mietrecht-
beide Seiten gelten soll. express 2004, 65
§ 573c Formularvertraglicher 6. Oktober 2004 MietPrax-AK §
BGB Kündigungsausschluß VIII ZR 2/04 573c BGB Nr.
Ein beidseitiger formularmäßiger 11 = WuM 2004,
Kündigungsausschluß ist bei einer 672
Laufzeit von knapp über einem Jahr
wirksam.(nicht amtlicher Leitsatz)
§ 573c Ablauf der Kündigungsfrist am 17. Februar 2005 MietPrax-AK § Palm, BGHReport
BGB Samstag oder Sonntag III ZR 172/04 573c BGB Nr. 2005, 682; Artz,
§ 193 BGB ist auf Kündigungsfristen 12 = WuM 2005, LMK 2005, 85
weder unmittelbar noch entsprechend 247 = GE 2005,
481 = NJW

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anwendbar (Fortführung von BGHZ 59, 2005, 1354 =
265). NZM 2005, 391
§ 573c Kündigungsfrist bei 6. April 2005 MietPrax-AK § Gellwitzki, WuM
BGB Altverträgen nach Inkrafttreten VIII ZR 155/04 573c BGB Nr. 2005, 346; Blank,
13 = WuM 2005, NZM 2005, 401;
der Schuldrechtsreform 342 = DWW Eupen, MietRB
Gemäß Art. 229 § 3 Abs.10 EGBGB ist § 2005, 197 = 2005, 169; Drasdo,
573c Abs. 4 BGB auf vor dem 1. ZMR 2005, 446 NJW-Spezial 2005,
September 2001 geschlossene = NJW 2005, 290; Eisenhardt,
Mietverträge auch dann nicht 1572 = NZM WuM 2005, 487
anzuwenden, wenn die Kündigung nach 2005, 417
dem 31.12.2002 erklärt worden ist. Diese
Übergangsregelung zum
Mietrechtsreformgesetz wird nicht mit
Wirkung ab 1. Januar 2003 durch die
Überleitungsvorschrift des Art 229 Art 5
Satz 2 EGBGB verdrängt.
§ 573c Formularmäßiger 6. April 2005 MietPrax-AK § Wiek, WuM 2005,
BGB Kündigungsausschluss VIII ZR 27/04 573c BGB Nr. 369; Schach, GE
In einem Mietvertrag über Wohnraum ist 14 = WuM 2005, 2005, 584; Intveen,
ein - auch beideseitiger - formularmäßiger 346 = DWW MietRB 2005, 197;
Kündigungsverzicht wegen 2005,194 = ZMR Drasdo, NJW-
unangemessener Benachteiligung des 2005, 443 = Spezial 2005, 338
Mieters in der Regel unwirksam, wenn NJW 2005, 1574
seine Dauer mehr als vier Jahre beträgt. = GE 2005, 606
= MDR 2005,
801
§ 573c Samstag als Werktag 27. April 2005 MietPrax-AK § Drasdo, NJW-
BGB Bei der Berechnung der sogenannten VIII ZR 206/04 573c BGB Nr. Spezial 2005, 340;
Karenzzeit von drei Werktagen, die den 15 = GE 2005, Eisenhardt, WuM
Parteien eines Wohnraummietvertrages 726 = WuM 2005, 487;
zur Wahrung der Kündigungsfrist zusteht, 2005, 465 = Schreiber, WuM
ist der Sonnabend als Werktag NJW 2005, 2154 2005, 564; Intveen,
mitzuzählen, wenn nicht der letzte Tag = NZM 2005, MietRB 2005, 254
der Karenzfrist auf diesen Tag fällt. 532 = DWW
2005, 286 =
ZMR 2005, 695
= MDR 2005,
1100
§ 573c Kündigungsfrist bei 21. Juni 2005 MietPrax-AK §
BGB Altverträgen nach Inkrafttreten VIII ZB 83/04 573c BGB Nr.
16 = WuM 2005,
der Schuldrechtsreform 520
Gemäß Art. 229 § 3 Abs.10 EGBGB ist §
573c Abs. 4 BGB auf vor dem 1.
September 2001 geschlossene
Mietverträge auch dann nicht
anzuwenden, wenn die Kündigung nach
dem 31.12.2002 erklärt worden ist. Diese
Übergangsregelung zum
Mietrechtsreformgesetz wird nicht mit
Wirkung ab 1. Januar 2003 durch die
Überleitungsvorschrift des Art 229 § 5
Satz 2 EGBGB verdrängt.(nicht
amtlicher Leitsatz)
§ 573c Kündigungsfrist bei neuem 22. Juni 2005 MietPrax-AK § Schach, GE 2005,
BGB Mietvertrag; Umdeutung o. VIII ZR 326/04 573c BGB Nr. 1296
17 = WuM 2005,
Kündigung; 585 = GE 2005,
Begründungserfordernis 1351
a) Bei Abschluß eines neuen
Mietvertrages vor dem 1.9.2001 kann die

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Bezugnahme auf einen früheren
Mietvertrag eine Vereinbarung über die
Kündigungsfristen gem. § Art 229 § 3
Abs. 10 EGBGB darstellen.
b) Die Umdeutung einer ordentlichen
Kündigung in eine außerordentliche
fristlose Kündigung ist möglich. Sie setzt
den erkennbaren Willen voraus, das
Mietverhältnis auf jeden Fall beenden zu
wollen.
c) Zum Begründungserfordernis gem. §
569 Abs. 4 BGB bei der Kündigung
wegen Gesundheitsgefährdung.(nicht
amtlicher Leitsatz)
§ 573c Neuregelung der 22. Juni 2005 MietPrax-AK §
BGB Kündigungsfrist - VIII ZR 367/04 573c BGB Nr.
18 = WuM 2005,
Übergangsregelungen- 583 = GE 2005,
Die Neuregelung der Kündigungsfristen 1249
in Art 229 § 3 Abs. 10 EGBGB durch
Gesetz vom 26.5.2005 (BGBl. I S. 1425)
gilt nur für Kündigungen, die ab dem
1.6.2005 zugehen.(nicht amtlicher
Leitsatz)
§ 573c Kündigungsfristen in 15. März 2006 MietPrax-AK § Drasdo, NJW-
BGB Altverträgen; Fußnotentechnik VIII ZR 134/05 573c BGB Nr. Spezial 2006, 342;
Eine vertragliche Vereinbarung im Sinne 19 = GE 2006, Walburg, MietRB
des Art. 229 § 3 Abs. 10 EGBGB (a.F.) 707 = NJW 2006, 230
über die zum Zeitpunkt des 2006, 1867 =
Vertragsschlusses geltenden gesetzlichen NZM 2006, 460
Kündigungsfristen (§ 565 Abs. 2 Satz 1 = ZMR 2006,
und 2 BGB a.F.) liegt nicht vor, wenn 509 = WuM
eine Formularklausel, die in einem vor 2006, 258
dem 1. September 2001 abgeschlossenen
Wohnraummietvertrag enthalten ist, auf
die "gesetzlichen Kündigungsfristen" und
auf eine formularmäßige Fußnote
verweist, in der den dort aufgeführten
Kündigungsfristen der Zusatz
vorangestellt ist: "Die gesetzlich
vorgesehenen Kündigungsfristen für
Wohnraum betragen [Link].:".
§ 573c Kündigungsfrist bei Altvertrag 7. Februar 2007 MietPrax-AK § Wiek, WuM 2007,
BGB und Beitritt VIII ZR 145/06 573c BGB Nr. 227; Drasdo, NJW-
Haben die Beteiligten nach dem 31. 20 = WuM 2007, Spezial 2007, 246
August 2001 den Beitritt eines weiteren 202 = NZM
Mieters zu einem im Übrigen unverändert 2007, 327 =
fortbestehenden Wohnraummietvertrag ZMR 2007, 358
vereinbart, wirkt eine vor Inkrafttreten = DWW 2007,
des Mietrechtsreformgesetzes 2001 200 = MDR
wirksam formularvertraglich vereinbarte 2007, 880 =
Regelung der Kündigungsfristen auch NJW-RR 2007,
gegenüber dem Beitretenden, wenn die 668
Kündigung vor dem 1. Juni 2005
zugegangen ist.
§ 573c Kündigung eines 20. Juni 2007 MietPrax-AK § Blank, WuM 2007,
BGB Zeitmietvertrages mit VIII ZR 257/06 573c BGB Nr. 514;
21 = WuM 2007, Lützenkirchen,
Verlängerungsklausel nach 463 = NJW MietRB 2007, 309
altem Recht 2007, 2760 =

© 2022 RiAG a.D. Prof. Dr. Ulf Börstinghaus, Gelsenkirchen Seite 328
Ein am 1. September 2001 bestehendes NZM 2007, 728
Mietverhältnis über Wohnraum, das auf = MDR 2007,
bestimmte Zeit eingegangen und bei dem 1303 = ZMR
vereinbart ist, dass es sich mangels 2007, 848
Kündigung jeweils um einen bestimmten
Zeitraum verlängert, kann auch nach dem
31. August 2001 nur zu dem im Vertrag
vereinbarten Ablauftermin gekündigt
werden.
§ 573c Befristeter Mietvertrag mit 11. Juli 2007 MietPrax-AK §
BGB Verlängerungsklausel nach VIII ZR 230/06 573c BGB Nr.
22 = WuM 2007,
altem Recht 513 = NZM
Ein am 1.9.2001 bestehendes 2007, 728 =
Wohnraummietverhältnis auf bestimmte ZMR 2007, 856
Zeit, bei dem dem vereinbart ist, dass es
sich mangels Kündigung jeweils um
einen bestimmten Zeitraum verlängert,
kann auch nach Inkrafttreten der
Mietrechtsreform nur zu dem im Vertrag
vereinbarten Ablauftermin gekündigt
werden.(nicht amtlicher Leitsatz)
§ 573c Kündigungsfrist in Altvertrag 12. März 2008 MietPrax-AK § Junker, MietRB
BGB für Vermieter; Schriftform für VIII ZR 71/07 573c BGB Nr. 2008, 195/196 und
23 = WuM 2008, 269
Nebenräume 290 = NJW
a) Im Rahmen eines am 1. September 2008, 1661 =
2001 bestehenden Mietverhältnisses über NZM 2008, 362
Wohnraum, das auf bestimmte Zeit = GE 2008, 796
eingegangen und bei dem formularmäßig = ZMR 2008,
vereinbart ist, dass es sich jeweils um 608
einen bestimmten Zeitraum verlängert,
wenn es nicht mit einer in Anlehnung an
§ 565 Abs. 2 Satz 2 BGB a.F. vertraglich
vereinbarten, nach Mietdauer gestaffelten
Frist gekündigt wird, gilt für den
Vermieter unverändert die vereinbarte
Kündigungsfrist. Dem stehen § 573c Abs.
4 BGB in Verbindung mit Art. 229 § 3
Abs. 10 Satz 2 EGBGB nicht entgegen,
weil nach § 573c Abs. 4 BGB eine von §
573c Abs. 1 BGB abweichende
Vereinbarung nur "zum Nachteil des
Mieters" unwirksam ist.
b) Ist dem Mieter als Nebenraum zu der
vermieteten Wohnung ein nicht näher
bezeichneter Kellerraum ("… 1 Keller
…") vermietet, so unterliegt eine
mündliche Absprache der
Mietvertragsparteien darüber, um
welchen von mehreren, im Wesentlichen
gleichartigen Kellerräumen es sich
handelt, nicht dem Schriftformerfordernis
des § 550 BGB.
c) Das Revisionsgericht hat bei der
Entscheidung über eine Klage auf
Räumung und Herausgabe von
Mieträumen, die auf eine Kündigung des
Mietverhältnisses gestützt wird, den
während des Revisionsverfahrens
eingetretenen Ablauf der Kündigungsfrist
zu berücksichtigen.

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§ 573c Kündigungsverzicht bei 15. Juli 2009 MietPrax-AK § Dötsch, MietRB
BGB Studentenwohnung VIII ZR 307/08 573c BGB Nr. 2009, 314; Drasdo,
Zur Frage der Wirksamkeit eines 25 = WuM 2009, NJW-Spezial 2009,
formularmäßig vereinbarten zweijährigen 587 = GE 2009, 721; Martinek,
Kündigungsverzichts in einem 1309 = NZM NJW 2009, 3613;
Mietvertrag über ein von einem Studenten 2009, 779 = Niebling, ZMR
an seinem Studienort angemietetes NJW 2009, 3506 2010, 96; Hinz,
Zimmer. = ZMR 2010, 94 ZMR 2010, 245
= MDR 2009,
1332
§ 573c Kündigung eines 23. Juni 2010 MietPrax-AK § Blank, LMK
BGB Zeitmietvertrages mit VIII ZR 230/09 573c BGB Nr. 9/2010 Anm. 2;
26 = WuM 2010, Drasdo, NJW-
Verlängerungsklausel nach 508 = NZM Spezial 2010, 577;
altem Recht 2010, 693 = Abramenko,
In einem vor Inkrafttreten des NJW 2010, 3431 MietRB 2010, 351
Mietrechtsreformgesetzes = ZMR 2010,
abgeschlossenen, auf ursprünglich fünf 935
Jahre befristeten Mietvertrag hält eine
formularmäßige Verlängerungsklausel
folgenden Inhalts der Inhaltskontrolle
nach § 307 Abs. 1, Abs. 2 BGB stand:
"Wird das Mietverhältnis nicht auf den
als Endtermin vorgesehenen Tag unter
Einhaltung der gesetzlichen
Kündigungsfrist gekündigt, so verlängert
es sich jedes Mal um 5 Jahre."
§ 573c Formularvertraglicher 8. Dezember MietPrax-AK § Schach, GE 2011,
BGB Kündigungsausschluss 2010 573c BGB Nr. 87; Lehmann-
Ein formularmäßiger VIII ZR 86/10 27 = WuM 2011, Richter, MietRB
Kündigungsausschluss ist wegen 35 = GE 2011, 2011, 33;
unangemessener Benachteiligung des 121 = NJW Schlimme, jurisPR-
Mieters unwirksam, wenn er einen 2011, 597 = MietR 5/2011
Zeitraum von vier Jahren - gerechnet vom NZM 2011, 150 Anm. 4; Drasdo,
Zeitpunkt des Vertragsschlusses bis zu = ZMR 2011, NJW-Spezial 2011,
dem Zeitpunkt, zu dem der Mieter den 364 162; Börstinghaus,
Vertrag erstmals beenden kann - jurisPR-
überschreitet. BGHZivilR 7/2011
Anm. 2
§ 573c Formularvertraglicher 2. März 2011 MietPrax-AK §
BGB Kündigungsausschluss VIII ZR 163/10 573c BGB Nr.
Ein formularmäßiger 28 = WuM 2011,
Kündigungsausschluss ist unwirksam, 294 = GE 2011,
wenn der Mieter für mehr als vier Jahre - 686 = ZMR
gerechnet vom Zeitpunkt des 2012, 182
Vertragsschlusses bis zu dem Zeitpunkt,
zu dem der Mieter den Vertrag erstmals
beenden kann - gebunden wird.(nicht
amtlicher Leitsatz)
§ 573c Individualvertraglicher 8. Mai 2018 MietPrax-AK § Börstinghaus,
BGB Kündigungsverzicht VIII ZR 200/17 573c BGB Nr. jurisPR-
Zur Zulässigkeit eines 30 = NZM 2018, BGHZivilR
individualvertraglich vereinbarten 556 = WuM 12/2018 Anm. 2;
dauerhaften Kündigungsausschlusses. 2018, 437 = Drasdo, NJW-
MDR 2018, 855 Spezial 2018, 482;
= GE 2018, 820 Abramenko,
= ZMR 2018, MietRB 2018, 225;
745 = NJW-RR Beyer, jurisPR-
2018, 1402 MietR 17/2018
Anm. 3

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§ 573c Formularvertragliche 10. März 2004 MietPrax-AK § Tiefenbacher,
BGB Vereinbarung von VIII ZR 64/03 573c BGB Nr. 7 WuM 2004, 274;
= NJW 2004, Hoffmann, MietRB
Kündigungsfristen in 1447 = NZM 2004, 201
Altverträgen 2004, 336 =
§ 573c Abs. 4 BGB ist auch auf solche WuM 2004, 273
Formularklauseln in einem vor dem 1. = GE 2004, 618
September 2001 abgeschlossenen = ZMR 2004,
Mietvertrag nicht anzuwenden, die auf 427
die gesetzlichen Kündigungsfristen
verweisen und in einer Fußnote zum
Vertragstext die damals geltenden
Kündigungsfristen des § 565 Abs. 2 BGB
a.F. sinngemäß wiedergegeben (im
Anschluß an BGHZ 155, 178).
§ 573c Formularvertragliche einseitiger 19. November MietPrax-AK § Börstinghaus,
BGB Kündigungsverzicht 2008 573c BGB Nr. jurisPR-
Ein einseitiger formularvertraglicher VIII ZR 30/08 24 = WuM 2009, BGHZivilR 3/2009
Kündigungsausschluss zu Lasten des 47 = GE 2009, Anm. 4;
Mieters ist unabhängig von der Dauer 110 = MM 2009, Börstinghaus, NJW
38 = NZM 2009, 2009, 1391
unwirksam.(nicht amtlicher Leitsatz)
153 = NJW
2009, 912
§ 573c Kündigungsausschluss nur für 23. November MietPrax-AK § Kurek, MietRB
BGB ordentliche Kündigung 2011 573c BGB Nr. 2012, 34; Derleder,
Zur Auslegung eines befristeten VIII ZR 120/11 29 = GE 2012, NZM 2012, 147;
Kündigungsverzichts in einem 125 = NJW Wiek, WuM 2012,
Wohnraummietvertrag. 2012, 521 = 100; Börstinghaus,
NZM 2012, 111 jurisPR-
= WuM 2012, 99 BGHZivilR 3/2012
= MDR 2012, Anm. 2
208 = ZMR
2012, 344
§ 574 BGB Sozialklausel bei alten kranken 20. Oktober 2004 MietPrax-AK §
Mietern VIII ZR 246/03 574 BGB Nr. 1 =
Es ist rechtsfehlerfrei wenn das GE 2005, 174 =
Berufungsbericht bei einer umfassenden WuM 2005, 136
Abwägung des gesamten Sachverhalts bei = NZM 2005,
über 80 Jahre alten teilweise schwer 143 = ZMR
krebskranken Mietern eine besondere 2005, 843
Härte annimmt, die zu einer unbefristeten
Fortsetzung des Mietverhältnisses
führt(nicht amtlicher Leitsatz)
§ 574 BGB Anforderungen an die Prüfung 15. März 2017 MietPrax-AK § Singbartl/Henke,
vorgetragener Härtegründe VIII ZR 270/15 574 BGB Nr. 2 = NZM 2017, 289;
1. Dem Zweck des nach § 573 Abs. 3 GE 2017, 469 = Börstinghaus,
BGB bestehenden DWW 2017, 134 jurisPR-
Begründungserfordernisses wird bei einer = NJW 2017, BGHZivilR 9/2017
Kündigung wegen Eigenbedarfs 1474 = NZM Anm. 2;
grundsätzlich durch die Angabe der 2017, 286 = Sandidge/Wichert,
Person, für die die Wohnung benötigt WuM 2017, 285 MietRB 2017, 153;
wird, und die Darlegung des Interesses, = MDR 2017, Beyer, jurisPR-
das diese Person an der Erlangung der 635 = ZMR MietR 12/2017
Wohnung hat, genügt (Bestätigung der 2017, 382 Anm. 2
Senatsrechtsprechung, zuletzt Urteil vom
23. September 2015, VIII ZR 297/14,
NJW 2015, 3368 Rn. 11 f. mwN).
Dagegen muss die Begründung keine
Ausführungen zu Räumlichkeiten
enthalten, die für den Begünstigten

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alternativ als Wohnraum in Betracht
kommen könnten.
2. Zu den Voraussetzungen einer
zulässigen Wahrunterstellung gehört es,
dass die unter Beweis gestellte
Behauptung so übernommen wird, wie
die Partei sie aufgestellt hat. Das bedingt
bei abwägungsrelevanten Umständen,
dass diese grundsätzlich auch mit dem
ihnen vom Behauptenden beigelegten
Gewicht als wahr unterstellt werden
(Fortführung des Senatsbeschlusses vom
11. Oktober 2016, VIII ZR 300/15, NZM
2017, 23 Rn. 15).
§ 574 BGB Zeitpunkt der 22. Mai 2019 MietPrax-AK § Zich, MietRB
Interessenabwägung VIII ZR 167/17 574 BGB Nr. 3 = 2019, 229; Drasdo,
Maßgeblicher Zeitpunkt für die nach GE 2019, 913 = NJW-Spezial 2019,
wirksamem Widerspruch des Mieters MDR 2019, 925 546; Börstinghaus,
gemäß § 574 Abs. 1 Satz 1 BGB = NZM 2019, jurisPR-
vorzunehmende Abwägung der 527 = NJW-RR BGHZivilR
wechselseitigen Interessen von Vermieter 2019, 972 = 20/2019 Anm. 1;
und Mieter sowie der sich anschließenden ZMR 2019, 668 Nierhauve,
Beurteilung, ob, beziehungsweise für jurisPR-MietR
welchen Zeitraum das durch wirksame 7/2020 Anm. 3 =
ordentliche Kündigung nach § 573 BGB WuM 2020, 268
beendete Mietverhältnis nach § 574a
BGB fortzusetzen ist, ist der Schluss der
letzten mündlichen Verhandlung in der
Tatsacheninstanz.
§ 574 BGB Bei der Abwägung zu 22. Mai 2019 MietPrax-AK § Börstinghaus,
berücksichtigende und zu VIII ZR 180/18 574 BGB Nr. 4 = jurisPR-
BGHZ 222, 133 BGHZivilR
gewichtende Härtegründe = MDR 2019, 15/2019 Anm. 2;
1a. Eine Fortsetzung des 858 = WuM Monschau, MietRB
Mietverhältnisses setzt nicht voraus, dass 2019, 385 = GE 2019, 225, 226,
die auf Seiten des Mieters bestehende 2019, 905 = 227, 228; Drasdo,
Härte die Interessen des Vermieters NZM 2019, 518 NJW-Spezial 2019,
deutlich überwiegt. Maßgebend ist allein, = NJW 2019, 546; Rolfs, LMK
ob sich ein Übergewicht der Belange der 2765 = ZMR 2019, 419565
Mieterseite feststellen lässt, also die 2019, 848
Interessenabwägung zu einem klaren
Ergebnis führt.
1b. Da sich ein hohes Alter eines Mieters
und/oder eine lange Mietdauer mit einer
damit einhergehenden langjährigen
Verwurzelung im bisherigen Umfeld je
nach Persönlichkeit und körperlicher
sowie psychischer Verfassung des
Mieters unterschiedlich stark auswirken
können, rechtfertigen diese Umstände
ohne weitere Feststellungen zu den sich
hieraus ergebenden Folgen im Falle eines
erzwungenen Wohnungswechsels
grundsätzlich noch keine Härte im Sinne
des § 574 Abs. 1 Satz 1 BGB.
Kommen zu diesen Umständen
Erkrankungen hinzu (hier Demenz
gemischter Genese), aufgrund derer beim
Mieter im Falle seines Herauslösens aus
seiner näheren Umgebung eine - nach
ihrem Grad nicht näher festgestellte -

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Verschlechterung seines gesundheitlichen
Zustands zu erwarten steht, kann dies in
der Gesamtschau zu einer Härte führen.
Wenn der gesundheitliche Zustand des
Mieters einen Umzug nicht zulässt oder
im Falle eines Wohnungswechsels
zumindest die ernsthafte Gefahr einer
erheblichen Verschlechterung der
gesundheitlichen Situation des (schwer)
erkrankten Mieters besteht, kann sogar
allein dies einen Härtegrund darstellen
(Bestätigung von Senatsurteil vom 16.
Oktober 2013 - VIII ZR 57/13, NJW-RR
2014, 78 Rn. 20).
1c. Werden von dem Mieter für den Fall
eines erzwungenen Wohnungswechsels
substantiiert ihm drohende
schwerwiegende Gesundheitsgefahren
geltend gemacht, haben sich die
Tatsacheninstanzen beim Fehlen eigener
Sachkunde regelmäßig mittels
sachverständiger Hilfe ein genaues und
nicht nur an der Oberfläche haftendes
Bild davon zu verschaffen, welche
gesundheitlichen Folgen im Einzelnen
mit einem Umzug verbunden sind,
insbesondere welchen Schweregrad zu
erwartende
Gesundheitsbeeinträchtigungen
voraussichtlich erreichen werden und mit
welcher Wahrscheinlichkeit dies eintreten
kann (Bestätigung von Senatsurteil vom
15. März 2017 - VIII ZR 270/15, NJW
2017, 1474 Rn. 24, 29).
1d. Bei der Bewertung und Gewichtung
der widerstreitenden Interessen beider
Parteien im Rahmen der nach § 574 Abs.
1 BGB vorzunehmenden
Interessenabwägung ist den
Wertentscheidungen Rechnung zu tragen,
die in den für sie streitenden
Grundrechten zum Ausdruck kommen.
Dabei haben die Gerichte zu
berücksichtigen, dass bezüglich der
Anwendung und Auslegung des
Kündigungstatbestands des § 573 Abs. 2
Nr. 2 BGB einerseits und der
Sozialklausel des § 574 BGB andererseits
dieselben verfassungsrechtlichen
Maßstäbe gelten (im Anschluss an
BVerfG vom 20. Mai 1999 - 1 BvR
29/99, NJW-RR 1999, 1097 und vom 4.
August 1993 - 1 BvR 541/93, NJW-RR
1993, 1358), so dass auch im Rahmen der
Vorschrift des § 574 BGB die vom
Vermieter beabsichtigte Lebensplanung
grundsätzlich zu respektieren und der
Rechtsfindung zugrunde zu legen ist (im
Anschluss an BVerfG vom 8. Januar 1985
- 1 BvR 792/83, BVerfGE 68, 361, 373 f.;
79, 292, 304 f.; BVerfG vom 11.
November 1993 - 1 BvR 696/93, NJW

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1994, 309, 310 und vom 20. Februar 1995
- 1 BvR 665/94, NJW 1995, 1480, 1481).
Diesen Vorgaben werden die Gerichte
nicht gerecht, wenn sie (wie das
Berufungsgericht) dem Vermieter, der die
Mietwohnung zum Zwecke der
Selbstnutzung erworben hat, bei der
Gewichtung und Abwägung der
gegenläufigen Belange eine geringere
Bedeutung zumessen als bei der
Beurteilung, ob dieses Vorgehen einen
Eigenbedarf im Sinne des § 573 Abs. 2
Nr. 2 BGB begründet, und einem solchen
Nutzungswunsch einen geringeren
Stellenwert als einem Eigenbedarf des
ursprünglichen Vermieters zuweisen.
1e. Im Rahmen der Interessenabwägung
haben die Gerichte nicht nur die
Lebensplanung des Vermieters zu
respektieren, sondern dürfen auch
bezüglich der Interessen des Mieters ihre
Vorstellungen über den einzuschlagenden
Weg nicht an dessen Stelle setzen (im
Anschluss an BVerfG, Beschluss vom 27.
Januar 1994 - 1 BvR 2067/93, juris Rn. 4
f.). Dies gilt insbesondere dann, wenn es
um das Schicksal älterer Personen geht.
1f. Die Abwägung der gegenläufigen
Interessen hat sich stets an den konkreten
Umständen des zu beurteilenden
Einzelfalls auszurichten. Dabei kommt
weder den Belangen des Vermieters noch
den Interessen des Mieters von
vornherein ein größeres Gewicht zu als
denen der Gegenseite. Aus diesen
Gründen ist es (anders als das
Berufungsgericht annimmt) nicht
zulässig, Kategorien zu bilden, in denen
generell die Interessen einer Seite
überwiegen (hier: Selbstnutzungswunsch
des Erwerbers einer vermieteten
Wohnung einerseits; nach langer
Mietdauer eintretender Eigenbedarf des
ursprünglichen Vermieters andererseits).
2. Der Härtegrund des zu zumutbaren
Bedingungen nicht zu beschaffenden
Ersatzwohnraums ist nicht bereits dann
gegeben, wenn im Gemeindegebiet
gerichtsbekannt eine angespannte
Wohnlage herrscht, die auch zum Erlass
von diesem Umstand Rechnung
tragenden Verordnungen geführt hat. Eine
festgestellte und/oder in Verordnungen
zugrunde gelegte angespannte Wohnlage
kann allenfalls ein gewisses Indiz für das
Vorliegen eines Härtegrunds nach § 574
Abs. 2 BGB darstellen, das in
Verbindung mit substantiiertem
(unstreitigem oder nachgewiesenem)
Parteivortrag zu konkret ergriffenen
Maßnahmen zu der tatrichterlichen
Überzeugung führen kann, dass

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angemessener Wohnraum zu zumutbaren
Bedingungen für den Mieter (und seine
Familien- oder Haushaltsangehörigen)
nicht zu erlangen ist.
3. Wenn auf Seiten des Vermieters
dringender Wohnbedarf besteht, haben
die Gerichte im Falle eines Überwiegens
der Mieterinteressen im Rahmen der von
ihnen zu treffenden
Ermessensentscheidung sorgfältig zu
prüfen, ob eine Fortsetzung des
Mietverhältnisses auf unbestimmte Zeit
angeordnet werden soll.
4a. Macht ein Mieter unter Vorlage eines
ärztlichen Attests geltend, ihm sei ein
Umzug wegen einer schweren
Erkrankung nicht zuzumuten, ist im Falle
des Bestreitens dieses Vortrags
regelmäßig die - beim Fehlen eines
entsprechenden Beweisantritts von Amts
wegen vorzunehmende - Einholung eines
Sachverständigengutachtens zu der Art,
dem Umfang und den konkreten
Auswirkungen der beschriebenen
Erkrankung auf die Lebensführung des
betroffenen Mieters im Allgemeinen und
im Falle des Verlusts der vertrauten
Umgebung erforderlich (Bestätigung und
Fortentwicklung von Senatsurteil vom 15.
März 2017 - VIII ZR 270/15, aaO Rn.
29).
4b. Vom Mieter ist als medizinischen
Laien über die Vorlage eines solchen
(ausführlichen) fachärztlichen Attests
hinaus nicht zu verlangen, noch weitere -
meist nur durch einen Gutachter zu
liefernde - Angaben zu den
gesundheitlichen Folgen, insbesondere zu
deren Schwere und zu der Ernsthaftigkeit
zu befürchtender gesundheitlicher
Nachteile zu tätigen (im Anschluss an
BVerfG vom 12. Februar 1993 - 2 BvR
2077/92, NJW-RR 1993, 463).
§ 574 BGB Zur Interessenabwägung bei der 11. Dezember MietPrax-AK § Abramenko,
Sozialklausel 2019 574 BGB Nr. 5 = MietRB 2020, 67;
1. Der Härtegrund des zu zumutbaren VIII ZR 144/19 GE 2020, 256 = Börstinghaus,
Bedingungen nicht zu beschaffenden WuM 2020, 88 = jurisPR-
Ersatzwohnraums setzt konkrete NZM 2020, 276 BGHZivilR 7/2020
tatrichterliche Feststellungen voraus, = MDR 2020, Anm. 2;
welcher Ersatzwohnraum für den Mieter 402 = DWW Nierhauve,
nach seinen finanziellen und persönlichen 2020, 99 = NJW jurisPR-MietR
Verhältnissen angemessen ist, welche 2020, 1215 23/2020 Anm. 2
Bemühungen von dem Mieter nach diesen
Verhältnissen anzustellen sind und ob er
diesen Anstrengungen genügt hat (im
Anschluss an Senatsurteil vom 22. Mai
2019 - VIII ZR 180/18, NJW 2019, 2765
Rn. 50, 53, zur Veröffentlichung in
BGHZ bestimmt).
2. Bei der Bewertung und Gewichtung
der widerstreitenden Interessen beider

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Parteien im Rahmen der nach § 574 Abs.
1 BGB vorzunehmenden
Interessenabwägung ist den
Wertentscheidungen Rechnung zu tragen,
die in den für sie streitenden
Grundrechten zum Ausdruck kommen.
Dabei haben die Gerichte zu
berücksichtigen, dass bezüglich der
Anwendung und Auslegung des
Kündigungstatbestands des § 573 Abs. 2
Nr. 2 BGB einerseits und der
Sozialklausel andererseits dieselben
verfassungsrechtlichen Maßstäbe gelten.
Auch im Rahmen des § 574 Abs. 1 BGB
ist daher die vom Vermieter beabsichtigte
Lebensplanung grundsätzlich zu
respektieren und der Rechtsfindung
zugrunde zu legen (im Anschluss an
Senatsurteil vom 22. Mai 2019 - VIII ZR
180/18, aaO Rn. 60 mwN). Zugleich
haben die Gerichte aber auch die volle
Bedeutung und Tragweite des
Bestandsinteresses des Mieters zu
erfassen und zu berücksichtigen (im
Anschluss an Senatsurteil vom 22. Mai
2019 - VIII ZR 180/18, aaO Rn. 62
mwN).
§ 574 BGB Zur Interessenabwägung bei der 26. Mai 2020 MietPrax-AK § Beyer, jurisPR-
Sozialklausel VIII ZR 64/19 574 BGB Nr. 6 = MietR 15/2020
Beruft sich der Mieter im NZM 2020, 607 Anm. 1; Horst,
Räumungsprozess darauf, die Beendigung = MDR 2020, MietRB 2020, 230
des Mietverhältnisses stelle für ihn eine 913 = GE 2020,
unzumutbare Härte dar (§574 Abs.1 Satz1 924 = WuM
BGB) und trägt er zu seinen 2020, 504 =
diesbezüglich geltend gemachten NJW-RR 2020,
gesundheitlichen Beeinträchtigungen 1019 = ZMR
substantiiert sowie unter Vorlage 2020, 801
aussagekräftiger fachärztlicher Atteste
vor, verstößt die Nichteinholung eines
Sachverständigengutachtens zum
Gesundheitszustand des Mieters sowie zu
der Art, dem Umfang und den konkreten
Auswirkungen seiner -behaupteten -
Erkrankungen auf die Lebensführung im
Allgemeinen und im Falle des Verlusts
der vertrauten Umgebung regelmäßig
gegen das Gebot rechtlichen Gehörs
(Art.103 Abs. 1 GG; im Anschluss an
Senatsurteile vom 22. Mai 2019 -VIII ZR
180/18, BGHZ 222, 133, Rn. 31, 44 und
VIII ZR 167/17, NJW-RR 2019, 972 Rn.
38).
§ 574 BGB Ausschluss des 1. Juli 2020 MietPrax-AK § Harsch, MietRB
Kündigungswiderpruchs VIII ZR 323/18 574 BGB Nr. 7 = 2020, 258
1. Ein Teilurteil über die Klage gegen WuM 2020, 499
einen von mehreren einfachen = GE 2020, 1044
Streitgenossen ist in der Regel unzulässig, = NJW-RR
wenn die Möglichkeit besteht, dass es in 2020, 956 =
demselben Rechtsstreit, auch im MDR 2020,
Instanzenzug, zu einander 1238 = ZMR
widersprechenden Entscheidungen

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kommt (Bestätigung von BGH, Urteile 2020, 932 =
vom 21. November 2017 - VI ZR 436/16, NZM 2020, 834
NJW 2018, 623 Rn. 7; vom 24. Februar
2015 - VI ZR 279/14, NJW 2015, 2429
Rn. 7; vom 25. November 2003 - VI ZR
8/03, NJW 2004, 1452 unter II 1 a; vom
12. Januar 1999 - VI ZR 77/98, NJW
1999, 1035 unter II 2).
2. Der nach Widerspruch gegen eine
ordentliche Kündigung unter den
Voraussetzungen des § 574 Abs. 1 Satz 1
BGB gegebene Anspruch des Mieters auf
Fortsetzung des Mietverhältnisses ist
nach § 574 Abs. 1 Satz 2 BGB
ausgeschlossen, wenn ein Grund vorliegt,
der den Vermieter zu einer
außerordentlichen fristlosen Kündigung
berechtigt. Dabei ist es nicht erforderlich,
dass der Vermieter die außerordentliche
Kündigung erklärt hat; es genügt, wenn
dem Vermieter bei Zugang der
ordentlichen Kündigung (auch) ein Recht
zur fristlosen Kündigung zusteht.
3. Eine fristgerechte Schonfristzahlung
nach § 569 Abs. 3 Nr. 2 BGB ändert an
dem Ausschluss des
Fortsetzungsanspruchs des Mieters nichts,
da sie einer ausgesprochenen
außerordentlichen Kündigung im Wege
der gesetzlichen Fiktion lediglich
rückwirkend deren Gestaltungswirkung
nimmt (vgl. hierzu Senatsurteile vom 19.
September 2018 - VIII ZR 231/17, BGHZ
220, 1 Rn. 21 ff., und VIII ZR 261/17,
WuM 2018, 758 Rn. 29 ff.), nicht aber
dazu führt, dass ein Grund für die
fristlose Kündigung von vornherein nicht
bestand (vgl. hierzu Senatsurteil vom 16.
Februar 2005 - VIII ZR 6/04, NZM 2005,
334 unter II 2 d bb). Für eine
teleologische Reduktion von § 574 Abs. 1
BGB dahin, dass das Widerspruchsrecht
des Mieters mit fristgerechter
Schonfristzahlung neu entsteht oder
wiederauflebt, ist kein Raum, da es an
einer hierfür notwendigen planwidrigen
Unvollständigkeit des Gesetzes -
verdeckten Regelungslücke - fehlt.
§ 574 BGB Alter als Härtegrund 3. Februar 2021 MietPrax-AK § Monschau, MietRB
1. Zu den Voraussetzungen einer nicht zu VIII ZR 68/19 574 BGB Nr. 8 = 2021, 133;
rechtfertigenden Härte im Sinne des § WuM 2021, 257 Börstinghaus,
574 Abs. 1 Satz 1 BGB (im Anschluss an = GE 2021, 493 jurisPR-
Senatsurteil vom 22. Mai 2019 - VIII ZR = NJW-RR BGHZivilR
180/18, BGHZ 222, 133). 2021, 461 = 11/2021 Anm. 3;
2. Das hohe Alter eines Mieters begründet DWW 2021, 133 Drasdo, NJW-
ohne weitere Feststellungen zu den sich = NZM 2021, Spezial 2021, 321;
hieraus ergebenden Folgen für den 361 = MDR Beyer, jurisPR-
betroffenen Mieter im Falle eines 2021, 605 = MietR 12/2021
erzwungenen Wohnungswechsels ZMR 2021, 470 Anm. 1
grundsätzlich noch keine Härte im Sinne
des § 574 Abs. 1 Satz 1 BGB (im

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Anschluss an Senatsurteil vom 22. Mai
2019 - VIII ZR 180/18, BGHZ 222, 133,
Rn. 30).
3. Der Annahme, das hohe Lebensalter
des Mieters gebiete auch unter
Würdigung der berechtigten Interessen
des Vermieters in der Regel die
Fortsetzung des Mietverhältnisses, liegt
eine unzulässige Kategorisierung der
nach § 574 Abs. 1 Satz 1 BGB
abzuwägenden Interessen zugrunde (im
Anschluss an Senatsurteil vom 22. Mai
2019 - VIII ZR 180/18, BGHZ 222, 133,
Rn. 36 f.).
4. Eine langjährige Mietdauer lässt für
sich genommen noch nicht auf eine tiefe
Verwurzelung des Mieters am Ort der
Mietsache schließen. Vielmehr hängt
deren Entstehung maßgeblich von der
individuellen Lebensführung des
jeweiligen Mieters (Pflegen sozialer
Kontakte in der Nachbarschaft etc.) ab
(im Anschluss an Senatsurteil vom 22.
Mai 2019 - VIII ZR 180/18, BGHZ 222,
133, Rn. 30).
§ 574 BGB Zwingende Notwendigkeit zur 28. April 2021 MietPrax-AK § Börstinghaus,
Einholung eines VIII ZR 6/19 574 BGB Nr. 9 = jurisPR-
WuM 2021, 451 BGHZivilR
Sachverständigengutachtens = MDR 2021, 15/2021 Anm. 2;
über Erkrankung 923 = NZM Drasdo, NJW-
1. Auch wenn ein Mieter seine 2021, 597 = GE Spezial 2021, 449;
Behauptung, ihm sei ein Umzug wegen 2021, 1057 = Dötsch, MietRB
einer bestehenden Erkrankung nicht ZMR 2021, 724 2021, 225; Beyer,
zuzumuten, unter Vorlage bestätigender jurisPR-MietR
ärztlicher Atteste geltend macht, ist im 17/2021 Anm. 1
Falle des Bestreitens dieses Vortrags
regelmäßig die Einholung eines
Sachverständigengutachtens zu der Art,
dem Umfang und den konkreten
Auswirkungen der beschriebenen
Erkrankung auf die Lebensführung des
betroffenen Mieters im Allgemeinen und
im Falle des Verlusts der vertrauten
Umgebung erforderlich (Bestätigung von
Senatsurteil vom 22. Mai 2019 - VIII ZR
180/18, BGHZ 222, 133 Rn. 44).
2. An der für die Anschlussrevision
erforderlichen Beschwer des
Anschlussrevisionsklägers fehlt es, wenn
das Berufungsgericht von der
Wirksamkeit einer diesem gegenüber
ausgesprochenen Kündigung (hier: wegen
Eigenbedarfs) ausgegangen ist und dessen
Klageabweisungsbegehren allein deshalb
entsprochen hat, weil es eine Fortsetzung
des Mietverhältnisses auf unbestimmte
Zeit zu den bisherigen
Vertragsbedingungen nach §§ 574, 574a
BGB bestimmt hat.
§ 574 BGB Obliegenheit des Mieters zur 8. Februar 2022 MietPrax-AK §
Ersatzwohnraumsuche VIII ZR 182/21 574 BGB Nr. 10
= GE 2022, 356

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1. Eine Beschränkung der = NZM 2022,
Revisionszulassung bei einer 287 = WuM
Eigenbedarfskündigung nur auf die Frage 2021, 353
des Fortsetzungsanspruchs gem. § 574
BGB ist möglich.
2. Den Mieter trifft die fortwährende
Obliegenheit zur ernsthaften und
nachhaltigen Suche nach
Ersatzwohnraum.(nicht amtlicher
Leitsatz)
§ 574 BGB Fortsetzungsanspruch bei 30. November MietPrax-AK § Burbulla, MietRB
unterschiedlichen Vermietern 2021 574 BGB Nr. 11 2022, 221
VIII ZR 81/20 = GE 2022, 577
als Klägern
1. Ist in einem fälschlicherweise nur von
einem von mehreren Vermieter geführten
Vorprozess die Fortsetzung des
Mietverhältnisses angeordnet worden, so
ist das Gericht in einem weiteren
Verfahren aller Vermieter nicht an einer
(erneuten) Prüfung des Vorliegens von
Härtegründen des Mieters gem. § 574
Abs. 1 Satz 1 BGB gehindert.
2. In diesem Fall liegt kein Fall des §
574c Abs. 2 BGB, sondern eine
erstmalige Kündigung vor.(nicht
amtlicher Leitsatz)
§ 574 BGB Beschränkte Revisionszulassung 14. Juni 2022 MietPrax-AK §
1 Eine bedürftige Partei, die innerhalb der VIII ZR 182/21 574 BGB Nr. 11
Rechtsmittelbegründungsfrist
Prozesskostenhilfe beantragt, ist bis zur
Entscheidung über den Antrag
unverschuldet an der Einhaltung dieser
Frist gehindert, wenn sie nach den
gegebenen Umständen vernünftigerweise
nicht mit der Ablehnung ihres Antrags
wegen fehlender Bedürftigkeit rechnen
musste.
2. Im Fall der Ablehnung des
Prozesskostenhilfeantrags wird der
bedürftigen Partei noch eine
Überlegungsfrist von höchstens drei bis
vier Tagen zugebilligt, ob sie das
Rechtsmittel auf eigene Kosten
durchführen wil.
3. Die Beschränkung der
Revisionszulassung auf die Frage des
Fortsetzungsanspruch gem. § 574 BGB
ist zulässig.(nicht amtlicher Leitsatz)
§ 575 BGB Unwirksamer Zeitmietvertrag 10. Juli 2013 MietPrax-AK § Jahreis, jurisPR-
kann VIII ZR 388/12 575 BGB Nr. 1 = MietR 19/2013
NJW 2013, 2820 Anm. 2; Drasdo,
Kündigungsausschlussvereinbar = GE 2013, 1197 NJW-Spezial 2013,
ung sein = MDR 2013, 577; Bittner,
Zur ergänzenden Vertragsauslegung im 1089 = NZM MietRB 2013, 285;
Falle der Unwirksamkeit einer Befristung 2013, 646 = Wiek, WuM
des Mietvertrags. DWW 2013, 293 2013,618;
= WuM Niebling, ZMR
2013,617 = ZMR 2013, 953; Hinz,
2013, 952 = ZMR 2014, 179

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GuT-W 2013,
102
§ 575 BGB Ergänzende Vertragsauslegung 11. Dezember MietPrax-AK § Drasdo, NJW-
bei unwirksamem 2013 575 BGB Nr. 2 = Spezial 2014, 193;
VIII ZR 235/12 WuM 2014, 148 Schach, MietRB
Zeitmietmietvertrag = GE 2014, 317 2014, 97;
Erweist sich die Vereinbarung eines = ZMR 2014, Abramenko, ZMR
Zeitmietvertrags als unwirksam, weil die 191 = NZM 2014, 434
nach § 575 Abs. 1 Satz 1 BGB 2014, 235 =
erforderlichen Voraussetzungen nicht DWW 2014, 91=
erfüllt sind, kann dem bei Vertragsschluss NJW 2014, 1302
bestehenden Willen der (Ls.) = GuT-W
Mietvertragsparteien, das Mietverhältnis 2013, 149
nicht vor Ablauf der vorgesehenen
Mietzeit durch ordentliche Kündigung
nach § 573 BGB zu beenden, im
Einzelfall dadurch Rechnung getragen
werden, dass im Wege der ergänzenden
Vertragsauslegung an die Stelle der
unwirksamen Befristung ein
beiderseitiger Kündigungsverzicht tritt,
der eine ordentliche Kündigung
frühestens zum Ablauf der (unwirksam)
vereinbarten Mietzeit ermöglicht
(Bestätigung von BGH, Urteil vom 10.
Juli 2013, VIII ZR 388/12, NJW 2013,
2820).
§ 577 BGB Schadensersatz wegen 15. Juni 2005 MietPrax-AK § Dickersbach,
Vereitelung des Vorkaufsrechts VIII ZR 271/04 577 BGB Nr. 1 = MietRB 2006, 3
Zur Nichtigkeit eines ein Vorkaufsrecht WuM 2005, 660
vereitelnden Vertrages und zu Grund und = NZM 2005,
Höhe einer daraus resultierenden 779 = GE 2006,
Schadensersatzverpflichtung. 776
§ 577 BGB Vorkaufsrecht nur für ersten 29. März 2006 MietPrax-AK § Drasdo, NJW-
Verkaufsfall VIII ZR 250/05 577 BGB Nr. 2 = Spezial 2006, 341;
Das gesetzliche Vorkaufsrecht steht dem WuM 2006, 260 Lammel, WuM
Mieter einer umgewandelten = GE 2006, 643 2006, 432
Eigentumswohnung auch im freien = NJW 2006,
Wohnungsbau nur für den ersten 1869 = ZMR
Verkaufsfall nach der Umwandlung zu. 2006, 511 =
Es besteht deshalb nicht, wenn die NZM 2006, 505
Eigentumswohnung vor dem am 1. = WM 2006,
September 1993 erfolgten Inkrafttreten 1078 = ZNotP
des § 570b BGB a.F. , der 2006, 257 =
Vorgängervorschrift des § 577 BGB, MDR 2006,
bereits einmal verkauft worden ist und 1275
nach diesem Zeitpunkt erneut verkauft
wird (Anschluss an Senatsurteil BGHZ
141, 194):
§ 577 BGB Vorkaufsrecht nur für ersten 22. Juni 2007 MietPrax-AK § Bacher, MDR
Verkaufsfall V ZR 269/06 577 BGB Nr. 3 = 2007, 1349; Zich,
a) Das gesetzliche Vorkaufsrecht des WuM 2007, 464 MietRB 2007, 255;
Mieters aus § 577 Abs. 1 Satz 1 BGB = GE 2007, 1115 Drasdo, NJW-
kann nur bei dem ersten Verkauf nach der = NJW 2007, Spezial 2007, 466
Umwandlung in Wohnungseigentum 2699 = MDR
bestehen (Bestätigung von BGHZ 167, 2007, 1181 =
58, 61 ff.). ZMR 2007, 770
b) Auf nachfolgende Verkäufe erstreckt = NZM 2207,
es sich auch dann nicht, wenn die 640 = ZfIR 2007,
Möglichkeit zur Ausübung des 758
Vorkaufsrechts bei dem ersten Verkauf

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nicht bestand, weil die Wohnung an einen
Familien- oder Haushaltsangehörigen
verkauft wurde (§ 577 Abs. 1 Satz 2
BGB), oder wenn die Ermittlung des
anteiligen Preises, der für die dem
Vorkaufsrecht unterfallende
Eigentumswohnung zu zahlen ist, für den
Mieter schwierig gewesen wäre.
§ 577 BGB Vorkaufsrecht eines 28. Mai 2008 MietPrax-AK § Dötsch, MietRB
Reihenhausmieters bei VIII ZR 126/07 577 BGB Nr. 4 = 2008, 226; Drasdo,
GE 2008, 861 = NJW-Spezial 2008,
Realteilung des Grundstücks WuM 2008, 415 481; Wassermann,
Die für die Begründung von = NJW 2008, jurisPR-
Wohnungseigentum an vermieteten 2257 = NZM BGHZivilR
Wohnräumen geltenden Bestimmungen 2008, 569 = MM 15/2008 Anm. 1
der §§ 577, 577a BGB (Vorkaufsrecht des 2008, 262 Die gegen das
Mieters, Kündigungsbeschränkungen zu Urteil eingelegte
Lasten des Erwerbers) finden auf die Verfassungsbesch
Realteilung eines mit zu Wohnzwecken werde wurde nicht
vermieteten Einfamilienhäusern bebauten zur Entscheidung
Grundstücks entsprechende Anwendung. angenommen
(BVerfG, NJW
2011, 1723 = WuM
2011, 366 = NZM
2011, 479)
§ 577 BGB Rechtsfolgen der Ausübung des 17. Dezember MietPrax-AK § Drasdo, NJW-
Vorkaufsrechts 2008 577 BGB Nr. 5 = Spezial 2009, 225;
Tritt der Mieter in Ausübung seines VIII ZR 13/08 WuM 2009, 127 Hörndler, MietRB
Vorkaufsrechts (§ 577 Abs. 1 BGB) in = GE 2009, 260 2009, 134
den vom Vermieter geschlossenen = NZM 2009,
Kaufvertrag über ein unter 151 = NJW
Zwangsverwaltung stehendes Mietobjekt 2009, 1076 =
ein, so richtet sich der ZMR 2009, 349
Eigentumsverschaffungsanspruch des = MDR 2009,
Mieters aus diesem Kaufvertrag gegen 273
den Vermieter und nicht gegen den
Zwangsverwalter. Dem Mieter steht in
einem solchen Fall gegenüber dem
Anspruch des Zwangsverwalters auf
Zahlung der Miete (§ 535 BGB, § 152
ZVG) ein Zurückbehaltungsrecht wegen
des gegen den Vermieter gerichteten
Anspruchs auf Verschaffung des
Eigentums an der Mietwohnung nicht zu.
§ 577 BGB Vorkaufsrecht eines 23. Juni 2010 MietPrax-AK § Drasdo, NJW-
Reihenhausmieters bei VIII ZR 325/09 577 BGB Nr. 6 = Spezial 2010, 515;
WuM 2010, 513 Kurek, MietRB
Realteilung des Grundstücks = GE 2010, 1055 2010, 256
a) Die für die Begründung von = NJW 2010,
Wohnungseigentum an vermieteten 3571 = ZMR
Wohnräumen geltenden Bestimmungen 2010, 939
der §§ 577, 577a BGB finden auch auf
die Realteilung eines mit zu
Wohnzwecken vermieteten
Zweifamilienhäusern bebauten
Grundstücks entsprechende Anwendung
(Fortführung von BGH, Urteil vom 28.
Mai 2008 - VIII ZR 126/07, NZM 2008,
569).
b) Eine analoge Anwendung der
Kündigungssperrfrist des § 577a BGB auf

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eine auf § 573a BGB gestützte
Kündigung kommt mangels Bestehen
einer planwidrigen Regelungslücke nicht
in Betracht.
§ 577 BGB Kein Vorkaufrecht beim 22. November MietPrax-AK § Blank, LMK 2014,
"Erwerbermodell" 2013 577 BGB Nr. 7 = 355579; Elzer,
Das Vorkaufsrecht bei dem Verkauf eines V ZR 96/12 GE 2014, 182 = MietRB 2014, 67;
ungeteilten Grundstücks vor Begründung WuM 2014, 98 = Häublein, jurisPR-
des Wohnungseigentums entsteht im NZM 2014, 133 MietR 5/2014
Grundsatz nur dann, wenn sich der = NJW 2014, Anm. 4; Drasdo,
Veräußerer gegenüber den Erwerbern 850 = DWW NJW-Spezial 2014,
vertraglich verpflichtet, seinerseits die 2014, 92 = GuT- 129; Klühs, NJW
Aufteilung gem. § 8 WEG durchzuführen. W 2013, 150 = 2014, 853
Darüber hinaus muss die von dem ZMR 2015, 199
Vorkaufsrecht erfasste zukünftige
Wohnungseigentumseinheit in dem
Vertrag bereits hinreichend bestimmt
oder zumindest bestimmbar sein.
Dagegen ist es regelmäßig nicht
ausreichend, wenn die Erwerber die
Teilung durchführen.(nicht amtlicher
Leitsatz)
§ 577 BGB Schadensersatz bei Vereitelung 21. Januar 2015 MietPrax-AK § Burbulla, MietRB
des Vorkaufrechts VIII ZR 51/14 577 BGB Nr. 8 = 2015, 99; Bühler,
Sieht der Vermieter pflichtwidrig davon GE 2015, 315 = WuM 2015, 245;
ab, den vorkaufsberechtigten Mieter über WuM 2015, 240 Drasdo, NJW-
den Inhalt des mit einem Dritten über die = MDR 2015, Spezial 2015, 257;
Mietwohnung abgeschlossenen 328 = ZfIR 2015, Bruns, ZMR 2015,
Kaufvertrags sowie über das Bestehen des 278 = NZM 529; Fervers, ZMR
Vorkaufsrechts zu unterrichten , so kann 2015, 334 = 2015, 609
der Mieter, der infolgedessen von diesen NJW 2015, 1516
Umständen erst nach Erfüllung des = ZMR 2015,
Kaufvertrags zwischen Vermieter und 534
Drittem Kenntnis erlangt, Ersatz der
Differenz von Verkehrswert und
Kaufpreis (abzüglich im Falle des
Erwerbs der Wohnung angefallener
Kosten) verlangen. Dies gilt auch dann,
wenn der Mieter sein Vorkaufsrecht nach
Kenntniserlangung nicht ausgeübt hat
(Fortführung von BGH, Urteil vom 15.
Juni 2005 - VIII ZR 271/04, NJW-RR
2005, 1534).
§ 577 BGB Voraussetzungen für 6. April 2016 MietPrax-AK § Greger, MDR
Vorkaufsrecht des Mieters VIII ZR 143/15 577 BGB Nr. 9 = 2016, 752;
1. Eine Stufenklage ist nicht zulässig, WuM 2016, 369 Niedenführ, LMK
wenn die Auskunft nicht dem Zweck der = MDR 2016, 2016, 379660;
Bestimmbarkeit des Leistungsanspruchs 700 = GE 2016, Abramenko,
dienen, sondern dem Kläger sonstige mit 905 = NZM MietRB 2016, 217;
der Bestimmbarkeit als solcher nicht im 2016, 540 = Drasdo, NJW-
Zusammenhang stehende Information NJW 2017, 156 Spezial 2016, 513;
über seine Rechtsverfolgung verschaffen Klühs, NZM 2016,
soll (im Anschluss an BGH, Urteile vom 812
2. März 2000, III ZR 65/99, NJW 2000,
1645 unter 1 a; vom 29. März 2011, VI
ZR 117/10, aaO Rn. 8; vom 17. Oktober
2012, XII ZR 101/10, NJW 2012, 3722
Rn. 13). Dies bedeutet aber nicht, dass
eine Stufenklage nach § 254 ZPO nur
dann zulässig ist, wenn durch die in der

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ersten Stufe geltend gemachte Auskunft
alle Informationen zu erlangen sind, die
für die Bezifferung des in einer weiteren
Stufe verfolgten Leistungsanspruchs
notwendig sind.
2a. Ein Vorkaufsrecht des Mieters
entsteht nach § 577 Abs. 1 Satz 1 Alt. 1
BGB, wenn nach der Überlassung der
vermieteten Wohnräume an den Mieter
Wohnungseigentum begründet worden ist
und dieses dann an einen Dritten verkauft
wird (Senatsurteil vom 29. März 2006,
VIII ZR 250/05, NJW 2006, 1869 Rn. 10;
BGH, Urteil vom 22. November 2013, V
ZR 96/12, BGHZ 199, 136 Rn. 5). Dass
vor der Überlassung der Mietsache an den
Mieter die für die Aufteilung in
Wohnungseigentum erforderliche
Teilungserklärung (§ 8 WEG) bereits
notariell beurkundet worden ist, hindert
das Entstehen des Vorkaufsrechts nach
dieser Alternative nicht, weil die Teilung
erst mit der Anlegung der
Wohnungsgrundbücher wirksam wird.
2b. Die Entstehung eines Vorkaufsrechts
nach § 577 Abs. 1 Satz 1 Alt. 2 BGB ist
davon abhängig, dass nach der
Überlassung der vermieteten Wohnräume
an den Mieter Wohnungseigentum
begründet werden soll und das zukünftige
Wohnungseigentum an einen Dritten
verkauft wird. Ein Vorkaufsrecht besteht
daher nach dieser Alternative nicht, wenn
die Absicht, Wohnungseigentum zu
begründen, schon vor der Überlassung
der vermieteten Wohnräume an den
Mieter gefasst worden und sich nach
außen hinreichend manifestiert hat, etwa
durch die notarielle Beurkundung einer
Teilungserklärung (§ 8 WEG).
§ 577 BGB Verkaufsrecht bei Verkauf 27. April 2016 MietPrax-AK § Monschau, MietRB
ungeteilten Grundstücks und VIII ZR 61/15 577 BGB Nr. 10 2016, 261; Drasdo,
= WuM 2016, NJW-Spezial 2016,
Realteilung 429 = MDR 546; Klühs, NZM
1. Ein Vorkaufsrecht des Mieters nach § 2016, 818 = 2016, 812
577 Abs. 1 Satz 1 Alt. 2 BGB analog wird NZM 2016, 543
bei Veräußerung eines noch ungeteilten = ZMR 2016,
Gesamtgrundstücks und beabsichtigter 530 = GE 2016,
Realteilung nur dann begründet, wenn der 1085
Verkäufer als Vorkaufsverpflichteter in
dem mit dem Erwerber abgeschlossenen
Kaufvertrag die Verpflichtung zur
Aufteilung übernommen hat. Ob dies der
Fall ist, ist dem Kaufvertrag im Wege der
Auslegung zu entnehmen. Weiter setzt
die Entstehung eines solchen
Vorkaufsrechts voraus, dass die vom
Vorkaufsrecht erfasste zukünftige
Einzelfläche in dem Kaufvertrag bereits
hinreichend bestimmt oder zumindest
bestimmbar ist (Fortführung von BGH,

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Urteil vom 22. November 2013, V ZR
96/12, BGHZ 199, 136 Rn. 17, 22 ff.).
2a. § 467 Satz 1 BGB sichert das
Interesse des Vorkaufsberechtigten an der
Ausübung seines Rechts beim Verkauf
mehrerer Gegenstände, die nur zum Teil
dem Vorkaufsrecht unterliegen, und
schränkt damit den in § 464 Abs. 2 BGB
enthaltenen Grundsatz der
Vertragsidentität ein. Damit bestimmt das
Vorkaufsrecht und nicht der den
Vorkaufsfall auslösende Kaufvertrag,
welche Gegenstände der
Vorkaufsberechtigte in Ausübung seines
Rechts erwerben kann (im Anschluss an
BGH, Urteil vom 23. Juni 2006, V ZR
17/06, BGHZ 168, 152 Rn. 21 ff.).
2b. § 467 Satz 1 BGB ist auf den Fall des
Verkaufs eines nur teilweise mit einem
Vorkaufsrecht belasteten Grundstücks
entsprechend anzuwenden (im Anschluss
an BGH, Urteil vom 10. Oktober 1969, V
ZR 155/66, LM § 508 BGB aF Nr. 1).
2c. Der Vorkaufsverpflichtete kann
jedoch gemäß § 467 Satz 2 BGB (analog)
verlangen, dass der Vorkauf auf alle
Gegenstände beziehungsweise auf das
gesamte Grundstück erstreckt wird, wenn
nach Abtrennung der vorkaufsbelasteten
Gegenstände lediglich ein isoliert nicht
sinnvoll nutzbarer Gegenstand verbliebe,
für den sich kein adäquater Preis erzielen
ließe (Fortführung von BGH, Urteil vom
27. Januar 2012, V ZR 272/10, NJW
2012, 1354 Rn. 18).
§ 577 BGB Berechnung der 4. Oktober 2016 MietPrax-AK § Bruns, LMK 2017,
Vorteilsausgleichung bei VIII ZR 281/15 577 BGB Nr. 11 385153
= WuM 2016,
vereiteltem Vorkaufsrecht 746 = GE 2016,
Bei dem (Gesamt-)Vermögensvergleich, 1565
der im Falle eines verhinderten
Wohnungserwerbs anzustellen ist, ist dem
Verkehrswert nicht nur der dem
Verkäufer geschuldete Kaufpreis isoliert
gegenüber zu stellen. Vielmehr müssen
auch die mit dem Erwerb einhergehenden
Nebenkosten (Notarkosten, im
Kaufvertrag geregelte Maklerkosten,
Grundbuchgebühren, Grunderwerbsteuer)
berücksichtigt werden, ohne deren
Aufbringung die Mieter in das Eigentum
an dem Vorkaufsgegenstand nicht hätten
erwerben können. Entsprechendes gilt für
die Finanzierungskosten, die die Mieter
ebenfalls hätte aufwenden müssen, um
den Kaufpreis aufzubringen, dessen
Erbringung wiederum Voraussetzung für
den Eigentumserwerb war.(nicht
amtlicher Leitsatz)
§ 577 BGB Voraussetzungen für 7. Dezember MietPrax-AK § Becker, MietRB
Vorkaufsrecht des Mieters 2016 577 BGB Nr. 12 2017, 126

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a) Für die Entstehung eines VIII ZR 70/16 = WuM 2017, 36
Vorkaufsrechts nach § 577 Abs. 1 Satz 1 = GE 2017, 222
Alt. 1 BGB reicht es nicht aus, dass nach = NZM 2017,
der Überlassung der Wohnräume an den 146 = ZMR
Mieter Wohnungseigentum begründet 2017, 302
worden ist. Vielmehr ist zusätzlich
erforderlich, dass der Abschluss des
Kaufvertrags mit dem Dritten der
Begründung von Wohnungseigentum
zeitlich nachfolgt.
b) Für die Entstehung eines
Vorkaufsrechts nach § 577 Abs. 1 Satz 1
Alt. 2 BGB ist erforderlich, dass die
Absicht, Wohnungseigentum zu
begründen, nicht erst nach der
Überlassung an den Mieter gefasst und
dokumentiert worden ist.(nicht
amtlicher Leitsatz)
§ 577 BGB Unzulässigkeit unterschiedlicher 23. Februar 2022 MietPrax-AK § Burbulla, MietRB
Preisabreden für Vorkaufsfall VIII ZR 305/20 577 BGB Nr. 13 2022, 129;
Die in einem Kaufvertrag über eine mit = GE 2022, 405 Häublein, NZM
einem Vorkaufsrecht des Mieters = WuM 2022, 2022, 499
belastete Eigentumswohnung zwischen 230 = NJW
dem Vorkaufsverpflichteten (Verkäufer) 2022, 1886 =
und dem Dritten (Erstkäufer) getroffene ZMR 2022, 458
Abrede, wonach der Vorkaufsberechtigte = NZM 2022,
(Mieter) einen höheren Preis zu bezahlen 505
hat als der Erstkäufer, stellt eine in Bezug
auf den höheren Preis unzulässige und
deshalb insoweit unwirksame
Vereinbarung zu Lasten Dritter dar. Das
gilt auch dann, wenn der Erstkäufer - wie
in der hier zu beurteilenden Preisabrede
vorgesehen - den höheren Kaufpreis nur
ausnahmsweise (unter bestimmten engen
Voraussetzungen) zu entrichten hat,
während der Vorkaufsberechtigte diesen
bei Ausübung des Vorkaufsrechts stets
schuldet.
§ 577a Kündigungssperrfrist bei in das 9. Juli 2003 MietPrax-AK § Schach, GE 2003,
BGB Mietverhältnis eingetretenen VIII ZR 26/03 577a BGB Nr. 1 1306; Schmidt,
= WuM 2003, ZWE 2004, 159;
Angehörigen 569 = NJW Scheff, MietRB
Wohnungseigentum ist auch dann „nach 2003, 3265 = GE 2003, 97
der Überlassung an den Mieter" im Sinne 2003, 1326 =
des § 564b Abs. 2 Nr. 2 Satz 2 BGB a.F. ZMR 2003, 819
begründet worden, wenn der Mieter, dem = NZM 2003,
gekündigt wurde, zur Zeit der 847 = DWW
Begründung des Wohnungseigentums als 2003, 336
Angehöriger in der Wohnung lebte und
mit dem Tode des damaligen Mieters
kraft Gesetzes in das Mietverhältnis
eingetreten ist. Der Angehörige rückt
auch bezüglich der Wartefrist, die der
Vermieter für eine Kündigung wegen
Eigenbedarfs zu beachten hat, in die
Rechtsposition des verstorbenen Mieters
ein.
§ 577a Keine Sperrfrist bei Kündigung 11. März 2009 MietPrax-AK § Theesfeld, MietRB
BGB gem. § 573 Abs. 1 BGB VIII ZR 127/08 577a BGB Nr. 2 2009, 158; Blank,
= NJW 2009, WuM 2009, 390;

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Die Kündigungsbeschränkung des § 577a 1808 = WuM Drasdo, NJW-
BGB bei Umwandlung von vermieteten 2009, 294 = GE Spezial 2009, 355
Wohnräumen in Wohnungseigentum gilt 2009, 651 =
nur für Eigenbedarfs- oder NZM 2009, 430
Verwertungskündigungen (§ 573 Abs. 2 = MDR 2009,
Nr. 2 oder 3 BGB) und ist auf andere 738
Kündigungsgründe im Sinne von § 573
Abs. 1 Satz 1 BGB nicht analog
anwendbar.
§ 577a Sperrfrist für Kündigung durch 21. März 2018 MietPrax-AK § Häublein, MietRB
BGB Erwerber-GbR VIII ZR 104/17 577a BGB Nr. 3 2018, 163;
a) Die Kündigungsbeschränkung nach § = MDR 2018, Börstinghaus,
577a Abs. 1a Satz 1 BGB erfordert nicht, 584 = WuM jurisPR-
dass zusätzlich zu den im Tatbestand 2018, 292 = GE BGHZivilR
dieser Vorschrift genannten 2018, 579 = 11/2018 Anm. 1;
Voraussetzungen - hier die nach der NZM 2018, 388 Drasdo, NJW-
Überlassung an den Mieter erfolgte = NJW 2018, Spezial 2018, 385;
Veräußerung des vermieteten Wohnraums 2187 = ZMR Rolfs, NZM 2018,
an eine Personengesellschaft (§ 577a Abs. 2018, 569 780
1a Satz 1 Nr. 1 Alt. 1 BGB) - an dem
vermieteten Wohnraum
Wohnungseigentum begründet worden ist
oder der Erwerber zumindest die Absicht
hat, eine solche Wohnungsumwandlung
vorzunehmen.
b) Diese Auslegung des § 577a Abs. 1a
Satz 1 BGB verstößt weder gegen die
verfassungsrechtlich geschützten Rechte
des Vermieters gemäß Art. 3 Abs. 1 GG
und Art. 14 GG noch gegen den
verfassungsrechtlichen
Verhältnismäßigkeitsgrundsatz.
§ 577a Geschiedene Ehepartner bleiben 2. September MietPrax-AK § Drasdo, NJW-
BGB Familienangehörige 2020 577a BGB Nr. 4 Spezial 2020, 674;
Ehegatten gehören auch dann derselben VIII ZR 35/19 = MDR 2020, Wiek, WuM 2020,
Familie im Sinne des § 577a Abs. 1a Satz 1310 = WuM 732; Abramenko,
2 BGB an, wenn sie getrennt leben oder 2020, 730 = MietRB 2020, 353
geschieden sind (Fortführung des NZM 2020, 984
Senatsurteils vom 27. Januar 2010 - VIII = DWW 2020,
ZR 159/09, BGHZ 184, 138 Rn. 22). 377 = GE 2020,
1621 = ZMR
2021, 29 = NJW
2021, 620
§ 577a Kündigungssperrfrist bei Tod 22. Juni 2022 MietPrax-AK §
BGB des Mieters VIII ZR 356/20 577a BGB Nr. 5
1. Die vom Land Berlin erlassene = WuM 2022,
"Verordnung im Sinne des § 577a Abs. 2 495
BGB über den verlängerten
Kündigungsschutz bei Umwandlung einer
Mietwohnung in eine
Eigentumswohnung"
(Kündigungsschutzklausel-Verordnung
vom 13. August 2013, GVBl. S. 488),
welche die Kündigungssperrfrist nach
Bildung und Veräußerung von
Wohnungseigentum im Sinne des § 577a
Abs. 1 BGB für das gesamte Gebiet von
Berlin auf zehn Jahre festlegt, ist
wirksam.
2. Eine die Kündigungssperrfrist des §
577a Abs. 1, 2 BGB auslösende

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Veräußerung des Wohnungseigentums an
einen Erwerber liegt regelmäßig nicht
vor, wenn ein Miteigentumsanteil an
einen bisherigen (vermietenden)
Miteigentümer übertragen wird
(Fortführung des Senatsbeschlusses
[Rechtsentscheid] vom 6. Juli 1994 - VIII
ARZ 2/94, BGHZ 126, 357, 364).
3. Ist in der Person eines von mehreren
Mietern einer Wohnung der
Kündigungsschutz aus § 577a Abs. 1, 2
BGB bereits angelegt, war also diesem
Mitmieter die Wohnung zum Zeitpunkt
der Bildung des Wohnungseigentums
schon überlassen, und wird das
Mietverhältnis nach dessen Ableben mit
dem überlebenden Mitmieter gemäß §
563a Abs. 1 BGB fortgesetzt, tritt dieser
(auch) bezüglich des Kündigungsschutzes
an die Stelle des Verstorbenen und kann
sich - nach der (erstmaligen) Veräußerung
des Wohnungseigentums - gegenüber
einer Eigenbedarfs- beziehungsweise
Verwertungskündigung des Erwerbers auf
die - hier zehnjährige -
Kündigungssperrfrist aus § 577a Abs. 1, 2
BGB berufen (Fortführung des
Senatsurteils vom 9. Juli 2003 - VIII ZR
26/03, NJW 2003, 3265 unter II 2 [zu §
564b Abs. 2 Nr. 2 Satz 2 BGB aF]).
§ 580a Abgrenzung Wohnraum- und 16. Juli 2008 MietPrax-AK § Bieber, MietRB
BGB Gewerberaummietvertrag VIII ZR 282/07 580a BGB Nr. 1 2008, 353; Drasdo,
Mietet eine juristische Person ein = NJW 2008, NJW-Spezial 2008,
Reihenhaus an, um es teils als Büroraum 3361 = NZM 737; Mack-Oberth,
für ihren Geschäftsbetrieb zu nutzen und 2008, 804 = GE jurisPR-MietR
teils ihrem Geschäftsführer als Wohnung 2008, 1318 = 22/2008, Anm. 6
zur Verfügung zu stellen, handelt es sich GuT 2008, 361
um einen der Kündigungsfrist des § 580a
Abs. 2 BGB unterliegenden Mietvertrag
über Geschäftsräume.
§ 585a Schriftform bei Vertrag mit 6. November MietPrax-AK § Bieber, GE 2021,
BGB GbR 2020 585a BGB Nr. 1 474
Ist im Rubrum eines für längere Zeit als LwZR 5/19 = GE 2021, 500
zwei Jahre abgeschlossenen = ZMR 2021,
Landpachtvertrags als Vertragspartei eine 473
Gesellschaft bürgerlichen Rechts ohne
Angabe zu den Vertretungsverhältnissen
aufgeführt und unterzeichnet für diese ein
Gesellschafter ohne einen die alleinige
Vertretung der Gesellschaft anzeigenden
Zusatz wie etwa einen Firmenstempel, ist
die in § 585a BGB vorgesehene
Schriftform nicht gewahrt (Anschluss an
BGH, Urt. v. 23.1.2013 – XII ZR 35/11 ,
MDR 2013, 395 = NJW 2013, 1082 f.).
§ 598 BGB Untentgeltliche 27. Januar 2016 MietPrax-AK § Drasdo, NJW-
Raumüberlassung als XII ZR 33/15 598 BGB Nr. 1 = Spezial 2016, 322;
DWW 2016, 103 Bogdahn, NZM
Leihvertrag = WuM 2016, 2016, 488
a) Verstirbt der Kläger während des 227 = MDR
Rechtsstreits und wird er vom Beklagten 2016, 509 =

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und einem Dritten als Miterben beerbt, so ZMR 2016, 364
wird der Prozess auf Klägerseite allein = NZM 2016,
vom Dritten fortgeführt und behält der 484 = NJW
Beklagte seine prozessuale Stellung bei 2016, 2652
(im Anschluss an BGH Beschluss vom
27. Februar 2014 - III ZB 99/13 - NJW
2014, 1886).
b) Die unentgeltliche
Gebrauchsüberlassung von Wohn- oder
Geschäftsräumen ist regelmäßig auch bei
langer Vertragslaufzeit Leihe und selbst
dann nicht formbedürftig, wenn das Recht
des Verleihers zur
Eigenbedarfskündigung vertraglich
ausgeschlossen ist (Fortführung von
BGHZ 82, 354 = NJW 1982, 820; BGH
Urteile vom 20. Juni 1984 - IVa ZR 34/83
- NJW 1985, 1553 und vom 10. Oktober
1984 - VIII ZR 152/83 - NJW 1985, 313
sowie Beschluss vom 11. Juli 2007 - IV
ZR 218/06 - FamRZ 2007, 1649).
c) Die langfristige Verleihung von Wohn-
und Geschäftsräumen durch den
Vorerben ist schon deshalb nicht wegen
Umgehung des gemäß § 2113 BGB
bestehenden Verfügungsverbots
sittenwidrig, weil der Nacherbe in dieser
Stellung hierdurch nicht gebunden ist.
Bereits aus diesem Grund führt der
Abschluss eines langfristigen
Leihvertrags über Räume durch den
Vorerben auch nicht dazu, dass die
Erbschaft im Sinne des § 2138 Abs. 2
BGB vermindert wird.
§ 675 BGB Beratungspflicht des Anwalts in 27. September MietPrax-AK §
Minderungsfällen 2007 675 BGB Nr. 1 =
Der Prozessbevollmächtigte des Mieters IX ZR 86/04 WuM 2007, 625
muss seinen Mandanten auf die eventuell
bestehende Verpflichtung zur erneuten
Mängelanzeige nach
Mängelbeseitigungsarbeiten des
Vermieters hinweisen und ihm das
Kündigungsrisiko verdeutlichen.(nicht
amtlicher Leitsatz)
§ 675 BGB Beratungspflicht des Anwalts bei 7. Februar 2008 MietPrax-AK §
Mietoptionsklausel IX ZR 149/04 675 BGB Nr. 2 =
a) Zur Beratungspflicht des Anwalts über NZM 2008, 445
die Wirkungen einer Mietoptionsklausel. = NJW 2008,
b) Erhält der Anwalt, der den 2041 = GuT
Auftraggeber vor Abschluss eines 2008, 138
Vertrages fehlerhaft beraten hat, noch
während des Laufs der Primärverjährung
den neuen Auftrag, Ansprüche des
Mandanten aus diesem Vertrag zu prüfen,
so begründet dies die Pflicht, auf die
Regresshaftung und deren Verjährung
hinzuweisen, wenn diese Ansprüche in
unmittelbarem inneren Zusammenhang
mit der ursprünglichen Beratung stehen.

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§ 675 BGB Rechtsbelehrung des Gerichts 18. Dezember MietPrax-AK § Reinelt, jurisPR-
durch Anwalt 2008 675 BGB Nr. 3 = BGHZivilR
Unterlässt es der Berufungsanwalt, auf IX ZR 179/07 NJW 2009, 987 3/2009, Anm. 1
ein die Rechtsauffassung seines = WuM 2009, die
Mandanten stützendes Urteil des 134 = ZGS 2009, Verfassungsbesch
Bundesgerichtshofs hinzuweisen, und 135 = DB 2009, werde gegen die
verliert der Mandant deshalb den Prozess, 448 = WM 2009, Entscheidung
wird der Zurechnungszusammenhang 324 = NZM wurde nicht
zwischen dem Anwaltsfehler und dem 2009, 193 angenommen:
dadurch entstandenen Schaden nicht BVerfG NJW
deshalb unterbrochen, weil auch das 2009, 2945 = NZM
Gericht die Entscheidung des 2009, 579 mit
Bundesgerichtshofs übersehen hat. Anm. Römermann,
NJW 2009, 2924.
§ 675 BGB Kein Schmerzensgeld bei 9. Juli 2009 MietPrax-AK § Podewils, LMK
Falschberatung IX ZR 88/08 675 BGB Nr. 4 = 10/2009 Anm. 8;
Die Schlechterfüllung eines WuM 2009, 524 Drasdo, NJW-
Anwaltsvertrages, der nicht den Schutz = NJW 2009, Spezial 2009, 591
der Rechtsgüter des § 253 Abs. 2 BGB 3025
zum Gegenstand hat, begründet in der
Regel keinen Schmerzensgeldanspruch.
§ 677 BGB Verpflichtung des Verwalters 6. März 2008 MietPrax-AK § Bittner, MietRB
zur Durchführung eines III ZR 219/07 677 BGB Nr. 1 = 2008, 242
NZM 2008, 319
Mieterhöhungsverfahrens = GuT 2008, 141
Der Geschäftsführer ohne Auftrag, der = DWW 2008,
ein Mietgrundstück verwaltet, ist grund- 182 = MDR
sätzlich nicht verpflichtet, gegenüber dem 2008, 555 = GE
Mieter ein Mieterhöhungsverlangen 2008, 667
auszusprechen.
§ 738 BGB Mietansprüche bei Insovenz 7. Juli 2008 MietPrax-AK §
über Gesellschafts- und II ZR 37/07 738 BGB Nr. 1 =
NJW 2008, 2992
Gesellschaftervermögen = NZM 2008,
a) Scheidet der vorletzte Gesellschafter 739 = NZI 2008,
aus einer BGB-Gesellschaft aus, für die 612 = MDR
im Gesellschaftsvertrag bestimmt ist, dass 2008, 1223 =
die Gesellschaft unter den verbleibenden ZIP 2008 1677 =
Gesellschaftern fortgesetzt wird, führt ZInsO 2008, 973
dies - soweit nichts Abweichendes
geregelt ist - zur liquidationslosen
Vollbeendigung der Gesellschaft und zur
Anwachsung des Gesellschaftsvermögens
bei dem letzten verbliebenen
Gesellschafter.
b) Der Beschluss über die Eröffnung des
Insolvenzverfahrens über das Vermögen
eines nicht existenten Schuldners (hier:
einer voll beendeten BGB-Gesellschaft)
ist nichtig und bindet die Prozessgerichte
nicht.
§ 745 BGB Kündigung bei 26. April 2010 MietPrax-AK § Drasdo, NJW-
Personenmehrheit II ZR 159/09 745 BGB Nr. 1 = Spezial 2010, 610
Die Kündigung eines Mietverhältnisses GuT 2010, 235 =
über ein gemeinschaftliches Grundstück NZM 2010, 741
kann Gegenstand einer
Verwaltungsentscheidung sein, die unter
den Voraussetzungen des § 745 Abs. 1
BGB mehrheitlich getroffen werden
kann.(nicht amtlicher Leitsatz)

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§ 765 BGB Kündigung einer 20. Juli 2011 MietPrax-AK § Bittner, MietRB
Mietbürgschaft XII ZR 155/09 765 BGB Nr. 1 = 2011, 340
Hat der Fremdgeschäftsführer einer GE 2011, 1303 =
GmbH für diese eine persönliche ZMR 2011, 945
Mietsicherheit begeben (hier: = NJW-RR
Schuldmitübernahme/Schuldbeitritt), 2011, 1518 =
stellt sein Ausscheiden aus dem MDR 2011,
Geschäftsführeramt zwei Monate, bevor 1092 = NZM
die Miete bei der Gesellschaft 2011, 709 = GuT
uneinbringlich wird, keinen wichtigen 2011, 288 = DB
Grund zur Kündigung der Sicherheit 2011, 2091 =
gegenüber dem Vermieter dar. ZIP 2011, 1718
§ 812 BGB Leistender i.S.d. 13. Oktober 2004 MietPrax-AK §
Bereicherungsrecht bei XII ZR 7/01 812 BGB Nr. 1 =
GuT 2005, 21
Raumüberlassung
Auch im Mietrecht bestimmt sich die
Frage wer Leistender i.S.d. der
vorrangigen Leistungskondiktion vor
allem nach dem Willen der
Beteiligten.(nicht amtlicher Leitsatz)
§ 812 BGB Bereicherungsschuldner; 5. Oktober 2005 MietPrax-AK § Ott, MietRB 2006,
Nutzung von Einbauten des XII ZR 43/02 812 BGB Nr. 2 = 94
NZM 2006, 15 =
Mieters GuT 2006, 32 =
a) Zur Berechnung des ZMR 2006, 185
Bereicherungsanspruchs des Mieters, = GE 2006, 380
wenn der Vermieter infolge vorzeitiger = MDR 2006,
Beendigung des Mietverhältnisses früher 505
als vorgesehen in den Genuss des durch
Investitionen des Mieters erhöhten
Ertragswerts gelangt (Fortführung der
Senatsurteile vom 8. November 1995 -
XII ZR
202/94 - WM 1996, 1265 ff. und vom 25.
Oktober 2000 - XII ZR 136/98 - NJW-RR
2001, 727 [red. Leitsatz]).
b) Eine Bereicherung des Vermieters liegt
auch dann vor, wenn eine
Weitervermietung zu einem höheren
Mietzins wegen von ihm zu vertretender
Mängel nicht möglich ist.
c) Bei einem Vermieterwechsel ist nicht
derjenige Bereicherungsschuldner, der im
Zeitpunkt der Vornahme der Investitionen
Vermieter war, sondern der neue
Vermieter, der die Mietsache vorzeitig
zurückerhält. Dies gilt bei einer
Grundstücksveräußerung auch dann,
wenn der ursprüngliche Vermieter mit
Rücksicht auf die wertsteigernden
Investitionen des Mieters einen höheren
Veräußerungserlös erzielt hat.
§ 812 BGB Umfang der Bereicherung des 26. Juli 2006 MietPrax-AK §
Vermieters bei XII ZR 46/05 812 BGB Nr. 3 =
GE 2006, 1224
Mieterinvestitionen
Der Umfang der durch die Investitionen
des Mieters eingetretenen Bereicherung
des Vermieters bemisst sich danach, in
welchem Maß sich durch diese der

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objektive Ertragswert der Mietsache
erhöht hat.(nicht amtlicher Leitsatz)
§ 812 BGB Umfang der Bereicherung des 23. August 2006 MietPrax-AK §
Vermieters bei XII ZR 205/05 812 BGB Nr. 4 =
Gut 2006, 266
Mieterinvestitionen
Der Umfang der durch die Investitionen
des Mieters eingetretenen Bereicherung
des Vermieters bemisst sich danach, in
welchem Maß sich durch diese der
objektive Ertragswert der Mietsache
erhöht hat.(nicht amtlicher Leitsatz)
§ 812 BGB Anspruch des Mieters bei 27. Mai 2009 MietPrax-AK § Becker, GE 2009,
unwirksamer VIII ZR 302/07 812 BGB Nr. 5 = 872; Drasdo, NJW-
WuM 2009, 395 Spezial 2009,529;
Schönheitsreparaturklausel = GE 2009, 901 Ernst, WuM 2009,
a) Ein Mieter, der auf Grund einer = NZM 2009, 581; Schläger,
unerkannt unwirksamen 541 = NJW ZMR 2009, 831;
Endrenovierungsklausel 2009, 2590 = Dötsch, ZMR
Schönheitsreparaturen in der ZGS 2009, 371 = 2009, 833; Blank,
Mietwohnung vornimmt, führt damit kein DWW 2009, 302 NZM 2010, 97;
Geschäft des Vermieters, sondern wird = ZMR 2009, Schmidt, WuM
nur im eigenen Rechts- und 829 2010, 191; Thole,
Interessenkreis tätig, weil er eine NJW 2010, 1243;
Leistung erbringen will, die rechtlich und Jacoby, ZMR
wirtschaftlich Teil des von ihm für die 2010, 335
Gebrauchsüberlassung an der Wohnung
geschuldeten Entgelts ist.
b) Der nach § 818 Abs. 2 BGB
geschuldete Wertersatz, den der
Vermieter an einen Mieter zu leisten hat,
der die Mietwohnung vor seinem Auszug
auf Grund einer unwirksamen
Endrenovierungsklausel in Eigenleistung
renoviert hat, bemisst sich üblicherweise
nur nach dem, was der Mieter
billigerweise neben einem Einsatz an
freier Zeit als Kosten für das notwendige
Material sowie als Vergütung für die
Arbeitsleistung seiner Helfer aus dem
Verwandten- und Bekanntenkreis
aufgewendet hat oder hätte aufwenden
müssen.
§ 812 BGB Bereicherungsschuldner bei 29. April 2009 MietPrax-AK § Walker, LMK
Mieterinvestition XII ZR 66/07 812 BGB Nr. 6 = 7/2009 Anm. 2;
a) Zur Person des NZM 2009, 514 Bieber, MietRB
Bereicherungsschuldners, wenn der = NZM 2009, 2009, 230; ders.,
Vermieter infolge vorzeitiger Beendigung 783 = NJW GE 2009, 1225;
des Mietverhältnisses früher als 2009, 2374 = Eckert, NZM 2009,
vorgesehen in den Genuss des durch GuT 2009, 184 = 768; Jaeger, ZfIR
Investitionen des Mieters erhöhten ZfIR 2009, 607 = 2009, 607
Ertragswertes gelangt. ZMR 2009, 749
b) Bei einem Vermieterwechsel im Wege und 2010, 104 =
der Zwangsversteigerung ist nicht GE 2009, 1246
derjenige Bereicherungsschuldner, der im
Zeitpunkt der Vornahme der Investitionen
Vermieter war, sondern der Ersteigerer,
der die Mietsache vorzeitig zurückerhält
(Fortführung von Senatsurteil vom 5.
Oktober 2005 - XII ZR 43/02 - NJW-RR
2006, 294).

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§ 812 BGB Auskehr von Mieten bei 13. Juli 2012 MietPrax-AK § Thomale, LMK
Bestehen eines Wohnrechts V ZR 206/11 812 BGB Nr. 7 = 2012, 339614
Besteht keine vertragliche Bindung NZM 2012, 800
zwischen dem Eigentümer und dem = MDR 2012,
Wohnungsberechtigten, der einer 1278 = GuT-W
außerhäuslichen Pflege bedarf, so wird 2012, 25
der Eigentümer, der die Wohnung
eigenmächtig vermietet, durch die
Einnahme der Mietzinsen nicht auf
Kosten des Wohnungsberechtigten
bereichert.
§ 812 BGB Rückabwicklung Überzahlung 31. Januar 2018 MietPrax-AK § Mettler, MietRB
Jobcenter VIII ZR 39/17 812 BGB Nr. 8 = 2018, 98; Drasdo;
Hat das Jobcenter das dem MDR 2018, 395 NJW-Spezial 2018,
Wohnungsmieter zustehende = NJW 2018, 258; Nierhauve,
Arbeitslosengeld II als Bedarf für 1079 = DWW ZMR 2018, 908
Unterkunft und Heizung versehentlich 2018, 94 = WuM
auch noch nach der Beendigung des 2018, 216 = GE
Mietverhältnisses im Wege der 2018, 452 =
Direktzahlung nach § 22 Abs. 7 Satz 1 ZMR 2018, 565
SGB II an den bisherigen Vermieter
gezahlt, kann es von diesem - unter dem
Gesichtspunkt einer fehlenden
(widerrufenen) Anweisung - unmittelbar
die Herausgabe der ohne rechtlichen
Grund erfolgten Zuvielzahlung im Wege
der Nichtleistungskondiktion (§ 812 Abs.
1 Satz 1 Alt. 2 BGB) verlangen.
§ 814 BGB Rückforderungsausschluss für 4. September MietPrax-AK § Lehmann-Richter,
trotz Minderung gezahlter 2018 814 BGB Nr. 1 = MietRB 2019, 7
VIII ZR 100/18 WuM 2018, 712
Mieten = GE 2018, 1456
1. Der Kondiktionsausschluss des § 814 = NJW-RR
Alt. 1 BGB greift erst ein, wenn der 2018, 1483 =
Leistende nicht nur die Tatumstände NZM 2018, 1018
kennt, aus denen sich ergibt, dass er nicht = ZMR 2019,
verpflichtet ist, sondern auch weiß, dass 478
er nach der Rechtslage nichts schuldet.
2. Von einer positiven Kenntnis einer
Minderung nach § 536 BGB ist nicht erst
dann auszugehen, wenn der Mieter über
eine umfassende Kenntnis sämtlicher
Elemente des Minderungsrechts nach §
536 BGB verfügt.
3. Wegen der Schwierigkeiten der
Ermittlung der richtigen
Minderungsquote steht einem
Kondiktionsausschluss nach § 814 Alt. 1
BGB nicht entgegen, dass sich der Mieter
nur zu einer ungefähren Bestimmung
einer Minderungsquote in der Lage sieht.
4. Geht der Mieter aber davon aus, dass
die Mietminderung die Zustimmung des
Vermieters voraussetzt, dann kann er
nach Mangelanzeige getätigte Zahlungen
kondizieren.(nicht amtlicher
Leitsatz)
§ 823 BGB Verstoß gegen 16. Mai 2006 MietPrax-AK § Manger, GE 2006,
Verkehrssicherungspflicht - VI ZR 189/05 823 BGB Nr. 1 = 880; Intveen,
WuM 2006, 388 MietRB 2006, 258;
Glastür- = GE 2006, 906 Schuschke, NZM

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Der Vermieter einer Wohnung verstößt = NJW 2006, 2006, 733; Drasdo,
nicht gegen seine 2326 = NZM NJW-Spezial 2006,
Verkehrssicherungspflicht, wenn er die 2006, 578 = 530
mit einem Glasausschnitt versehenen ZMR 2006, 675
Zimmertüren der Wohnung, die insoweit = VersR 2006,
den baurechtlichen Vorschriften 388 = DWW
entspricht, bei einer Vermietung an eine 2006, 336
Familie mit Kleinkindern nicht mit
Sicherheitsglas nachrüsten lässt.
§ 823 BGB Verstoß gegen 22. Januar 2008 MietPrax-AK § Drasdo, NJW-
Verkehrssicherungspflicht - VI ZR 126/07 823 BGB Nr. 2 = Spezial 2008, 258
GE 2008, 405 =
Streupflicht - NZM 2008, 242
Die Übertragung der Streupflicht durch = WuM 2008,
den Vermieter auf einen Dritten dient 235 = NJW
auch der Sicherung des Zugangs zum 2008, 1440
Mietobjekt. Die dort wohnhaften Mieter
können deshalb in den Schutzbereich des
Übertragungsvertrages einbezogen sein.
Die deliktische Einstandspflicht des mit
der Wahrnehmung der Verkehrssicherung
Beauftragten besteht auch dann, wenn der
Vertrag mit dem
Primärverkehrssicherungspflichtigen
nicht rechtswirksam zustande gekommen
ist.
§ 823 BGB Schmerzensgeld für Beleidigung 24. Mai 2016 MietPrax-AK § Pfeifer, LMK
durch Mieter VI ZR 496/15 823 BGB Nr. 3 = 2016, 381216
Zum Anspruch auf Zahlung einer GE 2016, 496 =
Geldentschädigung bei groben MDR 2016,
Beleidigungen im persönlichen Umfeld 1086 = NJW-RR
ohne Breitenwirkung in der 2016, 1136
Öffentlichkeit.
§ 831 BGB Schadensersatzansprüche wegen 6. November MietPrax-AK § Bieber, GE 2013,
Werbung mit falschen 2012 831 BGB Nr. 1 = 95
VI ZR 174/11 GuT 2012, 477 =
Besucherzahlen NZM 2013, 147
a) Ob ein Geschäftsherrn- = MDR 2013,
/Verrichtungsgehilfenverhältnis besteht, 144 = NJW
beurteilt sich nach den tatsächlichen 2013, 1002
Umständen.
b) Zu den Voraussetzungen eines solchen
Verhältnisses zwischen
konzernangehörigen Gesellschaften.
§ 839 BGB Keine Staatshaftung für 28. Januar 2021 MietPrax-AK § Riecke, MietRB
unwirksame III ZR 25/20 839 BGB Nr. 1 = 2021, 97; Itzel,
GE 2021, 369 = jurisPR-
Mietpreisbremseverordnung WuM 2021, 251 BGHZivilR 8/2021
Mietern, die infolge der Unwirksamkeit = NZM 2021, Anm. 2; Drasdo,
der Hessischen 391 = ZMR NJW-spezial 2021,
Mietenbegrenzungsverordnung vom 17. 2021, 466 = 290
November 2015 (vgl. hierzu BGH, Urteil MDR 2021, 487
vom 17. Juli 2019 - VIII ZR 130/18,
BGHZ 223, 30) eine höhere Miete zu
entrichten haben, steht gegen das Land
Hessen kein Amtshaftungsanspruch zu.
§ 858 BGB Versorgungssperre bei 6. Mai 2009 MietPrax-AK § Reinelt, jurisPR-
beendetem gewerblichem XII ZR 137/07 858 BGB Nr. 1 = BGHZivilR
NJW 2009, 1947 13/2009 Anm. 2;
Mietverhältnis = GE 2009, 775 Eupen, GE 2009,
a) Nach Beendigung des = NZM 2009, 747: Bieber,
Mietverhältnisses ist der Vermieter 482 = DWW jurisPR-MietR
gegenüber dem die Mieträume weiter

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nutzenden Mieter zur 2009, 223 = 14/2009 Anm. 2;
Gebrauchsüberlassung und damit auch WuM 2009, 469 Regenfus, LMK
zur Fortsetzung vertraglich = ZfIR 2009, 501 7/2009 Anm. 3;
übernommener Versorgungsleistungen = GuT 2009, 189 Drasdo, NJW-
(hier: Belieferung mit Heizenergie) = ZMR 2010, Spezial 2009, 466;
grundsätzlich nicht mehr verpflichtet. 263 Horst, MietRB
b) Auch aus Treu und Glauben folgt eine 2009, 223 und 224;
nachvertragliche Verpflichtung des Mummenhoff,
Vermieters von Gewerberäumen zur WuM 2009, 437;
Fortsetzung von Versorgungsleistungen Schmid, ZfIR
jedenfalls dann nicht, wenn der Mieter 2009, 505; Wiek,
sich mit Mietzinsen und GuT
Nutzungsentschädigung im
Zahlungsverzug befindet und dem
Vermieter mangels eines Entgelts für
seine Leistungen ein stetig wachsender
Schaden droht.
c) Die Einstellung oder Unterbrechung
der Versorgung mit Heizenergie durch
den Vermieter ist keine Besitzstörung
gemäß §§ 858, 862 BGB hinsichtlich der
Mieträume.
§ 906 BGB Nachbarrechtlicher 12. Dezember MietPrax-AK § Wieling, LMK
Ausgleichsanspruch unter 2003 906 BGB Nr. 1 = 2004, 82; Dötsch,
V ZR 180/03 NJW 2004, 775 NZM 2004, 177;
Mietern = NZM 2004, Worf, MietRB
Beeinträchtigungen, die von einer 193 = WuM 2004, 149; Roth,
Mietwohnung innerhalb desselben 2004, 215 = JZ 2004, 918
Grundstückseigentums auf eine andere MDR 2004, 681
Mietwohnung einwirken, berechtigen den = GE 2004, 476
Mieter der von den Beeinträchtigungen = DWW 2004,
betroffenen Wohnung nicht zu einem 88 = ZMR 2004,
verschuldensunabhängigen 335 = GuT 2004,
nachbarrechtlichen Ausgleichsanspruch 65
analog § 906 Abs. 2 Satz 2 BGB gegen
den Mieter der anderen Wohnung.
§ 906 BGB Nachbarrechtliches 27. Januar 2006 MietPrax-AK §
Einstehenmüssen für V ZR 26/05 906 BGB Nr. 2 =
NZM 2006, 273
Mieterhandeln = WuM 2006,
a) Der nachbarrechtliche 216 = DWW
Ausgleichsanspruch entsprechend § 906 2006, 160 =
Abs. 2 Satz 2 BGB setzt - wie § 1004 ZMR 2006, 357
Abs. 1 BGB - voraus, dass der = GE 2006, 570
Anspruchsgegner als Störer zu
qualifizieren ist.
b) Als mittelbarer Handlungsstörer kann
der Eigentümer für Störungshandlungen
seines Mieters nur verantwortlich
gemacht werden, wenn er dem Mieter den
Gebrauch seiner Sache mit der Erlaubnis
zu den störenden Handlungen überlassen
hat oder wenn er es unterlässt, den Mieter
von dem nach dem Mietvertrag
unerlaubten, fremdes Eigentum
beeinträchtigenden Gebrauch der
Mietsache abzuhalten.
§ 906 BGB Anspruch des Mieters gegen 1. Februar 2008 MietPrax-AK §
Eigentümer des Nachbarhauses V ZR 47/07 906 BGB Nr. 3 =
Der nachbarrechtliche NJW 2008, 992
Ausgleichsanspruch entsprechend § 906 = NZM 2008,
Abs. 2 Satz 2 BGB umfasst auch 256 = DWW

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Vermögenseinbußen, die der Eigentümer 2008, 147 = GuT
oder Besitzer des beeinträchtigten 2008, 142 = GE
Grundstücks infolge der Beschädigung 2008, 597
sich auf dem Grundstück befindlicher
beweglicher Sachen erleidet
(Abgrenzung, BGH, 18. September 1984,
VI ZR 223/82, BGHZ 92, 143)
§ 906 BGB Anspruch des 21. Mai 2010 MietPrax-AK § Reinelt, jurisPR-
Wohnungseigentümers gegen V ZR 10/10 906 BGB Nr. 4 = BGHZivilR
WuM 2010, 442 14/2010 Anm. 1;
Gemeinschaft wegen Minderung = NJW 2010, Dötsch, NZM
durch Mieter 2347 = NZM 2010, 607; Bruns,
Wird die Nutzung des Sondereigentums 2010, 556 = JZ 2010, 402;
durch einen Mangel am DWW 2010, 271 Roth, LMK 2010,
Gemeinschaftseigentum beeinträchtigt, so = ZfIR 2010, 643 306351
steht dem Sondereigentümer kein = ZMR 2010,
nachbarrechtlicher Ausgleichsanspruch in 783 = MDR
entsprechender Anwendung von § 906 2010, 1252 = JZ
Abs. 2 Satz 2 BGB zu. 2010, 900
§ 906 BGB Verschuldensunabhängiger 25. Oktober 2013 MietPrax-AK § Dötsch, MietRB
nachbarrechtlicher V ZR 230/12 906 BGB Nr. 5 = 2014, 10; Dötsch,
NJW 2014, 458 NJW 2014, 461;
Ausgleichsanspruch = WuM 2013, Drasdo, NJW-
Wird die Nutzung des Sondereigentums 760 = GuT 2013, Spezial 2014, 34;
durch rechtswidrige Einwirkungen 225 = MDR Ott, ZfIR 2014, 70
beeinträchtigt, die von im 2014, 23 = NZM
Sondereigentum eines anderen 2014, 37 = GE
Wohnungseigentümers stehenden 2014, 61 = ZfIR
Räumen ausgehen, kann dem betroffenen 2014, 66 = ZWE
Wohnungseigentümer ein 2014, 83 = ZMR
nachbarrechtlicher Ausgleichsanspruch in 2014, 225
entsprechender Anwendung von § 906
Abs. 2 Satz 2 BGB zustehen; das gilt
auch im Verhältnis von Mietern solcher
Räume.
§ 906 BGB Abwehransprüche gegen 16. Januar 2015 MietPrax-AK § Dötsch, MietRB
rauchenden Nachbarn V ZR 110/14 906 BGB Nr. 6 = 2015, 197; Drasdo,
1. Die Störung eines Mieters in seinem GE 2015, 719 = NJW-Spezial 2015,
Besitz durch den Tabakrauch eines NZM 2015, 448 418; Roth, LMK
anderen Mieters, der auf dem Balkon = NJW 2015, 2015, 371622;
seiner Wohnung raucht, ist auch dann 2023 = DWW Schläger ZMR
eine verbotene Eigenmacht im Sinne des 2015, 221 = 2015, 683
§ 858 Abs. 1 BGB, wenn dem anderen ZMR 2015, 679
Mieter im Verhältnis zu seinem
Vermieter das Rauchen gestattet ist.
2. Nach dem auf den
Besitzschutzanspruch (§ 862 Abs. 1
BGB) entsprechend anzuwendenden
Maßstab des § 906 Abs. 1 Satz 1 BGB
kann der Mieter Einwirkungen durch das
Rauchen eines anderen Mieters nicht
verbieten, wenn sie einen verständigen
Nutzer in dem Gebrauch der Mietsache
nicht oder nur unwesentlich
beeinträchtigen.
3a. Der Unterlassungsanspruch nach §
862 Abs. 1 Satz 2 BGB besteht auch
gegenüber wesentlichen
Beeinträchtigungen nicht
uneingeschränkt, weil der durch den
Rauch gestörte Mieter auf das Recht des

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anderen Mieters Rücksicht nehmen muss,
seine Wohnung vertragsgemäß zu nutzen,
wozu grundsätzlich auch das Rauchen in
der eigenen Wohnung gehört.
3b. Das Gebot der gegenseitigen
Rücksichtnahme führt im Allgemeinen zu
einer Gebrauchsregelung. Für die Zeiten,
in denen beide Mieter an einer Nutzung
ihrer Balkone interessiert sind, sind dem
einen Mieter Zeiträume freizuhalten, in
denen er seinen Balkon unbeeinträchtigt
von Rauchbelästigungen nutzen kann,
während dem anderen Mieter Zeiten
einzuräumen sind, in denen er auf dem
Balkon rauchen darf.
4a. Gesundheitsschädliche Immissionen
durch Tabakrauch sind wesentliche
Beeinträchtigungen, die nicht geduldet
werden müssen. Das gilt auch im
Verhältnis von Mietern untereinander.
4b. Der Mieter, der unter Berufung auf
die Gesundheitsschädlichkeit des
Passivrauchens von einem anderen Mieter
verlangt, das Rauchen auf dem Balkon zu
unterlassen, muss das sich aus den
Nichtraucherschutzgesetzen ergebende
Indiz erschüttern, dass mit dem Rauchen
im Freien keine solchen Gefahren
einhergehen.
§ 906 BGB Abwehransprüche gegen 26. Oktober 2018 MietPrax-AK § Mettler, MietRB
musizierenden Nachbarn V ZR 143/17 906 BGB Nr. 7 = 2019, 2; Henke,
a) Da das häusliche Musizieren WuM 2018, 787 NJW 2019, 777;
einschließlich des dazugehörigen Übens = GE 2018, 1587 Eisenschmid,
zu den sozialadäquaten und üblichen = ZfIR 2018, 843 jurisPR-MietR
Formen der Freizeitbeschäftigung gehört, = MDR 2019, 23 7/2019 Anm. 3;
sind daraus herrührende = NZM 2019, 86 Schnellbacher,
Geräuscheinwirkungen jedenfalls in = NJW 2019, ZWE 2019, 170;
gewissen Grenzen zumutbar und in 773 Roth, JR 2020, 15
diesem Rahmen als unwesentliche
Beeinträchtigung des benachbarten
Grundstücks im Sinne von § 906 Abs. 1
BGB anzusehen; insoweit hat ein
Berufsmusiker, der sein Instrument (hier:
Trompete) im häuslichen Bereich spielt,
nicht mehr, aber auch nicht weniger
Rechte als ein Hobbymusiker und
umgekehrt.
b) Dass sich Geräuscheinwirkungen
durch die Nutzung von Nebenräumen wie
einem Dachgeschoss- oder Kellerraum
verhindern oder verringern lassen,
rechtfertigt es nicht, dem Nachbarn das
Musizieren in den Haupträumen seines
Hauses gänzlich zu untersagen.
c) Bei der Bestimmung der
einzuhaltenden Ruhezeiten kommt es
grundsätzlich nicht auf die individuellen
Lebensumstände des die Unterlassung
beanspruchenden Nachbarn an (hier:
Nachtdienst als Gleisbauer); vielmehr
sind beim häuslichen Musizieren die

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üblichen Ruhestunden in der Mittags- und
Nachtzeit einzuhalten.
d) Wann und wie lange musiziert werden
darf, richtet sich nach den Umständen des
Einzelfalls, insbesondere dem Ausmaß
der Geräuscheinwirkung, der Art des
Musizierens und den örtlichen
Gegebenheiten; eine Beschränkung auf
zwei bis drei Stunden an Werktagen und
ein bis zwei Stunden an Sonn- und
Feiertagen, jeweils unter Einhaltung
üblicher Ruhezeiten, kann als grober
Richtwert dienen.
§ 906 BGB Verschuldensunabhängige 11. November MietPrax-AK §
Zustandsstörerhaftung des 2020 906 BGB Nr. 8 =
V ZR 193/19 GE 2021, 307 =
Vermieters WuM 2021, 188
Der vermietende Eigentümer (hier: = DWW 2021,
Teileigentümer) haftet nicht als 70 = ZMR 2021,
Zustandsstörer, wenn der Schaden zwar 372
von einem in seinem Eigentum stehenden
Bauteil bzw. Gerät ausgeht, aber allein
auf eine fahrlässige oder vorsätzliche
Handlung des Mieters zurückzuführen ist;
nur wenn feststeht, dass die
Beschaffenheit des Bauteils bzw. Geräts
nicht ordnungsgemäß war und für den
Schadenseintritt zumindest mitursächlich
gewesen sein kann, kann der Schaden in
wertender Betrachtung (auch) dem
Eigentümer zuzurechnen sein.
§ 985 BGB Vertragsbeziehungen bei 30. April 2008 MietPrax-AK §
Nichtehelicher XII ZR 110/06 985 BGB Nr. 1 =
WuM 2008, 498
Lebensgemeinschaft = NJW 2008,
a) Steht die von den Partnern einer 2333
nichtehelichen Lebensgemeinschaft
gemeinsam genutzte Wohnung in dem
Alleineigentum eines der Partner, so
beruht die Einräumung der Mitnutzung an
den anderen Partner im Zweifel auf
tatsächlicher, nicht auf vertraglicher
Grundlage. Der Abschluss eines
Leihvertrages über den gemeinsam
genutzten Wohnraum ist zwischen den
Partnern zwar grundsätzlich möglich. Zu
seiner Annahme bedarf es jedoch
besonderer tatsächlicher Anhaltspunkte,
die erkennbar werden lassen, dass die
Partner gerade die unentgeltliche
Gebrauchsüberlassung aus ihrem
wechselseitigen tatsächlichen
Leistungsgefüge ausnehmen und rechtlich
bindend regeln wollen.
b) Wird für den Partner einer
nichtehelichen Lebensgemeinschaft ein
Dritter zum Betreuer mit den
Aufgabenkreisen Vermögenssorge und
Wohnungsangelegenheiten bestellt und
für diese Bereiche ein
Einwilligungsvorbehalt angeordnet, so
kann der Betreuer, wenn der Betreute in

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ein Pflegeheim umzieht, von dem anderen
Partner gemäß § 985 BGB die
Herausgabe der im Alleineigentum des
Betreuten stehenden und bis dahin
gemeinsam genutzten Wohnung
verlangen. Dies gilt dann nicht, wenn die
Partner generell oder für diesen Fall eine
anderweitige und auch den Betreuer
bindende rechtliche Regelung (etwa
durch Einräumung eines Wohnrechts)
getroffen haben.
c) Vom Zeitpunkt des Umzugs des
Betreuten und dem Herausgabeverlangen
seines Betreuers an ist der in dem Haus
verbliebene Partner gemäß § 987 BGB
zur Zahlung einer
Nutzungsentschädigung verpflichtet.
§ 985 BGB Eigentum an Einbauküche 20. November MietPrax-AK § Bittner, MietRB
Zur Zubehöreigenschaft einer 2008 985 BGB Nr. 2 = 2009, 94; Geisler,
Einbauküche, die der Mieter in seine IX ZR 180/07 GE 2009, 193 = jurisPR-
Wohnung einbringt. WuM 2009, 129 BGHZivilR 7/2009
= NZM 2009, Anm. 1
121 = NJW
2009, 1078 =
ZMR 2009, 271
= MDR 2009,
374
§ 985 BGB Keine Erfüllungswirkung bei 14. März 2014 MietPrax-AK § Geisler, jurisPR-
Räumung aus vorläufig V ZR 115/13 985 BGB Nr. 3 = BGHZivilR
DWW 2014, 227 13/2014 Anm. 4;
vollstreckbarem Urteil = NJW 2014, Lehmann-Richter,
Der Besitzverlust, den der Besitzer einer 2199 = MDR MietRB 2014, 234
Sache infolge einer (drohenden) 2014, 921 =
Zwangsvollstreckung eines auf die ZMR 2014, 707
Herausgabe der Sache gerichteten
vorläufig vollstreckbaren Titels erleidet,
lässt den Herausgabeanspruch nach § 985
BGB nicht entfallen und hat daher nicht
die Erledigung der Hauptsache zur Folge.
§ 985 BGB Herausgabeanspruch nach 4. Juni 2014 MietPrax-AK §
Pfandfreigabe; VIII ZR 4/13 985 BGB Nr. 4 =
GE 2014, 1002 =
Auskunftsanspruch WuM 2014, 558
a) Einer Herausgabeklage kann = ZMR 2014,
ausnahmsweise das 709
Rechtsschutzbedürfnis fehlen, wenn der
Anspruchsteller die Gerichte als Teil der
Staatsgewalt "unnütz bemüht"; denn das
Erfordernis des Rechtsschutzbedürfnisses
soll verhindern, dass Klagebegehren in
das Stadium der Begründetheitsprüfung
gelangen, die ersichtlich des
Rechtsschutzes nicht bedürfen.
b) Dies gilt z.B. dann, wenn der
Vermieter nach Ausübung des
Vermieterpfandrechts die Sachen freigibt
und der Mieter sie jahrelang nicht abholt.
Das gilt auch dann, wenn die Parteien
über die Frage streiten, wer die Kosten
des Transports zu tragen hat.
c) Eine Auskunftserteilung ist als
Wissenserklärung höchstpersönlicher

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Natur und vom Verpflichteten persönlich
abzugeben. Er darf sich dazu aber
Hilfspersopnen bedienen.(nicht
amtlicher Leitsatz)
§ 987 BGB Eigentümer-Besitzer-Verhältnis 3. Juni 2005 MietPrax-AK §
bei beendetem Mietverhältnis V ZR 106/04 987 BGB Nr. 1 =
Ermöglicht der Besitz einer Sache deren NZM 2005, 830
Nutzung, so ist eine auf Zahlung des = DB 2005, 2241
objektiven Ertragswerts der Sache = MDR 2005,
gerichtete Klage des Eigentümers für die 1282 = NJW-RR
Zeit ab Bösgläubigkeit des Besitzers oder 2005, 1542
Rechtshängigkeit der Herausgabeklage
unabhängig davon schlüssig, wie der
Besitzer die Sache genutzt hat. Es obliegt
dem Besitzer einzuwenden, daß er ohne
sein Verschulden ganz oder teilweise
keine Nutzungen gezogen hat und deshalb
einen geringeren Betrag schuldet.
§ 987 BGB Ansprüche aus Eigentümer- 15. Mai 2013 MietPrax-AK § Kurek, MietRB
Besitzer-Verhältnis im Falle XII ZR 115/11 987 BGB Nr. 2 = 2013, 207
GuT 2013, 107 =
einer Zwangsverwaltung NJW 2013, 1881
Durch die Beschlagnahme im Rahmen = MDR 2013,
der Zwangsverwaltung endet die vom 511 = MDR
Grundstückseigentümer an eine 2013, 838 = GE
Gesellschaft bürgerlichen Rechts als 2013, 1066 =
Gesellschafterbeitrag gewährte ZfIR 2013, 474
Nutzungsüberlassung.
§ 987 BGB Nutzungsherausgabeansprüche 14. März 2014 MietPrax-AK § Lehmann-Richter,
gegen Untermieter V ZR 218/13 987 BGB Nr. 3 = MietRB 2014, 195;
a) Der Eigentümer kann, von einem - WuM 2014, 347 Laukemann, LMK
bösgläubigen bzw. auf Herausgabe = MDR 2014, 2014, 361201
verklagten - Untermieter, der lediglich 644 = GE 2014,
einen Teil des dem Hauptmieter 739 = NZM
überlassenen Hauses in Besitz hat(te), nur 2014, 582 =
die auf diesen Teil entfallenden ZMR 2014, 780
Nutzungen herausverlangen.
b) Nimmt der Eigentümer sowohl den
mittelbaren als auch den unmittelbaren
Besitzer auf Herausgabe von Nutzungen
in Anspruch, finden die Vorschriften über
die Gesamtschuld entsprechende
Anwendung (Fortführung von Senat,
Urteil vom 6. November 1968 V ZR
85/65, WM 1968, 1370).
§ 987 BGB Ansprüche aus Eigentümer- 11. Dezember MietPrax-AK § Lehmann-Richter,
Besitzer-Verhältnis im Falle 2020 987 BGB Nr. 4 = MietRB 2021, 67;
V ZR 26/20 GE 2021, 118 = Drasdo, NJW-
einer Räumungsfrist für MDR 2021, 156 Spezial 2021, 162;
Untermieter = NZM 2021, Bieber, jurisPR-
Wird dem Untermieter, der nach 135 = WuM MietR 9/2021
Beendigung des Hauptmietverhältnisses 2021, 113 = Anm. 3
über eine Wohnung und Räumung durch NJW 2021, 1088
den Hauptmieter die untergemieteten = ZMR 2021,
Wohnräume an den Eigentümer nicht 299
herausgibt, eine gerichtliche
Räumungsfrist gewährt, kann der
Eigentümer von ihm nach den
Vorschriften des Eigentümer-Besitzer-
Verhältnisses Schadensersatz jedenfalls in
Höhe der von dem Hauptmieter bei

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Nichträumung geschuldeten
Nutzungsentschädigung für die ganze
Wohnung verlangen.
§ 994 BGB Erstattungspflicht für 19. September MietPrax-AK § Dötsch, MietRB
notwendige Verwendungen 2014 994 BGB Nr. 1 = 2014, 349; Temme,
a) Hat der Untermieter mit dem V ZR 269/13 NZM 2014, 906 LMK 2015,
Untervermieter eine Vereinbarung über = MDR 2014, 368285; Klocke,
Verwendungsersatzansprüche getroffen, 1436 = NJW JR 2015, 463
scheiden Ansprüche nach § 994 Abs. 1, § 2015, 229 = GE
996 BGB gegen den Eigentümer aus 2015, 53 = ZMR
(Bestätigung des Senatsurteils vom 13. 2015, 203 = JR
Oktober 1978 - V ZR 147/77, NJW 1979, 2015, 469
716).
b) Aus dem Nichtvorliegen einer Leistung
folgt nicht zwangsläufig, dass stets auf
den Bereicherungen in sonstiger Weise
erfassenden Tatbestand des § 812 Abs. 1
Satz 1 Var. 2 BGB zurückgegriffen
werden dürfte; auch sog.
Nichtleistungsfälle bedürfen im
Mehrpersonenverhältnis einer Zuordnung
nach wertenden Kriterien.
§ 1004 Mieter als Zustandsstörer 1. Dezember MietPrax-AK § Drasdo NJW-
BGB Beeinträchtigt der Zustand einer 2006 1004 BGB Nr. 1 Spezial 2007, 148
Wohnung das Eigentum eines Dritten und V ZR 112/06 = ZMR 2007,
geht dies auf rechtswidriges Handeln des 188 = NJW
Wohnungseigentümers zurück, kann der 2007, 432 =
Dritte den Mieter der Wohnung auf NZM 2007, 130
Duldung der Störungsbeseitigung in = WuM 2007, 77
Anspruch nehmen. = GE 2007, 229
= BGHReport
2007, 241 =
DWW 2007, 119
= MDR 2007,
578
§ 1004 Herausgabeanspruch bei 30. März 2007 MietPrax-AK § Katzenstein, NZM
BGB Eigentumsaufgabe V ZR 179/06 1004 BGB Nr. 2 2008, 594
Der Eigentümer kann sich der Haftung als = NZM 2007,
Zustandsstörer (§ 1004 Abs. 1 BGB) 537 = NJW
nicht durch Verzicht auf sein Eigentum 2007, 2182 =
entziehen. MDR 2007,
1008 = GuT
2007, 150
§ 1004 Unterlassungsanspruch der 25. Oktober 2019 MietPrax-AK § Dötsch, jurisPR-
BGB Wohnungseigentümergemeinsch V ZR 271/18 1004 BGB Nr. 3 MietR 3/2020
= NJW 2020, Anm. 5; Drasdo,
aft gegen den Mieter 921 = NZM NJW-Spezial 2020,
1. Die Wohnungseigentümer haben gegen 2020, 107 = GE 98; Lehmann-
den Mieter einer Sondereigentumseinheit, 2020, 61 = MDR Richter/Wobst,
der bei der Nutzung des 2020, 82 = ZMR ZWE 2020, 123;
Gemeinschaftseigentums gegen eine von 2020, 202 Schultzky, MietRB
den Eigentümern vereinbarte oder 2020, 59
beschlossene Gebrauchsregelung
verstößt, einen Unterlassungsanspruch
aus § 1004 Abs. 1 BGB.
2. Die Wohnungseigentümer haben gegen
den Mieter einer Wohnungs- oder
Teileigentumseinheit im Falle einer
Nutzung, die der in der Teilungserklärung
für diese Einheit getroffenen
Zweckbestimmung widerspricht, einen

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Unterlassungsanspruch aus § 1004 Abs. 1
BGB.
3. Die Nutzung einer
Teileigentumseinheit als Eisverkaufsstelle
(Eisdiele) mit Bestuhlung verstößt gegen
eine in der Teilungserklärung enthaltene
Zweckbestimmung, nach der die Einheit
nur als „Laden“ genutzt werden darf; bei
typisierender Betrachtung stört diese
Nutzung jedenfalls dann mehr als eine
Nutzung als Ladengeschäft, wenn
Außenflächen in Anspruch genommen
werden, sei es durch eine
Außenbestuhlung oder durch den Verkauf
nach außen.
§ 1006 Eigentumsvermutung und 3. März 2017 MietPrax-AK § Lammel, jurisPR-
BGB Vermieterpfandrecht V ZR 268/15 1006 BGB Nr. 1 MietR 11/2017
Dem Vermieter kommt zur Verteidigung = WuM 2017, Anm. 4; Burbulla,
seines Vermieterpfandrechts gegenüber 330 = GE 2017, MietRB 2017, 188;
Dritten die für seinen Mieter nach § 1006 710 = DWW Drasdo, NJW-
BGB streitende Eigentumsvermutung 2017, 227 = Spezial 2017, 418;
zugute. MDR 2017, 811 Schwab, JuS 2017,
= NZM 2017, 1026; Krüger, ZfIR
479 = NJW-RR 2017, 540
2017 1097 =
ZfIR 2017, 537
§ 1041 Erhaltungsverpflichtung 13. Juli 2005 MietPrax-AK § Drasdo, NJW-
BGB gegenüber Nießbraucher VIII ZR 311/04 1041 BGB Nr. 1 Spezial 2005, 533;
Zur Instandhaltungspflicht des = WuM 2005, Dören, MietRB
Vermieters, dem der Nießbrauch an der 587 = ZMR 2006, 30
Mietsache zusteht, gegenüber dem 2005, 783 = GE
Eigentümer, der die Sache gemietet hat. 2005, 1182 =
NZM 2005, 780
= NJW-RR
2005, 1321 =
MDR 2006, 15
§ 1056 Sonderkündigungsrecht nach 20. Oktober 2010 MietPrax-AK § Schweitzer, ZfIR
BGB Tod des Nießbrauchberechtigten XII ZR 25/09 1056 BGB Nr. 1 2011, 106
1. Die Eigentümer eines mit einem = GuT 2010, 360
Nießbrauch belasteten Grundstücks sind = GE 2011, 53 =
nach dem Tode des Nießbrauchers auch NZM 2011, 73 =
dann gemäß § 1056 Abs. 2 Satz 1 BGB ZMR 2011, 202
zur vorzeitigen Kündigung eines von dem = MDR 2010,
Nießbraucher abgeschlossenen 1442 = ZfIR
Mietvertrages berechtigt, wenn sie neben 2011, 103
weiteren Personen Miterben des
Nießbrauchers sind.
2. Bruchteilseigentümer können ein
Mietverhältnis über das
gemeinschaftliche Grundstück wirksam
mit Stimmenmehrheit kündigen, wenn
sich die Kündigung als Maßnahme einer
ordnungsgemäßen Verwaltung gemäß §
745 Abs. 1 Satz 1 BGB darstellt (im
Anschluss an Senatsurteil BGHZ 183,
131 = FamRZ 2010, 119 ff.).
§ 1056 Ausschluss des 12. Oktober 2011 MietPrax-AK §
BGB Sonderkündigungsrechts nach VIII ZR 50/11 1056 BGB Nr. 2
= GE 2011, 1614
Tod des Nießbrauchberechtigten = WuM 2011,

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Dem Eigentümer ist nach Treu und 690 = NZM
Glauben eine Kündigung nach § 1056 2012, 558
Abs. 2 BGB verwehrt, wenn er
unabhängig von § 1056 Abs. 1 BGB
persönlich an den Mietvertrag gebunden
ist, beispielsweise, wenn er ihn vor der
Bewilligung des Nießbrauchs noch als
Eigentümer selbst abgeschlossen hatte,
wenn er dem Mietvertrag beigetreten oder
wenn er Alleinerbe des Vermieters
geworden ist.(nicht amtlicher
Leitsatz)
§ 1123 Absonderungsrecht des 9. November MietPrax-AK § Specht, MietRB
BGB Grundpfandgläubigers an 2006 1123 BGB Nr. 1 2007, 67
IX ZR 133/05 = Gut 2007, 29 =
Mietforderung ZInsO 2006,
a) Der Grundschuldgläubiger erwirbt mit 1321 =WM
dem Grundpfandrecht ein 2007, 129 = NZI
Absonderungsrecht auch an den 2007, 98
mithaftenden Miet- und =BGHReport
Pachtzinsforderungen. 2007, 227 =
b) Verrechnet der Grundschuldgläubiger, ZNotP 2007, 116
dem der Schuldner die = NJW-RR
Mietzinsforderungen abgetreten hat, bis 2007, 626
zur Insolvenzeröffnung eingehende
Mietzahlungen mit einer Forderung gegen
den Schuldner, so werden die Gläubiger
hierdurch nicht benachteiligt, wenn der
Grundschuldgläubiger das
Absonderungsrecht zuvor unanfechtbar
erworben hat.
§ 1123 Absonderungsrecht des 13. Juli 2006 MietPrax-AK § Schuschke,
BGB Grundpfandgläubigers an IX ZB 301/04 1123 BGB Nr. 2 BGHReport 2006,
= ZInsO 2006, 1320; Dören,
Mietforderung 873 = NZM MietRB 2006, 326;
Nach Eröffnung des Insolvenzverfahrens 2006, 714 = Drasdo, NJW-
über das Vermögen des Schuldners ist die ZMR 2006, 851 Spezial 2007, 4
Pfändung mithaftender Mieten oder = NJW 2006,
Pachten durch absonderungsberechtigte 3356 = GuT
Grundpfandgläubiger nicht mehr zulässig. 2006, 261 =
MDR 2007, 300
= ZfIR 2007, 206
= GE 2007, 363
= BGHZ 168,
339
§ 1124 Vorrang des 9. Juni 2005 MietPrax-AK §
BGB Pfändungsgläubigers gegenüber IX ZR 160/04 1124 BGB Nr. 1
= MDR 2005,
Abtretung 1280 = NZM
a) Ist ein Mietzinsanspruch bereits vor 2005, 915
Begründung des Grundpfandrechts, aus
dem ein Gläubiger die Beschlagnahme
erwirkt hat, abgetreten worden, fällt er
gleichwohl in den Haftungsverband.
b) Die Abtretung des Anspruchs auf den
Mietzins für eine unbewegliche Sache an
einen bevorrechtigten
Grundpfandrechtsgläubiger wird selbst im
Falle der Beschlagnahme durch einen
nachrangigen Grundpfandrechtsgläubiger
diesem gegenüber unwirksam.

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§ 1124 Einmalzahlung als Miete; 25. April 2007 MietPrax-AK §
BGB Wirksamkeit bei VIII ZR 234/06 1124 BGB Nr. 2
= NZM 2007,
Zwangsverwaltung 562 = WuM
a) Eine gemäß dem Mietvertrag geleistete 2007, 467 =
Mietvorauszahlung in einem ZMR 2007, 677
Einmalbetrag, die nicht auf der Grundlage = NJW 2007,
periodischer Zeitabschnitte (etwa Monate 2919
oder Jahre) bemessen ist, ist dem
Grundpfandgläubiger gegenüber gemäß §
1124 BGB wirksam, wenn sie vor der
Beschlagnahme erfolgt (Fortführung von
BGHZ 137, 106). Unerheblich ist, ob die
Einmalzahlung vor oder nach der
Bestellung des Grundpfandrechts
vereinbart und gezahlt wird.
b) Hegt das Berufungsgericht aufgrund
konkreter Anhaltspunkte Zweifel an der
Glaubwürdigkeit eines in erster Instanz
vernommenen Zeugen, den das Gericht
des ersten Rechtszuges für glaubwürdig
gehalten hat, so ist es an die auf die
Aussage des Zeugen gestützte
Tatsachenfeststellung der ersten Instanz
nicht deshalb gebunden, weil eine
abweichende Beurteilung der
Glaubwürdigkeit eine eigene, wiederholte
Vernehmung des Zeugen durch das
Berufungsgericht voraussetzt, wenn diese
daran scheitert, dass der Zeuge in zweiter
Instanz von einem
Zeugnisverweigerungsrecht Gebrauch
macht.
§ 1124 Mietforderung durch Inhaber 13. März 2008 MietPrax-AK § Zimmer, NJW
BGB einer Zwangshypothek IX ZR 119/06 1124 BGB Nr. 3 2008, 1601;
a) Die Pfändung von Mietforderungen im = NJW 2008, Schneider, ZMR
Wege der Zwangsvollstreckung aus 1599 = GuT 2008, 595
einem persönlichen Titel führt auch dann 2008, 153 =
nicht zur (relativen) Unwirksamkeit NZM 2008, 419
zeitlich vorangehender Verfügungen über = ZMR 2008,
diese Forderungen, wenn der 610
Vollstreckungsgläubiger zuvor die
Eintragung einer Zwangshypothek
bewirkt hatte.
b) Der Inhaber einer Zwangshypothek,
der sich durch Pfändung von Mieten aus
dem Grundstück befriedigen will,
benötigt einen dinglichen Titel.
§ 1124 Anspruch auf Erstattung 8. Dezember MietPrax-AK § Höndler, MietRB
BGB zukünftigen Mietausfalls wird 2010 1124 BGB Nr. 4 2011, 76; Drasdo,
XII ZR 86/09 = GE 2011, 335 NJW-Spezial 2011,
nicht von Beschlagnahme erfasst = NZM 2011, 163
1. Verpflichtet sich der Mieter in einem 201 = MDR
Mietaufhebungsvertrag zu 2011, 193 = GuT
Ausgleichszahlungen, falls der Vermieter 2010, 447 = ZfIR
bei einer Weitervermietung des 2011, 208 =
Mietobjekts nur eine geringere als die NJW-RR 2011,
vom Mieter geschuldete Miete erzielen 371 = DWW
kann, wird dieser Anspruch bei einer 2011, 148 =
späteren Zwangsverwaltung des ZMR 2011, 368
Grundstücks nicht von der
Beschlagnahme erfasst.

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2. Tritt der Vermieter diese Forderung vor
der Anordnung der Zwangsverwaltung
über das Mietgrundstück an einen
anderen ab, stellt dies keine
Vorausverfügung über eine
Mietforderung i. S. von § 1124 Abs. 2
BGB dar.
§ 1124 Unwirksamkeit der 13. Oktober 2011 MietPrax-AK §
BGB Vorausabtretung von IX ZR 188/10 1124 BGB Nr. 5
= MDR 2012,
Mietforderung nach Rücknahme 120 = ZfIR 2012,
des Antrags auf 68 = ZInsO
Zwangsverwaltung 2012, 43 = NJW-
a) Wird die Zwangsverwaltung nach RR 2012, 263 =
Antragsrücknahme aufgehoben, ist der NZI 2012, 54 =
Zwangsverwalter verpflichtet, das NZM 2012, 503
Grundstück einschließlich der von ihm
nicht mehr benötigten Nutzungen an den
Schuldner herauszugeben.
b) Der Gläubiger, der seinen Antrag auf
Zwangsverwaltung zurückgenommen hat,
hat auch dann keinen Anspruch auf
Auskehr der Überschüsse, wenn ihm die
Mietansprüche vor Anordnung der
Zwangsverwaltung abgetreten waren.
§ 1124 Einmalzahlung als Miete; 11. Oktober 2011 MietPrax-AK § Kinne, GE 2012,
BGB Wirksamkeit bei VIII ZR 103/11 1124 BGB Nr. 6 240; Dötsch,
= WuM 2012, MietRB 2012, 140
Zwangsverwaltung 112 = GE 2012,
a) Im Rahmen einer Zwangsverwaltung 263 = GuT 2012,
richtet sich die Wirksamkeit von 48
Vorausverfügungen des
Vollstreckungsschuldners allein nach den
Vorschriften der §§ 1124, 1125 BGB,
wenn ein Grundpfandgläubiger die
Zwangsvollstreckung betreibt.
b) Die Unanwendbarkeit des § 1124 Abs.
2 BGB zum Zwecke der
Missbrauchsverhinderung ist auf Fälle
beschränkt, in denen die nicht nach
periodischen Zeitabschnitten berechnete
Vorauszahlung einer Gesamtmiete bereits
im ursprünglichen Mietvertrag vereinbart
wurde.(nicht amtlicher Leitsatz)
§ 1124 Baukostenzuschüsse als 15. Februar 2012 MietPrax-AK § Dötsch, MietRB
BGB Vorausverfügungen VIII ZR 166/10 1124 BGB Nr. 7 2012, 98; Dötsch,
Zur Berücksichtigungsfähigkeit von = GE 2012, 477 NZM 2012, 296;
Mieterleistungen als abwohnbarer = WuM 2012, Drasdo, NJW-
Baukostenzuschuss. 210 = GuT 2012, Spezial 2012, 257
49 = NZM 2012,
301 = ZMR
2012, 432
§ 1124 Umrechnung von 30. April 2014 MietPrax-AK § Hogenschurz,
BGB Einmalzahlungen als periodische VIII ZR 103/13 1124 BGB Nr. 8 jurisPR-MietR
= GE 2014, 929 14/2014 Anm. 5;
Mietzahlung = MDR 2014, Blank, LMK 2014,
Eine in einem Mietvertrag mit fester 889 = ZfIR 2014, 361190; Drasdo,
Laufzeit als Einmalzahlung vereinbarte 659 = NJW NJW-Spezial 2014,
und vor der Beschlagnahme vollständig 2014, 2720 = 547
gezahlte Miete ist den WuM 2014, 562
Hypothekengläubigern gegenüber gemäß = ZMR 2014,
§ 1124 Abs. 2 BGB insoweit unwirksam,

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als sie sich auf die (fiktive) anteilige 710 = NZM
Miete für eine spätere Zeit als den zur 2014, 636
Zeit der Beschlagnahme laufenden
Kalendermonat (beziehungsweise bei
Beschlagnahme nach dem fünfzehnten
Tage des Monats für eine spätere Zeit als
den ersten Monat nach der
Beschlagnahme) bezieht.
§ 2040 Kündigung durch 11. November MietPrax-AK § Muscheler, LMK
BGB Erbengemeinschaft 2009 2040 BGB Nr. 1 12/2009 Anm. 7;
Die Erben können ein Mietverhältnis über XII ZR 210/05 = GE 2010, 57 = Dötsch, MietRB
eine zum Nachlass gehörende Sache GuT 2010, 32 = 2010, 82; Drasdo,
wirksam mit Stimmenmehrheit kündigen, NZM 2010, 161 NJW-Spezial 2010,
wenn sich die Kündigung als Maßnahme = NJW 2010, 129
ordnungsgemäßer Nachlassverwaltung 765 = DWW
darstellt. 2010, 52 = JR
2010, 532 =
MDR 2010, 138
§ 2040 Einziehung einer Forderung 19. September MietPrax-AK §
BGB durch Erbengemeinschaft 2012 2040 BGB Nr. 2
Die Erbengemeinschaft kann mit XII ZR 151/10 = GE 2012, 1700
Stimmenmehrheit einen der Teilhaber zur = NJW 2013,
Einziehung einer Nachlassforderung 166 = GuT 2012,
ermächtigen, sofern dies einer 480 = NZM
ordnungsgemäßen Verwaltung entspricht 2013, 362
(im Anschluss an Senatsurteile BGHZ
183, 131 = FamRZ 2010, 119 und vom
20. Oktober 2010 - XII ZR 25/09 - NJW
2011, 61).
Art. 229 § 3 Geltung der Übergangsregelung; 19. September MietPrax-AK
Abs. 3 Abschluss Mietvertrag 2006 Art. 229 § 3 Abs.
EGBGB VIII ZR 336/04 3 EGBGB Nr. 1
entscheidend = WuM 2006,
§§ 564 Abs. 1, 564 c BGB in der bis zum 620 = GE 2006,
31. August 2001 geltenden Fassung sind 1472 = NZM
auf alle Zeitmietverträge weiterhin 2006, 927 =
anzuwenden, die vor dem 1. September ZMR 2007, 20 =
2001 geschlossen worden sind, auch NJW-RR
wenn die vereinbarte Mietzeit erst danach 2007,10 = MDR
begonnen hat. 2007, 330
Art. 229 § 6 Verjährungsablauf am 6. Dezember MietPrax-AK
EGBGB Wochenende; Überleitungsfälle 2007 Art. 229 § 6
a) Auf nach dem 1. Januar 2002 III ZR 146/07 EGBGB Nr. 1 =
entstandene Ansprüche aus einem WuM 2008, 80 =
Schuldverhältnis, das vor diesem Stichtag ZMR 2008, 276
unter der Geltung des alten GE 2008, 328 =
Verjährungsrechts begründet wurde, MDR 2008, 375
finden die neuen Verjährungsvorschriften = NJW-RR
nach Art. 229 § 6 EGBGB zumindest 2008, 459
analog Anwendung.
b) § 193 BGB ist entsprechend auf
Verjährungsfristen anwendbar.
Art. 240 § 2 Glaubhaftmachung des 16. November MietPrax-AK Börstinghaus,
EGBGB pandemiebedingten 2021 Art. 240 § 2 jurisPR-MietR
VIII ZB 21/21 EGBGB Nr. 1 = 3/2022 Anm. 1
Zahlungsausfalls NZM 2022, 98 =
Konnte der Mieter wegen einer GE 2022, 150 =
Offenkundigkeit der zur Begründung für NJW-RR 2022,
die unterbliebene Zahlung vorgetragenen 449
tatsächlichen Umstände seiner
Einkommenssituation eine

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Glaubhaftmachung für nicht erforderlich
halten, dürfen die Gerichte die
Anforderungen an die Glaubhaftmachung
eines Zusammenhangs mit der COVID-
19-Pandemie nicht zu hoch
ansetzen.(nicht amtlicher Leitsatz)
§ 2 Nr 4 Umfang des Entgelts der 16. Juli 2003 MietPrax-AK § 2 Schwartmann,
BetrkV Wärmelieferung; VIII ZR 286/02 Nr 4 BetrkV Nr. MietRB 2003, 63;
1 = WuM 2003, Glause, WuM
Übergangsregelung nach § 14 50 = GE 2003, 2004, 323; Beyer,
MHG im Beitrittsgebiet 11525 = NJW GE 2006, 826
Nach § 14 Abs. 1 Satz 1 MHG durften in 2003, 2900 =
den neuen Ländern bei Mietverträgen, die NZM 2003, 757
vor dem 11. Juni 1995 abgeschlossen = ZMR 2003,
worden waren, bis zum 31. Dezember 824
1997 unter den dort genannten weiteren
Voraussetzungen Betriebskosten im Sinne
des § 27 der Zweiten
Berechnungsverordnung durch
schriftliche Erklärung auf die Mieter
umgelegt werden. In diesen Fällen ist § 4
Abs. 2 Satz 2 MHG, wonach die
Erklärung nur wirksam ist, wenn in der
Erklärung der Grund für die Umlage
bezeichnet und erläutert wird, nicht
heranzuziehen. 3. Zum Entgelt für die
Wärmelieferung bei der eigenständigen
gewerblichen Lieferung von Wärme im
Sinne von Nr. 4c der Anlage 3 zu § 27
Abs. 1 der Zweiten
Berechnungsverordnung in der Fassung
der Bekanntmachung vom 12. Oktober
1990 zählen die kompletten vom
Versorgungsunternehmen berechneten
Kosten, einschließlich der darin
enthaltenen Investitions- und
Verwaltungskosten und auch der
Unternehmergewinn des Lieferanten.
§ 2 Nr 4 Umstellung auf 6. April 2005 MietPrax-AK § 2 Schach, GE 2005,
BetrkV Wärmecontracting im laufenden VIII ZR 54/04 Nr 4 BetrkV Nr. 642; Derleder,
2 = DWW 2005, WuM 2005, 389;
Mietverhältnis 195 = WuM Pfeifer, DWW
Will der Vermieter von Wohnraum 2005, 387 = GE 2005, 229; Hack,
während eines laufenden 2005, 664 = NJW 2005, 2039;
Mietverhältnisses den Betrieb einer NZM 2005, 450 Schmid, ZMR
vorhandenen Heizungsanlage auf einen = ZMR 2005, 2005, 590: Drasdo,
Dritten übertragen ("Wärmecontracting"), 606 = MDR NJW-Spezial 2005,
bedarf es einer Zustimmung des Mieters, 2005, 1101 342; Schmid, WuM
wenn eine ausdrückliche Regelung 2005, 553; Pfeifer,
hierfür im Mietvertrag fehlt und dem MietRB 2005, 227;
Mieter dadurch zusätzliche Kosten Beyer, GE 2006,
auferlegt werden sollen. 826
§ 2 Nr 4 Umstellung auf 1. Juni 2005 MietPrax-AK § 2 Beyer, GE 2006,
BetrkV Wärmecontracting im laufenden VIII ZR 84/04 Nr 4 BetrkV Nr. 826
3 = WuM 2005,
Mietverhältnis 456 = GE 2005,
Der Mieter muss die vereinbarte 916
Mieterhöhung für eine
Heizungsmodernisierung auch dann
zahlen, wenn der Vermieter die Heizung
später an einen Contrator vermietet.

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Hat der Mieter aber der Umstellung auf
Wärmecontracting nicht zugestimmt,
muss er mangels anderweitiger
Vereinbarung später den in Rechnung
gestellten Wärmepreis in der
Heizkostenabrechnung nicht
zahlen.(nicht amtlicher Leitsatz)
§ 2 Nr 4 Umstellung auf 15. März 2006 MietPrax-AK § 2 Beyer, GE 2006,
BetrkV Wärmecontracting im laufenden VIII ZR 153/05 Nr 4 BetrkV Nr. 826; Schach, GE
4 = WuM 2006, 2006, 832; Quint,
Mietverhältnis 256 = GE 2006, GE 2006, 833;
Will der Vermieter von Wohnraum 838 Lammel, WuM
während eines laufenden 2006, 558
Mietverhältnisses den Betrieb einer
vorhandenen Heizungsanlage auf einen
Dritten übertragen ("Wärmecontracting"),
bedarf es hierfür einer Zustimmung des
Mieters, wenn eine ausdrückliche
Regelung darüber im Mietvertrag fehlt
und dem Mieter dadurch zusätzliche
Kosten auferlegt werden sollen(nicht
amtlicher Leitsatz)
§ 2 Nr 4 Umstellung auf 22. Februar 2006 MietPrax-AK § 2 Pfeifer, DWW
BetrkV Wärmecontracting im laufenden VIII ZR 362/04 Nr 4 BetrkV Nr. 2006, 237; Beyer,
5 = WuM 2006, GE 2006, 826;
Mietverhältnis 322 = DWW Schach, GE 2006,
Eine Vereinbarung im Mietvertrag, 2006, 234 = GE 832; Quint, GE
wonach der Mieter die Betriebskosten im 2006, 839 = 2006, 833
Sinne der Anlage 3 zu § 27 Abs. 1 der NJW 2006, 2185
Zweiten BerechnungsVO zu tragen hat, = NZM 2006,
erlaubt dem Vermieter, der während des 534 = ZMR
laufenden Mietverhältnisses den Betrieb 2006, 595 =
einer im Haus vorhandenen MDR 2006,
Heizungsanlage auf einen Dritten 1219
überträgt (Wärmecontracting), dann nicht
die Umlegung der
Wärmelieferungskosten auf den Mieter,
wenn die zum Zeitpunkt des
Vertragsschlusses geltende Fassung der
Zweiten BerechnungsVO (hier: Fassung
vom 5. April 1984) eine Umlegung der
Kosten der Wärmelieferung im
Nahbereich nicht vorsah (Anschluss an
Senat, Urteil vom 6. April 2005 - VIII ZR
54/04, NJW 2005, 1776).
§ 2 Nr 4 Umfang des Entgelts der 20. September MietPrax-AK § 2 Walburg, MietRB
BetrkV Wärmelieferung; 2006 Nr 4 BetrkV Nr. 2007, 30
VIII ZR 279/05 6 = GE 2006,
Übergangsregelung nach § 14 1474 = WuM
MHG im Beitrittsgebiet 2006, 686 =
Die Umlage von Betriebskosten durch NZM 2007, 38 =
schriftliche Erklärung des Vermieters ZMR 2007, 21 =
gemäß § 14 Abs. 1 MHG setzt voraus, MDR 2007, 394
dass aus dem Schriftstück für den Mieter
klar erkennbar ist, welche Art von
Betriebskosten der Vermieter im
Einzelnen umlegen will.
§ 2 Nr 4 Wärmecontracting bei 13. Juni 2007 MietPrax-AK § 2 Drasdo, NJW-
BetrkV Abschluss des Mietvertrages; VIII ZR 78/06 Nr 4 BetrkV Nr. Spezial 2007, 342;
7 = WuM 2007, Specht, MietRB
Darlegungslast bei Verstoß 393 = NZM 2007, 221; Streyl,
2007, 563 = GE NZM 2008, 23

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gegen Gebot der 2007, 1051 =
Wirtschaftlichkeit ZMR 2007, 685
Wird die Wohnung bei Abschluss des
Mietvertrages bereits von einem Dritten
mit Wärme versorgt ist eine
entsprechende Vereinbarung im
Mietvertrag wirksam.
Der Mieter ist darlegungspflichtig dafür,
dass der abgeschlossene
Wämelieferungsvertrag gegen das Gebot
der Wirtschaftlichkeit verstößt.(nicht
amtlicher Leitsatz)
§ 2 Nr 4 Wärmecontracting bei 20. Juni 2007 MietPrax-AK § 2 Monschau, MietRB
BetrkV Abschluss des Mietvertrages; VIII ZR 244/06 Nr 4 BetrkV Nr. 2007, 310
8 = WuM 2007,
Inhalt der Umlagevereinbarung 445 = GE 2007,
Wird die Wohnung bei Abschluss des 1118 = ZMR
Mietvertrages bereits von einem Dritten 2007, 768
mit Wärme versorgt setzt die
Umlagefähigkeit der Kosten eine
eindeutige vertragliche Vereinbarung
voraus(nicht amtlicher Leitsatz)
§ 2 Nr 4 Umstellung auf Fernwärme; 27. Juni 2007 MietPrax-AK § 2 Derckx, NJW
BetrkV Kosten des VIII ZR 202/06 Nr 4 BetrkV Nr. 2007, 3061;
9 = NJW 2007, Lützenkirchen,
Breitbandkabelanschlusses 3060 = WuM MietRB 2007,
a) Eine Vereinbarung in einem 2007, 571 = GE 281/282; Drasdo,
Wohnraummietvertrag, wonach der 2007, 1310 = NJW-Spezial 2007,
Mieter die Betriebskosten der Heizung NZM 2007, 769 531; Beyer, NZM
"erläutert durch Anlage 3 zu § 27 II. = DWW 2007, 2008, 12
BVO" zu tragen hat, erlaubt dem 368 = ZMR
Vermieter, der während des laufenden 2007, 851 =
Mietverhältnisses den Betrieb einer im MDR 2007,
Haus vorhandenen Heizungsanlage 1416
einstellt und statt dessen Fernwärme
bezieht, die Umlegung der
Wärmelieferungskosten auf den Mieter,
wenn die zum Zeitpunkt des
Vertragsschlusses geltende Fassung der
Zweiten BerechnungsVO bereits eine
Umlegung der Kosten der
Fernwärmelieferung vorsah (Anschluss
an Senatsurteil vom 22. Februar 2006 -
VIII ZR 362/04, NJW 2006, 2185).
b) Zur ergänzenden Auslegung einer
mietvertraglichen Regelung über die
Umlegung der Kosten einer
Gemeinschaftsantenne, wenn diese
beseitigt wird und die Mietwohnungen
stattdessen an das Breitbandkabelnetz
angeschlossen werden.
§ 2 Nr 4 Kosten der aperiodisch 11. November MietPrax-AK § 2 Pfeifer, MietRB
BetrkV anfallenden Öltankreinigung 2009 Nr 4 BetrkV Nr. 2010, 33/34;
a) Wiederkehrende Kosten der Reinigung VIII ZR 221/08 10 = NJW 2010, Dittert, WuM
des Öltanks einer Heizungsanlage sind 226 = GE 2010, 2010, 285; Drasdo,
umlagefähige Betriebskosten. 118 = NZM NJW-Spezial 2010,
b) Betriebskosten, die nicht jährlich, 2010, 79 194
sondern in größeren zeitlichen Abständen
wiederkehren, können grundsätzlich in
dem Abrechnungszeitraum umgelegt
werden, in dem sie entstehen.

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§ 2 Nr 4 Wärmecontracting bei 8. Februar 2011 MietPrax-AK § 2
BetrkV Abschluss des Mietvertrages VIII ZR 145/10 Nr 4 BetrkV Nr.
Für die Heizkostenumlage bei 11 = WuM 2011,
Wärmecontracting genügt die Abrede, 219 = GE 2011,
dass der Mieter die Kosten der 609
gewerblichen Wärmelieferung zu tragen
hat. Einer "Aufschlüsselung des
Preisgefüges zwischen Versorger und
Vorlieferant" bedarf es nicht.(nicht
amtlicher Leitsatz)
§ 2 Nr 13 Terrorschadensversicherung in 13. Oktober 2010 MietPrax-AK § 2 Dötsch, MietRB
BetrkV der Gewerberaummiete XII ZR 129/09 Nr 13 BetrkV 2010, 354;
Zur Umlagefähigkeit einer Nr. 1 = NJW Börstinghaus,
Terrorschadensversicherung im Rahmen 2010, 3647 = jurisPR-
eines Gewerberaummietvertrages MDR 2010, BGHZivilR
1372 = GE 2010, 24/2010 Anm. 4;
1679 = GuT Wall, jurisPR-
2010, 358 = MietR 25/2010
DWW 2011, 8 Anm. 3; Drasdo,
NJW-Spezial 2011,
3; Neuhaus, NZM
2011, 65
§ 2 Nr 10 Kosten der Gartenpflege 26. Mai 2004 MietPrax-AK § 2 Lützenkirchen
BetrkV Der Mieter hat auch dann die VIII ZR 135/03 Nr 10 BetrkV MietRB 2004, 255;
vereinbarten Kosten der Gartenpflege zu Nr. 0 = GE 2004, Langenberg NZM
tragen, wenn er den Garten nicht nutzen 959 = NZM 2005, 51, 53
kann, die Gartenfläche das Anwesen aber 2004, 545 =
insgesamt verschönert.(nicht amtlicher WuM 2004, 399
= DWW2004,
Leitsatz) 224
§ 2 Nr. 10 Kosten der Baumfällung 29. September MietPrax-AK § 2
BetrKV Ist - individualvertraglich - die Pflicht zur 2008 Nr. 10 BetrKV
Gartenpflege auf den Mieter übertragen VIII ZR 124/08 Nr. 2 = NZM
worden kann der Vermieter mangels 2009, 27 = WuM
Zuständigkeit keine Kosten der 2009, 41 = GE
Gartenpflege (hier Kosten der 2009, 115 =
Baumfällung) als Betriebskosten ZMR 2009, 188
abrechnen.(nicht amtlicher Leitsatz)
§ 2 Nr 17 Dachrinnenreinigung; 7. April 2004 MietPrax-AK § 2 Blümmel, GE
BetrkV Verpflichtung zur Vereinbarung VIII ZR 167/03 Nr 17 BetrkV 2004, 584; Pfeifer,
1. Kosten einer Dachrinnenreinigung Nr. 1 = WuM MietRB 2004, 203;
können als sonstige Betriebskosten nach 2004, 290 = Blank, NZM 2004,
Nr. 17 der Anlage 3 zu § 27 II. BV a.F. NZM 2004, 417 651; Langenberg,
(jetzt: § 2 BetrKV) auf den Mieter = GE 2004, 613 NZM 2005, 51 und
umgelegt werden. = ZMR 2004, 53; Warnecke,
2. Sonstige Betriebskosten i.S. v. Nr.17 430 = NJW-RR jurisPR-MietR
der Anlage 3 zu § 27 II BV. a.F. (jetzt: § 2004, 875 = 1/2004 Anm 2;
2 BetrKV) sind nur dann umlagefähig, DWW 2004, 188 Schmid, DWW
wenn die Umlegung der im einzelnen 2012, 42; Schmid,
bestimmten Kosten mit dem Mieter GE 2004, 736;
vereinbart worden ist. Schach, GE 2010,
161
§ 2 Nr 17 Dachrinnenreinigung; 7. April 2004 MietPrax-AK § 2 Lützenkirchen,
BetrkV stillschweigende Vereinbarung VIII ZR 146/03 Nr 17 BetrkV MietRB 2004, 255;
Kosten der Dachrinnenreinigung sind Nr. 2 = WuM Schumacher, WuM
weder Entwässerungskosten noch Kosten 2004, 292 = 2004, 507; Schmid,
der Hausreinigung. Sie können aber als NZM 2004, 418 GE 2004, 736;
sonstige Betriebskosten, die laufend = NJW-RR Langenberg, NZM
anfallen, umlagefähig sein. Die 2004, 877 2005, 51, 52;
Umlegung einzelner sonstiger Maciejewski, MM

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Betriebskosten kann aufgrund jahrelanger 2004, 185; Derckx,
Zahlung durch stillschweigende WuM 2005, 690
Vereinbarung erfolgen.
§ 2 Nr 17 Kosten für Concierge-Dienst 5. April 2005 MietPrax-AK § 2 Schach, GE 2005,
BetrkV Ob die Kosten für einen Concierge-Dienst VIII ZR 78/04 Nr 17 BetrkV 585
zu den umlagefähigen Betriebskosten Nr. 3 = WuM
gehören ist eine tatrichterliche Frage, die 2005, 336 =
der Revision nicht zugänglich ist.(nicht NZM 2005, 452
amtlicher Leitsatz)
§ 2 Nr 17 Kosten der Überprüfung der 14. Februar 2007 MietPrax-AK § 2 Monschau, MietRB
BetrkV Elektroanlage VIII ZR 123/06 Nr 17 BetrkV 2007, 137; Drasdo,
Wiederkehrende Kosten, die dem Nr. 4 = GE 2007, NJW-Spezial 2007,
Vermieter zur Prüfung der 439 = WuM 245
Betriebssicherheit einer technischen 2007, 198 =
Anlage (hier: Elektroanlage) entstehen, DWW 2007, 146
sind Betriebskosten, die bei = NZM 2007,
entsprechender ausdrücklicher 282 = NJW
Vereinbarung der Mietvertragsparteien 2007, 1356 =
als "sonstige Betriebskosten" im Sinne ZMR 2007, 361
von § 2 Nr. 17 Betriebskostenverordnung = MDR 2007,
(bzw. Anlage 3 Nr. 17 zu § 27 der II. 769
Berechnungsverordnung) auf den Mieter
umgelegt werden können.
§ 2 Nr 17 Mietkosten für 11. Mai 2022 MietPrax-AK § 2 Börstinghaus,
BetrkV Rauchwarnmelder VIII ZR 379/20 Nr 17 BetrkV jurisPR-
Bei den Kosten für die Miete von Nr. 5 = WuM BGHZivilR
Rauchwarnmeldern handelt es sich nicht 2022, 428 = GE 13/2022 Anm. 1;
um sonstige Betriebskosten im Sinne von 2022, 685 = Wall, WuM 2022,
§ 2 Nr. 17 BetrKV, sondern - da sie den MDR 2022, 812 451; Sommer,
Kosten für den Erwerb von = NJW-RR MietRB 2022, 193;
Rauchwarnmeldern gleichzusetzen sind - 2022, 877 Drasdo, NJW-
um betriebskostenrechtlich nicht Spezial 2022, 482
umlagefähige Aufwendungen.
§ 4 HeizkV Umfang der Duldungspflicht 12. Mai 2010 MietPrax-AK § 4 Kinne, GE 2010,
Beabsichtigt der Gebäudeeigentümer, VIII ZR 170/09 HeizkV Nr. 1 = 940; Wall, WuM
eine bisher vorhandene Lücke bei der WuM 2010, 427 2010, 624; Pfeifer,
Erfassung des Wärmeverbrauchs in einer = GE 2010, 973 MietRB 2010, 290
Wohnung durch die Installation eines = NJW 2010,
zusätzlichen Messgerätes zu schließen, 2571 = ZMR
hat der Wohnungsnutzer dies nach § 4 2010, 751 =
Abs. 2 Halbs. 2 HeizkostenVO zu dulden. NZM 2010, 739
§ 5 HeizkV Zur Vorerfassung von 16. Juli 2008 MietPrax-AK § 5 Blümmel, GE
Nutzergruppen VIII ZR 57/07 HeizkV Nr. 1 = 2008, 1092;
Eine Vorerfassung im Sinne von § 5 Abs. GE 2008, 1120 = Drasdo, NJW-
2 Satz 1 HeizkV erfordert, dass der Anteil WuM 2008, 556 Spezial 2008, 643;
jeder Nutzergruppe am Gesamtverbrauch = NZM 2008, Wall, WuM 2008,
durch einen gesonderten Zähler erfasst 767 = ZMR 588; Schmid, ZMR
wird. Das gilt auch dann, wenn nur zwei 2008, 885 2008, 887; Pfeifer,
Nutzergruppen vorhanden sind. In diesem MietRB 2009, 62
Fall genügt es nicht, dass nur der Anteil
einer Nutzergruppe am Gesamtverbrauch
gemessen wird und der Anteil der
anderen Nutzergruppe am
Gesamtverbrauch in der Weise errechnet
wird, dass vom Gesamtverbrauch der
gemessene Anteil der einen Nutzergruppe
abgezogen wird.

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§ 5 HeizkV Rechtsfolgen fehlender 20. Januar 2016 MietPrax-AK § 5 Wall, jurisPR-
Vorerfassung bei verschiedenen VIII ZR 329/14 HeizkV Nr. 2 = MietR 5/2016
GE 2016, 256 = Anm. 3; Zehelein,
Nutzergruppen WuM 2016, 174 WuM 2016, 176;
Hat der Vermieter den Verbrauch unter = MDR 2016, Pfeifer, MietRB
Verstoß gegen § 5 Abs. 2 Satz 1 317 = DWW 2016, 94; Drasdo,
HeizkostenV ermittelt, ist in der Regel 2016, 100 = NJW-Spezial 2016,
gleichwohl der ermittelte Verbrauch der ZMR 2016, 280 257; Lammel,
Abrechnung zu Grunde zu legen und = NZM 2016, NZM 2016, 748
nicht allein nach der Wohnfläche 381 = CuR 2016,
abzurechnen. 17
In diesem Fall ist eine Kürzung gemäß §
12 Abs. 1 Satz 1 HeizkostenV
vorzunehmen. Der Kürzungsbetrag ist
dabei von dem für den Nutzer in der
Abrechnung ausgewiesenen Anteil der
Gesamtkosten zu errechnen.
§ 6 HeizkV Ergänzende Vertragsauslegung; 16. Juli 2003 MietPrax-AK § 6 Langenberg NZM
Umlage bei Leerstand VIII ZR 30/03 HeizkV Nr. 1 = 2005, 51, 54
Zur ergänzenden Vertragsauslegung eines WuM 2003, 503
Wärmelieferungsvertrags zwischen einem = NJW 2003,
Energieversorgungsunternehmen und 2902 = GE 2003,
einem Grundstückseigentümer 1207 = NZM
hinsichtlich des Grundkostenanteils für 2003, 756 =
leerstehende Mietwohnungen. DWW 2003, 302
= ZMR 2004, 20
§ 6 HeizkV Änderung des Umlageschlüssels 21. Januar 2004 MietPrax-AK § 6 Harsch, MietRB
bei Leerstand VIII ZR 137/03 HeizkV Nr. 2 = 2004, 164;
Zur Zulässigkeit der Änderung des GE 2004, 351 = Langenberg NZM
Abrechnungsmaßstabes für Heizkosten NZM 2004, 254 2005, 51, 54
bei Leerstand von Mietwohnungen in = WuM 2004,
einem Mehrfamilienhaus. 150 = ZMR
2004, 343 =
NJW-RR 2004,
659 = DWW
2004, 149
§ 6 HeizkV Konkludenter Vertragsabschluss 20. Dezember MietPrax-AK § 6
durch Fernwärmenutzung 2005 HeizkV Nr. 3 =
Für die Beantwortung der Frage, wem die VIII ZR 7/04 WuM 2006, 207
tatsächliche Entnahme von Fernwärme
als eine auf den Abschluss eines
Versorgungsvertrags gerichtete
Willenserklärung zuzurechnen ist, kommt
es nicht auf die Eigentümerstellung als
solche, sondern auf die dadurch
vermittelte Verfügungsgewalt über den
Versorgungsanschluss an. Daran fehlte es
dem Vermieter wenn er die
Verfügungsgewalt durch den Miet- oder
Pachtvertrag einem Dritten überlassen
hat.(nicht amtlicher Leitsatz)
§ 6 HeizkV Aktivlegitimation bei 14. September MietPrax-AK § 6 Kinne, GE 2005,
Gesellschaft bürgerlichen Rechts 2005 HeizkV Nr. 3 = 1520
a) Im Zivilprozess ist aktivlegitimiert, VIII ZR 117/04 NZM 2005, 942
d.h. "richtige Partei", wer Inhaber des = WuM 2005,
geltend gemachten Rechts ist. 791 = GE 2005,
b) Für Forderungen einer Gesellschaft des 1549
bürgerlichen Rechts ist die Gesellschaft
selbst materiell Rechtsinhaberin und
damit "richtige" Partei eines Rechtsstreits,

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nicht aber die Gesellschafter als
Streitgenossen.
c) Bei äußerlich unrichtiger Bezeichnung
ist das Rechtssubjekt als Partei anzusehen
ist, das durch die fehlerhafte Bezeichnung
nach deren objektiven Sinn betroffen
werden soll. Diese Grundsätze gelten
auch, wenn sich die klagende Partei selbst
fehlerhaft bezeichnet hat.(nicht
amtlicher Leitsatz)
§ 10 Vereinbarungen in der 30. Januar 2019 MietPrax-AK § Bieber, GE 2019,
HeizKV Gewerberaummiete XII ZR 46/18 10 HeizKV Nr. 1 351; Pfeifer,
a) Nach §10 HeizkostenV können in = GE 2019, 379 jurisPR-MietR
einem Mietvertrag über Gewerberäume = WuM 2019, 7/2019 Anm. 5;
auch rein verbrauchsabhängige 199 = MDR Pfeifer, WuM
Kostenverteilungen vereinbart werden. 2019, 544 = 2019, 201; Pfeifer,
b) Eine ergänzende Vertragsauslegung ZMR 2019, 398 MietRB 2019, 101;
kommt nur bei einem Vertrag in Betracht, = CuR 2019, 10 Lammel, ZMR
der wegen einer planwidrigen = NZM 2019, 2019, 399; Ludley,
Unvollständigkeit eine Regelungslücke 474 NZM 2019, 464
aufweist (im Anschluss an Senatsurteil
vom [Link] 2014 -XIIZR111/12-
WM 2014, 2280
§ 7 HeizKV Abgrezung zur 17. Dezember MietPrax-AK § 7 Lammel, jurisPR-
Wärmelieferung/Leasingkosten 2008 HeizKV Nr. 1 = MietR 6/2009
a) Zur Frage der Abgrenzung zwischen VIII ZR 92/08 WuM 2009, 115 Anm. 4; Schmid,
dem Betrieb einer zentralen = NJW 2009, ZMR 2009, 357
Heizungsanlage (§ 1 Abs. 1 Nr. 1 667 = GE 2009,
HeizkV) und der Wärmelieferung (§ 1 258 = NZM
Abs. 1 Nr. 2, Abs. 3 HeizkV). 2009, 120 =
b) § 7 Abs. 2 HeizkV regelt abschließend, ZMR 2009, 354
welche Kosten des Betriebs der zentralen
Heizungsanlage nach Maßgabe von § 7
Abs. 1 HeizkV umlagefähig sind. Dazu
gehören Leasingkosten für Brenner,
Öltank und Verbindungsleitungen nicht.
§ 7 HeizKV Heizkostenabrechnung nach 1. Februar 2012 MietPrax-AK § 7 Börstinghaus,
dem Abflussprinzip VIII ZR 156/11 HeizKV Nr. 2 = jurisPR-
a) Heizkosten können nicht nach dem WuM 2012, 143 BGHZivilR 5/2012
Abflussprinzip, sondern nur unter Ansatz = GE 2012, 401 Anm. 2; Drasdo,
des im Abrechnungszeitraum = NZM 2012, NJW-Spezial 2012,
verbrauchten Brennstoffs abgerechnet 230 = DWW 226; Pfeifer,
werden (Abgrenzung zu BGH, Urteil vom 2012, 91 = NJW MietRB 2012, 132;
20. Februar 2008 - VIII ZR 49/07, NJW 2012, 1141 = Schmid, ZMR
2008, 1300). GuT 2012, 36 = 2012, 342;
b) Die auf der Anwendung des ZMR 2012, 341 Börstinghaus,
Abflussprinzips beruhende LMK 5/2012 Anm.
Fehlerhaftigkeit einer 1
Heizkostenabrechnung kann nicht durch
eine Kürzung der auf die Nutzer
entfallenden Kostenanteile nach § 12
Abs. 1 HeizkostenV ausgeglichen
werden.
§ 7 HeizKV Heizkostenabrechnung nach 14. Februar 2012 MietPrax-AK § 7 Kinne, GE 2012,
dem Abflussprinzip VIII ZR 260/11 HeizKV Nr. 3 = 800
Eine Heizkostenabrechnung kann selbst GE 2012, 823
dann nicht nach dem Abflussprinzip
erstellt werden, wenn die Parteien dies

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ausdrücklich oder konkludent vereinbart
haben.(nicht amtlicher Leitsatz)
§ 7 HeizkV Heizkostenabrechnung bei 6. Mai 2015 MietPrax-AK § 7 Pfeifer, MietRB
Einrohrheizungen VIII ZR 193/14 HeizkV Nr. 4 = 2015, 193;
§ 7 Abs. 1 Satz 3 HeizkostenV, wonach GE 2015, 781 = Lammel, jurisPR-
der Wärmeverbrauch der Nutzer in WuM 2015, 423 MietR 16/2015
Gebäuden, in denen die freiliegenden = MDR 2015, Anm. 4; Drasdo,
Leitungen der Wärmeverteilung 879 = NZM NJW-Spezial 2015,
überwiegend ungedämmt sind und 2015, 589 = 483; Pfeifer, DWW
deswegen ein wesentlicher Anteil des ZMR 2015, 704 2015, 332
Wärmeverbrauchs nicht erfasst wird, nach = DWW 2015,
anerkannten Regeln der Technik 290 = JR 2017,
bestimmt werden kann, verstößt nicht 367
gegen das verfassungsrechtliche Verbot
der dynamischen Verweisung auf
Regelwerke nicht demokratisch
legitimierter Normgeber.
§ 7 HeizKV Heizkostenabrechnung bei 15. März 2017 MietPrax-AK § 7 Pfeifer, jurisPR-
ungedämmten Leitungen VIII ZR 5/16 HeizKV Nr. 5 = MietR 12/2017
§ 7 Abs. 1 Satz 3 HeizkostenVO ist auf WuM 2017, 320 Anm. 1; Pfeifer,
überwiegend ungedämmte, aber nicht = GE 2017, 709 CuR 2017, 11;
freiliegende Leitungen der = ZMR 2017, Pfeifer, MietRB
Wärmeverteilung nicht analog 462 = DWW 2017, 209; Wall,
anwendbar. 2017, 248 WuM 2017, 322;
Drasdo, NJW-
Spezial 2017, 418;
Wedel, ZMR 2017,
720; Serwe; ZMR
2018, 11
§ 7 HeizKV Anspruch des Mieters auf 16. Januar 2019 MietPrax-AK § 7 Pfeifer, MietRB
Änderung des VIII ZR 113/17 HeizKV Nr. 6 = 2019, 66; Wall,
NZM 2019, 169 jurisPR-MietR
Abrechnungsschlüssels = WuM 2019, 6/2019 Anm. 2;
Unter den Voraussetzungen des § 7 Abs. 147 = GE 2019, Drasdo, NJW-
1 Satz 2 HeizkostenV kann der Mieter 314 = ZMR Spezial 2019, 226
einer Wohnung verlangen, dass die 2019, 325 = CuR
anteilig auf ihn entfallenden Kosten des 2019, 8
Betriebs der zentralen Heizungsanlage zu
70 vom Hundert nach dem erfassten
Wärmeverbrauch der Nutzer verteilt
werden. Der Mieter ist nicht darauf
beschränkt, stattdessen von dem
Kürzungsrecht des § 12 Abs. 1 Satz 1
HeizkostenV Gebrauch zu machen.
§ 8 HeizKV Warmwasserkosten bei hohem 10. Dezember MietPrax-AK § 8 Wall, jurisPR-
Wohnungsleerstand 2014 HeizKV Nr. 1 = MietR 5/2015
1. Auch bei hohen Wohnungsleerständen VIII ZR 9/14 GE 2015, 114 = Anm. 1 = WuM
(hier: im Hinblick auf einen im Rahmen WuM 2015, 94 = 2015, 285; Drasdo,
der Stadtplanung vorgesehenen Abriss DWW 2015, 55 NJW-Spezial 2015,
eines 28-Familienhauses) hat es = NZM 2015, 193; Pfeifer,
grundsätzlich bei der in § 9 Abs. 4, § 8 205 = ZMR MietRB 2015, 164;
Abs. 1 HeizkostenVO vorgeschriebenen 2015, 284 Abramenko, ZMR
anteiligen Umlage von 2015, 275
Warmwasserkosten nach Verbrauch zu
bleiben.
2. Im Einzelfall kann der Vermieter nach
§ 241 Abs. 2 BGB verpflichtet sein, dem
Verlangen des Mieters auf eine
Vertragsänderung dahin gehend
zuzustimmen, den nach Verbrauch zu
berechnenden Teil der

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Warmwasserkosten auf das gesetzliche
Mindestmaß von 50 % der Gesamtkosten
abzusenken, um die Fixkosten bei hohen
Leerständen angemessen zu verteilen.
3. Leerstandsbedingten
Kostenverschiebungen zu Lasten des
Mieters kann darüber hinaus im Einzelfall
mit einer aus dem Prinzip von Treu und
Glauben (§ 242 BGB) abzuleitenden
Anspruchsbegrenzung Rechnung
getragen werden. Dabei ist zu
berücksichtigen, dass auch der Vermieter
durch den Leerstand beträchtliche
Nachteile erleidet, weil er - ohne
entsprechende Mieteinnahmen zu erhalten
- bereits über den von ihm zu tragenden
Wohnflächenanteil ebenfalls nicht
unbeträchtliche Kosten zu tragen hat.
§ 9 HeizKV Anforderungen an Inhalt der 26. Oktober 2011 MietPrax-AK § 9 Lammel, jurisPR-
Heizkostenabrechnung VIII ZR 268/10 HeizKV Nr. 1 = MietR 1/2012
Zur formellen Wirksamkeit einer WuM 2012, 25 Anm. 3; Schach,
Heizkostenabrechnung im und 98 = GE GE 2012, 99;
Wohnraummietverhältnis. 2012, 126 = Harsch, MietRB
NJW 2012, 603 2012, 35; Drasdo,
= ZMR 2012, NJW-Spezial 2012,
263 131
§ 9a Anforderungen an 16. November MietPrax-AK § Kinne, GE 2006,
HeizKV Heizkostenabrechnung 2005 9a HeizKV Nr. 1 23; Kunze, MietRB
a) Ein "anderer zwingender Grund" i.S.d. VIII ZR 373/04 = WuM 2005, 2006, 89;
§ 9 a Abs. 1 Satz 1 HeizkV liegt auch 776 = GE 2006, Lützenkirchen,
dann vor, wenn der anteilige Verbrauch 48 = NZM 2006, BGHReport 2006,
eines Nutzers infolge eines Ablesefehlers 102 = ZMR 216; Schmid, ZMR
nicht ordnungsgemäß erfasst werden 2006, 122 = 2006, 347
kann. DWW 2006, 62
b) Ist eine Vergleichsberechnung nach § 9 = MDR 2006,
a Abs. 1 HeizkV nicht möglich, weil die 623
hierfür erforderlichen Daten nicht zur
Verfügung stehen, so kann der anteilige
Verbrauch ausnahmsweise im Wege der
Gradtagszahlmethode ermittelt werden.
c) Eine unter diesen Voraussetzungen
erstellte Kostenabrechnung kann vom
Nutzer nicht gemäß § 12 HeizkV um 15%
gekürzt werden.
§ 9a Schätzung bei Geräteausfall 5. März 2013 MietPrax-AK § Wall, WuM 2013,
HeizkV Es obliegt dem auf Nachzahlung VIII ZR 310/12 9a HeizkV Nr. 2 411
klagenden Vermieter, im Rahmen seiner = WuM 2013,
Darlegungslast den Verbrauch nach § 9a 305 = GE 2013,
Abs. 1 HeizkostenV zu ermitteln, wenn 680 = GuT-W
der Verbrauch wegen Geräteausfalls oder 2013, 65 = NZM
aus anderen zwingenden Gründen nicht 2013, 676 =
ordnungsgemäß erfasst worden ist.(nicht ZMR 2013, 793
amtlicher Leitsatz)
§ 9a Verbrauchsschätzung mit 27. Oktober 2021 MietPrax-AK § Börstinghaus,
HeizkV Werten vergleichbarer Räume VIII ZR 264/19 9a HeizkV Nr. 3 jurisPR-
Für die Vergleichbarkeit von Räumen im = GE 2022, 42 = BGHZivilR 1/2022
Sinne der Vorschrift des § 9a Abs. 1 Satz WuM 2022, 34 = Anm. 3; Drasdo,
1 Alt. 2 HeizkostenVO kommt es nicht DWW 2022, 49 NJW-Spezial 2022,
zwingend darauf an, dass sich diese in = NJW-RR 129; Pfeifer,
demselben Gebäude wie diejenigen 2022, 228 = MietRB 2022, 66;

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befinden, für die eine Schätzung des ZMR 2022, 290 Pfeifer, jurisPR-
Wärmeverbrauchs zu erfolgen hat. = MDR 2022, MietR 10/2022
629 = NZM Anm. 5
2022, 416
§ 12 Verpflichtung zur Ausstattung 8. Oktober 2003 MietPrax-AK § Schwartmann,
HeizkV der Räume mit VIII ZR 67/03 12 HeizkV Nr. 1 MietRB 2004, 68;
= NJW 2004, Langenberg NZM
Thermostatventilen; 285 = GE 2004, 2005, 51, 55
Ausnahmetatbestand bei nicht 106 = NZM
regulierbaren Heizkörpern 2004, 24 = ZMR
Die Verpflichtung, Räume mit 2004, 99
Thermostatventilen oder mit
Vorrichtungen zur Verbrauchserfassung
auszustatten, gilt nicht für Gebäude, die
mit nicht regulierbaren
Zentralheizkörpern versehen sind, bei
denen mithin der Ausnahmetatbestand
des § 11 Abs. 1 Nr. 1 Buchst. b
HeizkostenVO eingreift. Für die
Heizanlagen in dem Gebiet der
ehemaligen DDR, die bis 31. Dezember
1995 auszustatten sind, gilt nichts
anderes.
§ 12 Kürzungsrecht bei 14. September MietPrax-AK § Harsch, MietRB
HeizKV Heizkostenabrechnung 2005 12 HeizKV Nr. 2 2006, 59
Sind Messgeräte zur Erfassung des VIII ZR 195/04 = WuM 2005,
anteiligen Wärmeverbrauchs vorhanden 657 = GE 2005,
und werden diese verwendet, hat der 1350 = DWW
Nutzer nicht das Recht, den "Strafabzug" 2005, 423 =
nach § 12 Abs. 1 Satz 1 HeizKV auch bei NZM 2005, 908
den Kosten des Wärmeverbrauchs = ZMR 2005,
deshalb vorzunehmen, weil keine 939 = MDR
Messgeräte für die Erfassung des 2006, 257
anteiligen Warmwasserverbrauchs
vorhanden sind. In einem solchen Fall
beschränkt sich das Recht des Nutzers auf
einen "Strafabzug" bei den nicht
verbrauchsabhängig abgerechneten
Kosten für die Versorgung mit
Warmwasser.
§ 12 Kürzungsrecht bei fehlendem 12. Januar 2022 MietPrax-AK § Pfeifer, MietRB
HeizKV Wärmemengenzähler VIII ZR 151/20 12 HeizKV Nr. 3 2022, 98; Drasdo,
Von einer nicht verbrauchsabhängigen = WuM 2022, NJW-Spezial 2022,
Abrechnung i. S. v. § 12 Abs. 1 Satz 1 109 = DWW 257; Lammel,
HeizkV ist auch dann auszugehen, wenn 2022, 99 = GE jurisPR-MietR
zwar die Wohnung über 2022, 353 = 10/2022 Anm. 6;
Heizkostenverteiler und NZM 2022, 327 Heß, DWW 2022,
Warmwasserzähler, jedoch die = ZMR 2022, 204
verbundene zentrale Wärme- und 453
Warmwasserversorgungsanlage nicht
über den nach § 9 Abs. 2 Satz 1 HeizkV
vorgesehenen Wärmemengenzähler
verfügt.
§ 20 NMV Betriebskostenvereinbarung im 13. Januar 2010 MietPrax-AK § Schach, GE 2010,
preisgebundenen Wohnungsbau VIII ZR 137/09 20 NMV Nr. 1 = 298; Eupen,
Zur Geltendmachung von Betriebskosten GE 2010, 333 = MietRB 2010, 100
im preisgebundenen Wohnraum genügt WuM 2010, 153 und 101; Drasdo,
es, wenn der Vermieter den Umfang der = NJW 2010, NJW-Spezial 2010,
umzulegenden Betriebskosten durch 1198 = NZM 290; Krapf,
Bezugnahme auf die Anlage 3 zu § 27 II. 2010, 274 = GE jurisPR-MietR
2010, 433 12/2010 Anm. 3

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BV umschreibt und die Höhe der
ungefähr zu erwartenden Kosten durch
den Gesamtbetrag der geforderten
Vorauszahlungen mitteilt. Einer
Aufschlüsselung der Vorauszahlungen
auf die einzelnen Betriebskosten bedarf es
nicht.
§ 20 NMV Nachträgliche Einführung von 14. April 2010 MietPrax-AK § Schach, jurisPR-
Betriebskosten im VIII ZR 120/09 20 NMV Nr. 2 = MietR 12/2010
NJW 2010, 1744 Anm. 2; Kinne, GE
preisgebundenen Wohnungsbau = WuM 2010, 2010, 725;
Sieht der Mietvertrag über eine 364 = GE 2010, Lützenkirchen,
preisgebundene Wohnung nur die 757 = NZM MietRB 2010, 189;
Umlage einzelner Betriebskosten vor 2010, 436 = Drasdo, NJW-
(Teilinklusivmiete), kann der Vermieter ZMR 2010, 599 Spezial 2010, 418
durch einseitige Erklärung - für die
Zukunft - die Umlage weiterer
Betriebskosten im Sinne des § 27 II.
Berechnungsverordnung erreichen, indem
er dem Mieter diese nach Art und Höhe
bekannt gibt; dies kann auch dadurch
geschehen, dass er dem Mieter eine -
formell ordnungsgemäße -
Betriebskostenabrechnung erteilt, die
derartige Betriebskosten umfasst.
§ 20 NMV Nachträgliche Einführung von 16. März 2011 MietPrax-AK § Kinne, GE 2011,
Betriebskosten im VIII ZR 121/10 20 NMV Nr. 3 = 650
WuM 2011, 280
preisgebundenen Wohnungsbau = GE 2011, 687
§ 10 Abs. 1 WoBindG räumt dem
Vermieter die Möglichkeit einer
Änderung der zu zahlenden Entgelte
einschließlich einer Änderung der
ursprünglichen Mietstruktur durch
einseitige Erklärung ein. Einem
Vermieter preisgebundenen Wohnraums
ist danach generell die Möglichkeit zur
Erhöhung der Miete eröffnet, wenn der
Mieter nur zur Entrichtung eines
geringeren als des nach dem Gesetz
zulässigen Entgelts verpflichtet ist. Dies
schließt die Möglichkeit ein,
Betriebskosten, deren Umlage im
Mietvertrag nicht vereinbart ist, generell
für die Zukunft auf den Mieter
umzulegen. Hierzu genügt die
Übermittlung einer formell
ordnungsgemäßen
Betriebskostenabrechnung.(nicht
amtlicher Leitsatz)
§ 20 NMV Fehlender Vorwegabzug im 7. Dezember MietPrax-AK § Harsch, MietRB
preisgebundenen Wohnungsbau 2011 20 NMV Nr. 4 = 2012, 65; Both,
VIII ZR 118/11 x jurisPR-MietR
auch nur materieller Fehler 10/2012 Anm. 2
a) Auch bei der
Betriebskostenabrechnung für eine
preisgebundene Wohnung in einem
gemischt genutzten Gebäudekomplex
gehört die Vornahme eines
Vorwegabzugs für die gewerbliche
Nutzung nicht zu den an eine Abrechnung
zu stellenden Mindestanforderungen,

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sondern betrifft (nur) deren materielle
Richtigkeit (im Anschluss an BGH,
Urteile vom 11. August 2010 - VIII ZR
45/10, NJW 2010, 3363; vom 13. Oktober
2010 - VIII ZR 46/10, NJW-RR 2011,
90). Die Abrechnung ist daher nicht aus
formellen Gründen unwirksam, wenn der
Vermieter den gesetzlich
vorgeschriebenen Vorwegabzug
unterlässt.
b) Wird ein Vorwegabzug vorgenommen,
genügt die Abrechnung auch bei
preisgebundenem Wohnraum den an sie
zu stellenden formellen Anforderungen
nicht, wenn nur die um einen
Vorwegabzug bereinigten Gesamtkosten
ausgewiesen werden; es fehlt dann an der
erforderlichen Angabe der Gesamtkosten
(im An-schluss an BGH, Urteil vom 14.
Februar 2007 - VIII ZR 1/06, NJW 2007,
1059).
§ 20 NMV Maßgebliche Wohnfläche bei 16. Januar 2019 MietPrax-AK § Beyer, jurisPR-
Betriebskostenabrechnung im VIII ZR 173/17 20 NMV Nr. 5 = MietR 5/2019
WuM 2019, 144 Anm. 1; Schach,
preisgebundenen Wohnungsbau = GE 2019, 313 MietRB 2019, 65;
1. Für die Umlage der Betriebskosten = MDR 2019, Drasdo, NJW-
einer preisgebundenen Wohnung nach der 408 = NZM Spezial 2019, 257;
Wohnfläche nach Maßgabe von § 20 Abs. 2019, 288 = Börstinghaus,
2 Satz 1 NMV 1970 ist - ebenso wie im ZMR 2019, 326 jurisPR-
Geltungsbereich des § 556a Abs. 1 Satz 1 = NJW-RR BGHZivilR 6/2019
BGB (BGH, Urteil vom 30. Mai 2018, 2019, 787 Anm. 1
VIII ZR 220/17, NJW 2018, 2317 Rn. 23)
- auf die tatsächlichen
Flächenverhältnisse abzustellen.
2. Bei der Ermittlung der Wohnfläche
sind öffentlich-rechtliche
Nutzungsbeschränkungen vermieteter
Wohnräume weder im Rahmen einer
Mietminderung (st. Rspr.; BGH, Urteile
vom 16. September 2009, VIII ZR
275/08, NJW 2009, 3421 Rn. 6 und vom
16. Dezember 2009, VIII ZR 39/09, NJW
2010, 1064 Rn. 20) noch bei der
Abrechnung der Betriebskosten zu
berücksichtigen, sofern die Nutzbarkeit
der Räume mangels Einschreitens der
zuständigen Behörden nicht
eingeschränkt ist.
§ 26 NMV Übergang Kostenmiete zur 16. Juni 2010 MietPrax-AK § Drasdo, NJW-
preisfreien Miete/Erhöhung VIII ZR 258/09 26 NMV Nr. 1 = Spezial 2010, 515;
WuM 2010, 490 Eupen, MietRB
Betriebskostenvorauszahlungen = GE 2010, 1051 2010, 257 und 258
1. Bei Wegfall der Preisbindung ist die = NZM 2010,
zuletzt geschuldete Kostenmiete - 736 = ZMR
einschließlich etwaiger Zuschläge nach § 2010, 847 =
26 NMV - nunmehr als "Marktmiete" zu MDR 2010, 977
zahlen. = NJW 2011,
2. Die Nichteinhaltung der 145
Abrechnungsfrist steht einer Anpassung
der Vorauszahlungen nach § 560 Abs. 4
BGB nicht entgegen.

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§ 16 WoFG Neubau durch Umbau 10. August 2010 MietPrax-AK §
1. Der Begriff "der zu Wohnzwecken VIII ZR 316/09 16 WoFG Nr. 1
geeigneten Wohnräume" setzt unter = WuM 2010,
anderem das Vorhandensein einer 679 = GE 2010,
Toilette und eines eingerichteten Bades 1533 = ZMR
voraus. 2011, 107
2. Ein Umbau liegt vor, wenn
weitgehende Änderungen des Grundrisses
und des äußeren Erscheinungsbildes der
Wohnung unter wesentlichem Eingriff in
die Bausubstanz vorgenommen werden.
3. Ein wesentlicher Aufwand für den
Umbau liegt vor, wenn mindestens ein
Drittel der Kosten eines entsprechenden
Neubaus aufgewandt werden.(nicht
amtlicher Leitsatz)
§ 10 Gleitklausel und 5. November MietPrax-AK § Schwartmann;
WoBindG Mieterhöhungserklärung im 2003 10 WoBindG Nr. MietRB 2004, 99;
VIII ZR 10/03 1 = GE 2004, Althammer, NJW
öffentlich geförderten 102 = WuM 2004, 1567
Wohnraum 2004, 25 = NZM
Die in den Allgemeinen 2004, 93 = ZMR
Vertragsbestimmungen eines 2004, 103 =
Wohnungsmietvertrages enthaltene MDR 2004, 527
Klausel "Bei preisgebundenem = NJW 2004,
Wohnraum gilt die jeweils gesetzlich 1598
zulässige Miete als vertraglich vereinbart"
verstößt nicht gegen das
Transparenzgebot. Zu den Anforderungen
an eine Mieterhöhungserklärung bei
preisgebundenem Wohnraum.
§ 10 Nach Modernisierung keine 3. März 2004 MietPrax-AK § Börstinghaus,
WoBindG Begrenzung der Mieterhöhung VIII ZR 149/03 10 WoBindG Nr. LMK 2004, 97;
2 = NZM 2004, Lützenkirchen,
durch 336 = NJW MietRB 2004, 198
Wirtschaftlichkeitsüberlegungen 2004, 1738 =
Im Bereich des preisgebundenen WuM 2004, 285
Wohnraums wird die Zulässigkeit einer = GE 2004, 620
Mieterhöhung wegen energiesparender = ZMR 2004,
Modernisierungsmaßnahmen im 424 = DWW
Grundsatz nicht durch das Verhältnis zu 2004, 329
der hierdurch bewirkten
Heizkostenersparnis (sog. Gebot der
Wirtschaftlichkeit) begrenzt.
§ 10 Keine Begrenzung der 3. März 2004 MietPrax-AK § Lützenkirchen,
WoBindG Mieterhöhung nach VIII ZR 153/03 10 WoBindG Nr. MietRB 2004, 197
3 = NZM 2004,
Energieeinsparungen auf Grund 379
des Gebots Wirtschaftlichkeit
1. Eine Klausel in den Allgemeinen
Geschäftsbedingungen im
Wohnraummietvertrag des Inhalts, dass
bei preisgebundenem Wohnraum eine
gleitende Anpassung in Bezug auf
zulässige Erhöhungen der Miete als
vertraglich vereinbart gilt, unterliegt
weder nach dem Transparenzgebot noch
unter dem Gesichtspunkt einer
unangemessenen Benachteiligung des
Mieters durchgreifenden Bedenken. Die
Klausel ist nicht anders zu beurteilen als

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die wirksame Klausel, wonach die jeweils
gesetzlich zulässige Miete als vertragliche
Miete vereinbart ist (Fortführung BGH, 5.
November 2003, VIII ZR 10/03, NZM
2004, 93; Abgrenzung BGH, 21. Januar
2004, VIII ZR 99/03, NZM 2004, 253).
2. Die Mieterhöhung wegen
energieeinsparender
Modernisierungsmaßnahmen wird im
Grundsatz nicht durch das Verhältnis zu
der erzielten Heizkostenersparnis
begrenzt (entgegen OLG Karlsruhe, 20.
September 1984, 9 REMiet 6/83, OLGZ
1985, 252; LG Köln, 29. Januar 1998, 1 S
173/97, ZMR 1998, 562; LG Lüneburg,
15. November 2000, 6 S 75/00, WuM
2001, 83 und LG Berlin, 15. März 1991,
64 S 281/89, MM 1994, 396).
§ 10 Zur Begrenzung der 3. März 2004 MietPrax-AK §
WoBindG Mieterhöhung wegen VIII ZR 151/03 10 WoBindG Nr.
4 = WuM 2004,
Energieeinsparmaßnahmen auf 288
Grund des Gebots der
Wirtschaftlichkeit
1. Im Formularmietvertrag aus den
1970er Jahren ist die Regelung unter der
Überschrift "Gleitklausel"
"Alle durch gesetzliche oder behördliche
Regelungen allgemein oder im konkreten
Fall zugelassenen Mieterhöhungen oder
Erhöhungen bzw. Neueinführungen von
Nebenkosten und Grundstücksumlagen
jeder Art sind vom Zeitpunkt der
Zulässigkeit ab vereinbart und zahlbar,
ohne dass es einer Kündigung oder einer
Mitteilung gemäß § 18 I. BMG bedarf."
als teilbare Klausel zu
Mieterhöhungserklärungen nach
Modernisierung der preisgebundenen
Wohnung nicht unwirksam. (Ergänzung
BGH, 5. November 2003, VIII ZR 10/03,
WuM 2004, 25; Abgrenzung BGH, 21.
Januar 2004, VIII ZR 99/03, NZM 2004,
253; BGH, 20. Januar 1993, VIII ZR
10/92, NJW 1993, 1061 und BGH, 29.
November 2003, VIII ZR 160/03, NJW
2004, 1380).
2. Im Bereich des preisgebundenen
Wohnraums wird die Zulässigkeit einer
Mieterhöhung wegen energieeinsparender
Modernisierungsmaßnahmen im
Grundsatz nicht durch das Verhältnis zu
der hierdurch bewirkten
Heizkostenersparnis (sog. Gebot der
Wirtschaftlichkeit) begrenzt (wie BGH,
Urt. v. 3. März 2004, VIII ZR 149/03,
WuM 2004, 285).
§ 10 Unzulässige einseitige 8. April 2009 MietPrax-AK § Schach, GE 2009,
WoBindG rückwirkende Erhöhung der VIII ZR 233/08 10 WoBindG Nr. 683;
5 = GE 2009, Lützenkirchen,
Kostenmiete 712 = WuM MietRB 2009, 222
a) Bei der Klausel

© 2022 RiAG a.D. Prof. Dr. Ulf Börstinghaus, Gelsenkirchen Seite 379
"Gilt die Kostenmiete des öffentlich 2009, 354 =
geförderten Wohnungsbaues, so ist der NZM 2009, 511
Vermieter befugt, bei Änderung der = NJW-RR
Kostenmiete diese ab Zulässigkeit vom 2009, 1021 =
Mieter auch rückwirkend zu verlangen, ZMR 2009, 678
ohne dass es des Verfahrens nach § 10
WoBindG bedarf"
handelt es sich nicht um eine
Mietgleitklausel im Sinne von § 4 Abs. 8
Satz 1 NMV, sondern um eine Regelung
der einseitigen Erhöhung der Kostenmiete
durch den Vermieter.
b) Die Freistellung des Vermieters von
dem Verfahren nach § 10 WoBindG
(Halbsatz 2) ist wegen unangemessener
Benachteiligung des Mieters unwirksam;
dasselbe gilt für die Vereinbarung der
Zulässigkeit einer zeitlich unbegrenzten
Rückwirkung der einseitigen Erhöhung
der Kostenmiete (Halbsatz 1).
§ 10 Formalien der Mieterhöhung im 6. April 2011 MietPrax-AK § Schach, MietRB
WoBindG öffentlich geförderten VIII ZR 199/10 10 WoBindG Nr. 2011, 203; Drasdo,
6 = WuM 2011, NJW-Spezial 2011,
Wohnungsbau 371 = GE 2011, 450
Zu den Anforderungen an die 815 = NZM
Begründung einer Mieterhöhung nach § 2011, 545 =
10 Abs. 1 WoBindG. ZMR 2011, 706
§ 10 Erläuterung einer 4. Dezember MietPrax-AK § Hartmann, jurisPR-
WoBindG Kostenmieterhöhung 2013 10 WoBindG Nr. MietR 4/2014
In einer Mieterhöhungserklärung nach § VIII ZR 32/13 7 = NZM 2014, Anm. 3; Schmid,
10 Abs. 1 Satz 2 WoBindG ist nur die 71 = NJW 2014, MietRB 2014, 66;
Erhöhung selbst zu erläutern, nicht 457 = GE 2014, Elzer, MietRB
dagegen die Bildung der erhöhten 185 = WuM 2014, 67; Drasdo,
Einzelmiete insgesamt. 2014, 102 = NJW-Spezial 2014,
ZMR 2014, 351 129
= GuT-W 2013,
138
§ 10 Erläuterung einer 6. April 2022 MietPrax-AK § Kunze, MietRB
WoBindG Kostenmieterhöhung nach VIII ZR 246/20 10 WoBindG Nr. 2022, 195; Drasdo,
8 = WuM 2022, NJW-Spezial 2022,
Modernisierungsmaßnahme 357 = GE 2022, 450; Herlitz,
Die in § 10 Abs. 1 WoBindG 634 = NJW-RR jurisPR-MietR
beschriebenen formellen Anforderungen 2022, 950 = 16/2022 Anm. 4
an ein Mieterhöhungsverlangen werden MDR 2022, 881
durch § 4 Abs. 7 Satz 1 NMV ausgefüllt
und konkretisiert. Der von § 10 Abs. 1
Satz 2 WoBindG geforderten Erläuterung
des Mieterhöhungsverlangens kommt der
Vermieter bereits dann ausreichend nach,
wenn er die Gründe, aus denen sich die
laufenden Aufwendungen erhöht haben,
und die auf die einzelnen laufenden
Aufwendungen entfallenden Beträge
angibt (Bestätigung von BGH, Beschluss
[Rechtsentscheid] vom 11. Januar 1984 -
VIII ARZ 10/83, BGHZ 89, 284, 294).
§ 10 Erläuterung einer 6. April 2022 MietPrax-AK §
WoBindG Kostenmieterhöhung nach VIII ZR 247/20 10 WoBindG Nr.
9
Modernisierungsmaßnahme
1. Sinn und Zweck der Regelung des § 10
Abs. 1 WoBindG ist es, den Mieter

© 2022 RiAG a.D. Prof. Dr. Ulf Börstinghaus, Gelsenkirchen Seite 380
darüber zu informieren, weshalb die
Miete erhöht wird.
2. Aus der dem Mieterhöhungsverlangen
beizufügenden
Wirtschaftlichkeitsberechnung oder
einem die laufenden Aufwendungen des
Vermieters ausweisenden Auszug kann
der Mieter ersehen, ob sich der Vermieter
auch mit der erhöhten Miete noch im
Rahmen der ihm durch § 8 Abs. 1
WoBindG auferlegten Verpflichtung hält,
die Wohnung nicht gegen ein höheres
Entgelt zum Gebrauch zu überlassen, als
zur Deckung seiner laufenden
Aufwendungen erforderlich ist.
3. Mit diesen Angaben sind die
Informationsinteressen des Mieters
hinreichend gewahrt, denn zur Klärung
etwa verbleibender Unsicherheiten oder
zur Kontrolle der Angaben des
Vermieters zu dessen Aufwendungen auf
ihre sachliche Richtigkeit steht dem
Mieter nach § 8 Abs. 4 Satz 1 WoBindG,
§ 29 Abs. 1 NMV ein umfassendes, an
keine weiteren Voraussetzungen
geknüpftes, jederzeit mögliches
Auskunfts- und Einsichtsrecht zur
Verfügung.
4. Es genügt, wenn im
Erhöhungsschreiben die durchgeführten
Modernisierungsmaßnahmen
(Fassadendämmung,
Kellerdeckensanierung, wärmegedämmte
Fenster in Treppenhaus und Wohnungen,
wärmegedämmte Haustüren,
Wärmedämmung Flachdach) im
Einzelnen bezeichnet und die hierfür
aufgewendeten Gesamtbaukosten genannt
werden und im Anschluss die Kosten für
Instandhaltung des Objekts
herausgerechnet werden.(nicht
amtlicher Leitsatz)
§ 10 Erläuterung einer 6. April 2022 MietPrax-AK §
WoBindG Kostenmieterhöhung nach VIII ZR 247/20 10 WoBindG Nr.
9
Modernisierungsmaßnahme
1. Sinn und Zweck der Regelung des § 10
Abs. 1 WoBindG ist es, den Mieter
darüber zu informieren, weshalb die
Miete erhöht wird.
2. Aus der dem Mieterhöhungsverlangen
beizufügenden
Wirtschaftlichkeitsberechnung oder
einem die laufenden Aufwendungen des
Vermieters ausweisenden Auszug kann
der Mieter ersehen, ob sich der Vermieter
auch mit der erhöhten Miete noch im
Rahmen der ihm durch § 8 Abs. 1
WoBindG auferlegten Verpflichtung hält,
die Wohnung nicht gegen ein höheres
Entgelt zum Gebrauch zu überlassen, als

© 2022 RiAG a.D. Prof. Dr. Ulf Börstinghaus, Gelsenkirchen Seite 381
zur Deckung seiner laufenden
Aufwendungen erforderlich ist.
3. Mit diesen Angaben sind die
Informationsinteressen des Mieters
hinreichend gewahrt, denn zur Klärung
etwa verbleibender Unsicherheiten oder
zur Kontrolle der Angaben des
Vermieters zu dessen Aufwendungen auf
ihre sachliche Richtigkeit steht dem
Mieter nach § 8 Abs. 4 Satz 1 WoBindG,
§ 29 Abs. 1 NMV ein umfassendes, an
keine weiteren Voraussetzungen
geknüpftes, jederzeit mögliches
Auskunfts- und Einsichtsrecht zur
Verfügung.
4. Es genügt, wenn im
Erhöhungsschreiben die durchgeführten
Modernisierungsmaßnahmen
(Fassadendämmung,
Kellerdeckensanierung, wärmegedämmte
Fenster in Treppenhaus und Wohnungen,
wärmegedämmte Haustüren,
Wärmedämmung Flachdach) im
Einzelnen bezeichnet und die hierfür
aufgewendeten Gesamtbaukosten genannt
werden und im Anschluss die Kosten für
Instandhaltung des Objekts
herausgerechnet werden.(nicht
amtlicher Leitsatz)
§ 28 II. BV Mieterhöhung bei unwirksamer 24. März 2010 MietPrax-AK § Börstinghaus,
Schönheitsreparaturklausel VIII ZR 177/09 28 II. BV Nr. 1 = jurisPR-MietR
Bei öffentlich gefördertem, WuM 2010, 296 10/2010 Anm. 1;
preisgebundenem Wohnraum ist der = NJW 2010, Kunze, MietRB
Vermieter berechtigt, die Kostenmiete 1590 = GE 2010, 2010, 157; Blank,
einseitig um den Zuschlag nach § 28 Abs. 687 = NZM LMK 6/2010 Anm.
4 II. BV zu erhöhen, wenn die im 2010, 396 1; Drasdo, NJW-
Mietvertrag enthaltene Klausel über die Spezial 2010, 386;
Abwälzung der Schönheitsreparaturen auf Kappus, NZM
den Mieter unwirksam ist (Abgrenzung 2011, 674
zu BGHZ 177, 186).
§ 28 II. BV Mieterhöhung bei unwirksamer 13. Juli 2010 MietPrax-AK §
Schönheitsreparaturklausel VIII ZR 281/09 28 II. BV Nr. 2 =
Bei öffentlich gefördertem, WuM 2010, 635
preisgebundenem Wohnraum ist der
Vermieter berechtigt, die Kostenmiete
einseitig um den Zuschlag nach § 28 Abs.
4 II. BV zu erhöhen, wenn die im
Mietvertrag enthaltene Klausel über die
Abwälzung der Schönheitsreparaturen auf
den Mieter unwirksam ist.(nicht
amtlicher Leitsatz)
§ 28 II. BV Mieterhöhung bei unwirksamer 31. August 2010 MietPrax-AK § Schach, GE 2010,
Schönheitsreparaturklausel VIII ZR 28/10 28 II. BV Nr. 3 = 1653
Es liegt kein Verstoß gegen das Verbot WuM 2010, 750
geltungserhaltender Reduktion darin, dass = GE 2010, 1680
dem Vermieter bei der Kostenmiete in = NZM 2011, 31
Folge der unwirksamen
Schönheitsreparaturenklausel ein
Zuschlag nach § 28 Abs. 4 II. BV zusteht.

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Denn der Anspruch des Vermieters auf
diesen Zuschlag beruht nicht auf einer
(unzulässigen) Umgestaltung der
unwirksamen Klausel, sondern ergibt sich
unmittelbar aus dem dispositiven
Gesetzesrecht.(nicht amtlicher
Leitsatz)
§ 28 II. BV Mieterhöhung bei unwirksamer 12. Februar 2011 MietPrax-AK § Harsch, MietRB
Schönheitsreparaturklausel VIII ZR 6/10 28 II. BV Nr. 4 = 2011, 273
a) Im Fall einer unwirksamen Abwälzung WuM 2011, 112
der Schönheitsreparaturklausel kann der = GE 2011, 478
Vermieter die Kostenmiete nach den = ZMR 2011,
gesetzlichen Vorschriften erhöhen. 457 = NZM
b) Dem steht kein 2011, 478
Schadensersatzanspruch des Mieters
wegen Verwendung einer unwirksamen
Mietvertragsklausel entgegen. Der Mieter
hat keinen Anspruch darauf, so gestellt zu
werden, wie wenn der Vermieter eine
wirksame Schönheitsreparaturklausel
verwendet hätte.(nicht amtlicher
Leitsatz)
§ 28 II. BV Rückwirkende Mieterhöhung 12. Dezember MietPrax-AK §
bei unwirksamer 2012 28 II. BV Nr. 5 =
VIII ZR 181/12 GE 2013, 207 =
Schönheitsreparaturklausel WuM 2013, 174
a) Im Fall einer unwirksamen Abwälzung = NZM 2013,
der Schönheitsreparaturklausel kann der 312 = GuT-W
Vermieter die Kostenmiete nach den 2013, 7
gesetzlichen Vorschriften erhöhen.
b) Der Zuschlag nach § 28 Abs. 4 II. BV
dient dazu, die in unregelmäßigen
Abständen - je nach Fälligkeit der
Schönheitsreparaturen - anfallenden
Kosten zeitanteilig auf die Mietzeit zu
verteilen; hieran ändert sich durch eine
vom Mieter durchgeführte
Anfangsrenovierung nichts. Mit dem
Zuschlag werden die seither eintretende
Abnutzung, die eine spätere erneute
Renovierung erforderlich machen wird
und deren anteilige Kosten durch den
pauschal berechneten Zuschlag
abgedeckt.
c) Zur Substantiierungslast bei
Beeinträchtigungen durch
Bauarbeiten.(nicht amtlicher
Leitsatz)
§ 28 II. BV „Anbietpflicht“ einer wirksamen 27. September MietPrax-AK § Börstinghaus,
Renovierungsklausel vor 2017 28 II. BV Nr. 6 = jurisPR-
VIII ZR 250/16 WuM 2017, 663 BGHZivilR
Kostenzuschlag bei = GE 2017, 1339 21/2017 Anm. 2;
preisgebundener Miete = NZM 2017, Schach, jurisPR-
1. Der Vermieter preisgebundenen 759 = MDR MietR 23/2017
Wohnraums ist grundsätzlich nicht 2017, 1293 = Anm. 4; Kappus,
gehindert, gemäß § 10 Abs. 1 Satz 1 NJW-RR 2017, NZM 2017, 762;
WoBindG die Kostenmiete einseitig um 1356 = ZMR Börstinghaus,
den Zuschlag nach § 28 Abs. 4 Satz 2 II. 2018, 27 MietRB 2017, 343;
BV zu erhöhen, wenn sich die im Drasdo, NJW-
Mietvertrag enthaltene Formularklausel Spezial 2017, 738

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über die Abwälzung der Pflicht zur
Vornahme von Schönheitsreparaturen auf
den Mieter gemäß § 307 Abs. 1 Satz 1
BGB wegen unangemessener
Benachteiligung des Mieters als
unwirksam erweist (Bestätigung von
BGH, Urteil vom 24. März 2010, VIII ZR
177/09, BGHZ 185, 114 Rn. 11 ff.;
Beschlüsse vom 13. Juli 2010, VIII ZR
281/09, WuM 2010, 635 Rn. 1; vom 31.
August 2010, VIII ZR 28/10, WuM 2010,
750 Rn. 1 und vom 12. Januar 2011, VIII
ZR 6/10, NZM 2011, 478 Rn. 1).
2. In den vorgenannten Fällen ist der
Vermieter nicht verpflichtet, dem Mieter
vor dem Erhöhungsverlangen eine
wirksame Abwälzungsklausel anzubieten
oder ein entsprechendes Angebot des
Mieters anzunehmen; insbesondere folgt
eine derartige Pflicht weder aus § 241
Abs. 2 BGB noch aus § 242 BGB.
§ 31 II. BV Einnahmen aus Vermietung an 2. November MietPrax-AK § Drasdo, NJW-
Mobilfunkbetreiber 2005 31 II. BV Nr. 1 = Spezial 2006, 100;
Einnahmen des Vermieters aus der VIII ZR 310/04 WuM 2006, 26 = Pfeifer, MietRB
Vermietung von Dachflächen zum GE 2006, 111 = 2006, 209
Betrieb einer Mobilfunkantenne stellen NZM 2006, 133
keine Erträge im Sinne des § 31 Abs. 1 = ZMR 2006,
Satz 1 II. BV dar. Sie sind in einer 188 = MDR
Wirtschaftlichkeitsberechnung im 2006, 681
preisgebundenen Wohnraum nicht zu
berücksichtigen.
§ 3 ZPO Rechtsmittelstreitwert auf 15. Februar 2006 MietPrax-AK § 3
Freigabe einer Mietbürgschaft VIII ZB 93/04 ZPO Nr. 1 =
Das Interesse an der Freigabe einer WuM 2006, 215
Mietbürgschaft ist in jedem Fall mit der
Bürgschaftssumme zu bewerten.(nicht
amtlicher Leitsatz)
§ 3 ZPO Streitwert einer Klage auf 17. Mai 2006 MietPrax-AK § 3 Schach, GE 2006,
Beseitigung einer VIII ZB 31/05 ZPO Nr. 2 = GE 883; Schneider,
2006, 902 = MietRB 2006, 238;
Parabolantenne NZM 2006, 637 Drasdo, NJW-
Wird die Klage eines Vermieters auf = DWW 2006, Spezial 2006, 485
Beseitigung einer durch den Mieter 289 = NJW
errichteten Satellitenempfangsantenne 2006, 2639 =
abgewiesen, richtet sich die Beschwer des ZMR 2006, 677
Vermieters nach dem Wertverlust, den er
durch eine von der
Satellitenempfangsantenne verursachte
Beeinträchtigung der Substanz und/oder
des optischen Gesamteindrucks seines
Hauses erleidet.
§ 3 ZPO Streitwert einer Klage auf 17. Mai 2006 MietPrax-AK § 3
Beseitigung einer VIII ZB 32/05 ZPO Nr. 3
Parabolantenne
Bei einem klageabweisenden Urteil des
Vermieters auf Beseitung einer
Parabolantenne bemisst sich der
Rechtsmittelstreitwert nach den
voraussichtlichen Kosten der Beseitigung.
Bei einer auf der Loggia aufgestellten

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Antenne ist die Festsetzung auf 300 €
ermessensfehlerfrei.(nicht amtlicher
Leitsatz)
§ 3 ZPO Gebührenstreitwert bei Klage 9. August 2006 MietPrax-AK § 3 Drasdo, NJW-
auf Konkurrenzschutz XII ZR 165/05 ZPO Nr. 4 = Spezial 2007, 6
Zum Gebührenstreitwert für eine Klage, NZM 2006, 777
mit der ein Geschäftsraummieter gegen = GuT 2006, 373
seinen Vermieter einen auf ein = ZMR 2007, 18
Konkurrenzverbot gestützten = MDR 2007,
Unterlassungsanspruch geltend macht. 202 = NJW
2006, 3060
§ 3 ZPO Beschwer einer Duldungsklage 21. Mai 2019 MietPrax-AK § 3 Schach, jurisPR-
auf Plakataushang VIII ZB 66/18 ZPO Nr. 5 = GE MietR 18/2019
1. Wird der Vermieter einer Wohnung 2019, 912 = Anm. 3
verurteilt, die Anbringung eines MDR 2019, 983
Transparents, Plakats oder Banners durch = NJW 2019,
den Mieter an der Fassade des Hauses zu 2468 = NZM
dulden, richtet sich die Beschwer des 2019, 516 =
Vermieters nach dem Wertverlust, den er WuM 2019,538
durch die Beeinträchtigung der Substanz = ZMR 2019,
und/oder des optischen Gesamteindrucks 660
seines Hauses erleidet (Fortführung von
Senatsbeschluss vom 17. Mai 2006 - VIII
ZB 31/05, NJW 2006, 2639 Rn. 8, 10).
2. Zudem ist bei der Bemessung der
durch die Eigentumsstörung verursachten
Beschwer des Vermieters zu
berücksichtigen, ob der Text des
Transparents, Banners oder Plakats den
Eindruck erwecken kann, der Vermieter
missachte Mieterinteressen.
§ 3 ZPO Beschwer bei Streit über 13. November MietPrax-AK § 3 Drasdo, NJW-
Umfang des Nutzungsrechts 2019 ZPO Nr. 6 = Spezial 2020, 129
Bei einem Rechtsstreit über die XII ZB 382/19 WuM 2020, 43 =
Berechtigung des Mieters, die Mietsache GE 2020, 115 =
in einer bestimmten Art und Weise NZM 2020, 215
nutzen zu dürfen, bei dem der Bestand
des Mietverhältnisses zwischen den
Parteien unstreitig ist, bestimmt sich der
Wert des Beschwerdegegenstands nach §
3 ZPO.
§ 8 ZPO Rechtsmittelstreitwert bei Streit 27. Oktober 2004 MietPrax-AK § 8 Schneider MietRB
über Bestand eines XII ZB 106/04 ZPO Nr. 1 = GE 2005, 70
2004, 1523 =
Nutzungsverhältnisses WuM 2005, 66 =
Zur Anwendbarkeit des § 8 ZPO ZMR 2005, 115
(Wertberechnung) bei einem Streit über = DWW 2005,
das Bestehen oder die Dauer eines miet- 25 = MDR 2005,
oder pachtähnlichen 204
Nutzungsverhältnisses
§ 8 ZPO Rechtsmittelstreitwert bei 16. Februar 2005 MietPrax-AK § 8
unbefristetem Nutzungsrecht XII ZR 46/03 ZPO Nr. 2 =
Beruft sich der Nutzungsberechtigte WuM 2005, 350
gegenüber der Kündigung auf = ZMR 2005,
Schutzregeln, die das Kündigungsrecht 933
einschränken und ihm ein Recht zur
Fortsetzung der Nutzung geben, so dauert
die "streitige Zeit" i.S.d. § 8 ZPO vom
Tage der Erhebung der Räumungsklage
bis zu dem Zeitpunkt an, der

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Nutzungsberechtigte als den für ihn
günstigsten Beendigungszeitpunkt des
Mietverhältnisses in Anspruch
nimmt.(nicht amtlicher Leitsatz)
§ 8 ZPO Streitwert bei Räumungsklage 17. März 2005 MietPrax-AK § 8
Streiten die Parteien im Rahmen einer III ZR 342/04 ZPO Nr. 3 =
Räumungsklage über eine NZM 2005, 435
Kleingartenparzelle, die auf unbestimmte = WuM 2005,
Zeit vermietet worden ist, über die 351 = NJW-RR
Wirksamkeit einer ausgesprochenen 2005, 867 = GE
Kündigung, ist mangels anderer 2005, 611
hinreichend konkreter Anhaltspunkte die
"streitige Zeit" i.S.d. § 8 ZPO in
entsprechender Anwendung des § 9 ZPO
zu bestimmen.
§ 8 ZPO Beschwer bei Räumungs- und 15. Juni 2005 MietPrax-AK § 8 Monschau, MietRB
Abrißpverpflichtung XII ZR 104/02 ZPO Nr. 4 = 2006, 35
Die Beschwer eines zur Räumung und WuM 2005, 525
daneben zum Abriß bestimmter Gebäuder = NZM 2005,
verurteilten bemißt sich für den 678
Räumungsanspruch nach § 8 ZPO und für
die gesonderte Verurteilung zum Abriß
der Gebäude gemäß § 3 ZPO nach den
Kosten für deren Entfernung.
§ 8 ZPO Beschwer bei Räumungsklage 27. Juli 2005 MietPrax-AK § 8
Beruft sich ein Nutzungsberechtigter XII ZR 70/04 ZPO Nr. 5
gegenüber einer Kündigung auf
Schutzregeln, die das Kündigungsrecht
einschränken und ihm ein Recht zur
Fortsetzung der Nutzung geben, so
dauert die "streitige Zeit" im Sinne des §
8 ZPO vom Tag der Erhebung der
Räumungsklage bis zu dem Zeitpunkt,
den derjenige, der sich auf ein
Nutzungsrecht beruft, als den für ihn
günstigsten Beendigungszeitpunkt des
Nutzungsvertrages in Anspruch
nimmt(nicht amtlicher Leitsatz)
§ 8 ZPO Beschwer bei Räumungsklage 27. Juli 2005 MietPrax-AK § 8
Für eine Räumungsklage ergibt sich der XII ZR 67/03 ZPO Nr. 6
Wert der Beschwer aus § 8 ZPO.(nicht
amtlicher Leitsatz)
§ 8 ZPO Rechtsmittelstreitwert Räumung 22. November MietPrax-AK § 8
eines Kellers 2005 ZPO Nr. 7 =
Der Rechtsmittelstreitwert für einen VIII ZB 34/05 WuM 2006, 45
Räumungsantrag bzgl. eines Kellerraums
bemißt sich nach § 8 ZPO und nicht nach
§ 6 ZPO.(nicht amtlicher Leitsatz)
§ 8 ZPO Streitwert bei Streit über 26. April 2006 MietPrax-AK § 8
Begründung eines XII ZR 154/05 ZPO Nr. 8 =
GuT 2007, 31
Mietverhältnisses
§ 8 ZPO gilt nicht nur beim Streit über
die Dauer, sondern auch bei einem
solchen über das Bestehen eines Pacht-
oder Mietverhältnisses. Ein Streit über
das Bestehen liegt aber nicht nur dann
vor, wenn die Parteien darüber uneins
sind, ob ein unstreitig entstandenes Pacht-

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oder Mietverhältnis über einen
bestimmten Zeitpunkt hinaus wirksam
geblieben ist, sondern auch, wenn sich
der Streit der Parteien schon an der Frage
entzündet, ob ein solches Verhältnis
überhaupt jemals rechtsgültig begründet
worden ist.(nicht amtlicher Leitsatz)
§ 8 ZPO Streitwert bei Räumungsklage 22. März 2006 MietPrax-AK § 8
Beruft sich ein Nutzungsberechtigter XII ZR 58/05 ZPO Nr. 9
gegenüber einer Kündigung auf
Schutzregeln, die das Kündigungsrecht
einschränken und ihm ein Recht zur
Fortsetzung der Nutzung geben, so dauert
die "streitige Zeit" im Sinne des § 8 ZPO
vom Tag der Erhebung der
Räumungsklage bis zu dem Zeitpunkt,
den derjenige, der sich auf ein
Nutzungsrecht beruft, als den für ihn
günstigsten Beendigungszeitpunkt des
Nutzungsvertrages in Anspruch
nimmt(nicht amtlicher Leitsatz)
§ 8 ZPO Beschwer bei Räumungsurteil 13. März 2007 MietPrax-AK § 8 Schneider, NZM
Der Wert der Beschwer einer VIII ZR 189/06 ZPO Nr. 10 = 2007, 512; Berg,
Verurteilung zur Räumung einer WuM 2007, 283 MietRB 2007, 289
Mietwohnung bestimmt sich nach § 8 = NZM 2007,
ZPO. Zur Bestimmung der "streitigen 355 = GE 2007,
Zeit" ist dabei auf den Zeitpunkt 780
abzustellen, zu dem das Mietverhältnis
jedenfalls geendet hätte. Lässt sich ein
solcher Zeitpunkt nicht sicher feststellen,
bemisst sich die Beschwer nach dem
dreieinhalbfachen Wert des einjährigen
Bezuges (im Anschluss an BGH,
Beschluss vom 25. Oktober 1995 - XII
ZR 7/94, WM 1996, 187, unter II 1;
Beschluss vom 14. April 2004 - XII ZB
224/02, WuM 2004, 353, unter II;
Beschluss vom 16. Februar 2005 - XII ZR
46/03, WuM 2005, 350, unter 2; Urteil
vom 17. März 2005 - III ZR 342/04,
NJW-RR 2005, 867, unter 2 b; BVerfG
NZM 2006, 578).
§ 8 ZPO Rechtsmittelstreitwert Räumung 2. Mai 2007 MietPrax-AK § 8 Flatow, WuM
Garage XII ZB 205/06 ZPO Nr. 11 = 2007, 438
Beruft sich ein Nutzungsberechtigter WuM 2007, 328
gegenüber einer Kündigung auf = GE 2007, 844
Regelungen, die das Kündigungsrecht = NZM 2007,
einschränken, so dauert die "streitige 500
Zeit" im Sinne des § 8 ZPO vom Tag der
Erhebung der Räumungsklage bis zu dem
Zeitpunkt an, den der
Nutzungsberechtigte als den für ihn
günstigsten Beendigungszeitpunkt des
Miet- oder Pachtvertrages in Anspruch
nimmt. Hat der Nutzungsberechtigte
keinen festen Zeitpunkt genannt, greift
die Vorschrift des § 9 ZPO ein(nicht
amtlicher Leitsatz)

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§ 8 ZPO Beschwer bei Räumungsurteil 12. März 2008 MietPrax-AK § 8
über Trockenboden VIII ZB 60/07 ZPO Nr. 12 =
Der Wert einer GE 2008, 668 =
Vollstreckungsabwehrklage bemisst sich WuM 2008, 296
grundsätzlich nach dem Umfang der = NZM 2008,
erstrebten Ausschließung der 404
Zwangsvollstreckung, mithin nach dem
Wert des zu vollstreckenden Anspruchs.
Bei der Abwehr eines mietvertraglich
begründeten Anspruchs auf Einräumung
des Mitbesitzes an einem Trockenboden
ist der Wert des Beschwerdegegenstandes
nach § 8 ZPO zu bemessen.(nicht
amtlicher Leitsatz)
§ 8 ZPO Beschwer bei einseitiger 15. November MietPrax-AK § 8
Erledigungserklärung 2007 ZPO Nr. 12 =
Nach einer einseitigen V ZB 72/07 WuM 2008, 35
Erledigungserklärung reduziert sich der
Streitwert auf die bis dahin entstandenen
Kosten. Diese bestimmen auch die
Beschwer des Beklagten, der der
Erledigung widerspricht und eine
Klageabweisung erreichen will.(nicht
amtlicher Leitsatz)
§ 8 ZPO Betriebskostenvorauszahlung 8. April 2008 MietPrax-AK § 8
und Ermittlung der Beschwer VIII ZR 50/06 ZPO Nr. 13 =
WuM 2008, 417
bei Räumungsurteil
Die monatliche für den Wert der
Beschwer zugrunde zu legende Miete
berechnet sich ohne die auf die
Betriebskosten anfallenden
Vorauszahlungen.(nicht amtlicher
Leitsatz)
§ 8 ZPO Beschwer bei einseitiger 12. Juli 2016 MietPrax-AK § 8
Erledigungserklärung VIII ZB 55/15 ZPO Nr. 14 =
1. Die Beschwer des Rechtsmittelführers WuM 2016, 632
nach einer einseitigen = GE 2016, 1381
Erledigungserklärung bemisst sich in aller
Regel nach der Summe der bis zum
Zeitpunkt der Erledigungserklärung
entstandenen Kosten.
2. Der Gebührenstreitwert eines Antrags
eines Mieters auf Feststellung, die Miete
sei gemindert, ist gemäß § 48 Abs. 1 Satz
1 GKG, §§ 3, 9 ZPO mit dem
dreieinhalbfachen Jahresbetrag der
geltend gemachten Mietminderung zu
bemessen.(nicht amtlicher Leitsatz)
§ 8 ZPO Rechtsmittel- und 18. Mai 2017 MietPrax-AK § 8
Gebührenstreitwert bei III ZR 525/16 ZPO Nr. 15 =
MDR 2017, 971
Feststellungsklage = NZM 2017,
1. Verlangt der Unterpächter gegenüber 525 = NJW-RR
dem Unterverpächter und dem 2017, 911
Generalverpächter/Grundstückseigentüme
r - als Streitgenossen - die Feststellung,
dass der Unterpachtvertrag mit ihm selbst
und der Generalpachtvertrag zwischen
den beiden Beklagten ungekündigt

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fortbestehen, und geht es ihm hierbei
ausschließlich darum, sein Besitzrecht an
der von ihm genutzten Parzelle gegen
Herausgabeansprüche der beiden
Beklagten zu verteidigen, so bemessen
sich der Zuständigkeits- und
Rechtsmittelstreitwert gemäß §§ 8, 9 ZPO
nach dem dreieinhalbfachen und der
Gebührenstreitwert gemäß § 41 Abs. 1
GKG nach dem einfachen Jahresbetrag
des vom Kläger für seine Parzelle zu
entrichtenden Pachtzinses.
2. Ein gegen einfache Streitgenossen
ergangenes Feststellungsurteil entfaltet im
Verhältnis unter diesen keine
Rechtskraftwirkung.
§ 9 ZPO Rechtsmittelstreitwert bei 27. November MietPrax-AK § 9 Beuermann, GE
Mängelbeseitigungsklage 2002 ZPO Nr. 1 = 2003, 236
Der Wert der Beschwer eines zur VIII ZB 33/02 NJW-RR 2003,
Mängelbeseitigung verurteilten 229 = NZM
Vermieters bemißt sich gem. § 9 ZPO 2003, 152 = GE
nach dem 3,5-fachen Jahresbetrag der 2003, 250
aufgrund des Mangels gegebenen
Mietminderung.(nicht amtlicher
Leitsatz)
§ 9 ZPO Rechtsmittelstreitwert bei 21. Mai 2003 MietPrax-AK § 9 Enders JurBüro
Mieterhöhungsklage VIII ZB 10/03 ZPO Nr. 2 = 2004, 207
Der Wert der Beschwer bei einer BGHReport
Zustimmungsklage gem. § 558b BGB 2003, 1036 =
bemißt sich gem. § 9 ZPO nach dem 3,5 AnwBl 2003,
fachen Jahresbetrag der im Streit 597 = NZM
2004, 617 =
stehenden Mieterhöhung.(nicht
NJOZ 2003,
amtlicher Leitsatz) 3008
§ 9 ZPO Rechtsmittelstreitwert bei 18. Februar 2004 MietPrax-AK § 9
Mängelbeseitigungsklage VIII ZB 84/03 ZPO Nr. 3 =
Die Beschwer des auf Mängelbeseitigung WuM 2004, 220
klagenden Wohnungsmieters ist nach
dem 3,5-fachen Jahresbetrag der
Mietminderung zu bemessen.(nicht
amtlicher Leitsatz)
§ 9 ZPO Gebührenstreitwerte im 17. März 2004 MietPrax-AK § 9
Mietrecht XII ZR 162/00 ZPO Nr. 4 =
1. Im Falle einer Klage auf künftige NZM 2004, 423
Miete bestimmt sich der = ZMR 2004,
Gebührenstreitwert nach §§ 12 Abs. 1 494
GKG, 9 ZPO; eingeklagte Mietrückstände
sind entsprechend § 17 Abs. 4 GKG
hinzuzurechnen.
2. Der Gebührenstreitwert einer
Feststellungsklage über die Höhe der
Miete richtet sich nach § 3 ZPO, begrenzt
durch den Wert einer entsprechenden
Leistungsklage.
3. Zur Streitwertberechnung bei
Leistungsklage und wechselseitig
erhobenen Feststellungsklagen im
Rahmen eines Mietverhältnisses.

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§ 9 ZPO Rechtsmittelstreitwert Räumung 14. April 2004 MietPrax-AK § 9
Garage XII ZB 224/02 ZPO Nr. 5 =
Zur Berechnung der WuM 2004, 353
Rechtsmittelbeschwer, wenn sich der = NZM 2004,
Mieter eines getrennt angemieteten 460 = GE 2004,
Garagenplatzes gegenüber der Kündigung 810 = MDR
des Vermieters darauf beruft, die Garage 2004, 931
so lange wie die angemietete Wohnung
nutzen zu dürfen, der Zeitpunkt der
Beendigung der Wohnungsnutzung aber
ungewiß ist.
§ 9 ZPO Klage auf Feststellung eines 11. August 2004 MietPrax-AK § 9
zukünftigen Mietausfallschadens XII ZR 101/01 ZPO Nr. 6 =
1. Der Feststellungsabschlag beträgt 20% NZM 2004, 824
vom behaupteten Schaden.
2. Bei Klage auf zukünftigen Mietausfall
richtet sich die Streitwertberechnung nach
§ 9 ZPO und nicht nach § 41
GKG.(nicht amtlicher Leitsatz)
§ 9 ZPO Gebührenstreitwert einer 20. April 2005 MietPrax-AK § 9
negativen Feststellungsklage XII ZR 248/04 ZPO Nr. 7 =
Zum Streitwert eine die Verpflichtung zur ZMR 2005, 535
Zahlung laufenden Mietzinses =NZM 2005,
leugnenden Feststellungsklage. 519 = NJW-RR
2005, 938 =
MDR 2005, 248
§ 9 ZPO Rechtsmittelstreitwert bei 28. November MietPrax-AK § 9
Mieterhöhungsklage 2006 ZPO Nr. 8 =
Der Wert der Beschwer bei einer VIII ZB 9/06 WuM 2007, 32 =
Zustimmungsklage gem. § 558b BGB ZMR 2007, 107
bemißt sich gem. § 9 ZPO nach dem 3,5
fachen Jahresbetrag der im Streit
stehenden Mieterhöhung.(nicht
amtlicher Leitsatz)
§ 9 ZPO Gebührenstreitwert bei 13. Februar 2007 MietPrax-AK § 9 Schach, GE 2007,
Mängelbeseitigungsklage VIII ZR 342/03 ZPO Nr. 9 = 941
Der Gebührenstreitwert einer Klage auf WuM 2007, 207
Mangelbeseitigung bemißt sich gem. § 9 = GE 2007, 983
ZPO nach dem 3,5-fachen Jahresbetrag
der aufgrund des Mangels gegebenen
Mietminderung.(nicht amtlicher
Leitsatz)
§ 9 ZPO Rechtsmittelstreitwert bei 8. April 2014 MietPrax-AK § 9
Mieterhöhungsklage nach VIII ZB 30/13 ZPO Nr. 10 =
WuM 2014, 427
eventueller vorprozessualer = GE 2014, 1057
Zustimmung = ZMR 2014,
Der Wert der Beschwer bei einer 867
Zustimmungsklage gem. § 558b BGB
bemißt sich gem. § 9 ZPO nach dem 3,5
fachen Jahresbetrag der im Streit
stehenden Mieterhöhung.(nicht
amtlicher Leitsatz)
§ 9 ZPO Beschwer bei Zustimmungsklage 14. Juni 2016 MietPrax-AK § 9 Börstinghaus,
Die Beschwer für Klagen auf VIII ZB 4/16 ZPO Nr. 11 = jurisPR-MietR
Mieterhöhung bemisst sich gemäß § 9 GE 2016, 910 = 15/2016, 2
ZPO im auf unbestimmte Zeit WuM 2016, 510
geschlossenen Wohnraummietverhältnis

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nach dem dreieinhalbfachen Wert des
einjährigen Mieterhöhungsbetrags.(nicht
amtlicher Leitsatz)
§ 67 ZPO Befugnisse des einfachen 23. August 2016 MietPrax-AK § Karsten Schmidt,
Streithelfers VIII ZB 96/15 67 ZPO Nr. 1 = JuS 2017, 75
a) Ein Nebenintervenient - gleich ob als WuM 2016, 688
einfacher oder streitgenössischer = MDR 2016,
Streithelfer - beteiligt sich, auch wenn er 1280
dabei in eigenem Namen und kraft
eigenen (prozessualen) Rechts neben der
Hauptpartei handelt, mit der aus seiner
Stellung und seinem Auftreten heraus
zum Ausdruck kommenden prozessualen
Erklärung, die Hauptpartei unterstützen
zu wollen, an einem fremden Prozess,
ohne selbst Partei zu werden. Ob der
Streithelfer dabei als einfacher oder als
streitgenössischer Streithelfer auftritt, ist
deshalb keine
Frage seiner Parteistellung im Prozess,
sondern betrifft allein Art und Umfang
der ihm dabei nach § 66 Abs. 2, § 67 ZPO
zukommenden Befugnisse.
b) Zur Bindung des
Rechtsbeschwerdegerichts an die
Feststellungen des Berufungsgerichts zur
(Un)Zulässigkeit einer Berufung.
§ 91 ZPO Mehrvertretungszuschlag bei 26. Februar 2003 MietPrax-AK §
Vertretung sämtlicher VIII ZB 69/02 91 ZPO Nr. 1 =
JurBüro 2004,
Gesellschafter einer GbR 145
Die Mehrvertretungsgebühr ist wegen der
ungesicherten Rechtslage auch auch dann
erstattungsfähig, wenn der Kläger wenige
Monate nach der Veröffentlichung der
BGH Entscheidung zur Anerkennung der
Rechtsfähigkeit der Außen-GbR noch
Klage im Namen aller Gesellschafter
erhoben hat. Erst seit dem Beschluß des
BGH vom 18.2.2002 (NJW 2002, 1207)
ist als hinreichend geklärt anzusehen, daß
eine Gesellschaft bürgerlichen Rechts im
Zivilprozeß parteifähig ist.(nicht
amtlicher Leitsatz)
§ 91 ZPO Kostenerstattung bei 2. Mai 2007 MietPrax-AK § Schneider, MietRB
Mietvertrag mit Anwaltssozietät XII ZB 156/06 91 ZPO Nr. 3 = 2007, 229
Klagt ein Vermieter rückständigen NJW 2007, 2257
Mietzins nicht gegen die aus = NZM 2007,
Rechtsanwälten bestehende Gesellschaft 565 = ZMR
bürgerlichen Rechts ein, die seine 2007, 680
Vertragspartnerin ist, sondern gegen die
drei Mitglieder dieser Sozietät persönlich
als Gesamtschuldner, so ist es diesen
unbenommen, sich im Verfahren jeweils
selbst zu vertreten.
Aus dem Prozessrechtsverhältnis folgt
jedoch die Pflicht jeder Partei, die Kosten
ihrer Prozessführung, die sie im Falle
ihres Obsiegens vom Gegner erstattet
verlangen will, so niedrig zu halten, wie

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sich dies mit der Wahrung ihrer
berechtigten Belange vereinbaren lässt.
Der Kostenerstattungsanspruch der
Beklagten kann daher insgesamt auf den
Betrag beschränkt sein, der sich ergeben
hätte, wenn sie einen gemeinsamen
Prozessbevollmächtigten beauftragt
hätten. Dies kommt insbesondere in
Betracht, wenn hinsichtlich ihrer
Rechtsverteidigung Interessenkonflikte
zwischen ihnen weder bestanden noch zu
erwarten waren.
§ 91 ZPO Kostenerstattung bei 2. Mai 2007 MietPrax-AK §
Mietvertrag mit Anwaltssozietät XII ZB 157/06 91 ZPO Nr. 4
Aus dem Recht der anwaltlichen
Selbstvertretung folgt nicht zwingend ein
entsprechender
Kostenerstattungsanspruch für jeden
Sozius einer Anwalts-GbR, die als Mieter
auf Mietzahlung in Anspruch genommen
wird.
Jede Prozesspartei ist verpflichtet, die
Kosten ihrer Prozessführung, die sie im
Falle ihres Sieges vom Gegner erstattet
verlangen will, so niedrig zu halten, wie
sich dies mit der Wahrung ihrer
berechtigten Belange vereinbaren
läßt.(nicht amtlicher Leitsatz)
§ 91 ZPO Kostenerstattung bei 2. Mai 2007 MietPrax-AK §
Mietvertrag mit Anwaltssozietät XII ZB 158/06 91 ZPO Nr. 5
Aus dem Recht der anwaltlichen
Selbstvertretung folgt nicht zwingend ein
entsprechender
Kostenerstattungsanspruch für jeden
Sozius einer Anwalts-GbR, die als Mieter
auf Mietzahlung in Anspruch genommen
wird.
Jede Prozesspartei ist verpflichtet, die
Kosten ihrer Prozessführung, die sie im
Falle ihres Sieges vom Gegner erstattet
verlangen will, so niedrig zu halten, wie
sich dies mit der Wahrung ihrer
berechtigten Belange vereinbaren
läßt.(nicht amtlicher Leitsatz)
§ 91 ZPO Erstattungsfähigkeit der 7. Juni 2011 MietPrax-AK § Schneider, MietRB
Reisekosten eines Anwalts vom VIII ZB 102/08 91 ZPO Nr. 7 = 2011, 281
WuM 2011, 433
Sitz der Hausverwaltung = GE 2011, 1081
1. Macht die obsiegende Partei = NJW-RR
Reisekosten eines Rechtsanwalts geltend, 2011, 1430
der eine Partei vertritt, die bei einem
auswärtigen Gericht verklagt wird, und
der weder am Gerichtsort noch am Wohn-
oder Geschäftsort der Partei ansässig ist
("Rechtsanwalt am dritten Ort"), sind
diese Kosten regelmäßig nur bis zur Höhe
der fiktiven Reisekosten eines am Wohn-
oder Geschäftsort der Partei ansässigen
Rechtsanwalts zu erstatten.
2. Eine von diesen wiedergegebenen
Grundsätzen abweichende Beurteilung ist

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jedoch dann geboten, wenn es sich um
eine Sache handelt, deren
vorangegangene unternehmensinterne
Bearbeitung an einem Ort erfolgt ist, an
dem das Unternehmen weder seinen
Hauptsitz noch eine Zweigniederlassung
unterhält.
3. Das ist auch der Fall, wenn die
Vermieterin eine externe Hausverwaltung
eingeschaltet hat, die allen rechtlichen
und tatsächlichen Fragen beantworten
kann.(nicht amtlicher Leitsatz)
§ 91 ZPO Kosten eines Privatgutachtens 24. April 2012 MietPrax-AK §
Eine Partei hat grundsätzlich ihre VIII ZB 27/11 91 ZPO Nr. 8 =
Einstandspflicht und ihre GuT 2012, 271
Ersatzberechtigung in eigener
Verantwortung zu prüfen und den
dadurch entstehenden Aufwand selbst zu
tragen. Deshalb sind Kosten eines
Privatgutachtens in der Regel nicht zu
erstattungsfähig.(nicht amtlicher
Leitsatz)
§ 91 ZPO Kosten des selbständigen 8. Oktober 2013 MietPrax-AK §
Beweisverfahrens VIII ZB 61/12 91 ZPO Nr. 9 =
Zur Festsetzung der Kosten eines WuM 2013, 687
selbständigen Beweisverfahrens als = NJW 2013,
Gerichtskosten des nachfolgenden - von 3586 = GE 2013,
einem Rechtsschutzversicherer in 1583 = NZM
Prozessstandschaft für seine 2014, 29
Versicherungsnehmer geführten -
Hauptsacheverfahrens.
§ 91 ZPO Erstattungsanspruch bei 5. Juli 2006 MietPrax-AK §
teilweise obsiegendem VIII ZB 53/05 91 ZPO Nr. 2 =
WuM 2006, 529
Streitgenossen = ZMR 2006,
Bei Streitgenossen mit nur einem 915
gemeinsamen Prozessbevollmächtigten
kann grundsätzlich für den obsiegenden
Streitgenossen nur der seiner Beteiligung
am Rechtsstreit entsprechende Bruchteil
der Anwaltskosten festgesetzt
werden.(nicht amtlicher Leitsatz)
§ 91 ZPO Kostenerstattung bei inzwischen 3. Februar 2009 MietPrax-AK §
getrenntlebenden Mietern VIII ZB 114/07 91 ZPO Nr. 5 =
Werden zwei einfache Streitgenossen (§§ WuM 2009, 186
59, 60, 61 ZPO) verklagt, steht es = GE 2009, 715
grundsätzlich jedem von ihnen frei, sich = ZMR 2009,
von einem eigenen Anwalt vertreten zu 442
lassen mit der Folge, dass im Falle des
Obsiegens die jedem Streitgenossen
entstandenen Anwaltskosten
erstattungsfähig sind.(nicht amtlicher
Leitsatz)
§ 91a ZPO Zulässigkeit eines Beschlusses 11. März 2009 MietPrax-AK §
nach § 91a ZPO VIII ZB 70/07 91a ZPO Nr. 1 =
Eine Kostenentscheidung nach § 91a Abs. WuM 2009, 315
1 Satz 2 ZPO ist unzulässig, wenn der = NJW 2009,
Beklagte nicht auf die in § 91a Abs. 1 1973 = FamRZ
Satz 1 ZPO geregelte Rechtsfolge 2009, 970 =

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hingewiesen worden ist, dass das Gericht RVRreport 2009,
- ebenso wie im Falle der 320
übereinstimmenden Erledigungserklärung
- über die Kosten des Rechtsstreits unter
Berücksichtigung des bisherigen Sach-
und Streitstands nach billigem Ermessen
durch Beschluss ent-scheiden wird, falls
der Beklagte der Erledigungserklärung
des Klägers nicht fristgerecht
widerspricht.
§ 91a ZPO Erledigung durch 27. Januar 2010 MietPrax-AK § Meller-Hannich,
Verjährungseinrede VIII ZR 58/09 91a ZPO Nr. 2 = LMK 6/2010 Anm.
Die erstmalige Erhebung der Einrede der WuM 2010, 288 11
Verjährung im Laufe des Rechtsstreits = ZMR 2010,
stellt auch dann ein erledigendes Ereignis 591 = NZM
dar, wenn die Verjährung bereits vor 2010, 511 =
Rechtshängigkeit eingetreten ist. NJW 2010, 2422
= JR 2010, 395
§ 91a ZPO Kostenentscheidung bei 9. Juni 2010 MietPrax-AK §
beidseitiger Erledigung im XII ZR 183/08 91a ZPO Nr. 3
Nichtzulassungsbeschwerdeverf
ahren
Eine für den in den Vorinstanzen
unterlegenen Kläger günstige
Entscheidung über die Kosten des
Rechtsstreits kann nur getroffen werden,
wenn nach dem Sach- und Streitstand bei
Eintritt des erledigenden Ereignisses die
Beschwerde gegen die Nichtzulassung
der Revision Erfolg gehabt und die
Durchführung der Revision zu einer
Abweisung der Klage geführt
hätte.(nicht amtlicher Leitsatz)
§ 91a ZPO Kündigung unter Bedingung 14. Mai 2013 MietPrax-AK §
Gegen eine Kostenentscheidung ist die VIII ZB 51/12 91a ZPO Nr. 4 =
Rechtsbeschwerde nicht aus materiell- GuT-W 2013, 74
rechtlichen Gründen zuzulassen, da es
nicht Zweck des Kostenverfahrens ist,
Rechtsfragen von grundsätzlicher
Bedeutung zu klären oder das Recht
fortzubilden.(nicht amtlicher
Leitsatz)
§ 91a ZPO Rechtsmittel gegen 19. März 2013 MietPrax-AK §
Kostenentscheidung VIII ZB 45/12 91a ZPO Nr. 4 =
1. Die Beweisregel des § 314 Satz 1 ZPO NJW 2013, 2361
gilt auch für die im Urteil aufgeführten = MDR 2013,
prozessualen Erklärungen der Parteien, 671 = NZM
die in der mündlichen Verhandlung 2013, 825
abgegeben worden sind (im Anschluss an
BVerwG, NJW 1988, 1228).
2. Das Rechtsmittel der Berufung ist nicht
statthaft, wenn sich eine Partei allein
gegen die Kostenentscheidung nach § 91a
ZPO und nicht zugleich gegen die
Hauptsache wendet (im Anschluss an
BGH, Urteil vom 21. Februar 1991, I ZR
92/90, BGHZ 113, 362 ff.; Beschluss
vom 19. Oktober 2000, I ZR 176/00,
NJW 2001, 230 unter II). Dies gilt auch

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dann, wenn die Partei zusammen mit
ihrem Streitgenossen Berufung einlegt
und sich der Streitgenosse nicht nur
gegen die Kostenentscheidung nach § 91a
ZPO, sondern auch gegen die
Verurteilung in der Hauptsache wendet,
die von ihm geltend gemachte Beschwer
aber nicht die Berufungssumme erreicht.
§ 99 ZPO Isolierte Anfechtung einer 3. September MietPrax-AK §
Kostenentscheidung bei 2013 99 ZPO Nr. 1
Abtretung VIII ZB 17/12
a) § 99 Abs. 1 ZPO steht über die in § 99
Abs. 2, § 91a Abs. 2, § 269 Abs. 5 ZPO
genannten Ausnahmen hinaus der
Einlegung eines Rechtsmittels nicht
entgegen, wenn eine Kostenentscheidung
zu Lasten eines nicht am Rechtsstreit
beteiligten Dritten ergangen ist.
b) Das gilt für einen Drittwiderbeklagten
aber nicht.(nicht amtlicher Leitsatz)
§ 92 ZPO Kostenentscheidung bei 5. Oktober 2005 MietPrax-AK §
Teilunterliegen und Klage vor XII ZR 131/03 92 ZPO Nr. 1
unzuständigem Gericht
Wird der Hauptantrag auf Räumung
abgewiesen und auf den Hilfsantrag zur
Räumung zu einem späteren Zeitpunkt
erkannt so ist eine Kostenquote bezogen
auf die vertraglich vorgesehene
Nutzungszeit zu bilden.(nicht
amtlicher Leitsatz)
§ 114 ZPO PKH-Bewilligung nach 18. November MietPrax-AK §
Klagerücknahme 2009 114 ZPO Nr. 1
Dem Beklagten ist Prozesskostenhilfe XII ZB 152/09
auch nach Klagerücknahme zu
bewilligen, wenn Rechtsverteidigung und
Prozesskostenhilfeantragstellung bereits
zuvor erfolgt waren und die
Rechtsverteidigung hinreichende
Aussicht auf Erfolg hatte.
§ 114 ZPO Prozesskostenhilfe bei unklarer 22. November MietPrax-AK §
Rechtslage 2011 114 ZPO Nr. 2 =
a) Misst ein Einzelrichter in einem VIII ZB 81/11 WuM 2012, 46 =
Beschwerdeverfahren einer Sache MDR 2012, 114
rechtsgrundsätzliche Bedeutung zu und = NJW-RR
lässt deswegen die Rechtsbeschwerde zu, 2012, 125
ist die Zulassung zwar wirksam, seine
Entscheidung unterliegt jedoch auf
Rechtsbeschwerde im Hinblick auf die
von Amts wegen zu berücksichtigende
fehlerhafte Besetzung des
Beschwerdegerichts der Aufhebung
(Bestätigung von BGH, Beschluss vom
13. März 2003 - IX ZB 134/02, BGHZ
154, 200; Senatsbeschlüsse vom 27. April
2010 - VIII ZB 81/09, WuM 2010, 385;
vom 21. September 2010 - VIII ZB 73/09,
WuM 2011, 61; vom 8. März 2011 - VIII
ZB 65/10, WuM 2011, 242).

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b) Die Rechtsbeschwerde kann im
Verfahren über die Bewilligung von
Prozess-kostenhilfe nur wegen solcher
Fragen zugelassen werden, die das
Verfahren oder die persönlichen
Voraussetzungen betreffen (Bestätigung
von BGH, Beschlüsse vom 21. November
2002 - V ZB 40/02, NJW 2003, 1126;
vom 4. August 2004 - XII ZA 6/04,
FamRZ 2004, 1633; vom 18. Juli 2007 -
XII ZA 11/07, NJW-RR 2008, 144).
§ 116 ZPO Prozesskostenhilfe für 12. März 2008 MietPrax-AK §
Insolvenzverwalter XII ZB 4/08 116 ZPO Nr. 1 =
Zur Prozesskostenhilfe für den GuT 2008, 213 =
Insolvenzverwalter bei Massearmut. NZI 2008, 368 =
ZIP 2008, 1035
§ 116 ZPO Prozesskostenhilfe für 14. Dezember MietPrax-AK §
Insolvenzverwalter 2011 116 ZPO Nr. 2 =
Die wirtschaftliche Zumutbarkeit ist zu XII ZA 22/11 NZI 2012, 192
bejahen, wenn der Betrag, den ein
Gläubiger auch bei Berücksichtigung des
Prozessrisikos bei der Verteilung der
Masse zu erwarten hat, denjenigen
deutlich übersteigt, den er für die Kosten
aufzubringen hat. Außerdem müssen die
Gläubiger die betreffenden Mittel
unschwer aufbringen können.(nicht
amtlicher Leitsatz)
§ 119 ZPO Umfang notwendiger 26. Oktober 2021 MietPrax-AK §
Prozesskostenhilfe bei VIII ZR 71/20 119 ZPO Nr. 1
Räumungsklage gegen
Streitgenossen
1. Bei der Verteidigung gegen
Räumungsklage sind mehrere Beklagte
notwendige Streitgenossen.
2. Wenn nur einzelne Mieter
prozesskostenhilfeberechtigt sind, ist die
Bewilligung auf die
Mehrvertretungsgebühr zu
beschränken.(nicht amtlicher
Leitsatz)
§ 127 ZPO Beschwerdbefugnis der 17. November MietPrax-AK §
Staatskasse 2009 127 ZPO Nr. 1 =
a) Die Beschwerdebefugnis der VIII ZB 44/09 WuM 2010, 44 =
Staatskasse ist bei bewilligenden NZM 2010, 416
Prozesskostenhilfeentscheidungen auf die
in § 127 Abs. 3 Satz 1 ZPO ausdrücklich
genannten Fälle einer Zahlungsanordnung
beschränkt. Sie kann nur solche
Beschwerdeanträge stellen, die darauf
gerichtet sind, dem Antragsteller die
Leistung von Zahlungen auf die Kosten
der Prozessführung aufzuerlegen.
Dagegen ist eine von der Staatskasse mit
dem Ziel eingelegte Beschwerde, die
Verweigerung von Prozesskostenhilfe zu
erreichen, unstatthaft.
b) Ist die Anfechtbarkeit einer
Entscheidung gesetzlich ausgeschlossen

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oder begrenzt, kann auch eine positive
Zulassungsentscheidung den
Rechtsmittelzug nicht eröffnen, weil eine
nach dem Gesetz unanfechtbare
Entscheidung nicht mit Hilfe einer
Zulassung der Anfechtung unterworfen
werden kann (Anschluss an BGH,
Beschluss vom 13. November 2008 - IX
ZB 231/07, NJW-RR 2009, 210).
§ 130 ZPO Anforderung an eine 9. Februar 2010 MietPrax-AK §
Unterschrift VIII ZB 67/09 130 ZPO Nr. 1
Für eine dem Schriftformerfordernis
genügende Unterschrift ist erforderlich
aber auch genügend das Vorliegen eines
die Identität des Unterschreibenden
ausreichend kennzeichnenden
Schriftzugs, der individuelle und
entsprechend charakteristische Merkmale
aufweist, die die Nachahmung
erschweren, sich als Wiedergabe eines
Namens darstellt und die Absicht einer
vollen Unterschriftsleistung erkennen
lässt, selbst wenn er nur flüchtig
niedergelegt und von einem starken
Abschleifungsprozess gekennzeichnet
ist(nicht amtlicher Leitsatz)
§ 130a ZPO Containersignatur erfüllt nicht 15. Mai 2019 MietPrax-AK § Ulrich/Schmieder,
Schriftformerfordernis XII ZB 573/18 130a ZPO Nr. 1 NJW 2019, 2233
Die im EGVP-Verfahren eingesetzte = NJW 2019,
qualifizierte Container-Signatur genügt 2230 = MDR
seit dem 1. Januar 2018 nicht mehr den 2019, 821
Anforderungen des § 130a ZPO (im
Anschluss an BSG Beschlüsse vom 20.
März 2019 - B 1 KR 7/18 B, juris und
NJW 2018, 2222; BVerwG vom 7.
September 2018 - 2 WDB 3/18, NVwZ
2018, 1880; BAG vom 15. August 2018 -
2 AZN 269/18, NJW 2018, 2978;
Abgrenzung zu BGH Beschluss vom 14.
Mai 2013 - VI ZB 7/13, BGHZ 197, 209
= NJW 2013, 2034).
§ 130a ZPO Zeitpunkt des Eingangs eines 2. Februar 2022 MietPrax-AK §
elektronischen Dokuments XII ZB 304/21 130a ZPO Nr. 1
1. Ein elektronisches Dokument, das über
das besondere elektronische
Anwaltspostfach an das Gericht
übermittelt wird, ist bei Gericht im
Zeitpunkt des Eingangs bei Gericht
eingegangen.
2. Dass das elektronische Dokument nicht
zur Verfahrensakte gelangt, beruht auf
einem gerichtsinternen Versäumnis und
ändert an dem rechtzeitigen Eingang
nichts.(nicht amtlicher Leitsatz)
§ 138 ZPO Bestreiten mit Nichtwissen 21. Juni 2022 MietPrax-AK §
Auch in einem vorausgegangenen VIII ZR 285/21 138 ZPO Nr. 1
Vortrag der Partei kann ein Bestreiten
nachfolgender Behauptungen der
Gegenseite liegen, wenn jener Vortrag
diesen Behauptungen widerspricht (im

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Anschluss an BGH, Urteil vom 15. Mai
2001 - VI ZR 55/00, NJW-RR 2001, 1294
unter II 1).
§ 139 ZPO Erklärungspflicht und -frist 4. April 2007 MietPrax-AK §
während des Prozesses VIII ZB 109/05 139 ZPO Nr. 1 =
Erteilt das Gericht einen schriftlichen NJW 2007, 1887
Hinweis oder stellt es schriftlich eine = WuM 2007,
Frage mit dem Ziel der Ergänzung 328
ungenügender Angaben zu den geltend
gemachten Tatsachen, ohne dass der
Partei eine Frist zur Stellungnahme
gesetzt wird, ist diese gehalten, darauf so
rechtzeitig zu reagieren, wie es nach der
Prozesslage einer sorgfältigen und auf die
Förderung des Verfahrens bedachten
Prozessführung entspricht. Welcher
Zeitraum der Partei danach zuzubilligen
ist, richtet sich nach den Umständen des
Einzelfalls.
§ 139 ZPO Rechtzeitigkeit von Hinweisen 12. Januar 2022 MietPrax-AK §
1. Eine in erster Instanz siegreiche Partei XII ZR 26/21 139 ZPO Nr. 2
daraf darauf vertrauen, vom
Berufungsgericht einen Hinweis zu
erhalten, wenn dieses in einem
entscheidungserheblichen Punkt der
Beurteilung der Vorinstanz nicht folgen
will und aufgrund seiner abweichenden
Ansicht eine Ergänzung des Vorbringens
oder einen Beweisantritt für erforderlich
hält.
2. Der Hinweis muss dabei grundsätzlich
so rechtzeitig erteilt werden, dass der
Berufungsbeklagte noch vor dem Termin
zur mündlichen Verhandlung reagieren
kann.
3. Erteilt das Berufungsgericht den
Hinweis entgegen § 139 Abs. 4 ZPO erst
in der mündlichen Verhandlung, muss es
der betroffenen Partei genügend
Gelegenheit zur Reaktion hierauf
geben.(nicht amtlicher Leitsatz)
§ 144 ZPO Sachverständigengutachten von 27. Februar 2019 MietPrax-AK § Dötsch, MietRB
Amts wegen VIII ZR 255/17 144 ZPO Nr. 1 = 2019, 137;
1a. Es steht im pflichtgemäßen Ermessen GE 2019, 525 = Schwenker,
des Gerichts, ob es nach § 144 Abs. 1 DWW 2019, 132 jurisPR-
Satz 1 ZPO ein = NZM 2019, BGHZivilR
Sachverständigengutachten ohne Antrag 334 = WuM 13/2019 Anm. 3
des Beweispflichtigen von Amts wegen 2019, 264 =
einholt; dies befreit die Partei jedoch ZMR 2019, 574
nicht von ihrer Darlegungs- und
Beweislast (im Anschluss an BGH, Urteil
vom 9. Dezember 2014 - X ZR 13/14).
1b. Daher ist es regelmäßig nicht
ermessensfehlerhaft, wenn der Tatrichter,
nachdem er zuvor auf die Erforderlichkeit
eines entsprechenden Beweisantrags
hingewiesen hat, wegen des offen
ausgesprochenen entgegenstehenden
Willens der beweisbelasteten Partei von
der Einholung eines

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Sachverständigengutachtens von Amts
wegen absieht.
2a. Nach der Zurückverweisung des
Rechtsstreits durch das Revisionsgericht
darf das Berufungsgericht in der
wiedereröffneten Berufungsverhandlung
auch neue Angriffs- und
Verteidigungsmittel in den Grenzen des §
531 Abs. 2 Satz 1 ZPO zulassen (im
Anschluss an BGH, Urteil vom 2. April
2004 - V ZR 107/03, NJW 2004, 2382
unter II 4 a; Beschluss vom 23. August
2016 - VIII ZR 178/15, NJW-RR 2017,
72 Rn. 19).
2b. Eine fehlerhafte Berücksichtigung
von neuem Tatsachenvortrag durch das
Berufungsgericht unterliegt nicht der
revisionsrechtlichen Nachprüfung (st.
Rspr.; vgl. BGH, Urteile vom 6.
Dezember 2007 - III ZR 146/07, NJW-
RR 2008, 459 Rn. 10; vom 2. März 2005
- VIII ZR 174/04, NJW-RR 2005, 866
unter II 1; jeweils mwN).
§ 170 ZPO Zustellung an Prozessunfähige 19. März 2008 MietPrax-AK § Sujecki, NJW
wirksam VIII ZR 68/07 170 ZPO Nr. 1 = 2008, 2126
Die unter Verstoß gegen § 170 Abs. 1 WuM 2008, 295
ZPO erfolgte Zustellung eines = NJW 2008,
Vollstreckungsbescheids an eine - aus 2125 = MDR
dem zuzustellenden Titel nicht erkennbar 2008,762
- prozessunfähige Partei setzt die
Einspruchsfrist in Gang (Bestätigung von
BGHZ 104, 109).
§ 170 ZPO Zustellung an Prozessunfähige 15. Januar 2014 MietPrax-AK §
wirksam VIII ZR 100/13 170 ZPO Nr. 2 =
a) Die unter Verstoß gegen § 170 Abs. 1 NJW 2014, 937
ZPO erfolgte Zustellung eines
Vollstreckungsbescheids an eine aus dem
zuzustellenden Titel nicht erkennbar
prozessunfähige Partei setzt die
Einspruchsfrist in Gang (Bestätigung von
BGH, Urteile vom 25. März 1988 - V ZR
1/87, BGHZ 104, 109; vom 19. März
2008 - VIII ZR 68/07, BGHZ 176, 74 Rn.
9).
b) Der prozessunfähigen Partei, die den
Nichtigkeitsgrund der mangelhaften
Vertretung geltend macht, kann nicht
entgegengehalten werden, sie hätte den
Verfahrensmangel durch ein Rechtsmittel
geltend machen müssen. Hierbei macht es
keinen Unterschied, ob die Partei von
vornherein von einem Rechtsmittel
abgesehen oder ob sie ein zunächst
eingelegtes Rechtsmittel
zurückgenommen hat (Fortführung von
BGH, Urteil vom 5. Mai 1982 - IVb ZR
707/80, BGHZ 84, 24, 27).
§ 172 ZPO Wirkung der 25. Januar 2011 MietPrax-AK §
Mandatsniederlegung im VIII ZR 27/10 172 ZPO Nr. 1
Anwaltsprozess

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Diese Empfangszuständigkeit gem. § 172
ZPO endet in Anwaltsprozessen nicht
bereits mit der Niederlegung des
Mandats, sondern erst durch die Anzeige
der Bestellung eines anderen Anwalts.
Bis ein neuer Prozessbevollmächtigter für
den Rechtszug bestellt ist, haben im
Anwaltsprozess Zustellungen zwingend
an den bisherigen Pro-
zessbevollmächtigten zu erfolgen.(nicht
amtlicher Leitsatz)
§ 185 ZPO Voraussetzungen für öffentliche 4. Juli 2012 MietPrax-AK § Klose, NJ 2013, 33
Zustellung XII ZR 94/10 185 ZPO Nr. 1 =
a) Im Erkenntnisverfahren darf eine GE 2012, 1093 =
öffentliche Zustellung nur angeordnet GuT 2012, 379 =
werden, wenn die begünstigte Partei alle WuM 2012, 630
der Sache nach geeigneten und ihr = NJW 2012,
zumutbaren Nachforschungen angestellt 3582 = MDR
hat, um den Aufenthalt des 2012, 1308
Zustellungsadressaten zu ermitteln und
ihre ergebnislosen Bemühungen
gegenüber dem Gericht dargelegt hat.
b) Allein die ergebnislose Anfrage beim
Einwohnermeldeamt und dem
Zustellungspostamt des letzten
Wohnsitzes des Zustellungsadressaten
genügt hierfür in der Regel nicht.
§ 233 ZPO Berufungszuständigkeit bei 5. Oktober 2005 MietPrax-AK §
Auslandsberührung VIII ZB 125/04 233 ZPO Nr. 1 =
Das Gebot eines fairen Verfahrens NJW 2005, 3776
erfordert es nicht, dass das angegangene
Berufungsgericht unmittelbar nach
Eingang einer Berufungsschrift seine
Zuständigkeit prüft, um diesbezügliche
Fehler des Rechtsmittelführers
ausgleichen zu können.
§ 233 ZPO Voraussetzung für 16. Januar 2007 MietPrax-AK §
Wiedereinsetzungsantrag VIII ZB 75/06 233 ZPO Nr. 2 =
Über einen Wiedereinsetzungsantrag FamRZ 2007,
wegen Versäumung einer Frist zur 552 = NJW
Begründung eines Rechtsmittels ist erst 2007, 1457 =
und nur dann zu entscheiden, wenn nicht MDR 2007, 732
festgestellt werden kann, dass die Frist
gewahrt ist.
§ 233 ZPO Berufungszuständigkeit bei 18. März 2008 MietPrax-AK § Gellwitzki, GuT
Auslandsberührung VIII ZB 4/06 233 ZPO Nr. 3 = 2008, 145; Körner,
Das Grundrecht auf ein faires Verfahren GuT 2008, 144 = ZMR 2008, 613
gebietet es nicht, dass das angegangene NJW 2008, 1890
Berufungsgericht sich Akten, die für die = NZM 2008,
abschließende Prüfung seiner 440 = ZMR
Zuständigkeit erforderlich sind, schneller 2008, 611
als dies im ordentlichen Geschäftsgang
erwartet werden kann, vorlegen lässt,
damit die Berufungsschrift
gegebenenfalls noch vor Ablauf der
Rechtsmittelfrist an das zuständige
Berufungsgericht weitergeleitet werden
kann.

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§ 233 ZPO Sorgfaltspflicht bei 22. Juni 2010 MietPrax-AK §
Fristnotierung VIII ZB 12/10 233 ZPO Nr. 4 =
Zur einer ordnungsgemäßen Organisation NJW 2010, 3305
des Fristenwesens in einem Anwaltsbüro = MDR 2010,
gehört nicht nur die Anweisung an das 1075
zuständige Büropersonal, den für den
Beginn der Berufungs- und
Berufungsbegründungsfrist maßgeblichen
Zeitpunkt der Zustellung eines Urteils
anhand der Datumsangabe im
unterzeichneten Empfangsbekenntnis
oder auf dem Zustellungsumschlag zu
ermitteln. Dem Büropersonal muss auch
aufgegeben werden, das Datum der
Zustellung gesondert und deutlich
abgehoben von dem nicht maßgeblichen
Aufdruck des Eingangsdatums zu
vermerken (im Anschluss an BGH,
Beschlüsse vom 17. Oktober 1990 - XII
ZB 73/90, VersR 1991, 124, und 15. Juli
1998 - XII ZB 37/98, NJW-RR 1998,
1442).
§ 233 ZPO Wiedereinsetzung 16. November MietPrax-AK §
Rechtsmittelfrist bei PKH- 2010 233 ZPO Nr. 5 =
VIII ZB 55/10 NJW 2011, 230
Antrag = MDR 2011, 62
a) Versäumt eine mittellose Partei die
Frist zur Berufungseinlegung und
Berufungsbegründung, kommt eine
Wiedereinsetzung in den vorigen Stand
nach Entscheidung über die beantragte
Prozesskostenhilfe nur in Betracht, wenn
die Mittellosigkeit für die
Fristversäumung ursächlich geworden ist
(Bestätigung von BGH, Beschluss vom 6.
Mai 2008 - VI ZB 16/07, NJW 2008,
2855).
b) Die Mittellosigkeit einer Partei ist auch
dann ursächlich für die Versäumung der
Berufungs- und
Berufungsbegründungsfrist geworden,
wenn ihr erstinstanzlicher
Prozessbevollmächtigter ein
ordnungsgemäßes
Prozesskostenhilfegesuch für eine
beabsichtigte Berufung einreicht und
dieses vor Ablauf der
Berufungsbegründungsfrist begründet.
Die Begründung eines
Prozesskostenhilfegesuchs für eine noch
beabsichtigte Berufung ist nicht mit einer
vollständig erstellten
Berufungsbegründung gleichzusetzen
(Abgrenzung zu BGH, Beschluss vom 6.
Mai 2008 - VI ZB 16/07, NJW 2008,
2855).
§ 233 ZPO Wiedereinsetzung wegen Fehlers 11. Januar 2011 MietPrax-AK §
des gerichtlichen Telefaxgerätes VIII ZB 44/10 233 ZPO Nr. 6
Die Übermittlung fristwahrender
Schriftsätze durch Telefax ist in allen
Gerichtszweigen zulässig. Wird dieser

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Übermittlungsweg durch ein Gericht
eröffnet, dürfen die aus den technischen
Gegebenheiten dieses
Kommunikationsmittels herrührenden
besonderen Risiken nicht auf den Nutzer
dieses Mediums abgewälzt werden. Das
gilt im Besonderen für Störungen des
Empfangsgeräts im Gericht. Denn in
diesem Fall liegt die entscheidende
Ursache für die Fristversäumung in der
Sphäre des Gerichts.(nicht amtlicher
Leitsatz)
§ 233 ZPO Wiedereinsetzung wegen 14. Dezember MietPrax-AK §
Verstoß gegen faires Verfahrens 2010 233 ZPO Nr. 7 =
Erkennt das zunächst angerufene VIII ZB 20/09 NJW 2011, 683
Berufungsgericht frühzeitig, dass = GuT 2011, 455
Bedenken gegen seine funktionelle = MDR 2011,
Zuständigkeit bestehen und teilt es diese - 383
aktenkundig gemachten - Bedenken dem
Rechtsmittelführer aufgrund
geschäftsinterner Erwägungen nicht mit,
kann der Anspruch des
Rechtsmittelführers auf ein faires
Verfahren verletzt sein. Ein Verschulden
der Partei oder ihres
Prozessbevollmächtigten (§ 85 Abs. 2
ZPO) an der Fristversäumung wirkt sich
dann nicht mehr aus, so dass der Partei
Wiedereinsetzung zu gewähren ist (im
Anschluss an BGH, Beschlüsse vom 5.
Oktober 2005 - VIII ZB 125/04, NJW
2005, 3776, und vom 24. Juni 2010 - V
ZB 170/09, WuM 2010, 592).
§ 233 ZPO Wiedereinsetzung wegen 17. Januar 2012 MietPrax-AK §
Verstoß überlanger Postlaufzeit VIII ZB 42/11 233 ZPO Nr. 8 =
Einem Rechtsmittelführer dürfen WuM 2012, 157
Verzögerungen oder sonstige Fehler bei
der Briefbeförderung oder Briefzustellung
durch die Deutsche Post AG nicht als
Verschulden zugerechnet werden.
Er darf darauf vertrauen, dass die
Postlaufzeiten eingehalten werden, die
seitens der Deutschen Post AG für den
Normalfall festgelegt werden.
In seinem Verantwortungsbereich liegt es
allein, das Schriftstück so rechtzeitig und
ordnungsgemäß aufzugeben, dass es nach
den organisatorischen und betrieblichen
Vorkehrungen der Deutschen Post AG
den Empfänger fristgerecht erreichen
kann(nicht amtlicher Leitsatz)
§ 233 ZPO Fehlerhafte Bezeichnung des 22. Februar 2013 MietPrax-AK §
Rechtsmittelklägers VIII ZB 46/12 233 ZPO Nr. 9
Eine fehlerhafte oder unzureichende
Bezeichnung des Rechtsmittelklägers in
der Rechtmittelschrift ist dem
Rechtsanwalt dann nicht als seinem
Mandanten zurechenbarer - Verstoß
gegen anwaltliche Sorgfaltspflichten
anzulasten, wenn er den Mangel bemerkt

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und seiner zuverlässigen Kanzleikraft
eine konkrete Einzelanweisung erteilt hat,
die bei ordnungsgemäßer Befolgung
diesen Mangel ausgeglichen und die
fristgerechte Einlegung des Rechtsmittels
gewährleistet hätte (im Anschluss an
BGH, Beschlüsse vom 9. Dezember 2003
VI ZB 26/03, NJW-RR 2004, 711; vom
30. Oktober 2008 III ZB 54/08, NJW
2009, 296; vom 20. März 2012 VIII ZB
41/11, NJW 2012, 1737; vom 12. Juni
2012 VI ZB 54/11, NJW-RR 2012, 1267).
§ 233 ZPO Wiedereinsetzung bei bedingter 5. Februar 2013 MietPrax-AK §
Berufungseinlegung VIII ZB 38/12 233 ZPO Nr. 10
Eine Berufung, die unter der Bedingung = GuT-W 2013,
eingelegt wird, dass die zugleich 70
beantragte Prozesskostenhilfe bewilligt
wird, darf nicht als unzulässig verworfen
werden, bevor über den
Prozesskostenhilfeantrag entschieden
worden ist.
§ 233 ZPO Wiedereinsetzung bei 16. April 2013 MietPrax-AK §
Mißachtung von VIII ZB 67/12 233 ZPO Nr. 11
Einzelanweisung durch
Fachkraft
Den Rechtsanwalt trifft kein der Partei
zuzurechnendes Verschulden an der
Fristversäumung, wenn er einer bislang
zuverlässig arbeitenden Bürokraft eine
Einzelanweisung erteilt hat, deren
Beachtung die Einhaltung der Frist
sichergestellt hätte. Auf die sonstigen in
der Kanzlei für die Fristwahrung
getroffenen Vorkehrungen kommt es
dann nicht an.(nicht amtlicher
Leitsatz)
§ 233 ZPO Keine Fertigung einer 5. Juni 2013 MietPrax-AK §
Rechtsmittelschrift durch XII ZB 47/10 233 ZPO Nr. 12
Büropersonal
Zur nicht beachteten Einzelweisung eines
Rechtsanwalts an seine Angestellte, die
Adressierung einer Rechtsmittelschrift an
das Rechtsmittelgericht zu korrigieren.
§ 233 ZPO Hinweispflicht des Gerichts zur 25. September MietPrax-AK §
Aufklärung 2013 233 ZPO Nr. 13
Auf erkennbar unklare oder XII ZB 200/13 = NJW 2014, 77
ergänzungsbedürftige Angaben in einem = MDR 2013,
Wiedereinsetzungsantrag, deren 937
Aufklärung nach § 139 ZPO geboten ist,
hat das Gericht hinzuweisen. Diese
Angaben dürfen noch nach Fristablauf
erläutert und vervollständigt werden (im
Anschluss an Senatsbeschluss vom 13.
Juni 2007 - XII ZB 232/06 - FamRZ
2007, 1458).
§ 233 ZPO Überflüssige Nachholung der 3. Juni 2014 MietPrax-AK §
Prozesshandlung VIII ZB 23/14 233 ZPO Nr. 14

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Eine Nachholung der versäumten
Prozesshandlung gemäß § 236 Abs. 2
Satz 2 Halbs. 1 ZPO ist entbehrlich, wenn
diese, wenn auch verspätet, bereits vor
dem Beginn der Wiedereinsetzungsfrist
vorgenommen wurde.(nicht amtlicher
Leitsatz)
§ 233 ZPO Keine Entscheidung über das 10. Mai 2016 MietPrax-AK §
zulässige Rechtsmittel durch VIII ZR 19/16 233 ZPO Nr. 15
= MDR 2016,
Büropersonal 842 = NZM
Es gehört zu den nicht auf sein 2016, 767
Büropersonal übertragbaren Aufgaben
eines Rechtsanwalts, Art und Umfang des
gegen eine gerichtliche Entscheidung
einzulegenden Rechtsmittels zu
bestimmen. Zugleich ist es seine ebenfalls
nicht auf sein Büropersonal abwälzbare
Aufgabe, alle gesetzlichen
Anforderungen an die Zulässigkeit des
danach bestimmten Rechtsmittels in
eigener Verantwortung zu prüfen und
dafür Sorge zu tragen, dass dieses
Rechtsmittel innerhalb der jeweils
gegebenen Rechtsmittelfrist bei dem
zuständigen Gericht eingeht.
§ 233 ZPO Wiedereinsetzung bei 20. Juli 2016 MietPrax-AK §
verspäteter Deckungszusage der VIII ZR 114/16 233 ZPO Nr. 16
Rechtschutzversicherung
Eine Mittellosigkeit entschuldigt die
Fristversäumung grundsätzlich nur dann,
wenn die bedürftige Partei ihrem
Unvermögen, die Kosten des
Beschwerdeverfahrens aufzubringen,
dadurch Rechnung trägt, dass sie bis zum
Ablauf der Rechtsmittelfrist bei dem
Rechtsmittelgericht ein den
Anforderungen des § 117 ZPO gerecht
werdendes Prozesskostenhilfegesuch
einreicht.(nicht amtlicher Leitsatz)
§ 233 ZPO Anforderungen an 22. Juni 2021 MietPrax-AK § Schwenker, MDR
Wiedereinsetzungsantrag bei VIII ZB 56/20 233 ZPO Nr. 17 2021, 1248
= MDR 2021,
Verlust von Postsendung 1082 = NZM
a) Die Entscheidung über einen Antrag 2022, 462
auf Verlängerung der
Berufungsbegründungsfrist kann
grundsätzlich auch noch nach dem Ablauf
dieser Frist ergehen.
b) Voraussetzung hierfür ist jedoch, dass
der Fristverlängerungsantrag bei dem
Berufungsgericht vor Ablauf der
Berufungsbegründungsfrist eingegangen
ist. Geht der Antrag hingegen erst nach
Fristablauf ein, kann die abgelaufene
Berufungsbegründungsfrist nicht mehr
wirksam verlängert werden.
c) Eine Partei darf grundsätzlich darauf
vertrauen, dass die Postlaufzeiten
eingehalten werden und im Bundesgebiet

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werktags aufgegebene Postsendungen am
folgenden Werktag ausgeliefert werden.
d) Wiedereinsetzung ist zu gewähren,
wenn der Antragsteller aufgrund einer aus
sich heraus verständlichen, geschlossenen
Schilderung der tatsächlichen Abläufe bis
zur rechtzeitigen Aufgabe des in Verlust
geratenen Schriftsatzes zur Post glaubhaft
macht, dass der Verlust mit
überwiegender Wahrscheinlichkeit nicht
im Verantwortungsbereich seines
Verfahrensbevollmächtigten eingetreten
ist. Ein Nachweis dafür, dass das
Schriftstück tatsächlich in den Postlauf
gelangt ist, ist dagegen ebenso wie eine
Glaubhaftmachung, wo und auf welche
Weise es zum Verlust des Schriftstücks
gekommen ist, nicht erforderlich.(nicht
amtlicher Leitsatz)
§ 233 ZPO verspätete 11. Januar 2022 MietPrax-AK § Schwenker, MDR
Rechtsbeschwerdewegen VIII ZB 37/21 233 ZPO Nr. 18 2022, 745
= NJW-RR
vorheriger unzulässiger 2022, 346 =
Anhörungsrüge MDR 2022, 390
1. Wird die Frist zur Einlegung eines
Rechtsmittels deshalb versäumt, weil der
Prozessbevollmächtigte der Partei zuvor
einen unstatthaften Rechtsbehelf - hier
Anhörungsrüge - eingelegt hat, liegt
hierin regelmäßig ein der Partei
zuzurechnendes (§ 85 Abs. 2 ZPO), einer
Wiedereinsetzung in den vorigen Stand
entgegenstehendes, Verschulden da von
einem Rechtsanwalt erwartet wird, dass
er das Rechtsmittelsystem der jeweiligen
Verfahrensart kennt (im Anschluss an
Senatsurteil vom 24. Juni 1992 - VIII ZR
203/91, NJW 1992, 2413 unter I 2 c,
insoweit in BGHZ 119, 35 nicht
abgedruckt; BGH, Beschlüsse vom 10.
Mai 2016 - VIII ZR 19/16, NZM 2016,
767 Rn. 5 f.; vom 12. Oktober 2016 - V
ZB 178/15, NJW 2017, 1112 Rn. 12).
2. Das Gericht, bei dem der unstatthafte
Rechtsbehelf eingeht, ist grundsätzlich
nicht verpflichtet, der Partei einen
Hinweis so rechtzeitig zu erteilen, dass
diese in die Lage versetzt wird, das
eigentlich statthafte Rechtsmittel noch
fristgerecht einzulegen (im Anschluss an
BVerfG, Nichtannahmebeschluss vom 3.
Januar 2001 - 1 BvR 2147/00, NJW 2001,
1343; BGH, Beschlüsse vom 15. Juni
2004 - VI ZB 9/04, NJW-RR 2004, 1364
unter II 2 a; vom 6. Mai 2009 - KZR
7/08, juris Rn. 17 und vom 1. März 2016
- VIII ZB 57/15, NJW 2016, 2042 Rn.
31).
§ 233 ZPO Hinweispflicht des 8. März 2022 MietPrax-AK §
Rechtsmittelgerichts vor VIII ZB 45/21 233 ZPO Nr. 19

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Ablehnung der
Wiedereinsetzung
War die von dem
Prozessbevollmächtigten der Partei
zulässigerweise gewählte Übermittlung
eines fristwahrenden Schriftsatzes am
Tag des Fristablaufs aus von ihm nicht zu
vertretenden Gründen gescheitert und hält
das mit dem Wiedereinsetzungsgesuch
befasste Gericht einen anderen
Übermittlungsweg für zumutbar, womit
der Prozessbevollmächtigte nicht zu
rechnen brauchte, hat das Gericht vor der
Entscheidung hierauf hinzuweisen und
der Partei Gelegenheit zur Stellungnahme
zur Frage der Zumutbarkeit dieses
anderen Übermittlungswegs im konkreten
Fall zu geben.
§ 234 ZPO Wiedereinsetzung in 13. Februar 2008 MietPrax-AK §
Rechtsmittelfrist bei Antrag auf XII ZB 151/07 234 ZPO Nr. 1 =
NJW-RR 2008,
Prozeßkostenhilfe 942 = MDR
a) Einer Partei, die vor Ablauf der 2008, 581
Rechtsmittelfrist zur Durchführung des
Rechtsmittels Prozesskostenhilfe
beantragt hat, ist Wiedereinsetzung in den
vorigen Stand zu gewähren, wenn sie
vernünftigerweise nicht mit der
Verweigerung der Prozesskostenhilfe
wegen nicht hinreichend nachgewiesener
Bedürftigkeit rechnen musste. Das ist der
Fall, wenn dem Antrag innerhalb der
Rechtsmittelfrist eine vollständig
ausgefüllte Erklärung über die
persönlichen und wirtschaftlichen
Verhältnisse nebst den erforderlichen
Anlagen beigefügt war (im Anschluss an
die Senatsbeschlüsse vom 31. August
2005 - XII ZB 116/05 - FamRZ 2005,
1901 und vom 19. Mai 2004 - XII ZA
11/03 - FamRZ 2004, 1548).
b) Enthalten die Angaben in dem
Vordruck über die persönlichen und
wirtschaftlichen Verhältnisse einzelne
Lücken, kann die Partei unter Umständen
gleichwohl darauf vertrauen, die
wirtschaftlichen Voraussetzungen für die
Bewilligung der Prozesskostenhilfe
genügend dargetan zu haben. Solches
kommt in Betracht, wenn diese Lücken
oder Zweifel auf andere Weise ohne
weiteres, etwa anhand der beigefügten
Unterlagen, geschlossen bzw. ausgeräumt
werden können oder wenn sich aufgrund
der sonstigen Angaben und Belege
aufdrängt, dass Einnahmen oder
Vermögenswerte nicht vorhanden sind
(im Anschluss an Senatsbeschluss vom 3.
Mai 2000 - XII ZB 21/00 - NJW-RR
2000, 1520 und BGH Beschluss vom 21.

© 2022 RiAG a.D. Prof. Dr. Ulf Börstinghaus, Gelsenkirchen Seite 406
September 2005 - IV ZB 21/05 - FamRZ
2005, 2062).
c) Hatte der Antragsteller seinen Antrag
auf Bewilligung von Prozesskostenhilfe
nebst ausgefüllter Erklärung über die
persönlichen und wirtschaftlichen
Verhältnisse und Anlagen innerhalb der
Rechtsmittelfrist eingereicht und hat das
Gericht ihm zur Vervollständigung der
Angaben eine Frist gesetzt, darf er
jedenfalls bis zum Fristablauf weiterhin
auf Bewilligung der beantragten
Prozesskostenhilfe vertrauen.
§ 234 ZPO Wiedereinsetzung in 20. Januar 2009 MietPrax-AK §
Rechtsmittelfrist bei PKH- VIII ZA 21/08 234 ZPO Nr. 2 =
WuM 2009, 186
Antrag = MDR 2009,
Wird die beantragte Prozesskostenhilfe 462 = NJW-RR
für ein beabsichtigtes Rechtsmittel nach 2009, 526
dem Ablauf der Rechtsmittelfrist
verweigert, bleibt der Partei nach der
Bekanntgabe der Entscheidung noch eine
Zeit von höchstens drei bis vier Tagen für
die Überlegung, ob sie das Rechtsmittel
auf eigene Kosten durchführen will.
Danach beginnt die zweiwöchige Frist
des § 234 Abs. 1 ZPO für das
Wiedereinsetzungsgesuch und die damit
zu verbindende Einlegung des
Rechtsmittels. Das gilt auch dann, wenn
das Gericht nicht die Mittellosigkeit der
Partei, sondern die Erfolgsaussicht der
beabsichtigten Rechtsverfolgung verneint
hat (Bestätigung von BGH, Beschluss
vom 9. Januar 1985, IVb ZB 142/84,
VersR 1985, 271).
§ 234 ZPO Wiedereinsetzung in 20. Januar 2009 MietPrax-AK §
Rechtsmittelfrist bei PKH- VIII ZB 76/08 234 ZPO Nr. 3 =
WuM 2009, 262
Antrag
Der bedürftigen Partei ist nach
Ablehnung eines
Prozesskostenhilfeantrags noch eine
Überlegungsfrist von drei bis vier Tagen
ab Erhalt des den Antrag
zurückweisenden Beschlusses
einzuräumen, ob sie das Rechtsmittel auf
eigene Kosten durchführen will. Erst
dann beginnt die
Wiedereinsetzungsfrist.(nicht
amtlicher Leitsatz)
§ 234 ZPO Fristbeginn für 6. Juli 2011 MietPrax-AK §
Wiedereinsetzungsantrag XII ZB 88/11 234 ZPO Nr. 4 =
a) Die Wiedereinsetzungsfrist beginnt MDR 2011,
spätestens mit dem Zeitpunkt, in dem der 1208
verantwortliche Anwalt bei Anwendung
der unter den gegebenen Umständen von
ihm zu erwartenden Sorgfalt die
eingetretene Säumnis hätte erkennen
können und müssen (Senatsbeschluss
vom 7. Februar 1996 XII

© 2022 RiAG a.D. Prof. Dr. Ulf Börstinghaus, Gelsenkirchen Seite 407
ZB 107/94 - FamRZ 1996, 934).
b) Wird dem Anwalt die Handakte zur
Fertigung der Berufungsbegründung
vorgelegt, muss er anhand der Handakte
auch prüfen, ob die Berufungsfrist
eingehalten worden ist.
§ 234 ZPO Fristbeginn für 5. April 2011 MietPrax-AK § Theesfeld, jurisPR-
Wiedereinsetzungsantrag bei VIII ZB 81/10 234 ZPO Nr. 5 = MietR 11/2011
NJW 2011, 1601 Anm. 6
Erkrankung = MDR 2011,
Ist der Prozessbevollmächtigte einer 683
Partei erkrankungsbedingt an der
Einhaltung der bereits um einen Monat
verlängerten Berufungsbegründungsfrist
gehindert, ist für den Beginn der
Wiedereinsetzungsfrist des § 234 Abs. 1,
2 ZPO der Wegfall der Erkrankung und
nicht der Zeitpunkt maßgebend, in dem
die Gegenseite ihre Zustimmung zu einer
erneuten Fristverlängerung verweigert
(im Anschluss an BGH, Beschlüsse vom
4. März 2004 - IX ZB 121/03, NJW 2004,
1742, und vom 6. Juli 2009 - II ZB 1/09,
NJW 2009, 3037).
§ 236 ZPO Anforderungen an 11. Juli 2017 MietPrax-AK § Bueb, jurisPR-
Glaubhaftmachung VIII ZB 20/17 236 ZPO Nr. 1 MietR 19/2017
Wenn ein fristgebundener Schriftsatz Anm. 2
verloren gegangen ist, ist eine
Glaubhaftmachung, wo und auf welche
Weise es zum Verlust des Schriftstücks
gekommen ist, nicht erforderlich.
Wiedereinsetzung in den vorigen Stand
ist vielmehr bereits dann zu gewähren,
wenn die Partei auf der Grundlage einer
aus sich heraus verständlichen,
geschlossenen Schilderung der
tatsächlichen Abläufe bis zur
rechtzeitigen Aufgabe des in Verlust
geratenen Schriftsatzes zur Post glaubhaft
macht, dass der Verlust mit
überwiegender Wahrscheinlichkeit nicht
im Verantwortungsbereich der Partei oder
ihres Prozessbevollmächtigten eingetreten
ist.(nicht amtlicher Leitsatz)
§ 239 ZPO Einordnung eines Prozesses als 4. April 2012 MietPrax-AK §
Passivprozess XII ZR 52/11 239 ZPO Nr. 1 =
1. Für Passivprozesse gilt § 239 Abs. 2 - 4 GuT 2012, 282
ZPO nicht.
2. Für die Einordnung eines Prozesses als
Passivprozess kommt es nicht auf die
Parteirolle an, sondern auf das mit dem
jeweiligen Klageantrag verfolgte
Rechtsschutzziel.(nicht amtlicher
Leitsatz)
§ 240 ZPO Unterbrechung des 17. Dezember MietPrax-AK §
Räumungsverfahrens bei 2008 240 ZPO Nr. 1 =
XII ZB 125/06 GuT 2009, 209 =
Insolvenz MDR 2009,
a) Hat das Landgericht fehlerhaft durch 1000
Beschluss statt durch Urteil entschieden,
ist nach dem Grundsatz der

© 2022 RiAG a.D. Prof. Dr. Ulf Börstinghaus, Gelsenkirchen Seite 408
Meistbegünstigung gegen diesen
Beschluss die sofortige Beschwerde
zulässig.
b) Ein Zwischenurteil über die
Aufhebung eines trotz Unterbrechung des
Rechtsstreits ergangenen
Versäumnisurteils ist selbständig
anfechtbar.
§ 240 ZPO Unterbrechung des 27. April 2010 MietPrax-AK §
Räumungsverfahrens bei VIII ZB 81/09 240 ZPO Nr. 2 =
GE 2010, 842
Insolvenz
a) Nur ein im Zeitpunkt der Eröffnung
des Insolvenzverfahrens bereits
rechtshängiger Prozess wird gemäß § 240
ZPO unterbrochen.
b) Der Einzelrichter hat bei Rechtssachen,
denen er grundsätzliche Bedeutung
beimisst, zwingend das Verfahren an das
Kollegium zu übertragen.(nicht
amtlicher Leitsatz)
§ 240 ZPO Räumungsanspruch betrifft 10. Dezember MietPrax-AK § Drasdo, NJW-
Insolvenzmasse 2014 240 ZPO Nr. 3 = Spezial 2015, 195;
Betrifft nur einer von mehreren im XII ZR 136/12 GE 2015, 378 = Wichert, MietRB
Prozess zusammen geltend gemachten NZM 2015, 254 2015, 141
Ansprüchen die Insolvenzmasse, so wird = ZMR 2015,
grundsätzlich (zunächst) einheitlich der 216
gesamte Rechtsstreit unterbrochen (im
Anschluss an BGH Urteil vom 21.
Oktober 1965 - Ia ZR 144/63 - NJW
1966, 51).
§ 253 ZPO Ermittlung der richtigen 10. März 2009 MietPrax-AK §
Beklagten durch Auslegung VIII ZR 265/08 253 ZPO Nr. 1 =
Bei Auslegung der Parteibezeichnung WuM 2009, 357
sind nicht nur die im Rubrum der = NZM 2009,
Klageschrift enthaltenen Angaben, 513 = ZMR
sondern auch der gesamte Inhalt der 2009, 747
Klageschrift einschließlich etwaiger
beigefügter Anlagen zu
berücksichtigen.(nicht amtlicher
Leitsatz)
§ 253 ZPO Zulässigkeit einer Saldoklage 9. Januar 2013 MietPrax-AK § Elzer, MietRB
Zur Zulässigkeit einer "Saldoklage", mit VIII ZR 94/12 253 ZPO Nr. 2 = 2013, 65; Bieber,
der Mietrückstände aus einem mehrere GE 2013, 349 = GE 2013, 301;
Jahre umfassenden Zeitraum geltend WuM 2013, 179 Geisler, jurisPR-
gemacht werden. = MDR 2013, BGHZivilR 7/2013
262 = ZMR Anm. 1; Drasdo,
2013, 271 = NJW-Spezial 2013,
NJW 2013, 1367 195; Rave, ZMR
= GuT-W 2013, 2013, 272;
16 = NZM 2013, Zehelein, NZM
422 2013, 638;
Abramenko, ZMR
2013, 864; Junglas,
ZMR 2014, 89
§ 253 ZPO Zulässigkeit einer Saldoklage 21. März 2018 MietPrax-AK § Harsch, MietRB
Zur Anwendung des § 366 Abs. 2 BGB VIII ZR 84/17 253 ZPO Nr. 3 = 2018, 129;
bei der Bestimmung des Klagebegehrens WuM 2018, 278 Börstinghaus,
und bei der Begründetheit einer = NZM 2018, jurisPR-
Zahlungsklage, wenn der Vermieter 454 = ZMR BGHZivilR

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Mietrückstände auf der Grundlage eines 2018, 575 = 10/2018 Anm. 2;
fortgeschriebenen) Mietkontos geltend NJW 2018, 3457 Drasdo, NJW-
macht, in das Bruttomieten eingestellt Spezial 2018, 609;
sind, und dabei erbrachte Zahlungen und Siegmund, WuM
erteilte Gutschriften nicht konkreten 2018, 601; Fischer,
Einzelforderungen oder verselbständigten NZM 2018, 929
Bestandteilen hiervon
(Nebenkostenvorauszahlungen) zuordnet
(im Anschluss an BGH, Urteil vom
21.3.2018 - VIII ZR 68/17).
§ 253 ZPO Saldoklage und Verrechnung 21. März 2018 MietPrax-AK § Börstinghaus,
von Teilzahlungen VIII ZR 68/17 253 ZPO Nr. 4 = LMK 2018,
1) Ein Klageantrag ist grundsätzlich NZM 2018, 444 405944; Harsch,
hinreichend bestimmt im Sinne des § 253 = WuM 2018, MietRB 2018, 161;
Abs. 2 Nr. 2 ZPO, wenn er den erhobenen 373 = MDR Selk, NZM 2018,
Anspruch konkret bezeichnet, dadurch 2018, 785 = 453; Bacher, MDR
den Rahmen der gerichtlichen NJW 2018, 3448 2018, 779; Drasdo,
Entscheidungsbefugnis (§ 308 ZPO) NJW-Spezial 2018,
absteckt, Inhalt und Umfang der 609; Siegmund,
materiellen Rechtskraft der begehrten WuM 2018, 601;
Entscheidung (§ 322 ZPO) erkennen Fischer, NZM
lässt, das Risiko eines Unterliegens des 2018, 929
Klägers nicht durch vermeidbare
Ungenauigkeit auf den Beklagten abwälzt
und schließlich eine Zwangsvollstreckung
aus dem Urteil ohne eine Fortsetzung des
Streits im Vollstreckungsverfahren
erwarten lässt (im Anschluss an BGH,
Urteile vom [Link] 2013 -VIII ZR
94/12, NJW 2013, 1367 Rn.12; vom 2.
Dezember 2015 -IV ZR 28/15, NJW
2016, 708, Rn. 8; jeweils mwN).
2) Zur Erfüllung der gesetzlichen
Vorgaben in § 253 Abs. 2 Nr. 2 ZPO
kommt es nicht darauf an, ob der
maßgebliche Sachverhalt bereits
vollständig beschrieben oder ob der
Klageanspruch schlüssig und substantiiert
dargelegt worden ist. Vielmehr ist es im
Allgemeinen ausreichend, wenn der
Anspruch als solcher identifizierbar ist
(im Anschluss an BGH, Urteile vom 18.
Juli 2000 -XZR 62/98, NJW 2000, 3492
unter II 1 c; vom [Link] 2004 -
VIIIZR 127/03, NJW-RR 2005, 216 unter
II; vom 24. März 2011 -I ZR 108/09,
BGHZ 189, 56 Rn. 9; vom 16. November
2016 -VIII ZR 297/15, NJW-RR 2017,
380 Rn. 12; jeweils mwN)
3) Macht ein Vermieter Mietrückstände
(und ggfs. sonstige aus dem
Mietverhältnis resultierende
Forderungen) geltend und bezieht er sich
dabei auf den Inhalt eines Mietkontos, in
das Bruttomieten und damit auch
Ansprüche auf
Nebenkostenvorauszahlungen eingestellt
sind, bringt er beim Fehlen weiterer
Erklärungen zum Ausdruck, dass er diese
Ansprüche (und nicht Nachforderungen
aus erteilten Nebenkostenabrechnungen)

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zum Gegenstand seiner Klage macht. Das
Gericht darf die Bestimmtheit des
Klagebegehrens nicht deswegen in Frage
stellen, weil der Vermieter nach Eintritt
der Abrechnungsreife (§556 Abs.3 BGB)
keine Vorauszahlungen mehr verlangen
darf. Dies ist ausschließlich eine Frage
der Begründetheit der Klage.
4) Berücksichtigt der Vermieter in dem
der Klage zugrunde gelegten Mietkonto
zugunsten des Mieters Zahlungen und
Gutschriften, ohne diese konkret einer
bestimmten Forderung oder einem
bestimmten Forderungsteil (Nettomiete
oder Nebenkostenvorauszahlung)
zuzuordnen, stellt dies die Bestimmtheit
des Klageantrags nicht ohne Weiteres in
Frage. Vielmehr kommt hier im Rahmen
der gebotenen Auslegung des
Klagebegehrens auch ohne ausdrückliche
Verrechnungs- oder
Aufrechnungserklärung ein Rückgriff auf
die gesetzliche Anrechnungsreihenfolge
des § 366 Abs. 2 BGB in Betracht.
5) Der Vermieter ist allerdings nicht
gehindert, in den Tatsacheninstanzen eine
hiervon abweichende Erklärung über die
Zuordnung erbrachter Zahlungen und
erteilter Gutschriften abzugeben. Macht
er hiervon erst nach Klageerhebung
Gebrauch, handelt es sich hierbei
entweder um eine Klageänderung nach §
263 ZPO (die im Berufungsverfahren
ergänzend an §533 ZPO zu messen ist)
oder, wenn sich an dem
zugrundeliegenden Lebenssachverhalt
nichts ändert, um eine nach § 264 Nr.2
ZPO jederzeit zulässige Klageänderung.
6) Erfolgt eine solche Erklärung erstmals
in der Berufungsinstanz, ist sie
unabhängig von den Vorgaben des § 531
Abs. 2 ZPO zu berücksichtigen, weil sie
kein Angriffs- oder Verteidigungsmittel
im Sinne dieser Vorschrift darstellt,
sondern zum Angriff selbst gehört (im
Anschluss an BGH, Urteil vom [Link]
2013 -VIII ZR 94/12, aaO Rn. 9 mwN).
7) Bei unzureichenden Zahlungen auf
Nettomieten aus verschiedenen
Zeiträumen ist § 366 Abs. 2 BGB direkt
und nicht nur analog heranzuziehen, weil
§366 BGB das Schuldverhältnis im
engeren Sinne, also die einzelne
Forderung, meint und daher auch bei
einer Mehrheit von Forderungen aus
demselben Schuldverhältnis (im weiteren
Sinne) direkt anwendbar ist (Fortführung
von BGH, Urteile vom 5. April 1965 -
VIII ZR 10/64, NJW 1965, 1373 unter II1
c; vom 20. Juni 1984 -VIII ZR 337/82,
BGHZ 91, 375, 379; vom [Link] 2014
-IX ZR 69/14, NJW 2015, 162 Rn.22).

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Handelt es sich nicht um Zahlungen des
Mieters, sondern um Gutschriften des
Vermieters, kommt eine entsprechende
Anwendung von §366 Abs. 2 BGB in
Betracht.
8) Eine analoge Anwendung des § 366
Abs. 2 BGB ist auch insoweit geboten, als
erfolgte Zahlungen des Schuldners oder
erteilte Gutschriften nicht ausreichen, um
die jeweilige monatliche Bruttomiete zu
tilgen, weil sich es hierbei zwar um eine
einheitliche Forderung aus verschiedenen
Bestandteilen (Nettomiete zuzüglich
Nebenkostenvorauszahlung) handelt (im
Anschluss an BGH, Urteile vom 6. April
2005 -XII ZR 225/03, BGHZ 163, 1, 7;
vom [Link] 2005 -VIII ZR 347/04, NJW
2005, 2773 unter II 1 a; vom 13. April
2011 -VIII ZR 223/10, NJW 2011, 1806
Rn.11), die Forderung auf
Nebenkostenvorauszahlung aber
weitgehende rechtliche
Eigenständigkeiten aufweist, die es
rechtfertigen, bei unzureichenden
Zahlungen des Mieters die Vorschrift des
§366 BGB analog heranzuziehen
(Fortentwicklung von BGH, Urteile vom
11. Mai 2006 -VII ZR 261/04, BGHZ
167, 337 Rn.16ff., 22 mwN; vom 13. Juli
1973 -VZR 186/71, NJW 1973, 1689
unter II 2; vom [Link] 1990 -XIZR
262/89, NJW-RR 1991, 169 unter I 2 b;
jeweils mwN).
9) Sind in das dem Klagebegehren
zugrundliegende Mietkonto Bruttomieten
aus mehreren Zeiträumen eingestellt, sind
die oben unter 1) und 2) dargestellten
Verrechnungsgrundsätze wie folgt
anzuwenden und zu kombinieren:
a) Die Vorschrift des § 366 Abs. 2 BGB
ist (analog) zur Festlegung
heranzuziehen, auf welchen Bestandteil
der jeweiligen Bruttomiete (Nettomiete
oder geschuldete
Nebenkostenvorauszahlung) die
Zahlungen oder Gutschriften zu
verrechnen sind. Dabei ist das Kriterium
der "geringeren Sicherheit" maßgebend.
Dies führt dazu, dass für die Tilgung der
jeweiligen Bruttomiete unzureichende
Zahlungen oder Gutschriften zunächst auf
die die darin enthaltene Forderung auf
Erbringung von
Nebenkostenvorauszahlungen
anzurechnen sind, weil diese nach Eintritt
der Abrechnungsreife oder erfolgter
Abrechnung grundsätzlich nicht mehr
geltend gemacht werden kann und daher
weniger sicher ist als die
Nettomietforderung.
b) Werden Bruttomietrückstände aus
mehreren Jahren oder mehreren Monaten

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geltend gemacht, sind die Kriterien des §
366 Abs. 2 BGB ein weiteres Mal
heranzuziehen. Dabei ist stets eine
Anrechnung auf die ältesten Rückstände
vorzunehmen. Dies ergibt sich bei
Mieten, die aus verschiedenen
Jahreszeiträumen stammen, daraus, dass
die älteren Rückstände zuerst verjähren
(vgl. §199 Abs. 1 BGB) und daher dem
Kläger die geringeren Sicherheiten bieten
(im Anschluss an BGH, Urteile vom 5.
April 1965 -VIIIZR 10/64, aaO; vom 20.
Juni 1984 -VIIIZR 337/82, aaO; vom
[Link] 2008 -XII ZR 123/07,
BGHZ 179, 1 Rn. 9; vom [Link] 2014
-IXZR 69/14, aaO). Bezüglich der
Mietrückstände, die im selben Jahr
angefallen sind und bei denen nach § 199
Abs. 1 BGB regelmäßig zum gleichen
Zeitpunkt die Verjährung eintritt, folgt
dies aus der Heranziehung des Kriteriums
"ältere Schuld".
c) Die Frage, wie diese beiden
Verrechnungsweisen für die im Rahmen
der Zulässigkeit der Klage erforderliche
Bestimmung, welche Beträge der Kläger
bei Bruttomietrückständen aus mehreren
Monaten oder Jahren geltend macht,
miteinander zu kombinieren sind, hängt
davon ab, ob der Kläger die Gutschriften
oder Zahlungen einzelnen Zeiträumen
zugeordnet hat (etwa: Miete Januar 2017)
oder nicht.
aa) Erfolgt eine Zuordnung zu einem
bestimmten Zeitraum, hat der Kläger die
Zahlung beziehungsweise Gutschrift auf
die für diesen Zeitraum geschuldete
Nebenkostenvorauszahlung und
anschließend auf die für diesen Monat
geschuldete Nettokaltmiete verrechnet.
Übersteigt eine für eine bestimmten
Zeitraum erbrachte Zahlung oder
Gutschrift die für diesen Zeitraum
geschuldete Bruttomiete, ist der
überschießende Betrag -bis er
aufgebraucht ist -gemäß §366 Abs. 2
BGB analog -in absteigendem Alter -auf
die ältesten
Nebenkostenvorauszahlungsforderungen
und anschließend -wiederum beginnend
mit der ältesten Schuld -auf die
Nettomieten anzurechnen.
bb) Nimmt der Kläger bezüglich
erbrachter Zahlungen oder Gutschriften
keine Zuordnung zu einem bestimmten
Zeitraum vor, sondern zieht diese
lediglich vom Gesamtsaldo ab, sind diese
in Anwendung der Kriterien des § 366
Abs. 2 BGB zunächst in absteigendem
Alter auf die
Nebenkostenvorauszahlungsforderungen
(etwa Januar 2017; Februar-4 -2017) und

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anschließend -wiederum beginnend mit
der ältesten Forderung -auf die
Nettomietrückstände (etwa Januar 2017;
Februar 2017) zu verrechnen.
§ 253 ZPO Saldoklage unter 5. Dezember MietPrax-AK §
Berücksichtigung von 2018 253 ZPO Nr. 5 =
VIII ZR 194/17 NZM 2019, 171
Mietminderungen
1. Ein Klageantrag ist grundsätzlich
hinreichend bestimmt im Sinne des § 253
Abs. 2 Nr. 2 ZPO, wenn er den erhobenen
Anspruch konkret bezeichnet, dadurch
den Rahmen der gerichtlichen
Entscheidungsbefugnis (§ 308 ZPO)
absteckt, Inhalt und Umfang der
materiellen Rechtskraft der begehrten
Entscheidung (§ 322 ZPO) erkennen
lässt, das Risiko eines Unterliegens des
Klägers nicht durch vermeidbare
Ungenauigkeiten auf den Beklagten
abwälzt und schließlich eine
Zwangsvollstreckung aus dem Urteil
ohne eine Fortsetzung des Streits im
Vollstreckungsverfahren erwarten lässt.
2. Ein Mietkontoauszug, in dem die
"gewährten Minderungsbeträge" jeweils
den betreffenden Monaten zuordnet und
eine Verrechnung nach § 366 Abs. 2
BGB der Zahlungen in den einzelnen
streitgegenständlichen Monaten zunächst
auf die geschuldeten Vorauszahlungen
und im Übrigen auf die geschuldete
Grundmiete vornimmt, reicht hierfür
aus.(nicht amtlicher Leitsatz)
§ 253 ZPO Saldoklage bei Verrechnung von 6. Februar 2019 MietPrax-AK § Harsch, MietRB
Gutschriften VIII ZR 54/18 253 ZPO Nr. 6 = 2019, 97
Zu den Anforderungen an die WuM 2019, 160
Bestimmtheit des Klagebegehrens bei der = NZM 2019,
sogenannten Saldoklage (im Anschluss an 206 = MDR
Senatsurteile vom 21. März 2018 -VIII 2019, 407 =
ZR 68/17, NZM 2018, 444, und VIII ZR ZMR 2019, 397
84/17, WuM 2018, 278; vom [Link]
2018 -VIII ZR 194/17, juris).
§ 253 ZPO Angabe der Anschrift des 6. April 2022 MietPrax-AK §
Vermieters im VIII ZR 262/20 253 ZPO Nr. 7 =
WuM 2022, 287
Zustimmungsprozess = GE 2022, 736
Zu den Anforderungen an die Angabe
einer ladungsfähigen Anschrift des
Klägers in der Klageschrift (hier: c/o-
Adresse einer rechtsfähigen Stiftung
bürgerlichen Rechts)
§ 254 ZPO Klageänderung bei Stufenklage 13. November MietPrax-AK § Schmid, MietRB
1. Verlangt der Kläger im Wege der 2014 254 ZPO Nr. 1 = 2015, 2015, 44/45
Stufenklage Zahlung von Mieten, liegt in IX ZR 267/13 MDR 2015, 174
dem späteren Hilfsantrag auf = NJW 2015,
Nutzungsentschädigung für den gleichen 1093 = ZMR
Zeitraum auch dann keine 2015, 208 = GE
Klageänderung, wenn der Hauptantrag 2015, 724 =
noch nicht beziffert war. NZM 2015, 453

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2. Die Bestimmung im Mietvertrag über
eine Rechtsanwaltskanzlei, dass sich die
Höhe der Miete nach dem erzielten
Umsatz richtet, ist auch dann nicht wegen
Gebührenunterschreitung nichtig, wenn
der Mieter den Vermieter anwaltlich
vertritt.
§ 256 ZPO Zulässigkeit einer 13. Januar 2010 MietPrax-AK § Schach, GE 2010,
Feststellungsklage VIII ZR 351/08 256 ZPO Nr. 1 = 296; ders., jurisPR-
Zur Frage des Feststellungsinteresses des GE 2010, 341 = MietR 10/2010
Mieters hinsichtlich der Unwirksamkeit WuM 2010, 143 Anm. 3; Lohmann,
einer im Mietvertrag enthaltenen = NZM 2010, WuM 2010, 146;
Formularklausel über die Verpflichtung 237 = NJW Geisler, jurisPR-
des Mieters zur Durchführung von 2010, 1877 = BGHZiviR 7/2010
Schönheitsreparaturen. ZMR 2010, 511 Anm. 1; Bittner,
MietRB 2010, 99
§ 256 ZPO Zulässigkeit einer 2. April 2014 MietPrax-AK § Philipp, LMK
Feststellungsklage VIII ZR 19/13 256 ZPO Nr. 2 = 2014, 359829;
Zur Zulässigkeit einer auf Ersatz WuM 2014, 425 Dötsch, MietRB
künftigen Schadens gerichteten = GE 2014, 868 2014, 233; Pfeifer
Feststellungsklage, wenn die Möglichkeit = NZM 2014, jursiPR-MietR
eines Schadenseintritts zwar minimal 511 = NJW-RR 20/2014 Anm. 4;
über dem allgemeinen Lebensrisiko liegt, 2014, 840 = Schläger, ZMR
jedoch aufgrund der Umstände des MDR 2014, 796 2014, 864
Einzelfalls als "sehr, sehr gering" = ZMR 2014,
anzusehen ist. 863
§ 259 ZPO Klage auf zukünftige Leistung - 20. November MietPrax-AK § Börstinghaus, GE
Nutzungsentschädigung 2002 259 ZPO Nr. 1 = 2003, 1538
Wurde Wohnraum gekündigt, weil der VIII ZB 66/02 GE 2003, 320 =
zahlungsunfähige Mieter über mehrere NZM 2003, 231
Monate hinweg keinen Mietzins zahlte, = NJW 2003,
und erhebt der Vermieter 1395 = ZMR
Räumungsklage, kann er zugleich die 2003, 333 =
künftig fällig werdende WuM 2003, 280
Nutzungsentschädigung bis zur
Herausgabe der Wohnung einklagen.
§ 259 ZPO Voraussetzung einer Klage auf 4. Mai 2011 MietPrax-AK § Scheuer, MietRB
zukünftige Leistung VIII ZR 146/10 259 ZPO Nr. 2 = 2011, 201;
Eine Klage des Vermieters auf zukünftige GE 2011, 882 = Zimmer, MietRB
Leistung gemäß § 259 ZPO ist zulässig, WuM 2011, 434 2011, 226; Horst,
wenn der Mieter einen Rückstand an = ZMR 2011, GE 2011, 862;
Miete und Mietnebenkosten in einer die 709 = NJW Dittert, jurisPR-
Bruttomiete mehrfach übersteigenden 2011, 2886 MietR 14/2011
Höhe hat auflaufen lassen. =NZM 2011, Anm. 5;
882 Börstinghaus,
jurisPR-
BGHZivilR
15/2011 Anm. 2;
Drasdo, NJW-
Spezial 2011, 482
§ 269 ZPO Kosten des selbständigen 13. Dezember MietPrax-AK § Schneider, MietRB
Beweisverfahrens bei 2006 269 ZPO Nr. 1 = 2007, 91
XII ZB 176/03 GE 2007, 441 =
Klagerücknahme NJW 2007, 1279
Die Kosten des abgeschlossenen
selbständigen Beweisverfahrens werden
nach Rücknahme der Klage im
Hauptsacheverfahren von der
Kostengrundentscheidung nach § 269
Abs. 3 Satz 2 ZPO erfasst.

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§ 269 ZPO Kosten des selbständigen 10. Januar 2007 MietPrax-AK §
Beweisverfahrens bei XII ZB 231/05 269 ZPO Nr. 2 =
GE 2007, 440 =
Klagerücknahme DWW 2007, 266
Die Kosten eines vorausgegangenen = NJW
selbständigen Beweisverfahrens gehören 2007,1282 =
auch dann zu den Kosten des MDR 2007, 744
Hauptsacheverfahrens, wenn dessen
Streitgegenstand und der Gegenstand des
selbständigen Beweisverfahrens nur
teilweise identisch sind.
Dabei bleibt es auch dann, wenn die
Hauptsacheklage zurückgenommen
wurde. Die fehlende
Kostengrundentscheidung im
Hauptsacheverfahren kann nicht durch
eine Entscheidung nach § 494 a Abs. 2
ZPO ersetzt werden (im Anschluss an
Senatsbeschluss vom 13. Dezember 2006
- XII ZB 176/03 -).
§ 269 ZPO Zum Anwendungsbereich des § 13. April 2011 MietPrax-AK § Kinne, GE 2011,
269 Abs. 6 ZPO VIII ZR 106/10 269 ZPO Nr. 3 = 794
Rechnet der Kläger nach Zurücknahme WuM 2011, 379
der Klage gegen den = GE 2011, 818
Kostenerstattungsanspruch des Beklagten = NJW 2011,
mit einer Forderung auf, die Gegenstand 2370 = MDR
der zurückgenommenen Klage war, so 2011, 808
steht der Zulässigkeit einer hierauf
gestützten Vollstreckungsgegenklage die
Einrede der mangelnden Kostenerstattung
nicht entgegen, wenn die Forderung des
Klägers unstreitig ist (Abgrenzung zu
BGH, Urteile vom 9. Juli 1986 - VIII ZR
283/85, NJW-RR 1987, 61; vom 24. März
1992 - XI ZR 223/91, NJW 1992, 2034).
§ 269 ZPO Verhältnis prozessualer 16. Februar 2011 MietPrax-AK §
Kostentragungspflicht zum VIII ZR 80/10 269 ZPO Nr. 3 =
WuM 2011, 243
materiell-rechtlichem = MDR 2011,
Kostenerstatungsanspruch 442
Im Falle einer Klagerücknahme kommt
ein der Kostenentscheidung nach § 269
Abs. 3 Satz 2, Halbs. 1 ZPO
entgegengerichteter materiell-rechtlicher
Anspruch auf Kostenerstattung nicht in
Betracht, wenn der Sachverhalt, der zu
dieser Kostenentscheidung geführt hat,
unverändert bleibt (Anschluss an BGHZ
45, 251 sowie BGH, GRUR 1995, 169
und WM 2002, 396).
§ 269 ZPO Materiellrechtlicher 11. Januar 2022 MietPrax-AK §
Kostenerstattungsanspruch VIII ZB 44/21 269 ZPO Nr. 4 =
1. Die Vorschrift des § 269 Abs. 3 Satz 2 WuM 2022, 237
Halbs. 2 Alt. 2 ZPO lässt die = MDR 2022,
Berücksichtigung materiell-rechtlicher 525 = NJW
Kostenerstattungsansprüche - soweit 2022, 1393
diese nicht auf einer Einigung zwischen
den Parteien über die Tragung der
prozessualen Kostenlast (Vergleich oder
Kostenverzicht) beruhen - nicht zu
(Bestätigung von Senatsurteil vom 16.

© 2022 RiAG a.D. Prof. Dr. Ulf Börstinghaus, Gelsenkirchen Seite 416
Februar 2011 - VIII ZR 80/10, NJW
2011, 2368, Rn. 12; BGH, Beschlüsse
vom 6. Juli 2005 - IV ZB 6/05, NJW-RR
2005, 1662 unter II 2 b und vom 14. Juni
2010 - II ZB 15/09, NJW-RR 2010, 1476,
Rn. 10; jeweils mwN).
2. Ein weiter reichendes Verständnis
dieser Vorschrift ist auch unter Beachtung
der gemäß der Rechtsprechung des
Bundesgerichtshofs bestehenden
Schranken für die nachfolgende
Geltendmachung eines - der zuvor
ergangenen prozessualen
Kostenentscheidung nach § 269 Abs. 3
Satz 2 ZPO entgegengerichteten -
materiell-rechtlichen
Kostenerstattungsanspruchs des
(ehemaligen) Klägers gegen den
(ehemaligen) Beklagten nicht geboten.
Denn eine prozessuale
Kostenentscheidung lässt grundsätzlich
noch Raum für die Durchsetzung
materiell-rechtlicher Ansprüche auf
Kostenerstattung etwa aus Vertrag, wegen
Verzugs oder aus unerlaubter Handlung
(Bestätigung von Senatsurteil vom 16.
Februar 2011 - VIII ZR 80/10, NJW
2011, 2368, Rn. 10 mwN).
§ 272 ZPO Beschleunigungsgebot im 31. Januar 2018 MietPrax-AK § Börstinghaus,
Berufungsverfahren XII ZB 565/16 272 ZPO Nr. 1 = jurisPR-
Bei einem Antrag auf Verlängerung der WuM 2018, 222 BGHZivilR 8/2018
Berufungsbegründungsfrist in einer = NZM 2018, Anm. 4; Drasdo,
Räumungssache ist dem 287 = NJW NJW-Spezial 2018,
Beschleunigungsgebot im Rahmen des 2018, 1400 290; Jahreis,
richterlichen Ermessens auf der jurisPR-MietR
Rechtsfolgenseite Rechnung zu 11/2018 Anm 4;
Bieber, GE 2018, 6
tragen.(nicht amtlicher Leitsatz)
§ 295 ZPO Heilung von Zustellungsmängeln 9. Januar 2008 MietPrax-AK §
bei Prozessunfähigkeit VIII ZR 12/07 295 ZPO Nr. 1 =
Die mangelhafte Zustellung der WuM 2008, 155
Klageschrift an eine prozessunfähige = GE 2008, 406
Partei wird durch rügelose Verhandlung = ZMR 2008,
durch den Betreuer zur Sache 359
geheilt.(nicht amtlicher Leitsatz)
§ 296 ZPO Fehlerhafte Zurückweisung 10. Mai 2016 MietPrax-AK §
verspäteter VIII ZR 97/15 296 ZPO Nr. 1 =
GE 2016, 1207
Sachverständigenvorschusszahlu
ng
a) Eine Frist zur Einzahlung eines
Vorschusses für ein
Sachverständigengutachten von 14 Tagen
ist zu kurz.
b) Es ist nicht davon auszugehen, dass
binnen 6 Wochen ein
Sachverständigengutachten erstellt
werden kann und die Parteien dazu gem.
§ 411 IV ZPO Stellung nehmen können.

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e) Eine Zurückweisung darf erst nach
Hinweis des Gerichts und Möglichkeit
der Stellungnahme erfolgen.
c) Die nicht fristgerechte Zahlung des
Auslagenvorschusses indiziert noch keine
grobe Fahrlässigkeit.(nicht amtlicher
Leitsatz)
§ 310 ZPO Verkündung einer Entscheidung 5. Dezember MietPrax-AK § Alpes, MDR 2018,
1. Verkündungsmängel (hier: 2017 310 ZPO Nr. 1 = 458
Verkündung nicht in öffentlicher Sitzung VIII ZR 204/16 GE 2018, 191 =
im angegebenen Sitzungssaal, sondern im NJW-RR 2018,
Dienstzimmer des Richters) stehen dem 127 = MDR
wirksamen Erlass eines Urteils nur 2018, 169 =
entgegen, wenn gegen elementare, zum NJW-RR 2018,
Wesen der Verlautbarung gehörende 127
Formerfordernisse verstoßen wurde.
2. Sind die Mindestanforderungen an eine
Verlautbarung gewahrt, hindern auch
Verstöße gegen zwingende
Formerfordernisse das Entstehen eines
wirksamen Urteils nicht. Zu den
Mindestanforderungen gehört, dass die
Verlautbarung vom Gericht beabsichtigt
war oder von den Parteien derart
verstanden werden durfte und die Parteien
von dem Erlass und dem Inhalt der
Entscheidung förmlich unterrichtet
wurden (Bestätigung von BGH,
Beschlüsse vom 14. Juni 1954, GSZ 3/54,
BGHZ 14, 39, 44; vom 8. Februar 2012,
XII ZB 165/11, NJW 2012, 1591 Rn. 13;
Urteile vom 31. Mai 2007, X ZR 172/04,
BGHZ 172, 298 Rn. 12 und vom 12.
März 2004, V ZR 37/03, NJW 2004,
2019, unter II 1 b).

§ 321 ZPO Verhältnis Urteilsergänzung zur 30. August 2009 MietPrax-AK § Geisler, jurisPR-
Berufung VIII ZR 29/09 321 ZPO Nr. 1 = BGHZivilR
Übergeht ein Gericht einen von mehreren GE 2009, 1551 = 23/2009 Anm. 2;
Klageanträgen, ist neben dem NJW-RR 2010, Schach, GE 2009,
Ergänzungsverfahren nach § 321 Abs. 1 19 = MDR 2009, 1530
ZPO auch der Rechtsmittelzug eröff-net, 1406
wenn sich dieses Versäumnis nicht nur in
einer bloßen Unvollständigkeit der
getroffenen Entscheidung erschöpft,
sondern zu einem sachlich unrichtigen
Urteil (hier: umfassende Klageabweisung
bei fehlendem Tatbestand) führt
(Weiterführung von BGH, Urteil vom 25.
Juni 1996 - VI ZR 300/95, NJW-RR
1996, 1238; Urteil vom 5. Februar 2003 -
IV ZR 149/02, NJW 2003, 1463).
§ 321a ZPO Kein Bellprotokoll erforderlich 20. Juni 2012 MietPrax-AK § Börstinghaus,
Zum Umfang der gerichtlichen Prüfung VIII ZR 268/11 321a ZPO Nr. 1 jurisPR-
bei der Fortführung des Verfahrens = GuT 2012, 273 BGHZivilR
gemäß § 321a Abs. 5 ZPO. = GE 2012, 1032 16/2012 Anm. 4
= NZM 2012,
760 = ZMR
2013, 24 = WuM
2012, 508

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§ 321a ZPO Anforderungen an 26. Januar 2021 MietPrax-AK §
Anhörungsrüge VIII ZA 6/20 321a ZPO Nr. 2
a) Eine Anhörungsrüge muss konkrete
Ausführungen dazu enthalten, aus
welchen Umständen sich eine
entscheidungserhebliche Verletzung des
Anspruchs auf rechtliches Gehör durch
das Gericht ergibt.
b) Dabei genügt die schlichte Behauptung
einer Gehörsverletzung nicht.(nicht
amtlicher Leitsatz)
§ 286 ZPO Grenzen der 21. Oktober 2014 MietPrax-AK § Pfeiffer, LMK
vorweggenommenen VIII ZR 34/14 286 ZPO Nr. 1 = 2015, 264738
WuM 2014, 741
Beweiswürdigung = MDR 2015,
Von einer Beweiserhebung darf 234 = NZM
grundsätzlich nicht bereits deswegen 2015, 492
abgesehen werden, weil die
beweisbelastete Partei keine schlüssige
Erklärung dafür liefert, weswegen eine
von ihr behauptete mündliche oder
stillschweigende Vereinbarung keinen
Eingang in den schriftlichen Vertrag
gefunden hat. Denn der Grad der
Wahrscheinlichkeit der
Sachverhaltsschilderung ist für den
Umfang der Darlegungslast regelmäßig
ohne Bedeutung (im Anschluss an
Senatsbeschluss vom 25. Oktober 2011 -
VIII ZR 125/11, NJW 2012, 382 Rn. 23).
Das Fehlen einer schlüssigen Erklärung
spielt daher in aller Regel erst im Rahmen
der tatrichterlichen Würdigung des
Prozessstoffs eine Rolle.
§ 301 ZPO Zulässigkeit eines Teilurteils auf 22. Juni 2005 MietPrax-AK §
Räumung VIII ZR 378/04 301 ZPO Nr. 1
Bei der Entscheidung über den
Zahlungsanspruch ist das
Berufungsgericht an sein Teilurteil über
den Räumungsanspruch und die hierzu
getroffenen Feststellungen nicht
gebunden.(nicht amtlicher Leitsatz)
§ 301 ZPO Zulässigkeit eines Teilurteils auf 12. Dezember MietPrax-AK § Drasdo, NJW-
Räumung 2007 301 ZPO Nr. 2 = Spezial 2008. 162;
Zur Frage der Zulässigkeit eines VIII ZR 269/06 GE 2008, 261 = Schneider, MietRB
Teilurteils im Falle einer Klage des DWW 2008, 66 2008, 106
Vermieters auf Zahlung rückständiger = WuM 2008,
Miete und auf Räumung des Mietobjekts. 156 = NZM
2008, 280
§ 301 ZPO Grundurteil im 14. Februar 2019 MietPrax-AK §
schiedsgerichtlichen Verfahren I ZB 33/18 301 ZPO Nr. 3
1. Die Bestimmung des § 301 ZPO gehört
nicht zu den unverzichtbaren Normen für
ein ordnungsgemäßes Verfahren.
2. Offen bleibt, ob der
verfahrensrechtliche ordre public eine
Einschränkung von diesem Grundsatz
erfordern könnte, wenn infolge eines
Grundurteils eine konkrete Gefahr
widersprüchlicher Entscheidungen droht

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oder die Verfahrensgestaltung des
Schiedsgerichts im konkreten Fall nicht
mehr rational nachvollziehbar ist.
§ 301 ZPO Zulässigkeit eines Teilurteils 24. Januar 2019 MietPrax-AK §
Der Anfechtungsgegner kann mit seinem IX ZR 121/16 301 ZPO Nr. 4 =
Anspruch auf Erstattung von DB 2019, 665 =
Fruchtgewinnungskosten nur gegenüber MDR 2019, 699
dem Anspruch der Masse auf Herausgabe = ZInsO 2019,
der vereinnahmten Mieten oder auf 683 = NZI 2019,
Wertersatz für diese Früchte aufrechnen, 372
nicht aber gegenüber dem
Wertersatzanspruch der Masse wegen
einer unmöglich gewordenen Herausgabe
der Immobilie.
§ 322 ZPO Rechtskraftwirkung eines 16. Januar 2008 MietPrax-AK § Schneider, MietRB
klageabweisenden Urteils XII ZR 216/05 322 ZPO Nr. 1 = 2008, 139
1. Die Rechtskraft einer in einem GuT 2008, 149 =
Vorprozess der Parteien ergangenen NJW 2008, 1227
Entscheidung ist nicht nur bei Identität = NZM 2008,
der Streitgegenstände in jeder Lage des 285 = MDR
Verfahrens von Amts wegen zu beachten, 2008, 522
sondern auch dann, wenn eine für den
nachfolgenden Rechtsstreit (hier:
Leistungsklage) entscheidungserhebliche
Vorfrage im Vorprozess (dort:
Feststellungsklage) rechtskräftig
entschieden wurde.
2. Auch ein klagabweisendes Urteil, das
die Zulässigkeit der Klage
verfahrensfehlerhaft dahinstehen lässt, ist
der uneingeschränkten materiellen
Rechtskraft fähig, wenn aus dessen Tenor
und Entscheidungsgründen ersichtlich ist,
dass das Gericht ungeachtet seiner
Zweifel an der Zulässigkeit der Klage
kein Prozessurteil erlassen, sondern eine
Sachentscheidung getroffen hat.
§ 322 ZPO Verschiedene Streitgegenstände 23. Juli 2008 MietPrax-AK §
bei Ansprüchen aus eigenem XII ZR 158/06 322 ZPO Nr. 2 =
NJW 2008, 2922
und abgetretenem Recht = NZM 2008,
Einer auf eigenes Recht gestützten Klage 686
steht die Rechtskraft eines Urteils
zwischen denselben Parteien nicht
entgegen, in dem die allein auf
abgetretenes Recht gestützte Klage
abgewiesen worden ist (im Anschluss an
BGH, Ur-teil vom 4. Mai 2005 - VIII ZR
93/04 - NJW 2005, 2004 ff.).
§ 322 ZPO Rechtskraftwirkung eines 17. August 2011 MietPrax-AK § Schach, GE 2011,
klageabweisenden Urteils auf VIII ZR 20/11 322 ZPO Nr. 3 = 1262
WuM 2011, 527
Modernisierungsduldung = GE 2011, 1301
a) Liegt der erneuten Klage derselbe
Lebenssachverhalt zugrunde, handelt es
sich um den gleichen Streitgegenstand.
b) Allein die Tatsache, dass der Vermieter
eine neue Modernisierungsankündigung
nach dem klageabweisenden Urteil an den
Mieter gerichtet hat, führt nicht zu einem
neuen Streitgegenstand bezüglich des
erneut geltend gemachten

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Duldungsanspruchs, denn eine Änderung
des dem materiellen Anspruch zugrunde
liegenden Lebenssachverhalts ist damit
nicht verbunden.(nicht amtlicher
Leitsatz)
§ 341 ZPO Urteil nach verspätetem 7. Dezember MietPrax-AK §
Einspruch kein zweites 2016 341 ZPO Nr. 1
Versäumnisurteil VIII ZB 34/16
Hat das Landgericht ein amtsgerichtliches
Verwerfungsurteil gem. § 341 Abs. 2
ZPO fälschlicherweise als zweites
Versäumnisurteil angesehen, ist eine
dagegen eingelegte Rechtsbeschwerde
trotzdem unbegründet, wenn sich dieser
Fehler im Ergebnis nicht zu Lasten der
Beklagten ausgewirkt hat, da auch bei
korrekter verfahrensrechtlicher
Behandlung die Beklagte in der Sache
keinen Erfolg hätte haben können.(nicht
amtlicher Leitsatz)
§ 373 ZPO Zurückweisung einer 12. Dezember MietPrax-AK § Schwenker,
Zeugenvernehmung 2018 373 ZPO Nr. 1 = jurisPR-
Die Zurückweisung einer beantragten XII ZR 99/17 WuM 2019, 158 BGHZivilR 4/2019
Zeugenvernehmung wegen = MDR 2019, Anm. 3; Laumen,
Ungeeignetheit des Beweismittels kommt 302 = NZM MDR 2019, 467
nur ausnahmsweise in Betracht, wenn es 2019, 255
völlig ausgeschlossen erscheint, dass
diese Vernehmung sachdienliche
Erkenntnisse erbringen kann; weder die
Unwahrscheinlichkeit der Tatsache noch
die Unwahrscheinlichkeit der
Wahrnehmung der Tatsache durch den
benannten Zeugen berechtigen den
Tatrichter schon dazu, von der
Beweisaufnahme abzusehen (im
Anschluss an BGH Beschlüsse vom 11.
Oktober 2016, VI ZR 547/14, juris und
vom 12. September 2012, IV ZR 177/11,
FamRZ 2012, 1938).
§ 485 ZPO Umdeutung einseitige 7. Dezember MietPrax-AK § Schach, GE 2011,
Erledigungserklärung 2010 485 ZPO Nr. 1 = 162
Eine im selbständigen Beweisverfahren VIII ZB 14/10 WuM 2011, 46 =
unzulässige einseitige GE 2011, 198 =
Erledigungserklärung ist regelmäßig in MDR 2011, 317
eine Antragsrücknahme mit der = ZfIR 2011, 239
Kostenfolge des § 269 Abs. 3 Satz 2 ZPO
umzudeuten. Dies gilt auch dann, wenn
das Beweissicherungsinteresse zum
Zeitpunkt der Erklärung entfallen war (im
Anschluss an BGH, Beschlüsse vom 14.
Oktober 2004 - VII ZB 23/03, NZBau
2005, 42, und vom 21. September 2010 -
VIII ZB 73/09, juris).
§ 492 ZPO Rechtsmittel gegen 3. März 2009 MietPrax-AK §
Kostenvorschussanforderung VIII ZB 56/08 492 ZPO Nr. 1 =
Gegen die gerichtliche Anforderung eines WuM 2009, 317
Kostenvorschusses ist auch im = FamRZ 2009,
selbständigen Beweisverfahren kein 1056 = MDR
Rechtsmittel gegeben. 2009, 763 =

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RVGreport 2009,
279
§ 493 ZPO Umgang mit vorangegangenem 14. November MietPrax-AK § Schwenker,
selbständigen Beweisverfahren 2017 493 ZPO Nr. 1 = jurisPR-PrivBauR
a) Zwischen den Beteiligten des VIII ZR 101/17 NZM 2018, 167 3/2018 Anm. 4; ;
selbständigen Beweisverfahrens wirkt die = NJW 2018, Kunze, MietRB
in diesem Rahmen vorgezogene 1171 = MDR 2018, 75; Elzer,
Beweisaufnahme wie eine unmittelbar im 2018, 358 = MDR 2018, 457;
anschließenden Hauptsacheverfahren ZMR 2018, 567 Dölling, NJW
selbst durchgeführte Beweiserhebung; die 2018, 20192
Beweiserhebung des selbständigen
Beweisverfahrens wird deshalb im
Hauptsacheprozess verwertet, als sei sie
vor dem Prozessgericht selbst erfolgt.
Dementsprechend hat eine
Beweisaufnahme im selbständigen
Beweisverfahren mit dem
Zuständigkeitsübergang an das
Prozessgericht einerseits zur Folge, dass
ein neues Gutachten in einem sich
anschließenden Rechtsstreit
nur unter den engen Voraussetzungen des
§ 412 ZPO eingeholt werden kann.
Andererseits fallen aber auch die
unerledigt gebliebenen Beweisanträge
unmittelbar im Verfahren vor dem
Prozessgericht an
und sind von diesem im vorgefundenen
Stand zu erledigen.
b) Zu den Voraussetzungen eines
Verzichts auf die Weiterverfolgung zuvor
gestellter prozessualer Anträge.
c) Die Verwertung eines in einem
anderen Verfahren eingeholten
Sachverständigengutachtens gemäß §
411a Abs. 1 ZPO setzt eine
Verwertungsanordnung des Gerichts
voraus, zu deren Erlass oder Ausführung
den Parteien Gelegenheit zur
Stellungnahme gegeben werden muss.
§ 511 ZPO Beschwer im 9. November MietPrax-AK § Monschau, MietRB
Berufungsverfahren 2004 511 ZPO Nr. 1 = 2005, 144
Übersteigt die Beschwer der in erster VIII ZB 36/04 ZMR 2005, 178
Instanz unterlegenen Partei die = GE 2005, 295
Wertgrenze des § 511 Abs. 2 Nr. 1 ZPO,
so kann grundsätzlich erst auf der
Grundlage des in der mündlichen
Berufungsverhandlung gestellten Antrags
entschieden werden, ob der Wert des
Beschwerdegegenstands die
Berufungssumme erreicht. Ein zunächst
beschränkter Berufungsantrag, der die
Berufungssumme unterschreitet, kann bis
zum Schluß der mündlichen Verhandlung
vor dem Berufungsgericht erweitert
werden, soweit die Erweiterung von der
fristgerecht eingereichten
Berufungsbegründung gedeckt ist
(Bestätigung von BGHZ 12, 52, 67;
BGH, Beschluß vom 8. Oktober 1982 V
ZB 9/82, NJW 1983, 1063). Das gilt auch

© 2022 RiAG a.D. Prof. Dr. Ulf Börstinghaus, Gelsenkirchen Seite 422
für den Fall, daß die Berufung zugleich
mit ihrer Einlegung begründet und dabei
ein Berufungsantrag angekündigt wird,
mit dem die in erster Instanz abgewiesene
Klage nur teilweise weiterverfolgt wird.
§ 511 ZPO Entscheidung über Zulassung 3. Juni 2008 MietPrax-AK §
der Berufung durch VIII ZB 101/07 511 ZPO Nr. 2 =
WuM 2008, 614
Berufungsgericht
Das Berufungsgericht muss über die
Zulassung der Berufung selbst
entscheiden, wenn es den ursprünglich
eine Berufung ermöglichenden Streitwert
herabsetzt.(nicht amtlicher Leitsatz)
§ 511 ZPO Beschwer im 11. Januar 2011 MietPrax-AK §
Berufungsverfahren VIII ZB 62/10 511 ZPO Nr. 3 =
Die mit der Berufung weiterverfolgten WuM 2011, 177
Nebenforderungen im Sinne von § 4 Abs.
1 ZPO sind bei der Rechtsmittelbeschwer
zu berücksichtigen, soweit sie
Hauptforderungen geworden sind; das ist
der Fall, wenn und soweit der
Hauptanspruch, auf den sich die
Nebenforderungen beziehen, nicht mehr
Gegenstand des Rechtsstreits ist.(nicht
amtlicher Leitsatz)
§ 511 ZPO Entscheidung über Zulassung 29. April 2014 MietPrax-AK §
der Berufung durch VIII ZB 42/13 511 ZPO Nr. 4 =
GE 2014, 798
Berufungsgericht
Hat das erstinstanzliche Gericht keine
Veranlassung gesehen, die Berufung nach
§ 511 Abs. 4 ZPO zuzulassen, weil es den
Streitwert auf über 600 € festgesetzt hat
und deswegen davon ausgegangen ist,
dass der Wert des
Beschwerdegegenstandes nach § 511
Abs. 2 Nr. 1 ZPO für die unterlegene
Partei überschritten ist, hält aber das
Berufungsgericht diesen Wert für nicht
erreicht, hat das Berufungsgericht, das
insoweit nicht an die
Streitwertfestsetzung des Erstgerichts
gebunden ist, die Entscheidung über die
Zulassung der Berufung nach zu
holen.(nicht amtlicher Leitsatz)
§ 511 ZPO Rechtsmittelbeschwer bei 10. Januar 2017 MietPrax-AK §
späterer Beschränkung auf Zug VIII ZR 98/16 511 ZPO Nr. 5 =
WuM 2017, 220
um Zug Verurteilung = GE 2017, 588
a) Eine zunächst zulässige Berufung eines = NZM 2017,
Berufungsführers, dessen Beschwer die 358
Wertgrenze des § 511 Abs. 2 Nr. 1 ZPO
erreicht, kann unzulässig werden, falls
dieser willkürlich seinen Berufungsantrag
auf einen unterhalb der Berufungssumme
liegenden Wert beschränkt. Mit
"willkürlich" sind diejenigen Fälle
gemeint, in denen der Berufungsführer
aus eigener Entschließung, also nicht als
Reaktion auf ein Verhalten seines

© 2022 RiAG a.D. Prof. Dr. Ulf Börstinghaus, Gelsenkirchen Seite 423
Gegners, seinen Berufungsantrag auf
einen die Berufung ssumme
unterschreitenden Wert beschränkt
(Bestätigung von Großer Senat für
Zivilsachen des Reichsgerichts, RGZ 168,
355, 358, 360; BGH, Urteile vom 19.
Dezember 1950 - I ZR 7/50, BGHZ 1, 29,
31; vom 30. November 1965 - V ZR
67/63, NJW 1966, 598; vom 17. Juli 2008
- IX ZR 126/07, NJW-RR 2009, 126).
b) Wendet sich der Mieter mit seiner
Berufung nicht gegen eine ausgeurteilte
Zahlungsverpflichtung als solche,
sondern begehrt er mit dem Rechtsmittel
lediglich eine Verurteilung Zug um Zug
gegen Erteilung einer ordnungsgemäßen
Betriebskostenabrechnung, bemisst sich
der Wert des geltend gemachten
Beschwerdegegenstands gemäß §§ 2, 3
ZPO nach dem Interesse des Mieters an
einem sich möglicherweise aus der
Abrechnung ergebenden
Rückzahlungsanspruch, der
gegebenenfalls nach Erfahrungswerten zu
schätzen und mangels konkreter Anhalt in
der Regel nur mit einem Bruchteil der
geleisteten Vorauszahlungen anzusetzen
ist.
§ 511 ZPO Beschwer einer negativen 4. Juni 2019 MietPrax-AK §
Feststellungsklage VIII ZB 76/18 511 ZPO Nr. 6 =
Bei einer negativen Feststellungsklage ist GE 2019, 965
kein Abzug von der bestrittenen
Forderung zu machen.(nicht amtlicher
Leitsatz)
§ 511 ZPO Beschwer bei Anbringung von 20. Oktober 2020 MietPrax-AK §
Rauchmeldern VIII ZA 6/20 511 ZPO Nr. 7 =
1. Der Beschwerdewert richtet sich nach WuM 2020, 800
dem Interesse des Rechtsmittelklägers. = GE 2021, 570
2. Bei der Verurteilung zur Duldung des
Betretens der Wohnung zum Zwecke der
Anbringung von Rauchwarnmeldern ist
der Beschwerdewert mit 500,- €
anzusetzen.(nicht amtlicher Leitsatz)
§ 511 ZPO Rechtsmittelbeschwer Erteilung 5. Oktober 2021 MietPrax-AK §
einer Heizkostenabrechnung VIII ZB 83/20 511 ZPO Nr. 8 =
Zur Bemessung der Beschwer bei GE 2021, 1486 =
Verurteilung zur Erteilung einer neuen CuR 2021, 172 =
Heizkostenabrechnung (im Anschluss an WuM 2022, 53 =
Senatsbeschluss vom 16. Juni 2008 - VIII MDR 2022, 422
ZB 87/06, WuM 2008, 615 Rn. 6 f.) = NZM 2022,
269
§ 513 ZPO Berufung wegen neuer 27. März 2007 MietPrax-AK §
Kündigung VIII ZB 123/06 513 ZPO Nr. 1 =
Auch unter der Geltung des reformierten WuM 2007, 283
Zivilprozessrechts ist es zulässig, die mit
der Berufung erstrebte Abänderung des
erstinstanzlichen Urteils ausschließlich
mit neuen Angriffs- und
Verteidigungsmitteln zu begründen,
soweit diese in der Berufungsinstanz zu

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berücksichtigen sind. Einer
Auseinandersetzung mit den Gründen des
angefochtenen Urteils bedarf es in diesem
Falle nicht.
§ 519 ZPO Ermittlung des 9. April 2008 MietPrax-AK §
Berufungsführeres durch VIII ZB 58/06 519 ZPO Nr. 1 =
WuM 2008, 362
Auslegung = MDR 2008,
Zur Zulässigkeit der Berufung einer 814 = NZM
Partei, wenn zwar nicht aus der 2008, 684
Berufungsschrift dieser Partei, wohl aber
aus der beim Berufungsgericht bereits
vorliegenden Berufung der Gegenseite
und der deren Berufungsschrift
beigefügten Abschrift des angefochtenen
Urteils innerhalb der Berufungsfrist
erkennbar ist, wer Berufungskläger und
wer Berufungsbeklagter ist.
§ 520 ZPO Inhalt der 31. August 2010 MietPrax-AK §
Berufungsbegründung VIII ZB 13/10 520 ZPO Nr. 1 =
Eine Berufungsbegründungsschrift muss WuM 2011, 48
ihrem gesamten Inhalt nach eindeutig
erkennen lassen, in welchem Umfang das
Urteil der ersten Instanz angefochten
werden soll. Sie muss erkennen lassen,
aus welchen tatsächlichen und rechtlichen
Gründen der Berufungskläger das
angefochtene Urteil für unrichtig hält und
zur Darlegung der Fehlerhaftigkeit die
Umstände mitteilt, die das Urteil aus
Sicht des Rechtsmittelführers in Frage
stellen. Ob die von ihm erhobenen Rügen
schlüssig oder auch nur vertretbar sind, ist
ohne Belang.(nicht amtlicher
Leitsatz)
§ 520 ZPO Verlängerung der 16. Januar 2018 MietPrax-AK §
Berufungsbegründungsfrist VIII ZB 61/17 520 ZPO Nr. 2 =
1. Aus Art. 2 Abs. 1 GG in Verbindung NJW 2018, 1002
mit dem Rechtsstaatsprinzip (Art. 20 Abs.
3 GG) wird als allgemeines
Verfahrensgrundrecht neben dem Gebot
effektiven Rechtsschutzes auch ein
Anspruch auf faires Verfahren abgeleitet.
Danach muss das Verfahren so gestaltet
werden, wie die Parteien des
Zivilprozesses es vom Gericht erwarten
dürfen. Das Gericht darf sich nicht
widersprüchlich verhalten, darf aus
eigenen oder ihm zuzurechnenden
Fehlern oder Versäumnissen keine
Verfahrensnachteile ableiten und ist
allgemein zur Rücksichtnahme gegenüber
den Verfahrensbeteiligten in ihrer
konkreten Situation verpflichtet (im
Anschluss an BVerfG, Beschluss vom 26.
April 1988, 1 BvR 669/87, BVerfGE 78,
123, 126; BVerfG, Beschluss vom 18.
Juli 2013, 1 BvR 1623/11, NJW 2014,
205 Rn. 20 mwN).
2a. § 520 Abs. 2 Satz 3 ZPO sieht im
Berufungsverfahren ohne Einwilligung

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des Gegners lediglich die Möglichkeit
einer Verlängerung der
Berufungsbegründungsfrist um einen
Monat, nicht aber um einen Monat nach
erfolgter Akteneinsicht vor.
2b. Ein Antrag auf Verlängerung der
Berufungsbegründungsfrist ist nicht
deswegen unwirksam, weil er kein
bestimmtes Enddatum, sondern nur eine
Frist benennt, die mit Eintritt eines
bestimmten künftigen Ereignisses (hier:
Akteneinsicht) zu laufen beginnen soll
(Fortentwicklung von BGH, Beschluss
vom 5. April 2001, VII ZB 37/00, NJW-
RR 2001, 931 unter II [zu § 519 Abs. 2
ZPO aF]).
§ 520 ZPO Anforderung an 8. Dezember MietPrax-AK §
Berufungsschrift 2010 520 ZPO Nr. 2 =
Wenn die gesetzlichen Anforderungen an XII ZB 140/10 GuT 2010, 458 =
eine Berufungsschrift oder eine NJW-RR 2011,
Berufungsbegründung erfüllt sind, kommt 492 = MDR
die Deutung, dass der Schriftsatz nicht als 2011, 182
zugleich eingelegte Berufung oder
Berufungsbegründung bestimmt war, nur
dann in Betracht, wenn sich dies aus den
Begleitumständen mit einer jeden
vernünftigen Zweifel ausschließenden
Deutlichkeit ergibt (im Anschluss an die
Senatsbeschlüsse vom 18. Juli 2007 - XII
ZB 31/07 - FamRZ 2007, 1726 und vom
20. Juli 2005 - XII ZB 31/05 - FamRZ
2005, 1537).
§ 520 ZPO Inhalt der 22. November MietPrax-AK §
Berufungsbegründung 2011 520 ZPO Nr. 3 =
Die in § 520 Abs. 3 Nr. 2 ZPO VIII ZB 30/11 WuM 2012, 45
bezeichneten inhaltlichen Anforderungen
an eine Berufungsbegründung sind
gewahrt, wenn die Berufungsbegründung
erkennen lässt, aus welchen tatsächlichen
und rechtlichen Gründen der
Berufungskläger das angefochtene Urteil
für unrichtig hält, und zur Darlegung der
Fehlerhaftigkeit die Umstände mitteilt,
die das Urteil aus Sicht des
Rechtsmittelführers in Frage
stellen.(nicht amtlicher Leitsatz)
§ 520 ZPO Anforderungen an 9. April 2013 MietPrax-AK §
Berufungsbegründung VIII ZB 64/12 520 ZPO Nr. 4 =
Die Anforderungen an eine WuM 2013, 367
Berufungsbegründung sind bereits dann = GuT-W 2013,
erfüllt, wenn sie erkennen lässt, aus 71
welchen tatsächlichen und rechtlichen
Gründen der Berufungskläger das
angefochtene Urteil für unrichtig hält,
und zur Darlegung der Fehlerhaftigkeit
die Umstände mitteilt, die das Urteil aus
Sicht des Rechtsmittelführers in Frage
stellen. Ob die von ihm erhobenen Rügen
schlüssig oder auch nur vertretbar sind, ist

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ohne Belang.(nicht
amtlicher
Leitsatz)
§ 520 ZPO Inhalt einer 20. August 2019 MietPrax-AK § Fellner, MDR
Berufungsbegründung VIII ZB 29/19 520 ZPO Nr. 5 = 2020, 80
Die Vorschrift des § 520 Abs. 3 Satz 2 NZM 2019, 780
Nr. 1 ZPO verlangt, dass die Berufungs- = MDR 2019,
begründungsschriftihrem gesamten Inhalt 1327 = NJW-RR
nach eindeutig erkennen lässt, in 2019, 1293
welchem Umfang und mit welchem Ziel
das Urteil der ersten Instanz angefoch-ten
werden soll (im Anschluss an Senatsurteil
vom 22.März 2006 -VIIIZR 212/04, NJW
2006, 2705 Rn.8; BGH, Beschlüsse vom
31. August 2010 -VIIIZB 13/10,
WuM2011, 48 Rn.7; vom 10. Juni 2015 -
XII ZB 611/14, NJW-RR 2015, 963
Rn.10; vom 1. Juni 2017 -IIIZB 77/16,
NJW-RR 2017, 1341 Rn.8; jeweils
mwN). Das ist aber bereits dann der Fall,
wenn die Berufungsbe-gründung den
Schluss auf die Weiterverfolgung des
erstinstanzlichen Begeh-rens zulässt (im
Anschluss an BGH, Beschlüsse vom 2.
Februar 2012 -VZB 184/11, NJW-RR
2012, 397 Rn.6; vom 29. März 2012 -
VZB 176/11, juris Rn.6; vom 26. Juni
2019 -VIIZB 61/18, juris Rn. 9).
§ 520 ZPO Anforderungen an 11. Mai 2021 MietPrax-AK § Schwenker,
Berufungsschrift VIII ZB 50/20 520 ZPO Nr. 6 = jurisPR-
1. Um den inhaltlichen Anforderungen an NZM 2021, 602 BGHZivilR 9/2022
eine Berufungsbegründung gemäß § 520 = NJW-RR Anm. 5
Abs. 3 Satz 2 Nr. 2 und Nr. 3 ZPO zu 2021, 935
genügen, muss der Berufungsführer in
einer aus sich heraus verständlichen
Weise angeben, welche bestimmten
Punkte des angefochtenen Urteils er
bekämpft und welche tatsächlichen oder
rechtlichen Gründe er ihnen im Einzelnen
entgegensetzt. Es reicht nicht aus, die
Auffassung des Erstgerichts mit
formularmäßigen Sätzen oder
allgemeinen Redewendungen zu rügen
oder lediglich auf das Vorbringen erster
Instanz zu verweisen (st. Rspr.; vgl. etwa
BGH, Beschlüsse vom 21. Juli 2020 - VI
ZB 68/19, WM 2020, 1847 Rn. 10; vom
13. Juni 2017 - VIII ZB 7/16, juris Rn.
12; vom 9. April 2013 - VIII ZB 64/12,
WuM 2013, 367 Rn. 8 und vom 23.
Oktober 2012 - XI ZB 25/11, NJW 2013,
174 Rn. 10).
2. Will der Berufungsführer die Berufung
auf neue Angriffs- oder
Verteidigungsmittel im Sinne von § 531
Abs. 2 ZPO stützen, muss die
Berufungsbegründung nach § 520 Abs. 3
Satz 2 Nr. 4 ZPO die Tatsachen
bezeichnen, aufgrund derer die neuen
Angriffs- oder Verteidigungsmittel nach §
531 Abs. 2 ZPO zuzulassen sind.

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§ 520 ZPO Inhalt einer 15. März 2022 MietPrax-AK §
Berufungsbegründung VIII ZB 43/21 520 ZPO Nr. 7 =
Zu den inhaltlichen Anforderungen an WuM 2022, 290
eine Berufungsbegründung. = NZM 2022,
460
§ 522 ZPO Inhalt eines 21. September MietPrax-AK § Wichert, MietRB
Zurückweisungsbeschlusses 2016 522 ZPO Nr. 1 = 2017, 93
Ein Zurückweisungsbeschluss, der mit VIII ZR 188/15 NZM 2016, 852
der Nichtzulassungsbeschwerde = NJW 2016,
angefochten werden kann, muss - 3787
jedenfalls in Verbindung mit einem in
Bezug genommenen Hinweisbeschluss -
neben einer Bezugnahme auf die
Feststellungen des angefochtenen
erstinstanzlichen Urteils und der
Darstellung etwaiger Änderungen und
Ergänzungen zumindest sinngemäß
erkennen lassen, was der Berufungskläger
mit seinem Rechtsmittel erstrebt hat. Sind
diese Anforderungen nicht erfüllt, fehlt
die für die revisionsrechtliche
Nachprüfung nach §§ 545, 559 ZPO
erforderliche tatsächliche
Beurteilungsgrundlage und unterliegt der
Zurückweisungsbeschluss wegen des
darin liegenden Verfahrensfehlers der
Aufhebung (im Anschluss an BGH,
Urteile vom 10. Februar 2004, VI ZR
94/03, BGHZ 158, 60, 61; vom 8. Februar
2006, XII ZR 57/03, NJW 2006, 1523 Rn.
5 ff.).
§ 524 ZPO Abgrenzung einer selbständigen 29. März 2011 MietPrax-AK § Geisler, jurisPR-
Berufung zur VIII ZB 25/10 524 ZPO Nr. 1 = BGHZivilR
NJW 2011, 1455 11/2011 Anm. 4
Anschlussberufung = WuM 2011,
a) Zur Auslegung einer 374 = MDR
"Anschlussberufung", die die 2011, 622
Anforderungen an die Zulässigkeit einer
eigenständigen Berufung erfüllt (im
Anschluss an BGH, Beschluss vom 30.
April 2003 - V ZB 71/02, NJW 2003,
2388).
b) Stellt das Berufungsgericht durch
Beschluss die Wirkungslosigkeit einer
"Anschlussberufung" nach § 524 Abs. 4
ZPO fest, so ist hiergegen die
Rechtsbeschwerde statthaft, wenn keine
Anschlussberufung, sondern eine
eigenständige Berufung eingelegt worden
ist und daher der Ausspruch des
Berufungsgerichts einer Verwerfung der
Berufung als unzulässig gleichkommt (im
Anschluss an BGH, Beschluss vom 30.
April 2003 - V ZB 71/02, NJW 2003,
2388).
§ 529 ZPO Erneute Zeugenvernehmung in 21. Oktober 2020 MietPrax-AK §
Berufungsinstanz XII ZR 114/19 529 ZPO Nr. 1 =
Das Berufungsgericht ist zur erneuten NJW-RR 2020,
Vernehmung von Zeugen verpflichtet, 1519 = MDR
wenn es deren Aussagen anders verstehen 2021, 115 =
will als die Vorinstanz. Unterlässt es dies, MDR 2021, 280

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verletzt es das rechtliche Gehör der
benachteiligten Partei (im Anschluss an
Senatsbeschluss vom 21.März 2012 -
XIIZR18/11-NJW-RR2012, 704).
§ 529 ZPO Pflicht zur Zeugenvernehmung 21. März 2012 MietPrax-AK § Kinne, GE 2012,
im Berufungsverfahren XII ZR 18/11 529 ZPO Nr. 1 = 726
Das Berufungsgericht ist zur erneuten GuT 2012, 157 =
Vernehmung eines Zeugen verpflichtet, GE 2012, 749 =
wenn es dessen Aussage anders verstehen MDR 2012, 601
will als die Vorinstanz. = NJW-RR
2012, 704
§ 531 ZPO Erstmaliges Bestreiten des 21. Dezember MietPrax-AK § Geisler, jurisPR-
Eigenbedarfs in der 2011 531 ZPO Nr. 1 = BGHZiviR 5/2012
VIII ZR 166/11 GE 2012, 333 = Anm. 4
Berufungsinstanz WuM 2012, 160
Die für die Anwendung des § 531 Abs. 2 = NZM 2012,
Satz 1 Nr. 1 ZPO erforderliche 231 = ZMR
Voraussetzung, dass die Rechtsansicht 2012, 346
des Gerichts des ersten Rechtszugs den
Sachvortag der Partei mit beeinflusst hat,
ist (schon) dann erfüllt, wenn dieses die
Partei durch seine Prozessleitung oder
seine erkennbare rechtliche Beurteilung
des Streitverhältnisses davon abgehalten
hat, zu bestimmten Gesichtspunkten
(weiter) vorzutragen (im Anschluss an
BGH, Urteile vom 19. Februar 2004 - III
ZR 147/03, WM 2004, 2213 mwN; vom
30. Juni 2006 - V ZR 148/05, NJW-RR
2006, 1292). Hierfür genügt es, dass das
erstinstanzliche Gericht durch das
Unterlassen von Hinweisen den Eindruck
erweckt, weiterer Vortrag sei aus seiner
Sicht nicht erforderlich (im Anschluss an
BGH, Urteile vom 14. Oktober 2004 - VII
ZR 180/03, NJW-RR 2005, 213; vom 30.
Juni 2006 - V ZR 148/05, NJW-RR 2006,
1292; Beschluss vom 22. Februar 2007 -
III ZR 114/06, NJW-RR 2007, 774).
§ 533 ZPO Zweite Kündigung im 20. November MietPrax-AK § Schach, GE 2013,
Berufungsverfahren 2012 533 ZPO Nr. 1 = 89
Das auf eine zweite Kündigung gestützte VIII ZR 157/12 GE 2013, 117 =
Räumungsbegehren stellt einen neuen GuT-W 2013, 18
Streitgegenstand dar.
Zu den Tatsachen, auf die gemäß § 533
Nr. 2 ZPO eine Klageänderung gestützt
werden kann, weil sie das
Berufungsgericht seiner Verhandlung und
Entscheidung über die Berufung ohnehin
nach § 529 ZPO zugrunde zu legen hat,
gehören auch solche, die bereits in erster
Instanz vorgetragen waren, von dem
erstinstanzlichen Gericht aber als
unerheblich beurteilt worden sind und
deshalb im Urteilstatbestand keine
Erwähnung gefunden haben.(nicht
amtlicher Leitsatz)
§ 543 ZPO Beschränkung der 24. Januar 2012 MietPrax-AK §
Revisionszulassung VIII ZR 206/11 543 ZPO Nr. 1 =
a) Das Berufungsgericht kann eine nach § WuM 2012, 163
543 Abs. 2 ZPO auszusprechende

© 2022 RiAG a.D. Prof. Dr. Ulf Börstinghaus, Gelsenkirchen Seite 429
Zulassung der Revision auf Teile des
Streitstoffs beschränken.
b) Die Beschränkung muss nicht im
Tenor des Urteils angeordnet sein,
sondern kann sich auch aus den
Entscheidungsgründen ergeben.
c) Allerdings muss sich in diesem Fall die
Beschränkung den Entscheidungsgründen
eindeutig entnehmen lassen.(nicht
amtlicher Leitsatz)
§ 543 ZPO Revisionszulassung nur für 13. Mai 2014 MietPrax-AK §
beschwerte Partei VIII ZR 264/13 543 ZPO Nr. 2
Die Zulassung der Revision kann auf
diejenige Partei beschränkt werden, zu
deren Nachteil das Berufungsgericht die
von ihm für klärungsbedürftig gehaltene
Rechtsfrage entschieden hat. Die
Zulassung der Revision wirkt in diesem
Fall nicht zugunsten der Partei, zu deren
Gunsten die Rechtsfrage entschieden
worden ist und die das Urteil aus gänzlich
anderen Gründen angreift.(nicht
amtlicher Leitsatz)
§ 543 ZPO Beschränkung der 13. Mai 2020 MietPrax-AK §
Revisionszulassung VIII ZR 222/18 543 ZPO Nr. 3 =
1. Eine Beschränkung der NZM 2020, 713
Revisionszulassung durch das = NJW 2020,
Berufungsgericht muss nicht im Tenor 3258
des Urteils angeordnet sein, sondern kann
sich auch - mit der hierfür erforderlichen
Klarheit - aus den Urteilsgründen
ergeben. Das ist regelmäßig etwa dann
anzunehmen, wenn die vom
Berufungsgericht als zulassungsrelevant
bezeichnete Frage lediglich einen
eindeutig abgrenzbaren selbständigen Teil
des Streitstoffs betrifft (im Anschluss an
BGH, Urteile vom 24. Oktober 2017 - II
ZR 16/16, NJW-RR 2018, 39 Rn. 9; vom
5. Dezember 2018 - VIII ZR 67/18, juris
Rn. 17; vom 16. Januar 2019 - VIII ZR
173/17, NJW-RR 2019, 787 Rn. 11; vom
11. Dezember 2019 - VIII ZR 361/18,
WM 2020, 469 Rn. 24; vom 29. April
2020 - VIII ZR 355/18, unter B I 2 a, zur
Veröffentlichung bestimmt; jeweils
mwN).
2. Aus den Entscheidungsgründen eines
Berufungsurteils kann sich auch mit der
gebotenen Deutlichkeit ergeben, dass die
Revision nur bezüglich der Partei
zugelassen worden ist, zu deren Nachteil
das Berufungsgericht die von ihm als
klärungsbedürftig empfundene
Rechtsfrage entschieden hat. Die
Zulassung der Revision wirkt in diesem
Fall nicht zugunsten der Partei, zu deren
Gunsten die Rechtsfrage entschieden
worden ist und die das Urteil aus gänzlich
anderen Gründen angreift (im Anschluss

© 2022 RiAG a.D. Prof. Dr. Ulf Börstinghaus, Gelsenkirchen Seite 430
an BGH, Urteil vom 5. November 2003 -
VIII ZR 320/02, NJW-RR 2004, 426
unter II; Beschlüsse vom 8. Mai 2012 -
XI ZR 261/10, NJW 2012, 2446 Rn. 6;
vom 27. März 2014 - III ZR 387/13, juris
Rn. 5; vom 13. Mai 2014 - VIII ZR
264/13, juris Rn. 8 f.; vom 10. April 2018
- VIII ZR 247/17, NJW 2018, 1880 Rn.
11; jeweils mwN).
3. Ist nach Vorstehendem die Revision
nur bezüglich einer abgrenzbaren Frage
und nur zugunsten der insoweit
unterlegenen Partei zugelassen, kann aus
dem Ausspruch zur vorläufigen
Vollstreckbarkeit (hier: Nichtanwendung
von § 713 ZPO) regelmäßig nicht
gefolgert werden, das Berufungsgericht
habe die Revision auch zu Gunsten der
anderen Prozesspartei - und damit
vorliegend unbeschränkt - zulassen
wollen.
§ 544 ZPO Zeitpunkt der Rechtskraft bei 19. Oktober 2005 MietPrax-AK § Jaspersen,
erfolgloser VIII ZR 217/04 544 ZPO Nr. 1 = BGHReport 2006,
WuM 2005, 793 45
Nichtzulassungsbeschwerde = NJW 2005,
Wird die Nichtzulassungsbeschwerde 3724
gegen ein Berufungsurteil
zurückgewiesen, so tritt die Rechtskraft
des Berufungsurteils nicht bereits mit
dem Erlass, sondern erst mit der
Zustellung des
Zurückweisungsbeschlusses ein.
§ 544 ZPO Voraussetzungen für 4. März 2009 MietPrax-AK §
Einstellungsantrag bei XII ZR 198/08 544 ZPO Nr. 2 =
GuT 2009, 91 =
Nichtzulassungsbeschwerde ZMR 2009, 518
1. Wenn eine Nichtzulassungsbeschwerde = GE 2009, 838
möglich ist ist für die Anwendung des §
713 ZPO kein Raum.
2. Hat das Berufungsgerichtdeshalb
fälschlich von einer Abwendungsbefugnis
gem. § 711 ZPO abgesehen ist ein
Vollstreckungsschutzantrag gem. § 712
ZPO nicht zwing Voraussetztung für
einen Einstellungsantrag im
Nichtzulassungsbeschwerdeverfahren.
3. Eine Einstellung der
Zwangsvollstreckung durch das
Revisionsgericht kommt aber nicht in
Betracht, wenn das Rechtsmittel keine
Aussicht auf Erfolg hat.(nicht
amtlicher Leitsatz)
§ 544 ZPO Verstoß gegen rechtliches Gehör 30. November MietPrax-AK §
Hat das Berufungsgericht den Anspruch 2010 544 ZPO Nr. 3 =
der Beklagten auf rechtliches Gehör (Art. VIII ZR 293/08 WuM 2011, 45
103 Abs. 1 GG) in
entscheidungserheblicher Weise verletzt,
führt dies gemäß § 544 Abs. 7 ZPO zur
Aufhebung des angefochtenen Urteils und
zur Zurückverweisung der Sache an das

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Berufungsgericht.(nicht
amtlicher
Leitsatz)
§ 544 ZPO Keine Bindung des 13. März 2013 MietPrax-AK §
Revisionsgerichts an Festsetzung XII ZR 8/13 544 ZPO Nr. 4 =
MDR 2013, 740
des Beschwerdewertes = GuT 2013, 123
a) Im Verfahren der
Nichtzulassungsbeschwerde hat das
Revisionsgericht über die Höhe der
Beschwer selbst zu befinden. An eine
möglicherweise verfehlte Wertfestsetzung
durch das Berufungsgericht ist der
Bundesgerichtshof nicht gebunden (im
Anschluss an Senatsbeschluss vom 13.
Oktober 2004 XII
ZR 110/02 NJW-RR 2005, 224).
b) Erhöht das Berufungsgericht den
Streitwert nach Erlass seines Urteils auf
einen Betrag oberhalb der Wertgrenze des
§ 26 Nr. 8 EGZPO (derzeit 20.000 €),
rechtfertigt dies keine Wiedereinsetzung.
§ 544 ZPO Beschwer bei 4. Februar 2020 MietPrax-AK §
Angehörigenmietvertrag im VIII ZR 16/19 544 ZPO Nr. 5 =
WuM 2020, 298
Rahmen von
Zwangsvollstreckungsmaßnahm
en
1. Der Wert der Beschwer bei einem
Streit über das Bestehen eines
Mietverhältnisses, dessen Dauer
unbestimmt ist, ist nach dem
dreieinhalbfachen Jahresbetrag der
Nettomiete (§§ 8, 9 ZPO) zu bemessen.
2. Die der Berechnung der Beschwer
zugrunde liegende Nettomiete richtet sich
danach, welche Miete der auf Räumung
in Anspruch genommene Mieter nach
dem von ihm behaupteten Mietvertrag zu
entrichten hat.
3. Ein etwaiger höherer objektiver
Mietwert oder eine höhere fiktive
Marktmiete ist für die Beurteilung ohne
Bedeutung(nicht amtlicher Leitsatz)
§ 544 ZPO Beschwer des Mieters bei 17. März 2020 MietPrax-AK §
Räumungsurteil VIII ZA 3/20 544 ZPO Nr. 6 =
Die Beschwer des Mieters in einem WuM 2020, 300
Räumungsurteil bemißt sich gem. §§ 8, 9
ZPO nach dem 3 1/2-fachen Jahresbetrag
der Nettomiete, wenn es sich um ein
unbefristetes Mietverhältnis
handelt.(nicht amtlicher Leitsatz)
§ 544 ZPO Unterschiedliche Beschwer und 17. März 2020 MietPrax-AK §
Gebührenstreitwert bei VIII ZR 115/19 544 ZPO Nr. 7 =
WuM 2020, 300
Gewährleistungsklagen = GE 2020,670
1. Die Beschwer des Mieters bei
abgewiesener Klage auf Feststellung
einer Mietminderung beträgt gem. §§ 3, 9
ZPO das 3 ½ -fache des
Jahresminderungsbetrags.

© 2022 RiAG a.D. Prof. Dr. Ulf Börstinghaus, Gelsenkirchen Seite 432
2. Dasselbe gilt für die Abweisung der
Klage auf Beseitigung von Mängeln.
3. Der Gebührenstreitwert entspricht bei
Klage auf Mangelbeseitigung dem
Jahresbetrag der Minderung (§ 41 Abs.5
Satz 1 GKG).
4. Der Gebührenstreitwert für den Antrag
auf Feststellung der Minderung berechnet
sich nach dem 3½-fachen Jahresbetrag
der Minderung.(nicht amtlicher
Leitsatz)
§ 544 ZPO Beschwer bei 7. April 2020 MietPrax-AK § Schneider, MietRB
Modernisierungsduldung und VIII ZR 383/18 544 ZPO Nr. 8 = 2020, 171
WuM 2020, 299
Verpflichtung zum Rückbau = GE 2020, 666
1. Die Beschwer des Unterliegens mit = ZMR 2020,
einem Antrag auf Duldung einer 637
begehrten Modernisierungsmaßnahmen
ist gemäß § 3 in Verbindung mit den
Grundsätzen des § 9 ZPO nach dem
Dreieinhalbfachen des infolge der
Modernisierung zu erwartenden
Jahresbetrags der Mieterhöhung zu
bemessen.
2a). Der Wert der Beschwer eines zur
Mängelbeseitigung verurteilten
Vermieters bemisst sich nicht nach den
Kosten der Mängelbeseitigung, sondern
gemäß §§ 2, 3 und 9 ZPO nach dem
dreieinhalbfachen Jahresbetrag der
aufgrund des Mangels gegebenen
Mietminderung.
2b. Das gilt auch für den Fall des
Rückbaus begonnener Bauarbeiten, die
den Mietgebrauch des Mieters
beeinträchtigen.(nicht amtlicher
Leitsatz)
§ 544 ZPO Rücknahme einer 25. März 2020 MietPrax-AK §
Hilfsaufrechnung XII ZR 29/19 544 ZPO Nr. 9 =
Eine Hilfsaufrechnung kann auch noch im MDR 2020, 749
Verfahren über die Beschwerde gegen die = NJW-RR
Nichtzulassung der Revision 2020, 761
zurückgenommen werden.
§ 544 ZPO Beschwer bei Räumungsklage; 30. September MietPrax-AK §
Kündigung wegen Strafanzeige 2020 544 ZPO Nr. 10
1. Der Wert der Beschwer ist bei einer VIII ZA 19/20 = WuM 2020,
Streitigkeit über die Räumung von 738
Wohnraum gemäß §§8, 9 ZPO nach dem
dreieinhalbfachen Jahreswert der
monatlichen Nettomiete zu bestimmen,
wenn es sich um ein unbefristetes
Mietverhältnis handelt und die streitige
Zeit deshalb nicht bestimmt ist.
2. Ein Kündigungsausschluss von 24
Moanten führt nicht zu einer höheren
Beschwer.
3. Die Frage, unter welchen Umständen
die Stellung von Strafanzeigen den
Vermieter zu einer fristlosen Kündigung

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berechtigt, ist eine Frage des
Einzelfalls.(nicht amtlicher
Leitsatz)
§ 544 ZPO Keine Beschwer des Mieters 15. Dezember MietPrax-AK §
nach vorbehaltlosem Auszug 2020 544 ZPO Nr. 11
VIII ZR 341/19 = WuM 2021,
nach eigener Kündigung 122
1. Zieht der Mieter während des
Räumungsprozesse aufgrund einer
eigenen Kündigung und nicht lediglich im
Zuge der Zwangsvollstreckung oder unter
Vorbehalt aus, ist der Anspruch des
Vermieters auf Räumung und Herausgabe
der Mietwohnung erloschen.
2. Damit ist zugleich die Beschwer des
Mieters durch die Verurteilung zur
Räumung und Herausgabe
entfallen.(nicht amtlicher Leitsatz)
§ 544 ZPO Verstoß gegen Gebot des 10. November MietPrax-AK § Beuermann, GE
rechtlichen Gehörs 2020 544 ZPO Nr. 12 2021, 216
1. Das Gebot rechtlichen Gehörs VIII ZR 18/20 = GE 2021, 241
verpflichtet das entscheidende Gericht, = ZMR 2021,
die Ausführungen der Prozessbeteiligten 957
zur Kenntnis zu nehmen und in Erwägung
zu ziehen.
2. Dabei ist es allerdings nicht gehalten,
sich mit jedem Vorbringen in den
Entscheidungsgründen ausdrücklich zu
befassen.
3. Liegen im Einzelfall jedoch besondere
Umstände vor, aus denen sich ergibt, dass
tatsächliches Vorbringen eines
Prozessbeteiligten entweder überhaupt
nicht zur Kenntnis genommen oder doch
bei der Entscheidung nicht erwogen
worden ist, ist ein Verstoß gegen die sich
aus Art. 103 Abs. 1 GG ergebende Pflicht
zur Berücksichtigung von Vorbringen
gegeben.(nicht amtlicher Leitsatz)
§ 544 ZPO Beschwer bei Klage auf 24. März 2021 MietPrax-AK § Schneider, MietRB
Abschluss eines Mietvertrags LwZR 4/20 544 ZPO Nr. 13 2021, 206
Ist die Klage auf den Abschluss eines = GE 2021, 630
Miet- oder Pachtvertrags gerichtet, = WuM 2021,
bemisst sich das Interesse der klagenden 320 = NZM
Partei gemäß § 3 ZPO im Grundsatz nach 2021, 434
der in der Vertragszeit zu entrichtenden
Miete bzw. Pacht; es wird aber nach der
Wertung des § 9 ZPO regelmäßig auf die
dreieinhalbfache Jahresmiete bzw. -pacht
begrenzt.
§ 544 ZPO Beschwer bei einseitiger 8. Februar 2022 MietPrax-AK §
Erledigungserklärung VIII ZR 38/21 544 ZPO Nr. 14
1. Nach einer einseitigen = WuM 2022,
Erledigungserklärung richtet sich die 293 = NZM
Beschwer des Rechtsmittelführers 2022, 370
regelmäßig nach der Summe der bis zum
Zeitpunkt der Erledigungserklärung
entstandenen Kosten; an die Stelle des
Sachinteresses tritt das Kosteninteresse
(im Anschluss an BGH, Urteil vom 9.
März 1993 - VI ZR 249/92, NJW-RR

© 2022 RiAG a.D. Prof. Dr. Ulf Börstinghaus, Gelsenkirchen Seite 434
1993, 765 unter II 2 b aa; Beschlüsse vom
1. März 2011 - VIII ZR 19/10, WuM
2011, 247 Rn. 3; vom 18. Juni 2015 - V
ZR 224/14, NJW 2015, 3173 Rn. 3; vom
29. Juni 2017 - III ZR 540/16, juris Rn. 8
und vom 10. April 2018 - II ZR 149/17,
juris Rn. 4).
2. Eine andere Beurteilung kommt unter
anderem dann in Betracht, wenn aus der
angegriffenen Entscheidung
rechtskräftige Feststellungen zu
Ansprüchen hergeleitet werden, die noch
zwischen den Parteien streitig sind (im
Anschluss an BGH, Beschlüsse vom 29.
Juni 2017 - III ZR 540/16, juris Rn. 8 und
vom 10. April 2018 - II ZR 149/17, juris
Rn. 4). Grundsätzlich bestimmt in solchen
Fällen allein der Umfang dieser
Ansprüche die Beschwer.
3. Beruft sich ein Beschwerdeführer auf
diese Ausnahme, hat er - innerhalb der
Frist zur Begründung der
Nichtzulassungsbeschwerde - Tatsachen
vorzutragen und glaubhaft zu machen, die
es dem Revisionsgericht ermöglichen, die
Höhe solcher Ansprüche zu bestimmen.
§ 544 ZPO Einstellung der 25. Mai 2022 MietPrax-AK §
Zwangsvollstreckung im XII ZR 8/22 544 ZPO Nr. 15
Nichtzulassungsbeschwerdeverf
ahren
Eine einstweilige Einstellung der
Zwangsvollstreckung setzt voraus, dass
das eingelegte Rechtsmittel Aussicht auf
Erfolg hat.(nicht amtlicher Leitsatz)
§ 566 ZPO Unzulässige Sprungrevision 21. Oktober 2021 MietPrax-AK §
Eine im Zivilprozess nicht vorgesehene VIII ZB 48/21 566 ZPO Nr. 1
Sprungrechtsbeschwerde nach § 75
FamFG oder eine Sprungrevision nach §
566 ZPO gegen eine noch nicht
existierende Entscheidung (hier: gegen
eine Räumungsklage) bestehen nicht.
§ 566 ZPO Unzulässige 10. Mai 2022 MietPrax-AK §
Sprungrechtsbeschwerde VIII ZB 75/22 566 ZPO Nr. 2
Für die Entscheidung über das
Rechtsmittel gegen ein amtsgeichtliches
Räumungsurteil ist ausschließlich das
Berufungsgericht zuständig.(nicht
amtlicher Leitsatz)
§ 568 ZPO Zuständigkeit für Entscheidung 11. Juni 2019 MietPrax-AK § Theesfeld, jurisPR-
über die Zulassung der VIII ZB 4/18 568 ZPO Nr. 1 = MietR 21/2019
GE 2019, 965 Anm 3
Rechtsbeschwerde
1. Die Entscheidung über die Zulassung
der Rechtsbeschwerde obliegt nicht dem
Einzelrichter, sondern dem Kollegium.
2. Bejaht er mit der
Zulassungsentscheidung zugleich die
grundsätzliche Bedeutung der
Rechtssache, ist seine Entscheidung
objektiv willkürlich und verstößt gegen

© 2022 RiAG a.D. Prof. Dr. Ulf Börstinghaus, Gelsenkirchen Seite 435
das Verfassungsgebot des gesetzlichen
Richters.(nicht amtlicher Leitsatz)
§ 570 ZPO Einstweilige Anordnung im 30. September MietPrax-AK §
Rechtsbeschwerdeverfahren auf 2008 570 ZPO Nr. 1 =
VIII ZB 63/08 WuM 2008, 678
Einstellung der
Räumungsvollstreckung
Das Rechtsbeschwerdegericht kann im
Wege der einstweiligen Anordnung
gemäß § 570 Abs. 3 ZPO i.V.m. § 575
Abs. 5 ZPO auch die Vollziehung einer
Entscheidung der ersten Instanz
aussetzen, wenn durch die Vollziehung
dem Rechtsbeschwerdeführer größere
Nachteile drohen als dem Gegner, die
Rechtsbeschwerde zulässig erscheint und
die Rechtsmittel des
Rechtsbeschwerdeführers nicht von
vornherein ohne Erfolgsaussicht
sind.(nicht amtlicher Leitsatz)
§ 570 ZPO Einstweilige Anordnung im 15. November MietPrax-AK §
Rechtsbeschwerdeverfahren auf 2011 570 ZPO Nr. 2 =
VIII ZB 95/11 WuM 2011, 703
Einstellung der = GE 2011, 1679
Räumungsvollstreckung = WuM 2012,
Das Rechtsbeschwerdegericht kann im 159
Wege der einstweiligen Anordnung
gemäß § 570 Abs. 3 ZPO i.V.m. § 575
Abs. 5 ZPO auch die Vollziehung einer
Entscheidung der ersten Instanz
aussetzen, wenn durch die Vollziehung
dem Rechtsbeschwerdeführer größere
Nachteile drohen als dem Gegner, die
Rechtsbeschwerde zulässig erscheint und
die Rechtsmittel des
Rechtsbeschwerdeführers nicht von
ornherein ohne Erfolgsaussicht
sind(nicht amtlicher Leitsatz)
§ 570 ZPO Einstweilige Anordnung im 28. September MietPrax-AK §
Rechtsbeschwerdeverfahren auf 2021 570 ZPO Nr. 3 =
VIII ZB 43/21 GE 2021, 1566 =
Einstellung der WuM 2022, 57
Räumungsvollstreckung
Das Rechtsbeschwerdegericht kann im
Wege der einstweiligen Anordnung nach
§ 570 Abs. 3 Halbs. 1, § 575 Abs. 5 ZPO
auch die Vollziehung einer Entscheidung
der ersten Instanz aussetzen, wenn
hierdurch dem Rechtsbeschwerdeführer
größere Nachteile drohen als dem
Gegner, die Rechtsbeschwerde zulässig
erscheint und die Rechtsmittel des
Rechtsbeschwerdeführers nicht von
vornherein ohne Erfolgsaussicht sind
.(nicht amtlicher Leitsatz)
§ 575 ZPO Einstellung der 4. Februar 2010 MietPrax-AK §
Räumungsvollstreckung durch VIII ZB 84/09 575 ZPO Nr. 1 =
WuM 2010, 252
einstweilige Anordnung
Das Rechtsbeschwerdegericht kann im
Wege der einstweiligen Anordnung nach
§ 570 Abs. 3 Halbs. 1, § 575 Abs. 5 ZPO

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auch die Vollziehung einer Entscheidung
der ersten Instanz aussetzen, wenn
hierdurch dem Rechtsbeschwerdeführer
größere Nachteile drohen als dem
Gegner, die Rechtsbeschwerde zulässig
erscheint und die Rechtsmittel des
Rechtsbeschwerdeführers nicht von
vornherein ohne Erfolgsaussicht
sind.(nicht amtlicher Leitsatz)
§ 575 ZPO Einstellung der 18. Mai 2010 MietPrax-AK § Kinne, GE 2010,
Räumungsvollstreckung durch VIII ZB 9/10 575 ZPO Nr. 2 = 1018
GE 2010, 1055
einstweilige Anordnung
Dem Vermieter drohen durch eine
Einstellung der Vollstreckung keine
wesentliche Nachteile, wenn die
Einstellung vom Nachweis der
vollständigen Zahlung der rückständigen
Mieten abhängig gemacht wird.(nicht
amtlicher Leitsatz)
§ 592 ZPO Klage im Urkundsprozess 1. Juni 2005 MietPrax-AK § Fischer, WuM
Ansprüche auf Miete aus VIII ZR 216/04 592 ZPO Nr. 1 = 2005, 554; Drasdo,
Wohnraummietverträgen können im WuM 2005, 526 NJW- Spezial
Urkundenprozeß geltend gemacht = GE 2005, 986 2005, 435; Krapf,
werden. = DWW 2005, MietRB 2006, 4
285 = NJW
2005, 2701 =
NZM 2005, 661
= ZMR 2005,
773 = MDR
2005, 1399
§ 592 ZPO Klage im Urkundsprozess 20. Dezember MietPrax-AK § Drasdo, NJW-
Ansprüche auf Miete aus 2006 592 ZPO Nr. 2 = Spezial 2007, 194;
Wohnraummietverträgen können VIII ZR 112/06 WuM 2007, 82 = Monschau, MietRB
jedenfalls auch dann im Urkundenprozess NZM 2007, 161 2007, 194
geltend gemacht werden, wenn der Mieter = MM 2007, 109
die Wohnung in vertragsgemäßem = NJW 2007,
Zustand erhalten hat und die Einrede des 1061 = DWW
nicht erfüllten Vertrages darauf stützt, ein 2007, 265 = GE
Mangel sei nachträglich eingetreten 2007, 585
(Fortführung von BGH, Urteil vom 1.
Juni 2005 - VIII ZR 216/04, NJW 2005,
2701).
§ 592 ZPO Klage im Urkundsprozess 8. Juli 2009 MietPrax-AK § Flatow, jurisPR-
Eine Klage auf Zahlung von Miete aus VIII ZR 200/08 592 ZPO Nr. 3 = MietR 20/2009
einem Wohnraummietvertrag ist auch GE 2009, 1139 = Anm. 4; Drasdo,
dann im Urkundenprozess statthaft, wenn NJW 2009, 3099 NJW-Spezial 2009,
der Mieter, der wegen behaupteter = WuM 2009, 690;
anfänglicher Mängel der Mietsache 591 = NZM Lützenkirchen,
Minderung geltend macht oder die 2009, 734 = MietRB 2009, 315
Einrede des nicht erfüllten Vertrages ZMR 2010,19
erhebt, die ihm vom Vermieter zum
Gebrauch überlassene Wohnung als
Erfüllung angenommen hat, ohne die
später behaupteten Mängel zu rügen,
sofern dies unstreitig ist oder vom
Vermieter durch Urkunden bewiesen
werden kann (im Anschluss an
Senatsurteile vom 1. Juni 2005 - VIII ZR
216/04, NJW 2005, 2701, und vom 20.

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Dezember 2006 - VIII ZR 112/06, NJW
2007, 1061).
§ 592 ZPO Klage im Urkundsprozess 20. Oktober 2010 MietPrax-AK § Börstinghaus,
Die Klage des Vermieters ist im VIII ZR 111/09 592 ZPO Nr. 4 = jurisPR-
Urkundenprozess statthaft, wenn WuM 2010, 761 BGHZivilR 3/2011
entweder unstreitig ist, dass der Mieter, = GE 2011, 53 = Anm. 3
der wegen behaupteter anfänglicher ZMR 2011, 204
Mängel der Mietsache Minderung geltend
macht oder die Einrede des nicht erfüllten
Vertrages erhebt, die Mietsache als
Erfüllung angenommen hat, ohne die
später be-haupteten Mängel zu rügen,
oder wenn der Vermieter ein solches
Verhalten des Mieters durch Urkunden
etwa ein Übergabeprotokoll oder
Kontoauszüge, aus denen sich ergibt, dass
der Mieter zunächst die ungeminderte
Miete gezahlt hat - beweisen kann.(nicht
amtlicher Leitsatz)
§ 592 ZPO Klage im Urkundsprozess 12. Juni 2013 MietPrax-AK § Bieber, GE 2013,
Behält sich der Mieter bei der Annahme XII ZR 50/12 592 ZPO Nr. 5 = 1105; Harsch,
der Mietsache seine Rechte wegen eines GE 2013, 1137 = MietRB 2013, 296;
Mangels vor, ist eine spätere Klage auf GuT 2013, 124 = Flatow, jurisPR-
Zahlung von rückständiger Miete im NZM 2013, 614 MietR 21/2013
Urkundenprozess nur dann statthaft, wenn Anm. 2
unstreitig ist oder der Vermieter
urkundlich beweisen kann, dass der
Mieter trotz des erklärten Vorbehalts die
Mietsache als Erfüllung angenommen hat.
§ 592 ZPO Klage im Urkundsprozess 16. Oktober 2013 MietPrax-AK § Schach, GE 2013,
a) Der Mieter kann auch im XII ZR 64/12 592 ZPO Nr. 6 = 1562; Monschau,
Urkundsprozess nach Übergabe der GE 2013, 1582 MietRB 2014, 138
Mietsache entstandenen Mängel geltend
machen.
b) Unstreitigen Mängel sind auch im
Urkundenprozess zu berücksichtigen.
c) Auch im Urkundenprozess kann das
erkennende Gericht gemäß § 287 ZPO die
Höhe der Mietminderung schätzen.(nicht
amtlicher Leitsatz)
§ 592 ZPO Betriebskostennachforderung im 22. Oktober 2014 MietPrax-AK § Börstinghaus,
Urkundsverfahren VIII ZR 41/14 592 ZPO Nr. 7 = jurisPR-
a) Ansprüche des Vermieters auf WuM 2014, 744 BGHZivilR
Betriebskostennachzahlungen aus = GE 2014, 1649 24/2014 Anm. 1;
Wohnraummietverträgen können im = NZM 2015, 44 Lehmann-Richter,
Urkundenprozess geltend gemacht = NJW 2015, MietRB 2015, 2;
werden. 475 = ZMR Kinne, GE 2014,
b) Zu den Anforderungen an 2015, 205 1619; Bieber,WuM
substantiiertes Bestreiten der vom 2015, 72; Drasdo,
Vermieter vorgetragenen Flächenangaben NJW-Spezial 2015,
durch den Mieter. 66; Schmid, ZMR
2015, 184
§ 596 ZPO Abstandnehmen vom 13. April 2011 MietPrax-AK § Stackmann, NJW
Urkundsverfahren wähernd des XII ZR 110/09 596 ZPO Nr. 1 = 2011, 2788
NZM 2011, 482
Berufungsverfahrens = NJW 2011,
Auch nach der Neugestaltung des 2796
Berufungsverfahrens durch das Gesetz
zur Reform des Zivilprozesses
(Zivilprozessreformgesetz - ZPO-RG)

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vom 27. Juli 2001 ist das Abstehen im
Urkundenprozess zulässig, wenn der
Beklagte einwilligt oder das Gericht es
für sachdienlich erachtet.
§ 596 ZPO Abstandnehmen vom 4. Juli 2012 MietPrax-AK §
Urkundsverfahren wähernd des VIII ZR 109/11 596 ZPO Nr. 2 =
GuT 2012, 275 =
Berufungsverfahrens NJW 2012, 2662
a) Das Abstehen vom Urkundenprozess = NZM 2012,
ist in der Berufungsinstanz wie eine 559 = GE 2012,
Klageänderung zu behandeln und daher 1374 = WuM
zulässig, wenn der Beklagte einwilligt 2013, 54
oder das Gericht es für sachdienlich
erachtet (Anschluss an BGH, Urteil vom
13. April 2011 - XII ZR 110/09, BGHZ
189, 182 Rn. 24 ff.).
b) Zur Sachdienlichkeit des Abstehens
vom Urkundenprozess in der
Berufungsinstanz (Anschluss an BGH,
Urteil vom 13. April 2011 - XII ZR
110/09, aaO Rn. 38 ff.).
§ 718 ZPO Anfechtung von Entscheidungen 15. Februar 2006 MietPrax-AK §
über die vorläufige VIII ZR 236/05 718 ZPO Nr. 1 =
WuM 2006, 269
Vollstreckbarkeit = MDR 2006,
§ 718 Abs. 1 ZPO findet im 1007
Revisionsverfahren keine Anwendung
§ 717 ZPO Schadesnersatzansprüche nach 5. Februar 2009 MietPrax-AK §
Räumungsvollstreckung aus IX ZR 36/08 717 ZPO Nr. 1 =
NZM 2009, 275
vorläufig vollstreckbarem Titel = NJW 2009,
1. "Begleitschäden", die darauf beruhen, 2068
dass die Zwangsvollstreckung nicht in der
gehörigen Weise durchgeführt worden ist,
werden vom Schutzzweck der
Haftungsnorm für die Vollstreckung bloß
vorläufig vollstreckbarer, später
aufgehobener oder geänderter Titel nicht
erfasst.
2. Bei pflichtwidrigem Handeln des
Gerichtsvollziehers als
Vollstreckungsorgan tritt die
Amtshaftung ein. Daneben ist kein Raum
für eine Haftung des Gerichtsvollziehers
als Verrichtungsgehilfe des Gläubigers.
§ 719 ZPO Einstellung der 22. April 2004 MietPrax-AK §
Zwangsvollstreckung XII ZR 16/04 719 ZPO Nr. 1 =
Der Antrag des Mieters im GuT 2004, 129
Berufungsverfahren, den Ausspruch zur
vorläufigen Vollstreckbarkeit im Urteil
des Landgerichts dahin abzuändern, dass
die Zwangsvollstreckung aus diesem
Urteil ohne Sicherheitsleistung
einstweilen eingestellt wird, gilt nur für
die Dauer des Berufungsverfahrens und
gilt nicht über den Erlaß des
Berufungsurteils hinaus. Ein solcher
Antrag ersetzt nicht den erforderlichen
Antrag nach §§ 712, 714 ZPO dahin, daß
das Berufungsgericht den Beklagten auch
bei seiner Entscheidung

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Vollstreckungsschutz gewähren
solle.(nicht amtlicher Leitsatz)
§ 719 ZPO Anwaltszwang auch für Antrag 9. Juni 2004 MietPrax-AK §
auf Einstellung der VIII ZR 145/04 719 ZPO Nr. 2 =
GE 2004, 1092 =
Zwangsvollstreckung WuM 2004, 416
Ein Antrag auf Einstellung der
(Räumungs-)Zwangsvollstreckung kann
bei dem Bundesgerichtshof auch im
Verfahren der
Nichtzulassungsbeschwerde nur von
einem bei dem Bundesgerichtshof
zugelassenen Rechtsanwalt gestellt
werden. Erforderlich für die
Begründetheit des Antrags ist, dass der
Schuldner in der Berufungsinstanz einen
Vollstreckungsschutzantrag gestellt
hat.(nicht amtlicher Leitsatz)
§ 719 ZPO Einstellung der 9. August 2004 MietPrax-AK §
Räumungsvollstreckung im VIII ZR 178/04 719 ZPO Nr. 3 =
WuM 2004, 553
Verfahren der
Nichzulassungsbeschwerde
Hat der Räumungsschuldner im
Berufungsverfahren weder einen
Vollstreckungsschutzantrag gestellt noch
zulässigerweise eine Ergänzung des
Berufungsurteils zur Erklärung der
vorläufigen Vollstreckbarkeit ohne
Sicherheitsleistung beantragt, kommt im
Verfahren der
Nichtzulassungsbeschwerde ein Antrag
auf Einstellung der
Räumungsvollstreckung nicht in Betracht.
Hat der Beklagte es versäumt in dem
Schriftsatz, in dem er unter Hinweis auf
die Schwangerschaft seiner Ehefrau die
Verlängerung der ihm in erster Instanz
gewährten Räumungsfrist beantragt hat,
aus dem gleichen Grund die
Wiedereröffnung der mündlichen
Verhandlung nach § 156 ZPO anzuregen,
um ihm insoweit Gelegenheit zu geben,
einen Vollstreckungsschutzantrag nach §
712 ZPO zu stellen, so hat er nicht alles
getan, was ihm möglich war, um etwaige
Nachteile der Zwangsvollstreckung zu
vermeiden.(nicht amtlicher Leitsatz)
§ 719 ZPO Einstellung der 6. Oktober 2004 MietPrax-AK §
Zwangsvollstreckung bei VIII ZR 146/04 719 ZPO Nr. 4 =
WuM 2004, 678
Nichtzulassungsbeschwerde
Der Schuldner kann sich nur dann darauf
berufen, die Zwangsvollstreckung bringe
ihm einen nicht zu ersetzenden Nachteil,
wenn er in der Berufungsinstanz einen
Vollstreckungsschutzantrrag nach § 712
ZPO gestellt hat. Eine Ausnahme gilt nur
dann, wenn es dem Schuldner aus
besonderen Gründen nicht möglich war,

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den Antrag zu stellen.(nicht
amtlicher
Leitsatz)
§ 719 ZPO Einstellung der 27. Oktober 2004 MietPrax-AK §
Zwangsvollstreckung bei VIII ZR 215/04 719 ZPO Nr. 5 =
GE 2004, 1523
Nichtzulassungsbeschwerde
Die Zwangsvollstreckung kann
regelmäßig nur dann im Verfahren über
die Entscheidung über die
Nichtzulassungsbeschwerde vorläufig
eingestellt werden, wenn der Mieter
bereits in der Berufungsinstanz einen
Antrag auf Vollstreckungsschutz gestellt
hat.(nicht amtlicher Leitsatz)
§ 719 ZPO Einstellung der 10. Februar 2005 MietPrax-AK §
Zwangsvollstreckung VIII ZB 10/05 719 ZPO Nr. 6 =
Der Antrag auf Einstellung der WuM 2005, 263
Zwangsvollstreckung im
Revisionsverfahren setzt die Darlegung
der drohenden größeren Nachteile im
Antrag voraus.(nicht amtlicher
Leitsatz)
§ 719 ZPO Einstellung der 21. Februar 2005 MietPrax-AK §
Zwangsvollstreckung VIII ZA 1/05 719 ZPO Nr. 7 =
Der für die Einstellung der WuM 2005, 262
Zwangsvollstreckung im
Revisionsverfahren gem. § 719 Abs. 2
ZPO erforderliche "nicht zu ersetzende
Nachteil" liegt regelmäßig nur dann vor,
wenn der Mieter in der Berufungsinstanz
einen Vollstreckungsschutzantrag gem. §
712 ZPO gestellt hat.(nicht amtlicher
Leitsatz)
§ 719 ZPO Einstellung der 8. März 2005 MietPrax-AK §
Zwangsvollstreckung VIII ZA 5/05 719 ZPO Nr. 8 =
Ob eine einstweilige Einstellung der WuM 2005, 262
Zwangsvollstreckung vor Einlegung des
Rechtsmittels möglich ist, wenn hierfür
PKH beantragt wurde bleibt dahingestellt.
Die Einstellung der Zwangsvollstreckung
ist auf jeden ausgeschlossen, wenn die
Einstellung nur mit Fehlern des
erstinstanzlichen Urteils begründet
wird.(nicht amtlicher Leitsatz)
§ 719 ZPO Einstellung der 21. September MietPrax-AK §
Räumungsvollstreckung bei 2005 719 ZPO Nr. 9 =
XII ZR 126/05 GE 2005, 1347
Nichtzulassungsbeschwerde
Voraussetzung für eine Einstellung ist,
dass der Mieter im Berufungsverfahren
bereits einen Schutzantrag gestellt hat. Ob
die Nichtzulassungsbeschwerde bereits
begründet sein muss oder nicht kann dann
dahingestellt bleiben.(nicht amtlicher
Leitsatz)
§ 719 ZPO Einstellung der 19. Oktober 2005 MietPrax-AK § Monschau, MietRB
Räumungsvollstreckung bei VIII ZR 208/05 719 ZPO Nr. 10 2006, 215
= WuM 2005,

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Nichtzulassungsbeschwerde 735 = ZMR
wegen Suizidgefahr 2006, 33
a) Für die Glaubhaftmachung einer
akuten Suizidgefahr sind ärztliche Atteste
erforderlich, die sich auf den
Gesundheitszustand nach Erlaß der
Berufungsurteils beziehen.
b) Erforderlich ist ferner der Nachweis,
dass der Schuldner sich ggf auch durch
einen stationären Aufenthalt bemüht hat,
das Suizidrisiko zu verringern.(nicht
amtlicher Leitsatz)
§ 719 ZPO Einstellung der 6. Juni 2006 MietPrax-AK § Bieber, MietRB
Räumungsvollstreckung XII ZR 80/06 719 ZPO Nr. 11 2006, 267
Eine Einstellung der = NZM 2006,
Zwangsvollstreckung durch das 638 = NJW-RR
Revisionsgericht kommt im Verfahren 2006, 1088 =
über die Nichtzulassungsbeschwerde BGHReport
nicht in Betracht, wenn der Schuldner es 2006, 1055 = GE
versäumt hat, im Berufungsrechtszug 2006, 1225
einen Vollstreckungsschutzantrag nach §
712 ZPO zu stellen, obwohl ihm ein
solcher Antrag möglich und zumutbar
gewesen wäre (im Anschluss an den
Senatsbeschluss vom 22. April 2004 - XII
ZR 16/04 - GuT 2004, 129). Bei einem
solchen Schutzantrag des Schuldners
nach § 712 ZPO handelt es sich um einen
Sachantrag, der in der mündlichen
Verhandlung gestellt werden muss. Ein
im Berufungsverfahren gestellter Antrag,
die Zwangsvollstreckung aus dem
erstinstanzlichen Urteil einstweilen
einzustellen, ersetzt einen Schutzantrag
nach § 712 ZPO nicht (im Anschluss an
den Senatsbeschluss vom 2. Oktober
2002 - XII ZR 173/02 - FamRZ 2003,
598).
§ 719 ZPO Einstellung der 23. Mai 2006 MietPrax-AK § Drasdo, NJW-
Räumungsvollstreckung VIII ZR 28/06 719 ZPO Nr. 12 Spezial 2006, 482
Durfte der Mieter darauf vertrauen, dass = WuM 2006,
aus einem Räumungsurteil bis zum 400 = NZM
Eintritt der Rechtskraft nicht vollstreckt 2006, 909 =
wird, dann ist auch ohne dass ein Antrag NJW-RR 2007,
gem. § 712 ZPO in der Berufungsinstanz 11
gestellt wurde ausnahmsweise eine
Einstellung der Zwangsvollstreckung im
Revisionsverfahren zulässig.(nicht
amtlicher Leitsatz)
§ 719 ZPO Einstellung der 13. März 2007 MietPrax-AK §
Zwangsvollstreckung bei VIII ZR 2/07 719 ZPO Nr. 13
= WuM 2007,
Nichtzulassungsbeschwerde 209
Der Mieter muss im Berufungsverfahren
keinen Vollstreckungsschutzantrag
gestellt haben, wenn der Vermieter zu
Protokoll erklärt hat, er werde bis zum
rechtskräftigen Abschluss des
Räumungsverfahrens keine
Räumungsvollstreckung betreiben damit

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im Verfahren über die
Nichtzulassungsbeschwerde eine
vorläufige Einstellung der
Zwangsvollstreckung erfolgen
kann.(nicht amtlicher Leitsatz)
§ 719 ZPO Voraussetzung für die 4. Juni 2008 MietPrax-AK §
Einstellung der XII ZR 55/08 719 ZPO Nr. 14
= NZM 2008,
Zwangsvollstreckung 611 = NJW-RR
a) Eine Einstellung der 2008, 1038 =
Zwangsvollstreckung durch das MDR 2008, 885
Revisionsgericht kommt im Verfahren = GuT 2008, 366
über die Revision oder die
Nichtzulassungsbeschwerde nicht in
Betracht, wenn der Schuldner es versäumt
hat, im Berufungsrechtszug einen
Vollstreckungsschutzantrag nach § 712
ZPO zu stellen, obwohl ihm ein solcher
Antrag möglich und zumutbar gewesen
wäre (im Anschluss an die
Senatsbeschlüsse vom 6. Juni 2006 - XII
ZR 80/06 - NJW-RR 2006, 1088 und vom
2. Oktober 2002 - XII ZR 173/02 -
FamRZ 2003, 598).
b) Weil der Vollstreckungsschutz durch
das Revisionsgericht nach § 719 ZPO
grundsätzlich einen Schutzantrag nach §
712 ZPO im Berufungsverfahren
voraussetzt, darf das Berufungsgericht
den Schutzantrag nicht mit der
pauschalen Begründung zurückweisen,
die Möglichkeit einer einstweiligen
Anordnung nach den §§ 707, 719 ZPO
verdränge regelmäßig den
Vollstreckungsschutz nach § 712 ZPO
(Abgrenzung zu OLG Stuttgart MDR
1998, 858).
c) Eine Einstellung der
Zwangsvollstreckung durch das
Revisionsgericht kommt im Verfahren
über die Revision oder die
Nichtzulassungsbeschwerde nicht in
Betracht, wenn das Rechtsmittel keine
Aussicht auf Erfolg hat (im Anschluss an
BGH, Beschlüsse vom 19. Oktober 2005
- VIII ZR 208/05 - WuM 2005, 735, 736
und vom 11. April 2002 - V ZR 308/01 -
FamRZ 2003, 372, 373).
§ 719 ZPO Vorrang der Urteilsberichtigung 30. Juni 2008 MietPrax-AK §
vor Einstellung der VIII ZR 98/08 719 ZPO Nr. 15
= WuM 2008,
Zwangsvollstreckung 613
a) Liegt die Beschwer des
Berufungsurteils über 20.000,- € muss das
Berufungsgericht eine Entscheidung über
die Abwendungsbefugnis treffen, weil
kein Fall des § 713 ZPO vorliegt.
b) Hat das Berufungsgericht dies
vergessen muss ein -fristgebundener-
Antrag auf Urteilsergänzung gestellt
werden.

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c) Unterlässt der Schuldner dies, scheidet
eine Einstellung der Zwangsvollstreckung
durch das Revisionsgericht aus.(nicht
amtlicher Leitsatz)
§ 719 ZPO Voraussetzung für die 3. September MietPrax-AK § Kinne, GE 2008,
Einstellung der 2008 719 ZPO Nr. 16 1353
VIII ZR 163/08 = WuM 2008,
Zwangsvollstreckung 613 = GE 2008,
Zu den Anforderungen, wann neue 1423
Gründe vorliegen die eine Einstellung der
Zwangsvollstreckung durch das
Revisionsgericht rechtfertigen ohne dass
in der Berufungsinstanz ein
Vollstreckungsschutzantrag gestellt
worden ist.(nicht amtlicher Leitsatz)
§ 719 ZPO Voraussetzung für Einstellung 18. August 2008 MietPrax-AK §
der Zwangsvollstreckung im VIII ZR 215/08 719 ZPO Nr. 17
= WuM 2008,
Nichtzulassungsbeschwerdeverf 612
ahren
In einem Antrag, die
Zwangsvollstreckung aus dem
erstinstanzlichen Urteil nach § 719 Abs.
1, § 707 Abs. 1 ZPO einstweilen
einzustellen kann schon wegen der
unterschiedlichen Zielrichtung ein
Vollstreckungsschutzantrag nach § 712
ZPO nicht gesehen werden. Auch ein
Antrag auf Gewährung einer
Räumungsfrist nach § 721 ZPO vermag
einen Vollstreckungsschutzantrag nicht
zu ersetzen(nicht amtlicher Leitsatz)
§ 719 ZPO Einstellung der 1. Juli 2009 MietPrax-AK § Bieber GE 2009,
Zwangsvollstreckung XII ZR 50/09 719 ZPO Nr. 18 1020
Ein Antrag auf Vollstreckungsschutz = GuT 2009, 214
gem. §§ 719, 707 ZPO im = GE 2009, 1041
Berufungsverfahren ersetzt nicht den
gem. § 712 ZPO erforderlichen Antrag
auf Vollstreckungsschutz ohne den in der
Regel im Revisions- oder
Nichtzulassungsverfahren keine
vorläufige Einstellung der
Zwangsvollstreckung durch das
Revisionsgericht erfolgen kann.(nicht
amtlicher Leitsatz)
§ 719 ZPO Anwaltszwang für 12. August 2009 MietPrax-AK §
Einstellungsantrag XII ZA 30/09 719 ZPO Nr. 19
Für den im
Nichtzulassungsbeschwerdeverfahren
gestellten Antrag auf einstweilige
Einstellung der Zwangsvollstreckung
besteht ebenso wie für das
Nichtzulassungsbeschwerdeverfahren
selbst Anwaltszwang. Er kann deshalb
nur durch einen beim BGH zugelassenen
Anwalt gestellt werden.(nicht
amtlicher Leitsatz)
§ 719 ZPO Einstellung der 27. Oktober 2010 MietPrax-AK §
Zwangsvollstreckung VIII ZR 155/10 719 ZPO Nr. 20

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Nach ständiger Rechtsprechung des
Bundesgerichtshofs kann sich der
Schuldner nur dann auf die Gefahr eines
nicht zu ersetzenden Nachteils berufen
und deshalb die Einstellung der
Zwangsvollstreckung erreichen, wenn er
bereits in der Berufungsinstanz einen
Vollstreckungsschutzantrag nach § 712
ZPO gestellt hat.(nicht amtlicher
Leitsatz)
§ 719 ZPO Einstellung der 24. November MietPrax-AK §
Zwangsvollstreckung 2010 719 ZPO Nr. 21
Die Einstellung der Zwangsvollstreckung XII ZR 31/10 = GuT 2010, 368
nach § 719 Abs. 2 ZPO ist ein letztes = NZM 2011,
Hilfsmittel des Vollstreckungsschuldners, 122
dem regelmäßig der Erfolg zu versagen
ist, wenn der Schuldner es versäumt hat,
im Berufungsrechtszug einen
Vollstreckungsschutzantrag gemäß § 712
ZPO zu stellen, obwohl ihm ein solcher
Antrag möglich und zumutbar gewesen
wäre.
Das Ersuchen um Vollstreckungsschutz
hinsichtlich der erstinstanzlichen
Entscheidung genügt hierfür nicht.(nicht
amtlicher Leitsatz)
§ 719 ZPO Spätest möglicher 20. März 2012 MietPrax-AK §
Vollstreckungsschutzantrag V ZR 275/11 719 ZPO Nr. 22
Ein Schutzantrag nach § 712 ZPO kann = NZM 2012,
im Berufungsverfahren wirksam durch 382 = NJW
Einreichung eines Schriftsatzes gestellt 2012, 1292 =
werden, wenn das Berufungsgericht MDR 2012, 671
ankündigt, dass es die Berufung nach § = GuT 2012, 160
522 Abs. 2 ZPO durch Beschluss
zurückweisen werde. Unterlässt es der
Schuldner, einen Schutzantrag zu stellen,
obwohl ihm dies möglich und zumutbar
war, kommt eine Einstellung der
Zwangsvollstreckung durch das
Revisionsgericht nicht in Betracht.
§ 719 ZPO Einstellung der 18. Juli 2012 MietPrax-AK § Schach, jurisPR-
Zwangsvollstreckung VIII ZR 107/12 719 ZPO Nr. 23 MietR 22/2012
Voraussetzung für eine Einstellung der = GE 2012, 1227 Anm. 5
Räumungsvollstreckung ist, dass der = ZMR 2013, 25
Mieter im Berufungsverfahren bereits = WuM 2012,
einen Schutzantrag gestellt hat. Ein 510 = GuT-W
Antrag auf Bewilligung einer 2012, 28
Räumungsfrist genügt nicht.(nicht
amtlicher Leitsatz)
§ 719 ZPO Einstellung der 15. Januar 2013 MietPrax-AK §
Zwangsvollstreckung VIII ZR 411/12 719 ZPO Nr. 24
a) Die Einstellung der = WuM 2013,
Zwangsvollstreckung im 253 = GE 2013,
Nichtzulassungsbeschwerdeverfahren 609 = GuT-W
setzt voraus, dass das Rechtsmittel nicht 2013, 8 = ZMR
aussichtslos ist. 2014, 26
b) Schadstoffbelastung durch
mangelhaften Parkettkleber führt zur

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Minderung von 30%.(nicht amtlicher
Leitsatz)
§ 719 ZPO Einstellung der 16. Juli 2013 MietPrax-AK §
Zwangsvollstreckung VIII ZR 34/13 719 ZPO Nr. 25
Hat das Berufungsgericht über den
Vollstreckungsschutzantrag gem. § 712
ZPO noch nicht entschieden muss darüber
ggf. im Wege der Urteilsergänzung
entschieden werden. Eine Einstellung
durch das Revisionsgericht scheidet
aus.(nicht amtlicher Leitsatz)
§ 719 ZPO Einstellung der 31. Juli 2013 MietPrax-AK §
Zwangsvollstreckung XII ZR 114/13 719 ZPO Nr. 26
a) Die Einstellung der = GuT 2013, 217
Zwangsvollstreckung während des
Nichtzulassungsbeschwerdeverfahrens
setzt voraus, dass der Mieter einen
Vollstreckungsschutzantrag im
Berufungsverfahren gestellt hat.
b)Der Antrag muss grds. in der letzten
mündlichen Verhandlung gestellt werden.
Findet ein schriftliches Verfahren gem. §
522 Abs. 2 ZPO statt, muss er zuvor
schriftlich gestellt worden sein.
c) Der Antrag, die Zwangsvollstreckung
aus dem erstinstanzlichen Urteil ohne
Sicherheitsleistung einzustellen, reicht
dafür nicht aus.(nicht amtlicher
Leitsatz)
§ 719 ZPO Zum Begriff des unersetzichen 1. April 2014 MietPrax-AK §
Nachteils VIII ZR 1/14 719 ZPO Nr. 27
1. Nicht unersetzlich sind Nachteile, die
der Schuldner selbst vermeiden kann.
2. Deswegen kann er sich nach der
ständigen Rechtsprechung des
Bundesgerichtshofs grundsätzlich nur
dann darauf berufen, die
Zwangsvollstreckung bringe ihm einen
nicht zu ersetzenden Nachteil, wenn er in
der Berufungsinstanz einen
Vollstreckungsschutzantrag nach § 712
ZPO gestellt hat.(nicht amtlicher
Leitsatz)
§ 719 ZPO Einstellung der 2. Juli 2014 MietPrax-AK § Börstinghaus,
Zwangsvollstreckung XII ZR 65/14 719 ZPO Nr. 28 jurisPR-
Zu den Voraussetzungen einer = NJW-RR BGHZivilR
einstweiligen Einstellung der aus einem 2014, 969 = 16/2014 Anm. 4;
vorläufig vollstreckbaren Herausgabe- NZM 2014, 707 Dötsch, MietRB
und Räumungsurteil betriebenen = GE 2014, 1333 2014, 236; Drasdo,
Zwangsvollstreckung in der = MDR 2014, NJW-Spezial 2014,
Revisionsinstanz. 926 578
§ 719 ZPO Einstellung der 23. März 2016 MietPrax-AK §
Zwangsvollstreckung, wenn die VIII ZR 26/16 719 ZPO Nr. 29
= WuM 2016,
erforderliche Beschwer für 305 = GE 2016,
Nichtzulassungsbeschwerde 650
nicht erreicht ist

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1. Eine einstweilige Einstellung der
Zwangsvollstreckung kommt nicht in
Betracht, wenn das Rechtsmittel keine
Aussicht auf Erfolg hat.
2. Ist im Mietvertrag eine Einmalzahlung
für einen bestimmten Zeitraum
vereinbart, so errechnet sich die
Beschwer aus der Division der
Einmalzahlung durch die Anzahl der
Monate für die sie vereinbart wurde
multipliziert mit 42.(nicht amtlicher
Leitsatz)
§ 719 ZPO Einstellung der 11. Oktober 2016 MietPrax-AK §
Zwangsvollstreckung nur bei VIII ZR 203/16 719 ZPO Nr. 30
Aussicht auf Erfolg
Eine einstweilige Einstellung der
Zwangsvollstreckung kommt nicht in
Betracht, wenn das Rechtsmittel keine
Aussicht auf Erfolg hat.(nicht
amtlicher Leitsatz)
§ 719 ZPO Einstellung der 7. März 2017 MietPrax-AK §
Zwangsvollstreckung nur bei VIII ZR 262/16 719 ZPO Nr. 31
= WuM 2017,
Aussicht auf Erfolg 293
1. Eine einstweilige Einstellung der
Zwangsvollstreckung kommt dann nicht
in Betracht, wenn das Rechtsmittel keine
Aussicht auf Erfolg hat.
2. Dazu muss die
Nichtzulassungsbeschwerde zulässig sein,
also die Beschwer mehr als 20.000,- €
betragen.(nicht amtlicher Leitsatz)
§ 719 ZPO Einstellung der 4. Juli 2017 MietPrax-AK §
Zwangsvollstreckung nach VIII ZR 101/17 719 ZPO Nr. 32
= WuM 2017,
Auszug des Mieters 607 = GE 2018,
a) Nach Auszug des Mieters ist ein 52
Einstellungsantrag gegen ein
Räumungsurteil nicht mehr möglich.
b) Ein Einstellungsantrag gegen ein
Zahlungsurteil setzt voraus, dass dem
Mieter durch Vollstreckung der
Geldforderung ein unersetzlicher Nachteil
zu entstehen droht, z.B. weil der
Vermieter wegen Mittellosigkeit zur
Rückzahlung nicht in der Lage ist.
c) Hat das Berufungsgericht eine
Entscheidung über Abwendungsbefugnis
gem. § 711 ZPO unterlassen muss
fristgerecht ein Urteilsergänzung
beantragt werden.(nicht amtlicher
Leitsatz)
§ 719 ZPO Einstellung der 12. Juli 2017 MietPrax-AK §
Zwangsvollstreckung im XII ZR 46/17 719 ZPO Nr. 33
= WuM 2017,
Nichtzulassungsbeschwerdeverf 606 = GE 2018,
ahren 121
a) Wenn die Beschwer von 20.000,- €
nicht erreicht ist, scheidet eine
Einstellung der Zwangsvollstreckung im

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Nichtzulassungsbeschwerdeverfahren
aus.
b) Eine Einstellung scheidet auch aus,
wenn der Mieter im Berufungsverfahren
keine Vollstreckungsschutzantrag gem. §
712 ZPO gestellt hat.(nicht amtlicher
Leitsatz)
§ 719 ZPO Verlängerung der Einstellung 4. Juli 2017 MietPrax-AK §
der Zwangsvollstreckung nur VIII ZR 127/17 719 ZPO Nr. 34
= GE 2017, 1019
bei fortbestehender = WuM 2017,
Erfolgsaussicht 542
a) Nach § 719 Abs. 2 ZPO, der gemäß §
544 Abs. 5 Satz 2 ZPO in dem Fall der
Nichtzulassungsbeschwerde
entsprechende Anwendung findet, kann
das Revisionsgericht die einstweilige
Einstellung der Zwangsvollstreckung aus
einem für vorläufig vollstreckbar
erklärtem Urteil anordnen, wenn die
Vollstreckung dem Schuldner einen nicht
zu ersetzenden Nachteil bringen würde
und nicht ein überwiegendes Interesse des
Gläubigers entgegensteht.
b) Eine einstweilige Einstellung der
Zwangsvollstreckung kommt jedoch dann
nicht in Betracht, wenn das Rechtsmittel
keine Aussicht auf Erfolg hat.
c) Wenn der Mieter die Miete wegen von
ihm geltend gemachter Unsicherheit über
die Person des Vermieters hinterlegt, hat
die Hinterlegung keine schuldbefreiende
Wirkung, wenn der Mieter bereits durch
ein Urteil im Vorprozess erfahren hat,
wer Vermieter ist.(nicht amtlicher
Leitsatz)
§ 719 ZPO Einstellung der 20. September MietPrax-AK § Dötsch, IVR 2018,
Zwangsvollstreckung bei 2017 719 ZPO Nr. 35 18
XII ZR 76/17 = NZM 2017,
Vorwegnahme der Hauptsache 700 = NJW-RR
1. Allein aus dem Umstand, dass die 2017, 1355
Vollstreckung das Prozessergebnis
vorwegnehmen würde, ergibt sich kein
unersetzlicher Nachteil im Sinne des §
719 Abs. 2 Satz 1 ZPO.
2. Die Verpflichtung zur Räumung stellt
für sich genommen keinen unersetzlichen
Nachteil i.S.v. § 719 Abs. 2 Satz 1 ZPO
dar.(nicht amtlicher Leitsatz)
§ 719 ZPO Einstellung der 27. Februar 2018 MietPrax-AK § Theesfeld, jurisPR-
Zwangsvollstreckung bei vom VIII ZR 39/18 719 ZPO Nr. 36 MietR 10/2018
= WuM 2018, Anm. 2
Berufungsgericht unterlassener 221
Anordnung einer
Abwendungsbefugnis
1. Voraussetzung für die Einstellung der
Zwangsvollstreckung im
Nichtzulassungsbeschwerdeverfahrens
sind unersetzliche Nachteile für den
Schuldner.

© 2022 RiAG a.D. Prof. Dr. Ulf Börstinghaus, Gelsenkirchen Seite 448
2. Hierzu zählen nicht solche Nachteile,
die der Schuldner selbst vermeiden kann.
3. Deshalb muss der Schuldner im
Berufungsverfahren einen
Vollstreckungsschutzantrag gestellt
haben.
4. Daran ändert sich auch nichts, wenn
das Berufungsgericht es rechtsfehlerhaft
unterlassen eine Abwendungsbefugnis
gem. § 711 ZPO anzuordnen.(nicht
amtlicher Leitsatz)
§ 719 ZPO Anwaltszwang für 26. September MietPrax-AK §
Einstellungsantrag 2018 719 ZPO Nr. 37
1. Der Antrag auf Einstellung der VIII ZR 290/18 = WuM 2018,
Zwangsvollstreckung gem. § 719 Abs. 726 = GE 2018,
ZPO unterliegt im 1457 = NZM
Nichtzulassungsbeschwerdeverfahren 2019, 90
dem Anwaltszwang nach § 78 Abs. 1 Satz
3 ZPO.
2. Dies gilt grundsätzlich auch dann,
wenn die Partei für das
Nichtzulassungsbeschwerdeverfahren die
Bewilligung von Prozesskostenhilfe
beantragt hat.
3. Eine Einstellung der
Zwangsvollstreckung kommt nur in
Betracht, wenn das Rechtsmittel Aussicht
auf Erfolg hat.
4. Behauptet der Mieter einen
formunwirksamen Zeitmietvertrag und
eine Einmalzahlung ist zur Ermittlung der
Beschwer eines Räumungsverfahrens die
behauptete Zahlung auf die behauptete
Laufzeit des Vertrages zu verteilen und
mit 42 Monaten zu multiplizieren.(nicht
amtlicher Leitsatz)
§ 719 ZPO Einstellung der 7. Dezember MietPrax-AK § Dötsch, MietRB
Zwangsvollstreckung bei 2018 719 ZPO Nr. 38 2019, 43
VIII ZR 146/18 = GE 2019, 187
falscher Entscheidung über = NZM 2019,
vorläufige Vollstreckbarkeit 141 = MDR
1. Hat der zur Räumung einer 2019, 444
Mietwohnung verurteilte Schuldner in der
Berufungsinstanz einen
Vollstreckungsschutzantrag nach § 712
Abs. 1 ZPO nicht gestellt, ist eine
einstweilige Einstellung der
Zwangsvollstreckung nach § 719 Abs. 2
ZPO durch das Revisionsgericht in der
Regel ausgeschlossen (Bestätigung der
Senatsbeschlüsse vom 1. April 2014, VIII
ZR 1/14, juris Rn. 5; vom 27. Februar
2018, VIII ZR 39/18, WuM 2018, 221
Rn. 5; vom 26. September 2018, VIII ZR
290/18, WuM 2018, 726 Rn. 7).
2. Dies gilt auch dann, wenn das
Berufungsgericht im Rahmen seines
Ausspruchs zur vorläufigen
Vollstreckbarkeit rechtsfehlerhaft § 713
ZPO angewandt und eine

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Abwendungsbefugnis nach § 711 ZPO
nicht ausgesprochen hat. Denn diese
entfällt - anders als im Fall des § 712
Abs. 1 ZPO -, wenn der Gläubiger
seinerseits vor der Vollstreckung
Sicherheit leistet, und schützt damit den
Wohnraummieter nicht vor dem
(endgültigen) Verlust der Wohnung (im
Anschluss an Senatsbeschlüsse vom 19.
August 2003, VIII ZR 188/03, WuM
2003, 637 unter II; vom 9. August 2004,
VIII ZR 178/04, WuM 2004, 553 unter II
2 b; vom 18. Juli 2012, VIII ZR 107/12,
WuM 2012, 510 Rn. 8; vom 27. Februar
2018, VIII ZR 39/18, WuM 2018, 221
Rn. 9; Abgrenzung zu BGH, Beschlüsse
vom 24. März 2003, IX ZR 243/02, ZVI
2003, 279 unter II 1 a; vom 30. Januar
2007, X ZR 147/06, NJW-RR 2007, 1138
unter II 2 a; vom 15. März 2007, V ZR
271/06, WuM 2007, 545; vom 4. März
2009, XII ZR 198/08, juris Rn. 4).
§ 719 ZPO Einstellung der 16. Oktober 2019 MietPrax-AK §
Zwangsvollstreckung wegen XII ZR 101/19 719 ZPO Nr. 39
= ZMR 2020, 98
drohender Räumung = GE 2020, 260
Die Verpflichtung zur Räumung stellt für
sich gesehen keinen "nicht zu ersetzenden
Nachteil" im Sinne des §719 Abs.2 Satz 1
ZPO dar, auch wenn die Vollstreckung
das Prozessergebnis
vorwegnimmt.(nicht amtlicher
Leitsatz)
§ 721 ZPO Isolierte Räumungsfrist im 27. April 2010 MietPrax-AK § Kinne, GE 2010,
Nichtzulassungsbeschwerdeverf VIII ZR 283/09 721 ZPO Nr. 1 = 799
GE 2010, 842
ahren
Eine vom Urteil isolierte Gewährung
einer Räumungsfrist sieht das Gesetz
nicht vor.(nicht amtlicher Leitsatz)
§ 727 ZPO Titelumschreibung nach 14. Juni 2012 MietPrax-AK § Drasdo, NJW-
Zwangsverwaltung VII ZB 48/10 727 ZPO Nr. 1 = Spezial 2012, 610;
Der Ersteher eines Grundstücks, das nach GuT 2012, 277 = Flatow, WuM
vorangegangener Zwangsverwaltung GE 2012, 1033 = 2012, 599
zwangsversteigert worden ist, ist nicht WuM 2012, 457
Rechtsnachfolger des früheren = NZM 2012,
Zwangsverwalters. Hat der Verwalter 723
gegen einen Mieter einen Titel auf
Räumung und Herausgabe des der
Beschlagnahme unterliegenden
Mietobjekts erstritten, kann der Ersteher
die Erteilung einer auf ihn lautenden
vollstreckbaren Ausfertigung dieses Titels
gemäß § 727 ZPO jedenfalls nach der
Beendigung der Zwangsverwaltung nicht
verlangen.
§ 750 ZPO Zwangsvollstreckung bei 13. Juli 2017 MietPrax-AK § Bruns, NZM 2018,
Hausbesetzung I ZB 103/16 750 ZPO Nr. 1 = 167; Bieber GE
1. Das Erfordernis der eindeutigen WuM 2018, 48 = 2018, 156; Dierk,
Bezeichnung der Schuldner im NJW 2018, 299 NJW 2018, 401;
Vollstreckungstitel oder in der = GE 2018, 189 Dötsch, MietRB

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Vollstreckungsklausel gemäß § 750 Abs. = NZM 2018, 2018, 76;
1 ZPO besteht auch dann, wenn die 164 = MDR Vollkommer, MDR
Räumungsvollstreckung ein rechtswidrig 2018, 174 2018, 1104
besetztes Grundstück betrifft und es dem
Gläubiger im Erkenntnisverfahren ohne
polizeiliche Hilfe nicht möglich ist, die
Schuldner namentlich zu bezeichnen.
2. Der Verzicht auf das Erfordernis einer
sicheren Identifizierung des Schuldners
aufgrund der Bezeichnung im
Vollstreckungstitel oder in der
Vollstreckungsklausel ist nicht deshalb
geboten, weil der Eigentümer ansonsten
vollständig rechtlos gestellt wäre. Eine
Räumung gegenüber Hausbesetzern kann
vielmehr nach dem Polizei- und
Ordnungsrecht erfolgen.
§ 765a ZPO Suizidgefahr bei Angehörigem 4. Mai 2005 MietPrax-AK § Walker, JZ 2005,
des Räumungsschuldners I ZB 10/05 765a ZPO Nr. 1 1111
a) Besteht im Fall einer Zwangsräumung = WuM 2005,
bei einem nahen Angehörigen des 407 = DWW
Schuldners eine Suizidgefahr, ist diese 2005, 239 =
bei der Anwendung des § 765a ZPO in NZM 2005, 517
gleicher Weise wie eine beim Schuldner = GE 2005, 793
selbst bestehende Gefahr zu = NJW 2005,
berücksichtigen. 1859 = MDR
b) Selbst dann, wenn mit einer 2005, 891
Zwangsvollstreckung eine konkrete
Gefahr für Leben und Gesundheit des
Schuldners oder eines nahen Angehörigen
verbunden ist, kann eine Maßnahme der
Zwangsvollstreckung nicht ohne weiteres
einstweilen eingestellt werden.
Erforderlich ist stets die Abwägung der -
in solchen Fällen ganz besonders
gewichtigen - Interessen der Betroffenen
mit den Vollstreckungsinteressen des
Gläubigers. Es ist deshalb auch dann,
wenn bei einer Räumungsvollstreckung
eine konkrete Suizidgefahr für einen
Betroffenen besteht, sorgfältig zu prüfen,
ob dieser Gefahr nicht auch auf andere
Weise als durch Einstellung der
Zwangsvollstreckung wirksam begegnet
werden kann. Auch der Gefährdete selbst
ist gehalten, das ihm Zumutbare zu tun,
um die Risiken, die für ihn im Fall der
Vollstreckung bestehen, zu verringern.
§ 765a ZPO Einstellung der 24. November MietPrax-AK § Drasdo, NJW-
Zwangsvollstreckung bei 2005 765a ZPO Nr. 2 Spezial 2006, 99;
V ZB 24/05 = WuM 2006, 46 Karsten Schmidt,
Suizidgefahr = GE 2006, 183 JuS 2006, 564;
Besteht im Fall der = NZM 2006, Nesemann, ZfIR
Räumungsvollstreckung die ernsthafte 158 = ZMR 2006, 556
Gefahr einer Selbsttötung des 2006, 203 =
Räumungsschuldners, darf ein NJW 2006, 508
Einstellungsantrag des = MDR 2006,
Räumungsschuldners nur abgelehnt 438 = DWW
werden, wenn das Vollstreckungsgericht 2006, 162 =
der Suizidgefahr durch geeignete BGHReport
konkrete Auflagen oder durch die 2006, 329

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Anordnung geeigneter konkreter
Betreuungsmaßnahmen entgegenwirkt.
§ 765a ZPO Einstellung der 24. November MietPrax-AK § Drasdo, NJW-
Zwangsvollstreckung bei 2005 765a ZPO Nr. 3 Spezial 2006, 194;
V ZB 99/05 = WuM 2006, 48 Karsten Schmidt,
Suizidgefahr = NJW 2006, JuS 2006, 564;
Die ernsthafte Gefahr einer Selbsttötung 505 = NZM Beyer, ZfIR 2006,
des Schuldners wegen der 2006, 156 535
Zwangsversteigerung seines Grundstücks
kann zur Aufhebung des
Zuschlagsbeschlusses und zur
einstweiligen Einstellung des Verfahrens
auch dann führen, wenn sie sich erst nach
Verkündung des Zuschlagsbeschlusses
aufgrund während des
Beschwerdeverfahrens zu Tage getretener
neuer Umstände ergibt (Abgrenzung zu
BGHZ 44, 138).
§ 765a ZPO Einstellung der 14. Juni 2007 MietPrax-AK § Drasdo, NJW-
Zwangsvollstreckung bei V ZB 28/07 765a ZPO Nr. 4 Spezial 2007, 465
= NZM 2007,
Suizidgefahr 658 = WuM
a) Ist mit einer Zwangsvollstreckung die 2007, 582 =
konkrete Gefahr für Leben und NJW 2007, 3719
Gesundheit des Schuldners verbunden, so
muss das Vollstreckungsgericht, wenn es
zur Abwehr dieser Gefahr die
Unterbringung des Schuldners in einer
psychiatrischen Einrichtung für
erforderlich hält, mit der
Vollstreckungsmaßnahme zuwarten, bis
die Unterbringung durch die zuständigen
Behörden und Gerichte angeordnet und
durchgeführt worden ist (im Anschluss an
Senat, Beschl. v. 24. November 2005, V
ZB 24/05, NJW 2006, 508).
b) Unter dem Gesichtspunkt der
Verhältnismäßigkeit hat der Tatrichter,
bevor er die Unterbringung anregt, stets
zu prüfen, ob der Gefahr der Selbsttötung
durch ambulante psychiatrische und
psychotherapeutische Maßnahmen
begegnet werden kann. Bei der gebotenen
Abwägung mit den Interessen des
Gläubigers (und gegebenenfalls des
Erstehers) sind die Erfolgsaussichten
einer solchen Behandlung und die
voraussichtliche Dauer zu
berücksichtigen.
§ 765a ZPO Umfassende Abwägung vor 22. November MietPrax-AK §
Einstellung der 2007 765a ZPO Nr. 5
I ZB 104/06 = WuM 2008, 36
Zwangsvollstreckung bei = NZM 2008,
Suizidgefahr 163 = NJW
Selbst dann, wenn mit einer 2008, 1000
Zwangsvollstreckung eine konkrete
Gefahr für Leben und Gesundheit des
Schuldners verbunden ist, kann eine
Maßnahme der Zwangsvollstreckung
nicht ohne weiteres gem. § 765a ZPO
eingestellt werden. Erforderlich ist stets
die Abwägung der - in solchen Fällen

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ganz besonders gewichtigen - Interessen
des Schuldners mit den
Vollstreckungsinteressen des Gläubigers.
Dabei kann nicht unberücksichtigt
bleiben, dass sich auch der Gläubiger auf
Grundrechte berufen kann. Es ist deshalb
auch dann, wenn bei einer
Räumungsvollstreckung eine konkrete
Lebensgefahr für einen Betroffenen
besteht, sorgfältig zu prüfen, ob dieser
Gefahr nicht auch auf andere Weise als
durch Einstellung der
Zwangsvollstreckung wirksam begegnet
werden kann.(nicht amtlicher
Leitsatz)
§ 765a ZPO Zeitweise Einstellung der 6. Dezember MietPrax-AK §
Zwangsvollstreckung wegen 2007 765a ZPO Nr. 6
V ZB 67/07 = NZM 2008,
Suizidgefahr 142 = NJW
Die Zwangsversteigerung eines 2008, 586 =
Grundstücks ist unter Auflagen auf Zeit WuM 2008, 96 =
einzustellen, wenn der mit der MDR 2008, 286
Fortsetzung des Verfahrens verbundenen
Gefahr der Selbsttötung des Schuldners
nur durch dessen dauerhafte
Unterbringung entgegengewirkt werden
könnte
§ 765a ZPO Einstellung der 13. März 2008 MietPrax-AK § Drasdo, NJW-
Räumungsvollstreckung bei I ZB 59/07 765a ZPO Nr. 7 Spezial 2008, 353;
= NJW 2008, Kinne, GE 2008,
Wechsel des Risikos 1742 = NZM 960
1. Ist mit einer 2008, 401 = GuT
Zwangsvollstreckungsmaßnahme eine 2008, 214 = GE
konkrete Gefahr für Leben und 2008, 986
Gesundheit des Schuldners verbunden, so
kann dies die Untersagung oder
einstweilige Einstellung der
Zwangsvollstreckung nach § 765a ZPO
rechtfertigen.
2. Ein Auswechseln der
Gefährdungsrisiken oder -folgen ist
möglich.
3. Ein Gericht verstößt gegen den
Anspruch auf Gewährung rechtlichen
Gehörs, wenn es ohne vorherigen
Hinweis (§ 139 Abs. 1 ZPO)
Anforderungen an den Sachvortrag stellt,
mit denen auch ein gewissenhafter und
kundiger Prozessbeteiligter nach dem
bisherigen Prozessverlauf nicht zu
rechnen brauchte.(nicht amtlicher
Leitsatz)
§ 765a ZPO Einstellung der 13. August 2009 MietPrax-AK § Drasdo, NJW-
Räumungsvollstreckung bei I ZB 11/09 765a ZPO Nr. 8 Spezial 2010, 3
= NJW 2009,
hohem Alter des Schuldners 3440 = GE 2009,
Die Prüfung, ob die 1423 = WuM
Räumungsvollstreckung bei einem 2009, 678 =
hochbetagten Schuldner wegen NZM 2009, 816
schwerwiegender gesundheitlicher
Risiken eine mit den guten Sitten
unvereinbare Härte i.S. des § 765a ZPO

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darstellt, ist nicht auf eine akute
Lebensgefahr während des
Räumungsvorgangs selbst zu
beschränken; in die Beurteilung
einzubeziehen sind auch schwerwiegende
gesundheitliche Risiken, die aus einem
Wechsel der gewohnten Umgebung
resultieren.
§ 765a ZPO Pfändung und Überweisung 1. Oktober 2009 MietPrax-AK § Drasdo, NJW-
eines Genossenschaftsanteils VII ZB 41/08 765a ZPO Nr. 9 Spezial 2010, 66;
Die Pfändung und Überweisung des = WuM 2009, Fritz, WuM 2012,
Anspruchs auf Auszahlung des 752 = NZM 183
genossenschaftlichen 2009, 916 =
Auseinandersetzungsguthabens stellt ZMR 2010, 274
nicht deshalb eine unzumutbare Härte im
Sinne des § 765 a ZPO dar, weil sie
mittelbar zum Verlust der
genossenschaftlichen Wohnungsrechte
des Schuldners geführt hat und die
Möglichkeit besteht, dass er seine
derzeitige Wohnung verliert.
§ 765a ZPO Zusammenwirken 15. Juli 2010 MietPrax-AK §
Vollstreckungs- und V ZB 1/10 765a ZPO Nr. 10
= ZMR 2011,
Betreuungsgericht 110 = WuM
Erachtet das Vormundschaftsgericht 2010, 587 =
Maßnahmen zum Schutz des Lebens des MDR 2010,
Schuldners nicht für geboten, solange die 1215 = ZfIR
Zwangsvollstreckung nicht durchgeführt 2010, 738 =
wird, so setzt die Fortsetzung der NZM 2010, 836
Vollstreckung gegen den = NJW-RR
suizidgefährdeten Schuldner voraus, dass 2010, 1649
das Vollstreckungsgericht flankierende
Maßnahmen ergreift, die ein rechtzeitiges
Tätigwerden des Vormundschaftsgerichts
zur Abwendung der Suizidgefahr
ermöglichen.
§ 765a ZPO Pfändung und Überweisung 2. Dezember MietPrax-AK § Kinne, GE 2011,
eines Genossenschaftsanteils 2010 765a ZPO Nr. 11 95; Drasdo, NJW-
Kündigt der IX ZB 120/10 = WuM 2011, 40 Spezial 2011, 131
Insolvenzverwalter/Treuhänder die = GE 2011, 127
Mitgliedschaft des Schuldners in einer = ZinsO 2011,
Wohnungsgenossenschaft, um damit das 93 = MDR 2011,
der Masse gebührende 195
Auseinandersetzungsguthaben zu
realisieren, hat der Schuldner keinen
Anspruch auf Auskehrung des Teils des
Guthabens, den er als Kaution für die von
ihm bewohnte Wohnung benötigt.
§ 765a ZPO Befristete Einstellung der 20. Januar 2011 MietPrax-AK §
Räumungsvollstreckung wegen I ZB 27/10 765a ZPO Nr. 12
= GE 2011, 330
konkreter Suizidgefahr
a) Ist mit einer
Zwangsvollstreckungsmaßnahme eine
konkrete Gefahr für Leben und
Gesundheit des Schuldners verbunden, so
kann dies die Unter-sagung oder
einstweilige Einstellung der
Zwangsvollstreckung nach § 765a ZPO
rechtfertigen.

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b) Dabei ist aber stets eine Abwägung der
Interessen des Schuldners mit den
Vollstreckungsinteressen des Gläubigers
vorzunehmen. Es ist zu berücksichtigen,
dass sich auch der Gläubiger auf
Grundrechte berufen kann.
c) Dem Gläubiger dürfen keine Aufgaben
überbürdet werden, die nach dem
Sozialstaatsprinzip dem Staat und damit
der Allgemeinheit obliegen.(nicht
amtlicher Leitsatz)
§ 765a ZPO Einstellung wegen 18. November MietPrax-AK §
Gegenansprüchen aus 2010 765a ZPO Nr. 13
I ZB 26/10 = GuT 2011, 400
Zugewinnausgleich
Eine Einstellung der
Zwangsvollstreckung gem. § 765a ZPO
kommt nur in Betracht, wenn die
Zwangsvollstreckungsmaßnahme im
Einzelfall nach Abwägung der
beiderseitigen Belange zu einem
untragbaren Ergebnis für den Schuldner
führen würde.
Das ist auch dann nicht der Fall, wenn
Gläubigerin des Räumungsanspruchs
bezüglich des Gewerbegrundstück die
geschiedene Ehefrau des Schuldners und
deren neuer Ehemann ist, selbst wenn
dem Schuldner nicht unerhebliche
Zugewinnausgleichsansprüche gegenüber
der Gläubigerin zustehen, die aber noch
noch nicht tituliert sind.
Gegen die Einstellung spricht auch, dass
der Schuldner in diesen Fällen ggf. im
Wege eines dinglichen Arrestes eine
Sicherungshypothek auf dem
Miteigentumsanteil der Gläubigerin an
dem Grundstück eintragen lassen
kann.(nicht amtlicher Leitsatz)
§ 765a ZPO Vollstreckungsschutz für 17. August 2011 MietPrax-AK § Fischer, WuM
prozeßunfähigen I ZB 73/09 765a ZPO Nr. 14 2012, 178
= WuM 2011,
Räumungsschuldner 530 = ZMR
Bei Prozessunfähigkeit des 2012, 264
Räumungsschuldners darf die
Zwangsvollstreckung nicht gem. des für
diesen Fall nicht anwendbaren § 765a
ZPO eingestellt werden. Die
Prozessunfähigkeit des Schuldners stellt
keinen ganz besonderen Umstand dar, der
eine mit den guten Sitten unvereinbare
Härte der Zwangsvollstreckung
begründen könnte. Das Fehlen der
Prozessfähigkeit des Schuldners ist
vielmehr ein Verfahrenshindernis. Der
Vollstreckungsschutzantrag, der von einer
prozessunfähigen und auch nicht wirksam
vertretenen Partei gestellt worden ist, ist
daher unwirksam und darf nicht
beschieden werden.(nicht amtlicher
Leitsatz)

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§ 765a ZPO Keine dauerhafte Einstellung 9. Oktober 2013 MietPrax-AK §
der Zwangsvollstreckung I ZB 15/13 765a ZPO Nr. 15
a) Das durch die Grundrechte auf Schutz = WuM 2014,
des Eigentums (Art. 14 Abs. 1 GG) und 290 = GE 2014,
auf effektiven Rechtsschutz (Art. 19 Abs. 867 = NZM
4 GG) geschützte Interesse der Gläubiger 2014, 512 =
an der Fortsetzung des Verfahrens NJW 2014, 2288
verbietet eine dauerhafte Einstellung der
Räumungsvollstreckung, weil die
staatliche Aufgabe, das Leben des
Schuldners zu schützen, nicht auf
unbegrenzte Zeit durch ein
Vollstreckungsverbot gelöst werden kann.
b) Die Einstellung ist deshalb zu befristen
und mit Auflagen zu versehen, die das
Ziel haben, die Gesundheit des
Schuldners wiederherzustellen.
c) Dies gilt auch dann, wenn die
Aussichten auf eine Besserstellung des
Gesundheitszustands des Schuldners
gering sind.(nicht amtlicher Leitsatz)
§ 765a ZPO Einstellung der 16. Juni 2016 MietPrax-AK § Rave, MietRB
Zwangsvollstreckung bei I ZB 109/15 765a ZPO Nr. 16 2016, 314
= WuM 2016,
Suizidgefahr 573 = GE 2016,
Begründet die Einstellung der für den 1145
Schuldner lebensbedrohlichen
Räumungsvollstreckung eine Gefahr für
Leben und Gesundheit des Gläubigers, so
ist im Rahmen der Entscheidung nach §
765a ZPO das Ausmaß der jeweiligen
Gefährdung zu würdigen. Ist das mit einer
Zwangsräumung verbundene
Gefährdungspotential für den Schuldner
deutlich höher zu bewerten als die mit
einem weiteren Vollstreckungsstillstand
für den Gläubiger bestehenden
Gesundheitsgefahren, so kommt eine
befristete Einstellung der
Zwangsvollstreckung in Betracht, mit der
dem Schuldner auferlegt wird, durch
geeignete Maßnahmen an einer
Verbesserung seines Gesundheitszustands
zu arbeiten.
§ 765a ZPO Einstellung der 1. Juni 2017 MietPrax-AK §
Zwangsvollstreckung bei I ZB 89/16 765a ZPO Nr. 17
= WuM 2017,
Suizidgefahr 668 = NJW-RR
1. Die Vorschrift des § 765a ZPO 2017, 1420 =
ermöglicht den Schutz gegen NZM 2017, 820
Vollstreckungsmaßnahmen, die wegen
ganz besonderer Umstände eine Härte für
den Schuldner bedeuten, die mit den
guten Sitten unvereinbar ist.
3. Kann die beim Schuldner bestehende
Gefahr eines Suizids zum Zeitpunkt der
Entscheidung des Vollstreckungsgerichts
weder durch seine Unterbringung nach
dem Gesetz über die Unterbringung
psychisch Kranker noch durch andere
Maßnahmen beseitigt werden, kommt
grundsätzlich allein eine befristete

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Einstellung des
Zwangsvollstreckungsverfahrens in
Betracht.
4. Das Interesse des Gläubigers an der
Fortsetzung des Verfahrens verbietet
regelmäßig eine dauerhafte Einstellung,
weil die staatliche Aufgabe, das Leben
des Schuldners zu schützen, nicht auf
unbegrenzte Zeit durch ein
Vollstreckungsverbot gelöst werden kann
2. Die Anwendung von § 765a ZPO
kommt nur in Betracht, wenn im
Einzelfall die
Zwangsvollstreckungsmaßnahme nach
Abwägung der beiderseitigen Belange zu
einem untragbaren Ergebnis für den
Schuldner führen würde.(nicht
amtlicher Leitsatz)
§ 765a ZPO Voraussetzungen einer 21. September MietPrax-AK § Bieber, GE 2018,
Einstellung der 2017 765a ZPO Nr. 18 917; Zschieschack,
I ZB 125/16 = WuM 2018, 51 WuM 2018, 267
Räumungsvollstreckung bei = NJW-RR
Suizidgefahr 2018, 135 =
1. Ist mit einer NZM 2018, 511-
Zwangsvollstreckungsmaßnahme (hier: 514
Räumungsvollstreckung) eine konkrete
Gefahr für Leben und Gesundheit des
Schuldners verbunden, kann dies die
Untersagung oder einstweilige
Einstellung der Zwangsvollstreckung
nach § 765a ZPO rechtfertigen. Dabei ist
aber stets eine Abwägung der Interessen
des Schuldners (Grundrecht auf Leben
und körperliche Unversehrtheit, Art. 2
Abs. 2 Satz 1 GG) mit den
Vollstreckungsinteressen des Gläubigers
(Grundrechte auf Schutz des Eigentums,
Art. 14 Abs. 1 GG, und effektiven
Rechtsschutz, Art. 19 Abs. 4 GG)
vorzunehmen.
2. Dabei ist zu berücksichtigen, dass dem
Gläubiger keine Aufgaben überbürdet
werden dürfen, die nach dem
Sozialstaatsprinzip dem Staat und damit
der Allgemeinheit obliegen. Es ist
deshalb auch dann, wenn bei einer
Räumungsvollstreckung eine konkrete
Lebensgefahr für einen Betroffenen
besteht, sorgfältig zu prüfen, ob dieser
Gefahr nicht auf andere Weise als durch
Einstellung der Zwangsvollstreckung
wirksam begegnet werden kann.
3. Vom Schuldner kann erwartet werden,
dass er alles ihm Mögliche und
Zumutbare unternimmt, um Gefahren für
Leben und Gesundheit möglichst
auszuschließen. Insbesondere ist es ihm,
soweit er dazu in der Lage ist, zuzumuten,
fachliche Hilfe - erforderlichenfalls auch
durch einen stationären Aufenthalt in
einer Klinik - in Anspruch zu nehmen,

© 2022 RiAG a.D. Prof. Dr. Ulf Börstinghaus, Gelsenkirchen Seite 457
um die Selbsttötungsgefahr
auszuschließen oder zu verringern.
4. Andere mögliche Maßnahmen
betreffen die Art und Weise, wie die
Zwangsvollstreckung durchgeführt wird,
die Ingewahrsamnahme des
suizidgefährdeten Schuldners nach
polizeirechtlichen Vorschriften oder seine
Unterbringung nach den einschlägigen
Landesgesetzen sowie die
betreuungsrechtliche Unterbringung (§
1906 BGB). Kann der Gefahr eines
Suizids des Schuldners auf diese Weise
entgegengewirkt werden, scheidet eine
Einstellung der Zwangsvollstreckung aus.
§ 765a ZPO Beweiserhebung vor Einstellung 20. Februar 2020 MietPrax-AK §
der Räumungsvollstreckung bei V ZB 17/19 765a ZPO Nr. 19
= WuM 2020,
Suizidgefahr 364
1. Die Vollstreckungsgerichte haben in
ihrer Verfahrensgestaltung die
erforderlichen Vorkehrungen zu treffen,
damit Verfassungsverletzungen durch
Zwangsvollstreckungsmaßnahmen
ausgeschlossen werden und dadurch der
sich aus dem Recht auf Leben und
körperliche Unversehrtheit ergebenden
Schutzpflicht staatlicher Organe Genüge
getan wird.
2. Kann die ernsthafte Gefahr einer
Selbsttötung des Schuldners nicht
ausgeschlossen werden, muss das
Vollstreckungsgericht - ungeachtet des
ebenfalls schutzwürdigen Interesses der
Gläubiger an der Fortsetzung des
Verfahrens - dafür Sorge tragen, dass sich
die mit der Fortsetzung des Verfahrens
verbundene Lebens- oder
Gesundheitsgefahr nicht realisiert.
3. Der auf Tatsachen gestützte Einwand
des Schuldners, ihm oder einem nahen
Angehörigen drohe bei Fortsetzung des
Verfahrens die Gefahr der Selbsttötung,
ist stets zu berücksichtigen; er kann es
erfordern, dass den damit verbundenen
Beweisangeboten besonders sorgfältig
nachgegangen wird.(nicht amtlicher
Leitsatz)
§ 766 ZPO Vermieterpfandrecht in der 13. August 2009 MietPrax-AK § Eupen, MietRB
Vollstreckung durch Dritte I ZB 91/08 766 ZPO Nr. 1 = 2009, 353; Mack-
1. Mit der Erinnerung nach § 766 ZPO NZM 2009, 877 Obert, jurisPR-
kann der Schuldner nur Verstöße gegen = GuT 2009, 324 MietR 8/2010
das Vollstreckungsrecht geltend machen, = MDR 2009, Anm. 5
durch die er selbst beschwert ist; daran 1415
fehlt es, wenn der Schuldner seine
Beeinträchtigung ausschließlich aus der
Verletzung eines Rechts eines Dritten
ableitet.
2. Der Vermieter kann im Fall einer
gegen den Mieter gerichteten
Herausgabevollstreckung eines Dritten

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ein Vermieterpfandrecht an der Sache, die
Gegenstand der Herausgabevollstreckung
ist, nicht mit dem Rechtsbehelf der
Erinnerung nach § 766 ZPO geltend
machen.
§ 767 ZPO Vollstreckungsgegenklage gegen 10. August 2010 MietPrax-AK § Kinne, GE 2010,
Betriebskostenvorauszahlungsrü VIII ZR 319/09 767 ZPO Nr. 1 = 1379
WuM 201, 631 =
ckzahlungsurteil nach Erteilung GE 2010, 1414 =
der Abrechnung NZM 2010, 783
a) Eine Klage des Mieters auf = ZMR 2011, 25
Rückzahlung von Vorauszahlungen, die = NJW-RR
mangels Erteilung der fälligen 2010, 1598
Betriebskostenabrechnung Erfolg hat, ist
lediglich "zur Zeit begründet", so dass der
Vermieter auch noch nach Rechtskraft
dieser Entscheidung mit einer
Abrechnung die Voraussetzung für die
Fälligkeit der Betriebskostenabrechnung
schaffen und den Anspruch des Mieters
auf Rückzahlung der Vorauszahlungen
damit nachträglich zu Fall bringen kann.
b) Bei der Betriebskostenabrechnung
handelt es sich nicht um ein
Gestaltungsrecht, sondern lediglich um
einen Rechenvorgang im Sinne des § 259
BGB, der die materielle Voraussetzung
dafür schafft, dass dem Vermieter die
Vorauszahlungen - soweit durch das
Abrechnungsergebnis gerechtfertigt -
endgültig verbleiben und ein etwaiger
Nachforderungsanspruch fällig
wird.(nicht amtlicher Leitsatz)
§ 788 ZPO Notwendige Kosten der 17. Oktober 2018 MietPrax-AK §
Räumungsvollstreckung I ZB 13/18 788 ZPO Nr. 1 =
1. Notwendig sind Kosten, wenn sie für WuM 2019, 47 =
eine Maßnahme angefallen sind, die der GE 2019, 247
Gläubiger zum Zeitpunkt ihrer Vornahme NZM 2019, 336
bei verständiger Würdigung der Sachlage
zur Durchsetzung seines titulierten
Anspruchs objektiv für erforderlich halten
durfte.
2. Auch in der Zwangsvollstreckung hat
der Gläubiger seine Maßnahmen zur
Wahrung seiner Rechte so einzurichten,
dass die Kosten möglichst niedrig
gehalten werden.
3. Die Erstattungsfähigkeit einer
anwaltlichen Vollstreckungsgebühr hängt
nicht davon ab, dass zuvor die Zustellung
einer vollstreckbaren Ausfertigung des
Titels bewirkt worden ist.
4. Bei der Vollstreckung aus einem
Räumungsvergleich nach Ablauf der
vereinbarten Räumungsfrist muss keine
weitere Frist zur (vollständigen)
Räumung gesetzt werden.
5. Dem Sinn und Zweck der Fristsetzung,
dem Schuldner eine freiwillige Leistung
zu ermöglichen, ist genüge getan, wenn
eine nach dem Kalender bestimmte,

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angemessene Zeit zur Leistung vereinbart
war. Nach Ablauf der vereinbarten Frist
muss der Schuldner bei Nicht- oder nicht
vollständiger Erfüllung mit der
Vollstreckung durch den Gläubiger
rechnen.(nicht amtlicher Leitsatz)
§ 794 ZPO Widerruf eines 22. Juni 2005 MietPrax-AK §
Prozessvergleichs VIII ZR 214/04 794 ZPO Nr. 1 =
Zur Frage des richtigen GE 2005, 1184
Erklärungsgegners für einen in einem
Prozeßvergleich vorbehaltenen Widerruf.
§ 794a ZPO Verzicht auf Gewährung einer 28. Oktober 2008 MietPrax-AK §
Räumungsfrist VIII ZB 28/08 794a ZPO Nr. 1
Zumindest im Verfahren nach = WuM 2008,
beidseitiger Erledigungserklärung kann 748
vom Gericht offengelassen werden, ob
ein ein rechtsgeschäftlicher Verzicht auf
Verlängerung einer im Vergleich
gewährten Räumungsfrist möglich
ist.(nicht amtlicher Leitsatz)
§ 850d Ermittlung der Aufwendungen 5. Juli 2018 MietPrax-AK § Schörnig, MDR
ZPO für die Unterkunft mittels VII ZB 40/17 850d ZPO Nr. 1 2018, 1358
= GE 2018, 1145
Mietspiegel
a) Der unpfändbare notwendige Unterhalt
des Schuldners im Sinne des § 850d Abs.
1 Satz 2 ZPO entspricht grundsätzlich
dem notwendigen Lebensunterhalt im
Sinne des 3. und 11. Kapitels des
Zwölften Buches Sozialgesetzbuch (im
Anschluss an BGH, Beschluss vom 25.
November 2010 - VII ZB 111/09, NJW-
RR 2011, 706).
b) Die Angemessenheit der
Aufwendungen für die Unterkunft ist
nach den konkreten Umständen des
Einzelfalls unter Berücksichtigung der
örtlichen Gegebenheiten konkret zu
ermitteln. Dabei ist vorrangig das
ortsübliche Mietpreisniveau, wie es sich
aus einem qualifizierten Mietspiegel (§
558d BGB), einem Mietspiegel (§ 558c
BGB) oder unmittelbar aus einer
Mietdatenbank (§ 558e BGB) ableiten
lässt, heranzuziehen (im Anschluss an
BGH, Beschluss vom 23. Juli 2009 - VII
ZB 105/08, FamRZ 2009, 1747). In
Fällen, in denen der Schuldner mit
anderen Personen in einer Wohnung
zusammenlebt und die von ihm
aufgewendeten Kosten für Unterkunft
und Heizung nicht nur seinen eigenen
Wohnbedarf, sondern zugleich den
Wohnbedarf dieser Personen decken, ist
die Höhe des angemessenen Bedarfs des
Schuldners für Unterkunft und Heizung
fiktiv nach den Kosten zu ermitteln, die
der Schuldner nach den konkreten
Umständen des Einzelfalls zur Deckung
seines eigenen Wohnbedarfs aufwenden
müsste.

© 2022 RiAG a.D. Prof. Dr. Ulf Börstinghaus, Gelsenkirchen Seite 460
c) Das sozialrechtliche Kopfteilprinzip
(BSG, NZM 2014, 681) ist im
formalisierten
Zwangsvollstreckungsverfahren im
Rahmen des § 850d Abs. 1 Satz 2 ZPO
nicht anzuwenden.
§ 850f ZPO Unterkunftskosten nach 23. Juli 2009 MietPrax-AK §
Mietspiegel VII ZB 103/08 850f ZPO Nr. 1
1. Bei der Ermittlung des pfändbaren = GE 2009, 1181
Teils des Arbeitseinkommens werden die = NZM 2009,
Kosten für Unterkunft und Heizung nach 708 =ZMR 2010,
dem konkreten Bedarf berücksichtigt, 20
soweit sie nicht den nach den Umständen
des Einzelfalls und den örtlichen
Gegebenheiten angemessenen Umfang
übersteigen. Bei der gebotenen Prüfung
ist vorrangig das ortsübliche
Mietpreisniveau, wie es sich aus einem
qualifizierten Mietspiegel (§ 558d BGB),
einem Mietspiegel (§ 558c BGB) oder
unmittelbar aus einer Mietdatenbank (§
558e BGB) ableiten lässt, heranzuziehen
(im Anschluss an BGH, Beschluss vom
18. Juli 2003, IXa ZB 151/03, BGHZ
156, 30, 37).
2. Auf die Miethöchstgrenzen aus der
Tabelle zu § 8 WoGG a. F. kann als
Maßstab der Angemessenheit der Kosten
für die Unterkunft erst dann
zurückgegriffen werden, wenn ein
konkret-individueller Maßstab durch
lokale Erkenntnismöglichkeiten nicht
gebildet werden kann.
§ 883 ZPO Umfang der Auskunftspflicht bei 21. Februar 2008 MietPrax-AK § Drasdo, NJW-
Kautionsverrechnung I ZB 66/07 883 ZPO Nr. 1 = Spezial 2008, 323;
Hat der Schuldner, gegen den der NJW 2008, 1598 Hörndler, MietRB
Zwangsverwalter aufgrund des die = NZM 2008, 2008, 236
Zwangsverwaltung anordnenden 478 = GuT 2008,
Beschlusses die Zwangsvollstreckung zur 160
Erwirkung der Herausgabe der vom
Mieter geleisteten Barkaution betreibt,
eidesstattlich versichert, er habe als
Vermieter der der Zwangsverwaltung
unterliegenden Sache die Kaution mit
rückständigen Mietzahlungen verrechnet,
ist er im Verfahren der
Herausgabevollstreckung regelmäßig
nicht zu weitergehenden Auskünften
darüber verpflichtet, mit welchen
Forderungen genau er die Kaution
verrechnet hat.
§ 885 ZPO Räumungsvollstreckung gegen 25. Juni 2004 MietPrax-AK § Straßberger,
Ehegatten IXa ZB 29/04 885 ZPO Nr. 1 = MietRB 2005, 2;
Aus einem Räumungstitel gegen den GE 2004, 1094 = Schuschke LMK
Mieter einer Wohnung kann der WuM 2004, 555 2004, 214;
Gläubiger nicht gegen einen im Titel = NZM 2004, Schuschke NZM
nicht aufgeführten Dritten vollstrecken, 701 = ZMR 2005, 10; Karsten
wenn dieser Mitbesitzer ist. 2004, 738 = Schmidt, JuS 2004,
NJW 2004, 3041 1114
= DWW 2004,
300

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§ 885 ZPO Räumung eines Alten- und 14. Februar 2003 MietPrax-AK §
Pflegeheims IXa ZB 10/03 885 ZPO Nr. 2 =
Die Räumungsvollstreckung bezüglich ZMR 2004, 734
eines Alten- und Pflegeheims richtet sich = BGHReport
nach § 885 ZPO. Für die Räumung der 2003, 707 = GE
Bewohner ist eine Titel gegen diese 2005, 729
erforderlich. Sollen diese im Hause
verbleiben genügt ein Titel gegen
Mieter.(nicht amtlicher Leitsatz)
§ 885 ZPO Räumungsvollstreckung gegen 18. Juli 2003 MietPrax-AK § Paschke GE 2004,
Untermieter IXa ZB 116/03 885 ZPO Nr. 3 = 28; Fallak, ZMR
Gegen einen Untermieter kann die NZM 2003, 802 2004, 324;
Räumungsvollstreckung nicht auf Grund = GE 2003, 1207 Monschau MietRB
des gegen den Hauptmieter ergangenen = WuM 2003, 2004, 8; Pauly,
Titels betrieben werden. 577 = NJW-RR ZMR 2005, 337
2003, 1450 =
ZMR 2003, 826
= MDR 2004, 53
§ 885 ZPO Räumungsvollstreckung gegen 5. November MietPrax-AK §
alleinbesitzenden Ehegatten, der 2004 885 ZPO Nr. 4 =
IXa ZB 51/04 FamRZ 2005,
nicht Mieter ist. 269
Für die Räumungsvollstreckung ist ein
Titel gegen alle Mitbesitzer erforderlich
(Festhaltung BGH, 25. Juni 2004, IXa ZB
29/04, NJW 2004, 3041).
Lebt in der Wohnung nach Trennung der
Eheleute nur noch der Partner, der nicht
Mieter war, ist ein Titel gegen ihn
erforderlich.(nicht amtlicher
Leitsatz)
§ 885 ZPO Vollstreckungsrechtliche 21. Dezember MietPrax-AK § Scheff, MietRB
Rechtsmittel gegen 2004 885 ZPO Nr. 5 = 2005, 149
IXa ZB 324/03 GuT 2005, 23 =
Räumungsvollstreckung WuM 2005, 292
Zur Unzulässigkeit einer Erinnerung des = ZMR 2005,
Schuldners gegen eine bereits beendete 289 = NZM
Maßnahme zur Vollstreckung eines 2005, 193
Räumungsanspruchs.
§ 885 ZPO Umfang der Vollsteckung bei 19. März 2004 MietPrax-AK §
Räumungsvollstreckung IXa ZB 328/03 885 ZPO Nr. 6 =
1. Bei der Vollstreckung eines Anspruchs GE 2004, 811 =
auf Räumung und Herausgabe eines MDR 2004,
Grundstücks ist der Gerichtsvollzieher 1021 = NJW-RR
nicht berechtigt, Bauwerke und 2005, 212
Anpflanzungen beseitigen zu lassen,
selbst wenn der Schuldner nach dem
Inhalt des Titels zur Beseitigung
verpflichtet ist; der Beseitigungsanspruch
ist nach § 887 ZPO zu vollstrecken.
2. Ist die Beseitigung im Rahmen der
Herausgabevollstreckung durch den
Gerichtsvollzieher ohne die erforderliche
Ermächtigung des Prozeßgerichts des
ersten Rechtszuges erfolgt, können die
Kosten der Ersatzvornahme nicht als
notwendige Kosten der
Zwangsvollstreckung festgesetzt werden.
§ 885 ZPO Räumungsvollstreckung und 17. November MietPrax-AK § Kellner, GE 2006,
Vermieterpfandrecht 2005 885 ZPO Nr. 7 = 95; Körner, ZMR
I ZB 45/05 WuM 2006, 50 = 2006, 201; Monjé,

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Der Gläubiger kann die GE 2006, 110 = GE 2005, 150
Zwangsvollstreckung nach § 885 ZPO auf NZM 2006, 149 Drasdo. NJW-
eine Herausgabe der Wohnung = DWW 2006, Spezial 2006, 149;
beschränken, wenn er an sämtlichen in 70 = ZMR 2006, Horst, MDR 2006,
den Räumen befindlichen Gegenständen 199 = NJW 549; Schuschke,
ein Vermieterpfandrecht geltend macht. 2006, 848 NZM 2006, 284;
Auch wenn in einem solchen Fall Streit Flatow, NJW 2006;
zwischen den Parteien des 1396; Scheff,
Vollstreckungsverfahrens nach § 885 MietRB 2006, 121;
ZPO darüber besteht, ob alle beweglichen Riecke, GE 2006,
Sachen des Schuldners von dem 623; Seip, DGVZ
Vermieterpfandrecht erfasst werden, hat 2006, 24; Löfflad,
der Gerichtsvollzieher nicht eine MietRB 20
Räumung der Wohnung nach § 885 Abs.
2 bis 4 ZPO vorzunehmen.
§ 885 ZPO Räumungsvollstreckung und 10. August 2006 MietPrax-AK § Flatow, NJW 2006,
Vermieterpfandrecht I ZB 135/05 885 ZPO Nr. 8 = 3274; Riecke,
Zur Beschränkung der WuM 2006, 580 NZM 2006, 919;
Zwangsvollstreckung auf die Herausgabe = NZM 2006, Löfflad, MietRB
der Wohnung bei Geltendmachung des 817 = NJW 2007, 14
Vermietpfandrechts (Bestätigung von 2006, 3273 = GE
BGH, Beschl. v. 17.11.2005 - I ZB 45/05, 2006, 1294 =
NZM 2006, 149). ZMR 2006, 917
§ 885 ZPO Bei Räumungsvollstreckung 14. Dezember MietPrax-AK §
kein Zwangsgeld 2006 885 ZPO Nr. 9 =
Ist Gegenstand der Zwangsvollstreckung I ZB 16/06 ZMR 2007, 600
ausschließlich die Herausgabe und = GE 2007, 903
Räumung einer unbeweglichen Sache, = NJW-RR
richtet sich die Zwangsvollstreckung nur 2007, 1091 =
nach §§ 885, 886 ZPO und nicht, auch NZM 2007, 852
nicht ergänzend, nach § 888 ZPO.
§ 885 ZPO Kosten der Einlagerung 21. Februar 2008 MietPrax-AK § Drasdo, NJW-
Bei den Kosten, die nach Ablauf der I ZB 53/06 885 ZPO Nr. 10 Spezial 2008, 355
zweimonatigen Aufbewahrungsfrist des § = NZM 2008,
885 Abs. 4 Satz 1 ZPO für die weitere 448 = GE 2008,
Einlagerung der dem 985
Vollstreckungsschuldner gehörenden
aufbewahrungspflichtigen
Geschäftsunterlagen entstehen, handelt es
sich nicht um notwendige
Zwangsvollstreckungskosten, für die der
Vollstreckungsgläubiger nach § 13 Abs. 1
Nr. 1 GVKostG als Kostenschuldner
einzustehen hat.
§ 885 ZPO Räumungsvollstreckung gegen 19. März 2008 MietPrax-AK § Schach, GE 2008,
nichtehelichen Lebenspartner I ZB 56/07 885 ZPO Nr. 11 707; Schuschke,
= GE 2008, 727 NJW 2008, 1960;
und Kinder = NZM 2008, Drasdo, NJW-
a) Hat der Mieter in die Mietwohnung 400 = NJW Spezial 2008, 418;
einen nichtehelichen Lebensgefährten 2008, 1959 = H.-J. Bieber,
aufgenommen, ist für die DWW 2008, 263 MietRB 2008, 228;
Räumungsvollstreckung ein = ZMR 2008, Brund, ZMR 2008,
Vollstreckungstitel auch gegen den 695 697; H.-J. Bieber,
nichtehelichen Lebensgefährten jurisPR-MietR
erforderlich, wenn dieser Mitbesitz an der 13/2008 Anm. 4;
Wohnung begründet hat. Ein Mitbesitz an Scholz, ZMR 2009,
der Wohnung muss sich aus den 99
Umständen klar und eindeutig ergeben.
b) Minderjährige Kinder, die mit ihren
Eltern zusammenleben, haben
grundsätzlich keinen Mitbesitz an der

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gemeinsam genutzten Wohnung. Die
Besitzverhältnisse an der Wohnung
ändern sich im Regelfall nicht, wenn die
Kinder nach Erreichen der Volljährigkeit
mit ihren Eltern weiter zusammenleben.
Haben Kinder keinen Mitbesitz an der
Wohnung erlangt, reicht für eine
Räumungsvollstreckung ein
Vollstreckungstitel gegen die Eltern aus.
§ 885 ZPO Räumungsvollstreckung gegen 14. August 2008 MietPrax-AK § Schach, GE 2008,
Untermieter I ZB 39/08 885 ZPO Nr. 12 1290; Hörndler,
Die Räumungsvollstreckung darf nicht = GE 2008, 1317 MietRB 2008, 363;
betrieben werden, wenn ein Dritter, der = DWW 2008, Drasdo, NJW-
weder im Vollstreckungstitel noch in der 353 = NZM Spezial 2008, 737;
diesem beigefügten 2008, 805 = Mack-Oberth,
Vollstreckungsklausel namentlich WuM 2008, 678 jurisPR-
bezeichnet ist, im Besitz der Mietsache = GuT 2008, 367 MietR12/2009
ist. Dies gilt selbst dann, wenn der = ZMR 2009, 21 Anm. 5
Verdacht besteht, dem Dritten sei der = MDR 2008,
Besitz nur eingeräumt worden, um die 1356
Zwangsräumung zu vereiteln.
§ 885 ZPO Räumungsvollstreckung und 16. Juli 2009 MietPrax-AK § Fischer, WuM
Vermieterpfandrecht I ZB 80/05 885 ZPO Nr. 13 2011, 403
a) Das Vermieterpfandrecht hat Vorrang = GE 2009, 1042
gegenüber der in § 885 Abs. 2 und 3 Satz = NZM 2009,
1 ZPO bestimmten Entfernung der 660 = ZMR
beweglichen Sachen, die nicht 2010, 98 = WuM
Gegenstand der Zwangsvollstreckung 2010, 98
sind.
b) Der Gerichtsvollzieher hat nicht zu
prüfen, ob die bei Durchführung der
Herausgabevollstreckung in der Wohnung
befindlichen Gegenstände vom
Vermieterpfandrecht erfasst werden.
c) Dies gilt grundsätzlich auch, wenn sich
ein Schuldner zur Zeit der
Herausgabevollstreckung in Strafhaft
befindet.(nicht amtlicher Leitsatz)
§ 885 ZPO Räumungsvollstreckung wenn 4. April 2012 MietPrax-AK § Bruns, NJW 2012,
Tiere auf dem Grundstück sind I ZB 19/11 885 ZPO Nr. 14 2890
a) Das in § 885 Abs. 2 bis 4 ZPO = GE 2012, 1164
vorgesehene Verfahren ist auf Tiere = NJW 2012,
entsprechend anwendbar, die sich auf 2889 = NZM
dem zu räumenden Grundstück befinden; 2012, 620 = GuT
dies gilt auch, wenn die durch das 2012, 386
Räumungsverfahren entstehenden Kosten
etwa wegen der Art oder Anzahl der Tiere
sehr hoch ausfallen.
b) Scheitert der Versuch des
Gerichtsvollziehers, die in Verwahrung
genommenen Tiere nach § 885 Abs. 4
Satz 1 ZPO zu verkaufen, hat der
Gläubiger für die Kosten einer weiteren
Verwahrung der Tiere nicht mehr
aufzukommen.
c) Eine Vollstreckung nach § 888 ZPO
neben der Herausgabevollstreckung nach
§§ 885, 886 ZPO hier:
Verhängung eines Zwangsgelds gegen
den Schuldner, um diesen zu Maßnahmen

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zu veranlassen, die der Räumung des
Grundstücks dienen kommt grundsätzlich
nur in Betracht, wenn neben der
Räumungs- und Herausgabeverpflichtung
weitergehende Handlungspflichten des
Schuldners Gegenstand des
Vollstreckungstitels sind.
§ 885 ZPO Räumungsvollstreckung bei 11. April 2013 MietPrax-AK § Lamberz, NJW
Wohnung auf zwei I ZB 61/12 885 ZPO Nr. 15 2013, 2288;
= WuM 2013, Drasdo, NJW-
Grundstücken 368 = NJW Spezial 2013, 450;
a) Ein Vollstreckungstitel, durch den der 2013, 2287 = GE Riecke, MietRB
Schuldner zur Räumung eines Hauses 2013, 1001 2013, 239
verurteilt worden ist, bei dem ein Raum
aufgrund eines Durchbruchs einen Teil
des Nachbarhauses mitumfasst, ist nicht
unbestimmt, wenn der Gerichtsvollzieher
mit allgemein zugänglichen Hilfsmitteln
(etwa Bauplänen) und unter
Heranziehung von sachkundigen
Hilfspersonen klären kann, was zu dem
zu räumenden Haus gehört.
b) Der Schuldner kann im Verfahren der
Vollstreckungserinnerung nach § 766
ZPO nicht den Einwand erheben, ein Titel
zur Räumung eines Hauses sei eine
Verurteilung zu einer nach Art. 13 GG
unzulässigen Teilräumung der Wohnung.
§ 885 ZPO Räumungsvollstreckung aus 30. April 2020 MietPrax-AK §
Titel gegen verstorbenen Mieter I ZB 61/19 885 ZPO Nr. 16
1. Im Verfahren der sofortigen = GE 2020, 1488
Beschwerde gemäß §§ 567 ff. ZPO ist der = NJW 2020,
vollbesetzte Spruchkörper außer in 3376 = DWW
Fällen, in denen die Zuständigkeit des 2020, 267 =
Einzelrichters zweifelhaft ist, nicht MDR 2020,
befugt, selbst über die Übertragung eines 1336 = WuM
in die originäre Zuständigkeit des 2020, 507 =
Einzelrichters fallenden NZM 2021, 547
Beschwerdeverfahrens zu entscheiden (im
Anschluss an BGH, Beschluss vom 16.
September 2003 - X ARZ 175/03, BGHZ
156, 147, 152 [juris Rn. 15]).
2. Bei einer Räumungsvollstreckung
müssen die Gläubiger eine
Rechtsnachfolgeklausel gemäß § 750
Abs. 2, § 727 ZPO nur dann erwirken,
wenn sich aus den Gesamtumständen klar
und eindeutig ergibt, dass die
Rechtsnachfolger des Schuldners
tatsächlichen (Mit-)Besitz an den Räumen
haben.
3. Die Bestimmung des § 563a Abs. 1
BGB setzt voraus, dass zum Zeitpunkt
des Todes eines Mieters ein gemeinsames
Mietverhältnis im Sinne des § 563 BGB
bestanden hat.
4. "Besitz" im Sinne des § 885 ZPO meint
den Besitz in Form des "Gewahrsams"
gemäß § 886 ZPO, der seinerseits dem
unmittelbaren Besitz nach § 854 Abs. 1
BGB entspricht.

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5. Der nicht tatsächlich ausgeübte, das
heißt fiktive Erbenbesitz nach § 857 BGB
begründet - jedenfalls soweit und solange
Gewahrsam eines Dritten besteht - keinen
Gewahrsam im Sinne einer tatsächlichen,
nach außen erkennbaren Sachherrschaft.
6. Für die Räumung gemäß § 885 ZPO
genügt ein gegen einen von mehreren
Mitmietern erwirkter Räumungstitel.
7. Das Wegschaffen von Gegenständen
nach § 885 Abs. 2 und 3 ZPO, die früher
im (Mit-)Eigentum des Erblassers
gestanden haben, stellt keine
Vollstreckung in den Nachlass dar.
§ 885a ZPO Kosten der Berliner Räumung 23. Oktober 2014 MietPrax-AK §
Kosten einer vor dem 1. Mai 2013 I ZB 82/13 885a ZPO Nr. 1
begonnenen Räumung im Sinne von § = WuM 2015,
885a Abs. 1 ZPO sind keine Kosten der 249 = GE 2015,
Zwangsvollstreckung nach § 788 Abs. 1 450 = NZM
ZPO. Auf diese Räumungskosten ist die 2015, 304 =
Vorschrift des § 885a Abs. 7 ZPO nicht MDR 2015, 542
anwendbar.
§ 802c ZPO Name und Adresse des 3. März 2016 MietPrax-AK §
Vermieters in eidesstattlicher I ZB 74/15 802c ZPO Nr. 1
= NZM 2016,
Versicherung 768 = MDR
Einem Verlangen auf Nachbesserung 2016, 729
einer Vermögensauskunft gemäß § 802c
ZPO fehlt das Rechtsschutzbedürfnis,
wenn der Gläubiger Auskunft über
Erstattungsforderungen für Betriebs- und
Heizkosten verlangt, die der
Sozialhilfeträger für einen Empfänger
von Leistungen nach dem SGB II an
dessen Vermieter geleistet hat. Ein
solches Auskunftsbegehren ist mutwillig,
weil diese Ansprüche nicht der Pfändung
unterliegen.
§ 802c ZPO Nachbesserung der 28. April 2016 MietPrax-AK § Monschau, MietRB
Vermögensauskunft bei I ZB 92/15 802c ZPO Nr. 2 2017, 10
Kautionszahlung durch
Jobcenter
1. Der Gläubiger kann die Nachbesserung
einer Vermögensauskunft verlangen,
wenn der Schuldner ein äußerlich
erkennbar unvollständiges, ungenaues
oder widersprüchliches Verzeichnis
vorgelegt hat.
2. Einem Verlangen auf Nachbesserung
einer Vermögensauskunft gemäß § 802c
ZPO fehlt das Rechtsschutzbedürfnis,
wenn der Gläubiger Auskunft über
Erstattungsforderungen für Betriebs- und
Heizkosten verlangt, die der
Sozialhilfeträger für einen Empfänger
von Leistungen nach dem SGB II an
dessen Vermieter geleistet hat. Ein
solches Auskunftsbegehren ist mutwillig,
weil diese Ansprüche nicht der Pfändung
unterliegen.

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3. Hat der Schuldner die Frage nach
Ansprüchen aus Pacht-, Miet- und
Leasingverträgen verneint, so bedarf die
Frage, ob er die Kaution in Raten an das
Jobcenter zurückzahlt, keiner
Beantwortung, weil die Frage nach
Ansprüchen aus dem Mietverhältnis
bereits zusammenfassend verneint
worden ist und somit kein berechtigtes
Interesse an der Frage nach weiteren
Einzelheiten eines
Kautionsrückzahlungsanspruchs besteht.
§ 802c ZPO Nachbesserung der 11. Mai 2017 MietPrax-AK §
Vermögensauskunft bei I ZB 84/16 802c ZPO Nr. 3
= NJW-RR
zusammengefasster Antwort 2017, 896
a) Hat der Schuldner die Frage nach dem
Bestehen eines Anspruchs auf
Rückzahlung einer Mietkaution in
anderem Zusammenhang mitbeantwortet,
besteht kein Anspruch auf Ergänzung der
Vermögensauskunft.
b) Von einer zusammengefassten
Antwort, die dem
Nachbesserungsverlangen entgegensteht,
ist grundsätzlich auszugehen, wenn der
Schuldner die - zusammengefasst
gestellte - Frage Nr. 17 nach Ansprüchen
aus Pacht-, Miet- und Leasingverträgen
ohne Differenzierung verneint hat.(nicht
amtlicher Leitsatz)
§ 807 ZPO Name und Adresse des 3. Februar 2011 MietPrax-AK §
Vermieters in eidesstattlicher I ZB 50/10 807 ZPO Nr. 1 =
NZM 2011, 580
Versicherung = NJW-RR
Der Gläubiger kann die Nachbesserung 2011, 667 =
einer eidesstattlichen Versicherung WuM 2011, 245
verlangen, wenn er glaubhaft macht, dass = MDR 2011,
der Schuldner versehentlich 561
unzutreffende Angaben zum
Drittschuldner einer im
Vermögensverzeichnis genannten
Forderung gemacht hat.
§ 887 ZPO Erledigung der Hauptsache bei 21. Dezember MietPrax-AK § Eupen, MietRB
Zwangsvollstreckung wegen 2004 887 ZPO Nr. 1 = 2005, 118
IXa ZB 281/03 WuM 2005, 139
Mängelbeseitigung
Auch im Zwangsvollstreckungsverfahren
gelten die im Erkenntnisverfahren
entwickleten Grundsätze zur einseitigen
Erledigungserklärung. Mit Beendigung
des Mietverhältnisses und Auszug der
Mieter ist die Erledigung des
Zwangsvollstreckungsverfahrens aus
einem Titel auf Mangelbeseitigung
eingetreten, da kein Erfüllungsanspruch
mehr besteht.(nicht amtlicher
Leitsatz)
§ 887 ZPO Einwände des Vermieters im 7. April 2005 MietPrax-AK § Monschau, MietRB
Vollstreckungsverfahren I ZB 2/05 887 ZPO Nr. 2 = 2005, 284
WuM 2005, 528

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Der zur Vornahme einer vertretbaren = NZM 2005,
Handlung verurteilte Schuldner kann im 678
Zwangsvollstreckungsverfahren nicht
geltend machen, die Vornahme der
Handlung sei für ihn unzumutbar
(geworden) oder führe nicht zum Erfolg.
§ 887 ZPO Auskunftsanspruch bezüglich 27. November MietPrax-AK §
Personalien des (Unter-) Mieters 2008 887 ZPO Nr. 3 =
I ZB 46/08 WuM 2009, 142
bei Beseitigungstitel = ZMR 2009,
Ein Gläubiger kann aus einem 347
Vollstreckungstitel, der den Schuldner zur
Beseitigung einer baulichen Anlage
verpflichtet, nicht verlangen, dass der
Schuldner die Namen und Anschriften der
Personen bekannt gibt, an die er das zu
beseitigende Gebäude vermietet hat.
Dementsprechend kann gegen den
Schuldner, der sich weigert, die von dem
Gläubiger nachgefragten Namen und
Adressen mitzuteilen, kein Zwangsmittel
nach § 888 Abs. 1 ZPO festgesetzt
werden.
§ 888 ZPO Vollstreckung des Anspruchs 11. Mai 2006 MietPrax-AK § Timme, NJW
auf Erteilung der I ZB 94/05 888 ZPO Nr. 1 = 2006, 2668;
GE 2006, 844 = Straßberger,
Betriebskostenabrechnung WuM 2006, 401 MietRB 2006, 261;
Die Verurteilung eines Vermieters, eine = NZM 2006, Drasdo, NJW-
Betriebskostenabrechnung zu erteilen, ist 639 = NJW Spezial 2006, 483;
als Verurteilung zu einer nicht 2006, 2706 = Geisler, jurisPR-
vertretbaren Handlung zu vollstrecken. NJW-RR 2006, BGHZivilR
1088 = MDR 25/2006 Anm. 1
2007, 81
§ 890 ZPO Duldung von 25. Januar 2007 MietPrax-AK §
Handwerkerarbeiten im I ZB 58/06 890 ZPO Nr. 1 =
WuM 2007, 209
Außenbereich = NJW-RR
Die Verurteilung zu einer Duldung kann 2007, 863 =
die nach § 890 ZPO vollstreckbare BGHReport
Verpflichtung zu einem positiven Tun 2007, 576 =
enthalten, auch wenn dies im Urteil nicht MDR 2007, 859
ausdrücklich ausgesprochen worden ist.
Dies kann anzunehmen sein, wenn der
Schuldner der Pflicht, etwas zu
unterlassen, nur gerecht werden kann,
indem er neben der Unterlassung auch die
positiven Handlungen vornimmt, die
notwendig sind, um den rechtmäßigen
Zustand zu erreichen.
Der Lauf der in Art. 9 Abs. 1 EGStGB
geregelten Verfolgungsverjährung hängt
maßgeblich von der Pflichtensituation des
Schuldners ab. Ist ein Schuldner aufgrund
eines Urteils verpflichtet, tätig zu werden,
kann die Verjährung nicht beginnen,
solange diese Pflichtensituation
fortbesteht und der Schuldner
pflichtwidrig untätig bleibt.
§ 945 ZPO Schadensersatzpflicht des 13. Oktober 2016 MietPrax-AK § Aust, MietRB
Mieters bei unberechtigter IX ZR 149/15 945 ZPO Nr. 1 = 2017, 1; Söns,
WuM 2016, 752 NJW 2017, 1603
einstweiliger Verfügung = GE 2016, 1501

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War die einstweilige Verfügung auf = NZM 2017, 68
Untersagung energetsicher = NJW 2017,
Modernisierungsmaßnahmen von Anfang 1600
an unbegründet, so haftet de Mieter dem
Vermieter gem. § 945 ZPO
verschuldensunabhängig auf
Schadensersatz.(nicht amtlicher
Leitsatz)
§ 15a Nachholung obligatorischen 23. November MietPrax-AK § Schneider, MietRB
EGZPO Güteverfahrens nicht möglich 2004 15a EGZPO Nr. 2005, 91; Wesche,
Ist durch Landesrecht ein obligatorisches VI ZR 336/03 1 = WuM 2005, BGHReport 2005,
Güteverfahren vorgeschrieben, so muss 64 = NJW 2005, 389; Jordans, MDR
der Einigungsversuch der Klageerhebung 437 = NZM 2005, 286
vorausgehen. Er kann nicht nach 2005, 154 =
Klageerhebung nachgeholt werden. Eine MDR 2005, 285
ohne den Einigungsversuch erhobene = ZMR 2005,
Klage ist als unzulässig abzuweisen. 181 = JZ 2005,
208 = AnwBl
2005, 292
§ 15a Erforderlich des obligatorischen 13. Dezember MietPrax-AK §
EGZPO Güteverfahrens nach 2006 15a EGZPO Nr.
VIII ZR 64/06 2 = WuM 2007,
Gesetzesaufhebung 80 = NJW 2007,
Nachdem § 1 Abs. 1 Nr. 1 HessSchlG 519 = NZM
a.F. gestrichen worden ist, steht auch in 2007, 139
einem zuvor anhängig gewordenen
Rechtsstreit der Umstand, dass vor
Klageerhebung kein
Schlichtungsverfahren stattgefunden hat,
der Zulässigkeit der Klage nicht mehr
entgegen.
§ 26 Nr. 8 Nichtzulassungsbeschwerde und 13. Oktober 2004 MietPrax-AK §
EGZPO Festsetzung der Beschwer XII ZR 110/02 26 Nr. 8 EGZPO
In einem Berufungsurteil, das auf eine Nr. 1
nach dem 31. Dezember 2001
geschlossene mündliche Verhandlung
ergeht, ist eine Beschwer nicht
festzusetzen. Geschieht dies dennoch, ist
das Revisionsgericht daran nicht
gebunden.
§ 26 Nr. 8 Beschwer bei Verpflichtung zur 20. April 2005 MietPrax-AK §
EGZPO Beseitigung von XII ZR 92/02 26 Nr. 8 EGZPO
Nr. 2 = GuT
Bodenkontaminationen 2005, 180
Die Beschwer eines zur Beseitigung von
Kontaminationen Verurteilten bemißt sich
nicht nach dem vom Kläger behaupteten,
sondern nach dem tatsächlichen, vom
Gerichtssachverständigen festgestellten
Kostenaufwand (im Anschluss an BGH,
Beschluss vom 16.9.2004 - III ZB 33/04 -
NJW 2004, 3488).
§ 26 Nr. 8 Beschwer bei einseitiger 13. Juli 2005 MietPrax-AK §
EGZPO Erledigung XII ZR 295/02 26 Nr. 8 EGZPO
a) Bei Feststellung der Erledigung im Nr. 3 = JZ 2005,
Berufungsurteil bemißt sich auch die 487 = NZM
Beschwer des weiter Klageabweisung 2005, 917 =
begehrenden Beklagten grundsätzlich NJW-RR 2005,
nach der Summe der bis zum Zeitpunkt 1728
der Erledigungserklärung entstandenen
Kosten.

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b) Die Beschwer bei Teilerledigung vor
Schluß der mündlichen Verhandlung im
Berufungsverfahren ist mit einer
Differenzrechnung (dazu BGH, Urteil
vom 9. März 1993 - VI ZR 249/92 -
NJW-RR 1993, 765 und Beschluß vom 9.
Mai 1996 - VII ZR 143/94 - NJW-RR
1996, 1210) zu ermitteln.
§ 26 Nr. 8 Beschwer bei einseitiger 19. Dezember MietPrax-AK §
EGZPO Erledigung 2006 26 Nr. 8 EGZPO
Nach einseitiger Erledigungserklärung VIII ZR 227/04 Nr. 4 = GE 2007,
bestimmt sich der Wert der Beschwer 362
nach der Summe der bis zum Zeitpunkt
der Erledigungserklärung entstandenen
Kosten. Dafür macht es keinen
Unterschied, ob die Feststellung, dass der
Rechtsstreit sich in der Hauptsache
erledig hat, in der Urteilsformel oder in
den Entscheidungsgründen des Urteils
getroffen wird.
§ 26 Nr. 8 Beschwer bei Räumungsurteil 13. März 2007 MietPrax-AK §
EGZPO Hinsichtlich des Räumungsanspruchs VIII ZR 2/06 26 Nr. 8 EGZPO
bestimmt sich der Wert der Beschwer Nr. 5 = ZMR
nach § 8 ZPO. Die "streitige Zeit" im 2007, 441
Sinne dieser Vorschrift beginnt
grundsätzlich mit der Klageerhebung und
endet mit dem regulären Ende der
Vertragslaufzeit.(nicht amtlicher
Leitsatz)
§ 26 Nr. 8 Beschwer bei Feststellungsklage 8. Mai 2007 MietPrax-AK §
EGZPO bzgl zukünftiger VIII ZR 133/06 26 Nr. 8 EGZPO
Nr. 6 = NZM
Nutzungsentschädigung und 2007, 499 =
Zug um Zug Räumungsurteil WuM 2007, 395
Für die Bewertung der = MDR 2007,
Rechtsmittelbeschwer ist allein der 1093
rechtskraftfähige Inhalt des
angefochtenen Urteils maßgebend.
§ 26 Nr. 8 Beschwer bei einseitiger 30. Januar 2008 MietPrax-AK §
EGZPO Erledigung XII ZR 146/06 26 Nr. 8 EGZPO
Nach einseitiger Erledigungserklärung Nr. 7 = GuT
bestimmt sich der Wert der Beschwer 2008, 144
nach der Summe der bis zum Zeitpunkt
der Erledigungserklärung entstandenen
Kosten.(nicht amtlicher Leitsatz)
§ 26 Nr. 8 Beschwer bei Räumungsurteil 2. Juli 2008 MietPrax-AK §
EGZPO und zweiter Kündigung XII ZR 44/07 26 Nr. 8 EGZPO
Hat der Kläger zu einem Zeitpunkt Nr. 8 = GuT
gekündigt, der vor der anderweitigen 2009, 35
Beendigung des Mietverhältnisses liegt,
ist streitige Zeit im Sinne von § 8 ZPO
nicht mehr die gesamte restliche Mietzeit,
sondern nur die Zeit bis zu dieser
Kündigung(nicht amtlicher Leitsatz)
§ 26 Nr. 8 Beschwer bei Feststellung der 30. September MietPrax-AK § Schneider, MietRB
EGZPO Streu- und Räumpflicht 2008 26 Nr. 8 EGZPO 2009, 39
Die Beschwer bei einer Feststellung, dass VIII ZR 248/06 Nr. 9 = WuM
keine Räum- und Streupflicht für einen 2008, 681
Privatweg besteht, bemisst sich gem. § 9

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ZPO nach dem 3 1/2 fachen Jahresbetrag
der aufzuwendenden Kosten eines
gewerblichen Unternehmers.(nicht
amtlicher Leitsatz)
§ 26 Nr. 8 Beschwer bei Hilfswiderklage 1. Juli 2009 MietPrax-AK §
EGZPO Ergeben die Klage und die XII ZR 93/07 26 Nr. 8 EGZPO
Hilfswiderklage nur zusammengerechnet Nr. 10 = FamRZ
den Beschwerdewert nach § 26 Nr. 8 2009, 1481 =
EGZPO, ist die NZM 2009, 740
Nichtzulassungsbeschwerde nur statthaft, = GuT 2009, 325
wenn hinsichtlich beider Klagen
Zulassungsgründe dargelegt sind. Die
allein prozessuale Verknüpfung der
Klagen reicht für eine
Zusammenrechnung nicht aus
(Abgrenzung zu Senatsurteil vom 25.
Oktober 2006 - XII ZR 141/04 - FamRZ
2007, 117; BGH Urteile vom 8. März
2006 - IV ZR 263/04 - NJW-RR 2006,
877 und vom 21. Mai 1968 - VI ZR 27/68
- VersR 1968, 778).
§ 26 Nr. 8 Beschwer bei Räumungsurteil 11. Mai 2010 MietPrax-AK §
EGZPO Bei einer Verurteilung zur Räumung der VIII ZA 8/10 26 Nr. 8 EGZPO
Mietwohnung ist der Wert der Beschwer Nr. 11 = GE
mit dem dreieinhalbfachen Jahresbetrag 2010, 842
der Nettomiete anzusetzen.(nicht
amtlicher Leitsatz)
§ 26 Nr. 8 Beschwer bei einseitiger 1. März 2011 MietPrax-AK §
EGZPO Erledigung VIII ZR 19/10 26 Nr. 8 EGZPO
Nach einseitiger Erledigungserklärung Nr. 12 = WuM
bestimmt sich der Wert der Beschwer 2011, 247
nach der Summe der bis zum Zeitpunkt
der Erledigungserklärung ent-standenen
Kosten.(nicht amtlicher Leitsatz)
§ 26 Nr. 8 Beschwer bei Anspruch auf 22. Januar 2013 MietPrax-AK § Schneider, MietRB
EGZPO Besitzeinräumung an Garten VIII ZR 104/12 26 Nr. 8 EGZPO 2014, 7
Macht der Mieter gegen den Vermieter Nr. 13 = NZM
einen Anspruch auf 2013, 265 =
Besitz(wieder)einräumung geltend ist der GuT-W 2013, 69
Wert des Beschwerdegegenstandes nicht
nach § 6 ZPO, sondern nach der
Sondervorschrift des § 8 ZPO zu
bestimmen.(nicht amtlicher Leitsatz)
§ 26 Nr. 8 Beschwer bei Verurteilung zur 22. Oktober 2013 MietPrax-AK §
EGZPO Räumung VIII ZR 214/13 26 Nr. 8 EGZPO
a) Die Beschwer bei einer Verurteilung Nr. 14 = 1.
zur Räumung ist mit dem 3 1/2 fachen der Streitwertbeschlu
Miete zu bewerten. ss: GE 2014, 318
b) Dabei ist auf die vereinbarte 2. NZB: GE
tatsächliche Miete, nicht auf eine (höhere) 2014, 389
fiktive Marktmiete abzustellen.(nicht
amtlicher Leitsatz)
§ 26 Nr. 8 Beschwer bei Verurteilung zur 21. Januar 2014 MietPrax-AK §
EGZPO Räumung VIII ZA 21/13 26 Nr. 8 EGZPO
Die Beschwer eines Räumungsurteils Nr. 15
bemisst sich gem. §§ 8, 9 ZPO.(nicht
amtlicher Leitsatz)

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§ 26 Nr. 8 Beschwer bei späteter 30. April 2014 MietPrax-AK §
EGZPO Verminderung der XII ZR 124/12 26 Nr. 8 EGZPO
Nr. 16
Beschwerdesumme nach
Insolvenzeröffnung
1. Die Beschwer ist im Rahmen der
Zulässigkeitsprüfung ohne Bindung an
eine Streitwertfestsetzung durch das
Berufungsgericht von Amts wegen zu
bestimmen.
2. Für die Ermittlung der erforderlichen
Beschwer ist der Zeitpunkt der Einlegung
des Rechtsmittels maßgeblich ; durch eine
spätere Verminderung der
Beschwerdesumme wird das Rechtsmittel
nicht unzulässig.(nicht amtlicher
Leitsatz)
§ 26 Nr. 8 Beschwer bei Verurteilung zur 29. April 2014 MietPrax-AK §
EGZPO Räumung VIII ZR 365/13 26 Nr. 8 EGZPO
Der Wert der Beschwer in einer Nr. 17 = WuM
Streitigkeit über die Räumung von 2014, 428
Wohnraum bemisst sich gemäß §§ 8,9
ZPO nach dem 3 1/2 - fachen Jahreswert
der Nettomiete, wenn es sich um ein
Mietverhältnis auf unbestimmte Zeit
handelt und sich deshalb die "streitige"
Zeit nicht bestimmen lässt.(nicht
amtlicher Leitsatz)
§ 26 Nr. 8 Beschwer bei Abweisung der 14. Oktober 2014 MietPrax-AK §
EGZPO Räumungsklage VIII ZR 240/14 26 Nr. 8 EGZPO
a) Die Beschwer des Vermieters durch Nr. 18 = WuM
die Abweisung der Räumungsklage ist 2014, 754
gemäß §§ 8, 9 ZPO analog mit dem
dreieinhalbfachen Jahresbetrag der
Nettomiete zu bewerten.
b) Die Übergangsvorschrift des § 26 Nr. 8
EGZPO ist verfassungsgemäß.(nicht
amtlicher Leitsatz)
§ 26 Nr. 8 Beschwer des 3. März 2015 MietPrax-AK § Mummenhoff,
EGZPO Räumungsverfahrens VIII ZR 279/14 26 Nr. 8 EGZPO jurisPR-MietR
Auch wenn der Mieter sich auf die Nr. 19 = WuM 14/2015 Anm. 4
Kündigungssperre des § 577a BGB 2015, 313 = GE
beruft, handelt es sich um ein 2015, 652
Mietverhältnis auf unbestimmte Zeit und
die Beschwer bemisst sich nach § 9 ZPO
mit dem 3 1/2 fachen Jahreswert der
Nettomiete.(nicht amtlicher Leitsatz)
§ 26 Nr. 8 Berechnung der Beschwer für 16. September MietPrax-AK §
EGZPO Vollstreckungsgegenklage 2015 26 Nr. 8 EGZPO
Ist die Frage, ob Nebenkosten geschuldet VIII ZR 135/15 Nr. 20 = WuM
werden, nur eine Vorfrage im Rahmen 2015, 135 = GE
einer gegenüber einem Räumungsurteil 2015, 1396
erhobenen Vollstreckungsgegenklage, so
hat dies keinen Einfluss auf die
Beschwer.(nicht amtlicher Leitsatz)
§ 26 Nr. 8 Beschwer im 3. November MietPrax-AK §
EGZPO Räumungsverfahren 2015 26 Nr. 8 EGZPO
VIII ZR 108/15

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Es verstößt nicht gegen den Nr. 21 = WuM
Gleichheitssatz, dass sich die Beschwer 2016, 43
eines Räumungsurteils bezüglich eines
Mietvertrages auf unbestimmte Zeit gem.
§ 9 ZPO auf die 3 1/2 fache Jahresmiete
beläuft und bei Mietverträgen auf
bestimmte Zeit sich nach der restlichen
Vertragslaufzeit richtet.(nicht
amtlicher Leitsatz)
§ 26 Nr. 8 Beschwer bei Einigkeit über 16. Dezember MietPrax-AK §
EGZPO Mietvertragsbeendigung 2015 26 Nr. 8 EGZPO
Sind die Parteien auch aus XII ZR 33/14 Nr. 22
unterschiedlichen Gründen über den
Zeitpunkt der Beendigung des
Mietverhältnisses einig, so ist bei der
Berechnung der Beschwer, dieser
Zeitpnkt beachtlich.
§ 26 Nr. 8 Maßgebliche Tatsachen für 1. März 2016 MietPrax-AK §
EGZPO Feststellung der Beschwer VIII ZR 129/15 26 Nr. 8 EGZPO
Entscheidend für die Bewertung der Nr. 23
Beschwer einer
Nichtzulassungsbeschwerde ist der
Zeitpunkt der letzten mündlichen
Verhandlung vor dem Berufungsgericht,
und zwar nach Maßgabe der dem
Parteivorbringen zu diesem Zeitpunkt
zugrunde liegenden tatsächlichen
Angaben zum Wert.(nicht amtlicher
Leitsatz)
§ 26 Nr. 8 Beschwer bei Räumungsurteil 8. Dezember MietPrax-AK § Börstinghaus,
EGZPO nur nach der Grundmiete 2015 26 Nr. 8 EGZPO NZM 2016, 760
a) Für die Wertbemessung kommt es, wie VIII ZR 129/15 Nr. 24 = WuM
auch der Wortlaut des § 8 ZPO zeigt, auf 2016, 376 = GE
das für die Gebrauchsüberlassung zu 2016, 650
zahlende Entgelt an. Dazu zählen
vereinbarte Vorauszahlungen auf
Nebenkosten nicht.
b) Die Beschwer bemisst sich gem. §§ 8,
9 ZPO bei Mietverträgen auf
unbestimmte Zeit auf die 42-fache
Nettomiete.(nicht amtlicher Leitsatz)
§ 26 Nr. 8 Beschwer bei Räumungsurteil 14. Juni 2016 MietPrax-AK § Beuermann, GE
EGZPO nur nach der Grundmiete VIII ZR 291/15 26 Nr. 8 EGZPO 2016, 1004;
Die Rechtsmittelbeschwer eines Nr. 25 = WuM Börstinghaus,
Wohnraumräumungsverfahrens bemisst 2016, 509 = GE NZM 2016, 760
sich nach der dreieinhalbfachen 2016, 1025 =
Grundmiete. Betriebskostenpauschalen NZM 2016, 760
= NJW-RR
bleiben dabei unberücksichtigt.(nicht
2016, 1235
amtlicher Leitsatz)
§ 26 Nr. 8 Ermittlung Beschwer und 21. September MietPrax-AK § Dötsch, MietRB
EGZPO Beweiswürdigung bei 2016 26 Nr. 8 EGZPO 2017, 2
VIII ZR 277/15 Nr. 26 = WuM
behauptetem Mietvertrag mit 2016, 695 =
Angehöhrigen MDR 2016,
Zum Nachweis eines vor der 1373 = NZM
Beschlagnahme eines Mietgrundstücks 2016, 854 =
mit einem Verwandten des damaligen NJW-RR 2016,
Eigentümers abgeschlossenen 1528
Mietvertrags und der Erbringung einer

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behaupteten Einmalzahlung auf die Miete
(im Anschluss an Senatsurteil vom 18.
September 2013, VIII ZR 297/12, NZM
2013, 854 Rn. 15).
§ 26 Nr. 8 Beschwer bei Verurteilung zur 25. Oktober 2016 MietPrax-AK §
EGZPO Räumung VIII ZR 207/15 26 Nr. 8 EGZPO
Nimmt der Vermieter den Mieter auf Nr. 27
Räumung der auf unbestimmte Zeit
angemieteten Wohnung in Anspruch,
bestimmt sich der Wert der Beschwer
gemäß §§ 8, 9 ZPO nach dem
dreieinhalbfachen Jahreswert der
Nettomiete.(nicht amtlicher Leitsatz)
§ 26 Nr. 8 Beschwer bei Verurteilung zur 17. Januar 2017 MietPrax-AK §
EGZPO Räumung VIII ZR 178/16 26 Nr. 8 EGZPO
Der Wert der Beschwer in einer Nr. 28 = WuM
Streitigkeit über die Räumung von 2017, 162
Wohnraum bemisst sich gemäß §§ 8, 9
ZPO nach dem dreieinhalbfachen
Jahreswert der Nettomiete, wenn es sich
um ein Mietverhältnis auf unbestimmte
Zeit handelt und sich deshalb die
"streitige" Zeit nicht bestimmen
lässt.(nicht amtlicher Leitsatz)
§ 26 Nr. 8 Berechnung der Beschwer bei 18. Oktober 2017 MietPrax-AK §
EGZPO Räumungsurteil XII ZR 6/17 26 Nr. 8 EGZPO
a) Für die Räumungsund Nr. 29 = WuM
Herausgabeklage berechnet sich der Wert 2017, 724 = GE
der Beschwer nach § 8 ZPO. 2017, 1465
b) Beruft sich ein Nutzungsberechtigter
gegenüber einer Kündigung auf
Schutzregeln, die das Kündigungsrecht
einschränken und ihm ein Recht zur
Fortsetzung der Nutzung geben, so dauert
die "streitige Zeit" im Sinne des § 8 ZPO
vom Tag der Erhebung der
Räumungsklage bis zu dem Zeitpunkt,
den derjenige, der sich auf ein
Nutzungsrecht beruft, als den für ihn
günstigsten Beendigungszeitpunkt des
Nutzungsvertrages in Anspruch
nimmt.(nicht amtlicher Leitsatz)
§ 26 Nr. 8 Beschwer bei Räumungsklage 6. Februar 2018 MietPrax-AK §
EGZPO Wenn die Parteien um das Bestehen eines VIII ZR 273/17 26 Nr. 8 EGZPO
Mietverhältnisses streiten, beträgt die Nr. 30 = WuM
Beschwer die dreieinhalbfache 2018, 221
Jahresmiete.(nicht amtlicher
Leitsatz)
§ 26 Nr. 8 Beschwer bei unbeziffertem 31. Oktober 2018 MietPrax-AK §
EGZPO Klageantrag XII ZR 90/17 26 Nr. 8 EGZPO
Macht ein Kläger einen unbezifferten Nr. 31 = NZM
Zahlungsanspruch unter Angabe eines 2019, 65
Mindestbetrags geltend, so ist für seine
Beschwer als Rechtsmittelkläger nicht
von der tatsächlichen Höhe des
Anspruchs, sondern von dem in der
Vorinstanz angegebenen Mindestbetrag
auszugehen; eine Beschwer besteht nur,
wenn und soweit dieser Mindestbetrag

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durch den von der Vorinstanz
zugesprochenen Betrag unterschritten
wurde (im Anschluss an BGH Beschlüsse
vom 24. März 2016, III ZR 52/15, NZV
2016, 517 und vom 30. September 2003,
VI ZR 78/03, NJW-RR 2004, 102).
§ 26 Nr. 8 Beschwer bei Klage auf Duldung 20. November MietPrax-AK § Schneider, MietRB
EGZPO von Modernisierungen 2018 26 Nr. 8 EGZPO 2019, 108; Krapf,
Die Beschwer des unterlegenen VIII ZR 112/18 Nr. 32 = WuM jurisPR-MietR
Vermieters mit seiner Klage auf Duldung 2019, 44 = GE 9/2019 Anm. 3
von Modernisierungsmaßnahmen, wozu 2019, 122 =
auch die Anträge auf Zutrittsgewährung NZM 2019, 135
gehören, ist gemäß § 3 iVm § 9 ZPO nach
dem 3,5-fachen des infolge der
Modernisierung zu erwartenden
Jahresbetrags der Mieterhöhung zu
bemessen.(nicht amtlicher Leitsatz)
§ 26 Nr. 8 Beschwer einer Räumungsklage 23. Januar 2019 MietPrax-AK §
EGZPO 1. Der Wert der Beschwer der Räumungs- XII ZR 95/17 26 Nr. 8 EGZPO
und Herausgabeverurteilung richtet sich Nr. 33
gemäß § 8 ZPO nach dem Betrag der auf
die gesamte streitige Zeit entfallenden
Miete, maximal nach dem 25fachen
Betrag des einjährigen Entgelts.
2. Beruft sich ein Nutzungsberechtigter
gegenüber einer Kündigung auf
Schutzregeln, die das Kündigungsrecht
einschränken und ihm ein Recht zur
Fortsetzung der Nutzung geben, so dauert
die streitige Zeit im Sinne des § 8 ZPO
vom Tag der Erhebung der
Räumungsklage bis zu dem Zeitpunkt,
den derjenige, der sich auf ein
Nutzungsrecht beruft, als den für ihn
günstigsten Beendigungszeitpunkt des
Nutzungsvertrags in Anspruch nimmt.
3. Nur wenn der Beendigungszeitpunkt
ungewiss ist oder sich die streitige Zeit
nicht ermitteln lässt, ist § 9 ZPO für die
Bemessung der Beschwer entsprechend
anwendbar und der dreieinhalbfache Wert
des einjährigen Entgelts anzusetzen
§ 26 Nr. 8 Beschwer eines Räumungsurteils 16. Juli 2019 MietPrax-AK §
EGZPO Bei einem Rechtsstreit über das Bestehen VIII ZA 7/19 26 Nr. 8 EGZPO
eines Mietverhältnisses bestimmt sich die Nr. 34 = WuM
Beschwer gemäß §§ 8, 9 ZPO nach dem 2019, 599 = GE
dreieinhalbfachen Jahresbetrag der 2019, 133
Nettomiete, sofern es sich um ein
unbefristetes Mietverhältnis handelt und
die "streitige"Zeit deshalb nicht bestimmt
ist.(nicht amtlicher Leitsatz)
§ 119 GVG Zuständigkeit in 15. Juli 2003 MietPrax-AK §
Berufungssachen mit VIII ZB 30/03 119 GVG Nr. 1
= NJW 2003,
Auslandsbezug 3278 = ZMR
§ 119 Abs. 1 Nr. 1 Buchst. b GVG findet 2003, 823 =
auch auf Mietstreitigkeiten Anwendung. NZM 2003, 799
= WuM 2003,
634 = GE 2003,
1607

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§ 119 GVG Rechtsmittelzuständigkeit bei 1. Juni 2004 MietPrax-AK §
Auslandsberührung VIII ZB 2/04 119 GVG Nr. 2
Für die Frage, ob gem. § 119 GVG das = NZM 2004,
OLG das zuständige Rechtsmittelgericht 654 = NJW-RR
ist, ist der in erster Instanz unstreitig 2004, 1505 =
gebliebene allgemeine Gerichtstand der NJW 2004, 3637
Parteien maßgeblich. Aus Gründen der (LS)
Rechtssicherheit ist von einem
allgemeinen Gerichtsstand im Ausland
auch dann auszugehen, wenn bei einer
Partei eine Anschrift im Ausland mit dem
Zusatz "[Link]." angegeben ist.(nicht
amtlicher Leitsatz)
§ 119 GVG Rechtsmittelzuständigkeit bei 9. November MietPrax-AK §
Auslandsberührung 2004 119 GVG Nr. 3
Im Rechtsmittelverfahren ist regelmäßig VIII ZB 60/04 = WuM 2004,
der im Verfahren vor dem Amtsgericht 726
unstreitig gebliebene Gerichtsstand einer
Partei zugrunde zu legen.(nicht
amtlicher Leitsatz)
§ 119 GVG Rechtsmittelzuständigkeit bei 16. November MietPrax-AK § Monschau, MietRB
juristischer Person 2004 119 GVG Nr. 4 2005, 117
Für die Bestimmung des allgemeinen VIII ZB 45/04 = WuM 2005, 67
Gerichtsstandes einer juristischen Person = NZM 2005,
ist deren Sitz maßgeblich. Als Sitz gilt, 147
wenn sich nichts anderes ergibt, der Ort,
wo die Verwaltung geführt [Link]
Vertretung durch einen in Deutschland
ansässigen Direktor ist das LG das
zuständige Rechtsmittelgericht.(nicht
amtlicher Leitsatz)
§ 119 GVG Berufungszuständigkeit bei 25. November MietPrax-AK §
Wohnsitz eines Streitgenossen 2003 119 GVG Nr. 5
VIII ZR 121/03 = NZM 2004,
im Ausland 219 = WuM
Hat der Rechtsmittelführer Berufung 2004, 220
sicherheitshalber beim LG und OLG
eingelegt und nimmt er das Rechtsmittel
beim LG zurück nachdem das OLG
mitgeteilt hat, dass es zuständig sei, so ist
die Berufung unter Berücksichtigung des
Meistbegünstigungsprinzips in jedem Fall
zulässig(nicht amtlicher Leitsatz)
§ 119 GVG Rechtsmitelzuständigkeit bei 1. März 2006 MietPrax-AK § Dickersbach,
Exterritorialen VIII ZB 28/05 119 GVG Nr. 6 MietRB 2006, 232
a) Für die Entscheidung über die = WuM 2006,
Berufung gegen ein Urteil eines 268 = NZM
Amtsgerichts in einem 2006, 375 =
Wohnraummietprozess ist nicht gemäß § ZMR 2006, 445
119 Abs. 1 Nr. 1 Buchst. b GVG das = NJW 2006,
Oberlandesgericht zuständig, wenn die 1810 = GE 2006,
beklagten Mieter bei Eintritt der 775
Rechtshängigkeit zwar ihren Wohnsitz im
Ausland hatten, dort jedoch das Recht der
Exterritorialität genossen und demzufolge
gemäß § 15 Abs. 1 Satz 1 ZPO den
Gerichtsstand ihres letzten inländischen
Wohnsitzes behalten haben.

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b) Der nach dem Inhalt der Klageschrift
gegebene inländische Gerichtsstand einer
Prozesspartei ist im Verfahren vor dem
Amtsgericht auch dann "unangegriffen
geblieben", wenn die eine Partei die dazu
vorgetragenen Tatsachen zwar bestritten
hat, sich bei Zugrundelegung ihrer
Darstellung aber gleichfalls ein
inländischer Gerichtsstand der anderen
Partei ergäbe.
§ 119 GVG Umzug nach Eintritt der 3. Mai 2006 MietPrax-AK §
Rechtshängigkeit VIII ZB 88/05 119 GVG Nr. 7
Der Zeitpunkt des Eintritts der = WuM 2006,
Rechtshängigkeit der Klage ist auch dann 457 = GE 2006,
für die Rechtsmittelzuständigkeit 1034 = NJW
maßgebend, wenn eine Partei später im 2006, 2782 =
Laufe des Verfahrens ihren Wohnsitz in NZM 2006, 695
das Ausland verlegt. An der so
begründeten Rechtsmittelzuständigkeit
ändert auch die Erhebung einer
Widerklage nach der Wohnsitzverlegung
einer Partei nichts.
§ 119 GVG Rechtsmittelzuständigkeit bei 28. März 2006 MietPrax-AK § Zich, MietRB
Auslandsberührung VIII ZB 100/04 119 GVG Nr. 8 2006, 287
Ist in erster Instanz streitig geblieben, ob = NJW 2006,
eine Partei im Zeitpunkt des Eintritts der 1808 = WuM
Rechtshängigkeit ihren allgemeinen 2006, 404 =
Gerichtsstand im Ausland hatte, ohne NZM 2006, 507
dass das erstinstanzliche Gericht = GE 2006, 1034
Feststellungen dazu getroffen hat, obliegt
dem Berufungsführer, der an seinem
bestrittenen Vorbringen dazu festhält, die
Beweislast für die funktionelle
Zuständigkeit des von ihm angerufenen
Berufungsgerichts.
Schließt sich der Berufungsführer dem
erstinstanzlich bestrittenen Vorbringen
seines Gegners zu einem Gerichtsstand
im Inland oder Ausland an und legt er -
gestützt darauf - Berufung zum
Landgericht oder zum Oberlandesgericht
ein, ist es dem Gegner verwehrt, diesen
Vortrag in der Berufungsinstanz zu
ändern.
§ 119 GVG Erbengemeinschaft nicht 17. Oktober 2006 MietPrax-AK § Intveen, MietRB
rechtsfähig, Wohnsitz der Erben VIII ZB 94/05 119 GVG Nr. 9 2007, 29; Fritz,
= NJW 2006, WuM 2007, 60
entscheidend 3715 = WuM
Die Erbengemeinschaft ist weder 2006, 695 =
rechtsfähig noch parteifähig. Die NZM 2006, 944
Grundsätze zur Rechtsfähigkeit der = GE 2006, 1612
Gesellschaft bürgerlichen Rechts (BGHZ = ZMR 2007, 26
146, 341) und zur Rechtsfähigkeit der
Gemeinschaft der Wohnungseigentümer
(BGHZ 163, 154) sind nicht auf die
Erbengemeinschaft zu übertragen.
§ 119 GVG Berufungszuständigkeit bei GbR 10. März 2009 MietPrax-AK §
mit Auch-Inlandssitz VIII ZB 105/07 119 GVG Nr. 10
a) Die - mit Wirkung zum 1. September = NJW 2009,
2009 aufgehobene - Vorschrift des § 119 1610 = NZM
Abs. 1 Nr. 1 Buchst. b GVG ist nicht

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anwendbar, wenn eine Gesellschaft 2009, 409 = ZIP
bürgerlichen Rechts einen allgemeinen 2009, 987
Gerichtsstand jedenfalls auch im Inland
hat (im Anschluss an BGH, Beschluss
vom 27. Juni 2007 - XII ZB 114/06, ZIP
2007, 1626).
b) Es fehlt an einer Grundlage für die
Annahme, eine Gesellschaft bürgerlichen
Rechts habe ausschließlich einen
ausländischen und nicht zumindest auch
einen inländischen Verwaltungssitz (§ 17
Abs. 1 Satz 2 ZPO), wenn das zu
verwaltende Gesellschaftsvermögen in
Deutschland belegen ist, einer der beiden
Gesellschafter seinen Wohnsitz in
Deutschland hat, die Gesellschaft nach
außen unter einer deutschen Adresse
auftritt und ihre laufenden Geschäfte
durch eine deutsche Hausverwaltung
geführt werden, während ihre einzige
Verbindung mit dem Ausland in dem
ausländischen Wohnsitz ihres anderen
Gesellschafters besteht.
§ 119 GVG Rechtsmittelzuständigkeit bei 11. November MietPrax-AK §
Auslandsberührung 2009 119 GVG Nr. 11
Im Rechtsmittelverfahren ist regelmäßig VIII ZR 11/09
der im Verfahren vor dem Amtsgericht
unstreitig gebliebene Gerichtsstand einer
Partei zugrunde zu legen.(nicht
amtlicher Leitsatz)
§ 17a GVG Rechtsweg zu den 9. Februar 2021 MietPrax-AK § Keller, jurisPR-
Sozialgerichten VIII ZB 21/20 17a GVG Nr. 1 = SozR 11/2021
1. Für den Zahlungsanspruch, den ein MDR 2021, 664 Anm. 4
Betreiber von Obdachlosenunterkünften = GE 2021, 693
aus einem an ihn gerichteten, die
Beherbergung eines Flüchtlings
betreffenden "Kostenübernahmeschein"
eines öffentlichen Leistungsträgers
ableitet, ist in der Regel nach § 51 Abs. 1
SGG der Rechtsweg zu den
Sozialgerichten gegeben (Bestätigung des
Senatsbeschlusses vom 9. Februar 2021 -
VIII ZB 20/20, zur Veröffentlichung in
BGHZ bestimmt; vgl. BVerfG, Urteil
vom 19. Mai 1994 - 5 C 33/91, BVerwGE
96, 71, 73 ff. zur Eröffnung des seinerzeit
für öffentlich-rechtliche Streitigkeiten
dieser Art noch gegebenen
Verwaltungsrechtswegs).
2. Zur Abgrenzung zwischen
privatrechtlichen und öffentlich-
rechtlichen Verträgen (hier: Vertrag
zwischen privatem Unterkunftsbetreiber
und öffentlichem Leistungsträger über
den Betrieb einer
Gemeinschaftsunterkunft zur
vorübergehenden Unterbringung von
Flüchtlingen und Asylbewerbern;
sogenannter Betreibervertrag).

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§ 266 Zuständigkeit des 5. Dezember MietPrax-AK § Drasdo, NJW-
FamFG Familiengerichts 2012 266 FamFG Nr. Spezial 2013, 162;
1. Bei der Prüfung, ob eine sonstige XII ZB 652/11 1 = MDR 2013, Bittner, MietRB
Familiensache im Sinne des § 266 Abs. 1 109 = GE 2013, 2013, 115; Mayer,
Nr. 3 FamFG vorliegt, ist das 202 = WuM NZM 2013, 607
Tatbestandsmerkmal "im Zusammenhang 2013, 241 =
mit Trennung oder Scheidung" weit NJW 2013, 616
auszulegen. = GuT 2013, 25
2. Streitigkeiten aus Mietverträgen = NZM 2013,
(einschließlich gewerblicher 617
Mietverträge), die die Eheleute
untereinander geschlossen haben, können
sonstige Familiensachen i.S.d. § 266 Abs.
1 Nr. 3 FamFG sein.
§ 266 Streit aus Mietverhältnis 12. Juli 2017 MietPrax-AK § Haberland,
FamFG zwischen Schwiegereltern und XII ZB 40/17 266 FamFG Nr. jurisPR-
2 = NJW 2017, BGHZivilR
Schwiegerkind 2619 = MDR 17/2017 Anm. 3;
1. Bei der Prüfung, ob eine sonstige 2017, 1000 = GE Erbarth, NJW
Familiensache im Sinne des § 266 Abs. 1 2017, 1085 = 2017, 2621; Giers,
Nr. 3 FamFG vorliegt, ist das WuM 2017, 539 NJW 2018, 357;
Tatbestandsmerkmal "im Zusammenhang = MDR 2017, Bacher MDR 2017,
mit Trennung oder Scheidung" weit 1229 = FamRZ 1229; Götsche,
auszulegen (im Anschluss an 2017, 1599 jurisPR-FamR
Senatsbeschluss vom 5. Dezember 2012, 22/2017 Anm. 3;
XII ZB 652/11, FamRZ 2013, 281). Giers, FamRZ
2. Streitigkeiten aus Mietverträgen über 2017, 1601;
Wohnraum zwischen Schwiegereltern Schneider, jM
und ihrem Schwiegerkind anlässlich der 2018, 63.
Trennung ihres Kindes von dem
Schwiegerkind können als sonstige
Familiensachen im Sinne des § 266 Abs.
1 Nr. 3 FamFG zu qualifizieren sein.
§ 266 Zuständigkeit für 10. März 2021 MietPrax-AK § Götz, FamRZ
FamFG Eigentumsherausgabeanspruch XII ZB 243/20 266 FamFG Nr. 2021, 834;
1. Der aus dem Eigentum folgende 3 = WuM 2021, Billhard, jurisPR-
Herausgabeanspruch eines Ehegatten ist 316 = NJW FamR 12/2021
auch nach Rechtskraft der Scheidung 2021, 1527 = Anm. 5; Probst, JR
nicht zulässigerweise als sonstige MDR 2021, 622 2022, 180
Familiensache im Sinne des § 266 Abs. 1 = FamRZ 2021,
Nr. 3 FamFG durchsetzbar, solange der 834 = NZM
Anwendungsbereich des § 1568a BGB 2021, 543
und damit das Ehewohnungsverfahren
nach § 200 Abs. 1 Nr. 2 FamFG eröffnet
ist (Fortführung von Senatsbeschluss,
BGH, Beschluss vom 28. September 2016
- XII ZB 487/15, BGHZ 212, 133 =
FamRZ 2017, 22).
2. Ob es sich (noch) um eine
Ehewohnung im Sinne des § 1568a BGB
handelt, ist nach der Situation im
Zeitpunkt der Rechtskraft der
Ehescheidung und nicht bezogen auf den
Zeitpunkt der die Wohnung betreffenden
Entscheidung zu beurteilen.
3. Der Anspruch auf Überlassung der
Ehewohnung gemäß § 1568a Abs. 1 und
2 BGB erlischt ein Jahr nach Rechtskraft
der Ehescheidung, wenn er nicht vorher
rechtshängig gemacht worden ist.

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Art 34 Vollstreckung aus 20. Januar 2005 MietPrax-AK
EuGVÜ ausländischem Räumungs- und IX ZB 154/01 Art 34 EuGVÜ
Nr. 1 = WuM
Zahlungsurteil 2005, 203 =
Nach Art 34 Abs. 2 i.V.m. Art 27 Nr. 2 InVO 2005, 427
EuGVÜ wird eine Entscheidung nicht = BGHReport
anerkannt und damit auch nicht mit einer 2005, 938
Vollstreckungsklausel versehen, wenn
dem säumigen Beklagten die Klage nicht
ordnungsgemäß zugestellt wurde. Die
Zustellung des Urteils mit der
Möglichkeit dagegen Rechtsmittel
einzulegen reicht nicht aus.(nicht
amtlicher Leitsatz)
§ 148 ZVG Zwangsverwaltung und 4. Februar 2005 MietPrax-AK § Walke, jurisPR-
Untermiete V ZR 294/03 148 ZVG Nr. 1 = MietR 10/2005
Die Beschlagnahme durch Anordnung der DWW 2005, 242 Anm. 4
Zwangsvollstreckung erfaßt auch = ZMR 2005,
Forderungen aus einem Untermiet- oder 431 = NZM
Unterpachtverhältnis, wenn der 2005, 433
Hauptmiet- oder Hauptpachtvertrag
wegen Vereitelung der Gläubigerrechte
nach § 138 Abs. 1 BGB nichtig ist.
§ 149 ZVG Besitzverschaffungsklage des 21. April 2016 MietPrax-AK §
Zwangsverwalters IX ZR 72/14 149 ZVG Nr. 1 =
a) § 149 Abs. 1 ZVG setzt die NZM 2016, 888
Wohnnutzung des zwangsverwalteten = MDR 2016,
Grundstücks bei Beschlagnahme kraft 1047 = ZInsO
Eigentums und unmittelbaren 2016, 1226 =
Eigenbesitzes durch den NZI 2016, 594 =
Verfahrensschuldner und seine WuM 2016, 448
mitwohnenden Familienangehörigen = NJW-RR
voraus (Bestätigung von BGH, Urt. v. 2016, 825
16.5.2013 – IX ZR 224/12 , FamRZ 2013,
1651 m. Anm. Engels = MDR 2013, 1123
= NZI 2013, 766).
b) Der Wohnungsschutz für den
Verfahrensschuldner und mitwohnende
Angehörige entfällt, wenn das
Grundstück vor der Beschlagnahme
vollständig an einen Dritten zur alleinigen
Nutzung vermietet und übergeben worden
ist. Das gilt auch, wenn der
Verfahrensschuldner von dem Dritten es
zurückmietet.
c) Der Verfahrensschuldner und
Grundstückseigentümer kann sich auf den
Wohnungsschutz nicht berufen, wenn er
den unmittelbaren Eigenbesitz erst nach
Beschlagnahme des zwangsverwalteten
Grundstücks erhält.
§ 152 ZVG Verantwortlichkeit des 23. Juni 2005 MietPrax-AK § Dickersbach,
Zwangsverwalters bei IX ZR 419/00 152 ZVG Nr. 1 = MietRB 2006, 34
WuM 2005, 597
Verwahrlosung = GE 2005, 1122
a) Der Zwangsverwalter muß die Gefahr = ZinsO 2005,
für das seiner Obhut anvertraute 882 = NZM
Eigentum durch Feststellungen vor Ort 2005, 700
aufklären, wenn er nach erhaltenen
Hinweisen mit der Möglichkeit zu
rechnen hat, daß ein Mieter durch seinen

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vertragswidrigen Gebrauch der Wohnung
den Schuldner nicht unwesentlich
schädigt.
b) Versäumt der Zwangsverwalter die für
ein wirksames Eingreifen gegen eine
Wohnungsverwahrlosung erforderlichen
Feststellungen, trifft ihn die Beweislast,
daß der bei Aufhebung der
Zwangsverwaltung bestehende
Verwahrlosungsschaden an der
Mietwohnung nicht auf seinem
Unterlassen beruht.
§ 152 ZVG Befugnissse des 24. September MietPrax-AK § Hörndler, MietRB
Zwangsverwalter nach 2009 152 ZVG Nr. 2 = 2009, 350; Drasdo,
IX ZR 149/08 WuM 2009, 680 NJW-Spezial 2010,
Aufhebung der Bestellung = ZMR 2010, 2
Die einem Zwangsverwalter im Beschluss 106 = ZInsO
über die Aufhebung der 2009, 2111 =
Zwangsverwaltung vorbehaltene NZM 2009, 875
Befugnis, rückständige Mieten = BGHReport
einzuziehen, ermächtigt diesen nicht, 2009, 1279 =
einen Rechtsstreit gegen Dritte zu MDR 2009,
beginnen, welche die Mieten unberechtigt 1413 = NZI
vereinnahmt haben sollen. 2009, 862 =
NJW-RR 2010,
17
§ 152 ZVG Kautionsauskehr wenn Mieter 9. Juni 2010 MietPrax-AK § Walke, jurisPR-
Wohnung ersteigert VIII ZR 189/09 152 ZVG Nr. 3 = MietR 18/2010
Der Zwangsverwalter einer Mietwohnung WuM 2010, 518 Anm. 4; Hörndler,
ist dem Mieter gegenüber zur Herausgabe = GE 2010, 1262 MietRB 2010, 264;
einer Mietkaution, die der Vermieter vom = NZM 2010, Drasdo, NJW-
Mieter erhalten, aber nicht an den 698 = NJW-RR Spezial 2010, 577;
Zwangsverwalter ausgefolgt hat, nicht 2010, 1237 = Fischer, jurisPR-
verpflichtet, wenn das Mietverhältnis ZfIR 2010, 652 MietR 1/2011
dadurch beendet wird, dass der Mieter das Anm. 1;
Eigentum an der Wohnung durch Blauth/Mayer,
Zuschlag in der Zwangsversteigerung ZfIR 2010, 654
selbst erwirbt.
§ 152 ZVG Prozessführungsbefugnis des 11. August 2010 MietPrax-AK § Drasdo, NJW-
Zwangsverwalters XII ZR 181/08 152 ZVG Nr. 4 = Spezial 2010, 675;
Wird ein Zwangsverwaltungsverfahren NJW 2010, 3033 Wedekind, ZfIR
nicht wegen Antragsrücknahme (§§ 161 = MDR 2010, 2010, 734
Abs. 4, 29 ZVG) oder der vollständigen 1149 = NZM
Befriedigung des Gläubigers (§ 161 Abs. 2010, 676 =
2 ZVG) aufgehoben, sondern weil das ZFiR 2010, 731
Grundstück in der Zwangsversteigerung = NZI 2010, 782
zugeschlagen wurde, ist der = GuT 2010, 364
Zwangsverwalter auch ohne
entsprechende Ermächtigung im
Aufhebungsbeschluss befugt, wegen
Nutzungen aus der Zeit vor der
Zuschlagserteilung Klage zu erheben,
sofern der die Zwangsverwaltung
betreibende Gläubiger im Zeitpunkt des
Wirksamwerdens des
Zuschlagsbeschlusses noch nicht
vollständig befriedigt ist.
§ 152 ZVG Mietvertrag mit Ehefrau des 16. Mai 2013 MietPrax-AK §
Schuldners IX ZR 224/12 152 ZVG Nr. 5 =
NZM 2014, 194
= ZMR 2013,

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1. Nutzt die Ehefrau des Schuldners als 929 = NJW-RR
Mieterin eine Wohnung in einem 2013, 1097 =
zwangsverwalteten Anwesen, in welcher FamRZ 2013,
auch der Schuldner zur Zeit der 1651 = MDR
Beschlagnahme seinen Hausstand 2013, 1123 =
unterhält, richtet sich die Rechtsstellung WuM 2013, 627
des Schuldners und seiner Ehefrau = ZfIR 2013, 740
gegenüber dem Zwangsverwalter nach = ZInsO 2013,
dem wirksamen Mietvertrag; auf die 1593
Entbehrlichkeit von Räumen der
gemieteten Wohnung kommt es nicht an.
2. Nutzt die Ehefrau des Schuldners eine
Wohnung in dem zwangsverwalteten
Anwesen aufgrund eines vor der
Beschlagnahme abgeschlossenen
Mietvertrages, nach welchem sie nur
Nebenkosten zu erstatten hat, ist der
Vertrag auch dem Zwangsverwalter
gegenüber wirksam, obwohl keine Miete
geschuldet wird. Ein solcher Vertrag kann
jedoch von einem Titelgläubiger des
Schuldners nach Maßgabe des
Anfechtungsge-setzes angefochten
werden. Der Zwangsverwalter ist dazu
kraft Gesetzes nicht befugt.
3 a) Nur solange der Schuldner in dem
zwangsverwalteten Anwesen seinen zur
Zeit der Beschlagnahme dort
unterhaltenen Hausstand fortführt, hat der
Zwangsverwalter auch dessen
mitwohnenden Familienangehörigen die
für den Hausstand unent-behrlichen
Räume unentgeltlich zu belassen. Der
Begriff des Hausstandes ist in der
Zwangsverwaltung nach allgemeinem
Recht auszulegen.
b) Wohnt der Schuldner zur Zeit der
Beschlagnahme auf dem Grundstück und
umfasst die Wohnung Räume, die für
seinen Hausstand entbehrlich sind, aber
mangels baulicher Trennung nicht
selbständig vermietet werden können,
kann der Zwangsverwalter verlangen,
dass der Schuldner in eine andere
Wohnung umzieht, die ihm vom
Zwangsverwalter mietfrei überlassen
wird, wenn dem Schuldner und seinen
mitwohnenden Angehörigen ein Umzug
zuzumuten ist. Der Schuldner kann den
zumutbaren Umzug abwenden, wenn er
für die Nutzung der entbehrlichen Räume
seiner Wohnung dem Zwangsverwalter
einen angemessenen Wertersatz zahlt.
§ 152 ZVG Zwangsvollstreckung während 10. Oktober 2013 MietPrax-AK §
der Insolvenz IX ZB 197/11 152 ZVG Nr. 6 =
a) Wird ein Zwangsverwaltungsverfahren NZM 2014, 28 =
uneingeschränkt aufgehoben, erlöschen NJW 2013, 3520
die Rechte von Grundpfandgläubigern an = MDR 2013,
dem Erlösüberschuss, der sich noch in der 1488
Hand des vormaligen Zwangsverwalters
befindet.

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b) Wird im Verlauf eines
Insolvenzverfahrens über das Vermögen
des Schuldners ein
Zwangsverwaltungsverfahren
uneingeschränkt aufgehoben, so ist die
Pfändung des Anspruchs der
Insolvenzmasse gegen den vormaligen
Zwangsverwalter auf Auskehrung des
Erlösüberschusses auch für
Grundpfandgläubiger unzulässig.
§ 152 ZVG Anspruch des Zwangsverwalters 23. September MietPrax-AK § Schmidberger,
auf Auskehrung der Maution 2015 152 ZVG Nr. 7 = MietRB 2015, 360;
VIII ZR 300/14 NZM 2015, 859 Drasdo, NJW-
gegen WEG-Verwalter = MDR 2015, Spezial 2016, 66
Hat der Mieter einer Eigentumswohnung 1356 = GE 2015,
die Mietkaution nicht an den Vermieter, 1457 = WuM
sondern an den Verwalter des 2015, 747 =
Wohnungseigentums entrichtet, ist der NJW-RR 2015,
Zwangsverwalter der Wohnung, dem 1493 = ZInsO
nach § 152 Abs. 1 ZVG die Aufgabe 2015, 2394 =
obliegt, das Objekt in seinem ZMR 2016, 105
wirtschaftlichen Bestand zu erhalten und
ordnungsgemäß zu verwalten, berechtigt,
die Überlassung der Mietkaution direkt
von dem Verwalter des
Wohnungseigentums zu fordern
(Fortführung und Fortentwicklung von
BGH, Urteile vom 16. Juli 2003 - VIII
ZR 11/03, NJW 2003, 3342;
vom 9. März 2005 - VIII ZR 330/03,
NZM 2005, 596).
§ 57a ZVG Sonderkündigungsrecht nach 30. Oktober 2013 MietPrax-AK § Drasdo, NJW-
Zwangsversteigerung XII ZR 113/12 57a ZVG Nr. 1 = Spezial 2014, 3;
a) Dem Ersteher einer NZM 2014, 130 Becker, MietRB
Wohnungseigentumseinheit steht das = ZWE 2014, 20 2014, 43; Blank,
Sonderkündigungsrecht des § 57a ZVG = WuM 2013, WuM 2014, 155
gegenüber dem Mieter auch dann zu, 752 = ZMR
wenn das versteigerte 2014, 274 = GE
Wohnungseigentum Teil eines aus 2013, 1648 =
mehreren Wohnungseinheiten GuT 2013, 228 =
bestehenden und insgesamt für einen NJW 2014, 536
einheitlichen Zweck (hier: betreutes = MDR 2013,
Wohnen) vermieteten Objekts ist. 207 = ZfIR 2014,
b) Der Ersteher kann von einem Mieter, 193
der die Eigentumswohnung im Rahmen
einer gewerblichen Weitervermietung an
einen Endmieter zu Wohnzwecken
vermietet hat, trotz Wirksamkeit der auf §
57a ZVG beruhenden Kündigung nicht
Räumung und Herausgabe verlangen,
weil der Endmieter wegen § 565 BGB
unbeschadet dieser Kündigung zu Besitz
und Nutzung berechtigt bleibt.
§ 57a ZVG Wirksamkeit vertraglicher 15. September MietPrax-AK § Börstinghaus,
Kündigungsbeschränkungen 2021 57a ZVG Nr. 1 = jurisPR-
Der Ausübung des VIII ZR 76/20 WuM 2021, 686 BGHZivilR
Sonderkündigungsrechts des Erstehers = GE 2021, 1426 22/2021 Anm. 2;
nach § 57a ZVG stehen, wenn die = NZM 2021, Beyer, jurisPR-
Zuschlagserteilung zu den gesetzlichen 843 = DWW MietR 23/2021
Versteigerungsbedingungen erfolgt, 2021, 376 = Anm. 3; Drasdo,
Kündigungsbeschränkungen - hier: ZMR 2021, 964 NJW-Spezial 2021,

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Ausschluss der Eigenbedarfskündigung -, = NJW 2022, 705; Lehmann-
die zwischen dem Mieter und dem 473 = MDR Richter, MietRB
vormaligen Eigentümer (Vermieter) 2022, 230 2021, 349;
vereinbart worden sind, nicht entgegen. Schneider, NJW
2022, 438
§ 57c ZVG Kündigung nach 11. März 2009 MietPrax-AK § Hörndler, MietRB
Zwangsversteigerung VIII ZR 83/08 57c ZVG Nr. 1 = 2009, 197
Ist ein Versteigerungstermin vor dem NZM 2009, 395
Außerkrafttreten der bis zu 31. Januar = WuM 2009,
2007 (einschließlich) gültigen Vorschrift 367 ZMR 2009,
des § 57c ZVG zu den am 670
Versteigerungstermin geltenden
gesetzlichen Versteigerungsbedingungen
durchgeführt worden und hat der auf
dieser Grundlage nach dem 31. Januar
2007 erteilte Zuschlagsbeschluss
Rechtskraft erlangt, so unterliegt das
außerordentliche Kündigungsrecht des
Vermieters (§ 57a ZVG) gegenüber
einem Mieter, der Rechte im Sinne des §
57c ZVG gemäß § 57d ZVG in der
Zwangsversteigerung angemeldet hatte,
den Beschränkungen des § 57c ZVG.
§ 24 Ausgleichsansprüche wegen 1. Oktober 2008 MietPrax-AK § Landel/Mohr,
BBodSchG Bodenverunreinigung eines XII ZR 52/07 24 BBodSchG ZMR 2009, 588
Nr. 1 = NZM
Tankstellengrundstücks 2008, 933 =
a) Der Ausgleichsanspruch nach § 24 NJW 2009, 139
Abs. 2 BBodSchG setzt grundsätzlich = MDR 2009, 16
keine behördliche Inanspruchnahme des
Anspruchstellers voraus.
b) Der Anspruch aus § 24 Abs. 2
BBodSchG unterliegt nicht der kurzen
Verjährung nach § 548 BGB.
§ 24 Verjährungsbeginn für 18. Oktober 2012 MietPrax-AK § Drasdo, NJW-
BBodSchG Ausgleichsansprüche wegen III ZR 312/11 24 BBodSchG Spezial 2013, 1
Nr. 2
Bodenverunreinigung
Der Beginn der Verjährung des
bodenschutzrechlichen
Ausgleichsanspruchs nach § 24 Abs. 2
Satz 4, 2. Alt. BBodSchG setzt die
Beendigung der gesamten im Einzelfall
erforderlichen beziehungsweise
angeordneten Maßnahmen voraus.
§1 Räumungsanspruch nach 26. Februar 2014 MietPrax-AK § 1
GewSchG Gewaltschutzgesetz XII ZB 373/11 GewSchG Nr. 1
a) § 1 GewSchG stellt eine = NJW 2014,
verfahrensrechtliche Vorschrift dar und 1381 = MDR
regelt daher keinen eigenständigen 2014, 539 =
materiell-rechtlichen Anspruch, sondern FamRZ 2014,
setzt ihn voraus. 825
b) Die materiell-rechtliche Grundlage
eines nach § 1 GewSchG durchsetzbaren
Anspruchs ergibt sich aus der
entsprechenden Anwendung von § 1004
BGB auf die in § 1 GewSchG genannten
wie das Eigentum absolut geschützten
Rechtsgüter des Körpers, der Gesundheit
und der Freiheit.

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c) Die Verpflichtung eines Gewalttäters
zur Aufgabe einer von ihm und dem
Opfer nicht gemeinsam genutzten
Wohnung kann Gegenstand eines
Anspruchs des Opfers entsprechend §
1004 BGB und Inhalt einer Anordnung
nach § 1 GewSchG sein, wenn sich eine
solche Anordnung als rechtlich nicht zu
beanstandendes Ergebnis der
einzelfallbezogenen Abwägung der
kollidierenden Grundrechte von
Gewaltopfer und -täter als
verhältnismäßig darstellt.
Art 14 GG Enteignungsgleicher Eingriff bei 14. März 2013 MietPrax-AK Drasdo, NJW-
Schäden durch III ZR 253/12 Art 14 GG Nr. 1 Spezial 2013, 322;
= GE 2013, 614 Dötsch, MietRB
Wohnungsdurchsuchung = WuM 2013, 2013, 182; Torsten
a) Dem Vermieter einer Wohnung steht 285 = NJW Kurk, jurisPR-
für Schäden, die im Zuge einer 2013, 1736 = StrafR 11/2013
rechtmäßigen Durchsuchung der MDR 2013, 581 Anm. 3
Wohnung im Rahmen eines = NZM 2013,
strafrechtlichen Ermittlungsverfahrens 421 = ZMR
gegen den Mieter verursacht worden sind, 2013, 616
grundsätzlich ein Anspruch aus
enteignendem Eingriff zu.
b) Ein dem Anspruch aus enteignendem
Eingriff zugrunde liegendes
gleichheitswidriges Sonderopfer kann
allerdings dann zu verneinen sein, wenn
der Vermieter weiß beziehungsweise
davon erfährt oder es sich ihm aufdrängen
muss, dass die Wohnung für die
Begehung von Straftaten, die Lagerung
von Diebesgut oder von Drogen benutzt
wird oder werden soll, und er gleichwohl
den Mietvertrag abschließt oder von
einem Kündigungsrecht keinen Gebrauch
macht.
Art. 103 Verstoß gegen rechtliches Gehör 12. Oktober 2021 MietPrax-AK
GG bei Kündigung wegen VIII ZR 91/20 Art. 103 GG Nr.
1 = WuM 2021,
unerlaubter Untervermietung 753 = GE 2021,
1. Das Gebot rechtlichen Gehörs 1562 = NZM
verpflichtet das entscheidende Gericht, 2022, 55 = NJW-
die Ausführungen der Prozessbeteiligten RR 2022, 86
zur Kenntnis zu nehmen und in Erwägung
zu ziehen.
2. Dabei ist es allerdings nicht gehalten,
sich mit jedem Vorbringen in den
Entscheidungsgründen ausdrücklich zu
befassen .
3. Ferner gebietet Art. 103 Abs. 1 GG in
Verbindung mit den Grundsätzen der
Zivilprozessordnung die
Berücksichtigung erheblicher
Beweisanträge. Die
Nichtberücksichtigung eines solchen
erheblichen Beweisangebots verstößt
gegen Art. 103 Abs. 1 GG, wenn sie im
Prozessrecht keine Stütze mehr findet.
4. Ein Grund zur (fristlosen) Kündigung
kann auch dann vorliegen, wenn sich eine

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Partei - wie hier dem Beklagten zum
Vorwurf gemacht - im Prozess
unredlicher oder unverhältnismäßiger
Mittel bedient.(nicht amtlicher
Leitsatz)
Art. 25 GG Zur völkerrechtlichen 1. Oktober 2009 MietPrax-AK Weller, LMK
Vollstreckungsimmunität VII ZB 37/08 Art. 25 GG Nr. 1 6/2010 Anm. 13
a) Die einem ausländischen Staat = GuT 2009, 400
zustehenden Forderungen aus der = NZM 2010, 55
Vermietung eines im Inland gelegenen = NJW 2010,
Objekts, die ausschließlich für den Erhalt 769
einer kulturellen Einrichtung dieses
Staates verwendet werden, können
hoheitlichen Zwecken dienen und
unterliegen dann der
Vollstreckungsimmunität.
b) Die von der Rechtsprechung zum
Schutz diplomatisch und konsularisch
genutzter Gegenstände gestellten
Anforderungen an den Nachweis des
Verwendungszwecks gelten in gleicher
Weise für sonstige hoheitlich genutzte
Gegenstände und Vermögenswerte einer
an der Staatenimmunität teilhabenden
kulturellen Einrichtung (im Anschluss an
BGH, Beschluss vom 4. Oktober 2005 -
VII ZB 8/05, NJW-RR 2006, 425).
§ 29 GKG Kostenhaftung des GbR - 20. Januar 2017 MietPrax-AK §
Gesellschafters XII ZR 83/11 29 GKG Nr. 1
1. Für die Kostenhaftung reicht auch die
gesetzliche Mithaftung, z.B. die
gesamtschuldnerische Haftung des
Gesellschafters einer Gesellschaft
bürgerlichen Rechts für die
Kostenverbindlichkeiten der Gesellschaft,
aus.
2. Die Gesellschaft bürgerlichen Rechts
ist dabei auch im Falle ihrer Auflösung so
lange als parteifähig anzusehen, wie
Rechte gegen sie geltend gemacht werden
und sie noch nicht vollständig liquidiert
ist.(nicht amtlicher Leitsatz)
§ 41 GKG Gebührenstreitwert in der 21. September MietPrax-AK § Kinne, GE 2006,
Geschäftsraummiete 2005 41 GKG Nr. 1 = 286; Schneider,
a) Zur Wertberechnung nach § 41 GKG XII ZR 256/03 NZM 2005, 944 MietRB 2006, 186
bei gestaffeltem Mietentgelt in der = ZMR 2006, 28
streitigen Zeit. = GuT 2006, 35
b) Der auf Feststellung der = NJW-RR
Unwirksamkeit einer 2006, 16 = GE
Mietpreisvereinbarung gerichtete Antrag 2006, 320 =
fällt in den Anwendungsbereich des § 41 MDR 2006, 384
Abs. 1 GKG, wenn sich aus der = BGHReport
Begründung ergibt, dass die behauptete 2006, 75
Unwirksamkeit der Entgeltvereinbarung
voraussichtlich die Nichtigkeit des
gesamten Rechtsgeschäfts
zur Folge haben würde (hier: wucherische
Überhöhung einer Geschäftsraummiete).

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§ 41 GKG Gebührenstreitwert bei 2. November MietPrax-AK §
Anspruch auf Kündigung eines 2005 41 GKG Nr. 2 =
XII ZR 137/05 NZM 2006, 138
Mitmieters = ZMR 2006,
a) Zum Streitwert einer vom Mieter 190 = GuT 2006,
erhobenen Klage, mit der ein Vermieter 81
zur Kündigung des Mietverhältnisses mit
einem störenden Mitmieter verpflichtet
werden soll.
b) Zur Identität des Streitgegenstandes bei
einer Klage auf Zahlung von Mietzins
und einer Widerklage auf Feststellung des
Nichtbestehens des Mietverhältnisses
(Anschluss an Senatsbeschluss vom 17.
März 2004 - XII ZR 162/00 - NZM 2004,
423).
§ 41 GKG Klage auf Bestehen eines 22. Februar 2006 MietPrax-AK § Schneider, MietRB
Mietverhältnisses XII ZR 134/03 41 GKG Nr. 3 = 2006, 186
a) Bei einem Streit über das Bestehen NZM 2006, 378
oder die Dauer eines Mietverhältnisses = GE 2006, 641
richtet sich der Gebührenstreitwert nach § = MDR 2006,
41 Abs. 1 GKG, nicht nach § 8 ZPO. Die 980
Wertberechnung nach § 8 ZPO ist nur für
den Zuständigkeits- und Rechtsmittelwert
(Beschwer) maßgeblich.
b) Zur Identität des Streitgegenstandes bei
einer Klage auf Zahlung von Mietzins
und Feststellung des Fortbestehens des
Mietverhältnisses im Umfang der
zeitlichen Kongruenz (im Anschluss an
Senatsbeschluss vom 17. März 2004 - XII
ZR 162/00 - NZM 2004, 423 ).
§ 41 GKG Kein Abzug bei 5. Juli 2007 MietPrax-AK §
Feststellungsklage IX ZR 185/06 41 GKG Nr. 4
Wird die Feststellung des Fortbestehens
eines Mietverhältnisses begehrt, kommt
ein Abschlag nicht in Betracht.(nicht
amtlicher Leitsatz)
§ 41 GKG Gebührenstreitwert für 30. Oktober 2007 MietPrax-AK § Gies, WuM 2008,
Räumungsklage bei Staffelmiete VIII ZR 163/07 41 GKG Nr. 5 = 79
1. Bei einer Staffelmiete ist das höchste NZM 2007, 935
Entgelt für die Berechnung maßgeblich. = WuM 2008, 50
2. Sind die Betriebskosten als Pauschale
zu zahlen, sind sie bei der
Streitwertberechnung mit zu
berücksichtigen.(nicht amtlicher
Leitsatz)
§ 41 GKG Gebührenstreitwert für negative 17. Dezember MietPrax-AK §
Feststellungsklage und 2014 41 GKG Nr. 6 =
VIII ZR 89/13 GE 2015, 249
Zahlungswiderklage
a) Der Gebührenstreitwert einer negativen
Feststellungsklage gegenüber einer
Modernisierungsmieterhöhung bemisst
sich nach dem Jahreserhöhungsbetrag.
b) Erhebt der Vermieter in diesem
Verfahren widerklagend Zahlungsklage
erhöht dies den Streitwert nur dann, wenn
Rückstände von mehr als einem Jahr

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eingeklagt werden.(nicht
amtlicher
Leitsatz)
§ 41 GKG Gebührenstreitwert bei Klage 16. August 2017 MietPrax-AK §
auf Bestehen eines Mietvertrages XII ZR 81/16 41 GKG Nr. 7
Der Gebührenstreitwert für den Antrag
auf Feststellung, dass der zwischen den
Parteien geschlossene Mietvertrag
wirksam (weil nicht durch Kündigung
beendet) sei, richtet sich nach § 41 Abs. 1
GKG und beläuft sich auf das einjährige
Entgelt. § 8 ZPO ist nicht maßgeblich.
Denn diese Vorschrift ist nur für den
Zuständigkeitswert und den Wert der
Beschwer einschlägig.
§ 41 GKG Keine Berücksichtigung von 5. Oktober 2021 MietPrax-AK §
Betriebskostenvorauszahlungen VIII ZB 80/20 41 GKG Nr. 8 =
Das zur Streitwertbemessung GE 2021, 1566 =
anzusetzende einjährige Entgelt umfasst WuM 2022, 57
neben der Nettomiete Betriebskosten nur
dann, wenn diese als Pauschale vereinbart
sind und nicht gesondert abgerechnet
werden.(nicht amtlicher Leitsatz)
§ 41 GKG Räumungsklage aufgrund 14. Dezember MietPrax-AK § Schneider, MietRB
mehrerer Kündigungen 2021 41 GKG Nr. 9 = 2022, 77
Der Streitwert für ein Räumungsklage VIII ZR 91/20 WuM 2022, 180
bemisst sich auch dann nach der
Jahresmiete, wenn die Klage auf mehrere
Kündigungen gestützt wird.(nicht
amtlicher Leitsatz)
§ 47 GKG Gebührenstreitwert für 28. Oktober 2020 MietPrax-AK §
Nichtzulassungsbeschwerde bei VIII ZR 383/18 47 GKG Nr. 1 =
WuM 2020, 801
Mängelbeseitigungsklage
1. Der Streitwert für die Gerichtgebühren
richtet sich auch in den Fällen, in denen
zunächst unbeschränkt
Nichtzulassungsbeschwerde eingelegt
und diese nachträglich beschränkt wird
gemäß § 47 Abs.1 Satz 1, Abs. 3 Alt. 2
GKG danach, inwieweit der
Rechtsmittelführer eine Abänderung der
angegriffenen Entscheidung begehrt.
2. Demgegenüber bestimmt sich der
Gebührenanspruch des Rechtsanwalts
nach dem Gegenstand seiner Tätigkeit,
mithin nach dem Wert der die Grundlage
für den Auftrag zur Einlegung der
Nichtzulassungsbeschwerde bildete.
Dieser Wert entspricht der gesamten sich
aus dem Berufungsurteil ergebenden
Beschwer, wenn der Rechtsanwalt mit der
Überprüfung des Berufungsurteils in
Gänze beauftragt worden war und somit
ein unbeschränkt erteilter
Rechtsmittelauftrag vorlag.
3. Der Wert der Beschwer eines zur
Mängelbeseitigung verurteilten
Vermieters berechnet sich nicht nach den
Kosten der Mängelbeseitigung, sondern
gemäß §§ 2, 3 und 9 ZPO nach dem

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dreieinhalbfachen Jahresbetrag der
aufgrund des Mangels gegebenen
Mietminderung.(nicht amtlicher
Leitsatz)
§ 48 GKG Gebührenstreitwert einer Klage 14. Juni 2016 MietPrax-AK § Schach, jurisPR-
auf Feststellung der Minderung VIII ZR 43/15 48 GKG Nr. 1 = MietR 17/2016
Bei einer Klage des Mieters auf WuM 2016, 514 Anm. 5; Schach,
Feststellung einer Minderung der Miete = GE 2016, 1025 GE 2016, 1003;
ist der Streitwert nicht gemäß § 41 Abs. 5 = MDR 2016, Schneider, NJW-
Satz 1 GKG analog mit dem einfachen 1037 = NZM Spezial 2016, 637;
Jahresbetrag, sondern gemäß § 48 Abs. 1 2016, 890 Kurek, MietRB
Satz 1 GKG, §§ 3, 9 ZPO mit dem 2016, 320
dreieinhalbfachen Jahresbetrag der
geltend gemachten Mietminderung zu
bemessen (Fortführung von BGH,
Beschlüsse vom 21. September 2005 -
XII ZR 256/03, NJW-RR 2006, 16 unter
II 3; vom 20. April 2005 - XII ZR 248/04,
NJW-RR 2005, 938 unter II 1a).
§ 68 GKG Beschwer bei 20. Dezember MietPrax-AK §
Streitwertbeschwerde 2011 68 GKG Nr. 1 =
Der Partei fehlt das VIII ZB 59/11 WuM 2012, 114
Rechtsschutzbedürfnis mangels
Beschwer, um mittels eines Rechtsmittels
eine Heraufsetzung des
Gebührenstreitwerts zu erreichen.(nicht
amtlicher Leitsatz)
§ 20 GWB Marktbeherrschende Stellung 8. April 2003 MietPrax-AK § Emmerich, LMK
eines Vermieters; KZR 39/99 20 GWB Nr. 1 = 2003, 169;
NJW 2003, 2684 Joachim, NZM
Konkurrenzschutz für = NZM 2003, 2004, 57
Schilderpräger 597 = GuT 2003,
Ein marktbeherrschender Vermieter darf, 193 = ZMR
ohne gegen das Verbot unbilliger 2003, 651
Behinderung nach § 20 Abs. 1 GWB zu
verstoßen, in begrenzter Zahl zur
Verfügung stehende Gewerbeflächen nur
in einer Weise vermieten, die den
Marktzutritt für aktuelle und potentielle
Wettbewerber des Mieters nicht für einen
längeren Zeitraum als fünf Jahre
blockiert. Das setzt regelmäßig eine
Feststellung des Bedarfs durch
Ausschreibung bei der erstmaligen
Vermietung sowie die Wiederholung
dieses Vorgehens in entsprechenden
zeitlichen Abständen voraus.
§ 20 GWB Vermietung ohne Ausschreibung 7. November MietPrax-AK §
an Behindertenwerkstatt 2006 20 GWB Nr. 2 =
a) § 141 Satz 1 SGB IX rechtfertigt es KZR 2/06 NZM 2007, 486
nicht, auf eine ansonsten gebotene = NJW 2007,
Ausschreibung nur deshalb zu verzichten, 2184 = GuT
weil der Vertrag mit einer anerkannten 2007, 167
Werkstätte für behinderte Menschen
abgeschlossen werden soll.
b) Der Normadressat des
Diskriminierungs- und
Behinderungsverbots, der zur Auswahl
eines Vertragspartners eine
Ausschreibung durchführen muss, ist

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nicht daran gehindert, soziale Belange zu
berücksichtigen. Diese müssen jedoch
den sich an der Ausschreibung
beteiligenden Unternehmen rechtzeitig
zur Kenntnis gegeben werden, damit sie
die Möglichkeit haben, die Bedingungen
für eine bevorzugte Berücksichtigung zu
erfüllen.
§ 20 GWB Vermietung ohne Ausschreibung 13. November MietPrax-AK §
an Behindertenwerkstatt 2007 20 GWB Nr. 3 =
Es widerspricht der Zielsetzung des KZR 22/06 NZM 2008, 208
Gesetzes, wenn die Berücksichtigung von = GuT 2008, 61
Gemeinwohlbelangen dazu führen würde, = NJW-RR
dass der Wettbewerb um die zu 2008, 634
vermietenden Gewerbeflächen
vollständig und der Wettbewerb auf dem
nachgelagerten Schilderprägermarkt
weitgehend ausgeschlossen wäre.
Deshalb darf die öffentliche Hand
Räumlichkeiten nicht ohne
Ausschreibung einer Werkstatt für
behinderte Menschen zum Betrieb eines
Schilderprägebetriebes vermieten(nicht
amtlicher Leitsatz)
§ 35 InsO Rechtsfolgen der Freigabe des 9. Februar 2012 MietPrax-AK § Walke, jurisPR-
Schuldnervermögens auf IX ZR 75/11 35 InsO Nr. 1 = MietR 9/2012
NZM 2012, 308 Anm. 5
Ansprüche aus einem
Mietverhältnis
Gibt der Insolvenzverwalter das
Vermögen des Schuldners aus einer
selbständigen Tätigkeit frei, können auf
die selbständige Tätigkeit bezogene
vertragliche Ansprüche von Gläubigern,
die nach dem Zugang der Erklärung beim
Schuldner entstehen, nur gegen den
Schuldner und nicht gegen die Masse
verfolgt werden.
Versäumt der Insolvenzverwalter nach
Verfahrenseröffnung die Kündigung eines
von dem Schuldner begründeten
Dauerschuldverhältnisses, trifft ihn eine
Schadensersatzpflicht nur für solche
Verbindlichkeiten, die nach dem
Zeitpunkt entstehen, zu dem bei einer
frühestmöglichen Kündigungserklärung
der Vertrag geendet hätte.
§ 35 InsO Gerichtliche Zuständigkeit 7. April 2016 MietPrax-AK § Flatow, NZM
Kautionsrückzahlungsklage IX ZB 89/15 35 InsO Nr. 2 = 2016, 520
Der Streit zwischen Schuldner und NZM 2016, 519
Verwalter über die Zugehörigkeit einer = NJW-RR
Forderung zur Masse ist vor dem 2016, 907 = NZI
Prozessgericht und nicht vor dem 2016, 607 = ZIP
Insolvenzgericht auszutragen. 2016, 988 =
ZinsO 2016, 985
§ 36 InsO Widerspruch des 20. Juli 2010 MietPrax-AK § Flitsch, BB 2010,
Insolvenzverwalters gegen IX ZR 37/09 36 InsO Nr. 1 = 2075; Cymutta,
MDR 2010, WuM 2010, 667;
Lastschriftbuchung 1202 = NZI dies., DWW 2010,
1. Ist eine im 2010, 731 = 368; Langen/Lang,
Einziehungsermächtigungsverfahren ZInsO 2010, NJW 2010, 3484

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erfolgte Lastschrift unter Verwendung 1534 = NJW
des unpfändbaren Schuldnervermögens 2010, 3517 =
eingelöst worden, fehlt dem (vorläufigen) NZM 2010, 826
Verwalter/Treuhänder in der Insolvenz
des Schuldners - unabhängig davon, ob
jenem die Verwaltungs- und
Verfügungsbefugnis übertragen worden
ist - die Rechtsmacht, die Genehmigung
zu versagen.
2. Der (vorläufige) Verwalter/Treuhänder
darf im Einzugsermächtigungsverfahren
erfolgten, vom Schuldner noch nicht
genehmigten Lastschriften nicht pauschal
die Genehmigung versagen, sondern muss
im Einzelfall prüfen, wie weit seine
Rechtsmacht reicht.
§ 36 InsO Kautionsguthaben in der 21. Februar 2019 MietPrax-AK § Fuhst, jurisPR-
Verbraucherinsolvenz IX ZB 7/17 36 InsO Nr. 2 = InsR 9/2019 Anm.
1. Der Kautionsrückzahlungsanspruch des NZM 2019, 367 1; Flatow, NZM
Mieters gehört nicht zu den sonstigen, = WuM 2019, 2019, 369;
von ihm selbst erwirtschafteten 267 = GE 2019, Cymutta, NZI
Einkünften. 595 = MDR 2019, 459
2. Allein der Umstand, dass der Mieter 2019, 635 = NZI
ein Mietkautionsguthaben zur 2019, 457 =
Rückzahlung eines Darlehens benötigt, NJW-RR 2019,
das ihm zur Finanzierung der 586 = ZMR
Mietsicherheit für ein neues 2019, 578
Mietverhältnis gewährt worden ist,
begründet keine sittenwidrige Härte des
Insolvenzbeschlags.
§ 15a InsO Schadensersatzpflicht bei 22. Oktober 2013 MietPrax-AK § Drasdo, NJW-
Insolvenzverschleppung II ZR 394/12 15a InsO Nr. 1 = Spezial 2014, 65;
Ein Vermieter, der dem Mieter vor GE 2014, 53 = Kurek, MietRB
Insolvenzreife Räume überlassen hat, ist NZM 2014, 76 = 2014, 76; Fuhst,
regelmäßig Altgläubiger und erleidet GuT 2013, 277 = jurisPR-InsR
keinen Neugläubigerschaden infolge der NJW 2014, 698 2/2014 Anm. 1
Insolvenzverschleppung, weil er sich bei = MDR 2014,
Insolvenzreife nicht von dem Mietvertrag 182 = ZInsO
hätte lösen können. 2013, 2556 =
ZIP 2014, 23
§ 38 InsO Betriebskostennachforderung 13. April 2011 MietPrax-AK § Flatow, jurisPR-
als einfache Insolvenzforderung VIII ZR 295/10 38 InsO Nr. 1 = MietR 12/2011
Der Anspruch auf Zahlung der WuM 2011, 282 Anm. 4; Drasdo,
Nebenkostennachforderung für einen vor = GE 2011, 684 NJW-Spezial 2011,
der Insolvenzeröffnung liegenden = NZM 2011, 436; Siegmund,
Zeitraum stellt eine Insolvenzforderung 404 = ZMR MietRB 2011, 202
dar, auch wenn die 2012, 11
Nebenkostenabrechnung im Zeitpunkt der
Insolvenzeröffnung noch nicht erstellt
war. Dies gilt auch im Falle einer vom
Treuhänder vor der Erstellung der
Nebenkostenabrechnung abgegebenen
Erklärung nach § 109 Abs. 1 Satz 2 InsO.
Sie bewirkt nicht, dass eine
Nebenkostennachforderung für einen vor
der Insolvenzeröffnung abgeschlossenen
Abrechnungszeitraum ihren Charakter als
Insolvenzforderung verliert. Die
Forderung kann daher während des
laufenden Insolvenzverfahrens nicht
gegen den Mieter persönlich geltend

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gemacht, sondern muss – ggf. nach
entsprechender Schätzung – zur
Insolvenztabelle angemeldet
werden.(nicht amtlicher Leitsatz)
§ 38 InsO Zur Bedeutung einer 11. Oktober 2018 MietPrax-AK §
Mieteintrittsvereinbarung im IX ZR 217/17 38 InsO Nr. 2 =
MDR 2018,
Fall der Insolvenz 1465 = ZIP
Der einem Gläubiger zur Zeit der 2018, 2174 =
Insolvenzeröffnung zustehende Anspruch ZInsO 2018,
auf Abschluss eines Vertrages mit dem 2515 = NZI
Schuldner stellt eine Insolvenzforderung 2018, 886
dar. Diese kann nur mit dem geschätzten
Wert des Anspruchs zur Tabelle
angemeldet werden.
§ 49 InsO Absonderungsrecht des 26. Oktober 2006 MietPrax-AK §
Grundpfandgläubigers an IX ZB 155/05 49 InsO Nr. 1 =
GuT 2007, 138
Mietforderung
Nach Eröffnung des (Nachlass-)
Insolvenzverfahrens über das Vermögen
des Schuldners ist die Pfändung
mithaftender Mieten oder Pachten durch
absonderungsberechtigte
Grundpfandgläubiger nicht mehr
zulässig.(nicht amtlicher Leitsatz)
§ 49 InsO Absonderungsrecht des 13. November MietPrax-AK §
Grundpfandgläubigers an 2008 49 InsO Nr. 2 =
IX ZB 201/06 GE 2009, 260
Mietforderung
Nach Eröffnung des Insolvenzverfahrens
über das Vermögen des Schuldners ist die
Pfändung mithaftender Mieten oder
Pachten durch absonderungsberechtigte
Grundpfandgläubiger nicht mehr
zulässig.(nicht amtlicher Leitsatz)
§ 50 InsO Vermieterpfandrecht in der 4. Dezember MietPrax-AK § Amend, LMK
Insolvenz des Mieters 2003 50 InsO Nr. 1 = 2004, 94;
1. Verlangt der Vermieter des insolventen IX ZR 222/02 NJW-RR 2004, Uhlenbruck, NZI
Mieters Auskunft über die seinem 772 = WuM 2004, 212; Intveen,
Vermieterpfandrecht unterliegenden 2004, 222 = MietRB 2004, 168;
Sachen, kann der Insolvenzverwalter dazu NZM 2004, 224
auch dann verpflichtet sein, wenn die = ZMR 2004,
Sachen unter der Verantwortung seines 331 = MDR
Amtsvorgängers von dem vermieteten 2004, 594 =
Grundstück entfernt wurden. ZinsO 2004, 151
2. Soweit der Insolvenzverwalter die
Mietsache noch nach Anzeige des
Masseunzulänglichkeit nutzt, ist der
Vermieter mit seiner Mietzinsforderung
Neumassegläubiger.
§ 55 InsO Freigabe des Grundstücks nach 2. Februar 2006 MietPrax-AK § Eckert, NZM 2006,
Räumungsurteil IX ZR 46/05 55 InsO Nr. 1 = 610; Drasdo, NJW-
Wenn der Insolvenzverwalter zur NZM 2006, 352 Spezial 2006, 292
Räumung eines Grundstücks rechtskräftig = ZMR 2006,
verurteilt worden ist, kann er durch die 438 = GE 2006,
Freigabe des Grundstücks nicht mehr 710 = NZI 2006,
bewirken, dass diese 293
Masseverbindlichkeit erlischt.
§ 55 InsO Insolvenz des gewerblichen 24. Januar 2008 MietPrax-AK § Gundlach/Frenzel,
Zwischenmieters IX ZR 201/06 55 InsO Nr. 2 = NJW 2008, 1443;

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Ein vorläufiger Insolvenzverwalter mit GuT 2008, 152 = Drasdo, NJW-
Zustimmungsvorbehalt ist NJW 2008, 1442 Spezial 2008, 290;
insolvenzrechtlich nicht verpflichtet, der = GE 2008, 598 Drasdo, NZI 2008,
Weiterleitung von Mietzahlungen, die der = NZM 2008, 296
Schuldner als Zwischenvermieter erhält, 365 = ZMR
an den Hauptvermieter zuzustimmen. Die 2008, 442 =
Unterlassung der Mietzahlung kann ein ZInsO 2008, 321
fristloses Kündigungsrecht des = ZIP 2008, 608
Vermieters, jedoch keine Masseschuld = NZI 2008, 295
begründen (Abgrenzung zu BGH, Urt. v.
9. März 2005 - VIII ZR 394/03, ZIP
2005, 1085).
§ 55 InsO Kosten für Rückbau keine 17. April 2008 MietPrax-AK §
Masseschuld IX ZR 144/07 55 InsO Nr. 3 =
Wird ein Mietvertrag erst nach der GE 2008, 865
Insolvenzeröffnung durch Kündigung
beendet, sind die Kosten zur Herstellung
des ordnungsgemäßen Zustands einer
dem Schuldner überlassenen Mietsache
einfache Insolvenzforderung, wenn die
nachteiligen Veränderungen bereits vor
der Verfahrenseröffnung durch den
Schuldner verursacht wurden.(nicht
amtlicher Leitsatz)
§ 55 InsO Miete pro rata temporis 31. März 2021 MietPrax-AK §
Bei einem Mietvertrag über einen IX ZR 152/20 55 InsO Nr. 4 =
unbeweglichen Gegenstand ist in der NZM 2021, 394
Insolvenz des Mieters die Mietforderung = WuM 2021,
für den Monat, in dem das 386 = NJW-RR
Insolvenzverfahren eröffnet wird, in dem 2021, 625 = NZI
Umfang Masseverbindlichkeit, der dem 2021, 431 =
ab der Verfahrenseröffnung MDR 2021, 705
verbleibenden Teil des Monats entspricht.
§ 60 InsO Haftung des Insolvenzverwalters 25. Januar 2007 MietPrax-AK § Drasdo, NJW-
für Vermietung an IX ZR 216/05 60 InsO Nr. 1 = Spezial 2007, 244;
NZM 2007, 329 Gundlach/Frenzel,
unzuverlässigen Untermieter = ZIP 2007, 539 BGHReport 2007,
1. Vermietet der Insolvenzverwalter - = ZInsO 2007, 420; Monschau,
unter Verletzung der mietvertraglichen 264 = WM 2007, MietRB 2007, 115;
Pflicht, vor einer Untervermietung die 606 = ZMR Kummer, jurisPR-
Zustimmung des Vermieters einzuholen - 2007, 354 = GuT BGHZivilR
eine vom Schuldner angemietete 2007, 133 = 14/2007 Anm. 1
Immobilie an einen unzuverlässigen NJW 2007, 1596
Untermieter und gefährdet er dadurch den = MDR 2007,
Rückgabeanspruch des 798 =
aussonderungsberechtigten Vermieters, BGHReport
kann dies seine persönliche Haftung 2007, 419
begründen.
2. Verletzt der Insolvenzverwalter
schuldhaft insolvenzspezifische Pflichten,
haftet er auf den Ersatz des negativen
Interesses (Fortführung von BGH, 6. Mai
2004, IX ZR 48/03, BGHZ 159, 104).
§ 86 InsO Beschränkte Aufnahme eines 7. Juli 2010 MietPrax-AK §
unterbrochenen Verfahrens XII ZR 158/09 86 InsO Nr. 1 =
a) Gemäß § 86 Abs. 1 Nr. 1 InsO ist die GuT 2010, 244 =
Aufnahme des - unterbrochenen - ZMR 2010, 943
Verfahrens nur möglich, soweit die = ZInsO 2010,
Aussonderung eines Gegenstandes aus 1452 = NZI
2010, 901 = ZIP

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der Insolvenzmasse nach § 47 InsO 2010, 2410 =
betroffen ist. NZM 2011, 75
b) Der auf Räumung und Herausgabe
zielende Anspruch auf Rückgabe der
Mietsache nach § 546 Abs. 1 BGB
vermag nur insoweit ein
Aussonderungsrecht zu begründen, als er
sich seinem Inhalt nach mit dem
Herausgabeanspruch des § 985 BGB
deckt.
c) Der mietvertragliche
Rückgabeanspruch reicht weiter als der
Herausgabeanspruch des
Eigentümers(nicht amtlicher
Leitsatz)
§ 90 InsO Klage auf Mietzahlung als 28. Juni 2007 MietPrax-AK §
Masseverbindlichkeit während IX ZR 73/06 90 InsO Nr. 1 =
NZM 2007, 771
Wohlverhaltensphase = ZInsO 2007,
Der Inhaber einer so genannten 994 = GE 2007,
oktroyierten Masseverbindlichkeit hat 1314 = NZI
während der Wohlverhaltensphase ein 2007, 670 =
Rechtsschutzinteresse an einer MDR 2007,
Zahlungsklage gegen den Schuldner. 1396
§ 108 InsO Mietverhältnis über noch nicht 5. Juli 2007 MietPrax-AK § Gundlach, NJW
übergebene Räume in der IX ZR 185/06 108 InsO Nr. 1 = 2007, 3719;
NJW 2007, 3715 Schulte, MietRB
Vermieterinsolvenz = GuT 2007, 358 2008, 8; ders.,
In der Insolvenz des Vermieters besteht = NZM 2007, BGHReport 2007,
das Mietverhältnis nur dann mit Wirkung 883 = NZI 2007, 1201; Dahl, NZI
für die Insolvenzmasse fort, wenn die 713 2007, 716
Mietsache im Zeitpunkt der Eröffnung
des Insolvenzverfahrens dem Mieter
bereits überlassen worden ist.
§ 108 InsO Mietverhältnis in der 11. Dezember MietPrax-AK § Wichert, MietRB
Vermieterinsolvenz 2014 108 InsO Nr. 2 = 2015, 108
In der Insolvenz des Vermieters besteht IX ZR 87/14 WuM 2015, 109
das Mietverhältnis nicht mit Wirkung für = NZM 2015,
die Insolvenzmasse fort, wenn es in 202 = NJW
Vollzug gesetzt war, der Mieter aber den 2015, 627 =
Besitz an der Wohnung bei ZInsO 2015, 141
Insolvenzeröffnung wieder aufgegeben = NZI 2015, 123
hatte (Ergänzung zu BGHZ 173, 116). = GE 2015, 910
§ 109 InsO Kündigung von Mitgliedschaft 19. März 2009 MietPrax-AK § Eupen, GE 2009,
in Wohnungsgenossenschaft IX ZR 58/08 109 InsO Nr. 1 = 614; Drasdo, NJW-
Der Insolvenzverwalter kann die NJW 2009, 1820 Spezial 2009, 354;
Mitgliedschaft des Schuldners in einer = WuM 2009, Schulze, MietRB
Wohnungsgenossenschaft kündigen. Das 302 = GE 2009, 2009, 197;
insolvenzrechtliche Kündigungsverbot für 649 = ZMR Keßler/Herzberg,
gemieteten Wohnraum ist auf diesen Fall 2009, 511 = NZM 2009, 474;
nicht entsprechend anwendbar. NZM 2009, 479 Dahl, NZI 2009,
= ZMR 2009, 376; Roth, NZM
593 = MDR 2009, 850; Fritz,
2009, 830 = NZI WuM 2012, 183
2009, 374 =
ZInsO 2009, 826
§ 109 InsO Kündigung von Mitgliedschaft 17. September MietPrax-AK § Drasdo, NJW-
in Wohnungsgenossenschaft 2009 109 InsO Nr. 2 = Spezial 2010, 65
Der Insolvenzverwalter kann die IX ZR 63/09 ZinsO 2009,
Mitgliedschaft des Schuldners in einer 2104 = ZVI
Wohnungsgenossenschaft kündigen. Das 2009, 448

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insolvenzrechtliche Kündigungsverbot für
gemieteten Wohnraum ist auf diesen Fall
nicht entsprechend anwendbar.(nicht
amtlicher Leitsatz)
§ 109 InsO Wirkung der Freigabeerklärung 23. Februar 2012 MietPrax-AK § Siegmund, MietRB
gegenüber dem Erwerber IX ZR 29/11 109 InsO Nr. 3 = 2012, 165
Die Erklärung des GuT 2012, 139 =
Insolvenzverwalters/Treuhänders, für WuM 2012, 325
Ansprüche aus dem = NJW 2012,
Wohnraummietverhältnis des Schuldners 1881 = ZfIR
nach Ablauf der dreimonatigen 2012, 419 =
gesetzlichen Kündigungsfrist nicht mehr ZInsO 2012, 733
mit der Insolvenzmasse aufzukommen, = MDR 2012,
wirkt auch gegenüber dem Erwerber, auf 573 = ZMR
den das Mietverhältnis infolge 2012, 539
Veräußerung des Grundstücks
übergegangen ist, wenn sie in Unkenntnis
des Eigentumsübergangs dem alten
Vermieter gegenüber abgegeben worden
ist.
§ 109 InsO Wirkung der Kündigung durch 13. März 2013 MietPrax-AK § Drasdo, NJW-
Insolvenzverwalter XII ZR 34/12 109 InsO Nr. 4 = Spezial 2013, 323;
Wird bei einem gewerblichen GE 2013, 675 = Siegmund, MietRB
Mietverhältnis über das Vermögen eines GuT 2013, 29 = 2013, 173
Mieters das Insolvenzverfahren eröffnet, NZM 2013, 366
beendet die Kündigung des = ZMR 2013,
Insolvenzverwalters den Mietvertrag auch 614 = NJW
mit Wirkung für die Mitmieter. 2013, 3232
§ 109 InsO Wirkung einer 9. April 2014 MietPrax-AK § Kurek, MietRB
Enthaftungserklärung; VIII ZR 107/13 109 InsO Nr. 5 = 2014, 193/194;
WuM 2014, 333 Drasdo, NJW-
Kündigung wegen gefälschter = GE 2014, 737 Spezial 2014, 418;
Vormieterbescheinigung = NZM 2014, Hartmann, jurisPR-
1. Die Vorlage einer "frei erfundenen" 429 = NJW MietR 20/2014
Vorvermieterbescheinigung stellt eine 2014, 1954 = Anm. 2; Hinz,
erhebliche Verletzung (vor)vertraglicher DWW 2014, 222 ZMR 2014, 939
Pflichten dar, die eine = ZMR 2015,
Vertragsfortsetzung für den Vermieter 201
unzumutbar machen und somit eine
fristlose Kündigung rechtfertigen kann.
2. Mit dem Wirksamwerden der
Enthaftungserklärung des Treuhänders
gemäß § 109 Abs. 1 Satz 2 InsO
("Freigabeerklärung") erhält der Mieter
die Verfügungs- und
Verwaltungsbefugnis über seine
Wohnung zurück. Eine Kündigung des
Vermieters ist ab diesem Zeitpunkt dem
Mieter gegenüber auszusprechen (im
Anschluss an Senatsurteil vom 9. Mai
2012, VIII ZR 327/11, NJW 2012, 2270
Rn. 32).
§ 109 InsO Wirkung einer 22. Mai 2014 MietPrax-AK § Dahl, NJW-Spezial
Enthaftungserklärung; IX ZR 136/13 109 InsO Nr. 6 = 2014, 437; Hinz,
WuM 2014, 411 ZMR 2014, 939
Auszahlung = GE 2014, 932
Betriebskostenguthaben = NZM 2014,
Mit dem Wirksamwerden der 551 = NJW
Enthaftungserklärung des 2014, 2585 =
Insolvenzverwalters oder Treuhänders ZMR 2014, 971
hinsichtlich der Wohnung des Schuldners

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erlangt der Mieter die Verwaltungs- und
Verfügungsbefugnis über das
Mitvertragsverhältnis zurück. Dem
Insolvenzverwalter oder Treuhänder fehlt
die Prozessführungsbefugnis, gegen den
Vermieter Ansprüche auf Auszahlung
von Guthaben aus
Nebenkostenabrechnungen an die Masse
für einen Zeitraum nach Wirksamwerden
der Enthaftungserklärung geltend zu
machen.
§ 109 InsO Wirkung einer 16. März 2017 MietPrax-AK § Börstinghaus,
Enthaftungserklärung auf IX ZB 45/15 109 InsO Nr. 7 = jurisPR-
WuM 2017, 296 BGHZivilR
Mietsicherheit = ZInsO 2017, 10/2017 Anm. 1
Gibt der Insolvenzverwalter für das 875 = WM 2017, Börstinghaus NJW
Wohnraummietverhältnis des Schuldners 872 = ZIP 2017, 2017, 1748;
eine Enthaftungserklärung ab, wird der 884 = GE 2017, Flatow, NZM
Anspruch des Schuldners auf 587 = NJW 2017, 438; Drasdo,
Rückzahlung einer die gesetzlich 2017, 1747 = NJW-Spezial 2017,
zulässige Höhe nicht übersteigenden DWW 2017, 180 386;
Mietkaution vom Insolvenzbeschlag frei. = ZMR 2017, Cymutta/Schädlich,
528 = MDR NZI 2017, 445;
2017, 728 = Hain, jurisPR-InsR
NZM 2017, 437 11/2017 Anm. 2
§ 109 InsO Wirkung einer 13. Juli 2017 MietPrax-AK § Wozniak, jurisPR-
Enthaftungserklärung auf IX ZB 33/16 109 InsO Nr. 8 = InsR 17/2017 Anm.
ZInsO 2017, 1
Mietsicherheit 1726
Die mit der Erklärung nach § 109 Abs. 1
Satz 2 InsO verbundene Freigabe
erstreckt sich auf dasjenige Vermögen des
Schuldners, das der weiteren
Durchführung des Mietvertrags
zuzuordnen ist. Vom Insolvenzbeschlag
frei werden deshalb insbesondere alle
mietvertraglichen Forderungen des
Schuldners, die erst nach dem Zeitpunkt
des Wirksamwerdens der
Enthaftungserklärung entstehen. Hierzu
zählt auch der Anspruch auf Rückzahlung
der Mietsicherheit.(nicht amtlicher
Leitsatz)
§ 109 InsO Auszahlung des 26. April 2018 MietPrax-AK § Harder, NJW-
Auseinandersetzungsguthabens IX ZB 56/17 109 InsO Nr. 9 = Spezial 2018, 469;
WuM 2018, 439 Budnik, NZI 2018,
nach Kündigung durch = WM 2018, 670
Treuhänder 1140 = ZIP
1. Eine Wohnungsgenossenschaft kann 2018, 1256 =
sich gegenüber dem Insolvenzverwalter, NJW 2018, 2259
der die Mitgliedschaft des Schuldners in = GE 2018, 1057
der Wohnungsgenossenschaft wirksam = NZM 2018,
gekündigt hat, nicht auf eine 785
Satzungsbestimmung berufen, nach der
der Anspruch auf Auszahlung des
Auseinandersetzungsguthabens erst ab
dem Zeitpunkt der Beendigung des
Nutzungsverhältnisses oder der Rückgabe
des Nutzungsobjektes besteht, wenn
dadurch eine Auszahlung des
Auseinandersetzungsguthabens
tatsächlich ausgeschlossen wird, ohne

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dass dies durch schützenswerte Interessen
der Genossenschaft oder des Schuldners
gerechtfertigt ist.
2. In diesen Fällen scheidet bei einer vor
Inkrafttreten des § 67c GenG
ausgesprochenen Kündigung eine
geltungserhaltende Reduktion der
Satzungsbestimmung auf einen noch
zulässigen Umfang regelmäßig aus.
§ 109 InsO Auswirkung der 2. Dezember MietPrax-AK §
Enthaftungserklärung auf 2021 109 InsO Nr. 10
Untermietvertrag IX ZR 206/20
1. Eine Zahlungsklage des
Insolvenzverwalters gegen den Schuldner
persönlich, mittels derer eine nach
Verfahrenseröffnung eingetretene
Masseverkürzung rückgängig gemacht
werden soll, richtet sich bei
interessengerechter Auslegung gegen das
insolvenzfreie Vermögen des Schuldners.
2. Die Wirkungen der
Enthaftungserklärung des Verwalters
erstrecken sich regelmäßig auch auf ein
vom Schuldner eingegangenes
Untermietverhältnis, das den
angemieteten Wohnraum betrifft.
§ 110 InsO Miete als betagte oder befristete 25. April 2012 MietPrax-AK § Flatow, jurisPR-
Forderung IX ZR 62/12 110 InsO Nr. 1 = MietR 15/2013
Nach Ablauf der in § 110 Abs. 1 InsO NJW 2013, 2429 Anm. 6 ; Franke,
genannten Frist kann sich die = NZM 2013, ZfIR 2013, 547;
Unwirksamkeit einer Vorausverfügung 541 541 = MDR Dahl, NZI 2013,
allein aus den allgemeinen Vorschriften 2013, 813 = GuT 590
ergeben. 2013, 112 = ZfIR
2013, 542
§ 112 InsO Kündigungssperre nach 17. Juni 2015 MietPrax-AK § Börstinghaus,
Freigabeerklärung VIII ZR 19/14 112 InsO Nr. 1 = jurisPR-MietR
a) Die Kündigungssperre des § 112 InsO BGHZ 206, 1 = 17/2015 Anm. 1;
gilt nach Wirksamwerden der MDR 2015, 876 Flatow, jurisPR-
Enthaftungserklärung des = NZM 2015, MietR 18/2015
Insolvenzverwalters nach § 109 Abs. 1 618 = WuM Anm. 5; Blank,
Satz 2 InsO weder im Insolvenzverfahren 2015, 568 = GE WuM 2015, 577;
noch in dem sich daran anschließenden 2015, 1089 = Schach, GE 2015,
Restschuldbefreiungsverfahren (§§ 286 NZI 2015, 809 = 1059; Wichert,
ff. InsO). Nach Wirksamwerden der ZInsO 2015, MietRB 2015,
Enthaftungserklärung nach § 109 Abs. 1 1748 = NJW 291/294; Drasdo,
Satz 2 InsO sind rückständige Mieten, mit 2015, 3087 = NJW-Spezial 2015,
deren Zahlung der Mieter bereits vor DWW 2015, 377 610; Ahrens, LMK
Insolvenzantragstellung in Verzug = JR 2016, 525 = 2015, 373812;
geraten war, bei der Beurteilung der ZMR 2015, 868 Jacoby, ZMR
Wirksamkeit einer (auch) hierauf 2016, 173; Hinz,
gestützten fristlosen Kündigung des ZMR 2016, 2
Vermieters nach § 543 Abs. 2 Satz 1 Nr.
3 Buchst. b BGB zu berücksichtigen.
b) Der Verzug (§§ 286 ff. BGB) des
Mieters mit der Entrichtung der Miete
endet nicht mit der Insolvenzeröffnung.
c) Das dem Mieter neben der kraft
Gesetzes eintretenden Minderung (§ 536
BGB) zustehende Recht, die Zahlung der
(geminderten) Miete nach § 320 Abs. 1

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Satz 1 BGB zu verweigern, unterliegt
nach seinem Sinn und Zweck sowie unter
Berücksichtigung dessen, dass das durch
den Mangel der Wohnung bestehende
Ungleichgewicht zwischen Leistung und
Gegenleistung durch die Minderung
wieder hergestellt ist, grundsätzlich einer
zeitlichen und betragsmäßigen
Begrenzung.
d) Bei der gemäß § 320 Abs. 2 BGB an
dem Grundsatz von Treu und Glauben (§
242 BGB) orientierten Beurteilung, in
welcher Höhe und in welchem zeitlichem
Umfang dem Mieter einer
mangelbehafteten Wohnung neben der
Minderung (§ 536 BGB) das Recht
zusteht, die (geminderte) Miete
zurückzuhalten, verbietet sich jede
schematische Betrachtung. Die Frage ist
vielmehr vom Tatrichter im Rahmen
seines Beurteilungsermessens aufgrund
einer Gesamtwürdigung der Umstände
des jeweiligen Einzelfalls zu entscheiden.
§ 129 InsO Urkundsklage gegen 26. April 2012 MietPrax-AK §
Insolvenzverwalter bei IX ZR 146/11 129 InsO Nr. 1 =
NZM 2013, 31 =
Anfechtbarkeit NZI 2012, 562 =
a) Eine mittelbare objektive MDR 2012, 871
Gläubigerbenachteiligung ist gegeben, = NJW-RR
wenn durch die angefochtene 2012, 1513 =
Rechtshandlung eine Forderung des GuT 2013, 116
Anfechtungsgegners, die im Falle der
Eröffnung des Insolvenzverfahrens eine
bloße Insolvenzforderung gewesen wäre,
zur Masseverbindlichkeit aufgewertet
wird.
b) Eine Vertragsübernahme kann als
unentgeltliche Leistung anfechtbar sein.
c) Ob eine Vertragsübernahme
unentgeltlich ist, ist grundsätzlich nach
dem Verhältnis von Leistung und
Gegenleistung in dem übernommenen
Vertrag zu beurteilen.
§ 129 InsO Zur mittelbaren 19. Juli 2018 MietPrax-AK § Dahl/Taras, NJW-
Gläubigerbenachteiligung IX ZR 307/16 129 InsO Nr. 2 = Spezial 2018, 622;
1. Überlässt der Schuldner ein ihm NZM 2019, 174 Kunz/Weck, DB
gehörendes Grundstück einem Dritten zur = ZIP 2018, 2018, 2555;
Nutzung, kann dies 1601 = WM Eckardt, EWiR
gläubigerbenachteiligend sein, wenn der 2018, 1560 = 2018, 529
Schuldner geschäftlich tätig ist, die ZInsO 2018,
Nutzungsmöglichkeit einen eigenen 1841 = NZI
wirtschaftlichen Wert darstellt, der im 2018, 800 =
Geschäftsverkehr üblicherweise nur MDR 2018,
gegen Entgelt überlassen wird, und dem 1466
Schuldner eine wirtschaftliche Nutzung
des Grundstücks zum Vorteil der
Gläubiger rechtlich und tatsächlich
möglich war.
2. Ist eine Vermietung einer Sache nur
mit behördlicher Genehmigung zulässig,
benachteiligt die Gebrauchsübertragung

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und -überlassung zur unentgeltlichen
Nutzung die Gläubiger, wenn die
zuständige Behörde die erforderliche
Genehmigung tatsächlich erteilt hätte
oder hätte erteilen müssen.
3. Steht dem Leistungsempfänger ein
eigener Anspruch gegen den leistenden
Schuldner zu, richtet sich die Frage nach
der Unentgeltlichkeit der Leistung nach
den Grundsätzen im Zwei-Personen-
Verhältnis.
4. Eine unentgeltliche Leistung scheidet
im Zwei-Personen-Verhältnis auch dann
aus, wenn nicht der Empfänger, sondern
ein Dritter die ausgleichende
Gegenleistung erbringt, sofern zwischen
der Leistung des Schuldners und der
ausgleichenden Gegenleistung des Dritten
ein ausreichender rechtlicher
Zusammenhang besteht.
§ 129 InsO Gläubigerbenachteiligung bei 30. April 2020 MietPrax-AK § Hölken, jurisPR-
Verrechnungsabrede IX ZR 162/16 129 InsO Nr. 3 = InsR 12/2020 Anm.
1. Werden an den Grundpfandgläubiger NJW 2020, 2399 2
Mieten gezahlt, die in den = ZMR 2020,
Haftungsverband des Grundpfandrechts 934 = MDR
fallen, benachteiligt dies die 2020, 1212 =
Gläubigergesamtheit, wenn die den ZfIR 2020, 627 =
Zahlungen zugrundeliegenden NZM 2021, 108
Mietforderungen nicht insolvenzfest
beschlagnahmt waren und deshalb dem
Gläubigerzugriff unterlagen; die
Beschlagnahme kann vorgerichtlich auch
durch eine Pfändung aufgrund des
dinglichen Anspruchs vorgenommen
werden (Ergänzung zu BGH, Urteil vom
17. September 2009 - IX ZR 106/08,
BGHZ 182, 264 Rn. 17).
2. Erklärt sich der spätere Schuldner
gegenüber einem Grundpfandgläubiger
damit einverstanden, die aus dem
Grundpfandrecht folgende Haftung von
Mietforderungen in einer Art und Weise
zu verwirklichen, die in ihren Wirkungen
für das der Gläubigergesamtheit haftende
Schuldnervermögen einer formellen
Zwangsverwaltung entspricht, kann es am
Gläubigerbenachteiligungsvorsatz des
Schuldners fehlen, wenn die Erstreckung
des Grundpfandrechts auf die
Mietforderungen insolvenzfest ist.
§ 131 InsO Gläubigerbenachteiligung bei 20. Januar 2011 MietPrax-AK § Hörndler, MietRB
Insolvenz des Zwischenmieters IX ZR 58/10 131 InsO Nr. 1 = 2011, 145
Die auf Anweisung des NZM 2011, 408
zahlungsunfähigen Zwischenmieters = DWW 2011,
erfolgte Direktzahlung des Endmieters an 185 = GuT 2011,
den Vermieter gewährt diesem eine 59 = GE 2011,
inkongruente Deckung, welche die 406 = MDR
Gläubiger des Zwischenmieters objektiv 2011, 452 =
benachteiligt. NJW-RR 2011,
630

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§ 133 InsO Gläubigeranfechtung von 20. November MietPrax-AK § Walke, jurisPR-
Ratenzahlungen 2008 133 InsO Nr. 1 = MietR 5/2009
Weiß der Gläubiger, dass der Schuldner IX ZR 188/07 ZIP 2009, 189 = Anm. 3; Wendt,
nicht in der Lage ist oder voraussichtlich ZinsO 2009, 145 jurisPR-
nicht in der Lage sein wird, die = WM 2009, 274 BGHZivilR 3/09
bestehenden Zahlungspflichten im Anm. 2
Zeitpunkt der Fälligkeit im wesentlichen
zu erfüllen, so weiß er in der Regel auch,
dass dessen Rechtshandlung die
Gläubiger benachteiligt.
§ 134 InsO Unentgeltlichkeit der 1. März 2018 MietPrax-AK § Hölken, jurisPR-
Übertragung der vertraglichen IX ZR 207/15 134 InsO Nr. 1 = InsR 10/2018 Anm.
NZM 2018, 823 4
Rechtsstellung als = NJW-RR
Zwischenmieter auf einen 2018, 626 = NZI
Dritten 2018, 491 =
Überträgt der spätere Insolvenzschuldner MDR 2018, 826
seine vertragliche Rechtsstellung als = WM 2018, 815
Zwischenmieter auf einen Dritten, kann = DB 2018, 1015
dies als unentgeltliche Leistung = ZInsO 2018,
anfechtbar sein, wenn die vom Dritten 1039
übernommenen Pflichten keine die
erlangten Rechte ausgleichende
Gegenleistung darstellen.
§ 140 InsO Anfechtbarkeit der Pfändung 17. September MietPrax-AK § Hörndler, MietRB
zukünftiger Mietforderungen 2009 140 InsO Nr. 1 = 2010, 72; Jacoby,
a) Pfändet ein Gläubiger eine künftige IX ZR 106/08 GE 2010, 265 = LMK 3/2010 Anm.
Mietforderung des Schuldners gegen DB 2010, 51 = 11
einen Dritten, richtet sich der für die ZIP 2010, 38
Anfechtung des Pfändungspfandrechts =ZInsO 2010, 43
maßgebliche Zeitpunkt nach dem Beginn =NJW 2010, 444
des Nutzungszeitraums, für den die = NZI 2010, 58
Mietrate geschuldet war (Bestätigung von = NZM 2010,
BGH, Urt. v. 30. Januar 1997 - IX ZR 164 = ZMR
89/96 für den Anwendungsbereich der 2010, 270
InsO).
b) Ist das durch Pfändung der
Mietforderung entstandene Pfandrecht
anfechtbar, weil der Nutzungszeitraum,
für den die Mieten geschuldet sind, in der
anfechtungsrelevanten Zeit begonnen hat,
führt es nicht zur Annahme eines
masseneutralen Sicherheitentauschs, dass
die Mietforderung zugleich in den
Haftungsverband einer Grundschuld fällt.
§ 203 InsO Kautionsrückzahlungsanspruch 9. Oktober 2014 MietPrax-AK §
im IX ZA 20/14 203 InsO Nr. 1 =
WuM 2014, 748
Restschuldbefreiungsverfahren = ZInsO 2014,
Die Stundung der Kosten des 2320
Insolvenzverfahrens erstreckt sich nicht
auf die im Verfahren über einen
Rechtsbehelf anfallenden Kosten. Für
diese Kosten gelten die Regelungen über
die Bewilligung von Prozesskostenhilfe
entsprechend.
§ 290 InsO Angabe einer Mietsicherheit bei 27. September MietPrax-AK § Rauschenbusch,
Verbraucherinsolvenz 2007 290 InsO Nr. 1 = ZInsO 2007, 1151
Zum Merkmal der groben Fahrlässigkeit IX ZB 243/06 ZMR 2008, 37 =
in § 290 Abs. 1 Nr. 6 InsO. ZInsO 2007,
1150 = NZI

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2007, 733 =
WuM 2007, 711
§ 3 NutzEV Nachträgliche Erhöhung des 9. April 2008 MietPrax-AK § 3
Nutzungsentgelts XII ZR 205/06 NutzEV Nr. 1 =
Nach § 3 NutzEV mögliche, aber GE 2008, 920 =
zunächst versäumte Erhöhungen des NZM 2008, 841
Nutungsentgeltes können zu einem
späteren Zeitpunkt in voller Höhe in
einem Schritt für die Zukunft verlangt
werden.
§ 3 NutzEV Zulässiges Nutzungsentgelt und 11. Juni 2008 MietPrax-AK § 3
seine Erhöhung XII ZR 206/06 NutzEV Nr. 2 =
a) Zulässiges Entgelt i.S. von § 3 Abs. 1 WuM 2008, 493
Nr. 1 NutzEV ist das von den Parteien des
Nutzungsvertrages in zulässiger Weise
vereinbarte Nutzungsentgelt.
b) Zu den Anforderungen an die
Begründung (§ 6 NutzEV) einer
Entgelterhöhung nach § 3 NutzEV.
§ 6 NutzEV Vertragsparteien und 15. Juni 2005 MietPrax-AK § 6
Adressierung von XII ZR 238/02 NutzEV Nr. 1 =
WuM 2005, 515
Gestaltungserklärungen in den = GE 2005, 1124
neuen Bundesländern = NJW-RR
a) Zur Mitverpflichtung eines Ehegatten 2005, 1258
durch den anderen in Angelegenheiten
des gemeinsamen Lebens gemäß § 11
FGB (hier: Abschluß eines
Nutzungsvertrages über ein Grundstück
zu Erholungszwecken in der damaligen
DDR).
b) Die einseitige Erhöhungserklärung
gemäß § 6 Nutzungsentgeltverordnung
hat rechtsgestaltende Wirkung dahin, daß
sich die Höhe der Zahlungsverpflichtung
ohne Zustimmung des Nutzers ändert.
c) Stehen auf Seiten des Nutzers mehrere
Personen, so muß die
Erhöhungserklärung allen Nutzern
zugehen. Dabei ist auf der Nutzerseite
Stellvertretung zugelassen. Die Erklärung
muß aber an alle Nutzer gerichtet sein.
§ 6 NutzEV Umdeutung einseitiger 21. März 2007 MietPrax-AK § 6
Erhöhungserklärung in XII ZR 176/04 NutzEV Nr. 2 =
WuM 2007, 271
Vertragsangebot = ZMR 2007,
a) Eine nicht eigenhändig unterschriebene 524 = NZM
Erhöhungserklärung, die dem Nutzer vor 2007, 514 =
dem 1. August 2001 zugegangen ist, ist MDR 2007,
formnichtig. 1009
b) Als einseitige rechtsgestaltende
Willenserklärung kann eine
Erhöhungserklärung nach § 6 NutzEV
grundsätzlich nicht in ein Angebot zum
Abschluss eines Erhöhungsvertrages
umgedeutet werden, welches vom Nutzer
durch Zahlung des geforderten Entgelts
stillschweigend angenommen werden
könnte.
§ 8 PrKG Alte nicht genehmigte 13. November MietPrax-AK § 8 Burbulla, MietRB
Preisklausel nach neuem Recht 2013 PrKG Nr. 1 = 2014, 6

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Durch das Inkrafttreten des XII ZR 142/12 NJW 2014, 52 =
Preisklauselgesetzes am 14. September GE 2014, 50 =
2007 wurden Wertsicherungsklauseln, die NZM 2014, 34 =
bis dahin weder genehmigungsfrei noch GuT 2013, 269
genehmigt waren und für die bis dahin
keine Genehmigung beantragt war, mit
Wirkung für die Zukunft auflösend
bedingt wirksam.
§ 14 RVG Erhöhung der Regelgebühr 11. Juli 2012 MietPrax-AK §
Eine Erhöhung der Geschäftsgebühr über VIII ZR 323/11 14 RVG Nr. 1 =
die Regelgebühr von 1,3 hinaus kann nur NJW 2012, 2813
gefordert werden, wenn die Tätigkeit des = AnwBl 2012,
Rechtsanwalts umfangreich oder 775 = WuM
schwierig war, und ist deshalb nicht unter 2012, 513
dem Gesichtspunkt der
Toleranzrechtsprechung bis zu einer
Überschreitung von 20 % der
gerichtlichen Überprüfung entzogen
(Fortführung von BGH, Urteile vom 13.
Januar 2011 - IX ZR 110/10, NJW 2011,
1603; vom 8. Mai 2012 - VI ZR 273/11,
juris).
§ 15a RVG Anrechnung ungeminderter 28. Juli 2010 MietPrax-AK §
Verfahrensgebühr XII ZB 251/10 15a RVG Nr. 1
§ 15a RVG stellt eine bloße Klarstellung
der bestehenden Gesetzeslage dar.(nicht
amtlicher Leitsatz)
§ 23 RVG Anrechnungsverpflichtung 14. März 2007 MietPrax-AK § Schneider, MietRB
Geschäftsgebühr für Kündigung VIII ZR 184/06 23 RVG Nr. 1 = 2007, 172 und 189,
WuM 2007, 330 Hansens, ZAP F.
und Räumungsklage = NZM 2007, 24 S. 1069; ders.,
Der Gegenstand der außergerichtlichen 396 = NJW ZfSch 2007, 345;
Tätigkeit eines Rechtsanwalts, der mit der 2007, 2050 = Peter, NJW 2007,
Beratung des Vermieters über das ZMR 2007, 521 2298; Drasdo,
Kündigungsrecht und dem Ausspruch der = MDR 2007, NJW-Spezial 2007,
Kündigung beauftragt ist, betrifft das 982 339; Streppel,
Räumungsverlangen des Vermieters und MDR 2007, 929;
somit denselben Gegenstand wie eine Lickleder, NZM
spätere gerichtliche Tätigkeit des 2007, 589
Rechtsanwalts im Rahmen der
Räumungsklage.
Die Geschäftsgebühr des Rechtsanwalts
für die vorgerichtliche Tätigkeit im
Zusammenhang mit der Kündigung ist
gemäß § 23 Abs. 1 Satz 3 RVG, § 41
Abs. 2 GKG nach dem einjährigen Bezug
der Nettomiete zu berechnen und im
Rahmen der Anlage 1 Teil 3,
Vorbemerkung 3 Abs. 4 VV RVG auf die
Verfahrensgebühr eines nachfolgenden
Räumungsrechtsstreits anzurechnen.
§ 23 RVG Anrechnungsverpflichtung 7. März 2007 MietPrax-AK § Schneider, MietRB
Geschäftsgebühr für Kündigung VIII ZR 86/06 23 RVG Nr. 2 = 2007, 172 und 189,
ZMR 2007, 439 Hansens, ZAP F.
und Räumungsklage = WuM 2007, 24 S. 1069; ders.,
Ist nach der Vorbemerkung 3 Abs. 4 zu 329 = NZM ZfSch 2007, 345;
Nr. 3100 VV RVG eine wegen desselben 2007, 397 = Peter, NJW 2007,
Gegenstands entstandene NJW 2007, 2049 2298; Drasdo,
Geschäftsgebühr anteilig auf die = MDR 2007, NJW-Spezial 2007,
Verfahrensgebühr des gerichtlichen 984 339; Streppel,
Verfahrens anzurechnen, so vermindert MDR 2007, 929;

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sich nicht die bereits entstandene Lickleder, NZM
Geschäftsgebühr, sondern die in dem 2007, 589
anschließenden gerichtlichen Verfahren
anfallende Verfahrensgebühr.
§ 23 RVG Anrechnungsverpflichtung 11. Juli 2007 MietPrax-AK § Schneider, MietRB
Geschäftsgebühr für Kündigung VIII ZR 310/06 23 RVG Nr. 3 = 2008, 75
WuM 2007, 633
und Räumungsklage = GE 2007, 1480
1. Die außergerichtlichen Tätigkeit eines = NZM 2007,
Rechtsanwalts, der mit dem Ausspruch 835 = NJW
der Kündigung beauftragt ist, und die 2007, 3500
anschließende Räumungsklage betreffen
gebührenrechtlich denselben Gegenstand.
2. Die in den Vorbemerkungen 3 Abs. 4
zu Nr. 3100 VV RVG angeordnete
Anrechnung der Geschäftsgebühr auf die
Verfahrensgebühr des nachfolgenden
gerichtlichen Verfahrens führt zu einer
Reduzierung der letztgenannten
Gebühr.(nicht amtlicher Leitsatz)
§ 23 RVG Anrechnung der 22. Januar 2008 MietPrax-AK § Streppel, MDR
Geschäftsgebühr auf die VIII ZB 57/07 23 RVG Nr. 4 = 2008, 421; Eupen,
NJW 2008, 1323 MietRB 2008, 205;
Verfahrensgebühr = MDR 2008, Schons, AnwBl
1. Es wird daran festgehalten, dass sich 592 = AnwBl 2008, 356
durch die anteilige Anrechnung einer 2008, 378
vorgerichtlich entstandenen
Geschäftsgebühr nach Nr. 2300 VV RVG
(Nr. 2400 VV RVG a.F.) auf die
Verfahrensgebühr des gerichtlichen
Verfahrens gemäß Teil 3 Vorbemerkung
3 Absatz 4 VV RVG nicht die bereits
entstandene Geschäftsgebühr, sondern die
in dem anschließenden gerichtlichen
Verfahren nach Nr. 3100 VV RVG
anfallende Verfahrensgebühr vermindert
(Senatsurteile vom 7. März 2007, VIII ZR
86/06, NJW 2007, 2049; vom 14. März
2007, VIII ZR 184/06, NJW 2007, 2050;
vom 11. Juli 2007, VIII ZR 310/06, NJW
2007, 3500)
2. Für die Anrechnung ist es ohne
Bedeutung, ob die Geschäftsgebühr auf
materiell-rechtlicher Grundlage vom
Prozessgegner zu erstatten und ob sie
unstreitig, geltend gemacht, tituliert oder
bereits beglichen ist.
3. Eine vorprozessual zur
Anspruchsabwehr angefallene
Geschäftsgebühr kann nicht Gegenstand
einer Kostenfestsetzung nach §§ 103 ff.
ZPO sein (im Anschluss an BGH,
Beschluss vom 27. April 2006, VII ZB
116/05, NJW 2006, 2560 f.).
§ 23 RVG Gegenstandswert anwaltlicher 19. Oktober 2021 MietPrax-AK §
Tätigkeit im VIII ZR 160/20 23 RVG Nr. 5 =
GE 2022, 303
Nichtzulassungsbeschwerdeverf
ahren
Der Gegenstandswert für die anwaltliche
Tätigkeit richtet sich nach dem Wert, der
die Grundlage für den Auftrag der

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Mandanten zur Einlegung der
Nichtzulassungsbeschwerde bildete. Dies
gilt auch, wenn die anschließend
eingelegte Nichtzulassungsbeschwerde
einen niedrigeren gerichtlichen Streitwert
hat.(nicht amtlicher Leitsatz)
§ 7 RVG Mehrvertretungszuschlag bei 18. Juni 2002 MietPrax-AK § 7 Schütt, MDR 2002,
Vertretung sämtlicher VIII ZB 6/02 RVG Nr. 1 = 1217; Enders,
NJW 2002, 2958 JurBüro 2003, 90
Gesellschafter einer GbR = NZM 2002,
Zur Erstattungsfähigkeit der 794 = MDR
Erhöhungsgebühr gemäß § 6 Abs. 1 Satz 2002, 1216
2 BRAGO beim Aktivprozeß der
Gesellschafter einer BGB-Gesellschaft.
§ 7 RVG Mehrvertretungszuschlag bei 21. September MietPrax-AK § 7
Vertretung sämtlicher 2005 RVG Nr. 2 =
VIII ZB 35/04 WuM 2005, 792
Gesellschafter einer GbR = ZMR 2006,
Der Klägervertreter erhält die 184 = NZM
Erhöhungsgebühr, wenn er vor der 2005, 941
Anerkennung der Rechtsfähigkeit der
Außen-GbR mit der Klageerhebung
beauftragt worden ist und das Rubrum
erst später auf die GbR umgestellt
wurde.(nicht amtlicher Leitsatz)
§ 7 RVG Mehrvertretungszuschlag des 5. Oktober 2005 MietPrax-AK § 7 Drasdo, NJW-
Mietervertreters im VIII ZB 52/04 RVG Nr. 3 = Spezial 2006, 5;
NJW 2005, 3786 Schneider, MietRB
Räumungsverfahren = NZM 2005, 2006, 95
Vertritt ein Rechtsanwalt mehrere Mieter 942 = WuM
gegen eine Klage auf Räumung und 2005, 792 =
Herausgabe einer Mietwohnung, ist der ZMR 2006, 106
Gegenstand der anwaltlichen Tätigkeit = MDR 2006,
derselbe im Sinne des § 6 Abs. 1 Satz 2 437 = GE 2006,
BRAGO. In diesem Fall erhöht sich die 572
Prozessgebühr des Rechtsanwalts für
jeden Mitmieter um 3/10.
§ 7 RVG Mehrvertretungszuschlag bei 16. März 2004 MietPrax-AK § 7 Onderka, AGS
Vertretung einer VIII ZB 114/03 RVG Nr. 4 = GE 2004, 279; Klinger,
2004, 751 = ZEV 2004, 247
Erbengemeinschaft AnwBl 2004,
Zur Gebührenerhöhung bei Vertretung 450 = NZM
einer Erbengemeinschaft. 2004, 513 =
NJW-RR 2004,
1006
§ 12 Zur Anwendbarkeit des 11. Juli 2007 MietPrax-AK §
SchuldRAn Schuldrechtsanpassungsgesetzes XII ZR 113/05 12
pG Ein Mietvertrag, der nach dem Beitritt zu SchuldRAnpG
teilweise anderen Bedingungen und auch Nr. 1 = GE 2007,
nicht mehr zwischen denselben 1378 = ZMR
Vertragsparteien, jedoch über denselben 2007, 857 =
Mietgegenstand abgeschlossen wurde wie NZM 2007, 851
der vor dem Beitritt vereinbarte = WuM 2007,
Nutzungsvertrag, unterliegt nicht dem 676
zeitlichen und sachlichen
Anwendungsbereich des
Schuldrechtsanpassungsgesetzes.
§ 20 Form für Erhöhungsverlangen 19. September MietPrax-AK §
SchuldRAn Das Erhöhungsverlangen nach § 20 Abs. 2007 20
pG 3 SchuldRAnpG setzt im Gegensatz zum XII ZR 3/05 SchuldRAnpG
Verlangen nach § 20 Abs. 1 Nr. 1 = WuM
2007, 631 =

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SchuldRAnpG i.V.m. § 6 NutzEV keine ZMR 2008, 28 =
besondere Begründung voraus. MDR 2008, 17
§ 20 Form für Erhöhungsverlangen 30. Januar 2008 MietPrax-AK §
SchuldRAn Das Erhöhungsverlangen nach § 20 Abs. XII ZR 176/05 20
pG 3 SchuldRAnpG setzt im Gegensatz zum SchuldRAnpG
Verlangen nach § 20 Abs. 1 Nr. 2 = WuM
SchuldRAnpG i.V.m. § 6 NutzEV keine 2008, 245
besondere Begründung voraus.(nicht
amtlicher Leitsatz)
§ 20 Form für Erhöhungsverlangen 30. Januar 2008 MietPrax-AK §
SchuldRAn Das Erhöhungsverlangen nach § 20 Abs. XII ZR 177/05 20
pG 3 SchuldRAnpG setzt im Gegensatz zum SchuldRAnpG
Verlangen nach § 20 Abs. 1 Nr. 3
SchuldRAnpG i.V.m. § 6 NutzEV keine
besondere Begründung voraus.(nicht
amtlicher Leitsatz)
§ 20 Übliches Nutzungsentgelt bei 7. Oktober 2009 MietPrax-AK §
SchuldRAn unterschiedlichen XII ZR 175/07 20
pG SchuldRAnpG
Marktteilnehmern Nr. 4 = WuM
Bei der Ermittlung des ortsüblichen 2010, 38 = MDR
Nutzungsentgelts für Garagenflächen in 2010, 139
den neuen Ländern (§ 5 Abs. 1
Nutzungsentgeltverordnung) müssen
zwar Einzelfälle außer Betracht bleiben,
in denen es einem Nutzungsgeber
gelungen ist, ein völlig außerhalb des
gängigen Preisspektrums liegendes
Nutzungsentgelt zu erzielen. Die Frage,
ob ein solcher Extremfall vorliegt, kann
aber nicht ohne Berücksichtigung der
Besonderheiten des jeweiligen Marktes
beantwortet werden.
Werden Garagenflächen in 80 % bis 90 %
aller Fälle von Kommunen oder
kommunalen Gesellschaften angeboten,
so kann das ortsübliche Entgelt nicht
allein durch die Preisgestaltung dieser
Anbieter bestimmt und dabei eine nicht
unbeachtliche Anzahl privater
Nutzungsverträge mit deutlich höheren
Entgelten als "Ausreißer" außer Betracht
gelassen werden.
Zur Ermittlung des ortsüblichen Entgelts
bei erheblich divergierenden
Nutzungsvereinbarungen.
§ 20 Ermittlung des üblichen 13. Juni 2012 MietPrax-AK §
SchuldRAn Nutzungsentgelts XII ZR 49/10 20
pG a) Eine Anpassung des Nutzungsentgelts SchuldRAnpG
kann gemäß § 20 Abs. 3 SchuldRAnpG Nr. 5 = GuT
verlangt werden, wenn sich das 2012, 248 =
ortsübliche Entgelt seit der jeweils letzten ZMR 2012, 766
Anpassung um mehr als zehn Prozent = WuM 2012,
geändert hat. Gegenüberzustellen sind 568 = NZM
somit das ortsübliche Entgelt im 2012, 833 =
Zeitpunkt der letzten Entgeltanpassung MDR 2012, 830
und das ortsübliche Entgelt, das durch die
seitdem bis zum Zeitpunkt des neuen
Anpassungsverlangens getroffenen
Pachtvereinbarungen

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(Neuvertragspachten und geänderten
Bestandspachten) gebildet wird.
b) Außer Betracht bleiben diejenigen
Vertragsabschlüsse, die in dem
Dreimonatszeitraum zwischen dem
Anpassungsverlangen und dessen
Wirksamwerden (§ 20 Abs. 3 Satz 4
SchuldRAnpG) erfolgen.
c) Das ortsübliche Nutzungsentgelt kann
nicht in Gestalt einer ortsüblichen
Entgeltspanne ermittelt werden, sondern
ist vom Tatrichter mit einem eindeutigen
Betrag festzustellen.
d) Bei der Ausübung seines
Schätzungsermessens ist der Tatrichter
nicht an schematische Vorgaben
gebunden. Je nach den Umständen des
Einzelfalls kann entweder die Bildung
eines Durchschnittswerts der
Vergleichsentgelte, eine Orientierung an
der Häufigkeitsverteilung der
Vertragsabschlüsse oder etwa eine
Höhergewichtung der zuletzt
abgeschlossenen Verträge angebracht
sein.
§ 23a Teilkündigung eines 30. Juni 2010 MietPrax-AK §
SchuldRAn Nutzungsvertrages XII ZR 84/08 23a
pG Zu den Voraussetzungen einer SchuldRAnpG
Teilkündigung eines Nutzungsvertrages Nr. 1 = WuM
an einem Erholungsgrundstück nach § 23 2010, 576 =
a SchuldRAnpG. NZM 2010, 742
§ 1 HeimG Geltung des Heimgesetzes 28. November MietPrax-AK § 1
1. Lebt der Betroffene aufgrund 2018 HeimG Nr. 1 =
Mietvertrags in einer Wohngemeinschaft XII ZB 517/17 GE 2019, 188 =
und bezieht von einem gesonderten MDR 2019, 379
Anbieter ambulante Pflegeleistungen, so = FamRZ 2019,
hält er sich damit grundsätzlich noch 477
nicht in einem Heim gemäß § 5 Abs. 3
VBVG auf (Fortführung Senatsbeschluss
vom 23. Januar 2008, XII ZB 176/07,
FamRZ 2008, 778).
2. Sind der Vermieter und der vom
Gremium der Bewohner beauftragte
Pflegedienst personell miteinander
verbunden, können aber die Bewohner,
wenn auch nur in ihrer Gesamtheit, einen
anderen Anbieter wählen, so führt dies
ebenfalls noch nicht zur Einstufung als
Heim im Sinne von § 5 Abs. 3 VBVG.
§ 5 VBVG Zum Heimbegriff 20. Mai 2020 MietPrax-AK § 5
1. Lebt der Betroffene aufgrund XII ZB 226/18 VBVG Nr. 1 =
Mietvertrags in einer Wohngemeinschaft GE 2020, 1050 =
und bezieht von einem gesonderten MDR 2020,
Anbieter ambulante Pflegeleistungen, so 1020 = FamRZ
hält er sich damit grundsätzlich noch 2020, 1408
nicht in einem Heim gemäß § 5 Abs. 3
VBVG aF auf (im Anschluss an
Senatsbeschluss vom 28. November 2018
- XII ZB 517/17, FamRZ 2019, 477).
2. Danach führt es auch nicht zur
Einstufung als Heim im Sinne des § 5

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Abs. 3 VBVG aF, wenn der Betroffene
als Mitglied einer selbstverantworteten
Wohngemeinschaft Gesellschafter einer
Gesellschaft bürgerlichen Rechts ist,
deren Zweck in der Aufnahme einer
Wohngemeinschaft für Senioren unter
Sicherstellung der altersgerechten
Betreuung ihrer Gesellschafter besteht,
und die Gesellschaft entsprechend
Wohnraum zur Überlassung an die
Gesellschafter anmietet, während die
Gesellschafter ambulante
Pflegeleistungen individuell mit einem
gesonderten Anbieter vereinbaren.
§ 13 WEG Verbot der Kurzzeitvermietung 12. April 2019 MietPrax-AK § Timme, MDR
einer Eigentumswohnung V ZR 112/18 13 WEG Nr. 1 = 2019, 904
1. Beschlüsse, die auf der Grundlage WuM 2019, 341
einer allgemeinen Öffnungsklausel mit = MDR 2019,
der erforderlichen Mehrheit gefasst 657 = GE 2019,
werden, sind im Allgemeinen nur 737
insoweit materiell überprüfbar, als das
„Ob“ und das „Wie“ der Änderung nicht
willkürlich sein dürfen; einer
weiterreichenden Kontrolle unterliegen
dagegen Beschlussgegenstände, die
unverzichtbare oder unentziehbare, aber
verzichtbare („mehrheitsfeste“) Rechte
der Sondereigentümer betreffen.
2. Zu den unentziehbaren, aber
verzichtbaren („mehrheitsfesten“)
Rechten eines Sondereigentümers gehört
die Zweckbestimmung seines Wohnungs-
oder Teileigentums; sie darf durch einen
auf der Grundlage einer allgemeinen
Öffnungsklausel gefassten
Mehrheitsbeschluss nur mit Zustimmung
des Sondereigentümers geändert oder
eingeschränkt werden (Fortführung des
Senatsurteils vom 10. Oktober 2014 - V
ZR 315/13, BGHZ 202, 346 Rn. 13 ff.).
3. Ein auf der Grundlage einer
allgemeinen Öffnungsklausel gefasster
Beschluss, durch den die kurzzeitige
Vermietung des Wohnungseigentums
(z.B. an Feriengäste) verboten wird, ist
nur dann rechtmäßig, wenn alle
Wohnungseigentümer ihre Zustimmung
erteilt haben.
4. Jedenfalls auf der Grundlage einer
allgemeinen Öffnungsklausel kann gegen
die Stimmen der Minderheit beschlossen
werden, dass die Überlassung einer
Wohnung an Dritte der Verwaltung
anzuzeigen ist.
§ 20 WEG Kündigung durch 30. November MietPrax-AK § Briesemeister, GE
Wohnungseigentümergemeinsch 2012 20 WEG Nr. 1 = 2013, 106
V ZR 234/11 WuM 2013, 117
aft = GE 2013, 129
Beschließen die Wohnungseigentümer = MDR 2013,
Maßnahmen zur Beendigung eines 209 = NZM
zwischen der Gemeinschaft und einem 2013, 195 =

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ihrer Mitglieder geschlossenen Vertrages, NJW-RR 2013,
ist eine ordnungsgemäße Verwaltung 335 = ZfIR 2013,
nicht schon wegen eines möglichen 239
Scheiterns der Maßnahmen zu verneinen,
sondern erst dann, wenn für einen
verständigen Wohnungseigentümer ohne
weiteres ersichtlich ist, dass die
Beendigung aus tatsächlichen oder
rechtlichen Gründen von vornherein nicht
erreichbar ist.
§ 5 WiStG Mietpreisüberhöhung; 28. Januar 2004 MietPrax-AK § 5 Siebke , ZMR
Ausnutzen eines geringen VIII ZR 190/03 WiStG Nr. 1 = 2004, 412; Scheff,
GE 2004, 540 = MietRB 2004, 200;
Angebots NJW 2004, 1740 Breiholdt, ZMR
Das Tatbestandsmerkmal der = WuM 2004, 2004, 412
"Ausnutzung eines geringen Angebots" (§ 294 = NZM
5 Abs. 2 WiStG) ist nur erfüllt, wenn die 2004, 381 =
Mangellage auf dem Wohnungsmarkt für ZMR 2004, 410
die Vereinbarung der Miete im Einzelfall = DWW 2004,
ursächlich war. Dazu hat der Mieter 153
darzulegen und gegebenenfalls zu
beweisen, welche Bemühungen bei der
Wohnungssuche er bisher unternommen
hat, weshalb diese erfolglos geblieben
sind und daß er mangels einer
Ausweichmöglichkeit nunmehr auf den
Abschluß des für ihn ungünstigen
Mietvertrages angewiesen war.
§ 5 WiStG Räumliche Abgrenzung des 13. April 2005 MietPrax-AK § 5 Riecke, ZMR
geringen Angebots an VIII ZR 44/04 WiStG Nr. 2 = 2005, 532; Drasdo,
ZMR 2005, 530 NJW Spezial 2005,
Wohnraum = WuM 2005, 436; Junker,
Bei der Beantwortung der Frage, ob der 471 = NJW MietRB 2005, 226
Vermieter ein geringes Angebot an 2005, 2156 = GE
vergleichbaren Räumen ausgenutzt hat ist 2005, 790 =
auf das gesamte Gebiet der Gemeinde NZM 2005, 534
und nicht lediglich auf den Stadtteil = DWW 2005,
abzustellen, in dem sich die 293 = MDR
Mietwohnung befindet. Das 2005, 978
Tatbestandsmerkmal des "geringen
Angebots" ist deshalb nicht erfüllt, wenn
der Wohnungsmarkt für vergleichbare
Wohnungen nur in dem betreffenden
Stadtteilangespannt, im übrigen
Stadtgebiet aber entspannt ist.
§ 5 WiStG Mangellage bei Sonderobjekten 25. Januar 2006 MietPrax-AK § 5 Junker, MietRB
Ob ein geringes Angebot an VIII ZR 56/04 WiStG Nr. 3 = 2006, 159
vergleichbaren Räumen besteht, ist WuM 2006, 161
jeweils für die in Betracht kommende = GE 2006, 395
Wohnungsgruppe ("Teilmarkt") = NZM 2006,
festzustellen. Für eine Wohnung mit weit 291 = DWW
überdurchschnittlicher Qualität stellt 2006, 161 =
deshalb der Umstand, dass sie in einem ZMR 2006, 355
Ballungsgebiet liegt und für die = MDR 2006,
betreffende Gemeinde ein 1038
Zweckentfremdungsverbot besteht, kein
hinreichend aussagekräftiges Anzeichen
für das Vorliegen einer Mangelsituation
dar.

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§2 Provisionsanspruch bei 9. März 2006 MietPrax-AK § 2 Drasdo, NJW-
WoVermitt Nachmietersuche für III ZR 235/05 WoVermittG Nr. Spezial 2006, 294
G 1 = WuM 2006,
Mitarbeiter 213 = NZM
Dem Wohnungsvermittler steht ein 2006, 386 = GE
Anspruch auf Provision auch dann nicht 2006, 709 =
zu, wenn für ihn beim Nachweis oder der MDR 2006, 860
Vermittlung des Mietvertrages an den
Wohnungssuchenden als Mitarbeiter oder
Gehilfe der bis-herige Mieter der
Wohnung tätig wird, der einen
Nachmieter sucht.
§2 Povisionsanspruch bei 9. März 2006 MietPrax-AK § 2 Drasdo, NJW-
WoVermitt Mietgarantie III ZR 151/05 WoVermittG Nr. Spezial 2006, 292;
G Eine Provisionszusage des Mieters an den 2 = WuM 2006, Dören, MietRB
Wohnungsvermittler ist nicht schon 212 = GE 2006, 2006, 247
deshalb unwirksam, weil dieser 569 = NZM
gegenüber dem Eigentümer oder 2006, 387 =
Vermieter eine Mietgarantie übernommen MDR 2006, 861
hatte.
Art. 15 Auskunftsanspruch gegen 22. Februar 2022 MietPrax-AK Zerull, GE 2022,
DSGVO Vermieter VI ZR 14/21 Art. 15 DSGVO 390; Abramenko,
Zur Beschränkung des Auskunftsrechts Nr. 1 = GE 2022, MietRB 2022, 181;
über die Herkunft von Daten gemäß Art. 408 = ZMR Zerull, AnwZert-
15 Abs. 1 Halbsatz 2 lit. g DS-GVO 2022, 539 = MietR 12/2022
durch datenschutzrechtlich geschützte NZM 2022, 552 Anm. 1;
Interessen Dritter. Eisenschmid,
jurisPT-MietR
15/2022 Anm. 5

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Common questions

Auf Basis von KI

Eine Wohnflächenabweichung von mehr als 10 % gegenüber der im Mietvertrag angegebenen Fläche gilt als Mangel im Sinne von § 536 BGB und berechtigt zu einer Mietminderung. Die Bemessungsgrundlage für die Minderung ist die Bruttomiete, auch bei Abweichungen in der Wohnfläche .

Eine den formellen Anforderungen nicht genügende Betriebskostenabrechnung setzt die Einwendungsfrist des § 556 Abs. 3 Satz 5 BGB nicht in Gang, wodurch der Ausschluss von Einwendungen des § 556 Abs. 3 Satz 6 BGB nicht greift. Der Mieter kann daher Einwände auch nach Ablauf der Frist erheben .

Der Einbau von Rauchwarnmeldern, der aufgrund einer bauordnungsrechtlichen Verpflichtung erfolgt, gilt als Modernisierungsmaßnahme, die der Mieter dulden muss. Dies gilt selbst dann, wenn der Mieter bereits eigene Rauchwarnmelder installiert hat, da der Einbau durch den Vermieter die Sicherheit im Gebäude erhöht .

Klauseln zur Übertragung von Schönheitsreparaturen müssen flexibel und dürfen nicht starr gestaltet sein. Ein starrer Fristenplan, der Schönheitsreparaturen nach bestimmten Jahresabständen ohne Zusatz verlangt, benachteiligt den Mieter unangemessen und ist unwirksam .

Ein formularmäßig vereinbarter "Zuschlag für Schönheitsreparaturen" ist wirksam und Teil der Miete, die der Mieter zu zahlen hat, auch wenn gleichzeitig eine unwirksame Quotenabgeltungsklausel vereinbart wurde .

Die Höhe der Mietsicherheit wird durch die vereinbarte Miete bestimmt, nicht durch die aufgrund eines Mangels geminderte Miete, es sei denn, im Zeitpunkt der Vereinbarung über die Mietsicherheit liegt ein unbehebbarer Mangel vor .

Ein Mietaufhebungsvertrag kann das Mietverhältnis jederzeit beenden, selbst wenn der Hauptmieter einem Dritten die Mietsache zur Nutzung überlassen hat. Der Vertrag ist nicht sittenwidrig, wenn der Hauptmieter ein Kündigungsrecht gegenüber dem Dritten besitzt, um dessen Nutzung zeitnah zu beenden .

Dem Mieter wird der vertragsmäßige Gebrauch der Mietsache entzogen, wenn der wahre Berechtigte der Mietsache nicht bereit ist, die Nutzung zu den vereinbarten Konditionen zuzulassen, nachdem der Mieter die Räume von einem nicht verfügungsberechtigten Vermieter gemietet hat .

Eine Klausel in einem Gewerberaummietvertrag, die eine Mietminderung ausschließt, wenn die Nutzung durch vom Vermieter nicht zu vertretende Umstände beeinträchtigt wird, ist unwirksam, da sie den Mieter unangemessen benachteiligt, indem sie ihm die Möglichkeit zur Rückforderung der Miete nach § 812 BGB vollständig verwehrt .

Eine Heiz- und Warmwasserkostenabrechnung muss die formellen Anforderungen der Betriebskostenabrechnung erfüllen, wie z.B. die genaue und nachvollziehbare Aufschlüsselung der anteiligen Kosten. Werden Gebäude von einer Gemeinschaftsheizung versorgt, können diese zu einer Abrechnungseinheit zusammengefasst werden, auch wenn der Mietvertrag nur ein einzelnes Gebäude betrifft .

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