0% fanden dieses Dokument nützlich (0 Abstimmungen)
17 Ansichten5 Seiten

Fragen Und Antworten Zur Produktionsförderung

Das Dokument enthält häufig gestellte Fragen und Antworten zur Beantragung von Produktionsförderung für Filmprojekte durch die Filmförderungsanstalt (FFA). Es erklärt die Antragsmodalitäten, förderfähigen Kostenpositionen und Rückzahlungsmodalitäten im Falle einer Bewilligung.

Hochgeladen von

Meister “Monte”
Copyright
© All Rights Reserved
Wir nehmen die Rechte an Inhalten ernst. Wenn Sie vermuten, dass dies Ihr Inhalt ist, beanspruchen Sie ihn hier.
Verfügbare Formate
Als PDF, TXT herunterladen oder online auf Scribd lesen
0% fanden dieses Dokument nützlich (0 Abstimmungen)
17 Ansichten5 Seiten

Fragen Und Antworten Zur Produktionsförderung

Das Dokument enthält häufig gestellte Fragen und Antworten zur Beantragung von Produktionsförderung für Filmprojekte durch die Filmförderungsanstalt (FFA). Es erklärt die Antragsmodalitäten, förderfähigen Kostenpositionen und Rückzahlungsmodalitäten im Falle einer Bewilligung.

Hochgeladen von

Meister “Monte”
Copyright
© All Rights Reserved
Wir nehmen die Rechte an Inhalten ernst. Wenn Sie vermuten, dass dies Ihr Inhalt ist, beanspruchen Sie ihn hier.
Verfügbare Formate
Als PDF, TXT herunterladen oder online auf Scribd lesen

FAQ – Projektfilmförderung

Fragen und Antworten zur Produktionsförderung


Wofür kann Produktionsförderung beantragt werden?
Produktionsförderung kann für ein neues Filmprojekt beantragt werden, für das eine Kinoauswertung in
Deutschland geplant ist. Spiel- und Dokumentarfilme müssen eine Mindestlänge von 79 Minuten haben,
für Kinderfilme gilt eine Mindestlänge von 59 Minuten. Ausnahmsweise kann der Vorstand der FFA auch
einen nichtprogrammfüllenden Film von mehr als 30 Minuten zulassen.

Wer kann Produktionsförderung beantragen?


Antragsberechtigt sind Produzent*innen mit einem Sitz oder einer Niederlassung im Inland. Dies gilt
sowohl für Einzelkaufleute und Gesellschaften bürgerlichen Rechts als auch für Personengesellschaften
wie OHGs und KGs und Kapitalgesellschaften wie GmbHs und AGs. Antragstellende Kapitalgesellschaften
(GmbH, UG, etc.) müssen bereits bei Antragstellung ein Stammkapital von 25.000,00 Euro nachweisen
können.

Wie viel Förderung kann für ein Projekt beantragt werden?


Die empfohlene Antragshöhe der Förderung können Sie in der Übersicht „Mindestförderquote“
entnehmen.

Was ist bei der Antragstellung zu beachten?


Über die Anträge auf Produktionsförderung entscheidet die Kommission für Produktions- und
Drehbuchförderung, die sich bis zu sechsmal im Jahr trifft. Die Sitzungs- und Einreichtermine finden Sie
auf [Link] unter „Förderungen und Anträge“. Vor Antragstellung darf nicht mit den Dreharbeiten
begonnen werden. Liegt der Drehbeginn vor der Kommissionssitzung, ist ein Antrag auf vorzeitigen
Maßnahmebeginn zu stellen. Die Antragstellung erfolgt laufend, Anträge müssen spätestens vier
Wochen vor der Sitzung von der FFA auf Vollständigkeit geprüft sein. Die auf der Homepage der FFA
genannten Einreichfristen sind einzuhalten. Empfohlen wird eine frühzeitigere Einreichung und
vorherige Rücksprache mit der FFA.
Die Antragstellung erfolgt digital über den entsprechenden Link [Link]
Alle erforderlichen Angaben werden in die Online-Antragsverwaltung eingetragen und die unten
genannten Antragsunterlagen hochgeladen. Eine unterschriebene Kopie des Antragsformulars schicken
Sie umgehend nach Antragstellung per Post an die FFA, um den Antrag rechtsverbindlich zu stellen.

Stand: Juli 2021 / Seite 1


FAQ – Projektfilmförderung
Der Antrag umfasst folgende Unterlagen:
• Drehbuch in deutscher Sprache
• Synopsis
• Nachweis der Verfilmungsrechte (Verfilmungsvertrag, Drehbuchvertrag etc.)
• Kalkulation
• Finanzierungsplan und Finanzierungsnachweise
• Verleihzusage für Deutschland sowie ein Marketingkonzept und eine knappe
Wirtschaftlichkeitsbetrachtung
• Drehplan, ggf. inkl. Drehtage der Studioaufnahmen im Ausland
• Stab- und Besetzungsliste
• Filmografie des*der Antragsteller*in
• Gewerbeanmeldung oder Handelsregisterauszug
• ggf. vorläufige BAFA-Bescheinigung (bei int. Koproduktionen)
• ggf. Koproduktionsverträge
• sonstige Angaben zum Projekt (Visualisierungshilfen, Trailer, Musikbeispiele)
Zusätzliche, essentielle Nachreichungen können zwei Wochen vor Sitzungstermin per Upload im
Antragsportal erfolgen. Die Antragsteller*innen werden automatisch an das Nachreichungsfenster
erinnert. Die Nachreichung von Drehbüchern ist ausgeschlossen.

Hinweise zum Finanzierungsplan:


Hier ist vor allem die Darlegung des Eigenanteils von Bedeutung. Bitte beachten Sie, dass der
Finanzierungsplan einen Eigenanteil von mindestens 5 Prozent der Herstellungskosten bzw. bei
internationalen Koproduktionen 5 Prozent des deutschen Finanzierungsanteils aufweisen muss.
Ist ein öffentlich-rechtlicher Fernsehsender an der Produktion beteiligt, ist vor der Berechnung des
Eigenanteils außerdem der Koproduktionsanteil des Senders von den Herstellungskosten abzuziehen.
Das gilt nicht für die Beteiligung eines privaten Senders. Hierzu ein Beispiel:

Anerkannte Herstellungskosten 2.000.000 €


Abzüglich ausländischer Koproduktionsanteil - 500.000 €
Abzüglich öffentl.-rechtl. TV-Koproduktionsanteil - 250.000 €
Berechnungsschwelle = 1.250.000 €
Erforderlicher Eigenanteil i. H. v. 5 % 62.500 €

Der Eigenanteil kann finanziert werden durch:


• Eigenmittel (Barmittel)
• Fremdmittel (unbedingt rückzahlbare Darlehen)
• Eigenleistungen des/der Hersteller/in
• Gegenleistungen für Lizenzvoraberteilungen

Stand: Juli 2021 / Seite 2


FAQ – Projektfilmförderung
Zu den Eigenleistungen zählen Verwertungsrechte des*der Hersteller*in an eigenen Werken, wie
Roman, Drehbuch oder Filmmusik, sowie eigene Leistungen des*der Hersteller*in (als kreative*r
Produzent*in, Regisseur*in, Herstellungsleiter*in, Hauptdarsteller*in, Kameramann oder -frau).
Außerdem sollten Sie beachten, dass Ihr Film zu höchstens 50 Prozent aus öffentlichen Fördergeldern
finanziert werden darf. In begründeten Ausnahmefällen darf der Anteil der öffentlichen Mittel höher
liegen.

Hinweise zur Kalkulation:


Die Kostenübersicht des Budgets ist in die vorgegebene Tabelle im Online-Antragsportal einzutragen.
Zudem ist eine vollständige Kalkulation hochzuladen, dabei können alle marktüblichen Kalkulations-
schemata verwendet werden. Hierbei sind die Höchstsätze für Produzentengage, Handlungskosten und
Überschreitungsreserve wie folgt zu beachten:
1. Produzentengage max. 5 Prozent der Herstellungskosten, höchstens aber 250.000 Euro (siehe
§23 der Richtlinie D.1 Produktionsförderung)
2. Bei einer Mehrfachbetätigung des*der Produzent*in erfolgt eine Kürzung der Gage gemäß der
Richtlinie D.1 § 23 Abs. 3 bis 5
3. Eigene Leistungen des*der Produzent*in werden gemäß der Richtlinie D.1 § 23 Abs. 2 mit dem
marktüblichen Preis und sachliche Leistungen des*der Produzent*in um 25 % reduziert
angesetzt
4. Handlungskosten
max. 10 Prozent bei Fertigungskosten bis zu 5.000.000 Euro und
max. 5 Prozent ab 5.000.000,01 Euro Fertigungskosten
Die Handlungskosten sind bei 650.000 Euro gedeckelt.
5. Überschreitungsreserve max. 8 Prozent der Fertigungskosten
6. Der Anteil der Studioaufnahmen außerhalb von Deutschland oder eines Mitgliedstaates der
Europäischen Union oder einem Vertragsstaat des Abkommens über den Europäischen
Wirtschaftsraum oder der Schweiz darf 30 Prozent nicht überschreiten. Ausnahmen kann der
Vorstand der FFA zulassen.
Bei internationalen Koproduktionen gilt jeweils der deutsche Finanzierungsanteil als Berechnungs-
grundlage.
Nähere Informationen zu den sog. „Grundsätzen sparsamer Wirtschaftsführung“ und den jeweiligen
Höchstsätzen finden Sie in der Richtlinie D.1 §§ 14 ff.

Stand: Juli 2021 / Seite 3


FAQ – Projektfilmförderung
Was müssen Sie tun, damit die bewilligten Fördergelder ausgezahlt werden?
Hat die Kommission für Produktions- und Drehbuchförderung Ihren Antrag bewilligt, erhalten Sie eine
Förderungszusage von der FFA. Die Zusage ist neun Monate gültig. In dieser Zeit sollte die geschlossene
Finanzierung für das Projekt nachgewiesen werden. Auf Antrag ist eine Fristverlängerung um sechs
Monate durch den Vorstand der FFA möglich.
Bei lückenlosem Nachweis der Rechte und der geschlossenen Finanzierung wird ein
Bewilligungsbescheid erteilt. Bei einer internationalen Koproduktion kann der Finanzierungsanteil der
ausländischen Koproduzent*innen durch den Koproduktionsvertrag nachgewiesen werden.
Bitte beachten Sie, dass personelle Änderungen bei Regie oder Hauptrollen durch die
Vergabekommission genehmigt werden müssen.
Die Auszahlung des bewilligten Darlehens wird mittels Teilabrufformular beantragt. Das Darlehen wird
in einzelnen Raten ausgezahlt. Dabei können 75 Prozent bei Drehbeginn, 15 Prozent bei
Rohschnittabnahme und 10 Prozent nach Abschlussprüfung ausgezahlt werden.
Für die Auszahlung der ersten Rate ist der Drehfortschritt durch einen Tagesbericht zu belegen. Für die
Auszahlung der Rohschnittrate ist eine gemeinsame Erklärung von Produzent*in und Regisseur*in oder
eine Bestätigung des beteiligten Fernsehsenders oder einer beteiligten Förderinstitution über die
erfolgte Rohschnittabnahme erforderlich. Die Auszahlung der Schlussrate erfolgt nach der
Schlussprüfung durch eine Prüfgesellschaft, für die eine Prüfgebühr fällig wird. Zur Schlussprüfung ist
der Verwendungsnachweis entsprechend des Merkblatts, welches Sie mit dem Bescheid zugeschickt
bekommen, direkt an die Prüfgesellschaft zu senden. Außerdem sind für die Schlussrate folgende
Nachweise bei der FFA einzureichen:
• FSK-Bescheinigung
• BAFA-Bescheinigung
• Bescheinigung über die Einlagerung eines DCDM inklusive barrierefreier Fassung im
Bundesarchiv
• Beleg-DVD
• Recoupmentplan (von allen beteiligten deutschen Förderungen abgenommen und
unterzeichnet)
• Erlösmitteilung
• Meldung Exportbeitrag

Stand: Juli 2021 / Seite 4


FAQ – Projektfilmförderung
Wann sind die Fördermittel zurückzuzahlen?
Für die Tilgung des Darlehens sind die im Bewilligungsbescheid angegebenen anerkannten
Herstellungskosten und die daraus resultierende Tilgungsschwelle wesentlich.
Sind neben der FFA weitere Förderer beteiligt, erfolgt die Rückzahlung entsprechend der jeweiligen
Förderungsanteile und ein mit allen Förderern abgestimmter Rückflussplan ist zu erstellen.
Spätestens 6 Monate nach Kinostart muss die erste Erlösabrechnung mit Hilfe des Erlösformulars, das
auf unserer Homepage zu finden ist, erfolgen. Die Verpflichtung zu Abrechnung und Tilgung erlischt bei
vollständiger Rückführung des Darlehens, spätestens jedoch 10 Jahre nach Kinostart.

Zur Veranschaulichung dient folgendes Beispiel:


Darstellung eines Rückflussplans bei einer Finanzierungsbeteiligung einer öffentlich-rechtlichen
Rundfunkanstalt:

gewährtes FFA-Darlehen 250.000 €


Anerkannte Herstellungskosten 2.000.000 €
Abzüglich öffentl.-rechtl. TV-Koproduktionsanteil - 250.000 €
Berechnungsschwelle = 1.750.000 €
Eigenmittelvorrang (5% der Berechnungsschwelle) 87.500 €

Rückflussplan:
Rang Erlöse von… …bis Produzent Anteil FFA Anteil
1. Rang 0€ 87.500 € 87.500 € 100% 0€ 0%
2. Rang 87.500 € 587.500 € 250.000 € 50% 250.000 € 50%
3. Rang ab 587.500 € 100% 0%

Fällige Tilgungen sind an die FFA zu zahlen.

Sie möchten sich über die rechtlichen Grundlagen der Förderung informieren?
Die Produktionsförderung erfolgt auf Grundlage der §§ 59-72 FFG sowie der Richtlinie D.1.
Den Gesetzestext, die Richtlinie sowie weitere Informationen finden Sie unter [Link].

Stand: Juli 2021 / Seite 5

Das könnte Ihnen auch gefallen