0 Bewertungen0% fanden dieses Dokument nützlich (0 Abstimmungen) 18 Ansichten12 SeitenMT4
Copyright
© All Rights Reserved
Verfügbare Formate
Als PDF herunterladen oder online auf Scribd lesen
Modelitest 4) sass
Anleitung:
Sie horen insgesamt drei Texte
Die Texte 1 und 2 héren Sie einmal, den Text 3 hdren Sie zweimal.
Schreiben Sie Ihre Lasungen zuniichst hinter die Aufgaben,
Am Ende des Priifungsteils ,,Hrverstehen* haben Sie 10 Minuten Zeit, um Ihre Lésungen auf das
Antwortblatt zu iibertragen.Hortext 1: Aufgaben 1-8
Sie sind in der Mensa und héren ein Gespriich zwischen einer Studentin und einem Studenten.
Sie hiren dieses Gesprich einmal,
Lesen Sie jetzt die Aufgaben 1-8.
Horen Sie nun den Text. Schreiben Sie beim Horen die Antworten auf die Fragen 1-8.
Notieren Sie Stichworter.
Das Mensaessen
(0) | Was machen die beiden Studenten? (0) | in der Mensa in der Schlange stehen
‘Warum will Lukas nicht in der Mensa essen?
(Nennen Sie einen Punkt)
2. | Warum isst Lukas heute auch in der Mensa? | 2
Welche Vorteile vom Mensaessen hat Ingrid
genannt? (Nennen Sie zwei Punkte)
4 |Welches Essen gefallt Ingrid? 4
Wie beurteilt Ingrid den Geschmack vom
Mensaessen?
Wo kann man den Speiseplan fiir die niichste
Woche finden’?
Wie beurteilt Lukas das Mensaessen?”
(Nennen Sie einen Punkt)
Was kann man bei dem Wettbewerb als,
ersten Preis gewinnen?HOrtext 2: Aufgaben 9-18
Sie héren ein Interview mit drei Gespriichsteilnehmem tiber das Uni-Radio.
Sie héren dieses Interview einmal.
Lesen Sie jetzt die Aufgaben 9-18.
Horen Sie nun den Text
Entscheiden Sie beim Héren, welche Aussagen richtig oder falsch sind.
Markieren Sie die passende Antwort.
Das Uni-Radio
Richtig | Falsch
(©) | Das Uni-Radio bietet auch Service-Projekte wie das AAA. x | ©
9 | Die Programme vom Uni-Radio werden nur im Internet prisentiert 9
10 |Man kann auch eine multitinguale Zeitschrift des Uni-Radios lesen, 10
1 | Das Uni-Radio organiser oft Debatten Uber die aktuellen Ereignisse im hn
Forum.
12 | Das Uni-Radio berichtet ber gleiche Themen in verschiedenen Sparten, 2
13 | Das Uni-Radio bietet auch Informationen Uber Jobmiglichkeiten 3
1q_| Das Uni-Radio bezahit die Studenten, die Artikel fr das Uni-Radio u
schreiben.
15 | Frau Schulz waht allein Themen fir Interviews aus. 1s
16 | Frau Schulz hat einen der besten Forscher in der Welt interview 16
17 | Die Zubérer hatten groBes Interessen am Interview mit Peter Griinberg 7
18 | Die deutschen Studenten haben viele Gespriiche mit Auskindern gefihrt. 18Hortext
Aufgaben 19-25
je hdren einen Vortrag ter die Genie-Forschung.
Sie héren di
esen Vortrag zweimal
Lesen Sie jetzt die Aufgaben 19-25.
Horen Sie nun den Text ein erstes Mal
Beantworten Sie beim Horen die Fragen 19-25 in Stichworten.
Genies
(oy | Wee wird der Begriff, Genie in Lexika (oy | Menschen mit iberragender schipferischer
jerkkirt? |Begabung.
Warum wurden frither Kiinstler als Genies
19 0
‘anerkannt?
20 | Was beweist der 1Q-Test? 20
|
91, | Welehe Sehlussfolgerungen hat man aus 4
Termans Untersuchung gezogen?
Welche Merkmale haben die hochbegabten |
| | Kinder nach der Studie von Rost?
Warum gab es so viele Nobelpreistriger aus
23 2B
Gottingen?
A
Welche Gemeinsamkeiten haben die
4 24
Kreativen? (Nennen Sie zwei Punkte) 7
25 | Welchen Schluss zieht die Referer 25
Ergiinzen Sie jetzt Ihre Stichworter. Sie héren jetzt den Text ein zweites Mal.
Sie haben nun 10 Minuten Zeit, um Thre Lésung auf das Antwortblatt zu ibertragen.Bite
Antwortblatt-Hérverstehen (10min
Sie haben nun 10 Minuten Zeit, um Thre Lésungen auf das Antwortblatt zu iibertragen.
Etikett
[Lsungen Hortext 1
1 r f nb
2 Joga
7 2j0 00
B:
sjoo00
4
sjooa
5
sjooa
6
s6jooa
7 7loo00
8 sjooda
Lésungen Hértext 2
Richtig _ Falsch
Bitte markieren Sie die richtige Antwort mit
einem schwarzen oder blauen Kugelschreiber!
Markieren Sie so:
NICHT: G OM &
Wenn Sie korrigieren méchten, filllen Sie
das falsch markierte Feld ganz aus: Il
und markieren dann das richtige Feld: 52
ooo0000oo000
Oo
Oo
Oo
o
o
Oo
Oo
Oo
Q
QaAntwortblatt-Hérverstehen
Hier bitte nicht schreiben
Lésungen Hértext 3
nb
19 19 a
20 20 o
21 21 oO
2 2 a
23 23 a
24 24 Oo
25 25 aLésungen zum Hértext 1
1
»
Noose
Er will nicht in der Schlange stehen. / lieber zu Hause kochen. / Lebensmittel selbst wahlen. /
Rezepte abwechseln. / Speisenkarten in der Mensa sind éde.
Er hat 3 Vorlesungen
2 Punkte davon: billiger als selbst Kochen / Zeit fur Einkaufen ersparen / kein Geschirr
spillen / sich mit Leuten unterhalten / eine Abwechslung
vegetarisches Essen / Salatbuffet / Nudein
manchmal ahnlich wie Speisen von Mutter
auf der Webseite des Studentenwerks / unter der Rubrik ,Essen und Trinken”
Es gibt nicht viel auszuwahlen. / Viele Gerichte wiederholen sich mehrmals / die Speisen
ibergegessen
Digitalkamera
Lésungen zum Hértext 2
9.
13.
17.
F 10. R 1. R 12. F
R 14. F 15. F 16. R
R 18. F
Lésungen zum Hértext 3
19,
20,
a
22.
23.
24.
25.
Geniale Kunst war nicht nur in der Lage, die Natur abzubilden, sondem auch die Wirklichkeit
in ihrer Darstellung zu perfektionieren.
das Potenzial, aber nicht die tatséichliche Leistung
Viele von ihnen besetzten zwar Spitzenpositionen, waren aber nicht die Besten. / Intelligente
Képfe waren erfolgreich — aber keinesfalls die erfolgreichsten.
Kinder mit einem extrem hohen IQ waren oft seelisch stabiler und etwas weniger angstlich
als andere. | wurden fir ihr gutes Sozialverhalten gelobt.
Gut gepfiegte akademische Landschaft hat viele helle Képfe in
Wissenschaftler konnten dort im Austausch mit anderen gedeihen
zwei Punkte davon: harte Arbeiter / Sie waren sogar von Arbeit regelrecht besessen. / Erfolg-
reiche Kreative machen Uberstunden. / arbeiten mit héchster Konzentration
Ein gewéhnlicher Begabter kann durch Ubung eine spezielle Fertigkeit professionel
ausfiihren. / Uben ist entscheidend fiir alle Fertigkeiten. / Unser Gehimn veréndert sich in der
‘Umwelt. / Ubung macht den Meister.
se Stadt gezogen. / DieTranskription zum Hortext 1
Ingrid:
Lukas:
Lukas:
Ingrid:
Lukas:
Ingrid:
Lukas:
Hallo, Lukas! Na, stellst du dich jetzt auch in die Schlange? Du hast mir doch einmal
gesagt, dass du nicht in der Mensa essen wills.
Hallo, Ingrid! Du hast ja recht. Anstatt taglich hungrig in der Schlange 5 Minuten oder
sogar langer zu stehen, koche ich lieber zu Hause. Immerhin kann ich die Lebensmittel
selbst wahlen und Rezepte abwechseln. Findest du die Speisekarten in der Mensa
nicht de? Wenn ich heute nicht 3 Vorlesungen hatte, ware ich jetzt bestimmt auch
nicht hier sondern in meiner Kiiche.
‘Ach so. Aber ich denke, in der Mensa zu essen ist doch eine gute Wahl! Das Essen
hier ist viel billiger als selbst Gekochtes. Und die Zeit fiir Einkaufen und Kochen kann
ich mir auch ersparen. AuBerdem mag ich auch nicht Geschirr spillen. Es ist ibrigens
eine schéne Abwechslung, mich beim Essen mit anderen Leuten zu unterhalten.
Ich habe vergessen, dass du nur ein Semester auf dem Campus bist. Alles ist noch
sehr neu fiir dich. Sieh mal nach oben! Der Projektor da zeigt uns, was es heute gibt.
Jeden Tag gibt es hier in der Mensa nur zwei Gerichte. Das eine ist vegetarisch, das
andere mit Fleisch,
‘Also fiir mich reicht das. Ich bin doch Vegetarierin und der Speiseplan ist aus meiner
Sicht soweit in Ordnung. Wenn mir die Speisen nicht gefallen, wahle ich aus dem
Salatbuffet daneben oder bediene ich mich an der Nudeltheke. Ich bin mit der Mensa
nicht unzufrieden. Manchmal schmecken die Speisen sogar ahnlich wie die meiner
Mutter.
Also, ich esse lieber Fleisch, aber es gibt nicht viel auszuwahlen. Du kannst doch
den Speiseplan fir diese und nachste Woche auf der Webseite des Studen-
tenwerks nachschauen, unter der Rubrik Essen und Trinken*. Viele Gerichte sind
mehrmals wiederholt und ich habe mir schon in den letzten 4 Semestem die Speisen
Ubergegessen.
Ja, ich kenne die Rubrik, Du, das Studentenwerk will doch Kritiken von Studenten
héren. Bald findet ein Wettbewerb zum Thema .Campusleben neben dem Studium*
statt. Du kannst dich mit einem journalistischen Text daran beteiligen. Der erste Preis
ist eine Digitalkamera in Wert von 500 Euro, und es gibt auch einen zweiten und dritten
Preis.
Wirklich? Dann werde ich meine Unzufriedenheit literarisch darstellen. Komm, jetzt
sind wir endlich an der Reihe und kénnen unseren Magen befriedigenTranskription zum Hortext 2
Sprecherin:
Lehmann:
Sprecherin:
Lehmann:
Sprecherin:
Lehmann:
‘Sprecherin:
Fair jeden Studienanfanger sieht der Campus wie ein Labyrinth aus. Wie kann man
sich schneller zurechtfinden? Neben den vielen Serviceprojekten des Akademischen
Auslandsamts kann man auch durch das Uni-Radio die vielfaltigen Einzelheiten
kennenlernen. Herr Thomas Lehmann, Sie sind der Chefredakteur des Uni-Radios.
Welche Aufgaben haben Sie als Chefredakteur?
Das Uni-Radio funktioniert nicht wie normale Radioprogramme. Natiirlich haben wir
einen eigenen Senderkanal, (9) daneben erstellen wir im Internet auch Podcasts,
Aufnahmen von Interviews und Videos von vielen Veranstaltungen auf dem Campus.
Das alles kann man im Internet nach dem Abonnieren herunterladen. Die Skripte von
Interviews, Berichten und Videos werden in mehrere Sprachen Ubersetzt, (10) alles
zusammen bildet eine Online-Zeitschrift. Als Chefredakteur bin ich verantwortlich fir
das Layout der ganzen Zeitschrift. Welcher Artikel steht auf welcher Seite? Sollte ein
Bild neben dem Artikel stehen usw. Um Topthemen auf dem Campus zu behandein
muss ich auch auf Webseiten vieler anderer Universitaten oft recherchieren, rezen-
sieren und unsere Seite entsprechend aktualisieren. Wir haben ein Forum und
stellen nach jeder Aktualisierung einige Fragen iiber ein Topthema. Viele wollen gern
an dieser Diskussion teilnehmen. Das ist eine wichtige Rubrik unseres Uni-Radios.
(1)
Welche spezielien Sparten hat das Uni-Radio?
Die Menge von Sparten ist in jeder Zusammenstellung schon bestimmt, norma-
lerweise sind es fiinf. Jedoch sind die Schwerpunkte der einzelnen Sparten jedes
Mal anders. (12) Im Oktober oder Marz z.B. ist die Sparte ,Einfiihrung fir Neulinge*
das wichtigste Thema. Zum Jahresende treten Kulturthemen wie ,Deutsche Sitten
und Religionen* auf. Vor den Ferien kommen Tipps fur Praktika" und ,Geiz ist geil
im Ausland’, also Ratschlage fiir Reisen kommen in die Schlagzeilen, auch Inserate
fir studentische Aushilfe werden aufgelistet. (13) Wahrend der Vorlesungszeit wird
Arbeitsgeschick vermittelt.
Offensichtlich wollen Sie eine ganz groBe Bandbreite an Themen abdecken.
Das stimmt. Von der Wohnungssuche iibers Heimweh oder die Fernbeziehung
bis hin zu Lésungen von Finanzproblemen. Viele Audiobeitrage stammen von
den Studenten in hheren Semestern, die sich am Anfang auch schwer mit dem
Campusleben zurechtfanden und eigene Erfahrungen freiwillig und kostenlos mit
den Neulingen teilen wollen. Manchmal sind die Geschichten echt witzig. (14)
Unser zweiter Gast, Frau Claudia Schulz ist Moderatorin beim Uni-Radio. Frau
Schulz, wie organisieren Sie die Interviews?Schulz:
Schulz:
Sprecherin:
Vor einem Interview muss zuerst ein gefragtes Thema gewahit werden, sonst
schlafen die Zuhérer schon nach 10 Sekonden ein. Insgesamt sind sieben Leute
in unserem Team. Zuerst treffen sich alle regelmig und besprechen, was die
jungen Akademiker interessieren kdnnte. Im Prinzip stellt jede Person 2-3 Gedanken
vor, worum die Leute sich dann kiimmern. (15) Viele Vorschlage sind doch ein
bisschen ahnlich. Dann wahit Thomas, unser Chefredakteur 5-6 Entwiirfe aus. Wir
besprechen uns zum zweiten Mal und legen endlich zwei Themen fest.
Kénnen Sie uns einige Beispiele von diesen Interviews geben?
Tief beeindruckt war ich vom Interview mit Herr Peter Griinberg, einem Nobel-
preistrager fur Physik. (16) Ich hatte vorher nie gedacht, dass der berihmte
Wissenschaftler so sympathisch und humorvoll ist. Sein Verhalten im Alltagsleben,
seine Gedanken in der Studienzeit und die Harteféille in der Forschung haben so
groBe Neugierde angeregt, dass wir damals taglich ber 300 Emails von Zuhérem
ethalten haben. Das Interview hat uns Nachwuchs viele Anregungen und Motivation
gegeben. (17)
Kann man auch Stimmen von Studierenden, also von der Mehrheit auf dem Campus
bei Ihnen héren?
Selbstverstandlich. Studierende kénnen freiwillig an der Produktion der Podcasts teil-
nehmen. Zum Beispiel, wir haben schon einige auslandische Studenten eingeladen,
die eigene Geschichten an deutschen Hochschulen schreiben und in ihre Mutter-
sprachen iibersetzen wollen. Diese Gaste interviewen auch viele Deutsche aus
unterschiedlichen Blickwinkeln, dadurch leben sie sich einfacher und schneller ein.
(18)
Ich wiinsche Ihnen weiterhin viel Erfolg! Vielen Dank fir das Gespréich.Transkription zum Hortext 3
Genies sind der Treibstoff fiir die Entwicklung jeder Gesellschaft. Ihre Kreativitat fuhrt zu
immer neuen Erfindungen und Erkenntnissen. Aber wer wird als ein Genie anerkannt und was
macht ein Genie zu einem Genie?
Genies werden in vielen Lexika definiert als Menschen mit iiberragender schépferischer
Begabung. (0) Allerdings verandert sich diese angeblich schépferische Begabung im Laufe der Zeit.
Bis ins 19. Jahrhundert galten vor allem Kiinstler als Genies. Geniale Kunst war nicht nur in der
Lage, die Natur abzubilden, sondern auch die Wirklichkeit in ihrer Darstellung zu perfektionieren.
(19) Demgegeniiber ist die heutige Genialitét mehr wissenschaftsgebunden. Ein wichtiger Faktor
ist der 1Q, der Intelligenzquotient. Der beschreibt aber nur das Potenzial, nicht die tatsachliche
Leistung. (20) Kann jemand ein Genie werden, der schon als Kind einen hohen IQ hat? Um diese
These zu bestatigen, haben viele Wissenschaftler langfristige Studien durchgefiihrt. Erstmals im
Jahr 1928 wahite Lewis Terman, Psychologe aus Standford unter 250 000 Jugendlichen mehr als
1500 hochbegabte junge Erwachsene aus, alle mit einem IQ von durchschnittich 150. Terman und
spater seine Mitarbeiter verfolgten die Entwicklungen dieser Probanden Uber 70 Jahre hinweg
Das Ergebnis war: Viele von Ihnen besetzten Spitzenpositionen, ihr Einkommen war in der Regel
hoch. Uberraschend war jedoch auch der Befund, dass die brillant intelligenten Képfe erfolgreich
sein konnten — aber keinesfalls am erfolgreichsten waren. (21) Im Vergleich dazu organisierte der
Marburger Psychologieprofessor Rost 1987 in Deutschland eine Langzeitstudie. Er untersuchte die
Intelligenzquotienten von 7000 Grundschiilern, bei 150 Kindern stellte er Hochbegabung fest, die
einen IQ von mehr als 130 hatten. Inzwischen sind seine Testkandidaten 30 Jahre alt, die meisten
haben eine Hochschulkarriere eingeschlagen. Der Schluss: Kinder mit einem extrem hohen IQ
waren oft seelisch stabiler und etwas weniger angstlich als andere. (22) Eltem und Lehrer stellten
anerkennend das gute Sozialverhalten heraus.
Jedoch ist nur mit einem hohen IQ der Weg zum Genie wie Nobelpreistrager noch nicht offen
Dass ungewohnliche Intelligenz nicht automatisch groBe Erfolge bedeutet, ist unter Naturwissen-
schaftlern eine Binsenweisheit. Hinzu kommen zwei weitere wichtige Faktoren: Derjenige, der das
geistige Potenzial hat, braucht zunachst auch das passende soziale Umfeld. Ein hochbegabtes
Kind, das auf einer abgeschiedenen Siidseeinsel aufwachst, wird kaum die Chance bekommen,
seine Fahigkeit in geniale Taten umzuwandeln. Umgekehrt ist es kein Zufall, dass 40 Nobel-
preistréger aus Géttingen kommen. Durch die seit dem 18. Jahrhundert gepflegte akademische
Landschaft hat es seitdem viele helle Képfe in diese Stadt gezogen. Ihr Potenzial konnte dort
im Austausch mit anderen gedeihen. (23) Jedoch bringen selbst ein hoher IQ und eine Elitenuni
nichts, wenn der Wille zur groBen Tat oder, wie Einstein es nannte, der ,frische Erfindungsgeist"
fehit. Diese Aussage ist sicherlich der Rede von dem amerikanischen Erfinder Thomas Alva
Edison ahnlich, der namlich meinte, .ein Prozent Inspiration, 99 Prozent Transpiration". Samtlichebekannte Denker und Schépfer waren harte Arbeiter ~ sie waren sogar von der Arbeit regelrecht
besessen. Erfolgreiche Kreative machen Uberstunden, arbeiten mit der héchsten Konzentration.
(24)
Unser Gehim ist formbarer als gedacht. 10 000 Stunden, so lange dauert es laut dem kana-
dischen Nervenarzt Norman Doidge, bis ein gewohnlich Begabter eine spezielle Fertigkeit profes-
sionell ausfiihren kann. Uben, iiben, iiben. Das ist demnach entscheidend, egal ob es um Musik,
Skateboardfahren oder eine naturwissenschaftliche Karriere geht. Die Natur hat uns ein Gehirn
mitgegeben, das in einer sich verdindernden Umwelt iberlebt, weil es sich selbst verdindert. (25)
Quellen:
i shaft/articl -Geheimnis-der-Geni gekirzt und
berarbeitet
Das könnte Ihnen auch gefallen